ZWISCHEN PANDEMIE UND NACHWUCHSSORGEN - KZV ...

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ZWISCHEN PANDEMIE UND NACHWUCHSSORGEN - KZV ...
W W W.ZAEK-SA .DE                                                             W W W.KZV-LSA .DE

                                                  JAHRGANG 32 // JANUAR 2022     01 / 2022

ZAHNÄRZTLICHE NACHRICHTEN
S A C H S E N - A N H A LT

THEMA S. 6

ZWISCHEN PANDEMIE
UND NACHWUCHSSORGEN
                                                                               Burgen & Schlösser
                                                                               in Sachsen-Anhalt:
                                                                                 Burg Falkenstein
                                                                                 (Landkreis Harz)
Heilberufler Sachsen-Anhalts in bewegten Zeiten
ZWISCHEN PANDEMIE UND NACHWUCHSSORGEN - KZV ...
ZWISCHEN PANDEMIE UND NACHWUCHSSORGEN - KZV ...
INHALT
                                                                             ZN SACHSEN-ANHALT I AUSGABE 01 I Januar 2022

BAROMETER                                                                                                        MITTEILUNGEN DER
Zahnärztliche Hausbesuche – Diagnose:                                                                            KZV SACHSEN-ANHALT
Nicht wirtschaftlich .................................................................................S. 4       Wo liegt eigentlich Pécs? – Interview mit Susann
                                                                                                                 Behling von der KZV-Abteilung Nachwuchsförderung.....S. 42
EDITORIAL                                                                                                        Aus der Vorstandssitzung....................................................................S. 43
Agenda 22                                                                                                        Die Zulassungsstelle informiert......................................................S. 44
von Dr. Jochen Schmidt...........................................................................S. 5            Abteilung Recht: Wichtige Gerichtsentscheidungen
                                                                                                                 in Grundsätzen..........................................................................................S. 46
BERUFSSTÄNDISCHES
Zwischen Pandemie und Nachwuchssorgen:                                                                           SACHSEN-ANHALT
Pressegespräch der Heilberufler Sachsen-Anhalts ..............S. 6                                               Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt:
Wie umgehen mit schwierigen Patienten?                                                                           Burg Falkenstein im Harz....................................................................S. 48
Die Patientenberater der ZÄK im Austausch ............................S. 8
Die Kreisstellen haben gewählt: Vorstellung der 38 alten                                                         MITTEILUNGEN DES
und neuen Vorsitzenden der Kreisstellen der ZÄK ...............S. 9                                              FVDZ SACHSEN-ANHALT
Bericht vom DGPW-Kongress in Halle (Saale): Fokus                                                                Hoffnung und Zuversicht ......................................................................S. 51
auf der MKG-Chirurgie ........................................................................S. 16
„Wir brauchen mehr Studienplätze“ – Interview mit Ulrich
Siegmund, gesundheitspolitischer Sprecher der AfD .......S. 18

KOLLEGEN
PD Dr. Ramona Schweyen: Ausgezeichnet
in Forschung und Lehre........................................................................S. 20

NACHRICHTEN UND BERICHTE
Deutschland: Höchste Gesundheitsausgaben der EU.......S. 21
Übernahme von Zahnarztpraxen wird immer teurer........S. 22

FORTBILDUNGSINSTITUT
DER ZAHNÄRZTEKAMMER
Fortbildungsprogramm für Zahnärzte........................................S. 23
Fortbildungsprogramm für Praxismitarbeiterinnen...........S. 25

BÜCHERSCHRANK
Zucker – eine Frage der Dosis..........................................................S. 32

FORTBILDUNG
Der „Problempatient“ – wo liegt das Problem? –
ein Beitrag von Prof. Dr. Jens Christoph Türp, Basel...........S. 34

LAUDATIO
ZÄK-Geschäftsführerin Christina Glaser ist 60......................S. 40

MITTEILUNGEN DER
ZAHNÄRZTEKAMMER SACHSEN-ANHALT
MLU-Absolventen freuen sich über ihr Examen....................S. 41

                                                                                                                                                                  Burgen & Schlösser in Sachsen-Anhalt:
                                                                                                                                                                        Burg Falkenstein (Landkreis Harz).
                                                                                                                                                                                          Titelbild: Fredi Fröschki

                                                                                                             3
ZWISCHEN PANDEMIE UND NACHWUCHSSORGEN - KZV ...
BAROMETER
                                                   ZN SACHSEN-ANHALT I AUSGABE 01 I Januar 2022

 HAUSBESUCHE:
                                                                            %
                                                                                                             Absolvieren Sie bzw. ein(e)
                                                                            80                      angestellte(r) Kollegin oder Kollege

DIAGNOSE NICHT
                                                                                                             Ihrer Praxis Hausbesuche?
                                                                            70

                                                                            60

WIRTSCHAFTLICH                                                              50

                                                                            40
                                                                                                                                               8,9 %

                                                                                             38,4 %
                                                                            30                                         52,7 %
                  Barometer zu
                                                                            20
           zahnärztlichen Hausbesuchen
                                                                            10
Für Vertragszahnärzte ergeben sich die allgemeinen Behand-                                ja,               ja, aber                      nein,
lungspflichten aus § 95 SGB V zusammen mit § 7 Bundesman-                             regelmäßig         nur im Notfall               generell nicht
telvertrag. Dort ist auch die Besuchsbehandlung geregelt, und
diese können Zahnärztinnen und Zahnärzte ablehnen, wenn
es kein dringender Not- oder Schmerzfall ist – laut DGZMK                   %
                                                                                                                                   Glauben Sie,
also (Nach-)Blutungen, fiebernde oder eitrige Entzündungen
                                                                            80                                                 dass in Zukunft
sowie Unfallverletzungen. Anspruch auf Hausbesuche haben
                                                                                                                            mehr Hausbesuche
Patienten ansonsten nur, wenn ihnen das Aufsuchen der Pra-                  70
                                                                                             55,4 %                         nötig sein werden?
xis nicht mehr möglich ist. Laut Berufsordnung der ZÄK kön-                 60
nen Zahnärzte die Behandlung ablehnen, wenn diese ihnen
                                                                            50
nach pflichtgemäßer Interessenabwägung nicht zugemutet
werden kann (§ 2, Abs. 5), andererseits sind sie verpflichtet, ih-          40
ren Beruf gewissenhaft und den Geboten der ärztlichen Ethik                 30
und Menschlichkeit entsprechend auszuüben (§ 2, Abs. 2). Wie
                                                                            20
handhaben Sie Hausbesuche? Das wollte der Öffentlichkeits-                                                             24,1 %                  20,5 %
ausschuss von KZV und ZÄK mit dem aktuellen Barometer                       10
herausfinden.                                                                            ja, in              nein, glaube              weiß nicht
                                                                                      jedem Fall               ich nicht
Erstes Ergebnis: Die meisten Zahnärztinnen und Zahnärzte
bzw. dort angestellte Kolleginnen oder Kollegen absolvieren
Hausbesuche bei ihren Patienten – 38,4 Prozent der Befrag-
                                                                            Steigt die Nachfrage der Patienten nach Hausbesuchen?
ten regelmäßig, mehr als die Hälfte (52,7 Prozent) im Notfall.
Nur rund neun Prozent der Barometer-Teilnehmer tun dies                          8%
                                                                                                                                              Ja, stark
nach eigener Aussage nicht. Eine übergroße Mehrheit von 90
Prozent kommt dabei ohne mobile Behandlungseinheit aus.                                                                      57,1 %
                                                                                                                                          Ja, moderat
Der Rest der Befragten besitzt selbige bzw. plant die Anschaf-
fung. Eine besondere Belastung sind Hausbesuche in vieler-
                                                                                                      34,8 %
lei Hinsicht: Rund ein Drittel der Barometer-Teilnehmer (33,9                                                                                       Nein
Prozent) empfindet Hausbesuche immer als psychisch oder
physisch belastender als Behandlungen in der Praxis, mehr                    10 %     20 %   30 %     40 %      50 %        60 %   70 %
als die Hälfte (52,7 Prozent) empfindet dies manchmal. Nur
für 13,4 Prozent ist ein Hausbesuch nicht anstrengender. Sind
Hausbesuche wirtschaftlich zu erbringen? Aus Sicht einer gro-           nicht. Ein Fünftel (20,5 Prozent) mag hier keine Prognose ge-
ßen Mehrheit von 79,5 Prozent der Befragten nicht, nur 12,5             ben und antwortete mit 'weiß nicht'. Die Kollegenschaft ver-
Prozent antworteten hier mit Ja, acht Prozent mit 'weiß nicht'.         spürt zumindest mehrheitlich eine steigende Nachfrage der
                                                                        Patienten nach Hausbesuchen – moderat 57,1 Prozent, sogar
Wie sieht es vor dem Hintergrund des demografischen Wan-                stark 8 Prozent der Befragten. Bei einem Drittel der befragten
dels zukünftig aus? Mehr als die Hälfte (55,4 Prozent) der be-          Zahnärzte ist die Nachfrage bislang nicht gestiegen. Es steht
fragten Zahnärzte glaubt, dass in Zukunft mehr Hausbesuche              jedoch zu vermuten, dass sich dies in den kommenden Jahren
nötig sein werden, rund ein Viertel (24,1 Prozent) glaubt dies          ändern wird.

