It's MAGAZIN - FH-Salzburg

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It's MAGAZIN - FH-Salzburg
it's
MAGAZIN
Das Magazin für Technik-Interessierte, Studierende
und Alumni des Studiengangs Informationstechnik &
System-Management der FH Salzburg

Sonderausgabe
2018

                  career
                  special

                   Das bietet die Branche:
                   IT-Jobs in Salzburg / 4 – 5

                   Karriere-Booster USA / 6 – 7

                   study.work.support.
                   Das IT-Karriere-Package / 11 – 13

                   Bewerben, aber wie? / 16 – 17

                                                        Technik
                                                       Gesundheit
                                                        Medien
It's MAGAZIN - FH-Salzburg
it's magazin

Liebe Leserin, lieber Leser!

                                                                                  Unsere Absolventinnen und Absolventen können
                                                                                  in ganz unterschiedlichen Bereichen erfolgreiche
                                                                                  Karrieren vorweisen. So haben einige bereits
                                                                                  Top-Positionen in Unternehmen, andere haben
                                                                                  eigene Firmen gegründet und gelten als
                                                                                  Vorzeige-Jungunternehmer, andere wiederum
                                                                                  haben eine sehr erfolgreiche wissenschaftliche
                                                                                  Karriere an in- und ausländischen Universitäten
                                                                                  vorzuweisen.

                                                                                  Als besonderes Highlight ziehen wir nach dem
                                                                                  ersten Semester »study.work.support.« Bilanz.
Studiengangsleiter
FH-Prof. DI Dr. Gerhard Jöchtl
                                                                                  Studierende und Partner erzählen uns in kurzen
                                                                                  Statements ihre ersten Eindrücke zu dem
Foto: FH Salzburg/LagS                                                            österreichweit einzigartigen IT-Karriere-Package,
                                 Informationstechnik ist in unserem Leben         von dem heuer erstmals 20 Studierende
                                 allgegenwärtig. Wo sonst, wenn nicht in diesem   profitieren können. Insgesamt 14 namhafte
                                 Bereich, findet sich eine Vielzahl an zukunfts-   Salzburger IT-Unternehmen, das Land Salzburg,
                                 trächtigen und vielversprechenden Jobmöglich-    die ITG, die Fachgruppe UBIT der Wirtschafts-
                                 keiten. Mit dem zum ersten Mal erscheinenden     kammer Salzburg sowie der Förderverein ITS
                                 »career special« des it's MAGAZIN möchten wir    stehen hinter dem Angebot und unterstützen
                                 die vielfältigen Karrierewege aufzeigen und      diese Initiative.
                                 damit Perspektiven für unsere Studierenden
                                 greifbarer machen. So finden sich in diesem       Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!
                                 Special spannende Geschichten zu den Erfolgen
                                 unserer AbsolventInnen, Erfahrungsberichte und   FH-Prof. DI Dr. Gerhard Jöchtl
                                 interessante Beiträge rund um das Thema          Studiengangsleiter Informationstechnik &
                                 Karriere.                                        System-Management

                                                         22
It's MAGAZIN - FH-Salzburg
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Inhalt

         it's cover                                                           it's magazin
         ž Das bietet die Branche:                                           ž Am Studiengang nachgefragt:
            IT-Jobs in Salzburg / 4 – 5                                          Warum ITS studieren? / 18 –19
         ž Karriere-Booster USA / 6 – 7                                      ž Chance für Jobs & Praktika:
         ž study.work.support.                                                  Die Contacta der FH Salzburg / 21
            Das IT-Karriere-Package / 11 – 13                                 ž it's TALKS – Gesprächsreihe
         ž In der Wirtschaft nachgefragt:                                       rund um Jobs und Trends / 21
            Bewerben, aber wie? / 16 – 17                                     ž Auch ein Handelsunternehmen braucht
                                                                                 IT-Leute – und nicht so wenig! / 31
                                                                              ž ITS-Jobbörse für Studierende
         it's career                                                             und Alumni / 31
         ž Frau Wielend will’s wissen / 8 – 9
         ž App in den Stall! / 10
         ž Der medizin-technische Professor / 14 – 15
         ž Es bleibt spannend / 20
         ž Mit den Augen der Maschine / 22 – 23
         ž Frau, Familie und Technik, geht das? / 24 – 25
         ž Gesucht: Ingenieurinnen / 26
         ž Wenn ihr wollt, dann schafft ihr alles! / 27
         ž Der mit dem Drive / 28 – 29
         ž Work in Progress / 30

         IMPRESSUM

         Medieninhaber und Verleger: Fachhochschule Salzburg GmbH, Studiengang Informationstechnik & System-Management, Urstein Süd 1,
         5412 Puch bei Hallein | Blattlinie: News und Informationen rund um den Studiengang Informationstechnik & System-Management der
         FH Salzburg | Für den Inhalt verantwortlich: Gerhard Jöchtl und Sandra Lagler | Chefredaktion: Sandra Lagler (LagS) | Lektorat:
         textpruefer.at | Autoren dieser Ausgabe: Gerhard Jöchtl, Sandra Lagler (LagS), Konstantin Teske (TesK) | Foto Titelbild: Fotolia/
         contrastwerkstatt | Foto Rückseite: Fotolia/Drobot Dean | Fotos: BLOW UP STUDIO SALZBURG, COPA-DATA, FH Salzburg, Andreas
         Hechenberger, Fotolia, Sandra Lagler (LagS), Zsolt Marton, Porsche Bank, Peter Ott (OttP), Salzburg AG, Regina Schönherr, SPAR ICS,
         Konstantin Teske (TesK) | Layout: Loxbox

                                                                          3
It's MAGAZIN - FH-Salzburg
it's cover

Das bietet die Branche:
IT-Jobs in Salzburg
Kaum eine andere Branche bietet mehr vielfältige Karrierewege als die
Informationstechnologie. Das Spektrum ist groß – von Software Engineering
über IT-Security und Netzwerktechnik bis hin zu intelligenten Maschinen.
Die Tätigkeiten bieten nicht nur viel persönlichen Entfaltungsfreiraum, sondern
zeigen sich auch beim Gehalt besonders attraktiv.

                                           Anspruchsvoll, aber kreativ                              Top 10 der meistgesuchten IT-Jobs

                                           »Die IT-Branche wird fälschlicherweise durch             Die IT-Branche boomt nach wie vor. Ohne
                                           den Nerd-Stereotyp charakterisiert, dabei finden          Informationstechnik würde unser modernes
                                           sich gerade hier hochspannende Themen und                Leben nicht möglich sein, weshalb Fachleute von
                                           kreative Tätigkeiten. Leider lassen sich junge           der Digitalisierung bzw. der digitalen Transforma-
                                           Leute durch Gebiete wie Mathematik, Physik,              tion der Welt sprechen. Unternehmen suchen, um
                                           Informatik oft abschrecken«, sagt Studiengangs-          den Herausforderungen dieses digitalen Wandels
                                           leiter Gerhard Jöchtl. Zugegeben, die Ausbildung         gerecht zu werden, vermehrt Personen, die über
                                           bzw. das Studium ist kein Zuckerschlecken. Von           entsprechendes Know-how verfügen. Die
                                           den angehenden IT-Fachkräften wird einiges               Porsche Informatik sucht beispielsweise 100 (!)
                                           abverlangt, wie Jöchtl schildert: »Unser Studium         neue MitarbeiterInnen für den technischen
                                           ist anspruchsvoll, ja. Wir verlangen viel, nur so        Bereich.1 Das Salzburger Unternehmen hat sich
                                           können wir unsere Studierenden optimal auf die           auf die Softwareentwicklung für den Automobil-
                                           Berufswelt vorbereiten.« Kurzer Sidestep: ein            handel fokussiert und ist international tätig. Ein
                                           Grund warum der Studiengang eine Vielzahl an             ähnliches Bild zeigt die Online-Recherche bei
                                           Unterstützungsmöglichkeiten anbietet – begin-            anderen Salzburger IT-Unternehmen, von denen
                                           nend mit einer SummerSchool für Studienanfän-            es mehr gibt, als man vielleicht vermuten würde.
                                           gerInnen, über Tutorials während der Semester            Auf der Webseite von SPAR ICS findet man
                                           bis hin zu einem flexibleren Prüfungssystem.              beispielsweise Mitte Februar rund 30 offene
                                                                                                    IT-Stellen, bei Palfinger, commend, SKIDATA,
                                                                                                    COPA-DATA oder LIEBHERR jeweils zwischen
                                                                                                    15 und 20. Österreichweit soll der Software- und
                                                                                                    IT-Bereich insgesamt mehr als 100.000 Jobs
                                                 28,9 %                                             schaffen, so eine Studie des Fachverbandes
                                                          25,1 %                                    Unternehmensberatung/Informationstechnolo-
                                   21,8 %                                                           gie (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich.

