ERH: BEWERBUNG UM DAS QUALITÄTSSIEGEL BILDUNGSREGION IN BAYERN - BILDUNG NACHHALTIG GESTALTEN - LANDRATSAMT ERLANGEN-HÖCHSTADT

Die Seite wird erstellt Wolf Dick
 
WEITER LESEN
ERH: BEWERBUNG UM DAS QUALITÄTSSIEGEL BILDUNGSREGION IN BAYERN - BILDUNG NACHHALTIG GESTALTEN - LANDRATSAMT ERLANGEN-HÖCHSTADT
Bewerbung um das Qualitätssiegel
Bildungsregion in Bayern

ERH:
Bildung
nachhaltig
gestalten
ERH: BEWERBUNG UM DAS QUALITÄTSSIEGEL BILDUNGSREGION IN BAYERN - BILDUNG NACHHALTIG GESTALTEN - LANDRATSAMT ERLANGEN-HÖCHSTADT
Das Vorhaben „Bildung im Landkreis Erlangen-Höchstadt für die Zukunft nachhaltig gestalten, Förderkennzei-
chen: 01JL1517“ wird im Rahmen des Programms „Bildung integriert“ vom Bundesministerium für Bildung
und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert.

Ziel der Europäischen Union ist es, dass alle Menschen eine berufliche Perspektive erhalten. Der Europäi-
sche Sozialfonds (ESF) verbessert die Beschäftigungschancen, unterstützt die Menschen durch Ausbildung und
Qualifizierung und trägt zum Abbau von Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt bei.
Mehr zum ESF unter: www.esf.de.

                                                    2
ERH: BEWERBUNG UM DAS QUALITÄTSSIEGEL BILDUNGSREGION IN BAYERN - BILDUNG NACHHALTIG GESTALTEN - LANDRATSAMT ERLANGEN-HÖCHSTADT
Inhalt

Erster Teil – Die Ausgangssituation im Landkreis Erlangen-Höchstadt                             4
1 Vorwort                                                                                       5
2 Der Landkreis Erlangen-Höchstadt                                                              7
         Grundlegende Strukturen                                                                7
         Bildungslandschaft                                                                     8
3 Projektorganisation und -verlauf                                                             12
4 Strategische Ausrichtung                                                                     15

Zweiter Teil – Die fünf Säulen der Bildungsregion – Ausgangssituation und Projektaktivitäten   17
Säule 1: Übergänge organisieren und begleiten                                                  18
        Ausgangssituation und bestehende Aktivitäten                                           18
        Projektaktivitäten - Säule 1                                                           26
        Zusammenfassung und strategische Ausrichtung                                           34
Säule 2: Schulische und außerschulische Bildungsangebote und Bildungsträger vernetzen
– Schulen in die Region öffnen                                                                 35
        Ausgangssituation und bestehende Aktivitäten                                           35
        Projektaktivitäten - Säule 2                                                           38
        Zusammenfassung und strategische Ausrichtung                                           40
Säule 3: Kein Talent darf verloren gehen – Jungen Menschen in besonderen Lebenslagen helfen    41
        Ausgangssituation und bestehende Aktivitäten                                           42
        Projektaktivitäten – Säule 3                                                           46
        Zusammenfassung und strategische Ausrichtung                                           51
Säule 4: Bürgergesellschaft stärken und entwickeln – Beitrag von Jugendhilfe, einschließlich
Jugendarbeit, Ganztagsangeboten und generationenübergreifendem Dialog                          52
        Ausgangssituation und bestehende Aktivitäten                                           54
        Projektaktivitäten – Säule 4                                                           57
        Zusammenfassung und strategische Ausrichtung                                           63
Säule 5: Herausforderungen des demographischen Wandels annehmen                                64
        Ausgangssituation und bestehende Aktivitäten                                           65
        Projektaktivitäten – Säule 5                                                           67
        Zusammenfassung und strategische Ausrichtung                                           68

Nachhaltigkeitsstrategien                                                                      69
Bewerbung um das Qualitätssiegel Bildungsregion in Bayern                                      71

Dritter Teil - Anhang                                                                          72
Maßnahme-Konzept                                                                               72
Kooperationsvereinbarung                                                                       76
Muster-Projektblatt Bedarfsanalyse                                                             78
Inhalt der Online-Befragung                                                                    79
Kooperationen Gymnasien und Hochschulen                                                        86
Fragebogen Ehrenamt und Ganztag                                                                92
Visualisierte Sprengelkarte                                                                    97
Impressum
Herausgeber: Landkreis Erlangen-Höchstadt, Sachgebiet Finanzen und Schulen
Telefon: +49 9131 803 380310
E-Mail: sven.czekal@erlangen-hoechstadt.de
Web: www.erlangen-hoechstadt.de
Redaktion: Sven Czekal
Foto: Sergey Nivens/Fotolia.com

                                                               3
ERH: BEWERBUNG UM DAS QUALITÄTSSIEGEL BILDUNGSREGION IN BAYERN - BILDUNG NACHHALTIG GESTALTEN - LANDRATSAMT ERLANGEN-HÖCHSTADT
Bewerbung als Bildungsregion
Landkreis Erlangen-Höchstadt

Projektträger:
Landkreis Erlangen-Höchstadt
Landrat Alexander Tritthart

Projektkoordination:
Sven Czekal – Bildungskoordinator – Finanzen und Schulen- Landratsamt Erlangen-Höchstadt

Fachliche Begleitung:
Johannes Stegmann - Koordinator der Bildungsregionen in Mittelfranken - Regierung von Mittelfranken

Wissenschaftliche Begleitung:
Prof. Dr. Joachim König - Institut für Praxisforschung und Evaluation an der Evangelischen Hochschule Nürn-
berg

Arbeitskreisleitung:
Arbeitskreis 1 „Frühes Lernen - Frühe Übergänge“
Johannes Zenk - Fachakademie für Sozialpädagogik des Landkreises Erlangen-Höchstadt
Markus Hladik – Amt für Kinder, Jugend und Familie- Landratsamt Erlangen-Höchstadt

Arbeitskreis 2 „Übergänge an weiterführende Schulen und dazwischen“
Bernd Lohneiß - Gymnasium Höchstadt a. d. Aisch
Alexander Schulz - Kreisrat / Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule Erlangen

Arbeitskreis 3 „Schule - Berufliche Bildung - Hochschule - Beruf“
Regina Gutberlet - Agentur für Arbeit Nürnberg, Geschäftsstelle Erlangen
Martin Wirsching - Staatliches Berufliches Schulzentrum Herzogenaurach - Höchstadt

Arbeitskreis 4 „Kein Talent darf verloren gehen“
Sven Czekal - Finanzen und Schulen - Landratsamt Erlangen-Höchstadt
Luise Dümmler - JaS Ritter-von-Spix Mittelschule Höchstadt a. d. Aisch
Jürgen Ganzmann – Behindertenbeauftragter Landkreis Erlangen-Höchstadt

Arbeitskreis 5 „Ehrenamt, Jugend und Ganztagsangebote“
Dr. Lutz Bräutigam - Kreisrat
Dominik Hertel - Kreisjugendring Erlangen-Höchstadt
Jutta Leidel - Kultur, Senioren, Ehrenamt - Landratsamt Erlangen-Höchstadt

Arbeitskreis 6 „Demographischer Wandel und Lebenslanges Lernen“
Oliver Kundler - vhs Herzogenaurach
Matthias Nicolai – Regionalmanagement - Landratsamt Erlangen-Höchstadt
Anna-Maria Preller - Kultur, Senioren, Ehrenamt - Landratsamt Erlangen-Höchstadt

                                                     4
ERH: BEWERBUNG UM DAS QUALITÄTSSIEGEL BILDUNGSREGION IN BAYERN - BILDUNG NACHHALTIG GESTALTEN - LANDRATSAMT ERLANGEN-HÖCHSTADT
Erster Teil – Die Ausgangssituation im
Landkreis Erlangen-Höchstadt
Vorwort

                        5
ERH: BEWERBUNG UM DAS QUALITÄTSSIEGEL BILDUNGSREGION IN BAYERN - BILDUNG NACHHALTIG GESTALTEN - LANDRATSAMT ERLANGEN-HÖCHSTADT
6
ERH: BEWERBUNG UM DAS QUALITÄTSSIEGEL BILDUNGSREGION IN BAYERN - BILDUNG NACHHALTIG GESTALTEN - LANDRATSAMT ERLANGEN-HÖCHSTADT
2 Der Landkreis Erlangen-Höchstadt

