KNAPSACK SPIEGEL HOCHSTAPELN GEWÜNSCHT - NEUER REACH-STACKER FÜR KCG
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Knapsack
Spiegel
02|03
2015
Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack
Hochstapeln gewünscht
neuer reach-stacker
für kcgEditorial Inhalt
Ehrenamt!?
Warum sollte ich in ein Ehrenamt
investieren, um anderen zu helfen –
wenn ich dafür meistens nur eine
geringe Aufwandsentschädigung 04 20
bekomme?
Menschen, die ein Ehrenamt aus-
üben, wissen, warum. Der Lohn für
ihren Einsatz lässt sich nicht in Euro
berechnen: gesellschaftliche An-
erkennung, Dankbarkeit, das Ge-
fühl, etwas geleistet zu haben. Mehr
08 14 25
noch: Ehrenämter werden meist in
der Gemeinschaft ausgeübt, man
erlebt schöne, aktive Stunden mit
Tonnenschwerer Koloss bei KCG 3
Gleichgesinnten. Ein Ehrenamt bie-
tet zudem eine andere Sichtweise
auf das gesellschaftliche Leben. Dritte Natronlaugeverladestation im Chemiepark 4
Ohne den Einsatz ehrenamtlicher
Helfer könnten wir viele gesellschaft-
liche Aufgaben gar nicht bewältigen. Stipendienvergabe der InfraServ Knapsack 5
Deshalb befürworten wir die Aus-
übung eines Ehrenamtes, sei es au-
Betriebsversammlung von Clariant 6
ßerhalb oder innerhalb der Arbeits-
zeit. Viele Mitarbeiter im Chemiepark
Knapsack zeigen nicht nur bei ihrer Erneuerte Strom-Hauptschaltanlage
beruflichen Tätigkeit ein hohes Ver-
versorgt den Chemiepark 8
antwortungsbewusstsein. Sie leben
dies auch durch ihre Ehrenämter.
Grund genug, ihre Beispiele in unse- „Crash-Kurs NRW“ in Knapsack 9
rer neuen KnapsackSPIEGEL-Reihe
zu würdigen!
Grosses Lob für Mitarbeiter der InfraServ Knapsack 10
Herzlichst Ihr
Thomas Sengelmann Wechsel bei den Notfallmanagern 12
Leiter Personal, InfraServ Knapsack
Großes Besucherinteresse am Chemiepark 13
Tollitäten aus dem Chemiepark 14
Engineering setzt die Kundenbrille auf 16
Redaktionskonferenz der InfraServ Knapsack 17
Jeck als Ehrenamt 18
Und manches mehr … ab 19
Titelbild:
83 Tonnen werden zusammengesetzt: der neue Reach-Stacker der Knapsack Cargo
2 KnapsackSpiegel 02.|03.2015Chemiepark Knapsack
InfraServ Knapsack leistet Beitrag zur Entlastung des
Lkw-Verkehrs auf Kölns Autobahnen
Tonnenschwerer Koloss
bewegt die Container
Der neue Reach-Stacker der Knapsack Cargo ist in Einzelteilen angeliefert und im Chemie-
park Knapsack mithilfe zweier riesiger Kräne zusammengesetzt worden.
E
in wahres Schwergewicht ist
kurz vor dem dritten Advent am
Container-Terminal im Werks-
teil Hürth eingetroffen. Ganze 83 Ton-
nen wiegt der neue Reach-Stacker, ein
schweres Radfahrzeug, mit dem Con-
tainer gestapelt sowie auf Schiene und
Lkw verladen werden können.
Der Koloss ersetzt bei der Knapsack
Cargo, einer Tochterfirma der InfraServ
Knapsack, der Häfen- und Güterverkehr
Köln (HGK) sowie der CTS Container-
Terminal GmbH, ein altes Gerät, das
ausgemustert werden musste.
Der Riese wurde von der Firma Car-
gotec Kalmar in Schweden hergestellt
und im polnischen Stargard schon ein-
mal weitgehend zusammengebaut. Den
Reach-Stacker in einem Stück nach Beide freuen sich über das neue Fahrzeug: Wolfgang Urmetzer (l.) und Walter Frohn, der den Reach-
Hürth zu bringen, hätte aufgrund des Stacker bewegen wird.
enormen Gewichtes einer sehr teuren
Genehmigung bedurft – deshalb wurde der Reach-Stacker Konter-Gewichte (22 investiert hat, wert. Die Anschaffung
er mithilfe eines Schwerlast-Transportes Tonnen), damit er beim Heben der Con- wird zu 80 Prozent vom Bund gefördert
sowie mit zwei Lkw innerhalb von zwei tainer nicht umkippt. – denn das Gerät wird für den soge-
Tagen an seinen Einsatzort geschafft Rund 360 PS hat das neue Gerät, nannten kombinierten Verkehr genutzt,
und dort komplett zusammengebaut. das nun fünf Tage in der Woche jeweils dient somit der Entlastung der Straßen.
Allein der fahrbare Untersatz wiegt zwölf Stunden im Einsatz ist, eben- Da die Container von Hürth aus mit der
mehr als 36 Tonnen. Auf ihn wurde per so wie der zweite Reach-Stacker der Bahn direkt zum Schiff gebracht wer-
Kran der „Lifting Arm“ genannte Ausle- Knapsack Cargo, der auch in der Lage den, schont das die Umwelt und die
ger mit einem Gewicht von 17 Tonnen ist, Lkw-Trailer zu heben. Um die bei- Nerven der Autofahrer in der Region.
montiert. An der Spitze des Auslegers den Riesen zu fahren, ist eine spezielle „Wir entlasten den Kölner Autobahnring
sitzt zusätzlich der acht Tonnen schwe- Schulung notwendig. täglich um bis zu 120 Lkw-Fahrten“,
re „Spreader“, mit dem die Container Rund 500.000 Euro ist der Reach- weiß Wolfgang Urmetzer, Geschäftsfüh-
gegriffen werden. Außerdem benötigt Stacker, in den die InfraServ Knapsack rer der Knapsack Cargo.
KnapsackSpiegel 02.|03.2015 3Chemiepark Knapsack
CEL-Betrieb Knapsack
Grünes Licht für dritte Natron-
laugeverladungsstation
Im CEL-Betrieb in Knapsack wird Natronlauge in Tankzüge verladen. In Zusammenarbeit mit
dem CEL-Betrieb, der InfraServ Knapsack und dem Einkauf wurde die Natronlaugeverladung
nun erweitert.
Harald Davin (l.), Lager und Versand Vinnolit, begleitet die Übergabe der neuen Anlage von Volkhard Pieper (r.), Ver- und Entsorgung InfraServ Knapsack,
und Dr. Benno Krüger, CEL-Betrieb.
N
ach einer Bauzeit von sechs Monaten war die neue durch. Nach Prüfung aller Funktionen gab es grünes Licht für
Natronlaugeverladung fertig. Dazu mussten eine die Übergabe.
neue Verladetasse, eine Verladebühne, ein Kühler, Betriebsleiter Dr. Benno Krüger bedankte sich bei der
eine Erweiterung des Pumpenhauses und des Schaltraumes Übergabe stellvertretend für alle Beteiligten bei den Projekt-
gebaut werden. Ein reibungsloser Ablauf in der Bauphase war leitern der InfraServ Knapsack für die geleistete Arbeit. Dabei
Voraussetzung, da der Verladebetrieb der bestehenden Ver- waren drei Dinge besonders wichtig: 1. Die Sicherheit auf der
ladung nicht gestört werden durfte. Eric Fuß, Betriebmeister Baustelle wurde von allen gemeinsam unterstützt. 2. Der Ver-
LuV, sagt: „Ohne die langjährige gute Zusammenarbeit mit der ladebetrieb der bestehenden Verladung wurde nicht gestört.
InfraServ Knapsack hätten wir dies nicht erreicht.“ 3. Der Terminplan für die neue Verladung wurde eingehalten.
Die Natronlaugeverladung erfolgt in Selbstverladung und „Nun stehen die Ampeln für die Tankzüge auf Grün“, meldet
ist voll automatisiert. Ein Inbetriebnahme-Team aus Dispositi- Dr. Benno Krüger an das Projektteam im Marketing und Ein-
on, Logistik, EMSR/IT und CEL-Betrieb führte den Testbetrieb kauf. Dr. Benno Krüger
4 KnapsackSpiegel 02.|03.2015Chemiepark Knapsack
InfraServ Knapsack vergibt zwei Stipendien an der RWTH Aachen
In die Zukunft investieren
Der altehrwürdige Krönungssaal im Aachener Rathaus war gut gefüllt, die Stimmung feierlich,
als Ende November über 600 Stipendiaten der RWTH Aachen die Urkunden von ihren Förde-
rern entgegennahmen. Auch die InfraServ Knapsack unterstützt bereits im vierten Jahr den
Bildungsfonds der Hochschule.
