Pfarrblatt Schmitten Februar 2022 - Pfarrei Schmitten
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Liebe Leserinnen, liebe Leser
Allmählich werden die Tage wieder
länger; viele sind froh, da ihnen die
Dunkelheit des Winters zu schaf
fen gemacht hat. Sie freuen sich
auf die hellere, wärmere Zeit. Viele
schauen zuversichtlich nach vorne
und hoffen, dass es auch in ihrem
Herzen wieder heller wird, weil ein
körperliches oder seelisches Leid
ihren Weg verdunkelt hat.
Am 2. Februar feiert die Kirche ein
Fest, bei dem das Licht im Vorder
grund steht: Maria Lichtmess. Die
Liturgie erinnert uns an die Dar
stellung Jesu im Tempel, vierzig
Tage nach seiner Geburt. Dabei
wird Jesus von zwei betagten Frommen erkannt, die beide auf den verheissenen Retter
gewartet haben, Hanna und Simeon.
Von Hanna schreibt der Evangelist Lukas: «Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und
sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt. Nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie
hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott mit Fasten und mit Beten. Sie pries Gott
und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalem warteten.»
Simeon nahm das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten: «Nun lässt du Herr,
deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil
gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet und
Herrlichkeit für dein Volk Israel.» Diese Worte haben Eingang gefunden ins kirchliche
Nachtgebet, in die Komplet.
Mit seiner Botschaft, die wir mit Liebe zu Gott, zu den Nächsten und zu sich selbst zusam
menfassen können, hat Jesus, der von sich sagen konnte «Ich bin das Licht der Welt», den
Weg gewiesen zu einem guten Leben, nach dem wir uns alle sehnen. Ihn, der durch seine
Hingabe am Kreuz die Quelle der Gnade geöffnet hat, dürfen wir jederzeit um Kraft bitten,
damit wir den Auftrag erfüllen können, den wir bei der Taufe erhalten haben, als Kinder des
Lichts zu leben.
«Statt über die Dunkelheit zu klagen ist es gescheiter ein Licht anzuzünden», sagt ein
Sprichwort. Es meint, dass es mehr nützt und innerlich beglückt, etwas Gutes zu tun, statt
zu jammern über das, was falsch läuft im eigenen Leben und in der Welt. Ein Licht anzün
den: Das kann ein jeder, zum Beispiel durch ein freundliches Wort, einen kleinen Dienst, ein
bewusstes Zeitnehmen, ein stilles Gebet.
Die Tage werden wieder länger, es wird wieder heller, und dies ohne unser Zutun. In der
menschlichen Gemeinschaft kann es heller, d.h. schöner, gerechter, friedlicher werden
durch unser Zutun. Je mehr wir uns bei Christus, dem Licht der Welt, orientieren und stär
ken, umso mehr wird uns dies gelingen, zum persönlichen Glück und zum Segen der Welt.
Paul Sturny, PfarrerSchmitten
GOTTESDIENSTORDNUNG 18. Fr. Hl. Priska
08.00 Uhr Hl. Messe
Februar 2022 19. Sa. Hl. Bonifaz
4. Fr. Hl. Rabanus Maurus 15.00–16.00 Uhr Stille Anbetung vor dem
Herz-Jesu-Freitag Allerheiligsten gleichzeitig Gelegenheit
08.00 Uhr Hl. Messe für ein geistliches Gespräche und / oder
mit Agatha-Brotsegnung / Empfang des Sakramentes der Versöh-
Aussetzung, Anbetung und Segen nung.
17.00 Uhr Hl. Messe / Zertifikatspflicht
5. Sa. Hl. Agatha / Lichtmesse Jahrmesse für Fausto Schiroli, für Peter
15.00–16.00 Uhr Stille Anbetung vor dem Baeriswyl
Allerheiligsten gleichzeitig Gelegenheit Stiftmesse für Josef und Anna Base-
für ein geistliches Gespräch und / oder riswyl-Zahno, für Severin und Lucie De-
Empfang des Sakramentes der Versöh- laquis-Bouquet und Bertram Roetschi-
nung. Delaquis
17.00 Uhr Hl. Messe / Kerzensegnung /
20. 7. Sonntag im Jahreskreis
Erteilung des Blasiussegens /
07.30 Uhr Frühmesse
Zertifikatspflicht 17.00 Uhr Rosenkranzgebet
Stiftmesse für Alois Baeriswyl, Lanthen, in der Bergkapelle
für Hermann Waeber, für Peter und Thé- Kollekte: Für den Vinzenzverein
rèse Jungo-Reidy
25. Fr. Hl. Walburga
6. 5. Sonntag im Jahreskreis 08.00 Uhr Hl. Messe
07.30 Uhr Frühmesse / Kerzensegnung /
Erteilung des Blasiussegens 26. Sa. Hl. Gabriel
17.00 Uhr Rosenkranzgebet 15.00–16.00 Uhr Stille Anbetung vor dem
in der Bergkapelle Allerheiligsten gleichzeitig Gelegenheit
19.00 Uhr Nice Sunday mitgestaltet für ein geistliches Gespräch und / oder
durch die Gruppe Adoray Empfang des Sakramentes der Versöh-
Kollekte: Für das Laienapostolat nung.
11. Fr. Unsere Liebe Frau in Lourdes 27. 8. Sonntag im Jahreskreis
08.00 Uhr Hl. Messe 07.30 Uhr Frühmesse
09.00 Uhr Hl. Messe / Zertifikatspflicht
12. Sa. Hl. Tatiana 17.00 Uhr Rosenkranzgebet
15.00–16.00 Uhr Stille Anbetung vor dem in der Bergkapelle
Allerheiligsten gleichzeitig Gelegenheit Kollekte: Für pastorale Projekte von
für ein geistliches Gespräch und / oder Pfarreien, denen es an Mitteln fehlt
Empfang des Sakramentes der Versöh-
nung. Kerzensegnung
13. 6. Sonntag im Jahreskreis Die Kerzen werden in der Hl. Messe vom
07.30 Uhr Frühmesse Samstag, 5. Februar um 17.00 Uhr und am
09.00 Uhr Hl. Messe / Zertifikatspflicht Sonntag, 6. Februar um 7.30 Uhr in der Früh
Dreissigster für Agnes Lauper-Waeber messe gesegnet.
09.00 Uhr Kindergottesdienst im BGZ
17.00 Uhr Rosenkranzgebet Die Agathabrot Segnung
in der Bergkapelle Das Agathabrot segnen wir am Freitag, 4. Feb
Kollekte: Jugendkollekte ruar während der Hl. Messe um 8.00 Uhr.Schmitten
Blasius-Halssegen ● Eltern-und Kinder-Treff
Blasius war Bischof von Sebaste in Armenien Mittwoch, 16. Februar; 15.00 Uhr
und erlitt Anfang des 4. Jahrhunderts den Kasperlitheater im Vereinslokal
christlichen Märtyrertod. Die Spendung des findet nicht statt
Segens wird vermutlich seit dem 16. Jahr
hundert praktiziert. Der Priester hält jedem ● FMG und Forum
einzelnen Kirchenbesucher zwei gekreuzte für Altersnachmittage
brennende Kerzen an den Hals und spricht
einen Segen. Traditionell: «Auf die Für 17. Februar, um 14.00 Uhr im BGZ:
sprache des heiligen Bischofs und Märtyrers Bericht über Aufenthalte in Ladakh
Blasius befreie dich Gott von jeglichem Übel von Frau Roth. Kollekte
des Halses und von allem Bösen, im Namen
des Vaters, des Sohnes und des Heiligen ● FMG
Geistes. Amen».
Mittwoch, 23. Februar; Papillorama
Der Blasius-Segen wird am Samstag, 5. Feb Kerzers; Besammlung um 13.30 Uhr
ruar nach der Messe um 17.00 Uhr und am beim Parkplatz des Pflegeheims
Sonntag, 6. Februar nach der Frühmesse
erteilt.
Die Pastoralgruppe ● Wandergruppe
Donnerstag, 24. Februar: Fahrt
nach St. Antoni mit anschliessender
Wanderung. Besammlung um 13.30 Uhr
Veranstaltungen auf dem Parkplatz des Pflegeheims
● Landfrauenverein
Mittwoch, 2. Februar, um 19.30 Uhr GV
im Restaurant Kreuz.
