Leipziger Buchmesse 2019 Mit 95 Autoren aus aller Welt - Leipziger Buchmesse | 21. bis 24. März 2019 - Das Blaue Sofa

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Leipziger Buchmesse | 21. bis 24. März 2019

Leipziger Buchmesse 2019
Mit 95 Autoren aus aller Welt
Leipziger Buchmesse 2019 Mit 95 Autoren aus aller Welt - Leipziger Buchmesse | 21. bis 24. März 2019 - Das Blaue Sofa
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Das Programm
Auf der Buchmesse | Glashalle		                                    Seite
  Das Blaue Sofa		3

In der Stadt Leipzig
  Europäische Autoren-Gespräche     Aula der Alten Nikolaischule      4
  Jüdische Lebenswelten             Ariowitschhaus                    5
  KrimiClub                         Landgericht                       6

Über alle Autoren und ihre Bücher                                     7
Fotonachweis		30
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Das Blaue Sofa
Bekannte Autoren sitzen Rede und Antwort
        Donnerstag, 21. März     Freitag, 22. März       Samstag, 23. März     Sonntag, 24. März
10:00   Christoph Türcke         Dirk von Lowtzow        Marion Brasch         C. Bommarius +
                                                                               Siegfried Lokatis
10:30   Helmut Rosa              Th. de Maizière         Eugen Drewermann      Robert Feustel
11:00   Pavel Kohout +           Jáchym Topol            Andrea Wulf +         Radka Denemarková
        Jaroslav Rudiš                                   Oliver Lubrich
11:30   Ines Geipel              Sebastian Fitzek        Jean Ziegler          Angela Krauß
12:00   Florian Meinel           Masha Gessen            Sophie Passmann       Thomas Karlauf
12:30   Johannes Fried           Bela B Felsenheimer     Rocko Schamoni        Friedemann Karig
13:00   Feridun Zaimoglu         Jakob Augstein +        Marko Dinic           Die Blaue Stunde
                                 Nikolaus Blome                                Literarische Debuts
                                                                               Helene Bukowski
                                                                               Kenah Cusanit
13:30   Takis Würger             Iwan-Michelangelo       Paul Ingendaay        Yannic Federer
                                 D‘Aprile                                      Anselm Oelze
14:00   Kia Vahland              Else Buschheuer         Saša Stanišic
14:30   Maxim Leo                Heinrich Breloer        Werner Plumpe
15:00   Ingrid Noll              Mohammed Hanif          Uschi Brüning
15:30   Christoph Hein           Heinz Bude              Lisa Herzog
16:00                            Sarah Wiener            Die Blaue Stunde
                                                         Integration
                                                         Ferda Ataman
16:30                            Antje Ravik Strubel     Dilek Güngör
                                                         Jagoda Marinic
                                                         Marvin Oppong
17:00   Die Blaue Stunde         TV-Aufzeichnung         Die Blaue Stunde
        Preis der Leipziger      „aspekte“ (ZDF)         Krimi Speed-Dating
        Buchmesse 2019                                   Susanne Kliem
        Vorstellung der Preis-   Mit literarischen und   Iva Procházková
        träger                   musikalischen Gästen    Marc Elsberg
                                                         Stefan von der Lahr
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21. bis 23. Marz 2019 | jeweils 18–22 Uhr | Aula der Alten Nikolaischule | Nikolaikirchhof 2

Europäische Autoren-Gespräche
Donnerstag, 21. März 2019
18:00 Uhr     Wolfgang Korn: Lauf um Deine Leben. Die Weltreise der Sneakers |
              Hanser (Für Leser ab 14 Jahren)
19:00 Uhr     Bora Cosic: Immer sind wir überall. Reisen in Italien und Österreich | Folio
              Ludwig Paulmichl moderiert
20:00 Uhr     Michail Schischkin | Fritz Pleitgen: Frieden oder Krieg | Heyne
21:00 Uhr     Matijs Deen: Unter den Leuten | Mare | Barbara Renno moderiert

Freitag, 22. März 2019
18:00 Uhr     José Edurado Agualusa: Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer | C.H. Beck
              M. Kegler moderiert
19:00 Uhr     Radka Denemarkova: Ein Beitrag zur Geschichte der Freude | Hoffmann + Campe
              Christhard Läpple moderiert
20:00 Uhr     Richard Swartz: Austern in Prag. Leben nach dem Frühling | Zsolnay
21:00 Uhr     Irena Brežná: Wie ich auf die Welt kam. In der Sprache zu Hause | Rotpunktverlag

Samstag, 23. März 2019
18:00 Uhr     Eva Meijer: Das Vogelhaus | btb | Christoph Buchwald moderiert
19:00 Uhr     Thomas Karlauf: Stauffenberg. Porträt eines Attentäters | Blessing
20:00 Uhr     Jan Konst: Der Wintergarten | Europa-Verlag | Christoph Buchwald moderiert
21:00 Uhr     Simone Meyer: Der Kuss | Kein & Aber
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21. bis 23. Marz 2019 | jeweils 17–22 Uhr | Ariowitschhaus | Hinrichsenstrase 14

Jüdische Lebenswelten
Donnerstag, 21. März 2019
17:00 Uhr    Julya Rabinowich: Hinter Glas | Hanser | Für Leser ab 14 Jahren
18:00 Uhr    Ben Salomo: Ben Salomo bedeutet Sohn des Friedens | Europa Verlag |
             Armin Fuhrer moderiert
19:00 Uhr    René Nyberg: Der letzte Zug nach Moskau | dtv
20:00 Uhr    Maxim Leo: Wo wir zuhause sind | Kiepenheuer & Witsch
21:00 Uhr    Julius H. Schoeps: Düstere Vorahnungen. Deutschlands Juden am Vorabend der
             Katastrophe (1933–1935) | Hentrich & Hentrich | Dr. Nora Pester moderiert

Freitag, 22. März 2019
17:00 Uhr     Uwe von Seltmann: Es brennt. Mordechai Gebirtig, Vater des Jiddischen Liedes |
              Homunculus
18:00 Uhr     Marek Toman: Die große Nachricht vom schrecklichen Mord an Šimon Abeles |
Wieser
19:00 Uhr     Lea Singer: Der Klavierschüler | Kampa
20:00 Uhr     Ernst Piper: Rosa Luxemburg | Blessing
21:00 Uhr     Mati Shemoelof: Gedichte. Texte zwischen Bagdad, Haifa und Berlin | AphorismA

Samstag, 23. März 2019
17:00 Uhr    Thomas Meyer: Meyers kleines Taschenlexikon | Salis Verlag
18:00 Uhr    Markas Petuchauskas: Der Preis der Eintracht | Lit Verlag | Markus Roduner +
             Joachim Tauber moderieren
19:00 Uhr    Alexandra Friedmann: Sterben für Anfänger oder Rafik Shulmans
             erstaunliche Reise ins Leben | btb
20:00 Uhr    Rudi Gradnitzer + Walter Famler: Primo Levi. Zum 100. Geburtstag des
             italienischen Juden, Widerstandskämpfers und Holocaustüberlebenden |
             Bahoe Books
21:00 Uhr    Christian Bommarius + Siegfried Lokatis: Von der Zensur in der DDR am Beispiel
             Primo Levis bis zum Antisemitismus und in den Sozialen Medien (Die neue Zensur |
             Duden + Verantwortliche Redaktion. Zensurwerkstätten der DDR | Hauswedell)
             Susanne Biedenkopf moderiert
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21. bis 22. Marz 2019 | jeweils 19–22 Uhr | Landgericht | Harkortstrase 9

KrimiClub
Donnerstag, 21. März 2019
Eva Almstädt: Ostseeangst. Pia Korittkis vierzehnter Fall | Bastei Lübbe
Meike Dannenberg: Gefährdet | btb
Marc Elsberg: Gier - Wie weit würdest du gehen? | Blanvalet
Joe Fischler: Der Tote im Schnitzelparadies. Ein Fall für Arno Bussi | Kiepenheuer & Witsch
Wiebke Lorenz: Einer wird sterben | Scherz
Lorenz Stassen: Blutacker | Heyne

Begrüßung:    Kai Deusing | Präsident des Landgerichts
Moderation    Michael Kramers | ZDF

Freitag, 22. März 2019
Veikko Bartel: Mörder. Fälle aus der Praxis eines Strafverteidigers | Mosaik
Viktorie Hanišová: Anežka | Klak
Bernhard Jaumann: Der Turm der blauen Pferde. Ein Fall der Kunstdetektei Schleewitz | Galiani Berlin
Susanne Kliem: Lügenmeer | C. Bertelsmann
Thomas Palzer: Die Zeit, die bleibt | Tropen
Stefan von der Lahr: Hochamt in Neapel. Kriminalroman | C.H.Beck

Begrüßung:    Gerulf Mende | Richter a.D. am Landgericht
Moderation    Michael Sahr | ZDF
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Über      die Autoren
Über die Autoren               und ihre Bücher
                 und ihre Bücher

       Agualusa, José Eduardo: Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer | C.H. Beck | ET: 14.02.2019
       Aus dem Portugiesischen von Martin Kegler | ISBN 978-3-406-73374-1 | 304 Seiten | 22 EUR

