Blickpunkt - Rhein-Mosel-Werkstatt
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RMW
Ausgabe 2/2018
Blickpunkt
Klausurtagung der Sozialdienste Leitthema
Allgemeines
1000. Rontondo-Ruhebank
Betriebsstätte Koblenz
Berufliche
30 Jahre Werkstatt
Betriebsstätte Kastellaun
Bildung und
Fortschritt Baumaßnahmen
Betriebsstätte Simmern
Qualifizierung
Neue Hauswirtschaftsgruppe
Betriebsstätte Weißenthurm www.rmw-koblenz.deVorwort
Liebe Leserinnen
und Leser,
Der neue Katalog ist da!
das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu, ein Jahr
Seit Jahren erleben wir mit unseren Werkstattprodukten eine voller wegweisender Entscheidungen und Maßnah-
Erfolgsgeschichte. Unser neuer Werkstattkatalog ist da und men in der RMW und ihrer Tochterunternehmen.
präsentiert unsere Angebotspalette auf einen Blick. Lassen Massive Veränderungsprozesse stehen an.
Sie sich überraschen: von pfiffigen Ideen, innovativen Die RMW steht im Zeitalter von Teilhabe und Reha-
Produkten und hochwertiger Handwerksqualität. bilitation im Wettbewerb auf einem sozialen Markt.
Neue organisatorische und inhaltliche Schwerpunkte
wurden und müssen auch in Zukunft gesetzt werden.
Lesen Sie auf den nächsten Seiten, wie auf der
Grundlage von umfangreichen Schulungen unseres
Personals sowie durch den Einsatz unserer Koor-
dinatoren im Berufsbildungsbereich, der Persön-
lichkeitsförderung, der Teilqualifizierung sowie im
Integrationsmanagement die Angebote für unsere
Mitarbeiter immer ausdifferenzierter und zielführen-
der gestaltet werden.
Diese Prozesse sind erst der Anfang für die Entwick-
lung eines neuen Selbstverständnisses in der RMW Hauszeitung aufgezeigt, werden diese sogenannten
zur Eingliederung und Teilhabe unserer Mitarbeiter. Inklusionsunternehmen zurzeit von der Politik gerne
als Alternative zur Werkstatt genannt. Hier ist es
Unsere Werkstatt steht vor einem Generationswech- eine schwierige Aufgabe, im Wettbewerb mit indus-
sel. Neue junge Kräfte werden zukünftig durch die Pla- triellen Dienstleistern den sozialen und gemeinnüt-
nung und Umsetzung von Angeboten und Projekten zigen Gedanken aufrecht zu halten. Kooperationen,
das Gesicht der RMW in vielen Bereichen verändern. wie beispielsweise zwischen dem Blindenwerk und
der Förder- und Wohnstätte Kettig, oder spezielle
Gerade für unsere Standorte Kastellaun und Sim- Angebote für unsere Integrationskräfte soll dies
mern wird das 2019 mit der neuen Betriebsleite- auch in Zukunft möglich machen. Auch hierzu fin-
rin Martina Altmaier und dem Einzug in die neue den Sie auf den nächsten Seiten ausführliche und
Betriebsstätte Simmern ein zukunftweisendes Jahr. informative Berichte.
Über den berühmten Tellerrand hinaus zu schauen,
den Mut haben, neue Wege zu gehen, das wird die In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe Weih-
RMW in den nächsten Jahren weiter fortsetzen. nachten und ein gutes neues Jahr 2019.
Weitere Infos: Dies fordert auch die Digitalisierung der Arbeitswelt,
www.rmw-koblenz.de deren Auswirkungen auf die Qualifizierungs- und Ihr Thomas Hoffmann
Telefon: 0261 808030 Arbeitsangebote heute noch gar nicht absehbar Geschäftsführer
sind, aber uns in den nächsten Jahren intensiv
beschäftigen werden.
Auch unsere Tochterunternehmen entwickeln sich
weiter. Wie schon in der letzten Ausgabe unserer
2 RMW-Blickpunkt 2/2018 RMW-Blickpunkt 2/2018 3Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
20
53
14
28 42 50
Koblenz 1 & 2
Allgemeines Leitthema Weißenthurm
16 | Ist Elektromobilität die Zukunft?
3| Vorwort von Thomas Hoffmann 24 | Berufliche Bildung und Qualifizierung 18 | Erfolgreiches Seminar in Kassel 52 | Ausflug nach Bad Neuenahr/Ahrweiler
6| Jubilare Mitarbeiter 2018 27 | DVS Schweißer Schulung 19 | Jobbörse an der Bienhorntal-Schule 53 | Neue Hauswirtschaftsgruppe
8| Jubilare Personal 2018 28 | Berufliche Anerkennung 20 | 1.000. Rontondo-Liegebank 54 | Hoher Besuch aus Mainz und Neuwied
9| Kalender 2019 ist da! 32 | Wichtig ist, was jemand kann... 22 | Das Mittelalter und die Ritter 55 | Schulung für Zentrale & Pfortendienst
10 | Neue Gesichter der RMW 32 | Gabelstaplerführerschein absolviert 23 | Betriebsrat des Gemeinschaftsbetriebs
12 | Mint steht für Berufsbildungsbereich 33 | Teilqualifzierung zum Logistikpraktiker 38 | Handwerkskooperation am Mittelrhein
12 | Schließtage 2019 34 | Erste-Hilfe-Schulungen in der RMW 39 | Ab ins Beet!
13 | Auszeichnungen für Ahmet Cepdibi 36 | Qualifizierung & Persönlichkeitsförderung 40 | Politik hautnah erleben!
14 | Zukunft gemeinsam gestalten
Inhalt
15 | Pädagogische Fachkraft in der RMW
66 | Impressum Kastellaun Sport
67 | Nachrufe
42 | 30 Jahre Betriebsstätte Kastellaun 56 | Lotto-Elf zu Gast in Mülheim-Kärlich
44 | Tag der offenen Tür lockte Besucher 58 | Bronze bei Deutschen Meisterschaften
46 | Neue Betriebsleiterin auf dem Hunsrück 60 | Es lebe der Sport...
46 | Gratulation zur Hochzeit!
Simmern Gesellschafter
48 | Sonnige Tage im Saarland 62 | Caritas-Fest im Herzen von Koblenz
49 | Werkstatt bietet Raum für Besonderes! 64 | Eine Million Sterne leuchteten
50 | Neubau wird Winterbaustelle
4 RMW-Blickpunkt 2/2018 RMW-Blickpunkt 2/2018 5Allgemeines Allgemeines
JUBILARE 2018
JUBILARE MITARBEITER 2018
JUBILARE MITARBEITER 2018
Betriebsstätte Kastellaun
10 Jahre
Benjamin Bauer
Walter Brahms
Eva-Maria Hebel
30 Jahre
Rudi Adam
Gerd Bast
Horst Bunz
Betriebsstätte Simmern
10 Jahre
Wendelin Christ
Angela Kerb
Stefan Hudalla Elisabeth Derelo
Andreas Huhn Kerstin Gewehr 20 Jahre
Mirela Iveljic Heidemarie Göbel Heidrun Becker
Betriebsstätte Koblenz 1 Ingo Kröning Norbert Hawig Martina Schlegel
Rene Ott Petra Heinz
Cornelia Schneider Frank Herrmann
10 Jahre Ralf Schneider Ralf Junker 25 Jahre
Lana Hotic Daniela Schulte Norbert Kunz Peter Biskup
Stefan Kröber Marius Wojciechowski Axel Linn
Patrick Dutter Rita Lucas
Alexander Ihrlich Michael Meinhard 30 Jahre
Frank Weingarten 20 Jahre Christine Müller Frank Böhm
Dietmar Phillipowitz Jessica Brombacher Silvia Müller Volker Schneider
Markus König Uwe Noster
Paul König Eckard Petry
Galina Ognewa Rolf Ries
20 Jahre 25 Jahre 30 Jahre 40 Jahre Detlef Peuter Anke Rüdinger
Nathalie Urbach Manuela Stein Lorenz Betzing Christian Flamme Carsten Steil-Schloesser Silvia Schmitt
Steffen Kraas Diane Beck Rainer Volk Willi Rödiger Alexandra Wybranczyk Bernd Voigt
Sonja Hiltmann Björn Beckers Claudia Lieser Klaus-Erwin Ratzlaff Stefan Voigt
Verena Thies Stefanie Wamsler Karl Riehl Martin Weirich
Karl-Heinz Krämer Tanja Dötsch Siegmar Appel 25 Jahre Markus Willnecker
Niko Flöck Carsten Würges Manfred Hentsch Rene Göllner Gerhard-Christoph Wust
Iris Hensel
Herzlichen
Ulrike Kurz
Sieglinde Ley
Jutta Nick
Nicole Pierags
Melanie Steil
Betriebsstätte Koblenz 2
Betriebsstätte Weißenthurm Glückwunsch
10 Jahre 20 Jahre
10 Jahre 25 Jahre Martina Butzen Roman Engbarth
Frank Daumen Marco Lenzen Klaus Jakobs Bernhard Gail
Jessica Frank Nathalie Kschonsak Andrea Schmidt
Christine Kluger 30 Jahre Ralf Maurer Michael Jörg Sichau
Saeed Superviser Ursula Sladek Dirk Meerbothe
Mario Wierichs Rüdiger Mende 30 Jahre
Patrick Sakowski 25 Jahre Alois Diederichs
Mehmed-Faik Yilmas Annegret Borsch Petra Hofmann
6 RMW-Blickpunkt 2/2018 RMW-Blickpunkt 2/2018 7Allgemeines Allgemeines
JUBILARE 2018
JUBILARE PERSONAL 2018
JUBILARE PERSONAL 2018
Der Kalender 2019 ist da!