                                                                        4
ZWISCHEN PANDEMIE UND NACHWUCHSSORGEN - KZV ...
EDITORIAL
                                              ZN SACHSEN-ANHALT I AUSGABE 01 I Januar 2022

            AGENDA 22
  Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich hoffe,
  Sie hatten im Kreis der Familie schöne und
  erholsame Tage. Ich hoffe auch, Sie fanden
    die Kraft und Motivation, sich nach den
 zurückliegenden Feier- und Festtagen wieder
       engagiert in die Arbeit zu stürzen.

Das zweite Pandemie-Jahr ist zwar vorüber, die Krise selbst ist
aber geblieben. Sie wird mit großer Sicherheit weiterhin unsere
Themenagenda bestimmen oder zumindest alle wichtigen Tätig-                      Dr. Jochen Schmidt
keiten und sozialen Kontexte tangieren. Doch das Jahr 2021 war
nicht nur von der Pandemie geprägt, und 2022 wird es ebenso              In Sachsen-Anhalt sind wir leider politisch noch nicht ganz so weit
wenig sein. Die Zahnärzteschaft ist bereit, Impfeinsätze zu unter-       – ein gemeinsamer offener Brief der zahnmedizinischen Körper-
stützen. Mobiles Impfen, also die Unterstützung der Impfzentren,         schaften KZV und Kammer zum prekären Versorgungsausblick
mobilen Impfangebote oder auch Arztpraxen, wird relativ kurz-            und dem Appell an unser Landesministerium für Arbeit, Soziales,
fristig realisiert werden können. Einige Kolleginnen und Kollegen        Gesundheit und Gleichstellung, gemeinsam daran zu arbeiten,
möchten aber auch gerne in der eigenen Praxis impfen. Hierfür            diese Versorgungslücke zu schließen, ist bis heute unbeantwortet
liegen die Hürden jedoch weitaus höher. KZBV und BZÄK arbei-             geblieben. Natürlich haben wir Verständnis für ein langsameres
ten mit Hochdruck daran, die strukturellen und die noch fehlen-          Schalten und Walten von Gesundheitsbehörden während einer
den gesetzlichen Voraussetzungen zu klären.                              Pandemie und selbstverständlich werden wir eigeninitiativ wei-
                                                                         tere Maßnahmenpakete entwickeln und nach bestem Gewissen
Abseits von Corona bleibt das Thema Nachwuchsgewinnung                   umsetzen. Aber mittelfristig ist es auch selbstverständlich, dass
ganz oben auf unserer Agenda. Unsere Vertreterversammlung                die Selbstverwaltungen den drohenden Zahnärztemangel nicht
hat den KZV-Vorstand in ihrer Herbst-Sitzung Ende November               allein verhindern können. Auch die TI wird uns in diesem Jahr be-
2021 beauftragt, ein Stipendienprogramm ins Leben zu rufen.              schäftigen. Mit Nachdruck werden wir darauf drängen, dass neue
Unsere KZV hat sich dafür mit der Universität Pécs (Ungarn) zu-          Anwendungen nicht ohne ausreichende Erprobung und nachge-
sammengetan und bietet ab dem Wintersemester 2022/23 moti-               wiesener Marktreife eingeführt werden – schon gar nicht in Zei-
vierten Studierwilligen die Möglichkeit, dort deutschsprachig und        ten einer Pandemie, in denen das Gesundheitssystem ohnehin
auf hohem Niveau Zahnmedizin zu studieren. Davon sollen ins-             vielfach am Limit arbeitet.
besondere Landeskinder profitieren, die sich aufgrund der enorm
hohen Anforderungen zur Aufnahme des Zahnmedizinstudiums                 Liebe Kolleginnen und Kollegen, auf unserer Agenda stehen vie-
in Deutschland bis dato nur geringe Chancen auf einen der heiß           le weitere wichtige Themen, die wir mit vollem Eifer angehen
umkämpften Plätze ausrechnen durften. Die anfallenden Studi-             werden: die Wahlen der VV, Vergütungsverhandlungen, Struk-
engebühren werden dabei von der KZV und anteilig von den ge-             turfonds, Praxislotse, ZäPP, Qualitätssicherung und noch vieles
setzlichen Krankenkassen übernommen. Die Auflage: Nach dem               andere mehr. Allen, die bei all dem mit uns zusammenarbeiten
erfolgreichen Studium verpflichten sich die Stipendiaten für fünf        und die sich direkt oder indirekt dafür einsetzen, dass Lachen und
Jahre zahnärztlich in Sachsen-Anhalt tätig zu werden.                    Lächeln weiterhin Spaß machen, wünsche ich Gesundheit, viel Er-
                                                                         folg und bleibenden Optimismus im Jahr 2022
In der Zahnmedizin ist diese Maßnahme ein Novum, das Mo-
dell ist jedoch ausgereift. Die Kollegen aus der Humanmedizin            Ihr
im Land Sachsen betreiben bereits seit gut einem Jahrzehnt ein
solches Nachwuchsförderungsprogramm und konnten dadurch
zahlreiche Absolventinnen und Absolventen zusätzlich in die
Versorgung integrieren. In unserem Nachbarland erfährt das dor-          Dr. Jochen Schmidt
tige Förderprogramm sogar finanzielle Unterstützung durch die            Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen
Landesregierung.                                                         Vereinigung Sachsen-Anhalt

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ZWISCHEN PANDEMIE UND NACHWUCHSSORGEN - KZV ...
BERUFSSTÄNDISCHES
                                                ZN SACHSEN-ANHALT I AUSGABE 01 I Januar 2022

      ZWISCHEN
    PANDEMIE UND
     NACHWUCHS-
       MANGEL
       Pressegespräch der Heilberufler
    Sachsen-Anhalts muss zum zweiten Mal
              online stattfinden

Traditionell der erste wichtige Termin im Jahr für die (zahn-)           Kammerpräsident Dr. Carsten Hünecke und zn-Redakteur Andreas
ärztlichen Körperschaften und Vertreter aus Politik, Verwal-                             Stein führten das Pressegespräch von der KZV aus ...
tung und Gesundheitswirtschaft ist der Neujahrsempfang der
Heilberufler. Pandemiebedingt musste der für den 12. Januar
2022 geplante Termin in diesem Jahr erneut abgesagt werden.          Dr. Jochen Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahn-
Auf das begleitende Pressegespräch wollten die Öffentlich-           ärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt, stellte das neue Sti-
keitsarbeiter von Ärztekammer, Kassenärztlicher Vereinigung,         pendienprogramm der KZV zur zahnärztlichen Nachwuchs-
Tierärzten und natürlich KZV und ZÄK aber nicht verzichten           gewinnung vor (siehe auch diese zn, S. 42 und 52). Die Zeit
– wann, wenn nicht in der aktuellen Lage ist es wichtig, den         dränge, denn die Ruhestandswelle rolle unaufhaltsam heran,
Kontakt zu den Medien zu halten? Journalisten von Altmarkzei-        so der Dessauer Zahnarzt. Schon im Herbst 2022 sollen des-
tung, Mitteldeutscher Zeitung, Volksstimme und von der DPA           halb die ersten zwölf Stipendiaten mit dem Studium im unga-
folgten der Einladung; eine umfangreiche Pressemappe mit             rischen Pécs beginnen. Es finde auf Deutsch statt und werde
Einzelmitteilungen und Statistiken ging parallel an die Medien.      komplett in Deutschland anerkannt. Ausschlaggebend sei
                                                                     weniger ein perfektes Abitur, sondern das Interesse am Zahn-
Eingangs nahm Dr. Carsten Hünecke, Präsident der Zahnärz-            arztberuf und die Motivation, in Sachsen-Anhalt fünf Jahre im
tekammer Sachsen-Anhalt, Stellung zum Beitrag der Zahn-              Anschluss an das Studium in Anstellung oder Niederlassung
ärzteschaft in der Impfkampagne. Die BZÄK hat in Abstim-             zu arbeiten. Interessierte können sich noch bis Ende Februar
mung mit der BÄK ein Curriculum erarbeitet, und nach einer           bei der KZV bewerben.
theoretischen Online-Schulung und einem Praktikum sei die
Ausstellung eines Impfzertifikates durch die ZÄK möglich (sie-        ÄRZTESCHAFT IST AM LIMIT
he auch Kasten rechts). Bei Redaktionsschluss noch in Klärung        Für die Ärzteschaft sei die Corona-Pandemie eine große Belas-
seien Fragen der Haftpflicht, der Vergütung und der Teilnah-         tung, erklärte nachfolgend Prof. Dr. Uwe Ebmeyer, Präsident der
me an der Impf-Surveillance. Dr. Hünecke betonte nochmals,           Ärztekammer Sachsen-Anhalt. Sie wirke auch als Brennglas für
dass die Zahnärzteschaft ihren Beitrag zum Gelingen der              die Strukturprobleme des deutschen Gesundheitswesens und
Impfkampagne leistet, nicht aber in Konkurrenz zu anderen            offenbare den Personalmangel im ärztlichen und pflegerischen
Facharztgruppen tritt. Eine parallel laufende Abfrage der KZV        Bereich sowie den Investitionsstau in den Krankenhäusern des
im Auftrag der KZBV hatte übrigens ergeben, dass sich rund           Landes. Er hoffe hier auf Maßnahmen der Landesregierung, so
100 Praxen in Sachsen-Anhalt an der Impfkampagne beteili-            Prof. Ebmeyer. Er positionierte sich gegen eine Einbeziehung
gen würden. Da neben Corona auch noch andere Krankheiten             weiterer Facharztgruppen in die Impfkampagne. Vielmehr sei
fortbestehen, war das zweite Thema des Kammerpräsidenten             es nötig, mehr Impfstoffe bereitzustellen, um der Pandemie Herr
die neue Behandlungsstrecke für die Volkskrankheit Parodon-          zu werden. Generell beobachteten die Ärzte eine Verrohung
titis, wodurch es seit Jahresmitte 2021 deutlich mehr Behand-        der Gesellschaft. Der Ton in Praxen und Ambulanzen werde
lungsmöglichkeiten für gesetzlich versicherte Patienten gibt.        zunehmend rauer, warnte der Präsident der Ärztekammer. Dr.
Trotz Pandemie sollten alle Sachsen-Anhalter deshalb regel-          Jörg Böhme, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Ver-
mäßig ihre Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, appellier-             einigung, stimmte dem zu. Er forderte Impfstoffe mit längerer
te der Kammerpräsident.

