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AOPA SWITZERLAND NO. 272
März 2020
POSITION REPORT
« Für die General Aviation stehen im Jahr 2020
wichtige und einschneidende Entscheide an.
AOPA Switzerland-Präsident Daniel Affolter im Editorial
»
Eine Abgabe auf jeden Privatflug mit Start in der Schweiz soll erst ab 5,7 Tonnen Startmasse fällig werden.
Für Privatjets über 5,7 Tonnen soll die Flugabgabe zwischen 500 und 5000 CHF betragen.
(Bild: Martin Adams / Unsplash)AOPA Switzerland De 2 Position Report 272
AOPA SWITZERLAND
Einladung
zur 56. ordentlichen Generalversammlung der AOPA Switzerland
Samstag, 20. Juni 2020, 11.30 Uhr auf dem Flughafen Birrfeld LSZF
Traktanden:
1. Konstituierung, Wahl des Protokollführers und der Stimmenzähler
2. Genehmigung des Protokolls der 55. GV vom 15. Juni 2019 in LSZC
3. Jahresbericht 2019/2020
4. Jahresrechnung 2019
5. Entlastung des Vorstandes
6. Wahlen
7. Aktivitäten 2020/2021
8. Verschiedenes
Die Jahresrechnung 2019 (bestehend aus Bilanz und Erfolgsrechnung) und das Protokoll
der 55. GV werden den Mitgliedern per Link vorab zugesandt. Sie werden ausserdem
vor der Generalversammlung aufliegen.
Anträge an die Generalversammlung sind bis spätestens zum 30. Mai 2020 dem Vor
stand einzureichen. Nicht termingerecht eingereichte Anträge können an der GV nicht
behandelt werden.
Ab 10.00 Uhr wird vom Aero Club Aargau allen Anwesenden ein Begrüssungsapéro
offeriert.
11.30 Uhr: Generalversammlung im Schulungsraum im Hauptgebäude
Ab 13.00 Uhr ist ein Mittagessen zulasten der Teilnehmer organisiert.
Aus organisatorischen Gründen bitten wir alle Mitglieder, sich über das Kontakt
formular auf unserer Website www.aopa.ch anzumelden.
Anfliegende Crews bitten wir, die lokalen Vorschriften einzuhalten. Vielen Dank.
Beste Grüsse und bis bald
AOPA Switzerland
Im Namen des Vorstandes
Daniel Affolter, PräsidentAOPA Switzerland De 3 Position Report 272
Inhalt
Editorial 5
News & Veranstaltungen 6
Reportage: Wie fliegt es sich am anderen Ende der Welt 8
Fachinformationen der AOPA 14
Mitgliederporträt 16
Carte Blanche: Swiss Aviation Examiners (SAE) 18
Fliegerisches aus der Schweiz: FSS 19
International News & IAOPA 20
Die AOPA: Aktivitäten 22
Kleininserate 24
Impressum
Herausgeberin Redaktion & Übersetzung AOPA SWITZERLAND
Layout und Druck
AOPA Switzerland Agora Schweiz FLUGZEUGEIGNER- Fineprint AG
R- UND PILOTENVERBAND
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VER
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Albisriederstrasse 252a Viaduktstrasse 93 Albisriederstrasse
Association des propriétaires et pilotes252A
d’avions
8047 Zürich 8005 Zürich 8047 Zürich
044 450 50 45 kommunikation@aopa.ch (Redaktion) 044 388 70 90
office@aopa.ch Patrick Deville info@fineprintag.ch
www.aopa.ch pcmdeville@gmail.com (Übersetzung) www.fineprintag.ch
Auflage 3’800 Ex. Erscheint alle 3 Monate
«Position Report» ist das offizielle Publikationsorgan für Mitglieder des Vereins AOPA.
Der Abonnementspreis ist im Mitgliederbeitrag enthalten.« Die AOPA Switzerland
wird auch dieses Jahr
Ihre Interessen mit
aller Kraft verteidigen.
Vorstandspräsident Daniel Affolter
im Editorial (ab Seite 5)
»
Für die General Aviation stehen im Jahr 2020 wichtige und einschneidende Entscheide an – auch in der Schweiz.
