PROGRAMM Patient. Arzt. Krankenhaus. Psychoonkologie im Spannungsfeld komplexer Systeme - PSO Jahrestagung

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PROGRAMM Patient. Arzt. Krankenhaus. Psychoonkologie im Spannungsfeld komplexer Systeme - PSO Jahrestagung
PROGRAMM
und ABSTRACTBAND

Patient. Arzt. Krankenhaus.
Psychoonkologie im Spannungsfeld komplexer Systeme

18. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie (PSO)
19. bis 21. September 2019
Universitätsklinikum Düsseldorf
PROGRAMM Patient. Arzt. Krankenhaus. Psychoonkologie im Spannungsfeld komplexer Systeme - PSO Jahrestagung
Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

die Psychoonkologie ist Teil der multiprofessionellen onkologischen Versorgung von Patienten,
deren Angehörigen sowie Betreuungspersonen, von der Prävention über alle Stadien der Krebs-
erkrankung hinweg. Sie stellt die psychosozialen Auswirkungen der Krebserkrankung in den Mittel-
punkt. Es ist immer schwierig alle Trends und Entwicklungen zu erfassen, aber zumindest sollen von
diesen hier drei herausgestellt werden: a.) die Implementierung der in vielen wissenschaftlichen
Studien gewonnen Erkenntnisse in der klinischen Versorgungspraxis (bspw. Distress-Screening,
ambulante Angebote von Beratungsleistungen, Qualifikation in kommunikativer Kompetenz der im
Patientenkontakt Tätigen, spezifische Angebote in der Rehabilitation oder für Langzeitüberlebende
einer Krebserkrankung etc.), b.) die Entwicklung spezifischer Beratungs- und Behandlungsansätze
(bspw. für Progredienzangst, Demoralisation, Distress bei fortgeschrittener Krebserkrankung etc.),
sowie c.) die Entwicklung komplexer sektorenübergreifender multiprofessionell integrierender
Versorgungsansätze, die in verschiedenen von Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) geförderten
Modellprojekten derzeit evaluiert werden.

Die 18. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie will diese aktuellen wissenschaftli-
chen Entwicklungen in Workshops und Symposien vertiefen und durch neue Präsentationsformate
(Pecha Kucha, Interaktive Falldiskussion etc.) Raum für Begegnung und Austausch schaffen. Daher
wünsche ich allen Teilnehmern der Jahrestagung interessante Einsichten und Erkenntnisse, einen
lebhaften Dialog und Momente gelingender Begegnung – und eine gute Zeit in Düsseldorf!

Herzliche Grüße

Dr. André Karger, MME
Tagungspräsident

                                                               www.pso-ag.org | Programm        1
PROGRAMM Patient. Arzt. Krankenhaus. Psychoonkologie im Spannungsfeld komplexer Systeme - PSO Jahrestagung
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold – oder?                                                            Liebe Kolleginnen und Kollegen,

In der Ausbildung vieler Kliniker gilt bis heute: „learning by doing“. Jeder hat es erfahren:           wir freuen uns sehr, Sie zur 18. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie (PSO)
die Kommunikation mit Schwerstkranken, insbesondere mit krebserkrankten Patienten ist                   vom 19. bis 21. September in Düsseldorf auf dem Gelände des Universitätsklinikums Düsseldorf
schwierig, wird meist unterschätzt und man macht eigentlich immer Fehler. Kann man gute                 zu begrüßen.
Gesprächsführung lernen? Jeder wird sagen: ja, natürlich! Aber in der Praxis ist es nicht so einfach.
Zum einen fehlt oft die Zeit für Gespräche mit Patienten: mit z. T. über 40% des Arbeitstags für        Das diesjährige Tagungsmotto „Patient.Arzt.Krankenhaus. Psychoonkologie im Spannungsfeld
Dokumentation sind junge Assistenzärzte häufig überfordert, sich dieser schwierigen Aufgabe der         komplexer Systeme“ beschreibt die aktuelle Situation der Psychoonkologie in Deutschland sehr
Patientenversorgung zu widmen. Zum anderen gibt es viel Verunsicherung: Wie beginne ich ein             gut. Psychoonkologie befindet sich in einem Spannungsfeld ganz unterschiedlicher Systeme, die
solches Gespräch, vor allem aber, wie komme ich zu einem guten Ende? Viele Gesprächstechniken           sektorenübergreifend, interdisziplinär und multiprofessionell zusammenarbeiten und ganz eigene
kann man tatsächlich erlernen, ähnlich wie das Operieren. Aber wie beim Operieren auch,                 Dynamiken auf die Erkrankten, ihre Angehörigen und die in diesem System Arbeitenden entfalten
die Grenzen des Erlernten erlebt man dann täglich und nur wenige haben das intuitive Feingefühl         können.
für die Perfektion. Vieles kommt mit der Erfahrung, aber die Grundlagen der Gesprächsführung
müssen beigebracht werden. Die Aufgabe der modernen ärztlichen Ausbildung ist es, die                   Spannende Workshops bieten die Möglichkeit zur vertieften Einarbeitung in verschiedene
vielfältigen Anforderungen unter „einen Hut zu bringen“, gelingende Gespräche mit Patienten,            psychoonkologisch relevante Themen. Im Rahmen von Pairing-the-colleagues – Runden können
Angehörigen und Kollegen unterschiedlicher Berufsgruppen, empathischer Patientenkontakt,                aktuelle Fragen und Themen rund um die Psychoonkologie mit erfahreneren Kollegen und
gute und verständliche Arztbriefe, viel Fachwissen, gleichzeitig perfektes Zeitmanagement sind          Kolleginnen intensiv diskutiert werden.
nur einige der Grundbedingungen für ein zufriedenes Arztsein. Hier haben wir viel nachzuholen,
die verantwortlichen Ausbilder müssen eine Atmosphäre schaffen, die ökonomischen Druck von              Die wissenschaftlichen Hauptvorträge greifen das Tagungsmotto auf und bieten Einblicke in
der Primärversorgung der Patienten abhält, müssen eine Gesprächskultur pflegen, in der Kritik           aktuelle psychoonkologische Themen, wie z.B. einen psychotherapeutischen Ansatz zur palliativen
angenommen und positiv umgesetzt wird und müssen gleichzeitig Vorbilder sein. Dies ist nicht            Versorgung (Dr. Gary Rodin, Toronto), Kontextfaktoren und ihr Einfluss auf die Kommunikation mit
einfach und Veranstaltungen wie die der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der                  dem Patienten (Prof. Nicole Ernstmann) sowie Patientensicherheit in komplexen Organisation
Deutschen Krebsgesellschaft dienen dazu, in einem breiten Rahmen diese konfliktträchtigen               (Prof. David Schwappach). Die Symposien befassen sich mit aktuellen Themen zur Versorgung,
Aspekte zu diskutieren.                                                                                 Bindung und Psychotherapie sowie Kommunikation. Neben Educationals zur Vermittlung aktueller
                                                                                                        Aspekte zu Diagnostik und Therapie bei Brust-, Darm- und Hautkrebs werden auch neue Formate –
Dass dies wichtig ist, zeigt das bundesweite Interesse der Verantwortlichen. Für ein die Jahres-        wie Pecha Kucha und interaktive Falldiskussionen – erprobt.
tagung begleitendes Symposium zur patientenorientierten Kommunikation kommen von der
Deutschen Krebshilfe über die Deutsche Krebsgesellschaft bis hin zum Bundesministerium für              Wir freuen uns auf eine spannende PSO-Jahrestagung in Düsseldorf!
Gesundheit repräsentative Vertreter nach Düsseldorf gereist, um diesem Aspekt der ärztlichen und
pflegerischen Versorgung von Patienten hohe Aufmerksamkeit zu widmen. Ich wünsche dem tollen            Herzliche Grüße
Projekt einen großen Erfolg, denn die uns anvertrauten Patienten werden es uns danken, wenn wir
Silber statt Gold erreichen!

