STAND PUNKT - EDU Schweiz

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STAND PUNKT - EDU Schweiz
STAND
 PUNKT
  Christlich-politische
  Monatszeitschrift
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                                                                               Bettag –
                                                                               Fastentag?!
                                                                               Seite 17

                         Vom Preis der Sicherheit
                         Ein Gespräch mit Bundesrätin Viola Amherd
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VOLKSABSTIMMUNG                        DIGITALISIERUNG                        FERIEN IN DER SCHWEIZ!
Am 27. September wird über fünf Vor-   Der (Überwachungs-)Staat rückt nä-     Der Aufruf von Bundesrat Ueli Maurer
lagen abgestimmt. Präsentationen und   her. Covid-19 und Chinas Vorpreschen   wurde gehört. Auf Spurensuche mit Mit-
3DUROHQȴQGHQ6LHDE                   stärken entsprechende Tendenzen.       gliedern der Geschäftsleitung.

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STAND PUNKT - EDU Schweiz
INHALT | HINWEIS ZUR BEILAGE

Inhalt
7     Aktualitäten: EDU-Wettbewerb, Bibelverse auf Ortstafeln, Jubiläen
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13    Corona und Massnahmen – eine kritische Standortbestimmung
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18    Service-Seite: Angebote und Termine
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www.edu-schweiz.ch

Wichtiger Hinweis zur Beilage: EDU unterstützt Referendum

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       Daniel Frischknecht, Präsident EDU Schweiz

       Gesprochen wird von einer «Überbrückungs-            • Die Rente soll bekommen, wer weniger als 50 000
       rente»: Arbeitslose ab 60 Jahren sollen eine           Franken Vermögen hat (Ehepaare 100 000). Dies
       vorzeitige «Rente» von bis zu 5500 Franken im          schafft falsche Anreize. Sparen wird zur Hypo-
       Monat erhalten. Das tönt sozial. In Wahrheit           thek!
       aber ist diese Überbrückungsrente das Gegen-
       teil davon:                                          Wir wollen Bedingungen schaffen, damit ältere
       • Die Überbrückungsrente ist eine «Entlas-           Arbeitnehmende weiter im Berufsleben stehen
         sungsrente». So können Unternehmen ältere          können. Wir wollen keine zusätzliche Rente auf
         Arbeitnehmende noch früher aus dem Er-             Kosten der Allgemeinheit. Wir wollen nicht Anreize
         werbsleben entlassen. Der Sozialstaat soll         schaffen, dass Unternehmen ältere Personen dank
         dann übernehmen und der Mittelstand be-            der Überbrückungsrente mit gutem Gewissen
         zahlen.                                            «abschieben» können.
       • Es wurde uns jahrelang versichert, die Zuwan-      Darum NEIN zur Überbrückungsrente! Wir
         derung würde keine Schweizer Arbeitnehmer          danken für Ihre Unterschrift, das Füllen der Unter-
         in die Arbeitslosigkeit verdrängen. Nun folgt      schriftsbögen und deren Rücksendung. ɫ
         die Offenbarung. Mit der Überbrückungsrente
         wird das Problem der Zuwanderung mit Hun-
                                                                                                                                                                                                           sof          unt     J
         derten von Millionen an Steuergeldern                                                                                                                                                              (bis
                                                                                                                                                                                                                       ort erschreEibTZT
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                                                                                                                                   NEIN
                                                                                                                                                                                                                         teste            ück
         zugedeckt.                                                                                                                                                                                                              ns 3
                                                                                                                                                                                                                                        0. S          s c h nd
                                                                                                                                                                                                                                                           ic
                                                                                                                                                                                                                                                      mbe k e n !
                                                                                                                                                                                                                                               epte
                                                                                                                                                                                                                                                          r2
       • Die Überbrückungsrente gründet auf dem Bo-                                                                                                                                                                                                          020
                                                                                                                                                                                                                                                                      )
                                                              1. Falsche Anreize: Es wird noch leichter, ältere Mitarbeitende zu entlassen.                          braucht es also keine Ü-Rente, welche bewährte Verhandlungslösungen

         den der Lüge. Die Wirtschaft klagt seit Jahren          In Tat und Wahrheit handelt es sich um eine unwürdige Entlassungsrente,
                                                                 werden doch so die Firmen künftig noch weniger Skrupel haben, Mitarbeite-
                                                                 rinnen und Mitarbeiter ab 58 Jahren zu entlassen, um sie für zwei Jahre der
                                                                                                                                                                     torpediert. Darum keine staatlichen Lösungen im Giesskannenprinzip, sondern
                                                                                                                                                                     angepasste sozialpartnerschaftliche Lösungen nach Mass.

                                                                 Arbeitslosenkasse und dann der Überbrückungsrente anzuhängen.               5.                      NEIN zu noch mehr Fachkräftemangel und Einwanderungsdruck. Der

         über Fachkräftemangel. Gleichzeit werden fä-         2. Wer sein Leben lang gespart hat, ist der Dumme. Personen mit
                                                                 einem Vermögen (dazu zählt auch die 3. Säule) von über 50’000
                                                                                                                                                                     Bundesrat macht keinen Hehl daraus, dass die Entlassungsrente dazu dient, die
                                                                                                                                                                     negativen Auswirkungen der Personenfreizügigkeit zu kaschieren, um die
                                                                                                                                                                     Begrenzungsinitiative zu bekämpfen. Tatsächlich werden oft ältere Mitarbeiterin-
                                                                 Franken und Ehepaare mit über 100’000 Franken müssen ihre selbst ersparte                           nen und Mitarbeiter durch billigere EU-Arbeitskräfte ersetzt. So ist die Zahl der
         hige ältere Arbeitnehmende in die Arbeitslo-            Altersvorsorge zuerst aufzehren, bevor sie eine Überbrückungsleistung
                                                                 erhalten. Eigenverantwortlichkeit bei der Altersvorsorge würde dadurch
                                                                                                                                                                     ausgesteuerten 60- bis 64-Jährigen von 2011 bis 2017 um fast 50 Prozent
                                                                                                                                                                     gestiegen. Doch die vorgeschlagene Überbrückungsrente verstärkt diese
                                                                 regelrecht diskreditiert. Einmal mehr muss der Mittelstand die Zeche                                Entwicklung, statt sie zu bekämpfen. Noch mehr ältere Arbeitnehmende werden

         sigkeit «entsorgt». Man will lieber jüngere,            bezahlen.
                                                              3. Wer seine Stelle verliert will wieder Arbeit, keine Rente! Wer wirklich
                                                                                                                                                                     ihre Arbeit verlieren, der Fachkräftemangel wird zunehmen und somit auch der
                                                                                                                                                                     Einwanderungsdruck.
                                                                 etwas für die älteren Schweizer Arbeitnehmenden tun will, der schiebt sie                       6. NEIN zu einem neuen Sozialwerk - Altersvorsorge sichern. Es gilt heute, die
         günstigere Arbeitskräfte aus dem Ausland.               nicht in eine Rente ab, sondern gibt ihnen Arbeit. Das erwarten wir von den
                                                                 Unternehmen! Die Entlassungsrente ist eine reine, teure Symptombekämp-
                                                                                                                                                                    bewährten Sozialwerke und Altersvorsorgeeinrichtungen zu sichern. Dafür
                                                                                                                                                                    werden grosse finanzielle Mittel benötigt. Die anstehenden Reformen der AHV
                                                                 fung und keine Lösung.                                                                             und des BVG haben deshalb Priorität und bieten auch neue Möglichkeiten und

       • Noch nie wurde ein neues Sozialwerk so               4. Keine staatlichen Lösungen im Giesskannenprinzip. Es gibt Branchen, in
                                                                 denen aufgrund der harten körperlichen Arbeit bereits heute sozialpartner-
                                                                                                                                                                    Chancen für ältere Arbeitnehmende. Ein neues Sozialwerk, das jährlich
                                                                                                                                                                    Hunderte von Millionen Franken verschlingen wird, steht völlig quer in der
                                                                                                                                                                    politischen Landschaft und ist kontraproduktiv, vor allem für die ältere
                                                                 schaftliche Lösungen für ältere Arbeitnehmer/-innen bestehen (z.B. Bau). Hier                      Bevölkerung.
         schnell durchs Parlament gebracht. Warum?             Referendumskomitee «NEIN zur Entlassungs-Rente»:
                                                               Co-Präsidium: Manuel Strupler, Nationalrat (TG); Jean-Luc Addor, Nationalrat (VS); Mike Egger, Nationalrat (SG); Benjamin Fischer, Kantonsrat (ZH); Franz Grüter, Nationalrat (LU); Monika Rüegger,

