Marke, Hochgenuss und Seismograf - "Suppe mit Sinn" BreNNpuNkt - DEHOGA Berlin
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November 2015
Das Mitgliederjournal des Hotel- und Gaststättenverbandes Berlin e. V.
Aktuell
Marke, Hochgenuss und Seismograf
Seite 4
Brennpunkt Brennpunkt
„Suppe mit Sinn“ Gastronomische Trends
Seite 10 und Konzepte
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10 16 21
Märkte und Produkte
Was erwartet der Gast von morgen? 22
Gefahr: Cyber-Kriminalität 24
Aktuell
Marke, Hochgenuss und Seismograf 4 News
News 28
Brennpunkt E Exklusiv für DEHOGA Mitglieder:
Der CC33-Yippie-Tarif: 2 Jahre kostenlos
„Suppe mit Sinn“ 10 surfen und telefonieren 30
Gastronomische Trends und Konzepte 12
Mitglieder
Wir in Berlin
50 Jahre Mosaik-Unternehmensverbund 32
Veranstaltungsplaner inszenierten Mitglieder-News 33
Berlin-Ausstellung 16
Festival of Lights: Ein Highlight im Oktober 17
Dönerproduktion 2.0 18 Recht und Rat
Club mit Visionen 20
Bar Convent Berlin 2015 21 Datenaustausch mit Drittländern 34
Energiespartipp 34
Impressum
Herausgeber: Hotel- und Gaststättenverband Berlin e. V., Willy Weiland (Präsident), Lutz Freise (Schatzmeister), Thomas Lengfelder (Hauptgeschäftsführer), Keithstraße 6, 10787 Berlin,
Telefon +49 30. 318048-0, Telefax +49 30. 318048-28, info@dehoga-berlin.de, www.dehoga-berlin.de; Redaktion: Michaela Piotrowski, +49 30. 318048-16, projekte@dehoga-berlin.de
Verantwortlich für den Inhalt: HOGA Berlin Service GmbH, Thomas Lengfelder (Geschäftsführer)
Verlag und Gesamtherstellung: TMM Marketing & Medien Verlag GmbH, Kantstraße 151, 10623 Berlin, www.tmm.de; hogaaktiv@tmm.de, Tel: 030. 20 62 67-3, Fax: 030. 20 62 67-50
Geschäftsführer: Jürgen H. Blunck, Objektleitung: Antje Naumann, Layout: Hartmut Orschel, Titelfoto: Bastian Fischer
Erscheinungsweise 11 Mal pro Jahr. Der Bezugspreis ist im Verbandsbeitrag enthalten. Namentlich gekennzeichnete Artikel sind Ausdruck grundsätzlicher Meinungsfreiheit; sie
geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion bzw. des Herausgebers oder des Verlages wieder. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist der Sitz des Verlages.
Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 01.01.2015.
hoga AKTIV · November 2015 Seite 3aktuell
Marke, Hochgenuss und Seismograf
19 Jahre Berliner Meisterköche: Wie die Restaurantkultur zum Imagefaktor wurde
A
m späten Nachmittag des 7. November
ist in der Küche des Hotel InterConti-
nental geschäftiger Trubel. Fünf Teams
arbeiten am Menü für das Gala-Diner: die Ber-
liner Meisterköchin Sonja Frühsammer, der
Brandenburger Meisterkoch Marco Giedow,
Manuel Schmuck, der „Aufsteiger des Jah-
res“, Lukas Mraz aus der„CORDOBAR“ und
Eberhard Lange vom gastgebenden Haus.
Die Teams sind emsig, alles funktioniert rei-
bungslos, man kennt und schätzt sich, routi-
niert wird der Stress überspielt, auch als die
Presse zum vereinbarten Rundgang erscheint,
Fragen stellt und Fotos macht. Und es sind ja
noch zwei Stunden Zeit, bis die Gäste im fest-
lich dekorierten Ballsaal des InterConti Platz
nehmen. Barbara Merll, Gastgeberin des Jah-
res, kann noch einmal durchatmen. „Ich bin
ziemlich aufgeregt, denn ich präsentiere dann
auf der Bühne die Weine“, verrät sie. Zum 19.
Mal ehrte Berlin Partner die besten Gastrono-
men der Hauptstadtregion.
Ein Blick zurück
Am Anfang stand ein Anruf. Den erhielt Prof.
Dr. Dr. Dieter Großklaus im Sommer 1997 von
Dr. Volker Hassemer aus einem Feinschme-
cker-Restaurant in dessen italienischem Ur-
laubsort. Dem Gründer und damaligen Chef
von Partner für Berlin ließen Überlegungen um
das Niveau der hauptstädtischen Feinschme-
cker- und Restaurantkultur keine Ruhe. Was Andrea Joras, Sonja Frühsammmer, Marco Giedow, Barbara Merll, Manuel Schmuck, Mitglie
man da machen könne, fragte Hassemer den
Bailli (Zunftmeister) von Berlin-Brandenburg der
Confrèrie de la Chaîne des Rôtisseurs Paris, einer der renom- Berlin-Enthusiasten und bekennenden Gourmets vereinbar-
miertesten Feinschmecker-Zünfte weltweit. „Vielleicht Spit- ten ein baldiges Gespräch. „Danach ging alles sehr schnell“,
zenköche suchen und eine Jury gründen …?“ Die beiden erinnert sich Professor Großklaus. „Anfangs waren wir noch
Foto: Berlin Partner
4 Seite hoga AKTIV · November 2015aktuell
lenkte Professor Großklaus die Arbeit der
Meisterköche-Jury und war dadurch gemein-
sam mit den Jurymitgliedern eng mit der gas-
tronomischen Entwicklung Berlins verbunden.
„Aus der Currywurst-Einöde wurde eine expe-
rimentierfreudige Hauptstadt mit einer welt-
weit ausgerichteten Kulinarik und einer starken
Spitzenstellung“, urteilt der ehemalige Wis-
senschaftler. Als internationaler Lebensmittel-
hygieniker und ehemaliger Präsident des Bun-
desgesundheitsamtes genoss der Träger des
Großen Bundesverdienstkreuzes viel Aner-
kennung in der gesamten Gastgeber-Branche.
