Der Kompass Zusammen sind wir mehr! - Gemeinsam auf dem Weg - Propstei St. Marien
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Der Kompass
Gemeinsam auf dem Weg
Magazin der Propstei St. Marien
Schwelm - Gevelsberg - Ennepetal
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Z
01/20Der Kompass
U N S E R A N G E B O T F Ü R M E H R S I C H E R H E I T:
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2Der Kompass
Inhaltsverzeichnis
Vorwort Seite 4
So erleben wir die Corona-Zeit Seite 6
Wir kommen zu Euch nach Hause Seite 8
Einkaufspatin im Einsatz Seite 10
Corona macht kreativ Seite 12
Umfrage zum Kompass kompakt Seite 16
Meldungen aus der Propstei Seite 18
Heilige Orte in der Propstei Seite 20
Amtswechsel Seite 21
Abschiede Seite 22
Infos aus Ennepetal Seite 24
Infos aus Gevelsberg Seite 28
Infos aus Schwelm Seite 30
Herz Jesu Taufe - Ehe - Tod Seite 37
St. Engelbert Taufe - Ehe - Tod Seite 40
St. Marien Taufe - Ehe - Tod Seite 43
Wir sind für Sie da Seite 48
3Der Kompass
Vorwort
Bloß nix mit Corona man auch selbst eine Verantwortung da-
Um das Wort für hat, dass es unter die Leute kommt.
„Corona“ zu Am Schluss gab es für jeden einen klei-
vermeiden, sagt nen Blumentopf mit einer Zwiebel, die
man ja schon wir vom Team der Jungen Messe am Tag
mal „Covid-19“. zuvor liebevoll eingepflanzt hatten. Der
Aber beides ist übrigen Blumentöpfe habe ich mich an-
man eigentlich genommen und so hatte ich in den
leid, oder? Dar- ersten Wochen der Corona-Zeit eine
um machen wir echte Verantwortung für diese Zwiebeln.
auch keine Aus- Mein Kalender erlebte einen Abbruch,
gabe mit neuen wissenschaftlichen The- wie mit Notbremse aus voller Fahrt. Auf
sen, Verschwörungstheorien über die einmal waren keine Termine mehr drin!
Ursache, Zukunftsszenarien über die Fol- Ich hatte abends plötzlich Zeit für ein
gen, sondern… ja, was eigentlich? Wir wenig Sport, für Musik und fürs Nichts-
können keinen Kompass machen, ohne tun – eine ganz neue Erfahrung. Doch
zu berichten, wie unsere letzten Monate die Tage blieben weiter gut gefüllt mit
durcheinandergewirbelt wurden. Darum Organisation, Information, Absprachen.
haben wir uns entschlossen, statt der Aktuell erlebe ich die kuriose Situation,
ursprünglichen Themenplanung genau Gottesdienste zu planen „mit angezoge-
darüber zu schreiben: Von Geschichten ner Handbremse“, wie ich gerne sage.
aus unserer Pfarrei, von Mutmachbot- So richtig feiern dürfen wir noch nicht –
schaften und kleinen Katastrophen, von aber immerhin nicht mehr allein.
dem, was wir gelernt haben und was wir
ausprobieren, was es gibt und geben Zweites Halbjahr in Vorbereitung
wird. Das zweite Halbjahr hat nun einige Ter-
mine in der Schublade. Mal schauen,
Junge Messe war letzter Gottesdienst was davon klappt. Zum Beispiel das
Für mich selbst waren die letzten Wo- 50. Kirchweihfest von St. Marien in
chen sehr ambivalent. Der letzte öffentli- Schwelm am 20. Dezember. Das ist der
che Gottesdienst war die Junge Messe 4. Advent und wir werden das irgendwie
am 15. März in Schwelm. Unsere Mei- auch feiern. Wenn es geht, mit einer Par-
nungsumfrage zu den Pfarrmitteilungen ty im Pfarrsaal. Den Termin einfach
an dem Sonntag ging fast völlig unter, da schon mal vormerken Das Jahr 2020
nur noch wenige Leute in der Kirche wa- werden wir auf jeden Fall nicht verges-
ren und die aktuellen Fragen ganz woan- sen. Viel Freude bei der Lektüre wünscht
ders lagen. In der Jungen Messe schließ- mit der ganzen Redakton
lich haben wir über die Bedeutung des
Wassers gesprochen und darüber, dass Ihr und Euer Norbert Dudek (Propst)
4Der Kompass
Blog und Gottesdienste im Internet
mit positiven Gedanken durch Quarantä-
ne und Kontaktverbot, Zuhausebleiben
und Abstandhalten zu kommen. Und es
schien zu funktionieren. Denn die Reso-
nanz war groß. Die Videos wurden zwi-
schen 400 und 800 Mal geklickt, mitun-
Zusammen ter auch über tausend Mal. Schnell hatte
sind wir der Youtube-Kanal mehr als 200 Abon-
mehr! nenten.
Und die Kommentare und Rückmeldun-
gen auf verschiedensten Wegen waren
so positiv, dass das Herz vor Freude
hüpft. Da ist das Gefühl von Gemein-
schaft, dass wir nicht alleine sind, auch
Zusammen sind wir mehr
In dieser Zeit will die Propstei St. Marien Euch und Ihnen trotzdem oder erst recht
nah sein! Und wenn dies persönlich gerade nicht geht, dann wenigstens mit klei-
nen Mutmach-Botschaften in unserem Blog unter: www.propstei-marien.de
wenn wir uns nicht sehen können. Und
– und wie!
oder auf unserem Youtube-Kanal: Propstei St. Marien
Dort gibt es jeden Sonntagvormittag auch Gottesdienst aus unserer Propstei. Aktionen wie die Kerze im Fenster um 19
Klickt mal rein! Wir sind da! Uhr zum ökumenischen Glockengeläut
Von Patrizia Labus und gemeinsamen Vaterunser trugen
Blog der Propstei und Online-Gottes- dazu noch bei. Wir sind mehr. Zusam-
dienste stärken Gemeinschaft. men sind wir mehr. Das hat uns die
räumliche Distanz durch den Corona-
Als der Brief des Bischofs Mitte März Virus nochmal mehr verdeutlicht. Und
kam, war es Gewissheit: Wir dürfen erst auch die Übertragung der Gottesdienste
einmal keine Gottesdienste gemeinsam wurde dankbar und wohlwollend (auch
in der Kirche feiern, um die weitere An- wenn die Technik nicht immer mitspiel-
steckung mit dem Corona-Virus zu ver- te) angenommen. Mehr als 1000 Zu-
meiden. Wie also in Kontakt bleiben zu schauer kommen bei so manchem Got-
den Gemeindemitgliedern? In der Pasto- tesdienst-Video online zusammen.
ralkonferenz kam die Idee für einen Blog, Das ist großartig. Deshalb an dieser Stel-
genauer gesagt für einen Video-Blog auf. le: Danke fürs Annehmen, danke an die
Gesagt, getan: In derselben Woche noch kreativen und abwechslungsreichen
wurde auf dem neuen Youtube-Kanal Blogs, danke fürs positive Feedback,
der Propstei damit auch gleich gestartet, danke fürs Danke sagen und danke fürs
auf unserer Homepage sowie in den so- Zusammenstehen! Zusammen sind wir
zialen Kanälen und per Aushang darauf mehr! Schauen Sie doch mal rein:
aufmerksam gemacht. „Zusammen sind
wir mehr“, das war das Motto dieses https://bit.ly/3cMcxS4
Blogs, der jeden Tag kleine Mutmach-
Botschaften nach draußen schickte, um
5Der Kompass
So erleben wir die Corona-Zeit
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Marienstift Schwelm
6Der Kompass
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Wir finden es blöd, dass wir unsere Freunde und Oma und
Opa nicht sehen und nicht in den Urlaub fahren können.
Schön ist, dass man viel zu Hause ist, nichts vorhat und
zusammenhält und viel telefoniert.
