FACHSCHULE UND AUFBAULEHRGANG - für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen Lienz

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FACHSCHULE UND AUFBAULEHRGANG - für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen Lienz
FACHSCHULE UND AUFBAULEHRGANG
für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen Lienz

     Jahresbericht 2020 / 2021
FACHSCHULE UND AUFBAULEHRGANG - für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen Lienz
FACHSCHULE UND AUFBAULEHRGANG - für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen Lienz
Unsere Schule

          Jahresbericht 2020 / 2021
Fachschule und Aufbaulehrgang für wirtschaftliche Berufe
             der Dominikanerinnen Lienz
               Telefon und Fax: 04852 / 62816
           E-Mail: direktion@dominikanerinnen.tsn.at
               www.fs-dominikanerinnen.tsn.at
FACHSCHULE UND AUFBAULEHRGANG - für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen Lienz
Impressum:

Herausgeber: Fachschule und Aufbaulehrgang für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen, 9900 Lienz
Redaktion: HR Dir. Mag. Regina Mayr, Marietta Steiner
Beiträge und Fotos:
Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern und Schulerhalter Fachschule und Aufbaulehrgang der Dominikanerinnen
Foto Direktorin: Hartlauer
Foto Absolventin: Anna Girstmair
Foto David Mittelholz, S. 40: Klimabündnis
Klassenfotos: Foto Young People D-Michelbach

Herstellung: Oberdruck GmbH

Für Ihre finanzielle Unterstützung unseres Jahresberichtes auf das Sparbuch Nr. AT 27 2050 7000 1137 4246
bei der Lienzer Sparkasse sagen wir herzlich Vergelt’s Gott!
                                                                                                            www.hum.at
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Aus dem Inhalt

Vorwort                                      6–7
Leitbild                                         8
Konvent                                          9
Dominikusfest		                            10 – 11
Schulpastoral                              12 – 16
Aus dem Unterricht                17 – 33, 35 – 43
Stundentafel EWF und FW		                       34
Stundentafel ALW                                44
Projekte		                                 45 – 47
Schulleben		                      48 – 53, 56 – 61
Praktische Abschlussprüfung		              54 – 55
Schulgemeinschaft		               62 – 65, 68 – 75
Absolventin		                              66 – 67
Schulchronik		                             76 – 77
Ausblick 2021/2022                              77
FACHSCHULE UND AUFBAULEHRGANG - für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen Lienz
Vorwort der Direktorin

                                      Liebe Schulgemeinschaft,        Feiern wie das Dominikusfest light mit „best Würstln ever“. So et-
                                      liebe Freunde des Klösterle,    was wie schulischer „Vor-Corona-Alltag“ stellte sich mit den „Prak-
                                                                      tischen Abschlussprüfungen“ ein, wenn auch in abgespeckter Form.

                                   EINFACH – was schien in            Dennoch verloren wir auf dem Weg so viele Schüler*innen wie
                                   der Corona-Zeit nahelie-           noch nie. Die Schulpsychologie konnte alles, was notwendig gewe-
                                   gender als das Jahresmotto         sen wäre, nie alleine meistern. So nahmen wir das unkomplizierte
                                   der Ordensgemeinschaften           Angebot von Frau Mag.a Sabine Unterweger, Psychologin im Frau-
                                   von 2020 in diesem Schul-          enzentrum Osttirol, an regelmäßig montags eine Beratungsstunde
                                   jahr für uns zu übernehmen?        an der Schule anzubieten. EINFACH danke dafür!
                                   Hatten wir doch geglaubt,
                                   zu wissen, was es heißt EIN-       Wie jedes Jahr sage ich nun am Ende EINFACH allen Danke, die
FACHer zu leben und erfahren zu haben, worauf es im Leben we-         zum Wohle der Schule zusammenwirkten: unserem Schulerhalter,
sentlich ankommt. Wenn wir EINFACH nicht als einen Verzicht,          dem Konvent der Dominikanerinnen mit Priorin Sr. Dorothea OP,
noch dazu von außen aufgezwungenen, sehen, sondern als bewusste       den Verantwortlichen der Bildungsdirektion, meiner Stellvertrete-
Entscheidung, können wir unser Tun und Handeln neu ausrichten         rin, dem EDV-Kustos, den Schulgremien, der Personalvertretung,
und konsequent unseren Weg gehen.                                     der Qualitätsbeauftragten, der Schüler*innen- und Elternvertre-
                                                                      tung, den Lehrpersonen, unseren Kooperationspartnern und allen,
So starteten wir voll Zuversicht in den Herbst, nicht ohne uns in     die mithalfen, dieses nicht EINFACHe Jahr gut zu meistern.
weiser Voraussicht digital aufzurüsten. Gleich in der ersten Schul-
woche führten wir eine Fortbildung in MS-Teams durch, um einen        Genießen wir nun den heurigen Sommer und denken wir an das,
möglichen Fernunterricht technisch bestens zu meistern. Deshalb       was wirklich zählt.
war auch im zweiten Corona-Lockdown ab November für unsere
Schulgemeinschaft der Schulalltag EINFACHer zu bewältigen.            Gute Erholung und Gottes Segen.

Dessen ungeachtet war es aber ein gar nicht EINFACHes Jahr.
Vieles, was den Kern unserer Schule ausmacht, konnte nicht statt-
finden, wie die Soziale Praxis oder das „Compassion“-Projekt.

EINFACH heißt, sich auf Wesentliches zu besinnen. In diesem
Sinne suchten wir kreativ nach möglichen Alternativen in unserem
Schulangebot. Dazu gehörten in dieser sich träge dahinziehenden,
schier endlos scheinenden Zeit auch Auszeiten, seelische Ver-
schnaufpausen: Das waren – soweit es die Corona-Regeln jeweils                            HRin Mag.a Regina Mayr
erlaubten – z.B. Schichtbetrieb im Faschingskostüm oder kleine                                 Direktorin

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Vorwort des Schulerhalters

                                        Liebe Schulgemeinschaft!          Unser Ordensvater, so wird berichtet, hatte ein fröhliches Naturell.
                                                                          Seine Freude rührte daher, dass er sich von Gott angenommen und
                                      Am 6. August 2021 feiern            geliebt wusste. Die Freude an Gott und die Liebe Gottes, die er in
                                      wir den 800. Todestag des           seinem Herz trug, wollte er hinaustragen in alle Welt. Durch sein
                                      Hl. Dominikus, unseres              Beispiel und sein Leben brachte er den Menschen den Schatz, den
                                      Ordensgründers. Die Brüder,         er selbst im Herzen bewahrte, nämlich die Überzeugung, dass „Gott
                                      die bei ihm waren, schrieben        allein genügt!“. Das bedeutete für ihn nichts anderes, als dass wenn
                                      seine letzten Worte nieder,         Du Gott hast, Du alles hast. Das ist das „Einfache“ an der Botschaft
                                      die wir als sein Testament          Jesu, das zugleich schön und befreiend ist. Gott selbst ist einfach und
                                      an uns betrachten. Er sagte:        nicht kompliziert. Er hört nicht nur unsere Gebete, er sieht bereits
                                      „Habet die Liebe, bewahret          unsere Gedanken und kennt unser Herz.
                                      die Demut, besitzt die freiwil-
lige Armut!“ Und da sind wir schon beim heurigen Schuljahresmotto:        Kinder verstehen es sehr gut, ihren Eltern einfach alles mitzuteilen,
„Einfach“.                                                                ohne Umständlichkeit. Dominikus hatte im tiefsten Inneren eine
                                                                          kindliche Seele und so brachte er vor Gott die ganze Not der dama-
Unser Ordensvater kann uns, gerade was Einfachheit anbelangt,             ligen Zeit. Wenn sich auch die äußeren Gegebenheiten geändert
ein sehr hilfreiches Beispiel sein. So wissen wir, dass er das einfache   haben, die Nöte der Menschen im 21. Jahrhundert sind nicht viel
Leben so sehr schätzte, dass er in jedem Konvent, den er gegründet        geringer geworden. Dem Beispiel unseres Ordensgründers folgend,
hatte - und das waren einige - kein eigenes Zimmer besaß. Er legte        tragen wir Schwestern täglich die Anliegen von Kirche und Welt vor
sich nämlich jeden Abend auf die Stufen vor dem Tabernakel in             Gott hin. In diesem Sinne versichern wir Euch, liebe Leserinnen und
der Kirche nieder, um noch zu beten und dann auch dort zu schla-          Leser des Jahresberichts, auch unser Gebet.
fen. Auch wissen wir, dass er im Ordensgewand eines Mitbruders
starb. Er lebte also wirklich radikal einfach. Das heißt aber nicht,      Im Namen meiner Mitschwestern danke ich der gesamten
dass er jegliches materielle Gut zurückwies. Dominikus achtete            Schulgemeinschaft, allen voran unserer Frau Direktorin Regina
sehr darauf, dass besonders die Schwestern, die zurückgezogen im          Mayr für ihren unermüdlichen Einsatz für unsere Schule und für
Kloster Gott suchen und im Gebet für andere einstehen, genügend           die gute Zusammenarbeit. Ich wünsche allen von Herzen einen
Grund und Boden hatten, um sich selbst zu versorgen, um so ihren          erholsamen Sommer.
Lebensunterhalt zu bestreiten und das Klostergebäude zu erhalten.
Dennoch war ihm das einfache Leben etwas Heiliges, weil es ihm                                       Herzlich grüßt,
vor Augen führte, dass der Mensch auch mit wenig zufrieden sein
kann. Dominikus betrachtete die irdische „Einfachheit“ als Spiegel
der einfachen Wesenheit Gottes. Dies hat er seinen Brüdern und
Schwestern vorgelebt, wie es ein Lied gut zum Ausdruck bringt:
„Dominique, zog so fröhlich in die Welt, zu Fuß und ohne Geld.                                Sr. M. Dorothea Lunger OP
Und er sang an jedem Ort, immer wieder Gottes Wort.“                                                    Priorin

