SAP-Duo startet durch - ENGLISH Section - Deutsche Messe AG

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SAP-Duo startet durch - ENGLISH Section - Deutsche Messe AG
Nr. 2 | 4. März 2010

                                                                                        Page 30
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                                                                                    Section

   SAP-Duo startet durch
                             Jim Hagemann-Snabe und Bill McDermott
                       wollen den Spaß zurück nach Walldorf holen. Seite 10

                                                        Microsoft vertraut auf Cloud   Seite 7

                                                        Telekom will „DeutschlandLAN“       Seite 8

                                                        3D – der Megatrend auf der CeBIT         Seite 18

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  SIPPO Pavilion at Cebit 2010, Hanover, Hall 2 Stand D28.
  sippo.ch
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                                                                      !   " #$ %     %        & '     

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                                                                                                    ", #   "%      *  

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                                                                                                        Simplicity is power. Citrix.

                                                                                                                               %%%$6 ),*

7 89:9 #$ ,     - 4  "                                         Besuchen Sie uns in Halle 4, am Stand B04.
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CeBIT-News 2/10                                                                                                                 Inhalt    3
                                                                                     CeBIT2g
                                                                                            o
                                                                                          De r mob
                                                                                    Messefü        ile

                  In dieser Ausgabe
                                                                                            hrer für
                                                                                      u nd Sma       Ha ndy
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                                                                                   w w w.ce
                                                                                              bit2go.d
                                                                                                      e
                                                                                     Ein Serv
                 Nachrichten                                                        Messe H
                                                                                              ice der
                                                                                            a n n ov e r
                                                                                                              Service CeBIT
                 Vodafone virtualisiert TK-Anlage                       6
                 Auf der CeBIT präsentiert das Unternehmen                                                    Global Conferences                          24
                 „OfficeNet“, eine virtuelle TK-Anlage aus dem Internet.                                 Parallel zur Messe finden im Convention Center
                                                                                                        die CeBIT Global Conferences statt. Hier das Pro-
                 Microsoft auf Cloud-Kurs                                     7               gramm für den 4. und 5. März.
                 Der Bogen reicht von Business- und Office-Applikationen on
                 Demand bis hin zum vernetzten Haus.                                          Guided Tours                                                25
                                                                                              Geführte Themenrundgänge sollen Ihnen
                 Telekom plant DeutschlandLAN                                 8               in 2,5 Stunden eine erste Orientierungshilfe zu aktuellen
                 Ein Rundumpaket soll Mittelständlern die netzbasierende                      IT-Trends geben.
                 Kommunikation schmackhaft machen.

                                            Energiemarkt im Umbruch 12                        Service Hannover
                                            Intelligente Zähler und Netze
                                            werden laut Bitkom zu einem                       Abschalten und Auftanken                                    26
                                            „Internet der Energie“ führen.                    Schöne Wellness-Oasen, Jogging-Strecken, Schwimmbäder
                                                                                              und Fitness-Studios.

                 Das große CeBIT-Quiz                                         11              Spanisches in Hannover                                      27
                 Testen Sie Ihr Wissen rund um die CeBIT auf www.computer-                    Spanien ist Partnerland der diesjährigen CeBIT.
                 woche.de/quiz und gewinnen Sie attraktive Preise                             Die iberische Gastronomie der Stadt kocht auf.

                                                                                              Notfall-ABC                                                 27
                 IT-Trends
                 Sieben Trends im Data Center                                 14              Jobs & Karriere
                 Mit welchen Techniken Unternehmen die Effektivität und Fle-
                 xibilität ihrer Rechenzentren steigern.                                      13 Tipps für die Jobsuche                                   28
                                                                                              Bewerben ist Arbeit – man kann vieles falsch
                 3D zum Greifen nahe          18                                              machen. Eine Expertin sagt, wie Sie Ihre Chancen
                 Die CeBIT hat im Bereich                                                     verbessern können.
                 „Next Level 3D“ in Halle 16 ein
                 eigenes Kino für Raumfilme
                 eröffnet.
                                                                                                English Section
                                                                                                Seven Trends in Data Centers                              30
                                                                                                Representatives from IBM, Fujitsu, and HP tell us where
                                                                                                data centers are headed.
                 CRM bleibt ein heißes Thema                                 20
                                                                                                News                                                      33
Titelfoto: SAP

                 Customer-Relationship-Management erfreut sich immer noch
                 überdurchschnittlicher Wachstumsraten und ist mit einer Fül-                   Global Conferences                                        36
                 le von Neuigkeiten in den Hallen 4 und 5 vertreten.                            Guided Tours                                              37
                                                                                                USA on Display @ CeBIT 2010                               38
                                                      ECM lohnt sich         21
                                                      Warum man sich auf der                    Hannover Beyond CeBIT                                     42
                                                      Messe Enterprise-Con-                     Emergency Assistance                                      43
                                                      tent-Management anse-
                                                      hen sollte – nicht nur we-
                                                      gen der papiernen Mode-
                                                      schau in Halle 3.                       Standards
                                                                                              Impressum                                                   16

                                                                                              Stellenmarkt                                                44
SAP-Duo startet durch - ENGLISH Section - Deutsche Messe AG
4    Nachrichten                                                                                                         CeBIT-News 2/10

Bambus-Räder und Carbon-Autos
Für Ästheten lohnt sich ein Abstecher in Halle 12. Dort läuft die
Design-Sonderschau, in der es um nachhaltige Entwicklungen geht.

Z   u den Themen, die im Vordergrund der
    von Unternehmen und Hochschulen
gestalteten Show stehen, gehören Umwelt,
                                                                                                         Zu den Höhepunkten der Son-
                                                                                                         derschau gehört die Ermitt-
                                                                                                         lung der Gewinner des Wett-
Mobilität und Kommunikation. Gezeigt wer-                                                                bewerbs „iF material award
den beispielsweise Fahrräder aus Bambus                                                                  2010“ am 4. März. Hersteller,
von Onyx Composites aus Osnabrück oder                                                                   Designer, Entwickler, Kon-
das erste Carbon-Auto von der TU München.                                                                strukteure und Architekten
Das Bauhaus Transferzentrum Design aus                                                                   konnten sich im Vorfeld mit
Weimar stellt regionale Projekte des Landes                                                              ihren innovativen Beiträgen in
Thüringen vor, und Hansgrohe demonstriert                                                                den Kategorien Material, Pro-
die „Raindance Showerpipe E420“, mit der                                                                 dukt und Verfahren beteiligen.
sich beim Duschen jede Menge Wasser spa-      Gute Ideen zahlen sich aus – das zeigt auch der Barbie-    Gleichzeitig werden die 4200
ren lässt.                                    Kicker ebenfalls in Halle 12.                              eingereichten Arbeiten des
  Der Design-Schwerpunkt ist eine gemein-                                                                weltweit größten Wettbewerbs
same Aktion der iF International Forum        als Vortragsforum für Aussteller und Besu-     für Nachwuchsdesigner, des „iF concept
Design GmbH, Hannover, und der Deutschen      cher der CeBIT. Täglich referieren, infor-     award 2010“, hier präsentiert. Besucher
Messe AG. Neben der Präsentation verschie-    mieren und diskutieren Experten aktuelle       sind eingeladen, in zukunftsweisenden
dener Themen dient die Sonderschau auch       Designthemen.                                  Exponaten zu stöbern.                 (hv)

