"Der Michl" Pfarrbrief - Herbst 2019 - St. Michael, Mering Mariä-Himmelfahrt, St. Afra - Mitten in Mering

Die Seite wird erstellt Caroline Albert
 
WEITER LESEN
"Der Michl" Pfarrbrief - Herbst 2019 - St. Michael, Mering Mariä-Himmelfahrt, St. Afra - Mitten in Mering
„Der Michl“
   Pfarrbrief - Herbst 2019

       St. Michael, Mering
    Mariä-Himmelfahrt, St. Afra
St. Johannes Baptist, Meringerzell
"Der Michl" Pfarrbrief - Herbst 2019 - St. Michael, Mering Mariä-Himmelfahrt, St. Afra - Mitten in Mering
Liebe Gemeinde!

                           In den letzten Wochen hat das neue Schuljahr begonnen.
                           Auch die Hochschulen öffnen ihre Hörsäle wieder für die
                           Studierenden. Das Alltagsleben beginnt nach der Zeit wohl-
                           verdienter Erholung - sowohl in den Familien als auch am
                           Arbeitsplatz.

                         Dabei fällt mir auf, dass es in vielen Lebensbereichen – sei
                         es in unseren Schulen und Hochschulen, sei es aber auch
                         in zahlreichen Unternehmen – von Projekten und dement-
sprechend von Projektarbeiten nur so wimmelt. Damit sind genau definierte, zeitlich
begrenzte Engagements in einem konkreten Arbeitsbereich mit exakt beschriebenen
Ressourcen und Zielen gemeint. Viele von ihnen werden das kennen.

Diesen Projekten hat sich meist alles andere unterzuordnen. Sie haben vor allem an-
deren Vorrang – gerade auch deshalb, weil sie eben zeitlich begrenzt sind. Ein Projekt
strebt nach zeitiger Beendigung. Denn nur dann kann man sich einem neuen zuwenden.
Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir Menschen unser Leben ebenfalls in der Lo-
gik eines Projektes angehen. Das gilt sogar für unseren Glauben. Aber geht das? Kann
man alles zu einem Projekt machen? Sind menschliche Beziehungen, Freundschaften
oder gar Liebe „Projekte“?

Stellen wir uns vor, Gott hätte mit den Menschen eine Projektarbeit in Angriff genom-
men! Was macht Gott dann als nächstes? Wie geht Gott damit um, dass dieses Projekt
„Mensch“ nicht unbedingt erfolgsgekrönt zu sein scheint? Die Antwort des Glaubens ist
eindeutig: Gott schickt uns seinen Sohn, und zwar als echten Menschen, als einen von
uns, damit wir merken, dass wir für ihn nicht nur ein Projekt sind, sondern dass er auf
ewig mit uns rechnen möchte.

Wenn wir uns klarmachen, dass Gott kein „Projektant“ ist, sondern ein großer Lieben-
der, können wir auch verstehen, dass der Glaube kein zeitlich begrenztes Projekt ist.
Frömmigkeit und Spiritualität sind keine Teilzeitaufgaben: Gott will Vollzeitglaubende
und keine Projektchristen!

Daran möchten wir hier in Mering arbeiten und dazu laden wir Sie alle ein. So grüßt Sie
von Herzen

Ihr Pfarrer

Prof. Dr. Thomas Schwartz
"Der Michl" Pfarrbrief - Herbst 2019 - St. Michael, Mering Mariä-Himmelfahrt, St. Afra - Mitten in Mering
Inhalt
         Kirche in Mering

Inhalt   Neues aus Mering …………………………………………………… 4
         Pfarrgemeinderat …………………………………………………… 7
         Liturgie …………………………………………………………………… 8
         Kirchenmusik ………………………………………………………… 11
         Bücherei ………………………………………………………………… 12

         Jung in Mering
         Kinderseite………………………………………………………………                  14
         Kinder- und Familiengottesdienste……………………………         17
         Kindergarten ……………………………………………………………                 18
         Ministranten……………………………………………………………                  22

         Die Welt in Mering
         Weltkirche ……………………………………………………………… 26
         Lesewelten: „Die Feier der Messe“……………………………… 27

         Menschen in Mering
         Wir stellen vor: Brauchtum Kürbisschnitzen……………… 28
         Wir stellen uns vor: Bufdi und FSJ in der Pfarrei………… 32

         Aktuell in Mering
         Berichte aus den Gruppierungen……………………………… 36
         Vorankündigungen…………………………………………………… 42
         Aktuelle Projekte: ZukunftsMarkt ……………………………… 52

         Termine in Mering
         Gottesdienste…………………………………………………………… 54
         Termine…………………………………………………………………… 56
         Adressen………………………………………………………………… 62

         IMPRESSUM………………………………………………………………………………………………………………… 63

                                                                    3
"Der Michl" Pfarrbrief - Herbst 2019 - St. Michael, Mering Mariä-Himmelfahrt, St. Afra - Mitten in Mering
Neues aus Mering
Kirche in Mering

                   Aktuelles aus der Pfarrgemeinde
                                                                             der Diözese mit unserem
                                                                             1.    Bürgermeister     Hans-
                                                                             Dieter Kandler sowie den
                                                                             Fraktionssprecher*innen der
                                                                             im Marktgemeinderat ver-
                                                                             tretenen Parteien getroffen.
                                                                             Inhalt dieses Treffens war
                                                                             das Angebot der Pfarrkir-
                                                                             chenstiftung, beim Neubau
                                                                             des Papst-Johannes-Hauses
                                                                             den Saal von derzeit geplan-
                                                                             ten 120 Plätzen auf ca. 250
                                                                             Plätze zu erweitern und ihn
                                                                             durch eine vertragliche Ver-
                                                                             einbarung auch für die Be-
                                                                             lange des Marktes nutzbar
                                                                             zu machen, wenn die damit
                                                                             verbundenen       Mehrkosten
                                                                             für Bau und späterem Unter-
                                                                             halt von der Marktgemeinde
                                                                             übernommen werden. Auf
                                                                             diese Weise könnte man doch
                                                                             noch gewährleisten, dass im
                                                                             Zentrum unseres Ortes ein
                   1. Aktuelles rund um die Planungen          Raum geschaffen wird, der den gesell-
                   zum Neubau des Papst-Johannes-Hau-          schaftlichen und kulturellen Bedürfnis-
                   ses                                         sen einer wachsenden Kommune und vor
                   Wir haben in einer unserer letzten Ausga-   allem ihrer Menschen gerecht wird. Da
                   ben des „Michl“ versprochen, die Gemein-    seitens der Diözese grundlegende Bau-
                   de wie immer in aller möglichen Transpa-    entscheidungen noch im Herbst 2019 zu
                   renz und Offenheit über die Entwicklun-     erwarten sind, wurden die Kommunalpo-
                   gen hinsichtlich des Papst-Johannes-Hau-    litiker gebeten, auf der Basis einer Kosten-
                   ses auf dem Laufenden halten. Dieses Ver-   schätzung bis zum Oktober einen Gemein-
                   sprechen wollen wir halten und berichten    deratsbeschluss zu erwirken, der für die
                   von nun immer wieder über das, was sich     weiteren Planungen Handlungssicherheit
                   bewegt oder nicht bewegt.                   gewährleisten wird. Klar ist jedoch schon
                   Zunächst: Im Mai 2019 haben sich un-        jetzt: Die Kirchenstiftung St. Michael kann
                   ser Pfarrer, Vertreter der Kirchenver-      dieses Angebot nur bis zum Herbst auf-
                   waltung sowie des Projektmanagements        rechthalten. Denn eine zweigleisige Pla-

                   4
"Der Michl" Pfarrbrief - Herbst 2019 - St. Michael, Mering Mariä-Himmelfahrt, St. Afra - Mitten in Mering
Neues aus Mering

