Geschäftsbericht 2015 Bregenz
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Geschäftsbericht 2015
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Die I ischen
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urop 2024
der E uptstadt
rha iten
Kultu f den Se
a u is 17
10 bZur besseren Lesbarkeit
Die Idee der verwenden wir die Geschlechts-
neutralität über grammatisch
Europäischen
INHALT
meist männliche Formen. Wir
Kulturhauptstadt bitten die Leserinnen um
2024 ist nicht Verständnis.
nur eine Idee,
sondern die Chance,
das Rheintal langfris-
tig weiter zu denken
und zu gestalten.
05 Bregenz steht für Weltoffenheit
Vorwort von Bürgermeister Dipl.-Ing. Markus Linhart
DI Bernhard Ölz 06 Die einzige Konstante ist die Veränderung
Ein Blick in die Zukunft von Christoph Thoma
Vorstand
der PRISMA
Unternehmens- RHEIN-STADT 2024
gruppe 10 Die europäische Idee für das Rheintal
Europäische Kulturhauptstadt 2024
13 Kultur als Standortvorteil
Wirkungsanalyse des Kulturangebots
14 Können wir Kulturhauptstadt?
Im Gespräch mit Prof. Dr. Oliver Scheytt, dokumentiert von Maximilian Lang
17 Ein Tag im Zeichen der Kulturhauptstadt
Ein Essay von Maximilian Lang
KENNZAHLEN 2015
20 Bilanz 2015
21 Nächtigungen 2015: Nächtigungsrekord
24 Online-Marketing: Verändertes Nutzungsverhalten
GREMIEN 2015
28 Gremien der Bregenz Tourismus & Stadmarketing GmbH
29 Das Sprachrohr des Bregenzer Handels: Die Wirtschaftsgemeinschaft Bregenz (WIGEM)
30 Das Team im Kurzportrait
32 Netzwerke, Wissenstransfer, Positionierung
Mitgliedschaften der Bregenz Tourismus & Stadtmarketing GmbH
PERSONALENTWICKLUNG 2015
36 Eine lernende Organisation
Personal- und Unternehmensentwicklung
38 Organigramm
40 Vom Wissen zum Handeln: Bregenz auf Klausur
PROJEKTE
44 Veranstaltungen eröffnen neue Horizonte
Impulse für ein vielseitiges Stadtleben
46 Nachhaltige Partnerschaften
Bregenz baut auf Kontinuität und Kommunikation auf Augenhöhe
47 Grenzbereich zwischen digitalem und realem Raum
Neue Herausforderungen für Bregenz
50 Informationen
Foto: Curt Huber
3Eine Stadt
braucht Visionen.
Bregenz und die Bürgermeister Markus Linhart
Rheintalstädte mit dem Team von Bregenz
haben mit dem Tourismus & Stadtmarketing
bei der Präsentation des
Prozess der Europä- neuen Standort-Magazins
ischen Kulturhaupt- „Bregenzgestalten“
stadt einen Weg
beschritten,
der unseren
Lebensraum
thematisiert.
Das ist der richtige
Blick in die Zukunft.
BREGENZ
Dr. Andreas
Rudigier
Direktor des
vorarlberg BEFINDET SICH Bregenz Tourismus & Stadtmarketing
ist ein maßgeblicher Faktor im Bre-
IM AUFBRUCH
museum genzer Stadtleben geworden. Seit der
Gründung im Jahr 1999 hat sich diese
Gesellschaft als Public-Private-Part-
UNSER STADTMARKETING nership-Modell bewährt und zahlreiche
GESTALTET UNSERE Impulse für die Stadt lanciert.
LANDESHAUPTSTADT
Das Jahr 2015 war ein besonderes für Bregenz. Nach der Aus- Das Jahr 2016 bietet vielfältige Herausforderungen.
zeichnung zur „Stadtmarke des Jahres“ im Oktober 2014 Mit Christoph Thoma verlässt uns zur Jahresmitte ein sehr
haben wir den nächsten Entwicklungsschritt definiert und eine umtriebiger Geschäftsführer. Jeder Wechsel an der Spitze
Diskussion über eine mögliche Bewerbung zur „Europäischen eines Unternehmens ist auch eine Chance Fragen zu stellen. So
Kulturhauptstadt 2024“ gestartet. Geschäftsführer Christoph hatte Christoph Thoma im Jänner 2013 seine Geschäftsführung
Thoma hat dabei die Federführung für Bregenz und die Region angelegt: Fragen, hinterfragen, kritisch anmerken, umsetzen,
übernommen und gemeinsam mit den Kollegen aus Dornbirn, verändern.
Feldkirch, Hohenems und der „Regio Bregenzerwald“ eine Ent-
scheidungsgrundlage ausgearbeitet. Ich wünsche Christoph Thoma alles Gute für seine neue Her-
ausforderung bei der Esterházy Stiftung in Eisenstadt und ver-
2015 war aber auch ein Jahr der Superlative in Bezug auf traue darauf, dass die Gremien von Bregenz Tourismus & Stadt-
die Nächtigungen und den „Bregenz Gutschein“. marketing eine professionelle Nachfolge finden werden.
Wir schreiben seit 2001 nahezu jährlich Nächtigungsrekorde,
durchschnittlich haben wir in den letzten 15 Jahren die Näch- Mein Dank gilt aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitar-
tigungen um 3,4 % pro Jahr gesteigert, insgesamt konnten wir beitern von Bregenz Tourismus & Stadtmarketing, den 21
seit 2001 die Nächtigungen um 50 % steigern. Der Bregenz Gut- Gesellschaftern der Gesellschaft, den Gremien und allen
schein hat 2015 erstmals eine halbe Million Umsatz überschrit- Leistungsträgerinnen und -trägern, die unsere Stadt zu
ten. Das ist einmal mehr ein Beleg dafür, dass sich Bregenz im dem machen was sie ist: ein lebenswerter Stadtraum, der
Bereich der Kaufkraftbindung auf dem richtigen Weg befindet. auf einen breiten Kulturbegriff baut und dabei die Bevöl-
kerung einlädt, „ihre“ Stadt aktiv zu gestalten.
Foto: Udo Mittelberger
Dipl.-Ing. Markus Linhart
Bürgermeister der Landeshauptstadt Bregenz
Vorsitzender des Ausschusses/Aufsichtsrates
5Bregenz sucht die Herausforderung, Bregenz beschreitet Schwerpunkte 2016
neue Wege. Wege, die nicht nur geradeaus führen, son- - Einführung einer neuen Ticketing-Software
dern Wege, die über Umwege und Abzweigungen ein Ziel T M A R KETING M - Überarbeitung der Kommunikationsstrate-
„STA D VO
vor Augen haben. R I S M U S LEBEN R gie in einem Beteiligungsprojekt der Mitar-
UND TO
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L E B E N VON DE beiterinnen und Mitarbeiter, den Stakehol-
CH, ANN
GESPRÄ TION. NUR SO K
dern und Multiplikatoren
NIKA
Bregenz ist jene Stadt des Landes und am definiert Marketing und Kommunikation auch - Fortsetzung des Diskussionsprozesses über
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Bodensee, die sich in den letzten Jahren ein- über funktionierende und nach außen strah- KOMMU T N A C HHALTI E eine mögliche Bewerbung zur Europäischen
drucksvoll verändert hat. Der urbane An- lende Veranstaltungen wie beispielsweise das EINE ST
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D E N. U ND DIES Kulturhauptstadt 2024
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ERT WE AHRE
VERÄND RUNG IST DIE W RGER
spruch an die Landeshauptstadt ist deutlich Jazz Festival, das Anton-Schneider-Straßen- - Konsequente Definition der Marketingauf-
gestiegen. Großprojekte wie der neue Hafen, fest oder den neu positionierten Hafengenuss.
E E tritte mit Blick auf überregionale Zielgrup-
das Festspielhaus und der Kornmarktplatz mit Der Tourismus, die Vermarktung der Stadt, die VERÄND DER VORARLB pen
NT E T.“
dem wunderbaren vorarlberg museum bele- Wertschöpfungskette, die dahinterliegt, bilden
KONSTA E S H A U PTSTAD - Quartiersentwicklung Mariahilf
gen das. Die größte Baustelle des Landes Vor- eine Grundlage für den Wohlstand, eröffnen
LAND - Begleitung des Baustarts der Seestadt und
arlberg, die Seestadt und das Seequartier mit jedoch auch die Chance, aktiv auf Wirtschaft A Maßnahmen zur Stärkung des Leutbühels
H R I ST O PH THOM N
einem 14-stöckigen Hotel und einem neuen und Gesellschaft zuzugehen.