(Bild: Alev Takil / Unsplash)AOPA Switzerland De 5 Position Report 272
Editorial
Liebe AOPA Switzerland-Mitglieder,
liebe Flug- und Flugzeugbegeisterte,
liebe Interessierte
Für die General Aviation stehen im Jahr wandel. Immer
2020 wichtige und einschneidende Ent- wieder wird als
scheide an. Mehr als in vielen früheren Grundübel auf
Jahren riskiert die «kleine Aviatik» zum das Fliegen ver-
Spielball der Politik zu werden und vielen wiesen. Diesem
als Blitzableiter und Ablenkung zu die- Thema widmet
nen. Ohne Fachkenntnisse und Hemmun- sich der Beitrag
gen wird mit dem Finger auf uns gezeigt ab Seite 14. «Jeder kann wütend werden,
und uns viel Übel dieser Welt angelastet. das ist einfach. Aber wütend auf den
Aber wir lassen uns nicht einfach so ver- Richtigen zu sein, im richtigen Mass, zur
drängen und die AOPA Switzerland wird richtigen Zeit, zum richtigen Zweck und
sich auch in diesem Jahr mit aller Kraft auf die richtige Art, das ist schwer.» Was
für Ihre Interessen einsetzen. der griechische Philosoph Aristoteles be-
Nebst dem Einsatz in Politik und Behör- reits vor über 2000 Jahren festhielt, gilt
den wird 2020 fliegerisch ein interessan- heute ebenso. Der Klimawandel ist da,
tes Jahr. Das hat mit dem traditionellen und es gilt, diesen ernst zu nehmen und
Flight Safety Seminar im Februar begon- zu bekämpfen – und zwar dort, wo es nö-
nen, geht weiter an unserer Generalver- tig und effizient ist. 2,5% der weltweiten
sammlung am 20. Juni in Birrfeld, um CO2-Emissionen wurden in den letzten
dann in ein ganz spezielles, dieses Mal Jahren durch den kommerziellen Flugver-
zehntägiges Fly-Out Ende August in (flie- kehr verursacht. Wie eine Reduktion die-
gerisch) unbekannte Gebiete zu münden. ser Emissionen angegangen werden soll,
Von Estland (Brest) nach Russland (St. damit beschäftigen sich Forschung und
Petersburg, Novgorod, Moskau, Tula, Technik. Gleichzeitig gilt es, die Kräfte zu
Brysansk, Minsk) bis nach Belarus (Brest). vereinen, um die Reduktion der übrigen
Als Mitglieder der AOPA Switzerland kön- 97,5% CO2-Emissionen, verursacht durch
nen Sie vergünstigt an diesen Aktivitäten z.B. Kohlekraftwerke, Auto- und Fracht-
teilnehmen. Sind Sie noch nicht Mitglied, verkehr, Kreuzfahrten, Viehzucht und
freuen wir uns über Ihre Mitgliederanmel- der Abholzung der Regenwälder, zu errei-
dung auf www.aopa.ch. Sie profitieren von
den Aktivitäten und Informationsmateria-
chen. •
lien und zusätzlich von einem einmaligen Daniel Affolter
Versicherungsschutz und Rabatten. Präsident des Vorstands
AOPA Switzerland
Was bedeutet der Klimawandel
für Pilotinnen und Piloten?
Ein Thema, das derzeit die Gesamtbevöl-
kerung stark beschäftigt, ist der Klima-AOPA Switzerland De 6 Position Report 272
News & Veranstaltungen
AERO Friedrichshafen nehmenden über Tallinn, St.Petersburg
und Novgorod nach Moskau. Der Rück-
Die Aero 2020 wurde verschoben. Sobald weg führt über Tula, Bryansk, Minsk und
das neue Datum feststeht, informieren wir Brest (Belarus). Für diese ausgedehntere
Sie auf der Web site. Reise dürfen wir zehn Tage unterwegs
sein: Der Abflug in Brest, der letzten De-
stination des Fly-Out, findet am Mitt-
20. Juni: woch, 2. September, statt. So kann die
56. Generalversammlung Flug- und Aufenthaltszeit voll ausgekos-
in Birrfeld tet werden. In Zusammenarbeit mit AOPA
Russland wird derzeit das Fly-Out kon-
Melden Sie sich an! Alle Informationen kretisiert. Das Fly Out ist auf 20 Flug-
sind auf dem Inserat auf Seite 2 in dieser zeuge beschränkt. Mitglieder und Regis-
Ausgabe zu finden. Die AOPA Switzer- trierte erhalten eine Benachrichtigung,
land empfängt ihre Mitglieder mit einem sobald das Anmeldeformular aufgeschal-
tollen Rahmenprogramm und Zeit fürs tet ist. Nähere Informationen auch über
Zusammensein und den Austausch un- die Website (www.aopa.ch).
tereinander.
Pilotprojekt mit Bio-Sprit
Fly-Out 2020:
Über Estland bis nach Moskau Im Rahmen des WEF ist gemäss Flug-
hafen Zürich erstmals ein Businessjet mit
Am Montag, 24. August 2020, startet in Öko-Kerosin betankt worden, das aus
Tallinn das diesjährige Fly-Out der AOPA Abfallstoffen und Altöl gewonnen wird.
Switzerland – zum ersten Mal mit einer Die Aktion am Flughafen Zürich während
Dauer von zehn Tagen. Es führt die Teil- des WEF war ein Pilotprojekt in Zusam-
Die AOPA Switzerland führt ihr diesjähriges Fly-Out ab dem 24. August über Tallinn, St.Petersburg und Novgorod
nach Moskau durch. Im Bild: Anflug in Moskau, Michael Green / Unsplash.AOPA Switzerland De 7 Position Report 272
menarbeit mit Jet Aviation. Das nachhal- Nationalrat hat in der Dezembersession
tige Kerosin stand nur Geschäftsfliegern auch der Ständerat die Regelung «Eng-
zur Verfügung. Gemäss den Verantwortli- lish Only» im Luftfahrgesetz wieder ge-
chen soll dies langfristig auch für Linien- strichen. Die AOPA Switzerland hat sich
und Chartermaschinen möglich sein. Bio- stark dafür eingesetzt und begrüsst die-
Sprit ist zwar rund dreimal teurer als sen Entscheid.