                                                                                           Kirche in Mering
nung ist finanziell nicht darstellbar. Es    primiz in St. Michael feiern. Hier einige
wird nun abzuwarten sein, wie sich die       Impressionen des Gottesdienstes. Tarci-
gewählten Vertreter unserer Kommune zu       sius wird unserer Pfarrgemeinde nun bis
diesem Zukunftsprojekt stellen.              zum Ende des Jahres als Kaplan zur Verfü-
Am 1. August trafen sich überdies der        gung stehen. Wir freuen uns darauf!
neu ernannte Finanzdirektor des Bistums
Augsburg, Herr Quella, sowie weitere         3. Ein neues Kirchenportal in Mariä
Verantwortliche der Diözese mit Pfarrer      Himmelfahrt
Schwartz und Herrn Schredl von der Kir-      In den vergangenen Jahren beklagten sich
chenverwaltung, um die weitere Planung       die Gottesdienstbesucher in St. Afra stets
hinsichtlich des Neubaus zu besprechen.      darüber, dass es in Mariä Himmelfahrt
Die Planungen werden zielgerichtet fort-     heftig zog. Das lag auch daran, dass das
gesetzt. Wir sind insgesamt auf einem gu-    Kirchenportal langsam in die Jahre ge-
ten Weg.                                     kommen und an einigen Stellen angefault
                                             und porös geworden war. Anfang des Jah-
2. Nachprimiz von Pater Tarcisius Pau-       res entschied sich die Kirchenverwaltung
kovitch OP in St. Michael am 16. Juni        von Mariä Himmelfahrt, eine grundlegen-
2019                                         de Sanierung des Kirchenportals in An-
Wie berichtet wurde unserer burgenlän-       griff zu nehmen. Da die bisherige Türe in
discher Pastoralpraktikant Frater Tarcisi-   ihrer Substanz nicht mehr zu retten war,
us am 1. Juni 2019 in Wien zum Priester      musste es durch ein neues Tor ersetzt
geweiht (siehe auch „Segen und Freude,       werden. Dafür konnten wir die schon bei
Liebe und Freiheit“ S.8). Nach Ordens- und   der Sanierung von St. Michael bewährte
Heimatprimiz in Österreich durften wir       Schreinerei Durner aus Langweid gewin-
nun am 16. Juni mit ihm zusammen Nach-       nen. Herr Durner plante auch die neue
                                             Ummantelung des Tors mit Kupfer und
                                             überwachte notwendigen Maurerarbei-
                                             ten. Am 11. August wurde das erneuerte
                                             Portal von Kpl. Pater Tarcisius feierlich
                                             eingeweiht. Eine Kirchentür soll jedoch
                                             nicht nur dicht sein, um keinen störenden
                                             Luftzug zuzulassen. Sie soll zugleich jedem
                                             offenstehen, damit der Gottesdienst nicht
                                             zu einer geschlossenen Veranstaltung ver-
                                             kommt, sondern jedem zugänglich ist, der
                                             daran teilnehmen möchte. Deswegen wur-
                                             de auch die bisherige Stufe vor dem Portal
                                             abgeschrägt. Auf diese Weise hoffen wir,
                                             einen weiteren Schritt auf dem Weg zu ei-
                                             ner barrierefreien Pfarrgemeinde gegan-
                                             gen zu sein.

                                                                                      5
"Der Michl" Pfarrbrief - Herbst 2019 - St. Michael, Mering Mariä-Himmelfahrt, St. Afra - Mitten in Mering
Neues aus Mering
Kirche in Mering

                   „Goldenes“ Michaelisfest 2019

                   In den vergangenen Jahren seit der Wie-         einem unverzichtbaren Gesicht unserer
                   dereinweihung unserer renovierten Pfarr-        Pfarrei geworden.
                   kirche St. Michael ist es zu einer guten
                   Gewohnheit geworden, zum Patronatsfest          In diesem Sommer darf Pater Kunz nun
                   der Pfarrgemeinde einen Bischof einzu-          auf fünfzig erfüllte Priesterjahre zurück-
                   laden und mit ihm in einem feierlichen          blicken. Das ist für uns als Pfarrei Grund
                   Hochamt Gott Dank zu sagen und den Hl.          und Anlass, unser Patrozinium heuer mit
                   Erzengel Michael als den Patron von Kir-        der Feier seines Goldenen Priesterjubilä-
                   che und Pfarrei Mering zu ehren.                ums zu verbinden. Alle Meringer sind des-
                                                                   halb am Sonntag, den 29. September, um
                   Heuer wollen wir das anders machen.             10:00 Uhr in unsere Pfarrkirche St. Micha-
                   Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung          el geladen, wo wir mit dem Jubilar einen
                   sind einvernehmlich der Meinung, dass           feierlichen Gottesdienst begehen möch-
                   wir in diesem Jahr das große Fest mit ei-       ten. Anschließend soll in der Mehrzweck-
                   nem Priester feiern möchten, der sich in        halle für alle Gottesdienstteilnehmer ein
                   den vergangenen Jahren um die Menschen          Empfang stattfinden, bei dem sie unserem
                   unserer Gemeinde unglaublich verdient           Jubelpriester gratulieren können.
                   gemacht hat und mittlerweile in Mering so
                   verwurzelt wie bei den Menschen beliebt         Wir als Pfarrgemeinde sind über seine
                   ist. Pater Wilfried Kunz SAC ist seit sieben    Mitarbeit in Mering sehr dankbar und
                   Jahren in unserer Marktgemeinde als Seel-       wünschen ihm bereits an dieser Stelle
                   sorger tätig. In dieser Zeit hat er unzählige   noch viele glückliche und zufriedene Jah-
                   Krankenbesuche gemacht, Kinder getauft,         re hier bei uns in Gesundheit und Heiter-
                   Messen gefeiert, Menschen auf ihrem letz-       keit. Lieber Pater Kunz: Herzlichen Glück-
                   ten irdischen Weg begleitet und ist so zu       wunsch und Gottes Segen!

                   6
"Der Michl" Pfarrbrief - Herbst 2019 - St. Michael, Mering Mariä-Himmelfahrt, St. Afra - Mitten in Mering
Pfarrgemeinderat

                                                                                         Kirche in Mering
Neues vom Meringer Tafelcafé

Mit großer Begeisterung fiebern die Kun-     Ein herzliches Vergelt’s Gott an Familie
den des Tafelcafés dem letzten Ausgabetag    Lidl und alle fleißigen Kuchenbäcker/In-
im Monat entgegen. Hier gibt es fast schon   nen, die uns das ganze Jahr Monat für Mo-
traditionell Kaffee und Kuchen.              nat unterstützen.

Aufgrund der sommerlichen Tempera-                          Ihre Antonia Rottenkolber
turen hat sich das Tafelcafé-Team etwas                            mit Tafelcafé -Team
ganz Besonderes einfallen lassen. Dank
einer großzügigen Spende der Familie
Lidl aus Baierberg konnte deren leckeres
Bauernhofeis angeboten werden. Passend
zum Eis wurden vom Team noch frische
Waffeln gebacken. Die Kunden waren von
dieser Aktion begeistert und vor allem die
Kinder freuten sich über diesen gelunge-
nen Start in die Sommerferien.

                                                                                    7
"Der Michl" Pfarrbrief - Herbst 2019 - St. Michael, Mering Mariä-Himmelfahrt, St. Afra - Mitten in Mering
Liturgie
Kirche in Mering

                   Segen und Freude, Liebe und Freiheit

                   „Segen und Freude!“ waren jene Worte und    kostbare Formationszeit des Studentats
                   Wünsche, welche mein Weihespender, Bi-      auf Basis der dominikanischen Berufung
                   schof Maximilian Aichern OSB, uns, d.h.     hat mich zu diesem uneinholbaren Mo-
                   meinem Mitbruder fr. Martin V. Holzmann     ment der Priesterweihe geführt. Umgeben
                   und mir, in jenem persönlichen Gespräch     von der (Ordens-) Familie, von Freunden
                   wiederholte, welches unserer gemeinsa-      und Bekannten, von den Pfarrgemeinden
                   men Priesterweihe unmittelbar vorausge-     der Heimat und des Studentatsortes Wien
                   gangen war. „Segen und Freude!“             sowie einer „Meringer Abordnung“ war
                                                               dieses Fest der Gnade ein wahres Fest der
                   Am 1. Juni 2019 wurde ich in der Wiener     Gemeinschaft! Sichtlich erkennbar wurde
                   Dominikanerkirche zum Priester geweiht.     die Priesterweihe zu einer Feier der Welt-
                   Sieben Monate zuvor durfte ich die Dia-     kirche, denn Freunde und Priester reisten
                   konweihe empfangen, wobei ich das Dia-      sowohl vom Westen (USA) als auch aus
                   konat bei Ihrer, mir sehr lieb gewonnenen   dem Osten (Indien) an und waren der la-
                   Pfarrei Mering, beginnen durfte. Inzwi-     teinischen oder der syro-malabarischen
                   schen wurde aus meiner Diakonatszeit        Teilkirche angehörig. Nicht nur, dass das
                   eine Kaplanszeit, welche ich als neuge-     an mir geschehene Weihesakrament als
                   weihter Priester neben den Sakramen-        solches bereits überwältigend war, die
                   ten der Taufe und der Ehe nun auch mit      entgegengebrachte Liebe und Verbunden-
                   der Spendung der Eucharistie, der Kran-     heit dieser hunderten Menschen von nah
                   kensalbung und der Vergebung (Beichte)      und fern berührte mich sehr!
                   in actione erfahre. Eine mehrjährige und