                                                                                                                                               7
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Leitbild
Schulart: Fachschule und Aufbaulehrgang für wirtschaftliche         siertes, strukturiertes und planendes Vorgehen Voraussetzung
Berufe der Dominikanerinnen – dreijährig. Wirtschaftsfachschule     für die Bewältigung der Abschlussprüfungen bzw. Matura
mit sozial-integrativem Schulversuch – einjährig                    in den theoretischen und praktischen Fächern am Ende des
Schulerhalter: Konvent der Dominikanerinnen                         dritten Schuljahres. Wir fordern Leistung und motivieren zu
Ausbildungsschwerpunkt: Gesundheit und Sozialmanagement             Leistungsbereitschaft durch Engagement und Wertschätzung.
Zusatzangebote: Förderunterricht, Erste-Hilfe-Kurs, Freifach        Um diesen Anforderungen gewachsen zu sein, wird eine regelmä-
Italienisch                                                         ßige Fortbildung der Lehrer/innen vorausgesetzt.
Qualitätssicherung: Information, Zielsetzung, Ergebnisse,
Evaluation                                                          • Förderung personaler Kompetenz:
                                                                    Die Persönlichkeit des Menschen kann nur durch Annehmen
• Christlich orientiertes Menschenbild nach Dominikus (lat. = dem   seiner Stärken, aber auch Schwächen reifen. Wir wol-
Herrn geweiht), Priester und Ordensgründer, Gedenktag: 8. August    len daher die Talente der einzelnen Schüler/innen fördern,
Entsprechend dem christlichen Grundgedanken stellen wir den         ihr Selbstbewusstsein stärken und sie zu kritischem Denken,
Menschen in den Mittelpunkt. Die Kleinstruktur der Schule           Selbstreflexion, Selbständigkeit und Eigenverantwortung hin-
ermöglicht es uns, jeden in seiner Einzigartigkeit wahrzunehmen.    führen. Ebenso sollen aber Fähigkeiten wie Arbeiten im Team,
Unsere Schule soll ein offener, froher Ort sein, an dem im gegen-   Durchhaltevermögen, Lernen aus Fehlern sowie konstruktive
seitigen Austausch menschliches Wachsen möglich ist. Dies soll      Konfliktbewältigung ausgebildet werden, damit Freude an der
im Schulalltag in einem würdevollen Umgang miteinander zum          Gemeinschaft spürbar wird.
Ausdruck kommen, sei es in der täglichen Zusammenarbeit, bei        Wir sehen Kreativität und den Mut zur Umsetzung eigener Ideen
der gemeinsamen Organisation von Schulprojekten aber auch           und Meinungen in vielen Bereichen als Weg zur Selbstentfaltung.
durch das Begehen von Festen im Jahreskreis.                        Wir sind auch bemüht, die Schüler/innen zu einem selbst
Aus Achtung vor der Schöpfung Gottes setzen wir bewusst             bestimmten Leben zu ermutigen, welches demokratisches und
Gegentrends zu Schnelllebigkeit und Konsum im täglichen Leben       geschlechtergerechtes Verantwortungsbewusstsein und Handeln
und fördern ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Gestützt    beinhalten soll.
auf diesen Pfeilern wollen wir unseren Schüler/innen Wurzeln
und Halt fürs Leben mitgeben.                                       • Förderung sozialer Kompetenz:
                                                                    Besonderes Augenmerk richten wir auf Werte wie Toleranz,
• Förderung fachlicher Kompetenz:                                   Respekt, Solidarität und soziale Verantwortlichkeit. Sozial zu han-
Unser Motto lautet: Leben und Lernen mit Verstand, Geschick         deln erfordert einerseits ein ausgewogenes Ausmaß an Egoismus,
und Gefühl. Wir sind bemüht, Interesse und Motivation der           um beispielsweise persönliche Grenzen zu erkennen und wahrzu-
Schüler/innen für die vielfältigen Bildungsangebote unserer         nehmen, andererseits auch die Bereitschaft, Verantwortung für
Schule zu wecken. Neben einer erweiterten Allgemeinbildung          andere zu übernehmen.
vermitteln wir Kenntnisse und Fähigkeiten, die zur Ausübung         Um diese Fähigkeiten auszubauen, haben unsere Schüler/innen
von Berufen in den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung, Sozial-     die Möglichkeit, im Rahmen von Projekten und Praktika ver-
und Gesundheitswesen, sowie Tourismus und Ernährung befä-           schiedene Betriebe und soziale Einrichtungen kennen zu lernen.
higen. Eine ausgewogene Kombination aus Theorie und Praxis          Aber auch im Schulalltag sind uns soziale Werte ein Anliegen. So
im Unterricht ermöglicht eine Vielfalt im Finden von Lösungen.      bleibt auch Integration nicht nur ein Schlagwort, sondern wird
Somit erwerben die Schüler/innen selbständiges Arbeiten und         im täglichen Miteinander gelebt. Ein besonderes Anliegen ist das
Denken auch in Hinblick auf die Berufswelt. Zudem ist organi-       gemeinsame Feiern von besonderen Anlässen und Festen.

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FACHSCHULE UND AUFBAULEHRGANG - für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen Lienz
Schule und Konvent
                                               Besuch im Kreuzgang des Klosters

Im Rahmen des Dominikusfestes konnten unsere Schüler*innen         „Wie sieht ein Tag im Kloster aus?“ und viele Fragen mehr wurden
ein besonderes Zusammentreffen erleben. Sr. Katharina OP           von ihr beantwortet. Sr. Katharina absolvierte - durch die Anregung
begrüßte sie in der Kirche und erzählte über die Geschichte des    ihrer leiblichen Schwester - die Fachschule der Dominikanerinnen
Klosters und das Klosterleben.                                     in Lienz. Der Ruf Gottes - etwas, das man einfach intensiv spürt,
Mit seinem Bestehen seit 1218 ist der Konvent der Dominikaner-     wie sie es beschreibt - führte sie, nach mehreren Besuchen auch in
innen in Lienz eines der ältesten Dominikanerinnenklöster über-    anderen Klöstern, zu den Dominikanerinnen.
haupt. Die ersten Räumlichkeiten befanden sich auf der gegenü-     Sr. Katharina beschreibt ihr Leben im Orden als sehr erfüllend.
berliegenden Straßenseite des heutigen Klosters, im so genannten   Die täglichen Gebetszeiten, die den klösterlichen Tagesrhythmus
„Rieplerhaus“. Die Kirche und die restlichen Gebäude kamen nach    bestimmen, beschreibt sie als entschleunigend, vor allem in hek-
und nach dazu.                                                     tischen Zeiten. Und die Dominikanerinnen sind auch technisch
Die Schwestern leben in Klausur. Sr. Katharina vergleicht das      auf dem neuesten Stand. Das Internet und das Smartphone gehö-
Zusammenleben mit dem Leben in einer Familie, wo jeder seine       ren auch im Klosterleben dazu. Wir freuen uns schon auf die
Aufgabe hat.                                                       nächsten Begegnungen mit unserem Schulerhalter und sagen vielen
Im schönen Kreuzgang des Klosters durften die Schüler*innen Sr.    Dank für den spannenden Einblick ins Kloster.
Katharina Fragen stellen. „Was bewegt dazu Nonne zu werden?“
„Haben Sie auch einmal den Gedanken an eine Familie gehabt?“                                                 Mag.a Daniela Pedarnig

                                                                                                                                    9
FACHSCHULE UND AUFBAULEHRGANG - für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen Lienz
Dominikusfest
Besondere Situationen erfordern manchmal kreative Ideen. So feierten wir unser Dominikusfest in diesem Jahr einmal ganz anders als
gewohnt, nämlich mit sechs Workshops.

