SENSORIK-NEWS - Die Strategische Partnerschaft Sensorik eV
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01
10/2016 – 63. Ausgabe
2018
www.sensorik-bayern.de
74. Ausgabe
SENSORIK-NEWS Neuigkeiten aus dem Cluster Sensorik
Im Fokus.
Brückenschlag nach Indien und China:
Grenzen mit Leuchtturm-Projekten
überwinden, Technologie-Know-how
kooperativ erweitern
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Inhaltsverzeichnis.
Sensorik-Hotspots dieser Ausgabe
Highend-Lösungen aus dem Netzwerk für die
Hightech-Industrie: Glas als Dünnschichten, SIZE-
Prozess® für agile Organisationsentwicklung,
Laserscanner und Roboterelektronik
SEITE 03
Rückschau - Vernetzung in der Unternehmens-
und Lebenswelt: Besuch der Innovationsparks
und Cluster in China, Indien sucht bayerische
Produktion 4.0-Lösungen, Technologieforum
Connectivity
SEITE 12
SPS liefert Best Practice-Projekte im Bereich
Qualifizierung und Mit-Arbeit 4.0 - positive
Resonanz der Unternehmen und Auszeichnung
auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene
SEITE 17
MITGLIEDER IM FOKUS
MSG Lithoglas GmbH: Hermetisch abgeriegelt – Schutz für sensible Oberflächen S. 03
Carpe verba!: Serienprodukte in der Weiterbildung nicht mehr gefragt S. 06
Manu Systems AG: Versand von Laserscannern und Roboter-Elektronik S. 11
MicroGenesis TechSoft GmbH: Technologietransfer zwischen Indien und Deutschland S. 14
NETZWERK INTERNATIONAL
SCIENT meets Makers’CLUB – innovative educational package S. 17
China: „Everything is difficult, but nothing is impossible“ S. 18
CLUSTER(ER)LEBEN
„Mit-Arbeitswelt 4.0“ – deutsches Best Practice S. 20
Vernetzte Lebenswelt auf dem Technologieforum Connectivity S. 22
Transferbegleitung - Erfolgsgarant des Vertriebs-Trainings S. 24
Seminare und Trainings im bayerischen Sensorik-Netzwerk im Überblick S. 26
KURZ & KNAPP
Rund um das Sensorik-Netzwerk und Bayern S. 27
Trend S. 30
Förderfokus S. 32
Aus den Hochschulen S. 34
HR-News S. 36
Neue Weiterbildungsangebote S. 36
Veranstaltungsvorschau S. 37
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Hermetisch abgeriegelt – Schutz für sensible Oberflächen
„Glas als Dünnschicht“ – weltweit konkurrenzloses Verfahren von Lithoglas erfüllt und
bestätigt gestiegene Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Halbleiter-Produkten
DRESDEN/BERLIN. Hohe Qualität, lange Hauptsitz und Produktionsstätte sind in Dresden.
Produktlebenszeiten, Beständigkeit gegen Im Silicon Saxony ist das junge Unternehmen
verschiedene Einflüsse, sei es Säure, bestens aufgehoben. Der Kundenkreis setzt sich
Lauge oder Feuchtigkeit – das sind in der vorwiegend aus Chipherstellern und Packaging-
Halbleiterindustrie und im Automotive- Firmen zusammen. Lithoglas hat hier den passenden
Bereich entscheidende Kriterien. Dass sich Platz in der Wertschöpfungskette gefunden, verfügt
ein Material hierfür besonders eignet, belegt über Standorte in Berlin und Dresden. Die Nähe zum
der Erfolg unseres Netzwerk-Mitglieds MSG Fraunhofer IZM in Berlin bietet sich darüber hinaus
Lithoglas GmbH. Der weltweit konkurrenzlose für Forschungskooperationen geradezu an. „Wir
Ansatz „Glas als Dünnschicht“ ermöglicht die können hier die Reinräume und eine hochwertige
hermetische Verkapselung von elektronischen Infrastruktur nutzen – gegen Gebühr natürlich.“
Bauelementen vielfältiger Art mit dünnsten, Statt als Kosten ist diese jedoch mehr als Investition
hochzuverlässigen Glasschichten. Damit hat das einzustufen, ein Rückfluss erfolgt non-monetär:
Team rund um Geschäftsführer Dr. Ulli Hansen „Der immense Wissenstransfer, das Lernen-von-
einen Erfolgskurs eingeschlagen. 2015 erhielt den-anderen ist unbezahlbar.“
Lithoglas sogar eine Auszeichnung als eines
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der dynamischsten und wachstumsstärksten Gewachsen ist Lithoglas im Lauf der Zeit von
Unternehmen Deutschlands. fünf Beschäftigten auf ein fast 20-köpfiges Team.
Hansen selbst hat Erfahrungen u.a. bei Schott in
Die MSG Lithoglas GmbH entstand 2006 als der Entwicklung gesammelt. „Dort habe ich mich
Nachfolge einer wegweisenden Aktivität der bereits mit Glasbeschichtung und Glas-Packaging
„Schott Electronic Packaging GmbH“ in Berlin. Mittel beschäftigt“. Seine Mitarbeiter sind vorwiegend
hierfür stellte u.a. der Technologiegründerfonds Ingenieure, ergänzt wird deren Kompetenzspektrum
Sachsen (TGFS) bereit. Ein einzigartiges Verfahren durch Quereinsteiger und erfahrene Facharbeiter.
zur Beschichtung von Oberflächen mit dünnsten
Glasschichten sollte kommerzialisiert werden.
Dass dies geglückt ist, zeigte sich im Jahr 2015:
die Lithoglas wurde mit dem „Deloitte Technology
Fast 50 Award“ ausgezeichnet. Ein Meilenstein in
der Geschichte des Unternehmens, der den Erfolg
auch bundesweit sichtbar machte: „Die Platzierung
basierte auf dem prozentualen Umsatzwachstum
der letzten vier Geschäftsjahre“, erklärt Dr. Ulli
Hansen, Mitgründer und Geschäftsführer. Er
bewertet die Auszeichnung aus vielerlei Gründen
positiv. „Das erzielte Wachstum ist nicht nur ein Das Lithoglas-Headquarter in Dresden im Herz des Silicon Saxony.
erfreulicher Unternehmenserfolg, sondern auch ein
eindeutiger Beleg für eine gestiegene Nachfrage Europa und Japan als Zielmärkte
nach qualitativ hochwertigen Produkten in vielen
Bereichen des Halbleitermarktes.“ Lithoglas Mit ihrem Leistungsspektrum adressiert die Lithoglas
rangierte damit unter den Top 10 der deutschen Wachstumsmärkte wie opto-elektronische Sensorik,
Technologieunternehmen. LED-Beleuchtungen und mikromechanische
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Bauelemente. Europa und vor allem Japan sind Beschichtung dann im sogenannten Back-End
für das Unternehmen interessante Zielregionen, gehäust werden. Wir sitzen sozusagen unmittelbar
denn hier herrsche hohes Qualitätsbewusstsein. zwischen Fertigung des Sensor-Wafers und dem
Zertifiziert ist das Unternehmen nach ISO 9001. „Für finalen Packaging. Der Beschichtungsprozess
einen zeitnahen Kundenservice arbeiten wir in Asien dauert bei typischer Auslastung lediglich zwei bis
mit Handelsvertretern und in USA mit Freelancern drei Wochen, ist „also relativ schnell“.
zusammen“, ergänzt Hansen.
