Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg - IHK Emden

 
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Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg - IHK Emden
Wirtschaft
Ostfriesland & Papenburg
                                                  Industrie- und Handelskammer
                                                  für Ostfriesland und Papenburg

                                                         Dezember 2018
                                                       www.ihk-emden.de

                  Titelthema

                  Mittelstand entlasten
                  Interview                Recht kompakt
                  WOP stellt Fragen zur    In der Weihnachtszeit
                  Digitalisierung in der   müssen Betriebe einiges
                  Ausbildung. S. 14        beachten. S. 26
Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg - IHK Emden
Sonnige Zeiten für den
                         Mittelstand – mit
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                                                                  haft gute Renditen. Gleich im
                                                                  ersten Gespräch ermitteln
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                                                                  wir aus Ihrem Verbrauchsver-
  Die Stromkosten steigen. Machen
                                                                  halten per „Quick Check“ die
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eon.de/solar-mittelstand
Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg - IHK Emden
Editorial

                                        Gemeinsam den
                                        Mittelstand entlasten
                                        D     ie deutsche Wirtschaft steht gut
                                              da. Zugleich gibt es aber erste
                                        Anzeichen dafür, dass der Aufschwung
                                        in Deutschland gebremst werden
                                        könnte. Noch zeigen die wirtschaftli-
                                        chen Kerndaten ein positives Bild:
                                        Rekordbeschäftigung, zuversichtliche
                                        Verbraucher und stabile Investitionen
                                        der Unternehmen. Als Folge davon
                                        steigen die Steuereinnahmen weiter
                                        und die öffentlichen Haushalte ver-
                                        zeichnen Rekordüberschüsse.
                                        Gleichzeitig mangelt es hierzulande
                                        nicht an großen Herausforderungen:
                                        Digitalisierung, Fachkräftemangel und
                                        der in immer mehr Unternehmen an-
                                        stehende Generationswechsel stellen
                                        vor allem die mittelständisch geprägten
                                        Betriebe vor existenzielle Fragen.
                                        Was macht die Politik? Es gibt positive
                                        Zeichen. Etwa bei der Digitalisierung. DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer. Foto: Chaperon
                                        Hier soll deutlich aufgestockt werden.
                                        Zum Abbau von Bürokratie gibt es
                                        ebenfalls gute Ansätze. Angesichts der guten wirtschaftlichen
                                        Entwicklung hätte ich von der neuen Bundesregierung aber
                                        auch konkrete Entlastungen für den Mittelstand erwartet.
                                        Bereits zehn Jahre sind vergangen seit der letzten Reform der
                                        Unternehmenssteuern. Im internationalen Vergleich werden
                                        wir so allmählich wieder ein Hochsteuerland. Der Mittelstands-
                                        bauch in der Einkommensteuer ist noch immer da, beim ge-
                                        planten Abbau des Solis dürften die meisten Personenunter-
                                        nehmen zunächst außen vor bleiben. Bei der Erbschaftsteuer
                                        haben wir zwar ein neues Gesetz, aber keine rechtssichere
                                        Umsetzung in der Praxis.
                                        Wir machen der Politik deshalb regelmäßig konkrete Vorschlä-
                                        ge. So haben wir für einen merklichen Abbau von Bürokratie
                                        der Bundesregierung eine umfangreiche Liste vorgelegt, ba-
                                        sierend auf Befragungen und vielen Gesprächen mit Unter-
                                        nehmen. Entlastungspotenzial gibt es in vielen Bereichen:
                                        Datenschutz, Statistiken, Genehmigungen, Dokumentations-
                                        pflichten, Aufbewahrungsvorschriften – viele Regelungen sind
                                        weit entfernt vom betrieblichen Alltag.
                                        Unsere IHK-Organisation ist bei all diesen Themen der rich-
                                        tige Ansprechpartner für die Betriebe. Wo drückt in Ihrem
Titelfoto: stokkete / stock.adobe.com

                                        Unternehmen der Schuh? Wenden Sie sich an Ihre IHK vor
                                        Ort oder an den DIHK – getreu dem Motto: Gemeinsam den
                                        Mittelstand entlasten!                                      <

                                                                                           Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018        3
Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg - IHK Emden
Inhalt

Wirtschaft
Ostfriesland & Papenburg
    Editorial

    3 Kommentar
      Gemeinsam den Mittelstand entlasten

    Positionen

    6 Ehrenamt
      Ehre, wem Ehre gebührt

    Titelthema
    8 Bürokratieabbau
      Mittelstand stärker entlasten

    van Buten un Binnen

14 Interview
   „Noch Luft nach oben“

                                                                      8
16 Verkaufsoffene Sonntage                                                  Titelthema: Bürokratieabbau
   IHKN sieht Gesetzesentwurf positiv
16 IHK-Handelsausschuss                                                    Mittelstand stärker entlasten
   Unternehmer besuchen Polizeiinspektion
18 Regionalforum „Digitalisierung“                                         Gerade kleine und mittelständische Betriebe tragen
   Smart aus der Krise                                                     schwer an ihrer bürokratischen Last. Das will die
20 Zahlenspiegel                                                           Bundesregierung jetzt ändern.
   Daten und Fakten aus der Region
21 Standortpolitik
   Wirtschaft traf Politik in Norden und

                                                                      18
   Wiesmoor                                                                  Regionalforum
22 Landesbestenehrung 2018
   IHKN zeichnet Landesbeste aus                                           Smart aus der Krise
22 Promotiedagen 2018
   Ostfriesland zu Gast auf Groninger                                      Der digitale Wandel führt die
   Wirtschaftsmesse                                                        Hafenwirtschaft auf neue Wege.
23 Firmen & Personen
   Jubiläen

    IHK-Ratgeber

24 Ostfriesland Digital
   Der Sandmann
                                                       Foto: Möller

26 Recht kompakt
   Recht weihnachtlich

4      Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018
Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg - IHK Emden
Die
                                                                                                                                              Wirtschaft
                                                                                                                                            Ostfriesland &
                                                                                                                                             Papenburg
                                                                                                                                           gibt es auch als
                                                                                                                                      Onlineversion im
                                                                                                                                                       Internet.
                                                                                                                                            www.ihk-
                                                                                                                                            emden.de

                                                                                              Veranstaltungen

                                                                                             28 Save the date
                                                                                                Veranstaltungen in der Region
                                                                                             36 Seminarkalender
                                                                                                Weiterbildung von A bis Z

                                                                                              Das letzte Wort

                                                                                             40 Unternehmer des Monats
                                                                                                Eine Stimme für die Wirtschaft
                                                       Foto: jeancliclac / stock.adobe.com

                                                                                               Ihre Ansprechpartner bei der IHK
                                                                                               • Hauptgeschäftsführer: Dr. Torsten Slink, Tel. 8901-22,
                                                                                                 E-Mail: torsten.slink@...
                                                                                               • Referent: Julian Stodt, Tel. 8901-73, E-Mail: julian.stodt@...
                                                                                               • Öffentlichkeitsarbeit: Stefan Claus, Tel. 8901-30,
                                                                                                 E-Mail: stefan.claus@...
                                                                                               • Sekretariat Hauptgeschäftsführer:
                                                                                                 lnsa Hamphoff, Tel. 8901-23, E-Mail: insa.hamphoff@...
                                                                                                 Karoline Aden, Tel. 8901-25, E-Mail: karoline.aden@...
                                                                                               Industrie, Innovation und Umwelt
                                                                                               • Stellv. Hauptgeschäftsführer: Dr. Jan Amelsbarg, Tel. 8901-26,
                                                                                                 E-Mail: jan.amelsbarg@...

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                    Ostfriesland Digital                                                       • Referent: Michael Tischner, Tel. 8901-37,
                                                                                                 E-Mail: michael.tischner@...
                   Der Sandmann                                                                • Referentin: Dr. Katharina Mohr, Telefon 04921 8901-152
                                                                                                 E-Mail: katharina.mohr@...

