Gewerbe Bündner - Bündner Gewerbeverband

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Gewerbe Bündner - Bündner Gewerbeverband
Bündner
                                        Gewerbe
                                        Wirtschaftsmagazin für das Gewerbe in Graubünden | 4 /2015

       2. Gotthardröhre
      Nachhaltige Lösung
      für die Zukunft

      Präsidentenkonferenz
      Innovationen im Gewerbe

      PULS: Arno Del Curto
      «Das Wichtigste ist die Freude»

      20 Jahre KMU-Frauen Graubünden
      Feierliches Jubiläum begeistert

BuGe2015-4_001 1                                                                                     24.11.15 09:05
Gewerbe Bündner - Bündner Gewerbeverband
Thomas Walther
                                                                                                                     Hotelier mit Leib und Seele

         Ihr Instinkt. Unsere KMU-Kompetenz.

         Bündner und die GKB fühlen den Unternehmergeist.

         Bündner KMU machen Graubünden stark. Darum setzen wir uns mit Leidenschaft und grossem Fachwissen für die Unternehmen
         unseres Kantons ein. Von der Gründung bis zur Nachfolgeplanung. Stärken Sie Ihr Unternehmen mit dem Know-how und dem
         Weitblick einer Partnerin, die Sie ganzheitlich berät und Sie auf Ihrem Weg zum Erfolg engagiert begleitet. Die GKB freut sich auf
         Ihre unternehmerischen Ziele und Herausforderungen.

         Gemeinsam wachsen. gkb.ch/kmu

BuGe2015-4_002 2                                                                                                                              24.11.15 09:06
Gewerbe Bündner - Bündner Gewerbeverband
In dieser Ausgabe

                                                                              Keine anstehenden
                                                                              Abstimmungen
                                 Im Brennpunkt
                                 5 Jürg Michel: Positive Bewegung im
                                    Sägereiareal Domat/Ems
                                 7 Urs Schädler: Jeder denkt für sich –
                                    das kommt nicht gut
                                 9 SR Stefan Engler: Fakten für 2. Röhre
                                    am Gotthard überzeugen

                                 Verbände und Branchen
      9                          12 Präsidentenkonferenz – Innovations-         Impressum
                                    förderung aus unterschiedlicher Optik
                                 15 Andreas Boner: Der sportliche               Bündner Gewerbe
                                    Zim­mermeister im Kantonalvorstand          Wirtschaftsmagazin für das Gewerbe
                                 16 Jubiläumssoirée: Über 160 Frauen            in Graubünden
                                    feiern ihr 20-jähriges Netzwerk             Offizielles Verbandsorgan des Bünd­-
                                                                                ner Gewerbeverbands als
                                 Das interessiert das Gewerbe                   Dachorganisation der gewerblichen
                                 19 PULS-Anlass: Arno Del Curto zieht ein       Wirtschaft Graubündens
                                    grosses Publikum in seinen Bann
                                 20 Einer von 6000: Wollspinnerei Vetsch        Ausgabe 4/2015
      12                            in Pragg-Jenaz spinnt in allen Farben       36. Jahrgang, Auflage 6400
                                 21 FIUTSCHER-Infoveranstaltung:                Erscheint 4-mal im Jahr
                                    OK und Aussteller tauschen sich aus         Verantwortlicher Redaktor :
                                 25 Lehrgang KMU-Geschäftsfrau:                 Jürg Michel, Direktor ( Mi. )
                                    Spannender Auftakt am Seminar­              Redaktion und Bilder :
                                    wochenende in Lenzerheide                   Monika Losa ( ml. )
                                 27 sgv-Winterkonferenz in Klosters:
                                    67. Austragung mit brandaktuellem           Redaktionsadresse :
                                    Thema                                       Bündner Gewerbeverband
                                 29 25-Jahr-Jubiläum ibW: Rück- und             Unione grigionese delle
                                    Ausblick auf die einzig­artige Erfolgs-     arti e mestieri
      20                            geschichte                                  Uniun grischuna d’artisanadi
                                 31 Forum Gewerbepolitik: Administrative        e mastergn
                                    Entlastung für KMU                          Haus der Wirtschaft
                                                                                Hinterm Bach 40
                                                                                Postfach, 7002 Chur
                                                                                Telefon 081 257 03 23
                                                    Titelbild :                 E-Mail : info @ kgv-gr.ch
                                                    20 Jahre KMU-Frauen         Internet : www.kgv-gr.ch
                                                    Graubünden: Typisches
                                                    Stimmungsbild von
                                                    der facettenreichen
      25                                            Jubiläumsfeier

      Bündner Gewerbe 4 /2015                                                                    In dieser Ausgabe | 3

BuGe2015-4_003 3                                                                                                          24.11.15 09:05
Gewerbe Bündner - Bündner Gewerbeverband
NEW: LEVORG 4x4
                                                                                                                                                AB CHF 27’900.–

             Mit Subaru sparen im Doppelpack – dank Preissenkungen und Herbstrabatten!

                                   Emil Frey AG, Dosch Garage Chur
                                   Kalchbühlstrasse 12, 7007 Chur, 081 258 66 66, www.doschgaragen.ch

             Abgebildetes Modell: Subaru Levorg 1.6DIT AWD Swiss S, 5-türig, 170 PS, Energieeffizienz-Kategorie F, CO 2 164 g/km, Verbrauch gesamt 7,1 l/100 km, CHF 35’200.– (inkl. Metallic-Farbe). Subaru Levorg 1.6DIT AWD Advantage, 5-türig, 170 PS,Energieeffizienz-
             Kategorie F, CO 2 159 g/km, Verbrauch gesamt 6,9 l/100 km, CHF 27’900.– (mit Farbe Pure Red). Durchschnitt aller in der Schweiz verkauften Neuwagenmodelle (markenübergreifend): CO 2 144 g/km.

                                                                              Ein Weihnachtserlebnis erster
                                                                              Klasse! Die legendäre
                                                                              Gesangsgruppe FURBAZ singt
                                                                              die schönsten Weihnachtslieder.

                                                                              Vorverkauf: Ticketcorner, Tel. 0900
                                                                              800 800 (CHF 1.19 pro min), bei Post,
                                                                              Manor und SBB sowie bei allen
                                                                              anderen Ticketcorner-Verkaufsstellen
                                                                              oder www.ticketcorner.ch

            SCHAAN SAL, MITTWOCH 09. DEZEMBER 2015
            Türöffnung 19:00 Uhr, Beginn 20:00 Uhr                                                                                                     EIN TREUHÄNDER WIE ALLE.
            CHUR TITTHOF, DONNERSTAG 17. DEZEMBER 2015                                                                                                 A B E R T R A N S P A R E N T.
            Türöffnung 19:00 Uhr, Beginn 20:00 Uhr

                                                                                             Tour 2015
                                                                                         with friends
                                                                              Larissa Baumann & Rolf Raggenbass                                        Unsere Innovation:
                                                                                          and Band
                                                                                                                                                       Ihre Offerte auf
                                                                                                                                                       Knopfdruck
                                                                                                                                                       www.savera.ch/konfigurator
                                                                                        Vorverkauf: Ticketcorner,
                                                                                 Tel. 0900 800 800 (CHF 1.19 pro min),
                                                                                bei Post, Manor und SBB sowie bei allen
                                                                               anderen Ticketcorner-Verkaufsstellen oder                               Savera Treuhand AG
                                                                                           www.ticketcorner.ch                                         Thusis | Flims | Chur
                                                                                                                                                       Telefon +41 81 650 08 90
                                                                                                                                                       info@savera.ch

BuGe2015-4_004 4                                                                                                                                                                                                                                                              24.11.15 09:06
Gewerbe Bündner - Bündner Gewerbeverband
Vorwort des Direktors

       Aus Fehlern die Lehren ziehen

                                                           Die Mitteilung des Kantons, er beabsichtige für 10,8 Millionen
                                                    Franken die Baurechte des gesamten Areals «Vial-Tuleu» zu erwerben,
                                                schlug wie eine Bombe ein. Andreas Wieland, CEO der Hamilton AG, will
                                                noch im Frühling mit dem Bau einer neuen Fabrikanlage beginnen. Der Rest
                                                des 20 ha grossen Geländes soll ausschliesslich wertschöpfungsintensiven
                                                Branchen zur Verfügung stehen. Bis der erste Spatenstich erfolgt, muss in
                                                Rekordzeit eine Arealplanung durchgezogen werden. Hand aufs Herz: Ist das
                                                so daneben, wenn die Verantwortlichen in Kanton und Gemeinden kräftig
                                                Gas geben? Wer ärgert sich nicht über die Industriebrache entlang der A13?
                                                Wer wünscht sich nicht auch die Beseitigung dieses Schandflecks lieber
                                                heute als morgen? Zugegeben, die Kosten, die auf diesen Überraschungscoup

       Der Kanton Graubünden reisst sich
                                                folgen werden, sind beträchtlich. Risiken werden auch in Zukunft nicht
       das Sägereiareal in Domat/Ems            auszuschliessen sein. Die Befürchtung, dass das schiefe Projekt «Sägewerk»
       unter den Nagel. Die Politik gibt sich   durch ein weiteres schiefes Projekt «Via-Tuleu» weitergeführt werde, kann
       – zumindest teilweise – überrascht       Realität werden. Wer aber immer nur Risiken vor Augen hat und nie Chan-
       und kritisiert die Regierung. An         cen, wird in einem Kanton, der für Ansiedlungen viele Standortnachteile hat,
       Stammtischen wird heftig gestritten
                                                nicht vorwärts kommen. Eine strategische Landreserve ist für den Kanton
       und polemisiert.
                                                essenziell, zumal schon mehrere Ansiedlungen mangels geeigneten Landes ge-
                                                scheitert sind. Die rasche Verfügbarkeit von Grundstücken ist für Investoren
                                                in der heutigen Zeit entscheidend, darum hat der Grosse Rat erst kürzlich
                                                die gesetz­lichen Grundlagen geändert. Graubünden ist auf hochqualifi-
                                                zierte Betriebe und Arbeitsplätze angewiesen, wollen wir nicht ins Abseits
                                                gelangen. Sie sind für die vor- und nachgelagerte Wirtschaft, die damit
                                                verbundene Wert­schöpfung und somit die gesamte wirtschaftliche Entwick-
                                                lung im Kanton von grosser Bedeutung. Davon profitieren alle – auch wir
                                                Gewerblerinnen und Gewerbler.

