Das sind die Besten - Die Sonderausgabe zum Anlass - Leader
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www.leaderdigital.ch Preis Fr. 8.50 März 4 / 2019
Die Sonderausgabe zum Anlass
Die Nominierten, die Gewinner:
Das sind die Besten
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Farner St.Gallen AG, Poststrasse 23, 9001 St.Gallen, +41 71 231 10 31, infosg@farner.chE D ITO R I A L 3
Ein Award für die Zukunft
Wer sich via Google über das Stichwort «Di- Das Unternehmermagazin LEADER hat
gitalisierung» in Kenntnis setzen will, hat den LEADER Digital Award ins Leben geru-
Stand heute rund 27 Millionen Treffer zur fen, um diese Entwicklung, die rasant ver-
Auswahl. Vermutlich sind es in einigen Wo- läuft, in unserer Region zu unterstützen.
chen bereits 30 Millionen. Digitalisierung: Denn die Frage ist nicht, ob immer mehr
Das ist ein Zauberwort, das jeder in den Bereiche digital werden, sondern nur, wer
Mund nimmt – und fast jeder versteht et- mit dabei ist und wer nicht. Die Ostschweiz
was anderes darunter. hat gute Karten, bei diesem Thema zu den
Gewinnern zu gehören. Überdurchschnitt-
Einig sind sich aber die meisten: Unse- lich viele innovative und erfolgreiche Un-
re traditionellen Wertschöpfungsketten, ternehmen, die auf digitale Lösungen set-
die Art und Weise, wie wir nicht nur Infor- zen, sind hier zuhause. Uns geht es darum,
mationen konsumieren, sondern auch sie sichtbar zu machen und gleichzeitig
Produkte und Dienstleistungen wahrneh- andere dazu zu animieren, diesen Schritt
men und bestellen, hat sich innerhalb we- ebenfalls zu vollziehen.
niger Jahre komplett gewandelt. Und wir
stehen erst am Anfang dieser Entwick- Ich bin überzeugt: So mancher wird
lung. Diese Veränderung wälzt auch vor- staunen, welche digitalen Schätze die Ost-
gelagerte Prozesse völlig um. Der lau- schweiz bereithält und welche gewichtige
fenden Revolution können sich Anbieter Rolle Ostschweizer Unternehmen bei einer
natürlich verweigern, aber das Ergebnis weltumspannenden Bewegung spielen.
liegt auf der Hand: Sie verschwinden vom Wir haben die einmalige Chance, unseren
Markt. Denn für die Kunden ist die Digita- Wirtschaftsstandort zu einem frühen Zeit-
lisierung kein bewusster Prozess, sie wäh- punkt in einem Bereich führend zu ma-
len schlicht den einfachsten Weg. Und der chen, dem die Zukunft gehört. Indem wir
ist in den meisten Branchen digital und von nun an Jahr für Jahr die Perlen der Di-
nicht analog. Das gilt mittlerweile auch für gitalisierung mit einem Preis auszeichnen,
Bereiche des Lebens, von denen wir ge- möchten wir einen Teil zu dieser wichtigen
glaubt haben, dass sie von der Digitalisie- Entwicklung beitragen. Und Sie tun das mit
rung unberührt bleiben. Ihrem Interesse am LEADER Digital Award.
Natal Schnetzer
Verleger
März 4 / 2019
Impressum LEADER Digital Award 2019
Preis Fr. 8.50
www.leaderdigital.ch
Die Sonderausgabe zum Anlass
Magazin LEADER, MetroComm AG, Bahnhofstrasse 8, 9001 St. Gallen, Telefon 071 272 80 50, Fax 071 272 80 51, leader@metrocomm.ch, www.leaderdigital.ch
Verleger: Natal Schnetzer | Redaktion: Stefan Millius, Marcel Baumgartner | Fotografie: Marlies Thurnheer, zVg | Geschäftsleitung: Natal Schnetzer,
nschnetzer@metrocomm.ch | Anzeigenleitung: Martin Schwizer, mschwizer@metrocomm.ch, Iréne Köppel, ikoeppel@metrocomm.ch | Marketingser-
vice / Aboverwaltung: Fabienne Schnetzer, info@metrocomm.ch | Abopreis: Fr. 60.– für 18 Ausgaben | Erscheinung: Der LEADER erscheint 9× jährlich mit
Ausgaben Januar / Februar, März, April, Mai, Juni, August, September, Oktober, November / Dezember, zusätzlich 9 Special-Ausgaben | Gestaltung / Satz:
Tammy Kissling, tkissling@metrocomm.ch | LEADER ist ein beim Institut für geistiges Eigentum eingetragenes Markenzeichen. Nachdruck, auch
auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Für unverlangt eingesandte Manuskripte übernimmt der Verlag keine Haftung.
Die Nominierten, die Gewinner:
Das sind die Besten
ab Seite 12
ISSN 1660-2757
LEADER | März 2019Arbeitszeiten und
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Ostschweizer Technologie
und Fortschritt im Fokus
In der Ostschweiz wird Die Digitalisierung ist für die einen der Me-
Digitalisierung gelebt – gatrend, für die anderen das Unwort der
aktuellen Zeit. Doch was bedeutet Digi-
und wir sind stolz darauf!
talisierung eigentlich? Wie unterscheidet
Wenn wir auf die fast 50 sie sich von digitaler Transformation? Wie
eingereichten Projekte auch immer wir Digitalisierung definieren
für den LEADER Digital – um sie als Chance zu verstehen, benöti-
Award blicken, sind diese gen wir gute, ja: ausgezeichnete ICT-Fach-
kräfte. Diese wiederum fehlen uns, ge-
nicht nur Ausdruck einer
mäss Studie der SwissICT bis 2026 sogar
lebhaften Ostschweizer 40'000 an der Zahl. Doch was ist eigentlich
ICT-Branche, sondern eine ICT-Fachkraft, was ist überhaupt ein
haben auch Vorbild ICT-Arbeitsplatz?
charakter.
Mit diesen Fragen und Begriffen bin ich
in meiner Rolle als Geschäftsführerin von
«IT rockt!» seit rund anderthalb Jahren täg-
lich konfrontiert. Ich stelle in vielen Gesprä-
chen fest, dass die Begriffe unterschiedlich
interpretiert werden und oft auch zu Unsi-
cherheiten führen. Sie umschreiben The-
men, welche für die Zukunft relevant sind,
sich aber aufgrund ihrer inhaltlichen Tiefe
und Breite gar nicht so einfach definieren
lassen. Man kann den Fragen nicht auswei-
chen, aber wenigstens für sich selbst ent- «IT rockt!» hat die Vision eines bran-
scheiden, ob man eine pragmatische, eine chenübergreifenden Digital-Clusters mit
ambitiöse oder sonst eine Antwort darauf überregionaler Ausstrahlungskraft. Dieses
gibt. Wichtig ist die Auseinandersetzung Ziel wird durch den LEADER Digital Award
mit dem Thema. gefördert und unterstützt. Deshalb unter-
stützt «IT rockt!» selbstverständlich den
In der Ostschweiz haben sich bereits vie- LEADER Digital Award.
le Firmen auf die Diskussion eingelassen;
einige bekommen mit dem LEADER Digi- Wir freuen uns für alle Beteiligten und
tal Award nun eine Plattform, um sich ei- gratulieren den hochverdienten Gewin-
ner Fachjury und einem kompetenten Pu- nern des Abends! Wir dürfen erfreut fest-
blikum zu präsentieren. Damit leisten sie stellen, dass wir unserer Vision wohl schon
auch einen grossen Beitrag, weil ihre Ant- näher sind, als wir mit unserer Ostschwei-
worten auf die aktuellen Fragen für eine zer Bescheidenheit glauben.
breitere Allgemeinheit erkennbar werden.
