Wertungssingen 2011 18. & 19. Juni Landeskonservatorium Feldkirch - ZEITSCHRIFT DES CHORVERBAND VORARLBERG
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
ZEITSCHRIFT DES CHORVERBAND VORARLBERG 2 | 2010
VORARLBERG
SINGT Wertungssingen 2011
18. & 19. Juni
Landeskonservatorium Feldkirch
www.chorverbandvlbg.atLEITARTIKEL
2
Liebe Sängerinnen und Sänger!
Es dauert nun nicht mehr lange bis zum Wertungssingen.
Vorspann
Ich freue mich, dass sich doch einige Chöre dieser Herausforderung stellen.
Schließlich kann ein Chor aus den Rückmel-
S dungen der Jury wichtige Informationen und
Tipps bekommen. Sie können die chorische Arbeit
unterstützen und leichter machen. Außerdem ist es
für jeden Chor sehr interessant, sich auf einen Wett-
bewerb vorzubereiten, denn die sehr genaue Arbeit an
den Liedern kommt bei den Konzertvorbereitungen informieren und sich mit anderen Chorsängerinnen
aus Zeitmangel oft zu kurz. Ich wünsche den Chören und Chorsängern auszutauschen. Die nächste Haupt-
alles Gute für ihre Auftritte beim Wertungssingen und versammlung findet am Freitag, 23. März 2012, um
danke den Mitgliedern des Gesangsvereins Frohsinn 19.00 Uhr im Löwensaal in Hohenems statt. Ich er-
Nofels für die Mithilfe bei der Durchführung dieses warte, dass sich die Verantwortlichen in allen Chö-
Wettbewerbs. ren diesen Termin vormerken.
Hauptversammlung 2011 Jubiläumsjahr 2012
Bei der diesjährigen Hauptversammlung in Koblach Für unser Jubiläumsjahr haben wir eine ganze Reihe
trat der erst im letzten Jahr gegründete Landeskin- von Veranstaltungen geplant. Ich lade noch einmal
derchor auf. Unter der Leitung von Birgit Gisel- alle Chöre ein, sich an den Aktionen und Projekten zu
brecht-Plankel zeigten die jungen Sängerinnen und beteiligen. Zeigen wir, dass wir aktive Sängerinnen
Sänger, dass Singen Spaß macht und dass sie gerne und Sänger sind! Beweisen wir, dass Singen zeitgemäß
singen. Die Dauer der Ehrungszeremonie hat in der und modern ist! Präsentieren wir uns als aufgeschlos-
Axel Girardelli Verbandsleitung für einige Diskussionen gesorgt. sene Chöre, denen das Singen ein Herzensanliegen
Obmann Wir sind der Ansicht, dass die Ehrungen zu wichtig ist! Auf der Seite 3 haben wir die Aktionen kurz be-
sind, als dass wir sie noch weiter kürzen sollten. Um schrieben. Die Idee der Projektwoche vom 22. Juni
diesen Umständen gerecht zu werden, planen wir, 2012 bis 1. Juli 2012 ist es, dass alle Chöre unseres
die Ehrungen zukünftig nicht mehr im Rahmen der Verbandes in dieser Woche eine Aktion zum Thema
Hauptversammlung durchzuführen, sondern einen „Singen“ durchführen. Diese Aktionen haben wir bei
eigenen Ehrungsabend zu veranstalten. Damit kön- den Regionaltreffen gesammelt und besprochen. Ich
nen wir verdiente Chorsängerinnen und Chorsänger bitte alle Chöre, die nicht an den Regionaltreffen teil-
in einem würdigen Rahmen ehren, ohne die Haupt- nehmen konnten, ihre Aktionen bis spätestens Ende
versammlung in die Länge zu ziehen. Juni im Büro (office@chorverbandvlbg.at) bekannt zu
Als ziemliche Enttäuschung betrachte ich die Tatsa- geben. Wir erwarten außerdem die rege Teilnahme an
che, dass 35 Chöre bei der Hauptversammlung ge- allen geplanten Projekten.
fehlt haben. Noch dazu haben sich 21 Chöre nicht
einmal entschuldigt – das ist ein Fünftel unserer Hochsaison für Konzerte
Mitgliedschöre! Ich kann nicht verstehen, warum so Derzeit finden an jedem Wochenende mehrere Kon-
viele Chöre die Chance nicht genutzt haben, sich zerte statt. Die Mitglieder aus Verbandsleitung und
über die Aktivitäten des Chorverband Vorarlberg zu Musikausschuss besuchen so viele Konzerte wie mög-
lich. Trotzdem schaffen wir es nicht, alle Termine
wahrzunehmen. Wir bitten dafür um Verständnis
und hoffen, dass sich bei einer anderen Gelegenheit
ein Besuch ausgeht. Ich weise noch einmal darauf hin,
dass uns alle Chöre ihre Termine möglichst frühzeitig
bekannt geben sollten.
Für die noch bevorstehenden Konzerte, für das Wer-
tungssingen sowie für die Wettbewerbe im Ausland
wünsche ich alles Gute und schöne Erlebnisse beim
Singen.
Axel Girardelli
Obmann des Chorverband Vorarlberg
■
V O R A R L B E R G S I N G T 21 || 2009
2011AKTUELL Bitte vormerken!
Wertungssingen 2011 150 Jahre 3
ZEITPLAN:
Chorverband
Samstag, 18. Juni 2011
FESTSAAL Landeskonservatorium Feldkirch, Beginn: 13.00 Uhr Geplanter Ablauf
Gemischte Chöre, Männerchöre | Jury: Rainer Held, Martin Winkler, Wolfgang Ziegler des Jubiläumsjahres 2012
Auftritt CHOR Freitag, 27. Jänner 2012:
13.00 Uhr Chorgemeinschaft Harmonie Gaißau – Männerchor Rheineck Presse-Event mit Präsentation
13.15 Uhr Ensemble VierMa des Jahresprogrammes
13.30 Uhr Chorgemeinschaft St. Georg Lauterach Chöre singen in Regionalzügen
13.45 Uhr Eintracht Chor Lustenau Promi-Chor singt in Bregenz
14.00 Uhr Männerchor Rebstein (CH)
Samstag, 3. März 2012, 20.00 Uhr
14.45 Uhr Nofler Chörle Kulturhaus Dornbirn:
15.00 Uhr SingGemeinschaft Kennelbach TUULI – Konzert mit dem
15.15 Uhr Männerchor Frohsinn Koblach Chorus Sine Nomine
15.30 Uhr MGV Höchst 1864
15.45 Uhr Bludenzer Liederkranz Aktionswoche: 22. Juni bis 1. Juli 2012
Diese Aktionswoche wird von
16.30 Uhr Männerchor Götzis unseren Chören in allen Regionen des
16.45 Uhr Cantores Brigantini Landes mitgestaltet, und zwar durch
17.00 Uhr Kirchenchor Gaißau verschiedenste Aktivitäten.
17.15 Uhr Singgemeinschaft Hard
17.30 Uhr LIEDERmännerChor Alberschwende Sonntag, 1. Juli 2012: 10.30 Uhr:
17.45 Uhr Kammerchor Vocale Neuburg Festakt im Landeskonservatorium mit
Ansprachen und einigen
18.30 – 19.30 Uhr Jurygespräche musikalischen Beiträgen.
Nach dem Festakt offenes Singen an
PFÖRTNERHAUS Landeskonservatorium Feldkirch, Beginn: 13.30 Uhr verschiedenen Plätzen und Örtlichkei-
Kinder- und Jugendchöre | Jury: Marialuise Koch, Siegfried Singer, Edgar Wolf ten in der Innenstadt von Feldkirch.