                                                                     6
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BERUFSSTÄNDISCHES
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                                                                               IMPFEN DURCH ZAHNÄRZTE
                                                                               Laut § 20 b des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) können
                                                                               Zahnärztinnen und Zahnärzte Personen, die das 12. Le-
                                                                               bensjahr vollendet haben, gegen das Coronavirus SARS-
                                                                               CoV-2 impfen. Ziel ist die Verbesserung der Impfquote.
                                                                               Voraussetzung einer Durchführung von Schutzimpfungen
                                                                               ist die Teilnahme an einer ärztlichen Schulung (Theorie-
                                                                               und Praxisteil) und die Bestätigung einer erfolgreichen
                                                                               Teilnahme:

                                                                               1.   Theoretische Schulung: Diese kann ab sofort kosten-
                                                                                    los über die E-Learning-Plattform der Akademie für
                                                                                    Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW) durchge-
                                                                                    führt werden: https://impfencovid19.de/
      ... KZV-Vorstandsvorsitzender Dr. Jochen Schmidt war aus Köln
                          zugeschaltet. Fotos: KZV Sachsen-Anhalt
                                                                               2.   Praktische Schulung: Die ZÄK empfiehlt, den
                                                                                    praktischen Teil (Famulaturteil) der Schulung (ca. 90
                                                                                    Minuten) bei einer/einem Ihnen bekannten Ärztin/
                                                                                    Arzt oder einem Impfzentrum zu absolvieren und
Wirksamkeit und größere Impfstoffmengen. Sorgen würden ihm
                                                                                    sich diese Schulung zum Beispiel auf der Muster-Be-
diejenigen machen, die bisher nicht durch das Impfen erreicht
                                                                                    scheinigung der BZÄK bescheinigen zu lassen. Die
wurden. „Maßlos enttäuscht“ sind die Ärzte von der Digitialisie-
                                                                                    ZÄK wird außerdem voraussichtlich einen Kurs
rung. Nichts funktioniere richtig, was die Praxen viel Geld und
                                                                                    „Praktische ärztliche Notfall-Schulung“ anbieten,
Zeit koste.
                                                                                    durch den der Famulaturteil abgedeckt wird. Bei
                                                                                    zn-Redaktionsschluss gab es noch keinen Termin
APOTHEKEN FEHLT PERSONAL                                                            dafür.
Die Corona-Pandemie sei auch in den Apotheken Sachsen-An-                      3.   Ausstellung des Impf-Zertifikats für Zahnärztinnen
halts 2021 das bestimmende Thema gewesen, berichtete                                und Zahnärzte: Nachdem Sie die Bescheinigun-
Dr. Jens-Andreas Münch, Präsident der Apothekerkammer                               gen für den theoretischen und den praktischen
Sachsen-Anhalt. Man habe sich neben der Sicherstellung der                          Schulungsteil erhalten haben, stellt Ihnen die
Arzneimittelversorgung mit Sonderleistungen wie der Mas-                            Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt ein entspre-
kenverteilung, Impfstoffbestellung für Hausarztpraxen und                           chendes Impf-Zertifikat kostenfrei aus (wiedmann@
Ausstellung von Impfzertifikaten befasst, so Münch. Das alles                       zahnaerztekammer-sah.de). Erst der Besitz dieses
vor dem Hintergrund einer schrumpfenden Zahl von Apothe-                            Nachweises berechtigt zum Impfen.
ken im Land (2011: 619; 2021: 572) und wachsenden Personal-                    4.   Haftpflichtversicherung: Die BZÄK empfiehlt, sich
mangels. Man brauche dringend mehr Nachwuchs, sagte der                             vor Aufnahme der Impftätigkeit von der eigenen Ver-
Kammerpräsident. Mathias Arnold, Vorsitzender des Landes-                           sicherung schriftlich bestätigen zu lassen, dass eine
apothekerverbandes, beschrieb die großen Herausforderun-                            Impftätigkeit vom Versicherungsschutz erfasst ist.
gen der Digitalisierung für die Apotheken im Land.                             5.   Regelung zur Vergütung und einer Teilnahme an der
                                                                                    Impf-Surveillance: Regelungen zur Vergütung und
TIERÄRZTE WOLLEN IMPFEN                                                             Abrechnung bzw. Abrechnungswegen der Impfleis-
Auch die Tierärzteschaft Sachsen-Anhalts wolle einen Beitrag                        tungen hat der Gesetzgeber noch nicht ausdrücklich
zur Impfkampagne leisten, bekräftigte Dr. Wolfgang Gaede,                           getroffen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass
neuer Präsident der Tierärztekammer. Die Bereitschaft sei                           die Abrechnung über die regionalen Kassenärztli-
groß, vornehmlich für mobile Angebote. Völlig ungeklärt sei                         chen Vereinigungen erfolgt. Voraussetzung für das
jedoch noch die Frage der Haftpflicht. Die Auswirkungen der                         Impfen in ärztlichen Praxen ist die Teilnahme an der
Corona-Pandemie spürten auch die Tierärzte hinsichtlich der                         täglichen Information des RKI über die Anzahl der
wachsenden Zahl an Tieren – bundesweit gebe es eine Million                         Impfungen (Impf-Surveillance). Die Kassenzahnärzt-
Hunde mehr. Das sorge für eingeschleppte Krankheiten und                            lichen Vereinigungen (KZV) arbeiten derzeit an einer
eine wachsende Belastung der Tierheime.                                             Lösung für den zahnärztlichen Bereich.

                                                                   7
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 WIE UMGEHEN
MIT SCHWIERIGEN
   PATIENTEN?
 Angeregter Austausch bei jährlichem Treffen
 der Patientenberater der Zahnärztekammer

Nach einem Jahr pandemiebedingter Pause haben sich die
Patientenberater der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt
am 8. Dezember 2021 erneut zum Austausch und zur Wei-
terbildung getroffen. Zu Gast war Ina Wager M.Sc. von der
                                                                          Die aktuellen Patientenberater der ZÄK (v.l.n.r.): Dr. Klaus Brauner,
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit dem Thema
                                                                         Dr. Dr. Karsten Hennig, Dr. Eva Wilckens, Dr. Volkmar Strutz, Giesela
„Umgang mit schwierigen Patienten“. Ihr Lehrstuhl am Institut
                                                                                           Kießling und Dr. Dirk Wagner. Foto: Andreas Stein
für Berufs- und Betriebspädagogik hat unter Prof. Dr. Michael
Dick bereits intensiv zu Patientenberatung und -zufriedenheit
geforscht.
                                                                     eine Ebene zu bringen, die sich auf das Hier und Jetzt fokus-
Welche Patienten sind „schwierig“ aus Sicht der Patientenbe-         siert und nicht von früheren Erfahrungen oder äußeren Ein-
rater? Patienten, die ständig die Praxis wechseln; die denken,       flüssen leiten lässt – ein Rat, dem die Patientenberater viel
der Zahnarzt wolle nur Geld verdienen; unerfüllbare Erwar-           abgewinnen konnten. Es sei wichtig, den Patienten ausreden
tungshaltungen an die Therapie haben; zu anderen Krankhei-           zu lassen, um auf den Kern der Geschichte zu kommen, sag-
ten abschweifen oder in ihrer Meinung bereits so gefestigt           te Dr. Dr. Karsten Hennig (Stendal). „Wir haben ja auch mehr
sind, dass sie diese nur bestätigt haben wollen, trugen die          Zeit als die Behandler und müssen dem Patienten Glauben
ZÄK-Patientenberater als Merkmale zusammen – betonten                schenken“, ergänzte Dr. Eva Wilckens (Magdeburg). Auch die
aber auch, dass die große Mehrheit der zur Beratung erschei-         Kommunikationsfähigkeit vieler Zahnärzte sei begrenzt, ist
nenden Patienten sehr dankbar für die Hilfe sei. Ziel der Po-        die Erfahrung von Dr. Volkmar Strutz (Halle/Saale). Genau
litik sei es, dass Menschen selbstbestimmt über die zentralen        deshalb sei es richtig, dass die Patientenberatung auf den
Belange ihrer eigenen Gesundheit entscheiden können, er-             Schultern erfahrener Kolleginnen und Kollegen liege. Dazu
läuterte Ina Wagner. Dem könne jedoch vieles im Weg stehen           gehört Berufs- und Lebenserfahrung, so das Fazit von Dr. Dirk
– vom fehlenden Zugang (Angst, Überforderung, Migrations-            Wagner. Das unterscheide das Angebot von dem der 'Mitbe-
hintergrund) über psychische Vorbelastungen und überhöhte            werber', sagte er – und das belegen auch eindrucksvoll die
Erwartungen durch mediale oder soziale Einflüsse bis hin zu          Zahlen: 2020 haben sich deutschlandweit 31.400 Menschen
simplen wie schwerwiegenden Kommunikationsproblemen.                 an zahnärztliche Patientenberatungsstellen gewandt. Bei der
„Viele Patienten geben nicht zu, wenn sie im Bezug auf Thera-        Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) waren
pie oder Heil- und Kostenplan etwas nicht verstanden haben“,         es lediglich 4.688.
berichtete ZÄK-Öffentlichkeitsreferent Dr. Dirk Wagner, der
außerdem die telefonische Patientenberatung übernimmt.
Doch gerade hier zeige sich die Unverzichtbarkeit des An-
gebotes der zahnärztlichen Patientenberatung – die im Jahr
2021 übrigens von rund 300 Patienten in Sachsen-Anhalt ge-
nutzt wurde.
                                                                                       FORTBILDUNG
Ina Wagner riet den Patientenberatern, entsprechend des                                Mehr Informationen und Tipps zum Umgang mit
Modells der Transaktionsanalyse davon auszugehen, dass                                 schwierigen Patienten in der Praxis finden Sie in
jeder Mensch in Ordnung ist, die Fähigkeit zum Denken und                              diesen zn ab S. 34 ff. im Artikel „Der 'Problempati-
Problemlösen besitzt und Verantwortung für sein Leben über-                            ent': Wo liegt das Problem?“ von Prof. Dr. Jens Türp
nehmen kann. Entsprechend sei es das Ziel, den Patienten auf                           MSc. M.A.. Der Spezialist für Funktionsdiagnostik
                                                                                       leitet die Abteilung Myoarthropathien / Orofazialer
                                                                                       Schmerz im Zentrum für Zahnmedizin Basel (UZB).

