In der Topliga - beim VAMÖ
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P.b.b., Erscheinungsort: Wien, Verlagspostamt: 1010 Wien, GZ: 02 Z 030 122 M
Heft 1
1. Quartal 2020
75. Jahrgang
In der Topliga
Der zwölfjährige Quentin Weinberger aus St. Mar-
garethen im Lavanttal konnte beim Internationalen
Akkordeonwettbewerb in Prag einen besonderen
Erfolg erreichen: Er wurde mit dem Goldenen Band
und damit mit der bestmöglichen Auszeichnung
prämiert.
Zwei Gedenkkonzerte
Im Andenken an die im April verstorbene Leiterin
des Zithervereins „Edelweiß“ Salzburg, Gitti Jischa,
wurden zwei Konzerte abgehalten.
Neue Vorstandsmitglieder
Mit Anna Brandl, Heinz Ebenstein und Silvia Kli-
wanda hat der VAMÖ drei neue Kräfte, die im Vor-
stand mitwirken.Angaben zu Konzert- oder Veranstaltungsmeldung
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Datum der Veranstaltung:
(Tag, Monat, Jahr)
Beginn der Veranstaltung:
(Uhrzeit)
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Veranstalter:
(Vereinsname, Spielgruppe, usw.)
Adresse des Veranstaltungsortes:
(Straße, Hausnummer, Ort)
Titel/Motto der Veranstaltung:
(Frühjahrskonzert, Jubiläumskonzert ...)
Mitwirkende:
(Moderator, musikal. Gäste, Einlagen)
Musikalischer Leiter:
(Dirigent)
Kartenpreise:
(Preiskategorien, Ermäßigungen, freier Eintritt ...)
Auskunft:
(Kontaktperson für nähere Informationen bzw.
Kartenbestellung, Telefon- oder Fax-Nummer,
E-Mail-Adresse)
Sonstige Hinweise:
(Anfahrtswege, Verkehrsmittel usw.)
Für die Veröffentlichung von Konzert- und Veranstaltungsterminen bitte
zwingend die fett markierten Rubriken ausfüllen!Aus dem Inhalt 4 Zum Jahresbeginn 5 Erfolg für Quentin Weinberger in der internationalen Top-Liga 6-7 Zwei Konzerte im memoriam Gitti Jischa 7 Wunderbare, auch exotische Klänge 8 Klangvolle Musik zur Vorweihnachtszeit 9 Gibt‘s in Wien a Hetz, a Draherei ... 10-11 Zupfmusik ist unsere Leidenschaft 12 China mit dem spitzen Stift 12 Besinnliches Weihnachtskonzert in der Luegerkirche 13 Ode an den Herbst 14 Österreichisch-deutsche Freundschaft 15 Freude mit Musik 16-17 Japanischer Herbst mit dem Neuen Favoritner Mandolinenorchester 18-19 Der „Japanische Herbst“ aus einem anderen Blickwinkel 20 Fein sein, beinander bleiben 21 Mundart und Musik 22 Herbstlicher Fixpunkt 23 Was macht das Huhn im Wienerwald? 24 Advent anno dazumal 25 Festival der Saiteninstrumente 26-27 Die Entwicklung der Zitherbesaitung 28 Happy Birthday! 29 Die neuen Vorstandsmitglieder im VAMÖ stellen sich vor 30-31 Titel Professorin für Cornelia Mayer 32 Helmuth Wiesbauer-Katzlberger † 32 Der VAMÖ trauert um ... 33 Ehrungen und Verkauf 34-35 Bajanmeister in Moskau 36-37 Kärntens erste Musikuni mit zwei neuen Lehrkräften 38 Preisgekrönte Arbeiten 39 Akkordeon-Meisterklasse Semjon Schmelkow 40 An meine Mandoline 41 Krippele schaugn 41 Weiterbildung in Trossingen 42-45 Termine 46-47 Anmeldeformulare
Zum Jahresbeginn
Rückschau und Ausblick zum Jahres- Cornelia Mayer und Mag. Dr. Katharina
beginn zu halten, ist ein uralter Brauch, Pecher-Havers ist es gelungen, dass die
auch beim VAMÖ. Bei Durchsicht älterer „Wiener Stimmung und die Spielweise
VAMÖ-Nachrichten ist mir aufgefallen, der Zither“ ins Immaterielle Kulturer-
dass in der ersten Ausgabe jedes Jahres, be der UNESCO aufgenommen wurde.
der Verbandsobmann und in Folge dann Danke für die Initiative.
die VAMÖ-Vorsitzende ein paar Gedan- Auch feierten einige unserer Mit-
ken zu diesem Thema niedergeschrieben gliedsorchester Jubiläen, zum Beispiel
haben. In den letzten Jahren ist diese „70 Jahre Mandolinenverein TUMA“
Tradition leider in Vergessenheit gera- oder „90 Jahre Musikverein Forte“, um
ten, und ich möchte sie nun gerne wie- nur zwei zu nennen und leider muss-
deraufleben lassen. ten wir uns auch von einigen Mitglie-
Ich wurde am 30. September 2017, dern, wie Prof. Gerd Last oder Frau Gitti
dem 19. VAMÖ-Verbandstag, zur Vor- Jischa, für immer verabschieden.
sitzenden gewählt und seither hat sich Das Jahr 2020 werden wir im Jänner
im Verband so einiges ereignet. Das Heft mit dem 41. Zitherseminar beginnen,
Nr. 6 von 2017 der VAMÖ-Nachrichten dicht gefolgt von den VAMÖ-Konzerten,
war die erste Ausgabe, die auch in ge- die jetzt Martin Rausch organisiert, und
druckter Form in Farbe erschien und ein dem Akkordeonwettbewerb, hier feiert
neues Layout hatte. Die jährlichen Akti- Heinz Ebenstein sein Organisationsde-
vitätsfixpunkte unseres Verbandes: but. Das Mandolinen- und Gitarrense-
• die VAMÖ-Konzerte, minar, das Pfingstseminar, Freude mit
• der Akkordeonwettbewerb, Musik und das Lehrerseminar sind na-
• die Seminare, türlich auch schon in Planung, und die
• Freude mit Musik und Intensivhackbrettkurse laufen das gan-
• der Hackbrettunterricht sind ze Jahr über. In unserer Fachzeitschrift
untrennbar mit dem VAMÖ verbunden „VAMÖ-Nachrichten“, mit neuem Chef-
und finden nach wie vor sehr viel Zu- redakteur Harald Eichelberger, werden
spruch. wir nicht nur über die VAMÖ-Aktivitä-
Ein besonders großes Projekt war und ist ten, sondern auch über die unserer Mit-
auch noch immer die Renovierung unse- gliedsvereine berichten und auch unsere
res Verbandsbüros und des VAMÖ-Ar- Homepage wird eine Neuerung erfah-
chivs. In Heft Nr. 5 von 2018 finden Sie ren. Es gibt also viel zu tun.
einen Bericht mit ein paar bildlichen Dass unsere Tätigkeit geschätzt
Eindrücken dazu, und außerdem gibt wird, beweist, dass sich immer wieder
es immer wieder Berichte unseres Ar- neue Musikgruppen und Einzelmit-
chivars Franz Chalupsky in der Zeitung, glieder dem Verband anschließen, und
die den Fortschritt dokumentieren. Ich ich möchte nicht versäumen, allen Vor-
möchte mich auf diesem Weg auch noch- standsmitgliedern an dieser Stelle „Dan-
mals bei allen bedanken, die so selbstlos ke“ zu sagen, für die nicht immer leichte,
und mit viel Einsatz diese Renovierung ehrenamtliche Tätigkeit der letzten Jah-
überhaupt erst möglich gemacht haben, re.
denn die finanzielle Unterstützung un- In diesem Sinne wünsche ich allen ein
serer Subventionsgeber war nicht gerade glückliches, erfolgreiches Jahr 2020.
üppig, aber trotzdem auch Danke dafür. [Gabriele Breuer,
Zwei unserer VAMÖ-Mitglieder, Prof. VAMÖ-Vorsitzende]
4 RückblickErfolg für Quentin Weinberger in
der internationalen Top-Liga
Neben Karate und Breakdance kann der 12-jährige Bursche aus St.Margarethen im Lavanttal eines
noch ganz besonders gut – nämlich Akkordeon spielen. Beim internationalen Akkordeonwettbe-
werb in Prag wurde er mit dem Goldenen Band als bestmögliche Bewertung ausgezeichnet.
