FORTBILDUNG, BERATUNG UND PROJEKTE FÜR SACHSEN 2019 - AGJF Sachsen
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
2019
FORTBILDUNG, BERATUNG UND
PROJEKTE FÜR SACHSEN
»Distanz zum Arbeitsplatz und seinen Klient*innen,
den Sicherheiten wie auch den merkwürdigen Wiederholungen
von Problemen und Stolpersteinen.«
www.agjf-sachsen.de»Mit der zentralen Bedeutung der exzentrischen Position
für Fortbildungen können wir unsere Teilnehmer*innen einladen,
das gewohnte Umfeld mit seinen routinierten Wiederholungen
zeitweise aufzugeben.«Ein Wort vorab »Einmal im Jahr solltest du einen Ort besuchen,
an dem du noch nie warst.« Dalai Lama
Liebe Leser*innen,
im letzten Angebotskatalog haben wir ein Quer- Sich Verorten/Positionieren erscheint angesichts ak- 1. vgl. https://www.agjf-sachsen.de/fobi
schnittsthema aufgerufen, dass uns Herzensangele- tueller gesellschaftlicher Geschehnisse erforderlich –
2. Diese Metapher ist bei Engel-Kemmler,
genheit ist: Bildungsqualität für und in der Fachpraxis. die fachpolitische Dimension Sozial(pädagogisch)er
Jens-G., 2001: »Als wär´s ein Stück von
Seit Jahren wurde die Entwicklung des Fortbildungs- Arbeit mehr denn je gefragt. Fachkräfte sind aufge- mir« – Reflexionen zur Nachhaltigkeit
programms von uns verfeinert. Den Prozess, wie wir fordert, im Sozialraum eine klare Haltung im Sinne von Fortbildung, entliehen.
ein Fortbildungsjahr planen und gestalten, haben wir einer Menschenrechtsprofession4 zu verkörpern und
im letzten Jahr in einem Videoclip1 exemplarisch fest- sich »einen festen Platz in einem bestimmten Bezugs- 3. Die Qualitätsgruppe hat die als
Fortbildungsstandards in unserem
gehalten, der zeigt, wieviel Energie und Teamleistung system [zu]zuweisen«5. In unserer Verantwortung als
Qualitätshandbuch, welches aktuell
wir in diese Entwicklungsarbeit stecken … Dach- und Fachverband bringen wir uns stärkend u.a. in einem intensiven Arbeitsprozess
mit Positionspapieren und mit dem Qualitätsdiskurs verschriftlicht wurde, festgehalten.
Bildungsarbeit ist mit der Metapher einer Ballonfahrt2 Jugendarbeit6 ein.
beschreibbar. Die darin enthaltenen Qualitäten haben 4. Prof. Albert Scherr u.a. in neue praxis,
Sonderheft 13 Flucht, Sozialstaat und
es in sich und sind gleichermaßen bedeutsam. Deshalb Wir sind sehr froh, dass wir im Zusammenspiel der
Soziale Arbeit, 09/2016
fokussieren wir sie und würdigen ihre Bedeutung3. Für Geschäfts- und Arbeitsbereiche der AGJF Sachsen er-
2019 haben wir den exzentrischen Ort gewählt. neut ein breites Spektrum an Fortbildungsthemen und 5. vgl. https://www.duden.de/
Beratungs- und Unterstützungsangeboten offerieren rechtschreibung/verorten
Orte sind in vielerlei Hinsicht wichtig für uns Men- können. Allen, die dazu aktiv beitragen, herzlichen
6. vgl. https://www.agjf-sachsen.de/
schen – wir kennen Wohlfühl-, Arbeits-, Urlaubs- und Dank!
qualitaetsdiskurs.html l
Lernorte; sind geprägt durch Heimat-, Wohn- und
Aufenthaltsorte. Es gibt sie physisch und in Gedan- Eine kontinuierliche Bildungsarbeit setzt eine ver-
ken – Orte der Kindheit, Orte der Erinnerung, Orte lässliche und gesicherte Finanzierung und solide Rah-
der Sehnsucht … mungen der Jugendhilfe auf über- und örtlicher Ebene
voraus. Die jugendpolitischen Maßgaben im nächsten
Laut Duden ist ein Ort ein »lokalisierbarer, oft auch im Doppel-Haushalt 2019/20 werten wir dafür als deut-
Hinblick auf seine Beschaffenheit bestimmbarer Platz lich positives Signal!
[an dem etwas geschehen ist oder soll]« und bezogen
auf seine Beschaffenheit eine »besondere Stelle«. Wir
sind überzeugt, dass die Orte unserer Bildungsange-
bote passend gewählt sein wollen und zu deren Ge-
lingen beitragen (können). Daher ist es uns besonders
wichtig, dass Sie die Einladung zu einem gewählten
Bildungsformat auch in Bezug auf den Verweil-Ort
annehmen. Dieser »Ort auf Zeit« kann seine Kraft ent- Ein gutes vielschichtiges Bildungsjahr 2019 wünscht
falten, um in Distanz zum Alltäglichen Innehalten, Re- im Namen von Mitarbeiter*innen und Vorstand
flexion, Lernen und Begegnung zu ermöglichen. Anke Miebach-Stiens ➜ Geschäftsführerin
Fortbildung, Beratung und Projekte für Sachsen 2019 3So erreichen Sie unsere Mitarbeiter_innen Durchwahlen, Mailadressen und Ansprechpartner_innen . . . . . . . . . . . . . 6
inhaltsverzeichnis
Mehrtägige Seminare und Tagesseminare . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Informationsveranstaltung: Schutzkonzepte erstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7. Februar 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Gesprächsführung bei emotional herausfordernden Themen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19. März 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Handlungsfähig bleiben in eskalierenden Situationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25. bis 27. März 2019 . . . . . . . . . . 10
Praxisreflexion für Berufseinsteiger*innen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26. März 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Praxiserprobte Zugänge zu Jungen mit und ohne Migrationsgeschichte . . . . . . . . . . 4. bis 5. April 2019 . . . . . . . . . . . . . 11
Frauen*- und Mädchen*arbeit mit den Vier Schilden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15. bis 17. April 2019 . . . . . . . . . . 11
Teamberatungen strukturieren und moderieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16. April 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Pädagogische Potentiale von rangeln, slacken und kochen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29. bis 30. April 2019 . . . . . . . . . . 12
Spiel und Bewegung als Gewaltprävention . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6. bis 8. Mai 2019 . . . . . . . . . . . . . . 13
Perspektiven Sozialer Arbeit von und mit Roma . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14. Mai 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Schritte zur Versöhnung in der Prozessbegleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20. bis 22. Mai 2019 . . . . . . . . . . . 15
Nähe und Distanz in der Sozialen Arbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21. bis 23. Mai 2019 . . . . . . . . . . . 15
Asyl- und aufenthaltsrechtliche Grundlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23. Mai 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Europäische Datenschutzgrundverordnung für Vereine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28. Mai 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Mit Ärger, Wut und Frustration professionell umgehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3. bis 5. Juni 2019 . . . . . . . . . . . . . . 17
Wirksame Entscheidungsfindung in Gruppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6. Juni 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Wertesysteme als Perspektiven in der Offenen Jugendarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11. bis 12. Juni 2019 . . . . . . . . . . . 18
Perspektiven für professionelles Handeln in der Migrationsgesellschaft . . . . . . . . . 12. bis 13. Juni 2019 . . . . . . . . . . . 18
Regeln in der Jugendhilfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13. Juni 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Führungshandeln wirksam gestalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17. bis 19. Juni 2019 . . . . . . . . . . . 19
Erlebnispädagogische Arbeit zu Rassismus und Diskriminierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18. bis 19. Juni 2019 . . . . . . . . . . . 20
Kinder und Jugendliche bei Verlusten begleiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18. bis 19. Juni 2019 . . . . . . . . . . . 20
Kompetent Handeln bei Übergriffen in Social Media . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25. Juni 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Vertiefung der eigenen prozessbegleitenden Praxis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25. bis 27. Juni 2019 . . . . . . . . . . . 22
Zuwendungsrecht vs. Bilanzrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1. Juli 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Geschlechterreflexion gegen autoritären Populismus und Antifeminismus . . . . . . . 20. bis 21. August 2019 . . . . . . . . 23
Vergessene Spiele für die Kinder- und Jugendarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27. bis 29. August 2019 . . . . . . . . 25
Übergänge mit Jugendlichen bewusst gestalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2. bis 4. September 2019 . . . . . . 25
Jugendarbeit nach dem NSU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4. bis 5. September 2019 . . . . . . 26
