Employ-ability & Karriere

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Employ-ability & Karriere
St. Pölten University of Applied Sciences

Employ-
ability &
Karriere                              Geschäftsbericht 2017

 Fit für die                        Alumni im Porträt         Ausbildung 4.0
 Arbeitswelt                        Erfolgsgeschichten        Neue Berufsfelder verlangen
 Wie die FH St. Pölten für          unserer Absolventinnen    neue Kompetenzen und
 erfolgreiche Karrieren vor-        und Absolventen           innovative Ausbildungs-
 bereitet                                                     angebote
Employ-ability & Karriere
Fit für die Arbeitswelt                      flexibility

                               tying knots

      Em|ploy|a             bi|li|ty

                                      lifelong learning
empowerment

                              applied knowledge
         deployment of
         new technologies
Employ-ability & Karriere
Inhalt
                                                      46
                                                 Forschung und
                                                 Wissenstransfer

                         14
                    Schwerpunktthema:
                    Employability und Karriere
                                                                   54
                                                             International

                                                                       60     Preise und

         34
                                                                              Auszeichnungen

    Studium und
    Weiterbildung                                                      66    Facts & Figures
Employ-ability & Karriere
„2017 war wieder ein sehr erfolgreiches Jahr für die FH
                                                                                                                                   St. Pölten: Wir konnten als Institution und Arbeitgebe-
                                                                                                                                   rin weiter wachsen und verzeichneten erstmals mehr
                                                                                                                                   als 3.000 Studierende. Diesen Studierenden eine qua-
                                                                                                                                   litative Hochschulausbildung zu bieten, die sie best-
                                                                                                                                   möglich auf das Berufsleben vorbereitet, sehen wir als
                                                                                                                                   unser oberstes Ziel. Wir bilden für aktuelle Anforderun-

         Vorwort
                                                                                                                                   gen der Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie aus und
                                                                                                                                   schaffen damit beste Karrierechancen: Unsere Absol-
                                                                                                                                   ventinnen und Absolventen erreichen eine nahezu
                                                                                                                                   100-prozentige Beschäftigungsquote. Grund genug,
                                                                                                                                   um im vorliegenden Geschäftsbericht einen besonde-
                                                                                                                                   ren Fokus auf das Thema „Employability & Karriere“
                                                                                                                                   zu legen. Wir beleuchten von verschiedenen Seiten,
                                                                                                                                   wie wir unsere Studierenden „fit für die Arbeitswelt“
                                                                                                                                   machen und lassen neben den Studierenden selbst
                                                                                                                                   auch Alumni, Lehrende sowie ArbeitgeberInnen zu
                                                                                                                                                                                                     2017 war wieder ein
                                                                                Mag. Johanna Mikl-Leitner
                                                                                Landeshauptfrau Niederösterreich                   Wort kommen. Wir freuen uns über Ihr Interesse und
                                                                                                                                   wünschen eine gute Lektüre!“
                                                                      „Niederösterreich hat eine vielfältige Bildungslandschaft
                                                                       – von den Kindergärten über die Schulen bis hin zum
                                                                                                                                                                                                     sehr erfolgreiches
                                      „Seit ihrer Gründung vor
                                       fast 22 Jahren ist die
                                                                       tertiären Sektor mit Fachhochschulen und Universitä-
                                                                       ten. Im Bereich der Fachhochschulen sind wir in Nie-
                                                                                                                                                                                                     Jahr für die FH St.
                                       Fachhochschule St. Pölten
                                       bis weit über die Grenzen
                                                                       derösterreich besonders erfolgreich. Wir zählen heute
                                                                       13 Hochschulen mit rund 21.500 Studierenden. Und
                                                                                                                                                                                                     Pölten.
                                       der Landeshauptstadt            dieser Sektor wächst weiter. Insgesamt 150 neue Stu-                                                                          Dipl.-Ing Gernot Kohl, MSc
                                       bekannt und genießt einen       dienplätze wird es im kommenden Studienjahr geben.                                                                            Geschäftsführer

                                       ausgezeichneten Ruf. Für        Und bis zum Jahr 2020 werden wir die Investitionen
                                       St. Pölten bedeutet der         in das Fachhochschulwesen mit rund 9,2 Millionen
                                       Campus mit all seinen           Euro innerhalb weniger Jahre mehr als verdoppeln.
                                       Einrichtungen einen der
                                       wichtigsten Inputs für die     Eine besondere Erfolgsgeschichte ist der Fachhoch-               Auf institutioneller
                                       urbane Entwicklung und         schul-Standort St. Pölten. Mit den Schwerpunkten IT,
                                       eine große Aufwertung          Technik, Medien, Gesundheit und Soziales gehen von               Ebene haben                                            „Auch auf institutioneller Ebene haben wir 2017 we-
                                       des Bildungs- und Wirt-        hier Innovationsimpulse für Niederösterreich aus. Und                                                                    sentliche Schritte gesetzt: Die Inhalte unserer FH-
                                       schaftsstandorts. Eine         der Standort St. Pölten wächst und wächst. Mittler-              wir wesentliche                                         weiten Strategie 2021 wurden erarbeitet sowie eine
                                       neuerliche Steigerung          weile zählen wir hier rund 3.000 Studierende. Einen                                                                      Änderung unserer Eigentümerstruktur beschlossen. Im
                                       der Anzahl der hauptbe-
                                       ruflichen MitarbeiterIn-
                                                                      wichtigen Meilenstein haben wir Anfang des Jahres
                                                                      mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung
                                                                                                                                       Schritte gesetzt.                                       Rahmen des Quality Audits wurde unser Qualitätsma-
                                                                                                                                                                                               nagementsystem für weitere sieben Jahre zertifiziert.
Mag. Matthias Stadler                                                                                                                  Dr. Maria Gabriela Fernandes
Bürgermeister der Stadt St. Pölten
                                       nen um sechs Prozent           zwischen dem Land Niederösterreich und der Stadt                                                                         Die Planungen für den innovativen „Campus St. Pölten
                                                                                                                                       Geschäftsführerin
                                       unterstreicht zudem die        St. Pölten für den Ausbau der FH St. Pölten gesetzt.                                                                     – Campus der Zukunft“, der bis 2020 eröffnet werden
          Relevanz der FH als wichtige Arbeitgeberin in der Stadt.    Der Ausbau des Hochschulstandortes ist ein wichtiger                                                                     soll, gingen in die finale Phase. Besonders erfreulich
          Neue, zukunftsweisende Studienangebote sowie der            Schritt für den Bildungs- und Wissenschaftsstandort                                                                      ist auch die neuerliche Weiterentwicklung im Bereich
          anstehende Ausbau zum „Campus St. Pölten – Campus           Niederösterreich und eine Win-Win-Situation für alle                                                                     der Forschung – die FH St. Pölten zählt zu den for-
          der Zukunft“ werden die Bedeutung der FH für die Stadt      Beteiligten – für das Land Niederösterreich, für die                                                                     schungsstärksten Fachhochschulen in Österreich.
          und die Region weiter stärken. Ich wünsche der FH St.       Landeshauptstadt St. Pölten, für die Studierenden und                                                                    Als dynamische und innovative Hochschule gehören
          Pölten auch weiterhin eine positive Entwicklung und allen   für die Wirtschaft. In diesem Sinne freue ich mich auf                                                                   Veränderung und Weiterentwicklung zu unseren tägli-
          Studierenden und dem gesamten Team viel Erfolg.“            eine weitere positive Entwicklung der FH St. Pölten.“                                                                    chen Aufgaben und Herausforderungen. Wir möchten
                                                                                                                                                                                               uns daher bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,
                                                                                                                                                                                               Lektorinnen und Lektoren sowie Partnerinnen und
                                                                                                                                                                                               Partnern und Studierenden für ihr hohes Engagement
                                                                                                                                                                                               und die gute Zusammenarbeit bedanken.“

         6                                                                                                                                                                                                                                         7
Employ-ability & Karriere
Kurzfassung                                                                                                           Management Summary

2017 war für die FH St. Pölten ein erfolgreiches Jahr geprägt von Wachstum                                            2017 was a successful year for St. Pölten UAS with further growth and develop-
und Weiterentwicklung in den drei Leistungsbereichen Lehre, Forschung und                                             ment in the three service areas teaching, research and knowledge transfer.
Wissenstransfer.