Grundlegende                          auf. Der Anteil der älteren Bevöl-     Bereits die Teilnahme an der Ini-
                                      kerungsgruppe (z.B. 65+) an der        tiative „Bildungsregionen in Bay-
Strukturen                            Gesamtbevölkerung steigt.              ern“ leistet hier einen wertvollen
                                                                             Beitrag.
Der Landkreis Erlangen-Höchstadt      3. Bunter – die Bevölkerung wird       • In der Fläche werden sich Inf-
gehört zum Regierungsbezirk Mit-      vielfältiger. Dies zeigt sich einer-   rastrukturen, wie der öffentliche
telfranken und liegt am Ballungs-     seits durch einen steigenden An-       Personennahverkehr (ÖPNV), an-
raum Nürnberg-Fürth-Erlangen, in      teil der Bevölkerung mit Migra-        passen müssen, um (Bildungs-)
der Europäischen Metropolregion       tionshintergrund.      Andererseits    Teilhabe unabhängig von Wohn-
Nürnberg, wodurch sich zahlrei-       werden auch die Formen des Zu-         ort und Alter gewährleisten zu
che Verzahnungen sowohl im            sammenlebens vielfältiger – Sing-      können (Stichwort Mobilität).
Wirtschafts- und Wissenschafts-       le-Haushalte nehmen zu, aber           Hier wurden und werden vom
bereich, aber auch im Bildungs-       auch Patchwork-Familien sind kei-      Landkreis, etwa mit der Aus-
sektor ergeben. Auf einer Ge-         ne Seltenheit mehr.                    schreibung und Vergabe neuer
samtfläche von 564,66 km² leben                                              Linienbündel im Rahmen der
im Landkreis 134.136 Einwohner        Zweifelsohne gibt es Kommunen,         Fortschreibung des Nahverkehr-
(Stand: 31.12.2015), verteilt auf 3   in denen sich die Auswirkungen         splans, bereits große Anstren-
Städte, 7 Märkte und 15 Gemein-       des demographischen Wandels            gungen unternommen.
den. Zudem sind zahlreiche Welt-      schon jetzt deutlicher zeigen als      • Hinsichtlich einer bunteren
und Großkonzerne, Hidden Cham-        im Landkreis Erlangen-Höchstadt,       Gesellschaft werden künftig
pions, innovative Mittelständler      wo - entgegen des deutschland-         verstärkt passgenaue Bildungs-
sowie zahlreiche Handwerksbe-         weiten Trends – beispielsweise         angebote benötigt, um Integ-
triebe in der Region beheimatet.      eine positive Bevölkerungsent-         ration, Inklusion und Teilhabe
Ein für den Landkreis wie Unter-      wicklung zu verzeichnen ist. Den-      zu gewährleisten. Mit der vom
nehmen prominentes Thema, das         noch bedeuten diese Tendenzen,         Bundesministerium für Bildung
auch auf den Bildungsbereich          dass auch hier auf lange Sicht Ver-    und Forschung geförderten Bil-
durchschlägt, stellt der demogra-     änderungen eintreten werden.           dungskoordination für Neuzuge-
phische Wandel dar. Dieser Struk-                                            wanderte sowie der erstmaligen
turwandel wird den Landkreis          Auf die drei Trends bezogen kann       Erfassung von Kindern und Ju-
Erlangen-Höchstadt, ebenso wie        dies für die Bildungsarbeit im Ein-    gendlichen mit Inklusionsbedarf
andere Städte und Landkreise, vor     zelnen bedeuten:                       in der, im Herbst erscheinenden,
Herausforderungen stellen, die es                                            Sozialraumanalyse des Land-
proaktiv anzugehen gilt. Er zeich-      • In gemeinsamer Zusammen-           kreises, werden auch in diesem
net sich durch drei Tendenzen aus,      arbeit und Abstimmung mit            Bereich wichtige Schritte unter-
die thematisch auch in den vier         den zuständigen staatlichen          nommen.
Regionalkonferenzen des Land-           Stellen werden durch künftige        • Der Bereich frühkindlicher Bil-
kreises zum demographischen             Anpassungen neue Strukturen          dung, dessen Bedeutung auch
Wandel diskutiert wurden:               geschaffen die auf eine per-         im neuen Bildungspaket „Für
                                        manente Verbesserung der Bil-        Bildung begeistern! Fördern, For-
1. Weniger – die Bevölkerungs-          dungslandschaft abzielen.            dern, Forschen“ des Bayerischen
zahl sinkt infolge von Sterbeüber-      Hierdurch ergeben sich zahlrei-      Staatsministeriums für Bildung
schüssen und / oder Wanderungs-         che neue Möglichkeiten. Insbe-       und Kultus, Wissenschaft und
verlusten.                              sondere die Bedeutung von Ver-       Kunst herausgestellt wird, muss
                                        netzung und Kooperation wird         gestärkt werden. Mit der zusätz-
2. Älter – die Bevölkerung weist        landkreisweit zunehmen und           lichen Etablierung eines Arbeits-
ein steigendes Durchschnittsalter       muss deshalb gestärkt werden.        kreises „Frühkindliche Bildung“

                                                       7
ERH: BEWERBUNG UM DAS QUALITÄTSSIEGEL BILDUNGSREGION IN BAYERN - BILDUNG NACHHALTIG GESTALTEN - LANDRATSAMT ERLANGEN-HÖCHSTADT
im Prozess der Bildungsregion     Kommunalverwaltung. All diese         Neben 24 Grundschulen (zuzüg-
   werden auch hier frühzeitig       Bestrebungen verdeutlichen die        lich zwei privaten Grundschulen),
   Anstrengungen von Seiten des      Bedeutung und Verortung der           drei Mittelschul-Verbünden und
   Landkreises unternommen.          Bildungsregion im Landkreis: Bil-     zwei weiteren Mittelschulen sowie
   • Weiterbildungsmöglichkeiten     dung ist ein Querschnitts-Thema       fünf Volkshochschulen befinden
   und Strukturen für „Lebenslan-    für die gesamte Kreisentwicklung.     sich in Trägerschaft der Landkreis-
   ges Lernen“ müssen fortentwi-     In diese Strukturen und Strategien    gemeinden zudem 56 Kinderkrip-
   ckelt und gestärkt werden.        fügt sich deshalb auch die Bewer-     pen, 71 Kindertagesstätten und
Neben der Arbeit des Regional-       bung um das Qualitätssiegel „Bil-     17 Kinderhorte, die ein flächende-
managements des Landkreises          dungsregion in Bayern“. Um die-       ckendes und bedarfsorientiertes
Erlangen-Höchstadt, das sich         ser Aufgabe gerecht zu werden,        (vor-)schulisches Angebot bieten.
des Themas „Demographischer          wurde und wird eine ressortüber-      Die Grundschulen (4.837 Schüler/
Wandel“ annimmt und in des-          greifende, noch stärker vernetzte,    innen) und Mittelschulen (1.762
sen Rahmen derzeit auch ein          Zusammenarbeit aller Beteiligten,     Schüler/innen) sind dabei Lern-
Demographie-Monitoring,         in   sowohl verwaltungsintern als          ort für rund 6.600 Schülerinnen
Zusammenarbeit mit der Fried-        auch -extern, angestrebt, um im       und Schüler (Prognose Schuljahr
rich-Alexander-Universität Erlan-    gemeinschaftlichen Zusammen-          2017/2018). Und schließlich exis-
gen-Nürnberg, aufgebaut wird,        wirken das Thema Bildung in der       tieren über kirchliche, staatlich
existieren eine Vielzahl weiterer    Region einerseits noch stärker zu     anerkannte sowie private Träger
Strategiepapiere und Dokumente,      verankern, andererseits aber auch     in verschiedenen Gemeinden wei-
sowohl auf Landkreis- als auch auf   um qualitative Verbesserungen         tere Bildungsangebote.
Gemeinde-Ebene, die das Thema        anzustreben. Wie diese Bildungs-      Daneben spielen, in Ergänzung zu
Bildung beinhalten, wenngleich       strukturen im Landkreis Erlan-        den oben aufgeführten formalen
dieses nicht immer exklusiv und      gen-Höchstadt ausgestaltet sind,      und institutionalisierten Bildungs-
auch nicht immer explizit ausge-     zeigen der nächste Punkt sowie        angeboten, auch außerschulische
führt wird. Exemplarisch können      im Einzelnen die Erörterungen der     Lern- und Bildungsorte in denen
hier genannt werden:                 fünf Säulen der Bildungsregion.       non-formale sowie informelle Bil-
                                                                           dungsprozesse stattfinden eine
 • Die Sozialraumanalyse des                                               wichtige Rolle. Diese Wichtigkeit
 Landkreises Erlangen-Höchstadt,     Bildungslandschaft                    zeigt sich zum Beispiel an wissen-
 welche die Sozialstruktur auf                                             schaftlichen Schätzungen dazu,
 Gemeindeebene abbildet, mit         Einen sicherlich wichtigen Faktor     dass etwa 70 Prozent der Lernpro-
 dem Fokus auf Kinder und Ju-        der Attraktivität des Landkreises,    zesse Erwachsener außerhalb von
 gendliche in Bezug auf Jugend-      sowohl für Einwohner als auch         Bildungsinstitutionen stattfinden.
 hilfeplanung.                       Unternehmen, stellt das sehr gut      Im Landkreis Erlangen-Höchstadt
 • Das Seniorenpolitische Ge-        ausgebaute, leistungsfähige und       spielt dieser Bereich künftig des-
 samtkonzept des Landkreises         vielfältige Bildungswesen dar. In     halb ebenso eine Rolle. Findet die
 Erlangen-Höchstadt, mit dem         eigener Trägerschaft hält der Land-   Zusammenarbeit zwischen Schul-
 Fokus auf der kommunalen Se-        kreis, in vier Kommunen (Eckental,    und Jugendhilfeplanung derzeit
 niorenhilfe.                        Herzogenaurach, Höchstadt a. d.       vor allem noch anlassbezogen
 • Der Nahverkehrsplan 2013          Aisch und Spardorf), als schuli-      statt, drückt sich die künftig an-
 (mit Fortschreibung in 2018),       sches sowie berufliches Bildungs-     gestrebte stärkere Verknüpfung
 welcher hinsichtlich Mobilität      angebot vier Gymnasien, zwei Re-      der beiden Bereiche Jugendhilfe
 und Teilhabe eine wichtige Rolle    alschulen, fünf berufliche Schulen,   (stellvertretend für den Bereich
 spielt.                             zwei Sonderpädagogische Förder-       non-formaler und informeller Bil-
                                     zentren und ein Förderzentrum         dung) sowie Bildungsplanung
Die Bildungskoordination der Bil-    mit dem Förderschwerpunkt geis-       (stellvertretend für den Bereich
dungsregion Erlangen-Höchstadt       tige Entwicklung vor. Im laufen-      formaler Bildung) etwa dadurch
steht dabei in engem Kontakt         den Schuljahr 2016/2017 werden        aus, dass die Bildungsregion expli-
und Austausch mit den entspre-       hier rund 8.100 Schülerinnen und      zit als eines von sechs Strategiezie-
chenden Ansprechpartnern in der      Schüler unterrichtet.                 len der Jugendhilfe für die kom-

