Interview Bundespräsidentin rechnet mit der Geothermie EnergeÔ Vinzel Premier projet de géothermie sur La Côte Heizen und Kühlen Potenzial der ...
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NR. 62 | 27. JAHRGANG | 27 ANNÉE | MÄRZ | MARS 2017 Interview Bundespräsidentin rechnet mit der Geothermie EnergeÔ Vinzel Premier projet de géothermie sur La Côte Heizen und Kühlen Potenzial der untiefen Geothermie nutzen
INHALT SOMMAIRE
Impressum
3 Editorial
GEOTHERMIE-SCHWEIZ
März/mars 2017/Nr./n° 62
4 GEOTHERMIE-SCHWEIZ Interview mit Bundespräsidentin Leuthard
27. Jahrgang/27ème année
Für Bundespräsidentin Doris Leuthard ist Geothermie eine «wunderbare
www.geothermie-schweiz.ch
Energiequelle». Der Bund hat seine Hausaufgaben gemacht und die Rahmen-
bedingungen wesentlich verbessert.
Herausgeber/Éditeur
GEOTHERMIE-SCHWEIZ
6 EOTHERMIE-Kongress 2016 Mit Geothermie in die Wärmewende
G
Wärme und Kälte stehen im Untergrund zur Verfügung. Am nationalen
Administration Kongress in Yverdon-les-Bains wurden unterschiedliche Projekte vorgestellt.
GEOTHERMIE-SCHWEIZ
Jürg Abbühl, Generalsekretär 8 E nergeÔ Vinzel Premier projet de géothermie sur La Côte
CH-3097 Bern-Liebefeld Les premières études liées à une utilisation géothermique débutèrent sur
juerg.abbuehl@geothermie-schweiz.ch la Côte, au bord du Léman, il y a 10 ans déjà. Entre temps un site pilote a
été défini à Vinzel, à quelques kilomètres de Gland.
Redaktionskommission/
Commission de rédaction 10 S takeholder-Engagement Gradient der Gesprächskultur erhöhen
Willy Gehrer Mit dem geothermischen Speicherprojekt der Erdwärme Oftringen AG
Michel Meyer werden eine innovative Abwärmenutzung und eine saisonale Speicherung
Jürg Abbühl angestrebt. Eine systematische Analyse des Stakeholder-Engagements
sollte die Grundlage für ein kommunikatives Zusammenspiel bieten.
Traduction
Karin Schmocker 13 E rdwärmesonden-Entwicklung Lösungen für wenig Platz
Damien Sidler Die Schweiz gehört bei der durchschnittlichen Tiefe von Erdwärmesonden
zu den europäischen Spitzenreitern.
Redaktion/Rédaction
Jürg Wellstein ( JW ) 14 eizen und Kühlen Grosspeter Tower mit saisonalem Speicher
H
CH-4058 Basel Heizen und Kühlen erfolgen im Grosspeter Tower in Basel in Zukunft mit
wellstein.basel@bluewin.ch einem saisonalen Erdwärmespeicher.
Druck/Impression 15 eizen und Kühlen Sondenfeld unterstützt MINERGIE-A-Label
H
Gedruckt in der Schweiz/ Durch ein Monitoring konnte die Effizienz der modernen Gebäudetechnik in
Imprimé en Suisse einem MINERGIE-A-zertifizierten Mehrfamilienhaus bestätigt werden.
Titelfoto/Photo de couverture 16 eizen und Kühlen Potenzial der untiefen Geothermie nutzen
H
>> Können Pfähle für Fundierungen auch energetisch Die untiefe Geothermie bietet Potenziale für die Wärmeerzeugung und das
genutzt werden, so ergeben sich interessante Kühlen von Gebäuden. Dabei kommen auch Energiepfähle zum Einsatz.
Optionen fürs Heizen und Kühlen. Auf dem Areal
Kriens Mattenhof-Sternmatt entwickelt man ein neues 19 E uropean Geothermal Congress – EGC 2016 Viel Stoff für Forschende
Quartier, bei dem insgesamt 1200 Fundierungspfähle zu Am European Geothermal Congress 2016 in Strasbourg wurden Aktuelles zu
Energiepfählen ausgebildet wurden. laufenden Projekten in Europa sowie Forschungsinputs präsentiert.
>> La possibilité d’une utilisation des pieux de fondation 22 Tiefe Erdwärmesonden (TEWS) Als Plan B rentabel
à des fins énergétiques, donne lieu a des options In der Triemli-Bohrung des ewz in Zürich wurde eine tiefe Erdwärmesonde
intéressantes pour le chauffage et le refroidissement. (TEWS) installiert. Dies stellt eine valable Option als Plan B dar.
Un nouveau quartier se développe sur le site de Kriens
Mattenhof-Sternmatt, dans lequel les 1200 pieux de 24 T unnelwärme Energiegewinnung aus städtischen Tunneln
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fondation sont modifiés pour créer des pieux énergétiques. Mit einem umfassenden Pilotversuch konnten die Kriterien für einen
Wärmeentzug aus der Wand städtischer Tunnel ermittelt werden.
>> Bild: Enercret AG
26 I nnovationen Mehr Anwendungsoptionen und Effizienz
Erdwärmesonden sind nicht überall anwendbar. Dann kommen Alternativen
zum Einsatz, die bei geringen Tiefen ein Maximum an Energie bieten. Zudem
2 ermöglichen innovative Ideen minimale Druckverluste.EDITORIAL
Positive Entwicklungen Développements positifs
Nach den verschiedenen, in den letzten Jahren gestarteten, welt- Après les contributions importantes aux initiatives mondiales
weiten Initiativen für die erneuerbaren Energien ist heute eine pour les énergies renouvelables, mises en œuvre ces dernières
gewisse Stagnation festzustellen. Die Öl- und Gasbranche hat années, nous constatons aujourd’hui que nous sommes dans
nach dem lang anhaltenden Preiszerfall wieder Fuss gefasst. une période de stagnation. Après une longue phase de baisse des
Ihr politischer Einfluss wird nicht nur mit der neuen Regierung prix, les secteurs du pétrole et du gaz rebondissent à nouveau.
in den USA wieder spürbar, sondern auch in der EU und zum Leur influence politique est non seulement perceptible à travers
Teil auch in Asien. Mit den erneuerbaren Energien lässt sich, le nouveau gouvernement américain, mais aussi dans l’UE et
im Gegensatz zu den fossilen Energien, noch nicht viel Geld Asie. Contrairement aux énergies fossiles, l’énergie renouvelable
verdienen. Viele Politiker stören sich an den Subventionen für est encore peu rentable. Les subventions accordées aux éner-
die erneuerbaren Energien. Dass wir nur dank einer solchen gies renouvelables dérangent encore de nombreux politiciens.
Anschubfinanzierung unsere energetische Unabhängigkeit aus- C’est pourtant par cette incitation financière que nous pourrons
bauen und den auch in der Schweiz immer stärker spürbaren obtenir notre indépendance énergétique et ainsi réduire les ef-
Klimawandel reduzieren können (für das Stoppen ist es wohl fets déjà perceptibles du changement climatique en Suisse (à
leider zu spät!), interessiert gewisse Kreise nicht. Es geht nur ce stade, il est probablement déjà trop tard pour le stopper).
um den Profit! Certains milieux ne se sentent pas concernés par cette probléma-
tique, seul le profit les intéresse.
