Startklar für die WorldSkills 10 - Gewerbeverband Luzern

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Startklar für die WorldSkills 10 - Gewerbeverband Luzern
September 2017

06
Startklar
für die WorldSkills
10
Josef Widmer zur
                     16
                     Neuunternehmer 2017
                                                 24
                                                 Das Gewerbe Willisau
Berufsbildung 2030   feierlich erkoren           feiert 130 Jahre
Startklar für die WorldSkills 10 - Gewerbeverband Luzern
STEIGER BAUCONTROL                        AG
                                                                                                                                 Bauimmissionsüberwachung
                                                                                                                                 6000 Luzern 7 · Tel. 041 249 93 93
Mehr Prinzipien und weniger Regu-                  rekt. Auf Finanzmärkt Bereich von Hochfrequenz-
lierung, mehr persönliche Haftung                  handel und Derivaten, riesige Gewinne erzielen. n Unabhängige Überwachung von benachbarten
und weniger Code of Conduct, mehr Und plötzlich wurde mir klar: Was wir an den Uni-                             Hoch- und Tiefbauten
                                                   ver Universitäten in der Finanzökonomie unterder
Markt und weniger Arbitrage auf                                                                             n   Rissprotokolle, Erschütterungsmessungen,
                                                   Homo sitäten in der Finanzökonomie unterder                  Nivellements, Kostenanlysen, Expertisen
Kosten anderer, mehr kleine Banken Homo oeconomicus, sondern der Homo financia-
und keine grossen Casinos: Marc
  www.beweissicherung.ch
Chesney findet klare Worte.
Ein (Streit-)Gespräch.
                                                   rius. Bereich von ten, riesige Gewinne erzielen.
                                                   Bereich von Hochfrequenzhandel und Derivaten,
                                                   riesige Gewinne erzielen. Und plötzlich wurde mir

                                                                                                                               
                                                   klar: Was wir an den Univer Universitäten in der
     BURO/PRAXIS
Bereich von Hochfrequenzhandel und Derivaten, Finanzökonomie unter der Homo sitäten in der Fi-

                                                                                                                     er
                                                                  Jetzt fre
riesige Gewinne erzielen. Und plötzlich wurde mir nanzökonomie unter der Homo oeconomicus,

                                                                                                                   ld
                                                                                         i:
klar: Was wir an den Univer Universitäten in der sondern der Homo financiarius. Bereich von ten,Felder AG                   Hauptstrasse 10 6286 Altwis

                                                                                                            Fe
                                                   riesige
Finanzökonomie unter der Homo sitäten in der Fi- ƺƌŽ       Gewinne    erzielen. Und plötzlich wurde  mir Tel. 041 917 14 06 Fax. 041 917 34 06 info@eventbau.ch
                                                       ŇćWas
                                                   klar:   ĐŚĞwir
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nanzökonomie unter der Homo oeconomicus,                          Ϭ ŵ 2
                                             ƺƌŽͲͬökonomie
                                                   WƌĂdžŝƐŇć unterrichten, ist nicht immer ganz kor-
sondern der Homo financiarius. Bereich von ten,                ĐŚĞϱϵŵ 2
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riesige Gewinne erzielen. Und plötzlich wurdeϰmir  rekt.                                                                                Feste
                                                         ĞƌͲ und
klar: Was wir an den Universitäten in der Finanz- handel t     ŽŚDerivaten,
                                                                  ŶƵŶŐ        riesige Gewinne erzielen.                                 Feiern
ökonomie unterrichten, ist nicht immer ganz kor- Und plötzlich wurde mir klar: Was wir an den Uni-                                      Jubiläen
                                                                                                                              ver Universitäten in der Finanzökonomie unterder
                                                                          , Lu ze rn
                                                   Ob er gr un ds tr . 73                                                     Homo sitäten in der Finanzökonomie unterder
                                                                                                                              Homo oeconomicus, sondern der Homo financia-
    www.bvk-immobilien.ch                                                                                               Tribünen / Zelte / Mobiliar
                                                                                                                              rius. Bereich von ten, riesige Gewinne erzielen.v
                                                                                                                              Bereich von Hochfrequenzhandel und Derivaten,
                                                                                                                              riesige Gewinne erzielen. Und plötzlich wurde mir
     kompetent. diskret. persönlich.
                                                                                                                              klar: Was wir an den Univer Universitäten in der
                                                                                                                              Finanzökonomie unter der Homo sitäten in der Fi-
                                                                                                                              nanzökonomie unter der Homo oeconomicus,
                                                                                                                              sondern der Homo financiarius. Bereich von ten,
      Ihre Spezialisten für Treuhand                                                                                          riesige Gewinne erzielen. Und plötzlich wurde mir
                                                                                                                              klar: Was wir an den Universitäten in der Finanz-
      und Rechnungswesen                                                                                                      ökonomie unterrichten, ist nicht immer ganz kor-
                                                                                                                              rekt. Auf Finanzmärkt Bereich von Hochfrequenz-
                                                                                                                              handel und Derivaten, riesige Gewinne erzielen.
                                                                                                                              Und plötzlich wurde mir klar: Was wir an den Uni-
                                                                                                                        Treuhand
                                                                                                                              ver Universitäten in der Finanzökonomie unterder
                                                                                                                              Homo sitäten in der Finanzökonomie unterder
                                                                                                                          Steuern und Recht
                                                                                                                          Rechnungswesen
                                                                                                                          Unternehmensberatung

                                                                                                                        Immobilien

                                                                                                                          Bewirtschaftung
      Markus Wili                 Andreas Thommen Victor Kopp                                 Kurt Hummel                 Vermarktung
      dipl. Betriebswirtschafter HF Betriebsökonom FH             dipl. Treuhandexperte         Betriebsökonom FH
                                    dipl. Wirtschaftsprüfer
                                    zugelassener Revisionsexperte
                                                                  zugelassener Revisionsexperte dipl. Treuhandexperte
                                                                                                MWST-Experte NDK FH
                                                                                                                          Beratung / Bewertung

      Die grösste Stärke unseres Unternehmens liegt in der Vernetzung von                                               Nutzen Sie unsere erfahrenen, leistungsfähigen Teams
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Startklar für die WorldSkills 10 - Gewerbeverband Luzern
EDITORIAL

                 Leistung
                 lohnt sich
Gaudenz Zemp
Direktor
Gewerbeverband   Die Berufsbildung ist keine gemütliche Kuschelecke.
Kanton Luzern    Es gilt, junge Berufsleute auf einen harten Konkurrenz-
                 kampf in der freien Wirtschaft vorzubereiten. Dabei sol-
                 len alle auf ihrem persönlichen Leistungslimit gefördert
                 werden. Für den einen heisst dies, dass er an der Be-
                 rufsweltmeisterschaft teilnehmen kann. Für den ande-
                 ren, dass er trotz körperlichem Handicap ein Berufs-
                 attest erfolgreich erwirbt. Beide können später ihren
                 Weg machen. Neben Talent und Fachwissen zählt im
                 Berufsleben nämlich in erster Linie eines: Fleiss und
                 Charakter. In dieser Ausgabe gehen wir ab Seite 6 ver-
                 tieft auf die WorldSkills ein. An der Zebi-Eröffnung vom
                 9. November verleiht der Gewerbeverband dann den
                 Paul-Hürlimann-Preis an einen Behinderten, der die
                 Lehre im Sommer abgeschlossen hat. WorldSkills und
                 Paul-Hürlimann-Preis: Beides ist uns gleich wichtig.

                                                                          3
Startklar für die WorldSkills 10 - Gewerbeverband Luzern
Suva: Die Hälfte
                     für 1% der Fälle
                     Die Hälfte der von der Suva ausbe-
                     zahlten Versicherungsleistungen fällt
                     auf ein Prozent der teuersten Fälle.
                     Diese Kosten tragen solidarisch die
                     Prämienzahler. Ein konkretes Bei-
                     spiel: Ein Unfall mit Folgekosten von
                     3 Mio. Franken verschlingt die Prä-
                     mienbeiträge von 2500 Versicher-
                     mienbeiträg

kurz&
                               zeigt auf, dass die meisten
                     ten. Das ze
                               nicht in der Lage wären, die
                     Betriebe nic
                              selber zu übernehmen.
                     Kosten selb

bündig                                                        Neue Mitglieder
                                                              Lehrlingslager
                                                              der QV-Prüfungs-
                                                              für

                                                              Die
                                                                       CKW
                                                              kommission
                                                              47 Lernende der CKW-Gruppe trafen sich in
                                                              der ersten Sommerferienwoche zu einer La-
                                                                   Kantonale
                                                              gerwoche           Prüfungskommission
                                                                            in Emmenbrücke,      wo sie inüber-
                                                                                                             klei-
                                                              wacht    die Qualifikationsverfahren
                                                              nen Gruppen                               in der be-
                                                                                öffentliche Anlagen sanierten
                                                              ruflichen   Grundbildung.
                                                              und mithalfen,                Sie wird neu
                                                                                 neue zu erstellen.    «Dievon
                                                                                                             ge-
                                                              Gaby   Egli  (Dienststelle  Berufs-   und
                                                              meinnützige Arbeit ist für unsere LernendenWeiter-
                                                              bildung)   präsidiert.
                                                              eine wichtige            Beat Bieri,
                                                                                Erfahrung,   die sieMichael
                                                                                                     in ihrer Dö-
                                                                                                               per-
                                                              ring  Wermelinger
                                                              sönlichen              und Alexander
                                                                           Entwicklung                Siegrist
                                                                                          weiterbringt.    Sie sind
                                                              sind  weiterhinVerantwortung
                                                              gezwungen,         Mitglieder derzu Kommission.
                                                                                                     übernehmen
                                                              Als  neue   Mitglieder   hat  der Regierungsrat
                                                              und verbessern dadurch ihre Sozialkompe-
                                                              per  1. August
                                                              tenz»,            2017
                                                                       sagte Ueli      Franziska
                                                                                    Felder,       Rohrer, Hans-
                                                                                            Vorsitzender    der
                                                              peter   Selb (AGVS-ZS),
                                                              Geschäftsleitung            BrunoConex.
                                                                                    von CKW      Wicki «Ausser-
                                                                                                         (Schind-
                                                              ler
                                                              demBerufsbildung),      Peter Lachmaier
                                                                    lernen die Jugendlichen,       die ausund
                                                                                                            ver-
                                                              Walter    Gut  (BBZ  Natur  und   Ernährung)
                                                              schiedenen Berufen stammen, gemeinsam           ge-
                                                              wählt.
                                                              auf ein Mit
                                                                        Zielberatender    Stimme mit dabei ist
                                                                             hinzuarbeiten.»
                                                              der kantonale Prüfungsleiter Daniel Jaeggi
                                                              vom KGL. Bereits per Ende 2016 zurückge-
                                                              treten waren Andreas Moser, Armin Felber,
                                                              Jakob Lütolf, Moritz Steiner und Gaudenz
                                                              Zemp.

