Wettlauf der Finger - beim VAMÖ
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P.b.b., Erscheinungsort: Wien, Verlagspostamt: 1010 Wien, GZ: 02 Z 030 122 M
Heft 2
2. Quartal 2019
74. Jahrgang
Wettlauf der Finger
Beim VAMÖ-Akkordeonwettbewerb 2019 traten wieder exzellente
Tastenkünstler aller Altersgruppen gegeneinander an. Viktor Stocker
gewann den ersten Preis in der Kategorie der Unter-Zehn-Jährigen.
Fixpunkt im VAMÖ-Jahr
Vier Veranstaltungen markierten das wichtigste konzertante
Ereignis im Vereinsjahr: die VAMÖ-Konzerte 2019.
Hinter den 440 Hertz
Eine Reise zu den Ursprüngen des Kammertons a1
und dessen Begründer Heinrich Hertz.Angaben zu Konzert- oder Veranstaltungsmeldung
Für den Terminkalender der VAMÖ-Nachrichten (senden an: redaktion@vamoe.at)
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Datum der Veranstaltung:
(Tag, Monat, Jahr)
Beginn der Veranstaltung:
(Uhrzeit)
Veranstaltungsort:
(Konzerthaus, Theater, Festsaal usw.)
Adresse des Veranstaltungsortes:
(Straße, Hausnummer, Ort)
Titel/Motto der Veranstaltung:
(Frühjahrskonzert, Jubiläumskonzert ...)
Mitwirkende:
(Moderator, musikal. Gäste, Einlagen)
Musikalischer Leiter:
(Dirigent)
Konzertleitung:
Kartenpreise:
(Normalpreis, ermäßigt, Abendkassa)
Auskunft:
(Kontaktperson für nähere Informationen bzw.
Kartenbestellung, Telefon- oder Fax-Nummer,
E-Mail-Adresse)
Soll ein Konzertbericht in den VAMÖ-Nachrich-
ten erscheinen?
a) kein Bericht
b) Bericht sendet Veranstalter
c) Bericht durch VAMÖ-Berichterstatter
Sonstige Hinweise:
(Anfahrtswege, Verkehrsmittel usw.)Aus dem Inhalt 4-7 Fixpunkt im Vereinsjahr 8-9 Wettstreit der Akkordeons 10 Ein Feuerwerk der Klänge 11 Ein Ausnahmesolist 12 Wiener musikalische Meilensteine 13 Konzert und Sommerschule 13 Der Dritte Mann ist wieder da 14 Warum 440? 15 Happy Birthday! 16 Nachrichten aus der Redaktion 16 Gesucht: Kontrabass-MusikerIn für Stubenmusik 17 Zu verkaufen 17 Helga Zauner † 17 Gesucht: Unterstützung für den VAMÖ-Vorstand 18 Ehrung für Juroren 18 Interkulturelle Musik fördern 19 Marcel Azzola (1927– 2019) † 19 Ein Erbe für alle 20 Klingende Briefmarke 21-23 Termine 24-30 Anmeldeformulare
Der Schwechater Zitherverein. Das Akkordeonensemble Hermi Kaleta.
Fixpunkt im Vereinsjahr
Der VAMÖ lud 1. VAMÖ-Konzert am 2.3.2019 öffnete das Programm. Die nächste
auch heuer wie- Nummer „Slawisch“ (Jo Knümann,
der im März zu Die ersten beiden März-Wochenen- Arr. Curt Herold) war überhaupt
den traditionel- den standen auch dieses Jahr wieder nicht russisch schwermütig, wie man
len VAMÖ-Kon- ganz im Zeichen der VAMÖ-Mit- es hätte erwarten können. Der „Zau-
zerten - der vier- gliedsvereine. Die Eröffnung der ber von Paris“ (Willy Berking, Arr.
teiligen Reihe, Konzertreihe durfte dieses Jahr der Curt Mahr) zeigte uns die Trotteurs
die mit Recht als Schwechater Zitherverein (Leitung: der großen Boulevards der franzö-
das veranstal- Luise Plackinger) bestreiten. Was sischen Hauptstadt, während uns
tungstechnische konnte da besser passen als der Con- „Frühling in Toskana“ (Gerhard
Aushängeschild cert Entree Marsch „Seid herzlich Winkler) in eine der schönsten Ge-
des Vereines be- uns willkommen“ (Richard Österrei- genden Italiens entführte. Zum Ab-
zeichnet werden cher). Nach der Begrüßung der Kon- schluss führte uns „Valse Musette“
darf. Musiker zertbesucher durch die Moderatorin (Jacques Huber) wieder zurück nach
und Gruppen un- Gerti Kotrba ging es sozusagen erst Frankreich. Nach der Pause ging es
terschiedlicher wirklich los mit der „Konzert Ou- mit dem Ensemble Spontan wei-
Stile und an un- vertüre“ Op. 61 von Johann Orleth. ter. Dieses Ensemble setzt sich aus
terschiedlichen Anschließend begleitete das Ensem- Mitgliedern der Mandolinengrup-
Instrumenten ble mit „Er + Sie“ (Gert Last) ein pen Lieboch bei Graz und Salzburg
fanden sich zu- Pärchen bei einem harmonischen zusammen. Mit „Walzer–Capriccio“
sammen. Frühlingsspaziergang, das dann ent- (Arthur-Johannes Scholz, Arr. Fabi-
spannt melden konnte: „Schön ist es, an Hinsche) eröffnete das 26-köpfige
auf der Welt zu sein“ (Werner Twar- Ensemble, um dann mit „Capriccio
dy, Arr. Roman Martin). Nach den Spagnuolo“ (Carlo Munier; Arr. S.
gemütlichen Zithern kam mit dem de Grebber) fortzusetzen. Natalia
Akkordeon-Ensemble Hermi Kaleta Marashova spielte die Solomando-
Schwung in die Sache. Der Marsch line. Eine Suite von „3 Stücken „Valse
„Clubkameraden“ (Curt Mahr) er- Première pour Aude“, „Toscane pour
Die Akkordeongruppe Hermi Kaleta. Der Zithersolist Usko Hirvonen.
4 RückblickDIe Wienerberger Saitenmusik. Die 10er-Musik.
Arielle“ und „Valse d’Estelle“ 2. VAMÖ-Konzert am 3.3.2019 gonnen und flüchtete bei dem
(Francois Saint-Paul) sorgte kühlen Wetter ins „Städtler“
für den lyrischen Aspekt des Bei der zweiten Veranstaltung (Landerl, Rudi Motz), wo sie
Auftritts, der mit „Mitoka-Dra- der VAMÖ-Konzert-Reihe gab sich zum „Strahwiesen-Wal-
gomirna“ (Armin Kaufmann) uns der finnische Zitherso- zer“ (Harti Pilsner) überreden
viel zu schnell vorbei war. Den list Usko Mikael Hirvonen mit ließ. Zum Abschluss der ersten
Abschluss dieses ersten Kon- dem Thema „Ode für Romantik Hälfte wurden „Drei Schwal-
zerts der Reihe machte die Ak- und Zuneigung“ die Ehre. Der ben“ (Boarische, Klemens Bam-
kordeon-Gruppe Hermi Kaleta. Anfang begann mit einer „Ro- mer, arr. Manfred Rieser) in
„Glückliche Menschen“ (Hans manze“ (aus dem finnischen das Frühjahr entlassen, und die
Carste, Arr. Bruno Hartmann), Film „Katharina und der Graf Zuhörer in die wohlverdiente
die wollen wir bei den Kon- von Munkkiniemi“ v. Nils-Eric Pause. Nach einer Stärkung am
zerten sehen oder zumindest Fougstedt). Nach der gefühl- Buffet begrüßte die Wiener-
kurzfristig machen. „Aquarelle vollen Darbietung folgte der berger Saitenmusik (Leitung:
d‘ Automne“ (Célino Bratti) be- „Liebestraum“ (Franz Liszt), die Waltraud Neugebauer) die Zu-
handelt zwar die falsche Jahres- „Hymne à l’amour“ (Margueri- hörer mit den zarten Klängen
zeit, aber da VAMÖ-Konzerte te Monnot) und das bekannte vom „Landerl für Elfriede“
immer im Frühjahr stattfinden, Stück „Everybody Loves Some- (Rudi Zapf), gefolgt von einem
muss auch ein Herbststück ge- body“ (Ken Lane). Zum perfek- „Schüsserl und a Reindl“ (Lud-
stattet sein. Dafür ließ der „Blu- ten Abschluss des Themas Ro- wig v. Beethoven, arr. Wolfi
men Corso“ (a. d. Suite „Südlich mantik durfte natürlich „Amor“ Scheck). Danach wurden wir
der Alpen“; Ernst Fischer, Arr. (Gabriel Ruiz) nicht fehlen. mit „3 Pastrollen (nicht nur)
Rudolf Würthner) die schöns- Nach den romantischen und für die Weihnachtszeit“ mit den
ten Frühlingsblumen erblühen. ruhigen Tönen übernahm die Titel 1. Auftanz der Schäferin,
„Jalousie“ (Jacob Gade, Arr. 10er Musik unter der Leitung 2. Menuett zur Andacht und 3.