Die Schüler*innen gingen klassenweise von Station zu Station und genossen die entspannte Stimmung und die anschließende Jause.

·    Kirche und Kreuzgang mit Schwester Katharina OP
·    Film
·    Quiz
·    Gebetsweisen des Heiligen Dominikus
·    Kreatives
·    Meditativer Tanz

10
Dominikusfest

                11
Schulpastoral
 Landart - Schöpfungsverantwortung

 … Landart zeichnet sich aus durch Nehmen
 und Geben zwischen Menschen und Natur
 und verbindet miteinander.

     „Schöpfung hat mit einem Plan der Liebe
     Gottes zu tun, in welchem jedes Geschöpf
     einen Wert und eine Bedeutung besitzt.“

                Papst Franziskus

              Dipl.-Päd.in Helena Bergmann

12
Schulpastoral
Advent– Pause im Distance Learning

Perspektivenwechsel

                      Advent heißt Warten
                      Nein, die Wahrheit ist
             Dass der Advent nur laut und schrill ist
                         Ich glaube nicht
      Dass ich in diesen Wochen zur Ruhe kommen kann
              Dass ich den Weg nach innen finden
      Dass ich mich ausrichten kann auf das, was kommt
                          Es ist doch so
                        Dass die Zeit rast
                  Ich weigere mich zu glauben
       Dass etwas Größeres in meine Welt hineinscheint
            Dass ich mit anderen Augen sehen kann
                      Es ist doch ganz klar
                         Dass Gott fehlt
                   Ich kann unmöglich glauben
                   Nichts wird sich verändern
               Es wäre gelogen, würde ich sagen:
                    Gott kommt auf die Erde!

Und nun lesen Sie den Text, Zeile für Zeile, von unten nach
oben. Iris Macke

                                      Mag.a Daniela Pedarnig

                                                                        13
Schulpastoral
Kreuzweg

Die Schülerinnen und Schüler der EWF setzten sich in der
Fastenzeit mit dem Kreuzweg auseinander. Mit Hilfe von Fragen
versuchten sie die einzelnen Stationen mit ihrem eigenen Leben
in Verbindung zu bringen. Im Gang des Schulhauses wurden
alle Lehrpersonen und Schüler*innen wöchentlich von neuen
Stationen, Fragen und Antworten der Schüler*innen durch die
Fastenzeit begleitet.

                                       Mag.a Daniela Pedarnig

14
Schulpastoral
Emmaus-Gang

Unser Glaube ist ein Licht in Ungewissheit. Vor allem gerade
jetzt fühlt es sich für viele von uns an, als würde das Warten im
Dunkeln kein Ende nehmen.
Beim diesjährigen Emmaus-Gang konnten wir diese Zweifel
überdenken. Von den Emmaus-Jüngern lernen wir, dass wir Jesus
oft nicht mit Augen oder Ohren, dafür aber mit dem Herzen
erkennen können. Doch wie öffnen wir uns gegenüber dieser
Wärme, dieser Hoffnung? Durch den Glauben. Durch bestän-
digen, erwartungsvollen, zuversichtlichen Glauben. Ja, Gott ist
zwar unerklärlich, unergründbar, doch egal wohin wir unseren
Blick richten, erkennen wir sein Angesicht.
Gott ist die Liebe.
                                                     Céline 1 FW

                     Unterwegs im Leben,
                mit offenen Ohren und Augen
                und mit einem offenen Herzen
         meine Umwelt, die Menschen um mich herum
          ganz bewusst wahrnehmend wird mir klar,
    wie viele Möglichkeiten ich täglich geschenkt bekomme,
                       um Gutes zu tun.

                                    Christine Gruber-Reichinger

                                     Dipl.-Päd.in Helena Bergmann

                                                                        15
Schulpastoral
Nur für heute …

Alle mussten in diesem Schuljahr Gelassenheit üben. Viele Änderungen begleiteten uns von Woche zu Woche. Die EWF setzte sich
mit den Regeln der Gelassenheit von Papst Johannes XXIII auseinander und versuchte sie auch der restlichen Schulgemeinschaft nahe
zu bringen.

„Vertrauen: Nur für heute will ich keine Angst haben. Ganz besonders nicht davor, mich an allem zu freuen, was schön ist - und an die
Liebe zu glauben. “

                                                                                                             Mag.a Daniela Pedarnig

16
Aus dem Unterricht
                                             Küchen- und Restaurantmanagement

Auch in diesem Schuljahr wurde dieses Fach Corona-bedingt             Trotz dieser Umstände sind unsere Schüler*innen für das zweim-
zeitweise im Fernunterricht oder im Schichtbetrieb an der             onatige Ferialpraktikum, das vorzugsweise in der Gastronomie
Schule angeboten.                                                     in den Sommermonaten absolviert wird, gut gerüstet.
Dabei wagten sich die Schüler*innen der 2FW auch an die               Allen Praktikant*innen sei viel Freude und Einsatz in diesem
Zubereitung regionaler Spezialitäten: So wurden z. B. knusp-          Sommer gewünscht!
riger Schweinsbraten, Hochzeitskrapfen - je nach Region                                                Dipl.-Päd.in Irmgard Brunner
umgangssprachlich „Nigilan“ oder
„hohle Krapfen“ genannt – und
vieles mehr mit großer Hingabe
zubereitet und natürlich anschlie-
ßend auch verkostet.
Die Schüler*innen erprobten
Rezepturen verschiedenster Art.
Fotostrecken der Arbeitsabläufe
dokumentierten die Zubereitung der
Speisen. Auch im Servicebereich ver-
suchten wir, verschiedenste digitale
Aufgabenstellungen so gut es ging
zu lösen.

                                         Distance Learning im praktischen Unterricht

Zum Thema „Mürbteig“ erfreute mich Lisa Weitlaner (1FW) mit einem
aufmunternden Foto. In schwierigen, herausfordernden Zeiten müssen
wir uns selbst etwas Gutes tun, damit wir die Motivation und Bereitschaft
zum Arbeiten nicht verlieren.

                                          Dipl.-Päd.in Hildegard Lanser

                                                                                                                                 17
Aus dem Unterricht
                                                              Deutsch

Die EWF-Klasse lernte nicht nur, wie man einen Leserbrief ver-
fasst, sondern schickte einen an die Zeitschrift „TOPIC“:

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Mit großem Interesse haben wir den Artikel „Der Wolf und wir“
gelesen. Darin schreibt Christina Reisenbichler über den Wolf,
der nach Österreich zurückkommt.
Der Wolf ist leider kein Streicheltier, deshalb sollte man immer
vorsichtig sein, sobald man einen im Umfeld oder im Wald
gesehen hat.
Im Rudel sind sie immer stärker. Sie zeigen sich mächtig und
stark.
Da Wölfe für die Schafe eine große Gefahr sind, hat ein
Lienzer ein Wolfvergrämhalsband erfunden, das die Schafe
tragen. Wenn der Wolf also zubeißen will, bekommt er einen
Elektroschock und der Wolf wird sich das merken und hoffent-
lich nicht mehr zubeißen. Wenn diese Erfindung klappt, wären
die Schafe in Sicherheit und der Bauer müsste sich keine Sorgen
mehr um seine Schafe machen.
Man könnte auch Herdenschutzhunde einsetzen, wie dies bereits
in anderen Ländern erfolgreich gemeistert wird.
Lasst uns diese Ideen unterstützen, damit es keine toten Schafe
mehr gibt!

                                          Mag.a Gudrun Loidl

Am diesjährigen Vorlesetag erzählte die EWF den Kinder-
gartenkindern vom Grafenanger über Videoschaltung eine
spannende Geschichte.
Vor Ort ließen es sich die Frau Klassenvorstand und die Frau
Direktorin nicht nehmen, der Klasse vorzulesen.

18
Aus dem Unterricht
                                                            Deutsch
Neben der Beschäftigung mit Grammatik, Rechtschreibung oder
Textsortenwissen haben die Schüler*innen der 1FW und 2ALW
auch ihr schauspielerisches Können unter Beweis gestellt und
dabei ihren Mitschüler*innen kurze Theaterstücke zu Märchen
wie „Rumpelstilzchen“, „Rapunzel“ und „Froschkönig“ präsen-
tiert. Auch Balladen wie „Der Erlkönig“, „Nis Randers“ und „Der
Zauberlehrling“ wurden als kreative Vorstellungen dargeboten.