                                                Mit der Umnutzung des Areals ist es allerdings nicht getan. Aus den ge-
                                                machten Fehlern müssen die richtigen Lehren gezogen werden. Der Kanton
                                                darf das wertvolle Land nur für hochkarätige Unternehmen und Arbeitsplätze
                                                freigeben. Geduld, nicht Hektik ist gefragt. Im Vordergrund darf nicht die
                                                Erzielung von Baurechtszinseinnahmen stehen, sondern die Generierung von
                                                Wertschöpfung im Kanton. Die Gemeinden müssen dafür sorgen, dass das
                                                einheimische Gewerbe zu genügend verfügbarem Gewerbe- und Industrieland
                                                kommt. Die Politik muss Lösungen auf den Tisch bringen, die dem ganzen
                                                Kanton dienen.

                                                Jürg Michel, Direktor

                                                                                                          Im Brennpunkt | 5

BuGe2015-4_005 5                                                                                                               24.11.15 09:06
Gewerbe Bündner - Bündner Gewerbeverband
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                                                                                    «Stein um Stein!»
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Gewerbe Bündner - Bündner Gewerbeverband
Editorial des Präsidenten

       «Nehmen wir das Heft selbst
       in die Hand!»

                                                              Bei allem Wehklagen über den starken Schweizer Franken und die
                                                       Konkurrenz wegen Importen dürfen wir nicht vergessen: Es sind unsere
                                                   Kunden, die ihre Einkäufe im Ausland tätigen, anstatt im einheimischen Handel
                                                   und Gewerbe zu investieren. Es sind KMU, die Material importieren und
                                                   vermeintlich von einem Preisvorteil profitieren, anstatt sich gegenseitig im Wirt-
                                                   schaftskreislauf zu berücksichtigen. Wir selbst buchen unsere Ferien im Aus-
                                                   land und wollen das preiswerte Angebot im Euroraum nutzen. Es ist also falsch,
                                                   sich über den starken Schweizer Franken zu beklagen, vielmehr müssen wir
                                                   über unser eigenes Verhalten nachdenken. Wir selbst halten die Kaufentschei-
                                                   dungen in den Händen. Wir selbst beschliessen, ob unser hier verdientes
                                                   Geld in der Region ausgegeben, oder in einen Onlineshop oder direkt ins

       Arbeitsplatzabbau in Grossbetrieben
                                                   Ausland getragen wird.
       und KMU, ein hoher Importdruck,
                                                   Jeder denkt für sich: Die andern machen’s ja auch so. Und niemand will vor
       wettbewerbsverzerrende Rahmenbe-
                                                   seinen Freunden zugeben, dass er «überteuerte» Turnschuhe oder Hosen gekauft
       dingungen und eine rückläufige
       Baukonjunktur setzen uns stark zu.
                                                   hat. Wir prahlen mit dem Argument des günstigen Preises und schliessen die
       Bei der Frage nach dem warum, wird          Augen davor, dass dadurch die Volkswirtschaft um Milliarden geprellt wird.
       aber allzu schnell auf die «externen        Wir benötigen dringend das uneingeschränkte Bekenntnis zum einheimischen
       Faktoren» verwiesen: das gute oder          Schaffen, auch im Tourismus. Es geht nicht an, dass wir uns selbst schlecht
       schlechte Wetter, die Konjunktur in         machen. Wir dürfen nicht über Wetter und Schnee klagen, diese Elemente
       Europa oder die Weltwirtschaft,
                                                   können wir ohnehin nicht beeinflussen. Und wir dürfen die Idee von Olympia
       unsägliche Abstimmungsergebnisse
                                                   in Graubünden nicht von vornherein zerreden. Was wir aber können, ist das
       und so weiter. Wer setzt schon gerne
       den Hebel bei sich selbst an? Ich bin
                                                   Bewusstsein schärfen für unsere einheimischen Produkte und Dienstleistungen!
       überzeugt davon, dass wir die unbe-         Wir benötigen eine Offensive, die unsere Stärken hervorhebt. Im Gewerbe
       quemen Fragen auf den Tisch bringen         wie im Tourismus.
       müssen, damit wir das Heft in die
       eigenen Hände nehmen können.
                                                   Ja, ich sorge mich um den Arbeitsplatzabbau, welcher sich in diesem Jahr stark
                                                   akzentuiert hat. Ich sorge mich darum, dass zu viel unserer Wertschöpfung ins
                                                   Ausland transferiert und damit von unsrem Wirtschaftskreislauf abgezogen
                                                   wird. Ich sorge mich, dass wir uns dem Ausland allzu stark angleichen müssen
                                                   und deshalb auch die Löhne ins Rutschen kommen können. Fakt ist jedoch,
                                                   dass bei steigendem Druck aus dem Ausland auch die Löhne in der Schweiz
                                                   unter Beschuss geraten werden. Mit unserem Verhalten können wir errei-
                                                   chen, dass es nicht so weit kommt. Nehmen wir das Heft in die Hand!

                                                   Packen wir es gemeinsam an!
                                                   Ihr Urs Schädler

                                                   PS: Die Ostschweizer Kantone des Gewerbeverbands haben ein Positionspapier zur
                                                   Frankenstärke erarbeitet. Dieses kann auf unserer Homepage unter www.kgv-gr.ch/
                                                   medienmitteilungen.html herunter geladen werden.

                                                                                                               Im Brennpunkt | 7

BuGe2015-4_007 7                                                                                                                     24.11.15 09:05
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                                                                                                                      Kasernenstrasse 97, 7007 Chur
                                                                                                                      Telefon 081 257 06 16, www.eugenio.ch

                                                                                                                                                              28.2.2016

                                                                                                                         Ein sicherer
              Mario Cavigelli
              Regierungsrat CVP
                                             Christian Ratgeb
                                             Regierungsrat FDP
                                                                             Martin Schmid
                                                                             Ständerat FDP
                                                                                                 Stefan Engler
                                                                                                 Ständerat CVP           Gotthard
                                                                                                                         für die ganze
                                                                                                                         Schweiz.
              Heinz Brand                    M. Martullo-Blocher             Martin Candinas     Duri Campell
              Nationalrat SVP                Nationalrätin SVP               Nationalrat CVP     Nationalrat BDP         JA zu mehr Verkehrssicherheit.
                                                                                                                         JA zur sicheren Handels-
                                                                                                                         verbindung.
                                                                                                                         JA zur intelligenten Sanierung.
              Gian Michael           Ernst Wyrsch Präsident Monika Lorez-Meuli                   Heinz Dudli
                                                                                                                         JA zu intakten Landschaften.
              Fraktionspräsident BDP Hoteleriesuisse GR     Grossrätin BDP                       Grossrat BDP
                                                                                                                         JA zum Zusammenhalt
                                                                                                                         der Schweiz.

              Claudia Kleis                  Mirco Rosa                      Urs Schädler        Jan Koch
              Gemeindeammann                 granconsigliere                 Präsident Bündner   Fraktionspräsident
              Thusis                         (PLR, Lostallo)                 Gewerbeverband      SVP                     gotthard-sanierungstunnel-gr.ch
              Komitee «Gotthard Tunnel sicher JA», Postfach 381, 7001 Chur

BuGe2015-4_008 8                                                                                                                                                             24.11.15 09:07
Gewerbe Bündner - Bündner Gewerbeverband
Eidgenössische Abstimmung vom 28. Februar 2016

      Der Mythos Gotthard:
      Ja zur 2. Röhre

      Der Gotthard-Strassentunnel ist seit 35
      Jahren in Betrieb und muss in rund zehn
      Jahren umfassend saniert werden. Dass
      die Sanierung unumgänglich ist, ist unbe-
      stritten. Am 28. Februar 2016 stimmt
      das Volk über das «Bundesgesetz über
      den Strassentransitverkehr im Alpen­
      gebiet» ab. Es entscheidet, ob die Sanie-
      rung mit dem Bau einer zweiten Röhre
      umgesetzt werden kann. Der Kantonal-
      vorstand des Bündner Gewerbeverban-
      des fasste nach einem spannenden Referat
      von Ständerat Stefan Engler einstimmig
      die Ja-Parole zur zweiten Röhre.

