Masterplan Stadtteile an der Küste - UNIVERSITÄTS- UND HANSESTADT GREIFSWALD - Strategiepapier Arbeitsstand November 2018
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Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
Masterplan Stadtteile an der Küste
- Strategiepapier Arbeitsstand November 2018 -
UNIVERSITÄTS- UND HANSESTADT GREIFSWALDUniversitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste Impressum Auftraggeber Universitäts- und Hansestadt Greifswald Stadtbauamt Markt 15 17489 Greifswald Erik Wilde, Dr. Michael Heinz Inhaltliche Bearbeitung Planung Morgenstern Landschaftsarchitektur • Stadtplanung • Umweltplanung mediamare consulting Peter Dörnfeld Brinkstraße 20 • 17489 Greifswald • Tel. 03834 898366 Karl-Marx-Str. 14 • 15745 Wildau • Tel. 03375 5243041 www.planung-morgernstern.de • info@planung-morgernstern.de www.mediamare.de • info@mediamare.de Georg Döll, Yana Efremova, Carola Morgenstern Marie Wolfbauer, Christopher Rutzen, Peter Dörnfeld
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
Inhalt das Strategiepapier enthält die Punkte 1 bis 2.2 und 5
2.3.3 Eldena
1 Einleitung 5 2.3.4 Friedrichshagen
1.1 Stadt am Ryck,… an Dänischer Wiek und am Strelasund 5 2.3.5 Südmole
1.2 Anlass für den Masterplan 6 3 Planung
1.2.1 Status quo und Entwicklung 6
1.2.2 Pläne und Studien - Übersicht, Hafen Ladebow, Marina, 3.1 Zielaussagen
Wassersportzentrum 8 3.1.1 Riems und Koos
3.1.2 Ladebow und Wieck
1.3 Thematische Differenzierung 10 3.1.3 Eldena
1.4 Planungsprozess und Partizipation 11 3.1.4 Friedrichshagen
3.1.5 Südmole
2 Strategieentwicklung 13 3.1.6 Wasserseitige Entwicklung
2.1 Bestand und Bewertung 14 3.1.7 Stadt und Umland
2.1.1 Riems und Koos 15 3.2 Vorhaben und Maßnahmen
2.1.2 Ladebow und Wieck 19 3.2.1 Riems und Koos
2.1.3 Eldena 24 3.2.2 Ladebow und Wieck
2.1.4 Friedrichshagen 29 3.2.3 Eldena
2.1.5 Südmole 33 3.2.4 Friedrichshagen
2.1.6 Wasserseitige Infrastruktur 38 3.2.5 Südmole
2.2 Strategische Ziele 39 3.2.6 Wasserseitige Entwicklung
2.2.1 Riems und Koos 40 3.2.7 Stadt und Umland
2.2.2 Ladebow und Wieck 42 3.3 Ergebnisse der Beteiligung
2.2.3 Eldena 44 3.3.1 Riems und Koos
2.2.4 Friedrichshagen 46 3.3.2 Ladebow und Wieck
2.2.5 Südmole 48 3.3.3 Eldena
2.2.6 Wasserseitige Entwicklung 52 3.3.4 Friedrichshagen
2.2.7 Stadt und Umland 54 3.3.5 Südmole
2.3 Ergebnisse der Beteiligung
2.3.1 Riems und Koos 4 Greifswalder Stadtküste
2.3.2 Ladebow und Wieck 5 Quellen, Literatur, Anmerkungen 56
3Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
Karten und Pläne
► zu 2.1 - Bestand und Bewertung
• zu 2.1.1 - Riems und Koos - Bestandskarte 2.1.1-1
- Karte Defizite und Missstände 2.1.1-2
• zu 2.1.2 - Ladebow und Wieck - Bestandskarten Leben an der Küste • Standort für Wirtschaft und Wissenschaft 2.1.2-1
Attraktives Umfeld • Freizeitorientierte Entwicklung 2.1.2-2
- Karte Defizite und Missstände 2.1.2-3
• zu 2.1.3 - Eldena - Bestandskarten Leben an der Küste • Standort für Wirtschaft und Wissenschaft 2.1.3-1
Attraktives Umfeld • Freizeitorientierte Entwicklung 2.1.3-2
- Karte Defizite und Missstände 2.1.3-3
• zu 2.1.4 - Friedrichshagen - Bestandskarte 2.1.4-1
- Karte Defizite und Missstände 2.1.4-2
• zu 2.1.5 - Südmole - Bestandskarten Leben an der Küste • Standort für Wirtschaft und Wissenschaft 2.1.5-1
Attraktives Umfeld • Freizeitorientierte Entwicklung 2.1.5-2
- Karte Defizite und Missstände 2.1.5-3
► zu 2.2 - Strategische Ziele
• zu 2.2.1 - Riems und Koos - Plan Vorhaben und Maßnahmen 2.2.1
• zu 2.2.2 - Ladebow und Wieck - Plan Vorhaben und Maßnahmen 2.2.2
• zu 2.2.3 - Eldena - Plan Vorhaben und Maßnahmen 2.2.3
• zu 2.2.4 - Friedrichshagen - Plan Vorhaben und Maßnahmen 2.2.4
• zu 2.2.5 - Südmole - Plan Vorhaben und Maßnahmen Szenario 1 2.2.5-1
Szenario 2 2.2.5-2
• zu 2.2.7 - Stadt und Umland - Plan Zielaussagen 2.2.7
Copyright
Soweit nicht anders angegeben
© Flächennutzungsplan, Luftbilder, Plangrundlagen: © Bestandskarten, Karten Defizite / Missstände, Pläne, Abbildungen, Fotos:
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Planung Morgenstern / mediamare consulting
4Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
1 Einleitung
Der Masterplan für die Greifswalder Ortsteile an der Küste unterstützt die ten Planung finden übergreifende Aspekte der Stadtentwicklung und die
weitere städtebauliche Entwicklung von Riems / Koos, Ladebow / Wieck, Potentiale der Wasserlagen für Erholung, Wassersport und maritimen
Eldena und Friedrichshagen, inklusive des Fokusbereichs Südmole, mit Tourismus besondere Berücksichtigung. Relevante, zukunftsorientierte
planerischen Zielaussagen. In der interdisziplinären, synergetisch orientier- Ergebnisse und Planungsgrundlagen werden generiert.
1.1 Stadt am Ryck,… an Dänischer Wiek und am Strelasund
Die Universitäts- und Hansestadt Greifwald gab sich 2010 das Leitbild Die Stadt wuchs - erst - seit ca. 80 Jahren mit den Eingemeindungen bis an
„Greifswald: Regional verankert - international vernetzt“. die Küste, 1939 mit Ladebow, Wieck und Eldena, 1957 mit Riems und 1974
Als wesentliche Strategiebereiche werden verfolgt: mit Friedrichshagen. Die Küste stand jedoch zunächst weniger im Fokus der
● Universität ● Wissenschaft und Wirtschaft Stadtentwicklung als erwartet werden konnte. Die neuen Stadtteile wurden
● Bildung und Fachkräfte ● Gesundheit überwiegend zu Wohnstandorten.
● Kultur und historisches Erbe ● Lebensqualität
● Umwelt- und Klimaschutz ● Regionales Zentrum und Vernetzung In den zurückliegenden Jahrzehnten gelangen u.a. mit
► dem Engagement der Bürger*innen wie beim Wiederaufbau der
Greifswald begreift sich zuerst als zukunftsfähige und moderne Universitäts- Bockwindmühle 1995-98
stadt im Ostseeraum. Die zentralen Anliegen der Stadtentwicklung ► den Aktivitäten beim Wassersport
vollziehen sich daher zum größten Teil in der am Ryck gelegenen Kernstadt, ► dem Sanierungsgebiet Wieck ab 1995 und
wo sich u.a. zahlreiche Einrichtungen der Universität und die hanseatisch ► dem Ausbau des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems ab 2006
geprägte Altstadt befinden. bereits herausragende Impulse.
