Miteinander-Magazin Sankt Servatius Katholisch in Siegburg - St. Servatius ...
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Inhalt auf einen Blick
03 Vorwort der Redaktion
06 Stimmen aus der Gemeinde –
Ihre Antworten veröffentlicht
ab Seite 7
Ihre Umfrage-Antworten…
07 … auf die erste Frage
10 … auf die zweite Frage
13 … auf die dritte Frage
16 Rund um die Pfarr-Caritas
17 Adventssammlung: Du für den
Nächsten – in ohnehin schwierigen
Zeiten zuversichtlich bleiben
19 Du für den Nächsten „konkret“ –
in Gespräch über einen
Adventssammlung und Pfarr-Caritas
ab Seite 16
Lotsenpunkt in den Startlöchern
22 Du für den Nächsten – biblische
Vergewisserung im homeoffice
Rückblick auf die letzten Monate
ab Seite 26 26 Rückblick
27 EKO-Vorbereitung unter Corona
29 Was sonst noch so war…
32 Firmvorbereitung in Corona-Zeiten
31 Gemeindeentwicklung in Siegburg
Auch in diesem Jahr – nur anders
36 Vorausblick
ab Seite 38 36 Ausblick neuer EKO-Kurs
37 Was ist im Advent und in der
Weihnachtzeit geplant?
38 Lebendiger Adventskalender 2020
39 Nachbetrachtung von Pastor Wahlen
Nachbetrachtung vom Pastor
ab Seite 39
40 Impressum
02Vorwort der Redaktion
Liebe Gemeinde,
liebe Leserinnen und Leser,
was für ein Jahr liegt hinter uns. DAMIT hatte keiner
auch nur im Entferntesten gerechnet, als wir letztes
Jahr vor dem Weihnachtsfest die erste Ausgabe un-
seres miteinander-Magazins in den Händen hielten.
„Gemeinde auf dem Weg“ war der Titel, denn die Kir-
chengemeinde St. Servatius Siegburg machte sich
mit ihrem neuen Pfarrer Karl-Heinz Wahlen auf einen
neuen Weg – gemeinsam, hörend und partizipativ.
Die erste Runde der Pfarrversammlungen im Herbst
2019 hatte diese Richtung vorgegeben, in die wir ge-
hen wollten. Anfang dieses Jahres stiegen wir gerade
in die Überlegungen zu den Ostergottesdiensten ein,
85 Kommunionkinder gingen auf einen Höhepunkt ih-
rer Vorbereitung – die Einkehrtage – zu, als uns der
Covid-19-Virus jäh aus dem gewohnten Trott riss. Mit
dem Lockdown und den damit einhergegangenen
Gottesdienstverboten waren wir alle auf unerwartete
Wege geraten. Unerwartet und auch unbekannt. Die
Familien mussten sich neu sortieren: durch die
Schulschließungen standen Homeschooling neben
Homeoffice für sehr viele plötzlich im Mittelpunkt des
Alltags. Das Pastoralbüro musste wegen der Quaran-
täneregelung geschlossen werden und für uns Ge-
meindemitglieder hieß es, sich ein Osterfest und
Erstkommunion ohne Gottesdienste vorzustellen…
03Vorwort – Auf unerwarteten Wegen
Doch das war einfach kein gangbarer Weg, unvor-
stellbar. Vorsichtig wagten wir also die ersten Schrit-
te auf einem anderen Weg, streamten am 5. Fasten-
sonntag die erste Messe live, produzierten einen digi-
talen Kinderkreuzweg und eine Video-Botschaft zum
Weißen Sonntag für die „Noch-nicht-Kommunionkin-
der“. Dieser eingeschlagene Weg war neu für uns alle
und zeigte an vielen Stellen unerwarteten Ideen-
reichtum und Kreativität von den unterschiedlichsten
Menschen in der Gemeinde. Über solche unerwartet
eingeschlagenen Wege werden wir in dieser aktuellen
Ausgabe des miteinander-Magazins berichten.
Im ersten Teil des Magazins haben wir aber erst
einmal Stimmen aus der Gemeinde Raum gegeben.
In einer kleinen Umfrage wollten wir wissen, wie Sie,
die Mitglieder der Kirchengemeinde, diese unerwarte-
te und so vollkommen außergewöhnliche Zeit der
letzten Monate erlebt haben und wie Ihre Gedanken
zu diesem Thema aussehen. Pfarrer Wahlen schrieb
Mitte März diesen Jahres im Vorwort zum miteinan-
der: “Das tut weh“ und es tut an vielen Stellen auch
heute noch weh, denn Normalität ist noch lange nicht
eingekehrt. Unser Leben besteht seit Monaten aus ei-
nem ständigen Anpassungsprozess an sich ändernde
Rahmenbedingungen und es ist kein Ede in Sicht.
Das kostet Kraft, bedeutet fortwährenden Verzicht…
doch viele Menschen berichteten auch von einer posi-
tiven Rückbesinnung auf das Wesentliche.
04Diakon Kerling, der Caritasverantwortliche unserer
Kirchengemeinde, wird Sie im Mittelteil des Maga-
zins mit in seine Gedanken zur jetzt stattfindenden
Caritassammlung nehmen.
Es folgt ein Rückblick auf die unerwartet gegangenen
Wege in diesem Jahr – von Livestreams über kleine
Erstkommunionfeiern und der Firmfeier im Kölner
Dom bis hin zum unerwartet ganz neu begangenen
„Tag der Schöpfung“ mit einer QR-Code Rallye.
Außerdem wagen wir eine Vorausschau auf das, was
geplant ist und kommen kann: auf den Start des
neuen Erstkommunion-Vorbereitungskurses, die Pla-
nungen für die Advents- und Weihnachtszeit und die
Entwicklung unserer Gemeinde.
In seinen Nachbetrachtungen, auf den letzten bei-
den Seiten dieses Magazins, nimmt Pfarrer Wah-
len in den Blick, worauf es letztendlich ankommt.
Wir, die Redaktion, danken denen, die bei der Ver-
teilung des Magazins geholfen haben und wünschen
Ihnen allen, die es erhalten haben, viel Freude beim
Lesen und eine Adventszeit, die vielleicht gerade in
diesem Jahr die sonst immer erhoffte Ruhe und Be-
sinnlichkeit bringt.
Die Redaktion bei
der Arbeit am Magazin.
05Stimmen aus der Gemeinde
Ende September bis Mitte Oktober diesen Jahres lag in unseren Kirchen
eine kleine Umfrage aus, in der es hieß:
Viele Menschen haben an dieser Umfrage teilgenommen – auch per Mail –
und das ist großartig! Die Antworten sind so unterschiedlich und bunt ge-
mischt, wie wir Menschen es sind. Doch lesen Sie selbst, vorweg die lo-
benden Worte eines Umfrage-Teilnehmers:
„Vorangestellt sei der Dank an das Pastoralteam und alle Engagierten, in
diesem schwierigen Jahr die Herausforderungen anzunehmen und zum
Wohle der Menschen zu wirken. Wer wollte, konnte in Siegburg die Kirche
als präsent und den Menschen zugewandt erleben. Sinnvolle Notkonzepte
wurden erarbeitet und umgesetzt, etwa in der Kommunion- und Firmka-
techese.“
06… zu der ersten Frage
Aufm
Natürlich wü erksa
nschen wir mkei
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dass die Co ande Rück
rona-Krise b r stär sicht
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vorbei sei.
(Ellen und Al
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Ich denke, d ü n sc h t, d ass alles wie
jeder w spürt, wie
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, so glaub t, eine Angst
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vor allem die Umar-
bleiben und g ute n Fre unden, eine
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Miteinander a n d a n d e re
man jem
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dass sich der private Alltag entschleunigt hat.