● Geselliger Nachmittag
Donnerstag, 3. Februar, um 13.30 Uhr
im BGZ.
● Vinzenzverein
Montag, 7. Februar, 14.00 Uhr
● Wandergruppe
Versammlung im BGZ Weltgebetsgruppe
Vorinformation zum Weltgebetstag
● Kindergottesdienst Ein Gebet wandert über 24 Stunden rund
Sonntag, 13. Februar, 09.00 Uhr um den Erdball und verbindet Menschen
Kindergottesdienst im BGZ in mehr als 120 Ländern miteinander.
Grund genug Sie zu einer ökumenischen
● Frauen z’Morge Feier am 4. März 2022 um 19.30 Uhr ins
BGZ in Schmitten einzuladen.
Dienstag, 15. Februar, um 8.30 Uhr:
Besinnung in der Kapelle des Das Motto «Ich will euch Zukunft und
Bildungszentrums in Burgbühl. Hoffnung geben!»
Anschliessend gemeinsames Frühstück. Bitte merken Sie sich doch bereits dieses
Schutzmasken obligatorisch Datum.Schmitten
IN ZEITEN DER NOT : GOTT HÖRT DEIN GEBET
«Wenn dich Furcht befällt vor der langen Nacht, hört er dein
Gebet. ... Er versteht was sein Kind bewegt, Gott hört dein Gebet.
Wenn du kraftlos bist und verzweifelt weinst, hört er dein Gebet.
Wenn du ängstlich bist und dich selbst verneinst, hört er dein
Gebet
Wir beten für Schutz und Bewahrung vor der
Pandemie und für den Frieden in unseren
Herzen, Familien und in der ganzen Welt!
Still mit Jesus vor dem Allerheiligsten
Den ROSENKRANZ für den Frieden beten!
NEU – AB FEBRUAR 2022
Pfarrkirche Schmitten, JEDEN Samstag 15.00
– 16.00 UhrSchmitten
Firmung 15+ Durch die Taufe wurden
im Jahr 2021 folgende Kinder
in die Glaubensgemeinschaft
● 1. Firmjahr (9H / 1. OS) unserer Kirche aufgenommen:
Samstag, 5. Februar 2022,
9.00 bis ca. 15.00 Uhr:
Tag der Begegnung im Bildungszentrum
Burgbühl
für alle Jugendlichen der Seelsorge-
einheit des 1. Firmjahres
Treffpunkt: siehe spezielle Einladung!
● 3. Firmjahr (11H / 3. OS)
David Olivotto, Sohn der Orietta Palmisano
Samstag, 19. Februar 2022,
Geboren am 3. Juni 2004,
9.30 bis 12.00 Uhr
Taufe am 12. Juni 2021
Atelier 3: Haus der Religionen in Bern
Pate: Angelo Palmisano
Treffpunkt: Flamatt, 8.45 Uhr Bahnsteig
Richtung Bern Andrina Mast, Tochter der Cindy Mast
Abfahrt: 8.59 Uhr von Flamatt Geboren am 17. März 2021
nach Bern Europaplatz (S1) Taufe am 4. Juli 2021
Rückfahrt: 12.18 Uhr von Bern Paten: Reto Winkelmann und Jenny Mast
Europaplatz (S1)
Till Burkard, Sohn des Philipp
und der Martina, geborene Schmid
Geboren am 13. November 2020,
Im Sakrament der Taufe Taufe am 18. Juli 2021
Paten: Christof Schmid und Melanie
Burkhard
Jonas Schaller, Sohn des Richard
und der Sabine, geborene Mauron
Geboren am 9. April 2021,
Taufe am 1. August 2021
Paten: Norbert Zosso und Claudia Landolfo
Ich will dich
segnen und du Ella Naomi Hayoz, Tochter des Yves-
sollst ein Segen Emanuel und der Melanie, geborene Kon
sein. Geboren am 23. Dezember 2020,
1. Buch Mose 12,2 Taufe am 8. August 2021
Paten: Flavio Däpp und Sara Lunario
Sonntag, 2. Januar
● Livio Jungo, Sohn des Janick Leonie Ackermann, Tochter des Adrian
und der Ornella, geborene Romagnoli Kramer und der Caroline Ackermann
Geboren am 18. Juli 2021,
Wir heissen den Täufling herzlich willkom- Taufe am 12. Dezember 2021
men und wünschen ihm ein glückliches und Paten: Stefan Ackermann und Daniela
erfülltes Leben und den Segen Gottes. Andrea SchoriSchmitten
Folgende Mitglieder unserer Othmar Anton Decorvet-Schaller
Pfarrei haben im Jahr 2021 am 23. Juni, 84-jährig
bei Gott die Erfüllung Martha Baeriswyl-Waeber
ihres Lebens gefunden: am 20. Juli, 76-jährig
Agatha Klaus-Stadelmann
am 21. Juli, 87-jährig
Peter Jaeggi-Haueter
am 12. August, 87-jährig
Joseph «Sepp» Vonlanthen
am 23. August, 21, 86-jährig
Ruth van Loo-Burger
am 28. August, 78-jährig
Erika Ulrich-Lück Max Jungo-Iversen
am 2. Januar, 90-jährig am 29. August, 92-jährig
Edith Vonlanthen Pius Grossrieder-Gauch
am 11. März, 93-jährig am 18. September, 96-jährig
Arnold Brülhart-Guerig Marie Delaquis-Mauron
am 25. März, 63-jährig am 2. Oktober, 98-jährig
Otto Pürro Verena Zoss
am 2. April, 88-jährig am 4. Oktober, 69-jährig
Franz Schaller-Pürro Marianne Jaeggi-Haueter
am 18. April, 91-jährig am 6. Oktober, 81-jährig
Rosa Brülhart-Corpataux Marie Käser
am 27. April, 86-jährig am 8. Oktober, 89-jährig
Elisabeth Ayer-Schaller Monika Coendet
am 7. Mai, 86-jährig am 7. Oktober, 63-jährig
Marie-Therese Jungo-Vonlanthen Anton Scherwey-Christen
am 2. Juni, 90-jährig am 18. Oktober, 72-jährig
Rosmarie Schaller-Vonlanthen Marie Vonlanthen-Rotzetter
am 3. Juni 85-jährig am 23. Oktober, 81-jährig
Martha Klaus-Grossrieder Jean-Claude Dumas-Mauron
am 10. Juni, 84-jährig am 29. November, 76-jährig
Ruth Mauron-Julmy Ruth Stritt-Siffert
am 16. Juni, 74-jährig am 8. Dezember, 82-jährig
Regine Lehmann-Zurkinden Felix Grossgrieder-Waeber
am 16. Juni, 91-jährig am 8. Dezember, 88-jährig
Fortsetzung des Pfarreiteils nach dem DossierZUR BIBEL
Sonntag – Eucharistie – Versammlung
Am ersten Tag der Woche waren wir
versammelt, um das Brot zu brechen
(Apostelgeschichte 20, 7). In diesem Text,
den Lukas in Troas in Kleinasien ansie
delt, fasst er ausdrücklich die drei «Pole»
der Trilogie zusammen, um deren Zusam
menhalt sich unsere Seelsorge bemüht:
Am ersten Tag der neuen Woche ist die
Gemeinde versammelt zur Eucharistie. Foto DR
schen Gefangenschaft erinnert (Deutero
Der erste Tag nomium 5, 15). Von nun an bedeutet der
Im Neuen Testament entspricht der Sonn Sonntag für die Christen die Vollendung
tag dem ersten Tag der jüdischen Woche, der endgültigen Schöpfung, die durch die
dem Tag nach dem Sabbat oder dem ach Auferstehung des Herrn eingeleitet wur
ten Tag (vgl. Johannes 20,26). Er steht de; er lädt zum Lob und zur Dankbarkeit
zunächst für den Beginn der neuen Schöp ein, gegenüber diesem Gott, der uns aus
fung (vgl. Genesis 1, 3–5), das Geschenk all unserer Knechtschaft, einschliesslich
des endgültigen Lichts, das über die Dun der Knechtschaft des Todes, herausreisst.