13.30 Uhr Kinderchor Lochau Samstag, 20. Oktober 2012, 20.00 Uhr
13.45 Uhr Kinderchor Alberschwende Nenzing, Ramschwagsaal:
14.00 Uhr Harder Ohrwürmle Präsentation des Chorbuches
14.15 Uhr Rütner Kinderchor
Sonntag, 25. November 2012, 10.00 Uhr
15.00 Uhr Kinderchor Sulz „Singende Kirche“:
15.15 Uhr Kinderchor Lauterach Gottesdienstgestaltung in der
15.30 Uhr Bucher Chor Pfarrkirche St. Martin, Dornbirn
15.45 Uhr Jugendchor „Young Feeling“
16.30 Uhr Jugendchor Fuoco Besonders für die Bewerbe am
16.45 Uhr Vice Versa 18. Juni 2011 empfehlen wir die
17.00 Uhr CHORios Anreise mit öffentlichen Ver-
kehrsmitteln. Ab Bahnhof
17.30 – 19.30 Uhr Jurygespräche
Feldkirch regelmäßige Bus-
verbindung mit den Linien
FESTSAAL Landeskonservatorium
59, 60 und der Ringlinie 1
20.00 Uhr Verleihung der Prädikate für alle Chöre
(Stadtbus Feldkirch) zum
Sonntag, 19. Juni 2011 Landesgericht.
11.00 Uhr, Festsaal Landeskonservatorium
Matinee mit ausgewählten Chören
Zu all diesen Veranstaltungen ist der Eintritt frei.
Wir freuen uns auf viele interessierte Zuhörer!
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 2011AKTUELL
Musikalische
Chorwerkstatt Bludenz 2011
4 Termin Donnerstag, 1. September bis Sonntag, 4. September 2011
Weiterbildung Beginn jeweils 8.30 Uhr
Ende Sonntag, ca. 14.00 Uhr (nach dem Mittagessen)
Ort Lehrhotel Rätia, Bludenz
Der Chorverband
Vorarlberg unterstützt u diesem Seminar sind alle ChorleiterInnen sowie interessierte Sän-
die musikalische Z gerInnen eingeladen. Voraussetzungen: Grundkenntnisse im Blatt-
Weiterbildung von singen.
Mitgliedschören
und deren Chorleiter Referenten
Dirigierseminar A (für Anfänger)
wie folgt:
Hubert Herburger
(Bregenzer Kammerchor, Schülerchor Sacré Coeur Riedenburg)
Musikalische
Weiterbildung Dirigierseminar B (für leicht Fortgeschrittene)
im Chor Oskar Egle
(gilt nicht für eigene Veran- (Kammerchor Vocale Neuburg, Männerchor Götzis, Schülerchöre)
staltungen des Chorverband
Vorarlberg): Dirigierseminar C (für fortgeschrittene und ambitionierte ChorleiterInnen)
Luc Anthonis
- pro Abend € 22,– aus Ekeren (Belgien), studierte zuerst Flöte, dann Chordirigieren und
besuchte Meisterklassen bei Michael Scheck, Juliaan Wilmots,
- bei Probenwochenenden Eric Ericson, Simon Halsey und anderen; erfolgreicher Orchesterleiter,
pro Tag € 58,– unterrichtet seit 2007 Chordirigieren im Königlich Flämischen Musik-
konservatorium in Antwerpen.
- maximale jährliche Luc Anthonis
Unterstützung € 220,– Für interessante Abwechslung sorgt die Tanzpädagogin und Lehrerin für
Atem, Stimme und Bewegung, Angelika Wolf, in separaten Einheiten.
Musikalische Kursinhalt
Weiterbildung Technik des Dirigierens, Praxis der Probenarbeit, Methodik des Einstu-
von Chorleitern: dierens, chorische Stimmbildung, Stilfragen, Kennenlernen neuer Litera-
tur, allgemeine Fragen der Chorerziehung etc.
Für mehrtägige Kurse außer- Für besonders interessierte KursteilnehmerInnen wird in den Dirigierse-
halb von Vorarlberg € 145,– minaren B und C eine „Dirigierklasse“ eingerichtet. Diese ChorleiterIn-
nen haben die Möglichkeit, sich zwei bis drei Chorwerke aus dem Semi-
Alle Unterstützungsanträge nar bzw. Plenum auszusuchen. Die TeilnehmerInnen der Dirigierklasse
für musikalische Weiterbil- werden beim Einstudieren der Werke mitarbeiten und verschiedene Pro-
dung müssen bis spätestens benphasen leiten. In separaten Einheiten wird die Arbeit der Teilneh-
31.01. des Folgejahres schrift- merInnen vor- bzw. nachbesprochen.
lich beim Chorverband Vorarl-
berg eingereicht werden. Kosten
Der Original-Zahlungsbeleg Kursbeitrag inkl. Vollpension: € 200,–
muss beigelegt werden! Einzelzimmerzuschlag € 8,– pro Nacht
Kursbeitrag inkl. Mittag- und Abendessen: € 110,–
Auf unserer Homepage Nur Mittagessen + Kursgebühr: € 80,–
befindet sich eine Liste von Nur Abendessen + Kursgebühr: € 70,–
Stimmbildnern, die bereit sind, Kursbeitrag ohne Übernachtung, ohne Verpflegung: € 40,–
auch mit Chören zu arbeiten: Die Anwesenheit der Seminarteilnehmer ist während
www.chorverbandvlbg.at – der gesamten Kursdauer erwünscht.
Downloads Es werden keine Kosten zurück erstattet.
Anmeldung
über unsere Homepage www.chorverbandvlbg.at
Achtung: begrenzte Teilnehmerzahl! Bei Abmeldung nach dem 31. Juli
2011 wird eine Stornogebühr von € 40,– verrechnet. ■
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 20115
er Kongress für Chormusik findet alle zwei
D Jahre in einem anderen Bundesland statt und
hat das Ziel „Über die Grenzen zu schauen“. Dazu
werden in verschiedenen Ebenen Überlegungen zur
Chorszene und Chormusik angestellt und präsentiert.
In der Folge sollen einzelne Inhalte, Kernbereiche und
Randzonen aufgelistet und erläutert werden.
Lernen
Voneinander Lernen ist die erste und wichtigste
Ebene. Workshops, Vorträge und öffentliche Konzerte
bieten ausreichende Möglichkeiten dazu – wird doch
der Kongress als Veranstaltung für Multiplikatoren
für ganz Österreich und seine Nachbarn gesehen.
Grenzen überwinden
Grenzen, die uns räumlich, geistig und gesellschaft-
lich einengen, sollen mit diesem Kongress aufgebro-
chen und überwunden werden.
Hören
Das Hinhören, das Hineinhören in die Musik der Re-
gionen wird beim Kongress für Chormusik durch
Konzerte, Workshops und öffentliche Veranstaltun-
gen gewährleistet.
Begegnen
Die TeilnehmerInnen haben im Rahmen des Kon-
gresses die Möglichkeit der musikalischen und
menschlichen Begegnungen.
Kosten
Der Kongressbeitrag von € 125,– beinhaltet die Teil-
nahme an Vorträgen und Workshops, Konzertkarten,
Empfang der Bürgermeisterin von Eisenstadt, Emp-
fang des Landhauptmannes des Burgenlandes.
Überweisung bis spätestens 31. August 2011 auf das
Konto: 6455-001003, HYPO NÖ, BLZ: 53000,
BIC: HYPNATWW, IBAN: AT775300006455001003.
Noten können im Rahmen des Kongresses für die ein-
zelnen Workshops gekauft werden.
Der Chorverband Vorarlberg unterstützt aktive Chor- Die Unterbringung ist von dem/der Kongressteilneh-
leiterInnen seiner Mitgliedschöre durch die Über- merIn selbst zu organisieren und im Hotel direkt zu
nahme des Kongressbeitrags (im nachhinein gegen bezahlen.
Vorlage einer Teilnahmebestätigung).
Anmeldung/Information:
Unterbringung www.chorverband.at, E info@chorverband.at
HOTEL BURGENLAND
7000 Eisenstadt, Franz-Schubert-Platz 1, Eine Veranstaltung des Chorverband Österreich in
T 02682 696-69, E burgenland@austria-hotels.at, Zusammenarbeit mit dem Burgenländischen Sänger-
www.hotelburgenland.at bund
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 2011AKTUELL
Kosten
6
Singseminar Seminar mit Vollpension
€ 130,– pro Person für Mitglieder des Chorverband
Vorarlberg
St. Arbogast 2011 € 160,– pro Person für Nichtmitglieder
€ 20,– Einzelzimmerzuschlag
Ort Bildungshaus St. Arbogast, Götzis Seminar inklusive Mittagessen
Termin 9. – 11. September 2011 (ohne Übernachtung/Frühstück)
Notenausgabe 9. September 2011, ab 8.15 Uhr € 55,– pro Person für Mitglieder des Chorverband
Seminarbeginn 9. September 2011, 9.00 Uhr Vorarlberg
Ende 11. September, ca. 15.00 Uhr € 85,– pro Person für Nichtmitglieder
(nach dem gemeinsamen Abschlusssingen)
Für SängerInnen, die nicht in St. Arbogast übernach-
Referenten ten, können einzelne Abendessen bestellt werden.
