Lernen in Zeiten der Veränderung! - Digitale Lernfabrik - WKO

 
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Lernen in Zeiten der Veränderung! - Digitale Lernfabrik - WKO
Die Zeitung der Wirtschaftskammer Vorarlberg   76. Jahrgang • 25. Juni 2021 • Nr. 13

Digitale Lernfabrik

Lernen in Zeiten
der Veränderung!
                                                                                       FOTO: MARCEL HAGEN
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PROMOTION                                                                                                          NR. 13 • JUNI 2021 • DIE WIRTSCHAFT | 2

                                                               ARKULPA GMBH

    2013 gründeten Thomas Vogel und Stefan Walkner in
       Lustenau gemeinsam das Software Development-            Deis arkulpand
                                                               meiör schö.
  Unternehmen arkulpa. Ihre Projekte, von Gesundheits-
     und Industrie-Anwendung bis Mobile Banking App,
                                sind global im Einsatz.

                                                                                                                                           Thomas Vogel und
                                                                                                                                     Stefan Walkner in ihrem
                                                                                                                                            Büro in Lustenau

                               Das moderneWeb
                                  „MitCloudtechnologien hat das Netz und damit auch die
                               Webentwicklung einen Reifegrad erreicht, der auch kleinen
                               und mittleren Unternehmen ganz neue Möglichkeiten er-           Verantwortung
                               öffnet“, erklärtVogel. Immer mehr Auftraggeber kämen von            Der verantwortungsvolle Umgang mit Daten hat bei
                               traditionellen Konzepten im Bereich Hosting und Compu-          arkulpa höchste Priorität: „Egal ob wir für ein Banking Start-
                               ting ab. „MitCloudhosting gewährleistenwir beispielsweise       up, eine internationale Versicherungsgruppe oder ein IOT-
                               maximale Performance, und zwar global und genau dann,           Start-up arbeiten: arkulpa trägt Verantwortung. Und wir
                               wenn sie auch benötigt wird.“ arkulpa entwickelt einerseits     nehmen die keinesfalls auf die leichte Schulter.“ Erwähntes
arkulpa GmbH                   Apps für unternehmensinterne Digitalisierung, andererseits      Start-up ermöglicht mit ihrem Kameragurt sehbehinderten
                               setzen zahlreicheUnternehmen auf die Lustenauer, um ihre        Läufer:innen, ohne Begleitperson zu trainieren. „Da ist null
 Gründung:                     eigenen, digitalen Produkte umzusetzen.                         Spielraum für Fehler.“
 2013 in Lustenau
 Geschäftsführung:             Industrie 4.0, Machine Learning und AI                          arkulpa bedeutet schaffen
 Thomas Vogel und
 Stefan Walkner                    „Buzzwords“ ist das FazitvonVogel undWalkner. „Natür-          Das Unternehmen benannten Vogel und Walkner übri-
 Branche:                      lich nutzenwir alle zeitgemäßenTechnologien,wenn sie der        gens nach einem alten, lustenauerischen Dialektwort: „‚deis
 Software Development          Zielerreichung dienen. Wir hängen uns deshalb nicht für         arkulpand meiör schö‘ heißt soviel wie ‚keine Sorge, das
 Fachbereiche:                 jedenAuftraggeber ein neues Schild mit derTechnologie des       schaffenwir!‘“ erklärtWalkner. Und der Name ist Programm
 Web- und Mobile Apps, AI/
 Machine Learning,
                               Tages um.“ arkulpa nutzt beispielsweise KI für Echtzeit-Bild-   im Lustenauer Penthouse Büro mit Blick auf den Rhein – und
 Augmented und Virtual         erkennung oder Mustererkennung in industriellen Anwen-          darüber hinaus.
 Reality, IOT/Industrie 4.0,   dungen. „Unterm Strich ist die jeweiligeTechnologie an sich
 Fokus Cloud/Serverless
                               kein Wundermittel, sondern ein Werkzeug. Und damit nur
 Mitarbeiter:
 9+ (we’re hiring!)            dann nützlich, wenn es entsprechend eingesetzt wird.“
 Referenzen:
 Allianz, Alpla, Fust,         Teamplayer statt Black Box
 Gebrüder Weiss, HEAD,             Im B2B-Geschäft arbeitet arkulpa oft als Teamplayer und
 illwerke vkw, Pfizer, Rauch
 Fruchsäfte, swissQpint,       unterstützt so die Projektteams der Auftraggeber. „Wir inte-
 Waibro Sports                 grieren uns dann für die Dauer des Projektes in Infrastruktur
                               und Prozesse unserer Kunden. So sindwir keine klassischen
                               Dienstleister, sondernwerdenTeil des Projektteams. Das er-                                        KONTAKT
                               möglicht nahtlose Zusammenarbeit“, beschreibt Walkner.
                               Heutzutage habenweder Kunde noch Dienstleister Zeit oder                                          arkulpa GmbH
                               Muße, sich mit zentimeterdicken Lastenheften und Spezi-                                           Rheinstraße 26
                                                                                                                                 6890 Lustenau
                               fikationenherumzuschlagen:„DieagileArbeitsweiseistend-                                             info@arkulpa.at
                               lich auch im Ländle angekommen.“                                                                  arkulpa.at
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3 | NR. 13 • JUNI 2021 • DIE WIRTSCHAFT                                                                                                 KLAR UND DEUTLICH

                                          INTERVIEW       ROBERT KRATKY

„Die Lehre muss mehr ins
Scheinwerferlicht“
Attraktivieren. Radio-Star Robert Kratky im Interview über die Bedeutung der Lehre und seine Rolle als Gesicht der
Kampagne „Lehre stärken #schaffenwir“.

                                                                                                      Die Karrierechancen mit einer Lehre sind ausgezeich-
                                                                                                      net. Bei Weiterbildung, Erfolg und Karriere denken
                                                                                                      viele automatisch an Schule und Uni...
                                                                                                         In vielen klassischen Zeitungen, in TV, Radio und On-
                                                                                                      line werden Themen von Menschen bearbeitet, die ihrer-
                                                                                                      seits nicht aus dieser Arbeitswelt kommen. Die meisten
                                                                                                      Politikerinnen und Politiker haben zumindest Matura.
                                                                                                      Dass dadurch diese Lebenswelt oft im Fokus steht, ist
                                                                                                      logisch.Aber genau hier entsteht immerwieder aufs Neue
                                                                                                      meine Motivation: Es ist nun mal nicht die einzige Le-
                                                                                                      benswelt.Und jenevon Lehre und Karriere mit Handwerk
                                                                                                      und Arbeit ist mindestens so bunt und chancenreich.

                                                                                                      Wie können mehr Mädchen für technische Berufe
                                                                                                      begeistert und mehr Burschen für kreative, soziale
                                                                                                      oder Dienstleistungsberufe gewonnen werden?
                                                                                                         Die Lehre muss generell mehr ins Scheinwerferlicht
                                                                                          FOTO: WKÖ

                                                                                                      und ganz allgemein endlich mehrAnerkennungvon allen
                                                                                                      Teilen der Gesellschaft erhalten. Denn sie hat es sich
                                                                                                      längst verdient! Und dann wächst hoffentlich auch das
Lehre stärken!                Bereits Anfang 2020 war „Lehre stärken“ das Motto.                      allgemeine Interesse für diese unglaubliche Vielzahl an
                              Dann kam Corona. Was hat sich seither geändert?                         Möglichkeiten. Und dass diese Chancen für alle gleich
                                 Gerade für junge Menschen sehr vieles. Die jüngste                   sind, egal welchen Geschlechts, das ist ja schon so. Man
Die Lehrlinge von heute       Vergangenheit hat gezeigt, wie sehr die Zukunft ein Fra-                muss es nur noch weitersagen bitte.
sind die Fachkräfte von       gezeichen sein kann, wie flexibel wir im Leben oft reagie-
morgen. Mit ihrer
                              ren müssen. Mehr denn je sind beste Ausbildungsan-                      Wie kann man Jugendliche bewegen, ihre Jobchancen
Kampagne „Lehre
stärken #schaffenwir“         gebote und der Respekt vor Lehre und Arbeit ein                         dort zu ergreifen, wo sie liegen? Dass also ein Wiener
rückt die Wirtschaftskam-     steigender Wert.                                                        oder eine Wienerin z.B. einen Ausbildungsbetrieb in
mer die Karrieremöglich-                                                                              Oberösterreich oder Salzburg wählt?
keiten durch die              Warum setzen Sie sich für mehr Wertschätzung für                            Das geht wohl nur, indem man in so lebensentschei-
österreichische               die Lehrberufe ein?                                                     denden Fragen von Anfang an Jugend UND Eltern an-
Berufsbildung in den             Meine eigene Ausbildung war ein langer Weg außer-                    spricht, Vertrauen in die Betreuung und Sicherheit ge-
Fokus. Durchgängige
                              halb jeder Norm, aber ähnlich einer Lehre ohne Matura                   währleistet und aufklärt. In jenem Alter, in dem junge
Karrierewege, anerkann-
te Abschlüsse und Titel       und ohne Titel oder akademischen Grad. Darum war ich                    Menschen solche Entscheidungen treffen, sind meist
erhöhen die Aufstiegs-        früh mit klassischen Vorurteilen konfrontiert, die so et-               noch Ihre Eltern mitverantwortlich. Auch bei denen
chancen und somit die         was oft mit sich bringen. Und so wichtig es für die Ent-                braucht es einUmdenken, denn der Luxus, dass dieChan-
Attraktivität der             wicklung sein mag, gegen gewisse Widerstände zu be-                     cen ihrer Kinder vor der Haustüre warten ist leider eine
Berufsbildung. Der            stehen: Vorurteile sollten nicht dazugehören.                           Illusion.
beliebte Radiomoderator
Robert Kratky ist das
                              Was würden Sie jungen Menschen raten, die unsicher                      Was erwarten Sie von EuroSkills, der Europameister-
Gesicht zur Kampagne.
                              sind, wohin ihr Weg führt?                                              schaft der besten jungen Fachkräfte, die heuer
                                 Das Beste, was ich selbst gelernt habe: Sich so viel                 erstmals in Österreich, im September in Graz,
                              Wissen und Fertigkeiten wie möglich anzueignen. Nie-                    stattfindet?
                              mand kann Dir je eine gute Ausbildung nehmen, sie                          Mehr als von der Euro im Fussball. Aber bei den Euro-
                              öffnet auch jene Türen, durch die du aktuell vielleicht                  Skills haben wir wenigstens schon eine Favoritenrolle.
                              gar nicht gehen willst. Aber ist doch gut, wenn man
                              weiß, man könnte, wenn man will. Oder muss.                             Vielen Dank für das Gespräch!
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TOP-LEISTUNG                                                    NR. 13 • JUNI 2021 • DIE WIRTSCHAFT | 4