kelheit der Sinnlosigkeit und des Todes
siegt. Vor allem aber symbolisiert er die Zusammenkunft zum Brotbrechen
Auferstehung Christi, die Morgenröte die Daher war es selbstverständlich, dass die
ser neuen Ära, derer sich die Frauen be ersten Gemeinden am Sonntag zusam
wusst werden, als sie das leere Grab ent menkamen, um ihre brüderliche Solida
decken (Matthäus 28,1-8). Schliesslich rität zu bekunden (1 Korinther 16, 2) und
nimmt er den «Tag des Herrn» am Ende die Handlung wieder aufleben zu lassen,
der Zeit vorweg, wenn der Meister der Ge durch die den Jüngern von Emmaus die
schichte kommt, um «den neuen Himmel Augen geöffnet wurden (Lukas 24, 30–31).
und die neue Erde» zu schaffen (Offen Denn, so Lukas, es war am Tag der Auf
barung 21, 1). erstehung (24, 13), als sich den beiden
Gefährten auf ihrem Weg diese geheim
Die Werte des Sabbats nisvolle Gestalt anschloss, die sie zu
Von Anfang an übertrugen die christli nächst nicht erkannten und deren wahre
chen Gemeinden die Werte, die im Alten Identität sie schliesslich entdeckten, als
Testament mit dem Sabbat verbunden er für sie das Brot brach. So ist es an je
waren, auf den Sonntag: Er ist der Tag der dem Sonntag: es ist Christus, der Bräu
Ruhe, nach dem Vorbild Gottes, der am tigam, der seiner Braut, der Kirche, begeg
Ende der Schöpfung ruhte (Exodus 20,11). net und uns das Brot des Lebens anbietet,
Es ist der Tag des Dankes und der Freiheit, das das himmlische Festmahl vorweg
da er an die Befreiung aus der ägypti nimmt. François-Xavier Amherdt
Pfarrblatt Februar 2022 – www.staugustin.ch #
1HALLO, HERR PFARRER
Agathabrote
Am 5. Februar wird der Gedenktag der hei
ligen Agatha gefeiert. Bei dieser Gelegen
heit werden in manchen Kirchen auch
«Agathabrote» gesegnet. Warum?
Diese Brote erinnern an das Martyrium
der heiligen Agatha von Catania, das um
250 stattgefunden hat. Sie hatte Jung
fräulichkeit um des Himmelreiches wil
len gelobt, und lehnte daher den Heirats
antrag des heidnischen Statthalters von
Sizilien, Quintianus, ab. Als stolzer Mann,
Foto Sr Catherine
der es nicht ertragen konnte, dass sich
ihm jemand verweigerte, liess er Agatha
für einen Monat in ein Freudenhaus ver
schleppen. Da sie ihn nach dieser Zeit
Hl. Agatha, Vorbourg bei Delémont
immer noch ablehnte, veranlasste Quin
tianus ihre Verurteilung und liess ihr die
für das Vieh neben dem Kreuz hinzustel
Brüste abschneiden..
len. Schon vor dem Weideauftrieb wur
Man sieht ja oft Statuen der hl. Agatha den die Tiere mit einem Stückchen gefüt
mit einem Teller in der Hand, auf der zwei tert, um Unheil von den Tieren fernzuhal
Brote liegen. ten. In Ecken gestreute Krumen dieses
Brotes bewahren vor Feuer. Zudem soll
Eigentlich sind das keine Brote, sondern
es gegen Heimweh helfen, das ja oft «wie
die abgeschnittenen Brüste dieser Heili
Feuer brennt».
gen. Aber in einer Zeit, in der alles Nackte
und Fleischliche verpönt war, schämte Wird diese Heilige heute überhaupt noch
man sich wegen dieser nackten Brüste und irgendwo verehrt?
machte sie kurzerhand zu Brötchen.
Ja, Agatha ist auch heute noch populär. So
Macht denn auf diesem makabren Hin ist sie die Patronin der Feuerwehren und
tergrund die Segnung der Agathabrote hilft gegen Feuersbrünste. Diese Vereh
heutzutage noch Sinn? rung entstand, weil der auch heute noch
aktive Vulkan Ätna auf Sizilien ausbrach.
Ich denke schon, denn ein Segen ist im
Der Lavastrom bedrohte wieder einmal
mer sinnvoll. Mit dem Agathabrot sind
die Stadt Catania. In ihrer Not unternah
bis heute viele bäuerliche Bräuche ver
men die christlichen Bewohner der Stadt
bunden: Dem Vieh wurde es vor dem
eine Prozession, an deren Spitze der
Almauftrieb verfüttert, damit sich die
Schleier der heiligen Agatha getragen
Kühe vertragen sollten, Ochsen vor dem
wurde. Der Lavastrom kam daraufhin kurz
ersten Anspannen vor einem Pflug und
vor der Stadt zum Stehen, die damit vor
Kühen vor dem Kalben. In den Ställen
der Zerstörung bewahrt blieb. Agatha
wurde ein Stück deponiert und galt als
kann auch als Helferin bei Brustkrebs an
Schutz- und Heilmittel für das Vieh. Die
gerufen werden.
Bauern nahmen das Agathabrot mit auf
die Alp, um es in den Hütten als Schutz Besten Dank für Ihre Erklärungen! pam
2 Pfarrblatt Februar 2022 – www.staugustin.chDOSSIER
Humor,
damit uns der Kragen
nicht platzt
«Der Mensch ist für die Freude da –
Foto © Poss
und die Freude für den Menschen.»
Hl. Franz von Sales
Es ist gar nicht lustig und auch nicht ein Dann aber denke ich, dass es gerade in
fach für das Pfarrblatt etwas über die solchen Zeiten notwendig ist, die Freude
Fasnacht zu schreiben, denn beim Ver und den Humor nicht zu verlieren, denn
fassen dieser Zeilen befinden wir uns wie schon der Dichter Joachim Ringelnatz
immer noch in der Pandemie, in die uns sagte: «Der Humor ist der Knopf, der ver
ein unscheinbarer Virus namens COVID-19 hindert, dass uns der Kragen platzt».
gestürzt hat. Die damit verbundenen Ein
schränkungen haben vielen Menschen Gott lacht
die Freude am Leben genommen und Der gesündeste Humor beginnt dort, wo
manche in Einsamkeit und Verzweiflung der Mensch über sich selber lachen kann.
gestürzt, ganz zu schweigen von den an Diese Frau und dieser Mann nehmen sich
den Folgen dieser Krankheit verstorbe dann nicht immer nur tod-ernst, sondern
nen Frauen und Männern. nehmen auch Missgeschicke mit Humor
und gelegentlich einfach mit einem feinen
Lächeln zur Kenntnis. Gerade der glau
bende Mensch sollte sich durch Humor
auszeichnen, weil er sich bewusst ist, dass
Gott so grosszügig und göttlich-genial ist,
dass er alles Bruchstückhafte in unserem
Leben und in der Welt zu einem sinnvollen
Ganzen zusammenfügen kann. Das ist kein
naiv-dümmlicher Glaube, vielmehr beginnt
der Humor dort, wo zur Heiterkeit das
«Trotzdem» kommt, wenn man heiter
bleibt, obwohl es einem nicht zum Lachen
ist. Wir können «trotzdem lachen», nicht
bloss, weil wir guter Laune sind, weil man
uns mag und eine Sache gut ausgegangen
Foto © Poss
ist, sondern weil am Ende unserer irdi
schen Pilgerschaft das grosse befreiende
Lachen in der ewigen Vollendung kommt.
Pfarrblatt Februar 2022 – www.staugustin.ch #
3DOSSIER
Jesus lacht
Wer im Neuen Testament Geschichten
sucht, die davon berichten, dass auch
Jesus gelacht hat, wird enttäuscht. In den
Evangelien wird manchmal geschrieben,
dass Jesus zornig war, auch konnte er
recht ironisch auf die Angriffe seiner Geg
ner reagieren. Es ist bekannt, dass Jesus
Angst hatte und auch weinte. Nirgends
wird jedoch klar gesagt, dass er auch ge
lacht hätte. Wenn wir aber zwischen den
Zeilen lesen, so können wir dort feststel
len, dass Jesus alles andere als ein trocke
ner, griesgrämiger Mann gewesen wäre.