Vor kurzem trat Quentin Wein-
berger (Akkordeon) eine Reise
in die Goldene Stadt Prag an, um
am internationalen Akkordeon-
wettbewerb teilzunehmen. Die
Jury mit Olivier Douyez (BE),
László Ernyei (H), Stefan Hippe
(D) und Markéta Laštovičková
(CZE) war hochkarätig besetzt.
Als einziger Österreicher und
Deutschsprachiger der 126 Teil-
nehmerInnen trat Quentin in
der Kategorie III (11 bis 13 Jah-
re, Spielzeit 4 bis 6 Minuten) an,
in der er sich mit Akkordeonis-
ten aus Litauen, Lettland, Polen,
Tschechien, Russland und der
Ukraine messen konnte. Die-
ser tolle Erfolg reiht sich in eine
vielversprechende Serie von
Preisen bei Musikwettbewerben
in Kärnten, Tirol und Wien ein.
Vorbereitet und gecoacht wurde
er von Christian Theuermann
(Musikschule Wolfsberg), bei
dem er schon seit seinem fünf-
ten Lebensjahr den Akkor-
deonunterricht besucht. Als
Sahnehäubchen hat Quentin
sich heuer für das Begabungs-
förderungsprogramm des Lan-
des Kärntens qualifiziert. Seine
Eltern und seine ebenfalls sehr
musikalischen Geschwister Ino-
la, Melea und Evolet und das
gesamte Team der Musikschule
Wolfsberg sind sehr stolz auf
diese musikalische Glanzleis-
tung und wünschen dem jun-
gen Musiker alles Gute für die
weitere musikalische Laufbahn.
[Hermi Kaleta] Quentin Weinberger wurde mit dem Goldenen Band prämiert.
Rückblick 5Zwei Konzerte in
Die beiden Zitherkonzerte, das erste am 8. November in Elixhausen und das zweite am 10. Novem-
ber im Lainerhof in Salzburg, standen ganz in Erinnerung an Gitti Jischa, der ehemaligen musika-
lischen Leiterin des Zitherverein „Edelweiß“ Salzburg, die am 4. April 2019 nach kurzer schwerer
Krankheit verstorben ist.
Es war eine Freude, dass auch nette und diesmal sehr ein- teufelgalopp“ von Hans Gschai-
diesmal wieder viele Freun- fühlsame Weise durch das Pro- der wurde den Mitgliedern des
de der Zithermusik, die schon gramm führte, wurden die zahl- Zitherverein „Edelweiß“ alles
seit Jahren dem Zitherverein reichen Gäste und Ehrengäste abverlangt. Dieses Stück ent-
die Treue halten, gekommen herzlich willkommen geheißen. stand aus einer Sage nach vom
sind. Was aber diesmal beson- Dazu passend, folgten ein feier- Antheringer Haunsberg, wo
ders auffiel, es fehlte jemand, liches, ruhiges Volksmusikstück beim Maunzgraben ein Unwe-
es fehlte Gitti, die musikalische aus dem Salzkammergut: „Die sen gesichtet wurde, halb Tier,
Leiterin. Sie wurde Anfang des Mitterndorfer Redoute Nr. 5“. halb Mensch, mit Hufen an den
Jahres 2019 plötzlich aus dem und das Stück: „Marsch 1819“. Füßen, einen Löwenschwanz
Leben gerissen. Für Gitti war der Humor und und einer Pferdemähne. Daher
Gitti Jischa war eine hervor- das Lustigsein genauso wichtig, der Name „Maunzteufel“.
ragende Musikerin, Ensemb- wie das feine Musizieren. Git- Danach konnten besonde-
le-Leiterin und eine großartige ti pflegte viele Freundschaften re musikalische Gäste begrüßt
Lehrerin am Musikum in Salz- und hielt diese hoch in Ehren. werden: Monika Rozej, die zu-
burg mit der Begabung, Musik Dazu intonierte das Zither-Duo künftige musikalische Leiterin
mit Begeisterung zu unterrich- aus dem Zithervereinsensem- des Zitherverein „Edelweiß“. Sie
ten. Auch der Zitherverein Edel- ble – Maria Paulusberger und spielte das Zithersolo „El Primer
weiß profitierte bei den Proben Hans Gmeiner - das „Menuett Tango Para los mas pequenos“
und Konzerten von ihren au- der Freundschaft“ von Hans von Fredrik Schwenk. Mit ihren
ßergewöhnlichen Talenten. Mit Wiesholzer. zwei Brüdern Luca (Gitarre)
Elan, Freude und Gefühl leitete Mit einem Menuett von Max und Matvz (Geige) spielten sie
sie durch die Konzerte. Musik Funk: „Venezianisches Glas“ als Trio Rozej zwei Stücke, eine
war ihr Leben und sie musizier- ging die musikalische Reise in Potpourri von „Slowenischen
te mit Leidenschaft. Sie hat in den Süden, nach Venedig, wo Volksliedern“ und das Zither-
ihrem Umfeld einen bleibenden auch Gitti gerne Urlaub mach- stück von Georg Freundorfer
Eindruck hinterlassen – musi- te und mit Begeisterung davon „Der Weg zum Herzen“. Beide
kalisch, wie auch menschlich. erzählte. Märchenhaft ging es Stücke wurden vom Trio Rozej
Die Programmauswahl und die mit der Gavotte von Hermann für die Besetzung – Zither, Gei-
Zusammenstellung des Kon- Schmidt „Märchen aus alter ge und Gitarre arrangiert.
zertes trägt noch Gittis Hand- Zeit“, weiter. Gitti betreute vie- Ausgeklungen ist das Zither-
schrift. In ihrem Sinne hat nun le Musikgruppen. So auch die konzert - in Memoriam Gitti
dieses Programm dankeswer- SchattSaitn Musi, in der die Jischa – mit zwei Stücken von
terweise die Mutter von Git- neue Obfrau des Zitherverein Gitti selbst: Der „Ja mei Land-
ti, Frau Elfi Jischa-Brandlho- „Edelweiß“ die Zither spielt. ler“ und die „Gatsch Polka“
fer übernommen und mit den Als musikalische Gäste, spielten wurden vom Zitherchor und
Mitgliedern des Zitherverein sie von Tobi Reiser den Landler der SchattSaitn Musi gemein-
„Edelweiß“ einstudiert. „Fürn Prinzen“ und von Maridi sam musiziert. „Ja mei“, war so
Nach der musikalischen Be- Vorreiter die „Hochkogelpolka“. ein geläufiger Ausspruch von
grüßung mit dem „Griaß di Nach dem „Almröserl Ländler“ Gitti, den sie gerne verwendete.
Gott“ – Boarischen, von Hans von Gernot Sauter, ging es dann
Gschaider, der wiederum auf teuflisch zu. Mit dem „Maunz- [N.N.]
6 Rückblickmemoriam Gitti Jischa
Die Mitglieder des Zitherverein „Edelweiß“ Salzburg mit dem Trio Rozej aus Slowenien.
Wunderbare, auch exotische Klänge
Weinselige Heurigenmusik, rer Zeit würde man sagen: Das ihre großartigen Spielerinnen
arrangiert für großes Zitheror- ist der Groove, die Vorfreude, und Spieler. Aber dieses An-
chester, schwierig genug. Aber die es nur gibt vor einem Urlaub fangs-Einsatz „Bloing“ soll sich
davon gab es wenig am 11. in exotische Gegenden. Genau anders zusammensetzen. Bei so
November im Mozartsaal des das geschah auch an diesem manch einem Walzer, Mambo,
Konzerthauses. Nachmittag. Wir wurden in Tango etc. passt die Spielweise
die Mambo-Welten des Cherry einfach perfekt. Ich gehe viel
Erstaunlich raffinierte Orches- Pink and Apple Blossom White in Konzerte, viel in Nischen-
tersätze diverser Altwiener geweht, in die Foxtrott-Groo- veranstaltungen. Seit 90 Jahren
Walzer gab es allerdings einige. ves von Perry Comos Anema e spielt man Bach auf Dusch-
Entzückend sind sie anzuhö- Core, in Perfidias längst versun- köpfen, Ligeti auf präparierten
ren, diese Kleinode der Wiener kene Casablanca-Welten und Klavieren, Carmina Burana si-
2-Takt-Melodie-Welt des 19. vieles mehr. Diese stilistischen multan mit Chor und IT-Ver-
Jahrhunderts. Man benötigt ei- Ausflüge passen großartig zum formungen. Alles längst Alltag.
