IN SIDE NATURE PAYSAGE LANDSCHAFT - KBNL

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IN SIDE NATURE PAYSAGE LANDSCHAFT - KBNL
DÉCEMBRE 2014 / EDITION 4/14 NATURE       PAYSAGE
DEZEMBER 2014 / AUSGABE 4/14
                             NATUR     LANDSCHAFT

                               IN SIDE

                                      KBNL-Plattform / Plateforme CDPNP   1
IN SIDE NATURE PAYSAGE LANDSCHAFT - KBNL
INHALT

 3   Fernsicht
                                                              26 Verdrängen Seefrosch und Teichfrosch gefährdete
 KBNL-Plattform                                                  Amphibienarten?
 4 Umzingelt von Kennzahlen                                   31 Zusätzlicher Frühschnitt hilft gegen die Verschilfung
 5 Information Vertrag Info-Species
 5 KBNL-Vereinsagenda                                         Service
 6 Vernehmlassungen, KBNL involviert und interessiert         34 Partner in der Umsetzung des Natur- und Landschaft-
 8 Für die KBNL interessante Gerichtsentscheide                   schutzes
 9 Neues zu Rechtssetzung, Richtlinien und Berichten          35 Bottom-up? Top-down? Partizipation? Both-Directions?
 10 Neuerscheinung: Der Rückkehrer - Die Wiedereinwande-      36 Veranstaltungshinweise
    rung des Bibers im Alpenrheintal und seine Verbreitung
    in Liechtenstein

 BAFU-Plattform
 11 Erhalt und Aufwertung der Ökosysteme in Europa: Work-
    shopbericht                                               Impressum
                                                              Herausgeber: Konferenz der Beauftragten für Natur- und Landschafts-
 Forschung                                                      schutz KBNL; BAFU, Arten, Ökosysteme und Landschaften
 14 Akzeptanz von neuen Ansätzen zur Biodiversitätsförde-     Redaktion und Übersetzung: KBNL-Geschäftsstelle, Beiträge gekürzt oder
     rung in der Landwirtschaft des Berggebiets                 ergänzt wiedergegeben; Idioma Services linguistiques Sàrl
 16 Wie gut sind Vorkommen der Kreuzkröte in einer land-      Beiträge richten Sie bitte an: KBNL-Geschäftsstelle, Hildegard Holenstein,
     wirtschaftlich geprägten Landschaft vernetzt?              c/o ARNAL, Büro für Natur und Landschaft AG, Kasernenstrasse 37,
                                                                9100 Herisau, Tel. 071 366 00 50, Email info@kbnl.ch
 Praxis                                                       Redaktionstermine 2015: 06.02. / 08.05. / 07.08. / 06.11.
 21 Kleiner Rohrkolben – Genetische Grundlagen für erfolg-    Bild Frontseite: Der kleiner Rohrkolben (Foto: Daniela Csencsics)
    reiche Wiederansiedlungen

 SOMMAIRE
 3   Horizons                                                 26 Les grenouilles rieuses et vertes concurrencent-elles les
                                                                  espèces d’anoures menacées?
 Plateforme CDPNP                                             31	Coupe précoce supplémentaire pour lutter contre les
 4 Cernés par les indicateurs                                     roseaux
 5 Information contrat Info-Species
 5 Agenda associatif CDPNP                                    Service
 7 Consultations impliquant et intéressant la CDPNP           34 Partenaires dans la mise en œuvre de la protection de la
 8 Sentences intéressant la CDPNP                                 nature et du paysage
 9 Nouveautés législatives, directives, rapports              35 Bottom up? Top down? Participation? Both Directions?
 10 Parution: Le revenant - Retour du castor dans la vallée   36 Annonces de manifestations
     du Rhin alpin et extension de son territoire
     au Liechtenstein

 Plateforme OFEV
 11 Conservation et restauration des écosystèmes en           Impressum
     Europe: compte rendu d’un atelier                        Editeur: Conférence des délégués à la protection de la nature et du pay-
                                                                sage CDPNP; OFEV, Espèces, écosystèmes, paysages (EEP)
 Recherche                                                    Rédaction et traduction: Secrétariat exécutif CDPNP, les textes sont résu-
 14 Adhésion aux nouvelles approches de promotion de la         més ou complétés, Idioma Services linguistiques Sàrl
    biodiversité dans l’agriculture de montagne               Les textes sont à adresser à: Secrétariat exécutif CDPNP, Hildegard Holen-
 16 Interconnexion des populations de crapauds calamites        stein, c/o ARNAL, Büro für Natur und Landschaft AG, Kasernenstrasse
    dans le paysage agricole                                    37, 9100 Herisau, tél. 071 366 00 50, courriel info@kbnl.ch
                                                              Délais rédactionnels 2015: 06.02 / 08.05 / 07.08 / 06.11
 Pratique                                                     Image de couverture: La petite massette (photo: Daniela Csencsics)
 21 La petite massette – bases génétiques pour une réintro-
     duction réussie

 2
IN SIDE NATURE PAYSAGE LANDSCHAFT - KBNL
FERNSICHT
Naturschutz - KBNL und Fachstellen             dohlter Bäche und renaturierter Flussab-       wortung für die Natur vor Ort meist ande-
Um in die Ferne zu blicken macht es Sinn       schnitte zieren die Landschaft, usw. Dies      ren übertragen werden muss (in Geset-
auch in die Vergangenheit zu schauen,          erstaunt mich nicht, weiss ich doch aus        zen meist schon längst geschehen). Dies
zumindest aber die Gegenwart zu be-            langer Erfahrung als Fachstellenleiter         betrifft: Förster, Landwirte, Wasserbau-
trachten. Dabei lohnt es sich bezüglich        aber auch als Stiftungsrat, dass genü-         er, Gemeinden, usw. Dass dies funktio-
Naturschutz einmal mehr, nicht in resig-       gend Geld, zumindest für die Neuanlage         nieren wird, zeigt die z.B. in der Personal-
nativer oder depressiver Haltung zu er-        von Biotopen vorhanden ist.                    führung allseits bekannte Tatsache, dass
wähnen was nicht geglückt ist. Im Gegen-       Wie geschildert bin ich überzeugt der Na-      eine wirklich übergebene Verantwortung
teil, das Glas ist mehr als halbvoll! Ich      tur geht es besser, auf der andern Seite       schnell und freudig wahrgenommen wird.
darf z.B. feststellen, dass die KBNL seit      spielen aber die meisten Naturschutz-          Was für mich aber ebenso klar ist und
ihrer Gründung 1995 und erst recht seit        fachstellen im Organigramm der kanto-          dies betrifft die Neudefinition der Stel-
der Schaffung der Geschäftsstelle viel er-     nalen Verwaltungen nach wie vor eine           lung der Naturschutzfachstellen, die
reicht hat. Wir dürfen konstatieren, die       sehr untergeordnete Rolle. Viele Fach-         N+L-Fachstellen haben zwingend in je-
KBNL wird heute wahrgenommen und               stellen sind auch Einzelkämpfer u.a. auch      dem Bereich (Wald, Wiesland, Gewässer,
dank eines einheitlichen Auftretens ak-        mit Gärtchendenken. Das ist in jeder Be-       Landschaft, usw.) die Themenführer-
zeptiert. Andererseits gehören z.B. die        ziehung sehr aufwändig und muss sich           schaft inne. Sie haben die Gesamtüber-
Grabenkämpfe der 70-er und 80-er Jahre         ändern. Einen Anlauf dafür hat die KBNL        sicht bezüglich Biodiversität und Land-
zwischen Landwirtschaft und Natur-             vor einiger Zeit unternommen - «Stär-          schaft, planen, koordinieren, erarbeiten
schutz weitgehend der Vergangenheit an.        kung der kantonalen Fachstellen». Nur          Konzepte, usw. Dies alles wird die Politik
Als Auswirkungen u.a. dieser erwähnten         scheinen die Aktivitäten zu versanden. Ich     im Sinne von top - down nicht ändern.
Veränderung dürfen wir auch konstatie-         denke, es muss einerseits ein Sinnes-          Dies zu erkämpfen braucht jahrelange
ren, die Natur und Landschaft in der           wandel bei den Naturschutzfachstellen          Überzeugungs- und Knochenarbeit der
Schweiz sehen heute wieder anders, bes-        stattfinden - einige haben den längst voll-    Fachstellen N+L gemeinsam mit der
ser aus: Hunderte Weiher wurden neu            zogen - andererseits muss die Stellung         KBNL.
geschaffen, auf tausenden von Hektaren         der Fachstellen in den Verwaltungen neu
extensiver Wiesen blühen wieder farbige        definiert werden. Der Sinneswandel geht        Urs Meyer, ehemals KBNL-Geschäftsstelle
Pflanzen oder hunderte von km ausge-           für mich dahin, dass die operative Verant-