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jetzt seltener, aber dafür intensiver statt etwas schon
mehr ,
und man freut sich wieder ande auf
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mehr darauf. achte
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Ich würde mic
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dem Höhepunkt so nutzen wür
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Ohne Regelmäß ie mit Blumen-G
igkeit…! ieße n-
07Stimmen aus der Gemeinde
Grundsätzlic
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ider gab es , Gottesdien
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e regelmäßig e Kirche
im Livestrea e Übertragu
m hergerich ngen
spiel aus de tet werden.
r Nachbarsch Ein großartig
aft ist die alls e s Bei-
Tube-Übert onntägliche
ragung (11 Y o u-
neustadt-W Uh r) aus St. M
iedenest mit aria Königin
Kreisdechan /B e rg-
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und welcher Kr er reic hen. Darin sehen
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serer Kircheng twicklung.
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Nachdenken un ue Richtung.
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glaubt man an di e Folge. Zum G
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08… zu der ersten Frage
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genheit. sprochen und mich
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werden! ma: Wie meistere ich
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Mehr Wertschätzung der Pflege- und
medizinischen Kräfte, bessere Entlohnung auch
für LehrerInnen und ErzieherInnen.
Positiv habe
ich in Kalda
Küsterin Fra uen die Einsa
u Lippert un tzbereitscha
d ihrer Helfer, m ft der
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en, zur Orga nst ja
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usikalische Gottesdienst
Gestaltung e e rlebt,
hat mich an durch Herrn
gesprochen Sch a b oltas
ser Gemeind . E ine positive
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ich nicht fest a u f un-
täuscht – w gestellt. Tie
ieder einma f e nt-
denen in de l – bin ich von
r Pandemie der Bistumsl
die Seelsorg e it ung,
samen und e für die kra
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ist. Der Auft leider offenb
rag Jesu, wie a r v öllig
25,34 ff. form ihn Matthäu
uliert hat, in s in
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dreht sich b n Kardinal o
ei ihm nur u ffenbar
ristie und die m die Feier
Erhaltung d d er Eucha-
es klerikalen
Systems.
09Stimmen aus der Gemeinde
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Schlaf – g t ag s über, p a c ht w ar sehr
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lich geplante Messe
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milie und Freunden Fe ier mit Fa-
anlässlich ihrer Goldh
In der Sonntagsmes ochzeit.
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erste Reihe für sie re
und die Küsterin Frau serviert war
Lippert eine goldene
ko an Ambo, Mariens Blumende-
tatue und vor der er
vorbereitet hatte. Pfa ste n Bank
rrer Orth segnete da
unter Beachtung de s Jubelpaar
s notwendigen Absta
wandelte so den no nd s und ver-
rmalen Sonntagsgo
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– wenn die Pandem ein s steht fest
ie besiegt ist, wird na
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b e n w ir den Ko U rla u b s planung
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in G e m einschaft n. N e u e s: Nachd
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10… zu der zweiten Frage
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u ti g e s , k luges, chri
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mehr angerufen,
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mal eine Hilfe. Und
Beten, Spaziergänge.
11Stimmen aus der Gemeinde
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r Mühle gabend Got-
währen n teilzu in der K
d des L n ehmen. I apelle vo
ockdow ch habe n
dienste ns per I gelegen
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und gefu e r a u ervatius
nden, m c h die M Sieg-
mit Pfar it Hilfe öglichke
rer Pete des Inte it gesuc
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u feiern n, nun s Abend
. Im Üb le id er in Köln m a hl
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Magnific a r mir das w ir-
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gute Hil buch
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Die notwendige u. einzusehe
ilie und zu Freunden
menschen, vor allem zur Fam
schwer. Wir nutzen mehr
machte uns allen das Leben
des Internets, um in
die bestehenden Möglichkeiten
te im Freien (im Sommer
Kontakt zu bleiben. Aufenthal
Spaziergänge trugen eben-
gut möglich) und ausgiebige
chtung der Vorschriften
falls dazu bei, sich unter Bea
treffen zu können.
Chorkonzert,
da s Si ng en im Chor (!),
Klassentre ffen, vermisst.
taltu ng en un d Ausstellungen
ns se habe ich die
kulturelle Vera
su ch s de r Gemeindemes
Anstelle de s Be rsönlicher
ng en ei ng es chaltet. Statt pe
gu
Fernsehübertra Mails.
nt ak te m eh r Telefonate und
Ko
12… zu der dritten Frage
eunde nicht besu-
Ich konnte meine Fr
e Familie nicht. Ich
Das Sin
gen im chen und auch mein e
Chor, st t u. geschrieben. All
dessen
im Gott att- habe viel telefonier
esdiens tzt und aufgeräumt.
Und das
eingesc t. Schränke sind gepu
hränkte e ich die Kleider für
Reisen,
aber au In aller Ruhe sortier
ch in de Pfadfinder.
Nähe gib
t es sch r die Sammlung für die
öne Zie
le.
Mehr Achts
Voll Gas geben!! amkeit für
also eine einsame M
Weiterfüh enschen,
Jugendmessen mit angestoße rung der durc
nen Haltu h Corona
modernen Liedern!! ng.
tanz von Kardinal Woelki
Angesichts der kritischen Dis
erlapp zum Synodalen Weg
und des Weihbischofs Schwad
den Interessen der Men-
und zu jeglicher Reform, die
ne Hoffnung, dass der Nie-
schen entspricht, habe ich kei
alten ist, zumal das Ver-
dergang unserer Kirche aufzuh
der kirchlichen Basis wei-
halten der Bistumsleitung von
d – jedenfalls habe ich von
ter kritiklos hingenommen wir
spiel zu dem Unsinn, die
den örtlichen Gremien zum Bei
schreitenden Priester-
Pfarreien wegen des weiter fort
vergrößern, bislang keinen
mangels in riesige Gebilde zu
h darauf ein, meinen Glau-
Protest gehört. Ich richte mic
müssen.
ben als Einzelgänger leben zu
Man sollte
gute Pläne
zum Beisp JETZT in d
iel, sich fü ie Tat ums
entscheid r das Leben etzen –
e inzusetzen
Nachkomm en, „damit auch Du und zu
en leben w und Deine
erdet“ (Alt
es Testam
ent).
13Stimmen aus der Gemeinde
, mache ich einige Ausflü-
Wenn wir wieder reisen dürfen
u. deren Familien. Hoffent-
ge u. besuche meine Kinder
g feiern!
lich kann ich meinen Geburtsta
Unter
Ich ho der ge
ffe, do wiede botene
zur No ch bald r meh n Vors
rmalit wiede ben (K r am ö icht
ät zur r onzert ffe ntlichen
zu kön ückke men. e, Reis Le-
nen; n hren Einsat en) te
Gottes ormale z für Se il neh-
dienst tativen nioren
gesell besuc Bereic – cari-
iges Z he und h (Bes
usamm sen, S uche,
ohne d ensein pazier Vorle-
as Sch , gänge
befürc limms ).
hten z te
u müs
sen.
ten der
s s d ie B enachteilig
a
hen uns, d it Worten
Wir wünsc fe n icht nur m
vanten B e ru n, z.B. in
systemrele a u ch mit Tate ie
werden, s
o n d e rn ahlung. D
gewürdigt g u n g en u. die Bez z u
sbed in t
die Arbeit r Rücksich
Bezug auf e s is t, a ufeinande
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wie wichti halten, um
Zeit zeigt, h re n offen zu
. Augen u. O ndig diese
nehmen u E s w äre notwe .
e zu erken
n e n . erstärken
Missständ g e n u n d noch zu v
pfle
eiterhin zu
Haltung w
-
Hoffe die Menschen lernen dar
,
aus. Mehr Umweltbewusstsein
Wir würden „danach“ Nächstenliebe und mehr in der
gerne unsere Gold- Kirche. War etwas enttäusch
t!
hochzeit mit Gottes
Segen in einer Feier
als Dank für die ge- Sich nicht mehr eingeschränk
t
meinsame Zei t feiern!
zu fühlen und endlich keine
(Ellen und Alfred Schwarz)
Maske tragen zu müssen.