Männerchor: Jan Schumacher (DE) (Dies wird am jeweiligen Kurstag besprochen.)
Jan Schumacher erhielt seine erste musikalische
Ausbildung bei den Limburger Domsingknaben und Achtung
studierte Schulmusik, Germanistik und Chorleitung. Begrenzte Teilnehmerzahl! Die Anmeldungen werden
Er leitet mehrere Chöre, unter anderem den sehr er- in der Reihenfolge des Eintreffens angenommen. Sän-
folgreichen Männerkammerchor Camerata Musica gerInnen von Mitgliedschören des Chorverband Vor-
Limburg. arlberg werden zuerst berücksichtigt.
Jan Schumacher
Gemischter Chor: Franz M. Herzog (AT) Anmeldung bis spätestens 20. Juni 2011 über un-
Franz Herzog ist Dirigent, Komponist und Musikpä- sere Homepage www.chorverbandvlbg.at. Bei Ver-
dagoge. Er studierte Komposition und Chordirigieren hinderung kann eine Ersatzperson geschickt werden.
an der Kunstuniversität Graz. 1994 gründete er Dies muss jedoch rechtzeitig im Büro des Chorver-
CANTUS, ein Ensemble, das sich auf zeitgenössische band Vorarlberg gemeldet werden. Es werden keine
Musik spezialisiert. Derzeit ist er künstlerischer Leiter Seminarbeiträge ersetzt.
des Kammerchores Vocalforum Graz und des steiri-
schen Landesjugendchores CantAnima. Wir freuen uns auf ein interessantes Wochenende! ■
Franz M. Herzog
Kirchenmusikreferat
Tage der Kirchenmusik in Bregenz
42. Werkwoche für Kirchenmusik
Dienstag, 12. Juli 2011, 9.00 Uhr, bis Höhepunkte:
Sonntag, 17. Juli 2011, 11.30 Uhr Konzert in Bregenz Herz-Jesu:
Bregenz, Studieninternat Marianum Samstag, 16. Juli 2011, 20.30 Uhr
Abschluss-Festgottesdienst in Bregenz St. Gallus:
Christus – unser Lied Sonntag, 17. Juli 2011, 10.00 Uhr
Romantik von Liszt und Brahms
Alle Informationen und Termine:
Sängerinnen und Sänger, Chorleiterinnen und Chor- www.kirchenmusik-vorarlberg.at
leiter sind eingeladen, die Schönheit und Kostbarkeit
kirchenmusikalischer Werke neu zu entdecken, ge-
meinsam einzustudieren und aufzuführen. Im Mittel-
punkt stehen Auszüge aus der „Missa choralis“ und
des Oratoriums „Christus“ von Franz Liszt und die
„Messe g-Moll“ von Brahms.
Gesamtchorleitung: Wolfgang Schwendinger
Open Souls – Geistliche Musik aus allen
Richtungen: Martin Lindenthal
Wolfgang Schwendinger Martin Lindenthal
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 2011AKTUELL
„150 Jahre Vorarlberger Landtag“ 7
Feierlicher Auftakt
D ie Zukunft der Länder im Nationalstaat und in der
Europäischen Union stand am 5. April 2011 im Mit-
telpunkt der Feierlichkeiten rund um das Jubiläum „150
Jahre Vorarlberger Landtag“. Für ein gutes Gleichgewicht
zwischen Einheitlichkeit und regionalem Spielraum spra-
chen sich Landtagspräsidentin Bernadette Mennel und
Landeshauptmann Herbert Sausgruber aus: „Größere Zu-
stimmung finden Entscheidungen, wenn sie vor Ort in gu-
tem Austausch mit den Menschen zustande kommen.“
Vor den zahlreichen Festgästen in der Eingangshalle des
Landhauses plädierte Sausgruber für die Schaffung eines
politischen Mechanismus, durch den in einer vernünftigen
Form „notwendige Einheitlichkeit und Handlungsfähigkeit
in Grundsätzen und Eckpunkten auf europäischer Ebene
und zugleich Spielräume für Mitgliedstaaten, Regionen
und Gemeinden definiert sind“.
Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte
der Landesjugendchor VOICES unter der Leitung von Oskar
Egle. Zur Uraufführung gelangte dabei die Komposition
„Letzte Warnung oder Nächste Chance?“, die von David Hel-
bock eigens für den Festakt im Auftrag des Landes erarbeitet
wurde. Der Komponist begleitete den Landesjugendchor bei
der erstmaligen Präsentation des Musikstücks am Klavier.
Autor: Landespressestelle
(Ch)Ohrwürmer
Unter diesem Titel stellen LeserInnen der Chorzeitung „Vorarlberg Singt“ ihre Lieblings-CD vor.
Wer kennt das nicht: Eine CD, die man wochen- sondern vor allem vom perfekten A-cappella-Sound.
W lang tagtäglich hören kann. Lieder, die als echte Denn nur mit ihren Stimmen beweisen die fünf Aus-
(Ch)ohrwürmer nicht mehr aus dem Kopf gehen wol- nahmemusiker beeindruckend, dass eine richtige
len. Interpreten, die mit lässigen Arrangements und Rockband auch ohne „echte“ Instrumente auskommt.
kunstvoller Vokalmusik verzaubern. So verschieden wie die Sänger sind auch die Lieder
der aktuellen CD „Level“. Rockige Songs, aber auch
Titel der CD: wunderschöne Balladen lassen einen schnell verges-
Level sen, dass keine Instrumente im Spiel sind.
Interpreten:
The House Jacks Übrigens: Ein „House Jack“ ist ein Kran, der ganze
Häuser versetzen kann! Jeder, der einmal eine Show
Meine persönlichen Bemerkungen zur CD, von „THE HOUSE JACKS“ gesehen hat, wird den
Vorstellung der CD: Vergleich verstehen.
Die „House Jacks“ sind in Amerika schon seit Jahren
eine feste Größe in der A-cappella-Szene. Mittlerweile
sind sie durch ihre Tourneen in Europa immer mehr
auf dem Vormarsch. Wer die sympathischen US-Boys
einmal live erlebt hat, ist nicht nur begeistert von ih- Die CD wurde vorgestellt von:
rer spontanen, lockeren und witzigen Bühnenshow, Gabi Fink, Fluher Chörle
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 2011JUGEND
8
Kindersing- und Theatertage
29. – 31. August 2011
Götzis , Bildungshaus St. Arbogast
ingen ... Musik machen ... Theater spielen ... Altersgrenze:
S improvisieren ... miteinander spielen ... ab 9 Jahre
Begleitung: Kosten:
Alfred Dünser € 95,– für Seminar (inkl. Materialkosten)
Musiklehrer und Chorleiter mit Unterkunft und Verpflegung
€ 65,– für Seminar (inkl. Materialkosten)
Brigitte Dünser ohne Übernachtung
Instrumentallehrerin, Chorleiterin
Anmeldung:
Isabell Rudolph Unter www.chorverbandvlbg.at – Kursanmeldungen
Theaterfachfrau, journalistisch tätig Anmeldeschluss: 20. Juni 2011
Achtung:
Begrenzte Teilnehmerzahl!
Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des
Eintreffens berücksichtigt. Nach dem Anmeldeschluss
erhalten die Teilnehmer eine Anmeldebestätigung so-
wie die Aufforderung zur Einzahlung des Seminarbei-
trags. ■
Aufregendes Frühjahr
Kinderchor Sulz
ach zwei Gottesdienstgestaltun-
N gen am Faschingssonntag und
Muttertag sind wir schon intensiv
beim Proben für das kommende Wer-
tungssingen. Für eine perfekte Vorbe-
reitung sorgen noch zwei Auftritte:
Am 11. Juni dürfen wir beim Konzert
des Männerchor Muntlix mitwirken,
und am 14. Juni um 19.00 Uhr veran-
stalten wir zusammen mit der Jugend-
musik Sulz ein Quatschkonzert in der
Volksschule Sulz. Hier werden wir
einige lustige Lieder singen – ein biss-
chen Quatsch eben.