 i+R GRUPPE

               Vorarlberger i+R Gruppe
               mit Rekordjahr
               Trotz Pandemie konnten die Unternehmen
               der i+R Gruppe im Geschäftsjahr 2020/21
               insgesamt einen Rekordumsatz von 700
               Millionen Euro erwirtschaften. Etwa die Hälfte
               entfällt auf die Sparte Bagger, 30 Prozent auf
               Immobilien und 20 Prozent auf die Sparte
               Bauen. Auch die Zahl der Mitarbeitenden hat
               mit 1200 einen Höchststand erreicht. Aktuell
               investiert das eigentümergeführte Familien-
               unternehmen am i+R Campus in Lauterach 6,3
               Millionen Euro in den Ausbau von 100 Büro-
               Arbeitsplätzen und eine eigene Lehrwerkstätte
               für Bauberufe. Die Eigentümer der i+R Gruppe
               blicken positiv in die Zukunft: Die Nachfrage
               nach den angebotenen Produkten und
               Leistungen sei ungebrochen stark, die
               Investitionsbereitschaft groß. So erwarten
               Joachim Alge und Reinhard Schertler auch für
                                                                                                          FOTO: UDO MITTELBERGER

               das laufende Geschäftsjahr ein Ergebnis auf
               dem gleich hohen Niveau. Investitionen ins
               Kerngeschäft und in die Ausbildung von
               eigenen Fachkräften schaffen – wie auch in den
               vergangenen 117 Jahren – die Rahmenbedin-
               gungen für den Erfolg.
Lernen in Zeiten der Veränderung! - Digitale Lernfabrik - WKO
5 | NR. 13 • JUNI 2021 • DIE WIRTSCHAFT                                                                                                INHALT

                                                                       Schwerpunkte dieser Ausgabe:
                                                                  6    THEMA. Lernen in Zeiten der Veränderung. In der Digitalen Lernfabrik im WIFI Dornbirn
                                                                       werden künftig Fachkräfte in den Schlüsseltechnologien der Zukunft qualifiziert.

                                                                  11   Bundeslehrlingswettbewerb. Eindrucksvolle Leistungen beim Bundeslehrlingswett-
                                                                       bewerb der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker in Bregenz.

                                                                  24   Im Gespräch. Inhaus-GF Robert Küng im großen „Die Wirtschaft“-Interview.

                                                                  26   Extras. Internet und neue Medien sowie Druck und Verpackung.

                                                 KOMMENTAR

                                                   „Wir reden nicht,
                                                   wir tun!“
                                                                       Mit der Umsetzung der eindrucksvollen Digitalen Lernfabrik haben wir das
                                                                       unter Beweis gestellt. Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, dieses
                                                                       Zukunfts-Projekt gemeinsam mit dem Land auf die Beine zustellen. Flexibilität,
                                                                       Agilität, Wandlungsfähigkeit und Effizienz – das sind die Anforderungen an die
                                                                       Produktion der Zukunft. Darauf müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
                                                                       rechtzeitig vorbereitet werden. Sie brauchen das entsprechende theoretische
                                                                       Wissen und die handwerkliche Praxis, um die Aufgabenstellungen in der
                                                                       Produktion der Zukunft lösen zu können. Ich danke allen, die für die Umsetzung
                                                                       dieser großartigen Digitalen Lernfabrik in unserem WIFI verantwortlich sind!
                                                                          Erfreulich ist auch die eben erst präsentierte Novellierung des Kumulations-
                                                                       prinzips. Sie bedeutet ein Ende für unternehmerfeindliche und existenzbedro-
                                                                       hende Mehrfachstrafen. Betriebe sind tagtäglich mit einer Vielzahl von unter-
                                                                       schiedlichsten Auflagen konfrontiert und versuchen diese mit größter Sorgfalt
                                                                       umzusetzen. Durch das Kumulationsprinzip wurden vor allem viele kleine und
                                                                       mittlere, meistens Familienbetriebe schon beim kleinsten Regelverstoß sehr
                                                                       hart bestraft. Das war standortschädigend und machte die Unternehmer:innen
                                            Hans Peter Metzler         zu bürokratischen Sündenböcken. Bei kleinen Versehen wird nun in Zukunft mit
                                            WKV-Präsident              Augenmaß vorgegangen. Übrigens, eine langjährige Forderung von uns.
                                                                          Und auch die Fortführung der Wirtschaftshilfen sind gute Nachrichten für
                               „Mit der Digitalen Lern-                unsere Betriebe. Der Aufschwung in den Branchen ist derzeit sehr unterschied-
                                                                       lich, daher braucht es die branchenspezifische und konjunkturgerechte
                               fabrik haben wir unsere                 Angleichung und Fortführung der Unterstützungsmaßnahmen. Nur so schaffen
                                Umsetzungskompetenz                    wir einen Aufschwung, von dem alle profitieren können!

                                unter Beweis gestellt.“
FOTO: STUDIO FASCHING
Lernen in Zeiten der Veränderung! - Digitale Lernfabrik - WKO
NR. 13 • JUNI 2021 • DIE WIRTSCHAFT | 6

thema
  Digitale
   Lernfabrik:                                                                        esse für die Technologien der Zukunft schaffen. Das
                                                                                      macht unseren Standort fit für die Herausfordungen der
                                                                                      Zukunft“, definiert Wirtschaftskammer-Präsident Hans

        Lernen
                                                                                      Peter Metzler die Ziele der Digitalen Lernfabrik. „Die
                                                                                      Lernfabrik soll nicht nur der Ausbildung dienen, son-
                                                                                      dern auch regionalen Unternehmen und Hochschulen
                                                                                      Möglichkeiten zur Information, Fortbildung und For-

  in Zeiten der
                                                                                      schung bieten.“ Vom Anbeginn wurde mit Schulen und
                                                                                      der Wirtschaft an den notwendigen Modulen und Kon-
                                                                                      figurationen gearbeitet. Mit der Digitalen Lernfabrik
                                                                                      wird im WIFI eine vernetzte Anlage geboten, bei der Aus-

  Veränderung
                                                                                      zubildenden die Möglichkeit haben, intelligente Pro-
                                                                                      duktionsprozesse auf der Basis realer Industriestan-
                                                                                      dards zu trainieren und vernetzte Abläufe selbst zu
                                                                                      steuern. Es besteht die Möglichkeit, Lernende, aufbau-
                                                                                      end auf den klassischen Inhalten der Steuerungs- und
                                                                                      Automatisierungstechnik, in die Industrie 4.0-Techno-
                                                                                      logien einzuführen und sämtliche relevante Industrie
          Leuchtturmprojekt aus dem Strategieprozess Dis.Kurs Zukunft.
                                                                                      4.0-Inhalte gezielt zu schulen und zu trainieren.
 In der Digitalen Lernfabrik im WIFI Dornbirn werden künftig Fachkräfte                  Auch Landeshauptmann Markus Wallner sieht in der
in den Schlüsseltechnologien der Zukunft qualifiziert. Die österreichweit             Digitalen Lernfabrik einen wichtigen Schritt in der Wei-
    in dieser Form erste Digitale Lernfabrik wurde mit Unterstützung des              terentwicklung der Digitalisierung in Vorarlberg: „Nur
               Landes und der Wirtschaftskammer Vorarlberg umgesetzt.                 wenn wir gezielt in die Schlüsseltechnologien der Zu-
                                                                                      kunft investieren, können wir den Strukturwandel in
                                                                                      Wirtschaft und Gesellschaft erfolgreich bewältigen und

