All IP - Goodbye ISDN - Wyss Data AG
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Editorial
Die Gegenwart heisst All-IP
Ende 2017 wird ISDN abgeschaltet. Die Ebenso wichtig sind die neuen Anwen-
Technologie ist am Ende ihres Lebens- dungen und Nutzungsperspektiven,
zyklus angelangt. Der neue universelle die sich durch eine durchgängige
Technologiestandard basiert auf dem Verwendung der IP-Technologie er-
Internetprotokoll (IP), das keinen Unter- schliessen: Sowohl für Business- als
schied mehr macht zwischen Daten- auch für Privatkunden ergeben sich
und Stimmübermittlung und sämtliche ganz neue Möglichkeiten der Zusam-
Dienste von Festnetz über Mobilfunk menarbeit, und bestehende wie auch
und TV bis Internet umfasst. neue Anbieter werden sich mit neuar-
tigen Produkten und Services auf dem
Die Umstellung auf den neuen Techno- Marc Landis, Markt profilieren können. Standortun-
Chefredaktor
logiestandard ist bereits in vollem Gan- abhängige und geräteübergreifende
ge. Dennoch ist der Informationsbedarf Nutzung sowie durchgängige Produkt-
immer noch hoch, insbesondere wenn es um Spezialan- welten steigern die Effizienz und das Benutzererlebnis
wendungen und um Notfallszenarien geht. Wie die Mi und machen neue Formen der Interaktion – beruflich
gration auf All-IP vonstatten gehen kann, welche Geräte und privat – möglich.
weiterverwendet werden können und welche nicht, wel-
che Investitionen in die Telekommunikationsinfrastruk- Mag dieser Technologiewechsel heute als bedeutender
tur heute sinnvoll und zukunftssicher sind – darüber le- Schritt erscheinen, wird er sich in ein paar Jahren wohl
sen Sie in dieser Spezialpublikation «All-IP – Arbeiten | eher als kleiner Mosaikstein auf dem Weg hin zu einer
Coverillustration: iStock
Kommunizieren | Vernetzen». Ohne Anspruch auf Voll- digitalisierten Wirtschaft herausstellen, in der sich die
ständigkeit soll die Publikation Informationen vermit- Aufmerksamkeit immer mehr weg von Produkten und
teln, wie auch nach der Umstellung alles wie gewohnt der Produktion hin zur Kundenbeziehung und dem Kun-
und sicher funktionieren wird. dennutzen verschiebt.
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Editorial1
inhalt
Verlag
Inhaltsverzeichnis3 Netzmedien AG / Heinrichstrasse 235 / CH-8005 Zürich
Tel. 044 355 63 63
Impressum3
Redaktion: desk@netzmedien.ch
Verlag: info@netzmedien.ch
Anzeigen: inserate@netzmedien.ch
Aktuell Aboservice: abo@netzmedien.ch
News 5–6 Druck: Werner Druck Basel
Event 7 Sie erreichen alle Mitarbeiter telefonisch unter
VoIP im Schatten von All-IP 044 355 63 + jeweilige Endziffern oder
per E-Mail: vorname.nachname@netzmedien.ch
Event 8
«IP ist das neue ISDN»
CEO & Verleger: Dr. Heinrich Meyer (+31)
Verkaufsleitung: Davide Mariniello (+33)
Senior Sales Manager: Fabian Eigenmann (+39)
Markt Sales Manager: Natan Bertolami (+34)
Nachgefragt 9 Digital Media Manager: Julia Ostermann (+35)
«Es empfiehlt sich, nicht bis zum Abschalttermin Buchhaltung/stv. Administration: Christina Frischknecht (+30)
Administration: Andrea Koch (+63)
zu warten»
Chefin vom Dienst/Korrektorat: Susanne Löbe (+61)
Umstellung 10 – 11 Layout: Christian Vetterli, Michael Wettstein (+65)
Ein einheitliches Netz für die digitale Wirtschaft
Redaktion Deutschschweiz
Titelgeschichte 12 – 14 Marc Landis, Chefredaktor (+36)
Schweizer Spitäler rüsten sich für VoIP George Sarpong, stv. Chefred. Netzwoche (+32)
Podium 15 – 19 David Klier, stv. Chefred. IT-Markt (+38)
Fabian Pöschl, stv. Chefred. CEtoday (+66)
Wohin der Weg führt
Marcel Urech, Leiter Onlineredaktion (+62)
Infrastruktur 20 – 21 Christoph Grau, Redaktor (+68)
Ein Notstromaggregat bei Internetausfällen Coen Kaat, Redaktor (+64)
Daniele Giampà, Praktikant (+68)
Nachgefragt 22 Tomas Hrico, Praktikant (+38)
Firmenkunden lassen auf sich warten Céline Schleich, Praktikantin (+64)
Christian Tschümperlin, Praktikant (+64)
Cases Redaktion Westschweiz
Rodolphe Koller, Chefredaktor
UCC 24
Yannick Chavanne, Redaktor
Vorteile integrierter Kommunikationsinfrastrukturen Hélène Lelièvre, Redaktorin
KMUs 26 – 27 Marie-France Porres, Korrektorat
«Niemand möchte mehr zurück zur
alten Telefonanlage» Erscheinungsweise
Eine Publikation der Reihe «IT for ...»
UCC 28 – 29 Erscheint als Eigenbeilage zu: «Netzwoche», «IT-Markt» und «CEtoday»
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Technology Sofern nicht anders vermerkt, stammen die Bilder von den Herstellern
der abgebildeten Produkte oder wurden zur Verfügung gestellt.
Nachgefragt 33
«So richtig Weihnachten» für VoIP-Anbieter Copyright 2015 Netzmedien AG
Die Wiedergabe von Artikeln, Bildern und Inseraten, auch auszugswei-
Infrastruktur 35 – 36 se oder in Ausschnitten, ist nur mit Genehmigung des Verlags erlaubt.
Kommunikation im Umbruch – wie weiter?
Namhafte Beteiligungen nach Art. 322
Nachgefragt 38 Abs. 2 StGB: Best of Swiss Web GmbH
Sind Sie bereit für All-IP?
All IP 3«Ich sehe eine Schweiz, in der Wettbewerbs- fähigkeit weder zeitliche noch örtliche Grenzen kennt.» Mit All IP plant Swisscom bis Ende 2017 die Umstellung auf ein einheitliches, IP-basiertes Netz. Dank der modernen IP-Technologie trägt Swisscom dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden und des gesamten Wirtschafts- standortes Schweiz zu sichern. Jetzt informieren: swisscom.ch/ip Willkommen im Land der Möglichkeiten.
D-Link bekräftigt Smarthome-Versprechen
Aktuell
mla. D-Link hat in der Eventlocation Angelsfood in Zollikon
sein My-D-Link-Home-Portfolio vorgestellt. Es besteht
aus zwei IP-Kameras, einer smarten Steckdose, einem
Audio-Streaming-Adapter und einem Bewegungsmelder
sowie weiteren Sensoren, die das Zuhause sicherer und
komfortabler machen sollen. Alles ist mit WLAN verbun-
den und lässt sich mit D-Links Smartphone-App steuern,
die für Android und iOS verfügbar ist.
