Taufbaumfest Kleine und grosse Hände helfen, den Baum zu pflanzen - 9/2021 1. bis 30. September Katholische Pfarrei Knutwil-St. Erhard ...

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Taufbaumfest Kleine und grosse Hände helfen, den Baum zu pflanzen - 9/2021 1. bis 30. September Katholische Pfarrei Knutwil-St. Erhard ...
9/2021 1. bis 30. September   Katholische Pfarrei Knutwil-St. Erhard

Kleine und grosse Hände helfen,
den Baum zu pflanzen

Taufbaumfest
Seite 6
Taufbaumfest Kleine und grosse Hände helfen, den Baum zu pflanzen - 9/2021 1. bis 30. September Katholische Pfarrei Knutwil-St. Erhard ...
2    Pfarrei Knutwil-St. Erhard                                                           www.pfarrei-knutwil.ch

Gottesdienste                                             Freitag, 17. September
                                                          15.00–16.00 stille Anbetung, Pfarrkirche

                                                          25. Sonntag im Jahreskreis
Mittwoch, 1. September                                    Eidgenössischer Dank-, Buss- und Bettag
09.00 Eucharistiefeier, Kapelle St. Erhard                (siehe Artikel Seite 12) Liturgieverantwortung: Pater
                                                          Thomas Plappallil Kollekte: Bettagsopfer für Seelsor-
Donnerstag, 2. September                                  ger/innen und Pfarreien in Notlagen
08.30 Rosenkranzgebet, Pfarrkirche
09.00 Eucharistiefeier, Pfarrkirche                       Samstag, 18. September
                                                          Kein Gottesdienst
Freitag, 3. September – Herz-Jesu-Freitag
08.30 Eucharistische Anbetung mit anschliessender         Sonntag, 19. September
       Eucharistiefeier, Kapelle St. Erhard               10.00 Eucharistiefeier, Pfarrkirche
15.00–16.00 stille Anbetung, Pfarrkirche                  Mitwirkung Kleinformation Jodelfründe

23. Sonntag im Jahreskreis                                Mittwoch, 22. September
Liturgieverantwortung: Pater Thomas Plappallil            09.00 Eucharistiefeier, Kapelle St. Erhard
Kollekte: Theologische Fakultät der Universität Luzern
                                                          Donnerstag, 23. September
Samstag, 4. September                                     08.30 Rosenkranzgebet, Pfarrkirche
17.30 Eucharistiefeier, Kapelle St. Erhard                09.00 Eucharistiefeier, Pfarrkirche

Sonntag, 5. September                                     Freitag, 24. September
10.30 Eucharistiefeier, Pfarrkirche                       15.00–16.00 stille Anbetung, Pfarrkirche

Mittwoch, 8. September                                    26. Sonntag im Jahreskreis
09.00 Eucharistiefeier, Kapelle St. Erhard                Liturgieverantwortung: Vierherr Thomas Müller

Donnerstag, 9. September                                  Samstag, 25. September
08.30 Rosenkranzgebet, Pfarrkirche                        Kein Gottesdienst
09.00 Eucharistiefeier, Pfarrkirche
                                                          Sonntag, 26. September – Erntedank
Freitag, 10. September                                    10.30 Eucharistiefeier, Pfarrkirche
15.00–16.00 stille Anbetung, Pfarrkirche                  Mitwirkung Jodelclub Alpegruess

24. Sonntag im Jahreskreis                                Mittwoch, 29. September
Liturgieverantwortung: Pater Thomas Plappallil            09.00 Eucharistiefeier, Kapelle St. Erhard
Kollekte: Kreis frohes Alter, Knutwil-St. Erhard
                                                          Donnerstag, 30. September
Samstag, 11. September                                    08.30 Rosenkranzgebet, Pfarrkirche
17.30 Eucharistiefeier, Pfarrkirche                       09.00 Eucharistiefeier, Pfarrkirche

Sonntag, 12. September
10.30 Eucharistiefeier, Pfarrkirche                      Jahrzeiten und Gedächtnisse
      Aufnahme der neuen Ministranten
                                                         Samstag, 4. September
Mittwoch, 15. September                                  Jzt. für Bertha Schüpbach-Krummenacher, Jzt. für
09.00 Eucharistiefeier, Kapelle St. Erhard               Annelies Müller

Donnerstag, 16. September                                Sonntag, 5. September
08.30 Rosenkranzgebet, Pfarrkirche                       Jzt. für Josef Kaufmann-Birrer
09.00 Eucharistiefeier, Pfarrkirche                      Samstag, 11. September
                                                         Jzt. für Margrith Wanner-Koch, Jzt. für Bertha und Anton
                                                         Wanner-Fries
Taufbaumfest Kleine und grosse Hände helfen, den Baum zu pflanzen - 9/2021 1. bis 30. September Katholische Pfarrei Knutwil-St. Erhard ...
www.pfarrei-knutwil.ch                                                      Agenda / Pfarrei Knutwil-St. Erhard                    3

Kirche und Kanton laden ein                                                                    Rad
                                                                                               Pfarrei aktuell
Die Luzernerinnen und Luzerner wallfahren zu Bruder Klaus
                                                                                               Pers
Immer am ersten Mittwoch im Sep-
                                                                                               Hei
tember pilgern Luzerner*innen zu                                                               Erntedank
Bruder Klaus nach Sachseln und                                                                 Da,
Flüeli-Ranft. Die Wallfahrt findet nach                                                        wirk
einem Jahr Unterbruch wieder statt.                                                            oft a
Die katholische Kirche und die Kan-                                                            misc
tonsregierung laden gemeinsam                                                                  und
dazu ein. Pilgerleiter ist neu P. Bruno                                                        Schr
Oegerli (Beromünster), im Gottes-                                                              den
                                               Der Ranft, Ziel der Wallfahrt zu Bruder
dienst predigt Jakob Zemp, Wall-                                                               Theo
                                               Klaus.               Bild: Roberto Conciatori
fahrtspriester in Heiligkreuz. Neu                                                             So, 1
fahren die Pilger*innen mit dem Bus            schieren um 06.30 Uhr ab Bahnhof Ich lade alle Gottesdienstbesucherin-
oder Auto von Sachseln nach Flüeli,                                                       Fernund -besucher herzlich ein, am
                                               Stans los. Auch dieses Jahr sind alle zu nen
sie gehen nicht mehr zu Fuss. Eine             Apéro und Mittagessen eingeladen.          Sonntag, 26. September, ihre Natura-
Andacht in der Ranftkapelle ersetzt                                                       Sternaus Hof und Garten zur Segnung
                                                                                          lien
den früheren Bittgottesdienst. Die             Mi, 1.9., 09.15 Uhr Gottesdienst in der    20
                                                                                          mitzubringen.    Die Körbli, Harassli
                                               Pfarrkirche Sachseln, 11 Uhr Andacht im
nachmittägliche Dankandacht wurde              Ranft, 12 Uhr Apéro | keine Anmeldung
                                                                                          oder  Kistli mit Obst, Gemüse, Blu-
                                                                                          Am
gestrichen. Die Fusspilger*innen mar-          erforderlich | luzerner-landeswallfahrt.ch men usw. können Sie vor dem Got-
                                                                                          Terr
                                                                                          tesdienst beim Altar platzieren und
                                                                                          New
                                                                                          anschliessend wieder mit nach
                                               Runder Tisch der Religionen Hochdorf die
                                                                                          Hause nehmen. Vierherr Thomas
                                               Diskussion «Ehe für alle»                  mad
                                                                                          Müller wird diesen Gottesdienst mit
                                                                                          So, 5
                                               Ein Beitrag des Bayerischen Rund- der Pfarrgemeinschaft halten. Er
                                               funks über eine katholische Religions- freut sich auf Ihr Mitfeiern und den
                                                                                          Film
                                               lehrerin und ihr Coming-out dient als farbenfroh geschmückten Altar.
                                               Einstieg in eine Diskussion. Willkom- Gedanken und
Bild: zVg