Bruno Hartmann) weckte die von Lt.-Abg. a.D. Gerhard Göbl Hirten Boarischer (Jörg Lan-
Eifersucht. So sollte man spie- die Bühne und gab sogleich die ziner) daran erinnert, dass die
len können. Akkordeon vom „Mühlenpolka“ (Lorenz Maier- Weihnachtszeit noch nicht lang
Feinsten. hofer) zum Besten. Die „Ber- vorbei ist. Den Abschluss mach-
ta“ (Landler, Rudi Motz) hat ten dann noch die „Bavarie in
den Frühling im „Grashäuferl“ A“ und „Appenzeller Begeg-
[GFR] (Boarischer, Klaus Karl) be- nung“ (beide von Rudi Zapf).
Neues wiener mandolinen- & gitarrenensemble. Das Neue Favoritner Mandolinenorchester.
Rückblick 5Die Stubenmusik aus Langenzersdorf. Moderatorin Gertraud Kotrba.
Bevor der 2. Konzerttag zu unter der Leitung von Gertrude man auch mitsingen/-summen,
Ende ging, beehrte uns das neueReinthaler eröffnete den mu- ebenso beim „Musical Mix“ von
wiener mandolinen- und gitar- sikalischen Reigen mit dem W. Ruß mit vielen bekannten
renensemble (Nikita Dubov) „Kohlgrub Ländler“ von Peter Melodien. Den Abschluss der
und machte Lust zur „Tanzsuite Moser. In Erinnerung an die Darbietungen bildete die rasant
in drei Sätzen“ (langsamer Foxt-
lustigste Zeit des Jahres folgte vorgetragene „Tarantella arrabi-
rott – langsamer Walzer – Foxt-die „Faschings-Polka”. Mit dem ata“ von H. G. Kölz. Das Neue
rott / Willi Althoff) das Tanzbe-
Ländler „Maienlüfte“ von Jo- Favoritner Mandolinenorches-
in zu schwingen. Anschließend seph Kreipl beendete Die Stu- ter unter der Leitung von Heinz
entführte uns das Ensemble zu benmusik ihre Darbietungen. Koihser betrat anschließend die
einem kurzen Abstecher in den Das Zitherensemble des 1. Bühne. Die „Gavotte“ aus der
fernen Osten mit „Arirang“ Langenzersdorfer Zitherver- tänzerischen Suite von Arno
(Volkslied aus Korea), um uns eins unter der bewährten Lei- Stark entführte uns in die alte,
danach mit der „Staccato Pol- tung von Gertrude Reinthaler höfische Zeit, gefolgt von der
ka“ (Richard Oesterreicher) zu-erfreute uns dann mit der Polka berühmten „Air“ von J. S. Bach.
rück nach Hause zu holen. Zum „Vergnügte Stunden“ von Fried- Nicht nur den Opernfreunden
Abschluss verabschiedete Ger- rich Weber, gefolgt von Fritz ist die „Mattinata“ von Rug-
traud Kotrba, welche wie immer Schmöllebecks „Langenzers- giero Leoncavallo ein Begriff,
charmant und witzig durch das dorfer Impressionen“. Mit dem sondern allen Musikliebhabern.
Programm geführt hat, die teil-einschmeichelnden „An Eng- Mit „Romanze und Tänze“ nach
nehmenden Gruppen. lish Waltz“ von Gottfried Rieder spanischen Motiven von Paul
wurden wir in die Pause entlas-
[Rausch] Walters beendete das Mando-
sen. Im zweiten Teil begann der linenorchester sein gefühlvoll
3. VAMÖ-Konzert am 9. 3.2019 Musikverein Forte unter der vorgetragenes Programm. Mit
Leitung von Martin Hlavacek diesen Klängen im Ohr verließ
Ein schöner, abwechslungsrei- mit kräftigen Tönen und sehr man den schönen Theatersaal
cher Konzertnachmittag erwar- schwungvoll die Marsch-Polka der Seniorenresidenz. Die ver-
tete das Publikum. Die Stuben- „Auf der Autobahn“ von Slav- bindenden Worte wurden, wie
musik (mit Gitarre, Hackbrett, ko Avsenik zu spielen. Beim schon erwähnt, von Gertraud
Harfe und Zither) des 1. Lan- Medley „Comedian Harmo- Kotrba mit ihrer wohlklingen-
genzersdorfer Zithervereins nists“ arr. H. G. Kölz, durfte den Stimme dargeboten. Sie
Der Musikverein Forte. Die Alpine Zitherrunde Enzian.
6 RückblickDie Kuchltisch-Musi. Solistin Sabine Horvath.
bedankte sich auch noch für die English-Waltz „The Last Waltz“ se kommt Stimmung auf: Die
gute Zusammenarbeit mit Frau (Berry Mason/R. Martin), und „Amsel-Polka“ (Jaromir Vejvo-
Magistra Raidl von der Senio- den schönen Abschluss bilde- da/Herwig Peychär). Danach:
renresidenz und würdigte auch te die Polka „Im Schlosspark“ Die Kucheltischmusi unter der
die Arbeit des neuen Organisa- von Friedrich Weber. Ganz an- Leitung von Ulrich Sulzner.
tionsleiters der VAMÖ-Konzer- dere Töne dann im nächsten Teilweise neu arrangiert, „Frei-
te Herrn Martin Rausch. Programmpunkt durch Sabine städter Kindl“ (Ulrich Sulzner)
[Hermi Kaleta] Horvath auf der Solo-Zither. oder selbst geschrieben „Der
Schwermütige Töne, volle Ak- Pöstlingberger“ von Ulrich
4. VAMÖ-Konzert am 10.3. 2019 korde, tiefe Bässe. Sabine Hor- Sulzner. Den Abschluss des
vath arrangiert alle Titel für ih- Konzertnachmittages gestaltete
Das letzte Konzert der diesjäh- ren Vortrag selbst – und macht dann das Mandolinen Orches-
rigen Konzertreihe wird vom es sich nicht leicht. Von Robert ter des Landstraßer Mando-
Quartett der Alpinen Zither- Schumann „Aus den Kindersze- linenvereins TUMA, unter der
runde Enzian mit der Polka nen Nr. 7“ über „Un Dia De Leitung von Gernot Rudolph.
franc. „Charmant, Galant“ von Noviembre“ (Leo Brouwer) bis Kein Fernseher weit und breit
Alois Süß eröffnet. Die belieb- zu Frederic Chopin „Noctur- und doch erklang unüberhör-
te Moderatorin Gertraud Kot- ne cis-moll“. Nach „Gnossien- bar die Eurovisionsmelodie.
rba begrüßt anschließend die ne 3“ (Erik Satie) als Abschluss Sie versteckte sich im ersten
zahlreich erschienenen Zuhö- dann die schöne Melodie von Titel „Te Deum“ (Marc-Antoi-
rer und die Ehrengäste: VA- „Amazig Grace“, mit viel Gefühl ne Charpentier/arr. Gernot Ru-
MÖ-Vizepräsident Gerhard vorgetragen. Das Akkordeo- dolph). Flott ging es weiter mit
Göbel, VAMÖ-Vorsitzende norchester des Landstr. Man- „Favorita“ einem Marsch von
Gabriele Breuer, Ehrenvorsit- dolinenvereins TUMA hat Platz Anton Rafaja. Müheloser The-
zende Prof. Hermine Kaleta genommen. Friedel Zacherl gibt menwechsel dann auf „China
und VAMÖ-Präsidentin Land- den Einsatz zu „West Side Sto- Zupf “ (Yasuo Wada). Weiter
tagspräs. a. D Marianne Klicka. ry“ (Leonard Bernstein/Heinz geht die Reise nach Spanien
Die Enzianer unter der Leitung Ehme). Eine Melodienfolge mit „Donna Juanita“ und dem
von Rudi Pirker setzen fort mit mit vielen schönen, bekannten Abschluss-Stück „Andalusien“.
dem Ländler „Zwickerbusserl“ Titeln aus dem Musical. Auch (beide Titel Rudolf Krebs).
von Gert Last. Es folgte der beim letzten Stück vor der Pau- [chalu]
Das TUMA-Akkordeonorchester ... ... und sein Mandolinenorchester.