Unverwechselbare und individuelle Kunstwerke
Dank vieler kreativer Mitarbeiter aus allen
Betriebsstätten entstand erneut ein wunder-
Tobias Rockenfeller
schöner und ausdrucksstarker Kalender. Seit
10 Jahre 25 Jahre Jahren bekommen Mitarbeiter, Kooperations-
partner und Kunden den Kalender mit den
Heidi Börsch Simmern Karina Haackmann Kastellaun besten Wünschen für das neue Jahr.
Anja Clos Weißenthurm Herbert Klak Koblenz I
Wladimir Dick Koblenz I Joerg Kochhann Kastellaun Vielen Dank an unsere Künstler!
Angelika Eweleit Koblenz I Dirk Löhr Koblenz I
Deborah Görke Koblenz II Helga Prison Weißenthurm
Vasili Gutmüller PI Weißenthurm Nikolaus Puschmann Kastellaun
Rolf Karst Kastellaun Stefan Spitzley Weißenthurm Alle Bilder diese
s Kalenders wurde
n von Menschen
mit Behinderung
gemalt, die bei der
Rhein-Mosel-Wer
kstatt beschäftigt
Marko Lanser PI Weißenthurm Jürgen Vogel Koblenz I
sind. Wir danken
ihnen ganz herzli
Januar 2019 Die Rhein-Mosel-We
rkstatt und ihre Toc
ch.
Ihnen ein gesegnetes hterunternehmen wün
Weihnachtsfest und schen
Karsten Meurer Kastellaun Brunhild Wierzoch-Wald Simmern ein frohes neues Jah
r.
Rhein-
Mosel-
Werkstatt
Marina Rößel Kastellaun Dirk Zeutzheim Koblenz I
gemeinnützige
GmbH
Koblenz - Weißenthur
Leman Alicpinar
m - Kastellaun
- Simmern
Dominik Röhrig PI Weißenthurm
Simone Schmiedichen Kastellaun
Marion Wagner Kastellaun
Juli 2019
20 Jahre 30 Jahre Rhein-
Mosel-
Ingrid Rücker Werkstatt
gemeinnützige GmbH
Mo Di Mi Do
Mi Do Fr Sa So
Di
26 27 28 29 30 31
Fr Sa So Mo
Gerda Hilbert Koblenz I Hans Sobik Kastellaun
Mi Do
17 18 19 20 21 22 23 24 25
Sa So Mo Di
Mo Di Mi Do Fr
7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
Mi Do Fr Sa So
Di
1 2 3 4 5 6
Josef Junge Koblenz I Zinaida Sulewski Koblenz I
Neujahr
Hildegard Mihalits Koblenz I Harald Zanft Koblenz I
Alfred Koenigs Koblenz I
Helmut Peters Weißenthurm
Dorothea Schneider Simmern Mo Di
Michael Schrader Weißenthurm
Mi Do
1 2 3 4 Sa Fr
So
September 2019
Mo
5 6 7
Di Mi Do
8 9 10 11
40 Jahre
Sa Fr
So
n
12 13 14
Mo Di Mi
e
Wolfgang Wagner Koblenz I
Do
15 16 17 18
Fr Sa
h
So
19 20 21
Mo Steffen Kraa
c
Di Rhein-
Mi s
i
Do
22 23 24 25 Fr Sa So Mo Di Mi
Mosel-
l
Werksta
tt
26 27 28
Herz
gemeinnü
tzige GmbH
Klaus Weimann Koblenz I 29 30 31
Hedwig Westphal Koblenz I Hans Nagel Weißenthurm
Marco Wickert Kastellaun Gerlinde Schmitt Blindenwerk
Glückw u n s ch Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So
Niko Flöck
Mo
Rhein-
Mosel-
Werkstatt
gemeinnützige GmbH
21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
Fr Sa So Mo Di
So MoDi Mi Do
9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
Mo Di Mi Do Fr Sa
So
1 2 3 4 5 6 7 8
8 RMW-Blickpunkt 2/2018 RMW-Blickpunkt 2/2018 9Allgemeines Allgemeines
Neue Gesichter der RMW Neue Gesichter der RMW
Andreas Bartelmeß Lisa Merkelbach Nadine Schellscheidt
I n dieser neuen Rubrik stellen wir regelmäßig
die neuen Gesichter innerhalb unseres Werk-
stattpersonals vor. Wir wünschen allen neu hin-
Position: Position: Position:
Freiwilliges Soziales Jahr Assistenz des Werkstattrates Gruppenhelferin
zugekommenen Kollegen nachträglich einen
guten Start bzw. hoffen, dass sie sich schnell bei Einsatzgebiet: Einsatzgebiet: Einsatzgebiet:
uns eingelebt haben. Montage/Konfektionierung Koblenz 1 Werbetechnik
Koblenz 1 Koblenz 1 Koblenz 2
Angela Schoellhammer Vanessa Rasch Alexandra Werner Ludmila Becker
Position: Position: Position: Position:
Gruppenhelferin Gruppenleiterin Produktionsfachkraft Gruppenhelferin
Einsatzgebiet: Einsatzgebiet: Einsatzgebiet: Einsatzgebiet:
Wäscherei Wäscherei Kantine CompAir Wäscherei
Koblenz 1 Koblenz 1 Kastellaun Kastellaun
Manou Tholey Manuela Großklos Uwe Scherer Thomas Landmesser
Position: Position: Position: Position:
Zusatzkraft Fachkraft Fahrer/Lagerist Freiwilliges Soziales Jahr
Einsatzgebiet: Einsatzgebiet: Einsatzgebiet: Einsatzgebiet:
Einzelfallhilfe Entlastungsbereich Fahrdienst/Lager Montage 3
Koblenz 1 Koblenz 1 Kastellaun Kastellaun
Berit Spieß Lisa Einig Laura Natascha Dick Sorina Bilasco
Position: Position: Position: Position:
Freiwilliges Soziales Jahr Gruppenleiterin Freiwilliges Soziales Jahr Bundesfreiwilligendienst
Einsatzgebiet: Einsatzgebiet: Einsatzgebiet: Einsatzgebiet:
Montage/Konfektionierung Montage/Konfektionierung Konfektionierung 1 -
Koblenz 1 Koblenz 1 Kastellaun Simmern
Heike Röhrig Manfred Süttnig Merlin Losse Helen Kessler
Position: Position: Position: Position:
Produktionshelferin Produktionsfachkraft Freiwilliges Soziales Jahr Leitung Hauswirtschaft
Einsatzgebiet: Einsatzgebiet: Einsatzgebiet: Einsatzgebiet:
Küche Galabau - Hauswirtschaft
Koblenz 1 Koblenz 1 Simmern Weißenthurm
10 RMW-Blickpunkt 2/2018 RMW-Blickpunkt 2/2018 11Allgemeines Allgemeines
Gleich zweimalige
Mint steht für den Berufsbildungsbereich
Auszeichnung für
Ahmet Cepdibi
E in Zitat von Gustav Heinemann lautet „Wer
nichts verändern will, wird auch das verlie-
ren, was er bewahren möchte.“ Diesen Grundsatz
Aber dies war nur der Startschuss für weitere Neue-
rungen. Neben inhaltlichen Veränderungen wird es
in Zukunft auch neue optische Akzente geben.