Vielmehr war er mit einem ausgeprägten
Mutterwitz gesegnet, der ihm half in Si
tuationen, in denen manche Kreise ver
suchten, ihn aufs Glatteis zu führen,
schnell und unerwartet zu reagieren. Sehr
schön lässt sich diese Eigenschaft an der
Foto © Poss
Frage aufzeigen, ob es einem Juden er
laubt sei dem römischen Kaiser Steuern
zu bezahlen. Jesus durchschaute diese
Fangfrage der Pharisäer, denn forderte er
zum Bezahlen auf, erschien er als schlech
Gott hat Humor und er kann auch lachen.
ter Jude, der die fremde Besatzungsmacht
Das Alte Testament berichtet jedenfalls
unterstützt. Und sagte er nein, konnte er
hie und da davon, auch wenn dieses La
beim kaiserlichen Statthalter als Aufwieg
chen meistens eine eher spöttische Note
ler verklagt werden. Er bat deshalb, dass
hat. So lesen wir in den Psalmen, wie Gott
man ihm eine Steuermünze zeige. So
überhebliche Frevler und skrupellose Fein
gleich reichten ihm die Fragesteller einen
de seines Volkes verlacht und über sie
Denar – und verrieten sich im selben
spottet (Psalm 37, 13 und 59, 9). Dieses La
Augenblick selbst. Denn indem sie die
chen Gottes zeigt, dass er nicht mit sich
römische Währung auf sich trugen, be
spielen lässt und immer stärker und grös
kundeten sie, dass sie sich der fremden
ser ist als das Böse. Es zeigt aber auch,
Herrschaft längst angepasst hatten, so
dass Gott Freude am Menschen hat und
dass sich ihre Frage in Luft auflöste.
sich mit ihnen freut: «Gott freut sich und
Weshalb sie über die Reaktion Jesu staun
jubelt über dich, er erneuert seine Liebe
ten und sich kleinlaut zurückzogen
zu dir, er jubelt über dich und frohlockt,
(Matthäus 22, 15–22). Wir können anneh
wie man frohlockt an einem Festtag»
men, dass Jesus sich dabei ein Schmun
(Zefanja 3, 17). Nicht umsonst nennen wir
zeln nicht verkneifen konnte.
unsere Heilige Schrift ja «Evangelium»,
also Frohe Botschaft. Dass man im Laufe Jesus liebte Feste und oft wird berichtet,
der Jahrhunderte aus dieser Frohbot wie er eingeladen war und sich an den
schaft oft eine Drohbotschaft gemacht Mahlzeiten erfreuen konnte, was ihm den
hat, gehört nicht zu den Glanzpunkten Ruf einbrachte, «ein Fresser und Säufer»
der Kirchengeschichte. (Matthäus 11, 19) zu sein. Und das erste
#
4 Pfarrblatt Februar 2022 – www.staugustin.chWunder, das Jesus wirkte, war keine Kran der Psalm 26 erwähnt und der Psalm 118
kenheilung oder ein Exorzismus, sondern ruft auf, den Festreigen mit Zweigen bis
die Verwandlung von Wasser zu Wein bei zu den Hörnern des Altars zu tanzen!
der Hochzeit zu Kana. Und dabei liess er König David, aus dessen Linie Jesus ja
sich keineswegs lumpen: Mit 600 Liter stammt, «tanzte mit ganzer Hingabe vor
Wein rettete er die Hochzeit seines dem Herrn», ja «er hüpfte und tanzte vor
Bekannten – und dies, «nachdem die Gäs dem Herrn» (2 Sam 5, 14–16). Als gläubiger
te schon reichlich getrunken hatten» Jude hat Jesus diese Stellen gekannt und
(Johannes 2, 1–10). Jesus will damit zeigen, wer weiss, ob er nicht auch manchmal vor
dass mit ihm die Rettung naht und dass Gott getanzt hat. Der Kirchenlehrer
es denjenigen, die ihm glauben und fol Augustinus ruft die Menschen sogar auf:
gen, an nichts mangeln wird. «Ich will, «Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die
dass sie das Leben haben, und dass sie es Engel im Himmel nichts mit dir anzufan
in Fülle haben», heisst es im Johannes gen!»
evangelium (10,10).
Machen Sie mit!
Jesus tanzt Wie dem auch sei: Wer in den Fasnachts
Möglicherweise hat Jesus sogar getanzt. tagen nur schimpfen und überall und an
Was wir uns auf den ersten Blick viel allen Ecken nur schwarze Sünde sehen
wollte, wer sich gar nicht mitfreuen könn
leicht nicht vorstellen können, ist gar
te mit den Fröhlichen, um dann, wenn die
nicht so abwegig, denn in biblischen Tra
Stunde es verlangt, auch mittrauern zu
ditionen wurzelnd galt der Tanz bei den
können, der hat seine Ohren sicher nicht
Juden lange als Ausdrucksmittel der Freu
auf der Wellenlänge eingestellt, auf der
de und des Gemeinschaftsgefühls und
die Frohe Botschaft Jesu zu vernehmen
auch das Volk kennt den religiösen Tanz,
ist. So ist es gewiss falsch, sich von allem
wie etwa das Umschreiten des Altars, das
Fasnachtstreiben zu distanzieren mit der
Begründung als «frommer» Christ ge
zieme sich so etwas nicht. Ja, es gibt im
Leben eines jeden Menschen viel, das
eher zum Weinen denn zum Lachen ist.
Manchmal vergeht einem das Lachen
gründlich. Es geschieht Tag für Tag so viel
Böses, Gemeines und Hinterhältiges. Men
schen quälen, betrügen, bestehlen, belü
gen und terrorisieren einander. Sie vergäl
len einander die Freude am Leben.
Und doch schreibt der grosse Hl. Thomas
von Aquin: «Das Merkmal aller, die es zur
vollkommenen Liebe Gottes gebracht
haben, ist eine ausnehmende und uner
schütterliche Fröhlichkeit ... »
Oder die heilige Ordensschwester Teresa
von Avila mahnt lächelnd ihre Mitschwes
Foto © Poss
tern. «Ich fürchte nichts so sehr, als wenn
ich sehe, dass unsere Schwestern die
Freude des Herzens verlieren.»
Pfarrblatt Februar 2022 – www.staugustin.ch 5DOSSIER
Und als man sie gar in den Fasnachtstagen kann der Schöpfer lieber sehen als ein
mit ihren Schwestern fröhlich tanzen sah, fröhliches Geschöpf?» (Gotthold E. Les
gab sie den Kommentar: «Ich habe in der sing). Christen sind «wahre Narren in die
Heiligen Schrift nirgendwo gelesen, dass ser Welt», weil sie sich von dem Gebaren
kopfhängerische Frömmelei etwas mit der Welt nicht zum Narren halten lassen.
Christentum zu tun hat». Christen sollen hinter das närrische Trei
Die Fasnachtszeit steht wieder vor der ben der Welt schauen und mit einer
Türe. Tun Sie etwas für ihre Gesundheit: Perspektive feiern, die über die Welt hin
Lachen Sie wieder einmal aus voller Kehle ausweist. Ein grosser Auftrag – auch für
bis Ihnen der Bauch schmerzt und bewah die Fastenzeit!
ren Sie sich die Freude sowie die Fröh
lichkeit des Herzens. Lachen erspart den Wie heisst es richtig?
Doktor und den Besuch in der Apotheke. Fastnacht, Fasnacht oder Karneval wird
Lachen ist die beste und kostengünstigste in unseren Breiten die «fünfte. Jahreszeit»
Medizin. «Lachen ist nicht rezeptpflichtig.» genannt. Der Begriff «Karneval» setzt sich
Also: Lachen Sie dem Alltag ins Gesicht und zusammen aus den lateinischen Wörtern
sich die Sorgen von der Seele. Christen sol «carne» und «vale». Diese bedeuten wört
len feiern und festen, aber nicht so, dass lich «Fleisch» und «Auf Wiedersehen» und
sie in ihrer Ausgelassenheit die eigenen sind ein Hinweis darauf, dass nach dem
Grenzen, geschweige denn die Achtung Karnevalsdienstag mit dem Aschermitt
und Würde des anderen nicht mehr ken woch die 40-tägige Fastenzeit beginnt, in
nen, so dass sie sich am Tag danach vor der die Menschen sich und ihren Lebens
lauter schlechtem Gewissen im Spiegel stil hinterfragen sollten, gerade auch im
nicht mehr anschauen dürfen. Blick auf jene Menschen, die keinen
Grund zum Lachen haben. Eine andere
Und vergessen Sie nicht, die Fastenzeit,
Erklärung ist, dass «Karneval» von den
die am Aschermittwoch beginnt, genauso
Wörtern «carne valere» abgeleitet wurde,
intensiv zu leben, wie die Fasnacht. «Was
was «Fleisch regieren» bedeutet und sich
auf die Zeit bezieht, in der das Fleisch
herrscht. Dies verweist sowohl auf das
Essen von Fleisch als auch das Ausleben
fleischlicher Begierden, die in dieser Zeit
eine wichtige Rolle spielen und leider
wohl auch manchmal ausarten.
