Paloma Würth zu Gast bei der Musikgesellschaft Rettung des Restaurant Rössli Serie St. Margrethen im 2. Weltkrieg - 3. Teil

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Paloma Würth zu Gast bei der Musikgesellschaft Rettung des Restaurant Rössli Serie St. Margrethen im 2. Weltkrieg - 3. Teil
Paloma Würth zu Gast bei der Musikgesellschaft
                                          Rettung des Restaurant Rössli
                                          Serie St. Margrethen im 2. Weltkrieg – 3. Teil

Gelöste Stimmung am Zollübergang St. Margrethen-Höchst bei Kriegsende 1945 (Foto Festung „Heldsberg“).
Paloma Würth zu Gast bei der Musikgesellschaft Rettung des Restaurant Rössli Serie St. Margrethen im 2. Weltkrieg - 3. Teil
Laura Bucher

             Paloma mit Gee-K Band                                                                      Inhalt
             in St. Margrethen
             zu Gast                                                                                    3
                                                                                                        • Paloma mit Gee-K Band
             Paloma Würth wird mit der Band                                                             in St. Margrethen
             Gee-K den diesjährigen Unterhal-
             tungsabend der Musikgesellschaft
             St. Margrethen am Samstag 18. April                                                        5
             2015 mitgestalten.
                                                                                                        • 100 Jahre Einwohnerverein
             Die Musikgesellschaft St. Margrethen ist                                                   Nebengraben
             immer wieder mal für eine Überraschung
             gut! Unter der Leitung von Christian Speck
             rockten auch schon die Flying Koteletts                                                    11
             zusammen mit dem Musikantinnen und                                                         • Das Tor zum Osten
             Musikanten in der Rheinauhalle. Dieses
             Jahr kommt nun die bekannte Sängerin
             Paloma Würth nach St. Margrethen.                                                          13
                  Die Schweizer Sängerin Paloma ver-
             eint in ihrer engagierten Persönlichkeit fa-
                                                                                                        • Festungsmuseum mit
             cettenreiche Talente. Als gefragtes Model,                                                 Sonderausstellungen
             versierte Moderatorin und begehrte Mar-
             kenbotschafterin ist sie seit mittlerweile
             über zehn Jahren weit über die Grenzen                                                     14
                                                                                                        • St. Margrethen
                                                                                                        im 2. Weltkrieg - 3. Teil

                                                                                                        16
                                                                                                        • Tannen aus dem
                                                                                                        Wienerschlossgarten

                                                                                                        19
                                                                                                        • Von der Schweinemast
                                                                                                        zum Werkhof

                                                                                                        23
                                                                                                        • Retten wir unser Rössli

                                                                                                        25
                                                                                                        • Openair-Kino 2015
             ihrer Schweizer Heimat hinaus erfolgreich           Die Musikgesellschaft freut sich zu-   • St. Mazamba 2015
             unterwegs. Ihre grösste Leidenschaft je-       sammen mit Paloma & Band auf viel Pu-
             doch gilt der Musik, die sie schon von ih-     blikum. Türöffnung ist um 18:30 Uhr. Die
             rer frühen Jugend an begleitet. Nach Jah-      Küche versorgt die Gäste vor dem Konzert    26
             ren intensiver Zusammenarbeit mit dem
             deutschen Erfolgsproduzenten Ralph
                                                            und in der Pause mit gewohnt leckeren
                                                            Speisen.
                                                                                                        • WWS Wärme-Wassertechnik AG
             Siegel geht die ausdrucksstarke Sängerin            Weitere spannende Details zum An-      • Grenzgarage MIWAG AG
             jetzt eigene, unabhängige Wege mit ihrer       lass finden Sie auf der Homepage der
             Band.                                          Musikgesellschaft, http://www.mg-stm.ch
                  Zusammen mit der Musikgesellschaft        oder folgen Sie uns auf Facebook unter      28
             wagt sich die hübsche Sängerin nun auf         https://www.facebook.com/mgstm              • Veranstaltungen
             ein neues „Parkett“. Christian Speck und Pa-
             loma haben die Herausforderung, eine Sän-
                                                                                                        • Impressum
             gerin mit Band sowie eine Harmoniemusik                                                    • 101. Follmond
             zusammenzubringen, angenommen.

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Paloma Würth zu Gast bei der Musikgesellschaft Rettung des Restaurant Rössli Serie St. Margrethen im 2. Weltkrieg - 3. Teil
Celina und Carmen Risch

             100 Jahre Einwohnerverein Nebengraben
             Die Geschichte 				                          halten. Während des
             von der Gründung 		                          1. Weltkriegs im Ap-
             1915 bis heute                               ril 1918 forderte der
                                                          Einwohner verein,
             Der Nebengraben, welcher sich im Westen      dass die Rationie-
             von St. Margrethen vom Romenschwan-          rungskarten        für
             den bis zur Gemeindegrenze von Rhei-         die Nebengräbler
             neck erstreckt, hat seit dem Jahre 1915      Haushalte       nicht
             einen eigenen Einwohnerverein. Dieser        auf der Gemeinde,
             befasst sich hauptsächlich mit aktuellen     sondern im Schul-
             Themen, um die Einwohnerinnen und Ein-       haus Nebengraben
             wohner des Gemeindegebietes innerhalb        bezogen werden
             der Gemeinde St. Margrethen zu vertre-       konnten,      damit
             ten. In diesem Jahr feiert der Nebengra-     der lange Fuss-
             benverein sein 100-jähriges Bestehen mit     marsch ins Dorf
             einem grossen Waldfest im Eselschwanz.       umgangen wer-
                  Der Gedanke des Näherzusammen-          den konnte. Man
             bringens der Einwohner im Nebengraben        merkt, die Anliegen im Verein waren nicht
             ist schon manche Jahre vorhanden. So         immer einfach. Mit starkem Willen setzte          schnell wieder aus den Köpfen verdrängt
             wurde am Samstag, 10. Juli 1915 im Res-      man sich dafür ein, dass auch im westli-          wurde. Leider stand der Verein im Juli
             taurant zur Drahtseilbahn eine Versamm-      chen Gemeindegebiet von St. Margrethen            2008 der Schliessung des Schulhauses
             lung einberufen. Die Versammlung war         die im Dorf bereits übliche Infrastruktur         schliesslich machtlos gegenüber. Die Ne-
             zwar ziemlich schwach besetzt, was aber      (Strom, Wasser, Strassen usw.) erstellt wur-      bengräbler mussten sich von ihrem Schul-
             den Anwesenden Nebengräblern keinen          de. Trotz der schon damals guten Zusam-           haus Nebengaben, in welchem rund 104
             Grund gab, den Verein nicht zu gründen.      menarbeit mit den Behörden musste je-             Jahre lang unterrichtet wurde, verabschie-
                  „So ist endlich zustande gekommen,      doch aus Kostengründen des Öfteren auf            den. Mit einem grossen Fest wurde rund
             was eigentlich schon lange gewünscht         „bessere Zeiten“ verwiesen werden.                um das Schulhaus mit vielen ehemaligen
             war, ein kleines Häufchen zwar, aber wir          Die Anliegen des Vereins handelten           Schülern und Lehrern das letzte Mal ge-
             wollen hoffen, es werde wachsen und er-      in den letzten 100 Jahren regelmässig             feiert.
             starken zum Wohle der Kinder, zum Wohle
             der Einwohner und zum Wohle unserer
             Gemeinde.“ So schrieb der damalige Ak-
             tuar Hans Walser im Gründungsprotokoll
             vom 10. Juli 1915.

             Politik und Schule
                 Das Hauptanliegen zur Vereinsgrün-
             dung anno 1915 war, verschiedene Anlie-
             gen der Nebengräbler, welche oft boshaft
             auch als „Armenhäusler“ von St. Margre-
             then verspottet wurden, in das Gemeinde-
             haus zu tragen und so den Nebengraben
             im Dorf zu vertreten. Auch galt es, Kandi-
             daten für Gemeinde- und Schulratssitze
             aus dem Einzugsgebiet des Vereins zu be-
             stimmen.
                 Die Statuten wurden festgelegt und
             als Mitgliederbeitrag wurden 50 Rappen
             beschlossen. Das erste Gesuch des Ver-
             eins wurde am 26. Oktober 1915 an die        Vereinsmitglieder am St. Margrether Klausmarkt.
             Gemeinde gestellt und betraf vier Later-
             nen, davon eine beim Bahnübergang des        von politischen und schulischen Proble-           „Automatische“
             Walzenhauserbähnlis, eine beim Bahn-         men und sind aus den Sitzungsaufzeich-            Mitgliedschaft im Verein
             übergang in der Nähe des Schulhauses         nungen ersichtlich. Bereits in den 90er-              Der Einwohnerverein ist auch heute
             und zwei verteilt im Nebengraben. Im Jahr    Jahren wurde über eine Schliessung des            noch sehr aktiv. Die Vertretung der Inter-
             1917 wurde seitens der Gemeinde jedoch       Schulhauses spekuliert. Wegen den stark           essen bei der Gemeinde ist nach wie vor
             bekannt gegeben, dass eine Hochspan-         schwankenden Schülerzahlen kämpfte                wichtig und wird auch wahrgenommen.
             nungsleitung infolge zu wenig vorhande-      man lange Zeit um den Erhalt des Schul-           Der Verein hat aber heute um einiges
             nem Kupferdraht nicht gebaut werde. Das      hauses Nebengraben. Dazumal sahen                 mehr Mitglieder als früher. Die Aufnahme
             elektrische Licht konnte somit in den Häu-   die zukünftigen Nachwuchszahlen po-               beim Einwohnerverein ist speziell und
             sern vom Nebengraben noch nicht Einzug       sitiv aus, weshalb dieser Gedanke auch            nicht wie in jedem Verein. Alle Einwohne-

