TUCONTACT - FIT DURCHS ONLINE-SEMESTER Sport und Natur als Ausgleich zum Studiumz - Publikationsserver der TU ...
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ZEITSCHRIFT DES VEREINS VON FREUNDEN DER TECHNISCHEN UNIVERSITÄT CLAUSTHAL TUCONTACT #2 26. JAHRGANG | DEZEMBER 2020 FIT DURCHS ONLINE- SEMESTER Sport und Natur als Ausgleich zum Studiumz
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WISSENSCHAFT
MIT VERANTWORTUNG
Liebe Leserinnen und Leser,
es klingt ein bisschen paradox: Da und Politik sei richtig, tue gut und „Vermüllung“ könne die Antwort
schränkt die Bevölkerung wegen müsse auch bei anderen Themen nur lauten: Circular Economy, der
Covid-19 ihre Kontakte weitgehend noch sichtbarer werden, etwa auf wissensbasierte, technologisch-öko-
ein, und die TU Clausthal verstärkt dem weiten Feld von Nachhaltigkeit, nomisch-ökologisch getriebene Um-
gerade in dieser Zeit den Dialog Rohstoffversorgung und Klimaschutz. bau der Gesellschaft. Ein erster Schritt
zwischen Wissenschaft und Ge- zu einer nachhaltigen Gesellschaft
sellschaft. Wie das geht? Natürlich An diesem Punkt bringt sich die TU bzw. Industriegesellschaft könne das
online, per Videokonferenz. Clausthal ein. „Wir übernehmen Einrichten von Modellregionen und
Verantwortung für die Zukunft, für auch Reallaboren sein.
Anfang Dezember startete an der Uni- Klimaschutz und für Nachhaltigkeit,
versität die neue Veranstaltungsreihe indem wir die Circular Economy, die Es folgte eine lebendige Diskussion
„Forum Clausthal – Wissenschaft ressourceneffiziente Kreislaufwirt- aller Beteiligten. „Das neue Dialog-
mit Verantwortung“. Mehr als 80 schaft, zu unserem Leitthema in For- format trifft den Nerv der Zeit“,
Teilnehmende aus Hochschule und schung, Lehre und Transfer gemacht resümierte Moderatorin Dr. Jacque-
Harz-Region waren neugierig und haben“, sagte Professor Schachtner. line Leßig-Owlanj. Fortgesetzt wird
schalteten bei der Premiere ein. Die Circular Economy umfasst dabei der digitale Diskurs am 26. Januar mit
neben der klassischen Kreislaufwirt- dem Thema: Was wünscht sich die
„Nie war die Wissenschaft, nie war schaft die erneuerbaren Energien Politik von der Wissenschaft? Zu Gast
die Diskussion über Forschung in und die digitale Transformation des ist dann Björn Thümler, Niedersach-
unserem Lebensalltag präsenter als Gesamtsystems. Vertieft wurde das sens Wissenschaftsminister. Kurzum:
in den vergangenen Monaten.“ Mit Thema von Professor Daniel Gold- Die neue Veranstaltungsreihe legt
diesem Fakt in Zeiten der Corona-Pan- mann, der einen Impulsvortrag hielt: einen ambitionierten Start hin – und
demie eröffnete Universitätspräsident Angesichts der wachsenden Weltbe- hat eine gute Resonanz verdient.
Professor Joachim Schachtner die völkerung mit steigendem Verbrauch
virtuelle Veranstaltung. Der Einfluss an Rohstoffen, Energie, Wasser und Christian Ernst
der Wissenschaft auf Gesellschaft Flächen sowie einer zunehmenden Redaktion TUContact
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4 TUCONTACT28
Studierende
gewinnen
Bundes-
wettbewerb
Das Clausthaler Team
„Microtein“ hat den
chemPLANT-Wettbewerb
gewonnen.
INHALT
BLICKPUNKT
Die neue Normalität 8
Digital kommt an 10
14
Prof. Müller gewürdigt 16
STUDIUM
Der Umweltschützer 20
Chemie Campus Verfahren für Corono-Test 22
Clausthal Spuren des Neandertalers 24
Die Planungen für das
50-Millionen-Euro-Bauprojekt
sind auf einem guten Weg
WISSENSCHAFT UND
FORSCHUNG
Recycling von Klärschlamm 34
Forschungsbrauerei eröffnet 36
Forschungsprojekt HerMes 38
ALUMNI UND VEREIN
VON FREUNDEN
Prof. Ameling verstorben 44
100 Jahre Verein v. Freunden 45
Förderpreise vergeben 46
40
Clausthaler
Forscher misst
KOOPERATION
Vertrag mit Hüttenes-
Albertus Chemische Werke
Vertrag zum E-Carsharing
NAMEN und NACHRICHTEN
48
50
Aerosole
Per Experiment überprüfen Promotionen 54
Professor Schade und sein Personalia zu Professoren 56
Team vom Fraunhofer HHI die
Corona-Ansteckungsgefahr
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ÜBERNIMMT LHK-VORSITZ
Professor Joachim Schachtner tritt das Amt am 1. Januar 2021 an
Auf ihrer Plenarsitzung am 9. dentin der Universität Osnabrück,
November hat die Landeshoch- in den Vorstand gewählt. Neben ihr
schulkonferenz (LHK) Niedersach- werden weiterhin Professorin Dr.
sen einstimmig Professor Joachim Susanne Rode-Breymann, Präsi-
Schachtner, Präsident der TU dentin der Hochschule für Musik,
Clausthal, zum neuen Vorsitzen- Theater und Medien Hannover, und
den gewählt. Die Amtszeit für den Professor Dr. Gerhard Kreutz, Präsi-
gesamten neuen Vorstand beginnt dent der Hochschule Emden/Leer,
am 1. Januar 2021 und endet am die niedersächsischen Hochschulen
31. Dezember 2022. im Vorstand vertreten. Beide wur-
den im Amt bestätigt. Universitätspräsident
Der Biologe Professor Dr. Schacht- Professor Joachim Schachtner.
ner folgt im Amt des LHK-Vorsit- In der Landeshochschulkonferenz
zenden auf den Politikwissenschaft- Niedersachsen wirken die 20 Mit-
ler Professor Dr. Wolfgang-Uwe gliedshochschulen Niedersach-
Friedrich, Präsident der Universität sens zusammen und nehmen ihre Die mehrstündige Plenarsitzung lief
Hildesheim. Friedrich tritt nach drei gemeinsamen Interessen wahr. Im aufgrund der Corona-Krise unter
Amtszeiten zum Jahreswechsel in vergangenen September hatte die strikten Hygieneauflagen. „Es war
den Ruhestand. Tagung der Präsidentinnen und sehr schön, dass die Konferenz hier
Präsidenten der niedersächsischen hat stattfinden können. Ich danke
Auch die Zusammensetzung des Hochschulen erstmals seit 2013 allen Beteiligten, die sich in Corona-
Vorstandes der Landeshochschul- wieder an der TU Clausthal stattge- Zeiten in die nicht gerade einfache
konferenz wurde neu bestimmt. Als funden. Professor Schachtner hieß Organisation eingebracht haben“,
neues Mitglied wurde Professorin die Teilnehmenden in der Aula Aca- so Professor Schachtner.