      Mi. Obwohl sich Ständerat Stefan Engler
      sicher sein konnte, im Kantonalvorstand
      des Bündner Gewerbeverbandes zur Gott-
      hardsanierung ein Heimspiel zu haben,
      machte er sich die Aufgabe nicht einfach.
      «Der Gotthard ist ein Mythos, der immer
      wieder viele Emotionen weckt.» Dem Par-
      lament hätten sich nach ausgiebiger Evalu-     Stefan Engler: «Den Verkehr über die San-Bernardino-Route umzuleiten hat wenig mit Alpen-
      ation zwei Varianten gegenüber gestan-         schutz zu tun.»
      den. Bau einer zweiten Röhre (Kosten 2,8
      Milliarden Franken) oder, wie von den Initi-   kann der alte Gotthard-Strassentunnel sa-        Strassentunnel in Gegenrichtung geführt
      anten des Referendums verlangt, eine Sa-       niert werden. Nach Abschluss der Sanie-          wird, was den heutigen Sicherheitsanfor-
      nierung des bestehenden Tunnels. Bei der       rungsarbeiten wird in jeder Röhre ohne           derungen in keiner Weise mehr genügt. In
      zweiten Lösung ist der Einsatz einer rollen-   gefährlichen Gegenverkehr je eine Fahr-          fünf Fällen waren Lastwagen involviert.
      den Landstrasse notwendig, wobei der           spur geöffnet. In Verfassung und Gesetz          Alleine bei diesen Unfällen verloren 16
      Schwerverkehr durch den Basistunnel und        wird explizit garantiert, dass es keine Ka-      Menschen ihr Leben. Der schwerste Un-
      der PW-Verkehr durch den bestehenden           pazitätserweiterungen gibt und nicht mehr        fall, der sich bis heute im Gotthardtunnel
      Scheiteltunnel geführt werden müsse. Ge-       Fahrzeuge durch den Gotthardtunnel fah-          ereignet hat, forderte 2001, ebenfalls als
      samtkosten hier: zwischen 2 und 2,3 Milli-     ren werden als heute.                            Folge einer Frontalkollision, 11 Tote.
      arden Franken.
                                                     «Jeder Tote ist einer zu viel»                   Rola ist untaugliche Alternative
      Sicherheit an erster Stelle                    Dank des neu vorhandenen Pannenstrei-            Wenig Positives konnte der Kantonalvor-
      Für Engler steht die Sicherheit an erster      fens und des richtungsgetrennten Verkehrs        stand in der anschliessenden Diskussion
      Stelle. Seit den gravierenden Unfällen im      kann die Sicherheit stark erhöht werden.         der Lösung mit einer rollenden Landstrasse
      Mont-Blanc- und im Gotthard-Strassentun-       Dies ist auch notwendig. Stefan Engler: «Je-     abgewinnen. Die von den Gegnern der zwei-
      nel haben sicherheitstechnische Aspekte        der Tote auf der Strasse ist einer zu viel.
      eine weitaus höhere Priorität erhalten,        Die heutige Situation ist auf Dauer nicht
      welche sich in gestiegenen Sicherheitsan-      mehr verantwortbar.» Die Statistik belegt          Freitag, 22. Januar 2016, 18.30 Uhr,
      forderungen äussern. Mit dem Bau der           leider die Einschätzung des Bündner Stan-          GKB-Auditorium, Chur: «Das grosse
      zweiten Röhre kann die Sicherheit im ge-       desvertreters. Seit der Inbetriebnahme             Gotthardpodium» u. a. mit Bundesrä-
      fährlichen Gotthard-Strassentunnel endlich     1980 haben im Gotthard-Strassentunnel              tin Doris Leuthard, Regierungsrat Ma-
      verbessert werden. Die Sanierungslösung        36 Menschen ihr Leben verloren. Allein             rio Cavigelli, Ständerat Martin Schmid,
      sieht vor, dass nach deren Fertigstellung      zwischen 2001 und 2014 starben 21 Per-             Grossrat Jon Pult, Präsident Alpen-Initi-
      der gesamte Verkehr durch die neue Sanie-      sonen. 18 Tote verstarben nach Unfällen            ative.
      rungsröhre geleitet wird. In dieser Zeit       mit Frontalkollision, weil der Gotthard­

      Bündner Gewerbe 4 /2015                                                                                                 Im Brennpunkt | 9

BuGe2015-4_009 9                                                                                                                                    24.11.15 09:14
Gewerbe Bündner - Bündner Gewerbeverband
kehr betroffen. Die Verlagerung vom Güter-
                                                                                                           transport von Grenze zu Grenze würde
                                                                                                           untergraben, wenn der Neat-Basistunnel
                                                                                                           für die Bewältigung des Verkehrschaos am
                                                                                                           Gotthard-Verlad genutzt werden müsste.
                                                                                                           Denn pro Stunde und Richtung können ma-
                                                                                                           ximal drei Züge für den Verlad im Neat-Ba-
                                                                                                           sistunnel eingeplant werden. Dann sind die
                                                                                                           Kapazitäten des neuen Tunnels erreicht.
                                                                                                           Das reicht aber nicht aus, um die Lastwa-
                                                                                                           gen mit der rollenden Landstrasse zu trans-
                                                                                                           portieren. Roland Jäggi, Präsident der
                                                                                                           ASTAG Graubünden und Mitglied des Kan-
                                                                                                           tonalvorstandes: «Das Verladeprovisorium
                                                                                                           führt zu einem Interessenkonflikt zur Ver-
                                                                                                           lagerung des grenzüberschreitenden Gü-
             Der Kantonalvorstand fasste nach einem überzeugenden Referat von Ständerat Stefan Engler      terverkehrs. Die Verlagerungsziele beim
             einstimmig die Ja-Parole.                                                                     grenzüberschreitenden Güterverkehr, die
                                                                                                           vonseiten der Gegner der zweiten Tunnel-
             ten Röhre favorisierte Verladelösung ist        Kantonalvorstand, ist «die Rola in der vor-   röhre so vehement eingefordert werden,
             schlicht nicht darauf ausgerichtet, das heu-    gesehenen Form schlicht nicht durch-          werden durch die Verladelösung für die Sa-
             tige Verkehrsaufkommen bewältigen zu kön-       dacht».                                       nierung des Gotthard-Strassentunnels un-
             nen. Das zeigt schon die Planung für den                                                      tergraben. Das ist nicht nachvollziehbar.»
             Verlad der Personenwagen. Dieser könnte         Der Verlad von Lastwagen zwischen Erst-
             in jede Richtung nur 600 PW/h durch den         feld und Biasca würde Trassee im neuen        Kritik geht an Gegnern nicht vorbei
             Gotthard transportieren und wäre damit          Neat-Basistunnel beanspruchen. Damit          Dass die Kritik an der rollenden Landstras-
             hoffnungslos überlastet. In Richtung Süden      wäre von den Störungen und Überlastun-        se berechtigt ist, scheinen auch die Gegner
             wären die Kapazitäten der Verladeanlagen        gen insbesondere auch der Schienenver-        wahrzunehmen. Jedenfalls sprechen sie
             an 158 Tagen während knapp 1100 Stun-
             den überlastet. Bei der Verladestation in
             Richtung Norden ist bereits in der Planung
                                                                 «Die Verlagerung vom Gütertransport wird unter-
             klar, dass an 149 Tagen während 1025 Stun-       graben, wenn der Neat-Basistunnel für die Bewältigung
             den warten angesagt ist. Es gäbe zudem
             Tage, an denen die Kapazität bis zu 20 Stun-         des Verkehrschaos am Gotthard-Verlad genutzt
             den überschritten würde. Für Franco Piu-                            werden muss.»
             bellini, Vertreter der AGVS-Garagisten im

                Wirtschaftliche Auswirkungen auf das          das Gastgewerbe, Tankstellen, Raststät-      Zahlen zeigen: Der Gotthard-Strassentun-
                Tessin und die übrige Schweiz                 ten, Detailhandelsgeschäfte, Garagisten      nel ist nicht eine regionale oder gar loka-
                Mi. Mit dem Bau eines Sanierungstunnels       und andere Unternehmen, welche auf           le Angelegenheit. Der Gotthard ist eine
                am Gotthard kann die alte Tunnelröhre         Güter aus der übrigen Schweiz angewie-       Lebensader für die ganze Schweiz! Am
                saniert werden, ohne dass die Strassen-       sen sind und regen Handel und Aus-           28. Februar 2016 geht es um die Frage,
                verbindung zwischen dem Tessin und der        tausch mit der Deutsch- und Westschweiz      ob während Jahren ein ganzer Kanton,
                restlichen Schweiz unterbrochen wird.         treiben. Die Wichtigkeit des Gotthard-       eine ganze Sprach- und Wirtschaftsregi-
                Eine provisorische Verladelösung, wie         Strassentunnels für die Wirtschaft wird      on vom Rest der Schweiz abgekoppelt
                sie vom Referendumskomitee gefordert          oft unterschätzt. So auch beim Import        werden soll.
                wird, schottet das Tessin während Jah-        und Export.                                  Die ehemalige Tessiner SP-Staatsrätin
                ren vom Rest der Schweiz ab. Für die          Der Güterverkehr durch den Gotthard          (Regierungsrätin) Patrizia Pesenti ist eine
                Tessiner Wirtschaft hätte dies gravie-        versorgt das ganze Land. Vom Handels-        Befürworterin des zweiten Strassentun-
                rende Konsequenzen: Laut einer Umfrage        verkehr an der Tessiner Grenze entfallen     nels: «Ich war, bin und werde auch in Zu-
                befürchten 96 Prozent der Firmen gros-        60 Prozent auf das Mittelland, die Nord-     kunft eine überzeugte Verfechterin der
                se Einbussen mit entsprechend negati-         westschweiz und die Region Zürich. Die       Alpen-Initiative sein. Gleichzeitig be-
                ven Auswirkungen auf die Beschäfti-           restlichen 40 Prozent der Ein- und Aus-      fürworte ich die vom Bundesrat vorge-
                gungslage. Gemäss einer Studie des            fuhr verteilen sich auf die Ost- und Zent-   schlagene Sanierungsvariante, den Bau
                Bundes sind im Tessin 600 Arbeitsplätze       ralschweiz sowie auf die Genferseeregi-      eines Sanierungstunnels ohne Kapazi-
                bedroht. Die Wertschöpfung droht um           on. 2014 zählte der Gesamthandel der         tätserweiterung. Es ist die einzige durch-
                200 Millionen Franken einzubrechen.           Schweiz via Sopra Ceneri und Sotto Ce-       dachte und konkrete Lösung für das kom-
                Besonders betroffen sind der Tourismus,       neri über neun Milliarden Franken. Diese     plexe Problem der Tunnelsanierung.»