                                                     8
ERH: BEWERBUNG UM DAS QUALITÄTSSIEGEL BILDUNGSREGION IN BAYERN - BILDUNG NACHHALTIG GESTALTEN - LANDRATSAMT ERLANGEN-HÖCHSTADT
munale Wahlperiode 2014 bis            formiert sind und so bestenfalls       Ganztagsbetreuung
2020 im Landkreis ausgewiesen          bestehende Angebote gemeinsam          • Emil-von-Behring-Gymnasium
ist. Unter Punkt 6 heißt es dort:      und prozessorientiert weiterent-       Spardorf: Umbau der naturwis-
„6. Bildungsregion                     wickeln. Einen Anknüpfungs-            senschaftlichen Fachräume und
Ausgehend von der Erkenntnis,          punkt stellen hier die Netzwerke       Investitionen im Zuge von G8
dass wichtige Voraussetzungen          der bestehenden Regionalteams          • Gymnasium Höchstadt a. d.
für einen späteren Bildungserfolg      „Schule-Jugendhilfe“ dar, in de-       Aisch: Investitionen im Zuge von
bereits im frühen Kindesalter ge-      nen Aufgaben, Probleme und der         G8, Generalinstandsetzung des
legt werden, gestaltet die Jugend-     Umgang damit in der gemeinsa-          Westbaus sowie der Pausenhalle
hilfe die Weiterentwicklung unse-      men Zusammenarbeit diskutiert          und der Ersatzneubau Nord mit
res Landkreises zur Bildungsregion     werden. Eine weitere wichtige          Fachräumen
aktiv mit. Insbesondere soll eine      Brückenfunktion nimmt die Stel-        • Gymnasium Herzogenaurach:
breite Diskussion über die Defini-     le des Bildungskoordinators ein:       Neubau mit Erweiterungen und
tion des Bildungsbegriffes initiiert   Dieser ist im Sachgebiet „Finan-       Investitionen im Zuge von G8
und die Bedeutung außerschuli-         zen und Schulen“, das die Kreis-       • Gymnasium Eckental: Neubau
scher Bildung als Grundlage le-        kämmerei und Schulverwaltung           und Investitionen im Zuge von
benslangen Lernens hervorgeho-         beinhaltet, angesiedelt, steht aber    G8
ben werden. Durch flankierende         in engem Austausch mit dem Ju-         • Berufsschule Herzogenau-
Maßnahmen der Jugendhilfe und          gendamt und der Jugendhilfepla-        rach-Höchstadt: Neubaumaß-
den bedarfsgerechten Ausbau der        nung und soll so künftig für eine      nahme in Herzogenaurach,
Frühen Hilfen und der Präventi-        engere Verknüpfung der beiden          Errichtung der Fachräume Gas-
on sollen die Grundlagen für den       Bereiche sorgen.                       tronomie, Umbau der Bauhallen
Erhalt des Gütesiegels „Bildungs-      Die weitergehende Bedeutung au-        und Einbau einer Biomassehei-
region“ geschaffen und über die        ßerschulischer Lernorte im Bereich     zung
kommunale Wahlperiode hinaus           Migration, Partizipation, Inklusion    • Berufsfachschule Höchstadt
dauerhaft gerechtfertigt werden.“      etc. wird unter Säule 3 noch ge-       a. d. Aisch: Neubaumaßnahme
Dies wird sich künftig als langfris-   nauer dargestellt.                     und Umbau der Lehrküchen zu
tiger Prozess gestalten. Ein erster                                           integrierten Fachräumen
zentraler Grundstein wurde dabei       Der hohe Stellenwert, den Bildung      • Fachakademie für Sozialpäda-
bereits durch die Teilnahme an         im Landkreis Erlangen-Höchstadt        gogik in Höchstadt a. d. Aisch:
der Initiative „Bildungsregionen       besitzt, spiegelt sich auch in den     Neubaumaßnahme
in Bayern“ gelegt. Durch das ge-       Investitionen in seine Schulge-        • Don-Bosco-Schule Höchstadt:
meinsame Diskutieren, die ge-          bäude wider. So wurden seit            Neubaumaßnahme und Erwei-
meinsame Arbeit und die dadurch        den 1970er Jahren für Neu- und         terung
entstandenen Vernetzungen von          Umbauten, Erweiterungen sowie          • Erich-Kästner-Schule Spardorf:
Trägern formaler sowie non-for-        Generalinstandsetzungen, Brut-         Zwei Erweiterungsmaßnahmen
maler Bildung in den einzelnen         to-Investitionen in Höhe von 180       • Wilhelm-Pfeffer-Schule Herzo-
Arbeitskreisen, wurde ein erstes       Millionen Euro getätigt.               genaurach: Neubau sowie Um-
gegenseitiges Verständnis für die                                             bau und Erweiterung
Bedeutung des jeweils anderen          Wesentliche Maßnahmen an den
Bildungsbereiches gelegt und das       jeweiligen Standorten waren im        Neben der aktuell anstehen-
Bildungsverständnis der Teilneh-       Einzelnen:                            den finanziellen Herausforde-
mer entsprechend geweitet. Künf-                                             rung der Baumaßnahme am
tig wird es verstärkt darum gehen        • Realschule Herzogenaurach:        Emil-von-Behring-Gymnasium in
diese Vernetzung aufrecht zu             Generalinstandsetzung sowie         Spardorf, wird in den nächsten
erhalten, auszubauen sowie vor           Erweiterung Lehrerzimmer und        vier bis fünf Jahren die Frage ei-
allem Transparenz herzustellen,          Verwaltung                          ner Sanierung der Räumlichkeiten
so dass die Träger non-formaler          • Realschule Höchstadt a. d.        der gymnasialen Oberstufe am
und formaler Bildungsangebote            Aisch: Neubau, Erweiterungen        Gymnasium Höchstadt a. d. Aisch
auch über Bildungsangebote des           Lehrerzimmer und Verwaltung         in die planerischen Überlegungen
jeweils anderen Fachbereichs in-         sowie Investitionen im Zuge der     einbezogen. Zudem werden durch