„Die ‚Berliner Meisterköche‘ sind eine liebens-
werte Geschichte, die inzwischen anscheinend
Nachahmer in mehreren Metropolen der Welt
gefunden hat.“
Foto: Berlin Partner
Foto: privat
Herbert Beltle, erster Berli-
der der Initiative „Über den Tellerrand kochen e. V.“, Christof Ellinghaus und Dr. Stefan Franzke ner Meisterkoch 1997
unsicher, ob die Idee mit der Auszeichnung von ‚Berliner Berliner Meisterkoch des Premieren-Jahrgangs 1997 war
Meisterköchen‘ auch wirklich funktioniert, akzeptiert wird Herbert Beltle, der mit dem „Alten Zollhaus“ ein Berliner
und den erhofften Anschub bringt, aber dann hatten wir für „Genussfachwerk“ etablierte, das ein gastronomischer
Bedenken gar keine Zeit mehr. In der ersten Jury saßen be- Evergreen ist. „Das Presseecho in diesem ersten Jahr war
reits Persönlichkeiten wie Heinz Horrmann, Thomas Platt, riesig, das ist gar nicht mit heute zu vergleichen“, erinnert
Renate Peiler und Bernd Matthies.“ Schon im Herbst 1997 sich der überzeugte Regionalist Herbert Beltle. Allein die
wurden die ersten Berliner Meisterköche geehrt. „Im Hotel Veröffentlichungen in den Printmedien des Jahres 1997 zu
InterContinental – Willy Weiland war Chef des Hauses – fand der damals gerade neu ausgelobten genussreichen Initiati-
das dafür ausgerichtete Gala-Diner von Beginn an eine ku- ve füllen einen ganzen Ordner. Intern wurde viel diskutiert,
linarische Heimat“, so Professor Großklaus, der seit vielen warum die Wahl nicht auf Siegfried Rockendorf fiel, aber:
Jahren mit der Confrèrie de la Chaîne Berlin und Branden- Es kann nur einen geben! „Es ist ein Mosaikstein des Er-
burg kulinarisch durchforstet hat. „Das Schöne war und ist folgs, ein großer und leuchtender“, urteilt der Meisterkoch
die Harmonie in der Jury trotz der ganz unterschiedlichen in- der ersten Stunde, der im Jahr 2012 als „Gastronomischer
dividuellen Geschmacksrichtungen und -favoriten.“ 15 Jahre Innovator“ nochmals geehrt wurde. Die beiden KPM-Teller
hoga AKTIV · November 2015 Seite 5aktuell
stehen im Billard-Zimmer des „Aigner am Gendarmen- aus dem Ausland angezogen haben. Und die kochen freier,
markt“. frischer, frecher denn je zuvor, mit eigener, selbstbewuss-
Die Chronik der „Berliner Meisterköche“ liest sich wie das ter Handschrift, in kleinen, eigenen Restaurants. Die Kate-
Who‘s who der hauptstädtischen Köche-Elite. Klangvolle gorie ‚Aufsteiger des Jahres‘ war mit 18 möglichen Kan-
Namen wie Siegfried M. Rockendorf, Roel Lintermans und didaten dementsprechend 2015 auch die längste auf der
Tim Raue. Küchenchefs, die Entwicklungen anfachten und ‚kürzeren‘ Vorschlagsliste. Abgestimmt wurde etwa über
Restaurants groß machen. Berlin-Instanzen wie Kolja Klee- Industry Standard, Dottir, Nobelhart & Schmutzig, Martha’s,
berg, Matthias Buchholz, Michael Kempf und Weiterzieher die Cordobar“, so der Jury-Chef Dr. Stefan Elfenbein.
wie Ralf Zacherl und Bobby Bräuer. Was macht nun diesen Apropos Jury. Die besteht aus 14 Mitgliedern, bestehend
19. Jahrgang der „Berliner Meisterköche“ aus? Wir fragten aus Berlins führenden Food-Journalisten und -Kennern.
einen, der das ganz genau weiß: Dr. Stefan Elfenbein, Jour- Was eigentlich geschieht in einer Patt-Situation? „Das
nalist und Autor, seit 2012 Vorsitzender der Jury „Berliner kommt vor“, berichtet Dr. Elfenbein. „Wir entscheiden aus-
Meisterköche“. schließlich mit absoluter Mehrheit. In jedem anderen Fall –
also auch in einer Patt-Situation – wird neu diskutiert und
Der Jahrgang 2015 gewählt. Gerade das ist aber spannend: Die mitunter lang-
wierige, aber immer leidenschaftliche Debatte über diesen
„Wir als Jury folgen der Vision der Meisterköche-Gründer, oder jenen Ort oder Kandidaten regt ja auch jeden einzelnen
indem wir das Jahr über die kulinarischen Entwicklungen von uns an, mit frischem Blick neu nachzudenken. Über die
der Stadt sensibel beobachten. Pünktlich zur ersten Sitzung Nominierten wird übrigens per Handzeichen abgestimmt,
im neuen Jahresrhythmus tragen wir 14 dann zusammen, die Wahl der ‚Sieger‘ erfolgt dann geheim per Stimmzettel,
was uns positiv aufgefallen ist, wo Kreativität neu waltet die in der laufenden Sitzung ausgewertet werden.“
oder sich Gutes gesteigert hat. Das ist unsere Vorschlags-
liste, die Basis für alles, auch für die 25 Nominierungen. Die Initiatoren
Noch vor 2, 3 Jahren standen meist um die 90 Vorschläge
auf der Liste. Diesmal war die Vorschlagsliste deutlich kür- Was die Besonderheit des diesjährigen Meisterköche-Jahr-
zer – im letzten Jahr war das schon so. Neu ist aber auch, gangs ausmacht, fragten wir auch kurz vor Veranstaltungs-
dass Kunst, Können und Kreativität bei den Vorgeschla- beginn Andrea Joras, Geschäftsführerin von Berlin Partner.
genen dafür höher sind und auch in neue Richtungen ge-
hen. Die 5 am Ende Ausgezeichneten offenbaren dann ge- Was macht für Sie die Besonderheit des Meisterköche-
nau, was den Jahrgang ausmacht.“ Und das wäre? „Um Jahrgangs 2015 aus?
den einzuordnen, möchte ich noch auf den 2014er Jahr- Ich freue mich sehr, dass wir in diesem Jahr die erste Meis-
gang eingehen. Im letzten Jahr zeigte sich, dass auch die terköchin Berlins auszeichnen konnten. Die Jury lobt die
Küchenteams der großen, internationalen Köche – der von Küche Sonja Frühsammers als wahrhaft unverkennbar und
Gagnaire, Pérez, Raurich – tatsächlich in Berlin angekom- in der Hauptstadt einzigartig.
men waren, auf einmal groß aufkochten. In diesem Jahr be- Besonders bewegt mich der Gastronomische Innovator
obachteten wir, dass gerade deren Erfolgsgeschichten eine 2015 Über den Tellerrand kochen e. V.: Das Food-Projekt
neue Generation junger, kreativer Köchinnen und Köche oft zeigt, dass Essen nicht nur Genuss ist, sondern dabei hel-
Die Vorspeise kam vom „Hugo’s“-Team Der Aufsteiger des Jahres in Aktion
Schweinebäckchen made in Brandenburg Die Meisterköchin tischt auf Guten Appetit wünscht „Martha’s Restaurant“
6 Seite hoga AKTIV · November 2015aktuell
Anziehungskraft unserer Stadt noch weiter: Gäste und Ta-
lente strömen nach Berlin – für einen Urlaub oder zum Le-
ben und Arbeiten.
Was schätzen Ihre Partner-Unternehmen an der gehobe-
nen Restaurantkultur Berlins?
Berlin ist Gourmetstandort Nummer 1 in Deutschland – das
Angebot reicht von angesagtem Street-Food bis zu geho-
bener Küche: Insgesamt funkeln 20 Michelin-Sterne in der
Hauptstadt, darunter zehn 1-Sterne-Restaurants und fünf
Restaurants mit zwei Michelin-Sternen. Die Hauptstadt
überragt sogar München (15 Sterne) und Hamburg (8 Ster-
ne). Insgesamt stehen 1.500 Restaurants zur Wahl – da ist
für jeden Gourmet etwas Passendes dabei.