         Die Mehrheit der Parteien, Gewerkschaften             Nationalrätin (OW); Jakob Stark, Ständerat (TG);
                                                               Mitglieder: Martina Bircher, Nationalrätin (AG); Toni Brunner, Alt-Nationalrat (SG); Philip C. Brunner, Kantonsrat (ZG); Roland Rino Büchel, Nationalrat (SG); Michael Buffat, Nationalrat (VD);
                                                               Thomas Burgherr, Nationalrat (AG); Roland Eberle, Alt-Ständerat (TG); Werner Gartenmann, Geschäftsführer AUNS; Andreas Glarner, Nationalrat (AG); Lars Guggisberg, Nationalrat (BE); Diana
                                                               Gutjahr, Nationalrätin (TG); Martin Haab, Nationalrat (ZH); Alfred Heer, Nationalrat (ZH); Stefanie Heimgartner, Nationalrätin (AG); Verena Herzog, Nationalrätin (TG); Christian Imark, Nationalrat
         und Wirtschaftsverbände haben Angst vor der           (SO); Peter Keller, Nationalrat (NW); Samuel Lütolf, Kantonsrat (SZ); Piero Marchesi, Nationalrat (TI); Thomas Matter, Nationalrat (ZH); Thomas Minder, Ständerat (SH); Gregor Rutz, Nationalrat
                                                               (ZH); Werner Salzmann, Ständerat (BE); Therese Schläpfer, Nationalrätin (ZH); Stephan Schleiss, Regierungsrat (ZG); Sascha Schmid, Kantonsrat (SG); Sandra Sollberger, Nationalrätin (BL);
                                                               Barbara Steinemann, Nationalrätin (ZH); David Trachsel, Präsident Junge SVP Schweiz (BS); Hans-Ueli Vogt, Nationalrat (ZH); Bruno Walliser, Nationalrat (ZH); David Zuberbühler, Nationalrat (AR);

         «Begrenzungsinitiative».                                                                                                        

                                                            Â
                                                             
                                                             w ww.entlassungsrente-nein.ch

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GRUSSWORT | UMFRAGE

              Aller guten Dinge sind fünf
              Fünf Abstimmungsvorlagen aufs Mal, plus eventuelle kantonale und kommunale Vorlagen:
              Das gibts nicht alle Jahre. Im Jahr 2000 standen hingegen gleich drei Mal fünf Vorlagen zur Ab-
              stimmung an, am 18.5.2003 waren es sogar neun Vorlagen.
              Am 27. September entscheiden wir über Vorlagen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
              Wir stellen sie Ihnen ab Seite 4 vor; Jagdgesetz und Begrenzungsinitiative präsentierten wir be-
              reits in der Sommerausgabe 7/8. Die Parolen für alle fünf Vorlagen finden Sie auf Seite 5.
              Die Delegierten haben sich ihre Aufgabe nicht leichtgemacht. Pro- und Kontra-Referate von je 8
              Minuten: Allein dafür war während 80 Minuten volle Konzentration gefragt. Für Rückfragen,
              Diskussion und eigentliche Parolenfassung waren je Vorlage 30 Minuten traktandiert. Ein hap-
              piges Programm, in der Tat.
              Trotzdem war für mich die Delegiertenversammlung vom 8. August eine der schönsten über-
              haupt. Der Referentenkreis setzte sich aus Vertretungen von GLP, SP, SVP und EDU zusammen
              – Frauen und Männer, Mitglieder von kantonalen Parlamenten und des Nationalrats – sowie
              von Verbänden und Komitees. Das bedeutete Klartext pur, auf Befürworter- wie auf Gegnersei-
              te. Trotz teils sehr unterschiedlichen Ansichten blieb der Ton bis zum Schluss freundlich und
              wertschätzend.
              So macht Politik Freude! Vielleicht sogar nach der Volksabstimmung vom 27. September.

              Mit frohen Grüssen
              Thomas Feuz, Redaktionsleiter

Umfrage: Warum engagieren Sie sich für die EDU?

mȐɋZHLOVLHPHLQH*UXQGZHUWHYHUWULWW}
              Auf unseren Israel-Reisen mit a. Nationalrat           liegen. Diese Grundhaltung stösst leider in ei-
              :HUQHU6FKHUUHUDEZXUGHXQVNODUGDVV          ner zunehmend gottlosen Gesellschaft auf
              das auserwählte Volk Gottes für uns von gros-          Unverständnis.
              VHU%HGHXWXQJLVW0LFKEHHLQGUXFNWHGDVVGLH        8QVHU¦OWHVWHU6RKQVWHKWPLWVHLQHUN¸Sȴ-
              EDU konsequent auf biblischen Grundwerten              gen Familie in einem Missionseinsatz in Mada-
              politisiert. Sie vertritt auch meine bürgerlich-       gaskar. Die geplante Rückkehr im Frühjahr war
              konservativen Grundwerte zum Wohl der Be-              aufgrund der Corona-Situation nicht möglich.
              völkerung und unserer Demokratie.                      In solchen Situationen tröstet mich der Zu-
              Für die EDU Uster rückte ich in den Gemeinde-          VSUXFKDXV3KLOLSSHUm'HU)ULHGH*RWWHV
              UDWQDFKZXUGHJHZ¦KOWXQGGXUIWHGLHVHV             GHUK¸KHULVWDOVDOOH9HUQXQIWEHZDKUHHXUH
              Amt sechseinhalb Jahre ausüben. Ich erlebte            Herzen und Sinne in Christus Jesus.»
              HLQHLQWHQVLYHLQWHUHVVDQWH=HLWXQGHPSIDQG
              die Unterstützung durch den Bezirkspartei-
              präsidenten als wertvoll.                              Hilda Schelldorfer (64), verheiratet, 3 erwach-
              Mir sind die Bewahrung der Schöpfung und               sene Söhne und 3 Enkel; gelernte Verwaltungs-
              GHV/HEHQVYRP0XWWHUEDXFKELV]XP7RG              angestellte; a. Mitglied des Gemeinderats Uster
              wie auch christlich motivierte Positionen in Er-       (Legislative); Hobbys: Familientätigkeiten,
              ziehungs- und Bildungsfragen ein grosses An-           lesen, singen, wandern; Uster ZH

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ABSTIMMUNGSVORLAGE VOM 27. SEPTEMBER

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NRPPHQHQ5HIHUHQGXPVGHV.RPLWHHVmJHJHQQHXH.DPSIMHWV}XQWHU
Führung von SP und GSOA an die Urne.

              alt Nationalrat Markus Wäfler

              Der Bundesbeschluss beinhaltet Folgendes:            Im Sinne der Bundesverfassung
              • Der Bundesrat wird beauftragt, zum Schutz          Unsere Verfassung verpflichtet den Bund, für
                des Luftraums bis Ende 2030 neue Kampfflug-        die Sicherheit und Unabhängigkeit des Landes
                zeuge anzuschaffen – dies als Ersatz für die       zu sorgen und eine Armee für die Verteidigung,
                seit über 20 Jahren im Einsatz stehenden F/A-      zur Erhaltung des Friedens und zur Unterstüt-
                18- und F5-E Jets.                                 zung der zivilen Behörden in Notlagen zu unter-
              • Das Finanzvolumen beträgt 6 Mrd. Franken.          halten (BV Art. 2, 57, 58, 59, 60, 173).
                Die Betriebskosten werden im normalen Rüs-         Zur Durchsetzung unserer Neutralitäts-Ver-
                tungsbudget enthalten sein.                        pflichtung gehört die Sicherung des Luftraums
              • Der Bundesbeschluss bezeichnet keinen Flug-        rund um die Uhr. Es ist bedenklich, dass die
                zeugtyp. Dieser wird im Evaluationsverfahren       Schweiz seit Jahren für die Sicherung des Luft-
                aus den vier Flugzeugtypen Eurofighter (Air-       raums (z. B. WEF) und das Abfangen fremder
                bus Europa), F/A-18 Super Hornet (Boeing           Flugzeuge (z.B. jüngst in Genf) auf die Hilfe von
                USA), F-35A (Lockheed-Martin, USA) und Ra-         Luftwaffen der Nachbarländer angewiesen ist.
                fale (Dassault, Frankreich) ausgewählt.            Seit Jahren ist die Schweiz nicht mehr in der
              • Die Beschaffung der neuen Kampfflugzeuge           Lage, allfällig eindringende fremde Flugobjekte
                wird mit der parallel laufenden Erneuerung         rund um die Uhr aufzuspüren und zur Landung
                des bodengestützten Luftabwehrsystems grös-        zu zwingen, weil die Flugzeuge nur während der
                serer Reichweite koordiniert. Diese Beschaf-       Bürozeiten einsatzbereit waren. Erst seit
                fung (ca. 2 Mrd. Franken) ist nicht Teil der Ab-   1.1.2019 kann die Schweizer Luftwaffe wieder
                stimmungsvorlage. Die alten Systeme                zwischen 6 und 22 Uhr mit zwei bewaffneten
                Stinger-Raketen, Rapier-Lenkwaffen usw.            Kampfflugzeugen mögliche Eindringlinge auf-
                müssen ebenfalls ersetzt werden.                   spüren. Zwischen 22 und 6 Uhr werden allfällig
              • Die Kosten für die Beschaffung der neuen           eindringende Drohnen und Flugzeuge auf dem
                Kampfflugzeuge sollen zu 60 % durch Aufträge       Radar zwar erkannt und per Funk zur Identifi-
                an Schweizerfirmen kompensiert werden.             kation aufgerufen, aber sonst geschieht nichts.