haben wir uns im Berufsbildungsbereich auf die Kooperationserfolg zwischen der
Fahne geschrieben. Wir möchten uns verändern Die Farbe Mint wird zukünftig für unsere Berufsbil-
und verbessern, damit wir attraktiv für mögliche Kli- dungsbereiche stehen. Dieser Farbton wird nicht RMW und der Bundesanstalt
enten aus der Region bleiben. nur auf Wänden oder auf den Visitenkarten zu
sehen sein, sondern auch auf Dokumenten oder
für Gewässerkunde
auch bei der neu eingeführten Dienstkleidung bei
Veranstaltungen. Unser Farbkonzept soll so ausge-
legt sein, dass bei der Farbe Mint jedem in der RMW
klar ist, dass es sich um den Berufsbildungsbereich
handelt. Neben inhaltlich guten Qualifizierungen
und Schulungen müssen auch die Räumlichkeiten
A hmet Cepdibi wurde von 2015 bis 2018 von
der RMW in Kooperation mit der Bundesanstalt
für Gewässerkunde Koblenz im Ausbildungsberuf
sagte Ahmet Cepdibi: „Um derartige Ergebnisse
erfüllen zu können, braucht man kompetente Aus-
bilder. Diese Kompetenz habe ich während meiner
einen entsprechenden Rahmen aufweisen können. „Kaufmann für Büromanagement“ ausgebildet. In Ausbildung bei der RMW sowie bei der Bundes-
dieser Zeit war er in den Standorten Weißenthurm anstalt für Gewässerkunde nicht missen müssen.
Deshalb werden die einzelnen Berufsbildungsbe- und Koblenz sowie bei der Bundesanstalt für Meine Ausbilder haben mich immer bestens unter-
reiche auch in Zukunft Stück für Stück mit moder- Gewässerkunde in Koblenz eingesetzt. Die Berufs- stützt und mir eine kompetente Ausbildung geboten.
nen und einheitlichen Möbeln, Tischen und Stühlen schule absolvierte Ahmet Cepdibi in allen drei Aus- Hierfür bedanke ich mich recht herzlich.“
ausgestattet. Auch hier soll unser neues Konzept bildungsjahren mit einem Notendurschnitt von 1,0
klar zu erkennen sein, denn der Mensch soll nicht und erreichte somit das beste Ausbildungsergebnis,
nur gefördert werden, sondern er soll sich auch in das ein Auszubildender in der Rhein-Mosel-Werk- Bestenehrung in Berlin: Einladung ins Bundes-
unseren Räumlichkeiten wohlfühlen. Der Berufsbil- statt jemals erzielt hat. kanzleramt und Bundesministerium für Verkehr
Um solche Ziele zu erreichen, gehören neben dungsbereich bleibt spannend, bietet aber zugleich und digitale Infrastruktur
Teamgeist sowie der Einsatzbereitschaft jedes Ein- auch die Möglichkeit, sich positiv zu verändern
zelnen auch der Mut sowie der Wille für Verände- sowie die gestellten Anforderungen zu bewältigen. Bestenehrung IHK-Koblenz Da Ahmet Cepdibi offiziell bei der Bundesanstalt
rungen dazu. In den letzten Wochen und Monaten für Gewässerkunde angestellt war, wurde sein
haben wir bereits einiges bewegen können. Euer Team vom Berufsbildungsbereich Am 19. September wurde Ahmet Cepdibi von der herausragendes Prüfungsergebnis auch in Berlin
Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz für die bekannt. Unter den deutschlandweit 1278 Aus-
herausragenden Leistungen in seiner Abschluss- zubildenden des Bundesministeriums für Verkehr
prüfung ausgezeichnet. In der Rhein-Mosel-Halle und digitale Infrastruktur, in 37 Ausbildungsberu-
Koblenz sprach IHK-Präsidentin Susanne Szc- fen, hat Ahmet Cepdibi als bester Auszubildender
zesny-Oßing von einem erfolgsversprechenden im Ausbildungsberuf „Kaufmann für Büromanage-
Schließtage 2019 Weg, den die jungen Fachkräfte eingeschlagen hät- ment“ die Prüfung absolviert. Diese überragende
Schließtag ten. Bei der Bestenehrung werden jährlich Auszu- Leistung wurde von Andreas Scheuer, Bundesmi-
4. März Rosenmontag e bildende ausgezeichnet, die ihre Ausbildung mit der nister für Verkehr und digitale Infrastruktur, per-
5. März Veilchendienstag Gesamtnote „sehr gut“ abgeschlossen haben. sönlich geehrt. Im Zuge der Bestenehrung wurde
2019
31. Mai Freitag nach Christi Himmelfahrt Herr Cepdibi zu einem Mittagessen in das Bundes-
21. Juni Freitag nach Fronleichnam „Sie sind mit hervorragendem Ergebnis den Weg der kanzleramt eingeladen.
4. Oktober Freitag nach dem Tag der Deutschen Einheit dualen Ausbildung gegangen. Damit haben Sie die
23. Dezember Montag vor Heilig Abend Basis für Ihren zukünftigen beruflichen Erfolg gelegt“, Die Bundesanstalt für Gewässerkunde ist ein langjäh-
27. Dezember Freitag nach Weihnachten richtete Szczesny-Oßing ihr Wort an die Geehrten. riger Kooperationspartner der RMW. Die gute und ver-
30. Dezember Montag vor Silvester trauensvolle Zusammenarbeit lässt sich durch solche,
Die IHK Koblenz betonte zudem stark die Mitwir- sehr gute Ergebnisse unterstreichen. Wir freuen uns
kung der Ausbilder an diesem Ergebnis. Hierzu weiterhin auf die sehr gute Zusammenarbeit.
12 RMW-Blickpunkt 2/2018 RMW-Blickpunkt 2/2018 13Allgemeines Allgemeines
Projekt „Pädagogische Fachkraft in der RMW“
Zukunft gemeinsam gestalten
Sozialdienste gingen in Klausur Seit Beginn des Jahres kooperiert die RMW mit 2018 wurden an drei mehrtägigen Veranstaltungen
alsterdialog aus Hamburg, einem bundesweit aner- folgende Module behandelt:
kannten Weiterbildungsinstitut. Seit über zehn Jah-
ren bietet alsterdialog Fort- und Weiterbildungen, • Pädagogischer Methodenkoffer
So wird beispielsweise die jahrelang praktizierte aber auch Beratung und Begleitung für Einrichtungen • Krankheits- und Behinderungsbilder
Arbeit im Fachausschuss deutlich verändert bzw. der Eingliederungshilfe an. Dabei unterstützen sie • Arbeitspädagogische Methoden
durch die gesetzlichen Regelungen des zweiten Einrichtungen bei der Reflexion ihres professionellen
Teiles des neuen SGB IX (Bundesteilhabege- Handelns und der Erweiterung ihres Fachwissens. In den Modulen wird den Teilnehmern aktuelles
setz) durch ein Teilhabeverfahren im Kontext der Wissen zur Professionalisierung des eigenen
Gesamtplanung ersetzt. Dadurch verschiebt sich Tuns angeboten. Ebenso geht es darum, das
eine jahrelang gelebte Praxis deutlich. eigene Handeln zu hinterfragen und sich im Kreis
„Nah an Ihrem Arbeitsalltag der Kollegen und ggf. auch Leitungskräften als
Weitere Beratungspunkte waren Fortbildungsbe- Wir kennen uns aus im Bereich der Teil- Gästen mit dem eigenen Angebot auseinander-
darfe, Schnittstellen zu anderen Berufsgruppen der habe-Angebote für Menschen mit Behin- zusetzen. Bisher haben ca. 60 Kollegen an den
RMW und ein mögliches, neues Rollenprofil mit derung. Wir verstehen die alltäglichen Veranstaltungen teilgenommen.
neuer Stellenbeschreibung. Anforderungen an Funktions-, Fach- und
Führungskräfte in diesem Arbeitsge- Die Veranstaltungsreihe wird 2019 in der Form fort-
Stellvertretend für die Geschäftsleitung dankte biet. Über unsere Rolle als Dienstleister gesetzt. „Die Module werden jeweils als Inhouse-
Reiner Plehwe den 13 Kollegen für die enga- hinaus engagieren wir uns innerhalb Schulung angeboten. Die Resonanz ist überragend,
D ie diesjährige Klausur der Sozialdienste führte
die Kollegen am 15. und 16. November ins
Priesterseminar in die Diözese Limburg. In der
gierte und unkomplizierte Zusammenarbeit.