Von der Stange kommt hier nichts: „Wir arbeiten mit
Die von Lithoglas entwickelte Technologie einem speziellen Anlagenbauer zusammen, der nach
ermöglicht die hermetische Verkapselung von unseren Vorgaben die Maschine für das Verfahren
elektronischen Bauelementen vielfältiger Art zum Bedampfen mit Glas baut. Insbesondere bei
mit dünnsten, hochzuverlässigen Glasschichten. Drucksensoren nutzen wir den Glasfilm, um die
Auf diese Weise können sensible Oberflächen – Flexibilität beim Bonden und die Qualität der
beispielsweise von optischen Sensoren – zuverlässig Produkte zu erhöhen.“ Bei der Produktion von MEMS
und bei niedrigen Temperaturen geschützt und (Micro-Electro-Mechanical Systems) ist Lithoglas
die Produktlebenszeit deutlich verlängert werden. in Produktionsschritte involviert. Das patentierte
„Unsere Technologie trägt zudem zur weiteren Verfahren und der damit verbundene Know-how-
Miniaturisierung und Kostenreduktion bei.“ Diese Vorsprung auf dem Markt machen Lithoglas auch
Kerntechnologie, also das „Glas als Dünnschicht“, hier zu einer beliebten Anlaufstelle für Großkunden.
macht das Unternehmen einzigartig, so Hansen, und
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in vielen Bereichen konkurrenzlos. In Deutschland Anorganisch, säure- und laugenbeständig –
gibt es nur einen Wettbewerber. „Von den wenigen Top-Eigenschaften für die Halbleiterindustrie
weltweit konkurrierenden Firmen kann keine
Glasbeschichtung machen wie wir, daher ist dies
unser absolutes Alleinstellungsmerkmal.“
Lithoglas Wafer-Level-Packaging Technologien ermöglichen die
Glas-Verkapselung von gleichzeitig mehreren tausend Chips im
Waferverbund. Quelle: Lithoglas
Lithoglas hat seinen Platz „zwischen Fertigung des Sensor-Wafers und
dem finalen Packaging“ gefunden. Quelle: SPS
Anorganische Schichten stehen stets in Konkurrenz
zu Kunststoff – nicht zuletzt auf Grund des
Sondermaschinen ermöglichen es, Glasschichten Preisverhältnisses. „Unser Ziel ist es aber, die
auf Wafer aufzudampfen. „Wir können so die Zuverlässigkeit zu verbessern. Glas ist zwar
komplette Beschichtung und damit Versiegelung teurer, aber die Qualität ist eben auch höher.“
von Wafern übernehmen“, erklärt Hansen. „Vom Die Langlebigkeit, aber auch der Drang zur
Kunden bekommen wir fertig prozessierte Wafer Miniaturisierung der Produkte sorge laut Hansen
aus dem Front-End geliefert, die nach unserer für Kosteneffizienz. Der Consumer-Bereich sei
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daher auch kein primärer Zielmarkt von Lithoglas. Medizintechnik noch viel mehr als bisher profitieren,
„Hier ist es ja oft sogar erwünscht, dass Produkte die Branche berge hohes Potenzial, selbst wenn
eine relativ begrenzte Lebenszeit haben.“ Glas Zulassungsanforderungen natürlich oftmals eine
überzeugt dafür im Bereich des Waferlevel- Herausforderung darstellen.
Packaging. Das optoelektronische Packaging
ist ein weiterer Baustein im Angebotsportfolio Insbesondere durch die Präsenz auf Fachmessen
von Lithoglas. „Glas eignet sich hierfür einfach wird Lithoglas dies auch in 2018 regelmäßig an die
perfekt, Kunststoffbeschichtungen sind weit Experten kommunizieren. Vielen Akteuren aus dem
weniger zuverlässig und leiten optische Signale Netzwerk dürfte Lithoglas z.B. von der SENSOR+TEST
viel schlechter,“ erklärt Hansen. Die thermischen 2017 als Aussteller am Gemeinschaftstand unseres
Eigenschaften des verarbeiteten Glases ähneln Netzwerks noch bestens im Gedächtnis geblieben
zudem denen von Silizium, was „gerade für den sein. Wer noch mehr über das Unternehmen
Halbleiterbereich vorteilhaft ist“. Anorganisch, erfahren möchte, kann mit Dr. Ulli Hansen auch
Säure- und Laugenbeständigkeit sind die Top- persönlich Kontakt aufnehmen.
Eigenschaften laut Hansen.
Auch der Automotive-Bereich, in dem lange
Lebenszyklen und hohe Qualität entscheidende
Kriterien darstellen, greift auf das Angebot von
Lithoglas zurück. Auch hier hat Kunststoff das
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Nachsehen: Feuchtigkeit sorgt für Verfomungen
nach absehbarer Zeit und ist daher nicht brauchbar.
Jedoch seien auch Mischformen von Plastik
und Glaspackaging sehr interessant. „Wenn die
Spezifikation hier stimmt, lassen, ist das durchaus KONTAKT
Dr. Ulli Hansen
eine preiswerte Option mit erhöhter Qualität“,
meint Hansen. MSG Lithoglas GmbH
Geschäftsführer
Telefon: +49 (30) 467 98 - 315
Die zahlreichen Möglichkeiten der Glas- Mail: ulli.hansen@lithoglas.de
beschichtung im Sensorik-Netzwerk publik machen Web: http://www.lithoglas.de
Vielen Firmen sind die Möglichkeiten der
Glasbeschichtung bisher gar nicht bekannt,
gibt Hansen zu bedenken. Das soll sich ändern:
Gerade Akteure unseres Sensorik-Netzwerks will
er auf neue Technologien und Vorteile verstärkt
aufmerksam machen. Er setzt dabei auf regen
Austausch, oder anders formuliert, mehr auf „Pull“
als auf „Push“: „Sehr oft sind es die Anforderungen
der Kunden, die dann zu neuen kreativen Lösungen,
Prozessen und Produkten führen.“ Im UV-Bereich
will Lithoglas die Geschäftsaktivitäten, ebenso
wie im Bereich Laserpackaging, intensivieren. Von
den Eigenschaften von Glas könne aber auch die
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Serienprodukte in der Weiterbildung nicht mehr gefragt
„Practice what you preach“: Agil und flexibel mit dem Matinée fixe – Netzwerkmitglied
Carpe verba! seit zehn Jahren Sparringspartner für Organisations- und Personalentwicklung
REGENSBURG. „Agil und flexibel zu sein, das daraus ein spannender Mix aus erfahrenen und
ist heute von jedem Unternehmen gefordert. jungen Führungskräften verschiedener Branchen
Wie das gelingt, steht auf einem anderen ergibt, wäre ein „Angebot von der Stange“ gar nicht
Blatt.“ Diese Aussage stammt nicht von einem sinnvoll.