Dr. Susanne Menzel-Riedl, Präsi- demica der Universität willkommen.
Zuletzt war die LHK am 20. Novem-
ber in der Öffentlichkeit größer in
Erscheinung getreten. Zusammen
mit der Wissenschaftlichen Kommis-
sion Niedersachsen (WKN) sowie
außeruniversitären Forschungsein-
richtungen warnte die Landeshoch-
schulkonferenz in einer gemein-
samen Erklärung eindringlich vor
finanziellen Kürzungen im nieder-
sächsischen Hochschulbereich.
Zuvor hatte die Landesregierung für
das Jahr 2020 beschlossen, im Ge-
schäftsbereich des Wissenschafts-
ministeriums gut 24 Millionen Euro
einzusparen. Und es ist geplant,
diese Kürzung in den kommenden
Jahren fortzuschreiben.
Am 7. September fand die Plenarsitzung der
Landeshochschulkonferenz (LHK) Niedersachsen
in der Aula Academica der TU Clausthal statt.
TUCONTACT 7DIE NEUE
NORMALITÄT
Auch das Wintersemester läuft an der
TU Clausthal weitgehend digital
Geplant war das Wintersemester in lege im Oktober bereits digital will-
Hybridform, also als Kombination kommen geheißen: „Wir möchten
aus Präsenz- und Online-Veranstal- mit Ihnen eine nachhaltige Zukunft
tungen. Dann nahmen bundesweit gestalten und dazu brauchen wir
die Covid-19-Infektionen stark zu junge wissbegierige und enthusias-
und am 25. November erging seitens tische Menschen wie Sie“, sagte Uni-
der Bundes- und Landesregierungen versitätspräsident Professor Joachim
der Beschluss: „Hochschulen und Schachtner in seiner Videobotschaft.
Universitäten sollen grundsätzlich – „Die Online-Begrüßungen sind ins-
mit Ausnahme insbesondere von La- gesamt sehr gut gelaufen. Das ist
bortätigkeiten, Praktika, praktischen grundsätzlich auch ein Modell für
und künstlerischen Ausbildungs- die Zukunft“, meinte Studienberate-
abschnitten und Prüfungen – auf rin Katrin Balthaus.
digitale Lehre umstellen.“
Abgesehen von der offiziellen Be-
Vorausschauend hatte die TU Claus- grüßung erfordern aber gerade die
thal ihre neuen Studierenden und ersten Wochen an einer Universität
die Teilnehmenden am Steiger-Col- viel persönlichen Austausch, um das
In der Universitätsbibliothek konnte bis zum
15. Dezember mit Abstand und Maske ge-
lernt werden. Dann folgte der Lockdown.
8 TUCONTACTPraktika konnten in
Präsenz stattfinden.
neue Umfeld kennen zu lernen. Des-
halb besuchten die Erstsemester –
eingeteilt in Kleingruppen und unter
Beachtung der AHA-Regel – anfangs
einzelne Einrichtungen. Im Steiger-
College, das neuen Bachelor-Studie-
renden einen einzigartigen Einstieg
für ein erfolgreiches Studium bietet,
gibt es sogar weiterhin präsente
Momente: Zu einem regelmäßigen
Lauftraining, das zur Study-Life-Ba-
lance beiträgt, treffen sich immer
zwei Studierende in Präsenz. Zum
Austausch in größeren Gruppen gibt
es Online-Stammtische. In Kleingruppen lernten die
Erstsemester im Oktober die
TU Clausthal kennen.
Mit Ausnahme von Labortätigkeiten,
Praktika, einem eingeschränkten
Betrieb der Universitätsbibliothek
und Prüfungen (jeweils mit Hygie-
WER SITZT IM CORONA-
nekonzept) laufen alle Clausthaler
Lehrveranstaltungen digital. Wer von
den Studierenden keinen Computer
besitzt, wird von der Uni unter- KRISENSTAB?
stützt. In der Hochschule wurden
alte Computer eingesammelt, dann Mit den Auswirkungen der Corona-Krise beschäftigt sich an der TU
im Rechenzentrum überarbeitet und Clausthal ein Krisenstab, der sich derzeit wöchentlich digital trifft und
schließlich an bisher 26 Studieren- bei Bedarf täglich abstimmt. Dem Krisenstab gehören an:
de mit Bedarf verteilt. Eine zweite die Präsidiumsmitglieder der TU Clausthal sowie Vertreterinnen bzw.
Vergaberunde sei geplant, und auf Vertreter aus dem Präsidialstab, dem Justiziariat, der Hochschulkom-
lange Sicht sei es erstrebenswert, das munikation und dem Personaldezernat. Im Bedarfsfall können weitere
Projekt zu etablieren, so Professor Personen hinzugezogen werden. Die Kommunikation mit den Studie-
Gunther Brenner, Vizepräsident für renden erfolgt durch den Vizepräsidenten für Studium und Lehre in
Studium und Lehre. regelmäßigen Videokonferenzen.
(Stand 15. Dezember 2020)
TUCONTACT 9DIGITAL
KOMMT AN
„China Woche 2020“ erlebt in Spitzenzeiten bis zu 400
Teilnehmende, darunter Wissenschaftsminister Björn Thümler
VON CHRISTIAN ERNST
Aufgrund der Corona-Pandemie hatte Bedeutung der Kooperation zwischen
das China-Kompetenzzentrum der TU den beiden Partnern herausgestellt.
Clausthal die China Woche kurzfristig
zum Online-Event umfunktioniert. Viele weltweite Herausforderungen
Mit großem Erfolg. Aus Clausthal- wie etwa die Corona-Pandemie
Zellerfeld, ganz Deutschland, den oder der Klimaschutz, könnten nur
Niederlanden und der Volksrepublik im globalen Miteinander bewäl-
China brachten sich Rednerinnen und tigt werden. Für die internationale
Redner in die fünftägige Videokonfe- akademische Zusammenarbeit seien
renz ein. Höhepunkt war die Unter- Kooperationen auf Augenhöhe und
zeichnung eines „Memorandum mit gegenseitigem Respekt die Basis.
of Understanding“ (MOU) für eine Im Anschluss stellte Thümler Nie-
Chinesisch-Niedersächsische Allianz dersachsens Engagement für den
für Wissenschaft und Kultur. Ausbau grüner Wasserstofftechno-
logien vor und nannte damit ein
Vor der Vertragsunterschrift hatte Wis- zukunftsweisendes Forschungsthema
senschaftsminister Björn Thümler die für die Zusammenarbeit mit China.
Wissenschaftsminister
Björn Thümler schaltete
sich online zur China
Woche 2020 dazu.
10 TUCONTACTDie deutsch-chinesische
Zusammenarbeit hat an der
TU Clausthal Tradition.
Mit der Unterzeichnung des MOU ist Unter dem Motto „Erfahren Sie mehr
ein internationales Promotionskolleg über China“ brachte die dritte China
auf den Weg gebracht worden, das Woche an der TU Clausthal beide
von den niedersächsischen Universitä- Länder und Kulturen einander näher.
ten Clausthal, Göttingen, Hannover, Zum Auftakt der hochkarätig besetz-
Braunschweig und Osnabrück sowie ten Themenwoche mit mehr als 40
den chinesischen Partneruniversitäten Vorträgen hatten die Staatssekretärin
Sichuan, Zhengzhou, Beihang und im Niedersächsischen Ministerium für
Tongji gemeinsam errichtet wird. Wissenschaft und Kultur (MWK), Dr.
