Öh_courier Sommermagazin der ÖH JKU - Ausgabe 2016
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öh_courier Campusmagazin der ÖH JKU
editorial Inhaltsverzeichnis
Editorial, Impressum Seite 2
Kommentar: „Der Vorzeige-Bummelstudent“ Seite 3
ÖH Vorsitz: Jahresrückblick Seite 4
Mario Mühlböck
Chefredakteur •••
Liebe Studentinnen und Studenten, Schwerpunkt
Wir erleben Zeiten, in denen es für Interview: Josef Stockinger Seite 6
junge Menschen als standardmäßig Die unglücklichen Menschen der Generation Y Seite 8
erscheint, ein Studium zu beginnen.
Die Frage, die sich stellt, ist meist nur Sommerferien einmal anders: Summerschool Seite 9
noch WAS und nicht OB man studiert. Aus wenig MORE machen Seite 10
Leider aber sinkt der Prozentsatz der
Absolventen. Dieses Thema ist eines
der Kernpunkte des Reformkurses •••
von Rektor Meinhard Lukas. Sein
Kurs wurde übrigens Anfang des
Sommers in einer Senatssitzung be- News von den Fakultäten
stätigt. Lukas hat den nötigen und
wichtigen Rückhalt um die kommen-
ÖH Jus Seite 13
den Aufgaben meistern zu können. ÖH SoWi Seite 15
Gerade aber wegen der hohen An-
ÖH TNF Seite 16
zahl der Studierenden wird es immer
schwieriger, sich am Arbeitsmarkt
von anderen abzuheben. Für unse-
•••
ren Gesprächspartner dieser Ausga-
be und erfolgreichen Manager, Jo-
sef Stockinger, ist es klar, wie er es
meine ÖH
schaffte, sich schon als Student von ÖH Sozialreferat Seite 18
der Masse abzuheben. „Ich sage
heute noch, das meiste in meinem
ÖH Steuerberatung Seite 19
Studium habe ich in der ÖH gelernt“, meine ÖH Services Seite 20
erklärt der ehemalige ÖH Vorsitzen-
de. Doch trotz der tollen Chance, die
einem die ÖH bietet, sind es nur we- •••
nige, die aktiv mitarbeiten.
Mit diesem Sommermagazin wol- mein Sommer
len wir aufzeigen, was die ÖH leis-
tet und was sie für jeden einzelnen
Rätselseiten Seite 22
Studierenden bringt. Ihre Aufgaben Die besten Jodel des Semesters Seite 24
sind, die Studierenden zu vertreten,
Sommerrezepte Seite 25
ihnen das Studium zu erleichtern und
Spaß am Studieren zu bescheren.
Spaß soll auch in diesem Sommer-
magazin nicht zu kurz kommen. Ne-
ben spannenden Kommentaren und
Interviews gibt es eine Rätselseite,
sowie Kochrezepte für leichte Som-
mermahlzeiten. Also pack deine Sa-
chen und geh‘ an den Strand. Das
ÖH Sommermagazin soll dabei nicht
Impressum
Impressum und Offenlegung gem. §24 f. Mediengesetz
fehlen. Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: ÖH JKU, Altenbergerstraße 69, 4040 Linz, www.oeh.jku.at
Viel Spaß beim Lesen, Um den Lesefluss nicht zu stören, wurde auf explizites Gendern verzichtet. Sämtliche Formulierungen
Mario umfassen beide Geschlechter.
2Ausgabe Sommer 2016
Kommentar
Der Vorzeige-Bummelstudent
(oder: Literarische Yolo-Grüße für die Sommerferien)
Die „Spezies“ Student hat mit zahlreichen gepumpt und der Februar wiederum
Klischees zu kämpfen. Diese variieren dicht an Klausuren und Repetitorien
stark von Studienrichtung zu Studien- für das kommende Sommersemes-
richtung, jedoch halten sich manche Ste- ter. Die Sommerferien sind mit drei
reotypen durch die Bank hartnäckig: Wir Monaten zwar ziemlich lang bemes-
sind faul, schlafen immer lange, machen sen, doch der Großteil der Studenten
ununterbrochen Party und bekommen zu versucht sich in dieser Zeit mit einem
Ende des Semesters in der Prüfungszeit miserablen Ferialjob das Studenten-
allesamt die größten Panikanfälle, wäh- börserl aufzubessern. Der andere Claudia Witzeneder
rend wir uns in den vollgestopften Bib- Teil will durch ein studienbezogenes ÖH Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
claudia.witzeneder@oeh.jku.at
liotheken gegenseitig beweisen, wie viel Praktikum seine Fähigkeiten in die
wir nicht zu lernen hätten. Praxis umsetzen und somit seinen
Arbeitsmarktwert steigern, doch oft te Charaktereigenschaft, doch so
Nun gut, so manch einer mag sich ist es nur das Verhältnis zu einem „All- manche Kennzeichen eines beque-
in diesen Klischees jetzt wieder- in-one“-Druckgerät, dass man in die- men Bummelstudenten lassen sich
gefunden haben. Doch der „faule ser Zeit vertieft. Ein anderer Teil der kurzerhand in vorteilhafte Wesens-
Student“, welcher 18 Semester für Studentenschaft wird bei dem Wort merkmale verwandeln. Mangelt
seinen Abschluss braucht, ist längst Ferien aufschreien und ein „Nicht Fe- es dem faulen Studenten zuvor an
tot. Die Realität ist eine andere: Zwi- rien, vorlesungsfrei Zeit nennt man Zeitmanagement, so kann er die
schen Vorlesungen, Übungen und das!“ von sich geben. Immerhin ist verbliebene kurze Zeit besser eintei-
Klausuren balanciert man seine üb- „Student sein“ ein 24h Job! len als andere. Er weiß was es heißt
rige Zeit mit Nebenjobs, Praktika, richtige Prioritäten zu setzen und mit
ehrenamtlichen Engagement, Verei- „Die liegen nur Mama und Papa auf hartnäckiger Effizienz an der Sache
nen und natürlich seinen Freunden. der Tasche“ zu bleiben. Durch diese wiederkeh-
Studieren nur um zu studieren gibt’s Stimmt wiederum – fast jeder Stu- renden Stresssituationen weiß er
heute nicht mehr: Einerseits würde dent liegt seinen Eltern auf der Ta- mit ihnen auch besser umzugehen,
man die Geringschätzung der Kom- sche, ohne deren Unterstützung ein ist im Notfall für das Schlimmste ge-
militonen bei einem sorglosen Studi- Studium nicht möglich wäre. Doch wappnet und bewahrt in brenzligen
um anno 1970 spüren, andererseits genau aus diesem Grund hat ein Situationen einen kühlen Kopf – so
sieht es in der Arbeitswelt nach dem Großteil einen Nebenjob um zusätzli- die Theorie. Durch die begrenzte An-
Abschluss ohne Berufs- und Lebens- che finanzielle Unabhängigkeit zu ge- zahl an übrig gebliebenen Möglich-
erfahrung nicht gerade rosig aus. winnen und sich seine Hobbies und keiten neigt er daher auch zu einer
Reiseabenteuer finanzieren zu kön- anderen Herangehensweise an Pro-
Warum also halten sich diese Kli- nen. Die „Ich war jung und brauchte bleme und überrascht mit kreativen
schees? Sind es womöglich wir das Geld!“-Einstellung veranlasst so Lösungen. Das (Über)-Lebensmotto
selbst die an diesen Stereotypen manchen Studenten zu skurrilen Ne- des Bummelstudenten: „Minima-
hängen und die Idee einer sorglosen ben- und Ferialjobs. Jede Arbeit wird ler Input, maximaler Output“. Wer
Zeit während des Studiums nicht fal- neben dem zuverdienten Kleingeld stimmt dem nicht gerne zu?
