Miteinander Großes möglich machen - Ordensklinikum Linz

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Miteinander Großes möglich machen - Ordensklinikum Linz
DAS MITARBEITERMAGAZIN DES ORDENSKLINIKUM LINZ , 15 / FRÜHJAHR 2021

                   #teamordensklinikum

                   Miteinander Großes
                   möglich machen
                   SEITE 8 – 11

SEITE 12                              SEITE 16                         SEITE 31 – 32
Österreichs erste                     Lungenkrebs:                     Kurz & bündig
„Liver Care Nurse“                    Neues 3D-Verfahren
am Ordensklinikum Linz                verbessert Diagnostik
Miteinander Großes möglich machen - Ordensklinikum Linz
M15_2-23_Druck_NEUTRAL.qxp_ea Test neu 31.03.21 19:19 Seite 2

        Inhalt | Miteinander 1/2021

                                                                                                         Inhalt
        Viel Geduld und eine exakte Position waren beim Fotoshooting
                                                                                                         Strategie & Entwicklung
        unserer Employer Branding Kampagne gefragt.                                                       04 Strategie 2025
                                                                                                          06 Corona: Impfung und Ausblick
       Cover-Making Of                                                                                     17 Krebsakademie online
        Die Wahl des Coverfotos für diese Ausgabe wurde relativ rasch getroffen. Nachdem
        bereits ein umfangreiches Fotoshooting für unsere neue Employer Branding                         Medizin & Pflege
        Kampagne stattfand, war schnell klar: Unsere fünf Markenbotschafter werden vom
        aktuellen Cover lächeln! Was hinter dem Coverfoto steckt, sind trotzdem viele
                                                                                                          12 Liver Care Nurse
        Arbeitsstunden. Die Vorbereitungen des Kommunikationsteams, die Bereitschaft
                                                                                                          13 Berufsdermatologisches Zentrum OÖ
        und Geduld unserer „Models“, die Flexibilität des Fotografenteams sowie die                       16 Früherkennung Lungenkrebs
        Geduld der Agentur spielten für die Kampagne zusammen. Letztere ließen dann
        noch mit der Magie des Grafikers das Gruppenfoto mit Masken und die Einzelfotos                   Menschen im Ordensklinikum
        ohne Maske zu einem starken Teamfoto verschmelzen.
        Mehr über die Karriereperspektiven im Ordensklinikum Linz und unsere
                                                                                                          08 Arbeitgeber Ordensklinikum
        Employer Branding Kampagne gibt’s auf den Seiten 8 bis 11.
                                                                                                          14 Neue Leitung Plastische Chirurgie
                                                                                                          18 Oberarzternennung 2021
                                                                                                          24 Neue Leitung der Radiologie
        ERRATUM                                                                                           26 Weltfrauentag
        In der Druckversion der vergangenen Ausgabe (Nr. 14) wurde im Interview auf                       30 Jungmedizinerinnen und Jungmediziner
        Seite 15 in der Korrekturphase irrtümlich ein Satz der Fragestellung zur Antwort                  33 #teamordensklinikum auf Social Media
        der Interviewpartner gestellt. Ein korrigiertes PDF finden Sie im Intranet.

                                                                                                         Orden & Werte
        Impressum
                                                                                                          28 Begegnungsräume
        Miteinander
        Das Mitarbeitermagazin des Ordensklinikum Linz
        REDAKTIONSLEITUNG: Mag. Günther Kolb
                                                                                                         Kurz & bündig
        STELLV. REDAKTIONSLEITUNG: Martina Winkler
                                                                                                          31 Habilitation Dr.in Maria Haller
        REDAKTIONSTEAM:
        Maria Binder, Sr. Justina Enzenhofer, Michael Etlinger, Sandra Forstner, Andrea Fürtauer-Mann,
                                                                                                          31 Primarius Dr. Cejka in internationalem Board
        Claus Hager, Johannes Hessler, Susanne Huber, Günther Kolb, Annemarie Kramser,                    31 Schneller als jedes Rettungsauto
        Magdalena Lauß, Sr. Barbara Lehner, Elisabeth Mathy, Agnes Retschitzegger, Brigitte Schanda,
        Lisa Stallinger, Martina Winkler, Sr. Ursula Wolte
                                                                                                          31 „Weihnachtssackerl“ für die Pneumologie
                                                                                                          32 Neue Leiterin Zuweiserbeziehungsmanagement
        FOTOS:
        Maria Binder, Barmherzige Schwestern Pflege GmbH, die elisabethinen linz-wien,
                                                                                                          32 Forschungsarbeiten in renommierten Journals
        Winfried Flohner, Sandra Forstner, Susanne Huber, Manfred Geschwendtner, Magdalena Lauß,          32 Berufliche Perspektiven im Gesundheitspark
        Wolfgang Lehner, Elisabeth Mathy, privat, OÖRK Bezirksstelle Perg, Ordensklinikum Linz,
        Maria Scheba, Lisa Stallinger, Vinzenz Gruppe, Martina Winkler, Stefan Zauner;
        Adobe Stock, iStock, Shutterstock, Brot & Butter
        LAYOUT/GRAFISCHE GESAMTGESTALTUNG:
        Brot & Butter Werbeagentur | Fotografie · www.andraschko.co.at
        Druck/Herstellung: Salzkammergut Druck, Gmunden
        Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im Mitarbeitermagazin des Ordensklinikum Linz
        das generische Maskulinum bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen verwendet.
        Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts sowie inter-
        geschlechtlichen, transgeschlechtlichen und nichtbinären Menschen, sondern soll im Sinne
        der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.

                                                   Gedruckt nach der Richtlinie
                                                   „Druckerzeugnisse“ des
                                                   Österreichischen Umwelt-
                                                   zeichens.
                                                   UW 784

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Miteinander Großes möglich machen - Ordensklinikum Linz
M15_2-23_Druck_22.3.qxp_ea Test neu 22.03.21 08:54 Seite 3

                                                                                                                  Miteinander 1/2021 |      Editorial

                                                                                     Die Geschäftsführung des Ordensklinikum Linz
             Liebe Mitarbeiterinnen                                                  MMag. Walter Kneidinger, Dr. Stefan Meusburger, MSc.

             und Mitarbeiter!
             •        Am 11. März 2021 hat sich mit der 90. Sitzung des haus-   des Ordensklinikum Linz stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe
             •        übergreifenden Corona-Krisenstabes auch für das           unserer Mitarbeiterzeitung vor. Unser besonderer Dank gilt
             •
                      Ordensklinikum ein voller Jahreskreis im Zeichen der      an dieser Stelle allen Kolleg*innen, die hier über viele Monate
                      Covid-Pandemie geschlossen. In diesem Jahr hat nicht      engagiert mitgearbeitet haben und sich auch als Testimonials
             zuletzt unser Krankenhausalltag massive Veränderungen er-          für unseren Außenauftritt im Internet, in Broschüren, Stellen-
             lebt. Neben den enormen Anforderungen, die durch die erste         anzeigen und Inseraten zur Verfügung gestellt haben.
             Welle im Frühjahr 2020, aber vorallem durch die zweite Welle           Ein Beitrag in diesem Magazin widmet sich dem Strategie-
             im Spätherbst an uns gestellt wurden, prägen strenge Ab-           prozess 2025 der gerade in allen Häusern des Verbundes
             stands- und Hygienevorgaben, Maskenpflicht, Testen, Besu-           läuft. Unsere Eigentümervertreter stellen in dieser Ausgabe
             cherregelungen und vieles mehr unsere täglichen Arbeits-           die Vision dahinter vor. In den nächsten Ausgaben unserer
             abläufe. Besprechungen und Fortbildungen haben mit der             Mitarbeiterzeitung möchten wir Ihnen dann die für unser
             Umstellung auf Online-Formate ein völlig neues Gesicht be-         Ordensklinikum Linz abgeleiteten Maßnahmen präsentieren.
             kommen, unsere gemeinsamen Feiern waren größten Teils              Wir folgen dabei der strategischen Grundausrichtung unserer
             nicht möglich. Mit der Impfung, die uns Mitarbeitende im Ge-       spitzenmedizinischen Schwerpunkte, der Weiterentwicklung
             sundheitswesen und unsere Patient*innen wirksam schützen           des Gesundheitsparks und den Trends, die sich für das
             wird, hoffen wir alle auf Entspannung der Covid-Auslastung          Gesundheitswesen aus der fortschreitenden Digitalisierung
             in unseren Häusern und natürlich auch in unserem gesell-           ableiten. Mehr dazu, wie gesagt, lesen Sie in den nächsten
             schaftlichen Leben.                                                Ausgaben.
                 Wir haben in diesem schwierigen Jahr aber auch viele               Wir danken Ihnen für Ihr tägliches Engagement in unserem
             Zeichen des Zusammenhaltes und des Zusammenwachsens                Ordensklinikum Linz und wünschen Ihnen interessante Ein-
             im #teamordensklinikum erlebt, die uns besonders freuen.           blicke bei der Lektüre unseres „Miteinander“.
             Dieses Miteinander ist der Kern unserer Arbeitgebermarke,
             die wir gemeinsam mit unseren Eigentümerinnen, der Vinzenz            Ihre Geschäftsführung
             Gruppe und den elisabethinen linz-wien, im vergangenen                                                  [ MMag. Walter Kneidinger
             Jahr weiterentwickelt haben. Das Employer Branding-Konzept                                            Dr. Stefan Meusburger, MSc. ]

                                                                                                                                                    3
Miteinander Großes möglich machen - Ordensklinikum Linz
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        Strategie & Entwicklung | Strategie 2025

                   GESUNDHEIT MENSCHLICH WEITERGEDACHT

                  Bewährte Werte
                  Neue Wege
                   Dass sich die Vinzenz Gruppe und die Elisabethinen Linz-Wien
                   in der neuen Strategie 2025 umfassend mit Antworten auf
                   die gesundheitspolitischen Herausforderungen von morgen
                   beschäftigen, ist für Patient*innen und Mitarbeiter*innen
                   zukunftsentscheidend.