                                                                                                        Prof. Dr. Tanja Zimmermann
                                                                                                        im Namen des PSO-Vorstands
Univ.-Prof. Dr. Peter Albers
Ko-Präsident

2    Programm | 18. Tagung der PSO | 19. – 21. September 2019 | Düsseldorf                                                                                             www.pso-ag.org | Programm          3
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Inhalt

                                                                                                              Allgemeine Informationen zur PSO-Jahrestagung 2019 ............................................................................................................................ 6
                                                                                                              Vorstand und Beirat der PSO .................................................................................................................................................................................................................. 9
                                                                                                              PSO-Arbeitsgruppen ....................................................................................................................................................................................................................................... 10
                                                                                                              Wissenschaftliches Programm
                                                                                                              • Donnerstag, 19. September 2019 ............................................................................................................................................................................................. 12
                                                                                                              • Freitag, 20. September 2019............................................................................................................................................................................................................. 14
                                                                                                              • Samstag, 21. September 2019 ....................................................................................................................................................................................................... 22
                                                                                                              Abstractband
                                                                                                              • Abstracts – Workshops und Seminar .................................................................................................................................................................................... 23
                                                                                                              • Abstracts – Hauptvorträge .................................................................................................................................................................................................................. 26
                                                                                                              • Abstracts – Symposium „Psychotherapie in der Psychoonkologie -
                                                                                                                Zur Bedeutung der therapeutischen Beziehung bei existenzieller Bedrohung“..................................................... 29
                                                                                                              • Abstracts – Symposium „Neue Versorgungsformen“.................................................................................................................................... 33
                                                                                                              • Abstracts – Freie Beiträge ..................................................................................................................................................................................................................... 37
                                                                                                              • Abstracts – Psychoonkologie 2.0 .............................................................................................................................................................................................. 45
                                                                                                              • Abstracts – Poster Dignostik 1 ........................................................................................................................................................................................................ 47
                                                                                                              • Abstracts – Poster Dignostik 2 ........................................................................................................................................................................................................ 53
                                                                                                              • Abstracts – Poster Versorgung ....................................................................................................................................................................................................... 61
                                                                                                              • Abstracts – Poster Behandlung ..................................................................................................................................................................................................... 69
                                                                                                              • Abstracts – Poster Verschiedenes .............................................................................................................................................................................................. 75
                                                                                                              • Abstracts – Mini Talk: Freie Beiträge ..................................................................................................................................................................................... 82
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                                                                                                              • Abstracts – Educationals ........................................................................................................................................................................................................................ 96
                                                                                                              Referentenverzeichnis ................................................................................................................................................................................................................................... 98
                                                                                                              Sponsoren ..................................................................................................................................................................................................................................................................... 104
                                                                                                              Impressum .................................................................................................................................................................................................................................................................... 106
                                                                                                              Lageplan ........................................................................................................................................................................................................................................................................ 107
                                                                                                              Stellplan Postersession .......................................................................................................................................................................................................................... 108

4                                     Programm | 18. Tagung der PSO | 19. – 21. September 2019 | Düsseldorf                                                                                                                                                                                       www.pso-ag.org | Programm                                                                      5
PROGRAMM Patient. Arzt. Krankenhaus. Psychoonkologie im Spannungsfeld komplexer Systeme - PSO Jahrestagung
Allgemeine Informationen zur PSO-Jahrestagung 2019                                                                                 Allgemeine Informationen zur PSO-Jahrestagung 2019

Leitthema:		         Patient.Arzt.Krankenhaus.                                                     Zahlungshinweise für die Anmeldung vor Ort
		                   Psychoonkologie im Spannungsfeld komplexer Systeme                            Die Anmeldung zur Tagung vor Ort ist jederzeit an der Registrierung möglich. Als Zahlungsmittel
                                                                                                   werden Bargeld, EC-Cash und Kreditkarten akzeptiert.
Ausrichter: 		       Leitung: Dr. André Karger
		                   Universitätsklinikum Düsseldorf                                               Anmeldung vor Ort
		                   Ko-Leitung: Prof. Dr. Peter Albers
		                   Universitätsklinikum Düsseldorf
                                                                                                    Tarife                                                                                  Regulär
Lokales 		           Dr. Dominik Fugmann, Dr. Linda Fröhlich,                                       PSO-Mitglied                                                                              220 €
Tagungsteam:		       Stephanie Schipper-Kochems, Christina Lange,                                   Nicht-Mitglied                                                                            255 €
		                   Cora Schikorra, Steffen Holsteg                                                Tageskarte                                                                                140 €
		                   Universitätsklinikum Düsseldorf                                                Klinikmitarbeiter Klinikum UKD                                                            140 €
                                                                                                    Studenten/PiAs                                                                             90 €
Wiss. Beirat:		      PD Dr. Andreas Dinkel (München)
                                                                                                    Workshop                                                                                  100 €
		                   Dr. Imad Maatouk (Heidelberg)
                                                                                                    Film-wissenschaftliches Seminar „Geister“                                                  10 €
		                   Dr. Andrea Petermann-Meyer (Aachen)
		                   Dr. Sigrun Vehling (Hamburg)                                                   Med.-historische Führung                                                                    5€
		                   Dr. Alexander Wünsch, MME (Freiburg i.B.)                                      Tagungsfest                                                                                69 €
		                   Prof. Dr. Tanja Zimmermann (Hannover)                                          Pairing-the-Colleaques                                                                      0€
                                                                                                    Symposium Kommunikation                                                                     0€
Datum:               19. bis. 21. September 2019
                                                                                                   Die Teilnahmegebühren beinhalten folgende Leistungen:
Uhrzeit:             19. September 2019		          13.00-22.00 Uhr                                 • Teilnahme am wissenschaftlichen Vortragsprogramm
                     20. September 2019		          09.00-19.30 Uhr                                 • Tagungsunterlagen
                     21. September 2019		          13.00-14.30 Uhr                                 • Besuch der Posterausstellung
                                                                                                   • Tagungscatering
Veranstaltungsorte                                                                                 • Teilnahme am Get Together
Die Tagung findet auf dem Gelände des Universitätsklinikums statt. Das Tagungsbüro befindet sich   • Teilnahmebescheinigung
im Geb. 13.55, Hörsaalkomplex 13A/13B. Einen Lageplan finden Sie auf Seite 107.
                                                                                                   Workshops
Kongresssprache                                                                                    Für die Teilnahme an einem Workshop ist eine separate Anmeldung notwendig.
Die Kongresssprache ist Deutsch. Der Vortrag und der Workshop von Gary Rodin sind in Englisch.
                                                                                                   Öffnungszeiten Registrierung
Medienannahme                                                                                      Donnerstag, 19. September 2019: 12.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Alle Referenten werden gebeten, ihre Vorträge auf einem USB-Stick dabei zu haben und spätestens    Freitag, 20. September 2019:    08.00 Uhr bis 19.30 Uhr
30 Minuten vor Vortragsbeginn am Veranstaltungsort zu erscheinen.                                  Samstag, 21. September 2019:    12.00 Uhr bis 14.30 Uhr

Informationen zu der Postersession                                                                 Öffnungszeiten der Industrie-Ausstellung
Die Postersession findet am 20.09.2019 von 15:00 bis 16:00 Uhr im Geb. 16.61 (O.A.S.E),            Donnerstag, 19. September 2019: 16:00 bis 20:00 Uhr
Erdgeschoss statt. Es handelt sich um geführte Postersessions (mit Moderatoren).                   Freitag, 20. September 2019:     9:00 bis 19:30 Uhr
Die Aufhängung der Poster ist am Freitag, 20.09.2019 ab 10:30 Uhr möglich.                         Samstag, 21. September 2019:     9:00 bis 14:30 Uhr
Poster müssen bis Samstag, 21.09.2019, 15:00 Uhr wieder abgehängt werden. Für danach noch
hängende Poster wird vom Veranstalter keine Verantwortung übernommen.                              Tagungsticket
Die Größe des Poster beträgt DIN A0. Befestigungsmaterial befindet sich vor Ort. Zur Hängung ist
                                                                                                   Bitte tragen Sie Ihr Namensschild während der gesamten Tagung gut sichtbar an Ihrer Kleidung.
der Posterplan zu berücksichtigen (siehe Stellplan S. 108).

