Das neue BZV-Medienhaus an der Langen Straße - Olaf Joop ...
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Das neue
BZV-Medienhaus
an der
Langen StraßeS02 DAS NEUE BZV- MEDIENHAUS Mittwoch, 22. Oktober 2014
„Dieses Haus
ist ein Zeichen
des Aufbruchs“
Harald Wahls, Geschäftsführer des BZV Medienhauses, über das
neue Verlagshaus an der Langen Straße und dessen Vorteile für
das Unternehmen und seine Kunden.
Herr Wahls, Sie haben über fünf rei an den Stadtrand verlegt, was menser Bedeutung ist.
Jahre am Projekt neues Verlags- logistisch und ökologisch sehr
haus gearbeitet. Was bewegt Sie, vorteilhaft ist. Wir bauen dieses Die Funke Mediengruppe investiert
wenn Sie heute vor diesem Haus Gebäude auch nicht selbst, son- also massiv in unserer Region.
stehen? dern, wir sind der Hauptmieter,
Die Firma Staake Investment & Ja, das ist absolut richtig. Wir ha-
Natürlich schießen einem viele Consulting GmbH & Co. KG baut ben glücklicherweise eine Gesell-
Gedanken durch den Kopf über dieses Bürogebäude unter ande- schafterfamilie, die an die Zu-
dieses sehr komplexe Projekt. rem für uns. Zudem befinden sich kunft der Zeitungen glaubt. Übri-
Man denkt an die Mühen, die die im Haus weitere Unternehmun- gens ist dieses Branchengerede
Kolleginnen und Kollegen und gen, die mit Medien zu tun haben, um den Niedergang der Tageszei-
auch unsere Berater mit dem Ge- wie etwa Radiosender, die Deut- tungen sehr stark geprägt von dem
samtprojekt Entwicklung Grund- sche Presseagentur, aber auch ein Interesse anderer medialer Wett-
stück Hamburger Straße, neue Restaurant. Oben auf dem Ver- bewerber, die die hoch angesehe-
Druckerei und das neue Verlags- lagsgebäude thronen Eigentums- nen, unabhängigen Tageszeitun-
gebäude gehabt haben. Am Ende wohnungen, die überhaupt nichts gen gerne klein reden möchten.
jedoch bleibt die überwältigende mit unserem Verlag zu tun haben. Wenn Sie bedenken, dass etwa
und charaktervolle Schönheit der Wir sind also nur ein Teil dieses 56 Millionen Menschen täglich ei-
Architektur unseres neuen Zuhau- wunderschönen Gebäudes. Ge- ne Zeitung lesen, und zwar egal, ob
ses. Wenn man vor dem Gebäude genüber unserer früher genutzten gedruckt oder digital, dann ver-
steht, wird einem klar, dass sich Bürofläche konnten wir die Flä- stehen Sie, welche immense Be-
diese Mühen gelohnt haben. Das chen den modernen Arbeitsabläu- deutung Tageszeitungen für die
Haus ist nach innen wie nach au- fen anpassen und sparen so Bevölkerung haben. Von einem
ßen das Signal für eine Verände- 45 Prozent der Bürofläche ein, Niedergang kann nicht die Rede
rung und einen Aufbruch in eine und dies bei gleicher Mitarbeiter- sein. Vor diesem Hintergrund sind
neue Phase des Zeitungsmachens. zahl. Die Energieeffizienz steigt wir unseren Eigentümern sehr
aufgrund der modernen Gebäude- dankbar, dass sie das Vertrauen in
Alle, die an der Langen Straße vor- kernklimatisierung um 75 Pro- das regionale Management und in
beifahren, sagen: Es ist ein schönes zent. Wir handeln hier also wirt- die Mitarbeiter unseres Unter-
BZV Geschäftsführer Harald Wahls spricht im neuen Medienhaus. Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de
Haus geworden. Welche Botschaft schaftlich sinnvoll. Natürlich stei- nehmens besitzen.
steckt in der Architektur und in die- gen die Abonnement- und
sem Standort in der Innenstadt? Anzeigenpreise künftig in keinem Wie empfanden Sie die Zusam- aber auch allen Mitarbeitern nur kleinen „grünen Pflanze“ Un- Zeitungen nicht gelesen hatten,
Fall wegen unseres neuen Gebäu- menarbeit mit der Stadt? ein Kompliment machen, denn ser38.de steigt ständig. Wir sehen aber jetzt die Internetangebote
Dieses Gebäude besitzt eine Ar- des, sondern bestenfalls wegen dieses Projekt ist extrem komplex mit großer Freude, wie die Bürger nutzen. Dies ist ein absolut positi-
chitektur, die Kreativität, Quali- anderer externer Faktoren, wie et- Die Zusammenarbeit mit der und natürlich auch nervenaufrei- zunehmend dieses Portal nutzen, ver Trend. Wir freuen uns sehr da-
tät und eine positive Energie dar- wa dem Mindestlohn, der grund- Stadt war von der ersten Stunde bend gewesen. um ihre Meinung kund zu tun und rüber, dass dieses auch für die
stellt. Die komplexe Geometrie, sätzlich richtig, jedoch für die Zu- an geprägt von einer ungeheuren ihre Themen hier selbst zu veröf- Braunschweiger Zeitung und ihre
der kraftvolle Schwung des Ge- steller in der Verlagsbranche un- Konstruktivität, von einer großen Das BZV Medienhaus stellt heute fentlichen. Schwesterblätter in Wolfsburg,
bäudekörpers, das ist nicht hüb- serer Ansicht nach nicht Flexibilität und Hilfsbereitschaft schon zahlreiche digitale und ge- Aber wir wollen mit dem neuen Gifhorn, Helmstedt, Peine, Salz-
sche Effekthascherei, sondern der anzuwenden ist und unserer Bran- der Stadtverwaltung, das Medien- druckte Medien her – fast jeden Medienhaus am Rande der Fuß- gitter, Wolfenbüttel bis runter in
Ausdruck eines Qualitätsanspru- che erhebliche wirtschaftliche unternehmen mit der Braun- Monat kommen weitere hinzu. Was gängerzone in der Innenstadt den Südharz nach Osterode gilt.