                   •       Unser Gesundheitswesen verändert sich rasch – und        lagen für die Zukunft erarbeitet. Die Strategie 2025 gibt somit
                   •       das nicht nur wegen der Folgen der Covid-19-Pande-       klare Orientierungen, wie sich das Ordensklinikum Linz und
                   •
                           mie. Neue Technologien und digitale Transformation       die Krankenhäuser der Gruppe weiterentwickeln sollen. Wie
                           bringen nicht nur neue Diagnose- und Therapiemög-        wichtig es ist, sich rechtzeitig mit den Anforderungen der Kran-
                   lichkeiten, sie verändern auch die Position der Patientinnen     kenhäuser auseinander zu setzen, zeigt das Beispiel der Grün-
                   und Patienten im Gesundheitssystem grundlegend. „Patienten       dung des Ordensklinikum Linz: Damit haben die Elisabethinen
                   holen sich aktiv Gesundheitsinformationen und stellen viele      Linz-Wien und die Vinzenz Gruppe als Eigentümerinnen in den
                   neue Ansprüche an die Gesundheitsversorgung. Gesundheit          vergangenen Jahren die wichtigen Weichenstellungen in Rich-
                   wird immer stärker dort stattfinden, wo die Menschen sind“,       tung Schwerpunktbildung und Gesundheitsparks vorgenom-
                   sind sich Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz      men, die sich bereits heute und in Zukunft im Gesundheits-
                   Gruppe und Mag. Oliver Rendel, Geschäftsführer der Elisa-        wesen sehr bewähren werden. „Um die Zukunft des Gesund-
                   bethinen Linz-Wien einig.                                        heitswesens so mitzugestalten, dass kompetente Medizin,
                                                                                    Pflege und unsere christlichen Werte im Mittelpunkt stehen,
                   Zukunft selbst gestalten                                         ist das Erkennen und Lösen von Patient*innenbedürfnissen
                                                                                    unverzichtbar“, erläutert Rendel.
                   Expert*innen gehen davon aus, dass es in zehn bis 20 Jahren
                   Krankenhäuser, wie wir sie bisher kennen, nicht mehr geben       Klare Eckpfeiler
                   wird. Vernetzung und Digitalisierung werden das Gesundheits-
                   wesen der Zukunft prägen. Mit den großen digitalen Techno-       Die gemeinsame Analyse der Anforderungen der Zukunft und
                   logiekonzernen bieten künftig auch weitere Akteure Gesund-       die Erarbeitung der Eckpunkte der Strategie wurden häuser-
                   heitsleistungen an. Die Aufgabenstellung für zukunftsorien-      übergreifend bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen. Die
                   tierte Gesundheitsanbieter ist daher klar: „Wir wollen die Zu-   vier Pfeiler der Strategie sind:
                   kunft der Gesundheit selbst in die Hand nehmen, bevor es an-
                   dere tun“, so Heinisch. Handlungsbedarf besteht auch deshalb,    • die patient*innenorientierte Weiterentwicklung
                   weil die finanziellen Rahmenbedingungen für das öffentliche          der Krankenhaus-Leistungen
                   Gesundheitswesen alles andere als besser werden.
                                                                                    • die Weiterentwicklung von analogen zu digitalen Prozessen
                   Bedürfnisse im Mittelpunkt                                       • die Weiterführung der Spezialisierung der Krankenhäuser
                                                                                      sowie der ambulante Ausbau im Rahmen der Gesund-
                   Vor diesem Hintergrund haben sich die Vinzenz Gruppe und           heitsparks
                   die Elisabethinen Linz-Wien intensiv mit den Entwicklungen
                   im Gesundheitswesen beschäftigt und strategische Grund-          • die Stärkung der Arbeitgeberattraktivität.
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Miteinander Großes möglich machen - Ordensklinikum Linz
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                                                                                                       Strategie & Entwicklung

                                                                            Grundlagen vertiefen und gemeinsam umsetzen

                                                                           In den ersten Monaten des heurigen Jahres steht die Vertie-
                                                                           fung der strategischen Grundlagen in den Krankenhäusern am
                                                                           Programm. „Auf dieser Basis können wir dann ab April ge-
                                                                          meinsam Umsetzungsmaßnahmen festlegen und ab Mai mit
                                                                          der strukturierten Umsetzung beginnen“, erklären die beiden
                                                                         Geschäftsführer. Eine wichtige strategische Weiterentwicklung
                                                                         besteht übrigens auch darin, dass die gemeinsamen Leistungen
                                                                        nicht nur für kranke Patient*innen weiterentwickelt werden. Auch
                                                                        neue Gruppen, wie gesunde Menschen, Gemeinden, Schulen
                                                                        oder Arbeitgeber sollen angesprochen und versorgt werden.

                                                                       Werte als Strategiefundament

                                                                       Das große Ziel des Strategieprozesses liegt darin, durch strukturelle
                                                                        und technologische Weiterentwicklungen bestmögliche Rahmen-
                                                                        bedingungen für die Umsetzung der Werte von Vinzenz Gruppe
                                                                        und Elisabethinen Linz-Wien zu sichern. Für Michael Heinisch und
                                                                         Oliver Rendel ist klar: „Wir suchen aktiv nach Verbesserungsmög-
                                                                         lichkeiten in unseren Strukturen und Angeboten, damit im Mit-
                                                                          telpunkt unseres Handelns der Mensch – egal, ob gesund oder
                                                                          erkrankt – stehen kann. Unser Wertekonzept und unsere Her-
                                                                           kunft als Ordensspitäler sind und bleiben das Fundament, auf
                                                                          dem wir gemeinsam mit unseren Mitarbeiter*innen auf neuen
                                                                         Wegen in eine sichere Zukunft gehen.“

                                                                                                                  [ A. Kramser · M. Etlinger ]

             DR. MICHAEL HEINISCH        MAG. OLIVER RENDEL
             Geschäftsführer             Geschäftsführer
             Vinzenz Gruppe              die elisabethinen linz-wien

                                                                                                                                                 5
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        Strategie & Entwicklung | Corona: Impfung und Ausblick

                                                                                                           „    Dass wir uns
                                                                                                                insgesamt
                                                                                                           langsam in Richtung
                                                                                                           Normalität bewegen,
                                                                                                           glaube ich schon.
                                                                                                           Priv.-Doz. Dr. Holger Rumpold
                                                                                                           Leiter der Covid-Quarantäne-
                                                                                                           station am Ordensklinikum

        „Wir müssen die                                                                                    Linz Barmherzige Schwestern

        positiven Erkenntnisse
        auf dem Weg in die
        Normalität mitnehmen“
        Am 14. März 2020 wurde im Ordensklinikum Linz der erste Covid-Patient stationär
        aufgenommen. Mehr als tausend weitere stationäre Behandlungen folgten, ein Großteil
        davon in der zweiten Welle. Ein Jahr, das viele Spuren hinterlassen hat. Priv.-Doz.
        Dr. Holger Rumpold ist Leiter der Covid-Quarantänestation am Ordensklinikum Linz
        Barmherzige Schwestern. Im Interview spricht er über den Weg zurück in die
        Normalität und wie eine Zukunft mit Corona im Krankenhaus aussehen könnte.

