Hand in Hand - So bunt ist der Schwesternverband schwerpunkt
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3 :: 2019
Hand in Hand
Das Magazin des Schwesternverbandes
ISSN 1866-198X
schwerpunkt
So bunt ist der SchwesternverbandLiebe Leserinnen und Leser,
So bunt ist
der Schwesternverband
Impressum
„Hand in Hand“ bereits der römische Philosoph Lucius Annaeus Seneca erkannte früh,
Das Magazin was für das Leben am elementarsten war: „Mit dem Leben ist es wie mit
des Schwesternverbandes einem Theaterstück. Es kommt nicht darauf an, wie lang es ist, sondern
ISSN 1866-198X wie bunt.“ Und genauso ist es auch noch heute. Das Leben ist kunterbunt.
Nr. 2 | 2019 Privat und Beruflich. Ebenso bunt ist auch der Schwesternverband. In
Auflage: 3.700 Exemplare den vergangenen Monaten haben uns wieder einige interessante und
vielfältige Berichte aus unseren Einrichtungen erreicht, die zeigen, wie
HERAUSGEBER bunt unsere Welt ist.
Schwesternverband In Südbaden feierte das Evangelische Diakonissenhaus Nonnenweier
Pflege und Assistenz gGmbH sein 175-jähriges Bestehen. Ein großes Ereignis. Erinnert wurde an Re-
Der Vorstand gine Jolberg, die Gründerin des Diakonissenhauses und Initiatorin der
Im Eichenwäldchen 10 professionellen Kinderbetreuung – die übrigens bis heute im Berufsbild
66564 Ottweiler der Erzieherin/des Erziehers fundamentale Grundelemente hinterlassen
www.schwesternverband.de hat. Es ist aber nicht nur das Werk von Regine Jolberg, sondern auch der
vielen Schwestern, die in 175 Jahren im Auftrag des Diakonissenhauses
Redaktion: ihren Dienst verrichtet haben. Lesen Sie mehr über die Geschichte, die
Bettina Hönig (V.i.S.d.P.), Arbeit und das Werk in dieser Ausgabe.
T. 06824 909-105
marketing@schwesternverband.de Zum Abschluss möchte ich es nicht versäumen, Ihnen ein frohes,
glückliches und gesundes neues Jahr zu wünschen. Alles Gute für 2020.
FOTOS: Schwesternverband,
soweit nicht anders angegeben
Ihr Thomas Dane
Druck: reha GmbH, Saarbrücken Vorstandsvorsitzender
Von Groß bis Klein, von Alt bis Jung. Der Schwes-
Wie bunt ist der Schwesternverband
Namentlich gekennzeichnete
Artikel geben nicht unbedingt die ternverband ist kunterbunt. Viele Menschen und
Ansicht des Herausgebers wieder. viele Kulturen. Außergewöhnliche Hobbys oder
auch überaus großes Engagement mit Herzblut.
In den vergangenen Wochen wurde mit Berich-
ten aus den zahlreichen Einrichtungen und sozialen
Diensten des Schwesternverbandes immer wieder
deutlich, wie außergewöhnlich, vielfältig und kreativ
Editorial
unsere Mitarbeiter*innen, Bewohner*innen oder auch
Helfer*innen sind. Aber sehen und lesen Sie auf den
folgenden Seiten selbst… 3„Sie ist ein
Sonnenschein.
Jeden Tag
betritt Sie
das Haus
mit einem
Lächeln.“
Ein Fahrrad für
Moreblessings Wisikesi
FSJ-lerin Mauloda Ahmadush begeistert Bewohner*innen im
FSJ-lerin im „Haus St. Margarethe“ in Lichtenau „Haus im Glantal“ mit Geschichten aus dem Nahen Osten
Senioren möchten so lange es Die 25-Jährige ist durch ihre Die Mitarbeiter*innen und Ein-
geht zuhause in den eigenen vier Gastmutter auf den Schwestern- richtungsleiterin Ute Rau freuen In der Pflegeeinrichtung „Haus im Tatkräftig unterstützt werden hier so nett – die Bewohner*innen,
Wänden leben. Die Betreuung verband und die Einrichtung sich sehr über das Engagement der Glantal“ in Altenglan ist immer die Aktionen von den Mitarbei- die Kolleg*innen... Ich kann mich
und Pflege durch Angehörige, „Haus St. Margarethe“ aufmerk- FSJ-lerin und hatten sich im Früh- was los. Kuchenbacken, Garten- ter*innen und freiwilligen Helfern. immer an sie wenden, wenn mir
unterstützt von einem Pflege- sam geworden. Regulär dauert das jahr ein ganz besonderes Geschenk arbeiten, außergewöhnliche Tier- Eine der neuen Unterstützerinnen etwas nicht klar ist“, sagt sie.
dienst (ambulante und teilsta- Freiwillige Soziale Jahr ein Jahr, einfallen lassen. Ehrenamtler Nor- besuche, Pokerrunden oder auch in der Einrichtung ist Mauloda Ah- Mit ihrer Familie ist Mauloda
tionäre Versorgung), ist ein Mo- doch Moreblessings Wisikesi hat bert Trautwein spendete Morebles- kunterbunte Nachmittage mit Ge- madush. Nun gut, neu ist sie für die Ahmadush vor vier Jahren von Sy-
Wie bunt ist der Schwesternverband
Wie bunt ist der Schwesternverband
dell, das viele Betroffene heute beschlossen, ihr Engagement um sings Wisikesi ein Fahrrad, das von schichten aus dem Nahen Osten. Bewohner*innen und Mitarbei- rien nach Deutschland gekommen.
wählen und der vollstationären ein weiteres halbes Jahr bis zum Ute Rau übergeben wurde. Ein gro- Langweilig wird es da so schnell ter*innen eigentlich nicht. Denn Ihre Großeltern sind noch in Syri-
Unterkunft in einer Pflegeein- 30. September 2020 zu verlängern ßes Dankeschön geht an Norbert keinem. bereits im vergangenen Jahr un- en. Diese kann sie allerdings nicht
richtung vorziehen. und anschließend eine Ausbildung Trautmann für die Fahrradspende terstützte Mauloda die Einrichtung regelmäßig besuchen. „Es ist viel
zur Pflegefachkraft zu absolvieren. und an die Einrichtungsleiterin für zwei Mal in der Woche im Rahmen zu gefährlich in Syrien. Es ist sehr
„Die Bewohner*innen und Mitar- die Organisation der Überraschung. ihres Schulpraktikums der Facho- schade, dass ich sie nicht mehr be-
beiter*innen hier sind sehr nett Die Beschenkte freute sich riesig. berschule. Im Sommer hat Mau- suchen kann, aber da ist es nicht
und die ruhige Lage der Einrich- loda Ahmadush ihr Freiwilliges So- sicher.“
tung gefällt mir auch sehr gut“, sagt ziales Jahr in der Pflegeeinrichtung
4 Moreblessings Wisikesi. in Altenglan begonnen. „Alle sind 5In Deutschland hat sie sich mit Das Baklava-Gebäck gab es an- der Pflege. „Ich möchte Kranken- Mauloda Ahmadush
ihrer Familie gut integriert. Hat ei- lässlich eines persischen Nachmit- schwester werden. Aber wenn das —
nen Schulabschluss gemacht, lernt tags, der in der Einrichtung nach nichts werden sollte, dann würde „Die Arbeit mit Menschen
fleißig Deutsch und spielt in ihrer der Rückkehr einer Kollegin aus ich auch gerne eine Ausbildung in macht mir sehr viel Spaß.
