Baukunst in der Stadt - Innsbruck Informiert

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Baukunst in der Stadt - Innsbruck Informiert
AUSGABE NOVEMBER 2019 | WWW.IBKINFO.AT
ÖSTERREICHISCHE POST AG | 3112 ST. PÖLTEN | RM 00A020002 K | RETOUREN AN: POSTFACH 555 1008 WIEN

                                                                                                                      Baukunst
                                                                                                                      in der Stadt
                                                                                                                      Lebensraum            Lebensraum		       Lebensraum
                                                                                                                      Referenz für          Raum als dritter   Plätze, Flächen,
                                                                                                                      Urbanität             Pädagoge           Infrastruktur
                                                                                                                      Seite 6               Seite 14           Seite 18
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LIGHTSHOW MOUNT MAGIC
WWW.INNSBRUCK.INFO/LIGHTSHOW

                                                         unlimited

LIGHTSHOW
MOUNT MAGIC
               27. NOV 19–19.JAN 20
         O PEN AIR | HOFBURG IN N SBRUCK

                                                                                                                                Foto: Innsbruck Tourismus /Lichttapete
                SPEKTAKULÄRES OPEN AIR - ERLEBNIS FÜR DIE GANZE FAMILIE
                                   Täglich 17:30, 18:30 (MOUNT MAGIC) & 19:30 Uhr (Lightshow MAX 500)
            Vorverkauf: Innsbruck Tourismus, Burggraben 3, 6020 Innsbruck | Abendkasse: Vorplatz Haus der Musik, ab 16:00 Uhr

 #BERGWEIHNACHT
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Baukunst in der Stadt - Innsbruck Informiert
Liebe Innsbruckerin,
lieber Innsbrucker,
viele von Ihnen waren vielleicht verwundert, wieso Christine Oppitz-Plörer
von einer Mehrheit des Gemeinderates abgewählt wurde. Ich kann die
lange Diskussion, die dazu im Gemeinderat stattgefunden hat, hier nicht
wiedergeben.

Für mich ist der entscheidende Punkt, dass politische Verantwortung kein
Schlagwort sein darf. Wenn ein Projekt wie die Patscherkofelbahn finan-
ziell aus dem Ruder läuft, gibt es dafür mehrere Verantwortungsebenen,
aber eine Letztverantwortung. Und die lag bei der früheren Bürgermeis-
terin kraft ihrer Funktion. Daher war aus meiner Sicht die Entscheidung
so zu treffen und die Abwahl eine logische Konsequenz in der Übernahme
politischer Verantwortung.

                                                                                                                                                                   HER
                                                                                                                                                                IAN FORC
Christine Oppitz-Plörer hat in ihrer Zeit als Bürgermeisterin viel weiterge-

                                                                                                                                                              © CHRIST
bracht. Darüber kann sie sich freuen. Für die Patscherkofelbahn musste
die Stadt aber einen viel zu hohen Preis bezahlen, der dem enormen
Zeitdruck geschuldet war, unter dem gearbeitet werden musste. Ein nicht
notwendiger Zeitdruck!

Wie es jetzt in der Koalition weitergeht, werden die Verhandlungen der
nächsten Tage zeigen. Ich orte eine Stimmung, dass alle Parteien kons-
truktiv weiterarbeiten wollen. Wenn das durch entsprechende Vereinba-
rungen sichergestellt werden kann, wird die jetzige Koalition mit großem
Engagement weiterarbeiten.
                                                                                                                                                           Das Titelfoto
Mit herzlichen Grüßen                                                                                                                                      Mit dem Erzherzog-Leopold-Reiterstandbild
                                                                                                                                                          ist ein Prunkstück aus vergangenen Zeiten
                                                                                                                                                         wieder an seinen Platz im Herzen Innsbrucks
                                                                                                                                                         zurückgekehrt und für alle sichtbar. Mehr oder
                                                                                                                                                        weniger sichtbar sind die Planung, Gestaltung
Georg Willi                                                                                                                                             und Architektur des öffentlichen Raumes, die
                                                                                                                                                       in dieser Ausgabe in den Fokus rücken.
                                                                                              HER
                                                                                           © V. LERC

Lebensraum Innsbruck                                                     Stadtleben                                                                        Rathausmitteilungen
Themen des Monats . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4      Veranstaltungskalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . .             29       Geburten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .    50
Architektur als städtische Baukultur . . . . . . . . . 6                 Ausstellungskalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .         33       Eheschließungen/Verpartnerungen . . . . . . . . .                             52
Geschichte des Rathauses. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8          Theater & Konzerte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .       34       Sterbefälle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .   53
Wohnheime als Treffpunkte. . . . . . . . . . . . . . . . 12              Geburtstag der Stadtbibliothek. . . . . . . . . . . . .                  37       Baustellenüberblick. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .            54
Innsbrucks Grün . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18   Adventstimmung ab November . . . . . . . . . . . .                       40
Innsbruck an den Inn, aber wie? . . . . . . . . . . . . 20               Fünf Fragen zu „Europan“ . . . . . . . . . . . . . . . . . .             42       Stadtgeschichte
                                                                         Stadtblitzlichter. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .   44       Ein Reiterstandbild sucht seinen Platz . . . . . . 58
Politik & Stadtverwaltung                                                                                                                                  Innsbruck vor 100 Jahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
Aus dem Stadtsenat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22      Innsbruck gratuliert
Standpunkte & Fraktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . 24            Eine Stadt sagt „Danke“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48                Not- & Wochenenddienste . . . . . . . . . . . . . . . . . 62

                                                                                                                                                                                    INNSBRUCK INFORMIERT                          3
Baukunst in der Stadt - Innsbruck Informiert
Lebensraum Innsbruck

              Neuheit …
              Jede Menge Suchspaß und detailgetreue Illustrationen hält das
              neu erschienene Innsbrucker Wimmelbuch für Menschen ab
              zwei Jahren bereit. Die Touristikerin Maria Sofia Kittler und die
              Künstlerin Bettina Egger haben ein Pappbilderbuch mit Se-
              henswürdigkeiten und Momentaufnahmen der Alpenstadt ge-
              schaffen. Gemeinsam mit „Innsbruck informiert“ verlost der
              Verlag der Wagner’schen Buchhandlung drei Exemplare. Alle, die

                                                                                                                           © WAGNER’SCHE BUCHHANDLUNG
              bis Freitag, 22. November, um 12.00 Uhr eine E-Mail mit dem
              Kennwort „Innsbruck Wimmelbuch“ an office@wagnersche.at
              senden, nehmen an der Verlosung teil. Die Verständigung der
              GewinnerInnen erfolgt via E-Mail.
                                                       Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

                                                                                                       … des
                                                     © IMGA

Sportliche Chance …
Letzte Gelegenheit, sich für die Winter World
Masters Games, dem weltweit größten Winter-                                         Farbe …
sport-Festival für HobbysportlerInnen ab                                        Laut „UN Women Statistik 2018“ ist weltweit immer noch jede
30 Jahren, anzumelden. Über 3.000 Teilneh-                                     dritte Frau Opfer physischer, psychischer und/oder sexueller
merInnen aller Alters- und Leistungsklassen                                    Gewalt. Während der „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ wird
treffen sich im Jänner 2020, um Olympischen                                   von UN Women alljährlich die Kampagne „Orange The World“
Spirit in zwölf Sportarten zu erleben. Bis jetzt                              umgesetzt. Zwischen 25. November (Internationaler Tag ge-
sind über 2.000 AmateursportlerInnen aus                                     gen Gewalt an Frauen) und 10. Dezember (Internationaler
54 Nationen registriert. Informationen zur                                  Tag der Menschenrechte) erstrahlen weltweit Gebäude in
Veranstaltung, Anmeldung und zu Starterpa-                                  oranger Farbe und setzen somit ein Zeichen gegen Gewalt
keten gibt es unter: www.innsbruck2020.com                                 an Frauen. Auch in Innsbruck werden das Goldene Dachl
                                                                          und der Stadtturm beleuchtet. Anlässlich des Internatio-
                                                                          nalen Tages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen organi-
                                                                         siert das „Aktionsbündnis der Frauen*vernetzung für Be-
                                                                        gegnung und Austausch“ außerdem wieder eine Aktion.
                                                                        Es gibt Informationsstände in der Innenstadt, Perfor-
                                                                       mances und öffentliche Redebeiträge. Treffpunkt ist am
                                                                       Montag, 25. November, um 19.00 Uhr bei der Annasäule.
                                                                      Details: www.frauenvernetzung.tirol

4     INNSBRUCK INFORMIERT
Baukunst in der Stadt - Innsbruck Informiert
Original …
           „Leopold ist wieder da“: Die Bronzestatue Erzherzog Leopolds,
           eines der künstlerisch bedeutendsten Denkmäler Österreichs
          aus dem Frühbarock, kehrte am 10. Oktober nach ihrer Restau-
         rierung wieder an ihren Bestimmungsort auf den Leopolds-
        brunnen zurück. Die Stadt Innsbruck übernahm die Kosten für
       Restaurierung, Transport und Aufstellung und ist künftig für
      den Brunnen und die Wasserversorgung verantwortlich, der
     KHM-Museumsverband bleibt für die Statue selbst zuständig.