                     6,8 %
                                                                          4,3 %
     1,4 %                                                                        1,3 %             IT-Gehälter in Österreich.
                                                                                           0,6 %
                                                                                                    Quelle: eigene Grafik nach der
                                                                                                    Studie „IT Recruiting Report
     bis            1.001           2.001        3.001    4.001         6.001      8.001    über    2016“ / Marketagent.com, in
    1.000            bis             bis          bis      bis           bis        bis    10.000   Auftrag von karriere.at
                    2.000           3.000        4.000    6.000         8.000     10.000            Informationsdienstleistung
    Brutto-Gehälter in Euro, n = 720/930
                                                                                                    GmbH

                                                                      4
It's MAGAZIN - FH-Salzburg
it's cover

Dabei werden vor allem Software-EntwicklerIn-                     Gehalt: 3.000 bis 4.000 Euro
nen händeringend gesucht, da Software-Know-
how als Kernkompetenz auf dem IT-Arbeitsmarkt                     Jobangebote gibt es also im Überfluss. Was verdienen nun Österreichs
gilt. An zweiter Stelle der gefragtesten IT-Berufe                IT-Fachkräfte? Karriere.at hat eine Studie in Auftrag geben, in der 930
steht der Business-/Datenanalyst. Hier spielt das                 Personen aus der IT-Branche dazu befragt wurden. Die Ergebnisse sind
Thema Big Data, das Handling großer Datenmen-                     durchaus erfreulich. Die Auswertung der Bruttogehälter zeigt, dass die
gen, eine Rolle, das von vielen als einer der                     Mehrheit der Befragten zwischen 3.000 und 4.000 Euro verdient, ein
wichtigsten IT-Trends gesehen wird. Projektma-                    Viertel sogar zwischen 4.000 und 6.000. Also auch von dieser Perspektive
nagerInnen, AnalystInnen zur Qualitätssicherung,                  aus lohnt es sich, einen Job in der IT anzustreben.
SystemadministratorInnen bzw. Netzwerk-
AnalystInnen, Datenbank-EntwicklerInnen sowie                     Fazit: Spannende und kreative Problemstellungen, zukunftsträchtiger und
AutomatisierungstechnikerIn oder Mecha-                           boomender Bereich, eine Fülle an Jobangebote und noch dazu gut bezahlt.
tronikerIn finden sich ebenso in der Liste der                     Was will man mehr?
meistgesuchten IT-Berufe.                                                                                                             (LagS)
                                                                  1
                                                                    Bericht ORF Salzburg, vom 08.02.2018;
                                                                  http://salzburg.orf.at/news/stories/2894238

                                                       www.copadata.com

                                                                                         Willkommen im Erfolgsteam.
                                                                                         Liebherr zählt zu den größten Baumaschinenherstellern der Welt und ist
                                                                                         als Anbieter technisch anspruchsvoller Produkte und Dienstleistungen
                                                                                         anerkannt. Liebherr steht für Innovationskraft und Fortschritt und
                                                                                         arbeitet systematisch daran, immer einen Schritt voraus zu sein.
                                                                                         Der starke Bezug zu mobilen Arbeitsmaschinen sowie die standortüber-
                                                „Wir suchen ständig
                                                                                         greifend genutzten IT-Produkte stellen spannende Herausforderungen
 Software mit                                   neugierige, junge
                                                Mitarbeiter. Entwicklung,
                                                                                         für IT-Fachkräfte dar.

 Zukunftsprogramm                               Support, Marketing
                                                und internationale
                                                                                         Wir suchen:
                                                                                           Software Entwickler Business Intelligence (m/w)
                                                Vertriebssteuerung                         Software Entwickler für Diagnosetools (m/w)
 Du hast täglich mit uns zu tun.
                                                haben wir in Salzburg                      Support Mitarbeiter IoT (m/w)
 %HLP$X¾DGHQGHLQHV6PDUWSKRQHV(VVHQ       angesiedelt. Hier bauen
 XQG7ULQNHQRGHU$XWRIDKUHQ8QWHUZHJV        wir aus und bieten tolle                 Wir bieten:
 XQG]XKDXVH8QVHUH6RIWZDUH]HQRQŠ           Entwicklungschancen.                     Praktika | Abschlussarbeiten | Traineeprogramm | Direkteinstieg
 VWHXHUWYLVXDOLVLHUWXQGDXWRPDWLVLHUWGLH   Auch in den kommenden
 3URGXNWLRQYLHOHU0DUNHQDUWLNHOZHOWZHLW      Jahren werden wir in allen               www.liebherr.com/karriere
                                                Bereichen gerne Menschen
 ]HQRQŠ+LQWHUODVVHGHLQHQ(LQGUXFNLQGHU    mit Eigeninitiative
 6RIWZDUHEUDQFKH%HZLUEGLFKMHW]W            engagieren.“

 jobs@copadata.com                              Ing. Thomas Punzenberger, CEO

                                                                                                 5
It's MAGAZIN - FH-Salzburg
it's cover

                                                                     Karriere-
                                                                 Booster USA?
                                    Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten – so kennen wir die USA aus Film und
                                    Fernsehen. Ist das Bild reale Schärfe oder doch nur eine verzerrte Übertragung,
                                    die mehr verspricht, als sie wahr werden lässt? it's ging dieser Frage nach und
                                    sprach mit zwei ITS-Auswanderern über ihre Karriere in den USA.

                                                                             Für den ITS-Lehrbeauftragten Roman Mittermayr
                                                                             steht eines fest: »Jeder hat Träume, aber viele
                                                                             glauben nicht wirklich dran. Nur wer auch dran
                                                                             glaubt, hat eine Chance, was zu erleben.« Nach
                                                                             diesem Motto gestaltete sich für den 34-Jährigen
                                                                             sein Karrieresprungbrett in den USA. Nach
                                                                             »langen, intensiven Bemühungen – und
                                                                             unzähligen Rückschlägen« gelang es dem
                                                                             HTL-Absolventen und späteren Betriebswirt-
                                                                             schafts-Magister schlussendlich doch, seinen
                                                                             Traum zu erfüllen: Im Sommer 2006 flog er zu
ITS-Lehrbeauftragter Roman
                                                                             seinem langersehnten, ersten US-Praktikum
Mittermayr war drei Jahre für                                                nach New York. Zwei Jahre später folgte das
Microsoft in Seattle tätig. Jetzt                                            zweite, bei Microsoft in Seattle.
ist er Geschäftsführer von
TwentyPeople und unterrichtet
ITS-Studierende in Innovations-
& Kreativtechniken.
                                                                             Praktikum als Türöffner für
                                                                             Fixanstellung
Foto: FH Salzburg/LagS

                                                                             Zu diesem Zeitpunkt wusste der gebürtige
                                                                             Innviertler noch nicht, dass sich dadurch sein
                                                                             Leben komplett verändern würde: »Noch
                                                                             während meines Praktikums bot mir Microsoft
                                                                             eine Fixanstellung an.« Drei Jahre war Mittermayr
                                                                             danach als Product Planner beim US-Soft- und
                                                                             Hardware-Giganten tätig. Mit diesen wertvollen
                                                                             Erfahrungen im Gepäck ging es wieder zurück
                                                                             nach Europa und auf zur Selbstständigkeit. So
                                                                             gründete Mittermayr sein Unternehmen
                                                                             TwentyPeople mit Sitz in London.

                                                                             Nach Österreich verschlägt es den Wahl-Briten
                                                                             dennoch immer wieder, wenn er zum Beispiel im
                                                                             Masterstudium die Lehrveranstaltung Innova-
                                                                             tions- & Kreativtechniken unterrichtet. ITS-
                                                                             Studierende können nun von den persönlichen
                                                                             Erfahrungen Mittermayrs profitieren und sich
                                                                             direkt Tipps zum Karrieresprungbrett USA holen.