                                                                     8
ZWISCHEN PANDEMIE UND NACHWUCHSSORGEN - KZV ...
BERUFSSTÄNDISCHES
                                            ZN SACHSEN-ANHALT I AUSGABE 01 I Januar 2022

DIE KREISSTELLEN
HABEN GEWÄHLT
     Neue und alte Gesichter an der Spitze
   der 38 Kreisstellen der Zahnärztekammer
          Sachsen-Anhalt vorgestellt

Im Frühjahr 2021 hat die Zahnärzteschaft Sachsen-Anhalts ihr
höchstes Gremium, die Kammerversammlung, in der 8. Legis-
laturperiode neu gewählt. Nach der konstituierenden Sitzung
am 26. Juni 2021 war es an den ehemals 40 Kreisstellen, neue
Vorsitzende zu wählen sowie Beauftragte für Kinder- und Al-
                                                                           Ein Bild von der zurückliegenden Versammlung der Kreisstellen-
terszahnmedizin festzulegen. Neun neue Gesichter sind an
                                                                                vorsitzenden im April 2021. Auch in diesem Frühjahr ist eine
die Spitze ihrer Kreisstelle aufgerückt – in rund jeder vierten
                                                                                              Zusammenkunft geplant. Foto: Andreas Stein
Kreisstelle haben damit junge Kolleginnen und Kollegen ihre
erfahrenen Vorgänger abgelöst. In Zeiten des demografischen
Wandels wird die Arbeit der Zahnärztinnen und Zahnärzte
vor Ort, u. a. die Organisation des Notdienstes, noch wichtiger
und auch fordernder.                                                   rechtzeitig anzugehen, damit die erfolgreiche Arbeit wei-
                                                                       tergeführt werden kann“, so Carsten Hünecke, Präsident der
„Die Kreisstellen sind für die Erfüllung der Aufgaben eine un-         Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt mit Blick auf eine mögli-
verzichtbare Struktur, die sich seit Bestehen der Zahnärzte-           che Strukturreform. Bereits jetzt arbeiten vier Kreisstellen –
kammer sehr bewährt hat. Besonders während der Pandemie                Oschersleben/Wanzleben sowie Jessen/Wittenberg – unter
ermöglichten die Kreisstellenvorstände die enge Kommuni-               einer Leitung zusammen. Die Zahnärztlichen Nachrichten
kation zwischen Vorstand und Geschäftsführung einerseits               nutzen die Gelegenheit, die neuen und alten Gesichter in den
und den Mitgliedern andererseits. Im Hinblick auf zukünf-              Kreisstellen mit ihrer Vita, ihren standespolitischen Zielset-
tige Erfordernisse gilt es, gemeinsam notwendige Schritte              zungen und Interessen vorzustellen.

ASCHERSLEBEN                                                           BERNBURG
DIPL.-STOM.                                                            DR. GUNNAR
FRANK RANK                                                             BRAEKOW
Vita: geboren am 27.08.1962 in Berlin,                                 Vita: geboren am 17.04.1963 in Lucken-
Zahnmedizinstudium von 1984 bis 1989                                   walde; Studium 1984 bis 1989 in Jena;
in Jena; verheiratet, ein Kind; Kammer-                                verheiratet, zwei Töchter; Kammerdele-
delegierter.                                                           gierter.

standespolitische Zielsetzungen:                                       standespolitische Zielsetzungen:
Wahrung des Berufsstandes und Freiberuflichkeit                        Einsatz für die Freiberuflichkeit, gegen überbordende
                                                                       Bürokratie und zunehmende Eingriffe und Regularien,
Hobbys: Musik (Saxophon in Band)                                       für den Zusammenhalt der Kollegenschaft

                                                                       Hobbys: Sport/ Laufen, Fitness, Bergwandern, Lesen

                                                                 9
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BITTERFELD                                                            EISLEBEN
DR. ALEXANDER                                                         DR. GABRIELE JOOST
ILGNER                                                                Vita: geboren am 02.09.1980 in Eisle-
                                                                      ben; Zahnmedizinstudium von 1999
Vita: Geboren am 18.06.1975 in Wolfen;                                bis 2004 in Dresden; verheiratet, zwei
Studium der Zahnmedizin in Leipzig;                                   Kinder.
verheiratet, drei Kinder. Kammerdele-
gierter.                                                              standespolitische Zielsetzungen:
                                                                      Bürokratie und „Kontrolle“ unserer Ar-
standespolitische Zielsetzungen:                                      beit durch Dritte reduzieren, Ost-West-Angleich
Einheit des Berufsstandes auch bei zunehmender
Spezialisierung, Interessenvertretung der Zahnärztschaft              Hobbys: Tennis, Ski fahren, Segeln, Freizeit mit Kindern sport-
der Kreisstelle, Transparenz der Entscheidungsfindungen               lich und kulturell genießen, Reisen
in ZÄK und KZV.

Hobbys: Radrennsport

BURG                                                                  GARDELEGEN
DIPL.-STOM.                                                           MATTHIAS
HORST KADEN                                                           SCHRÖDER
Vita: geboren am 11.02.1956 in Bie-                                   Vita: geboren am 12.05.1978 in Hal-
deritz; Zahnmedizinstudium von 1976                                   berstadt; Zahnmedizinstudium von
bis 1981 in Halle/S.; verheiratet, zwei                               1996 bis 2001 in Halle (Saale); verhei-
Kinder. Kammerdelegierter.                                            ratet.
standespolitische Zielsetzungen:                                      standespolitische Zielsetzungen:
Patientenversorgung steht im Mittelpunkt unseres Han-                 Erhalt der freien zahnärztlichen Berufsausübung
delns und nicht das Erfassen von Daten digital oder analog
für unsere „Überwachung“ oder für Statistiken, die niemand
braucht. Wir sind Ärzte und keine ITler mit sporadischen Pati-
entenkontakten.

Hobbys: Lesen, Radfahren (noch ohne Strom).

DESSAU                                                                GENTHIN
STEPHAN OLEK                                                          DIPL.-STOM.
Vita: geboren am 13.02.1966 in Dessau,
                                                                      KLAUS-DIETER WIESE
Zahnmedizinstudium von 1988 bis 1993
in Berlin; geschieden.                                                Vita: geboren am 17.09.1960 in Qued-
                                                                      linburg, Zahnmedizinstudium von 1981
standespolitische Zielsetzungen:                                      bis 1986 in Halle (Saale); verheiratet,
Wir haben in unserer Kreisstelle ein                                  drei Kinder.
sehr kollegiales Verhältnis, das möchte ich bewahren und
für an die jungen Kollegen weitergeben.                               standespolitische Zielsetzungen:
                                                                      Verbindung zwischen Basis und Kammer herstellen, Bewah-
Hobbys: seit 2005 Mitglied bei Dentists for Africa mit insge-         rung der Freiberuflichkeit
samt fünf Einsätzen in Kenia, Motoradfahren
                                                                      Hobbys: Sport, Haus und Garten.

