Journal Nr. 76 Juli 2020 - AWO Rhein-Oberberg
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
Nr. 76 Juli 2020
Journal
Mitglieder-Zeitschrift der Arbeiterwohlfahrt
Kreisverband Rhein-Oberberg e.V.
von Mitgliedern für Mitglieder
Foto: Daniela HöndgesbergWPMLTCBOLPCFSCFSHEF
EFS
%JF#BOL
FS
0CFSCFSH
T D I J D I U F
S G P M H T H F
&JOF& N Å
U + V C J M V
GFJFS
+BISFWPS0SUKFU[UVOEBVDIJO;VLVOGUÅ
*OEJFTFN+BISCMJDLFOXJSBVGFJOFKISJHF
HFOPTTFOTDIBGUMJDIF&SGPMHTHFTDIJDIUF[VSDL
VOEEBOLFOVOTFSFO.JUHMJFEFSOVOE,VOEFO
GSJISFMBOHKISJHF5SFVFÆJournal
In eigener Sache Ausgabe 76
Inhaltsverzeichnis
In eigener Sache
Seite
Rhein-Oberberg 3 - 11 Liebe Mitglieder der AWO Rhein-
Oberberg e.V., liebe Leserinnen und
Leser.
Bundesverband 50
Schon beim Erscheinen der ersten
Ausgabe des AWO Journals in diesem Jahr,
Aus den Ortsvereinen und deutete es sich an, dass eine, für uns alle
Einrichtungen ungewohnte, Zeit auf uns zukommen
Bergisch/Gladbach 13 - 19 würde. Doch dass sich diese Pandemie so
heftig und schnell weltweit ausbreiten würde, damit hat niemand gerech-
Bergneustadt 20 - 21 net.
Dass das öffentliche Leben fast auf null heruntergefahren werden musste,
Engelskirchen 22 - 25 um eine noch größere Ausbreitung und vor allem eine damit einherge-
hende unvorstellbare Welle von schwersten Erkrankungen zu verhindern,
Gummersbach 26 das haben wir uns nicht vorstellen können – weil wir es ja auch alle noch
nie erlebt haben.
Leichlingen 27 Unsere Regierung und die Menschen in Deutschland haben es mit großer
Disziplin und unglaublich umfassender Unterstützung durch den Staat
Lindlar 28 - 30 geschafft, die Pandemie zumindest in Deutschland in den Griff zu
bekommen.
Marienheide 31 - 36 Schwere Wochen und Monate liegen hinter uns. Auch in den Einrichtun-
gen und Diensten unseres Kreisverbandes haben sich die Mitarbeitenden
Odenthal 37 - 39 diesen schweren Herausforderungen stellen müssen. Ein Krisenstab war
eingerichtet worden, der sehr effizient gearbeitet hat.
Reichshof 42 - 43 Mit Erfolg und mit großer Kreativität und vorbildlichem Einsatz aller
haben wir es geschafft, dass wir nur drei Corona-Erkrankte zu verzeich-
Waldbröl 44 - 46 nen hatten.
Auch finanziell haben wir, auf Grund der stabilen Finanzsituation und
Wiehl/Nümbrecht 47 der schnellen Reaktion der Geschäftsführung, Schlimmeres verhindern
können.
Wipperfürth 48 Auf den nächsten Seiten können Sie/könnt ihr in beeindruckenden
Berichten aus den Einrichtungen und auch aus den Ortsvereinen lesen,
wie engagiert und kreativ alle mit dieser einzigartigen, die ganze Welt
betreffenden, Krise umgegangen sind.
Ich bin wieder einmal sehr stolz auf unsere AWO in Rhein-Oberberg!
Impressum 35
Foto:Krug; AWO Mittelrhein
Auf die Menschen ob im Hauptamt oder im Ehrenamt. Wenn es drauf
ankommt, sind wir gemeinsam unheimlich stark.
Ich bin voller Dankbarkeit ihnen und euch allen gegenüber!
Redaktionsschluss für die Lasst uns positiv in die Zukunft schauen und gestärkt aus der Krise
nächste Ausgabe: hervor gehen.
21. August 2020
Wir machen weiter!
Herzlichst Eure/ihre
Kreisvorsitzende
Seite 3Journal „Mamaaaa, wer ist draaaan?!”
Ausgabe 76
Arbeiten Zuhause in Corona-Zeiten.
Ein Erfahrungsbericht.
Von Jenny Göx
Bergisch Gladbach: Wie so viele
Familien mussten wir bis zur Wieder-
eröffnung der Kitas Anfang Juni mit
einem völlig neuen Tagesablauf
zurechtkommen.
…
Ein kleiner Rückblick auf diese Zeit:
Statt den Tag mit einem schnellen
Frühstück zu starten und unsere vier-
Foto: privat
jährige Tochter im Minutentakt zur
Eile anzutreiben, damit wir pünktlich
aus dem Haus und zur Kita kommen, chen-Utensilien. Früher habe ich über Nachdem das Tagespensum einiger-
hat sich genau diese Situation hier einen vollen Schreibtisch gestöhnt, maßen geschafft ist, bin ich erstmal
etwas entspannt. Unsere Tochter jetzt verteidige ich eine Ecke auf dem platt. Die „Doppelbelastung“ ist deut-
muss nicht mehr geweckt werden, Esszimmertisch, die noch nicht mit lich spürbar. Ich brauche dringend
sondern wacht meist einigermaßen Spielzeug vollgestellt ist. eine kurze Pause, bevor ich mit meiner
gut gelaunt auf und kann mit Mama Heute klingelt das Telefon besonders Tochter in ihren Nachmittag starte
und Papa gemeinsam früh- oft. Unsere Tochter mault aus dem und endlich das tue, was sie möchte.
stücken. Hintergrund: „Mama, wer ruft da an?! Es fehlt im Arbeitsalltag das Gespräch
Dabei laufen aber meist schon zwei Mamaaaaa, wer ist da draaaan?“ und mit den Kolleginnen beim Kaffee in
Laptops im Hintergrund. Der Papa ein wenig später „Mama, ich habe der Küche oder die gemeinsame
arbeitet schon seit sieben Uhr, damit Hunger!“. Der Papa telefoniert auch Mittagspause. Wir versuchen über
er nachmittags möglichst früh wieder gerade. Also: Das Kind zum x-ten Mal Telefonate, Mails und Chats alles
Zeit mit der Kleinen verbringen kann. heute vertrösten und beim Gegenü- Notwendige auszutauschen und auch
Ich selbst starte etwas später, um ber um Verständnis bitten. Danach mal ein wenig zu quatschen. Der
unsere Tochter beim Aufstehen zu gibt es erstmal den gewünschten normale Austausch geht sonst
begleiten. Obststeller. Puh, selbst mal schnell komplett verloren. Neue
Die Stimmung wechselt von Tag zu ein Glas Wasser trinken und in einen Kolleg*innen kenne ich auf einmal
Tag, mal kann sich unsere Tochter Apfel beißen und tief durchatmen. nicht mehr persönlich, sondern nur
nach ein paar Tagen der Eingewöh- Für das nächste Telefonat übernimmt am Telefon. Ein komisches Gefühl.
nung mittlerweile einige Zeit selbst der Papa. Wirklich entspannt ist man Dabei sind wir in der äußerst privile-
beschäftigen, mal ist sie sehr nie. Immer der Blick auf die Uhr, um gierten Situation Arbeitgeber zu
frustriert, dass schon wieder „Arbeits- den anderen wieder abzulösen. haben, die uns das Arbeiten Zuhause
tag“ ist und ihre Eltern zwar da, aber Eigentlich müsste ich in Ruhe einen ermöglichen. Doch es begleiten einen
zeitweise nicht richtig ansprechbar Artikel schreiben, gerade schwierig. immer Gedanken wie: Leidet mein
sind. Als letzte Option bleibt irgendwann Kind unter der Situation? Das Gefühl,
Nach einiger Zeit in „Heimarbeit“ hat nur, der Tochter das Tablet mit der es keinem richtig recht machen zu
sich vieles eingespielt, aber weniger Lieblingssendung anzumachen. Das können, bleibt.