Freizeit Fußball mit Freunden. „Ich dem Iran-Urlaub veranstaltet wur- der Altenpflege absolvieren“, be- Ich mag es zu helfen und für
backe auch sehr gerne. Am liebs- de. An diesem Nachmittag wurden richtet sie und fügt hinzu: „Die Ar- andere da zu sein.“
ten kurdische und arabische Küche. den Bewohner*innen viele Infor- beit mit Menschen macht mir sehr
Einige Spezialitäten habe ich auch mationen und Geschichten von viel Spaß. Ich mag es zu helfen und
schon hier gemeinsam mit den der fernöstlichen Kultur erzählt. für andere da zu sein.“
Bewohner*innen zubereitet. Zum Mauloda Ahmadush nutzte die Margit Frombach und die an-
Beispiel leckerer Baklava,“ erzählt Gelegenheit und berichtete den deren Kolleg*innen würden die
Mauloda Ahmadush. Interessierten ausführlich aus ih- FSJ-lerin am liebsten in der Ein-
rem Heimatland Syrien. „Das war richtung behalten. „Sie ist einfach
ein toller Nachmittag. Die Bewoh- ein Sonnenschein. Sie lächelt jeden
ner*innen waren sehr interessiert Tag, ist zuvorkommend und liebe-
und wollten viel über die dortige voll im Umgang mit den Bewoh-
Kultur erfahren“, erinnert sich Mar- ner*innen.“ Außerdem sei sie sehr
Wie bunt ist der Schwesternverband
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git Frombach, Mitarbeiterin der wissbegierig und sehr engagiert.
sozialen Betreuung in Altenglan. „Aus eigener Initiative überlegt sie
Kulturelle Unterschiede merkt sich Sachen, die wir mit den Be-
man bei Mauloda Ahmadush kei- wohner*innen machen könnten
neswegs. Sie mag die deutsche und sie weiß auch ganz genau was
Kultur, interessiert sich dafür, be- sie tun kann. Ihre Igelballmassagen
richtet aber auch gerne von eige- sind in diesem Haus schon legen-
nen kulturellen Erlebnissen. Das där“, ergänzt Margit Frombach la-
Freiwillige Soziale Jahr absolviert chend.
6 Mauloda Ahmadush sehr gerne in 7Schwesternverband Den Anfang macht die Ge- Die Konzeption Der Kontakt zwischen den Krip-
übernimmt Kita
meinde Heusweiler im Saarland. Die Einrichtung ist ein Ort „des penkindern und den Kindergarten-
Der Schwesternverband hat hier aktiven Tuns“. Die Erzieher*innen kindern ist somit gewährleistet. Der
die Kindertagesstätte „Haus Ben- bieten dem Kind Raum und Zeit pädagogische Grundsatz ist ange-
jamin“ von der Evangelischen Kir- und begleiten es beim Erforschen lehnt an den situationsorientier-
chengemeinde übernommen. Das und „Be – Greifen“ seiner Umwelt. ten Ansatz. Schwerpunkt im „Haus
Das „Haus Benjamin“ Dass Generationen voneinan- Auch wenn man an das The- „Haus Benjamin“ besteht aus vier Durch die teiloffene Gruppenarbeit Benjamin“ ist dabei die Bewegung.
in Heusweiler der profitieren, ist nicht neu. ma Vereinbarkeit von Familie und Gruppen: drei Regelgruppen mit können alle Kinder, auch die Jüngs- So werden ansprechende Materia-
Der Schwesternverband kann Beruf denkt, können sich hier posi- jeweils 25 Kindern und einer Krip- ten, die verschiedenen Gruppen- lien angeboten, die die Kinder an-
dies seit einigen Jahren im „Ge- tive Aspekte für Mitarbeiter*innen pen-Gruppe mit elf Kindern von räume und den Flurbereich nutzen. regen, im Rahmen ihrer Partizipa-
nerationenhaus St. Josef“ in aufzeigen. Denn wie schön wäre es, zwei Monaten bis drei Jahren. Im Forscher- bzw. Musikbereich tionsmöglichkeiten ihre Wünsche
Rheinhausen erfahren, wo ein wenn man sein Kind auch unmit- werden die Kinder von zwei Kolle- und Bedürfnisse zu äußern und
Kindergarten und eine Pflege- telbar am Arbeitsort in die Betreu- ginnen mit Zusatzausbildung be- umzusetzen.
einrichtung unter einem Dach ung geben kann. gleitet sowie die Kinder unter drei
beherbergt sind. Der Austausch Der Schwesternverband legte Jahren im Krippenbereich von zwei Die Pläne
und die Begegnungen zwischen im Sommer 2019 einen weiteren Erzieherinnen mit Krippenfach- Der Schwesternverband plant
Wie bunt ist der Schwesternverband
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Alt und Jung bringen viele posi- Meilenstein und hat den Betrieb kraftausbildung. derzeit ein generationenübergrei-
tive Effekte mit sich. Hier wird einer Kindertagesstätte übernom- fendes Projekt in Heusweiler. Bis
nicht nur der Gemeinschafts- men. Weitere Übernahmen und 2021 soll die Kindertagesstätte in
sinn gefördert, sondern auch die generationenübergreifende Neu- ein neu gebautes Generationen-
Akzeptanz und das Verständnis bauten sind in Planung. haus umziehen, wo im Oberge-
füreinander. Es eröffnen sich schoss eine Pflegeeinrichtung für
neue Chancen und das macht Senior*innen zu finden sein wird.
solche Projekte quasi ganz schön
bunt…
8 9Malaktionen im „Haus im Glantal“
Das „Haus im Glantal“ in Al-
tenglan ist ganz schön bunt. Anteil
daran haben unter anderem die
Bewohner*innen, die im Sommer
bunte und individuelle Keilrah-
men gestaltet haben. Im Herbst
kam dann Hans Roßberger, ein
Künstler aus Hütschenhausen, in
die Einrichtung und verschönerte
einige Flurwände mit regionalen
Wie bunt ist der Schwesternverband
Wie bunt ist der Schwesternverband
Naturmotiven. Er zauberte zum
Beispiel ein Bild mit dem Remigi-
usberg mit Kirche, Burgruine und
einigen Häusern im Tal an die
Wand sowie den Kuselbach mit
Feld, Wald und Wiese. Alle waren
so begeistert, dass der Künstler si-
cher bald wieder eingeladen wird,
die Einrichtung noch ein bisschen
10 bunter zu machen. 11So bunt ist das Jetzt wird´s bunt!
„Haus im Brühlpark“ Die Holzarbeiten der männli-
chen Seniorengruppe kann sich
auch sehen lassen. Hier werden
In der „Tagespflege Oberkirch“ wird gebastelt
immer wieder neue Ideen umge-
Handarbeitsgruppe um Hanna Scheel setzt. Großen Anteil an der Ge- In der „Tagespflege Oberkirch“
staltung des „Haus im Brühlpark“ werden die bunten Farben des
Auch das „Haus im Brühlpark“ in Schrozberg ist bunt und hat viele hat aber auch Hanna Scheel. Sie Herbstes künstlerisch in Szene ge-
Aktionen zum Thema vorzuweisen. Zum Erntedank wurde zum Bei- wurde in Crailsheim geboren setzt. Zusammen mit der Betreu-
spiel der Eingang der Cafeteria wieder herrlich dekoriert. und war Lehrerin, u.a. in Leuzen- ungskraft Angela Erndle-Englert
dorf, Lendsiedel, Nesselbach und gestalten die Tagespflegegäste klei-
Schrozberg. Sie war begnadete ne Kunstwerke, die sich als Herbst-
Aquarell-Malerin und Flötenspie- deko wirklich sehen lassen können.
lerin. Von 1991 bis 2003 leitete sie Damit sind die verregneten Tage
die Handarbeitsgruppe „Gemein- nur noch halb so schlimm.
sam Gestalten“ und hat einige der
selbstgestalteten Werke der Pflege-
einrichtung vermacht. Die Arbeiten
sind Stoff-Kollagen und Paramente,
Schaurig-schöne Kürbisse
die für Kirchen, Gemeindehäuser
und das Rathaus gestaltet wurden.
So auch die „4 Jahreszeiten: Früh-
im „Haus St. Katharina“
ling- Sommer- Herbst und Winter“
mit Kirchen der Region, die in der
Cafeteria im „Haus am Brühlpark“
hängen.
Bewohner*innen lassen ihrer Kreativität beim Kürbis-
schnitzen freien Lauf
Die Gestaltung des Außenbereichs im Kreativität gestalteten sie Kürbisse für Hal-
„Haus St. Katharina“ nehmen die Bewoh- loween, die in der Dunkelheit mit Kerzen-
ner*innen aller drei Wohnbereiche manch- schein besonders gruselig aussahen.
mal selbst in die Hand. Mit viel Spaß und
Wie bunt ist der Schwesternverband
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12 13Mit Herzblut und Teamgeist
Herausforderungen in der Pflege
Dayn James Rouse ist Pflegedienstleiter „Wenn ich etwas mache, dann
beim ambulanten Pflegedienst in Schwal- richtig.“ Das ist sozusagen ein
bach und Cheerleader
Lebensmotto von Dayn James
Rouse, der seit März 2019 im „Ser-
vice-Center Schwalbach“ als Pfle-
gedienstleiter arbeitet. Geboren
wurde er in Hemer, bei Dortmund.