14… zu der dritten Frage
Auf Hände
schütteln
Messe we und Umarm
rde ich au ungen wä
c h in der „Ze hrend der
können. E it danach“
s war mir verzichten
man Fried schon imm
enswunsc er völlig u
h, Nächste n klar, waru
und Offen nliebe, Zu m
heit in der g ewandtheit
mittelbar eigentlich
vor der Ko besinnlich
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derart körp s eit Ende d un-
erbetont d er 70er Ja
Verlust wü e m ons trieren mu hre
rde ich es ss. - Als g
Pfarrei da em pfinden, w roßen
uerhaft ke enn es in
gäbe. – E ine Sonnta unserer
in großer gabendme
Gewinn w sse mehr
eine Sonn äre es, wenn
tagsmesse dauerhaft
In Zeiten, über Youtu
in denen d be zu verf
er Pfarrbe o lgen wäre
dingt funk suchsdien .
tioniert un s t n u r noch be-
Kranke hä d körperlic
ufig durch h Eingesc
aus mit „m hränkte u
hen könne o d ernen Med nd
n, könnte ien“ umge
so eine en -
der Pfarre ge Bindun
i aufrecht g zum Leb
erhalten b en
leiben.
Ich habe mir vorgenommen in der Zeit danach, je-
dem Menschen, dem ich begegne, mit mehr Acht-
samkeit und Aufmerksamkeit entgegenzutreten –
egal in welcher Situation! Wir alle wissen durch Co-
rona, wie wichtig der Mensch für den Menschen ist!
Die Dau
er der S
euche lä
Was ble sst kon
ibt ist G krete Plä
laube u ne nich
n d Hoffn t zu!
(Bruno ung!
und Ha
nne )
Bewusster Ausf
lüge, Urlaube un
Freunden geni d Treffen mit
eßen und dank
bar dafür sein.
15Adventssammlung…
16… für die caritative Arbeit vor Ort
Du für den Nächsten –
in ohnehin schwierigen Zeiten zuversichtlich bleiben
Du für den Nächsten, so lautet das „Du für den Nächsten“, in 2020
Motto der diesjährigen Advents- sein würde. Wir alle haben in der
Haussammlung, die Ihnen auch Corona-Pandemie eine Welle an
diesen Pfarrbrief in die Hand oder Hilfsbereitschaft und großem, so-
in den Briefkasten gebracht hat: wohl ehren- als auch hauptamtli-
Ein zweiter Versuch, bei dem auch chem, Engagement erlebt. So
in diesen Corona-Zeiten unzählige schlimm diese Krise war und ist, so
HelferInnen unterwegs sind, um schön war es zu sehen, wie wir in
Sie einzuladen, mitzuhelfen zu zei- der Not zusammenstehen.
gen, dass wir die Menschen, denen Überwunden ist diese Not leider
es nicht so gut geht, nicht alleine noch lange nicht. Die wirtschaftli-
lassen. chen Folgen sehen wir überall und
Denn dieses „Du“, dem der „Nächs- spüren sicherlich auch viele von Ih-
te“ nicht gleichgültig ist, wenn ihn nen. In finanzielle Schwierigkeiten
Armut, Krankheit oder ein anderer sind zudem viele Familien geraten.
Schicksalsschlag ausgrenzen, wird Ihnen helfen wir bereits und möch-
heute dringender denn je ge- ten es unbürokratisch auch weiter
braucht. Es geht darum, sich mutig tun können.
der Frage zu stellen: Wer ist denn Wir bitten deshalb um Spenden
mein Nächster, den ich vielleicht für die soziale und caritative
gar nicht im Blick habe? Arbeit vor Ort. Jeder gibt nur
Wir alle als Kirchengemeinde un- das, was er möchte und was er
terstützen mit den Mitteln der kann.
Pfarrcaritas Menschen, die am Ran- Sammlerinnen und Sammler sind
de stehen. Deshalb ist es gerade diesmal deutlich weniger als sonst
jetzt, da mehr Menschen als sonst unterwegs – die Rahmenbedingun-
in Kurzarbeit, Engpässe und andere gen, die Corona uns setzt, spielen
Probleme geraten sind, so wichtig, dabei eine große Rolle, und diejeni-
dass wir uns solidarisch zeigen und gen, die Sie trotzdem persönlich
so für den Nächsten da sein oder antreffen, weisen sich nicht nur wie
ihm – wie auch immer – helfen immer durch spezielle Dokumente
können. aus, sondern auch dadurch, dass
Als es schon im vergangenen Jahr sie die Hygiene- und Abstandsre-
galt, „Zeichen zu setzen“, als Motto geln sorgsam beachten, um Sie
für diese Sammlung, ahnte nie- und sich selbst zu schützen. Des-
mand, wie aktuell das neue Motto: halb finden Sie auch diesmal zu-
17Adventssammlung
sätzlich vorbereitete Überweisungsträger in die-
sem Pfarrbrief. Für das uns allen mittlerweile gut
vertraute „kontaktlose“ Helfen. Wenn Sie keinen
Besuch bekommen haben und dennoch spenden
möchten, können Sie sich auch im Pastoralbüro
in der Mühlenstraße melden. Oder sich vorneh-
men, beim nächsten Mal, wenn hoffentlich alles
wieder einfacher funktioniert, vielleicht selbst mit
auf den Weg machen? Zu den Menschen und für
die Menschen, die uns brauchen:
Du – da und unterwegs für den Nächsten.
Für den Fall, dass der Überweisungsträger in diesem Magazin
fehlt, hier nochmal die Bankdaten des Caritas-Spendenkontos:
Kath. Kirchengemeinde St. Servatius
Kontonummer: 11103025
IBAN: DE22 3705 0299 0011 1030 25
18Diakon Kerling im Gespräch
Du für den Nächsten „konkret“ –
ein Gespräch über einen Lotsenpunkt in den Startlöchern
An zwei Standorten, in Kaldauen und auf der Zange, in der Kirche St.
Hedwig, haben wir bislang versucht, über so genannte „Lotsenpunkte“
Anlaufmöglichkeiten für Menschen in Not zu schaffen. Diese Not kann
sehr unterschiedliche Gesichter haben. Deshalb werden Menschen ge-
braucht, die zuhören, helfen, unbürokratische Lösungen für die Probleme
anzubieten oder einfach da sind, ansprechbar und ortsnah.
Zurzeit entsteht ein solches Angebot im Pas-
toralbüro der Kirchengemeinde, um eine Prä-
senz auch mitten in der Stadt zu ermögli-
chen. Die Räumlichkeiten stehen schon
bereit. Eine Zusammenarbeit zwischen dem
benachbarten „Treffpunkt am Markt“ und der
Gemeinde ist ebenfalls in die Wege geleitet.
Jetzt werden noch Ehrenamtliche gesucht, die
ihre Zeit und ihre Hilfe einbringen. Sabine
Sauerzweig ist eine von ihnen. Marc M. Ker-
ling, Diakon und Caritasbeauftragter in unse-
rer Kirchengemeinde St. Servatius, hat sich
mit ihr unterhalten:
Wie kamen Sie auf die Idee, gerade in diesem Bereich mitzumachen?