Mit seinem Smarthome-Angebot bekräftigt D-Link seine
bereits im Herbst 2014 vorgestellten Pläne, den vielver-
sprechenden, aber auch noch jungen Smarthome-Markt
erobern zu wollen. D-Link adressiert mit den Produkten
aber explizit nicht den Premium-Markt mit den teuren, in-
stallationsintensiven und oft proprietären Systemen, son-
dern will sich ein Stück vom Volumen-Markt sichern, wie fest installierten Systemen auch «zügelfähig». Das ist ins-
Mike Lange, Leiter des Geschäftsbereichs Connected besondere im Mieterland Schweiz ein Vorteil.
Home und Cloud Services von D-Link am Anlass erklärte.
Die Komponenten können einfach in bestehende Wohn-
Artikel online: www.netzwoche.ch Webcode 3867
umgebungen integriert werden und sind im Gegensatz zu
Zürcher Schulen erhalten Veeting Rooms
Glasfaseranschluss kommt voran
cgr. Das Elektrizitätswerk Zürich (EWZ) und die Organi- tba/dkl. Das Schweizer Start-up Veeting Rooms ist eine
sation und Informatik der Stadt Zürich (OIZ) haben 134 Partnerschaft mit Teamfon, Spezialist für virtuelle Tele-
Schulen an das Zürcher Glasfasernetz angeschlossen. fonanlagen und IP-Telefonie aus der Cloud, eingegan-
Laut einer Mitteilung kommen nun etwa 28 000 Schüler gen. Der deutsche Konzern bietet jetzt eine Webkonfe-
und 6000 Lehrpersonen in den Genuss von schnellem renzlösung an, die auf einer White-Label-Version von
Internet. Der Ausbau sei nötig gewesen, da die bisheri- Veeting Rooms basiert.
gen Kupferleitungen das steigende Datenvolumen nicht Das Unternehmen kündigte Anfang Oktober zudem eine
mehr bewältigen konnten. Zudem könnten nun auch di- weitere Partnerschaft ausserhalb Europas an. Der la-
gitale Lehrmethoden, etwa über Tablets und Smartpho- teinamerikanische VoIP-Anbieter Intico nahm ebenfalls
nes, besser eingesetzt werden. Den Schulen stehe nun eine White-Label-Version von Veeting Rooms in sein
deutlich mehr Speicher zur Verfügung. Über diese Anbin- Portfolio auf.
dung könnten zudem der Zugang zu den Schulen und die Veeting Rooms bietet eine Konferenzlösung für Unter-
Klimasteuerung zentral verwaltet werden. Auch sei mit nehmen an, die direkt aus dem Browser heraus gestar-
dem Glasfaseranschluss der Grundstein für die VoIP- tet werden kann. Die Stärke der Lösung soll vor allem in
Telefonie gelegt, heisst es in der Mitteilung weiter. einer schnellen und intuitiven Bedienung liegen.
Artikel online: www.netzwoche.ch Webcode 3306 Artikel online: www.netzwoche.ch Webcode 3338
All IP 5Swisscom beendet die 2G-Ära
Aktuell
cgr. Swisscom hat seine Pläne zur Stärkung seiner Mit der Ende September bekannt gegebenen Erprobung
Funknetz-Infrastruktur bekannt gegeben. Wie der Telko von LTE Advanced sollen als zweite Massnahme eben-
mitteilt, verdoppelt sich jedes Jahr das Datenvolumen falls hochfrequentierte Orte besser versorgt werden
auf dem Swisscom-Mobilfunknetz. Auf dieses Wachs- können. Auch hier arbeitet Swisscom eng mit Ericsson
tum will der Telko mit drei Massnahmen reagieren. zusammen. Mit der Einführung der 5G-Technologie rech-
Als erste Massnahme plant Swisscom, in Ballungs net Swisscom voraussichtlich ab dem Jahr 2020 noch-
räumen und an Orten mit vielen Zugriffen auf das Funk- mals mit erheblichen Steigerungen der Datenraten.
netz spezielle Mobilfunkantennen und Mikrozellen zu Um genügend Frequenzen für den Ausbau zu haben, wird
installieren. Diese sollen in Festnetzschächten unter Swisscom als dritte Massnahme das in die Tage gekom-
Strassen untergebracht werden. Dabei müssen sie mene 2G-Netz abschalten. Ende 2020 steht als Endter-
starke Temperaturschwankungen und hohem Druck min fest. Momentan läuft nur noch ein Bruchteil des
durch den Strassenverkehr standhalten können. Datenverkehrs über dieses Netz, obwohl es immer noch
Für die Entwicklung arbeitet Swisscom mit Ericsson und 30 Prozent der Antennenkapazität benötigt, wie Swiss-
dem Antennenhersteller Kathrein zusammen. Einen com weiter schreibt. Für die verbleibenden Nutzer des
ersten Feldversuch gibt es bereits in Bern, und dem- Netzes will Swisscom ein «attraktives Wechselangebot»
nächst sollen Pilotprojekte in Basel, Lausanne und Zü- machen. Noch sei genug Zeit für die Umstellung.
rich folgen. Bei Erfolg zieht der Telko in Erwägung, die
Lösung schon 2016 an verschiedenen Orten zu imple-
Artikel online: www.netzwoche.ch Webcode 4669
mentieren.
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15:35 15:35VoIP im Schatten von All-IP
Aktuell
Peoplefone hat in Zürich Fachhändler zu seinem traditionellen VoIP-Event eingeladen. Obwohl die ISDN-
Abschaltung derzeit überall diskutiert wird, trat das Thema in den Hintergrund. Autor: George Sarpong
VoIP-Spezialist Peoplefone hat Anfang November im Zür-
cher Technopark seinen traditionellen VoIP-Event veran-
staltet. Rund 30 Besucher aus den Bereichen Fachhan-
del, Herstellung und Distribution folgten der Einladung
des Unternehmens. Die Veranstaltung war damit gut
besucht. In Anbetracht der aktuellen Diskussion um die
Abschaltung von ISDN hätte der Raum aber voller sein
dürfen. Zumal es einiges zu berichten gab.
Der Provider konnte seine Spitzenposition im jüngsten
Telekom-Ranking der «Bilanz» zurückerobern. Das letzte
Mal war Peoplefone 2013 auf dem obersten Podest-
platz gewesen. 2014 hatte es nicht gereicht. Wegen des
starken Wachstums, wie CEO Christoph Beaud erklärte.
Umso grösser war seine Freude am diesjährigen Anlass. Martin Blöchlinger, Mitinhaber von Primenet.