HORIZONS
Protection de la nature - CDPNP et services    longue expérience de conservateur de la        tif dans la plupart des lois). Cela concerne
cantonaux                                      nature et de membre d’un conseil de fon-       en particulier les gardes-forestiers, les
Pour mieux voir l’horizon, il faut parfois     dation, qu’il y a assez d’argent disponible.   agriculteurs, les hydrauliciens, les com-
jeter un œil sur son passé, sans oublier       Du moins pour créer de nouveaux bio-           munes, etc. Pour se convaincre que cela
son présent. S’agissant de la protection       topes.                                         peut fonctionner, il suffit de regarder ce
de la nature, il ne sert à rien de se mor-     Comme je l’ai dit, je suis convaincu que la    qui se passe dans les ressources hu-
fondre en se plaignant de tout ce qui rate.    nature va beaucoup mieux. Cependant,           maines, où l’on sait bien qu’une respon-
Il faut voir le verre à moitié plein! Je       force est de constater que les services de     sabilité réellement donnée est assumée
constate en effet que, depuis sa fondation     protection de la nature occupent toujours      rapidement et avec entrain. Il est aussi
en 1995, et plus encore depuis la création     une place très marginale dans l’organi-        clair, et je parle maintenant de la redéfi-
du Secrétariat exécutif, la CDPNP a de         gramme des administrations cantonales.         nition de la place des services de protec-
nombreux succès à son actif. Elle est non      De plus, certains d’entre eux sont les rois    tion de la nature, que ces derniers doivent
seulement connue mais, grâce à une pré-        du chacun pour soi, avec parfois un esprit     être aux commandes dans tous les do-
sence homogène, elle est aussi reconnue.       de clocher très prononcé. Il faut que cela     maines qui sont de leur ressort (forêt,
Par ailleurs, les guerres de tranchées         cesse. La CDPNP a pris les choses en           prairies, cours d’eau, paysage, etc.). Ce
entre l’agriculture et la protection de la     mains il y a quelques temps, avec son          sont eux qui ont la vue d’ensemble sur
nature que nous avons vécues dans les          projet de renforcement des services can-       tout ce qui touche à la biodiversité et au
années 1970-1980 appartiennent définiti-       tonaux N+P. Mais il semble que ce travail      paysage, qui planifient, coordonnent, éla-
vement au passé. Résultat: la nature et le     s’enlise. Je pense qu’il faut, d’une part,     borent des conceptions, etc. Ce n’est pas
paysage de la Suisse se présentent au-         un changement de mentalité – certains          la politique qui, dans son approche «top
jourd’hui sous un bien meilleur jour. Des      de ces services l’on déjà fait, depuis long-   down», fera changer cela. Le change-
centaines d’étangs ont été créés, des ta-      temps – et, d’autre part, redéfinir la place   ment viendra de l’intérieur, grâce à un
pis de fleurs se déroulent à nouveau sur       de ces services au sein des administra-        travail de conviction de longue haleine
des milliers d’hectares de prairies exten-     tions. Le changement de mentalité doit         des services N+P, de concert avec la
sives, des centaines de kilomètres de ri-      aller dans le sens d’un transfert de la res-   CDPNP.
vières ont été revitalisées, etc. Cela ne me   ponsabilité opérationnelle à ceux qui sont
surprend guère, car je sais, fort de ma        «dans la nature» (un transfert déjà effec-     Urs Meyer, ancien. Secrétariat exécutif CDPNP

                                                                                                              Fernsicht / Horizons       3
IN SIDE NATURE PAYSAGE LANDSCHAFT - KBNL
UMZINGELT VON KENNZAHLEN
Die öffentliche Akzeptanz von Natur-           schaft und Verwaltung, das Durchführen         wie Fläche gepflegter Naturschutzgebie-
schutzmassnahmen ist in hohem Masse            von Pisa-Studien und Sammeln von               te, Länge der aufgewerteten Waldränder
davon abhängig, dass die knappen finan-        ETCS-Punkte in der Bildung oder sei es         oder die Anzahl abgeschlossener Bewirt-
ziellen Ressourcen mit einer möglichst         das auf der Anzahl Publikationen/Zitie-        schaftungsverträge und beurteilter Bau-
hohen Wirkung eingesetzt werden. Mit           rungen basierende Ranking in der For-          vorhaben, die angefordert werden. Aber
nicht geringem Aufwand habe ich mich in        schung - das Messen und Bewerten ist           mit dem Messen von Qualität hat dies we-
meiner langjährigen Tätigkeit im öffentli-     allgegenwärtig. Kennzahlen sind zum            nig zu tun. Im Gegenteil: es scheint die für
chen Naturschutz damit beschäftigt, die        wichtigsten Führungsinstrument gewor-          die Berichterstattung verantwortlichen
Effizienz zu messen und über die Wirkung       den und die messbare Leistung prägt            Stellen immer weniger zu interessieren,
den Entscheidungsträgern auf möglichst         heute unsere Gesellschaft. In meinem           wie sich unser Tun draussen in der Land-
anschauliche und nachvollziehbare Weise        eigenen Umfeld sind in den letzten Jah-        schaft auswirkt. Beim angeordneten Ta-
Bericht zu erstatten. Man kann sogar sa-       ren neue Indikatoren, Datenbanken und          bellen- und Formulare ausfüllen steht
gen, dass die Fachstelle Natur- und            Controllingstellen wie Pilze aus dem Bo-       immer mehr das Vermeiden von formel-
Landschaft in meinem Kanton in der An-         den geschossen. Aber hat dieser enorme         len Fehlern und das Verhindern von (sel-
fangszeit der wirkungsorientierten Ver-        Aufwand die Qualität unseres Tuns wirk-        ten vorkommenden) Missbräuchen im
waltung eine Pionierrolle gespielt hat.        lich verbessert? Ist es nicht viel eher die    Vordergrund. Wir müssen dringend aus
Der Aufwand hat sich gelohnt. Die ge-          Quantität als die Qualität, die gemessen       dieser Tabellenausfüllzeit ausbrechen.
messenen Erfolge haben motiviert, die          wird? Der Ökonom Matthias Binswanger           Nehmt die Mitarbeitenden Eurer Control-
festgestellten Misserfolge zu Optimie-         spricht von Kennzahlen, die den Mana-          ling-Stellen mit ins Feld. Erklärt Ihnen
rungen angespornt und die auf nachvoll-        gern ein Scheinwissen über ihr Unter-          dort, was gute Qualität bedeutet und zeigt
ziehbaren Daten abgestützte Berichter-         nehmen vorgaukeln, vom Mangel an be-           ihnen, dass sich die in Wirklichkeit wich-
stattung hat wesentlich dazu beigetra-         rufstauglichen Inhalten in der Bildung         tigen Leistungen der quantitativen Mess-
gen, Vertrauen zu schaffen. Nur leider         und vom zunehmenden intellektuellen            barkeit zumeist entziehen. Befreit sie von
scheinen mir aber inzwischen die Geister,      Geschwätz in der Forschungsliteratur. Im       der Illusion der Messbarkeit!
die ich zu rufen mitgeholfen habe, völlig      Natur- und Landschaftsschutz sind es
ausser Kontrolle geraten zu sein. Sei es       Angaben zur Budget- und Termineinhal-          André Stapfer, KBNL-Geschäftsstelle
das Ermitteln von Kennzahlen in Wirt-          tung und im besseren Fall Kennzahlen