C O
Bahnhof, steht bevor. Ä F T S F ÜHRER V
GES CH SMUS
Nirgendwo sonst am Bodensee treffen Ge-
R E G E N Z TOURI G
B ARKETIN 16
Bregenz Tourismus & Stadtmarketing forciert schichte und Moderne so harmonisch aufein-
T A D T M
&S 0.06.20
013 BIS 3
vordergründig seine Markenkommunika- ander wie in Bregenz. Architektur, Genuss und
N 01 .0 1 .2
tion als „Kultur- und Festspielstadt“, seit 2015 Lebenskunst werden in dieser Stadt verinner- VO
verstärkt im digitalen Raum, was dem Ver- licht. Denn eine lebendige Stadt trägt in hohem
netzungsgedanken dient, den Bregenz immer Maße zur attraktiven Gesamtwahrnehmung
wieder aufs Neue thematisiert – im regionalen bei und verbessert zudem die Lebensqualität
und internationalen Kontext. Die Gesellschaft aller Bewohnerinnen und Bewohner.
DIE EINZIGE KONSTANTE Schwerpunkte 2015
- Einführung eines CRM-Moduls
IST DIE VERÄNDERUNG
- Implementierung einer neuen Homepage
und konsequente Optimierung der gesamten
sozialen Netzwerke
EIN BLICK IN DIE ZUKUNFT
- Start des Diskussionsprozesses über eine
mögliche Bewerbung zur Europäischen Kul-
turhauptstadt 2024 mit dem Fokus einen
VON GESCHÄFTSFÜHRER
zeitgemäßen Kulturbegriff zu definieren
- Wirkungsanalyse des Kulturangebotes in
Bregenz mit Blick auf Wertschöpfung und Die Kreativ-Unternehmer
CHRISTOPH THOMA
soziokulturelle Effekte für die Gesellschaft Matthias König (Film) und
Luca Fasching (Fotograf)
waren für Film und Bild
des Bregenzerleben 2015
Höhepunkte 2015 in Zahlen verantwortlich
- Nächtigungsrekord mit einem Plus von mehr
als 7 % gegenüber 2014
Liebe Leserinnen und Leser, ich nütze dieses Editorial auch zum Dank - Bregenz hat in den letzten 15 Jahren seine
an 3 ½ wunderbare und intensive Jahre in Bregenz. Eine Zeit, die ge- Nächtigungen um 50 % gesteigert, was einem
prägt war von Impulsen, Veränderungen und positiven Momenten. jährlichen Durchschnittsplus von 3,4 % ent-
Mein tiefster Dank und meine Verneigung gilt in erster Linie meinem spricht. Das ist insofern bemerkenswert, da
in den letzten Jahren Betten verloren gegan-
Team. Das sind jene Menschen, die in der zweiten und dritten Reihe
gen sind
stehen, die dem Chef den Rücken freihalten und zudem viele Themen - Rekord bei den Bregenz Gutscheinen mit
proaktiv angehen. Das sind die wahren Helden dieses unglaublich einem Plus von mehr als 11% gegenüber 2014. Mit Tour-Direktor Wolfgang
vielfältigen Betätigungsfeldes, das wir in Bregenz als „Stadtmarke- Erstmals wurden mehr als eine halbe Million Weiss beim Finale der
ting“ definieren. Euro an Bregenz Gutscheinen umgesetzt Österreich-Radrundfahrt am
Platz der Wiener Symphoniker
6 Bregenzgestalten 2015 7Bregenz –
Hauptstadt des
gelobten Landes der
RHEIN-STADT 2024
Architektur, Stadt
des Zumthor’schen
Wunderkunst-
hauses, Ort der
Riesenseebühne,
Nahtstelle zu
eigenwilligen und
selbstbewussten
Nachbarn – welch
Potenzial! Wie stinkt
die Stadt mit dieser
vollen Hose?
Dr. Manfred
Gaulhofer
Geschäftsführer
von 2001
bis 2004
der Graz 2003
Kulturhauptstadt
Europas GmbH
Foto: Christoph MoosbruggerPodiumsdiskussion am 16.10.2015 im vorarlberg museum,
v.l.n.r.: Dr. Manfred Gaulhofer, Dir. Georg Steiner, Sommer 2015 bis Frühjahr 2016: Feldkirch) und Martin Hölblinger (Kultur- Frühsommer 2016: Bregenz und
Dr. Robert Kasper, Dr. Eva Häfele und Christoph Thoma Beratungen über Perspektiven, amtsleiter Hohenems) mit Impulsgebern wie die Region Rheintal entscheiden
Chancen und Kriterien einer Prof. Dr. Oliver Scheytt (Essen, Geschäftsfüh- über die Bewerbung zur Europä-
Bewerbung von Bregenz zur rer von Ruhr.2010, Acultos), Prof. Hanns-Die- ischen Kulturhauptstadt 2024.
Kulturhauptstadt 2024. trich Schmidt (Folkwang Hochschule Essen)
und Univ.-Prof. Dr. Reinhard Kannonier (Rek- Diese kultur- und gesellschaftspolitischen
Die Initiative für eine mögliche Bewerbung tor der Kunstuniversität Linz) über mögliche Denkprozesse münden bereits im Frühjahr
von Bregenz als Kulturhauptstadt 2024 wurde Strategien und inhaltliche Perspektiven. Re- 2016 in eine erste Entscheidungsfindung:
im Sommer 2015 gestartet und bezog von Be- gelmäßige Workshops und Arbeitsgespräche, Ein Strategiepapier wird dabei den laufenden
ginn an Überlegungen zu einer gemeinsamen zu denen Vertreter der regionalen Kunst-/ Findungsprozess mit seinen Inhalten und
Bewerbung der Landeshauptstadt mit den Kulturinstitutionen, der freien Kunst-/ Positionen zusammenführen und gibt darauf
Städten des Rheintals, der Region rund um Kulturszene, der Kommunal- und Landesver- aufbauend weiterführende Impulse und Vor-
den Bodensee und des Bregenzerwaldes mit waltung (Raumplanung) sowie internationale schläge, auf deren Basis die Stadtregierungen
ein. Seit Herbst 2015 berät eine Arbeitsgruppe Fachleute zum Thema „Europäische Kultur- der Städte Bregenz, Dornbirn, Hohenems und
bestehend aus Christoph Thoma (Geschäfts- hauptstadt“ eingeladen wurden, sammelten Feldkirch im Frühsommer 2016 über einen
führer Bregenz Tourismus & Stadtmarketing Meinungen und Positionen aus den verschie- offiziellen Start des Bewerbungsprozesses
GmbH), Roland Jörg (Kulturamtsleiter Dorn- densten Kunst-, Kultur- und Lebensbereichen. entscheiden können.
birn), Harald Petermichl (Kulturamtsleiter
DIE EUROPÄISCHE IDEE PROCEDERE EINER 2018: Die Preselection. Das anhand des 2019 bis 2024: Vorbereitungszeit und Kul-
Fragenkatalogs ausformulierte Bewerbungs- turhauptstadt-Jahr. Die Vorbereitungszeit
BEWERBUNG: konzept ist Grundlage für die im Herbst 2018 für das Kulturhauptstadt-Jahr beträgt nach
FÜR DAS RHEINTAL ZEITPLAN UND stattfindende Preselection, in der alle nationa- der Ernennung fünf Jahre. Die Kosten für die
len Bewerberstädte sich einer ersten Auswahl Durchführung einer „mittleren“ Kulturhaupt-
ANFORDERUNGEN unterziehen müssen. Das Team für die Pre- stadt betragen ungefähr 30 Millionen Euro.
selection sollte aus ungefähr 10 Mitgliedern be- Dieser Betrag muss auf ca. 10 Jahre (Bewer-
PERSPEKTIVEN, CHANCEN UND KRITERIEN stehen. Der Bürgermeister der Bewerberstadt
ist Fixstarter. Alle Selections finden in engli-
bung – Vorbereitung – Kulturhauptstadt-Jahr
– Nachbereitung) aufgeteilt werden.
EINER BEWERBUNG ZUR EUROPÄISCHEN 2016/17: Im Falle einer positiven Entschei-
scher Sprache statt.