Wenn man den Kommentar des «European Geothermal Energy
Council (EGEC)» zum neuen Vorschlag der EU-Kommission für En lisant le commentaire du « European Geothermal Energy
die Revision des EU-Energiekonzepts liest, kommt man leider Council (EGEC) » concernant la nouvelle proposition de la Com-
zu einem ähnlichen Schluss. EGEC schreibt: «The new frame- mission de l’UE au sujet de la révision du concept énergétique
work makes subsides for fossil fuels easier than for emerging de l’UE, on arrive malheureusement à une conclusion similaire.
renewables.» Im vorletzten Jahrhundert sagte der Industrielle L’EGEC écrit: «The new framework makes subsides for fossil
Werner von Siemens: «Für einen kurzfristigen Gewinn verkaufe fuels easier than for emerging renewables.» L’industriel Werner
ich nicht meine Zukunft.» Gilt das heute nicht mehr? von Siemens a dit au cours de l’avant-dernier siècle : « Pour un
profit à court terme, je ne vends pas mon futur ». N’est-ce plus
Ein Lichtblick ist China. Das Land leidet stark unter der Um- valable aujourd’hui ?
weltverschmutzung, speziell unter dem Smog, hervorgerufen
vor allem durch die vielen Kohle- und Ölkraftwerke. Die chinesi- Une lueur d’espoir provient de la Chine. Ce pays souffre forte-
sche Regierung hat deshalb kürzlich entschieden, die Strompro- ment de la pollution, tout particulièrement du smog produit par
duktion auf Basis der erneuerbaren Energien stark auszubauen. les centrales à charbon et à pétrole. Le gouvernement chinois
Zudem sollen in Zukunft «nur» noch Elektroautos zugelassen a ainsi décidé d’investir dans les énergies renouvelables pour
werden. Wenn dies effektiv umgesetzt würde, hätte das auf die sa production d’électricité. À l’avenir, ne seront admis que des
Marktpreise der erneuerbaren Technologien weltweit einen äus- voitures électriques. Si cela est effectivement mis en œuvre,
serst positiven Einfluss, ist China heute doch der grösste Liefe- l’impact mondial sur le marché et le prix des technologies re-
rant von Photovoltaik-Anlagen. nouvelables serait très positif. La Chine est le premier fournis-
seur d’installations photovoltaïques.
Als sehr positiv ist in der heutigen Zeit der Entscheid unseres
Parlaments zu werten, die neue Energiestrategie des Bundes Dans la période actuelle, la décision prise par le Parlement de
umzusetzen. Am 21. Mai wird das Schweizer Volk darüber ent- mettre en œuvre la nouvelle stratégie énergétique est très posi-
scheiden. Wie schon berichtet, hat unser Einsatz für die Geo- tive. Le 21 mai, ce sera au Peuple suisse de décider. Comme déjà
thermie bei dieser Vorlage entscheidende Pluspunkte erreicht. rapporté, notre investissement en faveur de la géothermie a joué
Mobilisieren wir, damit die Energiestrategie 2050 im Mai die un rôle déterminant lors de la consultation. Mobilisons-nous,
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Zustimmung gewinnt. Denn auch für Bundespräsidentin Doris afin que la stratégie énergétique 2050 soit aussi approuvée par
Leuthard ist die Geothermie eine wunderbare Energiequelle. Im la population en mai. Car pour la Présidente de la Confédéra-
Interview hat sie diese Einschätzung bestätigt. tion Doris Leuthard elle-même, la géothermie est une source
d’énergie merveilleuse. Elle a confirmé cette opinion lors de son
interview.
Willy Gehrer
Präsident von GEOTHERMIE-SCHWEIZ 3Interview mit Bundespräsidentin Doris Leuthard
Stadtwerke sollten Erdwärme prüfen
Für Bundespräsidentin Doris Leuthard ist die Geothermie eine «wunder-
bare Energiequelle». Der Bund hat seine Hausaufgaben gemacht und die
Rahmenbedingungen wesentlich verbessert. Die Energieministerin
appelliert an die Stadtwerke, die Chance zu nutzen. Bei einem Ja zur
Energiestrategie 2050 erhofft sie sich einen Boom. Und der Branche
empfiehlt sie: dranbleiben.
> Bundespräsidentin Frau Bundespräsidentin, finden Sie die Geo- Lässt sie sich erschliessen?
Doris Leuthard wurde interviewt thermie toll? Jede Technologie hat ihre Vor- und Nachteile. Ob
von Willy Gehrer (Präsident) und Doris Leuthard: Ja, sie bietet viel – von der un- der Markt, die Bevölkerung und die Natur mit-
Jürg Abbühl (Geschäftsführer) von tiefen bis zur tiefen Geothermie. Geothermie machen, weiss man zu Beginn jeweils nicht. Bei
GEOTHERMIE-SCHWEIZ. liefert Bandenergie fürs ganze Jahr. Sie ist nicht der Geothermie liegen Chancen und Risiken –
wetterabhängig. Zudem lässt sie sich äusserst ich denke an Erdbeben – nahe beieinander. Aber
vielseitig einsetzen. Erdwärme kann Strom pro- es wäre falsch, nicht alles zu unternehmen, um
duzieren, Wärme bereitstellen und sogar kühlen das enorme Wärmepotenzial zu nutzen. Wenn
und ist so eine wunderbare Energiequelle. es gelingt, wäre das für die Versorgung der
Schweiz sehr nützlich.
Und was sagen Sie jenen, die sich vor
Erdbeben fürchten?
Ich kann die Ängste nachvollziehen. Wenn wir
aber nichts wagen, gewinnen wir auch nichts.
Wir leben in der Schweiz in einem sicheren
Land mit hohem Wohlstandsniveau und vieles
funktioniert gut. Was mit Veränderungen und
Risiken verbunden ist, haben wir nicht so gern.
Die tiefe Geothermie ist nicht risikolos. Wich-
tig ist, Risiken möglichst zu minimieren. Diese
Verpflichtung gilt überall, auch bei Staumauern,
Chlortransporten mit der Bahn oder im Strassen-
verkehr. Oberstes Gebot sind umfassende Infor-
mationen und absolute Transparenz. St. Gallen
hat das gut gemacht und gezeigt, dass dann bei
der Bevölkerung eine gewisse Risikoakzeptanz
vorhanden ist. Dabei ist die Glaubwürdigkeit der
Projektverantwortlichen ein entscheidender Er-
folgsfaktor.
Im Kanton Jura sammeln Bürgerinnen und
Bürger Unterschriften für eine Volksinitiative
gegen die Geothermie.
Dass die Akzeptanz für Geothermie wie auch für
Windkraft noch nicht überall gegeben ist, hängt
mit unserer guten Situation zusammen. Beim
Strom wie bei der Wärme haben wir heute kein
oder noch kein Versorgungsproblem. Vielfach
>> Bundespräsidentin Doris Leuthard: Welche Rolle spielt sie in der Energiestrate- reagieren die Leute erst, wenn eine Knappheit
«Geothermie liefert Bandenergie fürs gie 2050? absehbar ist.
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ganze Jahr.» Die untiefe Geothermie kennen wir schon lange.
Bereits vor der Energiestrategie stellten wir fest, Ist sie absehbar?