                                                                                                                           © V. LERCHER
     Mehr zur Geschichte des Reiterstandbilds und des Brunnens
    auf Seite 58 in diesem Heft.

                                                                                    Köpfe ...

Monats                                                                                            Zaha Hadid
                                                                                                 Mit der innovativen Bergiselschanze und
                                                                                                den futuristisch anmutenden Stationen der
                                                                                               Hungerburgbahn hat die 2016 verstorbene
                                                                                              britische Architektin in Innsbruck gleich für
Tradition …                                                                                  mehrere Sehenswürdigkeiten gesorgt und auch
                                                                                            internationale Maßstäbe für moderne Architektur
Alle Jahre wieder sind alle Interessier-                                                   gesetzt. Ihre Bauwerke sind zum beliebten
                                                            DOUBLE

ten zum Martinsumzug im Hofgarten                                                         Bestandteil des Innsbrucker Stadtbildes geworden –
                                                          © STEVE

eingeladen. Veranstaltet wird dieser am                                                  für Einheimische wie auch BesucherInnen. AS
Montag, 11. November, von den Hof­
gartenfreunden, der Dompfarre zu                                                        Johannes Kirchebner
St. Jakob und den Bundesgärten.                                                         Seit 2016 wird Johannes Kirchebner bei der Stadt Inns-
Beginn ist um 17.00 Uhr vor dem                                                         bruck zum Landschaftsgärtner ausgebildet. Für seine
Landestheater. Es folgten eine Andacht                                                 ausgezeichneten Leistungen während der Lehre, die er
mit Domprobst Florian Huber sowie                                                     in Kürze abschließen kann, wurde ihm im Rahmen der
ein Martinsspiel mit der Theatergrup-                                                Begabtenförderung für Lehrlinge eine Prämie vom Land
pe Grenzenlos, musikalisch begleitet                                                Tirol zuerkannt. Beruflich wird Johannes Kirchebner dem
von der Musikschule Innsbruck und Po-                                              Stadtmagistrat treu bleiben: Fix angestellt, wird er zukünftig
saunenklängen der Speckbacher Stadt­                                              die Baumpflegetruppe verstärken. Das freut auch den Lehr-
                                                                                lingsbeauftragten des Amtes für Grünanlagen, Robert Mair, der
musik Hall. Den Höhepunkt bildet ein
                                                LEITNER

                                                                               ihm in Zusammenarbeit mit den Lehrlingsausbildern stets mit
ge­meinsamer Umzug zum Hofgarten-
                                             © A. AIST

                                                                              Rat und Tat zur Seite stand. AA
Musikpavillon. Zum gemütlichen
Ausklang gibt es Tee und Brezen im
Pavillon.                                                                     Daumen hoch
                                                                                Kreativ und bunt – so präsentiert sich das temporäre,
                                                                                öffentliche Möbelstück vor dem Stadtteilzentrum Wilten
                                                                               in der Leopoldstraße. Die Idee dafür entstand bereits 2017
                                                                              bei einem Beteiligungsprozess. Die nun realisierte Konstruk-
                                                                             tion besteht aus Beschriftung, Informations- und Plakatflä-
                                                                            chen, einem Buchtauschregal, Sitzgelegenheiten und kann
                                                                           mit Blumentöpfen ausgestattet werden. Bei der Einweihung
                                                                          kamen viele UnterstützerInnen zusammen, unter ihnen auch
                                                                         Gemeinderätin Janine Bex, Geschäftsführer Hubert Innerebner
                                     M
                                 RSTOCK.CO

                                                                       (Innsbrucker Soziale Dienste), Stadtteilkoordinatorin Florence
                                                                      Fritz sowie das Kreativteam rund um Charly Walter und zahlreiche
                               © SHUTTE

                                                                     AnrainerInnen. AA

                                                                                                                   INNSBRUCK INFORMIERT    5
Baukunst in der Stadt - Innsbruck Informiert
Lebensraum Innsbruck

Architektur
findet Stadt
                Innsbruck gilt österreichweit als ein „Best
                practice“-Beispiel in Sachen Baukultur.
                Jüngst wurde dies bei einer Veranstaltung
                der österreichischen Raumordnungskon­
                ferenz in Trofaiach hervorgehoben.

S
      ind Urbanität, zeitgemäße Gebäu-      Kultur- und Bildungsquartier seit dessen     innovativen Urbanismus und Architek-
      de und historischer Stadtkern auf     Betriebsstart vor einem Jahr fußläufig er-   tur – werden aktuell unter dem Motto
      einen Nenner zu bringen? Im Fall      schließt, sind als städtebauliche Qualitä-   „Innsbruck an den Inn“ europaweit jun-
von Innsbruck lautet die Antwort: Ja. Da-   ten zu bewerten, welche das Geviert zwi-     ge StadtplanerInnen und ArchitektInnen
bei wäre es aber zu kurz gegriffen ein-     schen Landestheater und MCI aufwerten.       gesucht, die strategische Nutzungs-, Be-
zelne Baukörper im Stadtbild als solitä-                                                 bauungs- und Freiraumkonzepte für den
re Einheiten zu betrachten. Beim Thema      Dialog auf vielen Ebenen                     Bereich zwischen Marktplatz und Uni-
Baukultur geht es vielmehr um das gro-      Die Stadtplanung setzt auf Dialog. Da-       versitätsbrücke entwickeln. Dadurch sol-
ße Ganze, das im Zuge von Neu- und Um-      bei steht das Abwägen von Positionen         len frühzeitig innovative Ideen generiert
bauten mitbedacht wird und wesentlich       immer im Vordergrund. In Workshops           werden, die dann als Grundlage für weite-
zur Lebensqualität einer Stadt beiträgt.    wird im Vorfeld von Wettbewerben be-         re Projektentwicklungen nach der Euro-
Bereits seit den 1990er-Jahren bildet die   reits das Umfeld sondiert, um für städ-      pan-Wettbewerbsphase dienen können.
Stärkung der Innenstadt einen wichti-       tebauliche Entwicklungen eine gemein-        Daneben wird bei Bauvorhaben in einer
gen Schwerpunkt. Durch Investitionen        same Richtung festzulegen. Eingeladen        Schutzzone nach dem Stadt- und Orts-
in den öffentlichen Raum wurde die Auf-     sind dazu meist ProjektbetreiberInnen,       bildschutzgesetz der SOG-Beirat, wel-
enthaltsqualität sukzessive gesteigert.     ArchitektInnen sowie VertreterInnen aus      cher in der Alpenstadt ein Sachverstän-
Am Beispiel der Maria-Theresien-Stra-       der Politik. Zum Tragen kam dies zum         digenbeirat ist, auf den Plan gerufen. Seit
ße ist das gut darstellbar. So betrug die   Beispiel beim Projekt Campagne Reiche-       den 1970er-Jahren sind die Schutzzonen
FußgängerInnenfrequenz im Jahr 2000         nau. In der langfristigen Planung ist es     im Tiroler Landesgesetz verankert, wes-
113.000 Personen, 2016 belief sie sich      auch beim Entwicklungsgebiet um den          halb auch in Innsbruck das Thema Dialog
auf 215.000 Personen. Auch das Haus         Harterhofweg Thema. Als Standortpart-        zwischen „Alt“ und „Neu“ besonders sen-
der Musik Innsbruck und die damit in        ner für den Wettbewerb EUROPAN15 –           sibel geführt wird. Auch der städtische
Verbindung stehende „Wegung“, die das       Europas größtem Ideenwettbewerb für          Bauausschuss ist im Vorfeld von Wett-

6     INNSBRUCK INFORMIERT
Baukunst in der Stadt - Innsbruck Informiert
© V. LERCHER
                                                                Das vom Innsbrucker Architekten Erich Strolz geplante
                                                                Haus der Musik Innsbruck setzt im Kultur- und Bildungs-
                                                                quartier zwischen Rennweg und Universitätsstraße seit
                                                                einem Jahr einen architektonischen Akzent.

bewerben besonders gut involviert, die
                                                                                          „Architektur erfüllt keinen Selbstzweck.
städtebaulichen Randbedingungen wer-                                                      Die gelungene Planung und Bebauung von
den diskutiert und die Politik ist damit                                                 Stadtraum ist im besten Sinne ein echter Mehr-
direkt in den Planungsprozess eingebun-                                                 wert für die Bürgerinnen und Bürger. Durch die
                                                        HER

den. Neben ExpertInnen ist auch die Be-
                                                     IAN FORC