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It's MAGAZIN - FH-Salzburg
it's cover

                                Vom Studenten
                                zum Geschäftsführer
                                Einen ebenso spannenden Berufsweg ging ITS-Absolvent Florian Enner. Bereits während seines
                                Bachelorstudiums verbrachte er ein Auslandssemester in Neuseeland. Später im Master bot sich dem
                                ehemaligen HAK-Schüler, durch den Kontakt eines Lehrenden zur Carnegie Mellon University (CMU),
                                                                                 die Chance eines USA-Aufenthaltes. Dann ging
                                                                                 alles relativ rasch. Im dritten Semester, unter-
                                                                                 stützt durch ein Marshall-Plan-Stipendium, ging
                                                                                 es für den heute 31-Jährigen ab nach Übersee an
                                                                                 eine der im Robotik-Bereich weltweit führenden
                                                                                 Universitäten. Enner arbeitete dort an verschie-
                                                                                 denen Projekten, u.a. beschäftigte er sich mit
                                                                                 Schlangenrobotern, die z.B. bei Katastrophen
                                                                                 dort hingelangen, wo sonst kein Mensch oder
                                                                                 keine Maschine Zugang findet. Dieses Praktikum
                                                                                 sollte auch für Enner lebensverändernd sein:
                                                                                 »Bereits nach drei Monaten erhielt ich das
                                                                                 Angebot, für fünf Jahre fix bei der Carnegie
ITS-Absolvent Florian Enner                                                      Mellon University anzufangen.« Während dieser
nutzte die Chance, an die                                                        Zeit entwickelte der engagierte Salzburger
Carnegie Mellon University zu
gehen, und gründete dort sein                                                    universell einsetzbare Robotik-Module. Diese
Start-up-Unternehmen.                                                            Innovation war Anlass, um gemeinsam mit seinen
Foto: FH Salzburg/LagS                                                           Kollegen das CMU Spin-off-Unternehmen HEBI
                                                                                 Robotics zu gründen. Seit etwa einem Jahr ist der
                                                                                 Auswanderer samt Frau und Kindern wieder
                                                                                 zurück nach Salzburg gekehrt und gründete hier
                                                                                 die Tochtergesellschaft HEBI Robotics GmbH.
                                                                                 »Ich bin gerade dabei, das Unternehmen
                                                                                 aufzubauen und Teile der Entwicklung nach
                                                                                 Salzburg zu verlagern«, sagt der Geschäftsführer,
                                                                                 der ITS-Studierenden gerne die Möglichkeit
                                                                                 eines Praktikums anbietet.

                                                                                     USA – das Karrieresprungbrett
                                                                                     Die Karrierewege der beiden ITS-Auswanderer
                                                                                     beweisen: Die USA kann ein entscheidendes
                                                                                     Karrieresprungbrett sein. Dabei ermöglichen
                                                                                     Praktika und Kontakte den ersten Einstieg in das
                                                                                     Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Enner:
                                                                                     »Am Studiengang gibt es viele Chancen, man
                                                                                     muss nur den Mut und Engagement haben, diese
                                                                                     zu nutzen. Dann stehen alle Wege offen.«
                                                                                                                                (LagS)

                                                                                 7
It's MAGAZIN - FH-Salzburg
it's career

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It's MAGAZIN - FH-Salzburg
it's career

Frau Wielend
will’s wissen
Als Softwareentwicklerin bei Ramsauer & Stürmer betreibt
ITS-Absolventin Elena Wielend ein Handwerk, dessen
Produkte anderen Menschen ihre Arbeit ermöglichen, und
bringt als Teamplayerin die Dinge ins Laufen.

                             »Die Ausrede ›Davon versteh’ ich nichts‹ lasse            entwicklerin bewegt sich Wielend in keiner rein
                             sie nicht gelten. Man soll sich vom Studium nicht         technischen Sphäre, sondern muss über die
                             abschrecken lassen, nur weil man keine tech-              Arbeitswelt und die Ansprüche ihrer Kunden
                             nischen Vorkenntnisse hat«, sagt Elena Wielend            Bescheid wissen, sich mit Rechnungswesen und
                             und setzt noch eine Anekdote drauf: In einem              Zeitsystemen auskennen, sich in die Lage des
                             Vorbereitungskurs zu Beginn ihres Studiums                Kunden – »das sind keine Techniker« – versetzen
                             fragte der Dozent in der Vorlesung, wer nicht             können. In ihrem Job steht sie mit diesen
                             wisse, was (das Betriebssystem, Anm.) Linux sei:          – entweder direkt oder über Projektleiter – auch
Die Modeschul-Absolventin    »Ich hab’ als Einzige aufgezeigt«, erzählt sie.           immer in Kontakt. Neben Entwicklung ist Support
Elena Wielend setzte ihren
Wunsch durch und ist als     »Aber so mutig und zugeben, wenn man etwas                der zweite Schwerpunkt in ihrer Tätigkeit: »Das
Softwareentwicklerin bei     nicht weiß, muss man eben sein – deshalb                  ist ein bisschen wie CSI. Am Anfang ist der Fehler
Ramsauer & Stürmer tätig.
                             studiert man’s ja«, schließt Wielend so lapidar wie       und dann muss man sich fragen: Was ist passiert,
Foto: FH Salzburg/LagS       einleuchtend.                                             wie konnte es dazu kommen? War es ein
                                                                                       Bedienungsfehler des Kunden oder liegt die
                             Mit ihrem Entschluss, Informationstechnik &               Ursache im System?« Indizien werden gesam-
                             System-Management zu studieren, stieß die                 melt, Spuren gesichert, der Verlauf wird
                             28-jährige Wielend anfangs nicht nur auf                  rekonstruiert – der Fall gelöst.
                             Verständnis: »Viele konnten sich das einfach
                             nicht vorstellen – du, als Absolventin einer              An einem Strang
                             Modeschule?« Nichtsdestotrotz machte sie
                             2014 ihren ITS-Master und arbeitet heute als              Elena Wielend ist eine Teamspielerin. Schon
                             Softwareentwicklerin bei Ramsauer & Stürmer,              während ihres Studiums an der FH habe sie sich,
                             einem der renommiertesten Anbieter betriebs-              insbesondere vor Prüfungen, mit anderen in
                             wirtschaftlicher Business-Software in Österreich,         Lerngruppen zusammengeschlossen: »Sich
                             dessen Programme von Firmen in ganz Europa                gemeinsam mit anderen hinzusetzen, Aufgaben
                             verwendet werden.                                         durchzuarbeiten und sich gegenseitig Dinge zu
                                                                                       erklären, hat mir immer total viel gebracht.« Eben
                             Die Werkzeugmacherin                                      dieses gelingende Zusammenspiel schätzt sie
                                                                                       auch in ihrer jetzigen Firma: »Es gibt hier keinen
                             Die Vorstellung vom »Computermenschen« als                Kampf gegeneinander, sondern wir ziehen
                             einzelgängerischem, weltabgewandtem                       gemeinsam an einem Strang – das war mir immer
                             Sonderling straft Elena Wielend gleich mehrfach           enorm wichtig.«
                             Lügen. Erstens: Wielend betreibt ein Handwerk,
                             dessen Produkte anderen Menschen ihre Arbeit,             Zusätzlich zu ihren sonstigen Aufgaben ist
                             zum Beispiel Kostenrechnung, erleichtern oder             Wielend auch mit der Ausbildung eines Lehrlings
                             ermöglichen – Werkzeuge gewissermaßen.                    betraut. Die Softwareentwicklerin will Teil dieses
                             Ausgehend von der gewünschten Funktion »gibt              Gefüges sein und dazu beitragen, dass es
                             es dann mehrere Möglichkeiten, dieses Produkt             zusammenhält: moderieren und vermitteln,
                             zu gestalten. Dabei muss man immer an den                 Anstöße geben, »die Dinge ins Laufen bringen«.
                             Kunden denken, der schließlich damit arbeitet.«           Da ist es nur logisch, dass sie eine Karriere als
                             Womit wir bei zweitens wären: Als Software-               Teamleiterin erstrebenswert findet.
                                                                                                                                     (TesK)

                                                                                   9
It's MAGAZIN - FH-Salzburg
it's career

App in den Stall!
                               Auf einem Bauernhof aufgewachsen, hat Anton Gruber nach
                               seinem FH-Studium bei Sony gearbeitet und die Welt bereist –
                               nun ist er zurückgekehrt, um als technischer Generalist und
                               Landwirt das Wissen beider Welten zu vereinen.