                                                       9
ERH: BEWERBUNG UM DAS QUALITÄTSSIEGEL BILDUNGSREGION IN BAYERN - BILDUNG NACHHALTIG GESTALTEN - LANDRATSAMT ERLANGEN-HÖCHSTADT
die Neueinführung des neunjäh-        sichergestellt bleiben, dass der      hat beispielsweise die Mittelschule
rigen Gymnasiums eventuell er-        Landkreis Erlangen-Höchstadt sei-     Herzogenaurach in allen Klassen-
gänzende bauliche Maßnahmen           ne Vorreiterstellung – welche er in   zimmern interaktive Beamer, eine
erforderlich werden. Die in der       der Region in Sachen technischer      Dokumentenkamera sowie einen
Trägerschaft des Landkreises ste-     Schulausstattung sicherlich in-       internetfähigen Computer. Hinzu
henden Schulen sind in einem          nehat – nicht nur aufrecht erhält     kommen zwei Informatik-Räume,
baulich, technisch und energetisch    sondern zusätzlich weiter ausbaut.    20 internetfähige Laptops und 20
guten Zustand, der ein modernes       Im Rahmen seiner Möglichkeiten        Tablets, was ungefähr Klassenstär-
und zeitgemäßes Lernumfeld bie-       will der Landkreis damit auf die      ke entspricht. Diese Darstellung
tet. Gleiches gilt für die Vielzahl   aktuellen Herausforderungen der       soll dabei nicht als abschließend
der Schulen und Bildungseinrich-      Digitalisierung frühzeitig Einfluss   bewertet werden und erhebt kei-
tungen in den Städten, Märkten        nehmen. Aber auch auf Ebene           nen Anspruch auf Vollständigkeit.
und Gemeinden im Landkreis Er-        der Gemeinden lassen sich große       An dieser Stelle soll lediglich be-
langen-Höchstadt.                     Anstrengungen konstatieren. Laut      tont werden, auf welch gutem
                                      Aussage des Staatlichen Schul-        Weg sich die Gemeinden bereits
Weiterhin zeigt sich die hohe Be-     amtes kann deutlich festgehalten      befinden. Diese Aufzählung könn-
deutung der Bildungspolitik für       werden, dass alle Gemeinden im        te deshalb durchaus weiter ge-
den Landkreis in seinen Investiti-    Landkreis sich hinsichtlich der Di-   führt und durch weitere Schulen
onen in Schulausstattungen. So        gitalisierung der Schulen auf den     ergänzt werden.
wurden in den Jahren 2000 bis         Weg gemacht haben. Viele haben        Neben der voranschreitenden
2017, zusätzlich zu den Neuaus-       bereits einen oder mehrere Com-       infrastrukturellen     Ausstattung
stattungen im Zusammenhang            puterräume, andere haben einzel-      der Schulen, spielt aber auch der
mit den Baumaßnahmen, rund            ne Klassenzimmer mit Dokumen-         Ausbau des Breitbands für die
8,5 Millionen Euro investiert.        tenkameras und Beamern oder           Gemeinden eine zentrale Rolle.
Im Rahmen seiner bildungspo-          interaktiven Whiteboards ausge-       Auch hier lässt sich schon jetzt
litischen Leitlinien hat sich der     stattet. Exemplarisch kann hier im    großes Engagement konstatieren.
Landkreis das Ziel gesetzt, seine     Bereich der Grundschulen etwa         Im Rahmen der Breitbandförde-
Schülerinnen und Schüler durch        die Grundschule Herzogenaurach        rung des Freistaates Bayern mit
modernste       Schulausstattungen    genannt werden (die in 22 Klas-       dem Ausbauziel von 50 Mbit/s,
für die weitere schulische Lauf-      senzimmern bereits Smartboards,       bei der jeder Anschluss im Er-
bahn, den Übergang in Hochschu-       Beamer, Laptops und Dokumen-          schließungsgebiet zumindest mit
len sowie in den Arbeitsmarkt zu      tenkameras bereitstellt, dazu gibt    30 Mbit/s versorgt werden muss,
rüsten. Beispielhaft für bisherige    es einen Computerraum mit 16          haben nunmehr alle Gemeinden,
Investitionen kann hierbei die flä-   internetfähigen Computern sowie       die einen Antrag gestellt haben,
chendeckende Ausstattung aller        (nach Erweiterung und Umbau) In-      einen (oder mehrere) Förderbe-
Landkreisschulen mit Visualisie-      ternetzugang in allen Klassenräu-     scheid(e) erhalten. Einige Städte
rungstechniken genannt werden.        men), die Grundschule Aurachtal       und Gemeinden waren bereits
Diese      Ausstattungsmaßnahme       (bei der die Versorgung mit Whi-      vorher versorgungstechnisch so
wurde abgeschlossen, sodass sich      teboards in allen Klassenzimmern      gut erschlossen, dass sie keinen
alle Schulen auf dem modernsten       demnächst abgeschlossen wird          Bedarf gemeldet hatten. Als eine
Stand der Technik befinden. Ganz      und ein mobiler Laptop-Wagen          zentrale Herausforderung des
im Zeichen der Digitalisierung und    mit 12 internetfähigen Laptops        Breitband-Ausbaus auf Gemein-
des „Masterplans Bayern Digital       für die Arbeit im Klassenzimmer       deebene kristallisiert sich dabei
II“ führt der Landkreis aktuell bei   vorhanden ist), oder auch die         für die nächsten Jahre, analog zur
interessierten Schulen mit Multi-     Grundschule Großenseebach (in         Wirtschaft, die versorgungstechni-
touch-Monitoren die neueste Ge-       der in jedem Klassenzimmer zwei       sche Erschließung der Schulen mit
neration bei den Visualisierungs-     Rechner, Beamer, Dokumenten-          Glasfaser / VDSL für das „schnelle
techniken ein. Mit einher geht        kamera sowie 12 internetfähige        Internet“ heraus. Dies soll auch
hierbei der sukzessive WLAN-Netz      Laptops vorhanden sind). Auch im      durch die Thematisierung der Di-
Ausbau an den Schulen. Über vor-      Bereich der Mittelschulen schrei-     gitalisierung auf den kommenden
ab angeführte Maßnahmen soll          tet die Digitalisierung voran. So     Bürgermeister-Dienstbesprechun-

                                                      10
gen weiter forciert werden.
Neben dem Breitband- und Inf-
rastrukturausbau ist zudem für
2018 angedacht, im Rahmen des
Bildungsmonitorings von „Bil-
dung Integriert“ eine Befragung
zur Digitalisierung in den Schulen
im Landkreis durchzuführen, um
so auch im Hinblick auf pädago-
gische Aspekte frühzeitig Hand-
lungsbedarfe zu identifizieren und
anzugehen.
Und schließlich existiert eine Viel-
zahl weiterer bildungspolitisch
relevanter Strukturen, Angebote
und Aktivitäten, die in der Dar-
stellung der einzelnen Säulen der
Bildungsregion      hervorgehoben
werden, ebenso wie die Verknüp-
fung mit den entwickelten Pro-
jektideen, die für eine langfristige
Fortentwicklung der Bildungsland-
schaft sorgen sollen.

                                       11
3 Projektorganisation und -verlauf

Eine Besonderheit auf dem Weg zur Bildungsregion stellt der Umstand dar, dass der Landkreis Erlan-
gen-Höchstadt zeitgleich über das Bundesförderprogramm „Bildung integriert“ des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung gefördert wird. Hieraus ergeben sich Besonderheiten, die es zu beachten gilt, die aber
auch Chancen und Potentiale durch entstehende Synergien bieten. Nachfolgende Gegenüberstellung verdeut-
licht dies:

Der Prozess der Bildungsregion         Jugend und Ganztagsange-            besteht die verschiedenen Akteu-
Erlangen-Höchstadt orientiert sich     bote“                               re durch verbindliche Kooperati-
an den fünf Säulen, bezieht zu-        • Arbeitskreis 6 „Demogra-          onsvereinbarungen einzubinden.
dem aber auch die zusätzlichen         phischer Wandel und Lebens-         Kooperation wurde deshalb stets
Anforderungen des Programms            langes Lernen“                      mitgedacht. Deshalb sind alle er-
„Bildung integriert“ mit ein, so-                                          arbeiteten Maßnahmen im Rah-
dass sich sechs Arbeitskreise, je-   Die Arbeitskreise 4, 5 und 6 wur-     men der Bildungsregion Erlan-
weils unter der Leitung von Fache-   den dabei analog zu den Säulen        gen-Höchstadt auf Kooperation
xperten aus den verschiedensten      3, 4 und 5 der Handreichung des       zwischen verschiedenen Akteuren
(Bildungs-) Bereichen im Land-       Bayerischen Kultusministeriums        basierende Projekte.
kreis, gebildet haben:               gebildet. Unterschiede zeigen sich
                                     bei den Säulen 1 und 2 der Bil-
 • Arbeitskreis 1 „Frühes Ler-       dungsregion. Die Säule 1 „Über-
 nen - Frühe Übergänge“              gänge organisieren“ wurde dabei
 • Arbeitskreis 2 „Übergänge         in drei Arbeitskreise aufgegliedert
 an weiterführende Schulen           (nach den verschiedenen Phasen
 und dazwischen“                     des Übergangs), um so auch den
 • Arbeitskreis 3 „Schule - Be-      Anforderungen von „Bildung in-
 rufliche Bildung - Hochschule       tegriert“ gerecht zu werden. Die
 - Beruf“                            Säule 2 „Kooperationen“ wurde
 • Arbeitskreis 4 „Kein Talent       in der Form berücksichtigt, dass
 darf verloren gehen“                eine Anforderung des Program-
 • Arbeitskreis 5 „Ehrenamt,         mes „Bildung integriert“ darin