                                                                                       Vorgaben der Stadtplanung ist gewährleistet,
völkerung eingeladen, sich mit dem The-                                               dass sich Innsbruck qualitativ weiterentwickelt.“
                                                   © CHRIST

ma auseinanderzusetzen. Im „Raum für                                                 Bürgermeister Georg Willi
Stadtentwicklung“ in der Stadtbibliothek
besteht eine niederschwellige Möglich-
keit, tiefer ins Thema einzutauchen.
                                            ner Veranstaltung der Österreichischen                       setzt werden, um Veränderung auszulö-
Vielbeachtete Wettbewerbskultur             Raumordnungskonferenz mit dem Titel                          sen.“ Die Alpenstadt verfolgt das Ziel eine
In der Tiroler Landeshauptstadt wur-        „Stärkung der Orts- und Stadtkerne in Ös-                    Stadt der kurzen Wege zu sein. Ein Spezi-
den in den letzten Jahren in zunehmen-      terreich“, die in Trofaiach stattfand, auf                   fikum dabei ist die Enge von innerstädti-
dem Maße Wettbewerbe nicht nur durch        Innsbruck als herausragendes Beispiel                        schen Plätzen, die kreative Zugänge her-
Stadt, Land und Bund, sondern auch von      Bezug genommen.                                              vorbringt. Dabei entstehen spannende
privaten auslobenden Stellen durch-                                                                      Grundrisse oder Hybridgebäude, die the-
geführt. Die Liste der dokumentierten       Ringen um gute Lösungen                                      matisch vieles vereinen. Beispiele sind
Wettbewerbe reicht in das Jahr 1985 zu-     Innsbrucks oberster Stadtplaner Wolf-                        das Einkaufszentrum West in Kombinati-
rück und umfasst aktuell 226 Projek-        gang Andexlinger beschreibt die Prä-                         on mit dem fünften Gymnasium oder die
te. Die Tiroler Landeshauptstadt ist des-   missen im Zusammenhang mit dem Le-                           Tankstelle in der Kranebitter Allee, wel-
halb österreichweit in aller Munde. Erst    bensraum Stadt wie folgt: „Architektur                       che mit studentischem Wohnen gekop-
Mitte September wurde im Rahmen ei-         als Akupunkturstiche, die bewusst ge-                        pelt wurde. KR

                                                                                                                                         INNSBRUCK INFORMIERT   7
Baukunst in der Stadt - Innsbruck Informiert
Lebensraum Innsbruck

Innsbrucks Rathaus
im Wandel der Zeit
      Eine wortwörtlich bewegte Geschichte liegt hinter dem Rathaus der Landes-
      hauptstadt, befand es sich doch nicht immer an seinem heutigen Standort
      in der Maria-Theresien-Straße. Auch architektonisch hat sich viel getan. AA

             Anfänge
             Von den Anfängen der Stadt Innsbruck – 1180 wurde sie
            begründet, 1204 erstmals als „civitas“ bezeichnet – bis zur
            Mitte des 14. Jahrhunderts wurden sämtliche Amtsgeschäfte
           der Stadtverwaltung in der Wohnung des jeweiligen Stadt-
          richters, Bürgermeisters oder Stadtschreibers abgewickelt.
          Nachdem der Verwaltungsumfang aber derart zunahm, wur-
         de die Errichtung eines eigenen städtischen Amtsgebäudes
         notwendig. Das erste Innsbrucker Rathaus lag am Stadtplatz
        (Herzog-Friedrich-Straße 21) innerhalb der ummauerten
        Altstadt. Rund 80 Jahre lang entsprach es den Anforde-

                                                                                                                           (4)
                                                                                                                       SEUM
       rungen der Stadtverwaltung. Sowohl 1442 als auch 1460

                                                                                                                      DTMU
       wurde es erweitert. So fällt beispielsweise auch der Bau

                                                                                                                    /STA
                                                                                                               RCHIV
      des Stadtturmes in diese Zeit.
      Das alte Rathaus mit seinem Bürgersaal wird heute noch                                                   ADTA
                                                                                                           © ST

     für repräsentative Zwecke genutzt und beherbergt nach
     wie vor städtische Dienststellen.

                                                                  Ortswechsel
                                                                  Die wachsende Bevölkerung und die damit verbundene Zunah-
                                                                  me der Verwaltungsagenden hatte zur Folge, dass das Rathaus
                                                                 in der Altstadt mit der Zeit endgültig zu klein wurde. 1897 wur-
                                                                 de jenes in der Herzog-Friedrich-Straße schließlich vom neuen
                                                                in der Maria-Theresien-Straße abgelöst.
                                                               Der Gebäudekomplex in der Maria-Theresien-Straße bildete
                                                               von 1712 bis 1810 ursprünglich das Innsbrucker Stadtpa-
                                                              lais der Grafen Künigl. 1848 wurde das Palais in ein Hotel
                                                              umgewandelt und erhielt den Namen „Österreichischer Hof“
                                                             bzw. „Hotel D’Autriche“. 1882 wurde das Hotel versteigert
                                                             und vom Innsbrucker Papiergroßhändler Leonhard Lang er-
                                                             worben. 1897 wurde Leonhard Lang das Ehrenbürgerrecht
                                                            verliehen. Im September desselben Jahres schenkte er das
                                                            Objekt der Stadt, mit der Begründung, dass eine Stadt wie
                                                           Innsbruck ein repräsentatives Rathaus brauche.
8   INNSBRUCK INFORMIERT
Baukunst in der Stadt - Innsbruck Informiert
Zerstörung
     Im März 1938 wurde die Hakenkreuzfahne in der Maria-Theresien-Straße
    gehisst. Der Erweiterungsbau in der Fallmerayerstraße erfolgte 1938/39.
   Als zentraler Verkehrsknotenpunkt war die Tiroler Landeshauptstadt, vor
   allem der Bahnhofsbereich und die Viadukte, Ziel von Luftangriffen, von
  denen auch das Rathaus nicht verschont blieb. Beispielsweise wurde der
  zwischen 1882 und 1886 errichtete Quer- bzw. Saaltrakt in der Rathaus-
 mitte durch Luftangriffe, speziell jenem am 16. Dezember 1944, zerstört.
Der verbindende Innenhof zwischen Fallmerayerstraße und Maria-There-
sien-Straße diente lange Zeit als Parkplatz.

                              RathausGalerien und mehr
                     Nach den Plänen von Dominic Perrault, der
                     1997 einen Architekturwettbewerb für sich
                    entscheiden konnte, wurde das neue Inns-
                    brucker Rathaus als Verbindung zentraler
                   Straßen gebaut und am 12. September 2002
                  eröffnet. Das neue Gebäude umfasste da-
                  mals eine Einkaufspassage mit 22 Geschäf-
                 ten und sechs Gastronomiebetrieben. Die
                 Kosten lagen bei ca. 51 Millionen Euro.
                Über den RathausGalerien erstreckt sich
                seither das weithin sichtbare Zeichen des
               neuen Gebäudes, der 37 Meter hohe glä-
               serne Stiegenhausturm.

                                                                                  Rathaus heute
                                                                                   Das heutige Rathaus besteht im Wesentlichen
                                                                                   aus drei unterschiedlichen Baukörpern: dem
                                                                                  Rathaus in der Maria-Theresien-Straße, dem
                                                                                  Mitteltrakt und dem Gebäude in der Fall-
                                                                                 merayerstraße. Durch kleinere und größere
                                                                                 Außenstellen, wie den Zentralbauhof, die
                                                                                Berufsfeuerwehr, die Mobile Überwachungs-
                                                                                gruppe, die städtischen Schulen, Kindergär-
                                                                               ten, Kinderkrippen, Seniorenwohnheime
                                                                              und Friedhöfe ist der Stadtmagistrat aller-
                    NSBRUCK

                                                                              dings im gesamten Stadtgebiet präsent.
                 © STADT IN

                                                                                                          INNSBRUCK INFORMIERT   9
Baukunst in der Stadt - Innsbruck Informiert
Die baldige Eröffnung des neugestalteten Parks in
                                                                                                         Pradl – Grünzug Andechsstraße/Egerdachstraße –
                                                                                                         hält Lisa Stöllnberger und Ricardo Leuschel vom
                                                                                                         Referat „Grünanlagen – Planung und Bau“ auf
                                                                                                         Trab.
                   R
           JUNGEGGE
© MARTIN

                 Planen für und
                 mitten im Leben
                                  Im Referat „Grünanlagen – Planung und Bau“ der Stadt
                                  arbeiten drei LandschaftsarchitektInnen in einem fünfköpfigen
                                  Team an einer modernen und lebenswerten Stadt.