Andrea Joras, Geschäftsführerin von Berlin Partner
Das Gala-Diner
fen kann, Barrieren zu überwinden. Der Verein möchte ein
neues Miteinander zwischen Geflüchteten und Beheima- Die 400 geladenen Gäste des Gala-Diners der Berliner
teten schaffen – gemeinsam bereiten die Teilnehmer au- Meisterköche 2015 erlebten an diesem Abend einen Gau-
thentische Gerichte zu, essen, kommen ins Gespräch und menschmaus, wie es ihn in dieser Konstellation nur einmal
lernen die persönlichen Geschichten und Traditionen der gibt. Sonja Frühsammer präsentierte wie die anderen prä-
Flüchtlinge kennen. mierten Köche jeweils einen Zwischen- und Hauptgang:
Taube auf Blattspinat mit Thai Mango und Kokosnuss folgt
Woran machen Sie als Berlin-Partner-Netzwerk fest, dass an diesem Abend auf Kabeljau mit Ochsenmaulvinaigret-
die gehobene Gastronomie ein wichtiger Wirtschaftsfak- te und Liebstöckelbohnen. Marco Giedow überzeugte mit
tor in der Hauptstadt ist? Schweinebäckchen mit Buchenrauch, Pastinake und Quit-
Berlin ist eine der lebenswertesten Städte der Welt, die te. Manuel Schmuck verwöhnte die Gäste mit Sous-vide-
viel Freiraum für Kreativität bietet. Auf junge Talente der gegarter Rinderbrust mit Rote-Bete-Schwarzkümmel-Brot,
Gastro-Szene, die sich ausprobieren möchten, wirkt das gebratener Roter Bete, Rucola, eingelegter Steckrübe und
wie ein Magnet. Wie in kaum einer anderen Stadt kön- Misoschmand. Warmes Beef Tatar mit brauner Butter, Soja-
nen sie in der Küche nach Herzenslust experimentieren sauce, Pilzen und Röstzwiebeln entstammt den Kochküns-
und neue Konzepte erproben. Die Berliner Spitzengast- ten von Lukas Mraz. Zuvor startete das Diner – nach be-
ronomie wird daher auch immer internationaler: Gerichte währter Tradition – mit einer Vorspeise vom Chefkoch des
von allen Kontinenten der Welt können in Berlin gekos- Restaurants „Hugos“ im InterContinental Hotel, Eberhard
tet werden, Sterneköche aus Europa, darunter aus Öster- Lange. Die Preisträger erhielten von ihren Laudatoren in-
reich, Belgien und Spanien, kochen in Berlin. Im Umkehr- dividuell angefertigte, handbemalte Teller der Königlichen
schluss verstärkt die herausragende Restaurantkultur die Porzellan-Manufaktur. Fotos: Bastian Fischer
Von der Donau an die Spree: Lukas Mraz Startklar für den gesunden Appetit der 400 geladenen Dinergäste
hoga AKTIV · November 2015 Seite 7aktuell
Der Ausblick de auch im Format des Gala-Diners. Schon die Einrichtung
von Kochinseln im Saal brachte Bewegung in das Genuss-
In den 19 Jahren Initiative „Berliner Meisterköche“ haben Event. „Die Köche agieren nicht als anonyme Wesen in der
sich auch immer wieder die Kategorien geändert, so wurde Küche, sondern kommen mit den Gästen ins Gespräch.
im Jahr 2008 der erste „Gastronomische Innovator“ gekürt, Schließlich sind sie die Hauptpersonen des Abends“, so
der Patissier und der Sommelier verschwanden von der Lis- Willy Weiland. „Es liegt im Charakter der Initiative ‚Berli-
te. Warum? „Die Kategorien spiegeln Entwicklungen der ge- ner Meisterköche‘, die Stadt in ihrer Lebendigkeit und Viel-
hobenen Restaurantkultur in der Hauptstadt wider: Berufs- falt widerzuspiegeln. Es ist ja gerade die kreative Szene, die
gruppen oder Sparten, die Aufmerksamkeit und Beachtung unsere Metropole für Menschen aus aller Welt so attrak-
verdienen. Wir versuchen Entwicklungen entgegenzuge- tiv macht. Berlin ist eine Marke und die ‚Berliner Meister-
hen, brauchen aber gleichzeitig die Qualitätsdichte, um no- köche‘ müssen fest mit dieser Marke verkoppelt sein.“
minieren zu können“, erklärt Dr. Stefan Elfenbein, der auf der
Meisterköche-Pressekonferenz im September den Wettbe- von Brigitte Menge
werb als Hauptstadt-Seismografen bezeichnete – ein Gerät,
das exakt Bodenbewegungen registriert. Was bewegt sich www.berlin-partner.de
wo in der Gastronomie-Metropole? „Nach den großen, inter- www.berliner-meisterkoeche.de
nationalen nun die freien, wilden Köche, aber auf einmal in
anderen Stadtteilen. Neukölln boomt, auch Kreuzberg, Schö-
neberg. Mitte und Charlottenburg waren diesmal ganz weit
Preisträger „Berliner Meisterköche 2015“
hinten. Dort war 2015 im Gegensatz zu früheren Jahren nur
wenig vorgeschlagen, nur vereinzelt nominiert. Grund sind
• Berliner Meisterkoch 2015: Sonja Frühsammer,
gestiegene und teils unverschämt überteuerte Mieten. Auf
„Frühsammers Restaurant“
Kreativität folgt Kommerz. Der Verlierer ist Berlin. Hierauf • Brandenburger Meisterkoch 2015: Marco Giedow,
aufmerksam zu machen, sehen wir, die Jury, auch als Teil un- „Ferienhof Spreewaldromantik“, Burg (Spreewald)
serer Verantwortung, als Teil der Vision“, so der promovierte • Aufsteiger des Jahres 2015: Manuel Schmuck,
Politikwissenschaftler Stefan Elfenbein. „MARTHA’S RESTAURANT“
Mit dieser sensibilisierten Aufmerksamkeit wird die Initiati- • Berliner Gastgeber 2015: Barbara Merll,
ve der „Berliner Meisterköche“, die ja mit 19 Jahren längst „SKYKITCHEN Restaurant / Bar flavored by a.choice”,
erwachsen geworden ist, das Aushängeschild „Genussme- andel’s Hotel Berlin (Maître)
tropole Berlin“ pflegen, um im gleichen Takt mit der sich • Berliner Szenerestaurant 2015: CORDOBAR
ständig verändernden Stadt oder gar noch ein bisschen flot- • Gastronomischer Innovator 2015: Über den Tellerrand
ter zu laufen. Potenzial sieht Willy Weiland, Präsident des kochen e. V.
DEHOGA Berlin und von Beginn an Mitglied der Jury, gera-
Foto: Bastian Fischer
Die Geschäftsführung von Berlin Partner, Andrea Joras und Dr. Stefan Franzke, und die Jury: Prof. Dr. Dr. Dieter Großklaus, Dr. Stefan Elfenbein
(Vorsitzender), Rose Marie Donhauser, Jürger Schiller, Bernd Matthies, Nikolas Rechenberg, Heinz Horrmann, Eva-Maria Hilker, Manuela Blisse,
Thomas Platt, Alexandra Kilian und Dr. Erwin Seitz
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„Suppe mit Sinn“
Genießen und helfen
Foto: flocke2/pixelio.de
H
elfen ist angesichts des Zustroms von Flüchtlingen positiv. Daher werden wir auch dieses Jahr im Zeitraum der
nach Deutschland gerade ja in aller Munde. In al- Aktion wieder daran teilnehmen und hoffen, die Spenden-
ler Munde sind hoffentlich auch bald die wärmen- einnahmen erneut erhöhen zu können.“ Auch das Restau-
den Herbst- und Wintersuppen, die einen guten Zweck un- rant Reinhard‘s am Kurfürstendamm macht wieder mit, und
terstützen. Helfen mit dem, was man am besten kann, so zwar zum dritten Mal. „Zustande kam es durch die aktive
könnte man die Aktion „Suppe mit Sinn“ kurz umschrei-
ben, in diesem Fall also Kochen. Gastronomen geben von
jeder verkauften Suppe 1 Euro als Spende an die Berliner
Tafel. Viele Betriebe machen bei dieser Aktion zum wie-
Die Aktion „Suppe mit Sinn“,
derholten Mal mit. Das MANI Restaurant in der Torstraße findet vom 1. Dezember 2015
verkaufte 2014 im Rahmen der Aktion 765 Suppen, für die
jeweils 1 Euro an die Berliner Tafel ging. „Die ‚papaya res- bis zum 29. Februar 2016 statt.
taurants‘ unterstützten ‚Suppe mit Sinn‘ im letzten Jahr mit
Spendeneinnahmen in Höhe von 1.910 Euro“, freut sich de-
ren Chef Michael Näckel. „Im Jahr davor konnten wir einen Anfrage von Herrn Karatas“, erinnert sich Mona Dressler.