                   •      MITEINANDER: Mit mehr als             tion zu verhindern, beziehungsweise        ab. Daraus ergibt sich ein Spiel mit vielen
                   •      80 Prozent ist die Impfbereit-        senkt das Risiko, einen schweren Verlauf   Variablen, was sich auf die Nettopande-
                   •
                          schaft in unserem Kranken-            zu erleiden, sollte man sich dennoch       miekontrolle auswirkt. Letztlich ist das
                          haus sehr hoch. Mit Stand An-         infizieren. Das zeigen bereits erhobene     ein Risiko, mit dem wir leben müssen,
                   fang März wurde ein großer Teil un-          Daten aus anderen Ländern.                 das ist aber nichts Neues. Spontanmuta-
                   serer Mitarbeitenden bereits geimpft.                                                   tionen liegen in der Natur von Viren. Es
                   Ein Etappenerfolg im Kampf gegen             MITEINANDER: Die Sorge vor an-             entstehen infektiösere Varianten, weil
                   Covid-19?                                    steckenderen Mutationen und höhe-          diese vorteilhafter für das Virus sind. Das
                                                                rer Letalität von SARS-CoV-2 wächst.       wird unsere neue Normalität mitbestim-
                   H. RUMPOLD: Gemeinsam mit all den            Wie groß ist die Gefahr, die aktuell       men, gemeinsam mit den neuen Mög-
                   anderen Maßnahmen wie Abstand hal-           etwa von der südafrikanischen und          lichkeiten, die man bekommt. Es sind
                   ten, Händehygiene und das Tragen von         der britischen Variante ausgeht?           zurzeit viele Impfstoffe in Erprobung, die
                   FFP2-Masken ist die Impfung einer der                                                   im Laufe des Jahres zugelassen werden.
                   wichtigsten Bausteine für den Weg aus        H. RUMPOLD: Die Gefährlichkeit der         Deshalb sind flankierende Maßnahmen,
                   der Pandemie. Es ist sehr erfreulich, dass   Mutationen besteht aus zwei Kompo-         die Expositionsprophylaxe einerseits und
                   die Impfbereitschaft unserer Mitarbei-       nenten. Zum einen sind sie infektiöser.    die aktive Prophylaxe durch Impfungen
                   tenden so groß ist. Eine Impfung bedeu-      Und zum anderen decken nicht alle Imp-     andererseits, immer gut. Und diese ein-
                   tet eine gewisse Sicherheit, eine Infek-     fungen alle Mutationen gleichermaßen       zelnen Maßnahmen gilt es regelmäßig
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                                                                                                               „
                                                                                            Die derzeitige Pandemie zeigt, wie wichtig das Zusam-
                                                                                            menwirken von Spezialisten auf dem Gebiet der
                                                                                            Klinischen Mikrobiologie und Hygiene gemeinsam
                                                                                            mit Spezialisten der anderen medizinischen Sonder-
                                                                               fächer ist. Gestützt durch ein starkes mikrobiologisches Labor
                                                                               mit komplettem diagnostischen Leistungsspektrum vor Ort und
                                                                               einer schlagkräftigen Krankenhaushygiene. Damit garantieren wir
                                                                               höchste Patienten- und Mitarbeitersicherheit bei Infektionen
                                                                               und die Bewältigung einer solchen, auch zeitkritischen, Situation.
                                                                               SARS-CoV-2 wird uns weiterhin beschäftigen, wie andere Infek-
             abzustimmen. Wie es dann weitergeht,                              tionen auch, neben der zunehmenden Herausforderung durch
             ob und wie oft man Auffrischungs-Imp-                              multiresistente Bakterien in allen medizinischen Bereichen. Die
             fungen verabreichen muss und wie lan-                             Umsetzung des interdisziplinären Zentrum für Infektionsmedizin
             ge der Schutz der einzelnen Vakzine hält,                         und Mikrobiologie (iZIM) hat deshalb höchste Priorität.
             kann man noch nicht einschätzen. Ge-                              Prim.a Univ.-Prof.in Dr.in Petra Apfalter

                                                                                                               “
             wiss ist, dass die bereits zugelassenen                           Leiterin des Institutes Hygiene, Mikrobiologie und Tropenmedizin
             Impfstoffe auch bei Mutationen auf je-
             den Fall vor schweren Verläufen schüt-
             zen und somit durch eine hohe Durch-
             impfungsrate die Hospitalisierungen re-
             duziert werden können.

             MITEINANDER: Seit über einem Jahr
             arbeiten Medizin und Forschung welt-         H. RUMPOLD: Für den Krankenhaus-             sibler Bereich ist und kein „Public Space“.
             weit auf Hochtouren, um neue Kennt-          betrieb glaube ich, dass es bei Risiko-      Das ist ein Ort an dem sich Infektions-
             nisse über das Coronavirus zu erlan-         populationen, oder zum Beispiel in der       krankheiten schnell ausbreiten können,
             gen. Dennoch sind das Virus und die          Notfallambulanz immer eine Differenti-        deshalb gelten hier andere Hygiene-
             Krankheit Covid-19 noch zwei große           aldiagnose geben wird, wenn sich die         regeln und das nicht nur während der
             Unbekannte. Was wissen wir heute             Frage stellt: Influenza oder Corona? Das      Pandemie. Das Bewusstmachen der
             über den Verlauf und die Risikofak-          ist einfach eine zusätzliche Diagnose, die   Rolle, die Krankenhäuser in der Gesell-
             toren, was wir im Frühjahr 2020 noch         relevant und auch sinnvoll ist. Das wird     schaft einnehmen, wie auch der profes-
             nicht wussten?                               sich ähnlich verhalten, wie bislang bei      sionellere Umgang mit Hygienemaß-
                                                          der Influenza, die man ja auch im Kran-       nahmen sind sehr positive Entwicklun-
             H. RUMPOLD: Man weiß jetzt schon             kenhaus kuratiert, um eine Infektions-       gen, von denen wir auch künftig profi-
             deutlich mehr als noch vor einem Jahr.       kontrolle zu haben. Zudem sind auch          tieren können, und ich hoffe, dass wir
             Die initiale Diskussion, ob Covid-19 mit     die Hygieneregeln im Krankenhaus viel        solche Erkenntnisse auf dem Weg zurück
             der Influenza vergleichbar ist, ist denke     professionalisierter geworden, was eine      in die Normalität mitnehmen.

                                                                                                                                     „
             ich endgültig vom Tisch. Es hat sich         erfreuliche Entwicklung ist.
             herausgestellt, dass ältere Menschen,             Dass wir uns insgesamt langsam in                                    [ M. Winkler ]
             Hypertoniker, Diabetiker, und Personen       Richtung Normalität bewegen, glaube
             mit metastasierten Krebserkrankungen         ich schon. Mittlerweile hat sich gezeigt,
             zur Risikogruppe zählen, oder Patienten      dass gewisse Maßnahmen – insbeson-
             die gerade eine Chemotherapie kriegen.       dere für das Krankenhaus – eine posi-
             Das sind alles Fakten, die hat man letztes   tive Wirkung erzielt haben. So konnte
             Frühjahr nicht gewusst. Mittlerweile wis-    im Zuge der Coronakrise ein Rückgang                            Am Beispiel der SARS-CoV-2
             sen wir auch, dass frühzeitige Intubatio-    anderer Infektionskrankheiten wie zum                           Pandemie wird klar, welche
             nen nichts nützen. Vor einem Jahr haben      Beispiel der Influenza verzeichnet                               Dimension ein reibungsloses
             wir anhand des klinischen Verlaufs           werden. Das hängt natürlich                                     Zusammenspiel von abge-
             gehandelt. Heute ist die Behandlung          mit der geringeren Mobilität                                    stimmtem Krankenhausmana-
             aufgrund der Erfahrungswerte viel stan-      der Bevölkerung aufgrund                                        gement, mikrobiologischer
             dardisierter geworden, und wir können        des Lockdowns zusammen,                                         best practice Diagnostik,
             therapeutische Maßnahmen gezielter           aber auch damit, dass wich-                                     Krankenhaushygiene und
             einsetzen.                                   tige Maßnahmen wie etwa                                         Infektionskontrolle haben.
                                                          die Händehygiene mehr ins
             MITEINANDER: Gewiss ist: Das Coro-           Bewusstsein der Menschen                                        Dr. Stefan Meusburger, MSc
             navirus wird bleiben. Wagt man ei-           gerückt sind. Ich habe auch                                     Geschäftsführer

                                                                                                                                     “
                                                          den Eindruck, dass ein                                          am Ordensklinikum Linz
             nen Blick in die (nahe) Zukunft, wie
             könnte dieses „Leben mit Corona“ im          Verständnis dafür da ist,
             Krankenhaus aus jetziger Sicht aus-          dass das Krankenhaus ein
             sehen?                                       schützenswerter und sen-
                                                                                                                                                        7
Miteinander Großes möglich machen - Ordensklinikum Linz
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        Menschen im Ordensklinikum | Arbeitgeber Ordensklinikum

               Neue Wege in der Pflege
                Mit über 40 Abteilungen, 18 medizinischen Zentren und 32 Ambulanzen legen wir am Or-
                densklinikum Linz den Fokus auf spitzenmedizinische Leistungen sowie auf Menschlichkeit
                und ein respektvolles Miteinander. Die Pflege am Ordensklinikum Linz ist ein maßgeblicher
                Partner im multiprofessionellem Behandlungs- und Betreuungsprozess der Patienten. Wir
                bieten die Möglichkeit von der Kinder- und Jugendlichenpflege bis hin zur Alternsmedizin,
                einen sinnstiftenden Beitrag für die Gesundheit der Bevölkerung zu leisten.