                Z
                       u ihren Aufgaben zählen Neu-      sen oder die Alleen in Innsbrucks Stra-       Projekt Schillerpark. Dies gilt insbeson-
                       gestaltung und Neuplanung von     ßen. „Das Schöne an unserer Arbeit ist,       dere, wenn Kinder in die Ideenentwick-
                       Parkanlagen, Spielplätzen und     dass wir wirklich von der ersten Idee über    lung einbezogen werden, wie es ein Ge-
                Grünflächen, wie die bunten Blumenwie-   die Planung bis hin zur Umsetzung tä-         meinderatsbeschluss bei der Planung von
                                                         tig sind“, so Referatsleiter DI Mag. Markus   Spielplätzen vorsieht. „Wir nehmen diese
                                                         Pinter und fügt augenzwinkernd hinzu:         Beteiligungsprozesse wirklich sehr ernst
                                                         „Bis hin zum Feedback aus der Bevölke-        und können viele Ideen aufgreifen und
                                                         rung. So sehen wir schnell, ob eine Idee      auch umsetzen. Allerdings müssen wir
                                                         angenommen wird. Wir arbeiten nicht nur       auf unterschiedliche Bedürfnisse und In-
                                 HER

                                                         nahe an der Natur, sondern auch nahe am       teressen Rücksicht nehmen“, erklärt Mar-
                              © V. LERC

                                                         Menschen.“                                    kus Pinter.
                                                                                                       Die Freiraumgestaltung ist mehr als nur
                Amt für Grünanlagen
                                                         Bürgerbeteiligung                             die Umsetzung von Einzelprojekten. Bei
               Referat „Grünanlagen – Planung und Bau“   und Kooperation                               der Planung muss die ganze Stadt als
               Referatsleiter                            Dabei setzt man auf Zusammenarbeit, so-       Lebensraum berücksichtigt werden. Die
              DI (FH) Mag. (FH) Markus Pinter            wohl innerhalb des Amts für Grünanlagen       Grünstreifen mit Wildblumen sind nicht
              Trientlgasse 13                            als auch mit anderen städtischen Dienst-      nur schön anzuschauen, sie dienen eben-
             Tel.: +43 512 5360 7160                     stellen, wie der Stadtplanung. Kooperiert     so wie Bäume und Sträucher Wildvögeln
             post.gruenanlagen-planungundbau@            wird auch unter anderem mit Bauträgern,       und Insekten als Nahrungsquelle und
            innsbruck.gv.at                              wie der Innsbrucker Immobiliengesell-         Lebensraum. Grünzüge, wie etwa von
                                                         schaft oder der Neuen Heimat Tirol, und       Schloss Ambras bis zum Stadtpark, kön-
           Zahlen und Fakten                             mit ArchitektInnen oder Landschaftsgärt-      nen als Erholungswege genutzt werden
     , 8 .000 m2 neue Spiel- und Parkfläche an          nerInnen.                                     und sind für den Klimaschutz von Bedeu-
         der Egerdachstraße
                                                         Als spannend beschreibt Referatsleiter        tung. „Es ist wichtig, dass die Bevölkerung
    , 2 00 bis 250 Bäume werden
                                                         Pinter seine Erfahrungen mit Bürger­          mitmacht, denn Kulturlandschaft braucht
        jährlich gesetzt
   , 5 Anlagen werden jährlich                          Innenbeteiligungsprozessen, wie beim          Pflege“, so Markus Pinter abschließend. UI
       modernisiert oder neu gebaut
   , 2 Millionen  Euro wurden
          10 INNSBRUCK          2019 verbaut
                         INFORMIERT
WINTER
          2019 / 2020

ZEIT
                                   BELGIEN
                       Antwerpen 2 × pro Woche

                         DEU T SCHL AND
                           Berlin 4 × pro Woche

 ZU REISEN!
                      Frankfurt bis zu 5 × täglich
                         Hamburg 3 × pro Woche

                   GROSSBRITANNIEN
                     Birmingham 1 × pro Woche
                          Bristol 2 × pro Woche
               London Gatwick bis zu 7 × täglich
                London Heathrow 5 × pro Woche
                   London Luton 2 × pro Woche
                London Stansted 1 × pro Woche
                Manchester bis zu 5 × pro Woche

                          NIEDERL ANDE
                    Amsterdam bis zu 4 × täglich
                     Eindhoven bis zu 2 × täglich
                     Rotterdam bis zu 2 × täglich

                             ÖS TERREICH
                          Wien bis zu 6 × täglich

                                RUSSL AND
                     Moskau bis zu 7 × pro Woche
              St. Petersburg bis zu 2 × pro Woche

                         SK ANDINAVIEN
                         Helsinki 2 × pro Woche
                             Oslo 1 × pro Woche
                       Stockholm 1 × pro Woche

                                   UKR AINE
                             Kiew 1 × pro Woche

                 www.innsbruck-airport.com
Lebensraum Innsbruck

Altern in heimischer
Atmosphäre
                   Die Tiroler Landeshauptstadt ist besonders für ältere
                   Menschen eine lebenswerte Stadt. Der beste Beweis sind die

                                                                                                                            © V. LERCHER
                   rund 24.450 InnsbruckerInnen, die bereits das 65. Lebensjahr
                   überschritten haben, sowie knapp 30 Personen, die 100 Jahre
                   oder älter sind. Die steigende Lebenserwartung macht laufende
                   Investitionen in die Modernisierung der Wohn- und Pflege­
                   heime der Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) notwendig.

                                                                                                Rechnung getragen werden. Durch lau-
                                                                                                fende Investitionen setzt die Landes-
                                                                                                hauptstadt Maßnahmen für eine sichere
                                    „Durch kontinuierliche Sanierungen und                      soziale Daseinsfürsorge. In Bauprojekte
                                   Neubauten der Innsbrucker Wohnheime                          und Ausstattung flossen in den vergan-
                                  haben wir ein attraktives Angebot ge-
           HER

                                                                                                genen zwei Dekaden rund 145 Millionen
        IAN FORC

                                 schaffen und ein Qualitätsniveau erreicht,
                                                                                                Euro“, weiß Vizebürgermeister Gruber.
                                das uns so schnell keiner nachmacht.“
      © CHRIST

                               Vizebürgermeister Franz X. Gruber
                                                                                                Komfortabler Lebensraum
                                                                                                Innsbrucks Pflegelandschaft befindet
                                                                                                sich aktuell auf einem modernen Stand:

K
       inder- und Jugendzentren, Woh-               che Modernisierungsmaßnahmen. Mit           Mit der Erweiterung um weitere 20 Zim-
       nungslosenhilfe, Sozial- und Stadt-          dem Neubau des Wohnheims Reichen-           mer stellt das Wohnheim Pradl eines
       teilzentren oder Suchtpräventi-              au im Jahr 1998 wurde die Wohnheimof-       der größten Wohn- und Pflegeheime Ti-
on: So umfangreich präsentiert sich das             fensive eingeläutet. Das vor zwei Jah-      rols dar. Während der Verwaltungsbe-
vielseitige Angebot der ISD, einer hun-             ren neu­eröffnete Haus A am Rain beim       reich in den 1990er-Jahren und die Häu-
dertprozentigen Tochtergesellschaft der             Wohnheim Pradl setzte den aktuellen         ser B, C und D bereits in den Jahren 2000
Stadt Innsbruck. „Die Institution wurde             Schlusspunkt des Ausbauprogramms.           bis 2002 generalsaniert wurden, wurde
2003 ins Leben gerufen, um die sozialen                                                         das Haus A am Rain komplett abgetra-
Aktivitäten der Landeshauptstadt un-                Soziale Daseinsfürsorge                     gen und im Herbst 2017 nach zweijäh-
ter einem Dach zu bündeln und dadurch               Mit mehr als 1.000 Heimplätzen sind die     riger Bauzeit wiedereröffnet. An gleicher
eine effiziente betriebswirtschaftliche             ISD-Heime nicht nur Garant für kompe-       Stelle befindet sich nun ein modernes
Struktur zu schaffen“, erinnert sich Vize-          tente Pflege, sondern auch für Arbeits-     Passivhaus, das Platz für 120 Pflege-
bürgermeister Franz X. Gruber.                      plätze: Mehr als 800 Vollzeitarbeitskräf-   zimmer bietet. Insgesamt stehen nun
Die Stadt nimmt auch die Verantwor-                 te kümmern sich um die Bedürfnisse          206 Heimplätze zur Verfügung. Der Neu-
tung gegenüber der älteren Generation               der älteren MitbürgerInnen in den un-       bau besticht durch seine gediegene Ar-
wahr. In den insgesamt acht städtischen             terschiedlichen Häusern. Die Vorgaben       chitektur und Ausstattung und fügt sich
Wohn- und Pflegeheimen, in denen die                des „Strukturplans Pflege des Landes Ti-    harmonisch in die insgesamt fünf Ge-
SeniorInnen durch die ISD betreut wer-              rol“ sind im Heimbereich damit in Inns-     bäudeeinheiten des „Dürerheims“ ein.
den, stehen rund 1.050 Heimplätze für               bruck zur Gänze umgesetzt. „Die ältere      „Das Haus A überzeugt durch seine ein-
ältere Mitmenschen bereit. Um eine qua-             Generation ist der Innsbrucker Stadtre-     ladende und helle Atmosphäre und bie-
litativ hochwertige Betreuung zu gewähr-            gierung schon immer ein großes Anlie-       tet den Seniorinnen und Senioren einen
leisten, investierte die Stadt vor allem in         gen gewesen. Die Menschen werden im-        komfortablen und modern ausgestatte-
den letzten zwei Jahrzehnten in zahlrei-            mer älter, und dieser Entwicklung muss      ten Lebensraum mit hoher Wohn- und

12    INNSBRUCK INFORMIERT
Entspanntes Wohnen im O-Dorf
                                                                                                                 garantiert das ISD-Wohnheim
                                                                                                                 direkt an der Innpromenade.