                   Das Quarzwerk in Marx fördert bis                                           Handel, Dienstleistungen und Recht
                                                                                               • Abteilungsleiter: Reinhard Hegewald, Tel. 8901-85,
                   zu 250 Tonnen Sand pro Stunde.                                                E-Mail: reinhard.hegewald@...
                                                                                               • Referent: Simon Alex, Tel. 8901-83, E-Mail: simon.alex@...
                                                                                               International, Raumordnung, Tourismus, Verkehr,
                                                                                               Wirtschaftsförderung
                                                                                               • Abteilungsleiter: Arno Ulrichs, Tel. 8901-38, E-Mail: arno.ulrichs@...
                                                                                               • Referent: Hartmut Neumann, Tel. 8901-34,
                                                                                                 E-Mail: hartmut.neumann@...
                                                                                               • Referent: Murat Özdemir, Tel. 8901-24, E-Mail: murat.oezdemir@...
                                                                                               Aus- und Weiterbildung
                                                                                               • Abteilungsleiter: Timo Weise, Tel. 8901-40, E-Mail: timo.weise@...
                                                                                               • Referent: Dirk Bleeker, Tel. 8901-82, E-Mail: dirk.bleeker@...
                                                                                               Zentrale Dienste, Finanzen und Beiträge
                                                                                               • Abteilungsleiterin: Elfriede Ritzenthaler, Tel. 8901-50,
                                                                                                 E-Mail: elfriede.ritzenthaler@...
                                                                                               • Referent: Walther Dörr, Telefon: 04921 8901-53,
                                                                                                 E-Mail: walther.doerr@...
Foto: Claus

                                                                                               Tel. 04921 ..., E-Mail: ...@emden.ihk.de, Ringstraße 4, 26721 Emden

                                                                                                                 Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018            5
Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg - IHK Emden
Positionen I Ehrenamt

Einige von vielen (v.l.): Heinz Kruse, Harm Janssen
(Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Emden), David
Jürgens, Lothar Brandt (beide Ausbildungswerkstatt
Weener) und Johann Waalkens sind ehrenamtlich
bei der IHK tätig. Foto: Möller

6     Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018
Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg - IHK Emden
Ehre, wem
Ehre gebührt
Im November ehrte die IHK ihre
langjährigen, ehrenamtlichen
Mitarbeiter – und dankte ihnen für
ihr unermüdliches Engagement.

A     ls Prüfer in der Aus- und Weiterbildung führen
      sie junge Menschen in einen neuen Lebensab-
schnitt. In der Schlichtungsstelle helfen sie Unter-
nehmern und Auszubildenden bei Streitigkeiten. In
der Einigungsstelle vermitteln sie bei Streitigkeiten
im Wettbewerbsrecht. In den IHK-Fachausschüssen
und Gremien gestalten sie die wirtschaftliche Ent-
wicklung der Region mit. Würde es sie nicht geben
– die Wirtschaft in der Region sähe um einiges
schlechter aus. Gemeint ist das IHK-Ehrenamt, dass
jedes Jahr viele Arbeitsstunden damit verbringt, die
Region Ostfriesland und Papenburg zu einem bes-
seren Wirtschaftsstandort zu machen – ehrenamtlich
und unentgeltlich.
Am Ehrenamtstag hat die IHK ihre langjährigen,
ehrenamtlichen Mitarbeiter für ihr unermüdliches
Engagement ausgezeichnet. Im Gegensatz zur Frei-
willigen Feuerwehr oder dem Deutschen Roten
Kreuz – die ohne Frage eine sehr wichtige und gute
Arbeit leisten – agiert das IHK-Ehrenamt deutlich
geräuschloser und viel weniger im Rampenlicht.
Keine Sirenen und keine Signalleuchten kündigen
sie an. Dennoch ist ihr Beitrag von ebenso großer
Bedeutung für die Region. Das IHK-Ehrenamt si-
chert mit seinem Prüfungswesen seit 60 Jahren den
Fachkräftebedarf in der Region. In seinen Fachaus-
schüssen thematisiert es im offenen Diskurs die He-
rausforderungen und Erfordernisse, die Ostfriesland
und Papenburg als Wirtschaftsstandort zukünftig
meistern muss. In der IHK-Vollversammlung fassen
ehrenamtlich gewählte Unternehmer die Beschlüsse,
mit denen die IHK ihre Forderungen an die Landes-
und Bundespolitik heranträgt und mit denen sie die
wirtschaftliche Entwicklung der Region voranbringt.
Das IHK-Ehrenamt kann keine Brände löschen. Es
kann auch keine Leben retten. Aber es kann die
Wirtschaft und den Wohlstand in unserer Region
fördern und Ostfriesland und Papenburg damit zu
einem noch schöneren Ort machen, als er es jetzt
schon ist. Hierfür sagen wir Danke.                 <

Mehr zu diesem Thema
    Dok.-Nr. 4272588

      Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018   7
Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg - IHK Emden
Titelthema I Bürokratieabbau

                                                                                                      Veränderungen in Gesellschaft oder Wirtschaft
                                                                                                      ziehen häufig auch einen größeren Bürokratie-
                                                                                                           Aufwand nach sich. Foto: stokkete / stock.adobe.com

         Mittelstand stärker entlasten
         Die mittelständische Wirtschaft ist von Bürokratie ganz besonders belastet. Darauf hat
         der Nationale Normenkontrollrat (NKR) in den vergangenen Jahren immer wieder
         hingewiesen. Die Bundesregierung will nun mit einigen Maßnahmen gegensteuern.
                                                      satzsteuer oder weniger Aufwand im            wie sie die Folgekosten einer Regelung
         VON DR. JOHANNES LUDEWIG                     Öffentlichen Auftragswesen. Nun sollen        durch Entlastungen kompensieren kann.
                                                      möglichst viele sinnvolle Vorschläge in       Dass die bürokratischen Belastungen für

         M       an muss kein Experte sein um zu
                 wissen: Die mittelständische Wirt-
         schaft ist von Bürokratie ganz besonders
                                                      den nächsten Monaten umgesetzt wer-
                                                      den, und zwar so, dass sie in erster Linie
                                                      den Mittelstand entlasten.
                                                                                                    die Wirtschaft in den letzten Jahren re-
                                                                                                    duziert wurden, bestätigt die Wirksamkeit
                                                                                                    dieser Instrumente.
         belastet. Darauf weist der Nationale Nor-                                                  Dieser positive Trend entspricht aller-
         menkontrollrat (NKR) die Bundesregie-        Folgekosten transparent machen                dings oft nicht der Wahrnehmung in den
         rung immer wieder hin. Deshalb begrü-        Bei jedem neuen Gesetzgebungsvorhaben         Unternehmen. Dort ist der Eindruck
         ßen wir es, dass die Bundesregierung sich    stellen wir als NKR im Rahmen unserer         eher, dass die Belastungen stark zugenom-
         eine ganze Reihe von Maßnahmen vor-          Prüftätigkeit sicher, dass Kosten und Zeit-   men und keineswegs abgenommen ha-
         genommen hat, um vor allem den Mit-          aufwand für die Betroffenen frühzeitig        ben. Wichtigster Grund: Zusätzliche
         telstand von bürokratischen Lasten zu        ermittelt werden. So wissen Bundesre-         hohe Folgekosten ergeben sich aus der
         befreien.                                    gierung und Abgeordnete, wenn sie über        europäischen Gesetzgebung. Wir setzen
         Ein Beispiel ist das angekündigte dritte     das Gesetz abstimmen, welche Kosten-          uns daher nachdrücklich dafür ein, EU-
         Bürokratieentlastungsgesetz. Um zu wis-      folgen damit für die Wirtschaft ausgelöst     Recht und seine Folgen ebenfalls in die
         sen, wo „der Schuh drückt“, haben wir        werden. Weitere Anreize zur Kostenmi-         „One in, one out“-Bilanz mit einzube-
         Verbände und Experten im Frühjahr um         nimierung schafft die „One in, one out“-      ziehen. Denn für Unternehmen in
         Vorschläge gebeten. Die vielen Ideen –       Regel: Wird eine nationale gesetzliche        Deutschland macht es am Ende keinen
         auch von Seiten des DIHK – zeigen er-        Regelung eingeführt, die die Wirtschaft       Unterschied, ob Belastungen durch ge-
         hebliches Vereinfachungspotenzial. Bei-      belastet, muss bis zum Ende der Legisla-      setzliche Regelungen aus Berlin oder aus
         spiele sind kürzere gesetzliche Aufbewah-    turperiode an anderer Stelle eine gleich-     Brüssel kommen.
         rungsfristen, Vereinfachungen bei der        wertige Entlastung erfolgen. Die Bundes-      Um Belastungen aus Brüssel besser vor-
         Erhebung und Erstattung der Einfuhrum-       regierung muss sich also genau überlegen,     zubeugen, wurde 2016 auf Betreiben des