E
rfreut, auch in diesem Jahr wie-
der dabei zu sein, bekräftigte Mi-
chael Strack, Leiter Engineering,
das Engagement der InfraServ Knapsack.
„Die Stipendienvergabe ist nicht nur ein
Erfolg für die ausgewählten Studenten,
sondern gibt uns als Unternehmen ein
Forum, die InfraServ Knapsack als inte-
ressanten Arbeitgeber vorzustellen.“ Auf
das Auswahlverfahren als solches hat das
Unternehmen keinen Einfluss, das liegt in
den Händen der RWTH. Jedoch besteht
die Möglichkeit, eine für das Unterneh-
men relevante Fachrichtung zu benen-
nen, aus der man Studenten unterstützen
möchte.
Die diesjährigen Stipendiaten, Do-
minique Holzbrecher und Niklas Nolzen
aus dem Bereich Maschinenwesen, sol-
len von der InfraServ Knapsack nicht nur
finanziell unterstützt, sondern vielmehr in
ihrer Arbeit begleitet werden. Angefangen
bei einer Werksbesichtigung über das
Angebot eines Praktikums bis hin zur
Bachelor- oder Masterarbeit eröffnet das
Stipendium diverse Möglichkeiten einer
für beide Seiten fruchtbaren und span-
nenden Kooperation. Auch die Personal-
abteilung befürwortet die Stipendienver-
gabe an der RWTH Aachen: „Dadurch,
dass wir talentierten Studenten finanziell Dominique Holzbrecher (r.) freut sich über das Stipendiat der InfraServ Knapsack. Michael Strack
unter die Arme greifen, können wir früh- überreicht ihm die Unterlagen.
zeitig potenzielle Nachwuchskräfte für die
InfraServ Knapsack begeistern“ ergänzt interessanten Hochschulmärkten. erklärt: „Für uns, die wir auch weiterhin
Stefanie Münchmeier, Personalreferentin. Der Kontakt zu und der Austausch Anlagen optimieren möchten, ist der stete
Die Vergabe von Stipendien ist somit ein mit den Hochschulen – neben Aachen Austausch mit der RWTH und den bei-
weiterer Baustein in der Positionierung auch Dortmund und Berlin – bildet eine den anderen Hochschulen eine wichtige
der InfraServ Knapsack als attraktiver Schnittstelle zwischen Forschung und in- Komponente, an Zukunftsthemen dran-
Arbeitgeber in den für das Unternehmen dustrieller Anwendung. Michael Strack zubleiben!“
KnapsackSpiegel 02.|03.2015 5Chemiepark Knapsack
Betriebsversammlung bei Clariant
Auch die Jugend zeigt Interesse
Zahlreiche Auszubildende besuchen die Betriebsratsversammlung ihres zukünftigen Arbeitgebers.
Nicht nur die Auszubildenden der Clariant hören genau zu.
M
it der Aussage: „Die Zahlen wenn diese beiden Produktgruppen die gen über ein Optimierungsprojekt in den
stimmen, die Auszubildenden wichtigsten sind, so stellen sie andere Serviceeinheiten unter dem Titel ‚Lean
erhalten ab dem 01.01.2015 Betriebe keineswegs in den Schatten. Im Service Operations‘ (LSO). Ziel dieses
einen Ausbildungsvertrag bei der Clari- Vergleich zum Vorjahr verzeichnete das Projektes ist es, Prozesse zu optimieren
ant und auch die Schwerbehindertenver- Unternehmen am Standort insgesamt und so zu einer stärker am Markt ausge-
tretung wurde für die nächsten vier Jahre ein deutliches Umsatzplus. Auch für das richteten, kundenorientierten Wertschöp-
gewählt“, eröffnet Reiner Wirsbitzki, Be- kommende Jahr prognostiziert Henze fungskette beitragen zu können. „Am
triebsratsvorsitzender Clariant, am 12. weiteres Wachstum. Abgesehen von den Standort sind die Bereiche Controlling,
Dezember die Betriebsversammlung im guten Zahlen lobt der Standortleiter die IT und Personal mittel- bzw. unmittelbar
Blauen Salon vor den zahlreich erschie- Einführung des Energiemanagement- betroffen“, fügt er hinzu.
nenen Kollegen und blickt auf ein erfolg- systems ISO 50001. Das externe Audit Im Anschluss wendet sich Wirs-
reiches Jahr 2014 zurück. im letzten November wurde erfolgreich bitzki an die Kolleginnen und Kollegen
Wirsbitzki betont, wie sehr er es bestanden. Ein weiteres Highlight ist und bringt noch einmal zum Ausdruck,
schätzt, dass auch die Auszubildenden das noch nicht abgeschlossene VSA- dass die derzeitigen Auszubildenden die
der Versammlung beiwohnen und somit Projekt im PZP-Betrieb, das erheblich neuen Arbeitsverträge zum 01.01.2015
Interesse am Unternehmen bekunden. zur Prozessoptimierung beiträgt. Darü- unterzeichnet haben. „Die Jugend durch
Von der Geschäftsleitung begrüßte ber hinaus schätzt er die breite Akzep- eine fundierte Ausbildung zu dringend
er Dr. Andree Henze, Standortleiter, Jo- tanz des Führungshandbuchs zur Si- notwendigen Facharbeitern zu beglei-
hannes Heyer, HR, und die neue Kollegin cherheitskultur. „Die Mitarbeiter nehmen ten, ist eine der Kernaufgaben unseres
Andrea Heser, ebenfalls HR. das Thema sehr ernst, Sicherheits- und Unternehmens. Durch diesen Schritt
Nach der Eröffnung ergriff Henze Verhaltenschecks werden aktiv genutzt“, ‚binden‘ wir die Auszubildenden bes-
das Wort und blickte nicht minder erfreut so Henze. „Dennoch müssen wir weiter- ser ans Unternehmen und beugen so
auf den Geschäftsverlauf 2014 zurück. hin an uns arbeiten, damit wir unfallfrei späteren Ausfällen aufgrund des de-
APP und DEPAL verzeichneten die ge- bleiben“, fügt er hinzu. mografischen Wandels vor“, erklärt der
planten Umsatzsteigerungen, aber selbst Johannes Heyer informiert die Kolle- Betriebsratsvorsitzende.
6 KnapsackSpiegel 02.|03.2015Chemiepark Knapsack
Wie vergangenen Herbst werden sich Wirsbitzki für ihr Engagement und dieses Modell sichert sich jeder Mitar-
auch im September 2015 wieder vier freut sich auf die zukünftige Zusammen- beiter langfristig ein flexibles Arbeitsmo-
Auszubildende eingestellt werden. Zwei arbeit. dell“, hebt er hervor.
Chemikanten, ein Industriemechaniker Den anstehenden Tarifverhandlun- Bevor der Betriebsratsvorsitzen-
und ein Elektriker für Automatisierungs- gen 2015 sehen sowohl Wirsbitzki als de die letzte Betriebsversammlung des
technik. Denn: „Wer bei uns am Stand- auch Gewerkschaftssekretär Helge Her- Jahres 2014 beschloss, dankte er dem
ort ausgebildet wurde, weiß auch um wegen zuversichtlich entgegen. Laut Betriebsratsgremium für die gemeinsam
den sicheren Umgang in Produktionsan- Forderung des Hauptvorstandes sollen geleistete Arbeit und freut sich auf eine
lagen“, betont Wirsbitzki. die Entgelte und Ausbildungsvergütung weitere gute Zusammenarbeit in 2015.