Rückblick 7Die Siegerinnen und Sieger der Kategorie 1A ... ... sowie der Kategorien 2 und 3.
Wettstreit der Akkordeons
Zum 37. Akkordeonwettbe- Sieben Kandidaten konnten treuung der Gäste erfolge durch
werb des VAMÖ haben sich wegen einer Grippeerkrankung das Organisationsteam Hilde
21 Kandidaten aus Litauen, leider nicht antreten, darunter Fichna, Rita Jandl und Martin
Polen, Serbien, Tschechien auch ein sehr erfolgverspre- Rausch.
und Österreich angemeldet. chender Österreicher. Auch Obzwar diesmal so wenig
Veranstaltungsort war auch unter den Jurymitgliedern gras- Kandidaten spielten, konnte
heuer wieder was Waldmül- sierte die Grippe. Glücklicher- man sehr anspruchsvolle Wer-
lerzentrum in der Hasengas- weise ist es im letzten Augen- ke hören, welche ausgezeich-
se im 10. Wiener Gemeinde- blick gelungen, gleichwertige net vorgetragen wurden. Die
bezirk. Fachkräfte zu gewinnen. Jury- erfreuliche künstlerische Ent-
mitglieder: Mag. Christian Höl- wicklung der letzten Jahrzehnte
ler, Prof. Ladislav Horak, Mag. wurde fortgesetzt. Unter den im
Pia Radler-Wöss, Dr. Herbert Saal anwesenden Gästen konn-
Scheibenreif und Mag. Axana te ich auch den Präsidenten des
Wutscher. Als Jurysekretärin HVÖ – Werner Weibert, wel-
fungierte wieder Frau MMag. cher selbst ein versierter Ak-
Evelyn Meyer, MSc. Die Be- kordeonist und Preisträger ist,
Viktor Stocker, Gewinner des 1. Quentin Weinberger, Sieger in Vlajko Jovanovic, Gewinner des
Preises in der Kategorie 1A. der Kategorie 1B. 1. Preises in der Kategorie 1C.
8 RückblickErgebnisse
Kategorie 1 A bis 10 Jahre
(maximal 50 Punkte erreichbar)
1. STOCKER Viktor
47,7 Punkte
2. CHODL Martin
41,4 Punkte
Kinga Broslawska-Zawazda, Siegerin in der Kategorie 3. 3. SOBOTKOVA Anna
38,0 Punkte
Kategorie 1 B bis 12 Jahre
begrüßen. eine Eigenkomposition. Beim (maximal 50 Punkte erreichbar
Beim anschließenden Fest- Festkonzert wurden Videos 1. WEINBERGER Quentin
konzert erfolgte die Preisverlei- gemacht, welche auf Youtube 42,0 Punkte
hung durch die Präsidentin des veröffentlich wurden, und man Kategorie 1 C bis 15 Jahre
VAMÖ – Ltg.-Präs. a. D. Mari- kann sich daher von dem Kön- (maximal 75 Punkte erreichbar)
anne Klicka und den Ehrenprä- nen der einzelnen SpielerInnen 1. JOVANOVIC Vlajko
sidenten des VAMÖ LAbg a. D. noch selbst überzeugen: 68,7 Punkte
Oswald Strangl. Jeder Kandidat https://w w w.youtube.com/ 2. MICHALCZYK Mikolaj
erhielt ein Diplom und eine Ge- w at c h ? v = Ia l D t O o V 1 k A & - 65,7 Punkte
samtergebnisliste. Die ersten list=PLQ1GsdHytjfEp79gEo- 3. LEGON Eryk
drei jeder Kategorie erhielten 1ATcWuE-Ktywn7O 64,1 Punkte
außerdem noch schöne Pokale Meinen herzlichsten Dank 4. PAWLAK Jakub
und für die Preisträger der Ka- möchte ich auch noch dem 56,9 Punkte
tegorien 1 C, 2 und 3 wurden Team vom Waldmüllerzentrum 5. BRANT David
noch Geldpreise gespendet. aussprechen, allen voran der 56,0 Punkte
Das Publikum konnte sich Präsidentin des VAMÖ Ltg.- 6. STARCZAK Pawel
beim Konzert von dem aus- Präs. a. D. Marianna Klicka und 50,1 Punkte
gezeichneten Können der ihrem Gatten Ing. Alfred Klicka. Kategorie 2 bis 18 Jahre
Preisträger überzeugen. Die (maximal 100 Punkte erreichbar)
Gewinnerin der Kategorie 3 1. KOT Martin
(Erwachsene) spielte sogar [Hermi Kaleta] 93,6 Punkte
2. WAJDZIK Jozef
89,0 Punkte
Kategorie 3 – Erwachsene
(maximal 100 Punkte erreichbar)
1. BROSLAWSKA-ZAWADZ-
KA Kinge
88,0 Punkte
2. LESNIAK Gabriela
81,2 Punkte
Jury
Mag. Christian Höller, Prof. La-
dislav Horak, Mag. Radler-Wösz
Pia, Dr. Herbert Scheibenreif,
Mag. Axana Wutscher
Jurysekretärin
MMag. Evelyn Meyer, MSc
Organisationskräfte
Martin Kot konnte durch sein präzises Spiel den 1. Preis in der Kate- Hilde Fichna, Rita Jandl, Martin
gorie 2 (bis 18 Jahre) für sich gewinnen. Rausch und Hermi Kaleta
Rückblick 9Ein Feuerwerk der Klänge
Im Rahmen ihres Das furiose
aktuellen Duo- Duo am Kon-
projekts bereite- z e r ta b e n d :
ten der Gitarrist der Gitarrist
Andrey Lebedev Andrey Lebe-
und der russische dev und der
Akkordeonist Io- Akkordeonist
sif Purits dem Iosif Purits.
Publikum im
Schubert-Saal
des Wiener Kon-
zerthauses am Beide sind bei internationalen Wett- Inspirationsquelle. Die Transkripti-
17. Jänner 2019 bewerben hochdekorierte Meister ih- onen ihrer Orchesterwerke („Danza
einen wahren res jeweiligen Instruments und haben española Nr. 1“ und „Danza ritual del
Kunstgenuss. sich während eines Studienaufenthalts fuego“ bzw. das berühmte „Adagio“
an der Royal Academy of Music in aus dem „Concierto de Aranjuez“) be-
London kennen gelernt. Auf den ers- ziehen sich auf die großen klanglichen
ten Blick durchaus eine ausgesprochen und mehrstimmigen Möglichkeiten
überraschende Kombination, entlo- des Akkordeons und auf die für die
cken die beiden Musiker ihren Inst- Gitarre charakteristischen Flamen-
rumenten eine Fülle von interessan- co-Figurationen. In ihren Bearbeitun-
ten und mitreißenden Klängen und gen versuchen Iosif und Andrey, den
Effekten. Da es für die Besetzung Gi- musikalischen Bogen in De Falla‘s und
tarre-Akkordeon nur wenig Original- Rodrigo‘s Orchesterwerken mit der In-
literatur gibt, arrangieren die beiden timität und Spontanität, die zwischen
vorrangig Werke so unterschiedlichen zwei Spielern möglich ist, in Einklang
Charakters, wie Bachs Goldberg-Vari- zu bringen.
ationen und Duke Ellingtons Morning Die instrumentale Kombination
Glory sowie spanische und lateiname- aus Akkordeon und Gitarre eignet sich
rikanische Werke, aus denen sich im perfekt für den Tango und die Musik
Wesentlichen ihr Repertoire für dieses von Astor Piazzolla, aus der für das ak-
Konzert zusammensetzte. tuelle Programm Piazzolla‘s „Histoire
In seiner „Suite española“ ließ sich du Tango“ ausgewählt wurde. Obwohl
Isaac Albéniz vor allem von musi- im Original für Flöte und Gitarre ent-
kalischen Porträts spanischer Städte standen, komponierte Piazzolla sei-
und Regionen zu seinen Charakter- ne Histoire höchstwahrscheinlich auf
stücken inspirieren. Die Bearbeitung dem Bandoneon. Dies könnte erklä-
von Albéniz‘ Asturias entstand aus ren, warum dieses Arrangement mit
dem Motiv der repetierten Töne im solcher Begeisterung aufgenommen
ersten und dritten Abschnitt und aus wird. In diesem Werk erzählt Piazzolla
der Interaktion zwischen der Melodie die Geschichte des Tangos von seinen
und einem begleitenden Chor im Mit- Ursprüngen über drei Generationen
telteil. hinweg bis in unsere Zeit: Bordel 1900
Für Manuel de Falla und Joaquín – Café 1930 – Nightclub 1960 – Kon-
Rodrigo wurde die Musik ihrer an- zert von heute.