«Fastnacht» bezeichnet die «Nacht vor dem
Fasten». Ganz anders der in der Schweiz
gebräuchliche Ausdruck «Fasnacht». Die
ser hat nichts mit Fasten zu tun, wie es
die (im deutschen gebräuchliche) «Fast
nacht» nahelegt. Ganz im Gegenteil: Er
leitet sich ab vom mittelhochdeutschen
«faseln» (= Unsinn treiben), und meint
gerade das Gegenteil der ernsten, verzicht
reichen Fastenzeit. Die Fasnacht ist eine
Foto © Poss
ausgelassene, lautstarke und farbenfrohe
Zeit voller Lebensfreude.
Paul Martone
6
# Pfarrblatt
Paroisses Februar
Vivantes 2022 –– www.staugustin.ch
janvier12 www.staugustin.chBETEN IM ALLTAG
Gebet von
Foto © Poss
«Lieber Gott
Bis jetzt geht’s mir gut heute.
Ich habe noch nicht getratscht, die Beherrschung verloren,
war noch nicht muffelig,
gehässig, egoistisch oder zügellos.
Ich habe noch nicht gejammert,
geklagt, geflucht oder Schokolade gegessen,
und die Kreditkarte...
...habe ich auch noch nicht belastet.
Aber in etwa einer Minute
werde ich aus dem Bett klettern, und
dann brauche ich wirklich deine Hilfe…»
Quelle: Autor unbekannt
Pfarrblatt Februar 2022– www.staugustin.ch 7
#FÜR JUNG UND ALT
Diese beiden Bilder sind nicht identisch. Beim rechten Bild haben sich insgesamt sieben
Fehler eingeschlichen. Foto: © Gregor Gander-Thür
Als Karneval, Fastnacht, Fassenacht, Fasnacht, Fasnet, Fasching, Fastabend,
Fastelovend, Fasteleer oder fünfte Jahreszeit bezeichnet man die Bräuche, mit
denen die Zeit vor der vierzigtägigen Fastenzeit ausgelassen gefeiert wird. Die
Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch und dient der Vorbereitung auf das
Osterfest.
Der Karneval wird sehr unterschiedlich begangen: Karnevalsumzüge, Musik,
Masken und das Verkleiden spielen eine Rolle. Eine ganz eigenständige Vitalität
entwickelte der Karneval in Lateinamerika, etwa beim Karneval von Oruro oder
dem Karneval in Rio. Bekannt sind auch der Karneval in Venedig, in Kanada der
Karneval von Québec, der Mittfasten-Karneval am Sonntag Laetare in Stavelot und
anderen Orten der belgischen Ostkantone sowie in Spanien der Karneval von
Santa Cruz de Tenerife und der Karneval in Cádiz. Auch in den Südstaaten der
Vereinigten Staaten gibt es eine ausgeprägte Karnevalstradition. Man verwendet
etwa in New Orleans die französische Bezeichnung «Mardi Gras» (Fetter Dienstag,
Fastnachtsdienstag). Der Karneval in Namibia findet an verschiedenen Orten des
Landes statt und hat keinen zeitlichen Bezug zur Fastenzeit mehr. Im deutschen
Sprachraum sind «Hochburgen» das Rheinland und die schwäbisch-alemannische
Fastnacht. www.de.wikipedia.org
8
# Pfarrblatt Februar 2022 – www.staugustin.chSchmitten
Unsere Verstorbenen Scheune. Zudem engagierte sich Felix über
60 Jahre als Sekretär, Kassier und Zucht
buchführer der Viehzuchtgenossenschaft
✟ Felix Grossrieder-Waeber Schmitten 3, und wurde zum Ehrenmitglied
Lanthen 117 ernannt. In der Raiffeisenbank war er 20
Jahre im Verwaltungsrat und für einige Zeit
sogar im Amt als Vizepräsident tätig. Auch
die Musik lag ihm am Herzen; er spielte 45
Jahre Bariton in der Musikgesellschaft
Schmitten, war somit Kantonaler Ehren
veteran und nach seinem Austritt Ehren
mitglied. Geselligkeit war Felix sehr wichtig,
ob in der Arbeit, in der Freizeit oder in der
Familie.
Felix Grossrieder wurde am 30. Januar 1933
als fünftes der sieben Kinder in Lanthen, Mit seinen Kindern und später auch mit sei-
Schmitten, geboren. Als Sohn von Pius und nen Enkelkindern Ausflüge mit dem Auto zu
Karolin Grossrieder-Zbinden hat er eine machen, hat er geliebt. Dieser Leidenschaft
glückliche Kindheit erleben dürfen, auch ist er bis zu seinem 88. Lebensjahr nachge-
wenn das Leben zu dieser Zeit, nicht immer gangen. Als er pensioniert wurde, kauften er
einfach war. Seine Schulzeit verbrachte er in und seine Frau Rosmarie einen Camper.
Schmitten. Aus der Schulpflicht entlassen, Fasziniert von den vielen Eindrücken ferner
arbeitete Felix als Landwirt. Zusätzlich hat Gegenden, erzählte er zu Hause, was für
er einen Marktstand in Freiburg betrieben, Felder und Böden er im Ausland angetroffen
hat viele Jahre als Bannwart Holzfäller hatte und wie die Landwirtschaft dort ge
arbeiten übernommen und führte Milch pflegt wurde. Mit seinen Überlandfahrten
kontrollen durch. In seiner Freizeit war er durchs Senseland war er stets auf dem
Mitglied in der Jungmannschaft, wo er jahre- Laufenden, was im Senseland gerade gear-
lang Theater gespielt und als Präsident beitet, gesät und geerntet wurde. Auch auf
sowie als St. Nikolaus geamtet hat. dem Betrieb hat Felix noch während vieler
Jahre, bis ins hohe Alter, tatkräftig mitange-
Im Jahre 1960 übernahm Felix den elterli- packt
chen Landwirtschaftsbetrieb in Lanthen. Im
Seeland in Cordast lernte er seine grosse An seinen Enkelkindern hat Felix grosse
Liebe, Rosmarie Waeber, kennen und gab ihr Freude gehabt. Gerne hat er sie auf seinen
im Jahre 1962 das Jawort. Glücklich sind die Ausfahrten mit dem Auto aber auch mit dem
beiden in ihr neues Zuhause in Lanthen Camper mitgenommen. Im Frühling dieses
gezogen. 1963 ist dann schon der Stamm Jahres wurde Felix gar Urgrossvater. Er hat
halter, Urs, zur Welt gekommen, 1967 hat sich so sehr gewünscht, dies noch erleben zu
Marlise das Licht der Welt erblickt. 1970 kam dürfen, und war immer sehr glücklich, wenn
als drittes Kind Marianne dazu. 1972 und er das Bübchen sehen konnte.
1973 haben die beiden Jüngsten, Manfred
Obwohl das Leben immer etwas beschwerli-
und Kurt, die Familie vervollständigt. Felix
cher wurde, hat er, zusammen mit Rosmarie,
war ein liebevoller und gütiger Vater. Er
das Leben zu Hause noch gut meistern kön-
genoss es sehr, seine Familie um sich zu
nen. Anfang August diesen Jahres erlitt Felix
haben und mit ihnen gesellige Stunden zu
einen Hirnschlag, von dem er sich nicht mehr
verbringen.
erholte und auf Pflege rund um die Uhr ange-
In den 70er Jahren ist sein Betrieb stetig wiesen war. Im Pflegeheim in Schmitten hat
gewachsen; er stellte einen Pouletmast er einen guten Platz gefunden und wurde
betrieb und in den 80er Jahren eine neue sehr gut gepflegt und betreut. Am 8. DeSchmitten
zember 2021 ist Felix von seinen Alters Quartier beziehen. Dem Ehepaar wurden
beschwerden erlöst worden und durfte drei Kinder geschenkt; im Jahre 1966 Jonas,
seine letzte Reise antreten. Wir sagen dir 1969 Markus und im Jahr 1971 Nicole.
jetzt: «Adieu, machs guet ù danke für Aus!»