anstrengend wird es nicht. Kleine bringt ein wenig Zeit für die Dinge, …
Kinder brauchen Input, Kinder zum auf die man sich intensiv konzentrie-
Spielen um sich. Vierjährige verstehen ren muss. Mittlerweile, mit der Öffnung der
nur begrenzt, dass sie sich jeden Tag Dann ist auch schon wieder Mittags- Kitas, entspannt sich die Situation bei
über Stunden zurücknehmen müssen. zeit, der Laptop läuft weiter – uns und für viele Eltern wieder. Uns
Wir sitzen zwischen Bergen von zwischen den kochenden Spagetti hat geholfen uns täglich zu versichern:
Rätselbüchern, Malstiften, Bastelsa- und der Tochter, die unbedingt „Irgendwann wird es wieder
chen, Kneteresten oder Kinderkü- mithelfen möchte. Irgendwie geht es. besser werden. Durchhalten!“
Seite 4Dank an die Helfer Journal
Ausgabe 76
Ein praktisches Dankeschön für die
Feuerwehr Engelskirchen
(jg)Engelskirchen: Beim Brand in „Wir haben von der AWO soge- klemmt ist, kann die Feuerwehr mit
einem Bewohnerzimmer in unserem nannte Rauchverschlüsse erhalten. zwei oder mehr Kameraden unter
Otto Jeschkeit Altenzentrum im Aufgrund physikalischer Grundsätze Atemschutz zum Löschen das
vergangenen Jahr kamen wir zum hat Rauch das Bestreben nach oben Zimmer bzw. die Wohnung betreten.
Glück mit nicht viel mehr als einem zu ziehen. Diese Eigenschaft nutzen Der Schlauch, gefüllt mit dem Lösch-
Schrecken davon. Das verdanken wir, die Feuerwehren aus. wasser, kann am Boden nachgeführt
neben dem raschen Eingreifen unse- Stellen wir uns vor, hinter einer werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass
rer Mitarbeitenden, nicht zuletzt der Zimmer- oder Etagentüre wütet ein die unterstützenden Kräfte vor dem
Feuerwehr Engelskirchen. „Höllenfeuer nach DIN“ mit einer Rauchabschluss keinen Atemschutz
Als Dank spendete die AWO Rhein- starken Rauchentwicklung. Würde die tragen müssen.
Oberberg der Feuerwehr „Rauchver- Feuerwehr nun klassisch vorgehen, Der Gesamtschaden wird mit Einsatz
schlüsse“, die auch bei Einsätzen wie wird der Rauch sich nach dem Öffnen eines Rauchabschlusses deutlich
diesem im Altenzentrum zum Einsatz der Tür ganz schnell auch im noch geringer ausfallen.
kommen können. unversehrten Bereich ausbreiten und Jetzt kann man sich fragen, warum hat
Thomas Krimmel, Leiter der Freiwil- dort Schaden anrichten. die Feuerwehr sich so tolle Gerät-
ligen Feuerwehr Engelskirchen, erläu- Spannt man nun den Rauchverschluss schaften nicht von der Gemeinde
tert im Folgenden selbst, was genau in den Türrahmen und sorgt dafür, beschaffen lassen? Hat sie! Wie bei
diese speziellen Hilfsmittel können: dass der obere Bereich dicht abge- den Schuhen, die wir tragen, gibt es
auch bei den Türen unterschiedliche
Breiten. In den Pflegeeinrichtungen
sind diese meist so breit, dass man mit
einem Bett durch die Türe fahren
kann. Für diese breiten Türe hatten
wir noch keinen Rauchverschluss,
daher freuen wir uns über die Spende
von zwei Stück dieser Gerätschaften.
Da wir zu dem Zeitpunkt des Brandes
im letzten Jahr diese noch nicht
hatten, haben wir eine andere Taktik
angewendet: Als wir sicher sein konn-
ten, dass niemand mehr im Zimmer
war, haben wir die Türe verschlossen
und sind über eine tragbare Leiter
durch das Fenster im 2. Geschoss
zum Löschen in den Raum einge-
drungen. Diese Taktik hat den Scha-
den auf dem Gang und den umliegen-
den Räumen deutlich minimiert und
Foto: Feuerwehr Engelskirchen
eine Evakuierung der Bewohner
konnte in Ruhe durchgeführt werden.
In der Hoffnung, dass wir diese
Rauchabschlüsse zukünftig nur bei
Übungen nutzen müssen, sage ich
Das Foto wurde während eines Übungseinsatzes anlässlich der Atemschutzgeräteträgerausbil- noch einmal herzlichen Dank für
dung geschossen. diese Sachspende.“
Seite 5Journal Wir trotzen Corona –
Ausgabe 76
Ein Blick in die Einrichtungen und
auf unsere Ortsvereine in diesen
besonderen Zeiten
(jg) Ründeroth: Die Corona-Pande-
mie hat unser aller soziales Leben in
den letzten Monaten ziemlich auf den
Kopf gestellt. Soziale Kontakte
mussten eingestellt werden, zumin-
dest im nicht-digitalen Leben,
Geschäfte und Einrichtungen blieben
geschlossen, die Menschen waren
zutiefst verunsichert.
All diese Veränderungen betreffen
uns als AWO Rhein-Oberberg natür-
lich auch.
Einmal als Arbeitgeber von über
1.000 Mitarbeitenden, die meisten
davon in Kitas und Pflegeeinrichtun-
gen, die besonders im Fokus der
Foto: AWO
Öffentlichkeit stehen. Aber es betrifft
uns auch als sozialer Verband, der die
gesellschaftliche Entwicklung im selbst ausdenken, sondern diese ange- mitunter stark gebeutelten Pflegeein-
Blick behalten will. ordnet sind und wir sie umsetzen richtungen. Unsere Seniorenzentren
Seit Anfang Juni sind unsere Kitas müssen. in Wiehl und Ründeroth zeigten mit
und Familienzentren wieder im einge- Und daneben, eigentlich ja Hauptauf- ihren Teams auf beeindruckende
schränkten Regelbetrieb. Viele der gabe, dürfen die betreuten Kinder Weise, was Pflege leistet.
Kinder sind wieder zurück in den nicht vergessen werden. Unsere Kitas Als die Betretungsverbote für Pflege-
Einrichtungen, wenn auch (Stand und Familienzentren haben sich viel einrichtungen angeordnet wurden,
Redaktionsschluss) mit einem verrin- einfallen lassen, um mit den Kindern traf es Bewohner*innen aber auch
gerten Stundenkontingent. Die Erzie- in der Schließungsphase in Kontakt zu unsere Kolleg*innen erst einmal hart.
her*innen und weiteren Mitarbeiten- bleiben. Es wurden Mails mit Bastel- Die Bestimmungen waren natürlich
den vor Ort leisten einiges. Neue tipps und Liedern geschickt, Briefe zurecht streng. Auf die Führungs-
Verordnungen des Ministeriums geschrieben, für die Kinder genäht teams prasselte ein immenser Aufga-
kommen meist ohne große Voran- oder Plakate an den Kitas aufgehängt. bendruck ein.
kündigung und müssen unter großem Auch unsere Jugendeinrichtungen Hygiene wird in den Einrichtungen
Druck umgesetzt werden. Was in der sind neue Wege gegangen, um in ohnehin großgeschrieben, doch
einen Woche gilt, kann ein paar Kontakt zu bleiben. Vieles lief über Aufgaben wie die zusätzliche Ausstat-
Wochen später schon wieder anders die sozialen Medien. Der Ideenreich- tung mit Schutzkleidung, eine der
sein. Es entstehen mit Hilfe der tum war groß, viele tolle Ideen Pandemie angepasste Personalpla-
Verwaltung neue Pläne, Formulare wurden umgesetzt. Doch wir stoßen nung und die allgegenwärtige Unsi-
und Handlungsanweisungen, die auch an vielen Stellen auf Hürden wie cherheit aller Beteiligten waren
nicht nur schnell eingesetzt bzw. Datenschutzbestimmungen oder anfangs eine große Herausforderung.
umgesetzt, sondern auch im Team technische Machbarkeit. Die Krise Dazu kamen die Sorgen und Nöte der
und mit den Eltern kommuniziert zeigt, dass es noch viele Themen zu Bewohner*innen und Angehörigen.
werden müssen. Die meisten Eltern „beackern“ gilt. Aber viele Schritte in In einer Einrichtung gab es drei
reagieren verständnisvoll. Manche die richtige Richtung sind gemacht. Corona-Infektionen. Die hatte noch
verstehen aber nicht, dass wir uns Beeindruckt haben aber besonders schärfere Quarantäne-Bestimmungen
diese Maßnahmen als Träger nicht auch die kreativen Aktionen unserer zur Folge, sowohl für die
Seite 6Journal
Ausgabe 76
gemeinsam sind wir stark!