2025ff: Nachbereitungszeit und Weiter-
KULTURHAUPTSTADT 2024 dung für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt
sind der Zeitplan bzw. die Anforderungen im
2019: Jury-Besuch und Final Selection. In
der Regel werden 2 bis 3 Städte für die zweite
führung einzelner Projekte. Nachhaltigkeit
ist eines der großen Themen der Europäischen
Zuge der Ausschreibung bereits relativ genau Runde (Final Selection) ausgewählt. Diese fin- Kulturhauptstadt. Das betrifft nicht nur die
vorgezeichnet: Die ersten, noch 2016 zu tätigen- det im Herbst 2019 statt. Die Städte müssen einzelnen Projekte, sondern die gesamte Initi-
den Schritte wären die Gründung einer eigenen einen aus der ersten Präsentation abgeleiteten ative. Die Kommission und die Jury legen viel
Organisationsstruktur für die Bewerbungs- Aufgabenkatalog erfüllen. Wenige Wochen vor Wert darauf, dass das Kulturhauptstadt-Jahr
phase und die Vorbereitung der Bewerbung an- der Final Selection findet ein eintägiger Jury- nicht als singulärer Event verstanden wird.
Der Titel der „Europäischen Kulturhauptstadt“ 2024: Österreich stellt eine hand eines von der Europäischen Kommission besuch statt. Vielmehr soll die Vergabe dieser Auszeichnung
diente in den vergangenen drei Jahrzehnten als Europäische Kulturhauptstadt. bzw. der von ihr eingesetzten Jury vorgelegten aufgrund einer langfristigen kulturpolitischen
Katalogs mit 45 Fragen zur Bewerbung. Sollte Strategie erfolgen, die auch nach dem Kultur-
kulturelle Initiative, die kreative und nachhaltige 2024 wird Österreich – nach Graz 2003 und Linz 2009 – zum sich eine Region bewerben, muss eine Stadt hauptstadt-Jahr regional und international
Ideen unterstützte. Heutzutage ist das Jahr der dritten Mal eine Europäische Kulturhauptstadt stellen. Die als Bewerberstadt („Bannerstadt“) gewählt weiterwirken kann.
zweite Kulturhauptstadt kommt in diesem Jahr im Zuge des werden. Der Ausschreibungsmodus bzw. die
Kulturhauptstadt meist auch ein Motor für Stadt-
gültigen Rotationsprinzips unter den EU-Staaten aus Est- Rahmenbedingungen für eine Bewerbung zur
und Regionalentwicklung. Bregenz, Dornbirn, land, eine weitere aus einem EU-Kandidatenland. Der Titel Europäischen Kulturhauptstadt haben sich im
Hohenems, Feldkirch und die „Regio Bregenzer- wird nach einem Auswahlverfahren vom Europäischen Rat Laufe der Jahre mehrmals geändert. Ab 2018
auf Empfehlung der Europäischen Kommission vergeben wird eine Jury aus 10 europäischen Experten
wald“ betrachten diesen Prozess mit offenem
und ist mit der Entwicklung einer langfristigen Kulturstra- die Kulturhauptstädte küren: Je drei Mitglie-
Ausgang als ein Meilenstein für eine langfristi- tegie verbunden. Die Idee der Europäischen Kulturhaupt- der werden vom Europäischen Parlament, dem
ge Kulturstrategie für den viertgrößten Ballungs- stadt geht auf die griechische Kulturministerin und Schau- Rat und der Kommission entsandt sowie ein
spielerin Melina Mercouri zurück, die 1983 ein Plädoyer für Jurymitglied vom Ausschuss der Regionen.
raum Österreichs.
die Vielfalt und den Dialog der Kulturen hielt. Seit 1985 mit Neu ist, dass die nationalen Parlamente keine
Athen die erste Europäische Kulturhauptstadt verwirklicht Jurymitglieder mehr entsenden können.
wurde, konnten sich bis heute 52 Städte über diesen begehr-
ten Titel freuen. Bei Vergabe des Titels wird die Stadt in der
Regel auch mit dem Melina-Mercouri-Preis in der Höhe von Bürgermeister Markus Linhart mit
1,8 Millionen Euro ausgezeichnet. Vertreterinnen und Vertretern aus
Hohenems, Dornbirn, Feldkirch und
Doren bzw. der „Regio Bregenzerwald“
10 Bregenzgestalten 2015ArGe der Kulturhauptstadt-
R-
beauftragten:
N S E R E N KULTU G
Christoph Thoma, Bregenz
„MIT U GAN
SOLL ZU E AM
B O T E N
ANGE HAB
Mag. Roland Jörg, Dornbirn
Mag. Martin Hölblinger, Hohenems
U N S T U ND TEIL LEBEN
Harald Petermichl, Feldkirch ZUR K EN
AFTLICH EN.“
L L S C H D
Projektleitung: GESE L I C HT WER
Clemens Osl M.E.S. ERM Ö G
A TK
(01.07. – 30.09.2015),
L I S A B ETH SOB O
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Theresa Bubik MA ANTIN D
INTEND ESTSPIELE
(seit 01.10.2015)
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BREGEN
2015
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Projekt 00,00
€ 35.0
sona l- kosten
in k l. Per Projekt
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€ 24.411
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Refinan
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€ 17.250
DIE SCHRITTE SEIT MAI 2015 PLANUNGEN 2016 KULTUR ALS
21.05.2015: Unternehmerfrühstück „Bregenz – Europäische Kulturhauptstadt 2024?“ im Freu-
denhaus mit Prof. Dr. Oliver Scheytt. Im Anschluss Pressegespräch und Workshop zu den Kern-
12.01.2016: Arbeitstreffen von Christoph
Thoma mit Dramaturgen in Wien
STANDORTVORTEIL: Aus der Tätigkeit von Bregenz Tourismus &
Stadtmarketing ergeben sich inklusive touris-
ZAHLEN UND FAKTEN
fragen einer möglichen Bewerbung mit den Intendanten und Geschäftsführern der Bregenzer/ 11.02.2016: Podiumsdiskussion „Kultur: tischer und verwandter Effekte folgende Werte:
Vorarlberger Kulturinstitutionen im vorarlberg museum Kunst, Lebensraum und Wirtschaft“ mit
06.07.2015: Committment der Bürgermeister von Bregenz, Dornbirn, Hohenems und Feldkirch Dr. Verena Konrad, Univ.-Prof. Roland Gnaiger, - Wertschöpfung: EUR 4,3 bis 5,6 Millionen
QUANTITATIVE UND QUALITATIVE
eine allfällige Bewerbung zur ECoC 2024 gemeinsam zu realisieren. Workshop zu den Kernfragen Dr. Thomas Macho und Dr. Reinhard Kanonier pro Jahr
einer möglichen Bewerbung mit den Intendanten und Geschäftsführern der Bregenzer/Vorarl- in der inatura, Dornbirn - Einkommen: EUR 2,9 bis 3,9 Millionen pro Jahr
berger Kulturinstitutionen im vorarlberg museum
22.07.2015: Arbeitstreffen mit Bundesminister Dr. Josef Ostermayer zu Fragen der ECoC 2024
26.02.2016: Öffentliche Diskussion zur ECoC
2024 der Grünen Bildungswerkstatt mit Chris-
WIRKUNGSANALYSE - Beschäftigung: 45 bis 59 Vollzeitäquivalente
(davon 34 bis 48 außerhalb des Betriebs)
am Rande der Eröffnung der Bregenzer Festspiele toph Thoma als Vertreter der Städte im Feder- DES KULTURANGEBOTS - Fiskaleffekt: EUR 1,8 bis 2,5 Millionen pro Jahr
09.09.2015: Klausur der ArGe zur Definition eines Kulturbegriffs, Bregenz mannsaal in Hohenems - Die Rückflüsse an die Stadt Bregenz entsprechen
15.09.2015: Arbeitstreffen von Christoph Thoma und Clemens Osl mit Dramaturgen in Wien 02./03.2016: Tagung „Kultur vor Ort – Ideen
Die regionalökonomische und gesellschaftliche rund 13 bis 20 % der städtischen Subventionen
12.10:2015: Klausur der ArGe mit Prof. Dr. Oliver Scheytt zur Erarbeitung eines politischen Ent- für Europa“ mit Protagonisten aus Pafos (2017),
scheidungsdossiers, Montforthaus Feldkirch Sonderborg (2017), Plovdiv (2019), Cluj (2021), Wirkung der Bregenzer Festspiele, der Vorarlber-
16.10.2015: Klausur der ArGe mit Dr. Manfred Gaulhofer (Graz 2003) zu Fragen der Nachhaltig- Kalamata (2021) sowie Graz (2003), Liverpool ger Kulturhäuser, von Bregenz Tourismus & Stadt-
keit einer möglichen ECoC 2024, Klausur der ArGe mit Touristikern mit Dir. Georg Steiner (Linz (2008), Linz (2009) und Essen (Ruhr.2010) im
marketing, des Bregenzer Frühlings und der Bre-
Tourismus, Linz 2009) sowie Podiumsdiskussion und Ausstellungseröffnung von kulturhaupt- Festspielhaus Bregenz
stadt2024.at (transdisziplinäre Lehrveranstaltung der neun Planungsinstitute österreichischer 22.04.2016: Workshop mit Mag. Michael genzer Meisterkonzerte standen 2015 im Fokus
Universitäten) im vorarlberg museum Petrowitsch mit Erkenntnissen von Graz 2003 einer umfassenden Wirkungsanalyse.
