Tätigkeitsbericht 2014 - 10 Jahre - Sparkassen Rating und ...

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Tätigkeitsbericht 2014 - 10 Jahre - Sparkassen Rating und ...
Tätigkeitsbericht 2014

                         10 Jahre
                         Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH
Tätigkeitsbericht 2014 - 10 Jahre - Sparkassen Rating und ...
Grußwort
des Aufsichtsratsvorsitzenden

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jubiläumsjahr 2014 der SR war eine gute Mischung aus Beständigkeit, Vision und
Elan. Bei den Verfahren für Rating, Scoring und Adressenrisikomanagement zeigt sich
diese Beständigkeit in der kontinuierlichen Verbesserung der Produkte und der gefes-
tigten Zusammenarbeit mit den Partnern – den Regionalverbänden, Instituten, Prüfungs-
stellen und der Finanz Informatik.

Die Innovation zeigt sich beispielsweise in der anstehenden Umsetzung der Rating-
Plattform, einer technischen Basis für alle Rating-Verfahren. Aber auch mit der Weiter-
entwicklung der Individualangebote wie dem SchnellRating oder der individuellen
Validierung des Frühwarnsystems macht die SR deutlich, dass sie mit ihrem Know-how
auch spezifische Kundenwünsche erfolgreich umsetzen kann.

Der Elan, sich immer neuen Aufgaben zu stellen, motiviert das Team der SR auch bei
seiner aktuellen großen Herausforderung: der Unterstützung der Sparkassen bei der
Umsetzung regulatorischer Themen der Banksteuerung.

Der „Regulierungs-Tsunami“ der internationalen und europäischen Bankenaufsicht
lähmt die Geschäftstätigkeit unserer Institute. Hier brauchen unsere Sparkassen zen-
trale, einheitliche und aufsichtlich anerkannte IT-Lösungen. Die Sparkassen-Finanz-
gruppe hat beschlossen, die Institute in den Themen der regulatorischen Banksteue-
rung besser unterstützen zu lassen. Man hat sich dafür entschieden, die entsprechenden
Kompetenzen in der SR aufzubauen, weil diese über viel Erfahrung in der operativen
Umsetzung aufsichtlicher Vorgaben bis zur Einsatzreife in den Sparkassen verfügt.
Die hier vorhandenen Strukturen und die eingespielten Rollenmodelle mit der Finanz
Informatik, den Verbänden und Instituten sind dabei von Vorteil.

In einem ersten Schritt wird bis Februar 2015 ein Konzept erarbeitet, welche Themen
in welcher Reihenfolge angegangen werden sollen. Ziel ist es, ab März 2015 mit der
Umsetzung einzelner Aufgaben zu beginnen. Bis 2017 sollen sukzessive die betroffenen
Themen durch die SR übernommen werden, auch entsprechend dem Fortschritt beim
Aufbau der benötigten Ressourcen.

Dem Aufsichtsrat ist es dabei besonders wichtig, dass der laufende Betrieb im Rating,
Scoring und Adressenrisikomanagement durch die neuen Aufgaben nicht beeinträchtigt
wird. Trotz aller Dringlichkeit muss die Sorgfalt Vorrang haben, deshalb bitte ich um Ver-
ständnis dafür, wenn in den ersten Jahren noch nicht alle Hürden genommen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis
Vorsitzender des Aufsichtsrates
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10 Jahre
Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH
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Das sind wir.
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Inhaltsverzeichnis
                  Grußwort des Aufsichtsratsvorsitzenden          1

                  Unsere Gremienmitglieder im Jahr 2014           6

                  Unsere Gremienstruktur                          7

             1    Unser Unternehmen                              15

                  Die Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH   16

                  Interview mit der Geschäftsführung             18

                  Projektsteuerung und Individualaufträge:       20
                  Unsere neuesten Produkte

                  Kundenbindung durch Schnelligkeit              22

              2   Wirtschaftliche Verhältnisse                   27

                  Nutzung der SR-Produkte                        29

              3   Unsere Verfahren                               31

                  Die Verfahren der SR im Überblick              32

              4   Unser Jahr 2014                                35

                  Das Jahr 2014 im Überblick                     36

                  Unsere Produkte im Jahr 2014                   38
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Release 4 im ImmobiliengeschäftsRating              41

    Das neue CPV R5.7                                   42

    ProjektfinanzierungsRating etabliert                44
    sich bei den Sparkassen

    Ab 2015: Automatisierte Ermittlung                  46
    der Höchstverlustraten für den Hard Test

    Zu Besuch in Berlin                                 47

    SR-Mitarbeiter vor Ort                              48

5   Einblick                                            51

    Aufsichtliche Änderungen zentral überwachen,        52
    reporten und umsetzen

    Umfragen – unser direkter Draht zu den Instituten   56

6   Ausblick                                            61

    Unsere Pläne 2015                                   62

    Fit für die Rating-Plattform?                       66

7   Meilensteine 2015                                   71

    Impressum                                           75
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Unsere Gremienmitglieder
im Jahr 2014
Die Sparkassen Rating und        banken, Landesbausparkassen
Risikosysteme GmbH ist als       und der Finanz Informatik
100-prozentige Tochter des       unterstützen und beraten die
Deutschen Sparkassen- und        Gesellschaft in ihren Gremien,
Giroverbandes e.V. (DSGV)        in Arbeitskreisen und Projekt-
fest in der Sparkassen-Finanz-   teams. Sie helfen dabei, uns an
gruppe verwurzelt. In Arbeits-   den konkreten und aktuellen
kreisen und Projektteams wird    Bedürfnissen der Anwender zu
die Kommunikation zwischen       orientieren. Außerdem stellen
Methodikern, Entwicklern und     sie sicher, dass die Produkte
Anwendern sichergestellt.        in die bestehenden Abläufe
                                 der Institute integriert werden
Über 300 Kolleginnen und         und die Kommunikations-
Kollegen aus Regionalver-        unterlagen verständlich und
bänden, Sparkassen, Landes-      anwendergerecht gestaltet sind.

                                 Vielen Dank!
                                 Für diese Unterstützung und
                                 die gute Zusammenarbeit
                                 möchten wir uns herzlich bei
                                 allen Gremien- und Projekt-
                                 teammitgliedern bedanken.
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Unsere Gremienstruktur
                                     Gesellschafter
                                   (100 % DSGV e.V.)

                                      Aufsichtsrat
                                   (Vorsitz DSGV e.V.)

                                   Geschäftsführung

                     Steuerungskreis                   IT-Advisory Board
                                                           (bis auf Weiteres(ausgesetzt)
                                                                             ausgesetzt)

                                       Arbeitskreise

                                                                           Anwender- und
          Rating                       Adressenrisiko
                                                                      Kommunikationsunterstützung

 Verfahren und Instrumente
                                   Verlustschätzung                                        Rating
       Firmenkunden

 ImmobiliengeschäftsRating     Portfoliorisiko und Pricing                         Adressenrisiko

 Verfahren und Instrumente
                                                                             Operationelle Risiken
       Privatkunden
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Der Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat nimmt die übergeordnete Kontrollfunktion für die
Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH wahr. Er ist bei Entschei-
dungen von wesentlichem Ausmaß wie z. B. Änderungen des Preis-
modells und der Strategiefestlegung der Gesellschaft einbezogen.

                                   Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis             Bettina Poullain
                                   – Vorsitzender –                             Mitglied des Vorstandes
                                   Geschäftsführendes Vorstandsmitglied         Hamburger Sparkasse AG
                                   Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V.
                                                                                Dr. Joachim Schmalzl
                                   Dr. Matthias Danne                           Mitglied des Vorstandes
                                   Mitglied des Vorstandes                      Sparkasse KölnBonn
                                   DekaBank Deutsche Girozentrale
                                   – seit März 2014 –                           Roland Schmautz
                                                                                Vizepräsident
                                   Günter Distelrath                            Sparkassenverband Bayern
                                   Verbandsgeschäftsführer
                                   Sparkassenverband Niedersachsen              Jürgen Wannhoff
                                                                                Vizepräsident
                                   Thomas Groß                                  Sparkassenverband Westfalen-Lippe
                                   Mitglied des Vorstandes
                                   Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale     Volker Wirth
                                                                                Mitglied des Vorstandes
                                   Joachim Hoof                                 Landesbank Baden-Württemberg
                                   Vorsitzender des Vorstandes                  – seit März 2014 –
                                   Ostsächsische Sparkasse Dresden

                                   Ingo Mandt
                                   Mitglied des Vorstandes
                                   Landesbank Baden-Württemberg
                                   – bis März 2014 –

                                                                                Stand: Dezember 2014
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Der Steuerungskreis
Der Steuerungskreis berät in grundsätzlichen fachlichen Fragen und
dient dem Informationsaustausch zwischen den Facharbeitskreisen.
Zu seinen Aufgaben gehören neben der fachlichen Abnahme größe-
rer Projekte auch die Beurteilung des Fortschritts in den Arbeitskrei-
sen und die Abnahme der Anforderungspriorisierung. Er gibt zudem
Empfehlungen gegenüber dem Aufsichtsrat hinsichtlich neuer
Projekte.