                   8
"Der Michl" Pfarrbrief - Herbst 2019 - St. Michael, Mering Mariä-Himmelfahrt, St. Afra - Mitten in Mering
Liturgie

                                                                                           Kirche in Mering
Mein Primizspruch stammt aus dem Ga-
laterbrief: „Τῇ ἐλευθερίᾳ ἡμᾶς Χριστὸς
ἠλευθέρωσεν“– „Zur Freiheit hat uns Chris-
tus befreit“ (Gal 5,1). Die Ordensprimiz
feierte ich gemeinsam mit meinem Mit-
bruder Martin am Sonntag nach der Wei-
he in unserer dominikanischen Wiener
Basilika. Am 08. Juni, am Vortag zu Pfings-
ten, feierte ich meine Heimatprimiz im
südburgenländischen Mogersdorf als Vo-
tivmesse zum Heiligen Geist. Aus Mering
angereist sind unser Pastoralpraktikant
Daniel und unser Pfarrer Thomas, welcher
mir die Freude und Ehre gab, mein Primiz-
prediger zu sein. Der Heimatprimiz folgte
die Nachprimiz mit Ihnen in Mering am
16. Juni. Die Nachprimiz war für mich ein
wahres Fest der Freude und der Gemein-
schaft! Ich möchte mich auf diesem Weg
für all Ihr Mitwirken, Mitfeiern, Mitbeten
und Mitfreuen bedanken! Von Organist          mein Dominikaner-Sein und Priester-Sein
und Kirchenchor über Fahnenabordnun-          verkünden und helfen Ihn zu erfahren. Da-
gen, Pfarrgemeinderat, Mesnerteam, Mi-        für bitte ich um Ihr Gebet und sage noch-
nistranten, Lektoren... der ganzen feiern-    mals „Vergelt’s Gott“ für Ihr Mitgehen und
den Gemeinde ein großes „Vergelt’s Gott“      Unterstützen auf diesem wunderbaren
für dieses schöne Fest!                       Weg meiner Berufung!

Mit Segen und Freude sowie aus Liebe und                                      Ihr Kaplan
Freiheit will ich Gott den Menschen durch               fr. Tarcisius Th. Paukovitsch OP

                                                                                      9
"Der Michl" Pfarrbrief - Herbst 2019 - St. Michael, Mering Mariä-Himmelfahrt, St. Afra - Mitten in Mering
Liturgie
Kirche in Mering

                   Schaueramt: Himmlische Hagelversicherung
                   Eine fast schon verlorengegangene Tradi-      Der Begriff „Schaueramt“ bündelt die Bitte
                   tion wird in Mering jedes Jahr am Pfingst-    um gutes Wetter in einem eigenen Gottes-
                   montag um 7.00 Uhr in der Früh began-         dienst. Das Amt bezieht sich hier auf das
                   gen. So war das auch heuer.                   heilige Amt, das zu Beginn des Festes ge-
                                                                 feiert wird. Das Wort „Schauer“ leitet sich
                   Beim Schaueramt beten Landwirte zu-           von der mittelhochdeutschen Bezeich-
                   sammen mit der Gemeinde für gute Ernte        nung für Unwetter und Hagelschauer ab.
                   und Schutz gegen Hagelschäden. Eine Pro-      Das Schaueramt ist also weniger ein Bit-
                   zession über die Felder. Vier Stationen in    ten für einen guten Regenschauer, son-
                   einer Stunde. Die Gemeinde auf den Bei-       dern vielmehr das Gesuch nach Schutz für
                   nen. Eigentlich ein schönes und markan-       die Feldfrüchte. Weil die dann besonders
                   tes Bild. Im Pfarrarchiv oder bei Mesner      angreifbar sind, wird das Schaueramt vor
                   Oliver Kosel allerdings keine Spur von ei-    allem in den sommerlichen Monaten April
                   nem Beweisfoto: „Das ist bei uns einfach      bis Juni gefeiert, in Mering eben seit lan-
                   ‚normal’. Da denken wir gar nicht darüber     gen Zeiten am Pfingstmontag.
                   nach, dass man da ein Bild machen könn-
                   te.“                                          Als Tradition nicht wegzudenken
                                                                 Gerade in globalisierten Zeiten, in denen
                   Beten für volle Regale                        die Supermarkt-Regale sowieso immer
                   „Normal“ und gängig ist der Brauch des        gefüllt sind, ist der Ursprung dieser Tradi-
                   Schaueramts heute aber nicht mehr wirk-       tion gefühlt eine Ewigkeit her. Die Erträge
                   lich. Selbst auf dem Meringer Marktplatz      der örtlichen Bauern entscheiden zwar
                   trifft man auf ganz ungläubige Blicke. „Ein   heute nicht mehr über das Eintreten ei-
                   schauriges Amt?“ „Ist der Schauer viel-       ner Hungersnot. Das mag ein Grund dafür
                   leicht ein Beruf?“ „Könnte eine Wetter-       sein, dass immer weniger Meringer die-
                   station sein.“ Aber auch in katholischeren    se alte Tradition noch mitfeiern. Michael
                   Kreisen ist der Begriff nicht mehr wirklich   Summer aus Meringerzell ist nicht nur
                   gängig. In Mering wird allerdings dagegen     Kirchenpfleger, sondern sorgt als Land-
                   etwas getan: Jedes Jahr ab dem 25. April,     wirt auch dafür, dass weiterhin etwas auf
                   dem Tag des Heiligen Markus, werden die       den Teller kommt. Für ihn ist das Schauer-
                   Gottesdienste in der Regel mit dem Wet-       amt daher aus vielen Gründen ein wichti-
                   tersegen beendet.. Eine wichtige Traditi-     ger Bestandteil des Gemeindelebens. Und
                   on, erzählt Pfarrer Thomas Schwartz: „Der     einen positiven Nebeneffekt gibt es auch:
                   Wettersegen ist nicht nur für Landwirte       „Ich kann nur für mich sprechen, aber seit
                   wichtig und beim Schaueramt am Pfingst-       zehn Jahren hab‘ ich keinen größeren Ha-
                   montag gehen auch nicht nur Bauern mit.       gelschaden mehr.“
                   Auch die Leute, die wissen, dass ohne die
                   Landwirte und eine gute Ernte nichts im
                   Supermarkt liegt.“

                   10
Kirchenmusik

                                                                                          Kirche in Mering
Klangschmankerl zum Patrozinium
Liebe Pfarrgemeinde,                          wie der Erzengel Michael mit dem Dra-
was steht am Patrozinium kirchenmusi-         chen kämpft und ihn schließlich im Alle-
kalisch auf dem Programm? Diese Frage         luja besiegt, zusammen mit der Continuo-
möchte ich Ihnen in diesem Artikel gerne      Gruppe zu Gehör.
beantworten.
                                              Konzertrückblick
Nicht nur Bischöfe und andere hohe Amts-      Es gibt viele Konzerte, die sind grundle-
träger haben Pauken und Trompeten ver-        gend gut besucht, weil die dargebotenen
dient, sondern auch Pater Kunz anlässlich     Werke sich eines großen Bekanntheits-
seines 50-jährigen Priesterjubiläums. Zu      und Beliebtheitsgrades erfreuen. Es gibt
hören sein wird die „Missa brevissima in      aber auch Konzerte, die haben bekannte
C-Dur“ von Johann Ernst Eberlin (1702         Werke auf dem Programm, aber die Besu-
– 1762). Ein Werk, das mit seiner klang-      cherzahlen sind eher im unteren Bereich
lichen Opulenz diesen Festtag sicherlich      anzusetzen, weil die Werke „schwer ver-
in einem glänzenden Licht erscheinen          daulich“ sind.
lässt. Darüber hinaus ist es mir eine wah-
re Freude, dass ich für diese Aufführung      Umso mehr erfüllt es mich mit Freude,
echte Barocktrompeten und Barockpau-          dass der Förderverein der Meringer Kir-
ken gewinnen konnte. Das Besondere an         chenmusik am 21. Juli um 17:00 Uhr ein
den historischen Blasinstrumenten ist der     Konzert mit der Geigerin Nina Karmon
strahlende, doch zugleich weiche Klang,       veranstalten durfte. Auf dem Programm
der durch die schlanken und kraftvollen       standen die Sonaten in C-Dur und d-Moll
Pauken besonders gut ergänzt wird.            für Violine solo von Johann Sebastian
                                              Bach.
Doch nicht nur die Messkomposition soll
den Festgottesdienst bereichern, sondern      Aus der Erfahrung heraus können Konzer-
auch die „Motet de St. Michael“ des fran-     te mit einem einzigen Instrument schnell
zösischen Komponisten Louis-Nicolas           eintönig und „nervig“ werden, doch bei
Clérambault (1676 – 1749). Sie wird zum       dieser Veranstaltung war es einem zu kei-
Antwortgesang zu hören sein. Die Sopra-       ner Sekunde möglich, auf solche Gedan-
nistin Elke Müller bringt das anspruchs-      ken zu kommen. Ein ergreifender, tief be-
volle Stück, bei dem bildlich zu hören ist,   rührender Spätnachmittag, der mit einer
                                              stattlichen Besucherzahl, herzlichem und
                                              langanhaltendem Applaus belohnt wurde.
                                              Da kann man nur sagen, gerne wieder.