Bildungschancen in der Jugendarbeit wahrnehmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11. September 2019 . . . . . . . . . . . 26
Psychohygiene in helfenden Berufen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11. bis 13. September 2019 . . . 27
Vertiefung der eigenen prozessbegleitenden Praxis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16. bis 18. September 2019 . . . 27
Professionelle Interaktionen mit Pubertierenden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8. bis 10. Oktober 2019 . . . . . . . 28
Geschlechterpolitische Angebote der »Identitären« für junge Frauen . . . . . . . . . . . . 16. Oktober 2019 . . . . . . . . . . . . . 28
Selbsterfahrung als professioneller Anspruch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25. bis 27. Oktober 2019 . . . . . . 30
Digitale Beteiligung in der Jugendarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28. bis 30. Oktober 2019 . . . . . . 30
Grundlagen Sozialer Gruppenarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4. bis 6. November 2019 . . . . . . . 31
Motivation durch gelingende sozialpädagogische Gespräche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4. bis 6. November 2019 . . . . . . . 31
Erweiterte Perspektiven auf Lebensgestaltungsbedürfnisse junger Menschen . . 3. Dezember 2019 . . . . . . . . . . . . . 32
4 InhaltsverzeichnisZusätzliche Termine aus den Projekten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 Fobi on the road – Aktuelle Themen vor Ort bearbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . individuelle Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 Fachtagungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Vielfaltpädagogik als Demokratiebildung an lokalen Konfliktszenarien . . 8. Mai 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 Nachhaltigkeit (in der internationalen Jugendarbeit) garantiert . . . . . . . . . . 21. Mai 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 Auseinandersetzung mit demokratieablehnenden Haltungen (…) . . . . . . . . 23. August 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 Menschenrechtsorientierung in der Jugendhilfe stärken . . . . . . . . . . . . . . . . . 17. September 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 Into the wild – international . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25. bis 29. November 2019 . . . . . . . . . . . . . 39 Modulreihen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Beziehungsgestaltung mit konsumierenden Jugendlichen ➜ Modul 3 . . . . 14. bis 15. Januar 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 Schutzkonzepte kollegial (weiter)entwickeln ➜ 9 Werkstätten . . . . . . . . . . . März bis Dezember 2019 . . . . . . . . . . . . . . 41 Ansprechperson für (digitalen) Kinderschutz ➜ 3 Module . . . . . . . . . . . . . . . . 29. bis 30. April 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42 Auseinandersetzung mit Ablehnungshaltungen ➜ 2 Termine . . . . . . . . . . . . . 16. Mai 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42 Auseinandersetzung mit Rassismus und Nationalismus ➜ 3 Module . . . . . 22. bis 23. Mai 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 Zusatzqualifikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 Erlebnispädagogische Prozessbegleitung in der Natur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2019 bis 2021 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 Sexualpädagogik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2018 bis 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Fachkräfteaustausche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 Fachkräfteaustausch Israel in Sachsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24. November bis 1. Dezember 2019 . . 48 Angebote des Teams Fortbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .49 Facharbeitsgruppe Jugendarbeit stärken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49 Netzwerk Erlebnispädagogische Prozessbegleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49 Fachberatung, Referententätigkeit und Moderation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 Sonderleistungskönnen unserer Mitarbeiter*innen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51 Geschäftsbereiche und Projekte der AGJF Sachsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .52 CORAX – Fachmagazin für Kinder- und Jugendarbeit in Sachsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52 Gesundes Aufwachsen stärken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53 Demokrat*innen von Anfang an . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54 MUT – Interventionen. Geschlechterreflektierende Prävention gegen Rassismus im Gemeinwesen . . . . . . . . . . . . . 55 MUT – Rassismusprävention. Demokratiebildung in Jugendarbeit und angrenzenden Arbeitsfeldern . . . . . . . . . . . 56 Uferlos – Fachstelle für die Internationale Jugendarbeit im Freistaat Sachsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57 connect – Jugendhilfe migrationssensibel und menschenrechtsorientiert gestalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58 Land in Sicht! – Demokratiegestaltung innovativ qualifizieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 international scouts – Neue Wege für die Internationale Jugendarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 Referent*innenverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62 AGJF Sachsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 Mitgliederversammlung 2019 der AGJF Sachsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17. September 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Mitglied werden bei der AGJF Sachsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 Anmeldung zu Fortbildungen und Fachtagungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 Geschäftsbedingungen Fortbildung der AGJF Sachsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Erlebnispädagogischer Materialpool . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .69 Fortbildung, Beratung und Projekte für Sachsen 2019 5
So erreichen Sie unsere Mitarbeiter*innen
Durchwahlen, Mailadressen und Ansprechpartner*innen
Geschäftsführung ➜ Anke Miebach-Stiens Projekt – Mut – Interventionen ➜ Kai Dietrich
E-Mail: miebach-stiens@agjf-sachsen.de E-Mail: dietrich@agjf-sachsen.de
Telefon: (0371) 5 33 64 - 14 Telefon: (0371) 5 33 64 - 24
Karola Jaruczewski
Finanzen und Verwaltung ➜ Ina Lorenz E-Mail: jaruczewski@agjf-sachsen.de
E-Mail: lorenz@agjf-sachsen.de Telefon: (0371) 5 33 64 - 23
Telefon: (0371) 5 33 64 - 16 Willy Vetter
E-Mail: vetter@agjf-sachsen.de
Fortbildung, Fachberatung, Projekte ➜ Andrea Scholz
Telefon: (0371) 5 33 64 - 23
E-Mail: scholz@agjf-sachsen.de
Telefon: (0371) 5 33 64 - 18 Projekt – Mut – Rassismusprävention ➜ Romy Nowak
Ingo Gelfert E-Mail: nowak@agjf-sachsen.de
E-Mail: gelfert@agjf-sachsen.de Telefon: (0371) 5 33 64 - 22
Telefon: (0371) 5 33 64 - 29 Markus Weidmüller
Anja Kölbel E-Mail: weidmueller@agjf-sachsen.de
E-Mail: koelbel@agjf-sachsen.de Telefon: (0371) 5 33 64 - 22
Telefon: (0371) 5 33 64 - 21
Projekt – connect ➜ Claudia Fränkel
CORAX – Fachmagazin für Kinder- und Jugendarbeit E-Mail: fraenkel@agjf-sachsen.de
Öffentlichkeitsarbeit ➜ Dirk Müntzenberg (Redaktions- Telefon: (0371) 5 33 64 - 27
leitung) Claudia Stoye
E-Mail: redaktion@corax-magazin.de E-Mail: stoye@agjf-sachsen.de
Telefon: (0371) 5 33 64 - 13 Telefon: (0371) 5 33 64 - 20
Miriam Schalling
E-Mail: schalling@agjf-sachsen.de Projekt – Uferlos ➜ Yvette Hauptlorenz
Telefon: (0371) 5 33 64 - 11 E-Mail: hauptlorenz@agjf-sachsen.de
Telefon: (0371) 5 33 64 - 17
Projekt – Gesundes Aufwachsen ➜ N. N. Claudio Orlacchio
Karin Lindner Email: orlacchio@agjf-sachsen.de
E-Mail: lindner@agjf-sachsen.de Telefon: (0371) 5 33 64 - 17
Telefon: (0371) 5 33 64 - 12
Projekt – international scouts ➜ Martin Schmidt
Projekt – Demokrat*innen von Anfang an ➜ N. N. E-Mail: martin.schmidt@agjf-sachsen.de
E-Mail: info@agjf-sachsen.de
Telefon: (0371) 5 33 64 - 28 Erlebnispädagogischer Materialpool ➜
E-Mail: ep-pool@agjf-sachsen.de
Telefon: (0371) 5 33 64 - 15
6 So erreichen Sie unsere Mitarbeiter*innenUnsere Fortbildung als Ballonfahrt leit-, grund- und vorsätze
Eine Fortbildung fernab vom Alltag schafft Raum und und Erlebnisse können zu Wagnissen des Lernens wer- Wir setzen in unseren Fortbildungen einen
Gelegenheit zur Besinnung auf den Umgang mit der den, weil sie in einem Lernbereich stattfinden, indem ganzheitlichen Lernprozess über körperliche
Erfahrungen, emotionales Erleben und
eigenen Lebenszeit, der ganz wesentlich von objektiven sich Menschen nicht mehr uneingeschränkt auskennen
gedankliche Verarbeitung in Gang.