nen, vielleicht zwei Walzer, um Instrument Zither. Es ist für das Ein Ensemble von Instrumen-
sich in diese wunderschöne musikalische Ohr eine Freude ten zu hören, die sich stilsicher
Welt ganz einlassen zu können, zu hören, wie nicht ganz prä- durch die heutige musikalische
und dann tragen sie einen von zise einsetzende 25 oder mehr Vielfalt bewegen, denn sie sind
Melodieeinfall zu Einfall, ele- Instrumente dem Mambo ein sich ihrer Stärken nach vielen
gant überbrückt, und weiter zu Leben einhauchen, was 20 Gi- Jahren der Auseinandersetzung
gelasseneren Einfällen. Mal be- tarren nie so schön „unpräzise“ bewusst, ist ein spannendes und
schwingter, mal getragener, geht hinbekommen würden. Man entspannendes Konzerterlebnis
es in diesen schönen Kleinoden verstehe mich nicht falsch. Sie zugleich. Mein Rat für nächstes
immer um Harmonie, um Aus- können auch sehr akademisch Jahr: Gehen Sie hin!
gleich. Mit den Gefühlen unse- präzise, diese Instrumente und [Christine Reiter]
Rückblick 7Klangvolle Musik zur
Vorweihnachtszeit
Die Hütteldorfer Pfarrkirche ist Leopold Mozart hat 1762 „Für nischen Volksweise „Addio a
seit Jahren der Schauplatz ei- Wolfgang“ eine Suite (Nr. VIII Napole“ erinnerte anschließend
nes vorweihnachtlichen Kon- d-Moll; Angloise – Menuett 1 Daniel Gutmann (Bariton) un-
zerts des Ensemble Corian- –Fantasia – Menuett 2 – Mour- ter Ensemblebegleitung an den
doli. In diesem Jahr fand das qui) geschaffen, mit der das En- sommerlichen Italienurlaub.
Konzert am 1. Dezember statt. semble das Konzert eröffnete. Das wehmütige Italien-Feeling,
Das kleine aber feine Ensem- Die Fortsetzung bildete der 2. wurde mit „Altwiener Heu-
ble unter der Leitung von Tat- Satz (Andante) aus dem „Con- rigentanz“ sofort durch echt
jana Seltsam ließ es sich auch certo in Sol Maggiore per due wienerisches Gfüh‘ ersetzt. Das
dieses Jahr nicht nehmen, die Mandolini“, der von Saskia und geplante nachfolgende Stück
stillste Zeit des Jahres klang- Georg an den Mandolinen und musste aufgrund technischer
voll einzuläuten. Norwin an der Harfe vorgetra- Probleme abgesagt werden.
gen wurde. Dann machte sich Vermutlich fürchtete die Harfe
wieder das gesamte Ensemb- das Stück, denn eine Saite der
le an die Arbeit, und es wurde Harfe konnte der Spannung
feierlich mit Arcangelos Corel- nicht länger standhalten. Somit
lis „Pastorale“ aus dem Weih- rückte das nächste Stück vor
nachtskonzert op.6 Nr. 8 und und das berühmte „Sounds of
tänzerisch mit einer „Balett-Sui- Silence“ (Paul Simon) leitete in
te“ von Siegfried Behrend (nach den eindeutig vorweihnachtli-
einem Lautensatz von Fabritio chen Teil über. Majda Ritschl
Caroso). Aus Franz Schuberts und Daniel Gutmann sangen
Feder stammten die folgenden „O Holy Night“. Dann sollte die
Stücke. Zuerst brachte das be- geballte Kraft der Zuhörerstim-
währte Gitarren-Duo Inge und men bei einigen weiteren Weih-
Mary mit Franz Schuberts „Ave nachtsliedern erklingen. Nun
Maria“ einen der Top-Titel der ja, die Weihnachtslieder „Maria
Klassik-Hitparaden. Anschlie- durch ein Dornwald ging“, „Lei-
ßend begleitete das Ensemble se rieselt der Schnee“, „Oh du
Tatjana als Sängerin (Sopran) fröhliche“ und „Es wird scho‘
des Ständchens „Leise flehen glei dumpa“ wurden vom En-
meine Lieder“. Gesanglich ging semble wunderbar gespielt und
es auch weiter: Majda Ritschl gesungen. Der Zuhörerchor war
(Mezzosopran) interpretierte aber doch ziemlich ausbaufähig.
„A che congiuri“ (Jan Dussek), Dem bunten Ensemble Corian-
begleitet von Norwin mit der doli ist es mit seinem vielfälti-
Harfe, bevor wieder Inge und gen Programm gelungen, wirk-
Mary kamen, die ein „Alle- lich einen schönen Einstieg in
gretto“ von Ferdinando Carulli den Advent zu schaffen.
brachten. Mit der neapolita- [GFR]
8 RückblickGibt‘s in Wien a
Hetz, a Drahrerei …
Immer um Leopoldi herum geben Ingrid Merschl (Sopran) und
Hans Haslinger (Zither) schon seit vielen Jahren im Amtshaus
auf der Wieden ein ganz spezielles wienerisches Konzert.
Diesmal fand dieses Konzert kalische Element des Wiener-
14. November 2019 im Festsaal liedes eine hörbar authentische
des Amtshauses Wien-Wie- Einheit. Weiter im Vortrag mit
den statt. Der Festsaal war bis „Der Dornbacher Pfarrer steckt
auf den letzten Platz gefüllt. aus“ und „In Wien wird alles
Ein Vertreter des Bezirksamtes mit der Musi kuriert“ sowie
begrüßte Künstler und Gäste. „So langs a Musi gibt und no a
Nun erklingen „Gibt‘s in Wien Viertl Wein“. Auch Gelesenes
a Hetz a Drahrerei“ und „Beim kommt nicht zu kurz. Ingrid
Heurigen gibt‘s kann Schenie- Merschl bringt zwischen den
rer“. Das gut eingespielte Duo Liedern heitere Geschichten
Ingrid Merschl (Sopran), Hans wie die „Heurigenstimmung“
Haslinger (Zither) erweckt da- (Köberl) oder „Das Wildsaues-
bei die alten – und doch noch sen“ (Krutisch). Wenn dann die
vielen Menschen bekannten Lieder „Bleib´ ma no a Wengerl
– Wienerlieder zu neuem Le- sitzen“ oder „Es steht ein alter
ben. In Ingrid Merschls Vortrag Nußbaum, draußt in Heiligen-
bilden der Text und das musi- stadt“ erklingen und viele im
Saal mitsingen, steht fest: Die
Wiener lieben und kennen ihre
Wienerlieder! Weiter im Reigen
erklingen später „Bist ja nur ein
kleines Tschapperl“ und „Geh
Pepperl plausch net“. Dann wie-
der eine Texteinlage: „Falsche
Noten“ und weiter mit „Heut´
kommen d‘Engerln auf Urlaub
nach Wean“. Immer wieder gro-
ßer Applaus. Mit der unwider-
sprochenen Behauptung von
Ingrid Merschl: „Jung san ma!“
geht der Abend seinem Ende zu.
Was wäre ein Konzertabend mit
einem Zitherspieler, wenn nicht
eine bestimmte Melodie, stark
mit Wien verbunden, erklin-
gen würde: Hans Haslinger an
der Zither mit: „The Harry Li-
me-Theme – Der dritte Mann“
und die Zugabe: „Aber greb‘lt,
Hans Haslinger. aber greb‘lt“. [chalu] Ingrid Merschl.