       Der angolanische Journalist Daniel Benchimol, frisch und unschön geschieden, träumt immer wieder von einer aparten,
       eleganten Frau, dann findet er eine Kamera und entdeckt Fotos, auf denen eben diese Frau zu sehen ist: die Künstlerin
       Moira, die sich mit der Darstellung von Träumen beschäftigt. Sie lernen sich kennen und lieben. Benchimols Freund, der
       ehemalige Guerillero und Hotelier Hossi, kann selbst nicht mehr träumen, taucht aber regelmäßig in den Träumen
       anderer auf. Das ruft sogar den kubanischen Geheimdienst auf den Plan, der ihn zeitweilig entführt. Benchimols Tochter
       Lúcia schließlich träumt von einer freien Gesellschaft, demonstriert mit ihren Freunden gegen die autoritäre Regierung,
       wandert ins Gefängnis und geht in den Hungerstreik. Ihr Vater setzt alles in Bewegung, um sie zu befreien. In diesem
       wunderbar poetisch geschriebenen, rebellischen, aber auch komischen Roman geht es um die Sprengkraft, das
       Geheimnis und den Zauber von Träumen, die kollektiv geträumt, sogar ein Regime zum Abtreten zwingen können…
       José Eduardo Agualusa, 1960 in Huambo/Angola geboren, studierte Agrar- und Forstwirtschaft in Lissabon. Seine
       Gedichte, Erzählungen und Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausge-
       zeichnet. 2017 erschien „Eine allgemeine Theorie des Vergessens“ auf Deutsch Der Roman stand auf der Shortlist des
       International Man Booker Prize und gewann den renommierten Dublin Award. Agualusa lebt als Schriftsteller und
       Journalist in Portugal und Mosambik.

       Almstädt, Eva: Ostseeangst. Pia Korittkis vierzehnter Fall | Lübbe | ET: 29.3.2018
       ISBN: 978-3-404-17821-6 | Taschenbuch 414 Seiten | 10 EUR

       Während eines Ausflugs finden Jugendliche eine menschliche Hand. Die Lübecker Mordkommission ermittelt. In der
       folgenden Nacht verschwindet die Gruppenleiterin aus der Jugendherberge spurlos. Bei der Suche wird in einem nahe
       gelegenen Stall ein abgetrennter Unterarm gefunden, doch er gehört nicht zu der verbrannten Hand. Zur gleichen Zeit
       gerät Kommissarin Pia Korittkis Leben nach dem Tod ihres Freundes immer mehr aus den Fugen. Als ein Konflikt mit
       Kollegen eskaliert, rät Pias Vorgesetzter ihr zu einer Auszeit. Aber dann bergen Taucher in einem See weitere
       Leichenteile...
       Eva Almstädt, 1965 in Hamburg geboren und dort aufgewachsen, absolvierte eine Ausbildung in der „Studio Hamburg
       GmbH“ und studierte Innenarchitektur in Hannover. Seit 2001 ist sie freie Autorin. Eva Almstädt lebt mit ihrem Mann und
       zwei Kindern in Schleswig-Holstein.

       Ataman, Ferda: Ich bin von hier. Hört auf zu fragen! | S. Fischer | ET 15.3.2019
       ISBN 978-3-10-397460-7 | Hardcover | 208 Seiten | 13 EUR

       Deutsche heißen Günter und Gaby, aber auch Fatma und Fatih. Die Art, wie wir über Migration, Geflüchtete und
       Integration reden, zeigt ein Wahrnehmungsproblem. Wir tun so, als könnten wir entscheiden, ob wir Migranten im Land
       haben wollen oder nicht, und wenn ja, wie viele wir davon vertragen. Dabei sind Migranten als Teil unserer Gesellschaft
       längst da. Ferda Ataman erklärt die Vorstellung von einer „weißen" Aufnahmegesellschaft, in die Migranten reinkommen,
       zur deutschen Lebenslüge. Jetzt reißt ihr der Geduldsfaden. Nur wegen ihres Namens oder des Geburtslandes ihrer
       Eltern möchte sie nicht mehr erklären, woher sie kommt, wie sie zu Erdogan steht oder was sie vom Kopftuch hält..
       Vielmehr stellt sie fest: „Wir haben ein Demokratie- kein Migrationsproblem und sind weltoffener, als wir denken.
       Ferda Ataman, Jahrgang 1979, schreibt seit vielen Jahren über die Themen Migration und Integration. Seit 2018 verfasst
       sie die Heimatkunde-Kolumne bei Spiegel Online. Sie ist Vorsitzende der Initiative „Neue deutsche Medienmacher", der
       größten bundesweiten Vereinigung von Medienschaffenden aus Einwandererfamilien. Und Mitbegründerin der "neuen
       deutschen organisationen", einem Zusammenschluss von über 100 Vereinen und Initiativen, die sich gegen Rassismus
       und für Vielfalt in der Gesellschaft einsetzen. Ferda Atman ist Kind türkischer Einwanderer und lebt in Berlin.

       Augstein, Jakob | Blome, Nikolaus: Oben und unten. Abstieg, Armut, Ausländer – was Deutschland spaltet
       DVA | ET: 25.2.2019 ISBN: 978-3-421-04826-4 | Hardcover | 272 Seiten | 20 EUR

       Zum ersten Mal seit Jahrzehnten machen sich die Abgehängten und die Vergessenen bemerkbar: die, die sich nur so
       fühlen, und die, die es tatsächlich sind. Ihre Ängste und ihre Wünsche handeln von sozialer Gerechtigkeit und - das ist
       neu - auch von nationaler Identität. Oben und Unten ist heute mehr als der Streit um Hartz IV, Niedriglohn oder
       Vermögensteuer. Die neue Frage „Wer gehört dazu?" ist inzwischen genauso wichtig wie die alte Frage „Wer hat was?".
       Damit eröffnet das Buch eine Debatte, die sich nicht mehr klar mit den Positionen „links" oder „rechts" verhandeln lässt.
       Jakob Augstein, geboren 1967, war nach dem Studium der Politikwissenschaft, Germanistik und Theaterwissen-schaft
       u.a. für die Süddeutsche Zeitung und die ZEIT tätig. Augstein ist Verleger der Wochenzeitung „der Freitag„:; Der Publizist
       wurde 2011 mit dem Bert-Donnepp-Preis ausgezeichnet. Mit Nikolaus Blome verfasste er 2016 „Links oder rechts?“.
       Nikolaus Blome studierte Geschichte, Volkswirtschaft und Politik in Bonn und Paris. Er war Büroleiter in Brüssel und
       stellvertretender Chefredakteur der „Welt“. Bis 2016 war er Leiter des Hauptstadtbüros und stellvertretender
       Chefredakteur der „Bild“. Nach zwei Jahren beim Spiegel gleicher Funktion kehrte Blome 2015 als stellvertretender
       Chefredakteur zur „Bild“ zurück. Blome wurde für seine Arbeiten mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Theodor-Wolff-
       Preis und dem Henri-Nannen-Preis. 2013 publizierte er „Angela Merkel. Die Zauderkünstlerin“.
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Über      die Autoren
Über die Autoren               und ihre Bücher
                 und ihre Bücher

       Bartel, Veikko: Mörder. Fälle aus der Praxis eines Strafverteidigers | Mosaik | ET: 4.03.2019
       ISBN: 978-3-442-39348-0 | Hardcover | 256 Seiten | 18 EUR

       Wer gut 40 Tötungsfällen vor Gericht verteidigt hat, weiß, was Männer dazu bringt, einem anderen Menschen das
       Leben zu nehmen. In seinem zweiten Buch zeigt Strafverteidiger Bartel die männliche Seite des Tötens und schildert
       die sechs spektakulärsten Fälle. Er erzählt mitreißend von den Hintergründen, den seelischen Untiefen und den
       biographischen Tragödien, die sich hinter den Taten verbergen. Einmal mehr stellt der Autor die Frage nach
       Gerechtigkeit und beweist mit jeder Geschichte: Kein Krimi ist so spannend wie die Realität.
       Veikko Bartel, geboren 1966 in Karl-Marx-Stadt, studierte nach der Wiedervereinigung Jura und arbeitete von 1996 bis
       2011 als Rechtsanwalt in Potsdam, ab 1998 als Strafverteidiger. Heute ist er Dozent für Steuerrecht.

       Bommarius, Christian: Die neue Zensur | Duden | ET: März 2019
       ISBN: 978-3-411-71773-6 | Paperback | 16 EUR

       Zensur war von jeher ein beliebtes Herrschaftsinstrument. Und schon immer waren Menschen geneigt, andere, deren
       Reden und Schreiben ihnen nicht gefiel, mundtot zu machen. Seit 1949 garantiert in Deutschland das Grundgesetz
       Meinungsfreiheit und verbietet die Zensur. Im Internet, insbesondere in den sozialen Medien, sieht Christian Bommarius
       dieses Kernelement unserer Demokratie heute massiv gefährdet. Einerseits wird von Google, Facebook und Co. unent-
       wegt und oft ohne Transparenz gefiltert, sortiert, gelöscht und gesperrt - das ist Zensur, nur nennt es der Gesetz-geber
       bisher nicht so. Andererseits treten immer mehr Nutzer selbst das Recht auf freie Meinungsäußerung mit Füßen: Sie
       verwandeln das Netz in eine Kloake von Rufmord, Beleidigung und Einschüchterung, mit dem Ziel, andere zum
       Schweigen zu bringen. Bommarius fordert auf, auch in der digitalen Welt die Standards einer offenen demokratischen
       Gesellschaft zu garantieren und einzuhalten. „Ein engagiertes Plädoyer für den Mut zur freien Rede." Bernhard Schlink
       Christian Bommarius, Jahrgang 1958, studierte Germanistik und Rechtswissenschaft. Nach journalistischen
       Stationen, etwa als Korrespondent beim Bundesverfassungsgericht, war er von 1998 bis 2017 Redakteur der „Berliner
       Zeitung“. Seit 2018 ist er Kolumnist der „Süddeutschen Zeitung“. 2008 erhielt Bommarius den Otto-Brenner-Preis als
       Gesamtwürdigung seiner journalistischen Arbeit; für sein publizistisches Werk wurde ihm 2018 der Heinrich-Mann-Preis
       verliehen. Zu seinen Büchern zählen u. a. „Das Grundgesetz. Eine Biographie“ (2009) und „1949. Das lange deutsche
       Jahr“ (2018).