>> La Présidente de la Confédération dass es eine gute Sache wäre, auch die Wärme Heute nicht. Das kann sich aber ändern. Mit der
Doris Leuthard : « La géothermie produit im tieferen Untergrund zu nutzen. Wenn wir er- Energiestrategie 2050 wollen wir den Anteil der
de l’énergie en bande toute l’année. » gänzend zu Wasserkraft, Solar- und Windener- erneuerbaren Energien in der Schweiz stärken
gie sowie Biomasse diese Reserve erschliessen und die Abhängigkeit vom Ausland senken. Des-
4 >> Bild: M. Zanoni könnten, wäre manches Problem gelöst. halb lohnt es sich, das Potenzial der Geothermiezu ergründen. Die derzeitigen Überkapazitäten
von Strom in Europa werden nicht anhalten. Geothermie profitiert von der Energiestrategie 2050
Um die Leute zu überzeugen, benötigen wir ein
grösseres, erfolgreiches Projekt. Ich hoffe sehr, Mit der Energiestrategie 2050 gibt es neu Beiträge zur Erkundung des tiefen
dass ein solches bald zustande kommt. Untergrunds und eine gegenüber heute ausgebaute Risikogarantie. Bundes-
hilfe gibt es für Strom- und Wärmeprojekte. Die Verordnungen sehen vor, dass
An was denken Sie? Geothermie-Projekte zur Stromproduktion je nach Grösse und Typ von einer
Zum Beispiel an das Projekt von Geo-Energie Einspeisevergütung zwischen 22.7 und 47.5 Rappen pro Kilowattstunde pro-
Suisse im jurassischen Haute-Sorne oder an den fitieren würden. Die Vernehmlassung zu den Verordnungen dauert bis zum
Kanton Genf. Insgesamt haben wir etwa 20 Pro- 8. Mai 2017. Am 21. Mai 2017 stimmt das Volk über die Energiestrategie 2050
jekte in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. ab. Geothermie-Schweiz unterstützt die Energiestrategie.
Ich sage darum: dranbleiben, dranbleiben, dran-
bleiben! Informationen: www.geothermie-schweiz.ch
Wie viele Projekte sollte es geben, um das
vom Bundesrat gesetzte Ziel von 4,4 Tera-
wattstunden Strom bis 2050 zu erreichen?
Der Bund macht keine Industriepolitik. Wir ha- wasser oder die Cinémathèque Suisse in Penthaz
ben ein realistisches Potenzial abgeschätzt und mit Erdwärmesonden. Um ein weiteres Beispiel
die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen. zu nennen: Das im Bau stehende neue Verwal-
Der Bund unterstützt zudem Forschung und tungszentrum in Bern-Wankdorf setzt auf eine
Entwicklung. Es ist dann aber Sache der Wirt- ausgeklügelte Kombination von Abwärme, Erd-
schaft, die Projekte anzugehen. wärme, Energiepfählen und Free-Cooling mit
Regenwasser. Kühlung mit Geothermie wird im-
Alpiq, Axpo und BKW sind aus der mer mehr ein Thema.
Geothermie ausgestiegen. Wo sind mögliche
Investoren?
Der Ausstieg der grossen Energieunternehmen
ist kein Nein zur Geothermie. Derzeit haben die- «Der Branche empfehle ich:
se Firmen aus wirtschaftlichen Gründen einfach
andere Prioritäten. Ich würde die Stadtwerke dranbleiben. In der Geothermie
zu Projekten ermuntern. Sie wären bestimmt
gute Partner. Wir haben über 140 Städte. Deren erhoffe ich mir einen Boom.»
Stadtwerke sind agil und sollten diese Energie-
quelle prüfen. Sie sind bei Strom, Wärme und Am 21. Mai stimmt die Schweiz über die
Kälte bereits involviert und zudem lokal bestens Energiestrategie 2050 ab. Was würde ein
verwurzelt. Bestimmt gibt es auch Investment- Nein für die Geothermie bedeuten?
firmen, die für Geothermie Kapital bereitstellen Das wäre wohl das Aus für die tiefe Geothermie
könnten. in der Schweiz. Ohne Erkundungsbeiträge, ohne
erweiterte Risikogarantie und ohne ausgebaute
Und wo setzt die Bundesverwaltung Einspeisevergütung dürfte die Wirtschaft kaum
Geothermie ein? investieren. Übergeordnet gesprochen würde ein
Die Bundesverwaltung macht viel. Das gros- Nein mehr Strom- und Energieimporte aus dem
se Verwaltungszentrum in Bern-Liebefeld etwa Ausland, eine schlechtere Versorgung und ein
heizt mit Grundwasser-Wärmepumpen, die Ende des Gebäudeprogramms bedeuten. Aber
UVEK-Gebäude in Ittigen mit Wärme aus Quell- das ist die falsche Frage.
Was ist denn richtig?
Résumé Was passiert, wenn die Energiestrategie 2050 an-
genommen wird? Bei einem Ja zur Vorlage wer-
La géothermie est une «source énergétique den die erneuerbaren Energien einen grossen
merveilleuse» pour la Présidente Doris Leut- Schritt nach vorne machen. Dies schafft Investi-
hard. La Confédération a fait ses devoirs, elle a tionen und Arbeitsplätze in der Schweiz. In der
sensiblement amélioré les conditions-cadres. Geothermie erhoffe ich mir sogar einen Boom.
La ministre de l’énergie appelle donc les ser-
vices industriels à saisir cette occasion. Elle In der untiefen Geothermie gehört die
GEOTHERMIE-SCHWEIZ.CH
espère qu’un oui à la stratégie énergétique Schweiz zur Weltspitze. Im Ausland besteht
insufflera un boom à la branche à qui elle Interesse an unserem Know-how. Sehen Sie
recommande de rester active. La géothermie eine Chance für den Wissensexport?
produit de l’énergie en bande toute l’année. Absolut! Unser Land hat sehr viel Wissen über
Elle ne dépend pas des conditions météorolo- die erneuerbaren Energien. Ich kann Sie nur
giques. De plus elle est d’application flexible. dazu ermuntern, diesen Weg einzuschlagen. Der
Bund bietet Exportförderung. Handeln Sie! 5Nationaler GEOTHERMIE-Kongress 2016
Mit Geothermie in die Wärmewende
Wärme und Kälte stehen im Untergrund zur Verfügung. Hier lassen sich
auch saisonale Energiespeicher schaffen, die als Baustein für die Wärme-
wende dienen. Am nationalen GEOTHERMIE-Kongress in Yverdon-les-
Bains wurde auf diese Thematik fokussiert.
