Gemeindebrief Evangelische Kirchengemeinde Eschollbrücken - Juni - August 2017 - Kirche Eschollbrücken

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Gemeindebrief Evangelische Kirchengemeinde Eschollbrücken - Juni - August 2017 - Kirche Eschollbrücken
2017
                          ist
                              jahr
                       Luther

Juni - August 2017

Gemeindebrief
Evangelische Kirchengemeinde
Eschollbrücken
            Gemeindebrief Juni - August 2017 / Seite
Gemeindebrief Evangelische Kirchengemeinde Eschollbrücken - Juni - August 2017 - Kirche Eschollbrücken
Inhaltsverzeichnis                      Ansprechpartner
                                          unserer Kirchengemeinde

1    Titelblatt
2    Inhaltsverzeichnis
     Ansprechpartner/innen
                                      Manfred Hauch, Pfarrer
3    Die heilige Geistkraft
                                      Darmstädter Straße 34
4    Nachfolge
                                      06157-2746
6    Pfingsten                        manfred.hauch.kgm.eschollbruecken
7    Goldene Konfirmation             (at) ekhn-net.de
8    Unser Leitbild
11   Frauke Ludowig zu M. Luther
12   Reformation in Eschollbrücken    Gemeindesekretärin
14   Über den Tellerrand              Gabi Ihrig
16   Sich regen bringt Segen          06157-2746
17   Fotobuch
18   Kinderbibelnachmittag
22   Gottesdienste                    ev.kirchengemeinde.eschollbruecken
24   Gemeindekalender                 (at) ekhn-net.de
25   Neue Mitarbeiterinnen            Öffnungszeiten des Gemeindebüros:
26   Kindertagesstätte                Mi, 15-17 Uhr und Fr, 10-12 Uhr
27   Stellenangebot
28   Kinderseite                      Küsterin
30   95 Dinge                         Karin Schuster
32   Bericht aus der Synode           06157-82085
34   500 Jahre Reformation            schusterkarin (at)
36   Bücherschrank/Musical            arcor.de
37   Impressum, Öffnungszeiten
38   Geburtstage
                                      Ev. Kindertagesstätte Eschollbrücken
39   Freud und Leid                   Leiterin Ilona Schmitt
40   Krabbelkreise                    06157-81882
41   Ökumenische Fahrradtour          ev.kita.eschollbruecken (at) ekhn-
42   Bericht Diakonieausschuss        net.de
43   Schul-Gottesdienste
44   Ökumenisches Gemeindefest

                Gemeindebrief Juni - August 2017/ Seite 2
Gemeindebrief Evangelische Kirchengemeinde Eschollbrücken - Juni - August 2017 - Kirche Eschollbrücken
Heilige Geistkraft: Pfingsten              zusammen mit St. Antonius stattfin-
                                           det. Natürlich ist wie immer Jede/r
Die heilige Geistkraft prägt das           eingeladen, gleich welcher Konfessi-
Pfingstfest, und was geschah da ei-        on, Religion oder Weltanschauung.
gentlich? Lesen Sie in diesem Heft in      Getreu unserem Leitbild der Offen-
einem Auszug aus der Apostelge-            heit und Gemeinschaft.
schichte.                                  Die heilige Geistkraft lag sicherlich
                                           auch auf unseren Angeboten und
Die heilige Geistkraft haben wir Eh-       Veranstaltungen, die schon stattge-
renamtlichen natürlich um ihre Unter-      funden haben und von denen wir in
stützung gebeten, als wir uns zusam-       diesem Heft berichten. Und natürlich
men mit unserer Kita-Leitung Ilona         erbitten wir diese Kraft auch für alle
Schmitt zu unserer Klausurtagung           die spannenden, erfreulichen, ge-
nach Arnoldshain begeben haben, um         meinschaftlichen Aktivitäten der
unser Leitbild zu entwerfen und die        nächsten Monate, zu denen wir
Zukunft unserer Gemeinde mit Be-           herzlich einladen. Alles nachzulesen
Geist-erung zu bedenken. Die Vorstel-      in diesem Heft und noch sehr viel
lung unseres Leitbildes in diesem          aktueller auf unserer Homepage
Heft.                                      „www.kirche-eschollbruecken.de“.

Die heilige Geistkraft findet sich         Die heilige Geistkraft schließlich liegt
hoffentlich auch in den 95 Dingen, die     als Segen auf unserer Kita, dem Kita-
nicht nur (!) ein evangelischer Christ     Team, unseren Kindern und deren
mal gemacht haben sollte. Mit Augen-       Angehörigen. Denn Sie wissen ja: wer
zwinkern und Humor geschrieben und         ein Kind sieht, der hat Gott auf fri-
von Ihnen frei ergänzbar. Denn Hu-         scher Tat ertappt (Martin Luther).
mor ist ganz gewiss ein Zeichen dafür,
dass der Geist gerade weht. Da näm-        Die heilige Geistkraft möge auch Sie
lich, wo er will.                          und die Ihren auf Ihrem Weg in die
                                           Sommerferien, in eine hoffentlich
Die heilige Geistkraft ist in der hebrä-   sichere und erholsame Urlaubszeit
ischen Sprache („ruah“) ein weibli-        und auf all Ihren Wegen des Alltags
ches Wort: Grund genug, in dieser          begleiten. Mögen Sie überall auch
Ausgabe Frau Frauke Ludowig zu ih-         das ganz Besondere, Einmalige, Kost-
rer Sicht von Martin Luther zu Wort        bare und Unverwechselbare erbli-
kommen zu lassen. Denn: noch ist           cken. Das wünschen wir Ihnen von
Lutherjahr!                                ganzem Herzen.
Die heilige Geistkraft haben wir na-
türlich zu unserem Gemeindefest            Mirko Liebig und Dr. Angelika Op-
eingeladen, das diesmal zum allerers-      permann für den Kirchenvorstand
ten Mal auch offiziell ökumenisch

                   Gemeindebrief Juni - August 2017 / Seite 3
Gemeindebrief Evangelische Kirchengemeinde Eschollbrücken - Juni - August 2017 - Kirche Eschollbrücken
Nachfolge
Mit Pfingsten als dem dritten großen       Wir können und sollen nicht mehr
Fest im Kirchenjahr können viele           hinter ihm hergehen; wir sollen und
Menschen nicht viel anfangen. Das ist      dürfen aus seinem Schatten heraus-
schlecht, denn es betrifft uns. Ohne       treten und unsere eigenen Wege in
Pfingsten ist Weihnachten und Ostern       unseren Lebenssituationen finden.
bedeutungslos.                             Wir sollen selbst zu „Christussen“
Weihnachten und Ostern werden -            werden.
mehr oder weniger bewusst - in der         Ausgestattet mit seinem Geist sollen
ganzen Gesellschaft gefeiert, selbst in    wir glauben und tun, wie und was
den Familien, die nicht einen Gottes-      Jesus heute glauben und tun würde.
dienst besuchen. Zumindest gibt es         So leben wir Nachfolge. Deswegen ist
auch in diesen Geschenke, Nikoläuse        Pfingsten so wichtig.
und Osterhasen in allen Größen. Aber       Wir sollen keine Kopien Jesu sein. Er
an Pfingsten schmücken wir keinen          war einmalig. Wir selbst sollen Origi-
Baum, und es gibt auch keine               nale sein. Jesus selbst wollte es so:
Pfingsteier, die die Kinder voller Span-   „Es ist gut, dass ich gehe!“
nung suchen. An Pfingsten, da gibt’s
nichts zu kaufen, da wird nichts gebo-
ten.
Notwendige Voraussetzung zum Ver-
ständnis für Pfingsten ist Christi Him-
melfahrt. Der auferstandene Jesus
erklärt seinen JüngerInnen, dass er
sie verlassen werde und sagt wort-
wörtlich zu ihnen: „Es ist gut für euch,
dass ich weggehe.“ (Joh 16, 5)
„Es ist gut!“ Warum?                       Denn wir sind durch seinen Geist
Jesus lässt die Seinen nicht hilflos       selbstständig und erwachsen gewor-
zurück. Er hinterlässt ihnen seinen        den.
Geist.                                     Wir sind nicht dazu geschaffen, uns
Es ist gut, dass Jesus geht, weil dieje-   immer mehr einem Bild anzugleichen,
nigen, die ihm bisher nachgefolgt und      das wir oder das andere von uns ha-
hinter ihm hergegangen sind, nun           ben. Wir sollen und wir dürfen immer
aus der Abhängigkeit von ihrem Meis-       mehr die werden, die wir sind und so
ter befreit sind. Sein Geist aber ver-     das Wesen zur Entfaltung bringen,
leiht die Kraft, selbstständig, mündig     das Gott in uns angelegt hat. Wenn
zu werden, für uns selbst zu sprechen.     wir uns die Pfingstgeschichte vor Au-
Bei aller Verbundenheit in seinem          gen halten (sh. nächste Seite), dann
Geist sollen wir nicht einfach nur das     erinnern wir uns: Als Gottes Geist in
wiederholen, was Jesus gesagt hat.         die Menschen fuhr, da wurden sie