Per App den CeBIT-                             CeBIT-News aufs Handy –
                                                                                            Hedgefonds will
Bus erwischen                                  damit Ihnen nichts entgeht                   Novell kaufen
Die Killerapplikation für das iPhone hat                           Die COMPUTERWO-          Elliott Associates LP plant, Novell komplett
zweifellos die GPSoverIP GmbH entwickelt.                          CHE wird während         zu kaufen. Der Hedgefonds hält bereits 8,5
Wer nach GPSauge sucht, findet im App                              der CeBIT in Hanno-      Prozent an der Softwarefirma. Insgesamt
Store ein kostenloses Progrämmchen, das                            ver (2. bis 6. März      wolle sich Elliott den Deal 5,75 Dollar pro
ihm anzeigt, wann in etwa der nächste Bus                          2010) permanent          Aktie beziehungsweise rund 1,8 Milliarden
der roten oder blauen Linie zu erwarten                            über Neues, Nütz-        Dollar kosten lassen, schreibt das „Wall
ist. Zur CeBIT präsentiert das Unterneh-                           liches und Unterhalt-    Street Journal“.
men das „GPSauge IN1“, das in Firmen-                              sames von der welt-
fahrzeugen für Navigation, Live-Ortung,                            größten ITK-Messe        Ron Hovsepian, CEO von
Datenaustausch und Entertainment ge-                               berichten. Die Infor-    Novell, scheint in Ver-
nutzt werden kann. Das neueste Update                              mationen stehen un-      handlungen über einen
enthält neben zahlreichen neuen Features                           seren Lesern in un-      Komplettverkauf an Elliott
die Navigon-Software „MobileNavigator 7“                           serem mobilen Portal     Associates.
und einen überarbeiteten GPS-Receiver          mobil.computerwoche.de zur Verfügung
für die Positionsermittlung.          (hv)     und natürlich wie gewohnt im Web unter
GPSoverIP GmbH, Halle 7, Stand C12             www.computerwoche.de/cebit.
                                               Möchten Sie selbst als Reporter aktiv
                                               werden? Schicken Sie uns Ihre Nachricht
                                               von der Messe an cebit-news@computer-        Novells Kurs explodierte nach der An-
                                               woche.de und Ihren Schnappschuss an          kündigung um 30 Prozent auf 6,15 Dollar.
                                               cebit-fotos@computerwoche.de.                Elliott erklärte, Novell sei deutlich unter-
                                                      Wir freuen uns auf Ihren Beitrag!     bewertet gewesen. Dies habe seinen Grund
                                                                                                                                           Fotos: Deutsche Messe AG; GPSoverIP

                                                                                            in der Diversifikation der Geschäftsausrich-
                                                                                            tung, die der Networking-Spezialist durch
                                                                                            eine Reihe von Zukäufen versucht habe,
                                                                                            die sich im Wesentlichen als nicht erfolg-
                                                                  QR-Code zum Link          reich erwiesen hätten. Der Hedgefonds ver-
                                                                  http://mobil.             wies ferner darauf, dass Novell über ein
Wo ist der nächste CeBIT-Bus? iPhone-                             computerwoche.de/         Barguthaben von einer Milliarde Dollar
Nutzer wissen mehr...                                                                       verfüge.                                (jm)
SAP-Duo startet durch - ENGLISH Section - Deutsche Messe AG
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                                         Halle 4
                                         Stand D26

www.t-systems.de/enable
SAP-Duo startet durch - ENGLISH Section - Deutsche Messe AG
6     Nachrichten                                                                                                        CeBIT-News 2/10

Vodafone virtualisiert TK-Anlage
Neben diversen LTE-Demonstrationen präsentiert das Unternehmen
auf der CeBIT das „OfficeNet“, eine virtuelle TK-Anlage aus dem Internet.

M     it OfficeNet offeriert Vodafone eine
      konvergente TK-Lösung, die die bis-
lang getrennten Welten von Festnetz und
Mobilfunk zusammenführt. Laut Jan Geld-
macher, Geschäftsführer Vodafone Deutsch-
land für Business-Kunden, wird damit das
Handy zur vollwertigen Nebenstelle der
virtuellen Telefonanlage, so dass Mitarbei-
ter auch unterwegs unter ihrer Büronum-
mer erreichbar sind.

RWE als Pilotkunde
Mit dem Angebot zielt Vodafone auf kleine
und mittlere Unternehmen sowie auf Kon-
zerne mit vielen Niederlassungen ab. Varia-    Bayern will umfangreiche Carrier-Dienste von Vodafone beziehen.
ble Laufzeiten und ein flexibles Abrech-
nungsmodell sollen es den Kunden ermög-        Transferraten von bis zu 1 Gbit/s verfügbar    Mobilfunkkarten liefern. Vodafone verbindet
lichen, die Nutzung an ihren Bedarf anzu-      sein.                                          auch die Vermittlungsstellen für den digi-
passen. Zu den ersten Interessenten gehört       Als Beleg für die neue Servicekompetenz      talen Tetra-Funk der Behörden und Organi-
RWE. Der Energiekonzern will in einem          – „Früher verkauften wir nur Assets“, kom-     sationen mit Sicherheitsaufgaben.
Pilotprojekt rund 100 Teilnehmer in einem      mentierte Geldmacher – wertet der Manager        Der Vertrag mit dem Freistaat läuft bis
neuen Bürokomplex mit mobilen Endgerä-         ein anderes, auf der CeBIT bekannt gege-       zu sieben Jahre. Vor diesem Hintergrund
ten die virtuelle TK-Anlage nutzen lassen.     benes Ereignis: Vodafone wird exklusiver       zeigte sich Geldmacher mit der Entwicklung
   Ethernet statt Standleitung ist ein wei-    Kommunikationspartner von Bayern. Im           der Geschäftskundensparte, die 30 Prozent
teres Motto des CeBIT-Auftritts von Voda-      Auftrag des Freistaats baut das Unterneh-      zum Konzernumsatz beiträgt, zufrieden.
fone. Die ursprüngliche LAN-Technik soll       men ein verschlüsseltes Datennetz für 1400     Eine gute Zwischenbilanz zog der Manager
Unternehmen eine kostengünstige Alterna-       Dienststellen auf. Ferner werden die Düs-      hinsichtlich der CeBIT: Unter dem Strich sei
tive zur Standortvernetzung per Standlei-      seldorfer die über 3600 Festnetzanschlüsse     es richtig gewesen, auf der IFA Privatan-
tung bieten. Als „Ethernet Business Ser-       der öffentlichen Stellen in Bayern betreiben   wender und auf der CeBIT Geschäftskunden
vices“ soll der Dienst deutschlandweit mit     und mit mehr als 40.000 SIM-Karten alle        anzusprechen.                           (hi)

Netviewer startet Bildungsoffensive
Um Studenten für die Zusammenarbeit via Internet zu begeistern,
bindet der Webconferencing-Spezialist seine Lösung in StudiVZ & Co ein.

W     ie Netviewer und VZnet Netzwerke
      auf der CeBIT bekannt gaben, wird
das Online-Meeting-Angebot von Netviewer
                                                                                              wählen. So sollen sich typische Lern- und
                                                                                              Arbeitsgruppen bilden können.
                                                                                                 Hochschulen sollen kostenlose Lizenzen
ab April in StudiVZ, SchülerVZ sowie mein-                                                    der Videokonferenzsoftware erhalten, damit
VZ eingebunden und steht den insgesamt                                                        Studenten auch über das Internet an Lehr-
rund 16 Millionen Nutzern dieser Dienste                                                      veranstaltungen teilnehmen können. Ohne
als Open-Social-Applikation „Konferenz-                                                       große Ausgaben könnten Universitäten da-
kasten“ kostenlos zur Verfügung. Netviewer-                                                   durch überfüllte Hörsäle verhindern, wirbt
Sprecher Oliver Schwartz zufolge kann die                                                     Netviewer-Vorstand Jörg Mayer.
                                                                                                                                             Foto: Vodafone; Netviewer

Anwendung dabei mehr als die bisher schon                                                        Das Unternehmen zeigt sich nicht ohne
unentgeltlich angebotene Version für die                                                      Grund spendabel: Netviewer hofft, dass die
nichtkommerzielle Nutzung: Statt der ge-                                                      jetzigen Studenten später die Online-Mee-
wohnten drei können sich nun bis zu zehn       Bis zu zehn Teilnehmer können mit              ting-Kultur an ihren Arbeitsplätzen verbrei-
Teilnehmer gleichzeitig in eine Sitzung ein-   Netviewer eine Arbeitsgruppe bilden.           ten.                                   (mb)
SAP-Duo startet durch - ENGLISH Section - Deutsche Messe AG
CeBIT-News 2/10                                                                                                               Nachrichten       7

Microsoft hebt ab in die Cloud
Die Zukunft gehört der IT aus der Wolke, behauptet das Unternehmen.
Der Bogen soll von Business-Applikationen über die kommende Office-Version
bis zum vernetzten Haus reichen.