                         W      ie eine Welle rollt die Digitalisierung durch Wirt-
                                schaft und Gesellschaft. Viele Regionen rüsten auf,
                         klassische industrielle Prozesse werden durch die der
                                                                                      unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig erhalten.“
                                                                                      Hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind
                                                                                      die Grundlage für den internationalen Erfolg der Vorarl-
                         digitalen Welt ergänzt und optimiert. Mehr denn je           berger Unternehmen. „Daher hat die Vorbereitung auf
                         braucht es neue, insbesondere digitale Kompetenzen,          die digitale und vernetzte Arbeitswelt schon während
                         um uns zurecht zu finden. Das betrifft sämtliche Berei-      der Lehrausbildung höchste Priorität“, erklärt Landesrat
                         che des Lebens: Vom kritischen Umgang mit Daten und          Marco Tittler.
                         Informationen, Sicherheit im Internet und sozialen Me-
                         dien bis zu Wissen über Technik und digitale Kompeten-       Die Digitale Lernfabrik im WIFI
                         zen. In den Vorarlberger KMU gibt es in Sachen Vermitt-         Qualifizierung und Kompetenzentwicklung sind also
                         lung       digitaler     Kompetenzen         zunehmende      die Ziele der Digitalen Lernfabrik. Die Infrastruktur er-
                         Herausforderungen; das bedeutet, dass insbesondere           möglicht die Abbildung eines realen digitalen Produk-
                         kleine und mittlere Unternehmen bei der Qualifizierung       tionsprozesses. Für den Theorieunterricht steht zusätz-
                         ihrer Mitarbeiter:innen und des Fachkräftenachwuchses        lich ein Schulungsraum mit Laborausstattung zur
                         Unterstützung benötigen. Ziel ist es, den Fortschritt in     Verfügung, in dem programmiert und simuliert werden
                         Richtung Industrie 4.0 in den Betrieben bestmöglich zu       kann. Die Teilnehmenden erarbeiten in der Digitalen
                         unterstützen und somit den Standort für die Zukunft zu       Lernfabrik grundlegende Steuerungszusammenhänge
                         stärken. Im WKV-Strategieprozess Dis.Kurs Zukunft wur-       und Wirkmechanismen von Industrie 4.0-Anlagen. „Die
                         de deshalb das Projekt Digitale Lernfabrik entwickelt.       Digitale Lernfabrik im WIFI Campus Dornbirn ist ein ab-
                         „Wir als Wirtschaftskammer Vorarlberg wollen mit die-        solutes Leuchtturmprojekt. Sie ist die einzige kompakte
                         sem Projekt Menschen in Schlüsselthemen qualifizie-          digitale Lernfabrik in ganz Österreich mit einer abge-
                         ren, Erfahrungen mit den neuen Technologien sammeln,         schlossenen Prozesskette“, erklärt Thomas Wachter,
                         Lehrende und Ausbildende bei der Vermittlung digitaler       WIFI-Institutsleiter. Das heißt, unterschiedlichste Ap-
                         Kompetenzen unterstützen und Begeisterung und Inter-         plikationen können in beliebiger Form über Schnittstel-
Lernen in Zeiten der Veränderung! - Digitale Lernfabrik - WKO
7 | NR. 13 • JUNI 2021 • DIE WIRTSCHAFT                                                                                                           THEMA

                                                                                                     „Ziel ist es, den Fortschritt Richtung
                                                                                                     Industrie 4.0 in den Betrieben best-
                                                                                                     möglich zu unterstützen.“
                                                                                                     Hans Peter Metzler WKV-Präsident
FOTO:S DANIEL MAUCHE, ALEXANDRA SERRA

                                                                                                                                                  Projektleiter Stefan Pöll präsentierte die
                                                                                                                                                                        Digitale Lernfabrik.

                                        WIFI-Institutsleiter Thomas Wachter, WKV-Präsident Hans
                                        Peter Metzler, LH Markus Wallner und LR Marco Tittler.

                                        len vernetzt werden. Ab sofort kann das WIFI Vorarlberg      zesses ermöglicht einen umfassenden Einsatz für die
                                        praxisbezogene Kurse und Prüfungen für Industrie             berufliche Ausbildung sowie für die Erwachsenen-Wei-                 Kooperations-
                                        4.0-Themen durchführen. Bereits ab nächstem Jahr wird        terbildung. Die im Rahmen von Industrie 4.0 benötigten              partner derWKV
                                        beispielsweise das Modul Robotertechnik im Rahmen            Kompetenzen werden in der Digitalen Lernfabrik ver-
                                                                                                                                                                         • Land Vorarlberg
                                        der Lehrabschlussprüfung in der Digitalen Lernfabrik         mittelt. Neben Fachkompetenzen werden Teamwork,                     (Co-Finanzierung).
                                        geprüft.                                                     konzentriertesArbeiten, Kundenorientierung oder auch                • HTL Rankweil,
                                           „Das WIFI integriert die Digitale Lernfabrik in das be-   Kommunikationsfähigkeiten gefördert.                                Dornbirn und Bregenz
                                        stehenden Kurs-Angebot, um bei diesen Ausbildungen                                                                               nutzen die Digitale
                                        den Praxisbezug zu gewährleisten. In Zukunft werden          Zielgruppen                                                         Lernfabrik in der 3. bis
                                        auch Prüfungen (etwa Lehrabschlussprüfungen) in der             DasWeiterbildungsprogramm der Digitalen Lernfab-                 zur 5. Klasse.
                                                                                                                                                                         • Berufsschulen:
                                        Digitalen Lernfabrik abgehalten werden. Das Kurspro-         rik steht einer breiten Zielgruppe offen: Lehrlinge, HTL-
                                                                                                                                                                         Bregenz und Bludenz
                                        gramm wird ständig weiterentwickelt, um am Puls der          Schüler:innen, FH-Student:innen, Prüflinge, Lehrer:in-               • Prüfungskommissio-
                                        Zeit zu bleiben. Geplant ist, die Digitale Lernfabrik auch   nen, Ausbilder:innen sowie Fachkräfte können in den                 nen einschlägiger
                                        für die Berufsorientierung zu nutzen. Hier kann den Ju-      angebotenen Kursen ihre digitalen Skills erweitern.                 Berufe können
                                        gendlichen das Thema Digitalisierung und Industrie           Die Schulen werden in den ersten beiden Jahren keine                Meister- und Befähi-
                                        anschaulich präsentiert werden“, sagt Wachter.               Raummiete zahlen. Sowohl HTL als auch FH werden die                 gungsprüfungen
                                                                                                     Digitale Lernfabrik für Unterricht nutzen. Und ein span-            zukunftsgerecht und
                                                                                                                                                                         kompetenzorientiert
                                        Didaktisches Konzept                                         nendes Detail am Rande: Die österreichische Mann-
                                                                                                                                                                         prüfen.
                                           Das perfekte Zusammenspiel von Menschen, Maschi-          schaft (Industrie 4.0.) wird die Digitale Lernfabrik für die        • Fachhochschule
                                        nen und Daten wird immer mehr zum entscheidenden             Vorbereitung auf die EUROSKILLS 2021 in Graz nutzen.                Vorarlberg: Nutzt die
                                        Erfolgsfaktor. Ausbildung und Qualifizierung der Fach-           Rund 400 Personen (Lehrlinge, Schüler:innen, Er-                 Digitale Lernfabrik in
                                        kräfte müssen an die neuen Anforderungen des inter-          wachsene) können pro Jahr über die Digitale Lernfabrik              ihren Studiengängen
                                        disziplinären Ansatzes angepasst werden. So brauchen         qualifiziert werden.                          Herbert Motter         mit.
                                        beispielsweise Servicetechniker:innen neben prakti-                                                                              • Industrie, Gewerbe,
                                                                                                                                                                         Handwerk
                                        scher mechatronischer Erfahrung nun auch immer um-
                                        fassendere Kenntnisse im Bereich der IT-Infrastruktur,
                                        damit sie schnell den Stillstand einer Anlage beheben
                                        können. Die Nachbildung eines realen Produktionspro-
Lernen in Zeiten der Veränderung! - Digitale Lernfabrik - WKO
THEMA                                                                                                  NR. 13 • JUNI 2021 • DIE WIRTSCHAFT | 8

         1,7                        400                           90                           65                             4
 Millionen Euro                   Personen                 Quadratmeter                Quadratmeter                Qualifizierungs-
  kostete die Errichtung     (Lehrlinge, Schüler:innen     hat Raum 1: CP-Factory     hat Raum 2. Neben sechs        programme
(Umbau und Anlage) der       und Erwachsene) können       (Cyber-Physical Factory),    Universalplätzen für die    Starter Class (Berufsein-
Digitalen Lernfabrik. Mit    jährlich über die Digitale    CP-Lab und Pneumatik-         Basisausbildung im          steiger), Career Class
 je 600.000 Euro beteilig-    Lernfabrik in Schlüssel-      Station - mit sieben      Bereich der Automatisie-      (Fachkräfte), Manage-
ten sich Wirtschaftskam-     technologien qualifiziert     Applikationen und einer       rungstechnik stehen         ment Class (Führungs-
  mer und Land an den                 werden.              Weiche zum Robotino.         zusätzlich zwölf Pro-        kräfte) und Top Class
 Kosten. 500.000 steuerte                                                              grammierplätze für die       (Unternehmer:innen).
       das WIFI bei.                                                                  Prozesssimulation bereit.

                                                                                                                                                 FOTOS ALEXNADRA SERRA, MARCEL HAGEN
Lernen in Zeiten der Veränderung! - Digitale Lernfabrik - WKO
9 | NR. 13 • JUNI 2021 • DIE WIRTSCHAFT                                                                                                                                              MAGAZIN

                                                                11. STAB DER VORARLBERGER WIRTSCHAFT

  Der Expertenstab der Wirtschaftskam-
  mer und des Landes tagte zum bereits
  elften Mal. Das Vorarlberger Krisenma-
                                                                Vorsprung
  nagement und der Ausblick auf die
  kommenden Monate standen im Mittel-
  punkt des Treffens im Landhaus unter
                                                                nicht verspielen
  Beisein von LH Markus Wallner.