Betrag in Höhe von 1.026 Euro überweisen. Die Reaktion „Wir hatten 2013 ein sehr langes Gespräch und meine an-
der Berliner und internationalen Gäste war durchweg sehr fänglichen Bedenken, unser soziales Gewissen zu einfach
und zu schnell zu erleichtern, wurden von ihm schnell wi-
derlegt. Tatsächlich, jeder Euro zählt! In diesem Jahr wer-
den wir wieder eine Kartoffelsuppe für die Aktion für 10
Euro verkaufen. Damit konnten wir im Winter 2013/14
schon 900 Euro sammeln. Im Winter 2014/15 gab es Topi-
nambursuppe, da kamen nur 500 Euro zusammen. Deshalb
nehmen wir dieses Jahr wieder eine ‚einfache‘ Suppe und
hoffen, wieder mehr Geld sammeln zu können.“
Die Berliner Tafel unterstützt die an der Aktion teilnehmen-
den Betriebe mit verschiedenen auch zweisprachigen Wer-
bematerialien wie Flyern, Tischaufstellern, Plakaten und Lo-
Die Berliner Tafel bittet Berliner Gastronomiebetriebe um Unter-
gos, sodass die Aktion in den Betrieben sehr gut akzeptiert
stützung bei der Winterhilfsaktion, da jeder Mensch im Winter eine und an die Gäste bestens kommuniziert werden kann, so
wärmende Suppe mag. Von jeder an Ihre Gäste verkauften „Suppe Michael Näckel von den papaya restaurants, der auch Be-
mit Sinn“ spenden Sie einen Euro an die Berliner Tafel. Aktionszeit- zirksbeauftragter des DEHOGA Berlin für Friedrichshain-
raum: 01.12.2015 bis 29.02.2016. Sie erhalten selbstverständlich eine Kreuzberg ist.
Spendenquittung. Die Idee zur Aktion „Suppe mit Sinn“, die vom 1. Dezem-
Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie unter
ber bis zum 29. Februar 2016 stattfindet, stammt aus der ös-
www.berliner-tafel.de/suppemitsinn oder wenden Sie sich bitte an
terreichischen Hauptstadt. Bei der jährlichen Winterhilfsakti-
den Fundraiser Herrn Karatas unter: karatas@berliner-tafel.de
Vielen Dank! on der Wiener Tafel widmen sozial engagierte Gastronomen
eine Suppe auf ihrer Speisekarte der Wiener Tafel und füh-
10 Seite hoga AKTIV · November 2015brennpunkt
ren für jede Portion 1 Euro an Österreichs älteste Tafel ab.
Foto: Fanny Rothe Öffentlichkeitsarbeit Berliner Tafel e. V.
Mit 1 Euro versorgt die Wiener Tafel bis zu 10 Armutsbetrof-
fene mit Lebensmitteln – Lebensmittel, die andernfalls ver-
nichtet würden. Die Berliner Tafel ermöglicht etwa 125.000
Menschen – ein Drittel davon Kinder und Jugendliche – eine
Unterstützung mit monatlich 660 Tonnen gespendeten Wa-
ren, die bei großen Supermarktketten und kleinen Gemüse-
läden, direkt bei Herstellern oder bei Marktständen abgeholt
werden. Sie arbeitet ohne öffentliche Gelder und lebt auch
nicht von großen Einzelspenden, sondern von den vielen klei-
nen Spenden der Berliner. Sei es per Überweisung, per Ein-
wurf in die Spendenbüchse, durch die einfache Spende des
Leergut-Bons in die Pfandboxen im Supermarkt oder das Be-
stellen einer „Suppe mit Sinn“: Jeder Cent hilft. Daher ist die
„Suppe mit Sinn“ eine wunderbare Gelegenheit, das Ange-
nehme mit dem Nützlichen zu verbinden.
von Gerald Backhaus
Sie wollen mitmachen bei „Suppe mit Sinn“?
Ob Gastronomie, Hotellerie oder Caterer – interessierte Betriebe
können sich bei der Berliner Tafel an Achim Karatas wenden unter
Tel. 030. 68815007 oder per Achim Karatas (Berliner Tafel) und Mona Dressler (Reinhard‘s) bei der
E-Mail: karatas@berliner-tafel.de Urkundenübergabe für Winter 2014/15 im September 2015
hoga AKTIV · November 2015 Seite 11Brennpunkt
Gastronomische Trends und Konzepte
Von Lifestyling über Zero-Waste bis zum Chill-Zonen-Faktor
B
erlin liegt im Trend, dass wissen wir
nicht erst seit heute. Welche Trends
können wir nun in der Gastronomie
ausmachen? Was bedeutet eigentlich dieses
Wort „Trend“? Wikipedia bezeichnet Markt-
trends als eine voraussichtliche Entwicklung
der Nachfrage, aber auch als Kreiseln und
nach unten Rollen. Genauso wie wir es auch
in der Gastronomie sehr gut beobachten kön-
nen, entstehen Trends im engen Zusammen-
hang mit der Nachfrage. Sie verschwinden
teilweise wieder, können aber auch als neue
Konzepte längere Jahre Bestand haben – ob
nun als Nischen-Konzeption oder als trendige
Ideenschmiede mit dem Hang zur Kompatibi-
lität.
Über Trends neue Gäste gewinnen
Wer mit einem neuen Trend bzw. Konzept
in die Gastronomie einsteigen will, hat nicht
nur behördliche Hürden zu überwinden, son-
dern sollte auch auf einem festen Finanzie-
rungskonzept stehen. Da Banken gegenüber
Gastro-Start-ups skeptisch sind, hat sich der
Leaders Club Deutschland bereit erklärt, die-
se mit Kapital und Know-how zu unterstüt-
Foto: www.helenesouza.com/pixelio.de
zen. Das nutzen viele NeugründerInnen und
dadurch können viele Trend-Ideen umgesetzt
werden.
Systemgastronomen, wie unter anderem
Viapiano oder Osteria, schaffen Identität. Der
Konsument hat keine langen Entscheidungs-
wege und kann Vertrauen aufbauen. Was
aber ist mit den Gastronomen, die sich nicht
so breit aufstellen können oder wollen? Sie
versuchen, über Trends neue Gäste zu gewin-
nen. Nachfolgend nun eine aktuelle Auswahl,
die natürlich bei der Vielzahl der Angebo- eine Konkurrenz zu den be-
te keinen Anspruch auf Vollständig- kannten Fast-Food-Ketten
keit erhebt, erheben kann: dar. Die Berliner Cur-
Fast Food im Gastronomie-Be- rywurst ist salonfä-
trieb bedeutet unter ande- hig geworden und
rem, dass Burger & Co., aber als Trend aus vie-
auch die Berliner Currywurst, len Betrieben so-
Einzug in die Restaurants ge- wie hochwertigen
nommen haben. Aus frischem Events nicht mehr
Fleisch hergestellte Burger mit wegzudenken.
ixelio.de
frischen Salaten und knackigen Foto: kn
ipser5/p Lifestyling Konzept
Pommes frites stellen immer mehr bedeutet, ich sehe, wie es
12 Seite hoga AKTIV · November 2015Brennpunkt
gemacht wird. Ich möchte sehen, wie mein Essen frisch
zubereitet wird. Der „Do it yourself“-Trend, ausgelöst
durch den Vertrauensverlust gegenüber der Nahrungsmit-
telindustrie.
Food Pairing – weg von eingefahrenen Geschmacksmus-
tern, hin zu neuen Aroma-Paarungen.
Hybrid Food – durch Mixen, Mischen und Kreuzen gibt es
in unserer globalen Welt keine Grenzen mehr. Daraus resul-
tieren neben neuen Markenprodukten auch neue Konzep-
te in der Gastronomie wie zum Beispiel Supermärkte, in de-
nen man einkaufen, kochen und essen kann.