       Brasch, Marion: Lieber woanders | S. Fischer | ET: 27.2.2019
       ISBN: 978-3-10-490971-4 | Gebunden | 160 Seiten | 20 EUR

       Toni und Alex kennen sich nicht und sind doch auf verhängnisvolle Weise miteinander verbunden. Toni leidet unter dem
       Verlust ihres kleinen Bruders, für dessen Tod sie sich verantwortlich macht. Alex führt ein Doppelleben und trägt an
       einer Schuld, über die er nie gesprochen hat. 24 Stunden bewegen sich die beiden aufeinander zu, bis sich ihre Wege
       trotz skurriler Begegnungen und komischer Zwischenfälle schließlich kreuzen. Marion Brasch erzählt diese Geschichte
       vom Leben und Überleben in einem klaren, aufmüpfigen und warmen Ton und mit großem Gespür für die Augenblicke,
       die über Glück oder Unglück entscheiden.
       Marion Brasch wurde 1961 in Berlin geboren. Nach dem Abitur arbeitete die gelernte Schriftsetzerin in einer Druckerei,
       bei verschiedenen Verlagen und beim Komponistenverband der DDR, später fürs Radio. Sie verfasste die Romane „Ab
       jetzt ist Ruhe" und „Wunderlich fährt nach Norden".

       Breloer, Heinrich: Brecht. Roman seines Lebens | Kiepenheuer & Witsch | ET: 14.02.2019
       ISBN: 978-3-462-31862-3 | gebunden | 528 Seiten | 26 EUR

       Mit seinen Filmen und Büchern erweckte Heinrich Breloer viele Figuren der deutschen Geschichte zu neuem Leben.
       Nun stellt er uns Bertolt Brecht vor. Über Jahrzehnte sprach er mit Brechts Weggefährten, mit Frauen, Geliebten,
       Familienmit-gliedern und Freunden, Verbündeten und Verstoßenen und verfilmte einem Starensemble Brechts
       Leben.(15.3.2019 bei arte TV). „Ich komme gleich nach Goethe", ruft ein 17-jähriger Augsburger Schüler seiner jungen
       Liebe Paula entgegen. Das letzte Genie wolle er werden. Seine Freunde lachen mit ihm über seine Anmaßung, und
       doch glauben sie dem schmächtigen, schüchtern wirkenden Brecht. Am Ende ist er, nach den wilden, anarchischen
       Anfängen als Lyriker und Dramatiker, nach dem Welterfolg der „Dreigroschenoper", nach seiner Annäherung an die
       kommunistische Partei, seiner Flucht vor den Nazis und dem amerikanischen Exil, tatsächlich eine Jahrhundertfigur. Er
       führt gemeinsam mit Helene Weigel das Berliner Ensemble am Schiffsbauerdamm zu Weltruhm, ist im geteilten
       Deutschland politisch heftig umkämpft und wird weltweit zum Klassiker erklärt. „Ich werde der Welt zeigen, wie sie ist.
       Aber wie sie wirklich ist." Dieses Brecht‘sche Programm wendet Breloer in seinem Dokudrama und in seinem Buch auf
       Brecht selbst an. Und so begegnen wir statt einem Klassiker dem Menschen in einer romanhaften Lebenserzählung.
       Heinrich Breloer, geboren 1942, ist einer der bedeutendsten deutschen Film- und TV-Autoren und -Regisseure. Für
       seine Filme u.a. über die RAF („Todesspiel"), die Familie Mann („Die Manns") und Albert Speer („Speer und Er") wurde
       er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit fünf Grimme-Preisen, dem Emmy und dem Deutschen Fernsehpreis.
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Über     die Autoren
Über die Autoren               und ihre Bücher
                 und ihre Bücher

       Brežná, Irena: Wie ich auf die Welt kam. In der Sprache zu Hause | Rotpunkt Verlag | 2018
       ISBN 978-3-85869-795-0 | gebunden | 192 Seiten | 24 EUR

       „Denke, was du willst, aber sag es nicht." Das mütterliche Verbot machte aus Irena Brežná eine Schreibende. Bis heute
       versteht die Autorin ihre Texte als ein „Aufbäumen gegen das Gebot des Schweigens und des Nichthandelns". Nach
       der Niederschlagung des Prager Frühlings flüchtete die Achtzehnjährige aus Bratislava in die Schweiz - eine wichtige
       Weichenstellung für die junge Frau. Im Exil fand sie Zuflucht in der neuen Sprache. Die Teilnahme am öffentlichen
       Diskurs ließ sie sich weder als Einwanderin noch als Frau nie mehr verbieten. Brežná ist zu Hause, wo sie schreiben
       kann. Ihre Essays und Reportagen erzählen vom Roten Platz, wo man dem Dissidenten Viktor Fainberg alle Zähne
       ausschlug, vom kompromisslosen Friedrich Dürrenmatt, von Männern der russischen Mafia, tschetschenischen
       Friedensfrauen und dem Überwinden der Angst.
       Irena Brežná, geboren 1950 in der Tschechoslowakei, emigrierte 1968 in die Schweiz und lebt heute in Basel. Sie ist
       Journalistin, Schriftstellerin, Slawistin, Psychologin und Menschenrechtlerin. Ihr Roman “Die undankbare
       Fremde“ (2012) wurde mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. Weiter erhielt sie u.a. für ihre Kriegsreportagen
       aus Tschetschenien den Emma-Journalistinnen-Preis und den Theodor-Wolff-Preis sowie den Zürcher Journalistenpreis
       für ihre Reportage über kosovarische Flüchtlinge.

       Brüning, Uschi: So wie ich. Autobiographie | Ullstein | ET: 22.02.2019
       ISBN-13 9783550050206 | gebunden | 288 Seiten | 20 EUR

       Manfred Krug schwärmte für ihre Stimme, Ulrich Plenzdorf setzte ihr ein Denkmal in „Die neuen Leiden des jungen W.".
       Nun erzählt Uschi Brüning, die große Jazz- und Soulsängerin, erstmals von ihrem Leben als Musikerin in der DDR, dem
       ständigen Vabanquespiel mit dem SED-Regime und warum sie dennoch nie die Ausreise in den Westen erwogen hat.
       Schon von klein auf singt sie mit Begeisterung - zu Hause, auf der Straße, im Kinderheim, in der Schule. Mit dreizehn
       beschließt sie, als Sängerin berühmt werden. Ihre großen Vorbilder sind Caterina Valente und Ella Fitzgerald. An der
       Seite von Manfred Krug feiert die junge Uschi Brüning ihre ersten Bühnenerfolge. Sie gründet eine eigene Band, will
       sich als Frau in der Männerwelt des Jazz behaupten. Bald lernt sie den Saxophonisten Ernst-Ludwig Petrowsky
       kennen. Die beiden werden ein Paar und musikalische Partner, genießen als erfolgreiche Künstler manche Freiheiten:
       Jazz ist die geduldete Nische, in der sich auch Unangepasste und Regimekritiker relativ zwanglos zusammenfinden
       können. „So wie ich" ist eine außergewöhnliche Reise in die ehemalige DDR und ihre Musikszene - und eine
       Liebeserklärung Uschi Brünings an den Mann ihres Lebens.
       Uschi Brüning, geboren 1947 in Leipzig, ist Jazz- und Soulsängerin und Songautorin. Seit 1982 ist sie mit dem
       Jazzmusiker Ernst-Ludwig „Luten" Petrowsky verheiratet. 2017 wurde sie für den ECHO Jazz nominiert.

       Bude, Heinz: Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee | Hanser | ET: 11.03.2019
       ISBN 978-3-446-26184-6 | Hardcover | 144 Seiten | 19 EUR

       Solidarität war einmal ein starkes Wort. Es geriet in Verruf, als jeder für sein Glück und seine Not selbst verantwortlich
       gemacht wurde. Heute ist die Gesellschaft tiefer denn je zwischen Arm und Reich gespalten. Natürlich gibt es ein
       Sozialsystem, das einen Ausgleich bewirkt. Dazu brauchen wir aber ein neues Verständnis von Solidarität. Heinz Bude
       plädiert dafür, sich nicht damit zu begnügen, materielle Not zu lindern, sondern sich im Anderen als Mensch wiederzu
       erkennen. Erst durch diese freie Entscheidung zur Mitmenschlichkeit findet eine Gesellschaft wieder zusammen. Budes
       Reflexionen über die solidarische Existenz liefern die Antworten auf die soziale Frage unserer Zeit.
       Heinz Bude, geboren 1954, studierte Soziologie, Philosophie und Psychologie. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls
       für Makrosoziologie an der Universität Kassel. 1997 - 2015 leitete er den Bereich „Gesellschaft der Bundesrepublik" am
       Hamburger Institut für Sozialforschung. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschienen „Das Gefühl der Welt. Über die Macht von
       Stimmungen“ (2016) und „Adorno für Ruinenkinder. Eine Geschichte von 1968 (2018).