                                                                   Ein Gebot der Stunde
                                                                   Diese unhaltbare Sicherheitssituation ist das
                                                                   logische Resultat der ständigen Schwächung der
                                                                   Ernstfalltauglichkeit und Einsatzbereitschaft
                                                                   unserer Armee durch Parlament und Armee-
                                                                   Abschaffer. Dies ist in einer Zeit zunehmender
                                                                   internationaler Spannungen grobfahrlässig und
                                                                   verantwortungslos. Es ist überfällig, Luftwaffe
                                                                   und Armee im Sinne einer glaubwürdigen und
                                                                   wirksamen Durchsetzung der schweizerischen
                                                                   Sicherheitspolitik gegen konventionelle-, terro-
                                                                   ristische- und Cyber-Attacken wieder ernstfall-
                                                                   tauglich zu machen. Ein pazifistisch motiviertes
                                                                   Augenschliessen vor der Wirklichkeit aggressi-
                                                                   ver Mächte und Organisationen ist aktive
                                                                   Begünstigung von Konflikten. ɫ
                                                       kɋ9%6

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Kinderdrittbetreuungskosten
unter der Lupe
Genau ein Jahr vor der Abstimmung stimmten die Eidgenössischen Räte dem Bundesge-
setz über die direkte Bundessteuer zu. Dabei wird der maximale Abzug für die Drittbe-
WUHXXQJYRQɋDXIɋ)UDQNHQSUR.LQGGHUDOOJHPHLQH.LQGHUDE]XJ]XV¦W]OLFK
YRQDXIɋ)UDQNHQHUK¸KW'LHVI¾KUWEHLP%XQG]XJHVFK¦W]WHQ6WHXHUDXV
I¦OOHQYRQ0LOOLRQHQ)UDQNHQ*HJHQGLHVH9RUODJHZXUGHGDV5HIHUHQGXPHUJUL΍HQ

                    Markus Reichenbach, Präsident EDU Seeland

                    Eine Entlastung für Familien ist sicherlich im-    profitieren. Damit werden jene Eltern benach-
                    mer erstrebenswert und findet in unserem Land      teiligt, die ihre Kinder selber betreuen, ihr
                    grosse Zustimmung. Jedoch werden Stimmen           Arbeitspensum reduzieren oder eine Kinder-
                    von SP bis SVP laut, dass dieses Gesetz nicht      betreuung durch Grosseltern oder Nachbarn
                    hält, was es verspricht.                           selber organisieren.
                                                                       Gerade jetzt, in der Corona-Zeit, muss der Bund
                    Wer selber betreut, geht leer aus                  mit Millionen von Steuerausfällen rechnen. Es
                    Diese Entlastung wird bei geringeren und mitt-     ist sicherlich nicht an der Zeit, solche Steuersen-
                    leren Einkommen kaum ins Gewicht fallen. Bei       kungen zu gewähren.
                    einem steuerbaren Einkommen von 75 000 Fran-       Wenn man Familien entlasten möchte, vor
                    ken (Bruttoeinkommen von etwa 150 000 Fran-        allem auch die Familien, die ein niedriges Ein-
                    ken) dürfte die Entlastung pro Haushalt kaum       kommen haben und Unterstützung am meisten
                    grösser als 150 Franken sein.                      nötig hätten, könnte man die Prämienverbilli-
                    Den Fremdbetreuungsabzug von 25 000 Franken        gungen für Kinder erhöhen. Diese Massnahme
                    können nur jene Eltern machen, die ihre Kinder     würde alle Familien entlasten – auch gerade
                    fremdbetreuen lassen. Wer seine Kinder zu          jene, die ihre Kinder lieber selber betreuen. ɫ
                    Hause betreut, kann von diesem Vorteil nicht

Parolen der EDU
'LH¾EHU'HOHJLHUWHQIDVVWHQDP$XJXVWLQ2OWHQGLH3DUROHQI¾UGLH9RONVDEVWLP-
PXQJYRP6HSWHPEHU6LHOHJWHQGDPLWHLQNODUHV%HNHQQWQLV]XUHLJHQVW¦QGLJHQ
Regelung der Zuwanderung ab.

Begrenzungs-Initiative: Ja (einstimmig)            kriminiert die Gesetzesänderung die «Vollzeitmütter»; profitieren
Die Schweiz platze aus allen Nähten, hielt der     würden Familien, die ihre Kinder fremdbetreuen lassen. Angesichts
Referent fest. Deshalb wolle die Begrenzungsin-    der milliardenschweren Neuverschuldung (Corona) könne sich die
itiative die Zuwanderung wieder eigenständig       Schweiz die Anpassung dieses Gesetzes nicht leisten.
regeln. Weil die Bilateralen Verträge mit der EU
im beiderseitigen Interesse seien, müssten diese   Vaterschaftsurlaub: Nein (Mehrheit)
nicht gekündigt werden.                            Von einer pragmatischen Vorlage sprach der Präsident des Komitees
                                                   «Vaterschaftsurlaub jetzt». Ebenso pragmatisch sagten die Delegier-
Jagdgesetz: Ja (grosse Mehrheit)                   ten Nein: Die Kosten seien in Zeiten einer sich anbahnenden Wirt-
«Es geht darum, den Tierschutz auszubauen und      schaftskrise nicht vertretbar; die neue Sozialversicherung belaste
die Nachhaltigkeit der Jagd zu verankern.» EDU-    Arbeitnehmer und KMU zusätzlich.
Nationalrat Andy Gafner wies u.a. auf die ver-
stärkten Konflikte zwischen Wildtieren und         Neue Kampfflugzeuge: Ja (grosse Mehrheit)
Nutztierhaltung hin.                               Angesichts der unberechenbaren Weltlage könne die Schweiz es sich
                                                   nicht leisten, ihren Luftraum ungeschützt preiszugeben, zeigte sich
Kinderdrittbetreuungskosten: Nein (grosse          der Pro-Referent überzeugt.
Mehrheit)                                          Â Die Medienmitteilung in ganzer Länge finden Sie unter
Gemäss a. EDU-Nationalrat Markus Wäfler dis-       www.edu-schweiz.ch
STAND PUNKT - EDU Schweiz
VOLKSABSTIMMUNG VOM 27. SEPTEMBER

Warum (k)ein Vaterschaftsurlaub?
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VWDDWOLFKH$EJDEHQ}DQGLH8UQH'LH9RUODJHZXUGHYRP3DUODPHQWLQHLQHP$Q-
ȵXJYRQ6SHQGLHUODXQHLQGHU+HUEVWVHVVLRQEHVFKORVVHQHQ'DPLWZROOWHGDV
Parlament auf Gesetzesstufe einen indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative
mI¾UHLQHQYHUQ¾QIWLJHQ9DWHUVFKDIWVXUODXEȂ]XP1XW]HQGHUJDQ]HQ)DPLOLH}
VFKD΍HQ'DVΖQLWLDWLYNRPLWHHKDWDPGHQEHGLQJWHQ5¾FN]XJVHLQHU
Initiative erklärt. Dies unter der Bedingung, dass die vorliegende Änderung des EOG
LQ.UDIWJHVHW]WZLUG

               alt Nationalrat Markus Wäfler

               Die nun zur Abstimmung vorliegende Änderung        )LQDQ]LHUWPLW/RKQSUR]HQWHQ
               des EOG (Bundesgesetz über den Erwerbsersatz       Die Kosten dieses Vaterschaftsurlaubs werden
               für Dienstleistende und bei Mutterschaft) will     – wie beim Mutterschaftsurlaub – von der
               den Vaterschaftsurlaub wie folgt einführen:        Erwerbsersatzordnung (EO) bezahlt. Ab Einfüh-
               • Berechtigt zum Bezug der Vaterschaftsur-         rung im Jahr 2022 wird mit jährlichen Kosten
                 laubs-Entschädigung sind Männer, die im          von rund 230 Millionen gerechnet. Dies bedingt
                 Zeitpunkt der Geburt des Kindes dessen recht-    eine Erhöhung des EO-Beitragssatzes von heute
                 licher Vater sind oder dies innerhalb von 6      0,45 auf neu 0,5 Arbeitgeber-Lohnprozente, da-
                 Monaten werden und während der Schwan-           mit die Liquidität des EO-Ausgleichfonds wie ge-
                 gerschaft der Mutter als Erwerbstätiger AHV-     setzlich vorgeschrieben nicht unter 50 % der
                 beitragspflichtig und mindestens während         jährlichen EO-Ausgaben fällt. Dies bewirkt eine
                 fünf Monaten erwerbstätig war.                   entsprechende Erhöhung der Lohn-Nebenkos-
               • Der Bezug der Vaterschaftsurlaubs-Entschädi-     ten für die Arbeitgeber. Bisher ist der Vater-
                 gung beträgt maximal 14 Taggelder von max.       schaftsurlaub fakultativ und wird (richtigerwei-
                 80 % des durchschnittlichen Einkommens vor       se) zwischen den Sozialpartnern der jeweiligen
                 Beginn des Entschädigungsanspruchs und           Unternehmen oder Branchen geregelt. Die
                 muss innerhalb von 6 Monaten ab Geburt des       Volksinitiative «für einen vernünftigen Vater-
                 Kindes bezogen werden. Dieser Vaterschafts-      schaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Fami-
                 urlaub kann in einzelnen Tagen oder wochen-      lie» verlangt in der Bundesverfassung einen Va-
                 weise bezogen werden.                            terschaftsurlaub von mindestens vier Wochen,
               • Wer Vaterschaftsurlaubs-Taggelder bezieht,       ebenfalls zu Lasten der EO.
                 erhält für die betreffenden Tage keine Taggel-
                 der aus der Invaliden-, Kranken-, Unfall-, Mi-   Unnötige Sozialversicherung
                 litär- und Arbeitslosenversicherung.             Der Bundesrat lehnt in seiner Stellungnahme
                                                                  zum Vorstoss der Kommission für soziale Si-
                                                                  cherheit und Gesundheit des Ständerates SGK-S
                                                                  diesen indirekten Gegenvorschlag zur Volksini-
                                                                  tiative «für einen vernünftigen Vaterschaftsur-
                                                                  laub – zum Nutzen der ganzen Familie» ab. Mit
                                                                  diesem Vorhaben führt das Parlament einmal
                                                                  mehr eine unnötige zusätzliche Sozialversiche-
                                                                  rung ein, welche nie mehr rückgängig gemacht
                                                                  werden kann, wohl aber in absehbarer Zeit aus-
                                                                  gebaut werden könnte. Aus meiner Sicht gehört
                                                                  es selbstverständlich zur väterlichen Verant-
                                                                  wortung, dass sich Väter um ihre neugeborenen
                                                                  (und auch älteren!) Kinder kümmern sollen und
                                                                  deren Mutter aktiv unterstützen, nicht nur im
                                                                  Säuglingsalter. Eine allfällige fakultative Ge-
                                                                  währung von zusätzlichen Ferientagen ist weit
                                                                  familienfreundlicher als ein solcher Vater-
                                                                  schaftsurlaub. ɫ