Kontakt: (JW) Der Untergrund spielt als Partner der Wär- Das thermische Gleichgewicht spielt hierbei
> Jürg Abbühl mewende eine wichtige Rolle. Diese Tatsache eine wichtige Rolle, falls in Städten und Agglo-
GEOTHERMIE-SCHWEIZ wurde am nationalen GEOTHERMIE-Kongress, merationen eine Dichtezunahme an Erdwärme-
CH-3097 Bern-Liebefeld der am 22. und 23. November 2016 in Yverdon- sonden erfolgt. Im Hinblick auf den langfristig
juerg.abbuehl@ les-Bains durchgeführt wurde, sowohl von Ex- angestrebten Ausbau der Geothermie-Nutzung
geothermie-schweiz.ch perten aus der Schweiz als auch aus europäi- in der Stadt Zürich wurden Massnahmen aufge-
www.geothermie-schweiz.ch schen Ländern bestätigt. Heizen und Kühlen listet, um eine Regeneration des Untergrunds zu
mit der Energie aus dem Untergrund, aber vor erreichen. Abwärmequellen und Sonnenenergie
allem die saisonale Energiespeicherung konnten liegen dafür auf der Hand und werden grösserer
breit dargestellt und diskutiert werden. Heraus- Sondenlänge vorgezogen.
forderungen sieht man in der Schweiz noch bei
den ungenügenden Kenntnissen des tieferen Un- Am Kongress, an dem sich gesamthaft rund 200
tergrunds und bei der Projektentwicklung mit Teilnehmende einfanden, wurden auch Beispiele
jeweils unterschiedlichen lokalen Gegebenhei- aus europäischen Ländern vorgestellt. In Schwe-
ten. Realisierte Vorhaben mit bereits bestehen- den sind zurzeit rund 650 solcher Anlagen mit
den Technologien zeigen jedoch Wege auf und Sondenfeldern in Betrieb; in Deutschland konn-
machen die Geothermie zu einem wesentlichen ten über zehn Pilotvorhaben installiert werden.
Baustein für die notwendige Wärmewende in So beispielsweise in Crailsheim, wo auf einem
den Agglomerationen. ehemaligen Militärgelände eine Wohnsiedlung
erstellt wurde. Mit einem zentralen Erdspeicher
Sondenfelder als saisonale Energiespeicher mit 80 Sonden zu 55 Meter Länge wird som-
In der Schweiz wurden bei einigen Gebäude- merliche Sonnenenergie, die mit frei stehenden
projekten in den vergangenen Jahren gross di- Kollektoren gesammelt wird, im Boden eingela-
mensionierte Erdwärmesonden-Felder erstellt, gert. Ein zusätzlicher Pufferspeicher dient der
die zum saisonalen Austausch von Wärme und Zwischenlagerung von Solarwärme am Tag und
Kälte dienen. Im Rahmen der Planung müssen anschliessender, verlängerter Einspeisung wäh-
rend der Nacht.
Fokus auf den Untergrund der Romandie
In der Romandie sind einige Geothermie-Projek-
te in Entwicklung, mit welchen die Substituti-
on fossiler Energieträger angestrebt wird. Beim
La-Côte-Projekt (vgl. Seite 8) hat man wenig
Informationen zum Untergrund zur Verfügung
gehabt und musste deshalb Seismikmessungen
durchführen. Daraufhin konnte in Gland – un-
weit einer von Ost nach West gerichteten Ver-
werfung – ein Bohrstandort definiert werden. In
einem nächsten Schritt will man in eine mittlere
Tiefe vordringen und dabei die Geologie besser
>> Referierende des GEOTHERMIE- Energiemengen, Temperaturen, Energiedichte, kennenlernen. Mitte 2016 wurde ein entspre-
Kongresses am 22. November 2016 Regelungsprinzipien und Kosten definiert wer- chendes operatives Unternehmen gegründet
den. Dieses Speicherkonzept konnte auch als (EnergÔ SA), 2017 soll dann das Baugesuch für
GEOTHERMIE-SCHWEIZ.CH
>> Intervenants du congrès de Bestandteil von Anergie-Netzen für die Versor- eine mögliche Dubletten-Anlage als hydrother-
GEOTHERMIE du 22 novembre 2016. gung von Arealen umgesetzt werden. Als be- males Projekt eingereicht werden.
kannteste und noch im Bau befindliche Beispie-
le gelten der ETH-Campus Hönggerberg und die In Genf bereitet man sich mit GEothermie 2020
Familienheim-Genossenschaft Zürich, wo ein- auf ein umfangreicheres Programm vor. Von
zelne Sondenfelder zur saisonalen Speicherung 45 bereits bestehenden Bohrungen in der Re-
6 von Abwärme eingesetzt werden. gion flossen Daten für die Modellierung desUntergrunds zusammen. Dabei konnten drei Grundwasserleiter kühlen und speichern
Schichten erkannt werden, welche sich für eine Für die saisonale Wärmespeicherung in Aquife-
geothermische Nutzung eignen könnten. Im un- ren wurde in der Schweiz ein Konzept entwi-
tiefen Bereich bestehen Aquifere, die man für ckelt, das unter dem Begriff Mintrope die Idee
Free-Cooling nutzen kann. Die beiden anderen der verminderten Entropie zusammenfasst.
Horizonte liegen tiefer und würden sich bei aus- Diese soll sich durch die Zu- und Abfuhr von
reichender Wassermenge für hydrothermale Sys- Wärme im Grundwasserleiter möglichst wenig
teme eignen. In Genf sollen nun erste Pilotpro- verändern. Dabei setzt man auf eine Richtungs-
jekte im untiefen Bereich geplant werden. Mit änderung des Flusses. Sommerliche Abwärme
tieferen Explorationsbohrungen werden dann könnte hier gespeichert werden, im Winter steht
weitere reale Daten erfasst und ab 2018 rechnet das Reservoir für die Wärmeversorgung über ein
man mit ersten Bohrungen auf mehr als 1000 Fernwärmenetz zur Verfügung.
Meter Tiefe. Als Ziel bei GEothermie 2020 sieht
man stets die kombinierte, synergetische Nut- Der Qualität von Grundwasser wird hohe Bedeu-
zung von Erdwärme, Sonnenenergie und Ab- tung zugemessen, falls dieses als Basis für die
wärmequellen vor. Trinkwasserversorgung gilt. In Norddeutschland
bestehen tiefer liegende Aquifere oft aus salz-
Vorhandene Strukturen wirtschaftlich nutzen
Sind Strukturen im Untergrund bereits vorhan-
den, werden Speicherung von Abwärme und
Nutzung der vorhandenen Erdwärme zu einem
interessanten Geschäftsmodell. In den Nieder-
landen konnte so eine stillgelegte Kohlenmine
zum erneuerten Einsatz gebracht werden. Mine-
water in Heerlen hat vor zehn Jahren angefan-
gen, die Schächte als Wärmereservoir zu nutzen.
Hier findet somit eine Energietransformation
statt: von der Kohle zur Erdwärme. Im Weiteren
hat man in den Niederlanden begonnen, Geo-
thermie für die Gewächshaus-Erwärmung ein-
zusetzen und damit das Erdgas zu ersetzen. Ein
wesentlicher Schlüssel für diese Entwicklung
sind einerseits ideale geologische Bedingun-
gen mit zahlreichen, mächtigen Grundwasser- haltigem Wasser, das sich nur für eine energe- >> Referierende des GEOTHERMIE-
leitern, umfangreiche Kenntnisse des Unter- tische Nutzung eignet. Als Beispiel wurde das Kongresses am 23. November 2016
grunds durch die zahlreichen Gasbohrungen, Wärme-Kälte-Versorgungssystem um den Berli-
anderseits eine Risikoabdeckung durch staatli- ner Reichstag vorgestellt. Mit 2 x 7 Bohrungen >> Intervenants du congrès de
che Mittel sowie gezielte Förderinstrumente. wird Umweltkälte in ein Aquifer von 60 Meter GEOTHERMIE du 23 novembre 2016.