  Lebensqualität“, betont ISD-Geschäfts-     zebürgermeister. Neben einer Sport-                      schliff unterzogen, es wurde in den Jah-
  führer Dr. Hubert Innerebner. Errichtet    und Parkanlage sowie einem zugäng-                       ren 2005 bis 2008 generalsaniert sowie
  wurde der Neubau von der Innsbrucker       lichen Sandstrand zum Inn wurden                         der Ausbau des Dachgeschoßes durch-
  Immobilien Gesellschaft (IIG).             auch seniorengerechte Aufenthalts-                       geführt. 156 ältere Menschen finden hier
                                             und Mobilitätsbereiche geschaffen. Für                   einen Heimplatz. 1907 stiftete Freiherr
  Modernes Miteinander                       118 Menschen steht ein nach moderns-                     Johann von Sieberer einen großen Teil zu
  Das ISD-Wohnheim im Olympischen            ten Erkenntnissen gestalteter Wohn-                      den Errichtungskosten des Kaiser Franz-
  Dorf wurde durch die Innsbrucker           und Pflegeplatz zur Verfügung.                           Joseph Jubiläums-Greisenasyls bei. Nach
  StadtBau GmbH im Jahr 2015 gebaut.                                                                  dem Abschluss der Generalsanierung
  Vor allem die Lage ist besonders: Das      Treffpunkt für alle Generationen                         erinnert nur mehr die denkmalgeschütz-
  stadtteilprägende Gebäude wurde            Als ein Teil der Neubau- und Modernisie-                 te Fassade an frühere Zeiten. Es wurde
  „schwebend“ über der Innpromenade          rungsoffensive errichtete die Neue Hei-                  am 29. August 1909 vom Kaiser persön-
  errichtet und teilt diesen Bereich somit   mat Tirol (NHT) im Jahr 2009 das Wohn-                   lich eingeweiht. Von innen präsentiert
  mit der Öffentlichkeit. Dabei dient das    heim Lohbach. In sonniger Lage am                        sich das Haus als modernes, großzügig
  Café als Ort der Kommunikation. „Der       Westrand Innsbruck können 128 Men-                       ausgestattetes Wohn- und Pflegeheim.
  Naturraum rund um das Wohn- und            schen hier ihren Lebensabend genie-                      Die liebevoll angelegte Gartenanlage
  Pflegeheim im O-Dorf mit knapp 4.400       ßen. Nach den Vorbildern vieler anderer                  mit Therapiebeeten und Spielplatz, Ver-
  Quadratmetern dient als Ort des Mitein-    städtischer Einrichtungen befindet sich                  anstaltungsräume, das öffentliche Café
  anders und soll zur Kommunikation un-      im Wohnheim Lohbach auch ein öffent-                     Saggen, das Sozialzentrum sowie eine
  ter den unterschiedlichen Altersgrup-      lich zugängliches Café-Restaurant.                       eigene Kapelle machen das Heim zu
  pen des Stadtteils beitragen“, berichtet   Vor mehr als zehn Jahren hat sich auch                   einem beliebten Treffpunkt im Stadt-
  der für Soziales ressortzuständige Vi-     das Wohnheim Saggen einem Fein-                          teil. MF

                                                                                                          BRENNER

BBT Tunnelwelten                                                                                          BASISTUNNEL
                                                                                                          GALLERIA DI BASE
                                                                                                          DEL BRENNERO
                                                                                                                        Tunnel-
                                                                                                                        welten
                                                                                                                                                                                           A13 Abfahrt ↑
                                                                                                                                                                                       Steinach/Matrei
                                                                                                                        JUFA
                                                                                                                                  Tunnel-                  Trinserstraße
                                                                                                                                                                                                B182
                                                                                                                                  welten
                                                                                                                                                                                                                ll
                                                                                                                 Berger
                                                                                                                                  Hue                                                                      Si
                                                                                                                 Alm Bahn               b e nw                                    ße
                                                                                                                                                 eg                      S tr a
                                                                                                                                                                     r
                                                                                                                                                                ne
                                                                                                           A13                                             en                            Bahnhof
                                                                                                                                                      Br
                                                                                                                                  Brenner ↓                                              Steinach

                                                                                                          Informieren, ausprobieren, staunen:
                                                                                                          Das Jahrhundertprojekt Brenner Basistunnel

                                                                                                          Alfons-Graber-Weg 1, 6150 Steinach am Brenner
                                                                                                          Tel.: +43 512 4030 400 • www.tunnelwelten.com
www.bbt-se.com                                           Kofinanziert von der Fazilität
                                                         „Connecting Europe“ der Europäischen Union       Di – So von 10INNSBRUCK
                                                                                                                         – 17 Uhr •INFORMIERT
                                                                                                                                     Eintritt frei                                      13
Das lichtdurchflutete Dachgeschoß
                                                                                                                                  im Schulcampus Wilten bietet
                                                                                                                                  zukünftig zahlreiche Möglichkeiten
                                                                                                                                  der Raumgestaltung und -nutzung.

           GG
© A. DULLNI

                Multifunktionale Klassenräume
                erleichtern den Schulalltag
                                        Die Anforderungen an die Klassenräume der Innsbrucker
                                        Schulen sind vielfältig. Aber nicht nur der Unterrichtsraum
                                        selbst wird zum Lernort, sondern das ganze Schulgebäude
                                        samt Garten, Gang und Aula.

                S
                      chülerInnen verbringen viel Zeit                         Lehrenden und der IIG (Innsbrucker Im-     stadträtin Mag.a Elisabeth Mayr bestätigt:
                      in den Schulgebäuden, besonders                          mobilien Gesellschaft) als Bauträgerin –   „Schlüsselbegriffe wie ‚Barrierefreiheit‘,
                      wenn sie eine Ganztagesschule be-                        die vielfältigen Anforderungen miteinbe-   ‚Inklusion‘, ‚Integration‘ und ‚Der Raum als
                suchen. Lernorte werden so zu Lebensor-                        zogen werden, die einen modernen und       dritter Pädagoge‘ sind in diesem Projekt
                ten, die nicht nur ein gutes Lernumfeld                        zukunftsorientierten Schulalltag ermög-    keine geflügelten Worte, sondern Arbeits-
                bieten sollen, sondern wo sich die Kin-                        lichen.                                    auftrag, der im Sinne unserer Schülerin-
                der und Jugendlichen wohlfühlen, wo sie                                                                   nen und Schüler, aber auch der Lehren-
                lernen, chillen, essen, sich zurückziehen                      Vorzeigeprojekt Schulcampus                den qualitätsvoll umgesetzt wird.“
                können, toben und gemeinsam Zeit ver-                          Wilten                                     Raumkonzepte für individuellen Unter-
                bringen.                                                       Im Rahmen der Realisierung des Schul-      richt werden geschaffen und das mul-
                Das Amt für Schule und Bildung sorgt da-                       campus Wilten wird auf die besonderen      tifunktionale Mobiliar unterstützt die
                für, dass bereits in der Planungsphase                         Bedürfnisse einer verschränkten Schul-     PädagogInnen, LehrerInnen sowie Frei-
                – gemeinsam mit der Schulleitung, den                          form Rücksicht genommen, wie Bildungs-     zeitpädagogInnen in ihrer Arbeit. Das
                                                                                                                          zweite Obergeschoß wird beispielsweise
                                                                                                                          mit einer zweiten unabhängigen „Gang-
                                                                                                                          zone“ erschlossen, in der Platz für Lernin-
                                                       „Beste Bildung im ganzheitlichen Sinne kann                        seln geschaffen wird. Das lichtdurchflu-
                                                       nur gelingen, wenn Räume und Freiflächen
                                                                                                                          tete Dachgeschoß ist ein großzügiger
                                                      Anregungen bieten und neue Lernarrange-
                                                                                                                          attraktiver Raum, der einerseits größe-
                                                     ments ermöglichen. Das ist unser Ziel, vor allem
                          HER

                                                                                                                          ren Gruppen Platz bietet. Andererseits
                  IAN FORC

                                                    zum Wohle unserer Schülerinnen und Schüler
                                                   sowie der unterrichtenden PädagogInnen.“                               kann der Raum durch mehrfach nutzba-
                © CHRIST

                                                  Stadträtin Mag.a Elisabeth Mayr                                         res Mobiliar, wie Bücherregale auf Rollen,

                14              INNSBRUCK INFORMIERT
Vergruben gemeinsam die
                                                   Zeitkapsel unter dem zukünf-
                                                                  tigen Footballfeld
                                                    (v. l.): AFCVT-Präsident Gerwin
                                                       Wichmann, Sportstadträtin
                                                     Elisabeth Mayr, Raiders-Prä-
                                                    sidentin Elisabeth Swarovski,
                                                   Bürgermeister Georg Willi, IIG-

                                                                                                                                           © V. LERCHER
                                                     GF Franz Danler, Landesrätin
                                                     Patrizia Zoller-Frischauf und
                                                       Raiders-GF Claudia Nuener.

