Mit Mut zum Markterfolg - ZWISCHEN NORD- UND OSTSEE - IHK Schleswig-Holstein

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Mit Mut zum Markterfolg - ZWISCHEN NORD- UND OSTSEE - IHK Schleswig-Holstein
01/2015 · Januar
Ausgabe Lübeck · 4801

                        ZWISCHEN NORD- UND OSTSEE

Mit Mut zum
Markterfolg
� Titelthema:                               � Wirtschaft
  Ideen für neue                              im Gespräch:
  Produkte                                    SHMF-Intendant
                                              Christian Kuhnt

                                            � ChemCoastPark
                                              Brunsbüttel:
                                              Leuchtturm
                                              mit Potenzial
Mit Mut zum Markterfolg - ZWISCHEN NORD- UND OSTSEE - IHK Schleswig-Holstein
Gar antie rt
                                                     !
              ä rz 2015                  ein Ge winn                                                                 DIALOG
     1 2 . M
11.–                                                                                                              BUSINESS
    L S T  E N HALLEN
 HO            NSTER
   N E U M   Ü                                                                                                   KONTAKTE

          DIE MITTELSTANDSMESSE FÜR DEN NORDE
                                        NORDEN

                                                                             ei en S ie ei n en  S ch r itt vor aus
                                                                           S                           N  etzw er k !
                                                                          und er w ei te r n S ie Ih r
                                                                        DER TREFFPUNKT FÜR UNTERNEHMER,
                                                                        FREIBERUFLER UND
                                                                        LEITENDE ANGESTELLTE IM NORDEN!

                                                                        MITTWOCH
                                                                        11. MÄRZ 2015 | 10.00 -19.00 UHR
                                                                        DONNERSTAG
                                                                        12. MÄRZ 2015 | 09 .00 -16.00 UHR

DIE FAIR4BUSINESS …                                                     ZIELE DER MESSE UND NUTZEN DER AUSSTELLER
… ist die bedeutenste branchenübergreifende B2B-Messe im Norden.         Knüpfen  Sie branchenübergreifende Kontakte
Die Veranstaltung dient regionalen Unternehmen dazu, ihr Potential       Hohe  Kontaktfrequenz mit aufgeschlossenen Fachbesuchern
darzustellen und somit den Norden als Wirtschaftsstandort zu stärken.    Positives Geschäfts- und Gesprächsklima
Die Messe genießt Bekanntheit über den Norden hinaus. Aussteller und     Mitgestaltung der Foren mit Fachreferaten und Beiträgen

Besucher kommen aus ganz Norddeutschland.                                Werbemöglichkeiten schon im Vorfeld der Veranstaltung
                                                                         Imagewerbung und wahrgenommene Präsenz
                                                                         Nehmen Sie Einblick in aktuelle Trends
                                                                         Networking live beim kostenlosen Ausstellerabend
STARKE LEISTUNG ZU GÜNSTIGEN KONDITIONEN
  Eine Standfläche von z. B. 6 qm kostet nur EURO 856,00 Netto.
                                                                        TREFFEN SIE FACHBESUCHER … sie sind Entscheider,
                                                                        d. h. Unternehmer, Geschäftsführer, Einkäufer, Abteilungsleiter,
IM STANDFLÄCHENPAKET ENTHALTEN:
                                                                        aber auch unternehmerisch orientierte Personen, die neue aktive
 Anthrazitfarbener Teppich        Abfallentsorgung                    & kreative Geschäftspartner in der Region kennenlernen möchten.
 Rück- und Seitenwände            Nächtliche Hallenbewachung

                                                                                                          ei !
  (1m weniger als Standtiefe)      Ausstellerabend und -frühstück
 Standreinigung                   Werbepauschale

                                                                              S e ie n a u c h S ie d a b
     Gerne erstellen wir für Sie Ihr individuelles Angebot!
                                                                            ERFAHREN SIE MEHR UNTER
                                                                            TELEFON: 04321 - 7078865

                                                                            info@fabrik10.de          Veranstalter Birgit Zwicklinski
                                                                            www.fabrik10.de           Promotion- und Eventagentur

                                             www.fair 4 business.de
Mit Mut zum Markterfolg - ZWISCHEN NORD- UND OSTSEE - IHK Schleswig-Holstein
Mein Standpunkt ��

Liebe Kolleginnen
und Kollegen,

J
      ahreswechsel – Zeit für Inventur und Bilanz, aber auch
      für Vorausschau und Planung. Was steht im neuen Jahr
      an, wie wollen wir es gestalten? Leider haben wir dies
an der Spitze unserer Unternehmen häufig nicht mehr selbst
in der Hand, da politische Entscheidungen die Rahmenbedin-
gungen oft dramatisch und unvermittelt verändern.
    Im gerade abgelaufenen Jahr durften wir im Bund quasi
über Nacht die Rente mit 63 schlucken – in Zeiten, in denen
wir schon heute zunehmenden Fachkräftemangel beklagen
müssen und die Generation 60plus zu den Zielgruppen ge-
hört, von denen sich die Wirtschaft angesichts ihrer Erfahrung
eine teilweise Linderung erhofft. Die Verwunderung über den
Zulauf zur Rente ab 63, der größer ist als erwartet, belegt nur
die vorherige und vor allem konsequente Missachtung war-
nender Stimmen. Ein Phänomen, das sich immer häufiger in
der politischen Landschaft beobachten lässt. Das Tariftreue-
gesetz ist ein weiteres Beispiel dafür. Wen interessiert schon,
dass es in sehr ähnlicher Form gerade in Nordrhein-Westfalen
vor Gericht gescheitert ist? Und wen kümmert es, dass der
                                                                  Foto: www.blende4.de

Mindestlohn gerade für die Einkommensschwachen enorme
Verschlechterungen bringt?
    Was erwartet uns nun 2015? Im Bund etwa die Verhand-
lungen zum neuen Bundesverkehrswegeplan. Wir werden mit
allen Kräften gemeinsam dafür kämpfen müssen, dass wenigs-
tens für die allerwichtigsten Infrastrukturprojekte im Norden
die nötigen Mittel gesichert sind. Perspektivisch wären Olym-                            bedarf und vor allem auch Zeit kostet. Mit zahlreichen Bera-
pische und Paralympische Spiele in Hamburg eine echte Chan-                              tungsformaten und einer neuen Datenbank wollen wir unse-
ce, dem Infrastrukturausbau im Norden mehr Schubkraft zu                                 re Unternehmer dabei unterstützen, Angebot und Nachfrage
verleihen. Bedarf gibt es zudem beim Thema zügiger Ausbau                                zusammenzuführen – damit unser Land nicht auch noch auf
der Breitbandversorgung, besonders in ländlichen Regionen.                               einen Chefmangel zusteuert. Im Fokus unserer Aktivitäten
    Die Landesregierung arbeitet, passend zu den vielfältigen                            steht zudem die Logistikwirtschaft, die durch den 2014 neu
Herausforderungen, denen sie sich gegenübergestellt sieht, an                            etablierten, landesweit aufgestellten Arbeitskreis Logistik neue
einer eigenen Landesentwicklungsstrategie. Wir begrüßen es                               Impulse geben und sich mehr Gehör schaffen wird.
sehr, dass die Landesregierung uns aufgrund unserer im IHK-                                 Liebe Unternehmerkolleginnen und -kollegen, ich wün-
Strategiepapier „Schleswig-Holstein 2030“ formulierten Ide-                              sche Ihnen, Ihrer Belegschaft und Ihren Familien vor allem
en und Forderungen eng einbindet. Gemeinsam werden wir                                   Gesundheit, aber auch Erfolg im Geschäft und ein ausglei-
Ergebnisse vorlegen, die auch der Wirtschaft unseres Landes                              chendes Privatleben. Geht das in Erfüllung, können wir in
helfen werden. Ein Beispiel für ein gemeinsames Programm ist                             einem Jahr zufrieden zurückblicken.                           ��
das „Zentrale-Orte-Prinzip“, das unverzichtbar für die Funk-
tion der Innenstädte als Kristallisationspunkte urbanen und
kreativen Lebens ist.                                                                    Mit den besten Wünschen für 2015
    Über die Interessenvertretung und Politikberatung für die
regionale Wirtschaft hinaus werden die IHKs im Land 2015                                 Ihre
einen deutlichen Schwerpunkt bei der Beratung ihrer Mitglie-
der setzen. Das betrifft den gesamten Komplex des Fachkräf-
temangels und mehr denn je die Unterstützung der Unter-
nehmen bei der Nachfolge. In den kommenden zehn Jahren
steht allein in Schleswig-Holstein in rund 7.000 Unternehmen
das Thema Übergabe an. Leider unterschätzen viele Beteilig-                              Friederike C. Kühn
te noch, dass eine Übergabe einer sorgfältigen Vorbereitung                              Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein

                                                                                                                                  01/15                     1
Mit Mut zum Markterfolg - ZWISCHEN NORD- UND OSTSEE - IHK Schleswig-Holstein
�� Wirtschaft im Bild

        Höchster Genuss � Bei den Schwartauer Werken dreht sich al-
        les um die Frucht. Mehr als 40 Fruchtsorten verarbeitet das Fa-
        milienunternehmen zu mehr als 100 verschiedenen Konfitüren
        und anderen Fruchtprodukten – und das bereits seit 115 Jahren.
        Am Firmensitz in Bad Schwartau arbeiten heute mehr als 800
        Mitarbeiter. Gemäß der Firmenphilosophie „Echt gut gemacht“
        bietet Schwartau allen Interessierten Einblicke in das Unterneh-
        men. Über die Auswahl, Herkunft und Verarbeitung der Früchte
        bis hin zu den täglichen Qualitätskontrollen, etwa der täglichen
        Neun-Uhr-Verkostung, die im Bild zu sehen ist.                