Das ergab sich fast von selbst: Christliche Nächstenliebe und
Wohltätigkeit sind wesentlichste Bestandteile des Christseins, denen ich
mich – gehe ich mit offenen Augen durchs Leben – nicht entziehen kann.
Das stimmt, es ist etwas kurz gedacht, zum Beispiel Gottesdienst zu fei-
ern, das Evangelium und den Aufruf Jesu zu hören, anderen zu helfen,
das aber voneinander zu trennen. Sich dem, was uns schwierig oder un-
angenehm erscheint, zu „entziehen“, aber viele tun ja auch etwas „im
Verborgenen“, um zu helfen.
Ja, wahrscheinlich die allermeisten – und deshalb ist es wichtig, auch
offiziell und innerhalb einer Art „Rahmung“ mitzumachen, die die
Möglichkeit schafft, auf Menschen zu treffen, die ansprechbar sind. Die
ein offenes Ohr haben. Also die Möglichkeit, dass Menschen in Not eine
offene Sprechstunde nutzen können, bei der sie vielleicht direkt Hilfe,
aber zumindest ein offenes Ohr für ihre Sorgen erhalten können.
19Diakon Kerling im Gespräch
Genau, die Idee des Lotsenpunktes ist ja, wie der
Name schon sagt, Menschen dorthin zu lotsen, wo
ihnen geholfen wird, also zum Beispiel beim Kontakt
mit verschiedenen Behörden zu unterstützen, ob
Jobcenter, Ausländer- oder Sozialamt.
Menschen bei Bedarf an Beratungsstellen und
soziale Einrichtungen zu vermitteln, ist schon sehr
viel. Oft hilft es, Netzwerke zu nutzen oder einfach
zu wissen, wo jemandem weitergeholfen werden
kann, und ihm dorthin den Weg einfacher zu
machen, darum geht es ja.
Es geht auch um die Zusammenarbeit mit Fachdiensten wie der Schuld-
nerberatung oder der allgemeinen Sozialberatung, dem SKM. Manchmal
geht es aber auch darum, sich mit jemandem, der in eine konkrete Not
geraten ist, auf eine Weise zu unterhalten, die ihn stärkt und ihm Mut
macht. Ihm also erst einmal gut zuzuhören. Und die eigene Lebenserfah-
rung einzubringen …
Was auf mich und uns, die noch mitmachen werden, bei der Tätigkeit zu-
kommt, ist sicher spannend, aber natürlich auch noch ein Stück weit un-
klar. Wir alle müssen erst Erfahrungen sammeln. Aber in einem kleinen
und dann hoffentlich auch wachsenden Team sicher sehr bereichernd und
interessant.
Was bedeutet „Team“?
Als allererstes: immer zu zweit in der Lotsenpunktstunde zu sein, vier Oh-
ren hören mehr als zwei, das Gespräch ist diskret und verschwiegen und
doch auch ermutigend, wenn man Hilfe sucht und sich mit zwei Ansprech-
partnern unterhält und sich ihnen öffnen kann. Und je mehr mitmachen,
desto besser kann man sich die Sprechzeiten aufteilen, einander aushel-
fen, wenn jemand verhindert ist.
Wann kann es losgehen?
Das wissen wir noch nicht. Corona ist uns wirklich „in die Parade
gefahren“, es gab schon Vorgespräche, die Planung der Räume, die Ein-
bindung in die Bürozeiten des Pastoralbüros. Die Zusammenarbeit mit der
Fachstelle Gemeindecaritas. Dieses Gespräch ist ein Anfang, damit mehr
Menschen davon erfahren und sich im Pastoralbüro melden können, wenn
sie mitmachen möchten. Ich habe auch schon Freundinnen gefragt, ob sie
20… mit Sabine Sauerzweig
mitmachen. Sobald es konkret wird, werden wir die Werbetrommel noch
kräftiger rühren.
Das hört sich gut an. Gibt es „Anforderungen“ für jemand, der mitmachen
möchte? Wie sehen Sie das für sich selbst?
Ich selbst verstehe mich nicht als jemand, der im Einzelfall immer die Lö-
sung des Problems vor Augen hat. Dazu bin ich in dieser Aufgabe noch zu
unerfahren. Allerdings ist das als Lotse auch nicht unsere Aufgabe. Wir
nehmen die Person, die um Hilfe bittet, nur wertschätzend „an die Hand“,
um sie dann an entsprechende Stellen weiterzuleiten. Dazu gibt es ver-
schiedene Angebote von der Fachstelle Gemeindecaritas, ganz konkret
von Frau Gabriel, die uns auch entsprechend fortbildet, ein entstehendes
Team beraten kann, Fallberatungen und Qualifizierungskurse anbietet. So
haben wir eine Ansprechpartnerin im Hintergrund, die uns mit Rat und Tat
zur Seite steht.
Klingt ermutigend – wäre ja auch schwierig, wenn es hohe Anforderungen
und Voraussetzungen geben müsste, die dann erst mal wie eine Hürde
genommen werden müssten. Ich kann mir auch vorstellen, dass berufli-
che Erfahrung, in Rechtsfragen oder mit Behörden und Ämtern oder der
Sprache, Formularen oder oder, hilfreich sind, sich ehrenamtlich einzu-
bringen. Was war für Sie persönlich die „Initialzündung“?
Für mich als jemand, der sich oft vom Leben beschenkt fühlt, ist es ein
Bedürfnis, Menschen, denen es nicht so gut geht, zu helfen oder zumin-
dest den Versuch zu unternehmen, das zu tun. Helfe ich, fühle ich mich
selbst noch beschenkter.
Das kenne ich auch – ein gutes „Schlusswort“! Dem gibt
es nichts hinzuzufügen – ich danke Ihnen sehr für das Ge-
spräch!
Oder es gibt doch etwas hinzuzufügen: Ich wünsche
Ihnen, dass der eine oder die andere oder sogar mit
der Zeit viele Ihrem Beispiel folgen und auch den
Schritt wagen, im Lotsenpunkt mitzuhelfen.
Vielleicht ja sogar, nachdem sie oder er dieses
Gespräch hier gelesen hat …
Helfe ich, fühle ich mich selbst noch beschenkter.