W      KV-Präsident Hans Peter Metzler betonte einfüh-
       rend, dass sich die Stimmung in der Wirtschaft
massiv verbessert habe und dankte dem Land für muti-
                                                                der alles unternehmen, dass dieser Restart Vorarlbergs
                                                                wirklich einsetzen kann und dasswir alle Rahmenbedin-
                                                                gungen so setzen, damit wieder Jobs entstehen kön-
ge Entscheidungen wie etwa die Umsetzung der Modell-            nen“, erklärt der Landeshauptmann. Allerdings, sagt
regionVorarlberg, die seinerAnsicht nach, „etwas für die        Wallner, sei der Riss im Landeshaushalt ein großer. Man
Geschichtsbücher ist.“ Der Stab derWirtschaft habe sich         müsse rasch mit der Budgetkonsolidierung beginnen.
in den vergangenen zwölf Monaten als wichtige Platt-                WKV-Präsident Metzler betonte in diesem Zusam-                                                       „Der Stab der
form der Vernetzung und des raschen Austausches eta-            menhang, dass es bei aller Notwendigkeit der Budget-                                                     Wirtschaft hat sich
bliert.                                                         konsolidierung dennoch wichtig sei, in die richtigen                                                     in den vergangenen
    Für Landeshauptmann Markus Wallner sei jetzt ent-           Themen der Zukunft zu investieren. Die Krise biete jetzt                                                 zwölf Monaten als
scheidend, den erarbeitetenVorsprung nicht zu verspie-          auch die Chance, die Zusammenhänge des Wachstums                                                         wichtige Plattform
len. „Mit der Modellregion konnten wir im Gegensatz zu          besser zu verstehen. „An den großen Themen wie Bil-
                                                                                                                                                                         der Vernetzung
anderen Bundesländern einen weiteren Lockdown ver-              dung, Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder Regionalität
                                                                                                                                                                         und des raschen
hindern, das war wirtschaftlich wie psychologisch sehr          arbeiten wir im Rahmen des Strategieprozesses Dis.Kurs
wichtig.“Vorarlberg warVorreiter bei denTestkonzepten           Zukunft intensiv weiter“, sagt Metzler.                                                                  Austausches
und deren digitaler Organisation. Die Einführung der               Laut Landesrat Marco Tittler habe man trotz Krise an                                                  etabliert.“
Selbsttests erwies sich als enorm wichtiger Schritt, auch       den großen Investitionsprojekten festhalten können.                                                      Hans Peter Metzler
beim Impfen sei man österreichweit vorne dabei.                 „Mit dem Impulsprogramm unterstützen wir den Auf-                                                        WKV-Präsident
    „Insgesamt schaut die Wirtschaftslage so aus, dass          schwung, stärken denArbeitsmarkt und bietenAnreize,
wir vor einem Aufschwung stehen.Wir brauchen diesen             damit die Konjunktur wieder anzieht. Gerade in heraus-
Aufschwung dringend für den Wirtschaftsstandort Vor-            fordernden Zeiten ist es wichtig in Zukunftsprojekte zu
arlberg, die Zahl der Arbeitslosen geht zurück. Wir dürf-       investieren“, sagte Wirtschaftslandesrat Tittler.
ten den Talboden erreicht haben und befinden uns nun
im Turnaround. Gleichzeitig sollten wir nun miteinan-                                                    Herbert Motter

                                                                                                                                                                         „Mit dem Impuls-
                                                                                                                                                                         programm unter-
                                                                                                                                                                         stützen wir den
                                                                                                                                                                         Aufschwung,
                                                                                                                                                                         stärken den
                                                                                                                                                                         Arbeitsmarkt und
                                                                                                                                                                         bieten Anreize,
                                                                                                                                                                         damit die Konjunk-
                                                                                                                                                                         tur wieder an-
                                                                                                                                                                         zieht.“
                                                                                                                                                                         Marco Tittler
                                                                                                                           FOTOS: WKV; STUDIO FASCHING, FREDERICK SAMS

                                                                                                                                                                         Landersrat

             Durch den von WKV-Präsident Hans Peter Metzler und
          Landesrat Marco Tittler initiierten „Stab der Vorarlberger
              Wirtschaft“ sollen der gemeinsame Blick auf aktuelle
        Entwicklungen intensiviert und eine strukturierte Koordina-
                            tion untereinander ausgebaut werden.
Lernen in Zeiten der Veränderung! - Digitale Lernfabrik - WKO
NR. 13 • JUNI 2021 • DIE WIRTSCHAFT | 10

magazin
 VERANSTALTUNGSBRANCHE
 Grünes Licht für                         WETTBEWERB
                                                                                  HANDEL
                                                                                  Kündigungsfrist:
 viele Events                             Euroskills 2021 in                      Angleichung 1.10.
                                          Graz: Das Kräfte-
Neubeginn für die Messe- und                                                     Die Angleichung der Kündigungs-
Veranstaltungsbranche: Mit den            messen der Berufe                      fristen für Handelsarbeiter:innen,
neuen Regelungen ab 1. Juli und den                                              die für den ersten Juli 2021 geplant
weiteren Öffnungsschritten starten      EuroSkills ist eine einzigartige         war, wird auf den ersten Oktober
die österreichischen Messen – und vor   Kombination aus beruflichem              2021 verschoben. Eine Übersicht
allem die Dornbirner Messe – positiv    Wettbewerb, der Berufsorientie-          über die gültigen Kollektivvertrags-
und erleichtert in die Vorbereitung     rungsmesse „Try a Skill“ und             vereinbarungen, Lohntabellen und
des zweiten Halbjahres. Messen und      Rahmenveranstaltungen rund um            Zusatzinformationen für Arbeite-
Veranstaltungen können unter            das Thema Berufsausbildung.              rinnen und Arbeiter im Handel
Einhaltung der 3-G-Regel wieder         Dieses internationale Veranstal-         finden Sie unter:
uneingeschränkt durchgeführt            tungsformat wird alle zwei Jahre in      wko.at/branchen/handel/
werden. Das betrifft nicht nur die      Form einer Europameisterschaft           kollektivvertrag_handelsarbeiter.
73. Herbstmesse (September) und die     ausgetragen. Erstmals seit der           html
Gustav (Oktober) sondern auch die       Gründung von EuroSkills findet
Planung von weiteren Veranstaltun-      diese Europameisterschaft von 22.                                                                                                                     „Es ist jetzt ganz
gen im Messequartier, wie etwa die      bis 26. September 2021 in Graz
IAW, die W3 Fair+ Rheintal oder die     statt. Das „Team Austria“ will den
                                                                                                                                                                                              entscheidend, dass
                                                                                                                                                                                              wir das Impftempo

                                                                                                                              FOTO: UDO MITTELBERGER, ISTOCK, FREDERICK SAMS, DANIEL MAUCHE
i-Ausbildungsmesse im Herbst 2021.      Heimvorteil nutzen und starke
                                        Leistungen auf höchstem Niveau                                                                                                                        weiter hochhalten.
                                        zeigen.                                                                                                                                               Das ist die beste
                                        euroskills2021.at
                                                                                                                                                                                              Möglichkeit, um
                                                                                                                                                                                              einer möglichen
                                                                                                                                                                                              neuen Infektions-
                                                                                                                                                                                              welle im Herbst
                                                                                                                                                                                              wirkungsvoll
                                                                                                                                                                                              entgegenzuwir-
                                                                                                                                                                                              ken.“
                                                                                                                                                                                              Markus Wallner
                                                                                                                                                                                              Landeshauptmann

                                                  Jawohl! Nein danke!
                                  Großer, erhoffter Schritt                      Die Partymeile Pipeline: In aller Munde,
                                      Richtung Normalität                        aber dennoch kein Sinnbild
            Dank des Impffortschritts, der umfassenden Testungen und des         Die vermeintlich unerträgliche Partylautstärke und vor allem die offensicht-
          verantwortungsvollen Umgangs der heimischen Betriebe sowie der         liche „Sauerei“ an der Pipeline lösen viele verschiedene Debatten aus:
        Bevölkerung kommen wir jetzt der Normalität den großen, erhofften        Schuldige werden gesucht, Erklärungsversuche gemacht. Hier Unverständnis
   Schritt näher. Gerade Betriebe in der Nachtgastronomie oder im Eventbe-       darüber, wie sich „diese jungen Leute von heute“ aufführen, dort Verständnis
       reich haben eine lange Durststrecke durchlaufen müssen, die wir jetzt     für deren verzwickte Lage. Die einen kritisieren die vermeintliche Verbotskul-
  hinter uns lassen können. Jetzt ist es Zeit, nach vorne zu sehen und – unter   tur im Kampf gegen das Littering, andere machen Flutlichtvorschläge, die
  Einhaltung aller notwendigen Sicherheitskonzepte, Stichwort 3G – unseren       allein schon in Sachen Nachhaltigkeit und Energiesparen paradox sind. Dabei
      Betrieben wieder freie Bahn zu verschaffen, damit sie wirtschaften und     sollte das Treiben an der Pipeline Sinnbild für die – brechen wir es banal
     Beschäftigung schaffen können. Die Betriebe haben in den vergangenen        herunter – generelle Müll-Problematik im ganzen Land werden. Denn während
   Monaten gezeigt, dass sie unter Einhaltung aller notwendigen Vorkehrun-       alle (Medien) nur über die Pipeline sprechen, wird kaum ein Wort über die
                   gen sicheres Öffnen bestens gewährleisten können. (moh)       tagtäglichen Sauereien in Wiesen, Wäldern oder Gewässern verloren. (gsi)
11 | NR. 13 • JUNII 2021 • DIE WIRTSCHAFT                                                                                                                                        MAGAZIN

                                                                                            GEWERBE UND HANDWERK

  Ausbildungsqualität                                                                                                             Top-Leistungen: Beim Bundeslehrlings-
                                                                                                                                  wettbewerb der Sanitär-, Heizungs- und
                                                                                                                                  Lüftungstechniker in Bregenz stellten

    auf hohem Niveau                                                                                                              die Teilnehmenden aus ganz Österreich
                                                                                                                                  ihr theoretisches sowie praktisches

        dokumentiert
                                                                                                                                  Können eindrucksvoll unter Beweis.