Sein Vater ist Brite, sodass er als
Kleinkind auch einige Zeit in Lon- Ein Teamplayer Fünf Mal war er mit verschiede- Wandel mitgestalten
don verbrachte. Seit der zweiten Früh entdeckte Dayn James nen Mannschaften schon bei den „Schließlich ist mein Herz von
Lebensmotto von Mit Herzblut arbeitet Dayn Klasse wuchs er dann in Primstal Rouse, der momentan in Ber- Cheerleading-Weltmeisterschaf- Montag bis Freitag in Schwalbach“,
Dayn James Rouse James Rouse bereits seit über auf und machte 2008 in Hermeskeil schweiler bei Marpingen wohnt, ten in Orlando, Florida, dabei. Die lacht der 30-Jährige. Im März 2019
— zehn Jahren in der Pflege: zu- sein Abitur. auch den Sport als liebstes Hobby. letzten drei Mal in der deutschen übernahm er dort die Pflegedienst-
„Wenn ich etwas mache, nächst im Krankenhaus, heute Eigentlich wollte Rouse Medi- Mit drei Jahren spielte er bereits Nationalmannschaft. Für dieses leitung des ambulanten Dienstes.
dann richtig. “ in der Altenpflege. Seinen Aus- zin studieren, jedoch genügte der Fußball, später Volleyball und Bas- Jahr hat er sich eine neue Heraus- „Ich wurde sehr freundlich aufge-
gleich findet er in einem eher Notendurchschnitt leider nicht ketball, nebenbei machte er auch forderung gesucht: er bewarb sich nommen“, sagt Rouse, die ersten
ungewöhnlichen Hobby – zu- zum Erreichen des Numerus Clau- immer Kraftsport. Eine Bekannte als Trainer bei der holländischen Eindrücke seien sehr gut. Dazu,
mindest für einen Mann: Cheer- sus und so entschied er sich, die „nervte“ ihn, er solle doch mal ein Föderation (Stichting team Cheer dass er sich im Service-Center wohl
leading. Seit dieser Saison ist er Wartezeit mit einer Ausbildung Cheerleeding-Trainig besuchen. NL) und wurde eingestellt. So trai- fühlt, trägt sicherlich auch seine
sogar Trainer der holländischen zum Krankenpfleger zu überbrü- Zunächst skeptisch, tat er ihr dann niert er in der Saison 2019/2020 Ehefrau bei, die dort in der Verwal-
Nationalmannschaft. cken. Bereits in dieser Zeit nahm den Gefallen und siehe da, es mach- nun einmal im Monat für sechs bis tung arbeitet und auch hier zählt
er Missstände und Fehlentwicklun- te ihm Spaß. Denn im Cheerleeding acht Stunden die holländische Na- der Teamgeist. Zuvor habe er bei
gen in der Pflege wahr, doch statt spielen nicht nur Fitness und Kraft tionalmannschaft und wird mit die- einem privaten Dienst gearbeitet,
den Beruf zu wechseln, sah er dies eine Rolle, sondern auch der Team- ser im April 2020 auch wieder in Or- da musste er alles alleine machen.
als Herausforderung. Er arbeitete gedanke, wie der Sportler erklärt: lando antreten. Erfahrung für den Beim Schwesternverband seien die
zunächst zwischendurch auf ei- „Wir machen da Pyramiden von 2 Job hat er, denn seit Jahren wird er Strukturen besser, er könne vieles
ner geriatrischen Station, danach ½ Höhen, da vertraut man sich ge- deutschland- und europaweit, in delegieren und sich auf sein Team
für zwei Jahre im Krankenhaus in genseitig sein Leben an. Das Gefühl den angrenzenden Ländern, als verlassen. „In der Pflege kann man
Wie bunt ist der Schwesternverband
Wie bunt ist der Schwesternverband
der Psychiatrie. In Neunkirchen dabei, kann man nicht beschreiben. Privattrainer gebucht. Ganz neben- in der jetzigen Zeit sehr viel bewe-
machte er erste Erfahrungen mit Das Vertrauen und die Bindungen bei gründete er übrigens vor drei gen“, sagt Rouse und gibt das auch
Menschen mit Behinderung und innerhalb der Mannschaft sind ein- Jahren auch in Saarbrücken eine künftigen Fachkräften und Schü-
studierte gleichzeitig, machte sei- fach sehr stark.“ Cheerleading-Gruppe: die „Bulls ler*innen mit auf den Weg. „Wir
nen Abschluss als Fachwirt im Ge- Business Cheer“, bei denen er mo- können einen Wandel mitgestal-
sundheits- und Sozialwesen. Dass mentan „nur“ im Vorstand tätig ist, ten und den Einfluss, den wir Pfle-
er in einer Führungsposition ar- denn um selbst aktiv mit zu trainie- gekräfte auf die älteren Menschen
beiten wollte, wusste Rouse schon ren, dafür bleibt ihm keine Zeit. haben, ist enorm. Wenn wir was
früh, schließlich wollte er etwas ändern können in der Pflege, dann
14 bewegen. JETZT.“ 15Geschichte wahren
und weiterleben
175 Jahre „Diakonissenhaus Nonnenweier“
Wie alles begann… Durch die Revolution in Baden
Mit der Betreuung von Kindern bedingt, verlor Regine Jolberg die
in einer „Strickschule“ im nördlich Erlaubnis zur Betreibung ihrer Ein-
von Kehl gelegenen Dorf Leutes- richtungen in den Gebäuden in
heim fing alles an…. 1843 wurde Leutesheim, fand übergangsweise
Regine Jolberg zum ersten Mal von Unterkunft in Langenwinkel, bis
der großherzoglichen Schulbehör- sie 1851 in einem „Sommerschlös-
de eine offizielle Genehmigung für schen“ in Nonnenweier eine neue
einen „Schulbetrieb“ erteilt. Auch Bleibe fand, die dauerhaft bis heute
an anderen Orten wurde man bald der andauernde Sitz ihres Werkes
auf ihre erfolgreiche Arbeit auf- bleiben sollte. Regine Jolberg selbst
Auf bewegende 175 Jahre kann merksam und sie erhielt Anfragen, konnte hier fast 20 Jahre wirken
das „Diakonissenhaus Non- auch dort derartige „Anstalten“ und hielt bis kurz vor ihrem Tod
nenweier“ zurückblicken. Das einzurichten. Regine Jolberg mach- am 5. März 1970 die Fäden in der
von Regine Jolberg gegründete te sich also Gedanken, weitere Hand. Ihre Arbeit verbreitete sich
Mutterhaus unterhielt in seiner „Kleinkinderpflegen“ zu gründen schnell, nicht nur in Baden. Die
Blütezeit über 350 Kinderpfle- und dafür „Schwestern“ auszu- jungen Frauen kamen aus ganz
gen in Süddeutschland und dem bilden. 1845 wurden bereits zwölf Deutschland, um sich ausbilden
Ausland. Durch ihre Ausbildung Schüler*innen in einem angekauf- zu lassen und fanden sogar in der
von Kinderpflegerinnen prägte ten Haus in Leutesheim ausgebil- Schweiz, Italien, Frankreich, Afrika
Regine Jolberg ähnlich wie der det und in den kommenden Jahren und den USA ihre Wirkungsstätten.
bekanntere Friedrich Fröbel die expandierte das Werk rasch. Die Im September 1851 existierten 67
Konzeptionen der Kindererzie- erste auswärtige Kleinkinderpfle- Kleinkinderpflegen, 1870 waren es
175 Jahre Diakonissenhaus Nonnenweier
175 Jahre Diakonissenhaus Nonnenweier
hung. Dabei stand das Beobach- ge-Anstalt mit einer durch Regine bereits 245. Die Zahl der Kinder-
ten und Verstehen der Kinder bei Jolberg ausgebildeten Schwester pflegerinnen wuchs in dieser Zeit
ihr an erster Stelle. Statt reiner wurde 1846 in Durlach eröffnet. von 71 auf 252.
Verbote, empfahl sie – geprägt
durch die christliche Botschaft –
durch Liebe und Freundlichkeit
das Kind zu leiten.