                                                                           Foto: Schwartauer Werke GmbH & Co. KGaA

2                      01/15
Mit Mut zum Markterfolg - ZWISCHEN NORD- UND OSTSEE - IHK Schleswig-Holstein
Themen der Wirtschaft ��

                                        ZWISCHEN NORD- UND OSTSEE

Mein Standpunkt                                              1
Wirtschaft im Bild
Neues im Norden
                                                             2
                                                                       �6
Zitat des Monats                                             4
Köpfe der Wirtschaft                                         5

                                                                                                                                                                      Foto: iStock.com/OJO_Images
Titelthema – Ideen für neue Produkte
Innovationen aus Schleswig-Holstein:
mit Mut zum Markterfolg                                      6
FabLab in Lübeck: Prototypen selber machen                   8
Ideenwettbewerb: Geistesblitze mit Marktpotenzial           10
Innovationsförderung:
Stärken erkennen, Potenziale nutzen                         12
Gründung aus Hochschulen: studentischer Inkubator           13      Ideen für neue Produkte
Wirtschaft im Gespräch
Dr. Christian Kuhnt,                                                Titelthema  Die Wirtschaft lebt davon, dass Menschen Ideen haben und
Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festivals            14      umsetzen. Die Neuentwicklung von Produkten ist allerdings ein komple-
                                                                    xes Unterfangen. Lesen Sie im Titelthema dieser Ausgabe unter anderem,
Unternehmen und Märkte
                                                                    mit welchen Ideen innovative Betriebe in Schleswig-Holstein den Markt
Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft:
                                                                    erobern, wie man im Lübecker FabLab Prototypen herstellen kann, wie
Rezepte gegen Betriebsblindheit                             16
                                                                    das Jackstädt-Entrepreneurship-Center Gründer unterstützt und welche
VisiConsult GmbH: Röntgenspezialist expandiert              18
                                                                    Fördermöglichkeiten es für innovative Unternehmen gibt.
EDUR-Pumpenfabrik: Wachstum im neuen Werk                   20
Aus dem IHK-Bezirk
Regionalteile Flensburg, Kiel und Lübeck                            SHMF-Intendant
(mit Bekanntmachungen)                                      21      Christian Kuhnt
IHK Schleswig-Holstein
IHK-Konjunkturumfrage:
                                                                    Wirtschaft im Gespräch  Im Jahr
Tourismus unter Hochdruckeinfluss                           37
                                                                    2014 hat das 28. Schleswig-Holstein
�� Standort Schleswig-Holstein                                      Musik Festival (SHMF) alle Rekorde
ChemCoastPark: Leuchtturm mit viel Potenzial                38      gebrochen: 153.000 Karten wurden
Regionalkonferenz: im Wettbewerb um Fachkräfte              40      verkauft, gut 50 Prozent mehr als
                                                                    2013. Intendant Dr. Christian Kuhnt
�� Impulse und Finanzen

                                                                                                                                                                      Foto: Axel Nickolaus
                                                                    erklärt im Interview, wie es gelingt,
Starthilfe für Gründer: in Ideen investieren                42
                                                                    ein Kulturprojekt zu einem auch
�� Zukunft mit Bildung
Ausbildungsbeispiel: dm-drogerie markt                      44
                                                                    kommerziellen Erfolg zu machen,
                                                                    und was Unternehmer von Künstlern
                                                                    lernen können.
                                                                                                                                                    � 14
�� Technik und Trends
Innovationsverhalten: Defizite im Bundesvergleich           46
IHK-Schwerpunktthema: Wirtschaft digital                    48
                                                                                                                                   Leuchtturm mit
�� Globale Märkte                                                                                                                  viel Potenzial
Lieferantenerklärung: teure Konsequenzen vermeiden          50
�� Recht und Steuern
                                                                                                                                   ChemCoastPark  Alles begann
Öffentlich geförderte Praktika:
                                                                                                                                   auf grünen Marschwiesen und
kein Arbeitslohn für Berufsvorbereitung                     51
                                                                                                                                   entwickelte sich in 25 Jahren zu
Veranstaltungen der IHK                                     52                                                                     einer blühenden Industrieland-
                                                                                                                                   schaft: Heute vereint der Chem-
Die IHK gratuliert                                          53
                                                                                                                                   CoastPark Brunsbüttel im größ-
Treffpunkt Wirtschaft                                                                                                              ten Industriegebiet Schleswig-
                                                                                                            Foto: iStock.com/Bim

mit Rätsel der Wirtschaft                                   54                                                                     Holsteins 19 Firmen der Chemie-
                                                                                                                                   und Energiewirtschaft sowie der

                                                                      � 38
Hart am Wind
                                                                                                                                   Logistik. Gemeinsam schmieden
Grünner & Baas, Kolumne                                     56
                                                                                                                                   die Unternehmen Pläne für die
Titelbild: iStock.com/mediaphotos                                                                                                  Zukunft.

                                                                                                                                   01/15                         3
Mit Mut zum Markterfolg - ZWISCHEN NORD- UND OSTSEE - IHK Schleswig-Holstein
Bundesbeste Azubis aus Schleswig-
                                                                                                                         Holstein: Hauswirtschafterin Tarsia
                                                                                                                         Andrews aus Kiel (2. von links) und
                                                                                                                         Tierpflegerin Jana Kotowski aus Elms-
                                                                                                                         horn (2. von rechts) mit DIHK-Hauptge-
                                                                                                                         schäftsführer Dr. Martin Wansleben,
                                                                                                                         Moderatorin Barbara Schöneberger

                                                                                               Foto: DIHK/Jens Schicke
                                                                                                                         (Mitte) und Carola Schaar, Vorsitzende
                                                                                                                         des DIHK-Bildungsausschusses; nicht
                                                                                                                         auf dem Bild: die Bundesbesten Paul
                                                                                                                         Magnus Hartwig aus Lübeck (Textilrei-
                                                                                                                         niger) und Sabine Steinke aus Schles-
                                                                                                                         wig (Bühnenmalerin und -plastikerin)

     Bundesbeste Auszubildende                                           eine Ungleichbehandlung, dass ein Studium kostenfrei sei, ange-
                                                                          hende Meister und Fachwirte aber ihre Lehrgänge zum großen Teil

    Unschlagbare Leistung                                                 aus eigener Tasche zahlen müssten. Verbesserungen beim Meister-
                                                                          BAföG seien daher dringend notwendig.
                                                                             Minister Gabriel hob die große Bedeutung des dualen Ausbil-
       Die bundesbesten IHK-Azubis des Prüfungsjahrgangs 2014             dungssystems zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses hervor:
    wurden im Dezember in Berlin von DIHK-Präsident Eric                  „Deutschland benötigt kompetente Facharbeiter, Fachwirte und
    Schweitzer und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel aus-          Meister, um im internationalen Wettbewerb auf Dauer bestehen
    gezeichnet.                                                           zu können. Andere Länder beneiden uns um unser duales Ausbil-
       Schweitzer gratulierte den Preisträgern: „Sie haben eine un-       dungssystem, einen Grundpfeiler für diese Wettbewerbsfähigkeit.
    schlagbare Leistung vollbracht und sind nun die besten Azubis         Deshalb werben unter dem Motto ‚Berufliche Bildung – praktisch
    Deutschlands in IHK-Berufen – und das bei mehr als 320.000 Prü-       unschlagbar‘ das Bundeswirtschafts- und das Bundesbildungsmi-
    fungsteilnehmern.“ Der DIHK-Präsident bedankte sich auch bei          nisterium gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden für die duale
    den Eltern, Betrieben und Lehrern für ihr Engagement. Schweitzer      Berufsausbildung.“
    appellierte: „Wir müssen künftig nicht nur für die Vielfalt unserer      Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 232 Bundesbeste in 223
    Ausbildungsberufe intensiver werben, sondern auch die Möglich-        Ausbildungsberufen, davon 92 junge Frauen und 140 junge Män-
    keiten zur Fortbildung bekannter und attraktiver machen. Es muss      ner. Mehr als 1.000 Gäste nahmen an der Preisverleihung teil. En-
    uns gelingen, die berufliche Bildung insgesamt als lohnende Alter-    tertainerin Barbara Schöneberger führte wieder durch die Veran-
    native zur akademischen Bildung zu stärken.“ Es sei, so Schweitzer,   staltung.                                                 red ��

 Neue IHK-Praktikumsbörse

Mitmachen und Nachwuchs werben
                                                                                                                         Foto: Syda Productions/fotolia.com