Stadthafen Im Leitbild der Stadt wird die große Bedeutung des maritimen Flairs für die
Treffpunkt am Ryck Lebensqualität herausgehoben. Die Greifswalder Universität wirbt mit der
Landeskampagne „Studieren mit Meerwert“.1
Eine weitere positive Entwicklung der Stadtteile an der Küste ist greifbar.
Mit dem Masterplan sollen künftige Weichenstellungen vorbereitet werden.
Einleitung 5Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
1.2 Anlass für den Masterplan
1.2.1 Status quo und Entwicklung
Die Ortsteile Riems / Koos, Ladebow / Wieck, Eldena und Friedrichshagen, Die Entwicklung der Einwohneranzahl der Stadtteile an der Küste (Abb. 1)
im Masterplan auch als Stadtteile an der Küste bezeichnet, folgt im Wesentlichen seit 2004 der positiven Entwicklung der Stadt
• sind Wohnort für ca. 7,4% der Greifswalder*innen (4 267 von 57 626 Greifswald. Lediglich im Stadtteil Riems / Koos sank die Einwohneranzahl,
Einwohner*innen mit Hauptwohnsitz, 2017)2 teilweise im Zusammenhang mit Wohnungsleerstand (vergl. Abb. 3).
• umfassen ca. 38,3% der Fläche der Stadt (19,44 km² von 50,81 km²)3 Bei der Altersstruktur (Abb. 2) zeigt der Vergleich mit der Gesamtstadt einen
allgemein höheren Anteil der Kinder sowie bei Ladebow / Wieck einen
Wesentliche Funktionen der Stadtteile an der Küste liegen neben dem
höheren und bei Eldena einen geringeren Anteil der Senioren.
Wohnen in den Bereichen Gewerbe, Kultur, Naherholung, Tourismus und
Natur. Es bestehen Defizite u.a. an Infrastruktureinrichtungen, Versorgung
und Verkehrsanbindung.4 Hierzu ist eine Bestandserfassung zu allen Orts-
teilen in Punkt 2 - Strategieentwicklung enthalten.
Abb. 1: Entwicklung der Einwohneranzahl (mit Hauptwohnsitz) seit 2004 Abb. 2: Altersstruktur (2017)
Einleitung 6Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
Der Wohnungsbestand der Stadtteile an der Küste weist allgemein eine Bockwindmühle
Leerstandsquote aus, die etwa der Quote in der Gesamtstadt entspricht Eldena
(Abb. 3). Beim Stadtteil Riems / Koos bildet sich ein deutlich überdurch-
schnittlicher Leerstand ab, der im Wesentlichen eine Folge ausbleibenden
Sanierungen durch den damaligen dominierenden Wohnungseigentümer ist.
Der Masterplan wird die weitere städtebauliche Entwicklung der Greifswalder
Ortsteile an der Dänischen Wiek unterstützen, indem planerische
Zielaussagen für die Ortsteile erarbeitet werden.
Die Anforderungen der auf der Südmole Wieck ansässigen Wassersport-
vereine und weiteren Nutzer sowie des Wassertourismus bedürfen einer
gesonderten und dennoch mit der weiteren Entwicklung der Ortsteile Lade-
bow / Wieck und Eldena zusammenhängenden Betrachtung. Die Entwick-
lung der Wiecker Südmole ist Fokus-Baustein des Masterplans.
Liegeplätze im
Hafen Wiek
Abb. 3 Wohnungsbestand und Leerstandsquote (2015)
Ableitend aus Bedeutung und Problemlagen dieser Ortsteile wurde während
der Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Greifswald
2030 plus (ISEK) durch die Ortsteilvertretungen die Arbeitsgruppe „AG
Ortsteile am Rande der Stadt“ initiiert.
Mit dem Umsetzungsprogramm des ISEK beschloss die Stadt Greifswald,
Masterpläne für die „Ortsteile am Rande der Stadt“ und die Südmole zu
erarbeiten. Diese Vorhaben sind im Masterplan „Stadtteile an der Küste“
zusammengeführt, welche für diese Teile Greifswalds wesentliche Aspekte
der Daseinsvorsorge und der weiteren Entwicklung behandelt.
Einleitung 7Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
1.2.2 Pläne und Studien - Übersicht, Hafen Ladebow, Marina, Wassersportzentrum
Die Stadtteile an der Küste waren bzw. sind Gegenstand zahlreicher Pläne • B-Pan 14 - Hafen Ladebow (rechtskräftig)
und Studien zur Gesamtstadt (wie Flächennutzungsplan - FNP) bzw. zu Teil- • B-Pan 52 - Ladebower Chaussee (rechtskräftig)
räumen (wie Bebauungspläne - B-Pläne). • B-Pan 53 - Kegelkamp (in Aufstellung)
Neben den Erhebungen des Masterplans zählen insbesondere die hier • B-Pan 54 - Max-Reimann-Straße (vorhabenbezogen, in Aufstellung)
genannten Pläne und Studien zu dessen planerischen Grundlagen, wobei • B-Pan 56 - Nördliche Max-Reimann-Straße (rechtskräftig)
der Masterplan auch Anregungen zu deren Fortschreibung gibt. • B-Pan 57 - Neue Straße / Wieck (in Aufstellung)
Quellen und Literatur sind im Weiteren in Punkt 5 genannt. • B-Pan 95 - Wiecker Brückenhof (in Aufstellung)
• B-Pan 101 - Thomas-Müntzer-Straße (rechtskräftig)
Gesamtstadt
• Flächennutzungsplan 1999 (Ausschnitt Punkt 2.1) Eldena
• Landschaftsplan 1995 • Rahmenplan Eldena 1993
• Integriertes Stadtentwicklungskonzept Greifswald 2030 plus (ISEK) • Rahmenplan Wieck-Eldena 2001
• Tourismuskonzept Greifswald 2016 • Konzept Ein Segelzentrum für Greifswald 2004
• Maritimes Grobkonzept für die Hansestadt Greifswald 1999 • Konzept Wassersport- und Regattazentrum 2013 ( nächste Seite)
• weitere Fachplanungen und -konzepte, u.a. zu Einzelhandel, Sport- • B-Pan 1 - Eldena-Kurzer Weg (vorhabenbezogen, rechtskräftig)
stättenentwicklung, Verkehr, Klimaschutz • B-Pan 9 - An der Klosterruine (rechtskräftig)
• B-Pan 50 - Ortsteilzentrum Eldena (in Aufstellung)
Riems / Koos • B-Pan 68 - Am Eichenbrink (rechtskräftig)
• Städtebaulicher Rahmenplan Riemserort und Insel Riems 1996 • B-Pan 69 - Am Hohen Graben (rechtskräftig)
• B-Plan 73.1 - Riemserort / Rügenblick (in Aufstellung) • B-Pan 76.1 - Campingplatz am Kleinbahndamm, 1. TB (in Aufstellung)
• B-Plan 73.2 - Riemserort / Brooker Weg (in Aufstellung) • B-Pan 76.2 - Campingplatz am Kleinbahndamm, 2. TB (in Aufstellung)
• B-Plan 99 - Insel Riems (rechtskräftig) • B-Pan 84 - Am Boddenweg (rechtskräftig)
Ladebow / Wieck • B-Pan 107 - Östlich Hainstraße (rechtskräftig)
• Städtebaulicher Rahmenplan Wieck 1995 • B-Pan 111 - Franz-Wehrstedt-Weg (in Aufstellung)
• Rahmenplan Wieck-Eldena 2001 Friedrichshagen
• Bericht zum Workshop Südmole Wieck 2016 • Rahmenplan Friedrichshagen 1996
• Machbarkeitsstudie Marina Greifswald / Ladebow 2001 ( nächste Seite) • Klarstellungs- und Ergänzungssatzung Nr. 4 Friedrichshagen (Satzung gem.