„Für die TU Clausthal bedeutet die Sabine Johannsen, sowie Xiaohui Du,
Zusammenarbeit mit China, dass das Generalkonsul der Volksrepublik Chi-
Beste aus zwei Welten kombiniert na in Hamburg, ihr großes Interesse
wird“, sagte Universitätspräsident am jeweils anderen Land unterstri-
Professor Joachim Schachtner. chen. Auch Professor Thomas Hansch-
Für die
TU Clausthal
bedeutet die
Zusammenarbeit
mit China, dass
das Beste aus
zwei Welten
kombiniert wird.
TUCONTACT 11Veranstaltung zusammen mit Profes-
sor Alfons Esderts (Vizepräsident für
Forschung, Transfer und Internationa-
les), Professor Gunther Brenner (Vize-
präsident für Studium und Lehre) und
Professor Dietmar Möller moderiert.
Seit 2018 gibt es an der TU Clausthal
ein China-Kompetenzzentrum. Ins
Leben gerufen wurde es aufgrund
der seit den 1980er-Jahren bestehen-
den umfangreichen Erfahrung mit
chinesischen Kooperationen. Seither
sind mehr als 1500 Studierende aus
dem Reich der Mitte im Harz ausge-
bildet worden. Auch viele prominente
Persönlichkeiten haben in Clausthal
studiert oder promoviert, etwa der
Auch der kulturelle Aspekt floss in ehemalige Forschungsminister Profes-
die China-Woche ein: Die Claus-
thaler Studentin Lingxiang Wang
ke, seit 2018 Beauftragter des MWK sor Wan Gang und Professor Xu Hui-
spielte die Eröffnungsmusik mit für die Hochschulzusammenarbeit mit bin (Präsident der Beihang Universität
einer Wölbbrettzither. China, brachte sich ein. in Peking), der für seinen aktuellen
Redebeitrag extra eine Krawatte mit
Im Weiteren standen auf der virtuellen dem Logo der TU Clausthal umgebun-
Tagung die wirtschaftliche Zusam- den hatte. Derzeit hat die TU in China
menarbeit, der Austausch von Studie- 13 aktive Partneruniversitäten. Mit
renden und der Workshop „Intelligent mehreren wie der Sichuan University,
Manufacturing“ mit Beteiligung des der Beihang University, der East China
Bundeswirtschaftsministeriums und University of Science and Technology
beispielsweise des Huawei-Konzerns sowie der Northeast Petroleum Uni-
im Blickpunkt. „Die Tagungswoche ist versity sind über die Jahre erfolgreiche,
sehr erfolgreich verlaufen und hat vie- strategische Partnerschaften in Lehre
le neue Impulse gegeben. Wir haben und Forschung aufgebaut worden.
auch sehr viel positives Feedback aus
Deutschland, China und anderswo er- Hintergrund-Informationen zur
halten“, freute sich Professor Michael China Woche:
Z. Hou, der Leiter des China-Kom- www.china-kompetenzzentrum.
petenzzentrums der TU. Er hatte die tu-clausthal.de
12 TUCONTACTSie sind klein, grün und könnten die Zukunft des Biokraftstoffs sein. Algen sind eine erneuerbare Energiequelle. ExxonMobil erforscht ihr Potenzial als Kraftstoff mit geringeren CO2-Emissionen. Und da Algen in Salzwasser ebenso gedeihen wie auf Böden, die für Nutzpflanzen ungeeignet sind, könnte ein erfolgreicher Biokraftstoff auf Algenbasis der Welt mehr Energie liefern, ohne die globale Nahrungsmittel- und Wasserversorgung zu gefährden. Mehr dazu auf EnergyFactor.de
CHEMIE CAMPUS
CLAUSTHAL
Die Planungen für das 50-Millionen-Euro-Bauprojekt sind auf
einem guten Weg
Die Universität möchte durch „Für die TU ist der Chemie Campus
Umzug und Umbauten all ihre Clausthal ein ganz zentraler Bau-
chemischen Institute an einem Ort stein unseres Zukunftskonzeptes.
zusammenfassen, dazu ein neues Die Chemie ist eine Schlüsselwis-
Praktikumsgebäude errichten und senschaft mit hoher Relevanz für
das Horst-Luther-Hörsaal-Gebäude unsere Forschungsfelder, die sich
sanieren. Im Ergebnis entsteht der unter dem Dach unseres Leitthemas
Chemie Campus Clausthal. Im Früh- Circular Economy wiederfinden,
jahr hatte das Land Niedersachsen zum Beispiel Materialforschung,
grünes Licht für das Großprojekt nachhaltige Energiesysteme oder
im Feldgrabengebiet gegeben. Im der Bereich Rohstoffsicherung und
Sommer erteilte dann das Finanzmi- Ressourceneffizienz“, erläutert Uni-
nisterium den offiziellen Planungs- versitätspräsident Professor Joachim
auftrag an das Staatliche Bauma- Schachtner. „Diese strategische
nagement Südniedersachsen, das Ausrichtung wollen wir voranbrin-
zunächst die Ausschreibung für die gen und zugleich selbst nachhaltig
detaillierte Planungsleistung vor- agieren, indem wir auch vorhande-
bereitet. Baubeginn soll im Frühjahr ne Ressourcen wie Bestandsgebäu-
2023 sein. de nutzen.“ Die geplanten Kosten
belaufen sich auf rund 50 Millionen
Für die
TU ist der
Chemie Campus
Clausthal ein
ganz zentraler
Baustein unseres
Zukunfts-
konzeptes.
14 TUCONTACTDiese Gebäude werden in
den zukünftigen Chemie
Campus mit einbezogen.
Bezeichnung Vorhaben:
Euro und bilden damit das größte Chemie Campus Clausthal
das Horst-Luther-Hörsaal-Gebäude ist auch ein Commitment für die
Bauvorhaben in der Geschichte der und das zentrale Chemikalienlager TU und die Region“, unterstreicht
TU Clausthal. Das neueste Gebäu- lokalisiert sein. Komplettiert wird Frau Strebl. „Wir versuchen alles,
de auf dem Campus ist bisher das der Campus durch den Anbau eines was möglich ist, um den Prozess
Clausthaler Zentrum für Material- zweigeschossigen Praktikumsge- bestmöglich weiter voranzutreiben.
technik, das im Dezember 2013 bäudes. Denn wir freuen uns sehr auf den
für 14 Millionen Euro fertiggestellt Chemie Campus Clausthal, der an
wurde. Schon seit mehreren Jahren hatte zentraler Stelle auf unserem Cam-
sich die TU Clausthal um diese pus ein echtes Highlight werden
Hintergrund: Die Anorganische ambitionierte Baumaßnahme be- wird.“ Das Gebäude-Ensemble
Chemie der TU Clausthal befindet müht. Im Jahr 2019 war der Antrag wird die Attraktivität der Universität
sich in einem denkmalgeschützten überarbeitet und neu eingereicht sowohl für Studierende als auch für
Gebäude aus dem Baujahr 1925. worden. „Wir sind wirklich dankbar Forschende enorm erhöhen und
Das Bauwerk ist stark sanierungs- für die Unterstützung des Wissen- die Umsetzung der strategischen
bedürftig und nicht mehr für einen schaftsministeriums und dafür, Ausrichtung in Hinblick auf das Leit-
modernen Laborbetrieb herzu- dass das Land eine solche Summe thema Circular Economy nachhaltig
richten. „Hier muss also dringend bei uns in Clausthal investiert. Das fördern.