                    Gemeindebrief Juni - August 2017/ Seite 4
Gemeindebrief Evangelische Kirchengemeinde Eschollbrücken - Juni - August 2017 - Kirche Eschollbrücken
verändert: Diejenigen, die noch kurz         geist verwechselt wird mit dem Geist
vorher aus Angst die Türen verschlos-        Gottes.
sen hielten, trauten sich nun öffent-
lich - unter Lebensgefahr - von Gottes       Zur Prüfung möge uns helfen:
Handeln zu sprechen. Ein/e jede/r in
eigener Sprache, mit eigenen Worten,         Der Lärm, der die göttliche Stimme
mit je eigener Begeisterung. Und sie         erstickt, ist der innere Aufruhr ge-
wurden verstanden. Denn sie spra-            kränkter Eigenliebe, erwachenden
chen von sich, sie sprachen von Her-         Argwohns, unermüdlichen Ehrgeizes.“
zen und deshalb ging ihre Rede zu                                   Helder Camara
Herzen. Sie erzählten, was sie erlebt
und was sie verändert hatte. Der Hei-        „Die Beschäftigung mit eigenen Pro-
lige Geistes befreit, uns zu entfalten,      jekten und das planende Verfügen
er lädt uns ein und macht Mut, zu            über die Zukunft lässt gar keine Zeit
erzählen, was uns angeht, was uns            zur Aufmerksamkeit für das Kommen-
freut, was uns umtreibt.                     de, das Unverfügbare. Der Kairos ist
An Pfingsten wurde den Menschen              ein Ereignis. Die Etymologie zeigt: Das
die Vision vom Reich Gottes einge-           „Eräugnis“ ist für das sehende Auge
pflanzt. Der Traum, der an Pfingsten         bestimmt, nicht für die schaffende
die Gemeinschaft der Christen entste-        Hand. Es muss gesehen werden, nicht
hen ließ, lässt sich nicht mehr aus der      gemacht. Wer nicht auf Ereignisse
Welt schaffen. Es entstand die welt-         warten will, macht eben Events (...).
weite Kirche.                                Das hat mindestens zwei Nachteile:
Und wir gehören zu dieser Gemein-            Events werden die Signatur des Ge-
schaft: individuell und vielfältig zu-       machtseins nie los, sie tragen das
gleich. Wirkungen des Geistes sind           Gepräge ihrer Macher. Und im Getrie-
klar zu benennen. Sie sind zusam-            be der gemachten Events geht die Ru-
mengefasst im Doppelgebot der Lie-           he verloren, die es zum Warten auf
be: Liebe deinen Nächsten. Liebe             Ereignisse braucht.
Gott. So sehr, wie du dich selbst            Wer zu sehr mit der Frage beschäftigt
liebst.                                      ist, womit er die Zeit ausfüllen wolle,
Doch bei aller Vielfalt der Wirkungen        verliert leicht die Frage aus dem Blick,
von Gottes Geist (sh. Leitbild Seite 8)      was an der Zeit sei.“
ist er doch nicht beliebig. Immer be-                                    Hans Weder
steht die Gefahr, den Heiligen Geist zu
verwechseln mit dem Zeitgeist. Das           Ein frohes Pfingstfest wünscht Ihnen
geht uns allen so. Gerade beim Fest
des Heiligen Geistes gilt es, die vielfäl-   Ihr Pfarrer
tigen Geister zu unterscheiden, damit        Manfred Hauch
nicht der menschliche Geist / der Zeit

                     Gemeindebrief Juni - August 2017 / Seite 5
Gemeindebrief Evangelische Kirchengemeinde Eschollbrücken - Juni - August 2017 - Kirche Eschollbrücken
Pfingsten
                                         Sie entsetzten sich aber alle und wur-
                                         den ratlos und sprachen einer zu dem
                                         andern: Was will das werden? Andere
                                         aber hatten ihren Spott und sprachen:
                                         Sie sind voll von süßem Wein.

                                         Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob
                                         seine Stimme und redete zu ihnen:
                                         Ihr Juden, liebe Männer, und alle, die
                                         ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch
                                         kundgetan, und lasst meine Worte zu
                                         euren Ohren eingehen! Denn diese
                                         sind nicht betrunken, wie ihr meint,
                                         ist es doch erst die dritte Stunde am
                                         Tage; sondern das ist‘s, was durch
Und als der Pfingsttag gekommen
                                         den Propheten Joel gesagt worden
war, waren sie alle an einem Ort bei-    ist: „Und es soll geschehen in den
einander. Und es geschah plötzlich
                                         letzten Tagen, spricht Gott, da will ich
ein Brausen vom Himmel wie von
                                         ausgießen von meinem Geist auf alles
einem gewaltigen Wind und erfüllte
                                         Fleisch.“
das ganze Haus, in dem sie saßen.        Apostelgeschichte 2,1–8.12–17
Und es erschienen ihnen Zungen,
zerteilt wie von Feuer; und er setzte
sich auf einen jeden von ihnen, und
sie wurden alle erfüllt von dem Heili-
gen Geist und fingen an, zu predigen
in andern Sprachen, wie der Geist
ihnen gab auszusprechen.

Es wohnten aber in Jerusalem Juden,
die waren gottesfürchtige Männer
aus allen Völkern unter dem Himmel.
Als nun dieses Brausen geschah, kam
die Menge zusammen und wurde
bestürzt; denn ein jeder hörte sie in
seiner eigenen Sprache reden. Sie
entsetzten sich aber, verwunderten
sich und sprachen: Siehe, sind nicht
diese alle, die da reden, aus Galiläa?
Wie hören wir denn jeder seine eige-
ne Muttersprache?

                   Gemeindebrief Juni - August 2017/ Seite 6
Gemeindebrief Evangelische Kirchengemeinde Eschollbrücken - Juni - August 2017 - Kirche Eschollbrücken
Goldene Konfirmation 2017                  Eschollbrücker Kirche, mit ihrem
                                           Konfirmationsvers, den sie sich
Am 19. März 2017 feierten - auf den        selbst herausgesucht hatten.
Tag genau 50 Jahre nach ihrer Grünen       Die Jubilare freuten sich zu hören,
Konfirmation - unsere Jubilare ihre        dass ein behindertengerechter Zu-
Goldene Konfirmation in Eschollbrü-        gang zur Kirche entstehen soll. Dafür
cken. Besonders bei denjenigen, die        spendeten sie großzügig, wofür Pfar-
nicht mehr im Ort wohnen, war die          rer Hauch sich im Namen der Kir-
Neugierde und die Freude groß, ei-         chengemeinde Eschollbrücken herz-
nander wieder zu sehen.                    lich bedankte.

In der Ansprache von Pfarrer Hauch         Von links nach rechts: Horst Plößer;
ging es auch um das „Weißt Du              Christa Lehmann geb. Röth; Anita
noch?“, um einen Rückblick auf die         Landau geb. Diefenbach; Christel
fünfzig Jahre, um das Schöne, das die      Frankenberger geb. Beringer, Rein-
Jubilare erlebt haben, aber auch um        hold Becker; Günter Diefenbach;
das Schwere, das getragen wurde. Um        Elke Bayer geb. Linzing; Pfarrer Man-
das Jetzt, in dem wir stehen, und um       fred Hauch, Evelyn Mahr geb. Kunz;
den Ausblick in die Zukunft. Pfarrer       Ingrid Gebert; Rosemarie Pohl geb.
Hauch führte aus, dass die Goldene         Gebert und Edith Littig geb. Lutz.
Konfirmation eine Vergegenwärtigung
der Taufe und der Grünen Konfirmati-       Pfr. Manfred Hauch
on sei, in der das Ja Gottes und das Ja
des Menschen sich begegnen. Die
Jubilare erhielten eine Urkunde zur
Goldenen Konfirmation mit einem
Bild von einem Ölgemälde der

                   Gemeindebrief Juni - August 2017 / Seite 7
Gemeindebrief Evangelische Kirchengemeinde Eschollbrücken - Juni - August 2017 - Kirche Eschollbrücken
Menschen in unserer Gemeinde - Wir stellen diesmal vor … un-
 ser Leitbild, entwickelt von unserem ehrenamtlichen Kirchenvor-
 stand

                                       von neulich, als er bei uns einen
Ende April haben wir uns als ge-       Gottesdienst gestaltete. Immer
wählte Kirchenvorsteher/innen          eine Garantie für Qualität und En-
zusammen mit unserer Kita-             gagement!
Leiterin    Ilona   Schmitt     in
Arnoldshain im schönen Taunus          Es ist für jede Organisation förder-
getroffen, um ein Leitbild zu ent-     lich, mal eine Bestandsaufnahme
wickeln und unsere derzeitigen         zu machen und herauszufinden,
Projekte zu bearbeiten.                welche Wünsche und Bedürfnisse
Wir trafen uns in einem Tagungs-       denn die eigenen Mitglieder ha-
haus der EKHN und wurden sehr          ben. Welche Aktivitäten neu ent-
kompetent von Herrn Ingo Mörl          wickelt, welche Angebote gerne
begleitet, welcher derzeit in der      fortgeführt und welche Veranstal-
Erwachsenenbildung des Deka-           tungen besser eingestellt werden
nats Darmstadt-Land tätig ist. Si-     sollten. Ohne ein ernsthaftes Prü-
cher kennt der eine oder die an-       fen und Bedenken der eigenen
dere Ingo Mörl noch aus alten          Inhalte keine Aktualität, kein Wan-
Zeiten, als er noch Jugendarbeit       del, vor allem keine dauerhafte
in Eschollbrücken leistete oder        Qualität.