CERNÉS PAR LES INDICATEURS

La population adhère d’autant plus volon-      maine de la recherche: partout on mesure       des lisières revalorisées ou le nombre de
tiers aux mesures de protection de l’envi-     et on évalue! Les indicateurs sont deve-       contrats d’exploitation signés et de pro-
ronnement, que les ressources affectées        nus des instruments de gestion essen-          jets de construction évalués. Mais cela
à ce but sont utilisées de façon ration-       tiels et notre société se nourrit de presta-   n’a pas grand-chose à voir avec la mesure
nelle. Au cours de ma longue carrière          tions dites mesurables. Depuis quelques        de la qualité. Au contraire: on dirait que
dans le secteur public, j’ai consacré une      années, dans mon domaine, les indica-          les instances de contrôle s’intéressent de
bonne partie de mon temps à mesurer            teurs, les banques de données et les ser-      moins en moins à savoir quels sont les
l’efficacité et à établir des comptes ren-     vices de contrôle poussent comme des           effets réels de nos activités sur le pay-
dus transparents sur l’efficacité, à l’at-     champignons. Tout cela demande des             sage. À remplir continuellement des ta-
tention de ceux qui avaient pris les déci-     efforts et je me demande: la qualité de        bleaux et des formulaires, elles se foca-
sions. Je dirais même qu’à l’aube de la        notre production s’en trouve-t-elle vrai-      lisent de plus en plus sur les erreurs for-
gestion publique axée sur l’efficacité, le     ment améliorée? Est-ce vraiment la qua-        melles et sur les abus potentiels (mais
service de conservation de la nature et du     lité, et pas plutôt la quantité, que l’on      rares) que l’on veut éviter à tout prix.
paysage de mon canton a joué un rôle           mesure? L’économiste Matthias Binswan-         Nous devons absolument sortir de cette
pionnier. Le jeu en a valu la chandelle: les   ger parle des indicateurs qui font miroiter    spirale. Emmenez les collaborateurs de
résultats mesurés ont motivé, les échecs       un semblant de connaissance de l’entre-        votre organe de contrôle dans le terrain.
constatés ont incité à optimiser et les        prise à ses managers, de l’absence de          Expliquez-leur ce qu’est une «bonne qua-
comptes rendus établis sur des données         contenus transposables à la pratique           lité» et montrez-leur sur place que les
fondées ont largement contribué à établir      dans la formation et d’un babillage intel-     prestations importantes dans le monde
la confiance. Cependant, j’ai l’impression     lectualisant dans la littérature scienti-      réel échappent le plus souvent aux me-
que les esprits que j’ai aussi animés se       fique. S’agissant de la protection de la       sures quantitatives. Libérez-les de l’illu-
sont emballés. Indicateurs dans l’écono-       nature et du paysage, on nous demande          sion du tout-mesurable!
mie et l’administration, études Pisa dans      des informations sur le respect du budget
le domaine de la formation, ou encore          et des délais et, dans le meilleur des cas,    André Stapfer, Secrétariat exécutif CDPNP
classements fondés sur le nombre de            des indicateurs tels que la surface des
publications et de citations dans le do-       zones protégées entretenues, la longueur

4   KBNL-Plattform / Plateforme CDPNP
IN SIDE NATURE PAYSAGE LANDSCHAFT - KBNL
INFORMATION VERTRAG INFO-SPECIES

Virtuelles Datenzentrum (VDC) - «Vertrag     Kontaktpersonen                          KBNL-VEREINSAGENDA
Info-species Datenzentren» - und BAFU
ist es ein Anliegen, das VDC noch dieses     Deutschsprachige Schweiz:
Jahr für die Kantone zu öffnen. Ein Mus-     CHRISTOF ANGST,
tervertrag liegt der KBNL vor und findet     christof.angst@unine.ch                  • Generalversammlung 2015: Donners-
sich auf der KBNL Homepage. Kantone,                                                    tag, 29. Januar 2015, HDK, Bern
welche Zugang möchten, sind gebeten,         Französischsprachige Schweiz:            • N+L-Plattform I/15: „gesellschaftlicher
sich mit den Kontaktpersonen für die Ver-    THIERRY BOHNENSTENGEL,                     Wandel / Selbstverständnis / Instru-
tragsvereinbarungen in Verbindung zu         thierry.bohnenstengel@unine.ch             mente / Kommunikation“,
setzen. Darauf kann der kantonspezifi-                                                  Donnerstag, den 19. März 2015, Biel
sche Vertrag ausgearbeitet und unter-        Postadresse:                             • N+L-Plattform II/15: „Raumplanung“,
zeichnet werden.                             CSCF-karch (Info Fauna), Passage Max.      Donnerstag, den 28. Mai 2015, Biel
                                             Meuron 6, 2000 Neuchâtel.                • N+L-Plattform III/15: „Joker“, Mittwoch,
Link zum Vertrag:                                                                       den 11. November 2015, Biel
http://www.kbnl.ch/de/2000.asp

INFORMATION CONTRAT INFO-SPECIES

Le Centre de données virtuel (VDC) –         Interlocuteurs                           AGENDA ASSOCIATIF CDPNP
contrat Info-Species Centres de données
– et l’OFEV ont à cœur d’ouvrir les portes   Suisse alémanique:
du VDC aux cantons cette année encore.       CHRISTOF ANGST,
Un contrat-type a été élaboré avec la        christof.angst@unine.ch                  • Assemblée générale 2015: jeudi
CDPNP et se trouve sur son site internet.                                               29 janvier 2015, MDC, Berne
Les cantons qui souhaitent accéder au        Suisse romande:                          • Plateforme N+P I/15: Évolution de la
VDC sont priés de se mettre en contact       THIERRY BOHNENSTENGEL,                     société / positionnement N+P / instru-
avec les interlocuteurs compétents pour      thierry.bohnenstengel@unine.ch             ments / communication, jeudi 19 mars
la signature des contrats. Un contrat spé-                                              2015, Bienne
cifique au canton pourra ensuite être éta-   Adresse postale:                         • Plateforme N+P II/15:  Aménagement
bli et signé.                                CSCF-karch (Info Fauna), Passage Maxi-     du territoire, jeudi 28 mai 2015,
                                             milien-de-Meuron 6, 2000 Neuchâtel         Bienne
Lien vers le contrat:                                                                 • Plateforme N+P III/15: joker, mercredi
http://www.kbnl.ch/de/2000.asp                                                          11 novembre 2015, Bienne

                                                                                 KBNL-Plattform / Plateforme CDPNP            5
IN SIDE NATURE PAYSAGE LANDSCHAFT - KBNL
VERNEHMLASSUNGEN, KBNL INVOLVIERT UND INTERESSIERT

Mit dieser Rubrik macht die Geschäfts-         beitet die Geschäftsstelle Vernehmlas-       Es ist das Ziel, schnell zu sein und den
stelle laufend auf geplante und aktuelle       sungsentwürfe einerseits zuhanden der        Mitgliedern und dem Vorstand Entwürfe
Vernehmlassungen mit gewisser Rele-            KBNL-Mitglieder, aber auch zuhanden          (als Word-Datei) zur Verfügung zu stellen,
vanz für N+L aufmerksam. In Absprache          des Vorstandes als eigentliche KBNL-         die diese, soweit gewünscht, direkt ver-
mit dem Ressortverantwortlichen erar-          Vernehmlassung.                              wenden können.