                                       Mag.a Alexandra Reider

                                                                        19
Aus dem Unterricht
                                                          Englisch

2021 ist das Internationale Jahr zur Abschaffung von Kinderarbeit.                     The story of a little girl
Die 2ALW hat sich im Englischunterricht mit dem Thema ausein-                 Sparkling eyes, dreams and curiosity
andergesetzt und Poster für ihre Schulkolleg*innen gestaltet, auf              This is what a childhood should be
denen sie nicht nur mit Zahlen und Fakten, sondern auch mit ein-            What I see are tired eyes and painful smiles
fühlsamen Gedichten über Kinderarbeit informierten.                            Hope is flying away like butterflies
In einem klasseninternen Wettbewerb gestalteten die Schüler*innen
Werbevideos für gemeinnützige Vereine und sammelten im                              I have to work hard all day
Anschluss Spenden für das Siegerprojekt.                                           To get the money they call pay
Die Projektgruppe D-box rundete den gesammelten Betrag auf und             Learning how to write or to draw? No chance
so konnte dem Verein „let’s build my school“, der weltweit aus nach-     The pen has been replaced by a shovel in my hands
haltigen, lokalen Materialien Schulen in benachteiligten Gegenden            My back is badly scratched, my hips hurt
baut, eine Tür gespendet werden.                                                  My feet are covered with dirt
                                             Mag.a Martha Marizzi                   I have to work hard all day
                                                                                      There is no time for play
                                                                                I wish this was just a nightmare
                                                                                      As it is hard to bear
                                                                                  But I have to go through this
                                                                             Without a loving parents’ good night kiss
                                                                                    I have to work hard all day
                                                                                   To get the money they call pay
Ausschnitt
Siegervideo                                                                           Sarah Risslegger, 2ALW
Isabell Fuchs

                                                   let's build
                                                   my school
                                                   (letsbuildmyschool.org)
                                                          Ausschnitt Siegervideo (Isabell Fuchs)

20
Aus dem Unterricht
                                                             Italienisch

                                               Intervista a Stefano Fucili via Zoom, 2 ALW, martedi l‘8 giugno 2021, dalle
                                               8.00 alle 8. 40.
                                               Chi è Stefano Fucili? È un cantautore italiano, abita a Fano. Cosa fa di mestiere?
                                               Cantautore, chitarrista, compositore e arrangiatore Interprete e compositore di
                                               brani per bambini per Coccole Sonore (con oltre 20 milioni di views YT) e il Coro
                                               dell'Antoniano.
                                               Con chi ha collaborato?
                                               Ha aperto i concerti di Lucio Dalla, Ron, Luca Carboni, Giorgia, Nomadi, Paola
                                               Turci.
                                               La sua carriera
                                               Ha pubblicato 7 album diversi singoli ed è presente in numerosissime compilation
                                               internazionali in diversi paesi Russia, Brasila, Francia, Paesi Scandinavi, Sud Corea,
                                               Slovacchia, Singapore etc.)
Domande: Da quanto fai musica? Da bambino.
Quali strumenti suoni? La chitarra elettrica e acustica. Il basso. Il piano.
Come hai passato la pandemia? Ha fatto interviste e concerti via internet, ha fatto meeting online con altre musicisti amici. Ha
prodotto il suo nuovo album.
Puoi cantarci una canzone tua? – Certamente e ha fatto Mia bella ciao. Dopo la canzone preferita del prof. Anni luce.
Dove hai conosciuto il nostro prof? Nel 2018 dopo un concerto a ricordare il grande Lucio Dala.
Quali lingue parli? Italiano, spagnolo, inglese.
                                                                                                 La tua famiglia è anche musicale?
                                                                                                 Si, uno zio della Sardegna è stato
                                                                                                 direttore di un orchestra e anche
                                                                                                 altri membri della famiglia fanno
                                                                                                 musica.
                                                                                                 D’estate farai dei concerti? Si alcuni,
                                                                                                 anche abbiamo le trattative per il
                                                                                                 concerto per Lucio fine luglio alle
                                                                                                 isole Tremiti.
                                                                                                 Alla fine la classe si ringrazia e
                                                                                                 Stefano augura in bocca al lupo per
                                                                                                 il compito in classe di ragioneria
                                                                                                 dopo.

                                                                                                 Mag. Bernd Goldgruber

                                                                                                                                     21
Aus dem Unterricht
                                                       Italienisch

Italiano per la gastronomia

Auch dieses Jahr fand als Vorbereitung auf das
Sommerpraktikum ein Italienischkurs für einen Teil
der 2FW statt. Dabei wurde den Schüler*innen vor
allem ein Eindruck italienischer Essgewohnheiten
und die dazu passenden Vokabeln vermittelt.
Als Abschluss ging es in eine Pizzeria, danach wurde
in der Schule noch ein “Gelato” bei italienischer
Musik genossen.

Mag.a Laura Winkler

22
Aus dem Unterricht
                                                  Bewegung und Sport

Selbst der Schichtbetrieb konnte uns nicht daran hindern      se 6-7 Kilometer unterwegs. Erwähnen möchte ich die
sportlich aktiv zu sein und Körper und Geist zu trainieren.   1ALW: im Schichtbetrieb sind die Sportgruppen einen
                                                              Halbmarathon mit den Nordic Walking Stöcken ab 8:00
Was kann man im Sport im Schichtbetrieb tun? Wenn wir         Uhr bei Wind und Wetter mit mir bergauf/ab unterwegs
nicht in die Turnhalle dürfen? Wenn auch die Möglichkeiten    gewesen.
im Freien Corona-bedingt eingeschränkt sind. Ich versuchte    Mit der Klasse 2ALW haben wir auf einem Schneefeld den
den Sportunterricht mit verschiedenen Aktionen "aufzupep-     "Jerusalema" Line-Dance mit großem Spaß getanzt.
pen".                                                         Unsere Schüler*innen waren immer mit Elan dabei, sie
Gott sei Dank hatte der Eislaufplatz eine Zeit lang offen.    freuten sich, dass im Sportunterricht keine Maskenpflicht
Austoben konnten wir uns auch beim „Snowfrisbee".             war, lachten und „quatschten“ miteinander. Wie schön!
Erwähnen möchte ich, dass die Klassen in dieser Zeit sehr
fleißige "Walker*innen" geworden sind. Wir sind teilwei-                           Ruth Madl-Mairginter, Sportlehrerin

                                                                                                                    23
Aus dem Unterricht
                                          Gesundheit und Sozialmanagement

In diesem Schuljahr konzentrierten sich die Lehrinhalte
auf die Vermittlung von theoretischen Kenntnissen in den
Bereichen
   · Entwicklung und Betreuung von Kindern –
		 vom Säugling bis zum Schulkind
   · Förderung und Betreuung von Kindern und
		 Menschen mit Beeinträchtigungen
   · Krankheitsbedingte Veränderungen im Alter –
		 in Würde altern
   · Gesunderhaltung des Körpers.

Aufgrund der „besonderen Umstände“ konnten keine
Praxiseinsätze absolviert werden, jedoch versuchten wir den
Unterricht so praxisnah wie möglich zu gestalten und einen
Beitrag zur „Herzensbildung“ zu leisten. Für die Nöte der
Menschen sensibilisiert zu werden und dafür Sorge zu tra-
gen, war uns im Schulalltag sehr wichtig.
Durch die Vermittlung von Grundkenntnissen im
Haushaltsmanagement und die Betreuung unseres
Schulgartens sollen die Schüler*innen für die Ausbildung in
einem Sozialberuf gut vorbereitet werden.
Es war einfach schön zu erleben, mit welchem Eifer und
Engagement die Schüler*innen die Arbeiten durchgeführt
haben und welche Gedanken und Gefühle die jungen
Menschen mit sich tragen.

                             Dipl.-Päd.in Hildegard Lanser

24
Aus dem Unterricht
                                          Gesundheit und Sozialmanagement

Babyfit Kurs EWF
                                                              Aufgrund der Corona-Bestimmungen war in diesem Jahr
Mit großem Eifer nehmen die Schüler*innen der EWF             die Praxis an der Schule nur eingeschränkt möglich. Daher
Klasse jährlich am Babyfit Kurs teil. Schwangerschaft,        waren die Schüler*innen das gesamte Schuljahr aufgefor-
Pränatalentwicklung, Geburt, Umgang mit dem                   dert, nach Möglichkeit in der Familie sowie im nahen
Neugeborenen, Stillen sowie die Ernährung eines Säuglings,    Bekanntenkreis bei der Betreuung und Pflege von Säuglingen
Säuglingspflege, das Babybad - bis hin zur Unfallprävention   oder Kleinkindern mitzuhelfen.
sind einige der Themen, welche in diesem Kurs vermittelt
werden.                                                                                    Dipl.-Päd.in Gertraud Trojer

                                                                                                                     25
Aus dem Unterricht
                                          Gesundheit und Sozialmanagement

Babyfit und Pflegefit Kurs 2FW

Auch heuer konnten die Schüler*innen
der 2. Klasse im Rahmen des Unterrichts
den Babyfit- und Pflegefit-Lehrschein
erwerben und Einblicke in die Betreuung
und Pflege von Kindern, sowie von
kranken und älteren Menschen gewin-
nen. Praktische Übungen zur Festigung
der Lehrinhalte wurden im familiären
Umfeld ausgeführt. Dadurch konnten
die theoretischen Informationen ver-
tieft werden.
         Dipl.-Päd.in Helena Bergmann

26
Aus dem Unterricht
                                          Gesundheit und Sozialmanagement

Soziales Engagement einmal anders

Augen auf – mitdenken – EINFACH anpacken!
Verwandle deine Umwelt in einen schönen Ort.