Technologieunternehmen unseres Netzwerks,
sondern von unserem Mitglied Carpe verba!, SPS: Frau Angloher, Frau Philipp, wie schaffen
Spezialist im Bereich Organisations- und Sie es, die richtigen Themen und Methoden
Personalentwicklung. Die „smarte Befähigung aufzugreifen?
von Menschen und Unternehmen in den
Bereichen Agilität, Innovationsfähigkeit und Angloher: „Wir führen die Trainings nicht nur als
Resilienz“ ist die Mission des Regensburger Auftragnehmer durch, sondern haben gemeinsam
Unternehmens. In den letzten zehn Jahren mit SPS das Trainingsdesign stetig angepasst
hat sich Carpe verba! als kompetenter Berater an die deutlich spürbaren Veränderungen der
und Sparringspartner bei Fragen rund um die Arbeitswelt 4.0. Gerade rund um das Thema
Organisations- und Personalentwicklung für die Leadership hat sich viel getan. Wir richten die
Herausforderungen der Arbeitswelt 4.0 etabliert. Themen und Methoden auch innerhalb und
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Im Januar 2018 feiern die Geschäftsführerinnen zwischen den Modulen passgenau auf die
Hanne Philipp und Astrid Angloher mit Zusammensetzung der TeilnehmerInnen aus und
ihrem Team das zehnjährige Bestehen. In der greifen das auf, was sie aktuell in ihrer Führungsrolle
Technologieentwicklung sind zehn Jahre eine bewegt. Die Führungskräfteentwicklung in
gefühlte Ewigkeit, auch die unternehmerische Form von Trainings, Coaching und Beratung ist
Personal- und Organisationsentwicklung ein Fokus im Kompetenzspektrum von Carpe
hat sich rasant verändert: bestehende verba!. Wir beraten und begleiten Unternehmen
Managementlehren werden herausgefordert bundesweit und branchenübergreifend bei der
und neu gedacht, um als Unternehmen Strategieentwicklung sowie bei der praktischen
zukunftsfähig zu bleiben. Umsetzung der notwendigen Veränderungen hin
zu mehr Innovation, Agilität und Effizienz. Unsere
Bereits seit 2011 arbeitet das Team um Kunden schätzen uns als Experten für Change-
die Geschäftsführerinnen Astrid Angloher Management, Persönlichkeitsentwicklung und
und Hanne Philipp eng mit dem Sensorik- Resilienz, also der psychischen Belastungsfähigkeit.“
Netzwerk zusammen. Die stets ausgebuchte
Seminarreihe „Führungskräftetraining“ ist ein Philipp: „Unsere Herangehensweisen und
Paradebeispiel dafür, wie Qualifizierung erfolgreich Methoden basieren auf aktuellen Erkenntnissen
maßgeschneidert für unser Netzwerk entwickelt aus Psychologie, Neurobiologie, Soziologie,
wurde und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Kommunikationswissenschaft sowie der
Ursprünglich im Rahmen eines BMBF-Projektes Systemtheorie. Unsere Kunden bekommen jedoch
als sechstägige Weiterbildung gemeinsam im Jahr keine Theorie oder Modelle präsentiert, sondern
2013 konzipiert, umfasst die Reihe nun mittlerweile direkte Anwendungen und Lösungen im jeweiligen
auch eine Transferbegleitung, wie sie auch im Kontext. Die Arbeit an den eigenen Fällen ist
Vertriebstraining angeboten wird (siehe Bericht entscheidend für die Wirksamkeit und darin sehen
Seite 24). Gerade weil die Teilnehmer sich aus wir auch eine unserer Hauptleistungen: direkte
verschiedenen Firmen zusammensetzen und sich Nutzbarmachung unserer Fachlichkeit für den
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Erfolg unserer Kunden.“ Verfügung. Als Unternehmen haben wir uns mit
den Kunden entwickelt. Unsere Branche verändert
Die beiden Geschäftsführerinnen bringen sich parallel zum industriellen Umfeld. Hier weichen
aus ihrer Zeit vor Carpe verba! wertvolle doch auch die klassischen Fertigungsstraßen in den
Vorerfahrungen mit: Hanne Philipp beschäftigt Produktionshallen neuen vernetzten Systemen.
sich seit knapp 20 Jahren mit Innovations- und Prozesse und Strukturen werden neu gedacht,
Technologiemanagement, war u.a. im Bereich Maschinen und Systeme kommunizieren vernetzt
Automotive tätig. Die Technologieaffinität prägte miteinander und der Individualisierungsgrad der
sicherlich den beruflichen Weg. Wichtige Treiber Produkte erhöht sich, Stichwort ‚Losgröße 1‘. Auch
für die Gründung waren, selbst als Unternehmerin im Weiterbildungsbereich wollen die Kunden
gestalten zu können und die Brauchbarkeit dessen, keine ‚Serienprodukte‘ mehr. Die Anforderungen
was den Kunden vermittelt wird, selbst getestet auf dem Markt haben sich verändert.
zu haben. „Practice what you preach“ lautet daher Kunden agieren schneller und spontaner,
ein Leitspruch des Unternehmens. Ihrer Projekt- Personalentwicklungsmaßnahmen werden nicht
und Führungserfahrung verdankt sie, dass sie mehr so frühzeitig und langfristig geplant und
von Anfang an von ihren Kunden auf Augenhöhe gebucht. Darauf müssen wir uns als Anbieter
wahrgenommen wurde. natürlich proaktiv einstellen.
Astrid Angloher war über zehn Jahre als Consultant Carpe verba! übersetzen wir frei mit ‚Nütze
in der internationalen Zusammenarbeit tätig. Erlebt Kommunikation‘. Das beziehen wir nicht nur auf
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hat sie hier jahrelang „Change Management“ pur. die fachlichen Themen der Zusammenarbeit.
Besonders spannend war für sie der Blick auf die Anforderungen unserer Kunden zu verstehen
Wirksamkeit der interdisziplinären, interkulturellen und umzusetzen, ist unser größtes Anliegen.
Projekte und die Erkenntnis, dass Projekte umso Wirksamkeit und Flexibilität, das sind Schlagworte,
effektiver sind, wenn man sich bereits am Anfang die unser Angebotsportfolio wie auch unseren
darüber Gedanken macht, anhand welcher Arbeitsalltag prägen.“
Indikatoren der Erfolg messbar gemacht werden
soll.
Kunden agieren schneller und spontaner, buchen
kurzfristiger
SPS: Von den schönen Büros in der Regensburger
Altstadt haben Sie sich 2016 u.a. auf Grund des
steten Wachstums Ihres Teams - sicherlich mit
einem weinenden Auge - getrennt. Das Angebot
an Weiterbildungen ist groß, der Markt hart
umkämpft. Was zeichnet Ihr Portfolio aus, wie Das Team von carpe verba! wächst stetig – 2016 war daher der Umzug in
und mit welchen Schwerpunkten treffen Sie den den Regensburger IT-Speicher in größere Räumlichkeiten erforderlich.
Quelle: Carpe verba!
Bedarf der Unternehmen?