Bewohner*innen der betroffenen Natürlich ist es nur ein Ausschnitt unser tiefer Dank.
Station als auch für die Mitarbeiten- von dem, was in den letzten Mona- Die Ortsvereine Lindlar und Leichlin-
den. Was besonders beeindruckt hat: ten geleistet wurde. Die anderen gen wurden immens schnell aktiv und
Die Kolleg*innen in den Einrichtun- Mitarbeitenden in unseren vielen nähten hunderte von Masken – als die
gen taten alles, damit die Situation für Einrichtungen sind nicht verges- Maskenpflicht noch gar nicht umge-
unsere Bewohnerschaft erträglich sen, alle haben gemeinsam Außer- setzt war! Sie halfen damit in ihren
blieb. So wurde etwa möglich gewöhnliches geleistet. Gemeinden vor Ort, gaben die
gemacht, dass Angehörige mit ihren Auch gilt an dieser Stelle ein Dank von Masken an u.a. Einrichtungen und
Lieben über Tablets oder Smartpho- der Seite der Mitarbeitenden an Behörden aus. Leichlingen machte mit
nes sprechen und sich dabei zumin- Vorstand und Geschäftsführung und der Aktion „Bergisches Schild“ weiter
dest sehen konnten. Auf diese damit verbunden auch an die Verwal- auf sich aufmerksam. Mit 3-D-Druc-
wunderbare Idee ist auch das WDR tung. Niemand musste in Kurzarbeit kern werden hier sogenannte „Face
Fernsehen aufmerksam geworden. geschickt werden, es mussten keine Shields“ hergestellt, ein besonderer
Über den Besuch des Fernsehteams Corona-bedingten Kündigungen Gesichtsschutz als Ergänzung zum
berichten wir in der nächsten ausgesprochen werden. Diese Bemü- Mundschutz. Schon über 1.000
Ausgabe. hungen im Hintergrund werden Schilde konnten verteilt werden.
Sobald die Bestimmungen etwas oftmals nicht gesehen. Einige dieser erwähnten besonderen
gelockert wurden, wurde so viel „Last but not least“ waren wir auch Aktionen der letzten Zeit finden Sie
Besuch wie nur irgendwie ging, von der Verbandsseite beeindruckt. auch auf unserer Facebook-Seite und
ermöglicht. Wie Sie auch auf den Unsere Ortsvereine taten in ihrem hier im Heft.
folgenden Seiten nachlesen können. Umfeld das, was die Stärke der AWO
Die Teams, ob Sozialer Dienst, Pfle- ist: Auf den einzelnen Menschen Wir danken allen, die gemeinsam diese
gende, Leitung, Küche, Hauswirt- schauen, Bedarfe vor Ort erkennen herausfordernde Zeit mit uns
schaft oder Hausmeister, allen gilt ein und helfen. Exemplarisch sind hier meistern, immer unter dem Motto:
besonderer Dank! zwei Ortsvereine zu nennen, allen Helfen mit Herz. Gemeinsam sind
anderen Aktiven gilt aber genauso wir stark!
Seniorenwohnungen
im ehemaligen Feierabendhaus in Ründeroth
Vermietet werden 10 Seniorenwohnungen mit eigenem Bad und Gemeinschaftsküche zum Mietpreis
von 300,- € + Nebenkosten und Servicepauschale. Wahlleistungen, wie die Teilnahme an den Mahl-
zeiten im Speisesaal des Otto-Jeschkeit Altenzentrums, haushaltsnahe Dienstleistungen wie Appar-
tementreinigung und Haus- und Handwerkerservice, können gegen Entgeld in Anspruch genommen
werden. Waschmaschine und Wäschetrockner stehen gegen Gebühr zur Verfügung. Ein PKW-Stellplatz
kann auf Wunsch gemietet werden.
Hüttenstraße 27 | 51766 Engelskirchen | Tel: 0 22 63 / 96 24-0 | Fax: 0 22 63 / 96 24-199
info@awo-rhein-oberberg.de | www.awo-rhein-oberberg.de | facebook.com / AWORheinOberberg
Seite 7Journal Flexibilität ist gefagt
Ausgabe 76
Während Corona ist alles anders…
Von Sabine Fleischer schon immer unser größtes Anliegen sehr zufrieden.
war, nämlich das Wohlergehen unse- Seit dem Muttertag haben wir den
Engelskirchen-Ründeroth: Oh ja, rer Bewohnerinnen und Bewohner, Besuchsservice von einem auf drei
das Leben hat sich für alle Menschen genießt auch in dieser schweren Zeit Fenster erweitert und seither erfreut
stark verändert. Auch für uns hier im höchste Priorität. sich das „Fensterln“ reger Nachfrage.
Otto Jeschkeit Altenzentrum ist jetzt Dazu gehört immer ein offenes Ohr
nichts mehr so wie es einmal war. für Jeden und das Bemühen den Mittlerweile bietet unsere Küche als
Die gute Nachricht: Corona hatte bis Bewohner*innen diese schwere Zeit zusätzlichen Service, Bewohner*-
Mitte Mai bei uns keine Chance sich so angenehm wie möglich zu gestal- innen und ihren Angehörigen zur
auszubreiten. Die Kehrseite der ten. Mittagszeit ein gemeinsames Mitta-
Medaille - Der Alltag hat sich für uns Verständlicherweise wurde der gessen an. Der Besuch sitzt im Außen-
total geändert. Angefangen damit, Wunsch nach Kontakten zu Angehö- bereich am Tisch, die Bewohner und
dass es keine Gruppenangebote, keine rigen und Freunden im Laufe der Zeit Bewohnerinnen im Innenraum an
Feste und Feiern und auch keine immer und immer größer. Bei der ihrem Tisch.
Ausflüge mehr gibt. Überlegung, wie ein gesicherter So ist ein gemeinsames Mittagessen
Keine Besuche von Angehörigen! Besuch aussehen könne, kam im April „a la Corona Zeit“ ins Leben gerufen
Stattdessen gibt es Sicherheitsab- die Idee mit dem „Fensterln“ auf. worden.
stände und jede Menge Auflagen, Die ersten zaghaften Versuche der Eine nette kleine Veranstaltung gibt s
worauf geachtet werden muss, was Umsetzung scheiterten kläglich. Da jetzt doch wieder bei uns, gestaltet
möglich ist und was nicht. bei geschlossenem Fenster die Versu- wird sie von einer Gruppe der „Anto-
Um den notwendigen Sicherheitsab- che, telefonisch zu kommunizieren, nie Pfülf“-Kita, die unsere „Geburts-
stand wahren zu können, wird darauf für einige Bewohnerinnen und tagskinder“ am Fenster mit Liedern
geachtet, dass sich nicht mehr als fünf Bewohner zu schwierig war. Subopti- und Tänzen überrascht. Eine tolle
Bewohner zur selben Zeit im Innen- mal - Eine neue Idee musste her! Freude für Alt und Jung! Dafür ein
hof aufhalten und nicht mehr als zwei Gut, wir versuchten es mit einem herzliches Dankeschön an unsere
Personen die Aufzüge nutzen. Das offenen Fenster! Eine Plastikplane, Kita!
Essen wird nicht im Speisesaal, die den notwendigen Schutz für die Auch möchten wir uns für die vielen
sondern in den Wohngruppen Bewohner*innen bieten sollte, wurde liebevoll geschriebenen Briefe, die so
gereicht, daher wurden die Aufent- angebracht. So war der Kontakt direk- toll gemalten Bilder und gebastelten
haltsräume entsprechend umgestaltet. ter und die Verständigung viel, viel Osterüberraschungen bedanken, die
Das, was sich nicht geändert hat und besser. Alle waren mit dieser Lösung wir mit ganz viel Freude an unsere
Bewohnerinnen und Bewohner
verteilt haben.
Es war so schön in ihre glücklichen
Gesichter zu schauen, wenn wieder
eine neue Überraschung ankam. Das
ganze Haus ist jetzt mit Gemälden
geschmückt und bietet einen herr-
lichen Anblick.
Ein weiteres „Dankeschön“ an die
vielen ehrenamtlichen Näherinnen,
die von Nah und Fern kamen, um uns
ihre selbst genähten Mundschutzma-
sken zu schenken.
Dafür einen dicken Applaus von uns!