Benjamin und Anna Winkler, Schüler der
Katholischen Grundschule St. Marien
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7Der Kompass
Wir kommen zu Euch nach Hause
Und Action! - Mit dem kirche. Das Wissen darum, dass wir eine
Gottesdienst auf Sendung Messe aufzeichnen, die den Menschen
„ihre“ Kirche nach Hause
Liebe Leser, bringt, hat mir
ich darf Ihnen heute ein paar Zeilen dazu gehörigen Re-
schreiben, wie es sich anfühlt, “hinter spekt einge-
der Kamera“ einen Gottesdienst zu be- flößt und ich
gleiten. Im Ausschuss Öffentlichkeitsar- war nervös,
beit haben wir lange damit gerungen, ob alles
wie wir die Gottesdienste bestmöglich funktio-
zu Ihnen nach Hause bringen, wenn Sie niert.
mal nicht zur Kirche kommen können. Gottlob
COVID-19 hat diese Überlegungen ist die Pre-
schlagartig beendet und wir haben ein- miere gelungen und damit
fach begon- nen. Wie wuchs der Mut für weitere Experimente.
fast alles, Ein Livestream ist nochmal spannender
was in als die Aufzeichnung, da im laufenden
unserer Betrieb nichts verändert werden kann.
Gemein- Für die Übertragung der Karfreitags-Li-
de läuft, turgie wurde uns professionelles Equip-
sind die ment geliehen, das ein Profi bedient hat.
Über- Vorbereitungszeit dafür: 10 Stunden!
tragungen und Ein Albtraum, aus Sicht des Menschen
Aufzeichnungen Ergebnis von hinter der Kamera, war die Liveübertra-
Teamarbeit. Die Seelsorger schreiben gung am Weißen Sonntag. Ich wollte ein
die Drehbücher, die Musiker müssen gut neues Programm nutzen, welches ich
vorbereitet sein, weil Gemeinde fehlt, vorher kurz getestet hatte. Nicht ausgie-
die Kirche und der Altarraum müssen big genug, wie sich während der Messe
vom Küster vorbereitet werden. Erst zeigte. An die unregelmäßigen Alarmsig-
dann kommen wir mit der Technik. Wir, nale während der Übertragung wird sich
weil auch das nicht alleine machbar ist. vielleicht noch mancher erinnern. Der
Weiße Sonntag hat mir einige graue
Erst Aufzeichnung, danach live Haare beschert.
Was ich spannend finde (im positiven,
wie im negativen Sinn), ist, was tech- Danken möchte ich allen, die die Gottes-
nisch alles geht und was technisch alles dienste, deren Übertragung und deren
danebengehen kann. Gestartet sind wir Verfügbarkeit im Internet ermöglichen.
mit einer Aufzeichnung aus der Marien-
Ihr Ralf Althoetmar
8Der Kompass
Ostern in der Tüte Wir möchten uns bei dem Team der
Propstei St. Marien bedanken, das die
„Unsere kirchliche Osterfeier fällt nicht schöne Aktion „Ostern in der Tüte“
aus, wird aber anders!“ Mit diesem Leit- vorbereitet und durchgeführt hat.
gedanken haben wir für Sie „Ostern in Es war sicherlich eine große Herausfor-
der Tüte“ zusammengestellt. Was uns derung, sie mit dem vielseitigen Inhalt
sehr gefreut und überrascht hat: Wir fertigzustellen.
durften sage und schreibe 400 Ostertü- Ingrid und Manfred Tag
ten für die Menschen in unserer Propstei St. Johann Baptist, Ennepetal-Voerde
packen und zustellen.
Besonders dankbar sind wir für jedes
Danke, das uns erreicht hat, die vielen
helfenden Hände und das nachträgliche
Feedback, das uns die Möglichkeit gibt,
besser zu werden. Es ist grandios, dass
wir als Gläubige dadurch irgendwie ver-
bunden waren und die Karwoche und
Ostern im Privaten feiern konnten.
Ganz besonders freut es uns, dass wir
mit dieser Aktion auch für die diesjähri-
ge Misereor-Fastenaktion „Gib Frieden“
Spenden sammeln konnten. Wir danken
für Ihre großzügige Spende: Insgesamt
konnten wir am Schluss auf eine Summe
von mehr als 2000 Euro blicken.
Es grüßen Sie herzlich,
Pastoralassistent Martin Gawel und
Peter Schlippe
Haus Elisabeth
Wohnen und Pflege für Senioren
Individuelle Beratung
Tel: 02333 - 6 09 62-0
Internet: www.t-a-s.net
Kirchstr. 76 - 58256 Ennepetal
9Der Kompass
Einkaufspatin im Einsatz
freundlich am Telefon.
Kathrin Grafe ist eine von
vielen Ein-
kaufspaten,
die sich freiwil-
lig gemeldet ha-
ben. Das Projekt
wurde kurz nach
Verhängen der
Quarantäne von
der Propstei
St. Marien ins Le-
ben gerufen, „und
ist großartig ange-
nommen worden“,
ergänzt Ehren-
amtskoordinatorin
Claudia Wittwer. „In
Kürze hatte ich 60 Frei-
willige zusammen, die
gerne Menschen helfen
Kathrin Grafe geht für
wollten, für die in Zeiten
Heidi Bayerl-Dinardo einkaufen.
von Corona das Einkaufen
Foto: Patrizia Labus
oder andere Erledigungen auf-
Von Patrizia Labus grund von Vorerkrankungen zu gefähr-
Gleich zu Beginn der Corona-Quarantä- lich ist“, erzählt Claudia Wittwer.
ne hat die Propstei St. Marien das Pro- Mit einer Postkarten-Aktion machte die
jekt der Einkaufspaten ins Leben geru- Propstei anschließend Werbung bei
fen. 60 Freiwillige haben sich gemeldet, 2300 Gemeindemitgliedern ab
für Menschen einzukaufen oder Boten- 70 Jahren in Gevelsberg, Ennepetal und
dienste zu übernehmen, die aufgrund Schwelm. „Das Telefon stand nicht mehr
einer Vorerkrankung in aktuellen Coro- still“, erzählt die Ehrenamtskoordinato-
na-Zeiten das Haus nicht verlassen kön- rin lachend. Mehr als 100 Menschen
nen. Wir haben ein solches Patenpär- meldeten sich bei Claudia Wittwer – vor
chen begleitet. allem um sich zu bedanken, dass an sie
gedacht wurde. Viele hatten bereits ein
„Hallo Frau Bayerl-Dinardo, ich bin Netzwerk von Helfenden um sich,
Kathrin Grafe und würde gerne für Sie 20 Patenschaften sind am Ende aus der
einkaufen“, meldet sich die junge Frau Aktion hervorgegangen.
10Der Kompass
Kontakt aufnehmen total super und dachte gleich, ich bin
in kontaktlosen Zeiten noch jung und gehöre zu keiner Risiko-
„Dabei haben wir uns auch Gedanken gruppe, dann kann ich doch auch ande-
gemacht, wie eine Übergabe stattfinden ren helfen in dieser Zeit“, sagt Kathrin
kann, ohne eine Ansteckung zu riskieren. Grafe. „Wobei ich gleich gedacht habe,
Der Ablauf kann dann so sein: Das Paten- dass ich das auch über die Corona-Zeit
pärchen bekommt von mir die Kontakt- hinaus machen kann. Ein Rezept holen,
daten und sie besprechen dann einen einen Brief wegbringen oder eben was
Termin und was besorgt werden soll. Te- einkaufen, das fällt vielen Hilfsbedürfti-
lefonisch kann dann auch die Uhrzeit für gen ja grundsätzlich schwer. Ich würde
die Lieferung vereinbart werden, sodass meine Unterstützung gerne fortführen“,
sie auch einfach vor die Tür gestellt wer- fügt sie noch hinzu beim Verlassen der
den und das Geld in einem Umschlag Apotheke.