etwas getan werden“, betont Irene
Strebl, die als hauptberufliche Vize-
präsidentin der Universität auch
für Gebäude und Liegenschaften
zuständig ist. Die Anorganische
Chemie soll in das bisherige Institut
für Organische Chemie integriert
werden. Dazu muss dieses Gebäu-
de zunächst umgebaut und saniert
werden. Durch diese Maßnahmen
werden dann alle chemischen
Institute, die den künftigen Che-
mie Campus Clausthal bilden, in
unmittelbarer Nähe zueinander um
TUCONTACT 15CHRONIST DER
CLAUSTHALER HOCH-
SCHULGESCHICHTE
Die Universität würdigt ihren Altrektor Professor Georg Müller
an seinem 90. Geburtstag
VON CHRISTIAN ERNST
Mit einem Empfang hat die Tech-
nische Universität Clausthal den
ehemaligen Rektor Professor Georg
Müller gewürdigt, der die Geschich-
te der Hochschule in mehreren Bü-
chern aufgearbeitet hat. „Sie haben
sich wahrlich um die TU Clausthal
verdient gemacht: als Mineraloge,
als Hochschulleiter und als ,Histo-
riker‘ der Universität.“ Mit diesen
Worten beglückwünschte Univer-
sitätspräsident Professor Joachim
Schachtner den ehemaligen Rektor
Altrektor Professor Georg
der Oberharzer Universität, Profes- Müller nimmt von Uni-
sor Georg Müller, zu dessen 90. Ge- versitätspräsident Professor
burtstag. Aus diesem Anlass hatte Joachim Schachtner ein
Präsent entgegen.
die Hochschule eine Veranstaltung
organisiert, die in Corona-Zeiten
auf 30 Teilnehmende beschränkt
bleiben musste. Die Reden fanden Akribie und Ihre Begeisterung für und Technischen Universität legte
im Audimax, ein Empfang in der die Geschichte und die Entwicklung der Altrektor ein Verzeichnis von 870
Geosammlung statt. unserer Hochschule insbesondere Kurzbiographien zu den Clausthaler
auch als Chronist“, unterstrich Pro- Hochschullehrenden bis 1999 vor.
Professor Müller stand zwei Mal fessor Schachtner.
als Rektor an der Spitze der TU: Das Interesse an Geschichte war bei
von 1986 bis 1988 und von 1990 Zwei Werke stellte der Präsident Georg Müller auch durch seinen
bis 1992. Die Zeiten als Prorektor dabei heraus: Im Buch „Vom Stahl- persönlichen Lebensweg gegeben.
mitberücksichtigt, gehörte er der helm zum Hakenkreuz – Menschen Geboren am 1. Oktober 1930 im
Hochschulleitung von 1985 bis und Vorgänge an der Bergakademie brandenburgischen Luckau erlebte
1996 an. „Sie haben der Techni- Clausthal in den zwanziger bis vier- er noch die letzten Kriegstage mit
schen Universität Clausthal nicht ziger Jahren des 20. Jahrhunderts“ und geriet in sowjetische Kriegs-
nur während Ihrer Zeit als Rektor arbeitete Müller die Zeit des Natio- gefangenschaft. Nach jahrelanger
den Stempel aufgedrückt, sondern nalsozialismus auf. Und im „Catalo- Zwangsarbeit, unter anderem in
durch Ihr historisches Interesse, Ihre gus Professorum“ der Bergakademie Bergwerken am Ural, kehrte er erst
16 TUCONTACT1955 nach Deutschland zurück.
Nach dem sogenannten Spätheim-
kehrer-Lehrgang 1956/57 legte er
in Göttingen das Abitur ab und
studierte danach an der Universität
Göttingen Mineralogie. Nach der
Promotion 1962 arbeitete er an der
Bundesanstalt für Bodenforschung
in Hannover. 1966 folgte die Habili-
tation an der Universität Kiel.
Im April 1970 kam Müller als Pro-
fessor für Mineralogie und Petro-
graphie in den Oberharz. An der
Technischen Universität übernahm
er die Leitung des Mineralogisch-Pe-
trographischen Instituts, das später
in das Institut für Mineralogie und
Mineralische Rohstoffe überging.
Während der Jahre in der Hoch-
schulleitung wurden etwa die Pläne Zum Geburtstag schenkte die Universität
für den Mensa-Neubau sowie die ihrem Altrektor ein Album mit Fotos aus
fünf Jahrzehnten an der TU Clausthal.
Übernahme des Kasernengeländes
an der Tannenhöhe geschmiedet.
Die Zahl der Studierenden erreichte
im Wintersemester 1991/92 den
damaligen Höchststand mit 4163. „Ich hatte eigentlich immer ein mann dachten gerne an gemeinsa-
Nach der Wende brachte Professor gutes Verhältnis zu den Studieren- me Vorlesungen, Exkursionen und
Müller, der auch die Kooperation den“, blickte der Jubilar zurück. Erlebnisse zurück. Als Geschenk
mit der Universität Ljubljana und Dies bestätigten zwei ehemalige seitens der Universität wurde dem
die Zusammenarbeit mit Partnern Studenten, die heute als Wissen- ehemaligen Rektor ein Fotoalbum
in Brasilien pflegte, sein Know-how schaftler an der TU Clausthal tätig überreicht. Es lässt dessen fünf Jahr-
in den Austausch mit der TU Berg- sind, in ihren Reden. Professor Dani- zehnte an der TU Clausthal gebüh-
akademie Freiberg ein. el Goldmann und Dr. Wilfried Ließ- rend Revue passieren.
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TUCONTACT 17WEITERE DFG-
FORSCHUNGSGRUPPE
UNTER TU-FÜHRUNG
In der ersten Förderperiode erhält das materialwissen-
schaftliche Team vier Millionen Euro
Zu Beginn des Wintersemesters hat gesamten Kompositionsbereich
die Deutsche Forschungsgemein- sowie der einstellbaren Größe ferro-
schaft (DFG) die Einrichtung der elektrischer Domänen stellen sie
Forschungsgruppe „Periodische ein äußerst variables Modellsystem
niedrigdimensionale Defektstruktu- zur Aufdeckung und Anwendung
ren in polaren Oxiden“ (FOR5044) neuer grundlegender materialwis-
beschlossen. Sprecher der For- senschaftlich-physikalischer Phäno-
schungsgruppe ist Professor Holger mene dar. Der Einfluss von Punkt-
Fritze vom Institut für Energiefor- defekten und Domänenwänden
schung und Physikalische Techno- auf die makroskopischen Material-
logien (IEPT) der TU Clausthal. eigenschaften, deren Zusammen-
spiel sowie die hohe thermische
Den Untersuchungsgegenstand Stabilität bieten neue weitreichen-
der materialwissenschaftlichen de Anwendungsperspektiven in
Forschungsgruppe bilden polare der Sensorik, aber auch in der
oxidische Mischkristalle aus Lit- integrierten Akustik und Photonik.
hiumniobat und Lithiumtantalat. Beispiele bilden piezoelektrische
Aufgrund deren Mischbarkeit im Sensoren und Aktuatoren für den
Neben Professor Holger Fritze
(Mitte), dem Sprecher der
Forschungsgruppe, zählen Pro-
fessor Harald Schmidt (rechts)
und Nachwuchswissenschaftler
Dr. Yuriy Suhak seitens der TU
Clausthal zu den Projektleitern.