    With für
    Vonarburg
    An der Spitze des Gewerbeverban-
    des Kanton Luzern wird es anlässlich
    der Delegiertenversammlung im Mai
    2018 zu einem Wechsel kommen.
    Roland Vonarburg, der sich nach
    sechs erfolgreichen Amtsjahren wie-
    der vermehrt dem eigenen Unter-
    nehmen widmen will, tritt als Präsi-
    dent zurück. Der Vorstand schlägt
    als seinen Nachfolger Peter With vor.
    Der 45-jährige Reussbühler ist Un-
    ternehmer, zweifacher Familienvater
    und verfügt über eine grosse politi-
    sche Erfahrung. Seit 2011 vertritt er
    die SVP im Grossen Stadtrat der
    Stadt Luzern, seit 2012 ist er zudem
    Präsident der SVP Stadt Luzern.

4
Startklar für die WorldSkills 10 - Gewerbeverband Luzern
Höhere Berufsbildung
                                                             wird gestärkt
                                                             Wer im Hinblick auf eine eidgenössische Berufs-
                                                             prüfung oder eine höhere Fachprüfung einen
                                                             vorbereitenden Kurs absolviert, erhält ab dem
                                                             1. Januar 2018 eine bundesweit einheitliche fi-
                                                             nanzielle Unterstützung. Bisher geleistete Kan-
                                                             tonsbeiträge an die Anbieter von vorbereitenden
                                                             Kursen (angebotsorientierte Finanzierung) wer-
                                                             den künftig in Form von Bundesbeiträgen direkt
                                                             an die Kursabsolvierenden (subjektorientierte Fi-
                                                             nanzierung) fliessen. Die Bundesbeiträge werden
                                                             in der Regel nach Absolvierung der eidgenössi-
                                                             schen Prüfung ausbezahlt. Dies unabhängig vom
                                                             Prüfungserfolg. Die Voraussetzungen zum Erhalt
                                                             der Beiträge, die Höhe der finanziellen Unter-
                                                             stützung sowie aktuelle Informationen zur neuen
                                                             Subjektfinanzierung gibts online unter
                                                             www.sbfi.in.ch

3. VIP-Anlass für
Auszeichnung
Thermoplan
mit Eishockey
Am Dienstag,
Der  Swiss Venture
                 23. Januar
                      Club (SVC)
                              führtzeichnet
                                     der Gewerbever-
                                               jährlich
innovative
band   KantonundLuzern
                  erfolgreiche
                         bereits KMU
                                  zum dritten
                                        aus. Gewin-
                                                  Mal
nerin des
seinen  beliebten
            Prix SVCVIP-Anlass
                      Zentralschweiz
                                  durch.2016
                                          Ziel ist
                                                 istdies-
                                                     die
Thermoplan
mal  der BesuchAG der
                    ausEishockeypartie
                         Weggis. Die führende
                                           EV ZugHer- –
stellerin
ZSC  Lions.
          vonImvollautomatischen
                 Preis inbegriffen sind
                                      Kaffeemaschi-
                                          neben der
nen begeisterte
Eintrittskarte  auchdieder
                        JuryApéro,
                             auch durch
                                    ein exklusives
                                            die Tatsa-
che, dass sie inwährend
3-Gang-Menü        den Bereichen
                             des Spiels
                                    Forschung
                                          auf derundTer-
Produktion
rasse  «Dine weiterhin
              & View» sowie
                          auf densämtliche
                                    Hochpreisstand-
                                             Getränke.
ort Schweizdes
Mitglieder     setzt.
                  Gewerbeverbandes
                      Für eine Firma mithabeneinemabEx-
portanteil
sofort  die Möglichkeit,
             von 98 Prozent für «mehr
                                ihre Kunden
                                        als bewun-
                                                oder
dernswert».
besten   Mitarbeitenden
               Weitere Preisträger
                            ein entsprechendes
                                      sind die Müller
Steinag Gruppe
Package    zum Preis
                   ausvon
                        Rickenbach
                            189 Frankenund pro
                                            die Person
                                                  Net-
work An-
(inkl. 41 AGundaus
                 Rückreise
                    Sursee. im Car) zu buchen.

                                                            Geeint gegen
                                                            AHV-Reform
                                                            Im Kanton Luzern hat sich eine über-
                                                            parteiliche Generationenallianz ge-
                                                            gen die Altersreform konstituiert. Die
                                                            Reform baue die AHV mit der Giess-
                                                            kanne aus statt sie zu sanieren, und
                                                            das erst noch auf Pump, sagen die
                                                            Gegner. Gleichzeitig vermische man
                                                            die drei Säulen der Altersvorsorge
                                                            und schwäche damit das Gesamtsys-
                                                            tem. Das führe zu grossen Ungerech-
                                                            tigkeiten, denn heutige Rentner
                                                            müssten mehr bezahlen, erhalten
                                                            aber nichts. Im Bild: Markus Gabriel,
                                                            Trudi Bissig, Roland Vonarburg, Ro-
                                                            man Bisang und Benjamin Häfliger.

                                                                                                                 5
Startklar für die WorldSkills 10 - Gewerbeverband Luzern
BRENNPUNKT WORLDSKILLS

     «Ich fliege nach Abu Dhabi,
     um Weltmeister zu werden»
    Vier junge Luzerner werden die Schweiz an der Berufs-WM vom 15. bis 18. Oktober in Abu
    Dhabi vertreten. Zu ihnen gehört auch der Anlagenelektriker Simon Furrer (22) aus Gunzwil.
    Wir haben ihn einen Monat vor der Abreise besucht.
    Von Daniel Schwab

    Simon Furrer, kürzlich fand bei der     les verdrahten, verkabeln und in Betrieb      Indem er mich jederzeit für Trainings
    Firma Ruag in Emmen der Material-       nehmen. Und zu guter Letzt muss ich           oder Wettkämpfe freistellte. Aber auch,
    verlad für die WorldSkills statt. Wie   noch alles auf dem PC programmieren.          indem er mich mit immer anspruchsvol-
    viel Material haben Sie aufgegeben?     Dafür habe ich total 16 Stunden zur Ver-      leren Aufgaben betraute. So konnte ich
    Das Gewicht kenne ich nicht. Aber in fügung, aufgeteilt auf vier Tage.                enorm profitieren. Dafür bin ich mei-
    meiner Materialkiste befinden sich Ma-                                                nem Chef Lukas Schmid sehr dankbar.
    schinen, Werkzeuge und Zubehör im Woran müssen Sie in den verbleiben-                 Einen grossen Dank richte ich aber auch
    Wert von rund 30 000 Franken. Das ist den Wochen noch arbeiten?                       an die Firma Feller in Horgen, die mir
    jetzt irgendwo auf dem Meer unterwegs Mein grösstes Manko besteht sicher im           für die ganze WM-Vorbereitung einen
    und wird hoffentlich rechtzeitig in Abu Programmieren. Dieser Bereich war             Trainingsraum zur Verfügung stellte, so-
    Dhabi ankommen.                                                                       wie an meinen Experten Christoph
                                                                                          Meier, der alles organisierte und mir so
    Haben Sie jemals davon geträumt,
    irgendwann an einer Weltmeister-
                                                « Für eine WM darf                        den Rücken freihielt.

    schaft teilzunehmen?                           man sich ruhig                         Haben Sie überhaupt noch Freizeit?
    Nein, überhaupt nicht. An den Zent-                                                   Im Moment kaum. Das ist aber halb so
    ralschweizer Meisterschaften machte            ein halbes Jahr                        schlimm. Die Chance, an einer Berufs-
    ich nur mit, weil mein Unterstift bei der                                             WM teilzunehmen, bekommt man – im
    ebenfalls teilnahm und mich mein Chef
                                                   in den Hintern                         Gegensatz zu einem Sportler – nur ein-
    dazu ermutigte. Zu meiner eigenen              klemmen.»                              mal. Da darf man sich ruhig ein halbes
    Überraschung holte ich damals den Ti-                                                 Jahr in den Hintern klemmen.
                                                   Simon Furrer, WorldSkills-Teilnehmer
    tel. An den Schweizer Meisterschaften
    fühlte ich mich dann schon deutlich                                                   Mit welchem Ziel fliegen Sie am 8. Ok-
    wohler. Ich konnte mein Programm                                                      tober nach Abu Dhabi?
    konzentriert und zielgerichtet durchzie-    nicht Bestandteil meiner Lehre. Das       Ich will gewinnen. Sonst müsste ich ja
    hen. Dennoch war der Sieg letztlich         musste ich komplett neu erarbeiten.       gar nicht nach Abu Dhabi reisen. Wenn
    sehr knapp, sozusagen ein Fotofinish        Durch zusätzliches Üben nach Feier-       es dann am Ende nicht reicht, ist das
    zwischen den drei Besten.                   abend und am Wochenende konnte ich        halb so schlimm. Hauptsache, ich habe
                                                diesen Rückstand aber schon fast auf-     alles aus mir rausgeholt. Ich möchte mir
    Wie sieht Ihre Wettbewerbsaufgabe           holen.                                    nachträglich nicht vorwerfen müssen,
    in Abu Dhabi aus?                                                                     dass ich nicht Vollgas gegeben habe.
    Zuerst gilt es, auf einer Holzwand di- Wie hat Sie Ihr Lehrbetrieb, die CKW
    verse Schalter, Motoren und Verteilkäs- Conex in Beromünster, im Vorfeld un-          Wovor fürchten Sie sich im Hinblick
    ten zu montieren. Nachher muss ich al- terstützt?                                     auf den Wettkampf am meisten?