Mit viel Hingabe pflegte Ruth stets den schö-
Die Trauerfamilie nen Garten und all die prächtigen Blumen
rund ums Haus. Peter unterstützte sie
immer, wenn er konnte. Das harmonische
Paar arbeitete viele Stunden gemeinsam im
✟ Ruth Stritt-Siffert Garten.
Rainstrasse 14 Ruth war Präsidentin des Marienvereins, wo
Peter sie als Fahnenträgerin das erste Mal
sah. Als Vorstandsmitglied wirkte sie im
Frauen- und Mütterverein mit. Sie war für
die Kommunionkleider verantwortlich. Diese
mussten jeweils alle gewaschen und teilwei-
se umgeändert werden. Diese Arbeit fiel ihr
leicht von der Hand, denn das Nähen war nur
eine ihrer vielen Stärken. Pflichtbewusst wie
sie war, war es ihr immer wichtig, dass alle
Ruth Stritt-Siffert wurde als viertes von sie- Erstkommunionskinder ein passendes Kleid
ben Geschwistern der Eltern Meinrad und bekamen. Auch das Anlegen der Blumen
Silvia Siffert-Rudaz am 23.November1939 in beete bei der Kirche gehörte zur Vorstands
Friesenheid geboren. arbeit.
Später zog die Familie für ein paar Jahre auf An vielen Wochenenden servierte Ruth
ein Heimwesen nach Elswil, wo Ruth wäh- zuerst im Restaurant Kreuz in Schmitten,
rend einem Jahr in Wünnewil zur Schule dann bei ihrer Cousine im Restaurant Cara
ging. Danach fand die Familie für die nächs- velle in Bösingen und im Restaurant St. Jakob
ten Jahre ein neues Zuhause auf einem klei- in Wünnewil. Diesen Zustupf in die Haus
nen Bauerngut in Burg bei St. Antoni. Die haltskasse hatte sie vor allem für die Aus
Schule besuchte Ruth mit ihren Geschwis bildung der Kinder eingesetzt.
tern in Schmitten. Doch auch von Burg muss-
ten sie weggehen. Papa Meinrad wollte als Während ganzen 65 Jahren war Ruth eine
Ausweg das Taxipermis machen und hat für zuverlässige und begeisterte Sängerin im
dieses Vorhaben schon das Geld von einem Cäcilienchor. Dieses Hobby war ihr eine Her
lieben Nachbarn zugesichert bekommen. zensangelegenheit. Als es im Haus ruhiger
Dies kam dann jedoch nicht zustande, denn wurde, erfüllte sie sich den langersehnten
sie fanden in Zirkels ein Heimwesen, wel- Wunsch, ein Instrument zu erlernen. Sie ent-
ches zu kaufen war. Nach der obligatori- deckte das Klavierspielen für sich. Nun konn-
schen Schulzeit war Ruth bei Onkel Siffert te sie jeweils vor den Chorproben die Lieder
Bernhard in Friesenheit als Hilfe in Haushalt mit dem Klavier einüben, damit sie stets gut
und Hof angestellt. für die Proben vorbereitet war.
Mit Peter Stritt lernte sie ihren zukünftigen Grosse Freude bereiteten ihr ihre sechs
Ehemann kennen. Sie heirateten im Jahre Grosskinder Héloise und Olivier sowie Yves,
1964 in Schmitten. Ihr Wohnsitz war im Ried Anne, Dominique und Christine, die sie gerne
bei Spicher Peter und Marie bis 1968, von wo mit feinem Gebäck und einem Dessert ver-
sie dann in einen neuen Block an die Boden wöhnte. Es war ihr am wohlsten, wenn sie
mattstrasse zogen. 1972 schliesslich durften immer etwas zu arbeiten und dabei Kinder
sie das neu erbaute Eigenheim im Sonnegg um sich hatte. Ruth war eine enorm pflicht-Schmitten
bewusste und hilfsbereite Person. Sie und und zwei Onkel mit, die sie sehr gern hatte.
Peter unterstützen tatkräftig ihre Schwäge Ihr Leben lang blieb sie mit der Stockera ver-
rin in Zirkels und ihre Tochter Nicole bei den bunden und besuchte gerne ihr Elternhaus.
vielen Arbeiten im Grabach. Jede Woche Mama ging in die Primar- und Sekundar
Montagnachmittags waren die beiden im schule in Tafers. Danach arbeitete sie ein
Garten im Grabach anzutreffen. Viel Zeit Jahr in einer Bauernfamilie mit fünf Kindern
zum Plaudern gab es nicht. Doch es war in Cottens, wo sie gut französisch lernte und
immer eine grosse Freude, die Grosseltern so bis heute gern gesprochen hat.
eingespielt und unermüdlich sehen zu kön-
nen. Während drei Jahren arbeitete Mama danach
in der von Nonnen geführten Landwirt
Obwohl Ruth einen schlechten Schlaf hatte, schaftlichen Schule Grangeneuve in Küche
beklagte sie sich nie und leistete enorm viel und Haushalt. In dieser Zeit lernte sie Pius
an einem Tag. Ausserdem hatte sie ein sehr Lauper aus Lanthen kennen und lieben, der
gutes Gedächtnis und wusste stets von in Grangeneuve den Beruf als Landwirt er
Früher zu berichten. lernte. Manchmal gab Pius ihr im Vorbei
Am Dienstag vor einer Woche brach Ruth in gehen ein Küsschen. „«We das d’Nunne gseh
ihrem Zuhause unverhofft zusammen und hätti...»
wurde per Ambulanz ins Kantonsspital In Freiburg arbeitete Mama noch ein Jahr in
Freiburg gebracht. Eine schwere Lungen einer Bäckerei.
embolie führte zu einem Herzstillstand. Am
Nachmittag des 8. Dezembers mussten wir Am 1. Mai 1950 läuteten in Schmitten die
für immer von unserer lieben Ruth Abschied Hochzeitsglocken für Agnes und Pius. Das
nehmen. Wir vermissen dich sehr und dan- junge Paar zog in Lanthen ins Elternhaus
ken dir für die vielen schönen Stunden. von Pius, wo sie gemeinsam mit ihren
Deine Familie. Schwiegereltern Elisabeth und Alois Lauper-
Zosso wohnten, was für diese eine grosse
Entlastung bedeutete.
Dem glücklichen Paar wurden im Verlauf der
✟ Agnes Lauper-Waeber Jahre elf Kinder geschenkt. Leider verstarb
Lanthen 74 Seppeli im Alter von fünf Wochen. Die sieben
Mädchen und drei Knaben brachten viel
Leben und Freude ins Haus, aber auch viel
Arbeit.
Doch nie hörten wir unsere Mama jammern
oder klagen – im Gegenteil – sie strahlte
immer eine grosse Zufriedenheit und Dank
barkeit aus. Ihr Glaube, Gottvertrauen und
das Gebet zur Muttergottes schenkten ihr
stets viel Kraft. Wir Kinder halfen stets in
Unsere Mama erblickte am 14. September
Haus und Hof mit und erlebten eine wohlbe-
1928 in der Stockera bei Tafers das Licht der
hütete und glückliche Kindheit. In unserer
Welt. Sie war das dritte Kind von Marie und
Familie wurde viel und gern gesungen – bei
Moritz Waeber-Weissbaum.
Arbeit und gemütlichem Beisammensein.
Mit zwei Brüdern und zwei Schwestern ver- Dabei hat uns Mama unzählige alte Lieder
brachte sie eine schöne und wohlbehütete, gelernt, die uns noch heute durchs Leben
aber strenge Kindheit auf dem prächtig gele- begleiten. Obwohl in der grossen Familie auf
genen Bauernhof. Es gab immer sehr viel zu vieles verzichtet werden musste, war es
tun, deshalb arbeiteten auch drei Tanten Mama und Papa sehr wichtig, uns KindernSchmitten
eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Nebst Am 26. Oktober 2008 verstarb Papa nach kur-
Hausarbeit und Kindererziehung arbeitete zer, schwerer Krankheit, während der ihn
Mama regelmässig auf dem Hof mit, wo ihr Mama unermüdlich und mit viel Liebe unter-
Einsatz unentbehrlich war. Zudem bescher- stützt, gepflegt und begleitet hatte.
ten ihr Garten, «Pflanzplätz» und die vielen
Nach Papas Tod lebte Mama weiterhin zu
Blumen ums Haus viel Arbeit, aber auch
frieden und glücklich während sechs Jahren
Freude. Unvergesslich bleibt uns, dass Mama
allein in ihrem Daheim in Lanthen.
mit dem Vespa-Töff uns das Znüni und Zvieri
auf das Feld brachte, sogar ihre Einkäufe Dies war nur Dank der grossen Unterstüt
machte: «u das – oni Permi». zung von Liliane und Pius und deren beiden
Söhnen möglich. Auch konnte sie stets auf
Mama pflegte stets einen guten Kontakt mit die Hilfe ihrer Kinder zählen.
den Nachbarn – das lag ihr sehr am Herzen.