Frank Axel                                         Bernd Kramp                                            Frank Schütt
Leiter Abteilung Markt                             Revisionsdirektor WP/StB, Leiter Prüfungsstelle        Referent Kreditmanagement
Ostdeutscher Sparkassenverband                     Sparkassenverband Rheinland-Pfalz                      Die Sparkasse Bremen AG

Martin Becker                                      Thomas Krebs                                           Karlheinz Schwazer
Abteilungsleiter Risikocontrolling                 Geschäftsführer                                        Abteilungsleiter Group Credit Risk Control
Gesamtbankrisiko & Reporting                       SIZ GmbH                                               Bayerische Landesbank
DekaBank Deutsche Girozentrale
                                                   Jan-Peter Linde                                        Manfred Üffing
Gesine Buchholz                                    Stellvertretender Geschäftsbereichsleiter Markt        Verbandsgeschäftsführer
Referentin Bereich Gesamtbanksteuerung             Sparkassenverband Niedersachsen                        Sparkassen- und Giroverband Hessen-
Schwerpunkt Adressrisiken                                                                                 Thüringen
Ostsächsische Sparkasse Dresden                    Wolfgang Lindemann
                                                   Verbandsdirektor Geschäftsbereich Betriebswirtschaft   Andreas Wagner
Lars Gunnar Dielewicz                              Sparkassenverband Bayern                               Zentralbereichsleiter Risikomanagement
Group Risk Management                                                                                     Sparkasse KölnBonn
HSH Nordbank AG                                    Jürgen Müller
                                                   Abteilungsleiter Kreditrisikomanagement                Dana Wengrzik
Dr. Michael Dziedzina                              Sparkasse Trier                                        Geschäftsführerin
Bereichsleitung Risikocontrolling                                                                         Rating Service Unit GmbH & Co. KG (RSU)
Berlin Hyp AG                                      Steffen Müller
                                                   Leiter Gruppe Interne Rating-Verfahren – Methodik      Klaus Werner
Dr. Holger Ebel                                    Landesbank Baden-Württemberg                           Referent Kompetenz-Center Banksteuerung
Gruppenleiter Instumente & Modelle                                                                        Sparkassenverband Westfalen-Lippe
NORD/LB Norddeutsche Landesbank Girozentrale       Waltraud Obermaier
                                                   Abteilungsdirektorin Kreditservice                     Michael Weyers
Dr. Maik Grabau                                    LBS Landesbausparkasse Hessen-Thüringen                Geschäftsbereichsleiter
Abteilungsdirektor                                                                                        Banksteuerungsanwendungen
Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V.         Christian Oppermann                                    Finanz Informatik GmbH & Co. KG
                                                   Abteilungsleiter Kreditsekretariat
Jürgen Hinxlage                                    Hamburger Sparkasse AG                                 René Zuchhold
Abteilungsleiter Ratinginstrumente und -methoden                                                          Gruppenleiter Rating
Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale           Michael Schirmer                                       Berliner Sparkasse
                                                   Abteilungsdirektor Markt und Produkte,
Dr. Frank Ihring                                   Rheinischer Sparkassen- und Giroverband                Matthias Schumacher (Gast)
Abteilungsdirektor Leitung Controlling                                                                    Direktor
Sparkassenverband Baden-Württemberg                Frank Schneider                                        Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V.
                                                   Direktor – Leiter Bereich Marktfolge Kredit
Ansgar Käter                                       Sparkasse Saarbrücken
Bereichsleiter Kreditbetreuung/Recht
Sparkasse Münsterland Ost

Horst Kopenhagen                                                                                          Stand: Dezember 2014
Bereichsleitung Unternehmenssteuerung
Sparkasse Holstein
10

Die Arbeitskreise
Die Arbeitskreise unterstützen, begleiten und initiieren die fach-
liche Arbeit und die Kommunikationsmaßnahmen zu den Ver-
fahren. Sie geben Priorisierungsempfehlungen für die Anforde-
rungen an die Verfahren und bilden Projektteams zur konkreten
Umsetzung der beschlossenen Weiterentwicklungen.

Die Arbeitskreise Rating                                                                            Arbeitskreise

                                                                                                                                Anwender- und
                                                                          Rating                  Adressenrisiko
                                                                                                                           Kommunikationsunterstützung

Arbeitskreis Rating: Verfahren und Instrumente                   Verfahren und Instrumente
                                                                       Firmenkunden
                                                                                                 Verlustschätzung                    Rating

Firmenkunden (AK Firmenkunden)
                                                                 ImmobiliengeschäftsRating   Portfoliorisiko und Pricing         Adressenrisiko

In den Aufgabenbereich des AK Firmenkunden fallen das            Verfahren und Instrumente
                                                                                                                              Operationelle Risiken
                                                                       Privatkunden
StandardRating (STR) für Unternehmenskunden, das Kunden-
KompaktRating (KKR) und das Frühwarnverfahren (SFI).

Projektteams 2014: Validierung KKR, Validierung STR,            Thomas König Sparkassenverband Rheinland-Pfalz
Rating-Plattform STR/KKR, Methodik/Parametrisierung STR/KKR     Markus Mitreuter Sparkasse Vogtland
                                                                Stephanie Sattler Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen
Carolin Biergans Stadtsparkasse München                         Andreas Schlegel Kreissparkasse Böblingen
Ralf Brandt Finanz Informatik GmbH & Co. KG                     Ali Nehme Sparkassenverband Baden-Württemberg
Michaela Dabelstein Hamburger Sparkasse AG                      Klaus Werner Sparkassenverband Westfalen-Lippe
Ulf Dempewolf NORD/LB Norddeutsche Girozentrale                 Kristin Wobig Berlin Hyp AG
Thomas Eilerts Nassauische Sparkasse                            Karen Rösch (Gast) Deutsche Kreditbank AG
Friedhelm Engel Landesbank Baden-Württemberg
Lars Gondolatsch Berliner Sparkasse
Frank Kunst Ostdeutscher Sparkassenverband
Beate Lübbering Sparkasse Essen
                                                                Arbeitskreis Rating: Verfahren und Instrumente
Eva-Maria Müller Sparkasse Münsterland Ost                      Privatkunden (AK Privatkunden)
Christian Niestrath Rheinischer Sparkassen- und Giroverband
Michael Pöstges Ostsächsische Sparkasse Dresden                 Der AK Privatkunden ist zuständig für das KundenScoring (SKS)
Nadine Spenner Sparkassenverband Niedersachsen                  und das LBS-KundenScoring (LBS-KS).
Dr. Monika Lindner Sparkassenverband Baden-Württemberg
Karen Rösch (Gast) Deutsche Kreditbank AG                       Projektteams 2014: Offene Fragen SKS, Validierung SKS,
                                                                Priorisierung Anforderungen SKS, Validierung LBS-KS

                                                                Ralf Brandt Finanz Informatik GmbH & Co. KG
Arbeitskreis Rating: ImmobiliengeschäftsRating                  Thomas Emme Rheinischer Sparkassen- und Giroverband
(AK ImmobiliengeschäftsRating)                                  Ulrich Fischlein Frankfurter Sparkasse
                                                                Daniel Freiburg Sparkasse KölnBonn
Der AK ImmobiliengeschäftsRating beschäftigt sich mit der       Katja Herbert Sparkasse Nürnberg
Pflege und Weiterentwicklung des Immobiliengeschäfts-           Sabine Hübner Berliner Sparkasse
Rating (SIR).                                                   Claudia Kauf Kreissparkasse Saarpfalz
                                                                Thomas König Sparkassenverband Rheinland-Pfalz
Projektteams 2014: Validierung SIR, Update Immobilien-          Detlef Kotschote LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse AG
szenarien, Optimierung der Weichen Qualitativen Faktoren,       Myriam Maerlender-Paß Sparkasse Hannover
Plattform SIR                                                   Michael Petzsch NORD/LB Norddeutsche Landesbank Girozentrale
                                                                Wolfgang Scharbau Sparkasse zu Lübeck AG
Michaela Dabelstein Hamburger Sparkasse AG                      Dr. Michael Schubert Ostdeutscher Sparkassenverband
Wolfgang Doering Finanz Informatik GmbH & Co. KG                Thorsten Stark Sparkasse Pforzheim Calw
Jürgen Dörks Kreissparkasse Köln                                Tanja Weiß Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen
Thomas Eilerts Nassauische Sparkasse                            Katrin Zimmer Sparkasse Herford
Dr. Matthias Gärtner Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale   Robert Kaltofen (Gast) Landesbausparkasse Hessen-Thüringen
Isabelle Hassenstein Landesbank Baden-Württemberg               Mandy Kühn (Gast) Deutsche Kreditbank AG
Anna-Katrin Kaiser HSH Nordbank AG                                                                                                                       Stand: Dezember 2014
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Die Arbeitskreise Adressenrisiko                                                                  Arbeitskreise

                                                                                                                              Anwender- und
                                                                        Rating                  Adressenrisiko
                                                                                                                         Kommunikationsunterstützung

Arbeitskreis Adressenrisiko: Verlustschätzung                  Verfahren und Instrumente
                                                                     Firmenkunden
                                                                                               Verlustschätzung                    Rating

(AK Verlustschätzung)
                                                               ImmobiliengeschäftsRating   Portfoliorisiko und Pricing         Adressenrisiko

Der AK Verlustschätzung betreut die Verlustdatensammlung       Verfahren und Instrumente
                                                                                                                            Operationelle Risiken
                                                                     Privatkunden
(VDS) und die methodische Weiterentwicklung der Erfassung
und Verarbeitung von Verlustdaten.