                                  ('867$1'381.76(37(0%(56
STAND PUNKT - EDU Schweiz
AKTUALITÄTEN

Aktuelles aus aller Welt
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¦OWHUHQ0HQVFKHQ&RPLQJ2XW'D\:HOWWDJGHU6ROLGDULW¦WPLWGHPSDO¦VWLQHQVLVFKHQ
9RON:HOWVSDUWDJɋȐ8QGGLH('8VWDUWHWLQV-DKULKUHV%HVWHKHQV
Thomas Feuz

EDU-Wettbewerb
Wie alt wird der VCH (Christliche Hotels Schweiz) dieses Jahr? fragten wir im Sonderbericht
«Macht Ferien in der Schweiz!» (Ausgabe 7-8/20, Seite 5). Die Redaktionsassistentin Nicole
Salzmann hat folgenden Gewinner ermittelt: Herr Bernhard Zollinger in Bern.
Wir gratulieren und wünschen viel Freude mit dem Buch «Es gibt so viel, was man nicht
muss. Von der Einfachheit des Lebens, des Glaubens und der Liebe.» Als Trostpreis erhalten
alle Teilnehmenden einen VCH-Prospekt und eine kleine Aufmerksamkeit.

                   Ukraine: Bibelvers ziert Ortstafel
                  Begonnen hat alles mit einem Pin, den Igor Sauchuck aus Anlass des 565-jährigen
                  Bestehens seiner Wohngemeinde mit 11 000 Einwohnern kreierte. Das Spezielle:
                  Die Ansteckbrosche verweist auf die Aussage in Psalm 33,12: «Glücklich das Volk,
                  dessen Gott dieser Herr ist!» Das Logo mit dem fliegenden Storch und dem Bibel-
                  vers ziert nun ebenfalls die offizielle Ortstafel. Igor Sauchuck, Interviewpartner
                  im November 2019: «Ich bin erfreut über die offenen Türen in der Ukraine. Auch
Nachbardörfer wollen Bibelvers-Projekte verwirklichen. Wunder über Wunder!» Das Foto entstand
während eines Besuches des früheren Flight Attendant vom 27. Juli im Zentralsekretariat in Thun.

-DKUH)HQVWHU]XP6RQQWDJ)UDJHQȂ$QWZRUWHQ
… wer war damals Türöffner?
Am 17.9.1995 ging zum ersten Mal eine Sendung von FENSTER ZUM SONNTAG über einen
Sender des Schweizer Fernsehens. Der Sendestart war im Vorfeld hart umkämpft. «Türöff-
ner» gab es mehrere: grosszügige Spender, die Änderung des Radio- und Fernsehgesetzes so-
wie die bundesrätliche Konzession für die Alphavision. Ein weiterer Grund für den Erfolg ist
die gute Zusammenarbeit mit SRF mit attraktiven Sendeplätzen – und die bewährte Partner-
schaft mit ERF Medien.
… Ihre Ziele?
Es war von Anfang an unser Ziel, das Evangelium von Jesus Christus via Fernsehen öffentlich
zu machen. Seit ein paar Jahren bieten wir unser Programm auch im Internet an. Das Ziel
bleibt unverändert: gelebtes Christsein abzubilden!
… und wie geht’s weiter?
Im Juli und August haben wir fünf Jubiläumssendungen ausgestrahlt. Der für den 5. Septem-
ber geplante «Tag der offenen Tür» musste leider auf nächstes Jahr verschoben werden. Im
vierten Quartal sind spannende Sendungen in Vorbereitung mit Leuten, die persönlich und
authentisch von ihren Erlebnissen mit Gott berichten – wie immer samstags und sonntags
auf SRF 1, zwei und info. Âw ww.sonntag.ch

                                                100 Jahre Licht im Osten
                                                Am 29. August hat das international bekannte Hilfswerk sein Jubiläum
                                                gefeiert, Corona-bedingt im kleineren Rahmen. «Vor 100 Jahren waren
                                                rund 2 Mio. russische Kriegsgefangene in deutschen Gefangenenlagern
                                                inhaftiert. Die Soldaten konnten nach dem Ende des Ersten Weltkriegs
                                                nicht in ihre Heimat zurückkehren, weil dort Bürgerkrieg herrschte.
                                                Licht im Osten wurde mit dem Ziel gegründet, diesen Kriegsgefangenen
                                                die rettende Botschaft von Jesus Christus zu erzählen. Gemeinsam gaben
                                                wir am LIO-Fest Gott die Ehre für alles, was er in den vergangenen 10
                                                Jahrzehnten bewirkt hat.» Â  w ww.lio.ch/100Jahre

                                       ('867$1'381.76(37(0%(57
STAND PUNKT - EDU Schweiz
INTERVIEW

                                                                   F/A-18 Hornet über dem Vierwaldstättersee © VBS

m0HQVFKHQZHLWHUKLQYRU%HGUR-
KXQJHQDXVGHU/XIWVFK¾W]HQ}
$P6HSWHPEHUVWHKWPLWGHU%HVFKD΍XQJQHXHU.DPSɞXJ]HXJHHLQHZLFKWLJH
$EVWLPPXQJDQm(VJHKWGDUXP.LQGHU)UDXHQXQG0¦QQHUDXFKQDFKYRU
%HGURKXQJHQDXVGHU/XIWVFK¾W]HQ]XN¸QQHQ}EHWRQW%XQGHVU¦WLQ9LROD$PKHUG
(LQ*HVSU¦FKPLWGHU6FKZHL]HU9HUWHLGLJXQJVPLQLVWHULQ

              Thomas Feuz, Redaktionsleiter

              Frau Bundesrätin, was gibt Ihrem Leben                 men. Ab dem 1. Januar 2021 wird unsere Luft-
              Sicherheit?                                            waffe den Schweizer Luftraum 24/24 Stunden
              Sicherheit geben mir vor allem unsere funktio-         während 356 Tagen im Jahr schützen. Der Luft-
              nierenden Institutionen, die einsatzbereiten           verkehr im Schweizer Luftraum gehört zu den
              Sicherheitskräfte und unsere Rechtssicherheit.         dichtesten in Europa. Im Strassenverkehr zum
              Wir haben das Privileg, in einem Land zu leben,        Beispiel ist die Polizei für die Durchsetzung der
              in dem die Sicherheit sehr hoch ist. Deshalb ha-       Verkehrsregeln zuständig. Im Luftraum ist es
              ben wir in der Schweiz politische Freiheit und         die Luftwaffe und sie braucht dafür geeignete
              Unabhängigkeit, wirtschaftlichen Erfolg, gute          Kampfflugzeuge. Bewaffnete Trainingsflieger
              Verkehrsanbindungen und Rechtssicherheit.              sind zu wenig schnell und steigen zu wenig
              Covid-19 hat aber gezeigt, dass sich die Situation     hoch. Zudem: Die Finanzierung erfolgt aus dem
              rasch ändern kann.                                     ordentlichen Armeebudget; andere Bereiche
                                                                     müssen keine Abstriche machen.
              0LWGHU$EVWLPPXQJYRP6HSWHPEHU
              steht Ihnen eine grosse Herausforderung                ΖKU'HSDUWHPHQWZDUELVKHUHLQH0¦QQHU-
              bevor. Wie gehen Sie diese an?                         domäne. Das VBS scheint auf Sie zuge-
              Mir ist es wichtig, die Bevölkerung transparent        VFKQLWWHQɋȐ
              über die Beschaffung der neuen Kampfflugzeuge          Ich habe seit Amtsantritt erkannt, wie vielfältig
              zu informieren. Ich zeige den Schweizerinnen           und spannend die Aufgaben und Herausforde-
              und Schweizern, dass es um ihren Schutz vor            rungen im Departement sind. Es gibt viel zu tun.
              Bedrohungen aus der Luft nach 2030 geht. Die           Ich arbeite mit Freude und Engagement für un-
              alten Kampfflugzeuge müssen ersetzt werden,            sere Bevölkerung und unser Land, und auch für
              weil diese aus den Jahren 1978 und 1996 stam-          die erforderlichen Veränderungen im VBS.