                                                  Anton Gruber sitzt in seinem       knappes Jahrzehnt bleiben sollte. Nachdem Sony
                                                  Büro im Startup-Center der         seine Zentrale in die USA verlegt hatte, arbeitete
                                                  FH Salzburg und beschreibt         Anton Gruber drei Jahre bei einem kleineren
                                                  die Aufbruchsstimmung zu           Unternehmen, das sich mit sogenannten
                                                  Beginn der Ära der digitalen       InStore-Radios befasste. »Wir haben dafür zum
                                                  Musikdistribution, also jener      Beispiel die Hintergrundmusik für Supermärkte
                                                  Zeit um das Jahr 2003, als         ausgewählt und zusammengestellt und
                                                  Online-Anbieter wie iTunes         kümmerten uns um die Installation und Wartung.
                                                  groß wurden, alle Musikdateien     Mit unserem eigens entwickelten Tool konnten
                                                  dafür über Sony-Server in          wir diese auch mit visuellen Werbebotschaften
                                                  Salzburg konvertiert wurden        synchronisieren.«
                                                  und Gruber, bei Sony damals
                                                  zuständig für digitale             Vision mit Kuh
                                                  Produktion, Dienstreisen nach
                                                  New York und Indien unter-         Mit seinem Projekt muucare schöpft Anton
                                                  nahm: »Eine aufregende, sehr       Gruber aus seinen Erfahrungen als Techniker und
                                                  ambitionierte Zeit.« Keine         Landwirt und verbindet diese miteinander: ein
Anton Gruber ist Gründer des   Viertelstunde später erzählt Gruber vom               kleines, mit Sensoren ausgestattetes Gerät, das
Start-ups muucare und will
mit seiner Idee Landwirte      »Privileg, dort arbeiten zu dürfen«, deutet mit den   Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Helligkeit im
unterstützen.                  Händen Richtung Spumberg und meint mit                Kuhstall misst. In Zukunft sollen auch verschie-
                               »dort« jenen – nach heutigen Maßstäben                dene Schadstoffwerte wie Ammoniak, Methan
Foto: FH Salzburg/Andreas
Hechenberger                   – kleinen Bauernhof mit zehn Milchkühen und           und Schwefelwasserstoff gemessen werden.
                               einigen Hühnern, auf dem er aufgewachsen ist          Darüber hinaus dienen verschiedene Aktoren wie
                               und den er vor drei Jahren gemeinsam mit seiner       Ventilatoren oder der Lüftung dazu, das
                               Frau übernommen hat und im Nebenerwerb                Stallklima zu optimieren: »Das höchste Bestre-
                               bewirtschaftet.                                       ben von uns Bauern ist, dass es den Tieren gut
                                                                                     geht«, sagt Gruber. Seit Anfang letzten Jahres
                               Lehr- und Wanderjahre                                 arbeitet er nun, neben einem anderen 30-
                                                                                     Stunden-Job, an seiner Idee. Unterstützung erhält
                               Sein Studium (damals noch »Telekommunikati-           der ambitionierte Jungunternehmer vom
                               onstechnik & Systemmanagement«) schloss der           Startup-Center der FH Salzburg, wo er gegen
                               heute 41-jährige Gruber im Jahr 2000 am               einen geringen Zuschuss ein Büro nutzen kann,
                               ehemaligen Standort der FH in Salzburg-Itzling        von Mentoren unterstützt wird und in technischen
                               ab. Während seiner Ausbildung verfolgte er einen,     Fragen mit Studierenden zusammenarbeitet – für
                               wie er es nennt, »generalistischen Ansatz«            Gruber »ein super Umfeld«, in dem er sein Projekt
                               – wollte sich in vielen Bereichen auskennen,          konzentriert gedeihen lassen könne. Muucare sei
                               überall Einblick gewinnen, statt in einer Sparte      sein Beitrag, Landwirten das Leben zu erleich-
                               zum Experten zu werden. In seiner Abschlussar-        tern. Seine »digitalen Helferlein« seien aber auch
                               beit, die auch vom Land Salzburg ausgezeichnet        zugleich die ersten Versuche, eine größere
                               wurde, befasste er sich mit IT-Notfallsystemen.       »kleine Vision« kräftebündelnder Zusammenar-
                               Unmittelbar danach war Gruber drei Jahre bei der      beit zwischen Landwirtschaftsschulen und
                               Firma Ascom angestellt, produzierte und               Forschungszentren, Softwarefirmen und
                               installierte dort LED-Videowalls (teils über 60       Bildungseinrichtungen zu verwirklichen, »um
                               Quadratmeter groß wie am Generali Tower in            jene Produkte zu entwickeln, die die Landwirt-
                               Wien), bevor er zu Sony wechselte und dort ein        schaft wirklich braucht.«
                                                                                                                                  (TesK)

                                                       10
it's career

study.work.support.
Das IT-Karriere-Package
            Praxiserfahrung im Ausmaß von elf Stunden pro Woche, mit flexiblen Arbeits-
            zeiten, für ein monatliches Gehalt von 680 Euro, bei einem der Salzburger
            Top-IT-Unternehmen zu sammeln, das sind nur drei Vorteile, die das »study.work.
            support.«-Package bietet. Partnerfirmen übernehmen darüber hinaus die
            Studiengebühren in Höhe von 363 Euro pro Semester (zuzüglich ÖH-Beitrag) und
            unterstützen die Studierenden mit einen Wohnkostenzuschuss von 120 Euro
            pro Monat.
            »study.work.support.« wurde vom Studiengang Informationstechnik & System-Management gemein-
            sam mit dem Land Salzburg, der Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informations-
            technologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Salzburg, der Innovations- und Technologietransfer
            Salzburg GmbH (ITG), dem Förderverein Informationstechnik und System-Management (ITS) und 14
            namhaften Salzburger IT-Firmen für angehende Nachwuchskräfte geschnürt.

                                                                            www.its.fh-salzburg.ac.at/sws

„
Kaum zu glauben,      conova, eines der modernsten
                      Rechenzentren Europas, sucht

dass ich dafür        laufend neue Mitarbeiter.
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                                                          11
it's cover

Wordrap
study.work.support.
Das IT-Karriere-Package »study.work.support.« startete im
Wintersemester 2017. Jetzt, ein Semester danach, blicken
wir auf die ersten Erfahrungen zurück und stellen
Studierenden sowie Unternehmen jeweils                                                           Was sollten
drei Fragen.                                                                                     zukünftige
                                                                                              BewerberInnen aus
                                                                                                 eurer Sicht
                                                                                                 beachten?
                                                    Gibt es spezielle
                                                   Herausforderungen
                                                       für euch?
         Was ist aus eurer                                                             „ »Wie schon erwähnt, ist das Zeit-
            Sicht gut                                                                  management eine große Schwierigkeit.
                                                                                       Die Bewerber sollten nicht unterschät-
             an dem
                                                                                       zen, dass auch elf Stunden pro Woche
           Programm?                                                                   neben dem Studium eine Herausforde-
                                          „ »Für mich war anfangs ganz klar, dass      rung sind.«
                                          das Zeitmanagement eine große
                                          Herausforderung ist, da ich auch einen       ‹ »Sucht euch einen Bereich, der euch
                                          weiten Weg zur FH und Arbeitsstelle          wirklich interessiert. Sei es Soft-
‹ »Die Erfahrung, wie es im tatsächli-    habe.«                                       wareentwicklung, Netzwerke oder
chen Arbeitsleben im IT-Bereich                                                        Robotik, ihr verbringt sehr viel Zeit mit
aussieht. Dadurch, dass ich projektbe-    ‹ »Ja, mein Arbeitsgebiet übersteigt         diesem Themengebiet und solltet euch
zogen arbeite und freie Zeiteinteilung    den Lernstoff der FH um einiges. Dies ist    bewusst sein, dass euch das Spaß
habe, kann ich meine Arbeitszeiten        sehr fordernd, da man viel Eigeninitiative   machen sollte, sonst kommt dabei
perfekt an die FH anpassen.«              braucht und sich viele Sachen                meist nichts Produktives raus.«
                                          erarbeiten muss. Das finde ich sehr gut,
„ »Man kann während der FH-Ausbil-        da man dabei immer sehr viel lernt. Und      S »Firmen suchen Personen, die so
dung schon Praxis sammeln und lernt       wenn man einmal nicht mehr weiter-           schnell wie möglich aktiv im Team
sich die Zeit richtig einzuteilen, um     weiß, stehen immer Kollegen zur              mitarbeiten. Das heißt, sie werden
beides unter einen Hut zu bringen. Ein    Verfügung, die mir weiterhelfen.«            vorzugsweise Studenten mit tech-
Praktikum wird auch für kommende                                                       nischem Vorwissen aufnehmen.
Bewerbungen von Vorteil sein.«            S »Naja, für mich eigentlich nicht. Der      Personen ohne Vorkenntnisse haben
                                          Mehraufwand zum Studium fällt auch           am Anfang einen höheren Lernaufwand
S »Es ist der erste Schritt, um auf       nur in Klausurzeiten etwas mehr ins          und werden zeitlich mehr gefordert
eigenen Beinen zu stehen – man kann       Gewicht. Ich merke allerdings, dass sich     sein. Ich will damit niemanden
sich sein Leben Großteils selbst          die Firmen wünschen würden, wenn wir         abschrecken, aber es muss jedem nicht
finanzieren und sogar die Studienkosten    mehr arbeiten könnten. Denn mit elf          technikaffinen Menschen klar sein, dass
werden einem bezahlt. Ich finde, das       Stunden dauert einfach der ganze             der parallele Einstieg in ein technisches
Programm ist die perfekte Kombination     Einschulungs- und Eingewöhnungs-             Studium und einen technischen Beruf
aus Studium und Berufserfahrung.          prozess viel länger und man kann auch        viel Engagement erfordert. Diese
Genau dieses Know-how fordert auch        nicht so aktiv im ›daily business‹           Mühen sind es aber auf jeden Fall
der Arbeitsmarkt.«                        eingesetzt werden.«                          Wert.«