6   Programm | 18. Tagung der PSO | 19. – 21. September 2019 | Düsseldorf                                                                                         www.pso-ag.org | Programm          7
PROGRAMM Patient. Arzt. Krankenhaus. Psychoonkologie im Spannungsfeld komplexer Systeme - PSO Jahrestagung
Allgemeine Informationen zur PSO-Jahrestagung 2019                                                                                                                         Vorstand und Beirat der PSO

Teilnahmebescheinigung                                                                                Vorstand
Eine Teilnahmebescheinigung wird jedem Teilnehmer nach der Tagung ausgestellt und per E-Mail
zugesendet.
Sicherheit und Haftpflicht
Für Verluste, Unfälle oder Schäden, gleich welchen Ursprungs, an Personen und Sachen haftet
die PSO nicht. Teilnehmer nehmen auf eigene Verantwortung an der Tagung und allen
begleitenden Veranstaltungen teil. Der Teilnehmer erkennt an, dass die Fotos von der Tagung
zur Veröffentlichung durch die PSO genutzt werden.                                                    Prof. Dr. rer. nat.                Prof. Dr. phil.                      Dipl.-Psych. Beate Hornemann
                                                                                                      Tanja Zimmermann                   Anja Mehnert-Theuerkauf
WLAN                                                                                                  (Sprecherin des Vorstandes)        (Schriftführerin)
Es gibt ein kostenfreies Gäste-WLAN:
WLAN Portal: MED-Portal I Name: PSO_Kongress I Password: ShL3AH1Sqe
Zertifizierung
Die PSO-Jahrestagung wurde seitens der Ärztekammer Nordrhein mit je 3 Punkten pro Halbtag
und 3 Punkten pro Workshop am Donnerstag, den 19.09.2019, zertifiziert. Der Workshop
Gary Rodin am Freitag, den 20.09.2019, wurde mit 6 Punkten zertifiziert.
Die Veranstaltung ist zudem mit 12 Fortbildungspunkten für beruflich Pflegende zertifiziert. Punkte
für das BMG-Symposium am Samstag, den 21.09.2019, sind beantragt (voraussichtlich 3).
                                                                                                      PD Dr. rer. nat. Andreas Dinkel    Dr. med. André Karger, MME
Catering
Das Catering während der diesjährigen PSO-Tagung wird in den Pausen im Foyer des Gebäudes
13.55 für Sie bereitstehen. Es erwarten Sie kalte und warme Getränke, Gebäck sowie in der Mit-
tagspause ein warmes vegetarisches oder nicht-vegetarisches Gericht. Das Catering wird für Sie        Beirat
von Alexander Unger durchgeführt. Außerhalb der Cateringzeiten können Sie in den Cafeterien der
O.A.S.E. (Röstmeister) sowie der MNR-Klinik und des ZOM II Getränke und Snacks erwerben (siehe
Lageplan S. 107).
Get Together
Zum Ausklang des ersten Abends unserer diesjährigen PSO-Tagung laden wir Sie
herzlich zu einem Get Together im Foyer des Gebäudes 13.55 zu Wein, Bier und Salzgebäck ein.
Dieses wird musikalisch durch Armin & Hardy begleitet.
                                                                                                      Dipl.-Sozialpädagogin              Dipl.-Psych. Christina Demmerle      Dr. rer. nat. Ute Goerling
                                                                                                      Gudrun Bruns
Tagungsfest
Wer arbeitet, soll auch feiern. Wir freuen uns,
wenn wir Sie auf dem Tagungsfest treffen.
Das Tagungsfest findet am Abend des
20.09.2019 ab 20 Uhr im „Bootshaus“ im
Düsseldorfer Volksgarten statt. Umgeben
von Wasser und Natur findet der Tag mit ei-             Adresse des Veranstaltungsortes:
nem reichhaltigen Buffet und musikalischer                   Kurhaus Genusswerkstatt
Begleitung durch einen DJ einen geselligen         Auf´m Hennekamp 101 I 40225 Düsseldorf
und entspannten Ausklang.                                                                             Prof. Dr. phil. Peter Herschbach   Dr. Klaus Hönig                      Dr. med.
Der Kartenpreis beträgt 69 € und beinhaltet ein Begrüßungsgetränk und das Abend-                                                                                              Andrea Petermann-Meyer
essen. Alle weiteren Getränke erfolgen auf Selbstkostenbasis. Die Teilnehmerzahl des Tagungsfestes
ist begrenzt, die Karten werden nach der Chronologie des Eingangs der Anmeldungen vergeben.

8   Programm | 18. Tagung der PSO | 19. – 21. September 2019 | Düsseldorf                                                                                                  www.pso-ag.org | Programm         9
PROGRAMM Patient. Arzt. Krankenhaus. Psychoonkologie im Spannungsfeld komplexer Systeme - PSO Jahrestagung
PSO-Arbeitsgruppen                                                                                                                                                           PSO-Arbeitsgruppen

Berufsfeldspezifische Arbeitsgruppen
•    AG Akutkrankenhaus                                                                             AG Regelfinanzierung
•    AG Krebsberatungsstellen                                                                       Dr. Andrea Petermann-Meyer
•    AG Onkologische Rehabilitation                                                                 Aachen
•    AG Niedergelassene Psychotherapeuten                                                           E-Mail: petermann-psychoonkologie@t-online.de
•    AG Regelfinanzierung
                                                                                                    Arbeitsgruppe Kommunikation in Aus- und Weiterbildung
                                                                                                    Dr. Alexander Wünsch                            Dr. med. Frank Vitinius
Themenbezogene Arbeitsgruppen                                                                       Freiburg i. Br.                                 Köln
•    AG Kommunikation in Aus- und Weiterbildung                                                     E-Mail: alexander.wuensch@uniklinik-freiburg.de E-Mail: frank.vitinius@uk-koeln.de
•    AG Adoleszente und junge erwachsene Krebspatienten
•    AG Fort- und Weiterbildung                                                                     AG Adoleszente und junge erwachsene Krebspatienten
•    AG Survivorship                                                                                Michael Köhler
•    AG Nachwuchsförderung                                                                          Magdeburg
                                                                                                    E-Mail: michael.koehler@med.ovgu.de

                                                                                                    AG Fort- und Weiterbildung
                                                                                                    Dr. Klaus Hönig                               Dr. Andrea Petermann-Meyer
Ansprechpartner
                                                                                                    Ulm                                           Aachen
                                                                                                    E-Mail: klaus.hoenig@uniklinik-ulm.de         E-Mail: petermann-psychoonkologie@t-online.de
    AG Akutkrankenhaus
    N. N.
                                                                                                    AG Survivorship
                                                                                                    Prof. Dr. Anja Mehnert-Theuerkauf
    AG Krebsberatungsstellen
                                                                                                    Leipzig
    Gudrun Bruns                                 Markus Besseler                                    E-Mail: anja.mehnert@medizin.uni-leipzig.de
    Münster                                      München
    E-Mail: g.bruns@krebsberatung-muenster.de    E-Mail: besseler@bayerische-krebsgesellschaft.de   AG Nachwuchsförderung
                                                                                                    Dr. Sigrun Vehling                            Leopold Hentschel
    AG Onkologische Rehabilitation                                                                  Hamburg                                       Dresden
    Bianca Erdmann-Reusch                                                                           E-Mail: s.vehling@uke.de                      E-Mail: Leopold.Hentschel@uniklinikum-dresden.de
    Kreischa
    E-Mail: b.erdmann-reusch@klinik-bavaria.de

    AG Niedergelassene Psychotherapeuten
    Dr. Katrin Reuter                            Dr. Klaus Lang
    Freiburg i. Br.                              München
    E-Mail: reuter@pppo-freiburg.de              E-Mail: mail@klauslang-online.de

10 Programm | 18. Tagung der PSO | 19. – 21. September 2019 | Düsseldorf                                                                                            www.pso-ag.org | Programm 11
Programm | Donnerstag, 19.09.2019                                                                                                                Programm | Donnerstag, 19.09.2019

Programm | Donnerstag, 19.09.2019 | 13.00-16.30 Uhr                                           Programm | Donnerstag, 19.09.2019 | 16.30-22.00 Uhr

 11.00-12.30 Vorstands- und Beiratssitzung                                 Geb. 15.16         16.30-17.00   Eröffnung und Grußworte                                      Gebäude 13.55
 		                                                                        Seminarraum 5                    Moderation Dr. André Karger                                  Hörsaal 13 A

                                                                                                            Dr. André Karger, Tagungsleitung
 12.00-13.00
  Treffen der AG Fort- und Weiterbildung                                   Geb. 15.16
                                                                                                            Prof. Frank Schneider, Ärztlicher Direktor und
  Dr. Klaus Hönig, Dr. Andrea Petermann-Meyer                              Seminarraum 1
                                                                                                            Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Düsseldorf

                                                                                                            Prof. Norbert Gattermann, Geschäftsführender Leiter
 13.00-16.00 Workshops (jeweils 3h)                                                                         des Universitätstumorzentrums Düsseldorf (UTZ) /
 		                                                                                                         Centrums für Integrierte Onkologie Düsseldorf (CIO-D)
              Ein Meer an Geschichten, ein Meer an Erfahrungen:            Geb. 15.16
             Erzählungen und was sie für uns tun können                   Seminarraum 1                    Prof. Tanja Zimmermann, Sprecherin der
             (Workshop mit Fokus auf Reflektierendem Schreiben)                                             Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie in der
             Dr. Vera Kalitzkus                                                                             Deutschen Krebsgesellschaft (DKG)