„Heute habe ich mit meinem Bruder 4 kg Müll gesammelt.
Es ist unglaublich, was man alles findet. Wir haben von
16 Uhr bis 19:30 Uhr gearbeitet. Wir waren fast überall,
zuerst in unserer Wohngegend, dann beim Campingplatz,
bei der Polizei und bei der Kirche. Neben den Bänken und
am Rand unseres Flusses war besonders viel Müll. Da lagen
Glasscherben, Sprayflaschen, Plastikmüll, Hundekot und
auch Knochen, sowie viele Zigarettenstummel und anderer
Unrat. Jetzt sind wir alle müde. Ein paar Leute haben uns
gelobt.“
                                                 Iris, 1FW

„Zuerst habe ich meine Gummihandschuhe und einen
Müllsack hergerichtet. Danach habe ich mich warm angezo-
gen und bin los gegangen. Ich habe alles Mögliche eingesam-
melt, wie zum Beispiel Zigaretten, Bierdosen, Glasflaschen,
Verpackungen von Chips und Süßigkeiten aller Art.
Getränkemüll habe ich aus Plastik, Glas, Metall und Tetra
Pack gefunden. Die meisten Sachen lagen sicher schon lange
da, denn man musste richtig daran ziehen, dass man sie
überhaupt herausbekommen hat. Die Bierflaschen waren oft
zerbrochen und ich musste die Teile einzeln aufheben. Im
Großen und Ganzen hat es mir sehr viel Spaß gemacht und
man konnte sehen, wie viel Müll wirklich im Wald liegt und
was dort alles weggeworfen wurde.“
                                                 Lara, 1FW

                            Dipl.-Päd.in Helena Bergmann

                                                                            27
Die Aufgabe war ja mein Zimmer aufzuräumen.  Diese Aufgabe habe
                                     im Fernunterricht
  ich bereits erledigt. Es
        Die Aufgabe        warjasehr
                         war     meingut,Zimmer
                                          weil mein Zimmer leider Diese
                                                 aufzuräumen.     sehr Aufgabe habe
  unordentlich war. Zuerst habe die Sachen - also Bücher, Mappen und
           ich bereits erledigt. Es war sehr gut, weil mein Zimmer leider sehr
  Kleidung von meinem Bett gegeben. Danach habe ich das Bett neu
        unordentlich war. ZuerstAushabe
                                      demdie Sachen - also Bücher, Mappen und
  eingebettet und meinen Schreibtisch neu Unterricht
                                          sortiert, abgewischt und
           Kleidung von meinem Bett gegeben.
                             Gesundheit            Danach habe ich das Bett neu
                                        und Sozialmanagement
  abgestaubt. Danach habe ich alle Sachen, die am Boden waren, in die
Gesundheit
   richtigeneingebettet
              undSchränke       und immeinen
                   Sozialmanagement
                              eingeräumt.        ZumSchreibtisch
                                           Fernunterricht                  neu
                                                                   tisch neu
                                                        Schluss habe              sortiert,
                                                                              sortiert,
                                                                            ich  mein            abgewischt
                                                                                        abgewischt
                                                                                          Zimmer                     und habe
                                                                                                   und abgestaubt. Danach
                                                                   ich alle Sachen, die am Boden waren, in die richtigen Schränke
Die Aufgabe war ja mein Zimmer aufzuräumen. Diese Aufgabe          eingeräumt. Zum Schluss habe ich mein Zimmer abgestaubt,
habe        abgestaubt.
   abgestaubt,
      ich bereits erledigt.  warDanach
                      denEsBoden sehrgewischt habe
                                      gut, weil    und
                                                mein   ich    alle Sachen,
                                                          gesaugt.
                                                      Zimmer       denMeine      die am
                                                                                 Mama
                                                                        Boden gewischt     war
                                                                                         und  Boden
                                                                                             gesaugt.    waren,
                                                                                                      Meine Mama warin    die
                                                                                                                        begeistert.
leider sehr unordentlich war. Zuerst habe ich die Sachen - also
   begeistert.
Bücher,     richtigen
          Mappen            Schränke
                    und Kleidung           eingeräumt.
                                  von meinem    Bett gegeben. Zum Schluss habe ich meinSimona                 Zimmer  Lanser 1FW
Danach habe ich das Bett neu eingebettet und meinen Schreib-
           abgestaubt, den Boden gewischt und gesaugt. Meine Mama war
  Simona Lanser 1FW

           begeistert.

           Simona Lanser 1FW

28
Aus dem Unterricht
                                          Gesundheit und Sozialmanagement

Gesunde Umwelt – Gesunder Mensch: Blumensaatkugeln           Aus torffreier Erde, Blumensamen, Tonpulver und Wasser
- Bringe deine Welt zum Blühen                               entstehen im Handumdrehen kleine Überraschungsgeschenke.
                                                             Einige Schüler*innen der 2FW haben diese für den Schul-
Blumensaatkugeln sind mit Samen gefüllte Erde-Ton-Bälle,     schluss vorbereitet und wollen dabei auch unsere Lebenswelt
die einfach in die Natur geworfen werden können, dahin, wo   in Kärnten und Osttirol zum Blühen bringen.
du dir mehr Grün wünschst.
                                                                                          Dipl.-Päd.in Helena Bergmann

                                                                                                                   29
Aus dem Unterricht
                                            Gesundheit und Sozialmanagement

Thema „Liebe und Sexualität“

Céline hat ihre Gedanken, Gefühle und Wahrneh-
mung aufgeschrieben:
Liebe und Sexualität gehen Hand in Hand. Sie
ermöglichen uns, unsere Zuneigung und Liebe auf
neue Weise auszudrücken und zu erforschen. An
vorderster Stelle steht dabei das Vertrauen, da es
bei beiden vor allem um Zutraulichkeit, aber auch
um Leidenschaft und Freude geht.
Folgende Fragen zu diesem Thema kreisen in
ihrem Kopf:
Kann man jemals zu stark lieben? Warum trennen,
zerstreiten sich Liebende? Ist Liebe nicht etwas
Ewigwährendes? Ist Liebe eine Entscheidung?

Qualitäten, die Céline in eine Beziehung mitbringt
und die sie sich von ihrem Partner wünscht.

                   Dipl.-Päd.in Hildegard Lanser

30
Aus dem Unterricht
                                                  Wirtschaftswerkstatt

Im Fach Wirtschaftswerkstatt konnten die Schülerinnen und     ist auch sehr wichtig. Man kann nicht immer alles zugleich
Schüler der 3FW wertvolle Erfahrungen sammeln. Bei der        machen, besser ist es etwas anzufangen und das fertig zu machen
Evaluierung wurde u. a. folgende Frage gestellt:              und dann das Nächste.
„Welche Erfahrungen lassen sich aus dem abgeschlossenen                                                        Verena Gasser
Projekt für weitere Projekte nutzen?“
                                                              Die Planung des Projekts ist sehr aufwändig und sollte genau
Auszug aus den Antworten zum Projekt „Demenzkissen“           gemacht werden. Das Nähen der Kissen erfordert sehr viel
                                                              Zeit. Ohne Nähkenntnisse stellt es sich als
Es ist immer wieder interessant in einer Gruppe gemeinsam     sehr schwierig heraus. Man sollte früh
etwas zu machen oder etwas zu gestalten, Teamarbeit ist ein   genug anfangen um Zeitprobleme
sehr wichtiger Punkt bei einem Projekt.                       zu vermeiden. Man muss immer
                                               Anja Schett    mit Problemen rechnen, die es zu
                                                              lösen gilt.
Teamfähigkeit und Zusammenhalt ist ein wichtiger Grund-                      Stephanie Tegischer
stein, das sollte man von Anfang an beachten. Einteilung