                                                                     10
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GRÄFENHAINICHEN                                                        HALLE (SAALE)
ARKADZIY LAGOYSKIY                                                     THORSTEN TÖPEL
Vita: geboren am 04.12.1988 in Mogil-                                  Vita: geboren am 10.09.1970 in Hal-
jiow (Weißrussland), Zahnmedizinstu-                                   berstadt, Zahnmedizinstudium von
dium bis 2010 an der Belarussischen                                    1991 bis 1996 in Halle (Saale); verheira-
Staatlichen Medizinischen Universität;                                 tet, zwei Kinder. Kammerdelegierter.
verheiratet, zwei Kinder.
                                                                       standespolitische Zielsetzungen:
Hobbys: Gitarre, Schach                                                Bürokratieabbau, leistungsgerechte
                                                                       Honorierung (GOZ-Punktwertanhebung), Nachwuchsförde-
                                                                       rung

                                                                       Hobbys: Reisen, Skifahren, Motorsport

HALBERSTADT                                                            HAVELBERG
JENS HEINEMANN                                                         DR. NORBERT
Vita: geboren am 13.05.1961 in Ballen-                                 LEWERENZ
stedt, Zahnmedizinstudium von 1979
bis 1984 in Twer (Russland); verheiratet,                              Vita: geboren am 19.06.1957 in Gold-
zwei Kinder.                                                           berg; Zahnmedizinstudium von 1979
                                                                       bis 1984 in Rostock; verheiratet, zwei
standespolitische Zielsetzungen:                                       Kinder.
für die Kollegen da sein
                                                                       standespolitische Zielsetzungen:
Hobbys: Lesen                                                          freie Berufsausübung, kollegialer Kontakt und Zusammen-
                                                                       halt in der Zahnärzteschaft, Entgegentreten jedweder staat-
                                                                       licher Regelungswut, praxistaugliche Umsetzung fragwürdi-
                                                                       ger Anweisungen von Politik und Institutionen, Reduzierung
                                                                       von bürokratischem Zeitaufwand.

                                                                       Hobbys: Langstreckenlauf, Garten, Kanu fahren, Skat

HALDENSLEBEN                                                           HETTSTEDT
DR. HENNING FRANK                                                      ANTJE DODTE
Vita: geboren am 11.12.1967 in Hal-                                    Vita: geboren am 10.03.1970 in Sanger-
densleben; Zahnmedizinstudium von                                      hausen; Zahnmedizinstudium von 1989-
1988 bis 1993 in Halle (Saale); verheira-                              1994 in Halle (Saale).
tet, zwei Kinder.
                                                                       standespolitische Zielsetzungen:
standespolitische Zielsetzungen:                                       Aktivierung des kollegialen Austau-
Sicherstellung der zahnärztlichen Versorgung auf dem Land,             sches aller Mitglieder der Kreisstelle;
Kollegialität, Nachwuchsausbildung, Entbürokratisierung                jungen Kollegen die positiven Seiten einer Niederlassung im
                                                                       ländlichen Raum aufzeigen
Hobbys: Fahrrad, Oldtimer, Lesen, Wandern
                                                                       Hobbys: Imkerei, Radfahren

                                                                11
BERUFSSTÄNDISCHES
                                               ZN SACHSEN-ANHALT I AUSGABE 01 I Januar 2022

HOHENMÖLSEN                                                         MAGDEBURG
DR. STEFAN WENK                                                     DR. DIRK WAGNER
Vita: geboren am 08.08.1988 in Hohen-                               Vita: geboren am 03.10.1959 in Magde-
mölsen, Zahnmedizinstudium von 2008                                 burg; Zahnmedizinstudium von 1979
bis 2013 in Jena; verheiratet, ein Kind.                            bis 1984 in Greifswald; verheiratet, vier
                                                                    Kinder. Kammerdelegierter und -vor-
standespolitische Zielsetzungen:                                    stand, VV-Delegierter.
Erhalt der kleinen Kreisstelle Hohenmöl-
sen, Weiterführung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit             standespolitische Zielsetzungen:
der Kreisstelle Weißenfels in Bezug auf die Organisation des        Positive Darstellung der Zahnärzte in der Öffentlichkeit,
Bereitschaftsdienstes                                               Einheit des Berufsstandes festigen

Hobbys: Motorrad fahren                                             Hobbys: Jagd, Golf

KLÖTZE                                                              MERSEBURG
DR. KNUT ABSHAGEN                                                   DIPL.-STOMAT.
Vita: geboren am 17.12.1953 in Rostock;                             JOACHIM KNAPIK
Zahnmedizinstudium von 1974 bis
1979 in Rostock, verheiratet, ein Sohn.                             Vita: geboren am 08.03.1961 in Zabrze/
VV-Delegierter.                                                     Polen; Zahnmedizinstudium von 1981 bis
                                                                    1986 in Jena; verheiratet, ein Kind; Kam-
standespolitische Zielsetzungen:                                    merdelegierter.
Die Finanzen der Zahnärztekammer
weiter in geordneten Bahnen halten.                                 standespolitische Zielsetzungen:
                                                                    als hilfreiches Bindeglied von Legislative und Exekutive zu
Hobbys: Lesen, Gartenarbeit.                                        fungieren, Vorgehen gegen das „Bürokratiemonster“ in der
                                                                    zahnärztlichen Praxis, Einsatz für die Freiberuflichkeit

                                                                    Hobbys: Sport, Tanzen, Reisen

KÖTHEN                                                              NAUMBURG
DR. MICHAEL WIESER                                                  CHRISTIAN RABOLD
Vita: geboren am 04.09.1960 in Thale;                               Vita: geboren am 30.12.1979 in Naum-
Zahnmedizinstudium von 1981 bis 1986                                burg; Zahnmedizinstudium von 1999
in Halle (S.); verheiratet, zwei Kinder.                            bis 2004 in Jena; verlobt, ein Kind.
Kammerdelegierter.
                                                                    standespolitische Zielsetzungen:
standespolitische Zielsetzungen:                                    Eine gute zahnmedizinische Versor-
Erhalt der Freiberuflichkeit, Erhalt der Autonomie des              gung unserer Patienten, angepasst an
Patienten, Interessenvertretung der Kollegen auch vor               die heutigen Herausforderungen, zusammen mit allen Kolle-
der Politik                                                         gen der Kreisstelle

Hobbys: Tauchen, Meerwasseraquaristik                               Hobbys: Fußball, Fahrrad, Garten und Hund

                                                                   12
BERUFSSTÄNDISCHES
                                             ZN SACHSEN-ANHALT I AUSGABE 01 I Januar 2022

NEBRA                                                                   QUEDLINBURG
ROBERT                                                                  DR. ASTRID
BÖTTCHER                                                                GÄRTNER
Vita: geboren am 22.12.1977 in Jena;                                    Vita: geboren am 22.01.1974 in Leipzig;
Zahnmedizinstudium von 1998 bis                                         Zahnmedizinstudium von 1992 bis 1997
2003 in Jena; verheiratet, drei Kinder.                                 in Leipzig; verheiratet, zwei Kinder.

standespolitische Zielsetzungen:                                        standespolitische Zielsetzungen:
Zusammenhalt der Kreisstelle beibehalten, Stärkung der                  Verbindung zwischen Zahnärztekammer und niedergelasse-
Freiberuflichkeit.                                                      nen Kollegen in der Region

Hobbys: Reisen, Motorrad fahren, Segeln und Zeit mit meiner             Hobbys: Reiten, Volleyball
Familie verbringen.

OSCHERSLEBEN /                                                          QUERFURT
WANZLEBEN                                                               DIPL.-STOMAT.
KNUT FREESE                                                             CAROLA NENAST
Vita: geboren am 05.04.1981 in Magde-                                   Vita: geboren am 03.03.1961 in Quer-
burg; Zahnmedizinstudium 2000                                           furt; Zahnmedizinstudium von 1980 bis
bis 2005 in Halle (Saale); verheiratet.                                 1985 in Leipzig und Erfurt; verwitwet,
                                                                        ein Kind.
standespolitische Zielsetzungen:
Stärkung des zahnärztlichen Berufes in Sachsen Anhalt. Co-              standespolitische Zielsetzungen:
rona hat gezeigt, dass man den Zahnärzten keine gewichtige              Freiberuflichkeit wahren und stärken, kollegiales Miteinan-
Rolle in der Gesunderhaltung der Menschen zurechnet, die                der erhalten, Bürokratieabbau
Unterstützung, die wir erhalten haben, war sehr ernüchternd.
Der zahnärztliche Beruf in Sachsen-Anhalt muss wieder in-               Hobbys: Wandern, Sport, Lesen, Reisen
teressant werden für Kolleginnen und Kollegen sowie Ange-
stellte, man muss das Berufsbild neu erfinden, um diesem
Aussterben im Land entgegenzuwirken.