Davon können alle lernen und profitieren.
Herzlich,
Aus diesem Grund sind wir von «IT Eva De Salvatore
rockt!» glücklich, dass diese grossartigen
Ostschweizer Projekte durch den LEADER Geschäftsführerin
Digital Award sichtbar werden. «IT rockt!» Verein IT St.Gallen
LEADER | März 2019«Familienunternehmen brauchen
langfristig tragfähige Lösungen bei der
Unternehmensentwicklung und
Nachfolgeregelung.» (T.S., Inhaber St.Galler Produktionsunternehmen)
Es ist nie zu früh, die unternehmerische Nachfolge zu planen. Mit unserem
Strategie-Quartett® (Ich-, Familien-, Vermögens- und Unternehmensstrategie)
schaffen wir einen ganzheitlichen Ansatz, um daraus die Aufgabenschwerpunkte
in den Leistungsfeldern zu definieren.
Unsere Leistungsfelder Familien-
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Wir sind erfahren und kompetent in der Bearbeitung Konfliktlösung
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des Konfliktmanagements, der Erarbeitung von
Familienstrategien, der Transformation in Familien-
unternehmen sowie der Begleitung von Wachstum Entwicklung & Wachstum &
und dessen Finanzierungsstrukturierung. Wandel Finanzierung
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34 26 38 40
8 Hintergrund 19 Geoinfo und 34 Michael Rasche:
Der digitalen Ostschweiz Revier Hospitality Group: Der Mensch und
ein Gesicht geben Das Schweizer «Google Maps» die Digitalisierung
und ein Hotel der besonderen Art
11 Jury 36 Christoph Battocletti,
Die Suche nach den 20 Ginto: KS-Selection
echten Perlen Auf einen Blick die Zugänglichkeit Headhunting in digitalen Zeiten
erkennen
12 Advertima 38 Jörg Eugster
Die Kunden wirklich 23 ESB Marketing und Wann werden Sie weggeUBERt?
kennenlernen SVA St.Gallen:
Der Digitalsportler und 40 Roland Zeller
15 Lernwolke und OnlineDoctor: der Chatbot «Ein Business Angel ist nicht
Intelligent lernen und nur ein Engel»
smart diagnostizieren 25 Publikumspreis
Das Publikum hat das letzte Wort 42 Florian Schweitzer, btov
16 Frontify: «Bald mehr Konferenzen
Hier dreht sich alles 26 Carsten Koerl: als Gründer»
um die Marke Wie man aus Daten Werte macht
Goldsponsoren Silbersponsoren
Partner
Netzwerkpartner
Dienstleistungspartner Medienpartner
St.Galler Nachrichten Gossauer Nachrichten Herisauer Nachrichten
LEADER | März 20198 H I NTE RG RU N D
Der digitalen Ostschweiz
ein Gesicht geben
Mit Erfolg positioniert sich Es ist eine Premiere: Erstmals überhaupt Bewusst richtet sich der LEADER Digi-
die Ostschweiz seit werden in der Ostschweiz herausragen- tal Award an etablierte Unternehmen, die
de Digitalprojekte mit einem Preis ausge- bereits erfolgreich am Markt sind, sowie
einigen Jahren als Stand-
zeichnet. Dieser soll danach jedes Jahr ver- an «Neulinge» mit einer starken Idee, die
ort mit ausgesprochener liehen werden. Das Wirtschaftsmagazin ein Versprechen für die Zukunft darstel-
Affinität zum digitalen LEADER will damit Unternehmen beloh- len. Dazu kommt die Gliederung in drei
Business. Zahlreiche hier nen, die eigentliche Botschafter unserer Kategorien, die es möglich macht, die oft
ansässige Unternehmen Region darstellen. schwer vergleichbaren Ansätze besser zu
kanalisieren und drei Preisträger aus un-
haben bereits einen
Bewusstsein schärfen terschiedlichen Bereichen zu küren. Die
Namen in diesem Bereich, Denn die Digitalisierung bietet der Ost- Galanacht im festlichen Rahmen dient zum
und immer mehr Start- schweiz die einmalige Chance, über die einen dem würdigen Rahmen der Preisver-
ups aus unserer Region eigenen Grenzen hinaus als Unterneh- leihung, zum anderen bietet sie allen Be-
mensstandort wahrgenommen zu wer- teiligten die Chance, ihr Netzwerk mit Per-
fallen mit innovativen
den. Schon heute ist die Dichte an Firmen, sönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik zu
Produkten und Dienstleis- die auf digitale Geschäftsmodelle setzen, erweitern.
tungen auf. Der erste hoch. Nun geht es darum, das Bewusstsein
LEADER Digital Award gibt dafür zu schärfen, um weitere Unterneh- Vielfältig und reichhaltig
ihnen allen eine Bühne – men aus der Informations- und Kommu- Die erstmalige Durchführung eines
nikationstechnologie in die Ostschweiz zu Awards bringt immer eine gewisse Un-
und zeigt zugleich,
locken, Menschen mit einer Idee zur Grün- sicherheit mit: Wie gross ist der Kreis der
wer besonders vielver- dung eines Start-ups zu motivieren und möglichen Anwärter, wer wird sich bewer-
sprechend unterwegs ist. Fachkräfte für die Region zu gewinnen. ben? Die Anzahl von 49 eingereichten Pro-
LEADER | März 2019H I NTE RG RU N D 9
jekten zeigt: Die «Digitallandschaft» Ost-
schweiz ist vielfältig und reichhaltig. Die Eingereichte Projekte
Bewerbungen waren von hoher Qualität,
die Jury hatte die Qual der Wahl. 19 Pro-
jekte wurden für eine Vorauswahl berück- Start-up:
sichtigt, neun schafften es schliesslich ins
Finale.
Nur schon die Liste der Finalisten macht
deutlich, dass unter dem Stichwort «Digi-
tal» die verschiedensten Ansätze vertre-
ten sind. Während einige Unternehmen
auf Spitzentechnologie für eine bestimmte
Anwendung setzen, haben andere die di-
gitale und die analoge Welt auf raffinierte
Weise kombiniert. Ihnen allen gemeinsam
ist, dass sie mit ihren Lösungen Neuland
erschlossen und beste Voraussetzungen
dafür haben, national und international
Furore zu machen – wenn sie es nicht be-
reits tun.