                                                                                                                          31
Aus dem Unterricht
                                                     Wirtschaftswerkstatt

Auszug aus den Antworten zum Projekt „Scrunchies“                 Man muss die Termine konsequent einhalten und jeder sollte
                                                                  einen Beitrag machen.
Ich nehme aus diesem Projekt mit, dass ein Projekt viel Arbeit                                              Nicole Brugger
ist und dass bei einem solchen Projekt Kommunikation eine
sehr große Rolle spielt. Außerdem sollte/muss man sich auf        Natürlich läuft ein Projekt mit mehreren Personen nie ohne
die anderen verlassen können, da es sonst sehr schwierig wird.    Meinungsverschiedenheiten, jedoch sollte man sich zusam-
Zusätzlich braucht es einen Teamleiter/ eine Teamleiterin die     menreißen und auch Meinungen von anderen respektieren.
gut darin ist das Team zu koordinieren und für das Team da ist.   Außerdem kann ich aus dieser Erfahrung mitnehmen, dass
                                                 Janina Fuchs     man nicht negativ in eine Sache hineingehen sollte, da dies
                                                                  nicht zu einem guten Ergebnis und Leistung führen kann.
Ich nehme aus diesem Projekt mit, dass Kommunikation oft                                                  Anna-Lena Pichler
sehr schwierig ist und Verbesserung möglich. Zudem ist ein
guter Teamleiter/Teamleiterin sehr wichtig, um das gesamte
Projekt zu koordinieren. Im Nachhinein betrachtet wäre
es besser in kleineren Gruppen zu arbeiten, und zwar mit
Menschen, die sich auch wirklich anstrengen und etwas zum
Projekt beitragen, anstatt als Mittläufer nachher auch den
Gewinn zu kassieren.
                                          Selina Perathoner

Projekt „Memorykarten für das Wohn- und Pflegeheim“               monatlichen Abendcafé einen wertvollen Einsatz erfül-
                                                                  len und kann gezielt zur Aktivierung eingesetzt werden.
Pfarrkirchen aus verschiedenen Gemeinden Osttirols wurden
für Karten abfotografiert und daraus ein Memory-Spiel für das
Wohn- und Pflegeheim Lienz gestaltet. Die beigelegte Beschrei-
bung der verschiedenen Pfarrkirchen wird die Bewohner*innen
an ihre Gottesdienstbesuche erinnern.
                                                                  Mag.a Christine Seirer in Kooperation mit
Das dortige Aktivierungsteam und die Ergotherapeu-                Dipl.-Päd.in Hildegard Lanser und
tinnen freuten sich darüber. Das Memory wird beim                 Dipl.-Päd.in Gertraud Hofmann

32
Aus dem Unterricht
                                            Musik und Kreatives Gestalten

... können zum Aufatmen in einem oft stressigen Schulalltag einladen und entspannen.

                                                                                       33
Stundentafel EWF und FW

                                      1-JÄHRIGE WIRTSCHAFTSFACHSCHULE (INKL. INTEGRATION)
     A. Pflichtgegenstände

     Religion                                                                               2
     2. Allgemeinbildung, Sprache und Kreativität:
     2. 1. Deutsch                                                                          3
     2. 2. Englisch                                                                         2
     2. 3. Politische Bildung und Recht                                                     2
     2. 4. Persönlichkeitsbildung und Kommunikation                                         2
     2. 5. Musik und Kreativer Ausdruck                                                     4
     3. Wirtschaftliche Grundlagen:
     3. 1. Wirtschaftliche Bildung                                                          4
     3. 2. Informations- und Officemanagement                                               3
     3. 3. Berufsorientierung                                                               2
     4. Ernährung, Gesundheit und Gastronomie:
     4. 1. Ernährung und Gesundheit                                                         2
     4. 2. Küche, Service und Betriebsorganisation                                          6
     4. 3. Haus- und Gartenpflege                                                           2
     5. Bewegung und Sport                                                                  2
     Gesamtwochenstundenzahl                                                                36

                                         3-JÄHRIGE FACHSCHULE FÜR WIRTSCHAFTLICHE BERUFE
     A. Pflichtgegenstände
                                                                                                 Jahrgang
                                                                                            1.      2.      3.
     1. Religion                                                                            2        2      2
     2. 2. Allgemeinbildung, Sprache und Kreativität:
     2. 1. Deutsch                                                                          4       2       3
     2. 2. Englisch                                                                         3       3       3
     2. 3. Geschichte, Politische Bildung                                                   -       2       2
     2. 4. Naturwissenschaften                                                              2       2       2
     2. 5. Psychologie                                                                      -       -       2
     2. 6. Musik, Bildnerische Erziehung und Kreativer Ausdruck                             2       2       2
     3. Wirtschaftliche Grundlagen und Zusammenhänge:
     3. 1. Volkswirtschaft und Wirtschaftsgeografie                                         2       2       -
     3. 2. Betriebswirtschaft                                                               1       2       2
     3. 3. Rechnungswesen und wirtschaftliches Rechnen                                      3       3       3
     3. 4. Recht                                                                            -       -       2
     3. 5. Officemanagement und angewandte Informatik                                       3       2       2
     3. 6. Gesundheit und Sozialmanagement, inkl. Praxis                                    2       2       2
     4. Ernährung, Gastronomie und Hotellerie:
     4. 1. Ernährung                                                                        2       1       -
     4. 2. Küchen- und Restaurantmanagement                                                 5       5       5
     4. 3. Betriebsorganisation                                                             1       1       -
     5. Witschaftswerkstatt                                                                 -       -       3
     6. Bewegung und Sport                                                                  2       2       1

     B. Verbindliche Übung:
     Persönlichkeitsbildung und Kommunikation                                               1       1        -

     Gesamtwochenstundenzahl                                                                35     34        36
                                                                                                            105

34
Aus dem Unterricht
                                                Naturwissenschaften

Young Science Projekt: Mitforschen in der Natur           Schüler*innen mit großer Neugier im Schulgarten nach
                                                          interessanten Tieren und Pflanzen.
Der OeAD bietet mit den Young-Science-Initiativen         Anschließend wurden die gesichteten Tiere oder Pflanzen
schulische und außerschulische Möglichkeiten, mit         auf der Internetseite www.naturbeobachtung.at (oder
Forschungseinrichtungen in Kontakt zu treten und          alternativ auf der App) gemeldet und dabei ein klei-
zusammenzuarbeiten. Schulen (und interessierte            ner Beitrag zum Naturschutz geleistet. Dabei sind Fotos
Einzelpersonen) die bei Forschungsprojekten mitarbeiten   für die genaue Artbestimmung sehr wichtig. Die gemel-
und die Wissenschaft unterstützen möchten, können im      deten Beobachtungen fließen immer wieder in aktuelle
Rahmen des Citizen Science Awards jährlich von 1. April   Verbreitungskarten, Forschungsprojekte oder Rote Listen
bis zum Ende des Schuljahres an ausgewählten Projekten    ein.
mitforschen und Preise gewinnen.                          Schön zu sehen, wie interessiert die Schüler*innen for-
Die Klassen 2FW und 3FW haben im Rahmen des               schen.
Naturwissenschaften-Unterrichts an dem Young Science
Projekt „Naturbeobachtung“ mitgeforscht. Ausgestattet
mit Bestimmungsbüchern und Becherlupen suchten die                                   MMag.a Veronika Kruschitz

                                                                                                                    35
Aus dem Unterricht
                                                    Naturwissenschaften

Exkursion zum Biobauernhof                                        haben sie auf „Bio“ umgestellt und ihren Horizont erweitert.
                                                                  Sie trauten sich in das Hanfgeschäft einzusteigen. Mittlerweile
Am 30. September besuchte die 3FW Klasse den Biobauernhof         produzieren sie ihre eigenen Öle, Tees, Snacks und noch vieles
Halbfurter in Stribach, welcher als einziger in Osttirol die      mehr. Sie haben uns über die Vielfältigkeit des Hanfes aufge-
Hanfpflanze anbaut. Der Bauer und die Bäuerin begrüßten uns       klärt und uns die biologische Landwirtschaft fachlich erläutert.
alle freundlich und klärten uns als erstes über die Geschichte    Abschließend bekamen wir noch alle eine gute Jause und dann
ihres Hofes auf. Der Hof und die Familie haben einen langen       gingen wir mit unserem neu gewonnenen Wissen nachhause.
Weg hinter sich, voller Höhen und Tiefen, doch ihr Fleiß
hat sich ausgezahlt. Heute haben sie einige tolle Projekte am                                                  Lara Tengg, 3FW
Laufen, wie zum Beispiel „Schule am Bauernhof“. Ebenso

                                       Lernen trotz Corona und Herausforderungen

Hier ein paar Eindrücke unserer Schüler*innen

   Zum einen fand ich es sehr angenehm, da man die
Themen eigenständig lernte und somit meist auch                  P O S I T I V                       N E G A T I V
gleich verstand, jedoch ist es auch eine Herausforde-
rung, selbständig die Zeit zu managen und mit allem                                             Kein geregelter Tagesablauf
rechtzeitig fertig zu werden. Das distance learning                                                         Stressig
finde ich persönlich besser, doch nur solange ein                                                       Wenig gelernt
geregelter Tagesablauf abgehalten wird.                                                               Computerprobleme
                                                                  Ausschlafen                       Verwirrende Aufgaben
    Ich fand distance learning anstrengend aber                 Länger aufbleiben                    Schwierigkeiten den
erfolgreich. Jeder hat das Beste gegeben und ich            Mehr Zeit mit der Familie              Überblick zu behalten
habe gemerkt, dass jeder sich hilft. Die Lehrer haben       Man muss nicht außer Haus                    Schlafmangel
uns gelobt, unterstützt und motiviert, das hat mir               Eigenes Tempo                           Depressionen
weitergeholfen weiter zu machen, obwohl es mir an                                                           Ängste
manchen Tagen nicht gut ging.                                                                                Druck
                                                                                                         Keine Freunde
   Ich bin froh wieder in der Schule zu sein, da ich                                                Kein Menschenkontakt
meine Mappe mit den ganzen Fächern in der Schule
vergessen hatte.

