MIAD P1 Future Inclusive Warburg - TH OWL

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MIAD P1 Future Inclusive Warburg - TH OWL
MIAD P1 Glossar             Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
                         Inclusive
                         Warburg

                                                                    Glossar
                         Future
                  MIAD
                  P1
MIAD P1 Glossar             Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
MIAD P1 Future Inclusive Warburg - TH OWL
MIAD P1 Glossar
MIAD P1 Glossar

                                                                                                                                   Glossar
                                                          Maximilian Kirchhoff
                                                          Manuel Harder
                                                          Leon Konschake
                                                          Leon Landwehr
                                                          Frauke Fischer
                                                          Jennifer Trabant
                                                          Buket Yoleri
                                                          Viona Marx
                                                          Benedict Neise
                                                          Vitalij Göttmann
                                                          Patrick Müller
                                                          André Popp
                                                          Tatiana Zuchowska
                                                          Ken Tietjen

                                                                                                                                               Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
  Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                          Paul Heistermann
                                                          Regina Klippenstein
                                                          Angelina Oberwittler
                                                          Ruth von Borstel
                                                                                       MIAD P1
                                                          Yasin Kocagöz                FUTURE INCLUSIVE WARBURG

                                                          Lea Husemann                 Wintersemester 20/21
                                                                                       Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
                                                          Jessica Moldenhauer          TH OWL

                                                          Lena Beckervordersandforth
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MIAD P1 Glossar
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                                                            Abstandsflächen. „Die Forderung     Agora Stadtpolitik. Ursprung der De-
                                                            nach einer größeren Dichte im       mokratie Der zentrale Markt- und Ver-
                                                            Städtebau kann durch eine Er-       sammlungsplatz im antiken Griechenland
                                                            höhung der Gebäudetiefe und der     war die Agora. Hier wurden Geschäf-
                                                            Geschosszahl und durch eine Ver-    te ausgehandelt, über die Belange der
                                                            ringerung der Gebäudeabstände       Stadt und des Staates debatiert und
                                                            erreicht werden. Dies kann al-      Politik gemacht. Auch wenn das heute
                                                            lerdings zu Belichtungsnachtei-     zwischen Konsum und Unterhaltung oft
                                                            len in Gebäuden und auf Freiflä-    in Vergessenheit gerät: Die zentralen
                                                            chen führen.“ (Raumpilot, 2012)     Plätze einer Stadt dienen auch dazu,
                                                            Somit sind Abstandsflächen unab-    demokratische Rechte wahrzunehmen und

                                                        A
                                                            dingbar wenn es um die Bebauung     städtisches Leben zu fördern. Die
                                                            von Flächen geht. Die Tiefen der    Idee der Agora, des zentralen Versamm-
                                                            Abstandsflächen werden durch die    lungsortes, als Ort der politischen
                                                            Außenwandhöhen bestimmt. Die Mus-   Diskussion wird in verschiedenen Be-
                                                            terbauordnung (MBO) schlägt 0,4 x   teiligungsformaten (Beteiligung) als
                                                            H vor, dabei muss sie mindestens    Sinnbild genutzt: ein kollektiv gebau-
                                                            3 m betragen. In Gewerbegebieten    tes und variabel einsetzbares Amphi-
                                                            genügt 0,2 x H (min. 3 m).          theater aus Podesten, auf Rollen oder
                                                                                                ein fexibles Forum, das zu Diskussio-
                                                                                                nen und Verhandlungen anregt.

                                                                                                Akustische Signale. Damit sehbehinder-
                                                                                                te und blinde Menschen sich besser im
                                                                                                Straßenverkehr und im öffetnlichen Raum
                                                                                                zurecht finden, sind akustische Signale
                                                            Agenda 2030. Hierbei handelt es
                                                                                                wichtige Orientierungspunkte.
                                                            sich um ein Aktionsprogramm, wel-
                                                            ches durch die Weltgemeinschaft
                                                            verhandelt und verabschiedet wur-
                                                            de, mit dem Ziel, eine soziale,
                                                            wirtschaftliche und ökologisch
                                                            nachhaltige Entwicklung zu ermög-
                                                            lichen. Die 17 Ziele (Substainab-
                                                            le Goals, SDGs) gelten universal
                                                            und für alle Länder gleicherma-
                                                            ßen. Aus den Zielen können die
                                                            entsprechenden Schlüsselmaßnahmen
                                                            individuell entwickelt werden.
                                                                                                Allmende. Abgeleitet vom mittelhoch-
                                                                                                deutschen „algemeinde“, englisch „Com-

                                                                                                                                          Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                                                                mons“; Die Allmende umfasste einst
                                                                                                sämtliche gemeinschaftlich genutzten
                                                                                                Weiden, Wälder, Wiesen, Heiden, Stein-
                                                                                                brüche, Moore, Fisch- und Jagdgründe
                                                                                                innerhalb der Dorfgemarkung. Belegt
                                                                                                ist die Allmende seit dem 10. Jahrhun-
                                                                                                dert; möglicherweise gab es sie aber
                                                                                                schon zu Beginn der christlichen Zeit-
                                                                                                rechnung in Urformen der germanischen
                                                            Agglomerationslage. Bezeich-
                                                                                                Landnutzung und im antiken Griechen-
                                                            net den allgemeinen großflächigen
                                                                                                land. Außer in einigen Bergregionen
                                                            Vorgang der Verdichtung und die
                                                                                                gibt es die Allmende nach historischem
                                                            regionale Konzentration von Be-
                                                                                                Vorbild in Europa heute nicht mehr.
                                                            völkerung, Wohngebäuden, Arbeits-
                                                                                                In der Schweiz gibt es ehemalige All-
                                                            plätzen, Betriebsstätten, Inf-
                                                                                                menden, die heute im Besitz der Bür-
                                                            rastruktur mit den dazugehörigen
                                                                                                gergemeinden sind. Allmen werden auch
                                                            sozioökonomischen und räumlichen
                                                                                                heute noch vielerorts genossenschaft-
                                                            Verflechtungen.
                                                                                                lich, also im Sinne der Allmende be-
                                                                                                wirtschaftet.

                                                                                            - 7 -
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MIAD P1 Glossar
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                                                        Altlasten. Abfall- und Schadstoff-    Arrondierung kann der Verbesserung        Ausgleichsfläche. Durch die Pla-      Es gibt allerdings Ausnahmen, bei de-
                                                        ablagerungen, verursacht durch        des Grenzverlaufs dienen, der besse-      nung und Ausweisung von Baugebie-     nen jedoch darauf geachtet werden muss
                                                        Produktionsverfahren, unsachge-       ren Nutzung bereits vorhandener Infra-    ten werden Bereiche von Natur und     die Bodenversiegelung so gering wie
                                                        mäße Lagerung oder Emissionen;        struktur (Erschließung, Wege, Kanali-     Landschaft in Anspruch genommen.      möglich zu halten. Zu diesen Ausnahmen
                                                        meist mit Boden- und Grundwas-        sation, etc.) oder grundsätzlich den      Dadurch gehen ökologische Quali-      gehören beispielsweise Gebäude garten-
                                                        serverunreinigungen verbunden. Um     Wert des ursprünglichen Grundstückes      täten verloren, weswegen der Ge-      bauliche Erzeugung, forstwirtschaftli-
                                                        Altlasten nach den Bundesboden-       durch die größere Fläche vermehren.       setzgeber einen Ausgleich fordert,    cher Betriebe, oder für die öffentli-
                                                        schutzgesetz (BbodSchG) handelt                                                 z.B. durch das Anlegen eines Bio-     che Versorgung. Ist der ursprüngliche
                                                        es sich, wenn durch Altablagerun-                                               tops.                                 Zweck des Gebäudes beendet, so muss
                                                        gen und Altstandorte schädliche                                                                                       das Gebäude wieder zurückgebaut wer-
                                                        Bodenveränderungen oder sonstige                                                Außenbereich. Als Außenbereich        den.
                                                        Gefahren für den einzelnen oder                                                 werden nach BauGB §35 alle Flä-
                                                        die Allgemeinheit hervorgeru-                                                   chen bezeichnet, die außerhalb
                                                        fen werden. Je nach angestrebter                                                von im Zusammenhang bebauten
                                                        Folgenutzung dieser Flächen bzw.                                                Ortsteilen liegen. Im Außenbe-
                                                        bei einer direkten Gefährdung von                                               reich einer Stadt darf grundsätz-
                                                        Schutzgütern wie Grundwasser oder     Artenschutz. Schutz und Pflege der ge-    lich nicht gebaut werden, um die
                                                        Menschen sind Maßnahmen bei Alt-      fährdeten oder vom Aussterben bedroh-     Natur vor Landschaftszersiedelung
                                                        lastenflächen erforderlich (z.B.      ten Pflanzen- und Tierarten.              und damit einhergehenden Eingrif-
                                                        Bodenaustausch, Versiegelung der      Schutzmaßnahmen für besonders ge-         fen in die Natur zu schützen.
                                                        betroffenen Flächen.)                 schützte Arten sind weitgehende Be-       Es gibt allerdings Ausnahmen,
                                                                                              sitz-, Vermarktungs- und sonstige Ver-    bei denen jedoch darauf geachtet
                                                        Aneignung. Verantwortung und Pro-     kehrsverbote.                             werden muss die Bodenversiegelung
                                                        test Die bewusste und regelmäßi-                                                so gering wie möglich zu halten.
                                                        ge Nutzung eines Ortes innerhalb      Artenvielfalt. Ein Maß für die Viel-      Zu diesen Ausnahmen gehören bei-
                                                        oder auch außerhalb der geltenden     falt der biologischen Arten innerhalb     spielsweise Gebäude gartenbauli-
                                                        Regeln nennt man Aneignung. Der       eines Lebensraumes, Ökosystems oder       che Erzeugung, forstwirtschaft-
                                                        Begrif der Aneignung verknüpft        geographischen Gebietes. Somit für die    licher Betriebe, oder für die
                                                        die Begrife „Ermächtigung“, „Be-      Vielfalt von Flora und Fauna. Sie ist     öffentliche Versorgung. Ist der
                                                        setzen“ und „Benutzen“, indem die     ein Maß für die Charakterisierung der     ursprüngliche Zweck des Gebäudes
                                                        Nutzerinnen und Nutzer selbst         Biodiversität eines Gebietes.             beendet, so muss das Gebäude wie-
                                                        über die Art und Weise des Ge-        Vgl.→ https://www.biologie-seite.de/      der zurückgebaut werden.
                                                        brauchs und der alltäglichen Nut-     Biologie/Artenvielfalt
                                                        zung des Ortes bestimmen. Aneig-                                                Autofreie Stadt. Ein Bereich in
                                                        nung bedeutet oft mehr als zu         Artsy Spaces. Einheimische oder exter-    einer der Stadt in denen kein
                                                        protestieren oder Forderungen zu      ne Künstler können das Stadtbild an       motorisierter Individualver-
                                                        stellen. Denn wer sich etwas          bestimmten Orten verbessern und diese     kehr zugelassen ist. Somit werden
                                                        aneignet, entscheidet sich be-        individuell zu einem temporären Wahr-     Straßen und großflächige Parkplät-
                                                        wusst für eine Handlung, setzt        zeichen oder Ausstellung kreieren.        ze als Fläche für die Menschen
                                                        sich aktiv für etwas ein, über-                                                 wieder zurückzugeben, wie zuvor,
                                                        nimmt Verantwortung und wendet                                                  als der motorisierte Verkehr die