Rückblick 9Zupfmusik ist unsere Leidenschaft
Unter diesem Motto feierte ne- Das Orchester wurde 1919 ge- aus Wien befanden sich nicht
ben dem Dessauer BAUHAUS gründet und besteht heute aus nur die Werke, die es zur Feier
noch eine Institution dieser 32 Musikerinnen und Musikern des Jubiläums mit dem Anhal-
schönen und kulturell ambi- zwischen 13 und 82 Jahren. Die tinischen Zupforchester zum
tionierten Stadt Dessau-Roß- feste Besetzung besteht aus je Besten geben würde, sondern
lau ihren 100. Geburtstag: Das sieben ersten und zweiten Man- auch ein eigenes Konzert, das
Anhaltinische Zupforchester, dolinen, acht Mandolen, zehn am 27. September in der Ni-
kurz AZO. Gitarren und einem Gitarren- kolaikirche zu Aken stattfand.
bass. Das ansehnliche Repertoi- Das Neue Favoritner Mando-
re des Orchesters umfasst Wer- linenorchester bot an diesem
ke aus der Zeit des Barock, der Abend ein einstündiges „wiene-
Klassik und auch Bearbeitungen risches“ Programm mit Werken
moderner Komponisten, wie von Josef Haydn (1732-1809),
zum Beispiel Yasuo Kuwaharas „Die Uhr“ aus der Symphonie
(1946–2003) „Song of Japanese Nr. 101, 2. Satz, Johann Strauß
Autumn“. Die musikalische Lei- Vater (1804-1849), „Die Sperl
tung des Klangkörpers obliegt Polka“ und der „Fächer-Polo-
der Dirigentin und Musikpäda- naise“ von Carl Michael Ziehrer
gogin Adda Noack. (1843-1922), um nur einen ex-
Gefeiert wurde das Jubiläum emplarischen Auszug aus dem
im Golfpark Dessau. Zum Jubi- Programm zu nennen. Heinz
läumskonzert am 28. September Koihser dirigierte das Orches-
2019, moderiert von dem Mu- ter, das im Altarraum der Ni-
sikdramaturgen Ronald Müller, kolaikirche Platz genommen
hat sich das Anhaltinische Zup- hatte, und der Konzertmeister
forchester sein Partnerorchester des Neuen Favoritner Mandoli-
aus Wien, das Neue Favoritner nenorchester, Gernot Rudolph,
Mandolinenorchester (NFMO) führte mit Fachwissen und Wie-
eingeladen, welches dieser Ein- ner Charme durch das Konzert.
ladung mit großem Vergnügen Wir freuten uns über den regen
Folge leistete und somit wieder Besuch, über die Gastfreund-
nach Dessau reiste. Im musika- schaft und die Anteilnahme un-
lischen Gepäck des Orchesters serer geschätzten Partner vom
Das Anhaltinische Zupforchester Adda Noack und Heinz Koihser beim
vor dem Dessauer Bauhaus. Foto: AZO Konzert in Aken. Foto: NFMO
10 RückblickDas Anhaltinische Zupforchester und Das Neue Favoritner Mandolinenorchester beim gemeinsamen Konzert anlässlich des Jubiläumskonzertes des AZO. Foto: Günter Mühlbauer. Anhaltinischen Zupforchester. das Gastorchester aus Wien un- „La Camisa Negra“ von Juan Der erste Teil des Jubilä- ter anderen Stücken „Das Inter- Esteban Aristizabal ein musika- umskonzertes gehörte allein mezzo aus 1001 Nacht“ von Jo- lisches Ende fand. Nun war die dem Anhaltinischen Zupfor- hann Strauss Sohn (1825-1899) Bühne frei für alle Gratulanten: chester, und dieses bot im Fest- und die Air von Johann Sebas- Auch das Neue Favoritner Man- saal des Dessauer Golfclubs tian Bach (1685-1750), bevor dolinenorchester gratulierte sei- vor ausverkauftem Haus und das Konzert einen weiteren nem Dessauer Partnerorchester großem Publikum eine Aus- Höhepunkt entgegenstrebte, mit einer Partitur von Heinz wahl aus seinem erfolgreichen dem gemeinsamen Konzert des Koihser ausgesuchter Wiener- Repertoire. Einen Höhepunkt Anhaltinischen Zupforchesters lieder, einem Druckwerk das si- des Konzertes stellte zweifelsoh- und des Neuen Favoritner Man- cherlich einen Ehrenplatz in der ne die Uraufführung der „Des- dolinenorchesters. Die beiden Bibliothek des Anhaltinischen sauer Suite für Zupforchester“, Orchester brachten eines ihrer Zupforchester erhalten wird. die eigens von dem in Dessau Lieblingsstücke zu Aufführung, Wir freuen uns schon darauf, in geborenen Pianisten und Kom- den schon erwähnten „Song of absehbarer Zeit die „Dessauer ponisten Christoph Reuter für Japanese Autumn“ von Yasuo Version“ eines dieser Wienerlie- das AZO geschrieben wurde, Kuwahara. Gemeinsam mit der zu hören. dar. Weitere musikalische Grü- dem Kinderchor des Anhalti- Wir wünschen dem Anhal- ße gab es von den Kinderchören schen Theaters und der Musik- tinischen Zupforchester weiter- des Anhaltischen Theaters und schule „Kurt Weill“ spielten sie hin viel Kreativität, Musikalität der Musikschule „Kurt Weill“ das Werk „Look at the Wor- und Freude am Musizieren und sowie von Schülersolistinnen ld“ von John Rutter und Heidi freuen uns, dass wir Teil dieser und Schülersolisten. Münzberger, bevor das Jubilä- Partnerschaft sein dürfen. Nach der Pause intonierte umskonzert schwungvoll mit [Harald Eichelberger] Rückblick 11
China mit dem spitzen Stift
Im Sommer 2019 rief Univ. Prof.
Dr. Gerd Kaminski, geschäfts-
führender Vizepräsident der
Österreichisch-Chinesischen
Gesellschaft, bei Felix Lee an,
um ihn und seine Partnerin
Gertrude Kisser (das Gola Ak-
kordeon Duo) zu bitten, eine
Buchpräsentation musikalisch
zu untermalen.
Der Titel des Buches lautete: Liebeslied, eine Komposition die Musik nur einen kleinen
„China mit dem spitzen Stift – von Lee Wei Ning aus dem Jah- Teil des Abends bestritt, zeigte
das Reich der Mitte im Spiegel re 1932, das der Vater von Felix es sich, welch wichtige Mittlerin
österreichischer Karikatur“. Die Lee seiner Mutter Elisabeth ge- die Musik zwischen den mit Vi-
Veranstaltung fand am 14. Ok- widmet hatte, „The Man I Love“ deos gezeigten Karikaturen und
tober 2019 im Weltmuseum in von Georges Gershwin und dem von Dr. Kaminski skiz-
der Hofburg in Anwesenheit Sholom Secundas „Bei mir bist zierten geschichtlichen Hinter-
des chinesischen Botschafters du scheen“. Bei diesen beiden grund ist. Der Abend klang mit
in Österreich und einer chinesi- Stücken konnte Felix Lee sei- Gesprächen bei einem kleinen
schen Delegation statt. ne Improvisationsfertigkeit zur chinesischen Buffet aus.
Man hörte den „60er Tanz“ Geltung bringen. Gertrude Kis-
von Felix Lee und nach einer ser hatte für die Arrangements
Überleitung ein chinesisches die Verantwortung und obwohl [leki]
Besinnliches Weihnachtskonzert in der Luegerkirche
Auf Grund einer Einladung des Jahrzehnte lange Spielgemein- teilt. Was soll ich nun machen?
Kulturvereins Simmering spie- schaft im Vindobona-Zither- Die beiden waren nicht leicht
len wir schon viele Jahre das quartett bei den Damen Hilde zu ersetzen und haben uns sehr
besinnliche Weihnachtskon- Reuter, sie war die Stimmfüh- gefehlt. Momentan war es eine
zert am Hl. Abend in der Dr. rerin und Programmgestalterin scheinbar unlösbare Aufgabe.
Karl-Lueger-Gedächtniskirche und bei ihrer Zwillingsschwes- Ich musste leider die Entschei-
als Vorspann zum feierlichen ter Anna Rumpler für ihr uner- dung der beiden Damen respek-
Festgottesdienst (Christmette) müdliches aktives Zitherspielen tieren. So spielten wir heuer in
mit Msgr. Mag. Wagner. in Top-Qualität und erstklassi- der Besetzung Sabine Scheybal
gem musikalischen Ausdruck (Harfe), Monika und Hans Has-
Vorerst war es jahrelang das herzlich bedanken. Aus gesund- linger (Zither) sowie Günther
Vindobona-Zitherquartett mit heitlichen Gründen haben sich Lanz (Kontragitarre) und das
Hilde Reuter (DZ 1), Anna die beiden Damen aus dem akti- Konzert war gerettet. Es war wie
Rumpler (DZ 2), Monika Has- ven Musikerinnenleben zurück- immer eine sehr gut besuchte
linger (DZ 3), Hans Haslinger gezogen. Herr Msgr. Wagner hat Kirche. Das Publikum bedankte
(Alt-bzw. Elegiezither) und Sa- mir doch den Auftrag, dieses sich mit sehr lang anhaltendem
bine Scheybal (Harfe). An dieser besinnliche Weihnachtskonzert Applaus für die Darbietung.