              P
                   raktika sind wichtige Maßnahmen        oder Mitarbeiter frühzeitig kennenzu-
                   der Berufsorientierung für Schü-       lernen. Die neue, landesweite Prakti-
                   ler und bieten Betrieben eine gute     kumsbörse der IHKs bringt die Nach-
              Möglichkeit, geeignete Auszubildende        frage suchender Schüler und Studenten
                                                          mit Angeboten der Betriebe zusammen.
                                                             Betriebe, die ihre freien Plätze dort
            Zitat des Monats                              einstellen, werden besser wahrgenom-                                                                für Schüler, Studierende und Betriebe“,
                                                          men und können damit für sich werben.                                                               sagt Friederike C. Kühn, Präsidentin der
                                                          Die Nutzung ist kostenfrei.                                                                         IHK Schleswig-Holstein.
    „Ich lehne eine gesetzlich                               „In unserem Strategiepapier ‚Schles-                                                                Die Suche funktioniert ganz einfach.
    festgeschriebene Frauenquote ab.                      wig-Holstein 2030‘ haben wir hierfür                                                                Und die Unternehmen können sich auf
    Es hat die Qualifikation vor dem                      die Grundlage geschaffen. Mit der neu-                                                              einfache Weise registrieren und freie
                                                          en landesweiten IHK-Praktikumsbörse                                                                 Praktikumsplätze anbieten. Die Prakti-
    Geschlecht zu gelten.“                                tragen wir der geänderten Situation                                                                 kumsbörse bietet zudem nützliche Infor-
                 Friederike C. Kühn, Präsidentin der      auf dem Ausbildungsmarkt Rechnung.                                                                  mationen rund ums Praktikum. red ��
                     IHK Schleswig-Holstein, in der       Sie erleichtert die Berufsorientierung
           Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung         durch die Suche passender Praktikums-                                                               Zur IHK-Praktikumsbörse
                            vom 27. November 2014         chancen, unterstützt die Fachkräftege-                                                              www.praktikum-sh.de
                                                          winnung und verbessert den Service

4                            01/15
Mit Mut zum Markterfolg - ZWISCHEN NORD- UND OSTSEE - IHK Schleswig-Holstein
Neues im Norden ��

 Land fördert Gründerprojekte
                                                     Köpfe der Wirtschaft
Vom Arbeitslosen
zum Arbeitgeber                                                                                  Gunnar Friedrichs ist
                                                                                             seit dem 1. Januar 2015

F
     rischer Rückenwind für hochmo-                                                          neuer Geschäftsführer des
     tivierte Arbeitslose mit pfiffigen                                                      Porsche Zentrums Kiel, das
     Geschäftsideen: In Kiel übergab                                                         zur Schmidt & Hoffmann
Wirtschaftsminister Reinhard Meyer                                                           Gruppe gehört. Seit 17 Jah-
Mitte November Zuwendungsbescheide                                                           ren hat Friedrichs erfolg-
über 2,7 Millionen Euro für Existenz-                                                        reich verschiedene Führungsfunktionen in
gründungsprojekte an die Wirtschafts-                                                        den Bereichen Sales und Services der Daim-
akademie Schleswig-Holstein, die Ent-                                                        ler Benz AG wahrgenommen – zuletzt allein
wicklungsgesellschaft Brunsbüttel mbH                                                        sieben Jahre als Verkaufsleiter für Pkw und
(egeb) und die Lübecker Unterneh-                Ministerpräsident Torsten Albig (links)     Nutzfahrzeuge in der Kieler Niederlassung.
mensberatung neue impulse.                   hat das große Engagement von Volkert            Friedrichs wird nun die Verantwortung für
   Mit dem Geld aus Mitteln des Euro-        Knudsen (rechts) als Honorarkonsul der          den Gesamtbetrieb des Porsche Zentrums
päischen Sozialfonds (ESF) werden lan-       Republik Finnland und Doyen des Konsulari-      Kiel übernehmen. Er hat sich nach dem er-
desweit fünf Projekte an 21 Standorten       schen Korps Schleswig-Holstein gewürdigt.       folgten Umbau die kunden- und zukunftso-
zur Existenzgründung aus der Arbeits-        „Volkert Knudsen hat Finnland bei uns in        rientierte Neuausrichtung des Betriebs auf
losigkeit heraus unterstützt. In fünf ge-    Schleswig-Holstein vertreten und Schles-        die Fahne geschrieben.
förderten „Gründungscamps“ sollen in         wig-Holstein in Finnland. Als Konsul, vor
den nächsten zwei Jahren rund 2.800          allem als Doyen des Konsularischen Korps           Ein Kreativer geht von
Nichterwerbstätige auf ihre Selbststän-      Schleswig-Holstein, waren Sie Botschafter       Bord: Nach 38 Dienstjah-
digkeit vorbereitet werden. Die Projekt-     unseres Landes“, sagte Albig. Anlässlich        ren im Lübecker Verlag
träger arbeiten eng mit den Agenturen        der Verabschiedung des Konsuls im Kieler        Schmidt-Römhild hat der
für Arbeit und Jobcentern sowie den          Schifffahrtsmuseum dankte der Regierungs-       Leiter der Grafik und Her-

                                                                                                                                                 Fotos: Ralf Laack, Schmidt & Hoffmann GmbH, IHK/Scheffler
Wirtschaftsfördergesellschaften      und     chef Volkert Knudsen, der geschäftsführen-      stellung Werner Knopp
Kammern zusammen.                            der Gesellschafter des Kieler Schifffahrts-     im Januar seinen Ruhe-
                                             unternehmens Sartori & Berger ist, insbe-       stand angetreten. Als Art Director hat er
Gezielte Begleitung  In den vergan-         sondere für sein kulturelles Engagement.        die Zeitschrift Wirtschaft zwischen Nord-
genen sechs Jahren hat das Land über         Knudsen habe nicht nur die Deutsch-Finni-       und Ostsee der schleswig-holsteinischen
Bildungseinrichtungen rund 10.000 Ar-        sche Gesellschaft unterstützt und zahlreiche    IHKs gestaltet und geprägt – ebenso wie
beitslose qualifiziert und in 7.600 Fällen   finnische Künstler nach Schleswig-Holstein      viele weitere Magazine und Publikationen,
zu selbstständigen Unternehmern ge-          geholt. Darüber hinaus habe sich der Unter-     die in Deutschlands ältestem Verlags- und
macht.                              red ��   nehmer auch für das neue Schifffahrtsmu-        Druckhaus erscheinen. Den Grafikbereich
                                             seum und das Schleswig-Holstein Musik           von Schmidt-Römhild hat er seit 1978 auf-
Existenzgründung auf der IHK-Website         Festival eingesetzt sowie als Freund und        und ausgebaut. Die Redaktion der Wirt-
www.ihk-schleswig-holstein.de                Förderer von Kunst und Kultur zur Attraktivi-   schaft und der Verlag sagen: Danke für
(Dokument-Nr. 149)                           tät Schleswig-Holsteins beigetragen.            eine tolle Zeit!                       ��

                                                                         Informationstechnologie in der Region

                                                                          Beratung
                                                                                                                                      GmbH

                                                                          Installation
                                                                          Service
                                                                          Schulung
                                                                          Softwarelösungen für Handwerksbetriebe

                                                                                        Kruppstraße 8 · 23560 Lübeck
                                                                                               Tel. 0451 491017
                                                                                  mail: nielandt@csn-hl.de · www.csn-hl.de

                                                                                                         01/15                               5
Mit Mut zum Markterfolg - ZWISCHEN NORD- UND OSTSEE - IHK Schleswig-Holstein
�� Titelthema Ideen für neue Produkte

Mit Mut zum Markterfolg
Innovationen aus Schleswig-Holstein  Die Wirtschaft lebt davon, dass Menschen Ideen haben und
umsetzen. Die Neuentwicklung von marktreifen Produkten ist allerdings ein komplexes Unterfangen – zumal
wenn neben der Produktentwicklung das Unternehmen aufgebaut wird. Und auch in bereits bestehenden
Betrieben sind Innovationen mit Zeitaufwand und Kosten verbunden. Drei Beispiele aus Schleswig-Holstein
zeigen, wie Menschen die Initiative ergriffen haben und ihre Ideen erfolgreich umsetzen.

                                                          V
                                                                 oraussichtlich im Frühjahr 2015 wird mit dem Bicycle
                                                                 Smart Power (BSP) eine neue Smartphone-Halterung
                                                                 mit Stromversorgung für das Fahrrad auf dem deut-
                                                          schen Fahrrad-Zubehörmarkt zu finden sein. Entwickelt und
                                                          zur Marktreife gebracht hat das innovative Produkt Rainer
                                                          Schirmer aus Lübeck.
                                                             Der wissenschaftliche Mitarbeiter an der Fachhochschule
                                                          Lübeck ist nebenberuflich als Ingenieur tätig. Als passionier-
                                                          ter Fahrradfahrer war er es leid, dass seinem Smartphone bei
                                                          längeren Touren der Strom ausging. Das BSP entstand bei
                                                          der Entwicklung eines medizintechnischen Geräts und ist
                                                          nach diesen Richtlinien aufgebaut. „Herkömmliche Geräte
                                                          können entweder für die Fahrradbeleuchtung sorgen oder
                                                          Smart­phones aufladen, häufig ist die Gerätesicherheit beein-
                                                          trächtigt“, so Schirmer. Das BSP kann beides, da es parallel zur
                                                          Lichtanlage angeschlossen wird. Es wandelt die Wechselspan-
                                                          nung des Nabendynamos in eine Fünf-Volt-Gleichspannung
                                                          um und lädt über den USB-Anschluss das Smartphone auf.
                                                          Eine Überspannungsschutzschaltung wird automatisch bei
                                                          Bedarf zugeschaltet.
                                                             „Ich bin seit zwei Jahren dabei, denn es gibt viel zu beach-
                                                          ten und man benötigt Gelder, um das Produkt voranzutrei-
                                                          ben“, sagt Schirmer. Nach Umsetzung der Idee und umfang-
                                                          reichen Tests hat er das BSP zum Patent angemeldet. Dann
                                                          suchte er einen Produktionsbetrieb, stellte das USB-Ladegerät
                                                          der Fachwelt vor und knüpfte Kontakte zum Handel. Die Un-
                                                          ternehmensgründung und das Beantragen von Fördermitteln
                                                          sind weitere Schritte. Unterstützung hat Schirmer unter an-
                                                          derem vom GründerCube Lübeck erhalten. Das BSP ist am
                                                          22. Februar auf der Radreise-Messe des ADFC im CCH Ham-
                                                          burg und am 7. und 8. März auf der Messe Rad + Outdoor in
                                                          Bremen zu sehen.