19.10.2015: Arbeitstreffen von Christoph Thoma mit Dramaturgen in Wien Juni 2016: Entscheidungen in den politischen
23./24.11.2015: Klausur der ArGe mit Kulturschaffenden mit Prof. Hanns-Dietrich Schmidt, Gremien von Bregenz, Dornbirn, Hohenems,
Prorektor der Folkwang Hochschule der Künste in Essen im Haus zum Mohren, Dornbirn Feldkirch und der „Regio Bregenzerwald“ Orte der Begegnung
17.12.2015: Klausur mit Vorarlberger Kulturinitiativen mit Prof. Dr. Oliver Scheytt im vorarl- Die Attraktivität eines Lebensstandorts hängt Vorarlberg und tragen besonders zur Reputa- Bregenz Tourismus & Stadtmarketing ist mit
berg museum untrennbar mit seinem kulturellen Angebot tion von Bregenz als führende Kulturstadt der seinen Veranstaltungen in Teilen als Kultur-
zusammen. Sowohl für Unternehmen als auch Bodenseeregion bei. Dies stärkt den Standort betrieb zu bewerten, das Geschäft unterschei-
für hochqualifizierte Personen sind Standorte Bregenz und strahlt positiv auf Vorarlberg aus, det sich ansonsten deutlich von den anderen
Die ArGe der Kulturhaupt- mit einer ausgeprägten Kulturlandschaft be- was in weiterer Folge der gesamten Wirtschaft untersuchten Betrieben. Der Anteil der Sach-
stadtbeauftragten mit sonders attraktiv. Hochqualifizierte Personen und Gesellschaft zu Gute kommt. kosten (Vorleistungen) fällt so höher aus, die
Prof. Dr. Oliver Scheytt sind eher zu einem Umzug in eine andere Stadt Wertschöpfungsquote (Einnahmen inkl. Sub-
sowie Bürgermeister geneigt, wenn diese auch kulturell attraktiv ist. Dementsprechend zeigen Unternehmen ein ventionen abzgl. Vorleistungen) entsprechend
Markus Linhart mit den Interesse daran, kulturelle Aktivitäten in Bre- niedriger. Die Subventionsquote liegt bei rund
Kollegen aus St. Gallen Die Landeshauptstadt Bregenz verfügt über ein genz zu fördern, etwa durch Sponsoring. Nicht 60 %. Die Quote der von außerhalb Vorarlbergs
und Friedrichshafen, hochattraktives und für die Größe der Stadt un- nur, um das eigene Image zu stärken, sondern bezogenen Leistungen liegt mit rd. 5 % nied-
Stadtpräsident vergleichliches Kulturangebot. Die untersuch- auch um für die eigenen Mitarbeiterinnen und rig, unter anderem weil Leistungen externer
Thomas Scheitlin und ten Betriebe sind die wichtigsten Kulturträger Mitarbeiter einen attraktiven Lebensraum zu Künstler, wie bei den klassischen Kulturins-
Oberbürgermeister bzw. Veranstalter der Stadt und des Landes sichern. titutionen, insgesamt kaum eine Rolle spielen.
Andreas Brand
13?
Thoma: Herr Scheytt, Sie waren Kulturdezernent von Thoma: Darf man über die Vision, sich als Kulturhaupt-
KÖNNEN WIR
Essen, einer Stadt mit knapp 600.000 Einwohnern. Sie stadt Europas zu bewerben, laut nachdenken, oder sollte
gelten als der Motor von RUHR.2010 in Essen und im das eher erst einmal in kleiner Runde geschehen, bevor
Ruhrgebiet und beraten die Enquete-Kommission sowie sich die Kritiker über die Kosten beschweren?
die UNESCO-Kommission in Deutschland. Sie haben Bre- Scheytt: Kulturpolitik und -management kosten nun mal Geld.
genz im Zuge des Kulturmarken-Awards kennengelernt Aber nicht so viel, wie man oft meint. In Essen liegt der Kulturetat
KULTURHAUPTSTADT
und uns als Jurymitglied mit der Stadtmarke 2014 prä- bei 4,3 Prozent des Gesamthaushaltes. Wir sind mit diesem
miert. Können Sie uns beschreiben, wie Sie unsere Stadt kleinen Budget Kulturhauptstadt geworden. Die Kulturhaupt-
wahrnehmen? städte investieren zwischen sechs und 20 Millionen. Aber es
Scheytt: Bregenz ist eine Stadt, die sehr bekannt ist. In Deutsch- kommt ja zu jedem Euro noch Landes- und Bundesgeld dazu. In
land glaubt man, dass Bregenz 100.000 Einwohner hat. So stark Linz waren es 20 Millionen von der Stadt, 20 vom Land, 20 vom
ist das Image! Von außen gesehen ist Bregenz ein kultureller Bund. Außerdem verteilen sich die Gelder auf viele Jahre. In
2014 nahm Christoph Thoma den Stadtmarken-Award Riese. Wenn man genauer hinschaut, ist es aber eine kleine Essen hatten wir nach dem offiziellen Jahr als Kulturhauptstadt
Stadt, die auch in der Flächenentwicklung nicht viel Spielraum noch genügend Geld, um unsere Geschichte weiter zu erzählen.
für Bregenz in Empfang. In Berlin traf er im Zuge der besitzt. Umso spannender, sich genauer anzusehen, was Bregenz 20 Prozent haben wir damals übrigens für Marketing und Tou-
Preisverleihung das Jurymitglied Prof. Dr. Oliver eigentlich ausmacht. Wir haben Ihnen die Stadtmarke verliehen, rismus ausgegeben. Denn wir waren davon überzeugt, dass wir
Scheytt. Spontan wurde die Idee geboren, Bregenz da Bregenz sich in einer besonderen Lage am Bodensee befindet, uns mit diesem Projekt auf der europäischen Landkarte neu
in einer europäischen Lage in einem Dreiländereck. Und natür- positionieren. Die Übernachtungszahlen sind dauerhaft von
als Kulturhauptstadt Europas für das Jahr 2024 ins lich ist auch das Stadtmarketing hervorragend organisiert. Das unter einer Million pro Jahr auf 1,3 Millionen gestiegen. Wenn
Spiel zu bringen. Es folgte eine Einladung, die Prof. hat uns beeindruckt in der Jury. man eine Vision hat, sollte man auch ans Geld denken, aber vor
Scheytt im Mai 2015 in die Vorarlberger Landeshaupt- allem an die Inhalte.
Thoma: Der Begriff Kultur wird hierzulande oft auf die
stadt führte. Bregenzer Festspiele und das Kunsthaus reduziert. Thoma: Kann man ein Projekt dieser Größenordnung
Selbstverständlich bedeutet Kultur weit mehr. Darf ich auch so lancieren, dass eine soziale, ökologische und
um Ihre Einschätzung eines zeitgemäßen Kulturbegriffs wirtschaftliche Wertschöpfungskette eingeleitet wird?