Die Fachhochschule St. Pölten kann auf ein sehr er-         dem Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation         St. Pölten University of Applied Sciences can look          The research activities of St. Pölten UAS were also
folgreiches Jahr 2017 blicken. Die Anzahl der Stu-          stiegen um neun Prozent auf insgesamt 2,5 Millionen       back on 2017 as a very successful year. The number          further developed in 2017. Revenues from research,
dierenden überschritt erstmals die Marke von 3.000          Euro, die Anzahl an Forschungsprojekten wuchs weiter      of students exceeded the 3,000 mark for the first time,     development and innovation increased by nine percent
Personen – damit studieren heute so viele Menschen          an. Die FH St. Pölten gehört damit nach wie vor zu den    which means that more people are studying at St.            to a total of 2.5 million euros. St. Pölten UAS remains
wie noch nie an der FH St. Pölten. Auch das Ausbil-         forschungsstärksten Fachhochschulen in Österreich.        Pölten UAS than ever before. The educational port-          one of the most research-oriented applied science
dungsangebot wird laufend erweitert: 2017 wurden                                                                      folio is also being continuously expanded. In 2017, a       universities in Austria.
insgesamt fünf neue Studiengänge ausgearbeitet, die         Auch die internationale Vernetzung wurde intensiviert     total of five new study programmes were developed,
beste Karrierechancen in den – meist digital geprägten      und durch neue Kooperationen mit Hochschulen und          which offer excellent career opportunities in the digital   International networking was intensified and expanded
– Zukunftsbranchen bieten: Wirtschafts- und Finanz-         Institutionen auf der ganzen Welt erweitert.              environment of future-oriented industries. The new          through new collaborations with universities and insti-
kommunikation (MA), Digital Design (MA), Digital Media                                                                programmes include: Economic and Financial Com-             tutions around the world.
Production (MA), Interactive Technologies (MA) sowie        Als innovative und dynamische Hochschule bildet die       munications (MA), Digital Design (MA), Digital Media
Data Science and Business Analytics (BA). Der Start         FH St. Pölten ihre Studierenden für aktuelle Anforde-     Production (MA), Interactive Technologies (MA) and          As an innovative and dynamic university, St. Pölten
ist im Herbst 2018 geplant, vorbehaltlich der erforderli-   rungen der Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie aus     Data Science and Business Analytics (BA). They are          UAS trains its students to meet the current demands
chen Genehmigung.                                           und schafft damit beste Karrierechancen: Die Absol-       scheduled to begin in autumn 2018, subject to the           of society, economy and industry, thereby creating the
                                                            ventinnen und Absolventen der FH St. Pölten erreichen     necessary authorisation.                                    best possible career opportunities: graduates of St.
Das Jahr 2017 brachte auf institutioneller Ebene zahl-      eine nahezu 100-prozentige Beschäftigungsquote.                                                                       Pölten UAS achieve a nearly 100 percent employment
reiche Entwicklungen: Die Inhalte der FH-weiten Stra-                                                                 The year 2017 brought numerous developments on              rate.
tegie 2021 wurden erarbeitet sowie eine Änderung            Der vorliegende Geschäftsbericht beschäftigt sich im      the institutional level: the content of the UAS Strategy
der Eigentümerstruktur beschlossen. Im Rahmen des           einführenden Kapitel daher insbesondere mit dem           2021 was developed and a change in the ownership            Therefore, in the introductory chapter the present
Quality Audits wurde das Qualitätsmanagementsystem          Thema „Employability & Karriere“. Er beleuchtet von       structure was decided upon. In the course of the qual-      Annual Report deals in particular with the topic of
für weitere sieben Jahre zertifiziert. Die Planungen für    verschiedenen Seiten, wie die FH St. Pölten ihre Stu-     ity audit, the quality-management system was certified      „Employability & Career“. It highlights from different
den innovativen „Campus der Zukunft“ gingen in die          dierenden fit für die Arbeitswelt macht und lässt neben   for another seven years. Plans for the innovative „Cam-     perspectives how St. Pölten UAS equips its students
finale Phase: Bis 2020 wird mit einem Zubau im Ver-         Studierenden selbst auch Alumni, Lehrende sowie           pus St. Pölten – Campus of the Future“ entered the          for the workplace and allows not only the students
bund mit dem bestehenden Gebäude ein innovativer            ArbeitgeberInnen zu Wort kommen.                          final phase: by 2020, an extension combined with the        themselves but also alumni, teachers and employers to
Vorzeigecampus entstehen.                                                                                             existing building will create a groundbreaking show-        have their say.
                                                                                                                      piece campus.
Die Forschungsaktivitäten konnte die FH St. Pölten im
Jahr 2017 ebenso weiterentwickeln. Die Erlöse aus

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Employ-ability & Karriere
Institution
                                                                                                                                                                                  Neue Eigentümerstruktur

                                                                                                                                                                                  Im Jahr 2017 wurde eine Änderung in der Eigentümer-
Von der Entwicklung einer neuen FH-weiten Strategie bis hin zur Neuwahl des
                                                                                                                                                                                  struktur der FH St. Pölten beschlossen: Mit Februar
FH-Kollegiums – das Jahr 2017 brachte an der FH St. Pölten auch einige Verän-                                                                                                     2018 beteiligte sich das Land Niederösterreich mit 26
derungen auf institutioneller Ebene.                                                                                 FH-Kollegiumsleitung bestätigt                               Prozent an der Fachhochschule St. Pölten, 74 Prozent
                                                                                                                                                                                  der Anteile werden weiterhin von der Hochschulen
                                                                                                                     Bei der Wahl der Kollegiumsleitung wurden Monika             St. Pölten Holding GmbH gehalten, welche sich zu
                                                                                                                     Vyslouzil als FH-Kollegiumsleiterin und Helmut               100 Prozent im Eigentum der Landeshauptstadt
                                                                                                                     Kammerzelt als FH-Kollegiumsleitungsstellvertreter           St. Pölten befindet.
                                                                                                                     für die nächste dreijährige Funktionsperiode wiederge-
                                                                                                                     wählt. Das Kollegium setzt sich aus Vertreterinnen und
                                                                                                                     Vertretern der Studiengangsleitungen, des Lehr- und
                                                                                                                     Forschungspersonals, der Studierenden sowie der
Strategie 2021 entwickelt                                                                                            Kollegiumsleitung und deren Stellvertretung zusammen
                                                                                                                     und kümmert sich um Durchführung und Organisation
Die FH St. Pölten erarbeitete 2017 die FH-weite Stra-                                                                des Lehr- und Prüfungsbetriebs. Die Qualität in der
tegie für die aktuelle Strategieperiode 2018 bis 2021.                                                               Lehre ist eine der zentralen Aufgaben des Kollegiums.
Entwickelt wurden insgesamt sieben Eckpunkte,
an denen die FH St. Pölten in den kommenden vier
Jahren intensiv arbeiten wird – darunter etwa die         Erfolgreiches QM-Audit
Weiterentwicklung der Leistungsbereiche Lehre, For-
schung und Wissenstransfer, die Stärkung der inter-       Beim Quality Audit 2017 hat die Akkreditierungskom-
nationalen Positionierung oder die intelligente Nutzung   mission der evalag das Qualitätsmanagementsystem           Neuaufstellung des
der Digitalisierung.                                      der FH St. Pölten für weitere sieben Jahre zertifiziert.   FH-Fördervereins
                                                          Mit dem Audit wird das interne Qualitätsmanagement
                                                          in allen Leistungsbereichen der Hochschulen durch          Der FH-Förderverein hat sich im Jahr 2017 neu auf-
                                                          eine externe GutachterInnengruppe begutachtet und          gestellt: Helmut Kammerzelt ist neuer Obmann, zu
                                                          es werden Empfehlungen zu dessen Weiterentwick-            seinem Stellvertreter wurde Friedrich Franek gewählt.        Finale Planung des Campus
                                                          lung gegeben.                                              Der Förderverein wurde 1993 gegründet und unter-             der Zukunft
                                                                                                                     stützt die wissenschaftlichen und bildungspolitischen
                                                                                                                     Aktivitäten der FH St. Pölten in finanzieller und ideeller   Die FH St. Pölten wird sich in den kommenden Jahren
                                                                                                                     Hinsicht.                                                    auch räumlich vergrößern. Bis 2020 wird ein Zubau
                                                                                                                                                                                  entstehen, der im Verbund mit dem bestehenden Ge-
                                                                                                                                                                                  bäude einen „Campus der Zukunft“ mit innovativen
                                                                                                                                                                                  Lehr- und Lernräumen sowie zukunftsweisenden Ar-
                                                                                                                                                                                  beitsplätzen bilden soll. 2017 wurden das Architektur-
                                                                                                                                                                                  büro ausgewählt und die Pläne weiterentwickelt.
                                                                                                                                                                                  Der Startschuss für den Bau fällt 2018.

