SCH WA R Z EBURGER - DIE QUAL DER WAHL MÖGLICHST LANGE MOBIL BREITES LEHRSTELLENANGEBOT IN SCHWARZENBURG - Gemeinde Schwarzenburg
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APRIL'18 / NR. 02
SCH WA R Z E BU RG E R
M AG A Z I N
DIE QUAL DER WAHL
BREITES LEHRSTELLENANGEBOT IN SCHWARZENBURG
MÖGLICHST LANGE MOBIL
MOBILITÄT IM ALTER IST NICHT SELBSTVERSTÄNDLICH
IN ZUKUNFT MEHR GÄSTE?
GANTRISCHPLUS BÜNDELT MARKETING
1E DI TOR I A L I N H A LT
LIEBE LESERINNEN, 4
LIEBE LESER
4-9 WIR MACHEN PROFIS
Zahlreiche KMUs in der Gemeinde bieten Lehr-
Am letzten Schultag werden die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen verab- stellen an und investieren so in die Zukunft des
schiedet und die Eltern erfahren, welch unterschiedliche Ausbildungen die jungen hiesigen Gewerbes.
Leute anpacken werden. Ein paar Wochen später tragen die meisten von ihnen
Arbeitskleidung oder Büro-Look und sind Teil der Erwachsenenwelt geworden. 10 - 17 GEMEINDE
10 - 11 MÖGLICHST LANGE MOBIL
Rund 70 Prozent der Schulabgängerinnen und Schulabgänger haben sich 2017 Tagtäglich engagieren sich zahlreiche Leute und
für eine Lehre entschieden. Die duale Ausbildung kombiniert praktisches Können Institutionen, damit ältere Menschen mobil sind
und fachliches Wissen und ist auch in unserer Gemeinde eine wichtige wirtschaft- und bleiben.
liche Grundlage. In grösseren und kleineren Lehrbetrieben erlernen junge Männer
und Frauen einen Beruf von Grund auf. Während der Lehrzeit können sie sich 12 WOHIN KULTURGELDER FLIESSEN
10 Kantonale Kulturverträgen schmälern den
über Erfolge freuen, werden aber auch Rückschläge einstecken müssen. Damit
Handlungsspielraum der Gemeinde.
Lernende ihre Ausbildung erfolgreich abschliessen können, brauchen sie Ausdauer
und Motivation und die Unterstützung im Lehrbetrieb und zu Hause. 13 BELIEBTE BETREUUNG
Gefragtes Tagesschulangebot der Gemeinde.
Zwei, drei oder vier Jahre später sieht man die gleichen jungen Menschen wieder.
In den seit einiger Zeit populär gewordenen Inseraten, wird ihnen öffentlich zur 16 Bibliothek
bestandenen Lehrabschlussprüfung gratuliert. Die jungen Erwachsenen haben es
18 - 21 KIRCHGEMEINDE
geschafft. Ihre Erstausbildung bildet die Grundlage ihres Berufslebens und öffnet
zugleich fast unbeschränkte Möglichkeiten für weitere Ausbildungen. 18 «AM PULS DER ZEIT – IMPULS»
Das Schwerpunktthema dieser Ausgabe zeigt auf, wie Lernende und Ausbildungs- 20 KONFIRMATION MAL SECHS
betriebe voneinander profitieren können, wie zentral die Arbeit im Team ist und Frühlingszeit ist Konfirmationszeit: Dieses Jahr
22 werden nicht weniger als sechs Grosskinder von
wie auf ganz natürliche Weise ein generationenübergreifender Austausch gelebt
Alice und Fritz Schmied konfirmiert.
wird.
21 Aus dem Kirchgemeinderat
22 - 41 BLICKPUNKTE
22 - 23 EIN PLUS FÜR MEHR GÄSTE
Kathrin Sauter
Mit Gantrischplus sollen die touristische
Gemeinderätin Soziales Vermarktung vorangetrieben und in die Hotellerie
investiert werden.
26 - 27 «WEISCH NO?»
26 An der Ausstellung im Schloss Schwarzenburg gibt
es Trouvaillen aus dem Fotoarchiv Zbinden zu
bestaunen.
30 - 31 BESUCH AUS CHINA
Die Bühne Schwarzenburg spielt die Groteske
«Der Chinese».
Impressum
Herausgeber Gemeinde Schwarzenburg und Ev.-ref. Kirchgemeinde Schwarzenburg Redaktion Franziska 41 Telegramm
Ackermann Lektorat Elisabeth Kollbrunner Konzept und Layout Laufwerk Bern Druck sohnverlag gmbh
Schwarzenburg Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ISSN 1663-7518 Auflage 3650.
Redaktion «Schwarzeburger» · Bernstrasse 1 · 3150 Schwarzenburg · Tel. 031 734 00 13 · redaktion@ 42 Veranstaltungen
schwarzenburg.ch Abonnemente Der «Schwarzeburger» wird in der Gemeinde Schwarzenburg allen
Haushaltungen zugestellt. Abonnemente Inland: CHF 40.- pro Jahr Abonnemente Ausland: CHF 50.-
pro Jahr (Preise für Abonnemente inkl. Versandkosten). www.schwarzenburg.ch/magazin 43 Portrait
2 3K Ü NS T L E R & H A N DW E R K E R DI E QUA L DE R WA H L
unsere Branche aus», so Vogelsanger.
Für Toni Zahnd, Inhaber von Expert Zahnd,
ist die Ausbildung sogar existenziell. «Unsere Branche ist
einem starken Wandel ausgesetzt. Es fällt uns zunehmend
schwer, qualifizierte Mitarbeiter zu finden», sagt Zahnd,
der drei Lehrstellen anbietet. Ihm ist weiter wich-
tig: «Junge bringen oft neue Sichtweisen und
grosses Interesse an neuen Trends mit. Das
hält uns jung und frisch.» Dies betont Dora
Heimberg ebenfalls: «Die jungen Leute
bringen Ideen und Pepp in den
Arbeitsalltag.» Als guter und fai-
rer Lehrbetrieb zu gelten, verhelfe
manchmal einer Unternehmung
auch zu einem positiven Image, ist
Christian Schenk überzeugt. «Letztlich
muss es eine Win-win-Situation für alle
Beteiligten sein, die sich für die Region und
das Gewerbe auf Jahre hinaus lohnt», sagt er.
Text Franziska Gertsch, Fotos Mirjam Zurbrügg CHANCEN AUCH FÜR SCHWÄCHERE packen können, als auch solche, die mitdenken und organi- Zahlreiche Lernende stammen aus Schwarzenburg oder aus
Viele Schwarzenburger Jugendliche entscheiden sich für eine sieren. Deshalb fördern wir auch schulisch Schwächere», er- den umliegenden Gemeinden. Doch auch aus der Agglo-
DAS ANGEBOT AN AUSBILDUNGSPLÄTZEN IN Lehre, wie ein Blick auf die Statistik des OSZ zeigt: Von klärt Christian Schenk. Für Jugendliche in schwierigen Situ- meration Bern und dem Kanton Freiburg pendeln immer
SCHWARZENBURG IST VIELFÄLTIG. DIE den 96 Schulabgängern haben letztes Jahr 67 eine Berufs- ationen sieht er grosses Potenzial: «Mit dem Lehrbeginn wird wieder Jugendliche nach Schwarzenburg. Bei der Remund
AUSBILDUNGSBETRIEBE BIETEN DAMIT lehre begonnen. Bei der Lehrstellensuche kommt dem OSZ der Zähler nochmals auf null gestellt und die Jungen können Holzbau AG beispielsweise sind drei der Lernenden aus der
JUNGEN LEUTEN NICHT NUR EIN SPRUNGBRETT eine wichtige Rolle zu, weil es die Lehrstellensuchenden und von vorne beginnen. Lehrabbrüche gibt es hier nur ganz sel- Umgebung von Schwarzenburg, vier kommen von auswärts,
INS BERUFSLEBEN, SONDERN SIE SICHERN AUCH das Gewerbe vernetzt: In der jährlichen Berufswahl- und ten.» Das sieht Dora Heimberg, Ausbildungsverantwortliche wie Jonas Vogelsanger weiss. «Man kann schon sagen, dass
DIE ZUKUNFT DES HIESIGEN GEWERBES. Gesundheitswoche stellen sich lokale Betriebe vor, in der des Hauses Ar Sunnsyte, ähnlich: «Gerade für Jugendliche wir eine überregionale Bedeutung als Ausbildungsstandort
Pausenhalle hängen Lehrstellenangebote und die Website mit Migrationshintergrund, die mit Sprachschwierigkeiten haben, auch dank der guten ÖV-Verbindungen von Bern
der Schule verlinkt auf den Online-Lehrstellenservice von kämpften, ist die EBA-Lehre ein Sprungbrett.» her», sagt dazu Daniel Schmied. «Denn dass wir hier sowohl
Köchin, Polymechaniker, Schreinerin oder Detailhandels- KMU Schwarzenburgerland. «Diese Vernetzung zwischen über Jobs als auch über Ausbildungsplätze in den verschie-
fachmann – fast jeder Beruf lässt sich in Schwarzenburg den künftigen Lernenden und uns ist enorm wichtig», meint INVESTITION IN DAS GEWERBE densten Branchen verfügen, macht unsere Gemeinde inter-
erlernen. Nach der Schätzung von Thomas Kreuter, Präsi- Christian Schenk, Inhaber der Yasiflor Gartenbau GmbH. Nicht nur die Jugendlichen profitieren vom grossen Lehr- essant und lebenswert.»