Ein Gespräch zwischen bitten? Scheytt: Das Wichtigste für eine Bewerbung zur Kulturhaupt-
dem Geschäftsführer des Scheytt: Ich möchte gleich drei Sichtweisen vorstellen. Zu- stadt ist, dass man als Stadt eine europäische Geschichte erzäh-
nächst aber etwas Allgemeines: Der Begriff Kultur wird in allen len will. Eine Geschichte, die aus der europäischen Tradition
Stadtmarketing Bregenz,
möglichen Zusammenhängen verwendet: etwa bei Unterneh- kommt. Die Idee der Initiative „Kulturhauptstädte Europas“
Christoph Thoma, und dem menskultur, Mafiakultur, Kultur einer Gemeinschaft, eines war, dass die Menschen in einer Stadt die europäische Geschich-
Initiator der Kulturhaupt- Kegelklubs usw. Kultur wird also dazu verwendet, um das „Wie“ te viel besser nachvollziehen können als in Staaten. Städte sind
des Umgangs miteinander zu beschreiben. Nun beinhaltet der älter, sie erzählen eine Geschichte von regionalen Identitäten,
stadt RUHR.2010, Oliver
UNESCO-Kulturbegriff zwei Elemente: Erstens zeichnet Kul- von Kämpfen, Kriegen, Reichtum und Kultur. Lassen wir doch
Scheytt. tur eine Gesellschaft aus, durch Glaubensrichtungen, Riten, die europäischen Bürger in diese Städte kommen und diese Ge-
Traditionen. Und zweitens, hier wird es spannend, ist Kultur schichte nachvollziehen! Der zweite Aspekt ist die Geschichte
gleichzeitig etwas sehr Individuelles. Menschen schaffen Kunst- aus der Stadt selbst heraus zu erzählen, die Bürger mit der
werke, die ihre Grenzen überschreiten, Menschen sind geprägt europäischen Idee zu konfrontieren. Wie sieht etwa ein Schüler
durch eine innere Haltung, durch Werte. Jeder Mensch ist ein im Jahr 2025 sein Europa? Diese Auseinandersetzung mit der eu-
Kulturbürger, und die Kulturmanager können sich daher fragen: ropäischen Idee ist der Kern einer Kulturhauptstadt. Und diese
Was sind wir in der Lage zu tun, um jeden einzelnen als Persön- Geschichte müsste man auch in Bregenz finden. Und weil Sie
lichkeit zu stärken? Die dritte Sichtweise ist die ökonomische: vorhin die Begriffe Ökonomie, Ökologie und Soziales angespro-
Die Kultur- und Kreativwirtschaft umfasst 11 Branchen, dazu chen haben: Wenn sich diese drei Bereiche in einem Überschnei-
zählen Architektur, Verlage, Medien usw., also jene Bereiche, dungsfeld befinden, spricht man von Nachhaltigkeit. Wenn
wo mit geistigen Leistungen Geld verdient wird. Dieser Sektor alle drei Aspekte im Einklang sind. Das wäre für Bregenz eine
ist, zusammengefasst, in Deutschland die drittstärkste Branche Thematik, die man durchdeklinieren könnte. Weil Bregenz mit
nach den Banken und der Automobilindustrie. seiner Lage am Bodensee immer den Ausgleich zwischen Öko-
nomie und Ökologie finden muss. Aber der soziale Aspekt gehört
Thoma: Wie schafft man es, diesen individuellen Aspekt auch dazu. Es wird ja hier nicht Thema sein, ein neues Kunst-
von Kultur zu kommunizieren? haus zu bauen, die Festspiele zu verdoppeln oder ähnliches. Die
Scheytt: Für RUHR.2010 haben wir Kultur als etwas von allen Kulturinfrastruktur ist bereits da. Die Frage ist daher, wie man
für alle definiert. Der Höhepunkt war die Sperrung unserer mit den vorhandenen Potentialen eine europäische Geschichte
zentralen Autobahn. Auf 16 Kilometern Beton standen 20.000 erzählt. Das könnte beispielsweise die Geschichte vom Aus-
Bierzeltgarnituren, 3 Millionen Menschen kamen auf diesen gleich zwischen Sozialem, der Natur und der Wirtschaft sein.
Autobahnabschnitt! Und jeder von ihnen brachte seine eigene
Kultur mit, der eine musizierte, der andere malte, ohne Vorga-
ben und Einschränkungen unsererseits. Die Menschen haben
Foto: Udo Mittelberger
ihre individuelle Kultur präsentiert.
15Thoma: In Bregenz beschäftigt uns immer wieder das The- ker mit Kultur assoziiert als vor der Bewerbung. Um auf Bregenz
ma Kreativwirtschaft. RUHR.2010 hat das erstmals wirk- zurückzukommen: Die Stadt braucht natürlich keinen kultu-
lich behandelt. Wie wichtig ist die Entwicklung von krea- rellen Imagewandel. Insofern muss man hier die Frage anders
tiven Quartieren? Wie haben Sie das Thema Kreativität, definieren. Es könnte zum Beispiel ein Thema sein, Natur, Kul-
sprich Kultur in den Kontext der Wirtschaft gebracht? tur und Ökologie in Einklang zu bringen. Man kann sich in der
Scheytt: Wir haben im Ruhrgebiet zehn Kreativquartiere de- Umgebung anschauen, wie kleinere Gemeinden Kultur erzählen.
finiert. Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass es wenig So kann man mehrere Akteure dazu bewegen, die Geschichte Zur Podiumsdiskussion am
bringt, wenn man einfach alle Kreativen an einen Tisch setzt der Kulturhauptstadt zu erzählen. 16.10.2015 im vorarlberg
und sie machen lässt. Architekten, Musiker oder Verlagsleute
museum, ein Essay von
haben einander nicht immer was zu erzählen. Deshalb muss Thoma: Haben Sie Erfahrungswerte, was vermieden wer-
man schauen, wo es bereits Nester, Cluster gibt, wo sich bereits den sollte in diesem Bewerbungsprozess, was nicht pas- Maximilian Lang
Kreative angesiedelt haben. Dort kann man dann mit kleinen sieren darf?
Interventionen, nicht mal mit viel Geld, sondern mit Modera- Scheytt: Erstmal sollte der Prozess nicht überlastet werden. Mit
tionen und Vermittlungen etwas entwickeln. In Essen, im Rot- einer Kulturhauptstadt kann man nicht alle Probleme lösen. Bei
lichtviertel, haben sich um eine Kirche herum Künstler ange- uns im Ruhrgebiet habe ich mich nicht abgearbeitet und jede der
siedelt und das ganze Stadtquartier verändert. Das zieht auch über fünfzig Städte persönlich von dem Projekt überzeugt. Die
EIN TAG IM ZEICHEN DER
wirtschaftliche und ökologische Erfolge nach sich. Region sollte und muss aber mittun, gerade bei einer kleinen
Stadt. Mit einer überschaubaren Truppe sollte man erst einmal
Thoma: Was kann eine Kulturhauptstadt Bregenz in der das Konzept entwickeln, prüfen, eine Strategie entwickeln, denn
KULTURHAUPTSTADT
sehr wohlhabenden Region Vorarlberg überhaupt bewir- aus diesem Prozess kann man schon Honig saugen. Es ist ja un-
ken, einer Region, der es bereits sehr gut geht? abhängig von der Bewerbung gut, eine kulturelle Strategie zu
Scheytt: Die wichtigsten Fragen sind: Wollen und verdienen wir entwickeln. Ich würde die Prozesse immer so anlegen, dass man
die Kulturhauptstadt? Können wir das? Und brauchen wir das davon profitiert, auch wenn man den Titel nicht gewinnt. Im Fra-
überhaupt? Wenn ich jetzt an Salzburg oder Wien denke, die genkatalog steht denn auch: Was ist euer Plan B? Und nochmal:
brauchen es wirklich nicht, die sind ja schon kulturelle Haupt- Reden Sie nicht so viel über Geld. Denn da verliert man den Blick
städte. Bei Bregenz ist es auch schon schwierig zu begründen, fürs Wesentliche. Das Wichtige sind die Potenziale, die Möglich- „Wirtschaft und Tourismus dürfen nicht über geschafft, den Drive der Kulturhauptstadt mit- Landeshauptstadt nun befinde. Offenbar
vorausgesetzt, man legt den traditionellen Kulturbegriff zu- keiten, die Personen. Am Anfang über das Geld zu reden, wäre ein Ja oder Nein zur Bewerbung einer Kultur- zunehmen. So rufe man für jedes Jahr ein neues schreibt man Zahlen, „um die uns die Welt be-
grunde. Wie auch immer: Diese Frage muss man beantworten, ein großer Fehler. Denn es geht ja um die Verwirklichung einer hauptstadt bestimmen“, sagt Eva Häfele am Überthema für das kulturelle Programm der neidet.“ Da man am Gipfel stehe, müsse man
denn es ist die erste, die von der Jury gestellt wird. 2006 ging es europäischen Idee, und in Brüssel gibt es hierfür genügend Geld. Podium des vorarlberg museums, als eine mög- Stadt aus, 2017 wird das „Year of Media Arts“. jetzt nach dem nächsten Gipfel Ausschau hal-
mir darum, ein neues Selbstbewusstsein und ein überregionales liche Bewerbung der Rheintalstädte erstmals Steiner erzählte an diesem Nachmittag auch ten. Dem Zuhörer fielen da die Berggipfel-Rede
Bewusstsein für Essen und das Ruhrgebiet zu fördern, zu zeigen, Thoma: Würden Sie einer Stadt wie Bregenz, auch im der Öffentlichkeit präsentiert wird. Allerdings von gescheiterten Projekten im Zuge der Kul- von Martin Luther King und die Berpredigt
dass wir auf dem Weg zu einer neuen europäischen Metropole Kontext der Bodenseeregion, eine Chance geben? sitzen an diesem frühen Abend der Grazer Be- turhauptstadt. Zum Beispiel von den Pixelho- Jesu ein. Ähnlich schöne Metaphern verwen-
sind, dass wir nicht nur mit Kohle und Stahl handeln. So ist es Scheytt: Auf jeden Fall. Ich sehe drei regionale Richtungen, die triebswirt Manfred Gaulhofer und der Linzer tels: Architekten wandelten leerstehende Räu- det jetzt auch die Studierendengruppe von Eli-
auch gekommen. In Umfragen werden wir mittlerweile viel stär- man thematisieren könnte. Einmal die Richtung zum Wald, dann Tourismusdirektor Georg Steiner sowie der me in Hotelzimmer um. Allerdings hätten die sabeth Leitner, die für eine Kulturhauptstadt
die Richtung zum Rhein und die zum See. Deshalb kam ich ja Geschäftsführer von Bregenz Tourismus & betriebswirtschaftlichen Defizite der Künstler des Rheintals vorschlägt, sich auf grenzaufwei-
auch auf die Idee, die Bereiche Kultur und Natur zu verknüpfen. Stadtmarketing Christoph Thoma neben ihr, für ein vorzeitiges Ende dieses Unternehmens chende Themen zu konzentrieren. Bestehende
Weil das noch keine der bislang 70 Städte intensiv gemacht hat. die einstimmig von den Vorzügen einer Kul- gesorgt. (reale und ideelle) Brücken sollten umgestaltet
See, Wald und Fluss, das sind Naturereignisse! Bregenz lebt in turhauptstadt schwärmen. Für Steiner etwa ist und grenzüberschreitende kulturelle Verbin-
Unternehmerfrühstück im Mai 2015 im Freudenhaus, v.l.n.r. diesen Verbindungen und auch in Konkurrenz zu umliegenden das Rennen um die Europäische Kulturhaupt- Doch mittlerweile zögen Touristiker und Kul- dungslinien geschaffen werden, in die Schweiz,
Casino-Direktor Bernhard Moosbrugger, Prof. Dr. Oliver Scheytt, Städten. Diese Konkurrenzen können als spannungsvolle Ge- stadt so etwas wie die Olympiade der Touristi- turschaffende in Linz gemeinsam an einem nach Liechtenstein und nach Deutschland.