                                                     12
Die synchrone Teilnahme an bei-
den Programmen bietet somit fol-
                                    Mitglieder            des     Steuerungskreises
                                                          Mitglieder des Steuerungskreises, S.11

gende Vorteile:
                                    Vorname      Name            Einrichtung
                                                                 Landrat des Landkreises Erlangen-Höchstadt;
 • Ein besonderer Fokus konnte      Alexander    Tritthart       Vorsitzender des Steuerungskreises
                                                                 Ministerialbeauftragter für die Berufliche Oberschule in
 auf den Bereich frühkindliche      Hansjörg     Bosch           Nordbayern
 Bildung gelegt werden.
 • Die Säule 2 „Kooperationen“      Dr. Martin   Braun           Schulleiter Emil-von-Behring-Gymnasium Spardorf

 konnte in jedem Arbeitskreis       Dr. Lutz     Bräutigam       Kreisrat
 mitgedacht werden. (Zusätzli-
 che Angebote und Aktivitäten       Gerald       Brehm           Kreisrat

 werden unter Säule 2 noch er-      Sven         Czekal          Bildungskoordinator, Landratsamt ERH
 örtert).                                                        Beraterin für akademische Berufe, Agentur für Arbeit
                                    Ulrike       Dannhäuser      Nürnberg, Geschäftsstelle Erlangen
 • Datenbedarfe, die innerhalb
                                                                 Behindertenbeauftragter des Landkreises Erlangen-
 der Arbeitskreise aufkamen,        Jürgen       Ganzmann        Höchstadt
 konnten erhoben, ausgewer-                                      Leiterin Berufsorientierung, Agentur für Arbeit Nürnberg,
                                    Regina       Gutberlet       Geschäftsstelle Erlangen
 tet und in die Arbeitskreise zu-
 rückgespiegelt werden. Diese       Knut         Harmsen         Leiter IHK Geschäftsstelle Erlangen
 Ergebnisse können im Rahmen
                                    Erich        Heinlein        Schulleiter Erich-Kästner-Schule Spardorf
 des Bildungsmonitorings des                                     Vorsitzender Kreisjugendring Erlangen-Höchstadt,
 Programms „Bildung integriert“                                  Mitglied im Jugendhilfeausschuss (JHA) sowie im
                                                                 Unterausschuss Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und
 wiederverwertet werden.            Dominik      Hertel          Jugendschutz
 • Es konnte ein Steuerungskreis    Prof. Dr.                    Institut für Praxisforschung und Evaluation an der
                                    Joachim      König           Evangelischen Hochschule Nürnberg
 implementiert werden, der ne-                                   Sachgebietsleiterin Amt für Kinder, Jugend und Familie,
 ben den Arbeitskreisleitern auch                                Landratsamt ERH, Mitglied im JHA und in allen
                                    Heike        Krahmer         Unterausschüssen des JHA
 Verwaltungsstellen, die Politik,
 die Mitglieder der Konferenz       Oliver       Kundler         Leiter vhs Herzogenaurach
 der Schulaufsicht, die wissen-
                                    Ulrich       Langer          Schulleiter Staatliche Realschule Herzogenaurach
 schaftliche Begleitung, den Ko-
 ordinator der Bildungsregionen     Michael      Löhner          BildungEvangelisch

 für Mittelfranken sowie den Bil-
                                    Wolfgang     Mevenkamp       Kreishandwerkerschaft Erlangen-Hersbruck-Lauf
 dungskoordinator des Landkrei-
 ses Erlangen-Höchstadt einbe-      Martin       Rohde           Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Mittelfranken
                                                                 Bereichsleiterin des Bereichs Schulen an der Regierung
 zieht (Zusammensetzung s.u.).                                   von Mittelfranken (zuständig für Grund- und Mittelschulen,
 Die Etablierung eines solchen      Hildegund    Rüger           berufliche Schulen und Förderschulen)

 Bildungsgremiums ist Anforde-      Wilhelm      Schmidt         Kreiskämmerer, Landratsamt ERH
                                                                                                                            1
 rung des Programms „Bildung
                                    Renate       Schroff         Kreisrätin
 integriert“, dient aber gleich-                                 Kreisrat; Lehrer Fach- und Berufsoberschule Erlangen,
 zeitig dazu, den Bildungspro-                                   Mitglied Unterausschuss Jugendarbeit,
                                    Alexander    Schulz          Jugendsozialarbeit und Jugendschutz des JHA
 zess der Bildungsregion Erlan-                                  Ministerialbeauftragter für die Realschulen in
 gen-Höchstadt langfristig und      Johann       Seitz           Mittelfranken
                                                                 Schulamtsdirektorin und fachliche Leitung, Staatliches
 nachhaltig zu begleiten            Ursula       Stach           Schulamt Erlangen – Erlangen-Höchstadt
                                                                 Koordinator der Bildungsregionen, Regierung von
                                    Johannes     Stegmann        Mittelfranken
                                                                 Kreisrat, Mitglied Unterausschuss Jugendhilfeplanung des
                                    Ludwig       Wahl            JHA

                                    Elke         Weis            Kreisrätin, Mitglied im Jugendhilfeausschuss
                                                                 Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Erlangen-
                                    Rudolf       Weißmann        Höchstadt
                                                                 Schulleiter Staatliches Berufliches Schulzentrum
                                    Martin       Wirsching       Herzogenaurach-Höchstadt

                                    Johannes     Zenk            Schulleiter Fachakademie für Sozialpädagogik Höchstadt

                                                   13
Die einzelnen Arbeitskreise wur-      Weitere wichtige Schritte auf dem
den von Fachexperten geleitet, die    Weg zur Bildungsregion waren:
sich aus den entsprechenden The-
mengebieten der einzelnen Säulen       • Beschluss des Schulausschus-
rekrutierten: Schulen, Jugendhilfe,    ses zur Teilnahme an der Initia-
Politik, Arbeitsverwaltung, Wirt-      tive „Bildungsregionen in Bay-
schaft, Jugendsozialarbeit, Poli-      ern“ am 04.11.2014
tik, Ehrenamt, Kreisjugendring,        • 1. Sitzung des Steuerungskrei-
Erwachsenenbildung,       Senioren     ses am 28.06.2016
usw. Zusätzlich sorgten die Teil-      • 1. Dialogforum am 21.07.2016
nehmerinnen und Teilnehmer der         • Sitzungen der sechs Arbeits-
Arbeitskreise für Fachexpertise aus    kreise von Oktober 2016 bis Ap-
weiteren Bereichen wie den Kam-        ril 2017:
mern, Vereinen und Verbänden,
Institutionen usw. Eine Übersicht
der Mitglieder der Arbeitskreise
findet sich in der Folge bei der
Darstellung der entsprechenden
Säulen, die die Vielfalt der Ar-
beitskreiszusammensetzung und
die enge Zusammenarbeit mit der        • 2. Sitzung des Steuerungskrei-
örtlichen Jugendhilfe zeigt. mit       ses am 20.06.2017
der örtlichen Jugendhilfe zeigt,       • Information der Konferenz der
die durchgängig in allen Arbeits-      Schulaufsicht, des Landesaus-
kreisen sowie im Steuerungskreis       schusses für Berufsbildung und
vertreten war. Zudem wurden in         des Bayerischen Landesjugend-
regelmäßigen Abständen die Gre-        hilfeausschusses per digitalem
mien des Landkreises sowie die         Ergebnisbericht am 25.07.2017
Bürgermeister/innen der kreisan-       • 2. Dialogforum am 19.09.2017
gehörigen Gemeinden über den           • Vorberatung des Bewerbungs-
aktuellen Sachstand informiert.        konzeptes um das Qualitätssie-
                                       gel „Bildungsregion in Bayern“
Die Koordination des Bildungsre-       in einer gemeinsamen Sitzung
gionen-Prozesses im Landkreis Er-      des Schulausschusses und des
langen-Höchstadt erfolgte durch        Jugendhilfeausschusses      am
die neu im Sachgebiet Finanzen         09.10.2017
und Schulen eingerichtete Stelle       • Entscheidung des Kreistags
des Bildungskoordinators. Die wis-     „Bewerbungskonzept um das
senschaftliche Prozess- und Pro-       Qualitätssiegel Bildungsregion
jektbegleitung erfolgt durch das       in Bayern“ am 13.10.2017
Institut für Praxisforschung und
Evaluation an der Evangelischen
Hochschule in Nürnberg.