Vernehmlassungen, KBNL involviert und interessiert.
 Gesetz, Verordnung, Thematik ......                              Absender     Adressat:       Status:     Priorität: 1-3    Termin
                                                                             Kantone (RR)    informell /      (1 hoch)      Vernehm-
                                                                              Fachstellen     öffentlich                     lassung
 NHG: Revision Art. 6 und 7                                         BR        Kantone        öffentlich          1            offen
 ENHK und ihre Aufgabe als Gutachterin – Parl. Initiative Eder
 Bundesinventare nach NHG, Paket 2014                              UVEK       Kantone        öffentlich          1            offen
 Revision, Koordination der diversen Bundesinventare                                                                        Anhörung
 – Amphibienlaichgebiete
 – Auenverordnung
 – Flachmoorverordnung
 – Hochmoorverordnung
 – Moorlandschaftsverordnung
 – Trockenwiesen- und -weidenverordnung
 Teilrevision des Raumplanungsgesetzes                              BR        Kantone        öffentlich          2          4. Quartal
 2. Etappe                                                                                                                     2014
 Agrarpaket Frühling 2015                                          WBF        Kantone        öffentlich          1          4. Quartal
                                                                                                                               2014
 Waldverordnung                                                    UVEK       Kantone        öffentlich          2            offen
 Anpassungen im Rahmen der Umsetzung der Waldpolitik 2020
 Biodiversitätsstrategie                                            BR        Kantone        öffentlich          1            offen
 Gesetzgeberische Anpassungen
 Aktionsplan Biodiversität                                          BR        Kantone        öffentlich          1          2. Quartal
                                                                                                                               2015
 Übereinkommen über die Wälder in Europa                            BR                                           2            offen
 Rechtsverbindliches Übereinkommen über die nachhaltige
 Bewirtschaftung der Wälder
 Berner Konvention                                                 UVEK       Kantone        öffentlich          1            offen
 Vorbehalte betreffend Wolf (parlamentarische Initiative)
 Einführung einer 4. Parkkategorie                                 UVEK       Kantone        öffentlich          1            offen
 Revision Pärkeverordnung
 Konzept Artenförderung Schweiz                                    BAFU       Kantone        öffentlich          1            offen

 Gewässerschutzverordnung                                          UVEK       Kantone        öffentlich          2            offen
 Änderung bezgl. Ausscheidung von Grundwasserschutzzonen
 bei Karst- und stark heterogenen Kluft-Grundwasserleitern u.a.
 Umweltschutzgesetz                                                 BR        Kantone        öffentlich          2            offen
 Änderung USG auf der Grundlage des Berichts des Bundesrates
 zur Motion der Ständeratskommission für Rechtsfragen
 (Prüfung der Einführung einer Wirkungsbeurteilung Umwelt)
 Stauanlagenverordnung                                              BR        Kantone        öffentliche         3            offen
 Totalrevision
 Stopp der Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten               BR           ??              ??              1            offen
 Erfüllung Postulat Vogler 13.3636
 Verordnung zum Nagoya-Protokoll                                    BR           ??              ??              1            offen

6   KBNL-Plattform / Plateforme CDPNP
IN SIDE NATURE PAYSAGE LANDSCHAFT - KBNL
CONSULTATIONS IMPLIQUANT ET INTÉRESSANT LA CDPNP

À travers cette rubrique, le Secrétariat        ponsable de secteur, le Secrétariat exé-        L’objectif étant d’être rapide et de mettre
exécutif attire en permanence l’attention       cutif élabore des projets de consultation       à disposition du Comité des projets (don-
sur les consultations prévues et actuelles      destinés, d’une part, aux membres               nées Word) qu’il peut, selon ses souhaits,
ayant une certaine importance pour la           CDPNP, mais également au Comité en              utiliser directement.
nature et le paysage. Avec l’accord du res-     tant que consultation propre de la CDPNP.

Consultations impliquant et intéressant la CDPNP.
 Loi, Ordonnance, domaine,…                                        Expéditeur   Destinataire:        Etat:     Priorité: 1-3    Délai de
                                                                                Cantons (CE),     informel /     (1 haute)      prise de
                                                                                  Services          public                     position
 Révision des art. 6 et 7 LPN                                         CF          Cantons          public           1           ouvert
 Expertises de la CFNP – Iv. pa. Eder
 Inventaires fédéraux selon LPN, paquet 2014                        DETEC         Cantons          public           1           ouvert
 Révision, coordination des divers inventaires fédéraux                                                                         audition
 – Sites de reproduction des batraciens
 – Ordonnance sur les zones alluviales
 – Ordonnance sur les bas-marais
 – Ordonnance sur les hauts-marais
 – Ordonnance sur les sites marécageux
 – Ordonnance sur les PPS
 Révision partielle de la loi sur l’aménagement du territoire         CF          Cantons          public           2           4e trim.
 2e étape                                                                                                                        2014
 Train d’ordonnances agricoles du printemps 2015                     DEFR         Cantons          public           1           4e trim.
                                                                                                                                 2014
 Ordonnance sur les forêts                                          DETEC         Cantons          public           2           ouvert
 Adaptations dans le cadre de la Politique forestière 2020
 Stratégie biodiversité                                               CF          Cantons          public           1           ouvert
 Adaptations législatives
 Plan d’action Biodiversité                                           CF          Cantons          public           1           2e trim.
                                                                                                                                 2015
 Accord sur les forêts en Europe                                      CF                                            2           ouvert
 Convention contraignante sur la gestion durable des forêts

 Convention de Berne                                                DETEC         Cantons          public           1           ouvert
 Réserves au sujet du loup (initiative parlementaire)
 Création d’une 4e catégorie de parcs                               DETEC         Cantons          public           1           ouvert
 Révision de l’ordonnance sur les parcs
 Plan de conservation des espèces en Suisse                          OFEV         Cantons          public           1           ouvert

 Ordonnance sur la protection des eaux                              DETEC         Cantons          public           2           ouvert
 Modification relative à la délimitation des zones de protection
 des eaux souterraines en milieu karstique ou fissuré
 hautement hétérogène
 Loi sur la protection de l’environnement                             CF          Cantons          public           2           ouvert
 Modification sur la base du rapport du CF relatif à la motion
 de la CAJ-CE (évaluation de l‘introduction d‘une évaluation
 des effets sur l‘environnement)
 Ordonnance sur les ouvrages d’accumulation                           CF          Cantons          public           3           ouvert
 Révision totale
 Mettre un terme à l’expansion des espèces exotiques                  CF             ??              ??             1           ouvert
 envahissantes
 Concrétisation du postulat Vogler 13.3636
 Ordonnance d’exécution du protocole de Nagoya                        CF             ??              ??             1           ouvert

                                                                                          KBNL-Plattform / Plateforme CDPNP                7
IN SIDE NATURE PAYSAGE LANDSCHAFT - KBNL
FÜR DIE KBNL INTERESSANTE GERICHTSENTSCHEIDE

FRANZ-SEPP STULZ                               Bst. c GSchG). Über die Erhöhung der            stärker ins Gewicht. Zudem sei die Rest-
                                               Mindestrestwassermenge hinaus könne             wasserstrecke einerseits in verschiede-
Vorbemerkung: In (mehr oder weniger)           das WRG (Art. 22 und 39) gebieten, insbe-       ner Hinsicht bereits von menschlichen
regelmässigen Abständen werden Ge-             sondere aus Landschaftsschutzgründen            Engriffen betroffen und andererseits
richtsentscheide präsentiert, die in der       auf die Fassung eines Fliessgewässers           auch weniger gut einsehbar.
Zeitschrift Umweltrecht in der Praxis          ganz zu verzichten. Denn der Gesetzge-          Die VUR-Redaktion kritisiert, es sei ange-
URP der Vereinigung für Umweltrecht            ber habe der Energieproduktion kein er-         sichts der restriktiven Anforderungen an
VUR vorgestellt werden und für die tägli-      höhtes Gewicht gegenüber den Anliegen           die Landschaftsschutzgründe „nicht zu
che Arbeit der inside-Leser/innen rele-        des Umwelt-, Natur- und Landschafts-            erwarten, dass in Zukunft zahlreiche wei-
vant sind.                                     schutzes verliehen (und dies sei auch mit       tere Bergbäche nicht genutzt werden
                                               der laufenden Revision des Energiegeset-        dürfen“. Weiter verweist sie darauf, dass
Im Zusammenhang mit einem Kleinwas-            zes, mit der die erneuerbaren Energien          ein bundesgerichtlicher Augenschein in
serkraftwerk, das 2 Fliessgewässer be-         besser gefördert werden sollen, nicht der       der „richtigen“ Jahreszeit stattfinden
traf, hat das Bundesgericht mit Urteil         Fall). Das Bundesgericht kam zum                sollte (was der Fall war), wenn nämlich
vom 2. April 2014 zunächst festgehalten,       Schluss, dass einer der beiden Land-            die Fliessgewässer auch genügend Was-
dass bei einem zweitstufigen Verfahren         schaftseingriffe nicht zu rechtfertigen sei.    ser führen. Schliesslich verweist sie noch
alle wesentlichen Aspekte in der 1. Stufe      Dabei falle insbesondere ins Gewicht,           auf die Richtplanpflicht für Kleinwasser-
zu behandeln sind; dazu gehören die Si-        dass es sich um einen Ersteingriff han-         kraftwerke (aus URP 4/2014).
cherung einer angemessenen Restwas-            deln würde, das Gebiet als kantonales
sermenge sowie eine umfassende Inter-          Landschaftsschutzgebiet klassiert sei,
essenabwägung. Die Mindestrestwasser-          der Eingriff sehr gut einsehbar und die
menge müsste dabei nicht bloss für in-         Energieproduktion nur bescheiden wäre.
ventarisierte, sondern auch für schutz-        Beim andern Fliessgewässer hingegen
würdige Lebensräume und -gemein-               falle das Interesse an dessen Nutzung
schaften erhöht werden (Art. 31 Abst. 2        aufgrund der grösseren Wassermenge