10                                                                                                                                                                                                                                    11
Employ-ability & Karriere
EUR 2,5 Mio. Forschungsumsatz

                                                                                         Mit 104 Forschungsprojekten erzielte die FH St. Pölten
                                                                                         im Jahr 2017 einen Forschungsumsatz von knapp 2,5                                     5 neue Studien-
                                                                                         Millionen Euro, das entspricht etwa neun Prozent der                                  gänge

Highlights 2017
                                                                                         Gesamterlöse.
                                                                                                                                                                               wurden im Jahr 2017

                                                                                         500
                                                                                                                                                                               entwickelt: Im Herbst
                                                                                                                                                                               2018 sollen neue Ausbil-
                                                                                                                                                                               dungsangebote zu Data
                                                                                                                                                                               Science and Business
                                                                                                                                                                               Analytics, Wirtschafts-
                                                                                                                                                                               und Finanzkommunikati-
                                                                                                                                                                               on, Digital Design, Digital
                                                                                                                                                                               Media Production und
                                                                                                                                                                               Interactive Technologies
                                                                                                                                                                               starten, vorbehaltlich der
                                  1.072 haupt- und nebenberuflich                                                                                                              erforderlichen Genehmi-
                                  Beschäftigte                                                                                                                                 gung.

                                  verzeichnete die FH St. Pölten mit Ende 2017. Damit
                                  arbeiten heute so viele Menschen wie noch nie an der
                                  FH St. Pölten. Die Fachhochschule zählt zu den wich-
                                  tigsten Arbeitgebern in der Region.

                                  1.072
                                                                                         500. Incoming Student
Wachstum auf 3.000
Studierende                                                                              Im Sommersemester 2017 wurde der                         4 Fachbereiche
                                                                                         500. Gaststudierende an der FH St. Pölten
Im vergangenen Jahr über-                                                                willkommen geheißen. Der Großteil der                    werden am neu gegründeten „St. Pölten Center for
schritt die FH St. Pölten erst-                                                          Incomings im Jahr 2017 stammte aus                       Digital Health Innovation“ gebündelt: Das neue Zent-
mals die Marke von 3.000 Stu-                                                            Deutschland, Frankreich und Belgien.                     rum für das digitale Gesundheitswesen soll die inter-
dierenden: Rund 2.500 sind                                                                                                                        disziplinäre Forschung an der Schnittstelle von Ge-
als ordentliche Studierende                                                                                                                       sundheit und Technik weiterentwickeln und internati-
in Studiengängen inskribiert,                                                                                                                     onalisieren. Es verbindet die Expertise an der FH St.

                                                                                                        11
knapp 600 Personen absol-                                                                                                                         Pölten in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Digitali-
vieren als außerordentliche                                                                                                                       sierung und IT-Sicherheit.
Studierende einen Weiterbil-
dungslehrgang.

                                                                                                                                 11 innovative Unternehmensideen

                                                                                                                                 wurden im Rahmen der ersten Förderperiode des Creative Pre-Incubator
                                                                                                                                 von 2014 bis 2017 an der FH St. Pölten weiterentwickelt. Der Creative
                                                                                                                                 Pre-Incubator ist das Gründungs-Förderprogramm der FH St. Pölten
                                                                                                                                 und des accent Gründerservice und unterstützt Studierende und Alumni
                                                                                                                                 mit Gründergeist bei der Unternehmensgründung.

12                                                                                                                                                                                                      13
Employ-ability & Karriere
Em|ploy|a|bi|li|ty

empower-
   ment                            to make someone stronger
                                   and more confident; enabling
                                   someone to take initiative
                                   and make decisions to solve
                                   problems

                                         Studierende werden befähigt, qualifizierte Entscheidungen
                                         zu treffen und erlangen auch die nötigen sozialen Fähigkei-
                                         ten – von Problemlösungskompetenzen bis hin zu Team-
Kapitel: Fit für die Arbeitswelt         und Konfliktfähigkeit – für eine erfolgreiche Karriere.
Employ-ability & Karriere
Employability: Fit für
die Arbeitswelt
Ein Studium an der FH St. Pölten bietet ideale Voraus-
setzungen für eine erfolgreiche Karriere. Die Gründe dafür
haben Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie                             Innovationen erforschen, Start-up-Spirit leben
Lehrende und UnternehmenspartnerInnen zusammen-                                     Forschung, Entwicklung und Innovation haben einen
gefasst.                                                                            engen Bezug zur Lehre. In Forschungsprojekten kön-
                                                                                    nen Studierende Innovationen in den Fachbereichen
                                                                                    erforschen – von der intelligenten Schuhsohle über
Praxisbezogene Lehre, eine starke Vernetzung mit dem jeweiligen Berufsfeld, die     innovative Bremstechniken für Verschiebebahnhöfe bis
Verbindung mit Forschung und Innovation und die Vermittlung von fachlichen und      hin zu einer Kommunikationsplattform für Seniorinnen
überfachlichen Kompetenzen – das macht ein Studium an der FH St. Pölten zu          und Senioren. Zudem schafft die FH St. Pölten eine
einer Ausbildung mit Mehrwert und besten Karrierechancen.                           ideale Umgebung, um eigene, innovative Geschäfts-
                                                                                    ideen zu entwickeln und auszuarbeiten. Lehrveran-
Praxiswissen aus erster Hand                                                        staltungen zu Themen wie Projektmanagement und
Vom ersten Semester an verfolgen die Studiengänge an der FH St. Pölten einen        Entrepreneurship vermitteln das nötige Rüstzeug,
starken Praxisbezug – etwa durch Projektarbeiten mit Unternehmen, die Einbe-        während in Projekten der Start-up-Spirit gelebt werden
ziehung Studierender in Forschungsvorhaben oder Exkursionen und Praktika im         kann. Mit dem Creative Pre-Incubator bietet die FH
In- und Ausland. Größtmögliche Verbindung mit der Praxis sichern auch die vielen    St. Pölten gemeinsam mit dem accent Gründerservice
externen Lektorinnen und Lektoren, die nebenberuflich an der FH St. Pölten unter-   zudem ein eigenes Förderprogramm für Studierende
richten und Branchenwissen aus erster Hand vermitteln.                              und Alumni mit Gründergeist.

Neben der Ausbildung Netzwerke knüpfen                                              Mit Social Skills herausstechen
Studierende der FH St. Pölten haben während ihrer Studienzeit zahlreiche Gelegen-   Um die Studierenden ganzheitlich auf das Berufsleben
heiten, wichtige persönliche und fachspezifische Netzwerke zu knüpfen, sei es im    vorzubereiten, werden an der FH St. Pölten neben
Rahmen von Projektarbeiten, durch den Austausch mit Lehrenden aus der Praxis,       den Fachkompetenzen auch Sozial-, Selbst- und Me-
im Zuge des Berufspraktikums oder bei Karrieremessen, Kaminabenden oder weite-      thodenkompetenzen vermittelt. So erwerben die Stu-
ren Fachveranstaltungen. Auch im Rahmen von Auslandssemestern oder -praktika        dierenden etwa auch Fähigkeiten in den Bereichen
erweitern Studierende ihr berufsspezifisches Netzwerk – und ihren persönlichen      Präsentation, Selbstreflexion, Problemlösung oder
Horizont. Viele Studierenden haben auf diese Art bereits während ihrer Ausbildung   Sprache. Diese überfachlichen Kompetenzen sind in
ihre/n spätere/n ArbeitgeberIn kennengelernt.                                       allen Berufsfeldern gefragt und sichern den Absolven-
                                                                                    tinnen und Absolventen einen entscheidenden Vorteil
                                                                                    am Arbeitsmarkt.

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Employ-ability & Karriere
Praxisbezogene und                                                                                Vernetzung mit dem
projektbasierte Lehre                                                                             Berufsfeld
Studierende arbeiten an der FH St. Pölten von Beginn an sehr projekt- und                         Ein gutes Netzwerk bietet entscheidende Vorteile beim Berufseinstieg. Studieren-
praxisorientiert: Kooperationen mit Unternehmen oder die Mitarbeit in der For-                    de können an der FH St. Pölten bereits während der Ausbildung wichtige Kon-
schung sichern größtmöglichen Praxisbezug – und bereiten die Studierenden                         takte im In- und Ausland knüpfen und profitieren vom engen Austausch mit der
ideal auf das Berufsleben vor.                                                                    Praxis.