                                               men sind Gläubige aller Religionen.
                                               Mo, 6.9., 20.00–21.30 Uhr, Evangelisch-
Beromünster                                    Reformiertes Kirchgemeindehaus Hochdorf |
Ein Tag mit allen Engeln                       Anmeldung bis 4.9. an Anke Waldek:
                                               079 475 88 30 oder aw.rs@sunrise.ch
Im Chorherrenstift St. Michael und im
                                                                                               Erfahrungen teilen
ganzen Michelsamt gibt es viele Bezü-
                                               Behindertenseelsorge
ge zu Engeln. Das Stift und das «Aus-                                                          Ich lade alle ein, Gedanken und Er-
                                               Begegnung in Luthern Bad
zeithaus», das sich in einem der Chor-                                                         fahrungen zu unseren Monatsthemen
                                                                                               Gert
herrenhäuser befindet, laden daher             Begegnungstage für Menschen mit                 zu Hause oder im Gotteshaus aufzu-
                                                                                               Figu
zu einem Besinnungstag zum Thema               Seh- oder Hörbehinderungen und                  schreiben, mit oder ohne Namen.
Schutzengel. Die Teilnehmenden sind            ihre Begleitpersonen im Wallfahrts-             Papier und Schreibzeug liegen in der
eingeladen, sich von biblischen Quel-          ort Luthern Bad. Organisiert werden             Kino bereit.
                                                                                               Kirche
len inspirieren zu lassen und sich zu          die beiden Tage von der Caritas-                DieSeptember wollen wir unsere Ge-
                                                                                               Im
öffnen für das Wirken der Schutzengel          aktion der Blinden, Sektion Bruder              danken zum Thema «Dankbarkeit»
                                                                                               Die
im Alltag, heisst es im Beschrieb. Im-         Klaus. Mittagessen und Führung im               miteinander teilen und so unseren
                                                                                               trud
pulse, Zeit zur persönlichen Besinn-           Begegnungszentrum St. Ulrich in Lut-            Glauben ins Spiel bringen (Text dazu
                                                                                               bedr
nung und wählbare Ateliers zur Ver-            hern.                                           auf Seite 10).
                                                                                               bom
tiefung. Leitung: Stiftspropst Harald          Carfahrt um 09.00 Uhr ab Zug, 10.00 Uhr
                                                                                               Ich freue mich auf Ihre Inputs, Erfah-
                                                                                               aus
Eichhorn, Brigitte Drescher-Baumeler           ab Luzern, 10.45 Uhr ab Sursee.                 rungen und Gedanken.
                                               Für sehbehinderte Menschen:                     gun
und Jörg Gerber vom «Auszeithaus».
                                               So, 19.9., Anmeldung bis 10.9.                  halt
2.10., 10.00–17.15 Uhr, Stift Beromünster,     Für hörbehinderte Menschen: So, 23.10.,
                                                                                                              Pater Thomas Plappallil
                                                                                               men
Fr. 50.– | Anmeldung bis 3.9. an Chorherren-   Anmeldung bis 15.10.
stift St. Michael, Verwaltung, 6215 Bero-      Jeweils an bruno.huebscher@lukath.ch oder       Held
münster, verwaltung@stiftberomuenster.ch       041 419 48 43 | Kosten jeweils Fr. 40.–         «Die
Taufbaumfest Kleine und grosse Hände helfen, den Baum zu pflanzen - 9/2021 1. bis 30. September Katholische Pfarrei Knutwil-St. Erhard ...
4      Pfarrei Knutwil-St. Erhard                                                             www.pfarrei-knutwil.ch

                                        Babysitter-Kurs für Schüler/             Chenderträff
 «Putzfee» gesucht                      innen der 6. Klasse
                                                                                 Das Mosten am 15. September
 Zur Reinigung des Pfarreisekreta-
                                                                                 findet statt.
 riates suchen wir auf Mitte Sep-
                                                                                 Weitere Infos dazu entnehmen Sie
 tember eine Person (Aufwand ca.
                                                                                 unserer Webseite www.frauenver-
 5–6 Std./Mt.). Für weitere Infos
                                                                                 ein-knutwil.ch/dienstleistungen/
 steht Kirchmeierin Nadia Bühl-
                                                                                 chendertraeff
 mann, Tel. 041 920 29 76, gerne        An zwei Mittwochnachmittagen zeigt
 zur Verfügung.                         Magi Estermann interessierten Schü-
                                        ler/innen der 6. Klasse auf spieleri-    Kreis frohes Alter
                                        sche Art den Umgang mit Babys und
Frauenverein
                                        Kleinkindern. Am Ende des Kurses         Liebe Senioren und Seniorinnen, im
                                        können die Teilnehmer/innen sich         September dürfen wir wieder ein we-
Kinderwarenbörse
                                        in die Liste für die Babysitter-Ver-     nig mehr Normalität in unser Ver-
Samstag, 18. September
                                        mittlung vom Frauenverein Knutwil-       einsleben bringen. Dem Himmel sei
im Pfarreizentrum OASE
                                        St. Erhard eintragen lassen.             Dank! Hier zwei wichtige Aktivitäten:
                                                                                 Am 2. September treffen wir uns end-
                                        Datum:
                                                                                 lich zur grossen Reise, die uns nach
                                        1. Teil: Mittwoch, 8. September
                                                                                 Greyerz führen wird. Die Einladung
                                        2. Teil: Mittwoch, 15. September
                                                                                 mit Infos dazu wurde mit dem Jah-
                                        Zeit: 13.30–16.30 Uhr
                                                                                 resprogramm verschickt.
                                        Ort: Pfarreizentrum OASE, Knutwil
                                                                                 Da wir letztes Jahr nur einmal den
                                        Kosten: Fr. 40.– pro Teilnehmer/in
                                                                                 Mittagstisch anbieten konnten, ha-
                                        (inkl. Unterlagen und Zvieri)
                                                                                 ben wir uns entschlossen, im aktuel-
Auch an Spielen hat es immer ein        Anmeldung:
                                                                                 len Vereinsjahr mit diesem Anlass
grosses Angebot.                        bis Sonntag, 5. September an Gabi
                                                                                 bereits im September zu starten. So
                                        Arnold: gabi.arnold.gonis@gmx.ch,
                                                                                 treffen wir uns am Dienstag, 14. Sep-
Zum Verkauf angenommen werden           079 425 97 60
                                                                                 tember um 11.30 Uhr im Restaurant
gut erhaltene und saubere Winter-       Bitte Adresse, Telefonnummer und
                                                                                 Rössli. Achtung: Für das erste Treffen
kleider (ab Grösse 80), Schneebeklei-   Geburtsdatum des Kindes angeben.
                                                                                 melden sich alle Interessierten an!
dung, Schuhe, Wintersportartikel,       Achtung:
Kinderwagen, Autositze sowie Spiel-     Der Kurs findet nur bei genügend
                                                                                 Unser Programm
sachen, Bücher, Fasnachtskleider für    Anmeldungen statt. Falls der Kurs
                                                                                 im September
Kinder.                                 abgesagt werden muss, informieren
                                        wir Sie am Montag, 6. September.         Donnerstag, 2. September
Annahme: Freitag, 17. September,
                                                                                 grosse Reise nach Greyerz (Hinweise
17.00 bis 18.30 Uhr                     Wir freuen uns auf viele interessierte
                                                                                 dazu siehe Jahresprogramm 21/22)
Reservieren Sie sich Ihre Kunden-       Schüler/innen!
nummer (wenn noch nicht vorhan-                                                  Donnerstag, 9. September
                                                      Vorstand Frauenverein
den) bis spätestens Mittwoch, 15.                                                Jass-Treff, 13.30 Uhr im Restaurant
                                                         Knutwil-St. Erhard
September.                                                                       Mostkrug, St. Erhard
                                        Rechtlicher Hinweis:
Verkauf: Samstag, 18. September,                                                 Dienstag, 14. September
                                        Während des Kurses werden Foto-
09.00 bis 10.30 Uhr                                                              Mittagstisch, 11.30 Uhr im Restaurant
                                        aufnahmen angefertigt, welche evtl.
                                                                                 Rössli, Knutwil
Rückgabe/Auszahlung:                    auf der Website oder auf dem Face-
                                                                                 (Anmeldung bis am Samstagmittag,
Samstag, 18. September, 12.30 Uhr       book-Account des Frauenvereins
                                                                                 11. September, an Susanne Burkart,
                                        Knutwil-St. Erhard veröffentlicht wer-
Kontakt:                                                                         Tel. 041 921 28 34)
                                        den. Sollten die Erziehungsberechtig-
boerse@frauenverein-knutwil.ch,
                                        ten damit nicht einverstanden sein,      Donnerstag, 23. September
Evi Felder, Telefon 041 921 37 66,
                                        bitten wir um umgehende Benach-          Wandern, Treffpunkt um 14.00 Uhr
Natel 079 666 22 94
                                        richtigung.                              beim Gemeindehaus Knutwil
Taufbaumfest Kleine und grosse Hände helfen, den Baum zu pflanzen - 9/2021 1. bis 30. September Katholische Pfarrei Knutwil-St. Erhard ...
www.pfarrei-knutwil.ch                                                               Pfarrei Knutwil-St. Erhard               5