Projektteams 2014: Aufsichtliche Validierung VS,              Arbeitskreis Adressenrisiko: Portfoliorisiko und
Betriebswirtschaftliche Validierung VS                        Pricing (AK Portfoliorisiko und Pricing)

Jacqueline Dörr Taunus Sparkasse                              Der AK Portfoliorisiko und Pricing befasst sich mit der Pflege
Dr. Konstantin Glombek Sparkasse KölnBonn                     und Weiterentwicklung der Produkte Risikoadjustierte Prämien-
Thomas Habeck LBS Bayerische Landesbausparkasse               bestimmung (RAP), CreditPortfolioView (CPV), Zentrale Vorver-
Markus Hedderich Sparkassenverband Baden-Württemberg          arbeitung Adressenrisiko (ZVAdr) sowie dem Parameterreport
Dr. Michael Jäger Landesbank Baden-Württemberg                Adressenrisiko.
Uwe Jastrow Finanz Informatik GmbH & Co. KG
Robert Kaltofen Landesbausparkasse Hessen-Thüringen           Projektteams 2014: Regelvalidierung CPV/RAP, Release-
Wolfgang Maull Sparkassenverband Rheinland-Pfalz              Entwicklung CPV, Testteam CPV R5.7, Methodikteam RAP
Anja Mikkelsen Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen
Marko Natho Berliner Sparkasse                                Dr. Lars Abbe Finanz Informatik GmbH & Co. KG
Sascha Rolf Stadtsparkasse Düsseldorf                         Corinna Böhmer Frankfurter Sparkasse
Steffen Rönnecke Ostdeutscher Sparkassenverband               Stephan Brandes Sparkassenverband Niedersachsen
Dr. Jan Sauer NORD/LB Norddeutsche Landesbank Girozentrale    Klaus-Christian Drews Sparkassen- und Giroverband für
Dr. Thorsten Thadewald Sparkasse Hannover                     Schleswig-Holstein
Ludger Trenkamp Sparkassenverband Westfalen-Lippe             Wolfgang Kaiser Sparkassenverband Rheinland-Pfalz
Corinna Böhmer (Gast) Frankfurter Sparkasse                   Ralf Kesting-Ritter Norddeutsche Retail-Service GmbH
Matthias Just (Gast) Finanz Informatik GmbH & Co. KG          (für Hamburger Sparkasse AG)
Dr. Marcus Tassler (Gast) Bremer Landesbank                   Stefan Klein Sparkasse Mittelthüringen
                                                              Horst Kopenhagen Sparkasse Holstein
                                                              Juliane Koschmieder Rheinischer Sparkassen- und Giroverband
                                                              Hans-Martin Lusch Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V.
                                                              Jürgen Rampf Sparkassenverband Baden-Württemberg
                                                              Stephanie Sattler Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen
                                                              Susanne Scheepers Kreissparkasse Köln
                                                              Marie-Christin Schüpp Sparkasse Celle
                                                              Christian Stark Sparkasse Soest
                                                              Mario Stegmann Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam
                                                              Henrik Steinhäuser Berliner Sparkasse
                                                              Andreas Thalhammer Sparkassenverband Bayern
IT-Partner Jour-Fixe 2014                                     Ralf Zorn Sparkasse Coburg-Lichtenfels
                                                              Wolfgang Maull (Gast) Sparkassenverband Rheinland-Pfalz
Der zweimal jährlich stattfindende Treffen gewährleistet
einen regelmäßigen Austausch mit den Eigenanwendern
und den IT-Dienstleistern zur kontinuierlichen Verbesserung
des Prozesses der Datenlieferung und Releaseumsetzung.

axilaris
Berlin Hyp AG
Deutsche Kreditbank AG
Finanz Informatik GmbH & Co. KG
Hamburger Sparkasse AG
Investitionsbank Berlin
Investitionsbank Schleswig-Holstein
Landesbank Baden-Württemberg
LBS Bayerische Landesbausparkasse
LBS Hessen-Thüringen
NORD/LB Norddeutsche Landesbank Girozentrale
Norddeutsche Retail-Service GmbH
Rating Service Unit GmbH & Co. KG (RSU)                                                                                                                Stand: Dezember 2014
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Die Arbeitskreise Anwender- und                                                                         Arbeitskreise

Kommunikationsunterstützung                                                   Rating                  Adressenrisiko
                                                                                                                                    Anwender- und
                                                                                                                               Kommunikationsunterstützung

                                                                     Verfahren und Instrumente
                                                                                                     Verlustschätzung                    Rating
                                                                           Firmenkunden

Arbeitskreis Rating: Anwender- und Kommunikati-                      ImmobiliengeschäftsRating   Portfoliorisiko und Pricing         Adressenrisiko

onsunterstützung (AK Kommunikation Rating)                           Verfahren und Instrumente
                                                                                                                                  Operationelle Risiken
                                                                           Privatkunden

Der AK Kommunikation Rating sichert gemeinsam mit den
Regionalverbänden (Second-Level-Support) die kommunikative
Begleitung unserer Produkte im Rating- und Scoring-Bereich.
                                                                    Steffen Rönnecke Ostdeutscher Sparkassenverband
Projektteams 2014: Kommunikation SKS, Release-Unterlagen            Andreas Thalhammer Sparkassenverband Bayern
SKS, Kommunikation Validierung STR, Aktualisierung Schulungs-       Ludger Trenkamp Sparkassenverband Westfalen-Lippe
unterlagen STR, Weiterentwicklung SPP (Rating-Plattform),           Markus Walter Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen
Kommunikation Rating-Plattform, Kommunikation Validierung
SIR, Aktualisierung Schulungsunterlagen SIR, Release-Unterlagen
SIR, Überarbeitung Leitplanken und Hilfetexte WQF-Modell,           Arbeitskreis Operationelle Risiken: Anwender- und
Kommunikation KKR, Überarbeitung „Rating-Regeln” und „Womit         Kommunikationsunterstützung
rate ich wen?”, Überarbeitung Berichte, Praxisleitfaden Berichte,
Strukturiertes Nutzerfeedback 2014
                                                                    (AK Kommunikation OpRisk)

                                                                    Im AK Kommunikation OpRisk stimmen sich die Mitglieder hin-
Sonja Jakobs Sparkassenverband Bayern
                                                                    sichtlich der Pflege und Weiterentwicklung sowie der Kommuni-
Katja Kiene Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg
                                                                    kation der Verfahren zur Schätzung von operationellen Risiken ab.
Thomas König Sparkassenverband Rheinland-Pfalz
Nicole Krauch Landesbank Baden-Württemberg
                                                                    Projektteams 2014: Schulungsunterlagen OpRisk, Erfassungs-
Stefan Krüger Sparkassenverband Saar
                                                                    fragen OpRisk, Praxistest Pool-Formel
Dr. Monika Lindner Sparkassenverband Baden-Württemberg
Myriam Maerlender-Paß Sparkasse Hannover
                                                                    Stephan Brandes Sparkassenverband Niedersachsen
Thomas Nelde Die Sparkasse Bremen AG
                                                                    Thomas Hagemann Ostsächsische Sparkasse Dresden
Christian Niestrath Rheinischer Sparkassen- und Giroverband
                                                                    Thomas Karmann Sparkassenverband Saar
Dr. Michael Schubert Ostdeutscher Sparkassenverband
                                                                    Josef Kirchlechner Sparkassenverband Bayern
Dr. Michael Schütz Sparkasse Gießen
                                                                    Jochen Krahn Rheinischer Sparkassen- und Giroverband
Nadine Spenner Sparkassenverband Niedersachsen
                                                                    Dr. Monika Lindner Sparkassenverband Baden-Württemberg
Dr. Matthias Stehle Deutscher Sparkassenverlag
                                                                    Sandra Makowski Frankfurter Sparkasse
Jens Thoroe Bremer Landesbank
                                                                    Jörg Oeing Sparkassenverband Westfalen-Lippe
Tanja Weiß Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen
                                                                    Steffen Rönnecke Ostdeutscher Sparkassenverband
Klaus Werner Sparkassenverband Westfalen-Lippe
                                                                    Heidrun Rosendorn Nassauische Sparkasse
Ingolf Wilser Finanz Informatik GmbH & Co. KG
                                                                    Jennifer Städel Finanz Informatik GmbH & Co. KG
Dr. Thomas Reichsthaler (Gast) Rating Service Unit GmbH & Co.
                                                                    Markus Walter Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen
KG (RSU)
                                                                    Viktor Waßenhoven Kreissparkasse Heinsberg
                                                                    Kurt Werner Sparkassenverband Rheinland-Pfalz

Arbeitskreis Adressenrisiko: Anwender- und Kommu-
nikationsunterstützung (AK Kommunikation ADR)

Der AK Kommunikation ADR ist für die Anwenderinformation zu
den Produkten des Adressenrisikos zuständig.