Tiefe gebracht, während mit zwei 300 Meter tie-
Seit 1850 erkennt man in den vorhandenen fen Bohrungen in porösem Sandstein Wärme ge-
geologischen Formationen im Pariser Becken speichert wird. Diese stammt beim Energiever-
die Chance zur Erstellung von hydrothermalen bund im Spreebogen aus einem stromgeführten
Anlagen. Hier sind die Verantwortlichen inzwi- Blockheizkraftwerk.
schen mit den konkreten Herausforderungen
eines langfristigen Betriebs vertraut. Aquifer Thermal Energy Storage (ATES) spielen
in Nordeuropa bereits eine wichtige Rolle und
versprechen für die Wärme- und Kälteversor-
Résumé gung in Städten ein beachtliches Potenzial. Im
Gesamtverbund mit Abwärmequellen, erneu-
De la chaleur et du froid sont disponibles erbaren Wärmeerzeugern lassen sich geeignete
dans le sous-sol. Il est possible de créer des Lösungen zur Reduktion von CO2-Emissionen
accumulateurs d’énergie saisoniers, qui de- schaffen. In den Niederlanden hat man beispiels-
viennent les éléments de base d’un tournant weise erkannt, dass die sommerliche Kühlung
dans la climatisation des bâtiments. Lors du durch ATES wettbewerbsfähig ist und konven-
congrès national GEOTHERMIE à Yverdon- tionelle Kühlanlagen ersetzen kann. Dies wird
les-Bains, la question a été axée sur cette thé- durch die Tatsache begünstigt, dass die aufgrund
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matique. Les spécificités géologiques respec- der Erdgasförderung ausgelösten Beben zuneh-
tives débouchent sur des résultats appropriés, mend auf Opposition stossen und auch deshalb
qui en combinaison avec d’autres sources de eine Abkehr vom Erdgas gefordert wird. Inzwi-
chaleur et d’énergie renouvelable contribuent schen sind rund 2000 Anlagen zur Kältespeiche-
à une fourniture durable en chaleur et en rung in Betrieb.
froid des agglomérations.
Präsentationen: www.geothermie-schweiz.ch 7EnergeÔ Vinzel
Premier projet de géothermie sur La Côte
Les premières études liées à une utilisation géothermique débutèrent sur
la Côte, au bord du Léman, il y a 10 ans déjà. Entre temps un site pilote a
été défini à Vinzel, à quelques kilomètres de Gland. Le projet se concrétise
depuis juin 2016, avec la création de la société de EnergeÔ SA.
> Daniel Clément L’idée visionnaire d’exploiter la chaleur du sous- Une vision en passe de devenir réalité
EnergeÔ SA sol de La Côte est partagée, dès 2006, par trois En 2014, l’accès aux données sismiques des
CH-1184 Vinzel partenaires convaincus de développer les éner- années 1970 et aux récentes technologies de
d.clement@energeo.ch gies renouvelables dans la région. Il s’agit de traitement des lignes propres à EnergeÔ (2010 :
www.energeo.ch la Société Electrique des Forces de l’Aubonne campagne de sismique reflexion) ont permis
(SEFA), de la Société Electrique Intercommunale aux spécialistes du sous-sol d’envisager d’autres
de La Côte (SEIC) et des Services Industriels de perspectives que la géothermie profonde. Coup-
la Ville de Nyon. Romande Energie, souhaitant lées aux informations des forages à l’échelon
renforcer son soutien dans le domaine des éner- régional, ces nouvelles connaissances du sous-
gies renouvelables, les rejoint en 2013. La même sol de La Côte ont généré des études géologiques
année, le projet prend le nom « EnergeÔ ». et hydrogéologiques complémentaires. Plusieurs
cibles géothermiques ont pu ainsi être redéfinies.
Un sous-sol très propice pour Après contre-expertise, l’ensemble des conclu-
le développement de la géothermie sions a amené la direction du projet EnergeÔ
Le projet de géothermie EnergeÔ à Vinzel vise à
exploiter la chaleur naturelle du sous-sol de la
région par pompage des aquifères de moyenne
profondeur. Ce concept se calque sur un modèle
éprouvé qui consiste à extraire l’eau chaude du
sous-sol par le biais de deux forages profonds
(doublet production-réinjection). Cette exploita-
tion est exempte de stimulation des rocher car
>> Les différentes failles régionales traversant le Jura jusqu’au
lac Léman, entre Nyon et Etoy.
>> Im Raum La Côte konnten zahlreiche Verwerfungen identifiziert
werden.
à effectuer une appréciation de la situation en
faveur de la moyenne profondeur, se distinguant
ainsi très clairement des projets de géothermie
>> Le 1er juin 2016, les quatre les roches, présentes sur la Côte, sont déjà na- profonde bâlois et st-gallois.
partenaires du projet annoncent la turellement fissurées ce qui a pour avantage de
création de la société EnergeÔ SA, garantir la stabilité des terrains concernés. Différentes considérations ont été prises en
ici en compagnie des représentants compte : aspects techniques et financiers, mini-
de la Municipalité de Vinzel. La Côte vaudoise possède un sous-sol de très misation des risques et, bien entendu, la volon-
grande qualité. Il s’avère particulièrement pro- té des partenaires du projet de maximiser les
GEOTHERMIE-SCHWEIZ.CH
>> Am 1. Juni 2016 wurde mit den vier pice vu le contexte géologique local. De nom- chances de succès. C’est ainsi que l’aquifère
Partnern des Projekts das Unterneh- breuses failles ont été étudiées et un important du Dogger (couche géologique du Jurassique),
men EnergeÔ SA gegründet. potentiel géothermique identifié. En effet, entre situé à environ 2200 mètres de profondeur, a été
Nyon et Etoy, plusieurs failles ont été réperto- retenu pour réaliser le premier forage.
>> Fig. : energeo.ch riées, toutes traversant le Jura jusqu’au lac Lé-
man.
8La parcelle de forage et la centrale
Après étude, c’est sur le territoire de la commune
de Vinzel que le site a finalement été choisi en
tenant compte du contexte géologique, soit la
proximité immédiate de la faille la plus intéres-
sante de la région. Le choix de la parcelle à Vin-
zel a également été dicté par la relative courte
distance le séparant de la ville de Gland. Un troi-
sième facteur positif a été le droit de superficie
accordé par l’Etat de Vaud, propriétaire d’une
parcelle de 4703 m2 idéalement située en bordure
de l’autoroute, à côté de la déchetterie intercom-
munale et éloignée des habitations. D’autre part,
celle-ci jouit d’une situation favorable à l’amé-
nagement du territoire.