               Coaching / Supervision für onkologische Teams               Geb. 15.16         17.00-18.00   Hauptvortrag                                                 Geb. 13.55
               – eine praxisorientierte Einführung in die                  Seminarraum 5                    Moderation: Prof. Tanja Zimmermann                           Hörsaal 13 A
               psychodynamische Beratung
                                                                                                            Managing Cancer and Living Meaningfully (CALM)
               Dr. Beate West-Leuer
                                                                                                            A Psychotherapeutic Approach to Early Palliative Care
               Psychoonkologische Fallarbeit mit kollegialer Intervision   Geb. 15.16                       Prof. Gary Rodin
               Dr. Katrin Reuter, Dr. Klaus Lang                           Seminarraum 6

            Train the Trainer:                                             Geb. 16.61         18.00-19.00   Hauptvortrag                                                 Geb. 13.55
            Kommunikation in der Onkologie                                 O.A.S.E.                         Moderation Dr. André Karger                                  Hörsaal 13 A
            Prof. Wolf Langewitz                                           Raum der                         Klinischer Nutzen zugelassener Onkologika: Wie viel Nutzen
		                                                                         Entwicklung                      ist genug, um solidarisch finanziert zu werden?
		                                                                         Raum 00.09                       PD Dr. Claudia Wild

14.30-16.30 Medizinhistorische Führung auf dem Gelände des UKD             Gebäude 13.55      19.00-20.00
                                                                                                Get Together                                                             Geb. 13.55
            Ulrich Koppitz, Isabelle Schwarzburger                         Treffpunkt Foyer     Musikalische Begleitung durch Armin & Hardy                              Foyer vor
		                                                                         vor den Hörsälen   		                                                                         den Hörsälen
		                                                                         13 A / 13 B                                                                                   13 A / 13 B

                                                                                              20.00-22.00 Seminar                                                        Geb. 12.42
                                                                                                          Moderation Dr. Beate West-Leuer                                Hörsaal
                                                                                                            Psychoanalytische Betrachtung der Krankenhausserie
                                                                                                            „Geister“ von Lars von Trier
                                                                                                            Prof. Dirk Blothner

12 Programm | 18. Tagung der PSO | 19. – 21. September 2019 | Düsseldorf                                                                                 www.pso-ag.org | Programm 13
Programm | Freitag, 20.09.2019                                                                                                               PSO-Programm | Freitag, 20.09.2019

Programm | Freitag, 20.09.2019 | 9.00-12.30 Uhr                                            Programm | Freitag, 20.09.2019 | 11.00-13.30 Uhr

 09.00-09.45   Hauptvortrag                                                 Geb. 13.55     11.00-12.30   Symposium „Neue Versorgungsformen“                               Geb. 13.55
               Moderation: Dr. Klaus Hönig                                  Hörsaal 13 A                 Moderation: Prof. Anja Mehnert-Theuerkauf, Dr. Sigrun Vehling    Hörsaal 13 B
               Kommunikation und Kontext – Wie beeinflussen
               Strukturen, Organisation und Klima die                                        Neue Versorgungsform für Familien
               Patientenzentrierung in der Onkologie?                                        mit krebserkranktem Elternteil: Familien-SCOUT
               Prof. Nicole Ernstmann                                                      	Dr. Andrea Petermann-Meyer

 09.45-10.30   Hauptvortrag                                                 Geb. 13.55                   Integrierte sektorübergreifende Psychoonkologie (isPO)
               Moderation: Dr. Ute Goerling                                 Hörsaal 13 A                 PD Dr. Michael Kusch
 Fehler im System – Patientensicherheit
 in komplexen Organisationen                                                                             Das CARE-for-CAYA Programm, ein innovatives
 Prof. David Schwappach                                                                                  Nachsorgeprogramm für junge Menschen
 			                                                                                                     nach Krebserkrankung: Erste Ergebnisse aus dem
                                                                                                         Psychoonkologie-Modul
 10.30-11.00   Kaffeepause                                                 Geb. 13.55                    Prof. Corinna Bergelt
                                                                           Foyer vor
 		                                                                        den Hörsälen                  KOMKEK-Entwicklung einer Fortbildung
                                                                           13 A / 13 B                   für Behandelnde von Krebserkrankten zur Stärkung
 		                                                                                                      der Kompetenz im Umgang mit krebskranken Eltern
 11.00-12.30 Symposium: Psychotherapie in der Psychoonkologie –             Geb. 13.55                   minderjähriger Kinder
             Zur Bedeutung der therapeutischen Beziehung                    Hörsaal 13 A                 Prof. Corinna Bergelt
             bei existenzieller Bedrohung
               Moderation: Dr. Katrin Reuter, Dr. Klaus Lang                               12.30-13.30   Mittagspause                                                    Geb. 13.55
               (AG Niedergelassene Psychotherapeuten)                                                                                                                    Foyer vor
                                                                                           		                                                                            den Hörsälen
 11.00-11.10   Einführung                                                                                                                                                13 A / 13 B
               Dr. Katrin Reuter, Dr. Klaus Lang
                                                                                           12.30-13.15   Pairing-the-colleagues (jeweils 45 min.)                        Geb. 15.16
 11.10-11.40   Bedrohungen des Bindungssystems                                                           Prof. Corinna Bergelt
               bei schwerer Erkrankung – Bindungsmuster                                                  Gabriele Blettner
               onkologischer Patienten                                                                   Gudrun Bruns
               Dr. Frank Schulz-Kindermann                                                               Dipl. Psych. Christina Demmerle
                                                                                                         PD Dr. Andreas Dinkel
 11.40-11.55   Beendigung von ambulanten Psychotherapien                                                 Prof. Nicole Ernstmann
               in der Todesnähe                                                                          Prof. Anja Mehnert-Theuerkauf
               Dr. Susanne Wittorf                                                                       Dr. med. Andrea Petermann-Meyer
                                                                                                         Dr. Frank Schulz-Kindermann
 11.55-12.10   Wenn die Therapiebeziehung mit dem Tod                                                    Dr. Christian Schulz-Quach
               des Patienten endet: Was bleibt auf Therapeutenseite?                                     Martin Wickert
               Dr. Klaus Lang                                                                            Prof. Tanja Zimmermann

 12.10-12.30   Podiumsdiskussion                                                                         Nur für angemeldete Teilnehmer.

14 Programm | 18. Tagung der PSO | 19. – 21. September 2019 | Düsseldorf                                                                              www.pso-ag.org | Programm 15
PSO-Programm | Freitag, 20.09.2019                                                                                                       PSO-Programm | Freitag, 20.09.2019

Programm | Freitag, 20.09.2019 | 13.30-15.00 Uhr                                          Programm | Freitag, 20.09.2019 | 13.30-16.00 Uhr

 13.30-15.00        Symposium: Freie Beiträge                              Geb. 13.55     13.30-15.00      Psychoonkologie 2.0                                         Geb. 13.55
                    Moderation: Prof. Corinna Bergelt, Dr. Ute Goerling    Hörsaal 13 A                    Moderation: Dr. André Karger, Prof. Tanja Zimmermann        Hörsaal 13 B

 13.30-13.45        Wie gut werden Krebspatienten über Fatigue                            13.30-13.40      Psychoonkologische Therapieforschung und
                    informiert und beraten?                                                                Belastungskonzepte: woher wir (nicht) wissen, was hilft
                    Dr. Martina Schmidt                                                                    (Pecha Kucha)
                                                                                                           Dr. Sigrun Vehling
 13.45-14.00        Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom
                    und deren Partnerinnen: Belastungen während                           13.40-13.50      Lassen sich Paare häufiger scheiden, wenn ein Partner
                    der Therapieentscheidung                                                               an Krebs erkrankt? - Zwischenergebnisse einer
                    Dr. Andreas Ihrig                                                                      systematischen Übersichtsarbeit (Pecha Kucha)
                                                                                                           Dr. Dominik Fugmann
 14.00-14.15        Psychoonkologische Beratung in
                    Prostatakrebszentren: Wie lassen sich Unterschiede                    13.50-14.00      „Seite an Seite“: Paare in der Psychoonkologie
                    in der Inanspruchnahme erklären?                                                       (Pecha Kucha)
                    Clara Breidenbach                                                                      Prof. Tanja Zimmermann