16 17Die Anfänge in Nonnenweier
Die neuen Räumlichkeiten in
Nonnenweier boten mehr Platz
und damit Möglichkeiten zur Er-
weiterung und Entfaltung. Im Laufe
der Jahre wurden am Standort neue
angrenzende Gebäude gekauft, re-
noviert und umfunktioniert.
Auch die Organisationsstruktur Kurzgefasst: bewegte Jahre
änderte sich: 1877 gründeten die Bewegte Jahre folgten in der
Verantwortlichen eine Aktienge- Zeit des Nationalsozialismus, dem
sellschaft, die 1900 in einen ein- Krieg, verschiedene Abschiede
getragenen Verein umgewandelt und Neuanfänge wurden began-
wurde, der heute noch besteht und gen. Es wurden neue Einrichtun-
Träger des Werkes ist. 1890 wurden gen gegründet und andere wieder
Schwestern zum ersten Mal zur In- geschlossen oder abgegeben. 1984
validitäts- und Altersversorgung reagierte man auf eine weitere
angemeldet und 1899 gründete Aufgabe, die ständig an Bedeutung
man einen eigenen Invalidenfonds. zunahm: die Altenpflege. Eine Al-
1917 trat man dem Dachverband tenpflegeschule wurde gegründet,
der deutschen Diakonissenhäuser, die eng mit der 1988 gegründeten
dem Kaiserswerther Verband, bei. Pflegeabteilung im Feierabend-
Gerade in den Kriegsjahren war das zentrum zusammenarbeitet. Eine
Zusammenstehen der verschiede- deutliche Zäsur in der Geschichte
nen Diakonissenhäuser in einer ge- des Werkes bildete die Übergabe
meinsamen und sichtbaren Orga- der Fachschule für Sozialpädagogik
nisation wichtig. Mit dem Beitritt in (entstanden in den 1930er Jahren)
den Kaiserwerther Verband erhielt an einen anderen Träger im Jahr
das Mutterhaus 1920 die Bezeich- 2000. Damit endete für das Mutter-
nung „Diakonissenhaus Nonnen- haus die Aufgabe, für die es einst
weier, Mutterhaus für Kinderpflege gegründet worden war: die Ausbil-
und Gemeindediakonie“ und aus dung von Frauen für die Betreuung
den Schwestern wurden Diako- von Kindern im Vorschulalter.
nissen. Für die steigende Zahl an
175 Jahre Diakonissenhaus Nonnenweier
175 Jahre Diakonissenhaus Nonnenweier
Schwestern im Ruhestand baute
man 1932 ein „Feierabendzentrum“
mit Kapelle. Für die regelmäßig an-
gebotenen Fortbildungen entstand
1935 ein Ferien- und Kurshaus, das
spätere „Regine-Jolberg-Haus“.
18 19Das Diakonissenhaus heute optimale Betreuung wie auch Schwerstkranke und
Im Jahr 2016 besiegelten das Diakonissenhaus Sterbende, die palliativ begleitet werden. Auf dem
und der Schwesternverband eine Zusammenarbeit in Gelände rund um die Pflegeeinrichtung befinden
Form einer gemeinsamen Tochtergesellschaft, um die sich außerdem ein Kindergarten, eine Fachschule für
Pflegefachschule und die Seniorenpflegeeinrichtung Altenpflege sowie eine Mutterhauskapelle, in der re-
in eine sichere Zukunft zu führen. gelmäßig Andachten und Gottesdienste stattfinden.
51 Senior*innen finden heute in der Pflegeein- Für die Senior*innen besteht die Möglichkeit, daran
richtung in Einzel- und Doppelzimmern ein Zuhau- teilzunehmen oder sie auf den Wohnbereichen über
se. Menschen mit Demenz finden hier ebenso eine Lautsprecher zu verfolgen.
Das Haus ist umgeben von einem großzügigen Gar- Die Zukunft
ten, der für Spaziergänge genutzt werden kann. Nachdem die Altenpflegeschule
Heute leben 20 Diakonissen und drei Diakonische in ein neu renoviertes Gebäude auf
Schwestern auf dem Gelände. 16 der Schwestern woh- dem Gelände gezogen ist, wurde
nen in Appartements im betreuten Wohnen, drei leben das alte Schulgebäude abgerissen.
im Pflegeheim und eine Schwester wohnt im „Birken- Damit wurde Platz geschaffen, um
haus“. die Pflegeeinrichtung neu zu bau-
„Dienet dem Herrn mit Freuden!“ Dies steht über en, damit sie den aktuellen gesetz-
dem Eingang des ehemaligen „Sommerschlösschens“. lichen Anforderungen entspricht.
Das dienen hat sich im Laufe des Lebens verändert. Außerdem wird eine neue Küche
Das Dienen ist zwar weiterhin Sinn des Lebens der Di- gebaut, um alle Einrichtungen des
akonissen, aber aus einem „miteinander dienen“ wird Pflegeverbundes in der Region zu
ein „einander dienen“ und ein „einander tragen“ und versorgen. Dazu werden die Kü-
begleiten in den Tagen des Älterwerdens. Die Dienste chenbetriebe des Diakonissenhau-
der Diakonissen werden kleiner, aber sind immer noch ses und des Schwesternverbandes
vielseitig. Es entstehen zum Beispiel neben der eigen- (bisher in Endingen) am Standort
verantwortlichen Leitung des Werkes „Evangelisches Nonnenweier zusammengeführt.
Diakonissenhaus Nonnenweier e.V.“ Handarbeiten,
die etwa in der Adventszeit zum Verkauf angeboten Die im Jahr 2016 begonnene
werden. Die Schwestern sind zwei Stunden täglich Zusammenarbeit wird weiter in-
an der Pforte des Pflegeheims zugegen und haben für tensiviert. Das Diakonissenhaus
die Besucher immer ein freundliches Wort oder eine und der Saarländische Schwestern-
kleine Auskunft parat, übernehmen das Verteilen von verband arbeiten eng zusammen,
Zeitungen, Übertragen die Andachten auf die Wohn- um das Erbe der Diakonissen in die
bereiche und und und. Zukunft zu führen. Vertraglich wur-
de vereinbart, dass jeweils Vertre-
175 Jahre Diakonissenhaus Nonnenweier
175 Jahre Diakonissenhaus Nonnenweier
ter*innen in die Gremien entsandt
werden. Außerdem hat sich der
Schwesternverband verpflichtet,
die Altersversorgung aller Diako-
nissen zu sichern. Aktuell wird ein
Masterplan entwickelt, wie das gro-
ße Gelände zukünftig genutzt wer-
den kann. Dabei stehen natürlich
die gemeinnützigen Ziele des Di-
akonissenhauses weiter im Fokus.
20 21Die Generalistik in der
Pflegeausbildung –
Was wird sich nun ändern?
Konnte man bisher noch die klassischen Ausbildungsberufe des/r Altenpflegers/in
oder auch des/r Gesundheits- und Krankenpflegers/in erlernen, wird sich im kom-
menden Jahr 2020 nicht nur die Pflegeausbildung, sondern auch die abschließende
Berufsbezeichnung grundlegend ändern.