Pro Senectute: Herbstsammlung
                                                                                        Röm.-katholische Pfarrei
Gemeinsam stärker. Auch in Zukunft                                                      Knutwil-St. Erhard
                                                                                        www.pfarrei-knutwil.ch
                                                                                        www.pastoralraumregionsursee.ch

                                                                                        Kaplan
                                                                                        Pater Thomas Plappallil
                                                                                        Chelerain 1, 6213 Knutwil
                                                                                        041 921 63 71
                                                                                        thomas.plappallil@prsu.ch

                                                                                        Pfarramt – Sekretariat
                                                                                        Chelerain 1, 6213 Knutwil
Amélie, 76, möchte so lange wie möglich zu Hause leben.
                                                                                        041 921 13 88
Pro Senectute unterstützt sie dabei.                                    Foto: zvg.
                                                                                        sekretariat@pfarrei-knutwil.ch
                                                                                        Öffnungszeiten:
Vom 20. September bis 30. Oktober       In der Krise ist Verlass                        DI/MI/DO 09.00–11.30
2021 führt Pro Senectute Kanton         auf Pro Senectute                               Für seelsorgerische Notfälle
Luzern die diesjährige Herbstsamm-      «Gemeinsam stärker. Auch in Zu-                 041 921 13 88, auch ausserhalb
lung durch. «Gemeinsam stärker.         kunft.» So lautet der Slogan der                der Öffnungszeiten
Auch in Zukunft.» – so lautet das       Herbstsammlung 2021. Seniorinnen
Motto. Mit Ihrer Spende sorgen Sie      und Senioren sind in vielen Berei-
                                                                                        Reduzierte Öffnungszeiten
dafür, dass Seniorinnen und Senio-      chen eine unverzichtbare Stütze für
                                                                                        während Schulferien
ren in der Schweiz möglichst lange      die Gesellschaft. Sie sorgen unter an-
                                                                                        Bitte beachten Sie, dass das Pfarr-
am gesellschaftlichen Leben teilneh-    derem für ihre Partner, sie unterstüt-
                                                                                        amt während der Schulferienzeit
men können, auch in herausfor-          zen ihre Kinder und Enkel, sie geben
                                                                                        vom Samstag, 25. September, bis
dernden Zeiten.                         ihre Berufserfahrungen an die jün-
                                                                                        Sonntag, 17. Oktober, nur jeweils
                                        gere Generation weiter oder engagie-
                                                                                        Dienstag und Mittwoch von 9.00–
Wir informieren, beraten und helfen     ren sich sehr oft in der Freiwilligen-
                                                                                        11.00 Uhr geöffnet ist.
älteren Menschen und deren Angehö-      arbeit. Und wenn sie einmal nicht
rigen und sorgen so für ein möglichst   mehr weiterwissen, ist Pro Senectute
                                                                                        Bei einem seelsorgerischen Not-
langes selbstbestimmtes Leben.          für sie da. Leider erleben wir aber
                                                                                        fall ausserhalb der Öffnungszei-
Während der diesjährigen Herbst-        auch viele traurige Schicksale. Alters-
                                                                                        ten wählen Sie 041 921 13 88.
sammlung vom 20. September bis          armut ist nach wie vor ein grosses
                                                                                        Über den Anrufbeantworter des
30. Oktober sind wiederum rund 700      Thema. Wir wissen, worauf es in sol-
                                                                                        Pfarramtes erhalten Sie die Not-
freiwillige Helferinnen und Helfer      chen Momenten ankommt. Wir hel-
                                                                                        fall-Pikettnummer.
unter Einhaltung der Schutzmassnah-     fen älteren Menschen und stehen
men in den Gemeinden des Kantons        Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Ver-
Luzern persönlich oder brieflich        lässlich und kompetent.
                                                                                        Kirchenrat
unterwegs. Auch dieses Jahr kann
                                                                                        Präsident:
wieder bargeldlos via Twint gespen-     Unser Engagement fördert die finan-
                                                                                        Thomas Arnet, 076 433 96 13
det werden. Ein Viertel des gespende-   zielle, rechtliche und gesundheitliche
                                                                                        praesident@pfarrei-knutwil.ch
ten Geldes bleibt in der jeweiligen     Selbstständigkeit – dies nicht nur in
                                                                                        Kirchmeierin:
Gemeinde und wird für die Alters-       der Corona-Zeit, sondern auch in
                                                                                        Nadia Bühlmann, 041 920 29 76
arbeit vor Ort eingesetzt. Jede ein-    Zukunft. Verlässlich und kompetent.
                                                                                        kirchmeier@pfarrei-knutwil.ch
zelne Spende trägt dazu bei, dass Pro
Senectute Kanton Luzern die drin-               Pro Senectute Kanton Luzern,
                                                                                        Pfarreiratspräsidentin
gend notwendige Arbeit im Dienste       Ortsvertretung Margrit Odermatt und
                                                                                        Bea Furrer-Möckli, 041 921 57 70
älterer Menschen weiterführen                              Annelies Wymann
                                                                                        bea.furrer@gmx.ch
kann.
Taufbaumfest Kleine und grosse Hände helfen, den Baum zu pflanzen - 9/2021 1. bis 30. September Katholische Pfarrei Knutwil-St. Erhard ...
6      Pfarrei Knutwil-St. Erhard                                                           www.pfarrei-knutwil.ch

Taufbaumfest im Stockacherwald

Eine schwarze Erle für
unsere getauften Kinder
Am 10. Juli feierten die Familien mit
den seit Ostern 2020 getauften Kin-
dern das traditionelle Taufbaumfest.
Gemeinsam pflanzten sie als Erinne-
rung an das Sakrament der Taufe
ihren Taufbaum im Stockacherwald.
Dieses Jahr hat der Förster eine
Schwarze-Erle ausgewählt.
Das Wetter spielte mit und die Tauf-
familien durften dank der Vorberei-
tung und dem Mitwirken von Luzia
Imgrüth mit ihrer Tochter Celine und
Monika Zihler zusammen einen
schönen Vormittag erleben. Herzli-
chen Dank an alle.
                                                                                Gespannt lauschten die Tauffamilien
             Pater Thomas Plappallil                                            der Geschichte vom Uhu, die Luzia
                                                                                und Celine Imgrüth erzählten.

                                        Mit viel Eifer wurden die Holzbäumli dekoriert.

                                        Fotos links:
                                        Pater Thomas
                                        segnet den Baum
                                        und David hilft      Weitere Fotos in der Bildergalerie unserer Webseite:
                                        mit beim Ein-        www.pfarrei-knutwil.ch/bildergalerie/taufbaumfest
                                        pflanzen.
Taufbaumfest Kleine und grosse Hände helfen, den Baum zu pflanzen - 9/2021 1. bis 30. September Katholische Pfarrei Knutwil-St. Erhard ...
www.pfarrei-knutwil.ch                                                            Pfarrei Knutwil-St. Erhard          7

Irma Steiger blickt auf den Sommer zurück

Flexibel durch die Jahreszeit

Das Zusammenspiel von Regen und Sonne war sehr eindrücklich – wunderschöner Regenbogen über dem Surental.