                                                          Titan im Spritzguss  Die Element 22 GmbH, gegründet 2011,
                                                          ist ein junges Unternehmen mit Sitz am Kieler Seefischmarkt.
                                                          Gefertigt werden Bauteile aus Titan, die allerdings nicht in
                                                                    herkömmlicher Weise aus einem Titanblock gedreht
                                                                        und gefräst werden. Vielmehr wird Titanpulver
                                                                           im Spritzgussverfahren verarbeitet. Durch die
                                                                                                                             Foto: iStock.com/36712489

                                                                               Entwicklung des MIM-von-Titan-Ver-
                                                                                   fahrens und die Konstruktion eigener
                                                                                      Maschinen hat das Unternehmen
                                                                                         ein Alleinstellungsmerkmal.
                                                                                            „Das Verfahren ist effizient

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Mit Mut zum Markterfolg - ZWISCHEN NORD- UND OSTSEE - IHK Schleswig-Holstein
Titelthema Ideen für neue Produkte ��

                                                                                                Nickels. Der Kohl wird zerkleinert und mit Göttinger Tiefen-
                                                                                                salz in ein Glas gepresst, ein speziell entwickelter Verschluss
                                                                                                sorgt für Ventilation beim Gärprozess.
                                                                                                    Für das „Wesselburener Sauerkraut, im Glas vergoren“

                                                                      Foto: TZL
                                                                                                hat Nickels 1998 ein Patent angemeldet. In der Krautwerk-
                                                                                                statt werden heute bis zu 60.000 Gläser jährlich von 14 Mit-
Rainer Schirmer vor dem GründerCube in Lübeck                                                   arbeitern produziert. Zudem werden weitere neue biologi-
                                                                                                sche Kohlprodukte entwickelt und auf den Markt gebracht,
und ressourcenschonend, es gibt keine Materialverluste“, sagt                                  seit 2003 auch Hautpflegeprodukte. „Die Hautpflegesalbe ist
Geschäftsführer Matthias Scharvogel.                                                           im Selbstversuch entstanden, da die Wirkstoffe von Kohl bei
    Gefertigt werde überwiegend für die Medizintechnik. Un-                                    Hautproblemen helfen können“, sagt Nickels. Die Produkte
ternehmen aus der Luftfahrttechnik, für die bisher in kleinem                                  werden unter anderem im eigenen Bauernmarkt, in Bio-Läden
Maßstab produziert werde, hätten großes Interesse signalisiert.                                sowie im Online-Shop verkauft.
„Wir haben unsere Produkte erstmals auf Messen präsentiert“,
so Scharvogel. Als drittes Standbein sei die Fertigung für die
Sportwaren- und Luxusgüterindustrien anvisiert, die kürzere
Innovationszyklen als die nachhaltige Medizintechnik haben.
„Wir sind noch in der Anfangsphase, aber überzeugt davon,
ein großes Unternehmen zu werden“, erklärt der Geschäfts-
führer. Als „Schritt in die Industrialisierung“ bezeichnet er die
neuesten Investitionen. Man habe einen Sinterofen mit der
20-fachen Kapazität entwickelt und werde eine zweite Halle
für die Produktion hinzunehmen.
    Derzeit sind zehn feste und fünf freie Mitarbeiter bei Ele-
ment 22 beschäftigt. Drei Mitarbeiter sind allein 2014 hinzu-

                                                                                                                                                                          Foto: Element 22 GmbH
gekommen, für 2015 sind weitere Einstellungen geplant. „Wir
profitieren von der Nähe zur Technischen Fakultät der Univer-
sität mit ihrem Studiengang Materialwissenschaften und von
der Nähe zur Fachhochschule“, so Scharvogel. Insgesamt sei
man mit dem Standort Kiel zufrieden, nicht zuletzt wegen der
Förderkulisse.                                                                                 Das Team von Element 22 beim Firmensitz

                                                                                                   Auch das Gebäude der ehemaligen Sauerkrautfabrik ist wei-
                                                                                               terentwickelt worden. Über Krautwerkstatt und Bauernmarkt
                                                                                               liegt das Museum mit einer Ausstellung rund um Kohlanbau
                                                                                               und -verarbeitung. Entstanden ist mit der Kohlosseum GmbH
                                                                                               ein erfolgreiches Unternehmen, das Hubert Nickels, Wilken
                                                                                               Boie und Martin Kehl leiten. Das Museum wird vom Förder-
                                                                                               verein Kohlosseum e. V. getragen.                         ��
                                                                    Foto: Bernhard von Oberg

                                                                                               Autorin: Hilke Ohrt
                                                                                               Freie Journalistin
                                                                                               redaktion@ihk-sh.de

                                                                                               Mehr unter
                                                                                               www.bicycle-smart-power.de
Hubert Nickels mit dem coolen Frischekraut                                                     www.element22.de
                                                                                               www.kohlosseum.de
Sauerkraut-Patent  In Wesselburen liegen die Wurzeln von
Europas größtem Kohlanbaugebiet. Das Kohlosseum in der
Stadt zeigt, welche innovativen Produkte aus Kohl hergestellt
werden können. Dahinter steckt als kreativer Kopf Hubert Ni-
                                                                                                       Schneller, sicherer,
ckels, der altes Wissen mit moderner Technik verbindet.
    Der Krautmeister und Lebensmitteltechniker hat jahrelang                                           kostengünstiger –
die Sauerkrautfabrik Philipp & Co. geleitet, in der bis 1995                                           die externe Archivierung
jährlich rund 10.000 Tonnen Weißkohl nach industriellem                                                sowie Digitalisierung
Verfahren zu Sauerkraut verarbeitet wurden. Sauerkraut gilt                                                                                                       ®

                                                                                                       Infos unter www.akten.net
als bekannteste Konservierungsform des Kohls und ist als gu-
                                                                                                       oder    0 43 31 - 4 59 00-0
tes Nähr- und Heilmittel bekannt. „Nach 1995 habe ich ein
Verfahren entwickelt, das Sauerkraut ohne Hitzebehandlung                                              A. Denker GmbH & Co. KG
                                                                                                       Büsumer Straße 111 • 24768 Rendsburg
konserviert und seine natürlichen Inhaltsstoffe erhält“, sagt

                                                                                                                                        01/15                         7
Mit Mut zum Markterfolg - ZWISCHEN NORD- UND OSTSEE - IHK Schleswig-Holstein
�� Titelthema Ideen für neue Produkte

Prototypen selber machen
FabLab in Lübeck  Ob Engineering-Projekte, Erfindungsideen, wissenschaftliche Projektumsetzungen oder
Kreativprodukte: Das Fabrikationslabor, kurz FabLab, unterstützt auf dem Weg von der Idee zum Produkt. Von
der Welt der „Bits and Bytes“ wird in der Hightech-Werkstatt eine Brücke in die Welt der Gegenstände ge-
schlagen. Nutzen kann sie jeder – ob Schüler oder Studierende, kleine Unternehmen oder Gründer.

                                                                                                                                           Der technische
                                                                                                                                           Leiter des FabLab
                                                                                                                                           Alexander
                                                                                                                                           Mildner wirft
                                                                                                                                           einen Blick in den
                                                                                                                                           3-D-Drucker.

                                                                                                                     Foto: IHK/Scheffler

         D
                 as Lübecker FabLab ist Teil eines    statt etwa Kugelschreiber gelasert, Long-    sant. Sie müssten ihre Modelle weder
                 globalen Netzwerks lokaler Labs,     boards fabriziert und ein hölzerner Qua-     „zurechttapen“, so Mildner, noch auf
                 die durch den Zugang zu com-         drokopter, also ein Flugobjekt mit vier      Spritzgussformen zurückgreifen. „Als
         putergesteuerten Werkzeugen Erfinder-        Rotoren, hergestellt. Alle Produkte wer-     Gründer willst du keine 5.000 Euro für
         geist fördern. Mit dem Maschinenpark –       den zunächst virtuell am Rechner erstellt,   Prototypen ausgeben“, sagt der 29-jähri-
         3-D-Drucker, Laser-Cutter oder CNC-          die Daten anschließend in das am besten      ge Maschinenbauingenieur.
         Fräse – können die Nutzer ihre Ideen         geeignete Werkzeug überführt. Mithilfe          Selbermachen ersetzt Auftragsarbei-
         „materialisieren“. Jeden Donnerstag ab       des Laser-Cutters wurden die hölzernen       ten – so das Motto in der vom Technik-
         15 Uhr ist Open Lab Day.                     Elemente des Quadrokopters so exakt ge-      zentrum Lübeck bereitgestellten 100
             Der technische Leiter Alexander          schnitten, dass sie anschließend nur noch    Quadratmeter großen Werkstatt, zu
         Mildner erklärt: „Wir möchten Wissen         ineinanderzustecken waren.                   deren Partnern auch der GründerCube,
         über moderne Produktionsmethoden                                                          der BioMedTec-Wissenschaftscampus
         näher an die Leute bringen und sie zum       Rapid Manufacturing  Die Produktion         und das Wissenschaftsmanagement Lü-
         Selberfertigen animieren.“ Das FabLab        mit computergesteuerten Werkzeugen           beck gehören. Gerade Gründer hätten
         vermittelt den Nutzern das Potenzial der     ist schnell, unkompliziert und kosten-       noch den Spirit, sich selbst in die Werk-
         einzelnen Maschinen, unterstützt sie bei     günstig – also weitgehend barrierefrei.      statt zu stellen, so Mildner. „Wer etwas
         der Auswahl eines Verfahrens und hilft       Vor allem aber erlaubt sie die Fertigung     selbst macht, weiß, wie es entstanden
         bei der Einarbeitung in die von der Pos-     einzelner, individueller Modelle mittels     und somit auch zu verbessern ist. Proto-
         sehl-Stiftung gestifteten Geräte, die eine   Rapid Manufacturing. Gerade für Un-          typen sind selten sofort perfekt. Zudem
         Bearbeitung unterschiedlichster Materi-      ternehmensgründer in der Phase der           bezahlst du dir als Gründer keine 60
         alien erlauben. So wurden in der Werk-       Prototypenumsetzung ist das interes-         Euro die Stunde.“