Projektteams 2014: Erarbeitung Schulungsunterlagen Hard Test,
Überarbeitung der Schulungsunterlagen VDS zu OSP 13.0,
Kommunikationsunterlagen CPV, Praxisleitfaden/Anwenderunter-
lagen RAP, CPV Kompakt Light

Stephan Brandes Sparkassenverband Niedersachsen
Markus Hedderich Sparkassenverband Baden-Württemberg
Annette Hepermann Stadtsparkasse Düsseldorf
Thomas König Sparkassenverband Rheinland-Pfalz
Stefan Krüger Sparkassenverband Saar
Hans-Martin Lusch Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V.
Tina Melzer Sparkasse Mittelthüringen
Olaf Pesch Rheinischer Sparkassen- und Giroverband                                                                                                           Stand: Dezember 2014
13

                                  Dr. Hubert Eckelmann, Senior Experte, seit 2004 im Unternehmen

                                  Bevor ich zum übergreifenden Experten für die Methodik und Konzepte unserer
                                  Rating-Verfahren ernannt wurde, war ich als Teamleiter für die Rating-Verfahren
                                  zuständig. Weil ich seit Beginn an den Rating-Verfahren gearbeitet habe, ist die
                                  Entwicklung für mich sehr spannend und ich bin stolz darauf, wie weit wir gekom-
                                  men sind. Noch immer schätze ich meinen Job, weil er interessant und anspruchs-
                                  voll ist. Gerade in meiner jetzigen Position ist er sehr vielfältig und bietet ständig
                                  wechselnde Herausforderungen.

10 Jahre
Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH
Roland Jonscher, Teamleiter Datenmanagement, seit 2004 im Unternehmen

                                 Als ich 2004 vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband e.V. (DSGV) zur SR
                                 gewechselt bin, ging es für mich als Referent um die Erstabnahme und Erstvali-
                                 dierung unseres StandardRating. Damals waren wir noch sehr am Anfang. Bis 2010
                                 habe ich als Teamleiter das StandardRating und das KundenKompaktRating betreut.
                                 Mittlerweile bin ich Teamleiter im 2010 neu geschaffenen Bereich Release- und
                                 Datenmanagement. In meinem Team sind wir „die Herren der Daten“. Unmengen
                                 von Datensätzen müssen importiert, aufbereitet und qualitätsgesichert werden,
                                 um den Regelbetrieb von Validierungen und Berichtswesen sicherzustellen. Genau
                                 das gefällt mir: viele Daten in Business Intelligence Systemen für unsere Verfahren
                                 verwendbar zu machen.

10 Jahre
Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH
Unser Unternehmen   1
16

Die Sparkassen Rating und
Risikosysteme GmbH
Wir entwickeln und pflegen Modelle, Verfahren und Software-Tools
für die Bereiche Scoring, Rating und Risikomanagement.

Das Unternehmen                             Adressenrisikomanagement
Modernes Risikomanagement schafft           Im Bereich des Adressenrisikos ermög-
Sicherheit und Wettbewerbsvorteile in       lichen unsere Instrumente die indivi-
einem umkämpften Markt. Anwender-           duelle Bestimmung von Risikokosten
freundliche und präzise Verfahren zur       und Verlustschätzern auf Grundlage
Bewertung des Kreditrisikos auf Einzel-     der Verlustdatensammlung. So erfolgt
kreditnehmer- sowie auf Portfolioebene      die Risikomessung auf Portfolioebene
und für die Abschätzung der operatio-       anhand präziser Eingangsgrößen.
nellen Risiken sind dafür unverzichtbar.
Wir entwickeln und pflegen diese Verfah-    Verfahren zur Schätzung operationeller
ren, begleiten deren IT-Umsetzung und       Risiken
unterstützen die Anwender.                  Mit dem gemeinsamen Sparkassen-
                                            OpRisk-Pool verfügen die Sparkassen zu-
Unsere Verfahren werden jährlich vali-      dem über die weltweit größte homogene
diert. So stellen wir die Pflege und        Informationsquelle für das Management
Weiterentwicklung und damit korrekte        operationeller Risiken.
Prognosen auf der Grundlage des ge-
meinsamen Datenpools der Sparkassen-        Zentrale aufsichtliche Abnahme-
Finanzgruppe sicher. Die enorme Größe       prozesse und Berichtswesen
dieses Datenpools stellt ein Alleinstel-    Neben der Pflege und Weiterentwicklung
lungsmerkmal am Bankenmarkt dar.            unserer Verfahren stellen wir umfangrei-
Dies ermöglicht es uns, statistisch fun-    che Berichte bereit und unterstützen die
dierte Risikomessverfahren in hoher         Institute bei der Kommunikation mit der
Qualität bereitzustellen.                   Bankenaufsicht.

Unsere Themen                               Auftrags- und Individualleistungen
Rating und Scoring                          Wir bieten Auftrags- und Individualleis-
Die Palette unserer Rating-Verfahren        tungen an, die unsere Standardprodukte
reicht von einer schlanken, automatisier-   für Kunden weiterentwickeln oder indi-
ten Lösung für kleinere Gewerbekunden       vidualisieren. Darüber hinaus schaffen
bis hin zu einem umfangreichen Rating-      wir im Auftrag der Kunden neue Anwen-
Modul für Immobilienfinanzierungen. Mit     dungsbereiche und Produkte.
dem KundenScoring bieten wir zudem
ein prozessschlankes Bewertungstool
für die Antrags- und Bestandsbewertung
von Privatkunden an.
Unser Unternehmen

                                                                                                                                                      17

Unser Team                                                      Kommunikationsschnittstellen den
Unsere vier Unternehmensbereiche Kun-                           Informationsfluss vom Anwender bis zum
denmanagement, Verfahrensmanage-                                IT-Umsetzer sicher.
ment, Release- und Datenmanagement
sowie Projektsteuerung und Individual-                          Durch regelmäßige Hospitationen
aufträge arbeiten Hand in Hand. Unsere                          innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe
prozessorientierte Organisationsstruktur                        sorgen wir dafür, dass der Bezug zur
stellt mit ihren klar definierten                               Praxis erhalten bleibt.

                                                        Dr. Ralf Goebel                                               Organisationsstruktur der
                                                                                                                      Sparkassen Rating und
                                                                                                                      Risikosysteme GmbH
                                                        Geschäftsführung

                Controlling                             Dr. Peter Nettesheim

                Matthias
                Lehmann

 Release- und                 Verfahrens-                       Kundenmanagement             Projektsteuerung und
 Datenmanagement              management                                                     Individualaufträge

               Michael                       Stefan                            Barbara                    Christian
               Tobias                        Schillmann                        Witte                      Damaschke

 Datenmanagement              Retail                            Produktbetreuung             Non-Retail

               Roland                        Daniel                             Jana                      Frank
               Jonscher                      Saathoff                           Quilitzsch                Giese

                              Portfoliorisiko/Pricing           Berichtswesen                Kundenprojekte*
 IT/Testing*

                                             Alexandra                          Adriana
                                             Franke                             Falli

                                                                Kommunikation*                                        * Das Team ist dem jeweiligen
                                                                                                                        Bereichsleiter direkt unterstellt.
18

Interview mit der Geschäftsführung
Zehn Jahre in die Vergangenheit und in die Zukunft –
die Geschäftsführer im Interview.

Die SR hatte im Jahr 2014 ihr zehnjäh-      stellung unserer Finanzierung erfolgte
riges Jubiläum. Was sind die Meilen-        ein nutzungsabhängiges Verrechnungs-
steine der vergangenen Dekade?              system mit den Sparkassen und Landes-
Dr. Goebel: Da es auch mein zehnjäh-        banken. Wir bekamen ein „Gesicht“ für
riges Jubiläum als Geschäftsführer          die Institute, unsere Kunden. Wir haben
ist, fange ich mal an. Natürlich war die    unsere Verfahren weiterentwickelt, es
Anfangszeit eine Pionierzeit. Bevor die     sind neue dazu gekommen und wir
SR 2004 gegründet wurde, arbeiteten wir     haben unsere Partnerschaften gefestigt.
in meiner Abteilung im DSGV gemein-         Insbesondere mit der Finanz Informatik
sam mit Regionalverbandsvertretern          verbindet uns seit 2012 ein Kooperati-
und Sparkassenmitarbeitern bereits seit     onsvertrag. Er regelt unsere Schnitt-
2001 an der Entwicklung der Rating-Ver-     stellen und unsere Zusammenarbeit.
fahren. Als klar war, dass dieses Projekt
erfolgreich abgeschlossen wurde, ver-       Und wenn Sie jetzt zehn Jahre in die
folgte man, wie geplant, systematisch die   Zukunft schauen, wo liegen die nächs-
Ausgründung und somit die Gründung          ten Herausforderungen?
der SR. Mit einer Handvoll Mitarbeiter      Dr. Nettesheim: Kurzfristig blicken wir
haben wir dann begonnen, die Rating-        bis Februar 2015, denn bis dahin erarbei-
und Adressenrisiko-Verfahren weiter zu      ten wir ein Konzept zur Übernahme von
entwickeln und in die Fläche auszurollen.   Themen der operativen regulatorischen
Meilensteine waren z. B. die erstmalige     Banksteuerung vom DSGV. Die Sparkas-
aufsichtliche Abnahme unserer Verfahren     sen-Finanzgruppe hat beschlossen, die
in den Jahren 2007 bzw. 2008 oder die       operative Betreuung der betroffenen
Einführung der periodischen Sichtweise      Themen – unter Berücksichtigung der
in CreditPortfolioView im Jahr 2011. Mit    strategischen Vorgaben und Konzepte
der Entwicklung weiterer Verfahren wie      des DSGV – zentral durch die SR betreuen
dem KundenKompaktRating oder auch           zu lassen. Dieser Vertrauensvorsprung
der Bereitstellung eines standardisierten   ehrt uns natürlich und wir arbeiten mit
Berichtswesens wuchs die SR inhaltlich      Hochdruck daran, diese große Herausfor-
wie personell.                              derung zu meistern.