dalusischen Heimat zur zentralen [Dr. Scheibenreif]
10 RückblickDer Akkordeonist Sergey Osokin im Rahmen des Akkordeonfestivals im Prayner-Konservatorium.
Ein Ausnahmesolist
Sergey Osokin, ein russischer weckten, als wäre das alles ein vier und Bandoneon. La Boca
Ausnahme-Akkordeonsolist, Kinderspiel. Für russische So- ist der volkstümliche Name des
konzertierte am 5.März 2019 listen eher ungewöhnlich spielte Hafenbezirks von Buenos Aires
im Prayner-Konservatorium, er auf einem seltenen Tastenin- und die Geburtsstätte des Tango
im Rahmen des Akkordeon- strument, einer Pigini Caru- Argentino. Das Quintett ent-
festivals. Er überraschte die so. Dieses Instrument hatte er, führte das Publikum akustisch
Zuhörer im ersten Teil des wie ich später bei einem net- eben genau dorthin, es spielte
Konzerts vorwiegend mit Ei- ten Plausch mit dem Künstler Astor Piazolla in seiner ganzen
genkompositionen oder Eigen- erfahren hatte, extra für dieses Vielfalt. Vor allem aber das Ban-
bearbeitungen von durchaus Konzert geliehen. Es war nicht doneon verlieh den Werken die
bekannten Melodien („Dreig- einmal sein eigenes Instrument, Authentizität des alten Meis-
roschenoper“) aber auch mit und trotzdem hatte ich das Ge- ters. Die Melodien reichten da-
ungewöhnlichen Jazzstücken, fühl, als ob Musiker und Instru- bei vom Himmel (la surrecion
wie z.B. „Pulse“. ment miteinander verschmol- de angelo) bis zur Hölle (tan-
zen wären. Ob melancholische go diavolo), umfassten freudi-
Ein einziger Spieler konnte dem Klagen oder flotte Rhythmen, ge Ausgelassenheit (Francapa)
Publikum mit seinen Jazzvari- Noten brauchte Sergey Osokin und melancholische Schwermut
ationen durch Virtuosität und nicht, alles wurde auswendig (Oblivion) – eben die ganze Pa-
technischer Brillanz Klangvo- vorgetragen. Er entlockte da- lette menschlicher Gefühle. Das
lumen und Klangfarben eines bei dem Instrument ein Feuer- Publikum war so begeistert,
ganzen Orchesters bieten. Be- werk an Tönen, die ich in dieser dass es mehrerer Draufgaben
wundert habe ich Sergey Oso- Form noch nie gehört hatte, ein bedurfte, bevor das Quinteto
kins unheimlich flinke Finger, wirklicher Genuss. Der zweite Tango la Boca das Konzert be-
die nicht nur auf den Tasten der Teil des Konzerts wurde durch enden durfte. Ein gelungener
Diskantseite, sondern auch auf das Quinteto Tango la Boca be- Abend!
der Bassseite herumschwirrten, stritten – einer Formation aus
und dabei den Eindruck er- Kontrabass, Cello, Geige, Kla- [Petra Köhl-Hanke]
Rückblick 11Die Altwiener Salonschrammeln bei ihrem Konzert im Waldmüllerzentrum.
Wiener musikalische Meilensteine
Im Waldmüllerzentrum – Ar- Das Quartett widmet sich in der nerlieder zu spielen, rasch gro-
beitsgemeinschaft Kultur 10., musikalischen Ausrichtung der ße Berühmtheit. Die Schram-
trifft sich die Kultur aus Wien. Salonmusik und der Schram- melmusik wird vor allem durch
Im stets sehr gut besuchten melmusik. Salonmusik ist ein die „weinende“ (raunzende),
Veranstaltungssaal finden die Ausdruck für leicht fassliche, melancholische, aber trotzdem
unterschiedlichsten Veranstal- oft besonders virtuose oder sen- Chanson artig beschwingte In-
tungen statt und am 17.3. tra- timentale Musik und gewann strumentierung charakterisiert.
ten die „Altwiener Salonschr- seit Beginn des 19. Jahrhun- Die „Altwiener Salonschr-
ammeln“ auf: Birgit Punczi, derts an Bedeutung. Im „Salon“ ammeln“ erarbeiten aus alten
Violine, Andrea Mayr, Violine, befand sich eine private, meist handschriftlichen Noten ihre
Heinz Ebenstein, Akkordeon, großbürgerliche Gesellschaft. eigenen Interpretationen dieser
Heinz Gröbl, Kontragitarre und In gewisser Weise ist Salonmu- so genial komponierten Musik.
Moderation. sik die bürgerliche Fortführung Die Intensität und Vielfalt der
der Kammermusik des Adels im Harmonien begeistert die vier
17./18. Jahrhundert. Musiker und überträgt sich auf
Die Schrammelmusik ist das Publikum. Neben Ländlern
eine für Wien typische Musik- und Märschen von Schubert
gattung des ausgehenden 19. und Strauß, Tänzen von Debi-
Jahrhunderts. Sie gilt als Wiener asy und Schrammel wurde im
Volksmusik und wurde nach Waldmüllerzentrum auch so
den Wiener Musikern, Geigern manches Stück gesungen, wie
und Komponisten Johann und das „Wiener Fiakerlied“ und
Josef Schrammel benannt. 1878 „Die Kellerpartie“. Die heitere
gründeten sie mit dem Gitarris- Moderation ergänzte die musi-
ten Anton Strohmayer in Wien kalischen Darbietungen.
ein kleines Ensemble, mit dem So gelang ein höchst hörens-
sie ein volkstümliches Repertoi- werter Nachmittag, der von den
re mit Liedern und Märschen, Gästen mit viel Applaus aufge-
Tänzen und Walzern in Heuri- nommen wurde!
gen und Gaststätten darboten.
Sie erlangten mit ihrer Art, Wie- [H. Ebenstein]
12 RückblickKonzert und Sommerschule
Das Ensemble „Spontan“ konzertiert am 17. Mai 2019 um 20 Uhr in der Grazer Antoniuskirche. Von
28. Juli bis 2. August findet die Internationale Sommerschule für Musik statt.
Besuchen Sie unser nächstes Zupforchester. Damals erfolgte Prof. Marga Wilden-Hüsgen
Konzert in der Grazer Anto- durch mehr als 50 Musiker die sollen in unserem bescheidenen
niuskirche (Paulustorgasse Uraufführung von La Gomera Einflussbereich Fuß fassen. Wir
11-13a) am 17. Mai 2019 um mit den Sätzen „mar azul – can- hoffen, dieses „doppelt so gro-
20 Uhr. Ein Fixpunkt ist die zoneta – la danza“ des zeitge- ße“ Orchester demnächst auch
internationale Sommerschule nössischen Komponisten Marlo dem Liebocher Publikum prä-
für Musik von Sonntag, 28. Juli Strauß in der Veranstaltungshal- sentieren zu können.