Die Initianten des LEADER Digital
Awards haben nach dem ersten erfolgrei-
chen Anlauf keinen Zweifel, dass Jahr für
Jahr weitere «Leuchttürme» rund ums The-
ma Digital zu finden sein werden. Und die
Hoffnung schwingt mit, dass eine Preisver-
leihung dieser Art im einen oder anderen Business:
Fall sogar den Anstoss geben kann, eine
schlummernde Idee zu wecken: Die zahl-
reichen und auch erfolgreichen Massnah-
men, die Ostschweiz als Digitalstandort zu
fördern, sollen mit diesem Award befeuert
werden.
Die Kategorien we digitize your business
Bewerber konnten Projekte in den
folgenden
drei Kategorien einreichen: VR M A N D AT Corporate Governance
1. Start-up
Neue Geschäftsmodelle mit digitalem
Charakter (nicht älter drei Jahre).
2. Business
Digitalisierungsprojekte bestehender
Firmen zur Steigerung des digitalen
Reifegrads.
3. Organisation
Organization:
Projekte von Non-Profit-Organisatio-
nen und öffentlichen Verwaltungen zur
Steigerung des digitalen Reifegrads.
Publikumspreis
Das Publikum wird an der Galanacht
seinen Favoriten küren.
Ein Projekt konnte in mehreren
Kategorien eingereicht werden.
LEADER | März 2019Highlights im Nachdiplomstudium
„Dipl. Digital Innovation Manager NDS HF“
am Bildungszentrum BVS St. Gallen
DOZENTEN
5 Dozenten sind Startup Gründer
6 Dozenten sind CEO
PRAXISPROJEKTE 3 Dozenten sind Leiter Digitalisierung in Konzernen
UND LERNTRANSFER
Umsetzung des
Gelernten in realen
Praxisprojekten und in
den eigenen
Berufsalltag
ECKDATEN
Kursvariante 1:
Di und Do Abend STANDORT
17.45-21.00 Uhr wöchentlich Bildungszentrum BVS
30 ECTS Kursvariante 2: 2 Min. vom HB St. Gallen
NDS ist berufsbegleitend, Di Abend 17.45-21.00 Uhr wöchentlich /
dauert 12 Monate und Sa 14-täglich 08.30-16.00 Uhr
900 Lernstunden und ist
äquivalent mit 30 ECTS
DIPL.
DIGITAL INNOVATION
MODELL
MANAGER NDS HF Basiert auf dem St. Galler
Kompetenz-Modell der Digitalen
NACHDIPLOMSTUDIENGANG Transformation
DER HÖHEREN FACHSCHULE
BLENDED LEARNING
Skype, Blogs, E-Learning, Digitale
Prüfungen, Digitale Fallstudien,
Selbststudium, Kontaktunterricht
EIDGENÖSSISCH
NDS wird eidgenössisch
anerkannt
BUZZWORDS
Artificial Intelligence, Blockchain,
SEO/SEA, Coding, Big Data,
Industrie 4.0, Linkedin, IoT,
KANTON ST. GALLEN Canvas, Social Media, …
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St. Gallen empfohlen
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Die Suche nach
den echten Perlen
Der Bewerbungsprozess Erfahrung, was Unternehmen und Ge- sichten, die den nächsten Schritt ermög-
für den LEADER Digital schäftsmodelle angeht, eine ausgespro- lichten: die Auswahl von neun Finalisten.
chene IT-Affinität und ein Sinn für gute Grundlage war ein standardisierter, objek-
Award wurde bewusst
Ideen: Das mussten die Mitglieder der Jury tiver Prozess.
einfach, klar und schnör- des LEADER Digital Awards mitbringen. Vo-
kellos gestaltet. Alles raussetzung war auch eine absolute Unab- Und das war die Jury
erfolgte online bei einem hängigkeit. Das gilt auch für das durchfüh- Peter Baumberger, Mitglied der Ge-
Aufwand von einer knap- rende Wirtschaftsmagazin LEADER: Dieses schäftsleitung Abraxas Informatik AG,
war weder in der Jury vertreten noch hatte Tiziana Ferigutti, Geschäftsführerin Start-
pen Viertelstunde. Weit
es ein Mitspracherecht bei der Jurierung. netzwerk Thurgau, Peter Frischknecht,
aufwendiger war danach 19 der 49 eingegebenen Projekte ge- Geschäftsführer Startfeld, Thomas Hut-
die Arbeit der Jury: Ihre langten in eine erste Vorauswahl. Um aus ter, CEO Hutter Consult AG, Michèle Mé-
Aufgabe war es, bei zahl- ihnen den Kreis der Finalisten zu bilden, groz, Vorstandsmitglied «IT rockt!» und
besuchte die Jury diese 19 Unternehmen Geschäftsführerin CSP AG, Thomas Merz,
reichen hochwertigen
und Institutionen, um über das Bewer- Prorektor Pädagogische Hochschule
Bewerbungen die feinen bungsschreiben hinaus alle relevanten In- Thurgau, Daniel Müller, Leiter Standortför-
Unterschiede zu suchen. formationen zu erhalten und die Bewerber derung Kanton St.Gallen, Daniel Niklaus,
zu «spüren». Eine zeitintensive, aber span- Webpionier und Inhaber Netlive IT AG,
nende Aufgabe: Die Jurymitglieder unter Patric Preite, CEO Interactive Friends, Ad-
Jurykoordinator Philipp rian Rufener, Anwalt und Wegbereiter Di-
Um den Kreis der Finalisten Landmark erhielten einen gitalisierung Schweizer Anwaltschaft, Milo
Blick hinter die Kulissen, Stössel, CEO und VR-Präsident MS Direct,
zu bilden, besuchte die konnten offene Fragen Philipp Zwahlen, Mitglied der Geschäftslei-
Jury alle 19 Unternehmen klären und gewannen Ein- tung, Abacus Research AG).
und Institutionen.
Peter Baumberger Michèle Mégroz Patric Preite Adrian Rufener Milo Stössel Philipp Zwahlen
Peter Frischknecht Tiziana Ferigutti Daniel Müller Thomas Merz Thomas Hutter Daniel Niklaus
LEADER | März 201912 S TA RT- U P
LEADER | März 2019S I E G E R : S TA RT- U P 13
Die Kunden wirklich
kennenlernen
Die St.Galler Advertima schliesst den
Bogen z wischen der digitalen und der
physischen Welt. Sie will ihren Kunden
mit künstlicher Intelligenz helfen, mehr
über die Menschen zu erfahren und
ihnen so Erlebnisse zu verschaffen, die
zugeschnitten sind auf ihre echten
Bedürfnisse und Wünsche.