• Städtebauliches Gutachten Hafen Ladebow 1994 BauGB § 34 Absatz 4 Nr. 1 und 3, rechtskräftig)
• B-Pan 5 - Dorfstraße / Wieck (in Aufstellung)
• B-Pan 7 - Am Deich / Wieck (in Aufstellung)
Einleitung 8Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
Dem Thema Wassersport / Wassertourismus / maritime Infrastruktur sind in Gegenüber an der Südmole sind noch kleinere Vereinsstege und eine
Wieck im Bereich der Südmole sehr enge Grenzen gesetzt. So fielen durch Segelschule etabliert. Noch davor befindet sich der derzeitige Liegeplatz der
den Bau des Sperrwerkes größere Hafenflächen für die maritim-touristische Greif.
Nutzung weg - die Vereinsstrukturen mussten zum Teil ihre Nutzungs- Ergänzt wird der Hafenbereich durch Slipanlagen für Sportboote auf beiden
möglichkeiten ändern, der Liegeplatz der Greif wurde verlegt. Für eine Uferseiten.
notwendige Erweiterung der wasserseitigen Infrastruktur (qualifizierte Seit vielen Jahren gibt es in Greifswald immer wieder neue Bestrebungen,
Liegeplätze) fehlt der Platz. Die ansässigen Wassersportvereine werben für eine weitere Marina / Yachthafen im Bereich des Ryck, Wieck und / oder
ein künftiges gemeinsames Wassersportzentrum. Diese Vorschläge sollten Ladebow zu initialisieren. Diese Planungsansätze wurden innerhalb der
mit einem abgestimmten Nutzungsprogramm untersetzt werden können. Stadt wie auch in den lokalen Medien äußerst kontrovers diskutiert und
Die wassersport- / wassertourismusaffinen Hafenbereiche sind vollständig immer wieder verworfen. Dies lag unter anderem an der sehr unter-
ausgenutzt. Qualifizierte Bootsliegeplätze an Dalben mit allen erforderlichen schiedlichen Qualität der zu diskutierenden Entwürfe / Planungsgrundlagen
Servicestrukturen (Wasser, Strom, Festmachemöglichkeiten, Sanitäreinrich- und an den jeweiligen Standorten. So wäre etwa eine damals angedachte
tungen, Hafenmeister, Informationen) sind für Boote und Yachten von Ver- Außenmarina im Bereich des derzeitigen Strandbads nicht nur aus
einsmitgliedern genauso vorhanden, wie für temporäre Gastlieger (Wasser- ökologischen und touristischen Gesichtspunkten nicht realisierbar, sondern
touristen). Normalerweise belegte Liegeplätze werden mit einem roten Schild insbesondere auch aus nautischen (geringe Wassertiefen / zu große
gekennzeichnet - mit grünem Schild gekennzeichnete Liegeplätze sind für Eingriffe in die Boddenlandschaft). Auch eine ins Land hinein gebaute
Gäste relevant. Weiterhin gibt es feste Liegeplätze für die Fischerei, Marina am Ryck, nordwestlich der Klappbrücke, wäre aus zum Teil bereits
Behördenfahrzeuge wie auch für Rettungsboote. Im mittleren Bereich der genannten Gründen nicht umsetzbar. Für eine Marinaplanung im Bodden-
Nordmole, unmittelbar vor dem Hafenamt, gibt es einen neu verspundeten bereich zwischen dem Hafen Ladebow und der Nordmole Wieck wurde u.a.
Anleger für Fahrgastschifffahrt wie auch größere Traditionsschiffe. bereits 2001 eine Machbarkeitsstudie erarbeitet.
Unmittelbar vor dem Hotel Utkiek, Pier 19, außerhalb des Sperrwerks Der Hafen Ladebow wird derzeit rein gewerblich genutzt - Verladung von
existiert ein Anleger für Flusskreuzfahrtschiffe (längsseits), wobei es hier zu Schüttgütern, Lagerflächen, Gewerbe, Gefahrengutverladestelle und partiell
Nutzungskonflikten gekommen ist. maritimes Gewerbe.
Vorschlag Machbarkeitsstudie
Wassersport- und Marina Greifswald /
Regatta-Zentrum Ladebow, 2001
(Ausschnitt Visualisie-
rung)
Rolf-Dieter Nagel, 2013
Einleitung 9Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
1.3 Thematische Differenzierung
Ableitung der grundlegenden thematischen Ansätze aus für eine standortadäquate land- und wasserseitige Vernetzung der Stadt
• Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit ergänzt um das
Soziales Wirtschaft Ökologie Querschnittsthema freizeitorientierte Entwicklung
• ISEK Greifswald 2030 plus mit Fokus auf Erholung, Wassersport und Tourismus
• Charta der europäischen Planung Barcelona 2013
Leben an der Küste Standort für Wirtschaft und Attraktives Umfeld Querschnittsthema
Wissenschaft freizeitorientierte
Entwicklung
• Wohnen • Tourismus (Wasser, Kultur, • Stadträume, Freiräume, • Wassersport
• Versorgung, Mobilität Gastronomie…) Landschaft, Küste, Gewässer • Wassertourismus
• Kultur, Bildung, Soziales, • maritim-touristische Wirtschaft • Natur, Ökologie • landseitiger Tourismus
Teilhabe (Service, Reparatur..) • Klimaschutz, Klimaresilienz • Erholung
• Sport, Erholung, Gesundheit • sonstige wirtschaftliche
Tätigkeit, Industrie
• Forschung, Entwicklung
• technische Infrastruktur
(Häfen, Verkehr,
Digitalisierung…)
► interdisziplinäre Betrachtungsweise spiegelt sich wieder in • Herausstellung planerisch relevanter Entwicklungsbedarfe und -
hemmnisse
• Orientierungen für Lösungen
Einleitung 10Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
1.4 Planungsprozess und Partizipation
Auftakt Planungsauftakt 05 bis 09 /
mit Exkursionen in das Plangebiet und Bildung der Lenkungsgruppe 2018
Beteiligung Strategiepapier Abstimmung
Stufe 1 07 bis 11 /
Werkstatt 1 • Strukturanalyse • Auftraggeber 2018
- gebietsbezogen - • Situations- • Lenkungsgruppe
• Plangebiet beschreibung
• Ortsteile • Bestandspläne
• Südmole • SWOT- Analyse
• Defizit- / Miss-
ergänzende Face- standspläne
to-Face-Formate • erste Ziele
- themenbezogen -
• persönlicher
Kontakt
• Diskussion in
Information und
Gruppen
Beratung im
Bauausschuss
Einleitung 11Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
Beteiligung Entwurf Abstimmung
Stufe 2 12 / 2018 bis
Werkstatt 2 • Fortschreibung • Auftraggeber 03 / 2019
- gebietsbezogen - der bisherigen • Lenkungsgruppe
Planung
• Plangebiet
• Zielaussagen
• Ortsteile
• Vorhaben- und
• Südmole
Maßnahmenpläne
ergänzende Face-
to-Face-Formate
- themenbezogen -
• persönlicher Information und
Kontakt Beratung im
• Diskussion in Bauausschuss
Gruppen
Abstimmung
Stufe 3 04 bis 05 /
Endfassung • Auftraggeber 2019
(für Beschlussvorlage) • Lenkungsgruppe
Beschluss
der Bürgerschaft
Einleitung 12Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
2 Strategieentwicklung
Die strategische Entwicklung der Inhalte des Masterplans basieren auf der der einzelnen Ortsteile. Nach entsprechender Analyse (SWOT) dieser
Analyse vorhandener Planungsgrundlagen, zahlreichen Begehungen sowie Grundlagen wurde der Bestand bewertet und daraus erste strategische
der Auswertung der bisher durchgeführten Vororttermine mit den Akteuren Ausrichtungen abgeleitet.