Manfred Längle
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 20119
Landeskinderchor
Der Landeskinder-
chor sang bei der
Hauptversammlung
des Chorverband
Probentage 4. – 7. September 2011 Vorarlberg am
18. März 2011 in
Bregenz, Marianum Koblach.
ingen ist der elementarste musikalische Ausdruck
S des Menschen. Für ein Kind ist Singen selbstver-
ständlicher Lebensausdruck und spielerischer Akt: Es
lebt, es spielt, es singt.
Um musikalisch-sängerisch begabte Kinder besonders zu
fördern, hat der Chorverband Vorarlberg 2010 den Lan-
deskinderchor gegründet. Durch diese Initiative erhalten
Kinder ab neun Jahren ein neues musikalisches Fortbil-
dungsangebot. Dieser Chor probt nicht regelmäßig, son- Sie hat schon jahrzehntelange Erfahrung mit Kinderstim-
dern in einzelnen Arbeitsphasen. Die zentrale Proben- men und garantiert eine hohe Qualität.
phase sind die Probentage im September.
Neben ihrer Tätigkeit als Gesangspädagogin ist Birgit Gi-
Der Landeskinderchor möchte ... selbrecht-Plankel als Solistin im In- und Ausland be-
- die Faszination der eigenen Stimme erlebbar machen kannt.
- das Vertrauen in die eigene Stimme stärken
- die stimmlichen Fähigkeiten fördern und weiter- Beginn: Sonntag, 4. September 2011, 15.00 Uhr
entwickeln Ende: Mittwoch, 7. September 2011, ca. 19.00 Uhr
- Chorsingen als Gemeinschaftserlebnis spürbar machen Ort: Bregenz, Marianum
- zeigen, dass gemeinsames Singen Spaß macht Kosten: € 95,– inkl. Unterkunft und Verpflegung
- Grundlagen des Chorsingens vermitteln
- nach musikalischen Nuancen suchen und die „Faszina- Interessierte Kinder (ab neun Jahren) können sich über
tion Chor“ in ihrer Vielfalt entdecken unsere Homepage www.chorverbandvlbg.at (Kursan-
- bei besonderen Anlässen in Vorarlberg das Gelernte meldungen) zum Landeskinderchor anmelden.
zu Gehör bringen
Anmeldeschluss: 20. Juni 2011
Es freut uns besonders, dass diese wichtige Auf-
gabe der musikalischen Leitung auch in diesem Begrenzte Teilnehmerzahl.
Jahr die Chorpädagogin und Sängerin Birgit Gisel- Alle weiteren Informationen werden den angemeldeten
brecht-Plankel übernommen hat. Kindern nach dem Anmeldeschluss zugesandt. ■
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 2011MITTEILUNGEN
10 Stimmentwickler
mit Sinn fürs Zuhören
„emotion.stimme.klang“ war das Motto des
Workshops mit Michael Grohotolsky, den der
Chorverband Vorarlberg am 19. März im Foyer der
Kulturbühne AMB A C H in Götzis durchführte.
ass immerhin rund 40 Teilnehmer aus Vorarl-
D berg und Liechtenstein gekommen waren, zeigt
das rege Interesse zahlreicher Sängerinnen und Sän-
ger an einer Weiterbildung über den Rahmen des ei-
genen Chores hinaus.
Und dieser „Singtag“ hatte es in sich! Für Grohotolsky
steht immer der Sänger mit seiner Stimme im Mittel-
punkt der chorischen Arbeit. Man könnte ihn als eine gesungen werden können, so zum Beispiel die Ver-
Art von „Stimmentwickler“ bezeichnen, der mit liebe- tonung des Psalms 104 von Cyrillus Kreek (Estland),
voller Geduld, bildreicher Sprache und großem pä- das Spiritual „I Hear a Voice“ von Houston Bright,
dagogischem Geschick bei so manchem Sänger unge- das madrigalartige „Vita de la mia vita“ von William
ahnte sängerische und musikalische Fähigkeiten zutage Howley (1996), das „Agnus Dei“ von Kristina Vasili-
fördert. Dieser Aspekt seiner Arbeit scheint mir neben auskaite (Litauen) oder „O bone Jesu“ von Rihards
dem Kennenlernen neuer und unbekannter Chorlite- Dubra.
ratur besonders wichtig für uns Chorleiter, von denen
leider nicht allzu viele anwesend waren. Hochinteressant war dann für alle Teilnehmer am
Abend zu erleben, was dieser Dirigent, der mit unse-
Ein wesentliches Anliegen ist dem jungen Leiter des rer zusammengewürfelten Gruppe in wenigen Stun-
Wiener Kammerchores und des Wiener Landesju- den schon so Erstaunliches geleistet hatte, mit seinem
gendchores das Bewusstmachen, dass der Chorsänger Wiener Kammerchor im Konzert bieten konnte. Die-
nur dann gut singt, wenn er alle anderen Stimmen zu- ses Konzert begeisterte mit allen Facetten, die das
gleich wahrnimmt. Mit dieser Zielsetzung konnte der Chorsingen ausmachen. Ein musikalisch reicher Tag
Referent in der knappen Zeit eines kurzen Tages ein ging in chormusikalischer Hochstimmung zu Ende.
erstaunliches Programm erarbeiten. Erfreulicher-
weise waren zahlreiche Chorwerke darunter, die Heimo Leiseder
durchaus von unseren ambitionierteren Chören Musikausschuss des Chorverband Vorarlberg
Auszeichnung
für Norbert Kilga
Norbert Kilga wurde für seine
20-jährige Chorleitertätigkeit
beim Männerchor Mäder mit
dem „Goldenen Ehrenzeichen“
des Chorverband Vorarlberg
ausgezeichnet.MITTEILUNGEN
Ein Komma mit den Hüften setzen 11
Der junge Chorleiter Michael Grohotolsky aus Wien bot einen erfrischenden Workshop
und ein ebensolches Konzert mit seinem Wiener Kammerchor.
amstag, neun Uhr früh, es regnet in Strömen. misch falsch. Solche Meldungen ziehen die Atmo-
S Im Foyer der Kulturbühne AMBACH in Götzis sphäre und die Motivation herunter. Wenn ich hinge-
haben sich auf Initiative des Chorverband Vorarlberg gen Emotionen anbiete, so wird der Klang von
Sängerinnen und Sänger zu einem eintägigen Work- vorneherein gut, die Intonation von alleine sauber.“
shop versammelt. Interessierte Choristen meist, dazu Es gäbe einige Chorleiter und Dirigenten im Land, die
die eine Chorleiterin oder der andere Chorleiter. sich das ins Stammbuch schreiben könnten!
Pünktlich beginnend, versprüht der Chordirektor Wie wunderbar das funktioniert, erlebte das Publi-
und Stimmbildner Michael Grohotolsky sofort gute kum beim abendlichen Konzert mit dem eigenen En-
Laune, zeigt wie man ein „Komma mit den Hüften semble Grohotolskys, dem Wiener Kammerchor.
setzt“ und färbt so manche altbekannte sängerische Diese vorwiegend junge Gruppe von Sängerinnen
Aufwärmübung humorvoll um. Der ganze Köper ist und Sängern, die in ihrer Heimatstadt das Musikleben
beteiligt beim Singen, und so ist nachvollziehbar, was in den großen Sälen aufmischen, frappierten auch bei
der 35-jährige ehemalige Wiener Sängerknabe betont: ihrem Ländle-Gastspiel mit atemberaubender Viel-
„Golfspielen oder Joggen: alles schön und gut, aber falt. Ob mit Schauspielerei und Sprache bei den aktio-
wirklich essentiell gesund ist Singen.“ Denn Letzteres nistischen Stücken von Manfred Länger, ob poppig
wirke ganzheitlich, weil neben dem Körper und dem oder populär bei Chören von Herwig Reiter und Eriks
Intellekt auch emotionaler Einsatz vonnöten sei. Ešenvalds oder ob kultiviert bei einer Messe von Felix
Mendelssohn-Bartholdy, allen diesen Stilrichtungen
Diesen in jedem und jeder Einzelnen hervorzuholen, begegnete der Wiener Kammerchor mit großer Au-
hat Grohotolsky ein unerschöpfliches Repertoire an thentizität.