8                       01/15
ion
                                                                                                             Von der ViPsrojekt.
             Computergesteuerte Maschinen ar-       Geräte kaum lohnen, erklärt Mildner, da                      zum

                                                                                                             2800
         beiten durch die passgenaue Fertigung      die Innovationszyklen meist kurz seien
         zudem fast abfallfrei. Im 3-D-Drucker      und allein der 3-D-Drucker etwa 6.000
         wird eine Rolle ABS-Kunststoff bei 260     Euro gekostet habe.                  ��
         Grad geschmolzen und als dünner Strahl
         Schicht für Schicht bis zum fertigen Mo-
         dell aufgetragen. Ein Kilogramm des        Autorin: Andrea Scheffler
         Kunststoffs kostet etwa 40 Euro. Damit     IHK-Redaktion Schleswig-Holstein
         liegt der Preis pro Modell bei zwei bis
         drei Euro. FabLab-Nutzer tragen ledig-
         lich die Selbstkosten für Material sowie
                                                    scheffler@ihk-luebeck.de

                                                    Website des FabLabs
                                                                                                             Referenzen
         Werkzeug- und Maschinenverschleiß.         www.fablab-luebeck.de
         Für viele würde sich der Erwerb eigener

§   §§          ?
              ? Drei Fragen an …

           ... Matthias Gräser,
           vom BioMedTec Wissenschaftscampus
           in Lübeck über seine Arbeit als Ideenscout                                         Foto: privat

           Was macht eigentlich ein Ideenscout?
              Wir versuchen die technologisch starken Forschungsergebnisse der
           Institute, Laboratorien und Kliniken auf eine Verwertung hin zu beurteilen.
           Wir entwickeln also zusammen mit den Forschern Ideen, ihre Ergebnisse in
           ein Produkt umzusetzen. So wollen wir auf dem Campus eine Gründerkultur
           etablieren und eine Sensibilisierung für das Thema schaffen. Denn wer sich
           bereits am Anfang eines Projekts Gedanken über eine weitere Verwertung
           macht, räumt schon früh Hürden aus dem Weg. Ob die Verwertung durch
           eine Firmengründung oder durch eine Lizenz mit Know-how-Transfer an ein
           bereits existierendes Unternehmen geschieht, hängt dann von den Plänen der
           Forscher ab.

           Was macht eine richtig gute Idee aus?
              Oft empfinden wir die Ideen als besonders gut, die so simpel sind, dass
           keiner begreift, warum vorher niemand darauf gekommen ist. Als Ideen- und                         Das individuelle Bau-System
           Technologiescout stelle ich fest, dass für die Verwertung einer Idee immer zwei
           Personen benötigt werden: diejenige, die die Idee hat, und diejenige, die sie                        Entwurf und Planung
           benötigt. Eine gute Idee ist also sowohl durch ihr Alleinstellungsmerkmal als
           auch durch die Anzahl der potenziellen Nutzer bestimmt.                                              Festpreis
           Was war bislang eine der besten Ideen, was der ungewöhnlichste Fund?                                 Fixtermin
              Ein schöner Erfolg war gerade der Verkauf eines Bioimpedanz-Messsystems
           des Labors für Medizinische Elektronik der Fachhochschule Lübeck (Steffen
                                                                                                                40 Jahre Erfahrung
           Kaufmann, Professor Dr. Martin Ryschka) an die Forschungsabteilung von Mi-                           Alles aus einer Hand
           crosoft. Mit diesem Gerät können hochgenaue Messungen der Körperzusam-
           mensetzung beziehungsweise von physiologischen Parametern durchgeführt
           werden. Dort hören die Einsatzmöglichkeiten jedoch nicht auf. Auch für techni-                    Wir beraten Sie gern persönlich.
           sche Fragestellungen lässt sich das Gerät einsetzen.                                            Dipl.-Ing. Fr. Bartram GmbH & Co. KG
                                                                                                             Ziegeleistraße · 24594 Hohenwestedt
           Mehr unter
           www.bio-med-tec.de                                                                                Tel. +49 (0) 4871 778-0
                                                                                                             Fax +49 (0) 4871 778-105
                                                                                                             info@bartram-bau.de

                                                                                                               MITGLIED                     9
                                                                                                                 01/15 GÜTEGEMEINSCHAFT BETON
�� Titelthema Ideen für neue Produkte

                                                                                                                                                                                                  Die Gewinner
                                                                                                                                                                                                  des Ideenwett­
                                                                                                                                                                                                  bewerbs
                                                                                                                                                                                                  Schleswig-
                                                                                                                                                                                                  Holstein 2014

                                                                                                                                                                Foto: Claudia Becker, WTSH GmbH
Geistesblitze mit Marktpotenzial
Ideenwettbewerb  Bereits zum sechsten Mal wurden im November herausragende Ideen mit
wirtschaftlichem Potenzial beim Ideenwettbewerb Schleswig-Holstein im Wissenschaftszentrum
Kiel ausgezeichnet. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 12.500 Euro verliehen.

                                 S
                                        taatssekretär Dr. Frank Näge-                              auf möglichst direktem Weg zusammen-       wie jede Fläche ermöglicht, freute sich
                                        le vom Wirtschaftsministerium                              bringen.“                                  mit Martin Fischbock, Kay Sörensen
                                        Schleswig-Holsteins      beglück-                                                                     und Jonas Häutle ein Team von Absol-
                                 wünschte die Sieger. Es freue ihn beson-                          Preisträger  Den ersten Preis und         venten aller drei Kieler Hochschulen.
                                 ders, wenn das riesige Gründungspoten-                            5.000 Euro Preisgeld erhielten die Bio-    Der dritte Platz ging an Dr. Yousef Nazi-
                                 zial im Land sichtbar werde. Der Ideen-                           login Nadine Sydow und der Materi-         rizadeh, Professor Dr. Martina Gerken,
                                 wettbewerb sei nicht nur eine zentrale                            alwissenschaftler Sandro Böhm von          Dr. Pia Glorius, Sebastian Metz und Vol-
                                 Plattform, um auf die große Bedeutung                             der Christian-Albrechts-Universität zu     ker Behrends von der CAU für ihr mo-
                                 des Technologietransfers aufmerksam                               Kiel (CAU) für ihr Antihaftmittel ge-      biles Analyseinstrument, mit dem zellu-
                                 zu machen, sondern habe gleichzeitig                              gen Schnecken „Schnexagon“. Über den       läre und biochemische Untersuchungen
                                 eine wichtige Netzwerkfunktion. „Wir                              zweiten Platz für die Projektionstechno-   ohne den Einsatz von fluoreszierenden
                                 wollen Gründer, Gründungshelfer und                               logie EDGE, die eine gezielte Projektion   oder radioaktiven Markern durchge-
                                 Fördereinrichtungen auch in Zukunft                               von 2-D- oder 3-D-Objekten auf so gut      führt werden können. Sonderpreise
                                                                                                                                              wurden in den Kategorien „BioMed“ (an
CREATE_PDF2837603824351473747_2202095533_1.1.EPS;(278.00 x 175.00 mm);30. May 2011 15:41:45                                                   ein Team der Universität Lübeck), „IT“
                                                                                                                                              (Team der CAU) und „Green Economy“
                                                                                                                                              (Team des Unternehmens Sustainable
                                                                                                                                              Food) vergeben.
                                                                                                                                                 Beim Ideenwettbewerb wurden inno-
                                                                                                                                              vative und zukunftsweisende Ideen aus
   SPEZIALBÜRO FÜR UNTERWASSERAUFGABEN
                                                                                               Mutzeck GmbH
                                                                                                                                              Hochschulen und Forschungseinrich-
                                                                                                                                              tungen ausgezeichnet, die als Produkte,
             Seit 1965 erfolgreich untergetaucht                                                                                              Dienstleistungen oder Verfahren das
                             Ausführung sämtlicher Unterwasserarbeiten                                                                        Potenzial für wirtschaftlichen Erfolg ha-
                                            - Untersuchungen, Gutachten                                                                       ben. Der Wettbewerb wurde in diesem
                                                       - Bergungen                                                                            Jahr vom Dr. Werner Jackstädt-Zentrum
                                                                                                                                              in Flensburg in Zusammenarbeit mit
                                                        - UW-Beschichtungen
                                                                                               GF Axel Mutzeck
                                                                                                                                              der Wirtschaftsförderung und Techno-
                                                    - Hafensanierungen und Neubaumaßnahmen     Am Wiesengrund 17
                                                                                               24211 Schellhorn und
                                                                                                                                              logietransfer Schleswig-Holstein GmbH
                                                    - GL-Zulassung für Schiffsbesichtigungen   24148 Kiel / Marinearsenal                     (WTSH) organisiert.                red ��
                                                         - modernste Ultraschallmessgeräte     Telefon 0 4342/8 38 24
                                                           - GL-geprüfte UW-Schweißer
                                                                                               Telefax 0 43 42/8 72 41                        Mehr zum Ideenwettbewerb
                                                                                               E-Mail: amutzeck@t-online.de                   www.seedfonds-sh.de
                                                                                               www.unterwasserkrause.de