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Paloma Würth zu Gast bei der Musikgesellschaft Rettung des Restaurant Rössli Serie St. Margrethen im 2. Weltkrieg - 3. Teil
men Risch, meint dazu: „D‘Waldwiehnacht
                                                                                                            isch für mich Wiehnachte, do isch mer mit
                                                                                                            allne wommer gern het zäme, mer stoht
                                                                                                            verussä i dä dunklä Nacht mit Kerzeliecht,
                                                                                                            hört ä schöni Wiehnachtsgschicht, singt
                                                                                                            Wiehnachtslieder und gnüsst dä friedlich
                                                                                                            Obig mitenand.“

                                                                                                            100-Jahr-Feier
                                                                                                                  Dieses Jahr kommt nun ein grosser
                                                                                                            Anlass mehr ins Jahresprogramm. Der
                                                                                                            Einwohnerverein Nebengraben feiert
                                                                                                            seinen 100. Geburtstag und möchte die-
                                                                                                            sen mit möglichst vielen Gästen tun. Es
                                                                                                            wird ein Waldfest im Eselschwanz auf
                                                                                                            die Beine gestellt, welches das zehn-
                                                                                                            köpfige Organisationskomitee bereits
                                                                                                            mit vollem Einsatz am Vorbereiten ist.
                                                                                                            Alle Einwohner von St. Margrethen sind
             Die letzten Schüler vom Schulhaus Nebengraben verabschiedeten sich im Juli 2008 von der        herzlich eingeladen, dieses Jubiläum
             Schulhausabwartin Sonja Neff und von Lehrer Hans Baumgartinger.                                am Samstag, 20. Juni 2015 zusammen
                                                                                                            zu feiern. Das Fest findet im Eselschwanz
             rinnen und Einwohner des Einzugsgebiets            vertreten. Im weihnachtlich dekorierten     beim Parkplatz 2 statt. Ab 17 Uhr sind die
             Nebengraben gehören automatisch dem                Zelt bedienen die Vereinsmitglieder hung-   Kinder zu einem Spielabend eingeladen.
             Verein an. Dass heisst konkret: Wohnt man          rige Gäste und etliche Heimweh-Neben-       Jungwacht und Blauring St. Margrethen
             im Nebengraben, gehört man auch zum                gräbler mit dem bekannten Racletteteller    stellen ein super Programm für die kleinen
             Verein. Die Neuzuzüger werden durch                oder Raclettebrot und zum Abschluss darf    Festfreunde zusammen. Die offizielle Er-
             die Präsidentin jedes Jahr persönlich zur          auch der heissgeliebte Nebengräbler-Kafi    öffnung des Festes findet um 18 Uhr statt.
             Hauptversammlung eingeladen.                       nicht fehlen.                               Zur Eröffnung spielt dankenswerterweise
                                                                     Seit dem Jahr 1990 organisiert der     die Musikgesellschaft St. Margrethen und
             Attraktives Jahresprogramm                         Einwohnerverein Nebengraben die Wald-       sie wird das Fest musikalisch umrahmen.
                  Das Jahr startet mit einer Hauptver-          weihnacht im Eselschwanz. Immer am 25.      Für das leibliche Wohl sorgt der Neben-
             sammlung im ersten Quartal, zu welcher             Dezember um 17 Uhr bläst die vereins-       gräbler Festwirt Guido Frei nach dem Mot-
             alle Einwohner des Nebengrabengebiets              eigene Musik ein Weihnachtslied zur Er-     to: „bi üs muess keine verhungere“. Natür-
             eingeladen sind. Jedes zweite Jahr orga-           öffnung der Weihnachtsfeier. Jedes Jahr     lich kann man bei uns auch das Tanzbein
             nisiert der Verein einen Ausflug für Gross         gibt es eine kleine Weihnachtsgeschichte.   schwingen: ab 19.30 Uhr bis in die Mor-
             und Klein, es gibt immer etwas Spannen-            Früher wurden die Geschichten immer         genstunden spielt die Tanzmusik „Silvios-
             des anzuschauen und danach ein feines              von der Werklehrerin Madlen Liebing er-     Partymusik“. Ab 22 Uhr ist die Tipi-Bar ge-
             Abendessen. Im August findet ein Grill-            zählt. Aber der Nebengräbler Klassenleh-    öffnet, die jungen Nebengräbler-Squaws
             plausch im Eselschwanz statt. Es wird ge-          rer Hans Baumgartinger überraschte die      freuen sich, den Gästen einen feinen Drink
             plaudert, gegessen, viel gelacht, aktuelle         Besucher einige Male mit verschiedene       zu mischen und viele Gäste zu bedienen.
             Probleme diskutiert und die Kinder vom             Geschichten und Theaterstücken, die von           Wir würden uns sehr freuen, wenn wir
             Nebengraben behalten den Kontakt un-               den Schülern des Schulhauses Nebengra-      Sie bei uns im Nebengraben begrüssen
             tereinander. Seit bereits 30 Jahren ist der        ben vorgetragen wurden. Die Präsidentin     dürfen und hoffen auf ein tolles Fest, das
             Verein am Klausmarkt in St. Margrethen             des Einwohnervereins Nebengraben, Car-      noch lange in Erinnerung bleibt!

                                                                                                                                     Martina Gschwend

             100 Jahre Einwohnerverein Nebengraben
             Aus dem Fundus der Protokollbücher                 vom Aktuar Wort für Wort niedergeschrie-    schrift“ über aktuelle Themen, politische
             des Nebengrabenvereins                             ben. Meist wurde in schönster „Schnürli-    Anliegen oder die Hauptversammlung
                                                                                                            geschrieben.
                  Dass Protokolle nicht mit dem Com-                                                            Beim Blättern in den Büchern zwi-
             puter geschrieben werden, ist für unsere              Walter Aufranc                           schen den Jahren 1948 und 1961 fallen ei-
                                                                   (geboren 1918, verstorben 2011)
             Generation eigenartig. Wir sind es uns ge-                                                     nige Textabschnitte auf, die eigentlich gar
                                                                   unterrichtete von 1947 bis 1951 die
             wohnt, alles mit der Tastatur einzugeben,                                                      nicht in ein Protokollbuch gehören.
                                                                   Nebengräbler der 4. bis 8. Klasse
             Fehler nach Belieben zu korrigieren und
                                                                   (Oberschule). 1951 wurde er als
             die Unterlagen je nach Bedarf über einen
                                                                   Lehrer einer Förderklasse in eine St.
                                                                                                            Walter Aufranc
             Drucker zu vervielfältigen. Die Aktuare des           Galler Schule gewählt. Er malte und      So beginnt der Prolog zur Hauptversamm-
             Nebengrabenvereines, der ja bekanntlich               dichtete gerne, nannte sich jedoch       lung am 17. Juli 1948 mit: Es war einmal ein
             seit 1915 besteht, konnten nicht auf diese            nie Dichter sondern „Verslibrünzler“.    Aktuar / und einer der es gar nicht war. / Ob-
             modernen Hilfsmittel zurückgreifen. Die                                                        wohl sie beide Schreiberseelen, / tat beiden
             Protokollbücher bis ins Jahr 1967 wurden                                                       Lust zum Schreiben fehlen.

142-2.2015                                                                                                                                                   7
Paloma Würth zu Gast bei der Musikgesellschaft Rettung des Restaurant Rössli Serie St. Margrethen im 2. Weltkrieg - 3. Teil
Die gesamte Einleitung wurde als
             Reim geschrieben und ging in manierli-
             cher Protokollform erst bei Traktandum
             7 los. Der Grund dafür war, dass der neu
             gewählte Aktuar dachte, die Hauptver-
             sammlung würde vom zurücktretenden
             Protokollführer verfasst und dieser aber
             per Beginn der Hauptversammlung vom
             Schreibdienst zurücktrat.
                  Der neu gewählte Aktuar war Walter
             Aufranc. Vielen Nebengräblern und alt ein-
             gesessenen St. Margrethern ist er noch als
             Primarlehrer vom Nebengraben bekannt.
             Während eineinhalb Jahren protokollierte
             er die Sitzungen des Nebengrabenvereins.
             Der Grund für seine kurze Zeit als Aktuar
             ist im Protokollbuch an der Hauptver-
             sammlung vom 28. Januar 1950 zu finden:
             Die gesamte Kommission hat zu diesem
             Zeitpunkt den Rücktritt gegeben, da der
             Gemeinderat damals das allgemeine Fahr-       Eine von Kurt Metzler illustrierte Seite im Protokollbuch.
             verbot für das Natur- und Landschafts-
             schutzgebiet Eselschwanz erliess. Der Ak-
             tuar schrieb dazu: „Betr. Wahlen sieht sich
             die Kommission, im Hinblick auf das ihr
             entzogene Vertrauen in der Sache „Auto-
             fahrverbot zum Eselschwanz“ einstimmig
             veranlasst, ihren Rücktritt zu nehmen“.
                  An der Hauptversammlung im Mai
             1949 weist ein Vereinsmitglied in der all-
             gemeinen Umfrage auf die Bemalung der
             Ruhebänkli im Eselschwanz hin. Aus dem
             Protokoll ist zu schliessen, dass daraus
             eine Diskussion mit mehreren Stimmmel-
             dungen entstand. Aktuar Walter Aufranc
             nahm dies zum Anlass, auf zwei Doppel-
             seiten verschiedene Betrachtungen zu ei-
             ner Bank zu dichten und einzelne Szenen
             zu den Reimen mit Bleistift zu skizzieren.