Neues für die Cloud
Peoplefones Geschäft basiere auf dem Channel, betonte Business Phones und Suprag auf. ALE nutzte die Gelegen-
er. 420 Partner zählte Beaud: Elektriker, Telematiker und heit, um das Unternehmen nach seiner Abspaltung von
IT-Dienstleister. Seit einigen Monaten bietet der Provider Alcatel-Lucent vorzustellen. Der grösste Vorteil sei, dass
Flatrates für seine gehostete Telefonie- und für seine ALE seit seiner Eigenständigkeit agiler am Markt handeln
«Sip-Trunk»-Lösung an. Neu ist auch die Anzeige des Sys- könne, erklärte Channel Sales Manager Bruno Kolmann.
temstatus. Kunden können auf einen Blick erfassen, ob Praktischer war die Präsentation von Swyx, vertreten
mit ihrem Telefoniesystem alles in Ordnung ist. durch Martin Blöchlinger vom Distributor Primenet. Für den
Auch beim Cloud-Angebot gab es Neuerungen. Vor drei Anbieter von VoIP-Software bietet die Abschaltung von
Jahren startete Peoplefone sein Cloud-Angebot. Nach ISDN zusätzliche Geschäfts-Chancen, wie Blöchlinger
dem gehosteten VoIP-Angebot kam Lync von Microsoft sagte. Stolz erklärte er, dass die Deutsche Telekom neu-
hinzu, das heute «Skype for Business» heisst. Seit Anfang erdings ebenfalls auf Swyx setze. Dazu muss man wissen,
dieses Jahres bietet Peoplefone 3CX aus seiner Cloud an. dass auch die Deutsche Telekom ihr ISDN-Netz abstellen
3CX Hosted eigne sich für Firmen, die eine grosse Anzahl wird. Da Swyx über den indirekten Handel verkauft, bedeu-
an Telefonverbindungen koordinieren müssen. Bezahlt tet dies auch ein Zusatzgeschäft für Fachhändler.
wird pro Kanal, nicht nach Anzahl der Benutzer. Was sich mit Swyx anstellen lässt, zeigte Blöchlinger
Noch dieses Jahr soll Mitels Mi-Voice das Portfolio er- live. Mit wenigen Mausbewegungen richtete er per Drag-
weitern, sagte Beaud. Mi-Voice ist eine Lösung für Uni- and-Drop ein Callcenter ein. Der gesamte Prozess voll-
fied Communication and Collaboration (UCC). Mitels zog sich in nur wenigen Minuten vor den Augen der Zu-
UCC-Paket kann auch als Alternative zu Skype for Busi- schauer.
ness angesehen werden. Zusätzlich können Kunden Nach so vielen Informationen wurde es Zeit für einen
auch Peoplefone Meet nutzen, quasi als günstige Vari- Apéro. Beaud liess es sich nicht nehmen und servierte
ante von Skype for Business. den Gästen persönlich Brötli und Wein aus seiner Walli-
ser Heimat.
Ein Callcenter in wenigen Minuten
Als Gastredner traten dieses Mal Referenten von Alca-
Artikel online: www.netzwoche.ch Webcode 5230
tel-Lucent-Enterprise (ALE), Swyx, Alcatel Home and
All IP 7«IP ist das neue ISDN»
Aktuell
Das ISDN-Zeitalter ist bald vorbei – das Internetprotokoll wird die Technik ablösen. Was bedeutet das für
Schweizer Unternehmen? Der VoIP-Spezialist E-Fon klärte in Baden auf. Autor: Marcel Urech
Anfang 2017 ist es so weit: Swisscom wird das ISDN-
Netz abschalten. Spätestens dann müssen Schweizer
Unternehmen wissen, wie sie damit umgehen wollen.
Firmen können Telefonanlagen künftig natürlich über ihr
eigenes Netzwerk betreiben und alte Telefonanlagen
über Adapter daran anschliessen. Der Systemwechsel
wirft aber Fragen auf: Benötigen Unternehmen über-
haupt noch eine Telefonanlage? Wie sollen sie ihre In
frastruktur für die IP-Telefonie aufbauen? Und welche
Vorteile bringt die IP-Telefonie überhaupt? Der VoIP-
Spezialist E-Fon lud nach Baden, um genau diese Fragen
zu klären. Das KMU-Seminar im Trafo Hotel war gut be-
sucht, die Referate spannend.
Der E-Fon-Event in Baden war gut besucht.
Telefonie im Wandel
E-Fon gelang es, die grössten Unsicherheiten rund um
die ISDN-Abschaltung zu beseitigen. Der Anbieter von lich mehr Informationen zur Verfügung, als es ein Tele-
VoIP-Lösungen zeigte den Besuchern auf verständliche fon jemals könnte», sagte Tophoven.
Art und Weise, was das Ende von ISDN für Folgen hat
und worauf Firmen und KMUs bei der Umstellung auf die Grosser Technologiesprung
IP-Telefonie achten müssen. Das Telekomunternehmen «IP ist das neue ISDN», sagte Dominic Lachmuth, Leiter
lud dafür auch Partner an den Anlass ein. Anwesend des Direktvertriebs für KMU & Hospitality bei UPC
waren der Telko UPC Cablecom, der Distributor Stude- Cablecom. Er verglich den Wechsel von ISDN auf VoIP
rus und Caseris, ein Anbieter von Kommunikations mit den grossen Technologiesprüngen der Vergangen-
lösungen. heit auf dem Mobile-Markt. Unternehmen müssten jetzt
Referate von Studerus und UPC Cablecom Business ga- den Schritt machen und sich von den alten Technologien
ben den Gästen Einblick in die benötigte Infrastruktur. lösen, meinte Lachmuth. UPC Cablecom biete dafür In-
Die Vorträge von E-Fon und Caseris zeigten die vielen ternetverbindungen an. «Bei uns gibt es ab 100 Franken
neuen Möglichkeiten auf, die sich durch den Einsatz der echte Redundanz», warb Lachmuth in seinem Vortrag.
IP-Telefonie ergeben. Die Kundenseite beleuchtete das UPC Cablecom biete zudem eine proaktive Überwa-
Unternehmen United Coffee, das über seine Erfahrun- chung von Internetleitungen. Funktioniere ein Anschluss
gen bei der Umstellung auf IP-Telefonie berichtete. bei einem Kunden nicht, merke das der Telko und werde
Ein weiterer Redner war Klaus Tophoven, Gesamtver- aktiv.
triebsleiter des E-Fon-Partners Caseris. Das Unterneh- Viele Leute würden vergessen, dass UPC Cablecom
men entwickelt Software rund um Telefonie. Caseris ist mehr als nur Horizon und Kabel-TV sei. UPC Business
seit 1977 im Markt für Kommunikation aktiv ist. Es werde eigenständig geführt, mit eigenem Marketing und
machte diverse Technologien mit, unter anderem Fax, eigenem Geschäftsführer. Die Entscheidungswege sei-
UMS und CTI. Heute bietet Caseris mit Caesar eine mo- en kurz, und der Telko könne darum sehr individuell auf
dulare Unified-Communication-Lösung an. Sie unter- seine Kunden eingehen, sagte Lachmuth.
stützt unter anderem Chat, Videokonferenzen und Desk-
top-Sharing. Caesar bietet auch eine Präsenzfunktion
Artikel online: www.netzwoche.ch Webcode 4899
und Unterstützung von IPv6. «Der Client stellt wesent-
8 All IP«Es empfiehlt sich, nicht bis zum
Abschalttermin zu warten»
Markt
Als Leiter Festnetzdienste und Grundversorgung ist Armin Blum beim Bundesamt für Kommunikation
für die Sicherstellung des «Service Universel» zuständig. In dieser Funktion verfolgt er die Abschaltung
von ISDN sehr aufmerksam. Interview: Christoph Grau
Welche Auswirkungen wird die ISDN-Ab-
schaltung auf Anwender und KMUs haben?