2019 (Konzert der Dozenten, le Lieboch. Seit 20 Jahren ist die Ensemble „Spontan“ konzer-
Pfarrkirche Lieboch, 20 Uhr), internationale Sommerschule tierte am 2. März 2019 in Wi-
bis Freitag, den 2. August 2019 für Zupfmusik in Lieboch be- en-Oberlaa unter Mitwirkung
(Vorspiel der Seminarteilneh- kannt. Aus Teilnehmern beider zahlreicher Liebocher Künstle-
mer, Musikschulgebäude EG, Veranstaltungen bildete sich rinnen und Künstler anlässlich
16 Uhr). Dazu und besonders das Ensemble „Spontan“, das der Konzertreihe, die alljährlich
zur Sommerschule laden wir am Festival des Bundes deut- vom Verband der Amateurmu-
herzlich auch Teilnehmer aus scher Zupfmusiker in Bruchsal sikvereine Österreichs (VAMÖ)
Lieboch ein! Vertreten sind ne- (DE) 2018 erstmals auftrat. Vie- veranstaltet wird. Als Dirigent
ben den obligaten Zupfinstru- le Mitglieder kommen aus dem für das Konzert in Wien haben
menten (Gitarre, Mandoline, Mandolinenorchester Salzburg, wir Haruki Noda gewinnen
Mandola) alle klassischen Strei- das seit 1976 unter der Leitung können, den wir als Dozenten
chinstrumente (Violine, Viola, von Mag. Gerhard Heitzinger an der Sommerschule kennen
Violoncello, Kontrabass). Neu- konzertiert. Mit dem aktuellen und schätzen gelernt haben.
anfänger sind besonders herz- Programm möchten wir beson- Natalia Marashova fungierte als
lich willkommen! Erstmals wird ders auf österreichische Kom- Solistin bei der Aufführung von
Jodeln angeboten. positionen des 20. Jahrhunderts Capricio Spagnuolo (Dirigent:
Das Ensemble „Giocoso“ für Zupforchester hinweisen. G. Heitzinger).
veranstaltete 2017 erstmals den Die Errungenschaften der in [Christoph Artner,
internationalen Workshop für Deutschland wirkenden Frau Gernot Rudolph]
Der Dritte Mann ist wieder da
2019 finden wieder mehrere Konzerte mit Cornelia Mayer mit der Musik von Anton Karas aus dem
bekannten Film „Der Dritte Mann“ statt. Zusätzlich wird ein Sonderkonzert veranstaltet.
Im Wiener Dritte-Mann-Muse- den Film. 70 Jahre nach der Weltpremiere
um (Pressgasse 25, 1040 Wien) Termine im Jahr 2019 sind: von „Der Dritte Mann“ wird ein
findet wieder eine Reihe von Samstag, der 20. April, Sams- 70-minütiges Livekonzert mit
Zitherkonzerten mit Themen tag, der 1. Juni, Samstag der 22. Hintergrundgeschichten und
aus dem berühmten Film statt. Juni, Samstag, der 26. Oktober, Filmausschnitten geboten.
Cornelia Mayer interpretiert Samstag der 23. November und Beginn ist jeweils um 18 Uhr,
dabei den unverwechselbaren Samstag, der 28. Dezember. Dauer: 50 Minuten. Karten zu
Klang der Kompositionen von Am 7. September (ebenfalls 15 Euro sind auf oeticket.at er-
Anton Karas und bereichert ih- ein Samstag) findet darüberhin- hältlich; Museumsbesucher, die
ren Vortrag mit Hintergrundge- aus eine Veranstaltung mit dem das Ticket während des Besuchs
schichten und Anekdoten über TItel „Filmmusik X-Large“ statt: lösen, zahlen nur 10 Euro.
Vorschau 13Warum 440?
gen, müssen sie zusammenpas- 1885 fand in Wien eine inter-
sen. Damit ein Instrument in nationale Stimmtonkonferenz
sich stimmt, spielt auch dessen statt, bei der 435 Hz festgelegt
richtiger Bau eine Rolle. Stege wurden. Die letzte derartige
und Bundstege müssen an der Festlegung wurde 1939 durch
richtigen Stelle sitzen (z.B. bei die „International Federation of
Zithern, Gitarren, Mandolinen the National Standardizing As-
usw.), bzw. die richtige Form sociations“ in London getroffen:
Der deutsche Physiker Heinrich haben. Saiten müssen passend jetzt endlich 440 Hz für den Ton
Hertz. (Verhältnis Länge zu Dicke), a1 bei 20°C, was auch im inter-
richtig gespannt und unbeschä- nationalen Normwerk ISO 16
440 steht für 440 Hz, den Kam- digt sein. Bei Blasinstrumenten festgeschrieben worden ist. All
merton a1. Hertz (Hz) ist die gibt es noch weitere beeinflus- diese Normen waren aber nicht
Einheit für die Frequenz (be- sende Punkte (Rohrlängen, so effektiv, dass sich immer alle
nannt nach dem deutschen Bohrungsabstand usw.). sich Musiker daran gehalten hätten.
Physiker Heinrich Hertz). Fre- Musiker, sobald sie zusam- Im deutschen Sprachraum wird
quenz ist in der Physik und menspielen wollten, durch un- bei Symphonieorchestern heute
der Technik ein Maß dafür, mittelbare Absprache zusam- meistens auf 443 Hz gestimmt.
wie schnell bei einem perio- menstimmen. Je größer die Weltweit kommen bei solchen
dischen Vorgang die Wieder- zusammenspielenden Gruppen Orchestern Stimmungen bis auf
holungen aufeinander folgen. wurden, desto größer wurde der 446 Hz vor. Auf historischen In-
440 Hz steht daher für 440 Einfluss der von dieser Gruppe strumenten wird Barockmusik
Schwingungen pro Sekunde. gewählten Stimmung. Moderne oft bei 415 Hz – im Vergleich
Instrumente sind alle auf einen zu 440 Hz ist das ca. 1 Halbton
In der Musik bezieht sich die Bereich um 440 Hz eingestellt. tiefer – klassische Musik bei 430
Frequenzangabe immer auf die Durch den zunehmenden Aus- Hz und Musik aus der Romantik
Grundschwingung eines To- tausch der Musiker – oft über bei 438 Hz gespielt. Es gab übri-
nes. Eine reine Frequenz kann weite Entfernungen hinweg – gens nicht nur den Kammerton
nur durch entsprechende rein entstand das Bedürfnis nach (Kammer = fürstliche Privat-
elektronische Geräte erzeugt einem einheitlichen Stimmton. gemächer) als Stimmton, son-
werden, Instrumente erzeugen Im 17. und 18. Jahrhundert lag dern auch noch den Kirchenton
neben der Grundschwingung der Kammerton häufig bei ca. (auch Orgel- oder Chor-Ton),
noch eine ganze Reihe von wei- 415 Hz. 1788 wurde in Paris der sich bis zu einem Ganzton
teren Schwingungen, die alle eine Frequenz von 409 Hz als von der Norm unterscheiden
in bestimmten Frequenzver- Kammerton festgelegt („Pariser konnte) und den Cornett- und
hältnissen zur Grundschwin- Stimmung“). 1858 traf die fran- den Opernton. Die Unterschie-
gung stehen. Diese sogenann- zösische Akademie mit 437,5 de verloren sich nach 1800.
ten Obertöne definieren den Hz eine neue Festlegung. In der Zurück zur Frage „Warum 440“.
Klang eines Instruments. Für österreichischen Militärmusik Hier die Antwort: Warum nicht!
Instrumente, bei denen das wurde ab Mitte des 19. Jahrhun- Die Stimmung für ein Instru-
Selbststimmen nicht möglich derts bis ca. 1960 überwiegend ment muss nur für das Instru-
ist, muss eventuell sogar ein der „türkische Ton“ verwen- ment selbst und für die anderen
Spezialist hinzugezogen wer- det, der bei 461 Hz liegt. Die- Instrumente für das Zusam-
den (z. B: Akkordeon, Orgel, se Stimmung wird heute noch menspiel passen, der Rest ist
Klavier usw.). Sollen mehrere von den „Original Hoch- und Festlegungssache.
Instrumente gemeinsam erklin- Deutschmeistern“ verwendet. [GFR]