Das Jahr hat zwölf Monate, und oft       doch nun.» Auf die schlimmen Über-        aber weiterlaufen ... Herrliche Erin-
haben wir unsere Vorstellungen, was      schwemmungen und Hagelschäden             nerungen.
wir in gewissen Jahreszeiten machen      möchte ich gar nicht eingehen.
möchten, oder haben bereits Anfang       Als ich in der Natur unterwegs war,       Dieser Sommer hat gefordert
Jahr fixe Termine über das Jahr hin-     kam es mir vor, die Landschaft sei        Wir wurden gefordert oder auch auf-
durch in der Agenda eingetragen.         momentan genügend mit Wasser ge-          gefordert, uns statt am See in der
Bereits haben wir wieder Ende Au-        nährt. Nicht nur sie, auch wir waren      Badi oder auf einer Wanderung zu
gust. Erst vor kurzer Zeit haben wir     sonnenhungrig!                            vergnügen. Und warum nicht wieder
uns so auf den Sommer gefreut –                                                    mal ein «Speli-Jass-Nomittag» ma-
Sonne, Wärme, lange Tage mit schö-       Flexibilität ist gefragt                  chen? Wann hast du dich zuletzt mit
nen Sonnenuntergängen, die man an        Was können wir bei schlechtem Wet-        Nachbarn, Verwandten oder Freun-
entspannten Abenden draussen ge-         ter in unserer Freizeit tun? Wenn         den sehr unkompliziert, spontan
niessen kann ... Viele von uns freuten   möglich jeden Sonnenstrahl richtig-       hingesetzt und etwas getrunken? Wir
sich vielleicht auch auf die bevorste-   gehend einsaugen und die Wärme            durften uns einige Zeit nicht sehen,
henden Sommerferien. Vorfreude ist       geniessen, und sobald die Sonne am        aber genau jetzt, bei diesem Regen-
ja bekanntlich die schönste Freude.      Himmel zwischen den Wolken sicht-         wetter, war es ja auch eine Chance,
                                         bar ist, die Zeit draussen nutzen.        etwas anderes zu unternehmen als
Vorstellung und Realität                 Apropos flexibel: Warst du auch bei       vorgesehen.
Wie war für dich der Sommer 2021 in      Regen draussen? Hast du zum Bei-          Im Sommer am Nachmittag einen
der Schweiz? Ich gehe davon aus, de-     spiel die Regentropfen bewusst auf        Film zusammen schauen? Nein, das
finitiv nicht so wie gewünscht. Wie      deinem Regenschirm wahrgenom-             geht doch nicht, spinnst du? Ja aber,
am Anfang geschrieben: Wenn wir          men? Dieses Geräusch erlebte ich als      schau mal nach draussen ... Es regnet
«Sommer» hören und uns vorstellen,       angenehm und entspannend, aber            in Strömen, der Donner ist hörbar
unterscheidet sich dieser Eindruck       auch als beängstigend.                    und die Blitze in der Ferne sichtbar.
von dem, was dieses Jahr wirklich        Ich musste sehr ab mir selber lachen      Gott sei Dank gab es ja doch ein paar
war, oder? Es war oder ist eine unge-    und nachdenken ... Wann war ich           sonnige Tage, an denen wir den
wohnte Situation.                        das letzte Mal mit meinen Gummi-          Sommer so erleben durften, wie wir
Wie oft haben wir es gesagt oder ge-     stiefeln fast im Sumpf stecken geblie-    ihn uns gewünscht hatten.
dacht: «Was soll das?! Schon wieder      ben? Ja genau dieses Gefühl, der
Regen, schon wieder Gewitter, bei-       Stiefel bleibt stecken und du willst                              Irma Steiger
nahe jeden Tag, jede Nacht. Es reicht                                                                   (Text und Foto)
Taufbaumfest Kleine und grosse Hände helfen, den Baum zu pflanzen - 9/2021 1. bis 30. September Katholische Pfarrei Knutwil-St. Erhard ...
8      Pfarrei Knutwil-St. Erhard                                                              www.pfarrei-knutwil.ch

Den Glauben ins Spiel bringen – auch
Vor Jahren sagte ein Bekannter aus       Das Märchen vom kleinen                  würde?», fragte der Kleine und er-
dem Ausland zu mir: «Die Leute in        Dank (von Ulrich Peters)                 zählte Gott seinen Traum. «Keiner
der Schweiz sind sehr dankbar. Ich       Es war einmal ein kleiner Dank, der      kann alleine aus eigener Kraft gross
höre das Wort Danke sehr oft! Für al-    sich langweilte. Er hatte unendlich      werden», entgegnete Gott. «Gross
les und bei jeder Gelegenheit bedan-     viel Zeit und auch sonst vieles, was     und erwachsen wird man nur in Be-
ken sich die Menschen in der             man sich denken und wünschen             gegnungen mit anderen. Das ist ein
Schweiz.»                                konnte. Aber niemand brauchte ihn        beschwerlicher und langer Weg.»
                                         und so kam er sich reichlich über-       Aber den wollte der kleine Dank
Vor einiger Zeit habe ich mit diesem     flüssig vor. Einem kleinen Dank, den     gerne auf sich nehmen. So machte er
Bekannten telefoniert und nach dem       niemand braucht, ergeht es wie           sich auf seine Reise, nur mit seinem
Gespräch ist mir wieder dieser Satz      einem Menschen. Er hat nicht nur         Traum im Gepäck, einmal gross zu
in den Sinn gekommen: «Die Leute         grossen Kummer, er verkümmert            werden in der Welt.
in der Schweiz sind sehr dankbar!»       auch. Was sollten die Leute auch mit     Am leichtesten würde er wohl bei
Ich habe mir dann darüber Gedan-         einem kleinen Dank anfangen, sagte       einem kleinen Menschen ankom-
ken gemacht, ob das auch heute           er sich. Manchmal aber, in stillen       men, dachte er und besuchte ein
noch so ist, und da ist mir eine wert-   Stunden, träumte der kleine Dank         Kind. «Guten Tag», sagte er artig.
volle Geschichte in die Hände ge-        davon, gross zu sein und wesentlich      «Ich bin ein kleiner Dank und wollte
kommen, die mich nachdenklich            zum Leben dazuzugehören. Dann            fragen, ob du mich wohl brauchen
stimmte. So konnte ich für mich die      träumte er von der grossen Dankbar-      kannst, damit ich gross werde in der
Frage beantworten, ob ich, ob wir        keit, die auf der Erde und unter den     Welt.» «Einen kleinen Dank soll ich
immer noch diese Menschen sind,          Menschen lebt. Aber wenn er dann         gebrauchen können? Spinnst du!
die das «Danke sagen» nicht verges-      erwachte, kam er sich nur noch klei-     Wofür sollte ich denn dankbar sein?
sen haben.                               ner vor und die trostlose Wirklichkeit   Für meine Eltern vielleicht, die im-
                                         war wieder da.                           mer gestresst sind? Ja, sie haben mir
Wenn mein Bekannter aus dem Aus-                                                  jede Menge Spielzeug geschenkt,
land dann irgendwann wieder zu uns       So nahm er eines Tages seinen gan-       aber nur selten Zeit, mit mir zu spie-
in die Schweiz kommt, dann hoffe         zen Mut zusammen und fragte sei-         len. Oder soll ich vielleicht für die
ich, dass er sagen kann: «Die Leute in   nen Schöpfer: «Warum bin ich so          Schule danken, für den Druck und
der Schweiz sind sehr dankbar.»          klein und warum existiere ich über-      das Bauchweh, die damit verbunden
                                         haupt, wenn mich niemand braucht?»       sind? Nein, nein, kleiner Dank, vielen
Nun, wenn also in nächster Zeit ein      «Dass dich niemand braucht, heisst       Dank, dich kann ich nicht gebrau-
kleiner Dank zu Ihnen auf Besuch         nicht, dass dich niemand nötig hat.      chen.»
kommt, lassen Sie ihn Platz nehmen       Du bist sogar lebenswichtig», antwor-    Traurig wanderte der kleine Kerl wei-
und gehen Sie sorgsam mit ihm um.        tete Gott lächelnd. «Du lebst, weil      ter und traf einen Mann, der gerade
Mit dem kleinen Dank kommt das           dich die kleinen Leute lieben und        sein Auto entlud. Er stellte sich vor
Glück zu Ihnen – und wie gross es        weil nur das Kleine und Zarte das        und fragte, ob er wohl Verwendung
wird ...                                 Harte verwandelt. Glaube mir: Ein        für ihn habe. «Du hast mir gerade
                 Theres Buob-Huber       kleiner Dank ist viel wichtiger als      noch gefehlt», polterte der Mann los.
                                         eine fantastische Forderung, ein         «Danken, wofür sollte ich denn dan-
                                         grosser Wunsch oder ein gewaltiger       ken? Ich habe mir alles selbst er-
                                         Befehl.» «Aber wäre es nicht schön,      arbeitet und strenge mich täglich an,
                                         wenn ich unter den Menschen gross        damit es meiner Familie gut geht.
Taufbaumfest Kleine und grosse Hände helfen, den Baum zu pflanzen - 9/2021 1. bis 30. September Katholische Pfarrei Knutwil-St. Erhard ...
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im September
 Danken? Wer bedankt sich denn bei         Dank. Mir ist das Danken längst ver-       Ist es nicht genau umgekehrt? Eigent-
 mir?» Dann hielt der Mann kurz inne       gangen.»                                   lich sind wir nicht dankbar, weil wir
 und die Spur eines Lächelns ging          Betreten wanderte der kleine Dank          glücklich sind, sondern werden
 über sein Gesicht. Ja, wenn das Le-       weiter. Langsam verlor er seinen letz-     glücklicher, je dankbarer wir sind.
 ben leichter wäre, gäbe es auch gute      ten Mut. Er traf noch einen Profes-        Ich musste den kleinen Kerl, unbe-
 Gründe für einen Dank. Aber sein          sor, einen Politiker und einen Pfar-       dingt wieder finden. Das erwies sich
 Lächeln verschwand so schnell, wie        rer, einen Arzt und eine Kranke.           als beinahe hoffnungsloses Unterfan-
 es gekommen war: «Das Leben ist           Und, was soll ich euch erzählen? Was       gen. Soviel ich auch rief und suchte:
 anders; schwer und leider häufig un-      glaubt ihr? Richtig, niemand konnte        Der kleine Dank war wie vom Erdbo-
 erfreulich. Ein kleiner Dank? Nein,       etwas mit ihm anfangen. Schliesslich       den verschluckt.
 ich habe keine Zeit für dich und es ist   kam er auch zu mir. Ich sass gerade        Es mochte eher ein Zufall sein, dass
 kein Platz für dich in meinem Le-         am Schreibtisch, als er eintrat, sich      ich dann doch noch auf einige Spu-
 ben.»                                     vorstellte und mir seine traurige Ge-      ren stiess, der er hinterlassen hatte.
 Noch bekümmerter als vorher               schichte zu erzählen begann. Ich will      Denn auf meiner Suche begegnete
 schlenderte der Kleine durch die          nicht sagen, dass mir das nicht ans        ich dem Jungen. Was soll ich sagen:
 Strassen der Stadt. Es schien ihm, als    Herz ging – aber ich war beschäftigt       Wir schämten uns, so rüde mit dem
 sei er noch kleiner geworden, als er      und hatte einfach keine Zeit. Da           kleinen Kerl, umgegangen zu sein,
 sich ohnehin schon fühlte. Wenn           platzte dem kleinen Dank der Kra-          und wollten das gerne wiedergut
 Kinder und Erwachsene mich nicht          gen: «Ihr Menschen macht mich zu           achen. Nur wie? Womöglich spielte
 gebrauchen können, dachte er, dann        einem Nichts», schimpfte er und            er mit uns Verstecken und wartete
 kann ich vielleicht bei alten Men-        seine ganze kleine Gestalt zitterte vor    darauf, dass wir ihn finden?» Das war
 schen ankommen. So besuchte er            Aufregung. «Ihr habt keine Zeit, sagt      es. Der Junge hatte mich auf einen
 eine alte Dame. «Guten Tag», sagte        ihr, oder keinen Grund, einen klei-        Gedanken gebracht. Kein Wunder,
 er höflich. «Ich bin ein kleiner Dank     nen Dank aufzunehmen. Dabei ist            dass ich ihn nicht finden konnte. Ich
 und wollte fragen, ob Sie wohl Ver-       noch keiner glücklich und alt gewor-       suchte an den falschen Stellen. Viel-
 wendung für mich haben.» «Ein             den, dem nicht gedankt wurde.»             leicht müsste ich in mir selber su-
 Dank», wiederholte die Alte mit ge-       Seine Worte schwebten noch im              chen. Vielleicht ist er innen, und
 brochener Stimme, und tief in ihren       Raum. Aber so plötzlich, wie der           wenn er nicht in mir steckt, in meiner
 müden Augen leuchteten Erinnerun-         Kleine gekommen war, war er ver-           Einstellung zu den Dingen, der Welt
 gen an längst vergangene Zeiten wie-      schwunden. Er war indes nicht ein-         und dem Leben, ist er nirgends. Es
 der auf. «Das war schön», sagte sie       fach hinausgegangen. Es war viel-          liegt wohl an mir, ob er einen Platz
 etwas verträumt, «als die Menschen        mehr, als ob er sich von einer Minute      im Leben bekommt und ob er klein
 noch Zeit hatten, dankbar zu sein.        auf die andere in Luft aufgelöst hätte.    und nichtig bleibt oder gross und
 Aber heute, wofür sollte ich heute        Das alles war seltsam und liess mich       wichtig wird. Dankbarkeit fängt klein
 dankbar sein, mein Kleiner? Mein          nachdenklich zurück. Ja, wirklich, ich     an, aber ich spürte, dass sich eine
 Mann ist tot, schon lange. Weisst du,     ging häufig gedankenlos und unauf-         Kraft in mir zu entfalten begann, die
 wie das ist? Schrecklich, es ist das      merksam mit meinem Leben um.               in die Welt kommen wollte. Ich hatte
 Schlimmste, was ich bislang erleben       Aber wie konnten die Dinge neu und         den kleinen Dank gesucht. Ich fand
 musste. Ich bin einsam geworden           anders werden? Warum nur suchen            ihn, wo und wie ich es nicht erwartet
 und habe mir meinen Lebensabend           wir immer erst Glück, Gesundheit           hatte: in mir selbst.
 anders vorgestellt. Es ist keine          und Wohlstand, ehe sich Dankbarkeit
 Freude, alt zu werden. Nein, vielen       in uns regt?
Taufbaumfest Kleine und grosse Hände helfen, den Baum zu pflanzen - 9/2021 1. bis 30. September Katholische Pfarrei Knutwil-St. Erhard ...
10       Pastoralraum Region Sursee                                                www.pastoralraumregionsursee.ch