               Kurt Metzler
               (geboren 1928, verstorben 1998)
                                                           Prolog zur Hauptversammlung 1948, verfasst von Walter Aufranc.
               war von 1952 bis 1976 als Unter-/
               Mittelstufenlehrer im Nebengra-
               benschulhaus tätig. Anschliessend
               führte er seine Lehrtätigkeit als           Zeichnungen bekannt. Einige der weniger                     Einige Zeichnungen deuten darauf
               Zeichenlehrer an der Kantonsschule          bekannten, jedoch meist sehr humoristi-                hin, dass es an den Sitzungen meist feucht-
               Heerbrugg weiter. Seine Bilder und          schen Darstellungen sind in den Büchern                fröhlich zuging. Etliche Male zwitscherten
               Illustrationen sind überregional            des Nebengrabenvereins abgebildet.                     schon die Vögel das Präludium auf dem
               bekannt. Nebst Personen zeichnete                So ist zum Beispiel über die Wahl-                Nachhauseweg von den Vorstandsitzun-
               er auch häufig Landschaften.                versammlung vom 12. September 1960                     gen und Hauptversammlungen.
                                                           zu lesen, dass dem Nebengraben ein
                                                           Gemeinderatsvertreter aus dem Bauern-                  Die Moral
             Kurt Metzler                                  stand zugestanden wird. Der Kandidat                        Die Bücher des Nebengrabenvereins
                  Von 1954 bis 1961 wurden die Proto-      Jakob Herzog wurde anschliessend als                   zeigen, dass der Computer zwar vieles
             kollbücher bunt und persönlich. Der neue      Gemeinderat gewählt. Zu diesem Proto-                  einfacher macht, dabei jedoch das Einzig-
             Aktuar zeichnete zu jedem Protokoll min-      koll verfasste Kurt Metzler eine Zeichnung             artige fast verschwindet. Ein Protokoll, das
             destens ein Sujet und fügte meist noch        mit dem Sinn „Ein Besen aus dem Neben-                 heute geschrieben wird, beinhaltet äus-
             eine persönliche Bemerkung an.                graben kehrt das Gemeindehaus“. Gerne                  serst selten eine humoristische Zeichnung
                  Der Protokollführer Kurt Metzler war     nahm er sich auch selber auf die Schippe.              oder einen selbstgedichteten Vers.
             zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Nebengra-       So zeichnete er an einer Sitzung den gan-
             ben-Lehrer und im Herzen schon immer          zen Vorstand als Engel und sich daneben
             Künstler. Vielen sind seine Gemälde und       als schlafenden Aktuar.

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Paloma Würth zu Gast bei der Musikgesellschaft Rettung des Restaurant Rössli Serie St. Margrethen im 2. Weltkrieg - 3. Teil
Nina Müller

             Das Tor zum Osten
             St. Margrethen ist ein Dorf im Rhein-
             tal, das immer wieder mit grösseren
             Drogenfunden Schlagzeilen macht.
             Die Kriminalitätsrate ist im Vergleich
             zu anderen Orten in St. Gallen sehr
             hoch. Warum das so ist, konnte ich im
             Gespräch mit einem Drogendealer
             und dem stellvertretenden Leiter der
             Betäubungsmitteldelikte herausfin-
             den.

              „Also, aus meiner Sicht ist das nichts, was
             unbewusst passiert. Schlussendlich ent-
             scheidest du dich dafür“, so antwortete
             mir Raphael* auf die Frage, ob ihm der
             Handel mit Drogen nicht mehr geschadet          Dieser mengenmässig grosse Heroinfund wurde   An dieser Stelle war das Heroin im Auto versteckt.
             als genützt hat. Er ist ein Drogendealer der    an der St. Margrether Grenze gemacht.
             im Raum Rheintal SG tätig ist. Er hatte sich
             bereit erklärt, mir aus seinem Leben als
             Drogendealer zu erzählen.
                   St. Margrethen liegt im Rheintal. Viele
             Schweizerinnen und Schweizer kennen
             das kleine Dörfchen in der Ostschweiz.
             Dies, weil das Dorf ein bekannter Ver-
             kehrsknotenpunkt ist. „Das Tor zum Os-
             ten“, so wird es oft genannt. Man kann
             von St. Margrethen aus schnell nach Ös-
             terreich und Deutschland gelangen. Auch
             Italien ist nicht ganz so weit entfernt von
             diesem kleinen Flecken Erde. Doch nicht
             nur Pendler und Touristen erfreuen sich
             an diesem Verkehrsknotenpunkt. Das
             schweizerische Rheintal ist ebenfalls ein
             wichtiger Bestandteil der Balkanroute.
                   Dies ist die bekannteste Schmuggel-
             route für Heroin und mittlerweile auch
             vielen anderen Drogen und illegalen Sub-
             stanzen. Sie beginnt in Afghanistan und         Marco L. bei einer Fahrzeugkontrolle.
             endet bei den Konsumenten in ganz Eu-
             ropa. Gemäss Peter Bartholet, stellvertre-
             tender Leiter der Betäubungsmitteldelikte            Es herrscht ein reger Verkehr an der     die Begründung des Phänomens mit den
             St.Gallen, sind die Nutzer der Balkanroute      St. Margrether Grenze. Die Schweizer ge-      ausländischen Einkäufern gemäss Bartho-
             extrem gut organisiert. „Teilweise ist die      hen in Österreich einkaufen und die Öster-    let eher im Schmuggelweg der Drogen.„Es
             Organisation so ausgereift, dass es für         reicher kommen in die Schweiz arbeiten.       muss einen direkteren Weg in die Schweiz
             uns als Polizei beinahe unmöglich ist, die      Ebenso ist es kein Geheimnis, dass auch       geben als in die Nachbarländer. Drogen
             Drogen zu entdecken“, erklärte mir Herr         viele Österreicher in die Schweiz kom-        werden ja immer wieder gestreckt, damit
             Bartholet. Die Balkanroute besteht aus          men, um Drogen zu kaufen. Auf die Frage,      die Menge grösser wird. In die Schweiz
             drei verschiedene Hauptrouten: Die nord-        warum wir hier in der Schweiz qualitativ      kommt also weniger verunreinigte Ware
             östliche, westliche und südliche Route. Die     bessere Drogen haben als unsere Nach-         als nach Österreich und Deutschland. Dies
             nordöstliche führt über Rumänien und            barländer, antwortete Raphael*: „Weißt        kann auch im Zusammenhang mit den
             Bulgarien. Die westliche startet wie die bei-   du, in der Schweiz putzen Menschen            Mittelsmänner stehen“, erklärte mir Herr
             den anderen Routen in Afghanistan. Die          Bahnhöfe, die in ihrem Heimatland eine        Bartholet seine Annahme.
             Drogen werden dann von Griechenland             Top-Ausbildung gemacht haben und ei-               Auf die Frage, warum Raphael mit dem
             nach Mazedonien, Albanien und Serbien           nen Doktortitel haben. Gleichzeitig kann      Drogenhandel angefangen habe, antwor-
             transportiert. Die südliche Route führt von     ein Ex-Kriegsverbrecher seine Kinder          tet er: „Normale Leute, die gehen abends
             Griechenland direkt nach Italien und ist im     mit E-Klasse zur Schule fahren. In diesem     nicht an Partys, mit viel Frauen und exzes-
             Moment der interessanteste Schmuggel-           Land kann man sich sehr gut tarnen. Wir       siven Ausmassen. Sie können auch nicht
             weg für die Kantonspolizei St. Gallen. „Die     Schweizer sind ja ein zurückhaltendes         das Geld so verschwenden, wie wir das
             Drogen kommen von Italien zu uns an die         und dezentes Volk. Die Kontaktmänner          damals konnten, weisst du? Ich habe viele
             Grenze und werden von da aus in der gan-        leben hier – nicht in Österreich oder in      interessante Menschen getroffen, die man
             zen Schweiz verteilt“, so Herr Bartholet.       Deutschland.“ Die Kantonspolizei sieht        nicht einfach so kennen lernt. In der Dro-

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Paloma Würth zu Gast bei der Musikgesellschaft Rettung des Restaurant Rössli Serie St. Margrethen im 2. Weltkrieg - 3. Teil
genszene ist es so, dass man mehr wert ist
             als die Anderen, wenn man dealt. Du hilfst
             den Leuten. Man ist auf dich angewiesen.
             Ich war mit Leuten unterwegs, die einen
             hohen Rang in dem Business haben. Das
             ist schon eine andere Welt und du fühlst
             dich wie etwas Besonderes“. Mittlerweile
             hat Raphael* mit dem Dealen aufgehört.
             Er geht einer normalen Arbeit nach, doch
             auch wenn es nie zu einer Gefängnis-
             strafe für ihn kam, haben seine illegalen
             Handlungen Folgen. “Ich muss jetzt eine
             Urin- und Haarprobe abgeben, bevor ich
             meinen Führerschein machen darf. Dies
             nur wegen ein paar kleinen Delikten mit
             dem Betäubungsmittelgesetz”, erzählt er
             verärgert. Die Verfügbarkeit von Drogen
             ist in St. Margrethen nicht gerade gering.
             Der grösste Teil der geschmuggelten Ware
             wird weiter transportiert. Ein kleiner Teil
             davon bleibt aber in St. Margrethen. Es ist
             nicht so, dass in St. Margrethen mehr Men-    Grenzwächter Marco L. überprüft zwei Pässe. Er kontrolliert, ob nach diesen beiden Personen
             schen Drogen konsumieren wie an ande-         gefahndet wird.
             ren Orten. Die Verfügbarkeit erhöht aber
             das Risiko des Konsums. Was da ist, wird ja
             schliesslich auch gebraucht.                  *Name der Redaktion bekannt.