ches, den wir auch an all unsere Probleme bereitet. schweiger Zeitung im Stadtgebiet tut sich im neuen Verlagsgebäude? Braunschweigs auch ein Zeichen Von einer Krise ist nicht zu spre-
Medien stellen. Die offene Fassa- zu halten und den Standort zu fin- Warum war es nötig, diesem tradi- setzen, unsere Leserinnen und Le- chen, weil die Internetnutzung
de, die Transparenz in so vielen Der Verlag verzichtet auf die eigene den, der alle kommunikativen Vo- tionsreichen Unternehmen ein neu- ser einzuladen, zu einem physi- steigt, auch wenn die Printnut-
Dimensionen, so stellen wir uns Immobilie. Wo liegt der Vorteil? raussetzungen für eine starke es Zuhause zu geben? schen Dialog in unserem Haus. zung um zwei bis drei Prozent pro
die Medien und auch unser Zu- Stimme der Region auch in der Wir werden Veranstaltungen in Jahr sinkt. Das Kunststück der
hause in der Zukunft vor. Der Die Aufgabe eines Verlages ist es Zukunft beinhaltet. Neben der wirtschaftlichen Di- unserem Konferenzcenter haben, Zukunft ist, dass wir die wirt-
Standort, die alte Stadtbücherei, nicht, Immobilien zu besitzen, Auf allen Ebenen, vom ehemali- mension, dass wir unsere neuen, zu denen wir bisher räumlich bis- schaftliche Tragfähigkeit unseres
war stets ein Ort des Wissens. sondern eine Zeitung herauszuge- gen Oberbürgermeister Dr. Gert auch digitalen Arbeitsabläufe in her überhaupt nicht in der Lage Medienhauses erhalten müssen,
Dies bleibt er auch und zudem ben und auch andere Medien zu Hoffmann, bis hin zu jedem Mit- dem neuen Gebäude besser abbil- waren. Mit rund 350 Sitzplätzen um die Unabhängigkeit der Jour-
wird er ein Standort der Kreativi- veröffentlichen. Hierauf wollen arbeiter in der Stadtverwaltung den können, ist es so, dass wir ins- haben wir eine Raumsituation in nalisten zu erhalten – und damit
tät. Von hier aus treten wir an, die wir uns konzentrieren, deshalb haben wir in dieser gesamten Pha- besondere mit unseren Tageszei- der Innenstadt geschaffen, die es letztendlich das höchste Gut, was
Menschen in der ganzen Region mieten wir die Büroflächen. se eine sehr korrekte und wert- tungen sehr stark in den Leserdia- uns ermöglicht, über Lesungen, wir besitzen, nämlich die Glaub-
mit Informationen, Wissen, Ser- schätzende Zusammenarbeit er- log eingestiegen sind. Die Diskussionsforen und vielerlei an- würdigkeit der regionalen Tages-
vice und Unterhaltung zu versor- Auf dem Weg zum fertigen Gebäu- fahren. Hierfür sind wir sehr moderne Bürgerzeitung veröffent- derer Aktivitäten die Menschen zeitungen.Hier ist unsere Branche
gen. Und unsere Medien wollen de waren weite Strecken zurückzu- dankbar. Braunschweig ist unse- licht halt nicht nur Leserbriefe, mit ihrer Zeitung zusammen zu aber zuversichtlich, auch wenn
wir analog, genauso wie digital, 24 legen. Der Komplex Hamburger res Erachtens das Muster einer sondern sie geht online komplett bringen und somit eben den Dia- der Versuch der Einflussnahme
Stunden am Tag, 7 Tage die Wo- Straße brauchte einen Käufer, neue Stadt, der daran gelegen ist, die in den Dialog mit ihren Lesern. log mit den Lesern auch auf die- durch Politik und durch wirt-
che produzieren. Das neue Me- Standorte für Druckerei und Verlag Wirtschaft zu entwickeln, um für Und zwar ohne Filter und ohne sem Weg zu fördern. Dieses allein schaftliche Schwächung anderer
dienmotto „Alles, jederzeit, über- mussten gefunden werden. die Region Arbeitsplätze zu erhal- Sanktionen. Heutzutage ist eine ist schon ein wichtiges Argument Medien immer wieder unternom-
all“, nehmen wir mit der neuen ten und auszubauen. Offenheit gefragt, die manchmal für das neue Zuhause der Braun- men wird.
Organisation und mit der Archi- Ja, das ist richtig, es war ein ex- durchaus weh tut, wenn man die schweiger Zeitung.
tektur des Gebäudes wörtlich. trem komplexes Projekt, in dessen Wie bewerten Sie die Begegnung kritischen Leserkommentare zu Und wie weit wird das Unterneh-
Verlauf wir mit insgesamt 17 In- mit Jochen Staake? einzelnen Themen sieht. Wir Manche Zeitungshäuser machen men sein, wenn es den zehnten Ge-
Stellt sich der Verlag da einen vestoren verhandelt haben, allein scheuen diese Offenheit nicht, durch Krisen von sich reden. Wie burtstag des Verlagshauses feiert?
Prachtbau hin? Steigen deshalb über die Veräußerung des Grund- Ich hatte ja bereits erwähnt, dass weil wir daran glauben, dass dies geht es dem BZV Medienhaus?
jetzt die Abo- und Anzeigenpreise? stückes in der Hamburger Straße. wir mit 17 Investoren über das Ge- der Weg der Zukunft ist. In Zeiten In zehn Jahren wird das BZV Me-
Das Gesamtinvestitionsvolumen, samtprojekt verhandelt haben. von Twitter und Facebook sollte Wir leben in einer Zeit der konver- dienhaus genauso stark dastehen
Dieses würde wohl kaum in die für die drei Standorte inklusive Mit Jochen Staake haben wir ei- ein Medienunternehmen zu- genten Nutzung von Medien, das wie heute auch. Ich bin sicher,
heutige Zeit passen. Auf den der technischen Anlagen beträgt nen Unternehmer gefunden, dem kunftsorientiert mit der Thematik heißt, jüngere Menschen greifen dass die Metamorphose, in der wir
60 000 Quadratmetern des alten etwa 130 Millionen Euro. Braunschweig am Herzen liegt. Dialog umgehen. Unser Anzeigen- nicht mehr in gleichem Maße zu uns zurzeit befinden, erfolgreich
Verlagsgrundstückes an der Ham- Diese Summe ist ein wichtiges Der Entwurf des Gebäudes, die blatt neue Braunschweiger hat mit gedruckten Zeitungen, sondern abgeschlossen wird und dass die
burger Straße wurden die Kapazi- Signal in die Region. Zum Erhalt Architektur und die Zusammen- der Plattform Unser38 eine nutzen intensiver die digitalen Menschen in der Region weiterhin
täten und die Abläufe auf der Ba- und Ausbau von Arbeitsplätzen arbeit über die fünf Jahre sind ge- Grundlage geschaffen, damit Bür- Angebote. Insgesamt sind in das Vertrauen in ihre Zeitung oder
sis der 80er Jahre geplant. Durch und zur Schaffung neuen Wohn- prägt von einem großen gegensei- gerjournalismus auch in unserer Deutschland in den letzten drei auch in andere Produkte unseres
die Digitalisierung sind wir heut- raums in der Hamburger Straße, tigem Vertrauen und einer großen Region stattfinden kann und eine Jahren jedoch fast 5 Millionen jun- Hauses erhalten werden. Vor die-
zutage viel weniger raumgreifend. der für die Entwicklung des nörd- Konstruktivität. An dieser Stelle entsprechend große Verbreitung ge Leute zu den Zeitungen zurück- sem Hintergrund ist mir um die
Außerdem haben wir die Drucke- lichen Teils unserer Stadt von im- kann man Jochen Staake selbst, findet. Die Akzeptanz unserer gekehrt, die bis dahin gedruckte Zukunft nicht bange.Mittwoch, 22. Oktober 2014 + DAS NEUE BZV-MEDIENHAUS S03
Seriös und bürgernah
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil gratulierte zum Umzug – wir dokumentieren seine Rede in Auszügen.
Am 7. März 2013 haben viele von rinnen und Lesern suchen und hoch problematisch, dass die Post
uns beim Braunschweiger Zei- pflegen. Wenn Sie mir über unsere ihre Vormachtstellung am Markt
tungsverlag die Einweihung des Pressestelle einen Katalog von in dieser Weise nutzt und den Ver-
neuen Druckhauses gefeiert. (...) Leserfragen zuleiten, müssen wir lagen damit auch noch einen Teil
Heute feiern wir die Einweihung uns warm anziehen. Diese Fragen des Beilagengeschäfts kaputt
Ihres imposanten, aber keinesfalls sind oft direkter, unverblümter als macht.
protzigen Medienhauses. Es ist die der Journalistinnen und Jour- Ich verstehe, dass die Einfüh-
das führende Medienhaus in der nalisten und nicht selten auch eine rung des Mindestlohns die Verle-
Region Braunschweig, Wolfsburg Herausforderung. gerinnen und Verleger im Hinblick
und Salzgitter! Von hier aus wird Die Aktivitäten Ihres Medien- auf die Zeitungszusteller beunru-
die gesamte Region umfassend hauses sind breit gefächert: sie- higt. (...) So sehr ich es auch be-
und tagesaktuell über die wichti- ben große Kopftitel, mehrere An- grüße, dass es in Deutschland
gen Geschehnisse vor Ort, in Nie- zeigenblätter, diverse hochwertige künftig einen flächendeckenden
dersachsen, Deutschland und der Magazine. Sie sind im digitalen Mindestlohn geben wird, so sehr
Welt informiert. Segment aktiv, seit Februar 2012 bedauere ich, dass eine in Aus-
Seriös, intelligent, lesefreund- erscheinen alle sieben Lokalteile sicht genommene Ausgleichsrege-
lich, bürgernah – so die publizisti- der Braunschweiger Zeitung lung letztlich nicht Eingang in das
sche Zielsetzung der Medien des mehrfach täglich aktualisiert im Mindestlohngesetz gefunden hat.