                              Legende Studierende:
                           ‹ Silvester Schattauer        „ Daniela Wollmarker        S Marco Ebster
                             Wüstenrot Datenservice GmbH   Red Bull IT Services GmbH   Commend International GmbH

                                                12
it's cover

                                               ‹ »Die ersten Bewerbungsgespräche mit potenziellen Kandidaten
                                                 haben gezeigt, dass viele motivierte und ehrgeizige Kandidaten
                                                   und Kandidatinnen mit viel Potenzial den Studiengang gewählt
                                                    haben.«
                           Wie sind
                                                       „ »David ist top motiviert und hat sich bestens bei uns
                         Ihre ersten                   eingelebt. Das fundierte Wissen aus der Ausbildung an der
                        Erfahrungen?                  FH Salzburg kann er bereits jetzt bei ersten internen Projekten
                                                      anwenden.«

                                                    »Wir hatten GLÜCK, ein vifes Mädel für uns zu gewinnen, dass
                                                sich für Technik begeistert. Auch die Akzeptanz im Team war von
                                             Anfang an da und das Zusammenspiel läuft wunderbar.«

                                 ‹ »Unsere Erwartungen wurden (noch) nicht ganz erfüllt, wir konnten
                                   aber in der ersten Runde sehr gute Erfahrungen sammeln und uns
                                     somit besser auf die neuen Bewerber und Bewerberinnen
                                      vorbereiten.«
            Wurden Ihre
                                         „ »Unsere Academy (Vorläufer von sws) zeigte uns schon in
            Erwartungen                   den vergangenen Jahren die Vorteile von diesem Modell auf:
              erfüllt?                   Die Lernkurve steigt stark an und die Studis werden rasch zu
                                         vollwertigen Mitarbeitern.«

                                      »Die Zusammenarbeit gestaltet sich als recht unkompliziert und
                                   wir bemühen uns, sie mit Sonderprojekten zu betrauen, um ihr hier
                               die Möglichkeit zu bieten, zeitlich flexibel zu sein. Unsere Praktikantin
                         muss ihre Wochenarbeitszeit nicht durchgängig erfüllen, sondern kann auch
                  in den Ferien Arbeitszeit nachholen.«

                      ‹ »Die Porsche Informatik wird auf jeden Fall zukünftig weiterhin
                        teilnehmen und freut sich weiterhin über tolle Bewerbungen und
                          neue, engagierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.«
    Wollen Sie
                             „ »Auf jeden Fall. Als Mitinitiator von ›study.work.support.‹
 aus jetziger Sicht          bleiben wir gerne Teil des Programms und möchten vielen
an dem Programm              Studenten die Möglichkeit bieten, Theorie und Praxis von
  auch zukünftig             Beginn an zu kombinieren.«
   teilnehmen?
                            »Sehr gerne unterstützen wir dieses Programm auch
                          weiterhin.«

                 Legende Partner:
               ‹ Andrea Russ          „ Gerhard Haider             Andrea Starzer
                 Porsche Holding GmbH   conova communication GmbH   Promo Masters Online Marketing GmbH

                                                                   13
i s career
                                                                                     it
                                                                                     it'
                                                                                     it's

Der medizin-
technische Professor
                                  Vom HTL-Fachschüler zum Doktor der Medizinischen Wissenschaften und
                                  FH-Professor – ITS-Absolvent Werner Pomwenger weiß, wie‘s geht.

                                  Vor vielen Jahren hätte er selbst nicht gedacht,           können. Bei einem Gelenksersatz sind diese
                                  dass er an seinem jetzigen Arbeitsplatz landen             Belastungen häufig die Ursache für Komplikati-
                                  werde, sagt er. Werner Pomwenger studierte                 onen, denn ein künstlich hergestelltes Implantat
                                  Informationstechnik & System-Management                    muss diesen Kräften genauso standhalten
                                  (damals noch »Telekommunikationstechnik &                  können. Durch eine Kombination aus optimalem
                                  Systemmanagement«) an der FH Salzburg,                     Design und bestmöglicher Positionierung kann
ITS-Absolvent Werner              »gerade da, als E-Mails & Internet kamen und               das Auftreten von Komplikationen verringert
Pomwenger absolvierte sein        absehbar war, dass dieser Bereich boomt und                werden.« Durch Pomwengers Forschungsarbeit
Doktoratstudium an der
Paracelsus Medizinischen          stark bleiben wird.« Welchen Karriereweg er                konnten maßgeschneiderte, Patienten-spezifi-
Privatuniversität und ist jetzt   einschlagen würde, stand ihm damit offen –                 sche 3D-Modelle erstellt, simuliert und daraus
Professor an der FH Salzburg.
                                  vom Netzwerk-Administrator bis hin zum                     Empfehlungen für Implantatdesign und den
Foto: FH Salzburg/LagS            Softwareentwickler.                                        chirurgischen Eingriff erstellt werden. Obwohl
                                                                                             seine Forschungsergebnisse maßgebenden
                                  Schon während des Studiums fand er Interesse               Einfluss auf den medizinischen Fortschritt haben,
                                  an der Signal- und Bildverarbeitung, weshalb               sei dies nur der Anfang. »Es gibt einfach noch
                                  Pomwenger später ein Masterdegree in                       wenig Automatismus und einige manuell
                                  Computerwissenschaften mit Spezialisierung auf             durchzuführende Schritte für 3D-Modellierung
                                  Image Processing an der Halmstad University in             und Simulation. Des Weiteren gibt es viele
                                  Schweden absolvierte. Dies sollte jedoch noch              Faktoren im menschlichen Körper, wie zum
                                  lange nicht das Ende seiner wissenschaftlichen             Beispiel der Stoffwechsel, welche schwer am
                                  Karriere sein.                                             Computer zu erfassen sind, die man nicht
                                                                                             simulieren kann ... zumindest noch nicht.«
                                  Virtueller Crashtest für
                                  Schulterimplantate                                         Lehre und Forschung

                                  Der neugierige, ehemalige HTL-Fachschüler                  Sein Wissen im Bereich der industriellen und
                                  forschte im Rahmen seines Doktorats-Studiums               medizinischen Bildverarbeitung gibt Werner
                                  an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität          Pomwenger nun als Senior Lecturer an Studie-
                                  (PMU) in Salzburg an patientenspezifischen                  rende der Studiengänge Informationstechnik &
                                  Schulterimplantaten. »Die medizinische                     System-Management sowie Applied Image and
                                  Anwendung der Bildverarbeitungstechnologien                Signal Processing weiter. Parallel dazu forscht
                                  hat mich sofort interessiert. Es war einfach das           der Experte gemeinsam mit KollegInnen des
                                  richtige Thema«, sagt der 43-Jährige, der sein             Applied Data Science Lab an der Optimierung
                                  Doktorat mit summa cum laude abschloss.                    von hochtechnologischen Fertigungsprozessen
                                  Pomwenger – kurz gefasst – analysierte,                    mit modernsten Methoden der Bildverarbeitung,
                                  ermittelte und simulierte präoperativ am                   Machine Learning und Datenanalyse, wie auch an
                                  Computer das individuelle Implantatverhalten für           der Verbesserung chirurgischer Verfahren bei der
                                  einzelne Patienten. »Unsere Knochen sind von               Behandlung von Instabilitäten an der Patella
                                  Natur aus so gebaut, dass sie verschiedensten              (Kniescheibe).
                                  Belastungen prinzipiell sehr gut standhalten                                                   (LagS/PomW)

                                                                                        15
                                                                                         5
it's cover

In der Wirtschaft nachgefragt:
Bewerben, aber wie?
       it's: Herr Magnus, Sie sind schon seit einigen
       Jahren für das Personal-Recruiting bei
       COPA-DATA zuständig. Was war Ihrer Erfahrung
       nach das amüsanteste Bewerbungsgespräch,
       das Sie je hatten?