len lassen wollen? Oder ist dies alles zusätzliche Erfahrungen gebracht
nur schlechte Nachrede, weil wir als haben, sei es auch nur das Bewusst- Bei all den Klischees und Vorurteilen
Epiphyten der Gesellschaft während sein, warum man sich zukünftig im lässt sich abschließend noch Eines
unserer Studienzeit keine Leistungs- Studium mehr anstrengen will. sagen: Die Studienzeit soll die bes-
träger sind? Wir haben uns das Kli- te Zeit unseres Lebens sein – also
schee „Bummelstudent“ über die „Schlafen, feiern und dann über die man- machen wir sie dazu, bevor sie
Ferien näher angesehen und räu- gelnde Zeit sudern – das ist studieren!“ vorbei ist. Elfriede Jelinek schrieb
men mit den Vorurteilen auf. Der schlechte Ruf der Studenten- einmal „Wenn man keine Gegen-
schaft wird vermutlich ewig existie- wart hat, muss man für die Zukunft
„Die haben ja eh nur Ferien“ ren, daher versuchen wir diese Argu- vorsorgen.“ In diesem Sinne sollte
Wir Studenten haben wirklich ziem- mente nun gar nicht zu entkräften, man für die Zukunft durchaus einen
lich viele Ferien – auf dem Papier. So sondern begegnen ihnen mit einer Leitfaden in petto haben, jedoch die
sind die Weihnachtsferien meistens Gegenargumentation: Faul sein ist gegenwärtigen Möglichkeiten und
mit zahlreichen Seminararbeiten voll- in unserer Gesellschaft eine schlech- Geschehen nicht außer Acht lassen.
3öh_courier Campusmagazin der ÖH JKU
ÖH Vorsitz
Jahresrückblick
Die Sommerausgabe des ÖH Couriers Einsatz machte sich bezahlt, um gebotes. Zu den beliebtesten Pro-
wollen wir dafür nutzen, um euch ei- gemeinsam mit der JKU für eine jekten im Bereich der Sport- und
nen Überblick über das vergangene große finanzielle Erleichterung zu Freizeitangebote zählen die Schaf-
Studienjahr zu geben. Von der Vertre- sorgen. fung eines Grillbereichs, der allseits
tungsarbeit in den Gremien bis hin zu beliebte Beachvolleyplatz sowie die
Service- und Veranstaltungsangeboten Verhandlungsstand fürs Öffiticket Schaffung eines Fitnesscenters.
bieten wir euch ein breites Spektrum. Der Großteil der Studenten reist Ein großer Teil der Befragten sprach
Einen Auszug aus unseren Service-An- mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur sich außerdem für die Eröffnung ei-
geboten findest du beim Durchblättern. Universität an. Eine zentrale Rolle nes Supermarkts am Campus aus.
fällt hier der städtischen LINZ AG
Evaluierung #neugestalten zu. Während Studenten mit einem Das Rennen um die Hofburg
Seit vergangenem WS arbeitet eine Hauptwohnsitz in Linz Zugang zu Im Rahmen dieser Podiumsdis-
Arbeitsgruppe an einem neuen Kon- einem preiswerten Semesterticket kussion luden wir die Kandidaten
zept für die JKU, um die Evaluierung um 50,00 Euro haben, bleibt dieses für das Amt des Bundespräsiden-
an der Uni zu reformieren. Es steht Ticket dem Großteil der Studenten ten zu uns auf die JKU ein. Einem
alles im Zeichen von Evaluierung verwehrt. Doch nicht nur in Ober- randvollen HS1 und weiteren Aus-
#neugestalten. Möglich ist, dass österreich gibt es keine zufrieden- weichmöglichkeiten mussten die
dies Teil von Zielvereinbarungen mit stellende Lösung, dies betrifft alle Podiumsgäste Rede und Antwort
den jeweiligen Instituten sein kann. Standorte in Österreich. Daher gab stehen. Neben Fragen wie „In wel-
Um die „Qualitätsoffensive in der es eine Petition mit dem Wunsch che Richtung soll es für Österreich
Lehre“ zu stärken, ist eine ständi- nach einem österreichweiten Öf- gehen?“ oder „Wie soll sich Ös-
ge Weiterentwicklung der Lehrver- fiticket für Studenten. Hier muss terreich innen- und außenpolitisch
anstaltungen unumgänglich. Dazu endlich eine adäquate Lösung ge- weiterentwickeln?“ wurden die
muss die Evaluierung der Lehrver- funden werden. Kandidaten auch vor die Frage der
anstaltungen verbessert und für (Un-)Verzichtbarkeit des Amtes des
uns Studenten attraktiver werden. Campusbefragung Bundespräsidenten gestellt.
Zum 50. Geburtstag bekommt die
Office365 kostenlos JKU einen Architekturwettbewerb Essen im LUI Gastgarten
Pünktlich zu Beginn des Sommer- von der Bundesimmobiliengesell- A gscheide Brettljausn und dazu ein
semesters hatte das Warten (end- schaft geschenkt. Gemeinsam mit Bier? Seit Sommersemester im LUI
lich) ein Ende - das Microsoft Office dem Rektorat starteten wir Mitte Gastgarten möglich. Vom Speck-
365 ProPlus Paket steht dir seither April die ÖH JKU Campusbefra- oder Fleischbrot bis hin zum Erdäp-
auf Initiative der ÖH JKU GRATIS gung. Über 60% der Befragten felkäsbrot kannst du ganz einfach
zur Verfügung. Dadurch gibt es wünschen sich mehr Lern- und Er- telefonisch beim Sassi bestellen.
eine deutliche Entlastung für das holungsbereiche und plädieren für Geliefert wird’s natürlich bis zum
Studentenbörsel und unser langer einen Ausbau des bisherigen An- Tisch. Es freut uns sehr, dass wir
Office365 kostenlos Essen im LUI Gastgarten Campusbefragung
4Ausgabe Sommer 2016
Das Rennen um die Hofburg ÖH Veranstaltungen - Parlamentsfahrt
neben dem Durst löschen nun auch auch im Sommersemester wieder fungen. Zusätzlich wird auch der
eine gute Möglichkeit gefunden ha- gut gefüllt. Von den allseitsbekann- Kontakt gefördert, da sich prob-
ben, um den Hunger zu stillen. ten Fahrrad-Fit Tagen bis hin zum lemlos Gruppenchats für einzel-
ÖH Speeddating war für jeden was nen Prüfungen oder LVAs erstel-
Verbesserung der Bib-Öffnungzeiten dabei. Für den Ferialjob, Praktika len lassen können. Wir sind hier
in den Ferien und Co gab es unter dem Titel „Fair involviert um den Datenschutz
Gerade die Ferienzeit wird von Stu- statt Prekär“ Infos und Tipps, was dieser App zu überprüfen. Bei ei-
denten gerne genutzt, um an der ein du unbedingt beachten sollst. Für nem guten Verlauf des Projekts
oder anderen Arbeit zu feilen und zu unsere Studentinnen gab es nicht im ersten Studienjahr sollte einem
schreiben oder sich auch bereits in- nur eine Veranstaltung zum Thema JKU-weiten Start nichts mehr im
tensiv auf anstehende Prüfungen im „ Chancen und Barrieren für erfolg- Wege stehen.
Herbst vorzubereiten. Uns ist es ge- reiche Frauenkarrieren“ und ein
lungen, die Öffnungszeiten der Bib- ÖH JKU Bewerbungstraining für
liotheken an der JKU in der Ferienzeit Studentinnen sondern auch einen öffnungszeiten
zu verbessern. Die neuen Öffnungs- Selbstverteidigungskurs. Natürlich
zeiten findest du in der Infobox. durften auch unsere beliebten Men- Geänderte Öffnungszeiten der
safeste nicht fehlen. Hauptbibliothek in den Ferien:
Soft Skill Seminare
Im Rahmen von Workshops und ÖH JKU Sommerfest Vom 8. bis 15. August ist die
Seminaren bieten wir dir die Mög- Am 30. Juni verwandelten wir den Bibliothek wegen Wartungs- und
lichkeit, dich auch abseits des Studi- Bib-Platz und den Schlosshof in ein Reinigungsarbeiten geschlossen.
enplans weiterzubilden bzw. weiter- Festgelände. Mit unserem ÖH JKU
zuentwickeln. Der erste Workshop, Sommerfest wurde das Ende die- Mo, Di, Do: 8:30 – 16:00
erstmals zum Thema „Fotografie“, ses Studienjahrs eingeläutet. Mit (Lesebereich + Leihstelle)
fand bereits im Sommersemes- SK Invitational feat Tontraeger All- Mi: 8:30 – 19:00 (Leihstelle bis
ter statt. Neben den theoretischen stars (texta, lylit, average, staumm- 18:30)
Grundlagen der Fotografie wurden tisch, hinterland), DJ Walter G Spot, Fr: 8:30 – 12:00 bzw. ab 29.8.
außerdem auf die Funktionen ei- Red Machete und Düsenfried and wieder bis 14:00 (Lesebereich +
ner Kamera eingegangen, wo es the Stuffgivers wurde auch musika- Leihstelle)
viele Tipps gab, welche Dinge man lisch einiges geboten. Sa-So: geschlossen
beim Fotografieren beachten sollte.