BZV Medienhauses und nach Netz. Immerhin haben aber Zeitungs-
meinem Eindruck werden Sie die- Der Braunschweiger Zeitungs- verlage als einzige Branche eine
sem hohen Anspruch auch Tag für verlag ist damit ein besonders gu- Ausweitung der Inkrafttretensre-
Tag gerecht. In Ihren Blättern fin- tes Beispiel für die starke Stellung gelung im Mindestlohngesetz er-
de ich immer wieder spannende von Regionalblättern in Nieder- halten.
Artikel, kluge Sichtweisen, zum sachsen. Jeden Tag erscheinen Ministerpräsident Stephan Weil ging in seiner Rede auf den Wandel im Medienverhalten ein. Er betonte: „Das ist we- Regionale Zeitungen bleiben
Nachdenken anregende kritische hier knapp 60 Tageszeitungen und der das Ende der gedruckten Zeitung noch des Qualitätsjournalismus.“ Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de auch in Zukunft unverzichtbar. Sie
Anmerkungen und differenzierte rund 150 Lokalausgaben mit einer schaffen auf der Ebene von Städ-
Betrachtungen. Dafür bin ich Ih- Gesamtauflage von rund 1,4 Mil- Dafür gibt es einen sehr bedeutsa- mischung von Print und Online che Medienproduktion einsetzen ten und Landkreisen die Öffent-
nen dankbar, denn es ist längst lionen Exemplaren täglich. Zei- men Grund: Wir erleben derzeit wird weitergehen. (...) Vielleicht und das Urhebervertragsrecht lichkeit, die für unser demokrati-
nicht überall selbstverständlich, tungsberichterstattung über das nicht weniger als eine Kulturrevo- erleben wir bald online eine Re- weiterentwickeln. Wir müssen das sches Gemeinwesen so wichtig ist.
dass Zeitungen ihren Leserinnen Geschehen in der unmittelbaren lution. (...) Das Medienverhalten naissance der guten alten Abend- Bewusstsein (...) für den Wert von Deshalb bin ich sehr dankbar, wie
und Lesern die Komplexität von Umgebung der Menschen ist nach einer ganzen Generation hat zeitung. Qualitätsjournalismus im Inter- selbstbewusst und offen hier in
politischen Entscheidungen (...) wie vor unersetzlich. (...) sich sehr grundsätzlich verändert. Vor diesem Hintergrund kann net gemeinsam noch deutlich Braunschweig daran gearbeitet
stets interessant und differenziert Aber wir sind uns alle bewusst, (...) ich nur dazu ermutigen, den rich- stärken. wird, auch zukünftig gute journa-
nahe bringen. dass wir in ungemütlichen Zeiten Der Wandel im Medienverhal- tigen Weg der bezahlten Online- Die Zeitungsverlage sehen sich listische Inhalte über alle gängi-
Was mich besonders beein- für Redaktionen und Verlage le- ten kann nicht gestoppt werden, Nutzung weiter zu beschreiten. noch anderen Problemen ausge- gen Vertriebswege zu verbreiten.
druckt, allerdings mitunter auch ben. Seit Jahren kämpfen sie mit das ist aber weder das Ende der Wir werden uns über den Bundes- setzt: etwa der Verteilung von Ich bin zuversichtlich, dass Ihnen
besonders fordert, ist der intensi- einem Rückgang der Auflagen- gedruckten Zeitung noch des rat für gute und faire Rahmenbe- Werbeprospekten von Discoun- das auch in den nächsten Jahren
ve Kontakt, den Sie zu Ihren Lese- zahlen und der Werbeeinnahmen. Qualitätsjournalismus. Die Ver- dingungen für privatwirtschaftli- tern durch die Post. Ich finde es sehr erfolgreich gelingen wird.
Wie eine neue Welt.
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www.blsk.de/immobilienS04 DAS NEUE BZV- MEDIENHAUS Mittwoch, 22. Oktober 2014
Raum für Kreativität
Die Spitze der Funkemedien Gruppe, zu der auch unsere Zeitung gehört, gratuliert.
„Gute Regionalmedien gehören
mitten ins Leben. Sie müssen den
Puls der Menschen fühlen und
verstehen, was die Leser bewegt,
worüber sie etwas erfahren wollen,
was sie unterhält, wo sie Hand-
lungsbedarf sehen oder Rat und
Tat erwarten. Und das 24 Stunden
am Tag, sieben Tage in der Woche.
Relevanz erkennen und Relevanz Das Bild zeigt es: Das neue Medienhaus liegt mitten in der Stadt, im
herstellen, Wirklichkeit abbilden Hintergrund ist die Petrikirche zu sehen
und Wirklichkeit beeinflussen –
das gelingt nur im intensiven Dia-
log zwischen Journalisten und Le-
sern. Die Journalisten des BZV-
Medienhauses sind auf allen Ka-
nälen im ständigen Austausch mit
ihren Lesern, sei es über die Bür-
gerseiten, online oder im persönli-
chen Gespräch. Deshalb ist es nur
konsequent, dass die Bürgerzei-
tung jetzt auch räumlich ins Herz
der Stadt rückt. Wir freuen uns
sehr, dass unsere Braunschweiger
Kolleginnen und Kollegen nun ihr Manfred Braun, Thomas Ziegler, Michael Wüller, Vorsitzender des
neues Medienhaus in der Innen- Geschäftsführer der Funkemedien Geschäftsführer der Funkemedien Aufsichtsrates der Funkemedien
stadt beziehen. Gruppe Gruppe Gruppe Foto: Ralf Rottmann / WAZ Foto-Pool
,Erst bauen die Menschen Häu-
ser, dann formen die Häuser Men-
schen‘, hat der Theologe und Medienhauses die Menschen prä- geschnittene, menschenfreundli- alle, die zu seiner präzisen Pla-
praktische Philosoph Albert gen, die in ihm arbeiten. Und sie che Arbeitsräume, ein offener nung und Realisierung ihren Bei-
Schweizer einmal gesagt. Die Ar- wird sich positiv auf die Medien Eingangsbereich und nicht zuletzt trag geleistet haben, allen voran
chitektur des neuen Pressehauses auswirken, die hier entstehen. Das der großzügige Konferenzbereich Harald Wahls, Armin Maus und
mit seinen abgerundeten Ecken neue Haus gibt viel Raum für werden dieses Haus nicht nur zu ihren Teams!“
strahlt Offenheit, Klarheit, Dyna- Kommunikation, Kreativität, einem beliebten Arbeitsplatz,
mik, Kraft und Eigenständigkeit Kultur. Das ist der Humus, von sondern auch zu einem wichtigen Manfred Braun, Thomas Ziegler
aus. Das sind genau die Eigen- dem eine Gesellschaft lebt und auf Zentrum der Bürger Braun- und Michael Wüller,
schaften, die auch gute Regional- dem guter Journalismus gedeiht. schweigs machen. Geschäftsführer und
medien charakterisieren. Zweifel- Ein zeitgemäßes Haus für einen Herzliche Glückwünsche zum Aufsichtsratsvorsitzender der Die geschwungene Fassade sorgt dafür, dass das große Gebäude den-
los wird die Architektur des neuen zeitgemäßen Journalismus. Klug neuen Medienhaus und Dank an Funke Medienguppe noch gefällig wirkt. Fotos: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de
BEEINDRUCKEND ECHT
mische
Eine dynam
Region braucht eine
ambitionierte Zeitung
Die tägliche Arbeit der Braunschweiger
Zeitung ist für unsere Stadt von zentraler
Bedeutung, sie bietet eine wichtige
Plattform zum Dialog der Bürgerinnen
und Bürger untereinander sowie mit
Verwaltung und Politik. Mit dem Umzug
in die Innenstadt und der damit einher-
gehenden Entfaltung von Modernität,
Offenheit und Zukunftsorientierung wird
dieser Dialog sicherlich weiter beflügelt
und gestärkt.