                                                                                                                                                                                                                       Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                        Zeit und Mühe auf. Die Aneig-                                                   Stadt noch nicht dominiert hat.
                                                        nung ist eine spezielle Form von                                                Straßen können durch z.B. Wege
                                                        Mitwirkung (Beteiligung) an der                                                 für den Langsamverkehr, Grünfläche
                                                        Gestaltung der Stadt und spielt                                                 oder mehr Wohnraum ersetzt wer-
                                                        auch in der Diskussion rund um die                                              den. Dies erfordert jedoch eine
                                                        Gemeingüter eine zentrale Rolle.                                                sehr stark ausgebaute Infrastruk-
                                                        Im räumlichen Kontext spricht man     Photo: Alamy → https://traveler.mar-      tur, damit die Bewohner alles Nö-
                                                        auch von „Mikro-Intervention“,        riott.com/portland/portland-instagram-    tige erreichen können.
                                                        „sozialräumlicher Aneignung“ oder     tips/
                                                        „wildem Urbanisieren“. Eine le-                                                 Außenbereich. Als Außenbereich
                                                        bendige Stadt sollte viele Mög-       Ausgleich. Auf den Naturhaushalt und      werden nach BauGB §35 alle Flä-
                                                        lichkeiten zur Aneignung bieten.      das Landschaftsbild bezogene Maßnahme,    chen bezeichnet, die außerhalb
                                                                                              die zielgerichtet nach Umfang, funkti-    von im Zusammenhang bebauten
                                                        Arrondierung. Unter Arrondierung      onalem Zusammenhang und Art, die durch    Ortsteilen liegen. Im Außenbe-
                                                        (Abrundung) versteht man u.a.         einen Eingriff beeinträchtigten Funkti-   reich einer Stadt darf grundsätz-
                                                        den Einbezug an ein bestimmtes        onen des Landschaftsbildes in gleich-     lich nicht gebaut werden, um die
                                                        angrenzender Flächen zu diesem        artiger Weise wiederherzustellen. Es      Natur vor Landschaftszersiedelung
                                                        Grundstück dergestalt, dass eine      soll nach Möglichkeit ein gleichwerti-    und damit einhergehenden Eingrif-
                                                        kürzere Außengrenze entsteht.         ger Lebensraum geschaffen werden.         fen in die Natur zu schützen.

                                                                                             - 8 -                                                                           - 9 -
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                                                            Bauleitplanung. Bauleitpläne im         Umwelt zu ermöglichen.
                                                            Sinne des Baugesetzbuches (BauGB)       „So ist mittlerweile bekannt, dass
                                                            sind eine vorausschauende Ordnung       eine barrierefrei zugängliche Umwelt
                                                            der städtebaulichen Entwicklung         für etwa 10 Prozent der Bevölkerung
                                                            durch Regelungen zu den bauli-          zwingend erforderlich, für 30 bis 40
                                                            chen und sonstigen Nutzungen von        Prozent notwendig und für 100 Prozent
                                                            Grundstücken. Es wird unterschie-       komfortabel ist und ein Qualitätsmerk-
                                                            den zwischen dem Flächennutzungs-       mal darstellt.“ (Neumann, Peter, in:
                                                            plan (FNP), als vorbereitender          ECA Europäisches Konzept für Zugäng-
                                                            Bauleitplan und dem Bebauungsplan       lichkeit. Berlin 2005)
                                                            (B-Plan), als verbindlicher Bau-        Mit dem Konzept → „Design für Alle“

                                                        B
                                                            leitplan.                               wurde der Begriff der Barrierefreiheit
                                                                                                    umfassender definiert. Damit beeinhal-
                                                                                                    tet das Konzept nicht nur Menschen mit
                                                                                                    Beeinträchtigungen, sondern alle Men-
                                                                                                    schen unabhängig von Alter, Herkunft,
                                                                                                    Bildungsstand sowie ökonomischen und
                                                                                                    sozialen Hintergrund (Vgl. www.dguv.
                                                                                                    de/barrierefrei).

                                                            Bauliche Umwelt. Alle öffentli-
                                                            chen oder privaten Räume oder
                                                            Einrichtungen, welche von Men-
                                                            schen für Menschen gestaltet wur-
                                                            den, werden als bauliche Umwelt
                                                            bezeichnet. (S. Weiß, M. Dril-
                                                            ling, D. Blumer)

                                                            Barrierefreiheit. Barrierefrei-
                                                            heit beschreibt die Sicherung
                                                            der Erschließung aller gestalte-
                                                            ten Lebensbereiche, wodurch eine
                                                                                                    Barrierefrei/arm. (BN) Der Begriff
                                                            uneingeschränkte Nutzungschance
                                                                                                    Barrierefreiheit wird in Deutschland
                                                            für jeden Menschen gewährleistet
                                                                                                    nicht einheitlich verwendet. Nach dem
                                                            wird, egal in welcher physischen
                                                                                                    Behindertengleichstellungsgesetz (BGG)
                                                            Verfassung der Mensch sich befin-
                                                                                                    spricht man von Barrierefreiheit, wenn
                                                            det. (BGG §4)
                                                                                                    Menschen mit und ohne Behinderung eine
                                                                                                    von Menschen gestaltete Umwelt glei-
                                                            Barrierefreiheit.(BV) Die Gestal-

                                                                                                                                             Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                                                                    chermaßen nutzen können. In diesem
                                                            tung einer Umwelt, welche für
                                                                                                    Sinne bedeutet Barrierefreiheit eine
                                                            Menschen mit Beeinträchtigungen
                                                                                                    allgemeine Gestaltung für einen un-
                                                            zugänglich und nutzbar ist. Dabei
                                                                                                    bestimmten Personenkreis. Da es nur
                                                            geht es, neben dem barrierefrei-
                                                                                                    um Gestaltungen geht, die der Mensch
                                                            en Wohnen auch um eine uneinge-
                                                                                                    vornimmt, bezieht sich Barrierefrei-
                                                            schränkte Nutzung und Zugänglich-
                                                                                                    heit zum Beispiel nicht auf die Natur,
                                                            keit von öffentlichen Gebäuden,
                                                                                                    die bewusst unberührt bleiben soll.
                                                            Wegen und Plätzen.
                                                                                                    Von Barrierefreiheit spricht man zum
                                                                                                    Teil auch dann, wenn man individuel-
                                                            Barrierefreiheit II. im traditio-
                                                                                                    le Barrieren abbauen möchte und diese
                                                            nellen Sinn, bezeichnet eine Ge-
                                                                                                    auf eine bestimmte Person bezogen sind
                                                            staltung der Umwelt, so dass diese
                                                            auch von Menschen mit Beeinträch-       – also auf bekannte Nutzerinnen und
                                                            tigungen ohne zusätzliche Hilfen        Nutzer. Auch den Abbau von Vorurteilen
                                                            genutzt und wahrgenommen werden         zählt man teilweise zum Begriff Barri-
                                                            kann. Ziel ist es, Personen mit         erefreiheit.
                                                            körperlichen oder geistigen Han-
                                                            dicaps eine Zugänglichkeit und          Barrierefreies Bauen. Von Barriere-
                                                            Benutzbarkeit der sie umgebenen         freiheit spricht man, wenn bauliche