18 TUCONTACTHochtemperaturbereich, die zur
Effizienzverbesserung von Energie-
wandlungsprozessen beitragen,
oder Komponenten für die Domä-
nenwand- und Optoelektronik.
„Es freut uns sehr, dass neben der
DFG-Forschungsgruppe um Profes-
sor Thomas Turek nun eine weitere
mit einem Wissenschaftler der TU
Clausthal als Sprecher eingerichtet
worden ist“, so Universitätspräsi-
dent Professor Joachim Schachtner:
„Inhaltlich hat die neue Forschungs-
gruppe sowohl einen Bezug zu
Material- als auch zu Energiethe-
men. Damit passt sie hervorragend
zur Ausrichtung der Universität
und knüpft gleich an zwei Claus-
thaler Forschungsfelder an: neu-
artige Materialien und Prozesse für
wettbewerbsfähige Produkte sowie
nachhaltige Energiesysteme.“
Bundesweit sind sieben neue
Forschungsgruppen eingerichtet
worden, so dass die Förderung der
Inhaltlich hat die neue
unter TU-Federführung arbeitenden Forschungsgruppe sowohl einen
dezentralen Forschungsgruppe als
großer Erfolg zu sehen ist. In der Bezug zu Material- als auch zu
ersten vierjährigen Förderperiode
erhält die Forschungsgruppe rund Energiethemen. Damit passt sie
vier Millionen Euro. Dabei entfällt
fast die Hälfte der Mittel auf die TU
hervorragend zur Ausrichtung
Clausthal, an der drei Teilprojekte
angesiedelt sind. Neben dem Spre-
unserer Universität.
cher sind Professor Harald Schmidt
und der Nachwuchswissenschaftler gekoppelte Ladungsträger mittels internationale Kooperationen der
Dr. Yuriy Suhak Projektleiter. Zudem zeitaufgelöster Spektroskopie auf Teilprojektleiter. Besonders hervor-
unterstützt Professor Günter Bor- Zeitskalen bis zu Sub-Pikosekunden zuheben ist die Zusammenarbeit
chardt den Verbund aktiv. Seitens untersucht, so dass fundamentale mit der Nationalen Polytechnischen
der TU Clausthal werden insbe- Erkenntnisse zur Korrelation von Universität Lviv, Ukraine, im Bereich
sondere Kompetenzen im Bereich Defektstruktur sowie Elektronen- der optischen Spektroskopie. Eine
atomarer Transportvorgänge und und Ionentransport geliefert wer- Mitarbeiterin der dortigen Arbeits-
piezoelektrischer Hochtemperatur- den. Die beteiligten Arbeitsgruppen gruppe wird im Mercator-Modul
materialien eingebracht. der Technischen Universität Dres- tätig, das zusätzlich von Professor
den bringen Kompetenzen bei der Klaus-Dieter Becker, TU Braun-
Weiterhin ist das Leibniz-Institut für Polung von Monodomänenkristal- schweig, unterstützt wird.
Kristallzüchtung Berlin beteiligt, das len und der optischen Charakterisie-
die Züchtung von Monodomänen- rung der Domänenwände ein. Er- Studierenden kommt die neue For-
und periodisch gepolten Kristallen gänzt werden die experimentellen schungsgruppe ebenfalls zugute.
übernimmt. Bereits im Rahmen Arbeiten mit der computergestütz- Sie bietet ihnen aktuelle material-
der Vorarbeiten konnten Misch- ten Modellierung der Mischkristalle wissenschaftliche Themen sowie
kristalle gezüchtet werden, deren an der Universität Gießen. Kooperationen und erhöht damit
Qualität, Größe und Homogenität auch für Studienanfängerinnen und
international führend sind. An der Die Forschungsgruppe bündelt und -anfänger die Attraktivität der TU
Universität Osnabrück werden stark erweitert zahlreiche nationale und Clausthal.
TUCONTACT 19DER
UMWELTSCHÜTZER
„Mein Leben an der Uni“: Vijaybhai Solanki erzählt von
seinem Mining-Engineering-Studium in Clausthal und seiner
Leidenschaft für Natur und Sport
VON NADINE KAISER
Einen weiten Weg hat Vijaybhai So- mester des englischsprachigen Mas-
lanki hinter sich, denn ihn trennen terstudiengangs Mining Engineering.
über 7.000 Kilometer von seiner Den Bachelor hat er bereits in Indien
Heimat in Indien. Der 25-Jährige absolviert. Die Uni und einige andere
kommt aus der Nähe von Amreli Studierende aus seiner Heimat hat er
und seine Heimatstadt erinnert durch die Webseite des Deutschen
ein wenig an den Harz: Berge und Akademischen Austauschdiens-
Wälder. „Die Bäume in meiner tes (DAAD) kennengelernt. Vijays
Heimat sind allerdings sehr viel Lieblingsthema ist der nachhaltige
kleiner, und ich muss mich unter Bergbau. „Es ist mir wichtig, die Um-
ihnen hindurch ducken“, sagt er welt zu schützen“, sagt er. „Wenn
und lacht dabei. ich später einmal in diesem Bereich
arbeite, kann ich meinen Beitrag zum
ZIEL: UMWELT SCHÜTZEN Umweltschutz leisten.“
Vijay, so die Kurzform von Vijaybhai, Doch nicht nur die Verbundenheit
befindet sich aktuell im vierten Se- mit der Natur begeistert ihn an
Wenn
ich später einmal
in diesem Bereich
arbeite, kann ich
meinen Beitrag
zum Umwelt-
schutz leisten.
Vijay will mehr
über nachhaltigen
Bergbau wissen.