                                  ('867$1'381.76(37(0%(5
STAND PUNKT - EDU Schweiz
INTERVIEW

m$/61(875$/(567$$7:Ζ//'Ζ(6&+:(Ζ=Ζ+5(16&+87=
 SELBER SICHERSTELLEN»

     6LFKHUKHLWVIUDJHQVLQGNRPSOH[:LHODX-             dem Programm. Die Armee funktioniert nur,
     ten Ihre Maximen?                                    wenn alle Elemente einsatzfähig sind.
     Zuhören oder lesen, analysieren und diskutie-
     ren, dann entscheiden. Das musste ich bereits in     0LWGHU%HVFKD΍XQJGHU-HWVLVWHLQHER-
     Brig als Stadtpräsidentin tun. Der konstruktive      dengestützte Luftverteidigung verbunden.
     und ergebnisoffene Austausch mit den Mitarbei-       :LHIXQNWLRQLHUWGLHVHVm0HFFDQR}"
     tenden der verschiedenen Verwaltungseinhei-          Zur Verteidigung des Luftraums ist eine Kombi-
     ten ist von grösster Bedeutung. Zentrale Werte       nation verschiedener Waffensysteme notwen-
     sind Offenheit, Respekt und Vertrauen. An die-       dig: Zum einen Kampfflugzeuge, zum anderen
     sen orientiere ich mich als Chefin des grössten      die Luftverteidigung am Boden. Diese Systeme
     Departements der Bundesverwaltung.                   müssen aufeinander abgestimmt sein. Die bo-
                                                          dengestützte Luftverteidigung kann mit hoher
     Warum braucht ein neutraler Staat eigent-            Permanenz eingesetzt werden. Sie kann Objekte
     OLFK.DPSIMHWV"                                      oder den Luftraum an einem Ort dauerhaft
     Als neutraler Staat will die Schweiz ihren Schutz    schützen, zum Beispiel um unsere kritische Inf-
     selber sicherstellen und sich nicht auf die Unter-   rastruktur vor Angriffen aus der Luft sichern zu
     stützung anderer verlassen müssen. Es ist auch       können.
     eine Frage der Solidarität, dass die Schweiz in-
     mitten Europas ihren Luftraum selber schützt         ȐɋXQGNHLQVPDFKW6LQQRKQHGDVDQGHUH"
     und die Beachtung der Luftverkehrsregeln ei-         Genau so ist es. Mit der bodengestützten Luft-
     genständig durchsetzt. Damit leistet die Schweiz     verteidigung ist es nicht möglich, rasch Schwer-
     einen unverzichtbaren Beitrag an die Sicherheit      punkte zu bilden. Diese Schwächen machen
     sowie die politische Stabilität und sichert somit    aber die Kampflugzeuge wett, denn sie sind
     auch die Grundlage für weiteres Wirtschafts-         schnell und vielfältig einsetzbar. Umgekehrt
     wachstum und Frieden.                                werden die Schwächen der Flugzeuge, die kei-
                                                          nen permanenten Einsatz ermöglichen, durch
     8QWHU)HGHUI¾KUXQJGHU*6R$ *UXSSHI¾U             die Stärken der Waffen am Boden ausgeglichen.
     HLQH6FKZHL]RKQH$UPHH ZXUGHGDV5HIH-             Genau darum braucht es eine Kombination ver-
     UHQGXPHUJUL΍HQ:DUXPJHK¸UHQ                      schiedener Waffensysteme; es geht um ein Ge-
     $UPHHXQG/XIWZD΍H]XVDPPHQ"                         samtsystem.
     Die Armee ist ein Gesamtsystem. Eine Armee
     ohne Luftwaffe ist Angriffen aus der Luft schutz-    %HLGHQ.DPSIMHWVVWHKHQYLHU7\SHQ]XU
     los ausgeliefert, da der Luftraum nicht verteidigt   $XVZDKO]ZHLDXV(XURSDXQG]ZHLDXV
     werden kann. Neben der Erneuerung der Luft-          GHQ86$EHL%RGOXY]ZHL6\VWHPH )86$ 
     waffe stehen auch die Boden-Luft-Verteidigung        Wann entscheidet der Bundesrat?
     und die Modernisierung der Bodentruppen auf

                                                          Zur Person
                                                          9LROD$PKHUG  LVWVHLW&KHȴQGHV
                                                          9%6 (LGJ'HSDUWHPHQWI¾U9HUWHLGLJXQJ%HY¸O-
                                                          kerungsschutz und Sport) und die erste Vertei-
                                                          digungsministerin der Schweiz. Sie war von
                                                          ELV3U¦VLGHQWLQGHU6WDGWJHPHLQGH
                                                          %ULJ*OLVXQGYHUWUDWGLH&93YRQELV
                                                          im Nationalrat. Sie studierte am Kollegium Brig
                                                          XQGDQGHU8QLYHUVLW¦W)UHLEXUJLVWOHGLJXQG
                                              kɋ9%6
                                                          wohnt in Bern und Brig-Glis.

                         ('867$1'381.76(37(0%(5
STAND PUNKT - EDU Schweiz
INTERVIEW

                                                    Die EDU stand dem Umbau der Armee
                                                    NULWLVFKJHJHQ¾EHU6WLFKZRUWH$UPHH
                                                    und Armee XXI. Was sind die Stärken der
                                                    Armee? Wo sehen Sie Handlungsbedarf?
                                                    Die Schweizer Armee funktioniert nach dem Mi-
                                                    lizsystem und das ist ihre grösste Stärke. Sie ist
                                                    damit tief in der Bevölkerung verankert. Dieses
                                                    System hat sich gerade in der Covid-19-Pande-
                                                    mie bewährt. Wir konnten innert kurzer Zeit
                                                    5000 Armeeangehörige zur Unterstützung von
                                                    Spitälern oder der Grenzwacht einsetzen. Es war
                                     kɋ9%6          grossartig, wie viele Armeeangehörige derart
                                                    rasch eingerückt sind. Die Weiterentwicklung
                                                    der Armee hat zum Ziel, dass die Armee die Si-
Die Transparenz des Prozesses ist mir ein gros-     cherheit der Bevölkerung noch besser gewähr-
ses Anliegen. Wenn die Stimmbevölkerung am          leisten kann, indem sie schneller zur Stelle ist,
27. September der Beschaffung neuer Kampf-          wenn sie gebraucht wird. Die Milizkader werden
flugzeuge zustimmt, werde ich im Frühjahr 2021      eine gründlichere Ausbildung erhalten und die
einen Evaluationsbericht mit einer Empfehlung       Ausrüstung wird angepasst. Wir müssen Sorge
für einen Typenentscheid erhalten. Der Bundes-      tragen zur Miliz, denn es gibt immer weniger
rat wird nächsten Sommer entscheiden, welches       junge Menschen, die bereit sind, Dienst zu leis-
Kampfflugzeug die Schweiz anschaffen wird.          ten. Das ist eine grosse Herausforderung.

