Gemeindebrief der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Vechta - Jahrgang/1 Dezember 2021, Januar, Februar 2022 - Ev.-luth. Gemeinde Vechta
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
Gemeindebrief
der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Vechta
53. Jahrgang/1
Dezember 2021,
Januar, Februar 2022Inhalt
Auf ein Wort 3
Gute Tat des Monats Juli 5
Verabschiedung Pfarrerin Hiltrud Warntjen 7
Nachruf Pfarrer i. R. Martin Meyer 8
Brot für die Welt 9
Weltgebetstag 11
Kinder und Familie 12
Kindertagesstätte „Arche Noah“ 13
Martin-Luther-Schule 15
Kirche am Campus 17
Konfirmationsbild 20
Vorstellung von Gruppen und Kreisen: Kreativkreis 21
Neues Gruppenangebot für Senioren 22
Kirchenmusik: Geistliche Abendmusik Herbstkonzert 23
Kirchenmusik: Ü 65 – Chor wird vorgestellt 24
Kirchenmusik: Man(n) kann singen | Stimmbildung 25
Kirchenmusik: Konzerte 26
Diakonie: Weihnachtswunschbaum 28
Freud und Leid 29
Geburtstage 30
Adventsbasar 33
Weihnachtsgeschichte 34
Unsere Gottesdienste 35
Kirchenmusik | Gruppen und Kreise 37
Neue MittwochsFrauen-Gruppe 39
Geschichte der Juden in Vechta, Teil 2 40
Internet 45
Kontakte 46
Impressum 47
2Auf ein Wort
Und wieder ist Advent
Kekse backen und essen, Adventslieder
hören oder selbst singen, basteln,
Weihnachtsmärkte besuchen, das
Weihnachtsmärchen, sich auf das
Weihnachtsfest vorbereiten, dekorie-
ren, sich bewusst Zeit nehmen … Wie
gestalten Sie Ihren Advent?
Einige Bräuche sind öffentlich sichtbar:
Die hell geschmückten Fenster und Straßen, die Angebote in den Läden
und natürlich die Märkte. Anderes findet hinter diesen Fenstern statt:
private und ganz persönliche Adventsmomente. Einige Familien verbrin-
gen mit ihren Kindern bewusste Adventsstunden, die ganz innig erlebt
werden können und ihnen die dunklen Dezembertage zu einer besonde-
ren Zeit machen. Vielleicht geben sie die Dinge weiter, die sie schon als
Kinder in den Adventstagen pflegten.
„Jedes Jahr das gleiche, sogar über Generationen hinweg, muss doch
langweilig sein“, könnte man denken. Und doch
tut man es jedes Jahr wieder gerne. Gewohn-
heiten gehören zum Leben dazu. So freuen sich
viele, etwa alte liebgewonnene Stücke auszupa-
cken. Jedes Jahr finden Nussknacker, Sterne
oder Engelsfiguren wieder ihren Platz. Die dunk-
le Adventszeit ist dafür wie gemacht. Früh ist es
dunkel und das Wetter ungemütlich. Dann ist
mehr Gelegenheit als im Sommer, sich zurückzu-
ziehen und das zu machen, was das Herz wärmt. Solche Traditionen wer-
den zu einem Anker durch die Zeit, der ausgeworfen werden kann und
Halt gibt, wenn die warme Sommersonne und die Leichtigkeit lauer
Abende fehlt. Sie stimmen uns schon auf Weihnachten ein.
Im Advent begleitet mich jedes Jahr aufs Neue ein Lied des Dichters Jo-
chen Klepper. In der ersten Zeile heißt es: „Die Nacht ist vorgedrungen,
der Tag ist nicht mehr fern.“
Ganz adventlich weist der Vers auf das bevorstehende Weihnachtsfest
hin. Man möchte einwenden, dass der Advent doch gar nicht so dunkel
ist.
3Auf ein Wort
Doch Klepper schrieb dieses Lied 1937.
Seine Lage empfand er angesichts der
politischen Verhältnisse in Deutschland
als bedrohlich.
Nun ist die Lage heute überhaupt nicht
mit der von 1937 zu vergleichen. Aber
nicht wenige Menschen erleben Unsi-
cherheit, Zukunftsangst und Ohnmacht
angesichts der rasanten Veränderungen
auf der Welt.
Wie wird die Welt in zehn Jahren aussehen? Wirtschaft, Klima, Politik,
sozialer Zusammenhalt und viele Themen mehr werden heiß diskutiert
und überdacht. Wie soll das gehen? Es wird große Veränderungen geben.
Was werden sie für uns alle bedeuten? In der Dunkelheit nicht sehr weit
sehen zu können, lässt einen Weg vorsichtig und tastend gehen.
Vielleicht muss man einen Moment innehalten. Klepper ist sich bei aller
Dunkelheit und Unsicherheit gewiss, dass der Tag nicht mehr fern ist. Die
Hoffnung bleibt, dass er weitergehen kann.
Der Advent hat diese Hoffnung in sich:
Egal wie schwer und dunkel die Welt und unser
Leben uns erscheinen, hellere Stunden stehen
bevor. Stehen bleiben müssen wir nicht, wir
können dem Licht entgegen gehen. Der christli-
che Glaube erkennt Jesus Christus als dieses
Licht. Er macht die Welt hell, sodass wir auf
dem Weg zu Gott durch alles Schwere dieser
Welt hindurchkommen. An Weihnachten wird das Erleuchten dieses
Lichts gefeiert. Im Advent darf man sich auf die Hoffnung darauf besin-
nen. Liebgewonnene Bräuche können helfen, das Warten einfacher zu
machen. Sie sind schon die ersten Lichtstrahlen des Weihnachtsfestes.
Sie dringen durch die dunkle Zeit und machen schon jetzt froh.
Ich wünsche Ihnen in der kommenden Zeit solche vertrauten Momente
und eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!
Ihr Vikar Johann Lehmhaus
4Gute Tat des Monats
Ehrenamt wird gewürdigt
Damit hatten Gerd Kramer und Carsten Homann nicht ge-
rechnet, dass der Artikel über ihre ehrenamtliche Arbeit
für die Lohner Tafel im letzten Gemeindebrief ihnen noch
eine hohe Auszeichnung einbringen würde. Hatte doch un-
sere Leserin Lore Ehrenreich aus Vechta den Artikel gele-
sen und die beiden für die „Gute Tat des Monats“ vorge-
schlagen.
Diese Auszeichnung wird von der Gemeinde Goldenstedt
monatlich an Personen vergeben, die sich um die Allge-
meinheit verdient machen.
Bürgermeister Alfred Kuhlmann, Gerd Kramer, Carsten Homann und Ge-
meindemitarbeiterin Daniela Thias
Bürgermeister Alfred Kuhlmann, Gerd Kramer, Carsten Homann und
Gemeindemitarbeiterin Daniela Thias
5Gute Tat des Monats
In einer Feierstunde im Goldenstedter Rathaus würdigte
Bürgermeister Alfred Kuhlmann die beiden und hob her-
vor, dass das verlässliche Ehrenamt eine wichtige Stütze
für unser Gemeinwesen sei. So wurden Gerd Kramer und
Carsten Homann für ihr vorbildliches ehrenamtliches Enga-
gement bei der „Tafel Lohne“ ausgezeichnet, weil sie sich
seit etwa drei Jahren im monatlichen Wechsel immer
dienstags auf den Weg zur „Tafel Lohne“ machen, um dort
ihr Auto mit Kisten voller Lebensmittel zu beladen und die-
se dann in Vechta an die Menschen zu verteilen, die selbst
nicht in der Lage sind, eigenständig zur Tafel nach Lohne
zu fahren.
„Diese Auszeichnung ist Ansporn für uns, uns dieser wich-
tigen Aufgabe weiterhin zu widmen“, sind sich die beiden
Geehrten sicher.
Carsten Homann
6Verabschiedung Pfarrerin Warntjen
Pfarrerin Warntjen verabschiedet
Am 19. September wurde Pfarrerin Hiltrud Warntjen mit
einem Gottesdienst in der Auferstehungskirche aus dem
Dienst als Krankenhausseelsorgerin in den Ruhestand ver-
abschiedet. Bevor sie 2012 in die Krankenhausseelsorge
wechselte war sie lange Zeit Pfarrerin in unserer Kirchen-
gemeinde Vechta. Wir danken ihr für ihren Dienst und
wünschen ihr für den weiteren Lebensweg Gottes spürba-
ren Segen.
Feierliche Verabschiedung: (von links) Pfar-
rerin Sygun Hundt, Oberkirchenrätin Gudrun
Mawick, Pfarrerin i. R. Hiltrud Warntjen,
Kreispfarrerin Martina Wittkowski, Lektorin
Almut Härtel und Pfarrerin Ute Young.