Du hast einen Wunsch nach einem Pilotprojekt JKU App Geänderte Öffnungszeiten der
bestimmten Soft Skill Seminar? Ab Wintersemester startet das Bibliothek Juridicum in den Ferien:
Schreibe deine Idee an gernot.hau- Pilotprojekt zur neuen JKU App.
zenberger@oeh.jku.at Vorerst wird diese nur unseren Mo, Di, Do: 8:30 – 16:00
JUS Erstsemestrigen angeboten. Di NEU: 8:30 - 19:00
Veranstaltungen der ÖH JKU Die neue App erinnert personali- Fr: 8:30 – 12:00
Der Veranstaltungskalender war siert an anstehenden Kurse, Prü- Sa-So: geschlossen
5öh_courier Campusmagazin der ÖH JKU
Interview
Alt-ÖH-Vorsitzender und Wirtschaftskapitän
Josef Stockinger im Interview
Lieber Josef, danke, dass Sie sich Ich sage heute noch, das meis-
für dieses Interview bereit erklären. te in meinem Studium habe ich
in der ÖH gelernt. Vor allem das,
Ende dieses Jahres darf die JKU ein was ich später im Beruf brauchte.
großartiges Ereignis, nämlich ihr 50 Als gestandener ÖH Vertreter hat
jähriges Bestehen feiern. Auch Sie ha- man Dinge gemacht, die später im
ben hier als Jus Student ihre Zeit ver- Beruf unabdingbar sind. Etwa eine
bracht. Wie gerne blicken Sie, als nun Presseaussendung zu formulieren,
erfolgreicher Manager auf die Zeit an Sitzungen zu leiten, Strategien zu
der Universität zurück? entwickeln – all das lernt man im
Studium nicht. Das sind allesamt
Die Zeit des Studiums war eine Erfahrungen, die einen berufs- und
sehr glückliche Zeit. Endlich frei- lebenstüchtig machen. Insofern
gelassen nach 8 Jahren Internat war die ÖH für mich persönlich
konnte ich im Jahr 1976 eine Uni eine sehr wertvolle Lebensschule.
vorfinden, die sich von der heuti-
gen JKU wesentlich unterscheidet. In Ihrem Unternehmen, der Oberöster-
Der Betrieb war recht familiär, die reichischen Versicherung AG stellen
Studenten haben sich vielfach per- Sie auch viele Absolventen der JKU
sönlich gekannt und die Verschu- ein und bekommen diese mit. Was un-
lung des Studiums war weit nicht terscheidet Ihrer Meinung nach, die
so stark. Wir hatten mit Sicherheit Studenten von damals zu den Studen-
mehr Freiraum als die Studenten ten von heute?
von heute, haben diesen aber auch
redlich genutzt. Die Absolventen von heute sind si-
cher qualitativ besser ausgebildet.
wordrap Sie haben in der Bundes-ÖH von 1981-
1983 als Vorsitzender fungiert. Was hat
Manche Schlüsselqualifikationen
haben sie allerdings nicht und oft
Politik Sie damals dazu bewegt, den Schritt fehlt eine gewisse Breite im Wis-
Lebensnotwendig, auch wenn nicht in die Hochschulpolitik zu gehen? sen. Heute wird verlangt, möglichst
immer beliebt intensiv im Studiengang unterwegs
JKU Zwar wuchs ich in einem politi- zu sein und dadurch fehlt manches
Meine Uni, mit einer tollen Entwick- schen Haus auf, war aber vor mei- an Engagement, Lebensbreite und
lung ner Zeit in der ÖH nicht wirklich Rundumsicht.
ÖH aktiv. Der Weg in die ÖH wurde
Stimme der Studierenden, eine Ent- mir über die damalige KHG geeb- Nach Ihrer Promotion ging es für viele
wicklungschance für Engagierte net. Ich lernte dort gute Freunde Jahre in die oberösterreichische Lan-
Erfolg kennen, bis mich der damalige desregierung. Jahrelang wurden Sie
Treibt an, ist aber nicht alles im ÖH Vorsitzende und frühere Vize- als Nachfolger von Josef Pühringer
Leben kanzler Wilhelm Molterer schließ- als Landeshauptmann gehandelt. War-
Schwächen lich in das Boot holte. Einmal in um haben Sie 2010 nach so vielen Jah-
Zu wenig Konsequenz, wenn es um der ÖH aktiv ließ es mich nicht ren der Politik den Rücken gekehrt?
meinen eigenen Lebensstil geht mehr los. Doch hat es Überwin-
Familie dung gekostet, einige Semester Kronprinzen sind immer prob-
4 großartige Kinder und eine starke in die ÖH-Arbeit zu investieren, lematisch und persönlich belas-
Frau, die Vieles im Alleingang im Nachhinein bereue ich diese tend. Tatsache ist, es stellte sich
geschafft hat, während ich in der
Politik unterwegs war
Zeit aber nicht. nach den vielen Jahren in der
Stress Was hat Ihnen diese Erfahrung für Ih-
Positives Lebenselixier, je mehr da- Interview:
von, desto konzentrierter werde ich
ren weiteren beruflichen und politi- Mario Mühlböck
schen Werdegang gebracht?
6Ausgabe 15 - SS 2016 - KW 25
Politik für mich die Frage, ob ich Vorstandsvorsitzender der oberös-
noch die nächsten 15 Jahre wei- terreichischen Versicherungen. Wie
ter Politik machen möchte, oder schafft man es, so erfolgreich zu
es eine andere Herausforderung werden?
gibt. Letztlich ist die Sehnsucht,
was anderes zu machen und in die Ein Unternehmen zu führen ver-
Wirtschaft zu wechseln so groß langt vom Chef vor allem strategi-
geworden, dass ich den Umstieg schen Weitblick und das Wissen,
gewagt habe. Ein Grund für die wem man welche Projekte anver-
Entscheidung war, dass ich zeigen trauen kann. Man muss nicht alles
will, dass Politiker keine Idioten selbst machen, aber wissen, wie
sind und auch in der Wirtschaft die Orgel eines Unternehmens be-
einen guten Job machen kön- spielt werden muss.
nen. Das Angenehme in meinem
Fall war, dass ich einen Umstieg Neben Ihrer beruflichen Tätigkeit
schaffte, ohne „entsorgt oder ver- engagieren Sie sich ehrenamtlich in
sorgt“ werden zu müssen. Umge- der OÖ Lebenshilfe zur Förderung von
kehrt habe ich heute umso mehr Menschen mit geistiger Beeinträchti-
Respekt vor der Profession des gung. Was bewegt Sie zu diesem En-
Politikers. Politik ist ein Beruf, der gagement?
gelernt werden muss. Ein wirk-
lich hartes Geschäft, das von den Für mich war es eine klare Ent-
meisten unterschätzt wird. scheidung nach dem Ausscheiden
Bleiben wir bei der Politik: Sie haben
aus der Politik, ehrenamtlich tätig
zu sein. Ich engagiere mich ganz Zur Person
2010 von einer maßgebenden politi- bewusst für Menschen, die mit
Dr. Josef Stockinger wurde 1958
schen Funktion in die Führungsetage ihren Anliegen oft an den Rand
in Wels geboren und wuchs in Ais-
eines großen Unternehmens gewech- gedrängt werden. Menschen mit
tersheim auf. Nach der Matura im
selt. Bei Bundeskanzler Christian Beeinträchtigungen brauchen eine
Gymnasium Petrinum studierte
Kern sieht man die gegenteilige Rich- Stimme, eine Lobby. Ihre Anlie-
er 1976-1983 an der JKU Rechts-
tung. Wie nah sind Politik und Privat- gen brauchen mehr Öffentlichkeit.
wissenschaften. ÖH Vorsitzender
wirtschaft miteinander verwandt? Inklusion als Hereinnnahme von
in Linz 1979/80. Von 1981-1983
Menschen mit Handicaps in die
Vorsitzender der Bundes ÖH.