                                                                  18 Teilnehmende aus ganz Österreich stellten im
                                                                  Rahmen des dreitägigen Bewerbs vom 10. – 12. Juni 2021
                                                                  anspruchsvolle Werkstücke bzw. jeweils eine komplette
                                                                  Installation nach einem vorher ausgelosten Plan her.
                                                                  DieseArbeiten wurden schließlich von einer Jury bewer-
                                                                  tet. Dabei konnte sich die oberösterreichische Delega-
                   FOTO: FREDERICK SAMS

                                                                  tion zwei Stockerlplätze sichern:

                                                                  1. Platz: Manuel Gaisberger,
                                                                            Forstenlechner Installationstechnik GmbH
                                                                  2. Platz: Bernhard Durchner, Graspointner Robert GmbH
„Mit den hervorra-                                                3. Platz: Martin Wagner, Rainalter GmbH
genden Arbeiten
haben die Teilneh-                                                   Betriebe dürfen stolz sein: „Die Erwartungenwurden
                                                                  einmal mehr übertroffen, das war ein Wettkampf auf
menden einmal
                                                                  ganz hohem Niveau. Das exakte und zielstrebige Arbei-
mehr die ausge-
                                                                  ten war beeindruckend“, sagte Innungsmeister Karl-          gungen in Sachen Aus- und Weiterbildung und damit
sprochen hohe                                                     Heinz Strele im Rahmen der Siegerehrung am Samstag.         eine Schlüsselmaßnahme gegen den Fachkräftemangel.
Ausbildungsquali-                                                 Dem schloss sich Spartenobmann Bernhard Feigl an: „Es       „Die duale Ausbildung muss konsequent gestärkt wer-
tät im Land doku-                                                 sind junge Nachwuchsfachkräfte wie diese, die unsere        den, denn sie ist an den Bedürfnissen der Arbeitswelt
mentiert.“                                                        Wirtschaft braucht. Jeder Betrieb, der seinen Lehrlingen    orientiert und bietet eine optimale Verzahnung aus Pra-
Bernhard Feigl                                                    die Möglichkeit gegeben hat, die letzten Tage hier teil-    xis, fachtheoretischemWissen und wichtigen Schlüssel-
Spartenobmann                                                     zunehmen, kann stolz auf seinen Unternehmensnach-           qualifikationen. Sie gibt jungen Menschen ein umfas-
Gewerbe und Handwerk                                              wuchs sein.“                                                sendes Rüstzeug auf den beruflichen Karriereweg mit,
                                                                                                                              damit sie sich in der Arbeitswelt erfolgreich behaupten
                                                                     Schlüsselmaßnahme gegen Fachkräftemangel: Lehr-          können“, betonte WKV-Direktor Christoph Jenny und
                                                                  lingswettbewerbe sind nicht nur eine ideale Gelegen-        gratulierte allenTeilnehmenden herzlich zu den hervor-
                                                                  heit, sich untereinander zu messen und voneinander zu       ragenden Leistungen.                          Simon Groß
                                                                  lernen, sondern auch Teil der wichtigen Rahmenbedin-
                                          FOTOS: DIETMAR MATHIS

                                                                                                         Die Sieger vorne mit Trophäe – Bernhard Durchner (2. Platz), Manuel Gaisberger
                                                                                                         (1. Platz) und Martin Wagner (3. Platz) –gemeinsam mit allen Teilnehmenden.
MAGAZIN                                                                                                   NR. 13 • JUNI 2021 • DIE WIRTSCHAFT | 12

KREATIVWIRTSCHAFT

Eine GlückBox
nach Corona                                                                                                                Martin Bröll

Choch 3. Von Januar 2021 bis Juni 2021 fand die Vorarlberger
Kreativwirtschaftscoachingausgabe mit den Coaches Isabella Natter-
Spets (funka) und Bernd Hilby (WISTO) online statt. Die Arbeitsgrup-
pe „Cube“ entwickelte als Projekt eine „GlückBox“.

                                                                                                                           Hannah Eberle

Z   iel der Choch3-Projektarbeiten sind unter anderem
    Übungsbeispiele für mehr Kooperationskompetenz
oder auch konkrete Projekte, die nach dem Programm
                                                                Silvana Jungmann: Wir möchten mit diesem Kunst-
                                                             und Kultur-Projekt zu einem größeren, kreativen Mit-
                                                             einander und Austausch anregen. Wir sind ein Interak-
                                                                                                                           Andrea Fritz-Pinggera
in der Praxis umgesetzt werden. Im Rahmen des Kreativ-       tives Kunstprojekt, eine multimediale Kampagne, eine
wirtschaftscoachings Choch3 stellte sich die Arbeits-        unabhängige Initiative für bewusstes Leben und Glücks-
gruppe „Cube“ der Aufgabe, nach Corona tragfähige            besinnung und fungieren als Mutmacher, Impulsgeber,
Ideen fürTourismus und Events zu kreieren. Das Projekt       Glücksbringer, Fragensteller, Initialzünder, Motivator.
soll Kunstschaffende,Wirtschaft undTourismus zusam-           Wir wollen ähnlich wie in Deutschland gemeinsam mit
menbringen und Einheimischen wie auch Touristen ei-          der Bevölkerung das Bruttonationalglück heben.“ Die
nen „glücklichen“ Eindruck zur Vielfalt und Kreativität      praktische und technische Umsetzung ist im Gange. Im
unserer Region vermitteln.                                   September soll die erste GlückBox stehen.
                                                                Mehr über das Kreativwirtschaftscoachingpro-
Tourismus, Handel & Kunst                                    gramm auf kreativwirtschaft.at/kreativwirtschaftsser-
   Aus der Idee von Dominik Henss, der einen Design          vice/c-hoch-3-kreativwirtschaftscoaching/
Cube mit Kunst verbinden wollte, wurde von Silvana
Jungmann in Richtung „Vermittlung von Glückserleb-                                                                         Silvana Jungmann
nissen“ weiterentwickelt. Ein Cube als mobileVeranstal-      Facts Team „Cube“
tungsplattform hat als Konzept bereits bestanden. Die-         •     Martin Bröll, Musiker undTontechniker, greenbee
ser sollte eine Region als Erlebnis, Spiel und Spass sowie           records, Alberschwende, greenbee-records.at
Kultur widerspiegeln. Gespräche mit Experten wie Ge-           •     Hannah Eberle, Musikerin, Cellistin, Feldkirch
rald Hüther oder der deutschen „Glücksministerin“ Gina         •     Andrea Fritz-Pinggera, Textagentur wortwerk,
Schöler folgten. Die GlückBox soll mobil unterwegs sein,             Hard, wortwerk.cc
sie soll ein „Leuchturm“ sein und als große GlückBox           •     Silvana Jungmann, TASJ Tourismus Agentur Sil-
Bühne und Infopunkt sowie Ort von Veranstaltungen                    vana Jungmann, Rankweil, tasj.at
sein. In unterschiedlichenVorarlberger Ortschaften wird        •     Dominik Henss, Henss-Innenausbau GmbH,
die GlückBox gemeinsam mit Handel, Gastronomie, Be-                  Feldkirch, aufundzu.com
trieben und Einrichtungen präsentiert. Die Bespielung
soll stets in Kombination mit Kunst und Kulturschaf-                                                                       Dominik Henss
fenden aus unserer Region erfolgen.
13 | NR. 13 • JUNI 2021 • DIE WIRTSCHAFT                                                                                                   MAGAZIN

                                                                                          Kurzfilme mit
                                                                                          gesellschaftlichem Auftrag
                                                                                          Das Kreativwirtschaftscoaching Choch3 (Creative Community Coaching) steht seit vielen Jahren für
                                                                                          den interdisziplinären Austausch unter Kreativschaffenden in ganz Österreich und deren wirtschaft-
                                                                                          liches Empowerment durch neue Kooperationen und Know-how für individuelle Geschäftsmodelle.

                                                                                                                                                        sonen, die solche Situationen durchleben,wissen, sie sind
                                                                                                                                                        mit ihren Erlebnissen nicht alleine. Ermutigung und Hoff-
                                                                                                                                                        nung sind das Ziel, denn jeder Mensch hat das Recht auf
                                                                                                                                                        körperliche und geistige Unversehrtheit.“ Für eine klare
                                                                                                                                                        Regelung und Vereinbarung wurden Darstellerverträge
                                                                                                                                                        nach derVorlage derWirtschaftskammer erstellt. Mit Mas-
                                                                                                                                                        ke und aktuellem Corona-Test arbeitete ein fünfköpfiges
                                                                                                                                                        Team am ersten Drehort und ein siebenköpfigesTeam am
                                                                                                                                                        zweiten Drehort. Scheinwerfer, Kamera, Mikrofon und ein
                                                                                                                                                        kleiner Bildschirm für die Regisseurin wurden aufgebaut.
                                                                                                                                                        NacheinigenWiederholungen,mehrerenLicht-undSchat-
                                                                                                                                                        tenkorrekturen, Umbauten, guter Laune und jeweils sie-
                                                                                                                                                        ben Stunden Drehzeit hatten wir unsere Rohmaterialien
                                                                                                                                                        gespeichert. Um unsere Kurzfilme professionell abschlie-
                                                                                                                                                        ßen zu können, wurden sie geschnitten und mit Unterti-
                                                                                                                                                        teln in drei verschiedenen Sprachen versehen. Die Präsen-
                                                                                                                                                        tation der Kurzfilme erfolgt voraussichtlich im September

                                                                                          D    ie Ziele von Choch3 sind die Erweiterung wirtschaft-
                                                                                               licher Kompetenzen und die Weiterentwicklung der
                                                                                          Identität als Unternehmer:in. Eine Professionalisierung
                                                                                                                                                        und bei kleineren Filmfestivals.