             10 | Im Brennpunkt                                                                                                  Bündner Gewerbe 4 /2015

BuGe2015-4_010 10                                                                                                                                    24.11.15 09:14
schon heute davon, die rollende Landstras-        deutig, dass ein Teil des Schwerverkehrs
      se nicht mit vier, sondern mit mindestens         und auch Personenwagen auf die San-           Das sagen Bündner Exponenten zur
      sechs Portalen zu bedienen. Den sonst so          Bernardino-Strecke ausweichen. Diese ist      Abstimmung vom 28. Februar
      stark auf den sorgsamen Umgang mit den            allerdings schon heute bei einer leichten     Regierungsrat Mario Cavigelli: «Mit
      Landreserven      ausgerichteten      Kreisen     Kapazitätserhöhung überlastet und im Win-     Blick auf die sich alle 30 Jahre wieder-
      scheint alles recht zu sein, um eine zweite       ter gerade für Lastwagen nur beschränkt       holenden Sanierungen ist eine zweite
      Röhre zu verhindern. Nur hat dies einen Ha-       befahrbar.» Wie die Mitglieder des Kanto-     Röhre der einzig richtige, nachhaltige
      ken. Mit einem zusätzlichen Ausbau der            nalvorstandes teilt Engler die Auffassung,    Weg.»
      rollenden Land­stras­se auf sechs bis acht        dass das Risiko mit der kollabierenden Ver-
                                                                                                      Regierungsrat Christian Rathgeb: «Wir
      Verladestationen wird die Sanierung der ei-       ladelösung zu hoch ist, als dass man sich
                                                                                                      brauchen den Sanierungstunnel, um die
      nen Röhre teurer als die Erstellung der           darauf einlassen dürfte. Die Folgen wären,
                                                                                                      Verkehrssicherheit am San Bernardino
      zweiten Röhre. Das sollte auch jenen Krei-        dass sich während der Dauer der Totalsper-
                                                                                                      nicht zu gefährden.»
      sen (vor allem jenseits der Saane) zu denken      rung des Tunnels der Verkehr Umfahrungs-
      geben, die meinen, vom Gotthard seien sie         routen über andere Alpen­übergänge im       Ständerat Martin Schmid: «Ja zur Gott-
      nicht betroffen, sie hätten eigene Verkehrs-      Wallis (Grosser St. Bernhard und Simplon)     hardvorlage – nur so wird die Bündner
      probleme. Letzteres ist nicht wegzudisku-         oder Graubünden sucht. Auf der San-           Bevölkerung vor einem Verkehrskollaps
      tieren. Nur: Die Projekte in der Romandie in      Bernardino-Achse kommt es aber heute          auf der A13 verschont.»
      den kommenden Jahren wie die Weiterent-           schon zu Staus, sobald die Ausweichroute
                                                                                                      Nationalrat Heinz Brand: «Das Tessin
      wicklung der Bahn­infrastruktur mit dem Pro-      empfohlen wird. Der Weg bis zum Tunnel
                                                                                                      gehört zur Schweiz und darf nicht über
      jekt «Léman 2030» von über zwei Milliar-         führt über eine kurvenreiche und meist
                                                                                                      Jahre vom Rest des Landes abgekop-
      den Franken oder die Instandhaltung des           eine offene Strecke in die Berge. Zutref-
                                                                                                      pelt werden.»
      National­strassennetzes (z. B. N1 und N9) für    fend schloss denn auch Engler mit der Fest-
      fast eine Milliarde Franken sind gewährleis-      stellung, dass den Verkehr über die San-     Nationalrätin Magdalena Martullo-
      tet. Bei einem Nein zur 2. Röhre mit letztlich    Bernardino-Route umzuleiten wenig mit         Blocher: «Ohne Sanierungstunnel wür-
      höheren Kosten wird die Ausgangslage für          Alpenschutz zu tun habe. 2001 während         de der San Bernardino überlastet – mit
      diese Projekte jedoch kaum besser.                der zweimonatigen Sperre nach dem Un-         spürbaren Folgen für alle Bündner und
                                                        fall im Gotthard-Strassentunnel nahm der      die Bündner Wirtschaft.»
      Umwegverkehr unumgänglich –                       Schwerverkehr um mehr als 30 Prozent zu;
                                                                                                      Nationalrat Martin Candinas: «Für den
      Graubünden stark betroffen                        während der Sperrung als Folge des Fels-
                                                                                                      Zusammenhalt unseres Landes braucht
      In seinem Referat vor dem Kantonalvorstand        sturzes bei Gurtnellen 2006 sogar um
                                                                                                      es die Sanierungsröhre am Gotthard.»
      ging Engler auch auf den absehbaren Um-           mehr als das Doppelte. Funktioniert die
      wegverkehr ein, der ohne zweite Röhre wäh-        Verladelösung nicht, schafft der Ausweich-    Claudia Kleis, Gemeindeammann Thu-
      rend der Sanierungsphase oder später im           verkehr über die (übernutzten) Alpenpässe   sis: «Gefährlicher Umwegverkehr über
      Betrieb bei einer Schliessung der Gotthard-       nicht verantwortbare Risiken für alle Ver-   die San-Bernardino-Route und unsere
      achse eintreten werde. «Die bisherigen vo-        kehrsteilnehmenden sowie Staus auf den        Kantonsstrasse muss verhindert wer-
      rübergehenden Schliessungen zeigen ein-           Zufahrtsstrecken.                             den. Der Verkehr kann durch einen Sa-
                                                                                                      nierungstunnel am Gotthard geführt
                                                                                                      werden.»
                                                                                                      Aschi Wyrsch, Präsident hotellerie­
                                                                                                      suisse Graubünden: «Die Sanierung mit
                                                                                                      der zweiten Röhre ist die richtige Lö-
                                                                                                      sung.»

                                                                                                      Heinz Dudli, Präsident Handelskam-
                                                                                                      mer und Arbeitgeberverband Graubün-
                                                                                                      den: «Nur mit einer zweiten Röhre kann
                                                                                                      verhindert werden, dass sich massiv
                                                                                                      mehr Umwegverkehr durch unsere Stras-
                                                                                                      sen zwängt.»

                                                                                                      Grossrätin Monika Lorez-Meuli, Hin-
                                                                                                      terrhein: «Für unsere Region ist es sehr
                                                                                                      wichtig, dass für die Sanierung des
                                                                                                      Gotthard-Strassentunnels eine zweite
                                                                                                      Röhre gebaut wird.»

      Mehr Sicherheit im Tunnel (Bild: sgv, André Albrecht)

      Bündner Gewerbe 4 /2015                                                                                              Im Brennpunkt | 11

BuGe2015-4_011 11                                                                                                                                 24.11.15 09:14
Präsidentenkonferenz des BGV, 2. Oktober 2015 in Fläsch

             «Die Innovativsten sind nicht
             die Bravsten»

             Das Thema Innovation stand im Zentrum              novationen längst nicht nur den grossen
             der diesjährigen Präsidentenkonferenz.             Unternehmen vorbehalten sind. Er zeigte
             Gegen 80 Verbandsverantwortliche                   anhand einiger Beispiele auf, dass auch in
             sowie die von den Dachorganisationen               Graubünden ein grosses Innovationspo-
             der Wirtschaft Graubünden zur Wahl                 tenzial für KMU besteht: «Auch ein mittel-
             empfohlenen National- und Ständeräte               mässiges Projekt hat Chancen auf Erfolg,
             nahmen am vielseitigen Programm im                 wenn supermotivierte Leute es vorantrei-
             Weingut Porta Raetia in Fläsch teil.               ben.» Der Professor riet allen Führungs-
                                                                kräften, sich regelmässig zurückzuziehen
             ml. «Die innovativsten Leute sind nicht im-        und den Mut zu haben, sich genügend Zeit
             mer die, die sich an alle Regeln halten.» Mit      zum Nachdenken zu nehmen. «Denken ist
             einem Schmunzeln hat Prof. Dr. Roman Bou-          Schwerstarbeit», so der ETH-Professor.
             tellier dieses Zitat in seinem Auftaktreferat
             wohl ebenso auf sich bezogen. Und der              Ticket nach Bern                              Prof. Dr. Roman Boutellier kennt die Schnitt-
             Mann mit Humor weiss, wovon er spricht,            Vertieft wurde der Innovationsgedanke an-     stellen von Kreativität und Risikobereitschaft.
             wenn es um Innovationskraft geht. Er lehrt         schliessend in der Podiumsdiskussion mit
             an der Eidgenössischen Technischen Hoch-           den elf anwesenden National- und Stände-      tern geratenen Motoren der Bündner Wirt-
             schule (ETH) in Zürich Technologie- und            ratskandidaten. Diese erhielten die Platt-    schaft erfordern dringend neue innovative
             Innovationsmanagement und ist Präsident            form, ihre Standpunkte zu verschiedenen       Lösungsansätze, um den kränkelnden Tou-
             der Innovationsstiftung Graubünden. Die-           Themen darzulegen. Der moderierende Di-       rismus, die defizitäre Energiewirtschaft
             se gewährt seit 2008 finanzielle Beiträge          rektor Jürg Michel stellte beispielsweise     oder die stark unter Druck stehende Ex-
             und Darlehen an herausragende Projekte             die Frage, wie ein Kleinbetrieb noch inno-    portwirtschaft – um nur einige zu nennen
             mit besonderer Wertschöpfung, Innovati-            vativ sein könne, wenn er die wenigen Res-    – neu anzukurbeln. Die anwesenden Sekti-
             onskraft und Nachhaltigkeit für den Kanton         sourcen, die er hat, investieren muss, um     onsvertreter konnten sich aufgrund der Vo-
             Graubünden. Boutellier stellte klar, dass In-      konkurrenzfähig zu bleiben? Die ins Stot-     ten ihre Meinung bilden, wem sie an den
                                                                                                              bevorstehenden Wahlen das Ticket nach
                                                                                                              Bern geben möchten.