                                                     14
4 Strategische Ausrichtung

Die Arbeit an der Bildungsregion         der Moderation der jeweils ersten        Bildungsberichten münden. Interes-
Erlangen-Höchstadt, vor allem aber       Arbeitskreissitzung mit einem Sche-      sierte Bürgerinnen und Bürger, Ver-
ihre Wirkungen bzw. strukturellen        ma zur bedarfsorientierten Erfassung     antwortliche aus dem Bildungssek-
Verbesserungen, können nur in ih-        von Problemlagen gearbeitet (Proto-      tor sowie die Politik sollen dadurch
rer Gesamtschau sowie einer Lang-        koll-Muster siehe Anlage).               fortlaufend informiert bleiben.
fristperspektive beurteilt werden,
da auch der demographische Wan-          Neben der verbesserten Transparenz       Eine mit dem Monitoring einherge-
del nur in seinen langfristigen, aber    stellte sich schon vor der Umsetzung     hende       Bildungsberichterstattung
unmittelbaren Auswirkungen auf           der Projekte ein weiterer Erfolg ein:    soll zusätzlich eine höhere Transpa-
alle gesellschaftlichen Subsysteme       Die ressortübergreifende und vielfäl-    renz über die Bildungslandschaft des
gesehen werden kann. Die in den          tige Zusammensetzung der Arbeits-        Landkreises sicherstellen. Damit die-
Kreishaushalt für 2017 eingestellten     kreise und die daraus resultierenden     se Transparenz auch die breite (Fach-)
finanziellen Mittel unterstreichen die   neuen Kontakte und Vernetzungen          Öffentlichkeit erreicht, sollen die Di-
Bedeutung dieser Bildungsarbeit für      wurden von den Mitgliedern als gro-      alogforen bzw. Bildungskonferenzen
die Kreisentwicklung.                    ßer Gewinn und strukturelle Verbes-      im ein- bis zweijährigen Turnus ver-
                                         serung der eigenen Arbeit gesehen.       stetigt werden. Dies soll auch weiter-
Die in einem ersten Schritt An-                                                   hin den Einbezug der vor Ort aktiven
fang 2016 in Zusammenarbeit mit          Hinausgehend über diesen derzeiti-       Bildungsakteure gewährleisten.
der wissenschaftlichen Begleitung        gen Ist-Stand verfolgt der Landkreis
durchgeführte      Online-Befragung      Erlangen-Höchstadt eine langfristige     Um die Bildungsregion langfristig
unter den Bildungsakteuren im            Strategie, wohin sich die Bildungs-      im Landkreis zu verankern, werden
Landkreis (Details siehe nächster        region entwickeln soll und welche        schließlich Nachhaltigkeitsstrategien
Punkt) bot als ersten Erfolg bereits     Instrumente hierfür genutzt werden       verfolgt: Einerseits wurde durch die
vor dem 1. Dialogforum eine stark        sollen. Zusätzlich zur bereits erfolg-   wissenschaftliche Begleitung bereits
verbesserte Transparenz über vor-        ten Bestandsaufnahme soll ein kom-       eine Befragung unter den Arbeits-
handene Bildungsangebote, -akteu-        munales, datenbasiertes Bildungs-        kreis-Teilnehmern zur langfristigen
re, -strukturen sowie Kooperationen      monitoring aufgebaut werden. Dies        Vernetzung / Kooperation sowie die
und Gremien. Diese diente als Basis      gewährleistet eine kontinuierliche       dafür notwendigen Gelingens-Be-
für das weitere Vorgehen innerhalb       und systematische Erfassung, Aus-        dingungen initiiert.
der Arbeitskreisphase.                   wertung und Darstellung von Daten        Von allen befragten AK-Teilnehmern
                                         zur Bildungssituation, um schließlich    haben insgesamt 62 an dieser Be-
Die im zweiten Schritt in den Ar-        Aussagen und Empfehlungen für die        fragung teilgenommen und damit
beitskreisen entwickelten, passge-       Bildungsarbeit und eventuell entste-     etwa die Hälfte. Wiederrum über die
nauen Projektmaßnahmen fügen             hende Bedarfe zu erlauben. Diese         Hälfte der Respondenten kam aus
sich nahtlos in die bestehende Bil-      Bedarfe sollen langfristig wiederrum     den Bereichen (Hoch-)Schule und
dungslandschaft des Landkreises          durch die Bildungskoordination so-       Kinder-/Jugendhilfe/Kita. Zunächst
ein und stärken sie. Für die Projekte    wie die beteiligten Akteure gedeckt      kann hier festgehalten werden, dass
wurden dabei so genannte „Maß-           bzw. umgesetzt werden. Das Moni-         sowohl von schulischer als auch
nahme-Konzepte“ sowie „Koope-            toring soll in einer Langfristperspek-   außerschulischer Seite die Zusam-
rationsvereinbarungen“ entwickelt        tive etabliert werden um hinsichtlich    menarbeit mit dem jeweils anderen
(siehe Anhang). Von Bedeutung            aktueller Entwicklungen und Trends       Bereich sowie mit den Kommunen,
hierbei war, dass die entwickelten       im Bildungsbereich des Landkreises       der Erwachsenenbildung, Kammern,
Ideen sich auf operativer Ebene fas-     Erlangen-Höchstadt stets auf dem         Arbeitsverwaltung etc. als durchge-
sen lassen, dass diese also direkt von   neuesten Stand zu sein. Der sukzessi-    hend positiv bewertet wird (Durch-
den beteiligten Akteuren umgesetzt       ve Aufbau des Monitorings soll dann      schnittsnote in der Zusammenarbeit
werden können. Dafür wurde bei           in ein bis zweijährig veröffentlichten   konstant besser als 2,5).

                                                          15
Weitere zentrale Ergebnisse dieser       mit einher geht selbstverständlich die
Befragung bezüglich struktureller        gemeinsame Umsetzung der in den
Aspekte für die weitere Bildungs-        Arbeitskreisen entwickelten Projekte.
arbeit waren, sortiert nach Priorität    Aber auch die Herstellung von Trans-
(wobei angemerkt werden muss,            parenz mittels Bildungsberichterstat-
dass die Bewertungen alle relativ nah    tung, Dialogforen und dem Aufbau
beieinander liegen):                     einer Internetplattform wird künftig
1. Überblick zu den vorhandenen          ein zentraler Aspekt der Arbeit in der
Bildungspartnern und Bildungsange-       Bildungsregion sein.
boten (Transparenz).                     Andererseits sollen aber auch die
2. Aktivitäten der Bildungsakteure       aus der Bildungsregion heraus ent-
stärker kommunizieren (Öffentlich-       standenen         Projektmaßnahmen
keitsarbeit).                            stichprobenartig evaluiert werden,
3. Weiterführung der im Projekt ent-     um die Wirkung bzw. Effektivität
standenen Arbeitskreise.                 dieser Maßnahmen unabhängig zu
4. Höhere Partizipation von Kindern      beurteilen und ggf. umzusteuern
und Jugendlichen an der Entwick-         bzw. nachzujustieren, so dass die Bil-
lung der Bildungslandschaft (schu-       dungslandschaft nachhaltig gestärkt
lisch und außerschulisch).               werden kann (weitere Details siehe
5. Koordinierung des Bildungsma-         Punkt Nachhaltigkeitsstrategien).
nagements weiterentwickeln und           Organisatorisch wird in den nächs-
etablieren.                              ten Monaten die Frage bezüglich
6. Unabhängige Bildungsberatung          der finanziellen Förderung der kon-
für Schüler/innen vor Ort.               zipierten Maßnahme-Vorschläge in
7. Entwicklung eines gemeinsamen         den Mittelpunkt rücken. Eine Ab-
Leitbildes der Bildungspartner für das   stimmung zwischen den Kompeten-
Bildungsverständnis.                     zen des Steuerungskreises, der die
8. Langfristige und unabhängige Be-      Bildungsregion Erlangen-Höchstadt
gleitung des Bildungsprozesses (z.B.     inhaltlich begleitet und steuert, so-
durch Evaluation von Maßnahmen /         wie den Gremien des Landkreises,
Standards).                              die die entsprechenden formalen Be-
                                         schlüsse über eine Förderung fassen,
Neben diesen zentralen Befragungs-       wird intern zu klären sein. Denkbar
ergebnissen werden weitere Ergeb-        ist etwa, dass beide Gremien prio-
nisse der Erhebung künftig für die       risierte Empfehlungslisten über die
Bürgerinnen und Bürger des Land-         Förderung konkreter Maßnahme
kreises auf der Homepage des Land-       ausformulieren und diese so in ei-
ratsamtes einsehbar sein. Betrachtet     nem entsprechenden Dialog in Ein-
man die nachfolgenden Ausführun-         klang gebracht werden.
gen kann jedoch festgehalten wer-
den, dass den Bereichen, die von den
vielen Bildungsverantwortlichen als
wichtigste Themen bewertet wur-
den, in der Bildungsregion durchweg
Rechnung getragen wird, da diese
im Landkreis Erlangen-Höchstadt
einen hohen Stellenwert besitzen.
Insbesondere der Weiterführung,
des Ausbaus sowie der Verstetigung
der entstandenen Arbeitskreise wird
eine zentrale Rolle zukommen. Da-