    6
Startklar für die WorldSkills 10 - Gewerbeverband Luzern
Anlagenelektriker Simon Furrer (22)
aus Gunzwil, hier im Training bei der
Firma Feller in Horgen.

                                        Davor, dass ich zu nervös bin, einen un- wir Athleten viel davon mitbekommen
                                        nötigen Fehler begehe und mich nicht werden.
                                        mehr 100-prozentig auf meine Aufgabe
                                        konzentrieren kann.                      Wie geht es nach den WorldSkills wei-
                                                                                  ter?
                                        Wer begleitet Sie nach Abu Dhabi?         Ich werde weiterhin bei CKW Conex in
                                        Mein Chef wird mitkommen, ebenso          Beromünster arbeiten. Ansonsten habe
                                        meine Eltern und meine beiden Ge-         ich noch keine grossen Pläne. Ich bin of-
                                        schwister. Klar, ich werde sie während    fen und lasse die Zukunft auf mich zu-
                                        dem Wettkampf kaum wahrnehmen,            kommen.
                                        trotzdem können sie moralisch eine
                                        wertvolle Stütze sein. Wenn mal etwas     Was bekommen Sie im Falle eines Sie-
                                        nicht rund läuft, ist man sicher froh,    ges?
                                        wenn man sich am Abend mit einer ver-     Das weiss ich nicht. Und es spielt mir
                                        trauten Person austauschen kann.          auch keine Rolle. Wer an einer WM teil-
                                                                                  nehmen kann, muss die Chance nutzen,
                                        Was wissen Sie über die Metropole         um sich beruflich und persönlich zu ent-
                                        Abu Dhabi?                                wickeln. Solche Erfahrungen bringen
                                        Nicht viel. Ausser, dass es eine giganti- dich im Leben weiter.
                                        sche Stadt mit eindrücklichen Bauten
                                        ist. Und dass sie von Wasser und Wüste
                                        umgeben ist. Ich glaube aber nicht, dass

                                                                                                                         7
Startklar für die WorldSkills 10 - Gewerbeverband Luzern
BRENNPUNKT WORLDSKILLS

     Acht Tonnen Material
     für Abu Dhabi verschifft
    Am 19. August verlud die Schweizer Berufs-Nati auf dem Ruag-Areal in Emmen das Material
    für die WorldSkills in Abu Dhabi. Rund 8 Tonnen wiegt das gesamte Equipment, das zuerst
    mittels LKW transportiert wurde und nun auf dem Seeweg unterwegs ist.
    Von Daniel Schwab

                                                                                                                 Ruedi Signer, Experte bei den
                                                                                                                 Maurern, stellt bei der Ruag
                                                                                                                 in Emmen das Material für
                                                                                                                 seinen Kandidaten bereit.

    V
              om 15. bis 18. Oktober wer-   mit einem Wert von rund 650 000 Fran-      K AN D I DATE N TR AI N I E R E N I NTE N S IV
              den in Abu Dhabi die          ken. Sensible Gegenstände wie Präzisi-     Mittlerweile sind die Kandidaten – dar-
              WorldSkills durchgeführt.     onswerkzeuge werden als Luftfracht         unter auch die Luzerner Simon Furrer
              Kürzlich verlud die 39-köp-   transportiert. Grössere Geräte und Ma-     (Anlagenelektriker), Cédric Achermann
              fige Schweizer Delegation –   schinen, mit denen an den Wettkämpfen      (Automatiker), Roger Krauer (Konst-
    darunter auch sieben Zentralschweizer   gearbeitet wird, werden vor Ort zur Ver-   rukteur) und Benjamin Räber (Land-
    Athleten – bei Ruag Aviation in Emmen   fügung gestellt. Das Verladen des Mate-    schaftsgärtner) – wieder intensiv mit ih-
    ihr Material für den Wettkampf. Von     rials auf dem Ruag-Areal war der letzte    rem persönlichen Training beschäftigt.
    der Maurerkelle über Nähutensilien bis  gemeinsame Termin der Schweizer De-        Auch bei SwissSkills steckt man noch in
    zur Isolierzange und dem Innenmikro-    legation vor der WM. Die Delegations-      den letzten Vorbereitungen. «Neben der
    meter war alles dabei. Hinzu kam die    leitung nutzte die Gelegenheit, die jun-   Organisation von Reise und Transfers
    ganze Ausstattung des House of Swit-    gen Berufsleute mit Mentaltraining und     gilt es einige logistische Herausforde-
    zerland, mit dem sich das SwissSkills-  Gruppenspielen zur Teambildung noch        rungen zu meistern und das Programm
    Team in Abu Dhabi präsentieren wird.    einmal auf den Wettkampf einzuschwö-       vor Ort zu verfeinern», sagt Kommuni-
                                            ren. Dazu trug auch die Kleideranprobe     kationsleiterin Isabel Suter. Ein weiteres
    MATE R IALW E RT : 650 000 F R AN KE N  bei, an der alle Delegationsmitglieder     Augenmerk gelte der Besucherbetreu-
    Insgesamt ergab sich so ein Schiffscon- zum ersten Mal das offizielle Team-Out-    ung und der Organisation des Schwei-
    tainer von rund acht Tonnen Gewicht fit zu Gesicht bekamen.                        zer Abends im House of Switzerland.

    8
Startklar für die WorldSkills 10 - Gewerbeverband Luzern
1 Roger Krauer (Konstrukteur) aus Grossdietwil
                                                            2 Adrian Heer (Verantwortlicher Berufliche Bil-
                                                            dung der Ruag Aviation, Emmen) mit Marco Mi-
                                                            chel (Polymechaniker) aus Kerns
                                                            3 Christine Davatz (Delegationsleiterin Swiss-
                                                            Skills) mit Roger Dähler (Experte Plattenleger) aus
                                                            Weggis
                                                            4 Das Duett der Landschaftsgärtner: Nils Bucher
                                                            (links) aus Sarnen und Benjamin Räber aus Herlis-
                                                            berg

                                          1   2
                                                       3

Materialverlad
für die WorldSkills
19. August 2017, Ruag Aviation, Emmen

                                                  4
 5 Maurus von Holzen (rechts, Carros-
 sier Lackiererei) aus Dallenwil mit
 seinem Experten und Coach Patrick
 Balmer
 6 Flavio Helfenstein (rechts, ehemali-
 ger Berufs-Weltmeister und aktueller
 Experte Automobiltechnik) aus Neu-
 dorf mit seinem Schützling Riet Bul-
 foni
 7 Nicole Leyssing-von Ah (Expertin
 Bekleidungsgestalterin) aus Kriens
 8 Susan Meier (Expertin Schönheits-
 pflege) aus Luzern mit ihrer Kandida-                 6
 tin Valeria Tschann
                                                  5 7
 9 Simon Furrer (Anlagenelektriker)
 aus Gunzwil mit seinem Experten
 Christoph Meier
 10 Urs Röthlin (Experte Bäcker-Kon-
 ditor) aus Luzern mit seiner Kandida-
 tin Uthaya Umaparan
 11 Andreas Marbacher (Experte De-
 korationsmaler) aus Küssnacht mit
 seiner Kandidatin Sandra Lüthi
                                                       8                                            9

                                          9       10

                                                       11

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Startklar für die WorldSkills 10 - Gewerbeverband Luzern
BRENNPUNKT WORLDSKILLS

     «Unser System muss schneller
     und dynamischer werden»
    Die Welt beneidet uns um unser Berufsbildungssystem. Sich auf den Lorbeeren auszuruhen,
    wäre aber der falsche Weg, sagt der aus Rothenburg stammende Josef Widmer, stellvertre-
    tender Direktor des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (sbfi).
    Von Alex Piazza