                                                                                          des Kooperationsnetzwerkes wurde durch eine intensive
                                                                                          Peergruppenarbeit gefördert. Das Vorarlberger Team traf                                       Claudia Nappi
                                                                                          sich monatlich online zu insgesamt sechs Tageswork-                                           Entwicklerin und Grün-
                                                                                          shops. Sehr unterschiedliche Kooperationsprojekte wur-                                        derin der D.O.R.A.® Me-
                                                                                          den von den einzelnen Teilnehmenden angeboten, unter                                          thode, Diplom wertori-
                                                                                          anderem das Kurzfilm Projekt der Präventionspädagogin                                          entierter systemischer
                                                                                          Claudia Nappi und der KinderbuchautorinTânia Maria Ro-                                        Coach & Beraterin, Prä-
                                                                                          drigues-Peters.ZweiKurzfilmemitdenArbeitstiteln„Emo-                                           ventionspädagogin
                                                                                          tionaleGewalt“und„ElterlicheEntfremdung“wurdenvon                                             (Schutz vor Gewalt und
                                                                                          den beiden geplant. Claudia Nappi: „Unsere unterschied-                                       Missbrauch), Erzieherin,
                                                                                          lichen Berufshintergründe halfen uns, das Vorhaben zu                                         GründungsmitgliedVer-
                                                                                          realisieren. Dankvieler Kontakte und der Bereitschaft eini-                                   ein „gewaltFREIleben“
                                                                                          ger Bekannter und Freunde, die als Schauspieler, Fotograf,                                   claudianappi.com
                                                                                          KameramannundinderLicht-undTontechniktätigwaren,
FOTO: WFOTOSTUDIO BEATRIX, ALEXANDRA SERRA, CLAUDIA NAPPI

                                                                                          war ein tragfähiges und motiviertes Team gefunden wor-
                                                                                          den. Selbstdie beiden Drehorte stelltenkein Problemdar.“                                      Tânia Maria Rodrigues-
                                                                                              TâniaMariaRodrigues-Peters,diebereitsfürihrenKurz-                                        Peters
                                                                                          film „Die graue Frau“ international ausgezeichnet worden                                       BA in Kommunikations-
                                                                                          ist: „Bevor wir jedoch unseren ersten Kurzfilm drehen                                          wirtschaft und in Kunst-
                                                                                          konnten, benötigten wir Dialoge. Da wir beide die Produ-                                      studium Bildende Küns-
                                                                                          zentinnen dieser Filme sind, haben wir uns sehr genau                                         te. Kinderbuchautorin,
                                                                                          überlegt, welche Themen und welche Botschaft unsere                                           Kurzfilmemacherin,
                                                                                          Texte transportieren sollten. Wir wollten emotionale Ge-                                      Künstlerin, Malerin und
                                                                                          walt innerhalb einer Partnerschaft thematisieren und die                                      Glasbildhauerin, Schau-
                                                                                          Entfremdung der Kinder von einem Elternteil. Dadurch                                          spielerin und Performe-
                                                                                          dassdieseeherTabuthemensind,waresunswichtigdarauf                                             rin.
                                                                                          aufmerksam zu machen. Es ist uns ein Anliegen, dass Per-                                     rodrigues-peters.com
MAGAZIN                                                                                                                                          NR. 13 • JUNI 2021 • DIE WIRTSCHAFT | 14

   3 FRAGEN | 3 ANTWORTEN                                                                                         IT-SECURITY EXPERTS

  Generierung
  digitaler Leads                                                                     Mehr Mitarbei-                                                        IT-Security. Compu-
                                                                                                                                                            tersysteme werden
                                                                                                                                                            technisch immer
  Peter Flatscher berät drexel und
  weiss Energieeffiziente Haustech-                                                   tende - mehr                                                          besser vor Angriffen
                                                                                                                                                            geschützt. Die letzte

                                                                                      Securitylücken
  niksysteme GmbH bei der Weiterent-                                                                                                                        „Verteidigungslinie“
  wicklung des Geschäftsmodells mit                                                                                                                         ist aber menschlich.
  Fokus auf digitale Lead-Generierung.

 1    Seit Kurzem unterstützen Sie drexel
      und weiss bei ihrem Entwicklungs-
      prozess. Wie verläuft die Zusammen-
  arbeit? drexel und weiss haben sich in
                                                                                                                                          sungen. Dennoch ist und bleibt das schwächs-
                                                                                                                                          te Glied der Mensch. Menschgemachte
                                                                                                                                          Sicherheitslücken können zurVerschlüsselung
  ihrem 20-jährigen Bestehen erfolgreich als                                                                                              von Unternehmensdaten führen, die nur ge-
  Anbieter modernster Gebäudetechnik                                                                                                      gen Lösegeld freigegeben werden oder im bes-
  etabliert und befinden sich aktuell in einer                                                                                            ten Fall eine zeitaufwendige Säuberung und
  Umbruchphase. Anfang des Jahres wurde
                                                                      FOTO: BEIGESTELLT

                                                                                                                                          System-Wiederherstellung erfordern.
  mit Jürgen Fink ein neuer Geschäftsführer
  ins Unternehmen geholt. Ich bewege mich                                                                                                    Testen, schulen, einbeziehen. Sensibilisie-
  grundsätzlich sehr gerne in solchen                                                                                                     ren Sie Ihre Mitarbeitenden für die Gefahren
  Übergängen und wir zwei waren sofort auf                                                  Armin Gaiser rät zur Sensibilisierung         und deren Konsequenzen. Denn jegliche Auf-
  einer Wellenlänge. Gemeinsam mit dem                                                      der Mitarbeitenden hinsichtlich               forderung zur Weitergabe von Benutzerkenn-
                                                                                            Phishing Mails.
  motivierten Kernteam arbeiten wir nun an                                                                                                wörtern auch innerhalb des Unternehmens,
  der nachhaltigen Entwicklung des                                                                                                        sollte geprüft werden. Und überlegen Sie die

                                                                                    D
  Unternehmens.

 2
                                                                                           ie Cybercrime-Studie des Kuratoriums für       Vergabe von Administratorenrechten ganz ge-
       Welchen Nutzen konnte Ihr Kunde
       durch die Beratung ziehen? Ziel ist es,                                             Verkehrssicherheit ist alarmierend. 2019       nau. Gerade mit steigender Mitarbeiter:innen-
       das Geschäftsmodell langfristig und                                            machten ca. 80 Prozent der KMU Erfahrung mit        zahl wächst auch die Distanz zu den einzelnen
  iterativ weiterzuentwickeln. Zunächst                                               Phishing-Versuchen, 50 Prozent mit Ransom-          Teammitgliedern. Und genau das machen sich
  wurden vorhandene Potenziale identifiziert                                          ware-Angriffen. Auch Vorarlberger Unterneh-          die Angreifer:innen zunutze.
  und priorisiert. Im Rahmen des aktuellen                                            men wurden vermehrt Opfer solcher Attacken.            Tipp.Aktuell bietet die ExpertsGroup IT-Se-
  Projekts wird gemeinsam mit Florian                                                 Besonders beliebt sind sogenannte Phishing          curity 20 Unternehmen einen LUCY-Test an.
  Dünser (voor) ein Prototyp für die digitale
                                                                                      Mails. Die Gefahr, dass Mitarbeitende auf die       Dabei übernehmen die Security-Experten die
  Lead-Generierung umgesetzt. Florian und
  ich arbeiten regelmäßig zusammen, durch                                             Einladungen von Millionen-Erben hereinfal-          Rolle eines Angreifers, um vorhandene
  das eingespielte Team, hat der Kunde nicht                                          len, ist mittlerweile gering. Bei den beinahe       Schwachstellen sowohl in der technischen In-
  nur Zugang zum Know-how beider                                                      perfekt aussehenden E-Mails, die zum Einstieg       frastruktur als auch bei den Mitarbeitenden zu
  Unternehmen, sondern wir erreichen im                                               auf manipulierteWebseiten auffordern, tappen         erkennen. In einem anschließenden Sensibili-
  Rahmen unserer Projekte auch maximale                                               aber manche in die Falle. Benutzernamen und         sierungsgesprächwird darüber informiert und
  Effektivität der Maßnahmen.                                                         Kennwörterwerden dann unbemerkt abgegrif-           eswerden Lösungen gefunden. Info auf cyber-

3
      Welche Bedeutung spielte der
                                                                                      fen. Dagegen helfen technische Sicherheitslö-       heer.at
      Beratungsscheck in diesem Prozess?
      Wir haben diesen für die Erstellung
  einer Vorstudie genutzt. Daraus ist ein
  konkretes Projekt entstanden. Diesbezüg-
                                                                                          FRAU IN DER WIRTSCHAFT
  lich ist jetzt die neue Initiative „Restart your
  Business“, insbesondere für Kooperations-
  projekte zwischen den beiden Fachgrup-                                             Herausforderung Sommer
  pen, sehr hilfreich.                                                               Mit Blick auf die bevorstehenden Sommerferien ist das Thema Kinderbetreuung in aller
                                                                                     Munde. Neun Wochen Ferien sind herausfordernd für Familien mit Schulkindern.