Un tel projet ne peut voir le jour qu’avec l’appui du sous-sol pour dimensionner la plateforme >> Dans un premier temps, EnergeÔ
des autorités cantonales et communales ainsi de forage. La conception du chantier, les études vise l’aquifère du Dogger, à
qu’avec l’assentiment de la population. Début liées aux forages et tests prévus sont en cours de moyenne profondeur et situé à
2015, l’Etat de Vaud et la Municipalité de Vinzel finalisation, tout comme le rapport d’impact sur env. 2200 mètres, pour réaliser
ont donné leur accord de principe. l’environnement. L’ensemble de ces informa- un doublet géothermique.
tions permettra de lancer les demandes d’auto-
EnergeÔ devient une société anonyme risation au processus de mise à l’enquête. Une >> In einem ersten Schritt will man die
Le 1er juin 2016, les quatre partenaires du projet fois le permis délivré par les autorités, la société in 2200 Meter Tiefe liegende Dogger-
de géothermie EnergeÔ ont annoncé la création lancera le processus d’appels d’offres et finali- Schicht für eine Dubletten-Anlage
de la société anonyme EnergeÔ SA dont le siège sera la planification de réalisation. nutzen.
social est établi à Vinzel. Dotée d’un capital- ac-
tions initial de deux millions de francs répartis à Exploitation directe de la chaleur locale >> Fig. : energeo.ch
égalité entre les partenaires, la nouvelle société En 2019, pour autant que l’ensemble des pro-
est chargée de la mise en œuvre du projet. cédures ait été finalisé la plateforme de forage
pourra être installée. Un premier forage vertical
Planifier et obtenir les autorisations permettra de mettre en adéquation les prévisions
nécessaires attendues avec la réalité. Une partie de ce forage
Cette nouvelle étape a permis de débuter la par- de reconnaissance sera complétée par un forage
tie opérationnelle du projet de géothermie sur dévié pour maximiser le débit de production. Le
la Côte. Avec le capital-actions initial, la société financement de ces travaux sera assuré par une
dispose du financement pour lancer les études augmentation du capital-actions d’EnergeÔ SA
de la planification détaillée en vue d’accueillir le de dix millions de francs. Enfin, si cette opéra-
chantier de forage. C’est dans cette perspective tion est couronnée de succès, la société investira
qu’une étude géotechnique consistant à réaliser encore huit millions de francs supplémentaires
des sondages carottés est déjà terminée. Elle per- pour procéder au forage de réinjection et pour
met de tenir compte des paramètres intrinsèques finaliser les installations de surface.
À Paris, le même aquifère du Dogger à moyenne
profondeur est exploité depuis près de 50 ans !
Actuellement, ce sont plus de 200 000 équiva-
lents logements, qui sont chauffés grâce à la
géothermie en Ile de France. Toute l’équipe du
projet EnergeÔ se mobilise pour prouver que la
Côte possède, également, des ressources de cha-
leur potentiellement exploitables sur de très lon-
gues années.
>> Le choix de la parcelle à Vinzel a été dictés par le contexte Zusammenfassung
géologique, ainsi que par la courte distance la séparant de la ville
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de Gland. Vor über zehn Jahren begann man an der La Côte am Genfersee mit ers-
ten Studien zur Nutzung von Geothermie. 2010 folgten Seismikmessungen
>> Die Standortwahl fiel auf Vinzel wegen den geologischen und entsprechende Auswertungen, sodass ein Pilotstandort in der Nähe von
Vorteilen und der Nähe zu Gland, was eine Fernwärmenutzung Gland definiert werden konnte. Mit der Gründung der EnergeÔ SA nimmt
erleichtern würde. das Vorhaben seit Juni 2016 konkrete Formen an. In einem ersten Schritt will
man in eine mittlere Tiefe von ca. 2200 Metern vorstossen.
>> Fig. : energeo.ch 9Stakeholder-Engagement
Gradient der Gesprächskultur erhöhen
Mit dem geothermischen Speicherprojekt der Erdwärme Oftringen AG
wird eine innovative Abwärmenutzung angestrebt. Eine systematische
Analyse des Stakeholder-Engagements sollte die Grundlage für ein opti-
males kommunikatives und organisatorisches Zusammenspiel bieten.
Kontakte: Vor zehn Jahren hat man bei der Probebohrung Wann ist der richtige Moment, als Projekt-
> Anton Bucher für eine 700 Meter tiefe Erdwärmesonde im aar- entwickler auf die Stakeholder einzugehen?
CH-4665 Oftringen gauischen Oftringen einen deutlich erhöhten Ruth Schmitt: Bei allen Projekten, die wir bisher
anton.bucher@sunrise.ch Temperaturgradienten (50 statt 30 °C) feststellen begleiteten, haben uns die Stakeholder die Rück-
können. Aufgrund dieser Erkenntnis wurden meldung gegeben, dass sie möglichst früh ein-
> Prof. Dr. Ruth Schmitt eine Potenzialstudie sowie ein Vorprojekt zur bezogen werden wollen. Also in einer Phase, in
Fachhochschule weiteren Erdwärmenutzung ausgearbeitet. 2013 welcher ein Projekt noch die nötige Offenheit
Nordwestschweiz FHNW erfolgten dann die Gründung der Erdwärme Of- mitbringt, die Inputs und Anliegen der Stake-
Institut für Geistes- und tringen AG, einer Tochter der EW Oftringen AG, holder auch ernsthaft aufzunehmen. Was die
Sozialwissenschaften und die Lancierung eines hydrothermischen Befragten nicht wollen, ist ein Pseudo-Dialog.
CH-5210 Windisch Projekts zur lokalen Wärmeversorgung. Nach
ruth.schmitt@fhnw.ch weiteren geohydraulischen Abklärungen und Welche Ziele werden dabei verfolgt?
www.fhnw.ch/technik/igs Berechnungen wurde das Konzept im Sinne Ruth Schmitt: Eine frühe, breite Beteiligung
eines Innovationsschrittes zu einem geolo- dient der Information, Transparenz und Wah-
gischen Saisonspeicher erweitert. Anton Bucher rung der Rechte der Betroffenen, aber auch der
hat als Verwaltungsratspräsident die Etablierung Verbreiterung der Entscheidungsgrundlagen.
des Vorhabens geleitet. Aufgrund der Tatsache, Wir gehen davon aus, dass die Projekte durch
dass durch die Ausdehnung des Projekts einer- diesen Einbezug eine qualitative Verbesserung
seits die Anzahl möglicher Partner und Akteure erfahren, weil die Stakeholder durchaus auch
zunahm, anderseits die räumliche Ausdehnung wertvolle Inputs für die Planung geben können.
grösser wurde, schien es sinnvoll, dem Aspekt Durch ein frühes Einbeziehen der Betroffenen
der kommunikativen Begleitung grössere Bedeu-
tung zuzumessen.
«Eine frühe, breite Beteiligung
dient der Information, Transparenz
und Wahrung der Rechte der
Betroffenen.»