Cocina Novoandina – nach den skandinavischen Spitzen-
köchen sind nun die der südamerikanischen
Foto: Ketering GmbH
Anden mit ihrer „Cocina Novoandina“
im Kommen. Roher, in Limettensaft
marinierter Fisch gilt als das „Su-
shi der Anden“. Es wird meis-
tens mit Süßkartoffeln und ge-
röstetem Reis serviert. Streetfood ist die
New Gardening sind Restau- Verbindung von Es-
rants, die ihren eigenen Kräu- sen, Genuss und Event. Diese
ter- und Gemüsegarten betrei- Entwicklung begleitet inzwischen
ben. viele Event-Konzepte und wird vo-
Tee wird der „neue“ Coffee to raussichtlich den Begriff Fingerfood
go. Dieser Trend verbreitet sich ablösen. Serviert werden Burger, Pulled
schneller, als man denkt. Foto: Moni Sertel/pixelio.de Pork, Sandwiches, lokale Gerichte, Thai-
Kaffee-Spezialitäten sind schon seit Food und vieles mehr. Im Vordergrund steht
einigen Jahren ein Trend und es gibt immer nicht nur der „Service auf die Hand“, sondern be-
wieder neue und kreative Ideen. sonders die frische Zubereitung vor den Augen der Gäste.
Edelfleisch – Verwendung von „anderen“ Fleischteilen Take-away und Home delivery take-away – der stärkste
und das Rückbesinnen auf vernachlässigte Verarbeitungs- Trend im Außer-Haus-Geschäft.
methoden, denn das ganze Tier soll verarbeitet werden, um Glutenfreie Gerichte und Menüs werden immer mehr
keinen Raubbau an der Umwelt zu betreiben. nachgefragt. Der Einzelhandel stellt sich genauso auf diese
Gasthausbrauereien und große Bierwirtschaften nach Tendenz ein wie so mancher Gastronom, um den Bedürf-
bayerischer Art sind ebenfalls schon seit längerer Zeit am nissen seiner Gäste gerecht zu werden.
Markt, allerdings entwickelt sich zunehmend
der Craft-Bier-Trend. Es gibt eine Vielzahl
von handwerklich (Craft) hergestellten Bie-
ren, auch die großen Brauer haben Craft-Edi-
tionen aufgelegt oder brauen alte, neue Spe-
zialitätenbiere.
Außengastronomie – nicht nur klimabedingt
verlagern immer mehr Betriebe ihren Ge-
schäftsbereich in den Außenbereich. Von der
Cocktailbar mit Chill-Zonen-Faktor bis hin zur
gehobenen Gastronomie mit weißen Tischde-
cken und allem Drum und Dran, das dazu ge-
hört. Dieser Trend ist nicht zu unterschätzen,
denn er ist weitaus mehr, als „nur“ draußen
zu sitzen: Er vermittelt den Gästen Berlins
auch das Flair unserer ganz besonderen Stadt.
Foto: Bastian Fischer
Dine and Dance – Nightlife-Trend Dinner-
clubs, wie zum Beispiel im historischen Post-
fuhramt. Sterne-Köche oder -Küchen sind
immer am Markt und nicht nur ein Trend,
sondern eine Gastronomie-Philosophie.
hoga AKTIV · November 2015 Seite 13Brennpunkt
Vegetarische Restaurants sind nicht nur bei
Vegetariern beliebt. Es gibt den Begriff Flexi-
tarier, das sind Menschen, die einen Teilzeit-
Vegetarismus bevorzugen, veganes oder ve-
getarisches Food gerne einmal ausprobieren,
ohne sich gleich konsequent vegan zu ernäh-
ren. Strikte Verbote lassen Flexitarier nicht
gelten, für sie steht der gesunde Genuss im
Foto: Mika Abey/pixelio.de
Vordergrund, sie ver-
zichten meh-
Foto: Harald Schottner/pixelio.de
„In Zeiten standardisierter
Gastronomie-Konzepte ist
Individualität gepaart mit
persönlichem Gästekontakt ein
wichtiger Eckpfeiler zum Erfolg!“
Foto: Margot Kessler/pixelio.de
Ressourcen zu beweisen. Wenn es um Nachhaltigkeit und
auch neue Trends geht, stehen Qualität, Frische und Regi-
rere Tage in der Woche auf Fleisch. „Soft Health“ ist die onalität ganz oben.
vegane und vegetarische Ernährung mit attraktivem Ge-
müse sowie unter Berücksichtigung regionaler Aspekte. Wer sich „öffnet“, kann selbst zum Trendsetter werden
No-Waste- oder Zero-Waste-Restaurants – verschwin-
de, Verschwendung! Ein Dauerthema unserer Branche ist Die traditionelle Gastronomie sollte sich den neuen Ent-
„Wie kann ich Kosten sparen?“. Bis zu 50 Prozent aller wicklungen gegenüber nicht verschließen, sondern mit in-
Lebensmittel werden durch Verschwendung und Verderb novativen Ideen und dem Schaffen einer eigenen Identität
weggeworfen. Große Portionen, bis zum Schluss aufgefüll- eine positive Zukunft gestalten. In Zeiten standardisierter
te Büffets, knapp über dem Mindesthaltbarkeitsdatum in Gastronomie-Konzepte ist Individualität gepaart mit persön-
der Mülltonne landende Lebensmittel und vieles mehr. Ein lichem Gästekontakt ein wichtige Eckpfeiler zum Erfolg!
Großteil der Verschwendung ist dem Konsumverhalten ge- Wie wird sich die Gastronomie in den nächsten Jahren ent-
schuldet. Echte Nachhaltigkeit, die nur durch das Reduzie- wickeln, um den Gästewünschen gerecht zu werden? Wer-
ren von Verschwendung erzielt wird, liegt dem Konzept die- den uns in dieser schnelllebigen Zeit die heutigen Trends
ses Restaurant-Trends zugrunde. und traditionellen Konzepte begleiten? Welche Entwicklun-
Nachhaltigkeit und das Umweltbewusstsein eines jeden gen wird unsere Branche erleben? Werden neue Berufsbil-
Gastes und auch Gastronomen sind ein Trend, wenn nicht der entstehen oder werden die bisherigen eine Renaissance
sogar der wichtigste Trend, um Verant- erleben? Professor Dr. Christian Buer von der Hochschu-
wortung gegenüber den le Heilbronn meint: „Zukunft-Trends können Hybridmodelle
sein, denn wir müssen den neuen Gästewünschen gerecht
werden. Der Gast will flexibel bleiben, denn er möch-
te nicht immer heute entscheiden, was er morgen
tut.“ Jeder Gastronom muss für seinen Betrieb ent-
scheiden, wohin seine gastronomische Rei-
se geht. Er sollte stets flexibel sein,
um rechtzeitig auf beachtenswerte
Trends und Entwicklungen angemes-
sen reagieren zu können. Wer sich
als Gastronom „öffnet“, kann sogar
selbst zum Trendsetter werden!
Foto: Mika Abey/pixelio.de
von Klaus-Dieter Richter
hoga AKTIV · November 2015wir in berlin
Foto: visitBerlin
Veranstaltungsplaner inszenierten Berlin-Ausstellung
„con|temporary Weekend“ vom 9. bis zum 11. Oktober in Berlin
E
rstmals hat das visitBerlin Berlin Convention Office Die „Green Berlin“ Tour präsentierte die nachhaltige und
vom 9. bis zum 11. Oktober Veranstaltungsorganisa- ökologische Seite der Hauptstadt, bei „Berlin Food“ lern-
toren aus Deutschland zum „con|temporary Week- ten die Teilnehmer kulinarische Trends unter anderem auf
end“ in die Hauptstadt geladen. Höhepunkt des Wochen- Street-Food-Märkten kennen.
