Biologie Schulinternes Curriculum für die Sekundarstufe II - Joseph König Gymnasium

 
Biologie Schulinternes Curriculum für die Sekundarstufe II - Joseph König Gymnasium
Schulinternes Curriculum                                                            1

                Schulinternes Curriculum

                  für die Sekundarstufe II

                           Biologie

                Joseph-König-Gymnasium

                           Haltern am See

Nachfolgend sind die fachlichen Inhalte der gesamten Oberstufe ausgeführt. Diese
sind für die Qualifikationsphase sowohl für den Grund- als auch den Leistungskurs
zusammengestellt.
Biologie Schulinternes Curriculum für die Sekundarstufe II - Joseph König Gymnasium
Schulinternes Curriculum                                      2

Inhaltsverzeichnis

Jahrgangsstufe   Inhalt                               Seite

EF               Zellbiologie……………………………………….………..3

                 Energiestoffwechsel……………………… …...…………..7

Q1 GK            Genetik……………………………………………………12

                 Ökologie…………………………………………………..18

Q2 GK            Neurobiologie………………………………….………….27

                 Evolution………………………………………………….30

Q1 LK            Genetik……………………………………………………34

                 Ökologie…………………………………………………..41

Q2 LK            Neurobiologie………………………………….………… 49

                 Evolution………………………………………………….53

Leistungsbewertung…………………………………………………..………61

Beurteilungsbereich Klausuren……………………………………..…..…….66
Biologie Schulinternes Curriculum für die Sekundarstufe II - Joseph König Gymnasium
Schulinternes Curriculum                                                                   3

           Thema: Zellbiologie I
  1        Kontext: Die kleinste Einheit des Lebendigen I                             EF
                    Wie sind Zellen aufgebaut und organisiert?
Inhaltsfelder:                                 Inhaltliche Schwerpunkte:

IF 1: Biologie der Zelle                              Kennzeichen des Lebendigen
                                                      Zellorganellen bei Tier- und
                                                       Pflanzenzellen
                                                      Endosymbiontentheorie
                                                      Pro- und Eukaryoten

                                               Zeitbedarf: ca. 12 Stunden à 45 Minuten

                                               Voraussetzungen aus der Sekundarstufe I:

                                                      Kennzeichen des Lebendigen

Mögliche Leitfragen / Sequenzierung /          Didaktisch-methodische Anmerkungen,
inhaltliche Aspekte:                           verbindliche Absprachen:

1. Sequenz (I.2; I.9):                                Einführung in die Lichtmikroskopie
     Was sind die Kennzeichen des                    Herstellung und Mikroskopie von
      Lebendigen?                                      Präparaten zu Tier- und Pflanzenzelle
     Das lichtmikroskopische Bild von                 oder Mikroskopieren von
      Zellen                                           Fertigpräparaten
     Das elektronenmikroskopische Bild               Kriteriengeleitetes Anfertigen von
      von Zellen                                       mikroskopischen Zeichnungen

2. Sequenz (I.19; I.1):
     Welche Funktion haben die einzelnen
      Zellorganellen?
     Warum gibt es Zellorganellen mit
      Doppelmembranen
      (Endosymbionten-Theorie)?
     Wie unterscheiden sich Tier- und
      Pflanzenzellen?
     Wie unterscheiden sich Pro- und
      Eukaryoten?
Diagnose von Schülerkompetenzen / Leistungsbewertung:
     Kriteriengeleitete Bewertung von mikroskopischen Zeichnungen
     Ggf. Kurzvorträge
     Eine Klausur im 1. Halbjahr
                Konkretisierte Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans

      I.1:beschreiben den Aufbau pro- und eukaryotischer Zellen und stellen die Unterschiede
       heraus (UF3)
      I.2: beschreiben Aufbau und Funktion der Zellorganellen und erläutern die Bedeutung der
       Zellkompartimentierung für die Bildung unterschiedlicher Reaktionsräume innerhalb einer
Schulinternes Curriculum                                                                       4

       Zelle (UF3, UF1)
      I.9: stellen den wissenschaftlichen Erkenntniszuwachs zum Zellaufbau durch technischen
       Fortschritt an Beispielen (durch Licht-, Elektronen- und Fluoreszenzmikroskopie) dar (E7)

      I.19: präsentieren adressatengerecht die Endosymbiontentheorie mithilfe angemessener
       Medien (K3, K1, UF1)

                           Empfohlene Lehrmittel/ Materialien/ Methoden
      Eingeführtes Oberstufenwerk (Cornelsen/Biologie Oberstufe)

      GIDA-Film „Zelle 2“

           Thema: Zellbiologie II
  2        Kontext: Die kleinste Einheit des Lebendigen II                              EF
                  Aus eins mach zwei! – Wie wächst ein Organismus?
Inhaltsfelder:                                  Inhaltliche Schwerpunkte:

IF 1: Biologie der Zelle                                  Zellteilung (Cytokinese und
                                                           Interphase)
                                                          Zelldifferenzierung /
                                                           Organisationsebenen
                                                          Zellkultivierung
                                                          Der Zellkern als Träger der
                                                           Erbinformation
                                                          Kernteilung (Mitose)
                                                          DNA als Erbsubstanz; Nukleotide und
                                                           Nukleinsäuren
                                                          DNA-Replikation

                                                Zeitbedarf: ca. 14 Stunden à 45 Minuten

                                                Voraussetzungen aus der Sekundarstufe I:

                                                         Chromosom
                                                         Mitose / Meiose

Mögliche Leitfragen / Sequenzierung /           Didaktisch-methodische Anmerkungen,
inhaltliche Aspekte:                            verbindliche Absprachen:

1. Sequenz (I.5; I.6; I.7; I.10; I.11; I.21):            z.B. Modelltheorie und Modelle zum
   Wie teilen sich Zellen?                               DNA-Aufbau
   Wie entstehen aus Stammzellen                        z.B. Kurzvorträge zur Mitose
     spezifische Gewebe?                                 z.B. Anfertigen von Lernplakaten
   Wie werden in der Biochemie Zellen
     kultiviert?
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 2. Sequenz (I.8; I.16; I.20):
  Wo ist die Erbinformation gespeichert?
  Wie werden Erbinformationen
     verdoppelt und von Zelle zu Zelle
     weitergegeben?

Diagnose von Schülerkompetenzen / Leistungsbewertung:

        Ggf. Kriteriengeleitete Bewertung von Kurzvorträgen und/oder der Plakatgestaltung
        Eine Klausur im 1. Halbjahr (bei Zellbiologie I und/oder II bzw. III)

                      Schwerpunkte übergeordnete Kompetenzerwartungen
         I.5:  UF3, UF1
         I.6:  UF1, UF4
         I.7:  UF3, UF4, UF1
         I.8:  UF1, UF4
         I.10:  E1, E5, E7
         I.11:  E5
         I.16:  E6, UF1
         I.20:  K2, K3
         I.21:  B4, K4

                    Konkretisierte Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans

         I.5: erläutern die Bedeutung des Cytoskeletts für den intrazellulären Transport und die
          Mitose (UF3, UF1)
         I.6: begründen die biologische Bedeutung der Mitose auf der Basis der Zelltheorie (UF1,
          UF4)
         I.7: ordnen differenzierte Zellen auf Grund ihrer Strukturen spezifischen Geweben und
          Organen zu und erläutern den Zusammenhang zwischen Struktur und Funktion (UF3, UF4,
          UF1)
         I.8: beschreiben den semikonservativen Mechanismus der DNA-Replikation (UF1, UF4)
         I.10: benennen Fragestellungen historischer Versuche zur Funktion des Zellkerns und
          stellen Versuchsdurchführungen und Erkenntniszuwachs dar (E1, E5, E7)
         I.11: werten Klonierungsexperimente (Kerntransfer bei Xenopus) aus und leiten ihre
          Bedeutung für die Stammzellforschung ab (E5)
         I.16: erklären den Aufbau der DNA mithilfe eines Strukturmodells (E6, UF1)
         I.20: recherchieren die Bedeutung und die Funktionsweise von Tracern für die Zellforschung
          und stellen ihre Ergebnisse graphisch und mithilfe von Texten dar (K2, K3)
         I.21: zeigen Möglichkeiten und Grenzen der Zellkulturtechnik in der Biotechnologie
          und Biomedizin auf (B4, K4)

                            Empfohlene Lehrmittel/ Materialien/ Methoden

         Eingeführtes Oberstufenwerk (Cornelsen/Biologie Oberstufe)

         GIDA-Film „Molekulare Genetik“
Schulinternes Curriculum                                                                     6