10                                                                       01/15
– Anzeige –                                            Titelthema Ideen
                                                                    Unternehmensporträt
                                                                        für neue Produkte ��

… mehr als nur Arbeitsplätze …
Multi-effiziente Büro-/Gewerbeflächen        Maximale Mobilität
von 30 - 1700qm                              • Erreichbarkeit: extrem verkehrsgünstig
• sehr günstige Mieten                       • sehr naher Autobahnanschluss
• geringe Nebenkosten                        • Schnellstraße in die City / ÖPNV-Haltstelle
• hohe Flächenauslastung                     • Lage: überregional zentral – lokal dezentral
                                             • Parkplatzangebot umfänglich gegeben

Produktive Flexibilität und Variabilität
                                             Spezifische Identität und Attraktivität
• anpassbare Raumaufteilungen
                                             •Nachhaltigkeit: Solarstromerzeugung
• individualisierbare Ausstattungsqualität
                                             •Familie + Beruf: betreuungsintensive Kita
• einfache Skalierbarkeit                    •innovatives FabLab (Fabrikations-Labor)
• leistungsfähige Vernetzung                 •Gastronomie/Catering: gutes Firmenrestaurant
• schnelle Nutzungsänderung                  •ruhige und wertige Firmenumgebung mit viel Grün
• Konferenzraum verfügbar                    •komplette Nahversorgung von Ikea bis Aldi u. a. m.
• Hausmeister-Service                        •gutes Standortimage mit hohem Vernetzungspotenzial

                                                                            01/15                  11
�� Titelthema Ideen für neue Produkte

                                                                                                                                    und Kooperationsprojekte von Unternehmen unterstützt.
                                                                                                                                    Darüber hinaus wird die Neueinstellung von sogenannten In-
                                                                                                                                    novationsassistenten, Absolventen von Fachhochschulen und
                                                                                                                                    wissenschaftlichen Hochschulen als qualifiziertes Personal für
                                                                                                                                    Forschung und Entwicklung in den Betrieben, gefördert. Für
                                                                                                                                    KMUs, die nachhaltig investieren wollen, gibt es Förderungen
                                                                                                                                    in Form von produktiven Investitionen, die neue Arbeitsplätze
                                                                                                                                    schaffen beziehungsweise dauerhaft Arbeitsplätze sichern. Bis
                                                                                                                                    2020 stehen insgesamt 520 Millionen Euro für Förderprojekte
                                                                                                                                    und Investitionen zur Verfügung.

                                                                                                  Foto: iStock.com/StephanHoerold
                                                                                                                                    Optimierungspunkte  Tipps rund um das Thema Innovati-
                                                                                                                                    on geben zudem die Innovationsberater der Wirtschaftsför-
                                                                                                                                    derung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH
                                                                                                                                    (WTSH) in Flensburg, Kiel, Lübeck und Elmshorn. In den
                                                                                                                                    Unternehmen machen sie sich gemeinsam mit Geschäftsfüh-
                                                                                                                                    rung und Mitarbeitern ein Bild vor Ort, erarbeiten mögliche
                                                                                                                                    Optimierungspunkte und leisten Hilfestellung bei Projekten.
                                                                                                                                    Daneben stehen für Betriebe mit investivem Förderungsbe-
 Innovationsförderung                                                                                                              darf die Förderlotsen der Investitionsbank Schleswig-Holstein
                                                                                                                                    (IB.SH) zur Verfügung.

Stärken erkennen,                                                                                                                     Kontakt für Unternehmen
Potenziale nutzen                                                                                                                     WTSH, Andreas Fischer         Förderlotsen der IB.SH
                                                                                                                                      Telefon: (0431) 666 66-840    Telefon: (0431) 9905-3365

                                   M
                                             it seinem neuen Landesprogramm Wirtschaft (LPW)                                          info@wtsh.de                  foerderlotse@ib-sh.de
                                             unterstützt das Land Schleswig-Holstein in den
                                             kommenden Jahren vor allem kleine und mittlere                                            An Hochschulen, Forschungs- und Technologietransfer­
                                   Unternehmen (KMU). Gefördert wird auch die Stärkung der                                          einrichtungen richtet sich außerdem die Richtlinie „For-
                                   Innovationspotenziale auf Basis der Regionalen Innovations-                                      schung, Innovation und Technologietransfer“ (FIT). Gegen-
                                   strategie (RIS).                                                                                 stand der Förderung sind auch Verbundprojekte einer wissen-
                                      Die RIS verfolgt das Ziel, die Förderung von Innovation                                       schaftlichen Einrichtung mit mindestens zwei Partnern aus
                                   dort anzusetzen, wo es schon spezifische Stärken und Al-                                         der Wirtschaft, darunter mindestens ein KMU.         red ��
                                   leinstellungsmerkmale gibt, wie etwa in der maritimen Wirt-
                                   schaft, den erneuerbaren Energien, der Ernährungswirtschaft,                                     Mehr unter
                                   im Bereich Life-Sciences sowie bei den Informations- und                                         www.wtsh.de
                                   Kommunikationstechnologien. Damit Innovationspotenziale                                          www.ib-sh.de/foerderlotse
                                   noch stärker genutzt werden können, werden auch Verbund-

                                         ZWISCHEN NORD- UND OSTSEE
Foto: © Ralf Gosch - Fotolia.com

                                                                                 Zielgruppe:
                                                                                 Entscheider im Mittelstand
                                                                                 Werbebeilagen in der                                                                          ZWISCHEN NORD- UND OSTSEE

                       B                                                         sind preiswerter, als Sie denken!
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                      nd nzt                                                     Z. B. Vollbelegung, Beilage bis 25 g, 75 € pro Tausend
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                                on

12                                               01/15
Foto: BlackBox UG
BlackBox Classics vermietet Oldtimer und bietet Reisepakete an.

Studentischer Inkubator
                                                                                   Foto: FH Flensburg/Björn Carstensen
Gründung aus Hochschulen  Das Jackstädt-Entrepre-
neurship-Center (JEC) in Flensburg bietet studentischen
Existenzgründern Beratung und Hilfe. Jungunternehmer
profitieren dabei theoretisch und praktisch.
                                                                                                                         Der Gründerraum des JEC

E
       inige kommen schon mit einem Businessplan zu uns, an-        selbstverständlich, so Ludewig. Bekannte Metropolen ziehen
       dere haben bislang nur eine Idee“, sagt Professor Dr. Dirk   viele Start-ups an. Und manchmal sind auch Aspekte wie die
       Ludewig, Co-Leiter des JEC am Dr. Werner Jackstädt-          Infrastruktur ausschlaggebend bei der Standortentscheidung.
Zentrum in Flensburg. Das Angebot beginnt nicht erst bei po-        „Das derzeitige Nadelöhr A 7 wird bei einem abgewanderten
tenziellen Gründern. Auf drei wesentlichen Stufen ist das JEC       Start-up als entscheidendes Logistikhemmnis wahrgenom-
aktiv: Im Schritt „Sensibilisieren“ werden Erstsemester auf die     men“, sagt Ludewig.                                     ��
Angebote aufmerksam gemacht oder Ideenwettbewerbe veran-
staltet. Zur Qualifizierung dienen Lehrangebote für Studierende     Autor: Daniel Kappmeyer
aller Semester zum Thema Unternehmertum. Sind die Idee und          IHK-Redaktion Schleswig-Holstein
der Wille zur Gründung vorhanden, folgt die Erstunterstützung,      kappmeyer@flensburg.ihk.de
bei der das Angebot des JEC praktisch zum Tragen kommt.
                                                                    Mehr unter
Praktische Impulse  Vom Know-how des JEC profitiert                www.jackstaedt-flensburg.de/ueber-uns/jec
beispielsweise Jan-Martin Lührs’ Unternehmen BlackBox               www.blackbox-classics.de
Classics, das Oldtimer-Reisen organisiert und die Autos auch
verleiht. Zwar hatten der Student der Internationalen Fach-
kommunikation und sein Partner Jan Menge schon einen
Businessplan, Beratungsbedarf bestand aber dennoch. Das
große Netzwerk des JEC hilft Gründern wie Lührs, Kontakte
zu knüpfen – egal ob zu Behörden, Geschäftspartnern oder
Investoren und Banken. „Wir besprechen uns immer wieder
mit Björn Carstensen vom JEC. Es ist extrem förderlich, einen
Experten über unsere Pläne schauen zu lassen, der auch ande-
re Gründer betreut“, so Lührs.
    Das Beispiel BlackBox Classics zeigt, dass das JEC nicht                                                                                  Ihre Profis für
allein zu Gründungen anregt, sondern auch bestehende Ide-
en befördern und auf sichere Beine stellen kann. Fester Be-
                                                                                                                                              Gewerbe -
standteil des Entrepreneurship-Centers ist zudem der Grün-                                                                                    und
derraum auf dem Flensburger Campus. „Als Treffpunkt zum
Austausch und Arbeiten ist der Raum bedeutend. Das haben                                                                                      Industriebau!
wir vorher unterschätzt“, erklärt Ludewig.
    Die Ansiedlung neuer Unternehmen in der Region, wie                       Wir machen‘s möglich!                                                    www.team.de
bei Lührs und Menge, sei ein positives Beispiel, aber nicht

                                                                                                                                            01/15                            13
�� Wirtschaft im Gespräch

„Wir müssen originell sein“
Schleswig-Holstein Musik Festival  Im Jahr 2014 hat das
28. Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) alle Rekorde gebrochen:
153.000 Karten wurden verkauft, gut 50 Prozent mehr als 2013. Wie
es gelingt, ein Kulturprojekt zu einem auch kommerziellen Erfolg zu
machen, und was Unternehmer von Künstlern lernen können, darüber
sprach die Wirtschaft mit dem Intendanten Christian Kuhnt.