8     Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018
Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg - IHK Emden
NKR ein regierungsinternes EU-ex-                        – einschließlich kleiner und mittelstän-                   seinen letzten Gutachten detailliert be-
ante-Verfahren eingeführt. Es stellt sicher,             discher Unternehmen (KMU). Daher                           schrieben, wie Digitalisierung und Regi-
dass das zuständige Bundesministerium                    wurde gemeinsam mit der Wirtschaft ein                     stermodernisierung in der Verwaltung
schon vor Beginn der Verhandlungen im                    KMU-Test für neue Gesetze entwickelt,                      vorangebracht werden können. Unser
EU-Ministerrat sorgfältig die Folgen eines               dessen Durchschlagskraft allerdings bis-                   Ansatz: Bürger und Unternehmen sollen
Vorschlags der EU-Kommission für                         her noch zu wünschen übriglässt. Der                       ihre Daten grundsätzlich nur einmal
Deutschland und die dort tätigen Unter-                  NKR will erreichen, dass die Bundesmi-                     („once only“) bei einer einzigen Verwal-
nehmen prüft, damit von Anfang an wei-                   nisterien konsequenter als bisher Gesetze                  tungsstelle („one stop shop“) eingeben
tere Kostenbelastungen minimiert wer-                    zuallererst aus der Sicht KMU betrach-                     müssen; alles andere muss die Verwaltung
den können.                                              ten und ggf. Sonderregelungen vorsehen.                    durch internen Datenaustausch selbst
                                                         Hier muss sich insbesondere der Bundes-                    erledigen. Diese Vorschläge wurden im
Fokus auf kleine Unternehmen                             wirtschaftsminister – der Minister für den                 Koalitionsvertrag aufgegriffen. Jetzt müs-
Egal ob auf EU- oder Bundesebene – oft                   Mittelstand – stärker engagieren.                          sen den Ankündigungen Taten folgen.
führen auch grundlegende Verände-                                                                                   Denn in Sachen E-Government gibt es
rungen in Gesellschaft, Wirtschaft oder                  Digitalisierungspotenzial                                  kein Erkenntnisproblem, sondern ein
Technik zu neuen Gesetzen und neuem                      Zugleich müssen wir den Blick auch nach                    erhebliches Umsetzungsproblem. Dies-
Aufwand, etwa infolge der internationa-                  innen richten, auf Verwaltung und Voll-                    mal muss der Koalitionsvertrag halten,
len Finanzkrise, der Terrorismusbekämp-                  zug. Die Politik spricht gern von der In-                  was er verspricht!                      <
fung oder des Klimaschutzes. Dabei                       dustrie 4.0. Wo bleibt aber die Verwal-                    Weitere Infos unter www.ihk-emden.de.
schießt die Politik gelegentlich über das                tung 4.0? Das Digitalisierungspotenzial
Ziel hinaus. „One size fits all“-Regulie-                zur Vereinfachung und Automatisierung                      Mehr zu diesem Thema
rungen machen es zwar einfach für den                    von Verwaltungsprozessen wird hier noch                          Dok.-Nr. 4274390
Gesetzgeber, nicht aber für die Betroffen                viel zu wenig genutzt. Der NKR hat in

  „Das perfekte Match:
   Gute Idee trifft auf gute Beratung.“
      Philipp Tippkemper,
      Gründer Tennis-Point und Genossenschaftsmitglied

     Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.

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Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg - IHK Emden
Titelthema I Digitalisiserung

Behörden wollen sich digitalisieren
Bis 2022 wollen Bund und Länder ihre bislang isolierten Online-Verwaltungsdienste
in einer Digitalisierungsplattform zusammenführen.

VON DR. KATRIN SOBANIA

D      ie Plattformökonomie wird nicht
       durch amerikanische Internetgi-
ganten getrieben. Sie ist inzwischen auch
für viele deutsche Unternehmen prakti-
zierte Realität. Den Gedanken, alle Leis-
tungen und Kundenbeziehungen über
eine einheitliche Plattform abzuwickeln,
sollte sich auch die öffentliche Verwaltung
zunutze machen. Damit ließe sich die
Komplexität für Unternehmen reduzie-
ren und überflüssige Bürokratie abbauen.
Immerhin ist dieses Ziel bereits im 2017
verabschiedeten Onlinezugangsgesetz
(OZG) vorgegeben.

Neue Behördenplattform
Es verpflichtet Bund, Länder und Kom-
munen, ihre bislang isolierten Online-
Verwaltungsdienste bis 2022 in einer
Digitalisierungsplattform zusammenzu-
führen. Der Zugang zu den einzelnen
Angeboten der Verwaltungen soll für            Behörden sollen digitaler werden. Im Bereich Ausschreibungen hat der Landkreis Leer im Sommer über
                                               das neue E-Vergabe-Verfahren informiert. Foto: Möller
Bürger und Unternehmen über ein Ser-
vicekonto erfolgen, das eine sichere und
einmalige Identifizierung für Behörden-        stellen in ihren technischen Systemen             den größten Mehrwert für die Unterneh-
kontakte aller Art ermöglicht. Dieses          schaffen. Es wäre deshalb sinnvoll, dass          men generieren. Mit den „Top 100 Wirt-
Vorhaben befreit Unternehmen davon,            sich Bund und Länder auf eine übergrei-           schaft“ hat das Bundeswirtschaftsministe-
sich um Zuständigkeiten, Öffnungszeiten        fende Lösung für ein Servicekonto ver-            rium unter Mitwirkung des DIHK eine
etc. der einzelnen Verwaltungen zu küm-        ständigen.                                        Priorisierung solcher Verwaltungslei-
mern. Entsprechend groß ist das Interes-       Den unterschiedlichen technischen Vo-             stungen vorgenommen, deren Digitalisie-
se an einer solchen Behördenplattform          raussetzungen der Unternehmen und                 rung einen großen Nutzen für Unterneh-
mit einem Zugangspunkt für alle Verwal-        heterogenen Anwendungsfällen sollte               men aller Größenklassen bringen würde.
tungsleistungen.                               dadurch Rechnung getragen werden, dass            Auf dieser Basis sollten nun in einem ge-
Zunächst sind aber nicht nur bei den Be-       das Servicekonto mehrere Zugangsmög-              ordneten Verfahren Leistungen der Ver-
hörden, sondern auch bei den Unterneh-         lichkeiten zu den Verwaltungsdiensten             waltungen für Unternehmen digitalisiert
men Vorarbeiten erforderlich. Dieser           bietet – zum einen für weniger häufig             und einheitlich online angeboten werden.
Aufwand sollte möglichst gering gehalten       genutzte Dienste, Web- und Software-              Es empfiehlt sich, dass Bund, Länder und
werden. Nicht mehrere, sondern ein ein-        Anwendungen sowie zum anderen für                 Kommunen das arbeitsteilige Vorgehen
ziger Zugang (Single Point of Contact)         Massenanwendungen eine Maschine-zu-               zeitnah vereinbaren. Auf jeden Fall sollte
zu elektronischen Dienstleistungen der         Maschine-Schnittstelle.                           vor der Digitalisierung eine Evaluierung
Verwaltungen bietet sich schon aus Ak-         Der Zugang zu Verwaltungsleistungen               und Optimierung der Prozesse sowie der
zeptanzgründen an. Ein föderaler Wett-         über eine Plattform ist nur ein Baustein          zugehörigen Fachverfahren erfolgen. <
bewerb der Lösungen für ein Servicekon-        moderner Verwaltung. Die Digitalisie-
to würde zu erhöhten Anpassungskosten          rung der dahinterliegenden Verwaltungs-           Mehr zu diesem Thema
bei den Unternehmen führen, denn die-          prozesse und Verfahren selbst birgt die                www.dihk.de
se müssten z. B. Berechtigungen mehrfach       größten Entlastungspotenziale. Angefan-
abbilden und viele verschiedene Schnitt-       gen werden sollte bei den Prozessen, die

10   Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018
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Titelthema I Meldungen