21Du für den Nächsten
Du für den Nächsten –
biblische Vergewisserung im homeoffice
Auf die Frage, welches das größte Wenn wir alle wieder mehr zuhause
unter allen Geboten sei, antwortet bleiben müssen, ist das auch ein
Jesus schon vor zweitausend Jah- Geschenk kostbarer Zeit, vielleicht
ren: Du sollst Gott lieben. Und dei- eine Chance, mal wieder in die Bi-
nen Nächsten lieben wie Dich bel zu schauen, in den Evangelien
selbst, aber was heißt das ganz zu blättern. Stellen Sie sich also
konkret, den „Nächsten zu lieben“? vor, Sie sind draußen unterwegs,
Und was heißt es, wenn eine Pan- auf vertrauten Wegen. Wege enden
demie unseren Alltag massiv ein- aber manchmal und völlig unerwar-
schränkt und schon verändert hat? tet abrupt. Wir alle kennen das, wir
Als Caritasbeauftragter unserer Kir- sind auf einem gewohnten Weg un-
chengemeinde St. Servatius habe terwegs, einer Straße, auf der wir
ich mich auf den Weg gemacht, alt- seit Jahren zur Bushaltestelle ge-
vertraute Einsichten neu anzu- hen und plötzlich ist da eine Bau-
schauen – und siehe da: Die Ak- stelle, eine Absperrung: Hier geht’s
tualität der biblischen Erkenntnisse jedenfalls nicht weiter – Sie müs-
ist unübersehbar. Ein paar dieser sen einen anderen Weg nehmen,
aktuellen Bezüge möchte ich mit einen Umweg vielleicht, und stehen
Ihnen teilen. plötzlich vor einem Haus, einem
22Eine biblische Vergewisserung Kunstwerk, in einem Park, den Sie zu schreiben beginne, lese ich die hier gar nicht vermutet haben. Schlagzeile: „6.638 Corona-Neuin- So kann es auch mit „erlesenen fektionen im Laufe eines Tages: Orten“ sein: Stellen Sie sich also RKI meldet neuen Rekordwert in auch in diesem Sinne vor, Sie sto- Deutschland“, nur zwei Tage später ßen auf einen Satz aus der Bibel, schon 8.000, Fallzahlen, R-Wert, der Ihnen vertraut ist, aber in die- Exponentialfunktion, und frage ser aktuellen Zeit ein völlig anderes mich, wie es sich bis zu jenem Licht auf das wirft, was wir zu tun Zeitpunkt entwickeln wird, da Sie gewohnt sind. So stieß ich durch diese Zeilen hier lesen. Auf Weih- Zufall auf eine Aussage Jesu, die er nachten hin, durch den Advent hin- bei einem Essen im Haus eines durch. Pharisäers macht. Als der nämlich Auch das gut biblisch: Erwartungs- sah, so steht es im Lukasevangeli- voll zu leben. Nicht zu wissen, wie um, Kap. 11, dass Jesus sich vor es weitergeht, aber in der Zuver- dem Essen nicht die Hände wusch, sicht des Glaubens weiterhin zu war er verwundert. Jesus aber ent- hoffen, dass Gott mir die Kraft gibt, gegnet ihm, daß er „zwar Becher Ideen zu haben, mutig zu bleiben, und Teller außen sauber halte“, „in- achtsam, um in den neu entste- nen aber voll Raubgier und Bos- henden Situationen richtig zu re- heit“ sei. Und der entscheidende agieren, besonnen und liebevoll: Satz lautet: „Gebt lieber, was in „Du für den Nächsten“ kann dann den Schüsseln ist, den Armen, heißen, ihr und ihm auf eine Weise dann ist für euch alles rein.“ zu begegnen, die er auch als Und ich dachte: Wir alle achten ge- mutig, achtsam, besonnen und lie- nau auf die Hygienevorgaben, un- bevoll erlebt, und das sind oft bedingt! Reduzierte Zahl von Ti- scheinbar kleine, oft unscheinbare schen im Restaurant, Infektions- und doch so wichtige und bedeut- ketten nachhalten, Abstandsregeln, same Momente: in die Armbeuge husten, Desinfek- „Rufe eine Freundin an, die gerade tion, Hände waschen, Nasen-Mund- in Quarantäne sitzt“, „Stelle je- Schutz, klar! Aber verlieren wir mandem in Quarantäne etwas Le- darüber die aus dem Blick, die gar ckeres vor die Tür“, „Biete Deine nichts zu essen haben? Heißt „vom Hilfe für Nachbarn an, die zur Risi- Du zum Nächsten“ nicht auch hier, kogruppe gehören“, „Leiste einen sich zu fragen, wie es denen geht, wichtigen Beitrag zur allgemeinen die auch ohne Corona-Probleme Gesundheit und mach’s Dir zu Hau- schon Probleme haben? se gemütlich“, „Hamstere nicht, gib Denn während ich diesen Beitrag jemandem ein Paket Nudeln ab, 23
Du für den Nächsten
der keins hat“, so ein paar Ideen wenn Menschen einander die letzte
auf caritas.de, aber ich denke da- Klopapierrolle vor der Nase wegge-
bei sofort weiter, an St. Martin, der schnappt haben, um sie zu hams-
mit dem Bettler den Mantel teilt tern.
und die vertrauten Worte Jesu, die In einem Interview zum Skandal in
wir am Christkönigssonntag wieder der Fleischindustrie hörte ich Be-
gehört haben, aus dem Matthäu- griffe wie „Stigmatisierung“, aber
sevangelium, Kap. 25: auch, „wir müssen den Nächsten
„Was du dem Geringsten meiner mehr im Blick haben“. An die Ver-
Schwestern und Brüder getan hast, wendung des Begriffs „Social dis-
hast Du mir getan, und was Du ihr tancing“ haben wir uns längst ge-
oder ihm nicht getan hast, hast Du wöhnt und wissen doch, es geht
mir nicht getan“, nämlich einem gerade um die räumliche und nicht
Hungrigen etwas zu essen zu ge- um die soziale Distanz. Die wird ih-
ben, dem, der nackt ist, Kleidung, rerseits als Verfahren zur Messung
oder den Fremden aufzunehmen, des Ausmaßes von Stigmatisierung
den Kranken zu besuchen oder un- benutzt – ein Teufelskreis schließt
ter den veränderten Rahmenbedin- sich: Du für den Nächsten, mit Ab-
gungen eben anzurufen und nicht stand und ihm doch nah – kann ihn
allein zu lassen. Eine ermutigende brechen und den Stigmatisierten
Videobotschaft auf der homepage wieder in die soziale Nähe holen,
von St. Servatius. genau so wie die Beispiele oben
Seien Sie erfinderisch, die Liste zeigen.
läßt sich immer weiter fortsetzen, Als ich vor genau einem Jahr Oscar
biblisch ermuntert dürfen wir die Romero zitiert habe, der schreibt:
Situationen, in die wir geraten, neu „Je nachdem, wie du dich dem Ar-
verstehen. „Die Frucht des Geistes“ men näherst, mit Liebe oder Ge-
nämlich, so heißt es im Brief an die ringschätzung, dem entsprechend
Galater, Kap. 5, „ist Liebe, Freude, näherst du dich auch Gott“, hätte
Friede, Langmut, Freundlichkeit, niemand mit so etwas wie Corona
Güte, Treue, Sanftmut und Selbst- überhaupt gerechnet, und ich ahn-
beherrschung“ – und wann leuchtet te nicht, wie einleuchtend das ge-
das mehr ein, als wenn wir Rück- rade unter Corona-Bedingungen
sicht nehmen müssen, Abstände sein würde: Dass die Kraft der
einhalten, keine Corona-Party fei- (Pfarr-)Caritas von der Kraft des
ern dürfen, um uns und andere, Glaubens derjenigen abhängt, die
vor allem die Risikogruppen, zu sie leben und umsetzen, gemein-
schützen? Selbstbeherrschung, ein sam auf dem Weg. Als einzelne und
heikles Thema, Sanftmut auch, einzelner gefragt: Du für den
24Eine biblische Vergewisserung
Nächsten. Und immer wieder auf ren Herzen geboren, Gott wird
unerwarteten Wegen. In diesen Ta- Mensch. Und dieser Mensch Jesus
gen auf Bethlehem zu. Christus, Gottes Sohn, wird dreißig
An Weihnachten wird der, auf den Jahre später auf die Frage, welches
wir im Advent zugehen, „zur Welt das größte unter allen Geboten sei,
kommen“, dieses Jahr zu einer antworten:
Welt, die von der Pandemie be- Du sollst Gott lieben. Und deinen
herrscht wird, aber er wird in unse- Nächsten lieben wie Dich selbst.
Machen auch wir uns neu auf diesen, seinen Weg!
25Rückblick
In einem Rückblick auf die Geschehnisse der letzten Monate zeigen sich
einige „unerwartete Wege“, die von der Gemeinde, von Gruppierungen
und einzelnen Engagierten eingeschlagen wurden, da durch die Pande-
mie die alten nicht mehr zu begehen waren.