Besonders zum Ausdruck bringt bei einer Laufzeit von 12 Monaten um Nach der Veranstaltung versammel-
Wirsbitzki das Engagement von Stefan 4 bis 5 % erhöht und der Tarifvertrag ten sich die Kollegen noch bei Erfri-
Klinz, S&I Betrieb, und Georg Schmitz, Demografie und Lebensarbeitszeit so- schungen im Foyer und ließen so ent-
Maintenance. Die Kollegen setzen sich wie Modelle zum gleitenden Übergang spannt die Arbeitswoche ausklingen und
in den kommenden vier Jahren eh- (z. B. 3- oder 4-Tage-Woche ab dem 60. das wohlverdiente Wochenende auf sich
renamtlich als Schwerbehindertenver- Lebensjahr) weiterentwickelt werden. zukommen. Die vielen guten Neuigkei-
tretung beziehungsweise Stellvertretung Wirsbitzki freut sich, wie gut das im ten und der vielversprechende Ausblick
für die Belange behinderter Mitarbeiter Januar eingeführte Langzeitkonto von auf das Jahr 2015 lassen entspannt in
ein. Im Namen der Belegschaft bedankt den Kollegen angenommen wird. „Durch die Zukunft schauen.
Gute Zusammenarbeit macht’s möglich
Im Sommer 2014 kam der erste Tank für die Monochloressigsäurelösung der CABB im Chemiepark Knapsack an. Wie da-
mals angekündigt folgte nun der zweite Tank mit einem Gewicht von 30 Tonnen, elf Metern Höhe und einem Fassungsvolu-
men von über hundert Kubikmetern.
Gemeinsam mit der Schwermontage der InfraServ Knapsack unter der Leitung von Bernhard Lussem und den Mitarbeitern
der CABB wurde der Koloss millimetergenau auf den Betonsockel gehievt.
KnapsackSpiegel 02.|03.2015 7Chemiepark Knapsack
Standortfirmen im Werksteil Hürth profitieren von neuer Schaltanlage
Energieverteilung für die Zukunft
Energie bereitstellen und verteilen zählt zu den wichtigsten Aufgaben der InfraServ Knapsack.
In einem umfangreichen Projekt hat das Unternehmen deshalb innerhalb von 18 Monaten
seine Schaltanlage 25 komplett erneuert. Für Kunden im Chemiepark Knapsack erhöht sich
damit noch einmal die Verfügbarkeit und Versorgungssicherheit am Standort, gleichzeitig
steigt der Schutz der Mitarbeiter.
eine komplett neue Anlage ersetzt, um unseren Kunden im
Chemiepark auch zukünftig eine hohe Versorgungssicherheit
zu bieten.“
In der neuen Schaltanlage wurden die Standards in Be-
zug auf Sicherheit, Steuerung und Verfügbarkeit noch einmal
erhöht. So ist sie beispielsweise zum Schutz des Bedienper-
sonals komplett gegen spannungsführende Teile geschottet
und entsprechend geprüft. Dadurch können Fehler im Inneren,
beispielsweise durch einen Kurzschluss, nicht nach außen
dringen, das Personal bleibt jederzeit sicher geschützt. Auch
Bedienfehler sind nun durch verschiedene Sicherheitseinrich-
tungen weitestgehend ausgeschlossen. Die S25 kann darüber
hinaus direkt vor Ort, aber auch über ein Leitsystem bedient
werden, was bisher nicht möglich war. Dadurch lassen sich
Störungen schneller erkennen und beheben. Zudem reduzie-
ren sich durch die spezielle Konstruktion der Anlage auch die
Auswirkungen von Störungen. Bei einem Fehler werden die
betroffenen Einheiten in kürzester Zeit abgeschaltet, ohne die
Funktion im Rest der Anlage zu beeinträchtigen.
Der Austausch der Anlage stellte besondere Herausforde-
rungen an alle Beteiligten – schließlich musste die Versorgung
Die alte, neue Schaltanlage in Hürth aller angeschlossenen Unternehmen jederzeit gewährleistet
bleiben. Da aufgrund der Situation vor Ort ein Neubau in ei-
D
ie Schaltanlage 25 (S25) ist eine von insgesamt fünf nem anderen Teil des Gebäudes nicht möglich war, wurde die
Hauptschaltanlagen und versorgt etwa die Hälfte der Anlage Stück für Stück an gleicher Stelle ersetzt. „Wir haben
im Chemieparkteil Hürth ansässigen Standortfirmen durch großflächige Umschlüsse und den Abriss einzelner An-
mit Energie. Dazu zählen unter anderem LyondellBasell, Bayer lagenteile zunächst Freiflächen in der Mitte der bestehenden
CropScience und Vinnolit sowie ICL und Nexans. Ursprünglich Anlage geschaffen und dort den ersten Teil der Neuanlage er-
im Jahr 1969 errichtet, wurde die Anlage im Laufe der Jahre richtet. So sind wir im Anschluss auch im zweiten und dritten
regelmäßig modernisiert und an die steigenden Anforderun- Bauabschnitt vorgegangen, bis wir die S25 komplett erneuert
gen angepasst. Nach über 40 Jahren in Betrieb hatte die hatten“, so Schwefel. Die einzelnen Betriebe wurden während
Anlage allerdings das Ende ihrer geplanten Nutzungsdauer ihrer Stillstandszeiten umgeschlossen. „So konnten wir das
erreicht. „Damit wäre das Risiko von unvorhersehbaren Aus- Projekt ganz ohne Einschränkungen für unsere Kunden reali-
fällen gestiegen, außerdem wird es mit der Zeit zunehmend sieren.“
schwieriger, Ersatz für defekte Betriebsmittel zu erhalten“, Die Erneuerung der S25 ist Teil eines umfangreichen Sa-
erklärt Ralf Schwefel aus dem Bereich Ver- und Entsorgung nierungskonzepts, in dem bereits alle anderen Hauptschalt-
von InfraServ Knapsack. „Obwohl die S25 ohne nennenswerte anlagen erneuert wurden. Im Rahmen des Konzepts sind
technische Störungen lief, haben wir sie Stück für Stück durch zukünftig weitere Investitionen geplant.
8 KnapsackSpiegel 02.|03.2015Chemiepark Knapsack
„Crash-Kurs NRW“ in Knapsack
Sicher und verantwortungsvoll
im StraSSenverkehr
Wie wichtig es ist, vernünftig Auto oder Motorrad zu fahren, wurde Auszubildenden der
InfraServ Knapsack bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Polizei und der Rhein-Erft
Akademie deutlich vor Augen geführt. Retter und Seelsorger berichteten detailliert von
aufwühlenden Einsätzen.
E
s geschieht immer wieder und recht genau. Auch ihre eigenen Gefüh-
viel zu oft: Junge Menschen le, Hoffnung, Hilflosigkeit, Enttäuschung,
werden bei Verkehrsunfällen verschwiegen sie nicht. Wie fühlt es sich
schwer verletzt oder kommen sogar ums an, Eltern den Tod eines Kindes beizu-
Leben. Die Hauptursachen: überhöhte bringen? Wie leistet man der Familie,
Geschwindigkeit, Fahren ohne Sicher- deren Sohn tödlich verunglückt ist, seel-
heitsgurt, unter Alkoholeinfluss oder sorgerischen Beistand? Unterstrichen
Drogen. Fälle, in denen so etwas im wurden die Berichte mit Bildern der Un-
Rhein-Erft-Kreis passiert ist, schilderten fallorte: ein zerstörtes Motorrad, ein auf
Vertreter der Feuerwehr, der Polizei und dem Dach liegendes, stark beschädigtes
der Notfallseelsorge aus ihrer Sicht beim Auto, eine mit Blech übersäte Fahrbahn.
„Crash-Kurs NRW – Realität erfahren. Die Jugendlichen und jungen Er-
Echt hart“. wachsenen im Saal wirkten beeindruckt
Die Veranstaltung wird seit 2010 von Polizeihauptkommissarin Claudia Färber führte durch das Gehörte, teils bedrückt. Bei
der Polizei, in Zusammenarbeit mit Part- sorgsam durch die Veranstaltung. manchen riefen die Berichte traurige Er-
nerorganisationen, für Jugendliche der innerungen hervor. Wer es nicht aushielt,
10. und 11. Klasse sowie für Auszubil- Da gab es den Fall des Motorradfah- durfte vor die Tür gehen und erhielt psy-
dende angeboten. Ziel ist es, bei den rers, der nach einem Streit seiner Freun- chologische Unterstützung.