                                                                                                                                                 Laura Bucher

             Festungsmuseum
             bereichert mit
             Sonderausstellungen
             zur Militärgeschichte
             Beim Besuch des Artilleriewerkes Hels-
             berg in St. Margrethen, erbaut innert
             zwei Jahren von 1939 – 1941 zu Beginn
             des Zweiten Weltkrieges, beeindruckt
             die Infrastruktur. Sie war so geschaffen
             worden, dass die Besatzung, Sollbestand
             200 Mann, über Tage und Wochen tief
             im Berg leben und im Ernstfall überleben
             konnte. Dazu dienten unter anderem die
             gesicherte Wasserversorgung mit eigener
             Quelle und eine Frischluftversorgung mit
             Filteranlage, die bei einem Gasangriff oder   Mit einem Tarnaufbau versehener Haupteingang zum Artilleriewerk.
             im Kalten Krieg bei einem Atomschlag
             besonders wichtig war. Für ganze drei         schinengewehre, Maschinenpistolen) und              chen der Museumsleitung sind jederzeit
             Wochen waren Lebensmittel eingelagert,        Längsschnitte von Munition aus aller Welt.          bestrebt, dem Besucher immer wieder
             ebenso wie Dieselöl für den Betrieb der       Weiter findet der Besucher ein Arsenal              neue Bereiche der Militärgeschichte nä-
             Notstromaggregate und Munition für 30         von schweren Waffen der Artillerie, Infan-          her zu bringen.
             Kampftage.                                    terie und Flugabwehr. Weitere Sammlun-                   Das Festungsmuseum ist ab 4. April
                                                           gen umfassen Apparate für Telefonie und             bis und mit 31. Oktober 2015 jeden Sams-
             Permanente Ausstellungen                      Funkverkehr, Mess- und Vermessungs-                 tag jeweils von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr ge-
                 Neben der Infrastruktur können im         geräte, Beleuchtungsgeräte und Schutz-              öffnet. Ein Audio-Guide (Deutsch, Franzö-
             Festungsmuseum militärisch-historische        masken. Zusätzlich sind zur Zeit Sonder-            sisch oder Englisch) steht zur Verfügung.
             Ausstellungen bewundert werden. Es            ausstellungen zu den Themenbereichen                Gruppenbesuche sind jederzeit willkom-
             gibt permanente Ausstellungen zur Ent-        Waffen des Mittelalters, Ausbruch des               men mit Voranmeldung (info@festung.ch
             wicklung der schweizerischen Gewehre          Ersten Weltkrieges und die Geschichte der           oder Tel. 071 733 40 31).
             (Vetterliwaffen, Karabiner, Sturm- und Ma-    Kalaschnikow installiert. Die Verantwortli-              Weitere Infos unter www.festung.ch

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Paloma Würth zu Gast bei der Musikgesellschaft Rettung des Restaurant Rössli Serie St. Margrethen im 2. Weltkrieg - 3. Teil
Foto Josef Vorburger (Briefträger) · Text Guido Schneider

 St. Margrethen im 2. Weltkrieg - 3. Teil
 Vor 70 Jahren, am 8. Mai 1945 läute-
 ten in der ganzen Schweiz die Frie-
 densglocken. Der 2. Weltkrieg war auf
 dem europäischen Kriegsschauplatz
 nach sechs Jahren als das grausamste
 Kriegsereignis der Menschheitsge-
 schichte zu Ende.

 St. Margrethen erlebte damals anfangs
 1945 und bis weit über den 8. Mai hinaus
 als Grenzort einen riesigen Menschen-
 strom von Flüchtlingen, von Kriegs- und
 Zivilgefangenen und fremden Soldaten.

 Der Krieg nähert sich dem Rheintal
           Im Frühjahr 1945 spitzte sich die mi-   General Guisan orientiert sich beim Zollamt St. Margrethen über die Lage an der Ostgrenze.
                                                   (Foto Festungsmuseum „Heldsberg“)
     litärische und politische Lage des Deut-
     schen Reiches dramatisch zu. Die Front
     der Alliierten und der Zusammenbruch
     rückten näher. Es war abzusehen, dass
     auch der nationalsozialistische Gau Tirol-
     Vorarlberg Kriegsschauplatz werden wür-
     de. Die Amerikaner und Franzosen legten
     die Aktionszonen des Vormarsches fest:
     für die 1. französische Armee den Wes-
     ten Österreichs zwischen Bodensee und
     Landeck-Reschen und das Nordtirol, für
     die 7. US-Armee das Salzkammergut und
     Oberösterreich.
           Josef Vorburger, Briefträger in
     St. Margrethen, erlebte diese Zeit in un-
     serer Region intensiv und schrieb seine
     Beobachtungen in seinem mit Fotos reich       Schweizer und österreichische Armeeangehörige am Zollamt St. Margrethen, links im Bild warten KZ-
     belegten Tagebuch auf. Wir möchten un-        Flüchtlinge in ihren Lagerkleidern auf Einlass in die rettende Schweiz.
     serer Leserschaft aus seinen Eindrücken
     über die letzten Wochen des 2. Weltkrie-
     ges im Rheintal und ganz besonders in         Bregenz Aufklärungsflüge durchgeführt               Höchst hat sich vor dem Restaurant„Wacht
     St. Margrethen folgendes Zeitzeugnis prä-     hatten, kam ein unheimliches Gefühl dies-           am Rhein“, wo die Verhandlungen stattfin-
     sentieren.                                    seits und jenseits des Rheins unter der             den, versammelt und stürmisch rufen sie
            „Als die 1. französische Armee unter   Bevölkerung auf. Der Dienstag 1. Mai 1945           „Schluss mit dem Krieg!“. Die deutschen
     ihrem ruhmreichen Heerführer Gene-            war voller Ereignisse. Morgens um 3 Uhr             Truppen nehmen das Ultimatum der Fran-
     ral Jean de Lattre de Tassigny in einem       begann eine heftige Kanonade über dem               zosen an und strecken die Waffen.“
     einzigartigen Siegeszug von Afrika zum        Raum Lindau - Bregenz. Flugzeuge grif-                  Am Montag, den 7. Mai 1945 unter-
     Rhein und bis an den Bodensee vordrang,       fen in den Kampf ein. Der Krieg stand tat-          zeichnete der deutsche Generaloberst
     wurde für unseren Grenzabschnitt im           sächlich vor uns. Nach mehreren Stunden             Jodl im amerikanischen Hauptquartier in
     Rheintal die Lage von Tag zu Tag zuge-        Kampflärm wurde es plötzlich still und wie          Reims die bedingungslose Kapitulation
     spitzter. Denn niemand konnte ja wissen,      auf ein Signal stiegen in unseren Nach-             der Wehrmacht und aller Teilstreitkräfte,
     ob die zurückweichenden Heere des „Tau-       bardörfern jenseits des Rheins auf Kirch-           diese trat am Dienstag, 8. Mai 1945 in Kraft.
     sendjährigen Nazireichs“ die Schweizer        türmen und Häusern die weissen Fahnen
     Grenze noch respektierten. Wie gross die      hoch. Der Kampfwille der Vorarlberger               Flüchtlinge und Kriegsgefangene in
     Gefahr war, zeigte am deutlichsten, dass      war gebrochen, der nutzlose Widerstand              St. Margrethen
     kurz nacheinander zur Besichtigung der        aufgegeben.                                              Wegen des Vormarsches der alliier-
     Lage in unserem Dorf der Chef des Militär-         Am 2. Mai 1945 sind die Franzosen in           ten Truppen flohen die Menschenmassen
     departements Bundesrat Kobelt und an-         Höchst. Beim Grenzübergang St. Margre-              zur Schweizer Grenze. Um die Flücht-
     derntags ebenfalls Bundespräsident von        then-Höchst herrscht grosse Aufregung.              linsströme zu kanalisieren, ordnete der
     Steiger und selbst der General Henri Gui­     Um 9 Uhr trifft eine Gruppe Wehrmachts-             Bundesrat im April 1945 die sukzessive
     san in St. Margrethen erschienen. Unsere      angehörige in Höchst ein, aber schon ha-            Schliessung der Landesgrenze bis auf elf
     Gegend war gewaltig verstärkt worden          ben sie die Franzosen im Rücken. Um 11              Grenzübergänge an. In den letzten 20
     und glich einem grossen Heerlager.            Uhr erscheint der französische Komman-              Tagen des 2. Weltkriegs soll die Schweiz
           Der Kampf um das Vorarlberg ist ent-    dant und verlangt die sofortige Übergabe.           rund 92 000 Menschen aufgenommen
     brannt. Nachdem in den letzten Tagen          Ein Schweizeroffizier wird zur Verhand-             haben. Den stärksten Ansturm in der
     französische Flugzeuge über dem Raum          lung angefordert. Die Bevölkerung von               Ostschweiz erlebten Kreuzlingen mit gut