So mancher Mundschutz war so fröh-
lich bunt gestaltet, dass unsere
Bewohner*innen sich auch gerne
Foto: AWO
damit schmücken!
Seite 8Journal
Ausgabe 76
„OberbergStones”
Die AWO Kreisverband Rhein-Oberberg hat folgende Idee
für die vielen Stunden Zuhause:
„OberbergStones“ a Steine sammeln, Steine waschen, Steine bemalen, Steine
auslegen, Steine finden und finden lassen!
Freude und Glück verbreiten auch in der Corona-Krisenzeit
Von Angelique Gleich
#wirmachenweiter #stayhome
Benötigt wird:
a ein Stein (oder mehrere)
a Acrylfarben (besonders gut eignen sich Acrylstifte)
a Klarlack (am besten zum sprühen)
(Alternativ reicht auch ein Edding und
eine kleine Flasche Fingernagel-Klarlack zum versiegeln)
Und so wird´s gemacht:
Man findet einen Stein und nimmt ihn mit. Zuhause wäscht und schrubbt man ihn am besten ordentlich ab,
damit die Acrylfarben oder der Edding besser drauf haften. Motiv aussuchen und Stein bemalen. Damit das
ausgesuchte und aufgemalte Meisterwerk nun dauerhaft auf dem Stein bleibt, am besten noch mit Klarlack
besprühen oder bepinseln. Auf die Rückseite nun noch den Zusatz: „OberbergStones“ drauf schreiben und
fertig ist der Stein um ausgelegt zu werden und Freude beim Finden zu bereiten. Fotos kann man auf Facebook:
OberbergStones hochladen oder nachsehen ob die eigenen ausgelegten Meisterwerke gefunden worden sind.
ACHTUNG: beim Klarlack pinseln verschmieren die Meisterwerke oft!
Seite 9Journal
Ausgabe 76
„Was ein Mensch an Gutem Kreisverband
in die Welt hinausgibt, Rhein-Oberberg e.V.
geht nicht verloren.“ Helfen mit Herz.
Albert Schweitzer
NACHRUF
auf eine hochgeschätzte Kollegin und einen liebenswerten Menschen.
Margarete Strackbein
Frau Strackbein war von 1988 bis 2004 Mitarbeiterin in unserem Otto Jeschkeit Altenzentrum in Ründeroth.
Sie wurde als Mitarbeiterin in der Küche und später als Hauswirtschaftsleiterin von den Mitarbeitenden und
der Bewohnerschaft als herzliche, lustige und verlässliche Person sehr geschätzt.
Wir werden sie nicht vergessen.
Unsere Gedanken sind bei ihrem Mann und ihren Angehörigen.
Vorstand, Geschäftsführung und Betriebsrat des AWO Kreisverband Rhein-Oberberg e. V.
OV Ründeroth
Angebote für Senorinnen und Senioren
Im “Alten Rathaus” zu Ründeroth treffen sich jeden Dienstag von 13:00 - 16:00 Uhr
Seniorinnen und Senioren,
um bei Kaffee und Kuchen sowie Gesellschaftsspielen ein
paar gemütliche Stunden zu verbringen.
Auskünfte unter 0 22 63/95 20 13
Seite 10Journal
Ausgabe 76
MOBIL ANS ZIEL.
Die SteinGruppe verbindet
Menschen.
Ob Kombi oder Kleinwagen
oder Transporter: In den
Autohäusern der SteinGruppe
wartet eine große Auswahl
an leistungsstarken Modellen
zu attraktiven Konditionen
auf Sie. Schauen Sie doch
einfach mal in einem unserer
10 Autohäuser vorbei und
lernen Sie unsere attraktiven
Serviceleistungen kennen.
Wir freuen uns auf Ihren
Besuch!
3 x in Bergisch Gladbach | 2 x in Gummersbach | Engelskirchen | Rösrath | Waldbröl | Siegburg | Lindlar
www.steingruppe.de
Volkswagen Nutzfahrzeuge
neuland
Seite 11Journal
Ausgabe 76
MD
K-
ge
Pf p
leg rüf
en te Q
ot
e 1 uali
,0 tät
! :
Pure Lebensfreude
im Alter
In unserem Haus erhalten Sie optimale Pflege und Betreuung.
Wir ermöglichen unseren Bewohner*innen aber auch vielfältige
Aktivitäten: spontane Ausflüge, Fahrten in die Umgebung und
sogar Urlaubsreisen.
Bei uns ist täglich was los: es gibt Sportgruppen, Spiele- und
Musiknachmittage. Und wir feiern gern – ob Karneval, Sommerfest
oder mal Grillen – gute Laune ist garantiert!
Auch für die nötigen Rückzugsorte ist gesorgt:
Entspannen kann man im Sinnesgarten, im sonnigen Innenhof,
in der Wellnessoase oder im Kaffeestübchen.
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage und beraten Sie gern individuell: Foto: AWO Rhein-Oberberg e.V.
AWO Otto Jeschkeit Altenzentrum
Hüttenstr. 27 • 51766 Engelskirchen-Ründeroth • Tel 02263 9623-101 • m.deckers@awo-rhein-oberberg.de • www.awo-az-ruenderoth.de
Seite 12Journal
Ausgabe 76
Zeit für Renovierungen
Das Ufo Jugendkulturhaus der AWO
in Corona-Zeiten
von Martin Greiber
Bergisch Gladbach: Letztendlich
ging alles Schlag auf Schlag. Wir
befanden uns Mitte März im Alltag,
natürlich mit sensiblerem Umgang
mit Abständen und Hygiene in unse-
rem Jugendtreff.
Die Festivals im Mai waren durchge-
plant, Flyer fertig und Eintrittskarten
im Druck. Die Kinderparty im April
war vorbereitet. Uns schwante schon, davon lebt, dass Leute das Haus Besucher*Innen Musik. All dies hat
dass eine Umstellung bevorsteht und betreten, die es mit Leben erfüllen. mit dem direkten Kontakt mit
eine Durchführung von Konzerten Von zehnjährigen Besucher*Innen, Menschen zu tun, die hier anwesend
nicht mehr zu verantworten sein wird. die mit uns Uno spielen, kochen oder sind.
Das Verbot des weiteren Betriebes am Kinderpartys mit organisieren bis hin
16. März kam nicht unerwartet, aber zu Leuten Mitte 20, die bei einem Da nun das Haus nicht mehr zugäng-
schnell. Rockkonzert auf der Bühne stehen. lich ist, mussten wir uns überlegen, auf
Wir sind im Alltag pädagogische welchen Gebieten wir aktiv werden.
Grundsätzlich ist seitdem fast unsere Begleiter, Rahmenbedingungs-Schaf- Ebenso ist seit dem 1. April die Perso-
komplette Arbeit anders. fer, Menschen Zusammenbringer, nalsituation eine andere. Ich habe die
Vermittler, und wir schaffen Sozial- Leitung übernommen und unsere
Wir sind ein Jugendkulturhaus, das und Kulturräume und machen mit Mitarbeitenden Patrick und Britta
Seite 13Journal Ufo wieder geöffnet
Ausgabe 76
von 14 Uhr bis 16 Uhr anbieten. Hier
kann man einfach mit uns quatschen
oder auch Probleme und Sorgen
besprechen. (Darüber hinaus haben
wir Aushänge am Haus mit Infos,
Kontaktstellen und wie man mit uns
Kontakt aufnehmen kann.)
Die Umsetzung der Aufgaben bringt
dem ganzen Team einen positiven
Schwung und die täglichen Verände-
rungen und Fortschritte zu sehen,
steigert unsere Vorfreude.