        •       Seit Herbst 2018 besteht am Vinzentinum Linz     klinikum neben dem Gehobenen Dienst         dungsstätte besonders durch das auf-
        •       die Möglichkeit, eine zweijährige Ausbildung     stärker nachgefragt sein wird. Wenn ge-     geschlossene Schulteam und die enge
        •       zur Pflegefachassistenz zu absolvieren. In wel-   rade keine Stelle vakant ist oder für die   Zusammenarbeit mit den Praxisanleitern
                chen Bereichen können Pflegefachassistenten
                                                                 Bewerberin oder den Bewerber keine          vor Ort aus. Ich denke, dass man sich
        arbeiten? Warum sollten sich künftige Bewerber aus-
                                                                 passende Stelle dabei ist, freuen wir uns   dort als Auszubildende sehr gut aufge-
        gerechnet für das Ordensklinikum Linz entscheiden?
        Wir haben uns bei den angehenden Pflegefachassisten-      auch jederzeit über Initiativbewerbun-      hoben fühlen kann. Das Ordensklinikum
        tinnen und -assistenten am Vinzentinum Linz umge-        gen über unser Karriereportal.              Linz bietet mit seinen beiden Standorten
        hört, was sie von einem potenziellen künftigen Arbeit-                                               auch die Möglichkeit, im Rahmen der
        geber wissen möchten. Die Antworten weiß Julia           Wie sieht es mit Weiterbildungsmög-         Praktika unterschiedliche Bereiche ken-
        Mahringer, BA – sie ist Personalreferentin am Ordens-    lichkeiten im Ordensklinikum aus?           nenzulernen und die eigenen Interessen
        klinikum Linz Barmherzige Schwestern.                                                                und Fähigkeiten zu entdecken.
                                                                 Das Ordensklinikum unterstützt gerne
                    MITEINANDER: Welche Aufgaben er-             verschiedenste Weiterbildungen. Das         Welche Voraussetzungen sollten künf-
                    warten uns, wenn wir im Ordensklini-         Vinzentinum Linz bietet unterschiedliche    tige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
                    kum Linz als Pflegefachassistenten            Weiterbildungen und Fortbildungen für       im Ordensklinikum Linz mitbringen?
                    tätig sind und wie stark ist die Aus-        den Gehobenen Dienst der Gesundheits-
                    bildung nachgefragt?                         und Krankenpflege sowie für die Pflege-       Neben den fachlichen Qualifikationen,
                                                                 fachassistenz an. Wichtig ist uns, alle     die Absolventinnen und Absolventen
                    J. MAHRINGER: Die Tätigkeiten der Pfle-       Mitarbeitenden, die eine Weiterbildung      nach ihrer jeweiligen Ausbildung mit-
                    gefachassistenz umfassen ein breites         oder eine zusätzliche Ausbildung absol-     bringen, sind eigenverantwortliches
                    Aufgabenspektrum. Grundwert ist eine         vieren möchten, zu unterstützen. Unter      Handeln sowie Kommunikations- und
                    fachlich kompetente Pflege und Betreu-        bestimmten Voraussetzungen gibt es          Teamfähigkeit für uns sehr wichtig. Im
                    ung der Patientinnen und Patienten.          zudem die Möglichkeit für die Dauer der     Zentrum steht ein wertschätzender Um-
                    Daraus ergibt sich die Mitwirkung bei        Ausbildung eine Bildungsteilzeit oder       gang miteinander wie auch mit den
                    der Planung, Organisation, Durchfüh-         Bildungskarenz in Anspruch zu nehmen.       Patientinnen und Patienten. Wir wollen
                    rung und Evaluation aller pflegerischen       Bei Interesse und Fragen freuen wir uns     unsere Werte, die uns als Arbeitgeber
                    Maßnahmen sowie die Mitwirkung bei           über eine Kontaktaufnahme.                  ausmachen, wirklich leben. ●
                    der Weiterentwicklung der Pflegequali-
                    tät. Pflegefachassistenten erwartet im        Was macht die Ausbildung zur
                    Ordensklinikum auf jeden Fall ein ab-        Pflegefachassistenz in Ihren
                                                                                                                                                          ➔
                    wechslungsreiches Arbeitsumfeld und          Augen so besonders?
                    die Zusammenarbeit mit multiprofessio-                                                                BEI FRAGEN FREUEN
                    nellen Teams. Vergangenen Herbst hat         Durch die theoretische und                               WIR UNS ÜBER
                    der erste Jahrgang die Ausbildung ab-        praktische Ausbildung bietet                             KONTAKTAUFNAHME
                    geschlossen. Die Pflegefachassistenz ist      das Vinzentinum Linz eine                                julia.mahringer@ordensklinikum.at
                    noch ein sehr junges Berufsbild, das sich    sehr praxisnahe und viel-
                    im Laufe der kommenden Jahre etablie-        seitige Ausbildung. Zudem
                    ren wird, und auch bei uns im Ordens-        zeichnet sich die Ausbil-                                Julia Mahringer, BA

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             KARRIEREWEGE IM KRANKENHAUS

            Im Ordensklinikum gibt
            es „kein Anstehen“
             Bei besonderen Karrierewegen denkt man
             schnell an den berühmten Tellerwäscher,
             der Millionär geworden ist. Aber nicht nur
             in der neuen Welt quer über den Ozean kann
             man tolle Karrierewege hinlegen. Auch am
             Ordensklinikum Linz steht man nicht gleich
             nach Abschluss der Ausbildung an: Weiter-
             bildungen, (berufsbegleitendes) Studium,
             Umschulungen, Zusatzausbildungen etc.
             Die Karrierewege in unserem Krankenhaus
             sind vielseitiger als man glaubt und für
             den Einzelnen eine spannende Erfahrung.
             Das zeigen auch unsere Mitarbeiterinnen
             und Mitarbeiter, die unserem Krankenhaus
             seit mehreren Jahren treu sind, sich aber
             ständig weiterentwickeln und immer
             wieder Neues ausprobiert haben.

             MAG. a ROSEMARIE KASTNER
             Diabetesberatung/Arbeitsrecht

             •        Dass sie ihre weitere Ausbildung tatsächlich mit ihrem    Ordensklinikum zu vereinen. Als im Personalmana-
             •        Beruf verbinden würde, hatte Mag.a Rosemarie Kastner      gement eine Stelle für Arbeitsrecht geschaffen wird,
             •
                      nicht geplant, als sie 2011 das Studium der Rechtswis-    nimmt sie diese Chance gerne wahr.
                      senschaften an der JKU berufsbegleitend begonnen              Nach Antritt der neuen Stelle im März 2020
             hatte. „Ich wollte mich in einem Bereich weiterbilden, der mich    arbeitet die frischgebackene Arbeitsrechtlerin
             interessiert und nichts mit meinem damals aktuellen Beruf          gleich auf Hochtouren: „Mit Beginn der Coronakrise
             zu tun hatte“, sagt die langjährige Mitarbeiterin, die seit 1989   erreichten uns viele Fragen zu Themen, die genau
             im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern als Diplomierte         meinen Bereich betrafen, das war eine große
             Gesundheits- und Krankenpflegerin zunächst auf der Internen         Herausforderung. Aber so konnte ich schnell in
             1 (Station 4F) und anschließend in der Kardiologischen Am-         meinen neuen Aufgabenbereich hineinwachsen.“
             bulanz tätig war. Seit 2013 betreut sie im Team der Pflege-         Der Pflege wollte Rosemarie Kastner aber nicht
             experten die Diabetiker in unserem Krankenhaus. Auf den            ganz den Rücken kehren, weshalb sie nun auch
             Geschmack, wieder etwas Neues zu lernen, sei sie durch ihre        weiterhin zehn Stunden pro Woche in der Dia-
             Weiterbildung zur Diabetesberaterin 2008 gekommen. „Im             betesberatung tätig ist. „Der Bezug zur Praxis ist mir sehr
             Zuge dieser Ausbildung musste ich eine Abschlussarbeit             wichtig, da gibt es viele Synergien, die ich nutzen kann“, erzählt
             verfassen. Ich habe mich für das Thema ‚Diabetes und Recht‘        die Mutter zweier Kinder. „Ich bin sehr froh, dass ich die
             entschieden und bei der Recherche gemerkt, dass Rechts-            Chance bekommen habe, sowohl im Arbeitsrecht als auch
             themen durchaus spannend sind.“ Rosemarie Kastner ab-              weiterhin in der Diabetesberatung tätig zu sein. Das be-
             solviert die Berufsreifeprüfung und inskribiert sich an der        stätigt wieder, dass es bei uns im Ordensklinikum viele
             JKU. Nach dem Abschluss des Studiums erkundigt sie sich            verschiedene Möglichkeiten gibt, sich beruflich zu verwirk-
             nach Möglichkeiten, ihre Ausbildung mit ihrem Beruf im             lichen.“ ●                                                           ➔
                                                                                                                                                     9
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        Menschen im Ordensklinikum | Arbeitgeber Ordensklinikum

                              DGKP PETRA HOCHLEITNER, MSC, BSCN
                              Beratung und Koordination Pflegeexperten, Leitung Entlassungsmanagement