dent von KMU Schwarzenburgerland, dürften es gegen 40 Dank der Nähe zum lokalen Gewerbe und der engen Beglei- stellenangebot. Ebenso sehen die Lehrbetriebe in der Aus-
verschiedene Berufsausbildungen sein, die angeboten wer- tung finden auch Schüler mit Schwierigkeiten Ausbildungs- bildung eine Investition in ihr Gewerbe. «Sie bilden sich
den. «Wir haben das Glück, dass es ein gesundes Gewerbe plätze. «Mir fällt die tolle Grundhaltung der Lehrbetriebe ihren Nachwuchs selbst aus. Auch wenn die Lehrlinge nach
ONLINE- LEHRSTELLENBÖRSEN
gibt, das die Ausbildung ernst nimmt. Daher gibt es viele auf. Sie haben aufrichtiges Interesse an den Jugendlichen, ge- ihrer Ausbildung weggehen – viele von ihnen kommen wie-
gute Lehrstellen», so der zuständige Gemeinderat Daniel ben auch schwächeren Schülern eine Chance und bilden sie der zurück», weiss Daniel Schmied. Dies bestätigt Christian www.lehre-schwarzenburg.ch
Online-Lehrstellenservice von KMU Schwarzenburgerland
Schmied. Dem pflichtet Simon Grünert, Leiter des Ober- zu Berufsleuten aus», lobt Schulleiter Grünert. Tatsächlich Schenk. «Deshalb vergeben wir unsere Lehrstellen immer
stufenzentrums Schwarzenburg (OSZ), bei: «Das Angebot bieten viele Betriebe neben einer Lehre mit eidgenössischem besonders gerne an Einheimische und hoffen, dass sie bleiben www.lehrstellenboerse.ch
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ist vielseitig und die Lehrstellen sind qualitativ hochwertig.» Fähigkeitszeugnis (EFZ) auch zweijährige Ausbildungen mit oder als gestandene Berufsleute zurückkehren», sagt er. Jonas
www.yousty.ch
Wie viele Lehrstellen es in der Gemeinde gibt, ist nicht be- Berufsattest (EBA) an. So etwa das Haus Ar Sunnsyte, wo es Vogelsanger, Projektleiter und Berufsbildner bei der Remund
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kannt. Doch laut Kreuter bieten über die Hälfte der rund neben sechs EFZ- auch zwei EBA-Lehrstellen gibt, oder die Holzbau AG, ist überzeugt, dass es nur von Vorteil ist, gute
www.berufsberatung.ch
110 KMU, die dem Gewerbeverein angeschlossen sind, Aus- Yasiflor Gartenbau GmbH, die drei EFZ- und zwei EBA- Berufsleute auszubilden. «Es lohnt sich, in Lernende zu in- Online-Lehrstellenbörse der Berufs-, Studien- und
bildungsplätze an. Lehrstellen anbietet. «Wir brauchen sowohl Leute, die an- vestieren – wir bilden Fachkräfte für unseren Betrieb und Laufbahnberatung
4 5DI E QUA L DE R WA H L DI E QUA L DE R WA H L
Katja Wüthrich ist eine Umsteigerin. Team gefällt ihr. Zwar hätten manche «Ich wollte für meine Ausbildung unbe- auf dem Laufenden sein, welche neuen
Die heute 25-Jährige hatte die Matura am Anfang durchaus Vorurteile gegen dingt in der Region bleiben und Techniken und Trends es auf dem
gemacht und studierte an der Univer- sie als Frau im männerdominierten Be- wünschte mir geregelte Arbeitszeiten – Markt gibt.» Die Kunden und ihre
sität Musikwissenschaften und Eng- ruf gehabt. «Aber ich komme gut mit vor allem wegen meines Hobbys. Des- Wünsche seien sehr unterschiedlich.
lisch. Als ihre Eltern ein Haus bauten, und habe bewiesen, dass ich nicht zwei halb war ich glücklich über meine «Hier kommen auch mal Senioren in
verbrachte die junge Frau mehr Zeit linke Hände habe. Ich bin gut akzep- Lehrstelle in Schwarzenburg», sagt den Laden und lassen sich das Handy
auf der Baustelle als im Hörsaal. Sie tiert und die Reaktionen sind positiv», Doris Wälti aus Guggisberg. Sie war erklären», sagt Wälti. Dass sie die ein-
ging schnuppern – unter anderem als meint sie. Ihre Entscheidung, das Stu- zu Lehrbeginn ambitionierte Sport- zige Frau in ihrer Berufsschulklasse ist,
dium hinzuschmeis- schützin, schoss im Verein und im stört sie nicht. Ein bisschen merkwür-
sen, habe sie nie be- nationalen Nachwuchskader. Den dig findet sie es trotzdem: «Der Beruf
reut. Sie möge es zwar Wettkampfsport hat sie mittlerweile ist dank der grossen Vielseitigkeit an-
noch immer, wenn sie aufgegeben – doch die Lehrstelle bei spruchsvoll und interessant und auch
etwas Neues lernen Expert Zahnd in Schwarzenburg ist für Frauen gut geeignet.»
könne, und in der ein Glücksfall geblieben. Gerade weil
BERN
2. LEHRJAHR
ZIMMERIN
Zimmerin bei der Remund Holzbau Schule habe sie teilweise schon Vorteile der Betrieb nicht so gross sei, habe sie
AG in Schwarzenburg. Weil dort ge- den anderen gegenüber. «Aber sonst ist bei ihrer vierjährigen Ausbildung zur
rade eine Lehrstelle frei war, bewarb die Ausbildung anspruchsvoll und for- Multimedia-Elektronikerin Einblick in
sie sich. Mittlerweile ist sie im zweiten dert mich heraus», sagt sie. Ob sie nach alle Bereiche. Sie verkauft und berät im
Lehrjahr. Die vierjährige Ausbildung der Ausbildung eine der vielen Weiter- Laden, installiert neue Unterhaltungs-
darf sie in drei Jahren absolvieren. «Ich bildungen angeht, weiss sie hingegen elektronik, repariert alte Geräte, löst
mag es, draussen auf den Dächern oder noch nicht. Jeden Tag pendelt Katja technische Probleme und ist manchmal
an Fassaden zu arbeiten, etwas mit den Wüthrich von Bern nach Schwarzen- draussen unterwegs, um etwa Satelli-
Händen zu erschaffen und abends das burg. Die 40 Minuten Zugfahrt stören tenschüsseln zu montieren. «Diese Viel-
Resultat meiner Arbeit zu sehen», sagt sie nicht. Auch ihr Unterstift kommt seitigkeit ist toll. So viel Abwechslung
Wüthrich. Die aus Bern. In Schwarzenburg eine Lehre hätte ich wohl in einem Interdiscount-
Arbeit im zu machen, ist nämlich an sich eine gute Laden nicht», erklärt die 18-Jährige.
Sache: «Im Betrieb herrscht eine tolle Auch dass sie viele ihrer Kunden vor
Stimmung und ich fühle mich wohl.» Ort persönlich kenne und über Mittag
Schwarzenburg sei zwar nicht ext- nach Hause könne, finde sie schön. Do-
rem ländlich, aber doch habe ris Wälti arbeitet mit jeder Art von Un-
sie immer wieder mit den terhaltungselektronik und hat mit den
gleichen Betrieben zu unterschiedlichsten Geräten wie Fern-
tun, wenn sie gemein- sehern, Kameras und Beamern, aber
sam mit ihren Ar- auch mit Laptops und Handys zu tun.
beitskollegen auf Die rasante Entwicklung in der Unter-
einer Baustelle haltungselektronik macht ihre Lehre
sei und sie meint: besonders spannend: «Ich muss immer
«Das macht das
Ganze ziemlich
familiär.»