36
Aus dem Unterricht
                                         Lernen trotz Corona und Herausforderungen

   Am Anfang war das Homeschooling noch ganz okay, jedoch              Schulalltag zu koordinieren, damit ich alles unterkriege, was
fand ich es nach einigen Wochen sehr hart. Ich war oft unmoti-         ich mir vornehme. Dazu habe ich auch noch gelernt, mir neues
viert und konnte mich nicht konzentrieren, da zu Hause einfach         Wissen selbst anzueignen und zu verstehen.
zu viele Ablenkungen waren. Die Zeiteinteilung war für mich            Meine negativen Erfahrungen waren, dass ich gemerkt habe, wenn
jedoch nicht so schwer. Auch wenn mir die Arbeit oft über den          ich mir nicht alles genau einteile ich schnell Stress bekomme und
Kopf wuchs, war es eine lehrreiche Erfahrung.                          es dann noch komplizierter für mich ist, Aufgaben zu erledigen.

   Ich finde Homeschooling besser als Schule, da man sich die             Am meisten hat mir am Homeoffice gefallen, dass ich mir selbst
Zeit selber einteilen kann. Im Großen und Ganzen lief es ganz          einteilen konnte, wann ich was mache und ich nicht „gezwungen“
gut, außer manchmal da habe ich vergessen das Mikrofon auszu-          war die ganze Stunde dabei zu sitzen. So habe ich oft einfach
schalten, das sorgte für ein paar Lacher.                              dazwischen eine Pause gemacht oder die Arbeit erst am nächsten
                                                                       Tag erledigt. Ich finde das ist einer der größten Vorteile, die die
   Die Lehrer haben versucht, auf alle einzugehen und die Schü-        Arbeit von zu Hause aus mit sich bringt. Weitere Punkte, die mir
ler zu unterstützen, das oft geklappt hat. An manchen Wochen           sehr gefallen haben waren, dass ich während der Arbeit Musik
war es sehr stressig. Man hat allerdings einiges dazugelernt, wie      hören und den Wecker etwas später stellen konnte. Der einzige
zum Beispiel das selbstständige Arbeiten und die selbstständige        Nachteil war für mich, dass ich meine Freunde nicht gesehen habe
Einteilung der Arbeit und Zeit. Auch hat man gemerkt, dass man         und die sozialen Kontakte generell sehr eingeschränkt waren.
sich auf die Mitschüler verlassen kann.                                Hier ein Ausschnitt aus Betriebswirtschaft „Risiken des Online-
                                                                       shoppings“ (2FW):
    Das Lernen zuhause war nicht gerade die einfachste Zeit, die
einzige Quelle der Motivation waren für mich die Lehrer. Ohne
diese aufbauenden Worte wäre diese Zeit noch schlimmer für
alle gewesen. Deswegen muss ich ein großes Lob und ein riesiges
Dankeschön aussprechen, denn Sie haben einen sehr wichtigen
Job in dieser schwierigen Zeit gehabt und diesen über Ihre
Grenzen ausgeübt. Man merkt erst, wie wichtig der Kontakt zu
den Lehrern ist, wenn das Einzige, das man sieht der Bildschirm
ist, und ich bin froh, mich endlich wieder von Person zu Person
unterhalten zu können.

  Es war sehr angenehm den Tag selbst einteilen zu können.
Auch meine Mitschüler habe ich nicht vermisst.
                                                                     Laura Mijatovič, 2FW: Wählen
   Aus meiner Sicht kann ich sagen, dass ich positive und negative   Sie einen Webshop aus der EU Aileen Greil, 2FW: Speichern Sie
Erfahrungen mit dem distance learning gemacht habe. Die posi-        mit dem Euro-Label E-Commerce- wichtige Dokumente und drucken
tiven Erfahrungen waren bei mir, dass ich gelernt habe meinen        Gütezeichen                    Sie diese aus

                                                                                                                                       37
Aus dem Unterricht
                                                    Katholische Religion

FASTEN. DER WEG ZU MIR. UND ZU GOTT.                             Ich finde zu diesem Spruch passt: „Wer das Kleine nicht ehrt,
                                                                 ist das Große nicht wert“ sehr gut. Wenn man einfach einmal
EINFACH leben – einfach LEBEN                                    mit weniger zufrieden ist und nicht immer alles haben will, ist
                                                                 das Leben sehr schön. Man sollte nicht immer den aktuellsten
„Schreibe einen Gedanken zu diesem Wortspiel, passend zu         Trends hinterherjagen.
unserem Jahresmotto“ – lautete ein Arbeitsauftrag für die                                                                  Lea
3FW in Religion.

Das Leben kann sehr schön sein, wenn man mit sich selbst
zufrieden ist. Wenn man lachen, hoffen, lieben kann und das
zu schätzen weiß, was man hat.
                                                   Melanie

Man sollte sich nicht zu viele Gedanken machen und einfach
das Leben leben. Man kann sowieso nicht alles kontrollieren,
deswegen sollten wir uns alle ein wenig besinnen und nicht
im Stress untergehen.
                                                    Verena

Dieses Wortspiel regt meiner Meinung nach zum Nachdenken
an, da man selbst für sein Glück und Leben verantwortlich ist.
Man muss selbst glücklich sein wollen, um auch mit weniger
ein zufriedenes und schönes Leben führen zu können.
                                                 Anna-Lena

Man sollte jede einzelne Sekunde, jede Minute und jeden Tag
genießen. Denn man weiß nie, was morgen kommt. Einfach
im Hier und Jetzt träumen und leben. Einfach einmal dankbar
sein für den Moment.
                                                     Jasmin

                                                                  Selina Perathoner

38
Aus dem Unterricht
                                                    Katholische Religion

Im Leben sollte man sich öfters bewusst sein, dass nicht alles selbstverständlich ist, dass man auch auf manches verzichten soll
und dass das Fasten ein guter Weg für sich selbst ist und es auch für Gott freiwillig gemacht werden soll.
                                                                                                                          Anja

                                                                                              […] In der Einfachheit liegt oft
                                                                                              die Kraft. Wer die Kleinigkeiten
                                                                                              im Leben schätzt, der geht mit
                                                                                              einer ganz anderen Einstellung
                                                                                              durchs Leben.
                                                                                              Jeder von uns hat das Leben
                                                                                              geschenkt bekommen, doch
                                                                                              WIE wir durchs Leben gehen,
                                                                                              ist uns überlassen. Wir können
                                                                                              uns entscheiden, ob wir auf die
                                                                                              kleinen Dinge achten und uns
                                                                                              daran erfreuen, oder ob wir nur
                                                                                              immer mehr und mehr wollen und
                                                                                              nie genug bekommen. Tatsache
                                                                                              ist jedoch, dass Menschen, die
                                                                                              die kleinen Dinge wertschätzen
                                                                                              glücklicher sind, da kleine Wun-
                                                                                              der jeden Tag passieren bzw. zu
                                                                                              finden sind.
                                                                                                                          Selina

 Chiara Weiler                                 Magdalena Walder-Moosmann                        Dipl.-Päd.in Helena Bergmann

                                                                                                                             39
Aus dem Unterricht
                                                      Ernährung

Workshop zum Fairen Handel                                   Die wichtigsten Ziele von FAIRTRADE:
                                                                · Faire Arbeitsbedingungen
Um die soziale Dimension des Klimawandels aufzuzei-             · Keine Kinderarbeit
gen, kooperiert das Klimabündnis Tirol mit FAIRTRADE            · Verbot von Gentechnik
Österreich und bietet für Schulen interaktive Workshops         · Einhaltung von Umweltstandards
zum Fairen Handel an. Im Oktober haben die Klassen 1FW          · Stabile Mindestpreise
und 2FW jeweils in zwei Unterrichtseinheiten von diesem         · Zahlung einer Fairtrade-Prämie zusätzlich zum
aktuellen Angebot Gebrauch gemacht.                          		 Produktionspreis. Diese wird in Gemeinschafts-
                                                             		 projekte investiert z. B. in Gesundheit und Bildung.
                            Fair gehandelte Produkte            · …
                            gibt es in jedem Supermarkt                                  Dipl.-Päd.in Helena Bergmann
                            zu kaufen. Stellt sich nur die
                            Frage: wie erkenne ich sie       Einige Schüleraussagen:
                            und was steckt hinter dem
                            FAIRTRADE Siegel?                Herr Mittelholz brachte uns das Fairtrade Siegel, das es seit
                            Herr David Mittelholz            1993 gibt, näher. Sind alle Zutaten eines Produktes fair
                            MSc vom Klimabündnis             gehandelt, so ist der Hintergrund schwarz gestaltet. Das
                            Tirol hat dazu interessante      weiße Fairtrade-Rohstoff-Siegel hingegen weist nur auf einen
                            Informationen am Beispiel        speziellen Bestandteil hin, der fair produziert ist.
                            „Kakaoanbau“ gegeben.
                                                                                                             Sandra 2FW