Wie Versöhnung gelingen kann
                                                                                   News
Ein Abendspaziergang
für Männer                                                                         Frauen*synode
                                                                                   Samstag, 4. September
                                                                                   Anstelle des geplanten Grossanlas-
                                                                                   ses findet die siebte Frauen*-
                                                                                   synode «Wirtschaft ist Care» als
                                                                                   Stationenweg in Sursee statt.
                                                                                   Am 4. September werden öffent-
                                                                                   liche Führungen angeboten und
                                                                                   der synodale Prozess mit einer
                                                                                   Veranstaltung im kleinen Rahmen
                                                                                   abgeschlossen.
                                                                                   Informationen und Anmeldung:
                                                                                   www.frauensynode2021.ch/
                                                                                   stadtfuehrungen/

                                                                     (Foto: zVg)
                                                                                   Ein Baum zum Bettag
Wir gehen durch Sursee und führen        geschoss eines israelischen Soldaten.     19. September, 10.30 Uhr, in der
Gespräche zu den Themen Gewalt,          Ramis und Bassams Leben ist voll-         Pfarrkirche St. Georg, Sursee
Verlust und Versöhnung. Wir treffen      kommen symmetrisch und vollkom-           Zum 50-jährigen Jubiläum pflan-
uns bei der Treppe vor der Pfarrkir-     men unsymmetrisch. Sie lernen sich        zen die Landeskirchen an sechs
che in Sursee, laufen über den Sur-      in einer Selbsthilfegruppe für Eltern     Orten im Kanton je einen Baum.
seer Friedhof, auf den Vorplatz des      kennen, deren Mitglieder ein Kind         Reformator Martin Luther wird
Kantonsspitals zur Kapelle Maria-        durch ein gewaltsames Ereignis ver-       der Satz zugeschrieben: «Selbst
zell. Der Abschluss bildet ein kleiner   loren haben und werden Freunde.           wenn ich wüsste, dass morgen die
Umtrunk am See. Alle interessierten                                                Welt untergeht, würde ich heute
Männer sind herzlich eingeladen.                                                   noch ein Apfelbäumchen pflan-
                                         Vier Stationen durch Sursee               zen.» Die Kirchen setzen deshalb
Auf dem Spaziergang begleitet uns        An vier Stationen hören wir je zwei       in sechs Regionen des Kantons je
das Buch «Apeirogon» des irischen        Ausschnitte aus dem Buch und er-          einen Baum; für jedes der Jubi-
Schriftstellers Colum McCann. In         halten dazu einen passenden Impuls        läums-Jahrzehnte und das kom-
diesem berührenden Buch wird die         zu den Themen «Zwei Männer – ein          mende Jahrzehnt einen. Dies ge-
Geschichte von zwei Männern er-          Schicksal», «Krieg und Gewalt», «Ver-     schieht in ökumenischen Feiern,
zählt, der eine Israeli, der andere      lieren und verletzt werden» und           die vor Ort stattfinden. Einer der
Palästinenser.                           «Versöhnung». An jeder Station im-        Bäume wird im Rahmen der öku-
                                         provisiert AWI zu den angesproche-        menischen Bettagsfeier in Sursee
Zwei Männer – ein Schicksal              nen Themen auf seinem Didgeridoo.         gepflanzt.
Die beiden Männer verbindet das          Durch den Abend führen Giuseppe
Schicksal, eine Tochter durch Gewalt     Corbino und Andreas Baumeister.
verloren zu haben. Ramis Tochter                           Andreas Baumeister
wird im Alter von 13 Jahren von
einem palästinensischen Selbstmord-
                                          Donnerstag, 23. September,
bomber vor einem Jerusalemer
                                          19.00 Uhr, bei der Pfarrkirche
Buchladen auf dem Schulweg zufällig                                                pastoralraumregionsursee.ch
                                          St. Georg, Sursee                        Redaktion: Tanja Metz (tm)
getötet. Bassams Tochter stirbt vor
                                          Kostenlos und ohne Anmeldung             pfarreiblatt@pastoralraumregionsursee.ch
ihrer Schule durch das Hartgummi-
Thema                        11