       Manfred Magnus: Unsere Gespräche finden
       meist in recht lockerer Atmosphäre statt. So
       gesehen, gibt es immer wieder amüsante               it's: Welche Fakten prüfen Sie im Gespräch und
       Momente. Ein Gespräch ist mir allerdings schon       gibt es absolute No-Gos?
       besonders in Erinnerung: Ein Interessent, der bis
       dato als Postzusteller tätig war, hat seine          Magnus: Natürlich geht es sehr stark um die
       Motivation, in den Lehrberuf IT-Technik zu           notwendige fachliche Basis. Aber mindestens so
       wechseln, damit begründet, dass er sich sehr vor     wichtig sind uns die Persönlichkeit und die
       Hunden fürchtet und sogar schon zweimal bei          Einstellungen. Wir arbeiten sehr teamorientiert,
       der Arbeit gebissen wurde und er sich einfach nur    haben allein in unserem Headoffice Mitarbeiter
       einen Beruf wünscht, bei dem ihm keine Hunde         aus knapp 20 Nationen, dazu kommen noch
       mehr in die Quere kommen. Es war danach              unsere Auslandsniederlassungen. Einzelkämp-
       schwierig, das Gespräch ernsthaft zu Ende zu         fertum, Profilierungssucht oder Intoleranz
       führen.                                              gegenüber anderen Nationalitäten oder fremden
                                                            Mentalitäten wären für uns No-Gos. Genauso
       it's: Wie kann man sich den Bewerbungspro-           aber die Einstellung, sich allein auf bis dato
       zess in Ihrem Unternehmen vorstellen? Welche         erworbenes Wissen oder gesammelte Erfahrung
       Schritte kommen auf einen/eine BewerberIn            verlassen zu können. Unsere Branche ist so
       zu?                                                  dynamisch und innovativ, da ist die ständige
                                                            Neugier nach Neuem unerlässlich.
       Magnus: Möglichst kurz und übersichtlich. Wir
       vereinbaren ganz klassisch ein persönliches          it's: Welche Qualifikationen erwarten Sie sich,
       Gespräch bei uns im Haus bzw. per Skype. Das         erwartet sich das Unternehmen, von
       aber immer mit dem fachlich zuständigen              BewerberInnen?
       Teamleiter, damit wir schnell auf die wesentlichen
       Themen kommen können. Danach vereinbaren             Magnus: Das ist natürlich sehr jobabhängig. Die
       wir einen Halbtag im Team (Teilnahme an einem        meisten Aufgabenstellungen verlangen aber
       Teammeeting, Gespräche mit verschiedenen             Programmierkenntnisse, je nach Funktion in den
       Teammitgliedern). Für das gegenseitige               verschiedenen Programmiersprachen bzw.
       Kennenlernen und das Abtesten der Wellenlänge        -umgebungen (z.B. C++, C#, .NET, XML, JSON,
       sowie für einen Einblick in die Themen, an denen     SQL) und/oder Netzwerkkenntnisse. Allen
       wir arbeiten, erscheint uns das unerlässlich.        Tätigkeiten gemeinsam sind bedingt durch
       Danach ist es ein beiderseitiger Entscheidungs-      unsere Internationalität gute oder sehr gute
       prozess für oder gegen eine Zusammenarbeit.          Englischkenntnisse.

                               16
it's cover

             Manfred Magnus ist für das Personal-Recruiting
             bei COPA-DATA zuständig. Das internationale
             Unternehmen stellt Software für die industrielle
             Automatisierung sowie die Energiebranche her
             und beschäftigt weltweit 230 MitarbeiterInnen;
             davon 130 am Firmensitz in Salzburg.

             Foto: FH Salzburg/COPA-DATA

it's: Was würden Sie sagen ist wichtiger, sehr                  it's: Was würden Sie Studierenden für den
gute fachliche Kompetenzen oder Engagement                      Berufseinstieg generell raten?
und Weiterentwicklungsbereitschaft
mitzubringen?                                                   Magnus: Sie sollten sich überlegen, was sie
                                                                fachlich interessiert und welches Umfeld sie
Magnus: Alle genannten Aspekte sind unerläss-                   anspricht. Kurzfristige Aspekte wie Einstiegsge-
lich. Nachdem die fachliche Kompetenz etwas                     halt oder Funktionsbezeichnung verlieren schnell
sehr Dynamisches ist, sage ich trotzdem ganz                    ihren Reiz, wenn es im Unternehmen an abwechs-
klar: Weiterentwicklungsbereitschaft und                        lungsreichen Aufgaben, Entwicklungs- und
persönliches Engagement. Sind diese Eigen-                      Weiterbildungsmöglichkeiten fehlt. Auch den
schaften nicht vorhanden, relativieren sich die                 Aspekt des Lernens voneinander, wenn im
Fachkenntnisse sehr schnell im Lauf der Zeit.                   ausgewählten Unternehmen echtes Teamwork
                                                                gelebt wird und man dabei die Chance hat, mit
it's: Was ist ausschlaggebend, um den Job zu                    erfahrenen Kollegen zusammenzuarbeiten, würde
bekommen? »Sich verkaufen« im Bewerbungs-                       ich nicht unterschätzen. All diese Dinge sollten
gepräch, der Lebenslauf oder Noten?                             hinterfragt werden. Studenten bzw. Absolventen
                                                                sind sehr gut vernetzt. Es gibt wahrscheinlich kein
Magnus: Sicher ein Mix aus allem. Der Lebenslauf                Unternehmen in der Region, in dem man nicht
und weit dahinter die Noten spielen in der                      irgendjemanden kennt. Diese Informationsquellen
Vorauswahl auf der Basis der schriftlichen                      sollte man unbedingt nutzen.
Bewerbungen eine wichtige Rolle, geraten aber
ab dem ersten persönlichen Kontakt ins                          it's: Und welche drei Tipps würden Sie Be-
Hintertreffen. Dann zählt aus meiner Sicht nur                  werberInnen geben, die sich bei COPA-DATA
mehr, wie man seine Qualifikation und Motivation                 bewerben?
für die Aufgabenstellung darlegt, wobei das gute
»sich verkaufen« schnell an Grenzen stößt, wenn                 Magnus: Authentisch bleiben, den persönlichen
es nicht authentisch ist. Unser Rekrutierungspro-               Kontakt suchen (Personalmessen, Praktika bieten
zess brächte das sehr schnell ans Licht. Dabei                  dazu Gelegenheit), gerade wenn vielleicht eine
möchte ich aber schon betonen, dass das ja kein                 Lücke im Lebenslauf besteht oder nicht alle Noten
einseitiger Prozess ist. Auch wir offenbaren dabei              perfekt sind. Gute Vorbereitung (warum will ich die
so einiges und BewerberInnen merken sehr                        Position und warum interessiert mich das
schnell, wenn dabei Widersprüche auftauchen.                    Unternehmen).
                                                                                                             (LagS)

                                                                                        17
it's magazin

Am Studiengang nachgefragt:
Warum ITS studieren?
                                                      Was sollte man
Was macht ITS zu                                       mitbringen?
DEM IT-Studium
 schlechthin?                                              Spaß, Interesse, Ehrgeiz, Motivation.
                                                           IT-Vorkenntnisse sind zwar gut, aber
    Du kannst dein Studium durch die                       nicht notwendig, da das Studium mit
    eigenständige Wahl von Vertiefungen                    den Basics startet und viel Unterstüt-
    und Wahlfächern individuell gestalten.                 zungsmöglichkeit, wie eine Summer-
    Somit hast du vielfältige Möglichkeiten                School oder Tutorials, bietet.
    und hervorragende Job-Aussichten in
    unterschiedlichsten Bereichen. Auch
    das Service und die familiäre Atmo-
    sphäre sind eindeutige Pluspunkte.

             Welche
        Programmierspra-
        chen lernt man bei
               ITS?
                         C, C++, C#, Java, JavaSkript, Python. Prinzipiell
                         geht es uns allerdings mehr um das logische
                         Denken und Problemlösen und nicht unbedingt
                         um eine spezielle Programmiersprache. Denn
                         wenn man einmal die Logik verstanden hat, dann
                         ist das Umsetzen nur eine reine »Syntax-Sache«.

    Wie viele
  Stunden pro
  Woche werde
 ich aufwenden                                        Was ist, wenn ich
    müssen?                                          eine Prüfung nicht
                                                          schaffe?
      22 bis 24 Wochenstunden sind
      Unterrichts- bzw. Anwesenheits-                      Jeder kann mal eine Prüfung
      zeiten. Aber ihr solltet noch                        verhauen. Das Prüfungssystem
      Zeiten für Aufgaben, Präsentati-                     erlaubt deshalb, dass du
      onen und Lernphasen einplanen.                       insgesamt drei Mal zu einer
      Wie viel Aufwand wirklich nötig                      Prüfung desselben Faches
      ist, ist immer sehr individuell und                  antreten kannst. Falls du diese
      hängt entsprechend von den                           auch beim letzten Antritt nicht
      Personen ab.                                         schaffen solltest, besteht noch
                                                           die Möglichkeit, dass du Lehr-
                                                           veranstaltungen im nächsten
                                                           Jahr wiederholst.

