Fühle deine Stadt. Wiesbaden - ÖPNV: VISION EMISSIONSFREI ROTE OASE INFOLADEN TÜRKEN IN WIESBADEN STUDISPECIAL WHISKYCLUB BUMMELTECHNO - sensor ...

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Fühle deine Stadt. Wiesbaden.

November 2017 Nr. 58

ÖPNV: VISION EMISSIONSFREI ROTE OASE INFOLADEN TÜRKEN
I N W I E S B A D E N S T U D I S P E C I A L W H I S KYC LU B B U M M E LT E C H N O
Fühle deine Stadt. Wiesbaden - ÖPNV: VISION EMISSIONSFREI ROTE OASE INFOLADEN TÜRKEN IN WIESBADEN STUDISPECIAL WHISKYCLUB BUMMELTECHNO - sensor ...
sensor 11/17                                                          3
                                                                                                                                                                                                                                                                                         Editorial / Inhalt

                                                                                                                                                   Editorial           Die Autos, die unsere Stadt verstop­       gagierte Wiesbadener Agenturchef                                      Impressum
                                                                                                                                                                       fen, produzieren nicht nur ein (zwei­      Michael Volkmer schon vor einer
                                                                                                                                                                                                                                                                 VRM GmbH & Co KG
                                                                                                                                                                       felhaftes) Selbstwertgefühl bei man­       Weile erkannt. Es müssen Geschich­
                                                                                                                                                                                                                                                                 Handelsregister: Amtsgericht Mainz HR A 535
                                                                                                                           „(…) Man kann lange widersprechen,          chen, die drin sitzen. Sie produzieren     ten und Bilder sein, die den Wiesba­           phG: VRM Verwaltungs-GmbH
                                                                                                                           doch wenn man keine bessere Ge-             auch Abgase. Also Gifte! Und wir at­       denern Lust machen auf das anders              Handelsregister: Amtsgericht Mainz HR B 325
                                                                                                                           schichte erzählen kann, wird man            men sie ein, während wir durch die         denken und im besten Falle auf das             Geschäftsführer: Hans Georg Schnücker
                                                                                                                                                                                                                                                                 (Sprecher), Dr. Jörn W. Röper,
                                                                                                                           verlieren.“ (Nils Minkmar in seinem         Kur(!)stadt spazieren, radeln, skaten.     anders handeln. Wenn wir uns vor­
                                                                                                                                                                                                                                                                 Erich-Dombrowski-Straße 2, 55127 Mainz
                                                                                                                           Essay „Unterforderung macht de-             Oder auch nur, wenn wir im trauten         stellen können, dass eine andere Mo­           (zugleich ladungsfähige Anschrift der V.i.S.d.P.)
                                                                                                                           pressiv“, Der Spiegel 39/2017)              Heim die Fenster öffnen.                   bilität möglich ist und diese uns eben
                                                                                                                                                                                                                                                                 Wirtschaftliche Beteiligung i. S. § 9 Absatz 4
                                                                                                                                                                       Was also tun? An Autofahrer appel­         nichts wegnimmt, sondern im Ge­                LMG Rheinland-Pfalz:
                                                                                                                           Wir leben in einer Stadt mit Er­            lieren, vielleicht mal wenigstens ein      genteil ganz viel gibt, dann sind wir          VRM Holding GmbH & Co. KG, Mainz (94%)
                                                                                                                           stickungsgefahr,                            wenig ans Umdenken zu denken? Er­          auch, platt gesagt, dafür. Die Stadt           und Dr. Hans-Peter Bach, Darmstadt (6%).
                                                                                                                                                                       scheint aussichtslos, siehe oben (Stich­   Wiesbaden schickt sich nun an, Ge­             Objektleitung
                                                                                                                           liebe sensor-Leserinnen und Leser. Ist      wort Selbstwertgefühl). Auf Fahrver­       schichten zu erzählen vom emissi­              (Redaktions- & Anzeigenleitung)
                                                                                                                           Ihnen schon mal aufgefallen, wie viel       bote warten, die demnächst tatsäch­        onsfreien ÖPNV. Wenn diese sich                Dirk Fellinghauer (Verantwortlich i.S.d.P.)
                                                                                                                                                                                                                                                                 Langgasse 21 – 65183 Wiesbaden
                                                                                                                           Strecke Sie in der Wiesbadener Innen­       lich – per Gerichtsentscheid – kommen      nicht als Märchen herausstellen, son­
                                                                                                                                                                                                                                                                 Tel: 0611/355 5268 Fax: 0611/355 5243
                                                                                                                           stadt zu Fuß, auf dem Fahrrad, mit          könnten? Ungewiss. Und auch irgend­        dern Bilder produzieren, die überzeu­          www.sensor-wiesbaden.de
                                                                                                                           Kinderwagen, auf dem Skateboard –           wie blöd. Versuchen, mit Fakten zu         gen, dann könnten wir „gewinnen“.              hallo@sensor-wiesbaden.de
                                                                                                                           also irgendwie ohne Sie umgebendes          überzeugen? Interessiert meistens nur      Luft, Lebensqualität, Freude, Gesund­          Layout/Satz Thorsten Ullrich, www.175lpi.de
                                                                                                                           Blech – zurücklegen können, ohne auf        die, die sie sowieso schon kennen. Ge­     heit und – malen Sie sich das mal aus
                                                                                                                                                                                                                                                                 Titelbild Steffen Kraft, http://iconeo.de/
                                                                                                                           Autoverkehr zu stoßen? Ich kann Ih­         schichten erzählen? Das ist es! Ich rede   – vielleicht sogar, nach gut 65 Jahren
                                                                                                                                                                                                                                                                 Mitarbeiter dieser Ausgabe
                                                                                                                           nen, als jemand, der so gut wie alle        nicht von Märchen. Ich rede von Ge­        Pause, eine Straßenbahn. Die hieße
                                                                                                                                                                                                                                                                 Text Anja Baumgart-Pietsch, Holger Carstensen,
                                                                                                                           innerstädtischen Strecken zu Fuß oder       schichten – in dem Sinne, wie sie der      dann allerdings, gewöhnen Sie schon            Laura Ehlenberger, Jan Gorbauch, Hendrik
                                                                                                                           mit dem Fahrrad zurücklegt, sagen:          in Wiesbaden lebende Spiegel-Jour­         mal an diese Geschichte, CityBahn.             Jung, Nadine Kuhnigk, Dorothea Rector, Falk
                                                                                                                           Die Strecken sind verdammt kurz. Und        nalist Nils Minkmar fordert. Zugege­                                                      Sinß, André Werner, Tamara Winter
                                                                                                                           ich muss Ihnen sagen: Es macht was          ben, sein Zitat oben habe ich ein we­                            Dirk Fellinghauer        Foto/Illustration Laura Ehlenberger, Marc
                                                                                                                           mit mir. Es nervt mich. Es stresst mich.    nig aus dem Zusammenhang gerissen.                               sensor-Atemloser         „King Low“ Hegemann, Simon Hegenberg,
                                                                                                                           Es stört mich. Es ist laut. Es stinkt. Es   Ihm geht es um die Rettung Europas.                                                       Andreas Hornoff, Arne Landwehr, Frank
                                                                                                                                                                                                                                                                 Meißner, Kai Pelka, Jan Pieper, Christof Rickert,
                                                                                                                           ist hässlich. Und: Es ist lebensgefähr­     Die Grundidee gilt aber auch für die       PS: Erzählen Sie doch auch mal! Ihre
                                                                                                                                                                                                                                                                 Samira Schulz, Axel Schmidt, Tim Voigt,
                                                                                                                           lich! Ich meine jetzt nicht die Gefahr,     Rettung unserer Luft und damit die         „Wie sieht die Zukunft Wiesbadens              Stadtarchiv Wiesbaden, Veranstalter- und
                                                                                                                           unter die Räder zu kommen, obwohl           Rettung unseres Lebens. Wenn wir das       aus?“-Geschichte zum Beispiel. Das             Herstellerfotos, Repro / ISDN Team
                                                                                                                           diese in Wiesbaden auch gegeben ist.        nicht retten, bringt uns ein möglicher­    können Sie am 10. November um 17               Lektorat Hildegard Tischer, www.rbht.de
                                                                                                                           Tragische Fälle belegen das. Ich meine      weise gerettetes Europa: nichts!           Uhr im Rathaus, bei der Vorstellung
                                                                                                                                                                                                                                                                 Termine termine@sensor-wiesbaden.de oder
                                                                                                                           die Lebensgefahr auf lange Sicht, die       Zurück zum Verkehr. Wir müssen             und Diskussion des „Konzeptes zur              wiesbaden-lokales@vrm.de
                                                                                                                           schleichende Lebensgefahr, die von          auch hier Geschichten erzählen. Und        Stadtentwicklung 2030“. Rund um
                                                                                                                                                                                                                                                                 Redaktions- und Anzeigenschluss:
                                                                                                                           der Wiesbadener Innenstadt ausgeht.         Bilder produzieren: „Bilder der Zu­        Zukunftsthemen wie Wohnen, Le­                 15. des Vormonats
                                                                                                                           Die Lebensgefahr aus der Luft.              kunft“, das hat der nachhaltig en­         ben, Arbeiten und – Fortbewegen!
                                                                                                                                                                                                                                                                 Verteilung
                                                                                                                                                                                                                                                                 VRM Logistik GmbH
                                                                                                                                                                                                                                                                 kostenlose Auslage in Wiesbaden | Innenstadt
                                                                                                                                                                                                                                                                 und Vororten an über 1.000 Auslageplätzen |
                                                                                                                                                                                                                                                                 Gesamtauflage 41.000 Exemplare
                                                                                                                                                                                                                                                                 (20.500 Mainz / 20.500 Wiesbaden)