                 Gemeindebrief Juni - August 2017/ Seite 8
Gemeindebrief Evangelische Kirchengemeinde Eschollbrücken - Juni - August 2017 - Kirche Eschollbrücken
Zunächst haben wir unser eigenes       unterricht, die Jugend mit ins
Selbstverständnis herausgearbei-       Boot nehmen, neue Angebote
tet und haben dabei eine große         machen, Ort der Gemeinschaft
Einigkeit erzielt. Ganz maßgebli-      und des Austausches sein, Offen-
che Kernbegriffe waren für uns:        heit, Aufklärung, Informieren über
                                       uns und unsere Werte, Dialog mit
-Botschaft von Jesus Christus und      anderen      Religionen     führen,
den Glauben zu leben, tätige und       Nächstenliebe leben, prekäre Le-
gelebte Nächstenliebe, Offenheit       bensverhältnisse in Eschollbrü-
für alle Menschen, für andere          cken wahrnehmen, Zuversicht
Ideen und religiöse Vorstellungen,     vermitteln, Anlaufstelle für Sorgen
Anliegen ernst zu neh-                                  und      Probleme
men, Partizipation =                                     sein.
Teilhabe, Freiheit, auf
Andere zugehen und Wir sind eine lebendige
für andere da zu sein / Gemeinde.                Wir sind alle Laien
zu helfen, Ehrlichkeit,                          und keine Theologen.
Vertrauen auf lieben- Wir stehen für gelebte     Wir haben unsere
den Gott und Christus. Nächstenliebe, Dialog     Kernaussagen direkt
                        und Zusammenarbeit mit   aus unseren Herzen
Daraus haben wir anderen Religionen und          und unserem Glau-
dann ganz konkrete Gruppen, Offenheit und        ben entwickelt. Wir
Zielsetzungen entwi- Gemeinschaft.               fühlen uns in Gottes
ckelt, hier ein Ein-                             Liebe und Güte ge-
druck unserer Werte Wir sind für Menschen        borgen und durch
und Überzeugungen: aller Altersgruppen da        seine Weisheit ge-
                       und wollen Zuversicht     führt und geleitet.
Wachstum bei der       und  Hoffnung ausstrah-   Das ist so selbstver-
Beteiligung der        len.                      ständlich, dass wir es
Gemeindemit-                                     nicht in jedem Satz
glieder, für alle                               erwähnen       müssen.
Menschen da sein (nicht nur          Glaube und Nächstenliebe, Hoff-
christliche     „Kerngemeinde“),     nung und Zuversicht, aus denen
glaubwürdig handeln, sämtliche       wir selbst heraus leben, wollen
Altersgruppen erreichen, zielgrup-   wir ausstrahlen und nicht zerre-
pengerechtes Arbeiten, zeit- und     den.
altersgemäße Religionspädagogik
in Religions- und Konfirmanden-

                Gemeindebrief Juni - August 2017 / Seite 9
Gemeindebrief Evangelische Kirchengemeinde Eschollbrücken - Juni - August 2017 - Kirche Eschollbrücken
Es ist leicht erkennbar, dass wir       weiterhin ausbauen; planen aber
auch Hinderungsgründe benannt           auch Angebote für alle Altersgrup-
haben, die einem lebendigen Ge-         pen.
meindeleben nicht förderlich sind       Wir nehmen unsere soziale Ver-
und beseitigt werden müssen.            antwortung wahr und unterstüt-
Gelebte Nächstenliebe besteht           zen ausdrücklich die Integration
nicht aus Sonntagsreden und             unserer Mitbürger, die gerade in
Grußworten, die Jesu Worte ver-         schwierigen Verhältnissen leben
wenden, aber keinen Nieder-             müssen. Bei uns ist jeder Mensch
schlag in der je eigenen persönli-      willkommen, wird in seinem Wert
chen Lebensführung finden. Ver-         geachtet, anerkannt und ernst
trauenswürdigkeit und Glaubwür-         genommen, gleich welcher Her-
digkeit, Ehrlichkeit, Toleranz und      kunft, Religion und Hautfarbe.
Offenheit stehen bei uns an aller-      Über unsere Stärken und Angebo-
erster Stelle. Wir pflegen den          te, die wir bereits haben und über
Kontakt zu und die Zusammenar-          unsere konkreten Zukunftsprojek-
beit mit unseren Vereinen. Wir          te berichten wir hier demnächst
sind ein Akteur unter vielen und        weiter.
sehen uns nicht in einer Sonder-
stellung an.                            Und aus all dem folgt nun eine
Das schließt auch jeden Egois-          Einsicht, die sich an Sie, geschätz-
mus, ein fruchtloses Um-sich-           te Leser/innen richtet:
selbst-Kreisen oder sich Hinter-
Kirchenmauern-Vergraben aus.            Gemeinschaft, Austausch, Ort der
Wir sind aufgeschlossen und ge-         Geborgenheit, Hilfe und Unter-
sprächsbereit      mit     unseren      stützung kann eine (christliche)
Schwestern und Brüdern aller            Gemeinde nur sein, wenn es viele
Altersgruppen sowie allen Men-          engagierte Menschen gibt, die
schen in unserem Eschollbrü-            uns und damit alle hier in Escholl-
cken, gleich welcher Konfession         brücken unterstützen. Machen Sie
und welchen Glaubens oder               mit, nehmen Sie Einfluss, engagie-
Nichtglaubens.                          ren Sie sich.
Wir fördern mit den Angeboten           Denn Kirche ist kein Gebäude:
unserer hervorragend geführten          Kirche ist genau das, was Sie in
Kita die Entwicklung und das            Gemeinschaft mit uns daraus ma-
Wohlergehen unserer Kinder und          chen.
Jugendlichen und damit unser
aller Zukunft. Das werden wir           Ihr ehrenamtlicher Kirchenvorstand

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Glauben macht Spaß. Das möchte
                                          ich gerne weitergeben an meine
                                          Kinder. Ich bin selber getauft, ich bin
                                          konfirmiert, ich habe Patenkinder. Es
                                          war für mich immer klar: Wenn ich
                                          Kinder habe, werden sie getauft.
                                          Gehört zum Spaß am Glauben auch
                                          das Beten?

                                          Definitiv. Ich bete gern mit den Kin-
                                          dern, weil es etwas Schönes und
                                          Familiäres hat, weil es uns miteinan-
Foto: Patrick Desbrosses                  der verbindet. Es hat auch etwas mit
                                          gemeinsamer Hoffnung zu tun. Zum
Martin Luther ist für mich:               Beispiel hoffen wir, dass es die Groß-
„Ein Kämpfer, ein positiver Mensch!“      eltern noch ganz lange gibt.
                                          Die Reformation ist untrennbar mit
Frauke Ludowig, RTL-Moderatorin, ist      Martin Luther verbunden, der 1517
ehrenamtliche Botschafterin der           seine 95 Thesen in Wittenberg ver-
evangelischen Kirche für das Refor-       öffentlicht hat. Wer ist Luther für
mationsjubiläum 2017.                     Sie?

Frau Ludowig, die evangelische Kirche     Luther ist für mich ein Vorbild, ein
feiert 500 Jahre Reformation. Warum       Kämpfer, ein positiver Mensch. Er ist
feiern sie mit?                           jemand, der immer wieder ringt,
                                          auch um die Gnade Gottes. Jemand,
Ich finde, das Reformationsjubiläum       der immer wieder auf der Suche ist
ist ein sehr guter Grund, um zu fei-      nach etwas Neuem, nach etwas, das
ern. Ich bin gern evangelisch, komme      besser ist. Das ist etwas sehr Mo-
aus einer sehr traditionellen Familie,    dernes.
die den Glauben immer gelebt hat.
Sie hat mir vermittelt, dass es Spaß
macht zu glauben. Als Moderatorin
arbeite ich zudem in einem Genre, in
dem es um den schnellen Alltag geht,
um Aktualität. Mir liegt es ganz be-
sonders am Herzen, auch über Dinge
zu sprechen, die etwas mit Werten zu
tun haben. Mit Themen, die mich in
der Familie beschäftigen.
Ihre Kinder sind getauft. Warum war
Ihnen das wichtig?

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Folgen der Reformation für               und nun gab es auch in der neuen
Eschollbrücken                           Eschollbrücker Kirche keinen Valen-
                                         tinsaltar mehr. Denn neben dem
Kerb im November                         Hauptaltar für den Heiligen Bartholo-
Als man 1728 den Neubau des Kir-         mäus hatte die alte Eschollbrücker
chenschiffs in Angriff nahm und auch     Kirche auch einen Altar für den Heili-
vollendete, hatte sich durch die Ein-    gen Valentin, dessen Ehrentag am 14.
führung der Reformation nach 1526        Februar noch halbwegs die Zeiten
eine Frage erübrigt: welchem Heiligen    überdauert hat und den Blumenhänd-
ist diese Kirche nun geweiht?            lern immer noch viel Freude bereitet.