    Josef Widmer, die Schweiz wird für ihr       mer rascher verändern. Es werden neue       Welche Rolle spielt die zunehmende
    Berufsbildungssystem weltweit be-            dynamische Firmen entstehen, die wir        Internationalisierung?
    wundert. Warum lanciert der Bund             auch in die Berufsbildung integrieren       Sie hat wenig direkten Einfluss auf die
    nun die Vision «Berufsbildung 2030»?         wollen. Deshalb brauchen wir flexiblere     Ausgestaltung der Berufslehre. Wir
    Weil Stillstand Rückschritt bedeutet.        Ausbildungsmodelle, die den Betrieben       müssen aber sicherstellen, dass unsere
    Sich weiterzuentwickeln heisst aber          und den Berufsfachschulen mehr Ge-          Diplome international anerkannt wer-
    nicht, dass wir das System weiter per-       staltungsfreiheit lassen. Eine grosse He-   den. Man muss wissen, was ein EFZ
    fektionieren wollen. Im Gegenteil: Es        rausforderung ist auch, dass wir immer      oder ein Abschluss in der Höheren Be-
    muss einfacher werden für alle Beteilig-     neue Zielgruppen integrieren müssen,        rufsbildung im internationalen Kontext
    ten. Die Berufsbildung soll schneller        seien es Flüchtlinge, Behinderte, aber      wert sind. Zu diesem Zweck haben wir
    und dynamischer werden. Wenn ein                                                         unsere Diplome im europäischen Quali-
    neuer Beruf geschaffen wird, dauert es                                                   fikationsrahmen positioniert und die so-
    heute sieben bis acht Jahre, bis die ers-
    ten Lernenden auf den Arbeitsmarkt
                                                 « Ich frage provo-                          genannten «Diploma Supplements» ein-
                                                                                             geführt. Das heisst, dass heute jedem
    kommen. Das ist eindeutig zu lang. Wir          kativ: Würde eine                        deutschsprachigen Diplom ein englisch-
    sollten uns aber auch die Frage stellen,                                                 sprachiges beigelegt wird, das Auskunft
    ob die Art und Weise, wie wir die Be-           einzige, allgemei-                       darüber gibt, auf welchem Niveau der
    rufsbildung heute regulieren, zukunfts-                                                  Abschluss international einzustufen ist.
    tauglich ist. Heute gibt es beispielsweise
                                                    ner formulierte                          Es ist für die Attraktivität der Berufsbil-
    230 Bildungsverordnungen und dazu               Bildungsverord-                          dung wichtig, dass deren Abschlüsse in-
    noch je einen Bildungsplan. Ich frage et-                                                ternational anerkannt sind. Zur Interna-
    was provokativ: Würde eine einzige, et-         nung nicht auch                          tionalität gehört auch die Förderung der
    was allgemeiner formulierte Bildungs-                                                    Mobilität. Berufslernende sollten künf-
    verordnung nicht auch genügen?
                                                    genügen?»                                tig vermehrt die Möglichkeit haben,
                                                    Josef Widmer, stv. Direktor sbfi         Teile ihrer Ausbildung in einem anderen
    Die Lancierung der Vision 2030 hängt                                                     Betrieb im Ausland machen zu können.
    sicher auch mit den rasanten Verände-
    rungen im Umfeld der Berufsbildung    auch Erwachsene, die eine Ausbildung Haben Sie bei der Erarbeitung der Vi-
    zusammen, oder?                       nachholen oder einen zweiten Beruf er- sion 2030 auch mal über die Landes-
    So ist es. Die Berufsbildung wird von lernen wollen bzw. müssen. Unser aktu- grenzen hinausgeschaut?
    den Entwicklungen auf dem Arbeits-           elles System ist für solche Entwicklun-     Wir verfügen über eines der besten Bil-
    markt massiv herausgefordert. Zum Bei-       gen etwas zu starr. Deshalb müssen wir      dungssysteme der Welt. Dennoch beob-
    spiel durch die Digitalisierung. Sie hat     es auf seine Zukunftstauglichkeit über-     achten wir laufend, was unsere Nach-
    zur Folge, dass sich die Berufsbilder im-    prüfen und entsprechend anpassen.           barn tun. Aber für den «Klassenbesten»

    10
Josef Widmer leitete bis vor sechs
Jahren die Dienststelle Berufs- und
Weiterbildung des Kantons Luzern.

                                      ist es immer schwierig, Dinge von ande-     plätze zur Verfügung. Und nicht zuletzt
                                      ren abzuschauen. Wir lernen grundsätz-      haben auch die Durchlässigkeit und die
                                      lich am meisten, wenn wir einem Land,       Verbundpartnerschaft zwischen Wirt-
                                      das über keine eigentliche Berufsbil-       schaft und öffentlicher Hand wesentlich
                                      dung verfügt, bei der Einführung helfen.    dazu beigetragen, dass wir heute da
                                      Auf diese Weise sehen wir selber, wo        sind, wo wir sind. Deshalb werden wir
                                      unsere Stärken, aber auch allfällige        bei der Vision 2030 nicht am Gesamt-
                                      Schwächen liegen.                           system rütteln, sondern gezielte Korrek-
                                                                                  turen und Weiterentwicklungen vorneh-
                                      Bei allem Wandel, der noch auf uns          men. Gerade in Anbetracht der Tat-
                                      zukommt: Was wird uns von der aktu-         sache, dass ab 2020 wieder mehr Ler-
                                      ellen Berufsbildung erhalten bleiben?       nende die Volksschule verlassen. Da-
                                      Mit Sicherheit die Dualität. Dass ein       durch werden wir noch mehr betriebli-
                                      grosser Teil der Ausbildung in einer rea-   che Ausbildungsplätze brauchen. In den
                                      len Umgebung und nicht in Schulen           letzten Jahren wars genau umgekehrt:
                                      oder Lernwerkstätten stattfindet, ist das   Nicht alle Ausbildungsplätze konnten
                                      eigentliche Erfolgsrezept unseres Sys-      jeweils besetzt werden. Auf die neue Si-
                                      tems. Was es unbedingt zu erhalten gilt,    tuation müssen wir uns vorbereiten, in-
                                      ist auch, dass die Wirtschaft in der        dem wir möglichst gute Rahmenbedin-
                                      Schweizer Berufsbildung den Hauptpart       gungen für die Betriebe schaffen.
                                      spielt. Sie definiert, was überhaupt aus-
                                      gebildet wird und stellt die Ausbildungs-

                                                                                                                       11
ABSTIMMUNG

    Das Luzerner Gewerbe
    fasste die Abstimmungsparolen
   Ja zur Initiative für nur eine Fremdsprache auf Primarstufe, Nein zur Altersreform 2020. So
   lauten die Parolen, welche die Gewerbekammer an ihrer kürzlichen Sitzung in Escholzmatt
   jeweils mit knapper Mehrheit beschloss.
   Von Daniel Schwab

                                                                                                           Die Referenten des Abends:
                                                                                                           (von links) Bernhard Steiner,
                                                                                                           Thomas Grüter, Konrad Gra-
                                                                                                           ber und Albert Vitali.

  D
             ie Luzerner Gewerbekammer,      mit 30 zu 26 zu. Vorausgegangen war       draht AG, den anwesenden Gewerblern
             das wirtschaftspolitische Or-   ein Streitgespräch zwischen SVP-Kan-      auf einem einstündigen Rundgang sein
             gan des Kantonalen Gewerbe-     tonsrat Bernhard Steiner (Pro) und        international tätiges Unternehmen vor.
             verbandes, war kürzlich zu      CVP-Kantonsrat Thomas Grüter (Con-        Es ist eines von acht Werken der deut-
             Gast beim Verein Gewerbe        tra).                                     schen Elektrisola-Gruppe und weltweit
   Escholzmatt-Marbach. In den Räum-                                                   führender Hersteller von Lackdrähten
   lichkeiten der Elektrisola Feindraht AG   Z U GAST B E I W E LTMAR K TF Ü H R E R   mit Durchmessern von 0,008 bis 0,15
   fassten die 56 anwesenden Delegierten     Zu Beginn der Gewerbekammersitzung        Millimetern. Die hauchdünnen Drähte
   die Parolen für die Abstimmungsvorla-     erzählte Fredy Lötscher vom gastgeben-    finden Anwendung in unzähligen High-
   gen vom 24. September. Die Bundesvor-     den Verein Gewerbe Escholzmatt-Mar-       Tech-Produkten, so zum Beispiel in der
   lage über die Altersreform 2020, zu der   bach von der gelebten KMU-Wirtschaft      Medizinaltechnik, Uhrenindustrie, Mo-
   CVP-Ständerat Konrad Graber (Pro)         in der westlichsten und flächenmässig     biltelefonie, Automobilindustrie, Com-
   und FDP-Nationalrat Albert Vitali         zweitgrössten Gemeinde des Kantons        puterindustrie und vor allem in der
   (Contra) die Klingen kreuzten, wurde      Luzern. Danach nützte Gemeindepräsi-      Elektro- und Elektronikindustrie. Seit
   mit 25 zu 31 Stimmen abgelehnt. Der       dent Fritz Lötscher die Gelegenheit, um   knapp 50 Jahren ist das Unternehmen in
   kantonalen Volksinitiative «für eine      Werbung in eigener Sache zu machen.       Escholzmatt domiziliert und beschäftigt
   Fremdsprache an der Primarstufe»          Im Vorfeld der Sitzung stellte Benno      heute an diesem Standort rund 200 Mit-
   stimmten die anwesenden Gewerbler         Zemp, Direktor der Elektrisola Fein-      arbeitende.

   12
1 Anita Bucher und Mike Zemp (Elektrisola Feindraht AG,
                                                                       Escholzmatt)
                                                                       2 Fredy Lötscher (Vorstand KGL) und Josef Felder (Gewer-
                                                                       beverein im Entlebuch – Schüpfheim Flühli Sörenberg)
                                                                       3 Geri Bürkli (Gewerbeverein Gemeinde Neuenkirch) und
                                                                       Heinz Niederberger (Gwärb Hochdorf)
                                                                       4 Reto Birrer (Präsident Baumeisterverband Luzern) und
                                                                       Markus Stutz (Gewerbeverein Wauwil-Egolzwil)
                                                                       5 Fritz Lötscher (Gewerbe Escholzmatt-Marbach) und Ruedi
                                                                       Leibundgut (Gewerbeverein Grosswangen)

                                                 1   2
                                                                   3

Gewerbekammer
tagte in Escholzmatt
23. August 2017, Elektrisola Feindraht AG

                                             4                5                               6
 6 Angela Lüthold (Kantonsrätin)
 und Vroni Thalmann (Kantonsrats-
 präsidentin)
 7 Ermi Krieger und Udo Bremgart-
 ner (Gewerbeverein Oberer Sempa-
 chersee)
 8 Ruedi Blättler (Unternehmungen
 Littau-Reussbühl) und Lukas Steiger
 (Gewerbeverein Beromünster und
 Umgebung)                                                    8                               9
 9 Regina Bühlmann (Gewerbever-
 ein Wolhusen-Werthenstein) und
 Claudia Tanner (Gewerbeverein im
 Entlebuch – Schüpfheim Flühli Sö-
 renberg)                                    7