              Wirtschaft: Das Festival 2014 war so                        lingt, über Elton John oder Ina Müller
           erfolgreich wie nie zuvor. Wie ist Ihnen                       jemanden für die Klassik zu gewinnen,
           das gelungen?                                                  dann haben wir alles richtig gemacht.
              Christian Kuhnt: Dafür gibt es mehre-                           Wirtschaft: Neu waren der Kompo-
           re Gründe. Wir haben Potenziale richtig                        nisten- und der Künstlerschwerpunkt –
           eingeschätzt und genutzt. Vor allem ha-                        nach den Länderschwerpunkten der
           ben wir uns auf die Fläche konzentriert                        letzten Jahre. Was ist für 2015 geplant?
           und eine größere Anzahl von Konzerten                              Kuhnt: Die Komponisten-Retrospek-      nutzt, um zu verführen, und nicht mehr
           an mehr Orten angeboten. Dies ist eines                        tive werden wir Peter Tschaikowski wid-    nur, um zu informieren, so wie es viel-
           unserer Markenzeichen: uns nicht auf                           men, denn es gibt einen Norddeutsch-       leicht vorher der Fall war. Diese Frage
           die Metropolen zu beschränken. Mit                             landbezug: Er hat sich häufig in Ham-      muss man sich stellen: Gelingt es, mit
           Sol Gabetta stand zudem eine herausra-                         burg aufgehalten und viele seiner Werke    den Publikationen, die man herausgibt,
           gende, charismatische Musikerpersön-                           dort erstmals präsentiert. Auch eine       zu begeistern und neugierig zu machen?
           lichkeit im Mittelpunkt. Allein für ihre                       kurze Phase in Lübeck hat es gegeben.          Wirtschaft: Wie überzeugen und ge-
           Konzerte haben wir rund 16.000 Karten                          Der Musikerschwerpunkt wird erst im        winnen Sie Sponsoren?
           umgesetzt. Außerdem haben wir über                             Februar verraten.                              Kuhnt: Sponsoring ist ein Geschäft, bei
           den Tellerrand der klassischen Musik                               Wirtschaft: Inwieweit wurde Ihr neu-   dem idealerweise beide Seiten voneinan-
           geblickt: Wir sind ein Musik-, nicht nur                       es Konzept auch von kaufmännischen         der profitieren. Nur dann entwickeln sich
           ein Klassikfestival. Und wenn es uns ge-                       Überlegungen getragen? Oder anders         daraus dauerhafte Partnerschaften. Ein-
                                                                          gefragt: Wie schafft man es, kommerzi-     fach nur zu sagen: „Gib uns dein Geld,
                                                                          ell erfolgreiche Kultur anzubieten?        und wir drucken dein Logo“ – das reicht
                                                                              Kuhnt: Es gehört zunehmend zum         nicht! Zurzeit führe ich viele persönliche
                                                                          Anforderungsprofil eines Intendan-         Gespräche, um ein Gespür für mittel-
                                                                          ten, dass man nicht nur künstlerische,     ständische und große Unternehmen in
                                                                          sondern auch wirtschaftliche Entschei-     Schleswig-Holstein und Hamburg zu be-
                                                                          dungen fällen kann. Ich spüre in mir       kommen, sodass wir auf dieser koopera-
                                                                          zwei ausgeprägte Gene: Das eine ist ein    tiven Basis maßgeschneiderte Angebote
                                                                          kaufmännisches Gen, das andere ist das     machen können. Die Sponsorenakquise
                                                                          künstlerische. Ich möchte die gar nicht    nimmt neben der Programmplanung
                                                                          gegeneinander ausspielen, sondern so       momentan den größten Raum ein, denn
                                                      Foto: Ilona Maass

                                                                          nutzen, dass wir künstlerische Entschei-   bis zum 1. Januar müssen wir Finanzie-
                                                                          dungen auf ein gutes wirtschaftliches      rung und künstlerische Planung in tro-
                                                                          Fundament stellen. Bei einem Festival,     ckenen Tüchern haben.
                                                                          das sich zu 85 Prozent selbst trägt, ist       Wirtschaft: Was kann der Unterneh-
                                                                          das auch ganz wichtig. Wir hatten 2014     mer vom Künstler lernen? Haben Sie ei-
 Zur Person                                                               einen Etat von neun Millionen Euro,        nen Erfolgstipp?
                                                                          1,2 Millionen kommen vom Land. Ein             Kuhnt: Beide brauchen den Mut, un-
    Dr. Christian Kuhnt, Jahrgang 1967, ist seit                          wesentlicher Teil des Budgets muss also    bequeme Wege – auch des Widerstan-
 1. Oktober 2013 Intendant des Schleswig-Hol-                             über Sponsoring und Kartenverkäufe         des – zu gehen. Dafür steht Künstlertum
 stein Musik Festivals (SHMF). Davor war der Mu-                          selbst erwirtschaftet werden.              in der Regel auch. Es ist nicht leicht,
 sikwissenschaftler Geschäftsführer der Hambur-                               Wirtschaft: Welche Rolle spielt das    seinen Lebensunterhalt auf diese Weise
 ger Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette und hatte                         Marketing dabei?                           zu verdienen, aber diese Kompromiss-
 schon von 1999 bis 2007 für das SHMF gearbeitet,                             Kuhnt: Ein Schlüsselfaktor der Mar-    losigkeit zeichnet gute Künstler aus. Aus
 zuletzt als künstlerischer Direktor und stellver-                        ketingstrategie ist eine sehr konkrete     meiner früheren Tätigkeit weiß ich: Nur
 tretender Intendant. Als künstlerischer Berater                          Orientierung in Richtung Direct Marke-     wer bereit ist, Risiken einzugehen, kann
 verantwortete er daneben Veranstaltungen der                             ting: Wir kennen viele unserer Kunden      auch Erfolg haben.
 Hamburger Laeiszhalle.                        ��                         gut und sprechen sie zielgenau an. Und         Wirtschaft: Ein unbequemer Weg
                                                                          wir haben unsere Werbemittel dazu be-      war sicher auch das neue Konzept. Wie

14                        01/15
Wirtschaft im Gespräch ��

                                                                                                            sich da natürlich auch oft in anderen Di-
                                                                                                            mensionen, was Zuschauerzahlen und
                                                                                                            Honorare betrifft.
                                                                                                               Wirtschaft: Die Wirtschaft hat zu-
                                                                                                            nehmend Schwierigkeiten, junge Fach-
                                                                                                            kräfte zu finden. Ist der musikalische
                                                                                                            Nachwuchs gesichert?
                                                                                                               Kuhnt: Absolut. Es werden sehr viele
                                                                                                            Künstler auf einem sehr hohen Niveau
                                                                                                            und auch Fachkräfte im Bereich des
                                                                                                            Kulturmanagements ausgebildet. Unser
                                                                                                            eigenes Orchester besteht aus mehr als
                                                                                                            100 jungen Musikern aus der ganzen
                                                                                                            Welt. Und wir bieten unsere Kindermu-

                                                                                     Foto: Axel Nickolaus
                                                                                                            sikfeste an, bei denen Musik aktiv erlebt
                                                                                                            werden kann – ein Projekt, das uns sehr
                                                                                                            am Herzen liegt.                       ��
                                           Streichquartett vor Schloss Wotersen

                                                                                                            Interview: Petra Vogt
viel Überzeugungsarbeit war dafür not-     ungewöhnliche Dinge zu realisieren: Es                           IHK-Redaktion Schleswig-Holstein
wendig, Künstler wie Elton John im         findet ein Ideenaustausch statt, dann                            vogt@flensburg.ihk.de
Rahmen des Festivals zu präsentieren       verständigt man sich auf das Honorar.
und dafür zu gewinnen?                     Im Bereich der nicht-klassischen Musik                           IHK-Website – Wirtschaft und Kultur
   Kuhnt: Im Bereich der Klassik ken-      mussten wir oft erst Zugänge finden,                             www.ihk-schleswig-holstein.de
ne ich viele herausragende Künstler        denn der Unterhaltungsbereich ist deut-                          (Dokument-Nr. 30643)
persönlich sehr gut, und das hilft, auch   lich kommerzialisierter. Man bewegt

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TZL Businesspark Seelandstraße
Der TZL Technikzentrum an der Seelandstraße ist das Produkt           Zur modernen Businesspark-Infrastruktur gehören qualitativ
eines langfristigen Entwicklungsprozesses vom Gründerzen-             hochwertige aber dennoch kostengünstige Firmenrestau-
trum zum multifunktionellen Businesspark. Im Vergleich zu üb-         rants, natürlich Konferenz- und Besprechungsräume, sowie
lichen Industrie- und Gewerbegebieten hat sich der TZL Busi-          aktuell auch Kindertagesstätten mit betriebsangepassten
nesspark als dynamische Arbeitsplatzumgebung für innovative           Öffnungszeiten, damit das Stichwort der Vereinbarkeit von
Unternehmen und Dienstleister sowie Gründer positioniert.             Beruf und Familie tatsächlich umgesetzt werden kann.