Holzklappbrücke Hafen Ladebow
Wieck
Klosterruine Insel Koos
Eldena
Dorfstraße
Wieck
Strategieentwicklung 13Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
2.1 Bestand und Bewertung
Schritt 1 - Bestand
thematisch differenzierte Bestandserfassung (nach Punkt 1.3) zu den
einzelnen Ortsteilen, zur Südmole, zur weiteren wasserseitigen Infrastruktur
auf Basis
► von Begehungen u.a. gemeinsam mit Ortsteilvertretern und weiteren
Akteuren, von Beratungen und Gesprächen
► der Auswertung von Karten und Plänen, Luftbilder und Daten
Schritt 2 - SWOT
Bewertung von Ortsteilen, Südmole und wasserseitiger Infrastruktur jeweils
mit SWOT Analyse
Stärken (Strengths) Schwächen (Weaknesses)
Chancen (Opportunities) Risiken (Threats)
Darstellung der Stadtteile an der Küste im Flächennutzungsplan der
Universitäts- und Hansestadt Greifswald (Neubekanntmachung 2015)
Strategieentwicklung 14Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
2.1.1 Riems und Koos Bestand
► Flächen des Ortsteils sind Exklaven der Stadt ► Insel Riems: Standort des FLI
► Entwicklung des Ortsteils initiiert durch die Anforderungen des ► Riemserort: geprägt durch „Gartenstadt“ der 1920er bis 1960er
Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI, Bundesforschungsinstitut für Jahre
Tiergesundheit) und seiner Mitarbeiter ► Insel Koos: Naturschutzgebiet
Leben an der Küste Standort für Wirtschaft und Attraktives Umfeld Querschnittsthema
Wissenschaft freizeitorientierte
Entwicklung
• 471 Einwohner (2017) • entwicklungsbestimmende • sehr attraktive landschaftliche • Sportboothafen (Riemserort)
• 402 Wohneinheiten (2018) Einrichtungen bzw. Firmen: Umgebung durch Lage an wird derzeit qualifiziert
• derzeit Sanierungen des - Friedrich-Loeffler-Institut Gristower Wiek und • Anlagestelle Sportfischer,
mehrgeschossigen (Forschung) Strelasund Bootslager Sportbootverein
Wohnungsbestands - Fa. IDT Biologika (Pharma) • jedoch nur wenige Zugänge (Insel Riems)
• Kindertagesstätte 50 Plätze - Fa. A4RES (Immobilien) zur Küste, tw. kein Weg am • Sportplatz mit Vereinsheim
• Jugendclub (SAV GmbH) • ca. 700 Arbeitsplätze, z.g.T. Wasser • kleine Strände bzw. Bade-
• Sportplatz mit Vereinsheim hoch qualifiziert • „Gartenstadt“ (Riemserort) mit stellen beim Sportplatz
• Museum und Kulturveranstal- • entsprechende Bildungsstruk- reichem Denkmalbestand, Riemserort, beim Damm zur
tungen im FLI tur und relativ hohe Kaufkraft grünem öffentlichem Platz und Insel (Bundeswasserstraße)
• keine weitere soziale Infra- im Ortsteil ortsbildbestimmendem Baum- und auf der Insel Riems
struktur, keine Läden und • keine touristische Bedeutung und Heckenbestand • Naherholung
Gaststätten, keine Arztpraxis • einzige asphaltierte Ortszu- • Kleingärten im Ortsteil und im • kaum Tourismus
• kein Ortsteiltreff fahrt von Riemserort in benachbarten Kalkvitz
• Bus-Haltestellen Anklamer schlechtem Zustand • Randbereiche von Riemserort,
Verkehrsges.mbH (Linie 127, • wenig öffentliche Stellplätze wie die Straße an der Wiek,
zu selten, zu langsam) • kein Anschluss an Radwege sind überflutungsgefährdet
• mehrere Sportvereine • „grüne Insel“ mit einem
• keine freiwillige Feuerwehr Gehöft (Naturschutzgebiet)
Strategieentwicklung 15Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste Riems und Koos - Bestandskarte Strategieentwicklung 16
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
Friedrich-Loeffler-Institut
Stärken Schwächen
Insel Riems
• wirtschaftliche Bedeutung • erhebliche Defizite der
• Wohnungsnachfrage durch sozialen Infrastruktur
Mitarbeiter • kein Ortsteiltreff
• Einwohneraktivitäten • tw. kein Zugang zur bzw.
• KiTa mit hoher Qualität und kein Weg an der Küste
Erweiterungspotential • mangelhafte Erschließung
Sanierte Wohnungen • sehr attraktive naturräum- mit Straßen, Radwegen, Bus
Riemserort liche Umgebung • unzureichende Parkmöglich-
• ansprechendes Ortsbild keiten
• keine freiwillige Feuerwehr
Chancen Risiken
• erhebliche Entwicklungs- • Standortnachteile durch
Sicht von Riemserort potentiale, u.a. für Naherho- unzureichende Verkehrs-
über die Gristower lung am Wasser (Riemser- anbindung / Mobilität /
ort), Umweltbildung (Koos) stadttechnische Erschlie-
Wieck
• B-Plan 73-1 (Riemserort, im ßung
Verfahren): kann teilweise • tw. mangelnde Resilienz
hierfür optimiert werden (Überflutungsgefährdung)
• Investor: Vorhaben zur Sa- • Einschränkungen der Aus-
nierung / Ortsentwicklung baubarkeit vorhandener
• potentielle Reserveflächen Ortsverbindungswege
Sportboothafen für Erweiterung Gewerbe • Wohnungen: Konzentration
Riemserort (05/2018) • Bauflächenpotentiale Plan- des Eigentums
gebiete B-Pläne 73.1 / 73.2 • Nutzungskonflikte gewerb-
• Einwohnerzuwachs kann liche Entwicklung / Wohnen
Infrastruktur sichern
Riems und Koos - SWOT
Strategieentwicklung 17Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste Riems und Koos - Karte Defizite und Missstände Strategieentwicklung 18
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
2.1.2 Ladebow und Wieck Bestand
Ladebow Wieck
► hafenaffines Gewerbegebiet ► maritimer Anziehungspunkt für Sport, Naherholung und Tourismus
► Flugplatzsiedung: beliebtes Wohngebiet mit Mehrfamilienhäusern ► Flair eines ehemaligen Fischerdorfs
► Eventlocation der Großveranstaltung „Fischerfest“
Leben an der Küste Standort für Wirtschaft und Attraktives Umfeld Querschnittsthema
Wissenschaft freizeitorientierte
Entwicklung
• 1233 Einwohner (2017 - • Hafen Ladebow: rückläufiger • sehr attraktive landschaftliche • Wieck maritimer Magnet,
Ladebow 755, Wieck 478 Hafenumschlag, derzeit Umgebung durch Lage an Standort von Wassersport-
• 523 Wohneinheiten (2015 - Vertiefung der Fahrrinne auf Dänischer Wiek und Ryck vereinen, v.a. auf der
Ladebow 268, Wieck 255) 6,50 m, Gleisausbau für Ran- • Sichten auf die Stadtsilhou- Südmole, Heimathafen des