       Bukowski, Helene: Milchzähne | Blumenbar | ET: 15.03.2019
       978-3-351-05068-9 || Gebunden | 256 Seiten | 20 EUR

       Eines Tages steht das Kind plötzlich da, sie gehört niemandem. Skalde nimmt es mit zu sich, obwohl sie weiß, dass die
       anderen, die in der abgelegenen Gegend leben, das nicht dulden werden. Skalde und ihre Mutter Edith gehörten selbst
       nie richtig zur Gemeinschaft, seit Edith vor mehr als zwei Jahrzehnten plötzlich triefend am Ufer des Flusses stand, von
       dem die Anderen sich erhofft hatten, er würde sie vor der im Chaos versinkenden Welt beschützen. Mutter und Tochter
       lieben einander auch, weil ihnen nichts übrig bleibt: Gegen die Bedrohung müssen sie zusammenhalten. Vor allem
       jetzt, da immer klarer wird, dass das Leben des Kindes (und ihr eigenes) in Gefahr ist…
       Helene Bukowski, geboren 1993 in Berlin, studiert zurzeit Literarisches Schreiben und Lektorieren in Hildesheim. Sie
       ist Co-Autorin des Dokumentarfilms „Zehn Wochen Sommer", der 2015 den Grimme Sonderpreis Kultur erhalten hat,
       und war 2016 zur Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin eingeladen. Ihre Texte erschienen in
       verschiedenen Zeitschriften und Anthologien und sie war Mitherausgeberin der „BELLA triste".
Leipziger Buchmesse 2019 Mit 95 Autoren aus aller Welt - Leipziger Buchmesse | 21. bis 24. März 2019 - Das Blaue Sofa
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Über      die Autoren
Über die Autoren               und ihre Bücher
                 und ihre Bücher

        Buschheuer, Else: Hier noch wer zu retten? Über die Liebe, den Tod und das Helfen | Heyne Verlag
        ET: 11.03.2019 | ISBN: 978-3-453-20288-7 | 272 Seiten | Hardcover | 20 EUR

        Sie ist radikal in der Selbsterforschung. Ihre Triebfeder ist unbedingte Ehrlichkeit sich selbst und anderen gegenüber. Sie
        geht an die Grenzen der menschlichen Existenz, dorthin, wo es weh tut und sie sich selber spürt: bei Sterbenden, Alten,
        Dementen, Geflüchteten, Gestrandeten, Obdachlosen. Was ist ihr Impetus? Fürsorge, Sehnsucht, Kontrollwut? Mit
        Selbstironie, Verve und Leidenschaft erzählt Else Buschheuer von einer Reise nach außen, in die Grenzbereiche des
        Lebens und unserer Gesellschaft, und von einer Reise nach innen, an ihre Wurzeln und Identität. Eine rigorose Selbst-
        Sezierung, schonungslos offen, geistreich und pointiert, eine persönliche Bestandsaufnahme, die zur Diagnose unserer
        gesellschaftlichen Verhältnisse wird und zu der existentiellen Frage: Was ist ein Mensch? „Tapfer wie ein Samurai und
        dazu auch noch komisch, zieht Else Buschheuer in die Schlacht um die eigene Seele und rettet so ganz nebenbei die
        des Lesers." Doris Dörrie
        Else Buschheuer wurde 1965 in Eilenburg bei Leipzig geboren; sie war Reporterin, TV-Moderatorin, Kolumnistin und
        eine von Deutschlands ersten Bloggerinnen. Von 2001–2005 lebte sie in New York City; vielbeachtet waren ihre Berichte
        über die Anschläge vom 11. September. Heute lebt sie als Schriftstellerin in Berlin. Bisher erschienen: „Ruf! Mich! An!“,
        „Masserberg“, „Venus", „Der Koffer", „Verrückt bleiben!" und „Zungenküsse mit Hyänen".

        Ćosić, Bora: Immer sind wir überall. Reisen in Italien und Österreich | Folio | ET: 5.03.2019
        Aus dem Serbischen von Katharina Wolf-Grießhaber | ISBN 978-3-85256-781-5 | Hardcover | Seiten | 20 EUR

        Was sieht und riecht ein großer, lebensweiser, mehrfach preisgekrönter Europäer, wenn er durch Europa reist? Bora
        Ćosić vereint in seiner Person viele Kulturen, der Krieg machte ihn staatenlos. Welche Bilder entstehen in seinem Kopf,
        wenn er den Duft von Aprikosen atmet, wenn er in Rom vor den Trümmern der Antike steht, vor dem verschmitzt
        lächelnden heiligen Prokulus in Naturns, vor den sanft gewellten Weinbergen von Melk und Krems, wenn er in die
        weltbeste Salami aus dem umbrischen Norcia beißt oder in Wien auf den Künstler Spoerri trifft? Ćosić lässt uns
        teilhaben an seinem inspirierenden Gedankenstrom, an den überraschenden Assoziationen, die ihn auf seinen Reisen
        nach Italien und entlang der Donau bewegen – und die sich schließlich zu einem wundersamen Bild Mitteleuropas fügen.
        Bora Ćosić, geboren 1932 in Zagreb, lebt seit 1992 in Rovinj/Istrien und Berlin. Studium der Philosophie in Belgrad,
        Übersetzer von Chlebnikow und Majakowski ins Serbokroatische. Sein Werk zeigt Einflüsse der Psychoanalyse. Ćosić
        galt als Vertreter der Belgrader Avantgarde. Zahlreiche Preise, u. a. Leipziger Buchpreis zur Europäischen
        2002. Zuletzt erschienen in deutscher Übersetzung: „Die Zollerklärung“ (2001), „Das Land Null“ (2004), „Irenas Zimmer.
        Gedichte“ (2005), „Die Reise nach Alaska“ (2007).

        Cusanit, Kenah: Babel | Hanser | ET: 28.01.2018
        ISBN 978-3-446-26165-5 | Hardcover | 272 Seiten | 23 EUR

        Ein deutscher Archäologe und eine biblische Aufgabe – die Ausgrabung Babylons. 1913, unweit von Bagdad. Der
        Archäologe Robert Koldewey leidet ohnehin schon genug unter den Ansichten seines Assistenten Buddensieg, nun quält
        ihn auch noch eine Blinddarmentzündung. Die Probleme sind menschlich, doch seine Aufgabe ist biblisch: die
        Ausgrabung Babylons. Zwischen Orient und Okzident bahnt sich gerade ein Umbruch an, der die Welt bis in unsere
        Gegenwart hinein erschüttern wird. Wie ein Getriebener dokumentiert Koldewey deshalb die mesopotamischen Schätze
        am Euphrat; Stein für Stein legt er die Wiege der Zivilisation frei – und das Fundament des Abendlandes.
        Kenah Cusanit, geboren 1979, lebt in Berlin. Für ihre Essays und Gedichte wurde die Altorientalistin und Ethnologin
        bereits mehrfach ausgezeichnet.

        D‘Aprile, Iwan-Michelangelo: Fontane. Ein Jahrhundert in Bewegung | Rowohlt | ET: 27.11.2018
        ISBN: 978-3-498-00099-8 | Hardcover | 544 Seiten | 28 EUR

        Theodor Fontane war einer der modernsten Autoren seiner Zeit und diese Biographie beleuchtet den großen
        Schriftsteller immer in Bezug auf die rasanten Entwicklungen des 19. Jahrhunderts: des Zeitalters der Moderne. Fontane
        schrieb Balladen und Gedichte über amerikanische Dampfschiffe und Eisenbahnunfälle in Schottland, als Journalist und
        Romanautor war er ein unermüdlicher Stoffesammler, er experimentierte mit Genres und Formaten ebenso unter-
        nehmungslustig, wie er es als Apotheker mit den Arzneimischungen getan hatte, „bis die Mischung stimmte". Der
        Germanist D’Aprile löst Fontane in diesem Buch aus Preußen und Brandenburg, und sucht ihn inmitten der
        beschleunigten, zunehmend elektrifizierten und globalisierten Welt auf, in der er lebte. Wir begegnen Fontane bei der
        Eröffnung der ersten deutschen Eisenbahnlinien, begleiten ihn als frühen Pauschaltouristen auf hohe See, erleben ihn
        1848 als Barrikadenkämpfer und als Wahlmann für das erste frei gewählte Parlament der deutschen Geschichte. Wir
        folgen ihm als Korrespondenten nach London, lernen ihn als Beobachter der neuen Foto- und Telegrafie gestützten
        Kriegsreportage sowie als Kolonialismuskritiker kennen und erleben, wie er im fortgeschrittenen Alter energisch in der
        Hauptstadt des neuen Kaiserreichs im Kulturbetrieb mitmischt, den modernen Berliner Gesellschaftsroman begründet
        und zum Förderer und Idol einer neuen Generation junger Avantgardisten wird. D’Apriles lebendige und kenntnisreiche
        Darstellung des Lebens von Theodor Fontane weitet sich zum Epochenporträt. So entsteht ein vielschichtiges und
        spannungsreiches Bild, das zur Neulektüre eines literarischen Klassikers einlädt.
        Iwan-Michelangelo D’Aprile, geboren 1968 in Berlin, ist Literarturwissenschaftler und Historiker. Er hat zur
        Kulturgeschichte Berlins im 19. Jahrhundert sowie zur Geschichte des Journalismus publiziert und lehrt als Professor für
        „Kulturen der Aufklärung" an der Universität Potsdam.
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Über      die Autoren
Über die Autoren               und ihre Bücher
                 und ihre Bücher