14 WissenswertesHappy Birthday!
85 Jahre - 1934 70 Jahre - 1949
Hans Ebhart Gertrude Huber
Wienerberger Saitenmusik Neues Favoritner Mandolinenorchester
Hedy Flicker
Einzelmitglied Anna Elias
Erster Steyrer Zitherverein
80 Jahre - 1939
Ottilie Kostka 65 Jahre - 1954
Wiener Zitherfreunde „Josef Haustein“ Waltraud Miedl
Alpine Zitherrunde „Enzian“
Erika Lang
Neues Favoritner Mandolinenorchester Anna Stark
Alpine Zitherrunde „Enzian“
Traude Busek
Wiener Zitherfreunde „Josef Haustein“ Maria-Theresia Busch
Einzelmitglied
Gertrude Lakatos
Zitherfreunde Arion Linz 60 Jahre - 1959
Thekla Schirz
Theodor Lieder Mandolinenorchester Salzburg
Landstraßer Mandolinenverein TUMA
Akkordeonorchester Gerda Schmidt
Mandolinenorchester Arion Steyr
Herta Wolfik
Zitherfreunde Arion Linz Walter Windhagauer
Wiener Zitherfreunde „Josef Haustein“
75 Jahre - 1944
Maria Reiffenstein 55 Jahre - 1964
Landstraßer Mandolinenverein TUMA Helga Maier
Mandolinenorchester Jugendmusikensemble PRO MUSICA
VAMÖ-Vorstand
Christa Karner Austrian Cecilia Ensemble
Zitherclub „Almrausch“ Neunkirchen neues wiener mandolinen- und gitarrenensemble
Gertraud Nowak 50 Jahre - 1969
1. Langenzersdorfer Zitherverein Horst Scheiblhofer
Einzelmitglied
Marietta Schwerdtner
Einzelmitglied Ulrike Walzinger
Zitherverein Edelweiß
Christa Bacovsky
Mandolinen-Verein Floridsdorfer Spatzen Sonja Krones
Musikverein „FORTE“
Alfred Fiechtl
Zitherfreunde Arion Linz 40 Jahre - 1979
Sonja Wiesmüller
Norbert Hentschel Landstraßer Mandolinenverein TUMA
Wiener Akkordeon-Ensemble Mandolinenorchester
Landstraßer Mandolinenverein TUMA
Eveline Santner Akkordeonorchester
Mandolinenorchester „ALSZAUBER“ Landstraßer Mandolinenverein TUMA
Alpine Zitherrunde „Enzian“ Mandolinenensemble
Stadlauer Zither-Akkordeon Quartett
30 Jahre - 1989
Julia Gappmaier
Austrian Cecilia Ensemble
Aus dem Verein 15Nachrichten aus der Redaktion
Liebe Autoren und inhaltlich und formal entspre- wir in den Veranstaltungskalen-
liebe Autorinnen! chende periodische Publikation der aufnehmen sollen, erbitten
erstellen, und wir danken Ihnen wir Informationen zu folgenden
Die VAMÖ-Nachrichten, die an dieser Stelle für Ihre enga- Angaben:
vier Mal im Jahr erscheinen, gierte Mitarbeit, ohne die es kei- Was: Titel der Veranstaltung
werden in der Vorbereitungs- ne VAMÖ-Nachrichten gäbe. In Wann: Tag, Uhrzeit
phase für jede Ausgabe immer diesem Zusammenhang dürfen Wo: Ort, ev. Adresse
von einem Redaktionsteam be- wir uns auch mit einer Bitte an Eintritt: €
treut. Dieses Team nimmt Ihre Sie wenden, die es uns erleich- Infos: (Website, E-Mail ...)
Artikel gerne entgegen und ist tert, unsere redaktionelle Arbeit Ja und dann ist dann noch die-
bestrebt, diese möglichst so zu durchzuführen: Bitte schicken ser ominöse Redaktionstermin,
veröffentlichen, wie Sie diese Sie Ihre Beiträge ausschließlich und es ist gar nicht so leicht,
für die VAMÖ-Nachrichten ge- an die folgende E-Mail-Adresse: diesen immer einzuhalten. Aber
schrieben haben. Nun gibt es in redaktion@vamoe.at. Sie kön- dieser Termin ist leicht zu mer-
dem genannten Redaktionsteam nen uns auch ein wenig unsere ken. Es ist immer der 20. Kalen-
seit Beginn 2019 eine kleine Än- Arbeit erleichtern, wenn Sie uns dertag in jedem 3. Monat des
derung. Das Team wurde durch einen Text schicken, der un- Jahres beginnend mit dem 20.3.,
einen Redakteur ergänzt: Mein gefähr auf eine A4-Seite passt. dann der 20.6. und so fort ... Bis
Name ist Harald Eichelberger Wenn der Text kürzer ist, stellt dahin sollten Ihre Beiträge an
und meine Aufgabe ist es, Ihre das kein Problem für uns dar, der obigen E-Mail-Adresse ge-
Artikel entgegenzunehmen, zu längere Texte müssen wir dann landet sein.
sichten, etwaige Fragen mit Ih- meist kürzen, und das ist immer Nun ist unsere Bitte doch et-
nen zu klären, die orthografi- schwierig. Bitte schicken Sie uns was umfangreicher geworden,
sche Richtigkeit zu überprüfen Ihre Texte ausschließlich in ei- hilft aber sicher bei der Zusam-
und die Vorformatierung für ner Word-Datei. Sie helfen uns, menarbeit von Autorinnen und
das Layout und den Druck her- wenn Sie in diese Datei mög- Autoren und dem Redaktions-
zustellen. Das fachlich versier- lichst wenige Formatierungen team, das für ihre Bereitschaft
te Redaktionsteam wirft noch verpacken. Wenn Sie uns Bilder und Ihre Beiträge herzlich Dan-
einen prüfenden Blick auf die schicken, so erbitten wir diese in ke sagt.
sachliche Richtigkeit der Publi- einer extra jpg-Datei, die nicht [Harald Eichelberger]
kationen. In dieser Teamarbeit in der Textdatei integriert ist.
können wir mit Ihrer Hilfe eine Für Ihre Ankündigungen, die
Gesucht: Kontrabass-MusikerIn für Stubenmusik
Liebe MusikerkollegInnen! Wir auch „Ausflüge“ in die Klassik. und können jederzeit unterstüt-
sind eine bekannte Hackbrett- Eigenkompositionen runden zend tätig sein. Es sind für alle
musik in der Besetzung Hack- unser Repertoire ab. Stücke Noten vorhanden, freies
brett, Zither, Gitarren, Kontra- Unsere Proben finden wö- Spiel ist nicht erforderlich.
bass. Aktuell suchen wir eine/n chentlich derzeit jeweils Frei-
Kontrabass-MusikerIn. tagnachmittags in Puchenau bei Mit musikalischen Grüßen
Linz statt. Im Probenlokal steht Ulrich Sulzner (Leiter der
Wir haben derzeit 15–20 öffent- ein Übungsinstrument zur Ver- Kuchltischmusi)
liche Auftritte im Jahr und be- fügung. Kontakt:
fassen uns vorwiegend mit ech- In der Gruppe sind Musiker, Mobil +43 (676) 3833752
ter Volksmusik, machen aber welche selbst Kontrabass spielen www.kuchltischmusi.at
16 Aus dem VereinZu verkaufen Helga Zauner †
Eine Kontrabassgitarre von Helga Zauner, Mitbegründerin Helga Zau-
Dieter Hopf steht zum Verkauf. der Floridsdorfer Spatzen, ist ner verstarb
am 10. Februar 2019 völlig un- uner wartet
Das Instrument ist absolut neu- erwartet von uns gegangen. am 10. Feb-
wertig, da selten gespielt. Ver- ruar 2019.
kaufpreis: 1.000 Euro (Neupreis: Geboren wurde sie am 9. Ap-
1.300 Euro). Die Tasche ist in- ril 1943 in Wien, ihre früheste
klusive. Kindheit verbrachte sie in Wr.
Kontakt: Helga Maier, Neustadt, bevor sie mit ihren
0676/4601596 oder maierhel- Eltern Gertrude und Josef Sed- dolinenorchester Floridsdorfer
ga@aon.at. lacek nach Wien übersiedelte. Spatzen, dem sie einige Jahre
Musikbegeisterung lag seit Ge- auch als Obfrau vorstand. Von
nerationen in der Familie. Ihr der Gitarre stieg sie später auf
Großvater war sehr musikalisch Mandola um und spielte auch
und gab dies an seine Toch- in anderen Vereinen wie dem
ter Gertrude weiter. Enkelkind Neuen Favoritner Mandolinen-
Helga lernte Gitarre und wurde orchester und Österreichischen
bereits 1952 mit ihren Eltern Pensionistenorchester mit gro-
Mitglied des legendären Man- ßer Begeisterung.
dolinenvereins Arion, der viel-
beachtete Konzerte im Großen Ihr plötzlicher Tod kam für alle
Saal des Wiener Konzerthauses völlig überraschend. Sie wollte
gab. ins Seniorenheim auf die Hohe
Helga Zauner gab ihr Wis- Warte übersiedeln – dieses hatte
sen gerne weiter und unterrich- sie sich ausgesucht, da sie in der
tete viele Kinder im Gitarres- Barawitzkagasse aufgewachsen
piel. Auch ihre eigenen Kinder war und so das Gefühl hatte,
tauchten in die Welt der Musik wieder in ihrer „alten Heimat“
ein. So lernte die Tochter Man- zu sein. Einen Tag bevor es so-
doline und ihr Sohn wurde weit war, hat sie sich aber dann
Schlagzeuger (sehr zur Freu- doch entschieden, ihre „letzte
de mancher Nachbarn). 1973 Übersiedlung“ anzutreten. Wir
Diese schöne Kontrabassgitarre gründete Helga Zauner gemein- werden sie vermissen und in
steht zum Verkauf. sam mit ihrer Mutter das Man- lieber Erinnerung behalten.