• Betreutes Wohnen in gieren am Kai unzureichend ette, zum Wasser, zur freien Segelschulschiffs Greif
Ladebow • Gewerbeflächen vorwiegend Landschaft • Liegeplätze vorrangig im
• keine Kindertagesstätte, keine im Gebiet B-Plan 14 (Hafen • Denkmalbereich Wieck, Hafen Wieck, weitere: Sport-
weitere soziale Infrastruktur Ladebow), tw. unternutzt, weitere Denkmale: Holzklapp- angler in Wieck, Sportboot-
• bis auf Fischgeschäft keine • in Wieck: Fischer, zahlreiche brücke, altes Strandbad, verein und Yachtservice in
Läden Gaststätten, Beherbergungs- Flugplatzsiedlung Ladebow Ladebow
• vielseitige Gastronomie betriebe und Ferienwoh- • hohe Aufenthaltsqualität in • Anlegestellen Dampfer und
• keine Arztpraxis nungen, wenig maritim- Hafen und ehem. Dorf Wieck Flusskreuzfahrschiffe
• Büro der Ortsteilvertretung in touristische Wirtschaft • zahlreiche Kleingärten, vor- • Seesport- / Segel-, Sportboot-
der Flugplatzsiedlung, kein • nördlich des Rycks unzurei- wiegend in Ladebow und Surfausbildung
Ortsteiltreff chende Straßenanbindung • Hochwasserschutz: Sperrwerk • Zugang Strandbad Eldena
• Bus-Haltestelle (Stadtbus • problematische Verkehrs- am Ryck und Deiche • Touristische Information in
Linien 2, tw. 3) an Wiecker führung südlich des Ryck • tw. geringe Aufenthaltsquali- Pension Schipp in (Greif)
Brücke, nördlich des Rycks • fehlende Radwegeverbindun- tät: Südmole (u.a. Verkehr, • Events: Großveranstaltung
ÖPNV im Aufbau gen im Norden Schuppen, Zäune), Deiche Fischerfest, Regatten
Strategieentwicklung 19Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste Ladebow und Wieck - Bestandskarte Leben an der Küste • Attraktives Umfeld Strategieentwicklung 20
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste Ladebow und Wieck - Bestandskarte Standort für Wirtschaft und Wissenschaft • Freizeitorientierte Entwicklung Strategieentwicklung 21
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
frischer Fisch als
Stärken Schwächen
verarbeitung als touristisches Highlight,
Südmole Wieck • Bedeutung für Wassersport, • geringer Umschlag Ladebow
Naherholung und maritimen • Hafen Wieck überfrequen-
Tourismus tiert: Knappheit an tempo-
• touristische Infrastruktur für rären Liegeplätzen
Urlauber im Wesentlichen • erhebliche Defizite der
vorhanden sozialen Infrastruktur
beliebtes Wohngebiet • Eventlocation • kein Ortsteiltreff
Flugplatzsiedlung • tw. hohe Aufenthaltsqualität • unzureichende Anbindung
Ladebow • sehr attraktive naturräum- mit Straßen, Radwegen, Bus
liche Umgebung • Defizite der Infrastruktur für
• ansprechendes Ortsbild Events / Wassersport
(ehem. Fischerdorf Wieck, • tw. geringe Aufenthalts-
Flugplatzsiedlung Ladebow) qualität Südmole, Deiche
unternutzte Flächen des Chancen Risiken
Hafens Ladebow
• Vorhaben Wassersportzen- • unsichere Perspektive des
trum Südmole Hafens Ladebow u.a. wegen
• Vorhaben Marina Ladebow Konkurrenz größerer Häfen
• Ladebow: potentielle Gewer- • Standortnachteile durch
beflächen für maritim-touris- unzureichende Verkehrs-
tische Wirtschaft, Bauflä- anbindung / Mobilität
chenpotential Silberberg, • Nutzungskonflikte (Verdrän-
Konflikt Verkehr und • Ausbau der Verkehrsinfra- gung Wohnen, Rad- und
Aufenthaltsqualität im struktur (Straße, Radwege): Pkw-Verkehr, Busverkehr zu
Bereich Südmole freie / freigehaltene Trassen Anlegestellen)
vor der Wiecker Brücke • Verkehrsberuhigung an
Wiecker Brücke
Ladebow und Wieck - SWOT
Strategieentwicklung 22Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste Ladebow und Wieck - Karte Defizite und Missstände Strategieentwicklung 23
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
2.1.3 Eldena Bestand
► Vorort an der Landestraße L 26 mit teils erhaltenem dörflichem ► Kultur- und Wirtschaftsgeschichte im Zusammenhang des ehem.
Charakter und Einfamilienhausgebieten Zisterzienserklosters (1199 gegründet) und der ehem. Königlichen
► Anziehungspunkt für Naherholung und Tourismus Staats- und landwirtschaftlichen Akademie Eldena (1835 gegründet,
u.a. Studienort von Otto v. Bismarck)
Leben an der Küste Standort für Wirtschaft und Attraktives Umfeld Querschnittsthema
Wissenschaft freizeitorientierte
Entwicklung
• 2274 Einwohner (2017) • kleinteilige wirtschaftliche • sehr attraktive landschaftliche • Klosterruine: touristischer
• 1038 Wohneinheiten (2015) Struktur - ABS gGmbH Umgebung durch Lage an Dä- Anziehungspunkt und
• Kindergarten 17 Plätze, (Betrieb der Stadt Greifswald), nischer Wiek und Elisenhain Wahrzeichen des Stadtteils
Kindertagespflegestellen Verkaufsstätten, Gaststätten, • kulturhistorisch bedeutsame • Strandbad: Naherholung und
• Sportplatz mit Vereinsheim Ferienwohnungen, Camping- Klosterruine (Backsteingotik, Tourismus
• Klosterruine mit Kloster- platz sowie Verwaltung und Rezeption in der Romantik) • Elisenhain: Naherholung,
scheune Freiberufler • weitere Denkmale: u.a. Bock- ehem. mit 2 Kleinbahnstatio-
• Bockwindmühle mit Vereins- • störende Führung der Landes- windmühle, Klosterscheune nen und Ausflugsgaststätten
haus straße L 26 mit erheblichem • Elisenhain - städtischer Wald, Lokal im Hain und Strohkamp
• keine weitere soziale Infra- Lkw- und Pendlerverkehr Naturschutzgebiet, Wegenetz • Informationsdefizit zu ehem.
struktur durch die Wolgaster Land- mit Fahrrad befahrbar Kloster und Akademie
• Nahversorgung, Läden und straße • zahlreiche Kleingärten • wenig Beschilderung der
Gaststätten, Büros • unsanierte Radwegeverbin- • Hochwasserschutz: Deich attraktiven Ziele, keine Weg-
• Arztpraxen dungen von Wieck und zum • Zugänge des Strandbads weiser im Elisenhain
• kein Ortsteiltreff Elisenhain (Boddenweg mit nicht ansprechend gestaltet • Events: Konzerte in Strandbad
Querwegen, alter Bahndamm) • freier Zugang zum Wasser und Klosterruine, u.a.