7Abschied von Pfarrer i. R. Martin Meyer
„Lobe den HERRN, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ (Psalm 103,2)
Kurz nach Redaktionsschluss unseres letzten Ge-
meindebriefes verstarb Pfarrer im Ruhestand Martin
Meyer.
Wir erinnern uns gerne an ihn:
Geboren am 12. Januar 1938 in Friesoythe als Sohn
eines Pfarrers, legte er in Cloppenburg sein Abitur ab
und studierte anschließend Theologie in Bethel, Tü-
bingen, Heidelberg und Göttingen. Es schloss sich
das Vikariat in Oldenburg an, seine erste Pfarrstelle
bekleidete er ab 1964 in Schortens.
Er schloss die Ehe mit Ute Waechter, und ihnen wurden fünf Kinder ge-
schenkt: Stephan und Michael, Regine, Martina und Christine. 1976
wechselte er wieder ins vertraute Oldenburger Münsterland auf die
Pfarrstelle in Lohne, wo er bis zum Eintritt in den Ruhestand 2003 blieb.
Ab 1991 war er zudem acht Jahre lang Kreispfarrer im damaligen Kir-
chenkreis Vechta.
Nach gut 40 Jahren Dienst als Pfarrer, den er mit großer Freude tat, zog
er mit seiner Frau von Lohne nach Vechta, wo er seither mit Interesse an
unserem Gemeindeleben teilnahm. So gehörte er dem Posaunenchor
und dem Kirchenchor an, kam gern zum Mittagstisch und freute sich an
der Gemeinschaft. Er schrieb Protokolle unserer Gemeindekirchenrats-
sitzungen, besuchte gern Konzerte in der Klosterkirche, und der sonntäg-
liche Gottesdienstbesuch war für ihn selbstverständlich. Er war von 2003
bis 2011 1. Vorsitzender des Ev. Johannesstiftes. Auch sein Ruhestand
war ausgefüllt. Nach dem Tod seiner Frau Ute vor vier Jahren fand er
wieder ins Leben zurück. Er pflegte zahlreiche Kontakte. Martin Meyer
war ein freundlicher, aufmerksamer und informierter Gesprächspartner.
Verlässlich und korrekt. Auch bescheiden: Er wusste sich stets von Gott
beschenkt.
Nach einem erfüllten und segensreichen Leben verstarb er nach kurzer
Krankheit am 22. Juli in Osnabrück. Er fand seine letzte Ruhestätte ne-
ben seiner Frau auf unserem Waldfriedhof.
Wir haben ihn wertgeschätzt, denken mit Dankbarkeit an ihn und ver-
trauen darauf, dass er nun in Gottes Hand geborgen ist.
Ute Clamor
8Brot für die Welt
Bewahrt unsere Erde
„Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da,
es war sehr gut.“ (1. Mose 1,31)
Die Schöpfung wird in der Bibel als
ein Garten beschrieben. Der
Mensch erhält den Auftrag, diesen
Garten zu bebauen und zu bewah-
ren. Menschen sollen die vorhande-
nen Gaben der Schöpfung teilen
und nicht horten, im vollen Vertrau-
en darauf, dass genug für alle da ist.
Der Schutz unserer Erde ist eine
Aufgabe aller Menschen, besonders derer, die am meisten zu ihrer Zer-
störung beitragen. Denn unter den Folgen des Klimawandels leiden am
meisten jene, die am wenigsten zur Zerstörung der Atmosphäre beitra-
gen. Es ist eine zutiefst christliche Aufgabe, sanft und schonend mit den
Ressourcen der Erde umzugehen. Der Gott, den Christinnen und Chris-
ten bekennen, will, dass alle Menschen gerettet werden. (1. Timotheus
2,4).
Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.
Werden auch Sie aktiv
bei der 63. Aktion Brot für die Welt 2021/2022
Sie können Ihre Spende direkt abgeben: In unserer Gemeinde werden wir ab
dem 1. Advent bis Weihnachten in verschiedenen Gottesdiensten für die
Aktion Brot für die Welt sammeln. Sie können Ihre Spende auch überweisen.
Helfen Sie helfen.
Spendenkonto Bank für Kirche und Diakonie
IBAN : DE10 1006 1006 0500 5005 00
BIC : GENODED1KDB
9Weltgebetstag 2022
„Zukunftsplan: Hoffnung“
So lautet der deutsche Titel für den Weltgebetstag (WGT) aus England,
Wales, Nordirland am 4. März 2022. Es ist zwar noch etwas Zeit bis da-
hin, aber wir alle können momentan etwas Hoffnung gut gebrauchen,
oder? Der Weltgebetstag „auf der Insel“ hat eine spannende Geschichte.
Im Zweiten Weltkrieg wuchs die Bewegung stark. Das gemeinsame Gebet
gab den Frauen Kraft und Unterstützung in schwerer Not.
Die Weltgebetstagsfrauen aus England, Wales und Nordirland haben eine
gemeinsame Website:
https:// www.wwdp.org.uk/
Das Bild zum Weltgebetstag 2022
mit dem Titel “I Know the Plans I Have for You”
stammt von der Künstlerin Angie Fox. Die
Künstlerin erzählt zu ihrem Bild:
„... Ich habe so viele Erinnerungen an WGT-
Gottesdienste im In- und Ausland, und ich liebe
das Gefühl der Zusammengehörigkeit in dem
Wissen, dass überall auf der Welt dieselben
Gebete in vielen Sprachen und Kulturen, Kir-
chen und Begegnungsstätten angeboten wer-
den. Dem vorgegebenen Thema folgend habe
ich mehrere Symbole verwendet, um die The-
men der Gottesdienstordnung abzubilden:
Freiheit: eine offene Tür zu einem Weg über eine endlos offene Aussicht
Gerechtigkeit: zerbrochene Ketten
Gottes Frieden und Vergebung: die Friedenstaube und eine Friedenslilie,
die das Pflaster durchbrechen.
Über allem ein Regenbogen, er ist ein Symbol für die über-
ragende Liebe Gottes.“
Bitte schon mal vormerken!
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte im kommenden Jahr
der Presse oder dem Internet.
10Kinder- und Familienseite
11Kinder- und Familienseite
Weihnachtsweg am Gemeindehaus ab 18. Dezember
Stationenweg für Groß und Klein –
Heiligabend mit Andachten im Garten
Am Samstag vor dem 4. Advent, am 18.12.,
öffnet der Weihnachtsweg am Ev. Gemeinde-
haus und im Gemeindegarten. Ein Audiogui-
de, abrufbar per Smartphone und QR-Code
vor Ort, führt durch die Stationen, vorbei an
den bunt erleuchteten Fenstern des Gemein-
dehauses. Alternativ kann ein gedruckter Fly-
er genutzt werden. Zu Heiligabend gibt es
beim Weihnachtsweg zwischen 15:00 und 17:00 Uhr fortlaufend weih-
nachtliche Kurzandachten (mit Weihnachtsliedern) für Familien draußen
im Gemeindegarten. Eine Anmeldung ist nicht nötig, aber die übliche
Maske und Einchecken per Luca-App. Dies ermöglicht die Teilnahme vie-
ler Familien ohne die zahlenmäßigen Corona-Beschränkungen, die im
Kirchraum gelten müssten.
Mein Kind will mehr Handyzeit …
Tipps für Familien zur Medienerziehung
Immer wieder gibt es Stress zwischen Kin-
dern und Eltern über die Nutzung von Com-
puter, Internet und Handy. Dass um Regeln
diskutiert und gerungen wird, gehört zum
Familienalltag und zur Erziehung dazu. Gut,
wenn es da in bisschen Unterstützung und
Orientierung gibt: Die Website www.klicksafe.de ist eine Initiative der EU
und der Landesmedienanstalten. klicksafe bietet Eltern und Kindern Infos
und Tipps, wie Kinder schrittweise ans Internet, PC-Spiele, Handy und
Apps herangeführt werden können. Die Seite www.mediennutzungs
vertrag.de der Landesmedienanstalt NRW unterstützt Eltern und Kinder,
gemeinsam im Dialog Regeln für die Nutzung von Handy und PC schrift-
lich festzulegen. Man bekommt altersangemessene Vorschläge angebo-
ten, auch Textbausteine, die aber auch verändert werden können.
12Kindertagesstätte „Arche Noah“
Gespendete Bäume für
die Kita
Im Herbst wurden sechs Bäu-
me auf dem Kita-Spielplatz
gepflanzt. Dies wurde durch Spenden von
Gemeindemitgliedern und Kita-Eltern
möglich. Die Bäume werden nun wachsen
und Kindern in heißen Sommern kühlen Schatten bieten.