Univ.Doz. DI Dr. Elisabeth Leitner, Bürgermeister Dipl.-Ing. Markus schichte aufgegriffen werden. Da geht es um das Zusammenle- ker. Zwar habe man damals in Oberösterreich Strang, so Georg Steiner am frühen Abend im
Linhart und Christoph Thoma ben in Europa. Das Entscheidende ist, ein Identitätsbewusstsein insgesamt zu wenig auf Nachhaltigkeit gesetzt, vorarlberg museum. Manfred Gaulhofer wie- Es wundert ein wenig, dass im Anschluss an die
zu schaffen. Was macht uns in Bregenz aus? Ein weiterer Punkt immerhin sei aber der Spruch „Linz verändert“ derum erzählt nun vom wachsenden Selbst- Diskussionsrunde vom Publikum kaum kriti-
könnte das Leben in unserem schnellen, digitalen Zeitalter sein. als Teil des Stadtbrandings bis heute erhalten bewusstsein der Grazer. Die Stadt habe einen sche Fragen gestellt werden. Offenbar sind die
Bregenz könnte hergehen und sich sozusagen wieder „analoger“ geblieben. Quantensprung in der kulturellen Infrastruk- meisten Zuhörer von der Idee einer Bewerbung
orientieren. Es wäre gut, die Menschen dazu zu bringen, wieder tur vollzogen. Als Folge der Investitionen, etwa zur Kulturhauptstadt überzeugt oder haben
mehr in die Natur zu gehen, auf den See, den Fluss zu blicken. Christoph Thoma, Edgar Eller aus Feldkirch, dem Bau des Kunsthauses, habe sich die Kreativ- jedenfalls nichts Gröberes dagegen einzuwen-
Sich rauszunehmen aus dem digitalen Strom. Das ist eine zutiefst Klaus Lingg aus Dornbirn, Urs Treuthardt von wirtschaft in der Innenstadt stark entwickelt. den. Es sind lediglich weiterführende Anre-
kulturelle Aufgabe. Und dazu gehört für mich auch, dass man Bodensee-Vorarlberg Tourismus und weitere Eva Häfele, ihres Zeichens Kulturmanagerin gungen zu hören, wie etwa jene, dass mit einer
öffentliche Räume nicht allein dem Kommerz überlässt. Ich bin Touristiker lauschten bereits am Nachmittag und Sozialwissenschaftlerin aus Hohenems, Bewerbung das Kirchturmdenken im Rheintal
sehr froh, dass es in Bregenz keinen McDonalds gibt! Öffentliche Herrn Steiner, als dieser im Besprechungszim- berichtet weiters von gewissen „Europäische endlich überwunden werden könnte. Bleibt zu
Räume gehören den Menschen und es ist wichtig, sie als Orte der mer des Stadtmarketing Bregenz von verschie- Kulturhauptstadt-Söldnern“, verschiedenen hoffen, dass das Thema der kulturellen Grenzen
Begegnung, der Erholung, des Miteinanders zu erhalten. denen Projekten aus Linz 2009 berichtete und Personen, denen man bei der Umsetzung der zwischen den religiösen Bevölkerungsgruppen
ein bisschen aus dem Nähkästchen plauderte. Kulturhauptstädte immer wieder begegne. Ein des Landes nicht unbeachtet bleibt.
Vielen Dank für das Gespräch. Der häufige Ausspruch „Mensch Meier“ bringt kultureller Wanderzirkus sozusagen, dessen
die zupackende Art des gebürtigen Bayern auf Mitglieder im Zuge der Städtebewerbungen ih-
Eine Gesprächsdokumentation von Maximilian Lang den Punkt, der sich noch immer darüber ärgert, rerseits um Jobs Ausschau halten.
dass seine Linzer die Jahreszahl 2009 unbe-
dingt im claim der Europäischen Kulturhaupt- Zu Beginn der Diskussion hatte der Bregenzer
stadt haben wollten. Das Logo lasse sich schwer Bürgermeister Markus Linhart selbst-
weiterverwenden. Aber: Man habe es dennoch bewusst vom Zenit gesprochen, an dem sich die
17Seriöse Planung,
erneut gut
gewirtschaftet,
Bregenz Tourismus
& Stadtmarketing
ist nicht nur
vollständig saniert,
sondern schafft
auch Spielräume
für die Zukunft.
Respekt!
Mag. Michael Diem
Geschäftsführer
der Bregenzer
Festspiele und von
Kongresskultur
Bregenz,
Mitglied des
Ausschusses/
Aufsichtsrates
und des
Prüfungs-
ausschusses
KENNZAHLEN
2015
Foto: © Kongresskultur BregenzBILANZ 2015 NÄCHTIGUNGEN
POSITIVE ENTWICKLUNG
Stand: 07.04.2016 2012 2013 2014 2015
ERFOLGSVERGLEICH Nächtigungen nach Nationen Österreich 31,59% Schweiz u. FL 8,68%
Nettoumsatz € 678.866,00 € 722.012,00 € 808.777,00 € 767.432,00 Die Sommermonate bleiben weiterhin die Deutschland 37,37% Italien 2,34%
Rohertrag -€ 143.539,00 -€ 177.223,00 -€ 284.745,00 -€ 403.179,00 Frequenzbringer des Jahres 2015. Niederlande 2,75% Schweden 0,68%
Großbritannien 1,32% Japan 0,28%
EIGENKAPITAL € 116.051,50 € 278.399,43 € 437.938,73 € 525.179,02 Frankreich 2,10% Russland 0,31%
USA 0,77% Andere 11,82%
Stammkapital € 35.000,00 € 35.000,00 € 35.000,00 € 35.000,00
Rücklage für Stammkapitalerhöhung € 81.051,50 € 193.399,43 € 265.000,00 € 265.000,00
Rücklage für Projekte € 0,00 € 50.000,00 € 137.938,73 € 225.179,02 35.000
30.000
JAHRESGEWINN € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00
25.000
UMSATZERLÖSE 20.000
Kartenvorverkaufsprovisionen € 136.719,07 € 155.049,04 € 160.071,56 € 144.421,66 15.000
Inserate € 72.401,00 € 76.225,00 € 90.360,00 € 69.249,24
10.000
Veranstaltungserlöse € 219.851,01 € 220.574,81 € 259.728,96 € 246.892,19
5.000
Werbeflächen € 155.098,17 € 175.268,32 € 198.412,51 € 204.338,75
Gesellschafterzuschüsse € 336.692,66 € 347.976,65 € 366.212,74 € 371.756,83 0
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Tourismuszuschuss Stadt Bregenz € 811.410,36 € 861.331,84 € 861.395,22 € 949.908,94
BETRIEBSLEISTUNG € 1.924.261,19 € 2.070.130,63 € 2.161.775,48 € 2.270.907,72
BETRIEBSERGEBNIS € 93.877,00 € 161.029,00 € 106.955,00 € 87.055,52
Projektkosten € 809.574,41 € 883.176,10 € 1.077.845,86 € 1.118.368,85
Veranstaltungszuschuss € 16.300,00 € 23.500,00 € 47.491,21 € 80.690,00 Nächtigungen nach Nationen gesamt Nächtigungen 2014
Werbeauftritte/Inserate/Kampagnen € 109.189,79 € 122.518,15 € 123.461,71 € 168.950,80 Anstieg der Nächtigungen in den stärksten Besuchergruppen (Vergleich 2014/2015) Nächtigungen 2015
Personalkosten € 669.511,15 € 657.225,99 € 636.560,68 € 658.896,20
Weiterbildung € 4.384,91 € 4.644,34 € 6.165,07 € 11.139,05 6,64 %
140.000
Anlagevermögen € 142.959,27 € 108.509,25 € 136.287,51 € 197.079,01 4,91 %
120.000
Erläuterungen 100.000
80.000
1. Der Rohertrag stieg in den letzten Jahren 3. Der Rücklage für Projekte liegt eine Inves- 5. Der Tourismuszuschuss der Stadt Bregenz
60.000
an, da deutlich mehr Projekte realisiert titionsplanung für die kommenden Jahre setzt sich aus den gesamten Einnahmen der 26,76 %
werden konnten. sowie eine Ausfallshaftung insbesondere Landeshauptstadt Bregenz aus der Gäste- 40.000 3,98 %
für Veranstaltungen im öffentlichen Raum taxe und dem Tourismusbeitrag zusammen.