ELEKTRONIKERIN
3. LEHRJAHR
GUGGISBERG
MULTIMEDIA-
6 7DI E QUA L DE R WA H L DI E QUA L DE R WA H L
In seiner Ausbildung zum Gärtner schon heute klar, dass er sich irgend- Wie so oft war das Schnuppern ent- Tee oder geht mit ihnen spazieren. «Als
Fachrichtung Garten- und Land- wann zum Vorarbeiter weiterbilden scheidend: Barbara Roggli wollte ei- FaGe begleite ich die Senioren durch
schaftsbau hat Niklas Rohrbach aus will. Schwarzenburg sei für ihn der op- gentlich nie in die Pflege. «Ich habe mir den Alltag und versuche, ihnen einen
Rüeggisberg alles gefunden, was ihm timale Ort, um die Lehre zu machen. eher etwas mit Tieren oder Kindern würdevollen Lebensabend zu ermögli-
etwas bedeutet. «Ich wollte immer So könne er einerseits weiterhin bei den vorgestellt», sagt sie. Bei einem Diako- chen», erklärt Roggli. Ihr gefällt es, den
schon etwas mit den Händen machen Eltern wohnen, andererseits komme er niepraktikum im Rahmen der Kirch- Menschen zu helfen, und die Dankbar-
und draussen arbeiten, und ich mag mit seinem Lehrbetrieb weit herum – lichen Unterweisung kam sie erstmals keit, die sie zeigen, gibt ihr viel Moti-
Maschinen und die Natur», sagt der vom Schwarzenburgerland bis in Berührung mit dem Pflegeberuf. Die vation und sie weiss: «Man muss das
18-Jährige. Als Schüler nahm er an der in die Regionen Freiburg und Schnupperwoche
Berner Ausbildungsmesse eine Bro- Thun. Über seinen Lehrbe- als Fachfrau Ge-
schüre mit und stiess darin auf seinen trieb ist er voll des Lobes: sundheit (FaGe)
heutigen Lehrbetrieb, die Yasiflor Gar- «Wir sind mehrere Lernen- überzeugte sie. Als
tenbau GmbH. Er hatte zwar noch als de und helfen uns auch Ausbildungsbe-
Maurer und Landmaschinenmechani- immer wieder gegenseitig. trieb entschied
ker geschnuppert, doch schliesslich ge- Wenn es ein Problem gibt, sich die 18-Jährige aus Lanzenhäusern wollen und den Bewohnern eine grosse
LANZENHÄUSERN
FACHFRAU GESUNDHEIT
3. LEHRJAHR
fiel ihm der Beruf des Landschaftsgärt- kann ich jederzeit zu mei- für das Haus «Ar Sunnsyte», weil der Portion Empathie und Wertschätzung
ners am besten. «Ich fand den Beruf am nem Chef.» Betrieb vor Ort ist, kleiner und fami- entgegenbringen.» Teamgeist ist in der
abwechslungsreichsten», erklärt er seine liärer ist als etwa ein Spital und man Pflege unabdingbar. «Nach fast drei Jah-
Wahl. Die Vielfalt an Aufgaben und mehr Zeit für die Menschen hat. Nun ren kann ich sagen: FaGe ist eine tolle
Materialien begeistert den 18-Jährigen ist sie bereits im dritten und letzten Grundausbildung mit interessanten
noch heute. Am liebsten realisiere er Lehrjahr – und noch immer gefällt Weiterbildungsmöglichkeiten»,
komplett neue Projekte und lege Gärten es ihr im Altersheim. Die Ausbildung ergänzt Barbara Roggli. Sie selbst
mit Wegen, Plätzen, Pflanzen, Mauern, ist vielseitig und breit gefächert. Auch überlegt sich, nach der Lehre
Teichen und anderen Gestaltungsele- der Arbeitsalltag sei immer abwechs- an der höheren Fachschule die
menten an. «Dabei finde ich interes- lungsreich, denn die Bewohner seien Weiterbildung zur diplomier-
sant, dass wir nicht nur mit Pflanzen, alle verschieden, die Aufgaben und ten Pflegefachfrau zu absol-
sondern auch mit anderen Materialien Herausforderungen ebenso. Gemein- vieren.
wie Holz, Stein und Metall arbeiten», so sam mit ihren Teamkollegen nimmt
Rohrbach. Auch Unterhaltsarbeiten – Roggli jeden Morgen die Bewohne-
zum Beispiel das winterliche Schnei- rinnen und Bewohner auf, hilft beim
den von Bäumen und Sträuchern oder Ankleiden und bei der Körperpflege
das Jäten und Rasenmähen – gehören und begleitet sie zu den Mahlzeiten.
zu seinem Arbeitsalltag. «Das finde ich Sie verabreicht Medikamente,
weniger spannend. Es ist schöner, wenn misst den Blutdruck, hilft
etwas Neues entsteht», sagt er. Gerne beim Duschen, bringt die
übernimmt er auf den Baustellen Ver- Bewohner zur Toilet-
antwortung – und deshalb ist für ihn te, serviert ihnen
nachmittags auch
einmal einen
RÜEGGISBERG
3. LEHRJAHR
LANDSCHAFTSGÄRTNER
8 9G E M E I N DE G E M E I N DE
sind ältere Menschen und Angehörige kann dazu beitragen, mobil zu sein und sonen und weitere Freiwilligendienste,
angesprochen. Sie können die Orga- zu bleiben. Zum Beispiel mit Übungen organisierte Anlässe, Ausflüge und
nisationen kennenlernen, die ihnen in zur Erhaltung von Kondition, Beweg- Ferien oder Kurse zur Erhaltung und
Schwarzenburg und Umgebung Hilfe lichkeit, Fitness – sei es zuhause oder in Rückgewinnung der Gesundheit. Den
Text Daniel von Ballmoos anbieten. Sich frühzeitig über die An- Kursen. Klar ist: Die geistige und kör- besten Überblick verschafft man sich
gebote zu informieren, ist sinnvoll, ge- perliche Gesundheit und die Mobilität diesbezüglich im «Wegweiser 60+», he-
IM HINBLICK AUF DEN ANLASS «ALTER 2.0» STELLEN WIR UNS rade auch deshalb, weil wir alle zum stehen in Wechselwirkung zueinander. rausgegeben vom Seniorenrat Schwar-
DIE FRAGEN, WAS MOBILITÄT IM ALTER BEDEUTET, WOVON SIE Ziel haben, möglichst lange mobil zu Und ebenso unbestritten ist, dass die zenburg.
ABHÄNGT UND WIE MAN IN DER REGION MIT DEM KOMPLEXEN bleiben. Nebst den vielen Institutionen, Mobilität bis ins hohe Alter entschei-
THEMA UMGEHT. die sich bei «Alter 2.0» vorstellen, wird dend zu unserer Lebensqualität und Einige der erwähnten Kurse finden
auch die Vorsteherin des Departemen- -freude beiträgt. übrigens im Generationenhaus beim
tes Soziales, Kathrin Sauter, dabei sein. Bahnhof Bern statt, bequem erreichbar Selbsthilfeformen wie ‹Senioren helfen
Sie findet: «Nicht nur der Anlass selbst Wie mobil sind mit dem Zug. Oder doch nicht so be- Senioren›. Wir möchten einiges davon
ist eine tolle Sache, sondern auch die Schwarzenburger? quem? «Ich kenne Leute, die in Köniz ins überarbeitete Altersleitbild integ-
Vorbereitung dazu. Denn dafür span- Auf den ersten Blick scheinen die Vor- von der Bahn auf den Bus umsteigen, rieren.» Dass die neuen Selbsthilfemo-
nen alle Akteure zusammen.» aussetzungen für die Mobilität im Alter um die hohe Schwelle am Perron des delle auch der Mobilität dienlich sind,
in unserer Region nicht ideal zu sein. Bahnhofs Bern zu umgehen», erzählt darf angenommen werden. So oder so
Mobilität gleich Schwarzenburg ist mit 44.88 km2 eine Seniorenrat-Mitglied Christian Heim- sei allen der Besuch der Veranstaltung
Lebensqualität flächenmässig relativ grosse und mit berg. Not macht also erfinderisch, «Alter 2.0 – das Alter, unsere Zukunft»
Es gibt Dinge im Leben, deren Wert 153 Einwohnern pro Quadratkilome- oder: Geistige Regsamkeit kompensiert ans Herz gelegt.
man erst erfasst, wenn sie einem abhan- ter dünn besiedelte Gemeinde. Zum manchmal die verminderte körperliche
denkommen. Dazu gehört auch die Mo- Vergleich: Die Einwohnerdichte von Mobilität.
bilität. Wir alle, ob jung oder älter, sind Ittigen bei Bern beträgt 2711 pro km2.
