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31. Ausgabe • 11. Jahrgang • Februar 2012 • Verkaufspreis 50 Cent

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CBES

„Emil und die Detektive“
Theaterfahrt nach Marburg

Am Montag, dem 12. Dezember          zu seiner Cousine Pony Hütchen           gejagt. Dabei liefen die Schau-
2011 sind die vier fünften Gymna-    und zu seiner Großmutter nach            spieler durch den Theatersaal. Die
sialklassen ins                                        B e r l i n f u h r.   Kinder im Saal waren die Kinder,
Stadttheater                                           Im Zug wur-            die Emil jagten. Auf einmal hob
nach Marburg                                           den ihm 140            der Schauspieler, der Emil spielte,
gefahren. Die                                          Mark von dem           unseren Klassenkameraden Luca
Klassen der                                            Mann mit dem           hoch. Nach einem entsetzten Blick
fünften Ein-                                           steifen Hut            setzte er Luca wieder auf seinen
gangsstufen-                                           gestohlen. In          Platz. Viele Szenen wurden ver-
klassen wa-                                            Berlin lern-           ändert, z.B. Pony Hütchen, Emils
ren schon am                                           te Emil viele          Cousine: Statt einem Fahrrad
Freitag, dem                                           neue Freunde           hatte sie Rollschuhe an. Der An-
9. Dezember                                            kennen, die            fang der Verfolgungsjagd, die Emil
dort gewesen.                                          ihm halfen,            begann, wurde auch nicht gezeigt.
Es wurde das                                           dem Täter auf          (Straßenbahnfahrt) Der Bahnhof
Stück „Emil und die Detektive“       die Spur zu kommen. Als Emil             wurde von den Kulissenbauern
nach dem berühmten Kinderbuch        nach Ber-                                                     schön ge-
von Erich Kästner aufgeführt. Wir    lin fuhr, hat                                                 staltet. Der
sind um 8.15 Uhr mit zwei Bussen     man einfach                                                   Bahnhof
und einem Kleinbus losgefahren.      zwei Bänke                                                    sah alt aus,
Die Fahrt dauerte ca. 20 Minuten.    auf die Büh-                                                  aber er war
                                     ne gestellt                                                   besonders.
Als wir ankamen, waren schon         und es wur-                                                   Nach jeder
viele andere Klassen da. Am          de im Hin-                                                    Erzählpha-
Eingang war ein roter Teppich        tergrund ein                                                  se ging ein/e
ausgerollt. Im Foyer mussten wir     Schwarz-                                                      Schauspie-
unsere Jacken und Taschen abge-      weißfilm mit                                                  ler/in nach
ben. Nachdem wir unsere Sachen       einer Land-                                                   vorne und
abgegeben hatten, wurden wir in      schaft, als                                                   erzählte
den Theatersaal begleitet. Im The-   wäre es ein                                                   den Rest der
atersaal waren schon viele ande-     Fenster, abgespielt. Der Bahn-           Szene. Am Ende der Vorstellung
re Kinder. Es                                            hof war toll         gingen alle Schauspielerinnen
waren aber                                               gestaltet.           und Schauspieler nach vorne und
noch Plätze                                              Als Emil an          verbeugten sich. Sie tanzten und
frei und da-                                             der falschen         sangen sogar eine Zugabe.
rum durften                                              Station aus-
wir uns die                                              stieg, wur-          Als das Theater geendet hatte,
Plätze aus-                                              de ein etwa          strömten die ganzen Schülerinnen
suchen. Am                                               zehnminüti-          und Schüler hinaus in den Flur.
Ende war                                                 ger Tanz mit         Das Theaterstück war sehr gut.
das Theater                                              lauter steifen       Die ganze Schülerschar wartete
fast voll.                                               Hüten vor-           ungefähr fünf Minuten, dann ka-
                                                         geführt. Am          men die Schauspielerinnen und
Im Stück                                                 Ende wurde           Schauspieler, um Autogrammkar-
ging es darum, dass Emil alleine     der Dieb von ganz vielen Kindern         ten zu unterschreiben. Man konn-

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te sich Postkarten oder Poster     wurde es Zeit zu den Bussen zu       Esiyok, Luca Stadler, Marian Mol-
kaufen*, dann konnte man z.B. zu   gehen und Emil und die anderen       denhauer, Paula Fromm, Paula
dem Tisch von Gustav gehen und     mussten sich auf eine andere Vor-    Heidlas, Simone Nowak, Tatjana
ihn fragen, ob er unterschriebe.   stellung vorbereiten. Es war toll.   Gildt und Zahar Titel
Das Gleiche ging auch bei Pony
Hütchen, Emil, Emils Mutter und    Berdan Ünsal, Ezgi Tekin, Hen-       * Der Erlös des Verkaufs kommt
bei dem Professor. Es ging aber    drik Appel, Jan Neufeld, Jasmin      einer Sozialkasse für Schauspie-
auch bei den anderen. Und dann     Sanduh, Kumri Bulduk, Leyla          lerinnen und Schauspieler zugute.

                                                                                  Hendrik Appel

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Austausch

„Ich will hier noch nicht weg“
USA-Austausch Sheboygan

Gerne wären die meisten der          Unterschiede beider Schulsyste-       gleich Höhepunkt und Abschluss
20 Schülerinnen und Schüler          me kennen. Am auffälligsten war       der Footballsaison, jenes Natio-
der Clemens-Brentano-Europa-         die große Vielfalt an Kursen, die     nalsports, der eine unglaubliche
schule Lollar noch länger in den     die amerikanischen Schüler be-        Popularität besitzt.
USA geblieben. Sie verbrachten       legen können. So gibt es neben
drei Wochen im Rahmen des            den Klassikern wie Geschichte         Zur Vorbereitung ihres Aufent-
seit vielen Jahren bestehenden       und Mathematik auch Schman-           haltes nahmen die Jugendlichen
Schüleraustauschprogramms            kerl wie „Mythen und Legenden“,       ein Jahr lang an der von der
in Sheboygan, Wisconsin. Die         „Hauswirtschaft“, „Psychologie“,      Englischlehrerin und Organisa-
rund 50.000 Einwohner zählende       „Architektur“ und weitere bei uns     torin des Austauschprogramms
Stadt am Lake Michigan war für       völlig unbekannte Oberstufen-         Frau Nora Redhardt geleiteten
knapp zweieinhalb Wochen der         kurse. Aber auch die selbstver-       USA-AG „The American Way of
Mittelpunkt für 15 Mädchen und       ständliche Disziplin der Schüler      Life“ teil. Neben der sprachlichen
fünf Jungen der Oberstufe nebst      bzw. das unbedingte Einhalten         und kulturellen Einstimmung auf
ihren beiden Begleitern Nora Red-    von vorgegebenen Schulregeln          landestypische Gegebenheiten
hardt und mir. Die restlichen drei   fiel den deutschen Schülern auf.      wurden in Kleingruppen Power-
Tage galten dem Besuch der so                                              point-Präsentationen zu verschie-
genannten „Windy City“, Chicago.     Wie sehr der Sport den Schul-         denen „deutschen Themen“ wie
                                     alltag prägt und welch große Be-      z.B. Bundesliga-Fußball, Autos,
Die Jugendlichen wurden überaus      deutung der schulische Leistungs-     deutsche Musik, deutscher Film,
herzlich von ihren Gastfamilien      sport besitzt, war für die Lollarer   aber auch Kirmes, Fasching oder
aufgenommen und konnten da-          Schüler eine ganz neue Erfah-         Oktoberfest erarbeitet.
durch den „American Way of Life“     rung. So besitzt die North High
auf ganz authentische Art und        School wie selbstverständlich ein     Im Deutschunterricht der amerika-
Weise kennen lernen. In der North    großes eigenes Fitnessstudio,         nischen Kollegin Susan Kirchner,
High School Sheboygan, der           welches auch den deutschen            Deutschlehrerin an der North
Partnerschule der CBES Lollar,       Gästen zur Verfügung stand. Der       Highschool, dienten die Präsen-
besuchten die deutschen Schüler      Besuch des Lokalderbys zwischen       tationen der Grundlage eines
den Unterricht und lernten so die    der North und South High, war zu-     kommunikativen Austausches