20.000 15,35 % 8,90 % -5,76 % 10,00 %
2. Die Rücklage für eine allfällige Stamm- zu Grunde. 10,49 % -14,42 % 34,91 % -40,93 %
kapitalerhöhung von € 35.000,- auf 6. Veranstaltungszuschüsse sind Leistungen 0
€ 300.000,- wurde in der Generalversamm- 4. Die Gesellschafterzuschüsse sind an Fremdveranstalter, Vereine etc., die sich A D NL GB F USA CH I S J RUS Andere
lung am 18.05.2015 einstimmig beschlossen Marketingleistungen der 22 Gesellschafter in den unterschiedlichsten Bereichen der 107.406 125.016 8.496 4.324 7.939 2.498 29.787 7.603 2.822 739 1.847 33.254
und soll im Jahr 2016 realisiert werden. von Bregenz Tourismus & Stadtmarketing. Landeshauptstadt Bregenz engagieren 112.680 133.320 9.800 4.709 7.482 2.760 30.974 8.363 2.415 997 1.091 42.153
(z.B. Frauenlauf, Pfänderlauf, Ore Ore
Kinderfasching, Sparkasse Marathon etc. ).
20 Bregenzgestalten 2015 21Übernachtungen in Bregenz 2015 4-Sterne-Hotels Jugendherberge Ankünfte und Übernachtungen in Bregenz 2014/2015 2014
Hohe Nachfrage im Drei- und Viersternesegment sowie im Alternativtourismus 3-Sterne-Hotels Campingplätze Signifikant: Eine fast 40 %ige Steigerung bei den Campingplätzen 2015
2/1-Sterne-Hotels Privatvermieter u. Sonstige
160.000
25.000
140.000
1,68 %
120.000
20.000
100.000 3,13 %
80.000 -0,65 %
15.000 39,65 %
60.000 5,64 %
10,42 %
40.000 -0,56 %
8,77 % 39,05 %
10.000 -3,47 % 4,05 %
20.000
-13,32 %
0
5.000 A Ü A Ü A Ü A Ü A Ü A Ü
4-Sterne-Hotels 3-Sterne-Hotels 2-Sterne-Hotels Privatvermieter Campingplätze Jugendherberge
0 75.993 120.813 53.057 84.532 20.410 34.126 3.800 15.551 18.602 44.132 16.627 32.577
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez 75.501 122.843 56.048 87.181 22.200 37.683 3.294 15.011 25.866 61.632 17.300 32.394
Bregenz Gesamtnächtigungen von 2011 bis 2015 Nächtigungen Städtevergleich Nächtigungen Bregenz
Steigerung von 2014 auf 2015 um 7,54 % Die Nächtigungsentwicklung der Rheintalstädte Bregenz, Dornbirn und Feldkirch von 2011 bis 2015 Dornbirn
Feldkirch
370.000 360.000
360.000 356.759 340.000
350.000 320.000
340.000 331.731 300.000
330.000 324.216 280.000
320.000 314.571 260.000
309.838
310.000 240.000
300.000 220.000
2011 2012 2013 2014 2015 2011 2012 2013 2014 2015
306.610 314.817 324.245 331.797 356.759
239.012 262.879 280.033 282.642 292.890
242.183 256.789 257.515 263.114 256.103
22 Bregenzgestalten 2015 23ONLINE-MARKETING Besucher mit verschiedenen Endgeräten (Handy, Tablet und Desktop)
Mobile Endgeräte gewinnen zunehmend an Bedeutung, die Desktop-Lösungen sind rückläufig.
Zeitraum 2013
Zeitraum 2014
VERÄNDERTES
Zeitraum 2015
234.188 243.602
NUTZUNGSVERHALTEN
250.000 220.435
200.000
150.000 Zuwächse von
105.245
80.341 2014 auf 2015
100.000
45.278 51.299 54.293 Mobile: + 31 %
50.000 30.639
Tablet: + 5,84 %
0 Desktop: - 9,51 %
Mobile Tablet Desktop
Besucher von bregenz.travel nach Ländern 2015 Sitzungen Facebook-Freunde
Konsequenter Anstieg an Facebook-Freunden seit Jänner 2014
250.000
7.000
200.000
162.168 6.000
140.120
150.000
5.000
100.000
4.000
43.645
50.000
4.752 4.563 3.019 2.893 2.134 1.887 1.262 3.000
0
2.000
D A CH USA NL GB IT F FL B Jan Apr Jul Sep Dez Jan Apr Jun Aug Okt Dez Jan
14 14 14 14 14 15 15 15 15 15 15 16
Besucher 2013/2014/2015 2013 Entwicklung des BREGENZGUTSCHEINS
Auf bregenz.travel konnte die Besucherzahl auf 379.973 (+ 1,27 %) gegenüber 2014 gesteigert werden. 2014 Der Verkauf des BREGENZGUTSCHEINS (ehemals WIGEM-Gutschein) konnte 2015 um 11,21 % gesteigert werden.
2015
560.000 €
60.000
540.000 € +11,21 %
50.000 € 517.270,00
520.000 €
40.000
500.000 € +8,65 %
30.000
480.000 € € 465.110,00
20.000
460.000 € +6,18 %
10.000 € 428.090,00
440.000 €
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
420.000 € € 403.170,00
15.816 14.736 17.822 18.745 34.193 31.166 36.741 46.492 23.462 21.935 23.856 25.179
19.311 18.452 23.360 26.341 30.621 44.084 46.222 54.488 25.930 26.069 29.675 30.652 400.000 €
21.256 21.170 31.948 29.246 32.198 39.796 51.171 56.485 17.926 21.860 26.051 30.866 380.000 €
Gutscheine 2012 Gutscheine 2013 Gutscheine 2014 Gutscheine 2015
24 Bregenzgestalten 2015 25Die Arbeit für
Bregenz ist
nicht nur eine
persönliche
Herausforderung,
sondern eine
Verpflichtung dem
Handel, der Gas-
tronomie und der
Hotellerie gegen-
über. Gemeinsam
können wir unsere
Landeshauptstadt
konsequent
weiterentwickeln
und auch immer
wieder die richtigen
Fragen stellen.