                                                18
it's magazin

    Wenn ich
berufsbegleitend
studiere, brauche
ich dafür länger?

       Nein, die berufsbegleitende Variante ist
       genauso wie das Vollzeit-Studium auf die
       sechs Semester ausgerichtet. Allerdings
       ist es ratsam, seine Berufstätigkeit auf ca.
       20 bis 30 Stunden pro Woche zu                          Kann ich mehr
       reduzieren, da der zusätzliche Aufwand                als eine Vertiefung
       des Studiums nicht zu unterschätzen ist.                    wählen?

                                                                         Prinzipiell besteht die Möglichkeit eine
                                                                         zweite Vertiefung zu wählen. Darüber hinaus
                                                                         gibt es FH-weite Wahllehrveranstaltungen
                                                                         wie z.B. Fremdsprachenangebote.

                  Wie kann ich mir
                 den Unterricht bei
                  ITS vorstellen?

                           Du erhältst am Anfang des Semesters einen Stundenplan, der dir
                           deine wöchentlichen Lehrveranstaltungstermine aufzeigt. Somit
                           unterscheidet er sich zur Schule darin, dass nicht jede Woche
                           gleich abläuft. Der Studienplan ist so gestaltet, dass ein
                           Abschluss in drei Jahren möglich ist.

                                                               Kann man ein
                                                             Auslandssemester
                                                                 machen?

                                                                             Ja, im fünften Semester. Dein Berufs-
                                                                             praktikum im sechsten Semester kannst
                                                                             du ebenfalls im Ausland absolvieren. Im
                                                                             Master bieten wir sogar die Möglichkeit
                                                                             eines Double-Degree-Abschlusses mit
                                                                             der Universität Halmstad in Schweden.
                                                                             In diesem Fall absolvierst du das erste
                                                                             Studienjahr an der FH Salzburg, bist für
                                                                             das zweite Studienjahr in Schweden und
                                                                             schließt sowohl mit DI als auch MSc ab.

                                                               Der Studiengang Informationstechnik & System-Management ist
                                                               eine Top-Adresse für Bildungshungrige, die die Welt von morgen
                                                               mitgestalten und ihre Karrierechancen in der IT ergreifen wollen.
                                                               Das finden auch die Studierenden Gerda Rodewald und Andreas
                                                               Danicek. Mehr: www.its.fh-salzburg.ac.at

                                                               Foto: FH Salzburg/OttP

                                                          19
it's career

Es bleibt spannend
                         Das Berufsleben ist eine Reise. In ihrer eigenen Entwicklung stets voranschreitend,
                         sorgt ITS-Absolventin Pinia Eder gleichzeitig dafür, dass sich die IT-Systeme der
                         Porsche Bank Gruppe ebenso weiterentwickeln.

                                                      Schon während ihrer        zum Senior Engineer aufgestiegen und
                                                      Schulzeit an der           schlussendlich auch für die Software-Architektur
                                                      Handelsakademie hat        verantwortlich. Dem Wunsch nach Veränderung
                                                      Pinia Eder für eine        und Entwicklung folgend, verließ sie das
                                                      Firma gearbeitet, die in   Unternehmen 2014, um sich auf eine Weiterbil-
                                                      der IT-Branche tätig       dung im Bereich Projekt- und Prozessmanage-
                                                      war. Dabei wurden          ment konzentrieren zu können. »Mich reizte es
                                                      Festplatten getauscht,     vor allem, die Gesamtleitung umfangreicher und
                                                      Rechner neu aufgesetzt     komplexer Entwicklungsprojekte zu überneh-
                                                      und Betriebssysteme        men«, erläutert sie ihre Motivation zu diesem
                                                      von Viren befreit. »Das    Schritt.
                                                      war hauptsächlich
                                                      Hardware-Support.          Im Interesse aller
                                                      Nichts besonders
                           Komplexes, es wurde viel geschraubt«, erzählt         Derart fortbildungsgestärkt entschied sie sich im
Pinia Eder leitet das
                           sie. An Schrauben dreht die 32-jährige Absolven-      Frühherbst 2014 in der internationalen
Team International der
Porsche Bank IT.           tin heute gewissermaßen immer noch – nur der          Projektleitung für die Porsche Bank tätig zu
                           Maßstab hat sich enorm verschoben und die             werden. Mit März 2017 übernahm sie die Leitung
Foto: FH Salzburg/
Porsche Bank               Werkzeuge sind grundlegend andere. Als »Head          dieses Teams und somit die Verantwortung für
                           of Team International« in der IT-Abteilung der        eine Vielzahl von IT-Projekten und Systemen in
                           Porsche Bank – nicht zu verwechseln mit der           14 Ländern. Die Porsche Bank bietet Finanz-
                           Porsche Informatik – ist sie mit ihrem Team           dienstleistungen wie Leasing oder Kredite an,
                           einerseits für die Steuerung großer Softwarepro-      aber auch Versicherungen oder beispielsweise
                           jekte in 13 Ländern Mittel- und Osteuropas sowie      spezielle Produkte für Flottenkunden. Pinia Eder
                           Südamerika zuständig und verantwortet                 ist wesentlich dafür verantwortlich, dass
                           andererseits den Betrieb und die Weiterentwick-       verschiedenste Räder störungsfrei ineinander-
                           lung der Point-of-Sale-Systeme der gesamten           greifen. Was nicht zuletzt umfassende Koordina-
                           Porsche Bank Gruppe.                                  tionsarbeit mit sich bringt und die Zusammenar-
                                                                                 beit mit anderen Abteilungen, Konzernfirmen
                           Jobsuche muss nicht sein                              oder externen Dienstleistern unabdingbar macht:
                                                                                 »Bei Projekten dieser Dimension ist man immer
                           Zwischen 2004 und 2008 absolvierte Pinia Eder         auch auf das Fachwissen und die Expertise
                           den damaligen Diplomstudiengang. Im Rahmen            anderer angewiesen, um im Interesse aller
                           ihrer Diplomarbeit entwickelte sie ein Soft-          Stakeholder handeln zu können«, sagt Eder. Das
                           waretool für ein Unternehmen, das neben               ist mit einer der Gründe für die zentrale
                           anderen mobilen Dienstleistungen vorrangig auf        Bedeutung von Dienstreisen in ihrem Team.
                           SMS-Votingplattformen für US-amerikanische            Persönlich ist ihr die Möglichkeit zur steten
                           TV-Sender spezialisiert war. Wie sich die             beruflichen Weiterentwicklung besonders
                           Jobsuche für Eder nach dem Studium gestaltete?        wichtig. Die Porsche Bank als Arbeitgeber kommt
                           Gar nicht. Noch während der Arbeit an ihrer           diesem Bestreben sehr entgegen. Als jemand,
                           Diplomarbeit erhielt sie ein Übernahmeangebot         der »die Herausforderung sucht und Verände-
                           dieser Firma: »Ich habe meine Diplomarbeit            rung begrüßt«, weiß sich Pinia Eder dort gut
                           fertiggestellt, die Abschlussprüfung absolviert       aufgehoben: »Ich weiß zwar nie, was der nächste
                           – und meinen Job als Softwareentwicklerin             Tag für mich bereithält, ich kann mir aber sicher
                           angetreten.« Nach knapp drei Jahren war Eder          sein, dass es spannend ist.«
                                                                                                                               (TesK)

                                                   20
it's magazin

career events

                                                         Foto: FH Salzburg/                                                              Foto: FH Salzburg/
                                                         Zsolt Marton                                                                    LagS
Chance für Jobs & Praktika:                                                   it's TALKS – Gesprächsreihe
Die Contacta der FH Salzburg                                                  rund um Job und Trends
Über 50 Top-Unternehmen präsentieren sich jedes Jahr auf                      Im Rahmen von Job-, Trend- und ExpertInnengesprächen
der Contacta der FH Salzburg, um sich als attraktiver Arbeit-                 erzählen interessante Persönlichkeiten aus dem Salzburger
geber zu präsentieren. Als eine Eintrittskarte für die berufliche              Firmenumfeld aus ihren Berufsalltag und geben Auskunft zu
Zukunft bietet die etablierte Karrieremesse die Chance, in                    aktuellen Themen und Zukunftsfragen in Technik und
ungezwungener Atmosphäre mit Unternehmen wie Liebherr,                        Wirtschaft. Forschende und Lehrende aus dem internationalen
KTM, Porsche Holding, Hofer, Sony, Spar, Mercedes, Palfinger,                  Hochschulsektor ergänzen die Reihe mit aktuellen und
Kiska, Skidata, Lidl oder Salzburg AG in Kontakt zu treten.                   State-of-the-Art ExpertInnenwissen.

www.fhs-contacta.at                                                           www.its.fh-salzburg.ac.at/itstalks

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it's career

   18
   22
it's career

Mit den Augen
der Maschine
Der Abschluss war erst der Anfang. Sein FH-Studium beendete Roland Kwitt zwar
bereits 2005, doch war dies nur der erste Schritt in seiner akademischen Karriere.
Nach seinem Doktorat, einem zweijährigen Aufenthalt in den USA und einer
Assistenzprofessur an der Uni Salzburg wurde Kwitt 2017 die Habilitation erteilt.