Der Umstieg von der Politik in die Mitte unserer Gesellschaft sollte
Nach dem Studium zunächst im
Wirtschaft ist schwieriger als um- eigentlich eine Selbstverständlich-
Amt der oö. Landesregierung als
gekehrt. Menschen, die einmal keit sein. Ich möchte da meine Er-
Verwaltungsjurist tätig, ehe er als
in der Politik waren werden vor- fahrung einbringen.
Direktor des OÖ Bauernbunds
schnell abgestempelt. Leider ist
in den Landtag berufen wurde.
das Image der Politiker derzeit so Zu guter Letzt: Was macht die Privat-
Nach 6 Jahren als Klubobmann
schlecht, dass man ihnen oft nur person Josef Stockinger in seiner sel-
der OÖVP wurde er 2003 Mit-
wenig zutraut. Der Weg von der ten vorhandenen Freizeit?
glied der Landesregierung. 2010
Wirtschaft in die Politik wird schon
beschloss Stockinger, der Poli-
eher positiv gesehen. Er ist öffent- Schon in meiner Maturazeitung
tik den Rücken zu kehren und er
lichkeitswirksamer und leichter. stand zu lesen: „Lieblingssport:
wechselte in die Führungsetage
Quereinsteiger haben aber nicht Tarockieren“. Dabei ist es leider
der Oberösterreichischen Versi-
immer die beste Figur gemacht. geblieben, sagt meine Frau. Spaß
cherung AG. Seit 2012 Vorstands-
Eben deshalb, weil die Politik ein beiseite, ich bin gerne mit Men-
vorsitzender und Generaldirektor.
Beruf ist, der wie jeder andere Be- schen zusammen. Für mich ist es
Stockinger ist verheiratet, Vater
ruf auch gelernt werden muss. ganz wichtig, gute Freunde, ab-
von 4 Kindern und lebt mit seiner
seits von Politik und Management
Familie in St. Florian bei Linz.
Nun sind Sie, wie bereits erwähnt, zu haben.
7öh_courier Campusmagazin der ÖH JKU
Kommentar
Die unglücklichen Menschen der Generation Y
Wir befinden uns in einer Zeit, die wirtschaftlichen Aufschwung. Es
durch ständiges Bestreben nach mehr kam also besser, als von ihren Eltern
gekennzeichnet ist. Es reicht nicht vorhergesagt und sie erreichten nicht
mehr gut zu sein, man will der Beste nur soziale Sicherheit sondern sogar
sein. So ist es auch im Studium. Durch- ein gewisses Maß an Luxus. Hinzu
schnittlich zu sein heißt Normalität. kommt der Einfluss der Hippie Szene
Und Normalität heißt, nichts Besonde- und ähnlicher Hypes dieser Zeit, wel-
res zu sein. Das macht uns Angst, wol- che suggerierten, man sei einzigartig
len wir doch alle „besonders“ sein. und individuell. Mario Mühlböck
ÖH Courier Chefredakteur
redaktion@oeh.jku.at
Für diese Generation gibt es auch Unsere Eltern gaben uns dann vor al-
einen Namen. Generation Y heißt lem eines mit auf den Weg: Du bist
sie und beschreibt die Kinder der individuell und etwas ganz Besonde- che Laufbahn. Jedoch werden meist
1980er und 90er Jahre. Die Studen- res. Du wirst nicht nur soziale Sicher- nur positive Neuigkeiten gepostet,
ten von heute sozusagen. Über die heit erreichen, sondern sogar Luxus während die Probleme eher im Hin-
GenY wird viel geforscht und dis- erleben und ohnehin eine ganz her- tergrund bleiben. Wir sehen in den
kutiert. Allgemein kommt man zu vorragende Karriere hinlegen. sozialen Medien scheinbar perfekte
dem Schluss, dass wir im Vergleich Menschen ohne Ecken und Kanten
zu unseren Vorgängern, der Kinder Die Frage, die sich stellt ist nicht, ob und das lässt uns selbst verblassen.
der 1960er und 70er Jahre, unglück- man, sondern in welchem Bereich Auch in Gesprächen mit Kommilito-
licher sind. Außerdem legen wir man erfolgreich wird. nen erfahren wir meist nur die bes-
viel mehr Wert auf Selbstverwirkli- ten Noten und nicht die negativen
chung, während früher mehr nach Von Beginn an hat man also große Erlebnisse während des Studiums.
sozialer Sicherheit gestrebt wurde. Erwartungen und auch wir stellen
diese an uns selbst. Wir glauben, Bekamen wir das noch auf unseren
Doch woher kommt unser Drang unser Erfolg kommt von allein und Weg mit, erfahren wir im Laufe der
nach Selbstverwirklichung und dazu vergessen dabei, selbst etwas bei- Zeit, dass wir doch nicht so beson-
etwas Besonderes sein zu wollen? zutragen. Dass große Karrieren vie- ders sind. Aus der Erwartung, besser
le Nerven, Tränen und Schweiß kos- als die Anderen zu sein, verschafft
Nun ja, dazu muss man geschicht- ten, vergessen wir meistens. uns das verfälschte Bild von ihnen
lich etwas ausholen. Gehen wir zu- den Eindruck, schlechter und weniger
rück zu unseren Eltern, diese wur- Paul Harvey, Professor der Universi- erfolgreich zu sein. Das alles zusam-
den etwa in den 1950er und 60er tät New Hampshire, rät Menschen, men lässt uns unglücklich wirken.
Jahre geboren. Und dann noch ei- die Einstellungsgespräche führen
nen Generation zurück – 30er Jahre. grundsätzlich folgende zwei Fragen Dabei vergessen wir so oft, wie gut
zu stellen: „Hältst du dich prinzipi- es uns doch geht. Obwohl der Ter-
In der Zeit, wo sie aufwuchsen ell besser als deine Kommilitonen? rorismus allgegenwärtig ist und tau-
herrschte bekanntlich Krieg. Tagtägli- Und wenn ja, warum?“ Aufpassen sende Menschen töten lässt, leben
cher Kampf ums Überleben, beinhar- müsse man bei denjenigen, die die wir in einer Zeit ohne Krieg in Öster-
te Zeiten, ein kaputtes Land. Diese erste Frage mit ja beantworten, bei reich. Hungersnot ist in unseren Re-
Generation schaffte dann allerdings der zweiten allerdings zögern. „Die- gionen ein Fremdwort und wir sind
Unglaubliches: Durch jahrzehntelan- se Eltern haben ihren Kindern etwas im Besitz von Luxusobjekten wie
ge harte Arbeit baute man das ka- zu eifrig ein großes Selbstbewusst- Smartphones. Wir sollten öfters be-
putte Land auf und erhöhte die Le- sein gepredigt“, erklärt Harvey. denken was wir haben und weniger
bensqualität, sprich, die Menschen auf Andere schauen. Dadurch wer-
wurden glücklicher. Ihren Kindern ga- Dazu kommt noch unser verfälschtes den wir automatisch glücklicher.
ben sie mit auf den Weg, den siche- Bild von den Anderen. Wir leben in ei-
ren und praktischen Weg zu gehen. ner Zeit, wo nahezu jeder in sozialen Dieser Artikel soll keine Verallgemei-
Durch Fleiß werden sie erreichen, Medien die Öffentlichkeit an seinem nerung der Erziehung sein, sondern
was ihnen zusteht. So sollten unsere Leben teilhaben lässt. Von ehemali- lediglich zum Nachdenken anregen.
Eltern ihre Laufbahn dann gestalten gen Klassenkollegen und Gleichaltri- Der Großteil des Inhalts entstammt
und die Jahre waren geprägt durch gen erfahren wir über deren erfolgrei- einem Artikel auf waitbutwhy.com.