              Thema: Zellbiologie III
     3        Kontext: Abgrenzung und Austausch zwischen Zellen                         EF
                       Warum kann ein Schiffbrüchiger auf hoher See
                       verdursten?
Inhaltsfelder:                                   Inhaltliche Schwerpunkte:

IF 1: Biologie der Zelle                                   Biomembranen
                                                           Nährstoffklasse der Lipide
                                                           Stofftransport zwischen
                                                            Kompartimenten/Zellkommunikation
                                                               o Diffusion, Osmose,
                                                                    Plasmolyse
                                                               o Endo-, Exocytose
                                                               o Aktive und passive Vorgänge

                                                 Zeitbedarf: ca. 18 Stunden à 45 Minuten

                                                 Voraussetzungen aus der Sekundarstufe I:
                                                     /

Mögliche Leitfragen / Sequenzierung /            Didaktisch-methodische Anmerkungen,
inhaltliche Aspekte:                             verbindliche Absprachen:

1. Sequenz:: (I.3; I.15; I.18)                            z.B. Versuche zur Osmose, Plasmolyse
   Auf welchen historischen                              z.B. Modelltheorie und Modelle zum
     Entwicklungen basiert unser heutiges                  Membranaufbau
     Modell der Biomembran?
   Warum löst sich Öl nicht in Wasser?
     Aufbau und Eigenschafen von Lipiden
     und Phospholipiden.

2. Sequenz:: (I.4; I.12; I.13; I.14; I.17)
   Welche Möglichkeiten des
     Stoffaustausches zwischen Zellen gibt
     es?

Diagnose von Schülerkompetenzen / Leistungsbewertung:

        Ggf. Kriteriengeleitete Bewertung von Kurzvorträgen und/oder der Plakatgestaltung
        Eine Klausur im 1. Halbjahr (bei Zellbiologie I und/oder II bzw. III)

                     Schwerpunkte übergeordnete Kompetenzerwartungen
         I.3:  UF1, UF3
         I.4:  UF1, UF2
Schulinternes Curriculum                                                                     7

      I.12:  E2, E3, E5, K1, K4
      I.13:  E4, E6, K1, K4
      I.14:  E6
      I.15:  E5, E6, E7, K4
      I.17:  K1, K2
      I.18:  K1, K2, K3

                 Konkretisierte Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans

      I.3: ordnen das biologisch bedeutsame Makromolekül (Lipide) den verschiedenen zellulären
       Strukturen und Funktionen zu und erläutern dies bezüglich seiner wesentlichen chemischen
       Eigenschaften (UF1, UF3)
      I.4: erläutern die membranvermittelten Vorgänge der Endo- und Exocytose (u.a. am Golgi-
       Apparat) (UF1, UF2)
      I.12: führen mikroskopische Untersuchungen zur Plasmolyse hypothesengeleitet durch und
       interpretieren die beobachteten Vorgänge (E2, E3, E5, K1, K4)
      I.13: führen Experimente zur Diffusion und Osmose durch und erklären diese mit
       Modellvorstellungen auf Teilchenebene (E4, E6, K1, K4)
      I.14: beschreiben Transportvorgänge durch Membranen für verschiedene Stoffe mithilfe
       geeigneter Modelle und geben die Grenzen dieser Modelle an (E6)
      I.15: stellen den wissenschaftlichen Erkenntniszuwachs zum Aufbau von Biomembranen
       durch technischen Fortschritt an Beispielen dar und zeigen daran die Veränderlichkeit von
       Modellen auf (E5, E6, E7, K4)
      I.17: recherchieren Beispiele der Osmose und Osmoregulation in unterschiedlichen Quellen
       und dokumentieren die Ergebnisse in einer eigenständigen Zusammenfassung (K1, K2)
      I.18: recherchieren die Bedeutung der Außenseite der Zellmembran und ihrer
       Oberflächenstrukturen für die Zellkommunikation (u.a. Antigen-Antikörper-Reaktion) und
       stellen die Ergebnisse adressatengerecht dar (K1, K2, K3)

                         Empfohlene Lehrmittel/ Materialien/ Methoden

      Eingeführtes Oberstufenwerk (Cornelsen/Biologie Oberstufe)

           Thema: Energiestoffwechsel (2. Halbjahr)
  4        Unterthema: Enzymatik                                                       EF
           Kontext: Verdauung des Menschen – Wie beeinflussen
           Enzyme die Verarbeitung unserer Nahrung?
Inhaltsfelder:                                  Inhaltliche Schwerpunkte:

IF 2: Energiestoffwechsel                              Enzyme

                                                Zeitbedarf: ca. 21 Stunden à 45 Minuten

                                                Voraussetzungen aus der Sekundarstufe I:
Schulinternes Curriculum                                                                  8

                                                    Aufbau   und Anfertigung    eines
                                                     Versuchsprotokolls
                                                    Umgang mit Gefahrstoffen
                                                    Aufbau des Verdauungstraktes des
                                                     Menschen ( Ich-Kann-Diagnose-
                                                     bögen möglich)

Mögliche Leitfragen / Sequenzierung /         Didaktische-methodische Anmerkungen,
inhaltliche Aspekte:                          verbindliche Absprachen:

   1. Sequenz (II1): Was ist ein Enzym und Zur 1. Sequenz: z.B. Einstiegsversuch zur
      wie arbeitet es? (Struktur und       „Verbrennung“ von Zucker im Körper; z.B.
      Funktion, Biokatalysator, Substrat-, Modellarbeit zum Schüssel-Schloss-Prinzip
      Wirkungsspezifität) (Einführung der
      Nährstoffklasse Proteine)

   2. Sequenz (II7, II8): Wovon ist die       Zur 2. Sequenz: Experimente z.B. mit
      Enzymaktivität abhängig? (pH-Wert,      Wasserstoffperoxid und Katalase
      Temperatur, Substratkonzentration)      (Trockenhefe, Kartoffel, Leber) und deren
                                              graphische Ergebnisdarstellung und
                                              Auswertung

   3. Sequenz (II9): Wie kann die Aktivität Zur 3. Sequenz: z.B.
      von Enzymen reguliert bzw. gehemmt Gruppenpuzzle/Gruppenarbeit/Experiment
      werden?                               zu Hemmmechanismen

   4. Sequenz (II13, II16): Inwiefern macht   Zur 4. Sequenz: z.B. Impulsreferate,
      der technische Fortschritt sich die     Diskussion des aktuellen
      Wirkung von Enzymen zunutze?            Forschungsstandes, evtl. unter
      (Enzyme für Industrie, Haushalt und     Einbeziehung von Experten
      Medizin)

Diagnose von Schülerkompetenzen / Leistungsbewertung:
   - Impulsreferate
   - Klausur

                  Schwerpunkte übergeordnete Kompetenzerwartungen
I.3UF1, UF3
II.1 UF1, UF3, UF4
II.7 E3, E2, E4, E5, K1, K4
II.8 E5
II.9 E6
II.13 K2, K3, K4
II.16 B4

                Konkretisierte Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans
Schulinternes Curriculum                                                                       9

I.3: erläutern das biologisch bedeutsame Makromolekül (Proteine) bezüglich seiner
wesentlichen chemischen Eigenschaften (UF1, UF3)
II.1 erläutern Struktur und Funktion von Enzymen und ihre Bedeutung als Biokatalysatoren
bei Stoffwechselreaktionen (UF1, UF3, UF4)
II.7 stellen Hypothesen zur Abhängigkeit der Enzymaktivität von verschiedenen Faktoren
auf, überprüfen sie experimentell und stellen sie graphisch dar (E3, E2, E4, E5, K1, K4)
II.8 beschreiben und interpretieren Diagramme zu enzymatischen Reaktionen (E5)
II.9 beschreiben und erklären mithilfe geeigneter Modelle Enzymaktivität und
Enzymhemmung (E6)
II.13 recherchieren Informationen zu verschiedenen Einsatzgebieten von Enzymen und
präsentieren und bewerten vergleichend die Ergebnisse (K2, K3, K4)
II.16 geben Möglichkeiten und Grenzen für den Einsatz von Enzymen in biologisch-
technischen Zusammenhängen an und wägen die Bedeutung für unser heutiges Leben ab
(B4)
                         Empfohlene Lehrmittel/Materialien/Methoden
      Cornelsen, Biologie Oberstufe Gesamtband

      GIDA – Filme: „Enzymatik“

            Thema: Energiestoffwechsel (2. Halbjahr)
   5        Unterthema: Energiestoffwechsel beim Sport                                 EF
            Kontext: Wie passt sich der Organismus an körperliche
                     Aktivität an?