Angloher: „Der Veränderungs- und
Philipp: „Ja, der Umzug war nötig. In den Weiterbildungsbedarf ist in den Unternehmen
Büroräumen im IT-Speicher fühlen wir uns richtig stark angestiegen und hat sich gleichzeitig enorm
wohl. Schließlich stehen uns hier großzügig gewandelt. Wissen auf Halde oder Seminare als reine
geschnittene Büros auf einem ganzen Stockwerk Incentives sind kaum mehr gefragt. Im Mittelpunkt
und auch wieder ein eigener Seminarraum zur steht die Frage, wie Unternehmen und ihre Fach-
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und Führungskräfte die Herausforderungen der Kommunikation bestätigt die hohe Qualität der
Arbeitswelt 4.0 meistern können. Antworten Angebote. Wie gelingt das?
darauf geben natürlich in der Regel nicht klassische
Kommunikations- und Persönlichkeitsseminare, Angloher: „Das erfordert natürlich auch von uns
spezifische Kompetenzen sind gefordert. Aktuell als Externe in hohem Maße die Fähigkeit, sich in
gibt es eine Vielzahl von neuen Ansätzen und die Kontexte unserer Kunden einzudenken. Zudem
Konzepten, zahlreiche Begriffe schwirren umher, investieren wir selbst in die eigene Weiterbildung
für viele Unternehmen fehlt aber die direkte und in die unserer Mitarbeiter. Wir sind dann selbst
Übersetzung in handhabbares Tun. Beispiel Agilität: Teilnehmer von Trainings. Dieser Perspektivwechsel
Der Begriff, ursprünglich aus der IT, ist aktuell ist ebenso wertvoll wie der fachliche Austausch auf
als Buzzword in aller Munde, wird aber leider Kongressen und Tagungen auch außerhalb unserer
fehlinterpretiert als regellos, schnell, willkürlich oder Branche in angrenzenden Fachgebieten. Nur wenn
planlos etc. Das führt dazu, dass das Konzept von wir über unsere Grenzen hinaus denken, können
Agilität flexibel und schlank auf Kundenwünsche zu wir Bedarfe antizipieren und neue Lösungen hierfür
reagieren, von Mitarbeitern häufig abgelehnt wird. schaffen. So können wir unseren Kunden konkrete
Eine klassische Schulung ist dann wirkungslos. Wir Ansätze anbieten, lange bevor die Problemstellungen
werfen in unserer Beratung erstmal einen Blick auf in den Bestsellerlisten der Managementliteratur
die aktuellen Gegebenheiten im Unternehmen, präsent werden. Hierfür bündeln wir Wissen und
identifizieren gemeinsam mit dem Unternehmen, Erfahrung aus verschiedensten Branchen und
wo agile Methoden angewandt und somit interne Unternehmensbereichen. Eine Besonderheit ist
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Methodenkompetenz ausgebaut werden kann. dabei die große fachliche Bandbreite unserer
Anhand dieser Praxisanforderungen designen wir Experten. Unser Team setzt sich aus Soziologen,
dann die weiteren Maßnahmen.“ Pädagogen, Betriebswirtschaftlern, Regisseuren,
Schauspielern und Kulturwissenschaftlern
Philipp: „Für einen Kunden haben wir zum Bespiel zusammen. Für neue Technologielösungen werden
eine Agile Toolbox für Führungskräfte erarbeitet, ja auch immer mehr die Vorteile und Innovationskraft
damit diese mit alltagstauglichen Methoden einer interdisziplinären, branchenübergreifenden
ihre Mitarbeiter hin zu eigenverantwortlichem Zusammenarbeit genutzt – das leben wir genauso.“
und selbstgesteuertem Handeln entwickeln
können. Die Führungskräfte erleben selbst ein Philipp: „Das ist übrigens einer der Gründe, warum
agiles Seminarkonzept, sie lernen passend für wir uns als Nicht-Technologie-Unternehmen
ihre Unternehmenskultur ausgewählte Methoden ganz bewusst für die Mitgliedschaft beim
kennen und probieren diese im Training aus. Bei ihrer Cluster Sensorik entschieden haben: Uns ist der
Anwendung im eigenen Führungsalltag profitieren unmittelbare Austausch mit technologiestarken
sie von der Community of Practice mit Kollegen Unternehmen wichtig. Wir sind eben nicht in einem
und dem Sparring mit uns. Sie und ihre Mitarbeiter klassischen Berater-Berufsverband, mit Blick aus
bekommen Lust auf agile Methoden, weil sie sich dem Elfenbeinturm auf die Industrie, sondern
als kompetent erleben und der unternehmerische sehen durch den nahen Austausch im Cluster,
Nutzen sich schnell steigern lässt.“ welche Themen wirklich bewegen und welche
Fragestellungen hinsichtlich Organisations- und
Um Kundenbedarfe zu antizipieren, denkt das Team Personalentwicklung die Unternehmen wirklich
regelmäßig über die eigenen Grenzen hinaus umtreiben.“
SPS: Gut 80 Prozent der Kunden kamen durch SPS: In welchen Bereichen sehen Sie in den
Empfehlung zu Carpe verba!. Auch diese kommenden Jahren verstärkten Bedarf, was
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können „wir“ tun, wo zeichnen sich neue braucht aber umgekehrt auch Flexibilität und die
Schwerpunkte ab? Bereitschaft zu Agilität. Und das Schöne ist, beides
kann man als Mensch und als Organisation lernen.“
Philipp: „Ein Schwerpunkt ist neben der gelebten
Agilität sicherlich Resilienz, also die psychische Diagnose-Tool zur Messung von Agilität und
und damit auch organisatorische Belastbarkeit. organisationaler Resilienz
In Zeiten, in denen längere Ruhephasen zwischen
großen Change-Projekten so gut wie nicht mehr SPS: Flexibel und agil zu sein – das funktioniert
gegeben sind, benötigen wir als Einzelpersonen langfristig nur, wenn das „große Ganze“, also
wie auch als Unternehmen geeignete Strategien, die Organisation an sich, stets im Blick behalten
um damit langfristig gesund umgehen zu wird. Wie lässt sich eine nachhaltige Entwicklung
können. Hier braucht es ein Umdenken und in einer so dynamischen Welt als Unternehmen
wiederum entsprechende Kompetenzen. Erst überhaupt bewerkstelligen?
wenn Mitarbeiter und Führungskräfte verstanden
haben, dass die ‚guten, alten Zeiten‘ der stabilen Angloher: „Die Kernkultur ist Dreh- und Angelpunkt
Langfristplanung nicht mehr kommen werden, sind für unternehmensweite Veränderung und
sie bereit, Verantwortung dafür zu übernehmen, organisationales Lernen. Verinnerlichte, kollektiv
ihre Resilienz, ihre psychische Belastbarkeit gelebte Werte, Grundannahmen, Einstellungen und
zu trainieren. Aber auch Unternehmen sind Überzeugungen innerhalb der Organisation prägen
gefordert, Stressmanagement und Resilienz die konkreten Entscheidungen, Handlungen und
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nicht nur als individuelle Herausforderung zu das Verhalten der Organisationsmitglieder. Jede
verstehen, sondern eine Strategie zu entwickeln, Entwicklung oder Transformation braucht ein
wie sie als Gesamtorganisation resilient und damit entsprechendes ermöglichendes Umfeld in der
ressourcenschonend die geforderte proaktive bestehenden Kernkultur. Geschieht dies nicht,
Anpassung an sich wandelnde Märkte langfristig gelingt die Entwicklung nicht oder nur teilweise,
stemmen können. Viele Unternehmen reiben sich die Organisation durchlebt unnötige Widersprüche,
derzeit sprichwörtlich auf, jedes Change-Projekt Reibungsverluste und die Transformationsprozesse
verstärkt eine interne Müdigkeit, Leistungsträger kosten unnötig viel Zeit und Energie.“
brennen aus. Agilität braucht also Resilienz, Resilienz
Die acht Kompetenzfelder der Resilienz einer Organisation bzw. Person lassen sich mit SIZE Prozess® messen. Quelle: Carpe verba!