Prof. Dr. Ruth Schmitt leitet das Institut für
Geistes- und Sozialwissenschaften an der Hoch-
schule für Technik (FHNW) in Brugg. Seit Jahren
befasst sie sich mit dem Thema «Stakeholder-
Engagement» und ist mit dieser Kompetenz in
zahlreichen Energieprojekte involviert. Ein En-
gagement mit Stakeholdern zu den für sie und
die Projektentwickler relevanten Themen stellt
für Energieinfrastrukturprojekte zunehmend ei-
nen Erfolgsfaktor dar und hilft, die Beziehungen
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zu den Stakeholdern gezielt zu gestalten. Ruth
Schmitt hat auch das Geothermie-Projekt Oftrin-
gen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie im
Hinblick auf Stakeholder-Fragen und ein künf-
tiges Stakeholder-Engagement begleitet. Im Fol-
genden gehen sie und Anton Bucher auf Details,
10 Methodik und Erfahrungen ein.werden sie mit ihren allfälligen Befürchtungen
nicht alleine gelassen. Stilllegung Erdwärmeprojekt Oftringen
Wie können Sie die Stimmen der Stakeholder Die Erdwärme AG stellt ihre operative Tätigkeit am Erdwärmespeicherpro-
einholen und ihre Bedürfnisse eruieren? jekt und dem Aufbau einer Fernwärmeversorgung in Oftringen bis auf Wei-
Ruth Schmitt: Vielleicht muss man zuerst etwas teres ein. Die Rahmenbedingungen politischer, energiewirtschaftlicher und
zum Sinn von Stakeholder-Engagement sagen. finanzieller Art haben sich im Laufe der letzten Monate zu Ungunsten des
Energieprojekte wie dieses hier sind in einen Projektes verändert. Im Frühjahr 2016 war die Finanzierung des Erdwärme-
breiteren gesellschaftlichen und politischen speicherprojektes im Umfang von rund 12 Mio. Franken durch Bund, Kanton
Kontext eingebettet. Das macht die Projekte pro- Aargau und zwei grosse Energieversorger zusammen mit der Erdwärme Of-
zessual anspruchsvoller, da man nicht nur den tringen AG sichergestellt. Nun haben sich wegen Unsicherheiten in der Ent-
technischen Planungsablauf betrachten muss, wicklung des Fernwärmeteils des Projektes die grossen privaten Investoren
sondern diesen mit dem Stakeholder-Umfeld so zurückgezogen. Damit laufen die Gemeinde Oftringen, die Region Zofingen
verbinden muss, dass ein Einbezug der Stakehol- und der Kanton Aargau Gefahr, mit diesem zukunftsorientierten Energie-
der möglich wird, d. h. ihre Inputs und Fragen vorhaben ein Leuchtturmprojekt zu verlieren, welches für die Entwicklung
auch tatsächlich behandelt werden können. Auf einer regionalen, umweltschonenden Fernwärmeversorgung in Kooperation
der anderen Seite können auf diesem Weg auch mit der ERZO für alle Seiten grosse Bedeutung gehabt hätte.
die Projektanten rechtzeitig mit ihren Anliegen
auf die Stakeholder zugehen.
Was wollen Sie bei diesen ersten Gesprächen Welche Aspekte stehen bei den Interviews
erreichen? mit Stakeholdern im Mittelpunkt?
Ruth Schmitt: Wir führen entsprechend der Ruth Schmitt: Wir fragen jeweils bewusst sehr
Bandbreite eines Projektes mit verschiedenen offen, was aus der Perspektive der jeweiligen
Stakeholdern Gespräche, um eine erste, breite Stakeholder im engen und auch weiteren Sinne
thematische Auslegeordnung zu schaffen. Was Themen sind, die im Zusammenhang mit dem
auf diese Sondierungsgespräche folgt, ist das jeweiligen Projekt auf den Tisch kommen müss-
Design eines Stakeholder-Engagements, welches ten und welches aus ihrer Sicht die Stakeholder
in der Folge mit einer klaren Zielsetzung und ei- sind, die mit diesen Themen verbunden sind.
nem klar abgesteckten Rahmen umgesetzt wird, Wir fragen zudem, was ihre Erwartungen an
um mit den Stakeholdern in der Planung die ein Stakeholder-Engagement sind. Ziel dieser
identifizierten Themen zu behandeln. Wichtig Vorbereitung ist es, ein Projekt in seiner ganzen
ist, dass man offen für neue Aspekte bleibt und Bandbreite zu verstehen, unter Berücksichti-
bereit ist, diese laufend aufzunehmen. gung des Lokalkolorits. Angesichts der frühen
«Wir nahmen Einwände und die Risiko
diskussion mit aller Ernsthaftigkeit auf.»
Phase des Geothermie-Projektes kamen in den
Interviews nicht akute Probleme auf dem Tisch.
Vielmehr wurden strategische Fragen aufgewor-
fen, wie das Projekt in den regionalen Kontext
eingebettet werden soll, und betont, dass man
genau verstehen will, wer in welcher Rolle mit
welchen Risiken am Projekt teilnimmt.
Wie haben Sie aus Sicht des Projektanten
den Start des Projektes erlebt?
Anton Bucher: Dieser erfolgte sehr konstruktiv.
Die Initiative war eine Folge verschiedener
Kontakte zwischen dem Leiter der Abteilung
Energie des Kantons Aargau, Dr. Werner Leut-
GEOTHERMIE-SCHWEIZ.CH
>> Ruth Schmitt und Anton Bucher im Gespräch über die Unter-
suchungen zum Stakeholder-Engagement beim Projekt Oftringen.
>> Ruth Schmitt et Anton Bucher lors de discussions autour du
thème de recherche « dialogue avec les parties prenantes » dans
le cadre du projet Géothermie Oftringen. 11hard, Beat Bachmann vom Hightechzentrum Stakeholder-Engagement kann einen Rahmen
Aargau und mir. Dank der Initiative von Beat bieten, in welchem Konflikte konstruktiv ausge-
Bachmann fokussierten wir uns zügig auf die tragen werden können. Ich würde aber nicht so
Kommunikationsschiene und konnten Prof. Dr. sehr auf die Konflikte fokussieren, sondern auf
Ruth Schmitt von der FHNW als Expertin gewin- die Möglichkeiten, gemeinsam ein Projekt «zu
nen. Der Projektstart gestaltete sich sehr prag- verbessern» – eben unter Einbezug aller Vor-
matisch und für mich sehr lehrreich. und Nachteile.
Wie erfolgte der Austausch zwischen Ihnen Wie reagierten Sie auf Konfliktpotenziale?
beiden? Anton Bucher: Für eine erfolgreiche Durchfüh-
Anton Bucher: Die Innovationskraft des Stand- rung eines grossen Infrastrukturprojektes ist es
ortes Brugg mit der FNHW und dem HTZ ist unabdingbar, frühzeitig die Konfliktpotenziale
sprichwörtlich. Die Kompetenz und Zielorientie- zu erkennen und zu thematisieren. Es stellte
sich aber die grundsätzliche Frage, wann die
Öffentlichkeit in das Projekt einbezogen werden
«Ein Stakeholder-Engagement sollte: bereits beim Beginn der Projektabsichten
oder vor dem Start der öffentlichen Verfahren.
erlaubt es, anspruchsvolle Projekte Wir entschieden uns bei der Erdwärme AG, erst
mit einem realisierbaren Projekt an die Öffent-
frühzeitig zu verankern und iterativ lichkeit zu gehen. Mit den Resultaten der ersten
Interviews von Ruth Schmitt wussten wir weit-
zu entwickeln.» gehend um die Pros und Cons unseres Projektes.
rung von Ruth Schmitt und die Unterstützung Wie handhaben Sie die Themen Chancen
von Beat Bachmann machten den Prozess ein- und Risiken, die in Energieprojekten stets im
fach und sehr konstruktiv. Innerhalb weniger Vordergrund stehen?
Treffen entstand ein mehrstufiger Stakeholder- Ruth Schmitt: Proaktiv - Pros und Cons nachvoll-
Kommunikationsprozess. Dabei wurde auch ziehbar aufzeigen, damit die Stakeholder ein
mit einer ersten Interviewrunde der kommu- realistisches Bild eines Projektes bekommen.
nalen und regionalen Stakeholder die aktuelle
Befindlichkeit zum Geothermie-Projekt als Wie nehmen Sie die Einwände und die
Grundlage des Stakeholder-Prozesses erkundet. Risikodiskussion auf?