Ausbildung im Schwesternverband
22 23Dann sollen alle Auszubilden- Beginn
den der Kranken- und Gesund-
heitspflege, Kinderkrankenpflege Beginn der Beginn der Beginn der
Ausbildung Ausbildung Ausbildung
und Altenpflege zwei Jahre lang
mit der mit der mit der
eine gemeinsame, generalistisch Vertiefung Vertiefung Vertiefung
ausgerichtete Ausbildung durch-
Pädiatrische Stationäre Stationäre
laufen. Die Berufsbezeichnung Versorgung Akutpflege Langzeitpflege
wird sich in „Pflegefachfrau“ bzw. Psychiatrische Ambulante
„Pflegefachmann“ ändern. Pflege Langzeitpflege
Im Detail bedeutet das, dass alle
pflegerischen Bereiche behandelt
und auch in praktischen Einhei-
1. und 2. Jahr
ten erlernt und geübt werden. In
Kooperation mit weiteren Ausbil-
Wahlrecht zwischen dem 19. und 20. Monat
dungsstätten werden die Auszu-
Zwischenprüfung zum Ende des 2. Ausbildungsjahres
bildenden praktische Einsätze in Im zweiten Lehrjahr können
1. und 2. Ausbildungsjahr generalistische Ausbildung
Krankhäusern, Pflegeeinrichtun- Einheitlicher Lehrplan, ggf. gemeinsamer Unterricht die Schüler*innen die Möglichkeit unsere bildungseinrichtungen:
gen, ambulanten Diensten sowie wahrnehmen und sich für einen
in Diensten zur Versorgung und Pflegebereich spezialisieren. Bei- Akademie im Schwesternverband Neunkirchen
Betreuung von Kindern und psy- spielsweise können sie sich für Jägermeisterpfad 5
chisch beeinträchtigten Menschen
3. Jahr den Bereich der Altenpflege ent- 66538 Neunkirchen
durchlaufen. Ferner werden in der scheiden und somit auch mit der T. 06821 942540
Spezialisierung Generalistische Ausbildung Spezialisierung
schulischen Ausbildung weitere Berufsbezeichnung des „Altenpfle-
Themenfelder als bisher behandelt. Kinderkranken- Einheitlicher Lehrplan Alten- gers“ bzw. als „Altenpflegerin“ die
pfleger*in ggf. gemeinsamer Unterricht pfleger*in
Pflegeausbildung beenden. Oder Pflegeschule Bitburg
Ausbildung im Schwesternverband
Ausbildung im Schwesternverband
sie setzen die generalistische Aus- Maria-Kundenreich-Straße 3
bildung fort und schließen die Aus- 54634 Bitburg
bildung als „Pflegefachmann“ bzw. T. 06561 6948711
Ende „Pflegefachfrau“ ab. Danach haben
Die generalistische Pflegeausbil- sie die Möglichkeit, in verschiede-
dung verbindet die bisherigen Gesundheits- Pflegefachfrau/ Alten- nen Pflegebereichen zu arbeiten. Pflegeschule Nonnenweier
und Pflegefachmann pfleger*in
Ausbildungen der Alten-, Kinder- Ottenheimer Straße 20
Kinderkranken-
kranken- und Krankenpflege. Wie mit Vertiefung Pädiatrie 77963 Schwanau-Nonnenweier
pfleger*in
Akut- oder Langzeitpflege
genau die Ausbildung abläuft, er- T. 07824 663960
24 klärt diese Übersicht. 25Erste Absolvent*innen und
größere Räumlichkeiten
Zweimal Grund zum Feiern an der „Pflegeschule Bitburg“
In der „Pflegeschule Bitburg“,
die 2018 vom Schwesternver-
band eröffnet wurde, gab es im
Sommer gleich zweimal Grund
zum Feiern. Zuerst wurden die
ersten Absolventen*innen der Nicht nur, dass der Beruf des Al- le und in den Ausbildungsstätten glied des Saarländischen Schwes-
Altenpflegehelfer*innen-Aus- tenpflegers oder der Altenpflegerin zeigen“, ergänzt Ertekin-Maus. Ein ternverbandes e.V., eröffnete die
bildung ausgezeichnet, wenige ein sehr geschätzter und hochan- besonders gutes Ergebnis erzielte offizielle Feier im September und
Wochen später wurden die neu- gesehener Beruf ist – sie sind mit Tatjana Hartwick. Sie schloss als auch der Bürgermeister von Bit-
en Räumlichkeiten der Pflege- Ihrer Arbeit und Ihrem Engage- Jahrgangsbeste die Ausbildung zur burg, Joachim Kandels, sprach ein
schule offiziell eingeweiht. ment eine enorm wichtige Stütze Altenpflegehelferin ab. Grußwort. Schulleiterin Meral Er-
Die sechs ersten Altenpflegehil- für unsere Gesellschaft.“ Wenige Wochen nach der ers- tekin-Maus freute sich sehr, dass
feschüler*innen absolvierten ihre Ebenso stolz waren Schulleite- ten Abschlussfeier, hatte die Pfle- so viele Gäste gekommen waren,
Abschlussprüfung in der „Pflege- rin Meral Ertekin-Maus und stell- geschule in Bitburg erneut Grund um mit der Altenpflegeschule
schule Bitburg“ und dabei waren vertretende Schulleiterin Lisa Ihl. zum Feiern: den Umzug in ein den Umzug in das neue Gebäude
Ausbildung im Schwesternverband
Ausbildung im Schwesternverband
deren schriftlichen Prüfungen so „Wir gratulieren allen Absolvent*in- neues Gebäude, auf dem gleichen zu feiern. Ein Höhepunkt der Ver-
gut, dass keine weitere mündliche nen, aber auch allen, die heute Gelände der ehemaligen Kasernen anstaltung war die Einsegnung
Prüfung notwendig war. „Das ist ein das Zwischenzeugnis bekommen in der Maria-Kundenreich-Straße. der neuen Räumlichkeiten durch
richtig tolles Ergebnis“, gratulierte haben.“ Sieben Schüler*innen er- Dort stehen nun großzügigere, mo- Pastor Hans Ulrich. Gemeinsam
Jörg Teichert, Vorstandsmitglied hielten ein Zwischenzeugnis in der dernere Schulungsräume zur Ver- mit den Schüler*innen gestaltete
des Schwesternverbandes den Ab- Ausbildung zum/r Altenpfleger*in. fügung, in denen es künftig auch er einen kleinen Gottesdienst. Au-
solvent*innen. „Wir sind alle sehr „Wir freuen uns sehr über die po- ein sogenanntes Skill Lab geben ßerdem sorgten die Schüler*innen
stolz auf alle unsere Absolventen. sitiven Zeugnisse aller Schüler*in- wird. Dort können die Schüler*in- für einen schönen musikalischen
Und Sie können alle besonders nen und auch das überaus große nen die Praxis proben. Rahmen und für das leibliche Wohl
26 stolz auf sich sein. Engagement, dass alle in der Schu- Jörg Teichert, Vorstandsmit- der Gäste. 27„Woche des Sehens“
in der „Akademie“
Schüler*innen beteiligen sich an bundesweiter Aktion
Bewegungen bewusst
fordern und fördern Zu den fünf Sinnesorganen des
Menschen gehören die Haut, die
Ohren, die Nase, der Mund und
Diesen Fragen sind die Auszu-
bildenden der Heilerziehungspfle-
ge der „Akademie“ des Schwes-
die Augen. Damit fühlen, hören, ternverbandes in Neunkirchen
Auszubildende absolvieren erfolgreich Kinaesthetics-Grundkurs riechen, schmecken und sehen nachgegangen und haben gemein-
wir die Welt. Und besonders die sam mit Kursleiterin Alexandra
Alexandra Schaad ist seit Som- Augen sind ein Wunderwerk Schaad an der bundesweiten Akti-
mer 2019 Lehrkraft an der der „Aka- der Natur. Doch wie ist es, wenn on „Woche des Sehens“ teilgenom-
demie“ in Neunkirchen und zerti- man nur wenig oder einfach gar men. Mit praktischen Übungen,
fizierte Kinaesthetics-Trainerin. In nichts sehen kann? unter anderem mit der gegenseiti-
einem jeweils viertägigen Kurs bie- gen Applikation von Augentropfen
tet sie für Interessierte Grundlagen oder das Simulieren vollkommener
der Kinaestheticslehre an. Blindheit, konnten sie wertvolle
Ziel des Kurses ist es, durch prak- Erfahrungen am eigenen Körper
tische Bewegungsverfahrungen auf sammeln. Außerdem konnten sie
die eigene Gesundheit zu achten gleichzeitig pflegerische, heilpä-
und bewegungseingeschränkte dagogische und kommunikative
Ausbildung im Schwesternverband
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Menschen mit ihren individuellen Aspekte in der Unterstützung von
Ressourcen zu unterstützen. An Menschen mit Sehbeeinträchti-
diesem Kurs haben bereits eini- gungen üben.
ge Auszubildende der Alten- und
Heilerziehungspflege sowie Mit-
arbeiter*innen der Pflege teilge-
nommen. Nach dem Erwerb des
Grundkurs-Zertifikates können die
Teilnehmer*innen ihre Kenntnisse
28 in einem Aufbaukurs vertiefen. 29In diesem Jahr haben 26 Schü-
ler*innen ihre Ausbildung als
examinierte Altenpfleger*innen
beendet. 31 weitere Schüler*in-
nen haben die Ausbildung zum/r
Altenpflegehelfer*in absolviert
und werden nun in die verkürz-
te Ausbildung zum/r Altenpfle-
ger*in einsteigen. Im Bereich
Ausbildung in der
der Heilerziehungspflege haben
16 Schüler*innen die insgesamt
4-jährige Ausbildung zum/zur Hei-
„Akademie“ war erfolgreich
lerziehungspfleger*in und weitere
14 Schüler*innen die zweijährige
Fachschulausbildung beendet.