                                                                                                - 11 -
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MIAD P1 Glossar
MIAD P1 Glossar

                                                        und sonstige Anlagen und Freiräu-     sierung und Umsetzung. Dabei kann auf     auf einem statisch abgeschlosse-       Brache. Eine Fläche, welche über einen
                                                        me für Menschen mit Behinderun-       individuelle Interessen eingegangen       nen Gebiet. Sie ergibt sich aus        längeren Zeitraum sich selbst über-
                                                        gen in der allgemeinen üblichen       werden und ein Feedback zur Planung       der Zahl der Geburten und Ster-        lassen wurde und so nicht mehr ihrer
                                                        Weisen, ohne besondere Erschwer-      gegeben werden.                           befällen sowie der Zuzüge und          ursprünglichen Zweckbestimmung nach
                                                        nis und grundsätzlich ohne fremde                                               Fortzüge. Je nach dem Vorzei-          genutzt wurde.
                                                        Hilfe auffindbar, zugänglich und      Beteiligungsprozess. Eine transparente    chen des Gesamtsaldos spricht man
                                                        nutzbar sind.                         Einbindung von unterschiedlichen Ak-      von Bevölkerungswachstum bzw. Be
                                                                                              teuren in den Planungsprozess, um zu      völkerungsrückgang.
                                                                                              einer Gebietsentwicklung mit tragfähi-
                                                                                              gen und angepassten Lösungen beizutra-
                                                                                              gen.

                                                                                              Bespielbare Flächen. Bereiche, Plät-
                                                                                              ze und Flächen, die in der Stadt frei
                                                                                              genutzt werden können. Diese sind frei
                                                        Bebauungsplan. Ein Gemeinde-          in ihrer Nutzung und Definition. Dort
                                                        beschluss - dieser regelt in          kann Kunst ausgestellt werden, eine
                                                        Deutschland die Art und Weise der     Veranstaltungsfläche könnte entstehen,
                                                        möglichen Bebauung von Grundstü-      sowie ein öffentlicher Raum um sich zu
                                                        cken, sowie die Nutzung der frei      begegnen.
                                                        zu haltenden Flächen.                                                           Bürger Dialog. Eine öffentliche
                                                        Dazu ist es ein Baurecht und                                                    Veranstaltung, an welche sich Bür-
                                                        rechtsverbindlich.                                                              ger beteiligen können. Bestand-
                                                        Zum Beispiel kann dort festge-                                                  teile hierbei können die Erstel-
                                                        setzt werden: Art und Maß der                                                   lung von formulierten Leitbildern
                                                        baulichen Nutzung, Größe der                                                    und Zielvorstellungen sein, wel-
                                                        Baugrundstücke, Verkehrsflächen,                                                che für das spätere Quartier dis-
                                                        Flächen für Land- und Forst-                                                    kutiert und bei Bedarf angepasst
                                                        wirtschaft, für Gemeinbedarf und                                                werden können. Ziel ist es ein
                                                        Sport- und Spielanlagen, höchst-                                                strategisches Grundkonzept für
                                                        zulässige Zahl der Wohnungen in       Bewegungsflächen. Barrierefreie Bewe-
                                                                                                                                        die städtebauliche, funktionale
                                                        Wohngebäuden etc.                     gungsflächen müssen ohne Richtungsände-
                                                                                                                                        sowie soziale Entwicklung zu ent-
                                                        Vgl. → https://wirtschaftslexi-       rung bei einer Länge von bis zu 6,00m
                                                                                                                                        werfen.
                                                        kon.gabler.de/definition/bebau-       mindestens 1,20m breit sein und bei
                                                        ungsplan-30448                        einer Länge von bis zu 15,00m mindes-
                                                                                              tens 1,50m breit. Mit Richtungsände-
                                                        Begegnungsort. Der Begriff be-        rung sollen Bewegungsflächen mindestens
                                                        schreibt einen meist lokalen, be-     1,50m x 1,50m groß sein. Nach hölchs-
                                                        grenzten Platz der zum Zusammen-      tens 15m sind Begegnungsflächen zum
                                                        treffen von Personen, aber auch       Ausweichen sich begegnender Rollstuhl-
                                                        zur Austragung sportlicher Wett-      fahrer von mindestens 1,80m x 1,80m
                                                        kämpfe genutzt werden kann. (Kom-     vorzusehen.

                                                                                                                                                                                                                        Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                        plementär Begriff zu dem Rückzugs-    Das Längsgefälle von Gehwegen und Er-
                                                        ort).                                 schließungsflächen darf bis zu 3% be-
                                                        Das zu planende Quartier soll-        tragen oder bis zu 6%, wenn in Abstän-
                                                        te ein besonderes Augenmerk auf       den von höchstens 10m Zwischenpodeste
                                                        inklusive Begegnungsorte in Form      mit einem Längsgefälle von 3% anzu-
                                                        von multifunktionalen Grün und        ordnen sind. Die Querneigung darf 2,5%
                                                                                              betragen.                                 Biotop. Eine Lebensgemeinschaft
                                                        Freiflächen legen. In Kombinati-
                                                                                                                                        von bestimmten Pflanzen- oder Tier-
                                                        on mit der Schaffung überregional
                                                                                                                                        arten in einem abgrenzbarem Ge-
                                                        relevanten Kultureinrichtungen
                                                                                                                                        biet.
                                                        wird das Zusammentreffen unter-
                                                        schiedlichster Bevölkerungsgrup-
                                                                                                                                        Brandschutz. Maßnahmen, die der
                                                        pen (städtische/ ländliche) er-
                                                                                                                                        Entstehung und Ausbreitung eines
                                                        leichtert.
                                                                                                                                        Brandes ( Feuer und Rauch ) vor-
                                                                                                                                        beugen - Brandverhütung. Dazu ge-
                                                        Beteiligung. Die Beteiligung der
                                                                                                                                        hört noch die Rettung von Menschen
                                                        Gesellschaft und Anwohner an ge-
                                                                                                                                        und Tieren sowie Löscharbeiten bei
                                                        sellschaftlichen Plänen für die
                                                                                              Bevölkerungsbewegung. Beschreibt die      Bränden.
                                                        gegenseitige Unterstützung, Reali-
                                                                                              Entwicklung der Zahl der Einwohner

                                                                                             - 12 -                                                                           - 13 -
MIAD P1 Future Inclusive Warburg - TH OWL
MIAD P1 Glossar
MIAD P1 Glossar

                                                            Chancengleichheit. Jeder Mensch,
                                                            so individuell wie er ist, hat
                                                            die gleiche Chance etwas erfolg-
                                                            reich zu absolvieren, wie jeder
                                                            andere Mensch auch.

                                                        C
                                                            Co-City Protocol. Spielregeln für
                                                            eine Stadt als Gemeingut
                                                            Ein Co-City Protocol ist eine
                                                            Methode, die ursprünglich aus
                                                            Italienstammt und Stadtmachern
                                                            hilft, „ihre“ Stadt selbst zu ge-
                                                            stalten beziehungsweise sie darin
                                                            unterstützt, mehr Gemeingüter zu
                                                            schafen. Das Co-City Protocol
                                                            defniert Schnittstellen für die
                                                            Kooperation zwischen Verwaltung,
                                                            Wissenschaft und zivilgesell-
                                                            schaftlichen Initiativen. Der
                                                            Prozessablauf (Protocol) besteht
                                                            aus sechs aufeinanderfolgenden
                                                            Schritten, die einen Co-City
                                                            Kreislauf bilden. Zunächst wird
                                                            „einfach geredet“, um Probleme
                                                            und Herausforderungen zu ermi-
                                                            teln. Mit der gemeinsamen Suche
                                                            nach potentiellen Gemeingütern
                                                            und dem Sichtbarmachen lokaler
                                                            Netzwerke und Akteure geht es
                                                            weiter. In der driten Phase, dem
                                                            Ausprobieren, wird ein „Kolla-

                                                                                                         Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                            borations-Camp“ veranstaltet, in
                                                            demdie Akteure gemeinsame Inter-
                                                            essen defnieren und neue Formen
                                                            der Zusammenarbeit erproben kön-
                                                            nen. Die folgende „Prototyping-
                                                            Phase“ fokussiert eine Neuordnung
                                                            der Governance, um selbstorgani-
                                                            sierte und gemeinwohlorientier-
                                                            te Projekte bestmöglich zu un-
                                                            terstützen. Nach einer Testphase
                                                            wird schließlich ein Modell für
                                                            das zukünftige Gemeinschafen for-
                                                            muliert. Ein Co-City Protocol
                                                            ist somit Aktionsplan und Werk-
                                                            zeug zugleich.