Welche Faktoren dürften dabei entschei-             ȐɋGHUQHXH$UPHHFKHI7KRPDV6¾VVOLZLOO
dend sein?                                          mehr Frauen in der Armee. Warum?
Ich will das Kampfflugzeug mit dem besten           Frauenförderung und Gleichberechtigung sind
Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Schweiz. Der       mir sehr wichtig und das seit Beginn meiner
Einsatz von Steuergeldern erfordert einen haus-     politischen Laufbahn. Das Milizsystem ist ein
hälterischen, korrekten und transparenten Um-       Grundpfeiler unseres Staates und der Armee.
gang bei der Anschaffung. Letztlich ist es aber     Ich will mehr Frauen in der Armee, weil ich
ein Entscheid des Bundesrats.                       überzeugt bin, dass sie der Armee guttun.
                                                    Die Durchmischung von Frauen und Männern
'LH&RURQDEHGLQJWHQ6RQGHUDXVJDEHQLQ             bringt höhere Effizienz und bessere Resultate,
0LOOLDUGHQK¸KHVWUDSD]LHUHQXQVHU9RUVWHO-          sei es im öffentlichen oder im privaten Sektor.
OXQJVYHUP¸JHQ'DVm6LFKHUKHLWVSDNHW}              Dies ist an sich nicht neu und wurde von ver-
des VBS ist 6 Milliarden schwer. Wie wer-           schiedensten Studien belegt.
GHQGLHVHȴQDQ]LHUW"
Die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge wird           Sicherheit braucht die Unterstützung der
über das ordentliche Armeebudget bezahlt.           %HY¸ONHUXQJΖKUH+DXSWJU¾QGHI¾UHLQ-D
Das bedeutet, dass sie nicht zu Lasten anderer      DP6HSWHPEHU"
Bundesaufgaben wie Gesundheit, Bildung oder         Erstens will ich die Kinder, Frauen und Männer
Verkehr geht.                                       in der Schweiz auch nach 2030 vor Bedrohungen
                                                    aus der Luft schützen. Zweitens ist der Ersatz
Warum braucht es diese Investition?                 alter Kampfflugzeuge durch eine neue Flotte
Der Schutz der Bevölkerung ist für mich als         eine technische und militärische Notwendig-
Verteidigungsministerin das Wichtigste. Die         keit. Drittens kosten die neuen Kampfflugzeuge
Luftwaffe muss erneuert werden, sonst sind wir      maximal 6 Mrd. Franken und werden über das
ab 2030 schutzlos vor Bedrohungen aus der Luft.     ordentliche Armeebudget bezahlt, d.h. sie gehen
Die Covid-19-Krise hat gezeigt, dass wir nie wis-   nicht zu Lasten der Bildung, des Gesundheits-
sen können, wann die nächste Krise ausbricht        wesens oder der Verkehrspolitik.
oder die nächste Bedrohung auftaucht. Ich will
parat sein und die Bevölkerung auch nach 2030       Frau Bundesrätin, besten Dank für dieses
vor Bedrohungen aus der Luft schützen.              *HVSU¦FK

                             10('867$1'381.76(37(0%(5
GESELLSCHAFT

9HUQHW]WXQG¾EHUZDFKWȂ
mit (fast) allen Mitteln
'LH'LJLWDOLVLHUXQJVFKUHLWHWYRUDQ'DEHLVFKHLQHQGLH86$&KLQDXQWHUOHJHQ
obwohl auch ihre Firmen längst Bürgerdaten als Gold der Zukunft entdeckt haben.
'LHVHUV\VWHPEHGLQJWH1DFKWHLON¸QQWH]X$QSDVVXQJHQZHVWOLFKHUΖQGXVWULHV
WDWLRQHQI¾KUHQ]XP1DFKWHLOGHU%¾UJHU

               Lisa Leisi, Präsidentin EDU Kanton St. Gallen

               In China ist das Handy überlebenswichtiger Be-    8QJOHLFKHU=ZHLNDPSI
               standteil bald aller wichtigen Handlungen und     Beim weltweiten Wettrennen um künstliche
               Bedürfnisse. Mit der Universal-App WeChat, die    Intelligenz geht es schlussendlich um die wirt-
               praktisch jeder Chinese auf dem Handy hat,        schaftliche, wissenschaftliche und militärische
               wird zum Beispiel Bargeld überflüssig. Selbst     Vorherrschaft. Dabei findet vor allem ein Zwei-
               Bettler nutzen die App. Visitenkarten werden      kampf zwischen den Tech-Titanen USA und
               durch den Austausch von WeChat-Codes ersetzt.     China statt. Das Pendant zu den chinesischen
                                                                 Firmen-Leadern bilden auf der amerikanischen
               Real existierende Überwachung                     Seite Amazon, Apple, Alphabet/Google, Micro-
               Ein zuvor rückständiges Land überholt plötzlich   soft und Facebook. China hat dabei andere Mög-
               vorher fortschrittlichste Gesellschaften. Von     lichkeiten und Vorteile. So hat China schon heu-
               diesem Wandel sind alle Schichten, Milieus und    te mehr Internet-Anwender als die gesamte EU
               Altersgruppen betroffen. Bereits zeichnen Über-   und die USA zusammen. Damit bietet sich allein
               wachungskameras jede Bewegung auf und iden-       schon von der Nutzer-Anzahl her ein immenser
               tifizieren Fahrzeuge, Passagiere und Fussgän-     Vorteil für die lernfähige Software der KI-Tech-
               ger. China und die Chinesen werden umfassend      nologie (Künstliche Intelligenz), die selbständig
               vermessen und getrimmt. Der Staat und die drei    lernt. Je mehr Daten für die Auswertungen zur
               grossen Firmen Baidu, Alibaba und Tencent do-     Verfügung stehen, umso aussagekräftiger wer-
               minieren den Alltag auf eine Weise, wie es in     den die Schlussfolgerungen. Neben KI spielt
               Europa nicht vorstellbar wäre. Dabei sammelt      China auch bei Zukunftstechnologien wie 5G,
               man Punkte, die mit der Nutzung von Angebo-       Quantum-Computing oder synthetischer Biolo-
               ten steigen. Die Unternehmen bauen zusammen       gie eine führende Rolle.
               mit der Regierung eine prägende Digitalmacht
               im Dienst und unter Kontrolle der allgegenwär-    Westen unter Zugzwang
               tigen kommunistischen Einheitspartei auf.         Die chinesische Regierung hilft ihren Unterneh-
                                                                 men mit industriepolitischen Massnahmen und
                                                                 Subventionen, die Wertschöpfungskette auszu-
                                                                 reizen. Den Marktzugang für amerikanische
                                                                 Firmen schränkt China hingegen ein, forciert
                                                                 den Transfer von Technologie und betreibt ohne
                                                                 Skrupel Diebstahl von geistigem Eigentum. Chi-
                                                                 nas diktatorische Regierung spielt ihre Möglich-
                                                                 keiten der Einflussnahme voll aus. Amerika,
                                                                 aber auch europäische Länder, stehen unter
                                                                 Zugzwang und scheinen sich der chinesischen
                                                                 Bedrohungen offensichtlich zu wenig bewusst
                                                                 zu sein. ɫ

                                                                 4XHOOHQXD1==$VLHQVSLHJHOGH[LQJFRP
                                                                  6WLFKZRUWVXFKH&KLQDV$XIKROMDJG'LJLWDOL-
                                                                 VLHUXQJLQ&KLQDDOOHVXQWHU.RQWUROOH

                                 ('867$1'381.76(37(0%(511
AKTUELL | GEISTLICHER INPUT

Facebook zensiert                                                    Segensgebet
Petition gegen                                                       I¾UGLH*/
m(KHI¾UDOOH}                                                       1DFKGHQ(UVDW]ZDKOHQI¾UGLH*H-
                                                                     schäftsleitung an der letzten Mitglie-
                                                                     derversammlung wurde ein Segen
                                                                     ¾EHUGLH0LWJOLHGHUGHU*/DXVJHVSUR-
Facebook hat die Verbreitung eines Aufrufs für                       chen. Das Segensgebet wurde von Da-
HLQH3HWLWLRQJHJHQm(KHI¾UDOOH}XQWHUGU¾FNW                     niel Suter, Geschäftsführer der EDU
Die EDU ist beunruhigt, dass auch hierzulande                        .W=¾ULFKXQG0LWJOLHGGHUm6WDQG-
kritische Haltungen kriminalisiert und an den                        SXQNW}5HGDNWLRQYHUIDVVW(VLVW
5DQGJHGU¦QJWZHUGHQm'DVLVWNODUGHPRNUD-                         hier abgedruckt, so dass es auf
WLHIHLQGOLFK}K¦OWGLH3DUWHLIHVW'LH('8HUZDU-                  Wunsch gerne weiterverwendet wer-
WHWYRQ6RFLDO0HGLD3ODWWIRUPHQXQGSROLWLVFKHQ                    den kann.
Parteien ein klares Bekenntnis zur Meinungsfrei-
heit und zum freien Wettbewerb der Argumente.                        Simon Füllemann, Ressort Kontakte/Gebet