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Paloma Würth zu Gast bei der Musikgesellschaft Rettung des Restaurant Rössli Serie St. Margrethen im 2. Weltkrieg - 3. Teil
15 000 Flüchtenden, St. Margrethen mit                   Interessante Einzelheiten aus dieser               Der Berichterstatter ist der Posten-
             bis zu 32 000 und das liechtensteinische            Zeit sind in einem Kurzbericht des Grenz-          chef und Wachtmeister Josua Seiffert:
                                                                                                                    „Auch andere Züge mit kranken und
                                                                                                                    verwundeten Soldaten passierten beim
                                                                                                                    Transit Deutschland-Italien und umge-
                                                                                                                    kehrt unseren Grenzübergang. Deutsche
                                                                                                                    Zivilgefangene aus Amerika und England
                                                                                                                    wurden gegen gefangene Amerikaner und
                                                                                                                    Engländer ausgetauscht. Ende März 1945
                                                                                                                    traf auch ein Zug mit etwa 1000 Schweizer
                                                                                                                    Rückwanderern in St. Margrethen ein. Alle
                                                                                                                    diese Leute wurden hier am Bahnhof emp-
                                                                                                                    fangen und mit dem Nötigsten verpflegt.
                                                                                                                    Auch über die Zollstrasse kamen Schwei-
                                                                                                                    zer mit Autos, Lastwagen, Pferdefuhrwer-
                                                                                                                    ken oder zu Fuss zurück in ihre Heimat.
                                                                                                                         Der Verkehr über die Zollstrasse be-
             Französische Truppen in Höchst, die weisse Fahne beim Höchster Zollamt als Zeichen der Kapitulation.   gann sich merklich zu beleben. Auffallend
                                                                                                                    viele Diplomaten passierten in dienstli-
                                                                                                                    cher Angelegenheit unsere Grenze. Aber
                                                                                                                    auch sonst ist die Ruhe vorbei…
                                                                                                                         Da schon lange mit einem enormen
                                                                                                                    Flüchtlingsandrang in St. Margrethen ge-
                                                                                                                    rechnet wurde, hat unsere Oberbehörde
                                                                                                                    die notwendigen Vorkehrungen getroffen.
                                                                                                                    So wurde schon im Januar 1945 mit dem
                                                                                                                    Bau einer modernen Desinfektionsanstalt
                                                                                                                    begonnen, welche Ende März oberhalb
                                                                                                                    des Bahnhofs St. Margrethen (im Bereich
                                                                                                                    des heutigen Bahnübergangs „Grasbäu“,
                                                                                                                    Red.) betriebsbereit stand. Um diese soge-
                                                                                                                    nannte Entlausungsanstalt gruppierten
                                                                                                                    sich als Auffanglager etwa 20 Baracken,
                                                                                                                    in welchen bis zu 750 Personen Unterkunft
             Die Desinfektionsanlage im „Grasbäu“ in der Nähe des Obstkühlhauses, im Volksmund „Luusi“              finden konnten. Ärzte und Hilfspersonal
             genannt, im Hintergrund der kahle Heldsberg mit der Festung.
                                                                                                                    wurden ebenfalls aufgeboten. In dieser
                                                                                                                    Desinfektionsanstalt konnten täglich ca.
                                                                                                                    300 Personen gereinigt werden und die
                                                                                                                    Zahl der bis heute (bis April 1946, Red.) ge-
                                                                                                                    reinigten Personen beträgt nicht weniger
                                                                                                                    als 12 000.“
                                                                                                                         Der Berichterstatter schreibt von
                                                                                                                    traurigen Menschenzügen, die sich durch
                                                                                                                    die Strassen von St. Margrethen wälzten.
                                                                                                                    Kriegs- und Zivilgefangene, arme, gehetz-
                                                                                                                    te Menschen jeden Alters schleppten un-
                                                                                                                    glaubliche Mengen Gepäck mit sich, unter
                                                                                                                    deren Last sie fast zusammenbrachen. All
                                                                                                                    die Tausenden von Personen wurden hier
                                                                                                                    an der Grenze von unermüdlichen Fürsor-
                                                                                                                    gerinnen Tag und Nacht mit dem Nötigs-
             Die „Zeltstadt“ auf dem Sportplatz in der Rheinau, im Hintergrund ist die Torumrandung sichtbar.       ten versorgt. Nach der Abfertigung am
                                                                                                                    Zollamt wurden die Flüchtlinge von den
                                                                                                                    Truppen des Territorial Kommandos über-
             Schaanwald mit knapp 8000 Flüchtlingen.             wachpostens St. Margrethen im Archiv des           nommen. Weil die bereitgestellten Kan-
                   In St. Margrethen, wo 22 000 Men-             Festungsmuseums „Heldsberg“ nachzule-              tonnemente und Schuppen nicht mehr
             schen zu Fuss oder in Autokolonnen, wei-            sen. Darin wird berichtet, dass nach zähen         genügten, wurden auf dem Sportplatz in
             tere 12 000 mit der Bahn über die Grenze            Verhandlungen an der Grenze zwischen               der Rheinau zehn grosse Fliegerzelte auf-
             kamen, befanden sich unter den Flüchten-            Vertretern der alliierten Regierungen und          gestellt, welche ebenfalls zur vorüberge-
             den auch prominente Persönlichkeiten:               deutschen SS-Offizieren bereits im Febru-          henden Einquartierung von jeweils 1000
             der französische Marschall Pétain mit Gat-          ar 1945 der erste Transport mit etwa 300           bis 1200 Menschen dienten.
             tin, der Komponist Richard Strauss, der be-         aus dem KZ Bergen-Belsen ausgelösten                    Der Flüchtlingsstrom versiegte nicht
             rühmte Arzt Ferdinand Sauerbruch oder               Juden, meist ältere Leute und Kinder, in           nach dem Tag des Kriegsendes. Dazu kam
             der Grossmufti von Jerusalem.                       St. Margrethen eintraf.                            noch die immense Aufgabe der Repatri-

142-2.2015                                                                                                                                                          15
Paloma Würth zu Gast bei der Musikgesellschaft Rettung des Restaurant Rössli Serie St. Margrethen im 2. Weltkrieg - 3. Teil
ierung von kriegsgefangenen und inter-
 nierten Soldaten. Im Mai 1945 sollen ca.
 40 000 französische, belgische, holländi-
 sche, polnische und russische Kriegsge-
 fangene über das St. Margrether Zollamt
 in die Schweiz gekommen sein, wohl nur
 auf Transit in ihre Heimatländer, aber sie
 mussten ebenso wie die Flüchtlinge be-
 treut werden. Trotz der grossen Platzka-
 pazität in den Zelten auf dem Sportplatz
 musste oft für kurze Zeit die Grenze am
 Zollamt und am Bahnhof geschlossen
 werden.
      Der Chronist vom Grenzwachposten
 St. Margrethen schliesst seinen Bericht       Endlose Flüchtlingskolonnen wurden vom Bahnhof St. Margrethen zu den Lagern geführt.
 mit „erfreulichen“ Beschreibungen und
 Feststellungen: „Die Regimentsmusik des
 im Vorarlberg stationierten Marokkaner-
 regiments erhielt die Erlaubnis, an einem
 Sonntag im Mai nach St. Margrethen zu
 kommen, wo sie auf dem Bahnhofplatz
 und später auf dem Sportplatz vor 1000
 französischen Kriegsgefangenen konzer-
 tierten. Es war ein farbenprächtiges Bild,
 diese Wüstensöhne in ihren malerischen
 Uniformen und mit ihren mit allem mögli-
 chen Zierrat geschmückten Instrumenten.
 Während all diesen Tagen fuhren grosse
 Rotkreuzkolonnen von 20 bis 35 Lastwa-
 gen mit Esswaren beladen ins Ausland.
 Auf dem Rückweg brachten sie ihre Wa-
 gen gefüllt mit Flüchtlingen zurück.“         Parkierte Wagenkolonnen des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) auf dem
      Und er schliesst seinen Bericht in be-   Bahnhofplatz St. Margrethen.
 scheidenem Beamtendeutsch: „Das Per-
 sonal des Grenzwachpostens und des            Sektorchefs Herr Hptm. Götz eine grosse
 Zollamts hatten während all diesen ereig-     Arbeit zu leisten und es hat sich jeder Mann
 nisreichen Tagen unter der Leitung des        für diese grosse Aufgabe voll eingesetzt.“

                                                                                                                                     Nina Müller

 Tannen aus dem Wienerschlossgarten und 300 Jahre alte Birnenbäume
 Sandro Federer ist seit November
 2013 selbstständig. Mit seinem Lehr-
 ling, Raphael Schöb, bietet er diver-
 se Gartenarbeiten an. Die Gärtnerei
 heisst „ S.Federer Gartenbau“. Für
 einen Tag durfte ich Sandro und sei-
 nen Lehrling bei ihrer Arbeit beglei-
 ten. Dabei erfuhr ich, wie vielseitig
 die Aufgaben von Gärtnern sein kann
 und was es bedeutet, bei jedem Wet-
 ter draussen zu arbeiten.