Und das ganze Jahr über sind sie ein Lernort für
die Kinder: Sie können das Wachsen der Blätter
beobachten, die Blüten, Samen und Früchte, das
Herbstlaub, verschiedenartige Rinde, Käfer und
Insekten, die im Baum leben … Dafür haben wir
unterschiedliche Bäume ausgewählt. Einer bietet
Bienen Nahrung im Frühjahr, ein anderer tolles buntes Laub im
Herbst, noch ein anderer Früchte, die man heute kaum noch im eige-
nen Garten hat: Walnüsse. Und in Zeiten des Klimawandels ist das
Pflanzen von Bäumen sowieso eine sinnvolle Aktion. — Vielen Dank
an alle, die für die Bäume gespendet haben bei der letzten Ortskirch-
geld-Spendenaktion! Wer auch diesmal die Kita unterstützen will: Das
Spendenprojekt ist diesmal ein weiterer Krippenwagen für Ausflüge
mit unseren Kleinsten.
Laternenfeste
Der Herbst ist Laternen-Zeit. Bei den Planungen war
nicht abschätzbar, wie sich die Corona-Situation für
Veranstaltungen im November entwickeln würde.
Aber natürlich wollten wir den Kindern ein Laternen-
fest bieten. Daher haben wir uns für mehrere kleine
Feste entschieden. So sind die Kinder in den Gruppen
mit der Laterne gelaufen. Sie haben Laterne-Lieder
gelernt und gesungen. Und sie haben die Geschichte
vom Sankt Martin gehört, der mit einem armen Men-
schen seinen Mantel geteilt hat und so Wärme und
Licht in die Welt gebracht hat.
13Kindertagesstätte „Arche Noah“
Allein einkaufen gehen – im Kinder-Bastel-Laden
Unsere Vorschulkinder dürfen allein
einkaufen gehen — nicht im Super-
markt, aber im Bastel-Laden. Den
haben wir im ersten Stock der Kita
eingerichtet. In Begleitung eines Er-
wachsenen dürfen auch alle anderen
Kinder der Kita hier einkaufen. Wenn
man die Tür zum Laden öffnet, läutet
eine Türglocke. Am Eingang stehen
Schilder, welche Sonderangebote
der Bastel-Laden gerade bereithält.
Die Kinder nehmen sich einen richti-
gen Einkaufskorb und Plastikbehälter
oder Papiertüten, in die sie ihre Ein-
käufe verstauen können. Im Laden
gibt es alles, was das Herz junger
kreativer Bastler höher schlagen lässt: Pappe, Tonkarton und Pa-
pier in allen Farben, Stoffe, Perlen und Federn, Wolle, Pfeifenput-
zer, Korken und Kronkorken, Buchstaben und Zahlen, Kastanien,
Sterne und Ostereier … Natürlich hat alles seinen Preis. Der steht
auf Schildern an der Ware. Am Ende bezahlen die Kinder mit Spiel-
geld, das sie von den Erzieherinnen erhalten haben. Den Kindern
wird so ein großes, anregendes kreatives Sortiment geboten. Sie
lernen aber zugleich, aus der Fülle gezielt auszuwählen, eine Bas-
telarbeit zu planen, Gegenstände abzuzählen und mit dem zur Ver-
fügung stehenden (Spiel-)Geld umzugehen.
Dank an die Schulanfänger-
Familien
Zum Ende ihrer Kita-Zeit haben die
Schulanfängerkinder 2021 und ihre El-
tern der Kita „Arche Noah“ etwas ge-
schenkt: eine Sitzbank aus Holz, ver-
ziert mit bunten Abdrücken ihrer Hän-
de. Vielen Dank dafür! Und Euch alles
Gute in der Schule!
14Martin-Luther-Schule
Klasse 4b gewinnt Klassenfahrt
Große Freude in der Klasse 4b der Martin-Luther-Schule: Die geplante
Klassenfahrt nach Juist muss nicht aus dem eigenen Geldbeutel bezahlt
werden. Die 4b ist Gewinnerin bei der Sendung „ffn zahlt deine Rech-
nung“. Die Elternvertreterin und Mutter der Zwillinge Paul und Robert
Neumann hatte sich aus eigener Initiative an der Radioaktion beteiligt.
Mit viel Glück, wie wir sehen. Und so ist die Klasse dann auch noch
selbst ins Radio gekommen. Cool!
Segnung am neuen Standort während der Bauphase
Die Gebäude der Martin-Luther-Schule und der Alexanderschule am Phi-
losophenweg werden zur Zeit erweitert, saniert und renoviert. Daher
sind die Schulen vo-
rübergehend umgezo-
gen zum Schulzentrum
Süd. Nach einer Pro-
jektwoche „Wir ma-
chen unsere Schule
bunt und schön“ wur-
de ein Einblick in die
neuen Räume gege-
ben. Den Auftakt bil-
dete eine ökumenische Andacht mit dem Segen von Pastor Technow
(evangelisch) und Kaplan Croitoru (katholisch). Danach konnten die El-
tern die Kunstwerke ihrer Kinder bewundern und die Gebäude kennen
lernen. Den Abschluss bildeten eine Tanzvorführung der Klasse 4a und
ein gemeinsames Musizieren mit Groß und Klein .
15Martin-Luther-Schule
Herzlich willkommen zur Einschulung
Zwei neue erste Klassen wurden an der
Martin-Luther-Schule eingeschult. Die
Schulleiterin Antje Nasch erzählte die
Geschichte vom kleinen Marlex-Stern,
der die Kinder ihre Schulzeit über be-
gleiten soll. Jedes Kind erhielt einen lie-
bevoll hergestellten Stern als Anhänger.
Viele Sterne gab es auch in dem Koffer
von Pastor Technow, der in der Andacht
zur Einschulung alle mit unter Abrahams
Sternenhimmel nahm. Die 4. Klassen
trugen das Marlex-Lied vor und fassten als Paten der Erstklässler beim
Tragen von Schultasche und Tüte tatkräftig mit an. Die Kinder erlebten
danach ihre erste Schulstunde bei ihren Klassenlehrerinnen Maïsha Mo-
sel und Anna Borgerding. Eine ebenso schöne Feier hatte am Tag zuvor
die Kinder des Schulkindergartens, der jetzt an die Martin-Luther-
Schule angeschlossen ist. Zwei Gruppen begannen mit ihren Lehrerin-
nen Maria Wichmann und Franka Meyer-Holtkamp.
Neu: Schulpullover, Schulshirt und Schülerzeitung
Den Schulpullover und das Schulshirt gibt es jetzt in neuer Gestaltung in
fröhlichem Hellgrün. Vor ca. 20 Jahren
entstand nach Entwürfen von Frau
Broese und Herrn Hahn der erste
Schulpullover – in strahlendem Blau
mit dem gelben Konterfei Martin Lu-
thers.
Die erste Ausgabe der neuen Schüler-
zeitung der Martin-Luther-Schule und
der Alexanderschule ist erschienen.
Alle Schüler und Schülerinnen beider Schulen konnten Beiträge einrei-
chen. So hatten die Kinder am Ende eine zwar schwarz-weiße, aber den-
noch bunte Kinderzeitung in der Hand.
16Martin-Luther-Schule
Klassenfahrt der 4a nach Bissel/Großenkneten
Nicht sehr weit weg führte
es die Kinder der 4a. Aber
alle waren sich einig: Es war
sooo toll!!! Gemeinsam mit
ihrer Klassenlehrerin Petra
Dase-Zurborg und mit Regina
Pietras als Begleitung fuhr
die 4a ins Schullandheim Bis-
sel. Sie bewohnten den
„Dachsbau“ und fühlten sich in ihrem
eigenen Wald mit Kletterparcours, coo-
len Schaukelmöglichkeiten, einem klei-
nen Tümpel und dem Ziegengehege
vollständig wohl. Viele naturkundliche
Untersuchungen wie Keschern und
Mikroskopieren, aber auch der Barfußpfad und die Nachtwanderung führ-
ten zu unvergesslichen Erlebnissen.
Ausflug ins Goldenstedter Moor
Mit ihren Leh-
rerinnen Clau-
dia Schumacher
und Gaby Mey-
er fuhr die 4b
einen Vormittag
zum Haus ins
Moor. Intensiv hatten sie sich im Sachunterricht auf das Moor und seine
Gegebenheiten vorbereitet. Nun konnten die Schüler und Schülerinnen
alles in natura sehen und anfassen. Spaß machte natürlich auch der tolle
Spielplatz, aber besonders die Fahrt mit der Moorbahn.
17Kirche am Campus
In der Kirche am Campus bieten wir verschiedene Events
und gemeinschaftliche Veranstaltungen an.