                                                                                                                                                                                                                                                                 Druck
                                                                                                                                                                                                                                                                 VRM Druck GmbH & Co. KG
                                                                                                                                                                                                                                                                 Alexander-Fleming-Ring 2
                                                                                                                                                                                                                                                                 65428 Rüsselsheim

                                                                                                                                                                                                                                                                 Social Media
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                                                                                                                           ((( 6                                       ((( 17                                                                           ((( 18   www.instagram.com/sensor_wiesbaden

                                                                                                                                                                                                                                                                 sensor Wiesbaden ist Mitglied in der

Willkommen Zuhause: Die beste
                                                                                                                                                                                                                                               Inhalt            Werbegemeinschaft Wiesbaden wun-
                                                                                                                                                                                                                                                                 derbar und Medienpartner von ECHT
                                                                                                                                                                                                                                                                 Wiesbaden und place2help.
                                                                                                                           6 )))    Frischluft im Kessel –               17 )))   Gaaaanz langsam –               34 )))   Campus Special                        Wir danken unseren Förderabonnenten

Versorgung – online neu erleben!
                                                                                                                                    Vision Emissionsfreier ÖPNV                   Bummeltechno erobert die        38 )))   Gepflegter Genuss:                    Andrea Baermann, Peter Blähser, Michael
                                                                                                                                                                                                                                                                 Brandt, Dennis Centner, Sabine Drotleff,
                                                                                                                           10 )))   Kribbeln in der Nerostraße                    Clubszene                                Whisky-Club Rhein-Main                Patrick Ebeling, Fauth & Gundlach GmbH,
                                                                                                                                    – Das Walhalla-Theater zieht         18 )))   Kultmusiker erstmals auf        39 )))   Geschäft des Monats:                  David Geisberger, Barbara Haase, Talley
                                                                                                                                                                                                                                                                 Hoban, Kerstin Hennig, Andreas & Mirjam
                                                                                                                                    ins Ex-Gestüt                                 Tour: Exklusivinterview mit              Teppich Michel                        Kempers-Handke, Alexander-Kim Hardt, Dr.
                                                                                                                           11 )))   Auf und Zu – Kommen und                       Yello                           41 )))   Restaurant des Monats:                Julia Kleinhenz, Peter Kabelitz, Kai Klose
                                                                                                                                                                                                                                                                 (MdL), Kochwerkstatt Wiesbaden, Karsten
Smart, effizient und auf den Punkt: Mit der neuen              haben Sie jetzt alles im Blick: Ihre Vertragsdaten ebenso            Gehen in der Gastro- und             20 )))   Merhaba in Wiesbaden –                   Sufi Persisches Restaurant            Krämer, Sabine Krug, Frauke Lenz, Sven
Homepage der ESWE Versorgungs AG sind Sie bei allen            wie aktuelle Rechnungen und Zählerstände. Entdecken                  Geschäftswelt                                 Türken in unserer Stadt         42 )))   Kleinanzeigen und                     Moritz, Michaela Reuthe, Dirk Scharhag, Ute
                                                                                                                                                                                                                                                                 Schmidt, Bettina Schreiber, Markus Stein,
relevanten Zukunftsthemen „zuhause“: Ob Smart Home,            Sie auch online unsere ausgezeichnete Servicequalität.      12 )))   Rote Oase:                           22 )))   Perlen des Monats &                      das Orts-Rätsel                       Kerstin Stephan, SPD-Rathausfraktion,
Elektromobilität oder Energieeffizienz – hier sind Sie Ihrer   Jetzt noch bequemer per PC, Handy oder Tablet!                       Besuch im linken Infoladen                    Veranstaltungskalender                                                         Ticketschmiede GmbH, Jens Uhlherr, Angela
Zeit voraus. Der Clou: In unserem neuen Kundenportal                                                                                                                                                                                                             Vockel, Erika Wagner, Katrin Walsdorfer,
                                                                                                                           14 )))   Ein Satz mit Herrn X                 32 )))   2x5-Interview: Isabelle Acker                                                  Adriano Werner, Mihaela Zaremba. www.
                                                                                                                                    – Grundbildung an der vhs                     versprüht positive Energie                                                     sensor-wiesbaden.de/abo

www.eswe-versorgung.de
Fühle deine Stadt. Wiesbaden - ÖPNV: VISION EMISSIONSFREI ROTE OASE INFOLADEN TÜRKEN IN WIESBADEN STUDISPECIAL WHISKYCLUB BUMMELTECHNO - sensor ...
sensor 11/17                                                                                                                                                                                                                                                                                      sensor 11/17                                             5
4                                                                                                                                               @
    Sag bloß!                                                                                                                                        Was ist los? Schicken Sie                                                                                                                                                                                                                     Kolumne
                                                                                                                                                     Ihre Neuigkeiten an hallo@
                                                                                                                                                     sensor-wiesbaden.de
                                                                                                   Sag bloß!                                                                                                                                                                                                                                   Falk Fatal

       DICH.                                                                                       Zoom auf Wiesbaden-Hotspots
                                                                                                   Videoclips, die Städte vorstellen,
                                                                                                   können öde und verstaubt rüber­
                                                                                                                                            ausgesprochen
                                                                                                                                            wurde. Um den
                                                                                                                                            Hundebesitzern
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          kämpft mit dem
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         Brett vorm Kopp