Stelle möchte ich mich für die lebenslänglich zu spielen, er- [Hans Haslinger]
12 RückblickDie Floridsdorfer Spatzen luden zum traditionellen Herbstkonzert ein.
Ode an den Herbst
Im Haus der Begegnung Wien 21 fand am 17. November 2019 das Herbstkonzert der Floridsdorfer
Spatzen unter der musikalischen Leitung von Kerem Sezen statt.
Die Moderation übernahm wie- Franz Lehar „Mädel klein, Mä- der ein Gesangsstück, „Machen
der in bewährter und gekonnter del fein“, sehr schön im Duett wir’s den Schwalben nach“ von
Weise Victor Kautsch, und für gesungen von Theresa Prax- Emmerich Kalman, ein flottes
die gesangliche Unterstützung marer und Jakob Krammer. Duett; Lara Kaya Ege in schöner
sorgten Absolventen der Opern- Michael Wagner brillierte mit Harmonie mit Constantin Mül-
schule der Wiener Staatsoper. „Una furtiva lagrima“, von Gae- ler. Der bekannte Zither-Titel
Nach der traditionellen Eröff- tano Donizetti, mit viel Applaus „The Harry Lime-Theme“ klang
nung des Konzertes mit dem belohnt. Das Orchester brachte auch im Mandolinen-Sound
„Floridsdorfer Spatzen-Marsch“ danach das „Intermezzo Sinfo- richtig gut, wie man hören
folgte die „Ouvertüre in A-Dur“ nico“ von Pietro Mascagni sehr konnte. Michael Wagner hatte
von Konrad Wölki. Die unter- fein und einfühlsam vorgetra- dann noch über seine „Maria“
schiedlichen Tempi und Stim- gen, und mit „Brüderlein Fein“ aus der Westside-Story von Le-
mungen wurden vom Orchester von Leo Fall, eine gelungene onard Bernstein, mit viel Ge-
schön herausgearbeitet. Weiter Zwiesprache zwischen Lea Dl- fühl und Empathie, einiges zu
ging es mit Johann Sebastian uhos und Constantin Müller, sagen. Den Abschluss des Kon-
Bach, „Air on G-string“, auch ging es in die Pause. zertes brachte das Orchester mit
hier sehr einfühlsam gespielt. Der 2. Teil des Konzer- der „Schiwago-Melodie“ von
Solisten der Opernschule tes begann mit italienischen Maurice Jarre.
der Wiener Staatsoper brachten Rhythmen: „Erinnerungen an Die Zuhörer bedankten sich
zwei Lieder von Wolfgang Ama- Sorrent“ von Ernesto de Curtis bei den Künstlern mit viel Ap-
deus Mozart zu Gehör, Lara und der „Serenata Italiana“ von plaus; darauf die geforderten
Kaya Ege sang „Voi che sapete“ Tiziano Bedetti. Anschließend Zugaben und mit dem berech-
und Tobias Wurm interpretier- interpretierte Michael Wagner tigten großen Schlussapplaus
te „In diesen heil‘gen Hallen“, das „Wolgalied“ aus der Operet- ging das Konzert zu Ende. Die
viel Applaus für die Darbie- te „Der Zarewitsch“ von Franz Vorfreude auf das Frühlings-
tungen der beiden jungen Sän- Lehar – sehr gefühlvoll vorge- konzert am 29. März 2020 hier
ger. Danach das Orchester mit tragen. Das Publikum dankt am selben Ort ist berechtigt!
Friedrich Smetanas bekannter mit großem Applaus. Nach dem
Tondichtung „Die Moldau“ und Orchesterstück „Onde Marine“,
weiter wieder mit Gesang und von Carlo Graziani folgte wie- [GaBreu]
Rückblick 13Ein freundschaftlicher Händedruck der beiden Orchesterdirigenten.
Österreichisch-deutsche Freundschaft
Am 12. Okto- Das neue wiener mandolinen- und gi- berg begrüßt. Selina Peip faszinierte
ber 2019 fand tarrenensemble unter dem Dirigenten zwei Mal als Sopranblockflötistin. Zu-
im Festsaal Nikita Dubov und das Mandolinen- erst im „Concertino Veneziano“ von
des Amtshau- orchester Rudolstadt unter Michael Ralph Paulsen-Bahnsen und später ne-
ses für den 13. Grübler gestalteten gemeinsam zwei ben der Geigerin Mathilda Bauer, die
und 14. Bezirk wunderbare Stunden. Offenbar wollte davor ebenfalls als Sopranblockflötistin
ein Freund- sich niemand diesen Konzertnachmit- im „Konzert Nr. II (C-Dur)“ von John
schaftskon- tag entgehen lassen, denn alle Plätze Baston ihr großartiges Können gezeigt
zert statt. waren von einem erwartungsvollen hatte. Auch der junge Benedikt Mortsch
Publikum besetzt. Wir wurden nicht zeigte sein Können, als er gemeinsam
enttäuscht! Eröffnet hat das Wiener Or- mit seiner Lehrerin das „Café Mont-
chester mit Giuseppe Jacchinis „Sonata parnasse“ spielte. Leider verging die
op 5/1“. Die Perfektion, mit der dieses Zeit viel zu schnell, und so musste das
anspruchsvolle Stück gespielt wurde, Rudolstädter Orchester sein Programm
war beeindruckend. Auf „Sweet Corn“, kürzen. Nach dem Marsch „Hoch Hei-
einem Characteristic-March von A. J. decksburg“, der „Rudolstädter Hymne“,
Weidt folgte der „Dance of the Skele- wie sie der Dirigent Michael Grübler
tons“ von Thos. S. Allen. Als Glenn Mil- bezeichnete, beschlossen beide Orches-
lers „Moonlight Serenade“ erklang, war ter das Freundschaftskonzert mit Fried-
man verlockt, einfach im Takt mit zu rich Gestenbergers „Wiener Früchterln“
schwingen. Das „Morgenständchen an und Traditional Irish Jigs, der „Visit to
Carmen“ von Mario Maciocchi beende- Ireland“. Wieder einmal wurde Können
te den ersten Teil. auf höchstem Niveau geboten und jeder
Das neue wie- Nach der Pause, während der die im Publikum wünscht sich bestimmt,
ner mandoli- Bühne umgestaltet werden musste, da dass es bald wieder ein Freundschafts-
nen- und gitar- das deutsche Orchester aus deutlich konzert dieser beiden großartigen Or-
renensemble mehr Musikern besteht, wurden wir chester gibt.