                                                          16
Zweiter Teil – Die fünf Säulen der Bildungsregion
– Ausgangssituation und Projektaktivitäten
Zu Projektstart der Bildungsre-       angesprochen und zum aktiven
gion Erlangen-Höchstadt wur-          Mitwirken in der Bildungsregion
de in Zusammenarbeit mit der          Erlangen-Höchstadt bewegt wer-
wissenschaftlichen       Begleitung   den. Im Oktober 2016 fanden
des Instituts für Praxisforschung     dann die ersten Treffen der sechs
und Evaluation an der Evangeli-       Arbeitskreise unter der Modera-
schen Hochschule Nürnberg eine        tion der wissenschaftlichen Be-
umfassende       Online-Befragung     gleitung statt. Hier wurde für alle
unter allen am Bildungsprozess        Teilnehmer nochmals dargestellt,
beteiligten Personen durchge-         dass die Projektideen und Maß-
führt, um einerseits bestehende       nahmen sich auf operativer Ebene
Bildungsangebote, Maßnahmen           befinden sollen, sodass direkter
und Kooperationen entlang der         Handlungsspielraum       bezüglich
fünf Säulen zu erfassen. Dies         der Umsetzung besteht. Neben
diente als erste Bestandsaufnah-      der erhobenen Bestandsaufnah-
me und Ist-Stand-Analyse für ei-      me wurden Handlungsbedarfe
nen landkreisweiten Überblick,        formuliert, die sich passgenau in
auf deren Grundlage die weite-        das bestehende Bildungsangebot
re Arbeit fußte und noch immer        einfügen und etwaige Angebots-
fußt. Andererseits wurden mit-        lücken schließen sollen. Zusätzlich
tels der Online-Befragung aber        werden turnusmäßige Treffen der
auch Handlungsbedarfe entlang         Arbeitskreis-Leitungen implemen-
der fünf Säulen erfasst sowie die     tiert, um säulenübergreifende Be-
grundsätzliche Bereitschaft der       darfe künftig besser aufeinander
Befragten sich in den einzelnen       abstimmen und steuern zu kön-
Arbeitskreisen zu engagieren (der     nen.
Inhalt der Online-Befragung ist       Die Zusammenarbeit der AK-Lei-
dem Anhang zu entnehmen). Da-         ter, das gemeinsame Diskutieren
rauf aufbauend wurden Fachex-         und das „Abgeben“ von Bedar-
perten für die Leitung der einzel-    fen / Themengebieten an andere
nen Arbeitskreise angefragt, die      Arbeitskreise kann dabei analog
dann auf dem 1. Dialogforum als       zum Schulsystem gesehen wer-
Ansprechpartner für Interessen-       den: Die Konzeption des Schul-
ten fungierten, die sich vor Ort      systems eröffnet eine sehr hohe
für die Mitarbeit in den Arbeits-     Durchlässigkeit zwischen den ein-
kreisen eintragen konnten. Insge-     zelnen Schularten im bayerischen
samt beteiligten sich an der Arbeit   Bildungssystem, so dass Schulart-
in den sechs Arbeitskreisen ca.       wechsel eine Vielzahl neuer Mög-
130 Personen aus der gesamten         lichkeiten und Perspektiven in der
Breite der Akteure in der Region      Gestaltung der eigenen Bildungs-
in jeweils drei bis vier Sitzungen.   biographie bieten.
Um aber auch die Partizipation        Die in der Folge dargelegten Pro-
Kinder und Jugendlicher weiter        jektaktivitäten stellen damit eine
zu forcieren sollen diese, etwa im    bedarfsgerechte Weiterentwick-
Rahmen der jährlich stattfinden-      lung und Ergänzung des beste-
den Kreisjugendkonferenz, gezielt     henden Angebotes dar.

                                                      17
Säule 1: Übergänge organisieren                                 und begleiten

Ausgangssituation und                  • Arbeitskreis 1 „Frühes Ler-
                                       nen - Frühe Übergänge“ befass-
bestehende Aktivitäten
                                       te sich mit den Themen:
                                         o Frühkindliche Bildung
Eine zentrale Bedeutung für ge-
                                         o Frühpräventive Bildung
lingende Bildungsbiographien von
                                         o Übergang Kindertagesstätte
Kindern und Jugendlichen stellen
                                         – Grundschule
die verschiedenen Übergänge in-
nerhalb des Bildungssystems dar.
                                       • Arbeitskreis 2 „Übergänge
Die Gestaltung der Übergänge
                                       an weiterführende Schulen und
eröffnet dabei eine Vielzahl von
                                       dazwischen“ befasste sich mit
Möglichkeiten für den Werdegang
                                       den Themen:
eines jeden Einzelnen, birgt aber
                                         o Übergang Grundschule –
auch Herausforderungen hinsicht-
                                         weiterführende Schulen
lich der „richtigen“ Wahl und ent-
                                         o Übergang zwischen den
sprechender Beratung, die es aktiv
                                         Schularten
anzugehen gilt. Der Fokus liegt
dabei auf drei entscheidenden
                                       • Arbeitskreis 3 „Schule - Be-
und den weiteren Bildungsverlauf
                                       rufliche Bildung - Hochschule
prägenden Übergängen:
                                       - Beruf“ befasste sich mit den
                                       Themen:
  • Der Übergang von der Kinder-
                                         o Übergang Schule – Berufs-
  tagesstätte bzw. vom Kinder-
                                         ausbildung – Beruf
  garten in die Grundschule
                                         o Junge Menschen für die Zu-
  • Der Übergang von der Grund-
                                         kunft stärken
  schule auf eine weiterführende
                                         o Übergang Schule – Hoch-
  Schule
                                         schule
  • Der Übergang von einer wei-
                                         o Duales Studium
  terführenden Schule in eine
                                         o Neue Technologien
  Berufsausbildung oder auf eine
  Hochschule
                                     Die nachfolgende Darstellung der
                                     einzelnen Mitglieder der Arbeits-
Entsprechend der zentralen Be-
                                     kreise 1 bis 3 zeigt dabei die Viel-
deutung dieser drei Übergänge
                                     falt und breite Basis, auf der die
haben sich in der Bildungsregion
                                     Arbeit an der Bildungsregion Er-
Erlangen-Höchstadt drei Arbeits-
                                     langen-Höchstadt fußt.
kreise gebildet.

                                                     18
Arbeitskreis 1 „Frühes Lernen - Frühe Übergänge“

           Arbeitskreis 1 „Frühes Lernen - Frühe Übergänge“, S.16

Vorname     Name          Einrichtung

Johannes    Zenk          Schulleiter Fachakademie für Sozialpädagogik Höchstadt
                          Jugendhilfeplanung im Jugendamt, Landratsamt ERH,
Markus      Hladik        Mitglied in allen Unterausschüssen des JHA

Renate      Abeßer        Mitarbeiterin BildungEvangelisch im Dekanat Erlangen
            Anderka-
Angela      Köhler        Schulpsychologin Grund- und Mittelschulen Eckental

Sven        Czekal        Bildungskoordinator, Landratsamt ERH

Julia       Eger          Lehrerin, Grundschule Bubenreuth
                          KoKi – Netzwerk frühe Kindheit im Jugendamt,
                          Landratsamt ERH, Mitglied im UA Familienbildung,
Susanne     Friedrich     Kindertagesbetreuung und Frühe Hilfen des JHA
                          Kreisrätin, Mitglied im JHA sowie in allen
Irene       Häusler       Unterausschüssen des JHA

Doris       Heubeck       Leitung Kita Lonnerstadt
                          Sozialberatung, Gesundheitsförderung, Landratsamt ERH,
                          Mitglied im Unterausschuss Jugendarbeit,
Luitgard    Kern          Jugendsozialarbeit und Jugendschutz des JHA