        Tourismus

        Branche freut sich über
        starke Saison
        Die Tourismusbranche blickt zufrieden auf              auf nicht ausgebildete Arbeitskräfte aus-
        die Saison zurück. Das anhaltend schöne                geweitet“, berichtete Ausschussvorsit-
        Wetter habe bis in den Herbst hinein ver-              zender Stefan Fröhlich. Die Unterneh-
        mehrt auch Tagesgäste und Spontanurlau-                mer versuchen mit unterschiedlichen
        ber angelockt. Das stellten die Mitglieder             Mitteln, die Attraktivität der Branche
        des Ausschusses für Tourismus, Hotel- und              als Arbeitgeber zu steigern. Dabei fehle
        Gaststättengewerbe der IHK für Ostfries-               es ihnen aber an Unterstützung und
        land und Papenburg bei ihrer Sitzung im                Wertschätzung für ihre Arbeit – sowohl      kann nicht sein, dass Restaurants ge-
        Auricher Hotel Am Schloss fest.                        von der Öffentlichkeit als auch von der     schlossen bleiben oder weniger Tische
                                                               Politik, bemängelten die Ausschuss-         bereitstellen, weil Personal fehlt. Ohne
        Arbeitskräfte fehlen                                   mitglieder.                                 gastronomische Angebote bleiben auch
        Sorgen bereitete der Branche weiterhin                 Und auch das Anwerben ausländischer         die Gäste fern“, schilderte Johannes
        die Suche nach Auszubildenden und                      Arbeitskräfte gestalte sich aufgrund        Pabst (Juist) die Problematik.
        Arbeitskräften im Hotel- und Gast-                     rechtlicher Hürden oftmals schwierig.       Anlass zur Sorge gaben auch die ver-
        stättengewerbe. „Es ist mittlerweile nicht             „Bei der Anerkennung von Ausbil-            mehrten Paraffinanspülungen an der
        mehr nur schwierig, geeignete Fach-                    dungen und weiteren rechtlichen Vo-         Nordseeküste. Ende Oktober wurden
        kräfte und Auszubildende zu finden. Die                raussetzungen wie der Vorrangprüfung        erneut größere Mengen des wachsähn-
        Problematik hat sich inzwischen auch                   muss Deutschland besser werden. Es          lichen Materials an den ostfriesischen

        Zugausfälle und Verspätungen

        Unternehmer kritisieren Bahnbetreiber
                                                               tungen in der Region Sorgen. Auf einer      zu verlagern. Die betroffenen Bahn-
                                                               Sitzung bei der ATP Automotive Testing      unternehmen hätten eher etwas gegen
                                                               in Papenburg wurden vor allem die Aus-      den Mangel bei Lokführern und ande-
                                                               fälle und Verspätungen auf den Strecken     ren Bahnbediensteten tun müssen. In
                                                               Wilhelmshaven - Sande - Esens und           einer Folgeveranstaltung will die IHK
                                                               Wilhelmshaven - Oldenburg - Sande           diese Thematik auch mit der neuen
                                                               thematisiert. Die IHK teilt die Einschät-   Konzernbevollmächtigten der Deut-
                                                               zung der Landesnahverkehrsgesellschaft      schen Bahn für Norddeutschland be-
                                                               Niedersachsen, wonach „Zugausfälle in       sprechen.
                                                               dieser Größenordnung nicht akzeptabel“      Weiterhin befasste sich der Ausschuss
                                                               sind.                                       mit dem Gesetzentwurf zur Beschleu-
                                                                                                           nigung von Planungs- und Genehmi-
                                                               Deutliche Belastung                         gungsverfahren im Verkehrsbereich, den
                                                               Zu Ausfällen und Verspätungen kom-          das Bundeskabinett im August auf den
                                                               me es auch immer wieder auf den Stre-       Weg brachte. Die Kernziele sind das
                                                               cken Emden – Rheine und Olden-              Vermeiden von Doppelprüfungen und
        Im Nahverkehr kam es in Ostfriesland in diesem         burg – Norddeich, so Mitglieder des         die Reduzierung von Schnittstellen, ef-
        Jahr immer wieder zu Verspätungen. Foto: animaflora/
        stock.adobe.com                                        IHK-Ausschusses. Für Wirtschaft, Pend-      fizientere Verfahren, mehr Transparenz
                                                               ler und Touristen stelle dieser Zu-         und Digitalisierung bei der Bürgerbetei-
        Dem Verkehrsausschuss der IHK für                      stand eine deutliche Belastung dar und      ligung sowie kürzere Gerichtsverfahren.
        Ostfriesland und Papenburg bereiten die                konterkariere die Bemühungen, mehr          Die IHK begrüßt dieses Vorhaben und
        zahlreichen Zugausfälle und Verspä-                    Verkehr von der Straße auf die Schiene      fordert die politisch Verantwortlichen

12   Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018
Foto: Möller

Die Emsfähre „Ditzum“ ist bei Fahrradtouristen sehr beliebt.

Küsten und in Cuxhaven angespült. Da reines Pa-
raffin nicht giftig ist, dürfen Schiffe ihre Tanks
außerhalb der 12-Meilen-Zone spülen. Doch die
Küstenorte bleiben immer wieder auf den Reini-
gungskosten für ihre Strände sitzen. Denn selbst
wenn der Verursacher der Verschmutzung festge-
stellt wird, bedeutet das für ihn keine rechtlichen
Konsequenzen. Der Tourismusausschuss will sich
daher dafür einsetzen, das Waschen der Tanks auf
der Nordsee grundsätzlich zu verbieten.           <

gleichzeitig auf, diese Angelegenheit mit Nachdruck
zu verfolgen. „Wenn man z.B. die lange Planungs-
zeit – zehn Jahre – bei der Wiederherstellung der
Friesenbrücke bei Weener sieht, dann kann man
zurecht daran zweifeln, ob wir auf Dauer einen
guten Infrastrukturzustand gewährleisten können.
Für eine führende Wirtschaftsnation ist das beschä-
mend“, so Ausschussvorsitzender Jakob Weets
(Emden).

LKW-Fahrverbote anpassen
Vor dem Hintergrund der Einführung des Refor-
mationstages in Niedersachsen als Feiertag sprach
sich der Ausschuss zudem dafür aus, nicht einheit-
liche Feiertage aus dem Katalog der LKW-Fahr-
verbote zu streichen. Bei der gegenwärtigen Lage
dürfen LKW aufgrund des Fahrverbots in Nie-
dersachsen am 31. Oktober und im angrenzenden
Nordrhein-Westfalen am sich anschließenden 1.
November nicht fahren – für das Transportgewer-
be und die LKW-Fahrer sei das eine besondere
Belastung, so die IHK.                          <

                                                                              Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018   13
van Buten un Binnen I Aus- und Weiterbildung

        „Noch Luft nach oben“
        In Kooperation mit der IHK hat sich Andreas Rügner in seiner Masterarbeit mit
        der Digitalisierung in der Aus- und Weiterbildung beschäftigt. Gerade im Bereich
        eLearning sieht der ehemalige Student großen Nachholbedarf. WOP sprach mit
        ihm und IHK-Abteilungsleiter Timo Weise über die Ergebnisse.
                                                      gitalisierung umfasst nahezu alle Bereiche   Rügner: Eine ganz wichtige. Mit der Digi-
        VON PATRICK MÖLLER                            der modernen Arbeitswelt und verändert       talisierung verändern sich nicht nur die Ar-
                                                      die Art und Weise, wie wir denken und        beitsabläufe innerhalb eines Unterneh-
        WOP: Herr Rügner, in Ihrer Masterarbeit       handeln. Produktionsabläufe werden di-       mens, sondern auch die Anforderungen an
        haben Sie sich mit der Digitalisierung in     gital gesteuert, Daten in Echtzeit geteilt   die Mitarbeiter. Sie sind diejenigen, die den
        der Aus- und Weiterbildung beschäftigt.       und Kunden über soziale Netzwerke be-        digitalen Wandel in ihren Betrieben aktiv
        Wieso gerade dieses Thema?                    raten. Mich interessiert, wie der Mensch     gestalten müssen. Dafür ist es notwendig,
                                                      mit all diesen Veränderungen umgeht.         dass sie sich regelmäßig weiterbilden – und
        Andreas Rügner: Bei der Digitalisierung                                                    das am besten von Beginn an. Die Ausbil-
        denken viele Menschen an schnelles Inter-     WOP: Welche Rolle spielt die Aus- und        dung bietet hier die Zeit und den Raum,
        net, doch damit ist es nicht getan. Die Di-   Weiterbildung dabei?                         eine optimale Grundlage zu schaffen.