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Philipp: „Mit SIZE Prozess® sind wir in der Lage, die uns Matinée fixe genannt – zum kurzen, knackigen
Kernkultur von Unternehmen mit einem validen Update und Austausch, nutzen Design Thinking
Schnelltest zu messen. Im Grunde arbeiten wir oder Retrospektiven, um uns kontinuierlich zu
hier wie mit gut funktionierenden Sensoren. Kein verbessern, arbeiten mit OKRs, also Objectives and
Ingenieur würde blind und auf gut Glück auf eine Key Results, der agilen Weiterführung klassischer
neue Technologie umsteigen, ohne ein klares Bild Zielvereinbarung und Management-by-Objectives-
der Ausgangslage zu haben. SIZE Prozess® macht Methodik für zeitgemäße Unternehmensführung,
genau das: Mit einer schlanken Online-Befragung praktizieren Feedforward flankierend zu Feedback.
bekommen das Unternehmen und wir ein deutliches Seit drei Jahren verwenden wir ein virtuelles Kanban-
Bild der Kernkultur und sehen, welche bestehenden Tool für unser Seminar- und Wissensmanagement,
Eigenschaften und Kompetenzen für die aktuellen damit alle ortsunabhängig auf dem Laufenden sind.
und zukünftigen Herausforderungen förderlich Einerseits ist uns wichtig, dass wir selbst wissen,
sind und welche Faktoren erstmal bewältigt wovon wir sprechen, dass wir die Methoden selbst auf
werden müssen, damit die Transformation nicht den Prüfstand gestellt und für uns weiterentwickelt
behindert wird. Darauf aufbauend konzipieren wir haben. Das macht uns zu glaubwürdigen Experten.
gemeinsam mit den Kunden ein abgestimmtes Zum anderen sind wir überzeugt, dass uns die agilen
Organisationsentwicklungskonzept und setzen Methoden, sinnvoll eingesetzt und ausbalanciert
die Hebel gezielt nur da an, wo sie notwendig und mit Standardprozessen und Regelkommunikation,
wirksam sind.“ helfen, am Markt zu bestehen, innovativ zu bleiben
und weiter zu wachsen.“
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Angloher: „So konnten wir z.B. bei einem
unserer Kunden, einem traditionsreichen
Familienunternehmen, die Geschäftsführung
beraten, wie tiefgreifende Veränderungen des
Geschäftsmodells und der damit einhergehenden
Verunsicherung der Belegschaft gemeistert werden
können. Mit SIZE Prozess® wurde sichtbar, dass eine
eher sanktionierende Fehlerkultur und die Angst, bei
den neuen Themen nicht entsprechende Leistung
zu bringen, zu einem hohen Stressaufkommen
geführt hat. Als dieses Bild auch mit der Belegschaft
besprochen wurde, konnten gemeinsame
Vereinbarungen und Vorgehensweisen erarbeitet
KONTAKT
werden, auf organisationaler wie auch individueller Hannelore Philipp Astrid Angloher
Ebene.“ Carpe verba! GmbH & Co. KG
Geschäftsleitung
SPS: „Practice what you preach“ haben Sie Telefon: +49 (941) 463 716 0
Mail: philipp@carpe-verba.de | angloher@carpe-verba.de
vorhin schon angesprochen. Agile und flexible Web: www.carpe-verba.de
Methoden haben in die eigene Arbeitswelt von
Carpe verba! schon längst Einzug gehalten.
Wer denkt, Scrum sei nur im Bereich der
Der DiaLogisch Praxis-Treff am 13. März 2018 bietet die
Softwareentwicklung anzutreffen, hat weit nächste Möglichkeit, Hanne Philipp kennenzulernen
gefehlt. Warum? als Fachexpertin für „Smarte Führung in der VUKA-
Welt“. Nutzen Sie diese Gelegenheit und melden
Philipp: „Ja, richtig, wir sind selbst ziemlich agil. Wir Sie sich bei a.handschuh@sensorik-bayern.de an
treffen uns jeden Morgen zum Daily Standup – bei (Teilnahme kostenfrei.)
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Versand von Laserscannern und Roboter-Elektronik
Manu Systems AG bringt mit ihrem Online-Shop Qualitätsprodukte
aus Sensorik, Robotik und Elektronik ins SPS-Netzwerk
REGENSBURG. Die Umsätze im E-Commerce „Die Aufnahme von Bestellungen, die Erstellung von
in Deutschland steigen rasant: Im Jahr 2000 Angeboten und Rechnungen, das Verbuchen von
betrugen sie 2,5, 2010 23,7 und 2016 bereits 53 Zahlungseingängen sind ebenso wie das Verpacken
Milliarden Euro. Für das Jahr 2020 beträgt der und Versenden der Ware, aufwändige Prozesse,
grenzübergreifende Onlinehandel Prognosen aber auch Routineprozesse, die gut strukturiert und
zufolge sogar eine Billion US-Dollar weltweit. Um aufeinander abgestimmt sein müssen, gerade beim
die Auftragsvolumina und damit verbundene Handel mit großen Mengen und beim Eingang einer
Kundenanforderungen bewältigen zu können, Vielzahl an Bestellungen“, meint Marco Reichel. Als
optimieren die Händler ihre logistischen Prozesse. Vorstandsvorsitzender der Manu Systems AG weiß
Zunehmend kommen computergesteuerte er, wovon er spricht. Bereits seit 14 Jahren existiert
Transport-Roboter in den Warenlagern sein Unternehmen. Kerngeschäft ist der Versand
zum Einsatz. Die möglichst vollständige qualitativ hochwertiger Produkte für die Hightech-
Automatisierung der Logistik ist Ziel der Online- Forschung und die Industrie sowie der Internet-
Händler und zeichnet sich als Voraussetzung ab, Einzelhandel. Die Produktpalette ist spezifisch und
um im Wettbewerb bestehen zu können. Den weitreichend zugleich. „Wir führen Fachartikel in
hohen „Aufwand des Massengeschäfts“ möchte den Bereichen Roboter-Elektronik, Plattformen,
MITGLIEDER IM FOKUS
auch Marco Reichel, Vorstandsvorsitzender Laserscanner und Kameras, aber eben auch eine
der Manu Systems AG, „wegautomatisieren“, Vielzahl an Sensoren sowie Komponenten für
wie er es selbst nennt. Versandhandel, die Demonstrationsplattformen und erforderliche
Neugestaltung logistischer Prozesse sowie Werkzeuge.“
die Optimierung von Internethandel und
digitalen Produkten stehen im Fokus unseres
Netzwerkmitglieds. Mit seinem Versandhandel
für Sensoren und Robotik, u.a. auch für den
internationalen B2B-Bereich, hat er sich in der
Branche seit 2003 einen Namen gemacht. Im
Angebot sind qualitativ hochwertige Produkte
mit ausführlichen Produktinformationen, die
in dieser Umfänglichkeit online schwer zu
finden sind. Die Manu Systems AG betreibt in
der TechBase Regensburg das größte Lager
in Deutschland für HOKUYO-Laserscanner. Für den B2B-Bereich bietet die Plattform der Manu Systems AG eine
umfangreiche Auswahl an Produkten. Quelle: Manu Systems AG
HOKUYO-Laserscanner werden bislang vor allem
in der Forschung eingesetzt, finden zunehmend Der Kundenkreis der Manu Systems AG ist elitär: Neun
aber auch Einzug in Produkten für Indoor- oder von zehn Forschungsinstituten und Universitäten
Outdoor-Navigation, wie dem 3D-Scan-Trolley in Deutschland greifen auf die Produkte des
von NAVVIS oder Drohnen. Mit zunehmender Regensburger Händlers zurück. „Ferner kooperieren
Bedeutung des autonomen Fahrens steigt wir mit namhaften Industrieunternehmen der
das Interesse an Laserscannern auch in der DACH-Region“, erzählt Reichel weiter. Der Online-
Automobilbranche. Shop besticht mit einem optimalen Preis-Leistungs-
Verhältnis. Auf Grund der guten Qualität sind
Retouren selten. Neben dem Hauptprodukt,
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einem Laserscanner aus Japan, trägt die Vielzahl konsequent als Matrixorganisation aufzustellen.