endes: Die Teilnehmer entwarfen eine eigene temporäre
Berlin-Ausstellung, den „con|temporary showroom“. „con|temporary showroom“-Teilnehmer präsentierten
„In den vergangenen neun Jahren haben wir Berlin mit der Berlin-Ausstellung
Deutschland Roadshow in andere Städte gebracht. Zum
10. Jubiläum haben wir Veranstaltungsplaner erstmals nach Während der Touren haben die Teilnehmer typische Ber-
Berlin geladen“, sagt Heike Mahmoud, Director Conven- lin-Objekte zusammengetragen, die sie anschließend in ei-
tions des Berlin Convention Office von visitBerlin. „Hier ner temporären Ausstellung, dem „con|temporary show-
konnten sich unsere Gäste für ihr nächstes Event von den room“, arrangierten. Die Berlin-Ausstellung wurde auf
vielfältigen Möglichkeiten Berlins inspirieren lassen.“ einer Vernissage am zweiten Abend des Wochenendes al-
Insgesamt sind drei „con|temporary Weekends“ ge- len Teilnehmern und Partnern des „con|temporary Week-
plant. Zwei weitere FamTrips werden im Frühjahr 2016 end“ präsentiert. Das „con|temporary Weekend“ wurde
stattfinden. mit stadtweiten Partnern – darunter Hotellerie, Locations
Das Programm umfasste neben Networking-Veranstaltun- und Servicepartner – veranstaltet.
gen ebenfalls vier Touren zur Auswahl: „Green Berlin“,
„Berlin Luxury“, „Berlin Food“ und „Berlin Art & Design“. experience.visitBerlin.de
16 Seite hoga AKTIV · November 2015wir in berlin
Festival of Lights –
Ein Highlight im Oktober
2015 ist das Internationale Jahr des Lichts und der lichtbasierten Technologien. Dazu erstrahlte die Hauptstadt im Rah-
men des Festival of Lights bereits zum elften Mal in besonderem Licht. Dieses Spektakel zog wieder viele Besucher in die
Stadt und davon profitierte auch die Berliner Hotellerie.
Der Herbst zeigte sich bis zur Mitte des Monats eher von seiner rauen Seite. Kühle Temperaturen und viel Regen konn-
ten jedoch scheinbar niemanden davon abhalten, sich in der Zeit vom 9. bis zum 18. Oktober allabendlich die kunst-
voll beleuchteten Wahrzeichen der
Stadt anzusehen. Nicht nur für die
Veranstalter, auch für die Hotellerie Hotel-Performance zum Festival of Lights 2015 /2014*
war dieses Festival of Lights ein ech-
ter Erfolg. Der RevPar konnte im Ver- Occupancy in % Average Daily Rate in Euro RevPar in Euro
2015 2014 Var. Var. % 2015 2014 Var. Var. % 2015 2014 Var. Var. %
gleich zum vergangenen Jahr um fast
5 Prozent gesteigert werden, denn Berlin 87,6% 85,8% 1,8 2,1% 97,7 95,2 2,5 2,6% 85,6 81,7 3,9 4,8%
Berlin 3* 90,4% 88,7% 1,7 1,9% 70,1 66,7 3,4 5,1% 63,4 59,2 4,2 7,1%
sowohl die Belegung (+ 2,1%) als Berlin 4* 86,7% 84,9% 1,8 2,1% 88,0 85,1 2,9 3,4% 76,3 72,2 4,0 5,6%
auch die Rate (+ 2,6%) haben merk- Berlin 5* 87,9% 87,1% 0,8 0,9% 159,0 160,7 -1,7 -1,1% 139,8 140,0 -0,2 -0,1%
lich zugelegt.
Besonders stark hat sich die 3-Sterne-Hotellerie gezeigt. Dank einer beachtlichen Ratensteigerung um 5 Prozent konn-
ten die Häuser ihren RevPar um stolze 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr anheben, denn auch die Belegung stieg um
knapp 2 Prozent. Leicht hinter den Ergebnissen des letzten Festival of Lights blieben die 5-Sterne-Häuser der Stadt zurück.
Sie konnten die Durchschnittsrate des vergangenen Jahres nicht halten und die Belegung nur leicht steigern, sodass der
RevPar am Ende um 0,1 Prozent unter dem des Vorjahres lag.
DEHOGA Berlin angeschlossene Unternehmen können sich immer tagesaktuelle Auswertungen von der Verbands-Website downloaden:
www.dehoga-berlin.de/daten-a-fakten/cityreport
Fairmas GmbH, Sachsendamm 6, 10829 Berlin, Tel.: 030. 3229405-20, Fax: 030. 3229405-21
E-Mail: office@fairmas.com www.fairmas.com
hoga AKTIV · November 2015 Seite 17wir in berlin
Dönerproduktion 2.0
BAHA eröffnet neue Produktionsstätte
Fotos: Peter-Paul Weiler, Berlin Event Foto
BAHA-Eröffnungszeremonie mit Senatorin Kolat
E
s gibt tatsächlich wenige Gerichte, die internationa- Die von Hasan Babur Anfang der Neunzigerjahre gegründe-
len Ruhm genießen und eine starke Verbindung zu te BAHA ist einer der bekanntesten Akteure im Berliner Dö-
Berlin haben. Der mit den türkischen Einwanderern nermarkt. Viele Berliner Imbisse mit den mittlerweile üb-
nach Berlin immigrierte Döner Kebap ist ohne Zweifel das lichen Kundenschlangen werden von BAHA bedient. Der
derzeit erfolgreichste Fastfood aus der Hauptstadt. Familienbetrieb, der bisher in einer Produktionsstätte in Fal-
kensee untergebracht war, arbeitete seit Langem an der
Döner-Hauptstadt Berlin Kapazitätsgrenze und die örtlichen Ausbaumöglichkeiten
waren ebenfalls bereits erschöpft.
Die Beziehung zu Berlin wird auch durch einige Legenden Mit dem Einstieg der nächsten Generation im Betrieb kam
gepflegt, wonach mal der eine, mal der andere Berliner Im- auch der Wunsch nach einer neuen Perspektive. Das Ergeb-
bissbetreiber auf die Idee kam, den in der Türkei bis da- nis dieser Entwicklung lässt sich am Saatwinkler Damm in
hin auf dem Teller servierten Döner im Brot anzubieten. Es zentraler Lage beobachten. Ein imposanter Neubau mit über
ist unbestritten, dass der heute bekannte Döner Kebap im 2.000 Quadratmetern Produktionsfläche und angeschlosse-
Brot seinen Ursprung in Berlin hatte, weswegen auch viele ner Verwaltung bietet über 60 Mitarbeitern Platz und ermög-
Buden im Ausland den Döner als deutsche Spezialität ver- licht eine Produktionskapazität von 70 Tonnen pro Tag.
markten.Berlin gilt mit über 1.000 Läden aber auch als Dö- Es ist bereits erkennbar, dass die Entwicklung der Döner-In-
ner-Hauptstadt. 250 Betriebe der deutschen Döner-Indus- dustrie dynamisch weitergeht und das Bild von Berlin mit-
trie beliefern nach Angaben des Vereins ATDiD sogar 80 prägen wird.
Prozent des EU-Markts. 600
Tonnen Fleisch stecken sie von Burhan Gözüakça
dafür pro Tag auf die Spieße.
www.baha-food.de
BAHA baut neu
Die Produktionsbetriebe der
ersten Stunde passen sich
auch den Marktbedürfnis-
sen immer mehr an. So ent-
stehen neue hochmoderne
Betriebe, die nach EU-Nor-
men gebaut werden und
sich auf den weltweiten Ver-
trieb von Dönerspießen kon-
zentrieren. Muhammed Babur, Hasan Babur und Ali Babur v. l. n. r. Der Neubau am Saatwinkler Damm
18 Seite hoga AKTIV · November 2015Anzeige
Welche Kündigungsfrist gilt? – Neues zum Günstigkeitsvergleich
N
achdem das Arbeitsverhältnis über 20 Jahre bestand, Mindestfristen, welche ausnahmslos einzuhalten seien, so-
vereinbarten die Parteien eine Kündigungsfrist von dass für den Günstigkeitsvergleich nicht – wie bisher in der
6 Monaten zum 30. Juni oder 31. Dezember eines Praxis üblich – auf den Zeitpunkt des Ausspruchs der Kündi-
Jahres. Im Dezember 2012 kündigte die Arbeitgeberin das gung abgestellt werden darf. Spätestens mit Eintritt des Ar-
Arbeitsverhältnis ordentlich zum 30. Juni 2013. Die Klägerin beitnehmers in die jeweilige „Stufe“ des § 622 Abs. 2 BGB
vertrat die Ansicht, dass die gesetzliche Kündigungsfrist von müsse feststehen, welche Regelung die günstigere sei. § 622
7 Monaten gemäß § 622 Abs. 2 S. 1 Nr. 7 BGB einzuhalten ist Abs. 5 S. 3 BGB lasse zudem nur Vereinbarungen hinsichtlich
und die Kündigung nur zum 31. Juli 2013 wirkt. einer „längeren“, nicht jedoch eine „im konkreten Fall länge-
Das BAG entschied am 29. Januar 2015 (2 AZR 280/14), dass re“ Frist zu.