8Ausgabe Sommer 2016
Kommentar
Sommerferien einmal anders:
Schon mal an eine Summerschool gedacht?
„Die Sommerferien sinnvoll ver- umfangreiche Programme angebo- Im Sommer vor zwei Jahren stand
bringen“, diesen Vorsatz hat jeder ten, ob im Nachbarland oder quer auch Daniel vor der Wahl- wie ver-
Student noch Ende Juni. Wer Ur- auf der anderen Seite des Globus. bringt man am Sinnvollsten drei
laub und Lernen verbinden und ein Die Zeiträume variieren zwischen Monate, bevor im Oktober wieder
neues Land von einer ganz anderen einwöchigen bis zweimonatigen die Uni losgeht? Für ihn war klar:
Seite kennenlernen möchte, der Aufenthalten und werden von dir unbedingt wieder ins Ausland! Er
sollte unbedingt die Möglichkeit selbst ausgewählt und gebucht. hat sich entschieden, an einem
eines Summer – School Program- Aber natürlich hilft das Auslandsbü- Summer – School Programm teilzu-
mes in Betracht ziehen. Weltweit ro der JKU gerne bei der schwieri- nehmen und erzählt immer gerne
werden an vielen Universitäten gen Entscheidung ;-) davon:
Nach kurzer Überlegungszeit entschied ich mich, an zwei Programmen in Taiwan teilzunehmen: Eine Summer
School in Kaohsiung (1 Monat) sowie ein internationales Summer Camp in Tainan (10 Tage). Es war eine tolle
Entscheidung!
Nachdem mich das Auslandsbüro bei meinen Vorbereitungen sehr gut unterstützt hat, ging es im Juli 2014
nach Kaohsiung. Auf dieser Summer School konnte ich nicht nur Chinesisch lernen, sondern in dem Kurs
Chinese Political Philosophy einiges über die aktuellen politischen Spannungsfelder in Asien erfahren. Durch
unsere sehr internationale Gruppe konnte ich viele neue Freundschaften knüpfen und einiges über die Kultur
dieses Landes lernen. Highlights wie ein Sandstrand direkt an der Uni, das ausgezeichnete taiwanesische
Essen und wöchentliche Field Trips ermöglichten es, einen tollen Eindruck vom Land zu bekommen.
Nach diesem Programm ging es für 10 Tage weiter nach Tainan, um als einer von acht internationa-
len Gästen an einem Summer Camp für taiwanesische erstsemestrige StudentInnen teilzunehmen.
Meine Aufgabe war es, den TeilnehmerInnen das Land Österreich näher zu bringen: Ich durfte einen
Crashkurs in Deutsch halten, lehrte Walzer tanzen und erklärte einiges über die österreichische Kultur.
Begleitet wurde das Programm von mehrtägigen Field Trips zu verschiedenen spannenden Zielen in
der Umgebung. Auch wenn das Camp mit über 100 TeilnehmerInnen doch sehr intensiv war, war es
ebenfalls eine sehr lehrreiche und lustige Erfahrung.
Im Nachhinein betrachtet war dieser Sommer
genial – ich konnte auf einfachem Weg ein
spannendes Land entdecken, von dem man
als Tourist womöglich keinen so guten Ein-
blick erhalten würde. Ich konnte außerdem
längerfristig davon profitieren: Ich habe seit-
dem Chinesisch an der JKU weiter verfolgt
und werde im November im Zuge des ACT-
Programmes an die Universität in Kaohsiung
zurückkehren – ich freue mich schon sehr da-
rauf, meine alten Freunde wieder zu treffen :)
Daniel Aschauer
ÖH REFI
refi@oeh.jku.at
9öh_courier Campusmagazin der ÖH JKU
David Steinmayr und Niklas Prinz sind als Buddies im MORE-Programm aktiv.
Schwerpunkt
Aus wenig MORE machen
Menschen mit Fluchthintergrund brau- perspektiven für Flüchtlinge zu andere empfangen. MORE lebt von
chen vor allem eines: Sichere Unter- entwickeln. Vor allem durch eine dem Gedanken des gegenseitigen
bringung, Essen und medizinische Verbesserung der Sprachkenntnis- Austauschs. In Linz funktioniert das
Versorgung. Eine Welle der Hilfsbereit- se soll das Programm geflüchteten Programm maßgeblich durch einen
schaft hat letzten Sommer dazu beige- Menschen eine Orientierung für ein Dialog auf Augenhöhe: Mitglieder
tragen, dass in Österreich ankommende mögliches Studium und die Mög- der JKU (sowohl Studierende als
Flüchtlinge Großteils gut mit Kleidung, lichkeit zur Integration im Unialltag auch MitarbeiterInnen) unterstüt-
Verpflegung und auch Unterkünften geben. zen MORE-Studierende als Buddies
versorgt sind. Dabei kann es aber auch bei der Integration in den Unialltag,
bleiben und eine Seele die zum Nichts- Flüchtlinge verfügen nur über sehr helfen beim Vertiefen der neu er-
tun verdammt ist, geht kaputt. begrenzte finanzielle Mittel: Da- worbenen Deutschkenntnisse und
her wurde ein Spendenkonto für unternehmen gemeinsame Freizei-
In Bewusstsein ihrer gesellschaft- die Initiative am JKU Campus er- taktivitäten.
lichen Verantwortung haben die öffnet, um Lehrmaterialien, Kurse
österreichischen Universitäten auf und Fahrtkosten zu finanzieren. So Mit zwei dieser Buddies haben wir
Anstoß der uniko (Österreichische konnten 52 Flüchtlinge letztes Jahr uns getroffen, die ihre Erfahrungs-
Universitätskonferenz) ihre Flücht- an dem Programm an der JKU teil- werte mit uns geteilt haben: David
lingsinitiative unter den Namen nehmen. Steinmayr und Niklas Prinz studie-
MORE gestellt. Dieses Wort soll ren beide Management & Applied
ausdrücken um was es geht: Mehr. Es ist jedoch nicht so, als würde Economics und sind als Buddies im
Das Programm soll helfen Zukunfts- nur die eine Seite geben und die MORE-Programm aktiv.
10Ausgabe Sommer 2016
die Führung für uns Buddies über- größte Mehrwert den wir glaub ich
nimmt. Hierzu hat sich dann meine mittlerweile erreicht haben ist der,
Freundin Julia Winter bereiterklärt. dass die MORE-Studenten ein paar
Schlussendlich kamen dann die Leute kennen bzw. auf der Uni ein
More-Studierenden und es wurden paar Kontakte haben und sich ein
Nummern ausgeteilt: Die gleichen Netzwerk aufgebaut haben.
Nummern haben sich dann zusam- David: Fairerweise muss man jetzt
mengesetzt und wir haben uns ein- dazu sagen dass sich nur ca. 20%
Interview: Claudia Witzeneder fach unterhalten. Das war fast wie der More-Studenten auch in das
ÖH Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
claudia.witzeneder@oeh.jku.at
bei einem Blind-Dating: Wie heißt Buddy Programm regelmäßig ein-
du, was machst du, wie lang bist du bringen. Es gibt aber auch Aktivitä-
schon in Österreich? Anschließend ten, wo mehr Leute dabei sind. Es
Was hat euch dazu bewogen am More- haben wir uns per Facebook ausge- wird immer unterschiedlich ange-
Programm teilzunehmen? tauscht und das war im Prinzip das nommen - es hat einfach ein biss-
David: Der Niklas. erste Meeting. Danach haben wir chen gebraucht bis sich das Ganze
Niklas: Man hat das Flüchtlingsthe- immer vor den Deutschkursen an entwickelt und die Leute überhaupt
ma letzten Sommer generell in den der Uni ein Buddy-Treffen gehabt. wissen was wir machen. Noch dazu
Medien sehr wahrgenommen und David: Dienstag und Donnerstag haben wir eine selektierte Wahr-
ich hab‘ dann eben mitbekommen, haben wir uns immer zwei Stunden nehmung der More-Studenten, wir
dass sehr viele vor den Kursen kennen halt nur diejenigen, die zu
Menschen hel- mit ihnen getrof- den Treffen kommen.