14   Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018
terbasiertes Lernen an – doch insgesamt           Deshalb arbeiten wir zurzeit auch ge-
                                               gibt es noch viel Luft nach oben.                 meinsam mit den anderen niedersäch-
                                                                                                 sischen Kammern an einem neuen Digi-
                                               Rügner: Das deckt sich auch mit den               talisierungs-Führerschein für Auszubil-
                                               Ergebnissen meiner Umfragen. Rund 33              dende. Außerdem planen wir für das Jahr
                                               Prozent der Unternehmen im IHK-Bezirk             2019 noch weitere Online-Angebote zu
                                               haben noch keinerlei Maßnahmen ergrif-            etablieren.
                                               fen, um sich an den digitalen Wandel
                                               anzupassen. Knapp 20 Prozent beschäf-             WOP: Die IHK geht also mit gutem Bei-
                                               tigen sich aktuell sogar überhaupt nicht          spiel voran. Aber reicht das aus?
                                               mit Digitalisierungsthemen.
                                                                                                 Rügner: Mitnichten. Die Mehrzahl der
                                               WOP: Woran liegt das?                             befragten Betriebe fordert auch eine An-
                                                                                                 passung der Ausbildung in den Berufs-
                                               Weise: Die Gründe sind vielfältig. Kleine         bildenden Schulen. Dazu gehören zum
                                               und mittelständische Betriebe wissen bei-         einen eine bessere technische Ausstat-
                                               spielsweise oft nicht, wo genau sie anfan-        tung und ein verstärkter Unterricht im
                                               gen sollen. Es kostet viel Zeit und Geld,         Umgang mit bestimmter Software, zum
                                               sich mit der Digitalisierung zu beschäfti-        anderen aber auch eine inhaltliche Neu-
                                               gen. Gerade mit Blick auf die vollen Auf-         ausrichtung der bestehenden Ausbil-
                                               tragsbücher warten viele lieber erstmal           dungsberufe. Wie etwa der neue Aus-
                                               ab. Für uns als IHK ist das natürlich ein         bildungsberuf Kaufmann/-frau im
                                               Warnzeichen. Hier besteht großer Hand-            eCommerce.
                                               lungsbedarf.
                                                                                                 Weise: Das sehe ich auch so. Der Online-
                                               Rügner: Herr Weise sprach ja vorhin vom           Vertrieb nimmt seit Jahren deutlich zu.
                                               computerbasierten Lernen. Gerade im Ver-          Doch in den Ausbildungsverordnungen
                                               gleich zu Unternehmen in ganz Deutsch-            von Groß- und Einzelhandelskaufleuten
                                               land wird hier das Ausmaß der Zurückhal-          spiegelte sich diese Entwicklung nicht
                                               tung deutlich: Nur knapp jeder dritte be-         wider. Das betrifft den Handel genauso
                                               fragte Betrieb bietet eLearning an – laut einer   wie den Tourismus oder die Gastronomie.
                                               überregionalen Erhebung des mmb Insti-            Der neue Ausbildungsberuf ist nun spe-
Master-Absolvent Andreas Rügner (links) und    tuts liegt dieser Wert jedoch bei 60 Prozent.     ziell auf die Bedürfnisse des Online-Ver-
IHK-Abteilungsleiter Timo Weise sprachen mit
WOP über die Digitalisierung in der Aus- und                                                     triebes zugeschnitten. Und das sehen auch
Weiterbildung. Foto: Möller                    Weise: Wie gesagt: Es besteht großer              die Unternehmen. Bereits zum Ausbil-
                                               Handlungsbedarf. Hier sieht sich natür-           dungsstart im August sind bei uns 15 neue
                                               lich auch die IHK in der Pflicht.                 Ausbildungsverträge eingegangen – Ten-
                                                                                                 denz steigend. Diesen Weg müssen wir in
                                               WOP: Inwiefern?                                   Zukunft weitergehen.                    <
WOP: Herr Weise, als IHK-Abteilungs-
leiter haben Sie täglich mit vielen Ausbil-    Weise: Wir müssen durch attraktive An-            Mehr zu diesem Thema
dungsbetrieben zu tun. Wie sehr beschäf-       gebote neue Anreize schaffen, sich stärker            Dok.-Nr. 4274136
tigen sich die Unternehmen mit der Digi-       mit der Digitalisierung zu beschäftigen.
talisierung?

Timo Weise: Die Digitalisierung ist
eine – wenn nicht gar die – große Auf-           Hintergrund
gabe unserer Zeit, der sich alle Unter-
nehmen früher oder später stellen müs-           Im Rahmen seiner Masterarbeit „Auswirkungen der Digitalisierung auf die Fachkräfte-
sen. Das gilt auch für die Betriebe in           aus- und -weiterbildung im IHK-Bezirk Ostfriesland und Papenburg“ hat der Student und
Ostfriesland und Papenburg. Wir haben            gelernte Industriekaufmann Andreas Rügner rund 60 Betriebe und 230 Berufsschüler aus
in den vergangenen Jahren festgestellt,          Ostfriesland und Papenburg befragt. Im Mittelpunkt stand die Frage, welchen Wandel die
dass sich die Betriebe vermehrt mit              Teilnehmer im Zusammenhang mit der Digitalisierung erwarten.
dem Thema beschäftigen. Einige haben             Rügner hat die Arbeit im September mit der Note „Sehr gut“ abgeschlossen. Zurzeit ar-
auch bereits reagiert und bieten mitt-           beitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Emden/Leer.
lerweile Zusatzunterricht oder compu-

                                                                                                   Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018   15
van Buten un Binnen I Handel

Verkaufsoffene Sonntage

IHKN sieht Gesetzesentwurf positiv
Die IHKN hat sich seit langem für die                                                           anerkennt und diese in Verbindung zu
Öffnung des klassischen „Anlassbezugs“                                                          verkaufsoffenen Sonntagen setzt“, sagt
eingesetzt und gefordert, dass Sonntags-                                                        Bockler.
öffnungen künftig auch zur Belebung und
Sichtbarkeit der Innenstädte möglich sein                                                       Regelungen vereinfachen
müssen. Dieser Forderung ist die Landes-                                                        Dem Ziel, verkaufsoffene Sonntage in
regierung im vorgelegten Gesetzentwurf                                                          Niedersachsen zukünftig rechtssicher und
zur Sonntagsöffnung jetzt nachgekommen.                                                         unbürokratisch zu regeln, kommt der neue
„Die Aufnahme von raumordnerischen                                                              Gesetzentwurf jedoch nicht in allen Punk-
und städtebaulichen Sachgründen wie zum                                                         ten näher. Insbesondere die Anzahl der
Beispiel die Belebung und Sichtbarkeit von                                                      Sonntagsöffnungen und die komplizierte
Ortskernen als Legitimation für eine Sonn-     Die Auricher Innenstadt lädt viele Besucher zu   und unverständliche Formulierung, in wel-
                                               einem Einkaufbummel ein. Foto: Claus
tagsöffnung ist eine Verbesserung gegen-                                                        chem Wirkungskreis die so genannte
über der gegenwärtigen Rechtslage“, bewer-                                                      4+1+1 Regelung greift, ist aus Sicht der
tet Dr. Susanne Schmitt, Hauptgeschäfts-       Anlassbezugs ist nur konsequent, da sie          IHKN überarbeitungsbedürftig. Die IHKs
führerin der IHK Niedersachsen (IHKN),         den bundes- und landesgesetzlichen raum-         plädieren daher dafür, dass man sich für
den aktuellen Entwurf des Ladenöff-            ordnerischen Vorgaben zum Erhalt und             eine unkomplizierte Lösung entscheide,
nungsgesetzes. Dieser befindet sich noch       zur Stärkung von Innenstädten und zen-           nach der jeder Stadt- oder Ortsteil pau-
in der Verbändeanhörung.                       tralen Versorgungsbereichen entspricht“,         schal vier Sonntagsöffnungen erhält. Zur
                                               sagt auch Martin Bockler, Handelsspre-           Verhinderung einer inflationären Nutzung
Innenstädte stärken                            cher der IHKN. Im Nachbarland NRW                schlägt die IHKN vor, eine Obergrenze
In einem Rechtsgutachten aus dem Jahr          hatte das OVG Münster jüngst eine Klage          für die Gesamtzahl der verkaufsoffenen
2017 fühlt sich die IHKN in diesem Punkt       gegen einen verkaufsoffenen Sonntag in           Sonntage pro politischer Gemeinde fest-
bestätigt, da dieses auch andere Gemein-       Solingen genau aus diesen Gründen ab-            zulegen.                               <
wohlgründe, wie zum Beispiel die Siche-        gelehnt. „Es freut uns zu sehen, dass die
rung der Attraktivität von Innenstädten,       Rechtsprechung die Bedeutung von                 Mehr zu diesem Thema
als legitimen Sachgrund für eine Sonn-         starken Innenstädten als attraktive Stand-           www.ihk-n.de
tagsöffnung erwägt. „Die Öffnung des           orte für Wirtschaft und Bevölkerung