 Dicke Tropfen fallen auf die Windschutz-
 scheibe meines Autos. Es sind circa zwei
 Grad Celsius und eine kalte Bise weht
 in St. Margrethen. Ich bin auf dem Weg
 zu Sandro Federer und seinem Lehrling
 Raphael Schöb. Die beiden arbeiten als
                                               Diesen Garten haben Sandro Federer und Raphael Schöb bearbeitet, als ich sie begleiten durfte.
 Gärtner. Auch zu dieser Jahreszeit, auch
 im Regen. Schon von weitem kann ich ih-
 ren momentanen Arbeitsplatz erkennen.         Gärtner hin, da sie momentan direkt an der         einer warmen Faserpelzjacke ausgerüstet,
 Ein grosses Warndreieck mit der Aufschrift    Hauptstrasse in Richtung Walzenhausen              schneiden die beiden Männer die Bäume
 „Achtung Gartenbau“ weist auf die beiden      arbeiten. Mit dicken Handschuhen und               und Sträucher eines Gartens in Walzen-

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hausen zurecht. Raphael Schöb, welcher
             zurzeit im dritten Lehrjahr ist, schneidet
             haufenweise Äste von einem grossen
             Strauch ab. „Wenn man die alten Äste ab-
             schneidet, hat der Strauch weniger Volu-
             men und es wachsen wieder neue, junge
             Äste. Dadurch kann der Strauch sich neu
             entfalten und bricht so nicht zusammen,
             wenn Schnee fällt“, erklärt mir Raphael
             diesen Arbeitsschritt. Was für mich wie
             eine Verunstaltung eines Bäumchen aus-
             sieht, hat also durchaus seinen Zweck. Es
             steckt mehr hinter dieser Arbeit als nur die
             Aufgabe, einen Garten schön aussehen zu
             lassen.
                  Sandro Federer schneidet gerade mit
             einer verlängerten Säge die Äste eines
             Tannenbaumes. Die Säge ist an einem lan-          Dies ist ein Terassenbereichen, den S. Federer Gartenbau gemacht haben.
             gen Stil angebracht. Dies sei praktischer,
             als auf eine Leiter zu steigen und so die
             Äste zu schneiden, sagt er, währenddes-
             sen er an einem Ast sägt. Seit November
             2013 ist Sandro selbstständig. Er ist gelern-
             ter Landschaftsgärtner und arbeitete in
             St.Gallen und bei seinem Vater Germann
             Federer . Die Idee von Sandros Selbststän-
             digkeit kam von Germann. Er wollte die
             Aufgaben aufteilen. Nun kümmert sich
             Germann mehrheitlich um den Unterhalt
             von Gärten, Friedhöfen und öffentlichen
             Anlagen. Sandro hingegen beschäftigt
             sich hauptsächlich mit der Neugestaltung
             von Gärten, Umänderungen und ebenfalls
             mit dem Unterhalt der Gärten.
                  Nachdem Sandro fertig ist, mit der
             Beschneidung der Tanne, geht er mit mir
                                                               Der 300-Jahre alte Birnenbaum.
             durch den Garten. Dieser Kunde hat einen
             sehr erlesenen Geschmack, was Garten-
             kunst angeht. „Seine Tannen stammen ur-           Pflanzen dieses Gartens. Nun wird das                    Inzwischen ist der Holzabfall wegge-
             sprünglich aus dem Wiener-Schlossgarten.          abgeschnittene Holz auf den Transport-              räumt und wir sind bei Sandros Lagerhaus
             Er hat da einige Samensprossen mitge-             wagen geladen. Raphael packt einen di-              in Walzenhausen angekommen. Vor dem
             nommen und die Tannen dann hier in der            cken Holzstamm (der ist mindestens so               Lagerraum steht ein schwarzer Container,
             Schweiz hochgezogen. Siehst du diesen             schwer, wie ich es bin) und hebt ihn mit            der mit Wasser gefüllt ist. Darin schwimmt
             Baumstumpf da? Das war ein 300-Jahre al-          einer Leichtigkeit auf, welche ganz klar            eine Seerose. „Diese Seerose ist 500 Jahre
             ter Birnenbaum! Die schwarzen Spuren hier         verrät, dass diese beiden Männer öfters             alt. Die konnte ich einfach nicht wegwer-
             im Stamm, die sind von einem Blitz, der vor       schwere Dinge herumtragen. Der Regen                fen“, sagt Sandro zu mir, nachdem ich ihn
             Jahrzehnten mal in den Baum eingeschla-           ist auch stärker geworden. Ständig tropft           verwundert gefragt habe, was denn hier
             gen hat“, erzählt mir Sandro. Wenn man            es mir in die Augen und langsam wird                drin rumschwimmt. Auch dies gehört zum
             ihm und auch Raphael so zuhört, merkt             mir kalt. Wenn man Raphael und Sandro               Aufgabenbereich der beiden Gärtner. Sie
             man, mit wie viel Leidenschaft die Zwei           zuschaut könnte man meinen, die Sonne               tragen zur Erhaltung der Vegetation bei
             ihren Beruf ausüben. Auf meine Frage, was         scheint. Mit einer Leichtigkeit und einem           und machen ihre Mitmenschen auf die
             das Beste an diesem Job sei, antworteten          (in diesem Regen für mich, schwer ver-              Auswirkungen aufmerksam, die ihr Verhal-
             auch beide Männer, dass die Arbeit mit der        ständlichen) Optimismus erledigen sie               ten auf die Natur hat. Ich hätte den Beiden
             Natur eine unglaubliche Auswirkung auf            ihre Arbeit. Diese besteht nebst dem Un-            noch stundenlang zuhören können. Es ist
             ihr allgemeines Bewusstsein habe. „Wir ha-        terhalt von Gärten aus dem Bau von jeg-             schön zu sehen, dass den beiden Männern
             ben die Chance, die Natur zu ergänzen, ihr        licher Art von Terrassen, Teichen, Mauern           ihr Beruf so viel Freude bereitet. Doch die
             zu helfen und unsere Kreativität zu entfal-       und Neugestaltung von Gärten. Dabei ist             Zwei machen sich bereits auf den Weg,
             ten und zu erweitern. Dadurch wird einem          es Sandro sehr wichtig, dass der Wunsch             zum nächsten Auftrag. Lachend winken
             täglich bewusst gemacht, wie faszinierend         des Kunden mit denen der Natur zu kom-              sie mir aus dem wegfahrenden Truck zu.
             und exakt auf einander abgestimmt die Na-         binieren ist. „Klar, die Vorstellungen des          Ich steige völlig frierend in mein Auto und
             tur funktioniert. Das hilft, sich selbst besser   Kunden stehen selbstverständlich im                 bin froh, dass sie und nicht ich jetzt noch-
             zu verstehen und auch die Welt und ihre           Vordergrund. Ich würde aber zum Bei-                mals in dem Regen Gartenarbeit erledi-
             Verhaltensweise“, erklärt Sandro seine und        spiel nicht ein Düngemittel verwenden,              gen werden.
             Raphaels Antwort.                                 das der Natur schadet. Da würde ich dem
                  Mittlerweile sind die beiden Gärt-           Kunden dann eine biologische Alternati-
             ner fertig mit dem Beschneiden der                ve empfehlen.“

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Paul Gerosa

             Von der Schweinemast zum Werkhof
             Der neue Werkhof ist fertiggestellt
             und vom Bauamt und den Techni-
             schen Betrieben bezogen worden.
             Am 9. Mai 2015 erhält die Öffentlich-
             keit die Gelegenheit, an einem Tag
             der offenen Tür die neuen Einrichtun-
             gen zu besichtigen. Der Werkhof an
             dieser Stelle hat allerdings eine lang-
             jährige Vorgeschichte. Davon soll im
             Folgenden die Rede sein.

             Früher befand sich neben dem Hotel
             Bahnhof (wo heute das Mehrfamilien-
             haus steht) eine Stallung. Der Betreiber
             des Hotels, welcher nebenher auch als
             Viehhändler tätig war, stellte dort jeweils
             Rinder ein. Problematischer und steter
             Stein des Anstosses war wegen den unan-
             genehmen Gerüchen jedoch das Halten
             von Schweinen. Mitte 1951 wird dieses         Die Stallungen des Hotels Bahnhof.
             Problem im Gemeinderat behandelt. Es
             wird von der Gesundheitskommission
             ein Bericht betreffend der „schon vielfach
             beanstandeten Schweinestallung“ vor-
             gelegt. Der Gemeinderat wollte endlich
             Nägel mit Köpfen machen und verbot
             die gewerbsmässige Schweinehaltung.
             Nur noch maximal 20 Schweine sollten
             für den Eigenbedarf des Hotels gehalten
             werden dürfen. Zudem wurden Auflagen
             betreffend Sauberkeit gemacht, damit die
             Belästigung der Nachbarschaft auch bei
             reduzierter Schweinehaltung unterbleibe.