                                  it's: Sie haben zuerst ein Fachhochschul- und            Umgebung in einer Art 3D-Punkte-Wolke
                                  anschließend ein Universitätsstudium                     erfassen, wodurch Objekte in Echtzeit erkannt
                                  absolviert. Wie ist es dazu gekommen?                    werden können.

Vom ITS-Absolventen zum           Roland Kwitt: Es hat mich immer schon gereizt,           it's: Ab dem Jahr 2011 arbeiteten Sie für zwei
habilitierten Uni-Professor –     Fragestellungen in der Informatik auch von einer         Jahre bei der Firma Kitware in Carborro im
Roland Kwitt entschied sich für
eine Karriere im wissenschaft-    abstrakten Ebene aus zu betrachten. Neben den            US-Bundesstaat North Carolina. Was waren
lichen Bereich und ist darin      praktischen Aspekten von Machbarkeit und                 Ihre dortigen Aufgaben?
sehr erfolgreich.
                                  Umsetzung war ich stets an der theoretischen
Foto: FH Salzburg/TesK            Auseinandersetzung interessiert, wollte Dinge            Kwitt: Kitware ist eine Firma, die im Bereich
                                  grundlegend verstehen. Daher habe ich nach               Computer Vision – maschinelles Sehen – und
                                  meinem Diplomstudium an der Fachhochschule               hier vor allem in der medizinischen Bildverarbei-
                                  noch ein Studium an der Universität Salzburg             tung tätig ist. Während meines zweijährigen
                                  absolviert. Dabei habe ich andere Methoden und           Aufenthaltes dort habe ich mich zuerst der
                                  Herangehensweisen kennengelernt. Generell                Verarbeitung von Laserdaten gewidmet und
                                  ergänzen sich diese Institutionen sehr gut. Die          danach in Zusammenhang mit Ultraschallsonden
                                  Kombination beider Systeme war mir und meiner            geforscht. Konkret ging es dabei darum, ob man
                                  Laufbahn immer sehr förderlich.                          einer solchen Sonde beibringen kann, innere
                                                                                           Blutungen automatisch zu erkennen.
                                  it's: Nach Ihrem Uni-Diplom schrieben Sie eine
                                  Dissertation und absolvierten ein PostDoc-               it's: Nachdem Sie ab 2013 eine Assistenzpro-
                                  Programm. Mit welchen Themen haben Sie sich              fessur innehatten, wurde Ihnen letztes Jahr die
                                  dort jeweils beschäftigt?                                Habilitation erteilt – seitdem sind Sie
                                                                                           Associate Professor. Welche Tätigkeiten
                                  Kwitt: Ausgangspunkt meiner Doktorarbeit, die            umfasst diese Position?
                                  in Kooperation mit einem Krankenhaus entstand,
                                  war ein konkretes medizinisches Problem. Auf             Kwitt: Einerseits Lehrtätigkeiten, andererseits
                                  Bildern von Darmspiegelungen lassen sich mit             Forschung im Bereich Computer Vision und
                                  freiem Auge gutartige Schleimhautwucherungen             Machine Learning. Diese Gebiete sind sehr stark
                                  – sogenannte Polypen – kaum von solchen                  miteinander verwoben. Bei beiden geht es
                                  unterscheiden, die mit Krebszellen befallen sind.        jeweils darum, einer Maschine beizubringen,
                                  Hier habe ich mit Methoden des Machine                   Entscheidungen auf Basis von Daten zu treffen.
                                  Learning – des maschinellen Lernens – gearbei-           Momentan beschäftige mich viel mit Transfer-
                                  tet und Klassifizierungsalgorithmen entwickelt,           Learning: Wie kann eine Maschine anhand
                                  mithilfe derer sich die Polypen voneinander              möglichst weniger Daten das Prinzip einer
                                  unterscheiden lassen. Dieses Prinzip lässt sich          Aufgabe verstehen, so dass sie es auf ein neues
                                  auch auf Bilddaten abseits des medizinischen             Problem transferieren, also übertragen, kann.
                                  Bereiches anwenden. Im Zuge meiner PostDoc-              Wir Menschen können das sehr gut. Für einen
                                  Anstellung habe ich an einem Projekt mit                 Algorithmus aber ist es wahnsinnig schwierig,
                                  autonom fahrenden Zügen gearbeitet. Dafür                denselben Sessel in Vorder- und Rückansicht
                                  forschte ich an Laserscannern, welche die                überhaupt noch als Sessel zu erkennen.
                                                                                                                                       (TesK)

                                                                                      23
it's career

Frau, Familie und
Technik, geht das?
Für Verena Petro war beides wichtig: Beruf und Familie. Die
Teamleiterin bei der Salzburg AG hat es geschafft, alles
unter einen Hut zu bringen. Wie, besprach it's mit der
ehemaligen ITS-Studentin.

                    it's: 2000 hast du begonnen im berufsbeglei-       it's: Und wie genau funktioniert das? Wie
                    tenden Studium Telekommunikationstechnik &         bringst du Familie und Beruf unter einen Hut?
                    -Systeme1 zu studieren. Was hat dich damals
                    dazu bewegt?                                       Petro: Das ist natürlich eine tägliche Herausfor-
                                                                       derung, die ich nur durch die Unterstützung
                    Verena Petro: Im Jahr 2000 wünschte ich mir        meines Mannes und meiner Tochter schaffe. Wir
                    berufliche Veränderung und suchte neue Heraus-      treffen Entscheidungen immer gemeinsam und
                    forderungen. Ich war schon immer technisch         tragen diese dann auch. Von beiden erfahre ich
                    interessiert, so ergänzte sich das Studium gut     sehr viel Verständnis, wofür ich sehr dankbar bin.
                    zu meiner Ausbildung an der HTL Salzburg für       Ohne die beiden wäre das nicht möglich.
                    Nachrichtentechnik/Elektronik. Und das berufs-
                    begleitende Studium war ein attraktives Angebot    it's: Beruflich hast du dich auch weiterentwi-
                    zu meinem Job als Laborassistentin an der FH.      ckeln können und bist bei der Salzburg AG nun
                                                                       Teamleiterin TS-NS TK. Wofür steht TS-NS TK?
                    it's: Vier Jahre später hast du schließlich dein
                    Diplom in der Hand gehalten. Wie ging’s            Petro: Die Bezeichnungen stehen für die
                    danach weiter?                                     einzelnen Bereiche bzw. Teams im Unternehmen.
                                                                       TS ist der Bereich »Technische Services«, NS
                    Petro: Nach dem Studium habe ich mich              steht für »Netzservice« und TK ist mein Team, die
                    entschlossen zu einem der größten IT-Dienstleis-   »Telekom«. Die Salzburg AG arbeitet landesweit
                    ter, der Conova – einem Tochterunternehmen der     zusammen mit den Experten in den Regionen am
                    Salzburg AG, zu wechseln. Hier hatte ich die       Breitbandausbau für unsere Kunden. Dazu
                    Möglichkeit, mich spannenden Aufgaben sowohl       gehört eine breite Palette an Technologien und
                    im Rechenzentrums-Betrieb als auch in der          Know-how im Bereich Internet, Lichtwellenleiter,
                    Zusammenarbeit mit Kunden in unterschiedlichs-     Kabelfernsehen, Funk, Übertragungs- und
                    ten Projekten zu stellen. 2010 kam dann meine      IP-Technik, aber auch in der Projektierung.
                    Tochter zur Welt und mein Mann und ich wurden
                    wieder vor eine neue Entscheidung gestellt.
                    Eines war uns bzw. mir klar: »Ich will beides:
                    Beruf und Familie.« Und bei der Salzburg AG war
                    genau das für mich möglich. Ich konnte mich
                    nach meinen Vorstellungen weiterentwickeln
                    und mich genauso meiner Familie widmen.

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                      Vorgängerstudium zu
                    Informationstechnik & System-Management

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