SENTENCES INTÉRESSANT LA CDPNP

FRANZ-SEPP STULZ                               (art. 31, al. 2, let. c, LEaux). Outre l’aug-   plus, le tronçon affecté par le débit rési-
                                               mentation du débit résiduel minimal, il se      duel fait déjà l’objet de plusieurs inter-
Note liminaire: nous présentons ici, à in-     peut que la LFH (art. 22 et 39) impose de       ventions humaines et est moins visible.
tervalles (plus ou moins) réguliers, des       renoncer complètement au captage d’un           La rédaction de l’ADE critique le fait que,
sentences publiées dans la revue Droit de      cours d’eau, notamment pour des ques-           compte tenu des exigences restrictives en
l’environnement dans la pratique (DEP)         tions de protection du paysage. De fait, le     matière de protection du paysage, il n’est
de l’Association pour le droit de              législateur n’a pas accordé un plus grand       guère probable qu’à l’avenir, un grand
l’environnement (ADE) qui revêtent un          poids à la production d’énergie qu’aux          nombre de torrents demeurent encore
certain intérêt pour la pratique quoti-        objectifs de protection de l’environne-         inexploités. Elle estime aussi que l’opi-
dienne de nos lecteurs.                        ment, de la nature et du paysage (et ce         nion du Tribunal fédéral devrait se fonder
                                               n’est pas non plus le cas dans le cadre de      sur la «bonne» saison (ce qui était le cas),
Dans un arrêt rendu le 2 avril 2014 dans       la révision en cours de la loi sur l’énergie,   autrement dit celle à laquelle le débit des
une affaire de petite hydraulique concer-      qui favorise pourtant le développement          cours d’eau est suffisant. Elle disserte
nant deux cours d’eau, le Tribunal fédéral     des énergies renouvelables). Le Tribunal        enfin sur l’obligation de plan directeur
a relevé que, dans une procédure d’auto-       fédéral a conclu que l’une des deux at-         pour la petite hydraulique (d’après DEP
risation en deux étapes, tous les aspects      teintes au paysage n’était pas justifiée.       4/2014).
essentiels devaient être traités dans le       Ses principaux arguments sont qu’il
cadre de la première étape, dont font par-     s’agirait de la première atteinte à ce cours
tie le maintien de débits résiduels appro-     d’eau, que le site est classé à l’inventaire
priés et une pesée exhaustive des intérêts     cantonal des paysages, que l’atteinte se-
en présence. Il a précisé que le débit rési-   rait très visible et que la production élec-
duel minimal ne devait pas être augmen-        trique serait plutôt faible. Dans le deu-
té uniquement pour les sites inscrits dans     xième cas, il a estimé que l’intérêt du
un inventaire, mais également pour pro-        captage pesait plus lourd, en raison du
téger les biotopes et les biocénoses rares     débit plus important du cours d’eau. De

8   KBNL-Plattform / Plateforme CDPNP
IN SIDE NATURE PAYSAGE LANDSCHAFT - KBNL
NEUES ZU RECHTSSETZUNG, RICHTLINIEN UND BERICHTEN

Rechtsetzung                                    Richtlinien und Berichte                      Hydrologisches Jahrbuch der Schweiz
Botschaft vom 21. Mai 2014 zur Änderung         Handbuch für die Errichtung und den           2013. Abfluss, Wasserstand und Was-
des Bundesgesetzes vom 4. Oktober               Betrieb von Pärken von nationaler Be-         serqualität der Schweizer Gewässer,
1991 über den Wald (Waldgesetz, WaG;            deutung. Mitteilung des BAFU als Voll-        Reihe Umwelt-Zustand Nr. UZ-1411, 2014
SR 921.0) (Entwurf): Mit dem Entwurf zur        zugsbehörde an Gesuchsteller, Reihe           (D/F/I/E): Das «Hydrologische Jahrbuch
Ergänzung des Waldgesetzes setzt der            Umwelt-Vollzug Nr. UV-1404, 2014 (D/F/I):     der Schweiz» liefert einen Überblick über
Bundesrat Anpassungen im Waldgesetz             Das Handbuch konkretisiert das NHG und        das hydrologische Geschehen auf natio-
um, die sich aus der vom Bundesrat 2011         die PäV in Bezug auf die für ein Label-       naler Ebene.
genehmigten «Waldpolitik 2020» erge-            und Finanzhilfegesuch einzureichenden
ben. Bisher konnte der Bund den Kanto-          Unterlagen.
nen nur im Schutzwald Massnahmen ge-
gen Waldschäden ab¬gelten. Neu soll das         Nationale Bodenbeobachtung (NABO)
Waldgesetz so ergänzt werden, dass der          1985−2004. Zustand und Veränderun-
Bund auch ausserhalb des Schutzwaldes           gen der anorganischen Schadstoffe und
Massnahmen ergreifen und unterstützen           Bodenbegleitparameter, Reihe Umwelt-
kann (Art. 26, 27 Abs. 1, 27a, 37a).            Zustand Nr. UZ-1409, 2014 (D/F): Im vor-
                                                liegenden Bericht wird das von der NABO
                                                seit Beginn angewendete Referenzie-
                                                rungssystem erstmals durch die zeitglei-
                                                che Analyse aller Archivproben überprüft
                                                und seine fundamentale Bedeutung für
                                                die Bodenbeobachtung gezeigt.

NOUVEAUTÉS LÉGISLATIVES, DIRECTIVES, RAPPORTS

Législation                                     Directives et rapports                        Annuaire hydrologique de la Suisse
Message du 21 mai 2014 relatif à la modi-       Manuel de création et de gestion de           2013. Débit, niveau et qualité des eaux
fication de la loi fédérale sur les forêts:     parcs d’importance nationale. Commu-          suisses. Série État de l’environnement,
le projet de modification de la loi fédérale    nication de l’OFEV, autorité d’exécution,     UZ-1411, 2014 (F/D/I/E): l’Annuaire hydro-
du 4 octobre 1991 sur les forêts (loi sur les   aux requérants. Série L’environnement         logique donne une vue d’ensemble des
forêts, LFo; RS 921.0) met en œuvre des         pratique, UV-1404, 2014 (F/D/I): ce ma-       événements hydrologiques de l’année en
adaptations législatives découlant de la        nuel concrétise les dispositions de la LPN    Suisse.
«Politique forestière 2020» que le Conseil      et de l’OParcs concernant les documents
fédéral avait approuvée en 2011. Actuelle-      qu’il faut fournir lors des demandes
ment, la Confédération peut indemniser          d’octroi de label et d’aide financière.
les mesures prises par les cantons contre
les dégâts, mais seulement dans les fo-         Observatoire national des sols (NABO)
rêts protectrices. Il faut donc compléter       1985 à 2004. État et évolution des pol-
la loi pour que la Confédération puisse         luants inorganiques et des paramètres
décider des mesures et les subventionner        associés aux sols. Série État de
même hors des forêts protectrices (art. 26,     l’environnement, UZ-1409, 2014 (F/D):
27, al. 1, 27a et 37a).                         dans ce rapport, le système de référence-
                                                ment utilisé par l’Observatoire national
                                                des sols (NABO) depuis ses débuts fait
                                                pour la première fois l’objet d’une vérifi-
                                                cation au moyen d’une analyse simulta-
                                                née de tous les échantillons archivés, et
                                                son importance capitale pour l’observation
                                                du sol est démontrée.