                         „Für mich war neben dem Unterricht und dem Freifach c-tv                                             „Die FH bietet die Möglichkeit, im Rahmen von Lehrver-
                          vor allem der Creative Pre-Incubator prägend. Uns wurde                                              anstaltungen und Tagungen PraktikerInnen aus den
                          spezifisches, praxisnahes Know-how vermittelt und es war                                             verschiedensten Handlungsfeldern kennenzulernen. So
                          eine wichtige Starthilfe und Motivation für unser Projekt.“                                          habe ich im Bachelorstudium im Zuge eines Vortrags
                          Max Heil, BSc                                                                                        meinen jetzigen Arbeitgeber kennengelernt.“
                          Absolvent des Bachelor Studiengangs Medientechnik                                                    Patricia Grünauer, BA
                                                                                                                               Studentin im berufsbegleitenden Master Studiengang Soziale Arbeit

              „Eine fundierte und vielfältige Basis ist wesentlich für eine
               Karriere in der Sozialen Arbeit. Besonders in den Praxis-                                             „Ein enger Praxisbezug und der Austausch mit relevanten Un-
               projekten lassen sich unterschiedliche Herangehenswei-                                                 ternehmen nimmt im Studium einen hohen Stellenwert ein.
               sen kennenlernen und erproben. Die Teamarbeit in den                                                   Studierende profitieren im Berufsleben maßgeblich von dem
               Lehrprojekten ist eine Laborsituation für Arbeitsteams.“                                               Netzwerk, das sie während der Ausbildung aufbauen können.“
               FH-Prof. DSA Mag. (FH) Christine Haselbacher                                                          FH-Prof. Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Ing. Frank Michelberger, EURAIL-Ing.
               Leiterin des Departments Soziales                                                                     FH-Dozent im Department Bahntechnologie und Mobilität,
                                                                                                                     Institutsleiter Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung

                  „Das Studium an der FH St. Pölten zeichnet sich durch eine Vielzahl an Ex-                                     „Beteiligte erwarten von einem Studium Nachhaltigkeit und
                   pertinnen und Experten aus der Praxis aus, die als Lektorinnen und Lekto-                                      Praxisorientierung. Das Studium bringt in erster Linie Metho-
                   ren tätig sind. Dadurch wird der theoretische Unterricht durch viele prakti-                                   denkompetenz – Praxisbezug entsteht durch die Koopera-
                   sche Beispiele ergänzt und praxiserprobtes Know-how weitergegeben.“                                            tion mit Firmen. Duale Studien bieten daher einen entschei-
                   Dipl.-Ing. Andreas Friedrich                                                                                   denden Vorteil im Berufsleben.“
                   voestalpine, Unternehmenspartner und Absolvent des                                                             Dipl.-Ing. Markus Kropik
                   Departments Bahntechnologie und Mobilität                                                                      General Manager / CTO Kon-Cept,
                                                                                                                                  Unternehmenspartner des dualen Studiengangs Smart Engineering

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Forschung, Innovation &                                                                                    Soziale und überfachliche
Entrepreneurship                                                                                           Kompetenzen
Forschung und Innovation haben an der FH St. Pölten einen engen Bezug zur                                  Neben den Fachkompetenzen werden am Arbeitsmarkt verstärkt Sozial-, Selbst-
Lehre: Studierende werden laufend in Projekte mit Partnerinnen und Partnern                                und Methodenkompetenzen gefordert. Die FH St. Pölten geht auf diesen Bedarf
aus Wirtschaft und Wissenschaft einbezogen, ein eigenes Gründungs-Förderpro-                               ein und vermittelt Studierenden die nötigen sozialen und überfachlichen Fähigkei-
gramm unterstützt zudem eigene Unternehmensideen.                                                          ten.

                                    „Während meines Studiums erfuhr ich Innovation nicht nur in                                                    „In der Physiotherapie ist die Kommunikation mit
                                     theoretischer, sondern vielmehr in praktischer Weise. Dies                                                     Personen aus verschiedensten Bevölkerungs-
                                     geschah zum einen durch die Teilnahme am Creative Pre-                                                         schichten und Berufsgruppen sehr wichtig. Wir
                                     Incubator, zum anderen durch diverse Veranstaltungen und                                                       lernen Techniken, um auch in schwierigen Situa-
                                     das Start-up-Bootcamp.“                                                                                        tionen kompetent zu reagieren.“
                                     Anna Steinacher                                                                                                Florentina Gareiss
                                     Studentin im Bachelor Studiengang Media- und Kommunikationsberatung                                            Studentin im Bachelor Studiengang Physiotherapie

                 „In unserer Branche sind bestens qualifizierte MitarbeiterInnen mit Innovati-                                 „Als Student hielt ich Soft Skills noch für unnötige ‚Adabeis‘ zu
                  onsgeist essentiell, daher ist uns die Partnerschaft mit der FH sehr wichtig.                                 den Fach-Lehrveranstaltungen. Im Beruf stellte ich dann fest,
                  Über 40 Absolventinnen und Absolventen konnten wir bisher einen zu-                                           dass es oft umgekehrt läuft: Erfolgreiche ManagerInnen besit-
                  kunftsorientierten Forschungs-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz bieten.“                                       zen vor allem Kommunikationsgeschick. Um diesen Zugang
                  Mag. Clemens Foisner                                                                                          geht es mir im Hörsaal.“
                  Geschäftsführer SEC Consult, Unternehmenspartner des Departments Informatik                                   Mag. Gerhard Fenkart-Fröschl
                  und Security                                                                                                  Lektor im Department Medien und Wirtschaft

                                         „Unsere Studierenden arbeiten und forschen an technisch                                         „Im Berufsleben gewinnen Schlüsselkompetenzen
                                          geprägten Innovationen im Gesundheitswesen. Interdis-                                           wie Projekt- und Prozessmanagement, Präsen-
                                          ziplinäres Denken und Handeln wird im Studium intensiv                                          tationstechniken oder Problemlösungsfähigkei-
                                          gefördert. Aus einigen Projekten wurden bereits konkrete                                        ten immer mehr an Bedeutung. Wir integrieren
                                          Unternehmensideen entwickelt.“                                                                  die Vermittlung dieser Kompetenzen in die
                                          FH-Prof. Jakob Doppler, MSc                                                                     Fach-Lehrveranstaltungen.“
                                          Studiengangsleiter des Master Studiengangs Digital Healthcare                                   FH-Prof. Dipl.-Ing. Johann Haag
                                                                                                                                          Leiter des Departments Informatik und Security

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Erfolgsgeschichten:
Alumni im Porträt
Von der international erfolgreichen IT-Security-Beraterin bis hin zum Manager in
der Sozialen Arbeit: Die Karrierewege der Absolventinnen und Absolventen der       Hannes Ziselsberger
FH St. Pölten sind so vielfältig wie die Ausbildung selbst. Sechs Alumni geben
einen Einblick in ihre persönliche berufliche Erfolgsgeschichte.                   Direktor der Caritas St. Pölten

                                                                                   Hannes Ziselsberger ist seit Herbst 2016 Direktor der
                                                                                   Caritas St. Pölten – für den Absolventen des Bachelor
                                                                                   Studiengangs Soziale Arbeit mehr Berufung als Job.
                                                                                   Das Interesse an sozialen Themen hat er bereits im
                                                                                   Jugendalter entdeckt, dennoch verschlug es ihn nach