Advertima hat vor allem die Retailer im Einblendung auf einem Screen. Der Bild-
Auge. Denn diese, so die Überzeugung des schirm reagiert also gewissermassen ge-
St.Galler Start-ups, wissen nicht viel über nau auf sein Gegenüber. So können bei-
die Merkmale und das Verhalten der Men- spielsweise passende Produkte promotet
schen. Technologisch hinke die physische werden.
Welt der Onlinewelt zwei Jahrzehnte nach, Global gibt es bereits Lösungen, die in
findet Advertima. eine ähnliche Richtung zielen, allerdings
Ändern soll sich das mit AI-Technolo- aus Sicht von Advertima unvollständig
gien. Dazu gehören Computer Vision, Ma- sind. Erfasst wird nur eine von drei Dimen-
chine Learning und Big Data. Menschen sionen, das Erscheinungsbild. Berücksich-
können mit diesen Tools nach Erschei- tigt werden aber weder die Bewegungen
nungsbild, Bewegun- der Person noch der
gen und Kontext in- Kontext, in dem diese
Der Bildschirm reagiert
terpretiert werden, steht. Die Technologie
und das in Echtzeit. gewissermassen genau von Advertima ist die
Mit anderen Worten: auf sein Gegenüber. weltweit einzige, die
Die Künstliche Intel- alle drei Elemente kom-
ligenz von Advertima interpretiert Men- biniert.
schen in der realen Umgebung so gut, wie Was für viele futuristisch anmuten mag,
das andere Menschen zu tun vermögen. steht bereits im täglichen Einsatz. Adverti-
Das liefert Retailern wertvolle Einsich- ma schafft schon heute echten Mehrwert
ten über ihre Kunden. Gleichzeitig können für zahlreiche Kunden, die bisher über
sie mit diesen über digitale Screens indivi- ihre eigenen Kunden kaum etwas wuss-
dualisiert und vollautomatisch interagie- ten – beziehungsweise nicht, was relevant
ren. Dies ganz im Gegensatz zu einem sta- wäre. Ein wichtiger Punkt dabei: Lösungen
tischen Plakat oder einer vordefinierten aus den USA oder aus Asien berücksichti-
gen unsere Datenschutzgesetze kaum und
sind deshalb hier nicht praktikabel. Ad-
vertima hat früh alles daran gesetzt, eine
Iman Nahvi, CEO: «freundliche» Technologie zu schaffen,
von der alle profitieren – und die beden-
Will das Kundenerlebnis
kenlos eingesetzt werden kann.
von morgen revolutionieren.
LEADER | März 2019Jürg Stuker
VR
Focacceria, St.Gallen
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Intelligent lernen
und smart diagnostizieren
Ebenfalls nominiert in Basis der Lernwolke GmbH in Amlikon-Bis-
der Kategorie «Start-ups» segg ist eine technologiebasierte Lernme-
thodik, die den natürlichen Entdeckungs-
waren die Lernwolke
drang der Menschen anspricht. Antrieb
GmbH aus dem Thurgau war die Tatsache, dass Lernmaterialien
und die St.Galler Online- bisher unabhängig von individuellen Be-
Doctor AG. In zwei ganz dürfnissen entwickelt wurden. Mit der neu-
unterschiedlichen en Lernmethode erstellen Lehrlinge ihren
eigenen «Lernpfad». Dafür stehen diverse
Bereichen ist es ihnen
Toolsets für persönliches und modulares
gelungen, neuartigen Lernen bereit, die sich an Lehrpersonen,
Lösungen zum Durch- Schüler und Eltern richten. Die KI-Engine
bruch zu verhelfen. des Unternehmens vermittelt nicht ein-
fach Lernstoff, sondern erkennt beispiels-
weise auch, wie viel Hilfe benötigt wurde
und wie die weitere Entwicklung aussieht. Tobias Wolf, OnlineDoctor.ch.
Die Schüler entwickeln so die Fähigkeit
zur Selbstkritik, die Lehrkräfte sehen dank
der künstlichen Intelligenz, ob die Lehrlin-
ge im richtigen Mass gefordert werden. OnlineDoctor aus St.Gallen hat ganz gezielt
Ausser
dem wurde eine eigene Software eine Disziplin der Medizin in den Fokus ge-
zur Handschrifterken- nommen: die Dermatologie. Dort mussten
Mit der neuen Lernmethode erstellen nung entwickelt, die Patienten früher über drei Monate auf ei-
man mit jedem Tablet nen Termin warten. Nun erfolgt dank der
Lehrlinge ihren eigenen «Lernpfad». verwenden kann. Die neuen Technologie bei Hautproblemen
bekannten, bereits be- eine professionelle Handlungsempfeh-
stehenden E-Learning-Plattformen sind lung inklusive Diagnose innerhalb weniger
gegenüber der Lernwolke kaum individu- Stunden. Dafür reichen drei Fotos – vom
alisierbar, während das Thurgauer Unter- Patient oder vom Zuweiser via Online-
nehmen einen organischen und interakti- plattform an den gewünschten Hautarzt
ven Lernprozess bietet. geschickt, zusammen mit einem kurzen
Fragebogen. Auch die Kosten liegen mit
55 Franken pro Anfrage sehr tief. Die Au-
tomatisierung macht es möglich, dass ein
Dermatologe mit wenig Zeitaufwand eine
professionelle Diagnose erstellen kann.
Für den Datenschutz ist dabei gesorgt.
Das Gesundheitswesen profitiert: In mehr
als 80 Prozent aller Fälle wurden die Pati-
enten ausschliesslich über die Plattform
behandelt. In Zukunft soll der Ansatz von
OnlineDoctor nicht nur auf neue geografi-
sche Märkte, sondern auch auf andere me-
dizinische Fachgebiete ausgedehnt wer-
den. Der vielgenutzte Begriff «E-Health»
entspricht hier für einmal den Erwartun-
gen: Alles wird einfacher und schneller bei
Tobias Meyer und Michael Uhmeier, Lernwolke GmbH.
überzeugenden Resultaten.
LEADER | März 201916 BUSINESS
LEADER | März 2019SIEGER: BUSINESS 17
Hier dreht sich alles
um die Marke
Der Sieger in der Kategorie «Business»
ist die Frontify AG aus St.Gallen. Ihr
Herzstück ist die «Brand Management
Platform», die es den Kunden ermög-
licht, ihre Marke zu verwalten und
weiterzuentwickeln. Eine Lösung, die in
einem Zeitalter, in dem sich fast alles
um Marken dreht, immer gefragter ist.
«Jede starke Marke auf der Welt wird mit Firmen oder einzelne Teams. Dafür sorgt
Frontify erstellt und verwaltet.» Das sagen die Skalierbarkeit der Lösung, die erweiter-
die Macher von Frontify über ihr eigenes bar ist, wenn es die Situation erfordert.
Unternehmen. Ein Blick auf die Referenz- Das alles klingt nach der grossen, wei-
liste bestätigt den selbstbewussten An- ten Welt, aber es entsteht in St.Gallen. Und
spruch. Nasdaq, Lufthansa, IBM, Zurich, hier wächst Frontify auch. Allein im letzten
Adobe und viele andere gehören dazu. Jahr wurden 50 neue Stellen geschaffen.