Darüber freuen wir uns sehr und
wünschen der Redaktion und dem Ver-
lag mit seinen Tochtergesellschaften
alles Gute im schönen neuen Verlags-
haus mitten in Braunschweig!
Echt beeindruckend! DRUCKZENTRUM
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die auch auf den zweiten Blick das halten, was der erste Eindruck verspricht.Mittwoch, 22. Oktober 2014 + DAS NEUE BZV-MEDIENHAUS S05
Segenswünsche von Juden, Christen und Muslimen
Die „Sprücheklopfer“ des 21. Jahrhunderts sprachen von der schwierigen Suche nach der Wahrheit und der Macht der Worte.
Ein Höhepunkt der Eröffnungs- gen: Wer will was wissen?, und im-
feier des neuen BZV-Medienhau- mer den Menschen im Blick ha-
ses waren die interreligiösen Se- ben. Keinen Tag soll es geben, an
genswünsche. Der ehemalige dem Sie sagen müssen: Niemand
Braunschweiger Domprediger ist da, der uns hört. Keinen Tag
Joachim Hempel leitete sie mit soll es geben, an dem Sie sagen
folgenden Worten ein: müssen: Niemand ist da, der uns
liest. Keinen Tag soll es geben, an
„Das waren noch Zeiten, als dem Sie sagen müssen: Niemand
Sprücheklopfer auch an der Lan- ist da, der uns hilft. Keinen Tag
gen Straße zwischen Andreas, Pe- soll es geben, an dem Sie sagen
tri und der Franziskaner-Kloster- müssen: Wir halten es nicht mehr
kirche gut zu tun hatten: Kein aus. So segne Sie der barmherzige
Fachwerkhaus ohne Sinnspruch Allah.“
und Segenswort über Tür und Tor:
ehrbares Handwerk! Dompredigerin Cornelia Götz, Evan-
Diese Form der Sprücheklopfer gelisch-Lutherische Landeskirche
ist ausgestorben. Aber wer zu- Braunschweig:
rückkehrt von der Peripherie in „Ein Haus zu segnen, ist nicht
die Mitte der alten Stadt, der hat protestantisch. Aber den Men-
Anspruch auf einen Glück- und schen, die hier ein- und ausgehen,
Segenswunsch fürs Haus und für arbeiten, denken, Meinungen bil-
alle, die dort ein- und ausgehen. Die Segenssprecher (von links): der ehemalige Domprediger Joachim Hempel, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Braunschweig, Renate Wagner-Red- den und Urteilsfindung begleiten,
Und dieser Segenswunsch kommt ding, der katholische Propst Reinhard Heine, der Vorsitzende des Rats der Muslime in Braunschweig, Hayri Aydin, und Dompredigerin Cornelia Götz. Gottes Segen für ihr Tun und Las-
von Juden, Christen und Musli- Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de sen zu wünschen, sehr wohl. Ich
men gemeinsam, je in eigener Art, tue das gern und auch im Namen
aber doch wohl erstmalig für ein Wohlgefallen an. Wir beten, dass „Durch Weisheit wird ein Haus In seinem Geist versuchen wir, un- Um all das bitten wir dich durch der Braunschweiger Pröpstin.
Presse- und Medienzentrum in du deine Liebe niemals von ihnen gebaut, durch Verstand wird es er- sere Welt menschlicher zu ma- Christus, unseren Herrn. Amen.“ So möge, was hier geschieht
Deutschland eben gemeinsam da- abwendest, dass dein Friedens- halten. Durch Klugheit werden die chen. Wir wollen mithelfen, dass und von hier ausgeht, der Stadt
her: Segenssprücheklopfer des bund niemals gebrochen wird. Kammern gefüllt mit allerlei wert- Menschen aller Völker und Spra- Hayri Aydin, Vorsitzender des Rats Braunschweig Bestes suchen, dem
21. Jahrhunderts mitten in unserer Gib, dass alle, die hier arbeiten, vollen, köstlichen Gütern“ (Spr. chen in Frieden und Gerechtigkeit der Muslime in Braunschweig: Frieden dienen und für die Zu-
geliebten Stadt!“ dies zusammen in Harmonie und 24,3-4).“ miteinander leben können. „Ich kenne Ihre Zeitung als stetig, kunft förderlich sein. Möge es ge-
zum Wohle unserer Stadt tun. Er In einem neuen Medienhaus ha- verlässlich und aktuell, sie ist of- lingen, bei der Wahrheit zu blei-
Renate Wagner-Redding, Vorsitzen- möge allen Mitarbeitern bei ihrer Propst Reinhard Heine, katholische ben wir uns versammelt. Segne fen, klar und verständlich, sie ben und unserem Nächsten zu die-
de der Jüdischen Gemeinde Braun- schwierigen Suche nach der Kirche in Braunschweig: dieses Haus. Erfülle die Men- macht neugierig, schlau und auf- nen, wer immer es ist. Und möge in
schweig, in Vertretung für Landes- Wahrheit beistehen, auf dass sie „Du Gott der Christen, in dir fin- schen, die in ihm ein- und ausge- merksam, sie bringt Fakten und allen Herausforderungen und
rabbiner Jonah Sievers: niemals das Gebot „Du sollst den Menschen Antworten auf Fra- hen, mit dem Geist der Wahrheit Meinungen, spannende Geschich- Schwierigkeiten nicht vergessen
„Herr der Welt: Nimm das Gebet nicht als Verleumder in deinem gen und Sehnsüchte ihres Lebens. und der Liebe. Lass dieses Haus ten und sympathische, herausra- werden, dass Gott uns nicht einen
all derjenigen, die sich heute hier Volke umhergehen“ (Lev 19,16) In Christus sehen wir dich als das ein Ort eines respektvollen und gende, originelle Zeitgenossen. Geist der Verzagtheit gegeben hat,
versammelt haben, um dieses überschreiten und die Macht ihrer Wort, das zu uns von Liebe und wertschätzenden Umgangs mitei- Ich wünsche Ihnen, dass Sie sondern einen Geist der Kraft, der
neue Gebäude einzuweihen, mit Worte immer weise abwägen: von einem Leben in Fülle spricht. nander sein. auch zukünftig immer zuerst fra- Liebe und der Besonnenheit.“
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Wir wünschen der Braunschweiger Zeitung zum Einzug
in das neue Verlagsgebäude viel Erfolg und freuen uns
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Das Publikum während der Eröffnung des neuen Medienhauses. Der Konfe- Bauherr Jochen Staake hält die druckfrische Beilage zur Eröffnungsfeier in Rainer Ottinger, Architekt des neuen Gebäudes an der Langen Straße, mit
renzsaal soll auch künftig ein Ort der Begegnung sein. Foto: Kleinschmidt/BestPixels.de der Hand, Chefredakteur Armin Maus blickt ihm über die Schulter. Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel. Fotos (2): Peter Sierigk
„Eine Stimme für die Region“
Geschäftsführer Harald Wahls und Oberbürgermeister Ulrich Markurth heben in ihren Reden den Dialog mit den Bürgern hervor.