So beging man die Einweihung des         In dem Verzeichnis „Bestand der Su-
Neubaus am 7. November 1728 und          perintendentur Darmstadt von 1557"
seither feiert man in Eschollbrücken     wird allerdings neben dem Hochaltar
die Kerb am 1. Sonntag im November.      auch noch der zweite Altar für den
Das alte abgebrochene Kirchenschiff      Heiligen Sankt Valentin aufgelistet.
war dem Heiligen Bartholomäus ge-        Der Heilige Bartholomäus wird als
weiht und dessen Ehrentag ist in der     einer der zwölf Jünger Jesu als Märty-
katholischen Kirche laut Heiligenka-     rer verehrt, der in Armenien durch
lender der 24. August. Bis zum Jahr      Enthauptung hingerichtet worden
1727 wird man in Eschollbrücken die      sein soll. Von Kaiser Otto II. wurden
Kerb am Sonntag nach Bartholomäus        die Bartholomäus Gebeine 983 von
gefeiert haben - also am letzten Sonn-   Benevent in Italien nach Rom ge-
tag im August. Dieses Datum nennt        bracht. 1238 kam die Hirnschale als
Wilhelm Müller in seinem Hessischen      Reliquie durch Kaiser Friedrich II. in
Ortsnamensbuch und auch Barbara          den neuerbauten Dom von Frankfurt,
Demandt hat 1966 dieses Datum            der nach ihm geweiht wurde.
übernommen.                              In näherer Umgebung war bereits
                                         1130 die neuerbaute Kapelle in der
Auch die Einweihung des Neubaus          Burg der Herren von Bickenbach dem
der Pfungstädter Kirche am 12. Sep-      Heiligen Bartholomäus geweiht wor-
tember 1748 wird wohl eine Vorverle-     den.
gung der Kerb in Pfungstadt zur Folge
gehabt haben: die alte Kirche war        Zwar wird im Schöffenweistum von
dem Heiligen St. Martin geweiht und      1355 erstmals der Eschollbrücker
dessen Feiertag wird bekanntlich am      Pfarrer namentlich erwähnt, aber
11. November gefeiert.                   Ferdinand Koob nennt bereits für
Aber an den alten Bräuchen aus der       1255 eine Kirche samt Pfarrer für
Zeit vor der Reformation wie der Hei-    Eschollbrücken.
ligenverehrung wollte man 1728 in
Eschollbrücken nicht mehr festhalten

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weil er nicht bereit
                                                           war, wieder katho-
                                                           lisch zu werden:
                                                           Vielleicht hatte er
                                                           als       lutherischer
                                                           Pfarrer geheiratet
                                                           und war nicht be-
                                                           reit, sich von seiner
                                                           Frau scheiden zu
                                                           lassen. So wurde er
                                                           lutherischer Pfarrer
                                                           für Eschollbrücken.
                                                           In Eberstadt war die
                                                           Rekatholisierung
                                                           1553 wieder been-
                                                           det worden und
                                                           hatte die Absetzung
                                          der beiden „neuen" katholischen
                                          Pfarrer in Eberstadt und Nieder-
Erster bekannter lutherischer Pfarrer     Beerbach zur Folge.
in Eschollbrücken                         Johannes Veit war um 1522 in Frank-
Als Pfarrer zu Eschollbrücken nennt       furt geboren und versah den Dienst
dieses Bestandsverzeichnis von 1557       als Pfarrer in Eschollbrücken vierzig
Johannes Veit. Er ist der erste evange-   Jahre lang bis zum Jahr 1589.
lische Pfarrer, der namentlich bekannt
ist. Sicherlich war auch in Eschollbrü-   Autor: Wolfgang Roth Hahn und
cken einige Jahre zuvor die Reformati-
on eingeführt worden; hatte doch der
damalige Landesfürst Landgraf Philipp
der Großmütige 1526 mit der Einfüh-
rung der lutherischen Lehre begon-
nen.
Johannes Veit kam aus Eberstadt nach
Eschollbrücken und war dort der
Nachfolger des 1542 aus Bickenbach
nach Eberstadt gekommenen lutheri-
schen Pfarrers Michael Scheffer. Als
die Herren von Frankenstein aufgrund
des vom Augsburger Reichstags 1549
beschlossenen „Interims" wieder zum
katholischen Glauben zurückkehrten,
war Johannes Veit abgesetzt worden,

                  Gemeindebrief Juni - August 2017 / Seite 13
Über den           Herrschaftsgebiet einzuführen.

                       Tellerrand         Fragestellungen für die Zukunft wol-
                                          len wir bei einem Glas Saft oder Wein
                                          gemeinsam diskutieren: Wie wollen
                                          wir heute Christ/innen sein? Was
                                          bedeutet Reformation für uns heute?
                                          Welche Themen wünschen wir uns?
Frauen und                                Eine Veranstaltung des Dekanatsfrau-
Reformation                               enausschusses.

Vortrag von
Pröpstin Karin
Held

Donnerstag, 22.
Juni 2017 |
19.30 Uhr
Darmstadt, Das Offene Haus, Rhein-
straße 31

Es war ein langer Weg, bis Frauen in
der Evangelischen Kirche eine Gleich-
stellung mit Männern erlangt haben.
Diese Gleichberechtigung haben
Frauen, aber auch Männer, über viele
Jahrzehnte hinweg erkämpft. Frauen
haben sich immer wieder einge-
mischt und Stellung bezogen. Dies
gilt auch für Fragen der Religion und
des Glaubenslebens.
                                          „Komm, sei Gast!“
Der Vortrag von Pröpstin Karin Held
stellt eine beispielhafte Frau der Ver-   Im Zeichen der Ökumene veranstaltet
gangenheit in den Mittelpunkt, die zu     die Arbeitsgemeinschaft Christlicher
Reformationszeiten großen Einfluss        Kirchen Darmstadt (ACK) am 23. Juni
nahm auf das kirchliche Leben im          2017 bereits zum siebten Mal Hes-
Breuberger Land – mit Auswirkungen        sens größtes Kirchenfest, die Nacht
bis in die heutige Zeit. Gräfin Barbara   der Kirchen in Darmstadt. Erneut hal-
von Wertheim nutzte im 16. Jahrhun-       ten rund 50 Gotteshäuser und kirchli-
dert ihre Macht und ihre Verantwor-       che Einrichtungen aller christlichen
tung, um die Reformation in ihrem

                   Gemeindebrief Juni - August 2017/ Seite 14
Konfessionen ihre Türen offen. Von
Wixhausen bis Eberstadt gilt in dieser
Nacht das Motto: „Komm, sei Gast!“
Konzerte, Theateraufführungen, Le-        Ja, manchmal wäre ein bisschen
sungen, Meditationen, Mitmachaktio-       Pfingstgeist hilfreich……
nen und vieles mehr bilden zusam-
men ein mehrere hundert Angebote
umfassendes         Nacht-der-Kirchen-
Programm, aus dem sich jede/r nach
seinem Geschmack das Passende her-
aussuchen kann. Dabei setzt das Re-
formationsjubiläum, das sich auf den
500. Jahrestag von Martin Luthers
Thesenanschlag bezieht, besondere
Akzente.
Die Nacht der Kirchen in Darmstadt
findet alle zwei Jahre statt. 2015 nah-
men mehr als 20.000 Interessierte
das Angebot wahr. Die meisten such-
ten mehrere Kirchen auf. Mit einem
Anteil von 30 Prozent fand das
Zeitfenster 20 bis 21 Uhr den größten
Zuspruch, ab 23 Uhr waren noch acht
Prozent der Kirchennachtbesucher
unterwegs. Jede/r Fünfte gab sich als
                                          Was ist Religion?
kirchenfern zu erkennen.
                                          Religion ist das, was dich
                                          unbedingt angeht.
                                                                   Paul Tillich

                                          Geheimnis des Glaubens:

                                          Schläft ein Lied in allen Dingen
                                          die da träumen fort und fort,
                                          und die Welt hebt an zu singen,
                                          triffst du nur das Zauberwort.