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Der Mensch ist ein seltsames Tier. Wir
                                                                                                   kommen – oder auch “young and            und ihren Lieb­                                                                                                                                                                sind hochentwickelt und so intelli­
       Scholz & Volkmer sucht dich – für ein freiwilliges Praktikum oder ein Pflichtpraktikum in                       fresh”. So nen­      lingen soziale                                                                                                                                                                 gent, dass wir uns die Erde untertan
       einer der kreativsten Agenturen Deutschlands. Außerdem gibt es für studentische Aushil-                         nen     Shaolin      Kontakte im Freilauf zu ermögli­                                                                                                                                               machen konnten. Wir haben das Rad
       fen die Möglichkeit zur dauerhaften Mitarbeit. Aktuell bieten wir folgende Stellen an:                          Tran und Mo­         chen, wurde jetzt im hinteren Well­                                                                                                                                            erfunden, sind zum Mond geflogen
                                                                                                                       ritz     Schäfer     ritztal neben dem Naturschutzhaus                                                                                                                                              und können riesige Datenmengen per
       PRAKTIKANT_IN SCREENDESIGN (WIESBADEN & BERLIN)
                                                                                                                       (Foto:     Laura     der „Hundeauslaufplatz Wellritztal“                                                                                                                                            Funkwellen in Windeseile um den
       PRAKTIKANT_IN CONCEPT (WIESBADEN)                                                           Möbius), die sich über ihr Media         eröffnet. Wau!                                                                                                                                                                 Erdball schicken. Andererseits sind
       PRAKTIKANT_IN WEB DEVELOPMENT (WIESBADEN)                                                   Management-Studium an der Hoch­                                                                                                                                                                                         wir unglaublich dumm und laufen
                                                                                                   schule RheinMain kennengelernt ha­       „New Work“-Center                                                                                                                                                              mit einem dicken Brett vor dem Kopf
       PRAKTIKANT_IN PROJECT MANAGEMENT (WIESBADEN)
                                                                                                   ben, ihr äußerst gelungenes Wies­        Als „eines der modernsten Business                                                                                                                                             durch die Welt. Wir, oder die meis­         verletzten oder schwer verletzten Per­
       PRAKTIKANT_IN STRATEGY & PLANNING (WIESBADEN)                                               baden-Videoporträt. Neun Hotspots        Center in der Rhein-Main-Region“                                                                                                                                               ten von uns, wissen zwar, dass un­          sonen. 90 Prozent aller Verkehrsun­
                                                                                                   unserer Stadt – von Cafés bis Clubs      eröffnet am 26. Oktober das First                                                                                                                                              ser Lebensstil unsere Lebensgrundla­        fälle sind menschengemacht.
                                                                                                   – haben sie knapp und knackig ein­       Choice Business Center. Im ehema­                                                                                                                                              gen täglich ein Stück mehr zerstört.        Wer also wirklich mehr Sicherheit
       Scholz & Volkmer entwickelt seit mehr als 20 Jahren kreative Kommunikationslösungen
                                                                                                   gefangen. Das gelungene Ergebnis         ligen Terrum Tower (Mainzer Straße                                                                                                                                             Aber wirklich etwas ändern tun wir          will, sollte nicht die Todesstrafe for­
       für digitale Markenführung. Bei uns arbeitest du an spannenden Projekten für Kunden
       wie Coca-Cola, Mercedes Benz, Deutsche Bahn, adidas, Lufthansa, Berliner Festspiele         soll vor allem Studis Orientierung       75) sind hochwertige Premium-Bü­                                                                                                                                               nicht. Das ist im Großen genauso zu         dern, sondern Tempo 30 in Innen­
       oder Riese & Müller. Unsere Agentur vereint die wirtschaftlichen Ziele ihrer Kunden mit     geben, ist aber auch für „ältere Se­     ros mit exklusivem Interieur nach                                                                                                                                              beobachten wie im Kleinen.                  städten und mehr Blitzer, um Ver­
       echtem Nutzen für Mensch und Gesellschaft. In einer Kultur, die Ellbogen weder kennt        mester“ sehenswert und inspirie­         aktuellen Erkenntnissen der „New                                                                                                                                               Obwohl ich weiß, dass die Zigarette,        kehrssünder zu bestrafen. Wem das
       noch braucht.                                                                               rend – ab sofort auf YouTube, oder       Work“-Ära aus­                                                                                                                                                                 die ich mir eben angezündet habe, die       Wohl seiner Mitmenschen wichtig ist,
       Du hast Fragen oder möchtest direkt bei uns einsteigen? Dann ruf uns einfach an oder
                                                                                                   auch auf www.sensor-wiesbaden.de         gestattet. Unter­                                                                                                                                                              Wahrscheinlichkeit, dass ich an Krebs       sollte nicht die Lockerung des Waf­
       schick deine Bewerbung an hr@s-v.de.                                                        zu finden.                               nehmen, Start-                                                                                                                                                                 erkranke, wieder ein bisschen erhöht,       fenrechts befürworten, sondern ein
                                                                                                                                            ups und Freibe­                                                                                                                                                                ziehe ich den giftigen Rauch trotzdem       durchgängiges Tempolimit auf deut­
                                                                                                   Von oben betrachtet                      rufler sollen hier                                                                                                                                                             in die Lungen. Warum ich das ma­            schen Autobahnen. Aber dafür müss­
                                                                                                   „Wiesbaden aus der Vogelperspek­         die Möglichkeit zum konzentrierte­n                                                                                                                                            che? Weil ich dumm bin. Und hoffe,          ten wir uns weniger von unseren Ge­
       s-v.de        Scholz & Volkmer         scholzvolkmer
                                                                                                   tive“ heißt ein neues Buch von Erika     Arbeiten sowie zum Austausch und                                                                                                                                               dass es irgendwie gutgehen wird.            fühlen und mehr von unserem Ver­
                                                                                                   Noack, das jetzt in der Casino-Ge­       Netzwerken finden. Für die Eröff­                                                                                                                                              Oder nehmen wir das Thema Sicher­           stand leiten lassen. Das wird leider
                                                                                                   sellschaft vorgestellt wurde und die     nung können sich Interessenten per                                                                                                                                             heit. Das wird heiß diskutiert. Oft vol­    nicht passieren.
                                                                                                                        markantesten        E-Mail unter info@firstchoicebc.de                                                                                                                                             ler Emotion, die häufig den rationa­
                                                                                                                        städtebaulichen     anmelden. Weitere Infos unter www.                                                                                                                                             len Blick verstellt. Kaum wird ein          Mehr Falk Fatal: http://fatalerror.biz
                                                                                                                        Veränderungen       firstchoicebc.de/wiesbaden                                                                                                                                                     schlimmes Verbrechen publik, etwa
                                                                                                                        der Stadt (hier                                                                                                                                                                                    ein Überfall, eine Messerstecherei
                                                                                                                        der Platz der       Staatsmusical-Casting                                                                                                                                                          oder eine Vergewaltigung, werden
                                                                                                   deutschen Einheit) in eindrucksvol­      Für die neue Musical-Produktion der                                                                                                                                            sie wieder laut, die Rufe nach härte­
                                                                                                   len Fotografien von oben betrachtet.     Spielzeit 2018/19 (Titel wird noch be­                                                                                                                                         ren Strafen. Dann wird über die Ku­
                                                                                                   Es ist ab sofort erhältlich, unter an­   kanntgegeben, das Foto zeigt die na­                                                                                                                                           scheljustiz geschimpft und eine Lo­          Rekordstadt
                                                                                                   derem im Wiesbadener Kurier-Kun­         gelneue Erfolgsproduktion „Saturday                                                                                                                                            ckerung des Waffenrechts gefordert.          Wiesbaden
                                                                                                   dencenter in der Langgasse 23.           Night Fever“) sucht das Junge Staats­                                                                                                                                          Im Affekt ist das vielleicht verständ­       Alles Gute kommt bekannt­
                                                                                                                                            musical begabte junge Leute im Alter                                                                                   Iris Fuhr-Schmitt, 56 Jahre                             lich, rational betrachtet verschlim­         lich von oben. Die Sonne zum

                                       IE
                    WIE SIEHT D
                                                                                                   Neue Stimme für 30.000 Schüler           von 15 bis 25 Jahren für Hauptrol­                                                                                                                                             mert es die Situation nur. Da braucht        Beispiel. Die kann dafür gut sein,
                                                                                                   Dominik Schumacher (links) ist neuer     len und Ensemble. Das Casting fin­                                                                                           und Tri Khoa, 10 Jahre                            es nur einen Blick auf die USA, wo in        das Wasser in unseren eigenen

                         ZUKUNFT
                                                                                                   Stadtschulsprecher und löst nach der     det statt am 25. November mit ei­                                                                                                                                              vielen Bundesstaaten die Todesstrafe         vier Wänden zu erwärmen oder
                                                                                                   Wahl durch die Vollversammlung           ner eventuel­                                                                                                                                                                  noch praktiziert wird und es gleich­         die Heizung zu unterstützen.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Busfahrgäste
                                 E N S AUS?
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Aber wo? Das verrät das Solar­
                             A D
                                                                                                   des Stadtschülerrats Karim Jawad         len Fortsetzung                                                                                                                                                                zeitig fast jedem Bürger erlaubt ist,

                   W I E S B                                                                       (rechts) ab. Der 17-jährige Leibniz­     am 26. Novem­                                                                                                         Die ESWE strebt einen emissionsfreien Busverkehr         Schusswaffen zu besitzen. Trotzdem           kataster der Landeshauptstadt
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Wiesbaden. Mit wenigen Klicks
                                                                                                                        schüler möchte      ber. Alle Infos,                                                                                                      an – für eine sauberere Stadt. Was halten Sie            (oder genau deshalb) ist die Mord­
                                                                                                                        den SSR in Zu­      wie das Casting                                                                                                       davon? Fahren Sie oft mit dem Bus?                       rate in den USA deutlich höher als in        erfahren Hausbesitzer, ob die

       Vorstellung des Konzeptes                                                                                        kunft noch be­      abläuft, finden Interessenten unter                                                                                   Iris: Das ist gut! Ich nehme so zweimal pro Woche den    Deutschland. Dennoch hält sich der           Dachfläche ihres Hauses für eine
                                                                                                                                                                                     Interview & Foto: Laura Ehlenberger Illustration: Marc “King Low” Hegemann

                                                                                                                                                                                                                                                                  Bus, er aber auf jeden Fall viel öfter.                                                               Solarstromanlage (Photovoltaik)
                                                                                                                        kannter     bei     www.junges-staatsmusical.de/ueber-                                                                                                                                             Irrglaube, drastische Strafen würden
         zur Stadtentwicklung                                                                                           den Schülerin­
                                                                                                   nen und Schülern machen, die po­
                                                                                                                                            uns/casting/ Für unschlüssige Inter­
                                                                                                                                            essenten gibt es eine Infoveranstal­
                                                                                                                                                                                                                                                                  Tri Khoa: Ich fahre jeden Tag damit.
                                                                                                                                                                                                                                                                  Wie zufrieden sind Sie mit dem ÖPNV in Wiesbaden?
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           zu mehr Sicherheit führen.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Ich wundere mich immer, warum wer­
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        oder einen Sonnenkollektor ge­
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        eignet ist. Bei seiner Einführung
                       Kommen Sie mit uns ins Gespräch!                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 war das Wiesbadener Solar­
                                                                                                   litische Bildung und das Demokra­        tung am 13. November um 19 Uhr,                                                                                       Iris: Mich stört die Unpünktlichkeit – nicht nur, dass   den solche Forderungen nicht laut,
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        kataster das erste seiner Art in
                                                                                                   tiebewusstsein stärken und bessere       Treffpunkt Pforte Bühneneingang.                                                                                      sie zu spät sind: Teilweise fahren Buse zwei, drei Mi­   wenn ein Vollidiot den Kaiser-Fried­
                      10. NOVEMBER 2017                                                            Lernbedingungen schaffen. www.ssr-                                                                                                                             nuten zu früh los. Das ist ärgerlich.                    rich-Ring als Rennstrecke missbraucht
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Hessen. Das Beispiel hat Schule
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        gemacht: Mittlerweile gibt es ein
                                                                                                   wiesbaden.de                             Neue sam-Direktorin                                                                                                   Tri Khoa: Ich bin zufrieden.                             und dabei jemanden tot fährt? Wa­            Solarkataster Hessen, natürlich
                        17:00 – 19:00 Uhr            Schlossplatz 6                                                                         Die Kunsthistorikerin Viola Philipp                                                                                   Sollten mehr Wiesbadener den Bus nehmen, um              rum werden solche Forderungen nicht          inklusive Wiesbaden. www.ener­
                     Festsaal im Rathaus             65183 Wiesbaden                               Wau wau-Auslauf                          (50) wird neue Direktorin des „sam“                                                                                   den Autoverkehr zu reduzieren?                           gestellt, wenn ein Unfall verursacht         gieland.hessen.de/solar-kataster
                                  www.wiesbaden2030.de                                             Seit Jahren gibt es Spannungen           Stadtmuseum am Markt. Der bisherige                                                                                   Iris: Dann müsste man das Busfahren attraktiver          wurde, weil ein Autofahrer mehr mit
                                                                                                                                                                                                                                                                  machen, zum Beispiel günstiger.                                                                       (Welche Rekorde kennen Sie?
                                                                                                   zwischen den verschiedenen Nut­          kommissarische Leiter Bernd Blisch                                                                                                                                             seinem Handy als dem Straßenver­
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Mail an hallo@sensor-wiesba­
                                                                                                   zergruppen im Wellritztal. Dies hat      kam mit seiner Bewerbung in die End­                                                                                  Und was halten Sie von der „Citybahn“, die in aller      kehr beschäftigt war? Jährlich sterben       den.de Alle Rekorde unter http://
                                                                                                   dazu geführt, dass zwischen Kurt-        runde, hatte aber das Nachsehen. Er                                                                                   Munde ist?                                               deutlich mehr Menschen im Straßen­           www.wiesbaden.de/tourismus/
                            Herausgeber: Landeshauptstadt Wiesbaden,                               Schumacher Ring und Kirschen­            will nun offenbar bei der Bürgermeis­                                                                                 Iris: Es besteht nicht wirklich Bedarf. Wiesbaden und    verkehr als durch Gewalttaten. Nicht
                             Stadtplanungsamt | Gestaltung: Zebralog                                                                                                                                                                                                                                                                                                    wiesbaden-erleben/rekorde/)
                                                                                                   pfad ein Anleinzwang für Hunde           ter-Wahl in Flörsheim antreten.                                                                                       Mainz sind durch die Züge gut verbunden.                 anders verhält es sich mit der Zahl der
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6                                sensor 11/17                                                   sensor 11/17                                               7
                                                                                                                                                ÖPNV