Bildern parat. Den Sopranen beschreibt er einen vor-
beigehenden attraktiven Mann, den sie sich vorstellen Am überzeugendsten waren aber doch die Werke der
sollen, um eine Phrase so richtig aufblühen zu lassen. ernsten Chorliteratur des 20. Jahrhunderts, deren tiefe
Und um einen anderen Klang sehr verhalten zu for- Inhalte vom Moderator des Abends eindringlich be-
men, solle man sich vorstellen, dass „ein Geldschein schrieben wurden. Etwa John Taveners „Butterfly
auf der Straße liegt, den man unbemerkt an sich Dreams“ oder Eric Whitacres „Sleep“ oder die ver-
nimmt.“ schiedenen Chöre von Maurice Ravel oder Jean Fran-
Erstaunlich, was das alles bewirkt, denn ich zumin- caix. Diese hoch motivierten jungen Sängerinnen und
dest erinnere mich nicht, jemals so effektiv und sau- Sänger und ihr fabelhafter Chordirektor lassen einen
ber in so kurzer Zeit Stücke einstudiert zu haben. optimistisch in die Zukunft der Musik blicken und
Grohotolsky dazu: „Es bringt nichts wenn ich sage, wurden dementsprechend jubelnd gefeiert.
das war zu hoch, das war zu tief, oder das war rhyth- Anna Mika
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 2011MITTEILUNGEN
12
Rheinberger-Gesamtausgabe
für Feldkirch
Zwischen Liechtenstein und Vorarlberg herrscht ein reger kultureller Austausch. Liechten-
steins Kultur- und Außenministerin Aurelia Frick setzte im März am Vorarlberger Landes-
konservatorium einen kräftigen Akzent: Sie übergab Kulturlandesrätin Andrea Kaufmann
45 Bände der soeben fertig gestellten Gesamtausgabe der Werke des Liechtensteiner Kompo-
nisten Josef Gabriel Rheinberger. Ein Geschenk für die Bibliothek des Vorarlberger Landes-
konservatoriums mit Interessantem und Überraschendem auch für die Chöre im Land.
osef Gabriel Rheinberger hat in Feldkirch vor ben. Das garantiert, dass das Erbe des großen
J 160 Jahren seinen grundlegenden Musikunter- Liechtensteiner Komponisten lebendig bleibt.
richt erhalten. Auch heute studieren zahlreiche Liech-
tensteiner Musiker und Lehrer in Feldkirch. Deshalb
sollte das Werk des großen Komponisten aus Liech- Lücke im Angebot
tenstein dort präsent sein“, begründet Josef Frommelt, Die Bibliothek am Feldkircher Konservatorium ist die
warum die Internationale Josef Gabriel Rheinberger einzige öffentliche Musikbibliothek in der Region mit
Gesellschaft mit ihrem Ansinnen an die liechtenstei- einer Ausstrahlung weit über den Bodensee hinaus. In
nische Regierung herantrat: Ein Exemplar der vor ihrem Saal sind zudem die Notenarchive des Chor-
kurzem fertig gestellten wissenschaftlichen Gesamt- verband Vorarlberg und des Kirchenmusikreferates
ausgabe der Werke Rheinbergers dem Vorarlberger der Diözese Feldkirch untergebracht und öffentlich
Landeskonservatorium in Feldkirch zu schenken. zugänglich.
Frommelt sieht nicht nur die Verbindung von der
Vergangenheit mit der Gegenwart. Der Präsident der Liechtensteiner Musiker schätzen das vielfältige An-
Rheinberger-Gesellschaft blickt in die Zukunft: „Die gebot unmittelbar vor der Haustür. Und stellten eine
Noten müssen für jeden greifbar sein. Und junge, schmerzliche Lücke bei Rheinberger fest. „Wir sind
qualifizierte Musiker müssen mit der Musik Rhein- uns seiner Bedeutung bewusst und suchten seit eini-
bergers vertraut gemacht werden.“ Beides ist am Vor- ger Zeit nach Möglichkeiten, diese Lücke zu schlie-
arlberger Landeskonservatorium in Feldkirch gege- ßen“, erläutert Peter Schmid, Geschäftsführer des Vor-
Rheinberger mit seiner
Frau Fanny van Hoffnaass
Rheinbergers Geburtshaus in Vaduz
Rheinberger als Junge – um 1854, zu
der Zeit hatte er sein Studium in
Feldkirch bereits absolviert.
Josef Gabriel Rheinberger
(* 17. März 1839 in Vaduz
† 25. November 1901 in München)
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 2011Die Initiatoren der Schenkung:
Rheinberger-Gesamtausgabe
Präsident der IRG Josef Frommelt ...
13
.... sowie Dr. Barbara Mohn, Musik-
wissenschafterin des Carus-Verlags,
sie betreute die Gesamtausgabe.
Editorische Meisterleistung
48 Bände mit Notentext umfasst die Gesamtausgabe.
Mit den drei ergänzenden Supplementbänden fand
heuer das ambitionierte und vielfach ausgezeichnete
Projekt des Carus-Verlags seinen Abschluss. Während
eines Vierteljahrhunderts erarbeiteten über 20 Wis-
Festakt der Schenkung, v.l.n.r.: Dr. Peter Schmid, Jörg Maria Ortwein, Regierungs- senschafterinnen und Wissenschafter eine fundierte
rätin Aurelia Frick, Landesrätin Andrea Kaufmann, IRG-Präsident Josef Frommelt
und ansprechend aufbereitete Ausgabe. Das Land
Liechtenstein förderte die Edition mit gut vier Millio-
arlberger Landeskonservatoriums. „Es hätte aber noch nen Franken – „eine Investition in die Zukunft“, wie
Jahre gedauert, alle Bände der Rheinberger-Gesamt- Kulturministerin Frick meinte.
ausgabe anzuschaffen.“ Immerhin gelangten mit den Unter den mehr als 1000 Einzelkompositionen finden
Beständen der Diözese Feldkirch bereits die Bände sich unzählige Vokalwerke fast aller Genres – für So-
mit Kirchenmusik in die Bibliothek. logesang, Chor aber auch Vokalensembles. Durch das
Die Rheinberger-Gesellschaft will ihren Patron ver- sukzessive Erscheinen der Gesamtausgabe hat sich
stärkt in den Konservatorien und Hochschulen veran-
kern: „Der kürzlich verstorbene Harald Wanger hat die
Gesamtausgabe initiiert. Er konnte die Fertigstellung
noch erleben. Wir müssen nun die Noten zu den Leh-
rern und Künstlern bringen.“ Die zündende Idee kam
Rupert Tiefenthaler, dem Rheinberger-Archivar im
Liechtensteinischen Landesarchiv, im Gespräch mit ei-
nem Vorarlberger Kollegen: „Bei uns stehen fünf kom-
plette Gesamtausgaben im Archiv. Warum nicht eine
davon in Feldkirch zur Verfügung stellen?“
Impulse für die Region Band für Band auch der Blick auf diesen Reichtum an
Nicht nur der in Feldkirch wohnende Tiefenthaler musikalischen Formen und Farben gewandelt. Lange
lebt den grenzüberschreitenden Kulturaustausch. beschränkten sich Interpreten auf ein paar wenige
Umgekehrt erhalten viele Lehrer und Musiker aus Messen und große Chorwerke. Vor allem „Der Stern
Liechtenstein ihren musikalischen Feinschliff am von Bethlehem“ erlangte durch die Einspielung mit
Konservatorium oder an der Pädagogischen Hoch- Dietrich Fischer-Dieskau Popularität. Seit einiger Zeit
schule in Feldkirch – so wie seinerzeit Rheinberger, entdecken vor allem junge Vokalensembles Rheinber-
ehe er als Zwölfjähriger nach München übersiedelte. ger und stellen vermehrt die neu edierten Zyklen und
Als renommierter Komponist und gefragter Lehrer – kleineren Formen ins Zentrum ihrer Programme. So
mit Einfluss bis nach Amerika – hat Rheinberger von erarbeiten gerade die süddeutschen „Singphoniker“
München aus immer wieder seine Dankbarkeit ge- für ihre kommende CD Kompositionen, die bislang
genüber seiner alten Ausbildungsstätte gezeigt. So nur in Rheinbergers Handschrift vorlagen.