Alter 2.0
täglich unterwegs und nehmen Mobi- Kommt dazu, dass unsere Gemeinde Selbsthilfe neu zu das Alter, unsere Zukunft
lität als selbstverständlich wahr. Doch aus fünf Dörfern mit sehr unterschied- definieren
Informationsveranstaltung mit
es reicht ein Skiunfall mit Beinbruch, licher Infrastruktur und Verkehrs- Das Leben nach der Pensionierung Berufswahlinfo und Referaten
und die vermeintliche Selbstverständ- anbindungen besteht. Die hügelige, wird tendenziell länger, viele Menschen
lichkeit ist urplötzlich dahin. Auch im von Gräben durchzogene Topografie bleiben länger fit, zugleich sind viele Äl- Geniessen Sie auch ein Mittages-
sen oder stärken Sie sich bei Kaffee
Am 28. April findet im Schloss Schwar- Alter kann es von einem Tag auf den macht die Ausgangslage nicht mobili- tere jahrelang krank und eingeschränkt und Kuchen im gemeinsam organi-
zenburg eine Neuauflage der Informa- anderen vorbei sein mit der Mobilität, tätsfreundlicher. Zum Glück gibt es in mobil. Diese Tatsachen bedeuten in der sierten Verpflegungsbereich.
tionsveranstaltung «Alter 2.0 – das Al- etwa infolge eines bösen Sturzes. Oder und um Schwarzenburg jedoch zahlrei- Summe, dass man den Lebensabschnitt Samstag, 28. April 2018
ter, unsere Zukunft» statt. Der Anlass aber sie schwindet allmählich, beinahe che Angebote, welche die Mobilität der «Alter» neu definieren und struktu- 10 - 17 Uhr
spricht einerseits Junge an, die sich für unmerklich. Mobilität, beziehungs- Menschen erhalten oder verbessern wie rieren muss. Gemeinderätin Sauter zu Schloss Schwarzenburg
einen Beruf im Bereich Gesundheit weise der Verlust derselben, ist jedoch beispielsweise Fahrdienste, die Vermitt- dieser Entwicklung: «Zurzeit diskutie- www.zukunft-schwarzenburg.ch
und Pflege interessieren. Andererseits nicht einfach Schicksal. Jeder Mensch lung von Krankenmobilien, Begleitper- ren wir über neue Nachbarschafts- und
10 11G E M E I N DE G E M E I N DE
WOHIN KULTURGELDER FLIESSEN BELIEBTE BETREUUNG
DER HANDLUNGSSPIELRAUM DER GEMEINDE IST KLEIN. EIN GROSSER TEIL DER KUL- DANK DEN TAGESSCHULANGEBOTEN HAT DIE GEMEINDE FÜR
TURAUSGABEN GEHT AN INSTITUTIONEN AUSSERHALB VON SCHWARZENBURG. FAMILIEN AN ATTRAKTIVITÄT GEWONNEN.
Die Gemeinde Schwarzenburg hat ein BESCHRÄNKTE Vor gut einem Jahr hat der Gemeinderat Schwarzenburg einen ergänzen das Angebot für die Kinder ideal. Am Mittagstisch
reiches Vereinsleben. Rund 120 Ver- MÖGLICHKEITEN FÜR Grundsatzentscheid zu Gunsten moderner Familienstruktu- sitzen die Kinder je nach Alter in Gruppen zusammen und in
eine sind aktiv – darunter viele in der LOKALE KULTURFÖRDERUNG ren getroffen: Er stellte für das laufende Schuljahr ein kom- den Nachmittagsmodulen können die Kinder drinnen und
Kultur. Die Gemeinde hat einen Betrag «Dass so viel Geld nach auswärts plettes Tagesschulangebot auf die Beine, unabhängig von der draussen spielen oder die Hausaufgaben erledigen.
von 106’500 Franken für die Förde- fliesst, ist nicht immer leicht nachzu- Anzahl Anmeldungen. So haben die Eltern die Möglichkeit,
rung von Institutionen und Aktivitäten vollziehen, zumal wir eigentlich lieber ihre Kinder morgens vor der
in den Bereichen Kultur, Sport und Institutionen und Aktivitäten in der Schule, mittags und nachmit-
Freizeit zur Verfügung. «Das ist wenig. Gemeinde unterstützen möchten. Aber tags betreuen zu lassen. «Der
Mehr gibt das Budget derzeit nicht her», da sind uns die Hände gebunden», är- Gemeinderat hat erkannt, dass
bedauert der zuständige Gemeinderat gert sich Schmied. Nach Abzug der fest ein komplettes Angebot einem
Daniel Schmied. Dabei fällt umso mehr gebundenen Beiträge an auswärtige In- Bedürfnis entspricht», sagt Da-
ins Gewicht, dass fast die Hälfte davon – stitutionen bleiben der Gemeinde rund niela Lässer, Fachbereichsleiterin
nämlich rund 45’000 Franken – fest 54’000 Franken, um das lokale An- Bildung. Gesetzlich verpflich-
gebundene Ausgaben sind, die nach gebot in den Bereichen Kultur, Sport tet wäre die Gemeinde nämlich
einem klar definierten Finanzierungs- und Freizeit zu unterstützen. «Das ist lediglich jene Module anzubie-
schlüssel an Kulturinstitutionen ausser- eigentlich deutlich zu wenig Geld», ten, für welche mindestens zehn
halb von Schwarzenburg fliessen. meint der Gemeinderat. Schwarzen- Kinder angemeldet sind. «Das
burg unterscheidet sich diesbezüglich ist aber nicht familienfreund-
ANTRAG DER GEMEINDE nicht von anderen Gemeinden. Ein lich», weiss Schulleiterin Cristina
ABGESCHMETTERT Teil dieses Betrages ist für feste Aus- Graf. Die Eltern hätten jeweils
Auf der Grundlage des 2013 geänder- gaben vorgesehen – unter anderem für im Frühling nicht gewusst, ob sie
ten kantonalen Kulturförderungsgeset- die Freilichtanlage Than, das Regional- im kommenden Schuljahr die be-
zes finanziert Schwarzenburg derzeit 13 museum, die Musikgesellschaften oder nötigte Betreuung für ihre Kinder
Kulturinstitutionen im Einzugsgebiet für Anlässe wie die Bundesfeier und die erhalten würden. Nun haben sie
der Regionalkonferenz Bern-Mittelland Sportlerehrung. Rund 24’000 Franken diese Sicherheit, denn das komplet-
mit, die vom Kanton als zumindest «re- verteilt die Gemeinde an Vereine, die te Angebot bleibt bestehen. Für das
gional bedeutend» eingestuft worden Keine Fördergelder fürs Regionalmuseum für ihre Anlässe Beitragsgesuche ein-
Schwarzwasser vom Kanton: Der Antrag kommende Schuljahr wird die Aus-
sind. Darunter sind Institutionen wie der Gemeinde wurde abgelehnt. reichen. «Die Gemeinde unterstützt die schreibung nach den Frühlingsferien FERIENBETREUUNG UNGELÖST
das Historische Museum in Bern, der Kulturhof Schloss Kö- lokale Kultur heute im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit fi- lanciert. Graf wie auch Lässer sind überzeugt, dass der Ent- Gabi Mäder, Vertreterin des Elternrates, ist froh über das
niz oder die Mühle Hunziken in Rubigen. Der Löwenanteil nanziellen Beiträgen», so Schmied. Gleichzeitig unterstützt scheid zum Vorteil der Gemeinde ist: «Schwarzenburg ge- umfassende Tagesschul-Angebot. Doch damit sind noch
des Schwarzenburger Geldes fliesst mit rund 34’000 Fran- die Gemeinde das soziale und kulturelle Leben, indem sie winnt für Familien an Attraktivität.» nicht alle Bedürfnisse abgedeckt, da die Tagesschule wäh-
ken an Konzert Theater Bern. Der letztjährige Antrag der bislang auf verschiedene Mieteinnahmen verzichtet. So nut- rend der Schulferien geschlossen bleibt. Eine Umfrage des
Gemeinde, hinsichtlich der neuen Kulturverträge 2020 bis zen etwa die Vereine die Schulsportanlagen der Gemeinde AUSPOWERN ODER REL A XEN? Elternrates hat gezeigt, dass die Eltern auf Ferienbetreuung
2023, das Regionalmuseum Schwarzwasser in die kantonale kostenlos. Das Regionalmuseum seinerseits nutzt zwei Zivil- Der Pädagogische Leiter der Tagesschule, Kindererzieher angewiesen sind. «Die Eltern haben weniger Ferien als ihre
Liste der «regional bedeutenden» Institutionen aufzuneh- schutzkeller der Gemeinde und bezahlt keine Liegenschafts- Enrico Balzardi, zieht eine positive Bilanz über die ersten Kinder. Zudem leben in Schwarzenburg viele Zuzüger-Fa-
men, misslang. «Die Absage des Kantons ist bedauernswert, steuer. «Mehr können wir als Gemeinde derzeit nicht tun», Monate: «Wir haben viel Aufbauarbeit geleistet bezüglich milien, die Grosseltern wohnen weiter weg und können nicht
ist doch das Museum in der Region fest etabliert und erfreut so der Gemeinderat. Organisation, Programm, Regeln und Konzept», sagt er. Ihn einspringen», erklärt sie. Zurzeit finanziert die Gemeinde
sich einer wachsender Besucherzahl», so Daniel Schmied. Text Franziska Gertsch, Foto Max Stöckli freuen besonders die positiven Rückmeldungen der Eltern noch kein Ferienangebot, da der Kanton dafür keine Sub-
und Kinder. «Die Kinder haben hier viele Freiheiten und ventionen spricht. So koordiniert der Elternrat bereits exis-
können unbeschwert spielen», sagt er. Die Tagesschule ist im tierende Programme wie etwa von den Vereinen Chinder-
Pavillon an der Schlossgasse untergebracht und in einen Po- wäut und Jugendarbeit, der Kirchgemeinde oder der Bühne
wer- und einen Relax-Raum eingeteilt: Im Power-Raum gibt Schwarzenburg, damit diese nicht gleichzeitig stattfinden,
es Matten, die Kinder dürfen herumrennen und sich aus- sondern sich ergänzen. «Unser Ziel ist es, während mindes-
toben. Ruhiger zu und her geht es im Relax-Raum, wo die tens vier Wochen Ferieninseln anzubieten, die eine ganztägi-
Kinder Brettspiele machen, lesen und basteln. Der Spielplatz ge Betreuung gewährleisten», sagt Gabi Mäder.
an der Schlossgasse sowie der Platz rund um das Schulhaus Text Mireille Rotzetter, Foto Franziska Ackermann
12 13G E M E I N DE G E M E I N DE
Als Sachbearbeiterin sorgt Kathrin Beyeler für einen rei-
bungslosen ersten Kontakt mit der Bauverwaltung und
erledigt zuverlässig und kompetent Administratives für
die Mitarbeitenden ihrer Abteilung.