20 TUCONTACTKaffee trinken am Clausthaler Wald-
seebad: Die perfekte Auszeit für Vijay.
seinem Studiengang, sondern auch ne, trinkt einen Kaffee und genießt seinem Instagramprofil hat er damit
der enge Kontakt mit den Professo- die Aussicht. „Nachdem ich drau- Erfolg, denn rund 800 Menschen
ren. Vor allem in der digitalen Lehre ßen war, kann ich mich viel besser folgen bereits seinen Inhalten.
während des Lockdowns war das aufs Lernen konzentrieren und bin
für Vijay sehr wichtig, da er sich in viel entspannter“, erzählt er. KOCHEN IST WIE EIN
der Vorbereitung für seine Master- STÜCK HEIMAT
arbeit befindet. Darin will er über Normalerweise besucht Vijay sehr
ein neues und spannendes Fach- gerne das Fitnessstudio, doch Allerdings gehört für Vijay zum The-
gebiet schreiben: den Weltraum- wegen der Pandemie, die seit März ma Gesundheit und Fitness nicht
bergbau. Dieses Thema war bereits alles fest im Griff hat, musste er sich nur der Sport. Auch das Kochen ist
beim Kolloquium „Fördertechnik im etwas Neues suchen. Also hat er mit eine seiner Lieblingsbeschäftigun-
Bergbau“ 2020 ein zentraler Aspekt Calisthenic angefangen, ein Sport, gen. Oftmals probiert der Claus-
und wird auch in Zukunft vor allem bei dem Übungen mit dem eigenen thaler Student neue und vor allem
für die Industrie eine große Bedeu- Körpergewicht gemacht werden. gesunde Rezepte aus. Sein Favorit
tung haben, denn neue und vor An der Sporthalle der TU Clausthal ist und bleibt jedoch das typisch
allem nachhaltige Wege zur Roh- gibt es auch einen Calisthenic-Park. indische Gericht Hühnchen Biryani,
stoffgewinnung sind essenziell. Mit seinem Ehrgeiz und Perfektio- das vor allem aus Reis, Hühnchen
nismus konnte Vijay seine Fähig- und der indischen Gewürzmi-
FITNESS STEHT AN keiten schnell verbessern. „Soweit schung Garam Masala besteht.
ERSTER STELLE ich weiß, gibt es in Clausthal, mich Dieses Gericht hat seine Mutter in
eingeschlossen, nur zwei Men- Indien oft für ihn gekocht. Und da
Neben dem Studium legt der schen, die diesen Sport machen“, er sie seit über einem Jahr nicht
25-Jährige sehr viel Wert auf seine erklärt Vijay und ist sichtbar stolz mehr persönlich sehen konnte, ist
Gesundheit und Fitness. Seine Ver- dabei. Zeitgleich hat er beschlossen, diese Speise eine schöne Erinne-
bundenheit mit der Harzer Natur seinen Sport auf Video festzuhalten rung an seine Mutter.
zieht ihn immer wieder mit dem und auf verschiedenen Social-Me-
Fahrrad hinaus in die Wälder. Vijays dia-Kanälen zu verbreiten. Warum? Mehr über die Kampagne
Lieblingsort ist allerdings das Claus- „Ich will mehr Menschen für Sport „Mein Leben an der Uni“:
thaler Waldseebad. Dort sitzt er ger- und Natur begeistern“, sagt er. Auf meinleben.tu-clausthal.de
TUCONTACT 21NEUES VERFAHREN FÜR
CORONA-TESTS
Deutschlandstipendium: Clausthaler Student an Entwicklung
eines Smartphone-basierten Corona-Schnelltests beteiligt
titut (HHI) sagte ihm für die Mit-
arbeit am Projekt COVSENS zu.
Dessen Ziel ist es, einen einfach
handhabbaren, Smartphone-basier-
ten Schnelltest zum Nachweis des
Corona-Virus zu entwickeln.
MIT LICHT DAS CORONAVIRUS
IDENTIFIZIEREN
Als Polymerchemiker beschäftigt
sich Anton Koshelev mit Strukturen
chemischer Verbindungen, die aus
mehreren Molekülen bestehen. Die
Teilnahme am COVSENS-Projekt
ermöglichte es ihm, all sein Wis-
sen einfließen zu lassen: „Wir sind
insgesamt sieben bis acht Leute im
Anton Koshelev will Etwas zu schaffen, das über das Team. An diesem Projekt arbeiten
etwas Gutes tun.
eigene Leben hinausgeht, reizt Wissenschaftler aus verschiedenen
den angehenden Polymerchemiker Gebieten: der Chemie, der Physik
Anton Koshelev besonders. Im Rah- sowie Maschinenbau.“ Die Aufgabe
men seiner Masterarbeit an der TU von Anton Koshelev besteht darin,
Clausthal ist der Stipendiat an der eine Polymerfolie zu entwickeln, die
Entwicklung eines Smartphone-ba- das Coronavirus durch den Einsatz
sierten Corona-Schnelltests beteiligt. von Licht „sichtbar“ macht. Wie das
funktioniert? Die Polymerfolie dient
Beim Ausbruch der Covid-19-Pan- als Sensor, der über einen kleinen
demie befand sich Anton Koshelev Aufsatz an ein Smartphone ange-
gerade bei seiner Familie in Russ- schlossen werden kann. Auf diesen
land. Von dort aus bewarb sich der Sensor wird der Probetropfen der
24-jährige Polymerchemie-Student Testperson aufgetragen und an-
der Technischen Universität Claus- schließend mit der LED-Lampe des
thal für verschiedene Forschungs- Smartphones belichtet. Da Viren
projekte. Es war ihm wichtig, für wie das Coronavirus einen eigenen
seine Masterarbeit ein Thema mit Brechungsindex haben, gibt die
aktuellem Bezug zu finden und mit hervorgerufene Änderung der Licht-
seiner Forschung etwas bewegen intensität Aufschluss darüber, ob
zu können. Das ist ihm gelungen: eine Infektion vorliegt oder nicht.
Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Ins- Das Ergebnis wird auf dem Kamera-
22 TUCONTACTbild sichtbar und auf dem Display abschluss in den Fächern Chemie sehr geholfen.“ Mit seinem Förderer
dargestellt. Für die private Anwen- und Wirtschaftsingenieurwesen ab. Dr. Stephan Röthele, dem Grün-
dung ist dieser Test allerdings nicht Das konsekutive Masterprogramm dungsgesellschafter und Geschäfts-
gedacht. Anton Koshelev erklärt: an der TU Clausthal hat ihn von führer der Clausthaler Sympatec
„Der Test könnte für Personal in seinem nächsten Schritt überzeugt. GmbH, steht er bereits persönlich
Krankenhäusern, Alten- und Pflege- Mittlerweile hat sich Anton Koshe- in Kontakt. Es ist ihm ein Anliegen,
heimen sowie Arztpraxen genutzt lev gut eingelebt – auch wenn der diesen in Zukunft noch weiter aus-
oder an Orten eingesetzt werden, Wechsel mit einigen Umstellungen zubauen. Auch die Chance, dass
an denen man sofortige Ergebnis- verbunden war: „Das Studium in sich über das Netzwerk des Deutsch-
se benötigt – wie zum Beispiel an Deutschland ist schwieriger als in landstipendiums weitere berufliche
Flughäfen. Man benötigt kein Labor Russland, weil man viel mehr selbst Perspektiven eröffnen, freut Anton
mehr, sondern nur noch jemanden vorbereiten und sich viel mehr Koshelev. Neben seinem Anspruch,
mit einem Smartphone, der den selbst aneignen muss“, erzählt etwas für die Menschheit zu tun, ist
Test durchführen kann.“ er. „Und Clausthal ist auch etwas er offen für das, was kommt. Bei sei-
kleiner als Moskau“, fügt er lachend ner Karriereplanung verlässt er sich
AUF INTERDISZIPLINÄRE FOR- hinzu. vor allem auf seine eigenen Fähig-
SCHUNG FOKUSSIERT keiten und Interessen: „Das Arbeits-
VERLASS AUF DIE EIGENEN umfeld eines Chemikers ist sehr
Zur Chemie gelangte Anton Kos- FÄHIGKEITEN vielfältig. Ich könnte mir vorstellen,
helev über kleine Umwege: Ur- als Professor zu arbeiten. Aber am
sprünglich wollte er Arzt werden, Durch die Förderung mit dem liebsten würde ich mich selbststän-
entschied sich zunächst jedoch für Deutschlandstipendium kann sich dig machen.“
die Biologie. Bevor er im Jahr 2018 Anton Koshelev voll und ganz
nach Deutschland kam, legte er auf sein anspruchsvolles Studium (Im Original erschienen in: BMBF,
an der Staatlichen Universität in konzentrieren: „Ich finanziere mich Newsletter zum Deutschlandstipen-
Moskau einen Doppel-Bachelor- selbst, da hat mir die Unterstützung dium, Ausgabe November 2020)
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TUCONTACT 23CLAUSTHALERIN
AUF DEN
SPUREN DES
NEANDERTALERS
Erneut konnte sich eine Studentin der TU an
der Grabung an der Einhornhöhle im Südharz
beteiligen
VON NADINE KAISER
Mit Spitzkelle und Pinsel tragen die
Forscherinnen und Forscher vorsich-
tig die Erdschichten des ehemaligen
Höhleneingangs ab. In den Abla-
gerungen finden sie immer wieder
unter anderem Jagdreste und Werk-
zeuge, wie zum Beispiel Quarzite
aus dem Oberharz. Das sind alles
Anzeichen auf den ersten Rohstoff-
sucher im Harz – den Neandertaler.