                  Wer glaubte, das Geruchsproblem
             sei damit gelöst worden, täuschte sich.
             Immer wieder scheint das Thema in den
             Gemeinderatsverhandlungen auf. Oft            Dieser Kommentar des Zeichnungslehrers Kurt Metzler zum Fragebogen lässt keine Fragen offen.
             mussten Überbelegungen beanstandet
             werden und nebst der Stallung beim Ho-
             tel Bahnhof wurden auch noch Schwei-          plante eine Schweinestallung etwas aus-         Schlachtabfälle verwertet werden sollten,
             ne beim Restaurant Landhaus und in der        serhalb. Unter anderem beabsichtigte er         eingehend auseinandergesetzt. Er sah sich
             Liegenschaft Obi (heute Hauptstrasse          den Bau eines Schweinestalles im Gebiet         beispielsweise, gewitzt durch die früheren
             173) gehalten. Auch hin und wieder aus-       Heldsberg, wo sich heute eine Einfamili-        Vorkommnisse, eine ähnliche Anlage in
             gesprochene Bussen vermochten am Zu-          enhaussiedlung befindet. Dieses Vorha-          der March (Kanton Schwyz) an, welche
             stand nichts zu ändern. Allerdings war der    ben scheiterte allerdings am Widerstand         offenbar problemlos betrieben wurde. So
             Gemeinderat ziemlich machtlos. Da es da-      der dortigen Grundbesitzer. Schliesslich        kam er dann zur Ansicht, dass sich die Fut-
             mals noch keinen Zonenplan gab, konnte        entstand 1958 der Schweinestall auf             tersterilisation mit der geplanten Anlage
             er die Schweinehaltung im Wohngebiet          dem Grundstück eines ehemaligen Stein-          ohne Geruchsprobleme realisieren lasse.
             nicht grundsätzlich verbieten.                bruchs an der Romenschwandenstrasse,            Der damalige Gemeindammann drückte
                                                           welches die Ortsgemeinde an den Betrei-         diese Überzeugung an einer Vorgemeinde
                  Erst im Juli 1957 wurde die Grundlage    ber verkauft hatte. Dieser Betrieb wurde        mit dem Bonmot aus „So werde aus einer
             endlich rechtskräftig, welche es ermög-       1962/63 erweitert. Allerdings, unproble-        Sauerei eine saubere Sache“.
             lichte, gegen die Schweinehaltung wir-        matisch war die Schweinehaltung auch an
             kungsvoll vorzugehen. Damals genehmig-        dieser Stelle nicht. Immer wieder mussten           Leider erwies sich diese Zuversicht er-
             te der Regierungsrat den Zonenplan und        Unzulänglichkeiten beanstandet werden.          neut als falsch. Die Geruchsbelästigungen
             schuf damit die Grundlage für ein Verbot                                                      durch die Futtersterilisationsanlage waren
             von Schweinehaltung in der Wohnzone.               Der grosse Ärger begann dann 1980          gravierend und führten zu berechtigten
                                                           mit der Inbetriebnahme der Futtersteri-         Reklamationen der Anwohner. Nun ver-
                 Der Bahnhofwirt musste sich daher         lisationsanlage. Der Gemeinderat hatte          suchte der Gemeinderat auf der Grund-
             nach anderen Möglichkeiten umsehen. Er        sich mit der geplanten Anlage, in welcher       lage der Luftreinhalteverordnung dem

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Übel beizukommen. Da sich Gestank nicht
             messen lässt, sieht die Luftreinhaltever-
             ordnung für derartige Fälle eine Umfrage
             vor. 1988 wurde unter Mithilfe der Eidg.
             Forschungsanstalt für Betriebswirtschaft
             und Landtechnik ein Fragebogen geschaf-
             fen und an alle Anwohner im Umkreis von
             500m um die Anlage versandt. Von den
             51 Adressaten antworteten deren 49, was
             einem ungewöhnlich hohen Rücklauf von
             96% entspricht. Dies allein zeigt, wie gross
             das Problem war. 46 Antworter konnten
             Gerüche feststellen, 30 davon fühlten sich
             in ihrem Wohlbefinden in unzumutbarer
             Weise beeinträchtigt.

                  Trotz vieler Anläufe war der Geruchs-
             belästigung aber einfach nicht beizukom-
             men. Unglücklicherweise war der Gemein-
             derat nur für Gerüche vom Saustall, das
             Amt für Umweltschutz dagegen für solche
             aus der Sterilisationsanlage zuständig.         Die Futtersterilisationsanlage.
             Dies erschwerte es ausserordentlich, grif-
             fige Massnahmen zu verfügen.

                  Der sehr unbefriedigende Zustand
             hielt mehrere Jahre an. Teilerfolge wurden
             von Rückschlägen abgelöst. Es liess sich
             keine befriedigende und dauerhafte Lö-
             sung des Problems finden.

                  Eine Besserung trat erst 1998 ein, als
             die Centravo AG, ein Unternehmen das
             sich mit der Entsorgung, Verarbeitung,
             Veredelung von und den Handel mit tie-
             rischen Nebenprodukten befasst, die Fut-
             tersterilisationsanlage kaufte. Da diese Fir-
             ma am Mastbetrieb kein Interesse hatte,
             wurde der Stall stillgelegt und abgebro-
             chen. Damit war eine der Quellen stören-
             der Gerüche beseitigt. Bald musste auch
             die Futtersterilisation schliessen. Wegen
             der BSE-Seuche wurde das Verfüttern von
             Fleischabfällen verboten, was eine Stillle-
             gung der Anlage zur Folge hatte.

                  In der Folge stand das Gebäude leer.
             Zwar waren die Gerüche „besiegt“, aber
             was sollte mit dem massiv gebauten
             Gebäude geschehen. Im Frühling 2007
             machte der Gemeinderat in Zusammen-
             hang mit der Überarbeitung des Zonen-
             planes einen ganztägigen Augenschein,
             bei welchem er sich alle fraglichen Punkte
             im Gelände anschaute. Bei der stillgeleg-
             ten Futtersterilisationsanlage machte Ge-
             meinderat Roland Kluser den Vorschlag,
             man könnte doch das Gebäude nutzen
             und hier einen neuen Werkhof für das            Auch diese Darstellung von Kurt Metzler illustriert, was die Anwohner erdulden mussten.
             Bauamt und die technischen Betriebe
             errichten. Dieser Vorschlag fiel auf frucht-    verunmöglichte. Zudem wurden die Be-              maligen Spontanidee ist in der Zwischen-
             baren Boden. Die Situation der Werkhöfe         wohner des Altersheims wie auch der               zeit der neue Werkhof entstanden, der erst
             war mehr als unbefriedigend. Die Maga-          Alterswohnungen oft aus dem Schlaf ge-            kürzlich bezogen werden konnte. So ist
             zine befanden sich im Fahr beidseits des        rissen, wenn die Bauamtsmitarbeiter im            aus einem riesigen Ärgernis letztendlich
             Altersheimes verteilt auf mehrere alte          Winter morgens um vier Uhr zum Pfaden             für die Gemeinde doch noch eine positive
             Scheunen, was einen rationellen Betrieb         ausfahren mussten. Auf der Basis der da-          Einrichtung entstanden.

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Felix Tobler und Paul Gerosa

             Retten wir unser Rössli
             Kurz vor Weihnachten des letzten Jah-
             res hat das traditionelle Restaurant
             Rössli seine Tore geschlossen. Damit
             droht eine unserer letzten Dorfbeizen
             zu verschwinden. Dagegen muss un-
             bedingt etwas unternommen werden.

             Hätten wir noch viele echte Dorfbeizen,
             könnte man diese Schliessung vielleicht
             noch verschmerzen.Wie eine Untersuchung
             aber zeigt, sind in den letzten 25 Jahren vie-
             le Dorfbeizen verschwunden. Von einmal
             rund 35 Restaurants (ohne Rheinpark) gibt
             es (einschliesslich das nun geschlossene
             Rössli) eigentlich nur noch vier echte Dorf-
             beizen. Davon befinden sich allerdings zwei      Das Rössli, wie es sich heute präsentiert.
             an der Peripherie unseres Dorfes (Rössli Ro-
             menschwanden, Gletscherhügel). Sie sind
             ohne Auto kaum zu erreichen. Das Rössli
             Dorf dagegen ist sehr zentral gelegen. Mit
             der Schliessung geht daher ein wichtiger
             Treffpunkt verloren. Wo sollen sich die Leu-
             te am Nachmittag zu einem Jass treffen, wo
             können die Handwerker ihren Znüni ein-
             nehmen, wo können die vielen Arbeiter und
             einfachen Leute kostengünstig z‘Mittag es-
             sen, wer bietet den legendären Käsfladen
             an oder wo treffen sich die Vereine nach
             ihren Zusammenkünften?
                  Aus diesen Überlegungen heraus ha-
             ben sich einige Leute zusammengefun-
             den, die das Restaurant Rössli und damit
             unser Dorfleben retten wollen. Als wich-         So könnte das Vereinssäli im Rössli aussehen.
             tigsten Punkt konnte die Liegenschaft
             vorerst so gesichert werden, dass sie nicht
             in falsche Hände gerät. Dann wurde das                Zur Erreichung dieses grossen Ziels
             Gebäude von Fachleuten auf seinen Zu-            soll eine Genossenschaft gegründet wer-
             stand geprüft. Dabei durfte festgestellt         den, welche das Rössli, mit einem Pächter,
             werden, dass die Restauranteinrichtung           weiter betreibt. Die politische Gemeinde
             noch in recht gutem Zustand ist. Beson-          und die Ortsgemeinde haben zugesagt,
             ders erfreulich an der Bausituation ist,         mitzuhelfen, das Vorhaben zu finanzieren.
             dass sich das heutige Fondue-Stübli zu ei-
             nem Säli für 50 bis 60 Personen erweitern
             liesse. Genau das fehlt in St. Margrethen.
             Renoviert werden müsste ausserdem die               Dieser Ausgabe liegt eine Absichtser-
             Wirtewohnung.                                       klärung bei. Damit können Sie zeigen,
                  Der Rheinausaal ist für viele kleine           dass auch für Sie die Rettung unseres
             Vereinsanlässe (z.B. HV, Klausabend etc.)           Rössli wichtig ist. Alle St. Margrethe-
             zu gross, die heute noch zur Verfügung              rinnen und St. Margrether, alle Dorf-
             stehenden Säle in Restaurants (Gletscher-           vereine, alle Gewerbetreibenden,             Dieses Schild ist es wert, dass wir uns dafür
             hügel, Rössli Romenschwanden) dagegen                                                            einsetzen.
                                                                 kurz alle, denen die Erhaltung unse-
             oft zu klein oder überbelegt. Mit dem Er-           res Dorflebens von Bedeutung ist,
             halt und der Sanierung des Rössli Dorf              sind aufgerufen, bei der Rettung des
             könnten zwei Fliegen auf einen Schlag er-           Rössli Dorf mitzumachen. Wir freuen
             legt werden. Einerseits entsteht ein Säli in
                                                                 uns über jeden Beitrag, welcher uns
             idealer Grösse für Vereinsanlässe, anderer-
                                                                 dem grossen Ziel näher bringt:
             seits kann eine der noch wenigen Dorfbei-
             zen erhalten werden, ohne dass dadurch
             für die anderen Betriebe eine wesentliche           Erhalt und Weiterbetrieb des Re-
             Konkurrenz entstehen würde. Diesbezüg-              staurants Rössli als Treffpunkt
             lich würde lediglich der Zustand von vor-           für alle Bevölkerungskreise.
             her erhalten.