Von Martin Bayer*

D
        ie Cloud ist kein Hype“, sagte Micro-   Bessere Geschäfte mit Cloud
        softs Deutschland-Geschäftsführer
        Achim Berg auf der CeBIT, „sondern       Microsoft hat mehr als 3000 kleine und mittelgroße Unternehmen nach ihren
ein Technologiesprung, so wie einst die Ein-     Erfahrungen mit Cloud Computing fragen lassen. Hier einige Ergebnisse aus dem
führung des PC in der Arbeitswelt.“ Der          „SMB IT and Hosted IT Index 2010“:
weltgrößte Softwarekonzern, der bisher           • 35 Prozent der Befragten bezeichneten das Modell, IT nach Bedarf anzumieten, als attraktiv.
sein Geld fast ausschließlich mit dem Li-        • Allerdings hat derzeit erst ein Fünftel der befragten Unternehmen Cloud-Computing-Ser-
zenzgeschäft verdient hat, geht nun auch           vices geordert.
auf Cloud-Kurs. Von einer radikalen Kehrt-       • 65 Prozent aller befragten Firmen vertrauen auf gehostete IT-Anwendungen. Von dem Drit-
wende kann allerdings keine Rede sein.             tel der Unternehmen, die das nicht tun, spielen rund 75 Prozent mit dem Gedanken, in Zu-
Berg zufolge setzt Microsoft auf ein Kom-          kunft ebenfalls Hosting-Angebote zu nutzen
bimodell: lokal installierte Software auf den    • Mehr als 40 Prozent der Firmen, die Hosting- beziehungsweise Cloud-Services beziehen,
Endgeräten und Online-Services aus der             haben in den vergangenen zwölf Monaten ihren Umsatz um mehr als 30 Prozent gesteigert
Cloud. Anwender könnten quasi per Schie-           – deutlich mehr als die Unternehmen, die nicht auf entsprechende Dienste setzen.
beregler einstellen, wie viel Software sie on    • 60 Prozent der Firmen, die IT grundsätzlich als geschäftskritisch identifizieren, konnten ihre
Premise beziehungsweise on Demand be-              Einnahmen erhöhen. Unter den Unternehmen, die der IT keine besondere Rolle zugeste-
ziehen möchten. Microsofts Stärke sei es,          hen, sind es nur knapp ein Drittel.
Produkte und Services beider Art anbieten
zu können. „Das werden wir konsequent
ausbauen“, kündigte Berg an.                    partnerschaft mit der Deutschen Post an-          Berg zufolge handelt es sich bei der neuen
                                                gekündigt. Auf Basis von Microsofts „Dyna-        Version nicht um ein durchgestyltes Office
An Kunden mangelt es nicht                      mics CRM“ sollen die Geschäftskunden der          2007, sondern um eine komplett in die Cloud
Microsofts eigenes Cloud-Angebot basiert        Deutschen Post ein Kunden-Management-             integrierte Suite. Beispielsweise könnten
auf der Plattform „Windows Azure“, die der      System via Internet mieten können. Auch           Anwender damit Dokumente gemeinsam im
Konzern seit vergangenem Jahr auch in           das kommende Office-Release 2010, das             Netz bearbeiten. Außerdem könnten Nutzer
Deutschland anbietet. Berg zufolge hat das      laut Microsoft ab Juni dieses Jahres zu ha-       Dateien mit einer Broadcasting-Funktion
Unternehmen namhafte Vertriebspartner           ben sein wird, soll in die IT-Wolke passen.       Anwendern zeigen, denen keine Office-Soft-
für die Cloud-Plattform gewinnen können,                                                          ware zur Verfügung steht.
darunter Accenture, Atos Origin, BT, CSC,                                                           Microsoft kündigte darüber hinaus eine
Hewlett-Packard, Logica, T-Systems und                                                            Kooperation mit dem Business-Netzwerk
Vodafone. Über 500 Partner hätten sich                                                            Xing an. Über einen „Social Connector“ soll
bereits darauf vorbereitet, Anwender beim                                                         sich die Plattform in Microsofts E-Mail-An-
Cloud-Umstieg zu unterstützen. Mehr als                                                           wendung Outlook einklinken lassen. Anwen-
500 Unternehmen bezögen derzeit Online-                                                           der könnten sich damit via Outlook über die
Services wie Exchange Online und Share-                                                           Aktivitäten jener Business-Partner auf dem
point Online aus der Cloud. Allein in diesem                                                      Laufenden halten, die bei Xing registriert
Jahr sollen dem Microsoft-Manager zufolge                                                         seien. Der Connector soll zusammen mit
weitere 1600 Kunden dazukommen.                                                                   Office 2010 ab Mitte des Jahres erhältlich
  Dafür will Microsoft sein Cloud-Angebot                                                         sein.
in alle Richtungen ausbauen. Beispielswei-                                                          Auch das vernetzte Heim soll Dienste aus
se hat der Softwarekonzern eine Vertriebs-                                                        der IT-Wolke beziehen. Dazu kündigte
                                                                                                  Microsoft Partnerschaften mit dem Ener-
                                                                                                  giekonzern RWE und dem Fertighausher-
„Die Cloud ist kein                                                                               steller Schwörer an. Im Rahmen des Pro-
                                                                                                  jekts „SmartHome“ sollen Anwender bei-
Hype, sondern ein                                                                                 spielsweise über zentrale Steuerelemente
                                                                                                  Heizungen, Licht und Hausgeräte je nach
Technologiesprung.“                                                                               Bedarf an- und ausschalten können.           o
Achim Berg, Microsoft                                                                              *Martin Bayer
                                                                                                   mbayer@computerwoche.de
SAP-Duo startet durch - ENGLISH Section - Deutsche Messe AG
8     Nachrichten                                                                                                            CeBIT-News 2/10

                                                             Telekom plant das
                                                             DeutschlandLAN
                                                             Ein Rundumpaket soll Mittel-
                                                             ständlern die netzbasierende Kommunikation
                                                             schmackhaft machen.

D    ie Telekom hat ein Einstiegspaket für
     kleinere und mittlere Firmen zusam-
mengestellt, die bisher noch nicht für Tech-
                                                 Die netzbasierenden Services werden im
                                                 Rechenzentrum der Telekom gehostet. Dazu
                                                 zählen eine virtuelle TK-Anlage von Erics-
                                                                                                 land und in alle inländischen Mobilfunknet-
                                                                                                 ze. Für die eingebundenen Handys ist der
                                                                                                 T-Mobile-Tarif Combi Flat S Business (200
niken wie IP-Telefonie und Unified Commu-        son, die von der Telekom entwickelte Kom-       MB Daten) inklusive. Dieser deckt neben
nications & Collaboration (UC&C) gewonnen        munikationszentrale für das vernetzte Ar-       firmeninternen Anrufen auch Telefonate zu
worden sind. Zentraler Bestandteil von           beiten, der Exchange-Mail-Server und das        Anschlüssen der im DeutschlandLAN einge-
„DeutschlandLAN“ ist eine symmetrische           zentrale Adressbuch. Das Angebot soll in        bundenen TK-Anlagen ab, außerdem Anrufe
10-Mbit/s-Anbindung zur Sprach- und Da-          den kommenden Monaten schrittweise aus-         zu Festnetz- und Mobilfunkanschlüssen an-
tenkommunikation.                                gebaut werden.                                  derer Firmen, die DeutschlandLAN nutzen.
  Der Sprachverkehr wird dabei so priori-                                                        Zusätzlich fällt eine einmalige Einrichtungs-
siert, dass das Anwenderunternehmen über         Bestandteile des Startpakets                    gebühr von 2600 Euro an.
bis zu 20 Sprachkanäle gleichzeitig in ISDN-     Das Startpaket ist mit 695 Euro monatlich          Da das Angebot für Firmen erst richtig
Qualität telefonieren kann. Die Nutzer er-       nicht gerade preisgünstig – zumindest auf       attraktiv wird, wenn viele Partner Deutsch-
halten eine einheitliche Bedienoberfläche,       den ersten Blick. Darin enthalten sind aller-   landLAN nutzen, bewirbt die Telekom das
mit deren Hilfe sie telefonieren, mailen so-     dings neben der Datenverbindung die Pro-        Bundle zur Markteinführung bis Ende Au-
wie via SMS und Instant Messaging kom-           dukte und Dienste aus dem Netz für fünf         gust mit einem Sonderpreis von 495 Euro
munizieren können.                               Nutzer sowie alle Festnetzanrufe in Deutsch-    inklusive fünf Nokia-Smartphones. (mb)

T-Systems macht Fortschritte mit dem Kanzler-Handy
Auf der CeBIT sind Prototypen des neuen „SiMKo-2“-Smartphones
zu sehen, die neben Daten- auch Sprachverschlüsselung bieten.