fen. So wuchs Das Kennenlernen war fen und Haus-
das Verlangen fast wie bei einem Blind- übung gemacht, Gab es zu Beginn zwischen euch Kom-
selbst etwas zu Dating. Deutsch gelernt munikationsschwierigkeiten?
machen. Dann und uns über David: Die gibt‘s immer noch! (lacht)
wurde eben die- Dinge unterhal- Viele sprechen ja auch kein Englisch,
ses Buddy-More-Programm ins ten bzw. uns kennengelernt. die Deutschkurse sind erst angelau-
Leben gerufen und ich hab mir ge- Niklas: Wir haben das mittlerweile fen und meine Sprachenkenntnisse
dacht, schau ich mir das mal an! alles ein bisschen umstrukturiert in ihrer Muttersprache sind ebenfalls
David: Du hast ja quasi am Aufbau weil es neben der Uni nicht immer eher nicht vorhanden.
maßgeblich mitgewirkt. leicht ist zu den Buddy-Treffen zu Niklas: Es kommen halt auch noch so
Niklas: Naja, ich war halt von An- kommen bzw. auch MORE-Stu- einfach Sachen dazu: Man macht ei-
fang an dabei. Es gab zu Beginn denten das nicht so angenommen nen Termin als Buddy mit jemanden
eine Veranstaltung, die dieses Pro- haben wie wir uns das vielleicht aus und er kommt eine Stunde zu
gramm ins Leben rief und da war erhofft hatten. Viele wohnen auch spät – das würde bei uns halt gar nicht
ich direkt dabei. nicht in Linz und kommen nur zu gehen bzw. würde man sich melden.
den Deutschkursen nach Linz, hier Da gab’s halt zu Beginn auch Menta-
Wie habt ihr davon erfahren? wäre die frühere Anreise zu schwie- litätsunterschiede, aber das hat sich
David: Eigentlich wurde das Pro- rig gewesen. schon gebessert. Mein persönlicher
gramm per E-Mail von der JKU aus- Fokus lag zu Beginn hauptsächlich
geschickt, die jeder bekommen hat, Habt ihr auch andere Aktivitäten unter- am gemeinsamen Deutschlernen.
aber die 5 Mails pro Tag liest halt nommen? So richtig inten-
keiner. (grinst) Niklas: Zu Beginn sive Gespräche
hatten wir nur die Deutsch neu zu Lernen kann man ohne
Wie haben eure ersten Treffen mit den B u d d y - Tr e ffe n , ist ganz anders wie als Deutsch bzw.
More-Studenten ausgesehen? was schnell ein Muttersprache. Englisch eben
Niklas: Zuerst einmal haben sich im bisschen langwei- eh noch nicht
Bankengebäudekeller die Buddies lig wurde. Das ers- führen.
getroffen. Zuvor gab es einen Input te Semester war ziemlich schnell David: Unser Fehler am Anfang war
und der Aufbau des Programmes vorbei und zu Semesterende gab’s auch, dass wir Deutsch als Fremd-
wurde besprochen, der war nämlich dann ein Treffen wo wir beschlos- sprache falsch vermittelt haben.
noch nicht ganz klar. Lange waren sen haben auch andere Aktivitäten Die Deutschlehrerin der JKU hat
wir uns nicht sicher, ob wir nicht ein einzubauen: Wandern gehen, Spie- uns dann darauf hingewiesen, dass
1:1 Matching machen sollten, also lenachmittage, zusammen kochen Deutsch neu zu Lernen ganz anders
jeder More-Student einen Buddy und so was. ist wie als Muttersprache. Fälle er-
bekommt. Im Endeffekt haben wir Es ist jetzt nicht so, dass wir stän- klären ist hier zum Beispiel relativ
uns dagegen entschieden und noch dig etwas unternehmen, aber es abstrakt, ihr Sprachstammbaum ist
nach jemanden gesucht, der quasi hat sich mittlerweile etabliert. Der auch ein ganz anderer. So gab’s zu
11öh_courier Campusmagazin der ÖH JKU
Beginn keine wirkliche gemeinsa- dierenden der Uni haben. Es ist ja Inwiefern kann das Programm an der
me Kommunikationsbasis. auch die Idee von MORE, dass die Gesamtsituation mithelfen?
More-Studenten irgendwann mal Niklas: Zur gesamtösterreichischen
Was ist euer persönlicher Mehrwert normal an der JKU weiterstudieren Flüchtlingssituation hat es vermut-
aus dem Programm? können. Dann hat man gleich Unter- lich nicht viel beigetragen, aber
Niklas: Meine Motivation bzw. per- stützung vor Ort. wenn man es auf die Masse umlegt
sönlicher Mehrwert war schon vor- und es solche Programme vermehrt
dergründig bei der Integration zu hel- Momentan ist ja das erste MORE-Stu- geben würde, dann vielleicht schon.
fen. Ich persönlich will halt dass die dienjahr vorbei. Wohin geht es jetzt David: Es geht nur so. Wenn wir
Integrationsgeschichte positiv ver- und was kann noch alles aus dem Pro- wollen dass sich die Leute integ-
läuft und unsere Gesellschaft funktio- gramm werden? rieren, dann müssen wir uns auch
niert. Den Teil den ich dazu beitragen David: Ab Herbst kommen wieder engagieren. Jeder der sagt er habe
kann sehe ich in diesem Programm. zahlreiche neue More-Studenten, nichts gegen Leute, die sich integ-
David: Ich glaube auch das Einbin- das heißt es geht spannend weiter. rieren wollen, der muss auch in die-
dung wichtig ist - jetzt will ich dazu Niklas: Wichtig wären weiterführen- se Richtung unterstützend wirken.
beitragen, dass sich keine Parallel- de Deutschkurse im Sommer. Ob Niklas: Ja seh‘ ich auch so, Integ-
gesellschaften entwickeln. die jetzt stattfinden oder nicht weiß ration wirkt von beiden Seiten. Ich
Niklas: In der Vergangenheit wur- ich jetzt gar nicht. Nach einem abge- persönlich hab was dagegen wenn
den hier einige Fehler gemacht, die schlossenen Sprachlevelkurs kommt sich Menschen nicht integrieren
wir nicht wiederholen sollten. Die man in die nächste Niveaustufe und und Parallelgesellschaften entste-
ganze Integrationspolitik ist davon manche besuchen auch schon regu- hen. Was man dagegen tun kann
abhängig, dass sich Menschen frei- läre Kurse. ist mit ihnen zu kommunizieren und
willig engagieren, weil die Politik ihnen zu helfen sich in einer Gesell-
Was für ein Resümee könnt ihr Bud-
überfordert ist. Hier braucht’s Leute schaft wiederzufinden. Integration
die mit ehrenamtlicher Motivation dies nach einem Jahr ziehen? ist auf der einen Seite eine Bring-
dabei sind. Das Programm ist hier David: Das Ziel ist definitiv, dass schuld der Flüchtlinge, auf der an-
das kleinste Niveau wo wir etwas das Buddy-Programm auch die deren Seite müssen wir ihnen aber
beitragen können. nächsten Jahre weiterläuft und sich auch die Hand reichen und ihnen
nicht in der Nichtigkeit auflöst. Die die Möglichkeit dazu geben.
Warum zeichnet das Buddy-System Schwierigkeit ist, dass das Pro-
das More-Programm aus? gramm, sowohl von Buddies als
Niklas: Ich glaub auch von More-
für die More- Studenten, in An- informationen
Studenten ist Ich will dazu beitragen, spruch genom-
es allgemein ein men wird. Derzeit gibt es 52 MORE-Stu-
dass sich keine Parallel- denten an der JKU die Deutsch-
riesen Privileg, gesellschaften entwickeln. Niklas: Wir ha-
dass sie an dem ben heuer mal kurse besuchen und regelmäßig
Programm teil- den Entschluss mit ihren Buddies Aktivitäten un-
nehmen können. gefasst, dass wir ternehmen.