 14.15-14.30        Überforderungserleben von erstmalig an Brustkrebs                     14.00-15.00      Frau Thomas (Interaktiver Fall)
                    erkrankten Patientinnen und Patienten nach                                             Gemeinsame Diskussion von Entscheidungen,
                    Entlassung aus dem behandelnden Krankenhaus                                            die den Behandlungsverlauf beeinflussen
                    Natalia Cecon                                                                          Dr. Andrea Petermann-Meyer, Dr. André Karger,
                                                                                                           Dr. Christian Schulz-Quach u.a.
 14.30-14.45        Suizidgedanken bei erwachsenen Langzeit-
                    überlebenden von Krebserkrankungen im                                 15.00-16.00 Kaffeepause                                                 Geb. 13.55
                    Kindes- und Jugendalter                                               		                                                                      Foyer vor
                    PD Dr. Jörg Wiltink                                                                                                                           den Hörsälen
                                                                                                                                                                  13 A / 13 B
 14.45-15.00        Suizidalität und psychische Störungen bei
                    Krebspatienten
                    Dr. Sigrun Vehling

16 Programm | 18. Tagung der PSO | 19. – 21. September 2019 | Düsseldorf                                                                          www.pso-ag.org | Programm 17
PSO-Programm | Freitag, 20.09.2019                                                                                                             PSO-Programm | Freitag, 20.09.2019

Programm | Freitag, 20.09.2019 | 15.00-16.00 Uhr                                              Programm | Freitag, 20.09.2019 | 15.00-16.00 Uhr

15.00-16.00 Postersession                                               Geb. 16.61 O.A.S.E.    15.00-16.00 Postersession                                               Geb. 16.61 O.A.S.E.
			                                                                  Forum des Austauschs      			                                                                  Forum des Austauschs
                                                                               Raum 00.03                                                                                     Raum 00.03

 Diagnostik 1                   Diagnostik 2                  ID 122                           ID 94                         ID 85                            ID 30
 Moderation:                    Moderation:                   Nicht-geäußerte Belastungen      Die Inanspruchnahme           Web-based Mindfulness            Erwartungen und
 PD Dr. Andreas Dinkel          Dipl.-Psych. Beate Hornemann und Bedürfnisse von Krebs-        psychoonkologischer           and Skills Based Distress        Erfahrungen in Hinsicht
                                                              patienten im Aufnahme-           Interventionen durch Krebs-   Reduction for cancer             auf Immun-Checkpoint-
 ID 34                          ID 49
                                                              gespräch der Rehabilitation      patientInnen: Eine meta-      affected patients: Study         Inhibitoren in der Krebs-
 Psychometric Properties of     Einflussfaktoren auf psy-
                                                              Verena Heß                       analytische Betrachtung       Protocol of a multi-centric      therapie
 the German Version of the      chischen Distress bei
                                                                                               beeinflussender Faktoren      observational health care        Jenniffer Richter
 Self Image Scale (SIS-D)       Personen mit hereditären      Versorgung                       Nico Leppin                   study.                           ID 65
 Jan Bredercke                  Tumor-dispositionssyndrom Moderation:
                                                                                               ID 95                         Alexander Bäuerle                Die eigene Prognose
 ID 91                          und ihren Angehörigen –       Dr. Imad Maatouk
                                GemeinsamGEN                                                   Wege der Inanspruchnahme      ID 99                            annehmen? Hilfen und
 „Bedürfnisse und Belas-                                      ID 59
                                Josefine Fischer-Jacobs                                        und Zuweisung: Wie werden     Peer2Me - ein Peer-Mento-        Erschwernisse aus der Sicht
 tungen geriatrisch-                                          Versorgungswünsche von           Menschen auf Krebsbera-       ring-Programm für junge          von Myelom-Patienten
 onkologischer Patienten        ID 72                         jungen Erwachsenen mit           tungsstellen aufmerksam       Erwachsene mit Krebs             Myriel Hermann
 und ihrer Partner -eine        Psychische Belastung und      Krebs in der ambulanten          (gemacht)?                    Dr. Diana Richter                ID 88
 qualitative Analyse teil-      Unterstützungswunsch bei      Nachsorge                        Dr. Melanie Schranz           ID 105                           „Weil das Sterben eben ein
 strukturierter Interviews“     gynäkologisch-onkologi-       Dr. Kristina Geue
 Dr. Heike Schmidt              schen Patientinnen mit                                                                       „Halt geben und selbst           Teil des Lebens ist“ -
                                                              ID 77                            Behandlung
                                türkischem Migrations-                                                                       nicht verlieren“- Psycho-        Qualitative Untersuchung
 ID 98                                                                                         Moderation
 Digitalisierung psychischer    hintergrund - Ein Werkstatt- „Manchmal sind wir das                                          edukative Gruppeninterven-       der Perspektive gesunder
                                                              Bollwerk“ - Erfahrungen von      Prof. Tanja Zimmermann
                                bericht                                                                                      tion für Angehörige              Erwachsener zu Gesprächen
 Belastung bei Tumorpatienten                                 Versorgenden mit komplexen
                                Renate Weimar                                                  ID 44                         von Krebspatienten               über das Lebensende
 - Erfahrungen mit tablet-                                    Familiensystemen in der Hos-     A Systematic Review of the    Dr. Mingo Beckmann               Katharina Nagelschmidt
 basierten elektronischen       ID 73                         piz- und Palliativversorgung     Effect of Neurofeedback in
 Screeningmethoden              Soziale Ungleichheiten in der Anneke Ullrich                                                 ID 116                           ID 107
                                                                                               Cancer Patients
 Dr. Mingo Beckmann             Partizipation und Aktivität                                                                  Überprüfung der Durch-           Einem Kranken das Leben
                                                              ID 78                            Madeleine Hetkamp
                                bei Kindern und Jugend-                                                                      führbarkeit und Akzeptanz        retten: Gibt es eine
 ID 118                                                       Die psychische und physische
                                lichen mit Leukämien, Hirn-                                    ID 84                         eines psycho-onkologischen       Änderung des globalen
 A Systematic Review of                                       Belastung von Krebspatienten
                                tumoren und Sarkomen –                                         iKNOW - Online-gestützte      Online-Trainings für             Selbstwerts bei Stamm-
 Health-related Quality of                                    beim Übergang von stationä-
                                Studiendesign                                                  Beratung von BRCA1/2-         Partner*innen von                zellspendern?
 Life Issues in Malignant                                     rer zu ambulanter Versorgung
                                Julia Roick                                                    Mutationsträgerinnen          Menschen mit einer Krebs-        Ernst Peter Richter
 Melanoma                                                     Natalie Röderer                  zu individuellen Risiken,     erkrankung
 Venja Musche                   ID 92                                                                                                                         ID 113
                                                              ID 93                            prophylaktischen Maß-         (PartnerCARE): Ein Zwischen-
                                Belastungserleben bei                                                                                                         Kommunikative Kompetenz
                                                              „Weil ich gedacht habe, es       nahmen und gesundheits-       bericht
 ID 124                         weißem Hautkrebs                                                                                                              und Performanz von Ärzten/
                                                              geht jetzt anders nicht mehr.    bezogener Lebensqualität      Daniela Bodschwinna
 LOH-Fear: Bestimmung der       Caren Schierling                                                                                                              innen fördern (KPAP) -
                                                              Ich packe das nicht mehr al-     Caren Hilger
 subjektiv empfundenen                                                                                                                                        Langzeiteffekte von
                                ID 112                        leine.“ - Motive zur Nutzung                                   Verschiedenes
 Angst von Patient*innen in                                                                                                                                   Kommunikationstrainings
                                Kindlicher Krebs und elter-   von Krebsberatungsstellen                                      Moderation:
 der onkologischen Viszeral-                                                                                                                                  unter Berücksichtigung der
                                liche Partnerschaften im      (MoNuK) - Die Sicht der                                        Prof. Nicole Ernstmann
 chirurgie                                                                                                                                                    Patientensicht (Förderung
                                deutschsprachigen Raum        Ratsuchenden und Zuweiser
 Benedikt Kunzmann                                                                                                                                            durch DKH)
                                Jana Wittke                   Oliver Bayer                                                                                    Dr. Frank Vitinius

18 Programm | 18. Tagung der PSO | 19. – 21. September 2019 | Düsseldorf                                                                                   www.pso-ag.org | Programm 19
PSO-Programm | Freitag, 20.09.2019                                                                                                        PSO-Programm | Freitag, 20.09.2019