Armin Blum: ISDN war nicht nur ein zuverlässiges Netz
für Telefonie und Daten, es war auch der Inbegriff einer
End-zu-End-Digitalisierung. Die meisten KMUs stellten
während der Lebensdauer von ISDN ihre Teilnehmerver-
mittlungsanlagen auf die ISDN-Schnittstellen um und
verabschiedeten sich vom analogen Anschluss. Die Ab-
schaltung des ISDN-Netzes hat längerfristig zur Folge,
dass auch ISDN-Schnittstellen verschwinden werden.
Für eine gewisse Übergangszeit können diese aber über
Schnittstellenadapter nachgebildet werden. Adapter
bieten aber in der Regel nicht mehr die gleiche Zuverläs-
sigkeit wie direkte Anschlüsse innerhalb der gleichen Armin Blum, Leiter Festnetzdienste und Grundversorgung
beim Bundesamt für Kommunikation.
Technologie. Eine Umstellung der Endgeräte auf die IP-
Technologie wird nicht zu vermeiden sein.
Wie informiert das Bakom über das Ende munikation wachsen mit zunehmender Konvergenz zu
von ISDN? einer Dienstleistung zusammen. Zuerst werden sicher
Grundsätzlich bleiben die geltenden Bestimmungen des normale Hausanschlüsse auf IP-basierte Dienste mit
Bakom über die Schnittstellen der Grundversorgung ein- VoIP als Telefondienst migriert. Für KMUs bleibt dank der
schliesslich ISDN bis Ende 2017 in Kraft. Die Informati- Möglichkeit von Adaptergeräten etwas mehr Zeit, aber
on ist Sache der Anbieter, die den direkten Kontakt zu eine Umstellung sollte jetzt eingeplant werden.
den Kunden haben. In einem wettbewerblichen Umfeld
lässt sich eine Umstellung wie diese sicher nicht ohne Erwarten Sie Engpässe in bestimmten
eine sorgfältige Beratung der Kunden bewerkstelligen, R egionen?
schliesslich geht es darum, bestehende Kunden zu hal- In der Schweiz gibt es nur noch wenige Leitungen, deren
ten und die Umstellung so kundenfreundlich wie möglich Geschwindigkeit für IP-Telefonie nicht ausreicht. Wir
zu gestalten. schätzen, dass es bei weniger als 2 Prozent der An-
schlüsse zu Engpässen kommen könnte und hier nach
Ab wann sollten sich Unternehmen nach Alternativen gesucht werden müsste. Technisch ist es
A lternativen umsehen? auch möglich, VoIP-Telefonie über Satellit anzubieten,
Umstellungen müssen geplant und bezüglich der Kosten die Qualität eines Gesprächs leidet allerdings unter den
einkalkuliert werden. Es empfiehlt sich, nicht bis zum Ab- langen Transitzeiten des Signals via Satellit. Daher kann
schalttermin zu warten. Neue Anlagen und alternative ich mir nur Alternativen über das Mobilfunknetz oder
Lösungen sind längst erprobt und erfüllen auch erweiter- den Kabelanschluss vorstellen.
te Leistungsmerkmale. Gerade KMUs können insbeson-
dere von den Vorteilen profitieren, die moderne Kommu-
Artikel online: www.netzwoche.ch Webcode 830
nikationseinrichtungen bieten. Informatik und Telekom-
All IP 9Ein einheitliches Netz
für die digitale Wirtschaft: All-IP
Markt
All-IP verschmilzt Telekommunikation und IT. Mit der Umstellung auf die zukunftsgerichtete
IP-Technologie bis 2017 schafft Swisscom eine einheitliche Basis und Anschlussfähigkeit für neue
Dienste. All-IP bildet das Rückgrat der digitalen Wirtschaft.
Die herkömmliche Festnetztechnologie ist am Ende ih-
res Lebenszyklus angelangt. Zunehmend fehlen das Der Autor
Know-how und Ersatzteile, kaum ein Hersteller entwi- Beat Döös, Head of All IP
ckelt die Technologie weiter. Darum wird sie bis Ende Transformation, Swisscom
2017 durch das zukunftsorientierte Internetprotokoll
(IP) abgelöst. All-IP ist eine weltweite Entwicklung.
Künftig brauchen Unternehmen keine separaten Inter-
net- und Telefonleitungen mehr. Die Festnetztelefonie über die gemeinsame Sprache IP zu integrieren. Swiss-
ist dann ein IP-Dienst aus vielen: TV, Internet und neu com hat schon vor Jahren mit der Umstellung begonnen.
auch die Festnetztelefonie werden auf demselben Netz Aktuell nutzten über ein Drittel der Swisscom-Kunden
übertragen und sprechen gewissermassen die gleiche die Vorteile von IP-basierter Telefonie. Swisscom plant
Sprache – nämlich IP. All-IP reduziert die Anzahl Techno- die Umstellung auf IP bis Ende 2017.
logien und vereinfacht die Entwicklung und Einführung
neuer Dienste. Die Businessoptik überzeugt
Um IP ranken sich verschiedene Mythen. So etwa, Besonders aus Businessüberlegungen lohnt es sich,
dass All-IP nur auf dem Glasfasernetz funktioniere, möglichst bald auf IP umzustellen. Die neue IP-Welt ist
oder dass die Telefonie über das Internet laufe. All-IP nicht einfach ein Ersatz, bei dem man Gleiches mit Glei-
ist sowohl auf dem Kupfer- wie auch auf dem Glasfa- chem ersetzen kann. Sie ist ein neues Paradigma und
sernetz verfügbar. Zukünftig werden alle Angebote verlangt daher auch ein Umdenken, wie wir heute kom-
über eine IP-basierte Plattform laufen. Das ist nicht munizieren, wie eine Lösung diese Bedürfnisse abbil-
etwa das öffentliche World Wide Web, über das webba- den kann und was ein Unternehmen braucht. Längst
sierte Telefoniedienste funktionieren, sondern das si- bildet die konventionelle Telefonie nicht mehr die aktu-
chere, Swisscom-eigene Netz. ellen Bedürfnisse ab. Das Konzept der klassischen Teil-
nehmervermittlungsanlage stammt aus einer Zeit, als
Voraussetzung für die digitale Wirtschaft es weder Mobiltelefone noch das Internet gab.
All-IP bildet die Voraussetzung für die Digitalisierung der Ein grosser Vorteil der IP-Telefonie ist für Firmen, dass
gesamten Wirtschaft und sichert damit die Standortat- sie nur noch ein Kommunikationsnetz, das LAN benö-
traktivität der Schweiz. Bereits heute gehört die Schweiz tigen. Sie können damit gesamtheitliche Lösungen
zu den Top-3-Ländern in Europa, was den Fortschritt bei realisieren, welche die Zusammenarbeit dank Tele-
der Umstellung auf IP anbelangt. In keinem anderen fonkonferenzen, Outlook-Integration, Chat und Bild-
Land der Welt sind die Pro-Kopf-Ausgaben für den Aus- schirmfreigaben vereinfachen. In den meisten Fällen
bau der Telekominfrastruktur grösser als in der Schweiz. ist der Aufwand für die Umstellung schnell wieder
Allein Swisscom investiert jährlich 1,8 Milliarden Fran- amortisiert, weil etwa die Kosten durch Flatrates plan-
ken in den Ausbau ihrer gesamten Infrastruktur. barer werden oder weil die neuen Möglichkeiten viel
In Zukunft werden gänzlich neue Geräte, Gegenstände Zeit in der täglichen Arbeit einsparen.
und Maschinen in dieses Netz eingebunden, Stichwort Kunden können weiterhin auf eigene Anlagen respek-
Internet of Things. Schätzungen gehen davon aus, dass tive Server setzen oder eine virtuelle Telefonanlage
in den nächsten Jahren Milliarden von Geräten vernetzt zum Fixpreis pro Teilnehmer als gemanagten Service
werden. All-IP schafft die Voraussetzungen, um all diese beziehen.