  Peter Flatscher
  veicus.com                                                                       D      ieVereinbarkeitvonFamilieundBerufistein
                                                                                          gesellschaftliches Schlüsselthema. Für be-
                                                                                     rufstätige Eltern ist die Situation vor allem hin-
                                                                                                                                          den Spagat zwischen Arbeit und Familie meis-
                                                                                                                                          tern müssen. Für sie ist eine gesicherte Kinder-
                                                                                                                                          betreuung auch in den Sommermonaten essen-
                                                                                     sichtlich derÖffnungszeiten der Betreuungsein-        ziell“, betont Evelyn Dorn, Vorsitzende der Frau
                                                                                     richtungen oft nicht zufriedenstellend. Die          in derWirtschaft (FiW), und führt aus: „Die Frau-
                                                                                     Sommermonate verschärfen die Problematik             en sind so gut ausgebildet wie noch nie und nur
                                                                                     zusätzlich: Neun Wochen Schulferien und              so kann deren Potenzial bestmöglich genutzt
                                                     FOTO: MARCEL A. MAYER

                                                                                     Schließzeiten in den Kindergärten sorgen für         werden.“ FiW fordert daher einen gesetzlich ver-
                                                                                     einen erhöhten Betreuungsbedarf durch die El-        ankerten Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung
                                                                                     tern. Gerade für diese Zeit braucht es einen Aus-    abdemerstenGeburtstagbiszum14.Lebensjahr
                                                                                     bau der Lern- und Betreuungsangebote im Land.        –undzwarflächendeckend,ganztägig,qualitäts-
                                                                                     „Es sind immer noch mehrheitlich Frauen, die         voll, leistbar und über das ganze Jahr hinweg.
15 | NR. 13 • JUNI 2021 • DIE WIRTSCHAFT                                                                                                                       MAGAZIN

LEBENSRAUMTREFFEN

„Die Krise zeigt, wie wichtig Vernetzung ist.“
Auf Initiative von WKV-Präsident Hans-Peter Metzler fand kürzlich ein Treffen mit den Allgäuer Landrät:innen
Maria-Rita Zinnecker (Ostallgäu), Indra Baier-Müller (Ostallgäu), Elmar Stegmann (Lindau) und dem Vorarl-
berger Wirtschaftslandesrat Marco Tittler sowie dem Bürgermeister Andi Haid (Kleinwalsertal) statt.

   Die Vertreter repräsentieren den Lebensraum, in dem
sich die Bürgerinnen und Bürger aus Vorarlberg und dem
Allgäu bewegen – ganz unabhängig von Grenzen. Treff-
                                                                                                                                            Wirtschaftslandesrat Marco
punkt war das Kleinwalsertal, das Symbol für dieses Bewe-                                                                                   Tittler, Bürgermeister Andi
gen ohne Blick auf Grenzen ist. Hans Peter Metzler zeigte                                                                                   Haid, Landrätin Indra
sich erfreut über die gemeinsamen Ziele,welche imTreffen                                                                                     Baier-Müller, Landrätin Maria
                                                                                                                                            Rita Zinnecker, Landrat Elmar
andiskutiertwurden:„Ichfreuemich,denGrundsteineiner                                                                                         Stegmann und WKV-Präsident
noch intensiveren grenzüberschreitenden Zusammenar-                                                                                         Hans Peter Metzler.
beit gelegt zu haben. Den Menschen geht es wie der Wirt-         FOTO: WKV
schaft – die Region ist nicht teilbar. Gerne werde ich hier zu
einem weiterenTreffen einladen.“

   „Wenn man sich kennt.“ Bürgermeister Andi Haid erin-                      Bernhard Joachim ergänzten dasTreffen undverwiesen auf
nerte an die Bedeutung der kurzenWege in der Krise. „Eben                    bestehende grenzüberschreitende Projekte und auch zu-
diese gilt es herzustellen. Das geht nur, wenn man sich                      künftiggeplante.Möglichkeitengibtesviele:Siereichenvon
kennt. Der Lebens- undWirtschaftsraum zeigt,welche Kraft                     Mobilität über Kultur,Wirtschaft, Bildung bis zur Ökologie.
er hat – und diese entsteht nur durch Zusammenarbeit“,                       „DabeispieltQualitätdiewesentlicheRolle,aufdiemanset-
betonte Metzler. Wie sehr die Pandemie den gemeinsamen                       zen muss“, beschrieb Elmar Stegmann die Richtung.
Lebensraum beeinträchtigte, zeigte sich an den geschlosse-
nenGrenzeninderKrise.„Bisherwarengrenzüberschreiten-                            Globaler Bezug. „Diese Themen kennen keine Grenzen.
denProjekteselbstverständlich.Dasmusswiedersowerden.                         VordemHintergrundderweltweitenProblemeundHeraus-
Private dürfen nicht darunter leiden“, sagte Rita Maria Zin-                 forderungenwerdenregionaleAntwortenimmerwichtiger.
necker, Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH. „Auch                      Gerade in herausfordernden Zeiten sind derAustausch und
die neue Euregio Förderperiode ist hier eine Chance für die                  Kontakt mit den Nachbarn in der Region also besonders
Zukunft, die man nutzen muss“, konkretisierte Indra-Baier-                   wichtig. Ich danke deshalb Präsident Metzler für die Initia-
Müller, die auch Präsidentin der Euregio-via-salina ist. Die                 tive zum Treffen“, sagte Wirtschaftslandesrat Marco Tittler
beidenGeschäftsführerderAllgäuGmbH,KlausFischerund                           mit Blick auf einen globalen Bezug.

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ÖSTERREICH                                                                                                             NR. 13 • JUNI 2021 • DIE WIRTSCHAFT | 16

                                       GASTKOMMENTAR           HARALD MAHRER, WIRTSCHAFTSKAMMER-PRÄSIDENT

                                       „Aufschwung für alle“

                                       D    ie Chancen stehen gut, dass dieser Sommer wieder
                                            uns allen gehört. Dank der unter Mitwirkung der
                                       Wirtschaftskammer fixierten Öffnungsschritte ab Juli
                                                                                                        Außer Frage steht, dass einzelne Bereiche unserer
                                                                                                     Wirtschaft erst wieder Schritt für Schritt in Schwung
                                                                                                     kommen werden. Umso wichtiger ist es, dass wir errei-
                                       kommen wir der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen        chen konnten, dass die branchenspezifische Adaptie-
                                       Normalität in Österreich einen ganz großen Schritt nä-        rung und Fortführung der Unterstützungsmaßnahmen
                                       her.                                                          gesichert sind. Das alles sind keine „Geschenke“ an die
                FOTO: MAREK KNOPP

                                          Was unsere Betriebe jetzt brauchen, ist freie Bahn für     Wirtschaft, wie manche behaupten, sondern vernünftige
                                       Wertschöpfung und Beschäftigung. Jetzt heißt es Steu-         Investitionen in wirtschaftliche und soziale Stabilität in
                                       ern runter und Investitionen rauf. Und mehr Vertrauen         Österreich. Sie stellen sicher, dass möglichst alle Betrie-
                                       von Gesellschaft und Politik - nicht nur, wenn es um          be bald wieder das tun können, was das ganze Land wei-
                                       Wachstum und Arbeitsplätze geht: Denn unsere Unter-           terbringt: Arbeit und Zukunft schaffen.
Harald Mahrer
WKÖ-Präsident                          nehmen haben in den vergangenen Monaten eindrucks-               In diesem Sinn: Nutzen wir unsere wiedergewonnene
                                       voll gezeigt, dass sie mit ihren Konzepten und Lösungen       unternehmerische Freiheit in diesem Sommer für einen
                                       sicheres Öffnen bestens gewährleisten können. Viele            starken Aufschwung für alle!
                                       reden von gesellschaftlicher Verantwortung - unsere Be-
                                       triebe leben sie. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle
                                       auch bei Ihnen persönlich bedanken!
                                          Unser Kurs alsWKO, auf die richtige Balance zwischen
                                       gesundheitspolitischerVerantwortung und wirtschafts-
                                       politischer Vernunft zu drängen, hat sich jedenfalls be-
                                       währt.