                                                                     In der neu zusammengesetzten GL geht es
Anian Liebrand, politischer Mitarbeiter
                                                                     zuerst einmal darum, zusammenzu-
                                                                     wachsen und die Aufgaben gabenorien-
Die EDU hat Kenntnis von einem besorgniserregenden Vorfall           tiert zu verteilen. Ein weiteres Anliegen
erhalten, der fatale Auswirkungen auf die demokratische Aus-         ist es, die Romandie, welche aktuell kei-
einandersetzung in der Schweiz haben könnte. Facebook be-            nen Vertreter hat, einzubeziehen. Die
gründet die Zensur mit einem angeblichen «Verstoss gegen             nächsten Sitzungen finden am 8. September,
unsere Gemeinschaftsstandards zu Hassrede». Wer die Peti-            6. Oktober, 9. November und 7. Dezember statt.
tion genauer anschaut, wird rasch feststellen: Es handelt sich       Die neu formierte GL ist dankbar für jede Gebets-
dabei um nichts weiter als legitime Positionsbezüge, die zu          unterstützung.
äussern in jedem demokratischen Staat eine Selbstverständ-
lichkeit sein müsste. Der Link zur Petition, die nichts mit der      Lieber himmlischer Vater
EDU Schweiz zu tun hat:                                              Wir beten um Deinen Segen
https://www.patriotpetition.org/2020/08/06/samenspende-              für unsere Geschäftsleitung,
und-kinder-adoption-fuer-homosexuelle-verhindern-nein-zur-           für den Präsidenten Daniel Frischknecht
homo-pseudo-ehe/. Für die EDU geht es dabei nicht um den             sowie für Carina Burkhalter, Thomas Feuz,
Absender der Petition, sondern ums Prinzip.                          Simon Füllemann, Andreas Gafner,
                                                                     Samuel Kullmann, Thomas Lamprecht,
Zensur ist undemokratisch                                            Andreas Schertenleib und Christian Zenger.
Dass die blosse Weiterverbreitung einer Petition, die sich ge-       Wir beten, Herr, dass sie in Einheit, Weisheit
gen die Einführung der «Ehe für alle» richtet, vom grössten          und mit Erfolg Deinen Willen tun und der EDU
Social Media-Netzwerk zensiert wird, ist ein unhaltbarer             mit Freude dienen.
Skandal. Das sollte jede Demokratin und jeden Demokraten             Segne sie, erweitere und stärke ihre Fähigkeiten,
aufschrecken. Zudem gibt das Ereignis einen Vorgeschmack             sei mit ihnen in allem, was sie tun.
darauf, wie gewisse Kräfte eine sachliche Auseinanderset-            Bewahre sie vor Kummer und heile allen
zung rund um das Thema «Ehe für alle» offenbar abwürgen              Schmerz.
und auf unlautere Weise pau-                                         Wir bitten auch für uns,
schal in eine «radikale Ecke»                                        damit wir diejenigen, die uns leiten,
stellen wollen. Die Demokratie                                       ganz besonders lieben und achten
ist angesichts solcher Entwick-                                      für ihre Arbeit und Mühe und Opfer.
lungen in Gefahr.                                                    Lass uns, Herr, alle miteinander
Die EDU fordert alle politischen                                     im Frieden Dir dienen.
Mitbewerber auf, sich klar zur                                       Liebe Geschäftsleitung,
Meinungsfreiheit zu bekennen                                         so segne und behüte euch unser Herr.
und solche Zensur in den sozia-                                      Er lasse sein Angesicht leuchten über euch
len Medien zu verurteilen. ɫ                                         und sei euch gnädig.
                                                                     Der Herr wende euch sein Angesicht zu
                                                                     und gebe euch Glück und Frieden.
                                                                     Amen. ɫ

                                        12('867$1'381.76(37(0%(5
HINTERGRUND

Corona und Massnahmen –
quo vadis?
žEHUGDV&RURQDYLUXVZXUGHYLHOJHVFKULHEHQ(VJLEWHLQSDDU7DWVDFKHQGHQHQ
wir uns stellen sollten. Und Massnahmen, die beibehalten werden könnten.

               a. Nationalrat Markus Wäfler

               Da wäre einmal der Fakt, dass viele von uns zur
               Hochrisiko-Gruppe gehören, die innert der
               nächsten 40, 50 Jahre sterben werden. Der Tod
               gehört zum Leben ... Zweitens: Die finanziellen
               Folgen des unverhältnismässigen Lockdowns
               werden uns einholen, ohne dass damit das Coro-
               navirus «besiegt» wäre. Drittens: Weitere Coro-
               na-Einschränkungen werden nicht verhindern,
               dass auch bei uns Menschen an Corona erkran-
               ken und sterben werden. Gleichzeitig werden
               weit mehr Menschen an anderen Leiden und
               Krankheiten sterben, gemäss Todesfallstatistik
               des Bundesamts für Statistik (BfS) rund 67 000
               Menschen jährlich, etwa an Herz-Kreislauf-Er-
               krankungen, Krebs oder Erkrankungen der
               Atemwege. Nicht zu vergessen die statistisch         Aus meiner Sicht muss die Einschränkung der
               nicht erfassten, vorsätzlich getöteten 11 000        Versammlungsfreiheit und wirtschaftlichen Tä-
               Ungeborenen …                                        tigkeit aufgehoben werden, weil der angebliche
                                                                    Nutzen zur Eindämmung von Corona äusserst
               Aufschlussreicher 5-Jahres-Vergleich                 minim ist und in keinem Verhältnis zu den Fol-
               Interessiert hat mich an der BfS-Todesfallstatis-    gen steht. Sinn macht indes die Beibehaltung
               tik, ob die Zahlen von 2020 wegen Corona deut-       von hygienischen Massnahmen wie Hände-Des-
               lich von jenen früherer Jahre abweichen. Dazu        infektion oder Schutzmasken, auch für andere
               habe ich aus den jeweiligen BfS-Wochenzahlen         übertragbare Krankheiten.
               der Jahre 2015 bis 2019 den Durchschnitt be-
               rechnet und mit den Zahlen von 2020 vergli-          'DV(PSȴQGHQZLUGXPJHIRUPW
               chen.                                                Aus meiner Sicht haben die Klima- und Corona-
               Laut BfS starben in den Wochen 1–29 (bis Ende        Hysterie unsere Gesellschaft in ihrer Einstel-
               Juli 2020) 38 080 Personen, in der Vergleichspe-     lung zu Staat und Eigenverantwortung verän-
               riode 2015 – 2019 total 38 043 Personen, also        dert. Man erwartet sämtliche Problemlösung,
               praktisch gleich viel. Einzig in den Wochen          Fürsorge und Schutz vom Staat – und ist bereit,
               12 – 17 (Mitte März bis Ende April) wurden 2020      Freiheit und Selbstbestimmung abzugeben, sich
               im Total bis zu ca. + 40 % höhere Todesfallzah-      vom Staat kontrollieren und überwachen zu las-
               len verzeichnet als in der Vergleichsperiode         sen. Gott wird in diesen Überlegungen völlig
               2015 – 2019. In den Wochen 1 – 11 und 18 – 29 la-    ausser Acht gelassen. Damit stellt man, verblen-
               gen die Todesfallzahlen 2020 tiefer oder gleich      det von Machbarkeitswahn und Staatsgläubig-
               hoch. Die Anzahl Todesfälle in der Gruppe            keit, die wichtigste und mächtigste Instanz des
               65 – 79 Jahre und über 80 in den Wochen 11 – 17      Universums aussen vor. Das dürfte gründlich
               sind teils deutlich höher als in der Vergleichspe-   schiefgehen.
               riode – jene Menschen also, die man teilweise        Dabei gibt gerade dieser Schöpfer-Gott vielver-
               im Zimmer ihres Alters- oder Pflegeheims «ein-       sprechende Perspektiven in seinem Wort, z.B.
               sperrte» und ihnen den Besuch ihrer Verwand-         in 2. Chronik 7,12–14, wo Gott Salomo auf sein
               ten verbot … Gleichzeitig verlangt unsere Gesell-    Gebet bei der Tempeleinweihung antwortet.
               schaft eine Liberalisierung des assistierten         In Vers 15 heisst es: «Ich werde freundlich auf
               Selbstmords für diese Alterskategorie – eine ko-     jeden Menschen blicken, der hier zu mir betet,
               mische Logik.                                        und werde auf seine Bitte hören.» ɫ

                                  ('867$1'381.76(37(0%(513
WIRTSCHAFT

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tisch alle Flotten gegroundet waren.

               Arthur Gasser, a. Mitglied Gemeinderat Dübendorf (Legislative)

                Dieses Grounding hat teils massive Folgen. So       weitere nicht erwartete Rückschläge bewältigt
                sank der Umsatz der irischen Billigfluggesell-      werden könnten.
                schaft Ryanair um rund 95 Prozent; infolge des      Eine weitere Gefahr droht den Iren allenfalls
                Ertragsausfalls (bei gleichbleibenden Fixkosten)    durch einen «harten Brexit», falls sich Grossbri-
                weist der Quartalsbericht einen Verlust von 189     tannien nicht bis zum 31. Dezember 2020 mit
                Mio. Euro aus. Der Aufwand für Kerosin (Flug-       der EU einigen kann. Ohne einen freien Zugang
                benzin) betrug gerade noch 8,9 Mio. Euro gegen-     zum EU-Binnenmarkt könnte es für britische
                über 783,9 Mio. im Vorjahresquartal, nahm also      Airlines ungemütlich werden.
                um satte 99 Prozent ab.                             Ryanair-Chef O’Leary weist mit seiner Airline
                                                                    seit Jahren in Europa die tiefsten Betriebskosten
                Fliegen in unsicheren Zeiten                        aus. Er will diese Leader-Position bezüglich dem
                Diese Zahlen widerspiegeln eine Extremsitua-        «Kostenlevel» auch künftig behalten. So dreht
                tion, welche man in Friedenszeiten kaum für         und dreht man weiterhin und wohl noch ver-
                möglich gehalten hätte. Primär steht für Ryan-      mehrt an der Kostenschraube, mit entsprechen-
                air das finanzielle Überleben im Vordergrund.       den Folgen: Beim Cockpit- und Kabinenpersonal
                Derzeit verfügt der Konzern noch über 3,9 Mia.      setzte Ryanair konzernweit Lohnkürzungen
                Euro liquide Mittel. Darin enthalten ist auch ein   zwischen 5 und 20 Prozent durch.
                Covid-19-Kredit der britischen Regierung von        In Deutschland steht O’Leary im Dauerclinch
                600 Mio. Euro. Gegenüber Mitbewerbern ist Ry-       mit den Gewerkschaften. Sollten diese nicht ein-
                anair sehr gut finanziert, so dass sogar noch       lenken, droht ihnen O'Leary mit einem ein-
                                                                    schneidenden Personalabbau in Frankfurt a. M.
                                                                    und Berlin-Tegel. Er hinterfragt zum Beispiel
                                                                    auch die Konditionen der Leasinggesellschaften
                                                                    bezüglich Flugzeugfinanzierungen.