                              •       Dass ihr die Ausbildung zur diplomierten        konnte die Hobby-Läuferin ihren Schülerinnen und Schülern
                              •       Gesundheits- und Krankenpflegerin so ei-         auf den Stationen näherbringen.
                              •
                                      nen vielseitigen Karriereweg geboten hat,            Bevor Petra Hochleitner ihre aktuelle Stelle antrat, ar-
                                      erfreut Petra Hochleitner, Pflegeexpertin        beitete sie zwei Jahre als Pflegebereichsleiterin in einem
                              und Leiterin des Entlassungsmanagements, heute          anderen Krankenhaus, was sie jetzt als wichtige Erfahrung
                              immer noch. „Ich habe im Laufe meiner Karriere          wertet: „Ich bin froh, dass ich mein Schicksal immer selber
                              viele Richtungen ausprobiert und konnte mich            in die Hand genommen habe und Veränderungen gewagt
                              immer weiterentwickeln“, sagt die gebürtige             habe. So konnte ich viel sehen und ausprobieren. Jetzt schätze
                              Engerwitzdorferin, die als Gesundheits- und Kran-       ich das gute Arbeitsklima hier im Ordensklinikum umso mehr
                              kenpflegerin noch das Bachelorstudium der Pflege-         und genieße das familiäre Umfeld und die direkten Arbeits-
                              wissenschaften absolvierte sowie die Ausbildung         wege zu den Kolleginnen und Kollegen.“
                              zur Lehrkraft im Pflegebereich. Dies führte Petra             Als Leiterin des Entlassungsmanagements und den viel-
                              Hochleitner 2012 in die Pflegeschule des damaligen       fältigen weiteren Aufgaben in der Stabstelle der Pflegedirek-
                   Krankenhauses der Elisabethinen, wo sie angehende Pflege-           tion gefällt Petra Hochleitner besonders gut, dass sie bei
                   kräfte unterrichtete. Ihre praktische Erfahrung, vor allem in      ihrer Tätigkeit nie ansteht und sie gestalterisch ständig etwas
                   den Bereichen Kardiologie, Nephrologie und Intensivmedizin,        mitbewirken kann. ●

                              OA DR. WALTER HASLMAIR
                              Facharzt Urologie und Andrologie

                              •        OA Dr. Haslmair hegte schon in sehr jungen     alltag profitiert: „Es fällt mir leicht, die allgemeine Situation
                              •        Jahren großes Interesse an der Urologie.       eines Patienten zu verstehen. Ist das Bett sauber und ge-
                              •
                                       Aufgrund der Abteilungsgröße am Standort       macht? Hat er gegessen? Das sind wichtige Faktoren für die
                                       Elisabethinen war eine Anstellung für den      Genesung.“
                               Weltenbummler dort besonders erstrebenswert.                Nach einem Jahr startete er seine Turnusstelle auf der
                               Gestartet hat Dr. Halsmair im Ordensklinikum als       Urologie bei den „Lisln“. Darauf folgte die Facharztausbildung.
                               Stationshelfer. In dieser Rolle waren seine Aufgaben   „Seit 1990 bin ich an jedem Arbeitstag am Standort Elisa-
                               kunterbunt: Organisieren der Mahlzeiten, das Un-       bethinen anzutreffen.“, so OA Haslmair stolz. „Man baut eine
                               terstützen von Schwester Rita beim Bettenmachen        große Bindung zum Haus auf, und es eint sehr, mit den Kolle-
                               oder etwa das Annähen von Knöpfen. Durch den           gen so lange Zeit gemeinsam zu arbeiten. Vor allem, wenn es
                               Bauernhof des Schwiegervaters hatte „Herr Walter“,     einem 30 Jahre gut gegangen ist mit einem Arbeitgeber.“
                               wie er damals auf der Station genannt wurde, auch           Dr. Haslmair hat drei Kinder. Außerhalb des Ordens-
                               Zugang zu Materialien, die bis dato nur in der Vieh-   klinikum arbeitet er mit seiner Frau am Bauernhof im Bezirk
                   wirtschaft Verwendung fanden, sich jedoch als sehr hilfreich       Rohrbach. 17 Hektar Land und 50 Mutterschafe müssen von
                   z.B. bei Wartungsarbeiten im Krankenhaus entpuppten.               den beiden nebenerwerblichen Landwirten bewirtschaftet
                        Sein Jahr als Stationshilfe im Ordensklinikum eröffnet         werden. ●
                   Dr. Haslmair Einblicke, von denen er heute noch im Arbeits-

                              MARIANNE PRÖSELMAYR, BA
                              Servicebereich Qualitätsmanagement

                              •        „Am besten alles, quer durch den Gemüse-       gemerkt, in welche Richtung die Reise gehen wird“, sagt die
                              •        garten!“ Das denkt sich die begeisterte        heutige Qualitätsmanagerin, die während ihres Studiums erste
                              •
                                       Hobbygärtnerin Marianne Pröselmayr nicht       Einblicke in ihren aktuellen Arbeitsbereich gewinnen konnte.
                                       nur, wenn sie im Sommer Gemüse aus dem         „Seitens meiner Abteilung und der Pflegedirektion habe ich
                               Eigenanbau erntet, sondern auch, als sie 1996 nach     immer Unterstützung während meiner Weiterbildung erfahren,
                               ihrer Krankenpflegeausbildung auf der interdis-         dafür bin ich sehr dankbar.“
                               ziplinären Sonderklassestation 3D ihren Dienst be-         2016 übernimmt Marianne Pröselmayr die Koordination
                               ginnt. „Die verschiedenen medizinischen Fachrich-      des Ideenpools, die sie bis heute innehat. Ein Jahr darauf be-
                               tungen, das unterschiedliche Patientengut und die      kleidet sie eine Doppelfunktion auf 3D und im Qualitätsmana-
                               Zusammenarbeit mit so vielen Stationen und Am-         gement, bis sie 2018 die Abteilung ganz wechselt. Heute
                               bulanzen haben mir immer großen Spaß gemacht“,         ist Marianne Pröselmayr für das Dokumenten-Management
                               erzählt die gebürtige Steyreggerin. Abwechslung        System in Sharepoint zuständig, sowie für interne und externe
                               im Berufsalltag sei ihr immer wichtig gewesen.         Audits. Darüber hinaus begleitet sie Zertifizierungen und
                   Ganze 22 Jahre hat sie auf 3D gearbeitet, zehn Jahre davon         unterstützt beim Implementieren neuer Arbeitsprozesse. „Ich
                   als Stationskoordinatorin.                                         bin froh, mit vielen unterschiedlichen Abteilungen arbeiten
                       Als sie 2011 an der Fernhochschule Hamburg mit dem             zu können, und auch einen Beitrag dafür zu leisten, dass die
                   Studium für Pflegemanagement startet, weiß sie bereits, dass        Patientenversorgung gut läuft. Mir ist wichtig, dass wir nicht
                   sie zu neuen Ufern aufbrechen will. „Ich habe dann schnell         nebeneinander arbeiten, sondern miteinander.“ ●
        10
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                                                                                    Schnelltests und Maskenpflicht
                                                                                    ermöglichten ein verantwortungs-
                                                                                    bewusstes Fotoshooting.
                                                                                    V.l. DGKP Florian Schlögelhofer,

                                                                                                                                     „
                                                                                    Sigrid Haberkorn, Ines Fliesser, BSc,
                                                                                    OA Dr. Martin Martinek und
                                                                                    OÄ Dr.in Petra Wolfinger.

      DIE MARKE „ORDENSKLINIKUM LINZ“                                                                     Mit unseren Eigentümerinnen, der Vinzenz Gruppe
      HAT EINEN NEUEN AUFTRITT                                                                            und den elisabethinen linz-wien, wurde ein Prozess
                                                                                                          gestartet, um das Ordensklinikum am Arbeitsmarkt
     Miteinander Großes                                                                                   neu zu positionieren. Ich danke allen Mitarbeitenden,
                                                                                                          die daran mitgewirkt haben, und freue mich über
                                                                                                          das gelungene Ergebnis.

     möglich machen                                                                                       MMag. Walter Kneidinger

                                                                                                                                     “
                                                                                                          Geschäftsführer am Ordensklinikum Linz

      Was schätzen die Mitarbeitenden am Ordensklinikum als
      Arbeitgeber? Die Gemeinschaft? Das spitzenmedizinische
      Umfeld? Oder die Möglichkeit, sich zu entfalten?
      Diese Vielfalt an Perspektiven spiegelt nun auch der
      neue Auftritt des Ordensklinikum Linz am Arbeits-    Das erste Sujet der
                                                           Employer Branding
      markt wider, der Anfang März präsentiert wurde.              Kampagne.