Klar geht’s immer besser, aber im mehr Buddies brauchen um die Ver-
Vergleich zu vielen anderen Flücht- anstaltungen besser untereinander Weitere Infos bzw. Kontakt:
lingen ist das ein Vorteil, den sie verteilen zu können. Da gab’s dann more@jku.at
beispielsweise durch die finanzier- halt verschiedene Teams die immer buddyandmore@oeh.jku.at
ten Deutschkurse nutzen können. die gleichen Veranstaltungsformate
David: Das Buddy-System ist quasi organisierten. Falls also jemand In- Spendenkonto:
das i-Tüpfelchen des Programmes, teresse hat können sie sich gerne IBAN: AT42 3400 0000 0184
da sie sofort Kontakt zu den Stu- bei uns melden! 4646 / BIC: RZOOAT2L
12Ausgabe Sommer 2016
ÖH JUS
mein ÖH JUS Rückblick
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! die wir inzwischen mit sehr gutem Halle C und
Erfolg etablieren konnten, sind die erzählte uns
Auch das Sommersemester 2016 hat ÖH JUS Juristenstammtische. Un- über seinen
ein Ende gefunden. Für manche wohl ser bevorzugtes Lokal ist dabei in Beruf. Ver-
schneller als gewünscht, für andere letzter Zeit meist der „Bierstudent“ treten waren
bereits herbeigesehnt. Ich möchte gegenüber vom Schloss Auhof. Die- folgende Be-
euch auf diesen Zeilen einen kleinen ses Semester konnten wir die oh- rufe: Richter,
Rückblick über das vergangene Se- nehin schon gut besuchten Stamm- Unterneh-
mester – und darüber hinaus - aus tische noch attraktiver gestalten, in mensjurist, Josef Maximilian Lehner
der Sicht der ÖH JUS bringen. dem wir ab nun auch fertige Juristen Re ch t s a n - ÖH Jus Vorsitzender
josef.lehner@oeh.jku.at
aus verschiedenen Berufssparten zu walt, Staats-
Studienplanverhandlungen unseren Stammtischen einladen. anwalt und
Die bereits seit einigen Semestern Notar.
laufenden Verhandlungen rund um Zuletzt konnten wir Mag. Gerold
den neuen Studienplan sind im letz- Rachbauer, Rechtsanwaltsanwärter mein ÖH JUS Team
ten Semester in die finale Phase ge- bei der Kanzlei „fürlinger | peher- Was das Team der ÖH JUS betrifft,
gangen. Vor allem die letzten wichti- storfer | langoth rechtsanwälte“, bei kann man eine äußerst positive Bi-
gen Übergangsbestimmungen sind unserem Stammtisch begrüßen. lanz präsentieren. Zwar haben sich
auf Initiative der ÖH JUS nochmal Er konnte uns einige interessante einige altgediente Teammitglieder
abgeändert und wesentlich studen- Geschichten aus dem Alltag eines in den „Ruhestand“ verabschiedet,
tenfreundlicher beschlossen worden. Konzipienten erzählen und uns da sie das Studium abgeschlos-
Mit Ende des Sommersemesters wichtige Infos über den Berufsein- sen haben. Allerdings konnten wir
wurde nun endlich auch das Studi- stieg mitgeben. auch wieder zahlreiche neue und
enhandbuch finalisiert, in dem die motivierte ÖH JUS Teammitglieder
einzelnen Lehrveranstaltungen und Auch Informationsveranstaltungen gewinnen, die sich jetzt in den ver-
Detailregelungen beschrieben sind. konnten wir wieder einige abhalten. schiedensten Bereichen engagie-
Vor allem die Diplomarbeitsveran- ren. Vor allem die Sprechstunden,
Wir werden nun so schnell wie staltung stieß wieder auf reges Inte- die immer Montag bis Donnerstag
möglich eine verständliche und resse. Weit über 50 Personen füllten von 10-12 Uhr stattfinden, leben
übersichtliche Informationsseite ge- den Hörsaal so, dass manche sogar vom ehrenamtlichen Engagement
stalten, in der ihr alle wichtigen Än- auf der Stiege sitzen mussten. jedes einzelnen Teammitgliedes.
derungen des neuen Studienplans
auf einen Blick findet. Sobald diese Ein weiterer gut besuchter Informati- An dieser Stelle wollen wir danke
fertig ist, werden wir den Link dazu onsabend war der „Mag. Iuris – was an all jene sagen, die sich dieses
an alle Jus-Studenten ausschicken. nun? ÖH JUS Berufsbildvortrag“ Semester in der ÖH JUS engagiert
gegen Ende des Semesters. Je ein haben und dies auch noch weiter tun
Veranstaltungen Vertreter der klassischen juristischen wollen! Ohne euch, wäre eine ÖH-
Wie in jedem Semester veranstal- Berufssparten kam zu uns in die Arbeit in dieser Form nicht möglich.
teten wir zu Beginn die ÖH JUS
Beratungstage. Die früher als „Erst-
semestrigenberatung“ bekannten
Beratungstage wurden dieses mal
explizit für alle Jus-Studenten ab-
gehalten. Jeder konnte mit seinen
Fragen zum Studienplan bzw. zum
optimalen Studienverlauf zu uns
kommen. Das Angebot wurde sehr
intensiv genutzt und wir konnten
zahlreiche Unklarheiten aus der
Welt schaffen.
Eine weitere Veranstaltungsreihe,
13SPARKASSE OÖ
KLANGWOLKE 2016
FLUSS DES WISSENS
10. SEPTEMBER 2016
WARM-UP AB 20.30 UHR
IM DONAUPARK
SPARKASSE OÖ
KLANGWOLKE 2016
JKU ist Themengeberin
FLUSS DES WISSENS
der Klangwolke 2016
Die JKU gibt es seit 1966, die Klangwolke seit 1979.
Im Jahr 2016 verbinden sich die beiden Linzer Institutionen
zur Klangwolke „50 Jahre JKU“.
10. SEPTEMBER 2016
Unter dem Motto „Fluss des Wissens“ startet die JKU
WARM-UP AB 19.30 UHR
damit in ihr Jubiläumsjahr.
hör- IM DONAUPARK
Mit der kraftvollen Show soll der Stellenwert von Bildung
und sichtbar gemacht werden. Und direkt im An-
schluss verwandelt sich der Donaupark in die Bühne für
eine riesige Studierenden-Party. Sei dabei!
K L A N G W O L K E . AT
K L A N G W O L K E . ATAusgabe Sommer 2016
ÖH SoWi
Die SOWI-Fakultät wünscht schöne Ferien!
Die letzten Prüfungen sind geschrie- ses Semester auch wieder unsere Lernen oder Quatschen einladen zu
ben, die letzten Arbeiten abgegeben Schwerpunktvorstellung im Ange- können. (Das SOWI-Kammerl findet
und der Sommer steht vor der Türe. bot. Das große Highlight war für ihr übrigens gegenüber der Sparkas-
Die Vertretung der Sozial- und Wirt- uns allerdings die Renovierung un- sa). Falls ihr Ideen, Anregungen oder
schaftswissenschaftlichen Fakultät seres SOWI-Kammerls, das selbst Vorschläge für das nächste Semes-
sowie ihre Studienvertretungen jetzt nach einem Semester noch ter habt, haben wir selbstverständ-
wünschen euch für diese Zeit eine nicht komplett fertig ist. Mit neuen lich immer ein offenes Ohr. Jetzt
gute Erholung! Gleichzeitig möchten Couchen und einer neuen Kaffeema- aber erstmal die Ferien genießen!
wir das vergangene Semester noch schine freuen wir uns als ÖH aber Eine erholsame Zeit, coole Erfahrun-
einmal Revue passieren lassen. schon mal euch nächstes Semester gen in Ferialpraktika und präventiv
Neben der fakultätsübergreifenden wieder in die Beratungsstunden, Ca- einen guten Start ins neue Semes-
Blutspendeaktion hatten wir die- fés oder einfach so zum Abhängen, ter wünscht dir deine ÖH SOWI!
Schönen Sommer!