auf der Bühne. mit der Fest-Hymne von Paul Spiegel- [Esther M. Djahangiri]
14 RückblickFreude mit Musik Jedes Jahr im Herbst veranstaltet der VAMÖ den beliebten Konzertnachmittag „Freude mit Musik“ im Theatersaal der Seniorenresidenz Am Kurpark Oberlaa. So auch diesmal am Sonntag, 6. Okto- ber 2019 um 15.30 Uhr. Die langjährige und beliebte oder Ländler (Zillertaler Har- schön“. Wieder Umbaupause Moderatorin Gertraud Kotrba fenländler), ob im Duo, Trio und Gertraud Kotrba am Wort. begrüßte Zuhörer und Ehren- oder mal mit Gitarre – ein Letzter Programmpunkt: gäste, und VAMÖ-Präsiden- schöner Saitenklang, der große Frech‘s Blech. Das Bläser- tin Marianne Klicka eröffnet Freude machte. Abschließend quintett unter der Leitung von mit einer kleinen Ansprache. die „Egerbacher Polka“ (Florian Stefan Bruner begann mit „Blu- Diesen Sonntag standen vier Pallhuber) und großer Applaus. es For Five“. Fünf Bläser spiel- verschiedene Klangkörper am In der Umbauphase war Ger- ten einen „Blues für fünf “. Das Programm und der 1. Pro- traud Kotrba am Wort; immer muss ja passen! Nach dem ruhi- grammpunkt war der Chor eine Bereicherung mit ihren gen Blues wurde es mit „Brazil“ Soundbar (Leitung Michaela Texten uns heiteren Geschich- südamerikanisch-rhythmisch, Jank). Streng paritätisch – drei ten! aber auch geschmeidig im Vor- Damen, drei Herren – brachten Nach der Pause auf der Büh- trag. Danach eine interessan- sie Schlagermelodien und Ohr- ne das Akkordeonorchester te Bläserfassung von „The Girl würmer aus vergangenen Tagen. Musikverein FORTE unter der from Ipanema“. Beim nächsten Wer kennt nicht die Leopol- Leitung von Martin Hlavacek. Stück war der Trompeter gefor- di-Titel „Schinkenfleckerl“ oder Tempowechsel war jetzt ange- dert und „Tijuana Taxi“ wurde „In einem kleinen Café“. Oder sagt mit „Balkanfieber“ (H. G. sehr authentisch musiziert. Mit anderes Genre: „Ohne Krimi Kölz/M. Anton); „Fieber“ kann den ruhigeren Tönen von „Java geht die Mimi…“ Mal gefühl- also auch „gehört“ werden, wie Jive“ beendeten die Bläser ihr voll, dann wieder schelmisch, man hört. Die Herrschaften auf Programm. Großer Applaus für mit einem Augenzwinkern vor- der Bühne waren in Spiellaune die gesamte Veranstaltung – ein getragen; eine Freude, in alten und so wurde aus der folgenden abwechslungsreicher Konzert- Erinnerungen zu schwelgen. Schnellpolka „Vergnügungszug“ nachmittag war zu Ende. Zum Danach die Wienerberger von Johann Strauss ein Ver- Abschluss versammelten sich Saitenmusik unter der Leitung gnügen für alle Zuhörer. Nicht alle Gruppen und Orchester von Waltraud Neugebauer. Die mehr so schnell und anderer auf der Bühne zu einem Grup- drei Damen, Waltraud Neu- Rhythmus, aber nicht minder penfoto und VAMÖ-Vorsitzen- gebauer an der Zither, Angela vergnüglich die nächsten Titel: de Gabriele Breuer überreichte Selucky (Harfe) und Charlotte „Bella Ciao“ und „I will Survive“. zum Andenken eine Urkunde. Selucky (Hackbrett), brachten Die Gelassenheit des Dirigenten Freude mit Musik gibt es in einen bunten Bogen an echter übertrug sich auf Orchester und diesem Haus wieder am Sonn- „Saitenmusik“ in vollendeter Publikum und alle genossen ge- tag, 4. Oktober 2020 15:30 Uhr. Form. Ob Polka (Die Mollige), meinsam zum Abschluss den Boarischer (Die Apothekerin) Peter-Alexander-Titel: „Danke [chalu] Die Wienerberger Saitenmusik. Der Chor Soundbar. Rückblick 15
Von links nach rechts: Victor Kautsch, Tina Jae- Tina Jaeger und Franz Leiter
ger, Anastasios Strikos und Franz Leitner. beim Tanz auf der Bühne.
Japanischer Herbst mit dem Neuen
Favoritner Mandolinenorchester
Am Sonntag, dem 24. Novem- Anastasios Strikos, Ehemann Gesangsstücke wurden mit gro-
ber 2019 sollte um 16 Uhr im eines Orchestermitgliedes und ßem Applaus bedacht.
Festsaal der Simm-City das Dirigent von Beruf, hätte ei- Jetzt das Orchester mit dem
Herbstkonzert des Neuen Fa- gentlich im Publikum sitzen 1. Satz (Adagio-Presto) aus der
voritner Mandolinenorches- sollen, erklärte sich aber be- Sinfonie 101 „Die Uhr“ von Jo-
ters beginnen. Leider musste reit, so kurzfristig das Dirigat seph Haydn, die Tempi-Wech-
Dirigent Heinz Koihser kurz zu übernehmen, und so konnte sel gut herausgearbeitet. Japan
nach seiner Ankunft in der das Konzert mit nur 15-minüti- zunächst in der Kirschblüten-
Simm-City mit der Rettung in ger Verspätung beginnen. Vor- zeit: Franz Leitner „Dein ist
Spital gebracht werden. Die- her musste der Dirigent noch mein ganzes Herz“ (Land des
se Nachricht war natürlich ein schnell die Partituren studieren Lächelns), glaubhaft-intensiv
Schock, eine Absage so kurz und mit den Sängern und dem vorgetragen. Doch es naht der
vor Konzertbeginn nicht mehr Orchester eine Verständigungs- Herbst: „The Song Of Japanese
möglich, also „The Show Must probe einschieben. Autumn“ von Yasuo Kuwahara,
Go On“! Victor Kautsch, der Mode- ein schwieriges Stück, authen-
rator des Konzertes, begrüßte tisch interpretiert. Mit diesem
und informierte das Publikum. Stück ging es in die Pause.
Aus der Klinik kam die Nach- Den zweiten Teil des Konzer-
richt, dass es Heinz Koihser den tes eröffnete das Orchester mit
Umständen entsprechend gut der „Sperl-Polka“ von Johann
gehe und die Untersuchungen Strauss Vater. Tina Jaeger erin-
noch andauern. Begonnen wur- nerte mit schöner Stimme an
de mit dem „Mandolinengruß“ „Heimat, deine Lieder“ aus der
von Richard Österreicher, und Ungarischen Hochzeit von Nico
es folgte die „Fächerpolonaise“ Dostal. Fasziniert vom Orches-
von Carl Michael Ziehrer. Ge- tervortrag der „Spanish Eyes“
fühlvoll und sehr schön vorge- (Bert Kaempfert), setzte Franz
tragen wurde „Air“ von Johann Leitner mit „O Sole mio“, (Edu-
Sebastian Bach und anschlie- ardo Di Capua) einen weiteren
ßend sang der Tenor Franz Leit- Höhepunkt. Viel Applaus für
ner „Leise flehen meine Lieder“ Sänger und Orchester. Auf Roc-
von Franz Schubert. Ein zweiter co Granatas „Buona Notte Bam-
Gesangsvortrag: Die Sopranis- bino“ folgte „Summertime“ aus
tin Tina Jaeger mit einem Lied Porgy und Bess, intensiv und
von Robert Stolz: „Du sollst der geschmeidig vorgetragen von
Kaiser meiner Seele sein“. Beide Tina Jaeger. Mit „Wien bleibt
16 RückblickVon links nach rechts: Anastasios Strikos, Das Neue Favoritner Mandolinenorchester
Victor Kautsch, Tina Jaeger und Franz Leitner. beim Konzertieren auf der Bühne.
Wien“ von Johann Schrammel Konzert in dieser Form über-
verabschiedete sich das Orches- haupt möglich war. Dank gilt
ter. Als Tina Jaeger und Franz auch dem Dirigenten Anas-
Leitner bei der Draufgabe zur tasios Strikos, der mit sicherer
Melodie von „Mädel klein, Mä- Hand durch das Konzert führte
del fein“ aus der Operette „Graf und auch sichtlich Freude dar-
von Luxemburg“ von Franz Le- an hatte. Victor Kautsch hat mit
har singend abtanzten, war gro- seiner sensiblen, unterhaltsa-
ße Erleichterung spürbar, weil men und professionellen Mode-
das Konzert mit dem neuen Di- ration ebenso maßgebend zum
rigenten so gut über die Bühne gelungenen Konzert beigetra-
gebracht werden konnte. gen, und somit können wir uns
Besonderer Dank gebührt alle schon auf das Frühlings-
Heinz Koihser, der die Stücke konzert am 26. April 2020, hier
arrangiert und mit Orchester in der Simm-City, freuen.
und Sänger so hervorragend
vorbereitet hatte, dass dieses [GaBreu]
Der eingesprungene Dirigent Anastasios Strikos. Dieses und Foto Die Sängerin Tina Jaeger auf der
rechts: Gabriele Breuer; alle anderen: G. Mühlbauer. Bühne.