                                                                                                              Integrieren und fördern
                                                                                                              Nach dem Mittagsbuffet im herbstlich ge-
                                                                                                              färbten Weingut Porta Raetia ging es um
                                                                                                              die berufliche Integration von Personen
                                                                                                              mit besonderem Hintergrund. Dazu zeigten
                                                                                                              Vertreterinnen und Vertreter der Kanto-
                                                                                                              nalen Fachstelle Integration sowie der IV-
                                                                                                              Stelle Graubünden anhand Praxisbeispie-
                                                                                                              len auf, wie fähige Leute erfolgreich in den
                                                                                                              Arbeitsprozess eingebunden werden kön-
                                                                                                              nen. Unternehmer zeigten mit ihren
                                                                                                              1:1-Beispielen auf, dass Integration und
                                                                                                              Eingliederung wichtige und richtige Chan-
                                                                                                              cen für den Arbeitsmarkt bieten.
                                                                                                              Genügend Zeit stand auch zur Verfügung,
                                                                                                              das persönliche Netzwerk zu pflegen, sich
                                                                                                              auszutauschen und sich vom Gastgeber
                                                                                                              Andrea Davaz den imposanten Weinkeller
                                                                                                              zeigen zu lassen. Die Frage, ob er zu den
             Den Falknis im Rücken und den Fokus in Bern: Die Kandidierenden (v. l. n. r) Duri Campell,       Bravsten gehört, liess sich nicht abschlies-
             Andreas Felix, Franz Sepp Caluori, Heinz Brand, Angela Casanova, Martin Schmid, Magdalena        send beantworten. Tatsache ist, dass auch
             Martullo-Blocher, Michael Pfäffli, Maurizio Michael, Gabriella Binkert Becchetti und Jan Koch.   er mit dem Weingut Innovation betreibt.

             12 | Verbände und Branchen                                                                                              Bündner Gewerbe 4 /2015

BuGe2015-4_012 12                                                                                                                                        24.11.15 09:12
Integration ist das Ziel: Patricia Ganter Sonder­-
                                                                                               egger, Kantonale Integrationsdelegierte, sowie
                                                                                               Thomas Pfiffner, Leiter IV-Stelle Grau­
                                                                                               bünden, zeigten zusammen mit ihren
                                                                                               Fach­leuten und Arbeitgebervertretern die
                                                                                               Möglichkeiten und Chancen der Einbindung
                                                                                               von Personen mit besonderem Hintergrund
                                                                                               auf.

      Im Kreuzfeuer: Hier galt es Farbe zu bekennen und sich eine Meinung zu bilden.           Zwei neue Sektionspräsidenten: Marc Renz,
                                                                                               Fachverband Metallbau Graubünden, und
                                                                                               Conrad Plaz, HGV Savognin.

      Unbestritten: Die beiden Bundesparlamentarier NR Heinz Brand (l.) und SR Martin Schmid   Wertvolle Gespräche: Zeit zum Austausch, ob
      konnten aus dem Vollen schöpfen und von ihren Erfahrungen in Bern berichten.             innerhalb oder ausserhalb der eigenen Branche.

      Bündner Gewerbe 4 /2015                                                                                Verbände und Branchen | 13

BuGe2015-4_013 13                                                                                                                                   24.11.15 09:12
15-24m3                    10-12m3                                4-6m3

               Wellness in Ihrer Apotheke
                 Massagen & Manicure & Pédicure
                    & Kosmetikbehandlungen

                                   Apotheke Flims
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                                   Via Nova 47

                                                                                                             albi brun»kommunikation
                                   7017 Flims
                                   Telefon 081 936 73 73                                                                                 inserat_cioccarelli_eps.eps 22.01.2007 11:30:08

                                            Fensterfabrikation
                                                Innenausbau
                                                  Schreinerei
                                                    Zimmerei

                 Telefon 081 328 11 39
                 Telefax 081 328 19 64
                 Internet: www.loetscher-holzbau.ch
                 E-Mail: loetscher@loetscher-holzbau.ch

                               Mit Holz bauen –
                              Lötscher   vertrauen
                                   «Wir �ärken KMU»                                                                                          Ihr Partner
                                    Der einfache Weg zum verbürgten Kredit.
                                                                                                                                          für IT-Lösungen
                                    Die gewerblichen Bürgschaftsorganisationen fördern
                                    entwicklungsfähige Klein- und Mittelbetriebe (KMU)
                                                                                                                                           aus einer Hand
                                    durch die Gewährung von Bürgschaften mit dem Ziel,
                                    diesen die Aufnahme von Bankkrediten zu erleichtern.
                                                                                                                                                 w w.alphacom.ch
                                    Die Beanspruchung einer Bürgschaft steht allen
                                    Branchen des Gewerbes offen.
                                                                                                                                               w

                                   BG OST · 9006 St.Gallen · Tel. 071 242 00 60 · www.bgost.ch                     7013 Domat/Ems
                                                                                                                 Fon-)081  630 30 15                                 AlphaCom
                                                                                                                        3IHLӽHU &KXU $* ² $OH[DQGHUVWUDVVH  &KXU  7HO     ² ZZZSIHLӽH
                                                                                                                 info@alphacom.ch C O M P U T E R T E C H N I K G M B H
 OBTG_Inserat_102x68.indd 1

                                                                       B E R AT U N G
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                                                                                                                                                                                                             W
                                                                         MONTAGE
                                                                            SERVICE

                                                                                                                                                                                                             Te
                                                                                                                                       Oscar Prevost AG                                                      Te
                                                                                                                                       CH - 7430 Thusis
                                                                                                                                                                                                             E-
                                                                                                                                       Handwerkzentrum                  Stahlzentrum
                                                                                                                                       Tel. 081 632 35 35               Tel. 081 632 35 00
                                                                                                                                       Fax 081 632 35 40                Fax 081 632 35 10
                                                                                                                                       e-mail hz@prevost.ch             e-mail sz@prevost.ch
                                                                                                                                       internet www.prevost.ch          internet www.prevost.ch
               7015 Tamins . Tel. 081 641 10 40 . www.montaltaag.ch

BuGe2015-4_014 14                                                                                                                                                                                 24.11.15 09:08
Andreas Boner, Zimmermeister und Kantonalvorstandsmitglied

      Ski fahren und biken
      als perfekter Ausgleich

                                                      meister gemacht, welche ich 1994 erfolg-
                                                      reich abschloss. Nicht nur die einzigartige
                                                      Natur, die Berge und die Skipisten lockten
                                                      mich zurück in meine Heimat. Nein, auch
                                                      die Möglichkeit, im Jahr 1996 den elterli-
                                                      chen Betrieb, die Boner Holzbau AG, in der
                                                      zweiten Generation zu übernehmen, war für
                                                      mich ausschlaggebend für die Rückkehr.

                                                      Ab 2002 konnten wir eine Zweitniederlas-
                                                      sung in Malans eröffnen und 2012 erfolgte
                                                      die Übernahme der Schreinerei Daniel Min-
                                                      der in Schiers. Es sind derzeit 30 Mitarbei-
                                                      ter, die wir im ganzen Betrieb im Bereich
                                                      Zimmerei, Schreinerei, Fensterbau und in der
      «Mein Wunschberuf stand für mich schon          Abteilung Malerbetrieb beschäftigen.
      früh fest. So lernte ich nach der Schule Zim-
      mermann. Nach dem Lehrabschluss zog es          In der Freizeit bin ich am liebsten mit mei-
      mich weg von zu Hause und so konnte ich         ner Familie in der Natur unterwegs. Im Win-
      in verschiedenen Betrieben in der ganzen        ter ist dies vorwiegend das Skifahren. Ich
      Schweiz Praxiserfahrung sammeln. Paral-         bin während der Wintermonate praktisch
      lel habe ich die Weiterbildung zum Zimmer-      jeden Samstag mit unseren JO-Kindern auf
                                                      unserem Hausberg Madrisa anzutreffen.
                                                      Es bereitet mir Freude, als JO-Leiter mit      so weit wie möglich Einfluss zu nehmen
         Kurzbiografie von Andreas Boner              den Kindern zu arbeiten. Im Sommer wer-        auf die Rahmenbedingungen für uns Unter-
                                                      den entweder die Wanderschuhe geschnürt        nehmer.»
         Person:                                      oder ich schwinge mich aufs Mountainbike
         – geboren 13. Februar 1965                  oder aufs Rennrad. Auch das Velofahren er-
         – verheiratet, wohnhaft in Serneus          möglicht mir einen perfekten Ausgleich zum
                                                      Geschäftsalltag.
         Beruflicher Werdegang:
         – Primarschule Serneus                      Ebenso beschäftige ich mich schon sehr
         – Realschule Klosters                       lange mit der Gewerbepolitik. Die regiona-
         – Gewerbeschule Chur                        le und kantonale Entwicklung interessiert
         – Holzfachschule Biel                       mich und es ist mir ein grosses Anliegen,
         – Eidg. dipl. Zimmerpolier,
            Abschluss 1991
         – Techniker TS, Abschluss 1994               «Kantonalvorstandsmitglieder
         – Eidg. dipl. Zimmermeister,                 im Selbstporträt»
            Abschluss 1994                             Der Präsident und der Direktor haben
                                                       beim Bündner Gewerbeverband nicht
         Sonstige Aktivitäten:                         das alleinige Sagen. Im Gegenteil: Sie
         – Kantonalvorstand Bündner                   haben ihre Entscheide danach aus­
            Gewerbeverband                             zurichten, was ihnen die insgesamt
         – Mitglied Baukommission Klosters-           33 Vertreter der einzelnen Branchen-
            Serneus                                    verbände und lokalen Handels- und
         – Präsident JO, SC Madrisa                   Gewerbevereine, die sogenannten Kan-
         – Geschäftsleitungsmitglied                  tonalvorstandsmitglieder, in Auftrag
            Berufsförderung Holzbau Schweiz            geben.