hinterlegt werden kann“, berichtet Heidi Bayerl-Dinardo freut sich sehr, als
Claudia Wittwer. ihre Patin mit den wichtigen Medika-
So ähnlich ist es dann auch bei menten wieder vor der Tür steht. „Vie-
Kathrin Grafe und Heidi Bayerl-Dinardo len, vielen Dank, das ging ja schnell“, ruft
abgelaufen. „Meine Schwester ist Sozial- sie begeistert bei der Übergabe an der
arbeiterin in Münster, sie kann mir also Tür – natürlich alles mit Mindestabstand.
nicht immer helfen, hat aber von der Ak- Kathrin Grafe winkt noch einmal und
tion gehört und mich vermittelt“, erzählt freut sich schon jetzt auf das nächste
die 69-Jährige, die die Hilfe der Einkaufs- Mal, wenn sie wieder helfen kann.
paten gerne in Anspruch nimmt. Nach
zwei Schlaganfällen ist sie körperlich ein-
geschränkt, außerdem leidet sie an
Diabetes. „Für mich ist es auch ohne Info-Kasten
Corona schon schwer, rauszugehen. Jetzt
kommt hinzu, dass ich einfach Angst • Ehrenamtskoordinatorin Claudia
habe mich anzustecken.“ Der erste Wittwer vermittelt ehrenamtliche
Botendienst von Patin Kathrin Grafe Helfer an Menschen, die das Haus nicht
kommt da wie gerufen. „Ich brauche verlassen können.
dringend meine Medikamente, könnten • Benötigen auch Sie Hilfe oder kennen
Sie für mich zum Arzt und zur Apothe- jemanden? Dann melden Sie sich unter
ke?“ Telefon: 02336 9242560 oder per E-Mail
an:
Hilfe über die Corona-Zeit hinaus claudia.wittwer@propstei-marien.de
Das kann die 34-Jährige und macht sich
gleich auf den Weg. Und warum nimmt
sie an der Aktion teil? „Ich fand die Idee
11Der Kompass
Corona macht kreativ
Gottesdienst Das Musikteam der freien evangelischen
im Autokino Gemeinde bereicherte den Gottesdienst
mit Gesang und lud zum Mitsingen ein.
Von Katrin Seidler Vor dem Hintergrund, dass uns das
Sage und schreibe 120 Autos waren am Singen innerhalb der Kirchen corona-
3. Mai der Einladung aller christlichen bedingt zunächst verwehrt bleibt, eine
Gemeinden Gevelsbergs gefolgt. Ge- echte Wohltat im eigenen PKW mit ge-
meinsam feierten Christen der evangeli- bührendem Abstand zum nächsten nach
schen, der frei-evangelischen sowie der Herzenslust mitsingen zu können.
katholischen Gemeinde in Gevelsbergs Alle Anwesenden, auf die man durch ge-
neuem Autokino einen ökumenischen öffnete Autofenster einen Blick erha-
Autogottesdienst. schen konnte, lächelten, auch die Ord-
Nach Wochen verordneter Isolation und ner, die uns nach dem Gottesdienst
einsamen Betens im stillen Kämmerlein buchstäblich „beseelt“ vom Platz diri-
war es eine Wohltat, christliche Gemein- gierten. Ein ungewöhnlicher Ort, ein au-
schaft zu erleben. Pfarrerin Claudia Fi- ßergewöhnlicher Gottesdienst – hoffent-
scher, Pfarrer Thomas Weber, Pastor lich nicht der einzige dieser Art!
Martin Stais sowie Adrian Wild von der
Freien evangelischen Gemeinde begrüß- Neue Wege beschreiten
ten ihre Gemeinde von der mit Oster-
kerze und Kreuz zum Altarraum stilisier- Von Carina Boshoff
ten Bühne. Weil aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen
im Kontext der Corona-Prävention seit
Anfang März kein Gottesdienst mehr in
der Kapelle stattfinden konnte, fand am
Freitag, den 27. März eine ganz beson-
dere Premiere für das Haus Elisabeth in
Ennepetal statt: Propst Norbert Dudek
hielt am Vormittag für unsere Bewohne-
rinnen und Bewohner einen Open-Air-
Gottesdienst ab. Von ihren Fenstern aus
konnten sie der Lesung aus der Heiligen
Schrift lauschen, es wurde trotz der et-
was anderen Umstände, begleitet von
Herrn Schürmann an der Gitarre, ge-
sungen und der Propst erteilte den
Anwesenden den Segen. Die Bewoh-
nerinnen und Bewohner, die von allen
Wohnbereichen aus zusahen und
12Der Kompass
teilnahmen, freuten sich ganz besonders Klaviermusik und Dudelsack-
über die Möglichkeit, gerade in diesen klänge
Zeiten gemeinsam Gottesdienst feiern
zu können.
So spielte
Propst Norbert Dudek,
wie hier im Garten des Marienstifts
Schwelm, diverse Male vor den Fenstern
der Seniorenhäuser in unserer Propstei
Dudelsack. Das Seniorenstift Haus Maria
Frieden in Gevelsberg rief gemeinsam
Nicht nur mit Kirchenmusiker Ludger Janning die
Gottesdienste Konzertreihe „Klavier im Park“ ins Le-
unter freiem Himmel wurden ben. Mit den technischen Möglichkei-
den Bewohnern der Senioreneinrichtun- ten, die ein E-Piano bietet, präsentierte
gen ermöglicht. Auch die Online-Gottes- Ludger Janning die Vielfalt der Klavier-
dienste aus unserer Propstei wurden be- musik im Garten des Hauses. Hier
sonders von den Senioren unserer konnten bei gutem Wetter rund
Gemeinden vor dem Bild- 15 Bewohner mit dem notwendigen
schirmen fleißig Abstand zuhören. Zusätzliche Plät-
verfolgt. Es gab ze gab es an den Fenstern der
es auch an- Zimmer und auf den Balkonen
dere Frei- der Gemeinschafts-
luft-Veran- räume.
staltungen,
die in den Alltag
der Seniorenhäu-
ser etwas Ab-
wechslung bringen
sollten. „Wir sind dank-
bar, virtuell, aber
andächtig, an der Messe
teilnehmen zu können.“
Bewohner im Seniorenstift
St. Marien 13Der Kompass
Claudia Buskotte geht bei der Aktion Walk and Talk mit Menschen spazieren, die einfach mal wieder
raus wollen und mit jemandem reden. Foto: Claudia Kook
Schritt für Schritt – mit jemandem persönlich, Auge in Auge,
endlich mal wieder reden reden möchten. Nicht am Telefon, nicht
per Livechat oder sonstwie.
Von Claudia Kook
Erst war es nur eine Stimme am Telefon. Wie für sie gemacht, fand die Schwelme-
Eine Stimme, der man anhört, dass die rin diese Idee, die die Pastoralreferentin
Frau, der sie gehört, lächelt, während sie der Propstei, Claudia Buskotte, und Pas-
spricht. Sie klingt jung. Und sie hat einen toralassistent Martin Gawel entwickelt
dringenden Wunsch. „Endlich einmal und umgesetzt haben. Die Mittvierzige-
wieder nach draußen zu gehen“, das rin, die anonym bleiben möchte, nennt
würde die Mittvierzigerin sehr freuen. ganz einfache Gründe, warum Walk and
Und so hat sie bei der Telefonnummer Talk für sie in die Zeit der Corona-Pande-
angerufen, die sie durch Zufall bei Face- mie passt. „Ich habe zwar Freunde in der
book gefunden hatte: bei der Nummer Umgebung. Aber es sind alles Pärchen
der Aktion Walk and Talk. oder sie haben Familie, also die Kinder
Ganz neu ist das Angebot der Propstei jetzt zuhause. Da man mit Freunden nur
St. Marien. Spazierengehen und Reden zu zweit unterwegs sein darf, müssten
heißt es wörtlich übersetzt. Und es rich- sich Menschen für mich freischaufeln.
tet sich an alle in Schwelm, Gevelsberg Das möchte ich nicht“, erklärt die allein-
und Ennepetal, die endlich wieder mal stehende Frau, die nicht nur aktuell,
14Der Kompass
sondern grundsätzlich im Homeoffice ar- sagt ihre Walk-and-Talk-Verabredung.