                                                                   Ihr Kirchenmusiker
                                                                     Christian Schwarz

                                                                                    11
Bücherei
Kirche in Mering

                   Nachrichten aus unserer Bücherei
                   Zu Beginn möchte ich auf zwei Veranstal-      es aber doch, ein Schüler aus Mecklen-
                   tungen unserer Bücherei zurückblicken:        burg-Vorpommern.
                   Im April fand wieder – wie schon die Jahre
                   zuvor – der „Bezirksentscheid Schwaben“       Beim diesjährigen Zukunftsmarkt – der
                   des Vorlesewettbewerbs des deutschen          wetterbedingt leider in der Mehrzweck-
                   Buchhandels in unserer Bücherei statt. Die    halle stattfand – war die Bücherei auch
                   fünfköpfige Jury musste sich für die bei-     wieder mit einer Auswahl an Büchern
                   den besten der 16 Vorleserinnen und Vor-      zum Thema Nachhaltigkeit und Umwelt
                   leser entscheiden, die aus ganz Schwaben      vertreten. Die Ausstellung fand viel Beach-
                   angereist waren und die dann Schwaben         tung und zahlreiche Titel wurden in den
                   in München beim Landesentscheid Bayern        darauffolgenden Tagen in unserer Büche-
                   vertreten sollten. Die beiden waren so gut,   rei ausgeliehen. Wer sich für das Thema
                   dass eine von ihnen sogar den Landesent-      interessiert, kann die Bücherliste auch in
                   scheid gewann und Bayern dann in Berlin       unserem WebOPAC ansehen: bei der Su-
                   beim Bundesentscheid vertreten durfte.        che „Nachhaltigkeit 2019“ eingeben, dann
                   Die Vertreterinnen und Vertreten der 16       erscheinen die Titel und die dazugehöri-
                   Bundesländer waren mit ihrer Leistung         gen Coverabbildungen.
                   sehr eng beieinander - einen Sieger gab

                   12
Bücherei

                                                                                          Kirche in Mering
Auch in den kommenden Monaten werden        Im Advent dürfen wir uns wieder auf einen
wieder einige Veranstaltungen in unseren    Märchennachmittag freuen, der in diesem
Räumen stattfinden.                         Jahr von Manuela Krämer gestaltet wird.
                                            Wenn im Herbst die Tage kürzer werden,
Im Rahmen der diesjährigen PaarKunst        greifen unsere Leserinnen und Leser ver-
gibt es eine Ausstellung unter dem Mot-     mehrt zu Brettspielen. Und um unseren
to „Werke bekannter Meister wie Kinder      Spielebestand attraktiv zu halten, hat uns
sie sehen“. Die Bilder haben Kinder aus     die Stadtsparkasse Augsburg kräftig un-
der Malschule von Christa Mayr unter de-    terstützt und ein Spielepaket mit 24 neu
ren Anleitung gemalt. Begleitend zu die-    erschienen Spielen, die besonders für Fa-
ser Ausstellung wird die Bücherei Werke     milien geeignet sind, finanziert. Darüber
über die Künstler, mit denen die Kinder     haben wir uns sehr gefreut und sagen
sich beschäftigt haben, präsentieren. Die   auch im Namen unserer spielbegeisterten
Ausstellungseröffnung wird am Samstag,      Nutzerinnen und Nutzern ganz herzlich
19. Oktober 2019, stattfinden. Genaueres    „Danke schön“.
wird dann in der Presse und auf unserer
Homepage zu finden sein.                    Aufgrund der Renovierungsarbeiten wur-
                                            den in den vergangenen Wochen weniger
Mit der VHS Aichach-Friedberg werden        neue Medien angeschafft als gewohnt. Das
wir im Herbst wieder zusammenarbeiten       wird jetzt nachgeholt und es wird neue
und es werden einige Veranstaltungen in     Tonies, CDs, DVDs und natürlich viele
unseren Räumen stattfinden: Am Mitt-        neue Bücher geben. Und dass Norwegen
woch, den 16. Oktober 2019, um 19 Uhr       in diesem Jahr das Gastland der Frankfur-
wird Herr Kilian Hein ein Vortrag über      ter Buchmesse ist, wird sicherlich die Kri-
englischen Humor in englischer Sprache      mifans besonders freuen. Wir freuen uns
und am Freitag, den 15. November 2019,      darauf, unseren Leserinnen und Lesern
findet ein Vortrag über Mozart und die      die Neuerwerbungen zu präsentieren.
Frauen in seinem Leben mit Musikbei-
spielen statt. Nähere Informationen zu                              Brunhilde Waeber
den Veranstaltungen werden im VHS-Pro-                          für das Bücherei-Team
gramm und in der Presse zu finden sein.
Das Zukunftskino wird im Oktober eben-
falls wieder bei uns zu Gast sein.

                                                                                    13
Kinderseite

                 Kinderseite
                                                             Auch wir sollen uns um die
                                                             Kranken und Schwachen küm-
                                                             mern. Also denkt dran: Bringt
                                                             doch der kranken Nachbarin
                                                             ein schönes selbst gemaltes Bild,
Jung in Mering

                                                             dem erkälteten Klassenkame-
                                                             raden die Hausaufgaben und
                                                             vielleicht ein spannendes Rät-
                                                             sel (wie das Taschentuchrätsel
                 Hallo, liebe Kinder!                        auf der nächsten Seite) oder
                                                             eine lustige Karte … - Sicher
                 Die großen Ferien sind zu Ende              habt ihr tolle Einfälle, wie ihr
                 und Kindergarten und Schule                 kranke Menschen aufmuntern
                 gehen wieder los. Ich hoffe, ihr            könnt. Manchmal reicht schon
                 hattet genauso schöne Somme-                ein netter Anruf oder ein kur-
                 rerlebnisse wie ich! Ich habe               zer Besuch, damit man sich bes-
                 allen Grund, Gott DANKE zu sa-              ser fühlt – einfach, weil jemand
                 gen für die tolle Zeit, die net-            an einen denkt!
                 ten Begegnungen und all die
                 Dinge, die ich gesehen habe. Ich wünsche euch viel Gesund-
                 Außerdem bin ich auch noch heit und dass ihr gut durch die
                 kerngesund aus meinen Ferien kalte Jahreszeit kommt.
                 zurückgekommen. Jetzt wo die
                 Erkältungszeit wieder anfängt,                              Eure Micha Maus
                 ist man doch froh,
                 wenn man nicht
                 husten und niesen
                 muss! Leider gibt es
                 aber immer wieder
                 kranke      Menschen
                 in unserer Umge-
                 bung. Jesus hat sich
                 um die Kranken ge-
                 kümmert! Einige Bi-
                 belstellen kannst du
                 heute suchen und
                 nachlesen – sicher
                 hilft dir ein Erwach-
                 sener!                 Bild: Christian Badel, www.kikifax.com In: Pfarrbriefservice.de

                 14
Kinderseite

Bilderrätsel: Welcher Taschentuch-Schatten gehört zum Taschentuch des Mannes mit
dem grünen Hemd und der Brille?

                                                                                                Jung in Mering
                              Bild: Christian Badel, www.kikifax.com In: Pfarrbriefservice.de

Suche in der Bibel:
Die Buchstaben sagen dir, in welchem Teil der Bibel die Stelle zu finden ist (zum Bei-
spiel Mt = das Evangelium nach Matthäus). Die Zahlen geben das Kapitel und den ge-
nauen Vers an.
Viel Spaß beim Suchen und Nachlesen!

                                     Mt 15,29–31
                                     Lk 13,10-17
                                     Mt 20, 29-34

                                                                   Auflösung Bilderrätsel: D

                                                                                          15
Anzeige
Kinder- und Familiengottesdienste

Kindergottesdienst
                                                dies zu verhindern, indem sie sich wie
                                                eine Mauer vor Jesus stellten und die
                                                Kinder wegscheuchten. Doch Jesus
                                                sagte: „Lasst die Kinder zu mir kom-
                                                men. Denn ihnen gehört das Reich

                                                                                           Jung in Mering
                                                Gottes.“ Er ließ alle Kinder zu sich
                                                kommen und segnete sie. Für uns
                                                übernahm dies Pastoralpraktikant Da-
                                                niel Dambacher, der jedem einzelnen
                                                Kind den Segen spendete.