Tatsächlich fiebern wir wieder auf den
Fotos: Jugendtreff Ufo
Tag hin, an dem es hier im Haus
weitergehen kann. Derzeit befinden
wir uns in der intensiven Auseinander-
setzung mit unserem Hygienekonzept,
den Reinigungsplänen und Umsetzun-
haben ein größeres Stundenkontin- können. gen im Haus, um das Ufo Jugendkul-
gent erhalten, da wir uns von einem Hier sind uns viele Inhalte und Tipps turhaus der AWO in den „Corona-
4er-zu einem 3er-Team umstrukturiert eingefallen, womit wir täglich unsere Modus“ zu versetzen.
haben. Follower auf Instagram und Face-
book versorgen. Wir freuen uns auf den Tag, wenn das
Somit sind wir in dieser Zeit fünf Die vierte Hauptaufgabe ist das Ufo wieder mit Leben gefüllt wird und
große Aufgaben angegangen:
Wir nutzen Instagram und Facebook, um verschiedenen "Content"
Erstens: Die Aufgabe, die Umstruk- zu veröffentlichen. Hierbei versuchen wir, unsere unterschiedlichen
turierungsmaßnahmen durchzufüh- Zielgruppen zu versorgen.
ren, die unabhängig von Corona- Dazu gehören:
Gegebenheiten im Ufo anstanden. a) Tägliche Tipps mit täglich wechselndem Inhalt (montags Kulinari-
sches, dienstags Spielen, mittwochs Basteln/Gestalten, donnerstags
Zweitens: Das Haus für eine hoffent- Bewegung und freitags Umfragen).
lich baldige Neueröffnung vorzuberei- b) Tipps für Livestreams und Onlinekonzerte oder Plattformen, die diese
ten. Dazu gehören Instandhaltungs- anbieten
maßnahmen, Malerarbeiten, c) Umfragen nach Bedarf und Wünschen
Umfunktionieren von Räumen, d) Veröffentlichung von Kontaktstellen und Hilfe-Telefonnummern
Anpassungen in Abläufen und von e) Wir sind in der Planung, als Pilotprojekt einen "Akustik-BAR Live-
der Organisation, Veränderungen in stream" (Unplugged-Konzert für Instagram und Facebook) ins Leben
der Ästhetik und der Attraktivität des zu rufen. (Natürlich mit gebührendem Abstand)
Ufos, Anpassungen durch veränderte f) Tipps für eSports-Veranstaltungen
Bedarfe der Besucher*Innen und die g) "Aktuelles auf dem Ufo"
Beseitigung von angestauten Aufga- h) Anschreiben von Besucher*Innen, von Musiker*Innen und Kontakt
ben. mit der Gruppe, die sonst regelmäßig die Akustik-BAR Jamsession
Drittens: Das Auftreten als Jugend- besucht.
zentrum in der Digitalen Welt* auszu-
bauen, was spannend und schön, aber Management von Corona-Vorkeh- sind gespannt, was unsere
nicht ganz leicht ist: Es gibt Klärungs- rungen. Vom Umgang und Einhalten Besucher*Innen dazu sagen, was wir
bedarf in Datenschutzfragen, die von Vorschriften im Haus bis hin zu für sie vorbereitet haben.
Herausforderung, wie wir unsere Absperrungen und Kommunikation
kleinsten Besucher*Innen erreichen rund ums Haus. Nachtrag der Redaktion: Mittler-
können und die Frage, wie wir unsere Die fünfte Aufgabe ist ein Telefon- weile konnte das Ufo wieder
zahlreichen Zielgruppen ansprechen dienst, den wir montags bis freitags öffnen.
Seite 14Journal
Ausgabe 76
Wir gratulieren
Öffnungszeiten:
Montag/Dienstag 15:00 bis 20:00 Uhr
Mittwoch/Donnerstag 15:00 bis 23:00 Uhr
Freitag: Vermietungen und Veranstaltungen
Samstag: Veranstaltungen
Besonderheiten: Ferienangebote, Jugendfilmworkshop, Ausflüge, Aktionen,
Akustik Bar, Theatergruppe, Politische Bildung und vieles mehr
Kontakt:
Ufo Jugendkulturhaus der AWO
Kölner Str. 68
51429 Bergisch Gladbach - Bensberg
Telefon: 02204-54922
E-Mail: jugendkulturhaus@awo-rhein-oberberg.de
Internet: www.ufo.awo-rbk.de
Team: Martin Greiber, Britta Bott, Patrick Kraus
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag
Aus dem OV Aus dem OV
Bergisch-Gladbach/Rösrath Engelskirchen-Overath
06.08. Anneliese Kaysers (89)
07.08. Erna Schiffbauer (95) 02.07. Sonja Griga (87)
11.08. Gudrun Bockelmann-Wey (75) 20.07. Hannelore Müller (80)
03.09. Brunhild Wyrobek (80) 23.07. Ursula Ockenfels (89)
07.09. Gisela Lachnit (80) 29.07. Helga Henrichs (85)
24.09. Marlene Boes (85) 29.07. Maria Paustenbach (93)
31.07. Ruth Böthling (89)
01.08. Hans Klehn (93)
Aus dem OV Bergneustadt 13.08. Marlene Bohne (88)
15.08. Franziska Wystub (93)
10.09. Caroline Schlaak (80) 17.08. Catharina Trampenau (80)
28.09. Magdalene Braun (86) 19.08. Hans Kremer (86)
05.09. Edith Gersinske (87)
07.09. Elisabeth Pospiech (98)
Aus dem OV Burscheid- 07.09. Joachim Böthling (89)
Wermelskirchen 12.09. Rosemarie Sauer (86)
13.09. Irmgard Buro (91)
09.08. Annemarie Dopke (88) 15.09. Rosemarie Lammers (80)
19.09. Paul Seubert (87)
26.09. Waltraud Praedel (85)
28.09. Anneliese Schwamborn (86)
28.09. Karl Heinz Hartmann (80)
Seite 15Journal Für Junggebliebene
Ausgabe 76
Mein Ehrenamt im
Waldkindergarten „Dombach”
Von Annette Voigt gleich auf mich losstürzen, dann geht Namen und die Kinder kennen alle
mir jedes Mal dabei das Herz auf. Orte ganz genau. Jeden Tag wird in
Bergisch Gladbach: Vor drei Jahren der Morgenrunde ein Ausflugsziel
lernte ich den Leiter des Waldkinder- Die Kinder nehmen mich so wie ich ausgewählt, ganz demokratisch, denn
gartens, Richard Wetzka, während bin, unabhängig meines Alters oder die Mehrheit entscheidet. Es sei denn,
meiner freiberuflichen Tätigkeit als Herkunft, binden mich spontan in ihr jemand hat Geburtstag, dann darf das
Fundraiserin kennen. Spiel ein und so grabe ich Sandburgen Geburtstagskind auswählen.
und klettere auf Lehmberge. Ich fühle
Mich sprach das pädagogische mich jung im Herzen und das spüren Mein Lieblingsziel ist u. a. das Vogel-
Konzept direkt an und ich nahm die Kinder ganz genau. nest, das die Kinder aus Ästen selbst
daher die Einladung, den Kindergar- gebaut haben. Hier spielen wir Vogel-
ten zu besuchen, gerne an. Ich blieb Seit ich dabei bin, erlebe ich die Natur familie und ich bin oft das Kind und
und arbeite seitdem mit anhaltender viel intensiver und lerne meine meine Vogeleltern sagen mir, wo es
Begeisterung hier im Waldkindergar- Heimat erst richtig kennen und schät- langgeht. Der Spielplatz am Dombach
ten mit. zen. Da gibt es die Kuhwiese mit ist von Vielen und auch von mir heiß
einem traumhaften Blick in die Weite, begehrt, denn hier lockt die Wasser-
Inmitten dieser quirligen und munte- den „schlafenden Riesen“, einen riesi- pumpe zum herrlichen Matschen. Wie
ren Kinderschar fühle ich mich wohl gen Baumstumpf mitten im Wald- viele Sandburgen ich hier schon
und meine Ideen kann ich ins Team dickicht oder „die Perlenschlucht“ am gebaut habe, unter Leitung eines klei-
einbringen. Wenn ich einmal pro Hang eines Kraters. Jedes Ausflugsziel nen Jungen, der sich selbst zum
Woche komme und die kleinen Racker trägt einen solch phantasievollen Bauleiter erkoren hat. Auf dem
Hinweg überqueren wir eine Straße
und unsere Verkehrsdetektive achten
auf die Autos und ob wir vollzählig
sind. Munter tönt es dann „Alle da“.
Die Kinder lernen mit der Natur acht-
sam umzugehen und sind emsig bei
der Müllaktion damit beschäftigt den
Müll unserer Mitmenschen mit
Zangen und Handschuhen „bewaff-
net“ einzusammeln. Jedes kleinste
Papier, das wir auf unseren Spazier-
gängen finden, wird von ihnen kritisch
kommentiert. Unser Waldkindergar-
ten liegt auf dem Gelände des Bestat-
tungswaldes Pütz & Roth, den die
Kinder gerne besuchen. Hier gilt es z.