• Bus-Haltestellen Stadtbus
(Linien 2 und 3), Anklamer • tw. fehlende bzw. nicht ausrei- eingeschränkt Eldenaer Jazz Evenings,
Verkehrsgesellschaft mbH chende Straßenbeleuchtung • wenige attraktive Verweil- Nutzung Infrastruktur für
(Linien 129, 137, 138) zonen mit Bänken Fischerfest Wieck
Strategieentwicklung 24Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste Eldena - Bestandskarte Leben an der Küste • Attraktives Umfeld Strategieentwicklung 25
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste Eldena - Bestandskarte Standort für Wirtschaft und Wissenschaft • Freizeitorientierte Entwicklung Strategieentwicklung 26
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
städtisches Strandbad
Stärken Schwächen
Eldena
• Bedeutung für Naherholung • Defizite der sozialen Infra-
und Tourismus durch struktur
Klosterruine, Strandbad und • kein Ortsteiltreff
Elisenhain • Unternutzung Kloster-
• Nähe zu maritim-touristi- scheune
schen Bereichen in Wieck • geringe Aufenthaltsqualität
Bierbach nahe „Weiße • touristische Infrastruktur im an Wolgaster Landstraße
Buche“ im Elisenhein Zusammenhang mit Wieck • Zustand / Ausbau Radwege-
im Wesentlichen vorhanden netz tw. unzureichend
• sehr attraktive naturräum- • tw. zu geringe Aufenthalts-
liche Umgebung qualität (Verweilzonen)
Chancen Risiken
störende Ortsdurchfahrt • Entwicklungspotentiale Be- • Standortnachteile durch
der Landesstraße L 26 reich Klosterruine /-scheune Verkehrsbelastung der Wol-
bei Schaffung eines Informa- gaster Landstraße (L 26)
tions- und Ortsteilzentrums • unausgewogene Entwick-
• Weiterentwicklung Strand- lung des Naturschutzgebiets
bad Eldena im Zusammen- Elisenhain
hang des angestrebten • erhebliche Beeinträchtigung
Vorhabens Wassersport- Landschaftsbild bei Nutzung
zentrum Südmole Bauflächenpotential an L 26
Klosterscheune • Ortsumgehung Eldena der gemäß FNP
Eldena L 26 bereits in Untersuchung
• vorhandene Trassen für
Qualifizierung Radwegenetz
Eldena - SWOT
Strategieentwicklung 27Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste Eldena - Karte Defizite und Missstände Strategieentwicklung 28
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
2.1.4 Friedrichshagen Bestand
► Stadtteil besteht aus zwei ländlich geprägten Siedlungsteilen
► durch Elisenhain vom zusammenhängendem Stadtgebiet getrennt
Leben an der Küste Standort für Wirtschaft und Attraktives Umfeld Querschnittsthema
Wissenschaft freizeitorientierte
Entwicklung
• 289 Einwohner (2017) • kleinteilige wirtschaftliche • sehr attraktive landschaftliche • Zugang zur Küste fast
• 96 Wohneinheiten (2015) Struktur, 24 gewerbetreibende Umgebung durch Lage an Dä- abgeschnitten
• derzeit steigende Einwohner- / Einwohner nischer Wiek und Elisenhain • insoweit kleine Badestelle
Kinderanzahl durch verstärk- • einzige asphaltierte Ortszu- • tw. freie Sicht auf das Wasser derzeit nicht nutzbar
ten Eigenheimbau fahrt von Norden L 26, keine • ländlicher Charakter • zwei Zufahrten zum Elisen-
• „Dorfförderverein Friedrichs- Straßenverbindung nach • Bauflächen durch Topogra- hain (Fahrrad) mit ehem.
hagen“ in Gründung Süden zur B 109 phie hochwassergeschützt naher Ausflugsgaststätte
• Wohngruppe AdHS-Zentrum • Radanbindung an der L 26 • kein gut nutzbarer Zugang zur Strohkamp
Friedrichshagen (SAV Sozial- und durch den Elisenhain, Küste mehr vorhanden • kaum Naherholung und
arbeit Vorpommern gGmbH) • Wegeverbindung nach Hans- • ehem. Spazierweg auf Land- Tourismus
• keine Kindertagesstätte, keine hagen / Diedrichshagen durch wirtschaftsdeich
weitere soziale Infrastruktur Bahnausbau unterbrochen • Kleingartenanlage
• kein Ortsteiltreff • tw. niedrige Daten-Übertra- • kein Spielplatz (Standorte
• Bus-Haltestellen Friedrichs- gungsgeschwindigkeit (v.a. im werden untersucht)
hagen 1 und 2 Stadtbus südlichen Teil) • keine öffentliche Verweilzone
(Linien 2, selten), an L 26 • tw. fehlende bzw. nicht ausrei- • angrenzend Elisenhain -
Anklamer Verkehrsges. mbH chende Straßenbeleuchtung städtischer Wald, Natur-
(Linien 129, 137, 138) schutzgebiet, Wegenetz mit
Fahrrad befahrbar
Strategieentwicklung 29Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste Friedrichshagen - Bestandskarte Strategieentwicklung 30
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
charakteristisches
Stärken Schwächen
ländliches Siedlungsbild
von Friedrichshagen • sehr attraktive naturräum- • erhebliche Defizite der
liche Umgebung sozialen Infrastruktur
• ländlicher Charakter des • kein Ortsteiltreff
Stadtteils mit großen • Standortnachteile durch
Wohngrundstücken trägt zur nicht optimale Verkehrs-
Diversifizierung des anbindung / Mobilität
gewerbliche Wohnungsangebots in der • im Winter und bei
Ansiedlungen Stadt bei schlechtem Wetter
eingeschränkte Nutzbarkeit
der Radanbindungen
Chancen Risiken
• Entwicklungspotentiale für • mögliche Straßenverbindung
Besichtigung mit gemischte Nutzungen nach Süden zur B 109 kann
• Nutzung der Lage an Küste ungewollte Durchgangsver-
Ortsteilvertretern kehre / Schleichverkehre
und Elisenhain v.a. für
Naherholung erzeugen (erst nach Bau der
• Bauflächenpotentiale gem. L 26 -Ortsumgehung Eldena
FNP als Erweiterungen sinnvoll)
sowie südlich des Ortsteils
gem. Rahmenplan, Flächen-
potential ehem. Mischwerk
Sicht vom Altdeich • gemeinsame Entwicklung
auf die Küste der v.a. mit Gemeinde Diedrichs-
Dänischen Wiek hagen Bauflächen, Bahn,
Straße, Radwege
Friedrichshagen - SWOT
Strategieentwicklung 31Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste Friedrichshagen - Karte Defizite und Missstände Strategieentwicklung 32
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
2.1.5 Südmole Bestand
Die folgenden Ausführungen zur Südmole behandeln im Schwerpunkt die ► Standort von Wassersportvereinen und des Universitäts-Wassersport-
maritimen Freizeitnutzungen. Weitere Aspekte - wie zu Verkehr und Umfeld - Zentrums Greifswald,
sind auch im Punkt 2.1.2 - Ladebow und Wieck enthalten. ► Seesport- / Segel-, Sportboot- und Surfausbildung
► Liegeplätze für Sportboote (Vereinsliegeplätze, private Liegeplätze,
Hafen Wieck kommunale Liegeplätze, temporäre Gastliegeplätze) im rechten Winkel
zur Pier zwischen Dalben mit Wasser- und Stromanschlüssen. Sanitär-
► Wieck ist maritimer Magnet, Standort von Wassersportvereinen, v.a. auf
möglichkeiten über Vereinsgebäude und kommunale Einrichtungen
der Südmole, Heimathafen des Segelschulschiffs Greif
► Liegeplatz Schulschiff Greif außerhalb Sperrwerk
► weitere touristisch wirksame Nutzungen: Fischer, Gaststätten, Beher-
► Liegeplätze für Behördenfahrzeuge
bergung
► Liegeplätze für geringe Anzahl Traditionsschiffe längsseits
► denkmalgeschützte Holzklappbrücke
► Sliprampe
► hohe Aufenthaltsqualität im Hafen, vor der Klappbrücke (Südmole)
► Pier / Promenade wurde qualifiziert
jedoch durch verkehrliche Situation eingeschränkt
► Sportstättenentwicklungsplanung in Bearbeitung (Vereinsstrukturen)
Nordmole (im räumlichen Zusammenhang)
Südmole ► Liegeplätze für Sportboote wie Südmole
► Anleger Fahrgastschifffahrt an neu qualifizierter Kaianlage
► Standort der Fischereigenossenschaft „Greifswalder Bodden“ mit
► Außerhalb Sperrwerk Anleger Flusskreuzfahrtschiffe
Liegeplätzen für Fischereifahrzeuge, Räucherei, Lager, Verkauf und
► Großzügiges kommunales Sanitärgebäude
Gaststätte
► Hafenverwaltung
► Standort des Maritimen Jugenddorfs Wieck, von weiterer Beherber-
► Sliprampe
gung, Gaststätten, Wohngebäuden, Dienstleistung und Verwaltung
Strategieentwicklung 33Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste Südmole - Bestandskarte Leben an der Küste • Attraktives Umfeld Strategieentwicklung 34
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste Südmole - Bestandskarte Standort für Wirtschaft und Wissenschaft • Freizeitorientierte Entwicklung Strategieentwicklung 35
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
Die folgenden Ausführungen zur Südmole behandeln die maritimen ► Infrastrukturen für Segelregatten nicht ausreichend (Liegeplätze, Slip-
Freizeitnutzungen. Weitere Aspekte - wie zu Verkehr und Umfeld - sind in möglichkeiten, Lagerung Jollen an Land, Erreichbarkeiten, landseitige
Punkt 2.1.2 - Ladebow und Wieck enthalten. Flächen zu gering)
► ungeordnete Vereinsstrukturen (Gebäude / Freiflächen / Winterlager-
Defizite hallen)
► fehlendes Wassersportzentrum
► zu geringe Anzahl an qualifizierten Liegeplätzen (allein für Vereine
fehlen rund 50 Wasserliegeplätze)
Missstände
• für Vereinssportboote
• für temporäre Gastlieger ► Liegeplatzkapazitäten für Vereins- wie auch Gastliegerstrukturen nicht
• für Traditionsschiffe erweiterbar
• fehlende Servicestrukturen (Reparatur / Wartung von Sportbooten / ► fehlende langfristige Pachtverträge
Bootszubehörladen) ► fehlende Planungs- und Investitionssicherheit für Vereine
• suboptimaler Liegeplatz der Greif (Landversorgung) ► Konflikte mit Flusskreuzfahrtschifffahrt (Lärmemission, Erreichbarkeit,
► Sanitäreinrichtungen für Vereine wie auch Gastlieger quantitativ unzu- etc.)