Was sie an den Entwicklern aus St.Gal- Bemerkenswert dabei: Das Unternehmen
len schätzen: Sie können dank Frontify und seine Mission lösen offenbar eine so
ihre Marke auf einfache Weise zentral an grosse Faszination aus, dass Fachleute aus
einem Ort verwalten und stetig daran wei- ganz Europa und den USA zum Standort
terarbeiten. Und zwar alle, die einen Bei- St.Gallen gestossen sind – und natürlich
trag zu leisten haben, vom Brand Mana- auch Schweizer. «Märkte sind global, Wag-
ger über den Marketer niskapital ist mo-
und Designer bis zum bil, und Mitarbeiter
«Jede starke Marke auf
Entwickler. Zur Ver- sind bereit, für eine
fügung stehen ihnen der Welt wird mit Frontify spannende Heraus-
Bausteine wie Marken- erstellt und verwaltet.» forderung umzuzie-
richtlinien, Projekte, hen», so die Bilanz
Bibliotheken für Logos, Icons und Medien bei Frontify.
und vieles andere mehr. Das Ganze funk- Hilfreich dabei ist sicherlich auch, dass
tioniert Cloud-basiert und damit ortsunab- die St.Galler alles dafür tun, smarte und
hängig, von überall auf der Welt bearbeit- kreative Mitarbeiter für sich zu begeistern.
bar und deshalb stets aktuell. Hier setzt man auf eine vertrauensbasier-
Die Leistung von Frontify heisst damit: te Unternehmenskultur. Das zeigt sich
die Digitalisierung der Markenführung. zum Beispiel bei der Urlaubsregelung: Die
Und das für die erwähnten «Grossen», die Anzahl der Ferientage ist gegen unten be-
global aktiv sind ebenso wie für kleinere schränkt – mindestens 25 sollen es sein –,
aber nicht gegen oben. Und dass sich die
Belegschaft am Ping-Pong-Tisch oder der
Playstation austobt, wird hier nicht etwa
Roger Dudler und Andreas Fischler von Frontify:
misstrauisch beäugt, sondern gern gese-
Verwalten von St.Gallen hen. Wer die gesetzten Ziele erreichen wol-
aus Weltmarken. le, müsse «smart, nicht hart» arbeiten, so
die Philosophie bei Frontify.
LEADER | März 2019Kann der Strompreis nicht nur günstig,
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Das Schweizer «Google Maps»
und ein Hotel der neuen Art
Die Herisauer Geoinfo «Google Maps» nutzt fast jeder. Verwal-
IT AG und die Revier tungen haben aber ganz spezifische An-
forderungen an eine solche Lösung. Diese
Hospitality Group AG aus
befriedigt geoportal.ch der Geoinfo IT AG.
Lenzerheide haben es Schnell, präzise und zuverlässig werden
in die Runde der Finalisten hier digitale, amtliche Geoinformationen
in der Kategorie präsentiert. Inzwischen setzen rund 150
«Business» geschafft. Gemeinden in sieben Kantonen sowie drei
kantonale Verwaltungen auf die Lösung.
Während das eine Unter-
Doch zu sehen ist nicht einfach die Gegen-
nehmen mit seinem wart: geoportal.ch ermöglicht auch einen
geoportal.ch Verwal systematischen Blick in die Vergangenheit.
tungen das Leben erleich- Räumliche Daten werden also mit der Inte-
gration der Zeit verknüpft, was nach Aussa-
tert, eröffnet das andere
ge des Unternehmens weltweit einzigartig
seinen Hotelgästen ist. Zudem lassen sich mit «Multimap» bis
Daniel Renggli, Revier Hospitality Group AG.
ein ganz neues Erlebnis. zu 24 unterschiedliche Karten gleichzeitig
darstellen, was Quervergleiche über ver-
schiedene Themenbereiche ermöglicht. In Lenzerheide hat die Revier Hospitali-
Konkret erleichtert das beispielsweise die ty Group AG aus der Not eine Tugend ge-
Prüfung eines Baugesuchs. Das Orthofoto, macht: Studien zeigen, dass sich neue Be-
die amtliche Vermessung, der Zonenplan herbergungsprojekte nicht mehr aus der
und die amtliche Vermessung können mit- Ertragskraft der Schweizer Hotellerie refi-
einander verglichen werden. Damit ist das nanzieren lassen. Nötig sind neue Ansätze.
Tool nicht nur für Verwaltungen, auch für Entsprechend haben die Lodge-Betreiber
Firmen und Privatpersonen eine wichtige das traditionelle Geschäftsmodell konse-
Auskunftsplattform. quent hinterfragt; zeitintensive Arbeits-
gänge wurden systematisiert und automa-
tisiert mit moderner Hotelsteuerung und
Datenverarbeitung. Das Ergebnis: Tiefere
Investitionen pro Zimmer und weniger Per-
sonal – und eine deutlich höhere Rendite
als vergleichbare klassische Häuser. Re-
serviert wird online, eingecheckt per Han-
dy oder Terminal, die Rechnung wird au-
tomatisiert per E-Mail verschickt. Bei der
eigentlichen Unterbringung gilt aber kein
Minimalismus. Den Machern selbst ist kein
anderes Hotel bekannt, das den Digitalisie-
rungsgrad und die Automatisierung der
Prozesse so konsequent vollzogen hat. Fi-
nanziert wurde die Revier Mountain Lod-
ge von der St.Galler Fortimo Group. Und
es sollen weitere Hotels dieser Art folgen.
Auch Nachhaltigkeit wird hier gross ge-
schrieben: Die gesamte Strom- und Wär-
meversorgung stammt aus erneuerbaren
Adrian Eichrodt und Rolf Eugster, Geoinfo.
Energiequellen.
LEADER | März 201920 S I E G E R : O RG A N I SATI O N
Auf einen Blick
die Zugänglichkeit erkennen
Der Verein Ginto Schweiz Wer nicht eingeschränkt ist punkto Bewe- gezeigt. Denn «gehbehindert» ist ein wei-
mit Sitz in Wittenbach gung, macht sich darüber selten Gedan- ter Begriff, erst die detailliertere Erfassung
ken. Aber für die zwei Prozent der Schwei- ermöglicht es zu entscheiden, wie es um
hat ein mittlerweile un-
zer Bevölkerung mit einer Gehbehinderung die Zugänglichkeit an einem bestimmten
verzichtbares Hilfsmittel ist es ein tägliches Thema. Ob beim Gang Ort bestellt ist. Damit ist Ginto viel mehr als
für Menschen mit zum Arzt oder dem Besuch des Restaurants ein blosses Verzeichnis von Angaben, wie
einer Gehbehinderung oder einer Bibliothek, stets stellt sich die man sie auch andernorts erfasst.