Die Arbeit mit Menschen mit
Beeinträchtigungen und/oder
Absolvent*innen in der Altenpflege und Heilerziehungspflege Senioren wird fortan für alle den
starten ins Berufsleben Berufsalltag bestimmen. Das Ar-
beitsfeld ist vielfältig: in der Alten-
pflege gibt es nicht nur stationäre
„Heute ist ein ganz besonde- Einrichtungen, sondern auch am-
rer Tag. Sie haben ihre Berufs- bulante Pflegedienste, und gerade
ausbildung beendet und starten im Bereich der Behindertenhilfe
nun ins Berufsleben“, gratu- gibt es ebenso ambulante Betreu-
lierte Jörg Teichert, Vorstands- ungsfachdienste, Tagesförderstät-
mitglied des Saarländischen ten oder Werkstätten, die händerin-
Schwesternverbandes, den Ab- gend nach Fachkräften suchen. Ein
solventen 2019 der „Akademie“ sicherer Job also, bei dem sich die
in Neunkirchen. Insgesamt 73 Absolvent*innen ihren Arbeitsplatz
Schüler*innen konnten sich geradezu aussuchen können.
über ihre erfolgreich bestande- Bei der Abschlussfeier dankte
ne Abschlussprüfung freuen. Jörg Teichert dem Lehrerkollegium
der „Akademie“, die den Schüler*in-
nen eine fundierte Ausbildung ver-
mittelt haben. Schulleiterin Leslie
Horak-Mathieu war ebenfalls sehr
stolz auf Schüler*innen und Leh-
Ausbildung im Schwesternverband
Ausbildung im Schwesternverband
rer*innen und gab noch einen Rat
mit auf den Weg: „Bedenkt, mit
diesem Abschluss endet nicht das
Lernen. Es beginnt nun ein lebens-
langes Lernen. Nehmt es an und
gebt es auch den zukünftigen Pfle-
geschüler*innen weiter.“
Der Schwesternverband gra-
tuliert allen Absolvent*innen und
30 wünscht alles Gute für die Zukunft! 31Herzlich Willkommen
im Schwesternverband!
Zum Start der Ausbildung er-
halten die neuen Azubis ein
„Schwesternverband-Welcome-
Paket“: Dabei können sich
die Schüler*innen über einen
coolen Schwesternverband-
Hoodie, eine lässige College-
tasche und ein Schlüsselband
freuen.
Fort- und Weiterbildungen
werden beim Schwesternverband
Großgeschrieben
Mitarbeiter*innen erfolgreich Unter anderem konnte sich aus
weiterzubilden, hat für den dem „Service-Center Oberkirch“
Schwesternverband seit jeher Angela Erndle-Englert über den
einen hohen Stellenwert. Und so erfolgreichen Abschluss der Fort-
haben auch in 2019 wieder vie- bildung zur zusätzlichen Betreu-
Ausbildung im Schwesternverband
Ausbildung im Schwesternverband
le Mitarbeiter*innen eine Fort- ungskraft nach § 43 SGB XI freuen.
und Weiterbildung erfolgreich Corinna Schmidt absolvierte ne-
abgeschlossen. benberuflich eine Weiterbildung
zur Fachkraft für Leitungsaufgaben,
also zur Pflegedienstleitung, und
Elodie Wahl bestand ihre Weiter-
bildung zur Praxisanleiterin.
32 33Der Fachbeirat
hat gewählt
Stefanie Neukirch verabschiedet
Der Fachbeirat des Schwesternverbandes hatte im
WAS IST EIGENTLICH DER FACHBEIRAT? September alle Leitungskräfte der Einrichtungen
und Dienste des Schwesternverbandes zu einer
Der Schwesternverband wurde 1958 als sog. Tagung nach Spiesen-Elversberg ins Saarland ein-
Mit der Frage „Wie schmeckt Schwesternschaft gegründet, also einer Art geladen. Nach einem interessanten Workshop von
und riecht der Sommer?“ beschäf- Berufsverband. Deshalb kommt den Mitarbei- Dozentin Ilse Buchgraber zum Thema Personalge-
tigte sich Mitarbeiterin Katrin Herr ter*innen und deren Qualifizierung eine beson- winnung und -bindung stand am Nachmittag eine
aus dem „Generationenhaus St. dere Rolle zu. Ausdruck findet dies im Fachbei- Neuwahl auf der Tagesordnung. Diese war durch
Josef“ in Rheinhausen und das rat, der auch in der Satzung des „Saarländischen das Ausscheiden von Stefanie Neukirch, die zum
nicht nur aufgrund des sommer- Schwesternverband e. V.“ verankert ist. Dieser 30.6.19 ihre wohlverdiente Rente antrat, nötig ge-
lich herrlichen Wetters, sondern neunköpfige Fachbeirat wird von den Leitun- worden.
anlässlich ihrer Teilnahme an der gen der Einrichtungen, Diensten und Bildungs- Stefanie Neukirch war seit 2001 Leiterin der Heil-
Weiterbildung „Qualifikation für einrichtungen gewählt. Er berät den Vorstand erziehungspflegeschule und mit Gründung auch der
Betreuungskräfte – Im Alltag be- bzw. die Geschäftsführung der Gesellschaften „Akademie“ des Schwesterverbandes. Seit 2008 ge-
treuen und unterstützen“. in Fragen der Personalentwicklung sowie der hörte sie als vom Fachbeirat gewähltes Mitglied der
Katharina Metzger hat sich in HABEN SIE AUCH INTERESSE AN EINER BERUFLICHEN FORT- Ausgestaltung von Leistungsangeboten und Mitgliederversammlung des Schwesternverbandes an.
diesem Jahr intensiv dem The- ODER WEITERBILDUNG? betrieblichen Abläufen der Einrichtungen und 2016 wurde Frau Neukirch in den Fachbeirat gewählt.
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ma Palliative Care gewidmet und Dienste. Außerdem verfügt der Fachbeirat über Zunächst erläuterte Markus Wassermann, Leiter des
Arbeiten im Schwesternverband
konnte mit ihrer Abschlusspräsen- Die „Akademie“ des Schwesternverbandes in Neunkirchen (Saar- ein eigenes Budget, mit dem er Fortbildungen „Haus Nahetal“ und Vorsitzender des Fachbeirates,
tation „Trauerweg“ die mehrmo- land) und die „Fachschule für Pflege“ in Nonnenweier (Südbaden) für die Mitarbeiter*innen finanziert. den Anwesenden die Aufgaben und Tätigkeitsberei-
natige Weiterbildung erfolgreich bieten auch 2020 wieder ein umfangreiches Fort- und Weiterbil- Die Mitglieder des Fachbeirates haben qua che des Fachbeirates. Danach wurde Julia Rahn, die
beenden. dungsprogramm für alle Mitarbeiter*innen aus Pflege, Service Amt auch Sitze in der Mitgliederversammlung Verbundleitung der Bildungseinrichtungen, als Nach-
Wir gratulieren allen Absol- und Hauswirtschaft, aber auch für extern Interessierte, an. des Saarländischen Schwesternverbands, dem folgerin gewählt. Markus Wassermann hieß Julia Rahn
vent*innen recht herzlich zur er- höchsten Gremium des Unternehmens. Der herzlich willkommen und bedankte sich bei Stefanie
folgreichen Weiterbildung! Eine Informationen finden Sie unter: Fachbeiratsvorsitzende wird zudem in den Auf- Neukirch für ihre langjährige Mitarbeit im Fachbeirat.
super tolle Leistung von allen! https://karriere.schwesternverband.de/fort-und-weiterbildung/ sichtsrat des Schwesternverbandes entsandt. Zum Abschied überreichte er einen Blumenstrauß
34 Herzlichen Glückwunsch! und saarländische Pralinen als kleines Dankeschön. 35Einfach die freie Zeit genießen
Ingrid Montnacher geht Endlich mal keinen Wecker stellen,
nach 46 Jahren beim nicht immer auf die Uhr schauen
und einfach mal eine ganze Stun-
Schwesternverband in Rente de lang das Frühstück genießen.
„Vielleicht sogar zwei Stunden
lang“, lächelt Ingrid Montnacher.
Nach 46 Jahren beim Schwestern-
verband ist sie diesen Sommer in
Rente gegangen und freut sich nun
auf die Zeit danach.