                                                                                                - 15 -
MIAD P1 Future Inclusive Warburg - TH OWL
MIAD P1 Glossar
MIAD P1 Glossar

                                                            Daseinsvorsorge. Daseinsvorsor-       Demografischer Wandel Der demografi-
                                                            ge beinhaltet die Versorgung der      sche Wandel bezeichnet die Veränderun-
                                                            Bevölkerung mit existenziellen        gen in der Bevölkerungsentwicklung im
                                                            Gütern und Dienstleistungen, die      Hinblick auf die Altersstruktur. Die
                                                            unter Beachtung der zeitbezoge-       Entwicklung wird durch folgende Fak-
                                                            nen Rahmenbedingungen zu definieren   toren beeinflusst: Sterblichkeits- und
                                                            sind. Zur Grundversorgung, auf die    Geburtenrate sowie Zu- und Abwande-
                                                            die Bürgerinnen und Bürger einen      rung.Aufgrund der ständigen Verände-
                                                            Anspruch haben bzw. zu der eine       rungen stellt der Demografische Wandel
                                                            Kommune verpflichtet ist, gehören     eine Herausforderung für ein inklusi-
                                                            z.B. Energieversorgung, Abwasse-      ves Stadtquartier dar.Ein inklusives

                                                        D
                                                            rentsorgung/Wasserversorgung, Te-     Stadtquartier sollte deshalb flexibel
                                                            lekommunikation, Post, öffentliche    sein (z.B. durch generationenübergrei-
                                                            Sicherheit, Wohnungswirtschaft,       fende Wohnprojekte), so dass dort ein
                                                            Gesundheit, Kultur und Bildung.       lebenslanges Wohnen möglich ist.
                                                            Ziel der Daseinsvorsorge ist es,
                                                            dass jeder die gleichen Chancen       Design für alle. Design für alle be-
                                                            bekommt, um am öffentlichen Leben     schreibt einen Gestaltungsprozess, der
                                                            teilzunehmen.(Quelle: Deutsches       darauf abziehlt Zugänglichkeit, Nutz-
                                                            Institut für Urbanistik)              barkeit und Erlebbarkeit für möglichst
                                                                                                  alle Menschen zu erreichen. Dies bedeu-
                                                                                                  tet, dass die gebaute Umwelt, Produkte
                                                                                                  und Dienstleistungen so gestaltet sein
                                                                                                  sollen, dass die Bandbreite menschli-
                                                                                                  cher Fähigkeiten, Fertigkeiten, Bedürf-
                                                                                                  nisse und Vorlieben berücksichtigen,
                                                                                                  ohne Nutzer durch Speziallösungen zu

                                                                                       +
                                                                                                  stigmatisieren.

                                                                                                  Das in Deutschland etablierte Konzept
                                                                                                  der → Barrierefreiheit bezog sich ur-
                                                                                                  sprünglich auf die gleichberechtigte
                                                                                                  Teilhabe behinderter Menschen am ge-
                                                                                                  sellschaftlichen Leben und wurde erst
                                                                                                  später auch auf andere Zielgruppen
                                                                                                  ausgedehnt. Das Konzept des Design für
                                                                                                  Alle zielt dagegen von Anfang an auf
                                                                                                  eine Inklusion aller potenziellen Nut-
                                                                                                  zer in Bezug auf die Gestaltung unserer
                                                            Denkmalschutz. Kulturgutschutz.       Umwelt sowie die Teilnahme an wirt-
                                                            Es dient dem Schutz von Kultur-       schaftlichen, sozialen, kulturellen und
                                                                                                  Freizeitaktivitäten ab.

                                                                                                                                            Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                            denkmälern und kulturhistorisch
                                                            relevanten Bauwerken und dazu-
                                                            gehörigen Anlagen. Ziel ist es,       Neben Design für Alle und Barriere-
                                                            dass Denkmale dauerhaft erhalten      freiheit existieren noch weitere Kon-
                                                            und nicht verfälscht, beeinträch-     zepte, die ähnliche Ziele verfolgen,
                                                            tigt, beschädigt oder zerstört        wie Universal Design (USA, Japan) oder
                                                            werden. Maßnahmen, notwendige Er-     Inclusive Design (UK)(vgl. https://www.
                                                            und Unterhaltung von Kulturdenk-      design-fuer-alle.de/design-fuer-alle).
                                                            malen.
                                                            Vgl. → https://www.berlin.de/ba-
                                                            neukoelln/politik-und-verwaltung/
                                                            aemter/stadtentwicklungsamt/denk-
                                                            malschutz/artikel.292900.php

                                                                                             - 17 -
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MIAD P1 Glossar
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                                                        Diversität. Jeder Mensch ist in-
                                                        dividuell, dadurch entsteht eine
                                                        vielflätige, unterschiedliche Ge-
                                                        sellschaft.

                                                        Dreifelderwirtschaft. Bei der
                                                        Dreifelderwirtschaft wird das
                                                        Ackerland eines Dorfs dreige-
                                                        teilt. Auf einem Feld wird Win-
                                                        tergetreide, auf einem anderen
                                                        Sommergetreide angebaut, das
                                                        dritte bleibt ungenutzt(Brache.

                                                        Dritte Orte. Einfach sein – ohne
                                                        Konsumzwang- Dritte Orte sind of-
                                                        fene Orte für alle. Sie sind weder
                                                        das Zuhause noch der Arbeitsort
                                                        und laden zum Verweilen ein. Sie
                                                        sind in ihren Nutzungsmöglichkei-
                                                        ten offen, bieten Raum für Kommu-
                                                        nikation und Unvorhergesehenes.
                                                        Jenseits traditioneller Driter
                                                        Orte wie etwa Bibliotheken, Knei-
                                                        pen oder der Dorfbäckerei, stel-
                                                        len viele
                                                        soziokulturelle Projekte oder
                                                        Immovielien eine neue Katego-
                                                        rie dieser Dritten Orte dar. Das
                                                        Selbstgemachte und der persönli-
                                                        che Einsatz Vieler wirken ein-
                                                        ladend und niedrigschwellig. Sie
                                                        ermöglichen das Zusammenkommen
                                                        von Menschen unterschiedlichen

                                                                                                               Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                        Alters und sozialer Milieus – un-
                                                        abhängig von gesellschaftlichen
                                                        Rollen oder Status. Dritte Orte
                                                        sollten im Sinne des Gemeinwohls
                                                        frei von Verwertungsinteressen
                                                        und Konsumzwang entstehen.

                                                                                             - 18 -   - 19 -
MIAD P1 Future Inclusive Warburg - TH OWL
MIAD P1 Glossar
MIAD P1 Glossar

                                                            Emittent. Anlagen die durch Lärm,      fen, Schnellstraßen, Landstraßen und
                                                            Geruch, Stoffe oder Erschütterungen    Zugstrecken. Diese ermöglichen, dass
                                                            einen schädlichen Einfluss auf die     Städte miteinander interagieren kön-
                                                            Umwelt haben. Dazu können Indust-      nen. Erschließung im zweiten Sinne
                                                            rie- und Gewerbebetriebe zählen,       sind unbebaute rohe Flächen für den
                                                            doch auch Fahrzeuge oder Müllver-      Ausbau vorbereiten - Kanalanschlüsse,
                                                            brennungsanlagen.                      Stromversorgung und Heizanschlüsse le-
                                                                                                   gen, sowie die Erreichbarkeit gewähr-
                                                                                                   leisten.

                                                                                                   Einbindung. Möglichkeiten verschiedene

                                                        E
                                                                                                   Menschengruppen zusammen zu bringen.
                                                                                                   Personen ins Leben wieder einzuglie-
                                                                                                   dern, ein Gefühl der Zusammengehörig-
                                                                                                   keit entstehen zu lassen.

                                                                                                   Exklusion. Der Prozess der Exklusion
                                                                                                   geht auch (wie die Integration) von
                                                                                                   einer Gesellschaft als recht homogene
                                                                                                   Gruppe aus, die allerdings die klei-
                                                            Energiewende. bezeichnet den Über-     ne Außengruppe nicht in das bestehende
                                                            gang der Nutzung von fossilen          System aufnimmt, sondern diese Gruppe
                                                            Energieträgern wie Kohle, Öl und       durch ihre Unterschiedlichkeit zu der
                                                            Gas, hin zu erneuerbaren Energi-       eigenen Gruppe ausgrenzt.
                                                            en wie Wind-, Wasser-, Sonnen-,
                                                            Bio-, oder Geothermischer Energie.     extensiv. Geringe Nutzung, Ausnutzung
                                                            Die Energiewende soll das postfos-     oder Benutzung einer landwirtschaftli-
                                                            sile Zeitalter einläuten, also den     chen oder Erholungsfläche; Gegensatz zu
                                                            Zeitraum in dem keine fossilien        intensiv.
                                                            Energieträger mehr benötigt wer-
                                                            den.

                                                            Fossile Energieträger zeichnen
                                                            sich durch eine nicht-nachhaltige
                                                            Nutzung aus und belasten die Atmo-
                                                            sphäre durch klimaschädliche Stof-
                                                            fe, wie Kohlendioxid und Methan.
                                                            Diese, als Treibhausgase bezeich-
                                                            neten Stoffe fördern die globale
                                                            Erwärmung.

                                                                                                                                             Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                            Emissionen. Geräusche, Wärme,
                                                            Strahlungen, Erschütterungen und
                                                            Luftverurnreinigungen, welche
                                                            Einwirkungen auf Mensch und Öko-
                                                            system ausüben.