Von Katrin Teschner der hellen, modernen und hoch-
wertigen Architektur hervorra-
Wer den Schritt in die Zukunft gend in die Umgebung ein.
macht, muss manchmal auch zu- Er erhofft sich dadurch auch
rückgehen. Harald Wahls, Ge- Impulse für die westliche Innen-
schäftsführer des BZV Medien- stadt, eine weitere Belebung des
hauses, geht in seiner Rede zur Quartiers. Gleichzeitig sieht auch
Eröffnung des neuen Verlagsge- er das Haus als einen Ort der Be-
bäudes zurück – bis in die Zeit gegnung, des Austauschs und der
Vergils, in die Zeit zwischen 70 Offenheit. „Sie sind in die City, ins
und 19 vor Christus, als der latei- Herz der Stadt zurückgekehrt und
nische Dichter einen Satz prägte: hier gehören die Journalisten auch
„Rerum Cognoscere Causas“; den hin – aber auch die Verantwortli-
Dingen auf den Grund gehen – ein chen, die verlegerisch steuern,
Motto, das die Aufgabe der Tages- was von der Braunschweiger Zei-
zeitungen treffend beschreibt. „Es tung ausgeht.“ Hier, an der Lan-
ist uns eine besondere Verpflich- gen Straße, werden Information
tung, wahrhaftig und transparent und Kommunikation mit und für
Dinge zu durchleuchten, auch die Stadt eine entscheidende Rol-
wenn es manchem manchmal le spielen.
nicht so angenehm ist“, sagt „Regionale Zeitungen sind in
Wahls. Deutschland Garanten für Mei-
Rund 500 Gäste sind zur Ein- nungsvielfalt und kritischen Jour-
weihungsfeier in das BZV-Me- Oberbürgermeister Ulrich Markurth erhofft sich von dem Umzug auch Impul- Fünf Jahre Arbeit haben sich gelohnt: BZV Medienhaus-Geschäftsführer Ha- nalismus vor Ort“, sagt Markurth.
dienhaus an der Langen Straße se für die westliche Innenstadt und eine Belebung des Quartiers. Foto: Peter Sierigk rald Wahls freut sich über den Umzug in die Stadt. Foto: Florian Kleinschmidt Sie sollten verständlich sein, zu-
gekommen; sie sind über den roten gänglich, Plattformen des Aus-
Teppich in den Eingang des Ge- Region zurück bis ins Jahr 1609, über die Zeitung oder über das In- – der Zeitung liege es jedoch fern, „charaktervollen Bau für eine cha- tausches. Gleichzeitig räumt der
bäudes gegangen, vorbei am Emp- als in Wolfenbüttel zum ersten ternet, sondern auch im persönli- die für die gesamte Region bedeu- rakterstarke Stadt“ bekommen. Oberbürgermeister ein, dass das
fang und den transparenten Fas- Mal das Blatt Aviso erschien. Er chen Kontakt“, hebt Wahls her- tende Kirche zu verstellen. „Aber „Offene Fassade, Transparenz Verhältnis zwischen Journalisten
sade, fast alle loben den moder- erinnerte auch daran, dass Dru- vor. Das neue Gebäude sei Aus- diese Stadt verträgt und sie in vielen Dimensionen – so stellen und Politiker nicht immer einfach
nen, hellen Bau, die Offenheit und ckerei und Verlag der Zeitung viele druck dieses Konzepts, denn die braucht eine Architektur, die sich wir uns unser Medienhaus der Zu- ist. Er spricht von einem natürli-
Transparenz. Sie erleben, wie die Jahre im Zentrum der Stadt resi- Transparenz der Architektur und nicht wegduckt, die offen gestaltet kunft vor“, sagt Wahls. Von hier chen Spannungsfeld, andererseits
Zeitung den Schritt in die Zukunft dierten, am Hutfiltern, bevor sie die Möglichkeiten, Großveran- ist und ein positives Profil zeigt.“ aus werden die Menschen mit In- aber auch von einer Art Symbiose.
vollzieht. Zum ersten Mal füllt 1981 an die Hamburger Straße zo- staltungen für die Leser im Haus Ebenso hätten böse Zungen be- formationen, Wissen, Service und „Ohne die Medien würde der poli-
sich das neue Konferenzcenter im gen – und schlug gleich den Bogen durchzuführen, seien die Voraus- hauptet, die Zeitung gehe mit dem Unterhaltung versorgt, analog wie tische Prozess leer laufen, ohne
Erdgeschoss mit Leben. von der Vergangenheit in die Ge- setzung, mit den Menschen noch Umzug weg vom Eintracht-Stadi- digital, 24 Stunden am Tag, 7 Ta- die Tageszeitung gerade auch die
Wahls erinnert in seiner Rede genwart und in die Zukunft: Am stärker ins Gespräch zu kommen. on, stärker auf Distanz zu Ein- ge die Woche – nach dem Motto: Kommunalpolitik, die Politik di-
an die langwährende Tradition neuen Standort in der Langen Er ging auch auf Kritik ein, die tracht. „Doch ich kann sie beruhi- Alles. Jederzeit. Überall.“ Das rekt vor der Haustür.“ Politik und
des Zeitungsmachens in unserer Straße sind Verlag und Redaktion es im Vorfeld des Baus in der Stadt gen, wir stehen zu Eintracht und Gebäude sei aber auch ein Haus Verwaltung hätten ein großes In-
Region. „Rerum Cognoscere Cau- nun wieder im Herzen der Stadt. gegeben hat. So hätten einzelne wir freuen uns, dass sie hoffentlich der Leser, ein Ort der Kultur, der teresse daran, Aktivitäten und
sas – den Dingen auf den Grund „Der Dialog mit den Menschen in Stimmen bemängelt, dass das bald wieder in der höchsten Spiel- Begegnung und Kommunikation – Planungen plausibel darzustellen
gehen“ – die medialen Wurzeln der Region steht für uns im Vor- Medienhaus zu hoch sei und man klasse spielen werden“, versichert deshalb werde es zahlreiche Ver- und die Bürger daran zu beteili-
dieses Mottos reichten in unserer dergrund und dieses nicht nur den Dom nicht mehr sehen könne Wahls und fügt mit einem Augen- anstaltungen im neuen Verlagsge- gen. Daher seien unabhängige
zwinkern hinzu: „Wenn nicht in bäude geben. Medien als Plattform für die Mei-
der kommenden Saison, dann in Auch Braunschweigs Oberbür- nungsbildung unverzichtbar und
der darauffolgenden oder der da- germeister Ulrich Markurth spielten eine elementare Rolle in
Raumakustik mit thermischem Akustikmodul TAM
rauf folgenden ...“ Das Publikum spricht von einem Aufbruch und der Demokratie – als Vermittler,
in Verbindung mit Free-Cooling • Bauteilaktivierung • Betonkerntemperierung
die wahre Lösung! lacht. hebt in seinen Grußworten die Meinungsbildner und kritische
Letztlich hatte der Umzug der Stärke der Lokal- und Regional- Instanz, als Mitgestalter der De-
Wir wünschen der Braunschweiger Zeitung viel Erfolg und Freude in Ihren neuen Räumlichkeiten Braunschweiger Zeitung Wahls zeitung hervor: die Nähe zum Le- mokratie.
und danken allen Baubeteiligten für die gute Zusammenarbeit!