 10 Jeannette Steiner (Gewerbever-
 ein Entlebuch) und Pius Müller (Vor-
 stand KGL)
 11 Petra Stöckli (Gewerbe Menz-                              10
 nau Menzberg Geiss) und Martina
 Bösiger (Gewerbe Hinterland)
 12 Gerold Michel (luzernermaler)
 und Herbert Huwyler (SMGV Gipser
 Zentralschweiz)
 13 Josef Wyss (Kantonsrat) und
 Andreas Birrer (Gewerbe Region
 Sursee)

                                        11               12

                                                                                                       13

                                                                                                                        13
ABSTIMMUNG

    Fremdsprachen: «Das jetzige
    System muss korrigiert werden»
   Die Luzerner Gewerbekammer sagt Ja zu nur einer Fremdsprache auf der Primarstufe. KGL-
   Direktor Gaudenz Zemp erklärt im Interview mit «KMU», warum er die von Lehrerkreisen
   und SVP lancierte Initiative befürwortet.
   von Daniel Schwab

   Gaudenz Zemp, die Wirtschaft benö-          folgreich einzuführen?                    Man konnte sich aber nicht auf eine
   tigt zunehmend Mitarbeitende mit            Die Lust an Fremdsprachen und die         Sprache einigen, also hat man als Kom-
   guten Sprachkenntnissen. Wie kann           Neugierde für fremde Kulturen kann        promiss beide auf der Primarstufe ein-
   man da als Unternehmer gegen einen          man gut bereits auf der Primarstufe we-   geführt. Danach wurde die Erreichung
   frühen Sprachunterricht sein?               cken. Das muss aber spielerisch erfol-    der Lernziele nie ernsthaft kontrolliert.
   Das jetzige System beruht auf einem         gen. Wortschatz und Grammatik büf-        Das System hat nie funktioniert, nur
   Irrtum. Kinder lernen bis fünf Jahre        feln geht besser auf der Oberstufe. Es    kam das nicht an die Oberfläche.
   jede Sprache praktisch automatisch und      braucht dazu nämlich solide Kenntnisse
   akzentfrei. Vorausgesetzt, sie sind jeden   in der Erstsprache Deutsch. Die sind in   Und das hat sich jetzt geändert?
   Tag mehrere Stunden von ihr umgeben.        der Sek besser entwickelt.            Die Zentralschweizer Erziehungsdirek-
   Ab fünf ist diese entwicklungspsycholo-                                           torenkonferenz hat als erste selber eine
   gische Phase abgeschlossen. Dann funk-      Wenn das so ist, weshalb hat man      Evaluation in Auftrag gegeben. Die Re-
   tioniert das nicht mehr. In der Primar-     dann seit 2004 das System mit zwei    sultate sind katastrophal. Über 65 Pro-
   schule sind also die Kinder dafür zu alt    Fremdsprachen auf Primarstufe?        zent der Schüler erreichen am Ende der
   und sie sind nicht täglich mehrere Stun-    Die entwicklungspsychologischen Fak- Volksschule die Lernziele im Fremd-
   den von der Sprache umgeben.                ten lagen schon damals auf dem Tisch. sprachenunterricht nicht.

   Dann sollte man den frühen Sprach-
   unterricht also ganz aufgeben?
   Könnte man vor fünf Jahren starten und
   die nötige intensive Sprachumspülung
   sicherstellen, würde ein Frühstart viel
   mehr Erfolg bringen. Ein Start mit neun
   Jahren bringt allerdings keinen Vorteil
   gegenüber einem Start mit zwölf Jah-
   ren. Im Gegenteil. In der Schule wird
   die Sprache in wenigen Unterrichtsstun-
   den analytisch gelernt. Es geht um Syn-
   tax und Grammatik. Da hilft es den
   Kindern, wenn diese analytischen Fä-
   higkeiten schon besser ausgebildet sind.

   Sollte man nicht die vorpubertäre Un-
   gehemmtheit der Primarschüler nut-
   zen, um eine neue Fremdsprache er-

   14
AHV-Reform: «Senioren
 und Junge verlieren»
Am 24. September stimmen die Schweizer Stimmbürger über die AHV-Reform ab. Im folgen-
den Interview erläutert Ständerat Damian Müller, warum Rentner und Junge die Verlierer
sein werden und warum die 70 Franken so schädlich sind.
von Daniel Schwab

Damian Müller, Sie sind der jüngste         bleibt ihnen unter dem Strich weniger.     behandlung ab, das widerspricht der
Ständerat. Die Altersvorsorge ist ma-       Zudem wird der AHV-Freibetrag abge-        Grundidee der AHV. Der Rentenausbau
rode, diese Reform wollte das ändern.       schafft. Neu müssen alle Rentner, die      wirkt wie ein Brandbeschleuniger auf
Gerade für die Jungen wäre das wich-        weiterarbeiten, auch auf die ersten 1400   die Finanzen der AHV. Bereits 2027 hat
tig. Warum sagen Sie Nein?                  Franken Lohn Sozialabzüge bezahlen.        sie wieder ein Defizit von 1 Milliarde
Damit wir uns recht verstehen: Ich bin Damit haben sie pro Monat rund 100              Franken. 2035 sind wir bei 7 Milliarden.
ein klarer Befürworter der Altersvor- Franken weniger.
sorge. Wer nach vielen Jahren der Ar-                                                  Bundesrat Berset argumentiert, es
beit in Rente geht, soll dies auf einer fi- Sind die 70 Franken für Neurentner         gebe keine Alternative.
nanziell gesicherten Basis tun können. denn wirklich so schädlich?                     Das ist Polemik. Eine neue Reform ist
Genau das garantiert die vorliegende Ja, das sind sie. Nicht nur, dass damit in        eine Frage des politischen Willens. Ich
Reform nicht. Sie will das bestehende etwa der gleiche Betrag aus der Kasse            finde, wir sollten diese Vorlage ableh-
Problem der Unterfinanzierung mit ei- gespült wird, der über die anderen Mass-         nen, um damit Platz und Zeit zu schaf-
ner Umverteilung von Geldern lösen. nahmen hereinkommt. Mit diesen 70                  fen, eine Reform aufzugleisen, die wirk-
Das ist keine Lösung, weil es das eigent- Franken, die nur Neurentner erhalten,        lich den Namen verdient und zukunfts-
liche Problem nicht angeht, sondern nur rücken wir vom Grundsatz der Gleich-           orientiert ist.
auf später verschiebt.

Die Jungen verlieren. Wie genau?
Natürlich sind die Jungen am meisten
betroffen. Bei ihnen geht es ja am längs-
ten, bis sie von einer Altersrente profi-
tieren können. Aber es bezahlen auch
die Frauen, die jetzt ein Jahr länger ar-
beiten und Beiträge leisten müssen. Und
schliesslich bezahlen es auch all jene
Menschen, die schon das Rentenalter
erreicht haben.

Die Befürworter behaupten aber, Se-
nioren seien nicht betroffen.
Fakt ist, dass auch die heutigen Senio-
ren höhere Mehrwertsteuern bezahlen
müssen. Das heisst, ihr Alltag wird teu-
rer. Und da die Renten nicht steigen,

                                                                                                                            15
PREISVERLEIHUNG

    Mit Senioren-Trainingssystem
    zur Neuunternehmerin 2017
   Mit einem kognitiven Trainingssystem für Senioren vermochte die Dividat AG in Schindellegi
   die Jury des 24. Zentralschweizer Neuunternehmerpreises zu begeistern. Firmengründerin Eva
   van het Reve freute sich riesig über den Check im Wert von 10 000 Franken.
   Von Daniel Schwab

                                                                                                                Siegerin Eva van het Reve
                                                                                                                von der Dividat AG in Schin-
                                                                                                                dellegi bei der Verkündung
                                                                                                                des Jury-Urteils.

  D
               er Zentralschweizer Neuun-      künstliche Intelligenz. Von den 22 Start-   Reto Wyss. Der Jury gehörte neben dem
               ternehmerpreis, der alljähr-    ups, die sich für den diesjährigen Neu-     Obwaldner Unternehmer Thomas Gas-
               lich von der Gewerbe-Treu-      unternehmerpreis anmeldeten, qualifi-       ser und dem Luzerner Kantonsrat Franz
               hand AG an innovative und       zierten sich neben der Dividat AG           Wüest auch Unternehmerin Doris Russi
               risikobereite Unternehmer       folgende Firmen für die Endausmar-          Schurter an. Nach ihrem letzten Auftritt
   verliehen wird, geht dieses Jahr an die     chung: PENGland AG (Luzern), tuck-          als Jurorin bezeichnete sie den Neuun-
   Firma Dividat AG in Schindellegi/SZ.        tuck Zentralschweiz (Emmenbrücke),          ternehmerpreis als jährliches «High-
   Sie stellt ältere Menschen in den Mittel-   Dominik Gasser Holzbrillen (Lungern),       light» in ihrer persönlichen Agenda. Ein
   punkt, indem sie Trainingssysteme zur       Seeblick Flachdach GmbH (Cham/              unbestrittener Höhepunkt des Abends
   Förderung der selbständigen Mobilität       Kerns), Allvisual AG (Steinhausen).         war das musikalische Intermezzo von
   im Alter entwickelt. Eva van het Reve                                                   Othella Dallas, der Grand Old Lady des
   führte für ihre Doktorarbeit eine Studie    380 GÄSTE I N D E R M E S S E LUZ E R N     Jazz. Trotz ihres fortgeschrittenen Al-
   in 14 Alterszentren durch, mit der sie      Der von Simon Kopp moderierten Preis-       ters von 92 Jahren schaffte es die Sänge-
   letztlich eine Sturzreduktion von stol-     verleihung in der Messe Luzern wohn-        rin, das Publikum mit ihrer scheinbar
   zen 80 Prozent bewirken konnte. Inzwi-      ten nicht weniger als 380 Persönlichkei-    unbändigen Energie zu begeistern. Üb-
   schen beschäftigt Dividat Mitarbeitende     ten aus Wirtschaft und Politik bei,         rigens: Anmeldeschluss für die 25. Aus-
   aus Bewegungs- und Wirtschaftswis-          darunter die beiden Luzerner Regie-         gabe des Zentralschweizer Neuunter-
   senschaften, Informatik, Logik sowie        rungsräte Marcel Schwerzmann und            nehmerpreises ist der 31. Mai 2018.