                                                            Erschließung. Die Anbindung von
                                                            Städten an bestehende Ausbaunet-
                                                            ze, wie z.B Autobahnen, Flughä-

                                                                                               - 21 -
MIAD P1 Glossar
MIAD P1 Glossar

                                                            Fauna. Tierarten.                     Flora. Bezeichnet wird der Bestand an
                                                            Es bezeichnet die Gesamtheit al-      Pflanzen, wie z.B. Familien, Gattungen
                                                            ler natürlich vorkommenden Tiere      und Arten einer bestimmten Region.
                                                            in einem Gebiet.
                                                                                                  Freiraum.(BN) Der Begriff beschreibt
                                                            Flächennutzungsplan(FNP). Enthält     alle nicht durch Gebäude bebauten Flä-
                                                            Festsetzungen zur baulichen Nut-      chen und umfasst sowohl Gärten, Stra-
                                                            zung (Wohnbau- und Gewerbeflächen,    ßen, Plätze, Parkanlagen und Friedhöfe
                                                            Flächen des Gemeinbedarfs sowie       als auch Gewässer, Wälder und Felder.
                                                            Grün- und Wasserflächen) sowie zu     In diesem allgemeinen Sinn wird der
                                                            künftigen Nutzungsentwicklungen.      Begriff vielfach noch in der Landes-

                                                        F
                                                                                                  pflege und im Naturschutz gebraucht.
                                                                                                  Es wird zwischen öffentlichen und pri-
                                                                                                  vaten Freiräumen unterschieden, eine
                                                                                                  Unterteilung, die um die Kategorie der
                                                                                                  kommunen Freiräume ergänzt wird. Der
                                                                                                  öffentliche Freiraum ist für jedermann
                                                                                                  uneingeschränkt zugänglich und umfasst
                                                                                                  in der Regel Straßen, Plätze, Park-
                                                                                                  anlagen, Friedhöfe, und Wälder. Diese
                                                            Flächenrecycling. Die Wiederbele-     Freiräume stehen zumeist unter öffent-
                                                            bung/Erneuerung von Flächen, die      licher Verwaltung. Der private Frei-
                                                            ehemals einen gewerblichen, indus-    raum fällt in den Besitz von bestimm-
                                                            triellen oder militärischen Nut-      ten Gruppen (zum Beispiel Familien,
                                                            zen hatten und brach liegen. Eine     Haus- und Grundstücksbesitzern), die
                                                            Wiedereingliederung von Flächen/      ihn nutzen und über ihn bestimmen kön-
                                                            Gebäuden in die Stadt, ohne, dass     nen. Private Freiräume wie Gärten oder
                                                            weitere Naturflächen zerstört wer-    Höfe sind grundsätzlich parzelliert
                                                            den.                                  und gewöhnlich umfriedet.

                                                            Flächenverbrauch. Unter Flä-          Friedhof. Eine private oder gemeint-
                                                            chenverbrauch versteht man die        schaftlich, öffentliche Fläche / Be-
                                                            Umwandlung insbesondere von           gräbnisplatz. Ein Ort, an dem Verstor-
                                                            landwirtschaftlichen oder natur-      bene, meist begleitet von religiösen
                                                            belassenen Flächen in „Siedlungs-     oder anderen weltlichen Religionen.
                                                            und Verkehrsfläche“. Flächenver-      Eine letzte Ruhestätte für die Ver-
                                                            brauch ist damit eine spezielle       storbenen mit viel Grünfläche und Flora
                                                            Form der Änderung von Flächennut-     und Fauna.
                                                            zung, und zwar einerseits Verlust
                                                            von landwirtschaftlicher Nutz-
                                                            fläche und natürlichen Lebensräu-

                                                                                                                                            Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                            men, andererseits Erweiterung von
                                                            Siedlungs- und Verkehrsflächen.
                                                            Eigentlich wird die Fläche nicht
                                                            verbraucht, sondern wird korrek-
                                                            terweise „nur in Anspruch ge-
                                                            nommen“. Er ist jedoch nicht mit
                                                            Flächenversiegelung gleichzuset-
                                                            zen.

                                                                                                 - 23 -
MIAD P1 Glossar
MIAD P1 Glossar

                                                            Gartenstadt. Städtebauliches           geschlossen, da jeder das Recht hat,
                                                            Leitbild nach Ebenezer Howard          sie zu nutzen.
                                                            (1898). Die Siedlungsstruktur
                                                            wurde ursprünglich durch Radial-       Generationsübergreifendes Wohnen. Be-
                                                            straßen in Nachbarschaften ge-         gegnungsräume, an denen das Mitein-
                                                            gliedert. Das Konzept umfasst          ander der Generationen aktiv gelebt
                                                            außerdem einen umlaufenden Grün-       wird. Sie bieten Raum für gemeinsa-
                                                            gürtel, den zentralen Platz, die       me Aktivitäten, schaffen ein nachbar-
                                                            ausreichende Ausstattung mit           schaftliches Miteinander in der Kom-
                                                            Arbeitsplätzen, die räumliche          mune und stehen allen Menschen offen
                                                            Nutzungstrennung und den genos-        – unabhängig vom Alter oder Herkunft.

                                                        G
                                                            senschaftlichen Gemeinbesitz des
                                                            Bodens.

                                                                                                   Gleichberechtigung. Die gleiche Be-
                                                                                                   rechtigung aller Menschen ist essen-
                                                                                                   tiell für eine funktionierende Gesell-
                                                                                                   schaft und im Grundgesetz verankert.
                                                                                                   Gleichberechtigung bezogen auf Wohn-
                                                            Gemeinbedarfsfläche. Gemeinbe-         raum bedeutet für mich, dass jeder
                                                            darfsflächen sind Flächen für An-      Mensch ein Recht auf einen menschenge-
                                                            lagen und Einrichtungen, die der       rechten Wohnraum hat. Dieser Wohnraum
                                                            Allgemeinheit dienen. Man unter-       kann sich in einem Wohnquartier natür-
                                                            scheidet zwischen übergeordneten       lich unterscheiden, trotzdem sollten
                                                            Gemeinbedarfseinrichtungen (Hoch-      Wohnräume für alle Arten von Menschen
                                                            schulen, Forschungseinrichtun-         vorhanden sein. Werden Menschen nicht
                                                            gen, Krankenhäuser, Verwaltungen,      gleich berechtigt wie ihre Mitmenschen
                                                            Post, Polizei, Militär), Einrich-      entwickelt sich schnell Hass und Miss-
                                                            tungen des wohnungsbezogenen Ge-       gunst, etwas was eine Gesellschaft oder
                                                            meinbedarfs (Kindertagesstätten,       Nachbarschaft mittelfristig auseinan-

                                                                                                                                             Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                            Grundschulen, Spielplätze, Ju-         dertreiben wird. Geben wir Menschen
                                                            gendfreizeiteinrichtungen) so-         jeglicher Ethnien, Sexualitäten, finan-
                                                            wie Einrichtungen mit besonderer       zieller Umstände und Alters dieselben
                                                            Zweckbestimmung (z.B. Messegelän-      Möglichkeiten so entstehen neue Chan-
                                                            de). Gemeinbedarfseinrichtungen        cen und ein Ansporn für eine bessere,
                                                            werden in Bauleitplänen darge-         gleichberechtigte Zukunft zu kämpfen.
                                                            stellt bzw. festgesetzt.
                                                                                                   Grünzug/-züge. Bereiche, die der Na-
                                                            Gemeinde. Eine Gruppe von Men-         tur zurückgegeben werden. Dort soll
                                                            schen, die an einem Ort zusammen-      die Flora und Fauna wieder zu ihrer
                                                            lebt und sich als zusammengehörig      eigentlichen Stärke erlangen und der
                                                            identifizieren. Oder auch Gemein-      Stadt als Nebenprodukt den Beitrag
                                                            schaft.                                zollen - bessere Luftqualität.

                                                            Gemeingebrauch. Orte und Angebo-
                                                                                                   Gesundheitssystem. Ausstattung des
                                                            te, die möglichst alle bestmöglich
                                                                                                   Strukturen im Gesundheitswesen. Ausbau
                                                            nutzen können und für die Mehr-
                                                                                                   der Krankenhäuser, Intensivstationen,
                                                            heit ansprechend sind. Keiner wird
                                                                                                   allgemein Mediziner und Fachärzten, die
                                                            durch die gemeinsame Nutzung aus-
                                                                                                   für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

                                                                                               - 25 -
MIAD P1 Glossar
MIAD P1 Glossar

                                                        Graue Energie. Als graue Energie      auch in kleinräumigen (private Gärten)
                                                        wird die Primärenergie bezeich-       Maßstäben stattfinden. Ziel ist dabei
                                                        net, die notwendig ist, um ein        geschützte Gebiete zusammen mit der
                                                        Gebäude zu errichten. Graue Ener-     bestehenden Landschaft in ein gemein-
                                                        gie umfasst Energie zum Gewinnen      sames System einzubinden. Durch eine
                                                        von Materialien, zum Herstellen       strategische Raumplanung wird der Natur
                                                        und Verarbeiten von Bauteilen, zum    gezielt Platz zurückgegeben, um den Er-
                                                        Transport von Menschen, Maschinen,    halt von Biodiversität und Ökosystemen
                                                        Bauteilen und Materialien zur Bau-    zu fördern.
                                                        stelle, zum Einbau von Bauteilen
                                                        im Gebäude sowie zur Entsorgung.      Die Schaffung einer → grünen Infra-
                                                        Durch die Verwendung heimischer       struktur bietet gleichzeitig die Mög-
                                                        Materialien und durch ressourcen-     lichkeit einen fließenden Übergang zwi-
                                                        schonendes Bauen lässt sich die       schen außerstädtischem Naturraum hin
                                                        im Gebäude verbaute graue Energie     zu innerstädtischen multifunktionalen
                                                        minimieren. Die Minimierung von       Freiräumen zu schaffen, welche von ver-
                                                        grauer Energie leistet einen Bei-     schiedenen Bevölkerungsschichten wert-
                                                        trag (Quelle: www.baunetzwissen.      geschätzt und genutzt werden können.
                                                        de).