fossiles Kerosin, weist aber eine bis zu
80 Prozent bessere CO 2-Bilanz auf – aber
nur, sofern er aus Abfallstoffen hergestellt Nationalrat:
und nicht extra angebaut wird. Davon Flugabgabe ab 5,7 Tonnen
gibt es jedoch nicht genug. Zudem ist der
Import von nachhaltigem Kerosin noch Eine Abgabe auf jeden Privatflug mit Start
aufwendig, die Abläufe noch nicht stan- in der Schweiz soll erst ab 5,7 Tonnen
dardisiert. Wissenschaftler sehen Lösungs- Startmasse fällig werden. Das beschloss
möglichkeiten eher in aus Sonnenlicht die Nationalratskommission in der Win-
und Luft hergestelltem Treibstoff, der tersession. Die Leichtaviatik soll von der
vollständig CO 2-neutral sein soll. Ge- einer Flugabgabe, wie sie der Antrag
mäss Forschern der ETH Zürich wäre es von Ständerat Thomas Minder gefordert
theoretisch möglich, den gesamten Treib- hatte, ausgenommen sein. Der Aufwand
stoffbedarf für den Luftverkehr so zu de- zur Erhebung der Abgabe sei angesichts
cken: Es bräuchte dafür eine Solaranlage der meist geringen Kosten solcher Flüge
von der Grösse der Schweiz, etwa in unverhältnismässig, sagt Kommissions-
Wüsten. präsident Bastien Girod. Für Privatjets
über 5,7 Tonnen hat die vorberatende
Kommission des Nationalrats den Höchst-
Funk in ortsüblicher betrag im Vergleich zum Ständerat, der
Landessprache eine einheitliche Abgabe von 500 Fran-
ken vorsieht, stark heraufgesetzt: Die
PrivatpilotInnen in der Schweiz dürfen bei Abgabe auf Flüge aus der Schweiz soll,
Sichtflug auf Regionalflugplätze wieder in abhängig vom Gewicht, 500 bis maximal
ortsüblicher Landessprache funken und 5000 Franken betragen. Erhoben wird
müssen nicht obligatorisch den engli- die Abgabe direkt beim Flugzeugbetrei-
schen Fachjargon anwenden. Nach dem ber.•
Im Rahmen des WEF ist gemäss Flughafen Zürich erstmals ein Businessjet mit Öko-Kerosin betankt worden, das
aus Abfallstoffen und Altöl gewonnen wird. (Bild: Claudio Schwarz / Unsplash)AOPA Switzerland De 8 Position Report 272
Reportage:
Wie fliegt es sich am anderen Ende der Welt?
Dies ist der vierte und letzte Teil der Reportage über die fliegerischen Erleb-
nisse des AOPA-Geschäftsführers anlässlich der IAOPA World Assembly in Neu-
seeland. In den ersten drei Teilen berichtete Philippe Hauser von der Odyssee,
bis er das behördliche Go zum Fliegen hatte, über die Besonderheiten seiner
Reise von Hamilton nach Queenstown und über seine Erkundungen auf der Süd-
insel.
Der Tag des definitiven Abfluges von Ist dies nun einer dieser Notfälle, die man
Queenstown stand nun bevor. Nun stand immer so akribisch genau plante? Ich
der Abschied meiner bisherigen Home- hatte trotz meinen vielen tausend Flug-
base Frankton bevor und gleichzeitig stunden noch nie einen technischen Not-
eine Zeit des freien Fliegens vor mir. Als fall dieser Art, habe mich aber zu meinem
erste Destination wählte ich Omaka, ei- eigenen Erstaunen genau so verhalten,
nen unkontrollierten Platz an der Nord- wie ich es eingetrichtert bekommen habe
spitze der Südinsel, in unmittelbarer Um- und es meinen Flugschülern auch gelehrt
gebung des Flughafens Woodbourne. Die hatte. Ein Fingerdruck zum Ausschalten
unberührte Natur, die aus dem Cockpit des Autopiloten, Gas raus, links wegdre-
der C206 zu sehen war, faszinierte. In re- hen und den Anflug auf den vorher defi-
gelmässigem Abstand kontrollierte ich nierten Notlandeplatz vorbereiten. Die
Flugweg, scannte den Himmel und kont- Frequenz dieses Flugplatzes hatte ich
rollierte die Motorenwerte. Zu diesem ge- auch schon gerastert. Das Ganze dauerte
nerellen Enroute Checks gehörte auch nur einige Sekunden. Ich war verblüfft,
die Vorschau auf eine mögliche Aussen- wie automatisch ich reagierte. Noch be-
landung, sollte der Motor plötzlich still- vor ich einen Funkspruch absetzte, habe
stehen. ich die anderen Motorenwerte überprüft
«
und erstaunt festgestellt, dass die Öltem-
peratur völlig im grünen Bereich lag. So
Die unberührte Natur, die kam gleich der Verdacht auf, dass es sich
beim tiefen Öldruck um eine Fehlermel-
aus dem Cockpit der C206 zu
»
dung des Systems handeln könnte. Auch
lief der Motor ruhig und völlig normal. So
sehen war, faszinierte. habe ich einen Reset des Garmin1000
eingeleitet und die benötigte Zeit dazu in
Kauf genommen. In der Tat zeigte nach
Hanmer Springs ist ein Flugfeld, welches dem Reset der Öldruck wieder normale
aus der aktuellen Position im Gleitflug er- Werte an, was mich zu einem Weiterflug
reichbar zu sein schien. Und wie der Zu- veranlasst hat. In der Folge trat diese
fall es will, ertönte 30 Sekunden nach Warnung nicht mehr auf.
diesem Enroute Check schrill und gänse-
hauterzeugend die Master Caution. Ein Bald war ich im Bereich von Omaka, und
Blick auf den Bildschirm vor mir zeigte meldete mich am Funk an. Einige Segel-
an, dass ich keinen Öldruck mehr habe. flugzeuge und eine SchleppmaschineAOPA Switzerland De 9 Position Report 272
Eine Bristol 170 auf dem Flugplatz von Omaka. (Bild: Philippe Hauser)
waren in der Luft. Mit einer kurzen Ab- ren die riesigen Schafherden, die fast
sprache haben wir uns gegenseitig sepa- über ganz Neuseeland das Landschafts-
riert, so wie es auf jedem unkontrollierten bild prägten. Napier war trotz des gro-
Platz funktioniert. Am Flugplatz ist ein ssen Verkehrsaufkommens an Airliners
sehr schön hergerichtetes Flugzeugmu- und GA-Verkehr relativ einfach anzuflie-
seum mit zwei Hallen beheimatet. gen, die Tankstelle ohne Schwierigkeiten
zu finden. Schnell war aufgetankt und die
Mein Tagesziel war Gisborne, einer Klein- Flugvorbereitung angepasst.