Jugendlichen ein Bewusstsein für die din hinterherfuhr und mit überhöhter Ge- Der „Crash-Kurs“ solle die Auszubil-
im Straßenverkehr drohenden Gefahren schwindigkeit auf schmieriger Fahrbahn denden dazu bringen, mit ihrem Leben
zu schaffen. Unter Regie der Rhein-Erft- die Kontrolle über seine Maschine verlor. verantwortungsvoll umzugehen, erklärte
Akademie nehmen auch Auszubildende Er starb in den Armen seiner Freundin. Polizeihauptkommissarin Claudia Färber,
aus dem Rhein-Erft-Kreis jedes Jahr am Eine weitere Erzählung handelte von zwei die durch die Veranstaltung führte. „Der
„Crash-Kurs“ teil. Diesmal versammelten jungen Männern, die nach einem Disco- Tod ist endgültig“, betonte sie und rüttel-
sich 120 junge Leute im Blauen Saal des besuch auf vereister Straße verunglück- te die Teilnehmer auf: „Man denkt sich ja,
Verwaltungsgebäudes im Chemiepark ten – einer war nicht angeschnallt, wurde das passiert mir nicht, nur den anderen.
Knapsack, darunter auch 33 Azubis der aus dem Auto geschleudert und war Aber wer sind denn die anderen? Schaut
InfraServ Knapsack. sofort tot. Das geschah ausgerechnet zu mal, wer neben euch sitzt!“
Indem sie eindringliche Beispiele für Weihnachten. Andere junge Verkehrstote Die Eindrücke des emotionalen, aber
typische Unfälle junger Menschen gaben, hatten im Auto „Party gemacht“, passten lehrreichen Vormittags wurden in Ge-
vermittelten die Referenten auf zeitgemä- nicht auf und gerieten in den Gegenver- sprächen aufgearbeitet, und schließlich
ße Weise, wie wichtig vorsichtiges und kehr. wurde ein Ballon, auf den die Azubis
sicheres Fahren ist. Da gab es keine gro- Die Referenten sparten nicht an De- Zettel mit Wünschen geklebt hatten, zum
ßen Belehrungen, sondern es wurden die tails – sie beschrieben den Zustand der Platzen gebracht – als Symbol für Le-
aufwühlenden Geschichten hinter den Verletzten oder den Moment, als ein bensträume, die ein Unfall von jetzt auf
meist kurzen Zeitungsmeldungen erzählt. Opfer noch an der Unfallstelle starb, gleich zerstören kann.
KnapsackSpiegel 02.|03.2015 9Chemiepark Knapsack
Betriebsversammlung der InfraServ Knapsack
Ein groSSes Lob
für die Mitarbeiter
Zur letzten Betriebsversammlung im Jahr 2014 lud der Betriebsrat der InfraServ Knapsack
(ISK) in das Feierabendhaus ein. Dabei wurden zahlreiche Erfolge vermeldet. Besonderer Dank
ging an die Mitarbeiter für die hervorragenden Ergebnisse bei der Kundenzufriedenheit.
Wie immer nehmen viele der Mitarbeiter an den Betriebsversammlungen der InfraServ Knapsack teil und informieren sich aus erster Hand über ihren
Arbeitgeber.
B
etriebsratsvorsitzender Hans- Sehr positiv sah Zilleken, dass so- Weitere Schwerpunkte der Be-
Peter Zilleken begann mit ei- wohl innerhalb als auch außerhalb des triebsratsarbeit stellten die Diskussio-
nem Rückblick auf das Jahr Chemieparks Knapsack die Arbeit der nen über die Jahresleistungskompo-
2014, in dem sich die Auftragslage ISK-Mitarbeiter von den Kunden sehr nente und über die Beiträge für die
anfangs eher zurückhaltend darstell- geschätzt werde. In 2014 sei außerdem Pensionskasse dar. Ergebnis: Das jähr-
te. Zum Jahreswechsel sehe das aber die Dienstreiserichtlinie angepasst wor- liche Teamziel wird abgeschafft, und
schon wieder anders aus: „Die Bücher den. „Wir meinen, eine gerechte Lösung nach „sehr harten und zähen Verhand-
sind mit Aufträgen gefüllt.“ für jeden gefunden zu haben.“ lungen“ zum Thema Pensionskasse
10 KnapsackSpiegel 02.|03.2015Chemiepark Knapsack
(Penka) I hofft Zilleken, dass der Be- dies durchaus positiv wahr. fördern“. Dazu diene auch das bereits
triebsrat „ein annehmbares Ergebnis für Für 2014 konnten Müller und Mit- erfolgreich angenommene neue Format
alle Beteiligten“ erreicht hat. telviefhaus viele Erfolge vermelden: So „GL direkt“, erklärte Müller. Ziel sei es,
Der Betriebsratsvorsitzende er- wurden etwa 70 Neukunden gewonnen die Eigenverantwortung der Belegschaft
wähnte auch die Neueinstellungen: 22 und der Bekanntheitsgrad der ISK ge- zu steigern.
neue Mitarbeiter sind im zweiten Halb- steigert, auch durch den Einstieg in die Das Handeln in 2015 fokussiert
jahr 2014 dazugekommen. 17 Verträge Top 10 der besten Industriedienstleister sich auf eine nachhaltige Wachstums-
wurden entfristet, neun Auszubildende Deutschlands. Die Effizienz des Unter- strategie: Ansiedlungen im Chemiepark
übernommen. nehmens sei mithilfe der Maßnahmen sollen forciert, aber auch das externe
Zilleken ging zudem auf die aktuelle OptiServ und ProFit stark verbessert Geschäft ausgeweitet werden. „Unsere
Tarifrunde ein: 4,5 Prozent Erhöhung worden. Aufgabe ist es, die ISK stabil in einem
fordern die Vertrauensleute im Chemie- Steigerungsfähig sei hingegen sich verändernden Markt zu platzieren
park Knapsack, zusätzlich sind 1200 das externe Wachstum. Auch mit der und Ihre Arbeitsplätze zu sichern“, er-
Euro für einen Demografie-Fonds im Arbeitssicherheit zeigte sich die Ge- klärte Müller.
Gespräch. schäftsleitung noch nicht zufrieden. Im Anschluss berichtete Helge
Zum Schluss des Vortrags gab es Ganz bewusst sei in diesem Jahr aber Herrwegen, Gewerkschaftssekretär der
ein großes Lob für die Motivation und auf Prävention gesetzt und auch so eine IG BCE, von den Tarifverhandlungen.
Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter. Verbesserung der Unfallzahlen erreicht Für den Bezirk Nordrhein sind Termine
Dem Lob schlossen sich auch Ralf worden. am 24. Februar und 13. März festgelegt.
Müller und Dr. Clemens Mittelviefhaus, Ein weiteres Thema waren die Ver- Um die Forderung von 4 bis 5 Prozent
Geschäftsleiter der ISK, an. Sie dank- änderungen am Energiemarkt. Der Part- durchzusetzen, wolle die Gewerkschaft
ten allen Mitarbeitern herzlich für ihre ner RWE habe die Preise stark erhöht, den zurzeit herrschenden Optimismus
Leistung, speziell im Bereich der Kun- dies belaste die Standortunternehmen. in den Betrieben nutzen.
denzufriedenheit. Diese habe sich stark Positiv sei aber, dass die Dampf- und Generell müsse der Tarifvertrag
erhöht. Das hervorragende Ergebnis der VE-Wasserversorgung bis Ende 2020 Demografie 2 weiterentwickelt wer-
Befragung in 2014 sei so noch nie er- gesichert werden konnte. den, fand Herrwegen – denn viele
reicht worden. „Wir sind stolz auf die Die Geschäftsleitung gab zudem Beschäftigte wünschten sich flexible-
InfraServ Knapsack und auf Sie“, be- einen Ausblick auf das neue Jahr. Man re Arbeitszeiten ohne Einbußen. Auch
tonten die Geschäftsleiter. Als Anerken- werde die gesteckten Ziele erreichen müsse das Renteneintrittsalter flexibler
nung erhielten alle Kollegen ein kleines können. gestaltet und Belastungen für ältere
Präsent. Müller und Mittelviefhaus ga- Weitere Schwerpunkte der Agenda Arbeitnehmer reduziert werden. Für die
ben auch den Dank des Gesellschafter- 2015 sind die Stärkung des Standor- Werkfeuerwehr wolle die IG BCE eine
ausschusses an die Belegschaft weiter. tes, die Steigerung der Effizienz, die Anpassung des 24-Stunden-Dienstes
Die Geschäftsleitung stellte kurz die Reduzierung der Kosten, aber auch erreichen.
wirtschaftliche Lage der ISK dar und und nicht zuletzt das Thema „Dialog
blickte auf das vergangene Jahr zu- Anzeige
rück. Zwar hinke man dem Plan ein
wenig hinterher, dennoch werde das
Unternehmen mit der Zieluntergrenze
abschließen. „2014 war ein sehr erfolg-
reiches Jahr“, resümierte Müller und
zeigte sich zuversichtlich: Nach einem
GLH
weniger guten Start habe man im zwei-
ten Halbjahr „die Kurve bekommen“.