                                                                  Innovative Heimat für Tiroler American Football im Entstehen
                                                                Wird das Projekt „American Football Zentrum“ in der Wiesengasse 58 in Quarter
                                                                geteilt, befindet es sich derzeit in der Mitte des zweiten – Fundamente werden
                                                               betoniert und erste Dimensionen sind erkennbar. Der Bund, das Land Tirol und
                                                              die Stadt Innsbruck realisieren gemeinsam das neue Zentrum für den immer
                                                             populärer werdenden Sport, den rund 1.000 aktive FootballerInnen in Tirol aus-
                                                             üben. Dabei entsteht eine neue offene Platzanlage mit großem Dach, inklusive
   die schnell zum Raumteiler umfunkti-                     160 m2 Solaranlage. Neben Funktionalität, multifunktionaler Bauweise und
   oniert werden können, in kleinere Ein-                   Nachhaltigkeit waren die Berücksichtigung der Tribünen bzw. die gute Erreich-
   heiten geteilt werden. So können neben                  barkeit für Fans ein wesentliches Kriterium. Die BesucherInnen gelangen von
   Lernräumen auch Rückzugsmöglichkei-                     der Wiesengasse ebenerdig zu den Sitzreihen, welche den freien Blick auf das
   ten geschaffen werden, die für die Ganz-               abgesenkte Spielfeld ermöglichen. Als NutzerInnen des neuen American-
   tagesschülerInnen bedeutsam sind.                     Football-Zentrums treten der American-Football- und Cheerleading-Verband
                                                         Tirol, die Swarco Raiders Tirol und das Team Austria auf. VL
   Investition in unsere Zukunft
   Bautechnische Maßnahmen im Sinne der
   Nachhaltigkeit runden das große Pro-           nige Beispiele, die die Komplexität eines          campus Wilten haben wir viel Gestal-
   jekt Schulcampus Wilten ab. Erweiter-          solchen Bauvorhabens unterstreichen.               tungsfreiraum, den wir zum Wohle un-
   te Belichtungsflächen, Lifteinbau, Akus-       „Durch Fachkompetenz, intensiven Aus-              serer Schülerinnen und Schüler nutzen.
   tikdecken, lärmreduzierende Türen und          tausch und Kommunikation versuchen                 Mit dem aktuell größten Bildungsprojekt
   passive Energiegewinne durch außen-            wir aus den vorhandenen Möglichkei-                investiert Innsbruck elf Millionen Euro in
   liegenden Sonnenschutz, die nebenbei           ten das Optimum zu erreichen“, erläutert           die Zukunft unserer Kinder und damit un-
   die Betriebskosten senken, sind nur we-        Stadträtin Mayr und ergänzt: „Am Schul-            serer Stadt.“ VL

WANNE RAUS – DUSCHE REIN IN 24h
vorher                     nachher

                                                                                                                Bis zu
                                                                    •       Rascher Umbau                     35% + 25
                                                                                                                        %
                                                                    •       Premium-Qualität                         ng  für
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                                                                    •       Maßanfertigung                    SeniorI
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Lebensraum Innsbruck

Ein Platz für

                                                                                       CK
die Jugend
                                                                               INNSBRU
                                                                             © STADT
                                                                                                                  Die Junge Talstation: Aus alt wird neu –
                                                                                                                  Innsbrucks Jugendliche haben in den
                                                                                                                  letzten fünf Jahren aus der früheren
                        Ein Kulturzentrum wächst: Die Junge Talstation, die am                                    Talstation der Hungerburgbahn ein
                        22. November ihr fünfjähriges Bestehen feiert, lebt von                                   Kulturzentrum geschaffen.

                        den kreativen Ideen, der Eigeninitiative und dem frei­
                        willigen Engagement zahlreicher junger InnsbruckerInnen.

M
        itbestimmen und an gesell-                      nen von Josef Riehl errichtete Gebäude       len, Kochen und räumlicher Ausgestal-
        schaftlichen Prozessen mög-                     hatte mit dem Neubau der Hungerburg-         tung wird Jugendkultur gelebt. Auch dort
        lichst früh teilzunehmen ist den                bahn 2005 ausgedient. 2014 schuf der         sind Mitsprache und das Mitentscheiden
Jugendlichen wichtig. Sie nutzen ihr                    Verein „Junge Talstation“ im Rahmen der      der Jugendlichen gefragt: Das Programm
Wahlrecht ab 16 Jahren, beteiligen sich                 Jugendbeteiligung das einzige selbstver-     wird gemeinsam mit den Jugendlichen
an Projekten und Worldcafés und en-                     waltete Jugendzentrum Österreichs. Es        ausgearbeitet und umgesetzt.
gagieren sich für Klima und Umwelt. Ju-                 hat sich in den vergangenen fünf Jah-        Neben dem Freizeitangebot mit Sport,
gendliche wollen Partizipation sowie                    ren zu einem Zentrum der Jugendkul-          Spiel und Spaß bieten die Mitarbeiter-
Verantwortung übernehmen und selbst                     tur entwickelt und versteht sich als ein     Innen der OJA-Jugendzentren auch Infor-
aktiv werden. Zur Entfaltung ihrer Kre-                 Kulturzentrum für Jugendliche und jun-       mation, Unterstützung und Erstberatung
ativität und für gemeinsame Aktivitä-                   ge Erwachsene, Ort zum Wohlfühlen und        zu Jugendthemen an – vertraulich, un-
ten brauchen sie Strukturen und Frei-                   Platz für Ideen. In regelmäßigen Abstän-     verbindlich, unkompliziert. Auch bei der
räume sowie Begegnungsorte. Wichtig                     den finden Konzerte, Workshops, Aus-         Jobsuche und dem Umstieg von Schule
sind auch Gelegenheiten, in denen junge                 stellungen, Partys und Vorträge statt.       zu Arbeit bieten sie Unterstützung, z. B.
Menschen Eigeninitiative beweisen kön-                  Auch ein kostenloser Bandraum ist vor-       bei Bewerbungsschreiben oder der Stel-
nen und eingeladen sind, ihr Wissen und                 handen.                                      lensuche. Auch ein geschlechtsspezifi-
Können einzusetzen.                                                                                  sches Angebot und spezielle Workshops
                                                        Abwechslungsreiche Freizeit                  und Räumlichkeiten für Mädchen sowie
Talstation: Aus alt wird jung                           Unverbindlich und kostenfrei ihre Frei-      gezielte Angebote für Jugendliche von
Besonders erfolgreich mitbestimmt und                   zeit sinnvoll verbringen und mitgestalten    zehn bis 13 Jahren, die „U14-Zeiten“, ste-
mitgestaltet haben einige Innsbrucker                   können Jugendliche von zehn bis 18 Jah-      hen am Programm. Nähere Information
Jugendliche bei der Nachnutzung der                     ren auch in den Jugendzentren der Offe-      zu den Jugendzentren unter www.inns-
ehemaligen Hungerburgbahn-Talstation                    nen Jugendarbeit (OJA, siehe Infobox). Mit   bruck.gv.at , Freizeit|Sport , Offene Ju-
am Rennweg. Das im Jahr 1906 nach Plä-                  Angeboten wie Workshops, Partys, Spie-       gendarbeit oder unter www.isd.or.at ,
                                                                                                     Jugendzentren, auf Instagram und Face-
                                                                                                     book.
                                       „Innsbrucks Jugend braucht Platz für
                                       Ideen und konsumfreie Begegnungs-                             Vernetzte Jugendarbeit
                                      orte wie die Junge Talstation. Sie ist ein                     Die „OJA Innsbruck“ ist ein Netzwerk, das
                                     Paradebeispiel dafür, wie Jugendliche                           seit 2011 die Kooperation zwischen den
             HER
             IAN FORC

                                    etwas selbst gestalten und nach ihren                            Innsbrucker Jugendzentren optimiert.
                                   Bedürfnissen einrichten.“                                         Über diese Plattform werden Informati-
     © CHRIST

                                  Stadträtin Mag.a Christine Oppitz-Plörer
                                                                                                     onen und Erfahrungen ausgetauscht und
                                                                                                     gemeinsame Projekte effizient koordi-

16   INNSBRUCK INFORMIERT
niert und durchgeführt. Die Mitglieder
                                                                            Kontakt und weitere Infos
                    des Netzwerkes OJA Innsbruck sind das
                                                                            Kulturzentrum Junge Talstation, Rennweg 41:
                    Referat Frauen und Generationen der                     auf Facebook und Instagram unter @jungetalstation
                    Stadt Innsbruck, der Jugendreferent des
                    Dekanates Innsbruck und die Vertret-                     OJA-Jugendzentren in Innsbruck
                    erInnen der Jugendeinrichtungen. Einmal                 Jugendzentrum am Inn, Hutterweg 1a juzeaminn
                    im Jahr – zuletzt im Juni 2019 – findet ein            Jugendzentrum Die Box, Igls, Widumweg 3 juze_box_igls
                    OJA-Aktionstag statt, bei dem die Offene              Jugendzentrum Hötting-West, Viktor-Franz-Hess-Straße 13 juzehoewe1
                    Jugendarbeit in Innsbruck ihr vielfältiges            Jugendzentrum Tivoli, Olympiastraße 33 juze_tivoli
                    Angebot der Öffentlichkeit präsentiert.              Jugendzentrum Skyline O-Dorf, Kajetan-Sweth-Straße 1 juze_skyline
                                                                        Jugendzentrum Pradl, Langstraße 16 jugendzentrumpradl
                    MyInnsbruck Movie Night
                    Zu einem besonderen Event lädt die                  ARANEA Mädchenzentrum, Matthias-Schmid-Straße 10, www.aranea.or.at
                                                                       Caritas Jugendzentrum Space, Reichenauerstraße 72, www.caritas-tirol.
                    Stadt Innsbruck alle 16- bis 18-jährigen
                                                                       at/hilfe-angebote/kinder-und-jugendliche/jugendzentrum-space/
                    JungbürgerInnen ein. Am Freitag, 15. No-
                                                                      Jugendzentrum am Jesuitenkolleg „mk“, Sillgasse 8,
                    vember, wird im Metropolkino der Film             www.mk-innsbruck.at
                    „booksmart“ gezeigt. Die Band „Arlene            Zentrum für Jugendarbeit z6, Dreiheiligenstraße 9,
                    and the Curls“ sorgt für musikalische Un-        www.z6online.com
                    terhaltung und es lockt ein Gewinnspiel         Jugendtreff Hungerburg Kinderfreunde Ferienhaus Hoch-Innsbruck,
                    mit tollen Preisen, wie zum Beispiel ein        Gramartstraße 7,
                    Führerschein als Hauptpreis sowie fünf          www.kinderfreunde.at/Bundeslaender/Tirol/Angebote/Jugendtreff
                    Freizeittickets. AS

                                                                         Sie wünschen sich
                                                                        eine Wellness-Oase
                                                                        mit allem Komfort?
                                                                         In unserem Bäderschauraum in Innsbruck-Pradl bekommen
                                                                                      Sie viele heiße Ideen für die kalte Jahreszeit.