Ebenso schätzten alle ihre grosse Gast Als der Alltag für Mama zusehends beschwer-
freundschaft. licher wurde, wünschte sie, ins Pflegeheim
Sonnmatt einzutreten. Am 6. November 2014
Sie machte im Mütterverein mit, wo sie zwölf ging ihr Wunsch in Erfüllung. Für unsere
Jahre im Vorstand war. Zudem war sie aktiv Mama begann ein neuer Lebensabschnitt in
im Landfrauen- und Samariterverein Schmit der Sonnmatt. Hier genoss sie die liebevolle
ten. und professionelle Pflege des Personals. Eine
Sie unterstützte Papa auch tatkräftig wäh- Erleichterung für Mama war, dass drei
rend seiner langjährigen Arbeit im Gemeinde Töchter in der Sonnmatt arbeiten.
rat. Sie liebte das Zusammensein und die Gesprä
Nachdem der älteste Sohn den Hof übernom- che mit den Heimbewohnern. Diese schätz-
men hatte, war es Mama und Papa möglich, ten ihre Freundlichkeit, Herzlichkeit und gro-
kleine und grosse Reisen zu unternehmen, sse Hilfsbereitschaft sehr.
was sie jeweils sehr genossen. Die Ausflüge Mama freute sich über jeden Besuch und
in die Obere Jansegg in Jaun zu Familie machte gern bei den verschiedenen Heim
Schuwey waren für sie besonders schöne aktivitäten mit. Sie telefonierte gern und
Erlebnisse. regelmässig mit Verwandten und Bekannten
Mama hatte immer ein grosses Herz für die aus Nah und Fern.
Kranken und die Menschen, welche Unter Sie genoss immer Einladungen im Familien
stützung brauchten. Sie erfreute diese mit kreis und pflegte den Kontakt zu ihren
unzähligen Besuchen. Zudem nahmen Mama Liebsten.
und Papa gerne am öffentlichen Leben in
Gemeinde und Pfarrei teil. In letzter Zeit liessen Mamas Kräfte zuse-
hends nach. Der Wunsch, Papa wiederzuse-
Grosse Freude bereiteten Mama ihre 22 En hen wurde immer grösser.
kelkinder, 15 Urenkelkinder und eine Ur-
Urenkelin, die sie alle liebevoll «Gotta» nann- Während der lichtvollen Weihnachtstage ist
ten. Sie verwöhnte sie immer mit feinen unsere Mama im Alter von 93 Jahren liebevoll
Süssigkeiten aus ihrer Schürzentasche und begleitet und friedlich eingeschlafen.
sie sagten zu ihr: «Gotta – du büsch üsersch Mama, Schwiegermama, Gotta – mit deiner
Kiöskli». Wir alle liebten ihre feinen «ufum Grossherzigkeit hast du uns reich beschenkt.
Houzpotasche bachne Härzbrätzele». Deine Liebe wird in uns weiterleben.
Mama genoss das Zusammensein mit ihrer «Wier hi di fescht gäär u wärde dier seer ver-
grossen Familie bei Geburtstags- und Fami misse»..
lienfesten.
«Adiö liebi Mama – Tschüss Gotta».Schmitten
Mit Freude dabei! Buch des Monats
Meditationen von C. M. Martini
Einsatzplan über Gut und Böse, über die Gnade
der Ministranten für und den Glauben an die Kraft des Guten.
den Monat Februar 2022 Eines der wohl persönlichsten Bücher von
Kardinal Martini – und einer der letzten
Exerzitienkurse, die er halten konnte: Me
ditationen zu ausgewählten Stellen aus dem
Brief des Apostel Paulus an die Römer.
Profunde Bibelkenntnisse verbinden sich mit
geistlicher Tiefe und Martinis nie endender
Suche nach einer Antwort auf die Frage: Was
bedeutet das für uns, für mich? Und wie kann
ich das heute verständlich vermitteln? Grosse
Themen klingen an: die Frage nach Gut und
Böse, Verantwortung und Gnade, die Kraft
Samstag, 5. Februar des Guten, Dankbarkeit und Hoffnung wider
Hl. Messe aller Hoffnung.
17.00 Uhr Elin Rudaz Aus dem Italienischen übersetzt von Johannes
Matteo Maerà Beutler SJ, Professor für Theologie des Neuen
Jeroen Raetzo Testaments und Fundamentaltheologie, Lehr
tätigkeit in Sankt Georgen/Frankfurt, an der
Päpstlichen Universität Gregoriana und am
Sonntag, 13. Februar
Päpstlichen Bibelinstitut in Rom.
Hl. Messe
09.00 Uhr Timo Rudaz
Amelié Klaus
Lynn Bürgisser
Samstag, 19. Februar
Hl. Messe
17.00 Uhr Elin Rudaz
Arun Yogaratnam
Ondrej Medo
Sonntag, 27. Februar
Hl. Messe
09.00 Uhr Nele Oesch
Ben Oesch
Ylena Schneuwly
Verlag Neue Stadt, 144 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-7346-1248-0ION
REG
Fachstelle Katechese Fachstelle Behindertenseelsorge (OEBS)
katechese@kath-fr.ch | 026 426 34 25 | behindertenseelsorge@kath-fr.ch |
www.kath-fr.ch/defka 026 426 34 35
www.kath-fr.ch/behindertenseelsorge
Umgang mit Sündern und Sünderrollen am Mittwoch,
16. März 2022, 13.30 bis 17.00 Uhr, Saal Abraham, Bd de Disco für alle – mit und ohne Handicap am Samstag,
Pérolles 38, 1700 Freiburg; Leitung: Markus Lau; Anmel- 19. Februar 2022, 19.30 bis 21.20 Uhr, Begegnungszent-
dung bis 23. Februar 2022 unter katechese@kath-fr.ch rum, Horiastrasse 1, 3186 Düdingen
Begegnungsmöglichkeiten Gottesdienste – Miteinan
der feiern tut gut am Samstag, 12. März 2022, 17.00 bis
19.00 Uhr, katholische Kirche, Flamatt
Fachstelle für Kirchenmusik
kirchenmusik@kath-fr.ch |
026 426 34 18 | www.kath-fr.ch
Fachstelle Bildung und Begleitung
Was beten wir, wenn wir singen? Gottes-, Kirchen- und bildung@kath-fr.ch | 026 426 34 85 |
Menschenbildern in Kirchenliedern auf der Spur am www.kath-fr.ch/bildung
Dienstag, 8. März 2022, 19.30 bis 21.30 Uhr, Saal Forum,
Einführungskurs für Kommunionhelfer/innen für alle,
Bildungszentrum Burgbühl, 1713 St. Antoni; Referenten:
die Kommunion austeilen im Gottesdienst oder sie zu
Manuela Dorthe, Bettina Gruber und Markus Lau;
Kranken und Betagten bringen am Montag, 7. Februar
Anmeldung unter markus.lau@kath-fr.ch
und 7. März 2022, 18.30 bis 20.30 Uhr, Saal Aaron, Bd de
oder kirchenmusik@kath-fr.ch
Pérolles 38, 1700 Freiburg;
Frauen z’Morge. Am Dienstag, 15. Februar 2022, ab 8.30
Uhr in der Kapelle, anschliessend im Bildungszentrum
Fachstelle Jugendseelsorge Burgbühl, 1713 St. Antoni. Kosten Frühstück: Neu CHF 14.–;
juseso@kath-fr.ch | 026 426 34 55 | Organisation und Information:
www.kath-fr.ch/juseso marie-pierre.boeni@kath-fr.ch
Eine Schutzmaske ist mitzubringen
Agieren statt reagieren – vom präventiven Umgang
mit dem Thema Radikalisierung in der Jugendarbeit Was beten wir, wenn wir singen? Gottes-, Kirchen- und
am Donnerstag, 3. Februar 2022, 18.00 bis 21.30 Uhr, Menschenbildern in Kirchenliedern auf der Spur am
Christ-König-Kirche, 1700 Freiburg; Treffen für Verant- Dienstag, 8. März 2022, 19.30 bis 21.30 Uhr, Saal Forum,
wortliche der Minipastoral am Dienstag, 8. März 2022, Bildungszentrum Burgbühl, 1713 St. Antoni; Referenten:
19.30 bis 21.00 Uhr, Bd de Pérolles 38, 1700 Freiburg; Manuela Dorthe, Bettina Gruber und Markus Lau;
Anmeldung: bis 1. März 2022 unter Anmeldung unter markus.lau@kath-fr.ch
monika.dillier@kath-fr.ch oder kirchenmusik@kath-fr.ch
Umgang mit Sündern und Sünderrollen am Mittwoch,
16. März 2022, 13.30 bis 17.00 Uhr, Saal Abraham,
Bd de Pérolles 38, 1700 Freiburg; Leitung: Dr. Markus Lau;
Adoray Freiburg Anmeldung bis 23. Februar 2022 unter
freiburg@adoray.ch katechese@kath-fr.ch
www.adoray.ch/orte/freiburg
Nice Sunday Gottesdienst. Am Sonntag, 6. Februar 2022,
19.00 bis 20.00 Uhr, in der Pfarrkirche Schmitten.