Zum letzten Kindergottesdienst vor den       Um den Kindern die Botschaft „Jesus liebt
Sommerferien luden wir im Juli wieder in     die Kinder“ mit in die Ferien zu geben,
den Lippgarten ein. Viele Familien waren     bekam am Ende jedes Kind eine kleine
dazu gekommen. Zwar hatte es morgens         „Überraschung“ verkehrt herum in die
noch geregnet und die Wolken am Him-         Hände gelegt. „Dreh mal um, was du in
mel hatten sich noch nicht ganz verzogen,    den Händen hältst, dann siehst du jeman-
aber wir wollten es trotzdem riskieren,      den, den Jesus ganz besonders lieb hat“,
draußen Gottesdienst zu feiern. Denn im      wurden die Kinder aufgefordert. In einem
Lippgarten ist es immer besonders schön.     kleinen Spiegel sah jedes Kind sich selbst!
Das Jahresthema „Mit meinem Gott über-       Im Anschluss an den Gottesdienst wa-
springe ich Mauern“ wurde selbstver-         ren alle zum traditionellen gemeinsamen
ständlich auch wieder aufgegriffen, als      Picknick im Lippgarten eingeladen.
passende Bibelgeschichte hatten wir die
Segnung der Kinder ausgewählt.               Auch im nächsten Schuljahr geht es mit
                                             den Kindergottesdiensten für Familien
Jesus war mit seinen Jüngern lange un-       mit Kindern im Alter von etwa 3 bis 8 Jah-
terwegs gewesen, an einem ruhigen Platz      ren weiter. Die Termine im Herbst sind der
wollten sich alle ausruhen. Doch es kamen    22. September, 27. Oktober, 24. Novem-
viele Menschen, die ihre Kinder zu Jesus     ber und 22. Dezember, jeweils um 10.30
bringen wollten. Die Jünger versuchten       Uhr im PJH/Filmsaal.

Familiengottesdienst
Es finden natürlich für die älteren Kinder   Die Termine für St. Michael sind der 6. Ok-
und ihre Eltern auch wieder Familiengot-     tober und der 1. Dezember jeweils um
tesdienste statt.                            10.30 Uhr.

                                                                                     17
Kindergarten

                 Neues aus dem Kindergarten St. Afra
Jung in Mering

                 Zukunftsmarkt mit den fleißigen Helfern vom Elternbeirat (links Katja Lucchesi, rechts
                 Stephanie Uhrig

                 Familienfest                                zu dem alle Eltern einen Teil beisteuerten
                 Am 17.Mai 2019 fand in unserer Einrich-     und bei Kaffee und Kuchen ließen wir den
                 tung unser Familienfest mit vielen ver-     schönen Nachmittag noch gemütlich aus-
                 schiedenen und lustigen Mitmachangebo-      klingen.
                 ten statt. Begonnen haben wir unser Fest,
                 indem wir alle Eltern und Geschwister       ZukunftsMarkt
                 unserer Kinder mit einem gut einstudier-    Am 7. Juli 2019 beteiligte sich unsere Ein-
                 ten Lied begrüßten, danach durften sich     richtung bei der Austragung des Zukunfts-
                 alle im Garten verteilen und an unseren     markts in der Mehrzweckhalle in Mering.
                 zahlreichen Mitmachangeboten teilneh-       Wir stellten gemeinsam mit den interes-
                 men. Von Sackhüpfen über Schwungtuch        sierten Kindern Vasen aus recycelten Glas-
                 und Kinderschminken bis hin zum span-       flaschen her. Die Flaschen wurden zuerst
                 nenden Erzähltheater „Hase und Igel“        mit einem Leim bestrichen und dann mit
                 war für unsere Kinder und ihre Familien     Baststreifen beklebt. Wer wollte, konnte
                 so einiges geboten. Der Höhepunkt des       dann auch noch eine Schleife aus Bast um
                 Nachmittags war dann die Aufführung der     den Flaschenhals binden. Wir freuen sehr
                 Akrobatikgruppe des TV Merings, die mit     uns, dass unser Projekt auf dem Zukunfts-
                 verschiedensten Akrobatikelementen die      markt so viel Anklang gefunden hat und
                 Geschichte einer Piratencrew darstellte.    sich viele Besucher dafür interessierten.
                 Für den kleinen Hunger gab es ein Buffet,

                 18
Kindergarten

Lustige Aussprüche von Kindern aus der Krippe St. Afra
Kind isst eine Blaubeere: „Oh, saurig!“

Kind sieht Müllauto und ruft: „Bäh-Bäh-Auto“

Kind beim Anziehen: „Der Popo geht nicht über die Hose!“

                                                                                               Jung in Mering
Erzieherin zum Kind: „Bieselst du gerade in die Windel?“
Kind: „Hörst du das? Es regnet irgendwo da draußen.“

Erzieherin: „Soll ich den Vorhang ein bisschen aufmachen? Dann ist es nicht so dunkel.“
Kind: „ Lass zu! Ich spiel mit dem Gespenst verstecken.“

Kind zur Erzieherin: „Du musst mal deine Mutter fragen, ob du auch zum Kinderturnen
darfst!“

Kind isst die Nachspeise und meint: „Das ist Gemüsegeschmack glaub ich!“

Kind isst alle Trauben aus der Brotzeitdose. Die letzte nimmt es in die Hand und sagt:
„Die pack ich jetzt aber ein.“

Ein Kind hat einen Fleck auf der Hose. Kind meint: „Keine Hose, keine Probleme!“

Erzieherin: „Sollen wir das Buch anschauen?“
Kind: „Nein, lesen!“

Erzieherin: „ Wo warst du im Urlaub?“
Kind: „Im Urlaub!“
Erzieherin: „Und wo warst du im Urlaub?“
Kind: „In den Ferien!“

Kind zu einem anderen Kind: „Bekomm ich noch ein Käsebrot von dir?“
Das andere Kind: „Hmmm …ja! Du kannst die Rinde haben!“

Kind: „Schau mal“ - Erzieherin: „Oh ein kleiner Kratzer!“
Kind: „Nein! Ein Aua!“

Erzieherin zum Kind: „Ich bin ein Stier (Sternzeichen), du bist ein Steinbock. Was bist
du?“
Kind: „Nein, ich bin ein Esel!“

                                                                                          19
Kindergarten
Jung in Mering

                 20
Kindergarten

Neues aus St. Margarita
                                            den Kindergarten verlassen und die Schu-
                                            le besuchen werden. Die Vorschulkinder
                                            sind wie ein junger Baum herangewach-
                                            sen, stärker, sicherer und selbstständiger
                                            geworden. Um ihre großartige Entwick-

                                                                                         Jung in Mering
                                            lung zu veranschaulichen, legten die Kin-
                                            der während des Gottesdienstes ein Bo-
                                            denbild.
                                            Frater Tarcisius begleitete den Gottes-
                                            dienst und brachte den Kindern wieder
                                            auf wunderbare Weise die Liebe Gottes,
                                            die uns alle wachsen und gedeihen lässt,
                                            näher.

                                            Liebe Vorschulkinder, wir wünschen euch
                                            für euren künftigen Lebensweg eine glück-
                                            liche Zukunft, eine wunderbare Schulzeit,
                                            gute Freunde und Gottes reichen Segen!

So macht nachhaltig einkaufen Spaß

ZukunftsMarkt Mering 2019
Unser Kindergarten war am 07. Juli am
ZukunftsMarkt Mering vertreten. Wir bo-
ten den Kindern an, Brot-/ Gemüsebeutel
mit buntem Kartoffeldruck zu verzieren.
Diese können dann in Zukunft zum Ein-
kaufen eingepackt werden, um Plastiktü-
ten zu vermeiden.