                                                                                                                       www.geiger-platter.at
© Dominique Huter

                       Geiger + Platter Ges.m.b.H. & Co KG        Öffnungszeiten:
                       Köldererstraße 5                           Montag – Freitag
                       6020 Innsbruck                             07.30 – 12.00
                       office@geiger-platter.at                    13.00 – 17.00
                                                                                                                     INNSBRUCK INFORMIERT   17
Lebensraum Innsbruck

Fundamente für eine
lebenswerte Stadt
                         Die funktionierende Infrastruktur einer Stadt zeichnet sich dadurch
                         aus, dass sie genug Einrichtungen bietet, die für die Funktion und
                         Entwicklung einer Gesellschaft erforderlich sind. Als wesentliche
                         Bestandteile der sozialen und technischen Infrastruktur werden
                         Plätze, Flächen und Straßen unterschiedlich genutzt. Von ihrer
                         Instandhaltung profitiert in erster Linie die Bevölkerung.

                                                                                                                                          © A. DULLNIGG
                                            „Es sind vor allem die vielen Grünflächen
                                            und die Förderung der umweltbewussten
                                            Mobilität, die Innsbruck zu einer lebens-
                                           werten Stadt machen. Wir investieren
                                          laufend in die Verbesserung und Optimie-                             Neuer Spielplatz für Vill
       HER
     IAN FORC

                                         rung, damit die hohe Lebensqualität aufrecht
                                                                                                               In Vill errichteten die Innsbrucker Kom-
                                        erhalten bleibt.“
  © CHRIST

                                                                                                               munalbetriebe (IKB) in den letzten Mo-
                                       Stadträtin Mag.a Uschi Schwarzl
                                                                                                               naten ein neues Mischwasser-Überlauf-
                                                                                                               becken. Dafür mussten Spielplatz sowie
                                                                                                               vereinzelte Bäume entfernt werden. Im

G
       rünflächen sind für das Klima und                         Feuerwehrstange. Zusätzlich werden            Rahmen eines Bürgerbeteiligungsprozes-
       die hohe Lebensqualität einer Stadt                       ausreichend Tische und Bänke aufge-           ses und der Mitsprache des Viller Orts-
       essentiell. Als soziale Infrastruktur                     stellt, um genug Raum für Kommunikati-        ausschusses wurde ein Konzept zur Neu-
bieten sie nicht nur Raum zur Entspan-                           on und Austausch zu schaffen und somit        gestaltung der Grünfläche ausgearbeitet:
nung, sie sind besonders für Familien ein                        dem Konzept eines Multifunktionsparks         Auch hier übernahm das städtische Amt
beliebtes Ziel für die Freizeitgestaltung.                       gerecht zu werden. Zusätzlich konnte          für „Grünanlagen – Planung und Bau“ die
Sowohl im Innsbrucker Stadtteil Saggen,                          mit dem errichteten Trinkwasserbrun-          gestalterische Konzeption. Auf einer Dop-
als auch in Vill wurden deshalb Spielplätze                      nen einem vielfach geäußerten Wunsch          pelschaukel, einer Stehwippe sowie ei-
wieder auf Vordermann gebracht.                                  nachgekommen werden. Im Zuge der Ar-          ner Turmkombination können sich Kin-
                                                                 beiten wird die 1.200 Quadratmeter gro-       der nun austoben. Zusätzlich wurden auf
Neugestaltete Spieloasen                                         ße Fläche außerdem neu bepflanzt und          Wunsch der Bevölkerung ein Kletterspiel-
Seit Ende September wird der Park in                             umfassend eingezäunt. „In die Planung         element sowie ein Schaukeltau aufge-
der Schillerstraße im Innsbrucker Stadt-                         haben wir die Saggener Bevölkerung, be-       stellt. Auch ein Trinkbrunnen ist vorhan-
teil Saggen saniert. Im Rahmen eines                             sonders natürlich die Kinder, miteinbe-       den, der in einen natürlich nachgestellten
zweiteiligen Bürgerbeteiligungsprozes-                           zogen. Viele Anregungen und Ideen wa-         Bachlauf integriert ist und einen zusätz-
ses konnten viele Wünsche der Anrai-                             ren gut umsetzbar. Der Park ist nun eine      lichen Spielbereich schafft. Der etwa
nerInnen erfüllt werden. Neben einem                             Wohlfühloase, in der Menschen zusam-
Minibauhof für Sandspiele ist auch eine                          menkommen – ein erfolgreiches Beispiel
Doppelschaukel mit Kinder- und Klein-                            dafür, wie Bürger- und Bürgerinnenbe-
kinderaufsitz vorhanden. Das Herz des                            teiligung gelebt wird“, zeigt sich die res-
Spielplatzes bildet ein Baumhaus, ausge-                         sortzuständige Stadträtin Mag.a Uschi          „Grünanlagen – Planung und Bau“ in Zahlen:
stattet mit Rutsche, Kletteraufstieg und                         Schwarzl begeistert.                           Erholungsfläche insgesamt: 1.100.400 m²
                                                                                                               Spielfläche: 90.800 m²
                                                                                                               Spielplätze & Sportanlagen: 144
18              INNSBRUCK INFORMIERT
Die Sharrows in der Anichstraße laden
                                              RadfahrerInnen ein, zwischen den
                                              Schienen zu fahren.

1.800 Quadratmeter große Spielplatz          sität und Karwendelbrücke täglich zwi-        nen die Radfahrenden nicht nur selbstbe-
wird außerdem mit Bäumen und Sträu-          schen 2.300 und 3.400 Fahrten regist-         wusst mit genug Platz auf beiden Seiten
chern neu bepflanzt und mit einer um-        riert.                                        fahren. Durch die Geschwindigkeitsreduk-
fassenden Zauneinfassung ergänzt.                                                          tion werden auch Schadstoffe reduziert,
                                             Geteilte Straßen                              und die Unfallgefahr sinkt“, erläutert Mo-
Innsbruck ist Radstadt                       Um das Angebot für Radfahrende noch at-       bilitätsstadträtin Schwarzl die Vorteile der
Neben der sozialen, braucht es auch die      traktiver zu gestalten, gibt es stellenwei-   neuen Bodenmarkierungen. Jene Shar-
technische Infrastruktur, zu der sowohl      se sogenannte Radsharrows. Als Pilotpro-      rows, die in der Anichstraße zwischen den
der öffentliche Verkehr als auch Ver-        jekt sind die großen Radsymbole auf der       Straßenbahnschienen aufgezeichnet sind,
kehrswege, wie Radwege, zählen. Ins-         Mühlauer Brücke ein Zeichen dafür, dass       sollen Radfahrende dazu einladen, eben
gesamt ist das Radwegsystem im Inns-         die Straße von Autos und Rädern geteilt       diesen Bereich zu nutzen, anstatt in der
brucker Stadtgebiet etwa 18 Kilometer        wird. Auf der Brücke gilt deshalb Tempo       Engstelle zwischen der äußeren Schiene
lang. „Für ein lebenswertes Innsbruck        30. „Indem die Straße geteilt wird, kön-      und dem Gehsteig zu fahren. AD
ist die umweltfreundliche Mobilität un-
verzichtbar. Aus diesem Grund arbeiten
wir laufend an der Optimierung des Rad-
wegsystems. Denn egal, ob in der Frei-
zeit, als Transportmittel oder für den
Weg in die Arbeit – das Fahrrad ist sehr
beliebt“, erklärt Stadträtin Schwarzl. Ein
Blick auf die Radzählstellen verrät, wie
häufig InnsbruckerInnen mit Fahrrädern
unterwegs sind: Zwischen April und Sep-
tember wurden auf der Karwendelbrücke
                                               15.-17. Nov. 2019
mehr als 630.000 und am Sillpark mehr           Messe Innsbruck
als 440.000 Radfahrten gezählt. Durch-          Halle A, Eingang Ost
schnittlich werden an den Zählstellen           SENAKTIV.AT
Herzog-Otto-Ufer, Sillpark, Geiwi-Univer-

                                                                                                             INNSBRUCK INFORMIERT   19
Lebensraum Innsbruck

            Die pulsierende Ader
            des Stadtlebens
                               Wie kann der Inn näher an das städtische Leben gebracht
                               werden? – Dieser Frage gingen Studierende am Institut für
                               Geographie der Universität Innsbruck nach. Im Zuge einer
                               Lehrveranstaltung sammelten sie Ideen, wie der Fluss
                               stärker in die Stadt integriert werden kann.