Aufruf von Kirchen und Kanton Luzern zum Bettag (19. September)

Von Zumutungen und Lebensmut
Kirchen und Kanton Luzern stellen dieses Jahr ihre Bettags-
aktion unter das Motto «Mut». Solchen brauche es, um
Herausforderungen wie der Corona-Pandemie zu begeg-
nen, schreiben sie. Sich gegenseitig Mut zu machen helfe,
die Krise als Gemeinschaft zu bewältigen.
                                                                                   Leb

                                                                                                                   W
                                                                                      ens

                                                                                                                     e
Kleine Veränderungen gehören zu unserem Alltag. Oft

                                                                                                                      h
nehmen wir diese nicht bewusst wahr. Sie gehören zum

                                                                                                                                 los
Jahreszyklus unseres Daseins und verlangen kein aktives
Tun. Sobald Veränderungen von aussen oder von innen
unser Handeln beeinflussen, entsteht etwas wahrnehm-                               Zu
bar Neues. Das Neue kann Unterschiedliches in unse-
rer Gefühlswelt auslösen: Frohmut, Angst, Neugier,
Unsicherheit, Übermut, Sehnsucht, Ungewissheit oder
                                                                                                                                 ung
auch Wehmut.

                                                                                           De

                                                                                              t
Die Corona-Pandemie stellt uns alle seit über ein-

                                                                                            f
                                                                                        Lang
                                                                                          n
einhalb Jahren auf unerwartete Art und Weise lau-

                                                                                         a
fend vor neue Herausforderungen und neue Lebens-

                                                                                        S
situationen – und sie konfrontiert uns mit intensiven
Gefühlen: Trauer, Schmerz, persönliche Verluste
oder die Sorge um uns und unsere Nächsten sind
Teil der Pandemie. Aber auch Solidarität, Unter-
stützung und Anteilnahme. Sanftmut und ge-
genseitiges Mutmachen helfen uns, die Krise als
Gemeinschaft zu bewältigen. Dabei misst sich
unsere Stärke am Wohl der Schwachen, wie dies          Sonntag
                                                               ,1
in der Präambel der Bundesverfassung festge-          Eidgenö 9. September 20
                                                              ssischer            21
                                                      Kirchen          Da
halten ist. Mit Demut fragen wir uns in die-                  und Kan nk-, Buss- und
                                                                      ton Luze       Bettag
sen Zeiten, wie viel wir vom Vorherigen noch                                   rn
                                                       ag_Plak
                                                              at_21.in
                                                                       dd

brauchen und was wir als Erkenntnisins Jetzt
                                                                            1

                                                                                      G estaltu
wie auch in die Zukunft mitnehmen.                                                              ng: Clau
                                                                                                         diu   s Bisig,
                                                                                                                          grafikco
                                                                                                                                     ntainer.c
                                                                                                                                                 h

Danke für Ihren Mut, Ihre Ausdauer und Ihre Zuversicht. Danke für Ihren Lebensmut und Ihre Hoffnung auf das Licht
im Dunkel, auf eine Zukunft, in der wir uns wieder persönlich begegnen, herzen und umarmen werden, uns gemeinsam
lebendig, uneingeschränkt und vielleicht auch mal wieder übermütig fühlen können.

                            Regierungsrat des Kantons Luzern                    Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern
                                                                                Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Luzern
                                                                                Christkatholische Kirchgemeinde Luzern
                                                                                Islamische Gemeinde Luzern

              Hinweis: In den Bussen im ganzen Kanton machen vom 6. bis 19. September Spots auf die Aktion aufmerksam.
12       Schwerpunkt

Dachstöcke bieten Unterschlupf

Fledermäuse gehen gerne «z Chile»
Weil es in Häusern immer weniger                                                    Verständnis und Rücksichtnahme.»
Estriche gibt, die nicht isoliert sind,                                             Wenn zum Beispiel eine Dachrenova-
werden Dachstöcke von Kirchen für                                                   tion ansteht, werden Arbeiten nicht
Fledermäuse zunehmend wichtiger.                                                    im Sommer während der Anwesen-
Eine ihrer Wochenstuben befindet                                                    heit der Tiere ausgeführt. Oder ein
sich in der Wallfahrtskirche Hergis-                                                Gerüst wird so aufgebaut, dass die
wald ob Kriens.                                                                     Fledermäuse trotzdem Zugang haben.
                                                                                    Vermieden wird auch, dass bei nachts
Im Dachstock leuchtet Manuel Lingg                                                  beleuchteten Kirchen die Scheinwer-
mit einer Rotlicht-Taschenlampe ins                                                 fer direkt ins Einflugloch strahlen. Das
Gebälk. Das stört die Fledermäuse                                                   würde die Tiere massiv irritieren.
nicht. «Sie haben keine Rezeptoren                                                  In der Kirche Hergiswald hat das Ein-
für Rotlicht», flüstert Lingg. Der 39-                                              flugloch die Form eines grossen Kreu-
Jährige ist Biologe und in einem klei-                                              zes, das in der Mauer ausgespart ist.
nen Pensum Fledermausschutz-Be-                                                     Ein symbolträchtiges Bild – wobei das
auftragter des Kantons Luzern.                                                      offene Kreuz nicht nötig wäre. Die
Ein paar Tiere sind zu erspähen, wie                                                etwa fünf Zentimeter langen und ein

                                          K
bei Fledermäusen üblich in hängen-                                                  paar Gramm schweren Braunen Lang-
der Position. Sie haben zwar Füsse,              irchen sind nicht nur              ohren würden den Weg hinein und
können aber nicht darauf stehen. Das                                                wieder hinaus auch über einen locker
Hängen kostet sie keine Kraft, die
                                                 für die Wochenstu-                 sitzenden Ziegel finden. Aber bei einer
Fusskrallen rasten sich durch ihr Ge-            ben der Fledermäuse                Flügelspannweite von 25 bis 27 Zenti-
wicht quasi im Holz ein. Sie schlafen     wichtig, sondern je länger                metern schätzen sie womöglich eine
ruhig, um nachts gerüstet zu sein für                                               breite Öffnung. Dort lassen sie sich
                                          je mehr für sie allgemein.
die Jagd auf Insekten, ihr praktisch                                                auch leichter zählen: Der lokale Fle-
einziges Nahrungsmittel.                             Manuel Lingg, kantonaler       dermausschützer Hans Gysin ver-
Die Kirche Hergiswald dient einer               Fledermausschutz-Beauftragter       zeichnet etwa 60 Tiere im Maximum.
Kolonie von ein paar Dutzend Brau-
ner Langohren als sogenannte Wo-                                                    In St. Ottilien bis zu 600 Tiere
chenstube. Von Anfang/Mitte Juni bis                                                Die Braunen Langohren sind eine von
zirka Ende August finden sich Weib-       barer Nähe ist. «Kirchen sind aber        über einem Dutzend Fledermaus-
chen ein, die hier ihr Junges gebären,    nicht nur für Wochenstuben wichtig,       Arten, die im Kanton Luzern hei-
säugen und aufziehen, bis es nach ein     sondern je länger je mehr für Fleder-     misch sind (gesamtschweizerisch gibtt
paar Wochen selber fliegen kann.          mäuse allgemein», sagt Manuel Lingg.      es rund 30 Arten, weltweit über 1000).
                                          Der Grund: Anders als früher werden       Mit grossem Abstand am häufigsten
Kirchen zeigen Verständnis                viele Häuser meist bis unters Dach        bei uns sind Zwergfledermäuse.
Während die im Mittelmeerraum be-         ausgebaut. Sogenannte Kalt-Estriche,      Neben den Braunen Langohren bil-
vorzugten Höhlen bei uns zu wenig         die nicht isoliert sind und trotz ihres   den auch die Grossen Mausohren
warm wären, bieten Dachstöcke wie in      Namens im Sommer deutlich wärmer          Wochenstuben in Dachstöcken. Die
Hergiswald dank der Sonnenwärme           werden, gibt es immer seltener.           meisten anderen Arten bevorzugen
geeignete Bedingungen für Wochen-         In Kirchen jedoch bleiben die Dach-       Spalten an den Aussenseiten von Ge-
stuben. Zudem sind sie ein sicheres       stöcke meist unangetastet. Lingg: «Es     bäuden oder natürliche Verstecke an
Versteck, vor allem vor Katzen. Und       ist ein Glücksfall, dass das Einverneh-   Bäumen.
was ist mit dem Kirchengeläut? Das        men mit den Kirchen sehr gut ist, mit     Bekannt als Wohnstube für Grosse
stört Fledermäuse anscheinend nicht,      unseren Anliegen für den Schutz der       Mausohren ist die Wallfahrtskapelle
selbst wenn die Glocke in unmittel-       Fledermäuse stossen wir auf viel          St. Ottilien in Buttisholz, wo jeweils bis
Schwerpunkt                  13