zufolge nur Vorteile: Er löste nicht ser, den Beitrag zu einem Gemein- „Guter Journalismus wird sich
A nur eine Investition von insgesamt schafts- und Heimatgefühl, was immer durchsetzen“, ist Markurth
k
u mehr als 130 Millionen Euro aus, sich als regionale Identität zeigt. überzeugt. „Hingegen glaube ich
s sondern eröffnete auch eine neue Markurth zufolge setzt das Ge- nicht, dass derjenige eine Zukunft
t
i Perspektive für die Entwicklung bäude sowohl städtebaulich als hat, der meint, bei dieser Arbeit
k der Brauschweiger Nordstadt. auch von der Funktion her einen auf Dauer und Qualität verzichten
D Und die Innenstadt habe einen gelungenen Akzent, fügt sich mit zu können.“
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Fotos: Stadthaus Petri, Braunschweiger Zeitung, B. King, Dörth Fotos: Neue Rabenstraße, Hamburg, Rainer Rehfeld, Düsseldorf
Hauptstraße 12 • D – 56281 Dörth
Telefon: +49 (0) 67 47-9 52 39 51
E-Mail: kontakt@bking-consulting.deMittwoch, 22. Oktober 2014 DAS NEUE BZV-MEDIENHAUS S07
„Wir hatten schon geübt“
Bauherr Jochen Staake erinnert sich an Herausforderungen und verrät, was ihn freut.
Ausgrabungen, ein vermeintlicher was Sie wollten. Vieles ist sehr in- Blicken Sie doch noch einmal zu- Standorte. Das hatte ich schon bei
Bombenfund und ein Gebäude aus dividuell angepasst worden, im- rück. Was war bei diesem Projekt Einkaufsmärkten, die ich selber
Naturstein: Bauherr Jochen Staa- mer nach Ihrem Wunsch, selbst die größte Herausforderung? betrieben habe. Und ich diskutie-
ke blickte im Gespräch mit Armin wenn es um Fenster- oder Türgrif- re mit meinen Mitarbeitern – das
Maus und Thomas Roth auf die fe ging. Da gab es verschiedene Dinge. ist mir wichtig. Wobei wir hier
Entstehung des BZV-Medienhau- Kaum hatten wir gekauft, standen einmal anders geplant hatten.
ses zurück. Was wird unseren Lesern auffallen, schon die Archäologen auf der
etwa im Konferenzbereich ganz un- Schwelle und die Ausgrabungen Also gab es Änderungen.
Sie haben schon vor Jahren das ten? haben etwa ein Jahr gedauert.
Grundstück an der Langen Straße Ja, vor vier Jahren hatten wir Ent-
gekauft, nun steht hier das Stadt- Da gibt es viele Kleinigkeiten: Und was ist gefunden worden? würfe anfertigen lassen und über
haus Petri, in das das BZV Medien- Lassen Sie etwa, wenn Sie ins Ge- verschiedene Nutzungen geredet.
haus einzieht. Wenn Sie jetzt zu- bäude gehen, einmal die Ruhe auf (Lacht) Ein zerbrochener Krug. Es waren ein Lebensmittelmarkt
rückblicken, was bewegt Sie da? sich wirken. Dazu tragen viele Und natürlich ein Stück der und eine Spielbank im Gespräch.
Elemente bei. Es herrscht eine Stadtmauer. Dann kam ich aber mit Ihrem Ge-
Vor vier Jahren war ich im Bauamt sehr angenehme Atmosphäre, et- schäftsführer Harald Wahls zu-
und dort sagte man mir beim Blick wa durch den Parkettboden und Es gab aber noch mehr Besonder- sammen. Und nun freuen wir uns,
auf die Pläne: Herr Staake, das das Holz. Das prägt aus meiner heiten, oder? dass die Braunschweiger Zeitung
könnte das Tor zur Innenstadt Sicht gerade diesen Bereich. wieder in der Stadtmitte ist.
werden. Daran denke ich immer Ja, beim Erstellen der Baugrube
wieder einmal – und es freut mich. Das Stadthaus ist ein großes Ge- stand plötzlich alles unter Wasser. Sie haben das Grundstück unseres
Wenn ich jetzt ums Gebäude gehe bäude mit sechs Geschossen. Was Dann hieß es: Hier liegt eine Bom- Verlags an der Hamburger Straße
und den Naturstein sehe, geht es ist über den vier Stockwerken für be. Ich kann mich noch gut an den gekauft. Hier sollten ein Lebens-
mir genauso. Wobei wir schon ein- unseren Verlag? Tag erinnern, als der Taucher mittelmarkt und Wohnungen ent- Die Freude ist dem Bauherrn anzusehen: Jochen Staake vor dem neuen BZV-
mal geübt hatten: Wir haben ja nach oben kam und einen Blitzab- stehen. Medienhaus. Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de
das Gebäude für die Wiederauf- Darüber sind 19 Wohnungen ent- leiter in der Hand hielt. Dann sag-
bau in der Güldenstraße ähnlich standen. Das Interesse daran war te er: Sonst ist nichts mehr unten. Das ist auch so geblieben. Wobei 300 Wohnungen. Zum Mittelweg Können Sie schon verraten, wer das
erstellt. groß, alle sind verkauft. Was für eine Erleichterung – sonst wir am liebsten die 30 000 Qua- hin werden dabei Studentenwoh- ist?
hätten 1200 Menschen evakuiert dratmeter für Wohnungen kom- nungen entstehen.
Wiederaufbau, Volkswagen, Edeka Ist es eine besondere Herausforde- werden müssen. plett verkaufen würden. Es gibt Nur so viel: Es geht um eine Bun-
– Sie haben schon für viele Unter- rung, ein Gebäude mit einem sol- hier zwei Interessenten. Und der Supermarkt? desbehörde. Wir stecken aber
nehmen gebaut. Was war nun das chen Mix aus Büroräumen und Was hatte Ihnen eigentlich das Ver- noch in den Verhandlungen
Besondere an der Zusammenarbeit Wohnungen zu erstellen? trauen gegeben, an diesem Ort zu Auch wenn Sie nicht selbst bauen Der wird mit 5000 Quadratme-
mit unserem Verlag? kaufen und zu bauen? werden, wie viele Wohnungen tern Bruttogeschossfläche dort Das Gebäude bleibt also stehen?
Eigentlich nicht. Man muss alles könnten entstehen? gebaut, wo früher Ihre Druckerei
Es war auf jeden Fall besonders, trennen, eigene Wege, eigene Auf- Da verweise ich auf Leute, die war. Und dann bleiben die Büroge- Ja, das wird es. Allerdings werden
dass wir in sehr engem Kontakt züge planen. Dann funktioniert mich kennen. Die sagen: Der Das hängt von der Bauart ab. bäude stehen. Hier gibt es auch wir an einigen Stellen renovieren
standen und Sie genau wussten, das relativ gut. Staake hat eine Nase für solche Aber sicherlich werden es 200 bis einen Interessenten. müssen, etwa Fenster tauschen.
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Ein starker Akzent für die Stadt
Oberbürgermeister Markurth und Städtebau-Professor Ackers sehen im neuen Medienhaus einen Gewinn für das Stadtbild.