IHK-Handelsausschuss besucht Polizeiinspektion

Jeden Ladendiebstahl anzeigen
„Bringen Sie bitte jeden Ladendiebstahl        leichter dingfest gemacht werden. In der         auch, selbst in einen wirksamen Dieb-
zur Anzeige.“ Diesen dringenden Appell         Polizeiinspektion Leer/Emden sei die             stahlschutz zu investieren. Dazu gehöre
richtete Polizeidirektor Johannes Lind         Zahl der in 2017 angezeigten Laden-              vor allem die Schulung der Mitarbeiter.
als Leiter der Polizeiinspektion Leer/         diebstähle im Vergleich zum Vorjahr              „Aufmerksame Mitarbeiter im Handel
Emden an die Mitglieder des IHK-Han-           zurückgegangen. Wurden in 2016 noch              sind oft die beste Maßnahme zum Schutz
delsausschusses, die sich unter der Lei-       759 Diebstähle registriert, so seien es in       vor Diebstählen und sie wirken zudem
tung des Ausschussvorsitzenden Jo-             2017 nur noch 669 gewesen. „Aber wir             abschreckend auf mögliche Diebe“, ver-
hannes Poppen über Maßnahmen zur               gehen davon aus, dass die Dunkelziffer           deutlichte Lind.
Verhinderung von Ladendiebstählen von          – also die nicht zur Anzeige gebrachten          Seinen Angaben nach berate die Polizei
der Polizei in Leer informieren ließen.        Diebstähle – weiter höher liegt“, so Lind.       Ladeninhaber im Rahmen der polizei-
„Nur zur Anzeige gebrachte Ladendieb-          Die Aufklärungsquote der Ladendieb-              lichen Prävention auch direkt beim
stähle können wir verfolgen“, so Lind.         stähle habe 2017 bei 91,7 Prozent gele-          Schutz vor Diebstählen. „Wir kommen
Nicht selten würden Anzeigen dazu füh-         gen.                                             zu Ihnen in die Betriebe und zeigen Ih-
ren, Mehrfachtäter zu fassen. Auch sol-                                                         nen, wo Sie ihren Laden noch sicherer
chen Tätern, die in unterschiedlichen          Polizei empfiehlt Prävention                     machen können“, so das Angebot von
Orten Diebstähle verübten, könnten so          Lind empfahl dem Einzelhandel aber               Lind.                                <

16   Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018
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Händler und Hersteller aufgepasst:
Neues Verpackungsgesetz fordert „Lizenz zum Verpacken“

Am 1. Januar 2019 tritt das neue Verpackungsgesetz (VerpackG) in Kraft.
Es verpflichtet Händler und Hersteller im Sinne ihrer Produktverantwortung

                                                                                                                                                                                                         bH
                                                                                                                                                                                          nstleistungs Gm
zur Kostenbeteiligung an der Entsorgung und dem Recycling der durch sie
in Umlauf gebrachten Verkaufsverpackungen. Worauf man als Betroffener
nun achten sollte, erklärt Markus Müller-Drexel, Geschäftsführer der

                                                                                                                                                                                             H D ie
INTERSEROH Dienstleistungs GmbH, die den Onlineshop für Verpackungs-

                                                                                                                                                                                           ER O
lizenzierung „Lizenzero“ entwickelt hat.

                                                                                                                                                                                         RS
                                                                                                                                                                                       TE
                                                                                                                                                                                    IN
                                                                                                                                                                                er
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                                                                                                                                             rkus                   chäft
                                                                                                                                                  Müller-Drexel, Ges

Herr Müller-Drexel, wer ist konkret vom VerpackG betroffen?                              Und wie läuft die Registrierung der Verpackungen bei der
Jeder, der eine Verkaufsverpackung erstmalig mit Ware befüllt,                           Zentralen Stelle ab?
in Umlauf bringt und so letztendlich Abfall produziert, der wie-                         Hierzu müssen Sie sich online bei LUCID, der Datenbank der
derum beim privaten Endverbraucher anfällt. Das VerpackG                                 ZSVR, registrieren. Dort geben Sie Ihr duales System und Ihre
sorgt für höhere Recyclingquoten und reagiert damit auf die                              Verpackungsmenge an. Im Gegenzug erhalten Sie eine Regis-
stetig steigenden Verpackungsmengen.                                                     trierungsnummer. Diese müssen Sie wiederum dem dualen
                                                                                         System vorlegen, bei dem Sie Ihre Verpackungen lizenzieren.

GUT ZU WISSEN:                                                                           Welchen Vorteil bietet der Onlineshop Lizenzero von Interseroh?
Das VerpackG löst die Verpackungsverordnung ab                                           Mit Lizenzero konnten wir den Lizenzierungsprozess stark verein-
und führt die Zentrale Stelle Verpackungsregister                                        fachen, womit sich der Onlineshop besonders für all jene eignet,
                                                                                         die bislang kaum Erfahrung mit dem Thema haben. Bestes
(ZSVR) als Kontrollinstanz ein. Die Nichtbeachtung                                       Beispiel dafür ist unsere Berechnungshilfe:
der Pflichten aus dem Gesetz kann zu Bußgeldern von                                       Hier geben Sie einfach Ihre Stückzahlen pro
bis zu 200.000 EUR sowie Verkaufsverboten führen.                                        Verpackungsart ein und mit einem Klick               JETZT AB
                                                                                         werden diese in Standard-Gewichts-
                                                                                         angaben umgerechnet ...Fertig!                                            49 €/JAHR
Für welche Verpackungen gelten die Pflichten aus dem VerpackG?                                                                                                      LIZENZIER
                                                                                                                                                                                             EN
Zu „Verkaufsverpackungen“ zählen Produkt-, Versand- (inkl.                               Besuchen Sie uns auf                                              5 % RABAT&
Packhilfsmittel und Polstermaterial) und Serviceverpackungen                             www.lizenzero.de/verpackg                                          MIT DEM C    T
(z. B. Bäckertüten). Wichtig: Die Maßgaben des VerpackG greifen                                                                                                      ODE
                                                                                                                                                          „VERPACK
bereits ab der ersten befüllten und gewerbsmäßig in Verkehr ge-                                                                                                       G5“
                                                                                                                                                                     SICHERN!*
brachten Verpackung.

Was sollten vom VerpackG betroffene Händler und Hersteller
nun tun?
Zwei Schritte sind zu beachten: Erstens müssen sie sich durch
die Anmeldung ihrer Verkaufsverpackungen bei einem dualen
System per „Lizenzentgelt“ an den Kosten für deren Entsor-
gung und Recycling beteiligen. Und zweitens müssen sie sich
bei der ZSVR registrieren und dort ebenfalls ihre Verpackungs-
mengen melden.

Wie kann ich die Lizenzierung meiner Verpackungen möglichst
unkompliziert, aber rechtskonform erledigen?
Für die Lizenzierung stehen betroffenen Unternehmern
Onlineshops wie Lizenzero zur Verfügung (www.lizenzero.de).
Der Webshop gehört zum Dualen System Interseroh, das auf
mehr als 25 Jahre Expertise in den Bereichen Recycling und Um-
weltschutz zurückgreift.

                                                                                                                                                                           powered                      by

*Gültig bis zum 31.03.2019. Rabatt auf den Nettowarenwert. Keine Auszahlung möglich.
 Bestellwert darf Gutscheinwert nicht unterschreiten. Ein Gutschein pro Bestellung und
 Kunde einlösbar. Keine Kombination mit anderen Rabattaktionen möglich. Nachträgliche
 Einlösung nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es gelten die Allgemeinen    INTERSEROH Dienstleistungs GmbH
 Geschäftsbedingungen der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH.                               Stollwerckstr. 9a · 51149 Köln · Tel. +49 2203 9147-1964 · kontakt@lizenzero.de
van Buten un Binnen I Digitalisierung

Smart aus der Krise
Häfen können vieles sein: Ein Umschlagsplatz für Waren.
Oder ein Sehnsuchtsort für Touristen – Im digitalen Zeitalter
müssen sie vor allem eines sein: Smart.
                                                                                                                   die Krise ist der neue Normalzustand. Das
VON PATRICK MÖLLER                                                                                                 bedeutet, dass ich neue Wege finden muss,
                                                                                                                   mein Unternehmen zu optimieren.“ Durch

W       er an Häfen denkt, der denkt an
        große Frachtschiffe und an Wände
aus bunten Containern. Er sieht Arbeiter
                                                                                                                   eine smarte Vernetzung könnten Prozesse
                                                                                                                   effizienter gestaltet und Ressourcen nach-
                                                                                                                   haltiger genutzt werden, so Sommer.
in gelben Westen, die schwere Halteseile                                                                           Wie smarte Systeme bereits heute genutzt