                                                        Grenzen der Inklusion. Inklusion
                                                        hat auch ihre Grenzen. Einerseits
                                                        können diese z.B. aus finanziel-
                                                        len Gründen entstehen, anderer-
                                                        seits ist es aufgrund der ho-
                                                        hen Komplexität von menschlichen
                                                        Bedürfnissen und physiologischen
                                                        Eigenschaften nicht mögliche alle
                                                        gleichberechtigt einzubeziehen.
                                                        Beispielsweise benötigt ein seh-
                                                        behinderter Mensch starke Kont-
                                                        raste oder eine gute Beleuchtung
                                                        um sich zurechtzufinden, während
                                                        möglicherweise ein psychisch Er-
                                                        krankter empfindlich darauf re-
                                                        agiert.
                                                        Ein inklusives Stadtquartier
                                                        sollte sich mit allen Bedürfnis-
                                                        sen befassen, jedoch eine ange-
                                                        messene Auswahl an Maßnahmen tref-
                                                        fen. Es ist damit zu rechnen, dass
                                                        durch unterschiedliche sozio-

                                                                                                                                                 Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                        kulturell geprägte Menschen auch
                                                        Konflikte entstehen können.

                                                        Grüne Infrastruktur. oder grün-
                                                        blaue Infrastruktur, beschreibt
                                                        ein Konzept zur Verbindung von
                                                        Naturräumen und/oder Grünflächen/
                                                        Wasserflächen durch verschiede-
                                                        ne Maßnahmen. Dies sind u.a. die
                                                        Schaffung von Ökokorridoren, Re-
                                                        naturierungen, Aufforstungen oder
                                                        Dach- und Fassadenbegrünungen.

                                                        Diese Maßnahmen sollen eine weite-
                                                        re Fragmentierung von Ökosystemen
                                                        und Naturräumen verhindern oder
                                                        aufheben. In ihrem Umfang sind sie
                                                        skalierbar und können sowohl in
                                                        großräumigen (Nationalparks), als

                                                                                             - 26 -                                     - 27 -
MIAD P1 Glossar
MIAD P1 Glossar

                                                            Halböffentlicher Raum. Spricht man
                                                            von halböffentlichen Räumen sind
                                                            damit Räume gemeint, die zwar
                                                            allgemein zugänglich, aber nicht
                                                            im Besitz der Allgemeinheit sind.
                                                            Auch der Übergang zwischen priva-
                                                            ten und → öffentlichen Räumen kann
                                                            häufig als halb öffentlicher Raum
                                                            bezeichnet werden. Das Nutzerver-
                                                            halten im halböffentlichen Raum un-
                                                            terscheidet sich dabei vom öffent-

                                                        H
                                                            lichen Raum.

                                                            Heimat. Ein Ort, in dem man auf-
                                                            gewachsen ist oder gelebt hat und
                                                            eine starke Bindung empfindet. Ein
                                                            Ort, mit dem man sich stark iden-
                                                            tifizieren kann und an den man
                                                            gerne zurückkehren möchte.

                                                            Hitzeinsel. Phänomen der höheren
                                                            Temperatur in Städten im Ver-
                                                            gleich zum Umland. Die Konse-
                                                            quenz ist auch eine verminderte
                                                            Luftqualität und der zunehmende
                                                            Klimawandel wird den Effekt zu-
                                                            künftig weiter verstärken. Zum
                                                            einen speichert Beton Wärme, zum
                                                            Anderen verhindert zu dichte Be-
                                                            bauung Luftbewegungen. Pflanzen
                                                            können als „grüne Klimaanlagen“
                                                            entgegenwirken, da diese Wasser
                                                            verdunsten und begrünte Korrido-
                                                            re in Städten können einen Luft-
                                                            austausch gewährleisten.

                                                                                                        Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                            Hain. Ein kleiner Wald auch Ge-
                                                            hölz oder Wäldchen genannt. Grün-
                                                            fläche im öffentlichen Raum, dieser
                                                            ist teilweise noch nicht er-
                                                            schlossen.

                                                                                               - 29 -
MIAD P1 Glossar
MIAD P1 Glossar

                                                            Individualverkehr. Alle ein-
                                                            zeln oder mit privaten Fahrzeugen
                                                            durchgeführten Ortsveränderungen.
                                                            Der Verkehr mit Kraftfahrzeugen
                                                            wird als motorisierter Individu-
                                                            alverkehr bezeichnet. Dies führt
                                                            jedoch zu einer starken Auslas-
                                                            tung des Straßennetzes und bei
                                                            motorisiertem Individualverkehr
                                                            zu hohen Emissionswerten.

                                                        I
                                                            Infrastruktur. Wirtschaftliche
                                                            Entwicklung eines Gebietes durch
                                                            soziale und technische Einrich-
                                                            tungen. Beispielsweise Anlagen         Inklusive Sozialraumentwicklung. Allen
                                                            für Kommunikation, Versorgung,         Bewohnern in Stadt und Land, unabhängig
                                                            Sport und Erholung und Verkehr.        von individuellen Fähigkeiten, ethni-
                                                                                                   scher wie sozialer Herkunft, Geschlecht
                                                            Inklusion. Vom lateinischen Verb       oder Alter, stehen die gleichberechtig-
                                                            „includere“ (einlassen, ein-           te Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
                                                            schließen) abgeleitet, beschreibt      und gute Lebensbedingungen zu.
                                                            der Begriff der Inklusion eine
                                                            Gesellschaft, in der jeder Mensch      Die Herausforderung des Arbeitsfeldes
                                                            gleichberechtigt und selbstbe-         „Inklusive Sozialraumentwicklung“ be-
                                                            stimmt an dieser teilhaben kann.       steht darin, Dienstleistungen, Angebote
                                                            Ganz unabhängig von Geschlecht,        und Strukturen so zu entwickeln, dass
                                                            Alter oder Herkunft, von Reli-         sie den Bedürfnissen aller Bewohnern
                                                            gionszugehörigkeit oder Bil-           entsprechen (vgl. https://www.stadt-
                                                            dung, von eventuellen Behinderun-      raumkonzept.de/themenfelder/sozialrau-
                                                            gen oder sonstigen individuellen       mentwicklung).
                                                            Merkmalen.
                                                            Im Kontext der Planung eines in-
                                                            klusiven Stadtquartiers, sollte
                                                            deshalb nicht nur auf die Ge-
                                                            währleistung einer behinderten-
                                                            gerechten Erschließung geachtet
                                                            werden, sondern besonders auf
                                                            eine Nutzungsmischung des zukünf-
                                                            tigen Quartiers, welches durch
                                                            Schaffung attraktiver Wohn-, Ar-
                                                            beits- und Freiräume ganz automa-

                                                                                                                                             Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                            tisch zur Durchmischung der be-
                                                            reits ansässigen (St. Laurentius)
                                                            und der zukünftigen Bevölkerung
                                                            führt.
                                                                                                   Inklusives Stadtquartier. Ein In-
                                                            Inklusive Erschließung. meint,         klusives Stadtquartier ist Teil ei-
                                                            dass jeder Mensch gleichermaßen        ner Stadt, in dem jeder gleichermaßen
                                                            überall hinkommt.                      dazugehört, welcher sich allerdings
                                                                                                   zumindest geographisch von anderen
                                                                                                   Stadtteilen abgrenzt. → Stadtquartier

                                                                                                   Inklusives Quartier. Gestaltung ei-
                                                                                                   nes Generationen verbindendes, ökolo-
                                                                                                   gisches nachhaltiges, barrierefreies,
                                                                                                   interkulturelles und soziales Quar-
                                                                                                   tier, das Wohn- und Lebensraum für
                                                                                                   alle Bevölkerungs- und Einkommens-
                                                                                                   schichten bietet.