Von Jörg Fiene Stadt, so Markurth, verspreche
sich von dem Gebäude einen Im-
Braunschweig. Es wird sicher Kri- puls für die westliche Innenstadt.
tik geben, sagt Walter Ackers. „Zu Erste Effekte sind sichtbar oder
hoch, zu lang, zu breit.“ Einschät- schon in Greifweite. Fußgänger
zungen wie diese werden fallen profitieren bereits jetzt von der
über das neue Pressehaus im Her- Umgestaltung und Aufwertung
zen der Stadt, prophezeit der re- der Einmündung Hintern Brü-
nommierte Städtebau-Professor. dern/Gördelinger Straße. Im
Und er macht keinen Hehl daraus: Walter Ackers. Ulrich Markurth. nächsten Jahr wird die Straße
Als er die Pläne dereinst das erste Archivfoto: privat Archivfoto: Ammerpohl Hintern Brüdern zwischen Schüt-
Mal in den Händen hielt, hatte zenstraße und Meinhardshof für
auch er Bedenken. Wie werden Oberbürgermeister Ulrich Mar- mehr als 300 000 Euro erneuert.
sich die sechs Büro- und Wohnge- kurth teilt die Einschätzungen des Es wird mehr Platz geben für Fuß-
schosse vertragen vor allem mit Fachmannes: „In der Planungs- gänger und Radler.
der Brüdern-Kirche schräg ge- phase waren manche skeptisch, Für den Oberbürgermeister hat
genüber? der Bau könnte für das Umfeld zu das neue Gebäude das Zeug dazu,
Ackers hat es damals nicht laut voluminös sein, erschlagend wir- den rund um den Friedrich-Wil-
gesagt – und er ist sich heute ken. Nun, da er fertig ist, ist ei- helm-Platz entfachten Entwick-
selbst am wenigsten böse deswe- gentlich die größte und erfreu- lungsschub weiter in diesen Teil
gen. Die Pläne sind Stein, Glas Das neue Medienhaus setzt selbstbewusst einen städtebaulichen Akzent in der Innenstadt und fügt sich dennoch in lichste Überraschung, wie gut sich der Stadt zu tragen. „Für das
und Beton geworden und Ackers die Nachbarschaft ein. Luftbild: Heitefuß / Pilot: Starke das Gebäude in die Umgebung Quartier wird es wichtig sein, dass
leise Zweifel sind zerstreut. „Der einfügt, wie es einen klaren die bestehenden Ankerpunkte wie
Raum wird angemessen gefasst und Stadtplanung diskutiert wird. bilde das neue Medienhaus einen Freilich sieht einer wie Ackers städtebaulichen Akzent zur Lan- C1 und Media Markt stark bleiben
und durch die Rückstaffelung der „Der Neubau präsentiert sich al- starken Akzent, den man im mit kritischem Blick auch immer gen Straße setzt, ohne das Umfeld und der Welfenhof – zum Beispiel
Obergeschosse nicht erdrückt. Als lein durch seine Größe und Lage städtebaulichen Durcheinander Potenzial, es noch besser zu ma- Hintern Brüdern zu stark zu do- mit einem neuen Hotel – wieder
Städtebauer freue ich mich über sehr selbstbewusst. Seine Run- des Radeklint vermisse. chen. Für städtebaulich noch minieren“, sagt Markurth. seine Anziehungskraft entfaltet“,
diese Formung der Räume“, sagt dungen und fließenden, horizon- Ackers spricht von einem weite- nicht gelöst hält er die Frage, wie Unter seinem Vorgänger Gert sagt Markurth. Dem neuen Me-
er zum Zusammen- und gestalte- talen Fenster- und Brüstungsbän- ren Stadtbaustein, der eine entlang der gesamten Straße Hin- Hoffmann hatten Stadtverwal- dienhaus traut er dabei zu, auch
rischen Gegenspiel von Medien- der machen ihn unabhängig vom Kriegslücke schließe, der Langen tern Brüdern Zufahrten angeord- tung und Rat die planungsrechtli- ohne Einzelhandelsschwerpunkt
haus und Kirchenbau. Umfeld. Er gibt der Langen Straße Straße ein Gesicht gebe, Stadt- net und eingefriedet sind. Aber chen Grundlagen für das Projekt zu sein, mit Veranstaltungen und
Sein Wort hat Gewicht wie das großstädtische Atmosphäre“, ur- räume repariere und Öffentlich- auch hier will er nicht vorschnell geschaffen – auch in der Erwar- Aktionen Öffentlichkeit anzuzie-
keines anderen, wenn in dieser teilt Ackers. Mit dem Kino auf der keit in das Nordende der Altstadt urteilen, Fertigstellung und Ge- tung, dass der Neubau in die hen und „eine weitere Belebung
Stadt über Räume, Raumnutzung gegenüberliegenden Straßenseite transportiere. brauch abwarten. Nachbarschaft ausstrahlt. Die des Quartiers“ anzustoßen.
„Es gibt einen Anlaufpunkt für alle Kunden“
Wie muss das ideale Gebäude für ein Medienunternehmen aussehen? Ole Kretschmer beriet unseren Verlag nicht nur in dieser Frage.
Seit 2009 hat die Firma Dabei bearbeiten wir diejenigen dienunternehmen sind stärker im Ist die Arbeit für ein Medienunter- auch die Geschäftsstelle zu inte-
„M.O.O.CON“ unseren Verlag be- Aufgaben, die ein Unternehmen Wandel als andere – damit ändern nehmen eine besondere oder ist grieren, eine Herausforderung.
gleitet, von der Entscheidung zur als Bauherr wahrnehmen muss, sich auch die Anforderungen an das Medienhaus am Ende dann Strategisch ist das sicher die rich-
Aufgabe des alten Standortes damit es seine Ziele erreicht. Wir ein Gebäude und seinen Ort sehr doch ein Bürogebäude wie jedes tige Entscheidung, selbst wenn es
über die Planung des neuen Ge- wollen Unternehmen verstehen dynamisch. Bei der Suche nach andere? bis zur Eröffnung noch etwas dau-
bäudes bis zum Umzug. Der Pro- und entwickeln dann die optimale der bestmöglichen Lösung für Ihr ert. Es gibt dann hier für alle Kun-
jektverantwortliche Ole Kretsch- Objekt- und Servicestrategie. Unternehmen sprach schnell vie- Das sicher nicht. Es gibt hier Be- den einen zentralen Anlaufpunkt
mer verriet im Gespräch mit Re- les für einen Umzug. Auch aus sonderheiten, die auffallen. Etwa zu ihrer Zeitung.
dakteur Thomas Roth, worauf Wann sind Sie an Bord gekommen wirtschaftlicher Sicht ergab ein der zentrale Redaktionsbereich
sich Leser, Anzeigenkunden und und was waren die ersten Schritte? Standortwechsel Sinn. als Herzstück, aber natürlich auch Und auf was dürfen sich die Mitar-
Mitarbeiter nun freuen können. „Die Nähe zum Leser der große Konferenzbereich. Die- beiter am meisten freuen?
Das war erfreulich früh, ich denke war entscheidend.“ Und was hat für den Standort an se Bündelung unterschiedlicher
Sind Sie Planer, Gebäudeentwickler 2009 zu ersten Gesprächen. Zu- der Langen Straße gesprochen? Bedarfe ist sehr speziell. Veran- Ich glaube, der Standort ist das
oder ganz einfach Helfer für alles? nächst haben wir viele Fragen ge- Ole Kretschmer zu den Vorteilen des staltungen sind dann wieder die eine. Mitten in der Stadt zu sein,
stellt: Was tun Sie genau? Welche neuen Standortes Zum einen war es das Ziel, präsen- Schnittstelle zum Leser – das ist ist schon besonders. Aber das
Wir verstehen uns als strategische Wertvorstellungen haben Sie? ter zu werden und stärker ins eine schöne Sache. Haus bietet auch so viele neue
Unternehmungsberatung und sind Wie arbeiten Sie als Organisati- Wie schnell fiel der Entschluss zum Stadtzentrum zu rücken. Und in Möglichkeiten, es gibt nicht mehr
darauf spezialisiert, Firmen bei on? Wie soll sich das Unterneh- Umzug und gegen einen Umbau? Braunschweig ist es eng für ein Und was spricht Leser und Kunden diese Kleinteiligkeit.
der Entwicklung ihrer Arbeitswel- men entwickeln? Zunächst war ja Unternehmen dieser Größe. In der sonst noch besonders an? Damit ist vernetztes Arbeiten
ten und ihrer Gebäude einschließ- noch gar nicht klar, wohin die Rei- Das war dann relativ zügig klar. Innenstadt gab es somit nur noch besser möglich – mit allen He-
lich Betrieb zu unterstützen. Es se geht. Wir mussten die Identität Der Neubau der Druckerei an ei- eine Handvoll Grundstücke, die in Der neu geschaffene Eingangsbe- rausforderungen und Anregungen,
geht aber neben der Strategie Ihres Verlags erkennen, um seine nem anderen Standort hat diese Frage kamen. Die Nähe zum Leser reich ist einfach einladend. Und die solch ein vermehrter Aus-
auch um die konkrete Umsetzung. Welt richtig gestalten zu können. Möglichkeit geschaffen. Und Me- war dann entscheidend. für uns war die Entscheidung, tausch bietet.