der Produkte aus der Roboterelektronik das Siegel Der Versandhandel soll dabei ebenso ergänzt
„Made in Europe“. „Sollte es dennoch zu einem werden. Die Neuausrichtung der Firma orientiert
Rückläufer kommen, sind kulante Serviceleistungen sich an Reichels aktuellem Studium „E-Commerce“.
u.a. in Kooperation mit dem Hersteller ein Teil Darüber hinaus strebt er die technische
gelebter Qualität“, so Reichel. Weiterentwicklung seines Shops, die Einrichtung
von Handelsplattformen sowie eine Optimierung
Besonders beliebt sei z.B. ein 2D-Laserscanner, der der innerbetrieblichen Logistik an.
„als Auge für den Roboter“ bei kurzen Distanzen
weitaus präziser ist als eine Kamera. „Die Laserscanner
sind sehr klein, leicht und stromsparend. Bei hoher
Präzision und Reichweiten bis zu 30 Meter sind
sie dennoch bemerkenswert kosteneffizient: die
Kosten pro Messpunkt liegen bei nur ein bis fünf
Euro“, erklärt Reichel. Intelligente Anwendungen
werden z.B. durch den 2D-Laserscanner von
HOKUYO mit den benötigten Daten versorgt.
Die Sensoren liefern hochwertige Messwerte für
mobile Szenarien wie Kartenerstellung, Navigation,
Assistenz oder Autonomie. In Verbindung mit
MITGLIEDER IM FOKUS
Bewegung entstehen 3D-Daten. Laserscanner kommen zunehmend auch in der Indoor- und Outdoor-
Navigation zum Einsatz. Quelle: Manu Systems AG
Positiv sind die Rückmeldungen der Kunden auch Roboter sieht er in allen Prozessen als einen ganz
im Hinblick auf die Transparenz des Shops und wesentlichen Part, der Menschen von Arbeiten
die Artikeldetails. Die Manu Systems AG zeigt, entlastet. Expertise im Bereich Servicerobotik,
dass eine persönliche Beratung bei der Auswahl insbesondere beim Aufbau von Roboterplattformen
und Kaufentscheidung im Bereich Hightech- für die Forschung, sowie große Erfahrung in der
Produkte nicht zwingend nötig ist. Ausführliche Bereitstellung von Hard- und Softwareprototypen
Informationen und Produktspezifikationen helfen sind bei der Manu Systems AG vorhanden.
den Kunden, online jederzeit das richtige Produkt „Wir forschen auf Kundenwunsch auch an
zu finden. Zudem bietet die Manu Systems AG Sensordemonstrationsplattformen und entwickeln
maximale Flexibilität: Kunden können gemäß ihrem diese“, erzählt er weiter. Mögliche Einsatzgebiete der
Bedarf kleine oder große Stückzahlen bestellen. bisher entwickelten Prototypen liegen im Bereich
Geschwindigkeit ist ein weiteres Bestellargument der Gebäudevermessung und der Digitalisierung
für viele Kunden. „Nach Auftragserteilung von Objekten, ebenso können sie als Basis für
versenden wir im Regelfall innerhalb von 24 fahrerlose Logistiksysteme dienen.
Stunden“, berichtet Reichel. „Dies ist möglich, weil
wir über hohe Lagerkapazitäten verfügen.“ Großes Interesse von Reichel liegt derzeit auch im
Bereich des autonomen Fahrens – von Robotern
Inspiration von Marktführern aus USA und Asien natürlich. Mit seinem Team arbeitet er derzeit u. a. an
einer Sensordemonstrationsplattform, die künftig
Amazon, Alibaba und Co. dienen Reichel für seinen eine neue, kostengünstige Möglichkeit darstellen
Versandhandel durchaus als Vorbild oder bieten soll, risikobehaftete Szenarien im Bereich des
sogar die Möglichkeit, „als Zwerg auf den Schultern autonomen Fahrens zu testen. Um Zeit und Kosten
von Riesen zu stehen“, wie er es ausdrückt. zu sparen, soll das bisher erforderliche Eingreifen
Ihm schwebt derzeit vor, die Manu Systems AG eines menschlichen Fahrers nicht mehr erforderlich
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sein. Die Roboter dienen dem Absatz der Sensoren ein EU-Forschungsprojekt mit einem Volumen von
und auf Messen dem Marketing. 1,4 Mio. Euro koordiniert. Hauptforschungspartner
war die OTH Regensburg. „Auch heute kooperieren
Gut ins Sensorik-Netzwerk integriert – wir mit der OTH Regensburg. Über die Betreuung
Ad-hoc-3D-Druck auf Zuruf von Studienarbeiten ermöglichen wir es zudem
Studenten, ihre praktischen Fähigkeiten im Bereich
Über Expertise verfügt die Manu Systems AG auch im der Mechatronik zu erweitern.“ Programmierobjekte
3D-Druck. Die 3D-Drucke werden in Kooperation sind dabei natürlich Roboter, deren Steuerung per
mit Partnern aus der TechBase erstellt. „Mit der App schon lange möglich ist. „Mittlerweile sind wir
GRAMM UG haben wir im Netzwerk nun einen guten beim aktuellen Prototyp schon einen Schritt weiter:
Partner gefunden, der uns auch zeitnah Bauteile Der Roboter öffnet eigenständig sein eigenes
liefern kann, wenn wir gerade in Forschungs- und WLAN und streamt die Sensor- und Kameradaten
Entwicklungsarbeiten stecken“, berichtet Reichel über einen Server auf einem Raspberry Pi auf
über die ersten Kooperationserfolge im Rahmen das jeweilige Gerät des Anwenders, z. B. auf ein
seiner noch jungen Mitgliedschaft im Sensorik- Smartphone, Tablet oder PC. Außerdem spricht der
Netzwerk. „Additiv ad hoc gefertigt“ lautete das Roboter zum Anwender.“
Ergebnis kürzlich: „Für die Roboterentwicklung
benötigten wir kurzfristig ein mechanisches Bauteil. Dass er mit der Manu Systems AG stets den Puls der
Ein Anruf bei der GRAMM UG, und Geschäftsführer Innovation sucht und sich die Geschäftsstelle der
Harald Schmid hat mir zwei Stunden später eine AG daher nun in der TechBase Regensburg befindet,
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fertige Halterung übergeben. Vorab haben wir ihm ist sicherlich kein Zufall. Vernetzung und Innovation
nur schnell das am Rechner konstruierte Bauteil hat er hier im Sensorik-Netzwerk gefunden, wie
zukommen lassen.“ das Beispiel mit GRAMM gut zeigt. Zukünftig soll
das Sortiment im Versandhandel erweitert und
Wenn Laserscanner oder Laserscanner- E-Business-Geschäftsmodelle skaliert werden.