Hobbys: ehrenamtliches Engagement in kommunalen und
kirchlichen Gremien.                                                    ROßLAU
                                                                        DIPL.-STOM.
                                                                        ANDRÉ CLEMENT
OSTERBURG                                                               Vita: geboren am 09.12.1961 in Roßlau,
VIVIEN JANSEN                                                           Zahnmedizinstudium von 1982 bis 1987
                                                                        in Halle (Saale); verheiratet, ein Kind.
Vita: geboren am 06.08.1981 in Ber-
lin-Mitte; Zahnmedizinstudium von                                       standespolitische Zielsetzungen:
2000 bis 2005 in Halle (Saale); in Part-                                Erhaltung einer flächendeckenden zahnärztlichen Versor-
nerschaft, zwei Kinder.                                                 gung in strukturell schwachen Regionen; Suche nach Lösun-
                                                                        gen, um dem bereits deutlich spürbaren Fachkräftemangel
standespolitische Zielsetzungen:                                        entgegenzuwirken, Förderung der Barrierefreiheit (physisch
Bürokratie abschaffen, Zusammenhalt mit den Kollegen,                   aber auch psychisch) von Zahnarztpraxen und natürlich des
sowie gemeinsame Unternehmungen, Erhalt der zahnärztli-                 gesamten öffentlichen Lebens. Auf Kreisstellenebene: Pfle-
chen Freiberuflichkeit                                                  ge persönlicher Kontakte innerhalb der Zahnärzteschaft als
                                                                        Quelle kollegialer Zusammenarbeit und des fachlichen Aus-
Hobbys: Natur, Familie, Fotografie, Lesen.                              tausches

                                                                        Hobbys: begeisterter Hobbyrennradfahrer; Entspannung bei
                                                                        Ausfahrten in den wunderschönen Fläming, „Leiden“ an gran-
                                                                        diosen Alpenpässen

                                                                 13
BERUFSSTÄNDISCHES
                                              ZN SACHSEN-ANHALT I AUSGABE 01 I Januar 2022

SAALKREIS                                                          SCHÖNEBECK
ANTJE OHMANN-                                                      DR. FRANK BÜCHNER
GOLLNISCH                                                          Vita: geboren am 26.02.1966 in Mag-
                                                                   deburg; Zahnmedizinstudium von
Vita: geboren am 10.03.1964 in Halle                               1988 bis 1993; verheiratet, zwei Kinder.
(Saale); Zahnmedizinstudium von 1986                               VV-Delegierter.
bis 1991 in Halle (Saale); verheiratet,
ein Kind.                                                          standespolitische Zielsetzungen:
                                                                   Stärkung und Erhalt der Selbstverwal-
standespolitische Zielsetzungen:                                   tung, Vertretung der Kollegen innerhalb und außerhalb un-
Interessenvertretung der Kollegen, kollegiales Miteinander         serer Kreisstelle in den entsprechenden Funktionen, Förde-
                                                                   rung der Kollegialität, Erhalt und Gestaltung eines aktiven
Hobbys: meine Familie, Musik, Schlösser und Gärten                 Kreisstellenlebens unter Einschluss der Ruheständler und
                                                                   der jungen Kollegen, Vorbereitung und Gestaltung des an-
                                                                   stehenden Generationswechsels in der Kreisstelle und der
                                                                   Zahnärzteschaft insgesamt

                                                                   Hobbys: Schützenverein, Schwimmen

SALZWEDEL
LYSANN
GERSTENKORN
                                                                    STAßFURT
Vita: geboren am 15.11.1984 in Salzwe-
del; Zahnmedizinstudium von 2004                                    NICOLAS BOTHE
bis 2010 in Hamburg-Eppendorf; ver-
heiratet, ein Kind.                                                Vita: geboren am 01.04.1978 in Staß-
                                                                   furt; Zahnmedizinstudium von 1997
standespolitische Zielsetzungen:                                   bis 2002 in Halle (Saale); verheiratet,
Nachwuchsgewinnung, Interessenvertretung junger Zahn-              zwei Kinder.
ärzte, Förderung des kollegialen Miteinanders
                                                                   standespolitische Zielsetzungen:
                                                                   Den Zusammenhalt der Kreisstelle fördern und Probleme ge-
Hobbys: Skifahren, Gartenarbeit                                    meinsam lösen!

                                                                   Hobbys: meine Familie, Tennis, Triathlon

SANGERHAUSEN                                                       STENDAL
DIPL.-STOM.                                                        CHRISTIAN
THORALF TESKE                                                      FRIEDRICH SCHULZE
Vita: geboren am 16.12.1962 in Bern-                               Vita: geboren am 18.09.1968 in Leipzig,
burg; Zahnmedizinstudium von 1984 bis                              Zahnmedizinstudium von 1998 bis 2006
1989 in Halle (Saale); verheiratet.                                in München und Rostock; ledig, keine
                                                                   Kinder.

                                                                   standespolitische Zielsetzungen:
                                                                   Bürokratieabbau, kollegiales Miteinander

                                                                   Hobbys: Musik, Reisen, Radfahren, Segeln, Garten

                                                                  14
BERUFSSTÄNDISCHES
                                           ZN SACHSEN-ANHALT I AUSGABE 01 I Januar 2022

WEIßENFELS                                                            WOLMIRSTEDT
AMELIE LOTSCH                                                         DR. MARTIN
Vita: geboren am 10.03.1983 in Weißen-
                                                                      KRAMESBERGER
fels; Zahnmedizinstudium von 2002 bis
2008 in Halle (Saale); verheiratet, zwei                              Vita: geboren am 30.04.1982 in Leipzig;
Kinder.                                                               Zahnmedizinstudium von 2001 bis 2007
                                                                      in Jena; ledig, zwei Kinder.
standespolitische Zielsetzungen:
Freiberuflichkeit der Zahnärzte erhalten und stärken, Inter-          standespolitische Zielsetzungen:
esse der Kolleginnen und Kollegen aus der Kreisstelle vertre-         Gestaltung der Kreisstellenarbeit mit zeitgemäßer Kommu-
ten und über Neuigkeiten informieren sowie kollegiales Mit-           nikation, Förderung des Zusammenhaltes sowie Erarbeitung
einander bewahren und verbessern                                      eines Engagements der Kollegen/Kolleginnen der Kreisstelle,
                                                                      welches sich insbesondere den Folgen des demografischen
Hobbys: Ausflüge mit meiner Familie, Fitness und meine                Wandels und den sich daraus für die Praxen dieser Kreisstel-
Tiere                                                                 le ergebenden Mehraufwand und Machbarkeit stellt.

                                                                      Hobbys: Familie, Freunde, Sport, Garten, Reisen

WERNIGERODE                                                           ZEITZ
ALENA MICHL                                                           DR. ANDREAS REICH
Vita: geboren am 11.01.1977 in Werni-                                 Vita: geboren am 16.03.1960 in Zeitz;
gerode; Zahnmedizinstudium von 1997                                   Zahnmedizinstudium von 1980 bis 1985
bis 2002 in Leipzig; verheiratet, zwei                                in Leipzig; verheiratet, zwei Kinder.
Kinder.                                                               Kammerdelegierter.
standespolitische Zielsetzungen:                                      standespolitische Zielsetzungen:
kollegiales Miteinander fördern                                       Stärkung des Berufsstandes

                                                                      Hobbys: Classic-Kegeln, Radfahren, Skat- und Doppelkopf-
                                                                      spielen, Eisenbahn

WITTENBERG/JESSEN                                                     ZERBST
SEBASTIAN                                                             SASCHA PRANGE
WACHMANN                                                              Vita: geboren am 08.05.1990 in der
                                                                      Lutherstadt Wittenberg, Zahnmedizin-
Vita: geboren am 27.10.1970 in Ber-                                   studium von 2010 bis 2015; verheiratet,
lin-Charlottenburg; Zahnmedizinstudi-                                 ein Kind.
um von 1995 bis 2000 in Berlin; in Part-
nerschaft, ein Kind.                                                  standespolitische Zielsetzungen:
                                                                      Stärkung der zahnärztlichen Freiberuf-
standespolitische Zielsetzungen:                                      lichkeit im ländlichen Raum
Verbesserung der Notdienststruktur im Landkreis Witten-
berg, Fortbildung der Kollegen                                        Hobbys: Bassist in der Zerbster Coverband „The Artcores“,
                                                                      Freiwillige Feuerwehr, Yoga
Hobbys: Fußball

                                                               15
BERUFSSTÄNDISCHES
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DGPW-KONGRESS:
EIN FOKUS AUF DER
 MKG-CHIRURGIE
     Erfolgreicher Kongress der Deutschen
   Gesellschaft für Plastische und Wiederher-
   stellungschirurgie (DGPW) in Halle (Saale)