    ((( Noch sorgt vor allem der motorisierte
    Verkehr für dicke Luft in Wiesbaden. Zumindest
    der ÖPNV, auf jeden Fall die Busse und in
    Zukunft vielleicht auch eine „CityBahn“, soll in
    absehbarer Zeit emissionsfrei durch die Stadt
    fahren. )))

                                                              Frischluft im Kessel
                                                       Ehrgeizige Vision: Wiesbaden soll Deutschlands erste Stadt
                                                                 mit emissionsfreiem ÖPNV werden. Geplanter Weg:
                                                           Umstellung auf Elektro- und Brennstoffzellen-Busse.
                                                                        Und Bau einer Citybahn. Letztere ist in der
                                                                  Landeshauptstadt seit Jahrzehnten umstritten.

                                                                                               Text: Hendrik Jung, Dirk Fellinghauer Foto: Samira Schulz

                                                                      Schon 2022 könnte es Wirklichkeit werden, das ganz neue ÖPNV-Gefühl in
                                                                      Wiesbaden. Das Gefühl, in die Stadt hinein und quer durch die Stadt hindurch
                                                                      über Schienen von A nach B gebracht zu werden – also auf jeden Fall von der
                                                                      Theodor-Heuss-Brücke zum Hauptbahnhof, von dort zur Hochschule Rhein­
                                                                      Main. Und irgendwann sogar noch weiter, bis hinaus nach Taunusstein und
                                                                      Bad Schwalbach. Letztere Idee spielt sehr weit in der Zukunft, die Mainz-Wies­
                                                                      baden-Connection und der Schienenverkehr innerhalb Wiesbadens scheint
                                                                      realistischer denn je. Die „CityBahn“, darin ist sich eine klare Mehrheit der
                                                                      politisch Verantwortlichen einig, soll kommen. Als wichtigste Säule, neben
                                                                      dem verstärkten Einsatz von Elektrobussen im Stadtverkehr und Brennstoff­
                                                                      zellenfahrzeugen auf längeren Strecken, der ehrgeizigen Vision „Emissions­
                                                                      freier ÖPNV in Wiesbaden bis 2022“. Endlich, muss man in Sachen CityBahn
                                                                      sagen. Denn das Projekt, früher sprach man noch von Stadtbahn, beschäf­
                                                                      tigt Wiesbaden seit mittlerweile zwanzig Jahren. „Lange Jahre war sie wie die
                                                                      Nessi von Wiesbaden. Sie tauchte auf, und genau so schnell wieder ab“, wit­
                                                                      zelte kürzlich die Frankfurter Neue Presse mit Blick auf die Landeshauptstadt.
                                                                      Die kommenden Monate werden spannend, ja entscheidend, was die Planun­
                                                                      gen für den möglichen Bau einer CityBahn angeht. Im November soll zu­
                                                                      nächst das Ergebnis der statischen Untersuchung der Theodor-Heuss-Brücke
                                                                      vorliegen – ein entscheidender Faktor für eine CityBahn, da an dieser Stelle
                                                                      idealerweise der Anschluss an das Schienensystem auf Mainzer Seite erfol­
                                                                      gen müsste. Bisherige Verlautbarungen deuten darauf hin, dass das Vorha­
                                                                      ben diesen Test „besteht“. Erneut spannend wird es dann im Dezember, wenn
                                                                      das Ergebnis der Nutzen-Kosten-Untersuchung veröffentlicht wird. Bei die­
                                                                      ser standardisierten Bewertung für Investitionen in Verkehrswege wird ge­
                                                                      prüft, ob der „gesamtgesellschaftliche Nutzen“ die voraussichtlichen Kosten
                                                                      übersteigt. Nur dann ist eine Förderung aus Bundesmitteln möglich, die für
                                                                      die geplanten Kosten in Höhe von 305 Millionen Euro allein für die Infra­
                                                                      struktur der Fahrstrecke eingeplant ist.
                                                                      „Wir erwarten 60 Prozent vom Bund. Was das Land gibt, wissen wir nicht.
                                                                      Es müssen mindestens zehn Prozent sein, sonst fördert der Bund nicht. Wir
                                                                      erhoffen uns 27,5 Prozent“, erläutert Hermann Zemlin, Geschäftsführer bei
                                                                      ESWE Verkehr sowie bei der CityBahn GmbH. Vom Land Hessen erwartet der
                                                                      eloquente Professor außerdem eine Unterstützung bei der Anschaffung der
                                                                      26 Fahrzeuge, die mit etwa drei Millionen Euro pro Stück veranschlagt wer­
                                                                      den. Streckenvarianten, bei denen das Ergebnis der Nutzen-Kosten-Untersu­
                                                                      chung negativ ausfällt, fallen automatisch aus der Planung heraus. Außer­
                                                                      dem muss nachgewiesen werden, dass sich die Anbindung für die Fahrgäste
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8                                               sensor 11/17                                                                                                                                                                                                                             sensor 11/17                                                9
    ÖPNV                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  ÖPNV