geschaffen: Einen Accessi- Frage: Stosse ich auf Hindernisse? Auch beim Detaillierungsgrad geht die
Seit 2017 gibt es die kostenlose App App weiter: Erfasst wird nicht einfach bei-
bility-Guide, der jedem
«Ginto», die dieses Problem lösen will. Sie spielsweise der Haupteingang eines Ge-
Nutzer sofort zeigt, ob zeigt den betroffenen Menschen auf, wel- bäudes, sondern unterschiedliche Ebenen
eine bestimmte Lokalität che Orte für sie mit Zugangswegen,
mit seinen individuellen zugänglich sind Ginto zeigt den betroffenen Toilettenart, Behin-
und erleichtert dertenparkplatz und
Mobilitätseinschrän Menschen, welche Orte
ihnen damit die so weiter. Eine Art
kungen erreichbar ist Teilnahme am ge- für sie zugänglich sind. Ampelsystem zeigt
oder nicht. Die Plattform sellschaftlichen darauf, wie es mit
setzt dabei auf den Leben. Die aktive Nutzer-Community er- der Zugänglichkeit aussieht – immer ge-
Beitrag jedes Einzelnen. weitert die Zahl der Einträge laufend durch messen an den persönlichen Vorgaben.
eigene, das in Kombination mit den zahl- Damit ist dem Einzelnen eine Beurteilung
reichen Organisationen, die relevante Da- der Situation möglich.
ten zur Verfügung stellen. Diese Form der Das Portfolio an Daten wächst laufend;
Mitarbeit erhöht auch die Qualität der Bei- diese sind als Open Data für alle nachhal-
träge, die Gemeinschaft kontrolliert sich tig verfügbar und bleiben damit der Gesell-
gewissermassen gegenseitig. schaft erhalten. Derzeit lebt der Verein von
Weltweit einzigartig ist die Möglich- Beiträgen an die Stiftung, sieht aber mittel-
keit, ein Bedürfnisprofil anzulegen, das fristig ein Einkommenskonzept vor. Damit
die Mobilitätseinschränkung beinhaltet. soll es möglich werden, die App weiterzu-
So werden anhand dieser Angaben die Zu- entwickeln und auch neue Projekte zu lan-
gänglichkeits-Informationen zielgenau an- cieren.
Björn Elström, Barbara
Baumann, Marcel Brändle,
Christoph Inhelder,
Julian Heeb (Mitte).
LEADER | März 2019O RG A N I SATI O N 21
Julian Heeb, Vereinspräsident Ginto Schweiz:
Hat mit Ginto die Welt von
gehbehinderten Menschen
einfacher gemacht.
LEADER | März 2019Das wahre Erlebnis gibt es nur digital.
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braucht einen Taktiker, der Sie versteht.»
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Die Digitalsportler
und der Chatbot
Bekannte Sportarten eSports sind im Trend. Dazu kommen aber
werden digitalisiert – und noch neuere Formen von digitalem Sport
wie Drohnenrennen und Wettkämpfe mit
neue digitale Sportarten
Augmented oder Virtual Reality. Mit dem
entstehen. Das ist das Feld Digital Sports Hub Switzerland, kurz DSHS,
von digitalsports.ch der soll von St.Gallen aus eine Plattform für
St.Galler ESB Marketing diese rasanten Entwicklungen geschaffen
Netzwerk AG. Und die werden. Und zwar, indem dort Start-ups
und Ideengeber mit Investoren und Kapit-
SVA St.Gallen hat in einem
algebern aus der Wirtschaft zusammenge-
Pilotbetrieb einen bracht werden. Dazu kommen Foren und
Chatbot für die Prämien- Kongresse zu allen relevanten Themen.
verbilligung eingesetzt, Damit stösst die ESB Marketing Netzwerk
AG in eine Nische, die heute noch nirgends
der nun auf weitere
in der Schweiz gepflegt wird. Mit dabei sind
Dienstleistungen aus auch die Start-up-Förderung der Stadt St.
gebaut werden soll. Gallen und die Olma-Messen als Initianten.
Konsequent werden innovative Projekte
gesucht und diese danach Investoren und Peter Ringeisen, Leiter Unternehmens-
entwicklung und Chief Digital Officer
Kooperationspartnern präsentiert, damit
bei der SVA St.Gallen.
die zukunftsorientierte Branche gefördert
werden kann.
Die erste produktiv eingesetzte Chatbot-
Lösung im Bereich der öffentlichen Ver-
waltung in der Schweiz präsentierte die So-
zialversicherungsanstalt St.Gallen (SVA),
als sie einen Chatbot für die Prämienver-
billigung als Pilotversuch in Betrieb nahm.
Kunden konnten einfach und selbsterklä-
rend Antworten auf alle Fragen dieses Ver-
sicherungszweigs erhalten, indem sie mit
einem Chatbot «sprachen». Dieser führte
sie unter anderem direkt zu einem inter-
aktiven Anmeldeformular oder einem Be-
rechnungstool im Web – und das rund um
die Uhr. Weil sich das Angebot bewährt
hat, soll es ausgebaut und für weitere Ver-
sicherungsleistungen nutzbar gemacht
werden. So soll der Chatbot zum Standard-
tool neben Telefon, Schriftverkehr oder
persönlichem Kundenkontakt werden. An-
gesichts der Komplexität vieler Versiche-
rungsfragen bedeutete das neue digitale
Angebot für die Kunden eine erhebliche
Erleichterung.
Hans Willy Brockes, ESB Marketing.
LEADER | März 2019Zukunft ohne Umwege.
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Der einfache Weg zum verbürgten Kredit.
Der einfache Weg
Die gewerblichen zum verbürgten Kredit.
Bürgschaftsorganisationen fördern
Der einfache Weg zum verbürgten Kredit.
entwicklungsfähige Klein- und Mittelbetriebe (KMU)
Die gewerblichen Bürgschaftsorganisationen fördern
durch die Gewährung
Die gewerblichen von Bürgschaften mit dem
Bürgschaftsorganisationen
entwicklungsfähige Klein- und Mittelbetriebe Ziel,
fördern
(KMU)
diesendie
dieGewährung
AufnahmeKlein-
entwicklungsfähige
durch von
von Bankkrediten zu
miterleichtern.
und Mittelbetriebe
Bürgschaften (KMU)
dem Ziel,
durch
diesendie
dieGewährung
Aufnahme von Bankkrediten
von Bürgschaften zu
miterleichtern.
dem Ziel,
Die Beanspruchung
diesen die Aufnahmeeiner
von Bürgschaft steht
Bankkrediten zu allen
erleichtern.
Branchen des Gewerbes offen.