Solche Klausuren seien neben den inhaltlichen
Schwerpunkten auch immer wichtig für das
unterschiedlichster Diskussionen zur
Weiterentwicklung der Angebote für
Menschen mit Behinderung.“
auch hinsichtlich des Lernortes außerhalb der RMW.
Hier hat sich die Sportschule Koblenz als idealer
Ort für die Kollegen entwickelt“, betont Katharina
ruhigen, spirituellen Atmosphäre dieses Tagungs- Arbeitsklima untereinander und Ausdruck einer Schnorr. Entscheidender Faktor für den Erfolg der
hauses wurde zwei Tage lang beraten, diskutiert guten Arbeitsatmosphäre in einem ganz wich- Quelle: alsterdialog.de Veranstaltungsreihe ist sicher auch Beate Lonter, die
und Zukunftsperspektiven im Kontext Rehaplanung tigen Unternehmensbereich. im Hintergrund die organisatgorischen Dinge regelt.
und klassische Sozialdiensttägigkeit erarbeitet.
Während bei der letztjährigen Klausur Zusammen mit Kai Göttsch, dem Leiter des Insti-
eher externe Themen im Fokus stan- tuts, entwickelten Koordinatorin Katharina Schnorr
den, lag der Schwerpunkt in diesem und Reiner Plehwe das Projekt „Pädagogische
Jahr auf internen Inhalten. Nach einer Fachkraft in der Rhein-Mosel-Werkstatt“.
grundlegenden Analyse wurden not-
wendige strukturelle und inhaltliche In den vergangenen Jahren haben sich die Rah-
Anpassungen diskutiert und in einen menbedingungen in und um die Werkstätten ein-
Umsetzungsplan gebracht. Dabei wur- schneidend verändert, gerade auch in der RMW.
den zahlreiche Veränderungsprozesse Die Anforderungen an die Fachkräfte erweitern sich,
beschlossen, die 2019 in die Tat umge- die notwendige Weiterentwicklung des Berufsbildes
setzt werden. wird vor von verschiedenen Seiten aus unterschied-
lichen Blickwinkeln gefordert. U. a. gibt es seit 2016
Einer der Schwerpunkte war die Über- deshalb auch eine neue Prüfungsordung. Ziel des
arbeitung des dritten Kernprozesses Angebotes ist es, den entscheidenden Personen
„REHA“ bzw. seiner zugehörigen Teil- dieses fortlaufenden Veränderungsprozesses eine
prozesse im integrierten Management- Auffrischung ihres Wissens im Bereich der Son-
system. Ebenso wurden die strukturellen derpädagogischen Zusatzbetreuung (SPZ) und die
Veränderungen in der werksattrelevanten zeitgleiche Möglichkeit zur Diskussion aktueller Ver-
Gesetzgebung beraten bzw. deren effek- änderungsprozesse zu ermöglichen.
tive Einbindung in die Abläufe der RMW.
14 RMW-Blickpunkt 2/2018 RMW-Blickpunkt 2/2018 15Koblenz Koblenz
Ist Elektromobilität die Zukunft?
Wir, eine Gruppe der Schlosser der Betriebstätte die Weiterentwicklung des PKWs zu einem prak-
Koblenz, wollten es wissen und fuhren mit der Bahn, tischen Elektrotransporter beauftragte und nach
da wir umweltfreundlich unterwegs sein wollten, erfolgreicher Entwicklung das junge Unternehmen
nach Aachen an die Rheinisch-Westfälische Tech- Ende 2014 übernahm. Mittlerweile sind über 5000
nische Hochschule, kurz RWTH. An der Eliteuni- Exemplare in Deutschland sowie den Niederlanden
versität ist eine der größten technologieorientierten in der Brief- und Paketzustellung unterwegs.
Forschungslandschaften Europas entstanden.
Die Aachener Ingenieure hatten einen neuen Weg
Wissenschaftlerteams und Industriekonsortien gefunden, innovative Elektroautos zu bauen und
arbeiten interdisziplinär in neuen, modernen For- neue Elektromobilitätskonzepte zu entwickeln. Auf Kleinbus, der autonom, das heißt ohne Fahrer, Filme
schungsgebäuden zusammen. In dieser euro- diesem Erfolg wurde sich nicht ausgeruht, sondern durch die Städte fahren soll und per App angefor-
paweit einzigartigen Form der Zusammenarbeit mit ganzer Kraft an neuen Entwicklungen geforscht, dert werden kann. So könnte man irgendwann nach
zwischen Wirtschaft, Industrie und Dienstleistern um einen Beitrag zur Vermeidung von weiteren einem Einkauf im Löhr-Center den Bus anfordern,
wird in bislang sechs Clustern geforscht, entwi- Umweltbelastungen zu leisten. der in der Nähe steht oder fährt, um zum Bahnhof Eventorganisation
ckelt und produziert. 2015 wurde die e.GO Mobile als Aktiengesellschaft zu fahren. Diese Vorstellung war für uns gruselig,
gegründet. Schon 2017 wurde der neue e.GO Life so ganz ohne Busfahrer.
In diesem innovativen Umfeld wurde als Elektroauto der Kleinwagenserie in seinem fina-
bereits 2009 das Street-Scooter- len Design erstmalig auf der CeBIT Messe in Han- Nach dem Besuch bei e.Go konnte aber unsere Moderation
Projekt gestartet. In kürzester Zeit nover präsentiert. 2018 sollen 1.800 Wagen in der Frage nach der Mobilität der Zukunft nicht abschlie-
wurde ein elektrischer PKW pro- Industrie 4.0 Fabrik in Aachen in Serie gebaut wer- ßend beantwortet werden, da dort auch schon an
jektiert und als Prototyp gebaut. den, 2019 bereits 15.000 Wagen. Wasserstoff betriebenen Autos, Bussen und LKWs
Die Deutsche Post DHL Group geforscht wird. Printprodukte
war von diesem intelligenten Ent- Wir wurden freundlich im Showroom bei e.Go emp-
wicklungsansatz derart fangen und es gab eine Einführung in das Unter- Mit vielen Eindrücken und neuen spannenden Informa-
begeistert, dass sie nehmen, von der Historie über Konzepte und tionen sind wir wieder über Köln nach Koblenz zurück-
technische Details bis hin zum Kommunikations- gefahren. Wir sind alle gespannt, was uns noch alles in
und Vertriebskonzept. Sachen Mobilität erwartet, um weg von Verbrennungs- TomTom PR Agentur
motoren mit fossilen Brennstoffen zu kommen. Bergpflege 13
Im Showroom konnten wir uns ein E-Cart, einen 56218 Mülheim-Kärlich
Elektrobus und den e.Go live ansehen und
Tel. 02630 957760
Probesitzen. Karl Rode und Christian Flamme Fotos: Dennis Berger
www.tomtom-pr-agentur.de
waren besonders vom E-Cart begeistert, da Text: Wolfgang Wagner
man diesen im öffentlichen Straßenverkehr
ohne Führerschein fahren darf.
Dann ging es in die Entwick- Wir sind Partner von:
lungshalle, in der fotografie-
ren verboten war. Hier wird
geforscht und die Proto-
typen gebaut, Zukunfts-
musik pur. Wir waren alle
mehr als erstaunt, als uns
verschiedene Prototypen ENGAGIERT FÜR MENSCHEN
gezeigt und wir über deren Caritasverband
Koblenz e.V.