Adoray Lobpreisabend. Am Sonntag, 13. und 27. Februar
2022, jeweils um 19.30 Uhr in der Hauskapelle des Con-
vict Salesianum, Av. du Moléson 21, 1700 Freiburg.
Kontakt: freiburg@adoray.ch
CoronaInfo: Bitte informieren Sie sich beim Kontakt Regionalseite: Bistumsregionalleitung
jeweiligen Veranstalter, ob und in welcher Form Deutschfreiburg, Kommunikation, Petra Perler,
die Anlässe durchgeführt werden. Bd de Pérolles 38, 1700 Freiburg, 026 426 34 19
kommunikation@kath-fr.chRE
GI
ON
Kommunikation für alle
Seit vielen Jahren kann die Ökumenische Behindertenseelsorge (OEBS) auf gross-
zügige Kollektenbeiträge der Pfarreien zählen. Diese Beiträge erlauben es der Fach-
stelle Behindertenseelsorge zusätzlich zu ihrem Seelsorgeauftrag einzelne auser-
lesene Projekte zu realisieren, die sonst kaum umgesetzt werden könnten. Wir
Seelsorgenden unterstützen z. B. mit diesen Kollekten wichtige Projekte im Bereich
Barrierefreiheit. Damit ist nicht in erster Linie die Barrierefreiheit durch bauliche
Massnahmen – ebenfalls enorm wichtig – gemeint, vielmehr geht es um Begegnung
und Kommunikation. Ein solches Projekt zur Förderung der Inklusion ist das Porta-
Gebärde für Büchlein mit religiösen Begriffen. CHF 1000.– hat die OEBS für dieses Projekt spenden
«Hallo» können. Lesen Sie nachfolgend, was es damit auf sich hat.
Regina Rüttner, Fachstelle Behindertenseelsorge
PORTA «Religion und Spiritualität» übersetzt Wörter, die in allen Bereichen des Lebens wichtig sind.
Porta-Gebärden sind Bewegungen mit Armen Gebärden... bewirken ein
und Händen, welche die Verständigung mit Einbezogen-Sein und
Menschen erleichtern, die eine geistige oder Verstanden-Werden in Alltag
Sinnesbehinderung haben. Sie sind so einfach und Gemeinschaft…
wie möglich und haben die gleiche Bedeutung
… sind bedeutsam im
in der Deutschschweizer Gebärdensprache,
(inklusiven) Religions-
mit der gehörlose Menschen «sprechen».
unterricht und in heilpäda-
Die Porta-Gebärden sind also anschlussfähig.
gogischen Institutionen…
Gebärde für
«Familie»
Die Publikation PORTA Nr. 6, mit Gebärden
aus dem Bereich «Religion und Spiritualität»,
hilft zur Inklusion im Alltag. Gebärden sind
ein wertvolles Instrument für alle, die
miteinander in Beziehung treten wollen.
«PORTA Religion und Spiritualität» ist ein
Folgeprojekt zu den bereits erschienenen
fünf PORTA-Büchern. Die Gebärden sind auf
Gebärde für der Homepage und als App verfügbar:
«Danke» www.tanne.ch/porta Gebärde für «Du»
«PORTA Religion und Spiritualität» entsteht in Helfen Sie mit diese einzigartige
Kooperation mit der Stiftung Tanne unter der Fachleitung Publikation zu verwirklichen!
von Anita Portmann. Nähere Auskünfte geben wir Zum Beispiel mit einem individuellen
gerne per Mail: projekt.porta@kathbern.ch; Betrag oder dem Sponsoring
projekt.porta@refbejuso.ch einer gestalteten Gebärdenseite,
Ökumenische Arbeitsgruppe PORTA Religion und Spendenkonto Postfinance
Spiritualität: Sarah Bütler, Helene Geissbühler, Yvonne Rihm, IBAN CH98 0900 0000 3000 5847 3
Fernanda Vitello (Verantwortliche Reformierte Kirchen
der deutschschweizerischen Fachstellen für Bern-Jura-Solothurn, 3013 Bern
heilpädagogischen Religionsunterricht der Landeskirchen) Zahlungsvermerk: 20060.07 PORTA
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Siehe, ich will meinen Engel
senden,
der vor mir her den
Weg bereiten soll.
Maleachi 3, 1a
Der biblische Hintergrund
der «Darstellung des Herrn»
reicht bis in die Zeit des
Auszugs des Volkes Israel aus
Ägypten zurück.
In Erinnerung an den Exodus
war der Erstgeborene Eigen
tum Gottes und wurde darum
ihm im Tempel übergeben –
«dargestellt» – und durch ein
Geldopfer wieder ausgelöst.
Mit diesem Ritus verband
sich ein zweiter: Die Frau, die
nach der Geburt eines Kindes
Simeon hält das Jesuskind im Tempel bei der Darstellung.
als «unrein» galt, übergab Skulptur in der Klosterkiche von Einsiedeln, unterer Chor.
einem Priester ein Schaf oder
Tauben als Reinigungsopfer. Herr, deinen Knecht, wie du Tag des geweihten Lebens,
Der Evangelist Lukas schil gesagt hast, in Frieden schei 2. Februar
dert ausführlich, wie bei der den» – ist Teil des Nachtgebets Der Tag des geweihten Le
Darstellung Jesu im Tempel der Kirche. bens wurde 1997 von Papst
der greise Simeon und die Die bis in die 1960erJahre Johannes Paul II. eingeführt.
Prophetin Hanna in dem Kind gebrauchte Bezeichnung «Ma Er soll den Männern und
den erwarteten Messias er riä Lichtmess» geht auf eine Frauen, die sich für ein Leben
kennen und sein Schicksal Lichterprozession in Rom, im der Christusnachfolge mit
prophezeien. In ihnen bege 5. Jahrhundert, zurück, die den evangelischen Räten (Ar
gnet das alttestamentliche eine heidnische Sühnepro mut, Keuschheit/Ehelosigkeit
Gottesvolk seinem Erlöser. zession verdrängen sollte. und Gehorsam) entschieden
Deshalb heisst dieses Fest in Sie erinnert an das Wort des haben, in besonderer Weise
der Ostkirche «Hypapante», Simeon, der das Kind «ein ihr Versprechen bewusst
d. h. «Begegnung». In die Licht, das die Heiden erleuch machen und ihre Hingabe
sem Sinn ist dieses Fest 40 tet und Herrlichkeit für sein an Christus verlebendigen.
Tage nach Weihnachten das Volk Israel» genannt hat. Nach aussen hin will dieser
letzte in der Reihe, die die Im Zusammenhang damit Tag die Kenntnis und die
Menschwerdung des Sohnes wurden später auch Kerzen Wertschätzung des geweih
Gottes feiern. Der Lobgesang geweiht – ein Brauch, der sich ten Lebens bei den Christen
des Simeon – «Nun lässt du, bis heute erhalten hat. fördern. Abt Urban FedererSie können auch lesen