Unsere atmosphärische Kapelle bietet den Raum für spiri-
tuelle Gottesdienste, die lebensrelevant und mit musikali-
scher Begleitung gestaltet sind.
Unsere Büro- und Seminarräume laden ein zu gemeinschaftlichen Be-
gegnungen, zu Themenabenden und zum gemeinsamen Lernen. Als
Team aus Sekretariat und Hochschulseelsorge stehen wir gerne mit Rat
und Tat, einem offenen Ohr und einem Ort zur Begegnung zur Seite.
Das Wintersemester an der Uni Vechta ist im vollen Gange, und
wir bieten ein spannendes Programm.
Um 19 Uhr ein lebensnaher
Gottesdienst …
Ansprechend,
methodisch
und musika-
lisch findet
jeden Diens-
tag um 19
Uhr unser
Gottesdienst
in der Cam-
pus-Kirche
statt. In die-
sem Semester
dreht sich al-
les um die
Psalmen.
18Kirche am Campus
Danach ein gemeinschaftlicher Abend …
Im Anschluss findet um 20 Uhr dann ein gemeinschaftlicher Abend
statt, mit unterschiedlichsten Themen.
07.12.: Preacher-Slam
14.12.: Adventskarten gestalten
21.12.: Ein weihnachtlicher Abschluss
11.01.: Gin-Tasting
18.01.: Popularismus und Extremismus
25.01.: Kooperatives Vertrauen
Besinnungsfreizeit für junge
Erwachsene
Vom 22. bis 24.4.2022 bieten
wir im Kloster Ahmsen (im Ems-
land) ein Wochenende, um mal
aus dem Alltag auszusteigen und
die Zeit zu nutzen, um die eige-
ne Lebensphase zu reflektieren
und geistlich aufzutanken. Wir
beschäftigen uns dabei mit den
Psalmen in der Stille und in der
Natur. Außerdem steht ein Aus-
flug in eine Kletterhalle auf dem
Programm.
Wir werden voll verpflegt. Die
Fahrt kostet 50 €.
Für Anmeldungen, Fragen und Gespräche meldet euch gerne:
Kirche am Campus, Feldmannskamp 1, 49377 Vechta
jens.schultzki@kirche-am-campus.eu
Telefon: 04441-872 531
19Noch ein Konfirmationsfoto
Im letztem Gemeindebrief ist uns leider ein Fehler unterlaufen. Es
wurde vergessen, das Bild einer Konfirmandengruppe abzudru-
cken. Wir bitten, dies zu entschuldigen.
Konfirmationen am 17. Juli 2021
mit Pfarrerin Clamor
20Vorstellung von Gruppen und Personen
Gruppen und Personen in unserer Gemeinde
Liebe Leserinnen, lieber Leser,
in den nächsten Gemeindebriefen wollen wir in unregelmäßiger Folge
Gruppen und Personen vorstellen, die in unserer Gemeinde ehren- oder
hauptamtlich aktiv sind. Wir beginnen mit dem Bastelkreis Kreativ, der
durch den Adventsbasar sicherlich vielen bekannt ist.
Kreativ nun schon fast seit 20 Jahren
Das genaue Gründungsdatum des
Bastelkreises Kreativ konnte Hilke
Kramer gar nicht benennen, solange
ist es schon her, dass sich einige
Frauen trafen, um Gutes zu tun.
Nachdem sich der Handarbeitskreis
um Gerda Herzog – auch heute noch
mit 97 Jahren interessiertes Gemein-
deglied – aus Altersgründen aufge-
löst hatte, meinte Hilke Kramer, dass
ein solcher Kreis mit neuen Ideen
eine Zukunft haben müsste in unse-
rer Gemeinde.
Und in der Tat fand sie eine Reihe von Mitstreiterinnen, die mit Elan, aber
einer anderen Ausrichtung begannen, das kreative Element bei uns wei-
terzuführen:
Das war die Geburtsstunde des Bastelkreises Kreativ. Schieden in der lan-
gen Zeit Frauen aus dem Kreis aus und kamen andere hinzu, war eine
Konstante unverrückbar: Hilke Kramer war von Anfang an als Vorsitzende
dabei. Ebenso gehören Irmelin Seeber, Brigitte Kurzweg und Giseltraud
Voget zu den Gründungsmitgliedern und sind bis heute dem Kreis treu
geblieben. „Es hat uns immer Spaß gemacht, mit den Basteleien zu Weih-
nachten den Menschen eine Freude zu bereiten und dabei Gutes zu tun “,
nennt Hilke Kramer einen wichtigen Beweggrund für die lange Existenz
von Kreativ.
So konnten über die Jahre gesehen durch den Verkauf beim Adventsbasar
mehr als 20.000 Euro an das Diakonische Werk für Menschen in Not über-
geben werden. Aber auch der Spaß an handwerklicher Arbeit, die Motiva-
tion, immer wieder Neues auszuprobieren, und, nicht zu vergessen, die
Gemeinschaft mit vielen lustigen Erlebnissen und interessanten Gesprä-
21Vorstellung von Gruppen und Personen
chen während ihrer Bastelarbeiten schweißte die Gruppe zusammen und
ist der Grund für ihr langes Bestehen. Das Schöne an ihrer Arbeit sei die
Offenheit für vielfältige Anregungen, aus denen immer neue Produkte
entstehen, aber auch die Offenheit für neu Dazukommende, die immer
gerne in den Kreis integriert werden.
Und viel hat man erlebt in den gut 20 Jahren: Nicht nur die Ausrichtung
der jährlichen Adventsbasare im Gemeindehaus bleiben den Frauen in
guter Erinnerung, sondern auch viele andere Aktionen, an denen sie mit-
gewirkt haben: ein Pavillon im Stadtgarten, eine Bude auf dem Weih-
nachtsmarkt, Stände bei den Gemeindekirchenratswahlen oder beim Tag
des offenen Denkmals in der Klosterkirche.
„Schön war es immer, neben dem Verkauf auch mit den Menschen ins
Gespräch zu kommen“, resümiert Hilke Kramer, „aber manchmal auch
aufregend.“ So denkt sie an einen Stadtgarten zurück, wo ein Unwetter
mit Sturm und Starkregen den Frauen alles abverlangte, um den Pavillon
zu sichern.
„Wenn wir zurückdenken, dann möchten wir unsere gemeinsamen Aben-
de nicht missen. Auf die Gespräche, den Spaß und besonders auf unser
kreatives Tun freuen wir uns schon immer im Voraus“, sind sich alle Frau-
en des Kreises einig. Wer Interesse an dem Kreis hat, möge sich im Ge-
meindebüro melden.
Carsten Homann
Neu Neu Neu
Neues
Kartenspielen am Nachmittag
(Doppelkopf, Rommé, Skat, Uno etc.)
Jeweils am 1. und 3. Freitag im Monat
von 15 Uhr bis 17 Uhr im Gemeindehaus.
Bei Interesse rufen Sie bitte im Kirchenbüro bei Frau Fangmann
an (Tel. 8896400).
22Kirchenmusik
In den Herbst mit Chor und Bläsern
„Endlich, endlich, end-
lich!“ Mit diesem Ausruf
der Freude eröffnete
Pfarrerin Ute Clamor den
musikalischen Abend in
unserer Klosterkirche und
meinte damit das Wieder-
sehen mit Chor und Blä-
sern nach langer Zeit der
Corona-Abstinenz. Schon
im Sommer hatten die
Proben für dieses Ereignis begonnen – immer mit der Ungewissheit, ob
der anvisierte Aufführungstermin auch gehalten werden konnte. Aber
alles ging gut, und so konnten die Kantorei unserer Kirchengemeinde
und der Bläserkreis zeigen, dass die lange Zeit der musikalischen Entsa-
gung ihren vorzüglichen Fähigkeiten nicht geschadet hat. Mit Freude
und hoher Qualität begeisterten sie ein Publikum, das diesen kulturellen
Genuss zu schätzen wusste. Auch bei den Zuhörenden spürte man die
Freude, nach so langer Zeit wieder musikalisch verwöhnt zu werden. Der
lang anhaltende Schlussapplaus war Zeichen hierfür nach einem Abend
mit herbstlicher und abendlicher Musik und besinnlichen Texten. Neben
geistlichen und weltlichen Liedern von Vulpius, Rheinberger, Brahms
u. a. standen auch zeitgenössische Chor- und Bläserkompositionen auf
dem Programm. Der Posaunenchor unterstrich sein großes Können mit
Werken, die hauptsächlich dem 20. Jahrhundert zuzuordnen waren.