Zukunft informiert wurden.
Zum Beispiel den Mover, ein
16 RMW-Blickpunkt 2/2018 RMW-Blickpunkt 2/2018 17Koblenz Koblenz
n e s D ie d e
han ri c
Jo h
s
S a lly
Erfolgreiches Seminar in Kassel Ra
de
ma
„Büro und Co., Bürodienst in der Werkstatt“
cher
A m Mittwoch, den 7. November
fuhren Sally Rademacher, Vera Becker
und Johannes Diederichs gegen Nachmittag
Richtung Kassel. Als wir ankamen, haben wir erstmal im Hotel
eingecheckt. Nach einem anschließenden kleinen Stadtbum-
mel waren wir ziemlich hungrig und waren erst einmal eine
leckere Pizza essen. Am nächsten Tag war Seminartag.
Nach dem Frühstück ging es los und wir fuhren zum Veran-
staltungsort. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde hat uns
die Dozentin einiges zum Thema Büroservice beigebracht.
Wir konnten viel Neues lernen und uns mit Mitarbeitern
Jobbörse an der Bienhorntal-Schule
aus dem Bürobereich anderer Werkstätten austauschen.
Am Ende des Seminars erhielten alle Teilnehmer ein Zer-
tifikat. Auf dieses Zertifikat waren die Teilnehmer mächtig
stolz. Es waren zwei tolle, spannende und lehrreiche Tage.
Schön, dass wir dabei sein durften. Danke an Vera Becker
und Reiner Plehwe für die Organisation und Begleitung.
Und danke, dass die RMW es ermöglicht hat. Z um ersten Mal fand in der Schule am Bienhorntal im Koblen-
zer Stadtteil Asterstein eine Jobbörse statt. Bei dieser
Informationsveranstaltung hatten Institutionen und soziale Ein-
Sally Rademacher richtungen aus der Region die Möglichkeit, sich mit ihren indivi-
duellen Angeboten vorzustellen.
Auch für viele Eltern und Betreuer war es eine Chance, sich
YogiBänke über mögliche Anbieter und Arbeitgeber zu informieren. Die
RMW war an diesem Tag natürlich gerne vor Ort. Unser Stand
YogiBänke Yoga- und Meditations-Bänke
wurde von Eltern, Betreuern und Schülern gut besucht.
Ein besonderer Dank gilt Vanessa Schubert und Cem Uymaz,
Yoga- und Meditations-Bänke
die die RMW an ihrer ehemaligen Schule sehr gut vertreten
haben. Außerdem möchten wir uns bei der Bienhorntal-Schule
YogiBänke Yoga und Meditation stärken Qualität aus Handarbeit! Selbstarretierender für die Einladung bedanken und würden uns freuen, auch im
ke Ruhe und Gelassenheit durch
Yoga und Meditation
Körper und Geist!
Yoga und Meditation stärken
stärkensehnen Qualität
Körper
Alle unsere undwerden
„YogiBänke“ Geist! Für mehr Sicherheit und
Klappmechanismus:
kommenden Jahr wieder mit dabei sein zu dürfen.
Meditation und Yoga Immer mehr Menschen in aus Handarbeit!
unserer Schreinerwerkstatt von Selbstarretierender
entspanntes Sitzen!
Körpersich
undnach
Geist! Klappmechanismus:
Entspannung
Immer mehr – fühlen sich
Menschen sehnen unseren
sich behinderten
nach Mitarbeitern
Entspannung – Für mehr Sicherheit und
erschöpft durch sehnen
Beruf oder
Alle unsere
Alltag. durch inBeruf
„YogiBänke“
inoder
Handarbeit
werden
gefertigt!von Michael Wall
ngen Immer mehr fühlen
Menschen sich erschöpft unserer Alltag.
Schreinerwerkstatt entspanntes Sitzen!
sich nach Entspannung
Yoga – fühlen
und Meditation sindsich
traditionelle unseren behinderten Mitarbeitern
50
erschöpft Yoga
durch Beruf und
oder Meditation
Alltag. Die „YogiBänke“
sind traditionelle
in Handarbeit Techniken,
gefertigt! sind sehr stabil, der Geübte seinen
mit denen
Techniken mit denen der Geübte
ische Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Drucktechnische Fehler und Farbabweichungen möglich. ©Rhein-Mosel-Werkstatt für behinderte Menschen gemeinnützige GmbH 03/2013
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(stehend 4. v.r.), Andreas Drechsler, Werkslei- Limitierte A
Geschäftsführer Thomas Hoffmann sowie Betriebs- ter des städtischen Eigenbetriebs Grünflächen Maße (B x H x T):
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leiter Dirk Schaal übergaben sie an Oberbürgermei- (rechts) sowie Mitarbeiter der Rhein-Mosel-
Gewicht: ca. 26 kg „ECO Duo“
Werkstatt, die an der Produktion und Monta- „ECO
ster David Langner. „Die Zurverfügungstellung der Preis PICCO Lärche EUR 349,- Uno“
Bank ist auch ein Dank an die Stadt Koblenz für die ge der Rontondo Liegebank beteiligt waren.
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Unterstützung der Werkstatt in den vergangenen (Alle Preise inkl. 7 % Mwst. ab Werk)
Jahrzehnten“, sagte Thomas Hoffmann.
OB Langner bedankte sich und ließ sich nicht Heute kann die Kundschaft aus vielen Modellen,
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schöne Aussicht auf Rhein und Festung Ehren- ein reichhaltiges Zubehörprogramm, wie Räder,
breitstein zu genießen. Tischelemente oder Kissen, die das Arbeitsange-
©Rhein-Mosel-Werkstatt für behinderte Menschen gemeinnützige GmbH 05/2016
bot der beeinträchtigten Mitarbeiter erweitern.
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vielen Aussichtpunkten. Die Idee für Konstruktion,
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ca. 53 kg ca. 65 kg ca. 96 kgKoblenz Koblenz / Weißenthurm
„Das Mittelalter Betriebsrat des Gemeinschaftsbetriebs
und die Ritter“ Betriebsstätten Koblenz / Weißenthurm
Im Sommer absolvierte Jan Mohr im Rahmen sei- In der RMW bestand in den vergangenen Jahren
nes Studiums ein Praktikum in der Erwachsenenbil- Unklarheit, ob für das Personal der RMW-Betriebs-
dung. Jan ist ein großer Kenner des Mittelalters und stätten Koblenz I, Koblenz II und Weißenthurm, der
nimmt in seiner Freizeit aktiv an Mittelalter-Märkten Polytec Blindenwerk und der Polytec Integrative ein
teil. Dieses Wissen und seine persönliche Begeis- Betriebsrat zuständig ist.
terung gab Jan an interessierte Mitarbeiter weiter.
Die Betriebsratswahl im April dieses Jahres wurde
Sie erlebten eine Reise in die Vergangenheit. So gemeinsam für die o.g. Betriebsstätten durchge-
erfuhren die Teilnehmer viel über das Leben der Men- führt. Der Wahlvorstand vertrat nach eingehender
schen in dieser schweren Zeit und den Unterschie- Prüfung die Auffassung, dass die RMW mit ihren
den zu unserem Leben heute. Viele Fragen konnten Betriebsstätten und den Tochterunternehmen einen
gemeinsam besprochen und geklärt werden: Gemeinschaftsbetrieb bildet.
• Wie wurde man zum Ritter? Seit der Wahl im April 2018 besteht der neu zusam-
• Wie war das Leben auf einer Burg? mengesetzte Betriebsrat aus neun Mitgliedern und hat
• Was waren Ritterturniere? damit einen Anspruch auf eine komplette Freistellung. in der Interessensvertretung der Arbeitnehmer ist
• Warum gibt es heute keine Ritter mehr? das vorteilhaft.