Regeln und Normen geprägt ist. Das vermittelt uns den und sicher fühlen. Mitunter schmerzt und irritiert auch
Eindruck, die liebe Zeit rinnt davon und das scheint sub- manche Erkenntnis und Erfahrung. Wir initiieren und begleiten den Prozess sich
jektiv wenig steuerbar zu sein. Wir ermöglichen achtsam Weiterentwicklung in dieser selbst und dem alltäglichen beruflichen Handeln
Wir als Fortbildner*innen der AGJF Sachsen e.V. wol- Pendelbewegung zwischen Komfort- und Wachstums- kritisch bewusst zu sein.
len mit klugen Angebotsformen weiterhin Gelegen- zone und vermeiden Exkursionen in den Überlebensbe-
Wir arbeiten mit praxis- und theorieerfahrenen
heiten für Bildung und deren Räume und Zeiten zur reich, der Lernen unmöglich macht. Mit handlungs- und Fachreferent*innen kooperativ zusammen. Wir
Distanzierung nutzen und diese auch verteidigen. erfahrungsorientierten Methoden geben wir Gelegen- fordern die Auseinandersetzung mit aktuellen
Interessent*innen folgen einem Ruf, haben ein Be- heit, Vertrauen aufzubauen und Veränderungspoten- Theorien der Sozialarbeit als Orientierung und
dürfnis und betreten Neuland, was das Fortbildungs- tial in den Blick zu nehmen. Auf diese Weise ist es gut Erklärungsmuster von pädagogischem Handeln
in der Praxis.
konzept, den Veranstaltungsort, die Leitung und eine möglich unentdeckte, verdrängte und ignorierte Pers-
zumeist unbekannte Gruppe betrifft. Die Erfahrungen pektiven zu entdecken. Wir zielen in unseren Seminarkonzepten auf
kreativ-methodische Handlungsflexibilität und
Andrea Scholz ➜ Leiterin Team Fortbildung/Beratung/Projekte selbstbewusstes und selbstbestimmtes Handeln
der Teilnehmer*innen.
Bildungsreferent*innen des Teams Fortbildung Wir geben Räume für die Gestaltung sozialer
Ingo Gelfert Diplom Sozialpädagoge (FH), Gestalt- Andrea Scholz Diplom Sozialpädagogin (FH), Supervi- Beziehungen und den Austausch von
Handlungserfahrungen, Kooperations- und
therapeut DVG, Supervisor/Coach DVG, Insoweit sorin DGSv, Mastercoach (ISP), Psychodrama-Leiterin
Partizipationsmöglichkeiten.
erfahrene Fachkraft (§8a SGB VIII) (PDI)
Wir akzeptieren die Fähigkeiten, Erfahrungen
Arbeits- und Beratungsschwerpunkte Arbeits- und Beratungsschwerpunkte und Bedürfnisse der Teilnehmer*innen als eine
➜ Supervision für Einzelne und für Gruppen und Teams ➜ Lehrtrainerin für erlebnispädagogische Prozess- wichtige Seite des Lernprozesses.
➜ Coaching von Fach- und Führungskräften begleitung
➜ Moderation von Beteiligungsprozessen durch ➜ Einzel-, Team- und Gruppensupervisionen auch in Wir verbinden nachhaltige Fortbildung mit der
Wahl eines exzentrischen Ortes, um die
Zukunftswerkstatt, World Café´ und Open Space der Natur
Teilnehmer*innen in die Lage zu versetzen,
➜ Begleitung von Teamentwicklungsprozessen auch zeitweise Distanz gegenüber dem Arbeitsplatz
Anja Kölbel Medienpädagogin M. A., Sexualpädago- mit und in der Natur und ihren Klient*innen, den Kolleg*innen,
gin (ISP), Eltern-Medien-Trainerin ➜ Coaching von Fach- und Führungskräften Vorgesetzten und sich selbst zu gewinnen.
➜ Begleitung von Selbsterfahrungsprozessen in der
Arbeits- und Beratungsschwerpunkte Natur
➜ Beratung in der Erstellung eines trägerspezifi-
schen Schutzkonzeptes und sexualpädagogischen
Präventionskonzeptes
➜ Beratung zu sexualitätsbezogenen Themen und
medienpädagogischen Themen
Fortbildung, Beratung und Projekte für Sachsen 2019 7»Die exponierte Lage des Bildungsortes
wird nicht mental suggeriert, sondern ist leibhaftig erlebbar,
geographisch und atmosphärisch.«seminare
Navigationshilfe Kinderschutz Informationsveranstaltung: Schutzkonzepte erstellen
Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt und sprechendes Schutzkonzept und einen damit einher-
Ort Schönherr.fabrik, meet.RAUM, Chemnitz
Missbrauch ist eine Zielstellung des Bundeskinder- gehenden Reflexionsprozess im jeweiligen Team. Die Termin 7. Februar 2019
schutzgesetzes. Den Träger*innen der Jugendhilfe Informationsveranstaltung bietet einen Überblick zum Kosten Mitglieder: 20,00 €
Nichtmitglieder: 30,00 €
kommen dabei im Rahmen ihres fachlichen Auftrages Erarbeitungsprozess zum Aufbau sowie zu den einzel-
(inklusive Verpflegung)
sowie der qualitativen Anforderungen pädagogischer nen Bausteinen eines institutionellen Schutzkonzep- Ansprechpartner*in Anja Kölbel
Professionalität besondere Verantwortung zu. Zum tes und dessen Bedeutung. Die Vermittlung erfolgt mit
Siehe dazu die Modulreihe
einen geht es um eine effektive Prävention von Gewalt Methoden, die unterstützend wirken können, Trans- »Schutzkonzepte« ➜ Seite 41
und Missbrauch im institutionellen Kontext, zum ande- ferstrategien für Mitarbeiter*innen zu entwickeln. Die
ren bedarf es konkreter Strategien um in belastenden Veranstaltung dient ebenfalls als Einstieg und Vorbe-
Situationen reagieren zu können und dabei handlungs- reitung auf die Werkstattreihe, in der die Bausteine
sicher zu sein. Es ist demnach notwendig, passende des Schutzkonzeptes, entsprechend der eigenen Insti-
Maßnahmen und Handlungsleitfäden zu entwickeln tution, kollegial erarbeitet werden können.