                                                                                                  Pro und Contra
    nirgendwo verschlechtert. Anfang kommenden Jahres soll nach dem jetzi­
                                                                                                  Am 7. November um 16 Uhr wird der Verkehrsplaner Martin
    gen Stand mit der Vorplanung begonnen werden. Bis dahin soll – leicht ver­
                                                                                                  Arnold im Sitzungssaal des Rathauses erläutern, wie eine
    zögert, nachdem Mitte Oktober recht plötzlich die Prüfung neuer Strecken­
                                                                                                  Nutzen-Kosten-Untersuchung entsteht.
    varianten ins Spiel kam – im Internet bereits die Beteiligung der Bürgerin­
    nen und Bürger starten. Nachdem bislang die Strecke entlang der Mainzer                       ESWE-Verkehr und die Landeshauptstadt Wiesbaden informieren
    Straße als „alternativlos“ galt, erscheint nun eine Variante über Wiesbadens                  über das Projekt auf www.citybahn-verbindet.de und über die
    größten Stadtteil Biebrich und über die Biebricher Allee möglich.                             ­Gesamtvision „Emissionsfreier ÖPNV“ auf www.eswe-verkehr-­
                                                                                                   verbindet.de
    Fragen und Bedenken – im Grundsatz und im Detail
                                                                                                  Die Bürgerinitiative Mitbestimmung Citybahn stellt ihre Argu­
    Ein solch gigantisches in die Stadt eingreifendes Projekt wirft naturgemäß
                                                                                                  mente auf www.bi-citybahn.de dar.
    viele Fragen auf – ganz grundsätzliche etwa in Richtung der Kosten, ganz
    konkrete zum Beispiel für Anwohner entlang möglicher Strecken, die sich –                     Das Bündnis Verkehrswende präsentiert seine Positionen auf
    und die Verantwortlichen – fragen, was da buchstäblich auf sie zukommen                       https://verkehrswendewiesbaden.wordpress.com.
    könnte, wenn eine CityBahn vor der Haustür vorbeifährt, stoppt, anfährt. In
                                                                    Foto: Dirk Fellinghauer
                                                                                              einen Bürgerentscheid über den Bau einer CityBahn herbeizuführen. „Wenn
                                                                                              sich dabei eine Mehrheit dafür ausspricht, ist das für uns okay. Es ist nicht
                                                                                              unsere Intention vor das Verfassungsgericht zu ziehen“, erläutert Rechtsan­
                                                                                              walt Stefan Wolter von der Bürgerinitiative.
                                                                                              Ihre Kritik an dem Vorhaben reicht von den entstehenden Kosten über die
                                                                                              Auswirkungen auf Individualverkehr, Stadtbild und Anwohner bis hin zu der
                                                                                              Möglichkeit der zukünftigen Entwicklung und Verbreitung neuer Verkehrs­
                                                                                              modelle wie dem autonomen Fahren. All diese und viele weitere Punkte und
                                                                                              Einwände werden auf der städtischen Seite www.citybahn-verbindet.de in der
                                                                                              „FAQ“´(„häufig gestellte Fragen“)-Rubrik gestellt – und zu entkräften ver­
                                                                                              sucht. Der Katalog aus bisher 30 Fragen und Antworten zu verschiedenen
                                                                                                                                                                                 Meilensteine CityBahn
                                                                                              Themenfeldern soll nach und nach weiter anwachsen. Von den entschiede­
                                                                                                                                                                                 Seit Mai 2017: Vorplanung –
                                                                                              nen Gegnern wird eine mögliche CityBahn vor allem als zu unflexibel emp­
                                                                                                                                                                                 ab Mitte Dezember 2017:
                                                                                              funden. „In der heutigen Zeit auf ein schienengebundenes System zu set­
                                                                                                                                                                                 Bürgerbeteiligung – 2018:
                                                                                              zen, ist ein Witz“, findet Andreas Bausinger. Schließlich könne man dessen
                                                                                                                                                                                 Entwurfsplanung unter Ein­
                                                                                              Streckenführung im Gegensatz zu einer Buslinie nicht variieren, wenn etwa
                                                                                                                                                                                 beziehungen der Anregungen
                                                                                              durch die Entwicklung eines neuen Wohngebiets sich die Verkehrsströme
                                                                                                                                                                                 von Bürgerinnen und Bürgern
                                                                                              verändern sollten.
                                                                                                                                                                                 – 2019: Planfeststellungs­
       Vier Köpfe für ein Emissionsfrei-Halleluja: Umwelt- und Verkehrsdezernent Andreas                                                                                         verfahren. (Quelle www.city­
             Kowol (rechts) Seit‘ an Seit zum Kampagnenstart mit den ESWE Verkehr-Ge-         (Keine) Alternativen
                                                                                                                                                                                 bahn-verbindet.de)
           schäftsführern Hermann Zemlin (2.v.r.), Jörg Gerhard (links) und Frank Gäfgen.     Der 43-jährige bemängelt auch, dass man Alternativen nicht genug geprüft
                                                                                              habe. Etwa, wie schnell Busse in Wiesbaden unterwegs sein könnten, wenn
    den sozialen Medien tobt schon ein Kampf um Argumente, tatsächliche und                   ihnen durchgängig eine eigene Spur zur Verfügung stehe, wie das bei einer                                                                                                     Ja, wo fahren Sie denn – wenn die Pläne Wirklichkeit werden sollten –,
    vermeintliche, für und gegen das Projekt. Es ist und bleibt ein Thema, das                CityBahn letztlich der Fall wäre. Doch sowohl Wiesbadens Verkehrsdezernent                                                                                                die Wagen einer neuen CityBahn? Das steht noch in den Sternen. Alterna-
    polarisiert. Aufgabe und Herausforderung für Stadt und ESWE Verkehr ist                   als auch ESWE Verkehr beteuern, dass bei den 2016 erstmals erreichten 55,5                                                                                                   tive Streckenverläufe werden geprüft. Weil ganz neu noch eine Variante
                                                                                                                                                                                                                                                                        über Biebrich aufgetaucht ist, wurde die für Oktober vorgesehene Bürger-
    es mehr denn je, alle „mitzunehmen“. Auf Informationsmessen sollen Bürger                 Millionen Fahrgästen pro Jahr und steigender Tendenz die Kapazitätsgrenze
                                                                                                                                                                                                                                                                                              beteiligung kurzfristig auf Anfang 2018 verschoben.
    im kommenden Jahr Gelegenheit haben, sich zu Fragen wie möglichen Hal­                    des Bussystems erreicht sei. Zudem habe Wiesbaden eine für Großstädte un­
    testellen oder der Gestaltung des Gleisbetts zu äußern. „Ab Mitte Dezember                gewöhnlich hohe PKW-Dichte mit 50 Prozent (Darmstadt 37 Prozent, Frank­
    soll es eine Internet-Plattform geben, auf der Fragen gestellt und Vorschläge             furt 35 Prozent). Auch mit Blick auf die Luft- und Lärmbelastung, das regel­
    gemacht werden können. Nach den Weihnachtsferien wollen wir dann die                      mäßige Überschreiten von Stickstoffdioxid-Grenzwerten und drohende Die­          nur die Hälfte. Das solle aber keine Qualitätseinbuße für die Fahrgäste mit   menten – und damit gar mehr als die Stadt, die auf der Info-Homepage „6
    Infomessen machen“, berichtet Verkehrsdezernent Andreas Kowol. Den Geg­                   sel-Fahrverbote müssten Anreize zum Umsteigen geschaffen werden.                 sich bringen, sondern mache sich nur für das Personal bemerkbar. Finan­       gute Gründe für die CityBahn“ aufführt – produziert. Darin wird etwa die
    nern einer möglichen CityBahn ist das jedoch zu wenig.                                    „In der Spitze sind wir auf verschiedenen Linien im Fünf-Minuten-Takt un­        ziell zugesagt ist hier bislang eine Förderung des Landes in Höhe von 40      Effizienz gelobt, weil bei gleichem Personalaufwand mehr Passagiere be­
                                                                                              terwegs. Manchmal noch mit einer Verstärkung dazwischen“, nennt Hermann          Prozent der Differenz zu den Anschaffungskosten eines Dieselbusses. Au­       fördert werden könnten. Außerdem sei der Betrieb wegen seiner geringen
    BI will nicht über „Wie“, sondern über „Ob“ entscheiden                                   Zemlin ein entscheidendes Argument für eine CityBahn. Eine solche solle so       ßerdem sind von Bund oder Land 40 Prozent für die Schaffung der Lade-         Emissionen umweltfreundlich und biete höheren Fahrkomfort. „Entschei­
    „Das Projekt ist so umfangreich und mit so viel Unwägbarkeiten behaftet,                  breit wie möglich angelegt werden, so dass bei der sogenannten Doppeltrak­       Infrastruktur zu erwarten. Die restlichen zum bisherigen Bestand fehlen­      dend wird sein, wie der ÖPNV die Bevölkerung animiert, ihn zu nutzen. Die
    darüber muss auf jeden Fall an der Wahlurne entschieden werden“, findet                   tion, bei der zwei Fahrzeuge zusammen unterwegs sind, bis zu 480 Fahr­           den Busse sollen auf Brennstoffzellen-Technologie umgestellt werden. Dafür    Leute fahren nicht mit, nur weil es E-Busse sind“, findet Roswitha Wächter,
    Andreas Bausinger, Initiator der „Bürgerinitiative Mitbestimmung Citybahn“.               gäste transportiert werden könnten. Was dazu führt, dass eine Haltestelle der    soll im kommenden Jahr eine Wasserstofftankstelle auf dem Betriebsge­         Sprecherin des Bündnis Verkehrswende. Eine Straßenbahn würde die nö­
    Ende August offiziell gegründet, habe die Initiative knapp zwei Monate spä­               CityBahn gut 60 Meter lang wäre. Busse sollen auf jeden Fall auch in Zu­         lände von ESWE-Verkehr entstehen, die mit je einer Million Euro von Hes­      tigen Anreize durchaus bieten. So hat Stephan Kyrieleis herausgearbeitet,
    ter bereits über gut 130 Mitglieder. Sie wollen nicht nur über das „Wie“, son­            kunft einen wichtigen Part im Wiesbadener ÖPNV spielen, in zunehmendem           sen und Rheinland-Pfalz gefördert wird: Neben den vier von der EU ge­         dass der Bau von Strecken etwa in Bielefeld, München oder Straßburg dazu
    dern vor allem ganz grundsätzlich über das „Ob“ mitentscheiden. Spätestens                Maße aber ebenfalls weitgehend ohne Emission von Abgasen und Motor­              förderten Wiesbadener Bussen sollen noch einmal genau so viele Mainzer        geführt habe, dass der ÖPNV inzwischen deutlich mehr Fahrgäste zu ver­
    nach dem im Dezember erwarteten Grundsatzbeschluss wolle man mit dem                      lärm. Der Plan von ESWE Verkehr sieht vor, dass bis 2022 von den 260 Bus­        Modelle hier tanken. Die Technologie ist zwar teuer, ermöglicht aber den      zeichnen habe. Aber auch in Frankfurt und Mainz seien die Fahrgastprog­
    Sammeln von Unterschriften beginnen. Schließlich seien ähnliche Vorhaben                  sen, die derzeit im Einsatz sind, 30 aufgrund der CityBahn entfallen könn­       Einsatz der Fahrzeuge auf langen Strecken. In Zukunft soll außerdem ein       nosen bei weitem übertroffen worden. „Heute rächt sich, dass wir es nicht
    auch andernorts mit den Stimmen der Bevölkerung gestoppt worden, etwa bei                 ten. 221 Fahrzeuge sollen in Zukunft mit einem Elektromotor unterwegs sein.      integriertes Bezahlsystem über eine Applikation für das Smartphone auch       2000 schon gemacht haben. Das sind bald zwanzig verlorene Jahre, und
    der Campusbahn in Aachen oder bei einer geplanten Verlängerung der Stra­                  Ein Prototyp soll 2018 auf die Strecke gehen, dann jedes Jahr 55 Fahrzeuge       den Wechsel vom ÖPNV auf Leihfahrräder und Car-Sharing ermöglichen.           wir hätten heute eine ganz andere Diskussion“, bedauert Andreas Henning,
    ßenbahn Oberhausens ins benachbarte Essen. In einer Stadt der Größenord­                  ausgetauscht werden.                                                             Ein Vorhaben, das auch den Mitgliedern des Bündnis Verkehrswende wich­        dass frühere Anläufe für eine Stadtbahn gescheitert sind. Dennoch sei zu
    nung Wiesbadens werden bei einem Bürgerbegehren die Unterschriften von                                                                                                     tig ist, die sich an den Stationen, an denen der Umstieg erfolgen soll, für   hoffen, dass die geplante Entwicklung dazu führen werde, dass in Zukunft
    drei Prozent der bei einer Kommunalwahl wahlberechtigten Personen benö­                   Technologischer Entwicklungssprung                                               trockene Fahrradstellplätze aussprechen.                                      einmal Verkehrsexperten nach Wiesbaden reisen, um sich Anregungen zu
    tigt. Das ist deutlich weniger als noch bei dem gescheiterten Bürgerbegeh­                „Es wird in den kommenden Jahren einen technologischen Entwicklungs­                                                                                           holen. Gründe dafür könnte es, wenn alles läuft wie geplant, allemal ge­
    ren der Befürworter einer Stadtbahn im Jahr 2001. Bei der Kommunalwahl                    sprung geben“, erklärt Hermann Zemlin, warum davon zunächst einmal kür­          Bündnis liefert zehn Argumente pro CityBahn                                   ben. Der Verkehrsdezernent jedenfalls wagt die Prognose: „Wenn der Ansatz
    2016 gab es in Wiesbaden 207.552 Wahlberechtigte, so dass rund 6.500 gül­                 zere Strecken betroffen sein dürften. Schließlich schaffe ein Dieselbus in ei­   Vor allem aber machen sich die Mitglieder des Bündnisses für einen Bau        weiterhin konsequent verfolgt wird, bin ich mir sicher, dass Wiesbaden im
    tige Unterschriften genügen dürften, um in der Folge des Bürgerbegehrens                  nem Umlauf 400 Kilometer, ein Modell mit einem Elektromotor derzeit wohl         der CityBahn stark und haben dazu gerade einen Flyer mit zehn Argu­           Jahr 2022 Deutschlands erste Stadt mit emissionsfreiem ÖPNV sein wird.“
Fühle deine Stadt. Wiesbaden - ÖPNV: VISION EMISSIONSFREI ROTE OASE INFOLADEN TÜRKEN IN WIESBADEN STUDISPECIAL WHISKYCLUB BUMMELTECHNO - sensor ...
10                                               sensor 11/17                                                                                                                                                                                                                                   sensor 11/17                                            11
     Stadtgeschehen                                                                                                                                                                                                                                                                                                 Gastro- und Geschäftswelt