      Bündner Gewerbe 4 /2015                                                                                   Verbände und Branchen | 15

BuGe2015-4_015 15                                                                                                                               24.11.15 09:12
KMU-Frauen feierten ihr 20-Jahr-Jubiläum
             mit einer gediegenen Soiree

             «Ein Abend, der seinesgleichen sucht»

                                                          Aktive Teilnehmerinnen: Dietlinde Burkhardt, Romana Joos, Prisca Lutz, Lisa Gasser, Gabi Welter,
                                                          Marianne Schnyder und Petra Gollner (v. l.) haben am häufigsten an den bisherigen Tagungen
                                                          teilgenommen.

                                                          siert und unterhalten, sozusagen das Feld         heit, sein feiner Sarkasmus und sein tief-
                                                          von hinten aufgerollt. Von unserem Tisch          gründiger Humor sind auch in seiner Rede
                                                          aus hatten wir volle Aussicht auf die Bühne       zur «Die Bündnerin, das (un-)bekannte
                                                          und das Geschehen für Ohren und Augen.            Wesen» vollumfänglich zum Ausdruck ge-
                                                          Christian Ruch, der Kolumnist, ist mir von        kommen.
                                                          seinen Samstag-Kolumnen in der «Südost-           Hugo Cadruvi, der Karikaturist, hat die Ge-
             Menga Barandun (r.) hat die KMU-Frauen       schweiz» bekannt. Seine Sprachgewandt-            sichter der einzelnen geehrten Frauen und
             Graubünden vor 20 Jahren gegründet und hat
             in Monika Losa vor sieben Jahren ihre
             Nachfolgerin gefunden.

             Statt einen eigenen Text in der Doppel-
             rolle als Organisatorin des Abends
             und Redaktorin des «Bündner Gewerbe»
             zu verfassen, bevorzugen wir, eine
             Teilnehmerin zu Wort kommen zu lassen,
             die den Abend unaufgefordert und
             spontan beschrieben hat.

             « Liebe Frau Losa,
             ich möchte mich nochmals herzlich bedan-
             ken für den Abend vom 30. Oktober 2015
             mit den KMU-Frauen Graubünden. Ich kann
             nachvollziehen, welch gewaltige Organisa-
             tionsarbeit es braucht, um einen solchen
             Anlass auf die Beine zu stellen und dann
             auch noch ohne Pannen durchzuführen. Ich     Schlussbouquet mit den Köchen der «Hof-Khuchi Chur»: Ein Bild, an das sich die Frauen
             habe mich den ganzen Abend köstlich amü-     gewöhnen könnten. Über 40 Männer waren für die über 160 KMU-Frauen im Einsatz.

             16 | Verbände und Branchen                                                                                           Bündner Gewerbe 4 /2015

BuGe2015-4_016 16                                                                                                                                     24.11.15 09:13
Kolumnist Christian Ruch, Kabarettist Flurin Caviezel, Karikaturist Hugo Cadruvi und die A-cappella-Band BLISS sorgten für die perfekte Unter­
      haltung …

      dann diejenigen der mutigen Damen, die            Man kann hier und natürlich auch den «Ser-        und seiner Musik. Man konnte sich im Stuhl
      sich abzeichnen liessen, im Kern getroffen.       vierboys» der 1. Mannschaft von Chur Uni-         zurücklehnen und ganz einfach geniessen.
      Dieser Mann ist zu bewundern in seiner Ge-        hockey nur ein ganz grosses Lob ausspre-          BLISS, die Band, ein weiterer Höhepunkt
      schicklichkeit. Sein Künstlerauge ist uner-       chen und ein nochmaliges Dankeschön               des Abends. Ich weiss nicht, wie viel Sie
      bittlich, aber nicht verletzend.                  anfügen.                                          von den Vorstellungen mitbekommen ha-
      Dann natürlich war das Essen der kochen-          Natürlich war Flurin Caviezel einmal mehr         ben. Ich bin am Ende des Saales gestanden
      den Männer der «Hof-Khuchi Chur» spit-            das Nonplusultra. Der Schalk hat uns wie-         und habe selbstverständlich den A-cappel-
      ze, auch das eine wahre Meisterleistung.          derum teilhaben lassen an seinen Ideen            la-Sound in vollen Zügen genossen, mich
                                                                                                          aber auch ganz königlich gefreut über die
                                                                                                          Reaktionen unserer KMU-Frauen. Behaup-
                                                                                                          te da einer, wir seien ein Haufen Business-
                                                                                                          women, die nichts anderes im Kopf hätten
                                                                                                          als das Geschäft, Bilanzen und Zahlen. Was
                                                                                                          ich da gesehen habe, das war auf Neu-
                                                                                                          deutsch «full power». Die Damen jeglichen
                                                                                                          Alters sind ausgeflippt, von den sonst als
                                                                                                          ruhig und bedacht geltenden Frauen bis
                                                                                                          hin zu den jungen, von denen man eher er-
                                                                                                          warten kann, dass sie weniger Hemmungen
                                                                                                          haben. Also mein Eindruck war, dass die
                                                                                                          Mannen der BLISS-Band durchaus mit den
                                                                                                          Chippendales-Männern mithalten könnten,
                                                                                                          auch wenn sie sich nicht ausziehen.
                                                                                                          Ich danke Ihnen nochmals ganz herzlich für
                                                                                                          Ihren Einsatz. Das war ein Abend, der sei-
                                                                                                          nesgleichen sucht. »

                                                                                                          Regula Götte,
      … und für höherschlagende Frauenherzen. (Bilder: Foto Bollhalder)                                   Gemeindepräsidentin Zillis-Reischen

      Bündner Gewerbe 4 /2015                                                                                           Verbände und Branchen | 17

BuGe2015-4_017 17                                                                                                                                       24.11.15 09:13
Spezialangebote Dinner & Show

             ART ON ICE ist die erfolgreichste Eis-
             lauf-Gala der Welt. Das Konzept des
             Zusammenspiels von Spitzensport und
             Live-Musik ist einzigartig.

             ART ON ICE ist Sport und Show und Kunst
             und Klang und Licht und Lebensfreude.
             2015 waren alle zehn Schweizer Vorstel-
             lungen ausverkauft – also auch die bei-
             den von Davos.
                                                                                                                 Lassen Sie sich bei Art on Ice verwöhnen.
             2016 gastiert ART ON ICE am 12. und 13. Fe-       Angebot 1: golden circle
             bruar in der Vaillant Arena.                      Das Package «golden circle» ist unser exklu-
             Die Musik-Stars live auf der Bühne sind The       sivstes Hospitality-Angebot: exquisites Dinner
             Jacksons, Jessie J und James Gruntz.              im InterContinental Davos, Shuttle zur Vaillant
             Die Stars auf dem Eis sind – unter anderen –      Arena und zurück, beste Sitzplätze für die
             Stéphane Lambiel, Evgeni Plushenko,               Show, grandiose Mitternachts-Buffets und
             Javier Fernandez und Tatiana Volosozhar           After Show Party mit den Stars im Hotel Inter-
             & Maxim Trankov.                                  Continental.

             ART ON ICE verwöhnt seine Gäste aber auch         Spezialpreis für Mitglieder des Bündner
             kulinarisch und ist für seine Hospitality-Ange-   Gewerbeverbandes für einen Tisch für 8
             bote beliebt. Lassen Sie sich verzaubern – vor,   Personen: CHF 3600.– (zzgl. MwSt.) – statt
             während und nach der Show.                        CHF 4000.–. Beste Tickets, Apéro, Dinner
                                                               (inkl. Getränke). Shuttle Hotel–Eishalle–Hotel,
                                                               Pausenerfrischung, Mitternachtsbuffet, After                                        Jessie J
                                                               Show Party, Garderobe, Parking, Veranstal-
                                                               tungsmagazin

                                                               Angebot 2: arena dinner
                                                               Sie möchten sich gemütlich auf einen spekta-
                                                               kulären Abend einstimmen? Dann ist unser An-
                                                               gebot «arena dinner» im Restaurant Nordside
                                                               der Vaillant Arena genau das Richtige für Sie.