«
stadt an der Ostküste der Nordinsel. Dort
habe ich auch ein Airbnb gebucht. Omaka
sollte eigentlich nur als Tankstopp die-
nen. Heute sollte aber Mr. Murphy einen
Erst auf FL 80 wurde das
Gerumpel weniger, und auf
»
Strich durch die Rechnung machen, in-
FL95 war alles ruhig.
dem die Tankanlage nicht funktionierte.
Und weil gerade Ostersonntag war, gab
es auch keine Möglichkeit, einen Verant-
wortlichen zu finden, der die Tankstelle
wieder in Betrieb nehmen konnte. So war Gisborne ist der einzige Flugplatz mit
ich gezwungen, einen zusätzlichen Zwi- einer Eisenbahn, die die Hauptpiste
schenstopp in Napier einzulegen. kreuzt. Das wollte ich mir gerne näher an-
schauen. Leider blies der Wind von Sü-
Fünf Minuten nach dem Start war ich den her, weshalb ich auf dem nördlichen
über dem Meer zwischen den beiden Abschnitt der langen Landebahn landen
Hauptinseln und flog um die CTR von musste, der mich nicht über die Geleise
Wellington rum. Dies bei absolut tollstem führten. Tags darauf hatte ich Glück, dass
Wetter ohne Wind. Einfach traumhaft. Die der Wind gekehrt hat und mir so die Mög-
Nordinsel zeichnet sich durch viel tiefere lichkeit eines Backtracks mit Überque-
Geländeerhebungen aus als die Südinsel, rung der Geleise gab. Ich plante meine
auf der ich die letzten beiden Wochen Route entlang der Küste, um die Schön-
verbracht habe. Was sich gleich blieb wa- heiten dieser unberührten Landschaft imAOPA Switzerland De 10 Position Report 272
Nordosten von Gisborne zu bewundern. auch in diesem Pazifikland als sehr hilf-
Tiefe Wolken jedoch zwangen mich bald reich.
mal, die Küste zu verlassen und ins Lan-
desinnere zu fliegen. Auch kam mal et- Der Anflug auf Whitianga erfolgte stan-
was Wind auf, der nach zwei Minuten dardmässig. Mit einem Taxi ging es dann
stärker und alsbald richtig ungemütlich in die Kleinstadt Whitianga. Alsbald
wurde. Ich entschied mich auch aufgrund machte ich mich auf einen Stadterkun-
der Luftraumstruktur und der mittlerweile dungsbummel, der zuerst an die wunder-
aufgelockerten Bewölkung, in ruhigere schöne Strandpromenade führte, bevor
Luftschichten zu steigen. Erst auf FL 80 ich dann mitten im Stadtzentrum eine Bar
wurde das Gerumpel weniger, und auf fand, die offenbar vor allem von Einheimi-
FL95 war alles ruhig, allerdings mit einer schen besucht wurde. Da liess ich mich
Gegenwindkomponente von rund 45 kts. nieder für ein gutes Lambsteak mit einem
grossen Bier.
Mein heutiges Ziel war Whitianga, einem
in einer Bucht gelegenem, unkontrollier- Am nächsten Tag sah ich beim Walk
tem Flugplatz mit einer über 1500 Meter Around, dass auf der rechten Seite die
langen Graspiste. Je näher ich mich mei- Radverschalung und die Flügelunterseite
ner Destination näherte, desto kleiner der VZM ganz blau verfärbt waren. Kein
wurde die Windkomponente, die ich be- Wunder, denn aus dem Ablassventil tröp-
quem am G1000-Bildschirm ablesen felte munter Avgas raus. Alle Versuche,
konnte – einer der vielen Vorteile der heu- dies zu beheben, waren erfolglos. Auch
tigen elektronischen Errungenschaften fand sich kein Mechaniker auf dem Flug-
für die Kleinaviatik. Einmal mehr zeigte platz. Nun ja, ein direktes Sicherheitsri-
sich Neuseeland als eines dem Wind sehr siko bestand nicht. So entschloss ich
stark ausgesetztes Land, in welchem sich mich dennoch, weiter zu fliegen, weil am
auch die Windstärke und -richtung sehr heutigen Zielflugplatz in Whangarei viele
schnell ändern können. Meine Erfahrun- Unterhaltsfirmen ansässig sind. Der ge-
gen in der Gebirgsfliegerei erwiesen sich plante Flug soll mich über die Insel Great
Am nördlichen Ende der Südinsel, vor dem Überflug Richtung Wellington. (Bild: Philippe Hauser)AOPA Switzerland De 11 Position Report 272
Barrier bis an die Nordspitze der Nordin- platz. Auch von hier aus gibt es ein be-
sel führen, und dann wieder südlich über achtliches Angebot an kommerziellen
Kerikeri nach Whangerei. Nach dem Start Flügen nicht nur nach Auckland, sondern
in einen stahlblauen Himmel flog ich ent- auch in die Hauptstadt Wellington oder
lang der Ostküste Richtung Great Barrier. nach Christchurch.
Unzählige kleine Inselchen sind der Küste
vorgelagert, ähnlich der Dalmatischen Die Nordinsel wird gegen Norden hin im-
Küste an der Adria. Great Barrier ist eine mer schmaler, bis der nördlichste Punkt
knapp 300 km 2 grosse Insel mit lediglich erreicht wurde. Der Anflug auf Kerikeri
rund 1000 Einwohnern, die ihr Einkom- war dann insofern speziell, als dass zeit-
men vor allem mit lokalem Tourismus be- gleich Fallschirmspringer und eine ATR42
treiben. Die Insel bietet aber auch vielen der Air Newzealand unterwegs waren. Ich
Tieren eine perfekte Lebensgrundlage. reihte mich in die logische Sequenz. Ke-
rikeri ist ein grösserer Ort in der Gegend.