Dr. Nettesheim: In der Halbzeit, im Jahr    Dr. Goebel: Wir haben bis 2017 Zeit,
2009, habe ich die operative Geschäfts-     dieses Thema und die Kompetenzen
führung von meinem Vorgänger Dr. Mat-       dafür in der SR aufzubauen. Die vertrau-
thias Böcker übernommen. Mit der Um-        ten Themen der SR werden weiterhin wie
Unser Unternehmen

                                                                                                                   19

                                                                                          Dr. Ralf Goebel (li.),
                                                                                          Dr. Peter Nettesheim

gewohnt für unsere Kunden funktionie-        ren Ansatz des „Einheitlichen Datenpoo-
ren. Parallel erarbeiten wir zusammen        les“ kämpfen. Sind wir gezwungen, ihn
mit den Kolleginnen und Kollegen             aufzugeben, verlieren wir nicht nur den
der Regionalverbände und der Finanz In-      weltweit größten Pool an Rating-Daten,
formatik ein Vorgehen, um diese Themen       sondern müssen auch auf eine wichtige
der operativen regulatorischen Bank-         zentrale Dienstleistung verzichten. Jedes
steuerung bestmöglich für die Sparkas-       einzelne Institut hätte den Aufwand,
sen zu meistern.                             Rating-Verfahren zu entwickeln, anzu-
                                             passen und gegenüber der Aufsicht zu
Dr. Nettesheim: Darüber hinaus werden        rechtfertigen. Um unser gemeinsames
wir im November 2015 nach fast drei-         Vorgehen beizubehalten, müssen wir
jähriger Vorbereitung mit der Rating-        aber dafür sorgen, dass es keine Bean-
Plattform „live gehen“. Mit diesem           standungen in der Datenqualität gibt.
einheitlichen technischen Unterbau           Deshalb sollten regelkonforme Rating-
werden unsere Rating-Verfahren anein-        Prozesse unser oberstes Ziel sein. Die
ander angepasst und somit wird deren         Skaleneffekte, die wir haben, indem die
Anwendung und Pflege effizienter. Die        SR diese Themen als zentraler Dienstleis-
Institute werden durch automatisier-         ter für die Sparkassen regelt, dürfen wir
te Arbeitsschritte wie beispielsweise        nicht leichtfertig aufgeben. Wir sind auch
automatisierte Warnsignal- und Ausfall-      mit der Bankenaufsicht im Gespräch,
ratings entlastet. Dies setzt aber voraus,   damit diese Vorteile bzw. Entlastungen
dass die maschinelle Ermittlung von          für die Institute noch spürbarer werden.
Überziehungstagen und Ausfallereignis-
sen korrekt erfolgt. Deshalb müssen die      Dr. Nettesheim: Wenn Sie nach dem
Institute bereits jetzt ihre Prozesse re-    Blick in die Vergangenheit und in die
gelkonform leben. Nicht IT-unterstützte      Zukunft fragen, dann ist mir eines sehr
Ausnahmeregelungen wie Universalkre-         wichtig: Wir möchten allen danken, die
ditlinien oder „unechtes“ einheitliches      uns in den vergangenen zehn Jahren
Kontokorrent sollten abgeschafft oder        unterstützt haben. Das gilt vor allem den
reduziert werden. Versäumnisse wird          Kolleginnen und Kollegen aus den Regi-
man ab November 2015 direkt in den           onalverbänden, Sparkassen, Landesban-
Daten sehen können.                          ken und der Finanz Informatik. Ich hoffe
                                             sehr, dass wir diese fruchtbare Zusam-
Dr. Goebel: Hier möchte ich gern an-         menarbeit mindestens in den nächsten
knüpfen und das Thema „Daten“ aufgrei-       zehn Jahren fortsetzen. Wir für unseren
fen. Wir werden gegenüber der neuen          Teil werden jedenfalls alles Erdenkliche
Europäischen Bankenaufsicht für unse-        dafür tun.
20

                                                                                           g
                                                                                  wic  klun
                                                              ng           e rent
                                                      alisieru        Weit
                                            Ind ividu

                                                                            g
Projektsteuerung und Neuentwicklun
Individualaufträge:
Unsere neuesten Produkte
Ergänzend zu unseren Standardleistungen bieten wir die Individu-
alisierung und Weiterentwicklung unserer Standardprodukte sowie
die Neuentwicklung von Produkten an. Dabei wird für uns die Pool-
lösung, also die Arbeit auf Basis und im Sinne des gemeinsamen
Datenpools der Sparkassen-Finanzgruppe, stets der zentrale Ansatz
bleiben. Einzellösungen werden immer so entwickelt, dass sie markt-
fähig sind und bei Bedarf auch anderen Instituten der Sparkassen-
Finanzgruppe angeboten werden können.

Das SchnellRating ist ein vereinfachtes,    –– Gegebenenfalls ergänzende Informa-
schlankes Rating-Verfahren zur Erst-           tionen aus unabhängigen Quellen, wie
bonitätseinschätzung und Akquise von           z. B. Bundesanzeiger
Gewerbe- und Firmenkunden.
–– Vertriebsunterstützung durch verläss-    Ihre Vorteile:
   liche Risikoeinschätzung                 –– Verbesserte Steuerung von Vertriebs-
–– Geringer prozessualer Aufwand für           aktivitäten durch optimale Vorberei-
   Vertriebsmitarbeiter im nicht-risiko-       tung des Kundengespräches oder
   relevanten Neugeschäft                      einer Kreditzusage durch die einfache
–– Schnelle Einsatzmöglichkeit und             Erstbonitätseinschätzung
   intuitive Nutzung durch webbasierte      –– Direkte Zusage der Linie im Kunden-
   Anwendung                                   gespräch oder unmittelbar danach
–– Erfolgreiche Entwicklung und Umset-      –– Kein Aufwand für den Kunden z. B.
   zung im Pilotinstitut Berliner Spar-        durch das Einreichen von Unterlagen
   kasse
–– Einsatz im nicht-risikorelevanten        Unser Stresstestmodell bietet den Insti-
   Neugeschäft, für die Vergabe einer       tuten eine Methodik, auf deren Basis
   Kreditlinie für das Geschäftsgirokonto   Modelle zur Durchführung makroökono-
                                            mischer Stresstests abgeleitet werden.
Informationen im SchnellRating:             Die Modelle wurden bereits im Kontext
–– Im Gespräch leicht zu erfragende         des IRBA-Stresstests von der Bankenauf-
   Kundendaten                              sicht geprüft und von Sparkassen und
–– Von Markt und Marktfolge anerkannte      Landesbanken erfolgreich eingesetzt.
   Informationen                            –– Bereits erfolgreicher Einsatz in meh-
–– Erfahrung der Berater wird durch Pro-       reren Instituten bei IRBA-Stresstests
   zessschranken berücksichtigt wie der        und im EBA-Stresstest 2013
   Eindruck, dass Unternehmenszahlen        –– Mögliche Verwendung zur Durchfüh-
   „schöngeredet“ werden                       rung von Stresstests nach MaRisk
                                            –– Jährliche Validierung durch die SR
Unser Unternehmen