Martina Heigl                                                                      der Matura vorerst in die Wirtschaft. Erst später stieg
                                                                                   Ziselsberger in den Sozialbereich ein und entschied
                                                                                   sich daraufhin für das berufsbegleitende Bachelorstu-
Diätologin im BVA Therapiezentrum Justuspark                                       dium Soziale Arbeit an der FH St. Pölten. „Ich war da-
und freiberufliche Tätigkeit                                                       mals Anfang 40 und wollte meine praktische Erfahrung
                                                                                   noch wissenschaftlich und theoretisch untermauern“,
In ihrem absoluten Wunschberuf konnte Martina Heigl                                so Ziselsberger. „Zudem habe ich auch wichtige Soft
nach Studienabschluss Fuß fassen: „Ich finde es fas-                               Skills aus dem Studium mitnehmen können – etwa
zinierend, welche Effekte die Ernährung auf den Men-                               Kooperationsfähigkeit und effizientes Arbeiten.“
schen hat. Der Berufswunsch ‚Diätologin‘ manifestierte                             Doch wie sieht ein typischer Arbeitstag in einer Lei-
sich bei mir daher schon recht früh“, erklärt die Absol-                           tungsfunktion in der Sozialen Arbeit eigentlich aus? „In
ventin des Bachelor Studiengangs Diätologie. Nach                                  meinem Fall geht es meist sehr stark um persönliche
Studienabschluss bekam Heigl eine Anstellung im                                    Gespräche, Zuhören und darum, den Mitarbeiterinnen
Landeskrankenhaus Steyr, parallel ist sie seitdem auch                             und Mitarbeitern in schwierigen Situationen Rückhalt
freiberuflich als Diätologin tätig. Vor drei Jahren wech-                          zu geben. Denn Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter
selte die FH-Absolventin zum Therapiezentrum                                       sind häufig mit sehr belastenden Fällen konfrontiert“,
Justuspark, einem Rehazentrum für psychische Er-
krankungen. „Die Kombination aus einer fixen Teil-
                                                                                   erklärt Ziselsberger. „Eine Leitungsfunktion im Bereich
                                                                                   der Sozialarbeit umfasst aber auch etwa wirtschaftli-      Durch mein Studi-
zeitanstellung und meiner freiberuflichen Tätigkeit bie-
tet mir ein sehr abwechslungsreiches Berufsfeld“, so
                                                                                   che Fragestellungen. Und egal wie groß oder klein die
                                                                                   Organisation ist – eine wichtige Aufgabe ist es, den       um konnte ich mir
Heigl. „Als selbständige Diätologin führe ich einerseits
Beratungen durch, halte aber auch regelmäßig Vorträ-
                                                                                   Überblick zu bewahren, einerseits im Bereich der Klien-
                                                                                   tinnen- und Klientenbetreuung, aber auch auf höherer       ein wichtiges Netz-
ge oder engagiere mich in der Lehre. Durch mein Stu-
dium konnte ich mir ein wichtiges Netzwerk aufbauen.“
                                                                                   Ebene, etwa in der sozialpolitischen Entwicklung des
                                                                                   Landes.“                                                   werk aufbauen.
                                                                                                                                              Martina Heigl, BSc
                                                                                                                                              Absolventin des Departments Gesundheit

22                                                                                                                                                                                     23
Josef Bruckschlögl
                                                       „Eine Ausbildung                                                                                                  Chief Executive Officer der KWAK Telecom Ltd. in

                                                       an der FH St. Pöl-                                                                                                Zypern

                                                       ten ist eine gute                                                                                                 Josef Bruckschlögl kann schon jetzt auf eine außer-
                                                                                                                                                                         gewöhnliche Karriere zurückblicken: Bereits während

                                                       Visitenkarte!“
                                                                                                                                                                         seines Studium „Telekommunikation und Medien“ an
                                                                                                                                                                         der FH St. Pölten stieg er 1999 als Berufspraktikant bei
                                                                                                                                                                         Telekom Austria ein und bekam in dieser Funktion den
                                                       Fabian Knauseder, MA
                                                       Absolvent des Departments Medien und Wirtschaft                                                                   Auftrag, die Webstrategie für die Einführung von ADSL
                                                                                                                                                                         in Österreich zu planen. „Ich verfügte damals über
                                                                                                                                                                         keinerlei Berufserfahrung, aber offensichtlich über ge-

                                                       Polina Gamm                                                                                                       nügend Know-how, um die Aufgaben zur Zufriedenheit
                                                                                                                                                                         zu bewältigen“, so Bruckschlögl. Mit 21 Jahren wurde
                                                                                                                                                                         er als jüngster Mitarbeiter der Unternehmensgeschich-
                                                       Fachreferentin für Leit- und Sicherungstechnik bei                                                                te in die zweite Management-Ebene einberufen. Vier
                                                       der Deutschen Bahn                                                                                                Jahre später gründete der FH-Absolvent sein eigenes
Fabian Knauseder                                       Für ihre Ausbildung an der FH St. Pölten nahm Po-
                                                                                                                Kerstin Ramer                                            Beratungsunternehmen, das Projekte für große Kon-
                                                                                                                                                                         zerne wie die Deutsche Telekom oder die Deutsche
Head of Business Development & Distribution            lina Gamm einen weiten Weg auf sich: Von Berlin          Senior Consultant für E-Discovery und Forensik           Post umsetzte. Im Jahr 2009 folgte der Wechsel zum
Sales bei der ProSiebenSat.1 Puls 4 Gruppe             aus pendelte sie regelmäßig zu den Präsenzphasen         bei Anexsys London                                       zypriotischen Unternehmen KWAK Telecom Ltd., das
                                                       in St. Pölten. Ihr berufsbegleitendes Masterstudium                                                               im Segment „Internationale Mehrwertnummern“ (IPRN)
„Ich war nach Studienabschluss in der glückli-         Bahntechnologie und Management von Bahnsyste-            Für eine Karriere im IT-Bereich entschied sich           Weltmarktführer ist und Kundinnen und Kunden in
chen Lage, gleich drei Jobangebote bekommen            men schloss sie dennoch erfolgreich ab. In ihrem Job     Kerstin Ramer: Sie studierte an der FH St. Pölten        mehr als 110 Ländern betreut. Seit 2013 leitet er als
zu haben“, erzählt Fabian Knauseder über seinen        als Fachreferentin für den Bereich Leit- und Siche-      IT Security (BA) und Information Security (MA) und       CEO die Geschäfte des Unternehmens. „Das FH-Stu-
Berufseinstieg. Die Entscheidung des Absolven-         rungstechnik bei DB Engineering & Consulting, einem      begann bereits während des Studiums beim Bera-           dium war die Basis meines Erfolgs – viel des Gelernten
ten des Bachelorstudiums Medienmanagement              Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, profitiert        tungsunternehmen Ernst & Young in der Abteilung          wende ich noch heute täglich an“, so Bruckschlögl.
und des Masterstudiums Media Management fiel           sie maßgeblich von ihrer Ausbildung. „Besonders der      Forensic Technology und Discovery Services zu
letztendlich auf einen Job bei der ProSiebenSat.1      übergreifende Blick auf das Bahnwesen, welcher die       arbeiten. Später sammelte sie noch Berufserfahrung       Josef Bruckschlögl ist der FH St. Pölten nach wie vor
Puls4 Gruppe. Dort war er anfangs als Produktma-       Verknüpfungen der verschiedenen Bereiche schneller       im Penetration Testing, bevor sie ihr Privatleben        verbunden: Im Rahmen einer Kooperation unterstützt
nager des HD-Senderportfolios unter anderem für        erkennen lässt, sowie das Netzwerk, das ich während      nach London führte. Dort arbeitet Kerstin Ramer          KWAK Telecom die FH finanziell und inhaltlich: Als
die Koordination und Abwicklung von Projekten im       des Studiums aufbauen konnte, sind wesentliche           aktuell bei der Firma Anexsys als Beraterin für          Gastvortragender gibt Josef Bruckschlögl regelmäßig
Bereich Digital-TV und Reichweitenmanagement           Bereicherungen“, erklärt Gamm. „Zudem erlangte ich       E-Discovery- und Forensik-Projekte. „Obwohl die          sein Wissen an Studierende weiter, zudem können
zuständig. 2017 gelang ihm der Karrieresprung          essenzielle Kenntnisse über das Zusammenwirken           Nische, in der ich heute arbeite, nicht direkt im Stu-   Studierende an einem von KWAK Telecom organisier-
zum Leiter des Bereichs Business Development &         von Bahn, Industrie und Politik und bekam auch einen     dium abgedeckt wurde, war es mir möglich, mich           ten Ideenwettbewerb teilnehmen.
Distribution Sales. In dieser Funktion verantwortet    Einblick in Innovationen und Zukunftstrends im Bereich   in kürzester Zeit einzuarbeiten und weiterzuentwi-
er unter anderem die technische und kommerzielle       des Bahnwesens. Der besondere Praxisbezug, etwa          ckeln. Das umfassende Wissen, das uns an der FH
Weiterentwicklung sowie den inhaltlichen Ausbau        durch zahlreiche Fachexkursionen, war das i-Tüpfel-      St. Pölten gelehrt wurde, verschafft mir zahlreiche
der TV-Streaming-App „ZAPPN“.                          chen des Masterstudiums.“                                Möglichkeiten und das Privileg, einen Job aus vielen
                                                                                                                auszusuchen.“ An der FH schätzte sie vor allem das
Das FH-Studium war für Knauseder in vielerlei                                                                   strukturierte und persönliche Umfeld. „Die Fach-
Hinsicht prägend. „Ich bekam einen wertvollen                                                                   hochschule, die Lehrenden, die Ausstattung der
Überblick über verschiedene Tätigkeitsbereiche                                                                  FH und die Studieninhalte – das alles hat mich ideal
eines Medienunternehmens; von dieser breiten                                                                    vorbereitet auf eine Berufswelt, in der ich mich wohl
Aufstellung des Studiums profitiere ich in meinem                                                               fühle und die mir eine Top-Zukunft bietet“, so die
Job ganz besonders. Zudem konnte ich wichtige                                                                   Absolventin.
Kontakte knüpfen“, erzählt der 28-Jährige. „Ein Stu-
dium mit dem Schwerpunkt Medien und Wirtschaft
an der FH St. Pölten ist eine gute Visitenkarte für                                                                    Lesen Sie mehr Erfolgsgeschichten
eine Bewerbung im Medienbereich!“                                                                                      unserer Alumni:
                                                                                                                       www.fhstp.ac.at/erfolgsgeschichten