Als Krankenschwester in einem
Krankenhaus arbeiten, das war der
ursprüngliche Berufswunsch von
Ingrid Montnacher als sie 16 Jahre
alt war. Ihr Vater entdeckte eine Zei-
tungsannonce, in der der Schwes-
ternverband Personal für die neu
zu eröffnende „Laurentiushöhe“ in „Haus St. Barbara“ nach Fremers- stand den Kolleg*innen immer ger- nicht schnell. Das wird oft verges-
Merzig-Schwemlingen suchte. Da dorf wechselte, wo sie bis heute ne mit Rat und Tat beiseite, wenn sen, auch von der Politik“, sagt sie
die Familie aus Rehlingen-Fremers- angestellt war. diese ihre Hilfe brauchten. Das be- etwas traurig. Der Schwesternver-
dorf dies für eine gute, heimatnahe Gerade die ersten Jahre seien stätigt die Einrichtungsleiterin des band sei immer gut zu ihr gewe-
Zukunftsperspektive hielt, bewarb sehr schön gewesen, erzählt die „Haus St. Barbara“, Susanna Bas- sen, sagt Montnacher, keine Frage,
sich die Schülerin und wurde prompt 63-Jährige: „Wir waren wie eine tian: „Frau Montnacher war auch wenn man 46 Jahren beim selben
als Vorschülerin eingestellt. Zunächst Familie. Es war immer spannend, im Betriebsrat tätig und hat sich in Arbeitgeber beschäftigt war. „Der
allerdings in Idar-Oberstein, mit abwechslungsreich und die Arbeit sehr korrekter Weise für ihre Kol- Schwesternverband hat immer viel
mehrwöchiger Hospitation in einem mit den Menschen hat mir Spaß leg*innen eingesetzt. Es war ihre für die Mitarbeiter gemacht und
Meisenheimer Krankenhaus, das der gemacht. Es war eine sehr schö- ruhige, wertschätzende und ver- auch unter den Kollegen war das
Schwesternverband zu diesem Zeit- ne Zeit.“ Die Arbeit habe sich im trauenswürdige Art, die ich sehr Klima gut. Wir haben viele schöne
punkt ebenfalls betrieb. Laufe der Jahre verändert. „Früher geschätzt und gemocht habe.“ Weihnachtsfeiern zusammen ver-
„Wir bekamen dort ein Zimmer ge- haben wir die Beschäftigungsange- Nach 46 Jahren ging die zwei- bracht“, erinnert sie sich.
stellt und es gefiel mir sehr gut, auch bote noch mitgemacht und auch fache Mutter und Großmutter in Langweilig wird es Ingrid Mont-
mit den anderen Schüler*innen“, erin- die medizinische Seite gehörte zu den Ruhestand. „Ich bin froh, be- nacher nun aber bestimmt nicht
nert sich Montnacher. Nach der ein- unserem Aufgabenfeld.“ Doch mit rentet zu sein. Damit ist schon eine werden. So oft es geht und von
jährigen Ausbildung kam die frisch der bundesweiten Neustrukturie- Last von mir gefallen“, sagt sie ganz den Eltern gewünscht ist, betreut
Arbeiten im Schwesternverband
Arbeiten im Schwesternverband
examinierte Krankenpflegehelferin rung der Ausbildung mussten die ehrlich. Die Arbeit in der Pflege sei sie gerne die dreijährige Enkelin.
nach Ottweiler in die „Häuser im Ei- Krankenpflegehelfer*innnen die anders geworden. Zwar seien zum Mit ihrem Ehemann, der bereits
chenwäldchen“, wo sie erste Arbeits- Verantwortung an die Fachkräfte Beispiel viele technische Arbeits- vor ihr in Altersteilzeit gewechselt
erfahrung sammeln konnte. Mit der abgeben. Was die einen entlaste- mittel, wie zum Beispiel Betten- hat, will sie sich nun noch öfter der
Eröffnung der „Laurentiushöhe“ im te, machte Ingrid Montnacher zu lifter, heute eine große Hilfe und Gartenarbeit widmen oder schöne
Jahr 1975 war das wohnortnahe Ar- schaffen: „Ich konnte ja noch alles körperliche Erleichterung, aber die gemeinsame Stunden an der Saar
beitsziel erreicht. 1983 konnte der und durfte plötzlich nichts mehr Zeit mit den Menschen sei knap- auf dem Fahrrad genießen. „Und
Weg zur Arbeit dann noch einmal machen, das hat mir doch schwer per geworden. „Die Menschen im auch für den Winter wird mir was
36 verkürzt werden, indem sie in das zu schaffen gemacht.“ Aber sie Pflegeheim sind alt, die können einfallen“, lächelt die Rentnerin. 37Heike Müller-Grübner
(Vorstandsmitglied und
Personalleiterin)
—
„Wir möchten, dass unsere
Beschäftigten attraktive
Arbeitsbedingungen haben
und zufrieden sind. Ziel ist
es, qualifizierte Arbeits-
kräfte im Verband zu halten
und durch die Umsetzung
der gesetzten Ziele in der
Personalpolitik neue Mitar-
beiter*innen zu gewinnen.“
Erneut ausgezeichnet
Schwesternverband Dienstleistungsgesellschaft erhält Zertifikat
„audit berufundfamilie“
Ende Juni fand in Berlin zum 21. ist in der heutigen Zeit oftmals ziska Giffey die Notwendigkeit und Schwesternverband bereits mehrfach ausgezeichnet
Mal die Zertifikatsverleihung eine Herausforderung. Deshalb Verankerung von Vereinbarkeit von Erstmals wurde der Schwesternverband im Jahr 2017 zertifiziert. Mitt-
zum „audit berufundfamilie“, unterstützt der Schwesternver- Beruf und Familie: „Es braucht lerweile sind fast alle Gesellschaften des Unternehmens mit dem „audit
mit dem Qualitätssiegel für eine band seine Mitarbeiter*innen mit mehrere Faktoren, die im besten berufundfamilie“ ausgezeichnet. Vorstandsmitglied und Personalleiterin
familien- und lebensphasenbe- familienkonformen Arbeitsbedin- Fall zusammenkommen. Gute Heike Müller-Grübner nahm die Auszeichnung entgegen und bekräftig-
wusste Personalpolitik, statt. gungen, Service- und Beratungs- und bedarfsgerechte Kinderbe- te, dass heutzutage eine familienorientierte Personalpolitik von großer
Deutschlandweit wurden 325 stellen sowie der Berücksichtigung treuungsmöglichkeiten und finan- Bedeutung sei.
Arbeitgeber für ihre nachhaltige der Lebensphasen jedes einzelnen zielle Unterstützungsleistungen „Wir möchten, dass unsere Beschäftigten attraktive Arbeitsbedingun-
betriebliche Vereinbarungspoli- Beschäftigten. Die Schirmherrin für Familien werden idealerweise gen haben und zufrieden sind. Ziel ist es, qualifizierte Arbeitskräfte im
tik ausgezeichnet. Darunter auch der Zertifikatsverleihung, Bundes- durch eine familienorientierte Per- Verband zu halten und durch die Umsetzung der gesetzten Ziele in der
Arbeiten im Schwesternverband
Arbeiten im Schwesternverband
der Schwesternverband bezie- ministerin für Familie, Senioren, sonalpolitik in den Unternehmen Personalpolitik neue Mitarbeiter*innen zu gewinnen.“
hungsweise in diesem Jahr die Frauen und Jugend, Dr. Franziska ergänzt. Diese muss im betriebli- Der Schwesternverband zeichnet sich durch kontinuierliche Weiter-
Schwesternverband Dienstleis- Giffey, überreichte gemeinsam chen Alltag, in der Kommunikation, entwicklung personalpolitischer Konzepte aus wie Flexibilisierung und
tungsgesellschaft mbH. Das Thema mit John-Philip Hammersen, Ge- im Umgang zwischen Beschäftig- Individualisierung von Arbeitszeiten, Schaffung eines verbindlichen
Vereinbarkeit von Beruf und Fami- schäftsführer der Gemeinnützigen ten und Führungskräften gelebt Dienstplanmanagements, höhere Effizienz der Arbeitsorganisation durch
lie ist derzeit aktueller denn je. Die Hertie-Stiftung und Oliver Schmitz, werden – und zwar für Frauen und gezielte Kommunikationsmodelle sowie die Etablierung einer Service-
Betreuung von Kindern oder von Geschäftsführer der „berufundfa- Männer gleichermaßen, in allen stelle für Familien. Die Zertifizierung durch das „audit berufundfamilie“
zu pflegenden Angehörigen mit milie Service GmbH“, die Zertifika- Lebensphasen und auf allen Qua- berechtigt den Schwesternverband, das Zertifikat für drei Jahre zu tragen.