                                                        Joseph von Eichendorff

                  Gemeindebrief Juni - August 2017 / Seite 15
Sich regen bringt Segen

Die Evangelische Kirchengemeinde
Eschollbrücken hatte für den 27.
April 2017 zu einem Frauenfrühstück
eingeladen, verbunden mit einem
Vortrag von Frau Ulrike Lang, Refe-
rentin vom Landesverband der
„Evangelischen Frauen in Hessen
und Nassau e.V.“ .
Nach dem reichhaltigen Frühstück
eröffnete die Referentin ihren Vor-
trag „Bewegungsfreude - sich regen
bringt Segen“ mit dem allseits be-
kanntem Ergebnis einer bundeswei-         Dies fange beim Bewegungsdrang des
ten Studie: „Wir Deutschen bewegen        Säuglings an, der erst dann befriedigt
uns zu wenig“. Menschen mit sitzen-       sei, wenn er selbstständig gehen kön-
der Tätigkeit würden sich bis zu elf      ne. Der dem Menschen innewohnen-
Stunden, Menschen mit stehenden           de Drang nach Bewegung äußere sich
Tätigkeiten würden sich bis zu sieben     noch im hohen Alter, wo es darum
Stunden täglich viel zu wenig bewe-       gehe, die körperliche und geistige
gen. Nicht nur das viele Sitzen sei ein   Beweglichkeit aufrecht zu erhalten,
Problem, sondern auch die damit           solange es gehe. Mit einer weiteren
häufig einhergehende mangelnde            Über-Kreuz-Körperübung machte sie
Bewegung. Sie erinnerte daran, dass       bewusst, wie sehr Körper und Geist
jede/r ein Fürsorgerecht und eine -       zusammenhängen. Körperübungen
pflicht für sich selbst habe.             seien „Meditationen“, bei denen re-
Mit kurzen Anspannungs- und Ent-          gelmäßiges Üben helfe.
spannungsübungen machte sie be-           Bewegungen führen zum Abbau von
wusst, welche Rückmeldungen der           Stress und Spannungen, was die Frau-
Körper sofort gibt, wenn man sie nur      en bestätigten, die regelmäßig zu ei-
achtsam wahrnehme. Der sitzende,          ner Gymnastikgruppe gehen: „Der
in sich versunkene, verkrümmte und        schnellste Weg, Gedanken zu beruhi-
krumm gewordene Mensch könne              gen, besteht darin, den Körper zu
mit Bewegung gerade werden. Das           bewegen.“ meinte die Referentin, was
ganze Leben, alle Lebensvorgänge          man in der Gymnastik, beim Walken,
seien Bewegungsvorgänge, und äu-          ja selbst beim Pilgern schätze.
ßere und innere Bewegungen gingen         Bewegung helfe weiterhin, die Ver-
letztlich in eins. Jede Bewegung ha-      meidungshaltungen aufzudecken, um
be eine nach vorne gerichtete Di-         sie anzugehen. Bewegung schärfe die
mension, und erst durch die Bewe-         Achtsamkeit und die Wertschätzung
gung könne sich Neues entwickeln.         des eigenen Körpers und stärke die

                   Gemeindebrief Juni - August 2017/ Seite 16
Eigenverantwortlichkeit und das Wohlbefinden. Bewegung sensibilisiere und
helfe bei dem Ausloten von Grenzerfahrungen: „Was kann ich? Was nicht
(mehr)? Wo sind meine eigenen Grenzen?“. Aber das Einüben - gerade im Alter -
könne auch zu der Erkenntnis führen: „Heute kann ich wieder mehr als gestern!“
Beweglichkeit könne man üben - bis ins hohe Alter hinein. Mit einem Text zu
dem Psalmvers 139, 13 „Ich danke dir, dass ich so wunderbar gemacht bin!“ be-
endete Sie ihren kurzweiligen und interessanten Vortrag.
Ulrike Bochmann-Lilge, die sie eingeladen hatte und das Frauenfrühstück mit
Hilfe von Frau Ilse Beringer und Karin Schuster organisiert hat, bedankte sich im
Namen der Kirchengemeinde bei der Referentin.
Die Frauen brachten mit dem Applaus ihren Dank bei Frau Bochmann-Lilge und
Frau Beringer für die Gastfreundschaft des Frauenfrühstücks zum Ausdruck, ver-
bunden mit dem Wunsch, dass es weiterhin das Frauenfrühstück in der Kirchen-
gemeinde geben möge.

Pfr. Manfred Hauch

                       Jahresrückblick 2016 in Bildern

Hans Werner Beringer hatte wieder keine Mühen gescheut, uns im Rahmen des
Gemeindecafés Bilder aus dem Jahre 2016 zu präsentieren: der allseits beliebte
Jahresrückblick 2016 mit all den vielfältigen Veranstaltungen, die in unserer Kir-
chengemeinde stattgefunden haben. Wie jedes Jahr hat er dazu ein Fotobuch
erstellt, mit erläuternden Texten dazu, damit wir in Ruhe nochmal über die schö-
nen Feste und Veranstaltungen nachsinnen können.

Das Fotobuch ist erhältlich im Pfarrbüro zu den Öffnungszeiten oder nach Verein-
barung........ es ist seinen Preis wert, da es in bester Qualität gefertigt worden ist.

                   Gemeindebrief Juni - August 2017 / Seite 17
Neuigkeiten aus dem
 KINDERBIBELNACHMITTAG

                                       Missgunst     und
                                       Ausgrenzung. Bei dieser Geschich-
                                       te erlebten die Kinder Gott als ei-
                                       nen Gott, der denjenigen beisteht,
                                       die zu ihm stehen und auf ihn ver-
                                       trauen. Zu wissen „Ich bin nicht
                                       alleine“, kann Kindern auf ihrem
                                       Lebens- und Glaubensweg Kraft
                                       geben.
                                       Die Geschichte können sie im An-
                                       schluss des Berichtes nachlesen.

                                       Wir sangen das Kindermutmach-
                                       lied „Wenn einer sagt ich mag
  Daniel und seine Freunde –           dich du“ und beteten:
  feuerfest und löwenstark!
                                       Lieber Gott, manchmal habe ich
So lautete unser Thema am Kin-         Angst. Andere lachen mich aus.
derbibelnachmittag am Samstag,         Sie lassen mich nicht mitspielen.
den 05. Mai 2017.                      Ich fühl mich so allein.
                                       Wie gut, dass Du Daniel beschützt
Wir begrüßten einander mit zwei        hast.
Liedern und hörten ein Eingangs-       Du bist auch mein Freund.
gebet.                                 Ich kann Dir alles sagen.
In der Mitte auf unserer KiBi-         Meine Angst und Traurigkeit,
Decke befanden sich außer dem          aber auch meine Freude und
Kreuz und unserem Raben                Dankbarkeit.
Amadeus, ein paar Löwen, Daniel        Du hältst zu mir.
und der König.                         Du lässt auch mich nicht allein.
                                       Dafür danke ich dir! Amen!
Jetzt erzählten wir die Geschichte
von Daniel in der Löwengrube und       Dann haben wir uns eine Löwen-
zeigten dazu Bilder in einem Buch.     maske gebastelt und tüchtig ge-
Die Geschichte erzählt von Neid,       brüllt. Kinder, die früher fertig

                Gemeindebrief Juni - August 2017/ Seite 18
waren, spielten ein Wurfspiel, bei     Mit dem Segen:
dem kleine „Fleischstückchen“ in
ein Löwenmaul geworfen werden          Gott stärke mich,
mussten.                               wenn du in die neue Woche
Unsere hungrigen Löwenkinder           gehst.
ließen sich danach die Muffins gut     Hände des Nachbarn drücken
schmecken und stillten ihren
                                       Gott richte dich auf,
Durst mit Wasser, Zitronen- oder
                                       wenn du dich einsam fühlst.
Himbeertee.
Jetzt mussten wir uns bewegen          Hände der Nachbarn anheben
und spielten „Heißer Boden“. Wir       Gott beschütze dich,
verteilten Ringe auf dem Boden         wenn du neue Wege gehst.
und spielten Musik ab. Die Kinder      Hände auf die Schultern des
mussten nun im Raum um die             Nachbarn legen
Reifen laufen, solange die Musik       Gott segne dich
spielte. Als die Musik stoppte,        Bei allem, was du tust,
sollten alle                           und bei allem, was dir begeg-
einen Platz in einem Reifen gefun-     net.
den haben. Reifen wurden nach
                                       Hände auf den Kopf des Nach-
und nach weggenommen, so dass
                                       barn legen
es schwieriger wurde, einen Platz
zu finden. Die Kinder haben es         Amen!
aber immer geschafft.
                                       haben wir uns verabschiedet.
                                       Die Kinder waren sehr aufmerksam
                                       und wir hatten sehr viel Spaß zusam-
                                       men.