                                                                                                                                                                                                                                      Auf und zu
     Kribbeln in                                                                                                                                                                                                                               Kommen und Gehen
                                                                                                                                                                                                                                                      in der Stadt

     der Nerostraße                                                                                                                                                            Neuer feiner Grieche in der Alt­
                                                                                                                                                                               stadt: Kostas Papadopoulos kündigt
                                                                                                                                                                               für November in der Grabenstraße
                                                                                                                                                                                                                        „Leib & Seele“ feiert Zweijähriges
                                                                                                                                                                                                                        Das Zweijährige ihres hervorragen­
                                                                                                                                                                                                                        den Restaurants „Leib & Seele“ im
                                                                                                                                                                                                                                                                   entalische und syrische Spezialitäten
                                                                                                                                                                                                                                                                   wie Shawarma, Falafel und Taboulé-
                                                                                                                                                                                                                                                                   Salat anbieten.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                               ter herzustellen und zu verlegen. Das
                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Ziel wurde erreicht“, heißt es auf der
                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Homepage – dem wohl einzigen Zu­
                                                                                                                                                                               die Eröffnung von „Kavos – köstlich      Europaviertel feiert die endlos vor                                                    geständnis an moderne Zeiten – des
     Walhalla-Theater bekommt festes                                                                                                                                           griechisch“ an und verspricht „ein­      Ideen sprudelnde und stets anste­          Vietnamesisches Baguette, Burger            Bildermachers in der Westendstraße.
     Exil-Domizil im Ex-Gestüt                                                                                                                                                 fachen Luxus griechischer Wein-          ckend gut gelaunte Eva Kleser am           aus München                                 Nach fast fünfzig Jahren gibt der
                                                                                                                                                                               und Esskultur“.                          12. November bei der Premiere ih­          „Coming Soon“ verkünden Schilder            „Heliograf“, der Meister eines wie aus
                                                                                                                                                                               Auf der Dotzheimer Straße, Ecke          res „Winter Wein Marktes“. An vier         in der Mauritiusstraße, kommen will         der Zeit gefallenen 150 Jahre alten
     Beim Visionären Frühschoppen im             zur angekündigten europaweiten                                                                                                Werderstraße, hat Familie Sikyürek,      Sonntagen im Winter – nach dem                    demzufolge „An Banh Mi“ und          faszinierenden fotografischen Edel­
     Exil Anfang September in der Skate­         Ausschreibung des künftigen Kultur­                                                                                           die zwei Häuser weiter seit langem       12. November auch am                                        verspricht „fresh fast     druckverfahrens, sein Atelier zum
     halle äußerten sich die Beteiligten         betriebs zu vernehmen –, bei Letzte­                                                                                          den beliebten „sMac Döner“ betreibt,     14. Januar, 10. De­                                           delicious Street­        31. Januar 2018 auf. „Mangelnde
     noch vorsichtig optimistisch. Jetzt         rem gibt es nun zumindest eine In­                                                                                            nun „sMac Café“ eröffnet. Täglich        zember, 4. Feb­                                                  food“.     „Banh      Nachfrage“, lautet die lapidare Er­
     scheint besiegelt: Der Walhalla e.V.        terimslösung mit viel versprechender                                                                                          von 6 bis 19 Uhr ist geöffnet, Früh­     ruar – gibt es                                                      Mi“      sind,     klärung. Der 73-Jährige macht sich
     findet ein „Dauer-Exil-Domizil“ in der      Perspektive.                                            „Eine kurze Liste mit Forderungen“ – passender könnte der Titel des   stück gibt es bis 11 Uhr, bei schönem    jeweils von                                                          kurz gesagt,      nicht einfach aus dem Staub, son­
     Nerostraße und bespielt künftig das         Erste öffentliche Auskünfte dazu gab                    neuen Albums von Bernd Begemann kaum sein. Am 19. Januar ist er       Wetter auch auf der eigens errichte­     16 bis 21                                                             französi­        dern verabschiedet sich mit Ausstel­
     bisherige Gestüt Renz. „Der Mietver­        es beim „Visionären Frühschoppen im                                zum Eröffnungskonzert im Walhalla im Exil angekündigt.     ten Außenterrasse. Mit dem Ange­         Uhr Weine                                                              sche Ba­        lungen – etwa vom 17. bis 19. No­
     trag ist erstellt“, erfuhr sensor von der   Exil“ Anfang September in der Skate­                                                                                          bot von Frühstück und Snacks, Kaf­       wechseln­                                                               guettes vi­    vember. www.atelier-spiegel.de
     künstlerischen Leiterin des Walhalla-       halle der Kreativfabrik. Am Podiums­                                                                                          fee, Tee und Säften, und natürlich       der Winzer                                                              etnamesi­
     Theaters, Sigrid Skoetz: „Wir eröffnen      tisch nahmen die Walhalla-Betreibe­                                                                                           der gewohnten Herzlichkeit, erfüllen     aus dem                                                                 scher Art.     Das „Schützenhaus“ im Goldsteintal
     am 19. Januar“. Kein Geringerer als         rin Sigrid Skoetz und Unternehmer                                                                                             sie im völlig neu gestalteten ehe­       Rheingau                                                               Kurz ge­        hat einen neuen Besitzer, aber – noch
     Kult-Musiker Bernd Begemann soll            Ralph Jerey – Eigentümer der Immo­         Gestüt-Ampeln nicht endgültig auf        Gestüt ist sehr intim”, sagte sie, „und   maligen Gemüseladen einen häufig         und Rhein­                                                            sagt Burger      – keinen neuen Betreiber. Michael
     die neue Spielstätte einweihen. Aber        bilie, in der das Gestüt Renz bis zu       „grün“ stünden. Dies scheint nun         das gefällt uns, denn die Leute sol­      geäußerten Wunsch ihrer Stamm­           hessen, na­                                                          bietet „Hans      Conradi, Gründer der Schuhmarke
     auch für eigene Produktionen gibt es        seiner Schließung beheimatet war –         der Fall zu sein. Der Eigentümer be­     len sich hier wohlfühlen.” „Ökono­        kunden.                                  türlich Köst­                                                      im Glück“ aus       „Buffalo“, hat das denkmalge­
     schon Pläne. Mit dem Vermieter Ralph        Platz. Erste Ideen und Hoffnungen in       kräftigte, dass er wirklich Lust auf     misch ist es für mich nicht das Sinn­     Wo über viele Jahre der heißeste Sub­    lichkeiten aus der                                             München        und      schützte Fachwerkhaus gekauft und
     Jerey wurde zunächst ein Vorvertrag         Sachen „Walhalla im Gestüt“ kamen          das Walhalla in „seinem“ Haus hat:       vollste“, fügte Geschäftsmann Jerey       kulturladen der Stadt viele Nächte       Küche und Livemu­                                           kündigt nun an: „Vo­       will es erneut einer gastronomischen
     bis Ende 2017 unterzeichnet, der ei­        im Sommer auf. Im sensor-Interview         „Ich habe ein Kribbeln gespürt … und     hinzu. Doch das Traditionshaus in         zum Tag machte, hat sich nun eine        sik.    www.leibundseele-                              raussichtlich noch Ende         Nutzung zuführen. Auch künftig soll
     gentliche Mietvertrag soll dann im Ja­      bestätigte Jerey erstmals die Pläne        wusste: Das ist es!“. Dem Familienva­    der Nerostraße brauche genau das:         Shishabar eingerichtet. „B34“ folgt      wiesbaden.de                               dieses Jahres öffnet das beliebte Bur­      das „Schützenhaus“ eine Adresse für
     nuar 2018 folgen.                           und stellte klar, das Walhalla passe zu    ter – auch seine Frau und seine bei­     viel Kultur und Lebendigkeit. Nach        auf das legendäre „Chopan“. Der          In der Wellritzstraße hatte die äußerst    ger-Konzept seine Pforten in Wiesba­        gutbürgerliche Küche sein. Den pas­
                                                 dem geschichtsträchtigen Haus in der       den Söhne saßen beim Frühschoppen        der Schlüsselübergabe bleibt genü­        26-jährige Inhaber will täglich von      leckere „Patisserie Merci“ leider kein     den. An der Wilhelmstraße 52e wird          senden Betreiber muss der erklärte
     Wo bleiben Gutachten und                    Nerostraße. Er bezeichnet das „Thea­       im Publikum – liegt viel an seiner       gend Zeit für notwendige Umbauten,        14 bis 1 Uhr, freitags und samstags      Glück. Die geräumten Räume füllt           Hessens erster Hans im Glück Burger­        Nicht-Gastronom Conradi freilich
     Ausschreibung?                              ter im Exil“ als seinen Wunschmieter       Stadt. Urbanität und Stadtentwick­       aber auch für erste Proben und Vor­       bis 3 Uhr, vor allem Studenten in        nun der syrische Imbiss „Aleppo“,          grill seine Gäste verwöhnen.“               noch finden.
     Das Thema Walhalla beschäftigt die          – Interesse an dem innerstädtisch ge­      lung seien ihm ein großes Anliegen.      bereitungen des Programms.                seine etwas andere Shishabar locken      betrieben von zwei Flüchtlingen, die        „Das Atelier Reinhard Spiegel wurde
     Stadt seit Monaten. Sowohl die künf­        legenen Traditionshaus gebe es reich­                                                                                         – gemütlich und total entspannt soll     schon in ihrer Heimat Syrien ein Re­       1968 in Wiesbaden gegründet, mit                                Dirk Fellinghauer
     tige Nutzung des seit Anfang 2017 für       lich. Hinter den Kulissen wurde flei­      „Diese Stadt darf nicht tot sein!“       Kultiger Auftakt mit Bernd                es zugehen.                              staurant geführt haben und hier ori­       dem Ziel, hochwertige grafische Blät­                     Illustration Jan Pieper
     jeden Betrieb gesperrten Gebäudes als       ßig überlegt, begutachtet, diskutiert,     Die Stadt müsse lebendig sein, gerade    Begemann
     auch das Schicksal des dort lange be­       verhandelt.                                für die jungen Menschen: „Diese Stadt    Gleich der erste Aufschlag im neuen
     heimateten Walhalla e.V. sind Dau­          Als „in trockenen Tüchern“ be­             darf nicht tot sein!” Ein Walhalla im    Haus verspricht, ein Knaller zu wer­