38 einem Vollzeitjob zu vereinbaren, te. In ihrer Rede unterstrich Fran- lifikationsstufen.“ 39„Ich wusste nicht,
was alles möglich ist“
Servicestelle für Familien hat viele Anfragen
Seit Ende 2018 ist Carola Göt- Im Rahmen der Zertifizierung ihr, doch die neue Servicestelle zu bracht, ich wusste ja nicht, dass es ebenso für Beschäftigte, die in der
zinger für Mitarbeiter*innen „audit berufundfamilie“ wurde die kontaktieren und sich professionel- sowas gibt“, erzählt die 61-Jährige. Pflege tätig sind: „Pflegekräfte sind
des Schwesternverbandes An- Servicestelle für Familien ins Le- le Hilfe zu holen. Pflegeberatung für zwar vom Fach und kennen sich
sprechpartnerin für alle Fragen ben gerufen und wird seitdem rege Gesagt getan. „Ich rief bei Frau Mitarbeiter*innen aus, aber die professionelle Pflege
rund um das Thema Vereinbar- nachgefragt. „Ich hatte im laufen- Götzinger an und erläuterte meine Weitere Tipps erhielt sie von ist anders und gerade wenn jemand
keit von Beruf und Familie. den Jahr bereits 44 konkrete An- Situation. Wir haben ein ausführli- Anja Hoffmann. Sie ist Pflegebera- persönlich betroffen und in einer
fragen“, berichtet Carola Götzinger. ches Beratungsgespräch vereinbart terin beim Service-Center Ottweiler. Notlage ist, kann ein Ratschlag von
Sie gibt dabei nicht nur Auskunft und dabei hat sie mich auf die Idee „Ich bin zwar vom Fach, aber Frau außen nochmal weiterhelfen.“
und beantwortet Fragen, sondern gebracht, Familienpflegezeit in An- Hoffmann hat mir in einem langen „Ich war sehr zufrieden und fin-
bespricht die individuelle Situation spruch zu nehmen.“ Das heißt, Ma- Gespräch und später auch nochmal de es toll, dass es so eine Stelle gibt.
der Anrufenden ausführlich. „So rianne Logiewa, die bisher in einer in einer E-Mail wertvolle Tipps für Alle waren sehr nett. Die wissen so
bekommen die Mitarbeiter*innen Dreiviertelstelle tätig war, hat ihre die Pflege meiner Mutter gegeben.“ viel und haben sich richtig bemüht,
manchmal auch neue Blickwin- Arbeitszeit verkürzt und kann sich Anja Hoffmann ist wie Elke Jerusa- mir weiterzuhelfen. Ich kann das
kel und Möglichkeiten aufgezeigt“, in der restlichen Zeit, um die Pflege lem eigentlich Ansprechpartnerin nur empfehlen, sich bei Fragen
sagt die Diplompädagogin. So wie ihrer Mutter kümmern. Der entste- für die Kunden des ambulanten und Problemen an Frau Götzinger
im Fall von Marianne Logiewa. Die hende Verdienstausfall kann durch Pflegedienstes, aber angestoßen zu wenden“, resümiert Marianne
Arbeiten im Schwesternverband
Arbeiten im Schwesternverband
Krankenpflegehelferin arbeitet be- ein zinsloses Darlehen des Bundes durch das „audit berufundfami- Logiewa.
reits seit 1974 beim Schwesternver- abgefedert werden. Ein weiterer lie“ bietet der Schwesternverband
band in Idar-Oberstein. Nun wurde Vorteil ist, dass Marianne Logiewa diese Pflegeberatung nun auch
ihre Mutter zum Pflegefall, leidet die Arbeitszeit bis zu 24 Monate exklusiv seinen Mitarbeiter*innen
an Demenz. Sie sprach mit Markus verringern und danach nahtlos an. Der Erstkontakt erfolgt über die
Wassermann, dem Einrichtungs- wieder in die Vollzeit zurückkeh- Servicestelle bei Carola Götzinger,
leiter des „Haus Nahetal“ über ihre ren kann. In dieser Zeit besteht zu- die die Anfragen an die Pflegebe- Kontakt
Situation, die sie sehr in Anspruch dem ein Kündigungsschutz. „Frau raterinnen weiterleitet. Nach ihrer —
40 nähme. Der Vorgesetzte empfahl Götzinger hat mich auf die Idee ge- Erfahrung lohnt sich die Beratung servicestellefamilie@schwesternverband.de | T. 06824 909-195 41Die Pflege wird digital
IT-Abteilung in Neunkirchen auf Wachstumskurs
Themen wie „Digitalisierung“ Zuständig für diesen Bereich ist weitert derzeit Prozesse im Ticket- (Igel) ersetzt werden. Ein weiteres
und „sichere Datenverarbei- die IT-Abteilung in Neunkirchen system „OTRS“. Ebenfalls mit dem wichtiges Projekt der IT-Abteilung
tung“ stehen derzeit in der Ge- um IT-Fachmann Tim Leismann. Ticketsystem befasst ist der Aus- ist die Ablösung der derzeitigen
sellschaft hoch im Kurs. Auch Seit 2018 ist er Leiter der IT-Abtei- zubildende zum Fachinformatiker Standortanbindungen durch ein
beim Schwesternverband wird lung und arbeitet mit seinem Team für Systemintegration Jan Kirsch. Er neues, modernes Datennetz. So-
großen Wert auf IT-Sicherheit kontinuierlich an der gesamten ist das neueste Teammitglied und mit können die Einrichtungen und
und ein reibungsloses Arbeiten IT-Infrastruktur des Schwestern- kümmert sich seit August um das sozialen Dienste vor Ort zukünftig
mit der digitalen Welt gelegt. verbandes. Immer im Blick: eine Kundensystem von OTRS, in dem mit einer besseren Performance
adäquate und schnelle Lösung fin- die Anliegen der Mitarbeiter*innen sowie einer höheren Verfügbarkeit
den und die IT unter Berücksich- systematisch erfasst und bearbei- rechnen. Hinzu kommen vorbe-
tigung der aktuellen technischen tet werden können. Ebenfalls im reitende Arbeiten und IT-Installa-
Standards und Entwicklungen Sommer kam Vanessa Kirsch dazu, tionen zur Inbetriebnahme neuer
kontinuierlich weiterentwickeln. sie ist Fachinformatikerin für Sys- Standorte, wie momentan in Of-
Damit dies gelingt, hat sich sein temintegration und kümmert sich fenbach-Hundheim und Altenglan.
kleines Team Verstärkung dazu um die Modernisierung der Syste- Neben den zu bearbeitenden Pro-
geholt. me auf Windows10. jekten, kümmert sich das IT-Team
Der Wirtschaftsinformatiker Mi- Ein gut funktionierendes Team ganzheitlich um Serviceanfragen
Arbeiten im Schwesternverband
Arbeiten im Schwesternverband
chael Preßer ist bereits seit Novem- ist wichtig, denn es stehen in naher der Mitarbeiter*innen des Schwes-
ber 2013 im Team und kümmert sich Zukunft wichtige Projekte an: alte ternverbandes, z. B. die Behebung
derzeit um die Dokumentation der Betriebssysteme werden abgelöst von Fehlern oder Unterstützung bei
gesamten IT-Infrastruktur. Weiter und neue Terminalserver einge- der Systembedienung.
koordiniert er die Beschaffung und richtet. Im Bereich der Hardware Funfact: Seit Einführung des IT-Service & Support
Wartung der ca. 350 Drucker. Neu werden Computer und Notebooks Ticketsystems im April wurden —
im Team ist Fachinformatiker für ausgetauscht. In Zahlen bedeu- bereits über 2200 Serviceanfra- Bei Problemen oder Fragen zur IT wenden Sie sich bitte an:
Systemintegration Marcus Kühner tet das, dass derzeit etwa 60 Note- gen erfolgreich bearbeitet. support@schwesternverband.de | Service-Hotline 06821 4013-200
42 seit März 2019. Er optimiert und er- books und über 400 Thin Clients 43Sie können auch lesen