Mag. Clemens
Sagmeister
Obmann der
Wirtschafts-
gemeinschaft
Bregenz und
Mitglied des
Ausschusses/
Aufsichtsrates
von Bregenz
Tourismus &
Stadtmarketing
GREMIEN
Foto: Udo MittelbergerKONTROLLE
Generalversammlung
Landeshauptstadt Bregenz, Bürgermeister Dipl.-Ing. Markus Linhart
Casinos Austria AG, Dir. Bernhard Moosbrugger
IMPULSE
Wirtschaftsgemeinschaft Bregenz, Mag. Clemens Sagmeister
Sparkasse Bregenz Bank AG, Mag. Martin Jäger
Pfänderbahn AG, Dipl.-Ing. Thomas Kinz
Kongresskultur Bregenz GmbH, Mag. Michael Diem
GREMIEN DER BREGENZ TOURISMUS Bregenzer Festspiele GmbH, Mag. Michael Diem
Volksbank Vorarlberg, Prok. Marcus Brüstle
& STADTMARKETING GMBH DONAU Versicherung AG Vienna Insurance Group,
Jürgen Gmeiner, MBA
m lungen
a lversa m Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, Mag. Gerhard Sieber
2 Gener
gen des
4 Sitzun ts
schoeller 2welten betriebsGmbH, Dir. Kurt Haselwander
fsichtsra
sses/Au Hypo Immobilien Bankgebäudemanagement GmbH,
Ausschu c h b eir ats
z u n g e n des Fa u sses Wolfgang Bösch, MSc, Mag. Emmerich Schneider
3S it saussch
g e n d e s Pr ü fung Vorarlberger Kulturhäuser Betriebs-GmbH, Dr. Werner Döring
2 Sitzun sow ie
en Seestadt Bregenz Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH,
tädtisch
22 Gesellschafter it z u n gen des s Dipl.-Ing. Bernhard Ölz
2 S chusses
Landeshauptstadt Bregenz a ftsauss UNIQA Insurance Group AG, Dir. Markus Stadelmann
Wir tsch dtischen
Casinos Austria AG g des stä Wolford AG, Dr. Markus Müller
1 Sitzun sses
ausschu
Wirtschaftsgemeinschaft Bregenz Kontroll ngen
i+R Gruppe GmbH, Prok. Wolfgang Wiener
ndssit z u
Sparkasse Bregenz Bank AG 9 Vorsta Stadtwerke Bregenz GmbH, Mag. Wilfried Breuss
M
DAS SPRACHROHR
E
Pfänderbahn AG der W IG RIMC Seehotel Am Kaiserstrand Hotel Betriebs GmbH,
Kongresskultur Bregenz GmbH Dipl.-Ök.Päd. Hartmut Geese
Bregenzer Festspiele GmbH Rhomberg Bau GmbH, Ing. Martin Summer
DER BREGENZER
Volksbank Vorarlberg VL Bodenseeschifffahrt GmbH & Co KG, Mag. Alexandro Rupp
DONAU Versicherung AG Vienna Insurance Group GWL Gemeinschaftswarenhaus GmbH & Co KG, Dr. Hubert Kinz
Raiffeisenlandesbank Vorarlberg Vorstand
Fachbeirat
UNTERNEHMEN
schoeller 2welten betriebsGmbH Mag. Clemens Sagmeister (Obmann)
Hypo Landesbank Vorarlberg Robert Vögel, Wirtschaftsgemeinschaft Bregenz, Vorsitzender Susanne Denk (Kassier)
Vorarlberger Kulturhäuser-Betriebs GmbH (Kunsthaus, Dr. Wolfgang Fetz, Landeshauptstadt Bregenz (1. Stellvertreter) Philipp Kuner (Schriftführer)
Landestheater, vorarlberg museum) Marc Isele, Casinos Austria AG, Bregenz (2. Stellvertreter)
WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT
Seestadt Bregenz Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH Prok. Marcus Brüstle, Volksbank Vorarlberg (bis 26.11.2015) Plenum
UNIQA Insurance Group AG Ing. Michael Pedratscher, Volksbank Vorarlberg (ab 26.11.2015) Robert Vögel, Handel
Wolford AG
i+R Gruppe GmbH
Sabine Büttner-Winner, Wolford AG
Dr. Werner Döring, Vorarlberger Kulturhäuser Betriebs-GmbH
Michl Salzgeber, Gastronomie (bis 04.11.2015)
Stefan Köb, Gastronomie (ab 04.11.2015)
BREGENZ (WIGEM)
Stadtwerke Bregenz GmbH (Stadtbus, Strandbad, Hallenbad) Roman Ender, BA, UNIQA Insurance Group AG Susanne Denk, Hotellerie
RIMC Seehotel Am Kaiserstrand Hotel Betriebs GmbH Dipl.-Ing. Thomas Kinz, Pfänderbahn AG und Alexander Lau, Dienstleister
Rhomberg Bau GmbH GWL Gemeinschaftswarenhaus GmbH & Co KG Johannes Glatz, Gewerbe und Industrie Ausgewählte Aktionen 2015
Vorarlberg Lines Bodenseeschifffahrt Philipp Kuner, Wirtschaftsgemeinschaft Bregenz Gewinnspiel am Bregenzer Weihnachtsmarkt
GWL Gemeinschaftswarenhaus GmbH & Co KG Axel Renner, Bregenzer Festspiele GmbH Rechnungsprüfer Lange Nacht des Shoppings (17.07.2015 und 27.11.2015)
Angelika Rimmele, Hypo Landesbank Vorarlberg (ab 22.09.2015) Alexander Lau WIGEM-Kulturoffensive (vorarlberg museum, Festspielhaus Bregenz,
Ausschuss Mag. Alexandro Rupp, VL Bodenseeschifffahrt GmbH & Co KG Michl Salzgeber Martinsturm)
Bürgermeister Dipl.-Ing. Markus Linhart, Vorsitzender, Mag. Gerhard Seiler, Landeshauptstadt Bregenz PR & Pressearbeit (Deutschland, Österreich, Schweiz)
Landeshauptstadt Bregenz Mag. Gerhard Stübe, Kongresskultur Bregenz GmbH Operative Leitung – Bregenz Kampagne 100 + 10 für den Bregenz-Gutschein im Bregenzer Blättle
Susanne Denk, Stellvertreterin des Vorsitzenden, Susanne Thönig, schoeller 2welten betriebsGmbH Tourismus & Stadtmarketing „DANKE“-Karten (ab einem Kauf von Bregenz-Gutscheinen über € 500,00)
Wirtschaftsgemeinschaft Bregenz Urs Treuthardt, MSc, Bodensee-Vorarlberg Tourismus GmbH Christoph Thoma, Geschäftsführer Arbeitsgruppe „Blühende Ortszentren“
Mag. Michael Diem, Kongresskultur Bregenz GmbH, Dir. KR Engelbert Wiedl, DONAU Versicherung AG Niklas Keller, Citymanagement/Wirtschaftsservice Kampagne „Schenken Sie GENUSS, KULTUR, BREGENZ …“
Bregenzer Festspiele GmbH Vienna Insurance Group (bis 22.09.2015) Rebecca Schreier, Citymanagement/Wirtschaftsservice Digitale Perspektiven (18.11.2015 in Kooperation mit der Wirtschaftskammer
Mag. Martin Jäger, Sparkasse Bregenz Bank AG Jürgen Gmeiner, MBA, DONAU Versicherung AG Peter Kaufmann, Märkte/Wirtschaftsservice Vorarlberg und dem Casino Bregenz)
Klaus Kübler, Landeshauptstadt Bregenz (bis 23.03.2015) Vienna Insurance Group (ab 22.09.2015) Nina Giselbrecht, Veranstaltungsmanagement Bregenz-Portrait im „Wann & Wo“ (Fokus: Einkaufen in Bregenz)
Labg. StVE. Ing. Reinhold Einwallner, Katja Scholz, Assistenz Veranstaltungsmanagement Stadtportrait Bregenz in den „Vorarlberger Nachrichten“
Landeshauptstadt Bregenz (ab 30.04.2015) Prüfungsausschuss Versand von 12 B2B-Newsletter mit aktuellen stadtrelevanten Themen
Dir. Bernhard Moosbrugger, Casinos Austria AG Mag. Martin Jäger, Sparkasse Bregenz Bank AG, Vorsitzender WIGEM-Vertreter in Gremien von Mitarbeit bei der Weiterentwicklung der Bregenzer Feste im öffentlichen Raum
Mag. Clemens Sagmeister, Wirtschaftsgemeinschaft Bregenz Mag. Michael Diem, Kongresskultur Bregenz GmbH, Bregenz Tourismus & Stadtmarketing Mitarbeit bei der Umsetzung der Quartiersentwicklung Leutbühel
Mag. Gerhard Sieber, Raiffeisenlandesbank Vorarlberg Bregenzer Festspiele GmbH Mag. Clemens Sagmeister (Ausschuss/Aufsichtsrat) Mitarbeit bei der Quartiersentwicklung Mariahilf
Prok. Wolfgang Wiener, i+R Gruppe GmbH Mag. Gerhard Sieber, Raiffeisenlandesbank Vorarlberg Susanne Denk (Ausschuss/Aufsichtsrat) Sichtbarmachung der Bregenzer Festspiele in den Schaufenstern (Aufkleber)
Robert Vögel (Vorsitzender des Fachbeirats, ab 19.03.2015) Jahreshauptversammlung am 04.11.2015 im vorarlberg museum
Philipp Kuner (Fachbeirat) 9 Sitzungen des WIGEM-Vorstandes
28 Bregenzgestalten 2015 29Sie können auch lesen