             •       Mitarbeiter aus allen Berufs-         Werte des Ordensklinikum
             •       gruppen haben sich bereit er-
             •
                     klärt, für die neuen Sujets vor       Das Ordensklinikum ist ein begleitender,
                     die Foto- und Filmkamera zu           ein lebendiger und ein überragender
             treten. Das erste Sujet wurde bereits         Arbeitgeber. Mitarbeitende bekommen
             veröffentlicht, weitere Foto- und Film-        Raum zur Entfaltung, sie sind Teil einer
             shootings folgen demnächst.                   echten Gemeinschaft, und das Kranken-
                                                           haus bietet medizinische und pflege-
             Das Ordensklinikum ist bunt                   rische Spitzenleistung für Patienten bis
                                                           weit über Oberösterreich hinaus.
             Die Farbe des Ordensklinikum Linz ist
             die Buntheit. Die beiden Standorte, die       Kamera läuft!
             Eigentümerinnen und die Innovationen
             über das Krankenhaus hinaus stehen für           Die Mitarbeiter des Ordensklinikum ste-
             eine bunte Vielfalt und bilden dabei ei-         hen dankenswerterweise immer wieder
             nen Teil von etwas Größerem. Die Werte,          gerne als Models für Folder, die Mit-
             die das Ordensklinikum als Arbeitge-             arbeiterzeitung oder Social-Media zur
             ber ausmachen, werden gemeinsam mit              Verfügung. Auch beim professionellen
             dem Leitsatz „der Not der Zeit zu begeg-         Foto- und Filmshooting für die Employer
             nen, um die Menschen wieder froh zu              Branding Kampagne legten Mitarbei-
             machen“ nach außen getragen.                     tende mit viel Geduld einen authen-
                                                                      tischen und herzlichen Auftritt
                                                                      hin. Nach Corona-bedingten Ter-
         DIE LÜCKE MIT STERN*
         Das Ordensklinikum und deren Eigentümerinnen   *
         legen großen Wert auf eine respektvolle Unterneh-
                                                                      minverschiebungen wurden die
                                                                      ersten fünf Markenbotschafter –
                                                                      getestet und auf die geltenden
         menskultur für Diversität und Inklusion. Dies passiert       Hygiene-Regeln bedacht – zu-
         unter anderem auch durch die geschlechtergerechte            erst gemeinsam mit Maske und
         Sprache, die künftig durch die „Lücke mit Stern*“            danach einzeln ohne Maske
         in den Texten wahrgenommen wird. Bei diesem an-              fotografiert und dann gefilmt.
         erkannten Gender-Modell wird eine Lücke mittels              Dank der Magie des Grafikers
         Sternes zwischen der männlichen und der weiblichen
                                                                      sind nun alle fünf mit sichtbarem
         Form eingefügt (Bsp. der*die Mitarbeiter*in, der*die
         Pfleger*in, der*die Ärzt*in, der*die Patient*in).
                                                                      Lächeln gemeinsam auf dem                  Für das Video wurden unsere Mitarbeiter
         Durch diesen Gender-Stern werden alle Menschen               Sujet abgebildet. ●                        direkt am Arbeitsplatz gefilmt.
         angesprochen – auch jene, die sich nicht dem weib-
         lichen oder dem männlichen Geschlecht zuordnen.
                                                                                                                            [ M. Binder · L. Stallinger · M. Winkler ]
         Aktuell wird der Genderstern bereits in Stellen-
         inseraten und auf der Karriereseite unserer Website                                                                                                       11
         eingesetzt.
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        Medizin & Pflege | Liver Care Nurse

        EXPTERTIN FÜR HEPATOLOGISCHE ERKRANKUNGEN                                                                               Liver Care Nurse, Denise
                                                                                                                                Schäfer, BSc (Mitte)

        Österreichs erste Liver Care                                                                                            gemeinsam mit FÄ Dr.in Ina
                                                                                                                                Söllradl (links) und Teresa
                                                                                                                                Stix, BSc (rechts) bei
                                                                                                                                der Visite.

        Nurse am Ordensklinikum Linz
        In Österreich gibt es eine erste                      gang mit komplexen Behandlungssitua-        Austausch mit den Erkrankten und deren
                                                              tion auf dem aktuellen Stand der Wis-       engen Angehörigen ausschlaggebend
        Pflegeexpertin für Erkrankungen                       senschaft vermittelt. Absolventen sind      für den Verlauf der Krankheit.
        der Leber, und das ausgerechnet                       danach meist in der Lehre oder im Ma-            Ich bin im regelmäßig telefonischen
        am Ordensklinikum Linz. DGKP                          nagement tätig. Denise Schäfer wollte       Kontakt mit den Patienten und voll auf-
        Denise Schäfer, BSc hat das                           ihre gewonnenen Kenntnisse aber im kli-     geklärt über deren Gesundheitszustand“,
                                                              nischen Bereich einsetzen und hat sich      erklärt die Liver Care Nurse. So kontak-
        Studium Advanced Nursing                              im Zuge ihres Studiums auf hepato-          tiert sie die Patienten maximal 48 Stun-
        Practice absolviert und sich auf                      logische Erkrankungen spezialisiert.        den nach der Entlassung aus dem Kran-
        die Betreuung von Patienten mit                            Menschen, die sie betreut, sind von    kenhaus und erkundigt sich nach dem
        hepatologischen Erkrankungen                          Erkrankungen wie Fettleber, Hepatitis C,    Befinden. Im Rahmen eines multipro-
                                                              Leberzirrhose oder Leberkrebs betroffen.     fessionellen Gesprächs werden Patient
        spezialisiert. Seit Mai 2020 ist                      Zudem unterstützt sie Patienten vor,        sowie Bezugspersonen über Erkrankung,
        sie auf der Abteilung für Gastro-                     während und nach einer Lebertransplan-      Therapieoptionen und daraus resultie-
        enterologie am Ordensklinikum                         tation. Oft sind diese Krankheiten chro-    rende Veränderungen des Alltags auf-
                                                              nisch oder haben einen zumindest lang-      geklärt.
        Linz Barmherzige Schwestern                           wierigen Verlauf. „Die Leber ist durch           Zudem unterstützt Denise Schäfer
        als „Liver Care Nurse“ tätig. In                      ihre Entgiftungsfunktion eines der wich-    bei der Suche nach begleitenden The-
        ihrer täglichen Arbeit verfolgt                       tigsten Organe unseres Körpers. Wenn        rapieangeboten. „Die Krankheit selbst
        sie einen ganzheitlichen Ansatz:                      sie erkrankt, kann es auf Dauer zu einem    ist für die Patienten schon eine riesen
                                                              lebensbedrohlichen Zustand kommen.          Bürde. Wenn sie das Gefühl haben, mit
        Sie betreut nicht nur ihre Patien-                    Allenfalls erfordern Lebererkrankungen      ihren Herausforderungen und Bedürfnis-
        tinnen und Patienten, sondern                         einen Wandel des Lebensstils. Davon         sen nicht alleine zu sein, ist es einfacher,
        auch deren Angehörige, und das                        können alle Altersgruppen und sozialen      sich auf die Veränderungen des Alltags,
        über die Grenzen des Kranken-                         Schichten betroffen sein, die Patienten-     die Erkrankungen der Leber mit sich
                                                              gruppe ist sehr heterogen. Die Men-         bringen, einzulassen“, ist sie überzeugt.
        hauses hinaus.                                        schen stehen mitten im Leben und müs-       Dies hat auch einen positiven Neben-
                                                              sen plötzlich mit der neuen Situation       effekt mit erstaunlicher Wirkung: „Wir
                                                              zurechtkommen. Das ist nicht nur kör-       haben die Erfahrung gemacht, dass auch
                                                              perlich, sondern auch seelisch und sozial   unnötige Spitalsaufenthalte reduziert
                   •       Denise Schäfer, BSc hat an der     äußerst herausfordernd“, erklärt Denise     werden können, wenn Patienten und
                   •       IMC FH Krems den Studiengang       Schäfer. Aus diesem Grund betreut sie       Angehörige umfassend über die Krank-
                   •
                           „Advanced Nursing Practice“ ab-    „ihre“ Patienten nicht nur während des      heit aufgeklärt sind und mit dieser
                           solviert – eine vertiefende Aus-   Aufenthaltes im Krankenhaus, sondern        umzugehen wissen“, ergänzt Bereichs-
                   bildung, die einen ganzheitlichen pflege-   auch darüber hinaus und in jedem Sta-       leiterin Gudrun Reindl.
                   rischen Ansatz, wie auch kommunikative     dium der Erkrankung. „Gerade nach ei-
                   Kompetenz und Expertise für den Um-        ner schlimmen Diagnose ist ein stetiger                        [ E. Mathy · M. Winkler ]

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            Erstes Zentrum für beruflich
            bedingte Hautkrankheiten
             Bereits seit 2015 unterstützt die Dermatologische Abteilung des
             Ordensklinikum Linz die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt
             AUVA in ihrem Programm zur Prävention und Rehabilitation
             berufsbedingter Hauterkrankungen. Daraus entstand für Ober-
             österreich das erste Berufsdermatologische Zentrum (BDZ).