beitet. „Ich bin eigentlich gerne drau- Genauso geht es der ersten Walk-and-
ßen. Aber ich muss mich selbst zwingen Talk-Begleitung, mit der sich Martin Ga-
rauszugehen. Da hilft es, verabredet zu wel traf. „Ich gehe gerne spazieren, und
sein.“ das hat richtig gut getan“, sagt die Frau,
die durch ein Plakat im Schaukasten vor
Gespräche über Gott und die Welt der Kirche St. Marien auf die Aktion auf-
Genau das war sie nun. Beim Walk and merksam wurde. Ihre Mutter sei vor
Talk war sie mit Claudia Buskotte eine zwei Monaten gestorben, erzählt sie,
Stunde lang unterwegs. Weg und Tempo und dass sie Einzelkind sei. „Jetzt ist halt
sind bei den Treffen absolut egal. „Das keiner mehr da. Aber beim Walk and Talk
passen wir jeweils an“, sagen die Pasto- konnte ich mir das alles einmal von der
ralreferentin und ihr Kollege Martin Ga- Seele reden.“ Die letzten Wochen mit
wel. Auch wer vielleicht nicht so gut zu den Feiertagen über Ostern seien ihr be-
Fuß ist, kann sich mit ihnen oder den an- sonders schwergefallen, „gerade auch in
deren Haupt- und Ehrenamtlichen des diesen Corona-Zeiten“.
Spazier-und-Gesprächsangebots für bis Claudia Buskotte glaubt angesichts der
zu eine Stunde auf den Weg machen. ersten Erfahrungen schon jetzt, „dass
sich Walk and Talk so etablieren könnte,
Es sei „bunt gemischt“, was sich an Teil- dass es auch nach Corona noch weiter-
nehmern und Ehrenamtlichen bisher für läuft“.
Walk and Talk gemeldet habe, sagt Clau-
dia Buskotte. „Und auch die Themen Wer gerne an Walk and Talk teilhaben
sind breit gefächert. Es ist gar nicht möchte, ob als ehrenamtlicher Begleiter
schwer, da einen Anfang zu finden. Wir oder als Spazier-Gast, meldet sich ein-
sprechen über alles Mögliche, über Gott fach unter der Telefonnummer
und die Welt.“ Sie habe das „sehr genos- 02336/924261 oder per E-Mail an:
sen und würde das gerne fortsetzen“, claudia.buskotte@propstei-marien.de
Wir kümmern uns um Ihre
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15Der Kompass Umfrage zum Kompass kompakt 16
Der Kompass
17Der Kompass
Meldungen aus der Propstei
Umfrage-Ergebnisse Gespräch kommen, ist derzeit offen,
der AG Glaube aber wir bleiben dran, damit Ihre Wün-
sche und Anregungen umgesetzt wer-
Im letzten November haben wir, die Mit- den können.
glieder der AG Glaube, Sie in den Sonn- Wenn Sie Fragen oder Anregungen ha-
tagsmessen zum Thema Glaube befragt. ben, melden Sie sich gern bei uns. Tel.
Auch im letzten Kompass war die Umfra- 02336/819536 oder
ge abgedruckt. Nun wollen wir die Er- claudia.buskotte@propstei-marien.de
gebnisse veröffentlichen. Wir hatten uns
die Veröffentlichung wieder im Zusam- PEP – Was war das nochmal?
menhang mit den Sonntagsgottesdiens-
ten vorgestellt, um mit Ihnen ins Ge- Das ist schon interessant, wie der Blick
spräch zu kommen, wie wir Ihre Wünsche auf das gerade Notwendige verschoben
und Anregungen umsetzen können. werden kann, wenn mal eben so eine
Aber wie so Vieles fällt auch dieses Vor- Pandemie ausbricht. Selbst mir geht es
haben wegen der Corona-Pandemie aus. so, dass ich direkt überlegen muss, wo
Sehen Sie hier also die sehr komprimier- wir beim PEP stehengeblieben waren?
ten Ergebnisse der Umfrage. Darum ist hier für Sie und mich eine klei-
ne Auffrischung:
Zwei Begriffe kristallisieren sich bei allen
vier Fragen heraus: Glaube und Gemein- PEP = Pfarrei-Entwicklungsprozess
schaft. Mehrheitlich zeigt sich der Mit zwei großen Bereichen haben wir im
Wunsch und das Bedürfnis nach gegen- Pfarrei-Entwicklungsprozess zu tun: Da
seitigem Austausch und gemeinsamen sind einmal die pastoralen Fragen, die
Erleben im Glauben, wobei der Form kei- wir 2017 im Votum beschrieben oder auf
ne Grenzen gesetzt sind. Das gilt sowohl den Weg gebracht haben. Dazu gibt es
für die Form des Erlebens als auch für viele Arbeitsgruppen, die einzelne Berei-
die Form des Austausches. Das gemein- che beleuchten und bearbeiten (Glaube,
same Erleben erstreckt sich vom Ge- Jugend, Musik, Ehrenamt, Liturgie, Zu-
spräch über Singen, moderne Katechese, sammenarbeit von Gemeindeteilen,
Gottesdienste an besonderen Orten bis St. Martin, Öffentlichkeitsarbeit, Pfarrge-
zum Malen von Bibelinhalten. Das Ver- meinderat). Ausführlich wurde der Stand
stehen der Bibel sowie die Verinnerli- der Arbeitsgruppen im „Zwischenbe-
chung von Glaubensthemen haben ei- richt“ dargestellt, den wir Ende Dezem-
nen hohen Stellenwert. Schlagwörter ber 2019 dem Bischof zugeschickt haben
wie Frauen und Kirche, Zölibat, Kirchen- und der auch ausliegt bzw. auf unserer
reformen und -missstände, Nächstenlie- Homepage nachzulesen ist.
be und offen sein werden häufig ge- Der zweite große Bereich heißt „Immo-
nannt. Wann und wie wir mit Ihnen ins bilien“. In der entsprechenden „AG-Im-
18Der Kompass
Kirche hat PEP
mobilien“ werden alle Immobilien der frage wurde durch Corona scharf ausge-
Propstei unter die Lupe genommen und bremst, aber wird in den nächsten Wo-
anhand des Votums die konkreten Schrit- chen weiterverfolgt. Darum finden Sie
te angegangen. Aktuell ist die Frage der den Umfragebogen auch hier im Kom-
Kirche und des Gemeindezentrums pass. Wir freuen uns auf viele Rückmel-
St. Martin auf dem Büttenberg in dungen!
Ennepetal das große Thema. Dabei geht Aus dem Bistum Essen kam ebenfalls im
es nur langsam weiter. Das hängt mit der März die Antwort auf unseren Zwischen-
Frage der Kindergartenplätze sowie der bericht. Darin lobt Bischof Franz-Josef
Frage zur Weiternutzung der Kirche zu- Overbeck unsere Beteiligungsmöglich-
sammen. Aktuell gibt es intensive Ge- keiten, Transparenz und auch Selbstkri-
spräche, zumindest für eine Übergangs- tik. Auch das Schreiben des Bischofs ist
zeit die Kirche einer anderen, christlichen in Gänze auf der Homepage zu finden.