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Austausch

über „cultural similarities and dif-   Museum und das Museum der           während der man die Großstadt-
ferences“.                             Experimental Aircraft Association   lichter hautnah erleben und die
                                       in Oshkosh besichtigt.              „skyscrapers“ vom Wasser aus
Die Präsentationen stießen bei                                             bestaunen konnte. Ein überaus
den amerikanischen Schülern            Große Begeisterung löste der ab-    beeindruckendes Erlebnis war
auf großen Zuspruch, da vielen         schließende dreitägige Aufenthalt   das „Besteigen“ des Hancock To-
von ihnen deutsche Schauspieler        in der 2-Millionen-Metropole Chi-   wers mit dem Fahrstuhl in nur 20
wie Til Schweiger, Bands wie           cago bei den Oberstufenschülern     Sekunden. Bei Sonnenuntergang
Juli oder Sänger wie Bushido ein       aus. Hier wohnte man in einem       bot sich dort ein unvergesslicher
Begriff sind. Das Interesse an der     Hostel vergleichsweise günstig      Blick über den Michigan-See in die
deutschen Kultur ist in Sheboygan      und nicht sehr weit entfernt von    Skyline in einem Lichtermeer aus
wie in großen Teilen des Staates       „downtown“ mit seinen beeindru-     unmittelbarer Nähe.
Wisconsin sehr ausgeprägt, da          ckenden Wolkenkratzern. Eine
dort viele deutsche Einwanderer        Radtour an einem Sonntagmor-        Nach diesen erlebnisreichen und
im 19. Jahrhundert eine neue           gen bot die Möglichkeit, Chicago    aufregenden Wochen fiel es natür-
Heimat fanden. So wundert auch         abseits der typischen Touristen-    lich schwer von den „host families“,
nicht, dass es vor Ort ein jährlich    pfade und bei relativ geringem      aber auch der gemeinsamen Zeit
stattfindendes kleines Oktoberfest     Verkehrsaufkommen zu erleben.       in Chicago Abschied zu nehmen.
oder auch ein „Brat(wurst)fest“        So konnte die Lollarer Gruppe       Manche Träne wurde vergossen,
gibt.                                  bei strahlendem Sonnenschein        bevor wir unsere Schützlinge zum
                                       an der Promenade des Lake           Aufbruch mahnten. Allen Teilneh-
Doch nicht nur der amerikanische       Michigan die fantastische Skyline   mern des Austauschs bleibt je-
Unterricht war Bestandteil des         der ehemaligen Gangsterstadt        doch die Vorfreude auf die Ankunft
Austausches, auch der Besuch           genießen. Weitere Highlights wa-    der „Amerikaner“, die im Juni 2012
verschiedener Sehenswürdigkei-         ren der Besuch des Shedd Aqua-      zum Gegenbesuch nach Lollar
ten in der näheren Umgebung            riums, eine Shoppingtour auf der    kommen.
stand auf dem Programm. So             Haupteinkaufsstraße Magnificent
wurden unter anderem das Ca-           Mile, ein Halloween-Spaziergang
                                                                                             Alexander Klima
pitol Building in der Hauptstadt       am Navy Pier und eine nächtliche
Madison, das Milwaukee Public          Bootstour auf dem Chicago River,

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Zuschrift

Liebe Freunde,

wenn in der Ukraine am 1. September das neue Schuljahr beginnt, stehen viele Familien vor dem Problem,
wie sie ihre Kinder mit den notwendigen Schulmaterialien ausstatten können. Eine große Zahl von Jungen
und Mädchen bleiben lieber ganz der Schule fern, als dort wegen ihrer Armut ausgegrenzt und verlacht
zu werden. Jedes Jahr veranstalten unsere Mitarbeiter in „Villa Sonnenschein“ und in den „Zufluchtsorten“
fröhliche Feiern zum Schulbeginn und verteilen Ranzen und Schulmaterialien für bedürftige Kinder. Auch
während des Schuljahres werden sie mit allem Notwendigen versorgt. Unsere Mitarbeiterin Lena Uchnal
berichtet uns folgende Geschichte:

„Tante Lena, ich hab‘ ein ganz großes Wunder erlebt, eine unglaubliche Geschichte!“ Ganz aufgeregt, am
ganzen Körper zitternd, zieht mich Oleg Rulin ins Wohnzimmer unserer „Villa Sonnenschein“. Ein wenig
fragend schaut er mich an. „… du wirst mir doch glauben … oder …?“ Wie oft hat mir Oleg sein Herz
ausgeschüttet, denn zu Hause hört ihm niemand zu. Seine Mutter schleppt immer neue Liebhaber in ihre
heruntergekommene Hütte zu den unendlichen Saufgelagen.

„Tante Lena, heute habe ich den großen Müllcontainer am neuen Hochhaus durchwühlt und weißt du, was
ich gefunden habe? Fünf Buntstifte, mit denen man noch malen kann. Doch das ist nicht alles, ich habe
auch noch ein altes Federmäppchen gefunden, in das ich bereits die Buntstifte gesteckt habe. Der Reiß-
verschluss funktioniert zwar nicht mehr, aber sonst sieht es noch ganz gut aus. Und zum Schluss habe ich
noch eine alte Aktentasche gefunden. Die Verschlüsse sind schon abgerissen, aber ich hab gleich gedacht,
die kann ich gut gebrauchen. Als die Nachbarn schimpften, dass ich im Müllcontainer herumwühle, musste
ich aufhören, aber heute Abend gehe ich nochmal hin. Ich bin so glücklich und freue mich auf den nächsten
Schultag.“ Ein wenig benommen schaue ich den Jungen an. Wie soll ich reagieren?

„Oleg, mit unserem letzten Hilfsgütertransport aus Deutschland haben wir wunderbare Schulranzen voll mit
Schulmaterial erhalten. Weißt du was, du wartest hier einen Augenblick und ich werde einen schönen Ranzen
für dich aussuchen.“ Ungläubig starrte mich der Junge an: „ … einen Schulranzen … für mich …?“ Es fällt
mir schwer meine Tränen zu unterdrücken, und ich bin glücklich, dass ich Oleg mit diesem wunderbaren
Geschenk eine unbeschreibliche Freude bereiten kann.

Als unser Hilfsgütertransport Mitte Oktober in Swetlowodsk eintrifft, warten sowohl unsere Mitarbeiter als
auch viele unserer Jungen und Mädchen schon sehnsüchtig auf die avisierten Kisten mit Schulmaterial,
die Ranzen und Rucksäcke. Obwohl das Schuljahr bereits begonnen hat, besitzen die meisten Kinder in
unseren Projekten noch kein neues Material, viele noch keine Schultasche. Im letzten Jahr ist eine große
Zahl neuer Schützlinge zu uns gekommen, die in ihren kaputten Familien keinerlei Unterstützung erhalten.

Zusammen mit Luda Slobodjanik packt Lena Uchnal die markierten Kartons aus, mit wachsender Begeis-
terung betrachten sie die großen Mengen an Mäppchen, Stiften, Blöcken, Knete, Buntpapier, Wasserfarb-
kästen und vieles mehr. Ihre Begeisterungsausbrüche rufen andere Mitarbeiter herbei, die auch staunend
all‘ diese Schätze bewundern.

Insgesamt 90 Sets mit Schulmaterial stellen unsere Mitarbeiterinnen zusammen, jedes Kind in unseren
Projekten bekommt das, was es für sein Alter braucht. Die benötigten Schulranzen dürfen sich die Kinder
aussuchen. Bei den Feiern in „Villa Sonnenschein“ und den „Zufluchtsorten“ verteilen wir die Geschenk-
päckchen an unsere kleinen Freunde und freuen uns an ihren glücklich strahlenden Augen. Unsere Vor-
schulkinder bekommen Buntstifte und Malblöcke und auch die Bastelgruppen in Swetlowodosk und den
„Zufluchtsorten“ können wir Material zusammenstellen.