Abschließend ist festzuhalten, dass die Veranstaltung unter Corona -
Bedingungen vorzüglich organisiert war. Aufgrund der begrenzten Teil-
nehmerzahl wurde das Konzert zweimal hintereinander aufgeführt. Am
Einlass wurden die Impfbescheinigungen überprüft, so dass sich jeder in
der Kirche sicher fühlen konnte.
Carsten Homann
23Kirchenmusik
„Wo man singt …“
… da lass dich nieder“, dachten sich mittlerweile schon 75 Sanges-
freudige, die dem Aufruf unseres Kantors Eberhard Jung folgten und
sich nun jeden Dienstag von 10.15 bis 11.15 Uhr im Gemeindehaus
an der Marienstraße treffen, um in Gemeinschaft zu singen.
Die Veranstaltung steht unter der Überschrift „Bleib fit – sing mit.
Singen im aktiven Ruhestand“ und ist ein offenes Angebot an Frau-
en und Männer ab 65 (oder auch etwas jünger), die gerne vertraute
Lieder singen und aufgeschlossen sind für Neues.
Auf dem Programm stehen geistliche und weltliche Lieder gleicher-
maßen neben Schlagern, Volksliedern und Evergreens. „Diese ge-
waltige Resonanz hat uns selbst etwas überrascht, aber natürlich
freuen wir uns riesig über den Zuspruch, den unser Angebot er-
fährt“, freut sich Eberhard Jung. Fragt man die Teilnehmer*innen,
so hört man immer als Begründung, dass man froh sei, endlich wie-
der in Gemeinschaft zu sein, und gerade der Gesang stifte hier Ver-
bindung.
Obwohl das Singen im Vordergrund steht, sind auch Stimm- und
Atemübungen Teil des Programms, um so auch die eigene Stimme
zu schulen. Gerade diese Verbindung von Freude am Singen mit ei-
nem breitgefächerten Liederkanon und den eingestreuten Übungen
schaffen eine attraktive und kurzweilige musikalische Stunde, für
die es sich lohnt, den Dienstagvormittag im Gemeindehaus zu ver-
bringen. Es gilt die 3-G-
Regel.
Anmeldung oder Rück-
fragen bei Kantor Eber-
hard Jung, Tel. 04441-
8859689 oder per
E-Mail: kimu.vechta@
gmail.com
Carsten Homann
Der Chor bei
Atemübungen
24Kirchenmusik
JederMannKannSingen – Rückblick
Hinter der etwas ungewöhnlichen Überschrift verbarg sich ein Kurs
unseres Kantors Eberhard Jung, der Männernachwuchs für unsere
Chöre gewinnen will. Der Übergang von der Männer-Sprechstimme
zur Sing-Stimme wurde hier in den Mittelpunkt gestellt. Durch Aus-
probieren, Entdecken und Formen wurden Grundlagen für die eige-
ne individuelle Gesangstimme gelegt. Und so wurde am Dienstag-
abend den Mitwirkenden ein fundiertes Angebot gemacht, das je-
dem die Möglichkeit eröffnete, individuell seine Stimme für den
späteren Einsatz in einem unserer Chöre zu schulen. Wichtig dabei
war, dass Eberhard Jung es verstand, mit seiner zugewandten Art
die theoretischen Anteile den Teilnehmenden auf kurzweilige Art zu
vermitteln, und so alle Spaß an dieser musikalischen Übungsstunde
hatten.
Carsten Homann
25Kirchenmusik
Adventskonzert am Sonntag,
28. November – 1. Advent, 16.30 Uhr, Klosterkirche
Es singen und musizieren die Kantorei, der Posaunenchor, der Kin-
derchor und die Gemeinde.
Mit Georg Lungwitz (Orgel) und Kantor Eberhard Jung (Leitung).
Eintritt frei – Spende für die Kirchenmusik erbeten. 2-G-Regel
Matinee am Samstag,
18. Dezember, 12.00 Uhr, Klosterkirche
Der neue Chor „Ü65“ stellt sich vor und singt adventliche und
weihnachtliche Lieder. Die Gemeinde ist ebenfalls herzlich zum
Mitsingen eingeladen! Die Leitung hat Kantor Eberhard Jung.
Eintritt frei – Spende für die Kirchenmusik erbeten. 2-G-Regel
Dinner for Everyone, Silvester,
31. Dezember, 23.00 Uhr bis 23.55 Uhr,
Klosterkirche
Am Altjahresabend lädt die Kirchengemeinde wieder in die illumi-
nierte Klosterkirche ein. Nach der Corona-Zwangspause im letzten
Jahr servieren zum vierten Male wieder Thomas Schwill, Georg
Lungwitz und Kantor Eberhard Jung sowie Pfarrer Andreas Tech-
now und Pfarrerin Ute Clamor musikalische und literarische Köst-
lichkeiten. Außerdem wird es einen „Dinnerchor“ mit Sängerinnen
und Sängern der Kantorei geben, der die Musik aus Klassik, Oper
und Musical u. a. umrahmt. Das Dinner wird pünktlich um 23.00
Uhr „serviert“ und endet um 23.55 Uhr. Das neue Jahr soll mit ei-
nem Glas Sekt begrüßt werden. Herzliche Einladung zu „Dinner for
everyone“ oder: „The same procedure as every year”. 2-G-Regel
26Kirchenmusik
Heimat, deine Sterne – Lebenslieder und
Geschichten über Sehnsucht, Wehmut
und Geborgenheit
Samstag, 12. Februar 2022, 18.00 Uhr, Klosterkirche
Der neue Chor „Ü65“ präsentiert Lieder und Geschichten zum Thema
„Heimat“.
Geschichten und Erzählungen aus der Vergangenheit, kombiniert mit
bekannten Heimatliedern, reflektieren ein spannungsreiches Wech-
selspiel der Gefühle aus Licht und Schatten. Die zum Teil sehr per-
sönlichen Erinnerungen wurden im Vorfeld in einer „Schreib-
werkstatt“ unter der Anleitung von Lisa Oesterheld aufgenommen
und vorbereitet. Die musikalische Leitung hat Kantor Eberhard Jung.
Eintritt frei – Spenden für die Kirchenmusik erbeten. 2-G-Regel
Für alle Veranstaltungen gilt: Vorherige Anmeldung über das Ge-
meindebüro; Frau Doris Fangmann, Tel. 04441-8896400 oder per E-
Mail: kirchenbuero.vechta@kirche-oldenburg.de.
27Weihnachtswunschbaum
Weihnachtswunschbaumaktion der Diakonie
Auch in diesem Jahr werden die Mitarbeitenden der Diakonie wieder eine Weih-
nachtswunschbaumaktion durchführen. Die Aktion soll für Kinder von Eltern durch-
geführt werden, die sich aktuell in unserer Beratung befinden. Ebenso möchten wir
auch wieder erwachsenen Menschen eine Freude machen oder einen Herzens-
wunsch erfüllen.
In der Beratung stellen wir sehr häufig fest, dass es viele einsame und alleinstehen-
de Menschen gibt. Da ist dann auch niemand, der ein Geschenk zu Weihnachten
machen könnte. Oder es fehlt einfach am Geld. Ein Beispiel für einen Wunsch wäre
z. B. ein Gutschein für einen Café- oder einen Frisörbesuch. Bei der Aktion für die
Erwachsenen werden ausschließlich Gutscheine genannt. Ansonsten ist die Aktion
ganz einfach:
Der Wunschbaum wird während des
Adventsbasars am ersten Adventswo-
chenende im Gemeindehaus aufge-
stellt. Am Wunschbaum hängen die
Karten mit den Wünschen der Kinder
oder dem Wunsch eines Erwachsenen. Wenn Sie einen Wunsch erfüllen möchten,
nehmen Sie die Karte vom Wunschbaum. Die Karten, die an diesem Wochenende
keinen Abnehmer gefunden haben, werden in der Klosterkirche aufgestellt oder
sind direkt bei uns im Diakoniebüro erhältlich. Bis zum 15. Dezember muss das Ge-
schenk bzw. der Gutschein mit der Karte im Diakoniebüro Vechta abgegeben wer-
den. Die Mitarbeitenden der Diakonie garantieren, dass die Geschenke kurz vor
Weihnachten an die Kinder oder die Erwachsenen übergeben werden.
Seit dem letzten Jahr haben Sie auch die Möglichkeit, Geld für ein oder mehrere
Geschenke zu überweisen. Die Mitarbeitenden der Diakonie organisieren dann,
dass ein passendes Geschenk gekauft wird. Wenn Sie diese Möglichkeit nutzen
möchten, überweisen Sie bitte das Geld mit dem Vermerk „Wunschbaum“ auf das
OLB-Konto mit der IBAN DE63 2802 0050 4002 7559 00.