In Kürze, was sind deine Aufgaben?
Zu meinen Aufgaben gehören der
Empfang der Kunden am Schal-
ter der Bauverwaltung und der
Telefondienst. Weiter bin ich für
80 JAHRE die Vor- und Nachbereitung der
4. Februar Anton Inderbitzin Schwarzenburg monatlichen Sitzungen der Tief-
6. Februar Marie Wittwer-Künzi Mamishaus
bau- und Umweltkommission
11. Februar Hans Jürgen Leiber Schwarzenburg
14. Februar Bruno Sorpresi Mamishaus zuständig und erledige allgemei-
12. März Peter Marti Schwarzenburg ne administrative Arbeiten wie
25. März Margrit Zahnd-Berger Mamishaus das Verschicken von Verträgen, das
Verrechnen von Dienstleistungen des Werkhofs für Dritte Welt einarbeiten und
85 JAHRE oder die Bestellung, den Verkauf und die Verrechnung von zuerst die Abläufe einer Ge-
9. Februar Martha Dietrich-Loosli Schwarzenburg
Kehricht-Gebührenmarken. meindeverwaltung kennen lernen.
27. Februar Hans Binggeli Mamishaus
8. März Margrit Rohrbach-Loretan Mamishaus
19. März Margareta Schläfli Schwarzenburg Wie bist du zu Schwarzenburg gekommen? In meiner Freizeit … spiele ich mit Kolleginnen zum Plausch
Ich bin in Schwarzenburg geboren und aufgewachsen. Mit Volleyball. Weil unser Team mit den Jahren schrumpfte und
90 JAHRE Ausnahme eines Abstechers ins Welschland und vier Jahren wir nicht immer genügend Spielerinnen sind, gehen wir statt-
21. Februar Alice Nydegger-Schumacher Schwarzenburg in der Stadt Bern habe ich immer hier gewohnt. Zur Ge- dessen auch mal gemeinsam walken. Mein Lieblingsbuch …
9. März Barbara Zbinden-Stucki Schwarzenburg
meindeverwaltung kam ich auf dem klassischen Weg: Ich Ich lese oft und gerne und interessiere mich für Sachbücher
92 JAHRE bewarb mich auf die ausgeschriebene Teilzeit-Stelle und bin und Historisches aus der Region. Im Augenblick lese ich ge-
21. Februar Esther Dubach-Zbinden Albligen nun seit knapp zehn Jahren als Sachbearbeiterin tätig. rade die Altjahrsblätter der 1980er-Jahre. Mein Lieblingses-
7. März Susanna Holzer-Pinggera Schwarzenburg sen … ist Fisch in allen Variationen. Am besten schmecken
7. März Walter Jenni Schwarzenburg Was gefällt dir am meisten an deinem Job? mir die im Bielersee von meinem Mann gefangenen Felchen
15. März Anna Marie Baumann-Stamm Schwarzenburg Ich schätze besonders die abwechslungsreichen Tätigkeiten, und Egli. Überhaupt esse ich ausser Innereien fast alles
21. März Werner Schmid Schwarzenburg
die sich durch den Kundenkontakt und die vielfältigen Auf- gern und finde, dass Abwechslung der beste Koch ist. Mein
23. März Helena Stoll Schwarzenburg
gaben in der Bauverwaltung ergeben. Traumferienziel … ist und bleibt die Schweiz. Viele Orte
93 JAHRE und Regionen haben mein Mann und ich bereits bereist.
21. Februar Hedwig Zwahlen-Mischler Schwarzenburg Die grösste Herausforderung war … Graubünden und die Ostschweiz kenne ich noch gar nicht.
historisch … für mich die Rückkehr in den Beruf nach 14 Jahren als Bestimmt wären sie eine Reise wert. Am Wochenende …
95 JAHRE Hausfrau und Mutter. Meine Ausbildung hatte ich auf ei- besuche ich jeden Sonntagvormittag meine Mutter im Al-
Mit uns tauchen Sie ein in die bewegte Geschichte 5. Februar Elise Kämpfer-Brügger Schwarzenburg
nem Notariat absolviert, deshalb war für mich auf der Bau- tersheim Ar Sunnsyte und geniesse die freie Zeit bei einem
von Schwarzenburg: Auf der eineinhalbstündigen
97 JAHRE verwaltung alles neu. Ich musste mich in eine komplett neue gemütlichen Jass mit der Familie.
Führung lernen Sie Spitzere Marie und andere Dorf-
originale kennen, erfahren Unterhaltsames, Kurioses 7. März Margaretha Haas Schwarzenburg
und Wissenswertes über die jüngere Dorfvergangen-
heit und haben die Gelegenheit, andere Schwarzen-
burger kennen zu lernen. Wir freuen uns auf zahl-
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FRÜHLINGSGEFÜHLE
Text Melanie Flückiger-Hauri
DER FRÜHLING HAT IN DER BIBLIOTHEK EINZUG GEHALTEN: DIE VIELEN NEUEN KREDIT SANIERUNG STÜTZMAUER ten. Die Kreditabrechnung wird an der nächsten Gemeinde-
BÜCHER MACHEN LUST AUF NEUES, BEWEGUNG, GARTEN UND TRÄUMEREIEN. Der Gemeinderat hat für die Sanierung einer Stützmauer im versammlung zur Kenntnis gebracht.
Bereich Moos in Lanzenhäusern einen Verpflichtungskredit
von 108’000 Franken genehmigt. Die Mauer schützt die ERSATZWAHL EINBÜRGERUNGSAUSSCHUSS
öffentliche Gemeindestrasse und den anliegenden Gehweg Gemeinderat Alexandre Meucelin erklärte aus terminlichen
und ist in einem schlechten Zustand. Gründen den Rücktritt aus dem Einbürgerungsausschuss.
Gemeinderat Daniel Rebetez wird als Nachfolger per sofort
KREDIT FÜR AUFBAHRUNGSHALLE im Gremium Einsitz nehmen. Der Ausschuss prüft die Ein-
Für die Sanierung der Aufbahrungshalle auf dem Friedhof bürgerungsgesuche, führt Gespräche mit Einbürgerungs-
Wahlern genehmigte der Gemeinderat einen Projektierungs- willigen und stellt dem Gesamtgemeinderat entsprechende
kredit von 80’000 Franken. Die bereits 55-jährige Aufbah- Anträge.
rungshalle soll saniert werden, um den Angehörigen eine
würdevolle persönliche Verabschiedung von den Verstorbe- AUSSCHUSS FÜR
nen zu ermöglichen und die Abläufe von Aufbahrung und ORTSPLANUNGSREVISION BESTIMMT
Bestattung zu optimieren. Der Gemeinderat hat die Mitglieder und das Pflichtenheft
POWER SNACKS von Fern Green einem Pferdewagen in Frankreich unterwegs. Ein Gewitter des Ausschusses für die Aktualisierung der Ortsplanung ge-
Mit diesen selbstgemachten Energieriegeln und Snacks sind führt sie zu Valentine, einer allein lebenden Lehrerin. Je KREDITABRECHNUNG SANIERUNG nehmigt. Nebst Mitgliedern der Hochbau- und Raumpla-
Sie bestens gerüstet für die Frühlingszeit. Die Riegel sind nicht mehr Eric weiterziehen will, desto fester will seine Tochter WC-ANLAGEN OSZ SCHWARZENBURG nungskommission sowie der Tiefbau- und Umweltkommis-
nur gesund, sie machen auch ohne Zucker glücklich – wie sesshaft werden. Die Geschichte endet mit einem schönen Der Gemeinderat genehmigte die Kreditabrechnung für sion werden auch externe Fachpersonen aus den Bereichen
«richtige» Süssigkeiten eben. Tolle Rezepte und leicht umsetzbar! Happy End nach vielen Irrungen und Wirrungen. die Sanierung der WC-Anlagen im Oberstufenzentrum Architektur und Landwirtschaft mitarbeiten. Der Ausschuss
Schwarzenburg in der Höhe von 424’592.50 Franken. Der bereitet die Entscheidungsgrundlagen für den Gemeinderat
NATÜRLICHES DOPING von Aruna M. Siewert GÄRTNERN IN SACK BOX UND CO. ursprüngliche Verpflichtungskredit von 435’000 Franken als Planungsbehörde vor. Die Arbeiten wurden im Januar
Wie machen wir unseren Körper fit für den Frühling? Die- von Dorothea Baumjohann wurde um 10’407.50 Franken oder 2,39 Prozent unterschrit- 2018 gestartet.