Ich bin den beiden für ihre tatkräftige Unter- Anton Bucher: Sicherlich mit aller Ernsthaftig-
stützung sehr dankbar. keit! Unsere Absicht war aber von Anfang an,
nicht einfach über die öffentlichen Medien «ge-
Wie erkennen Sie Gemeinsamkeiten und schickt» zu informieren, sondern eben die Stake-
Konfliktlinien unter den Stakeholdern? holder in die Risikodiskussion einzubeziehen,
Ruth Schmitt: Aufgrund dieser Erstgespräche um letztlich ein gutes und von der Bevölkerung
kommen die Themen zum grössten Teil auf den verstandenes Projekt realisieren zu können.
Tisch und damit auch die möglichen Konfliktli- Dafür wollten wir mit einem realisierbaren Pro-
nien. Konflikte können nie ganz vermieden wer- jekt die Ziele und Risiken transparent darstellen
den, nur schon deswegen, weil man alle für das und sie in einem mehrstufigen Prozess mit den
Projekt relevanten Aspekte betrachten will, mit Stakeholdern diskutieren, Lösungen finden.
allen Vor- und Nachteilen. Da sind Meinungs-
verschiedenheiten vorprogrammiert. Aber ein Neben den technologischen Hindernissen
müssen bei solchen Projekten die Stakehol-
der oft auch persönliche Schranken überwin-
Résumé den können. Was schlagen Sie hier vor?
Ruth Schmitt: Eine sorgfältige Prozessgestal-
Le projet de stockage géothermique de Erdwärme Oftringen AG met en place tung, die einen Austausch zulässt, indem man
une méthode d’utilisation innovante de la chaleur récupérée de l’incinéra- die Perspektive des anderen ernst nimmt und
teur d’ordures ménagères régional pour un stockage saisonnier et un ap- Vertrauen in den Prozess aufbauen kann. Per-
provisionnement local. Une évaluation systématique de l’engagement des sönliche Schranken werden als Resultat eines
parties prenantes devrait servir de base à une communication optimale et à guten Prozesses überwunden (oder nicht), das
un cadre organisationnel. Anton Bucher a dirigé la planification du projet en kann nicht verordnet werden. Ein Stakeholder-
tant que Président du Conseil d’administration. Dans les faits, le nombre de Engagement erlaubt aber, Projekte frühzeitig zu
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partenaires et d’acteurs a augmenté significativement et la dimension géo- verankern, die in der Sache anspruchsvoll sind
graphique s’est également étendue, il devenait donc essentiel d’accorder une und iterativ entwickelt werden. Auf diese Weise
importance particulière à l’accompagnement communicationnel. Prof. Dr. können auch Veränderungen aufgefangen und
Ruth Schmitt de l’Institut des sciences humaines et sociales à la FHNW à für Externe nachvollziehbar werden. Und nach-
Brugg travaille sur le thème „dialogue avec les parties prenantes“ depuis des her muss man den Projektentwicklern nicht
années. Plusieurs projets énergétiques bénéficient de ses compétences. vorwerfen, sie würden von ihren Plänen abwei-
12 chen und seien nicht verlässlich.Erdwärmesonden-Entwicklung
Lösungen für wenig Platz
Die Schweiz gehört bei der durchschnittlichen Tiefe von Erdwärmesonden
zu den europäischen Spitzenreitern. Tiefe Sonden sind aber nur dank den
Weiterentwicklungen bei Technik, Dimensionierung, Rohrkonzeption,
Auswahl der verwendeten Kunststoffe usw. realisierbar geworden.
Enge Platzverhältnisse in den Agglomerationen PE 100-RC («Resistance to crack») gefertigt. Die > Alfons Ebnöther
führen nicht nur zu erschwerten Bedingungen Dimensionen umfassen Durchmesser von 25, HakaGerodur AG
für das Erstellen von Erdwärmesonden, sie ha- 32, 40 und 50 mm, bis zu einer Länge von 320 CH-8717 Benken
ben in den vergangenen Jahren auch zu tiefe- Metern sind die Sonden ab Lager verfügbar. a.ebnoether@hakagerodur.ch
ren Sonden beigetragen. Die Zunahme beträgt in www.hakagerodur.ch
den letzten Jahren über 30 Prozent. Inzwischen Die Entwicklungen für tiefere Sonden haben
gehört die Schweiz bei der durchschnittlichen sich vor allem auf den Innendurchmesser kon-
zentriert. Denn dieser beeinflusst über die Ein-
satzlänge den hydraulischen Druckabfall. Beim
Typ GEROtherm-Flux zeichnet sich das ab ca.
140 Meter Tiefe konisch geformte Sondenrohr
durch einen reduzierten hydraulischen Druck-
abfall gegenüber einer PN-20-Erdwärmesonde
aus. Daraus ergeben sich im Betrieb Energie-
kosteneinsparungen bei der Umwälzpumpe.
Aufgrund der zunehmend grösseren Wandstär-
ke ergibt sich auch eine verbesserte Beuldruck-
beständigkeit im Tiefenbereich bis 320 Meter.
Bereits im Herbst 2015 konnte die erste Anlage
mit 320 Meter Tiefe erstellt werden. Inzwischen
wurden ebenso für das
neue Klinik- und Pfle-
gezentrum in Barmel-
weid nebst 42 konven-
tionellen Sonden auch
26 GEROtherm-Flux für
eine grössere Tiefe ein-
gesetzt. Und beim neu-
en Innovationszentrum
der Givaudan Schweiz
in Kempthal sind 72
Sonden mit 320 Meter
Tiefe eingebaut worden.
>> Weiterentwicklungen bei Sonden für grössere Tiefen und
reduzierten Druckverlust dank veränderter Wandstärkenver- Einen weiteren Schritt hat HakaGerodur mit der >> Bohrtiefenzunahme in der Schweiz.
teilung: GEROtherm-Flux (links) und GEROtherm-Vario. optimierten Sonde GEROtherm-Vario gemacht.
Bei dieser wird der Innenrohrdurchmesser in ei- >> Augmentation de la profondeur de
>> Amélioration des sondes pour atteindre de plus grandes ner Tiefe von ca. 160 Meter einmalig verengt. forage en Suisse.
profondeurs et des pertes de pressions réduites grâce à une Auch hier ergeben sich ein um rund 16 Prozent
modification de la répartition des parois: GEROtherm-Flux reduzierter hydraulischer Druckabfall sowie >> Bilder: HakaGerodur AG
(gauche) et GEROtherm-Vario. Energieeinsparungen bei der Umwälzpumpe.
Tiefe von Erdwärmesonden zu den europäischen
Résumé
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Spitzenreitern. Tiefe Sonden bedingen aber Wei-
terentwicklungen bei der Technik. Dimensio-
nierung, Innenrohrkonzeption und Auswahl La profondeur moyenne des sondes géothermiques suisse se situe dans les
der verwendeten Kunststoffe. Auch Arbeitskri- premiers rangs en Europe. Les forages profonds n’ont pu être conçus que
terien für tiefere Bohrungen mussten angepasst grâce aux progrès techniques, au dimensionnement, à la conception du tube
werden. GEROtherm-Erdwärmesonden der Ha- interne, au choix des matériaux, etc.
kaGerodur AG werden aus reinem Polyethylen 13Sie können auch lesen