             •        Ziel dieses Zentrums ist es, eine Anlaufstelle zur The-        Neben dem persönlichen Leid durch
             •        rapie und Diagnostik für Patienten mit schweren Hand- die Einschränkung der Lebensqualität
             •
                      ekzemen oder komplexen berufsdermatologischen und auch im Arbeitsalltag entstehen
                      Problemen zu bieten. Geboten wird ein umfassendes durch die Berufskrankheiten Kosten aus
             Behandlungsangebot für Patienten in enger Kooperation mit Produktivitätsverlust durch Arbeitsun-
             der AUVA. „Wir wollen gemeinsam neueste Erkenntnisse und fähigkeitstage, Kosten für Umschulun-
             spezielles Know-how in der Therapie und Diagnostik beruflich gen und dem Ausfall von qualifizierten
             bedingter Hauterkrankungen erzielen und dies mit nieder- Arbeitskräften in den Betrieben. „Die
             gelassenen Ärzten, Arbeitsmedizinern in den Betrieben und Dunkelziffer der beruflich bedingten
             Experten der AUVA bündeln“, sagt die Leiterin des Zentrums Hauterkrankungen wird weit höher ge-
             OÄ Dr.in Barbara Ernst.                                              schätzt. Auch aus diesem Grund wollen OÄ Dr.in Barbara Ernst
                  Zum Team gehören Ass. Dr.in Astrid Badescu mit langjähri- wir sensibilisieren und auf diese Pro-
             ger Erfahrung allergologischer Erkrankungen sowie klinisch- bleme aufmerksam machen“, führt OÄ
             wissenschaftlicher Erfahrung und der Leiter der Dermato- Dr.in Ernst weiter aus.
             logischen Abteilung Prim. Univ.-Prof. Dr. Norbert Sepp. „Unter-         „Uns ist es ein großes Anliegen, die Patienten bestmöglich
             stützt werden wir durch DGKS Birgit Pamminger, DGKS Eva zu betreuen und individuell zu den jeweiligen Berufen
             Resch und DGKS Anna Bauer-Öppinger, die alle eine lang- passend zu beraten. Daher ist es auch wesentlich, verschie-
             jährige Erfahrung in der Austestung komplexer berufsderma- dene Trends in der Entwicklung allergischer Kontaktallergien
             tologisch relevanter Allergene mitbringen. Wir arbeiten eng in den jeweiligen Berufssparten zu erfassen“, so Prim. Univ.-
             zusammen mit den Experten der AUVA, sowie unseren Arbeits- Prof. Dr. Norbert Sepp.
             medizinern“, so Dr.in Ernst.                                                                                     [ A. Fürtauer-Mann ]
                  Das BDZ wurde erst jüngst gegrün-
             det, aber bereits seit 2015 betreibt die
             Allgemeine Unfallversicherungsanstalt
             AUVA ein Programm zur Prävention und                  BERUFSDERMATOLOGISCHES ZENTRUM OÖ
             Rehabilitation berufsbedingter Haut-                  eine Kooperation der AUVA mit dem Ordensklinikum Linz Elisabethinen
             erkrankungen, und die dermatologische
             Abteilung des Ordensklinikum Linz Eli-
             sabethinen unterstützt dieses Programm                                                              Künstliche Intelligenz zur
                                                                       Dermatologische Expertise                 wissenschaftlichen Analyse
             in Oberösterreich seit 2018 mit ihrer
                                                                       Ordensklinikum Linz                       empirischer Daten und
             Kompetenz.                                                Elisabethinen                             Ableitung von Präventions-
                  „Wir sehen, dass der Bedarf an                                                                 maßnahmen
             Prävention und individueller Beratung
             steigt. Typisch sind Handekzeme, die vor
             allem in Berufsgruppen wie Friseur-,
             Metall-, Heil- und Pflege-, Nahrungsmit-                   Zusammenarbeit und Expertise
                                                                                                                 Verbesserung von Diagnostik
             tel-, Bau-, Reinigungs- und Malerberufe                   von Dermatolog*innen,
                                                                                                                 und Therapiestrategien von
             vorkommen. Dabei spielen unter an-                        Arbeitsmediziner*innen
                                                                                                                 beruflich bedingten Haut-
             derem Feuchtberufe, aber auch eine                        Gesundheitspädagog*innen
                                                                                                                 erkrankungen
             gewisse Veranlagung eine große Rolle“,                    der AUVA
             sagt Prim. Univ.-Prof. Dr. Norbert Sepp.
                                                                                                                                                     13
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        Menschen im Ordensklinikum | Neue Leitung Plastische Chirurgie

        Übergabe bei der
        Plastischen Chirurgie
        Mit Jänner 2021 hat Prim. Priv.-Doz. Dr. Georgios
        Koulaxouzidis die Leitung der Abteilung für Plastische,
        Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie am
        Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern
        übernommen. Der bisherige stellvertretende Leiter
        der Plastischen und Rekonstruktiven Chirurgie der
        Charité – Universitätsmedizin Berlin folgt Prim.
                                Dr. Thomas Hintringer nach,
                                der die Abteilung seit ihrer
                                Gründung im Jahr 1987 kennt
                                und diese nun 16 Jahre
                                lang geleitet hat.

                                                                ten Tag an die Chance bekommen habe,       Rekonstruktion. Da wir an der gesamten
                                                                in der Plastischen Chirurgie einzustei-    Körperoberfläche arbeiten, haben wir
                                                                gen.                                       Berührungspunkte mit vielen anderen
                                                                                                           Fachrichtungen. Es war mir immer sehr
                                                                MITEINANDER: Was unterscheidet die         wichtig, mit allen Bereichen auf Augen-
                                                                Plastische Chirurgie der 1980er Jahre      höhe zu arbeiten, und ich denke, das ist
                                                                von der Plastischen Chirurgie im Jahr      gelungen. Wir konnten in den vergange-
                                                                2021?                                      nen Jahren sehr viel von anderen Abtei-
             PRIM. DR. THOMAS HINTRINGER
                                                                                                           lungen lernen, aber auch Wissen weiter-
                                                                T. HINTRINGER: Das Fach hat einen          geben. Im Fokus meiner Entscheidungs-
                                                                enormen Aufschwung erlebt, und das         findung war immer die Frage: „Was brau-
                   •      MITEINANDER: Herr Dr. Hint-           nicht nur in unserem Haus, sondern ge-     chen meine Patienten wirklich? Welche
                   •      ringer, Sie sind mit Jahres-          nerell. Eine große Revolution gab es in    Bedürfnisse haben sie?“ Im Zentrum der
                   •
                          beginn in den Ruhestand ge-           den 80er-Jahren, wo wir bei den ersten     Arbeit des gesamten Teams stand und
                          gangen. Vielen Dank, dass Sie         dabei waren, die mikrochirurgisch gear-    steht der Mensch. Ich bin froh, dass ich
                   sich dennoch Zeit für das Gespräch           beitet haben. Am 3. Juli 1988 haben wir    auch Primar Koulaxouzidis kennen und
                   nehmen.                                      die erste Speiseröhrenrekonstruktion in    schätzen lernen durfte und mich mit
                                                                Oberösterreich durchgeführt, die Ope-      einem guten Gefühl in die Pension ver-
                   T. HINTRINGER: Sehr gerne. Das ist ja        ration dauerte 13 Stunden. Mittlerweile    abschieden konnte.
                   der große Vorteil, dass ich nun immer        sind mikrochirurgische Eingriffe Routine.
                   Zeit habe. Es ist noch gewöhnungs-           Auch die chirurgische Radikalität ist      MITEINANDER: Wie werden Sie künf-
                   bedürftig, aber ganz angenehm.               im Laufe der Jahre geringer geworden       tig Ihre Zeit verbringen?
                                                                zu Gunsten der Rekonstruktion. Früher
                   MITEINANDER: Unserem Haus sind               wurden Extremitäten bei bösartigen         T. HINTRINGER: Mein Leben habe ich
                   Sie schon lange verbunden.                   Tumoren amputiert. Heutzutage kann         bisher der Medizin gewidmet, aber jetzt
                                                                man mit geringerer Destruktion deutlich    möchte ich noch etwas anderes machen.
                   T. HINTRINGER: Das ist richtig. Ich habe     bessere Ergebnisse erzielen, natürlich     Ich bin sehr IT-affin, und Themen rund
                   im Jahr 1979 im Patiententransport bei       kombiniert mit neuen Formen von Che-       um Datenschutz und -Sicherheit inter-
                   den Barmherzigen Schwestern begon-           motherapie und Bestrahlung.                essieren mich sehr. Seit einigen Jahren
                   nen. In den Ferien während dem Stu-                                                     bin ich auch als Hobby-DJ unterwegs
                   dium habe ich dann in der Pflege ge-          MITEINANDER: Sie haben mit Ihrer           und möchte jetzt beginnen, Musik
                   arbeitet und auch meine Famulaturen          Abteilung vieles erlebt in den vergan-     selbst zu produzieren, dieses Projekt
                   im Haus absolviert. Nach zwei Jahren         genen Jahrzehnten. Worauf sind Sie         steckt allerdings noch in den Kinder-
                   in Rohrbach habe ich 1985 auf der All-       besonders stolz?                           schuhen. Dem Sport möchte ich mich
                   gemeinchirurgie bei den Barmherzigen                                                    widmen und, sobald es wieder möglich
                   Schwestern begonnen und mit 1. Jänner        T. HINTRINGER: Ich habe es immer als       sein wird, natürlich reisen. Mir war
                   1987, als die Plastische Chirurgie gegrün-   meine Aufgabe gesehen, unsere Abtei-       bis jetzt noch keine Sekunde fad, und
                   det wurde, die Abteilung gewechselt.         lung als seriöse Plastische Chirurgie      ich glaube nicht, dass sich das bald
                   Ich bin sehr dankbar, dass ich vom ers-      zu etablieren mit Schwerpunkt auf der      ändern wird.
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             Herzlich Willkommen
             im Ordensklinikum!