       Dannenberg, Meike: Gefährdet. BKA-Sonderermittlerin Nora Klerner 2 | btb | ET: 11.02.2019
       ISBN: 978-3-442-71564-0 | Taschenbuch | 416 Seiten | 10 EUR

       Die Kinder des Hamburger Reeders und Lokalpolitikers Justus Stein werden bei eisigen Temperaturen in einen
       Container gesperrt. Doch es gibt keine Lösegeldforderung. Nora Klerner, BKA-Spezialistin für Verbrechen gegen
       Minderjährige, wird nach Hamburg beordert. Statt einer gepeinigten Familie erwartet sie in der weißen Alstervilla jedoch
       Misstrauen und aggressives Schweigen. Und was hat der Tod eines russischen Ex-Zuhälters mit der Entführung zu
       tun? Nora muss hinter eine großbürgerliche Fassade blicken, um eine fatale Verkettung von Ereignissen aufzuhalten...
       Meike Dannenberg, Jahrgang 1974, studierte angewandte Kulturwissenschaften in Lüneburg. Seit 2003 ist sie freie
       Journalistin und Literaturredakteurin, seit 2011 verantworet sie den Bereich Krimi beim Magazin „Bücher“. Sie lebt mit
       ihrer Familie in Bremen.

       de Maizière, Thomas: Regieren. Innenansichten der Politik | Herder | ET: 11.02.2019
       ISBN: 978-3-451-38329-8 | gebunden | 256 Seiten | 24 EUR

       Jeder weiß, wie die Arbeit eines Lehrers oder eines Arztes aussieht – was genau aber macht ein Politiker, zumal ein
       Minister? Thomas de Maizière, der 28 Jahre lang Regierungsverantwortung in unterschiedlichsten Positionen über-
       nommen hat, bietet dem Leser Innenansichten der Macht und erklärt anhand zahlreicher Beispiele aus seiner Amtszeit,
       wie wir regiert werden.
       Dr. jur. Thomas de Maizière, geboren 1954, Studium der Rechtswissenschaften; 1990 Mitglied der Verhandlungs-
       delegation für den deutschen Einigungsvertrag; 1990-1998 Mitglied der Regierung von Mecklenburg-Vorpommern, 1999
       bis 2005 Landesminister in Sachsen in unterschiedlichen Ressorts; 2005 bis 2009 Chef des Bundeskanzleramtes, 2009
       bis 2011 und 2013 bis 2018 Bundesinnenminister sowie 2011 bis 2013 Bundesverteidigungsminister; seit 2009 Mitglied
       des Bundestages.

       Deen, Matijs: Unter den Leuten | Mare | ET: 12.02.2019
       Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke | ISBN: 978-3-86648-280-7 | gebunden | 192 Seiten | 20 EUR

       Seit dem Unfalltod seiner Eltern wohnt Jan allein auf dem Hof am Rande der Nordsee, das Leben geht seinen Gang,
       aber die Einsamkeit nagt an ihm. Ein bisschen Gesellschaft wäre schön, eine Frau, Gespräche, Sex, vielleicht sogar
       eine eigene Familie? Jan gibt eine Anzeige auf und erhält Antwort von Wil. Wil jedoch, so stellt sich heraus, verfolgt
       einen ganz eigenen Plan – sie sucht keine Liebe, sondern Ruhe vom Stadtleben und von den Enttäuschungen der
       Vergangenheit. Ihre einzige Bedingung lautet: Von dem Haus, in dem sie künftig leben wird, muss sie das Meer sehen
       können. Mit feinem Gespür für das Skurrile beschreibt Deen, wie zwei unterschiedliche Menschen zum Paar werden
       und wie sie versuchen zusammenzufinden. Kann das gut gehen? „Eine Geschichte von Sehnsucht und Träumen – und
       von Einsamkeit, die nicht einfach zu verscheuchen ist.“ Het Parool
       Matijs Deen, geboren 1962, ist Schriftsteller und Radioproduzent. Er veröffentlichte Romane, Kolumnensammlungen
       und einen Band mit Kurzgeschichten. „Unter den Menschen“ erschien erstmals 1997. Der Roman wurde 2016 in einer
       überarbeiteten Fassung als Wiederentdeckung gefeiert und die Filmrechte wurden verkauft.

       Denemarková, Radka: Ein Beitrag zur Geschichte der Freude | Hoffmann und Campe | ET: 5.02.2019
       Aus dem Tschechischen übersetzt von Eva Profousová | 978-3-455-00511-0 | gebunden | 336 Seiten | 24 EUR

       Drei ältere Frauen betreiben in Prag ein Archiv, in dem Gewalt an Frauen dokumentiert ist, gleichzeitig versuchen sie,
       Mädchen zu retten. Ein Ermittler untersucht den scheinbaren Selbstmord eines reichen, einflussreichen Mannes - und
       stößt dabei auf die drei Frauen und ihr Tun. Radka Denemarková, die wichtigste tschechische Autorin der Gegenwart,
       verwebt in ihrem sprachgewaltigen Roman Elemente des Kriminalromans, Fakt und Fiktion, zu einem erschütternden
       Panorama der Gewalt gegen Frauen.
       Radka Denemarková, geboren 1968, ist eine tschechische Autorin, Dramatikerin, Drehbuchautorin, Essayistin und
       Übersetzerin deutscher Literatur und lehrt Creative Writing. Als einzige tschechische Autorin ist sie dreifache
       Preisträgerin des Magnesia Litera Preises (in den Kategorien Prosa, Sachbuch und Übersetzung). Ihre Werke wurden
       in mehr als 20 Sprachen übersetzt. 2017 war sie Stadtschreiberin von Graz.

       Dinić, Marko: Die guten Tage | Zsolnay | ET: 18.02.2019
       ISBN 978-3-552-05911-5 | Hardcover | 240 Seiten | 22,00 EUR

       In einem Bus, dem täglich zwischen Wien und Belgrad verkehrenden „Gastarbeiter-Express", rollt der Erzähler durch die
       ungarische Einöde. Jener Stadt entgegen, in der er aufgewachsen ist. Die Bomben, der Krieg, Miloševic, den er zuerst
       lieben, dann hassen gelernt hat, und der Vater, für dessen Ideologie und Opportunismus er nur noch Verachtung
       empfindet, hatten ihn ins Exil getrieben. Entkommen ist er dem Balkan auch dort nicht. In beeindruckenden Bildern
       erzählt Marko Dinic zwanzig Jahre nach dem Bombardement von Belgrad von einer traumatisierten Generation, die sich
       weder zu Hause noch in der Fremde verstanden fühlt, die versucht die eigene Vergangenheit zu begreifen und um eine
       Zukunft ringt. „Marko Dinic erzählt in seinem Debütroman von einem, der geflohen ist und sich nun aufmacht, seine alte
       Heimat zu besuchen… ein sprachmächtiges und bilderreiches Ereignis“, Katja Gasser, ORF
       Marko Dinić wurde 1988 in Wien geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Belgrad. Er studierte in
       Salzburg Germanistik und Jüdische Kulturgeschichte.
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Über      die Autoren
Über die Autoren               und ihre Bücher
                 und ihre Bücher

       Drewermann, Eugen: Gestalten des Bösen. Der Teufel – ein theologisches Relikt | Herder | ET: 2018
       ISBN: 978-3-451-38402-8 | Gebunden | 224 Seiten | 22 EUR

       Ein Drittel der in Deutschland lebenden Menschen glaubt laut einer Umfrage an den leibhaftigen Teufel als Verkörpe-
       rung des Bösen. Drewermann zeichnet die Geschichte und Ursprünge der Gestalt des Teufels nach, seine erstaunliche
       Analyse führt ihn von der persischen Mythologie über das Alte Testament, den Koran, die Hexenverfolgungen bis hin zu
       Shakespeares Macbeth und dem 11. September. Sein Buch soll aufklären und befreien. Drewermann ist überzeugt:
       Wenn wir die Erlösungsbotschaft ernst nehmen, brauchen wir keine Höllendrohung und keinen Teufel mehr.
       Dr. theol. Eugen Drewermann, geb.1940, wurde 1966 zum Priester geweiht. Danach arbeitete er im Gemeindedienst
       und in der Studentenseelsorge. Wegen seiner kritischen Haltung gegenüber der Amtskirche und, weil er diese von der
       Kirchenführung abweichenden Meinung nicht korrigieren wollte, entzog ihm Erzbischof Degenhardt 991 die kirchliche
       Lehrerlaubnis; dem folgte das Predigtverbot und im März 1992 die Suspension vom Priesteramt. Seitdem ist
       Drewermann als freier Autor und Vortragsreisender tätig.