Gemeinde zur Verfügung zu stellen. Aus-
führliches kann man auch hierzu im Zwi- Steuerungsgruppe tagt wieder
schenbericht nachlesen. Für die konkre- Aus der Steuerungsgruppe danken wir
ten Schritte bei allen Immobilien gibt es darum allen Aktiven in den AGs für ihr
einen „ImPlan“ (von „Immobilien-Plan“), Mittun und ihre Hilfe! Das ist ein großes
der vom Kirchenvorstand und dem Pfarr- Zeichen des Miteinanders, auch wenn
gemeinderat Anfang des Jahres beraten die konkreten Schritte nicht immer leicht
und beschlossen wurde. Auch der ist auf sind. Wer Fragen zum Thema PEP hat,
der Homepage zu finden. Wobei: Die melde sich bitte bei der Projektassisten-
einzelnen Begriffe des Im-Plans sind tin Daniela Voß, E-Mail: daniela.voss@
nicht immer leicht zu verstehen. Oft sind propstei-marien.de
sie aus der Immobilien-Sprache und be- Mitglieder der Steuerungsgruppe sind
deuten was anderes, als man auf den aus dem Kirchenvorstand Helmut Lenz
ersten Blick verstehen könnte. und Matthias Wittwer, vom Pfarrge-
meinderat delegiert sind Lothar Isken-
Ab März Arbeit unterbrochen Nieder und Heinz Thier, und aus der Pas-
Nun geht es aber für die ersten AGs auch toralkonferenz sind Claudia Buskotte
im pastoralen Bereich wieder an die Ar- und ich selbst im Team. Aus dem Bistum
beit. So ist die Auswertung der Umfrage begleitet uns tatkräftig Claudia Reuter.
aus der AG-Glaube vom Winter hier links Mitte Mai gab es das erste Treffen der
nachzulesen. Eine weitere Umfrage zu Steuerungsgruppe. Es wird helfen, dass
den Pfarrmitteilungen, dem „Kompass wir die drei Buchstaben PEP in unserer
kompakt“, begann im März und kam aus Propstei-DNA nicht vergessen.
der AG-Öffentlichkeitsarbeit. Diese Um- Propst Nobert Dudek für die Steuerungsgruppe
19Der Kompass
Heilige Orte in der Propstei
Der Pfarrgarten in Voerde aus Blech. Alles andere
hat sich verändert.
In der Vergangenheit gab es eine Rubrik Der Garten hatte vor 2016 viele Jahre
mit dem Titel „Heilige Orte“, in der die keine Gestaltung mehr erfahren. Für
katholischen Kirchen und Kapellen in der mich war es unheimlich spannend zu
Propstei vorgestellt wurden. Nachdem entdecken, was dort überhaupt wächst
nun alle vorgestellt sind, haben wir uns (neben Brombeeren und Brennnesseln)
die Frage gestellt, ob es nicht noch wei- und welche Möglichkeiten sich bieten.
tere „heilige“ Orte geben kann, die je- Ich finde es dabei befreiend, dass der
mandem persönlich wichtig sind. In lo- Garten nicht „fertig“ werden muss. Im
ckerer Reihe wollen wir daher Ihre Gegenteil: Die Veränderungen von Jahr
„heiligen“ Orte vorstellen. Haben Sie zu Jahr und von Woche zu Woche ma-
auch einen Ort, den Sie vorstellen möch- chen den Pfarrgarten spannend und in-
ten? Dann melden Sie sich bitte unter: teressant.
pfarrmitteilungen@propstei-marien.de Für mich ist der Garten ein Stückchen
Gottes Schöpfung, mit der ich kreativ
Heute beginnt Propst Norbert Dudek umgehen und leben kann. Es ist ein klei-
mit einem Garten: An dem „heiligen“ ner Rückzugsraum, in dem ich für einige
Ort, der mir zuerst einfällt, werden Stunden sein kann, ohne Telefon. Die
selten Gottesdienste gefeiert: der alte körperliche Arbeit dort tut mir gut. Die
Pfarrgarten in Ennepetal-Voerde. Um Kreativität im Umgang mit Erde und
den Pfarrgarten kümmere ich mich seit Pflanzen fördert Ideen für die Propstei.
vier Jahren. Ich habe Ihnen von dort Und das ruhige Arbeiten in der Natur
zwei Fotos mitgebracht. Ein Ausschnitt lässt Raum für mein Gebet – gerade jetzt
von 2016 (links) und der gleiche noch- in der „Corona-Zeit“. Für mich wirklich
mal 2019 (recht). Links im Bild erkennen einer meiner „heiligen“ Orte.
Sie in beiden Bildern die Gartenhütte Ihr Propst Norbert Dudek
20Der Kompass
Amtswechsel
Neue Doppelspitze für Caritas Es sind große Fußstapfen, in die Pfarrer
und Kreisdekanat Holger Schmitz und Propst Norbert Du-
dek treten. „Monsignore Janousek war
Erst feierte Monsignore Heinz Ditmar Ja- stets eine feste Größe im Kreisdekanat
nousek Ende Januar seinen 75. Geburts- und im Verband. Er ist ein typisches Kind
tag. Schon kurz darauf kam der nächste des Ruhrgebiets, direkt, unkompliziert
große Anlass: Seine Verabschiedung als und zuverlässig. Er war stets ein Macher,
Kreisdechant und Vorsitzender des der viele Dinge umsetzte, wie den Tafel-
Caritasverbandes Ennepe-Ruhr. laden und das Seniorenstift St. Marien,
Seine Nachfolge traten Pfarrer Holger um nur Beispiele zu nennen. Und er ist
Schmitz von ein Netz-
der Pfarrei werker,
St. Peter und der viele
Paul Witten, Beziehun-
Sprockhövel, gen in Kir-
Wetter als che und
Caritasvorsit- Politik auf-
zender und und aus-
Propst Nor- gebaut
bert Dudek hat. Das
als neuer sieht man
Kreisdechant nicht zu-
an. letzt auch
Pfarrer Holger Schmitz als neuer Caritasvorsitzender, Propst Norbert daran,
„Gibt es Dudek als neuer Kreisdechant, der verabschiedete Monsignore Heinz wie viele
besondere D. Janousek, Caritasdirektor Dominik Spanke und Generalvikar Klaus zu seiner
Insignien Pfeffer bei der Amtsübergabe per Handschlag (v.l.). Foto: Patrizia Labus Verab-
oder schiedung
ähnliches, ich habe so etwas auch noch gekommen sind“, fand Caritasdirektor
nicht gemacht“, scherzte Generalvikar Dominik Spanke warme Worte.
Klaus Pfeffer bei der offiziellen Amts-
übergabe Mitte Februar im Pfarrsaal der Ihm schlossen sich viele Dankesredner
Gemeinde St. Marien in Schwelm. Ein aus Politik, Kreisverwaltung und Kirche
Handschlag unter Männern besiegelte an. Propst Norbert Dudek dankte sei-
schließlich die Nachfolge für Monsigno- nem Freund und Vorgänger Heinz Dit-
re Heinz Ditmar Janousek, der nach mar Janousek mit persönlichen und hu-
mehr als 30 Jahren als Kreisdechant und morvollen Worten sowie einem
fast 30 Jahren im Vorstand der Caritas schottischen Abschiedslied auf dem
Ennepe-Ruhr verabschiedet wurde. Dudelsack.
21Der Kompass
Abschiede
tätig sein durfte. Schnell merkte man,
dass er eine große Gabe hatte: Michael
ging auf alle Menschen zu. Er lebte sei-
nen Glauben und er war darin glaub-
würdig. Viele Gottesdienste wurden als
Familiengottesdienste gefeiert. Die
Ökumene wurde intensiv gelebt.
Trotz großer Beliebtheit waren die ers-
ten Jahre in Ennepetal nicht einfach
und sorglos. In 2016 begann die Um-
Diakon Michael Nieder. Foto: Uli Gras
strukturierung des Bistums und damit
Als Michael Nieder Ende 2013 als Ge- auch unserer Pfarrei. Die Entscheidung
meindeleiter von Herz Jesu eingeführt über die Schließung zweier Kirchen in
wurde, war klar, dass er Ennepetal im Sommer 2017, nämlich
1. der erste Gemeindeleiter in der St. Martin und ab 2025 wohl auch
Pfarrei war, der kein Priester war, Herz Jesu, und die Reaktion der Men-
2. Michael vielen Gemeindemitgliedern schen machten Michael sehr zu schaf-
bekannt war, weil er lange Jahre Kran- fen, es zerriss ihn förmlich. Trotzdem
kenhausseelsorger im Helios-Klinikum in oder gerade deshalb blieb er Seelsorger,
Schwelm war, Gesprächspartner und Freund.