Von ganzem Herzen danken wir Ihnen, dass Sie sich an unserer „Schulranzen- und Schulmaterialaktion“
beteiligt haben. Durch Ihre Hilfe können nun auch diese verwahrlosten und durch ihre familiäre Situation
benachteiligten Kinder ihr Recht auf Bildung wahrnehmen und gut ausgestattet in die Schule gehen.

Mit herzlichen Grüßen aus unserem Büro in Hüttenberg,

Almut Marburger

Brücke der Hoffnung e.V.

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Zuschrift

Zu Schuljahresbeginn hatte
Frau Patzak-Schmidt sehr
stark um Unterstützung für
dieses Hilfsprojekt gewor-
ben. Gerade in den Klassen
der neuen Jahrgangsstufe 5
sei der Schulwechsel häufig
mit neuen Schulmaterialien
verbunden – ausgemus-
terte Utensilien seien aber
durchaus häufig noch zu ge-

                                          brauchen. Es ist gut möglich, dass
                                          einige der Leserinnen und Leser ihre
                                          Spende gut angekommen auf den
                                          Fotos wiedererkennen.

                                          Einen großen Dank an alle Kinder,
                                          Eltern und weitere Spender für diese
                                          sinnvolle Aktion und natürlich auch
                                          an Frau Patzak-Schmidt, die sich für
                                          dieses Proejekt stark gemacht hat.

                                                                Die Redaktion

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„Put your hands up in the air!
Put your hands up in the air!”
Ein Sieg für die Klasse 6c. He-       lasen noch Julia Lückemann (6a),    Doch schließlich setzte sich He-
lena Wolf überzeugte die Jury         Daniel Almeida (6b), Melike Öca-    lena durch, moralisch unterstützt
am 5.12.2011 beim Vorlese-            lan (6d), Venera Brishna (6e) und   durch uns, ihre Freundinnen Ca-
wettbewerb in der Bibliothek der      Selin Soyak (6g).                   rolin Grassel, Briana Reinl, Zoé
Clemens-Brentano-Europaschule                                             Jaquet und Cora Hoffmann.
in Lollar. Ihr Stellvertreter wurde   Die ausgewählten Schüler mach-
Florian Kopmann aus der Klasse        ten es den Juroren nicht leicht,    Helena hatte sich für das Buch
6f.                                   überzeugten sie doch alle durch     „Percy Jackson – Die Schlacht
                                                                          um das Labyrinth“ von Rick Ri-
                                                                          ordan entschieden und zog alle
                                                                          anwesenden Zuhörer durch ihren
                                                                          stimmungsvollen Lesevortrag in
                                                                          ihren Bann, so dass sie letztend-
                                                                          lich einstimmig von der Jury als
                                                                          beste Leserin gewählt wurde.

                                                                          Daher wird sie am Regionalent-
                                                                          scheid, der Ende Februar 2012
                                                                          stattfindet, teilnehmen.

                                                                          Natürlich werden wir sie auch
                                                                          dort durch unsere Anwesenheit
                                                                          unterstützen und hoffen auf einen
Auch in diesem Jahr nahmen            ihre interessanten Bücher und       weiteren Sieg!
wieder alle 7 Klassen der 6. Jahr-    ihre Vorlesekunst sowohl der ein-
gangsstufe an dem Wettbewerb          studierten als auch der fremden
                                                                            Carolin Grassel, Briana Reinl,
teil. Neben Helena und Florian        Texte.
                                                                           Zoé Jaquet und Cora Hoffmann

Der neue
Schuleltern-
beirat
Am 31. Januar 2012 trafen sich
die Mitglieder des im Herbst
letzten Jahres gewählten Schu-
lelternbeirates zu einem Arbeits-
gespräch mit den Mitgliedern der
Schulleitung der CBES. Hier ein
Foto der Mitglieder des Schulel-
ternbeirates:

Hintere Reihe v.l.: Nora Alffen,
Tanja Vogel, Susanne Schieß-
berg, Ulla Hepp, Susanne Picken-
brock-Hindges (Vorsitzende)

Vordere Reihe v.l.: Susanne Ger-
schlauer, Sabine Reinl

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Geschenk zum Weltkindertag
Andreas Schlüter liest in der Mediothek Lollar

                                                                           Handballturnier handelt. Die fünf
                                                                           Asse sind als Paten und Trainer
                                                                           einer Mannschaft behinderter
                                                                           Kinder dabei. Beeindruckend
                                                                           für die Zuhörer, die aufmerksam
                                                                           lauschten.

                                                                           Die fünf Asse stehen stellvertre-
                                                                           tend für die fünf Kontinente - in
                                                                           den Farben der Olympischen Rin-
                                                                           ge. Eine Gruppe von Kindern aus
                                                                           diesen Kontinenten trifft sich in
                                                                           einer Sportschule und erlebt ge-
                                                                           meinsam die unterschiedlichsten
                                                                           Abenteuer.

                                                                           Im Anschluss an die Lesung
                                                                           durften die Kinder den Autor mit
                                                                           Fragen löchern (z. B. „Wie wird
                                                                           man eigentlich Schriftsteller?“)
Am 20. September 2011 besuchte       mit gegenseitiger Unterstützung       und konnten sich Autogramme
der bekannte Kinderbuchautor         ihre Probleme lösen und sich aus      abholen.
Andreas Schlüter die Clemens-        gefährlichen Situationen befreien.
Brentano-Europaschule in Lollar.     Inzwischen ist die Reihe fortge-
                                                                                     Astrid Patzak-Schmidt
Die Schülerin Cora H. aus der        setzt und bei Kindern sehr beliebt.
6c hatte nach der Lektüre des
Buches „Level 4 – 2049“ einen        Andreas Schlüter, 1958 in Ham-
Brief an den Autor geschrieben       burg geboren, hat schon früher
und ihn zu einem persönlichen        mit Kindern und Jugendlichen
Besuch eingeladen. Dieser Bitte      gearbeitet. Nach einer Zeit bei der
kam Andreas Schlüter gerne nach      „Hamburger Rundschau“ gründete
und veranstaltete gemeinsam mit      er 1990 mit Kollegen das Journa-
dem Bibliotheksteam der CBES         listenbüro „SIGNUM“, Medienser-
pünktlich zum Weltkindertag eine     vice, und war als Redakteur für
Lesung für alle sieben Klassen       verschiedene Fernsehanstalten
des 6. Schuljahres.                  tätig. Auch heute schreibt er ne-
                                     ben seinen Kinder- und Jugendbü-
Sein erster Kinderroman „Level       chern viele Drehbücher, u.a. auch
4 – die Stadt der Kinder“ erschien   für den „Tatort“.
bei dtv junior. Computerspiel und
Realität verknüpfen sich hier auf    Aus dem Buch „Freiwurf“, es
spannende Weise. Die Protago-        handelt sich um ein Buch aus der
nisten sind keine Superhelden,       Reihe „Fünf Asse“, stellte der Au-
sondern ganz normale Kids, die       tor den Schülern eine interessante
ohne Hilfe der Erwachsenen und       Szene vor, die von einem Benefiz-

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Ist das auch unser Krieg?
(Podiums-) Diskussion mit Frau Dr. Heike Groos