die Frist von 7 Monaten Anwendung findet. Ob die arbeitsver- Demnach ist eine arbeitsvertragliche Kündigungsfrist selbst
tragliche oder die gesetzliche Kündigungsfrist anwendbar ist, dann unbeachtlich, wenn sie im Verlaufe eines Jahres für den
richte sich nach einem Günstigkeitsvergleich. Die arbeitsver- Arbeitnehmer – so wie im konkreten Fall – „nur“ meistens den
tragliche Kündigungsfrist könne sich jedoch gegen die gesetz- besseren Schutz bietet. Die gesetzlichen Regelungen haben
liche nur durchsetzen, wenn sie zu jedem Zeitpunkt im Jahr dann, da § 622 Abs. 5 S. 3 BGB ausschließlich längere Fristen
günstiger ist als die gesetzliche Frist. § 622 BGB bestimme zulässt, Vorrang.
Dr. Thomas Barthel Khayreddin Karboul
Rechtsanwalt Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht Tel.: +49-30-264 71- 334
Tel: +49-30-26471-343 E-Mail: Khayreddin.Karboul@bblaw.com
E-Mail: Thomas.Barthel@bblaw.comwir in berlin
Club mit Visionen
Trainer, Spieler und Mitarbeiter als Teil des Projekts
G
roße Erfolge stehen oft vor großen
Fragen und ziehen Veränderungen
nach sich. Der Sommer ‘15 brachte
einschneidende Umbrüche im Team der BR
Volleys mit sich: Trainer Mark Lebedew been-
dete sein Amt nach 5 Jahren und auch Füh-
rungsspieler wie Kapitän Scott Touzinsky so-
wie Urgesteine wie Aleksandar Spirovs ki
entschieden sich dafür, neue Wege zu ge-
hen. Aber nicht nur in der Mannschaft, auch
im Management stellte man sich grundlegen-
de Fragen: Was kommt jetzt? Wie kann die 4 Säulen: Meistertitel soll zurück in die Hauptstadt ge-
Erfolgsgeschichte der letzten Jahre fortge- holt werden, vor allem wollen sich die Berli-
schrieben werden? Und wie kann man für Zu- „Sportlicher ner auch in der europäischen Spitze etablie-
schauer, Sponsoren und Medien interessant Erfolg“, ren und innerhalb von 3 Jahren die Runde der
bleiben, noch interessanter werden? besten 6 Clubs der Champions League errei-
Aus diesen Überlegungen heraus wurde eine „Marke und chen.
neue Vision und Strategie mit dem Titel „BR Fanerlebnis“,
Volleys 2020“ erarbeitet, mit der sich der Ver- Berlin eine der interessantesten Adressen
ein große Ziele setzt. Inhaltliche Schwerpunk- „Medien
te bilden die 4 Säulen „Sportlicher Erfolg“, präsenz“ Ein ambitioniertes Vorhaben, das ein star-
„Marke und Fanerlebnis“, „Medienpräsenz“ kes Team erfordert: Zu bekannten Gesich-
und „Vertriebsstruktur“. Volleyball soll weiter und tern wie Robert Kromm, Paul Carroll und To-
an Bekanntheit gewinnen, die durchschnitt- „Vertriebs mas Kmet, die maßgeblich an den Erfolgen
liche Zuschauerzahl auf 5.500 bis 6.000 pro der letzten Jahre beteiligt waren und die Ver-
Spiel gesteigert werden. Zentral sind hier- struktur“ einsphilosophie nun in die neue Ära transpor-
für die sportlichen Leistungen: Nicht nur der tieren sollen, gesellen sich internationale Top-
spieler wie Paul Lotman und Nicolas Le Goff,
die sich darauf freuen, an der Entwicklung in
Berlin teilzuhaben. Neuer Chefcoach ist der Ita-
Foto: Eckhard Herfet, Berlin
liener Roberto Serniotti, der bei verschiedenen
europäischen Spitzenclubs viel Erfahrung ge-
sammelt hat. „Im internationalen Volleyball ist
Berlin eine der interessantesten Adressen, die
Entwicklung des Vereins in den letzten Jahren
ist beeindruckend. Nun muss ein neues Team
mit neuer Seele entwickelt werden, ich freue
mich auf diese Aufgabe“, so der Trainer. Mana-
ger Kaweh Niroomand betont: „Uns ist wich-
tig, dass wir als Team eine gemeinsame Visi-
on verfolgen. Der Trainer, die Spieler und alle
Mitarbeiter sollen sich als Teil unseres Projekts
fühlen, denn das hat uns in den letzten Jahren
stark gemacht.“ Der BR Volleys-Visionär blickt
der neuen Saison voller Zuversicht entgegen:
„Ich bin davon überzeugt, dass uns auch in Zu-
kunft Großartiges erwartet.“
www.br-volleys.de
20 Seite hoga AKTIV · November 2015AUTOS MIT
YIPPIE
Foto: Bar Convent 2015/Gili Shani
GARANTIE
Bar Convent Berlin 2015
Messeformat made in Berlin
auf Weltreise
MEHR FÜR SIE, IHR
Gestaltung: www.kross-werbeagentur.de
UNTERNEHMEN UND
V
or acht Jahren fand der erste „Bar Convent Berlin“
in der „Arena“ an der Spree statt. Was damals als
„Boutique-Event“ die Erzeugnisse einiger ausge-
wählter Spirituosenhersteller versammelte, ist 2015 längst
IHRE MITARBEITER.
zu einer der größten Messen seiner Art für die Getränke- CarConcept 33 bietet exklusiv für DEHOGA-Mitglieder Neuwagen zu sensationell
branche geworden. 270 Aussteller, nochmal 100 mehr als günstigen Konditionen zum Kauf oder Leasing eines Privatwagens oder Firmen-
im Vorjahr, präsentierten am 6. und 7. Oktober über 11.000 fahrzeuge. CC 33 bündelt die Nachfrage und handelt günstige Konditionen aus.
Zusätzlich kann durch die Werbenutzung des Fahrzeuges eine monatliche Ver-
Fachbesuchern ihre Produkte. Darunter viele spannende gütung die Kosten weiter senken. Je größer die CarConcept 33-Gemeinschaft
Innovationen, zum Beispiel „Birds Weissbrand“ aus Ham- wird, umso höher können die Werbezuschüsse sein.
burg, eine Mischung aus Obst- und Weinbrand, die mit To-
nic Water gemixt eine attraktive Alternative zum klassischen
Gin Tonic darstellt. Oder der „Amanero“ der Brennerfamilie bis RABATTE DURCH GROSSABNEHMER-
Schnitzer aus dem Chiemgau, der u. a. mit einer Kaffee-In- 35 % RAHMENVERTRÄGE FÜR
fusion und Artischocken hergestellt wird. Das Berliner Un- DIE COMMUNITY DER DEHOGA
ternehmen Belsazar stellte sein fünftes Vermouth-Produkt,
den „Vintage Rosé“, mit fünf Jahre gelagerten Weinen aus bis HÖHERE RABATTE FÜR NUTZFAHR-
dem Markgräflerland und vom Kaiserstuhl vor.