Der frühere Höhleneingang hatte
einmal vermutlich eine Höhe von
drei bis vier Metern, perfekt für unse-
ren Vorfahren, um das Tageslicht op-
timal zu nutzen. Die Einhornhöhle
gilt als die größte Besucherhöhle im
Westharz und hat eine Gesamtgang-
länge von 700 Metern. Ihren Namen
erhielt sie von gefundenen Höhlen-
bären- und Mammutknochen, die
unter anderem von dem Universal-
Die Clausthaler
Studentin Lisa Schulze
liebt ihre Arbeit.
24 TUCONTACTGrabungsleiter Dirk Leder,
Studentin Lisa Schulze und
Ralf Nielbock, Betreiber der
Einhornhöhle (von links).
Regelmäßig durchgeführt werden
die Ausgrabungen an der Ein-
hornhöhle bei Scharzfeld vom
Niedersächsischen Landesamt für
Denkmalpflege und der Gesell-
schaft Unicornu fossile e. V. mithilfe
von Fördermitteln des Niedersäch-
sischen Ministeriums für Wissen-
schaft und Kultur.
„Seit zwei Jahren können sich die
Studierenden nun auch hier an den
Grabungen beteiligen“, sagt Ralf
Nielbock, Gründer des Vereins Uni-
cornu fossile e. V. und Betreiber der
Einhornhöhle. Der 66-Jährige hat an
der TU Clausthal die Fächer Paläon-
tologie und Geologie studiert und
in seiner Promotionsarbeit über die
Eiszeitfauna der Einhornhöhle ge-
schrieben. „Normalerweise beginnt
die Grabungssaison schon im Juli
oder August. Allerdings konnten
gelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz Clausthaler Kommilitonen, der bei wir auf Grund der aktuellen Situa-
fälschlicherweise dem Fabelwesen der Grabung im letzten Jahr dabei tion und den Hygienevorschriften
Einhorn zugeordnet wurden. war, bewarb sich die Master-Stu- erst im September loslegen.“ Schon
dentin für die Teilnahme. „Ich finde 1984 begann Nielbock von der TU
Lisa Schulze, die Rohstoff-Geowis- es toll, Bezug zu den Gegenständen Clausthal aus mit den Ausgrabun-
senschaften an der TU Clausthal zu haben, die später im Labor ana- gen an der Einhornhöhle, nachdem
studiert, war schon nach wenigen lysiert werden“, beschreibt sie ihre er dort zufällig den ersten Faustkeil
Arbeitstagen an der Grabungsstätte Erfahrungen während ihrer ersten fand. Ziel der diesjährigen For-
vollauf begeistert: „Es ist wie in der archäologischen Ausgrabung. Nach schungen war es, den Eingangsbe-
Kriminologie. Man geht verschie- dem ersten „Frühjahrsputz“, bei reich zur Höhle weiter zu erschlie-
denen Hinweisen nach und ver- dem Laub entfernt und Planen zum ßen und herauszufinden, wann und
sucht anhand derer herauszufinden, Schutz der Grabenden angebracht unter welchen Klimabedingungen
was vor über 100.000 Jahren hier werden, lernte die Studentin ver- der frühe Mensch sich im Harz auf-
passiert ist.“ Auf Empfehlung eines schiedene Objekte in den Schichten gehalten hat.
zu erkennen und diese fachmän-
nisch zu befreien. Das Wissen zur
Paläontologie und Sedimentologie,
welches sich die 26-Jährige während
ihres Studiums angeeignet hat, kam
ihr bei dieser Aufgabe zu gute.
TUCONTACT 25785 NEUE STUDIERENDE
AN DER TU CLAUSTHAL
Im Wintersemester 2020/21 beläuft aus dem Ausland, ein Drittel aus
sich die Zahl der Neuaufnahmen Deutschland. Hierbei ist zu berück-
an der TU Clausthal auf 785 Studie- sichtigen, dass es in Niedersachsen
rende. Das ist die höchste Zahl an – nach der Wiedereinführung des
Neuaufnahmen seit fünf Jahren und neunjährigen Gymnasiums – nur
eine Steigerung gegenüber dem ver- einen unvollständigen Abitur-
gangenen Wintersemester um 131 jahrgang gegeben hat. Inwiefern
Studierende. Insgesamt sind an der sich die Corona-Pandemie auf das
TU Clausthal derzeit 3719 Studieren- Einschreibeverhalten ausgewirkt
de eingeschrieben. hat, kann noch nicht abschließend derzeit 2.948.700 Studierende ein-
beurteilt werden. geschrieben und damit zwei Prozent
Bei den Neuaufnahmen entfallen mehr als im Wintersemester des Vor-
289 auf die Bachelorstudiengänge Bundesweit ist die Zahl der Studie- jahres. Dabei konzentriere sich der
und 446 auf die Masterstudiengän- renden an deutschen Hochschulen Anstieg vor allem auf die Fachhoch-
ge. Hinzu kommen noch 50 neue auch im Wintersemester 2020/2021 schulen. Die Zahl der Studierenden
Promovierende. Insgesamt kommen weiter angestiegen. Wie das Sta- an Universitäten blieb gegenüber
zwei Drittel der neuen Studierenden tistische Bundesamt mitteilte, sind dem Vorjahr nahezu unverändert.