reichend
Südmole - Defizite und Missstände
Strategieentwicklung 36Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste Südmole - Karte Defizite und Missstände Strategieentwicklung 37
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
2.1.6 Wasserseitige Infrastruktur
Riems und Koos Bedingt durch seine hohe Attraktivität, einhergehend mit dem Bau des neuen
Sperrwerks, das entsprechende Flächen beansprucht, liegen die bestehen-
Derzeit gibt es einen kleinen Sportboothafen in Riemser Ort (ehemaliger
den maritim-touristischen Defizite nicht in der Qualität oder den Angebots-
Vereinshafen), der von einem privaten Investor übernommen wurde und
strukturen, sondern ausschließlich in den entsprechenden Kapazitätseng-
derzeit zurückgebaut wird. In Planung ist hier der Bau einer neuen Marine
pässen.
mit 100 Bootsliegeplätzen.
Zahlreiche Wassertouristen scheuen die Enge und Belegung des Hafens,
Auf der Insel Riems befinden sich Steganlagen eines Angelvereins.
und fahren somit durch die Klappbrücke nach Greifswald zur Marina am
Holzteich.
Ladebow
Der Hafen Ladebow wird derzeit in nur sehr geringem Umfang für Exkurs:
Warenumschlag Schiff-Schiene-LKW genutzt. Gründe hierfür sind unter Ergebnisse wasserseitige Befahrung am 21./22.07.2018 mit
anderem die Situation des Tiefgangs und ein sich geändertes Transport- Segelschiff (Wochenende / Sommerwetter / Schulferienzeit)
verhalten im Bereich des maritimen Warentransportes (größere Frachtschiffe Der Hafen war mit Sportbooten unterschiedliche Größen nahezu voll
können auf Grund ihrer Größe und ihres Tiefgangs nicht bis Ladebow belegt. Im nördlichen Bereich kurz vor der Klappbrücke waren einige
gelangen (Einfahrt Rinne Südperd / südlich Rügen Solltiefe 8 Meter / Zufahrt Liegeplätze mit grünen Schildern als vakant ausgewiesen. An den
Wochenenden übernehmen die Brückenwärter die Hafen-
Ladebow 5 Meter). Zudem gibt es in unmittelbarer Nähe die Häfen Vierow,
meisterfunktion - es konnte Liegegeld entrichtet werden und man
Stralsund und Wolgast mit relevanten Solltiefen. erhielt den Zahlencode für die nahezu perfekten Sanitäreinrich-
tungen. Die Liegeplätze waren alle sehr gut ausgestattet (Wasser,
Hafen Wieck / Südmole Strom, etc.). Insgesamt machte der Hafen trotz seiner fast Über-
belegung einen äußerst attraktiven, maritimen Eindruck, was auch
Der Hafen Wieck zeichnet sich durch eine hohe Anziehungskraft für Wasser- die vielen Landbesucher zu schätzen scheinen. Auf der Südseite
sportler, Wasser- und Landtouristen gleichermaßen aus. Die geschützte stach die neu gestaltete Uferpromenade ins Auge. Vor den jeweiligen
Lage, jedoch mit direktem Zugang zum Greifswalder Bodden, die nahezu Brückenöffnungszeiten bildeten sich größere Schlangen an
perfekte maritim-touristische Infrastruktur mit maritimem Leben und Treiben Sportbooten, die nach Greifswald in den Museumshafen oder in die
machen diesen Standort durch seine Wechselbeziehung insbesondere auch Holzteichmarina fahren wollten. Insgesamt ist der Hafen Wieck für
für Landbesucher höchst attraktiv. maritimen Tourismus nahezu perfekt ausgestattet - bis auf die
Die synergetische Vernetzung von Land und Wasser mit seinen vielschich- geringe Anzahl an temporären Gastliegeplätzen.
tigen Angebotsstrukturen stehen hier beispielhaft für gewachsene
Aufenthaltsqualität.
Strategieentwicklung 38Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
2.2 Strategische Ziele
Generelle Ziele • zur verkehrlichen Verbindung der maritimen Freizeiteinrichtungen und
► weitere Verflechtung der Stadtteile an der Küste mit der Gesamt- der Eventlocations beidseitig des Rycks und zur verkehrlichen
stadt und dem Umland Einbindung einer neuen Marina zwischen Ladebow und Wieck (s.u.)