                                                                                                                                                                                                                        e
     erthemen. Bei Ersterem ist der Aus­         schrieb Ralph Jerey den Status quo         ehemaligen Gestüt Renz könne zu ei­      den. Der unvergleichliche Bernd Be­

                                                                                                                                                                                                                    itt
     gang weiter offen – die Zeit läuft,         – schob aber ein „eigentlich“ nach.        ner dringend nötigen Belebung bei­       gemann ist gebucht, um das erste

                                                                                                                                                                                                                  Mbe i
     bisher ist weder etwas von den an­          Er legte Wert darauf, die gut klingen­     tragen. Was den immer wieder dis­        Walhalla-im-Exil-Konzert am 19. Ja­
     gekündigten Gutachten zu den bau­           den Nachrichten mit Vorsicht zu ge­        kutierten Lärm betrifft, äußerten sich   nuar 2018 bestreiten – wenige Tage
     lichen Zuständen des Gebäudes noch          nießen, bevor die Walhalla-im-Ex-          Skoetz und Jerey unbesorgt: „Es wird     vor der Premiere seines neuen Pro­

                                                                                                                                                                                                                         t
                                                                                            kein Diskobetrieb.“ Die Walhalla-Be­     gramms in der Elbphilarmonie! Seine

                                                                                                                                                                                                                     c  h
                                                                                            treiberin sprach von „Kulturgastro­      Konzerte, die er regelmäßig – irgend­

                                                                                                                                                                                                                  Na 9
                                                                                            nomie“. Und damit könnten auch die       wann … – schweißgebadet beendet,
                                                                                            Anwohner, mit denen man in inten­        sind Ereignisse, seine Fangemeinde
                                                                                            sivem Kontakt und Austausch stehe,       liebt ihn. Und er liebt das Walhalla.
                                                                                            gut umgehen.                             Nach seinen guten Erfahrungen im                                                                                             FREITAG
                                                                                                                                                                                                                                                                  17. NOVEMBER 2017
                                                                                            „Das Walhalla-Programm lässt sich        und mit dem „alten“ Walhalla ließ                                                          ERN
                                                                                                                                                                                                                           LEND                                   17:30 BIS 22:00 UHR
                                                                                            hier sehr gut machen“, befand Si­        er sich nicht lange bitten, als Sigrid                                            SCH PEN
                                                                                                                                                                                                                           P
                                                                                                                                                                                                                       SHO SSEN                                   in Wiesbaden Mitte
                                                                                            grid Skoetz. Mit „Musik, Kunst, The­     Skoetz anfragte, ob er das Eröff­                                                 GEN
                                                                                                                                                                                                                           IE
                                                                                            ater, Performance, Literatur, Film und   nungskonzert im „neuen“ Walhalla
                                                                                            mehr, mit Gastspielen und Eigenpro­      bestreiten wolle.
                                                                                            duktionen“, gab die Kulturschaffende
                                                                                            einen Ausblick auf die Bandbreite,                        Laura Ehlenberger,
     Beim Visionären Frühschoppen in der Kreativfabrik stellte der Hauseigentümer des
     bisherigen „Gestüt Renz“ sich erstmals der Öffentlichkeit vor. Den Statements von
                                                                                            die das Publikum nun ab Anfang                              Dirk Fellinghauer
     Ralph Jerey (rechts) lauschten Walhalla-Leiterin Sigrid Skoetz und sensor-Chefredak-   2018 in neuer Umgebung, aber den­                     Foto Laura Ehlenberger
     teur Dirk Fellinghauer als Moderator ebenso gespannt wie das Publikum.                 noch alter Manier erleben soll. „Das
Fühle deine Stadt. Wiesbaden - ÖPNV: VISION EMISSIONSFREI ROTE OASE INFOLADEN TÜRKEN IN WIESBADEN STUDISPECIAL WHISKYCLUB BUMMELTECHNO - sensor ...
12                                              sensor 11/17                                                                                                                                                                                                                                   sensor 11/17                                                 13
     Verein                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Verein

                                                                                                                                                                                 Spanien, Film- und Diskussionsabende zu akuten
                                                                                                                                                                                 Themen oder Seminare und Workshops, zum Bei­

     In der Blücherstraße
                                                                                                                                                                                 spiel für mehr Achtsamkeit, stehen auf der Agenda.
                                                                                                                                                                                 Jeden Dienstag trifft man sich, um Gebrauchsstü­
                                                                                                                                                                                 cke in der „Offenen Werkstatt“ mit gegenseitiger
                                                                                                                                                                                 Hilfe und Expertise zu reparieren – und seit Neus­

     links
                                                                                                                                                                                 tem hat sich nun auch ein Angebot für die Kleins­
                                                                                                                                                                                 ten geformt: Gemeinsam wird gebastelt. Dann gebe
                                                                                                                                                                                 es da noch „Akustik im Hof“, das eigentlich gar
                                                                                                                                                                                 nicht mehr im Hof stattfindet: „Unsere Konzerte
                                                                                                                                                                                 sind wohl am öffentlichkeitswirksamsten“, verrät
     Versteckt im Westend liegt der „Infoladen“ – der                                                                                                                            Micha. „Sie ziehen eine äußerst bunte Mischung an
     Treffpunkt für politisch aktive, sozial engagierte                                                                                                                          Besuchern an.“ Bezahlt würden die Getränke und
                                                                                                                                                                                 Speisen am Konzertabend über freiwillige Spen­
     und alternativ denkende Menschen. Es ist eine rote
                                                                                                                                                                                 den. „So gibt jeder, was er bereit ist, zu geben“,
     Oase in der Stadt. Und gleichzeitig offene Kultur-                                                                                                                          verrät Rüdi. Auch das sei politisches Statement:
     stätte. Ein Besuch.                                                                                                                                                         ein Ort, der Einkommensschwächeren ein kultu­
                                                                                                                                                                                 relles Angebot stellt.