38 % ZEUGE UND SONDERFAHRZEUGE
Nächstes Jahr geht die Berliner Messe ins Ausland
MEHR RABATTE DURCH
30 Länder, darunter das diesjährige Partnerland Brasili- WERBESPONSORING
en, waren auf dem „BCB“ vertreten. So auch Japan, das
FREIE HÄNDLERWAHL
an einem eigenen Stand edlen Shochu aus der Präfektur rabatteiv für
Kagoshima vorstellte. Peru, Mexiko, die USA und Indien: SERVICE VORORT exklus
Aus allen Richtungen der Welt kamen nicht nur die Produk-
te, sondern auch die Messegäste – fast die Hälfte reiste FLOTTENSERVICE EDER
aus dem Ausland an. 2016 sind Barmessen unter der „Bar MITGLI
Convent“-Flagge im Ausland geplant, unter anderem ist
China im Gespräch. Ein Messeformat made in Berlin, das infohotline 030-887
887 297 68
in die Welt geht!
www.carconcept33.de
Mehr Eindrücke vom Bar Convent Berlin auf dem Blog
von Jan-Peter Wulf:
carconcept 33 GmbH, Knesebeckstraße 32, 10623 Berlin, Tel. 030-88 62 97 32
www.nomyblog.de
hoga AKTIV · November 2015Märkte und Produkte
Was erwartet der Gast von morgen?
Immer mehr Verbraucher reservieren Hotelzimmer und Restaurant-Tische online – und
zahlen im Anschluss bargeldlos. Das bringt neue Möglichkeiten zur Kundenbindung
W
ollen Konsumenten spontan aus-
wärts essen oder eine Übernach-
tung buchen, greifen sie gerne auf
die schnellste Möglichkeit zurück: Sie su-
chen online, reservieren per Smartphone –
bestellen sogar schon ein Menü – und zahlen
lediglich per Klick. Was einfach klingt, stellt
so manches Unternehmen vor Herausforde-
rungen.
So nutzten vergangenes Jahr bereits über
30 Prozent der Deutschen das Smartphone
für Restaurant-Reservierungen und manche
Lokale stellen schon heute eine direkte Ver-
bindung zwischen Gast und Küche via Tab-
let-PC her. Auch die beliebten Papier-Stem-
Die Digitalisierung schreitet voran
und auch das Gastronomie- und
Hotellerie-Gewerbe sollte sich
anpassen und weiterentwickeln.
pelkarten, mit denen Stammkunden ihre
Treuepunkte sammeln, werden zunehmend
mobil auf Smartphone-Apps verfügbar ge-
macht. So schlagen zum Beispiel QR-Codes
eine Brücke zwischen Online- und Offlinewel-
ten. Das zeigt: Die Digitalisierung schreitet
voran und auch das Gastronomie- und Hotel- card. Mit „accept by Wirecard“ stellt das Un-
lerie-Gewerbe sollte sich anpassen und wei- ternehmen ein kostengünstiges, mobiles Kar-
terentwickeln. tenlesegerät bereit, welches ein Smartphone
oder Tablet in Sekundenschnelle in eine Kas-
Mobile und bargeldlose Zahlungen se verwandelt. So können bargeldlose Zahlun-
gen akzeptiert werden. Ebenso können Gas-
Denn Fakt ist: Immer mehr Gäste haben den tronomen und Hoteliers in Zusammenarbeit
Anspruch, ohne Bargeld zahlen zu können. mit Wirecard QR-Codes als Zahlungsmittel
Unternehmen sollten ihren Kunden somit die einbinden und elektronische Gutscheinkarten
größtmögliche Flexibilität bei der Bezahlung herausgeben. Sie bieten einen echten Mehr-
bieten und durch passgenaue Angebote Erst- wert zur Kundenbindung und helfen dabei, die
käufer zu Stammkunden machen. Mobile Zah- Wünsche der Kunden in vollem Umfang zu er-
lungen akzeptieren und Kundenbindungs-Pro- füllen.
gramme integrieren – das bietet der Spezialist
für den elektronischen Zahlungsverkehr Wire- www.wirecard.de
22 Seite hoga AKTIV · November 2015WAS KÖNNEN
WIR FÜR SIE TUN?
LEHNEN SIE SICH ZURÜCK,
WIR MACHEN DAS FÜR SIE!
Unser Komplettservice umfasst:
Leasingsystem
Unsere textile Vollversorgung nach Ihren individuellen Wünschen.
Hoteleigene Wäsche
Wir waschen Ihre Wäsche schonend nach höchsten Qualitätsstandards.
Mitarbeitergarderobe
Vom Designeranzug bis zur Kochjacke – wir reinigen die Kleidung Ihres Personals,
egal ob hoteleigen oder geleast.
Gästewäsche
Wenn Ihre Gäste mal privat etwas zu waschen haben.
Wir machen´s – morgens geholt, abends gebracht.
Mietwäsche
Nutzen Sie unser Wäschelager zur flexiblen Überbrückung kurzfristen Bedarfs.
Textilhandel
Natürlich können Sie bei uns auch sämtliche Hoteltextilien kaufen,
vom Teppichboden bis zur Serviette.
… und noch vieles mehr!
Sie haben darüber hinausgehende Wünsche an textilen Dienstleistungen?
Kein Problem! Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne!
Tel.: +49 (0)30 3116290 – 20 | Fax: +49 (0)30 3116290 – 30
www.fliegel-textilservice.de | info@fliegel-textilservice.deMärkte und Produkte
Gefahr: Cyber-Kriminalität
Wie man sich am besten davor schützt
Stefan Gogolin, Leiter der Firmenkundenabteilung
der Assekuranz Stahl GmbH
Schadprogrammvarianten übersteigt Schät-
zungen zufolge die 250-Millionen-Marke. Und
täglich kommen über 300.000 Varianten dazu.
Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage
von mittelständischen Unternehmen kam die
Hiscox Versicherung zu dem Ergebnis, dass
knapp 30 % der Unternehmen bereits Opfer
eines Hackerangriffs wurden, teilweise sogar
S
tefan Gogolin ist Leiter der Firmen- mehrfach. Sie sehen, der Hackerangriff auf
kundenabteilung der Assekuranz Stahl den Bundestag ist zwar der prominenteste,
GmbH, eines Versicherungsmaklers spe- aber durchaus kein Einzelfall, es ist eher die
zialisiert auf Hotel- und Gastronomiegewerbe. Regel. Und das gilt auch für das Hotel- und
Mit seiner 25 jährigen Berufserfahrung kennt Gastronomiegewerbe.
er die Risiken der Branche sehr genau.
Gibt es Unternehmen, die besonders gefähr-
Für wie groß erachten Sie das aktuelle Ge- det sind?
fährdungspotential durch Cyber-Kriminali-
tät für das Hotel- und Gastronomiegewerbe? Grundsätzlich kann jedes Unternehmen, un-
abhängig von Größe und Geschäftsfeld, Op-
Gogolin: Das ist sehr groß! Nach dem La- fer von Cyber-Kriminalität werden. Besonders
gebericht des Bundesamtes für Sicherheit in im Fokus der Hacker stehen jedoch Unterneh-
der Informationstechnik von 2014 ist der An- men, die ein hohes technisches, besonders
teil von E-Mails mit Schadsoftware um 36 % schützenswertes Know-how haben, wie z. B.
gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ungefähr der Maschinenbau, und solche Unternehmen,
eine Million Infektionen mit derartiger Soft- die viel mit sensiblen Kundendaten umge-
ware sind monatlich in Deutschland zu ver- hen, wie Kreditkarten- und Bankdaten. Dazu
zeichnen. Die Gesamtzahl der PC-basierten zählen natürlich gerade auch Hotel- und Gas-
24 Seite hoga AKTIV · November 2015Sie können auch lesen