Gesucht: Unterstützung für VAMÖ-Vorstand
Wanted! Gesucht wird Verstär- penleitung Akkordeon. Für deon suchen wir jemanden, der
kung für das VAMÖ-Vorstands- die Funktion als 2. Kassier/in Beziehung zum Instrument Ak-
team. suchen wir jemanden, der mit kordeon und Lust auf organisa-
Zahlen und Buchhaltung um- torische Tätigkeiten in diesem
Da einige Vorstandsmitglieder gehen und so den 1. Kassier in Umfeld hat.
in Zukunft kürzer treten wollen, seinen vielfältigen Tätigkeiten Wir hoffen auf zahlreiche
suchen wir Ersatz für unsere(n) unterstützen kann. Meldung zu diesen ehrenamtli-
2. Kassier/Kassierin und Un- Für die Unterstützung der chen Tätigkeiten per E-Mail an
terstützung für die Fachgrup- Fachgruppenleitung Akkor- office@vamoe.at.
Aus dem Verein 17Ehrung für Juroren Der Vorstand des VAMÖ hat beschlossen, drei langjährige, verdienstvolle Jurymitglieder der VAMÖ-Akkordeonwettbe- werbe zu ehren. Seit dem Jahr 1996 war Frau Dir. Eva Haupt, Akkordeonistin, Ak- kordeonlehrkraft und Schullei- terin der Musikschule der Stadt Wien-Favoriten als Jurorin da- Eva Haupt, Hermi Kaleta, Felix Lee, Gertrude Kisser und Marianne bei. Im Jahr 1991 konnte Herr Klicka bei der Verleihung der Ehrungen. Prof. Felix Lee, Komponist, Ak- kordeonist und Akkordeonlehr- der Stadt Wien Frau Prof. Ger- keit als Jurymitglieder und in kraft der Musikschule Wien als trude Kisser. Beim Festkonzert der Akkordeonbewegung. Frau Juror gewonnen werden. Von des diesjährigen VAMÖ-Ak- Brigitte Cervinek, 1. Langenz- Anbeginn an dabei (seit 1982) kordeonwettbewerbs überreich- ersdorfer Zitherverein erhielt war die Akkordeonistin, inter- te die Präsidentin des VAMÖ, beim diesjährigen VAMÖ-Kon- nationale Preisträgerin, Ensem- Ltg.-Präs. a. D. Marianne Klicka zert eine Auszeichnung für ihre bleleiterin, Komponistin und ihnen Diplome und würdigte langjährige Mitgliedschaft. Lehrkraft an der Musikschule in einer Ansprache ihre Tätig- [Hermi Kaleta] Interkulturelle Musik fördern Gemeinsames Musizieren verbindet: Mit dem bundeszentralen berufsbegleitenden Lehrgang „In- terkulturelle Ensemblepraxis“ (ab 25.11.2019) lädt die Bundesakademie Trossingen ein, sich für die musikalische Praxis mit Stimme und Instrumenten, Klängen, Rhythmen, Liedern und Tänzen aus verschiedenen Kulturen, insbesondere dem orientalischen Kulturraum, fortzubilden. Im Zentrum des Lehrgangs Seminarreihe „welt.kultur.pra- stehen Instrumentalpraxis, xis“ und kann entweder ohne Arrangieren sowie musikthe- Prüfung belegt oder mit einer oretisches und methodisches zertifizierenden Prüfung abge- Handwerkszeug für die Arbeit schlossen werden. in Klassen und Ensembles oder Die Seminarreihe „welt.kultur. die freie Jugendarbeit. In einem praxis“ richtet den Blick jeweils eigenen Projekt vor Ort haben auf ausgewählte Bereiche des in- die Teilnehmenden Gelegen- terkulturellen Musizierens, dar- heit, das Gelernte unmittelbar unter „Trommeln & Percussion“ zu erproben und im Wechsel (6.-8.9.2019), „Gesang & Stim- zwischen Akademie- und Pra- me“ (1.-3.5.2020) und „Tanz xisphasen sowie im Austausch & Bewegung“ (18.-20.9.2020). mit Dozent*innen und Kol- Eine Teilnahme ist auch unab- leg*innen weiterzuentwickeln. hängig vom Lehrgang möglich. Der berufsbegleitende Lehr- Informationen zu allen Wei- gang erstreckt sich über vier terbildungen finden Sie unter bzw. fünf Akademiephasen so- www.bundesakademie-trossin- wie optionale Module aus der gen.de. 18 Aus Verein & Musikwelt
Marcel Azzola (1927– 2019) †
Marcel Azzola war ein berühm- 1950er-Jahren war er als Beglei-
ter französischer Akkordeo- ter von Yves Montand, Edith
nist. Er wurde am 10. Juli 1927 Piaf, Gilbert Becaud und Juliette
als Sohn italienischer Eltern in Greco tätig, außerdem arbeitete
Paris geboren. er mehrere Jahre mit Jacques
Brel zusammen. Seine langjäh-
Der verstorbene französische
Schon sehr früh zeigte sich rige Partnerin war die Pianistin
Akkordeonist Marcel Azzola.
seine musikalische Begabung. Lina Bossati. Im Alter startete er
Zunächst erlernte er das Vio- eine zweite Karriere als Jazzmu-
linspiel, und erst später begann siker u. a. mit Stephane Grap-
er Akkordeon zu spielen. Schon pelli und Toots Thielemans. Er
mit 12 Jahren trat er in Pari- spielte auch mit Richard Gallia-
ser Cafés bei Konzerten auf. Er no. Am 21. Januar ist er im Alter
war sehr vielseitig begabt und von 91 Jahren friedlich verstor-
spielte Musette, Tango, Klassik, ben. R.I.P.
Jazz- und Swingmusik. Ab den [Hermi Kaleta]
Ein Erbe für alle
103 Traditionen aus Österreich: Ein Buch von Maria Walcher und
Edith A. Weinlich, erschienen im Folio-Verlag.
Maria Walcher ist Volkskundle- kannt wurde die Zither durch
rin und Volksmusikforscherin ein Arbeiterkind (Anton Karas)
und entdeckte in den verbor- aus Wien. Ehemals als Bett-
gendsten Winkeln Österreichs ler- und Lumpeninstrument
viele Traditionen. Sie arbeitete verschrien, interessierten sich
viele Jahre in der Österreichi- gegen Mitte des 19. Jahrhun-
schen UNESCO-Kommission derts Wiener Musiker, Kompo-
an maßgeblicher Stelle für das nisten und Instrumentenbau-
immaterielle Kulturerbe. Edith er für die Zither. Gemeinsam
A. Weinlich, ebenfalls Volks- entwickelten sie aus der Fülle Kompositionen. Schnell erober-
kundlerin, arbeitet als Projekt- von unterschiedlich gebauten te die Zither die großen Büh-
managerin für Verlage und und besaiteten Vorläufern eine nen. Noten wurden gedruckt,
als Autorin. Ihre Sehnsucht spezielle Form und Stimmung: es gab zahlreiche Zitherschu-
nach der ländlichen Welt ihrer die Wiener Zither. Die Wiener len, es kam zur Gründung von
Kindheit hat die beiden zusam- Zither gefiel zunächst der Ober- Zithervereinen und Wien galt
mengeführt und dieses Buch schicht als „Alpeninstrument“. als Zentrum des Zitherspie-
erscheinen lassen. Im Kapitel Herzog Max von Bayern selbst les. Die Kennmelodie für die
„Die Wienerin mit Weltruhm“ spielte Zither. Er engagierte den Schlüsselfigur des Harry Lime
geht es um die Zither, die in das Weinviertler Wirtshaussohn Jo- im Film „Der dritte Mann“ trug
Verzeichnis des immateriellen hann Petzmayer als Kammer- die Klänge der Wiener Zither
Weltkulturerbes aufgenommen zitherspieler, und seine Tochter hinaus in die Welt.
wurde. Als musikalische Ku- Kaiserin Sisi wurde zur Schirm- Mehr erfahren Sie in dem reich
riosität in den Salons der Aris- herrin der Wiener Zither. Nam- illustrierten Buch „Ein Erbe für
tokratie entstanden, inspirierte hafte Stars der Zeit, wie Johann alle“ aus dem Angebot des FO-
ihr zauberhafter Klang berühm- Strauss und Franz Lehar ver- LIO Verlags.
te Komponisten. Doch weltbe- schafften ihr Auftritt durch ihre [Hans Haslinger]
Aus der Musikwelt 19Klingende Briefmarke
Weitere hohe Auszeichnung Sie ist die letzte Ausgabe der in einer kleinen Auflage erhält-
für die Wiener Zither: Am 20. Serie „Musikinstrumente“ lich, solange der Vorrat reicht.