B. achtsam zu sein und sich gemäßigt
zu verhalten, um die Trauernden nicht
zu stören.
Highlights sind und waren für mich
der Ausflug zum Puppenspieler, der
Fotos: AWO
Ausflug in die Teddy-(Uni)-Klinik
nach Köln, die Präsentation der
Seite 16Journal
Ausgabe 76
Kommentar „Eigentlich bin ich nicht
mit Enten befreundet“ „Eigent-
lich“…, bei mir macht er eine
Ausnahme. Was für ein Kompliment.
Jetzt sammle ich die Stilblüten der
Kinder und schenke diese ihren
Eltern, die sich daran erfreuen. Wir
sind auch stolze Besitzer von zwei
Johannisbeer Sträuchern, die ich
gemeinsam mit den kleinen Garten-
freunden vor zwei Jahren pflanzte.
Am Ende meines Tages im Waldkin-
dergarten fühle ich mich reich
beschenkt. Die Kleinen lehren mich
auf kleine Dinge zu achten und sich
Kinder am Ende ihres Papierprojektes Gerne erinnere ich mich an das jähr- daran zu begeistern. An diesem Tag
in Kooperation mit dem Papiermu- liche Lichterfest zu St. Martin. Mit bin ich zufrieden, denn Menschen, die
seum, das gemeinsame Frühstück zu selbstgebastelten Laternen ziehen die viel lachen, sind selbstzufriedener und
Weihnachten im Bauwagen und auf Kinder, die Eltern im Schlepptau erleben Glücksmomente in kleinen
jeden Fall der Karnevalsumzug in durch den dunklen Wald. Abschlie- Dingen. Nirgendwo sonst lache ich so
BGL-Sand. ßend gibt es einen Weckmann. Dazu viel wie an diesem Tag.
ein kleines Mädchen in froher Erwar-
Manche Spiele im Abschlusskreis tung auf diesen Genuss: „Ich rieche Solange ich kann, bin ich mit von der
erinnern mich an meine eigene Milchbrötchen“, auf 500 m Entfer- Partie. Ich freue mich dabei sein zu
Kinderzeit. Es ist unglaublich wie nung, wirklich beachtlich. können sage „Danke“, dass das Team
viele Liedtexte mir plötzlich wieder Ein anderes Beispiel: S. spielt einen meine ehrenamtliche Mitarbeit unter-
einfallen und ich fröhlich mit trällere. Wolf und ich eine Ente: Sein stützt und trägt.
en?
70 70
o c k e ls c h ä d
Schimmel? S ellerwände?
19 19
it it
Feuchte K
se se
Warum denn gleich ausschachten?
Warum dennInnenwandsanierung
Dauerhafte gleich ausschachten?
–
Bautenschutz GmbH Dauerhafte
ohne Garten- Innenwandsanierung –
und Terrassenschädigung
Bautenschutz GmbH • Schimmelpilzsanierung • Innendämmung
Kellerabdichtungen
ohne Garten- und Terrassenschädigung
Kellerabdichtungen • Schimmelpilzsanierungen
Sockelsanierung • Verpressungen • Innendämmungen
• Balkon-/Betonsanierungen
Sockelsanierungen•Verpressungen•,,àFTUNGSANLAGEN
0MQFOFS4USBFBr&OHFMTLJSDIFO Geschäftsführer: J. Adolphs
5FMr'BY Sachverständiger für
.VTUFSXPIOVOHr,ÕMO-JOEFOUIBM Schimmelpilzerkennung,
5FMr'BY -bewertung und
XXXBEPMQITCBVUFOTDIVU[EF -sanierung (TÜV)
JOGP!BEPMQITCBVUFOTDIVU[EF Mitglied im DHBV
Seite 17Journal Wir gratulieren zum Jubiläum
Ausgabe 76
40 Jahre Sozialstation
Von Waltraut Gronewald
Bergisch Gladbach: Die Sozialstation,
der Unruheherd im Haus der AWO
am Standort „Am Birkenbusch“ in
Bergisch Gladbach: 23 Mitarbeitende
im Schichtdienst, 17Dienstwagen, 24
Stunden im Dienst an 365 Tagen im
Jahr, ständig kommt jemand, immer
verändert sich etwas, nichts hat Zeit,
immer muss alles sofort sein – selten
ist Ruhe.
Als die Sozialstation am 01.04.1980
gegründet wurde, war alles anders.
Das Team war überschaubar, es gab
weder Wochenend- noch Spätdienst.
Fotos: Privat
Über Wirtschaftlichkeit musste sich
niemand Gedanken machen.Eine
Dokumentation oder Zeiterfassung fach täglich-nein, falsch ausgedrückt - der immervor Ort als Kommunika-
gab es nicht. Qualität war, was subjek- heute sind wir mit fast 30% der tionsmittel und zur Qualitätssiche-
tiv als solche empfunden wurde.Ein Arbeitszeit mit dem Anpassen der rung bereitliegen muss. Kein Einsatz
Einsatzplan galt für Wochen unverän- Dienstpläne an die Bedarfe der ohne Dokumentation von Leistung
dert. Der Verkehr war kein Problem Kunden aber auch der und Fachlichkeit.
und die Parksituationen für unsere Mitarbeiter*innenbeschäftigt, denn
Mitarbeitendenwar nichts, über das auch die Mitarbeiterwünsche nach Ein großer Teil unserer Arbeitszeit ist
wir nachgedacht haben. bestimmten Schichten, freien Tagen durch die Dokumentationsanforde-
und vor allem das Planen nach den rungen gebunden.Zeit ist heute ein
Heute werden tägl. mindestens gesetzlichen Vorschriften, wie den wichtiger, kostbarer Faktor. Es wird
190bis200 Pflege- und Betreuungsein- Anforderungen des SGB XI,SGB V geprüft wofür wir sie eingesetzt haben
sätze bei ca. 150 Kund*innen im Alter und dem Arbeitszeitgesetz hat für uns und was sie kostet. Auch fachlich
zwischen zwei und 100 Jahren gefah- oberste Priorität. korrekt muss die Dokumentation
ren. Wir erbringen Körperpflegelei- sein, das Befinden der Kund*innen,
stungen, reichen Essen an, geben Die Häufigkeit von Einsätzen bei alle Werte, Aussagen zur Kommuni-
Medikamente, hängen Infusionen an, Kund*innen verändern sich, kation, Beratungen, die das Wissen
spritzen, machen Verbände, und vieles Leistungsaufträge verändern sich, über die Expertenstandards spiegeln
andere mehr. neue Kund*innen kommen plötzlich sind erforderlich.
Es werden Einsätze nach Kundennot- hinzu, andere entfallen. Notfälle
rufen gefahren, es wird hauswirt- müssen zwischendurch bedient Die Krankheitsbilder unserer
schaftliche Hilfe geleistet, wir fahren werden, aber auch Straßen sind Kund*innendivergieren heute durch
zu Ärzt*innen und gehen einkaufen gesperrt oder verstopft, Unfälle die gesamte Palette aller möglichen
oder spazieren, das Telefon steht passieren oder es gibt keine Park- ärztlichen Diagnosen einschließlich
selten still. plätze für unsere Dienstwagen. der Pflegeam Ende des Lebens, die die
Diese ständig wechselnden Bedarfe Begleitung eines Sterbeprozesses zu
Es gibt Kund*innen die wir sechsmal erfordern von unserenKolleg*innen Hause ermöglicht.
täglich besuchen, aber es gibt auch tägliche Fachkompetenz, Flexibilität
einzelne Fahrten, um ein Pflegebera- und Kreativität. Das macht unsere 1999 hat sich die Sozialstation
tungsgespräch in der häuslichen täglicheArbeit aber auch sehr entschlossen ihre Qualität freiwillig
Umgebung zu führen. abwechslungsreich. vom TÜV prüfen zu lassen. Diese
1980 gab es gar keine Dokumenta- freiwilligen Prüfungen wurden durch
Heute ändern wir Einsatzpläne mehr- tion. Heute ist sie ein Aktenordner, die MDK-Prüfungen abgelöst. Unser
Seite 18Journal
Ausgabe 76
Prüfergebnis mit der jährlichen 1,0 Versorgung von gerontopsychiatrisch 51515 Kürten,
präsentieren wir gerne in unseren veränderten Kund*innen ebenso wie im Gesundheitshaus
Räumen. zu anderen Fachthemen um die Wipperfürther Str. 153;
Betreuung zu gewährleisten, die Tel.: 02207-9197235
Um der gestiegenen Nachfrage aus gewünscht ist.
den Gemeinden Dürscheid, Kürte- Die häusliche Pflege hat den Vorteil, Die AWO Rhein-Oberberg e.V. gratu-
nund Odenthal nachkommen zu dass unsere Kund*innen in ihrer liert dem Team der Sozialstation ganz
können, haben wir am 19. Februar gewohnten Umgebung bleiben und herzlich zu 40 Jahre Erfolg und enga-
2013 unser Pflegeberatungsbüro in dort von uns professionell und fach- giertem und professionellem Einsatz
Dürscheid eröffnet. Heute versorgen lich qualifiziert betreut werden, und für die Menschen, die der Hilfe bedür-
wir Kund*innen bis hinter Olpe, in das nun seit 40 Jahren. fen.