W      ozu der Aufwand? Es gibt doch den
       Blackberry“, sagen Kritiker, die nicht
einsehen wollen, warum 350 Organisa-
                                                                                                 Die derzeit eingesetzten Modelle bieten be-
                                                                                                 reits ein personengebundenes Sicherheits-
                                                                                                 konzept für den E-Mail-Verkehr auf Basis
tionen des Bundes die hochsicheren Handys                                                        des S/MIME-Standards für die Verschlüsse-
einsetzen. Der Haken an der Sache ist, dass                                                      lung und elektronische Signatur. Damit wird
das Network Operation Center (NOC) des                                                           eine E-Mail bei der Eingabe des Textes ver-
Blackberry-Anbieters Research in Motion                                                          schlüsselt, und der Empfänger kann die
(RIM), über das sämtliche Mobilkommuni-                                                           Nachricht nur lesen, wenn er mit einem
kation in Europa läuft, in Großbritannien                                                          Schlüssel die Nachricht decodiert.
steht. Die Bundesbehörden wollen jedoch                                                                Für die Anwender selbst ist vermutlich
– durchaus nachvollziehbar – sensible In-                                                             die ausgeweitete Palette der unterstütz-
formationen komplett unter Kontrolle be-                                                               ten Endgeräte die wichtigere Nach-
halten.                                                                                                 richt. Neben dem „HTC Touch Pro 2“
   Wichtigster Partner ist bei dieser Entwick-                                                          wird jetzt auch das „HTC HD 2“ mit
lung T-Systems. Nachdem die Telekom-Toch-        Zu den unterstützten Endgeräten gehört              hochauflösendem Display und 10,9 Zen-
ter bereits Daten, Software und Betriebssys-     nun auch das HTC HD2 – allerdings ohne die      timeter Bildschirmdiagonale unterstützt.
tem verschlüsselt hat, arbeitet das Unter-       abgebildete Benutzeroberfläche HTC Sense.       Ebenfalls zu haben ist das „HTC Snap“, das
nehmen nun an der Sprachverschlüsselung.                                                         über ein querformatiges Display, Trackball
                                                                                                                                                 Foto: T-Systems; HTC

Prototypen von sprachverschlüsselten SiM-        reife wird noch für dieses Jahr in Aussicht     und Volltastatur verfügt. Alle Smartphones
Ko-2-Geräten (SiMKo = Sichere Mobile Kom-        gestellt. T-Systems möchte die Geräte vom       laufen jetzt auch unter Windows Mobile 6.5,
munikation) sind erstmals auf der CeBIT zu       Bundesamt für Sicherheit in der Informati-      nachdem zuvor Version 6.1 der letzte Stand
sehen (Telekom-Stand, Halle 4). Die Markt-       onstechnik (BSI) zertifizieren lassen.          war.                                     (hv)
SAP-Duo startet durch - ENGLISH Section - Deutsche Messe AG
CeBIT-News 2/10                                                                                                              Nachrichten       9

                     Das Rampensau-Gen oder warum
                     sich Männer in der IT durchsetzen
                     Allen Werbeinitiativen zum Trotz sind Frauen in der IT eine Minderheit.
                     Daran sind sie auch selbst schuld, so IT-Managerinnen auf der CeBIT.

                     W
                                ir brauchen türkische Verhält-
                                nisse!“, forderte Bitkom-Haupt-
                                geschäftsführer Bernhard Rohle-
                     der auf der CeBIT. Damit meinte er den
                     Anteil der Frauen im IT-Studium, der in der
                     Türkei 40 Prozent beträgt. Hierzulande sta-
                     gniert dieser Wert seit Anfang der 70er
                     Jahre zwischen 15 und 19 Prozent. Ernüch-
                     ternde Zahlen, die Frauen aus der IT-Bran-
                     che nicht überraschen, wie die Diskussion
                     auf dem Karrierezentrum der Computer-
                     woche (Halle 5, Stand B50) zeigte. Elisabeth
                     Heinemann, Informatikprofessorin an der
                     FH Worms: „Wenn sich Mädchen für ein
                     Studium entscheiden, ist es oft zu spät, die
                     Technikbegeisterung zu wecken.“                Frauen, die sich in der IT durchsetzen, gibt es zu wenige. Darin waren sich (von links) Elisabeth
                                                                    Heinemann (FH Worms), Andrea Stellwag (Consol), Alexandra Mesmer (COMPUTERWOCHE),
                     Inspiration für ungewohnte Wege                Angelika Gifford (Microsoft) und Helga Schwitzer (IG Metall) auf dem Karrierepodium einig.
                     In Familie und Schule fehlten Vorbilder, die
                     die jungen Frauen zu ungewohnten Wegen         hakt es bei vielen Frauen. Angelika Gifford,       Frauen sollten auf ihre Stärken setzen, und
                     inspirierten. Andrea Stellwag musste sich      Mitglied der Geschäftsführung von Micro-           die liegen laut IG-Metall-Vorstandsfrau Hel-
                     einst gegen den Vorwurf verwahren, sie         soft Deutschland, fasst den Unterschied in         ga Schwitzer in der Kommunikation: „Sie
                     studiere Informationstechnik, um einen         ein Bild. „Ist eine Tür einen Spalt offen, ge-     eignen sich für die Berufe in Beratung und
                     Mann zu finden. Heute kann die Geschäfts-      hen die Männer selbstbewusst hinein. Frau-         Service.“ Heinemann sieht gar „goldene
                     führerin des IT-Dienstleisters Consol darü-    en wollen wissen, was hinter der Tür ist,          Zeiten für Frauen in der IT“ anbrechen.
Foto: Thomas Cloer

                     ber lachen, damals brauchte sie einen aus-     und machen sie nur langsam auf.“ Infor-            Während das Programmieren ausgelagert
                     geprägten Widerspruchsgeist.                   matikprofessorin Heinemann sprach vom              werde, seien konzeptionelle und modellie-
                       Ein gesundes Selbstbewusstsein ist aber      „Rampensau-Gen“, das viele Männer besä-            rende Fähigkeiten zunehmend gefragt. Und
                     nötig, um sich in der IT durchzusetzen. Hier   ßen. Frauen seien zu selbstkritisch.               diese lägen den IT-Frauen.             (am)

                                                      Komplexe Prozesse,
                                                      neue Anforderungen?
                                                         Nichts
                                                                                            als das!
                                                                                      .
                                                      Besuchen Sie uns in Halle 4, A26

                                                                      ERP- und CRM-Lösungen
SAP-Duo startet durch - ENGLISH Section - Deutsche Messe AG
10      Nachrichten                                                                                                      CeBIT-News 2/10

  Frischer Wind bei SAP
                Die neuen SAP-Chefs Jim Hagemann Snabe und Bill McDermott
        geben Gas: Innovationen sollen künftig schneller auf den Markt kommen,
                             das Wachstum soll wieder angekurbelt werden.

Von Martin Bayer*

E
       rst seit wenigen Wochen amtieren die   Innovation ist die wichtigste Basis für         tag.“ Man habe jede Menge Spaß zusam-
       beiden Vorstandssprecher – und         das weitere Wachstum SAPs, darin ist sich       men, betonte der US-amerikanische Ver-
       schon machen sie Dampf. „Innovati-     das neue Führungsduo einig. Überhaupt           triebsspezialist. Den sollen künftig auch
on bedeutet nicht nur, kreativ zu sein“,      stellten Hagemann Snabe und McDermott           wieder die Kunden und die eigenen Mitar-
sagte Hagemann Snabe auf der CeBIT, „die      anlässlich ihres ersten offiziellen Auftritts   beiter haben.
Produkte müssen auch zügig auf den Markt                                                        Letztere hatten zuletzt offenbar wenig zu
kommen.“ Dazu will der Däne SAPs Ent-                                                         lachen. Laut der jüngsten Mitarbeiterum-
wicklungsmannschaft umkrempeln und auf        „Wir sprechen jeden Tag                         frage unter den Beschäftigten war die Stim-
mehr Effizienz trimmen. Die Software aus                                                      mung innerhalb der SAP-Belegschaft im
Walldorf soll künftig in kleineren Teams      miteinander – auch                              Keller. Kenner der Szene mutmaßen, dass
entwickelt werden. Regelmäßig stehen Pra-                                                     dies letztendlich den Ausschlag für die De-
xistests auf dem Programm, um die Qualität    Samstag und Sonntag.“                           mission von McDermotts und Hagemann
der Produkte sicherzustellen. Außerdem                                                        Snabes Vorgänger Léo Apotheker gegeben
sollen sich die Entwickler enger mit den                              Bill McDermott, SAP     hat. Auch das Verhältnis zu den Kunden
Kunden vernetzen, um ihre Produkte besser                                                     stand unter Apotheker nicht zum Besten.
an die Anforderungen des Marktes anzu-                                                        SAP hatte die Wartungsgebühren kräftig
passen. Momentan arbeiten Hagemann            als SAP-Chefs auf der CeBIT-Pressekonfe-        erhöht und sich mit diesem Schritt so viel
Snabe zufolge rund ein Fünftel der SAP-       renz demonstrativ Eintracht und ein ver-        Kritik eingefangen, dass ein Rückzieher
Entwickler nach diesem Modell. In Zukunft     trauensvolles Verhältnis zur Schau. „Wir        unumgänglich wurde.
                                                                                                                                            Fotos: SAP

soll die gesamte Entwicklermannschaft ent-    sprechen jeden Tag miteinander“, berich-          Die neuen Vorstandssprecher versprachen
sprechend organisiert werden.                 tete McDermott, „auch Samstag und Sonn-         Besserung und übernahmen zugleich auch
CeBIT-News 2/10                                                                                                     Nachrichten    11

einen Teil der Verantwortung für Fehlent-
wicklungen der Vergangenheit. Jetzt gelte
es, in die Zukunft zu schauen, sagte McDer-
mott. Die eigene Organisation soll seinen
Worten nach weniger bürokratisch, schlan-
ker und damit effizienter werden.