Jennifer    Kneisl        Familienbildung, Jugendamt, Landratsamt ERH

Ingrid      König         Leitung Kita World of Kids Herzogenaurach

Katrin      Lengenfelder Leitung Kinderhaus St. Josef Niederndorf

Christin    Schütze       Kita Kleine Strolche
                          Koordinator der Bildungsregionen, Regierung von
Johannes    Stegmann      Mittelfranken
                          Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle,
                          Landkreis Erlangen-Höchstadt Caritas, Mitglied im JHA
                          und im UA Jugendhilfeplanung sowie UA Familienbildung,
Simone      Steiner       Kindertagesbetreuung und Frühe Hilfen des JHA

Andrea      Uebel         Leitung Kinderhaus St. Josef Weisendorf
                          Evangelischer Kita-Verband Bayern e.V., Fachberater für
Holger      Warning       Dekane Erlangen, Forchheim, Bamberg, Gräfenberg

                                                                                 3

                                                              19
Arbeitskreis 2 „Übergänge                   an weiterführende
Schulen und dazwischen“

     Arbeitskreis 2 „Übergänge an weiterführende Schulen und dazwischen“, S.17

Vorname     Name           Einrichtung

Bernd       Lohneiß        Schulleiter Gymnasium Höchstadt
                           Kreisrat; Lehrer FOS/BOS Erlangen, Mitglied im UA
Alexander   Schulz         Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Jugendschutz des JHA
Klaus-
Dieter      Arndt          Stellv. Schulleiter Fach- und Berufsoberschule Erlangen

Sven        Czekal         Bildungskoordinator, Landratsamt ERH

Martin      Dr. Braun      Schulleiter Emil-von-Behring Gymnasium Spardorf
                           Kreisrätin, Mitglied im JHA sowie in allen Unterausschüssen
Irene       Häusler        des JHA

Nico        Kauper         Junge Union Erlangen-Höchstadt

Andrea      Lenhart        JaS Staatliche Realschule Höchstadt

Maria       Maibom         Stellv. Schulleitung Grundschule Aurachtal

Astrid      Marschall      Kreisrätin

Christine   Ortwein        Beratungslehrerin Gymnasium Höchstadt

Monika      Roemer-Girbig Bayerischer Elternverband e.V.

Jutta       Romeis         Schulleiterin Staatliche Realschule Höchstadt

Ulrike      Roos           Lehrerin Grundschule Herzogenaurach
                           Bezirksvorsitzende LEV-RS für Mittelfranken;
                           Elternbeiratsvorsitzende Werner von Siemens Realschule ER;
Birgit      Schober        Gemeinderätin Uttenreuth

Susanne     Schoß          Lehrerin Grundschule Aurachtal

Renate      Schroff        Kreisrätin

Kerstin     Spiers         Lehrerin Grundschule Bubenreuth
                           Koordinator der Bildungsregionen, Regierung von
Johannes    Stegmann       Mittelfranken

Michael     Ulbrich        Schulleiter Mittelschule Höchstadt

Gerald      Wölfel         Schulleiter Wirtschaftsschule Erlangen
                           Gleichstellungsbeauftragte, Landratsamt ERH, Mitglied im
                           JHA, Mitglied im UA Familienbildung, Kindertagesbetreuung
Claudia     Wolter         und Frühe Hilfen des JHA

Doris       Wüstner        Kreisrätin

Matthias    Zwingel        Vizepräsident Handelsverband Bayern/REWE
                                                                                     4

                                                                  20
Arbeitskreis 3 „Schule - Berufliche Bildung - Hochschule - Beruf“

          Arbeitskreis 3 „Schule - Berufliche Bildung - Hochschule - Beruf“, S.18

                                                                                              Handlungsfelder laut Handbuch
Vorname      Name           Einrichtung
                            Leiterin Berufsorientierung, Agentur für Arbeit Nürnberg,
                                                                                              für die Bildungsregionen darge-
Regina       Gutberlet      Geschäftsstelle Erlangen                                          stellt werden. Die Bedeutung die-
                            Schulleiter Staatliches berufliches Schulzentrum
Martin       Wirsching      Herzogenaurach - Höchstadt                                        ser ausgewählten Maßnahmen
                                                                                              und Kooperationen lässt sich auch
Theresia     Adelfinger     Bereichsleitung Berufsstart, Access
                                                                                              daran erkennen, dass diese von
Alexander Albrecht          HWK Mittelfranken: Berater in der passgenauen Besetzung           den beteiligten Bildungsakteuren
Margarete Bock-Seider       Beratungslehrerin Mittelschule Höchstadt                          explizit in der Online-Befragung
Sven         Czekal         Bildungskoordinator, Landratsamt ERH
                                                                                              benannt wurden. Im Anschluss
                            Beraterin für akademische Berufe, Agentur für Arbeit Nürnberg,    daran werden die sich in die Fort-
Ulrike       Dannhäuser     Geschäftsstelle Erlangen
                            Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg,
                                                                                              entwicklung des Bildungsange-
Dr. Bianca Distler          Kontaktstelle Duales Studium                                      botes einfügenden Projektmaß-
                            Agentur für Arbeit Nürnberg, Geschäftsstelle Erlangen,
Cathrin      Goetze         Berufsberatung                                                    nahmen dargestellt. Sie sollen das
                                                                                              bereits etablierte Angebot sinnvoll
Knut         Harmsen        Leiter IHK Geschäftsstelle Erlangen
                                                                                              ergänzen, etwaige Lücken in der
Stefan       Haupt          Schülercoaching; Selbstständig                                    Angebotslandschaft schließen und
                            Kreisrätin, Mitglied im JHA sowie in allen Unterausschüssen des
Irene        Häusler        JHA                                                               auf besondere Bedarfe und Her-
Wolfgang     Mevenkamp      Kreishandwerkerschaft Erlangen
                                                                                              ausforderungen reagieren.

Franz        Rabl           Kreisrat; Lehrer Mittelschule Höchstadt

Thomas       Röhlich        Stellv. Schulleiter Staatliche Realschule Höchstadt
                                                                                              Arbeitskreis 1 „Frühes
                            Kreisrat; Lehrer FOS/BOS Erlangen, Mitglied im UA
Alexander Schulz            Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Jugendschutz des JHA         Lernen - Frühe Über-
Bernhard     Schwab         Ausbildungsleitung Schäffler
                                                                                              gänge“
Johannes     Stegmann       Koordinator der Bildungsregionen, Regierung von Mittelfranken

Maximilian Stopfer          Junge Union Erlangen-Höchstadt                                    Im Bereich der frühkindlichen Bil-
                                                                                              dung sowie des Übergangs in die
Birgit       Völker         Schülercoaching
                                                                                              Grundschule halten der Landkreis
Thomas       Wächtler       Wirtschaftsförderung, Landratsamt ERH                             und seine Gemeinden verschiede-
                            VR-Bank Gräfenberg - Forchheim - Eschenau - Heroldsberg,
Beatrice     Wagner         Personalabteilung                                                 ne Angebote und Kooperationen
Sylvia       Wening         Technische Hochschule Nürnberg, Zentrale Studienberatung
                                                                                              vor. Genannt seien hier:

Michael      Wirth          Personalabteilung Martin Bauer Group
                                                                                              Der seit vielen Jahren existierende
Daniela      Zarbo          Arbeitsvermittlung Jobcenter Erlangen-Höchstadt                   Arbeitskreis KiTa – Grundschule,
                                                                                        5     der in Zusammenarbeit mit dem
Die breite Basis, auf der die einzel-            und die oftmals neu gewonnenen               Staatlichen Schulamt besteht, er-
nen Arbeitskreise stehen, haben                  Erkenntnisse lieferten innovative            füllt eine Vielzahl der lt. Handrei-
einen weiteren Vorteil: Durch die                Impulse, die sich schließlich in Pro-        chung für die Bildungsregionen
gemeinsame Zusammenarbeit von                    jektideen konkretisierten.                   bedeutenden        Handlungsfelder,
Teilnehmern, die die Kinder und                  Da eine detaillierte Darstellung aller       etwa eine gemeinsame Koope-
Jugendlichen vor und nach den                    im Landkreis Erlangen-Höchstadt              rations- und Kommunikations-
jeweiligen Übertritten betreuen,                 vorhandenen Bildungsangebote                 plattform sowie eine stärkere in-
konnten gezielt Erfahrungen bei-                 den Rahmen der vorliegenden Be-              stitutionalisierte Vernetzung von
der „Seiten“ ausgetauscht wer-                   werbung sprengen würde, sollen               Erzieher/innen sowie Grundschul-
den. Die so entstandenen Vernet-                 hier exemplarisch gut etablierte             lehrkräften. Diese zwei bis drei
zungen, der Erfahrungsaustausch                  Angebote entlang der einzelnen               Mal im Jahr stattfinden Treffen

                                                                       21
Sie können auch lesen