10 All IPMarkt
Die Telefonzentrale von Swisscom in der Binz.
Der Weg in die All-IP-Welt
So gehen Sie vor: In der Regel lässt sich die IP-Technologie mit der beste-
1. Evaluieren Sie die verschiedenen Lösungen, henden Infrastruktur kombinieren – neuere Anlagen
die Ihren Bedürfnissen an Kommunikation, Zusammen sind meist IP-fähig. Für ältere Modelle gibt es zwar die
arbeit und Erreichbarkeit am besten gerecht werden: Möglichkeit, die Anlage als Zwischenlösung weiterhin zu
• Bei virtuellen Lösungen zahlen Sie in der Regel monatlich
für den Dienst und müssen sich nicht mehr länger um den nutzen, aber dies ist mittel- bis langfristig nicht zielfüh-
Betrieb einer Anlage kümmern. rend. In Zukunft führt kein Weg an IP vorbei.
• Alternativ können Sie wie bisher auf eine eigene Anlage Für viele Unternehmen ist die Umstellung auch eine
respektive einen eigenen Server setzen.
Möglichkeit, historisch gewachsene Installationen auf-
2. P
rüfen Sie Ihre bestehende Telekommunikationsinfra zuräumen und zu verschlanken. Zudem verrichten Son-
struktur. Ihre Swisscom-Partner helfen Ihnen gerne dabei. deranwendungen wie Alarmanlagen, Lifttelefone, Fern-
• Welche Anwendungen sind von der Umstellung betroffen:
überwachungen, Stromzähler oder Frankiermaschinen
Telefonie, Endgeräte, Sonderanwendungen wie Alarm
anlagen, Lifttelefone, Modems, Steueranlagen? oft ihren Dienst zuverlässig und unbemerkt über sepa-
• Ist ihr Firmennetzwerk (LAN-Installation) geeignet, um rate Telefonanschlüsse im Hintergrund.
auf Voice over IP (VoIP) umzustellen? Über 20 000 kleinere und mittelgrosse Unternehmen
• Wie ist Ihre Telefonanlage an das Netz von Swisscom an
geschlossen? setzen bereits auf die IP-Kombiangebote von Swiss-
• Erfordern die neuen Anwendungen Anpassungen bei der com und profitieren so von den Vorteilen der einfache-
Hausverkabelung? ren Erreichbarkeit, Kostensicherheit und Zusammen
arbeit.
3. Planen Sie zusammen mit Swisscom oder Ihrem System
integrator die Umstellung. Ersetzen Sie nicht IP-fähige Ebenso nutzen viele Grosskunden seit längerem IP-ba-
Anwendungen oder rüsten Sie diese auf. sierte Telefonanlagen, die sich in einem nächsten
Schritt direkt ans IP-Netz von Swisscom anschliessen
4. Nehmen Sie die neue Lösung mit Swisscom oder mit
ihrem Systemintegrationspartner in Betrieb. lassen und die bestehenden, konventionellen An-
schlussleitungen von Swisscom ersetzen werden.
All IP 11Rubrik
Schweizer Spitäler rüsten
sich für VoIP
Swisscom zieht bis Ende 2017 allen Analog- und ISDN-Telefonen den Stecker. Was
bedeutet das für die Schweizer Spitäler?
Wie gut sind sie auf die Abschaltung vorbereitet?
Autor: Christian Tschümperlin
12 All IPDie Tage der analogen Telefonie sind gezählt. Im März dies bei der herkömmlichen Telefonie der Fall ist. Je
2014 kündigte Swisscom an, sämtliche Telefone seiner mehr Schnittstellen vorhanden sind, desto mehr Schnitt-
Markt
Privat- und Geschäftskunden bis Ende 2017 auf Voice stellen können ausfallen. Gegen deren Ausfall sichern
over IP (VoIP) zu migrieren. Davon sind auch Schweizer sich die Spitäler ganz unterschiedlich ab.
Spitäler betroffen. Die Frist läuft bald ab. Wie sieht die Das Kantonsspital Glarus etwa machte damit schon
Umstellung bei den verschiedenen Spitälern aus? Auf Erfahrungen: «VoIP-Systeme können eher ausfallen als
welche Schwierigkeiten stossen sie, und was erwarten die analogen herkömmlichen Telefongeräte», sagt
sie von der neuen Technologie? Bernhard Zünd, dortiger Informatikleiter. Im Kantons-
Thorsten Summer leitet das Projekt «Telefonie 2016» spital sei das für 1 bis 2 Minuten schon mal passiert,
am Universitätsspital Zürich. Zum Universitätsspital als ein Switch ausfiel. Die betroffenen Mitarbeiter hät-
kam er überhaupt erst wegen der anstehenden Umstel- ten dies aber sofort bemerkt und die Nottelefone aus
lung, wie er im Gespräch sagt. Von der Technologie er- den Ladestationen genommen, sagt Zünd. Als Nottele-
hofft er sich viel: «Unsere derzeitige Telekommunikati- fone verwendet das Kantonsspital Glarus herkömmli-
onsinfrastruktur ist veraltet und muss ersetzt werden. che Mobiltelefone.
VoIP bot uns die Gelegenheit, eine innovative Gesamt Beim Universitätsspital Zürich sind die Router und Swit-
lösung zu schaffen.» ches mit einer USV-Anlage (unterbrechungsfreie Strom-
versorgung) vor Stromausfällen geschützt. Das Kan-
VoIP ist mehr als ein Telefon tonsspital Aarau betreibt nach eigenen Angaben als ei-
Hinter dem Begriff «Gesamtlösung» steckt mehr als nur nes von ganz wenigen ein flächendeckendes UMTS-
ein Telefon, das statt an der traditionellen Telefonlei- Netz, das als Rückfallebene dient.
tung ans Internet angeschlossen ist. Die Möglichkeiten Neben den Schnittstellen stellt auch der Frequenzbe-
seien vielfältig, heisst es etwa beim Stadtspital Triemli. reich von VoIP-Telefonen die Spitäler vor Herausforde-
Über VoIP lassen sich demnach etwa Aufträge an Per- rungen. VoIP-Telefone nutzen nämlich in erster Linie
sonengruppen verschicken. Quittiert ein Mitglied einen WLAN zur Kommunikation. Das Frequenzspektrum
Auftrag, ist dies für die Gruppe sichtbar. Aufträge, die von WLAN ist aber teilweise überladen. Am Stadtspi-
nicht quittiert werden, können nach einer definierten tal Triemli war genau dies einer der Hauptgründe, wes-
Zeitperiode an einen Supervisor weitergeleitet werden. halb man sich für VoIP Dect statt für VoIP-WLAN-Tele-
Am Triemli-Spital will man sich künftig gar mit der Or- fone entschied. Bei VoIP Dect liegt die Frequenz un-
tung mobiler Geräte zur Unterstützung der Logistik be- terhalb des WLAN-Frequenzbandes, wie das Stadtspi-
ziehungsweise zur Überwachung dementer Patienten tal erklärt.