                                                                                         16.35-16.42    Was ist aus der Perspektive der Ratsuchenden und der     Geb. 13.55
Programm | Freitag, 20.09.2019 | 15.00-19.30 Uhr
                                                                                                        Zuweisenden das Besondere an Krebsberatungsstellen?      Hörsaal 13 A
                                                                                                        Dr. Margret Xyländer
 15.00-16.00 Treffen der AGs                                                Geb. 13.55
 		                                                                         Stehtische   16.42-16.49    Fokusgruppen zur Erfassung der erforderlichen
             AG Niedergelassene Psychotherapeuten                           im Foyer                    Kompetenzen für eine frühzeitige Aufklärung über
             Dr. Katrin Reuter, Dr. Klaus Lang                                                          Palliativversorgung bei fortgeschritten erkrankten
                                                                                                        Krebspatientinnen und -patienten
                  AG Krebsberatungsstellen
                                                                                                        Nele Harnischfeger
                  Gudrun Bruns, Markus Besseler
                  AG Adoleszente und junge erwachsene Krebspatienten                     16.49-16.56    Entwicklung der sozialen Beziehungen im
                  Dr. Michael Köhler                                                                    Krankheitsverlauf von älteren Menschen, die an Krebs
                  AG Nachwuchsförderung                                                                 erkrankt sind. - Eine retrospektive, qualitative
                  Dr. Sigrun Vehling, Leopold Hentschel                                                 Untersuchung mit teilstrukturierten Interviews und
                                                                                                        Familienbrettaufstellungen
             AG Kommunikation                                                                           Sigrid Roggendorf
             Dr. Alexander Wünsch, Dr. Frank Vinitius
 		                                                                                      16.00-17.30
                                                                                           Workshop Teil 1/2                                                     Geb. 16.61
 16.00-17.00 Mini-Talk: Freie Beiträge                                  Geb. 13.55         Managing Cancer and Living Meaningfully (CALM):                       O.A.S.E.
             Moderation: Dr. Imad Maatouk, Dipl.-Psych. Beate Hornemann Hörsaal 13 A       A Workshop on its Application in Clinical Practice                    Raum der
 16.00-16.07      Bedeutung der molekularen Diagnostik und Therapie                        Prof. Gary Rodin                                                      Entwicklung
                  für die betroffenen Patienten                                          		                                                                      Raum 00.09
                  Theresia Pichler
                                                                                         17.00-17.30 Preisverleihungen                                           Geb. 13.55,
 16.07-16.14      Partizipative Entscheidungsfindung (PEF) in der                                    Es werden der PSO-Nachwuchspreis und Preise für die         Hörsaal 13 B
                  Routineversorgung von Brustkrebspatientinnen -                                     besten drei Poster verliehen.
                  eine Befragung von Patientinnen nach der OP                                        Prof. Tanja Zimmermann
                  Stefan Feiten
                                                                                         17.30-18.00 Pause                                                       Geb. 13.55, Foyer
 16.14-16.21      Entwicklung eines internationalen Fragebogens zur                      		                                                                      vor HS 13 A / 13 B
                  Erfassung der Lebensqualität und Fertilität bei Patien-
                  tinnen und Patienten mit Krebserkrankung (Phase 1-3)                   18.00-19.00 Mitgliederversammlung der PSO                               Geb. 13.55
                  Andrea Kiemen                                                                      Prof. Tanja Zimmermann                                      Hörsaal 13 B

 16.21-16.28      Sekundärdatenanalyse zu psychischen Störungen                          18.00-19.30    Workshop Teil 2/2                                        Raum siehe
                  bei neuerkrankten Krebspatienten: Administrative                                      Managing Cancer and Living Meaningfully (CALM):          oben
                  Prävalenz, Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen                                  A Workshop on its Application in Clinical Practice
                  und mögliche Prädiktoren für erstmalige Erkrankungen                                  Prof. Gary Rodin
                  Sandra Salm
                                                                                         18.00-19.30    Educationals                                             Geb. 13.55,
 16.28-16.35      Die elektronische Erfassung von patientenberichteter                                  Moderation: Dr. Dominik Fugmann                          Hörsaal 13 A
                  Lebensqualität - pilothafte Implementierung und
                                                                                                        PD Dr. Olaf Guckelberger: Update Kolorektales Karzinom
                  Prozessevaluation
                                                                                                        PD Dr. Julia Reifenberger: Update Malignes Melanom
                  Dr. Heike Schmidt
                                                                                                        Prof. Tanja Fehm: Update Brustkrebs

                                                                                         ab 20.00       Tagungsfest Bootshaus

20 Programm | 18. Tagung der PSO | 19. – 21. September 2019 | Düsseldorf                                                                          www.pso-ag.org | Programm 21
PSO-Programm | Samstag, 21.09.2019                                                                                                                               Abstracts - Workshops und Seminar

Programm | Samstag, 21.09.2019 | 09.00-14.30 Uhr                                             Ein Meer an Geschichten, ein Meer an Erfahrungen: Erzählungen
                                                                                             und was sie für uns tun können
 Achtung. Diese Veranstaltung findet unabhängig von der PSO-Tagung statt.                    (Workshop mit Fokus auf Reflektierendem Schreiben)
 Eine separate Anmeldung ist erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.
                                                                                             Vera Kalitzkus1
 Symposium            Patientenorientierte Kommunikation in der Onkologie – Geb. 13.55       1
                                                                                                 Institut für Allgemeinmedizin (ifam), Universitätsklinikum Düsseldorf, Düsseldorf, Deutschland
                      Halt auf freier Strecke? Standortbestimmung             Hörsaal 13 A
                      und Perspektiven der Qualifikation in der ärztlichen                   „Inside every patient there’s a poet trying to get out. …
                      Fort- und Weiterbildung                                                My ideal doctor would ‘read’ my poetry“ (Anatole Broyard, Intoxicated by my illness)
                      (Förderung durch das Bundesministerum für Gesundheit)
                      Moderation: PD Dr. Jens-Ulrich Rüffer, Dr. André Karger                Hintergrund
 Impulsvorträge:      Kommunikationstrainings in Deutschland.                                Erzählen und Erzählungen sind ein Kernelement menschlichen Miteinanders: Sie ermöglichen es,
 09.00-10.00          Erprobt und wirksam, aber kaum etabliert                               andere Menschen in ihrem Leben und Erleben zu begreifen. Wo ist das nötiger als in der Onkologie,
                      Dr. Alexander Wünsch & Dr. Frank Vitinius                              in der so viele unterschiedliche Erfahrungswelten aufeinandertreffen und dies häufig in Verbindung
                                                                                             mit existentiellen Fragen? Meist werden Geschichten, die in diesem Kontext erzählt werden, vom
                      Was ändert sich, wenn Kommunikationstrainings für
                                                                                             jeweiligen medizinischen/psychotherapeutischen Verständnis her interpretiert und in die eigene
                      Onkologen verpflichtend sind? Erfahrungen aus der Schweiz
                                                                                             Fachsprache „übersetzt“ – ein notwendiger, aber zwangsläufig die Bedeutungsvielfalt reduzieren-
                      Prof. Wolf Langewitz
                                                                                             der Schritt.
 Podiumsdiskussion: Prof. Peter Albers (UTZ, CIO-D), Dr. Johannes Bruns (DKG),               Im Workshop werden Methoden aus dem Feld der narrativen Medizin mit Fokus auf Reflektieren-
 10.00-12.00        Gabriele Blettner (Stiftung Deutsche Krebshilfe INFONETZ KREBS),         dem Schreiben vorgestellt und gemeinsam erprobt. Die Übungen zielen darauf ab, für die
                    Dr. Antonius Helou (BMG), Prof. Wolf Langewitz,                          Bedeutung von Erzählungen an sich zu sensibilisieren. Sie ermöglichen – jenseits von beruflichem
                    Prof. Susanne Schwalen (AekNo), PD Dr. Andreas Dinkel (PSO)              Handlungsdruck – die Erfahrung unterschiedlicher Lesarten und Interpretationsmöglichkeiten.
 12.00-12.30          Get-together mit Catering                                              Durch Reflektierendes Schreiben über eigenes Erleben und berufliches Handeln können Wahr-
                                                                                             nehmungen, implizite Werte und Theorien, welche die alltäglichen Handlungen beeinflussen,
                                                                                             erkennbar werden.
 Fortsetzung der PSO-Jahrestagung:                                                           Es sind keine spezifischen Vorerfahrungen mit Schreiben notwendig. Erforderlich sind lediglich
                                                                                             Neugier und die Bereitschaft, sich auf diese Form des Selbsterkennens einzulassen. Sie ermög-
 13.00-14.00          Hauptvortrag                                           Geb. 13.55      lichen es, sich selbst über die entstandenen Texte „zu lesen“ (Max Frisch). Reflektierendes
                      Moderation: PD Dr. Andreas Dinkel                      Hörsaal 13 A    Schreiben kann so zu einem Werkzeug professioneller Entwicklung werden.
                      Nakedness and the dead body - the impact of regular
                      death encounters on meaning and identity in health                     Ziele
                      care professionals                                                     Sensibilisierung für unterschiedliche Bedeutungsebenen von und Umgang mit Erzählungen;
                      Dr. Christian Schulz-Quach		                                           Praktisches Erproben des Reflektierenden Schreibens; Kennenlernen von und Arbeit mit
                                                                                             literarischen Krankheitstexten.
 14.00-14.30          Verabschiedung                                         Geb. 13.55
                      Dr. André Karger                                       Hörsaal 13 A
                                                                                             Keywords
 14.30                Ende                                                                   Reflektierendes Schreiben, Narrative Psychoonkologie, Krankheitserzählungen