In der Kirche Hergiswald hat das Einflugloch die Form eines grossen Kreuzes, das in der Mauer ausgespart ist.
Für das winzige Braune Langohr (rechts) genügte aber auch ein locker sitzender Ziegel.             Bilder: Roberto Conciatori

zu 600 Tiere beisammen sind. Die           Beim Aussetzen trägt Lingg Hand-
Mausohren sind eine Art, deren Be-         schuhe. Fledermäuse können beissen         Kirchliche Wochenstuben
stand tendenziell zugenommen hat in        und zum Beispiel Tollwut übertragen.       In diesen Luzerner Kirchen (unter
den letzten Jahren, aber «Fledermäuse      Theoretisch. In der Praxis hat das der     anderen) zogen in den vergange-
stehen allgemein stark unter Druck,        Fledermausschutz-Beauftragte aber          nen Jahren Gruppen von Fleder-
vor allem, weil es zunehmend weniger       noch nie erlebt. Trotzdem sei für          maus-Weibchen in Wochenstuben
Insekten gibt», sagt Manuel Lingg.         Leute, die viel mit Fledermäusen zu        ihre Jungtiere auf:
                                           tun haben, immer etwas Vorsicht an-        • Braune Langohren: Buttisholz, Dopple-
Vorsicht ist immer angebracht              gebracht und neben Handschuhen               schwand, Eich, Ettiswil, Grosswangen
Für Fledermäuse gibt es im Kanton          auch eine Tollwut-Impfung Pflicht.           (Stettenbach), Hasle, Hitzkirch, Kriens
                                                                                        (Hergiswald), Marbach, Rain, Richenthal
Luzern sogar eine Pflegestation. Mo-       Dass sich nicht wenige Leute vor Fle-        (Guthirt-Kapelle), Roggliswil (Wendelin-
nika Lachat aus Kriens und Giselle         dermäusen mit ihrem etwas vampir-            Kapelle), Rothenburg (Bertiswil), Ruswil
Knüsel-Buchs aus Ruswil kümmern            haften Aussehen ängstigen, kann Ma-          (Rüediswil), Sursee (Kapelle Mariazell),
                                                                                        Ufhusen, Werthenstein (Klosterkirche),
sich ehrenamtlich um verletzte, ge-        nuel Lingg halbwegs nachvollziehen.          Willisau (Heiligblutkapelle), Winikon,
schwächte oder noch flugunfähige           Diese Ängste beruhten aber meist auf         Wolhusen, Zell.
Tiere und päppeln sie auf. Bei unse-       Schauermärchen. Nicht auszurotten          • Grosse Mausohren: Buttisholz (Wall-
rem Besuch in der Kirche Hergiswald        sei unter anderem die Behauptung,            fahrtskapelle St. Ottilien), Grossdietwil,
                                                                                        Malters, St. Urban (Klosterkirche).
brachte Lingg aus der Station ein Brau-    Fledermäuse würden gerne in die
nes Langohr mit. Es war auf Hergis-        Haare eines Menschen fliegen. Lingg        Meldungen von Fledermaus-
wald bei Untersuchungen des Holzes         bekommt das oft zu hören, kennt aber       Nachweisen in Dachstöcken sind
leicht verletzt und in die Pflegestation   keinen einzigen Fall. Seine Überzeu-       beim Fledermausschutz Luzern
gebracht worden. «Tiere werden mög-        gung: «Wenn man Fledermäuse in             willkommen.
lichst immer dorthin zurückgebracht,       Ruhe lässt, sind sie für Menschen völ-     fledermaus.info
wo sie gefunden worden sind.»              lig ungefährlich.»        Hans Graber
14        Aus der Kirche

Luzern                                       Universität Luzern                                         Was mich bewegt
                                             Honorar-Professorin für                       Auf der «Übelholspur»
                                             Ökumenische Theologie
                                                                                           Ist Ihnen das
                                             Nicola Ottiger ist seit 1. August Ho-         auch schon
                                             norarprofessorin für Ökumenische              mal passiert?
                                             Theologie an der Universität Luzern.          Sie schreiben
                                             Die promovierte Dogmatikerin ist seit         eine Notiz
                                             2005 als Dozentin für Dogmatik und            und bemer-

                                                                                                                             Bild: Bistum Basel
                                             Fundamentaltheologie am Religions-            ken, dass Sie
                                             pädagogischen Institut tätig, seit 2007       einen Fehler
                                             zusätzlich für Liturgiewissenschaft.          gemacht
                                             Sie übernimmt nach der Emeritierung           haben. Am Handy durchaus
Synodalrat Markus Müller tritt auf           von Wolfgang Müller die Leitung des           üblich, da das Worterkennungs-
Ende Jahr zurück. Bild: Roberto Conciatori   Ökumenischen Instituts, das von den           programm nach eigenen Regeln
                                             Landeskirchen mitgetragen wird.               funktioniert.
Kirchliche Wahlen 2022                                                                     Vor Kurzem beobachtete ich ein
Markus Müller hört auf                                                                     waghalsiges Überholmanöver.
                                                                                           Ein Oldtimer, ein fröhlicher kleiner
Synodalrat Markus Müller (Nebikon)
                                                                                           Piccolo-Transporter, wurde von
stellt sein Amt im nächsten Jahr zur
                                                                                           einem schnittigen, topmodernen
Verfügung. Er begründet seinen Ent-
                                                                                           Auto überholt. Die Situation war
scheid mit der zunehmenden Be-
                                                                                           gefährlich. Nach ein paar Schreck-
lastung als künftiger Leiter des Pas-
                                                                                           sekunden und einem innigen
toralraums Mittleres Wiggertal (Pfar-
                                                                                           Stossgebet kam mir der Gedanke,
reien Altishofen-Ebersecken; Nebikon;
                                                                                           ob sich diese Beobachtung auch
Schötz-Ohmstal; Egolzwil-Wauwil).
                                             Die neue Leiterin des Ökumenischen            auf andere Lebensbereiche an-
Die Ausgangslage für die Gesamt-
                                             Instituts, Nicola Ottiger. Bild: Uni Luzern   wenden lässt. Vieles in unserem
erneuerungswahlen 2022 steht damit
                                                                                           Leben sollte immer schneller
fest. Die aktuell sechs weiteren Syno-
                                                                                           und zielgerichteter ablaufen. Wer
dalratsmitglieder kandidieren erneut:
                                             Schweiz                                       nicht mithält, ist selber schuld
Renata Asal-Steger (Luzern), Hans
                                                                                           und bleibt auf der Strecke. Christ-
Burri (Malters), Annegreth Bienz-
                                             Generalsekretär der Bischofskonferenz         lich ist das überhaupt nicht. Im
Geisseler (Entlebuch), Armin Suppi-
                                             Von den Bischöfen zu Missio                   Matthäusevangelium sagt uns
ger (Kriens), Sandra Huber (Willisau)
                                                                                           Jesus: «Aber viele, die die Ersten
und Thomas Räber (Hitzkirch). Zwei           Erwin Tanner, seit zehn Jahren Gene-
                                                                                           sind, werden die Letzten sein,
der neun Sitze im Synodalrat sind der-       ralsekretär der Schweizer Bischofs-
                                                                                           und die Letzten werden die Ersten
zeit vakant und sollen anlässlich der        konferenz, wird auf Beginn 2022
                                                                                           sein.» Die totale Umkehrung
Synode vom 10. November wieder be-           Direktor des Päpstlichen Hilfswerks
                                                                                           unserer gewohnten Massstäbe.
setzt werden.                                Missio Schweiz. Dieses organisiert
                                                                                           Diese Worte fallen mir oft ein und
                                             unter anderem die Aktion Sternsin-
                                                                                           sie fordern mich im Alltag heraus,
                                             gen. Tanner folgt in diesem Amt auf
 So ein Witz!                                                                              mein eigenes Verhalten zu hinter-
                                             Martin Brunner-Artho, der das Hilfs-
                                                                                           fragen.
 «Was glaubt ihr, wo wohnt Gott?»,           werk seit 2012 leitete, seit 2015 als
                                                                                           Zurück zu meinem Schreibfehler.
 will die Katechetin wissen. «Im             Direktor.
                                                                                           Bei den Notizen zu diesen Zeilen
 Badezimmer», anwortet Amélie.               Brunner wechselt auf Sommer 2022
                                                                                           stand «Auf der Übelholspur.»
 «Wie kommst du denn darauf?»,               als Ausbildungsleiter an das Seminar
                                                                                           Das Übel holen. Ist doch treffend,
 fragt die Lehrerin zurück. «Na, je-         St. Beat in Luzern. Dessen bisherige
                                                                                           oder?
 den Morgen hämmert mein Va-                 Leiterin Elke Freitag war sechs Jahre
 ter gegen die Badezimmertür und             für das Seminar tätig und hat das Aus-            Jeannette Emmenegger-Mrvik,
 ruft: ‹Mein Gott, bist du denn im-          bildungsteam auf Ende August 2021                        Mentorin am Seminar
 mer noch drin?›»                            verlassen. Sie übernimmt eine Aufga-                           St. Beat Luzern
                                             be in der Pastoral, teilt das Bistum mit.
Thema          15