Als „Erfolgsgeschichte“ verbuchte
Müller die externe Expansion. Die ISK
sei in Leverkusen etabliert, nun solle die
Ausweitung nach Dormagen und Uer-
dingen folgen.
Das Schadensereignis vom Oktober
wurde ebenfalls angesprochen. Dabei
dankte die Geschäftsleitung besonders
den Mitarbeitern, die dabei halfen, die
Anlage bei Bayer CropScience wieder
in Gang zu bringen. Der Kunde nehme
KnapsackSpiegel 02.|03.2015 11Chemiepark Knapsack
Miriam Klapheck löst Dr. Peter Rojek im Notfallmanagement ab
(K)Ein neues Gesicht im Team
Wenn es zu einem Zwischenfall kommt, wenn ein Bürger ein Anliegen hat und bei Fragen
rund um das Thema Sicherheit und Notfallmanagement sind sie rund um die Uhr erreichbar:
die Notfallmanager der InfraServ Knapsack.
J
etzt hat es bei der sechsköpfi-
gen Truppe einen Wechsel ge-
geben. Dr. Peter Rojek ist nach
mehr als 15 Jahren, in denen er sich als
Notfallmanager verdient gemacht hat,
freiwillig ausgeschieden. „Ich habe den
Dienst immer gerne gemacht“, sagte der
57-Jährige. „Aber jetzt freue ich mich
darauf, meine Arbeit im Engineering und
auch in meinem Privatleben einfacher
organisieren zu können.“
Der Elektroingenieur war einer der
ersten vier Notfallmanager, die im Mai
1996 ihren Dienst aufnahmen. Auch
wenn sich die Zusammensetzung der
Gruppe im Laufe der Zeit geändert hat, Dr. Peter Rojek gibt sein Notfallhandy an Miriam Klapheck ab.
Rojek blieb bis Mitte 2001 dem Notfall-
management treu. Nach einer Pause In ihrer Masterarbeit hatte sich die den übrigen zwei Wochen erfüllt sie ih-
nahm er den Bereitschaftsdienst wieder gebürtige Oberhausenerin ausgiebig mit ren Bürodienst in 24-Stunden-Einheiten.
auf und engagierte sich weitere zehn der Frage, wie ein Krisenstab struktu- Dann hat sie immer das Notfallhandy,
Jahre. riert wird, beschäftigt. „Im Notfall- und über das der Notfallmanager stets über
Ein Notfallmanager ist in 24-Stun- Krisenmanagement bei der InfraServ die Nummer 48-6001 erreichbar ist, den
den-Schichten rund um die Uhr telefo- Knapsack konnte ich schon viele Er- Laptop, das Funkgerät, Schutzbrille und
nisch erreichbar und übernachtet im Ge- kenntnisse aus meiner Arbeit einbrin- Helm bei sich. Sie beantwortet Fragen
bäude der Werkfeuerwehr. Rojek: „Es ist gen“, erzählte sie. Unter anderem wurde von besorgten Bürgern und geht Hinwei-
an der Zeit, wieder dauerhaft zu Hause die Zentrale Einsatzleitung im Werk auf sen von Mitarbeitern nach, die ihr gemel-
zu schlafen.“ Er schmunzelt. „Irgendwie Basis ihrer Arbeit neu organisiert. Es det werden. Außerdem fährt sie bei allen
stecke ich den Bereitschaftsdienst nicht gibt mehr Übungen und neue Struk- Einsätzen der Werkfeuerwehr mit, und
mehr so einfach weg.“ turen in den Arbeitsabläufen. Und Mi- bei einem Zwischenfall ist sie als Notfall-
Seine Nachfolgerin ist Miriam Klap- riam Klapheck ist als Nachfolgerin von manager die Schaltstelle zwischen Ein-
heck. Sie ist 30 Jahre alt und die Team- Peter Rojek als Notfallmanagerin aktiv. satzort und der Zentralen Einsatzleitung.
leiterin des Notfall- und Krisenmanage- Gemeinsam mit dem Leiter des Werk- „Vom Notfallmanager müssen unter an-
ments im Segment Standortsicherheit schutzes Marcus Wenzel, dem Leiter derem weitreichende Entscheidungen
der InfraServ Knapsack. Sie hat in Köln der Arbeitssicherheit Arno Büscher, dem getroffen werden“, erklärte Miriam Kla-
Sicherheitsingenieurswesen studiert und Leiter Genehmigungsmanagement Dirk pheck. „Zum Beispiel, ob Sirenen ausge-
gleichzeitig im Chemiepark Knapsack Froelich und dem Leiter Standortsicher- löst werden.“ Bislang ist sie noch nicht in
als Werkstudentin gearbeitet. Nachdem heit Jürgen Groborz bildet sie das Not- eine solche Situation gekommen. Aber
sie im Oktober 2012 ihren Masterstudi- fallmanagement-Team. für Bürgeranfragen und Hinweisen am
engang abgeschlossen hatte, wurde die Sie ist die erste Frau in diesem Pos- Telefon stand sie schon bereit – und
junge Frau bei der InfraServ Knapsack ten. Ihren üblichen Bürodienst leistet sie freut sich auf alle Herausforderungen,
eingestellt. zwei Wochen pro Monat wie gewohnt. In die ihr Dienst mit sich bringt.
12 KnapsackSpiegel 02.|03.2015Chemiepark Knapsack
Besucherführungen sind ein wichtiger Kommunikationsfaktor
Interesse am Chemiepark
Knapsack weiterhin groSS
Das Team der Kommunikation der InfraServ Knapsack schaffte es trotz der umfangreichen
Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür, mehr Besuchergruppen als im Vorjahr zu
empfangen.
Stellvertretend für alle Gruppen in 2014 steht hier die letzte Besuchergruppe des vergangenen Jahres bildlich zur Verfügung.
W
elche Unternehmen sind im Chemiepark Knapsack Schülergruppen – eigentlich die Hauptadressaten –, aber teils
angesiedelt? Was stellen sie her? Welche aktuellen hochrangige Gäste aus Politik und Wirtschaft, etwa Landrat
Entwicklungen gibt es? Diese Fragen lassen sich Michael Kreuzberg oder eine Delegation des israelischen Um-
am besten durch einen Besuch im Chemiepark beantworten. weltministeriums. Natürlich wurden auch die Mitglieder der
Bei einer Bustour erzählt das Team der Kommunikation der Pensionärsvereinigung Knapsack wie in jedem Jahr über die
InfraServ Knapsack viel Wissenswertes über die Anlagen in den neuesten Entwicklungen im Chemiepark informiert. Aus der
Werksteilen Hürth und Knapsack. Das Interesse der Öffentlich- Nachbarschaft kam der Ortsverband der CDU Alt-Hürth zu
keit an den Besichtigungen war auch im Jahr 2014 ungebro- Besuch, ebenso wurden einige Forscher des renommierten
chen hoch: Insgesamt waren 16 Gruppen mit 225 Teilnehmern Fraunhofer-Institutes für Kommunikation, Informationsverarbei-
zu Gast – das sind nur neun Teilnehmer weniger als 2013. Die tung und Ergonomie begrüßt.
Gruppenanzahl hat sich dagegen sogar um fünf erhöht – das ist Dank guter und strukturierter Teamarbeit in der Kommuni-
zugleich Rekord der vergangenen fünf Jahre. kation ließen sich alle Besichtigungen organisieren und parallel
Dabei war ein solcher Ansturm für 2014 gar nicht einge- zu den Planungen für den Tag der offenen Tür stemmen – der
plant, denn der für September angesetzte Tag der offenen ebenfalls als großer Erfolg verbucht werden kann. Auch 2014
Tür erforderte sehr viel Vorbereitung. Weil die Kapazitäten im hat sich somit gezeigt, dass der Chemiepark Knapsack ein
Bereich der Kommunikation dadurch stark eingeschränkt wa- attraktives und spannendes Ziel für Besucher ist.
ren, konnten ab dem Frühjahr weniger Anmeldungen als sonst Bei Interesse an einer Besichtigung kann eine Anfrage über
angenommen werden. die Internetseite des Chemieparks gestellt werden:
Trotzdem wurden jedoch letztlich mehr Besuchergruppen www.chemiepark-knapsack.de/leben/nachbarn-
als 2013 empfangen. Darunter waren zwar diesmal nur zwei seit-1907/
KnapsackSpiegel 02.|03.2015 13Chemiepark Knapsack
Karneval im Rhein-Erft-Kreis – auch Knapsacker sind dabei
Zwei Tollitäten aus dem
Chemiepark Knapsack
Unter den Mitarbeitern im Chemiepark Knapsack gibt es in dieser Karnevalssession (mindes-
tens!) zwei jecke Herrscher: Karl-Heinz Breuer ist der stolze Prinz von Hürth-Gleuel, Mario
Schmitz ist „das Lieblichste“, das Erftstadt-Liblar zu bieten hat.