   16
1 Inge Lichtsteiner (Surseer Woche
                                                                   AG) und Irene Vonarburg (Wauwiler
                                                                   Champignons AG)
                                                                   2 Reto Wyss (Bildungs- und Kulturdi-
                                                                   rektor Kanton Luzern) und Ruedy
                                                                   Scheidegger (Rekag AG, Nebikon)
                                                                   3 Marcel Schwerzmann (Finanzdirek-
                                                                   tor Kanton Luzern) und Hans-Rudolf
                                                                   Schurter (Schurter Holding, Luzern)
                                                                   4 Susan Meier (Cosmetic Susan
                                                                   Meier), Simon Kopp (Moderator), Urs
                                                                   Schmidiger (Hochschule Luzern)
                                                  1   2
                                                               3

Neuunternehmerpreis
der Gewerbe-Treuhand
29. August 2017, Messe Luzern

                                             4                 5
5 Roger Blättler (Luzerner Kanto-
nalbank), Guido Müller (Kantons-
rat), Erwin Waltisberg (Securitas AG)
6 Die Jury: Franz Wüest, Doris Russi
Schurter, Thomas Gasser
7 Zwei ehemalige Gewinner: Roger
Wermelinger (Agentur Frontal AG,
Willisau) und Susann Schmid
(Schmid Parkett AG, Alpnach)
8 Tobias Waldmeier und Simon Al-
bisser (PENGland AG, Luzern)                 6                 7
9 Marco Styger (Maréchaux Elektro
AG, Luzern) und Patrick Meier (Tex-
press Textilpflege GmbH, Büron)
10 Dominik Gasser (Dominik Gas-
ser Holzbrillen, Lungern)
11 Reto Roos und Natascha Schaad
(tuck-tuck Zentralschweiz, Emmen-
brücke)
12 Leonhard Züger und Benjamin
Kaulich (Allvisual AG, Steinhausen)
13 Bruno Kaech (Gewerbe-Treu-                8            9         10
hand AG) und Siegerin Eva van het
Reve (Dividat AG, Schindellegi)
14 Mergim Alija und Sven Broger
(Seeblick Flachdach GmbH, Cham)

                                        11

                                             12           13        14

                                                                                                          17
PREISVERLEIHUNG

    Zukunftsträger 2017:
    Die Meister der Lehrmeister
   Der Kanton Luzern ist ein gutes Pflaster, was die Berufsbildung angeht. Lernende können
   aber nur Spitzenleistungen erbringen, wenn sie gute Lehrmeister haben. Metzger Hugo
   Willimann und Restaurationsfachfrau Catherine Lütolf gehören zu den Besten ihres Fachs.
   Von Daniel Schwab

  D
             as Gastrojournal und die Bi-       nen die Leidenschaft für den Beruf wei-     Reise, die den jungen Frauen eines ge-
             schofszell Nahrungsmittel          terzugeben. Übrigens: Fördern und For-      zeigt hat: «Die Willimann-Metzgerei ist
             AG zeichnen jedes Jahr die         dern wird bei Willimanns gross              nicht nur ein toller Ausbildungsbetrieb,
             besten Lehrmeister aus. Die-       geschrieben. So dürfen Jutta und Karin      sondern auch eine grosse Familie.»
             ses Jahr stammen mehrere           während ihrer Lehrzeit unter anderem
   Gewinner aus dem Kanton Luzern. In           ein eigenes Produkt entwickeln. Auch        TR IU M PH F Ü R 31-JÄH R I G E
   der Kategorie Fleischfachmann siegte         sonst wird den Lernenden in der Metz-         In der Kategorie Restaurationsfach-
   Hugo Willimann, der in fünfter Genera-       gerei Willimann einiges geboten: «Wir         leute hiess die Gewinnerin Catherine
   tion die gleichnamige Spezialitäten-         nehmen sie mit in den Schlachthof, sie        Lütolf. Seit drei Jahren bildet die
   metzgerei in Dagmersellen führt. Er hat                                                    31-Jährige im Grill-Restaurant Baulüüt
   in seinem Leben bereits 50 Lernende                                                        im Campus Sursee Lernende aus. Bei
   ausgebildet und ist Lehrmeister aus Lei-
   denschaft. «Es macht einfach Spass, den
                                                « Die Metzgerei ist                           der Auswahl der Jugendlichen achtet
                                                                                              sie nicht in erster Linie auf die Noten,
   jungen Leuten etwas von der eigenen             nicht nur ein tol-                         sondern vielmehr auf die Motivation:
   Berufsfreude und vom Können weiter-                                                        «Ich muss spüren, dass sie echtes Inte-
   zugeben und zu sehen, wie sie sich ent-         ler Ausbildungs-                           resse am Beruf haben. Auch das Er-
   wickeln.» Nominiert wurde er von sei-
   nen beiden Lernenden Jutta Limacher
                                                   betrieb, sondern                           scheinungsbild spielt eine grosse
                                                                                              Rolle.» Dann ist sie auch bereit, ihr ge-
   und Karin Ruch mit dem charmanten               auch eine grosse                           samtes Wissen weiterzugeben: «Es
   Schlachtruf «Schenke, Späck ond Cer-                                                       macht mir Freude, den Jungen neue
   vela, de bescht Lehrmeister isch de
                                                   Familie.»                                  Wege und Ideen aufzuzeigen.» Ihre
   Hugo Willimaa». Fragt man die beiden,            Jutta Limacher, angehende Fleischfachfrau Unterstützung bietet sie ihnen nicht
   warum ihr Chef der Beste ist, kommt                                                        nur im Lehrbetrieb an, sondern auch
   die Antwort prompt: «Er chas eifach!»                                                      für die Schule und im Privaten. So
   Willimann sei ein geduldiger, fachlich                                                     kommt es häufig vor, dass sie während
   kompetenter Lehrmeister, der immer                                                         der Zimmerstunde gemeinsam für Prü-
   ein offenes Ohr habe. «E gäbige halt!»       dürfen an Wettbewerben teilnehmen, fungen lernen oder an Ruhetagen zu-
                                                am Tag der offenen Tür ihren Beruf vor- sammen essen gehen.
   S PAN N E N D E AU SB I LD U N G             stellen und vieles mehr», erzählt der
   Die Nomination ist für Willimann eine        Chef. Das Tollste, was Jutta und Karin LE H R M E I STE R I N ALS VO R B I LD
   grosse Ehre und Wertschätzung seitens        bisher erlebten, war die Reise an die Eu- Nominiert wurde Catherine Lütolf von
   der beiden Lernenden. Er ist stolz auf       ropameisterschaft, wo sie ihre Kollegin der 19-jährigen Sarina Blum. Die Ler-
   Jutta und Karin. Stolz aber auch auf         Manuela Riedweg anfeuern durften, die nende im zweiten Lehrjahr schätzt, dass
   sich selber, dass es ihm gelungen ist, ih-   im Teamwettbewerb Gold holte. Eine ihre Berufsbildnerin ihr bei der Arbeit

   18
Glückliche Sieger: Spezialitätenmetz-
ger Hugo Willimann aus Dagmersel-
len und Catherine Lütolf vom Restau-
rant Baulüüt im Campus Sursee.
                                        eine klare Linie vorgibt, dabei aber sehr    moderne Lebensmittelindustrie und
                                        menschlich und fair bleibt: «Sie moti-       klassisches Handwerk gleichermassen
                                        viert, sie kann zuhören, sie hilft mir bei   auf einen ausserordentlich gut ausgebil-
                                        jedem noch so kleinen Problem.» Für          deten Nachwuchs angewiesen sind.
                                        Sarina Blum ist Catherine Lütolf ein         Nicht umsonst brillieren Schweizer Kö-
                                        Vorbild: Beide Frauen haben erst die         che und Küchenchefs seit jeher in der in-
                                        Lehre als Koch gemacht und dann an           ternationalen Hotellerie. Die Grundlage
                                        die Front gewechselt. «Der Kontakt zu        der Qualität des Schweizer Handwerks
                                        den Gästen hat mir beim Kochen ge-           bilden die Lehrmeister, die unermüdlich
                                        fehlt», erzählt Sarina Blum. «Deswegen       und mit riesigem Engagement Lernende
                                        war ich überglücklich, als ich die Zu-       ausbilden und fördern. Diese stillen
                                        sage von Catherine Lütolf erhielt.» Seit-    Schaffer hätten noch nie die Beachtung
                                        her arbeitet sie hart an ihrer Ausbildung    erhalten, die sie verdienen, finden die
                                        und möchte, so wie ihre Lehrmeisterin,       Initianten. Ausgezeichnet wird das be-
                                        die Karriereleiter hochklettern.             sondere Engagement beim Vermitteln
                                                                                     von Grundlagen, Handwerk, Fachkom-
                                        M E H R BEACHTU NG FÜ R STI LLE S CHAFFE R   petenz und Wissen, aber auch soziale
                                        Die Idee hinter der Auszeichnung             Integration, die Förderung der Lernen-
                                        «Lehrmeister des Jahres» ist, das Enga-      den und ihrer Persönlichkeit sowie das
                                        gement für die handwerkliche Berufsbil-      Hochhalten des Berufsstolzes.
                                        dung zu fördern. Gerade im Bereich Le-
                                        bensmittel zeigt sich immer mehr, wie

                                                                                                                           19
MIT GEWERBEVERBAND
    ZUM EVZ-TOP-SPIEL

Der Gewerbeverband Kanton Luzern organisiert exklusiv für seine Mitglieder einen Besuch des
Eishockeyspiels EVZ gegen ZSC Lions. Für dieses Top-Spiel (viertletzte Partie der Qualifikationsrunde,
also die entscheidende Phase) ist die Terrasse DINE & VIEW exklusiv für den Gewerbeverband Kanton
Luzern reserviert.