Ich entschloss mich, auf dieser Insel ei- Ich landete dort eigentlich nur, um auf-
nen kleinen Bummel zu unternehmen. tanken zu können.
Der Fahrer eines entgegenkommenden
Autos grüsste mich beim Vorbeifahren. Spannend und schön war der Anflug
Ich erwiderte den Gruss und dachte, dass nach Whangerei. Die Anflugroute führt
er mich mit jemand anderem verwech- von Osten her übers Meer über den rie-
selte. Aber der nächste Autofahrer tat das sengrossen Hafen. Mit der Abendsonne
gleiche – ja jeder grüsste mich. Beim nä- war dies ein tolles Erlebnis. Die Landung
heren Hinschauen bemerkte ich aber, auf dem grossen, ebenfalls unkontrollier-
dass alle gegrüsst werden. So ähnlich ten Flugplatz war perfekt. Auf dem Roll-
wie Crocodile Dundee in seinen Filmen. weg nahm ich viele Hangars wahr und
Schon toll, wie anders es hier auf einer sah auch eine Werkstatt, in der offenbar
etwas isolierten Insel zu und her geht. An noch gearbeitet wurde. So parkte ich in
einer Strassenecke konnte ich ein Eis der Nähe auf dem Gras, um dann mein
kaufen und schlenderte zurück zum Flug- Problem mit dem defekten Ablassventil
Vorgelagerte Inseln südlich von Whitianga. (Bild: Philippe Hauser)AOPA Switzerland De 12 Position Report 272
anzugehen. Ein Mechaniker war schnell bleme mit der Luftraumstruktur zu finden.
gefunden. Er half mir umgehend, ging ins Nach 45 Minuten Flugzeit setzte ich zu
Lager und kam mit ein paar Ventilen in der meiner letzten Landung mit der VZM an.
Hand zurück. Das Aus- und Einschrau-
ben passierte so schnell, dass nur wenig Als ich dann im Foyer des Auckland Ae-
Avgas auslief. Danach war alles wieder roclub auf mein Taxi wartete, kam etwas
dicht. Der O-Ring, so meinte er, sei eine Wehmut auf. Ich ging in Gedanken noch-
Schwachstelle dieser Ventile. Als ich für mals meine Flüge durch. Am liebsten
die Reparatur aufkommen wollte, lehnte wäre ich noch länger in Neuseeland ge-
er dies mit einer Handbewegung dankend blieben und hätte noch mehr mit der aus-
ab. Ich musste ihn sogar mehrmals auf- gezeichnet fliegenden VZM unternom-
fordern, zumindest ein Trinkgeld anzu- men. Nun ja, alles hat ein Ende – auch
nehmen. Er meinte nur, dass es ihm eine Flugabenteuer in Neuseeland. Total habe
Ehre sei, einem fremden Piloten helfen zu ich nach dem BFR 21 Flüge unternom-
können. Was für eine Einstellung! men, die eine Gesamtflugzeit von 25
Stunden und 25 Minuten ergaben. Meine
Der Flug nach Ardmore führte mich unter- Bemühungen, ein Flugzeug zu mieten
halb der Auckland TMA über speziell aus- und damit Neuseeland zu erforschen,
geschiedene VFR-Routen. Das freie Flie- wurden belohnt. Ich danke allen, die mir
gen, wie ich es all die Tage zuvor erlebt bei der Realisierung meiner Pläne behilf-
habe, war vorüber. Meine gute Flugvor- lich gewesen sind, von ganzem Herzen.
bereitung halfen mir, den Weg ohne Pro- •
Solche Erlebnisse vergisst ein Pilot nie.
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Mein Fluglehrer staunte
nicht schlecht…
E s war ein Tag, wie er fürs Fliegen nicht schöner sein könnte.
Ideal, um endlich unseren lang ersehnten Flug übers Jungfraujoch
und den Aletschgletscher nach Sion in Angriff zu
nehmen.
Mein Fluglehrer machte mir gerade klar, dass
man das ATIS in Sion leider nicht empfangen
könne, bevor man den dortigen Tower aufrufe,
denn die Berge seien im Weg. Ich sagte „kein
Problem“, drückte auf den Bluetooth-Knopf
meines neuen BOSE-A20-Headsets und sagte BOSE A20 mit Bluetooth
meiner Smartphone-Assistentin, sie solle den CHF 1125.—
Kontakt „ATIS Sion“ anrufen. sofort lieferbar
Eine Minute später konnte ich meinem Fluglehrer stolz berichten: „Wir
haben Information Tango, das QNH ist 1023, Piste 25 ist aktiv.“
Mein CFI hatte davon nichts mitbekommen und staunte Bauklötze. Und
bei unserem nächsten Flug teilte er mir mit, er habe sich auch so ein A20
beschafft, natürlich bei…
!16AOPA Switzerland De 14 Position Report 272
Fachinformationen der AOPA:
Gesetzgeberische Dummheit versus Klima
Alt vor neu – unverständlich, aber wahr: Moderne, aerodynamisch ausgezeich-
nete Flugzeuge werden heute grossen Einschränkungen unterworfen. Treibstoff
verbrauchende und aerodynamisch veraltete Flugzeuge dagegen sind diesen
Einschränkungen nicht unterworfen und damit privilegiert. AOPA Switzerland-
Präsident Daniel Affolter plädiert für das Ende der derzeitigen Verfahren und für
die Schaffung zeitgemässer, effizienter und umweltfreundlicher Zertifizierun-
gen.