Während der gesamten Tagung: „Skulptur-Ausstellung im Hörsaal-Foyer und in den Hörsälen
durch „Stein trifft Holz“ (Svenja Neuendorf & Roland Giersch)

22 Programm | 18. Tagung der PSO | 19. – 21. September 2019 | Düsseldorf                                                                                                    www.pso-ag.org | Programm 23
Abstracts - Workshops und Seminar                                                                                                                                        Abstracts - Workshops und Seminar

Coaching / Supervision für onkologische Teams – eine praxisorientierte                               Train the Trainer: Kommunikation in der Onkologie
Einführung in die psychodynamische Beratung
                                                                                                     Wolf Langewitz1
Beate West-Leuer1                                                                                    1
                                                                                                         Universitätsspital Basel, Psychosomatik, Basel, Schweiz
1
    Medizinische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorf, Deutschland
                                                                                                     Der Kurs richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die Erfahrungen haben im Vermitteln von
Die Arbeit mit krebskranken Patienten, oft durch ein multiprofessionelles Team, geht mit psychi-     ‚Mitteilen schlechter Nachrichten‘ oder die beabsichtigen, in nächster Zeit solche Kurse durch-
schen Belastungen einher, die eine Tendenz haben, sich im Behandlungsteam zu re-inszenieren.         zuführen. Basierend auf den Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden inhaltliche
Teamsupervision oder Führungskräftecoaching können (auch) in der Onkologie dazu beitragen,           und didaktische Herausforderungen identifiziert, mögliche Alternativen besprochen und auspro-
solche Belastungen abzufedern und im günstigen Fall zu bearbeiten. Psychodynamische Beratung         biert. Typische Problembereiche könnten sein: Teilnahme an Rollenspielen, Einbinden von
in den Formaten „Supervision“ und „Coaching“ gründet auf einem komplexen Bild vom Menschen           Schauspielern, Vermitteln von Informationen und Aufgreifen von Emotionen.
in seiner Arbeitswelt. Psychodynamische Beraterinnen und Berater legen das Augenmerk darauf,
wie Individuen und Teams auf der Folie ihrer beruflichen Primäraufgabe und im Sinne ihrer Klien-     Managing Cancer and Living Meaningfully (CALM):
tel professionell Wirksamkeit entfalten. Von besonderem Interesse sind dabei die vordergründig       A Workshop on its Application in Clinical Practice
irrational erscheinenden Wirkmechanismen. Bei der Analyse dieser Mechanismen ist die Bera-
tungs-Beziehung das wichtigstes „Beratungsinstrument“. Neben der theoretischen Einführung in         Gary Rodin1
die beziehungsorientierte Beratung soll diese anhand praktischer Beispiele vorgestellt und auspro-   1
                                                                                                         Department of Psychiatry at the University of Toronto, Department of Supportive Care at the Princess
biert werden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, eigene Fallvignetten einzubringen.         Margaret Cancer Centre, Toronto, Canada

Psychoonkologische Fallarbeit mit kollegialer Intervision                                            This interactive workshop will demonstrate the application of Managing Cancer and Living
                                                                                                     Meaningfully (CALM), a brief, supportive-expressive psychotherapeutic approach developed for
Katrin Reuter1, Klaus Lang2                                                                          patients with metastatic cancer and their caregivers. Delivered by a wide range of health care
1
    Praxis für Psychotherapie und Psychoonkologie, Freiburg im Breisgau, Deutschland                 providers, CALM is intended to help such individuals manage the adaptive challenges of advanced
2
    Praxis für Psychotherapie, München, Deutschland                                                  disease, to live meaningfully despite disease progression and to face the end of life. The workshop
                                                                                                     will address the therapeutic process and content of CALM and how theoretical constructs related
Die Reflexion von Therapie- und Beratungsprozessen im Kollegenkreis stellt eine wertvolle Me-        to mentalization and relational and attachment theory are utilized in its clinical application. These
thode für die eigene berufliche Weiterentwicklung und Qualitätssicherung dar. Erstmalig soll auf     dimensions will be highlighted and illustrated with videotaped segments of CALM sessions with
der PSO-Tagung die Möglichkeit genutzt werden, sich überregional und aus verschiedenen Fach-         patients and their caregivers from diverse cultural groups.
bereichen zusammen zu finden, um Fälle aus der beratenden und psychotherapeutischen Tätigkeit
vorzustellen und zu diskutieren. Die intervisorische Arbeit wird von den beiden Leitern moderiert.   Seminar: Psychoanalytische Betrachtung der Krankenhausserie „Geister“
Das Vorgehen im Workshop ist dabei folgendermaßen konzipiert: Die Fallvorstellung der Teilnehmer     von Lars von Trier
mündet in eine konkrete Frage, zu der sie sich von den anderen Teilnehmerinnen Eindrücke und
Anregungen wünschen. Es kann dabei ebenso um methodische Fragen wie um Fragen zum The-               Dirk Blothner1
rapie- oder Beratungsprozess gehen. Ein besonderer Fokus soll auf die therapeutische Beziehung       1
                                                                                                         Fachbereich Psychologie an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln, Köln, Deutschland
gelegt werden.
                                                                                                     Wenn Sie erleben und verstehen wollen, warum es auch heute noch Geister im Krankenhaus gibt,
                                                                                                     sollten Sie unbedingt dieses Seminar besuchen. Am „Reichkrankenhaus“ in Kopenhagen werden
                                                                                                     von den besten Ärzten des Landes mit exakten, naturwissenschaftlichen Methoden Krank-
                                                                                                     heiten erforscht und behandelt. Doch wenn so viele Menschen zusammenkommen, entfaltet sich
                                                                                                     unweigerlich auch das ganze Spiel der psychischen Merkwürdigkeiten und Besessenheiten. Die
                                                                                                     Herrschaft der Vernunft gebiert ihre Ungeheuer! Die mehrfach ausgezeichnete, dänische TV-Serie
                                                                                                     „Geister“ von Lars von Trier entstand in den 1990er Jahren. An ihren Überzeichnungen lassen sich
                                                                                                     auch Problemfelder der Psycho-Onkologie produktiv beleuchten. In der Veranstaltung wird die
                                                                                                     erste Folge der Serie gezeigt. Der anschließende Vortrag wird die wichtigsten Züge der über
                                                                                                     achtstündigen Serie auf die Fragestellung des Kongresses zu beziehen versuchen.
24 Programm | 18. Tagung der PSO | 19. – 21. September 2019 | Düsseldorf                                                                                                           www.pso-ag.org | Programm 25
Abstracts - Hauptvorträge                                                                                                                                                             Abstracts - Hauptvorträge

Managing Cancer and Living Meaningfully (CALM) -                                                        Kommunikation und Kontext – Wie beeinflussen Strukturen, Organisation und
A Psychotherapeutic Approach to Early Palliative Care                                                   Klima die Patientenzentrierung in der Onkologie?