Wir denke da zum Beispiel an die Weiterentwicklung der Homepage. Um
den Livestreammessen in der Osterzeit und anderen digital gewachsenen
Projekten – wie Video-Ankündigungen vom Pastoralteam, ein musikali-
scher Abendgruß am Klavier von Diakon Kerling, der Kinderkreuzweg für
die Kommunionkinder und die
Pfingstnovenen – einen Raum zu
geben, haben wir einen eigenen
YouTube-Kanal (St. Servatius
Siegburg) eröffnet.
Sehr kreativ und engagiert waren beispielsweise die Katechetinnen und
Katecheten samt EKO-Orga-Team, als es darum ging, die Vorbereitung
der Kommunionkinder und deren Erstkommunionfeiern nicht durch
Corona ins Wasser fallen zu lassen.
Dazu ein Bericht von Heike Esser: EKO-Vorbereitung unter Corona
Corona war im März plötzlich ein tesdienste auf. Klar, man kannte es
Riesenthema. Für uns einmal zu aus dem Internet, aus dem Dom
Hause in unseren Familien und oder die Fernsehgottesdienste,
dann kam aber auch schnell die aber dass die Siegburger katholi-
Frage auf, wie es mit der EKO-Vor- sche Kirchengemeinde irgendwann
bereitung weitergehen soll. So kurz einmal Online-Gottesdienste über-
vor dem Ziel alles aufgeben, den tragen würde, daran hat vor Coro-
Kindern sagen, dass die EKO aus- na niemand im entferntesten ge-
fallen wird, das schien uns nicht dacht. Irgendwann war der Gedan-
das richtige. Und wir waren wirklich ke da und es stellte sich die große
erst einmal ratlos. Diese Ratlosig- Frage, erreichen wir die Kinder und
keit war auch bei den Eltern und im die Eltern damit, kann man unsere
Seelsorgeteam zu spüren und Inhalte über den Bildschirm über-
letztendlich auch bei den Kindern. haupt den Kindern nahebringen,
Dann kam das Thema Online-Got- kommt es bei ihnen an? Das war
26EKO-Vorbereitung unter Corona die größte Frage und Sorge. Die Kinder fühlten sich an ihrem ei- Das erste Projekt war der virtuelle gentlichen großen Tag nicht ver- Kinderkreuzweg und der war ein- gessen, im Gegenteil, sie konnten fach klasse. Die positive Resonanz über das Video noch einmal die Ge- der Eltern und Kinder hat uns er- meinschaft erleben, auf die sie mutigt, dass wir auf diesem Wege jetzt schon Wochen verzichten weitergehen könnten, dass wir die- mussten. ses Medium auf jeden Fall für uns Doch eine große Frage blieb: nutzen müssten, um den Bezug zu Können wir irgendwann die EKO- den Kindern nicht zu verlieren. Ei- Feiern nachholen und wenn ja, nige Katechet*innen hielten ihre wie? Diese Frage nach dem wie fehlenden Gruppenstunden per war sehr mächtig und beherrschte Skype oder Zoom online ab, ande- unsere Gedanken. Irgendwann re brachten den Familien das Mate- kam dann der Vorschlag, die EKO- rial nach Hause. Und irgendwann Feiern rein auf Gruppenebene zu entstand dann eine so tolle Eigen- begehen, also ganz viele Feiern dynamik, die Eltern, Katecheten, statt 4 großen. Im nach hinein war EKO-Orga-Team und Seelsorge- der Vorschlag sehr mutig, wir vom team alle zusammen mit ganz vie- Orga-Team waren erst mal sehr len Ideen ein Projekt auf die Beine skeptisch. Das Seelsorgeteam stellen ließ: Das Video zum Weißen stand geschlossen hinter der Idee Sonntag. Durch die Bildercollage und war bereit, die dann nötigen hatte jedes Kind in diesem Video 16 Messen zusätzlich zum sonsti- seinen Platz gefunden. Die Rück- gen Gottesdienstangebot mit zu meldungen waren überwältigend. tragen und zu feiern. Uns wurde 27
Rückblick
Raum und Zeit gelassen, uns den ter*innen dekorierten die Kirchen
Vorschlag durch den Kopf gehen zu liebevoll und unterstützten an vie-
lassen und mehr und mehr freun- len Ecken. Alles fügte sich und im
deten wir uns damit an und sahen nach hinein war es genau die rich-
darin schließlich eine große tige Entscheidung zum richtigen
Chance. Wir wollten den Kin- Zeitpunkt. Jede Feier war für sich
dern unbedingt einen feierli-
chen Abschluss ihrer Kommuni-
onsvorbereitung ermöglichen.
Auch bei den Katechet*innen und
den Eltern gab es erst manchen
Vorbehalt, konnten die Feiern ja
dann auch zu Hause nicht so groß
wie geplant stattfinden und über-
haupt musste die Feier jetzt ja
recht kurzfristig auf die Beine ge-
stellt werden. Viele Gespräche, er-
mutigende Worte und Ideenaus-
tausch folgten und bald schon hat-
ten wir alle im Boot. Und nun zeig-
te sich, was Gemeinde auch aus-
macht: Die Gemeinschaft! Es fan-
etwas Besonderes und auf ihre je-
den sich spontan kleine Musiken-
weils eigene Art feierlich und sehr
sembles mit 2-4 Sängern und In-
persönlich. (Auf dem Bild oben ist
strumenten und unseren Organis-
z.B. eine Mutter zu sehen, die ih-
ten zusammen, die die musikali-
rem Sohn seine Erste Heilige Kom-
sche Gestaltung der 16 Messen
munion reicht.) Für mich war es so
übernahmen, ebenso wurde für
die schönste EKO-Feier, die ich bis-
jede Messfeier ein Fotograf gefun-
her erlebt habe. Und ich wünsche
den. Die Seelsorger bildeten vier
mir, dass wir daraus gestärkt
Teams mit jeweils vier EKO-Feiern
hervorgehen und etwas von
und aus einem Pool von 36 mögli-
dieser positiven Energie mit ins
chen Terminen wählten die Grup-
nächste Jahr nehmen können.
pen individuell ihren aus. Die Küs-
28Was sonst noch so war…
Bei seiner Visitation in unserer Gemeinde Mitte Au-
gust wollte Kardinal Woelki von unserem Glauben erfah-
ren und uns in unserem Glauben stärken. Seine Bot-
schaft: „Leben Sie Ihre Christusbegegnung mit Freude,
dann strahlen Sie diese nicht nur in die Gemeinde, son-
dern in die ganze Stadt aus und dann werden Sie ganz
automatisch auch andere begeistern.“
In der Hl. Messe am 18.08. wurde Karl Schmiegel in St.
Servatius offiziell für seine 50 Jahre Dienst als Lektor
und Kommunionhelfer in der Gemeinde geehrt. Gratu-
liert wurde ihm unter anderem auch von Erzbischhof Kardi-
nal Woelki, der gerade in Siegburg zur Visitation war.
Seit Anfang September ist der neue
Kreisjugendseelsorger, Daniel Slumins-
ky, da! Pfarrer Wahlen begrüßte ihn in ei-
ner Einführungsmesse herzlich in Sieg-
burg und gab ihm die besten Wünsche
der Pfarrgemeinde mit auf den Weg. An-
schließend bekam er von Diözesanjugend-
seelsorger Pfarrer Dr. Tobias Schwaderlapp im Auftrag des Erzbischofs
die Ernennungsurkunde zum Kreisjugendseelsorger überreicht.