Delling, Kürten, Bechen und im
Dürschtal. Dementsprechend viele Unser Bestreben ist und war es immer, Wir sagen Danke und wünschen
Kilometer fahren wir täglich mit unse- dass wir mit allen Kolleg*innen, die weiterhin viel Kraft und Einsatz
ren Dienstwagen. sich bei uns wohl fühlen, zufriedene mit Herz.
Diese Arbeit erfordert von unseren Kund*innen betreuen.
Kolleg*innen, die vielfach schon Sie machen eine großartige Arbeit
lange Jahre bei uns sind, ein breites Das Team der AWO Sozialstation mit für die Menschen und die AWO
medizinisches und pflegerisches Waltraut Gronewald als Organisa- Rhein-Oberberg e.V.
Fachwissen, sowie eine hohe psychi- tionsleitung und Qualitätsbeauftrag-
sche und physische Stabilität, sie sind ten, sowie Bianka Schäfer als verant- Für den Vorstand
unser wertvollstes Kapital, auch wortlich leitende Pflegefachkraft Beate Ruland (Vorsitzende)
besonders aufgrund ihres Wissens auf freuen uns auf viele weitere Jahre Für die Geschäftsführung
Spezialgebieten. wertgeschätzter Arbeit für die Bewoh- Martina Gilles
ner von Rhein- und Oberberg.
Wir beschäftigen unter anderem fünf
Pflegekräfte mit der Zusatzqualifika-
tion zum Wundexperten nach ICW;
eine TÜV geprüfte Qualitätsbeauf- AWO Gesundheits- und sozialpfle-
tragte, vier Pflegekräfte haben eine gerisches Zentrum
Zusatzausbildung zur/zum Pflegebe- Schuldnerberatung
rater*in gem. § 45 SGB XI bzw. § 7a 51469 Berg. Gladbach;
SGB XI. Vier unserer Am Birkenbusch 59; Informationen und Hilfe
Mitarbeiter*innen haben eine Fortbil- Tel.: 02202-9373114 für überschuldete
dung zur Palliative Care Fachkraft. sozialstation@awo-rhein-obek- Privatpersonen
Natürlich absolvieren alle Mitarbei- berg.de
tenden regelmäßig Fortbildungen zur und 42929 Wermelskirchen
Markt 10
Montag 14:00 - 17:00 Uhr
Dienstag -Donnerstag
9:00 - 12:00 Uhr
Tel.: 0 21 96 / 8 86 05 90 21
Fax: 0 21 96 / 8 86 05 90 24
Mail: mail.sbwk@awo-rhein-ober-
berg.de
Seite 19Journal Neue Konzepte entwickelt
Ausgabe 76
Neues aus der Schwangerenberatungsstelle
Beratungsarbeit in Zeiten von Corona
von Birgit Wirth
Bergneustadt: Während Corona
bedingt viele Arbeitsbereiche im Land
brachlagen und vieles nicht mehr ging,
haben wir in unserer Beratungsstelle
die Beratungsarbeit aufrechterhalten.
Weil die Schwangerschaftskonfliktbe-
Kostenlose
ratungen aufgrund des Landesgeset-
zes als systemrelevant eingestuft
Babymassage
wurden, haben wir nach Einhaltung
der Hygienemaßnahmen „Face to
Face“-Beratungen weiter durchge-
führt.
Die Schwangerenberatungen wurden
telefonisch bearbeitet und alles in
allem waren die Frauen dankbar, ein
offenes Ohr für ihre Probleme zu
haben. In dieser Zeit wurden wir
besonders von der neuen Mitarbeite-
rin Frau Andrea Berger-Gerwatz
unterstützt, die seit November 2019
mit zu unserem Team zählt und die
Nachfolge von Frau Iris Chromow
angetreten hat, die einige Stunden
reduziert hatte und sich jetzt voll und
ganz dem Kinderschutz widmet.
Obwohl Teambesprechungen und
Supervision während der „Corona- Projekt »Neue Wege«
zeit“ ausfielen bzw. ausfallen, konnten
Gestaltung: aufgemerkt | kommunikation.design
wir die Wochen nutzen, um konzep-
tionelle Modelle zu überdenken, neue
für junge Mütter und
Ideen zu entwickeln und Umsetzun- Schwangere unter 21
gen zu planen.
Jahren
So wurde zum Beispiel erörtert, ob
das inzwischen über 13 Jahre beste-
hende Projekt „Neue Wege“ junge
Frauen noch immer in dem Maße werden. Inspiriert und unterstützt stelle angeboten wird. Auch dieses
Illustration: Adobe Stock © tama
anspricht, wie wir es vor mehreren durch eine großzügige Spende des Angebot richtet sich an junge Frauen
Jahren angedacht hatten. Projektin- AWO Ortsvereins Bergneustadt unter 21 Jahren.
halte wurden überarbeitet und sollen konnte ein Babymassage-Kurs
nun zugeschnitten auf die heutige geplant und entwickelt werden der im Ein entsprechender Flyer wurde bei
Generation, aktueller gestaltet Herbst in den Räumen der Beratungs- Online Teamsitzungen abgestimmt
Seite 20Journal
Ausgabe 76
Dank an Ortsverein
und befindet sich inzwischen im kennen. Die Haut ist eines der primär massagekurs kann dies in Teilen nach-
Druck. Materialien wurden entspre- entwickelten Sinnesorgane eines geholt werden. Die Möglichkeit zum
chend eingekauft und wir sind sehr Menschen. Das Kontaktbedürfnis Austausch in schöner Atmosphäre
auf die Resonanz der jungen Mütter durch Berührung ist genauso stark wird angeboten, Verunsicherungen
(und Väter) gespannt. ausgeprägt wie das Bedürfnis nach können gemindert werden, Raum und
Nahrung und Ansprache. Babys, die Zeit zum Kennenlernen ist vorhan-
Hierfür einen herzlichen Dank an nicht mit regelmäßigen Berührungen, den. Professionelle Unterstützung
den AWO Ortsverein Bergeustadt. Liebkosungen und positiven taktilen findet durch die Sozialpädagogin und
Reizen versorgt werden, zeigen schon die Familienkinderkrankenschwester
Unsere „FamKi“ Familienkinderkran- früh psychische und physische statt.
kenschwester Frau Ina Mortsiefer- Mangelerscheinungen. Im Babymas-
Engelbert wird die Babymassage sagekurs lernen die Eltern sich voll Ein Kurs umfasst 6 x 1,5 Stunden in
anbieten und beschreibt im folgenden und ganz auf ihr Kind zu konzentrie- Kleingruppen mit bis zu 5 Teilneh-
kurz Sinn und Inhalte dieses Angebo- ren und einzulassen. Es findet auto- mer*innen. Das Angebot ist
tes: matisch ein Feinfühligkeitstraining kostenlos und beinhaltet auf
statt, was sich auf die gesamte Wunsch einen Hol- und Bring-
Babymassage bietet eine wunderbare Versorgung und Entwicklung des Service. Nachher besteht vor Ort
Möglichkeit eine gute Bindung zu Kindes auswirkt. Eine gute Eltern- die Möglichkeit zur Beratung in
seinem Baby aufzubauen. Berührt Kind -Interaktion beugt frühkind- allen Belangen rund um das Kind.
werden durch feinfühliges Massieren lichen Regulationsstörungen vor und
ist eine Grundlage für Vertrauen und fördert die spätere Stressresistenz.
Selbstbewusstsein. Die Eltern lernen Durch die Veränderung unserer
ihr Neugeborenes mit all seinen Fein- Gesellschaft ist ein Lernen am Wir freuen uns jetzt schon auf die
zeichen zu ,,lesen" und immer besser Modell oft nicht möglich. Im Baby- Anmeldungen!