Abschlussgottesdienst
„Stark wir ein Baum“ – Unter diesem The-
ma feierten wir unseren Abschlussgot-
tesdienst am 16. Juli im Kindergarten St.
Margarita. Im Mittelpunt standen dabei
die großen Schulanfängerkinder, die bald                           Stark wie ein Baum

                                                                                   21
Ministranten

                 Ministranten St. Afra
Jung in Mering

                 Ministrantenaufnahme

                 In den letzten Monaten haben wir Minis        Werwolf ertappt wurde, haben wir noch
                 wieder einiges unternommen. So sind           alle zusammen wieder abgebaut.
                 wir am 09. Mai mit unseren Kollegen aus
                 Mering beim Volksfest mit eingezogen und      Am 8. Juni besuchte ein Teil unseres Mini-
                 haben dort gut gegessen, sind mit so man-     teams die Gruppe „Miteinander-Füreinan-
                 chen Fahrgeschäften gefahren und haben        der“ bei einem ihrer gemeinsamen Nach-
                 die ein oder anderen Lieder geschmettert.     mittage in der Sozial Station. Bei dieser
                 Das Volksfest war wie jedes Jahr ein tolles   Gelegenheit überreichten wir der Vorsit-
                 Erlebnis und wir hatten alle „a fetzn Gau-    zenden Luise Sepp mit großer Freude wie-
                 di“.                                          der eine Spende von den von uns gesam-
                                                               melten     Osterratschenspendengeldern.
                 Am 18. Mai veranstalteten wir dann einen      Als Dankeschön wurden wir prompt zu
                 Spielenachmittag mit allen unseren Minis.     Kaffee und Kuchen eingeladen und durf-
                 Wir bauten einige Bierzeltgarnituren, ei-     ten wieder einige der Gruppenmitglieder
                 nen Pavillon und ein Kuchenbuffet auf un-     kennenlernen. Wir freuen uns, dass wir
                 serer Kirchenwiese auf. Nachdem wir alle      die Gruppe auch dieses Jahr wieder etwas
                 satt waren, spielten wir eine Runde Fuß-      unterstützen können und bedanken uns
                 ball, gefolgt von einer Runde „Familie Mei-   für den wunderschönen Nachmittag!
                 er“. Dabei legte sich der ein oder andere
                 Große beim Rennen auch mal kurz auf den       Vom 11.-14. Juni fuhren dann ein paar
                 Boden oder fiel beim Hinsetzen unerwar-       unserer Minis mit den Meringern nach
                 tet von der Bank, was natürlich vor allem     Kienberg auf die Minitage. Bei Fußball, La-
                 unsere Kleinen sehr zum Lachen brachte.       gerfeuer und vielem mehr hatten alle sehr
                 Danach war es dann auch einmal wieder         viel Spaß und wir freuen uns schon auf
                 Zeit für unser Lieblingsspiel „Werwolf“.      das nächste Jahr.
                 Nachdem schlussendlich auch der letzte

                 22
Ministranten

Eine Woche später war es dann wieder         Wie jedes Jahr beenden wir das Schuljahr
einmal soweit und Fronleichnam stand         auch heuer wieder mit unserem Grillfest.
vor der Tür. Dieses Jahr waren wir sehr      Am 2. August traf sich das Miniteam um
gut besetzt und konnten so eine ganz ent-    15 Uhr, um alles für das Fest im Garten
spannte und wunderschöne Messe feiern.       des Kindergarten St. Afra aufzubauen.
Im Anschluss gingen wir noch auf a paar      Bierzeltgarnituren, Pavillons, Grill, Kühl-
„Würstl“ ins Vereinsheim und spielten        schrank, Deko, Getränke und Schokokuss-

                                                                                           Jung in Mering
auch da noch mit ein paar zukünftigen Mi-    schleuder, alles war vorhanden. Um 16
nis und Kommunionkindern eine Runde          Uhr kamen dann die ersten Minis mit ih-
„Königsfrei“ und „Werwolf“.                  ren Familien und wir starteten unser Fest
                                             mit einem Kuchenbuffet. Danach spielten
Unser nächster Ausflug war dann eine         wir wieder einmal einige Runden „Wer-
Premiere, wir fuhren nämlich erstmalig in    wolf“, bei denen sich alle amüsierten und
den Kletterpark Scherneck. Mit insgesamt     stellten außerdem die Schokokusschleu-
19 Ministranten, einigen Eltern und unse-    der auf - sehr zu Freuden unserer kleine-
rer Mesnerin fuhren wir am 29. Juni um 10    ren Minis! Nach der großen Anstrengung
Uhr gemeinsam mit Autos nach Scherneck       war es dann endlich Zeit unsere Grills an-
und verbachten dort dann 3,5 Stunden in      zuheizen, unser Grillgut aufzulegen und
den Bäumen. Vom leichtesten Parcours         gemeinsam zu essen. Danach ließen wir
„Schlossgespenst“ bis zum schwersten         den Abend noch gemütlich bei gerösteten
Parcours dem „Schwarzen Ritter“ haben        Marshmallows und Lagerfeuer ausklin-
wir alles gemeistert, auch wenn es man-      gen. Wir bedanken uns an dieser Stelle
che Parcours echt in sich hatten. Am bes-    ganz herzlich bei der Kindergartenleitung
ten gefiel den meisten von uns der „Flying   Frau Rebitzer, dass wir dieses Jahr wieder
Fox“ Parcours, der nur aus Seilbahnen        den Garten nutzen durften! Außerdem be-
besteht. Nach dem anstrengenden, aber        danken wir uns bei allen Helfern und Mi-
echt tollen Ausflug, spendierten wir unse-   nis, die geholfen haben dieses Fest wieder
ren Minis und Begleitern noch ein Eis und    zu einer der schönsten Aktionen im Jahr
fuhren danach wieder gemeinsam nach St.      zu machen!
Afra zurück.
                                                                        Susanne Lugert
Einen Monat später war es dann soweit
und wir konnten nach langen Wochen
der Ausbildung, endlich unsere sieben
neuen Ministranten aufnehmen! Kai,
Pia, Magdalena, Carolin, Mina, Anna
und Katharina sind nun endlich Teil
unserer Ministranten Gemeinschaft
und wir freuen uns sehr sie bei uns zu
begrüßen und ab jetzt viele lustige Ak-
tionen zu unternehmen.                  Kletterausflug

                                                                                     23
Ministranten

                 Ministrantentage in Kienberg
Jung in Mering

                 Wer am Pfingstmontag gegen 9 Uhr am          steckten Fragen sowie durch geschick-
                 Pfarrhof vorbeikam, konnte dort 33 auf-      tes Zusammenarbeiten mit den anderen
                 geregte Ministranten und Ministrantinnen     Gruppen gefunden werden. Nach fast vier
                 aus Mering und St. Afra beim Aufbruch zu     Stunden siegten die Ministranten! Nach
                 den traditionellen Ministrantentagen be-     der Ausbildung am Mittwochmorgen, in
                 obachten. Im Landjugendhaus Kienberg         der wir unsere Ministrantenkenntnisse
                 angekommen, wurden nach dem Mittag-          auffrischten, standen am Nachmittag ein
                 essen die Zimmer bezogen, anschließend       Fußballturnier und eine Bastelaktion auf
                 lernten wir uns beim Spiel „Alle, die“ nä-   dem Programm. Abgerundet wurde dieser
                 her kennen. Die Hausrallye am Abend          ereignisreiche Tag von einer Schatzsuche
                 bot die Möglichkeit Herberge und Umge-       bei Nacht. Am nächsten Tag durften die
                 bung zu erkunden. Der zweite Tag stand       Ministranten in Kleingruppen mit selbst
                 ganz im Zeichen des Schutzpatrons der        ausgedachten Aufgaben gegen das Mini-
                 Ministranten, dem Heiligen Tarcisius. In     team antreten. Vom Ministrantenquizz,
                 einem an das Brettspiel „Scotland Yard“      über „Best friends“, Zitronenwettessen,
                 angelehnten Geländespiel musste unser        Sprichwortduell, Wettschminken bis hin
                 Schutzpatron durch das Auffinden und         zu Elfmeterschießen mit verbundenen
                 Beantworten der in Wald und Wiese ver-       Augen war für jeden etwas dabei. Auch

                 24
Ministranten

die traditionellen Waldspiele am Nach-        Minitage waren wieder ein großer Erfolg
mittag waren ein großer Erfolg. Am letz-      und wir freuen uns schon auf den näch-
ten Abend unserer Ministrantentage in         sten Ausflug nach Kienberg im kommen-
Kienberg grillten wir Würstel, Grillkäse      den Jahr.
und Marshmallows über dem Lagerfeu-
er. Ein schönes Ende fand diese Fahrt mit     Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen
der Heiligen Messe am Freitagmorgen, die      Eltern, die den Fahrdienst übernommen

                                                                                            Jung in Mering
wir mit Tobias Seyfried feierten und in       haben, sowie bei Daniel Dambacher und
der wir Gott für die wunderschöne, lusti-     Sabrina Jehle für ihren unermüdlichen
ge und aufregende Woche dankten. Etwas        Einsatz und ihre Unterstützung während
erschöpft und leicht übermüdet, weil die      der Zeit in Kienberg.
Bettruhe manchmal nicht ganz so genau         Bis zum nächsten Michl,
eingehalten wurde, aber mit einem glück-
lichen Lächeln auf den Lippen, trafen wir                                Euer Miniteam
gegen 15 Uhr wieder in Mering ein. Die

Minis beim Fußballturnier
Am 20. Juli 2019 durfte sich das Fußball-     Unser Team: Lukas Halla, David Hoffmann,
team der Meringer Ministranten zum er-        Johannes Halla, Xaver Mayr, Benedikt Gro-
sten Mal bei einem Ministranten-Fußball-      te, Sebastian Nerlich, Luis Franke und Max
turnier mit Mannschaften aus dem ganzen       Sedlmeir;
Dekanat beweisen. Begonnen wurde der
Tag mit einem gemeinsamen Gottesdienst        Betreuer: Carsten Bistritzky, Vincent Ernst
in der Kirche der Gemeinde St. Martin         und unsere Gemeindereferentin Sabrina
in Dasing. Den Gottesdienst gestaltete        Jehle
Jugendpfarrer Gabriel Bucher, der alle
Ministranten um ein faires Turnier bat.
Anschließend fuhren die Teams zur Sport-
anlage Dasing, wo die Minstranten in drei
Altersklassen gegeneinander antraten.
Unser Ministrantenteam nahm erfolgreich
am Turnier teil, musste sich nur dem spä-
teren Turniersieger Klingen geschlagen
geben und erreichte einen beachtlichen 2.
Platz in ihrer Altersklasse. Auch sonst war
das Turnier ein großer Erfolg mit fairen
Spielen und viel Spaß.