                                                                    'LHm6FKOHFKWZHWWHUIURQW}EOHLEW
                                                                    Im Juli konnten einige der bisher bedienten
                                                                    Strecken wieder in den Flugplan aufgenommen
                                                                    werden, was die Auslastung auf 40 % erhöht hat.
                                                                    Für August wurde eine Auslastung von 60 % an-
                                                                    gestrebt. Ryanair geht für das Gesamtjahr 20/21
                                                                    (von März zu März) von einem «gemilderten»
                                                                    Einbruch der Nachfrage von noch 60 Prozent auf
                                                                    60 Mio. Passagiere aus.
                                                                    Es ist klar, dass ein derart starker Rückgang zu
                                                                    branchenweiten Kostensenkungsmassnahmen
                                                                    zwingt.
                                                                    Diese werden im Endeffekt die Arbeitnehmen-
                                                                    den mit Lohnkürzungen und drohenden Stellen-
                                                                    verlusten zu bezahlen haben. ɫ

                                   14('867$1'381.76(37(0%(5
m0$&+(16Ζ()(5Ζ(1Ζ1'(56&+:(Ζ=}

ΖP%HUJHOODXIGHP+RI
und in Kirchen
'HUYRQ%XQGHVUDW8HOL0DXUHUHUODVVHQH$XIUXIVWLHVVDXIR΍HQH2KUHQ$XFK
0LWJOLHGHUGHU*HVFK¦IWVOHLWXQJPDFKWHQ)HULHQLQGHU6FKZHL](LQH6SXUHQVXFKH

Thomas Feuz

Meine Frau Regula, meine Mutter Margot und zwischen-
zeitlich auch unser Sohn Timmy und ich verbrachten unse-
re Ferien im geliebten Bergell. Wir konnten dort ein Feri-
enhaus erwerben und umbauen. Seither ziehen wir uns
immer wieder mal dorthin zurück, um die Batterien auf-
zuladen. Dieses Jahr durfte ich meine Mutter mitnehmen,
die nach 62 Ehejahren nun als Witwe lebt.
Daniel Frischknecht, Präsident

                                                             Eigentlich hatten wir zwei Wochen Schweden geplant,
                                                             dann kam Corona … So lernten wir unser schönes Land auf
                                                             verschiedenen Ausflügen und in einer Woche auf einem
                                                             Camping am Genfersee besser kennen. Besondere High-
                                                             lights waren der Besuch von Schloss Chillon und eine Wan-
                                                             derung im Diemtigtal, wo wir 21 (!) Steinböcke antrafen.
                                                             Carina Burkhalter, Kassierin

Ferien auf dem Bauernhof! Wir sind uns als Familie ge-
wohnt, den Sommer auf unserem Landwirtschaftsbetrieb
zu verbringen. Ob Getreide, Heu, Gemüse oder Obst: In der
Erntezeit gibt es viel zu tun. Für uns ist der Sommer die
anstrengendste, aber zugleich auch die schönste Zeit im
Jahr. Nach getaner Arbeit gemeinsam essen – einfach toll!
Andi Schertenleib, Ressort Sektionen Mitte

                                                             Wir verbrachten als Paar eine Woche in der Ostschweiz,
                                                             meiner alten Heimat, und genossen die Zeit mit Eltern,
                                                             Kindern, Enkeln und Freunden. Das Programm reichte
                                                             von sportlicher Betätigung über touristische Attraktionen
                                                             bis zum feinen Essen und Relaxen: Spaziergänge, Wande-
                                                             rung auf dem Seveler Schluchtenweg, Inlineskating auf
                                                             dem Rheindamm, Städtchen Werdenberg mit Schloss und
                                                             See, Abkühlung im Binnenkanal …
                                                             Simon Füllemann, Ressort Kontakte/Gebet

Drei Wochen Schweiz, all inclusive: Wir haben mit unse-
rem alten Camper das Wallis und den Jura bereist. Von
Leukerbad gings in die Abgeschiedenheit am Doubs. In der
dritten Woche war ich mit Schäferhund Ziva unterwegs –
zu diversen Gotteshäusern und sakraler Kunst in der Zent-
ralschweiz. Eindrücklich, herzerfrischend, bereichernd!
Thomas Feuz, Ressort Medien/Marketing

                                      ('867$1'381.76(37(0%(515
KURZNACHRICHTEN

('8LQ$NWLRQɋ_ɋNOLSS NODU
Thomas Feuz

EDU in Aktion
Vernehmlassungen
Verschiedene EDU-Sektionen beteiligten sich an Vernehmlassungsverfahren. CH: «Ehe für alle», Energiegesetz, Covid-
19-Gesetz. AG: Förderprogramm Energie, Änderung Steuergesetz, Verpflichtungskredit Suhrer und Buchser Tramstras-
se. BE: Hochschulen (Gesetz Beitritt zum Konkordat gemeinsame Pädagogische Hochschule BE, JU, NE), Landwirt-
schaftsgesetz, Besteuerung der Strassenfahrzeuge.

Aktualitäten EDU Kanton Bern
Neues Präsidium. Benjamin Carisch heisst der Nachfolger des langjährigen Präsidenten der EDU Kt. Bern, Peter Bonsack
(Kallnach). Carisch wohnt in Spiez und präsidierte 2017 den Grossen Gemeinderat (Legislative).
EDU unterstützt Referendum gegen Liberalisierung des Sonntagsverkaufs. An der Delegiertenversammlung vom
10. August wurde beschlossen, das Referendum der Gewerkschaften «Nein zu mehr Sonntagsarbeit!» zu unterstützen.
Aus Sicht der Delegierten reichen zwei Verkaufs-Sonntage im Jahr; der Sonntag soll als Ruhetag geschützt werden, damit
Verkaufspersonal nicht zusätzlich unter Druck gerät, an Randzeiten arbeiten zu müssen. Zudem würde eine Liberalisie-
rung der Sonntagsarbeit zu einem Wettbewerbsnachteil für KMU führen. (Grossrat Samuel Kullmann)
 Download des Referendumsbogens: https://www.edu-be.ch/de/home.html#c11456

                           +DUWXPN¦PSIWHUm0DUVFKI¾UV/¦EH}
                           Das zurzeit in Winterthur kursierende Plakat lässt keinen Zweifel offen: Nach den ab
                           2010 behördlich bewilligten Veranstaltungen in Zürich, Bern oder der Zentralschweiz
                           gerät auch der diesjährige (stationäre) Anlass ins Fadenkreuz der Gegner. «Kein Fuss-
                           breit dem ‹Marsch fürs Läbe›» lautet die Parole. Zu den Verlierer*innen (sic.) gehören
                           damit auch die Demokratie und das Recht auf Meinungsäusserung. Wir drucken das
                           Plakat mit dem Hinweis auf unsere Nationalhymne ab: «Betet, freie Schweizer, betet!»

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Eine Umfrage unter den Mitgliedern (div. Tagesmedien, 30.6.2020) zeigt: Das C im
Parteikürzel ist für viele unverständlich und ein «Hindernis». Bereits wurde die
EDU angefragt, ob sie Werte-orientierten Menschen eine neue Heimat bieten
wolle. Auf jeden Fall lädt die EDU gottesfürchtige Menschen mit einem demokrati-                                     Jahresabo 30 Fr.
                                                                                                                  Probenummern gratis!

schen Grundverständnis zur Lektüre ihres Organs «Standpunkt» ein!                                                      033 222 36 37
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                                               EDU Basel-Stadt: mit neuem Vorstand
                                               Anlässlich der Generalversammlung vom 10. August wurde ein neuer
                                               Präsident gewählt. Luzian Messina löst den langjährigen Präsidenten
                                               und a. Grossrat Roland Herzig (links im Bild) ab. Der Vorstand wird an
                                               einer a.o. Generalversammlung komplettiert werden. Damit soll den
                                               Wahlberechtigten auch in Zukunft eine konsequente, christliche Alter-
                                               native angeboten werden: Mit Gottvertrauen für christliche Werte und
                                               biblische Grundsätze. Ebenfalls aus dem Vorstand verabschiedet wur-
                                               den Heidi Recher und Markus Grob. Ihr treuer Einsatz wurde herzlich
                                               verdankt. Als Kassierin a.i. wurde Heidi Messina gewählt. Seitens der
                                               EDU Schweiz überbrachten die GL-Mitglieder Andi Schertenleib und
                                               Thomas Feuz sowie der Schreibende die besten Glückwünsche und das
                                               Angebot einer verstärkten Zusammenarbeit. (Anian Liebrand)

                                      16('867$1'381.76(37(0%(5
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