3. Michael drei große Leidenschaften Manche von uns fragten sich, wann
hatte: seine Familie, Kaffee und den 1. FC Michael Feierabend hatte, wann er
Köln, schlief, wann er sich Zeit für sich und sei-
4. Michael im ersten halben Jahr als ne große Familie nahm. Und so merkten
Gemeindeleiter nur eine 50-Prozent- viele von uns, dass Michael in der letz-
Stelle in Ennepetal inne hatte; mit den ten Zeit abgespannt war, aber wir führ-
anderen 50 Prozent war er leitender Dia- ten es auf das hohe Arbeitspensum zu-
kon im Bistum Essen und damit für die rück. Für Antje und seine Kinder war
Ausbildung neuer Diakone in Köln zu- wohl eher klar, dass etwas nicht stimm-
ständig. Praktisch hieß dies, dass te. Während der Zeit seiner Krankheit
Michael zwischen Essen, Köln und haben mir viele Menschen erzählt, wie
Ennepetal pendelte. Ich selbst lernte da- wichtig Michael ihnen war, und Michael
mals, viele Absprachen und Termine und seine Familie erfuhren eine Zuwen-
über WhatsApp mit Michael zu klären. dung, die die Gemeinde wohl bis dahin
Michael und sein Handy, ein untrennba- noch nicht erlebt hatte: so viele Grüße,
res Team. Anrufe, Nachfragen, Briefe, aber auch
Die Gemeinde und Michael selbst waren Hoffnungen auf Heilung und Gebete.
froh, als er nach einem halben Jahr end- Michael ist und bleibt ein Mensch der
lich Vollzeit in seiner neuen Gemeinde Herzen. Ihre Gaby Wasiak
22Der Kompass
Als Pastor im Ruhestand hat er, so wie
es seine Kräfte zuließen, weiterhin
priesterliche und seelsorgliche Dienste
in der Pfarrei St. Marien und im Senio-
renstift St. Marien in Schwelm über-
nommen.
Im Seniorenstift war er wegen seiner
Fröhlichkeit sehr beliebt, hatte ein Herz
für die Bewohner und viele hat er auf
ihrem letzten Weg begleitet.
Pfarrer Winfried Odenwald. Foto: Simone Isfort
2017 konnten wir noch sein Diamante-
Ehrendechant Pfr. i.R. Winfried nes Priesterjubiläum feiern.
Odenwald ist im Alter von 89 Jahren am Die letzten zwei Jahre waren schwer für
25. März 2020 im Seniorenstift St. Mari- ihn: verschiedene Krankheiten, Kranken-
en gestorben. Er wurde am 27. Februar hausaufenthalte, Operationen und die
1957 im Kölner Dom zum Priester ge- Beschwerden des Alters setzten ihm zu.
weiht und war nach seiner Priesterweihe In den letzten Monaten war es ihm nicht
zuerst Kaplan in der Pfarrei St. Peter und mehr möglich, die Hl. Messe zu feiern,
Paul in Duisburg-Huckingen. Im Juli 1960 was ihn sehr schmerzte. Am Ende war er
übernahm er die Kaplanstelle an St. Bar- müde des Lebens, oder wie die Bibel
bara in Mülheim-Dümpten und im Janu- sagt, lebenssatt. Er sehnte sich danach,
ar 1967 an St. Stephanus in Essen-Hols- in den Himmel zu kommen. In den Mor-
terhausen. genstunden des 25. März ist er dann
Die Leitung der Pfarrei St. Engelbert in friedlich eingeschlafen und wir haben
Gevelsberg wurde ihm im Mai 1971 ihn in der Priestergruft des Friedhofs
übertragen. Im September 1975 wurde Oehde zur letzten Ruhe gebettet.
er zum Dechanten des Dekanates Wegen der Corona-Epidemie konnte die
Schwelm ernannt. Dieses Amt hatte er Beisetzung nur in dem Kreis seiner
bis 1987 inne. Familie, einiger Schwestern, der Leitung
Wegen seiner Nähe zu den Menschen des Stiftes und Propst Norbert Dudek
war er nicht nur bei den katholischen und mir stattfinden.
Christen in Gevelsberg angesehen und Möge Winfried Odenwald teilhaben am
geschätzt. 1998 wurde Winfried Oden- großen Fest in Gottes Reich. Wir wollen
wald auf eigenen Wunsch in den Ruhe- ihm in unserer Propstei ein ehrendes
stand versetzt und zog mit seiner Haus- Andenken bewahren. Sobald es die Um-
hälterin, Frau Köhler, in das Seniorenstift stände zulassen, werden wir in der
St. Marien in Schwelm. Marienkirche für ihn ein feierliches
Im Oktober 1992 wurde ihm der Titel Requiem feiern.
Ehrendechant verliehen. Ihr Altpropst Heinz Ditmar Janousek
23Der Kompass
Infos aus Ennepetal
Stabwechsel im Johanneswerk für dringende kirchliche Aufgaben im ge-
meindlichen Bereich.
Von F.-J. Brinkmann Es wäre jetzt müßig, alle Maßnahmen
Durch den Tod unseres bisherigen der finanziellen Mithilfe zu nennen. Zu-
Gemeindeleiters Michael Nieder war der nächst aber sollte gesagt werden, die
Vorsitz im Johanneswerk von St. Johann Gemeinde musste einen erheblichen Be-
Baptist vakant. Gemäß der Satzung sollte trag aufbringen, als der Anbau getätigt
der Vorsitz in Händen des Propstes oder wurde. Dank des Johanneswerkes war
eines von ihm berufenen Seelsorgers lie- das möglich. Im Laufe der Jahre wurden
gen. Den Vorsitz hat zwischenzeitlich die Kissen für die Sitz und Kniebänke fi-
Pastor Matthias Fuchs übernommen. nanziert, die Orgel wurde renoviert, die
Pastor Fuchs gehört zur Propsteigemein- Musikanlage wurde gekauft und immer
de St. Marien und feiert öfters mit uns wieder größere Beträge für die Renovie-
den Gottesdienst. Wer Pastor Fuchs rung des Gemeindeheimes wurden zur
kennt, weiß ihn wegen seiner offenen Verfügung gestellt. Wenn das alles auf-
und freundlichen Art, aber auch wegen gerechnet wird, dann kommt eine stattli-
seiner fortschrittlichen Denkweise zu che Summe zusammen.
schätzen.
Johanneswerk braucht Unterstützer
Vor 60 Jahren gegründet Ja, das Johanneswerk mit all seinen Mit-
Aber jetzt werden viele sagen. Johannes- gliedern kann stolz auf das Geleistete
werk – was ist denn das? Bestimmt ein sein. Die Frage bleibt: wie ist es heute
alter, verstaubter Verein aus dem letzten mit den Beiträgen und den Mitglieder-
Jahrhundert. Eines ist richtig, das Johan- zahlen? Die Mitgliederzahlen sind kräftig
neswerk wurde vor 60 Jahren ins Leben nach unten gegangen. Ich muss auf das
gerufen. Es gab auch einen konkreten Gesagte zurückkommen: Bei Gründung
Anlass, dieses Werk zu gründen. Denn war es fast ein Muss, dass jedes Gemein-
damals stand der Erweiterungsbau der demitglied auch im Johanneswerk war.
Kirche mit dem Gemeindeheim an. Das Vielleicht sollte jeder einmal darüber
war ein handfestes Anliegen, und da war nachdenken, warum bin ich nicht dabei
es fast ein Muss, dass jedes Gemeinde- und leiste einen finanziellen Beitrag?
mitglied oder jede Familie Mitglied war.
Und so war es auch. Wie sieht der finanzielle Beitrag aus?
Viel hat das Johanneswerk in den letzten Man kann sich verpflichten, dem Verein
Jahren geleistet. Die Beschaffung von monatlich einen Beitrag zukommen zu
Mitteln für kirchliche Bauaufgaben war lassen. Oder aber auch einen Betrag zu
das Hauptanliegen. Weiter dazu gehörte spenden. Für weitere Auskünfte stehen
die Ausgestaltung der Kirche und der die Mitglieder des Vorstandes gern zur
kirchlichen Räume sowie die Mitsorge Verfügung.