ses Buch gibt Anregungen, wie wir den Herausforderungen Dafür brauchen Sie gar nicht viel Platz! Kreativ und auf engs-
in Beruf und Familie kraftvoll entgegentreten können und tem Raum finden Sie Ideen zum Gärtnern auf dem Balkon OFFIZIELLE 1.-AUGUST-FEIER UND BACHFEST
zeigt, wie natürliches «Soft Doping» funktioniert und wie oder der Terrasse in Harassen, Aludosen, Einkaufstaschen Der Gemeinderat hat aufgrund der Konstellation der Wo-
man Körper und Geist mit unterstützenden Massnahmen und vielen weiteren Pflanzgefässen – einfach ausprobieren. chentage beschlossen, die 1.-August-Feier wie bereits im Vor-
fitter macht. jahr am Dienstag, 31. Juli, durchzuführen. Die Bundesfeier-
BLÜTENREICH DEKORIEREN IM FRÜHLING lichkeiten finden wiederum im Rahmen des Bachfestes auf
KRAFTQUELLE GEHEN von Christine Paxmann von Evelyn Schinckel dem Lindenareal statt. Für dieses hat der Gemeinderat eine
Endlich ein ermutigendes Buch zum Gehen – und nicht im- Die Autorin präsentiert originelle und raffinierte Ideen mit Bewilligung für eine viertägige Festdauer vom Samstag, 29.,
mer Joggen, Laufen und Rennen! Gehen ist gelenkschonend, bunten Blumen, die den Winter vertreiben. Die Inspiratio- bis Dienstag, 31. Juli, erteilt.
entschleunigt, entspannt, regt den Stoffwechsel an und ist nen reichen von Dekorationen mit Frühlingsblühern in Kom-
die beste Stressweg-Therapie! Genau das richtige Buch, um bination mit Papier, Zweigen und Treibholzstückchen über EINIGUNG ERZIELT
den Winterschlaf hinter sich zu lassen und sich lustvoll in witzige Arrangements mit Frühlingszwiebeln bis hin zu Deko- Im Klageverfahren zwischen der Gemeinde Schwarzenburg
unserer Natur zu bewegen. Ideen mit Federn. Ein inspirierendes Buch mit tollen Fotos. und dem Verein Familienzentrum/Calma-Kinderbetreuung
ist ein Vergleich zustande gekommen. Die vom Regierungs-
HANDLETTERING WATERCOLOR von Yasmin Redding statthalter vorgeschlagene Vereinbarung hält fest, dass der
Haben Sie auch genug von Arial und Calibri. Von Hand und Wir sind für Sie da in Verein Familienzentrum grundsätzlich anerkennt, den Be-
mit viel Liebe geschriebene oder gezeichnete Kunstwerke aus
Wörtern und Buchstaben sind im Trend und erfreuen nicht
nur Sie selber. Kinder und Jugendliche lassen sich ebenfalls
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Schwarzenburg.
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trag von 75’418.50 Franken zu schulden. Die Ausstände
stammen aus zu viel bezogenen Subventionsbeiträgen aus
den Jahren 2012 bis 2015. Gemäss Vereinbarung verzich-
dafür begeistern. In der Bibliothek können Sie verschiedene FRÜHLINGS-NEUERSCHEINUNGEN AN UNSEREM tet die Gemeinde auf die Hälfte dieses Betrages, um die fi-
Generalagentur Bern-West
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Bücher zum Thema ausleihen. Steven Geissbühler nanzielle Situation der Kita Calma nicht zu gefährden. Der
Agentur Schwarzenburg restliche Betrag kann voraussichtlich mit einem Guthaben
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ZU HAUSE WARTET DAS GLÜCK von Agnès Ledig 3150 Schwarzenburg aus dem Jahr 2016 verrechnet werden. Der Vergleich hat die
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und neue Kontakte zu knüpfen. Unser Programm umfasst
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Baumann, Tel. 031 731 28 88.
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Roth, Hanni Beyeler und Margrit Liechti freut sich auf zahl-
reiche Anmeldungen.
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Dieses Jahr verbringen wir die gemeinsamen Seniorenferien
vom Sonntag, 12. bis Freitag, 17. August im schönen Saas-Tal.
Im ruhigen Bergdorf Saas-Almagell finden wir den idealen SENIORENGANZ TAGESREISE
Ausganspunkt für gemütliche Wanderungen und Ausflüge.
Die Kirchgemeinde und der Frauenverein von Schwarzen-
In einem Interview nach dem Weltwirtschafts- nur einigen Starken nützt. Wer nicht die Macht Dank der Alpensüdseite profitiert das Dorf von einem mil- burg laden alle Seniorinnen und Senioren (keine Alterslimite)
forum in Davos zeigte sich Bundesrat Ueli hat zur Durchsetzung, der kann sich lange auf- den, sonnigen und trockenen Klima, das auch für die reifere zur Seniorenganztagesreise vom Dienstag, 12. Juni ein. Die
Maurer angetan von der «America first»-Dokt- plustern und sagen: «Me first». Es wird ihm Generation beste Erholung und Höhenverträglichkeit ga- Reisekosten belaufen sich auf 32 Franken, das Mittagessen
rin des US-Präsidenten. Diese sei ihm nicht un- nichts helfen. Und am Ende zeigt sich: Die rantiert. Das Hotel Kristall-Saphir liegt in freier Lage beim ist offeriert von den Veranstaltern.
sympathisch. Er denke da ebenso. Für ihn heisse Schwachen werden die Letzten sein. Dorfeingang, umrahmt von einer blumengeschmückten
es einfach «Switzerland first». Denn ein Land Gartenterrasse mit Forellenteich. Die Postautohaltestelle be- Abfahrt 9.15 Uhr Posthaltestelle Mamishaus, 9.30 Uhr
müsse primär die eigenen Interessen vertreten. TEIL VOM GANZEN findet sich direkt neben dem Hotel. Frauenvereinshaus Schwarzenburg. Wer keine Mitfahrgele-
Das sei doch nicht verwerflich. So führt die «Me-first-Haltung» zu einer genheit hat bis zum Abfahrtsort, darf sich bei uns melden.
gespaltenen Gesellschaft, zu einer gespaltenen Welt. Wunderbare Ausflüge mit dem Postauto und den vielen Gon- Rückkehr Frauenvereinshaus Schwarzenburg, ca. um 18.30 Uhr.
Ob verwerflich oder nicht – ich habe mich gefragt: Was, Wollen wir das wirklich? – Stellen wir uns vor, es finde eine delbahnen werden uns diese Gegend näherbringen. Gemein- Anmeldungen bis am 6. Juni, an Dora Baumann, Tel 031
wenn alle so denken? In der Schweiz könnten beispielsweise weltweite Befragung statt: Die Frage lautet: Möchten Sie in schaft zu pflegen ist uns ein grosses Anliegen, deshalb steht 731 28 88 oder Annette Beyeler, Tel 031 731 44 88.
die Kantone kommen und sagen: «Zürich first». Nein, na- einer Welt leben, in der die Starken an erster Stelle stehen
türlich «Bern first»! Und nach den Kantonen die Gemein- oder in einer Welt, in der alle genug zum Leben haben? Ich
den. Für uns Schwarzenburgerinnen und Schwarzenburger zweifle nicht daran, dass eine überwältigende Mehrheit sich
ist doch klar: «Schwarzenburg first»! Wer denn sonst? – Das für Letzteres entscheiden würde.
ist aber noch nicht das Ende. Als nächstes sind die Gemein-
deteile dran. Und zu guter Letzt die einzelnen Einwohnerin- BESCHEIDENHEIT IST GEFR AGT
nen und Einwohner. Was wäre das für ein Zusammenleben, Um diese Welt zu schaffen, braucht es Bescheidenheit statt
wenn jeder sagen würde: «Me first»! Egoismus. Von allen Seiten. Im Kleinen wie im Grossen. Samstag, 21. April, 11 Uhr – Friedhof Wahlern
Und es braucht Politiker, die nicht die einen gegen die an-
Auf dem Friedhof Wahlern werden dieses Jahr 98 Sar-
EINE HALTUNG FÜR DIE STARKEN deren ausspielen, sondern den Zusammenhalt fördern. Die greihengräber aus den Jahren 1990–92 aufgehoben. Mit
Möglicherweise wird der eine oder die andere nun einwerfen: nicht der Illusion nachhängen, es gehe allen besser, wenn einer besonderen Gedenkfeier möchten wir den Betroffe-
Leben wir denn nicht schon lange so? Nach dem Motto: Je- jeder nur für sich schaue. Die – statt zurück zum Recht des nen die Gelegenheit geben, sich vom Grab ihrer Angehö-
der ist sich selbst der Nächste. Deckt sich das Motto unseres Stärkeren – zurück zur biblischen Bescheidenheit im Sinne rigen zu verabschieden. Eine Delegation der Musikgesell-
gesellschaftlichen Zusammenlebens nicht mit dem Slogan, des Jesuswortes aus dem Markusevangelium finden: Wenn schaft Harmonie wird die Feier musikalisch umrahmen.