Daniel Affolter, Präsident AOPA Switzerland
Als ich vor fast 50 Jahren zum ersten Mal Und in der Fliegerei? Viele der heute noch
legal Auto fahren durfte, musste noch je- verwendeten Flugmotoren stammen aus
des neue Auto bei reduzierter Leistung der oben erwähnten «alten» Zeit. Damals
des Automotors «eingefahren» werden. in einem einfachen Verfahren zertifiziert,
Nach rund 5'000 km war der erste Be- verrichten sie heute noch ihren Dienst.
such in der Werkstatt zwecks Motoren- Gross und massig und entsprechend
Kontrolle und Ölwechsel fällig. Der Grund grosszügig im Treibstoffverbrauch und
dafür: Die eingebauten Motoren wiesen Lärm. Neue Produktionsmethoden, wie
grössere Toleranzen in den Bauteilen (wie beim Automotor, gibt es zwar auch in der
den Kolben) auf, sodass die beweglichen Aviatik, aber sie führen nur sehr selten zu
Teile langsam aneinander «gewöhnt» einer modernen Zertifizierung. Heute
werden mussten. Das erste Öl war dünn- muss alles, was verwendet wird, nicht nur
flüssiger, damit die Motorenteile sich perfekt sein, sondern es wird jeder er-
besser aneinander reiben und anpassen denkliche und nicht erdenkliche Fall ei-
konnten. Und heute: Es gibt von Beginn nes Fehlers am Schreibtisch ausgedacht,
weg keine Einschränkungen beim Motor und gestützt darauf wird das Zertifizie-
und der erste Service ist nach meist mehr rungsverfahren angeordnet. Die Folge ist
als 30’000 km fällig. Heute werden die eine Motorenzertifizierung, die technisch
Motoren so präzise gebaut, dass prak- und administrativ so aufwändig, teuer,
tisch keine Motorenklemmer mehr vor- langwierig und umständlich ist, dass
kommen. kaum ein Motorenhersteller diese Kosten
auf sich nimmt, um einen neuen oder wei-
«
terentwickelten Motor herzustellen. Zu-
Neue Produktionsmethoden dem ist der Markt zu klein, um die anfal-
lenden Kosten wirtschaftlich auf die
(…) gibt es zwar auch in der Anzahl der Motoren verteilen zu können.
Aviatik, aber sie führen nur Es gibt – vereinfacht gesagt – heute zwei
sehr selten zu einer moder-
Standards für Flugzeuge in der General
»
Aviation. Die international zertifizierten
nen Zertifizierung. Flugzeuge (vereinfacht: diejenigen mit
über 700 kg MTOM), die ohne ProblemeAOPA Switzerland De 15 Position Report 272
«
«Ältere, Treibstoff verbrauchende Flugzeuge sind privilegiert (…).» (Bild: Herry Sutanto / Unsplash)
Damit könnte vor allem
international herumfliegen dürfen und die
national zertifizierten (meist gewichtsmä-
auch der Treibstoffverbrauch
rasch erheblich reduziert
»
ssig darunter, wenn nicht andere Gründe
werden.
vorliegen), die national und nur unter er-
schwerten Umständen international her-
umfliegen dürften. Der überragende Un-
terschied ist, dass bei den nationalen Wenn die Politiker wirklich etwas für die
Flugzeugen (wie Ultra Light und ähnliche) Umwelt tun möchten, dann wäre der
nicht zertifizierte Bauteile, wie eben die erste Schritt ein rigoroses Umkrempeln
Motoren, verwendet werden dürfen. Ro- der Zertifizierungsbestimmungen dahin-
tax ist ein solcher Motor: Zuverlässig, gehend, dass die bestehenden kompli-
leicht, verbrauchsfreundlich, leise und zierten und aufwändigen Verfahren abge-
leistungsfähig. Aber weil er nicht zertifi- schnitten und nur noch einfache,
ziert ist, darf er in international zertifizier- effiziente, moderne und umweltfreundli-
ten Flugzeugen nicht verwendet werden. che Zertifizierungsverfahren geschaffen
Die Folge ist, dass moderne, leichte, ae- werden. Damit könnte nebst dem Lärm
rodynamisch ausgezeichnete Flugzeuge vor allem auch der Treibstoffverbrauch
fliegerisch unverständlichen Einschrän- rasch erheblich reduziert werden. Aber
kungen unterworfen werden, wohingegen eben: Damit lässt sich keine Schlagzeile
ältere, schwere, Treibstoff verbrauchende machen und deshalb träume ich weiter
und aerodynamisch veraltete Flugzeuge
privilegiert sind und diesen Einschrän-
von einer idealen Welt. •
kungen nicht unterworfen sind. Alt vor In der nächsten Ausgabe beschäftigt uns
neu: Unverständlich, aber wahr. dann die Zahlenreihe 42:24:19:8:7.AOPA Switzerland De 16 Position Report 272
Porträt
Die Welt von einem kleinen Flugzeug aus von oben zu sehen, als würde man
über ein Märklin-Modell fliegen: Das ist es, was Pierre-André Dufour, AOPA
Liaison Officer vom LSGY Yverdon-les-Bains, am Fliegen fasziniert. Er gibt
Einblicke in seine Motivation und Herausforderungen für die General Aviation.