       Elsberg, Marc: Gier - Wie weit würdest du gehen? | Blanvalet | ET: 25.02.2019
       ISBN: 978-3-7645-0632-2 | Hardcover | 24 EUR

       Weltweit sind Menschen in Aufruhr, sie demonstrieren gegen drohende Sparpakete, Massenarbeitslosigkeit und Hunger
       – die Folgen einer neuen Wirtschaftskrise, die Banken, Unternehmen und Staaten in den Bankrott treibt. Nationale und
       internationale Konflikte eskalieren. Nur wenige Reiche sind die Gewinner. Ein Sondergipfel in Berlin soll Lösungen
       bringen. Der Nobelpreisträger Herbert Thompson, der angeblich die Formel für Wohlstand für alle gefunden hat, soll
       eine Weltverändernde Rede halte. Doch dazu kommt es nicht. Bei einem Autounfall sterben Thompson und sein
       Assistent. Aber es gibt einen Zeugen, der weiß, dass es Mord war, und der hineingezogen wird in ein gefährliches Spiel.
       Jan Wutte will wissen, was hinter der Formel steckt, aber die Mörder sind ihm dicht auf den Fersen…
       Marc Elsberg, 1967 in Wien geboren, war Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg
       sowie Kolumnist der Tageszeitung „Der Standard“. Heute lebt er in Wien. Seine internationalen Bestsellern „Blackout“
       und „Zero“ wurden von „Bild der Wissenschaft" als Wissensbuch des Jahres in der Rubrik Unterhaltung ausgezeichnet
       und machten ihn zu einem gefragten Gesprächspartner von Politik und Wirtschaft

       Federer, Yannic Han Biao: Und alles wie aus Pappmaché | Suhrkamp | ET: 11.02.2019
       ISBN: 978-3-518-46939-2 | Taschenbuch | 206 Seiten | 14,95 EUR

       Spätsommer 2001 in der badischen Provinz. Im Fernsehen Bilder des einstürzenden World Trade Center. Jian ist
       sechzehn und in Sarah verliebt, schläft dann aber mit Anna, die sich gerade von Frank getrennt hat. Danach will Sarah
       nichts mehr von Jian wissen, Jian nichts mehr von Anna, und Frank ist mit sich selbst beschäftigt. Fünfzehn Jahre
       später steckt Anna in einer Dreiecksbeziehung, Frank verkriecht sich im Wald, und Jian erkennt Sarah auf Paparazzi-
       Fotos wieder. Sie haben einander längst aus den Augen verloren, und doch erzählt Jian immer wieder von dem, was
       ihre gemeinsame Geschichte sein könnte.
       Yannic Han Biao Federer, geboren 1986, aufgewachsen in Südbaden, studierte Germanistik und Romanistik in Bonn,
       Florenz und Oxford. Er promoviert an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und arbeitet im
       Literaturhaus Köln. Erste Erzählungen sind in Literaturzeitschriften und Anthologien erschienen, 2016 erhielt er den
       Förderpreis der Wuppertaler Literatur Biennale, 2017 das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium, 2018 den Harder
       Literaturpreis und den Hauptpreis der Wuppertaler Literatur Biennale.

       Felsenheimer, Bela B: Scharnow | Heyne Hardcore | ET: 25.02.2019
       ISBN: 978-3-453-27136-4 | Hardcover | 416 Seiten | 20 EUR

       In Scharnow, einem Dorf nördlich von Berlin, ist scheinbar der Hund begraben. Tatsächlich wird hier gerade die Welt
       gewendet: Schützen liegen auf der Lauer, um die Agenten einer Universalmacht zu vernichten, mordlustige Bücher
       richten blutige Verheerung an, und mittendrin hat ein Pakt der Glücklichen plötzlich kein Bier mehr. Wenn sich dann ein
       syrischer Praktikant für ein Manga-Mädchen stark macht, ist die Liebe nicht weit…
       Bela B Felsenheimer, geboren 1962 in West-Berlin, ist Schlagzeuger, Gitarrist, Komponist, Sänger, Schauspieler,
       Synchron- und Hörbuchsprecher. Er war Comicbuch-Verleger und hatte eine eigene Radiosendung. Bekannt ist er vor
       allem als Mitglied der Punkrock-Band „Die Ärzte“. Er veröffentlichte Kurzgeschichten und ein Filmdrehbuch.

       Feustel, Robert: „Am Anfang war die Information“ Digitalisierung als Religion | Verbrecher Verlag
       ET: 30.11.2018 | ISBN: 9783957323699 | Broschur | 200 Seiten | 19 EUR

       Wie konnten Gerücht, Lüge, Fakt und Wahrheit ununterscheidbar werden? Feustel untersucht die Wissensgeschichte
       von der Industrialisierung bis zur Digitalisierung und zeigt, wie im sogenannten Informationszeitalter Information zum
       „Heiligen Geist“ mutierte und den Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge einebnet: Hauptsache sie zirkulieren
       möglichst reibungslos und in Echtzeit. Daneben gerät das Bild des Menschen in den Sog der Digitalisierung. Was
       unterscheidet menschliches Denken vom Computer?
       Dr. Robert Feustel studierte Politik und Geschichte, er beschäftigt sich mit politischer Theorie, Stadtsoziologie sowie
       Wissens- und Wissenschaftsgeschichte. Er publizierte u.a. über Drogen, Rausch, Kybernetik und Derridas Dekon-
       struktion. Zuletzt war er Mitherausgeber des „Wörterbuchs des besorgten Bürgers“ (2018) und des „Handbuchs Drogen
       aus sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive“ (2018). Aktuell arbeitet er im am Institut für Soziologie der
       Friedrich-Schiller-Universität Jena.
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Über     die Autoren
Über die Autoren               und ihre Bücher
                 und ihre Bücher

       Fischler, Joe: Der Tote im Schnitzelparadies. Ein Fall für Arno Bussi | Kiepenheuer & Witsch | ET: 22.02.2019
       ISBN: 978-3-462-31954-5 | Taschenbuch | 304 Seiten | 9,99 EUR

       Statt in Wien, London und Paris internationale Verbrecherbanden zu jagen, wird Arno vom österreichischen
       Bundeskriminalamt strafversetzt ins hinterste Tiroler Tal. Immerhin wird ihm gleich nach seiner Ankunft die erste Leiche
       serviert. Erwischt hat’s den Bürgermeister von Vorderkitzlingen, dessen Kopf in der Tiefkühltruhe von Resis
       Schnitzelparadies in Hinterkitzlingen steckt. Als ein gewaltiges Unwetter über das Tal hereinbricht, ist Arno Bussi auf
       sich allein gestellt. Seine Jagd nach dem Mörder führt über seltsame Dorfbewohner, eine außer Rand und Band
       geratene Natur, einen weiteren Toten und zu Eva, der bildhübschen Tochter der Schnitzelwirtin. Die neue Krimireihe
       des österreichischen Bestsellerautors Joe Fischler rund um den liebenswerten und stets unglücklich verliebten Inspektor
       Arno Bussi ist ein großer Spaß – und hochspannend obendrein.
       Joe Fischler, geboren 1975 in Innsbruck, arbeitete nach seinem Jura-Studium einige Jahre im Bankwesen. 2007
       machte er sich als Blogger und Autor selbstständig. Mit „Veilchens Winter" legte Fischler 2015 ein fulminantes Debüt als
       Krimiautor vor. Der passionierte Bergwanderer und Musiker Fischler lebt in der Nähe von Innsbruck.

       Fitzek, Sebastian: Fische, die auf Bäume klettern | Droemer | ET: 20.03.2019
       ISBN: 978-3-426-27782-9 | Hardcover | 256 Seiten | 18 EUR

       Was zählt im Leben? Wie findet man sein Glück? Welche Lebensziele sind richtig? Was lernt man aus Niederlagen?
       Wie geht man mit seinen Mitmenschen um? In spannenden persönlichen Episoden erzählt Sebastian Fitzek, was im
       Leben wichtig ist und wie ein glücklicher Lebensweg gelingen kann. Inspiriert wurde er zu diesem Buch durch seine
       Rolle als Vater – und die Frage, was er seinen Kindern für das Leben mitgeben würde, wenn ihm nicht mehr viel Zeit
       bliebe. Und so ist dieses Buch das sehr persönliches Vermächtnis eines Vaters an seine jungen Kinder – und ein Buch
       für alle, die Halt suchen und sich der Werte, die ihnen wichtig sind, vergewissern möchten.
       Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die
       Therapie“ (2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Seine Bücher wurden in
       vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als
       erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem „Europäischen Preis für Kriminalliteratur“ ausgezeichnet. Er lebt
       mit seiner Familie in Berlin.