I
m Karneval auf der Bühne stehen,
den Höhepunkt des Zuges bilden,
den jubelnden Menschen im Saal
und am Straßenrand zuwinken – davon
träumt so mancher Jeck. Für zwei Mit-
arbeiter im Chemiepark Knapsack ist
das in dieser Session Wirklichkeit. Zum
Beispiel für Karl-Heinz Breuer. Im Alltag
ist der 55-Jährige Operator in der APO-
Anlage bei LyondellBasell, bedient die
Anlagen, in denen Spezialprodukte für
die Automobilindustrie hergestellt wer-
den. Auch als stellvertretender Betriebs-
ratsvorsitzender ist er bekannt.
In diesen Tagen schwingt Breuer je-
doch in Hürth-Gleuel das Zepter als Prinz
Kalle I. Die Idee dazu entstand schon an
Weiberfastnacht 2012 gemeinsam mit
Dieter Giesen (ehemaliger Basell-Mitar-
beiter), der vor vielen Jahren mit Breuer
gemeinsam die Tätigkeit im Chemie-
park begann. Beide sind Mitglieder im
Veteranen-Corps Hürth-Gleuel, das 2003
von Breuer mitgegründet wurde und in
dieser Session jeckes elfjähriges Beste-
hen feiert. „Das ist doch ein toller Grund,
ein Dreigestirn zu stellen“, dachten sich
Breuer und Giesen. Letzterer erklärte sich
bereit, die Rolle der Jungfrau „Dietlinde“
zu übernehmen. Bald war mit Maler-
meister Theodor „Theo“ Schorn auch
der Bauer gefunden. Er gehörte ebenfalls
schon vorher zum Freundeskreis. Die drei
verbindet, dass sie alle gelernte Maler
sind.
Breuer, der in Gleuel aufgewachsen
ist und heute in Wißkirchen lebt, war
nach eigener Aussage immer schon jeck. Einmol Prinz zo sin: Karl-Heinz Breuer ist es!
14 KnapsackSpiegel 02.|03.2015Chemiepark Knapsack
Bereits 1968 trat er in das Tambourcorps
Gleuel ein. Auch war er einige Jahre mit
der Bürgergarde Blau-Gold Ehrenfeld in
den rheinischen Karnevalshochburgen
unterwegs.
Als Breuer schon nicht mehr aktives
Mitglied im Tambourcorps war, entstand
unter den „alten Recken“ die Idee, das
Veteranen-Corps zu gründen. Seither
zieht der Querflötenspieler wieder im
Gleueler Karnevalszug mit. „Ich bin gerne
mittendrin“, sagt er. Dies sei auch der
einzige Wermutstropfen in der aktuellen
Session: Als Prinz ist er zwar hoch auf
dem größten Wagen im „Zoch“, aber
eben nicht nah dran an den Zuschauern.
„Jetzt bin ich zum ersten Mal im Mittel-
punkt, aber war noch nie so weit weg
von den Leuten“, stellt Breuer fest. Trotz-
dem freut er sich natürlich sehr auf den
Rosenmontagszug.
Ein weiterer Höhepunkt war die Pro-
klamation. Dabei wurden das Sessions-
lied und ein Karnevalsmedley erstmalig
präsentiert, und selbstverständlich trat
die Ehrenfelder Bürgergarde auf. Vor Kur- Mario Schmitz ist seine Lieblichkeit in Liblar: Jungfrau Billa
zem gab es zudem eine besondere Feier:
Zum 60. Geburtstag von Bauer Theo
wurde in der Gleueler Festhalle mit vielen anhören: Denn Schmitz zieht gerade als Tänzer, begleitet ihn zu den zahlreichen
anderen Narrenherrschern ein „Tollitäten- Jungfrau „Billa“ durch die Säle. Veranstaltungen in der Session und hilft
spektakel“ veranstaltet. Die jecken Herrscher haben sich ihm auch beim Schminken. Ebenso ist
Bei der Rasur der Jungfrau im Ok- schon vor einigen Jahren zusammenge- Schmitz, Sohn stolz auf den Vater.
tober wurden über 600 Euro für gute funden. Sie kennen sich aus der Show- Das Liblarer Dreigestirn sorgt aber
Zwecke gesammelt, die vom Dreigestirn Tanz-Garde der KG. André Ismar, jetzt nicht nur für Stimmung, sondern ist auch
dann auf 666,–€ aufgerundet wurden. Bei als Prinz André I. unterwegs, und Bauer sozial engagiert. So wurde der Erlös des
der Proklamation konnten noch einmal Albert (Büsgen) holten Schmitz vor rund Einkleide-Abends an einen Kindergarten
knapp 1000,– EUR für wohltätige Zwe- sieben Jahren in die Garde, und die drei gespendet.
cke eingesammelt werden. wurden Freunde. Bei einem Kölsch an Die Aktivitäten im Karneval lassen
Für den Karneval nimmt Prinz Kalle I. der Theke kam die Idee auf, einmal das sich laut Schmitz zum Glück gut mit sei-
viele Urlaubstage und baut Überstunden Dreigestirn zu bilden. Bei der Aufteilung nem Beruf vereinbaren. Seit drei Jahren
ab. Termine des Betriebsrates nimmt er gab es keine Diskussion. Die Rolle der ist der Liblarer für die InfraServ als Lkw-
weiterhin wahr. Die Kollegen gönnen ihm Jungfrau habe, auch wenn es nicht so Fahrer im Chemiepark unterwegs. Er
die jecke Zeit. „Viele haben auch unsere scheint, sogar Vorteile, erklärt Schmitz transportiert zum Beispiel Klärschlamm
Festlichkeiten besucht“, freut sich Breu- schmunzelnd: „Ich bin am schnellsten und fährt häufig für Vinnolit. Mit Erlaubnis
er. Klar, dass auch seine Lebensgefährtin umgezogen – wenn man das Schminken seiner Vorgesetzten kann Schmitz die
Marion und seine Tochter Monique hinter nicht mitrechnet.“ zahlreichen Termine der Session wahr-
ihm stehen – Letztere begleitet den Vater Der gebürtige Kölner, der schon lan- nehmen, und über Karneval hat er frei.
sogar als Page durch die Session. ge in Liblar lebt, war trotz seiner Wurzeln Nach einer tollen Proklamation, bei
Auch Mario Schmitz, Kollegen fin- früher nicht so richtig jeck. Das änderte der das Dreigestirn mit großem Jubel
den es prima, dass er in einem Dreige- sich, als er zum ersten Mal im Karnevals- empfangen wurde, freut sich Jungfrau
stirn dabei ist. Der Mitarbeiter der Logis- zug auf einem Wagen mitfuhr: „Da war „Billa“ jetzt besonders auf den großen
tik bei InfraServ Knapsack gehört zum es um mich geschehen.“ Zwar tanzt der Liblarer „Zoch“ am Karnevalssonntag.
aktuellen Trifolium der KG Fidele Narren- 40-Jährige heute nicht mehr aktiv in der Na dann: dreimol Chemiepark Knap-
zunft aus Erftstadt-Liblar. Nur manchmal Garde, aber engagiert sich noch hinter sack – alaaf!
muss er sich Witzeleien der Kollegen den Kulissen. Seine Frau, Betreuerin der
KnapsackSpiegel 02.|03.2015 15Chemiepark Knapsack
Mit Kreativität, Kompetenz und Einfühlungsvermögen zum Erfolg
Engineering setzt die
Kundenbrille auf
Unter diesem Motto trafen sich Anfang Dezember die Mitarbeiter des Engineerings zum Workshop.