Rückblick 17Der „Japanische Herbst“ aus
einem zweiten Blickwinkel
Der „Song of Am Tag des Konzertes, dem 24. No- Wien besuchte sie den Lehrgang „Ele-
Japanese Au- vember 2019, war alles für das Kon- mentare Musikpädagogik“ an der Uni-
tumn“ des zeit- zert bereit und die Musikerinnen und versität für Musik und Darstellende
genössischen Musiker bereit zur Tonprobe. Unser Kunst. Seitdem sie in Wien lebt, macht
Dirigenten Ya- Dirigent, Heinz Koihser, der das Kon- sie die Mandoline zu ihrem Hauptin-
suo Kuwahara zert mit uns gewissenhaft einstudiert strument. Als Solo-, Duo-, Ensemble-
(1946 – 2003) hatte und sich dem Orchester und dem und Orchestermusikerin hat sie zahl-
ist zu einem der Publikum trotz beginnender Krank- reiche Auftritte absolviert und ist auch
Lieblingsstücke heit verpflichtet fühlte, musste kurz bei den Wiener Philharmonikern als
des Neuen Fa- vor seiner Ankunft in der Simm-City Substitut(in) tätig. Nataliya Striku ist
voritner Man- mit der Rettung in Spital gebracht wer- ebenso als bildnerische Künstlerin und
dolinenorches- den. Diese Nachricht wirkte auf die als Musikpädagogin aktiv.
ters geworden. Orchestermitglieder wie ein Schock. Anastasios Strikos wurde 1972 in
Also ist es nicht Eine Absage des Konzertes war so kurz Athen geboren. Er absolvierte zahl-
verwunderlich, vor Konzertbeginn nun nicht mehr reiche Musikstudien und studierte in
dass dieses möglich. In dieser schwierigen Situati- Griechenland auch Theaterwissen-
aussagekräfti- on schlug Natalyia Striku vor, dass ihr schaften. In Würzburg studierte er
ge Stück zum Mann, Anastasios Strikos, das Dirigat Orchesterleitung und erhielt Privat-
namensgeben- des Konzertes übernehmen könne, unterricht bei Carlo Maria Giulini in
den Titel des schließlich sei er Dirigent und habe Mailand. Zurzeit lebt er in Wien und
Herbstkonzer- sich ohnehin eine Karte für das Kon- pflegt eine rege internationale Konzert-
tes 2019 gewor- zert gekauft ... tätigkeit als Pianist und Dirigent. Sein
den ist. Nataliya Striku und Anastasios Stri- Repertoire umfasst ein breites Spekt-
kos sind ein bemerkenswertes Künst- rum von Barock bis zur Avantgarde.
lerpaar: Nataliya Striku wurde in Dnje- Seit 2008 ist er auch Chefdirigent der
propetrowsk, in der Ukraine, geboren. Kammeroper Korfu.
Sie erhielt bereits ab ihrem 6. Lebens- 90 Minuten vor Konzertbeginn er-
jahr Musikunterricht in ihrer Heimat- schien Anastasios Strikos auf der Büh-
stadt und studierte später Zupfinstru- ne, studierte konzentriert die Partitur,
mente mit dem Hauptfach Domra. In blätterte, studierte und begann mit
Politische
Promienz im
Publikum: Die
Bezirksvorsteher
Johann Paul
Stadler (Sim-
mering) und
Markus Franz
(Favoriten).
18 RückblickVoller Einsatz des kurzfristig eingesprungenen Dirigenten Anastasios Strikos. Fotos: Günter Mühlbauer. dem Orchester, der Sopranistin das Diplom für Oper, beides mit schen Hochzeit von Nico Dost- und dem Tenor die Probe. Das ausgezeichnetem Erfolg. Er ab- al (1895-1981), Text: Hermann Orchester rückte, bildlich ge- solvierte Meisterkurse bei Wal- Hermecke (1892-1961), bevor sprochen, zusammen und folgte ter Berry, Martha Eggert, Paul Franz Leitner seinen Tenor mit hoch konzentriert und moti- Esswood und James King. Und „O Sole mio“ von Eduardo di viert dem neuen Orchesterlei- gleich anschließend trat „unse- Capua (1865-1970) zur Freude ter auf dem Weg ins Konzert, re“ Sopranistin Tina Jäger mit des Publikums erschallen ließ. das dann mit nur 10 Minuten einem Lied von Robert Stolz Mit dem letzten Stück des Kon- Verspätung beginnen konnte. (1880-1975) auf und sang „Du zertes „Wien bleibt Wien“ von Noch vor Beginn des Konzer- sollst der Kaiser meiner See- Johann Schrammel (1850-1893) tes erhielten wir die Nachricht le sein“, Text: Fritz Grünbaum waren die Gedanken von uns aus der Klinik, dass es Heinz (1880-1941) Wilhelm Sterk Musikerinnen und Musikern Koihser den Umständen ent- (1880-1940). Tina Jäger ist un- wieder bei unserem Dirigenten sprechend gut gehe und die serem Publikum noch aus dem Heinz Koihser mit der Hoff- Untersuchungen noch andau- Frühlingskonzert als eine junge, nung auf baldige Genesung. ern. Viktor Kautsch, der Mo- aufstrebende Sängerin bekannt, Und als Tina Jäger und Franz derator des Konzertes begrüßte die auch diesmal mit großem Leitner zur Melodie von „Mädel und informierte das Publikum. Applaus bedacht wurde und die klein, Mädel fein“ aus der „Graf Sein besonderer Gruß galt den Erwartungen des Publikums er- von Luxemburg“ von Franz beiden Bezirksvorstehern aus füllte. Mit dem „Song of Japane- Lehar (1870-1948) singend ab- dem Heimatbezirk des Orches- se Autumn“ von Yasuo Kuwaha- tanzten, war die Freude groß, ters und dem Bezirk, in dem das ra (1946-2003) verabschiedete dass wir das Konzert mit einem Orchester bei seinen Konzerten sich das Orchester in die Pause. neuen Dirigenten so gut über als Gast willkommen geheißen Wenn Sie dieses Stück nachhö- die Bühne gebracht haben. wurde. ren wollen, lohnt sich ein Be- Unser besonderer Dank galt Nach der „Fächerpolonaise“ such auf unserer Web-Site. Hier an diesem Tag dem Dirigenten von Carl Michael Zierer (1843- finden die Version, die das Fa- Anastasios Strikos, der uns mit 1922) intonierte der Tenor voritner Mandolinenorchester sicherer Hand durch das Kon- Franz Leitner das Ständchen gemeinsam mit dem Anhalti- zert geführt hat und sichtlich „Leise flehen meine Lieder“ von nischen Zupforchester am 29. Freude daran hatte, an diesem Franz Schubert (1797-1828), September 2019 zum Besten ge- Tag das Neue Favoritner Man- Text: Ludwig Rellstab (1799- geben hat - www.mandolinen.at dolinenorchester zu dirigieren. 1860). Der Tenor Franz Leit- Der zweite Teil des Konzer- Dank auch Nataliya Striku für ner erhielt seine Ausbildung tes wurde mit der „Sperl-Polka“ die Vermittlung und Viktor am Konservatorium der Stadt von Johann Strauss Vater (1804- Kautsch für seine sensible und Wien. 1998 erwarb er das Dip- 1849) eröffnet, und Tina Jäger professionelle Moderation. lom für Lied und Oratorium bei interpretierte das Lied „Heimat, David Lutz und im Jahr 2000 deine Lieder“ aus der Ungari- [Harald Eichelberger] Rückblick 19