AWO Beratungsstelle für Familienplanung und
Schwangerschaftskonflikte
Kölner Straße 173, 51702 Bergneustadt
Tel.: 02261/94 69 50 Fax: 02261/9 13 04 22
Mail: schwangerenberatung@awo-rhein-oberberg.de
www.awo-rhein-oberberg.de
Unsere Beratung ist:
a Kostenlos
a Ergebnisoffen
a Unabhängig von Konfession und Staatsangehörigkeit
a In Einzel- und Paargesprächen sowie in Gruppen möglich
a Vertraulich und unterliegt der Schweigepflicht
a Auf Wunsch anonym
Wir bieten Außensprechstunden in Wipperfürth und Nümbrecht an.
Um vorherige telefonische Anmeldung wird gebeten.
Seite 21Journal Informationen aus dem OV
Ausgabe 76
Termine und anderes aus dem OV
Engelskirchen-Overath
Von Beate Ruland diesem Jahr keine Wahlen oder Ob die Tagesfahrt nach Bad Driburg
besonderen Beschlüsse auf der am 30. September stattfinden kann,
Engelskirchen: Wie wir ja schon in Tagesordnung gehabt hätten. wissen wir leider noch nicht.
der letzten Ausgabe angekündigt
haben, mussten wir unsere Fahrten Die finanzielle Situation ist gut! Siehe Ihr bekommt rechtzeitig Bescheid!
leider absagen. Auch die Jahreshaupt- auch den Bericht zur Fundgrube auf
versammlung wird vorerst, auf Grund der Seite 23. Wir wünschen allen weiterhin gute
der Corona Einschränkungen nicht Sobald es wieder möglich ist, werden Gesundheit und freuen uns auf
stattfinden können. Das ist aber auch wir zur Jahreshauptversammlung ein baldiges gesundes Wiederse-
nicht ganz so tragisch, da wir in einladen. hen!
Foto: Daniela Höndgesberg
Diamantene Hochzeit
feiern
Jochen und Ruth Böthling
am 12. August 2020
Beide sind seit vielen Jahren treue Mitglieder des AWO Ortsvereins.
Der Ortsverein gratuliert dem Jubelpaar ganz herzlich und wünscht ihnen noch
viele, gemeinsame, gesunde und glückliche Jahre in ihrem schönen Eigenheim
auf der Hardt.
Für den Ortsvereinsvorstand
Beate Ruland
Seite 22Journal
Ausgabe 76
Bedenken lösten sich auf
„Fundgrube Engelskirchen” wieder geöffnet
Wir machen weiter!
Von Beate Ruland
Engelskirchen: Nachdem auch die
Fundgrube in Engelskirchen auf
Grund der Infektionsschutzverord-
nung wegen der Corona-Pandemie
ihre Tür Anfang März schließen
musste, ist sie nun endlich seit dem
2. Juni wieder geöffnet.
Wir alle freuen uns – die ehrenamt-
lichen Mitarbeitenden wie auch unsere
Kundinnen und Kunden!
Eine lange Zeit der Kontakteinschrän-
kungen, der Ungewissheit wie es
weiter gehen soll und auch der Sorge,
ob wir alle ohne Erkrankung durch
diese bedrohliche Krise kommen, liegt
hinter uns. chend der Pandemievorgaben ein Würden sie sich an die Regeln halten?
Dank der Corona-Soforthilfe des Hygiene- und Sicherheitskonzept Wie anstrengend ist es, den ganzen
Landes, die wir erhalten haben, konn- ausgearbeitet, das es umzusetzen galt. Nachmittag mit dem Mund-Nasen-
ten wir auch trotz der weggebroche- Hier gilt unser Dank dem Kreisver- schutz zu arbeiten?
nen Einnahmen unsere Miete und band, insbesondere unserer Aber die Bedenken lösten sich in Luft
feststehenden Kosten weiterbezahlen. Geschäftsführerin Martina Gilles und auf. Alle waren vernünftig und
Als wir dann wussten, dass wir nach Herrn Passberger, die uns mit Rat und verständnisvoll und freuten sich eben-
Pfingsten wieder den Laden öffnen Tat zur Seite standen und geholfen falls endlich wieder bei uns einkaufen
konnten, haben wir vorher entspre- haben. Ein Spuckschutz rund um den zu können. Da störte die zeitweilige
Kassenbereich wurde von Herrn Wartezeit vor dem Laden nur wenig,
Überberg angefertigt. Wir bekamen denn es durften ja auf Grund der
viele Tipps zum Regeln des Kunden- Vorgaben nur immer drei Kunden
betriebs im Laden! gleichzeitig im Laden sein.
Notwendige Informationsschilder Auch die Einnahmen waren am Ende
zum Verhalten im Laden zum Schutz des Tages ganz zufriedenstellend.
der Kund*innen und vor allem aber Ich bedanke mich bei allen, die uns
auch unserer Ehrenamtlichen, die fast den Einstieg in die „neue Zeit“ in der
alle zur Gruppe der Risikoklasse 1 „Fundgrube“ möglich gemacht
gehören, mussten angefertigt werden, haben. Auch den Kund*innen gilt
Laufwege auf dem Boden durch unser Dank, die uns treu geblieben
rotweiße Klebebänder abgeklebt sind.
werden. Vor allem gilt mein Dank unserem
Bis auf zwei der Hochrisikoklasse großartigen ehrenamtlichen Fundgru-
angehörenden Mitarbeitenden haben benteam, das so begeistert trotz aller
sich dann alle Ehrenamtler*innen Beschwernisse mit allen wieder an
wieder bereitgefunden mitzumachen, Bord ist.
ja sie hatten alle große Lust wieder zu Wir sind dankbar, dass wir alle von der
Fotos: Beate Ruland
arbeiten. Krankheit verschont geblieben sind.
Der erste Tag war aufregend: wie
würden die Kund*innen reagieren? Wir machen weiter!
Seite 23Journal Wenn das kein Grund
Ausgabe 76
50 Jahre stark im Team:
Wir gratulieren Beate und Peter
Ruland zur Goldhochzeit
(jg) Engelskirchen: Die beiden ten für die AWO und die SPD. Beate
trafen sich im Frühjahr 1969 zum und Peter Ruland waren jahrelang
ersten Mal auf einer Party in Köln. sehr aktiv für die SPD in Engelskir-
Obwohl sich der junge Peter Ruland chen und im Kreis unterwegs. In
anfangs wohl etwas ungeschickt Engelskirchen waren sie beide Rats-
anstellte, war doch direkt eine große mitglieder. Beate war zudem Frak-
Sympathie da. Beate Ruland, früher tionsvorsitzende und zuletzt viele
noch Miebach, die damals mitten in Jahre stellvertretende Bürgermeiste-
der Ausbildung zur Krankenschwe- rin.
ster steckte, hatte nicht viel Freizeit – Dr. Gero Karthaus, Bürgermeister
trotzdem fand man Zeit sich zu tref- der Gemeinde Engelskirchen, kam
fen und sei es nur auf dem Heimweg dann auch gerne um den Genossen
von der Ausbildungsstelle nach Beate und Peter zu gratulieren.
Hause. Schnell war klar, das wird In seiner kurzen Ansprache an das
etwas Ernstes! Und nach nur vier Goldpaar hob Karthaus noch einmal
Monaten verlobte sich das Paar. Ein ihr großes Engagement für Engels-
Jahr später wurde in Engelskirchen kirchen hervor:
geheiratet. „Ich mache gerne Besuche bei Gold-
in Engelskirchen als Urgestein der hochzeiten oder anderen Jubiläen,
Doch der frühere Kölner Student hat AWO und SPD bekannt, seine Toch- aber der heutige Besuch bei euch ist
mit Beate Ruland nicht nur eine tolle ter hat dieses Erbe gerne angetreten schon etwas ganz besonderes. Denn
Frau, sondern auch ein für ihn bis und glücklicherweise traf dies auch es kommt wahrlich nicht oft vor, dass
dato neues Umfeld gewonnen: Günt- direkt Peter Rulands Nerv. ich ein Jubelpaar beglückwünschen
her Miebach, Beate Rulands Vater, ist Beide engagieren sich seit Jahrzehn- darf, das wie ihr beide über Jahr-
Seite 24Sie können auch lesen