Inhaltsfelder:                                 Inhaltliche Schwerpunkte:

IF 2: Energiestoffwechsel                            Dissimilation
                                                     Körperliche Aktivität und Stoffwechsel

                                               Zeitbedarf: ca. 16 Stunden à 45 Minuten

                                               Voraussetzungen aus der Sekundarstufe I:
                                                   Herz-Kreislaufsystem des Menschen
                                                   Skelett des Menschen
                                                   Ernährung

Mögliche Leitfragen / Sequenzierung /          Didaktische-methodische Anmerkungen,
inhaltliche Aspekte:                           verbindliche Absprachen:

   1. Sequenz: Welche Veränderungen            Zur. 1. Sequenz: Wiederholung der Hierarchie
      beobachte ich bei mir während und nach   der Strukturebenen als Graphic Organizer
      körperlicher Belastung?                  („Deckblatt“, auf dem die einzelnen Inhalte im
                                               Verlauf der Unterrichtsreihe begründet
                                               zugeordnet und notiert werden);
                                                z.B. Einstiegsversuch zur körperlichen
                                               Belastbarkeit in Gruppen
Schulinternes Curriculum                                                                          10

   2. Sequenz (II2, II6, II10, II14): Wie reagiert    Zur 2. Sequenz:
      der Körper auf unterschiedliche                 z.B. Analyse von 100m und 800m Läufern;
      Belastungssituationen? (aerobe und              z.B. Auswertung von Untersuchungen zum
      anaerobe Energieumwandlung in                   Aufbau des Muskelgewebes im Hinblick auf die
      Abhängigkeit von körperlichen                   Mitochondriendichte als Maß für den
      Aktivitäten, Milchsäuregärung, weiße            Energiebedarf;
      und rote Muskelfasertypen,                      z.B. begründete Zuordnung von Muskeltypen zu
      Energieträger ATP und NAD+, Prinzip der         einzelnen Sportarten;
      energetischen Kopplung)                         z.B. Erarbeitung der Funktion des ATP und
                                                      NAD+ als Energietransporter für
                                                      Dissimilationsvorgänge

   3. Sequenz (II3, II4, II5, II11, II12): Wie wird   Zur 3. Sequenz:
      der Energieträger ATP in unserem                Arbeit mit Informationstexten und
      Körper aufgebaut und verwertet?                 Modelldarstellungen
      (Glykolyse, Zitronensäurezyklus,
      Atmungskette, Tracer, Nährstoffklasse,
      Kohlenhydrate)

   4. Sequenz (II4, II5): Welche Rolle spielt         Zur 4. Sequenz:
      die Sauerstoff- und Energieversorgung           Erarbeitung des Zusammenhangs zwischen
      bei körperlicher Aktivität?                     respiratorischem Quotienten und Ernährung,
      (Grundumsatz und Leistungsumsatz,               z.B. Placemat zum
      direkte und indirekte Kalorimetrie,             Sauerstoffbindungsvermögen in Abhängigkeit
      Sauerstofftransport im Blut)                    verschiedener Faktoren (Temperatur, pH-Wert)

   5. Sequenz (II15) : „Vom Spargeltarzan             Zur 5. Sequenz:
      zum Muskelprotz“ – Wie funktional sind          Auswertung fiktiver Fälle oder Fallstudien aus
      bestimmte Trainingsprogramme und                der Fachliteratur
      Ernährungsweisen zur Steigerung der
      Leistungsfähigkeit und zum
      Muskelaufbau?

   6. Sequenz (II17): Doping – Welche Folgen          Zur 6. Sequenz:
      hat der Konsum von                              Fallbeispiele aus dem Leistungssport werden
      leistungssteigernden Mitteln auf den            analysiert und ethisch bewertet, z.B. in Form
      Körper und auf die Fitness? (u.a. EPO,          einer Podiumsdiskussion
      Anabolika)

Diagnose von Schülerkompetenzen / Leistungsbewertung:
-     Impulsreferate
-     Klausur

                  Konkretisierte Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans
I.3: erläutern das biologisch bedeutsame Makromolekül (Kohlenhydrate) bezüglich seiner
wesentlichen chemischen Eigenschaften (UF1, UF3)
II.2 stellen Methoden zur Bestimmung des Energieumsatzes bei körperlicher Aktivität vergleichend
dar (UF4)
II.6 erläutern den Unterschied zwischen roter und weißer Muskulatur (UF1)
Schulinternes Curriculum                                                                   11

II.10 überprüfen Hypothesen zur Abhängigkeit der Gärung von verschiedenen Faktoren (E3, E2,
E1, E4, E5, K1, K4)
II.14 präsentieren unter Einbezug geeigneter Medien und unter Verwendung einer korrekten
Fachsprache die aerobe und anaerobe Energieumwandlung in Abhängigkeit von körperlichen
Aktivitäten (K3, UF1)
II.3 erklären die Grundzüge der Dissimilation unter dem Aspekt der Energieumwandlung mithilfe
einfacher Schemata (UF3)
II.4 erläutern die Bedeutung von NAD+ und ATP für aerobe und anaerobe Dissimilationsvorgänge
(UF1, UF4)
II.5 beschreiben und präsentieren die ATP-Synthese im Mitochondrium mithilfe vereinfachter
Schemata (UF2, K3)
II.11 erklären mithilfe einer graphischen Darstellung die zentrale Bedeutung des
Zitronensäurezyklus im Zellstoffwechsel (E6, UF4)
II.12 präsentieren eine Tracermethode bei der Dissimilation adressatengerecht (K3)
II.15 erläutern unterschiedliche Trainingsformen adressatengerecht und begründen sie mit Bezug
auf die Trainingsziele (K4)
II.17 nehmen begründet Stellung zur Verwendung leistungssteigernder Substanzen aus
gesundheitlicher und ethischer Sicht (B1, B2, B3)
                        Empfohlene Lehrmittel/Materialien/Methoden
      Cornelsen, Biologie Oberstufe Gesamtband

      GIDA – Filme: „Stoffwechselphysiologie“
Schulinternes Curriculum                                                            12

  1       Thema: Humangenetische Beratung – Wie können
          genetisch bedingte Krankheiten diagnostiziert und                     Q1
          therapiert werden und welche ethischen Konflikte
          treten dabei auf?
                                                                                Gk
Inhaltsfelder:                                Inhaltliche Schwerpunkte:

IF3: Genetik                                       Meiose und Rekombination
                                                   Nummerische und strukturelle Chro-
                                                    mosomenaberrationen
                                                   Analyse von Familienstammbäumen
                                                   Bioethik

                                              Zeitbedarf: ca. 14 Stunden à 45
                                              Minuten

                                              Voraussetzungen aus der
                                              Sekundarstufe I:

                                                   Chromosomenaufbau, Mitose, MEN-
                                                    DELsche Regeln

Mögliche Leitfragen / Sequenzierung /         Didaktisch-methodische Anmerkungen,
inhaltliche Aspekte:                          verbindliche Absprachen:

      Reaktivierung von SI-Vorwissen (I.5;        SI-Wissen wird reaktiviert, ein Aus-
       I.6)                                         blick auf Neues wird gegeben.
                                                   Zentrale Aspekte der Meiose wer-
1. Sequenz: (III.1)                                 den wiederholt und geübt.
                                                   Schlüsselstellen bei der Keimzellen-
      Wie werden die Keimzellen gebildet           bildung werden erarbeitet und die
       und welche Unterschiede gibt es              theoretisch möglichen Rekombinati-
       bei Frau und Mann?                           onsmöglichkeiten werden ermittelt.
                                                   Die Auswertungskompetenz bei hu-
    Meiose                                         mangenetischen Stammbäumen
    Spermatogenese / Oogenese                      wird im Unterricht an mehreren Bei-
                                                    spielen geübt.
                                                   Prognosen zum Auftreten spezif-
2. Sequenz: (III.4)                                 scher, genetisch bedingter Krank-
                                                    heiten werden für Paare mit Kinder-
             Wo entscheidet sich die ge-           wunsch ermittelt und für (weitere)
       netische Ausstattung einer Keimzel-          Kinder begründet angegeben.
       le und wie entsteht genetische Viel-        Am Beispiel des Themas „Dürfen
                                                    Embryonen getötet werden, um
       falt?
                                                    Krankheiten zu heilen?“ kann z.B.
    inter- und intrachromosomale Re-               die Methode einer Dilemma-Diskus-
                                                    sion durchgeführt und als Methode
     kombination
Schulinternes Curriculum                                                         13

     nummerische und strukturelle                reflektiert werden.
      Chromosomenaberration

3. Sequenz: (III.11)
            Wie kann man ein Verer-
      bungsmuster von genetisch beding-
      ten Krankheiten im Verlauf von Fa-
      miliengenerationen ermitteln und
      wie kann man daraus Prognosen für
      den Nachwuchs ableiten?