und umzusetzen. Dies verlangt unter anderem ein ent-
Referent*in ➜ Anja Kölbel Methoden ➜ Input, Gruppenarbeit, Übungen Zielgruppe ➜ Fach- und Führungskräfte
der Jugendhilfe
WortLOS Gesprächsführung bei emotional herausfordernden Themen
Es gibt Themen im persönlichen und beruflichen Haltung und Gesprächsführung geht es in diesem
Ort Jugenherberge Chemnitz
Miteinander, wie Gewalt, sexuelle Übergriffe oder Angebot um angemessenes Verhalten in solchen be- Termin 19. März 2019
Verlust, welche nicht offen angesprochen werden. sonderen Gesprächen. Im Mittelpunkt stehen die Re- Kosten Mitglieder: 50,00 €
Nichtmitglieder: 60,00 €
Offensichtlich besteht eine emotionale Starre – die flexion der eigenen Wahrnehmung, aktives Zuhören
(inklusive Verpflegung)
Themen sind bekannt und bewusst. Die Scheu, sie und angemessene Fragestellungen. In dem Seminar Ansprechpartner*in Anja Kölbel
gegenüber den Heranwachsenden, den Eltern oder werden Gesprächssituationen trainiert, um adäquat
Kolleg*innen in Kontakt zu bringen, ist groß. Diese für die eigenen Zielgruppen vorbereitet zu sein. Dazu
Tabuisierung von Gewalt, sexuellen Übergriffen oder werden Strategien zur Entlastung und Selbstfürsorge
Verlust hat zur Folge, dass sich auch Fachkräfte den der Fachkräfte erarbeitet und für den Praxistransfer
wichtigen Gesprächen nicht gewachsen fühlen. Auf reflektiert.
der Grundlage der Basisvariablen Sozialer Arbeit in
Referent*innen ➜ Andrea Scholz & Anja Kölbel Methoden ➜ Übungen, Input, Gruppenarbeit, kollegialer Austausch
Zielgruppe ➜ Fachkräfte der Jugendhilfe
Fortbildung, Beratung und Projekte für Sachsen 2019 9Wenn´s knallt Handlungsfähig bleiben in eskalierenden Situationen
Fachkräfte in der Jugendhilfe werden auch mit jugend- erweitern können. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit
Ort Evangelische Volkshochschule, Kohren Salis
Termin 25. bis 27. März 2019 lichem Verhalten, wie Anpöbeleien, körperlichen Aus- für die Fachkräfte, bei einer akuten Bedrohungslage
Kosten Mitglieder: 170,00 € einandersetzungen, Verweigerungen, Schreien und auf angemessenere Verhaltensweisen zurückgreifen
Nichtmitglieder: 190,00 €
Toben konfrontiert. Diese unterschiedlichen Formen zu können. Das Training bietet Möglichkeiten, sich
(inklusive Verpflegung und Übernachtung)
Ansprechpartner*in Ingo Gelfert von Gewalt lösen ein Gefühl der Bedrohung aus und die praktisch mit dem Thema Gewalt auseinanderzuset-
Beteiligten erleben nach einer Konfliktsituation große zen, erlebte Gewaltepisoden besser zu verarbeiten,
Unsicherheit und eine individuelle Verantwortung. die persönlichen Ressourcen in Eskalationsprozessen
Die Grundidee des Deeskalationstrainings ist, dass zu erkennen und weitere deeskalierende Strategien zu
sich durch die präventive Beschäftigung mit Gewalt- erlernen und zu reflektieren.
situationen die Handlungsoptionen der Betroffenen
Referent*innen ➜ Achim Lenderink & Ingo Gelfert Methoden ➜ Vortrag, Übungen, Reflexionen, Videounterstütztes
Training Zielgruppe ➜ Fach- und Führungskräfte der Jugendhilfe
Zwischen Bruch- und geglückter Landung Praxisreflexion für Berufseinsteiger*innen
Berufsbiografisch ist der Übergang vom Status der Reibungen, Enttäuschungen und produktivem Kampf,
Ort Geschäftsstelle AGJF Sachsen, Chemnitz
Termin 26. März 2019 Ausbildung in das Berufsleben ein wesentlicher. um einerseits den persönlichen Standpunkt und Wer-
20. August 2019 Wenn die Vorzeichen mehrheitlich schlecht liegen, tevorrat zu finden und zu vertreten und andererseits
10. Dezember 2019
kann sich dieses Ereignis zu einer kritischen Lebens- die vorgefundenen Erfahrungen, Standards und Leitli-
Kosten je Termin
Mitglieder/Nichtmitglieder: 25,00 € situation entwickeln, die sich lange Zeit ungünstig auf nien zu verstehen, akzeptieren und vertreten zu kön-
(inklusive Verpflegung) die Betroffenen ausüben kann. Wie in jedem Über- nen.
Ansprechpartner*in Andrea Scholz
gang steht die Anforderung, der Verabschiedung von In den Praxisreflexionen gibt es jeweils einen fachli-
1. Berufsbiografische Weichenstellung wichtigen Themen, Haltungen, Menschen und das chen Input zur jeweiligen Fragestellung und im An-
Motivation zum Studium und Beruf:
Offensein und Willkommenheißen von Neuem und schluss im supervisorischen Verständnis Raum für
damals, jetzt und zukünftig
Ungewohnten. In diesem Spannungsfeld gilt es für die Selbstreflexion in einer Gruppe Gleichgesinnter. Die
2. Übergang vom Studium in erste Berufstätigkeit
Nach Wissensaufnahme plötzlic neue
Berufseinsteiger*innen eigene Perspektiven, Normen Themen haben Impulscharakter und können mit den
Anforderungen und Perspektiven und Werte zwischen persönlichem Anspruch und ge- Teilnehmer*innen prozessorientiert weiterentwickelt
3. Ausprägung der persönlichen Berufsrolle lebter Wirklichkeit auszuprägen. Das geht nicht ohne und verändert werden.
ICH im Spannungsfeld zum WIR und zum THEMA
4. Anforderungsprofile aus Sicht der Praxis Referent*in ➜ Andrea Scholz Methoden ➜ Theoretische und handlungsorientierte Impulse, supervisorische
Erworbene Kompetenzen, die sich in der Praxis Interaktionen, Fallarbeit Zielgruppe ➜ Berufseinsteiger*innen der Jugendhilfe
als vorteilhaft herausstellen
5. Motivation und Arbeitszufriedenheit
Einflussfaktoren in der Person und Organisation
10 Mehrtägige Seminare und TagesseminareGleich und fremd zugleich?
Praxiserprobte Zugänge zu Jungen mit und ohne Migrationsgeschichte
In dieser Fortbildung werden Zugänge zu Jungen Angeboten für Jungen auszuloten ist ein Ziel des
Ort Evangelische Volkshochschule, Kohren Salis
vorgestellt, die sich als hilfreich erwiesen haben. Seminars. Darüber hinaus wird die Frage bewegt, ob Termin 4. bis 5. April 2019
Das Seminar bietet insofern gleichermaßen eine Ein- Geflüchtete eine andere Pädagogik als in Deutsch- Kosten Mitglieder: 90,00 €
Nichtmitglieder: 110,00 €
führung in die Theorie und Praxis von Jungenarbeit land geborene Jugendliche mit Migrationsgeschichte
(inklusive Verpflegung und Übernachtung)
als auch in die migrationssensible Jungenpädagogik brauchen und welche Rolle dabei Lebens- und Be- Ansprechpartner*innen Claudia Stoye &
durch Männer und Frauen. Das Migrationsthema so- rufsorientierung, Sexualität und sexuelle Orientie- Claudia Fränkel
wie der alltägliche Medienumgang haben die Praxis rung und Partner*innensuche für Jungen, männliche Vorbehaltlich der Förderzusage
von Jungenarbeit verändert. Medien beeinflussen Jugendliche und junge Männer spielen. Es werden durch den Programmträger.