                                                                                               - 31 -
MIAD P1 Glossar
MIAD P1 Glossar

                                                                                              stehen.                                   Handlungsfelder integriert werden
                                                                                              8. Gleichwertige Zusammenarbeit von       können.
                                                                                              Menschen mit und ohne Behinderung in
                                                                                              gleichen Betrieben.                       Intermodalität. Beschreibt im
                                                                                              9. Jeder kann das Bildungsziel errei-     Personenverkehr die grundsätz-
                                                                                              chen, das seinem Potential entspricht.    liche Möglichkeit, verschiedene
                                                                                                                                        Verkehrsmittel zu nutzen und an
                                                                                              Innovation. In der Stadtentwicklung       Umsteigepunkten auf einer Strecke
                                                                                              gelten Projekte als innovativ, die        zwischen verschiedenen Verkehrs-
                                                                                              bezogen auf wichtige Ausschnitte der      mitteln zu wechseln.
                                                                                              räumlichen, sozialen, wirtschaftlichen
                                                                                              und ökologisch nachhaltigen Planung
                                                        Inklusives Quartier II. bezeich-      bewusst von der bisherigen Routine
                                                        net ein Stadtviertel welches sich     abweichen und als gelungenes Einzelmo-
                                                        neben der → Barrierefreiheit da-      dell grundsätzlich das Potenzial ent-
                                                        durch auszeichnet, dass alle Men-     halten, zum erreichbaren Vorbild für
                                                        schen mit und ohne Behinderung        andere zu werden
                                                        aller sozialen Milieus, gleich-
                                                        berechtigt und selbstbestimmt in
                                                        Nachbarschaften zusammen leben.
                                                        Alle Bewohner sind im Bezug auf
                                                        die vorhandenen Infrastrukturen
                                                        gleichermaßen mobil. Das bedeutet,
                                                        Zugänglichkeit, Erreichbarkeit und
                                                        Nutzbarkeit der verschiedenen Inf-
                                                        rastrukturen (Technische-, Sozia-                                               Integration.(PM) Der Begriff der
                                                        le- und Grün-Blaue Infrastruktur)                                               Integration beschreibt die Ge-
                                                        sind für alle Menschen gleicherma-                                              sellschaft als recht homogene
                                                        ßen gegeben (vgl. https://behin-                                                Gruppe, die eine kleinere Außen-
                                                        dertenbeirat-freiburg.de).                                                      gruppe in das bestehende System
                                                                                                                                        aufnimmt und sich diese Außen-
                                                        Inklusives Quartier III. Folgendes    Integriertes städtebauliches Ent-         gruppe der Mehrheitsgruppe an-
                                                        Leitbild für ein solches Quartier     wicklungskonzept (ISEK). Darstellung      passt um ein Mitglied der Gesell-
                                                        ergibt sich aus der UN-Behinder-      des Handlungsrahmen für eine künfti-      schaft zu werden.
                                                        tenrechtskonvention:                  ge Gebietsentwicklung. Hierbei wird
                                                        1. Menschen mit und ohne Behinde-     darstellt und begründet, mit welchen
                                                        rung aller sozialer Milieus leben     Strategien und Maßnahmen die formu-
                                                        gleichberechtigt und selbstbe-        lierten Ziele erreicht werden. Zudem
                                                        stimmt zusammen                       kann es eine Grundlage für städtebau-
                                                        2. Es werden unterschiedliche         liche Planungen beispielweise in Form
                                                        Wohnformen angeboten, sodass ALLE     von Bebauungsplänen, Ortssatzungen
                                                        frei entscheiden können mit wem       oder Objektplanungen und eine kurz-,

                                                                                                                                                                                 Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                        sie leben möchten                     mittel- bis langfristige Finanz- und
                                                        3. Der öffentliche Raum ist für       Förderplanung darstellen.
                                                        alle barrierefrei, sicher und
                                                        nutzbar
                                                        4. Der Verkehrsraum und der öf-
                                                        fentliche Nahverkehr sind so ge-
                                                        staltet, dass ALLE daran teilha-
                                                        ben können
                                                        5. Die Gebäude sind barrierefrei
                                                        zugänglich und nutzbar, sodass
                                                        eine Nachbarschaft gebildet wer-
                                                        den kann.
                                                        6. Die öffentliche Infrastruktur
                                                        ist barrierefrei und inklusiv an-     Integrierte Stadtentwicklung. Die Be-
                                                        gelegt.                               rücksichtigung und ganzheitliche Be-
                                                        7. Infrastruktur und Frei- und        trachtung verschiedener Strukturen im
                                                        Grünräume sind dezentral, sodass      Planungsprozess. Bereiche wie Ökonomie,
                                                        lange Wege vermieden werden. Räu-     Ökologie und Soziales werden berück-
                                                        me für Begegnungen für alle ent-      sichtigt, sodass verschiedene Ziele und
                                                                                             - 32 -                                                                     - 33 -
MIAD P1 Glossar
MIAD P1 Glossar

                                                            Klimagerechtigkeit. Klimagerech-
                                                            tigkeit definiert, dass jeder
                                                            Mensch das gleiche Recht hat, die
                                                            Atmosphäre zu nutzen, ohne sie
                                                            zu stark zu belasten. Die globa-
                                                            le mittlere Temperatur darf nicht
                                                            einen Wert überschreiten, der die
                                                            Lebensbedingungen auf der Erde in
                                                            Gefahr bringt.
                                                            Zudem umfasst der Begriff auch Ge-
                                                            nerationengerechtigkeit und eine

                                                        K
                                                            Verantwortung für die Umwelt:
                                                            statt nachfolgenden Generationen      Kultur. Kultur bezeichnet die Gesamt-
                                                            mindestens gleich gute oder bes-      heit der geistigen, künstlerischen und
                                                            sere Umweltbedingungen zu hinter-     wissenschaftlichen Leistung, die eine
                                                            lassen, führt der heutige CO2-        bestimmte Menschengruppe charakteri-
                                                            intensive Lebensstil dazu, dass       siert.
                                                            zukünftige Generationen die nur       Kultur kann sowohl dazu dienen sich
                                                            schwer kalkulierbaren Folgen des      von anderen Gruppen abzugrenzen, als
                                                            Klimawandels bewältigen müssen und    auch Menschen zusammenzubringen.
                                                            nicht mehr auf eine intakte Umwelt    Ein inklusives Stadtquartier bietet
                                                                                                  Raum für unterschiedliche Kulturen und
                                                            zurückgreifen können.
                                                                                                  berücksichtigt vor allem die örtlichen
                                                                                                  kulturellen Gegebenheiten.
                                                            Klimaresilienz. Klimaresilienz be-
                                                            schreibt die Fähigkeit eines Sys-
                                                            tems, Probleme infolge des Klima-     Kulturlandschaft. Kulturlandschaft um-
                                                            wandels zu absorbieren und sich       schreibt die durch den Menschen ge-
                                                            durch die damit einhergehenden        prägte Landschaft. Faktoren für die
                                                            Veränderungen derart zu reorgani-     Entstehung und Entwicklung von Kultur-
                                                            sieren, dass wesentliche Funktio-     landschaft sind die Beschaffenheit des
                                                            nen und Strukturen erhalten wer-      Naturraums (die ursprüngliche Fauna und
                                                            den. Die Fähigkeit der Resilienz      Flora), die menschlichen Einflüsse und
                                                            eines Systems misst sich an der       die daraus entstehenden Wechselwirkun-
                                                            Widerstandsfähigkeit, der Anpas-      gen. Die land- und forstwirtschaftlich
                                                            sungsfähigkeit und der Fähigkeit      genutzte Kulturlandschaft schuf eine
                                                            zum radikalen Wandel.                 besondere Biodiversität, die in Fol-
                                                            (Quelle: Institut für ökologische     ge von Intensivierung wieder abnimmt.
                                                            Wirtschaftsforschung)                 Daneben können die städtisch-indus-
                                                                                                  triellen Ballungsräume als besonders
                                                            Kommunalplanung. Die kommunale        intensiv genutzte Kulturlandschaften
                                                            Planung umfasst das Recht der Ge-     betrachtet werden.
                                                            bietskörperschaften, die jeweili-

                                                                                                                                            Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                            ge städtebauliche Entwicklung im      Kulturangebot. Museen, Theater,
                                                            Rahmen der Bauleitplanung eigen-      Schwimmbäder, Bürgerzentren, Restau-
                                                            verantwortlich zu gestalten.          rants, Comedyclubs, Clubs, Ausstel-
                                                            Hierbei steht im Vordergrund,         lungen und weitere Angebote der Stadt
                                                            Siedlungskerne zunehmend bau-         für die Einwohner und Besucher, sowie
                                                            lich (nach) zu verdichten und die     Weiterbildungsangebote.
                                                            Siedlungsentwicklung möglichst
                                                            flächensparend zu vollziehen, um
                                                            die Neuversiegelung von Fläche zu
                                                            reduzieren und punktuell zu kon-
                                                            zentrieren.

                                                            Kultur. Traditionen, Kunst, Ge-
                                                            schichte und auch religiöse An-
                                                            sichten oder andere gemeinsame
                                                            Interessen, die spezifisch für
                                                            eine Region oder ein Land sind.

                                                                                              - 35 -
MIAD P1 Glossar
MIAD P1 Glossar

                                                            Landschaftsbild. Ein durch die Na-
                                                            tur und Kultur geprägtes Erschei-     Lebensbereich. Die Abgrenzung von un-
                                                            nungsbild der dort lebenden Men-      terschiedlichen Bevölkerungsgruppen
                                                            schen.                                auf Orte, an denen sich die Menschen
                                                                                                  der jeweiligen Gruppe am häufigsten be-
                                                            Landschaftspflege. Maßnahmen zur      gegnen.
                                                            Erhaltung und Sicherung der Kul-
                                                            turlandschaft sowie Beseitigung       Lebensqualität. Die Zufriedenheit der
                                                            vorhandener Schäden.                  Menschen, welche durch die Umgebung, in
                                                                                                  der sie Leben, beeinflusst wird.
                                                            Landschaftsplan. Zur Lösung ak-