Ende November 2021 war es soweit: Trotz aller Erschwernis-
se durch die Pandemie konnte am 26. und 27.11.2021 in Halle
(Saale) die 58. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für          Abb. 1: Blick in den Kongresssaal – Prof. André Eckardt (links) während
Plastische und Wiederherstellungschirurgie (DGPW) statt-               seines Vortrages im Rahmen der Wehrmedizinischen Session. Rechts
finden. Der Kongress war geprägt von der Einhaltung hoher                     im Bild Kongresspräsident Prof. Alexander Eckert. Foto: DGPW
Hygieneregeln, konnte aber glücklicherweise dennoch in Prä-
senz abgehalten werden. Nach 1995 – und damit zum zweiten
Male – wählte die DGPW als auf diesem Gebiet älteste Deut-
sche Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschi-          Vortrag jene essentiell wichtigen rechtlichen Fragen zur An-
rurgie e. V. die Universitätsstadt Halle als Kongressort. Unter      wendung in der heutigen Zeit hervorhob (Dehnbostel Celle).
einem diesmal MKG-chirurgischen Kongresspräsidenten lag
der Fokus verständlicherweise auf kopfchirurgischen Fach-            Traditionell innerhalb aller DPGW-Tagungen durfte natürlich
richtungen.                                                          auch eine wehrmedizinische Sitzung nicht fehlen: Humanitäre
                                                                     Hilfsprojekte, aber auch der Alltag in Krisengebieten konnten
Das Generalthema „Interdisziplinarität 2.0“ passte in die Zeit       eindrucksvoll thematisiert werden (Gellrich MKG Hannover,
und zahlreiche Referenten garantierten ein kurzweiliges und          Eckardt MKG Bremerhaven, Schiller MKG Seedorf und Ulbrich
abwechslungsreiches Programm. Inhaltlich kamen verschie-             MKG Husum). Diese Session kann als emotional bewegend be-
dene Aspekte zur Diskussion: In einem ersten Teil wurden tu-         zeichnet werden; sie unterstrich die interdisziplinären medizi-
morbiologische (Kolk MKG Innsbruck, Weber MKG Erlangen               nischen Herausforderungen in diesen Gebieten, im Vergleich
und Fiedler Dermatologie Halle), aber auch nicht weniger             zu welchen die eigenen pandemie-bedingten Probleme gera-
spannende rekonstruktive Aspekte der Kopf-Hals-Region im             dezu harmlos wirken (Abb. 1).
knöchernen (Schramm MKG Ulm, Matin-Mann HNO Hanno-
ver) und im Weichteilbereich (Sommer HNO Ulm, Kisser HNO             Der Kongressort Halle an der Saale hielt für alle Teilnehmer
Halle, Heichel Augenheilkunde Halle, Eckert MKG Nürnberg,            ein weiteres Novum in der Geschichte der DGPW bereit: Die
Tischendorf MKG Halle) angesprochen. Alle Themen berück-             zahnmedizinische Session. Diese zeigte, welche essentielle
sichtigten das Motto des Kongresses, die interdisziplinäre Ko-       Rolle die moderne Zahnmedizin – allen voran mit Prothe-
operation zwischen den Fachgebieten.                                 tik und Implantologie neben der MKG-Chirurgie – für eine
                                                                     komplexe Rehabilitation im Rahmen der Interdisziplinarität
Mittlerweile sind die Möglichkeiten des 3-D-Druckes inner-           spielen kann. Darüber hinaus kann man schlussfolgern, dass
halb der einzelnen Fachgebiete immens, sodass diesem As-             moderne Rekonstruktionsverfahren in der Kopf-Hals-Region
pekt der zweite Teil des Kongresses gewidmet wurde. Die Im-          erst durch den gezielten Einsatz der modernen Zahnheilkun-
plementierung des 3-D-Drucks in die Klinik konnte aus Sicht          de den Anforderungen der Interdisziplinarität voll umfänglich
der HNO, Neurochirurgie und MKG-Chirurgie eindrucksvoll              gerecht werden (Hey Prothetik Berlin, Dorschner Zahnmedi-
demonstriert werden (Herzog HNO Cottbus, Simmermacher                zin Halle).
Neurochirurgie Halle und Reich MKG Halle). Mittlerweile
muss allerdings auch das Medizinproduktegesetz berück-               Selbstverständlich blieb auch Raum für freie Vorträge. Da-
sichtigt werden. Man kann sagen, dass geradezu passend in            für – ebenfalls erstmalig – konnte mit dem Avicenna-Preis
diesem Kontext ein Institut für Epithetik mit einem weiteren         ein Tagungspreis für den besten wissenschaftlichen Vortrag

                                                                    16
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vergeben werden. Zwei Präsentationen wussten zu überzeu-
gen: Exzellent waren die Ausführungen von Frau Matin-Mann
aus der HNO-Klinik Hannover zur Thematik von 3-D-gedruck-
ten patientenspezifischen Implantaten in der HNO-Heilkun-
de. Die Universitätsmedizin und -zahnmedizin in Halle kann
ebenfalls stolz sein – Alexander Dorschner (Praxis Dr. Thomas
Buchmann, Halle) konnte den anderen Teil des Avicenna-Prei-
ses für sich gewinnen. Sein Vortrag basierte auf den Ergeb-
nissen seiner Dissertation zum Erfolg der Insertion enossaler
Implantate nach umfangreichen tumorchirurgischen Resek-
tionen und ossären mikrochirurgischen Rehabilitationen in
transplantierten Knochen (Abb. 2).

Der letzte Teil des Kongresses war interdisziplinär-traumato-
logischen Fragestellungen gewidmet. Drei Referenten aus
Halle gaben einen überzeugenden Überblick. Aus Sicht der
                                                                        Abb. 2: Der Hallenser Zahnarzt und Avicenna-Preisträger Alexander
HNO (Glien) und MKG (Scheffler) wurden die aktuellen Opti-
                                                                                                Dorschner bei seinem Vortrag. Foto: privat
onen einer interdisziplinären traumatologischen Behandlung
visualisiert. Als Höhepunkt dieser Session und somit zum Kon-
gressabschluss vermochte der ophthalmologische Vortrag
des hallenser Ordinarius (Viestenz) die Leistungsfähigkeit ei-
nes Klinikums der Maximalversorgung hervorzuheben.                    medizin inkludiert. Freuen wir uns auf den diesjährigen 59.
                                                                      Jahreskongress der DGPW, welcher hoffentlich in Präsenz und
Ganz wichtig für die Zeiten der Pandemie: Ein gelungener              erneut mit einer zahnmedizinischen Session stattfinden kann.
Kongress und noch dazu in Präsenz belebte Diskussionen und
den fachlichen Austausch. In das eindrucksvoll demonstrierte          // Univ.-Prof. Dr. Dr. Alexander Eckert, MHBA
hohe Maß an Interdisziplinarität ist nunmehr auch die Zahn-           Kongresspräsident der DGPW 2021

                                                               17
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  „WIR BRAUCHEN
       MEHR
  STUDIENPLÄTZE“
                                                                                                Ulrich Siegmund
     Interview mit Ulrich Siegmund (AfD),
  gesundheitspolitischer Sprecher im Landtag

Seit Mitte September 2021 steht die neue Landesregierung              Sie sind auch in dieser Legislatur Vorsitzender des Ausschus-
von Sachsen-Anhalt – zum dritten Mal unter der Führung von            ses für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Wie
Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und nach Kenia in             kann man sich die Ausschussarbeit vorstellen – auch vor dem
einer Deutschland-Koalition mit SPD und FDP. AfD, Bündnis             Hintergrund, dass andere Parteien im Landtag eine Zusam-
90/Grüne und die Linke sind in der Opposition. Die zn wer-            menarbeit mit der AfD ablehnen?
den in den kommenden Monaten die gesundheitspolitischen               In meiner Funktion als Ausschussvorsitzender bin ich immer
Sprecher der Landtagsfraktionen zu ihren Zielen für die neue          absolut neutral und behandle alle Fraktionen gleich. Die in-
Legislatur befragen – dieses Mal Ulrich Siegmund (AfD).               haltliche Arbeit leiste ich stets im Namen meiner Fraktion.
                                                                      Durch die auch von mir strikt vorgenommene Trennung gibt
Sehr geehrter Herr Siegmund, bei der Landtagswahl in Sach-            es hier keine Probleme. Für uns als AfD ist es unabhängig da-
sen-Anhalt hat die AfD trotz leichter Verluste mit rund 21            von egal, von wem ein Antrag oder eine Position kommt. Wir
Prozent die zweitmeisten Wählerstimmen erhalten und ist               stimmen häufig auch anderen Anträgen zu, wenn sie inhaltlich
erneut Oppositionsführer geworden. Sie sind in der zweiten            richtig und somit gut für unser Land sind – in meinen Augen
Legislatur im Parlament und setzen Ihre Arbeit als gesund-            eine Selbstverständlichkeit. Diese Herangehensweise sollte
heitspolitischer Sprecher der Fraktion fort. Was sind aus             meiner Meinung nach der Maßstab für alle Fraktionen sein.
Ihrer Sicht die dringendsten Baustellen im Gesundheitsbe-             Leider lehnen alle anderen unsere Anträge sogar dann ab,
reich in Sachsen-Anhalt?                                              wenn wir deren eigene Positionen beantragen. Ich habe die
Wir müssen endlich die Kernprobleme angehen, die un-                  Hoffnung, dass diese Kindergarten-Denkweise eines Tages ein
ser ganzes Gesundheitssystem in Gefahr bringen und nicht              Ende hat und man die demokratische Entscheidung der Bür-
immer nur an der Oberfläche rumkratzen. An erster Stelle              ger respektiert.
steht hier für mich die demografische Situation. Wenn immer
mehr ältere Menschen, die zunehmend multimorbide sind                 Hochrechnungen der Kassenzahnärztlichen Vereinigung
und viel mehr Arztkontakte im Jahr haben, auf immer we-               Sachsen-Anhalt zufolge droht bei der zahnärztlichen Ver-
niger jüngere Menschen kommen, kann das nicht gutgehen.               sorgungslage in Sachsen-Anhalt schon in wenigen Jahren
Diese Situation mündet konkret im medizinischen Bereich in            eine Unterversorgung. Welche Maßnahmen schlägt die AfD
einen gefährlichen Ärztemangel, welcher in den nächsten               vor, um dieser Entwicklung zu begegnen?
Jahren noch viel deutlicher wird. Die Hälfte der Zahnärzte            Wir müssen sofort handeln – und genau das hatten wir be-
bei uns geht in den nächsten zehn Jahren in Rente! Wir müs-           reits im Februar 2020 beantragt: Wir brauchen quantitativ
sen also endlich mehr Ärzte ausbilden und mindestens 20 bis           mehr Ärzte – also mehr Studienplätze. Die Zusammenarbeit
25 Prozent mehr Medizin-Studienplätze schaffen und das, so            mit der KV muss besser und enger funktionieren, um die Be-
schnell es geht. Auch beim Personal wird es nicht besser. Es          darfe in den einzelnen Kreisen zu erfüllen. Hierzu gehören
müssen sich wieder mehr junge Menschen für einen medizi-              auch Anreize zur Niederlassung. Ein niedergelassener Arzt
nischen Beruf oder für die Pflege entscheiden. Dazu müssen            hat in aller Regel eine höhere Produktivität als ein Arzt im
diese Berufe endlich attraktiver werden: Gute Bezahlung,              Angestelltenverhältnis. Wir müssen also Ärzte, die sich nie-
aber vor allem bessere Arbeitsbedingungen und weniger Bü-             derlassen wollen, besser begleiten und dazu motivieren.
rokratie sind hier wichtiger denn je, leider weist die Praxis in      Hierzu gehören auch die Praxisübergaben kurz vor dem Ru-
eine andere Richtung. Und ganz wichtig: Es darf auf keinen            hestand. Weiterhin kritisieren wir die immer weiter ausufern-
Fall eine Impfpflicht geben, welche noch mehr Personal aus            de Bürokratisierung. Ein Arzt muss dabei unterstützt werden,
der Branche drängen würde. Eine Impfung muss freiwillig               so viel Zeit wie möglich am Patienten statt am Schreibtisch
bleiben.                                                              verbringen zu können.