zudem die Männlichkeitsvorstellungen von Jungen. Modelle für die Praxis vorgestellt und Methoden für Auf Anfrage kann Sprachmittlung
Auch daraus verändern sich Bildungsgewohnheiten die Jungenarbeit exemplarisch erprobt und gemein- bereitgestellt werden.
und soziale Kompetenzen. Diese Veränderungen sam reflektiert, um die Sichtweise auf die Vielfalt von
produktiv und jungengemäß aufzugreifen und Mög- Jungen zu erweitern und damit Handlungsmöglich-
lichkeiten von pädagogischen und therapeutischen keiten ausbauen zu können.
Referent*in ➜ Olaf Jantz Methoden ➜ Input, Fallbeispiele, kollegialer Austausch Zielgruppe ➜ Fachkräfte der
Jugendhilfe
Vom Wagnis, mich auf meine Seite zu stellen Frauen*- und Mädchen*arbeit mit den Vier Schilden
Für einen professionellen Beziehungskontakt ist eigenen und im denkbar weitesten Sinne weiblichen
Ort Kulturdenkmal Appenhof, Rothschönberg
es immer wieder wichtig, sowohl das eigene Hand- Landschaft, um Qualitäten wie Selbstachtung und Termin 15. bis 17. April 2019
werkszeug neu zu schleifen, als auch sich selbst Milde, aber auch Selbstbewusstsein, Entscheidungs- Kosten Mitglieder: 140,00 €
Nichtmitglieder: 160,00 €
vertiefend auf die Spur zu kommen. Dazu gehört es, kraft und Mut zur Einmischung und zur Gestaltung
(inklusive Verpflegung und Übernachtung)
innezuhalten, zurück zu blicken und sich bewusst zu gesellschaftlicher und politischer Räume aufzuspü- Ansprechpartner*in Andrea Scholz
werden, wie die eigene biografische Geschichte er- ren. So kann die eigene Biografie nicht nur neu er-
zählt und in Anspruch genommen wird. Dieser Not- zählt, sondern auch ein stückweit neu erlebt werden.
wendigkeit wird im Arbeitsalltag meist wenig Zeit und Wichtig ist dabei immer, die emotionale Qualität der
Aufmerksamkeit geschenkt. Dadurch bleiben Rollen Wertschätzung der eigenen Person zum Ausdruck
und Verhaltensweisen unhinterfragt, Entwicklungs- zu bringen. Denn ein guter Selbstwert ist Ziel einer
potentiale eines eigenen, individuellen Frauenbildes jeden Begleitung von Menschen, setzt jedoch ein po-
liegen brach und unsere Vorbildwirkung für Mäd- sitives stabiles Selbstwertgefühl der Begleiter*innen
chen und junge Frauen bleibt undeutlich und diffus. voraus. Die kennengelernten Methoden eignen sich
Jede Teilnehmer*in wird Zeiten für sich allein in der bei entsprechender Erfahrung zur Übertragung in die
Natur verbringen, unterwegs als Forscher*in in ihrer Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen*.
Referent*innen ➜ Karina Falke & Andrea Scholz Methoden ➜ Entwicklungsmodell der Vier Schilde, initiatische und
erlebnispädagogische Methoden Zielgruppe ➜ Weibliche* Fachkräfte der Jugendhilfe
Fortbildung, Beratung und Projekte für Sachsen 2019 11Mehrwert durch Vielfalt Teamberatungen strukturieren und moderieren
Die Arbeit für und mit Teams verlangt von Füh- Belange. Die gründliche Auswertung, Abstimmung
Ort Geschäftsstelle AGJF Sachsen, Chemnitz
Termin 16. April 2019 rungskräften und Mitarbeiter*innen in sozialen Ein- und Weiterentwicklung von Themen und Situationen
Kosten Mitglieder: 50,00 € richtungen eine Vielzahl von Kompetenzen. Diese in der Teamberatung werden hier besonders wich-
Nichtmitglieder: 60,00 €
werden auch benötigt um die Einzelmitglieder und tig. Effektive Teams profitieren von transparenten
(inklusive Verpflegung)
Ansprechpartner*in Ingo Gelfert das Team als Ganzes weiter zu entwickeln, das jewei- Arbeitsstrukturen, klaren Absprachen und einem
lige Thema im Blick zu behalten und die Wirkung der wertschätzenden Umgang miteinander. Dazu brau-
Arbeit zu verbessern. Gelungene Teamberatungen chen Beratungen im Teamkontext klare Führung und
brauchen Qualitäten von Struktur, Entscheidungen, Moderation. In diesem Training soll die Führungs-
Wahrnehmen und Gewichten und die Fähigkeit Re- aufgabe in der Teamberatung in den Fokus gelangen
flektionsprozesse anzuregen. Die zu beratenden und spannende Methoden vorgestellt und erprobt
Themen spannen sich über Methoden, Interventi- werden, mit denen es gelingen kann Teamberatungen
onsformen, Abläufe, Vereinbarungen und finanzielle wirkungsvoll zu strukturieren und zu leiten.
Referent*in ➜ Ingo Gelfert Methoden ➜ Input, Gruppenarbeit, Training Zielgruppe ➜ Fach- und Führungskräfte
der Jugendhilfe
Erlebnisladen Pädagogische Potentiale von rangeln, slacken und kochen
Jugendliche streben danach sich auszuprobieren. Ob ➜ »Ringen, Rangeln und Raufen« lustvoll die eigenen
Ort Walden-Basecamp Chemnitz/Euba
Termin 29. bis 30. April 2019 bewusst oder unbewusst, wollen sie Neues über sich Grenzen und die der Anderen zu spüren, kennen-
Kosten Mitglieder: 90,00 € lernen und ihre Grenzen spüren. In der Erfahrung von zulernen und auszutesten
Nichtmitglieder: 110,00 €
Körperlichkeit liegt zudem ein wichtiger Entwick- ➜ »walk a line« eigene Schritte gehen, auf einem bis-
(inklusive Verpflegung und Übernachtung)
Ansprechpartner*in Andrea Scholz lungsschritt im Jugendalter. Herausforderungen, her unbekannten Terrain, Balance finden und sich
abseits des Gewohnten können für dieses Bestreben der Unsicherheit stellen, um sicher ans Ziel zu ge-
gelingende Impulse setzen. Durch eine wertschät- langen
zende und ressourcenorientierte, pädagogische Be- ➜ »Feuerkochkunst« anders als gewohnt Essen am
gleitung können junge Menschen in erfahrungs- und Feuer zubereiten und genießen. Mit Kopf, Herz
handlungsorientierten Aufgaben Selbstwirksamkeit und Hand soll ein wirkungsvoller Transfer in die
erleben und daraus neue Perspektiven auf sich ge- eigene pädagogische Tätigkeit überprüft werden.
winnen. Im Seminar werden wir uns drei handlungs-
und bewegungsorientierten Methoden widmen.