                                                                                                              21

Ihre Vorteile:                              Individuelle Einstellung des OSPlus-
–– Aufsichtlich geprüftes Verfahren         Frühwarnsystems:
–– Auf Poolebene bestimmte Ausfallzeit-     –– Fokus liegt auf der Watchlist als
   reihen                                      zentralem Bestandteil des OSPlus-
–– Auswirkungen auf die Ausfallwahr-           Frühwarnsystems
   scheinlichkeit (PD) können für frei      –– Überprüfung der aktuellen Parame-
   wählbare makroökonomische Stress-           trisierung
   szenarien bestimmt werden                –– Ableitung einer institutsindividuell
–– Kreditnehmerspezifische Shifts der          optimierten Parametrisierung für die
   PD: Betrachtung der Effekte auf Ebene       Administration in OSPlus
   der regulatorischen PD (Through-the-     –– Auswirkungsanalysen per Simulation
   Cycle) und auf Ebene der Point-in-
   time-PD                                  Ihre Vorteile:
–– Möglichkeit von institutsindividuellen   –– Reduzierung des Bearbeitungsauf-
   Erweiterungen und Anpassungen               wandes durch optimale institutsin-
                                               dividuelle Einstellung des OSPlus-
Die individuelle Einstellung des               Frühwarnsystems
OSPlus-Frühwarnsystems berücksich-          –– Entwicklung eines effizienten, stan-
tigt optimal institutseigene Prozesse          dardisierten und methodisch adäqua-
und das Kreditportfolio.                       ten Validierungsvorgehens mit dem
–– Zentrale Parametrisierungsempfeh-           Know-how der SR
   lung wird institutsindividuell über-     –– Einschätzung der Funktionsfähigkeit
   prüft und bei Bedarf angepasst              des Frühwarnsystems durch die Insti-
–– Bessere Trefferquote der Risikofrüh-        tute selbstständig und wiederkehrend
   erkennnung und weniger prozessualer         möglich
   Aufwand im Institut                      –– Beurteilung von Auswirkungen durch       Wir finden eine Lösung!
–– Institute können selbstständig und          Simulation im Vorfeld                    Mit unseren Standardprodukten
   wiederkehrend die Funktionsfähigkeit                                                 bieten wir Ihnen umfassende
                                                                                        Verfahren und Dienstleistungen
   des OSPlus-Frühwarnsystems beur-         Unsere Leistungen:                          für Ihre Risikomessung. Mit
   teilen                                   –– Im Validierungsleitfaden werden Vor-     diesem Know-how können wir
–– Aufsichtliche Anforderungen werden          gehen und Methodik beschrieben           Ihnen helfen, Ihre Risikomodel-
                                                                                        lierung und -steuerung indivi-
   berücksichtigt                           –– Tools für die eigenständige Validie-
                                                                                        duell zu verbessern. Lassen Sie
                                               rung durch das Institut werden bereit-   sich beraten, wir finden eine
                                               gestellt                                 Lösung!
                                            –– Auf Wunsch wird das Validierungs-
                                                                                        Kontakt
                                               projekt durch die SR durchgeführt        Telefon 030 20672-0
                                               oder unterstützt                         info@s-rating-risikosysteme.de
22

Kundenbindung durch
Schnelligkeit
Die Berliner Sparkasse bietet neuen Gewerbe- und Firmenkunden im
nicht-risikorelevanten Geschäft einen besonderen Service: Bereits
beim ersten Gespräch oder direkt im Anschluss sagt sie eine Kredit-
linie zu. Das vereinfachte und schlanke SchnellRating macht’s mög-
lich. Entwickelt worden ist das SchnellRating von der Firma Sparkas-
sen Rating und Risikosysteme GmbH (SR). Ziel war es, mit möglichst
geringem prozessualem Aufwand eine verlässliche Risikoeinschät-
zung vor, während oder direkt nach dem Kundengespräch zu errei-
chen. Die Betriebswirtschaftlichen Blätter sprachen mit Dominik Otto,
Zentrales Management Firmenkunden der Berliner Sparkasse, und
Christian Damaschke, Leiter „Projektsteuerung und Individualauf-
träge“ der SR, über Einsatz- und Umsetzungsstrategien sowie künftige
Perspektiven des neuen Rating-Verfahrens.

BBL: Was war die Zielsetzung des Pro-         Sparkasse aus den Bereichen Markt,         Bei dem Interview handelt es
                                                                                         sich um einen Nachdruck aus
jekts und wie wurde vorgegangen?              Marktfolge und Risikocontrolling sowie
                                                                                         den Betriebswirtschaftlichen
Dominik Otto: Die Berliner Sparkasse          Zentrales Management Firmenkunden          Blättern vom 20.10.2014.
hat ein schlankes Verfahren zur Erst-         am Projekt beteiligt.
bewertung der Bonität von Neukunden
mit finalem Abschluss gesucht, um die         BBL: Welche Kunden werden bei der Ber-
Akquise von Gewerbe- und Firmenkun-           liner Sparkasse mit dem SchnellRating
den zu fördern. Ziel ist die direkte Zusage   bewertet und zu welchem Zeitpunkt?
einer Kreditlinie. Dabei sollte sowohl        Dominik Otto: Es werden nur Neukun-
die Bewertung des Kunden als auch der         den im nicht-risikorelevanten Geschäft
gesamte Prozessablauf vollständig ohne        mit dem SchnellRating bewertet. Bei
Vorlage von Kundenunterlagen möglich          Existenzgründern wenden wir es nicht
sein. Eine wichtige Rahmenbedingung           an. Derzeit existieren drei Anwendungs-
war die Konsistenz mit den bestehenden        szenarien in der Berliner Sparkasse: Vor
Verfahren der Sparkassen-Finanzgruppe         oder nach dem ersten Kundengespräch
und den Anwendungsvorgaben der                als Bonitätseinschätzung, um Vertriebs-
Berliner Sparkasse. Um eine von allen         aktivitäten zu steuern und eine mögli-
Beteiligten akzeptierte Anwendung und         che Kreditzusage vorzubereiten, sowie
einen optimalen Prozess bereitstellen         im Kundengespräch, um eine direkte
zu können, waren neben den Methoden-          Zusage der Linie zu ermöglichen. Nach
experten aus der SR von Anfang an Mitar-      sechs Monaten bewerten wir den Kunden
beiterinnen und Mitarbeiter der Berliner      mittels des KundenKompaktRating.
Unser Unternehmen

                                                                                                     23

Das KKR ist ein maschinelles Rating-        Risikorelevanz der Geschäfte ange-
Verfahren auf Basis vorhandener Konto-      passt worden. Das hat auch die geringe
daten. Bei einer Geschäftsausweitung        Entwicklungszeit von nur sechs Mona-
kommen dann die Rating-Verfahren            ten von den ersten Gesprächen bis zur
StandardRating oder das Kunden-             Übergabe der webbasierten Anwendung
KompaktRating zum Einsatz.                  für die Testphase im Institut möglich
                                            gemacht. Das Ergebnis des Schnell-
BBL: Welche Informationen bewertet das      Rating kann eine Rating-Note gemäß
SchnellRating und worauf kam es bei der     DSGV-Masterskala oder eine vereinfachte
Entwicklung an?                             Entscheidung über Zusage oder Ableh-
Dominik Otto: Bei der Entwicklung           nung der Kreditlinie sein.
des SchnellRating war es uns wichtig,
dass die benötigten Informationen im        Dominik Otto: Eine hohe Bedeutung
Gespräch leicht zu erheben sind be-         besitzen die sogenannten Prozess-
ziehungsweise aus anderen Informa-          schranken, die dazu führen, dass das
tionsquellen wie dem Bundesanzeiger         Rating beendet und kein Angebot erstellt
entnommen werden können. Außerdem           wird. Das kann etwa der Eindruck sein,
müssen diese Informationen gleicherma-      dass ein Unternehmer seine Geschäfts-
ßen von Markt und Marktfolge akzeptiert     situation nicht ausreichend einschätzen
werden. Was das Einreichen von Unterla-     kann. Auch eine hohe Mitarbeiterfluk-
gen betrifft, wollten wir den Aufwand für   tuation, vor allem auf Leitungsebene,
die Kunden so gering wie möglich halten.    kann eine Prozessschranke sein. Bei der
Dieses Vorgehen ermöglicht schlanke         Einschätzung spielt die Erfahrung der
Prozesse und im Idealfall eine direkte      Kundenbetreuer eine große Rolle.
Zusage der Linie im Kundengespräch
oder sehr zeitnah im Nachgang.              BBL: Gibt es Überschneidungen mit dem
                                            StandardRating hinsichtlich des Anwen-
Christian Damaschke: Bewertungsre-          dungsbereichs?
levant sind qualitative Informationen       Christian Damaschke: Eine zwingen-
und Finanzkennzahlen. Im Vergleich          de Vorgabe zu Projektbeginn war die
zum StandardRating handelt es sich          Einbettung in vorhandene SR-Verfahren
jedoch um wesentlich weniger Merkmale.      und die Konsistenz mit den Anwen-
Das Institut hat sich ganz bewusst auf      dungsvorgaben. Um es ganz deutlich zu
wenige, einfach erhebbare Risikotreiber     sagen: Wir entwickeln keine Konkurrenz-
fokussiert. Dabei konnten die Vertriebs-    produkte zu vorhandenen Verfahren.
erfahrungen der Berliner Sparkasse mit      Deshalb möchten wir betonen, dass das
den statistischen Ergebnissen der SR        SchnellRating ausschließlich im nicht-
gut übereingebracht werden. Insgesamt       risikorelevanten Bereich angewendet
ist die Komplexität des Verfahrens der      wird. Bei der sich anschließenden
24

Bestandsbewertung, bei einer Geschäfts-     Erfahrungen im praktischen Einsatz sam-
ausweitung und im risikorelevanten          meln. Dafür suchen wir aktuell interes-
Geschäft ist das StandardRating bzw.        sierte Institute.
KundenKompaktRating anzuwenden.
                                            BBL: Kommt der Einsatz des Schnell-
BBL: Welche ersten Erfahrungen haben        Rating auch für Institute in Betracht, die
Sie aus dem Einsatz des SchnellRating       das Verfahren in einem anderen Bereich
in Ihrem Institut gesammelt?                anwenden möchten?
Dominik Otto: Es ist uns gelungen, das      Christian Damaschke: Natürlich, diese
SchnellRating optimal in vorhandene         Institute sollten uns unbedingt anspre-
Prozesse der Berliner Sparkasse zu inte-    chen. Derzeit prüfen wir etwa, wie wir das
grieren. Die webbasierte Anwendung ist      SchnellRating für Freiberufler anpassen
selbsterklärend und erfordert kaum Ein-     können. In manchen Instituten kann es
arbeitung. Spezielle Schulungsveranstal-    aus prozessualen Gründen noch Rating-
tungen waren daher nicht erforderlich.      Lücken geben. Das SchnellRating ist
Insofern begrüßen die Kundenbetreuer        ein interessantes Instrument, um diese
das einfache und verständliche Handling     zu schließen – durch eine schlanke und
des SchnellRating.                          risikoadäquate Erstbewertung.