insbesondere in Bezug zu den Einrichtungen der Südmole
► Entwicklung zu funktionell vollwertigen Stadtteilen mit standort-
spezifischen Einrichtungen und Angeboten ► Herstellung Radschnellweg entlang der B 105 zur Insel Riems
► Ausbau der jeweiligen Funktionen der Stadtteile für die Gesamt- • für attraktivere Fahrradnutzung beim Pendeln (auch e-mobil)
stadt unter Beachtung ihres Charakters und der sehr attraktiven ► Verwirklichung eines Wassersportzentrums Südmole Wieck
naturräumlichen Umgebung, insbesondere der Lage an der Küste • Verbesserung der Arbeit der Wassersportvereine bei gemeinsamen
Aktivitäten wie Jugendarbeit, Regatten und weiteren Veranstaltungen
Ziele mit Schlüsselstellung für weitere Entwicklungspotentiale • funktionell wirksame Ergänzung des Bereichs des alten Strandbads
► Entwicklung Ortsteilzentren / soziale Infrastruktur als Teil der städtebaulichen Aufwertung der Südmole, auch im Zusam-
• größere Attraktivität der Stadtteile als Wohn- und Arbeitsorte menhang mit langfristigen Pachtverträgen
• Ortsteiltreffs fördern sozialen Zusammenhalt im Ortsteil und sind • Aufwertung des Strandbads Eldena durch Gastronomie im Wasser-
räumliche Grundlage für Einwohneraktivitäten (keine anderweitigen sportzentrum und Verbindung zu Nutzungsangeboten der Südmole
geeigneten städtischen Räumlichkeiten vorhanden) • Eventlocation und Baustein der Eventinfrastruktur in Wieck und
• Einrichtungen der Nahversorgung nach Bedürfnissen des Ortsteils Eldena (Fischerfest, Konzerte)
entwickeln (ggf. ähnlich MarktTreff-Projekt Schleswig-Holstein oder ► Neubau einer Marina zwischen Ladebow und Wieck
Multiples Haus - u.a. Leader-Alternativ-Förderansatz M-V) • grundlegender Baustein zur Fortführung der maritim-touristischen Ent-
• Einrichtungen der sozialen Infrastruktur, wie zur Kinderbetreuung, wicklung, da Überfrequentierung des Hafens Wieck und platzbedingt
nach Bedürfnissen des Ortsteils entwickeln (ggf. KiTa-Außenstelle) eingeschränkte Entwicklungsmöglichkeiten der Südmole
► Ergänzung Verkehrserschließung mit der Ostquerung Ryck • großer Bedarf / Nachfrage an weiteren qualifizierten Sportbootliege-
• zur Entlastung der Innenstadt inkl. des Hanserings von Durchgangs- plätzen mit relevanten landseitigen Servicemerkmalen
verkehr und zur Aufwertung des Bereichs des Museumshafens • größere Nachfrage nach weiteren, boddennahen Liegeplätzen auch
• zur Verbesserung der Erreichbarkeit der Stadtteile Ladebow und für Schiffe mit größerem Tiefgang (3-4 Meter) seitens der Hansewerft
Wieck (auch des gewerblichen Standorts Hafen Ladebow und und ihrer Ausrüstungsbetriebe sowie der Flotte der Traditionsschiffe
potentieller Flächen für den Wohnungsbau wie Ladebow-Silberberg) • mögliche Weiterentwicklung des Hafens Ladebow durch hafenaffine
sowie zur Entlastung des Baudenkmals Wiecker Brücke und maritim-touristische Ansiedlungen im Zusammenhang der Marina
Strategieentwicklung 39Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
2.2.1 Riems und Koos
► besondere Berücksichtigung der Anforderungen des Friedrich-Loeffler-
Instituts (FLI, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) und der
ansässigen Pharma-Firmen bei der weiteren Entwicklung
Leben an der Küste Standort für Wirtschaft und Attraktives Umfeld Querschnittsthema
Wissenschaft freizeitorientierte
Entwicklung
• Schaffung von Baurecht für • Schaffung von Baurecht für • Verbesserung des Zugangs • Ausbau Naherholung am
Wohnungsbau (ggf. auch weitere gewerbliche Entwick- zur Küste, u.a. durchgängiger Wasser
mehrgeschossig, u.a. B-Plan lung (u.a. B-Plan 73.1.) Weg zwischen Sportplatz und • Qualifizierung Sportangebote:
73.2) • Straßennetz: Damm (im Gebiet des B-Plan Aufwertung Sportplatz, Sanie-
• Ansiedlung von Nahversor- - Kreisstraße K1 sanieren 73.1) rung des Sportboothafen
gung / Gaststätte (bereits vom - Prüfung einer alternativen • Klärung der Perspektive der • Aufwerten der kleinen Strände
Investor A4RES geplant) Zufahrt von der B 105 vom Baumsterben betroffenen bzw. Badestellen
• Verwirklichung eines Ortsteil- • Rad- und Wanderwege: Waldfläche nördlich des
treffs, mit Räumen für - Wege nach Greifswald her- Wiesenwegs
Dienstleistungen / ärztliche stellen: Radschnellweg • Errichtung eines öffentlichen
Versorgung entlang der B 105 und Spielplatzes
• Verbesserung der Mobilität küstennaher Weg zu den • Herstellung einer Lkw-
durch zusätzliche Bushalte- weiteren Ortsteilen an der geeigneten hochwasser-
stelle am Brooker Weg und Küste geschützten Zufahrt zur
direktere ÖPNV- Verbindung - Küstenweg nach Stahlbrode Insel Riems
zu ICE-Bahnhöfen verbessern • Förderung CO2-Minderung
• Herstellung öffentlicher Park- durch Radwegeausbau
möglichkeiten
Strategieentwicklung 40Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste Riems und Koos - Plan Vorhaben und Maßnahmen Strategieentwicklung 41
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Masterplan Stadtteile an der Küste
2.2.2 Ladebow und Wieck
► Ladebow: Standort für Wohnen und hafenaffines Gewerbe ► zusätzliche Entwicklungspotentiale (Bestand, Gewerbe, Wohnen,
► Wieck: maritimer Magnet und Wassersport Maina) im Zusammenhang mit der Ostquerung Ryck (Tunnel)
Leben an der Küste Standort für Wirtschaft und Attraktives Umfeld Querschnittsthema
Wissenschaft freizeitorientierte
Entwicklung
• Prüfung von Flächenpoten- • Weiterentwicklung des Hafens • Entwicklung des Bereichs vor • Entwicklung des alten Strand-
tialen für Wohnungsbau (u.a. Ladebow für hafenaffine und der Wiecker Brücke zu einer bads mit Ansiedlung Gastro-
Ladebow-Silberberg und am maritim-touristische Wirtschaft Promenade mit erweiterter nomie für Strandbad Eldena,
Wiecker Deich) • Straßennetz: Gastronomie ggf. verbunden mit:
• Ansiedlung eines Ortsteilzen- - Ostquerung Ryck zur Ent- • Ladebow: Verbesserung des • Verwirklichung eines
trums mit Nahversorgung, lastung der Innenstadt und Zugangs zur Küste Wassersportzentrums
Dienstleistungen Ortsteiltreff / zur besseren Erreichbar- • Nordmole: Wiederherstellung mit öffentlich wirksamen
Jugendtreff, Räumen für keit von Ladebow und eines Strands Nutzungen (Gastronomie
ärztliche Versorgung (ähnlich Wieck (inkl. ÖPNV) • nördlicher Deich: Strandbad, Eventlocation)
MarktTreff-Projekt Schleswig- - Verlängerung Yachtweg für - Verweilzonen qualifizieren • Entwicklung einer Marina
Holstein) Verkehrsberuhigung / Pro- - Anbindung mit Weg entlang zwischen Hafen Ladebow und
• Ansiedlung einer KiTa menade vor Wiecker Brücke der Fr.-v.-Hagenow-Straße Nordmole Wieck
• Verbesserung der Mobilität • bauliche Ergänzungen und • Südmole: mehr Aufenthalts- • Ausbau Event-Infrastruktur,
durch zusätzliche Bushalte- Neuordnung Parken südlich qualität durch Beseitigung von u.a. Qualifizierung der Grün-
stellen nördlich des Rycks des Rycks Zäunen, Ersatz von Schuppen fläche am Deich (Nordmole)
• Wegenetz / Rad- und Wander- • südlicher Deich: am Sperr- als Veranstaltungsfläche mit
wege: Sanierung Thomas- werk als Aussichtspunkt baulichen Anlagen
Müntzer-Straße, weiter als entwickeln • Ausbau des Liegeplatzes der
küstennaher Weg nach • Ladebower Loch: Wiederher- Greif an der Südmole (Land-
Wampen, inkl. Wegealterna- stellung von Wasserflächen versorgung)
tiven und Herstellung Zugäng- durch Beseitigung von Auffül-
lichkeit Ladebower Strand lungen, Aufwertung des Treffs
Strategieentwicklung 42Sie können auch lesen