Sie sind Liaison Officer des LSGY zu sehen, als würden wir über ein Mär-
Yverdon-les-Bains. Was macht diesen klin-Modell fliegen, faszinierte mich, und
Platz für Sie speziell? ich entschloss mich, das Fliegen zu ler-
Ich wohne in Yverdon-les-Bains, deshalb nen. Ich konnte das nicht in Afrika ma-
ist der Flugplatz in diesem Ort jener, auf chen, aber ich tat es, als ich 1980 in die
dem ich mich am häufigsten aufhalte, Schweiz zurückkehrte.
auch wenn ich noch Mitglied in zwei an-
deren Fliegerclubs bin. Yverdon-les-Bains Was fliegen Sie, und wieviele
ist also der Ort, an dem ich am aktivsten Flugstunden verzeichnen Sie?
bin und an dem ich die meisten Menschen Ich fliege noch manchmal mit dem Piper
treffe. J3 (L-4) Cub, mit dem ich fliegen gelernt
habe, aber ich bevorzuge den Piper
Unter anderem bin ich Teil einer kleinen PA18-150 Super Cub. Diese beiden Flug-
Gruppe, die während der Sommersaison zeuge sind langsam und lassen mir Zeit,
samstags und sonntags für die Begrüs- während ich den Luftraum beobachte, die
sung von Besuchern, Parkassistenz, Rund- Landschaft von zwei Seiten zu sehen,
funkinformationen, Zollverfahren usw. sorgt. denn dies ist meine eigentliche Motiva-
tion, überhaupt zu fliegen. Ich fliege auch
«
mit einer Piper PA28-236 Dakota und ei-
ner Robin DR400 für Landflugzeuge. Von
Ich träumte davon, Zeit zu Zeit gehe ich nach Como, wo ich
mit dem Wasserflugzeug Cessna 172 und
Pilot zu sein, wie alle
»
dem amphibischen Piper Super Cub fliege.
In fast vierzig Flugjahren habe ich 1318
kleinen Jungen. Flugstunden erreicht.
«
Wie sind Sie zum Fliegen gekommen?
Ich fliege noch manchmal
Ich träumte davon, Pilot zu sein, wie alle
kleinen Jungen. Aber der Wunsch, dies
wirklich umzusetzen, kam eines Tages,
als ich zu früh am Flugplatz Genf-Cointrin
mit dem Piper J3 (L - 4) Cub,
mit dem ich fliegen
»
war, um einen Flug nach Afrika zu bestei-
gen, wo ich damals arbeitete. Um die
Wartezeit zu verkürzen, machte ich einen gelernt habe (…).
Passagierflug in einer Cessna. Von einem
kleinen Flugzeug aus die Welt von obenAOPA Switzerland De 17 Position Report 272
Welche Anliegen haben Sie betreff der zwei Runden mit einem Instruktor ma-
GA für Ihre Region? chen, und danach liess man mich alleine
Wir haben immer noch immense Freiheit, mit einer Cessna 172 bis Rügen fliegen.
aber die Stossrichtung der Grünen Rich- Ich bin immer noch überrascht von dieser
tung Klimahysterie lässt mich befürchten,
dass die Beschränkungen noch strenger
Gelassenheit. •
werden, auch wenn die verrückte Steuer
von Thomas Minder auf Privatflüge nicht
auf kleine Flugzeuge von Flugclubs ange-
wendet wird.
Was war Ihr bisher schönstes
Flugerlebnis?
Ich reise nicht mehr mit kleinen Flugzeu-
gen ins Ausland, aber wenn ich mit dem
Auto, dem Zug oder dem Flugzeug reise,
versuche ich, einen örtlichen Flugverein
zu finden und mit einem Fluglehrer von
meinem Urlaubsort über die Region zu
fliegen. Als ich eines Tages in Heringsdorf Pierre-André Dufour
auf der Insel Usedom war, musste ich nur ALO Yverdon-les-Bains
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Fliegerisches aus der Schweiz: FSS
Flight Safety Seminar 2020 in Windisch/Brugg
153 Personen haben sich dieses Jahr Deck VFR hin zu ForeFlight, bevor man
für das jeweils Ende Februar stattfin- sich zum Lunch und in die Ausstellung im
dende AOPA Flight Safety Seminar ein- Lichthof begab.
geschrieben – trotz des tollen Flugwet-
ters an diesem Tag. Gianmario Giacomelli und Ronald Meier
vom BAZL zeigten am Nachmittag auf,
Punkt 9 Uhr eröffnete der CEO Philippe welche Auswirkungen der neue EASA
Hauser das Seminar und begrüsste Mit- Part M Light auf die Piloten und die Flug-
glieder vom Engadin und aus dem Wallis, zeughalter. Anschliessend machte AOPA-
von der Romandie und dem Tessin. AOPA- Geschäftsführer Philippe Hauser die An-
Präsident Daniel Affolter machte im An- wesenden darauf aufmerksam, alles daran
schluss daran beliebt, an der gemeinsam zu setzen, keine Luftraumverletzungen
von GAMA und AOPA Deutschland lan- mehr zu begehen. Von AOPA-Präsident
cierte Umfrage für die Erfassung von GA- Daniel Affolter folgte das gekonnt vorge-
Daten 2020 teilzunehmen. Der Nidwaldner tragene Thema «Strafverfolgung: Was
Pilot und AOPA-Mitglied Chrigel Markoff verbirgt sich hinter der GA» – für viele der
schilderte danach eindrucksvoll und mi- Anwesenden ein ganz neues Thema, von
nutiös seinen Flugunfall bei Frankfurt und dem noch viel zu hören sein wird. Ein
teilte sein Wissen. Spannend folgte dann rundum gelungenes Flight Safety Semi-
das Referat «Die Sache mit dem Grenz- nar mit vielen zufriedenen Gesichtern en-
übertritt» von Philipp Perren, ebenfalls dete um 16.45 Uhr. Das nächste Seminar
AOPA-Mitglied: Beim Zoll gibt es viele Fal- in der deutschen Schweiz findet wiede-
len, denen es mit Sachkenntnis auszuwei- rum in der zweiten Februarhälfte 2021
chen gilt – man muss sie nur kennen. Ein statt, dasjenige in der Romandie am 14.
kurzes Votum von Wolfgang Oestreich er- November 2020 in Lausanne.
klärte den Übergang von Jeppesen Flite-
Impression des Flight Safety Seminar 2020. (Bild: Philippe Hauser)AOPA Switzerland De 19 Position Report 272
Carte blanche
Für Prüfungsexperten, Flugschulen,
Fluglehrende und KandidatInnen: Der
neue, aktualisierte und vereinfachte
Examiners Guide ist veröffentlicht. Das
vermeldet der Vertreter der Swiss Avia-
tion Examiner (SAE), Philippe Hauser.