Flexibilität ist hier Schlüssel zum Erfolg. Moderne Busines-          Die noch zunehmenden Mobilitätsanforderungen an die Mit-
sparks beinhalten ein Mix von Aktivitäten in leichter Produk-         arbeiter, sei es in ihrem privaten Wohnumfeld oder bezogen
tion und Entwicklung bis hin zu großen Office-Bereichen. Sie          auf die schnelle Wahrnehmung von Kundenkontakten, wird
können nach Ausstattung (z. B. Vernetzung, Veränderung von            durch verkehrsgünstige Lagen und ausreichende Parkplatz-
Raumzuschnitten) und Funktion auf neue Anforderungen an-              möglichkeiten dargestellt. Auch die gute Erreichbarkeit mit
gepasst werden. Businessparks ermöglichen es ihren Mie-               öffentlichem Nahverkehr spielt eine nicht zu vernachlässi-
tern, mit ihren räumlichen Kapazitäten zu wachsen und zu              gende Rolle.
expandieren, ohne den Standort wechseln zu müssen.                    Die Corporate Identity von Firmen wird darüber hinaus von
                                                                      weiteren weichen aber wichtigen Standortbedingungen be-
Typischerweise sind unterschiedliche Gebäudetypen mit un-
                                                                      einflusst; etwa betreffend die effiziente und nachhaltige Ener-
terschiedlichen Flächengrößen und Zuschnitten sowie Miet-
                                                                      gieversorgung u. a. mit Solarstrom oder Blockheizkraftwerken
preisen vorhanden, die das ganze Spektrum von sehr kleinen
                                                                      oder die Anregung von Firmenmitarbeitern im Kontext ihrer
und günstigen Startstrukturen für Gründungsunternehmen
                                                                      Einbindung in innovative und weiterbildende Netzwerkaktivi-
bis hin zu prestigeträchtigen kleineren Firmenzentralen abde-
                                                                      täten in Kooperation mit Hochschulen. Im TZL Businesspark
cken, und dies unter der gleichen Adresse. Etablierte Unter-
                                                                      ist z. B. ein „FabLab“ Fabrication Laboratory eingerichtet, in
nehmen können hier ihre Geschäftsaktivitäten zentralisieren,
                                                                      dem der Weg vom digitalen Plan zum materiellen Prototypen
von attraktiv sichtbaren Repräsentationsbüros bis zu billigen
                                                                      demonstriert aber auch tatsächlich an modernen Maschinen
Back-Offices und Lager-/Archivräumen. Sie haben auch die
                                                                      bis hin zu 3D-Druckern realisiert werden kann.
Möglichkeit, in ihrem Umfeld Serviceunternehmen ansiedeln
und outsourcen zu können oder zeitweilige Projektbüros für            Der TZL Businesspark an der Seelandstraße schafft damit ein
Kooperationsvorhaben zu nutzen.                                       erfolgsförderndes Umfeld für junge und junggebliebene Firmen.

                                                                                                                               01/15                    15
�� Unternehmen und Märkte

Rezepte gegen
                                                                                                                                                        gel nur an einem kleinen Detail mitar-
                                                                                                                                                        beiten. Bei uns haben sie die Möglich-
                                                                                                                                                        keit, große Bauteile mitzuentwickeln

Betriebsblindheit
                                                                                                                                                        und in die Fahrzeuge zu integrieren“,
                                                                                                                                                        sagt Michael Jahn. Der Erfahrungs-
                                                                                                                                                        horizont sei deutlich größer und viel-
                                                                                                                                                        schichtiger.
Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft  Der stetige Austausch zwi-
schen Hochschulen und Unternehmen schürt das Innovationspotenzial                                                                                       Absolventen eingestellt  Weiterhin
auf beiden Seiten. Das Beispiel der Flensburger Fahrzeugbau Gesell-                                                                                     sind Studierende für die FFG als Unter-
                                                                                                                                                        nehmensberater tätig. In Zusammenar-
schaft (FFG) zeigt, wie bereichernd die Zusammenarbeit gerade für                                                                                       beit mit Professor Dr. Dr. Rainer Kreuz-
den Mittelstand sein kann.                                                                                                                              hof von der FH Flensburg und dem Dr.
                                                                                                                                                        Werner Jackstädt-Zentrum analysierten
                                                                                                                                                        die Nachwuchswissenschaftler – betreut
                                                                                                                                                        von einer Beratungsgesellschaft – ver-
                                                                                                                                                        schiedenste Problemstellungen, etwa die
                                                                                                                                                        Altersstruktur der Belegschaft. Daraus
                                                                                                                                                        leiteten sie konkrete Handlungsmaß-
                                                                                                                                                        nahmen für die FFG ab.
                                                                                                                                                            Auch auf anderen Feldern arbeitet
                                                                                                                                                        der Fahrzeugbauspezialist eng mit den
                                                                                                                                                        Hochschulen vor Ort zusammen. So
                                                                                                                                                        wird etwa Material zur Güteprüfung in
                                                                                                                                                        das FH-Werkstattlabor von Professor
                                                                                                                                                        Dr. Michael Dahms gegeben. „Davon
                                                                                                                                                        profitieren beide Seiten“, erklärt Jahn.
                                                                                                   Foto: FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH
                                                                                                                                                        „Die Studenten haben ein Beispiel aus
                                                                                                                                                        der Praxis, und wir bekommen die nö-
                                                                                                                                                        tigen Ergebnisse.“
                                                                                                                                                            Die Kooperation mit beiden Flens-
                                                                                                                                                        burger Hochschulen sei intensiv, der
                                                                                                                                                        Anteil der FH überwiege aber. „Das ist
                                                                                                                                                        allerdings dem Fakt geschuldet, dass die
                                                                                                                                                        technischen Studiengänge an der FH an-
                                                                                                                                                        gesiedelt sind“, so Jahn. Die Bedeutung
                                                                                                                                                        des Hochschulstandorts für die FFG
                                                                                                                                                        zeigt auch die Tatsache, dass zwölf von
                                                                                                                                                        15 in 2013 neu eingestellten Absolven-
                                                                                                                                                        ten von den Flensburger Hochschulen
Michael Jahn mit der ehemaligen Werkstudentin und heutigen Angestellten der FFG Ilka Jensen                                                             kamen. Das Gros war vorher schon als
                                                                                                                                                        Praktikant oder Werkstudent im Unter-
                                                                                                                                                        nehmen.

           D
                  ie enge Verknüpfung von Wissen-         „Bewegungsprogramme für Mitar-                                                                    Insgesamt sei der stetige Austausch
                  schaft und Wirtschaft ist insbe-     beiter sind nur ein Ergebnis, das aus der                                                        mit wissenschaftlichen Einrichtungen
                  sondere für die Entwicklung neu-     Arbeit von Studenten der Gesundheits-                                                            für die weltweit aktive Firma von der
           er Technologien und Kompetenzen ein         förderung für uns entstand“, so Jahn.                                                            Flensburger Förde ein bedeutender In-
           entscheidender Faktor. Daher engagiert      Die betriebliche Gesundheitsvorsorge                                                             novationsfaktor, sagt Michael Jahn. „Es
           sich die FFG intensiv im Wissenstransfer    habe einen neuen Schub erlebt. Ebenso                                                            ist wichtig, dass der Transfer stattfin-
           mit den Hochschulen. Der Hochschul-         profitiere etwa die Personalabteilung von                                                        det. Nebenbei verhindert die Zusam-
           standort Flensburg mit Uni und Fach-        betriebswirtschaftlichen Abschlussar-                                                            menarbeit auch, dass die Hochschu-
           hochschule spielt dabei eine herausra-      beiten, die Studierende als Praktikanten                                                         len und wir irgendwann betriebsblind
           gende Rolle für die Experten im Bereich     erarbeiteten. Das Unternehmen erhalte                                                            werden.“                              ��
           schwerer Kettenfahrzeuge. Die Zusam-        so neue Impulse, lerne neueste Kon-
           menarbeit umfasst verschiedenste Berei-     zepte kennen und könne gewandelten                                                               Autor: Daniel Kappmeyer
           che: Naturwissenschaften und technische     Ansprüchen der Arbeitnehmer stärker                                                              IHK-Redaktion Schleswig-Holstein
           Studiengänge sind ebenso vertreten wie      Rechnung tragen.                                                                                 kappmeyer@flensburg.ihk.de
           kaufmännische Fachbereiche. Auch der           Die Vorteile mittelständischer Be-
           Studiengang Prävention und Gesund-          triebe erleben bei der FFG unter ande-                                                           Website der FFG
           heitsförderung spiele eine Rolle, erklärt   rem auch Maschinenbaustudenten. „In                                                              www.ffg-flensburg.de
           Michael Jahn, Personalleiter der FFG.       Großkonzernen können sie in der Re-

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