Am 29.11.2011 besuchte Frau Dr.       Toten habe die Situation in Kabul     Interesse der Zuhörer bezog sich
Heike Groos unsere Schule, um         auf fatale Art und Weise verändert.   auf die unterschiedlichsten Berei-
mit den Schülern der PoWi Ober-       Zu Beginn der Einsätze seien vor      che. So wurden der Auslöser und
stufenkurse – in einer fast bis zum   allem die Helfer aus Europa mit       die Sinnhaftigkeit des Einsatzes,
Bersten gefüllten Aula – über die     Freuden aufgenommen worden            die Erfolge und Misserfolge, die
Themen Krieg, Tod, Verletzung,        und das Verhältnis habe auf ge-       Ausbildung und Ausrüstung der
Traumata und deren Folgen im          genseitigem Vertrauen beruht.         Einsatzkräfte ebenso thematisiert
Zusammenhang mit dem Konflikt         Nach dem Anschlag auf den Bus         wie die Gedanken- und Gefühls-
in Afghanistan zu berichten und       der deutschen Bundeswehr sei ein      welt der zum Teil sehr jungen
anschließend eine Diskussion mit      immenser Vertrauensbruch ent-         Soldaten auch über den Einsatz
den Schülern der Oberstufe und        standen, sehr viel Misstrauen zwi-    hinaus.
den anwesenden
Lehrern zu führen.                                                                       Viele der sehr of-
                                                                                         fenen und ehrli-
Das Podium war                                                                           chen Antworten
neben der Referen-                                                                       und Stellungnah-
tin mit Frau Schiele                                                                     men von Frau Dr.
und den Schülern                                                                         Groos machten die
Semith Mehmet und                                                                        Zuhörer betroffen.
Jan Schulze besetzt.                                                                     Auch in unserer
Als ehemalige Ärz-                                                                       von Massenmedien
tin der Bundeswehr,                                                                      geprägten Demo-
die insgesamt zwei                                                                       kratie erfahre man
Jahre in Afghanistan                                                                     häufig nur das, was
stationiert war, be-                                                                     die Politiker sagen
richtete Frau Groos                                                                      „wollten“. So ist Frau
authentisch und sehr                                                                     Dr. Groos nicht der
wirklichkeitsnah                                                                         Ansicht, dass die
über die dort herr-                                                                      internationalen Trup-
schenden Zustände.                                                                       pen, vor allem die
Sie hat bereits drei Bücher zum       schen den Afghanen, die vorher        Amerikaner, die humanitäre Lage
Thema Afghanistan geschrieben         als gastfreundliche und dankbare      verbessert hätten. Sie ist der Mei-
und veröffentlicht: „Ein schöner      Menschen empfunden worden             nung, dass man sich vor allem im
Tag um zu sterben“, „Das ist auch     seien und den Friedenstruppen         Westen über die kulturellen und
Euer Krieg“ und „Du musst die         habe sich breit gemacht. Auch         religiösen Bedingungen keine
Menschen lieben“.                     habe dieser Anschlag zu einem         richtigen Vorstellungen mache,
                                      ersten Aufschrei und Umdenken         auch dass es nicht die Aufgabe
Den Einstieg in die Veranstaltung     in Deutschland selbst geführt.        von Dritten sein könne, sich in
begann Frau Dr. Heike Groos                                                 diese Angelegenheiten einzumi-
mit einem Vortrag über ihre erste     Nach dem Vortrag der Episode          schen. Besser als einen asym-
Konfrontation mit den Gräueln des     gab es aus dem Plenum und vom         metrischen Krieg zu führen, der
Krieges bei einem Anschlag auf        Podium so viele Fragen, dass          nicht zu gewinnen sei, sei es, die
die deutschen Friedenstruppen         Frau Gross sich bis zum Ende          Truppen, die eh nicht in der Lage
am 7. Juni 2003. Sie sagte, die-      der Veranstaltung auf die Beant-      seien das Land zu befrieden,
ser Tag mit 29 Verletzten und vier    wortung dieser beschränkte. Das       abzuziehen und das so gesparte

                                                      10
CBES

Geld in den Wiederaufbau zu           sei kaum existent. Sie selbst habe   Grundlektüre für die Ausbildung
stecken und keine wirtschaftlichen    mit dem Schreiben ihrer Bücher       von Soldaten.
Kontakte mit korrupten Politikern     als Selbstherapie, mit Hilfe ihrer
und Unternehmen zu pflegen.           Familie, mit Freunden,               Mit Beiträgen über wirtschaftliche
                                      mit Alkohol und mit vie-              Interessen in dem Krieg, die nicht
Die Ausrüstung der deutschen          len Verdrängungsstra-                          immer offen zu erkennen
Soldaten im Einsatz sieht Frau        tegien versucht, im                                    seien, Gedanken
Dr. Groos als nicht den Erforder-     Alltag wieder Fuß zu                                           über die
nissen entsprechend an, auch hier     fassen. Dies falle ihr                                               ak-
läge vieles im Argen. Anscheinend     gelegentlich immer                                                   tu-
seien sich die Politik aber auch      noch schwer.                                                        elle
hochrangige Militärs nicht über                                                                          Bun-
die Bedingungen vor Ort, z. B.        Nach dem Er-                                                      des-
die klimatischen Verhältnisse,        scheinen ihrer                                                   wehrre-
im Klaren. Kein gutes Licht auf       Bücher habe                                                     form und
den Bündnispartner USA werfe          die Bundes-                                                    der Fest-
die Tatsache, dass die Soldaten       wehr zu-                                                      stellung
in dünnen Sommeruniformen im          nächst Pro-                                                  der Autorin,
Winter bei Minusgraden ihren          bleme mit                                                   dass sie ih-
Dienst verrichteten, weil die deut-   der Of-                                                    ren Söhnen
sche Winteruniform leicht mit der     fenheit                                                  abraten würde,
der Amerikaner zu verwechseln         der In-                                                 in einen solchen
sei …                                 halte                                                  „humanitären
                                      g e -                                                 Einsatz“ zu ziehen
Besonders kritisch setzte sich        habt.                                                – obwohl sie nach
Frau Dr. Groos mit der Betreuung      Sie selbst                                          eigenem Bekun-
der zurückgekehrten Veteranen         sei nicht behelligt                                den mit dem Wissen
auseinander. Ohne großes Nach-        worden – da ihr Vertrag                           von damals wieder
denken sei man wohl in den Krieg      als Zeitsoldatin abgelaufen ge-                  die gleiche berufliche
gezogen, über die Folgen für die      wesen sei – jedoch der Spieß                    Karriere eingeschlagen
eigenen Soldaten habe man sich        ihrer Kompanie. Inzwischen hätte     hätte – endete die Veranstaltung,
bisher noch keine großen Gedan-       aber ein Umdenken stattgefun-        die viele nachdenklich stimmte.
ken gemacht. Eine Nachsorgung         den: Neben viel Zuspruch von
mit Rehabilitationsmöglichkeiten      ehemaligen Soldaten gelte eines
                                                                                      Anabel und Alexander
für die psychisch Geschädigten        ihrer Bücher heutzutage sogar als

           Zur Person:

      Frau Dr. Heike Groos wurde 1960 in Gießen geboren. Nach dem Studium der Humanmedizin
      nahm sie das Angebot einer Arztstelle im Bundeswehrkrankenhaus in Gießen an und verpflichtete
      sich als Zeitsoldatin bei der Bundeswehr. Anschließend praktizierte sie als selbständige Notärztin
      und Allgemeinmedizinerin. Sie wurde aufgrund des Afghanistan-Einsatzes 2001 erneut in die Bun-
      deswehr einberufen und war insgesamt zwei Jahre als Oberstabsärztin in Afghanistan stationiert.

                                                     11
CBES

In 12 Jahren Abitur –
Das Konzept „Profilklasse“
Ein Interview mit Frau Deiker, Leiterin des Gymnasialzweigs