BBL: Und was sagen die Kunden?
Dominik Otto: Unsere Kunden reagieren
durchweg positiv auf die schnelle und
unkomplizierte Linieneinräumung. Wir
erwarten dadurch eine höhere Kunden-
bindung und Chancen für Geschäftsaus-
weitungen und Weiterempfehlungen.

BBL: Bei der Berliner Sparkasse läuft das
System erfolgreich. Ist ein Einsatz auch
in anderen Instituten möglich?
Christian Damaschke: Sicher, in einem
ersten Schritt haben wird das Schnell-
Rating für das beauftragende Institut
entwickelt. Im zweiten Schritt wollen
wir das Produkt nun der Bankenaufsicht
vorstellen und mit ihr abstimmen.
Parallel wollen wir dem Produkt eine
breite Anwendungsbasis geben und
Barbara Witte, Bereichsleiterin Kundenmanagement,
                                  seit 2005 im Unternehmen

                                  Ich bin ein „Kind“ der Sparkassen-Finanzgruppe. Von der Sparkasse bis zum
                                  Regionalverband kenne ich eigentlich alles. Dieser Hintergrund, die vielfältigen
                                  Erfahrungen und die Kontakte in der Sparkassen-Finanzgruppe sind die Basis
                                  für eine erfolgreiche Arbeit an verschiedenen Schnittstellen. Diese gewachsenen
                                  Verbindungen sind für den Dialog mit unseren Kunden sehr wichtig. Zudem stel-
                                  len einen die vielfältigen Aufgaben und nicht zuletzt die Abstimmungen mit der
                                  Bankenaufsicht jeden Tag vor neue Herausforderungen. Langweilig wird es in der
                                  SR nie, deshalb macht mir die Arbeit hier auch solchen Spaß.

10 Jahre
Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH
Zdenko Projic (li.), Senior Referent im Team Non-Retail,
                                 seit 2006 im Unternehmen

                                 Seit ich als Praktikant angefangen habe, konnte ich mich immer weiter auf dem
                                 Gebiet der Rating- und Scoring-Verfahren spezialisieren. Ich schätze das sehr
                                 gute Arbeitsklima und mein vielfältiges Aufgabengebiet im Spannungsfeld zwi-
                                 schen regulatorischen Anforderungen und betriebswirtschaftlichen Interessen
                                 der Sparkassen.

                                                                       Oliver Köpnick, Senior Referent im
                                                                       Team Kundenprojekte,
                                                                       seit 2005 im Unternehmen

                                                                       Ich habe bereits als Student bei der Spar-
                                                                       kassen Rating und Risikosysteme GmbH
                                                                       gearbeitet. Mein Studienschwerpunkt
                                                                       „Finanzwirtschaftliches Risikomanage-
                                                                       ment und Bankmanagement“ passt per-
                                                                       fekt zu meinem Job. Mittlerweile bin ich
                                                                       langjährig als Senior Referent tätig und
                                                                       habe viele abwechslungsreiche Projekte
                                                                       fachlich verantwortet. Das gefällt mir
                                                                       überhaupt am besten hier: mit exzel-
                                                                       lenten Köpfen an spannenden neuen
                                                                       Themen zu arbeiten.

10 Jahre
Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH
Wirtschaftliche Verhältnisse   2
28

Wirtschaftliche Verhältnisse
Die wirtschaftlichen Verhältnisse der      und Leistungen. Durch die geordnete
Sparkassen Rating und Risikosysteme        Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
GmbH haben sich im Geschäftsjahr 2013      waren wirtschaftliche Risiken der Gesell-
positiv entwickelt. Gestiegenen Erlösen,   schaft jederzeit adäquat abgedeckt. Die
die vor allem aus einer Steigerung der     Liquidität der Gesellschaft war im
Nutzerzahlen für einzelne Produkte         Geschäftsjahr 2013 stets gegeben. Das
resultieren, steht eine adäquate Erhö-     Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte
hung der betrieblichen Aufwendungen        sich geringfügig um den Gewinnvortrag
gegenüber, sodass sich das Betriebser-     aus dem Vorjahr.
gebnis auf Vorjahresniveau bewegt. Der
erzielte Jahresüberschuss wurde auf        Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
neue Rechnung für das Jahr 2014 vorge-     PricewaterhouseCoopers AG (PwC) hat
tragen. Aufgrund der guten finanziellen    den Jahresabschluss und den Lagebe-
Situation konnte eine Rückvergütung an     richt der Sparkassen Rating und Risiko-
die Institute gewährt werden.              systeme GmbH geprüft und mit Datum
                                           vom 26. März 2014 einen uneinge-
Die Vermögenslage ist auf der Aktiv-       schränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
seite unverändert im Wesentlichen vom      Eine Veröffentlichung im elektronischen
Anlagevermögen sowie Guthaben bei          Bundesanzeiger erfolgte am 14. Januar
Kreditinstituten geprägt. Die Passiv-      2015.
seite beinhaltet neben dem Eigenkapital
hauptsächlich sonstige Rückstellungen
sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen

                              2011              2012                   2013

Erlöse (in TEUR)             10.918            11.316                 12.136

Bilanzsumme (in TEUR)         5.541             4.994                 6.999

Eigenkapital (in TEUR)        3.100             3.133                 3.168

Mitarbeiter (Anzahl)           73                92                     92
Wirtschaftliche Verhältnisse

                                                                                                                   Wirtschaftliche Verhältnisse

                                                                                                                                                   29

Nutzung der SR-Produkte
    Instituts-      Gesamt-         STR             SIR     KKR       SKS     LBS-KS       PRF           VS       CPV          RAP        OpRisk
    gruppe           zahl je
                   Instituts-
                    gruppe

    Sparkasse         416          414              363      414       413      -            33          402       260          263         303
                                 (100 %)          (87 %)   (100 %)   (99 %)                (8 %)       (97 %)    (63 %)       (63 %)      (73 %)

    Landes-             9            8           9            5         5       -           0             9         1            2             0
    bank                          (89 %)      (100 %)      (56 %)    (56 %)                            (100 %)   (11 %)       (22 %)

    LBS                 9            0               2       0         0         7          0             2         1            0             0
                                                  (22 %)                      (78 %)                   (22 %)    (131 %)

    Sonstige           15           13               9        4         3       -           0             5         1            2           2
                                  (87 %)          (60 %)   (27 %)    (20 %)                            (33 %)     (7 %)       (13 %)      (13 %)

    Alle              448           435             383      423       421             *           *     418       263          267         305
                                  (97 %)          (86 %)   (94 %)    (94 %)                            (93 %)    (59 %)       (60 %)      (68 %)

STR        Sparkassen-StandardRating
SIR        Sparkassen-ImmobiliengeschäftsRating
KKR        Sparkassen-KundenKompaktRating
SKS        Sparkassen-KundenScoring
LBS-KS     LBS-KundenScoring
PRF        ProjektfinanzierungsRating
VS         Verlustschätzung
CPV        Sparkassen-CreditPortfolioView
RAP        Sparkassen-Risikoadjustierte
           Prämienbestimmung
OpRisk     Operationelle Risiken

*          LBS-KS und PRF sind Verfahren, die
           nur von bestimmten Institutsgruppen
           genutzt werden können. Eine Ausweisung
           in der Gesamtübersicht wäre ungenau.                                                                         Stand: Dezember 2014
Corina Mahn, Referentin Produktbetreuung, seit 2007 im Unternehmen

                                 Als Praktikantin war ich im Team Verlustschätzung und als studentische Hilfskraft
                                 im Team Controlling tätig. In der Produktbetreuung habe ich an verschiedenen
                                 Projekten mitgewirkt, bis ich als Referentin das Thema „Aufsichtliche Abnahme
                                 der Rating-Verfahren und Verlustschätzung“ übernommen habe. Ich koordiniere
                                 die aufsichtlichen Prüfungen, bin für das Quartalsreporting zu den aufsichtlichen
                                 Feststellungen sowie für die Model Change Policy verantwortlich. Das Miteinan-
                                 der ist das Beste hier! Bei so vielen abwechslungsreichen Themen ist eine gute
                                 Zusammenarbeit besonders wichtig.