Anwendungen in Regensburg oder im Netzwerk
künftig entwickelt werden, würde Reichel das
freuen. Hier sieht er ganz klar noch eine Lücke.
„Was in München und anderswo in der Welt ganz
besonders erfolgreich und fortschrittlich möglich
ist, sollte ja in einer Stadt wie Regensburg, in der
Sensortechnologie sehr präsent ist, auch möglich
sein.“ Reichel sieht hier die Gefahr, den Anschluss zu
verlieren. Automobilzulieferer unterstützt er vor Ort
mit einem Verleih von Geräten.
KONTAKT
Marco Reichel
Humanoide Roboterhand: „vor 12 Jahren“
Manu Systems AG
Marco Reichels Werdegang ist facettenreich und Vorstand
von der Arbeit in und mit internationalen Firmen Telefon: +49 941 462 972 91
geprägt. Er war auch schon als Systemanalytiker Mail: marco.reichel@manu-systems.com
Web: www.manu-systems.com
und als Assistent der Geschäftsführung in der
Solarbranche tätig. Die Manu Systems AG hat z.B. für
die Shadow Robot Company in London humanoide
Roboterhände an die NASA und Spitzenforscher in
Deutschland vermittelt. Von 2009 bis 2011 hat er
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Technologietransfer zwischen Indien und Deutschland
Neumitglied MicroGenesis will Brücken mit Application Lifecycle Management
für IoT zwischen den Ländern schlagen – „Win win“ durch Vernetzung
MÜNCHEN. Technologiegetriebene Vernetzung als zehn Milliarden Euro Umsatz verlieren, ist Grund,
ist Gegenstand der täglichen Arbeit im die Potenziale einer Kooperation mit indischen
Hightech-Bereich. Vernetzung bedeutet für Unternehmen auf den Prüfstein zu stellen. Ein
Manoj Tharian, Geschäftsführer unseres weiterer Aspekt der Zusammenarbeit zwischen
Neumitglieds MicroGenesis TechSoft GmbH, beiden Ländern mit Potenzial: Für die deutsche
aber weit mehr: Mit dem Beitritt zum Sensorik- Exportwirtschaft gilt Indien als attraktiver, aber
Netzwerk will er Brücken schlagen, Indien und schwieriger Markt. Das bestätigen Unternehmen,
Deutschland sollen durch grenzübergreifenden die in den letzten 15 Jahren den Markteintritt
Technologietransfer voneinander und nach Indien gewagt haben. Vor allem kleinere
miteinander lernen. Er sieht hier eine „Win-win- und mittelständische Unternehmen, u.a. aus
Situation“ für beide Seiten. Vor gut zwei Jahren Deutschland und Österreich, scheuen immer noch
hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Bangalore den alleinigen Markteintritt in Indien. Dem aktuellen
daher auch in München einen Standort eröffnet. Geschäftsklimaindex Indien zu Folge ist von einer
Der Softwarespezialist richtet sich mit seinen Indien-Euphorie bei der deutschen Industrie derzeit
Anwendungen und Services im IoT-Bereich vor nicht viel zu spüren. Die wirtschaftliche Realität auf
allem an Unternehmen der Medizintechnik und dem Wachstumsmarkt wird von den Unternehmen
MITGLIEDER IM FOKUS
an den Automotive-Bereich. Spezialisiert hat er als deutlich schwieriger wahrgenommen, als es die
sich auf Application Lifecycle Management. offiziellen Zahlen vermuten lassen.
Indien ist Weltmarktführer auf dem Sektor der Vorbehalte abzubauen, gemeinsam Hürden zu
Softwareentwicklung. Der Umsatz der indischen nehmen – hierfür bedarf es Leuchttürmen, die
Softwareindustrie lag laut dem Dachverband für die mit gutem Beispiel vorangehen und beide Seiten
indische IT-Industrie im Jahr 2016 bereits bei 160 motivieren. Manoj Tharian, Geschäftsführer der
Milliarden US Dollar. Das entspricht dem Doppelten MicroGenesis TechSoft GmbH, ist einer dieser Treiber
der deutschen IT-Branche. Während etwa drei für die länderübergreifende Zusammenarbeit,
Millionen Inder direkt in der IKT-Branche beschäftigt bewusst geht er „über die Grenze“. Er sieht viele
sind, sind es in Deutschland laut Bitkom. etwa Synergien aus der verstärkten Zusammenarbeit
800.000. Die Tatsache, dass allein in Deutschland beider Länder: „Hier kann eine Win-win-Situation
über 50.000 technische Stellen im Bereich der entstehen, wenn wir unsere Technologien uns
Informationstechnologie nicht besetzt werden gegenseitig zur Verfügung stellen.“ Prozesse und
können und deutsche Unternehmen jährlich mehr Systeme hat MicroGenesis bereits so optimiert, dass
Testdienstleistungen zur Überprüfung der Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit von Medizinprodukten zählen zu den Kernkompetenzen von
MicroGenesis. Quelle: MicroGenesis
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eine nahtlose Zusammenarbeit über verschiedene Kunden steht eine breite Palette von IoT-Diensten
Regionen hinweg problemlos möglich ist. bereit. U.a. zählen Service-, Analytics-Plattformen,
Beratungs- und Lösungsentwicklung, aber auch
Healthcare und Automotive machten München die vertikale Anwendungsentwicklung sowie die
zum geeigneten Standort End-to-End-Systemintegration zum Portfolio. Durch
den Einsatz verschiedener Technologien sollen
2016 eröffnete Tharian hierfür ein neues Betriebskosten und die Zeit für die Einführung
MicroGenesis-Büro in München. Ursprünglich neuer Produkte sowohl im Healthcare- als auch im
beheimatet ist das Softwareentwicklungs- und Automotive-Bereich reduziert werden, Produkte
Testingservice-Unternehmen in Bangalore, Indiens kontinuierlich weiterentwickelt werden. „Dies
größtem IT-Hub. Am Hauptsitz sind dort etwa 140 hilft unseren Kunden wiederum, auf die Bedarfe
Mitarbeiter beschäftigt. DasTeam in München besteht ihrer Kunden zu reagieren – insbesondere auf die
derzeit aus fünf Softwareentwicklungsexperten. neuen Anforderungen, die mit dem Schlagwort
„Wir bieten bereits seit dem Jahr 2000 ‚IoT‘ einhergehen. Wir arbeiten natürlich
Softwaredienstleistungen für verschiedene auch mit modernster Computerhardware,
Bereiche an, z.B. Healthcare, Automotive, Luft- Kommunikationseinrichtungen, Betriebssystemen“,
und Raumfahrt oder Rüstungsindustrie“, erläutert so Tharian. Fundierte Erfahrung hat das
Tharian. Zum Kundenkreis zählen Global Player wie Unternehmen im Umgang mit kommerziellen und
Mercedes Benz Research & Development India Pvt Open-Source-Testtools.
Ltd (MBRDI), GE Healthcare, Caterpillar oder auch
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Siemens Technologies & Services India und Tesla
Motors USA.