Diese Freistellung von Betriebsräten ist in § 38
Hautnah konnten die Mitarbeiter Kettenhemd, Helm, BetrVG geregelt. Nach dieser Vorschrift sind bei Der Betriebsrat Koblenz/Weißenthurm ist unter
Waffen und Wappen anschauen und anprobieren. einer bestimmten Anzahl von Arbeitnehmern im der E-Mail-Adresse betriebsrat@rmw-koblenz.de
Auch wenn die Zeiten der Ritter lange vorbei sind, Betrieb ein oder mehrere Betriebsratsmitglieder zu erreichen und bei Fragen und Problemen steht
werden durch die vielen Burgen und Mittelalter-Spek- von ihrer beruflichen Tätigkeit freizustellen. Für die auch jedes Betriebsratsmitglied persönlich zur
takel die Erinnerungen an stolze Ritter, edle Damen vielfältigen Aufgabenstellungen des Betriebsrates Verfügung.
und spannende Turniere aufrechterhalten. Wir dan-
ken Jan Mohr ganz herzlich für sein Engagement.
Hedi Westphal
n s a m
Die Mitglieder des Betriebsrates sind:
Irene Ehl, Betriebsratsvorsitzende
Martin Niemes, stellv. Vorsitzender
0261 80803128
0261 20172800
Ge m e i
h !
Roman Czupalla 0261 8080332
für E u c
Manfred Gerhards 02637 9203170
Deborah Görke 0261 20172700
Stefanie Hölzgen 0261 80803 0
Carola Lüttig 0261 8080333
Uwe Schwoll 02637 9203149
Andreas Tetzlaff 02637 9203121
22 RMW-Blickpunkt 2/2018 RMW-Blickpunkt 2/2018 23Leitthema Leitthema
Berufliche Bildung und Qualifizierung in der RMW
Werkstatt und das im Grunde schon seit 47 Jahren. Aktuell prüft
„Bildung ist nicht auf die Wie es so schön im Gesetz heißt „ist sie die Grund- eine kleine
Schule begrenzt. Sie geht unerbittlich voraussetzung dafür, Menschen, die aufgrund der Arbeitsgruppe
weiter bis ans Lebensende.“ Art oder Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht die Einführung
oder noch nicht wieder auf dem Arbeitsmarkt tätig von Tablets.
Peter Ustinov (1921 - 2004) sein können, eine individuelle und wertschöpfende
Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen“.
A uch wenn der große Peter Ustinov diese Aus-
sage nicht auf die deutsche Werkstattszene
gerichtet hat, so ist sie aber ein guter Ansatz für
Quelle: www.bagwfbm.de
Doch Berufliche Bildung und Qualifizierung ist deut-
Die Angebote sind mitunter sehr ausdifferenziert,
dem Sozialraum und der Primärbeeinträchtigung der
Mitarbeiter angepasst. Diese Struktur ist über Jahre
das Selbstverständnis der RMW. Nicht erst seit der lich mehr, als diese doch eher schnöde Beschreibung gewachsen und eigentlich etabliert. Sie unterliegt aber
intensiv geführten Diskussion rund um das Bun- zum Ausdruck bringt. Im Selbstverständnis der RMW einer ständigen Dynamik und Anpassungsprozessen.
desteilhabegesetz (BTHG), insbesondere des § 60 ist eben diese Berufliche Bildung als fortwährender, Anschlussfähigkeit und
dieses Gesetzes oder diversen anderen Veröffent- dynamischer und individueller Prozess zu verstehen. Digitalisierung kommt Teilqualifikationen nach dem DQR
lichungen, hat das Thema Berufliche Bildung und
Qualifizierung einen hohen Stellenwert in der RMW. Sicher muss auch die Berufliche Bildung in Werk- Ein zentrales Element der notwendigen Weiterent-
Berufliche Bildung ist eine der Kernaufgaben unserer „Wir fördern Methoden- und Fachkompe- stätten dem technologischen und strukturellen wicklung ist die Anschlussfähigkeit der Beruflichen
tenzen, aber ebenso Sozial- und Indivi- Wandel der Arbeitswelt Rechnung tragen. Bildung an aufbauende, ergänzende Bildungsan-
dualkompetenzen. Es ist unser Anspruch, gebote. Voraussetzung dafür ist eine Anerkennung
an allen fünf Standorten der RMW durch Seit geraumer Zeit überlegen die Verantwortlichen, der Beruflichen Bildung in Werkstätten im Rahmen
eine passgenaue, individuelle Berufliche wie das Thema „zunehmende Digitalisierung“ aus- des allgemeinen Systems, insbesondere im Berufs-
Bildung unsere Teilnehmer und Mitarbeiter sehen könnte und wie dies in den Bereich Bildung bildungsgesetz. Hierfür muss eine Vergleichbarkeit
auch in der Entwicklung ihrer Persönlich- und Qualifizierung einzubauen wäre. U. a. wird der verschiedenen Qualifikationsansätze in Werk-
keit zu stärken.“ aktuell die Anschaffung von Tablets für den Berufs- stätten hergestellt werden.
bildungsbereich forciert. Für 2019 ist die Erhöhung
Katharina Schnorr, Koordinatorin Qualifizierung der Medienkompetenz eine festgeschriebene Ziel- Seit einiger Zeit forciert die RMW den Bereich der
und Persönlichkeitsentwicklung setzung im Berufsbildungsbereich. Teilqualifikationen und damit die Anbindung an den
Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR). Es handelt
Ebenso ist die hohe Nachfrage nach Büro- bzw. sich dabei um inhaltlich und zeitlich abgegrenzte
PC-Arbeitsplätzen ein großes Thema. Vera Becker, Lerneinheiten, die aus den Inhalten anerkannter
Heterogenität und Sozialraumorientierung Leiterin des Bürodienstleistungsbereiches, reist Ausbildungsberufe entwickelt werden, sogenannte
der Beruflichen Bildung immer wieder mit Berufsbildungsteilnehmern und Qualifizierungsbausteine.
Mitarbeitern auf Seminare, um Qualifizierung in die- Für abgeschlossene Bausteine erhalten die Teil-
Über die Jahre hat die gesamte Werkstattszene und sem Bereich sicherzustellen. nehmer in der Regel ein Zertifikat bzw. unterliegen
im Speziellen auch die die RMW zahlreiche Ansätze einer externen Prüfung, die dem deutschen Qualifi-
zur Beruflichen Bildung und Qualifikation entwickelt. kationsrahmen zuzuordnen ist.
Neben dem klassischen Berufsbildungsbereich Erfolgreich abgeschlossene Qualifizierungsbau-
sind dies an allen Standorten die Bildungs- und „Wir müssen quasi „up to date“ bleiben. Im steine verbessern die Chancen des Menschen mit
Qualifizierungsmodule, die Möglichkeit, Teilqualifi- Bereich der Einbindung von digitalisierten Behinderung auf dem Arbeitsmarkt.
kationen zu erlangen und die zahlreichen Optionen Tätigkeiten im Büromanagement gibt es zahl-
des Integrationsmanagements. Das Fundament reiche gute Fortbildungen, die wir mit unseren Die Projekte „Logistik-Praktiker“ und „Hauswirt-
und die Wertehaltung sind überall gleich, die Aus- Teilnehmern und Mitarbeitern besuchen.“ schaftliche Unterstützungskraft“, die unter Feder-
formungen, die Individualität und die sozialraumbe- führung von Koordinatorin Christina Herbst-Wirtz
zogenen Möglichkeiten variieren indes deutlich im Vera Becker, Leiterin des Bürodienstleistungsbereiches konzipiert wurden, waren „Meilensteine“ hierzu.
Einzugsgebiet der RMW.
24 RMW-Blickpunkt 2/2018 RMW-Blickpunkt 2/2018 25Leitthema Leitthema
Christiana
Herbst-Wirtz Berufliche Bildung DVS Schweißer Schulung bei der
mit ihren
Schützlingen und Qualifizierung Handwerkskammer Koblenz
Sarah Zippel-
in der RMW
ring und Kristin
Janzen, sowie
der externen
Prüferin
H allo, mein Name ist Maurice Pfingst, ich komme
aus Kastellaun und bin 24 Jahre alt. Ich arbeite
seit 2013 in der RMW und gehöre zum Team der
ich meine erste Prüfung, den schriftlichen Teil.