beschäftigen. Die vielen Features, die VoIP bietet, laufen in der Regel
Das Universitätsspital Zürich wechselt demnächst von über einen Server. Die Hirslanden-Kliniken betreiben
der Planphase in den Pilotbetrieb. Es entschied sich für zwei virtuelle Server an unterschiedlichen Standorten.
eine Lösung von Unify. Dessen «offene Schnittstellen Über sie läuft die ICT-Infrastruktur für 16 Krankenhäu-
sowie die grosse Flexibilität des Systems kommen uns ser. Das Kantonsspital Glarus unterhält ein eigenes Re-
sehr entgegen», sagt Summer. Bei der Lösung lassen chenzentrum. Während das Telefon- und Alarmierungs-
sich das Handy und das Telefon zuhause nahtlos einbin- system über einen physischen Server abgewickelt wer-
den, wie Bernhard Rust von Unify ergänzt. Die zugehöri- den, sind die Vermittler- und Abrechnungsserver virtuell.
ge Smartphone-App läuft unter iOS, Android, Blackberry Das Universitätsspital Zürich betreibt seine Kernsyste-
OS und Windows Phone. Sie zeigt an, ob eine Person me in zwei redundanten Rechenzentren.
gerade erreichbar oder besetzt ist. Einmal angewählt,
verbindet der «One Number Service» automatisch mit Die Zeitersparnis macht die Mehrkosten wett
dem richtigen Endgerät. Egal ob Mobilgerät oder Tisch- All das kostet die Spitäler eine Menge Geld. Das Uni-
apparat. Unternehmen wie Unify bündeln derlei Fea- versitätsspital Zürich etwa investiert in die Umstel-
tures unter dem Begriff Unified Communication (UC). lung rund 7 Millionen Franken. Summer erhofft sich
von der Investition «erhebliche Effizienzsteigerungen».
Illustration: iStock
All-IP stellt besondere Anforderungen an Bernard Zünd vom Kantonsspital Glarus nennt keine
die IT-Security genauen Zahlen. Aber: «Die Investitionen sind enorm.»
Die Krux daran: UC benötigt mehr Schnittstellen, als Es handle sich vor allem um Hardware- und Soft-
All IP 13warelösungen, die teilweise nach fünf bis zehn Jahren habe Wünsche abgeholt und erwarte deshalb, dass
wieder ersetzt werden müssten. «Das war mit der al- die Akzeptanz für VoIP hoch sein werde. Im Stadtspital
Markt
ten, herkömmlichen Telefonanlage nicht der Fall», am Triemli seien die Feedbacks der Mitarbeiter für die
sagt Zünd. Trotz mehr Funktionalität seien die Kosten weitere Planung nach der Pilotphase sehr wertvoll ge-
bei den Wartungsverträgen unter VoIP aber gesunken. wesen. Die Projektleitung hätte Themen wie die Akku-
Alles in allem lohne sich die Umstellung aus Zünds laufzeit, die Empfangsqualität oder die Ergonomie der
Sicht auf jeden Fall. Hörmuschel aufgegriffen. An den Hirslanden-Kliniken,
Die Hirslanden-Kliniken nehmen die Umstellung auf All die den Wechsel bereits hinter sich haben, hätten vie-
IP zum Anlass, um grundlegend in die IT-Infrastruktur zu le Mitarbeiter kaum einen Unterschied bemerkt, heisst
investieren. Neben VoIP seien Tablets und Smartpho- es vonseiten der Klinikgruppe.
nes ein Thema. Die Pflege könne dem Patienten so künf- Unter dem Strich zeigt sich: Die befragten Spitäler
tig eine umfassendere Dienstleistung anbieten. Das sind auf die nahende ISDN-Abschaltung vorbereitet.
Pflegepersonal könnte etwa Krankenakten mit einem Vier von fünf haben die Planungsphase abgeschlos-
Tablet direkt am Bett eines Patienten einsehen. sen. Einzig das Universitätsspital Zürich hinkt etwas
hinterher. Es befindet sich aber im konzeptionellen
Mitarbeiter tragen den Wandel mit Endspurt. Allesamt investieren sie in ihre Infrastruk-
In sämtlichen Spitälern werden die Mitarbeiter in die turen. Einige nehmen den Wechsel sogar zum Anlass,
Umstellung einbezogen. Dies geschah am Universi- ihre Mobilitätsstrategien grundlegend zu überdenken
tätsspital schon früh, wie Summer unterstreicht. Man und auszubauen.
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Illustr ation: iStock
Wohin der Weg führt
Welche Möglichkeiten bietet die Umstellung auf All-IP?
Welche Herausforderungen stellen sich Unternehmen dabei? Im Podium sprechen
Vertreter einer Bootswerft, einer Druckerei, eines Modehauses,
eines Stellenvermittlers sowie des OIZ und der SRG SSR über ihre Erfahrungen.
Interviews: George Sarpong
All IP 15«Wir sind viel flexibler als zuvor»
Podium
zentral. Von der IP-basierten Telefonie-Infrastruktur erhofften wir
Peter Minder, uns schnellere, aber auch einfachere Prozesse. Unsere Mitarbeiten
VR Präsident und Delegierter, den müssen etwa auch dann erreichbar sein, wenn sie mit dem
Bootswerft Heinrich Boot auf dem Wasser unterwegs sind.
Welche Probleme mussten oder müssen Sie noch lösen?
Bis dato haben wir nur gute Erfahrungen gemacht. Wir sind mit der
neuen Anlage viel flexibler als zuvor. Anrufe leiten wir entweder au
tomatisch oder manuell direkt auf das Handy weiter. Unterwegs,
sprich auf dem Wasser, kann ich ein- und ausgehende Anrufe täti
Bitte beschreiben Sie kurz Ihr Projekt.
gen, als ob ich im Büro wäre. Das erlaubt uns, komplett standortun
Peter Minder: Wir haben kürzlich unsere Telefonanlage durch ein
abhängig zu kommunizieren. Positiv überraschte uns übrigens die
IP-System ersetzt. Unsere alte Anlage hatte von einem Tag auf den
Möglichkeit, Fax-Nachrichten virtuell empfangen zu können und
anderen ihren Geist aufgegeben. Angesichts der fortschreitenden
diese ohne Umwege über Papier weiterzuleiten.
Digitalisierung war es Zeit für eine zukunftsorientierte Alternative.