                                                                                                                                                                                 Utopien einer gerechteren Gesellschaft
                                                                                                                         Vereinsmitgliedschaft. Vorsitzende. All das diene       Utopien einer gerechteren Gesellschaft, alternative
                                                                                                                         aber nur dem Formalen. „Bei uns herrscht Kon­           Ideen, innovative Projekte: Das findet hier Raum.
                                                                                                                         sens“, sagt Rüdi. Gemeint ist eine basisdemokra­        So habe sich unter anderem der Gründer von „Ap­
                                                                                                                         tische Entscheidungsstruktur. Als eingespielte          felkomplott“ in seinem Vorhaben bestärken lassen:
                                                                                                                         Truppe stelle das aber kein Problem dar. Ein Dau­       „Er plante, sich der Solidarischen Landwirtschaft
                                                                                                                         erthema seien die Kosten, verrät Micha. Der Info­       zuzuwenden – und hier lief ein passender Vor­                                                                                     Sicher nicht an jedem Kiosk zu finden.
                                                                                                                         laden finanziere sich über Spenden und freiwil­         trag.“ Die Entscheidung, es zu machen, sei bereits                                                                           Lektüre zwischen Relikt und Aufklärung. Die
                                                                                                                         lige Mitgliedsbeiträge. „So bekommen wir immer                                                                hielten vor Ort auch die einzelnen Gruppen ab, die                     16-jährige Hundedame, natürlich mit rotem
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Halstuch, gehört zum Inventar.
                                                                                                                         gerade so die Kurve“, weiß Rüdi. „Tradition seit                                                              Teil des Trägerkreises sind. „Da hätten wir ein brei­
                                                                                                                         88“, nennt Micha das. Damals seien Infoläden in                                                               tes Spektrum der undogmatischen Linken“, cha­
                                                                                                                         Deutschland wie Pilze aus dem Boden geschossen:                                                               rakterisiert Rüdi die Gruppierungen, die im Info­
                                                                                                                         „Überall in den Städten wurden sie gegründet, da­                                                             laden aktiv sind. „Die Linke Westend“ fühlt sich
                                                                                                                         mit sich die Leute informieren konnten.“ Daher also                                                           so heimisch wie Umweltschützer und solidarisch
                                                                                                                         der Name – kurz „Infoladen“, auf der Homepage                                                                 denkende Landwirtschafter bis hin zu völlig Un­
                                                                                                                         steht „Infoladen linker Projekte“. „In einer Zeit, in                                                         politischem wie dem Schachclub.
                                                                                                                                                                                                                                                                                               Von Schachbrett bis Klavier. Einblicke
                                                                                                                         der es nur wenige Fernsehprogramme gab, waren                                                                                                                         in die Bandbreite des Angebots.
                                                                                                                         alternative Medien unabdingbar“, sagt Micha und                                                               Gefährdeter Treffpunkt
                                                                                                                         zeigt auf das Regal mit den politischen Magazi­                                                               Vor knapp einem Jahr war dieser Treffpunkt ge­
                                                                                                                         nen. Es finden sich Titel wie „Rebell“, „Die Rote                                                             fährdet: „Wir erhielten ein Schreiben der Behörde,
                                                                                                                         Hilfe“, „ZAG – Antirassistische Zeitschrift“ oder                                                             in dem es hieß, unsere Räume würden nicht vor­
                                                                                                                         „Graswurzelrevolution“. Das habe durchaus noch                                                                schriftsmäßig genutzt werden.“ Eine Genehmi­
                                                                                                                         seinen Nutzen, sei zugleich aber auch eine Art Re­                                                            gung für alle interaktiven Veranstaltungen, so die
                                                                                                                         likt aus früheren Tagen. Inzwischen gibt es ja das                                                            Werkstatt, Seminare oder Workshops, sei inzwi­
     Hinein in die gute linke Stube. In Wohnzimmer-Atmosphäre fühlen sich der Vereinsvorsitzende                         Internet. „Doch das ersetzt niemals den persönli­                                                             schen erteilt. Für Events wie Konzerte und Vor­
     Micha Hodgson (2. von rechts) und Vereinsmitglied Rüdi sowohl wie die Gäste des Infoladens.                         chen Kontakt“, so der Wiesbadener.                                                                            träge stehe diese noch aus. „Jetzt heißt es: Abwar­
                                                                                                                                                                                                                                       ten.“ Im schlimmsten Fall müssten weitere rechtli­
     Die Hausnummern in der Blücherstraße werden               Linke Tradition seit 1988                                 „Als außerparlamentarische Opposition wichtiger                                                               che Schritte gegangen werden“, erklärt Micha, der
     größer und größer, da ist sie endlich: die Nummer         „Damals hieß der Verein aber noch anders“, sagt Mi­       denn je“                                                                                                      sich aber sicher ist: „Die Räume werden in vorge­
     46. Eine unscheinbare, graue Eingangstür, ohne            cha, dann zeigt er die Räume des Ladens, der vor          „Die Infoläden verstanden sich durchaus als au­                                                               sehener Weise genutzt.“ Trotz Bauchschmerzen, die
     Schild darüber. Hier muss er aber sein – der „In­         gut zwei Jahren aus der Werder- in die Blücherstraße      ßerparlamentarische Opposition“, äußert Wolfgang                                                              das Ganze ihnen bereitet habe, bleiben die Info­
     foladen“. Dann doch ein Indiz: Ein Plakat mit der         umzog. „Hier haben wir eine Kinderecke eingerich­         Taul. Vor Ort verabredet, um einer Bekannten das                                                              laden-Betreiber optimistisch. Und solange wird in
     Aufschrift „Offene Werkstatt“. Zur gleichen Zeit          tet, dort steht neuerdings ein Klavier, daneben sind      Gitarre spielen beizubringen, jedoch von dieser                                                               der Blücherstraße 46 weiterhin fleißig diskutiert,
     steigt ein Mann von seinem Rad ab, darauf klebt           die Gitarren, dann hätten wir da die Theke und eine       versetzt worden, bringt sich der Stammgast spon­                                                              musiziert, gewerkt, gebastelt – und die Utopie ei­
     ein Anti-Atomkraft-Sticker. Er verschwindet durch         kleine Küche.“ Die zwei großen Innenräume kommen          tan ins Gespräch mit ein: „Es ging um Themen wie                                                              ner gerechteren Gesellschaft gelebt.
     die Tür ins Innere. Nichts wie hinterher: Hinter der      einfach, aber gemütlich daher. Second-Hand-Möbel,         die Wehrpflicht, Atomkraft – und bereits in den
     grauen Tür wartet ein großer, einladender Hof mit         besonders die Ecke mit Sesseln und direkt daneben         80ern um Flüchtlinge.“ Eine Selbstverständlich­                                                               Infoladen Wiesbaden Kunst- und Kreativwerkstatt
     Pflanzen in bunten Blumentöpfen, einem Steh­              eine Vielfalt politischer Zeitschriften zum Schmö­        lichkeit seien die Infoläden früher gewesen und         Infoläden-Historie trifft Genderzukunft.              e.V , Blücherstraße 46, 65195 Wiesbaden, Tele-
     tisch, an dem gerade ein paar Leute beisammen­            kern, sorgen für entspannte Wohnzimmer-Atmo­              heute, in unpolitischeren Zeiten, wichtiger denn                                                              fon: 0611 / 440664, www.infoladen-wiesbaden.de
     stehen, und einer neugierigen Hundedame mit ro­           sphäre. „Uns gefällt es so“, sagt Micha und äußert        je, ergänzt Micha. Sich informieren, ob politisch       davor gefallen, hier fand er dann aber direkt die     Info-Café & offene Werkstatt: jeden Dienstag von
     tem Halstuch: das Maskottchen des Infoladens,             sich dankbar, dass sich in der Blücherstraße passende     oder kulturell, Ideen weitertragen, neue hinzuge­       passsenden Leute, um das Projekt wirklich anzu­       16-19 Uhr (Werkstatt ab 17 Uhr). Aktuelle Veran-
     wie es heißt. Verewigt ist die 16-jährige Vierbei­        Räumlichkeiten fanden. Über der Theke macht, groß         winnen, Kontakte knüpfen – all das sei Teil des         gehen, erinnert sich Rüdi. „Oder der „Tauschring“     staltungen: Soli-Dart – Solidart gegen Repression
     nerin auf einem großen Wandbild in einem der In­          und bunt, der Slogan „Kein Mensch ist illegal“ klar:      Konzepts. „Auf die ein oder andere Weise ist das        aus dem Westend, der fand auch im Infoladen sei­      durch AfD und Staat: 28. Oktober, ab 18 Uhr. See­
     nenräume. Ihr Besitzer, Micha Hodgson, ist einer          Politisches Statement ist hier erwünscht, von sozial      gesamte Angebot politisch“, sagen sie.                  nen Ursprung“, ergänzt Wolfgang Taul: „Unter­         feuer – Film & Diskussionsabend: 22. November,
     von zwei Vorsitzenden des „Kunst- und Kreativ­            über alternativ bis natürlich – links, auch weit links.                                                           schiedliche Menschen treffen sich, und es keimen      19 Uhr. Schachliga: Schachfreunde Stiller Zug ge­
     werkstatt e.V.“ – der Verein, der, 1988 gegründet,        „Das spiegelt sich auch in den Gruppen wider, die         So werde ausschließlich vegetarisch gekocht, zu­        neue Ideen auf.“ Auch die „Kulturpalast“-Gründer      gen SAbt TuS Dotzheum: 3. Dezember, 9.30 Uhr.
     den Infoladen ins Leben rief. Seither ist dieser im       im unserem Trägerkreis sind“, erklärt Rüdi Schilp,        meist auch vegan. Vorträge über Solidarische            hätten zu Beginn ihre Treffen im Infoladen abge­
     Westend beheimatet.                                       einer von etwa fünfzehn Mitgliedern.                      Landwirtschaft oder die Autonomiebewegeung in           halten, erinnert sich Micha. Regelmäßige Treffen                        Text & Fotos Laura Ehlenberger
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