Diese Prüfung habe ich bestanden. Von 23 Fragen
habe ich 21 Fragen richtig beantwortet. In der zwei-
Birgit Gilles. Schlosserei. Mein Gruppenleiter ist Fabian Retz. ten Woche kam der praktische Teil. Da musste ich
Mitwirkung der Betroffenen steht über allem! auch eine Prüfung ablegen, sie war schwieriger.
Er hat mich damals gefragt, ob ich interessiert bin,
Generell gilt: Eine individuell ausgerichtete, pass- das MAG-Schweißen zu lernen. Ich habe sofort ja Die Prüfungsaufgabe bestand darin, dass ich eine
genaue Berufliche Bildung ist grundlegender Bestand- gesagt und er hat mir die Grundlagen beigebracht, Kehlnaht mit anschließender Decknaht schwei-
Weiterentwicklung Beruflicher Bildung teil der Werksattleistung. Berufliche Bildung sowie die man so braucht, um gut schweißen zu können. ßen musste. Zu beachten war, dass die Naht sau-
Persönlichkeitsentwicklung sind als fortwährende, Natürlich fängt man am ber, breit und tief
Aktuell wird deutschlandweit der Umgang mit den dynamische und individuelle Prozesse zu verstehen. Anfang klein an. Das ist genug geschweißt
harmonisierten Bildungsrahmenplänen diskutiert, ja logisch. wurde. Das waren
natürlich auch in der RMW. Durch die Arbeit der Dies aber unter dem Diktat, dass der Bildungsteil- die Prüfungsvorga-
BAG WfbM und der LAG WfbM, wenn auch an man- nehmer oder Mitarbeiter seine Maßnahmen selbst Also habe ich erstmal ben, die ich erfül-
chen Stellen anders akzentuiert, ist es möglich, eine mit festlegt. „Nichts über mich, ohne mich“ ist der angefangen, die ganzen len musste. Als ich
Anbindung an vorhandene Standards der Berufs- gelebte Ansatz in der RMW hierzu. Schweißnahtarten mit schließlich auch
ausbildung zu ermöglichen. Durch die Ausrichtung den dazugehörigen Posi- das geschafft hatte,
der Inhalte an anerkannten Vollausbildungen soll die tionen zu üben und zu ler- wurde mein Prü-
Transparenz und Vergleichbarkeit erhöht werden. nen. Das habe ich lange fungsstück mit der
„Es ist ebenso Selbstverständnis der RMW, geübt, immer und immer Flex aufgeschnitten
dass die Teilnehmer und Mitarbeiter ihre wieder. Ich wurde so und anschließend
Ziele selbst festlegen, überprüfen und von Tag zu Tag sicherer. mit einer Biegema-
„Bislang ist die Qualifizierung von Menschen maßgeblich mitgestalten.“ Dann habe ich angefan- schine die Naht auf-
mit Behinderung im Berufsbildungsbereich gen, für die Firma Hahn- gebrochen.
gesetzlich auf zwei Jahre ausgelegt. Der- Achim Etzkorn (Werksattratsvorsitzender) und Kunststoffe Abfallkörbe
zeit werden auch andere Optionen wie eine Vanessa Wehner (Frauenbeauftrage der BS I Koblenz) zu schweißen. Dann wurde die
dreijährige Bildungszeit oder das Budget gebrochene Naht
für Ausbildung diskutiert. Entscheidend bei Einige Monate später im Schweißlabor
der Beruflichen Bildung ist die Orientierung wurde ich dann gefragt, auf Haarrisse und
an Ergebnissen. Ein Erreichen der persön- ob ich interessiert sei, Poren, usw. kontrol-
lichen Bildungsziele des Einzelnen muss bei der Handwerkskam- liert. Das war sehr
im Vordergrund stehen, unabhängig von mer (HWK) den Schweißerschein zu machen. Ich anspruchsvoll und es hat mir richtig gut gefallen.
bestehenden Zeitvorgaben.“ habe natürlich ja gesagt und dem zugestimmt. Und so habe ich mein Schweißerschein bekommen
und bestanden.
Michael Wall, Koordinator Berufsbildungsbereich Ich war vom 4. bis zum 15. Juni in der HWK in
Koblenz. Für mich persönlich war es eine interes- Alle drei Jahre muss ich für einen Tag zur HWK
sante und lehrreiche Zeit. Aber es war auch sehr und eine Prüfung ablegen, damit die Gültigkeit des
anstrengend. Morgens um 6.00 Uhr fuhr mein Bus Scheins nicht verfällt. Das war ein kurzer Einblick
Michael Wall und sein Team der Bildungsbegleiter von Kastellaun nach Koblenz und abends wieder in meine Entwicklung hier in der RMW-Betriebs-
sind gerade dabei, einen neuen, konzeptionellen zurück. Ich war erst um 19.00 Uhr zu Hause. stätte Kastellaun.
Rahmen hierfür zu schaffen. Auf diesem Weg wer-
den sie von einem externen Coach begleitet. Die Schweißarbeiten, die ich dort machen musste,
waren kompliziert und manchmal auch leicht zu Maurice Pfingst
bewerkstelligen. Am Ende der ersten Woche hatte Schlosserei Kastellaun
26 RMW-Blickpunkt 2/2018 RMW-Blickpunkt 2/2018 27Leitthema Leitthema
Strahlende Gesichter beim Gruppenfoto
der geehrten RMW-Mitarbeiter.
keiten die Absolventen erworben
haben. Mit dieser Anerkennung wird
zugleich das Selbstvertrauen der
Menschen in die eigene Kompetenz
gestärkt. Sie schafft Anreiz und Moti-
vation, auch auf dem allgemeinen
Arbeitsmarkt selbstbewusst Beschäf- Stolz nahmen die Mitarbeiter ihre Zertifikate
tigungsperspektiven zu suchen. aus den Händen von Ulrike Mohrs in Empfang.
Gleichzeitig sind die Zertifikate ein
Qualitätsnachweis für die Arbeit und
Berufliche Anerkennung für Produkte aus der Werkstatt.
Menschen mit Behinderung „Individuell ausgerichtete,
passgenaue berufliche Bildung
Ulrike Mohrs ehrte erfolgreiche Absolventen der Rhein-Mosel-Werkstatt ist grundlegender Bestandteil
des Selbstverständnisses der
RMW. Berufliche Bildung und
Persönlichkeitsentwicklung
F ür 30 Mitarbeiter der RMW war es ein beson-
derer Tag. Familienangehörige, Vertreter von
Kostenträgern, aus Politik und Verwaltung sowie
Seit 2013 werden diese Zertifikate in Rheinland-
Pfalz an Absolventen in Werkstätten für behin-
derte Menschen verliehen. Die bis zu 27 Monate
sind fortwährende, dynamische
und individuelle Prozesse und
sind Kernleistung unserer Viele strahlende Gesichter bei dieser Veranstaltung.
Arbeitskollegen: Rund 150 Gäste feierten gemein- dauernde „Ausbildungszeit“ gliedert sich in einen Einrichtung.“
sam die Übergabe der Zertifikate an die erfolg- dreimonatigen Eingangsbereich und einen nach-
reichen Berufsbildungsabsolventen. folgenden Berufsbildungsbereich. „In dieser Zeit Reiner Plehwe, Leiter Bildung
durchlaufen die Mitarbeiter die verschiedenen und Rehabilitation
Stolze und strahlende Gesichter gab es bei den Arbeitsfelder unserer Werkstatt, um ihre Interessen
Mitarbeitern, die aus der Versorgungsregion zu testen und den am besten geeigneten Arbeits-
Koblenz/Mayen-Koblenz kommen. Sie erhielten platz zu finden“, erklärte Michael Wall, Koordina-
im feierlichen Rahmen aus den Händen von tor des Berufsbildungsbereiches der RMW. „Es ist
Ulrike Mohrs, Geschäftsführerin der Agentur immer wieder schön zu beobachten, wie die Absol-
für Arbeit Koblenz-Mayen und zukünftige Bür- venten in dieser Zeit ihre Fertigkeiten und Persön- Zurzeit arbeiten ca. 900 Menschen mit
germeisterin von Koblenz, die begehrten Zerti- lichkeit entwickeln sowie neue Leistungspotentiale den unterschiedlichsten Beeinträchti-
fikate nach zweijähriger Beruflicher Bildung in entdecken.“ Kostenträger sind die zuständigen gungen an den Standorten in Koblenz,
der RMW. „Gerade für Menschen mit Behinde- Rehabilitationsträger, in der Regel die Agentur für Kastellaun, Simmern und Wei-
rung ist es wichtig, eine solche Auszeichnung als Arbeit oder der Rententräger. ßenthurm. 92 von ihnen, vornehmlich
Anerkennung und Bestätigung für ihre berufliche junge Menschen, absolvieren aktuell
Bildung und Leistung zu erhalten“, betonte Ulrike Das Zertifikat erhöht die Chancen behinderter eine Bildungsmaßnahme. Damit ist die
Mohrs. „Die Werkstatt bietet optimale Bedin- Menschen auf einen Arbeitsplatz auf dem allge- RMW eine der größten Einrichtungen
gungen für den Brückenschlag zum allgemeinen meinen Arbeitsmarkt. Für potenzielle Arbeitgeber zur beruflichen Rehabilitation im nörd- Erinnerungsfotos an einen besonderen Tag
für die erfolgreichen Absolventen.