                                                                                      25
Weltkirche

                     „Unsere“ Kirche in Togo
Die Welt in Mering

                     Seit knapp vierzehn Monaten unterstützt         ne Dorfgemeinschaft ausreichend Strom,
                     unsere Pfarrgemeinde Mering auf Anre-           der nicht nur zum Aufladen von Handys,
                     gung unseres Kaplans Joseph Afatchao            sondern auch für die kleine Dorfschule
                     und unseres Pfarrers Thomas Schwartz            und für die wirtschaftliche Betätigung
                     den Bau einer Kirche im togolesischen           einzelner Frauen bzw. gemeinschaftliche
                     Eleme.                                          Aktionen des Dorfes verwendet wird. Im
                                                                     kommenden Jahr werden Kpl. Afatchao
                     Wie man auf den Bildern erkennen kann,          und Pfr. Schwartz zur Einweihung des
                     nähert sich unser Projekt seiner Vollen-        Gotteshauses nach Togo fliegen. Zuvor
                     dung. Das Gotteshaus steht. Es fehlen zwar      wird hier im Michl aber noch eine umfas-
                     noch die Sitz- und Kniebänke, aber sowohl       sende Aufstellung aller Kosten und der fi-
                     die Altarinsel als auch der Tabernakel          nanziellen Leistungen unserer Pfarrei ver-
                     konnten gestaltet werden. Innengang und         öffentlicht werden. Das ist zwar wichtig,
                     Altarraum sind gleichmäßig gekachelt,           aber wesentlicher ist die Mitfreude daran,
                     sodass auch gottesdienstliche Prozes-           dass wir anderen Christen in einer Situati-
                     sionen - die in Afrika sehr wichtig sind -      on, in denen es ihnen deutlich schlechter
                     abgehalten werden können. Sogar einige          geht als uns, helfen konnten, ihren größ-
                     Solarmodule konnten installiert werden.         ten Wunsch zu erfüllen: ein eigenes Got-
                     Das war gerade unserem Pfarrer ein be-          teshaus für die Menschen in Eleme. Das
                     sonderes Anliegen. Als Wirtschaftsethiker       macht im Blick auf unsere eigene Situation
                     weiß er um den ökonomischen Effekt ei-          in Deutschland nachdenklich und auch de-
                     ner solchen Anlage. Denn die Kirche hat         mütig: Am Glauben unserer togolesischen
                     jetzt nicht nur eine funktionstüchtige Be-      Mitchristen dürfen wir für unser eigenes
                     leuchtung, vielmehr liefert sie für die klei-   Christsein durchaus einmal Maß nehmen.

                     26
Lesewelten

Buchempfehlung:
Thomas Schwartz: „Die Feier der Messe“
In seinem aktuellsten Buch, das Anfang        fien illustriert. Nach dem Urteil eines Re-
Juli erschienen ist, stellt sich der Merin-   zensenten ist dieses Buch ein unentbehr-
ger Pfarrer Thomas Schwartz Fragen, die       licher Ratgeber bei sämtlichen Belangen
ihm in seinem beruflichen Alltag immer        rund um das Thema Messe.
wieder begegnen: Was feiern katholische
Christen eigentlich in der Messe? Wie läuft   Thomas Schwartz: Die Feier der Messe
der Gottesdienst ab und was bedeuten die      Wissenswertes zum katholischen Gottes-
einzelnen Gebete und Riten? Auf diese         dienst
und ähnliche Fragen gibt Schwartz in dem      Verlag Herder, 1. Auflage 2019, Gebun-
vorliegenden Buch fundierte, aber nicht       den, 96 Seiten, ISBN: 978-3-451-38018-1
zu komplizierte Antworten.                    Preis: 12,- Euro

                                                                                            Die Welt in Mering
Kurze, leicht verständliche Kapi-
tel erschließen die theologische
Bedeutung der Eucharistiefeier,
erklären ihren Ablauf und wer-
fen einen Blick auf wissenswer-
te Details rund um den katholi-
schen Gottesdienst.

Dabei richtet sich das Buch
nicht in erster Linie an Kinder,
sondern vielmehr an (junge)
Erwachsene, die sich auf die Fir-
mung vorbereiten oder an Eltern
von Kommunionkindern, die von
ihren Sprösslingen im Blick auf
die Messfeier immer wieder mit
Fragen bombardiert werden und
dabei manchmal bei sich die ein
oder andere Wissenslücke be-
merken.

Das Büchlein ist durchgehend
mehrfarbig gestaltet und mit
sorgsam ausgewählten Darstel-
lungen aus der Kunstgeschichte
sowie zeitgenössischen Fotogra-

                                                                                      27
Wir stellen vor: Brauchtum

                     Kürbisschnitzen zu Halloween

                     Wir neigen ja dazu gerne zu schimpfen,        Die Ursprünge von Halloween gehen wohl
                     dass irgendwelche Bräuche kommerziali-        auf das heidnisch-keltische Neujahrsfest
Menschen in Mering

                     siert werden und die wahren Beweggrün-        Samhain zurück, das am 1. November den
                     de in Vergessenheit geraten. Sei es der       Beginn des Winters einläutete und eine
                     Valentinstag oder der Weihnachtsmann -        Art Erntefest darstellte. Damals glaubte
                     schnell ist gesagt: „Des amerikanische Zeig   man, dass der Sommer die Zeit des Lebens
                     braucht‘s bei uns net“. Nun zur Herbstzeit    sei und der Winter die Zeit des Todes. In
                     sieht man wieder vielerorts die Kürbisse      der Nacht des Samhain begegneten sich
                     und bald auch die geschnitzten Gesichter.     nach Auffassung der Kelten diese bei-
                     Auch Sonja Sedlmeir lädt im Namen der         den Welten. Den verstorbenen Vorfahren
                     Kolpingsfamilie seit 2011 junge Familien      wurden üppige Speisen angeboten, die
                     zum Kürbisschnitzen auf den Samerhof          symbolisch gemeinsam verzehrt wurden.
                     ein. Nur ein neumodischer amerikani-          In Mexiko feiert man bis heute auf ähnli-
                     scher Brauch zu Halloween? Bei Weitem         che Weise den „Tag der Toten“ am 1. No-
                     nicht, selbst der Name Halloween hat          vember: Familien ziehen mit Schnaps und
                     durchweg christliche Wurzeln. Seit etwa       leckerem Essen auf den Friedhof, setzen
                     1.100 Jahren feiern Katholiken am 1. No-      sich um die Gräber ihrer Verstorbenen
                     vember das Fest Allerheiligen. Im Engli-      und feiern gemeinsam ein Fest. Auch wir
                     schen heißt dieser Tag „All Hallows“. Der     ziehen auf die Friedhöfe, allerdings nicht
                     Abend des 31. Oktober heißt deshalb auf       von Anbeginn der Christianisierung.
                     Englisch „All Hallows Evening“ - also „Al-
                     lerheiligenabend“. Die Abkürzung dafür        Erst im 9. Jahrhundert wurde das heidni-
                     lautet dann schlicht „Halloween“.             sche Fest zum Allerheiligenfest christlich