                                                                                                    Foto: Möller
über Poller legen. Und er sieht die Kräne,                                                                         werden, das zeigten zwei Beispiele aus Ost-
die über allem schweben. Doch eines wird                                                                           friesland: Steffen Müller von der Flight
er nicht sehen – das, was alles miteinander     In Workshops sammelten die Teilnehmer neue                         Inspector GmbH in Emden stellte vor, wie
                                                Ideen zur Digitalisierung in der Hafenwirtschaft.
verbindet: Den Austausch von Daten.                                                                                sein Team visuelle Inspektionen von Off-
Wie wichtig dieser Austausch in der mari-       zentrums Lingen und der Initiative Digital                         shore-Windparks via Drohne durchführt.
timen Wirtschaft ist, darüber haben Ver-        gefolgt. Einer davon war Burkhard Som-                             Danach präsentierte Hendrik Witt von
treter der Branche im November beim 5.          mer von der PricewaterhouseCoopers                                 Niedersachsen Ports die „Port Spot-App“,
Regionalforum „Digitalisierung“ im MA-          GmbH. Der Unternehmensberater betonte                              mit der Binnenschiffer und Hafenbetreiber
RIKO in Leer diskutiert. Rund 30 Teilneh-       in seinem Impulsvortrag die Chancen, die                           ihre Meldeverfahren abwickeln können.
mer waren der Einladung der MARIKO              sich durch die Digitalisierung für die Bran-                       Den Schluss bildeten zwei Workshops über
GmbH, des Mittelstand 4.0 Kompetenz-            che ergeben: „Wir haben keine Krise mehr,                          „Sensortechnik“ und „Plattformen“. <

                                                     www.nehlsen.com

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 Nehlsen GmbH & Co. KG | Niederlassung Nord-West
 Betriebsstätte Wiefels | Fuhlrieger Allee 2 | 26434 Wangerland-Wiefels
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18   Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018
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     „Das Rundum-
     Sorglos-Paket
    mit EWE business
    Wärme smart hat
    mich überzeugt.“
       Ottmar Meyer,
      Geschäftsführer

Hoher Verbrauch hat
hier ab sofort Hausverbot!
20 % weniger Erdgas für die Hausverwaltung Meyer
in Papenburg mit EWE business Wärme smart

Bei einem Objekt mit veralteter Heizung zog die Hausverwaltung Meyer aus
Papenburg alle Register der Modernisierung. Kern des EWE-Wärmekonzepts war
eine moderne, hocheffiziente Anlage mit Erdgas-Brennwertkessel.

> 160-kW-Erdgas-Brennwertkessel für ein Mehrparteienhaus (Bj. 1994).
> Austausch der Umwälzpumpen, des Warmwasserspeichers sowie von Ventilen
  und Thermostaten durch moderne, effizientere Versionen.
> Deutlich geringere Leistungsaufnahme und reduzierter Stromverbrauch.
> Versorgungssicherheit durch kontinuierliche Fernüberwachung.

Die positive Erfahrung veranlasste die Firma Meyer, gemeinsam mit uns noch
weitere Objekte mit Erdgas-Brennwerttechnik auszustatten.

0441 803-1520
business-waerme@ewe.de
www.ewe.de/waerme-smart
van Buten un Binnen I Zahlenspiegel

                                                                   Zahlenspiegel
          Preisindex für die Lebenshaltung1                          Industrie-Beschäftigte im IHK-Bezirk
                                                                     für Ostfriesland und Papenburg
          Verbraucherpreisindex für Deutschland1
                                                                     27.000
          Basis 2010 = 1002                           Prozent3
                                                                     26.000
          2016 JD 4                 107,4             + 0,5

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                                                                                                                                                   Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN)
          2017 Oktober              109,6             + 1,6          24.000

                                                                                                                                                   Grafik: IHK für Ostfriesland und Papenburg
          2018 September            112,1             + 2,3          23.000

          2018 Oktober              112,3             + 2,5          22.000
          1
            Angaben nach Verbrauchsverhältnissen des Jahres 2010
          2
            Basisumstellung von 2005 auf 2010 erfolgte im            21.000
            Februar 2013
          3
            Veränderungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum            20.000
          4
            Jahresdurchschnitt                                                Jan Feb   Mrz Apr   Mai   Jun    Jul   Aug   Sep   Okt   Nov   Dez
                                                                               2017      2018

                                                                                   Sie haben Frage-
        Wir stehen auch auf Stahl.                                                 zeichen in Bezug auf Ihre
                                                                                   Führung und Ihren
               Nur anders!                                                                       Klar entscheiden.
                                                                                   Unternehmenserfolg?
                                                                                         Wirksam handeln.
                                                                                            Erfolge genießen! Entwickeln
                                                                                                                                   Sie mit mir ein auf
                                                                                                                                 Sie zugeschnittenes
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                                                                                                                                  Führungshandeln.

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20     Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018
Meldungen

Gesprächsrunden in Norden und Wiesmoor

Wirtschaft und Politik im Austausch

                                                                       Foto: Privat

                                                                                                                                                                            Foto: Privat
Infrastruktur war ein Thema beim Gespräch unter Leitung von IHK-                      IHK-Vizepräsident Maik Wölfle (2. v.r.) und Bürgermeister Friedrich Völler (3.v.r.)
Vizepräsident Carl-Ulfert Stegmann (2. v.l.) und Bürgermeister Heiko                  sprachen mit den IHK-Vollversammlungsmitgliedern aus Wiesmoor über die
Schmelzle (6. v.l.) mit IHK-Vollversammlungsmitgliedern aus Norden.                   Stadtentwicklung.

Breitbandanbindung, Verkehrsinfra-                 Norder Stadtverwaltung unter der Lei-                              Vizepräsident Maik Wölfle und Bürger-
struktur, Einzelhandelsentwicklung und             tung von IHK-Vizepräsident Carl-Ulfert                             meister Friedrich Völler vor allem um
die Ausbildungssituation – das waren die           Stegmann und Bürgermeister Heiko                                   die Entwicklung des Wiesmoorer Orts-
Hauptthemen, die die IHK-Vollver-                  Schmelzle besprochen haben.                                        kerns sowie um die Aufstufung der Stadt
sammlungsmitglieder aus Norden mit                 In Wiesmoor ging es bei einem ähnlichen                            in ein Grundzentrum mit mittelzentraler
Vertretern der Norder Politik und der              Gespräch unter der Leitung von IHK-                                Teilfunktion.                        <
van Buten un Binnen I Meldungen

Landesbestenehrung 2018

IHKN zeichnet
Landesbeste aus
                                      Die IHK Niedersach-

                                                                                                                                                                Foto: IHK
                                      sen hat im November
                                      90 ehemalige Auszubil-
                                      dende aus ganz Nie-
                                      dersachsen in Hanno-                     Ostfriesland zu Gast auf Groninger Wirtschafts-
                                      ver als Landesbeste ge-                  messe
                                      ehrt. „Mit ihrem her-
                                      vorragenden Abschluss                    Auf Initiative der IHK haben sich im November wieder viele Unter-
                                      haben sich weitere                       nehmen aus Ostfriesland mit einem gemeinsamen Marktplatz auf den
                                      Türen für den beruf-                     Promotiedagen in Groningen präsentiert. Auf dem „Ostfriesland-
                                      lichen Erfolg geöffnet“,                 plein“ stellten die Betriebe ihre Produkte, Ideen und Dienstleistungen
                                      so IHKN-Präsident                        vor und knüpften neue Kontakte zu Kunden und Geschäftspartnern
Helmut Streiff in seiner Begrüßung. Gemeinsam mit Dr. Bernd                    im Nachbarland. Zur offiziellen Eröffnung des Marktplatzes be-
Meier, Hauptgeschäftsführer der IHK Braunschweig, über-                        grüßten Joachim Wenke, Inhaber des Scan-Service Centrum Nord-
reichte Streiff die Urkunden und Präsente an die Landesbesten.                 West, Ilona Heijen, Geschäftsführerin der Ems Dollart Regio, sowie
Im Kammerbezirk der IHK für Ostfriesland und Papenburg                         Peter den Oudsten, Bürgermeister der Stadt Groningen, die anwe-
wurden (v.l.) Janek Grafenburg (Hartmann Shipping Services,                    senden Gäste aus Politik und Wirtschaft. Beim Netzwerken standen
Leer), Theresa Vogt (McDonald‘s Deutschland, Aurich), Imke                     dann vor allem die Perspektiven und aktuellen Herausforderungen in
Kruse (Hansa Polytechnik, Moormerland) und Alexander                           der grenzübergreifenden Zusammenarbeit im Vordergrund.
Dreesch (Volkswagen AG, Emden) ausgezeichnet.               <

                                                    Exportchancen
 In allen Größen.                         – aber kein eigenes Fachpersonal?
                                                                              www.documentus.de

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                                          Exportabteilung
                                                    ©

                                                        AEO-F zertifiziert

                                          HOLGER HEUER
                                          EXPORTSERVICE
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 Beilagen-

             Diese Ausgabe der Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg
  hinweis

             enthält folgende Beilage:
             • Campus & Markt, Hochschule Emden/Leer                                      LINDENSTR. 4B | 26909 NEULEHE | TEL.: 04968 1435
             Wir bitten um freundliche Beachtung.