Das Semester ist vorbei und hof- penfoto - Ihr seid einfach spitze!)!
fentlich habt ihr alle eure Klausuren Wir freuen uns bereits jetzt auf ein
sowie die Sommerfeste gut über- tolles Wintersemester mit euch und
standen. Wir möchten hiermit noch vielen neuen Gesichtern bei unse-
einmal die Chance nutzen und uns ren geplanten Veranstaltungen. Es
beim gesamten WIN Team für die wird wieder viele interessante und
Mitarbeit und Unterstützung im ge- gemütliche WIN.connects geben
samten Semester bedanken. Wei- sowie den legendären WIN.punsch-
ters gilt unser Dank allen Studie- stand im Dezember! Vielleicht sieht Julia Eder
renden der Wirtschaftsinformatik, man ja auch den Einen oder die An- ÖH WIN
julia.eder@oeh.jku.at
die durch ihre zahlreiche Teilnahme dere während des Sommers! :)
an all unseren Veranstaltungen das
Semester unvergesslich gemacht In diesem Sinne wünschen wir und wir sehen uns alle erholt und
haben! Vor allem die WIN.grillerei euch schöne und erholsame Som- frisch (spätestens) im Oktober
war ein voller Erfolg (siehe Grup- merferien. Genießt die freie Zeit wieder!
15öh_courier Campusmagazin der ÖH JKU
ÖH TNF Vorsitzteam: Paul J. Freudenthaler (mitte), Julia Lumetzberger (rechts), Markus Jäger (links)
ÖH TNF
Jahresrückblick
Das Jahr 2016 war wieder einmal in den ersten Septemberwochen. bereiche im Mensakeller luden. Die
ein tolles Jahr für Studierende der Manche von euch haben diese StV Mechatronik veranstaltete wie
Technisch-Naturwissenschaftlichen Möglichkeit vor dem Studienbe- gewohnt statt einem Einstandsfest
Fakultät (TNF) der JKU. Wir, die ÖH ginn noch mit Studienvertretern der im Mensakeller das wohlbekannte
Fakultätsvertretung der TNF haben einzelnen Studienvertretungen zu „Bier und Brezn“ im Science Park
euch das ganze Jahr über mit zahl- sprechen wahrgenommen, dieses 1. Noch in derselben Woche ver-
losen Veranstaltungen bedient und oder in einem der vorigen Studien- anstaltete die StV Informatik ihre
versucht, euch euren ÖH Beitrag jahre. Direkt zum Semesterbeginn bisher größte JKU LAN, welche im
möglichst gut durch ausgezeichne- veranstalten manche Studienrich- gesamten Erdgeschoss des Ma-
tes Service und hochwertige Veran- tungen gemeinsam mit den ÖH nagementzentrums für 50 Stunden
staltungen so gut es geht zurück zu Studienvertretungen sogenannte mit insgesamt 270 Teilnehmern aus
geben. In diesem Artikel, den Ihr per Mentorings oder Erstsemestrigen- 31 verschiedenen Studienrichtun-
Sommercourier nach Hause geliefert veranstaltungen, erstmals gefolgt gen stattfand.
bekommen solltet, wollen wir euch von einer offiziellen Willkommens-
einen Rückblick über die Veranstal- veranstaltung der TNF, sowie einer Ende November fand nun schon
tungen des Studienjahres 2015/2016 Willkommensveranstaltung für zum fünften Mal ein ÖH TNF Park-
geben, welcher so auch gleich wie- alle Studierenden, welche sich für café im Foyer des Science Park 1
der als Ausblick auf das nächste Stu- eines der unzähligen Erstsemest- statt. Sechs Stunden lang waren
dienjahr gesehen werden darf. rigentutorien anmeldeten. In der Studienvertreter aus allen TNF
zweiten Oktoberwoche starteten Studienrichtungen mit Kaffee und
Das Jahr 2016 der ÖH TNF auch schon die Einstandsfeste der
Üblicherweise startet das Studien- TNF welche traditionsgemäß mit Autoren:
jahr für die Studienvertreter der ÖH Freiverzehr alle Mitarbeiter und Stu- ÖH TNF Vorsitzteam
tnf@oeh.jku.at
TNF mit der Erstsemestrigenberatung dierende der verschiedenen Fach-
16Ausgabe Sommer 2016
Kuchen anwesend – perfekt um schließlich zur zweiten JKU-LAN im im LUI Gastgarten und das Mechat-
alle möglichen Fragen rund ums Studienjahr. Aufgrund der niedrige- ronik Fußballturnier. Natürlich veran-
Studium zu beantworten. Die StV ren Teilnehmerzahl im Sommerse- stalteten die einzelnen Studienver-
Mathematik veranstaltete im De- mester diente der Bankengebäude- tretungen auch weiterhin die allseits
zember zum ersten Mal eine JKU Keller als Veranstaltungsort. Ende beliebten Spechstunden Cafés im
Schnellschachmeisterschaft. Am sel- Mai wurde zusammen mit den ÖH TNF Kammerl und ihre Stammtische
ben Tag noch lud die StV Informatik Fakultätsvertretungen der SOWI im LUI oder in einer der Heimbars
zum ersten Mal zu der „Oldschool und RE Fakultät ein Blutspenden an im Umfeld des Campus.
Gaming Night“. Dreamland Games der JKU unter dem Namen „Blut
und einige Teilnehmer erzeugten ei- für Sau“ veranstaltet. Blutspender Nun im Sommer werden wir das
nen Spielefundus mit einigen hun- bekamen zusätzlich zu dem guten TNF Kammerl renovieren und mit
dert Spielen die man nach Herzens- Gewissen und der obligatorischen neuen Möbeln ausstatten, damit wir
lust ausprobieren konnte. Tafel Schokolade die Chance, eine auch nächstes Jahr wieder für euch
köstliche Portion Spanferkel bei da sein und euch eine bessere Be-
In der zweiten Februarwoche gab der TNF Sommergrillerei zu gewin- treuung und bessere Sprechstunden
es noch einmal eine Erstsemestri- nen. Außerdem gab’s von der StV Cafés denn je bieten können.
genberatung für alle Quereinsteiger. Mathematik noch einmal ein Blitz-
Die StV Doktorat TN veranstaltete schachturnier im LUI Gastgarten. Neben Homepage http://oeh.jku.
im Februar eine „PhD Movienight“, at/abschnitte/technik-und-naturwis-
in welcher bei exquisiter Kulinarik, Am ersten Dienstag im Juni war nun senschaften und e-Mail tnf@oeh.
gegeben durch Leberkäsesemmeln der Höhepunkt des TNF Studienjah- jku.at hast du auch die Möglichkeit,
und Bier, die beiden PhD Movies res endlich gekommen. Zum elften über Facebook mit uns Kontakt auf-
vorgeführt wurden. Die StV Me- Mal wurde die ÖH TNF Sommergril- zunehmen: Like die Seite www.
chatronik lud im März zum alljährli- lerei veranstaltet, zum zweiten fb.com/jkuoehtnf und du erhältst
chen Eishockeyturnier und es wurde Mal auf dem JKU Bibliotheksplatz. immer die neuesten Infos, wenn
außerdem zum zweiten Mal zum Neben 450 Spanferkelportionen, Veranstaltungen anstehen! Falls
Besuch des ÖH TNF Parkcafé aufge- welche wie jedes Jahr natürlich zu auch du zum Team der ÖH TNF ge-
rufen. Im April lud die StV Doktorat wenig waren, wurden regionale hören möchtest, so melde dich bit-
zum ersten Mal zur „PhD Student BIO-Kotelette und BIO-Käsekrainer te bei deinen Studienvertretern im
Werewolf Night“, in welcher das be- sowie vegane Gemüsepfannen ge- Sprechstunden Café.
kannte rundenbasierte Rollenspiel grillt und köstlich kaltes Freistädter
„Die Werwölfe von Düsterwald“ in Bier und Spritzer ausgeschenkt. Ich wünsche dir im Namen der
drei Räumen im Science Park 3 ge- gesamten ÖH TNF einen schönen
spielt wurde. Die Woche darauf folgten die StV Sommer und hoffe, wir sehen uns
Sommergrillereien hinter dem TNF wieder im nächstes Studienjahr
Ende April lud die StV Informatik Turm, sowie das Bioinformatics BBQ beim Kaffee im TNF-Kammerl :-).
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