Wir lieben unsere Kunden
Es werde künftig viel mehr Wert auf die
Motivation der Mitarbeiter gelegt und den
innovativen und kreativen Potenzialen mehr
Freiraum eingeräumt: „Die Arbeit soll Spaß
machen.“ Den Anwenderunternehmen stell-
te das SAP-Management mehr Kundennähe
in Aussicht. „Wir lieben unsere Kunden“,
versicherte McDermott, „und wir wollen,
dass die Kunden uns auch lieben.“

„Kreativität reicht nicht –
                                               Größere Akquisitionen schließt das Duo an der SAP-Spitze nicht aus – „solange die
die Produkte müssen auch                       Konditionen stimmen“.

zügig auf den Markt.“                          Das soll letztlich auch der SAP zugutekom-      McDermott betonte, diese Ziele als un-
                                               men. Die Ziele, die sich Hagemann Snabe         abhängiges Unternehmen erreichen zu wol-
                  Jim Hagemann Snabe, SAP      und McDermott gesteckt haben, sind ehrgei-      len. Eigene Akquisitionen auch in der
                                               zig: Die Einnahmen mit Software und soft-       Größenordnung des 2007 übernommenen
                                               warebezogenen Services sollen im laufenden      Business-Intelligence-Anbieters Business
Von einem Kurswechsel wollen Hagemann          Jahr um vier bis acht Prozent im Vergleich      Objects will der Manager hingegen nicht
Snabe und McDermott indes nicht sprechen.      zum Vorjahr zulegen. Je nach der allgemei-      ausschließen, „sofern die Konditionen
Die bisherige Strategie bleibe bestehen, be-   nen wirtschaftlichen Entwicklung seien in       stimmen“. Wenn ein Zukauf aus Produkt-,
kräftigte das dänisch-amerikanische Duett.     den kommenden Jahren auch wieder zwei-          Kunden- und Investorensicht Sinn gebe,
Allerdings werde sie schneller umgesetzt.      stellige Zuwachsraten zu erwarten, hieß es.     werde man entsprechende Deals genau
Der Manager verwies zudem darauf, dass         Im vergangenen Jahr war dieser Posten noch      prüfen und gegebenenfalls zuschlagen. Wie
beide Teile des Duos ihre bisherigen Aufga-    um fünf Prozent gegenüber 2008 eingebro-        viel Geld SAP dafür in seiner Kriegskasse
ben behielten und damit auch eine gewisse      chen. Die operative Marge soll ebenfalls wie-   hortet, wollte McDermott allerdings nicht
Kontinuität gewahrt bleibe: Hagemann Sna-      der zulegen. Nach 27,3 Prozent im vergan-       verraten.                             o
be kümmere sich um Innovation und tech-        genen Jahr sei 2010 mit 30 bis 31 Prozent
nische Entwicklung, McDermott um die           zu rechnen. Mittelfristig visieren die beiden   *Martin Bayer
Vermarktung.                                   Vorstandssprecher 35 Prozent an.                mbayer@computerwoche.de
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Steht der Energiemarkt
vor einem Umbruch?
Einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom zufolge sind Verbraucher in
Deutschland bereit, neue Techniken zu nutzen, um den Energieverbrauch zu senken.

Von Jan-Bernd Meyer*

M
         artin Jetter, Mitglied des Bitkom-                                                   politik zu rücken. Intelligente Energienetze,
         Präsidiums und Geschäftsführer                                                       so genannte Smart Grids, bildeten die
         von IBM Deutschland, stellte auf                                                     Grundlage für eine umweltfreundliche
der CeBIT eine vom Bitkom veranstaltete                                                       Energieversorgung, „sie ermöglichen die
Umfrage vor. Der Branchenverband hatte                                                        effiziente Nutzung regenerativer wie tradi-
durch das Marktforschungsinstitut Aris          Martin Jetter,                                tioneller Energiequellen“.
1000 Personen befragen lassen, wie sie es       Bitkom-Präsidiumsmit-                           Die Bitkom-Umfrage habe ergeben, dass
mit dem Energiekonsum halten. 40 Prozent        glied und IBM-Deutsch-                        bereits fast 30 Prozent der Bundesbürger
der Teilnehmer wünschen sich flexible           land-Chef:                                    schon darüber nachgedacht hätten, Energie
Stromtarife.                                                                                  zu produzieren und ins Stromnetz einzu-
                                                „Das Internet der Energie                     speisen. Bei den 30- bis 50-Jährigen seien
Stromfressern auf der Spur                                                                    es sogar zwei von fünf Befragten.
Erstaunlich war ein weiteres Ergebnis: 60       kommt. Millionen Haushalte
Prozent der Antwortenden wünschen sich                                                        Neues Energiewirtschaftsgesetz
intelligente Stromzähler. Das ist insofern      werden mitmachen.“                            Grund für Jetters Optimismus dürfte auch
verwunderlich, als solche Geräte zur trans-                                                   ein neues Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
parenten Erfassung des Energiebedarfs in                                                      sein. Danach müssen die Versorger spätes-
Privathaushalten bereits existieren, aber                                                     tens ab Ende dieses Jahres Tarife anbieten,
kaum gekauft und genutzt werden. Yellow         dem 1. Januar 2010 für neue Gebäude die       die einen Anreiz zum Energiesparen oder
etwa bietet derartige Zähler an, und auch       Nutzung von Smartmetern gesetzlich vor-       zum Steuern des Energieverbrauchs setzen.
unabhängig von Stromanbietern sind sie          geschrieben ist.                              Hierzu zählen beispielsweise tageszeitab-
erhältlich. Mit diesen Strommessern lassen                                                    hängige Tarife. Insofern ständen die Ener-
sich die je nach Tageszeit günstigsten Tarife   Energienetze werden zu Smart Grids            gieversorger „vor der enormen Herausfor-
und auch der Stromverbrauch der einzel-         Jetter sieht den Energiemarkt „vor einem      derung, sehr schnell flexible und verständ-
nen Haushaltsgeräte ermitteln.                  grundlegenden Umbruch. Das Internet der       liche Tarife auf den Markt zu bringen, sonst
                                                                                                                                              Foto: Fotolia.com/p!xel 66

  Auf Nachfrage sagte Jetter, dass die ge-      Energie kommt. Millionen Haushalte wer-       verlieren sie viele zahlungskräftige Kun-
naue Frage zu intelligenten Strommessern        den mitmachen.“ Das Bitkom-Präsidiums-        den“.                                     o
lautete: „Halten Sie es für sinnvoll, dass es   mitglied forderte von der Bundesregierung,
in neuen Gebäuden Smartmeter gibt?“             den Auf- und Ausbau intelligenter Energie-    *Jan-Bernd Meyer
Diese Frage erübrigt sich insofern, als seit    netze stärker in den Mittelpunkt der Klima-   jbmeyer@computerwoche.de
CeBIT-News 2/10                                                                                                     Gewinnspiel      13