10 Jahre
Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH
Unsere Verfahren   3
32

                                                                                                         Im ImmobiliengeschäftsRating stehen die langfristigen Ertrags-
                                                                                                         perspektiven der Immobilie im Fokus.
                                                                                                         Senkung der Risikokosten durch präzise Risikomessung auf

                                                                                         Ihre Vorteile
                                                                                                         Objekt- und Kreditnehmerebene
                                                                                                         Fundierte Objektbeurteilung durch Einbeziehung der individu-
                                                                                                         ellen Finanzierungsbausteine
                                                                                                         Sicherheit durch Simulation von makroökonomischen und
                                                                                                         immobilienspezifischen Szenarien
                                                                                                         Benchmarks durch Berichte mit Vergleichsgruppen

Die Verfahren
der SR im Überblick

                                                                                 und Auftragsleistun
                                                                       dividual-                    gen
                                                                     In

                                                                                  ung                     Jährlic
                                                                         Va lidier                               he V
                                                                                                                     alid
                                                                      he                                                  ier
                                                                 hrlic          richte                    Stand
                                                                                                                ardb          un
                                                               Jä        ardbe                                       eri        g
                                                                       nd                                               ch
                                                                   Sta                                                     te                     J
                                                          ng

                                                                                                                                           äh
                                                       ru
                                                       n)

                                                                                                                                             rli
                                                   die
                                                   ge

                                                    te

                                                                                                                                                ch
                                                                                                                                                 St
                                                ich

                                                                                                                                                   an
                                                ali

                                                                                                                                                                               Sec
                                               rla

                                                                                                                                                    eV
                                              er

                                                                                                                                                     da
                                             eV
                                            nte

                                                                                                                                                      alid

                                                                                                                                                                                  ond
                                            db

                                                                                                                                                       rdb
                                         lich
                                       ngsu

                                        dar

                                                                                                                                                          ieru
                                                                                                                                                           eric

                                                                                                                                                                                     -Lev
                                     Jähr

                                    Stan

                                                                                                                                                               ng
                                                                                                                                                               hte
                        t (z. B. Schulu

                                                                                                                                                                                         el-Supp
                         Portal

                                                                                                                                                                                               SR-Portal
                                                                                                                                                                                                ort (z. B. Schulu
                        -

                                                                                                                                                                        zung
                l-Suppor
                     SR

                                                                                                                                                                   schät

                                                                                                                                                                              rung
                                                                                                                                                               lust
            Leve

                                                                                                                                                                          idie

                                                                                                                                                                                                                 n
                                                                                                                                                            Ver

                                                                                                                                                                                                                  g
                                                                                                                                                                       Val

                                                                                                                                                                                                                   s
          d-

                                                                                                                                                         ur

                                                                                                                                                                                                                    unt
         n

                                                                                                                                                      ez

                                                                                                                                                      he
        o

                                Pa

                                                                                                                                                                                                                       erl
       c

                                                                                                                                                    ht

                                                                                                                                                  lic
                                  Jä
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                                                                                                             €
                                  ra

                                                                                                                                                ric
     S

                                                                                                                                                                                                                          a
                                                                                                                                               hr
                                    hr

                                     m

                                                                                                                                                                                                                           g
                                                                                                                                              Be

                                                                                                                                                                                                                            en
                                      et

                                                                                                                                            Jä

                                                           rr
                                       lic

                                                             ep
                                         e
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                                                                                                                                                                                                                              )

                                                            or
                                                   lid         t                                                                    in g
                                             Va

                                                      ie                                                                       rt
                                                        ru
                                                          ng                                                          or   epo    g
                                                                                                                 Risik        erun
                                                                                                                           ich
                                                                                                                   alitätss
                                                                                                                 Qu

                                                                      Indiv
                                                                           idual- u                 ngen
                                                                                   nd Auftragsleistu

Das ProjektfinanzierungsRating wird den Sparkassen in Kooperation mit der Rating                         Individual- und Auftragsleistungen sowie Weiterentwicklungen werden organisatorisch und
Service Unit GmbH & Co. KG (RSU) zur Verfügung gestellt. Pflege und Weiterentwick-                       finanziell klar getrennt von unseren Standardprodukten in unserem Bereich Projektsteue-
lung erfolgt durch die RSU. Ein Bericht wird den Nutzern einmal jährlich zugestellt.                     rung und Individualaufträge umgesetzt.
Unsere Verfahren

                                                                                                                                                                      33

                Unser KundenScoring und LBS-KundenScoring decken die gesam-                        Das StandardRating bewertet die Bonität der gewerblichen Kun-
                te Risikobewertung im Privatkundengeschäft ab. Die kundenbe-                       den auf der Basis von Finanzkennzahlen, Qualitativen Faktoren,
                zogene Sicht berücksichtigt produkt- und anlassübergreifende                       Warnsignalen und Haftungsverbünden.
                Informationen.                                                                     Senkung der Risikokosten durch präzise Risikoeinschätzung

                                                                                   Ihre Vorteile
                Senkung der Risikokosten durch präzise Bonitätsbewertung im                        Standardisierte und transparente Kreditvergabeprozesse auf
Ihre Vorteile

                Mengengeschäft                                                                     objektiver Grundlage
                Schnelle und objektive Entscheidungshilfe im Markt                                 Angepasste Prozesskomplexität, gestaffelt nach Nettoumsatz
                Schlanke Antragsprozesse durch Standardisierung und                                des Unternehmens
                IT-Einbindung                                                                      Transparenz in der Kundenkommunikation durch das Stärken-
                Angepasste Methodik für Landesbausparkassen                                        Potenzial-Profil (SPP)
                Senkung der Prozesskosten durch automatisiertes Bestands-                          Benchmarks durch Rating-Berichte mit Vergleichsgruppen
                monitoring
                Benchmarks durch Berichte mit Vergleichsgruppen

                Gewerbliche Kunden mit geringen und mittleren Obligen können                       Im ProjektfinanzierungsRating basiert die Kreditzusage primär
                mit dem KundenKompaktRating vollautomatisch geratet werden.                        auf den generierten Cash-Flows aus dem Betrieb der Anlage.
                Automatisierte Bewertung                                                           Passgenaues Verfahren für Finanzierungen in erneuerbare Ener-
Ihre Vorteile

                                                                                   Ihre Vorteile

                Steigerung der Effizienz in der Kreditbearbeitung                                  gien (Wind, Photovoltaik, Biogas/Biomasse)

                Monatliches prozesskostenarmes Bestandsmonitoring                                  Bewährte und gut nachvollziehbare Cash-Flow-basierte Methodik

                Senkung der Risikokosten durch präzise Bonitätsbewertung im                        Sicherheit durch Simulation von makroökonomischen und projekt-
                Mengengeschäft                                                                     spezifischen Szenarien

                Benchmarks durch Berichte mit Vergleichsgruppen                                    Benchmarks durch Berichte

                                                                                                    €

                Die Risikoadjustierte Prämienbestimmung errechnet auf der                          Mit dem gemeinsamen OpRisk-Pool verfügen die Sparkassen
                Grundlage von Rating-Noten und Sicherheiten eine faire Bonitäts-                   über die weltweit größte homogene Informationsquelle für das
                prämie als Bestandteil eines risikogerechten Preises.                              Management operationeller Risiken.
                Attraktive Preise für gute Bonitäten                                               Informationsaustausch über schlagend gewordene Operationelle
Ihre Vorteile

                                                                                   Ihre Vorteile

                Objektive Risikobepreisung durch Berücksichtigung von erwarte-                     Risiken (Benchmark) und wesentliche Szenarien
                ten und unerwarteten Verlusten                                                     Poolinformationen unterstützen bei der aufsichtlich geforderten
                Einsatz in der Nachkalkulation zur Vertriebserfolgsrechnung                        Risikoeinschätzung

                Validierte Parameter                                                               Unterstützt das umfassende Risikomanagement
                                                                                                   Grundlage für Risikoquantifizierung
                                                                                                   Jährliches Reporting zum OpRisk-Pool

                CreditPorfolioView gibt einen umfassenden Überblick über den                       Die Verlustschätzung ist die Basis für ein hochwertiges Adressen-
                Risikogehalt des Portfolios. Wichtige Risikokennzahlen können                      risikomanagement und Meldewesen.
                periodisch und/oder wertorientiert ermittelt werden.                               Ermittlung angemessener Risikoprämien durch fundierte Verwer-
                                                                                   Ihre Vorteile

                Fundierte Messung des im Portfolio enthaltenen Risikos                             tungs- und Einbringungsquoten
Ihre Vorteile

                Grundlage für strategische Kreditrisikosteuerung                                   Betriebswirtschaftlicher und aufsichtlicher Bericht zur Verlust-
                Validierte Methodik und Parameter                                                  schätzung als Instrument im Abwicklungscontrolling/Adressen-
                                                                                                   risikomanagement inkl. Benchmarks mit Vergleichsgruppen
                Nutzung für Risikoberichterstattung und Kennzahlenvergleiche
                                                                                                   Individuelle Ermittlung aufsichtlicher Parameter für den
                Vereinfachter Workflow für CPV-Neueinsteiger mit CPV Kompakt                       IRB-Ansatz
                Aussagekräftige Ergebniskennzahlen (z. B. erwarteter Verlust,                      Entwicklung einer Hard Test-Meldung auf Basis der Verlustdaten-
                Value at Risk)                                                                     sammlung (OSPlus-Integration 2015)
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