24                                                                                                                                                                                                                            25
Rund 2 Monate lang suchten die
                                                                                                                            AbsolventInnen durchschnittlich
                                                                                                                            nach dem ersten Job*

AbsolventInnen am
Arbeitsmarkt
                                                                                                                                              Mehr als ein Viertel der Bachelor-
                                                                                                                                              AbsolventInnen absolvierte während
                                                                                                                                              des Studiums ein Auslandssemester
                                                                                                                                              oder -praktikum.*
Absolventinnen und Absolventen der FH St. Pölten finden am Arbeitsmarkt beste
Berufschancen vor: Mit einer Beschäftigungsquote von mehr als 98 Prozent liegt
die FH St. Pölten deutlich über dem Durchschnitt der heimischen Fachhochschu-
len.
                                                                                                                                                Nachgefragt: Was
                                                                                                                                                zeichnet Absolventin-
           6.577 AbsolventInnen brachte die
           FH St. Pölten seit 1996 hervor                                                                                                       nen und Absolventen

       6.577
                                                                                                                                                der FH St. Pölten aus?

                                                                                                                                                „Die Absolventinnen und Absolventen der FH St.
                                                                                                                                                 Pölten werden in ihrer Ausbildung gefördert und
                                                                                                                                                 auch gefordert. Davon profitieren wir als Arbeit-
                                                                                                                                                 geber, denn sie sind gewohnt, sich in ihrem Beruf
                                          291 im Department Bahntechnologie und Mobilität                                                        und in Bezug auf ihre fachliche Weiterentwicklung
                                          364 im Department Informatik und Security
                                          2.240 im Department Medien und Digitale Technologien
                                                                                                                                                 zu engagieren. Dies kommt wiederum direkt un-
                                          1.801 im Department Medien und Wirtschaft                                                              seren Patientinnen und Patienten zu Gute.“
                                          615 im Department Gesundheit                                                                           Mag. Dr. Christina Lohninger
                                          1.266 im Department Soziales                                                                           Leiterin Personalmanagement, Moorheilbad Harbach

                                                                                                                                                „In Zusammenarbeit mit Absolventinnen und Ab-
                                                                                                                                                 solventen der FH St. Pölten konnten wir bereits
                                                                                                                                                 mehrmals internationale Preise gewinnen. Auch
                                                                                                                                                 deshalb arbeiten wir immer wieder und gerne mit
        98 Prozent der Master-AbsolventIn-                                                                                                       Absolventinnen und Absolventen dieser Fach-
        nen sind aktuell in einem Beschäfti-                                                                                                     hochschule zusammen. Sowohl fachlich als auch
        gungsverhältnis.*                                                                                                                        menschlich haben sie viele unserer teambasierten
                                                                                                                                                 Medienproduktionen unterstützt und bereichert.“
                                                                                                                                                 Mag. Holger Reichert
                                                                                                                                                 CFO, ZONE Media GmbH

                                    * Quelle: Befragung der Abteilung Qualitätsentwicklung der FH St. Pölten unter Absol-
26              Zahlen Stand 2017   ventinnen und Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2015.                                                                                                           27
Gefragt sind Mitar-
                                                                                                                                                                                beiterInnen, die Un-
                                                                                                                                                                                ternehmen in eine
Gerüstet für die                                                                                                                                                                digitale Zukunft
                                                                                                                                                                                führen können.
Arbeitswelt 4.0                                                                                                                                                                 FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Franz Fidler
                                                                                                                                                                                Leiter des Studiengangs Smart Engineering

Im Zeitalter der Digitalisierung befindet sich auch die Arbeitswelt im Umbruch:
Neue Informations-, Kommunikations- und Medientechnologien verändern das
Verhältnis von Menschen zu Maschinen und erfordern entsprechende Kompe-
tenzen. Hochschulen müssen auf diesen Bedarf reagieren – die Fachhochschule
St. Pölten tut dies unter anderem mit der laufenden Anpassung der Curricula
und der Entwicklung neuer, innovativer Studien- und Lehrgänge.

Die Digitalisierung verändert unser Leben und auch die      an Maschinen nur noch Bedienoberflächen verste-           Digitale Kompetenzen erwerben                                 Technologien mit Aspekten der Gesundheit. Auch in
Art, wie wir lernen und arbeiten: E-Learning und digi-      hen müssen, jedoch nicht die Prozesse dahinter. Die       Solche MitarbeiterInnen auszubilden ist das Ziel der          der Forschung wird das Thema Digitalisierung intensiv
tale Medien haben längst Einzug in die Lehre gehalten;      Arbeitswelt wäre zweigeteilt in jene, die Geschäftsmo-    FH St. Pölten. Sämtliche Studiengänge in den sechs            bearbeitet.
Schlagworte wie Automatisierung, Vernetzung oder            delle entwickeln und gut ausgebildet sind, und jene,      FH-Departments Medien und Wirtschaft, Medien und
Industrie 4.0 sind heute fest in der Arbeitswelt veran-     die mit einer verkürzten Ausbildung nur noch ausfüh-      Digitale Technologien, Bahntechnologie und Mobilität,         Neue Technologien für neues Lernen
kert.                                                       ren. Das zweite Modell geht davon aus, dass Mitarbei-     Informatik und Security, Gesundheit sowie Soziales            Neue Medientechnologien macht sich die FH St. Pöl-
                                                            terInnen auf allen Ebenen in die Technik eingreifen und   wurden über die Jahre an aktuelle Entwicklungen               ten auch in der Lehre zu Nutze: Der Einsatz von digi-
Arbeitsplatzeffekte der Automatisierung                     tiefergehendes Wissen haben müssen. Dies würde            angepasst und widmen sich in ihren Curricula Aspek-           talen Medien macht flexibles Studieren möglich und
Doch worum genau handelt es sich bei der viel zitierten     eine höhere Ausbildung für alle nötig machen. „Es wird    ten der Digitalisierung. Auch überfachliche Kompe-            unterstützt interaktive Lehr- und Lernmethoden sowie
Industrie 4.0? „Die Industrie 4.0 ist ein sozio-techni-     beides passieren. Es wird keine Entweder-oder-Ent-        tenzen wie Projektmanagement, Interdisziplinarität            team- und länderübergreifende Zusammenarbeit.
sches System“, erklärt Franz Fidler, Leiter des Stu-        scheidung sein“, sagt Fidler. Firmen suchen laut Fidler   und Teamfähigkeit werden verstärkt vermittelt. Zudem          „Damit werden praxisrelevante Kompetenzen wie die
diengangs Smart Engineering an der FH St. Pölten.           MitarbeiterInnen, die das Unternehmen in eine digitale    entwickelt die FH St. Pölten laufend neue, innovative         Fähigkeit, komplexe Probleme zu lösen und selbstor-
„Sämtliche Prozesse werden zunehmend vernetzt,              Zukunft führen können.                                    Ausbildungsangebote.                                          ganisiert in heterogenen Teams zu arbeiten, gefördert“,
automatisiert und digitalisiert. Der Faktor Mensch spielt                                                                                                                           erklärt Monika Vyslouzil, Leiterin des FH-Kollegiums.
dabei aber eine wichtige Rolle: Neue Technologien,                                                                    Neue Ausbildungsangebote an der FH                            „Außerdem ermöglichen uns neue Technologien, bes-
die Art, wie Menschen arbeiten und wie Organisatio-                                                                   Im Herbst 2018 starten – vorbehaltlich der erforder-          ser auf die Bedürfnisse berufstätiger Studierender
nen und Firmen damit umgehen, hängen eng zusam-                                                                       lichen Genehmigung – neue Studiengänge in den                 oder Studierender mit Familie eingehen zu können, da
men.“ Dies betrifft nicht nur den technischen Bereich,
sondern zieht sich über sämtliche Disziplinen – von
                                                               Neue Technologien                                      Bereichen Digital Design, Digital Media Production
                                                                                                                      und Interactive Technologies sowie Data Science and
                                                                                                                                                                                    Inhalte auch ortsunabhängig bearbeitet oder ausge-
                                                                                                                                                                                    tauscht werden können.“ Die FH St. Pölten setzt in der
Gesundheit und Informatik bis zum Sozialwesen.                 fördern praxisrele-                                    Business Analytics. 2017 lief mit Digital Marketing
                                                                                                                      ein neuer Weiterbildungslehrgang an und der Master
                                                                                                                                                                                    Wissensvermittlung auf eine hohe Methodenvielfalt –
                                                                                                                                                                                    von Game Based Learning bis hin zum sogenannten
Die mit der Automatisierung häufig verbundene Angst,
Maschinen könnten Menschen künftig immer mehr
                                                               vante Kompetenzen.                                     Studiengang Digital Media Management wurde im
                                                                                                                      Bereich Digital Business erweitert; das Masterstudium
                                                                                                                                                                                    Inverted-Classroom-Modell, bei dem sich Studierende
                                                                                                                                                                                    selbstorganisiert auf die Präsenzphasen vorbereiten.
ersetzen, kann Fidler nicht bestätigen. Laut ihm do-           FH-Prof. Mag. Dr. Monika Vyslouzil                     Digital Healthcare verbindet bereits seit 2015 digitale
                                                               Leiterin des FH-Kollegiums
minieren in der Diskussion um Arbeitsplatzeffekte
zwei Sichtweisen: Bei der ersten würden Menschen