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                                                                      einen separaten Ziffernblock, der, wenn er nicht gebraucht wird, im
                                                                      beiliegenden Reise-Etui verstaut werden kann. Das Keyboard funk-
Medion Akoya S3211: Mit seiner be-                                    tioniert bei Note- und Netbooks mit Bluetooth ohne separaten Emp-
sonders kompakten Form ist das                                        fänger.                                           Halle 4, Stand A26
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Widescreen-LED-Back-                                                  sind zwei Mikrofone sowie eine
light-Display mit einer                                               analoge und eine digitale Audio-
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                  Broadband-Router mit Storage Link ermöglicht                             heitslösung. Die Security-Suite setzt auf
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                    nutzer gleichzeitig und ohne Kabel das Internet                        ben und als ungefährlich einstufen, desto
                     nutzen, große Dateien übertragen, drucken                             besser wird sie im System bewertet. Neu in
                     und gespeicherte Medien streamen. Ideal für                           Version 4.0 sind außerdem der Web-Zugriff
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14      IT-Trends                                                                                                           CeBIT-News 2/10

                                                              SIEBEN TRENDS
                                                              im Data Center

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                                                                                                e Virtualisierung
K
        omplex, träge und teuer: Die IT im     nology Consulting bei HP Technology Ser-                           macht
        klassischen Rechenzentrum hat ein      vices. Vor diesem Hintergrund sehe er bei          das RZ effizienter
        Imageproblem. Doch was in der Ver-     vielen CIOs „den starken Willen, ihre Re-        „Virtualisierungstechniken sind die Grund-
gangenheit nur gelegentlich Anlass zur Kri-    chenzentren technisch und konzeptionell          lage für flexible und dynamische Rechen-
tik gab, ist für etliche IT-Abteilungen zur    von Grund auf zu renovieren“.                    zentren“, erläutert Ingolf Wittmann aus
existenziellen Frage geworden. Können sie        Allzu optimistisch sollte der HP-Manager       IBMs Systems & Technology Group. Eine
im Wettbewerb mit externen Dienstleistern      aber angesichts der Budgetzwänge vieler          durch Virtualisierung flexibilisierte Server-

                                                                                                                                                Foto: Fotolia.com/Spectral-Design
nicht mithalten, werden sie gnadenlos aus-     IT-Chefs nicht sein. Realistischer scheint ein   Infrastruktur könne sich dynamisch auf die
gelagert. „Viele Rechenzentren sind heute      allmählicher Umbau, wie ihn viele Unter-         benötigte Rechenleistung einstellen: „Die
so beschaffen, dass sie ein Hindernis für      nehmen bereits in Angriff genommen haben.        Anwendungslast wird dabei genau auf die
Flexibilität und Energieeffizienz darstellen   Dabei zeichnen sich Trends ab, die die Data      Server konzentriert, die ausreichen, um den
– eine Folge des IT-Wildwuchses während        Center in den kommenden fünf bis zehn Jah-       Service leistungsgerecht zu erbringen.“ Ne-
der letzten beiden starken Wachstumspe-        ren grundlegend verändern werden. Eine           ben solchen Vorzügen ist für RZ-Verant-
rioden“, sagt Frank Bloch, Director Tech-      Schlüsseltechnik ist die Virtualisierung.        wortliche aber vor allem der damit verbun-

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CeBIT-News 2/10                                                                                                          IT-Trends    15

    dene Effizienzgewinn ausschlaggebend, wie      Profession Data Center@CeBIT                   Services in rund 100 Rechenzentren verant-
    Andreas Zilch von der Experton Group aus-                                                     wortlich ist. „Eine Fläche von 10.000 Qua-
    führt: „Die Virtualisierung von Server, Sto-    Das Data Center, die Zentrale der Unter-      dratmetern und größer zeichnet sich als
    rage und Netzwerken wird die Auslastung         nehmens-IT, ist wie kaum ein anderes The-     Standard für IT-Anbieter ab.“ In solchen Di-
    in den Rechenzentren deutlich steigern und      ma einem massiven Wandel unterworfen.         mensionen denkt auch Fujitsu-Manager Re-
    langfristig auch einen verbesserten Betrieb     Galt es die letzten Jahre, die IT im Data     ger: „In den nächsten fünf Jahren werden wir
    und weitere Automatisierung ermöglichen.“       Center zu zentralisieren und effiziente Ge-   einige RZs mit mehr als einer halben Million
    Die „moderne“ Bezeichnung für dieses Phä-       schäftsprozesse zu etablieren, so heißt es    Server sehen, wahrscheinlich auch das erste
    nomen sei die der „Private Cloud“.              heute, das Data Center selbst zu optimie-     Data Center mit einer Million Server.“
                                                    ren: Konsolidierung, Kostenreduktion und
    r Grüne  CPUs
      reichen nicht mehr
                                                    Umweltaspekte stehen im Ranking der
                                                    wichtigsten Aufgaben für die IT-Verant-
                                                                                                  u Standard-Server
                                                                                                    erobern das Data Center
    Mehr Effizienz in den IT-Zentralen sollen       wortlichen ganz oben.                         Geht es um die Server-Plattformen im RZ
    auch grüne, sprich energiesparende Tech-        Die Deutsche Messe AG organisiert in          der Zukunft, fällt vor allem das Vordringen
    niken bringen. Geht es um die Kernkompo-        diesem Jahr erstmalig eine Sonderveran-       von x86-Systemen auf. Diese werden in den
    nenten von Server-, Storage- und Netzsys-       staltung zum Thema Data Center in der         kommenden Jahren das Hauptwachstum
    temen, hat die IT-Industrie hier erhebliche     Halle 12 zu folgenden Schwerpunkten:          auf der Server-Seite ausmachen, prognos-
    Fortschritte gemacht. Doch das wird nicht       • Verkabelung/Infrastruktur;                  tiziert Andreas Zilch von der Experton
    ausreichen, um die Energiekosten langfris-      • Sicherheit (IT und physikalisch);           Group. „Rechenzentren werden künftig in
    tig entscheidend zu drücken. Gefragt sei        • Aktive Komponenten;                         der Hauptsache aus Industriestandard-Ser-
    eine „ganzheitliche“ Herangehensweise,          • Virtualisierung und Konsolidierung;         vern bestehen“, erwartet Fujitsu-Mann Re-
    sagt Joseph Reger, Chief Technology Officer     • Consulting;                                 ger. Nach heutigem Erkenntnisstand basier-
    bei Fujitsu Technology Solutions: „Die gro-     • Energieversorgung;                          ten sie auf x86-Architekturen, Windows
    ben Schwachstellen der Vergangenheit –          • Verbindungen – Carrier;                     und Linux. „Mainframes, Risc-Systeme und
    Prozessoreffizienz, Qualität der Netzteile      • Managed Services.                           kommerzielle Unix-Versionen verschwinden
    etc. – haben wir in den letzten Jahren zum      • Aussteller:                                 nicht in dem Zeitraum, den ich überblicke,
    Teil dramatisch verbessern können. Jetzt        • Fujitsu Technology Solutions, Hauptstän-    werden aber nicht den Mainstream darstel-
    müssen wir die Gesamteffizienz einschließ-        de in Halle 4 (A04) und Halle 9 (C60);      len.“ Insgesamt, so Reger, werde die Bedeu-
    lich Kühlung, Gebäude- und Verkehrstechnik      • Hewlett-Packard, Halle 3 (J17);             tung der Betriebssysteme abnehmen: „An-
    und alle logistischen Prozesse anpacken.“       • IBM, Hauptstand in Halle 2 (A10).           wendungen bringen ihre Umgebungen auf
                                                                                                  die Virtualisierungsplattform mit.“

    t arbeiten wirtschaftlicher
          Mega-Rechenzentren                                                                         Bei IBM sieht man die Server-Zukunft
                                                   derunternehmen verfolgen Projekte zur          schon aufgrund der breiten Produktpalette
    Eine andere Stellschraube für den effizi-      RZ-Konsolidierung. Wenige hocheffiziente       differenziert. „Es wird eine Mischung geben
    enteren IT-Betrieb sehen Experten in den       Rechenzentren erledigen heute oft Aufga-       aus verschiedenen Plattformen, die aller-
    Skaleneffekten sehr großer Data Center. So     ben, die zuvor dezentrale IT-Shops vor Ort     dings zu homogenen System-Pools zusam-
    erklärt sich, dass Branchenschwergewichte      verrichteten.                                  mengefasst werden und damit eine einheit-
    wie Hewlett-Packard, Intel oder IBM die          „Der Trend geht eindeutig zum Mega-Data-     liche Schnittstelle bieten“, sagt Kurt Rindle,
    Anzahl ihrer weltweit betriebenen RZs dras-    Center“, beobachtet Michael Auerbach, der      Executive Consultant im Bereich Dynamic
    tisch reduziert haben. Auch viele Anwen-       bei T-Systems weltweit für die Computing-      Infrastructure. „Weitergedacht in          u

                                                                  Schneller – besser – überall.