März 2019 wurde die Sonder- und hat einen Nennwert von € Zur Präsentation der Marken
briefmarke „Wiener Zither“ 2,10. Ausschlaggebend für die spielte Cornelia Mayer auf der
der österreichischen Post mit Wahl des Instrumentes waren abgebildeten Zither Highlights
einem Live-Zitherkonzert aus zwei Gründe: zum einen wur- aus der Filmmusik „Der Dritte
der Taufe gehoben. de die „Wiener Stimmung und Mann“ und romantische, ori-
Spielweise der Zither“ im März ginale Konzertmusik von Carl
2017 ins nationale Verzeichnis Umlauf. Sie erklärte außerdem
des immateriellen Kulturerbes anschaulich die Spielweise der
der UNESCO Österreich auf- Wiener Zither und ihren daraus
genommen und zum anderen resultierenden einzigartigen,
feiern wir 2019 das 70-Jahr Ju- unverwechselbaren Klang.
biläum der Premiere des Films Vertreterinnen und Vertre-
„Der dritte Mann“ (September ter von Tourismus-Anbietern
1949, London). Vienna Walks und Talks, Wien
Auf der Marke ist eine ca. Kanal - 3. Mann Tour und Dritte
120-jährige Harfenzither aus Mann Museum Wien luden zu
Die Sonderbriefmarke. der Linzer Zither-Werkstatt von ihren umfangreichen und wis-
Eduard Heidegger abgebildet. senswerten Programmen ein.
Der Ersttagsstempel zeigt einen Sie lüfteten Geheimnisse, war-
Zitherring, eines der wichtigsten um „Der Dritte Mann“ bis heute
Attribute für die Zitherspielen- in der ganzen Welt bekannt und
den. Das historische Instrument beliebt ist. Und, dass es auch für
stammt aus dem umfangreichen Wienerinnen und Wiener noch
Fundus der Zitherspielerin Cor- viel Interessantes rund um den
nelia Mayer und wurde von der Kult-Film in der eigenen Stadt
großartigen Markenkünstlerin zu entdecken gibt.
Maria Schulz für die Briefmarke Beim überaus passenden,
gezeichnet. köstlichen Heurigenbuffet
Gleichzeitig mit der Son- herrschte fröhliche Feststim-
derbriefmarke „Wiener Zither“ mung, die von einer spannen-
wurden am 20. März im Haupt- den Sonderausstellung und
verband der Philatelisten-Ver- einer kurzen Videoshow des
eine am Getreidemarkt auch Dritte Mann Museums abge-
personalisierte Marken zum rundet wurde. An die Feierstun-
Thema „Der Dritte Mann“ de anschließend signierte Maria
aufgelegt. Diese sind als Vie- Schulz unzählige Ersttags-Bele-
Verleihungsurkunde der UNES- rerblock oder Viererstreifen ge, deren Wert dadurch gestei-
CO für die Wiener Stimmung. postfrisch oder als Kartenset gert wird. [Cornelia Mayer]
20 Aus der MusikweltWohin?
APRIL 2019 Was: Festkonzert – 90 Jahre Erster Steyrer
Zitherverein
Wann: 19 Uhr
Freitag, 26. April 2019 Wo: Stadttheater Steyr
4400 Steyr, Volksstraße 5
Was: „Einfachtierisch“ Wiener Akkordeonclub Eintritt: VVK € 15,- / AK € 17,-
Favoriten Kontakt: info@zitherverein-steyr.at
Wann: 19 Uhr
Wo: Theaterssal am Kurpark Oberlaa Sonntag, 28. April 2019
1100 Wien, Fontanastraße 10
Eintritt: € 12,- bis 16,- Was: Frühlingskonzert des Neuen Favoritner
Kontakt: gabriele.ebenstein@gmx.at Mandolinenorchesters
Wann: 16 Uhr
Freitag, 26. April 2019 bis Wo: Festsaal Zentrum Simmering – SIMM City
1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße 96a
Sonntag, 28. April 2019 Eintritt: € 12,- u. 14,-
Kontakt: gertrude-huber@chello.at
Was: 8. Internationaler Wettbewerb für Zither
Wo: München, Gasteig, Hörsaal u. Kleiner Kon-
zertsaal
Infos: www.zitherbund.de MAI 2019
Samstag, 27. April 2019 Samstag, 04. Mai 2019
Was: Frühlingskonzert der Zitherfreunde Arion
Was: 40. Frühlingskonzert - 1. Langenzersdorfer mit Gästen
Zitherverein Wann: 17 Uhr
Wann: 15.30 Uhr Wo: Festsaal des Neuen Rathauses in Linz
Wo: Festsaal der Gemeinde Langenzersdorf 4040 Linz, Hauptstraße 1-5
2103 Langenzersdorf, Hauptplatz 9 Eintritt: VVK € 14,- /AK € 16,-
Eintritt: € 10,-/14,-/16,- Kinder: € 5,- Kontakt: helmut.zaiser@liwest.at
Kontakt: gertrude.reinthaler@aon.at
Samstag, 11. Mai 2019
Was: Villa Wunder – Musiktheater für Kinder
mit Martin Mallaun, Zither Was: Frühjahrskonzert des Landstraßer Mando-
Wann: 16 Uhr linenverein TUMA
Wo: St. Johann in Tirol, Alte Gerberei Wann: 16 Uhr
Eintritt: nicht bekannt Wo: Festsaal des Amtshauses Wien 3
Kontakt: gertrude.reinthaler@aon.at 1030 Wien, Karl Borromäus-Platz 3
Eintritt: € 10,- u. 15,-
Kontakt: helmut.zaiser@liwest.at
Termine 21Wohin?
Was: Akkordeonkonzert „Offene Probe“, 1. Ge- Was: 150 Jahre Österreich - Japan/Yomiuri Inter-
rasdorfer Akkordeon-Ensemble nationales Kunstfestival
Wann: 18 Uhr Wann: 19 Uhr
Wo: Kulturzentrum Seyring bei Wien Wo: Wiener Musikverein, Brahms-Saal, Musik-
Eintritt: Spenden für karitative Organisation vereinsplatz 1, 1010 Wien
Eintritt: frei; Zählkarten an der Musikver-
Freitag, 17. Mai 2019 einskassa und unter alfred@klicka.at
Was: Konzertabend Heinrich Biegenzahn Sonntag, 26. Mai 2019
Wann: 20 Uhr
Wo: Klaviergalerie Wien Was: „Mühlauer Singmesse“, Die Kuchltischmusi
1070 Wien, Kaiserstraße 10 und der Puchenauer Dreigesang gestalten den
Eintritt: € 15,- Sonntagsgottesdienst, auf der Brucknerorgel
Kontakt: hbiegen@hotmail.com spielt Ulrich Sulzner
Wann: 10.30 Uhr
Wo: Linz, Alter Dom, Domgasse (Ignatiuskirche)
Samstag, 18. Mai 2019
Was: Aufg´spüt wird! Steyrdorfer Saitenklang Mittwoch, 29. Mai 2019 bis
Wann: 17 Uhr
Wo: Gasthof Pöchhacker
Sonntag, 02. Juni 2019
4400 Steyr, Sierninger Straße 122 Was: VAMÖ-Mandolinen- und Gitarrenseminer
Kontakt: saitenklang@gmx.at Wo: Schloss Hotel Zeillern
3311 Zeillern, Schloss-Straße 1
Dienstag, 21. Mai 2019 Kosten: siehe VAMÖ-Homepage
Kontakt: mg-seminar@vamoe.at
Was: Frühlingskonzert – Musikverein FORTE
JUNI 2019
Wann: 19 Uhr
Wo: Haus der Begegnung XX
1200 Wien, Raffaelgasse 11-13
Eintritt: frei
Kontakt: gottfried.gassenbauer@chello.at
Sonntag, 02. Juni 2019
Was: Nostalgischer Nachmittag - Schwechater
Samstag, 25. Mai 2019 Zitherverein
Wann: 16 Uhr
Was: Mandolinenorchester Alszauber Wo: Gasthof Felmayer, Felmayer´s Himmel
Wann: 18 Uhr 2320 Schwechat, Neukettenhofer Str. -8/1
Wo: Orthopädisches Spital – Speising. Festsaal Eintritt: frei
1130 Wien, Speisinger Strße 109 Kontakt: plackingerluise@telering.at
Eintritt: € 12,-
Kontakt: gottfried.gassenbauer@chello.at
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