Nutzen Sie diese Dienstleistung und profitieren Sie von einem fixfertig organisierten Angebot für Ihre
Kunden oder Ihre besten Mitarbeitenden. Buchen Sie jetzt Ihre Packages und machen Sie ihnen ein
tolles (Weihnachts-)Geschenk und zeigen Sie ihnen Ihre Wertschätzung.

    FOLGENDES PACKAGE KÖNNEN SIE FÜR SICH UND IHRE GÄSTE BUCHEN:

–    Eintrittskarte (beste Plätze an der Seite) zum Heimspiel des EV Zug
–    Apéritifgebäck, Vorspeisen-, Hauptgang- und Dessertbuffet (Essen während des Spiels)
–    Prosecco, Weisswein, Rotwein, Bier, Mineral, Softgetränke, Kaffee und Tee
–    Busfahrt mit dem offiziellen EVZ Teamcar-Supplier «Gössi Reisen»: Luzern – Zug – Luzern
–    Organisation und Abwicklung der Anmeldung und des Anlasses

DINE & VIEW-Package inkl. An- und Rückreise im Car: Spezialpreis von Fr. 189.00 inkl. MWST pro Person.
DI, 23. JANUAR 2018,
 BOSSARD-ARENA IN ZUG

 JETZT PACKAGE BUCHEN!

 BUCHEN SIE IHRE TICKETS BIS 20. DEZEMBER 2017 DIREKT PER MAIL:

 KNABL@GEWERBEVERBAND-LU.CH

Bitte geben Sie die Anzahl Tickets, den Abfahrtsort sowie die Rechnungsadresse an. Die Anzahl
Tickets ist beschränkt. Pro Mitglied können maximal 10 Packages gebucht werden.

 PROGRAMM

 17.50 UHR ABFAHRT ALLMEND LUZERN (PARKPLÄTZE SIND GENÜGEND VORHANDEN)

 18.15 UHR ABFAHRT RASTSTÄTTE NEUENKIRCH (PARKPLÄTZE SIND GENÜGEND VORHANDEN)

 18.45 UHR EINTREFFEN BEI BOSSARD-ARENA IN ZUG          19.00 UHR BEGRÜSSUNG ZU DINE & VIEW

 19.45 UHR START SPIEL EVZ – ZSC LIONS     CA. 21.30 UHR SPIEL-SCHLUSS

 CA. 21.45 UHR ABFAHRT VOR BOSSARD-ARENA           CA. 22.15 UHR EINTREFFEN RASTSTÄTTE

 NEUENKIRCH      CA. 22.35 UHR EINTREFFEN ALLMEND LUZERN

 BEI FRAGEN WENDEN SIE SICH BITTE AN FRAU ANOUK KNABL:

 KNABL@GEWERBEVERBAND-LU.CH ODER TELEFON 041 318 03 02
EINLADUNG

     LUZERN 18
UNTERNEHMER-IMPULSVERANSTALTUNG

EXKLUSIV UND KOSTENLOS FÜR MIT-
GLIEDER: ERFAHREN SIE AUS ERSTER
HAND, WORAUF ES BEI LUZERNER KMU
IM JAHR 2018 ANKOMMT.

JETZT ANMELDEN!

VON MACHERN FÜR MACHER.
Keine Prognosen von Zukunftsforschern und keine Theorie von Wissenschaftlern, sondern
Impulse von Machern aus ihrem Alltag. Wie schätzen KMU-Chefs das kommende 2018 ein?
Was kommt auf Unternehmer/innen im Jahr 2018 zu? Worauf sollte man sich einstellen und
welche Chancen eröffnen sich? Wie lässt sich im kommenden Jahr die Innovationskraft
stärken? Wer unterstützt einen dabei?

Hauptsponsoren
4 IMPULSE FÜR EIN ERFOLGREICHES 2018:
– Luzerner KMU-Barometer:
  Roland Huber, CEO Demoscope, stellt die Resultate vor.
– Auf dem «Heissen Stuhl»:
  Regierungsrat Robert Küng beantwortet Fragen, die sich aus dem KMU-Barometer ergeben.
– Finanzen und Energie: Worauf sollten KMU 2018 achten?
  Daniel Salzmann, CEO LUKB, und Felix Graf, CEO CKW, im Gespräch mit Präsidenten/-innen
  von Gewerbevereinen.
– Wie können Luzerner KMU 2018 ihre Innovationskraft fördern? Podium mit:
  – Andrea Weber Marin, Leiterin Forschung & Entwicklung an der Hochschule Luzern
    Technik & Architektur
  – Adrian Achermann, CEO Beutler Nova und Gewinner IHZ-Innovationspreis
  – Bruno Imhof, Geschäftsführer Zentralschweiz Innovativ
  – Damian Müller, Ständerat

Anschliessend Networking-Apéro riche mit den Referenten/-innen sowie Gästen aus
Wirtschaft und Politik.

ORT: MESSE LUZERN, FORUM HALLE 1
DATUM: DONNERSTAG, 16. NOVEMBER 2017
TÜRÖFFNUNG: 18.00 UHR
START: 18.30 UHR
Die Veranstaltung ist für Mitglieder des Gewerbeverbandes Kanton Luzern kostenlos,
inkl. jeweils eine Begleitperson.

Melden Sie sich jetzt online an unter: www.gewerbeverband-lu.ch/luzern18

Anmeldeschluss: 8. November 2017
Die Platzzahl ist beschränkt. Die Anmeldungen werden nach ihrem zeitlichen Eingang
berücksichtigt.

Sponsoren                                              Medien-Partner

                                                                               Zentralschweizer Fernsehen
GEWERBEVEREINE

    Willisauer Gewerbe feiert
    130. Geburtstag mit Sommerparty
   Die 130-Jahr-Jubiläumsfeier des Willisauer Gewerbevereins begeisterte Jung und Alt. Die
   anwesenden Gewerbetreibenden mit ihren Ständen sowie die bekannten Showacts zogen
   das Publikum in ihren Bann.
   Von Alex Piazza

                                                                                                                   Das OK mit Sänger Marco
                                                                                                                   Kunz (hinten, Zweiter von
                                                                                                                   links): Bruno Achermann,
                                                                                                                   Stefan Liem, Peter Birrer,
                                                                                                                   Monica Peter, Vanessa Kunz.

  E
           nde August feierte der Verein       sie das Publikum. «Ech be rüüdig gärn       dass die Stimmung so ausufernd sein
           Gewerbe Willisau sein 130-jähri-    deheime», verriet sie bei ihrem «Heim-      würde, hätte ich nicht gedacht.»
           ges Bestehen mit einer riesigen     spiel». Daher das Lieg «Änet am Bärgli».
           Jubiläumsparty, die sich über       Den Glanzpunkt setzte sie schliesslich      G LÜ C KLI C H E VE R AN STALTE R
           3000 Personen nicht entgehen        mit ihrer «Geriatrie-Ballade».              Happy zeigte sich nach diesem Abend
   lassen wollten. Bereits am frühen Nach-                                                 auch OK-Chefin Vanessa Kunz: «Un-
   mittag sorgten vielfältige Aktionen zahl-   KU N Z G E H Ö RTE D I E NAC HT             sere Erwartungen wurden insgesamt
   reicher Gewerbevereinsmitglieder für        Gegen 21 Uhr schlossen sich dann auch       mehr als erfüllt.» Der Aufwand, den das
   Leben im Städtli. Ab 14.30 Uhr heizten      die letzten Ränge vor der Bühne. Fans       OK sowie die zahlreichen Helferinnen
   dann die Blue Brothers den Gästen           fast aller Altersklassen warteten auf den   und Helfer geleistet hatten, habe sich
   mächtig ein. Als ob es nicht schon warm     Auftritt von Mundartrocker Kunz. Das        ausgezahlt. Euphorisch zeigte sich am
   genug gewesen wäre. In drei Tranchen        Städtchen bebte, die Leute waren voll       Jubiläumsanlass auch Peter Birrer, Prä-
   lancierten sie auf der Bühne ein musika-    bei der Sache. Bei Liedern wie «Chliini     sident von Gewerbe Willisau. Die Mo-
   lisches Feuerwerk. Am frühen Abend          Händ» oder «Üs ghört d’Nacht» sangen        deration des Festes schien ihm wie auf
   bewies dann Frölein Da Capo alias           sie aus voller Kehle mit. Kunz selber gab   den Leib geschnitten. Bei den vier Tom-
   Irene Brügger ihre Bühnenpräsenz. Mit       sich überrascht darüber, wie im Publi-      bolaziehungen legte er sich mächtig ins
   einem Mix von coolen Kalauern und           kum die Post abging: «Dass die Hinter-      Zeug und beglückte zahlreiche Gewin-
   liebevoll getexteten Liedern verwöhnte      länder festen können, weiss ich ja. Aber    nerinnen und Gewinner.