Die Beanspruchung einer Bürgschaft steht allen
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des Gewerbes Bürgschaft steht allen
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7*B,QVHUDWB[LQGG PU B LI K U M S PR E I S 25
Das Publikum
hat das letzte Wort
Die Sieger in den drei Der Publikumspreis ist der Entscheid, der elektronisches Voting unter allen Anwesen-
Kategorien wurden durch am Abend der Preisverleihung selbst fällt den im Saal durchgeführt, nach einer kurzen
und damit wohl mit grosser Spannung er- Pause wird der Preis direkt vergeben.
eine Jury ermittelt.
wartet wird. Die Wahl haben die Gäste da- Ob das Publikum denselben «Ge-
Aber als zusätzliche Aus- bei unter den neun Finalisten, aus denen schmack» hat wie die Jury, wird sich also
zeichnung wird ein auch die drei Kategoriensieger hervor- weisen. Je nachdem kann ein Unterneh-
Publikumspreis verliehen gehen. Zwar haben die Award-Besucher men sogar zwei Mal jubeln – oder ein an-
– eine ganz besondere keinen so vertieften Einblick in alle Unter- deres freut sich darüber, die Gäste des
nehmen wie die Jury. Aber näher kennen- Abends auf seiner Seite zu wissen. Der Pu-
Ehre für den Preisträger.
lernen kann man die Anwärter alle vorgän- blikumspreis hat einen ganz anderen Cha-
gig mit kurzen Filmbeiträgen. rakter als die Auszeichnung durch die Jury,
Die Frage ist also: Welches Geschäftsmo- aber steht dieser in nichts nach. Denn im-
dell, welche Idee beeindruckt die Besucher merhin sind es nicht nur Experten, son-
ganz spontan besonders? Der Entscheid fällt dern auch Konsumenten, die Gefallen fin-
zum Abschluss des Abends: Dann wird ein den müssen an einer Idee.
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Abraxas gratuliert...
… den drei Gewinnern des
LEADER Digital Award 2019!
Die Preisträger haben innovative Anwendungen
entwickelt, mit denen die digitale Transformation
der Schweiz vorangetrieben wird.
Auch Abraxas denkt die digitale Schweiz neu:
Wir entwickeln durchgängige IT-Lösungen, mit
denen der Austausch zwischen Verwaltungen,
Behörden, Unternehmen und der Bevölkerung
effizient und sicher verläuft.
Für die digitale Schweiz.
Mit Sicherheit.
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LEADER | März 201926 K E YN OTE-S PE A K E R
Wie man aus Daten
Werte macht
Der Keynote-Speaker des Etwas mehr als elf Jahre hat Carsten Koerl anderes, als die entsprechenden Daten
ersten LEADER Digital (*1964) gebraucht, um sein Unterneh- aufzunehmen. Das sind pro Jahr 120 000
men Sportradar auf eine Bewertung von Spiele in 35 Sportarten. «Big Business mit
Awards, Carsten Koerl, ist
über zwei Milliarden Euro zu bringen. Be- Big Data» nennt die Handelszeitung das
wie nicht viele andere gonnen hatte er bei Null. In 30 Ländern ist Modell. Allerdings: Sportradar generiert
berufen, zum Thema Sportradar aktiv, rund 2000 Mitarbeiter fünf Milliarden Datensätze – täglich.
Digitalisierung zu spre- sind im Einsatz. Als «märchenhafte Erfolgs- Doch diese Daten sind wertlos ohne
chen. Denn er hat es geschichte» wurde diese Entwicklung von eine Analyse der Ergebnisse. Das Resul-
Medien bezeichnet. Dass Gründer Koerl tat verkauft das Unternehmen danach an
verstanden, schon sehr
daran massgeblichen Anteil hat, steht für eine wachsende Zahl von Kunden, derzeit
früh aus Daten Geld zu Beobachter ausser Frage. Denn der Digi- sind es mehr als 1000. Wer sind die Abneh-
machen. Und das global talunternehmer hatte schon einmal die mer? In erster Linie die grossen nationa-
– aber von St.Gallen aus. richtige Nase und wählte das perfekte Vor- len Sportverbände, von National Basket-
gehen, als er einer der Mitbegründer von ball Association (NBA) in den USA über FIFA
Bwin war, einem Sportwettenunterneh- und UEFA bis hin zum eSport. Dann aber
men. auch Medienhäuser, die auf diese Daten
für ihre journalistische Arbeit angewiesen
Kein Exit sind. Und mit wachsender Bedeutung sind
Carsten Koerl ist Unternehmer mit Leib es auch die Anbieter von Sportwetten, also
und Seele, der nicht den schnellen Gewinn das frühere Tummelfeld von Koerl.
sucht, sondern seine Ideen nachhaltig auf-
bauen will – was ihn natürlich nicht daran Zu wenig Mut
hindert, dennoch sehr reich zu sein. Die Dass ein Schwergewicht der Aktivitäten
jüngsten hohen Bewertungen seiner Sport von Sportradar in den USA liegt, hat nicht
radar AG mit Hauptsitz in St.Gallen waren etwa damit zu tun, dass Carsten Koerl Eu-
für ihn kein Anlass, ropa links liegen lässt. Nur fehle dort, bei-
Sportradar generiert fünf Milliarden sich selbst einen Vor- spielsweise auch in seiner früheren Heimat
teil zu verschaffen, Deutschland, oft der Mut, etwas zu probie-
Datensätze – täglich. sondern im Gegen- ren und zu investieren, stellt er fest. Auch
teil, seinen Anteil an die Grösse des Marktes macht Amerika
der Firma sogar noch auszubauen. Es wäre zum besseren Tummelfeld. Das Ergebnis
dumm, jetzt den Exit zu suchen, liess er sich sind jährlich kräftig steigende Umsätze bei
gegenüber einem Magazin verlauten, denn Sportradar, und das Potenzial scheint noch
er habe noch viel vor. längst nicht ausgeschöpft.
Der gebürtige Deutsche, der heute in Das zeigt eines der jüngeren Beispiele
Teufen wohnt, hat sich eine Branche aus- aus dem Kundenportfolio, die FIFA. Die Fra-
gesucht, die von Laien nicht selten als an- ge, die sich viele stellen: Wozu benötigt der
rüchig wahrgenommen wird: die Sportwet- Weltfussballverband all diese Daten, die
ten. Allerdings bilden diese heute nur noch Sportradar erhebt? In erster Linie zur Kont-
einen Teil seiner Tätigkeit. Und: Er tut das rolle beziehungsweise zur Bekämpfung des
nicht etwa auf unseriöse, sondern auf wis- sogenannten «Match-Fixing», also der ille-
senschaftliche Weise – und mit der Hilfe der galen Beeinflussung eines Fussballspiels
digitalen Möglichkeiten. zugunsten eines bestimmten Resultats. In
der Vergangenheit gab es einige bekannt
Big Business mit Big Data gewordene Fälle, in denen beispielsweise
Rund um die Welt werden pausenlos un- Schiedsrichter im Auftrag von Wettkunden
zählige Wettbewerbe in vielen Sportarten dafür sorgten, dass das Spielergebnis «rich-
ausgeübt. Koerls Sportradar tut nun nichts tig» ausfällt.