                                                                                        KBNL-Plattform / Plateforme CDPNP             9
IN SIDE NATURE PAYSAGE LANDSCHAFT - KBNL
NEUERSCHEINUNG: DER RÜCKKEHRER - DIE WIEDEREINWANDERUNG
DES BIBERS IM ALPENRHEINTAL UND SEINE VERBREITUNG IN
LIECHTENSTEIN
Die zügige Ausbreitung der Biber (Castor          und Naturvielfalt beschrieben. Der Autor        Herausgeber und Autor
fiber) im Alpenrheintal ist eine Überra-          bezeichnet den Biber als „Biodiversitä-         MICHAEL FASEL
schung. Die Art war schon vor ein paar            ter“, der in der Lage ist, durch einfachste,    Vaduz. econat@adon.li
Hundert Jahren durch den Menschen fast            und manchmal sehr unkonventionelle              Beratungsbüro für Ökologie und Natur- und
vollständig ausgerottet worden. Einige            Veränderungen der Landschaft die Viel-          Landschaftsschutz
Biber aus europäischen Restbeständen              falt der Arten und Lebensräume zu för-
wurden in der Schweiz ab den fünfziger            dern. Mit Text, Karten und zahlreichen          Weitere Informationen
Jahren des letzten Jahrhunderts wieder            Bildern werden die Orte des Vorkommens          104 Seiten, reich bebildert; CHF 26.00 / Euro
ausgesetzt. Von 2006 bis 2014 haben sie           sowie die Tierart selber dokumentiert. In       21.00; ISBN 978-3-905437-38-6.
sich vom Bodensee bis ins bündnerische            einem Ausblick wird auf die Weiterent-          Ab 14. November ist das Buch erhältlich beim
Felsberg verbreitet. Sie bauen Burgen             wicklung der Biberpopulation eingegan-          Alpenland Verlag AG, Feldkircher Strasse 13,
und Dämme, pflanzen sich erfolgreich              gen und auf ökologische Massnahmen              9494 Schaan, Telefon +423 239 50 40, unter www.
fort und sind anpassungsfähiger als wir           verwiesen.                                      buchzentrum.li oder im Buchhandel.
oft meinen. Rund 130 Biber besiedeln im           Das Buch ist ein Gemeinschaftswerk, das
Herbst 2014 die Rheintalebene des Lan-            nur unter Mitarbeit zahlreicher ortskun-
des Vorarlberg, der Kantone St. Gallen            diger Personen entstehen konnte, die
und Graubünden sowie des Fürstentums              dem Autor Daten und Bilder zur Verfü-
Liechtenstein. Die Population scheint             gung gestellt und mit ihm die einzelnen
noch lange nicht gesättigt. Rund 50 Pro-          Standorte besichtigt haben. Christoph
zent der als bibertauglich beurteilten Ge-        Angst von der Biberfachstelle Schweiz
wässer sind noch nicht besiedelt.                 hat die Dokumentation wissenschaftlich
Im Buch werden die Aussterbegeschichte            begleitet.
und die Wiedereinwanderung des Bibers
im Alpenrheintal sowie seine Biologie
und seine Auswirkungen auf Landschaft

PARUTION: LE REVENANT - RETOUR DU CASTOR
( CASTOR FIBER ) DANS LA VALLÉE DU RHIN ALPIN
ET EXTENSION DE SON TERRITOIRE AU LIECHTEN-
STEIN*
La rapidité à laquelle le castor (Castor fiber)   alpin, la biologie de l’espèce et les effets
a recolonisé la vallée du Rhin est surpre-        du retour du castor sur le paysage et la
nante. L’espèce avait été pratiquement            biodiversité. L’auteur décrit d’ailleurs le
exterminée par l’homme il y a plusieurs           castor comme un «faiseur de biodiversi-
siècles, mais quelques spécimens prove-           té»: en modifiant le paysage, de façon          *) Titre original: Der Rückkehrer - Die
nant de populations résiduelles d’Europe          parfois peu conventionnelle, il est capable     Wiedereinwanderung des Bibers im Al-
ont été réintroduits en Suisse dans les           de diversifier considérablement la nature       penrheintal und seine Verbreitung in
années 1950. Entre 2006 et 2014, le castor        et les habitats. À l’aide de texte, de cartes   Liechtenstein
a remonté le cours du Rhin, du lac de             et de nombreuses photos, l’auteur docu-
Constance jusque dans la région de Fels-          mente les lieux recolonisés et le compor-       Éditeur et auteur
berg, dans les Grisons. Il construit des          tement de l’espèce. Tournant aussi le re-       MICHAEL FASEL
digues et des huttes, se reproduit bien et        gard vers l’avenir, il se penche sur le dé-     Vaduz. econat@adon.li
s’adapte beaucoup mieux que ce que l’on           veloppement de la population de castors         Cabinet conseil pour les questions d’écologie et
imagine. Fin 2014, quelque 130 castors            et sur des mesures écologiques.                 de protection de la nature et du paysage
peuplaient un vaste territoire à cheval sur       Cet ouvrage est le résultat d’un travail
le land autrichien du Vorarlberg, les can-        collectif et n’aurait pas pu voir le jour       Informations complémentaires
tons suisses de Saint-Gall et des Grisons,        sans le concours de nombreuses per-             104 pages richement illustrées; CHF 26.00 / EUR
ainsi que la Principauté de Liechtenstein.        sonnes connaissant bien les lieux, qui ont      21.00; ISBN 978-3-905437-38-6;
La population ne semble de loin pas en-           fourni à l’auteur informations et photo-        Cet ouvrage est disponible chez Alpenland Verlag
core saturée et près de la moitié des             graphies, et l’ont guidé de site en site.       AG, Feldkircher-Strasse 13, 9494 Schaan,
cours d’eau qui pourraient accueillir des         Christoph Angst, du service conseil sur le      tél. +423 239 50 40, ainsi que sur le site www.
castors ne sont pas encore colonisés.             castor, a assuré l’encadrement scienti-         buchzentrum.li et en librairie.
Ce livre raconte l’extermination du castor        fique de ce projet.
et la recolonisation de la vallée du Rhin