widmete er seinem Feldkircher Lehrer Philipp
Schmutzer ein Offertorium und unterstützte großzü- Am Konservatorium freut man sich: „Wir haben ein
gig Schüler aus Feldkirch wie Wunibald Briem, dem paar junge Lehrer, die sich gerne mit Rheinbergers
er eine Stelle in den USA vermitteln wollte. Werken auseinandersetzen möchten. Mit der voll-
ständigen Gesamtausgabe können wir ihnen endlich
Mit der Schenkung der Gesamtausgabe folgt Regie- die Grundlage dazu bieten“, bekräftigt Peter Schmid.
rungsrätin Aurelia Frick somit Rheinbergers Beispiel „Dieses Geschenk ist uns Ansporn, den regen Aus-
eines gegenseitig befruchtenden Austausches. Immer- tausch, den wir mit Liechtenstein pflegen, zu intensi-
hin war sie selber „Jungstudentin“ am Feldkircher vieren.“ Und der künstlerische Leiter Jörg-Maria
Konservatorium und spielte als Geigerin im Jugend- Ortwein denkt bereits laut über ein Rheinberger-Sym-
sinfonieorchester Dornbirn. Das verbindet sie mit posium nach.
Landesrätin Andrea Kaufmann, die ein paar Jahre
früher unter Guntram Simma geigte. Hartwig Wolf
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 201114
Man kann aus jedem Lied etwas Schönes machen
Singseminar Batschuns 2011
um fünften Mal fand heuer vom 11. bis 13. März a Song of Sixpence” von John Rutter (England) bis hin
Z das Singseminar in Batschuns statt. Aus Vorarl- zur zeitgenössischen österreichischen Komposition
berg und aus Liechtenstein kamen wieder begeisterte von Wolfram Wagner „Und Gott schuf den Men-
Chorsängerinnen und -sänger zusammen. schen“ erstreckte sich das Chormusik-Potpourri.
Sieben dieser Stücke haben wir in kurzer Zeit so weit
Mit der Referentin Nataliya Lukina gelang den Orga- einstudiert, dass wir sie zum Abschluss im Haus der
nisatoren erneut ein Glücksgriff. Nataliya, ursprünglich Generationen in Götzis vor Publikum aufführen
aus der Ukraine, studierte in der Ukraine und in Graz konnten.
und ist als Chorleiterin und Dirigentin des Kammer-
orchesters „Diletto Grazioso Graz“ tätig. Mit ihrer bewundernswerten Energie, ihrer Freund-
lichkeit, ihrem Humor und ihrem Elan, aber auch mit
Quer durch die Stilrichtungen ging das für dieses Wo- ungemein viel Lob gelang es Nataliya, uns zu Höchst-
chenende ausgewählte Repertoire: Vom finnischen leistungen zu motivieren. Ihr exaktes Vorsingen und
Volkslied „Über den Berg ist mein Liebster gezogen“, ihre auffallend korrekte Körperhaltung beim Singen
von „Come away, sweet love“, einer englischen Kom- und Dirigieren sind nachahmenswert. Nataliyas Lieb-
position aus dem 17. Jahrhundert, „O Nacht“ von lingsvokal ist das E, denn kein anderer Laut verlangt
Jean-Philippe Rameau, „Jauchzet dem Herrn, alle den Singenden so viel Körperarbeit ab.
Welt” von Felix Mendelssohn-Bartholdy, bis „Ave ma-
ris stella“ von Edvard Grieg, vom Kärntner Volkslied Zwischendurch gab es für alle Teilnehmer als „indivi-
„Gern habn tuat guat“ und dem Spiritual „I can tell duelle Intensivschulung“ noch jeweils zwei Einheiten
the world“, arrangiert von Jester Hairston, über „Sing Einzelstimmbildung bei Gabi Hronek, Ingeborg
Kempter oder Thomas Fellner, und am Samstagabend
hatten wir viel Spaß beim Tanzen mit Angelika Wolf.
Ein Erlebnis, so ein Wochenende! Wir freuen uns
schon wieder aufs nächste Singseminar in Batschuns
im März 2012. Edith Schall
Aufgegabelt:
„Schön! Und wir schauen jetzt, dass das L nicht zu klebrig wird.“
(An alle beim La-la-Singen)
„Sopranstimmen, wir brauchen mehr Leichtigkeit in den Höhen. Ein bissl
idiotisch dreinschauen, das hilft!“
„Tenöre, wir brauchen hier ein Renaissance-Forte, kein russisches Forte.“
„Wir müssen die Liebe zum letzten Ton erzeugen.“
„Man kann aus jedem Lied etwas Schönes machen.“
„Wir brauchen mehr Präsenz beim Sprechen.“
„Das ist sozusagen ein finnisches Kärntnerlied.“
„ Wir benötigen ein gestrecktes Ü.“
„Wir singen das Intervall ohne Lift.“ (Glissando)
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 2011MITTEILUNGEN DES FÜRSTLICH LIECHTENSTEINISCHEN SÄNGERBUNDES
CHORFESTIVAL 2012
Begegnung über die Grenzen
15
er Fürstlich Liechtensteinische Sängerbund hat den MGV-Kirchen-
D chor und den Frauenchor Ruggell mit der Ausrichtung des 46.
Liechtensteinischen Bundessängerfestes am 22./23. September 2012 in
Ruggell beauftragt.
Unter dem Motto „Begegnung über die Grenzen“ finden im Rahmen die-
ses Festanlasses bereits im Vorfeld verschiedene Veranstaltungen statt, zu
denen wir auch die SängerInnen des Chorverband Vorarlberg herzlich
einladen.
Sonntag, 26. Februar 2012, Ruggell
Großes Opern/Operetten-Gala-Konzert
mit dem MGV-Kirchenchor und Frauenchor Ruggell
Freitag, 20. April 2012, Ruggell
„Engel-Chörli Appenzell in Concert“
Samstag, 16. Juni 2012, Ruggell
VOICES – Landesjugendchor Vorarlberg: „WITNESS“
Samstag, 23. Juni 2012, Ruggell
Wertungssingen des Fürstlich Liechtensteinischen Sängerbundes
Samstag, 22. September 2012, Ruggell
Eröffnung des Bundessängerfestes mit einem bunten Nachmittag für
die Kinderchöre des FLSB und die benachbarten Chöre aus Vorarlberg
und der Schweiz
Sonntag, 23. September 2012, Ruggell
Sängerfest nach ‚alter’ Tradition
Die Ausschreibungen für die Teilnahme am Wertungssingen im Juni
2012 sowie die Einladungen für das Bundessängerfest im September 2012
erfolgen noch vor den Sommerferien 2011.
Detaillierte Informationen unter:
www.mgv-ruggell.com
www.frauenchor-ruggell.com
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 2011THEMA
16 Singende Menschen sind gesünder
Grundlegendes und empirische Befunde aus Schwingungen
und Gesundheit, von Dr. Karl Adamek
ingen ist ein wesentliches Bedürfnis des Men- friedlicher als Menschen, die nicht singen. Hier ist ein
S schen und hat unersetzliche Funktionen für Ursache-Wirkungs-Zusammenhang nachgewiesen.
seine individuelle, soziale und spirituelle Gesundheit. Bei Menschen, die viel singen, sind im statistischen
Menschen, die viel singen, sind im statistischen Durchschnitt die Sozialfähigkeiten, die sozialen Bin-
Durchschnitt psychisch und physisch gesünder als dungsfähigkeiten und die Lernfähigkeit besser ent-
Menschen, die nicht singen. Hier ist ein Ursache-Wir- wickelt. Das gilt vor allem auch für die Empathiefä-
kungs-Zusammenhang nachgewiesen. Singen fördert higkeit. Sie verhalten sich stärker sozial verantwortlich,
unter anderem das Immunsystem durch vermehrte hilfsbereiter und mitmenschlicher.