Der Entscheid fiel zugunsten einer virtuellen Anlage, da hier keine
Was raten Sie anderen Unternehmen, die noch vor der
Investitionen in die Hardware anfallen. Heute zahlen wir pro Monat
Umstellung stehen?
einen fixen Betrag. Swisscom kümmert sich um den Betrieb der An
Der Schritt hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir sparen Kosten und
lage und allfällige Updates. Das alles ist für uns nicht nur aus be
konnten Prozesse vereinfachen. Ausser auf eine moderne Telefonie
triebswirtschaftlicher Sicht interessant, sondern trägt auch zur Ko
lösung setzen wir aber auch sonst auf digitale Werkzeuge, etwa die
stentransparenz bei.
Kundenansprache via Facebook und Flickr. Die neue Generation
unserer Kunden ist mit digitalen Medien aufgewachsen. Wer sich
Welche Möglichkeiten erhoffen Sie sich vom Wechsel auf All-IP?
schon heute mit den Möglichkeiten von IP respektive der Digitalisie
Ausser dem fachlichen Know-how und dem handwerklichen Können
rung auseinandersetzt, kann dementsprechend nur profitieren.
ist für uns der persönliche Kontakt mit den Kunden und Lieferanten
«In fünf Minuten waren wir ein All-IP-Büro»
Bitte beschreiben Sie kurz Ihr Projekt.
Wir waren mit der bestehenden Telefonanlage eigentlich zufrieden. Sonja Schwendeler
Leider kam diese immer mehr in die Jahre. Unsere aktuelle Anbiete Geschäftsinhaberin,
rin Swisscom wies uns darauf hin, dass gerade ein Wandel stattfin Swisspersonal
det: weg von der herkömmlichen, hin zur IP-Telefonie. Im Beratungs
gespräch stellte sich heraus, dass es für uns betriebswirtschaftlich
die einfachste und beste Lösung ist, den Betrieb der neuen IP-ba
sierten Telefonanlage Swisscom zu übergeben. Ausserdem empfahl
man uns, auf einen schnelleren Internetanschluss sowie eine Tele
fonieflatrate zu wechseln. Dass wir mit diesem Wechsel auch noch
Kosten sparen, hat uns den Entscheid erleichtert. steckte alles ausserhalb der Bürozeiten um, da die Telefonleitung
kurz unterbrochen werden musste. Schon fünf Minuten später wa
Welche Möglichkeiten erhoffen Sie sich vom Wechsel auf All-IP? ren wir ein All-IP-Büro. Wir sind froh, dass sich Swisscom um die
Sonja Schwendeler: Unsere Ansprüche waren recht bescheiden. Wir neue Telefonanlage kümmert.
wollten einfach weiterhin telefonieren können. Doch schon bald merkten
wir, dass die IP-Telefonie viel mehr als das bietet. Wir sind heute überall er Was raten Sie anderen Unternehmen, die noch vor der
reichbar, sogar mit der Festnetznummer. Auch der Einsatz von Headsets Umstellung stehen?
statt Telefonhörern erleichtert uns den Alltag. Heute sind wir viel flexibler Es lohnt sich, sich frühzeitig mit der Umstellung auf eine moderne
und auch professioneller unterwegs. Swisscom kümmert sich um den Be Kommunikationsanlage auseinanderzusetzen. Bei uns bildet sie
trieb und die Wartung der Anlage. Wir kümmern uns um unsere Kunden. das Herzstück des Betriebs. Steht sie still, geht nichts mehr. Wir ha
ben uns daher entschieden, die Initiative zu ergreifen, bevor es so
Welche Probleme mussten oder müssen Sie noch lösen? weit kommt. Im Nachhinein hatten wir Glück, dass die alte Anlage
Die Umstellung erfolgte überraschend unspektakulär. Der Techniker so lange durchgehalten hatte.
16 All IP«Qualität steht und fällt mit der Internetverbindung»
Podium
Welche Möglichkeiten erhoffen Sie sich vom Wechsel
Sven Leutenegger auf All-IP?
Leiter IT und Logistik, Aufgrund der vollautomatischen Konfiguration der Endgeräte sowie
Weber Bekleidung der webbasierten Administration sämtlicher Standorte verliert die
Voice-Thematik stark an Komplexität und gewinnt an Flexibilität.
Die Konsolidierung der Telefonie mit dem Internetservice steigert
den Kosten-Nutzen-Faktor deutlich.
Welche Probleme mussten oder müssen Sie noch lösen?
Bitte beschreiben Sie kurz Ihr Projekt. Der Service läuft so weit einwandfrei. Hinsichtlich der Lifttalarm
Sven Leutenegger: Weber Bekleidung möchte die Kostenstruktur, systeme sowie der Frankiermaschinen muss aber noch bis Ende
den administrativen Aufwand sowie den Funktionsumfang der Kom 2017 eine Lösung gefunden werden.
munikation vom Hauptsitz in St. Gallen mit den 16 Filialen optimie
ren. Es soll dabei auf eine Vereinheitlichung der Telefoniesysteme Was raten Sie anderen Unternehmen, die noch vor der
inklusive deren Administration und Verwaltung von etwa 70 bis 80 Umstellung stehen?
Endgeräten geachtet werden. Auf folgenden Eckpunkten liegt der Die Verfügbarkeit sowie die Qualität der VoIP-Dienste steht und fällt
Schwerpunkt des Projekts: Senkung der Fixkosten, reibungsloser mit der Internetverbindung. Daher empfehlen wir aus unserer Erfah
Ablauf bei einer möglichen Umstellung, zukunftsorientierte Kommu rung, die Voice- und Internetdienstleistungen von demselben Provi
nikationslösung (ausbaufähig), Vereinfachung der Administration der zu beziehen. Mit einer Ansprechperson können Probleme
und des technischen Supports. schnell, effizient und einfach gelöst werden.
«Die Kompatibilität ist nicht gegeben»
Bitte beschreiben Sie kurz Ihr Projekt.
Reto Aus der Au: Die Stadtverwaltung Zürich hat über 3400 her Reto Aus der Au
kömmliche Analog- und ISDN-Anschlüsse an über 600 Standorten. Abteilungsleiter,
Diese werden im Rahmen der All-IP-Initiative der Swisscom schritt Stadt Zürich, Organisation und
weise auf IP-Anschlüsse gewechselt. Wir gehen davon aus, dass wir Informatik
die Mehrheit aller Anschlüsse bis Ende 2017 auf IP migriert oder etwa
durch eine mobile Kommunikationslösung ersetzt haben werden.
Welche Möglichkeiten erhoffen Sie sich vom Wechsel auf All-IP?
Mit All-IP erhoffen wir uns in erster Linie Flexibilität und Kostenein sungen sind für analoge Anschlüsse providergespeist und können
sparungen, da wir mit der neuen Technologie viele heutige Anschlüsse deshalb mit der IP-Technologie nicht mehr in der gleichen Art be
konsolidieren können und sich der Einsatzort flexibel gestalten lässt. trieben werden. Die Kompatibilität mit der IP-Technologie ist nicht
Durch Umkonfiguration des einzelnen IP-Anschlusses kann dieser se ohne Weiteres gegeben. Dies gilt es zu prüfen und neue Lösungen
kundenschnell neu verwendet werden. Dies unterstützt in idealem zu finden.