     Erbgänge/Vererbungsmodi
     genetisch bedingte Krankheiten,
      z.B.

         -     Trisomien (insbesondere Tri-
         somie
                  21 und Monosomien
         -     Mukoviszidose
         -     Cystische Fibrose
         -     Muskeldystrophie
         -     Kurzfngrigkeit
         -     Chorea Huntington

4. Sequenz: (III.13; III.14; III.15)

         Welche therapeutischen Ansätze
          ergeben sich aus der Stammzel-
          lenforschung und was ist von ih-
          nen zu halten?

     Pränatale Diagnostik
     Gentherapie
     Zelltherapie

Diagnose von Schülerkompetenzen / Leistungsbewertung:
    Kurztests möglich, z. B. zu Meiose / Karyogrammen / Stammbaumanalyse
    Ggf. Kurzvorträge
    Zwei Klausuren pro Halbjahr
                Schwerpunkte übergeordnete Kompetenzerwartungen
Schwerpunkte der Kompetenzentwicklung:

   E5 Daten und Messwerte qualitativ und quantitativ im Hinblick auf Zusammenhän-
    ge, Regeln oder Gesetzmäßigkeiten analysieren und Ergebnisse verallgemeinern.
   K2 zu biologischen Fragestellungen relevante Informationen und Daten in verschie-
    denen Quellen, auch in ausgewählten wissenschaftlichen Publikationen recherchie-
    ren, auswerten und vergleichend beurteilen,
   B3 an Beispielen von Konfliktsituationen mit biologischem Hintergrund kontroverse
    Ziele und Interessen sowie die Folgen wissenschaftlicher Forschung aufzeigen und
    ethisch bewerten.
Schulinternes Curriculum                                                           14

             Konkretisierte Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans
      III.1: erläutern die Grundprinzipien der Rekombination (Reduktion und Neukombi-
       nation der Chromosomen) bei Meiose und Befruchtung (UF4).
      III.4: erklären die Auswirkungen verschiedener Gen-, Chromosomen- und Genom-
       mutationen auf den Phänotyp (u.a. unter Berücksichtigung von Genwirkketten)
       (UF 1, UF 4)
      III.11:formulieren bei der Stammbaumanalyse Hypothesen zu X-chromosomalen
       und autosomalen Vererbungsmodi genetisch bedingter Merkmale und begrün-
       den die Hypothesen mit vorhandenen Daten auf der Grundlage der Meiose (E1,
       E3, E5, UF4, K4).
      III.13:recherchieren Unterschiede zwischen embryonalen und adulten
       Stammzellen und präsentieren diese unter Verwendung geeigneter Dar-
       stellungsformen (K2, K3).
      III.14: stellen naturwissenschaftlich-gesellschaftliche Positionen zum therapeu-
       tischen Einsatz von Stammzellen dar und beurteilen Interessen sowie Folgen
       ethisch (B3, B4).

      III.15: geben die Bedeutung von DNA-Chips an und beurteilen Chancen und Risi-
       ken (B1, B3)
                    Empfohlene Lehrmittel/ Materialien/ Methoden
      Eingeführtes Oberstufenwerk (Cornelsen/Biologie Oberstufe)
      GIDA-Film „Humangenetik“
      Checkliste zum methodischen Vorgehen bei einer Stammbaumanalyse.
      Exemplarische Beispiele von Familienstammbäumen
      Selbstlernplattform von Mallig:
      http://www.mallig.eduvinet.de/default.htm#kurs
      Interessanter Link zu menschlichen Chromosomen:
         www.gene-abc.ch
      Ggf. Recherche zu embryonalen bzw. adulten Stammzellen und damit verbunde-
       nen therapeutischen Ansätzen
      Dilemmadiskussion

Anmerkung: Unterrichtsvorhaben 1 und 2 können
auch in der Reihenfolge vertauscht werden

  2       Thema: Modellvorstellungen zur Proteinbiosynthese
          – Wie entstehen aus Genen Merkmale und welche                        Q1
          Einflüsse haben Veränderungen der genetischen
          Strukturen auf einen Organismus?
                                                                               GK
Inhaltsfelder:                              Inhaltliche Schwerpunkte:

IF 3: Genetik                                     Kurze Wiederholung der Inhalte
Schulinternes Curriculum                                                                15

                                                        aus der EF: Der Zellkern als Trä-
                                                        ger der Erbinformation, DNA als
                                                        Erbsubstanz; Nukleotide und Nu-
                                                        kleinsäuren, DNA-Replikation
                                                       Proteinbiosynthese
                                                       Genmutation
                                                       Genregulation

                                              Zeitbedarf: ca. 18 Stunden à 45
                                              Minuten

                                              Voraussetzungen aus der
                                              Sekundarstufe I:

                                                      Chromosom
                                                      Mitose / Meiose

Mögliche Leitfragen / Sequenzierung /         Didaktisch-methodische Anmerkungen,
inhaltliche Aspekte:                          verbindliche Absprachen:

     Reaktivierung von SI/EF-Vorwissen                EF-Wissen wird reaktiviert, ein Aus-
      (I.8; I.16)                                       blick auf Neues wird gegeben.
                                                       Wissen über die Replikation wird auf
1. Sequenz: (III.10)                                    die PCR übertragen und im Kontext
                                                        des genetischen Fingerabdrucks an-
     „Wer ist der Täter?“ - der genetische             gewendet sowie die Technik der
      Fingerabdruck und die künstliche Ver-             Gelelektrophorese kennen gelernt
      vielfältigung der DNA                            Die einzelnen Schritte der Protein-
                                                        biosynthese werden erarbeitet und
  das Verfahren der PCR                                ihre Regulation betrachtet
                                                       Verschiedene Genmutationen sowie
  genetischer Fingerabdruck                            auf ihnen beruhende Erbkrankhei-
                                                        ten werden besprochen (z.B. Sichel-
  das Verfahren der Gelelektrophorese                  zellanämie, Chorea-Huntington)
                                                       Arbeit mit Modellen, z.B. Operon-
2. Sequenz: (III.2; III.3; III.4)                       Modell
      Vom Gen zum Merkmal – Wie wird die
        genetische Information verschlüs-
        selt, transportiert und abgelesen?

  der genetische Code

  Ein-Gen-ein-Polypeptid-Hypothese

  Transkription

  Translation

  Besonderheiten bei Pro- und Eukaryo-
Schulinternes Curriculum                                                            16

            ten (Spleißen der DNA)

     Genmutationen

3. Sequenz: (III.6; III.9; III.8)

       Wie wird das Ablesen der Gene gesteu-
        ert?

                   Genregulation bei Prokaryo-
            ten (Bedeutung von E.coli als Modell-
            organismus)

                    Epigenetik: durch Umwelt-
            einflüsse werden Gene unterschied-
            lich an- und ausgeschaltet

                   Einfluss der Protoonkogene
            und Tumor-Suppressorgene auf die
            Regulation des Zellzyklus

Diagnose von Schülerkompetenzen / Leistungsbewertung:
    Ggf. Kriteriengeleitete Bewertung von Kurzvorträgen (z.B. Zwillingsfor-
    schung und Epigenetik)
  Zwei Klausuren pro Halbjahr
            Schwerpunkte übergeordnete Kompetenzerwartungen
            UF1 Wiedergabe
            UF3 Systematisierung
            UF4 Vernetzung
            E6 Modelle
                   Konkretisierte Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans

III.2: vergleichen die molekularen Abläufe in der Proteinbiosynthese bei Pro- und
Eukaryoten (UF1, UF3)
III.3 erläutern Eigenschaften des genetischen Codes und charakterisieren mit dessen
Hilfe Genmutationen (UF1, UF2)
III.4 : erklären die Auswirkungen verschiedener Gen-, Chromosom- und
Genommutationen auf den Phänotyp (u.a. unter Berücksichtigung von Genwirkketten)
(UF1, UF4)
III.6 : erläutern und entwickeln Modellvorstellungen auf der Grundlage von
Experimenten zur Aufklärung der Genregulation bei Prokaryoten (E2, E5, E6)
III.7: begründen die Verwendung bestimmter Modellorganismen (u.a. E. coli) für
besondere Fragestellungen genetischer Forschung (E6, E3)
III.8 : erklären mithilfe eines Modells die Wechselwirkung von Proto-Onkogenen und
Tumor-Suppressorgenen auf die Regulation des Zellzyklus und erklären die Folgen von
Mutationen in diesen Genen (E6, UF1, UF3, UF4)
III.9 : erklären einen epigenetischen Mechanismus als Modell zur Regelung des
Zellstoffwechsels (E6)
III.10 : erläutern molekulargenetische Verfahren (u.a. PCR, Gelelektrophorese) und ihre
Einsatzgebiete (E4, E2, UF1)
                        Empfohlene Lehrmittel/ Materialien/ Methoden
Schulinternes Curriculum                                                           17