                     28
Wir stellen vor: Brauchtum

umfunktioniert. Da es zunehmend mehr          Man erzählt sich in Irland die Geschichte
Heilige in der katholischen Kirche gab und    von Jack O., einem Betrüger und Trinker,
es schwer wurde, jeden an einem einzel-       der zu Lebzeiten nur Böses tat. Durch eine
nen Tag zu feiern, weihte Papst Gregor III.   List soll Jack O. den Teufel auf einen Baum
eine Kapelle in der Basilika St. Peter al-    gelockt und dann in den Stamm ein Kreuz
len Heiligen und legte dabei für die Stadt    geritzt haben, wodurch der Teufel auf
Rom den Feiertag auf den 1. November          dem Baum gefangen war. Jack versprach
fest. Ende des 8. Jahrhunderts verbreitete    ihm, ihn herunter zu lassen, wenn er ihn
sich der Termin allmählich in der gesam-      nie wieder behelligen würde. Als Jack
ten Westkirche, bis Papst Gregor IV. 835      später starb, verwehrte ihm der Himmel
Allerheiligen für die gesamte Westkirche      aufgrund der vielen schlechten Taten den
auf den 1. November festlegte. Seit Ende      Zutritt und auch in der Hölle fand Jack kei-
des 10. Jahrhunderts wird zudem am 2.         nen Platz, da er den Teufel ja übers Ohr
November mit Allerseelen ein Gedenktag        gehauen hatte. Der Teufel hatte allerdings
aller Verstorbenen gehalten, die sich nach    ein wenig Erbarmen mit Jack und gab ihm
katholischem Verständnis im Fegefeuer         ein Stück glühende Kohle in einer Rübe,
befinden und noch nicht die volle Gemein-     mit der er durch die Finsternis zwischen
schaft mit Gott erreicht haben. Wie auch      Himmel und Hölle wandern konnte.
bei uns in Mering üblich, wird die damit
verbundene Gräbersegnung bereits am           Allgemein wurde zur damaligen Zeit aus

                                                                                             Menschen in Mering
Nachmittag von Allerheiligen vorgenom-        dieser Geschichte abgeleitet, dass man mit
men. Nach volkstümlich-religiösen katho-      solch einer Rübe die Geister abschrecken
lischen Vorstellungen kann die Leidens-       könnte. Zu Zeiten der aktiven Ausübung
zeit der armen Seelen im Fegefeuer zum        des Halloween Brauches in Irland wurden
Beispiel durch Almosenspenden an Arme         auch stets Rüben verwendet. Später, als
und Bedürftige, Patengeschenke oder Hei-      der Brauch nach Amerika kam, fand man
schegaben an Kinder verkürzt werden -         dort jedoch im Übermaß Kürbisse, die sich
wieder eine interessante Parallele zu Hal-    auf Grund der Größe und Konsistenz sogar
loween.                                       noch besser eigneten.

Der Brauch an diesem Abend
Kürbisse aufzustellen, stammt
aus dem überwiegend katho-
lischen Irland. Die USA-Aus-
wanderer pflegten ihre Bräu-
che in Erinnerung an die alte
Heimat, sodass sie im Zuge des
Halloween-Trends in den 90er
Jahren wieder zu uns nach Eu-
ropa zurückkamen und den An-
schein erweckten „neu“ zu sein.

                                                                                       29
Anzeige
Wir stellen vor: Brauchtum

Aber nicht nur Irland kennt diesen          von „Süßes oder Saures“, einziger Unter-
Herbstbrauch. Im deutschsprachigen          schied zum Halloweenbrauch, die Kinder
Raum wurde lange Zeit das Schnitzen von     verkleiden sich nicht.
Rübengeistern in verschiedenen Regio-
nen Deutschlands, Österreichs und der       Der Mangel an Rüben und die fehlen-
Schweiz als Lichterbrauch zur Erntezeit     de scharfe Abgrenzbarkeit zum irischen
praktiziert. Die Menschen stellten Kerzen   Brauch führen dazu, dass das Rüben-
in ausgehöhlte Rüben (meist Futterrübe),    schnitzen allerdings immer mehr aus-
um damit in der dunklen Jahreszeit böse     stirbt und durch das Kürbisschnitzen
Geister und die damit verbundene Angst      ersetzt wird. Nur in wenigen Regionen
zu vertreiben. Je nach Region ziehen die    trotzen die Heimatpfleger dem Trend und
Kinder in einem Umzug durch die Orte        stellen mit Kindern noch Rübengeister
oder stellen die Rüben ins Fenster, neben   her. Fazit ist jedoch: Bräuche wie die Kür-
die Haustür oder in den Vorgarten von       bislaternen sind eine Mischung aus heid-
Nachbarn und Bekannten, wobei oft Ga-       nisch-katholischem Brauchtum mit deut-
ben erheischt werden.                       lich älteren Wurzeln als das kommerzielle
                                            karnevalistische Halloween.
In Baden-Württemberg (Oberschwa-
ben) und im Regierungsbezirk Schwaben       Termin: Kürbisschnitzen am Samerhof
werden die stark an Larven der schwä-

                                                                                          Menschen in Mering
bisch-alemannischen Fastnacht erin-         Quellen:
nernden „Schreckgesichter“ nach ihrer       Wikipedia: Halloween, Rübengeister, Al-
Fertigstellung abends von kleinen Kin-      lerheiligen
dergruppen von Haus zu Haus getragen.       Karl-Heinrich Bieritz: Das Kirchenjahr.
Dabei werden kleine Lieder oder Sprüche     Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte
vorgetragen, wie zum Beispiel „Wir sind     und Gegenwart. C.H.Beck, München 2005,
die Rübengeister und geh’n von Haus zu      S. 177 f.
Haus, wir bitten um ’ne Gabe, dann geh’n    Augsburger Allgemeine vom 23.10.2012;
wir wieder nach Haus!“ oder „Wir sind die   Brauchtum: Das Sterben der Rübengeis-
Rübengeister und sind im schnitzen Meis-    ter - Nachrichten Neu-Ulm, Abruf unter
ter; drum gebt uns gute Gaben, dann kön-    https://www.augsburger-allgemeine.de ›
nen wir uns laben.“. Alles nicht weit weg   Lokales (Neu-Ulm)

                                                                                    31
Wir stellen uns vor

                     In dieser Ausgabe des „Michl“ stellen        liges sozieales Jahr (FSJ) an. Auf diese
                     sich zwei junge Frauen vor. Während          Weise soll auch aufgezeigt werden, wie
                     die eine bereits ein Jahr im Bundesfrei-     die Institution Kirche jungen Menschen
                     willigendienst (Bufdi) in unserer Pfarrei    die Möglichkeiten geben kann, sich in
                     absolviert hat und auf diese Zeit zurück-    der wichtigen Übergangszeit von Schule
                     blickt, tritt die andere nun ihr freiwil-    zur Berufsausbildung zu orientieren.

                     Mein Jahr als Bufdi im Kindergarten St. Afra
                                                                    sicht, einer Erzieherin, die es schon zu
                                                                    meiner Kindergartenzeit gab, was für
                                                                    mich gleich ein erleichterndes Gefühl
                                                                    war und meine Aufregung etwas mil-
                                                                    derte. Nachdem mir alles gezeigt wurde,
                                                                    vieles, so wie ich es in Erinnerung hatte,
                                                                    einiges aber auch verändert, startete ich
                                                                    in meinen ersten Tag als ‚Hase‘. Ich durf-
                                                                    te gleich mein Hasen-Team, alle anderen
Menschen in Mering

                                                                    Erziehrinnen und Erzieher (manche da-
                                                                    von schon gut bekannt) und natürlich
                                                                    auch die Kinder kennenlernen, die mich
                                                                    alle sehr lieb empfangen und aufgenom-
                                                                    men haben. Natürlich stellte sich mir
                                                                    dann schon die erste Hürde, die Namen-
                                                                    seinprägung … aber nach einiger Zeit
                                                                    war auch das kein Problem mehr. Meine
                                                                    Aufgaben, Pflichten aber auch die Regeln
                                                                    in der Gruppe, die ich gleich von meinen
                                                                    Kolleginnen bekam, versuchte ich mir
                     Am 01. Oktober 2018 ging ich nach 12         schnell einzuprägen, um vor allem jetzt
                     Jahren Schule einmal wieder in den Kin-      am Anfang schon einen guten Eindruck
                     dergarten St. Afra, aber diesmal nicht als   zu machen. Nachdem die erste Zeit ver-
                     Besucherin, sondern als Mitarbeiterin. Als   gangen war durfte ich in Eigenregie zum
                     ich in der Früh durch die Eingangstür des    ersten Mal mit den Kindern ein ‚Angebot‘,
                     KiGa‘s ging, wusste ich noch nicht, was      also eine Bastelaktion durchführen, was
                     mich in diesem Jahr alles erwarten würde.    für mich wieder eine sehr aufregende Sa-
                     Meine Neugier auf das, was vor mir stand,    che war und mich gleichzeitig auch freute,
                     war also riesengroß. Begrüßt wurde ich       dass mir schon so vertraut wird. Nachdem
                     von einem mir schon sehr bekannten Ge-       meine Arbeit meine Kollegen überzeugte,

                     32
Sie können auch lesen