            E
                  igentlich sollte der Kurs dazu die­­-             Näher am Fluss                               kehrswege sowie weniger herkömmlichen
                  nen, den Studierenden einen Ein-                  Das 15-köpfige Projektteam „INNdentität      Forschungsmethoden wie „Wahrneh-
                  blick in qualitative Forschungsme-                #meinINN“ hat sich mit der Frage ausei-      mungsspaziergänge“, arbeitete das Pro-
            thoden zu geben. „Die Erkenntnisse zeig-                nandergesetzt, wie das städtische Leben      jektteam konstruktive Vorschläge zu den
            ten sich im Laufe der Veranstaltung so                  näher an den Fluss gebracht werden und       Stadt-Fluss-Bereichen aus.
            vielversprechend, dass aus dem Kurs eine                der Inn in weiterer Folge zu einer unver-
            Projektgruppe aus Studierenden und                      kennbaren, neuen Identität der Stadt Inns-   Reges Interesse
            Lehrveranstaltungsleitern entstand. Die                 bruck beitragen kann. Untersucht wurden      „Die Befragungen machten deutlich, wie
            Ergebnisse dienen nun der Stadt Inns-                   unter anderem die Aufenthaltsqualität am     wichtig den Menschen der Inn für ihre Le-
            bruck und der Jury des internationalen                  Fluss, die Vernetzung und Einbindung der     bensqualität ist. Die Thematik der Umge-
            Architekturwettbewerbs EUROPAN15 als                    umliegenden Stadtteile sowie die Vielfalt    staltung des Innufers wurde mit regem In-
            Grundlage“, freuen sich die Projektleiter               der Zielgruppen. Anhand eines breiten        teresse aufgegriffen und auch emotional
            Stefan Obkircher und Matthias Pokorny                   Methodenmix, wie Befragungen, Fotoin-        diskutiert“, zeigen sich Obkircher und Po-
            vom Institut für Geographie.                            terviews, Kartierung verschiedener Ver-      korny von der Beteiligungsmotivation be-
                                                                                                                 geistert. Diese und das Engagement der
                                                                                                                 Projektgruppe führten letztendlich auch
                                                                                                                 zu Ideenvielfalt und kreativen Handlungs-
            Viele Stellen entlang des Innufers weisen ungenutztes                                                vorschlägen: Durch verbesserte Zugangs-
            Potential auf. Die Projektgruppe „INNdentität
            #meinINN“ sucht nach Lösungen.                                                                       möglichkeiten zum Wasser könnten ge-
                                                                                                                 zielt Wohlfühlorte am Fluss und dessen
                                                                                                                 Umgebung geschaffen werden. Auch eine
                                                                                                                 Entschleunigung des Verkehrs im Markt-
                                                                                                                 platzbereich würde den Wohlfühlfak-
                                                                                                                 tor im Zentrum der Stadt steigern. Die
                                                                                                                 Projektgruppe empfiehlt außerdem ein
                                                                                                                 „Branding“ einzelner Flussabschnitte, um
                                                                                                                 die Identifizierung der Bevölkerung mit
                                                                                                                 dem Inn zu erhöhen und ihn im Alltag ge-
                                                                                                                 genwärtiger zu machen. Auf ihrer Website
                                                                                                                 innufer.github.io gibt es die Möglichkeit,
                                                                                                                 sich weiter über das Projekt zu informie-
                                                                                                                 ren, aber auch selbst Vorschläge und An-
                                                                                                                 regungen anzubringen. Dort findet sich
                                                                                                                 außerdem auch eine interaktive Karte zur
                                                                                                                 Veranschaulichung der Ergebnisse. Unter
                                                                                                                 „INNdentitaet_6020“ ist die Projektgrup-
    2019

                                                                                                                 pe zusätzlich auf dem sozialen Netzwerk
  ENTITÄT

                                                                                                                 Instagram vertreten, wo ebenfalls Ideen
© INND

                                                                                                                 gesammelt werden. AD
                                                              Mehr Infos zu EUROPAN15
                20      INNSBRUCK INFORMIERT                  sind auf Seite 42 nachzulesen.
IHR AUGENBLICK BEI OPTIK

                                                                      Brillen – Kontaktlinsen
                                                        6020 Innsbruck, Leopoldstraße 16, Tel. 0512 / 57 59 74

                                        Bei uns sind Sie in besten Händen.                                                                              Das innovative Modell
                                                                                                                                                        für Personen mit hohen

                                                                                                                                              PLATIN
                                                                                                                                                        Dioptrienstärken. Mit dem
                                                                                                                                                        Gleitsichtmodell „PLATIN“ erleben
                                                                                Das perfekte Modell für noch                                            Sie den Luxus der modernsten
                                                                                besseren Sehkomfort ist nicht                                           und neuesten Gleitsichtoptik.
                                                                                umsonst die meistverkaufte

                                                                         GOLD
                                                                                Gleitsichttechnologie. Der große
         Das ideale Modell für Personen                                         Sehbereich garantiert noch mehr
                                                                                Weitblick.
SILBER

         mit geringen Dioptrienstärken.
         Mit dem vergrößerten Sehbereich
         haben Sie alles gestochen scharf                                                                                                               30% DÜNNER //
         im Blickfeld!                                                                                                                                  dünnere Gläser bringen Ihren
                                                                                                                                                        Augenaufschlag optimal zur Geltung

                                                                                100% UV-SCHUTZ //                                                       100% UV-SCHUTZ //
                                                                                verwöhnen Sie Ihre Augen, sogar bei                                     verwöhnen Sie Ihre Augen, sogar bei
                                                                                farblosen Gläsern                                                       farblosen Gläsern

         EASY-CLEAN-SCHICHT //                                                  EASY-CLEAN-SCHICHT //                                                   EASY-CLEAN-SCHICHT //
         mit Weitblick für eine einfache                                        mit Weitblick für eine einfache                                         mit Weitblick für eine einfache
         Reinigung                                                              Reinigung                                                               Reinigung

         VERTRÄGLICHKEITSGARANTIE //                                            VERTRÄGLICHKEITSGARANTIE //                                             VERTRÄGLICHKEITSGARANTIE //
         30 Tage Rückgaberecht bei                                              30 Tage Rückgaberecht bei                                               30 Tage Rückgaberecht bei
         Unverträglichkeit                                                      Unverträglichkeit                                                       Unverträglichkeit

         BRUCHSICHERE KUNSTSTOFFGLÄSER //                                       BRUCHSICHERE KUNSTSTOFFGLÄSER //                                        BRUCHSICHERE KUNSTSTOFFGLÄSER //
         bieten mehr Sicherheit für Ihre                                        bieten mehr Sicherheit für Ihre                                         bieten mehr Sicherheit für Ihre
         Augen                                                                  Augen                                                                   Augen

         GEHÄRTETE OBERFLÄCHE //                                                GEHÄRTETE OBERFLÄCHE //                                                 GEHÄRTETE OBERFLÄCHE //
         verschafft Ihnen für Jahre                                             verschafft Ihnen für Jahre                                              verschafft Ihnen für Jahre
         wunderschöne Augenblicke                                               wunderschöne Augenblicke                                                wunderschöne Augenblicke

         SPEZIAL-ENTSPIEGELUNG //                                               SPEZIAL-ENTSPIEGELUNG //                                                SPEZIAL-ENTSPIEGELUNG //
         für den optimalen Durchblick sind                                      für den optimalen Durchblick sind                                       für den optimalen Durchblick sind
         die Gläser reflexfrei                                                  die Gläser reflexfrei                                                   die Gläser reflexfrei

         50% LEICHTER ALS GLAS //                                               50% LEICHTER ALS GLAS //                                                70% LEICHTER ALS GLAS //
         sehr guter Halt trotz geringem                                         sehr guter Halt trotz geringem                                          perfekter Halt trotz geringstem
         Gewicht, das ist Komfort                                               Gewicht, das ist Komfort                                                Gewicht, das ist „Super-Komfort“

                                                                                                                      unscharfe   unscharfe
                                            unscharfe     unscharfe                                                     Zone        Zone                                           unscharfe    unscharfe
                                              Zone          Zone                                                                                                                     Zone         Zone

                                                                                                             AR
                                                                                                      E R PA
                                                                                              G L Ä SH O N A B

                                                                                                  399,-
                                      AR                                                        S C                                                                                  AR
                               E R PA                                                                                                                                         E R PA
                       G L Ä SH O N A B                                                                                                                               G L Ä SH O N A B

                           9,-                                                                                                                                            549,-
                         SC                                                                                                                                             SC

                       € 29
                                                                                              €
                                                                                                                                                                      €

                                                               www.gaertner-innsbruck.at                                                               INNSBRUCK INFORMIERT                21
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