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26 TUCONTACTWISSENSCHAFTSKOMMU-
NIKATION: PREIS FÜR
CLAUSTHALER POSTDOC
Die Klaus Tschira Stiftung zeichnete sechs Forschende aus, die
einen sehr gelungenen, allgemein verständlichen Artikel über ihre
Doktorarbeit geschrieben haben, darunter Dr. Benjamin Leiding
Vergeben wurde der KlarText-Preis Transactions and Collaborations
für Wissenschaftskommunikation im Among Autonomous Smart Devi-
Oktober im Rahmen eines Festaktes ces“. Seit dem aktuellen Winterse-
in Heidelberg. Der Informatiker Dr. mester ist er als wissenschaftlicher
Benjamin Leiding, der am Institute Mitarbeiter am Clausthaler ISSE von
for Software and Systems Enginee- Direktor Professor Andreas Rausch
ring (ISSE) der TU Clausthal tätig ist, tätig. In seinem Beitrag „Wenn
darf sich über ein Preisgeld von 7500 Maschinen wirtschaften“ beschreibt
Euro freuen. Neben den jungen For- Leiding, wie zukünftige intelligente,
schenden zeichnete die Klaus Tschira hochgradig-vernetzte und autonom
Stiftung, die in diesem Jahr ihr handelnde Maschinen mit anderen
25-jähriges Bestehen feiert, den Viro- Maschinen oder Menschen inter-
logen Professor Christian Drosten agieren oder kollaborieren werden.
(Berlin) für sein außerordentliches Beispielsweise könnten autonome,
Engagement im gesellschaftlichen selbstfahrende Autos ihre Betriebs-
Dialog mit einem Sonderpreis aus. kosten selbstständig decken, indem
sie Transportdienstleistungen an-
Der Clausthaler Preisträger Ben- bieten und für diese eine monetäre
Dr. Benjamin Leiding.
jamin Leiding hat sich in seinem Kompensation erhalten. Mit dieser
ausgezeichneten Beitrag mit dem wiederum werden die nächste
Thema „Interaktion autonom han- Batterieladung oder die nächsten
delnder Maschinen“ beschäftigt. Wartungsarbeiten bezahlt.
Der Nachwuchswissenschaftler hat
im Anschluss an seine Doktorarbeit, Die Klaus Tschira Stiftung, eine
die er an der Universität Göttingen Pionierin der Wissenschaftskom-
eingereicht hat, einen deutschspra- munikation, hat die Auszeichnung
chigen Artikel darüber geschrieben. bereits zum 18. Mal vergeben. In
Mit diesem gut verständlichen Text diesem Jahr hatten 191 frisch Pro-
hat er auch Nicht-Wissenschaftler movierte Texte in sieben Kategorien
für aktuelle Forschung begeistern eingereicht. Eine Jury, besetzt aus
können. den Bereichen Wissenschaft und
Journalismus, wählte daraus in drei
Benjamin Leiding, ein gebürtiger Schritten die besten Beiträge aus.
Rostocker, studierte Informatik an
den Universitäten in Rostock und Den preisgekrönten Text von Dr.
Göttingen und promovierte mit Benjamin Leiding finden Sie unter:
der Arbeit „The M2X Economy – https://klartext-preis.de/meldun-
Concepts for Business Interactions, gen/wenn-maschinen-wirtschaften/
TUCONTACT 27Die Gewinner des chemPLANT-
Wettbewerbs sind (von links) Dominika
Siwek, André Hebenbrock, Lydia
Weseler, Hannes Stagge und Deniz Cifci.
VERFAHRENSTECHNIK:
STUDIERENDE GEWINNEN
BUNDESWETTBEWERB
Das Clausthaler Team „Microtein“ hat den chemPLANT-
Wettbewerb gewonnen, der Ende September während der
ProcessNet-Jahrestagung stattfand
Innerhalb dieser Konkurrenz entwer- sowie mit der Emission großer Men-
fen kreative, angehende Verfahrens- gen an Treibhausgasen verbunden.
ingenieure neue Prozesse, mit denen Daher steigt das Interesse an alterna-
wichtige gesellschaftliche Fragestel- tiven Proteinquellen. Eine innovative
lungen adressiert werden. Bei der Möglichkeit ist die biotechnologische
diesjährigen Aufgabe mussten die Herstellung von Proteinen mit Hilfe
Studierenden ein neuartiges Ver- von Mikroorganismen, welche CO2
fahren zur Herstellung von Proteinen als Kohlenstoffquelle nutzen. Die
aus Kohlenstoffdioxid (CO2) entwi- Studierendenteams mussten die ein-
ckeln. Das herkömmliche Bereitstel- zelnen Verfahrensschritte auslegen,
len von pflanzlichen und insbeson- eine vollständige Stoff- und Energie-
dere von tierischem Protein ist mit bilanz durchführen und ihr Verfahren
erheblichen Umweltauswirkungen ökologisch und ökonomisch bewer-
wie Wasser- und Flächenbedarf ten.
28 TUCONTACTDas Clausthaler Team „Microtein“, eingereichten Konzepten die acht Wettbewerb waren Clausthaler Teams
bestehend aus Deniz Cifci, André He- vielversprechendsten ausgewählt mit insgesamt fünf Siegen bereits sehr
benbrock, Dominika Siwek, Hannes und zur ProcessNet-Jahrestagung erfolgreich. Beide Formate werden
Stagge und Lydia Weseler, entwickel- eingeladen. Dort stellten die Studie- auch 2021 auf verfahrenstechnischen
te ein Verfahren zur Herstellung von renden ihre Idee einer Fachjury vor. Tagungen stattfinden. Interessierte
Proteinen ausschließlich auf Basis Die drei am besten bewerteten Teams Studierende können sich bei den be-
erneuerbarer Energien und von Ab- traten schließlich im finalen Pitch treuenden Instituten melden: Institut
fallströmen der Düngemittelindustrie. gegeneinander an, wobei durch das für Chemische und Elektrochemische
Durch das konsequente Schließen Zuschauer-Voting weitere Punkte ge- Verfahrenstechnik (ICVT) und Institut
von Kreisläufen sowie das stoffliche sammelt werden konnten. Das Team für Energieverfahrenstechnik und
und energetische Nutzen von Abfall- der TU Clausthal setzte sich wegen Brennstofftechnik (IEVB).
strömen konnte ein besonders öko- des überzeugenden Konzeptes, aber
logischer Prozess mit sehr geringem auch durch originelle Gestaltung von
Wasser- und Flächenbedarf erreicht Poster und Videopräsentation durch.
werden. Der zu erwartende Markt-
preis ist zwar noch höher als der von
Für ihr Poster erhielt „Microtein“ noch
zusätzlich einen Award. Dies verdeut-
Es ist
traditionell hergestellten Proteinen, licht, dass neben soliden fachlichen möglich, dass sich
allerdings wird in der Gesellschaft zu-
nehmend Wert auf klimafreundliche
Kenntnissen auch kommunikative
Fähigkeiten bei der Ingenieurausbil- ein solches Produkt
Produkte gelegt. „Daher ist es mög-
lich, dass sich ein solches Produkt
dung einen immer größeren Stellen-
wert erlangen.
künftig am Markt
künftig am Markt etablieren könnte“, etablieren könnte.
erwarten die Studierenden. Der zum dritten Mal durchgeführ-
te chemPLANT-Wettbewerb ist der
Der Weg zum Sieg beim chem- zweite große Wettkampf für Studie-
PLANT-Wettbewerb war angesichts rende der Verfahrenstechnik und des
der großen Konkurrenz lang und Chemieingenieurwesens. Auch beim
steinig. Zunächst wurden aus 17 schon länger etablierten ChemCar-
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TUCONTACT 29Sie können auch lesen