LEADER | März 2019K E YN OTE-S PE A K E R 27
Carsten Koerl:
36 Büros über den Erdball verstreut.
LEADER | März 2019178x130mm
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PrimeMini 4
Hier wird Sportradar dem Namen ge- Maximale
recht. Dank der Datenanalyse zeigt sich,
wenn die Wettquoten bei einem Spiel völ- Zuverlässigkeit
lig im Gegensatz stehen zum eigentlichen
Stärkeverhältnis der Teams, die gegenein-
ander spielen. Das System des Unterneh-
mens schlägt dann gewissermassen Alarm.
Die Daten zeigen
auch, wenn in einer
Partie alle Tore nach
Sportradar ist führend –
Penaltys aufgrund ge- aber das Potenzial
pfiffener Fouls – oder ist noch nicht ausge
eben auch Nichtfouls
schöpft.
– gefallen sind. Solche
Auffälligkeiten welt-
weit mit einem Monitoring feststellen kann
nur der globale Marktführer dank seinem
Datenberg und den Analyseinstrumenten.
Prominente Investoren
Doch vom Sport zurück zum Business:
Eine kräftige Hilfe bei der Vermarktung ist,
dass sich unter den Investoren in den USA
prominente Sportler befinden. Beispiels-
weise die Basketballlegende Michael Jor-
dan. Fürs Netzwerk des Unternehmens Lüfterloser Desktop-PC
sind solche Signale unbezahlbar. Für Cars- mit hochwertigen, speziell
ten Koerl selbst bedeutet die globale Tä- ausgesuchten Komponenten für
tigkeit, dass er über die Hälfte des Jahres
eine maximale Zuverlässigkeit
unterwegs ist. Immerhin betreibt er 36 Bü- 5 Jahre Garantie
ros über den Erdball verstreut. Umso er-
staunlicher – und erfreulicher –, dass sich
der Wahl-Teufener die Zeit genommen hat,
um den ersten LEADER Digital Award zu be
ehren.
Der 55-Jährige wird wohl auch in Zukunft
gut sein für Überraschungen. Wie nur we- www.primecomputer.ch
nige andere Leute hat er erkannt, dass Big
Data auch im ganz realen Geschäft verwen-
det werden kann – mit ganz praktischem
Nutzen, den der Markt nachfragt.
LEADER | März 2019…mehr lokal und regional
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LEADER | März 201934 PE R S PE K TI V E N W E C H S E L
Der Mensch und
die Digitalisierung
Digitalisierung, Industrie Solchen pessimistischen Meinungen stel- Was Platon hier schildert, ist das aktu-
4.0, Künstliche Intelligenz, len sich die Optimisten gegenüber. elle Problem der Digitalisierung: Es gibt
Chris Boos, Unternehmer im Bereich eine neue Art, Daten zu sammeln. Und
Big Data: Das sind die
der KI, wies im Sommer 2017 bei der No- diese neue und umfassendere Sammlung
Schlagwörter, mit denen ah-Konferenz in Berlin darauf hin, dass von Daten wird zwar das Wissen vermeh-
das Leben der Zukunft keiner die Absicht habe, das menschliche ren, auf das man zugreifen kann, aber zu-
beschrieben wird. Und mit Leben durch Roboter zu ersetzen. Die KI gleich auch zu einem Verlust führen. Pla-
denen gleichzeitig Be- werde dem Menschen 80 bis 90 Prozent ton spricht hier von Wahrheit. Was meint
seiner überflüssigen Tätigkeiten abneh- er damit?
fürchtungen und Ängste
men. Boos kommt zu dem Schluss: «Wir Menschen existieren in einer bestimm-
vor der Zukunft geweckt haben also viel mehr Zeit, um uns auf das ten Art und Weise. Sie denken in einer be-
werden. Der Mensch als Wesentliche zu konzentrieren.» stimmten Art und Weise. Und aufgrund
Sklave von Maschinen? Mögliche Rückfrage des Philosophen: dieses Denkens handeln sie auch in einer
«Das Wesentliche? Was wäre das?» bestimmten Art und Weise. Das ist die
Gefangener im Netz der
Der Begriff «Digitalisierung» ist sehr dif- «Wahrheit» des Menschen.
Algorithmen? fus und wolkig. Dass es trotz der grossen Und Platon sagt: Die Schrift, dieses
Bedeutung der «Digitalen Revolution» Sammeln von Daten, kann dem doch gar
noch kein zuständiges Ministerium gibt, ist nicht gerecht werden, was der Mensch ist
ja kein Zufall. Viele wissen nicht, was Digi- und wie der Mensch ist!
talisierung eigentlich konkret sein soll und
diejenigen, die es zu wissen meinen, kom- Der Mensch und die Technik
men oft über ein «Alles wird sich ändern» Heute ist es nicht die Schrift, die unser
nicht hinaus. Denken revolutioniert, sondern die Künst-
liche Intelligenz. Sie denkt anders als wir
Platon: der Mensch und die Daten Menschen: Sie denkt im Rahmen einer for-
Wie so oft in der Philosophie, fangen malen Logik. Das tun wir nicht.
wir mit den alten Griechen an, genauer Die Schwierigkeit besteht nun darin:
mit Platon. Da gibt es in seinem Werk «Pa- Wenn diese beiden verschiedenen Ebe-
hidros» eine sehr interessante Erzählung. nen, die Künstliche Intelligenz und die
Auch hier geht es um et- menschliche Intelligenz, sich vermischen,
was Neues, das sich lang- was passiert dann mit uns? Wie verändert
«Die Künstliche Intelligenz
sam durchsetzt und bei es uns? Verschiedene weisen darauf hin,
revolutioniert unsere Art vielen Menschen für Un- dass diese Vermischung nicht schlimm sei,
zu denken.» behagen und Unsicherheit da die Künstliche Intelligenz ja neutral ist.
sorgt: die Schrift. Formale Logik ist neutral. Mark Zucker-
Platon kleidet das in eine nette Erzäh- berg, Gründer von Facebook, nennt als Be-
lung. Die Götter Ägyptens unterhalten sich leg für diese Neutralität folgendes: «Nicht
über die Schrift, die gerade von ihnen er- der Revolver tötet, sondern die Hand, die
funden wurde. Der eine Gott, Theut, ist den Abzug tätigt.»
stolz über diese Erfindung. Er prahlt damit: So einfach ist es aber nicht mit der Neu-
«Die Menschen werden damit weise und tralität. Zu dieser Neutralität der Technik
klug werden!» Ein anderer Gott, Thamus, hat sich in sehr überzeugender Weise vor
ist davon nicht überzeugt und sagt: «Das etwa 50 Jahren ein fast vergessener Philo-
Gegenteil wird der Fall sein. Die Menschen soph geäussert, Günther Anders.
werden dümmer, sie werden vergessli- Er gibt zu, technische Geräte seien the-
cher werden. Sie werden in diesen komi- oretisch neutral, aber eben nur theore-
schen Zeichen die Wahrheit suchen, aber tisch. Nämlich, wenn sie für sich stehen.
nicht mehr in sich spüren.» Also ohne Verwendung und Benutzung:
LEADER | März 2019Sie können auch lesen