  · 8,5 kg Schokolade, das ist derDurchschnittsver-
		 brauch pro Person und Jahr in Österreich.
  · Die Kakaobäuerinnen und -bauern haben nur 6 %
		 Anteil am Verkaufspreis einer Schokolade.
  · Riesige Kakao- und Schokoladeunternehmen
		 erwirtschaften den größten Gewinn.
  · 50 % der Kleinbäuerinnen und -bauern leiden an
		 Lohndumping, Diskriminierung und haben keinen
		 Schutz vor Pestiziden.
  · Millionen Kinder sind in Kinderarbeit.
  · In manchen Gegenden leidet die Landbevölkerung
		 an Hunger, da Waren für den Export angebaut
		werden.

40
Aus dem Unterricht
                                                      Ernährung

Faires Handeln sollte für ALLE Menschen gelten, doch         Die Präsentation und das Quiz, waren sehr informativ und
meist bekommen nur große Firmen und Händler, welche die      spannend. Jede und jeder kann zu einer gerechteren Welt
Produkte weiterverkaufen den meisten Anteil des Gewinnes.    beitragen.
                                                             					                            SchülerInnen der 1FW
                                             Verena 2FW
                                                             Fairer Handel macht einen Unterschied für viele
In die Rolle der Unternehmer zu schlüpfen war interes-       Produzent*innen, Bäuerinnen und Bauern im globalen Süden
sant. Ich habe mich gewundert, mit welchen Techniken         – und diesen Unterschied können wir als Konsument*innen
die vier Verkäufer versucht haben, möglichst billig an die   bewirken.
Kakaobohnen zu kommen. Die restliche Klasse war die bäu-     Obwohl wir schon viel zu diesem Thema gearbeitet haben,
erliche Bevölkerung, die einen ansprechenden Preis für die   ist uns das wieder neu bewusst geworden. Wir danken Herrn
Ernte erzielen wollte, was jedoch nicht möglich war.         David Mittelholz für diesen interessanten Workshop.

                                             Tobias 2FW                                      Aileen und Stefanie 2FW

                                                                                                                   41
Aus dem Unterricht
Inklusion – EINFACH gemeinsam verschieden sein                   allen Seiten. Mit vielen Erlebnissen durften wir erfahren und
                                                                 erleben, was es bedeutet gemeinsam verschieden zu sein – dazu
Die Einjährige Wirtschaftsfachschule (EWF) wird als Integra-     lasse ich im Anschluss jetzt aber lieber die Schüler*innen selbst
tionsklasse geführt. Schüler*innen mit sonderpädagogischem       zu Wort kommen.
Förderbedarf und sogenannte „Regel-Schüler*innen“ werden         Zuvor noch ein paar Gedanken aus einem Gedicht von Hans
gemeinsam unterrichtet – die Beachtung des individuellen         Wocken (Erziehungswissenschaftler und Sonderpädagoge)
Lerntempos und die Differenzierung im Unterrichtsgeschehen       mit dem Titel „Inklusion als Menschenrecht“ aus dem Jahr
stehen dabei an der Tagesordnung.                                2015 – diese Gedanken waren für mich in diesem Schuljahr
                                                                 besonders spürbar:
Sich Gedanken über Inklusion zu machen fiel mir in diesem
Schuljahr wirklich leicht – denn heuer empfand ich es ganz       INKLUSION verwandelt Originale nicht in ganz Normale.
normal – EINFACH gemeinsam verschieden zu sein.                  INKLUSION schätzt Anders-Sein und Einzig -Sein.
3 G‘s sind derzeit in aller Munde – auch mir kommen sie          INKLUSION sagt WIR: Zusammensein, Dazugehören.
heute in den Sinn:
GESTARTET! GEARBEITET! GESCHAFFT!                                Lesen Sie nun selber, ob es uns auch in diesem Schuljahr
                                                                 gelungen ist:
GESTARTET sind wir im September 2020 mit 18 Schüler*innen        Der Start in das neue Schuljahr war aufregend und wir haben
in der EWF – jede/r mit anderen Fähigkeiten und Eigenschaf-      uns von Tag zu Tag besser verstanden, jedes Erlebnis hat uns
ten, jede/r für sich einzigartig, großartig und bereichernd.     zusammengeschweißt – wir sind zusammengewachsen.
                                                                                                                       Janine
GEARBEITET wurde fleißig – in allen Formen, im Präsenzunter-
richt, im Schichtbetrieb in Gruppen, im Homeschooling – es       Dieses Jahr war toll. Ich habe viele nette Leute kennengelernt.
war kein EINFACHes Schuljahr – von allen Seiten wurde            Es hat immer Spaß gemacht. Ich habe mich noch nie so wohl
viel verlangt (von unserer Direktorin, von den Lehrer*innen,     in einer Klasse gefühlt wie in dieser.                anonym
von den Schüler*inen und nicht zuletzt von den Eltern).
Seit einiger Zeit sind wir nun wieder täglich an der Schule –    Am Anfang war es
dreimal wöchentlich testen, Pickerl kleben, Abstand halten,      sehr schwer für mich
die Maske tragen – all dies steht an der Tagesordnung – Prä-     in Deutsch zu schrei-
senzunterricht unter diesen Voraussetzungen ist auch nicht       ben und zu lesen.
immer EINFACH.                                                   Ich habe mich aber
Schule und Unterricht fand verschieden statt – aber eins haben   gleich wohl gefühlt
wir durch die letzten Monate alle bemerkt, nämlich wieviel       in der Klasse.
vor allem eines bedeutet: gemeinsam – und nicht einsam –                        Selina
verschieden zu sein.
                                                                 Dieses Jahr habe
GESCHAFFT haben wir dieses Schuljahr EINFACH – mit               ich viel erlebt, über-
Höhen und Tiefen und mit viel Anpassungsvermögen von             haupt in der Klasse.

42
Aus dem Unterricht
                                Ich muss zugeben, wir waren     schnell gemerkt, dass man sich in der
                                nicht immer die bravste Klas-   Klasse sehr wohl fühlt.
                                se und auch nicht die lei-                                     Tabea
                                seste Klasse. Aber wir haben
                                immer Spaß in den Pausen        Kochen war super. Musik und Zeich-
                                und im Unterricht. Ich werde    nen war super. Ich war am Anfang sehr
                                die Klasse vermissen.           schüchtern. Ich war froh, dass es einen
                                                     Jana M.    eigenen Raum gibt, wo man auch in einer
                                                                kleinen Gruppe arbeiten kann.
Am Anfang sind wir in den Streichelzoo gegangen, von da an                                     anonym
sind wir als Klasse zusammengewachsen.
Ich bin viel offener geworden und nicht                                 Es war ein außergewöhnliches
mehr so schüchtern durch die vielen Erleb-                              Schuljahr. Das Homeschooling war oft kompliziert.
nisse in diesem Jahr.                                                   Es war nicht leicht alles zu machen. Manchmal war es
                                     Sofie                              auch schwierig es allen recht zu machen. Ich bemühe
                                                                        mich, wo ich nur kann und wo ich es schaffe.
Mir ging es in dem Schuljahr sehr gut. Ich                                                                           Simone
fühle mich sehr wohl in der Klasse.
                                 anonym                                 Zuallerletzt ein großes DANKE an alle Schüler*innen,
                                                                        Lehrer*innen und Eltern für dieses Schuljahr – für das
Freundschaft ist wichtig. Ich habe gute                                 EINFACH gemeinsam verschieden sein – denn Inklu-
Freunde gefunden. Ich vermisse euch jetzt schon!                sion hängt nicht von der Art des Unterrichts ab, gelungene
                                                     Jana R.    Inklusion lebt vor allem von den Menschen vor Ort – von der
                                                                Haltung, die ihnen innewohnt.
                                     Am Anfang war alles                        Mag.a Gudrun Loidl, Klassenvorstand EWF
                                     noch neu und es dau-
                                     erte ein bisschen, bis
                                     ich mich endlich ein-
                                     gewöhnt hatte. Die
                                     Schüler*innen in der
                                     Klasse gefallen mir alle
                                     sehr.
                                                    anonym

                                     Am Anfang war ich sehr
                                     nervös in der neuen
                                     Klasse, aber ich habe

                                                                                                                           43
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