                                                               Spezialpreis für Mitglieder des Bündner
                                                               Gewerbeverbandes: CHF 320.–/Person
                                                               (zzgl. MwSt.) – statt CHF 358.–, Ticket Kat.
                                                               1, Empfang im Restaurant Nordside, 3-Gang-
                                                               Menu (inkl. Getränke), Veranstaltungsmagazin

                                                               Infos & Reservationen:
             Tickets: www.artonice.com                         Roman Berther
             Telefon 044 315 40 20                             Carré Event AG/Art on Ice Production AG
             Oder: Destination Davos Klosters,                 www.artonice.com
             Talstrasse 41, 7270 Davos Platz,                  Telefon 044 315 40 20                                     Ksenia Stolbova & Fedor Klimov
             Telefon 081 415 21 21                             info@artonice.com

BuGe2015-4_018 18                                                                                                                                     24.11.15 09:08
PULS-Anlass vom 18. November im GKB-Auditorium in Chur

      Arno Del Curtos unvollendete
      Symphonie

                                                                                                     von einer faszinierenden Persönlichkeit
                                                                                                     sprach, die viele Leute inspiriert und elek-
                                                                                                     trisiert, und damit seine Bewunderung aus-
                                                                                                     drückte.

                                                                                                     Daneben kam an diesem Abend auch der
                                                                                                     unterhaltende Teil nicht zu kurz. Das Eisho-
                                                                                                     ckeyspiel, das er sich wünsche, habe derart
                                                                                                     viele Komponenten, dass es einer Sympho-
                                                                                                     nie gleiche. «Aber sie wird wohl unvollendet
                                                                                                     bleiben.» Und zum Verhältnis mit den Me-
                                                                                                     dien meinte er: «Da hat man nach einem
                                                                                                     Spiel so viele Dinge im Kopf, die nicht gut
                                                                                                     gelaufen sind, und dann fragt ein Journalist
                                                                                                     nach drei verlorenen Spielen, ob ich noch
                                                                                                     den Draht zur Mannschaft habe.» Da lasse
                                                                                                     er halt schon ab und zu mal Dampf ab. Die
                                                                                                     Frage, ob er beim 100-Jahr-Jubiläum des
                                                                                                     HCD 2021 noch Trainer sei, liess Del Curto
      Arno Del Curto: Ein Mann, der seine Energie auf andere übertragen kann.                        offen, um gleich zu ergänzen: «Auch mich

      Wer zwei Jahrzehnte eine Führungs-               eingeladen. Und das bunt gemischte Publi-
      position in einer Branche erfolgreich            kum – vom ambitionierten Nachwuchstrai-
      besetzen kann, in der es viele seiner            ner über den HCD-Fan bis hin zum grossen
      Kollegen nur kurze Zeit schaffen, muss           Wirtschaftsführer – musste im vollbesetz-
      ganz besondere Eigenschaften und                 ten Saal sein Kommen nicht bereuen. Auf
      Talente haben. Am PULS-Anlass gab                unterhaltsame, aber auch tiefsinnige Art
      HCD-Trainer Arno Del Curto einen sehr            gelang es Sportjournalist Jürg Feuerstein,
      persönlichen Einblick in sein Leben.             der den HCD seit vielen Jahren auf Radio
                                                       Südostschweiz begleitet, den Engadiner aus
      Mi. Tag für Tag trainiert Arno Del Curto sei-    der Reserve zu locken.
      ne Spieler mit der gleichen Leidenschaft
      und kann diese Motivation auf seine Mann-        Arno Del Curto sprach nicht nur von den
      schaft übertragen. «Freude ist das Wich-         Erfolgen, sondern auch von Zeiten, in de-
      tigste», meinte der erfolgreichste Eisho-        nen es ihm nicht gut ging. Die Verarbeitung   Die PULS-Organisatoren freuen sich über die
      ckey-Trainer. Um seinem Erfolgsgeheimnis         des Todes seines Vaters, der nicht gelöste    Anwesenheit der 84-jährigen Mama Del Curto.
      ein wenig auf die Spur zu kommen, haben          Zwist mit seinem ehemaligen Leader und
      die PULS-Veranstalter ins GKB-Auditorium         Freund Reto von Arx oder die Serie mit 11     werden sie eines Tages mit Hellebarden
                                                       verlorenen von 12 Spielen zeigten auf, dass   den Wolfgang hinunterjagen.» So weit ist
                                                       hier ein sehr feinfühliger Mensch im Spiel    es allerdings noch nicht. Und der lang an-
                                                       ist. In kritischen Situationen die Mann-      haltende Schlussapplaus für den Publikums-
                                                       schaft aufzuwecken sei auch eine Frage der    magneten könnte auch ein Indiz dafür sein,
                                                       richtigen Worte und Gesten im richtigen       dass selbst im kurzlebigen Sport dieser Tag
                                                       Moment. Dabei verwendete Del Curto keine      nicht so nahe ist.
                                                       Plattitüden, sondern verdeutlichte mit be-
                                                       merkenswerten Beispielen, wie er solche
                                                       Situationen anpackt. Und damit verstand
                                                       das Publikum auch, was Alois Vinzens, CEO
      Jürg Feuerstein von Radio Südostschweiz fühlt    der GKB und langjähriger Begleiter von
      Arno Del Curto im wahrsten Sinne den PULS.       «ADC», meinte, als er bei der Begrüssung

      Bündner Gewerbe 4 /2015                                                                              Das interessiert das Gewerbe | 19

BuGe2015-4_019 19                                                                                                                                   24.11.15 09:13
Einer von 6000: Wollspinnerei Vetsch, Pragg-Jenaz

             Die Spinner der Bündner Berge

             Harmonisch Ton in Ton: Christoph und Jeannine Vetsch sind die Patrons, die in ihrer Woll­
             spinnerei alle Fäden ziehen.

             Klein und unscheinbar – man kennt sie             mit seiner Frau Jeannine übernommen hat-
             kaum. Aber es gibt sie hier bei uns:              te, in vierter Generation erfolgreich fortzu-
             die Spinner von Beruf. Die Wollspinnerei          führen. «Seit 125 Jahren bieten wir ein
             Vetsch ist schweizweit eine von drei              Schweizer Qualitätsprodukt an.»
             Wollspinnereien, die aus einheimischer
             und ausländischer Wolle gefärbte                  Flexibel sein ist wesentlich
             Strickgarne oder Wolle zum Filzen pro-            Das Sortiment werde immer wieder ange-
             duzieren.                                         passt, so Vetsch, denn auf die sich verän-
                                                               dernden Kundenbedürfnisse müsse man
             ml. Der Geschäftsinhaber Christoph Vetsch         sehr flexibel reagieren können. «Erst vor
             sagt von sich: «Ich bin glücklicher Chef von      drei Jahren haben wir beispielsweise wie-
             sechs motivierten Mitarbeitern.» Dies in          der angefangen, feinste Merino-Handstrick-
             einem Umfeld und einer Region, von der            wolle in allen Farbnuancen zu produzieren,
             man nicht behaupten könnte, dass sie am           weil der Boom zum Stricken neu aufgekom-
             Nabel der Welt liegt, was Arbeitsplätze an-       men ist», erklärt Christoph Vetsch. Das         Von A bis Z: Der Textilfachmann erklärt
             betrifft. Gerade deshalb ist der gelernte         Haupt-Standbein bilde jedoch nach wie vor       kompetent den Produktionsprozess.
             Textilveredler und Absolvent der Textil-          die Produktion von Vlies zum Filzen. Aber
             fachschule stolz darauf, den Familienbe-          auch individuelle Spezialwünsche können         auch Wiederverkäufer, Schulen, Bastelcen-
             trieb, den er vor zehn Jahren zusammen            angefertigt werden.                             ter oder Beschäftigungszentren bestellen
                                                               Das Herzstück des Betriebes, die rund           regelmässig ihr Material in den Bündner
                                                               20 Meter lange Kardmaschine, leistet ihren      Bergen. Sogar in Deutschland wird die
                                                               Dienst seit 100 Jahren. Die gewaschene          Prättigauer Wolle mit Erfolg distribuiert.
                                                               Wolle wird auf dieser Maschine gekardet
                                                               und anschliessend versponnen. Das fertige       So laufen in diesem kleinen, aber schmu-
                                                               Garn wird in der eigenen Färberei in vielen     cken Familienunternehmen im wahrsten
                                                               Farben weiterverarbeitet und für den Ver-       Sinne Tausende von Fäden zusammen, und
                                                               kauf aufgemacht.                                die Familie Vetsch sorgt dafür, dass mit ih-
                                                               Abnehmer der Produkte sind einerseits die       rer Arbeit weit über das Bündnerland hin-
                                                               vielen Privatpersonen, die direkt im hei-       aus wunderbare und einzigartige Kreatio-
             Seit über 100 Jahren am richtigen Ort: die        meligen Verkaufsladen in Pragg-Jenaz oder       nen entstehen können und wertvolle Ar-
             Wollspinnerei Vetsch in Pragg-Jenaz.              via Onlineshop ihr Material besorgen. Aber      beitsplätze in der Region erhalten bleiben.