Referent*innen ➜ Marko Lungwitz, Hendrik Hadlich & Andrea Scholz Methoden ➜ Rangeln und Raufen, Slackline,
Feuerkochen Zielgruppe ➜ Fachkräfte der Jugendhilfe
12 Mehrtägige Seminare und TagesseminareBevor es knallt Spiel und Bewegung als Gewaltprävention
Der Körper ist Spielfeld und Ausdrucksmittel un- wird sowohl theoretisches Wissen zur Einordnung
Ort Sportschule Werdau
serer Verhaltensweisen, Gefühle und Erfahrungen. und Einschätzung von Methoden als auch die Förde- Termin 6. bis 8. Mai 2019
Im Seminar wird es um verschiedene Methoden der rung von Spaß und Lust am Abenteuer Körperlichkeit Kosten Mitglieder: 160,00 €
Nichtmitglieder: 180,00 €
Gewaltprävention gehen mit denen wir dem Bedarf angeboten. Im Besonderen wird es auch um den Aus-
(inklusive Verpflegung und Übernachtung)
von Raufen, sich körperlich messen und Körperkon- druck und das Ausleben von Gefühlen gehen. Für den Ansprechpartner*in Ingo Gelfert
takt bei jungen Menschen in der sozialpädagogischen Transfer in die (sozial-)pädagogische Praxis werden
Arbeit nachkommen können. Inhalt des Seminares die Bedingungen der Angemessenheit des Einsatzes
wird das Kennenlernen und Erfahren verschiedens- dieser Methoden und die besondere Verantwortung
ter Ansätze der Arbeit mit Körper und Bewegung der Fachkräfte im Lichte pädagogischer, psychologi-
sein. Außerdem sollen die Methoden auf ihr Potential scher und soziologischer Erkenntnisse und Einschät-
zur Gewaltprävention überprüft werden. Im Seminar zungen vorgestellt und diskutiert.
Referent*innen ➜ Achim Lenderink & Ingo Gelfert Methoden ➜ Übungen, Diskussionen, Inputs, Erfahrungsaustausch
Zielgruppe ➜ Fachkräfte der Jugendhilfe
Die immer gleichen Vorurteile Perspektiven Sozialer Arbeit von und mit Roma
Egal ob es um Diskussionen über (Arbeits-)Migration reotype eine professionelle, wertschätzende, vorur-
Ort Romano Sumnal e.V./Roma Infobüro, Leipzig
oder Bettelverbote in deutschen Städten geht, stets teilsfreie und realitätsnahe (Arbeits-)Beziehung zwi- Termin 14. Mai 2019
dreht sich die Berichterstattung über Roma einseitig schen Roma mit Bedarfen und Mitarbeiter*innen der Kosten Mitglieder: 25,00 €
Nichtmitglieder: 35,00 €
um Armut und Kriminalität. Die Thematisierung von Sozialen Arbeit. Das Seminar vermittelt Wissen über
(inklusive Verpflegung)
struktureller Diskriminierung und Ausgrenzung findet die vielfältigen Hintergründe, Realitäten und (Diskri- Ansprechpartner*in Markus Weidmüller
sich hingegen kaum. Selten wird die größte europä- minierungs-)Erfahrungen von v.a. jugendlichen Roma
Eine Veranstaltung in Kooperation mit
ische Minderheit ohne Vorurteile bzw mit ihren ge- in Sachsen. Es schafft einen Raum, in dem Irritationen RomaRespekt – Lokalrecherchen und
sellschaftlichen Erfolgen dargestellt. Auch im Kontakt oder Konflikte im Arbeitsalltag von Fachkräften ge- Empowerment sowie Romano Sumnal e.V.
von Sozialer Arbeit mit Roma fehlt es oftmals an diffe- meinsam besprochen, aufgelöst oder aus einer ande-
Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen
renziertem Wissen zu Geschichte, Verfolgung, Kultur ren Perspektive betrachtet werden können. Es soll zur des Landesprogramms »Weltoffenes Sachsen für
und der Vielfältigkeit von Lebenslagen und Erfahrun- Sensibilisierung und Reflexion der eigenen Profession Demokratie und Toleranz«
gen, die Roma mitbringen. Zusätzlich erschweren die angeregt werden, die häufig paternalistisch auf Roma
seit Jahrhunderten tradierten und auch gegenwärtig blickt. Dabei wird es die Möglichkeit geben sich mit be-
immer noch reproduzierten antiromaistischen Ste- stehenden good-practise-Projekten auszutauschen.
Referent*innen ➜ Kathrin Krahl & Gjulner Sejdi Methoden ➜ Theorieinput, Reflexionsübungen, Gruppenarbeit
Zielgruppe ➜ Fachkräfte der Jugend(bildungs-)arbeit, der Schulsozialarbeit sowie Mitarbeiter*innen von Jugendämtern
und Verwaltungen
Fortbildung, Beratung und Projekte für Sachsen 2019 13»Ein Platz mit Fernsicht unterstützt die
Strategieplanung, eine Passüberquerung kann das Thema des
Übergangs in die Berufswelt verdeutlichen.«Gekränkt sein macht krank Schritte zur Versöhnung in der Prozessbegleitung
Menschen suchen in unversöhnten Situationen und Er- wird es Raum und Inspiration geben, die Dynamik des
Ort Kulturdenkmal Appenhof, Rothschönberg
lebnissen einen Weg, um mit ihren Gefühlen, mit Zwei- Versöhnungsprozesses und verschiedene Schritte der Termin 20. bis 22. Mai 2019
feln, Verletzungen umgehen zu können, um wieder zu Versöhnung tiefer zu ergründen. Dabei wird die Natur Kosten Mitglieder: 160,00 €
Nichtmitglieder: 180,00 €
mehr – innerem und äußeren – Frieden und Ausgleich als Medium genutzt. Prozessbegleiter*innen können
(inklusive Verpflegung und Übernachtung)
zu finden. Die Unsicherheit besteht in der Frage, wie die verschiedenen Phasen des Erlebens in solch ein- Ansprechpartner*in Andrea Scholz
man einschneidende Ereignisse verkraftet und dem schneidenden Situationen und Sinnkrisen verstehen
»Lebensschicksal« bzw. wichtigen Menschen verzeihen lernen. Für jede Phase werden mögliche Übungen und
kann. Erlittene Verletzungen sitzen meist tief und kön- (Natur-)rituale kurz vorgestellt und ihr Einsatz in der
nen die Beziehungsarbeit beeinträchtigen. Es braucht Prozessbegleitung reflektiert. In Übungen, Imaginati-
eine Öffnung, um sich dem Leben und den Menschen onen und Ritualen können die Teilnehmer*innen einen
wieder neu anvertrauen zu können. Es geht um einen eigenen Eindruck der Wirkung dieser Übungen erfah-
Lernprozess, Unversöhntes zu wandeln, um die Her- ren. Die kennengelernten Methoden eignen sich bei
ausforderungen in Beziehungen zu meistern sowie alte entsprechender Erfahrung zur Übertragung in die eige-
Wunden, Groll und Ärger zu verschmerzen. Im Seminar ne Beratungs- und Begleitungsarbeit.