Andrea Hinrichsmeyer, Diakonisches Werk Oldenburger Münsterland, Büro Vechta
28Freud und Leid
Aus unserer Gemeinde wurden getauft:
Mia-Sophie Behnke Enna Marlene
Knut Stania Warnking
Emma Siebert Theda Grietje Gerdes
Clara-Louisa Siemer Jonne Siemer
Theo Helwer Johanna Sophie Tietz
Thea Hartmann Dalia Elana Lohrey
Mara Hüttemeyer Emmy Schoenekaes
Maxim Faber Mina Schoenekaes
Luca Faber Jakob Hemme
Kirchlich getraut wurden in unserer
Gemeinde:
Philipp Pfafenrot und Irina Pfafenrot geb. Krivko
Steffen Molde und Karen Molde geb. Lüpke
Jonas Haberland und Maren Haberland geb. Meißler
Aus unserer
Gemeinde sind ver-
storben:
Rüdiger Bohlmann (59)
Fritz Wördemann (91)
Renate Schmergal (72)
Ingeborg Wahle (81)
Hartmut Westermann (86)
Henny Goritzka (95)
Inge Uhlmann (86 )
Aufgrund der Urlaubszeit und des Redaktionsschlusses werden hier
nicht aufgeführte Amtshandlungen in der nächsten Ausgabe aufgeführt.
29Geburtstage
Dezember 2021
Christel Adam 83 Jahre
Artur Bauer 83 Jahre
Vera Bauser 93 Jahre
Edith Bente 86 Jahre
Margarete Bergmann 93 Jahre
Klaus-Dieter Bock 85 Jahre
Renate Born 83 Jahre
Jobst Brandt 84 Jahre
Klaus-Jürgen Brockert 84 Jahre
Eckhardt Janßen 82 Jahre
Alexander Klat 82 Jahre
Josef Kolano 84 Jahre
Rita Meschter 83 Jahre
Hans-Dieter Mönch 85 Jahre
Waldemar Reichel 82 Jahre
Brunhilde Schade 81 Jahre
Gunda Schirmer 85 Jahre
Heide Schröder 83 Jahre
Klaus Stege 80 Jahre
Elke Stoffer 82 Jahre
Klaus Uhlmann 82 Jahre
Ingrid Wilke 82 Jahre
30Geburtstage
Januar 2022 Johann Abel 97 Jahre
Graham Daniel 82 Jahre
Marianne Deutschmann 81 Jahre
Heinz Feldmann 82 Jahre
Klaus Fischer 81 Jahre
Ursula Fragge 82 Jahre
Renate Frenken 86 Jahre
Hans-Joachim Frenzel 85 Jahre
Gisela Frey 91 Jahre
Ingeborg Gruß 92 Jahre
Regina Hammel 89 Jahre
Ludwig Helmholdt 83 Jahre
Gerda Herzog 98 Jahre
Erwin Kaschner 90 Jahre
Ewald Kettler 85 Jahre
Günter Klockzien 83 Jahre
Fritz Lubomirski 85 Jahre
Marianne Mechelke 81 Jahre
Uljana Mischin 87 Jahre
Irmgard Müntefehr 86 Jahre
Herbert Schmidt 87 Jahre
Gerold Schröder 83 Jahre
Hermann Stöcker 84 Jahre
Helene Thomann 86 Jahre
Nikolaus Zambo 81 Jahre
Ingrid Zuske 86 Jahre
31Geburtstage
Februar 2022
Klaudia Anders 83 Jahre
Lilia Arnt 82 Jahre
Hildegard Bock 83 Jahre
Marta Braunke 89 Jahre
David Deis 80 Jahre
Helgardt Dittmar 81 Jahre
Nina Faber 81 Jahre
Elisabeth Franke 83 Jahre
Ursula Geißler 87 Jahre
Amalia Geringer 82 Jahre
Mina Haan 86 Jahre
Brigitte Heinemann 89 Jahre
Gerd Hoopmann 82 Jahre
Margarete Keil 80 Jahre
Rudi Knop 87 Jahre
Johannes Kunz 89 Jahre
Edith Link 100 Jahre
Gerd Lüdeke 82 Jahre
Hanjörg Mager 82 Jahre
Horst Mondwurf 80 Jahre
Horst Pläp 86 Jahre
Hans-Dieter Schumann 83 Jahre
Irma Spomer 87 Jahre
Heinz Stockhoff 84 Jahre
Jürgen Uhlmann 81 Jahre
Helga Voget 83 Jahre
Christine Wohlnick 83 Jahre
321. Adventswochenende
Wo? Ev. Gemeindehaus, Marienstraße 14, Vechta
Wann? Samstag, 27.11.2021, 11.00 – 18.00 Uhr
Sonntag, 28.11.2021, 11.00 – 17.00 Uhr
Aufgrund der bestehenden Corona-Bestimmungen gilt die 2-G-
Regelung (Zugang nur für Geimpfte und Genesene; bitte bringen
Sie den jeweiligen Nachweis mit). Es besteht Maskenpflicht auf
den Verkaufsflächen.
Eine Kaffeetafel lädt zum Verweilen ein.
33Weihnachtsgeschichte
34Gottesdienste zu Weihnachten
Heiligabend (24.12.)
Auferstehungskirche, Vorplatz
15.00 Uhr und 16.00 Uhr und 17.00 Uhr: Weihnachtsandacht im Freien
Ohne Zugangsbeschränkung, mit Abstand, Anmeldung nicht erforderlich.
Gemeindehaus, Marienstraße 14
Rundgang draußen für Klein und Groß
mit Fenster-Stationen zur Weihnachtsgeschichte
Heiligabend zwischen 15.00 bis 17.00 Uhr fortlaufend Kurzandachten im
Gemeindegarten
Ohne Zugangsbeschränkung, mit Abstand, Anmeldung nicht erforderlich.
Klosterkirche
15.30 Uhr + 17.00 Uhr: Christvesper für Erwachsene, mit Kantorei
Mit 2-G-Regel (bitte Nachweis mitbringen), Anmeldung erforderlich:
1.–22.12. (12 Uhr) (telefonisch im Kirchenbüro, Tel. 8896400, oder über
„Church-Event“ – den Link finden Sie auf unserer Homepage –, oder
scannen Sie einfach den QR-Code ab, den Sie ab Dezember in unseren
Schaukästen finden).
22.00 Uhr: Christmette, mit einem kleinen Chor der Kantorei
Ohne Zugangsbeschränkung, mit Abstand, Anmeldung nicht erforderlich.
1. Weihnachtstag und 2. Weihnachtstag (25., 26.12.)
Jeweils 10.30 Uhr Weihnachtsgottesdienst in der Klosterkirche, am 1.
Weihnachtstag unter Mitwirkung des Posaunenchores
Ohne Zugangsbeschränkung, mit Abstand, Anmeldung nicht erforderlich.
35Gottesdienste
Unsere Gottesdienste
Sonntags um 10.30 Uhr laden wir ein
zum Gottesdienst in der Klosterkirche
Es sind keine Anmeldungen notwendig, Sitzplätze sind markiert.
Bitte beachten Sie die Abstandsregeln und tragen Sie eine FFP-2-
oder eine medizinische OP-Maske beim Betreten und Verlassen der
Kirche. Am Platz kann die Maske abgelegt werden. Gemeindegesang
ist zurzeit wieder möglich.
Coronabedingt finden zurzeit in der Auferstehungskirche nur Trau-
ergottesdienste und Taufen statt, in Lutten entfallen die Samstags-
gottesdienste bis auf weiteres.
Taufen und Trauungen sind in der Klosterkirche oder in der Auferste-
hungskirche möglich unter Einhaltung der jeweils geltenden Hygiene-
regeln.
Bitte erfragen Sie Informationen und Termine bei Frau Doris Fang-
mann im Kirchenbüro, Tel. 8896400
36Kirchenmusik
Ort Tag/Zeit verantwortlich
Montag, gerade Susanne Breitkopf,
Gemeinde- Woche: 18.00 / Chorleiterin
Kirchenchor
haus ungerade Wo- Elke Peschke,
che: 19.30 Uhr Chorsprecherin
jeden Dienstag,
Chor Ü 65 Senioren Gemeinde-
10.15–11.15
(Frauen u. Männer) haus
Uhr
Jeden Mitt-
Kinderchor 1
Gemeinde- woch,
(Vorschulalter und 1.
haus 16.45–17.30
Grundschulklasse)
Uhr
Jeden Mitt-
Kinderchor 2 Gemeinde- woch, Eberhard Jung
(2. bis 5. Klasse) haus 17.30–18.30
Tel. 04441 8859689
Uhr
E-Mail: kimu.vechta
@gmail.com
Stimmförderungs- Gemeinde- Nach Abspra-
gruppe haus che
Jeden Mitt-
Gemeinde- woch,
Posaunenchor
haus 19.00–20.30
Uhr
Jeden Donners-
Gemeinde- tag,
Ev. Kantorei Vechta
haus 19.30–21.30
Uhr
Jeden Donners-
Gemeinde- tag,
Kinderposaunenchor
haus 16.00–16.45
Florian Kubiczek
Uhr
E-Mail: kpwkubiczek
Jeden Donners-
@gmail.com
Erwachsenen- Gemeinde- tag ,
posaunenchor haus 17.30-18.30
Uhr
37Gruppen und Kreise
Seniorenfrühstück im Gemeindehaus
Das Treffen findet am 1. Donnerstag im Monat um 9.00 Uhr statt.