28                                                                                                                                                                                                                                       29
689 Studierende
Studium und Job:                                                                                                    befanden sich 2017 in
Parallel statt nacheinander                                                                                         berufsbegleitenden
                                                                                                                    Studiengängen.
Durch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wird die Gruppe der Studierenden
immer heterogener: Zu den klassischen Vollzeitstudierenden gesellen sich zuneh-
mend Berufstätige oder Spätberufene. Der Bedarf an alternativen Studienformen
steigt – die FH St. Pölten hat das Angebot an flexibleren Studien- und Weiterbil-
dungslehrgängen in den letzten Jahren daher entsprechend erweitert.

Bis vor einigen Jahren war der oder die typische Erst-     Familie – gibt es an der FH St. Pölten zudem berufser-
semestrige noch recht leicht zu klassifizieren: Etwa 18    möglichende Studiengänge, bei denen die Lehrveran-
Jahre alt, das Maturazeugnis noch druckfrisch und          staltungen an vorher festgelegten Tagen stattfinden,
von den Eltern soweit finanziell unterstützt, dass die     etwa von Mittwoch bis Freitag.
gesamte Zeit und Energie für das Hochschulstudium
aufgewendet werden kann. Heute zeigt der Blick in          Seit 2015 hat die FH St. Pölten mit dem Studiengang
den Hörsaal eine weit höhere Diversität: Unter die klas-   Smart Engineering zudem ein duales Studium im Pro-
sischen Vollzeitstudierenden mischen sich zunehmend        gramm. Studium und Beruf werden dabei noch enger
Berufstätige oder ältere Studierende, die ihr prakti-      verzahnt als in herkömmlichen berufsbegleitenden
sches Wissen neben dem Job noch wissenschaftlich           Studiengängen. Praxis- und Ausbildungsblöcke in
untermauern möchten – oder die sich nach Jahren der        kooperierenden Unternehmen sind als fixe Bestandteile
Berufstätigkeit umorientieren.                             in das Curriculum integriert.

Alternative Studienformen für neue Zielgruppen             Eine besonders flexible Form der Wissenserweiterung
War der Studienabschluss früher der Startschuss für        finden Studierende in den zahlreichen Weiterbildungs-
die Karriere, so laufen Studium und Karriere heute         lehrgängen der FH St. Pölten: vom intensiven Kurzlehr-
zunehmend parallel ab. Berufsbegleitende Studien-          gang bis hin zum mehrsemestrigen Masterlehrgang.
gänge und moderne didaktische Methoden wie der
Blockunterricht sorgen dabei für eine bestmögliche
Vereinbarkeit von Ausbildung und Job: Unterricht findet
meist geblockt freitags und samstags statt, längere
Präsenzphasen ausschließlich in Intensivwochen. Ins-             Mehr zu berufsbegleitenden Studien
gesamt neun solcher berufsbegleitender Studien bietet            an der FH St. Pölten:
die FH St. Pölten aktuell an, 689 Studierende befanden           www.fhstp.ac.at/berufsbegleitend
sich 2017 in berufsbegleitenden Studiengängen. Für
Teilzeitbeschäftigte – oder etwa auch Studierende mit

30                                                                                                                                          31
Gut betreut zum                                                                                                  Best Place to Work
Berufseinstieg
Mit zahlreichen Career Services unterstützt die FH St. Pölten Studierende vor,                                   Die FH St. Pölten bietet nicht nur Studierenden eine Vielzahl an Möglichkeiten,
während und nach dem Berufseinstieg und bildet ein starkes Netzwerk mit                                          sondern fördert gezielt auch die Kompetenzen ihrer MitarbeiterInnen, etwa durch
aktuellen und ehemaligen Studierenden.                                                                           individuelle Qualifizierungsvereinbarungen.

Ein Studium an der FH St. Pölten bietet mehr als ein-      Mit Start-ups durchstarten                            Vielfältige attraktive Berufsmöglichkeiten, die indivi-         haben MitarbeiterInnen die Möglichkeit, ihre Expertise
en akademischen Abschluss: Ein aktives Netzwerk            Die FH St. Pölten bietet Unterstützung am Weg zum     duelle Förderung der MitarbeiterInnen und ein Um-               im Rahmen eines kompetenzgeleiteten Kriterienkata-
zwischen Hochschule und Wirtschaft ermöglicht Stu-         eigenen Unternehmen. Mit dem Creative Pre-Incubator   feld geprägt von Offenheit, gegenseitigem Respekt               logs weiterzuentwickeln.
dierenden, bereits während der Ausbildung Kontakte         wurde dafür gemeinsam mit dem accent Gründerser-      und kreativer Innovation machen die FH St. Pölten
zu Unternehmen und zukünftigen Arbeitgeberinnen            vice ein eigenes Förderprogramm gegründet: Studie-    zu einem „Best Place to Work“. Um die Kompeten-                 Die FH als Arbeitgeberin für AbsolventInnen
und -gebern zu knüpfen. Zudem begleitet die FH St.         rende und Alumni mit Gründergeist werden im zwei-     zen der MitarbeiterInnen aus Lehre, Forschung und               Die FH St. Pölten ist für viele Studierende nicht nur „My
Pölten die Studierenden aktiv beim Berufseinstieg und      semestrigen Programm von Expertinnen und Experten     Verwaltung gezielt weiterzuentwickeln, unterstützt die          Best Place to Study“, sondern auch „My Best Place
darüber hinaus.                                            gecoacht und in die Start-up-Szene eingeführt. 2017   FH St. Pölten zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen:               to Work“: Viele bleiben der FH nach ihrem Studienab-
                                                           gelang sieben Teams die Aufnahme ins Förderpro-       Neben Inhouse-Seminaren und speziellen Formaten                 schluss als nebenberufliche Lektorinnen und Lektoren
karriere.netzwerk & Co.                                    gramm.                                                für Führungskräfte werden im Rahmen von Qualifizie-             erhalten. Einige sind auch als hauptberufliche Mitar-
Netzwerken ist die Basis einer erfolgreichen Karriere –                                                          rungsvereinbarungen auch individuelle Karrierewege              beiterInnen in Lehre, Forschung oder den FH-Services
unter diesem Motto organisiert das Team des Alumni                                                               und Entwicklungsmöglichkeiten gefördert.                        tätig.
und Career Centers die jährliche Job- und Karriere-
messe karriere.netzwerk und die fachspezifische                                                                  Innerhalb der drei bestehenden Laufbahnmodelle für
Firmen-Messe der Bahnindustrie. Studierende und                                                                  Lehrende, ForscherInnen und das allgemeine Personal
Alumni der FH St. Pölten treffen auf zukünftige Job-
und PraktikumsgeberInnen und knüpfen wertvolle Kon-
takte für ein erfolgreiches berufliches Netzwerk. Insge-
samt 47 Unternehmen waren im Jahr 2017 dabei.                                                                                        „Ich finde es toll, dass mir die FH die Absolvierung des Lehrgangs Personalmanage-
                                                                                                                                      ment, Führung und Organisation an der Donau Uni Krems ermöglicht hat. Vor allem
                                                                                                                                      das Verfassen meiner Master Thesis hat wesentlich zu meiner persönlichen und
                                                                                                                                      beruflichen Weiterentwicklung beigetragen.“
                                                                                                                                      Marlies Maurer, MSc
                                                                                                                                      Fachverantwortliche Personalverwaltung und -controlling