Ausschüttung von Immunglobulin A.
Auch viel singende Kinder sind im Vergleich zu wenig
singenden Kindern in ihrer körperlichen und psychi-
„Singen ist wahres Kraftfutter
schen Entwicklung allgemein und speziell in ihrer
für das Gehirn des Kindes.“ Konzentrationsfähigkeit und Sprachentwicklung bes-
Gerald Hüter, Neurobiologe und Hirnforscher ser. Sie werden von Gutachtern eher als regelschul-
tauglich eingestuft. Wir hätten den Befunden zufolge
die PISA-Problematik nicht, wenn alle Kinder von
Singen kann als Bewältigungsstrategie zur Regulation früh an jeden Tag ca. 45 Minuten über den Tag verteilt
der Emotionen genutzt werden. Singen kann dabei singen würden, wie das im PISA-Musterland Finn-
vor allem helfen, negative Gefühle allgemein und die land (noch) normal ist.
damit einhergehenden Gedanken besonders auch bei
Depression, Trauer, Angst und Aggressionen in posi- Singen ist allem Anschein nach für die Entwicklung
tive Gefühle, Gedanken und konstruktive Tatkraft des Fühlen-Könnens so wichtig wie die Sprache für
umzuwandeln. die Entwicklung des Denken-Könnens.
Singen kann empirisch belegt kurzfristig die psychi-
Menschen, die viel singen, sind im statistischen sche und die physische Leistungsfähigkeit fördern.
Durchschnitt lebenszufriedener, ausgeglichener und Die hier aufgeführten und mit sozialwissenschaftli-
chen Methoden gewonnenen Befunde wurden in der
Folge durch die Ergebnisse neurobiologischer Unter-
suchungen untermauert.
Singen stellt beispielsweise eine einzigartige Möglich-
keit zur relativ schnellen Erreichung von starken
Glücksempfindungen über die damit verbundene ver-
stärkte Ausschüttung von Glücksbotenstoffen im Ge-
hirn dar, und das sowohl beim allein als auch beim ge-
meinschaftlichen Singen.
Singen fördert verschiedene Hirnfunktionen und ak-
tiviert allen Erkenntnissen zufolge die Funktion der
neuronalen Motivationssysteme. Allem Anschein
nach wird auch die Funktion der Spiegelneuronen
durch Singen gefördert, die entscheidend für das Ler-
nen und die Fähigkeit zu Mitgefühl sind.
Alle diese Potenziale des Singens sind allerdings so-
wohl individuell als auch gesellschaftlich missbrauch-
bar, und dies geschah und geschieht, so wie es für jede
menschliche Fähigkeit gilt. Dies lässt sich nur auf ei-
nem Weg der Kultivierung des Singens lösen, die auch
den verantwortlichen Umgang mit seinen Möglich-
keiten einschließt.
Oskar Egle
■
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 2011THEMA
18 Die Melodie ist eine Eingebung
Erich Hollenstein (1932 – 2011)
rich Hollenstein, geboren am 26. Fe- Viele seiner Lieder hat er im Eigenverlag
E bruar 1932, studierte nach der Matura herausgegeben. Es gibt auch mehrere Noten-
an der Lehrerbildungsanstalt Feldkirch in hefte, die der Chorverband Vorarlberg ver-
Regensburg Kirchenmusik und schloss das öffentlicht hat. Auch der Verlag Heyn aus
Studium mit dem Diplom ab. Danach war er Klagenfurt hat eine beträchtliche Zahl seiner
– neben seinem Beruf als Volksschullehrer Kompositionen herausgegeben. Erich Hol-
und später als Volksschuldirektor – Chorlei- lenstein freute sich immer, wenn Instrumen-
ter mehrerer Kirchenchöre. So leitete er fünf talensembles oder Chöre seine Werke auf-
Jahre lang den Kirchenchor St. Peter und führten. Wenn es seine Zeit und die
Paul in Lustenau und über zwölf Jahre den Gesundheit erlaubten, war er bei den Auf-
Kirchenchor St. Martin in Dornbirn. Außer- führungen anwesend.
dem war er über 22 Jahre Leiter des Chores
der Trachtengruppe Lustenau. Die ersten „Das Geld ist nicht der Grund, warum ich
Kompositionen entstanden allerdings erst komponiere.“ Hollenstein hatte Freude an
nach seiner Pensionierung im Jahr 1990. der Musik und mochte die Volksmusik sehr
gerne. Deshalb schrieb er Lieder und Stücke
Dabei war ihm die Pflege der Volksmusik im Volkston. Viel wichtiger als das Geld, das
immer schon ein großes Anliegen. Es er- er damit verdienen konnte, war ihm, dass
schien ihm wichtig, dass möglichst viele seine Lieder gesungen wurden. Er war der
Menschen für diese Musikrichtung begei- Ansicht, dass Musik nur dann lebt, wenn sie
stert werden können. erklingt.
Zu einem guten Lied gehört – laut Hollen- Da Erich Hollenstein vorwiegend Lieder in
stein – unbedingt ein guter Text. Ihm gefiel Lustenauer und Bregenzerwälder Dialekt
die Vorarlberger Mundart sehr gut, die komponiert hat, legte er Wert darauf, dass
Schönheit und die Verschiedenheit der Dia- der Text so gedruckt wurde, wie er gespro-
lekte unseres Landes waren für ihn interes- chen und gesungen werden muss. Wer seine
sant. Als geborener „waschechter“ Luste- Noten genauer studiert, findet alle Wörter
nauer war er natürlich von der Lustenauer lautgetreu geschrieben, sodass es nicht allzu
Mundart besonders angetan, und die Ge- schwierig ist, die Texte zu singen.
dichte von Sieglinde Fitz-Grabher und Han-
nes Grabher gehörten zu seinen bevorzugten 230 Lieder und viele Tänze für Instrumental-
Textvorlagen. ensembles stammen aus Hollensteins Feder.
Er hat einige alte Tänze aus Vorarlberg für
Erich Hollenstein erklärte in einem Inter- Saitenmusikensemble gesetzt und mehrere
view vor mehreren Jahren: „Ich lese ein Ge- neue Tänze geschrieben. Ein Walzer aus die-
dicht mehrmals durch und dabei kommt die ser Reihe wird von Vorarlberger Orchestern
Melodie wie von selbst. Sie ist sozusagen als Konzertwalzer gespielt. Außerdem gibt es
eine Eingebung. Ich habe auch mehrere In- von ihm zwei Messen: die „Lustenauer Kin-
strumentalstücke komponiert. Dabei ist es dermesse“ und die „Lustenauer Messe“.
so, dass mir Melodien einfallen, die ich dann
für verschiedene Instrumentalgruppen Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er
setze.“ im „Seniorenhaus am See“ in Hard. Stets war
er der Musik gegenüber sehr aufgeschlossen
Nach der Anschaffung eines Computers war und freute sich, wenn im Seniorenhaus ge-
es seine Hauptaufgabe, die bereits kompo- sungen und musiziert wurde.
nierten Stücke, die er davor von Hand ge-
schrieben hatte, in den Computer einzuge- Am 8. März 2011 verstarb Erich Hollenstein.
ben. Damit waren die Lieder praktisch Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken be-
druckreif. Das machte es auch leichter, sie zu wahren.
verlegen. Axel Girardelli
■
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 2011THEMA
Maria Bösch-Fussenegger 19
aria Fussenegger wurde am 10. Juli 1923 in Feld- Maria Bösch-Fussenegger erweiterte 1954 den Rhein-
M kirch geboren. Maria besuchte in Dornbirn den dorfer Kinderchor zum „Cäcilienkinderchor“. 1969
Orgelkurs von Professor Franz Offermanns, gleichzei- gründete sie den Kinderchor von Studio Vorarlberg.