mit dem die Firma Apple kürzlich für das neue iPhone warb: jemand der Erste sein will, dann soll er der Letzte von allen
Ev.-ref. Kirchgemeinde Schwarzenburg
Die Ersten werden die Ersten sein. Wer in diesem Wettlauf und der Diener aller sein. Ein frommer Wunsch – vielleicht. Pfarrerin Verena Heeg
nicht mitmacht, der geht doch unter. In der Schule, im Be- Ich sehe aber keine Alternative. Sonst werden wir am Ende Gemeinde Schwarzenburg
ruf, in der Gesellschaft. Wer so denkt, der vergisst, dass auch alle zu den Verlierern gehören. Es liegt an uns allen, dies zu Friedhofgärtner Daniel Zimmermann
viele, die mitmachen, genauso untergehen. Denn das Ver- verhindern.
hängnisvolle an der «Irgendetwas first-Haltung» ist, dass sie Matthias Barth, Pfarrer
18 19K I RC HGE M E I N DE K I RC HGE M E I N DE
KONFIRMATION MAL SECHS aus dem kirchgemeinder at...
Text Corinne Bittel, Foto Beat Kreuter
DIESEN FRÜHLING WERDEN SECHS GROSSKINDER VON ALICE UND FRITZ SIND WIR NICHT EINE LEBENDIGE sonders? Und was zählt wirklich? Eine Annäherung an die
SCHMIED KONFIRMIERT. IM GESPRÄCH MIT KATECHETIN CORINNE BITTEL KIRCHGEMEINDE? grossen Lebensfragen – und eine Anleitung zum Staunen.
SCHWELGEN SIE IN IHREN ERINNERUNGEN. Freuen Sie sich über den Treffpunkt Chäppelistund Lorenz Marti, Autor und Publizist, verbindet auf eine spie-
12. Mai, 10 Uhr · Chäppeli Schwarzenburg lerische Weise neue wissenschaftliche Erkenntnisse mit alten
Frage nach einem Konfirmandenlager spirituellen und philosophischen Weisheiten.
schauen mich beide mit grossen Augen Reservationen unter www.schloss-schwarzenburg.ch
an. «Nein, so etwas gab es nicht», mei-
nen sie. Dafür berichtet Alice von ihrem Freuen Sie sich über das von der Arbeitsgruppe
«Konfirmandenreisli»: «Wir besuchten Landwirtschaft und Kirche organisierte traditionelle
am Morgen das Examen im Chessi- ZMORGE FÜR ALLI
brunnholz und fuhren danach mit dem 5. Mai · 9 bis 11 Uhr · Gasthof Bahnhof, Lanzenhäusern
Car nach Bern. Dort gab es im Bäre- Christian Heimberg gewährt uns einen Blick hinter die Ku-
höfli eine Suppe mit Brot. Nach dem lissen des Schweizer Sorgentelefons Tel 143 – «Die Darge-
Essen besuchten wir eine Katholische botene Hand». Zu dieser Veranstaltung sind alle interessierten
Kirche und eine Blindenwerkstatt.» Frauen und Männer herzlich eingeladen. Anmeldungen für
das Frühstücksbuffet bitte bis am 30. April an Alice Schmied,
Fritz erinnert sich, dass ihm seine Gotte Tel. 031 731 05 47, Lydia Zahnd, Tel. 031 735 53 93, oder
Alice und Fritz Schmied mit ihren Grosskindern Noël, Silvan, Céline und Andrea Schmied zur Konfirmation «das Tuch» schenkte. Rösli Burger, Tel. 031 731 10 52.
(hinten, v. l. n. r.) und Sonja (vorne links) und Julia Kreuter (vorne rechts).
Daraus nähte ein Schneider Hose und
Alice und Fritz Schmied nehmen mich mit in längst vergan- Jacke. Leider fiel die Kutte gar klein aus, so dass Fritz, der «Eifach super, dass du da bisch» – mit diesem Lied fängt Freuen Sie sich über einen Einblick in unsere Arbeitswelt:
gene Zeiten. Alice erzählt, wie sie im Winter mit den Ski- im Bauernlehrjahr kräftig anpacken musste, schnell heraus jede Chäppelistunde an. Dazu wird geklatscht, gestampft, RETR AITE
schuhen in die Unterweisung ging, um anschliessend auf den wuchs. Alice erinnert sich, dass ihr Vater für den Konfirma- getanzt. Die Chäppelistund ist ein Angebot der Kinderkir- Der Rat als strategische Leitung der Kirchgemeinde traf sich
Skiern heim nach Steinenbrünnen zu fahren. Fritz hatte ei- tionsgottesdienst die Pferde am «Bregg» einspannte, damit che Schwarzenburg für Kinder ab fünf Jahren. Sie findet vier mit den 23 Mitarbeitenden zu einem Gedankenaustausch.
nen kürzeren Weg: «Von Steinhaus Richtung Wahlern bin ich sie für den besonderen Anlass nicht zu Fuss nach Wahlern Mal jährlich statt. Neu findet die Chäppelistund am Sams- Drehscheibe und Treffpunkt für alle ist das Kirchgemein-
mit meinen Kollegen durchs ‹Wäldli› zum Sigristenhaus ge- gehen mussten. Für ihre Grosskinder wünschen sich die bei- tagmorgen von 10 bis 12 Uhr statt. Möchten sie als Eltern dehaus, nicht alle arbeiten auch dort. So begegnen sich die
langt. Dort haben wir das eine oder andere ‹Müsterli› ausge- den, dass jedes Einzelne seinen Weg finden wird. Beide beto- am Samstag mal ungestört einkaufen oder etwas anderes Verwaltung, das Pfarrteam, das Team des kirchlichen Un-
heckt. Pfarrer Gürtler nannten wir ‹Singhans›, da wir bei ihm nen, wie dankbar sie für all ihre Grosskinder sind und dass erledigen? Dann sind ihre Kinder in der Chäppelistund gut terrichts, die Siegristen, die Organisten und der Chorleiter
unzählige Lieder auswendig lernen mussten.» Auf meine sie sich auf die bevorstehenden Konfirmationsfeiern freuen. aufgehoben. Sie hören eine spannende biblische Geschichte, nur sporadisch. Der Einblick in andere Aufgabengebiete und
anschliessend wird im Kirchgemeindehaus gespielt, gebas- eine lebhafte Diskussion an der Retraite vertieften das Ver-
telt und ein feines Znüni genossen. Therese Zahnd und ihre ständnis und den Respekt für die einzelnen Arbeitsgebiete
Klasse Ursula Reichenbach Klasse Corinne Bittel Tochter Rahel freuen sich auf fröhliche und entdeckungs- und stärkt die Zusammenarbeit.
6. Mai, Kirche Wahlern 13. Mai, Kirche Wahlern freudige Kinder im Sinne des Liedes. «Eifach super, dass du
Lanzenhäusern Amélie Grandjean, Till Hofmann Ma- da bisch und mitmachsch.» SRF IN DER KIRCHE
Lanzenhäusern Julia Kreuter, Sonja Kreuter Mamis-
mishaus Maria Mischler, Daniela Zwahlen Schwarzen- 22. April · Kirche Albligen
haus Thomas Weber, Elias Zahnd, Roman Mischler
burg Lucien Cañal, Yves Cañal, Monika Nydegger, Lena Freuen Sie sich über die gemeinsame Veranstaltung des Pfarrer Tobias Rentsch, der bis Ende Mai in unserer Ge-
Milken Lorenz Fusco Schwarzenburg Lukas Gurtner,
Reichenbach, Chiara Rohrbach, Isabel Schenk, Andrea Schlossvereins und der Kirchgemeinde Schwarzenburg: meinde tätig ist, ist auch mit einer mobilen Bar unterwegs.