                                                        L
                                                            tueller landschaftspflegerischer      Lebensqualität II. Die Lebensqualität
                                                            Probleme stellt dieser die Erfor-     beschreibt den Grad des subjektiven
                                                            dernisse und Maßnahmen des Natur-     Wohlbefindens der Menschen unter Berück-
                                                            schutzes und der Landschaftspfle-     sichtigung aller umgebenden Faktoren.
                                                            ge in Text, Karte und Begründung      Ein Faktor ist der materielle Wohl-
                                                            dar.                                  stand, neben dem aber auch der imma-
                                                                                                  terielle Wohlstand steht und der u.a.
                                                            Landschaftsschutzgebiet (LSG).        die Bereiche Bildung, sozialer Status,
                                                            Festgesetzte Gebiete, die we-         Gesundheit und Natur umfasst.
                                                            gen ihrer Vielfalt,Eigenart oder
                                                            Schönheit, aus wirtschaftlichen       Leitbild. Städtebauliche Leitbilder
                                                            oder naturgeschichtlichen Gründen     umfassen die Zielvorstellungen von
                                                            oder wegen besonderer Bedeutung       Strukturen, Gestalt und Entwicklung
                                                            für Naturschutz oder Erholung         einer Gemeinde und entspringen geis-
                                                            unter Landschaftsschutz gestellt      tigen, politischen, gesellschaftlichen
                                                            wurden. Im Gegensatz zu Natur-        und ideologischen Motiven. Sie können
                                                            schutzgebieten können in Land-        keine starren Ziele formulieren, aber
                                                            schaftsschutzgebieten wirtschaft-     einen begründeten Weg beschreiben, um
                                                            liche Nutzungen wie Land- und         Ziele zu erreichen. Bespiele hierbei
                                                            Forstwirtschaft stattfinden.          sind räumliche und strategische Leit-
                                                            In Landschaftsschutzgebieten wird     bilder.
                                                            die vom Menschen genutzte Natur
                                                            geschützt. In Naturschutzgebieten
                                                            wird versucht menschliche Einflüs-
                                                            se möglichst einzuschränken.

                                                            Langsamverkehr. Transport, der
                                                            in einer langsamen Geschwindig-
                                                            keit durchgeführt wird, um nicht
                                                            nur die Emissionen zu reduzieren,

                                                                                                                                             Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                            sondern auch um die Straßen ver-
                                                            kehrssicherer zu gestalten. Dies
                                                            wird nicht nur mit 30er Zonen
                                                            oder langsamen ÖPNV eingerichtet,
                                                            sondern auch mit einem stark aus-
                                                            gebauten Straßen- und Wegenetz,       Lifestyle. Unser „Lifestyle“ oder Le-
                                                            das nur für Fußgänger, Fahrrad-       bensstil bestimmt die Art wie wir Le-
                                                            fahrer, Inlineskater und Cityrol-     ben, unsere Werte und Prinzipien sowie
                                                            ler zur Verfügung steht.              unseren Alltag. Daher ist anzunehmen,
                                                                                                  dass auch unsere Art zu Wohnen eine
                                                                                                  Art des Ausdrucks unseres Lifestyles
                                                                                                  ist. Fördert die Art unseres jetzigen
                                                                                                  Wohnens unsere optimale Vorstellung
                                                                                                  von Lifestyle? Fordert unser Lifestyle
                                                                                                  viel Aufenthaltszeit im Grünen oder
                                                                                                  eher das hektische Stadtleben? Jeder
                                                                                                  bevorzugt einen anderen Lifestyle, so
                                                                                                  sollte in einem Wohnquartier die Mög-
                                                                                                  lichkeit sein sich frei zu entfalten,

                                                                                               - 37 -
MIAD P1 Glossar
MIAD P1 Glossar

                                                        eine inklusive Gestaltung berück-
                                                        sichtigt dies.

                                                        Lokale Agenda 21. Der Begriff Agen-
                                                        da kommt aus dem Lateinischen und
                                                        bedeutet „Was getan werden soll“.
                                                        Die Agenda 21 ist inzwischen ein
                                                        feststehender Begriff für das Ak-
                                                        tionsprogramm der Konferenz für
                                                        Umwelt und Entwicklung der Ver-
                                                        einten Nationen in Rio de Janeiro
                                                        (Juni 1992). Sie spricht alle we-
                                                        sentlichen Politikbereiche einer
                                                        umweltverträglichen und nachhal-
                                                        tigen Entwicklungen an und gilt
                                                        sowohl für Industrie- als auch
                                                        Entwicklungsländer.

                                                                                                                Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                                                              - 38 -   - 39 -
MIAD P1 Glossar
MIAD P1 Glossar

                                                            Marktplatz. Treffpunkt und mar-
                                                            kanter Platz in der Innenstadt.
                                                            Veranstaltungsort innerhalb der
                                                            Stadt und Verkaufsstätte für Bau-
                                                            ern oder andere Händler aus der
                                                            Region.

                                                            Maßnahmenplan. Darstellung von
                                                            langfristigen Schlüsselprojek-
                                                            ten und kurzfristigen umsetzbaren

                                                        M
                                                            Entwicklungsimpulsen, welche mit
                                                            den örtlichen Akteuren entwickelt   Mischnutzung. Mischung von Wohn- und
                                                            und abgestimmt wurden und zu ei-    Gewerbenutzung auf zusammenhängenden
                                                            ner Umsetzung der verabredeten      Flächen.
                                                            Strategie beitragen sollen.
                                                                                                Mittelstadt. wird in Deutschland als
                                                                                                eine Stadt mit mindestens 20.000 bis
                                                                                                unter 100.000 Einwohnern bezeichnet.
                                                                                                Mittelstädte in Deutschland besitzen
                                                                                                in der Regel einen mittelalterlichen
                                                                                                Stadtkern mit umliegenden Bereichen
                                                                                                späterer Stadterweiterungen. Um den
                                                                                                Stadtkern befindet sich meist ein Er-
                                                                                                weiterungsring mit Gebäuden aus der
                                                                                                Gründerzeit, darüber hinaus Siedlungen
                                                                                                späterer Stadterweiterungen, sowie Ge-
                                                                                                werbegebiete an den Rändern.

                                                            Mehrgenerationenhaus. Ein Haus in
                                                            der mehrere Generationen einer
                                                            oder unterschiedlicher Familien
                                                            zusammenleben.

                                                                                                                                         Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                                                                Mittelzentrum.
                                                                                                Mittelzentrum bezeichnet einen Ort
                                                                                                mittlerer Zentralität, in dem Güter
                                                                                                und Dienstleistungen angeboten wer-
                                                                                                den, die über den Bedarf der Grund-
                                                            Migration. Die Veränderung des      versorgung hinaus gehen. Dazu gehören
                                                            Lebensmittelpunktes von Menschen.   u.a. weiterführende Schulen, Berufs-,
                                                            Auf internationaler Ebene ist die   Sonder- und Volkshochschulen, Kran-
                                                            Migration ein Megatrend, aktu-      kenhäuser, Hallenbäder und weitere
                                                            ell besonders mit der Ursache       Sportstätten. Ein Mittelzentrum soll
                                                            der Flucht vor Krieg, Armut und     mindestens 7.000 Einwohner haben und
                                                            politischer Verfolgung. Bei der     einen Wirkungsbereich von mindestens
                                                            Eingliederung der Flüchtlinge in    40.000 Menschen umfassen.
                                                            die Gesellschaft spricht man von
                                                            Integration, Inklusion wäre auch
                                                            in diesem Bereich eine Weiterent-
                                                            wicklung.

                                                                                            - 41 -
MIAD P1 Glossar
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                                                                                              mittel. Im Nahverkehr sind auch nicht-
                                                                                              motorisierte Formen bedeutsam.

                                                        Mobilität. Unter Mobilität im in-
                                                        klusiven Sinn versteht man die
                                                        Zugänglichkeit, die Erreichbarkeit
                                                        und die Nutzbarkeit der verschie-     Multifunktionale Freiräume. Vielfälti-
                                                        denen Infrastrukturen innerhalb       ge Nutzung von Plätzen und Grünflächen.
                                                        eines räumlich definierten Gebie-     Dies kann entweder ein Ort mit wech-
                                                        tes.                                  selnden Nutzungen sein oder ein Ort, an
                                                                                              dem zu jeder Zeit vielfältige Nutzungen
                                                        Um Mobilität zu gewährleisten,        vorhanden sind und angeboten werden.
                                                        bedarf es eines barrierefreien
                                                        öffentlichen Raumes der für alle
                                                        Bewohner sicher zugänglich und
                                                        nutzbar ist. Das umfasst Straßen,
                                                        Wege, Plätze, öffentliche Gebäude
                                                        sowie den öffentlichen Frei- und
                                                        Grünraum. Darüber hinaus muss auch
                                                        der Verkehrsraum und der öffentli-
                                                        che Nahverkehr so gestaltet sein,
                                                        dass alle Menschen daran teilhaben
                                                        können.

                                                        Dies betrifft auch alle Gebäu-

                                                                                                                                                 Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

                                                        de sowie das direkte Wohnumfeld.
                                                        Darüber hinaus die öffentlichen
                                                        Gebäude, Dienstleister, Bildungs-
                                                        einrichtungen, Kulturangebote,
                                                        Nahversorger und medizinische
                                                        Dienste innerhalb des Gebietes.

                                                        Kurze Wege zwischen allen Lebens-
                                                        bereichen erleichtern die gesell-
                                                        schaftliche Teilhabe. Infrastruk-
                                                        tur sowie Frei- und Grünräume
                                                        müssen so angelegt sein, dass sich
                                                        lange Wege vermeiden lassen und
                                                        keine Benachteiligungen in der Mo-
                                                        bilität des Einzelnen entstehen.

                                                        Modal Split. Verteilung des Trans-
                                                        portaufkommens auf verschiedene
                                                        öffentliche und private Verkehrs-

                                                                                             - 42 -                                     - 43 -
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