       Fried, Johannes: Kein Tod auf Golgatha. Auf der Suche nach dem überlebenden Jesus | C.H.Beck
       ET: 25.01.2019 | ISBN 978-3-406-73141-9 | Hardcover | 189 Seiten | 19,95 EUR

       Dass Jesus gelebt hat und um das Jahr 30 gekreuzigt wurde, gilt als Minimalkonsens. Der Historiker Johannes Fried
       geht einen Schritt weiter: Medizinische Erkenntnisse legen nahe, dass Jesus die Kreuzigung überlebt hat. Von hier aus
       begibt sich Fried auf eine spannende Spurensuche nach dem überlebenden Jesus, die von den Evangelien über
       Fragmente „häretischer" Schriften bis zum Koran führt. Folgt man dem nüchternen Kreuzigungsbericht des Johannes,
       erlitt Jesus bei der Folterung eine Lungenverletzung und fiel am Kreuz in eine todesähnliche Kohlendioxidnarkose. Nur
       eine gezielte Punktion kann das Leben retten, und genau dafür sorgte der Lanzenstich eines römischen Kriegsknechts.
       Jesus wurde ungewöhnlich früh vom Kreuz abgenommen, ins Grab gelegt und bald darauf lebend gesehen. Fried
       beschreibt, wie sich in der Folge im Römischen Reich die Theologie vom auferstandenen Gottessohn verbreitete,
       während Jesus in Ostsyrien als Mensch und Gesandter Gottes verehrt wurde. Diese Lehre wurde verketzert und ist nur
       noch in Fragmenten greifbar, aber gerade hier könnten sich Spuren von Jesu weiterem Wirken außerhalb des Zugriffs
       der römischen Staatsgewalt finden, die bis zur Frühgeschichte des Islams führen.
       Johannes Fried ist Professor em. für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Frankfurt und wurde vielfach
       ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Historikerpreis (1995) und dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche
       Prosa (2006).

       Friedmann, Alexandra: Sterben für Anfänger oder Rafik Shulmans erstaunliche Reise ins Leben | btb
       ET: 11.03.2019 | ISBN: 978-3-442-75822-7 | Hardcover | 320 Seiten | 20 EUR

       Rafik Shulman, Sohn jüdischer Einwanderer aus der einstigen Sowjetunion, hat es sich in den Kopf gesetzt, neben
       seinem Studium in einem Hospiz zu arbeiten. Dort lernt er die todkranke, aber ungeheuer lebenslustige Charlotte
       kennen. Die Kombination verwirrt ihn – seit sein Vater in Tschernobyl ums Leben kam, war der Tod immer etwas, über
       das man nicht spricht. Seine ständig beleidigte Mutter und die nörgelnde Großmutter halten ihn für komplett über-
       geschnappt. Was will ausgerechnet er in einem Hospiz? Bei all dem „faulen Gemüse"? Während die beiden Frauen ihn
       zuhause mit ihrer grenzenlosen Fürsorge in den Wahnsinn treiben, verändert die Begegnung mit Charlotte den
       schüchternen jungen Mann tief. Es beginnt eine Sinnsuche, ebenso komisch wie tiefgründig, die ihn zum weisen Kantor
       Golan, zu einem furchteinflößenden Jesus am Kreuz und schließlich zu sich selbst führt.
       Alexandra Friedmann wurde 1984 in Weißrussland geboren. Ende der 1980er-Jahre wanderte ihre Familie nach
       Deutschland aus. Nach dem Abitur ging sie nach Paris und studierte an der Sorbonne Literatur und Journalismus. Sie
       lebt heute mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in Berlin.
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Über      die Autoren
Über die Autoren               und ihre Bücher
                 und ihre Bücher

        Geipel, Ines: Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass | Klett-Cotta | ET: 28.2.2019
        ISBN: 978-3-608-96372-4 | gebunden | 256 Seiten | 20 EUR

        Woher kommen im Osten die große Wut, Fremdenfeindlichkeit und Hass auf „den Staat“? Ines Geipel sucht Antworten
        auf das Warum der Radikalisierung, ohne die aktuell bestimmende Opfererzählung nach 1989 zu bedienen. Was
        ermöglichte die breite Zustimmung zu Pegida, AfD und rechtsextremem Gedankengut? Geipel folgt den politischen
        Mythenbildungen der neu gegründeten DDR-Staates, seinen Schweigegeboten, Lügen und seinem Angstsystem, das
        alles ideologisch Unpassende harsch attackierte. Seriöse Vergangenheitsbewältigung fand unter diesen Umständen
        nicht statt. Stattdessen wirkte eine gezielte Vergessenspolitik, die sich bis in die Familien spiegelte – paradigmatisch
        sichtbar in der Familiengeschichte der Autorin. Gemeinsam mit ihrem Bruder, den sie in seinen letzten Lebenswochen
        begleitete, steigt Ines Geipel in die „Krypta der Familie“ hinab. Verdrängtes und Verleugnetes in der Familie
        korrespondiert mit dem kollektiven Gedächtnisverlust. Die Spuren führen zu unserer nationalen Krise in Deutschland.
        Ines Geipel, geboren 1960, ist Schriftstellerin und Professorin für Verssprache an der Berliner Hochschule für
        Schauspielkunst „Ernst Busch". Die ehemalige Weltklasse-Sprinterin floh 1989 nach ihrem Germanistik-Studium aus
        Jena nach Westdeutschland und studierte in Darmstadt Philosophie und Soziologie. 2000 war sie Nebenklägerin im
        Prozess gegen die Drahtzieher des DDR-Zwangsdopings. Ihr Buch „Verlorene Spiele" (2001) trug dazu bei, dass die
        Bundesregierung einen Entschädigungs-Fonds für DDR-Dopinggeschädigte einrichtete. 2005 gab Geipel ihren
        Staffelweltrekord zurück, weil er unter unfreiwilliger Einbindung ins DDR-Zwangsdoping zustande gekommen war.
        Daneben publizierte siel zu gesellschaftlichen Themen wie Amok, der Geschichte des Ostens und Nachwendethemen.

        Gessen, Masha: Die Zukunft ist Geschichte - Wie Russland die Freiheit gewann und verlor | Suhrkamp| ET: 2018
        Aus dem Englischen von Anselm Bühling | ISBN: 978-3-518-42842-9 | Gebunden | 639 Seiten | 26 EUR

        Russland, 1980er Jahre bis in die Gegenwart: Ein Land, das sich öffnete, hat sich wieder verschlossen. Eine Gesell-
        schaft, die zu Emanzipation, Freiheit und Selbsterkenntnis aufgebrochen war, leidet heute unter Bevormundung und
        Repression. Wie konnte es dazu kommen? Die Frage hat Masha Gessen nicht losgelassen, und sie packt auch die
        Leser. Im Zentrum stehen vier Menschen der Generation 1984. Sie kamen in die Schule, als die Sowjetunion zerfiel,
        und wurden unter Präsident Putin erwachsen. Junge Leute aus unterschiedlichen sozialen und familiären Verhältnissen:
        zum Beispiel Zhanna, deren Vater Boris Nemzow, ein prominenter Reformer, mitten in Moskau erschossen wurde. Oder
        Ljoscha, der als schwuler Dozent seine Stelle an der Uni Perm verliert. Die große Erzählung von Aufbrüchen und
        gescheiterten Hoffnungen der Jungen wird flankiert von den Bildungsgeschichten des liberalen Soziologen Lew
        Gudkow, der Psychoanalytikerin Marina Arutjunjan und des rechtsnationalistischen Philosophen Alexander Dugin.
        Masha Gessen, geboren 1967 in Moskau, emigrierte 1981 mit ihrer Familie in die USA und kehrte 1994 nach Russland
        zurück. Sie schrieb dort für russische und amerikanische Printmedien. Wegen der Homophobie-Gesetzgebung
        übersiedelte sie 2013 mit ihrer Frau und den beiden Kindern nach New York. Gessen schreibt für das Magazin The New
        Yorker und ist Autorin zahlreicher Bücher, u. a. der Enthüllungsbiographie über Putin, „Der Mann ohne Gesicht“ (2012).
        Ihr Buch „Die Zukunft ist Geschichte“ wurde in den USA 2017 mit dem National Book Award der Kategorie Nonfiction
        ausgezeichnet. 2019 wird Masha Gessen mit dem Leipziger Buchpreis für europäische Verständigung
        ausgezeichnet.