Zum 01.09. diesen Jahres wechselte Kaplan Thorsten Kluck nach
Solingen. In der Hl. Mes-
se am 30.08. in Wolsdorf
verabschiedeten wir ihn
und er sich von uns. Er
selbst hatte sich Wolsdorf
als Kirchort für seine letz-
te Messe hier in Siegburg
gewünscht, war sie ihm doch so etwas wie Heimat geworden. Mit dabei
waren die Schützen, deren Präsens er war, die Junggesellenvereine mit
ihren Fahnen und die Messdiener, für die er auch verantwortlich war.
29Rückblick
„Tag der Schöpfung“ Mitte September 2020 mal ganz anders!
Immer wieder schön war der „Wegegottesdienst“ zum Tag der Schöpfung.
Über 100 Menschen aus den ACK-Gemeinden Siegburgs sind in den letz-
ten Jahren von der Annokirche in der Nordstadt bis zu der 12-Apostel-Bu-
che gewandert, haben auf dem Weg gemeinsam gesungen und gebetet,
am Ziel Gottesdienst gehalten und ein Picknick gemacht. All das in die-
sem Jahr so nicht möglich! Eine neue Idee musste her, denn den Tag
der Schöpfung einfach ausfallen lassen war keine Option. Folgende Idee
war schnell geboren und umgesetzt:
So wurde es möglich, dass alle Interessierten den von uns vorbereiteten
Schöpfungspfad über das Wochenende verteilt zu jeder Zeit begehen
konnten, ohne dass wir (das fünfköpfige Vorbereitungsteam) ständig per-
sönlich vor Ort sein mussten und gleichzeitig nie zu viele Menschen zu-
sammenkamen. Die Rallye war ein voller Erfolg: man begegnete im Sieg-
burger Wald der Nordstadt an dem Wochenende immer wieder Menschen,
die QR-Codes eingescannt, sich gegenseitig Bibelstellen vorlasen, Baum-
stämme vermaßen, oder mit einem Kompass versuchten die passende
Himmelsrichtung zu finden.
30Was sonst noch so war…
Zwei KiTa-Leitungen gingen in den wohlverdienten
Ruhestand:
Frau Mariathasan von der KiTa Pauline und Frau Bäuerle
(siehe Foto rechts) von der KiTa St. Servatius, wurden nach 28
bzw. 30 Jahren Dienstzeit verabschiedet.
Die Gewinnerin des Homepage-Sommer-
ferien-Quiz „In welcher Kirche wurde dieses
Foto gemacht?“ löste ihren Gewinn ein: Eine
Privatführung durch die Schatzkammer in
der Servatiuskirche mit der ganzen Familie.
Frau Trippel schrieb: „… es hat sehr viel Spaß
gemacht… Frau Dr. Korte-Böger versteht es
auf besonders angenehme Art 3 Generatio-
nen für die teils sehr amüsanten Details der Exponate zu interessieren.“
Schon sieben Jahre sind die indischen
Karmeliten jetzt auf dem Michaelsberg
in Siegburg, mehr als 136 mal so lang steht
die Kirche St. Michael dort oben. Das wurde
Ende September auf dem Berg gefeiert.
21 MessdienerInnen wurden im Oktober an ihrem
jeweiligen Kirchturm der Pfarrgemeinde St. Servatius
eingeführt, nachdem sie ihre nach den Sommerferi-
en begonnene Ausbildung abgeschlossen hatten.
Der Missionskreis St. Anno dachte sich die
Aktion „Suppe hilft! Trotzdem!“ aus, um
trotz der coronabedingten Absage des tradi-
tionellen Suppenessens zugunsten der Missi-
on am Weltmissionssonntag Spenden zu
sammeln. Unter anderem wurden die Lieb-
lingssuppenrezepte zum Mitnehmen und
Nachkochen ausgelegt.
31Rückblick
Firmvorbereitung in Zeiten von Corona
Das Jahr 2020 war ein besonderes Dies ist nur möglich, weil Weihbi-
Jahr – für uns FirmkatechetInnen schof Ansgar Puff zweimal für 11
und natürlich auch für unsere Fir- bzw. 12 Jugendliche nach Siegburg
manden. Knapp 50 Interessierte kommt, um sie zu firmen. Ein wirk-
haben sich im Dezember 2019 zur lich bemerkenswerter Einsatz unse-
Firmvorbereitung angemeldet, dar- res Bischofs, um den Firmanden
unter sechs Erwachsene (von 25 die Feier mit ihren Familien zu er-
bis 38 Jahren). möglichen.
Etwa die Hälfte wurde im Sommer Wie verlief nun die Vorberei-
im Kölner Dom gefirmt, allerdings tung konkret?
mit nur wenigen Gästen (maximal Zunächst trafen sich die Jugendli-
4 pro Firmling) alle übrigen sollen chen an zwei Sonntagen im Serva-
im Dezember in unserer Gemeinde tiushaus und arbeiteten wechsel-
mit all ihren Gästen an der Firmfei- weise im Plenum und in Kleingrup-
er teilnehmen können – laut der pen. Die Erwachsenen trafen sich
aktuellen Planung. Wir hoffen sehr, unabhängig davon bei Hanekes zu
dass es sich realisieren lässt, mit Hause. Auch der Firmtag mit unse-
mehr als 100 Personen in der An- rem Weihbischof und etwa 500 an-
nokirche zu feiern. deren Jugendlichen fand im Febru-
ar noch statt. Kurz darauf wurden
die ersten Schulen geschlossen und
das gewohnte Leben geriet aus den
Fugen: Eine ungewisse Lage, in die
wir da geraten waren.
Auch eine Zeit der Unsicherheit, in
der die Firmung selbst erst einmal
in den Hintergrund getreten war.
Es kamen die Osterferien und die
unterrichtsfreie Zeit ging auch nach
den Ferien erst einmal weiter.
Schließlich machte Ansgar Puff das
Angebot an all seine Gemeinden,
mit 120 Personen (Firmanden und
deren Gäste) im Kölner Dom an ei-
ner Firmfeier teilzunehmen.
23 Siegburger wollten das Angebot
annehmen. So bildeten wir Klein-
32Firmvorbereitung in Zeiten von Corona gruppen und trafen uns in den Interesse an ihnen als Person. noch verbliebenen Wochen mehre- Sie erkannten unser Bemühen, mit re Male in festen Gruppen. ihnen eine schöne und intensive Es war schon eine merkwürdige At- Firmfeier im Dom feiern zu können. mosphäre: Denn auf den Empfang des Sakra- Im großen Saal des Pfarrheims mentes wollten wir sie ja vorberei- standen 6 bis maximal 8 Tische im ten. Dank eines sehr zugänglichen Kreis und mit mindestens 2 Metern Bischofs, der beeindruckenden Ka- Abstand zwischen den Tischen, Lis- thedrale und nicht zuletzt der Mu- ten wurden geschrieben, Hände sik unseres Kirchenmusikers desinfiziert und jeder überlegte, ob Guido Harzen mit seinem En- er denn nun aufstehen und wann semble war es dann auch eine er den Mundschutz ausziehen sehr schöne und würdevolle Feier. dürfe. (Siehe Bericht auf www.servatius- Um von allen im Raum verstanden siegburg.de, Suchbegriff „Firmung zu werden, musste man schon laut 2020) und deutlich reden. Gerade schüch- ternen Menschen fällt dies nicht immer leicht. Unter diesen Umständen war es zunächst schwierig, eine vertrau- ensvolle und lockere Atmosphäre zu schaffen, in der Fragen zum Thema "Schuld und Vergebung" oder "das Leben nach dem Tod" er- örtert werden sollten. So war es Aktuell bereiten wir 5 KatechetIn- nicht überraschend, dass es auch nen wieder 23 Firmlinge auf die in der Firmvorbereitung erst einmal Firmung am 14. und 15. Dezember um das dominierende Thema "Co- bei uns in Siegburg vor. rona" ging. Da fiel es schon leichter Vor den Ferien hatten wir schon zu erzählen, dass man den Um- drei Treffen in den jeweiligen Klein- gang mit den Freunden zwar ver- gruppen von 6-8 Jugendlichen, so misse, die Schule, sprich den Un- dass die erste Scheu verloren ist. terricht aber eigentlich nicht. Nun hoffen wir, dass es uns nach Doch irgendwie gewöhnten wir uns den Herbstferien gelingt, wieder ins an den Zustand und die Gespräche Gespräch zu kommen. wurden lebhafter und tiefer. Die Ju- Außer an den Gruppenstunden gendlichen fühlten sich ernst ge- nehmen die Jugendlichen an zwei nommen und spürten unser echtes "Projekten" nach ihren Interessen 33
Rückblick
teil. Zur Auswahl stehen unter an- Wir wünschen uns, dass sie mer-
derem der "Besuch beim Be- ken, dass Gott Fehler vergibt, weil
statter", "Gespräche mit Flüchtlin- seine Liebe höher ist als alles an-
gen und Engangierten", "Was war dere.