      GIDA-Film „Molekulare Genetik“ und „Proteinbiosynthese“
      Eingeführtes Oberstufenwerk (Cornelsen/Biologie Oberstufe)
      Exemplarische Beispiele von Familienstammbäumen zu Genmutationen
      Struktur- und Funktionsmodelle (z.B. DNA-Modell, Operon-Moosgummimodell)

  3       Thema:
                                                                                Q1
          Angewandte Genetik – Welche Chancen und welche
          Risiken bestehen?                                                     GK
Inhaltsfelder:                            Inhaltliche Schwerpunkte:

IF 3: Genetik                                      Kurze Wiederholung der Inhalte
                                                    aus der EF: Der Zellkern als Trä-
                                                    ger der Erbinformation, DNA als
                                                    Erbsubstanz; Nukleotide und Nu-
                                                    kleinsäuren, DNA-Replikation
                                                   Proteinbiosynthese
                                                   Genmutation
                                                   Genregulation
                                                   Verfahren der PCR und Gelelek-
                                                    trophorese

                                          Zeitbedarf: ca. 18 Stunden à 45
                                          Minuten

                                          Voraussetzungen aus der
                                          Sekundarstufe I:

                                                  Chromosom
                                                  Mitose / Meiose

Mögliche Leitfragen / Sequenzierung /     Didaktisch-methodische Anmerkungen,
inhaltliche Aspekte:                      verbindliche Absprachen:

1. Sequenz:: (III.5; III.12)                      Erarbeitung gentechnischer Ver-
  Anwendung und Methoden der                      fahren, z.B. Klonen, Insulinherstel-
     Gentechnik                                    lung, Tier- und Pflanzenzucht (z.B.
          Schneiden von DNA                       Antimatsch-Tomate)
          Übertragen von DNA                     Humangenomprojekt
          Selektion transgener Zel-              Gentherapie
           len                                    Multiperspektivische Betrachtung
  Gentechnik z.B. in der Medizin,                 kontroverser Positionen zur Gen-
Schulinternes Curriculum                                                           18

        der Lebensmittelherstellung und           diagnostik
        der Züchtung

2. Sequenz:: (III.12; III.15)
  „Darf man alles machen, was man
     machen kann?“ – Bioethik
    PID in der Diskussion
    Gentechnisch veränderte Orga-
      nismen
Diagnose von Schülerkompetenzen / Leistungsbewertung:
     Ggf. kriteriengeleitete Bewertung von Kurzvorträgen und/oder der Plakat-
     gestaltung
  zwei Klausuren pro Halbjahr
              Schwerpunkte übergeordnete Kompetenzerwartungen
   K2 Recherche
   B1 Kriterien
   B4 Möglichkeiten und Grenzen
                 Konkretisierte Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans
III.5: beschreiben molekulargenetische Werkzeuge und erläutern deren Bedeutung für
gentechnische Grundoperationen (UF1)
III.12: stellen mithilfe geeigneter Medien die Herstellung transgener Lebewesen dar
und diskutieren ihre Verwendung (K1, B3)
III.15: geben die Bedeutung von DNA-Chips an und beurteilen Chancen und Risiken
(B1, B3)
                       Empfohlene Lehrmittel/ Materialien/ Methoden
        Eingeführtes Oberstufenwerk (Cornelsen/Biologie Oberstufe)
        Gentechnik I und II GIDA-DVD
        „Planet Wissen – Chancen und Risiken der Gentechnologie“

          Autökologische Untersuchungen – Welchen Einfluss
    4     haben abiotische Faktoren auf das Vorkommen von Arten?              Q1
                                                                             GK
Inhaltsfelder:                             Inhaltliche Schwerpunkte:

IF 5: Ökologie                             Umweltfaktoren und Ökologische Potenz
Schulinternes Curriculum                                                                            19

                                                   Zeitbedarf: ca. 15 Stunden à 45 Minuten

                                                   Voraussetzungen aus der Sekundarstufe I:

                                                   Grundlagen der Neurobiologie (Regelkreise) aus der
                                                   Jahrgangstufe 9 und der Ökologie aus Jahrgangsstufe
                                                   7

Mögliche Leitfragen / Sequenzierung /              Didaktische - methodische           Anmerkungen,
inhaltliche Aspekte:                               verbindliche Absprachen

1.Sequenz:

Welchen Einfluss haben die abiotischen Faktoren    Bestimmung des Temperaturoptimums bei
Temperatur, Sauerstoffgehalt und Licht auf das     Mehlwürmern mithilfe der Temperaturorgel und
Vorkommen und die Überlebensrate von               deren graphische Ergebnisdarstellung und
Organismen?                                        Auswertung

Abiotische Faktoren
                                                   Übertragung    der   Erkenntnisse  auf   weitere
   •   Temperatur                                  Organismen und abiotische Faktoren und Ableitung
   •   Licht                                       ökologischer Gesetzmäßigkeiten
   •   Wasser
   •   Kohlenstoffdioxid

Ökologische Potenz

Optimumkurve
                                                   Minimumgesetz, Zeigerarten (Bioindikatoren)

Zusammenwirken abiotischer Faktoren

2. Sequenz:

Tiergeographische Regeln
                                                   z.B.     experimenteller       Nachweis         der
   •   Bergmann                                    Bergmannschen        und     Allenschen       Regel
   •   Allen                                       (Glaskolben, Löffel)

Diagnose von Schülerkompetenzen / Leistungsbewertung:

   -   2 Klausuren pro Halbjahr
   -   Impulsreferat
                     Schwerpunkte übergeordnete Kompetenzerwartungen
■ selbstständig in unterschiedlichen Kontexten biologische Probleme identifizieren, analysieren und in
Form biologischer Fragestellungen präzisieren, (E1)
■ Beobachtungen und Messungen, auch mithilfe komplexer Apparaturen, sachgerecht erläutern, (E2)
■ mit Bezug auf Theorien, Modelle und Gesetzmäßigkeiten Hypothesen generieren sowie Verfahren zu
Schulinternes Curriculum                                                                          20

ihrer Überprüfung ableiten, (E3)
■ Experimente mit komplexen Versuchsplänen und -aufbauten mit Bezug auf ihre Zielsetzungen erläutern
und unter Beachtung fachlicher Qualitätskriterien (Sicherheit, Messvorschriften, Variablenkontrolle,
Fehleranalyse) durchführen, (E4)
■ naturwissenschaftliche Prinzipien reflektieren sowie Veränderungen im Weltbild und in Denk- und
Arbeitsweisen in ihrer historischen und kulturellen Entwicklung darstellen. (E7)
                    Konkretisierte Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans
V.1: zeigen den Zusammenhang zwischen dem Vorkommen von Bioindikatoren und der Intensität
abiotischer Faktoren in einem beliebigen Ökosystem (UF3, UF4, E4)
V.10: erläutern die Aussagekraft von biologischen Regeln (u.a. tiergeographische Regeln) und grenzen
diese von naturwissenschaftlichen Gesetzen ab (E7, K4)
                          Empfohlene Lehrmittel/Materialien/Methoden

      Biologie Oberstufe: Gesamtband, Cornelsen
      www.max-wissen.de
      Selbstevaluation am Ende der Unterrichtsreihe z.B. mithilfe der Kompetenzen-Seiten im
       Lehrbuch

  5      Erforschung der Fotosynthese – Wie entsteht aus
         Lichtenergie eine für alle Lebewesen nutzbare Form                               Q1
         der Energie?
                                                                                          GK
Inhaltsfelder:                                    Inhaltliche Schwerpunkte:

IF 5: Ökologie                                    Fotosynthese

                                                  Zeitbedarf: ca. 10 Stunden a 45 Minuten

                                                  Voraussetzungen aus der Sekundarstufe I:

                                                  Grundlagen der Ökologie aus der
                                                  Jahrgangsstufe 7, aus der EF: Zellatmung

Mögliche Leitfragen / Sequenzierung /             Didaktische-methodische Anmerkungen,
inhaltliche Aspekte:                              verbindliche Absprachen:
Schulinternes Curriculum                                                              21

Sequenz 1:                                  Abfrage von SI-Vorwissen,

Fotosynthese - Welche Prozesse sind bei z.B. Chromatografe der Blattpigmente,
Pflanzen notwendig, um energiereiche aus der EF: Zellatmung
Stoffe (Zucker) zu produzieren?