                         Die Career Services im Überblick:                                                                           „Durch die Qualifizierungsvereinbarung wurde mir eine berufliche und persönliche
                         n karriere.info: Alles zu Bewerbung, Karriere & Co.                                                          Perspektive gegeben, die mich sehr motiviert: Ich absolviere aktuell ein Doktorats-
                         n karriere.coaching: Individuelle Karriereplanung                                                            studium an der deutschen Universität Vechta. Die Vereinbarkeit von Familie, Beruf
                         n karriere.messen: Info- und Netzwerkveranstaltungen                                                         und Doktorat ist durch mein unterstützendes soziales sowie berufliches Umfeld
                         n Career Center: Job- und Praktikumsangebote                                                                 möglich.“
                         n erfolgreich.bewerben: Infoveranstaltung                                                                    Katharina Auer, BA, MA
                         n gründer.service: Service-Einrichtungen für Start-ups                                                       Researcher am Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung
32                                                                                                                                                                                                                                      33
Em|ploy|a|bi|li|ty

               de ploy -
               ment of
               new tech-           the use of new technologies

               nologies            in an effective way

                                          Die Digitalisierung hat Einzug in sämtliche Lebensbe-
                                          reiche und Berufsfelder gehalten. Studierende lernen,
                                          neue Technologien effektiv für ihre Fachbereiche zu
                                          nutzen, um den Anforderungen der Zukunft erfolgreich
Kapitel: Studium & Weiterbildung          begegnen zu können.
My Best Place to Study

Die FH St. Pölten bietet ihren Studierenden den „Best Place to Study“: Neben
einer modernen Infrastruktur gehören dazu auch innovative Ausbildungspro-
gramme, die beste Karrierechancen in den – meist digital geprägten – Zukunfts-
branchen ermöglichen, sowie neueste didaktische Methoden.

Die Digitalisierung stellt Ausbildung und Arbeitswelt
vor neue Herausforderungen. Um diese als Chancen         Geplante Studiengänge ab 2018
bestmöglich zu nutzen, passt die FH St. Pölten ihr       n Data Science and Business Analytics (BA):
Ausbildungsangebot laufend an aktuelle Entwicklun-        reagiert auf den enormen, branchenübergreifenden
gen an. So wurden im vergangenen Jahr insgesamt           Bedarf an Fachkräften in den Bereichen Datenanaly-
fünf neue Studiengänge ausgearbeitet, die ab Herbst       se, Informationsvisualisierung und Wissensmanage-
2018 starten sollen, vorbehaltlich der erforderlichen     ment und vermittelt Studierenden die notwendigen                                                               Das FH-Kollegium
Genehmigungen (siehe Kasten). Mit der FH Burgen-          Kompetenzen der Datenanalyse in Kombination mit                                                                Das Kollegium der FH St. Pölten kümmert sich
land entwickelte die FH St. Pölten zudem einen neuen      Branchenwissen.                                                                                                um die Organisation des Lehr- und Prüfungsbe-
Weiterbildungslehrgang zu PR & Kommunikationsma-         n Wirtschafts- und Finanzkommunikation (MA):                                                                    triebs und trägt die zentrale Verantwortung für die
nagement.                                                 bildet Expertinnen und Experten für Bereiche wie                                                               Qualität der Lehre. Im Jahr 2017 wurden bei der
                                                          Investor Relations, Financial Reporting & Controlling                                                          Wahl der Kollegiumsleitung Monika Vyslouzil als
Didaktik neu denken                                       sowie Daten- und Finanzjournalismus aus.                                                                       FH-Kollegiumsleiterin und Helmut Kammerzelt als
Der Einsatz innovativer Lehrmethoden nimmt an der        n Digital Design (MA): vermittelt gestalterische Re-                                                            FH-Kollegiumsleitungsstellvertreter für die nächste
FH St. Pölten einen hohen Stellenwert ein. Unterstüt-     geln in Verbindung mit aktuellen medientechnologi-      nen und Experten aus Österreich, Deutschland und       dreijährige Funktionsperiode wiedergewählt. Erst-
zung bei der Umsetzung neuer Lehrszenarien erhalten       schen Kenntnissen.                                      der Schweiz einen Tag lang über Möglichkeiten und      mals wurde die schwerpunktmäßige Behandlung
Lehrende dabei von SKILL, dem Service- und Kompe-        n Digital Media Production (MA): befasst sich mit        Modelle des „Deeper Learning“ und profitierten vom     von gesellschaftspolitischen Themen im Rahmen
tenzzentrum für Innovatives Lehren & Lernen an der        der gesamtendigitalen Produktionskette im Bereich       vielfältigen Erfahrungsaustausch.                      eines Jahresthemas beschlossen. Im Jahr 2017
FH St. Pölten.                                            der audiovisuellen Medien, von der Idee über die                                                               lautete das Jahresthema „Ethik“. Auf einer Website
                                                          Umsetzung bis hin zur digitalen Distribution.           Wesentlich weiterentwickelt wurde 2017 auch das        wurden die Aktivitäten der FH St. Pölten dazu prä-
Besonders intensiv widmete sich die FH St. Pölten im     n Interactive Technologies (MA): befähigt Studieren-     FH-weite Projekt zum Inverted-Classroom-Modell –       sentiert und so deren Sichtbarkeit erhöht.
vergangenen Jahr dem Thema „Deeper Learning“ –            de dazu, kreative, nachhaltige, benutzerorientierte     einer Unterrichtsmethode, bei der sich Studierende
also dem tiefgehenden Lernen, das sich unter ander-       und technisch einwandfrei implementierte Lösungen       selbständig mit zu Verfügung gestellten Lernmateria-   kollegium-jt.fhstp.ac.at
em durch kritisches Denken, Dialogorientierung und        an der Schnittstelle zwischen Menschen und Ma-          lien auf die Präsenzphasen vorbereiten. Neben einer
Problemlösungskompetenzen auszeichnet. Beim mitt-         schinen umzusetzen.                                     Begleitforschung und der zunehmenden Präsenz auf
lerweile sechsten Tag der Lehre diskutierten Expertin-                                                            nationalen und internationalen Fachveranstaltungen
                                                                                                                  starteten 2017 auch die Vorbereitungen für die Kon-
                                                                                                                  ferenz „Inverted Classroom & beyond“, die im Februar
                                                                                                                  2018 zum zweiten Mal stattfand.
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Übersicht
Ausbildungsangebot 2017

medien & wirtschaft                                  medien & digitale technologien                       gesundheit

Studiengänge                                        Studiengänge                                          Studiengänge
n Medienmanagement (BA)                             n Medientechnik (BA)                                  n Diätologie (BA)
n Media- und Kommunikationsberatung (BA und MA)     n Smart Engineering of Production Technologies        n Gesundheits- und Krankenpflege (BA)
n Digital Media Management (MA)                       and Processes (BA)                                  n Physiotherapie (BA)
                                                    n Digital Healthcare (MA)                             n Digital Healthcare (MA)
Weiterbildungslehrgänge                             n Digitale Medientechnologien (MA)
n Digital Marketing MSc                                                                                   Weiterbildungslehrgänge
n Eventmanagement MSc                               Weiterbildungslehrgänge                               n Angewandte Ernährungstherapie
                                                    n Agrar- und Technologiemanagement MSc                n Jugend-ErnährungsmentorIn
                                                    n Angewandte Fotografie
bahntechnologie & mobilität                         n Film, TV und Media – Creation and Distribution MA
                                                                                                          soziales
                                                    n Produktionsmanagement und Führung
Studiengänge                                        n Produktions- und Technologiemanagement MSc          Studiengänge
n Bahntechnologie und Mobilität (BA)                n Wirtschaftliche Kompetenz und Führung               n Soziale Arbeit (BA und MA)
n Bahntechnologie und Management von
  Bahnsystemen (MA)                                                                                       Weiterbildungslehrgänge
                                                     informatik & security                                n Familienrat
Weiterbildungslehrgänge                                                                                   n Kurzseminare für PraktikerInnen
n Europäische Bahnsysteme MSc                       Studiengänge                                          n Management im Sozialwesen MA
                                                    n IT Security (BA)                                    n Sozialarbeit mit AsylwerberInnen und
                                                    n Information Security (MA)                             Konventionsflüchtlingen
                                                                                                          n Sozialpädagogik MA und akademischer
                                                                                                            Lehrgang
                                                                                                          n Suchtberatung und Prävention MSc
Zudem wurden 2017 neue Studien- und Lehrgänge entwickelt:

n Data Science and Business Analytics (BA)   n Interactive Technologies (MA)
n Digital Design (MA)                        n PR & Kommunikationsmanagement (LG)
n Digital Media Production (MA)              n Wirtschafts- und Finanzkommunikation (MA)

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