10    KBNL-Plattform / Plateforme CDPNP
ERHALT UND AUFWERTUNG DER ÖKOSYSTEME IN EUROPA:
WORKSHOPBERICHT
LESLIE BONNARD                                Umsetzungen inklusiv einem Feldtag             wichtig ist aber die Bilanzierung und da-
                                              wurde eine breite Palette von Inputs prä-      mit die Möglichkeit zu überprüfen, ob ge-
Anfang Juni hat das Sekretariat der           sentiert und ausführlich diskutiert und        setzte Ziele erreicht werden konnten.
Konvention über den Erhalt der biologi-       reflektiert. Wichtige Themen auf die in        In der Schweiz ist eine Priorisierungsda-
schen Vielfalt (Convention on Biodiver-       den nächsten Abschnitten kurz eingegan-        tenbank im Aufbau. Sie soll dabei helfen
sity, CBD) in Vilm, Deutschland einen         gen wird, waren die Priorisierung und Fi-      zu beurteilen wie notwendig und dringlich
Workshop durchgeführt. Ziel davon war         nanzierung von Aufwertungsprojekten,           Aufwertungen in den Biotopen von natio-
ein Austausch über den Erhalt, den            der Einbezug sozioökonomischer Ge-             naler Bedeutung sind. Sie wurde im N+L
Schutz und die Aufwertung von Ökosys-         sichtspunkte in Unterhalt und Aufwer-          Inside 1/11 und 2/12 vorgestellt und seit-
temen. Solche und ähnliche Workshops          tung sowie die Verankerung des Schutzes        her weiter ausgebaut.
zu anderen Themen werden regelmä-             der Biodiversität in anderen Politikberei-
ssig in den verschiedenen Regionen der        chen.                                          Finanzierung von Aufwertungen
Welt von der CBD organisiert. Sie sollen                                                     Zur Finanzierung von Aufwertungen wur-
die Erreichung der Ziele der Konvention       Priorisierung von Aufwertungen                 den in der EU und der Schweiz Schätzun-
unterstützen. Einige interessante Ideen       Zur Priorisierung und Bilanzierung von         gen gemacht. Die Schätzungen der EU zu
aus dem Workshop in Vilm sollen hier          Aufwertungen hat die EU gerade ein Re-         den Zusatzkosten der Aufwertung von 15
kurz weitergegeben werden.                    ferenzwerk fertig gestellt (J. Lammerant       Prozent der Ökosysteme gegenüber dem
                                              et al., 2013). Die EU definiert in diesem      Zustand von 2010 (Ziel der CBD) kommen
Die rund 15 Teilnehmenden an diesem           Referenzwerk eine allgemeine Methodik.         auf jährliche Werte zwischen umgerech-
Europa-Workshop kamen mehrheitlich            Die Mitgliedstaaten legen aber aufgrund        net 600 und 12‘000 Mio. Fr. für den ge-
aus Osteuropa. Mit Belgien, Deutschland,      der vorhandenen Ökosysteme, der Daten,         samten EU-Raum (G. Tucker et al., 2013).
Island, Nordirland und der Schweiz war        etc. die genauen Indikatoren und Schwel-       Für die Schweiz kommen ähnliche Studi-
aber auch Westeuropa repräsentiert. Von       lenwerte selber fest. Auf dieser Basis sol-    en auf jährliche Zusatzkosten zwischen
theoretischen und strategischen Ansät-        len die Mitgliedstaaten die notwendigen        10 und 40 Mio. Fr. Wie schon auf Projekt-
zen bis hin zu konkreten Projekten und        Aufwertungen priorisieren können. Auch         ebene stellt sich auch hier die Frage wer

CONSERVATION ET RESTAURATION DES ÉCOSYSTÈMES EN
EUROPE: COMPTE RENDU D’UN ATELIER
LESLIE BONNARD                                réalisations concrets ont été présentés et     des bilans pour contrôler si les objectifs
                                              discutés en détail. Une journée sur le ter-    fixés ont pu être réalisés.
Le Secrétariat de la Convention sur la        rain figurait également au programme.          Une base de données permettant une
diversité biologique (CDB) a organisé au      Des thèmes importants, succinctement           hiérarchisation des restaurations est ac-
début du mois de juin un atelier à Vilm,      développés ci-après, furent la hiérarchi-      tuellement mise sur pied en Suisse. Elle
en Allemagne. L’objectif était de per-        sation et le financement des projets de        doit aider à évaluer l’urgence et la néces-
mettre des échanges autour des ques-          restauration écologique, l’intégration des     sité des revalorisations dans les biotopes
tions soulevées par le maintien, la pro-      aspects socioéconomiques dans l’entre-         d’importance nationale. Présentée dans
tection et la revalorisation des écosys-      tien et la restauration ainsi que l’ancrage    N+L Inside (n° 1/11 et 2/12), elle continue
tèmes. Ces ateliers et d’autres sem-          de la protection de la biodiversité dans       à être développée depuis.
blables consacrés à différents thèmes         d’autres domaines politiques.
sont régulièrement organisés dans le                                                         Financement des restaurations
monde entier par la CDB et doivent aider      Hiérarchisation des restaurations              écologiques
à atteindre les objectifs de la Conven-       écologiques                                    Des estimations en vue du financement
tion. Nous présentons ici brièvement          L’UE vient d’achever un ouvrage de réfé-       des restaurations ont été réalisées dans
quelques idées intéressantes discutées        rence sur la hiérarchisation et le bilan des   l’UE et en Suisse. L’UE évalue les coûts
lors de l’atelier de Vilm.                    restaurations (J. Lamme-rant et al.,           supplémentaires annuels pour la restau-
                                              2013). Elle y définit une méthode géné-        ration de 15 % des écosystèmes par rap-
La majorité des quinze participants à cet     rale, mais les États membres fixent eux-       port à l’état de 2010 (objectif de la CDB) à
atelier européen venait d’Europe de l’Est.    mêmes les indicateurs et les valeurs           un montant situé entre 600 et 12 000 mil-
L’Europe de l’Ouest était représentée par     seuils exacts en fonction des écosys-          lions de francs pour l’ensemble de l’UE
la Belgique, l’Allemagne, l’Islande, l’Ir-    tèmes existants, des données, etc. Cette       (G. Tucker et al., 2013). Des études sem-
lande du Nord et la Suisse. Une vaste         base doit leur permettre de hiérarchiser       blables concernant la Suisse arrivent à
palette d’inputs allant d’approches théo-     les restaurations nécessaires. Il est ce-      des coûts supplémentaires annuels entre
riques et stratégiques à des projets et des   pendant aussi important de procéder à          10 et 40 millions de francs. Comme pour

                                                                                         BAFU-Plattform / Plateforme OFEV             11
diese Arbeiten finanzieren könnte.             neten CO2 Einsparungen finanziert. Die        vor allem auch in ländlichen Gegenden
Ersatzmassnahmen für Infrastruktur-            CO2 Zertifikate werden vor allem an grö-      Biodiversität als Ziel mit einbeziehen. Die
bauten bieten in ganz Europa Möglichkei-       ssere, private Firmen verkauft. Dabei wird    Herausforderung dabei ist es, nachhalti-
ten zur Finanzierung von Aufwertungen in       mit 35 Euro/t CO2 der internationale          ges Wachstum mit der Natur zu errei-
verschiedensten      Ökosystemen.     In       Marktpreis von rund 5 Euro/t um das Sie-      chen. In ganz Europa hat sich die Er-
Deutschland hat hier ein Paradigmen-           benfache übertroffen. Dennoch ist das         kenntnis durchgesetzt, dass Aufwertun-
wechsel stattgefunden. Es werden nicht         Interesse an lokalen, sichtbaren Mass-        gen nicht auf Kosten der Einkommen von
mehr kleine, stark ortsgebundene Pro-          nahmen (nutzbar für direkte Kommuni-          Grundeigentümern und Bewirtschaftern
jekte gefordert, sondern mehrere Mass-         kationsmassnahmen und z. B. auch für          (häufig gerade in strukturell schwachen
nahmen gebündelt und in einem grösse-          einen Betriebsausflug) gross, wie die Er-     Regionen) gehen können. Hingegen kön-
ren Projekt umgesetzt. Dieses muss wei-        fahrung zeigt (www.moorfutures.de).           nen Aufwertungen im Idealfall auch Ar-
terhin in derselben Geländekammer lie-                                                       beitsplätze und Einkommen generieren.
gen und dieselben Lebensräume und Ar-          Aufwertungen im sozialen und                  Umgekehrt muss auch klar gemacht wer-
ten als Ziel haben.                            wirtschaftlichen Kontext                      den, dass Biodiversität und ihre Ökosys-
Ein spezielles, innovatives Beispiel der       Diskussionen und Erfahrungen in ganz          temleistungen      Grundvoraussetzungen
Finanzierung sind die sogenannten Moor-        Europa zeigen, dass Aufwertungen auch         erbringen für Landwirtschaft, Tourismus
Futures in Mecklenburg-Vorpommern.             in einen sozialen und wirtschaftlichen        und fast alle andere Wirtschaftszweige.
Hier werden Mooraufwertungen durch             Kontext sinnvoll eingebettet werden sol-      Verschiedenste Erfahrungen zeigen, dass
den Verkauf der wissenschaftlich berech-       len. Z. B. können Entwicklungsstrategien      Aufwertungen nur mit und nicht gegen

      Hochmoor Chlusboden (OW), vor
          (2005, links) und nach (2012,
       rechts) der Aufwertung (Quelle:
                       Geoportal OW).