Wie kam es zur Gründung       der    bei der ganz konkreten Planung        Meinen Sie, dass das schnelle
Profilklassen?                       der ersten Profilklasse haben         Lernen zu späteren Defiziten
Wie alle Gymnasien und additive      dann viele Personen aus der           führen kann, z.B. in der Ober-
Gesamtschulen in Hessen wurden       Schulleitung, aber auch viele Leh-    stufe oder im Beruf?
wir im Jahr 2006 von der dama-       rerinnen und Lehrer mitgearbeitet.    Nein, das halte ich bei der Profil-
ligen Kultusministerin Frau Wolf                                           klasse für ausgeschlossen. Es ist
dazu verpflichtet, die umstrittene                                         allerdings erwiesen, dass dies im
Schulzeitverkürzung G8 auch                                                Rahmen von G8 ein Problem ist.
an unserer Schule einzuführen.       Wie viele Profilklassen gibt es       Hier müssen die Schüler schon
Wir haben das nur sehr ungerne       an der Schule?                        viel zu früh, viel zu viel Lern-
getan, da wir geahnt haben, dass     Es wird hoffentlich jedes Jahr eine   stoff bewältigen. Insbesondere
das für sehr viele Schüler, Leh-     Profilklasse geben, nämlich im        in den Naturwissenschaften und
rer und Eltern ein ganz schöner      jeweiligen Jahrgang 10. Zur Zeit      der Mathematik zeigt sich, dass
Stress werden würde. Dies hat        läuft die erste Profilklasse.         viele G8-Schüler Probleme an
sich auch so bewahrheitet. Drei                                            der Universität haben, was zu
Jahre später wurde es deswegen                                             einer deutlich erhöhten Studien-
den additiven Gesamtschulen                                                Abbrecherquote führt.
freigestellt, wieder zu G9 zurück-   Welches Ziel verfolgt     man mit
zukehren. Allerdings mussten         der Profilklasse?
100% der Eltern dieser Verän-        Das Ziel der Profilklasse ist es,
derung zustimmen. Wir haben          im 10. Schuljahr die wichtigsten      Wie kommt man eigentlich in eine
uns diese 100%ige Zustimmung         Themen aus den Klassen 10 und         Profilklasse? Welche Voraus-
mit den damaligen Elternbeiräten     11 zu behandeln, damit man dann       setzungen muss man erfüllen?
zusammen hart erarbeitet und         problemlos die 11. Klasse über-       Die Profilklasse steht allen inter-
es hat geklappt. Alle Jahrgänge      springen kann. Die Schüler der        essierten Schülern offen. Wir in-
konnten zu G9 zurückkehren und       Profilklasse haben in der Regel       formieren und beraten Eltern und
deswegen gibt es heute an unse-      6-7 Stunden mehr Unterricht als       Schüler in der 9. Klasse intensiv,
rer Schule auch kein G8 mehr. Es     die anderen Zehntklässler. Auf        dann kann jeder entscheiden, ob
gab allerdings in jedem Jahrgang     diese Weise kann man an unserer       er oder sie sich anmelden will oder
einige wenige Eltern, die darauf     Schule ohne G8 nach 12 Jahren         nicht. Ein bestimmter Notendurch-
bestanden, dass ihre Kinder auch     Abitur machen. Das Gute daran         schnitt ist nicht nötig. Die Profil-
an unserer Schule nach 12 Jah-       ist, dass dies nur die Schülerinnen   klasse ist weder eine Elite- noch
ren das Abitur machen können,        und Schüler machen, die sich das      eine Hochbegabtenklasse. Ich
und so kam es zu der Idee, die       zutrauen. Sie tun es freiwillig und   gehe davon aus, dass ungefähr
sogenannte Profilklasse G10plus      aus eigenem Antrieb. Es werden        ein Drittel eines Jahrgangs dieses
anzubieten.                          nicht alle dazu gezwungen, das        Angebot problemlos wahrnehmen
                                     Abitur nach 12 Jahren zu ab-          kann. Die Schüler sollten aller-
                                     solvieren. Prima ist auch, dass       dings motiviert sein, bereit sein
                                     der G8-Stress in den Klassen          auch vermehrt selbständig zu
Wer hatte die Idee diese Profil-     5-10 entfällt. Wer am Ende der        arbeiten und auch einen gewissen
klasse zu gründen?                   Profilklasse nicht die 11. Klasse     Ehrgeiz mitbringen, all das schaf-
Die Idee hatten unser ehemaliger     überspringen will, kann natürlich     fen zu wollen.
Schulleiter, Herr Kammler, und       auch ganz normal in die Klasse
ich. Das grundsätzliche Konzept      11 weiter gehen.
habe ich dann ausgearbeitet und

                                                     12
CBES

             Variationen von Luise Duttenhofers Scherenschnitt: Clemens Brentano als Schmetterling

Welche Rückmeldungen gibt es          wiederholt werden muss und die         Mein ganz persönliches Fazit: Die
bisher von S chülern , E ltern        Schüler sehr konzentriert arbeiten     Profilklasse könnte ein Erfolgsmo-
und Lehrern?                          können. Dennoch ist das keine          dell werden. Sie bereichert unsere
Ich bin ja selbst Klassenlehrerin     „Streberklasse“ – auch hier wird       Schule und wird hoffentlich noch
in der ersten Profilklasse und        mal Quatsch gemacht, werden            vielen Schülerinnen und Schülern
kann nur sagen, bisher läuft alles    die Hausaufgaben versäumt, es          die Möglichkeit bieten, selbst zu
sehr gut. Die Schüler der jetzi-      wird auch mal zu spät gekommen         entscheiden, ob sie nach 12 oder
gen Profilklasse haben sich trotz     usw. In vieler Hinsicht ist das eine   13 Jahren die Schule mit dem Ab-
der erhöhten Anforderungen im         ganz normale Klasse, allerdings        itur verlassen wollen. Und selbst
Schnitt fast alle verbessert. Die     mit etwas anderen Zielen. Auch         wenn mal in einem Jahrgang die-
meisten streben zur Zeit an, die      der Kontakt zu den anderen 10.         se Klasse nicht zustande kommen
11. Klasse tatsächlich zu über-       Klassen ist weiterhin sehr gut.        sollte, so kann man sie einfach
springen. Die Lehrer, die in dieser   Freundschaften blieben bestehen,       im Jahr darauf wieder anbieten.
Klasse unterrichten, melden mir       auch wenn sich in der neuen Klas-      Insofern ist das auch schulorga-
zurück, dass sie in dieser Lern-      sengemeinschaft natürlich neue         nisatorisch eine optimale Lösung.
gruppe schneller und intensiver       Freundschaften gebildet haben.
arbeiten können, da nicht so viel

                                Die 10b, eine Klasse mit Profil

                                                      13
Rätsel

A                    B

    C                D

                 E   F

          14
Rätsel

 G                                      H

 K

                                                 I
 Auf dieser Seite haben sich folgende
 lehrkräftige Personen aus der CBES
   versteckt. Wieder einmal fragt der
         Klecks: „Wer ist Wer?“
Unter richtigen Einsendungen verlosen
   wir insgesamt 580 Lire oder zwei
  Gutscheine für den Kiosk bzw. das
              Europacafé.
          Frau Brüggemann
            Herr Hausner
              Frau Krug                          J
           Herr Letourneur
            Frau Meuser
        Frau Patzak-Schmidt
          Frau A. Redhardt
          Frau N. Redhardt
           Frau Rupp-Saul
            Herr Scheffler
            Herr Steubing
                  ...

                                            15
CBES

… Back in Town
Das „White Horse Theatre“ zu Gast an der CBES

Am Mittwoch, dem 25. Januar            an deutschen Schulen aufführt. In-   seinen Sitz hat, und gleichzeitig
2012 gastierte das englischspra-       zwischen ist White Horse Theatre     von Kent, wo sich die Einwanderer
chige White Horse Theatre an           zur europaweit größten professi-     ansiedelten und wo Theatergrün-
der CBES. Aufgeführt wurden die        onellen Theatergruppe dieser Art     der Peter Griffith geboren wurde.
Stücke „The Weasel in the Sack“        geworden. Pro Jahr sehen sich        Der Name der Organisation er-
für die Unter- sowie „Lip Gloss“ für   ca. 350.000 Schüler die Auffüh-      innert daher an die Verbindung
die Mittelstufe.                       rungen. Das White Horse Theatre      zwischen Briten und Deutschen.
                                       gastiert hauptsächlich an Gym-
„The Weasel in the Sack“ ist ein       nasien, Real- und Hauptschulen,      1978 gründete Peter Griffith das
spannendes Märchen über das            aber auch in Kulturhäusern und       White Horse Theatre und ist
tapfere Mädchen Fred und ihre          anderen öffentlichen Einrichtun-     seitdem der künstlerische Leiter
eitlen und tolpatschigen Brüder        gen und mittlerweile auch an         des Theaters. Mittlerweile hat
Algernon und Marmaduke. „Lip           immer mehr Grundschulen.             er 30 Stücke für Aufführungen
Gloss“ ist ein sozialkritisches                                             geschrieben und bei mehr als 80
Stück, das mit viel Humor und          Der Name des Theaters bezieht        Produktionen Regie geführt.
Popmusik die Vorurteile zwi-           sich auf das Symbol des weißen
schen den Gesellschaftsschich-         Pferdes auf der Flagge der an-       Organisiert hatten den Theaterbe-
ten thematisiert. Beide Stücke         gelsächsischen Einwanderer, die      such an der CBES Frau Gotthardt-
wurden von Peter Griffith, dem         vor 1500 Jahren aus Deutschland      Rath und Frau Jackstädt.
Theatergründer geschrieben. Das        nach England kamen. Das weiße
White Horse Theatre ist ein päd-       Pferd ist das Wappen von Westfa-
                                                                                              Die Redaktion
agogisches Tourneetheater, das         len, wo manche der Einwanderer
englischsprachige Theaterstücke        herkamen und das Theater heute