Nora Hostettler, Jana Mader, Pascal Maurer, Nina Nauer,
Schmied, Céline Schmied, Silvan Schmied, Julian DER INNERE KOMPASS – Damit soll die Vision, «die Kirche in der Öffentlichkeit»
Jana Ulrich, Noël von Dach, Noah Weber, Thomas Zutter
Weber, Nik Weiss LESUNG MIT LORENZ MARTI fassbarer gemacht werden. Auf diese Bar wurde auch das
4. Mai · 20 Uhr · Eintritt Fr. 15.- Fernsehen aufmerksam und will nun ein Porträt erstel-
Schloss Schwarzenburg len. Dazu gehört auch ein von Herrn Rentsch gestalteter
Klasse Bettina Schley Klasse Tobias Rentsch Jeder Mensch ist eine einzigartige Erscheinung in diesem Gottesdienst. Weitere Informationen zu diesen Aufnah-
10. Mai, Kirche Wahlern 27. Mai, Kirche Wahlern unbegrenzten, uralten Universum. Aufs Ganze gesehen nur men finden Sie auf der Website www.kirche-schwarzen-
Albligen Lisa Diener Lanzenhäusern Samira Wig- Albligen Julia Hirschi Lanzenhäusern Silas Boon- eine kleine Fussnote – und doch unendlich viel mehr! Was burg.ch.
genhauser Schwarzenburg Tamara Hofer, Jan Luka stoppel, Cindy König Mamishaus Michel Bangerter, macht uns eigentlich aus? Warum ist jeder und jede so be- Text Daisy Gasser & Ursula Hirter, Foto Daisy Gasser
Klahr, Sarah Laager, Robin May, Lena Nydegger, Mir- Fabio Christinet, Nino Christinet Milken Luca Küenzi,
jam Remund, Mona Remund, Noël Schmied, Kilian Michael Roggli Schwarzenburg Stefanie Becker, Laura
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20 21BL IC K PU N K T E BL IC K PU N K T E
DER NATURPARK GEHT IN DIE OFFENSIVE UND F Ü R T OU R I S M US U N D P R ODU K T E V E R M A R K T U NG Spar+Leihkasse Riggisberg, Wirtschafts-Vision Gantrisch, Wie soll sich die Region Gantrisch entwickeln? Wo sehen Sie die
GRÜNDETE MIT PARTNERN AUS DER REGION DIE Aus diesem Grund gründete der Förderverein Region Gan- sowie Fabienne Bachmann, Belp. Das Gründungskapital nächsten Schwerpunkte, die Gantrischplus AG anpacken soll?
FIRMA GANTRISCHPLUS. DIESE WILL DIE TOURIS- trisch (Träger des Naturparks) mit zehn weiteren Partnern beträgt 213‘000 Franken. Der Sitz und die Büros der Gan- G.S.: Wir sehen noch viel Potenzial, den Bekanntheitsgrad
TISCHE VERMARKTUNG VORANTREIBEN UND IN aus der Region Ende Februar die Firma Gantrischplus AG. trischplus AG sind im Schloss Schwarzenburg angesiedelt. des Naturparks Gantrisch zu steigern. Mit vermehrter Prä-
DIE HOTELLERIE INVESTIEREN. Die neue Firma bezweckt dreierlei: senz in den Medien sowie verschiedenen Anlässen soll die
IM FOKUS touristische Entwicklung vorangetrieben werden. Die Zu-
Die Bank Gantrisch und Raiffeisenbank Schwarzwasser sind sammenarbeit mit Schwarzsee Tourismus und Bern Wel-
Gründungspartner von Gantrischplus AG. Daniel Hauert, come trägt dazu bei, dieses Ziel zu erreichen.
Leiter Bank Gantrisch, und Gregor Sieber, Vorsitzender Bank- D.H.: Es sollen der Tagestourismus ausgebaut sowie Ange-
leitung Raiffeisenbank Schwarzwasser, wieso haben Sie Aktien bote für mehrtägige, erlebnisreiche Ferientage realisiert wer-
Seit sieben Jahren existiert er nun, der Regionale Naturpark
Gantrisch. In dieser Zeit konnten verschiedenste Projekte re-
alisiert werden, darunter etwa der Naturlernort Bannwald bei
1 Mehr Packages: Gantrischplus AG schnürt an zentraler Stelle
Packages für Tages- und Mehrtagesausflüge, erstellt Offer-
ten für Gruppenausflüge und pflegt Kontakte zu Firmen, die
gezeichnet und unterstützen die Initiative?
D.H.: Wir machen kein Geheimnis daraus – wir geniessen es,
im schönen Naturpark Gantrisch zu arbeiten und zu wohnen
den. Dabei steht der Ausbau der Hotellerie im Vordergrund.
Fortschritte sind auch in der Produktevermarktung möglich.
der Kirche Wahlern, eines der schönsten Biotope der Schweiz. ihren Betriebsausflug ins Gantrischgebiet machen möchten. und sind stolz, verlässlicher Bankpartner für die Region zu Und wie profitiert die Gemeinde Schwarzenburg davon?
Über 300 regionale Produkte wurden zertifiziert und kön- sein. Wir wollen die Region aber auch wirtschaftlich weiter- D.H.: Durch ein zusätzliches regionales Wirtschaftswachs-
nen mit dem Label besser vermarktet werden. Die Landwirte
erhielten dank dem Naturpark die Landschaftsqualitätsbei-
träge bereits ein Jahr früher als im übrigen Kanton. Sie betru-
2 Mehr Investitionen: Gantrischplus AG stellt finanzielle
Mittel bereit oder oder vermittelt. So hat Gantrischplus
AG in der laufenden Ausschreibung ein Angebot für das
bringen und den Tourismus sowie die Produktvermarktung
fördern. Diese Gründe motivieren uns, Gründungspartner
der Gantrischplus AG zu sein, Aktien zu zeichnen, Investiti-
tum profitiert auch die Gemeinde. Die Steuereinnahmen
könnten steigen, was sich wiederum regional positiv auswir-
ken würde.
gen 2017 im Parkgebiet erfreuliche 7,3 Millionen Franken. Gurnigel Berghaus eingereicht. Ebenso hat sie zusammen onsmittel bereitzustellen und zu vermitteln. G.S.: Höhere Besucherzahlen bringen höhere Umsätze und
mit den Naturpark-Vertretern alle Eigentümer von Grup- G.S.: Als Genossenschaft leisten wir gerne unseren Beitrag lösen Investitionen aus. Vielleicht wird der eine oder andere
EINENGENDE RECHTLICHE UND FINANZIELLE VORSCHRIFTEN penunterkünften zu zwei Workshops eingeladen mit dem zur nachhaltigen wirtschaftlichen und touristischen Stär- Besucher ja auch einen Zwischenstopp in unserer Gemeinde
Der Naturpark hat aber noch mehr erreicht. Die Gemein- Ziel, die Hütten öffentlich zu halten, Preise und Qualität zu kung und zur Entwicklung der Region Gantrisch. Die Raiff- machen.
den arbeiten seit der Gründung des Parks sehr viel enger zu- vereinheitlichen und den Hüttenbetrieb zu vereinfachen. eisenbank Schwarzwasser bekennt sich zur Region und steht
sammen und vertreten ihre Interessen gemeinsam in Bern. zu hundert Prozent hinter dem Projekt Gantrischplus. Text Ruedi Flückiger, Foto Max Stöckli
Die Behörden und Verwaltungen kennen und schätzen sich.
Vorbei die Zeiten, als sich Riggisberg und Schwarzenburg
argwöhnisch beäugten, damit dem anderen ja kein Vorteil
3 Mehr Vermarktung: Gantrischplus AG unterstützt die
Vermarktung von regionalen und zertifizierten Produk-
ten und hilft Betrieben, ihre Erzeugnisse bei Grossverteilern
Versprechen Sie sich finanzielle Gewinne aus der Beteiligung?
G.S.: Nein, wiederum im Sinne des genossenschaftlichen WILLKOMMENE UNTERSTÜTZUNG
erwachse. Leider sind der Organisation rechtliche und finan- zu platzieren. Gedankenguts haben wir gerne unsere finanzielle Unterstüt- Haben Sie Interesse, sich mit Wissen und Know-how
zielle Grenzen gesetzt. So dürfen beispielsweise Gelder aus zung zugesichert. oder finanziell an Gantrischplus zu beteiligen und damit
dem Pärkekredit nicht für Investitionen in die Tourismus- Die Gründungspartner der Gantrischplus AG sind: Bank D.H.: Nein, nicht vordergründig. Wir sind aber klar der in die nachhaltige regionale Entwicklung zu investieren?
Infrastruktur verwendet werden. Deshalb mussten die Na- Gantrisch, bm media AG, Schweizerische Mobiliar, Gene- Meinung, dass wir alle von einem gutbesuchten Naturpark Ruedi Flückiger gibt gerne Auskunft.
turpark-Verantwortlichen passen, als erste Hütten im Gant- ralagentur Belp, Ersparniskasse Rüeggisberg, Förderverein Gantrisch profitieren und freuen uns auf Begegnungen, Ge- ruediflueckiger@gmail.com, 079 223 30 87
rischgebiet an Private verkauft wurden. Gleiches gilt für das Region Gantrisch, Raiffeisenbank Gürbe, Raiffeisen- spräche, Synergien und Netzwerke.
Gurnigel Berghaus. bank Schwarzwasser, Schwarzsee Tourismus,
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