                                            Erstellen von Bilanzen z.B. von
    •   Blatt                               Stoffwechselprozessen,
    •   Blattaufbau
    •   Chloroplast
    •   Absorptionsspektren
    •   Membranen                           Versuche zur Abhängigkeit der
    •   Lichtabhängige und                  Fotosyntheseaktivität von
        lichtunabhängige Reaktion           unterschiedlichen abiotischen Faktoren,
        (Calvinzyklus)
    •   Elektronentransport
    •   H+-Gradient und ATP-Synthese
                                            Auswertung und Visualisierung der
    •   C3-,C4- und CAM-Pflanzen
                                            Informationen,

Sequenz 2:
                                       Mikroskopische Auswertung verschiedener
Welchen Einfluss haben die abiotischen
                                       Blattanpassungen.
Faktoren Licht, Wasser und Temperatur
auf die Fotosyntheseaktivität?

Blattmetamorphosen

Diagnose von Schülerkompetenzen / Leistungsbewertung:

-       ggf. Impulsreferate, Präsentationen, Kurzreferate
-       2 Klausuren pro Halbjahr
              Schwerpunkte übergeordnete Kompetenzerwartungen
■ selbstständig in unterschiedlichen Kontexten biologische Probleme identifzieren,
analysieren und in Form biologischer Fragestellungen präzisieren, (E1)
■     Beobachtungen und Messungen, auch mithilfe komplexer Apparaturen,
sachgerecht erläutern, (E2)
■ mit Bezug auf Theorien, Modelle und Gesetzmäßigkeiten Hypothesen generieren
sowie Verfahren zu ihrer Überprüfung ableiten, (E3)
■ Experimente mit komplexen Versuchsplänen und -aufbauten mit Bezug auf ihre
Zielsetzungen erläutern und unter Beachtung fachlicher Qualitätskriterien
(Sicherheit, Messvorschriften, Variablenkontrolle, Fehleranalyse) durchführen, (E4)
■ Daten und Messwerte qualitativ und quantitativ im Hinblick auf Zusammenhänge,
Regeln oder Gesetzmäßigkeiten analysieren und Ergebnisse verallgemeinern, (E5)
■ naturwissenschaftliche Prinzipien reflektieren sowie Veränderungen im Weltbild
und in Denk- und Arbeitsweisen in ihrer historischen und kulturellen Entwicklung
darstellen. (E7)
             Konkretisierte Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans
Schulinternes Curriculum                                                                                22

V.2: erläutern den Zusammenhang zwischen Fotoreaktion und Synthesereaktion und
ordnen die Reaktionen den unterschiedlichen Kompartimenten des Chloroplasten zu
(UF1, UF3)
V.4: analysieren Messdaten zur Abhängigkeit der Fotosyntheseaktivität von
unterschiedlichen abiotischen Faktoren (E5)
V.5: leiten aus Forschungsexperimenten zur Aufklärung der Fotosynthese zu Grunde
liegende Fragestellungen und Hypothesen ab (E1, E3, UF2, UF4)
V.15:     erläutern   mithilfe  einfacher   Schemata    das    Grundprinzip  der
Energieumwandlung in den Fotosystemen und den Mechanismus der ATP-Synthese
(K3, UF1)
                         Empfohlene Lehrmittel/Materialien/Methoden
           Biologie Oberstufe: Gesamtband, Cornelsen
           Gida-Filme „Fotosynthese“

             Synökologie I und biotische Faktoren – Welchen Einfluss haben
  6          inter- und intraspezifische Beziehungen auf Populationen?                            Q1
                                                                                                  GK
Inhaltsfelder:                                          Inhaltliche Schwerpunkte:

IF 5: Ökologie                                          Dynamik von Populationen

                                                        Zeitbedarf: ca. 10 Stunden a 45 Minuten

                                                        Voraussetzungen aus der Sekundarstufe I: Grundlagen
                                                        der Ökologie aus der Jahrgangsstufe 7

Mögliche Leitfragen / Sequenzierung / inhaltliche       Didaktische - methodische Anmerkungen,
Aspekte:                                                verbindliche Absprachen:

1. Sequenz:                                             Beschreibung    und    Analyse    eines   Wirkungs-
                                                        Diagramms,
Wie verändern sich               Populationen in
Abhängigkeit                       verschiedener
Umweltfaktoren?
                                                        Erarbeitung der unterschiedlichen Umweltfaktoren
                                                        und ihrer Auswirkung auf eine Population anhand
                                                        eines Beispiels,
Wie verändern sich Populationen in
Abhängigkeit   von dichteabhängigen
Umweltfaktoren?
                                                        Entwicklung von Fragestellungen auf der Grundlage
             Exponentielles, lineares bzw.             vorliegender Daten,
              logistisches
                Wachstum, K- und r-Wert
Schulinternes Curriculum                                                                            23

      Lotka-Volterra-Regeln                      Analyse    von Populations-Schwankungen           auf
      Freilanduntersuchungen                     Grundlage experimenteller Ergebnisse,

Welche Veränderungen lassen sich bei
zusammenfassender        Betrachtung
                                     Aufzeigen der Regelhaftigkeit der Populations-
vorliegender         Umweltfaktoren
                                     Schwankungen,
beobachten?

      Aspektfolge
      Sukzession                                 Formulierung von entsprechenden Regeln

                                     Auswertung und Analyse von Daten im
K- und r-Strategien
                                     Zusammenhang, selbständige Erarbeitung der
Welche    Folgen  haben   intra- und Phänomene Aspektfolge, Sukzession, K- und r-
interspezifsche Beziehungen auf die Strategie,
jeweiligen Arten?

     Parasitismus                                Erarbeitung von    Konkurrenzausschluss    bzw.    –
     Symbiose
                                                  vermeidung,
     Konkurrenz (intra- und inter-
      spezifsch)
    Räuber-Beute-Beziehungen
im Zusammenhang: Schädlinge und                   Aufzeigen der Konsequenz: Koexistenz der Arten
Schädlingsbekämpfung           (Vergleich         infolge der unterschiedlichen Einnischung,
chemische,        biologische        und
biotechnische Bekämpfung)
                                                  Erarbeitung des Konzeptes der ökologischen Nische
                                                  und der Stellenäquivalenz (ökologische Planstelle),

2. Sequenz:

Wie   können   Arten    mit          ähnlichen Räuber-Beute-Simulationsspiel.
Umweltansprüchen       im             gleichen
Lebensraum koexistieren?

       Konkurrenzausschluss
       Konkurrenzvermeidung
       Koexistenz
       Ökologische Nische
       Stellenäquivalenz und Lebensformtyp
Diagnose von Schülerkompetenzen / Leistungsbewertung:

   •   ggf. Impulsreferate zu den Beziehungen zwischen Lebewesen
   •   Selbstevaluation am Ende der Unterrichtsreihe z.B. mithilfe der Kompetenzen-Seiten im
       Lehrbuch
   •   2 Klausuren pro Halbjahr
                     Schwerpunkte übergeordnete Kompetenzerwartungen
■ biologische Phänomene und Sachverhalte beschreiben und erläutern, (UF1)
■ Daten und Messwerte qualitativ und quantitativ im Hinblick auf
Schulinternes Curriculum                                                                             24

Zusammenhänge, Regeln oder Gesetzmäßigkeiten analysieren und Ergebnisse verallgemeinern, (E5)
■ Anschauungsmodelle entwickeln sowie mithilfe von theoretischen Modellen, mathematischen
Modellierungen und Simulationen biologische sowie biotechnische Prozesse erklären oder vorherzusagen,
(E6)
                    Konkretisierte Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans
V.3: beschreiben die Dynamik von Populationen in Abhängigkeit von dichteabhängigen und
dichteunabhängigen Faktoren (UF1)
V.5: leiten aus Daten zu abiotischen und biotischen Faktoren Zusammenhänge im Hinblick auf zyklische
und sukzessive Veränderungen (Abundanz und Dispersion von Arten) sowie K- und r-Lebenszyklus-
Strategien ab (E5, UF1, UF2, UF3, UF4)
V.6: entwickeln aus zeitlich-rhythmischen Änderungen des Lebensraums biologische Fragestellungen und
erklären diese auf der Grundlage von Daten (E1, E5)
V.7: untersuchen die Veränderungen von Populationen mit Hilfe von Simulationen auf der Grundlage des
Lotka-Volterra-Modells (E6)
V.8: leiten aus Untersuchungsdaten zu intra- und interspezifischen Beziehungen (Parasitismus, Symbiose,
Konkurrenz) mögliche Folgen für die jeweiligen Arten ab und präsentieren diese unter Verwendung
angemessener Medien (E5, K3, UF1)
V.9: erklären mithilfe des Modells der ökologischen Nische die Koexistenz von Arten (E6, UF1, UF2)
                           Empfohlene Lehrmittel/Materialien/Methoden