                                       Euer KiBi-Team

                Gemeindebrief Juni - August 2017 / Seite 19
Neuigkeiten aus dem
 KINDERBIBELNACHMITTAG

Man hatte Daniel verschleppt, weit          Wie alle Menschen in Babylon, kann-
weg in die fremde Stadt Babylon. Je-        te auch Daniel bald das neue Gesetz.
den Tag betete Daniel - er sprach mit       Aber die bösen Ratgeber hatten
Gott. Und Gott schenkte ihm große           schon Recht: Daniels Treue zu Gott
Weisheit.                                   war noch größer als seine Treue zum
Der König von Babylon mochte Daniel         König. Darum fuhr er fort, wie immer
sehr gern, und so machte er ihn zu          zu Gott zu beten.
seinem engsten Berater und Freund.          Die Ratgeber lagen auf der Lauer und
Die anderen Ratgeber waren deshalb          beobachteten, wie sich Daniel nieder
eifersüchtig und neidisch. Sie warte-       kniete und betete. Sie freuten sich,
ten auf eine Gelegenheit, um Daniel         dass ihr Plan funktioniert hatte. Scha-
eins auszuwischen.                          denfroh eilten sie sofort zum König.
Aber Daniel war ein ehrlicher und           "Großer König, mögest du lange le-
guter Mensch. Er tat nichts Verbote-        ben!" heuchelten sie und verneigten
nes oder Schlechtes. Darum konnte           sich. Dabei machten sie lange, trauri-
ihn auch niemand beim König schlecht        ge Gesichter. "Wir haben schlechte
machen.                                     Neuigkeiten: Daniel hat gegen das
Wie sollten die Ratgeber Daniel nur         Gesetz verstoßen. Wir haben mit
loswerden? Tag und Nacht überlegten         eigenen Augen gesehen, wie er zu
sie. Plötzlich hatten sie eine teuflische   seinem Gott betete. Nach dem Ge-
Idee: "Nur die Treue zu seinem Gott         setz musst du Daniel in die Löwen-
ist für Daniel noch wichtiger als die       grube werfen lassen. Er wird Fraß für
Treue zum König. Also müssen wir            die hungrigen Löwen werden." Der
dort anfangen." Sie steckten die Köpfe      König war sehr erschrocken. Aber
zusammen, heckten ihren Plan aus,           nicht einmal er durfte ein Gesetz
dann gingen sie zum König und sag-          ändern. Er konnte Daniel nicht hel-
ten: "Großer König, mögest du lange         fen.
leben!" und verneigten sich ganz tief.
"Wir brauchen ein neues Gesetz. Gib
den Befehl, dass alle Menschen nur
dich und niemanden sonst anbeten
dürfen. Wer dagegen verstößt, wird
den Löwen zum Fraß vorgeworfen."
Der König erkannte nicht, dass es nur
ein böser Plan war, um Daniel loszu-
werden. Er hörte auf seine Ratgeber
und erließ das neue Gesetz.

                    Gemeindebrief Juni - August 2017/ Seite 20
Die Löwen waren ausgehungert. Sie         Beim ersten Tageslicht eilte der König
fauchten und brüllten nach frischem       schnell zur Löwengrube. Von drinnen
Fleisch. "Ich kann nur hoffen, dass       war kein Laut zu hören. "Daniel! Da-
dein Gott dir hilft", murmelte der        niel!" rief der König voller Angst.
König zu Daniel, als die Soldaten ihn     "Lebst du? Hat dein Gott dich vor den
zur       Löwengrube          brachten.   Löwen gerettet?" Aber eigentlich war
Der König machte die ganze Nacht          er sich ganz sicher, dass die hungri-
kein Auge zu. Er lag wach und dachte      gen Raubtiere Daniel längst aufge-
an Daniel und an die ausgehungerten       fressen hatten.
brüllenden Löwen.                         Da hörte er Daniels Antwort klar und
Daniel war in der Löwengrube – bei        deutlich aus der Grube: "Großer Kö-
den hungrigen, gefährlichen Tieren.       nig, mögest du lange leben! Ja, mein
Sie hatten seit Tagen kein Futter be-     König, Gott war bei mir. Er hat mich
kommen und freuten sich, endlich          beschützt. Ich musste keinerlei Angst
Nahrung zu erhalten. Jeder, der die       haben. Ich musste mich nicht fürch-
Löwengrube kannte, fürchtete sich         ten, denn ich war ja nicht alleine.
vor diesen Tieren.                        Gott war da, auch wenn ich ihn nicht
Ganz anders war es bei Daniel. Er         sehen konnte. Er war bei mir. Die
vertraute auf die Hilfe Gottes. Er        Löwen haben mir die ganze Nacht
wusste, dass er nicht alleine war, dass   nichts getan. Es geht mir gut! Es war
Gott bei ihm war. Auch in der Löwen-      richtig, dass ich darauf vertraut habe,
grube konnte er sicher sein, dass Gott    dass Gott bei mir ist."
mit ihm war, den Weg mit ihm ging.        Der König war erleichtert. "Helft ihm
Er hoffte auf den Schutz Gottes. Und      heraus, aber sofort!" befahl er den
aus diesem Grund hatte er keine           Wachposten. Daniel kam gesund aus
Angst vor den Tieren.                     der Löwengrube. Gott hatte ihn vor
Die Löwen spürten, dass da einer war,     den Löwen gerettet. Und er hatte
der keinerlei Angst hatte. Und sie        darauf vertraut, dass er nicht alleine
verhielten sich ganz anders als sonst.    ist, sondern dass Gott bei ihm ist und
Sie fielen nicht über Daniel her, son-    ihn beschützt. Das hatte ihm Mut
dern zogen sich in eine Ecke der Gru-     gemacht – sogar in der Löwengrube.
be zurück und verbrachten dort die        Der König aber erkannte, wie mächtig
Nacht. Das Vertrauen auf die Anwe-        der Gott Daniels war. So erließ er ein
senheit Gottes und sein Mut, den er       neues Gesetz: Alle Menschen sollen
dadurch hatte, dass er wusste:            zu diesem Gott beten. Denn ER rettet
                                          die, die ihm vertrauen, er hält zu de-
ICH BIN NICHT ALLEINE! GOTT IST           nen, die zu ihm halten. Und so lobte
DA! GOTT HILFT MIR! ICH KANN              das ganze Volk den Gott Daniels.
MICH TRAUEN, VIELES ZU MACHEN,
DENN ICH BIN SICHER, GOTT GEHT
MIT MIR MIT!

                  Gemeindebrief Juni - August 2017 / Seite 21
GOTTESDIENSTE
 Sonntag, 10:00 Uhr

 Gottesdienst mit Taufe
      Am zweiten Sonntag im Monat oder nach Absprache
      Anmeldung spätestens 14 Tage vor dem Tauftermin

 Gottesdienst mit Abendmahl
      Am letzten Sonntag im Monat

So., 04.06.2017           10:00 Uhr      Gottesdienst
Pfingstsonntag                           Arbeit des Ökumen. Rates der Kirchen

Mo., 05.06.2017           09:00 Uhr      Ökumenische Fahrradrallye
Pfingstmontag             09:30 Uhr      Gottesdienst Hahn

Sa., 10.06.2017           18:00 Uhr      Familiengottesdienst mit Kinder-Musical
                                         „Der falsche Ritter“
                                         Leitung Dekanatsmusikerin Gerlinde Fricke

So., 11.06.2017           10:00 Uhr      Einführungs-Gottesdienst
Trinitatis                               der neuen Konfirmand*innen
                                         Evangelischer Bund Hessen

So., 18.06.2017           10:00 Uhr      Gottesdienst
1. So. nach Trinitatis                   Für die eigene Kirchengemeinde

So., 25.06.2017           10:00 Uhr      Gottesdienst mit Abendmahl
2. So. nach Trinitatis                   Deutsche Bibelgesellschaft

Sa., 01.07.2017           14:00 Uhr      Ök. Gemeindefest-Gottesdienst „Brücken bauen“
3. So. n. Trinitatis         Das Fest geht weiter rund um das Gemeindehaus
                                         Für die eigene Kirchengemeinde

So., 09.07.2017           10:00 Uhr      Gottesdienst
4. So. n. Trinitatis                     Gemeindenahe Sozialpsychiatrische Angebote

So., 16.07.2017           10:00 Uhr      Gottesdienst
5. So. n. Trinitatis                     Für die eigene Kirchengemeinde

                         Gemeindebrief Juni - August 2017/ Seite 22
So., 23.07.2017          10:00 Uhr      Gottesdienst
6. So. n. Trinitatis                    Arbeitslosenfonds der EKHN

Sa., 29.07.2017          14:00 Uhr      Trauung Nicole Dörsam und Thomas Neumann

So., 30.07.2017          10:00 Uhr      Gottesdienst mit Abendmahl
7. So. n. Trinitatis                    Für die eigene Kirchengemeinde

So., 06.08.2017          10:00 Uhr      Gottesdienst
8. So. n. Trinitatis                    Ökumene und Auslandsarbeit der EKD

Sa., 12.08.2017          15:00 Uhr      Trauung Meta Mönich und Philipp Schimmel
                                        Jagdschloss Kranichstein

So., 13.08.2017          10:00 Uhr      Gottesdienst
9. So. n. Trinitatis                    Für die eigene Kirchengemeinde

Di., 15.08.2017          10:00 Uhr      Ökumen. Schul-Einführungs-Gottesdienst
                                        1. Klasse

Do., 17.08.2017          08:45 Uhr      Ökumen. Schulanfangs-Gottesdienst
                                        2. - 4. Klassen

So., 20.08.2017          10:00 Uhr      Gottesdienst
10. So. n. Trinitatis                   Für die eigene Kirchengemeinde

So., 27.08.2017          10:00 Uhr      Gottesdienst mit Abendmahl
11. So. n. Trinitatis                   Einzelfallhilfe der regionalen Diakonie

                        Gemeindebrief Juni - August 2017 / Seite 23
GEMEINDEKALENDER -VERANSTALTUNGEN - TERMINE
                       während der Schulzeit

                         KRABBELKREISE
Freitag                                             10:00 - 12:00 Uhr

              KINDERBIBELNACHMITTAG („KIBI“)
Samstag             03.06.2017 in KiTa     14:30 - 16:30 Uhr
Samstag             02.09.2017 in KiTa     14:30 - 16:30 Uhr

                 KONFIRMANDENUNTERRICHT
Samstag              19.08.2017         09:00 - 12:15 Uhr

                          GOSPELCHOR
Montag                                              20:15 Uhr
                        GEMEINDECAFÉ
Mittwoch               07.06.2017                   14:30 Uhr
Mittwoch               05.07.2017                   14:30 Uhr
Mittwoch               02.08.2017                   14:30 Uhr

                      TISCHLEIN DECK DICH

                 KIRCHENVORSTANDSSITZUNG
Donnerstag           01.06.2017          19:00 Uhr
Donnerstag           06.07.2017          19:00 Uhr
Donnerstag           03.08.2017          19:00 Uhr

             Gemeindebrief Juni - August 2017/ Seite 24
Neue Mitarbeiterinnen in der KiTa - herzlich Willkommen!