Arbeitsmarkt.“ wird ersichtlich, welche Fähigkeiten und Fertig- lichen Rheinland-Pfalz.
28 RMW-Blickpunkt 2/2018 RMW-Blickpunkt 2/2018 29Leitthema Leitthema
Bewegte Bilder sagen
mehr als 1.000 Worte!
Hier gehts zum Filmbeitrag über
die Verleihung der Zertifikate.
ßen Schwester.
Die kleine Schwester gratuliert der gro Auch ehemalige Teilnehmer haben mitgefeiert.
Die geehrten Absolventen wollten auch selbst Tobias machte einen glücklichen Martina hatte sichtlich
Unsere Bildungsbegleiter hatten
ein paar Worte sprechen – wie hier unser Daniel. Eindruck an diesem Tag. Spaß bei der Feierlichkeit.
tolle Reden vorbereitet.
Christian zeigte wie alle Vanessa voller Stolz bei der Zertifikatsübergabe –
Auch der Vorsitzende des Gesamt-Werkstattrates, Deborah Görke vom Sozialdienst war
Achim Etzkorn, gratulierte ganz herzlich Stolz auf die erfolgreichen Absolventen anderen erfolgreichen Ulrike Mohrs, Direktorin der Agentur für
den erfolgreichen Teilnehmern. des Berufsbildungsbereichs. Absolventen tolle Leistungen. Arbeit und zukünftige Bürgermeisterin
wartete schon mit dem Geschenk.
30 RMW-Blickpunkt 2/2018 RMW-Blickpunkt 2/2018 31Leitthema Leitthema
„Wichtig ist, was jemand kann - Neues Angebot in der RMW:
und nicht, wo es gelernt wurde!“ Teilqualifizierung zum Logistikpraktiker
I n Anlehnung an einen Vortrag der sehr geschätz-
ten Kolleginnen Renate Gierscher (Mainz) und
Nach einem Jahr intensivem Lernen und Arbeiten
konnten die beiden Teilnehmerinnen am 25.
S eit Oktober 2018 bieten wir eine weitere Teil-
qualifizierung im Fachbereich Lagerlogistik an.
In Kooperation mit drei anderen Werkstätten und in
Angela Galle (Landstuhl), Vorreiterinnen bei der Oktober vor dem kooperationseigenen enger Zusammenarbeit mit der Akademie der Indus-
Gestaltung von Teilqualifizierungen im Hauswirt- Prüfungsausschuss ihre Kenntnisse und trie- und Handelskammer haben wir ein Bildungs-
schaftsbereich, eröffnete Christina Herbst-Wirtz Fertigkeiten in den Bausteinen Mangeln und Qualifizierungskonzept entwickelt, welches den
ihre Laudatio zur Ehrung der erfolgreichen Absol- von Flachwäsche (Sarah Zipperling) Teilnehmern eine berufliche Qualifizierung im Bereich
ventinnen. Sie brachte damit zum Ausdruck, was und Bügeln von Formwäsche (Christin Lagerlogistik ermöglicht, die Arbeitszufriedenheit
Teilqualifizierung eigentlich will. Janzen) unter Beweis stellen. unserer Mitarbeiter erhöht, ihr Selbstbewusstsein
Das Konzept der Teilqualifizierung in der stärkt und die Anerkennung erworbener Kompe-
Glückliche Gesichter gab es bei der Zertifikatsü- In der sogenannten integrierten Prüfung Hauswirtschaft bietet den Teilnehmern die tenzen fördert. Dadurch sichern wir die Arbeits- und
bergabe zur erfolgreich bestandenen Prüfung in legten die beiden zuerst eine 30-minütige Möglichkeit, entsprechend der eigenen Fähig- Dienstleistungsqualität innerhalb unserer Einrichtung
der Teilqualifizierung Hauswirtschaftliche Unter- schriftliche Prüfung ab, in der theoretische keiten zu lernen. Somit wird die Anerkennung und schaffen eine weitere Grundlage für die Integra-
stützungskraft. Sarah Zipperling und Christin Jan- Kenntnisse zu Themen wie Arbeitssicherheit, erworbener Kompetenzen gefördert, das tion auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.
zen erhielten am 30. Oktober im Rahmen einer Hygiene und Planung von Arbeitsabläufen abgefragt Selbstbewusstsein der Mitarbeiter gestärkt und
Feierstunde ihr Zertifikat für hervorragende Leis- wurden. Anschließend folgte die praktische Prüfung, die Arbeitszufriedenheit erhöht. Zudem schafft In einem Zeitraum von etwa fünf Monaten werden
tungen bei der Prüfung in den von ihnen gewählten in der fachliche Kenntnisse zu Arbeitstechniken und es eine gute Perspektive zum Übergang auf die Teilnehmer praktisch und theoretisch auf die Prü-
Qualifizierungsbausteinen. -verfahren gezeigt werden mussten. den allgemeinen Arbeitsmarkt. fung zum Logistikpraktiker vorbereitet.
Die Qualifizierung gliedert sich in drei Module:
• Einstieg in den Bereich Lager
Standortübergreifende Rahmen seiner Teilqualifizierung als Logistik- • Unfallverhütung und Arbeitsschutz
Praktiker. Sein Statement zum Abschluss des • Lagerung von Gütern
Qualifizierungsmaßnahme Kurses lautet folgendermaßen:
zum Erwerb des Die Inhalte der Module werden theoretisch mit den
Teilnehmern erarbeitet. In der Praxis lernen sie,
Gabelstaplerführerscheins „Jetzt kann ich endlich den erworbenes Wissen anzuwenden.
Kollegen im Lager helfen,
Waren auf die LKWs zu laden. Nach erfolgreich bestandener Prüfung erhalten die
I m Oktober konnten interessierte Mitarbeiter aller
RMW-Standorte den Gabelstaplerführerschein
erwerben. Sowohl der theoretische, wie auch der
Das ist wichtig für mich, um im
Lager arbeiten zu können.“
Teilnehmer ein Zertifikat der IHK Akademie und
sind qualifizierte Logistikpraktiker. Logistikpraktiker
arbeiten im Lager und unterstützen bei der Ware-
praktische Schulungs- und Prüfungsteil, fanden in nannahme und Kontrolle von Lieferscheinen, Kom-
Weißenthurm statt. missionierung von Waren, Abladen und Einlagerung
Die RMW gratuliert von Waren, Dokumentationen und vielem mehr.
Die Teilnehmer glänzten mit Fachwissen und Fahr- allen Teilnehmern zum
geschick. Daher war es nicht überraschend, dass Erwerb des Führer- Derzeit werden drei Teilnehmer in den Betriebsstät-
alle Prüflinge Theorie und Praxis beim ersten scheins und wünscht ten Kastellaun und Weißenthurm qualifiziert.
Durchlauf bestanden haben. viel Erfolg beim
Sammeln praktischer
Justin Müller, Berufsbildungsteilnehmer am Stand- Fahrerfahrung! Tina Herbst-Wirtz
ort Kastellaun, absolvierte die Maßnahme im
32 RMW-Blickpunkt 2/2018 RMW-Blickpunkt 2/2018 33Sie können auch lesen