24Der Kompass
Messdiener in St. Johann Baptist freuen sich über Neue
Eigentlich – ja eigentlich wollten wir berichten, was wir Messdiener/-innen alles so
machen und planen. Doch unsere Planungen wurden in diesem Jahr ziemlich durch-
einander geworfen. Und doch hoffen wir, dass wir bald wieder beginnen können.
Womit? Mit Spiel und Spaß in den Gruppenstunden, mit Hintergrundinfos über die
Aufgaben in der Messe und Üben in der Kirche, mit Ausflügen (gerne wollen wir noch
in diesem Jahr zum Kettlerhof) oder auch mal Teilnahme an einem Sport-
turnier.
Und wenn wie jetzt keine Messen stattfinden? Auch dann
gibt es Minis, die sich überlegen, ob sie andere unterstüt-
zen können, die Ostern in der Tüte nutzen und basteln
oder beten, die über Internet oder Fernsehen Kon-
takt zur Kirche halten und fest- stellen,
dass sie „unsere“ Messen und
besonders die Ostergottesdienste
und die Gemeinschaft vermissen. Schon der
Gedanke an die anderen Minis, an die Gemeinschaft tut
uns gut. Deshalb freuen wir uns auch immer über Neue
und laden alle (Kommunion-)Kinder und Jugendlichen
der Kirche St. Johann Baptist zu unseren neuen Gruppen nach den
Sommerferien ein. Auch in den anderen Kirchen gibt es Messdiener/innen – sprecht
bei Interesse doch einfach eine(n) davon an! Christkönig, am Sonntag vor dem
1. Advent, feiern wir wieder gemeinsam unseren Messdienertag – mit von uns
gestalteter Messe, Messdieneraufnahme, gemeinsamen Mittagessen und Aktion.
Seid dabei! 25Der Kompass
Infos aus Ennepetal
Nacht der offenen Kirchen Gastgeber bei der Nacht der offenen Kir-
chen.
Von Gaby Wasiak Nach dem Taizé-Gebet in der Martin-
Im November lud der ACK (Arbeitskreis Luther-Kirche konnten sich die Teilneh-
Christlicher Kirchen) Christen in Ennepe- mer bei einem Imbiss stärken; diesen
tal zur Nacht der offenen Kirche ein. Um hatten Mitglieder in den Räumen der
es vorweg zu sagen: Viele haben den Freien Evangelische Gemeinde in Alten-
Weg von Voerde über Altenvoerde nach voerde vorbereitet. Eine Jugendband
Milspe zu Fuß bewältigt, damit aber empfing die Teilnehmer in der evange-
möglichst vielen eine Teilnahme möglich lisch-Freikirchlichen Gemeinde in der
war, wurde ein Fahrdienst eingerichtet. Harkortstraße. Den Abschluss bildete die
Und so begann die Gebetsnacht um Nacht der Lichter in der Herz-Jesu-
17 Uhr mit einem Offenen Singen in der Kirche.
Johanneskirche in Voerde. Weiter ging Schön, dass so viele mitgegangen sind.
es nach St. Johann Baptist, hier hatten Beeindruckend, dass jede Gemeinde die
Jugendliche eine Andacht vorbereitet. Gäste so liebevoll empfangen und be-
Anschließend stellte sich die Neuaposto- treut hat. Toll, dass viele Jugendliche und
lische Gemeinde in ihren Räumlichkeiten dem bunten Programm so viel Inhalt ge-
vor, die Gemeinde war das erste Mal geben haben.
26Der Kompass
Messdiener von Herz Jesu feiern gemeinsam Messdiener-Tag
Für die Messdiener in Herz Jesu Ennepetal ist Christkönig immer ein besonderer Tag.
So auch in 2019. Denn an diesem Festtag durften wir zwar keine neuen Messdiener
einführen, allerdings durften wir uns von drei Messdienern, die alle mindestens zehn
Jahre dabei waren, verabschieden. Um den Abschied zu feiern, und um einen schö-
nen Tag zusammen zu verbringen, haben wir wieder einen Messdiener-Tag für alle
organisiert. Dieses Jahr sind wir in das Haus Grebe zum Kegeln gegangen. Dort haben
wir zusammen viel Spaß gehabt und teils unerwartete Talente entdeckt. Wir hoffen,
dass wir dieses Jahr wieder Messdiener einführen können und freuen uns auf einen
schönen, weiteren Messdiener-Tag!
Ennepetal-Voerde Ennepetal-Milspe
www.kolping-ennepetal.de www.kolping-ennepetal-milspe.de
27Der Kompass
Infos aus Gevelsberg
Außergewöhnliche,
futuristische Krippe
aus angemalten Röh-
ren, die im Advent mit
den Sorgen und Nöten
der Menschen befüllt
wurden.
Installation des Apostoli-
schen Glaubensbekennt-
nisses auf 12 Hochzeits-
Bahnen à 12 Meter. Bund
und Zelt unseres Glau-
iren bens, der uns behütet.
nav
o ro end
ü b er C de seh ft).
die ür Bli n hri
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Ost phiert ebt! (i
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triu t: Jesu
ch
ma
28Der Kompass
Skifreizeit St. Engelbert
Die katholische Gemeinde St. Engelbert bietet bereits zum 14. Mal in den Weih-
nachtsferien eine Skifreizeit für Familien und allein reisende Jugendliche ab 16
Jahren an. Trotz Corona gehen wir davon aus, dass die Fahrt zum Jahreswechsel
stattfinden kann. Die Fahrt mit einem Reisebus führt nach Lappach in Südtirol, dort
wohnen wir im Ferienhotel „Rinsbacherhof“. Täglich geht es zum familienfreundli-
chen Skigebiet „Speikboden“ im Ahrntal. Unserer Gruppe steht ein Gruppenraum
als Treffpunkt am Abend zur Verfügung. Der Reisepreis ist gestaffelt, er beträgt für
einen Erwachsenen 440 € und umfasst die Anreise, Unterkunft, Vollverpflegung und
Skipass ( 5 Tage).
Nähere Informationen können bei Lothar Isken-Nieder erfragt werden unter Tele-
fon: 02332 12288 oder per E-Mail an: skifreizeit@kjg-gevelsberg.de
29Der Kompass Infos aus Schwelm Abwechslungsreiches Programm und kreative Kostüme gab es beim Familiensonntag: St. Marien Schwelm auf Zeitreise und alle hatten sichtlich Spaß! Foto: Karin Kramm 150 Jahre kfd in Schwelm Am 15. Oktober 1870 gründeten einige Frauen aus St. Marien in Schwelm den Mütterverein, wie es damals hieß. Ein Grund zum Feiern. Aber die Corona-Pan- demie macht der kfd, wie so vielen an- deren Menschen, einen Strich durch die Rechnung. Alle Feierlichkeiten, die für den September 2020 geplant waren, werden auf 2021 verschoben. „Es ist sehr schade, dass wir nicht zum Jubilä- umstermin feiern können“, so die ein- stimmige Meinung des Vorstandes, aber „aufgeschoben ist nicht aufgehoben und die Gesundheit geht vor.“ Also freuen Sie Die Osterkerze in St. Marien sich mit der kfd auf einen Festgottes- Schwelm wurde in diesem Jahr von dienst und einen Kabarettabend im den Messdiener-Leitern liebevoll nächsten Jahr. gestaltet. 30
Der Kompass
Neues aus dem Förderverein Wir freuen uns, so wichtige Projekte in
der Gemeinde immer wieder aufs Neue
Von Matthias Spormann zu unterstützen, aber dafür brauchen
Zusammen sind wir mehr – das ist das wir auch Sie. Wer dem Förderverein bei-
aktuelle Motto unserer Propstei in die- treten und finanziell unterstützen möch-
sen Tagen. Und auch wir vom Förderver- te, ist bei uns jederzeit herzlich willkom-
ein schließen uns natürlich diesem Mot- men. Denn zusammen sind wir mehr!
to an. Denn nur gemeinsam können wir Herzlich bedankt sich der Förderverein
diese Krise bewältigen und nur gemein- bei Karl Heinz Müller, der sein Amt bei
sam können wir unsere Ziele auch in die- der Jahreshauptversammlung im Febru-
ser besonders herausfordernden Zeit er- ar altersbedingt niedergelegt hat. Auf
reichen und umsetzen. Veränderungen seinen Posten im Förderverein wurde
erleben wir nun nahezu tagtäglich und Kristina-Maria Kaldich gewählt. Weiter-
viele Fragen beschäftigen auch uns in hin setzt sich der Vorstand zusammen
diesen Tagen, wie wir die Propstei unter- aus: Propst Nobert Dudek, Matthias
stützen können. Spormann, Günter Roland, Julius Hartje,
Martin Pöppelmeyer und Lutz Stoffels.