  Impressum                                                Freie Mitarbeit: Hendrik Appel, Kumri Bulduk,
                                                           Leyla Esiyok, Kevin Franz, Paula Fromm,
  Herausgeber: Clemens-Brentano-Europaschule               Tatjana Gildt, Carolin Grassel, Paula Heidlas,
                                                           Cora Hoffmann, Zoé Jaquet, Alexander Kli-
  Auflage: 300 Exemplare                                   ma, Leandra Lemmer, Marian Moldenhauer,
                                                           Jan Neufeld, Simone Nowak, Rubens Präg,
  Redaktion: Alexander Frey, Irina Gildt, Jean-            Briana Reinl, Jasmin Sanduh, Martin Saul,
  Pierre Letourneur, Anabel Neb, Astrid Patzak-            Max Schubert, Luca Stadler, Ezgi Tekin,
  Schmidt, Stefan Scheffler                                Zahar Titel, Berdan Ünsal

  Neues Logo: Paul Christof (WPU Grafik &                  Druck und Layout: Druckwerkstatt der CBES
  Design bei Herrn Karl Möller)                            (Jean-Pierre Letourneur, Stefan Scheffler mit
                                                           freundlicher Unterstützung durch Karl Möller)
  T itelblatt : Angelehnt an eine Idee von
  Halina Brommund und Luca Moldenhauer
  (WPU Grafik & Design bei Herrn Möller)
  mit freundlicher Genehmigung von Herrn
  Christoph Offenberg (Sony Pictures Home
  Entertainment, München)

                                                      16
CBES

Un vrai bijou de candidature:
DELF
Le Diplôme

Nach Gehirnschweiß treibenden        Das international anerkannte          Liebigschule in Gießen abgelegt
unzähligen Nachmittagen – wäh-       Sprachdiplom DELF (Diplôme            wird. An der CBES werden die
rend unsere Klassenkameraden         d'Etudes en Langue Française          Kandidaten entweder in Arbeits-
sich zum Teil dem Nichtstun          – alle Diplome tragen das Siegel      gemeinschaften oder im Rahmen
hingaben – haben wir, Schüler        des französischen Ministère de        des Wahlpflichtunterrichts auf die
der unterschiedlichen Jahrgänge,     l'Education Nationale) überprüft      Prüfungen vorbereitet. Für weitere
unsere wohlverdiente „Ernte“ an-     die Französisch-Kenntnisse von        Informationen stehen die Franzö-
lässlich der feierlichen Übergabe    Nicht-Muttersprachlern und glie-      sischlehrer gerne zur Verfügung.
durch unsere Schulleiterin ein-      dert sich in folgende Niveaustufen:
gefahren: les diplômes d'études                                            Folgende Schülerinnen und Schü-
en langue française, kurz DELF       •   A1, A2 (allgemeine Sprach-        ler sind nun Besitzer von Diplomen
Zertifikate genannt, die, wie Frau       verwendung)                       der unterschiedlichen Niveaus:
Dr. Himmelsbach während der
Übergabe sagte, ein Plus bei jeder   •   B1, B2 (selbstständige            Lisa Barfuß, Amelie Bender, Fran-
späteren Bewerbung darstellen,           Sprachverwendung)                 ziska Berger, Gülizer Elen, Kevin
die aber auch jeden Einzelnen von                                          Franz, Leonie Jäger, Reyhan
uns im Alltag unserer globalisier-   Für unsere Schüler gibt es eine       Karadeniz, Anika Lechner, Maria-
ten Welt alltagstauglicher machen.   spezielle Sprachprüfung (DELF         Luz Mengler, Maximilian Schubert,
                                     scolaire), deren schriftlicher Teil   Ann-Kristin Seeger, Nellie Weber,
Für die, die immer noch nicht wis-   an unserer Schule und deren           Elena Westerhoff, Katharina Wirtz.
sen, was DELF ist und wie man        mündlicher Teil an einem Wo-
die Zertifikate an unserer Schule    chenende zentral mit anderen
                                                                             Max Schubert und Kevin Franz
„erkämpfen“ kann:                    mittelhessischen Schulen an der

                                                     17
Thema

Fakt ist …
Jugendalltag heute

Vorbemerkung: Ich weiß natürlich,     ben kommen da zu kurz, aber die       sich in Ruhe zu Hause an die
dass es den Prototyp des Jugend-      „Ruhe-Zeit“ macht sie nach einem      verschiedenen Arbeitsthemen
lichen nicht gibt, um einen kleinen   stressigen Tag entspannter. Wird      setzen. Hierbei verlieren sie leider
Einblick zu geben, muss ich also      diese Zeit jedoch von x-beliebigen    viel Zeit, trotzdem müssen diese
zwangsläufig „verallgemeinern“.       Kleinigkeiten unterbrochen oder       Aufgaben aber nun mal erfüllt
                                      zunichte gemacht, so löst dies        werden.
                                      wiederum oft sehr schlechte
                                      Laune bei ihnen aus. Es kann zu
Was tun wir Jugendlichen              grundlosem Streit oder Missver-
nach der Schule?                      ständnissen führen. Am besten ist     Sport & Musik
Wir nutzen unsere Freizeit nach       es, die Jugendlichen in dieser Zeit   Vereine und Instrumente
der Schule meist in mehreren          in Ruhe zu lassen und zu warten,      Die meisten Schüler sind sportlich
Abschnitten. Diese sind hier ge-      bis sie nach einigen Stunden          und/oder musikalisch veranlagt.
gliedert:                             vorbei ist.                           Hier in der Schule können sie
                                                                            ihren Interessen in angenehmer
                                                                            Atmosphäre in den Nachmit-
                                                                            tagsveranstaltungen nachgehen,
Die Lass-mich-in-Ruhe-Zeit            Hausaufgaben & Lernen                 zum Beispiel in der Big Band,
Nachdem wir Jugendlichen heut-        Ein Muss, aber keinen Nerv            Gitarren-AG oder im Chor. Zu
zutage von der Schule kom-            dazu!                                 Hause gehen viele Jugendliche
men, sind wir meist einfach nur       Manche erledigen sie nachmit-         zu Unterrichtsstunden für unter-
erschöpft, kaputt, genervt und        tags, manche abends und manche        schiedliche Instrumente wie: Kla-
haben keinerlei Lust mehr auf         schon in der Schule oder auch gar     vier, Gitarre, Schlagzeug (…) Aber
irgendetwas. Die Schule hat uns       nicht. Es handelt sich hierbei um     auch die Handball-AG, Rugby-AG
müde gemacht und hinzu kommt          die Hausaufgaben. Fakt ist aber,      oder Fußball-AG werden hier an
noch meist schlechte Laune. Die-      diese Quälgeister müssen erledigt     der Schule nachmittags genutzt.
se erfolgt hauptsächlich wegen        werden. Viele Schüler verbringen      Viele Mädchen nehmen zum Bei-
schlechter Noten, Stress oder all-    daher mehrere Stunden am Tag          spiel am Gardesport oder Tanzen
gemeiner Erschöpfung. Die Aus-        alleine damit, wobei auch manche      teil, aber auch die Fußball- und
nahme, dass man zufrieden nach        nur ein paar Minuten benötigen.       Handballvereine werden kräftig
Hause kommt, bestätigt diese          Welcher Hauaufgaben-Typ man           besucht. Jeder Zweite an unserer
Regel. Viele Schüler freuen sich      ist, muss jeder selbst wissen.        Schule betreibt Sport oder spielt
dann aber auch auf weitere Mo-        Aber auch für das alltägliche         ein Instrument, so lässt sich der
mente des Tages, sie sind jedoch      Lernen für Arbeiten, Tests und        Alltag bunter und schöner für je-
in der so genannten „Ruhe-Zeit“       Klausuren benötigen sie viel Zeit     den Typ gestalten.
am liebsten alleine und schlafen,     am Tag. Manche nutzen nach
chillen, chatten oder machen sich     der Schule die Angebote der
                                                                                                        Anabel
den Fernseher an. Geschwister,        Hausaufgabenhilfe in der Schule
Eltern, Haushalt und Hausaufga-       oder Nachhilfen, während andere

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Impressionen   vom   Tag   der offenen   Tür 2011
CBES

Ein Stück Afrika
Ein Erlebnisbericht von Leandra Lemmer

Rote Erde, stechende Sonne,
Schweiß auf der Stirn – es ist
die Zeit der „grande chaleur“
(große Hitze). Während ich mir
wenigstens ein bisschen Abküh-
lung wünsche, würde sich meine
Familie in Deutschland bestimmt
über ein bisschen Wärme freuen.
Ich kann mir gar nicht vorstellen,
dass es so etwas wie „Minusgera-
de“ überhaupt gibt und dann auch
noch 15 davon?