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Das Tor zur
Innenstadt an der
alten Stadtmauer
Das BZV-Medienhaus fügt sich harmonisch in die teils uralte
Bebauung zwischen Petri- und Brüdernkirche ein.
Von Norbert Jonscher Neustadt) mit Altstadtrathaus,
„Form, Volumen, Altstadtmarkt und Martinikirche,
Braunschweig. Die Bauplane ist Architektonik – aus denen 1671, nach welfischer
weg, hinter ihr zeigt sich nun ein es ist alles 1:1 so Inbesitznahme, das heutige
weiterer Hingucker in einer sich geworden, wie wir Braunschweig entstand. Hier ver-
architektonisch nach und nach lief früher ein Teil der alten Stadt-
neu erfindenden Braunschweiger es uns vorgestellt haben.“ mauer.
Innenstadt. Das neue BZV-Me- Rainer Ottinger, Architekt, entwarf das Die obligatorischen Grabungen
dienhaus präsentiert sich – im neue BZV-Medienhaus. vor Baubeginn brachten seinerzeit
baulichen Ensemble zwischen Licht ins 11. und 12. Jahrhundert.
Brüdernkirche und Petrikirche – ke an dieser Stelle als logisch Archäologen wussten bisher wenig
wie ein Tor zur nordwestlichen In- empfundene Ergänzung, die inne- über dieses frühe Zeitalter der
nenstadt, unübersehbar für Tau- re Kraft erahnen lässt, ohne sie Stadtgeschichte, die offiziell 1031
sende von Menschen, wenn sie zeigen zu wollen. Auch Rainer Ot- beginnt.
Braunschweig besuchen. tinger ist zufrieden mit der Optik. Wo genau verlief einst die Gren-
Das Gebäude selbst – ein bauli- „Form, Volumen, Architektonik – ze zwischen Altstadt im Süden
cher Imperativ, der einerseits Sig- es ist alles 1:1 so geworden, wie wir und Neustadt im Norden? Ein
nalwirkung ausstrahlt, sich aber es uns vorgestellt haben.“ Graben auf dem Gelände der frü-
doch zurücknimmt durch seinen Der Standort – eine Reminis- heren Öffentlichen Bücherei, et-
geschliffenen Baukörper, sich har- zenz an die Allgegenwärtigkeit des was südlich der Langen Straße,
monisch einpasst in das seit Jahr- gedruckten Wortes, des Lesens, zeigte es: Hier verlief die nördli-
hunderten vorgegebene Ist zwi- sich Weiterbildens an dieser Stel- che Grenze. Nur wenige Meter
schen Petri- und Brüdernkirche. le. Hintern Brüdern – jahrzehnte- südlich wurden die Reste der ehe-
Architekt Rainer Ottinger hat lang Treffpunkt von Braun- maligen Stadtbefestigung gefun- Das BZV-Medienhaus – ein Tor zur Innenstadt. Das fünf Stockwerke hohe Gebäude hat eine Natursteinfassade mit
ihn behutsam entworfen, ihn in schweigs Leseratten. Hier stand den: die Fundamente einer wall- großer Fensterfront. Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de
Bestehendes so nahtlos integriert, das Gebäude der Öffentlichen Bü- artigen Aufschüttung mit dem Po-
dass man unwillkürlich meint, cherei, befand sich seit 1928 die dest eines Befestigungsturms.
hier habe nie etwas anderes ge- Lesehalle, im „Haus der geistigen Zwischen Wall und Graben wur-
standen oder stehen können als so Arbeit“, das von Herman Flesche den außerdem Kellerreste aus
ein Pressehaus. entworfen wurde. Gegenüber: das dem 13. Jahrhundert gefunden.
Fünf Stockwerke hoch, kommt im 13. Jahrhundert gebaute Fran- Wie war dieser Ort seinerzeit be-
das Gebäude wohltuend unauffäl- ziskanerkloster mit seiner be- baut? Darüber weiß man heute
lig daher, das neue Medienhaus, rühmten Bibliothek. Und dann nichts. Die ältesten Pläne stam-
mit sanften, mediterran wirken- wurde hier noch, seit 1876, über men aus dem 18. Jahrhundert. Ex-
den Farben und Formen. Selbst- Schulbüchern „gebüffelt“, in der perten gehen jedoch davon aus,
bewusstsein, Dynamik, Kraft und Hoffmann-von-Fallersleben- dass hier am Nordrand der Alt-
Eigenständigkeit soll es ausstrah- Schule, genau gegenüber der Brü- stadt die Oberschicht wohnte.
len, so Ottinger, der „geistige Va- dernkirche. Das alles war einmal. Nun leisten dort Journalisten in
ter“ des Gebäudes. Ohne An- Nun steht hier das Pressehaus. ihren Büros ihren Beitrag, um die
spruch auf bauliche Dominanz, Wir befinden uns hier, stadthis- aktuelle Stadtgeschichte Braun-
die ihm hier nicht zustehen würde, torisch gesehen, an der Grenze der schweigs fortzuschreiben. Gemes-
50,– Euro
als Neuling im uralten Weichbild- früheren Altstadt, dem ältesten sen an der Haltbarkeit des Bau- nus!1
Ensemble. der fünf sogenannten Weichbilde materials wohl mindestens die Starter-Bo
Das Gebäude, sagen viele, wir- (Altstadt, Altewiek, Sack, Hagen, kommenden 100 Jahre.
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Architekt Rainer Ottinger mit dem Entwurf des neuen Pressehauses. Foto: Archiv/Norbert Jonscher
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jeweils mindestens 1.000,– Euro pro Monat in einer Summe sowie regelmäßige Kontoumsätze vorliegen. Der Starter-Bonus wird einmalig
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Quadratmeter großen Grundstück len. Baubeginn war Oktober 2011. deflügeln mit einer Breite von ² Bei mindestens 1.000,– Euro Gutschriftseingang pro Monat in einer Summe.
entstanden. Es wurde von dem 13,40 Metern. Der äußere Ring ist * Die Tochtergesellschaften der Volkswagen Financial Services AG erbringen unter der gemeinsamen Geschäftsbezeichnung
Braunschweiger Architekturbüro Das Gebäude hat einen trapez- fünfgeschossig. Der innere Licht- „Volkswagen Financial Services“ Bankleistungen (durch Volkswagen Bank GmbH), Leasingleistungen (durch Volkswagen Leasing
GmbH), Versicherungsleistungen (durch Volkswagen Versicherung AG, Volkswagen Autoversicherung AG) und Mobilitätsleistungen
O.M. Architekten um Rainer Ottin- förmigen Grundriss und erstreckt hof ist im Schnitt von der Gelän- (u. a. durch Volkswagen Leasing GmbH). Zusätzlich werden Versicherungsprodukte anderer Anbieter vermittelt.
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