142-2.2015                                                                                                                                                    23
Laura Bucher

             Openair-Kino vom 1. - 4. Juli 2015 in der Badi
             Nach der erfolgreichen Ausgabe vom
             letzten Jahr bietet das Openair-Kino
             in der Badi Bruggerhorn auch dieses
             Jahr ein unvergessliches Kinoerleb-
             nis unter freiem Himmel.

             Vom Mittwoch 1. Juli bis Samstag 4. Juli
             2015 werden die aktuellsten und schöns-
             ten Filme auf der grossen freien Leinwand
             in der Badi gezeigt. Das Publikum hat die
             Möglichkeit, Wünsche zum Programm
             auf der Homepage des Openair Kinos be-
             kanntzugeben. Zu gewinnen gibt es Grati-
             seintritte mit Cüpli.

                 Auch dieses Jahr werden vor den
             Hauptfilmen kreative, überraschende
             Kurzfilme abgespielt. Solche Filme bis zu
             einer Länge von 4 Minuten können bis
             zum 15. Juni 2015 eingereicht werden.
             Auch hierzu findet man alle Informatio-
             nen auf der Homepage.

                                                             www.openairkino-stmargrethen.ch

                                                                                                                                           Laura Bucher

             St. Mazamba vom 28. – 30. August 2015 im Park
             Das OK St. Mazamba, bestehend aus               anschliessend die Kinder zum
             den Mitgliedern Hanspeter Aeber-                Spielen, Raten, und Spass haben
             hard, Patricia Caviezel, Linus Han-             einladen. Zum Abschluss bietet
             selmann, Inge Nagel, Bruno Bucher,              das diesjährige St. Mazamba einen
             Bruno Zoller und Rubel U. Vetsch                ganz besonderen Höhepunkt: Ex-
             (Präsident), steckt mitten in den Vor-          klusiv im Rheintal geben Marius &
             bereitungen für das St. Mazamba                 die Jagdkappelle zusammen mit
             2015. Es findet vom 28. bis 30. August          der Pepe Lienhard Band ein Kon-
             2015 auf dem Festgelände rund um                zert, das Kinder und ihre Eltern mit
             den Park statt.                                 swingenden, familientauglichen
                                                             Songs bestens unterhalten wird.
             Programm für jeden Geschmack
                 Auch erste Programmpunkte sind              Auf finanzielle
             bereits bekannt. Zum offiziellen Festakt        Unterstützung angewiesen
             eröffnen am Freitag die Mariachi Flores             Noch sind die weiteren Pro-
                                                                                                          Die Kinderband Marius und die Jagdkapelle tritt
             aus Mexiko das Festwochenende. Am               grammpunkte für Freitag und Samstag          am Sonntag mit dem Entertainer Pepe Lienhard
             Samstag lassen es die Ostschweizer Par-         finanziell nicht gesichert. Das OK hofft     im Park auf.
             tyrocker „Noisebrothers“ auf der Bühne im       auf breitere finanzielle Unterstützung, um
             Park krachen, im „Street Jam- Zelt“ legen       dem Publikum weitere interessante Unter-     Bankverbindung
             die aktuellsten Top-DJ-s auf. Der Sonntag       haltungsbands präsentieren zu können.        Konto St. Mazamba, Raiffeisenbank
             steht traditionell im Zeichen der Familie. Er   Zuwendungen nimmt das St. Mazamba            Unteres Rheintal, 9424 Rheineck
             wird mit einem feierlichen ökumenischen         gerne entgegen und verdankt diese mit        IBAN: CH88 8129 5000 0035 5628 3
             Gottesdienst und musikalischer Beglei-          einer kleinen Überraschung.                  Postkonto 90-3490-6
             tung eröffnet. Ein Familienparcours wird                                                     Infos laufend auf www.stmazamba.ch

142-2.2015                                                                                                                                                  25
Michelle Messmer

 WWS Wärme-Wassertechnik AG St. Margrethen
 Geschäftsführer Erich Hohl geht in Pension und sein Nachfolger wird Daniel Müller
 Seit 28 Jahren leitet Erich Hohl die
 WWS Wärme-Wassertechnik AG an
 der Hauptstrasse 133 in St. Margre-
 then. Auf Ende April 2015 geht er in
 Pension. Wer sein Nachfolger wird,
 steht bereits fest.

 Seit Erich Hohl im Januar 1987 in die Firma
 eingetreten ist, hat sich einiges verändert.
 Ein grosser Schritt war, dass die WWS AG
 im Jahr 2000 in ein eigenes Firmengebäu-          Links der neue Geschäftsführer Daniel Müller, rechts Erich Hohl.
 de gezogen ist. Die Sanitärtechnik hat sich
 stark gewandelt. Die Apparateauswahl              Erich Hohls und Fredi Grafs Unterstützung             in einem grossen Planungsbüro und be-
 ist riesig und anspruchsvoller geworden.          wertwolle Erfahrung im Heizungs- und Sa-              suchte die Technikerschule. Anschliessend
 Die Sanitärinstallation muss in Bezug auf         nitärbereich.                                         sammelte er im Verkauf wichtige Erfah-
 Energieverbrauch, Schallschutz und Kom-                 In der Firma wird es mit dem Weg-               rungen. Daniel Müller ist bestens für die
 fort hohe Anforderungen erfüllen.                 gang von Erich Hohl keine grossen Verän-              verantwortungsvolle und spannende Auf-
       Einerseits freut sich Erich Hohl auf sei-   derungen geben. Mit Daniel Müller konnte              gabe als Geschäftsführer und Sanitärchef
 ne Pension, da er dann mehr Zeit für sich         ein geeigneter Nachfolger und neuer Ge-               bei der WWS AG vorbereitet.
 und seine Familie hat, andererseits erfüllt       schäftsführer im Bereich Sanitäranlagen                    Erich Hohl dankt allen Kunden herz-
 es ihn auch mit ein bisschen Wehmut, die          für die WWS AG gefunden werden. Daniel                lich für die jahrelange Treue. Ebenfalls
 Firma nach so vielen erfolgreichen Jahren         Müllers Eltern sind in St. Margrethen auf-            dankt er Fredi Graf, der der Firma noch
 zu verlassen. Ihm wird der Kontakt zu den         gewachsen und der neue Geschäftsführer                einige Zeit erhalten bleibt, und allen Mit-
 vielen treuen Kunden und Mitarbeitern             ist seit 15 Jahren Pfadi-Leiter, was ihn noch         arbeitern und Mitarbeiterinnen für die
 fehlen. Der Geschäftsführer ist stolz auf         heute mit unserem Dorf verbindet. Zurzeit             wertvolle Zusammenarbeit.
 die Lehrlingsausbildung, denn es war ihm          wohnt Daniel Müller in Widnau. Daniel
 wichtig, Nachwuchs von Sanitär- und Hei-          Müller hat die Lehre als Spengler-Sanitär-
 zungsinstallateuren ausbilden zu können.          monteur abgeschlossen und danach die
 Einige der Lehrlinge blieben noch bis zu          Zusatzlehre als Haustechnikplaner absol-
 10 Jahre in der Firma und sammelten mit           viert. Er arbeitete 3 Jahre als Sanitärplaner

                                                                                                                                      Grenzgarage

 GRENZGARAGE St.Margrethen
 Seit nunmehr rund zwei Jahren re-
 präsentiert das „rote Haus“ an der
 Hauptstrasse 80 die Grenzgarage von
 einer ganz anderen Seite.

 Die neuen Autos von Opel und Subaru
 erhielten eine gänzlich neue Plattform
 und wer hin und wieder einen Blick in den
 Ausstellungsraum wirft, entdeckt auch
 Ungewöhnliches. Kunden und Interessen-
 ten will damit vermittelt werden, dass hier
 Individualität, Innovation und damit ein
 tolles Produkt, genau auf die geforderten
 Bedürfnisse erhältlich ist.
      Selbstverständlich steht die Werk-
 statt am gewohnten Standort – an der              Grenzgarage, die richtige
 Hauptstrasse 87 – mit einem Topservice
 für Unterhalt- sowie Servicearbeiten und
                                                   Spur anders zu sein                                   GRENZGARAGE MIWAG AG
 alle Eventualitäten in einem „Autoleben“          Das erste Highlight dieses Jahres wird                Rolf Zehender
 bereit. Nachdem kürzlich die dazuge-              demnächst die Frühlingsausstellung am                 Hauptstrasse 87
 hörende Tankstelle mit neuesten Gerät-            25. und 26. April 2015 darstellen. Reservie-          9430 St. Margrethen
 schaften versehen wurde, installierte Rolf        ren Sie sich das Datum, es lohnt sich. Es ist         Telefon 071 747 10 20
 Zehender eben einen neuen Brems- und              wirklich nicht nötig, nach Genf zu reisen;            info@grenzgarage.com
 Stossdämpfer- Prüfstand.                          im Unterdorf „erleben“ Sie Autos genau so.            www.grenzgarage.com

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