Fein sein, beinander bleiben „G’sungen und G’spielt“ fand am Sonntag, 6. Oktober 2019 von 14 bis 18 Uhr im Festsaal der Markt- gemeinde Langenzersdorf statt. Fünf Bläser der Musikkapel- wars amal draußt an der Als“/ le-Langenzersdorf spielten Edwin Kölbl; „I kenn‘ a kleines zur Eröffnung „Im Murboden“. Wegerl im Helenental“/Alexan- Dann begrüßte die Obfrau des der Steinbrecher. 1. Langenzersdorfer Zither- Akkordeon-Solistin Silvia vereines Gertrude Reinthaler, Slerka: „Slowenien, mein Hei- die Gäste. Es folgten 3 weitere matland“, „Tante Mizzi“. Musikstücke der Bläser: „Mühl- Nur im 1. Teil: Die Schüler viertler Weis‘“, „Abend in Aus- der Musikschule Langenzers- serfern“ und Musik von Bezirks- denlied“/Willi Berking/arr. H. dorf, (Klasse Sabine Horvath kapellmeister Ludwig Egger aus Pröll. und Barbara Kausel): „King of Bad Aussee. Die Moderatorin, Hinterbrühler Schram- the fairies“ und „Drowsy Mag- Gerti Adam, führte durch das meln: „Wiener Tanz“ in A-Moll/ gie“; Klasse Dr. Angela Kail (Vi- Programm und gab in ihren Johann Schmutzer; „Sul- oloncello): „der Affe“ und „der Lesungen zwischen den einzel- tan“-Marsch“/Josef Schrammel; Pandabär“; Klasse Sabine Hor- nen Musikbeiträgen Gedichte „Tänze in h-moll“/Alois Stroh- vath (Gitarre): „Hallelujah“. und Geschichten aus eigener mayer; „Praterveigerln“/Polka Zwischen den Beträgen wur- Feder zum Besten: „Regentrop- franc./Joh. Schrammel. den auch gemeinsame Lieder fen“, „Die Zentrifuge, „Nur Ge- Harmonika-Solist Pepi Ste- gesungen: „Die Perle Tirols“, duld“, „Die Wundermedizin“, fl: „Regentropfen“/Emil Palm; „Das Schönste auf der Welt“, „Das Streifenhörnchen und der „The Harry Lime Theme“/An- „Auf, auf zum fröhlichen Ja- Frosch“, „Das Kompliment“. ton Karas; „Mei Wamp’n“/M. gen“, begleitet von Silvia Slerka Teilnehmende Gruppen und Salme; „Die lustigen Dorfmusi- am Akkordeon und Gertrude Solisten hatten je zwei Stücke, kanten“/J.Nissl. Reinthaler auf der Zither. Zum im 1. und im 2. Teil der Ver- Langenzersdorfer Zithe- Schluss sangen alle gemeinsam: anstaltung: Zitherrunde En- rensemble unter der Leitung „Fein sein, beinander bleiben“ zian, unter der Leitung von von Gerti Miko: „Bei gutem und „A ganze Weil“/Sepp Karl, Rudolf Pirker: „Weber Heiß Humor“/Marsch/Karl Strasser; begleitet vom Langenzersdorfer Boarischer“/trad; „OÖ. Bauern- „A weanerischer Tanz“/Wal- Zither-Ensemble. walzer“/O. Maurus; „In mein zer/nach Schrammelart; „Pa- Die während der Veranstal- Stüberl drunt“/Gottfried Rie- rade-Marsch“/Adalbert Kasal; tung eingetroffene Kulturre- der; „Riedfeld Landler“/Fl. Re- „Der schelmische Kuckuck“/ ferentin GGR Ingeborg Treitl darnig. Walzer/F. Brandlhofer. wurde begrüßt. Sie überreichte Harmonika-Solist Han- Ensemble Musika Tradi- an Mitwirkende Blumen und nes Hula: „Übern Präbichl“/ tionale: „Bertl Tanz“/Georg Wein. Bei der Verabschiedung Wolfgang Pichler; „Wir san da- Bertl; „s’Milchkanderl“/Wie- erging der Dank an alle Helfer bei“/Hannes Hula; „Auf der nerlied von Silvia Slerka; „Beim bei Organisation und Buffet so- Hipflhüttn“/trad. Volkslied; Kirchweih-Tanz“/Boarischer/K. wie an den Tontechniker Herrn „Schnapsflaschl-Boarischer“/ Edelmann; „Da Stieglhupfer“/ Jordan, dem auch zum Geburts- Klaus Karl. Boarischer/P. Moser. tag gratuliert wurde. Die Ob- Die vier Neuen: „Der lustige Weana Bleamerln (Renate frau dankte dem Publikum fürs Postillion“/Marsch/J. Bienfuss; Kolfelner, Gertrude Reinthaler, Kommen, lud zur Tombola und „Weißer Holunder“/Ländler/ Silvia Slerka): „A klaner Beser- zum nächsten „G’sungen und Th. Mohrens; „Patrona Bavari- lpark“/Richard Czapek; „Herr- G’spielt“ ein. ae“/Lied/G.Behrle; „Vagabun- gott aus Sta‘“/Karl Hodina; „So [N. N.] 20 Rückblick
Mundart und Musik Dieses fand erstmalig im Festsaal der nen vorgetragen wurden. Das von den Am 16. Novem- Neuen Musik Mittelschule Neunkir- Zitherspielern sehr gefühlvoll vorge- ber, etwas spä- chen statt, da aus verschiedenen Grün- tragene Stück von Josef Schnabl, „Im ter als die Jah- den der bisherige Veranstaltungsort, Kastanienhain“, und „Plappermäul- re davor, durfte der Saal des Kulturhauses VAZ Neun- chen“ von Ferdinand Kollmanek been- der Zitherklub kirchen, nicht zur Verfügung stand. deten den ersten Teil des Konzerts. Almrausch auch Die musikalische Leitung hatte auch in Nach einer kurzen Pause war der im Jahr 2019 zu diesem Jahr Judith Lang inne und dies „Vorwärtsmarsch“ von Heinrich Pröll seinem traditi- in bewährter Manier! Durch das Pro- der passend schwungvolle Einstieg in onellen Konzert gramm führte nun schon zum zwei- den von moderneren Liedern gepräg- laden. ten Mal Fritz Darmhoray und unter- ten zweiten Teil des Konzerts. Zwei hielt das Auditorium mit kurzweiligen Mundartgedichte und zwei Lieder der Texten und Mundartgedichten. Der Preiner SängerInnen („Für di“ und Zitherklub Almrausch wurde aufgrund „Zwischen Himmel und Erde“, bei- der überaus positiven Rückmeldungen de von Lorenz Mayerhöfer) leiteten aus dem Zuhörerkreis zum zweiten die Zuhörerschaft zum rhythmischen Mal in Folge von den Preiner Sänge- Schlager „Marina“ (Rocco Granata, rInnen unterstützt. Die schwungvollen arrangiert von Herbert Ober) und der und abwechslungsreichen Gesangsdar- sehr bekannten und ins Ohr gehenden bietungen ergänzten das Programm Titelmelodie des „Kaisermühlen Blu- des Zitherklubs Almrausch sehr tref- es“ (Lauber/Raduvan, arrangiert von fend und boten eine angenehme Ab- Elfi Gach). Die von den Preiner Sänge- wechslung zur Zithermusik. rInnen kraftvoll vorgetragenen Lieder Auch in diesem Jahr durften Lieder „Circle of Life“ (Elton John) und „Let der Familie Gach nicht fehlen, und da- us go in Peace“ (John Rutter) sowie her wurde das Konzert mit dem von zwei lustige Gedichte in Mundart run- Elfi Gach komponierten Werk „Pink deten den modernen Teil des Konzerts Ball“ pünktlich und schwungvoll er- harmonisch ab. Bevor das offizielle öffnet. Nach einer kurzen Begrüßung Programm des Zitherklubs mit den durch unseren Moderator folgte der „Kosenden Wellen“ von Franz Lehar melodische Walzer „Grüße aus der Mo- zu Ende ging, wurde noch der „Wal- zartstadt“ von Franz Brandlhofer. Zwei zer XV“ von Johannes Brahms (arran- Mundart-Gedichte sowie zwei Volks- giert von Frank Colarno) vorgetragen. lieder, darunter das allseits bekannte Nach einem weiteren Lied der Preiner Lied der „Hammerschmiedsgsell’n“, SängerInnen, sowie dem vom Publi- von den Preiner SängerInnen sehr ge- kum sehnlich erwarteten „Harry Lime fühlvoll intoniert, leiteten den volks- Theme“ von Anton Karas, schloss sich tümlichen Teil des Konzerts ein. Die- nach zwei unterhaltsamen Stunden ser umfasste den „Gstader Boarischen“ auch im Jahr 2019 der Vorhang. (Lothar Gottlöber), die Polka „Lustige Der Zitherklub Almrausch Neun- Buam“ (Peter Stolnitz & Lothar Gott- kirchen bedankt sich bei seinem treu- löber), das Stück „Orgelländler“, alle en Publikum und freut sich schon jetzt drei vorgetragen vom Zitherklub, „Bist darauf es im Jahr 2020 erneut mit ei- du ned bei mir“, ein Volkslied, sowie nem weit gefächerten Programm der „Gern hobn tuat guet“ von Heidi Preis- Zitherliteratur begrüßen zu dürfen! segger, die von den Preiner SängerIn- [Hartmuth Ziegler} Rückblick 21
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