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16      IT-Trends                                                                                                                                         CeBIT-News 2/10

uRichtung ‚Autonome Einheiten‘ werden                                                                                 des Cloud Computing, sollten sich Unterneh-
wir hybride Systeme finden, die die Zuver-                                                                            men auf ihre Stärken konzentrieren und die
lässigkeit, Verfügbarkeit und Leistungsfä-                                                                            Lieferung von IT-Services weitgehend exter-
higkeit von Mainframes besitzen, gepaart                                                                              nen Spezialisten überlassen. „Wenn IT nicht
mit anderen Prozessorarchitekturen, bei-                                                                              zur Kernkompetenz eines Unternehmens
spielsweise Cell oder Intel.“ Je nach Work-                                                                           gehört oder als strategisch erachtet wird,
load-Bedarf würden Unternehmen dann die                                                                               wird es vermehrt zu Verschiebungen kom-
passenden Einheiten heranziehen.                Frank Bloch,                                                          men“, prognostiziert etwa IBM-Experte
                                                HP Technology Services                                                Rindle. „Kleine Rechenzentren ohne diese

i Altanwendungen
  laufen weiter                                 „Viele CIOs wollen ihre
                                                                                                                      Anforderungen werden sich nicht mit Ange-
                                                                                                                      boten von Dienstleistern messen können.“
Kaum Veränderungen erwartet die Branche                                                                                 Setzt sich das Cloud-Konzept auf breiter
beim Thema Altanwendungen in den RZs.           Rechenzentren von Grund                                               Front durch, könnte sich die Anzahl der RZ-
„Entgegen der Empfehlung der Experton                                                                                 Betreiber deutlich reduzieren, erwartet
Group ist derzeit kein großer Trend zur Ab-     auf renovieren.“                                                      auch Fujitsu-CTO Reger. Zugleich deute
lösung von Legacy-Systemen zu beobach-                                                                                vieles darauf hin, dass sich nur einige we-
ten“, wundert sich Analyst Zilch. Gerade                                                                              nige große Provider mit entsprechenden
jetzt, wo der Druck, neue Applikationen ein-                                                                          Skaleneffekten am Markt etablieren. IBM-
zuführen, nicht allzu groß sei, wäre aus        Plattformen beschäftigen“, prognostiziert                             Manager Gottschalk rechnet hingegen auch
seiner Sicht ein optimaler Zeitpunkt. Offen-    Fujitsu-Manager Reger. „Derartige Projekte                            in Zukunft noch mit sehr vielen intern be-
sichtlich aber scheuten die meisten Unter-      waren in der Vergangenheit hochkomplex                                triebenen Rechenzentren: „Überall dort, wo
nehmen das Risiko. HP-Berater Bloch zeigt       und langwierig, viele Kunden scheuten des-                            die Daten und die Systeme dahinter als ge-
Verständnis für die Zurückhaltung der IT-       halb die dafür notwendigen Investitionen.“                            schäftskritisch angesehen werden, wird man
Verantwortlichen. „In Legacy-Anwendungen        Inzwischen aber hätten verbesserte Migra-                             auf eigene Data Center setzen.“
steckt viel Entwicklung und Know-how, au-       tionstechniken und Automatismen dafür                                   Das aus heutiger Sicht wahrscheinlichste
ßerdem sind sie oft ganz individuell an die     gesorgt, dass die Aufwände deutlich gesun-                            Szenario läuft auf ein hybrides Modell hin-
Kundenbedürfnisse angepasst – ein großer        ken sind. Diese Entwicklung werde sich                                aus, wie es etwa Carlo Velten, Analyst bei der
Teil der unternehmenskritischen Prozesse        fortsetzen.                                                           Experton Group, beschreibt: „Die meisten
läuft noch immer über Cobol-Programme.“                                                                               Unternehmen werden eine Art eigenes Re-
Da sich Cobol-Applikationen mit leichten
Modifikationen migrieren ließen, könnten
                                                p Cloud-Services
                                                  ergänzen die interne IT
                                                                                                                      chenzentrum betreiben, gleichzeitig aber
                                                                                                                      auch Services extern vergeben.“                          o
sie aber auch in neuen IT-Umgebungen wei-       Bleibt die Frage, welche Organisationen
terbetrieben werden.                            künftig überhaupt noch eigene Rechenzen-                              *Wolfgang Herrmann
  Eindeutig gegen die Dinosaurier-Anwen-        tren betreiben. Folgt man den Protagonisten                           wherrmann@computerwoche.de
dungen im Backend spricht deren teure
Wartung durch Spezialisten. „Es wird immer
schwieriger, Experten für alte Anwendungen
zu finden, da Universitäten nicht mehr in        Impressum
diese Richtung ausbilden“, gibt T-Systems-
Manager Auerbach zu bedenken. Ausrei-              „CeBIT News“ ist ein Produkt von IDG Corporate Services.
chender Support werde am Markt bald                IDG Corporate Services bietet Dienstleistungen in den Bereichen Custom-/Corporate Publishing,
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immer kostspieliger und eine frühzeitige           Gerhart Holzwart (gholzwart@idgbusiness.de).
Transformation somit immens wichtig.“
                                                 Herausgeber: Deutsche Messe AG               © Copyright                              Bankverbindung:

o    Mainframes werden
     noch größer
                                                 Messegelände, 30521 Hannover
                                                 Chefredakteur: Heinrich Vaske/hv,
                                                 (V.i.s.d.P.)
                                                                                              IDG Business Media GmbH 2009

                                                                                              Gesamtvertriebsleitung
                                                                                              IDG Deutschland: Josef Kreitmair
                                                                                                                                       Hypo-Vereinsbank,
                                                                                                                                       BLZ 700 202 70, Konto-Nr. 32 246 087,
                                                                                                                                       Postgirokonto München 480 868-803

Ein ähnliches Nachwuchsproblem stellt sich       Redaktion: Martin Bayer/ba;                                                           Druck: CWN Druck GmbH,
                                                 Manfred Bremmer/mb;                          Anzeigen                                 Böcklerstr.13, 31789 Hameln/Wangelist
für die Großrechnerplattformen, auf denen        Thomas Cloer/tc;                             IDG Business Media GmbH,
die meisten Legacy-Programme auch heute          Karen Funk/ka; Joachim Hackmann/jha;
                                                 Wolfgang Herrmann/wh; Jürgen Hill/hi;
                                                                                              Lyonel-Feininger-Straße 26,
                                                                                              80807 München, Telefon: 089/3 60 86-0,
                                                                                                                                       Verlag: IDG Business Media GmbH,
                                                                                                                                       Lyonel-Feininger-Straße 26,
noch arbeiten. „In der Zukunft werden nur        Simon Hülsbömer/sh; Hans Königes/hk;         Gesamtanzeigenleitung                    80807 München,
                                                 Alexandra Mesmer/am;                         Sebastian Wörle (-115)                   Telefon: 089/3 60 86-0,
noch einige ausgewählte Unternehmen und          Jan-Bernd Meyer/jm; Karin Quack/qua;         E-Mail: swoerle@idgbusiness.de           Telefax: 089/3 60 86-118,
Dienstleister in der Lage sein, Mainframe-       Stefan Ueberhorst/ue
                                                 Redaktionsassistenz:
                                                                                              Stellv. Anzeigenleitung
                                                                                              Achim Schäfers (-172)
                                                                                                                                       www.computerwoche.de,
                                                                                                                                       E-Mail: cw@computerwoche.de
Systeme zu betreiben“, sagt Auerbach nicht       Gabriele Dineiger, Claudia Heinelt           E-Mail: aschaefers@idgbusiness.de
                                                                                                                                       Geschäftsführer: York von Heimburg
ganz uneigennützig – T-Systems würde vom         Layout: Karin Reitberger (freie Mitarbeit)   Stellenanzeigen                          Mitglied der Geschäftsleitung:
Outsourcing womöglich profitieren. Ob der        Produktion: Jutta Eckebrecht (Leitung)       Ursula Nehring (-404)                    Michael Beilfuß

Fachkräftemangel aber dazu führt, dass           Redaktionsbüro auf der CeBIT:                Erscheinungstage:                        Vorstand: York von Heimburg,
                                                 Convention Center (CC), Bankenallee,         02.03.2010, 04.03.2010, 06.03.2010       Keith Arnot, Bob Carrigan
andere Plattformen wie etwa x86-basieren-        Raum 209.                                    Erfüllungsort, Gerichtsstand:            Aufsichtsratsvorsitzender:
de Systeme in großem Stil Mainframe-In-          Telefon: 0511/89 59 70 53                    München                                  Patrick J. McGovern

stallationen ersetzen, ist heftig umstritten.
                                                                          In unserer Verlagsgruppe
„Aufgrund des Kostendrucks werden sich                                    erscheinen außerdem
                                                                          folgende Zeitschriften
CIOs verstärkt mit Mainframe-Alternativen
und der Migration auf Standard-Server-
CeBIT: Besuchen Sie uns in der
                                                                            G Data Arena (Halle 11, Stand D 35)