      Biologie Oberstufe: Gesamtband, Cornelsen
      Räuber-Beute-Simulation (NATURA, Modelle zur Populationsökologie für den explorativen
       Unterricht)

  7      Synökologie II – Welchen Einfluss hat der Mensch
         auf globale Stoffkreisläufe und Energieflüsse?                                    Q1
                                                                                           GK
Inhaltsfelder:                                     Inhaltliche Schwerpunkte:

IF 5: Ökologie                                     Stoffkreislauf und Energiefluss

                                                   Zeitbedarf: ca. 10 Stunden a 45 Minuten

                                                   Voraussetzungen aus der Sekundarstufe I:

                                                   Grundlagen    der         Ökologie       aus     der
                                                   Jahrgangsstufe 7

Mögliche Leitfragen / Sequenzierung /              Didaktische - methodische Anmerkungen,
inhaltliche Aspekte:                               verbindliche Absprachen:

1. Sequenz:

Energie und Stoffkreisläufe in der                 Kennenlernen verschiedener Ökosysteme
Ökologie                                           als    Grundlage     zur   Erarbeitung
Schulinternes Curriculum                                                             25

     •    Stoffkreisläufe (Phospat,           anthropogener Einflüsse,
          Kogelnstoff, Stickstoff)
     •    Energiefluss
     •    Trophieebenen
     •    Unterschiede zwischen               Auswertung    verschiedener     grafscher
          Nahrungskette und Nahrungsnetz      Darstellungsmöglichkeiten            (z.B.
                                              ökologische                    Pyramiden,
                                              Biomassepyramiden),
2. Sequenz:

Anthropogener Einfluss auf Ökosysteme
                                              Erstellen eigener Grafken (z.B. zu
     •    Übersicht von Ökosystemen in        Stoffkreisläufen, Nahrungsbeziehungen)
          Ansätzen
     •    Klimaerwärmung
     •    Ökologischer Fußabdruck
                                              Erstellen eines    eigenen    ökologischen
                                              Fußabdrucks

Diagnose von Schülerkompetenzen / Leistungsbewertung:

 •       ggf. Gruppenerarbeitung und Präsentation der Stoffkreisläufe,
         Plakatpräsentationen/Power-
             Point-Präsentation
 •       2 Klausuren pro Halbjahr
                 Schwerpunkte übergeordnete Kompetenzerwartungen
■ Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen, natürlichen und durch
menschliches Handeln hervorgerufenen Vorgängen auf der Grundlage eines
vernetzten biologischen Wissens erschließen und aufzeigen. (UF4)
■ Anschauungsmodelle entwickeln sowie mithilfe von theoretischen Modellen,
mathematischen Modellierungen und Simulationen biologische sowie biotechnische
Prozesse erklären oder vorherzusagen, (E6)
■ Auseinandersetzungen und Kontroversen zu biologischen und biotechnischen
Problemen und Entwicklungen differenziert aus verschiedenen Perspektiven
darstellen und eigene Entscheidungen auf der Basis von Sachargumenten vertreten,
(B2)
■ begründet die Möglichkeiten und Grenzen biologischer Problemlösungen und
Sichtweisen bei innerfachlichen, naturwissenschaftlichen und gesellschaftlichen
Fragestellungen bewerten. (B4)
               Konkretisierte Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans
V.11: stellen energetische und stoffliche Beziehungen verschiedener Organismen
unter den Aspekten von Nahrungskette, Nahrungsnetz und Trophieebene formal,
sprachlich und fachlich korrekt dar (K1, K3)
V.12: präsentieren und erklären auf der Grundlage von Untersuchungsdaten die
Wirkung von anthropogenen Faktoren auf ausgewählte globale Stoffkreisläufe (K1,
K3, UF1)
V.14: diskutieren Konflikte zwischen der Nutzung natürlicher Ressourcen und dem
Naturschutz (B2, B3)
V.15: entwickeln Handlungsoptionen für das eigene Konsumverhalten und schätzen
diese unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit ein (B2, B3)
                     Empfohlene Lehrmittel/Materialien/Methoden
Schulinternes Curriculum                                                                     26

       Biologie Oberstufe: Gesamtband, Cornelsen
       
    Selbstevaluation am Ende der Unterrichtsreihe z.B. mithilfe der Kompetenzen-Seiten im
     Lehrbuch

  8           Thema: Zyklische und sukzessive Veränderung von
              Ökosystemen – Welchen Einfluss hat der Mensch auf                       Q1
              die Dynamik von Ökosystemen?
                                                                                      Gk
Inhaltsfelder:                                  Inhaltliche Schwerpunkte:

IF 5: Ökologie                                  Mensch und Ökosysteme

                                                Zeitbedarf: ca. 12 Stunden a 45 Minuten

                                                Voraussetzungen aus der Sekundarstufe I:
                                                    Grundlagen der Ökologie aus der
                                                      Jahrgangsstufe 7

Mögliche Leitfragen / Sequenzierung /           Didaktische-methodische Anmerkungen,
inhaltliche Aspekte:                            verbindliche Absprachen:

- aquatisches Ökosystem in Ansätzen             z.B. arbeitsteilige
                                                Erarbeitung/Expertengruppen zur
- Sukzession                                    Zonierung eines aquatischen Ökosystems,

- Schädlingsbekämpfung                          Eutrophierung, der See im Jahresverlauf

- Invasive Arten                                diskutieren verschieden Methoden der
                                                Schädlingsbekämpfung hinsichtlich ihrer
                                                Effektivität und ökologischer

                                                Folgen von Einschleppung nicht
                                                einheimischer Arten zur
                                                Schädlingsbekämpfung bewerten (z.B.
                                                Mungos)

Diagnose von Schülerkompetenzen / Leistungsbewertung:
-    ggf. Impulsreferate, Präsentationen, Kurzreferate
-    2 Klausuren pro Halbjahr
                  Schwerpunkte übergeordnete Kompetenzerwartungen
          zur Lösung von biologischen Problemen zielführende Defnitionen, Konzepte und
           Handlungsmöglichkeiten begründet auswählen und anwenden, (UF2)
          sich mit anderen über biologische Sachverhalte kritisch konstruktiv austauschen
           und dabei Behauptungen oder Beurteilungen durch Argumente belegen bzw. wi-
           derlegen. (K4)
          Auseinandersetzungen und Kontroversen zu biologischen und biotechnischen
           Problemen und Entwicklungen differenziert aus verschiedenen Perspektiven dar-
Schulinternes Curriculum                                                            27

       stellen und eigene Entscheidungen auf der Basis von Sachargumenten vertre-
       ten, (B2)
            Konkretisierte Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans
V.5: leiten aus Daten zu abiotischen und biotischen Faktoren Zusammenhänge im
Hinblick auf zyklische und sukzessive Veränderungen (Abundanz und Dispersion von
Arten) sowie K- und r-Lebenszyklusstrategien ab (E5, UF1, UF2, UF3, K4, UF4)
V.6: entwickeln aus zeitlich-rhythmischen Änderungen des Lebensraums biologische
Fragestellungen und erklären diese auf der Grundlage von Daten (E1, E5)
V.13: recherchieren Beispiele für die biologische Invasion von Arten und leiten Folgen
für das Ökosystem ab (K2, K4)
                  Empfohlene Lehrmittel/Materialien/Methoden
      Biologie Oberstufe: Gesamtband, Cornelsen
      Gida-Film „Ökosystem See 2“
Schulinternes Curriculum                                                                       28

            Thema:          Neurobiologie I
   1        Kontext:        Molekulare und zellbiologische Grundlagen                     Q2
                            der neuronalen Informationsverarbeitung –
                            Wie ist das Nervensystem des Menschen                         GK
                            aufgebaut?
Inhaltsfelder:                                      Inhaltliche Schwerpunkte:

IF 4: Neurobiologie                                  Aufbau und Funktion von Neuronen
                                                     Neuronale Informationsverarbeitung und
                                                      Grundlagen der Wahrnehmung

                                                    Zeitbedarf: ca. 20 Stunden à 45 Minuten

                                                    Voraussetzungen aus der Sekundarstufe I:
                                                      Grundlagen der Neurobiologie aus Jahr-
                                                         gangsstufe 7

Mögliche Leitfragen / Sequenzierung /               Didaktische-methodische Anmerkungen,
inhaltliche Aspekte:                                verbindliche Absprachen:

1. Sequenz:                                            Arbeit mit Modell eines Neurons
Wie ist unser Nervensystem aufgebaut?
     Reiz-Reaktions-Schema                            Mikroskopieren von Motoneuronen
     Aufbau des Neurons und Funktion der              (Dauerpräparate)
        einzelnen Bestandteile
                                                       Testen von Patellarsehnenreflex und
2. Sequenz:                                            Lidschlussreflex im Schülerversuch
Was passiert, wenn wir stolpern?
     Eigen- und Fremdreflexe                          Modellexperiment zur Erregungsleitung mit
     angeborene und erlernte Reflexe                  Dominosteinen und Strohhalmen

                                                       Modelle zu chemischen Synapsen
3. Sequenz:
Wie funktioniert die Erregungsbildung und              Animationen zu z.B.: chemischen und
-weiterleitung?                                        elektrischen Synapsen, Aktionspotentialen,
     Ionentheorie des Ruhepotentials                  Messung von Erregungen, u.a.
     Ionentheorie des Aktionspotentials
     Erregungsleitung bei Wirbellosen und
        Wirbeltieren im Vergleich
     Aufbau von elektrischen und chemi-
        schen Synapsen und Informationsüber-
        tragung
     Verrechnung an Synapsen
     Wirkung von Nervengiften z.B. Curare,
        Sambunigrin, Butolinustoxin, Kokain, Gift
        der Pfeilgiftfrösche, u.a.
Schulinternes Curriculum                                                                             29

Diagnose von Schülerkompetenzen / Leistungsbewertung:

         Ggf. Kriteriengeleitete Bewertung von Kurzvorträgen und/oder der Plakatgestaltung
         zwei Klausuren

                         Konkretisierte Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans
         IV.1 GK: Aufbau und Funktion des Neurons beschreiben (UF1)
         IV.2 GK: die Weiterleitung des Aktionspotentials an myelinisierten Axonen erklären (UF1)
         IV.3 GK: die Verschaltung von Neuronen bei der Erregungsweiterleitung und der Verrechnung
          von Potentialen mit der Funktion der Synapsen auf molekularer Ebene erläutern (UF1, UF3)
         IV.6 GK: Ableitungen von Potentialen mittels Messelektroden an Axon und Synapse erklären
          und Messergebnisse unter Zuordnung der molekularen Vorgänge an Biomembranen auswer-
          ten (E5, E2, UF1, UF2)
         IV.7 GK: das Prinzip der Signaltransduktion an einem Rezeptor anhand von Modellen darstel-
          len (E6, UF1, UF2, UF4)
         IV.9 GK: die Wirkung von endo- und exogenen Stoffen auf Vorgänge am Axon, der Synapse
          und auf Gehirnareale an konkreten Beispielen dokumentieren und präsentieren (K1, K3, UF2)

         IV.10 GK: den Vorgang von der durch einen Reiz ausgelösten Erregung von Sinneszellen bis
          zur Konstruktion des Sinneseindrucks bzw. der Wahrnehmung im Gehirn unter Verwendung
          fachspezifischer Darstellungsformen in Grundzügen darstellen (K1, K3)
                              Empfohlene Lehrmittel/ Materialien/ Methoden

          Eingeführtes Oberstufenwerk (Cornelsen/Biologie Oberstufe)
          Film: GIDA: Nervensystem II

               Thema:           Neurobiologie II
      2        Kontext:         Aspekte der Hirnforschung – Welche Faktoren                    Q2
                                beeinflussen unser Gehirn?
                                                                                               GK
Inhaltsfelder:                                        Inhaltliche Schwerpunkte:

IF 4: Neurobiologie                                    Plastizität und Lernen

                                                      Zeitbedarf: ca. 8 Stunden à 45 Minuten

                                                      Voraussetzungen aus der Sekundarstufe I:
                                                        Grundlagen der Neurobiologie aus Jahr-
                                                           gangsstufe 7

Mögliche Leitfragen / Sequenzierung /                 Didaktische-methodische Anmerkungen,
inhaltliche Aspekte:                                  verbindliche Absprachen:

1. Sequenz:
Wie funktioniert die Informationsverarbeitung in          Lernversuche, Lerntypbestimmung
unserem Nervensystem?
     Informationsverarbeitung im Zentralner-             arbeitsteilige Gruppenarbeit zu
Schulinternes Curriculum                                                                        30

          vensystem                                      Gehirnarealen (Arbeit mit Gehirnmodellen)
         Bau des Gehirns
         Hirnfunktionen                                 Referate zu Erkrankungen des
         Einfluss des vegetativen NS                    Nervensystems wie MS

2. Sequenz:
Wie lernen wir und wie beeinflusst Stress
unsere Lernleistung?
     Funktionsweise des Gedächtnisses
     Neuronale Plastizität
     Lerntheorien
     Äußere Einflussfaktoren auf neuronale
       Leistungen des Gehirns

3. Sequenz:
Was sind Ursachen von degenerativen
Erkrankungen des Gehirns?
     z.B. Morbus Alzheimer, ADHS
     Möglichkeiten und Grenzen von Thera-
       pieansätzen
     Wirkung von Neuroenhancern

Diagnose von Schülerkompetenzen / Leistungsbewertung:

        Ggf. Kriteriengeleitete Bewertung von Kurzvorträgen (z.B. Alzheimer, MRT etc.) und/oder der
         Plakatgestaltung
        zwei Klausuren

                        Konkretisierte Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans
        IV.4 GK: die Rolle von Sympathikus und Parasympathikus bei der neuronalen und hormonel-
         len Regelung von physiologischen Funktionen an einem Beispiel erklären (UF4, E6, UF2,
         UF1)
        IV.5 GK: die Bedeutung der Plastizität des Gehirns für ein lebenslanges Lernen erklären
         (UF4)
        IV.8 GK: mithilfe von Aufnahmen eines bildgebenden Verfahrens Aktivitäten verschiedener
         Gehirnareale ermitteln (E5, UF4)
        IV.11 GK: aktuelle Modellvorstellungen zum Gedächtnis auf anatomisch-physiologischer Ebe-
         ne darstellen (K3, B1)
        IV.12 GK: aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu einer degenerativen Erkrankung recher-
         chieren und präsentieren (K2, K3)

        IV.13 GK: Wirkungen von exogenen Substanzen auf den Körper erklären und mögliche Fol-
         gen für Individuum und Gesellschaft bewerten (B3, B4, B2, UF4)
                             Empfohlene Lehrmittel/ Materialien/ Methoden

         Eingeführtes Oberstufenwerk (Cornelsen/Biologie Oberstufe)
         Film: Drogen und Gehirn (Spektrum Videothek)
         Film: GIDA: Nervensystem II
Schulinternes Curriculum                                                                      31

            Thema:         Evolution I
   1        Kontext:       Die Geschichte des Lebens – Mechanismen,                       Q2
                           Belege und Ablauf der Evolution
                                                                                          GK
Inhaltsfelder:                                   Inhaltliche Schwerpunkte:

IF 6: Evolution                                     Entwicklung der Evolutionstheorie
                                                    Grundlagen evolutiver Veränderung
                                                    Art und Artbildung
                                                    Evolution und Verhalten

                                                 Zeitbedarf: ca. 24 Stunden à 45 Minuten

                                                 Voraussetzungen aus der Sekundarstufe I:
                                                   Grundlagen der Evolution aus Jahrgangs-
                                                      stufe 7

Mögliche Leitfragen / Sequenzierung /            Didaktische-methodische Anmerkungen,
inhaltliche Aspekte:                             verbindliche Absprachen:

1. Sequenz:                                          z.B. Arbeit mit originalen Textausschnitten
Was besagt die synthetische Evolutionstheorie?        aus „Origin of Species“
     In Ansätzen historische Evolutions-theo-       z.B. Kurzreferate zu den einzelnen Evoluti-
       rien: Schöpfungstheorie, Lamarck               onstheoretikern
     Moderne Evolutionstheorien: Darwin,            z.B. Exkursion in die Dauerausstellung des
       synthetische Evolutionstheorie                 Naturkundemuseums Münster
                                                     z.B. Radiohörspiel zu Darwins Lebensge-
                                                      schichte
                                                     z.B. Film: Das Leben des Charles Darwin
2. Sequenz:
Belege der Evolution – Wie kann man Evolution
sichtbar machen?                                     z.B. Zuordnung von Originalfossilien
     Paläontologie                                  z.B. Kurzreferate zu den einzelnen Evoluti-
     Morphologie und Anatomie u. a. Homolo-          onsbelegen
       gie, Analogie, Brückentiere
     Biogeographie
     Vergleichende Embryologie
     u.a. wie z.B. :
           o Tier- und Pflanzenzucht
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