                                      Ich heiße Vera Klein, bin 25 Jahre
                                      alt und studiere im 2. Semester
                                      Soziale Arbeit an der Hochschule
                                      Darmstadt.
                                      Nachdem ich ein Jahr lang ehren-
                                      amtlich in einer Jugendwohngrup-
                                      pe gearbeitet habe und auch Er-
                                      fahrungen im Bereich der Flücht-
                                      lingsarbeit sammeln durfte, möch-
                                      te ich mich nun den jüngeren Kin-
                                      dern widmen.
                                      Am 02. Mai wurde ich herzlich in
                                      der Krokodilgruppe aufgenom-
                                      men. Dort unterstütze ich das
                                      Team und bekomme die Möglich-
                                      keit, neue Erfahrungen im Bereich
                                      der Kindertagesstätte zu sam-
                                      meln.
Mein Name ist Natalie Bölter-
Mertens, ich bin 35 Jahre alt,
wohne in Eschollbrücken und ha-
be zwei Töchter.
Als Krankenschwester habe ich
einige Jahre im Klinikum Darm-
stadt gearbeitet. Nun freue ich
mich, dass ich auch als ausgebil-
dete Erzieherin die Möglichkeit
bekommen habe, in der Kinderta-
gesstätte Eschollbrücken das
Team zu ergänzen und zu unter-
stützen.
Meine Arbeit habe ich mit großer
Freude am 02. Mai 2017 in der
Tigergruppe aufgenommen.

               Gemeindebrief Juni - August 2017 / Seite 25
EVANGELISCHE KINDERTAGESSTÄTTE
Termine Juni, Juli, August 2017

29.05.-09.06.2017
Schnupperwochen der zukünftigen Schulkinder in der
Gutenbergschule.
02.06.2017
Aktionstag „Fit für´s Fahrrad“ für die zukünftigen Schulkinder und die
Erstklässler
20.06.2017
Vorlesestunden „Geparden“
21./22.06.2017
Freizeit der zukünftigen Schulkinder in Allertshofen
30.06.2017 8-12/14-16 h Sommer-Café
Die zukünftigen Schulkinder freuen sich darauf viele Gäste zu bewirten.
01.07.2017
Ökumenisches Gemeindefest unter Mitwirkung der
zukünftigen Schulkinder
24.07.-11.08.2017
Sommerferien
18.08.2017
15 h Offizielle Verabschiedung der Schulkinder

                Gemeindebrief Juni - August 2017/ Seite 26
EVANGELISCHE KINDERTAGESSTÄTTE
Neuigkeiten aus der Kindertagesstätte

Aktuelle Projekte in der KiTa:           Dabei kommt
Toben, Raufen, Kräfte messen             auch die Frage auf: Wie kommen
Immer wieder kommt es zu Ran-            wir weiter in unserer Entwick-
geleien zwischen Kindern. Wenn           lung? Wie können wir turnen, oh-
es einem Kind zuviel wird, streckt       ne uns zu verletzen?
es seinen Arm aus und ruft: Stopp        Also suchten wir eine Fachkraft,
– hör auf! Was tut das Kind, wenn        die regelmäßig mit den Kindern
das Gegenüber weitermacht? Hil-          Akrobatik macht und dann eine
fe holen – bei Kindern oder Erzie-       Vorführung des Könnens den an-
herinnen.                                deren Kindern in der KiTa zeigt.
Solche Situationen kommen im             Mit Conny Herdel, Sportakroba-
alltäglichen Miteinander immer           tiktrainerin und Trainerin für
wieder vor. Damit die Kinder sich        Psychomotorik, haben wir sie ge-
ausprobieren unter fairen Bedin-         funden. Sie kommt einmal in der
gungen entstand die Projektgrup-         Woche in die KiTa und trainiert
pe: Toben, Raufen, Kräfte messen         mit der Akrobatikgruppe. Hier
unter der Leitung von Ludwig Her-        stand der „Pyramidenbau“ im
del, Sportakrobatik Trainer. Das         Mittelpunkt. Dabei lernen die Kin-
Ziel ist in der körperlichen Interak-    der das soziale Miteinander noch
tion mit Anderen ein Gefühl für          einmal von einer ganz anderen
den eigenen Körper und dessen            Seite kennen. Sie lernen das Ver-
Fähigkeiten zu entwickeln. Ein be-       trauen in sich und andere, das
sonderer Schwerpunkt liegt auf           Miteinander in der Gruppe, das
der Einhaltung von Werten wie            aufeinander Zugehen, das mitei-
Fairness, Respekt und Grenzen.           nander Absprechen und das ge-
                                         zielte Einsetzen von Kraft und
Akrobatik                                Konzentration. Geschult werden
Schon seit Fastnacht ist das The-        auch die Beweglichkeit, die Kör-
ma Akrobatik für einige unserer          perhaltung. Wir zeigen Grenzen
Kinder sehr wichtig. Purzelbaum,         auf und lernen Grenzen überwin-
Handstand, Kopfstand, Rad schla-         den. Sehr spannend! Nach der
gen und vieles mehr wird immer           Vorführung können dann 10 wei-
wieder geübt und den anderen             tere Kinder ihre sportlichen Fähig-
gezeigt.                                 keiten weiterentwickeln.

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Gemeindebrief Juni - August 2017/ Seite 28
Gemeindebrief Juni - August 2017 / Seite 29
Gemeindebrief Juni - August 2017/ Seite 30
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Frühjahrstagung 2017 der                kunft der evangelischen Kirche.
Kirchensynode                           Nach Worten Jungs hat die hessen-
                                        nassauische Kirche angesichts einer
Die 3. Tagung der Zwölften Kirchen-     zunehmend komplexer werdenden
synode fand vom 4.-6. Mai in Frank-     Welt den Weg gewählt, „ein starkes
furt statt. Wie immer begann die        Netz von Ortsgemeinden“ unter ande-
Synode ihre Tagung mit dem              rem mit „unterstützenden Diensten in
Gottesdienst in der Heiliggeistkir-     der Gesamtkirche“ zu verknüpfen.
che, bevor die 140 Delegierten zur      Alle seien dabei „in eigenständiger
Beratung in den Räumen des Domi-        Weise für die Präsenz des Evangeli-
nikanerklosters ihre Plätze einnah-     ums verantwortlich“. Die Zukunft mit
men.                                    einer absehbar kleiner werdenden
Unter der Leitung von Präses Ulrich     Mitgliederzahl „wird uns auch einiges
Oelschläger wurde die Tagung er-        abverlangen – vor allem bleibende
öffnet.                                 Flexibilität und auch die Bereitschaft
                                        zu Veränderungen“, sagte er.
Auf der Tagesordnung stand zum
Auftakt der Bericht unseres Kir-        Ein großer Diskussionspunkt ist die
chenpräsidenten Volker Jung zur         Pfarrstellenbemessung über die aktu-
Lage in Kirche und Gesellschaft.        ell rund 1500 Pfarrstellen, die auf-
Darin bezeichnete er es als eine der    grund einer bevorstehenden Pensio-
wichtigsten aktuellen Aufgaben der      nierungswelle, einem prognostizier-
evangelischen Kirche, inmitten ei-      tem Rückgang der Mitgliederzahlen
ner „nervösen Gesellschaft“ den         infolge der Altersentwicklung der Be-
„Blick für Respekt und gutes Mitei-     völkerung Anpassungen im neuen
nander zu bewahren“.                    Jahrzehnt notwendig machen.