Warum man sich für München als deutschen
Standort entschieden hat, kann Tharian schnell
beantworten: „Unseren Fokus wollten wir in
Deutschland anfangs auf Dienstleistungen
für die Automobilbranche und medizinische
Anwendungen legen. In München haben wir beide
Branchen in sehr konzentrierter Form vorgefunden.“
Die Entscheidung zu einer deutschen Niederlassung
war ein entscheidender Schritt in die Zukunft und Manoj Tharian und David Alp beim Besuch in der SPS-Geschäftsstelle
bei Dr. Hubert Steigerwald. Quelle: SPS
hin zum Kunden: „Wenn wir näher bei unseren
Kunden sind, können wir sie schließlich auch besser MicroGenesis Techsoft GmbH hat sich auf Application
unterstützen.“ Lifecycle Management (ALM) spezialisiert, das
die ganze Breite von Anforderungserfassung,
Design und Analyse, Entwicklung und Testen
von Software beinhaltet. „Dies umfasst auch die
Automatisierung, Verifizierung und Validierung
von Software in der Anlagentechnik. Um frühzeitig
Lücken zu erkennen, testen wir parallel zu den
Entwicklungsaktivitäten“, erklärt Tharian. Zu den
Erfolgsbeispielen zählt z.B. die Kooperation mit
Mercedes Benz Research & Development India Pvt
Im Headquarter in Bangalore sind 140 Mitarbeiter tätig, 2016 eröffnete Ltd: 50 Mitarbeiter unterstützen dort vor Ort mit
der Standort in München mit fünf Beschäftigten. Quelle: MicroGenesis
verschiedenen Entwicklungs- und Testing-Services.
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Zertifiziert ist das Unternehmen nach bzw. die Basis, um dann auch Ideen und Erkenntnisse für
Softwareentwicklungs- und Testeinheit (QuEdge) Unternehmen für die jeweils „richtige“ IoT-Lösung
nach den Normen ISO 13485 ebenso wie nach ISO liefern zu können und die Vorteile der Machine-to-
9001/2008, 62304 und 27001. Machine- bzw. IoT-Technologie zu nutzen. Sowohl
Manoj Tharian als auch David Alp freuen sich auf die
„Noch so kleine Bugs“ verhindern – Software- Kontaktaufnahme mit Unternehmen, die an einer
Validierung bei medizinischen Produkten Kooperation mit MicroGenesis interessiert sind.
Hohes Potenzial sieht Tharian insbesondere
im Bereich Medizintechnik. „Heutzutage sind
medizinische Geräte mit Software ausgestattet,
die sie kontrolliert. Ein noch so kleiner Bug kann Im Frühjahr 2018 plant die SPS einen indischen
ernsthafte Auswirkungen haben, weil sie am Abend/Unternehmertalk gemeinsam mit dem
menschlichen Körper zum Einsatz kommen. Deshalb indischen Konsulat. Auf der Agenda werden u.a.
ist Software-Validierung ein entscheidender Erfahrungsberichte deutscher und indischer
Prozess vor dem Launch medizinischer Produkte Unternehmen stehen sowie Informationen rund
auf den Markt“, erklärt er. „In den letzten zehn um einen Kontaktaufbau und Kooperationen. Wir
Jahren haben wir Expertise und Erfahrung in informieren Sie in unserem Veranstaltungskalender in
diesem Bereich stark ausgebaut und langfristige Kürze über den genauen Termin.
Kundenbeziehungen aufgebaut.“ Outsourcing-Tests
MITGLIEDER IM FOKUS
seien erfahrungsgemäß eine gute Lösung, Kosten zu
senken und zugleich hochwertige Produkte auf dem
Markt zu etablieren, erläutert der Geschäftsführer.
Zu den Stärken zählt Tharian zudem auch das tiefe
Verständnis von Wirtschaft und Technologie von
MicroGenesis. „Wir kombinieren unsere Domain-
Erfahrung, technisches Fachwissen, Wissen über
Branchentrends und -erwartungen.“ Dies ist die
KONTAKT KONTAKT
David Alp Manoj Tharian
MicroGenesis Tech Soft GmbH MicroGenesis Tech Soft GmbH
Business Development Consultant Managing Director
Telefon: +49 176 646 681 85 Telefon: +91 98 441 361 84
Mail: david.alp@mgtechsoft.com Mail: manoj@mgtechsoft.com
Web: http://mgtechsoft.com/de/ Web: http://mgtechsoft.com/de/
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SCIENT meets Makers’CLUB – innovative educational package
European project to foster young entrepreneurs presents its results
REGENSBURG. The ultimate aim of the European
funded project entitled “SCIENT: A European
University-Business Alliance aiming to foster
young SCIEntists’ ENTrepreneurial spirit
(“SCIENT”) was to support young academics
founding their own businesses. Within this
framework SPS, its member ISOB GmbH
and 14 other European organizations have
developed an innovative educational package
to help PhD students and PhD holders increase The participants had the chance to find out about the results of our
entrepreneurial skills and use the results of project SCIENT and learn from each other at Makers’CLUB. Source: SPS
their research to create new innovative business SCIENT partners developed the final version of the
ideas. The project SCIENT was divided into three training program, which will be provided in hard
parts: theoretical training, job shadowing and copy and online in the languages of all participating
an internship. Part of this training were modules countries. More information is available at
like “Developing Your Entrepreneurial Skills”, http://sensorik-bayern.de/de/human-resources/
“From Idea Generation to Commercialization”, projekte/eu-projekte/scient.
“Intellectual Property Rights” or “Business Model
and Business Plan”. All project results have been
presented to young entrepreneurs, graduates as
well as senior experts from high-tech branches
NETZWERK INTERNATIONAL
at Makers’CLUB in December 2017.
100 Participants in seven European countries have
completed the innovative pilot program to improve
their theoretical knowledge. Half of the participants
did their internship in their homeland, the other Members of our SCIENT-team: Susanne Spies (SPS) and Alexander
Krauss (ISOB GmbH). Source: SPS
half was allowed to do their internship abroad
and it was the task of Strategische Partnerschaft KONTAKT
Sensorik e.V. (SPS) to organize this. Furthermore, Anja Sloet
SPS hosted opportunities for discussion to share Strategische Partnerschaft Sensorik e.V.
experiences and best practices between graduates, Projektleiterin
young entrepreneurs and senior experts of high-
Tel.: +49 (941) 630916 - 23
tech companies. Based on the feedback from E-mail: a.sloet@sensorik-bayern.de
participants, trainers, mentors and guest speakers, Website: www.sensorik-bayern.de
SCIENT is a European University – Business Alliance aiming to foster young SCIentists’ ENTrepreneurial spirit. The
project will launch an innovative entrepreneurship programme for PhD STEM (Science, Technology, Engineering, and
Mathematics) students and graduates who will focus on the development of their transversal skills. The ultimate aim
is to make doctoral students and graduates aware of their career options, not limiting their prospects by considering
only an academic/researcher career but being well aware about the possibility of utilizing their research findings and
starting their own company.
This project has been funded with support from the European
Duration: January 2015 – December 2017 Commission. This publication [communication] reflects the
views only of the author, and the Commission cannot be held
Website: http://www.euscient.eu responsible for any use which may be made of the information
contained therein.
The project is implemented by 15 partners from 8 different EU countries (Cyprus, Germany, Italy, Lithuania, Malta, Portugal, Spain and UK).
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