        Haut-marais Chlusboden (OW)
         avant (2005, gauche) et après
            (2012, droite) restauration
              (Source: Geoportal OW).

les projets, la question qui se pose ici est   méranie occidentale offre un exemple de       Intégration des restaurations dans un
de savoir qui pourrait financer ces tra-       financement particulier et novateur. Il       contexte social et économique
vaux.                                          consiste à financer la restauration des       Les discussions et les expériences réali-
Les mesures de compensation pour les           marais par la vente des réductions de CO2     sées dans toute l’Europe montrent que
ouvrages d’infrastructure offrent dans         calculées scientifiquement. Les certifi-      les restaurations doivent aussi être inté-
toute l’Europe des possibilités de financer    cats de CO2 sont vendus principalement à      grées de manière appropriée dans un
la restauration d’écosystèmes les plus         des grandes entreprises privées. Le prix      contexte social et économique. Les stra-
divers. En Allemagne, un changement            de vente de 35 euros par tonne de CO2 est     tégies de développement peuvent par
d’approche a eu lieu dans ce domaine. Au       sept fois supérieur au prix du marché in-     exemple inclure la biodiversité dans leur
lieu de financer des petits projets directe-   ternational (cinq euros par tonne). L’expé-   objectif, surtout dans les régions rurales.
ment liés au site, plusieurs mesures sont      rience montre cependant que les me-           L’enjeu est ici de parvenir à une crois-
réunies puis mises en œuvre dans le            sures locales et visibles (utilisables pour   sance durable avec la nature. Partout en
cadre d’un projet de plus grande enver-        des mesures de communication directe          Europe, on s’est rendu compte que les
gure qui doit se situer dans la même uni-      et par ex. aussi pour une sortie d’entre-     restaurations ne peuvent pas se faire aux
té topographique et viser les mêmes mi-        prise) suscitent un grand intérêt (www.       dépens des revenus des propriétaires
lieux naturels et les mêmes espèces.           moorfutures.de).                              fonciers et des exploitants, en particulier
Le projet intitulé «MoorFutures» mis en                                                      dans les régions structurellement faibles.
place dans le Land de Mecklembourg-Po-                                                       Dans l’idéal, les restaurations peuvent au

12   BAFU-Plattform / Plateforme OFEV
die betroffene Bevölkerung langfristige       Literatur                                                Autorin
Erfolge bringen können und die entspre-       G. Tucker et al., 2013: Tucker, Graham; Underwood,       LESLIE BONNARD
chenden Instrumente der Partizipation           Evelyn; Farmer, Andrew; Scalera, Riccardo; Di-         Biotope von nationaler Bedeutung, Externe Fach-
sehr wichtig sind. Ausserdem können tra-        ckie, Ian; McConville, Andrew; van Vliet, Wilbert.     beratung im Auftrag des Bundesamtes für Um-
ditionelle Bewirtschaftungsformen häu-          (2013) Estimation of the financing needs to im-        welt BAFU Tel. 031 335 25 26,
fig Hinweise auf nachhaltige Nutzungs-          plement Target 2 of the EU Biodiversity Strategy.      Email l.bonnard@naturaqua.ch
möglichkeiten geben. Ebenfalls müssen           Report to the European Commission. Institute
auch die breite Bevölkerung und vor al-         for European Environmental Policy, London. ht-
lem die Betroffenen (Landwirte, Forstwir-       tp://ec.europa.eu/environment/nature/biodiver-         Kontakt
te, Fischer etc.) gute grundlegende             sity/comm2006/pdf/2020/Fin%20Target%202.pdf            BÉATRICE WERFFELI
Kenntnisse über die Biodiversität und ih-     J. Lammerant et al., 2013: Lammerant, Johan; Pe-         BAFU, Sektion Arten und Lebensräume
ren Einfluss darauf haben. Dadurch kön-         ters, Richard; Snethlage, Mark; Delbaere, Ben;         3003 Bern, Tel. 058 462 93 67
nen sie den Gewinn, den sie daraus zie-         Dickie, Ian; Whiteley, Guy. (2013) Implementation
hen besser wertschätzen und vor allem           of 2020 EU Biodiversity Strategy: Priorities for
können so unwillentliche Zerstörungen           the restoration of ecosystems and their services
verhindert werden.                              in the EU. Report to the European Commission.
Zum Beispiel schlägt die Uni Greifswald,        ARCADIS (in cooperation with ECNC and Eftec).
DE aufgrund verschiedener Studien neue          http://ec.europa.eu/environment/nature/biodi-
landwirtschaftliche Nutzungsformen für          versity/comm2006/pdf/2020/RPF.pdf
Moore vor, die Einkommen generieren
und gleichzeitig Ökosystem-verträglich
sind (www.paludikultur.de).
In der Schweiz verfolgen einige laufende
Innovationsprojekte auch die Idee neue
landwirtschaftliche Nutzungsformen vor-
zuschlagen, die wirtschaftlich sind und
gleichzeitig den Artenreichtum fördern.
Einige dieser Projekte wurden im N+L In-
side 4/12 vorgestellt.

contraire générer des emplois et des re-      écosystèmes (www.paludikultur.de).                       Auteur
venus. Inversement, il faut aussi expli-      En Suisse, quelques projets d’innovation                 LESLIE BONNARD
quer que la biodiversité et ses services      en cours se penchent aussi sur l’idée de                 Biotopes d’importance nationale, soutien tech-
écosystémiques créent les conditions          proposer de nouveaux modes d’exploita-                   nique externe sur mandat de l’Office fédéral de
sine qua non pour l’agriculture, le tou-      tion agricole rentables qui conservent en                l’environnement (OFEV), tél. 031 335 25 26,
risme et presque toutes les autres            même temps la richesse en espèces.                       courriel l.bonnard@naturaqua.ch
branches économiques.                         Certains de ces projets ont été présentés
Différentes expériences montrent que les      dans N + L Inside (n° 4/12).                             Interlocutrice
restaurations ne peuvent réussir à long                                                                BÉATRICE WERFFELI
terme qu’avec l’aval de la population         Bibliographie                                            OFEV, Section Espèces et milieux naturels,
concernée et non contre celle-ci et que       G. Tucker et al., 2013: Tucker, Graham; Underwood,       3003 Berne, tél. 058 462 93 67
les outils participatifs revêtent une im-       Evelyn; Farmer, Andrew; Scalera, Riccardo; Dic-
portance primordiale. De plus, il arrive        kie, Ian; McConville, Andrew; van Vliet, Wilbert.
souvent que les modes d’exploitation tra-       (2013) Estimation of the financing needs to imple-
ditionnels fournissent des indications sur      ment Target 2 of the EU Biodiversity Strategy.
des possibilités d’utilisation durables. Il     Report to the European Commission. Institute for
faut également que le grand public et sur-      European Environmental Policy, London. http://
tout les acteurs concernés (agriculteurs,       ec.europa.eu/environment/nature/biodiversity/
sylviculteurs, pêcheurs, etc.) possèdent        comm2006/pdf/2020/Fin%20Target%202.pdf
de bonnes connaissances de base sur la        J. Lammerant et al., 2013: Lammerant, Johan; Pe-
biodiversité et son influence. Ils peuvent      ters, Richard; Snethlage, Mark; Delbaere, Ben;
ainsi mieux apprécier les bénéfices qu’ils      Dickie, Ian; Whiteley, Guy. (2013) Implementation
en tirent et cela permet surtout d’éviter       of 2020 EU Biodiversity Strategy: Priorities for the
des destructions involontaires.                 restoration of ecosystems and their services in
S’appuyant sur diverses études, l’Univer-       the EU. Report to the European Commission.
sité de Greifswald (Allemagne) propose          ARCADIS (in cooperation with ECNC and Eftec).
par exemple de nouveaux modes d’exploi-         http://ec.europa.eu/environment/nature/biodi-
tation agricole pour les marais, qui gé-        versity/comm2006/pdf/2020/RPF.pdf
nèrent des revenus tout en respectant les

                                                                                                   BAFU-Plattform
                                                                                                              Forschung
                                                                                                                  / Plateforme
                                                                                                                         / Recherche
                                                                                                                               OFEV                  13
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