Masse unsere seit 2009 etablierte VoIP-4-Zuerich-Kommunikations
plattform, mit der die IP-Telefonie in der Stadtverwaltung flächende Was raten Sie anderen Unternehmen, die noch vor der
ckend eingesetzt wird. Mit der kompletten Umstellung auf die IP-Tele Umstellung stehen?
fonie erreichen wir auch eine stärkere Providerunabhängigkeit. Das Thema nicht dem Zufall zu überlassen. Ein strukturiertes und
methodisches Herangehen an diese Thematik ist unerlässlich. Der
Welche Probleme mussten oder müssen Sie noch lösen? Faktor Zeit darf auch nicht vernachlässigt werden. Die Schwierigkeit
Die alte, analoge Technologie besteht, seit Alexander Graham Bell wird nicht sein, moderne Kommunikationslösungen mit IP-An
1876 das erste Telefon in Betrieb nahm. Natürlich sind unsere Sys schlüssen auszurüsten, sondern die Herausforderung liegt bei den
teme nicht mehr aus dieser Epoche. Aber die heute noch eingesetz oben genannten Systemen, die noch alte Technologien verwenden.
ten Faxprotokolle, analoge Modem-Verbindungen von Haustech Möglicherweise müssen diese Lösungen zuerst ersetzt werden, be
niksystemen, einzelne Lifttelefone, Alarmleitungen und weitere Lö vor All-IP realisiert werden kann.
All IP 17«Die Probleme stecken oft im Detail»
Podium
hen verfügbaren Bandbreiten und der hochperformanten Netz
Thomas Meier werkgeräte ist es trotzdem absolut broadcast-tauglich. Alle Un
Leiter Service Center, ternehmenseinheiten der SRG SSR sind über das WAN miteinan
SRG SSR
der verbunden. Das Netz wird zentral betrieben. Somit können
die benötigten Protokolle an jedem Standort über einen freige
schalteten Switch-Port zur Verfügung gestellt werden.
• AoIP wird oft über das Internet zugeführt. Das stellt ein Sicher
heitsrisiko dar. Entsprechend müssen umfangreiche Konzept
arbeiten für eine praktikable IT-Security-Lösung gemacht werden.
Bitte beschreiben Sie kurz Ihr Projekt. Es braucht eine Balance zwischen IT-Security und Usability
Thomas Meier: Weltweit haben die Telekomprovider angekündigt, von AoIP.
ISDN als Service abzuschalten. In der Schweiz tut Swisscom dies • Ausfälle infolge überlasteter Netzabschnitte sind jederzeit
2017. Das zwingt die Broadcaster dazu, neue Technologien einzu möglich. Das fordert das Betriebskonzept: Journalisten und
führen. Audio over IP (AoIP) ist gesetzt. Es gibt keine Alternativen. Kommentatoren müssen über geeignete Back-up-Konzepte und
Basierend auf dem Sip-Standard, der ebenfalls von den Telekom Geräte verfügen. Diese sind technologisch vom Internet zu
providern genutzt wird, baut die SRG SSR einen nationalen neuen trennen.
AoIP-Service auf. Dieser ermöglicht die Zuführung von Live-Kom
• Der Markt bietet wenig wirklich ausgereifte Sip-fähige Geräte
mentaren oder allgemeinen Kommunikationsverbindungen in bester
(Codecs). Trotz gut definierter Standards sind Kompatibilitäts
Broadcast-Qualität.
probleme zu Sip und zu den Codecs an der Tagesordnung. Dies
führt zu einem unschönen Déjà-vu. Schon mit der Einführung von
Welche Möglichkeiten erhoffen Sie sich vom Wechsel auf
ISDN hatten die Broadcaster mit denselben Problemen zu kämp
All-IP?
fen. Die Anbieter von Codes sind vor allem auf der Audio-Seite
Seit einiger Zeit lässt die Servicequalität von ISDN zu wünschen üb
stark. Bei einigen ist das IT-Know-how schlicht und einfach
rig. Das hängt mutmasslich mit der veralteten Technik und, mangels
mangelhaft.
eines grossen Deckungsbeitrags, mit dem geringen Interesse der
• Wahrscheinlich ist das Verkaufsvolumen noch zu klein. Was be
Provider zusammen. Mit AoIP wird demnach eine verbesserte Ser
schafft werden konnte, wurde oft zusammen mit den Lieferanten
vicequalität und eine verbesserte Audioqualität erreicht. Die Zeiten,
funktional optimiert.
in denen Skirennen in Übersee in Telefonqualität (3.4 kHz) kom
mentiert wurden, sollten damit endgültig vorbei sein.
Was raten Sie anderen Unternehmen, die noch vor der
Umstellung stehen?
Welche Probleme mussten oder müssen Sie noch lösen?
Auch wenn in ihrem Umfeld ISDN möglicherweise noch länger in Be
Der Markt bietet zwar den Standard und die dazugehörenden Proto
kolle (Sip, RTP). Der Markt würde auch genügend Sip-Provider bie trieb ist, lohnt es sich, frühzeitig auf AoIP umzustellen. Ob das Sip
ten. Leider fokussieren sich diese auf die reine IP-Telefonie. Die ist oder nicht, möchte ich offen lassen, obwohl es betrieblich ei
Tonqualität reiner Telefonverbindungen ist für Live-Übertragungen gentlich die einzig richtige Alternative zu einer vermittelten ISDN-
zu schlecht. Mangels Sip-Provider für Broadcast ist auch die SRG Verbindung ist. Die Probleme stecken oft im Detail und vor allem im
SSR gezwungen, das entsprechende Know-how und den Service eigenen Haus. Produktionsnetze sind oft sicherheitstechnisch vom
aufzubauen – also faktisch ein Service-Insourcing zu machen. Büronetz abgeschottet. Möglicherweise erzeugt das Routing von
Die Hürden, die dazu zu nehmen waren – und immer noch sind –, Sip und RTP konzeptionell und technisch viel Aufwand. Das braucht
sind vielfältig: Zeit und kostet eventuell auch einiges an Geld. Wer sich also nicht
• Das Know-how über Sip fehlte anfangs gänzlich. Es mussten auf dem linken Fuss überraschen lassen will, der steigt frühzeitig
Partner gesucht werden, die konzeptionell mithelfen konnten, ei ein. Sich auf ganz wenige Codec-Typen und Hersteller zu beschrän
nen professionellen und broadcast-tauglichen Service aufzubau ken, ist wichtig. Standardisieren Sie! Schon mit wenigen Geräten
en. Die Skills der Betriebsmitarbeiter, Techniker und Journalisten werden sie einiges zu tun haben. Gut bedient ist man, wenn nicht
mussten stufengerecht angepasst werden. Das braucht Zeit und auf das neueste Gerät gesetzt wird. Early Follower, statt Early Ad
kostet Geld. aptor ist immer eine gute Strategie. Vergessen Sie den Aufwand für
• Das interne Netz (LAN) ist für den Transport von AoIP zu konzipie das Change-Management nicht! Sie führen nicht einfach ein neues
ren und, wo notwendig, zu dimensionieren. Das Netzwerk der Gerät ein. Die Technologie ist neu. Die Fehlerbilder, die sich manife
SRG SSR hat keinen QoS für AoIP definiert. Aufgrund der sehr ho stieren, sind ganz anders – in Teilen der Anwendung zumindest.
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