             20 | Das interessiert das Gewerbe                                                                                       Bündner Gewerbe 4 /2015

BuGe2015-4_020 20                                                                                                                                        24.11.15 09:13
Wertvoller Austausch zwischen Organisatoren und Ausstellern

      Informationsveranstaltung zu
      FIUTSCHER 2016

                                                                                                           17 Uhr; Sonntag 9 bis 16 Uhr, wobei eine
                                                                                                           mögliche Verlängerung der Ausstellung am
                                                                                                           Freitagabend für einen Event bei vielen auf
                                                                                                           offene Ohren stiess. Das Ziel wäre, die
                                                                                                           Stände in diesen Event miteinzubeziehen.
                                                                                                           Es wird im Übrigen auch für 2016 kein Rah-
                                                                                                           menprogramm geplant, welches die Schü-
                                                                                                           ler mit Attraktionen ablenkt, die nichts mit
                                                                                                           der Berufsbildung zu tun haben.
                                                                                                           Erneut gilt die Maxime, dass die Stände
                                                                                                           während der Öffnungszeiten jederzeit be-
                                                                                                           setzt sind und vor allem, dass kompetentes
                                                                                                           Standpersonal über alle Angebote – insbe-
                                                                                                           sondere auch über die zahlreichen Weiter-
                                                                                                           bildungsangebote – Auskunft geben kann.
      Anregungen willkommen: Jürg Michel freut sich, dass sich so viele Aussteller vor Ort informierten.   Verbesserungspotenzial wurde bei einigen
                                                                                                           Ständen geortet, was die Zugänglichkeit
      Vieles wurde an den letzten drei Bündner           noch gestellt werden». Er erläuterte die          des Standpersonals auf die Besucher anbe-
      Berufsausstellungen für Aus- und Wei-              wesentlichen Änderungen und moderierte            trifft. Die Organisatoren bieten daher neu
      terbildung richtig gemacht. Einiges kann           anschliessend die rege Diskussion. Justina        in Zusammenarbeit mit der Gewerblichen
      noch verbessert werden. Daher informier-           Simeon und Petra Wyss von der Berufs-,            Berufsschule Chur einen Workshop für
      ten die Organisatoren über Neuerungen              Studien- und Laufbahnberatung zogen ein           Standbetreuer und Lernende an. Dieser fin-
      und holten bei den Ausstellern deren               kurzes Fazit zu den Umfrageergebnissen            det wenige Tage vor der Eröffnung statt
      Anregungen ein. Die Anmeldefrist läuft             und blickten voraus auf den Zeitplan für          und ermöglicht eine bessere Vorbereitung
      bis 31. Januar 2016.                               das Anmeldeprozedere der Schulklassen im          für ein wirkungsvolles Auftreten an den
                                                         Jahr 2016.                                        Ständen. Damit die Rekrutierung des Stand-
      ml. Nicht zufällig war das Datum der Infor-                                                          personals zeitlich aufgeht, wird die Klas-
      mationsveranstaltung auf den 9. November           Wichtigste Informationen und Neuig­               seneinteilung vom AfB frühzeitig vorge-
      gesetzt. In just einem Jahr wird nämlich die       keiten für die Aussteller                         nommen und den Ausstellern zur Verfügung
      4. Austragung von FIUTSCHER eröffnet, wel-         Ausschlaggebend für den Erfolg der einzel-        gestellt.
      che wiederum fünf Tage dauern wird. Über           nen Aussteller ist nicht der Standort (Halle      Zahlreiche Voten von Ausstellern belegten,
      70 Standverantwortliche fanden sich in             oder Zelt), sondern die Attraktivität des         dass FIUTSCHER sehr gut aufgestellt ist.
      der Aula der ibW Chur ein.                         Standes. Die Kosten bleiben bis auf minime        Mit der richtigen Kommunikation, genügend
      Den gegenseitigen Austausch erachtet Jürg          Anpassungen bei den Elektroinstallationen         Toleranz und Rücksichtnahme kann weiter-
      Michel in diesem frühen Stadium als not-           unverändert. Die Öffnungszeiten gelten            hin optimiert werden.
      wendig, denn «jetzt können die Weichen             analog 2014: Mittwoch bis Samstag 8 bis

      Die OK-Mitglieder Justina Simeon (r.) und          Rolf Graf (l.) und Marco Looser sind weiterhin    Zahlreiche Ausstellerinnen und Aussteller
      Petra Wyss von der Berufs-, Studien- und           die OK-Ansprechpersonen, wenn es um die           nutzten die Gelegenheit, ihre Impulse für
      Laufbahnberatung des Kantons präsentierten         Bauten in der Stadthalle respektive den           FIUTSCHER 2016 vorzutragen.
      ihre Erfahrungen mit den Schulklassen.             grafischen Auftritt geht.

      Bündner Gewerbe 4 /2015                                                                                     Das interessiert das Gewerbe | 21

BuGe2015-4_021 21                                                                                                                                         24.11.15 09:14
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BuGe2015-4_022 22                                                                                     24.11.15 09:09
kurz@bündig

                                                                                                    Bearbeitungsmaschinen des auf dem aktu­
                                                                                                    ellsten Stand der Technik gehaltenen Ma­
                                                                                                    schinenparks. Von der modernen Infra­
                                                                                                    struktur im neuen Ausbildungscenter pro­
                                                                                                    fitieren auch weitere Berufsbildungen wie
                                                                                                    Konstrukteure, Automatiker, Elektroniker
                                                                                                    etc. Diese erlernen und vertiefen ihre me­
                                                                                                    chanischen Fertigkeiten in mehrtägigen
                                                                                                    Kursen und üben den Umgang mit moder­
                                                                                                    nen Dreh-­, Bohr- und Fräsmaschinen.
                                                                                                    In einer kleinen Feier konnten kürzlich
                                                     ten ihre Kreativität und ihr handwerkliches    Daniel Lohner, Centerleiter in Landquart,
                                                     Geschick unter Beweis. Der frischgebacke­      sowie Markus Vils, Präsident der Sektion
                                                     nen Vize-Schweizer-Meisterin und Bäcker-       Graubünden, «ihr» neues Ausbildungscen­
                                                     Konditorin und dem Lehrbetrieb Signer          ter der Öffentlichkeit vorstellen.
                                                     Bäckerei in Zizers gratulieren wir herzlich!

                                                     Ausbildungscenter SWISSMECHANIC
                                                     erstrahlt in neuem Kleid
      Andris Egger ist Schweizer Meister             SWISSMECHANIC, der Arbeitgeberverband
      Der beste Gebäudetechnikplaner Heizung         in der Maschinen-, Elektro- und Metall­
      2015 kommt aus Seewis. Andris Egger            branche konnte kürzlich das neu sanierte
      (Gini Planung AG, Lenzerheide) gewinnt an      Ausbildungscenter in Landquart präsentie­
      den Schweizer Meisterschaften der Gebäu­       ren. Die Sektion Graubünden vereint die
      detechnik Gold. Die Meisterschaft wurde        Mitglieder aus Graubünden, dem Sargan­
      an der Freiburger Messe ausgetragen. Ins­      serland und dem Fürstentum Liechten­
      gesamt 59 Kandidatinnen und Kandidaten         stein. Der Verband übernimmt auch für an­
      nahmen die Gelegenheit wahr, sich zu mes­      gegliederte Ausbildungsbetriebe die wich­
      sen und um die Medaillen zu kämpfen. An­       tige Aufgabe, angehende Polymechaniker         Lernende von SWISSMECHANIC freuen sich
      dris Egger kann sich nun an einer zusätzli­    und Produktionsmechaniker auszubilden.         über eine topmoderne Infrastruktur im neuen
      chen Ausscheidung für die Weltmeister­         Dies geschieht an computergesteuerten          Ausbildungscenter. (Bilder: zVg)
      schaft 2017 in Abu Dhabi qualifizieren. Der
      Bündner Gewerbeverband gratuliert And­
      ris Egger und dem Lehrbetrieb Gini Pla­          BGV-Terminkalender
      nung AG in Lenzerheide herzlich!
                                                       Mi, 13. 1. – Fr, 15. 1. 2016, Klosters       Fr, 15. 4. 2016, Cazis
      Nina Vogel ist Vize-Schweizer-Meisterin          67. Gewerbliche Winterkonferenz              Generalversammlung VSSM und
      Ebenfalls äusserst erfolgreich an den Swiss­     des sgv in Klosters                          Holzbau GR
      Skills Competitions 2015 in Genf war Nina
      Vogel aus Maienfeld (Signer Bäckerei-Kon­        Do, 18. 2. 2016, Davos                       Sa, 16. 4. 2016, Engadin
      ditorei-Confiserie, Zizers). Sie gewann die      Generalversammlung Jardin Grischun           Generalversammlung AGVS + AZ AGVS
      Silbermedaille an den Schweizer Meister­
      schaften der Bäckerei-Konditorei-Confise­        Fr, 18. 3. 2016, Maienfeld                   Fr, 29. 4. 2016, Nordbünden (Rätikon)
      rie im Rahmen der «Cité des Métiers et           Generalversammlung suissetec                 Generalversammlung Graubündneri-
      de la Formation». Insgesamt wurden drei          grischun                                     scher Baumeisterverband
      Schweizer-Meister-Titel vergeben – in den
      Fachrichtungen Bäckerei-Konditorei und           Sa, 9. 4. 2016, Lenzerheide                  Fr, 10. 6. 2016, Ilanz
      Konditorei-Confiserie sowie im Detailhan­        Generalversammlung ASTAG/RhTG                Delegiertenversammlung Bündner
      del. Je Beruf und Fachrichtung stellten ins­     Sektion Graubünden                           Gewerbeverband
      gesamt zwölf Kandidatinnen und Kandida­

      Bündner Gewerbe 4 /2015                                                                             Das interessiert das Gewerbe | 23

BuGe2015-4_023 23                                                                                                                                 24.11.15 09:14
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