                                                                     18
BERUFSSTÄNDISCHES
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Ihr Fraktionsvorsitzender Herr Kirchner hatte im März 2021 in          und den Zahnärzten im Land angewiesen, ob diese eine solche
den ZN angekündigt, die AfD wolle in dieser Legislatur erneut          Quote als zielführend erachten.
beantragen, die Zahl der Studienplätze für Zahnmedizin an
der MLU Halle-Wittenberg um 20 Prozent zu erhöhen. Die Zeit            Bundesweit gibt es genügend zahnärztlichen Berufsnach-
drängt, wann kommt der Antrag ins Parlament?                           wuchs, aber er sitzt an den falschen Stellen. Wäre es an der
Der Antrag ist für das Plenum im Januar oder Februar 2022 vor-         Zeit, wieder Lenkungsmaßnahmen einzuführen?
gesehen, sodass die notwendigen Mittel noch im kommenden               Dies ließe sich leichter lösen, indem man die Studienplätze in
Haushaltsplan aufgenommen werden können. Ein Arzt, den wir             Sachsen-Anhalt auch an Studierende aus Sachsen-Anhalt ver-
heute ausbilden, steht uns erst in acht bis zehn Jahren zur Ver-       geben würde. Über 50 Prozent aller ausgebildeten Mediziner
fügung. Aufgrund dieser langen Zeit hätte der Aufwuchs längst          verlassen uns nach dem Studium, ganz einfach, weil sie nicht
passieren müssen. Ich drücke fest die Daumen, dass das Land            von hier kommen. Die erste Lenkung sollten also Maßnahmen
dieses mal endlich Prioritäten bei der Mittelvergabe setzt und         sein, um die mit Steuergeld der Bürger aus Sachsen-Anhalt fi-
die Studienplätze erhöht.                                              nanzierten Studienplätze auch bevorzugt an Studierende von
                                                                       hier zu vergeben. Bewerber gibt es zum Glück genug.
Was halten Sie von den Koalitionsplänen zur Einführung einer
Landzahnarztquote?                                                     Der GOZ-Punktwert ist seit 1988 unverändert geblieben. Eine
Wir hatten 2018 die Landarztquote beantragt, welche zu-                zeitgemäße Anpassung ist lange überfällig und würde auch die
nächst von der Koalition abgelehnt und drei Monate später              Praxen auf dem Land stärken – wird sich die AfD auf Bundese-
selbst von der Ministerin eingeführt wurde. Grundsätzlich sind         bene dafür einsetzen?
wir kein Freund von Quoten, in diesem Bereich kann es aber             Allein inflationsbedingt muss es selbstverständlich auch beim
Sinn machen. Solange die großen Probleme, welche die Schief-           GOZ-Punktwert zu einer Anpassung kommen, auch wenn dies
lage im Gesundheitswesen verursachen, nicht behoben sind,              keine Lösung der Grundsatzproblematik darstellt. Es ist je-
kann man auch über eine Landzahnarztquote als flankierendes            doch eine nicht unwichtige Stellschraube, um die Versorgung
Mittel sprechen. Hierzu wären wir auf die Expertise von Ihnen          vor allem in der Fläche zu stärken.
KOLLEGEN
                                                ZN SACHSEN-ANHALT I AUSGABE 01 I Januar 2022

  AUSGEZEICHNET
   IN FORSCHUNG
     UND LEHRE
  PD Dr. Ramona Schweyen von der Uni Halle
   räumte 2021 den Miller-Preis der DGZMK
         und den Lehrpreis der MLU ab

PD Dr. Ramona Schweyen, Funktionsoberärztin in der Abtei-
lung für zahnärztliche Prothetik des Departments für Zahn-,
Mund- und Kieferheilkunde am Universitätsklinikum Halle
(Saale), macht in diesen Tagen viel von sich reden. Auf dem
zurückliegenden Deutschen Zahnärztetag erhielt sie den mit
10.000 Euro dotierten Miller-Preis der Deutschen Gesellschaft
für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) – die höchste
wissenschaftliche Auszeichnung der deutschen Zahnärzte-
schaft. Dr. Schweyen hatte sich in ihrer Arbeit unter dem Titel
                                                                         PD Dr. Ramona Schweyen erhielt 2021 sowohl den Miller-Preis der
„Bewährung zahnärztlicher Versorgungen von Patienten nach
                                                                                       DGZMK als auch den Lehrpreis ihrer Uni. Foto: privat
multimodaler Tumortherapie im Kopf-Hals-Bereich unter Be-
rücksichtigung von Kaufunktion und Lebensqualität“ mit der
zahnärztlichen Versorgung von Patienten mit Tumoren im
Kopf-Hals-Bereich beschäftigt.

Doch das ist nur die wissenschaftliche Seite – auch in der Leh-      maß an Empathie gegenüber Kolleginnen und Kollegen, Stu-
re hat sich Ramona Schweyen verdient gemacht und wurde               dierenden und Patientinnen und Patienten. Nun könnte man
von den Studierenden der Zahnmedizin an der Universität              denken, dass die in Merseburg aufgewachsene 32-Jährige, die
Halle zu einer der besten Lehrkräfte des Jahres 2021 gewählt.        sich derzeit in der Elternzeit befindet, aufgrund dieser Meriten
Warum, erklärte Studentin Sara Stühler in ihrer Laudatio für         'abhebt', doch weit gefehlt – auch im Gespräch mit den Zahn-
die Funktionsoberärztin. Sie verwies auf die schwierige Lage         ärztlichen Nachrichten scheint die Freundlichkeit und Boden-
der zahnmedizinischen Ausbildung, die nicht nur der Pande-           ständigkeit durch, für die ihre Studierenden sie schätzen.
mie, sondern auch einer personellen Änderung geschuldet
war. „Neben der alltäglichen Arbeit der Leitung der prothe-          Dabei liegt Ramona Schweyens eigene Studienzeit noch gar
tischen Abteilung, der damit verbundenen Ausbildung von              nicht lange zurück: Bis 2012 hat sie an der Zahnklinik studiert
Assistenzärztinnen und -ärzten, damit einhergehenden orga-           und wurde 2013 als Assistenzzahnärztin Teil des Teams der
nisatorischen Prozessen und letztlich vor allem der Patien-          Abteilung für Prothetik. Während des Studiums gab sie Nach-
tenbehandlung galt es, den zweiten großen klinischen Kurs            hilfe, arbeitete als wissenschaftliche Hilfskraft und schrieb
zu leiten. Dieser Herausforderung stellte sich keine andere          ihren ersten Originalbeitrag. „Die vielfältige Arbeit mit For-
als Frau PD Dr. Ramona Schweyen. Zusammen mit ihren Kol-             schung, Lehre und Patientenversorgung macht mir viel Spaß“,
leginnen und Kollegen betreute sie 36 Studierende und circa          sagt sie den Zahnärztlichen Nachrichten. Den Lehrpreis
150 Patientinnen und Patienten innerhalb des Semesters und           empfindet sie als große Ehre, betont jedoch sogleich, dass
im darauffolgenden Staatsexamen“, hob Stühler heraus. Sie            dies eine Teamleistung sei. Auch in Zukunft gibt es in ihrer
habe beispielhaft für die Zahnklinik gezeigt, wie gute Lehre         Abteilung viel zu tun – der Lehrstuhl für Prothetik wird neu
funktionieren könne, aber darüber hinaus mache einen gro-            besetzt; es gilt, die neue Approbationsordnung, nach der die
ßen Anteil für die Entscheidung für den Preis der Umgang mit         ersten Studierenden begonnen haben, parallel zur bisherigen
den Studierenden im Allgemeinen aus – mit einem Maximum              umzusetzen und natürlich die Patienten so gut wie bisher zu
an Professionalität, Lösungsorientiertheit und einem Höchst-         behandeln und zu versorgen.

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