   24
1 Peter Birrer (Präsident Gewerbeverein Willisau)
                                                              und Vanessa Kunz (OK-Chefin)
                                                              2 Marcel Roos (V-Tech Veranstaltungstechnik GmbH)
                                                              3 Chantale Ambühl (Coiffeur Hair Point GmbH) mit
                                                              Model Stefanie Häfliger
                                                              4 Frölein Da Capo

                                             1   2
                                                         3

130 Jahre
Gewerbe Willisau
26. August 2017, Städtli Willisau

                                         4
 5 Adrian Scherrer (Schreinerei Scher-
 rer AG) mit einem kleinen Besucher
 6 Roland Burri (Maler Burri AG)
 7 Bruno Stadelmann (Rund ums Ei)
                                                         6                                            7
 8 Toni Steiger (Die Mobiliar)
 9 Edgar Imhof (Imhof Papeterie-
 Buchhandlung, Willisau)
 10 Erich Marti (Raiffeisenbank Lu-
 zerner Hinterland) und Bruno Acher-
 mann (Festwirt)
 11 Andy Jost (Drogerie A. Jost AG)
 und Thomas Tschuppert (Luzerner
 Kantonalbank)                                       5
                                                         8

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5
                                             EIN TR ITT
                                               FR EI
                                                                                                                                   17
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                                                                                                                       25 .1 0. 20 17
                                                                                                                    Mi
                                                                                                                                   17
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                                                                   WBZ-Infoabende                                     19 – 20   Uh  r

                                                                   in Luzern, Sursee und Willisau
                                                                                               au

                                                                   Montag, 23.10.2017                  (Fortsetzung Sursee 25.10.2017)
                                                                   Luzern, Robert-Zünd-Strasse 4       Ì   Produktionsfachleute eidg. FA
                                                                                                       Ì   SB Rechnungswesen edupool.ch
                                                                   Ì Hauswart/in eidg. FA
                                                                                                       Ì   Teamführung Leadership SVF
                                                                   Ì Produktionsfachleute eidg. FA
                                                                                                       Ì   5FDIOJTDIF,BVnFVUFFJEH'"
                                                                   Mittwoch, 25.10.2017
                                                                   Sursee, Kottenmatte 4               Donnerstag, 26.10.2017
                                        o   MEHR ALS                                                   Willisau, Schlossfeldstrasse 8
                                                                   Ì   Diplom-Handelsschule WBZ
                                            50 AUSSTELLER          Ì   Gärtner/in eidg. FA             Ì   Diplom-Handelsschule WBZ
                                        o   TOLLES RAHMEN-         Ì   Hauswart/in eidg. FA            Ì   Höheres Wirtschaftsdiplom HWD
                                                                                                       Ì   Personalassistent/in HRSE
                                            PROGRAMM               Ì   Höheres Wirtschaftsdiplom HWD
                                                                                                       Ì   SB Rechnungswesen edupool.ch
  FREITAG, 13. OKTOBER, 17–22 UHR       o   KONZERTE
                                                                   Ì   HR-Fachleute eidg. FA
                                                                                                       Ì   5FDIOJTDIF,BVnFVUFFJEH'"
                                                                   Ì   Informatik-Anwender/in SIZ
 SAMSTAG, 14. OKTOBER, 10–22 UHR        o   GASTROBETRIEBE         Ì   Personalassistent/in HRSE       Ì   Weiterbildungssystem VSSM/FRM
 SONNTAG, 15. OKTOBER, 10–18 UHR        o   SUPER-TOMBOLA
                                                                   unverbindlich, kostenlos, ohne Anmeldung
       LINDENHALLE GUNZWIL

                                                                                          5. – 8.10.17 Messe Luzern
                                                                                          Do–So 10 – 18 Uhr www.bauen-wohnen.ch

adlatus – ein Netzwerk von erfahrenen, ehemaligen Führungskräften und Spezialisten.
Ehemalige Führungskräfte geben ihr grosses Wissen wie auch ihre langjährige Praxiserfahrung zu tragbaren Kosten weiter;
sie sind unabhängig, flexibel und rasch verfügbar.

Informieren Sie sich unter www.adlatus-zs.ch

Ansprechpartner: Sigi Eggenberger, Regionalleiter adlatus Zentralschweiz /Tessin, 078 752 66 64, eggenberger@adlatus.ch
GEWERBEVEREINE

                                                                   1 Martin Brunner (Brunner Transport AG) und Erich
                                                                   Haldi (Haldi Erich Bedachungen AG)
                                                                   2 Peter Bleisch (Maler Bleisch) und Franz Bleisch
                                                                   (Bleisch Schreinerei)
                                                                   3 Josef Birrer (E. Lutz AG), Pius Meier (F. Buchser
                                                                   AG), OK-Chef Thomas Weber (Zemp Sanitär AG)
                                                                   4 Josef und Susanne Steger (Ideplan AG, Küchen)
                                                                   5 Marcel und Heidi Stalder (Garage Marcel Stalder
                                                                   AG), Sabrina Stalder (Blumenkönigin)

                                                  1   2
                                                              3

Gwärb 2017 in
Littau-Reussbühl
1.–3. September 2017, Business Park Luzern

                                                          4   5
     6 Rebeca Dahinden (Bucher Hair &
     Style) mit Sara Dormann
     7 Marco Paternoster (CKW Conex
     AG)
     8 Thomas Jauch (Carrosserie Luzern
     AG)
     9 Marcel Dellenbach (Elektro Fuchs
     GmbH)
     10 Marco Meier und Martin Schmid-       6            7   8                                           9
     lin (Hodel & Partner AG)
     11 Otti Helfenstein (Stadtgärtnerei)
     12 Damian Odermatt (Garage Galli-
     ker AG)
     13 Marcel Gestach (Lötscher Tiefbau
     AG)
     14 Lisbeth Williner (Art Natural Blu-
     men) und Sandro Knüsel (Knüsel &
     Sohn AG Haustechnik)
     15 Kevin Stirnimann (Stirnimann
     Baugeschäft AG) mit Linus Weber                          11                                         12
     16 Martin Vögtli (WS-Skyworker AG)
     und Roland Buob (Buob Holzbau AG)       10

13

                                                              16

                                             15

14

                                                                                                                         27
GEWERBEVEREINE

     Who                                                      Markus Gabriel
                                                              Präsident Gewerbeverein
                                                              Adligenswil.
                                                              52, verheiratet, drei Söhne.

     is who?
                                                              Mitinhaber und Geschäftsfüh-
                                                              rer der Gabriel Rebsamen AG,
                                                              Spezialist für Kaminbau, Che-
                                                              minéeöfen und Solarmontage,
                                                              Dierikon.

  Marco Bühlmann
  Präsident Gewerbeverein
  Wolhusen-Werthenstein.
  40, verheiratet, zwei Söhne.
  Inhaber und Geschäftsführer
  der Bühlmann Treuhand AG,                                    Was gefällt dir im Kanton Luzern am besten?
  Wolhusen.                                                    Der Blick über den Vierwaldstättersee mit dem Pilatus im
  Eidg. dipl. Treuhandexperte.                                 Hintergrund.

                                                               Und was stört dich am meisten?
                                                               Dass die Stadt Luzern mit ihrer Parkplatzreduzierung be-
                                                               reits heute unternehmerfeindlich ist.

                                                               Welches war für dich das politische Highlight der
                                                               letzten 12 Monate?
                                                               Meine Wahl zum Co-Präsidenten der SVP Adligenswil.
   Welches war für dich das politische Highlight der
   letzten 12 Monate?                                          Welches war dein geschäftliches Highlight der letz-
   Die Ablehnung der USR III – im negativen Sinne.             ten 12 Monate?
                                                               Die Gründung von zwei neuen Firmen innerhalb eines Jah-
   Wie erholst du dich von beruflichem Stress?                 res.
   Beim Sport und beim kreativen Basteln kann ich am besten
   abschalten.                                                 Auf welche Tat in deinem Leben bist du am meisten
                                                               stolz?
   Welchen Traumberuf hattest du als Bub?                      Dass ich vor 23 Jahren den Mut zur Selbstständigkeit auf-
   Ich wollte Pfarrer werden. Aber nur wegen den Pfarrers-     gebracht habe.
   töchtern, die mit mir zur Schule gingen.
                                                               Welche Tat würdest du gerne rückgängig machen?
   Welches ist deine positivste Eigenschaft?                   Keine, denn ich lebe nach dem Motto: «Ich verliere nie. Ent-
   Ich bin pünktlich, pflichtbewusst und zuverlässig.          weder ich gewinne oder ich lerne.»

   Welche Eigenschaft würdest du gerne besitzen?               Wie erholst du dich von beruflichem Stress?
   Mehr Spontaneität.                                          Stress, was ist das?

   Was macht dich happy?                                       Welchen Traumberuf hattest du als Bub?
   Ich bin jedes Mal glücklich, wenn ich beim Wandern das      Ich hatte nie einen Traumberuf, ich wollte einfach nur arbei-
   Gipfelkreuz erreiche.                                       ten und Geld verdienen.

   Welches Gesetz würdest du sofort abschaffen?                Welches Gesetz würdest du am liebsten sofort ab-
   Ich würde das Revisionsgesetz für KMU-Betriebe lockern.     schaffen?
   Wir werden da zum Teil wie Grosskonzerne behandelt.         Alle Gesetze, die den Täter mehr schützen als das Opfer.

   Mit wem möchtest du mal im Lift stecken bleiben?            Wem möchtest du gerne mal die Meinung sagen?
   Mit meiner Frau, sie ist technisch versierter als ich.      Denjenigen, die das Bussenreglement im Strassenverkehr
                                                               erstellt haben. Es kann nicht sein, dass ein Verkehrssünder
   Was nimmst du auf eine einsame Insel mit?                   aufgrund zu schnellen Fahrens eine höhere Busse bezahlen
   Den Kompass von Captain Jack Sparrow. Der führt immer       muss als ein Straftäter, der einen Menschen mutwillig ver-
   ans Ziel.                                                   letzt.
   Welches ist deine Lieblings-TV-Sendung?
   Bear Grylls – Abenteuer Survival.

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