Ansprechpartnerinnen: Margret Reiners-Homann, Tel. 83711, und
Giseltraud Voget, Tel. 2703
Seniorencafé im Gemeindehaus
Das Treffen findet am letzten Montag im Monat
um 14.30 Uhr statt.
Ansprechpartner: Ute Clamor, Tel. 84252, und Andreas Technow,
Tel. 8896946
Treffpunkt Kreativ im Gemeindehaus
Das Treffen findet am 1. und 3. Montag um 18.00 Uhr statt.
Ansprechpartnerin: Hilke Kramer, Tel. 81870
Familienkreis im Gemeindehaus
Das Treffen findet in der Regel am 3. Sonntag im Monat
von 15.30 bis 17.00 Uhr statt.
Ansprechpartner: Familie Trubel-Banke und Andreas Technow, Tel.
8896946
Sollte sich die Corona-Inzidenz wieder erhöhen, erkun-
digen Sie sich bitte, ob die jeweilige Gruppe/Veranstal-
tung stattfindet, im Pfarrbüro: Tel 04441 8896400.
38Gruppen und Kreise
NEU: MittwochsFRAUEN
Eine spontane Idee nimmt Ge-
stalt an: Einige Frauen aus der
Gemeinde hatten bei einer ge-
meinsamen Videokonferenz zum
Ev. Frauentag am 26. Juni dieses
Jahres die Idee, in unserer Ge-
meinde eine Frauengruppe zu
gründen – für Gespräche über
Gott und die Welt, gemeinsame
Aktionen wie Schnipselgedichte,
Kochen nach biblischen Rezep-
ten, Workshops in Handlettering
oder Trommeln, Vorträge zu in-
teressanten Themen wie „Frauen
in der Bibel“, Reiseerfahrungen
in fremde Länder etc.
Dies ist nur eine kleine Auswahl
der Ideen, die beim ersten
Treffen nur so sprudelten …
Der Bezug zur Gemeinde und zum christlichen Glauben soll der rote
Faden bei den Gruppentreffen sein – natürlich in ökumenischer
Offenheit auch für Frauen anderer Konfessionen. Bei der Suche
nach einem geeigneten Namen für die Gruppe waren sich die Frau-
en schnell einig: MittwochsFRAUEN, denn jeden ersten Mittwoch im
Monat finden die Treffen im Ev. Gemeindehaus in der Marienstraße
14 statt.
Also, liebe Frauen: Wenn Sie Zeit und Lust haben, das Geschehen in
der Gemeinde mitzugestalten, und neue Impulse setzen wollen,
sind Sie herzlich willkommen bei den MittwochsFRAUEN. Die nächs-
ten Treffen sind am 1.12. (adventliches Handlettering), 5.1.
(Filmabend), 2.2. und 2.3. jeweils um 20.00 Uhr im Ev. Gemeinde-
haus. Infos bei Insa Born, Tel. 8536224 oder E-Mail insaborn@
gmx.de
39Geschichte der Juden in Vechta (Teil 2)
Geschichte der Juden schen Schutzgeldes. Fortan
in Vechta (Teil 2) mussten die Juden Abga-
Begünstigt durch die euro- ben in eine neu eingerich-
päische Aufklärung des 18. tete Rabbinatskasse ent-
Jahrhunderts begann im richten, deren Höhe nach
19. Jh. in den west- und ihrer jeweiligen Einkom-
mitteleuropäischen Staa- mens- und Vermögens-
ten die Emanzipation der steuer bemessen wurde. In
Juden. Dadurch wurden der oldenburgischen Ver-
die rechtlichen Beschrän- fassung von 1849 wurden
kungen, denen die jüdi- für sie alle rechtlichen Ein-
sche Bevölkerung unter- schränkungen aus der
worfen war, schrittweise „Oldenburger Judenord-
aufgehoben. Die Juden nung“ von 1827 aufgeho-
verloren nach und nach ih- ben. In ihr war ihnen z. B.
re gesellschaftliche Son- auferlegt worden, die
derstellung und erlangten Schutzkonzession für ein
bürgerliche Gleichberechti- von ihnen selbstständig
gung. ausgeübtes Gewerbe nur
In unserer Region wurde auf den ältesten Sohn ver-
diese Entwicklung durch erben zu können. Immer-
die 1803 erfolgte Einglie- hin durften Juden seit
derung der Ämter Clop- 1827 uneingeschränkt
penburg und Vechta in das Grundbesitz erwerben und
Herzogtum Oldenburg ent- in alle Zünfte eintreten.
scheidend beeinflusst: Eine Statistik des Herzog-
Ein 1848 erlassenes Gesetz tums Oldenburg von 1841
befreite die jüdische Be- nennt für die jüdische Ge-
völkerung von der Zahlung meinde im Amt Vechta fol-
des bis dahin obligatori- gende Zahlen: (1) „Fami-
40Geschichte der Juden in Vechta (Teil 2)
lienväter“: 9; (2) „Fami- nagogen-Gemeinden in den
lienmitglieder“: 52; (3) „jü- Grenzen der Verwaltungs-
dische Knechte und Gehil- bezirke.
fen“: 3. Im Vergleich hierzu Diese Gemeinden unter-
die entsprechenden Zahlen standen unmittelbar dem
für das gesamte Herzogtum neu geschaffenen Amt ei-
einschließlich der Herr- nes weisungsberechtigten
schaft Jever: (1) 118; (2) Landesrabbiners in Olden-
597; (3) 28, also insgesamt burg. Die für den Kreis
743 Personen. Vechta zuständige Gemein-
de wurde von einem Vor-
steher und zwei Beisitzern
Kultus und Unterricht in der geleitet.
jüdischen Gemeinde Vechta In den Aufzeichnungen
im 19. Jahrhundert über den jüdischen Kultus
Weitere Gesetze der in Vechta wird 1784 erst-
1850er Jahre bezogen sich mals eine örtliche Synago-
auf eine Neuregelung der ge erwähnt, wobei deren
Unterrichts- und Kultusan- Standort bis heute nicht er-
gelegenheiten; letztere mittelt werden konnte. Der
durch die Gründung von Sy- 1826 nach einjähriger Bau-
zeit von Zimmer-
meister Anton Arck
errichtete Neubau
einer Synagoge ent-
stand an der heuti-
gen Juttastraße Nr.
5.
Ob das Grundstück
auf dem damaligen
Klingenhagen Nr.
100 jüdisches Ge-
Aus dem Archiv des Heimatmuseums Vechta
41Geschichte der Juden in Vechta (Teil 2)
meindeeigentum war, ist ihrer Einstellung obligatori-
unklar. Die vermutlich nur schen Eignungsprüfung
sieben männliche Mitglie- durch den Landesrabbiner,
der zählende jüdische Ge- manchmal zu wünschen üb-
meinde hatte sich, um die rig. So beherrschten z. B.