Fragen wie: „Was erwartet und wünscht sich der Kunde?“, „Was macht eine erfolgreiche Zusam-
menarbeit aus?“ und „Wie können wir Kunden an uns binden?“ standen dabei im Mittelpunkt.
N
ach der Begrüßung und ei-
nigen einführenden Worten
durch den Leiter des Enginee-
rings, Michael Strack, und einer persön-
lichen Ansprache von Geschäftsleiter
Dr. Clemens Mittelviefhaus folgte ein
besonderer Gast: Dr. Thomas Wester-
feld, der Betriebsleiter der DEPAL-Anla-
ge von Clariant, konnte dafür gewonnen
werden, seine Anforderungen an die
Zusammenarbeit mit der ISK – insbe-
sondere dem Engineering – aus Kun-
densicht zu schildern. Sein Blickwinkel
auf die Erwartungen an einen Enginee-
ring-Dienstleister ist umso interessanter,
da Dr. Westerfeld früher selbst im En-
gineering als Planer tätig war und sich Keine „Men-in-Black“-Double, sondern Mitarbeiter des Engineerings wechselten die Rolle und
somit sehr gut in beide Seiten hineinver- schlüpften in die Position des Kunden.
setzen kann.
Mit dem Blick durch die Kundenbril- und lösungsorientiert die Bedürfnisse miteinander zu diskutieren und sich über
le – tatsächlich wurden Sonnenbrillen des Kunden erfüllen. Wie jeder an der Potenziale und Ideen auszutauschen.
mit der Aufschrift „Kunde“ als Gimmick weiteren Verbesserung seiner Kunden- Die Veranstaltung endete mit dem
verteilt – begann anschließend die Ar- wirkung in den speziellen Punkten ar- Aufruf, die vorgestellten und erarbeite-
beit der Teilnehmer. Wer kennt nicht beiten kann und soll, stellten Michael ten Maßnahmen im Alltag umzusetzen:
den privaten Ärger über unendliche Wei- Strack und die Geschäftssegmentsleiter „Entscheiden Sie selbst, welche Maß-
terleitungen beim Anruf im Callcenter konkret vor. Einfache Möglichkeiten und nahmen Sie anwenden und beherzigen
oder Probleme mit dem unzuverlässigen Maßnahmen wurden aufgezeigt, die sich möchten. Machen Sie sich einen Spaß,
Fliesenleger … Doch wie würde ich mich in den normalen Arbeitsablauf einglie- einen Wettbewerb daraus, den Kunden
bewerten, wenn ich mein Kunde wäre? dern lassen, aber eine positive Wirkung im Positiven zu überraschen oder zu
Im Vorfeld zur Veranstaltung hatte das haben. „Das kann beispielsweise bedeu- verblüffen!“
Leitungsteam aus Gordana Hofmann- ten, Gespräche persönlich und Auge in Die Zielsetzung für die Zukunft for-
Jovic, Edwin Elias, Klaus Bongartz und Auge zu führen, um den Projektkollegen muliert der Leiter des Engineerings so:
Michael Strack seine Erwartungen an beim Kunden kennenzulernen, statt nur „Wir möchten nachhaltig immer besser
die Mitarbeiter definiert: Die Dienstleister eine E-Mail zu schicken. Empathie spielt werden, unsere Mitarbeiter weiter für die
aus dem Engineering sollen vom Kun- eine große Rolle dabei, Vertrauen zu Bedürfnisse unserer Kunden sensibilisie-
den als Berater wahrgenommen werden. schaffen“, erklärt Michael Strack. Leb- ren. Der Workshop kann nur ein Auftakt
Sie sollen individuell, innovativ, proak- haft nutzten die Teilnehmer die Möglich- sein für ein Thema, das dauerhaft in un-
tiv, kompetent, qualitätsbewusst, kreativ keit, während der Veranstaltung intensiv serem Fokus stehen soll.“
16 KnapsackSpiegel 02.|03.2015Chemiepark Knapsack
Redaktionskonferenzen der InfraServ Knapsack
Die Augen und Ohren der
Kommunikation
In den meisten Einheiten der InfraServ Knapsack gibt es Kollegen, die zusätzlich zu ihrer täglichen
Arbeit als Redakteure für das InfraNet/CPK-Intern und für den KnapsackSPIEGEL aktiv sind. Sie
spüren spannende Themen auf und tauschen sich regelmäßig in der Redaktionskonferenz aus.
W
as gibt es Neues bei der InfraServ Knapsack und
im Chemiepark? Welche Themen bewegen die
Mitarbeiter? Worüber sollte im InfraNet und im
KnapsackSPIEGEL berichtet werden?
Darüber machen sich die Redakteure der InfraServ Knap-
sack Gedanken. 17 sind im Moment aktiv, in vielen verschie-
denen Bereichen wie zum Beispiel dem Einkauf, der Logistik,
den Finanzen, der Ausbildung. Einmal im Monat treffen sie
sich mit dem Team der Kommunikation, Thomas Kuhlow und
Günther Geisler, zur Redaktionskonferenz. Diesmal nur in kleiner Besetzung, ansonsten sind es mehr: die Redakteure
Da geht es erst einmal um den Stand der Dinge: Wie Bengi Altinay (1. v. l.), Stefanie Baldus (2. v. l.), Dirk Borkenhagen (2. v. r.) und
sieht es mit noch ausstehenden Berichten aus, was ist schon Maria Dahmen (1. V. r.). Mittig Thomas Kuhlow (3. v. l.) und Günther Geisler.
fertig? Welche Ideen haben die Redakteure? Die Logistik in-
formiert etwa über die Lieferung eines Elektrofahrzeugs – das durch das Team der Kommunikation.
wäre doch einen Artikel wert. Die Sicherheit erwartet die Un- Als besonders positiv empfinden die Redakteure den
fallzahlen für das aktuelle Quartal und wird dazu etwas verfas- sowohl engen als auch offenen Austausch mit den Kollegen
sen. Ein Artikel zu einer neuen Sicherheitsrichtlinie ist schon aus anderen Bereichen. Für manche ist es zudem eine Ge-
fertig – der sollte in den KnapsackSPIEGEL, schließlich betrifft legenheit, neben dem „Alltag“ des Berufs kreativ zu sein.
er den ganzen Chemiepark. Werden selbst verfasste Artikel positiv angenommen, ist das
Die Planung der nächsten Ausgaben des KnapsackSPIE- eine schöne Bestätigung.
GELs gehört ebenfalls zur Redaktionskonferenz. Was steht an, Für den eigenen Bereich lässt sich als Redakteur einiges
was kann wann eingeplant werden? erreichen. Man hilft dabei, die Kommunikation innerhalb der
Die Redakteure selbst empfinden ihre Aufgabe als span- InfraServ Knapsack auszubauen, ist Multiplikator für wichtige
nend und abwechslungsreich, sehen sich als Augen und Themen und kann sie für alle Mitarbeiter darstellen. Gleich-
Ohren der Kommunikation. Wichtige Themen können an der zeitig lässt sich für die Einheit, in der man arbeitet, werben,
richtigen Stelle platziert, Stimmungslagen gespiegelt und sodass die Aktivitäten besser wahrgenommen werden. Jeder
diskutiert werden. Die Transparenz innerhalb der InfraServ Mitarbeiter kann sich im Grunde einbringen, indem Wünsche,
Knapsack wird erhöht. Alle Segmente nutzen die Redakti- Anregungen und Kritik dem zuständigen Redakteur mitgeteilt
onskonferenz, um sich gegenseitig zu informieren. So können werden, der diese in der Redaktionskonferenz weitergeben
auch Hinweise aus dem eigenen Segment direkt an die Kom- kann. Wichtige Hinweise, die dort angesprochen werden, kön-
munikation vermittelt werden. Bei der vorherigen Abstimmung nen den Kollegen im eigenen Segment zügig mitgeteilt wer-
mit dem Vorgesetzten können sich weitere interessante Infor- den. Oft lässt sich so etwas auf kurzem Weg klären.
mationen ergeben. Die bisherigen Erfahrungen der Redakteure zeigen, dass
In den kleineren Einheiten haben die Redakteure relativ die Mitarbeiter schon ein gewisses Gespür für interessante
wenig Aufwand, bringen aber trotzdem immer wieder inter- Themen haben. Dies kann aber noch mehr gefördert werden.
essante Themen ein. So manches lässt sich eben vom Fach- Wer glaubt, etwas Spannendes berichten zu können, sollte
mann/von der Fachfrau aus dem jeweiligen Bereich am besten sich stets beim zuständigen Ansprechpartner oder bei der Re-
kommunizieren. Zufriedenheit herrscht über die Unterstützung daktion des KnapsackSPIEGELs melden.