Vor ca. fünf Monaten bin ich hier
her gekommen – nach Togo,
Afrika – um ein FSJ zu machen.
Meine Familie war nicht sonderlich
glücklich über diese Entscheidung
– echte Begeisterung sieht anders
aus. Aber sie wusste auch, dass,
wenn ich mir einmal was in den
Kopf gesetzt habe, es auch in die
Tat umgesetzt wird und sie daran
herzlich wenig ändern kann. Also
habe ich meine beiden Koffer ge-
packt und los ging’s.

In den letzten fünf Monaten ist
schon ziemlich viel passiert. Ich
war unzählige Male krank, habe
eine Reise nach Ghana unter-
nommen, wurde beklaut und hätte
bestimmt schon zehn Mal heiraten
können, wenn ich gewollt hätte.
Aber am besten fange ich mal
ganz von vorne an.

Togo ist natürlich nicht Deutsch-
land. Dusche, fließendes Wasser,
Waschmaschine, Elektroherd,
Schokolade, Supermärkte, Au-
tobahnen – das ist nicht gerade
selbstverständlich für mein neues
zu Hause. Ich lebe in Agou Gare
oder auch „Gadzepe“ genannt,

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CBES

einem kleinen Dorf in der Nähe          Mit meiner Gastfamilie hatte ich      dem Klassenzimmer düst). Dann
von Kpalimé. Meine Gastfamilie          wirklich großes Glück. Ich verste-    wird ihnen ein bisschen Gram-
ist nicht reich, aber auf keinen Fall   he mich unglaublich gut mit allen     matik erklärt. Am Schluss wird
arm. Wir haben Strom, einen Fern-       und fühle mich sehr wohl. Ein ei-     ein Ausschnitt aus dem Englisch-
seher, einen Computer und ein           genes Zimmer habe ich auch. Das       Buch gelesen (das übrigens schon
Moto (kleines Motorrad). Solche         bietet mehr oder weniger etwas        mein Gastpapa benutzt hat. Der
Dinge besitzt hier natürlich nicht      Privatsphäre. Spätestens abends       Lehrplan ist auch noch von 1989
jeder. Fließendes Wasser gibt           kann man aber nicht mehr von          und wurde seitdem nicht mehr er-
es allerdings nicht. Das heißt für      Rückzugsmöglichkeit sprechen,         neuert.) und Fragen werden dazu
mich, erst einmal Wasser aus dem        weil mein Zimmer dann meist           beantwortet. So wirklich verstehen
Brunnen holen bevor ich duschen         gerammelt voll ist. Da trifft man     tun die meisten das Ganze nicht.
kann. Um die Klospülung muss            dann Nachbarskinder, Gastge-          Schon Sätze im Präsens fallen
ich mir allerdings keine Gedanken       schwister oder Freunde aus dem        nach vier Jahren Englisch vielen
machen, die haben wir nämlich           Dorf bei mir an, die mein Zimmer      noch schwer und sind auch selten
nicht – bei uns gibt’s zwei Plumps-     oft in ein Schlachtfeld verwandeln.   fehlerfrei. An dieser Stelle muss
klos. Meine Klamotten muss ich          Ich nehm‘s meistens gelassen.         ich dann doch mal ein bisschen
auch mit der Hand waschen. Am           Schließlich freue ich mich auch       Werbung für das deutsche Schul-
Anfang war das wirklich sehr            immer über Besuch und neue            system machen. Ihr könnt euch
anstrengend, aber jetzt gehört          Gesichter.                            echt über glücklich schätzen, eine
es eben zu meinem Alltag und ist                                              deutsche Schule zu besuchen und
kein Problem. Gekocht wird auf          Ach ja, und was ich hier überhaupt    solltet diese Möglichkeit auch we-
einer Art Eimer aus gebranntem          mache, sollte ich vielleicht auch     nigstens ein bisschen nutzen. Ich
Ton und in den meisten Familien,        noch erwähnen. Ich bin wieder         hätte wirklich nie gedacht, dass
auch in meiner, mit Holzkohle.          in der Schule und arbeite als         ich mich mal so darüber freuen
Diese ganzen Veränderungen in           Assistent Teacher. Mittlerweile       könnte, in Deutschland zur Schule
meinem Leben waren für mich             habe ich auch meine eigene            gegangen zu sein. Schon allein
aber nicht weiter schlimm, ich          Klasse mit sage und schreibe 83       weil man dort nicht geschlagen
habe mich sehr schnell daran ge-        Schülern. Dass der Unterricht da      wird. Hier steht Schlagen nämlich
wöhnt und bin auch froh, dass ich       ein bisschen anders aussieht als      an der Tagesordnung. Wenn man
wenigstens mal auf ein bisschen         in Deutschland ist wohl selbst-       laut ist, seine Hausaufgaben ver-
Luxus verzichten muss.                  verständlich. Es ist fast immer       gessen hat, nicht aufpasst, schläft
                                        laut und irgendein Schüler schläft    oder Unsinn macht, zückt der
Was mir aber am Anfang wirklich         bestimmt. Bei so großen Klassen       Lehrer seinen Stock und man wird
auf die Nerven gegangen ist, war,       kann man den Unterricht auch          erst mal auf die Hände oder auf
dass ich so oft krank geworden          nicht wirklich abwechslungsreich      den Hintern geschlagen. Absolut
bin. Lungenentzündung, Amöben,          gestalten und so läuft er immer       nicht mein Ding! Ich habe auch
Parasiten, Lebensmittelvergiftung,      gleich ab, zumindest in Englisch.     schon oft gesagt, wie unmöglich
Bronchitis, Infektion – so sieht das    Erst werden den Schülern fünf         ich das finde. Die Antwort die
nämlich aus, wenn man noch nicht        Vokabeln an Hand von Beispiel-        ich darauf allerdings jedes Mal,
an das Leben bzw. das Essen hier        sätzen beigebracht oder auch an       selbst von den Schülern, zu hören
gewohnt ist. Ich war jetzt aber         Hand von Demonstrationen des          bekomme, ist folgende: „Wir sind
schon relativ lange nicht mehr          Lehrers (kann schon ganz lustig       hier in Afrika! Afrikanische Kinder
krank und hoffe, das bleibt auch        sein, wenn der Lehrer gerade mal      müssen geschlagen werden!“
erst mal so.                            mit dem Fahrrad und einem Schü-       Ehm.. natürlich! Wie konnte ich
                                        ler auf dem Gepäckträger aus          das nur vergessen. Also, macht’s