Referent*innen ➜ Dr. Marascha D. Heisig & Andrea Scholz Methoden ➜ Übungen und Naturrituale
Zielgruppe ➜ Fachkräfte der Jugendhilfe mit dem Schwerpunkt der Prozessbegleitung, Beratung
Bleib mir weg und komm mir nahe Nähe und Distanz in der Sozialen Arbeit
Das richtige Maß an Zuwendung und Abgrenzung zu Auch einen nötigen Abstand zum Arbeitsalltag zu ge-
Ort Rittergut Limbach, Wilsdruff
finden ist in der Sozialen Arbeit besonders wichtig winnen wird mitunter als Herausforderung empfun- Termin 21. bis 23. Mai 2019
und wird meist unterschätzt. Wenn wir mit unter- den. Diesem für die Gesunderhaltung am Arbeitsplatz Kosten Mitglieder: 160,00 €
Nichtmitglieder: 180,00 €
stützungsbedürftigen Klient*innen arbeiten, nehmen wichtigen Thema wird ebenfalls Raum eröffnet, um zu
(inklusive Verpflegung und Übernachtung)
wir automatisch bestimmte Rollen ein und werden zu lernen, wie man sich Auszeiten einrichten, erlauben Ansprechpartner*in Ingo Gelfert
Helfer*innen, Retter*innen oder Begleiter*innen. Da- und gönnen kann, um auszuruhen, zu entspannen und
bei kommt es nicht selten im Verhalten bei Klient*innen aufzutanken. Im Seminar werden wir am eigenen Leib
und Helfer*innen zu Grenzüberschreitungen. In die- Nähe und Distanz erfahren und dieses Erleben mit
sem Seminar geht es um eine achtsame Wahrnehmung Theoriemodellen verbinden. Ein Praxistransfer zur Er-
des Spannungsfeldes, angemessene Nähe zuzulassen weiterung des persönlichen Handlungsfeldes rundet
und gleichzeitig professionelle Distanz zu wahren. das Seminar ab.
Referent*innen ➜ Cornelia Probst & Ingo Gelfert Methoden ➜ theoretische Inputs zum Verständnis, Kleingruppen-
arbeit, Körpererfahrung, Fallarbeit, Praxistransfer Zielgruppe ➜ Fachkräfte derJugendhilfe
Fortbildung, Beratung und Projekte für Sachsen 2019 15Licht ins Dunkel Asyl- und aufenthaltsrechtliche Grundlagen
Die Zukunftsperspektiven junger, geflüchteter Men- mitteln und dabei die verschiedenen Aufenthaltstitel
Ort Alter Gasometer, Zwickau
Termin 23. Mai 2019 schen sind untrennbar mit den für sie geltenden und die damit verbundenen Rechte und Pflichten in
Kosten Mitglieder: 50,00 € asyl- und aufenthaltsrechtlichen Bestimmungen ver- den Fokus rücken. Im Mittelpunkt steht das Asylver-
Nichtmitglieder: 60,00 €
bunden. Im Asylverfahren, welches die Mehrheit von fahren, wobei ein besonderes Augenmerk auf die An-
(inklusive Verpflegung)
Ansprechpartner*innen Claudia Stoye & ihnen durchläuft, wird entschieden, welchen Status hörung, die unterschiedlichen Entscheidungsarten
Claudia Fränkel und somit welche Rechte sie künftig in Deutschland sowie auf rechtliche Handlungsmöglichkeiten im Fall
Vorbehaltlich der Förderzusage haben, ob sie ein Aufenthaltsrecht erhalten werden eines negativen Ausgangs des Asylverfahrens gelegt
durch den Programmträger. oder ihnen die Abschiebung droht. Daneben gibt es wird. Ferner werden mögliche aufenthaltsrechtliche
Auf Anfrage kann Sprachmittlung weitere, ständig wechselnde, rechtliche Regelungen, Perspektiven aufgezeigt, die junge Menschen in Dul-
bereitgestellt werden. die sich in unterschiedlicher Weise auf das Leben dung haben. In diesem Zusammenhang wird schwer-
junger Geflüchtete auswirken und einige Fallstricke punktmäßig die Ausbildungsduldung und die bisheri-
bergen können. Fachkräfte, die mit dieser Zielgruppe gen Praxiserfahrungen in Sachsen thematisiert. Die
arbeiten, kommen daher am Asylgesetz und anderen Referent*innen halten es sich vor, auf weitere aktuel-
Gesetzbüchern kaum vorbei. Das Seminar möchte le Themen wie bspw. Familiennachzug und die Wohn-
Grundwissen zum Asyl- und Aufenthaltsrecht ver- sitzverpflichtung einzugehen.
Referent*innen ➜ Carolin Münch & Sandra Münch Methoden ➜ Input, Fallbeispiele Zielgruppe ➜ Fachkräfte der
Jugendhilfe
Ja zum DatenSchutz Europäische Datenschutzgrundverordnung für Vereine
Die Datenschutzgrundverordnung ist bereits ein wenn über umfassende Informationen verfügt wird.
Ort Chemnitz
Termin 28. Mai 2019 Jahr rechtskräftig und an jede Einrichtung werden Das Seminar gibt einen Überblick zu den wesentlichen
Kosten Mitglieder: 40,00 € verschiedene Anforderungen in Sachen Datenschutz Anforderungen des Datenschutzes und zu den rechtli-
Nichtmitglieder: 60,00 €
gestellt. Bei Verstößen der Bestimmungen wird mit chen Grundlagen. Anhand von praxisnahen Beispielen
(inklusive Verpflegung)
Ansprechpartner*in Anja Kölbel Haftungsrisiken, Bußgeldern und Abmahnungen ge- wird verdeutlicht, wie eine Einrichtung Datenschutz-
droht. Dabei sind die Anforderungen längst nicht so sicher werden kann. Dadurch kann die Organisation
tiefgreifend, wie vielleicht erwartet wird und sie sind auch den jeweiligen konkreten Mehrwert für sich
auch nicht für jede*n Akteur*in gleich umfänglich. Si- nutzen und extern kommunizieren. Praxisnah werden
cherheit im Umgang mit den neuen Regelungen und die wesentlichen Anforderungen mit vielen konkreten
richtiges Handeln kann jedoch nur erreicht werden, Bezügen zur Umsetzung vermittelt.
Referent*in ➜ Rechtsanwalt Michael Bachmann Methoden ➜ Input, kollegialer Austausch
Zielgruppe ➜ Fachkräfte der Jugendhilfe
16 Mehrtägige Seminare und TagesseminareNach dem Knall Mit Ärger, Wut und Frustration professionell umgehen
Sowohl aggressive und eskalierende, wie auch und außen. Dabei spielt der Anspruch sich Fehler zu
Ort Kulturdenkmal Appenhof, Rothschönberg
Streit- und Konfliktsituationen sind mit starken Ge- erlauben, der oft durch »innere Kritiker« überwacht Termin 3. bis 5. Juni 2019
fühlen verbunden. »Täter« wie »Opfer« fühlen sich wird, eine wichtige Rolle. Es werden Strategien und Kosten Mitglieder: 150,00 €
Nichtmitglieder: 170,00 €
persönlich gekränkt, verärgert oder verbittert. Eine Haltungen erarbeitet, wieder in Kontakt gehen zu
(inklusive Verpflegung und Übernachtung)
professionelle Beziehungsgestaltung ist in den meis- können. Bei Anspannung kann auch Humor konst- Ansprechpartner*in Andrea Scholz
ten Fällen unmöglich. Für das bewusste berufliche ruktiv genutzt werden. Mit der Erfahrung, Situatio-
Handeln ist gerade wichtig wieder »bei sich« zu sein. nen und Begegnungen bewusst gestalten zu können,
Dazu gehört, genau zu erkunden, was hier gerade los wird es wieder möglich, sich nicht in der Opferrolle zu
war, die eigenen Wunden zu lecken, Verletzungen zu erleben und die Ereignisse in einen Wachstumspro-
kommunizieren und persönliche Anteile zu erkennen. zess zu wandeln. Das kann zu einem gestärkten und
Im Seminar geht es um Fragen der Wahrnehmung bewussteren Umgang mit zukünftigen aufgeladenen
der eigenen Grenzen und deren Schutz nach innen Situationen führen.