Vor vielen Jahren, als mit den gesetzli-
chen Erlassen von JAR auch das Prü-
fungswesen gänzlich auf den Kopf ge-
stellt wurde, publizierte das BAZL eine
Art Anleitung, welches den Prüfungsex-
perten für den motorisierten Flächenflug
als Nachschlagewerk diente. Anfangs nur
belächelt, hat sich aber der Examiner
Guide bald als nicht mehr wegzudenken-
des Instrument für alle Examiners entwi-
ckelt und entsprechend etabliert. Eine
der grossen Herausforderungen für das
«
BAZL in dieser Sache war indes die regel-
mässige Aktualisierung dieses wertvollen
Hilfsmittels. Besonders in den letzten Der Examination Guide ist
Jahren ging nichts mehr, weshalb wir vom
SAE mehrmals auf diese Informationslü- (…) enthält auch nützliche
cke hinwiesen.
Informationen für Flugschulen,
FluglehrerInnen und
»
Das BAZL hat nun den leicht umbenann-
ten Examination Guide komplett um-
strukturiert und dessen Anwendung ver- KandidatInnen.
einfacht. Mitte Januar konnten wir die
Beta-Version lektorieren und viele Kor- tionen für Flugschulen, FluglehrerInnen
rekturen, Vorschläge und Anpassungen und KandidatInnen. So können dem
einbringen, welche zum grössten Teil Guide wertvolle Details zur Prüfungsvor-
vom BAZL dankend umgesetzt wurden. bereitungen entnommen werden, die ei-
Nun ist der neue Examination Guide offi- nen reibungslosen Ablauf begünstigen.
ziell veröffentlicht worden – notabene in- Wir empfehlen insbesondere den Flug-
nerhalb der versprochenen Frist. Wir dan- schulen und Fluglehrern, die für sie rele-
ken alle Verantwortlichen für die erbrachte vanten Abschnitte des Guides zu lesen
Leistung. und Prüfungskandidaten entsprechend
darüber zu informieren. Der Guide ist auf
Der Examination Guide ist aber nicht nur der Website des BAZL verfügbar und
ein Instrument für die Prüfungsexperten, heisst dort GM/INFO – Examination Guide
sondern enthält auch nützliche Informa- AEROPLANE. •AOPA Switzerland De 20 Position Report 272
AOPA Live Stream Webinars IAOPA 2020 World Assembly
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the world. Browse the selection online aeronautical capital of the Americas,
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online-learning/aopa-webinars. gathering of the IAOPA board and is set
to be one of the most entertaining as well
as informative events that has been
New Chief to lead Women hosted. Visit www.iaopa2020.com for more
in Aviation International information.
Allison McKay is one successful woman
in aviation with more than 20 years of ex- Pilatus PC-24 Completes rough
perience at aviation and aerospace com- field certification
panies. She’s been tapped to now lead
Women in Aviation International. Read Pilatus Aircraft announced that its PC–24
the full report from Alyssa J. Cobb here: twinjet has been approved for takeoffs
w w w. a o p a . o rg / n e w s - a n d - m e d i a / a l l - and landings on grass, wet earth, and
news/2020/february/13/new-chief-to- snow-covered surfaces, bringing a multi-
lead-women-in-aviation-international. year rough-field certification campaign to
Allison McKay, Photo Courtesy of WAI.AOPA Switzerland De 21 Position Report 272
a successful conclusion. Read more here: course of several months. A four-minute
www.aopa.org/news-and-media/all-news/ test flight (the plane was restricted to fly-
2020/february/13/pilatus-pc24-completes- ing in clear skies, so with fog and rain
rough-field-certification. closing in the team opted for a short trip)
was the first time an all-electric commer-
cial passenger aircraft had taken to the
Are impacts from bad weather skies. Her report can be read here: www.
underestimated in aviation bbc.com/future/article/20200211-the-
accidents? electric-plane-leading-a-revolution.
Weather is often cited as a cause or a
contributing factor in aviation accidents. New online Pilot Information
One study on general aviation accidents Center
in the U.S. suggests that weather ac-
counts for at least 35 percent. The most Ask just about any aviation-related ques-
deadly weather hazard category for tion: The new online Pilot Information
general aviation is ceiling, visibility and Center will get you an answer and resources.
precipitation, John Roach from Accu- Go visit https://pic.aopa.org/home.
Weather reports on the topic: www.accu-
weather.com/en/weather-news/are-im
pacts-from-bad-weather-underestimat Airbus Airliner A319:
ed-in-aviation-accidents/672277. First successful refurbishment
The refurbishment on an Airbus Airliner
AOPA North Macedonia and A319 of a Swiss airline for the first time
AOPA Nigeria newest IAOPA was announced by AMAC Aerospace in
affiliates the beginning of this year. Details here:
www.amacaerospace.com/euroairport-
The Board of the International Council of 24-january-2020-2/.
Aircraft Owner and Pilot Associations
(IAOPA) has approved full membership
for AOPA North Macedonia and AOPA Ni-
geria. The two additional IAOPA Affiliates
brings the total number of member coun-
tries to 81.
The BBC reports on an
all-electric propulsion engine
Can a small Canadian airline show the in-
dustry an environmentally safe way of fly-
ing? Diane Selkirk from the BBC dug
through this question. She did research
about an all-electric propulsion engine
built by the technology firm magniX that Refurbished airliner.
had been installed in the aircraft over the Photo Courtesy of AMAC Aerospace.AOPA Switzerland De 22 Position Report 272
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Updates. Interessierte können sich auf Kontaktaufnahme.
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