Gary Rodin1                                                                                             Nicole Ernstmann1
1                                                                                                      1
 Department of Psychiatry at the University of Toronto, Department of Supportive Care at the Princess    Universitätsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie,
 Margaret Cancer Centre, Toronto, Canada                                                                 Bonn, Deutschland

There is increasing evidence for the value of early palliative care, the psychological dimensions       Eine patientenzentrierte Versorgung setzt die Patient-Behandler-Beziehung in den Mittelpunkt,
of which may be the most important at early stages of disease. However, much less systematic            berücksichtigt die individuellen Erfahrungen, Bedürfnisse, Kompetenzen und Präferenzen der
attention has been paid to the psychological care of patients with advanced disease than to the         Patient*innen und bezieht diese angemessen in die Versorgung und in Behandlungsentschei-
management of their physical symptoms. Managing Cancer and Living Meaningfully (CALM) is                dungen ein. In der Onkologie kommt diesen Aspekten aufgrund der Schwere der Erkrankungen
a novel 3-6 session semistructured psychotherapeutic intervention designed to fill this gap and         und der ausgeprägten Belastung von Patient*innen und Angehörigen eine besondere Bedeutung
to be integrated with both cancer care and palliative care. CALM addresses four major content           zu. Doch wie kann Patientenzentriertheit gelingen? Welche organisationalen Bedingungen fördern
domains in which adaptive challenges are common, if not inevitable. These are: navigating the           oder behindern eine patientenzentrierte Versorgung in der Onkologie? Was kann jeder Einzelne tun
health care system and communicating with health care providers, personal relationships and the         und wie sollten Kliniken oder Praxen organisiert sein? Im Rahmen des Vortrags sollen theoretische
sense of identity, the sense of meaning and facing the end of life. The process of CALM also attends    Grundlagen, empirische Befunde sowie Implikationen für die onkologische Versorgungspraxis
to the regulation of emotions and to expanding awareness of the possibilities for living in the face    vorgestellt und diskutiert werden.
of advanced disease. A large randomized controlled trial comparing CALM to usual care in patients
with advanced cancer demonstrated that the CALM is associated with less depression and death            Fehler im System – Patientensicherheit in komplexen Organisationen
anxiety, a greater capacity to communicate with health care providers, to clarify goals and
values and to prepare for the end of life. A global knowledge translation program for training          David Schwappach1
and delivery of CALM is now underway in more than fifteen counties. Further work is needed              1
                                                                                                         Stiftung für Patientensicherheit Schweiz, Zürich, Schweiz
to determine whether an intervention of this kind can become a standard of care in patients with
advanced disease.                                                                                       Die onkologische Versorgung hat grosse Fortschritte gemacht, sowohl in den Überlebensraten
                                                                                                        als auch in der Lebensqualität der betroffenen Patientinnen und Patienten. Trotz dieser positiven
Klinischer Nutzen zugelassener Onkologika: wieviel Nutzen ist genug,                                    Entwicklungen erleiden viele Patientinnen und Patienten auch vermeidbare Schädigungen. Die
um solidarisch finanziert zu werden?                                                                    Therapien selber und die Organisation der Versorgung sind extrem komplex geworden. Komplexe
                                                                                                        Systeme sind durch Spezialisierung und gegenseitige Bezüge und Abhängigkeiten gekennzeichnet
Claudia Wild1                                                                                           – und das macht sie anfällig für Fehler. Um Verbesserungen in der Patientensicherheit in der onko-
1
 Ludwig Boltzmann Institute for Health Technology Assessment, Wien, Österreich                          logischen Versorgung zu erreichen müssen systemische Perspektiven und Lösungen erarbeitet und
                                                                                                        implementiert werden. Im Referat werden aktuelle Daten zur Patientensicherheit in der Onkologie
Nutzenbewertungen neuer (aber auch) etablierter medizinischer Interventionen haben im letzten           vorgestellt und grundsätzliche Strategien zur Prävention von Fehlern und unerwünschten Ereignis-
Jahrzehnt als gesundheitspolitische Entscheidungsunterstützung für/gegen deren Refundierung             sen diskutiert.
in solidarisch-finanzierten öffentlichen Gesundheitssystemen enorm an Bedeutung gewonnen.
Die Nutzenbewertungen der Wirksamkeit und Sicherheit von (neuen) Krebsmedikamenten (etwa
jedes dritte von der EMA zugelassene Medikament ist zur onkologischen Therapie) zeigen, dass
häufig nur marginale Effekte erzielt werden, obwohl sie als Innovationen und Fortschritt vermark-
tet werden. In jüngsten Jahren haben zusätzlich Nutzenbewertungen der ESMO (European Society
of Medical Oncology) große Aufmerksamkeit bekommen, da sie ebendiese Ergebnisse bestätigen.
Zeitgleich wird ein großer Anteil der Arzneimittelbudgets in Kliniken für ebendiese Medikamente
für einen kleinen Teil der PatientInnen ausgegeben und werfen Fragen der Verteilungsgerechtigkeit
und einer sinnvollen Ressourcennutzung auf. Der Vortrag zeigt Daten und Fakten zum klinischen
Nutzen onkologischer Medikamente, (Preis-)Strategien der Industrie und diskutierte politische
Lösungen.

26 Programm | 18. Tagung der PSO | 19. – 21. September 2019 | Düsseldorf                                                                                                           www.pso-ag.org | Programm 27
Abstracts - Hauptvorträge                                                                                                           Abstracts - Symposium: Psychotherapie in der Psychoonkologie

Nakedness and the dead body - the impact of regular death encounters on                                  [106]
meaning and identity in health care professionals                                                        SYMPOSIUM: PSYCHOTHERAPIE IN DER PSYCHOONKOLOGIE:
                                                                                                         ZUR BEDEUTUNG DER THERAPEUTISCHEN BEZIEHUNG BEI EXISTENZIELLER
Christian Schulz-Quach1                                                                                  BEROHUNG
1
    London/Toronto, Großbritannien/Kanada
                                                                                                         Katrin Reuter1, Klaus Lang2
When I tell others that I work in Palliative Care Psychiatry the most frequent reply I hear is: How      1
                                                                                                             Praxis für Psychotherapie und Psychoonkologie, Freiburg im Breisgau, Deutschland
can you bear this up? My standard reply is that I gain gratitude, satisfaction and meaning from my       2
                                                                                                             Praxis für Psychotherapie, München, Deutschland
work. I often add how much I value the daily confrontation with existential issues and meaning-
ful human encounters within modern health care (Schulz, 2010; Schulz, 2018). I rarely talk about         Moderation: Dr. Katrin Reuter, Dr. Klaus Lang
the more difficult and challenging phenomena which constitute part of this work and about my
path to becoming a consultant in palliative medicine in Germany and a palliative care psychiatrist       Bei langen Krankheitsverläufen beinhalten psychoonkologische Behandlungen neben Kurzkon-
in the UK. In the clinical practice of Palliative and Hospice Care, daily practice and organizational    takten, Kriseninterventionen und Beratungen auch langfristige psychotherapeutische Prozesse.
demands often conceal the lack of articulated phenomenological understanding of the significan-          Diesen widmet sich das Symposium, indem es die besondere Bedeutung der therapeutischen
ce of frequent death confrontation and its meaning to those who work in the field as healthcare          Beziehung vor dem Hintergrund der Lebensbedrohung fokussiert. In drei Vorträgen werden spezifi-
professionals.                                                                                           sche Aspekte der Bindung (Dr. Schulz-Kindermann / Dr. Scheffold), die Lösung der therapeutischen
In this talk, I would like to offer an exploration on the experience of actual death encounter and the   Beziehung am Behandlungsende (Dr. Wittorf) und die Verarbeitung des Todes von Patienten durch
cardinal phenomenon of being present to the nakedness of a dead body. By doing so, I will draw           den Therapeuten (Dr. Lang) behandelt.
from theory and personal experience alike. I will present the results of a systematic metasynthesis      Nach den Vorträgen ist eine 20-minütige Podiumsdiskussion mit Beteiligung des Publikums ge-
of the literature and highlight relevant research questions for future projects.                         plant.

                                                                                                         Referenten:
                                                                                                         • Dr. F. Schulz-Kindermann, HH (klinisch therapeutische Perspektive)
                                                                                                         • Dr. K. Scheffold, HH (empirische Daten zu Bindung in der Onkologie)
                                                                                                         • Dr. S. Wittorf, Osnabrück (Therapiebeziehung bei langen Therapieverläufen
                                                                                                            im Kontext des drohenden Lebensendes
                                                                                                         • Dr. K. Lang, München (Verarbeitung des Todes durch den Therapeuten)

Notizen:                                                                                                 Notizen:

28 Programm | 18. Tagung der PSO | 19. – 21. September 2019 | Düsseldorf                                                                                                              www.pso-ag.org | Programm 29
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