tig war sie Sekretärin im Seelsorgeamt bei Dr. Fa- Seit 1973 war Maria Bösch-Fussenegger viele Jahre
sching. Er vermittelte ihr 1940 das Kirchenmusikstu- hindurch Lehrerin für Gesangs- und Elementarsing-
dium in Regensburg, wo sie 1943 die Reifeprüfung klassen an der Rheintalischen Musikschule. Als ge-
ablegte. Bis 1946 bekleidete sie die Chor- und Organi- suchte Stimmbildungslehrerin wirkte sie von 1976 bis
stenstelle mit Musikunterricht in Abensberg in Nie- 1979 auch an der Musikhaupt- und Musikvolksschule
derbayern. Dann übernahm sie die Leitung des Kir- Bregenz, anschließend war sie bis 1987 sehr erfolg-
chenchores der Erlöserkirche in Lustenau, baute reich an der Musikhauptschule Götzis tätig.
gleichzeitig die Choralknabenschola zum „Rheindor-
fer Kinderchor“ aus, wirkte als Klavierlehrerin in Maria Bösch-Fussenegger hat sich durch ihre vielsei-
Dornbirn und gründete 1951 die „Lustenauer Dorf- tigen Tätigkeiten große Verdienste vor allem um die
schwalben“. Im gleichen Jahr heiratete sie den Fabri- Förderung und Erhaltung des Volksliedes erworben,
kanten Rudolf Bösch. die Pflege der Mundart lag ihr dabei besonders am
Herzen. Ihre Konzerte und Rundfunkaufnahmen fan-
den im Inland und im benachbarten Ausland begei-
sterte Aufnahme. Abgesehen von zahlreichen Liedbe-
arbeitungen hat Maria Bösch-Fussenegger auch eine
Reihe eigener Kompositionen geschaffen, Texte von
Hannes Grabher, Sieglinde Fitz-Grabher, Otto Wund,
Otto Borger, Heinz Bitschnau, Rudolf Ilg sowie eigene
Gedichte vertont. Sie komponierte eine Deutsche
Messe, gestaltete liturgische Texte musikalisch und
schuf eine Kindermesse nach Werner Fitz. In ihrem
Werk finden sich neue Lieder für die Kleinsten – zum
Teil erweitert durch Begleitvorschläge für Orff ’sches
Instrumentarium – und für die Jugend.
Kein Wunder, dass ihr Wirken die entsprechende öf-
fentliche Anerkennung fand: Der Vorarlberger Sän-
gerbund verlieh ihr seine höchste Auszeichnung, die
Rudolf von Ems-Verdienstmedaille, und vom Land
Vorarlberg erhielt Frau Bösch-Fussenegger die Ehren-
gabe für Kunst und Wissenschaft.
Am 7. August 2005 schloss sich der Lebenskreis der
hervorragenden Musikerin, die in so vielen Menschen
die Freude an der Musik – insbesondere am Singen –
geweckt und gepflegt hat.
Nach einem Bericht aus dem
Lustenauer Heimatbuch, Band II
Auszug aus der Werkliste:
www.chorverbandvlbg.at/Komponisten
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 201120
Franz Liszt
(1811 – 1886)
Franz Liszt wurde 1811 in Raiding (damals Ungarn) geboren
F und starb 1886 in Bayreuth. Er erhielt Klavierunterricht bei sei-
nem Vater ab seinem 6. Lebensjahr und wurde 1822/23 Schüler von
Carl Czerny und Antonio Salieri in Wien. Die Jahre nach 1823 ver-
brachte Liszt in Paris, dort beeinflusste ihn die Bekanntschaft mit
Giaocchino Rossini, Vincenzo Bellini, Giacomo Meyerbeer sowie be-
sonders mit Fréderic Chopin, Hector Berlioz und Nicolo Paganini
stark; auch literarisch wurde er von Victor Hugo beeindruckt. Von
1838 bis 1847 feierte Liszt auf seinen ausgedehnten Konzertreisen als
Klaviervirtuose Triumphe. Ab 1848 lebte er dann in Weimar, wo die
Symphonischen Dichtungen und einige der wichtigsten Klavierwerke
(h-Moll-Sonate, 1. Klavierkonzert) entstanden. Ab 1861 lebte Liszt in
Rom, hier empfing er 1865 die niederen Weihen eines Abbés. Schon
in seiner Weimarer Zeit hatte ihn die Messkomposition beschäftigt
(Graner Festmesse, 1856), seine späten geistlichen Werke (Missa cho-
ralis, 1865) sind von Cäcilianismus und Neugregorianik bestimmt.
Liszts Altersstil weist weit in die Zukunft.
© mit freundlicher Genehmigung, Carus-Verlag Stuttgart
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 2011AUS DEN VEREINEN
Götzner erwandern 21
Vereinschronik
150 Jahre Harmonie
m Jahre 1861 wurde der Gesangverein Harmonie
I Götzis als reiner Männerchor unter dem Chorlei-
ter Josef Anton Straub gegründet. Erst am 5. Februar
1899 las man erstmals in einer Gemeindeblatt-Ankün-
digung von einem „Sänger-Balle“ in den „Sälen zur
Sonne“, bei dem auch ein „gemischter Chor“ auftrat.
Jedoch ist erst aus der dritten Chronik über die Haupt-
versammlung vom 16. Julmond 1922 zu lesen: „Es wird
auch beschlossen, die Statutenabänderung betreff
‚Frauenchor’ vorzunehmen und sind von heute ab die Neun Chorleiter in 150 Jahren
Mitglieder des Frauenchores gleich denen des Männer- Anlässlich des Jubiläumsjahres lädt der Chor am 18.
chors und haben somit deren Rechte und Pflichten.“ Juni 2011 um 20.00 Uhr in die Kulturbühne AM-
BACH zum Jubiläumskonzert mit drei seiner insge-
Über 150 Jahre hinweg entwickelte sich der Verein zu samt neun Chorleiter in der Vereinsgeschichte. Es
einem traditionsreichen, aber auch modernen ge- werden bekannte Lieder wie „Rabba Rabba“ unter der
mischten Chor mit 40 Sängerinnen und Sängern und Leitung von Herbert Heinzle oder „Siyahamba“ unter
singt Chorliteratur aus den unterschiedlichsten Musi- Ekaterina Pichlbauer sowie ein neues Programm un-
krichtungen. Geleitet wird der Chor seit 2009 von ter Monika Fritsch präsentiert.
Monika Fritsch, und nach 149 Jahren Vereinsge-
schichte übernahm 2010 mit Gudrun Mauerhofer Neben dem Jubiläumskonzert wird im Juni eine Er-
zum ersten Mal eine Frau die Stelle der Obfrau. wanderaustellung durch Götzis organisiert, bei der in
unterschiedlichen Schaufenstern die Vereinsge-
Neben den Proben und jährlichen Auftritten in der schichte des Chores „erwandert“ werden kann. Mit
Kulturbühne AMBACH gehört auch die Geselligkeit der Gestaltung eines Gottesdienstes in der Pfarrkirche
zum Vereinsleben. Faschingsfeiern, die Teilnahme am in Götzis wird das Festprogramm am 26. Juni 2011
Landessängerschirennen und Grillfeste als Abschluss abgerundet.
des Vereinsjahres zählen zu den Fixpunkten. Christina Küng
Einladung nach Landeck D
ie Pfarre Maria Himmelfahrt Landeck hat sich
mit „DIALOGRAUM KIRCHE – Musik in Ma-
Vokalensemble Ottava Rima ria Himmelfahrt“ ein ganz besonderes Projekt ausge-
dacht und versucht, mit verschiedenen Veranstaltun-
gen und Themenschwerpunkten den Dialog in der
Kirche musikalisch und literarisch in den Mittelpunkt
zu stellen.
Das Lauteracher Vokalensemble Ottava Rima ist ein-
geladen, den musikalischen Auftakt am 1. Oktober
2011, 20.00 Uhr, mit einem Kirchenkonzert im Rah-
men des „Dialograums Kirche“ in der Pfarrkirche
Maria Himmelfahrt zu gestalten.
Zuvor wird das Ensemble auf Einladung der „Vogel-
weider“ bei der „Sommernacht im Kirchle“ am Sams-
tag, 25. Juni, zu hören sein.
Herbert Motter
Das Vokalensemble Ottava Rima
V O R A R L B E R G S I N G T 2 | 2011Sie können auch lesen