KnapsackSpiegel 02.|03.2015 17Chemiepark Knapsack
Eine tragende Säule in der Gesellschaft – auch im Karneval
Jeck als Ehrenamt
Uwe Kopainski arbeitet bei InfraServ Knapsack und engagiert sich seit Jahrzehnten
im Hürther Karneval.
infizierte den Hürther. Denn schon mit
20 Jahren wurde er am 10. Januar 1975
zum jüngsten Prinzen proklamiert. Im
gleichen Jahr gründete er den Stamm-
tisch Alt-Hürther Exprinzen. Doch hinter
den Kulissen wartete viel Arbeit auf Ko-
painski. Er war Kassierer, Schatzmeister
und zuständig für den Kartenverkauf.
1978 sprang er als Zugleiter ein und bis
heute war er fünfmal Prinzenführer bei
der Prinzengarde in Hürth. Kopainski
weiß: Ohne die freiwillige Hilfe vieler
Menschen wäre der Karneval so nicht
möglich. „Das Ehrenamt ist eine tra-
gende Säule der Gesellschaft“, so der
60-Jährige.
Damit nicht alles in Vergessen-
heit gerät, schrieb Kopainski 2005 ein
Buch über die Exprinzen in Alt-Hürth.
Geschichte schrieb auch schon sein
Großonkel Jupp Schlösser, von dem er,
Kopainski, vermutlich die Fröhlichkeit
und Freude beim Karneval hat. Jupp
Schlösser wurde durch seine Stim-
mungslieder im kölschen Karneval be-
Uwe Kopainski an seinem Arbeitsplatz in der Ver- und Entsorgung der InfraServ Knapsack. kannt. Schlösser, der 1983 im Alter von
81 Jahre starb, war Sänger und Lied-
D
as Ehrenamt prägt den Kar- in Hermülheim gegangen. Wir waren texter, arbeitete viel mit Willi Ostermann
neval. Und wenn die Sessi- als Ärzte verkleidet und demonstrierten und Gerhard Jussenhoven zusammen.
on beginnt, dann laufen die in dem Zug gegen die damals geplante Er schuf mehr als 50 Stücke in kölscher
ehrenamtlichen Helfer der zahlreichen Schließung des Krankenhauses“, erin- Mundart wie „Die Hüsjer bunt om Alder-
Vereine zu Hochtouren auf. Einer von nert sich der Hürther, der seit 2003 be- maat“ oder „Dat Glockenspill am Rot-
ihnen ist Uwe Kopainski. Der 60-jährige ruflich bei den Ver- und Entsorgungsbe- huusturm“. Den größten Erfolg erlangte
Hürther verdient seine Brötchen bei In- trieben im Werksteil Knapsack arbeitet Kopainskis Großonkel mit dem Liedtext
fraServ Knapsack im Chemiepark. Ko- und für den reibungslosen Ablauf an der „Kornblumenblau“, zu dem Jussenho-
painski ist dort ein Urgestein. 1979 fing Kläranlage zuständig ist. Auf die soziale ven die Melodie schrieb und das von
er bei Hoechst an. Schon damals konn- Schiene sei er durch das DRK gekom- Willy Schneider gesungen wurde. Seine
te er auf eine zehnjährige ehrenamtli- men. „Wir haben Senioren bei der Alten- Affinität zum Schreiben hat Kopainski
che Arbeit zurückblicken. „Zunächst war sitzung betreut“, erinnert er sich. vielleicht von seinem Großonkel. „Und
ich beim Deutschen Roten Kreuz. 1969 Karnevalsblut hatte er schon im- wenn alles klappt, wird mein Buch zum
folgte dann der Eintritt in die katholische mer in den Adern. 1972 trat er dem 40-jährigen Jubiläum des Ex-Prinzen-
Jugend in St. Severin. Noch im gleichen Fanfaren-Corps bei und nahm gleich stammtischs dieses Jahr im Herbst fer-
Jahr bin ich auch mit im Karnevalszug fast alle Kegelbrüder mit. Der Karneval tig“, fügt der Hürther Karnevalist an.
18 KnapsackSpiegel 02.|03.2015Chemiepark Knapsack
Ein weißer Kofferanhänger pendelt täglich zwischen Hürth und Leverkusen
Rollende Werbung für
InfraServ Knapsack
Günter Möhn ist viel unterwegs, täglich fährt er die Strecke zwischen dem Chemiepark
Knapsack und dem Chempark in Leverkusen.
F
ür die Anlagentechnik der InfraServ Knapsack ist
Möhn seit Februar 2014 verantwortlich für den Stand-
ort Chempark Leverkusen. Er organisiert nicht nur
Reparaturen, sondern auch den Transport der unterschied-
lichsten Bauteile. Aber das sind längst nicht immer nur sper-
rige Teile. Oft werden für die Kunden am Standort kleinere
Pumpen, Sicherheitsventile, Rohrleitungen und Montagema-
terialien benötigt. So etwas mit einem Shuttle zu transportie-
ren, der zwischen Knapsack und Leverkusen verkehren müss-
te, lohnt sich jedoch kaum – wenn es sich nicht gerade um
eine große Stückzahl oder schwere Bauteile handelt. Da hieß
es dann bis vor einiger Zeit oft in Möhns Richtung: „Bringst du
das mal eben mit?“
Der Teamleiter kam deshalb auf die Idee, einen Kofferan-
hänger anzuschaffen. Den kann er an seinen Pkw hängen und
auf diese Weise kleinere Transporte für die Kunden am Stand-
ort durchführen, die mit der InfraServ Knapsack zusammenar-
beiten. Möhns Vorgesetzter Ralf Richartz, Segmentleiter An-
lagentechnik, war von dem Vorschlag auch gleich begeistert.
Seither wird der Anhänger ständig genutzt. Möhn stellt ihn
häufig im Chemiepark Knapsack oder Hürth ab, wo der Hän-
ger dann in Ruhe be- oder entladen werden kann. Am nächs- Günter Möhn beim Beladen des Kofferanhängers.
ten Tag nimmt der Teamleiter ihn wieder mit. Dieses Vorgehen
bringe mehrere Vorteile: Zum einen bedeute es eine Zeiter-
sparnis, sowohl für InfraServ Knapsack als auch für die Kun- Knapsack oder Hürth einzulegen, den Anhänger zu beladen
den. Ist zum Beispiel in Leverkusen eine Pumpe defekt, kann und mitzunehmen, da sein Fahrweg ihn am Chemiepark
Möhn schnell reagieren und sie zügig, nach der Reinigung, Knapsack vorbeiführt.
zur Werkstatt nach Knapsack bringen. Ein weiterer Vorteil ist, Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass der weiße
den Hänger auch für Baustelleneinsätze mit den notwendigen Anhänger mit der großen blauen Aufschrift „Können sich An-
Werkzeugen und Bauteilen zu bestücken, ihn an der Baustelle lagen rundum wohlfühlen?“ sofort auffällt. Der Schriftzug und
abzusetzen und den Handwerkern zur Verfügung zu stellen. die Internetadresse der InfraServ Knapsack sind ebenfalls
Praktisch ein „fahrender Werkzeugkoffer“. aufgedruckt. So wird die Bekanntheit der InfraServ Knapsack
Zum anderen wird jedes Jahr eine ordentliche Summe im Chempark Leverkusen – und auch unterwegs – weiter er-
eingespart, weil InfraServ Knapsack kein Geld für die Trans- höht.
porte ausgeben muss, da Möhn regelmäßig Termine im „Die Kunden sind zufrieden, es gibt einen Spareffekt, und
Chemiepark Knapsack hat und anschließend den Hänger nur dann ist das Ganze auch noch eine tolle Werbung“, fasst Möhn
anhängen und mit nach Leverkusen nehmen muss. In Aus- zusammen. Eine Anregung des Teamleiters ist, dass jede Ab-
nahmefällen ist es für ihn auch kein Problem, auf dem Weg teilung der InfraServ Knapsack, die Transporte abwickelt, sich
nach Leverkusen oder nach Hause einen Zwischenstopp in dieses Konzept einmal für ihre Zwecke betrachten sollte.
KnapsackSpiegel 02.|03.2015 19Sie können auch lesen