                                                 PRIM. PRIV.-DOZ. DR. GEORGIOS KOULAXOUZIDIS

             MITEINANDER: Mit Jahresbeginn ha-            MITEINANDER: Warum haben Sie sich           G. KOULAXOUZIDIS: Unsere Ziele und
             ben Sie nicht nur den Job, sondern           entschieden, Ihren Karriereweg am           Schwerpunkte für die Zukunft lassen
             auch den Wohnort gewechselt. Was             Ordensklinikum Linz fortzuführen?           sich meines Erachtens aus der Vergan-
             verschlägt einen Berliner nach Linz?                                                     genheit und der Ausgangssituation ab-
                                                          G. KOULAXOUZIDIS: Wir leben in              leiten. Sie sollten durch eine gesunde
             G. KOULAXOUZIDIS: Hergezogen bin             schnelllebigen, verunsichernden und         Mischung aus Bewahrung und Konti-
             ich mit meiner Frau und meinen Kindern       ökonomisch-dominierten Zeiten. Das          nuität sowie Ausbau, Aufbau und Inno-
             im Dezember 2020 unter Corona-be-            Ordensklinikum mit seinen christlichen      vation gekennzeichnet sein. Aufgrund
             dingt etwas turbulenten Bedingungen.         Werten und seiner Tradition, in der die     unserer Tradition und unserer Rolle in
             Wir leben in Linz-Nord am Pöstlingberg       Patienten mit ihren Bedürfnissen im         der Region sind wir unseren Patienten
             in einer schönen Doppelhaushälfte mit        Fokus standen, stehen und stehen wer-       gegenüber verpflichtet, eine humane,
             Blick auf die Basilika. Die Nähe zur Natur   den, bietet einen starken Rahmen, den       moderne und innovative Plastische
             und den Bergen sowie die Herzlichkeit        Menschen in der Not und Unsicherheit        Chirurgie in ihrer vollen Breite und in
             der Menschen in Linz sind ein wohltuen-      der Gegenwart suchen und brauchen.          höchster Qualität anzubieten. Hierbei
             des Kontrastprogramm zu Anonymität           Zu diesen starken Werten zählen unter       steht der Patient mit seinen Bedürf-
             und Enge einer Großstadt wie Berlin.         anderem Empathie, Glaube, Respekt,          nissen im Zentrum. Am onkologischen
                                                          Zusammenhalt, und Zusammenarbeit            Leitspital Oberösterreichs ansässig, stellt
             MITEINANDER: Sie konnten sich also           mit und für die Menschen. Die struk-        die rekonstruktive Chirurgie, die plas-
             schon gut einleben?                          turelle und kompetitive Größe der Ab-       tisch-rekonstruktive Tumorchirurgie und
                                                          teilung und des Ordensklinikums sowie       die Mikrochirurgie das Herzstück un-
             G. KOULAXOUZIDIS: Wir freuen uns             die agile und moderne Ausrichtung der       serer Ausrichtung dar. Insbesondere
             sehr, nun schon gut angekommen zu            Eigentümerinnen sind weitere Gründe.        diese gilt es weiter auszubauen und
             sein und konnten uns trotz Corona sehr            Schlussendlich haben mich die fach-    innovativ mit Partnern aus der Region
             gut einleben. Soweit dies unter den vor-     lich-inhaltliche und moderne Ausrich-       weiterzuentwickeln.
             gegebenen Bedingungen möglich ist, er-       tung des Hauses als onkologisches Leit-          Diese ambitionierten Ziele können
             kunden wir aktuell intensiv unsere neue      spital Oberösterreichs, die täglich prak-   nur durch Überzeugung und Beteiligung
             Heimat und erweitern unseren Aktions-        tizierte Interdisziplinarität und die dy-   aller aus dem Team der Plastischen
             radius ständig. Ansonsten versuche ich       namische Entwicklung der Stadt und          Chirurgie des Ordensklinikums und in
             soweit möglich, viel Zeit mit meinen         der Region aber auch der herzlich-offene     Zusammenarbeit mit den übrigen Part-
             Kindern zu verbringen und meine Frau         Umgang der Menschen miteinander             nern am Ordensklinikum und in der
             zu entlasten. Darüber hinaus bin ich ein     überzeugt.                                  Region erreicht werden. Dies zu errei-
             begeisterter, mäßig talentierter Schach-                                                 chen sehe ich als eine meiner Kern-
             Spieler oder fahre Fahrrad. Bei letzterem    MITEINANDER: Welchen Weg wird               aufgaben in der nahen Zukunft.
             freue ich mich besonders auf die Mög-        die Plastische Chirurgie unter Ihrer
             lichkeiten in Linz und Österreich.           Leitung einschlagen?                                                     [ M. Winkler ]

                                                                                                                                                    15
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        Medizin & Pflege | Früherkennung Lungenkrebs

        PNEUMOLOGIE

        Neues 3D-Verfahren                                                                                                     Mit der Illumisite-Techno-
                                                                                                                               logie der Firma Medtronic

        verbessert Krebsdiagnose                                                                                               werden am Ordensklinikum
                                                                                                                               Linz Elisabethinen bereits
                                                                                                                               Patienten behandelt.

                   •       Lungenkrebs ist in Europa die häufigste Krebsart und         Assoz.-Prof. Dr. Lambers. Mit dem transbron-
                   •       hat die höchste Sterblichkeitsrate. Nun gibt es eine        chialen Zugangstool CrossCountry™ können
                   •
                           innovative Technik, die eine Früherkennung von Lun-         sogar Läsionen außerhalb der Atemwege
                           genkrebs durch präzise Gewebsentnahme ermöglicht.           erreicht werden.

                                                                                                                                           „
                   Die Illumisite Plattform-Technologie von Medtronic wird                  „Neben der Diagnostik ist mit dieser
                   erstmals im deutschsprachigen Raum am Ordensklinikum Linz           Technologie das Markieren von kleins-
                   Elisabethinen eingesetzt und stellt das Lungengewebe und            ten Tumoren möglich, was dem Thorax-
                   somit auch den Tumor in 3D dar. „Der Arzt wird durch das            Chirurgen und auch dem
                   Lungengewebe bis hin zur verdächtigen Läsion navigiert.             Strahlentherapeuten helfen
                   Diese neue Technik ermöglicht uns nun den Tumor „live“ zu           kann, die entsprechenden In-
                   erreichen“, sagt Prim. Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Christopher      terventionen noch genauer
                   Lambers, Leiter der Abteilung Pneumologie am Ordensklini-           auszuführen. Besonders in-          Auch wenn die Sonde aus dem
                   kum Linz Elisabethinen.                                             teressant wäre auch ein thera-      Katheter entfernt wird, ist am
                                                                                       peutischer Ansatz durch die         Gerät die exakte Sondenposition
                   Wie funktioniert die neue Technik?                                  Kombination mit einem Ab-           noch immer sichtbar. Dies ist
                                                                                       lationsverfahren“, sagt Assoz.-     ein entscheidender Unterschied
                   Besteht nach einer Computertomographie-Untersuchung der             Prof. Dr. Lambers.                  zur Vorgängerversion und
                   Verdacht auf Lungenkrebs, wird in den meisten Fällen eine                                               verbessert die Behandlungs-
                   Bronchoskopie (Spiegelung der Bronchien) samt Biopsie (Ge-          Behandlung                          möglichkeit deutlich.
                   websentnahme) zur Erstellung einer Diagnose durchgeführt.
                   Dabei zeigt das CT den Weg zum Tumor wie eine Landkarte.            Im günstigsten Fall kann               Prim. Assoz.-Prof. Priv.-Doz.
                   Der Untersucher kann mittels einer Sonde zur Läsion gelangen.       durch eine Operation der ge-           Dr. Christopher Lambers
                   Die neue Navigations-Technologie der Illumisite Plattform           samte Tumor entfernt werden.           Vorstand der Abteilung Pneumologie

                                                                                                                                           “
                   korrigiert die Abweichung der statischen CT-Darstellung zum         Speziell in die angrenzenden           am Ordensklinikum Linz Elisabethinen
                   Gewebe. Die im CT gekennzeichnete Tumorposition wird mit            Lymphknoten ist eventuell
                   der intraoperativen Position der Läsion mittels Durchleuchtung      eine zusätzliche Chemothera-
                   abgeglichen und so die Sonde während der Prozedur präzise           pie und auf alle Fälle eine
                   auf die Läsion ausgerichtet. Dies ermöglicht, den Katheter an       Nachsorge über mindestens
                   der für die Biopsie richtigen Stelle zu platzieren und hilft, die   fünf Jahre nötig. Wenn nicht operiert werden kann (z.B. bei
                   Ausrichtung des Katheters auf das Ziel sicherzustellen. Der be-     lokal fortgeschrittener oder metastasierender Situation) kommt
                   handelnde Arzt kann somit während der gesamten Biopsie              eine systemische Therapie, eventuell ergänzt durch eine lokale
                   von unterschiedlichen Stellen der Läsion Proben entnehmen.          Strahlentherapie, infrage. Neben der Chemotherapie können
                   „Auch wenn die Sonde aus dem Katheter entfernt wird, ist            unter Umständen auch neue molekularbiologische Therapien,
                   am Gerät die exakte Sondenposition noch immer sichtbar.             sogenannte „Targeted Therapies“, oder eine Immuntherapie
                   Dies ist ein entscheidender Unterschied zur Vorgängerversion        eingesetzt werden.
                   und verbessert die Behandlungsmöglichkeit deutlich“, sagt                                                        [ A. Fürtauer-Mann ]

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