den Heiligen heilig? - Besuch der Wir haben die leise Hoffnung, dass
Schatzkammer St. Servatius", "Ge- sie ahnen, dass sie als Mensch von
spräche mit Ordensleuten". Gott geliebt sind und auch in
Eine (positive) Konsequenz, die wir schweren Zeiten getragen werden,
aus der Coronapandemie ziehen, und dass sie so voll Zuversicht das
ist die Feier der heiligen Messe in Sakrament der Firmung empfang-
unseren Kleingruppen mit Pfarrer en.
Wahlen im Pfarrheim. Sie waren An dieser Stelle wäre unser Artikel
sehr individuell und er ist sehr auf
jetzt eigentlich zu Ende. Doch nun
die Jugendlichen eingegangen. müssen wir uns wieder mit stei-
Auch das Bestehen lassen der fes- genden Infektionszahlen auseinan-
ten und kleineren Gruppen im Ge- dersetzen.
gensatz zu den Sonntagstreffen Dachten wir im Sommer noch, alles
mit allen Jugendlichen wurde von wäre mit Beginn des neuen Schul-
sehr vielen als positiv bewertet. jahres wieder einigermaßen nor-
In den festen Gruppen entstehen mal, stehen wir jetzt wieder vor ei-
Beziehungen leichter, wir lernen ner Situation der Ungewissheit.
uns gegenseitig besser kennen und Beispielsweise fällt alles, was in
Gespräche werden so tiefer und of- Schule Spaß macht, in diesem
fener als in der großen Masse. Die Schuljahr aus (Karnevalsfeiern,
für viele doch recht ungewohnten Ausflüge, Klassenfahrten, Weih-
Themen lassen sich so besser be- nachtsfeiern,....)
sprechen. Dies alles bedrückt die Mädchen
In den KatechetInnen lernen sie und Jungen und verunsichert zu-
Menschen kennen, für die ihr Glau- dem. Wir stellen uns jetzt der Her-
be wichtig und handlungsbestim- ausforderung und hoffen, dass wir
mend ist. den Weg zur Firmung wie geplant
Wir wünschen uns, dass die jungen gehen können. Wir vertrauen
Menschen erkennen, dass Ereignis- darauf, dass Gottes Geist wirkt
se im Leben mit der Erfahrung des – hier und jetzt, wie auch im-
Gottvertrauens zu mehr Hoffnung mer es ausgehen wird.
und Zuversicht führen.
Wir wünschen uns, dass sie mer- Hubertus Haneke, Rosi Meis
ken, dass Zweifel im Glauben er-
laubt sind.
34Gemeindeentwicklung in Siegburg
Im Erzbistum Köln wurde von Kardinal
Woelki der Pastorale Zukunftsweg
angestoßen. Viele Menschen machen
sich Gedan-ken, wie die „Pfarrei der
Zukunft“ aussehen kann. Es gab meh-
rere Formate, um die Gläubigen daran
zu beteiligen, zuletzt fand bei uns in
Siegburg unser Seelsorgebereichsfo-
rum statt, auf dem Generalvikar Dr.
Markus Hoffmann und jeweils ein Vertreter der fünf Arbeitsgruppen erläu-
terten, wie der bisherige Stand der Überlegungen ist. Viele kleine lebendi-
ge Gemeinden sollen eine Pfarrei bilden, der Begriff Gemeinde wird neu
definiert als Ort, an dem sich Menschen in einer Gruppe zusammenfinden,
um ihren Glauben gemeinsam zu leben.
In Siegburg haben wir bei den Pfarrversammlungen im Oktober viele
lebendige Gemeinden vor Ort erleben können. Hier gibt und gab es schon
immer Menschen, die sich für ihren Ort verantwortlich fühlen, die das
Glaubensleben ihrer Gemeinschaft mitgestalten. Und so standen auf den
Pfarrversammlungen neben den aktuellen Corona-Regelungen, Informa-
tionen über den Pastoralen Zukunftsweg im Erzbistum und ersten Überle-
gungen zu den Weihnachtsgottesdiensten
die ganz konkreten Anliegen vor Ort im Mit-
telpunkt. So gab es beispielsweise Überle-
gungen zu einer breiteren Nutzung des Kir-
chenraumes, zu Öffnungszeiten der Kirche,
zum Tausch von Bänken gegen Stühle oder
zur Neubelebung der Ortsausschüsse. Eines
zeigte sich bei allen Versammlungen:
Den Menschen ist die Kirche vor Ort
und die Möglichkeit, ihren Glauben zu
leben, wichtig. Diese Möglichkeit zu er-
halten, wie auch immer sie strukturell
aussieht, darum wird es in den nächs-
ten Jahren gehen.
35Vorausblick
Neues Konzept für die Vorbereitung der Kinder
auf ihre Erstkommunion in 2021
Wie kann man in dieser Corona- Form einer großen Gemeinschaft
Zeit einen neuen Erstkommunion- nicht möglich ist?
vorbereitungskurs gestalten? Diese Fragen standen seit der ab-
Wie die Kinder auf das Sakrament rupten Unterbrechung des vorheri-
vorbereiten, wenn man immer wie- gen Kurses im Raum. Viele Köpfe
der mit neuen Kontaktbeschrän- machten sich Gedanken und Dia-
kungen rechnen muss und eine kon Kerling entwickelte daraus ein
Vorbereitung in der bisherigen neues Konzept:
Wie bei den frühen Christen werden kleine Hauskirchen in der Familie
die Keimzelle des Glaubens sein. Darüberhinaus trifft man sich monat-
lich an den Kirchtürmen, dort wo die Familien wohnen, zu Weggottes-
diensten. Je nach aktueller Coronalage werden diese von anschließen-
den gemeinsamen Treffen begleitet. So gehen die Kinder mit ihren Fa-
milien auf das große Fest zu und wachsen nach und nach in die Glau-
bensgemeinschaft hinein. Die Familien erhalten für jede Woche einen
Impuls und geben hierzu Rückmeldungen. All dies wird mit kleinen
Kurzvideos über die Homepage begleitet, damit auch die kirchturm-
übergreifende Gemeinschaft spürbar wird. Wie bei den Erstkommuni-
onfeiern im Juni begleiten vier Teams aus Seelsorgern und Kirchturm-
verantwortlichen die Familien an 8 Kirchtürmen.
Hier sehen wir Diakon Kerling bei den Dreharbeiten
für das Erklärvideo zum ersten Impuls für die Familien.
36Sie können auch lesen