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euren Lehrern wenigstens nicht       nen ich gereist bin. Trotzdem war    Tasche im Laufen auszuleeren.
allzu schwer!                        ich froh als ich endlich wieder in   Ich habe alles wieder eingesam-
                                     meinem togoischen Dorf war und       melt. Glücklicherweise hat nur
In Ghana, einem Nachbarland von      nicht mehr in den touristischen      meine Kamera gefehlt, der Rest
Togo, war ich wie gesagt auch.       Gegenden Ghanas.                     war noch da. Meine Kamera wollte
Dort gibt es sogar so etwas wie                                           ich mir eigentlich auch noch zu-
Autobahnen und in der Hauptstadt     Um nach Ghana einreisen zu           rückholen, das habe ich dann aber
Accra auch eine riesige Shopping-    dürfen, musste ich natürlich zu      doch lieber gelassen. Ich glaube,
Mall mit Apotheke, Bücherei, Kino,   nächst einmal ein Visum bean-        das war auch die intelligenteste
Schmuckladen usw. Schlaglöcher       tragen. Das habe ich in Lomé, der    Entscheidung. Hoffentlich passiert
in den Straßen sind kaum zu          Hauptstadt Togos, gemacht. Als       mir das nicht noch mal.
finden, ganz anders als in Togo.     ich danach mit den anderen am
Auch darf man dort nur zu fünft      Strand entlang gelaufen bin, wur-    Zum Schluss sollte ich vielleicht
in einem Auto fahren und nicht zu    de mir die Tasche aus der Hand       noch verraten, was es mit den
acht oder neunt. Das ist in Togo     gerissen. Ich war erst mal ziem-     Heiratsanträgen auf sich hat.
nämlich Standard. Das Auto ist       lich geschockt, dann ist mir aber    Das ist nämlich so: viele Togoer
erst voll, wenn auch mindestens      mein Pass, meine Kamera, meine       (bis jetzt eigentlich fast alle, die
acht Leute drin sitzen.              Kreditkarte und mein Geld in der     ich getroffen habe) wollen ger-
                                     Tasche wieder eingefallen und ich    ne eine Weiße zur Frau. Wenn
Ghana ist ganz interessant und       bin dem Dieb hinterher, habe ihm     man dann so durch die Straßen
auf jeden Fall eine Reise wert.      zugerufen, dass ich zumindest        schlendert, wird man oft ange-
Ich hatte viel Spaß, vor allem       meinen Pass wieder haben will.       sprochen und gefragt, ob man
natürlich mit den Leuten, mit de-    Er hat dann angefangen, meine        einen denn nicht heiraten wolle.

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Das kann ganz lässig im Vorbei-        wie es wäre, eine Familie und         dass ich das bestimmt nicht wolle
gehen passieren oder wenn man          Kinder mit dir zu haben. Ich kann     und schon einen Freund hätte,
gerade im Auto unterwegs ist und       an nichts anderes mehr denken.        meinte der Typ nur, er würde mich
keine Fluchtmöglichkeit hat. Dann      Ich liebe dich.“ Die „Ausrede“ be-    einfach noch mal selbst fragen.
wird man die gesamte Autofahrt         reits einen Freund zu haben, zieht    Trotzdem hätte er doch ganz ger-
über zugetextet, dass man einen        da herzlich wenig. Schließlich sei    ne das Einverständnis von Simon.
afrikanischen Mann bräuchte            dieser ja in Deutschland und man      Manchmal weiß ich wirklich nicht,
oder gefragt, warum man denn           selbst hier und das könne ja nichts   wie die Leute hier auf so abstruse
nicht heiraten wolle, ob man kei-      ernstes sein. Außerdem müsse er       Ideen kommen oder was sie für
nen „Schwarzen“ wolle. Manche          davon ja nichts erfahren.             Vorstellungen haben. Das ist mir
versuchen die Heiratsanträge                                                 echt ein Rätsel!
wenigstens noch ein bisschen zu        Mein Projektpartner Simon hat
verschleiern und fallen nicht gleich   sogar vor ein paar Tagen einen        Nächste Woche kommt mich mein
mit der Tür ins Haus. Da bekommt       Heiratsantrag für mich bekom-         Papa aber erst Mal besuchen und
man schon mal von einem wild-          men. Irgendein Mann hat ihn auf       ich hoffe, dass ich wenigstens in
fremden Mann zu hören: „Dein           der Straße angesprochen und ge-       dieser Zeit vor Heiratsanträgen
Verhalten gefällt mir, wie du dich     sagt, dass er mich heiraten wolle.    sicher bin. Aber man kann ja nie
gibt’s und wie du dich bewegst.“       Kurze Bemerkung am Rande: Er          wissen.
„Du bist sehr hübsch. Was für eine     war über 50! Er meinte, er müsse
wundervolle Kreatur du bist! Wer       jetzt erst noch mal geschäftlich
hat dich erschaffen?“ Oder auch:       weg, aber ich könne schon mal
„Wir sind für einander bestimmt.       bei ihm einziehen und mich ein-
Ich denke die ganze Zeit daran,        richten. Als Simon ihm erklärt hat,

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Comic

 24
Comic

Von Rubens Präg

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Dies und Das

Aus der Schatzkiste von Frau Patzak-Schmidt

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Sport

CBES Lollar gewinnt
Regionalentscheid
Andere Schulen finden keinen Schlüssel gegen grüne Wand

Am 25. Januar fand in Homberg/        kam. Vom Zuschauen der ande-         Niklas Hermann und Lukas Weisel
Ohm der Handball-Regionalent-         ren Begegnungen konnte man           wurde sehr erfolgreich gespielt, so
scheid für männliche Jugend-          schon erahnen, dass das dritte       dass dieses Spiel schließlich mit
mannschaften (WK III) statt. Im       Spiel gegen den Alsfelder Ver-       13:7 an die Vertreter der Clemens-
ersten Spiel gegen die Tilemann-      treter nicht so schwierig werden     Brentano-Europaschule ging.
schule Limburg ließen die Lollarer    würde. Es wurde sicher mit 16:4      Noch erfreulicher ist, dass bis zum
Buben dem Gegner keine Chan-          gewonnen, wobei man noch mit         Landesentscheid in Bensheim
ce, verbarrikadierten das eigene      verschiedenen Abwehrformati-         auch noch die Linkshänder wieder
Tor und gewannen schließlich mit      onen experimentierte. Vor dem        mit zum Team dazustoßen, die in
16:1. Dabei zeigte sich bereits,      letzten Spiel des Tages gegen die    der vergangenen Woche alle auf
dass Torwart Julian Schneider         Herderschule Gießen stieg dann       Klassenfahrt waren.
vom TV Mainzlar ein sicherer          die Anspannung in der Homber-
Rückhalt sein würde. Schwieriger      ger Sporthalle mächtig an, denn      Für die Clemens-Brentano-Euro-
wurde das zweite Spiel gegen          auch die Gießener mit Spielern       paschule spielten Paul Christof
die Humboldtschule Aßlar, den         aus Wettenberg, Dutenhofen           (2), Niklas Hermann (10), Tom
Vertreter des Kreises Wetzlar.        und Hüttenberg hatten bis dahin      Keil (5), Konrad Kleinberg (5),
Hier zeigten die Jungs um Tom         alle Spiele gewonnen. In diesem      Bastian Krauß (1), Niakan Mainka
Keil zunächst nur eine mäßige         Spiel zeigte sich dann, dass die     (2), Christian Schnaut (9), Julian
Leistung, allerdings gingen sie mit   großgewachsenen Lollarer Spieler     Schneider, Fabian Weide (10),
dem Stress in der zweiten Halbzeit    auch gute Abwehrspieler sind. Bis    Lukas Weisel (9), Kevin Wieczo-
abgezockter um und gewannen           zum Stand von 5:0 gelang den         rek (6).
auch hier letztendlich verdient       Herderschülern kein Tor, Christian
mit 14:9. Bemerkenswert, dass         Schnaut und Fabian Weide treffen
                                                                                                 Martin Saul
Bastian Krauß hier zu seinem          gegen die 6:0-Abwehr von hinten,
ersten Tor in einem Pflichtspiel      auch der Tempogegenstoß mit

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Die letzte Seite

Wie schon in den letzten Jahren
fand auch im laufenden Schuljahr
ein Oberstufenaustausch im Fach
Französisch mit dem Lycée Des
Avirons in Les Avirons, auf der
Insel La Réunion im Indischen
Ozean in Zusammenarbeit mit der
Liebigschule Gießen statt. Hier
eine kleine Bildauswahl für die Zu-
hausegebliebenen und zukünftige
Interessenten.
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