Er hat seinen Bericht 2017 unter        Der Entwurf sieht vor, dass die Pfarr-
das Luther-Wort gestellt:               stellen zwischen 2020 und 2024 jähr-
„Wir sind es doch nicht, die da die     lich um 1,6 Prozent auf knapp 1300
Kirche erhalten könnten. Unsere         Stellen sinken sollen. Da gab es natür-
Vorfahren sind es auch nicht gewe-      lich großen Redebedarf. Eine Entschei-
sen. Unsere Nachkommen wer-             dung ist für die Herbstsynode vorge-
den’s auch nicht sein: sondern, der     sehen. Es ist geplant, das derzeitige
ist’s gewesen, ist’s noch und wird’s    Verhältnis von Gemeindegliedern pro
sein, der da sagt: Ich bin bei euch     Seelsorgerin und Seelsorger bei kir-
alle Tage bis an das Ende der Welt      chenweit rund 1600 Gemeindeglie-
(Mt 28,20)“.                            dern zu erhalten.
In seinem Beitrag entwickelte er
aus 500 Jahren Reformationsge-
schichte Perspektiven für die Zu-

                 Gemeindebrief Juni - August 2017/ Seite 32
Die Synode fordert vom Bundesamt
                                           für Migration und Flüchtlinge, auf
                                           staatliche „Glaubensprüfungen“ zu
                                           verzichten. Außerdem fordert die
                                           Synode, durch zügige Visaerteilung
                                           die Familienzusammenführung für
                                           nachzugsberechtigte Angehörige im
                                           Ausland baldigst zu ermöglichen.

                                           Die beiden Resolutionen mit voll-
                                           ständigem Text sind im Internet
                                           nachzulesen (info@ekhn.de).

                                           Ein Zukunftskonzept für die Jugendbil-
                                           dungsstätten in Hohensolms und Klos-
                                           ter Höchst im Odenwald wurde bera-
                                           ten, Entscheidung noch offen.
                                           Einige Gesetze in erster Lesung wur-
                                           den an die verschiedenen Ausschüsse
                                           zur weiteren Beratung verwiesen,
                                           damit sie dann in der kommenden
                                           Herbsttagung verabschiedet werden
                                           können.
                                           Insgesamt war es eine Synode mit
                                           zahlreichen Diskussionen und Gesprä-
Es wurden auch noch zwei Resolutio-        chen, die immer wieder auf das Re-
nen gegen die Todesstrafe in der Tür-      formationsjubiläum eingingen und
kei und zur Flüchtlingspolitik verfasst.   auch noch einmal die vielen Veran-
                                           staltungen in den Mittelpunkt rückte,
Die Synode protestiert aufs Schärfste      besonders den kommenden Kirchen-
dagegen, dass bei Asylanträgen die         tag in Berlin und Wittenberg vom 24.
Taufe von Flüchtlingen in evangeli-        bis 26. Mai 2017.
schen Kirchengemeinden zunehmend
als asyltaktische Entscheidung bewer-      Unser Kirchenpräsident drückte es so
tet wird. Dabei prüft zeitweise das        aus: „Mit dem Reformationsfest fei-
Bundesamt für Migration und Flücht-        ern wir ein Christusfest“.
linge (BAMF) durch Befragungen etwa
nach der Anzahl der Gottesdienstbe-        Die Herbstsynode findet vom 29.11.-
suche die Verbindlichkeit der Ent-         02.12.2017 statt.
scheidung, zum evangelischen Glau-
ben überzutreten.                          Ulrike Bochmann-Lilge

                   Gemeindebrief Juni - August 2017 / Seite 33
Ein Vortrag über 500 Jahre Re-           grundlegend verändert habe. Viel-
formation in Pfungstadt                  mehr habe der Protestantismus, der
                                         sich aus der Reformation entwickelt
Am 15. März 2017 hatten die Evange-      hat, sowohl das gesamte private und
lischen Kirchengemeinden Eschollbrü-     öffentliche Leben als auch die sich
cken, Hahn und Pfungstadt zu einem       neu entwickelnden gesellschaftlichen
Vortrag „500 Jahre Reformation in        Strukturen und die kulturellen Menta-
Eschollbrücken, Hahn und Pfung-          litäten mitgeformt. Die Übersetzung
stadt“ eingeladen.                       der Bibel in die deutsche Sprache

Herr Wolfgang Roth, Vorsitzender des     habe nicht nur die deutsche Sprache
Vereines für Heimatgeschichte in         maßgeblich geprägt. Dass jede und
Eschollbrücken und Eich und Hans         jeder die Bibel selbst lesen können
Rothmann, ehemaliger Kirchenvorste-      sollte, habe den Buchdruck, der schon
her in Pfungstadt konnten als Refe-      eine Generation zuvor erfunden war,
renten zu dem Thema gewonnen wer-        zur wirtschaftlichen Blüte geführt, da
den.                                     die Menschen die neu erschiene Lu-
Pfarrer Hauch begrüßte im Dietrich-      ther-Bibel lesen wollten. Schulen -
Bonhoeffer-Haus die zahlreichen Gäs-     auch für Mädchen – seien errichtet,
te und eröffnete den Abend mit der       Lehrer ausgebildet und Universitäten
Beleuchtung der mannigfachen Wir-        gegründet worden. Luther verfasste
kungsgeschichte der Reformation. Er      den Katechismus, der im neu errichte-
führte aus, dass die Reformation nicht   ten Konfirmandenunterricht behan-
allein nur Kirche und Theologie          delt wurde, weil die Christen ihren
                                         Glauben verstehen können sollten.

                  Gemeindebrief Juni - August 2017/ Seite 34
Das Pflichtzölibat wurde abgeschafft,    gemeinden bedankte sich Pfarrer
evangelische Pfarrer konnten heira-      Hauch bei den beiden Referenten,
ten. Luther selbst machte es mit der     dass sie sich so viel Zeit genommen
Heirat mit Katharina von Bora vor. Die   und sich so viel Arbeit gemacht
Kirchenmusik bekam einen neuen           hatten, um das Thema „500 Jahre
Stellenwert, auch weil Luther selbst     Reformation“ so facettenreich zu be-
viele Gesangbuchlieder schrieb.          leuchten. An den Rückfragen und am
Wolfgang Roth und Hans Rothmann          Applaus zeigten die Zuhörer/innen,
erläuterten die kommunale und regi-      dass die Ausführungen der beiden
onale Geschichte der Reformation.        Referenten ihnen gefallen hatten und
Wie kam es zur Reformation? Welche       die Zeit vor 500 Jahren ein wenig
Ereignisse haben zur ihrer Entstehung    nachvollziehbarer werden konnte.
beigetragen? Wer waren die ersten        Die epochalen Veränderungen, die die
evangelischen Pfarrer in den drei        Reformation hervorbrachte, und ihre
Orten? Wie hat sich die Reformation      Wirkungsgeschichte haben, so Pfarrer
ganz konkret auf das Alltagsleben der
                                         Hauch, nationale Bedeutung, weshalb
Menschen ausgewirkt? Wolfgang
Roth hat seinen Vortrag mit einer        der 500. Geburtstag der Reformation,
Powerpoint-Präsentation unterstützt,     der 31. Oktober 2017, ein nationaler
so dass es den Zuhörer/innen leicht      Feiertag und in ganz Deutschland ar-
gemacht wurde, seinen inhaltsrei-        beitsfrei sein wird.
chen Darstellungen und Ausführun-
gen zu folgen.                           Autor: Pfr. Manfred Hauch
Im Namen der Evangelischen Kirchen-

                  Gemeindebrief Juni - August 2017 / Seite 35
Wir laden herzlich ein:

                                           Kindermusical "Der falsche
                                           Ritter“ von Andreas Hantke

                                           Als „falscher Ritter“ lebte Martin
                                           Luther auf der Wartburg, nachdem
                                           er vom Reichstag für vogelfrei er-
                                           klärt wurde. Wie es dazu kam und
                                           wie es mit "Junker Jörg" weiterging,
                                           erzählt das
                                           Kindermusical, das am 10.6.2017
                                           um 18.00 im Gottesdienst

Wissen Sie eigentlich, dass seit ca. 2
Jahren bei uns im Gemeindehaus ein
offenes Bücherregal für jedermann
steht? Dieses Regal kann von allen
Besuchern des Gemeindehauses, aber
auch von „Bücherwürmern“ aus ganz
Eschollbrücken genutzt werden. Jeder
Interessierte kann bis zu 5 Bücher
entnehmen, sie zum Lesen mit nach
Hause nehmen. Ob man diese Bücher
dann zurückbringt, wieder tauscht
oder auch behält, entscheidet jede/r
Nutzer/in selbst. Man kann wiederum
auch eigene „ausgelesene“ Bücher bis
zu 5 Stück zur Verfügung stellen.          in der Ev. Kirche zur Aufführung
Dies geht alles ohne Formalitäten und      kommt. Seit einigen Wochen probt
ist kostenfrei, es gibt Sachbücher,        Kantorin Gerlinde Fricke bereits mit
Romane und Bildbände. An jedem 1.          Kindern der Ev. Kirchengemeinde
Mittwoch ist das Gemeindehaus mor-         Ober-Ramstadt für dieses beson-
gens ab 9:00 – 11:00 Uhr und nach-         dere Ereignis im Jubiläumsjahr der
mittags ab 13:30 - 17:30 Uhr zum           Reformation.
„Leseschnuppern“ geöffnet.                 Dieser Gottesdienst ist auch für
                                           Kinder im Kindergartenalter in Be-
Ulrike Bochmann-Lilge                      gleitung ihrer Eltern geeignet.

                   Gemeindebrief Juni - August 2017/ Seite 36
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