Baukosten aufbringen zu manche Lehrkräfte die
können, 1000 Taler vom deutsche Sprache nur un-
Vechtaer Kaufmann Mantel zureichend. Dieses und
und dessen Tante geliehen. weitere Defizite wurden
In der Synagoge wurden jü- trotz der regelmäßigen In-
dische Kinder von einem spektionen durch den Lan-
jüdischen Lehrer in hebräi- desrabbiner niemals ganz
scher Sprache und Religion behoben. Der 1854 letzt-
unterrichtet. Bis 1854 stell- malig eingestellte Lehrer
te die Gemeinde nachei- Isaak Salomon Falkenheim
nander 13 Lehrer ein; da- war die einzige Lehrkraft,
nach konnte sie sich keine die aus Vechta stammte.
eigene Lehrkraft mehr leis- Dank seines Besuchs des
ten, und es kam regelmäßig hiesigen Gymnasiums und
ein Lehrer aus Oldenburg. einer dreijährigen Ausbil-
Über die Größen der Lern- dung als Schulamtskandidat
gruppen gibt es eine einzi- in Detmold war er einer der
ge Zahl: 1830 waren es 9 wenigen Lehrer mit guter
Kinder zwischen 6 und 14 Vorbildung. Ab 1834 genos-
Jahren. Der jeweilige Leh- sen die Lehrkräfte freie Un-
rer musste zusätzlich zum terkunft und wurden rei-
eigentlichen Unterricht als hum in den Familien der
Vorsänger die Gottesdiens- Schulkinder verpflegt. Ein
te leiten und die rituellen 1840 erfolgter Versuch des
Schächtungen durchführen. Landesrabbiners, diese aus
Die Qualifikationen der seiner Sicht „unwürdige“
Lehrer ließen, trotz der vor
42Geschichte der Juden in Vechta (Teil 2)
Reihum-Beköstigung abzu- Emil Weinberg, der einzige
schaffen, blieb erfolglos. ungetaufte Jude, der jemals
im oldenburgischen Staate
Beschäftigungsverhältnisse eine höhere Staatsstelle be-
Bevor die Ämter Vechta kleidet hat.“
und Cloppenburg zum Her- Es bleibt festzuhalten: „Im
zogtum Oldenburg kamen, 19. Jh. scheint das Zusam-
betrieb die jüdische Bevöl- menleben von Juden und
kerung Vechtas Handel, Christen in Vechta unge-
Schlachterei und (verein- stört verlaufen zu sein.“ (H.
zelt) auch Geldverleih. Da- Schieckel) Mehr noch: Die
neben gab es zwei Hand- Integration der kleinen jü-
werker (Schneider und Loh- dischen Minderheit in die
gerber). Nach der Einglie- Gesellschaft und Kultur un-
derung 1803 konnten Ju- serer Stadt scheint in die-
den jedoch auch als niede- sem Zeitraum stetig voran-
re Beamte und Ärzte tätig geschritten zu sein. Das
werden. Aber bis Ende des sollte sich leider in den
19. Jahrhunderts dominier- dreißiger Jahren des da-
ten die drei genannten Tä- rauffolgenden Jahrhunderts
tigkeitsbereiche das Er- in schrecklicher Weise än-
werbsleben der jüdischen dern.
Bevölkerung. Akademische (Nachbemerkung: Die im
Berufe, die von Juden in vorliegenden Text referier-
Vechta ständig ausgeübt ten lokalspezifischen Fak-
wurden, lassen sich für die- ten wurden wiederum den
se Zeit nicht nachweisen. im 1. Teil dieser Serie ge-
Hierzu Harald Schieckel nannten Quellen entnom-
(1969): „Nur 1885 amtierte men.)
als Hilfsrichter in Vechta … H.-J. Reinecke
43Gedicht | Sitzungen des Gemeindekirchenrates
Öffentliche Sitzungen
des
Gemeindekirchenrates
finden in der Regel
am letzten Mittwoch des Monats um 19.30 Uhr
im Gemeindehaus statt.
Bitte im Pfarrbüro (Tel.: 04441-8896400) erkundigen.
44Internet
Hier findet man uns im Internet
Auf der Internet-Seite unserer Kir-
chengemeinde
https://vechta.kirche-oldenburg.de/
findet man die Kontaktdaten von
Pfarramt und Kirchenbüro, Informati-
onen zu Taufe, Konfirmandenzeit,
Trauung, Friedhof (u. a. Friedhofssat-
zung) und den aktuellen Gemeinde-
brief.
Außerdem sind wir seit einiger Zeit bei Insta-
gram unter
ev.kirche.vechta
zu finden. Hier werden Fotos und Hinweise
eingestellt, in der Corona-Zeit sind auch kur-
ze Video-Andachten erschienen und Audio-
Dateien mit Ausschnitten aus Konzerten un-
serer Kantorei.
Scannen Sie doch einfach
den nebenstehenden QR-
Code! Sie werden dann
auf unsere Seite geleitet.
Unsere Kindertagesstätte
„Arche Noah“ hat ihre Seite auf
http://www.arche-noah-vechta.de/.
Dort ist das Konzept der Kita zu finden, dazu
Kontaktdaten und weitere Infos. Im Lockdown
der Corona-Krise ist die Seite erweitert worden
um Vorschläge für die kitafreie Zeit, was Eltern
mit ihren Kindern ganz einfach zu Hause unter-
nehmen können.
45Kontakte
Kirchenbüro
Mo.–Fr., 9.00–12.30 Uhr; Di., 14.00–16.00 Uhr (nachm. nicht in den
Sommerferien)
Marienstraße 14, 49377 Vechta; Tel. 04441 8896400
E-Mail: kirchenbuero.vechta@kirche-oldenburg.de
Internet: vechta.kirche-oldenburg.de
Kirchenbürosekretärin: Doris Fangmann
Das Kirchenbüro ist wieder geöffnet, bitte klingeln Sie.
Küsterin und Hausmeisterin
Katalin Debbeler, Tel. über Kirchenbüro (s. o.)
Friedhofsverwaltung
Mo., 9.00–11.30 Uhr u. n. V.;
Friedhofsverwalterin: Andrea Risch, Tel. über Kirchenbüro (s. o.)
E-Mail: friedhofsbuero.vechta@kirche-oldenburg.de
Waldfriedhof
Friedhofswärter: Mark Michelewitz, Tel. 04441 84363,
Mobil: 0157-37292586
Pfarramt
Am sichersten zu erreichen nach Vereinbarung.
Pfrn. Ute Clamor, Tel. 04441 84252 und 04441 9178102
Pfr. Andreas Technow, Tel. 04441 8896946
Kirchenmusik
Kantor: Eberhard Jung, Tel. 04441 8859689,
E-Mail: kimu.vechta@gmail.com
Kreisposaunenwart: Florian Kubiczek, E-Mail: kpwkubiczek@gmail.com,
Tel. über Kirchenbüro (s. o.)
Kontaktdaten Lutten
Ansprechpartnerin: Christiane Reinecke, Tel. 04441 6124
Krankenhausseelsorge
Zurzeit vakant.
Altenheimseelsorge
Pfr. Christian Jaeger, Tel. 04442 9583096
46Kontakte | Impressum
Ev. Kindertagesstätte Arche Noah
Heinestraße 8, 49377 Vechta, Tel. 04441 8898696,
Leitung: Sandra Lindenthal; stellvertretende Leitung: Claudia Powell
E-Mail: kita-arche-noah.vechta@kirche-oldenburg.de
Ev. Kreisjugenddienst
Thorben Andres, Marienstraße 14, 49377 Vechta
Tel. 04441 854540, Fax 04441 854542, E-Mail: thorben.andres@ejo.de,
Internet: www.vechta.ejo.de, Bürozeiten: Di., 15–17 Uhr, Do., 9–12 Uhr
Diakonisches Werk
Geschäftsstelle Marienstraße 14, 49377 Vechta
Leitung: Martina Fisser, Tel. 04441 906910, Fax 04441 9069119
Bankverbindungen der Kirchengemeinde
Volksbank Vechta, IBAN: DE52 2806 4179 0146 0005 02
Oldenburgische Landesbank Vechta, IBAN: DE02 2802 0050 4005 0429 00
Wenn Sie nicht möchten, dass Geburtstage und Ehejubiläen sowie Amtshand-
lungen, die Ihre Person betreffen, im Gemeindebrief veröffentlicht werden,
dann können Sie dieser Veröffentlichung widersprechen. Teilen Sie uns bitte
Ihren Widerspruch an folgende Adresse mit: Ev.-Luth. Kirchengemeinde
Vechta, Marienstr. 14, 49377 Vechta.
Ihr Widerspruch wird dann vermerkt und eine Veröffentlichung unterbleibt.
Selbstverständlich können Sie es sich auch jederzeit anders überlegen und
den Widerspruch wieder zurückziehen. Teilen Sie uns auch dies bitte an die
obige Adresse mit.
Impressum
Herausgeber: Gemeindekirchenrat der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Vechta
Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Geschäftsführende Pfarrerin Ute Cla-
mor
Redaktion: Pfrn. Ute Clamor, Almut Härtel (Planung, Gestaltung), Carsten
Homann, Wilfried Kürschner (Endredaktion), Hans-Joachim Reinecke, Irmelin
Seeber, Pfr. Andreas Technow
Schreibungen, insbesondere solche mit dem sog. „Gender-Stern“ (*), die nicht
den Regeln der deutschen Rechtschreibung und Grammatik entsprechen, folgen
den Vorgaben der jeweiligen Verfasser.
Erscheinungsweise: 1. Dezember, 1. März, 1. Juni, 1. September (in der Corona -
Zeit kann der Erscheinungstermin abweichen) – kostenlos
47Sie können auch lesen