        Mastragostino, Matteo + Ranghiasci, Alessandro: Primo Levi | Bahoe Books | ET: 02/2019
        Aus dem Italienischen von Georg Fingerlos | ISBN 978-3-903022-99-7 | Hardcover | 128 Seiten | 19 EUR

        Rudi Gradnitzer + Walter Famler sprechen zum 100. Geburtstag von Primo Levi über den italienischen Autor, Juden,
        Widerstandskämpfer und Holocaustüberlebenden. Herbst 1986. Wenige Monate vor seinem Tod traf Primo Levi
        Schüler der Volksschule Rignon in Turin. Es war die Schule, die er als Kind besuchte. So begann die lange Reise des
        Wissens, in dem Levi diese Kinder an der Hand nahm, ihnen von seinem persönlichen Drama erzählte und mit sanfter
        Festigkeit zu erklären versuchte, was der Holocaust war, und wie er es geschafft hat, die Hölle von Auschwitz zu
        überleben. Fragen über Fragen: Die Schüler sahen die schwärzeste Seite der menschlichen Geschichte, geführt durch
        die Stimme und die Gesten eines ihrer maßgeblichsten Zeugen, einem Meister der Klarheit und des Widerstands, der
        Entschlossenheit und der Tat. Levis Biographie als berührende Graphic Novel zählt nicht nur zu den zugänglichsten
        Werken über die Deportation und Ermordung der Juden in Auschwitz, sondern gewinnt durch die zurückgenommene
        Erzählweise in Kombination mit den präzisen, unaufdringlichen Zeichnungen den Rang von Weltliteratur.
        Rudi Gradnitzer ist Ökonom und lebt in Wien. Studium an der WU Wien, der TU Berlin und am ISCTE Lisboa;
        Veröffentlichungen in diversen Journals, Büchern und Magazinen mit dem Schwerpunkt Kultur, Kunst und Kapital-
        verhältnisse. 2016 erschien „Schwedenplatz: Das Flachdach unter den Wiener Plätzen“ erschien
        Walter Famler, geboren 1958 in Bad Hall. Generalsekretär Alte Schmiede/Kunstverein Wien und Herausgeber der
        literarischen Zeitschrift „Wespennest“. Der Zeitschriftenmacher ist Juri-Gagarin-Fan und Bandleader.
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Über      die Autoren
Über die Autoren               und ihre Bücher
                 und ihre Bücher

        Güngör, Dilek: Ich bin Özlem | Verbrecher Verlag | ET:
        ISBN 9783957323736 | Hardcover | 160 Seiten| 19 EUR

        Alle Geschichten, die Özlem über sich erzählt, beginnen mit dem Satz: „Meine Eltern kommen aus der Türkei.“ Sie
        glaubt, dass sie nichts so stark geprägt hat wie die Herkunft ihrer Familie. Doch ihre Kindergärtnerinnen, Lehrer, Eltern
        ihrer Freunde, Nachbarn glaubten das viel mehr. Özlem begreift erst als erwachsene Frau, wie stark sie sich mit dieser
        Zuschreibung identifiziert hat und wie viel Einfluss andere darauf haben, wer wir sind. Özlems Wut darüber bahnt sich
        ihren Weg, zunächst leise, bei einem Streit mit ihren Freunden, dann ungebremst: Von Rassismus, Selbstmitleid,
        Scham, Neid, Ausgrenzung und Minderwertigkeitsgefühlen ist die Rede. Jetzt will Özlem ihre Geschichte selbst
        bestimmen, selbst erzählen. Mit bestechender Offenheit beschreibt Güngör, welche Kraft es kostet, sich in einer
        Gesellschaft zu behaupten, die besessen ist von der Frage nach Zugehörigkeit, Identität und der „wahren" Herkunft.
        Dilek Güngör, 1972 in Schwäbisch Gmünd geboren, studierte Übersetzen in Germersheim, Journalistik in Mainz und
        Race and Ethnic Studies in Warwick, England. Als Journalistin arbeitete sie bei der „Berliner Zeitung“. Ihre gesammelten
        Kolumnen aus der „Berliner Zeitung“ und der „Stuttgarter Zeitung“ erschienen in den Bänden, „Unter uns“ und „Ganz
        schön deutsch“. 2007 wurde ihr Roman „Das Geheimnis meiner türkischen Großmutter“ veröffentlicht. Für das Singspiel
        "Türkisch für Liebhaber" an der Neuköllner Oper schrieb sie das Libretto. Zuletzt erschien ihre wöchentliche Kolumne
        "Weltstadt" in der „Berliner Zeitung“. Dilek Güngör ist Stellvertretende Chefredakteurin der Zeitschrift „Kulturaustausch“
        und schreibt als Gastautorin Beiträge für die Zeit Online Kolumne „10 nach 8“.

        Hanif, Mohammed: Rote Vögel | Hoffmann und Campe | ET: 5.06.2019
        Übersetzt von Michael Schickenberg | ISBN 978-3-455-00516-5 | Pappband | 320 Seiten | 22 EUR

        Mit unschlagbarem Witz, einem sicheren Auge für das Absurde und bissiger Lust, unbequeme Wahrheiten über eine
        Welt im Ausnahmezustand anzusprechen, liefert Mohammed Hanif einen der hellsichtigsten Romane unserer Zeit: über
        Krieg, Familie und Überlebensstrategien für beide. Ein amerikanischer Kampfpilot stürzt über der Wüste im Orient ab. Er
        rettet sich ausgerechnet in das Militärcamp, das er ausbomben sollte. Auf Fata Morganas hereinzufallen und beinahe zu
        verdursten war nicht gerade das, was Major Ellie sich von seiner Mission versprochen hat, andererseits ist es auch nicht
        viel schlimmer als der Kleinkrieg zu Hause mit seiner Frau. Momo plagen unterdessen ganz andere Sorgen – seitdem
        die Amerikaner das Camp verlassen haben, liegen seine Geschäfte brach, sein älterer Bruder Ali ist auf dubiose Weise
        verschwunden, sein Hund hat eine Sinnkrise, und eine aufgetakelte Entwicklungshelferin belagert ihn für ihre Studie
        zum Seelenleben junger Muslime. Als er durch Zufall den halbtoten Bruchpiloten entdeckt, wird Momo jedoch schnell
        klar: Die beiden Westler sind seine große Chance, den verlorenen Bruder doch noch wiederzufinden.
        Mohammed Hanif wurde 1965 in Pakistan, geboren. Nach einer Ausbildung zum Kampfpiloten bei der pakistanischen
        Luftwaffe wurde er Journalist und zog 196 mit seiner Familie nach London. Dort war er für die BBC tätig, schrieb Artikel
        für die New York Times, die Washington Post und den Guardian. Sein Debütroman „Eine Kiste explodierender
        Mangos“, eine bitterböse Satire über den mysteriösen Flugzeugabsturz, der 1988 in Pakistan mehrere umstrittene
        Politiker das Leben kostete, wurde 2008 für den Booker Prize nominiert, 2011 erschien „Alice Bhattis Himmelfahrt“.
        2008 kehrte Mohammed Hanif nach Pakistan zurück und arbeitet heute in Karatschi als Korrespondent der BBC.

        Hanišová Viktorie: Anežka | Klak Verlag | ET: Sommer 2019

        Die selbstbewusste, gebildete und welterfahrene Julie ist ungewollt kinderlos, die Aufnahme in ein Adoptionsprogramm
        ist nur schwer möglich und die berüchtigte biologische Uhr tickt. Anežka, das Mädchen mit blonden Zöpfen, wird
        allmählich zum unerfüllbaren Traum. Die verzweifelte Julie will um jeden Preis ein Kind und so umgeht sie das Gesetz,
        um Agnes, ein ungewolltes Roma-Mädchen, in Pflege zu nehmen. Sie sehnt sich nach einem Baby, ihrer Anežka,
        stattdessen nimmt sie ein Knäuel eigener Vorurteile zu sich nachhause – die Verkörperung eines neuralgischen
        Punktes der tschechischen Gesellschaft. Und so beginnt sie zu lügen, zunächst belügt sie andere, später sich selbst.
        Agnes wächst in ständigem Kampf mit fremden Vorstellungen über sich auf, geprägt von den spießigen Sorgen ihrer
        Mutter und der eigenen Unfähigkeit, sich aus dem Käfig von Stereotypen zu befreien.
        Die aus Prag stammende Autorin Viktorie Hanišová, geb. 1980, studierte Anglistik und Germanistik an der Karls-
        universität Prag. Sie ist als Übersetzerin und Lektorin tätig. Anežka ist ihr Debütroman – ein schmerzlich nüchterner
        Blick auf eine Mutter-Tochter-Beziehung, die von Anfang an belastet ist.

        Hein, Christoph: Gegenlauschangriff. Anekdoten aus dem letzten deutsch-deutschen Kriege | Suhrkamp
        ET: 11.03.2019 | ISBN: 978-3-518-46993-4 | Taschenbuch | 123 Seiten | 14 EUR

        Christoph Hein nimmt die deutsch-deutschen Verhältnisse in den Blick: anhand persönlicher Erlebnisse, die komisch
        sind, bitter, und manchmal beides zugleich. Er gilt als der Chronist deutsch-deutscher Verhältnisse, als präziser
        Sezierer einer einst geteilten Nation, die noch immer nicht richtig zusammengefunden hat und als fulminanter Geschich-
        tenerzähler. Hein, der bislang vorrangig die Geschichten anderer erzählt hat, erzählt nun, zu seinem fünfundsiebzigsten
        Geburtstag, von seinen persönlichen Erlebnissen: davon, wie der Vater eines Freundes namens Thomas Brasch diesen
        verraten hat. Von einem Regisseur, der „Das Leben der anderen" verfilmt hat und dabei von Hein mehr über dieses
        Leben erfahren wollte. Von Zensur und Reise(un)freiheit, und schließlich davon, wie all das Geschichte wurde.
        Christoph Hein wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien geboren. Nach Kriegsende zog die Familie nach Bad
        Düben bei Leipzig, wo Hein aufwuchs. Ab 1967 studierte er an der Universität Leipzig Philosophie und Logik und
        schloss sein Studium 1971 an der Humboldt Universität Berlin ab. Von 1974 bis 1979 arbeitete Hein als Hausautor an
        der Volksbühne Berlin. Der Durchbruch gelang ihm 1982/83 mit seiner Novelle „Der fremde Freund“, „Drachenblut.“
        Hein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Uwe-Johnson-Preis und Stefan-Heym-Preis.
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