Referent*innen ➜ Hendrik Förster & Andrea Scholz Methoden ➜ Aktionsmethoden, Methoden aus der
Clownspädagogik, dem Psychodrama und der Achtsamkeitspraxis Zielgruppe ➜ Fachkräfte der Jugendhilfe,
Teilnehmer*innen am Deeskalationstraining der AGJF Sachsen
Einwände her Wirksame Entscheidungsfindung in Gruppen
Entscheidungssituationen sind mitunter mit dem des Ansatzes ist es, möglichst viele Menschen an der
Ort Geschäftsstelle AGJF Sachsen, Chemnitz
flauen Gefühl der Gruppenmitglieder verbunden, Lösungsfindung zu beteiligen und dadurch maximal Termin 6. Juni 2019
überstimmt, nicht gehört bzw. gezwungen worden tragfähige Entscheidungen zu treffen. Anders als bei Kosten Mitglieder: 50,00 €
Nichtmitglieder: 60,00 €
zu sein. Oft werden durch Vetos wichtige Entschei- Mehrheitsentscheidungen werden gegenläufige Kräf-
(inklusive Verpflegung)
dungsprozesse blockiert oder durch ein »Machtwort« te aktiv und konstruktiv mit in den Entscheidungspro- Ansprechpartner*in Willy Vetter
verknappt. Auch der »Sieg« von Mehrheitsentschei- zess einbezogen. Demokratische Prozesse gewinnen
dungen wird als »fauler Kompromiss« empfunden, weil dadurch an Qualität, dass möglichst alle Beteiligten
wichtige Argumente nicht sichtbar werden können. Als sich mit der Lösung identifizieren wollen und können.
Folge dessen sind Teile des Teams, einige Kolleg*innen Im ersten Teil des Workshops wird der Hintergrund
oder bestimmte Jugendliche gering motiviert, wenn der Methode erläutert, denn nicht, was die meisten
es an die Umsetzung der Entscheidungen geht. Durch wollen, sondern was die wenigsten ablehnen, soll
das schrittweise Annähern an einen konsensartigen passieren. Im zweiten Teil wird gemeinsam die An-
Zustand hilft die Methode »Systemisches Konsen- wendung in alltäglichen Entscheidungssituationen im
sieren« diese teilweise fatalen Effekte zu lindern. Ziel Team und mit Adressat*innen erprobt.
Referent*in ➜ Willy Vetter Methoden ➜ Input, Übungen, kollegialer Austausch
Zielgruppe ➜ Fachkräfte der Jugendhilfe
Fortbildung, Beratung und Projekte für Sachsen 2019 17Übersehene Chancen am Kicker Wertesysteme als Perspektiven in der Offenen Jugendarbeit
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit bietet aufgrund tagsnahe, demokratische Perspektiven eröffnen und
Ort Alte Spitzenfabrik, Grimma
Termin 11. bis 12. Juni 2019 ihrer Niedrigschwelligkeit und Orientierung an The- sich gleichzeitig produktiv entlang der Bedarfe der
Kosten Mitglieder: 55,00 € men und Wünschen der Adressat*innen besondere Adressat*innen entwickeln können. Jugendarbeit kann
Nichtmitglieder: 65,00 €
Potentiale für erfahrungsbasierte und alltagsnahe damit ein Raum sein, um konstruktive Handlungsfähig-
(inklusive Verpflegung und Übernachtung)
Ansprechpartner*in Romy Nowak Lernprozesse. Dies sollte gerade auch für politische keiten zu entwickeln und Jugendliche dazu befähigen,
Die Veranstaltung wird gefördert durch das Themen gelten, da jugendliche Lebenswelten im- die eigenen Interessen zu erkennen und solidarisch
Landesprogramm »Weltoffenes Sachsen für mer mit gesellschaftlichen Verhältnissen und Dis- zu vertreten. Im Seminar wollen wir lebensweltnahe
Demokratie und Toleranz«.
kursen verknüpft sind. Im Alltag der Jugendlichen Gelegenheiten für politisches Lernen und Handeln im
sind die »großen« politischen Themen bereits mehr eigenen Arbeitsfeld aufspüren und der Frage nachge-
oder weniger verschlüsselt enthalten. Hier bieten hen, wie Fachkräfte entsprechende Bildungsprozesse
sich Gelegenheiten für politische Bildung, welche unter den Bedingungen der Unvorhersehbarkeit und
Jugendarbeiter*innen entsprechend ihres fachlichen Informalität rahmen und gestalten können. Ziel ist zu-
Auftrages nutzen sollten. Dadurch ergeben sich An- dem, das eigene Praxishandeln im Sinne pädagogischer
knüpfungspunkte für pädagogische Prozesse, die all- Konzepte beschreibbarer zu machen.
Referent*innen ➜ Sabine Pester & Tobias Burdukat Methoden ➜ Input, Gruppenarbeit, Konzeptentwicklung
Zielgruppe ➜ Fachkräfte der Offenen Jugendarbeit und angrenzender Arbeitsfelder
Normalitäten in Bewegung Perspektiven für professionelles Handeln in der Migrationsgesellschaft
Migration kennzeichnet die gesellschaftliche Realität reifte Konzepte für den angemessenen professionellen
Ort Gut Frohberg, Käbschütztal bei Meißen
Termin 12. bis 13. Juni 2019 in Deutschland und verändert diese in entscheiden- Umgang mit migrationsbedingter Pluralität. Das Semi-
Kosten Mitglieder: 90,00 € der Weise. Durch Migration angezeigte Phänomene nar verbindet die Vermittlung von Wissen über histo-
Nichtmitglieder: 110,00 €
der Vervielfältigung von Lebensweisen, Biographien risch-gesellschaftliche Umgangsformen mit Migration
(inklusive Verpflegung und Übernachtung)
Ansprechpartner*innen Claudia Stoye & und Sprachen bringen gesellschaftliche Normalitäts- in Deutschland und die kritische Auseinandersetzung
Claudia Fränkel vorstellungen in Bewegung und lassen neue Welt- und mit unterschiedlichen pädagogischen Ansätzen mit
Vorbehaltlich der Förderzusage Selbstverständnisse entstehen. Aber auch Fragen der Überlegungen zu notwendigen Veränderungen. Die
durch den Programmträger. Zugehörigkeit und Fremdheit, des Umgangs mit Dif- pädagogische Haltung der Pädagog*innen wird ebenso
Auf Anfrage kann Sprachmittlung ferenz, Ungleichheit und Ausgrenzung werden neu thematisiert wie die Bedingungen für migrationsgesell-
bereitgestellt werden. gestellt. Pädagogisch Tätige und mit pädagogischen schaftliche Öffnung von Institutionen. Die migrations-
Aufgaben beauftragte Institutionen stehen in beson- pädagogische Perspektive wird vorgestellt und Anre-
derer Verantwortung, der migrationsbedingten Plura- gungen gegeben, was die einzelnen Einrichtungen und
lität gerecht zu werden. Allerdings verfügen nur wenige Pädagog*innen tun können, um in ihrer spezifischen
Institutionen in Sachsen über Erfahrungen und ausge- Situation handlungsfähig zu sein.
Referent*innen ➜ Sabine Pester & Tobias Burdukat Methoden ➜ Input, Gruppenarbeit, Konzeptentwicklung
Zielgruppe ➜ Fachkräfte der offenen Jugendarbeit und angrenzender Arbeitsfelder
18 Mehrtägige Seminare und TagesseminareSie können auch lesen