 INFORMATION

                                    Corona-Regeln: Vieles neu ab Juli
                                    Ab 1. Juli treten folgende Regelungen in Kraft:                  Gastronomie & Hotellerie:
                                      •     Die 3G-Regel (geimpft, getestet, genesen) gilt weiter-     •   Keine Maskenpflicht mehr für Gäste und Mitar-
                                            hin überall dort, wo sie aktuell gilt                          beitende sowohl indoor als auch outdoor
                FOTO: ISTOCK

                                      •     Die vorgezogene Sperrstunde wird aufgehoben                •   Ende der Registrierungspflicht voraussichtlich
                                      •     Abstandregelungen (1-Meter-Mindestabstand) wer-                ab 22. Juli 2021
                                            den aufgehoben
                                      •      Keine Quadratmeter-Beschränkungen in Geschäfts-         (Nacht-)Gastronomie:
                                            lokalen und Betrieben                                      •    Ab 1. Juli: mit verkleinerter Kapazität, keine
                                                                                                            Abstandspflicht mehr
                                    Masken:                                                            •    Voraussichtlich ab 22. Juli: keine Beschränkun-
                                      •    Lockerungen der Maskenpflicht ab 1. Juli ist in Öffis/              gen
                                           Handel/Museen nur mehr ein MNS notwendig
                                      •    FFP2-Pflicht bleibt jedenfalls in Pflegeheim/Kran-          Veranstaltungen:
                                           kenhaus                                                     •   Anzeigepflicht ab 100 Personen
                                    Tests:                                                             •   Bewilligungspflicht ab 500 Personen
                                      •    Die Testpflicht wird gelockert – Tests sind erst ab 12
                                           Jahren vorgeschrieben                                        Alle Infos unter wko.at/corona
17 | NR. 13 • JUNI 2021 • DIE WIRTSCHAFT                                                                                              PROMOTION

                                                              RAIFFEISEN

          Vorarlberg steht in den Startlöchern: Nach dem
    Konjunktureinbruch durch die Pandemie machen sich
                                                              Vorarlbergs Wirtschaft
     Unternehmer bereit für einen neuen Aufschwung. Im
    Vorteil ist dabei, wer dafür die richtigen Partner hat.   vor neuem Aufschwung
Wilfried Hopfner
Vorstandsvorsitzender der
Raiffeisenlandesbank
Vorarlberg
                                                                                            Gemeinsam voran
                                                                                               Die Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraums
                                                                                            Vorarlberg war in den vergangenen Jahrzehnten eine ech-
                                                                                            te Erfolgsgeschichte. Deren Ende ist längst noch nicht
                                                                                            geschrieben, meint Wilfried Hopfner: „Die Attraktivität
                                                                                            unserer Region für Unternehmen und Beschäftigte wird
                                                                                            auch in Zukunft hoch bleiben.“ Der Erfolg kommt dabei
                                                                                            nicht von ungefähr: Fleiß, Mut, Weitsicht, Bildung – in
                                                                                            Vorarlberg scheint es einen optimalen Mix daraus zu ge-
                                                                                            ben. „Dazu kommt, dass Unternehmerinnen und Unter-
                                                                                            nehmer hierzulande besonders auf gute Partnerschaften
                                                                                            Wert legen“, betont Wilfried Hopfner. Womöglich ist ge-
                                                                                            rade deshalb Raiffeisen Marktführer bei Firmenkunden.

                                                                                            Raiffeisen als Nummer 1
                                                                                                Zahlreiche große und kleinere Unternehmen vertrau-
                                                                                            en bei ihren Finanzen den Vorarlberger Raiffeisenban-
                                                                                            ken. Deren Erfolgsrezept ist kein Geheimnis: Seit vielen
                                                                                            Jahrzehnten setzt man auf Verlässlichkeit, Verbindlich-
                                                                                            keit und höchste Qualität. „Das beginnt schon bei unse-
                                                                                            ren kompetenten Beraterinnen und Beratern“, so Wil-
                                                                                            fried Hopfner. „Genauso gehört unsere hochwertige und
                                                                                            breite Dienstleistungspalette mit zum Angebot.“ Raiff-
                                                                                            eisen ist national und international vernetzt. „Zugleich
                                                                                            treffen wir Entscheidungen vor Ort und damit zeitnah
                                                                                            und im Wissen um die Besonderheiten unserer Region
                                                                                            und unserer Kundinnen und Kunden“, sagt Hopfner.
                                                                                            Warum Raiffeisen das glaubwürdiger als andere von sich
                                                                                            behaupten kann, ist klar: Alle Raiffeisenbanken sind
                                                                                            selbstständig und nicht Teil eines nationalen oder gar
                                                                                            internationalen Konzerns. Ihre Entscheidungen können
                                                                                            sie daher selbst fällen.

                                                                                            Klares Leistungsversprechen
                                                                                               DieVorstände derVorarlberger Raiffeisenbanken sind
                                                                                            selbst Unternehmer. Auch deshalb ist ihr Verständnis
                                                                                            für die Anliegen der heimischen Wirtschaft besonders

                                D    ie heimischeWirtschaft war besonders von den ver-
                                     ordneten Beschränkungen der vergangenen Mona-
                                te betroffen. Umso mehr zählt es jetzt,wieder neu durch-
                                                                                            groß. Zur ganzheitlichen Betreuung von Raiffeisen ge-
                                                                                            hört es auch, Unternehmer in ihrem Wirtschafts- und
                                                                                            ihrem Privatleben zu begleiten. Das Private-Banking-An-
                                zustarten. „Tatsächlich deutet alles darauf hin, dass die   gebot der Vorarlberger Raiffeisenbanken erfreut sich
KONTAKT                         Wirtschaft in allen Branchen wieder anspringt“, freut       daher starker Nachfrage. Wilfried Hopfner: „Unsere Be-
                                sich auch Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender der       ratung endet nicht beim Firmenkonto. Gemeinsam mit
Vorarlberger
Raiffeisenbanken                Raiffeisenlandesbank Vorarlberg. Er muss es wissen,          unseren Kundinnen und Kunden denken wir über den
raiba.at                        sind die Banken mit dem Giebelkreuz doch mit Unter-         Tellerrand hinaus und finden in allen Bereichen pass-
                                nehmen aller Bereiche stark verbunden.                      genaue und nachhaltige Lösungen.“
UNTERNEHMEN                                                               NR. 13 • JUNI 2021 • DIE WIRTSCHAFT | 18

NEWS

Meldungen aus der         An dieser Stelle berichten wir über aktuelle und
                          interessante Entwicklungen aus Vorarlbergs
Vorarlberger Wirtschaft   Unternehmen.

                                                           AUSGEZEICHNET

                                                           MH direkt Shop radbag unter
                                                           den Top Ten im Online-Handel
                                                           Das Vorarlberger e-Commerce- & Fulfillment-
                                                           Unternehmen MH direkt betreibt neben der Betreuung
                                                           seiner B2B-Kunden auch seinen eigenen Online Shop
                                                           radbag, der sich unter den zahlreichen Geschenke-Plattfor-
                                                           men im Internet in relativ kurzer Zeit etablieren konnte und
                                                           mittlerweile zu den führenden europäischen Online-Anbie-
                                                           tern in diesem Segment zählt. Als Bestätigung dieser
                                                           erfreulichen Entwicklung wurde radbag kürzlich vom
                                                           deutschen Handelsblatt ausgezeichnet und in der Kategorie
                                                           „Geschenkideen“ in die Top Ten der besten Online Shops
                                                           gewählt. Im Bild: MH-Geschäftsführer Philipp Schindler.

                                    S.I.E SOLUTIONS/PROTASK

                                    Wenn Marktführer zusammenarbeiten
                                    Um für die Kundenbedürfnisse einer digitalisierten Welt noch besser
                                    gerüstet zu sein, hat sich die Mannschaft der Firma S.I.E SOLUTIONS für die
                                    neueste Version des Enterprise-Resource-Planning-Systems von SAP entschie-
                                    den. Bei der kompletten Umsetzung und Implementierung wurde auf das
                                    Know-how des Dornbirner Spezialisten proTask gesetzt. Der Start der
                                    intensiven Projektarbeiten fiel dann unmittelbar auf den ersten Lockdown im
                                    März 2020. So wurden sämtliche Wünsche, Spezifikationen und Projekt-Anfor-
                                    derungen via TEAMS-Sitzungen formuliert und ausgearbeitet. Auch das «Go
                                    Live» für die neue Datenbank erfolgte zwischen den Firmen-Verantwortlichen
                                    rein digital.

                                                           AMANN KAFFEE

                                                           Millionen-Investition
                                                           Der Kaffee-Hersteller Amann Kaffee GmbH mit
                                                           Standorten in Lustenau und Schwarzenberg steht vor dem
                                                           Abschluss eines rund drei Millionen Euro schweren
                                                           Investitionsprogrammes, das im Jänner 2020 gestartet
                                                           wurde. Geschäftsleitungsmitglied Florian Amann erklärte,
                                                           dass der Investitionsplan mit der Installation einer
                                                           60-Kilogramm-Röstanlage am Stammsitz in Lustenau bis
                                                           zum Frühherbst 2021 umgesetzt werde. Aufgrund der
                                                           Corona-Maßnahmen sei das Bau- und Investitionsprojekt
                                                           zeitlich massiv verzögert worden. (wpa)

                                               RAIFFEISENLANDESBANK

                                               Leistbarkeit am Vorarlberger
                                                                                                                          FOTOS: RADBAG, PROTASK, RAIFFEISENLANDESBANK

                                               Immobilienmarkt
                                               Plus 16 Prozent bei den Preisen für Wohnungen 2020 in Vorarlberg,
                                               plus zehn Prozent bei Einfamilienhäusern. Ein Ende des Preisan-
                                               stiegs ist nicht in Sicht. Raiffeisen bleibt dabei der größte Finanzie-
                                               rungspartner der Vorarlberger:innen: Allein im vergangenen Jahr
                                               liehen sich die Menschen zusätzlich über 557 Mio. Euro von den
                                               Genossenschaftsbanken aus, um sich neuen Wohnraum zu schaffen.
                                               „Die hohen Preise im Westen kommen nicht von ungefähr“, erläutert
                                               Raiffeisen-Vorstand Wilfried Hopfner. „Vielmehr spiegeln sie die
                                               gute wirtschaftliche Lage, das überdurchschnittliche Einkommen
                                               und die dynamische Bevölkerungsentwicklung wider.“
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