Förderverein hat Technik für die Online- Bei Fragen, Anregungen und Anträgen ist
Gottesdienste finanziert der Förderverein zu erreichen unter Tel.:
Hand in Hand und in enger Absprache 02336/2171 (Pfarrbüro) oder unter
mit dem Gemeinderat und unserem foerderverein-schwelm@propstei-
Propst Nobert Dudek versuchen wir Lö- marien.de
sungen zu finden, Kirche und Glaube er-
lebbar zu gestalten. In diesem Zusam-
menhang konnten alle Gemeindemit-
glieder die erste Online-Messe feiern
und auch den täglichen digitalen Blog
bei youtube.com verfolgen.
Bei der Umsetzung wurde jedoch schnell
klar, dass dazu das technisch enorm not-
wendige Equipment fehlt, um für eine
verbesserte Ton- und Bildqualität zu sor-
gen und um einen Live-Stream zu er-
möglichen. So erreichte den Förderver-
ein ein Eilantrag, dem seitens des
Vorstandes einstimmig und umgehend
stattgegeben wurde. Der Förderverein
trägt für die Anschaffung alle dafür an-
fallenden Kosten.
31Der Kompass
Termine, Termine, Termine
Veranstaltungen in Corona-Zeiten
Um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen, sind Großveranstaltungen bis
zum 31. August untersagt. Das betrifft auch unsere Propstei. Vieles wurde bereits
verschoben. Die hier genannten Termine sind unter Vorbehalt und ohne Gewähr,
immer mit Blick auf die aktuelle Entwicklung in der Pandemie. Auf unserer Home-
page www.propstei-marien.de und im Kompass kompakt finden Sie immer die aktu-
ellen Termine.
Als Propstei wachsen wir immer mehr zusammen und zeigen dies in gemeinsa-
men Festen und Aktivitäten, die wir auch mit Glaubensgeschwistern teilen.
Datum Zeit
11.06. Fronleichnamsfeste in der Propstei
freitags 19.00 Treffen im Prälatengarten, jeden Freitag in den Sommerferien
Wortgottesdienst zum Schulanfang
13.08. 09.00
in St. Marien, St. Engelbert und Herz Jesu
16.08 11.15 Erstkommunion in St. Marien
18.00 Junge Messe in St. Marien (Open-Air)
23.08. 11.15 Erstkommunion in St. Marien
29.08. 18.00 Firmung in St. Marien
30.08. 11.15 Firmung in St. Marien
05.09. 19.00 Music Church in Herz Jesu
06.09. 11.15 Erstkommunion in St. Johann Baptist
16.00 Diakonweihe Peter Schlippe in St. Matthäus, Altena
07.09.-18.09. Schottlandfahrt von St. Marien und St. Peter u. Paul
12.09. 18.00 Pfarreichortag in St. Marien
13.09. Erstkommunion in Herz Jesu
13.09.-27.09. Ökumenischer Orgelherbst
25.09. 18.00 Priesterweihe Daniel Baldus im Dom zu Essen
32Der Kompass
Datum Zeit
27.09. 09.30 Primizfeier Daniel Baldus in Herz Jesu
11.00 Ökumenisches Gottesdienst beim Stadtfest in Ennepetal
14.00 Primizandacht Daniel Baldus in Herz Jesu
04.10. 11.15 Erntedank in St. Marien
04.10. 11.15 Erntedank auf Gut Braband in Ennepetal-Voerde
17.10. 18.00 Pfarrversammlung in Liebfrauen
24.10. 18.00 Taizé-Messe in St. Marien
Ökumenisches Taizé-Gebet
30.10. 19.30
im ev. Gemeindezentrum Johanneskirche in Ennepetal-Voerde
01.11. 16.00 Friedhofsandacht mit Gräbersegnung in allen drei Städten
Hl. Messe mit Totengedenken
02.11. 19.00
in Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal
07.11. 19.00 Music Church in Herz Jesu
08.11. 17.00 Hubertusmesse Sauerländer Musikanten in St. Johann Baptist
Herbstbasar der kfd und Elisabeth- u. Vinzenzkonferenz in
14.11.-15.11.
St. Marien
18.11. 19.30 Buß- und Bettag in St. Johann Baptist
22.11. Messdienertag in Herz Jesu und St. Johann Baptist
26.11. PGR-Sitzung
29.11. Adventsfrühstück nach der Messe in Herz Jesu
05.12. 18.00 Kolpinggedenkmesse in St. Marien
08.12. 19.00 Patronatsfest in St. Marien
20.12. 11.15 Kirchweihfest 50 Jahre St. Marien
33Der Kompass
160.000 Produkte –
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34Der Kompass
Impuls
Wie lebten die Die Menschen sind Töchter und Söhne des
ersten Christen? Friedens.
Die Herrschaft Gottes in Israel wird siegen
Am Anfang stand das Kreuz. Und die Menschen sollen Gott dienen.
Herrschaftlich ragt es zum Himmel rauf. Die Gemeinschaft rückte immer mehr ins
Gottes Sohn befand sich darauf. Licht.
,,Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich Dabei vergaß man Gott und die Gemein-
verlassen? schaft untereinander nicht.
Warum hast du es zugelassen?“ ,,Ebenso nahm er den Kelch nach dem Es-
Langsam wurde es düster. sen.“
Es kam ganz viel Geflüster. Die vollständige Mahlzeit blieb unvergessen.
,,Er ist tot. Wir sind alle in Not“ Die erste Gemeinde bildete ein Gotteshaus.
Die Zeit verging Fünf Türme berührten das Himmelszelt,
Und Gottes Sohn erschien. welches die Herzen erhellt.
Er lehrte seine Jünger zum letzten Mal Die Menschen feierten das Abendmahl,
,,Ich überstand diese Qual. sie waren reich an der Zahl
Ich bin für eure Sünden gestorben. und pflegten ihre Glieder.
Nutzt das Wissen, welches ihr von mir Sie knieten vor der Lehre der Apostel nieder.
erworben. Sie brachen das Brot und beteten.
Lehrt den Menschen alles, was ich euch Die Gemeinde war eine Zeugin der Wunder
befohlen.“ und Zeichen,
Die Stimme verstummt auf der Erde, doch Die durch die Apostel geschahen.
nicht im Herzen. Die Menschen stifteten der Gemeinschaft ihr
Die Jünger sind wie entflammte Kerzen. Hab und Gut.
Lodernd und gluterfüllt machen sie sich auf Ihre Herzen waren voller Glut,
die Reise. doch nicht alles lief gut.
Mit einer besonderen Lebensweise. Manche versuchten die Gemeinde zu hinter-
Sie haben kein Hab und Gut. gehen.
Nur Jesus Worte machen ihnen Mut. Es ist etwas Schreckliches geschehen.
Sie werden losgeschickt, wie Schafe Sie verrieten somit auch den Herrn,
unter Wölfe. das Gemeinschaftsleben war manchmal
Sie sind die ersten Christen. schwer.
Ihr Gott hilft den Armen und Schwachen. Doch trotzt aller Narben waren dies die ers-
Ihr Gott wird über ihnen wachen. ten Christen.
Die Jünger betreten ein Haus, Sie lebten von Liebe, Mitgefühl und Frieden.
gehen dort ein und aus. Sie nannten alle willkommen,
Sie essen, trinken und heilen. denn Gottes Herrschaft ist angekommen.
Der schalom Gottes wird unter den Gastge- Erika Vikulov, 17 Jahre alt,
bern weilen. Religionsgrundkurs des RGE
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