                            2/3 Ihres Firmentraffics haben mit den Aufgaben
                                   Ihres Unternehmens nichts zu tun.*

                                                                           Jährlicher Schaden
                                                                           durch Arbeitsausfall:
                                                                           54 Milliarden Euro*
                                                                           (in Deutschland
                                                                                       im Jahr 2007)

                                                                           Unternehmen haften für
                                                                           private Internetnutzung*

                            Schluss damit.                          • AntiVirus
                                                                    • Firewall
                            Sie definieren die Spielregeln am       • AntiSpam
                            Arbeitsplatz. Sie bestimmen, wel-       • NEU:PolicyManager
                            che Programme und Webseiten
                                                                      • Contentfilter: Chats, Erotik,
                            nutzbar sind, verbieten USB-Sticks          Jobbörsen, Joke-Seiten
                            oder Webcams und bestimmen,
                                                                      • Blocken von Messengern,
                            wer wie lange wo surft.
                                                                        Games, unerwünschten
                            G Data EndpointProtection über-             Programmen
                            wacht automatisch Ihre Policy,            • Blocken von USB-Sticks und
                            blockt alle unerwünschten Aktivi-           Webcams
                            täten in Ihrem Firmennetz und gibt
                                                                      • Blocken von Tauschbörsen
                            Ihrem Unternehmen die volle Pro-            und Onlineauktionen
                            duktivität zurück.
                                                                      • Einschränkung der Internet-
GDEP Anz 02-10 DE 230x300

                            *Quelle: www.computerwoche.de               nutzung (Zeitfenster/-konten)

                                                                 Geschützt. Geschützter. G Data.
18      IT-Trends                                                                                                             CeBIT-News 2/10

3D-Technik – zum Greifen nahe
Räumliches Sehen auf platten Oberflächen ist ein
Hype-Thema. Im Bereich „Next Level 3D“öffnet dieses
Jahr auf der CeBIT ein eigenes Kino für Raumfilme.

Von Alexander Freimark*

D
         ie technische Grundlage ist nicht      ein anderes Gefühl für den Raum vermitteln       Ästhetisch lässt
         neu, und das Verfahren hat schon       als ein Grundriss oder eine CAD-Zeichnung        die 3D-Spezialbril-
         mehrmals den Durchbruch nicht          in isometrischer 3D-Perspektive – auch           le, mal mit bunten
geschafft. Dennoch bauen Elektronikher-         wenn die traditionellen Darstellungsformen       Filterfolien (Ana-
steller, Kinobetreiber, Filmstudios und die     wohl niemals ganz durch 3D ersetzt wer-          glyphen), mal mit schaltbaren LCDs
Spieleindustrie wieder auf 3D – Stillstand      den. „Angereichert“ ist das Schlagwort, und      (Shutter), mal mit Interferenzfiltertechnik
kann man sich im Markt der bewegten Bil-        selbst die CeBIT-Eröffnungsfeier im Han-         (Dolby 3D/Infitec), noch Wünsche offen.
der nicht leisten. Schließlich haben die 3D-    nover Congress Centrum wurde als Raum-           Auch Couch- und Mouse-Potatoes haben
Kinofilme „Monsters vs. Aliens“, „Ice Age       film übertragen.                                 ein Recht auf Stil, das durch das Tragen der
3“, „Oben“ und nicht zuletzt der Blockbus-                                                       Brillen eindeutig beschnitten wird.
ter „Avatar“ das Potenzial angedeutet, das      Privatbudget von HD-TV belastet                    Während im Kino die Hilfsmittel kaum
seit Jahrzehnten in 3D-Bildern schlummert.      Der private Sektor und das Home Enter-           auffallen – Happening-Charakter, Dunkel-
„Für immer Shrek“ und Tim Burtons „Alice        tainment gelten im Zuge der aktuellen            heit, einheitliche Blickrichtung –, sind sie
im Wunderland“ werden 2010 die stereo-          Rückbesinnung auf die eigenen vier Wände         im heimischen Wohnzimmer von Nicht-
skopische Erfolgsstory fortsetzen, und selbst   und den intensivierten Nestbau als lukra-        Singles nur schwer vermittelbar. „Unschön“
das Märchen um Rapunzel erhält abseits          tiver Markt. Zwar werden die Haushalts-          ist ein Euphemismus, und der erste Spaß
des Turmes Tiefe.                               kassen derzeit durch großflächige Investi-       hört spätestens beim Vorspann auf. Vor dem
                                                tionen in HD-TV belastet, doch ist die CeBIT     Rechner ist das anders, wenn man nicht
Jenseits der Kinosäle                           in erster Linie keine Verkaufsveranstaltung,     gerade beim Video-Skypen ist. Nvidia
Aber auch die Anwendungsmöglichkeiten           sondern zum großen Teil ein Showroom.            zeigt in Hannover seine Shutter-Brille
von 3D jenseits der Kinosäle und Wohnzim-       Und der hat in puncto 3D einiges zu bieten,      „3D Vision“, die mit einer Grafikkarte des
mer sind vielfältig, angefangen von der Au-     nämlich in Halle 16 im Bereich „Next Level       Unternehmens, einem LCD mit Bildwieder-
tomobil- über die Bauindustrie und Archi-       3D“.                                             holfrequenz von mindestens 120 Hertz so-
tektur bis hin zur Medizintechnik und Pro-         Im Zentrum des Geschehens öffnet mit          wie passenden Spielen oder Blu-ray-Inhal-
duktpräsentation etwa am Point of Sale. Der     bis zu 50 Plätzen ein 3D-Kino, in dem räum-      ten realistisch 3D darstellen soll.
stereoskopische Eindruck einer 3D-Immo-         liche Demofilme in Full-HD abgespielt wer-
bilienbegehung dürfte potenziellen Kunden       den. Was gezeigt wird, stand bei Redakti-        3D-Brille für unterwegs
                                                onsschluss noch nicht fest. Bekannt ist          Die Carl Zeiss AG hat hingegen aus der Not
                                                hingegen, dass 3D nun auch für Hobbyfil-         eine Tugend gemacht und die Maximallö-
                                                mer und Fotografen machbar ist: Mit der          sung „Cinemizer plus“ entwickelt, die zwar
                                                Zwei-Linsen-Kamera „Finepix Real 3D W1“          schon für knapp 400 Euro zu kaufen ist,
                                                kommt Fujifilm auf die Messe, dazu gibt es       aber auch auf der CeBIT präsentiert wird.
                                                 einen 3D-Bilderrahmen und ein 3D-Druck-         Das Gerät hat Bildschirme und Lautspre-
                                                    system. Im Gegensatz dazu zeigt die          cher bereits integriert, so dass man Kino
                                                      Firma Seefront einen Monitoraufsatz,       auch mit 3D-Effekten an beliebigen Orten
                                                         der normale Displays in autostereo-     (Flugzeug, Gym, Auto, OP-Tisch) sehen
                                                           skopische Bildschirme verwan-         kann. Der Cinemizer Plus lässt sich nicht
                                                              delt, die für den 3D-Effekt kein   nur an iPods und iPhones von Apple an-
                                                                Zusatzgerät benötigen. Aus       schließen, sondern auch an diverse andere
                                                                   technischen Gründen ist       Smartphones und mobile Gadgets. Fehlsich-
                                                                     das Gerät allerdings we-    tige können ihre Brechwerte augenunab-
                                                                        niger für das Heim-      hängig einstellen. Auch wenn man von der
                                                                          und Kino-Entertain-    Brille keine optischen und akustischen
                                                                             ment geeignet.      Wunder erwarten kann – wer in der Öffent-
                                                                                                 lichkeit partout auffallen will, verschafft
                                                                                                 sich mit dem Cinemizer Plus einen echten
                                                                                                                                                Fotos: Carl Zeiss AG

                                                                                                 Eye-Catcher.                           (ue)

                                                   Der Cinemizer Plus von Zeiss liefert          *Alexander Freimark ist freier Journalist in
                                                   3D-Effekte an beliebigen Orten.               Bad Aibling.
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