22      Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018
Jubiläen

                                                    Firmen & Personen
   Arbeitsjubiläen

   40 Jahre                                           25 Jahre

   Imke Schmidt-Dirks (1. August),                    Jens Fasse und Frank Wagenhaus                  Thomas Meissner (29. Oktober), be-
   beschäftigt bei der Firma EWE                      (beide am 1. Dezember), beide be-               schäftigt bei der Firma Hartmann
   VERTRIEB GmbH, Aurich                              schäftigt bei der Firma Egbert Wilts            Reederei, Leer
                                                      GmbH & Co. KG, Leer
   Uta Mansholt (1. September),                                                                       Karl-Heinz Meinders und Enno
   Ewald Block (1. September) und                     Ralf Kölber (1. Dezember), beschäf-             Wiards (beide am 1. April), beide
   Ihno Niehuisen (11. September),                    tigt bei der Firma EWE NETZ GmbH,               beschäftigt bei der Firma Rolf Jans-
   alle beschäftigt bei der Firma Rolf                Norden                                          sen GmbH Elektrotechnische Werke,
   Janssen GmbH Elektrotechnische                                                                     Aurich
   Werke, Aurich                                      Marc Ebert (18. Dezember), beschäf-
                                                      tigt bei der Firma EWE NETZ GmbH,               Dieter Tammen (1. Dezember), be-
   Siegmar Assing (1. März), Harald                   Krummhörn                                       schäftigt bei der Firma Gerhard Willms
   Henkel (18. September) und Johann                                                                  Inh. Willm Willms Holz-Baustoffe,
   Albers (4. Dezember), alle beschäf-                Wilfried Bünting (3. Dezember), bes-            Großheide-Südarle
   tigt bei der Firma WM SE, Aurich                   chäftigt bei der Firma REHAU AG +
                                                      Co, Wittmund                                    Ralf Gottschlich (1. Dezember), be-
   Jörg Budde (1. August) und Manfred                                                                 schäftigt bei der Firma Sanitätshaus
   Olthoff (9. Oktober), beide beschäf-               Barbara Kellner (20. Dezember),                 Janssen GmbH & Co. KG, Emden
   tigt bei der Firma INTERSEROH                      beschäftigt bei der Firma Schulte &
   Evert Heeren GmbH, Leer                            Bruns GmbH & Co. KG, Papenburg                  Michael Pollmann (3. Januar), beschäf-
                                                                                                      tigt bei der Firma LEDA Werk GmbH
   Edmund Tebben (21. November),                      Karin Harms (1. November), beschäf-             & Co. KG, Leer
   beschäftigt bei der Firma Friedrich                tigt bei der Firma Norder Band AG,
   Detering GmbH, Emden                               Norden

Energietechnik, Automatisierungstechnik
Wir sind eine erfolgreiche mittelständische Unternehmensgruppe der Elektroindustrie.
Der Name Janssen steht für Lösungen in der gesamten Energie-, Prozessleit- und
Automatisierungstechnik.
Unser Betätigungsfeld ist die Schiffs-, Kraftwerks- und Industrietechnik.

           Rolf Janssen                                          Janssen                                           Janssen
           Elektrotechnische Werke                               Elektromaschinen GmbH                             Elektromaschinen GmbH
           Emsstraße 4/B 72 · D-26603 Aurich                     Nesserlander Str. 72 · 26723 Emden                Leerer Landstraße 35 – 42 · 26603 Aurich
           Tel. 0 49 41/ 1 74 -0 · Fax 1 74 -2 05                Tel. 0 49 21/93 97-0 · Fax 3 36 31                Tel. 0 49 41/17 42 57 · Fax 17 42 60
           www.rolf-janssen.de                                   www.info@janssen-ema.de                           www.info@janssen-ema.de

                                                                                                      Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018           23
IHK-Ratgeber I Digitalisierung

                                                                                                                                 Die
                                                                                                                           Digitalisierung
                                                                                                                         hat alle Branchen

               Serie: Ostfriesland Digital                                                                           erfasst. Wie Ostfriesland
                                                                                                                  den Wandel meistert und wie
                                                                                                                  sich Unternehmen in diesem
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                                                                                                                      „Ostfriesland Digital“

     Der Sandmann                                                                                                                vor.

     Bis zu 250 Tonnen Sand fördert das Quarzwerk Marx Pro Stunde.
     Nur zwei Menschen arbeiten noch in der Sandgewinnung.
     Der Rest läuft automatisch.

     VON STEFAN CLAUS

     S    ilbern schimmern die drei Sand-
          berge des Quarzwerkes bei Marx
     in der Sonne. Über ein Baggerschiff
     wird der Sand aus der angrenzenden              grenzenden See graben und Quarz-
     Grube an Land gefördert und in drei             sand fördern. Ein Computer protokol-
     Sorten - grob, mittel und fein – auf            liert genau, wo welcher Sand ist. So       In der Zentrale überwachen
     den drei Haufen aufgeschichtet. „Frü-           kann das Schiff je nach Bedarf groben,     die Mitarbeiter des Betriebes die
     her haben wir das alles mit der Schau-          mittleren oder feinen Sand fördern.        Funktionstüchtigkeit der Maschinen
     fel gemacht“, sagt Tjardo Ufken. Der            An Land wird der Sand gereinigt und        an Bildschirmen. Auf den Monitoren
     Seniorchef des Quarzwerkes ist so               per Wasseraufstromverfahren zu ins-        beobachten sie, wie der Sand geför-
     etwas wie der Sandmann von Marx.                gesamt zehn Grundsorten weiterver-         dert, gesiebt und konfektioniert wird.
     Seit 1970 ist er in der Gewinnung und           arbeitet – alles automatisch.              „Überall auf dem Gelände sind Ka-
     Aufbereitung von Quarzsand tätig.               Das Werk stellt hauptsächlich Trocken-     meras aufgestellt. Von der Zentrale
     „Heute kümmern sich gerade 25 Men-              sand in zwei Trockensandaufberei-          aus können wir sofort sehen, wenn
     schen sich um den Betrieb des Quarz-            tungen her. Hier wird der Sand ge-         eine Maschine nicht rund läuft“, sagt
     werkes. Nur zwei arbeiten noch in der           trocknet und anschließend gesiebt.         Ufken. Dort werden auch die Kon-
     Sandgewinnung.“ 60-80 Tonnen Sand               Die Einsatzgebiete von Quarzsand           fektionen für die verschiedenen
     kann das Werk pro Stunde reinigen               reichen von Bauchemieprodukten bis         Quarzprodukte eingegeben, die die
     und damit zu Quarzsand aufbereiten.             zu Untergründen im Reitsport oder als      Maschinen dann zusammenmi-
     24 Stunden am Tag. Fünf Tage die                Spielsand im Kindersandkasten. Am          schen.
     Woche.                                          häufigsten wird der Quarzsand natür-       Das einzige Problem, dass Ufken für
     „Ohne die Maschinen und digitalisier-           lich in der Bauchemie eingesetzt. Uf-      seinen Betrieb noch nicht lösen konn-
     ten Betriebsabläufe wäre das gar nicht          kens Abnehmer machen daraus Spie-          te, ist der Wind. Wenn er weht, trägt
     möglich“, sagt Ufken. Bis zu 30 Meter           gel, Waschbecken, Fliesen, Fugenma-        er den Sand ab und der Senior denkt:
     tief darf, das Baggerschiff in dem an-          terial, Fliesenkleber und vieles andere.   Da fliegt es hin, das schöne Geld.

24   Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 12/2018
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