Abstimmung über die «Ehe für alle»

Gerechtigkeit versus Kindeswohl
Das Schweizer Stimmvolk stimmt                                          Pro                                      Contra
am 26. September über die «Ehe für       Die Liebe                                     Die Ehe ist
alle» ab. In kirchlichen Kreisen wird    fällt vom                                     ein auf Zeu-
das Thema kontrovers diskutiert.         Himmel. Ja!                                   gung und
                                         Aber damit                                    Familie aus-
Gemäss der Vorlage soll die zivile       die Liebe                                     gerichtetes
Ehe auch für gleichgeschlechtliche       hier auf                                      Sakrament.
Paare geöffnet werden. Bei einem Ja      Erden bleibt,                                 Das ist bei

                                                                           Bild: SKF

                                                                                                                         Bild: zVg
erhalten diese dieselben Rechte wie      braucht                                       Gleich-
heterosexuelle Paare: Auch gleich-       es viel: eine                                 geschlecht-
geschlechtliche Paare könnten ge-        Entscheidung, Respekt, Wohlwol-               lichen nicht möglich. Die «Ehe
meinsam Kinder adoptieren. Die ge-       len, Ausdauer, Ringen und vor                 für alle» bedeutet nicht nur die
setzlich geregelte Samenspende in der    allem einen Rahmen, in dem sie                bereits bestehende rechtliche
Schweiz würde einem verheirateten        geschützt ist.                                Absicherung, sondern auch den
Frauenpaar erlaubt. Anonyme Sa-          Einen solchen Rahmen, der die                 Zugang zu Fortpflanzungsmedizin
menspenden, die Eizellenspende und       Liebe und vor allem die Lieben-               für Lesben. Es ist absehbar, dass
die Leihmutterschaft blieben hin-        den und auch ihre Kinder gesetz-              diese gewollte Ungleichbehand-
gegen weiterhin verboten.                lich schützt, bietet der Staat                lung von Schwulen angefochten
                                         mit der Zivilehe an. Dass dieser              und ihnen künftig Zugang zu
Ehebegriff und Kindesrechte              Rahmen nur gewissen Liebenden                 Adoptionsrecht und Fortpflan-
Die Schweizer Bischofskonferenz          vorbehalten bleiben soll, ist eine            zungsmedizin ermöglichen wird.
(SBK) hat sich in der Vernehmlas-        grosse Ungerechtigkeit. Mit der               Männer können keine Kinder
sungsantwort gegen die Vorlage aus-      Ehe für alle wird diese Unge-                 austragen. Sie brauchen Leihmüt-
gesprochen. Gemäss katholischer          rechtigkeit aus der Welt geschafft.           ter. Frauen aus armen Ländern
Lehre sei das Sakrament der Ehe die      Es ist noch nicht so lange her,               vermieten ihren Körper und tra-
Verbindung von Mann und Frau, wel-       da haben gewisse Kreise jenen                 gen Kinder für reiche Erwachsene
che für die Fortpflanzung offen sei.     Paaren, die ohne Trauschein                   aus. Das ist Sklaverei, Prostitution
Die SBK spricht sich ausserdem gegen     zusammengelebt haben, das                     und Ausbeutung.
die Nutzung der Fortpflanzungsmedi-      Leben schwer gemacht. Warum                   Opfer ist auch das Kind. Es hat
zin aus. Auf diese Weise gezeugte Kin-   nun die fast gleichen Kreise                  gemäss Uno-Kinderrechtskonven-
der müssten «in Unkenntnis ihrer         auch denen das Leben schwer                   tion «das Recht, seine Eltern zu
Abstammung eine eigene Identität         machen, die gerne einen Trau-                 kennen und von ihnen betreut zu
aufbauen». Auch «Pro Ecclesia», die      schein hätten, ist unverständlich.            werden». Dieses Recht wird be-
Schweizerische Evangelische Allianz      Am 26. September geht es um                   wusst egoistischen Bedürfnissen
und der Dachverband «freikirchen.        die zivile Ehe für alle. Dass in der          Erwachsener geopfert.
ch» sagen nein zur Vorlage.              katholischen Kirche nicht nur                 Die Stärke des Volkes misst sich
Ja sagt der Schweizerische Katholi-      die Ehe für alle, sondern auch der            am Wohl der Schwachen. Wie ist
sche Frauenbund (SKF), er stellt die     Segen für gleichgeschlechtliche               es zu verantworten, dass Frauen
Verbindlichkeit der Beziehung ins        Paare (offiziell) nicht möglich ist,          und Kinder sich mit der «Ehe für
Zentrum. Die Evangelische Kirche         ist eine noch viel himmelschreien-            alle» den Starken unterordnen
Schweiz (EKS) begründet ihr Ja da-       dere Ungerechtigkeit.                         müssen?
mit, dass Gott selbst den Ehebund des
Paares geschlossen habe und segne.                     Katharina Jost Graf,                               Pirmin Müller,
Dies gelte für jede Geschlechterkon-                   Vizepräsidentin SKF,                        Präsident Pro Ecclesia
stellation, so die EKS.                                  Pfarreiseelsorgerin                             Zentralschweiz
                           Sylvia Stam
AZB 6213 Knutwil
                                                Post CH AG

                                                Zuschriften/Adressänderungen an:
                                                Römisch-katholisches Pfarramt
                                                Chelerain 1, 6213 Knutwil
                                                sekretariat@pfarrei-knutwil.ch, 041 921 13 88

Impressum
Herausgeber: Pfarrei Knutwil-St. Erhard,
Chelerain 1, 6213 Knutwil                       Hinweise für den überpfarreilichen Teil: Kantonales Pfarreiblatt, c/o Kommunikationsstelle der röm.-kath.
Redaktion: Esther Wanner                        Landeskirche des Kantons Luzern, Abendweg 1, 6006 Luzern 6, 041 419 48 24/26, info@pfarreiblatt.ch
Erscheint monatlich                             Druck und Versand: Brunner Medien AG, 6011 Kriens, www.bag.ch

Tiersegnung am Samstag, 2. Oktober

Segen für unsere Tiere
«Seid fruchtbar, mehrt euch und füllt die Erde.» Nach dem Schöpfungs-
bericht der Bibel (Genesis 1) schuf Gott am fünften und sechsten Tag die
Tiere und Menschen und segnete sie. Es gibt also einen guten Grund, auch
Tiere zu segnen: Gott selbst tut es.                                                                      Was erwartet mich wohl?

Tiere empfinden und fühlen genauso wie wir. Sie kennen Mitgefühl, Solidari-
tät, haben sogar ihre eigene «Intelligenz». Tiere sind für uns oft unverzicht-
bare Lebensbegleiter, wir leben Beziehungen mit ihnen und auch eine Tren-
nung kann schmerzvoll sein. Ja, vielleicht können wir von Tieren sogar
wieder lernen, was wir selbst schon lange verlernt haben: zum Beispiel, ein-
fach im Moment zu leben.

Zum zweiten Mal bieten wir in unserer Pfarrei in der Zeit um den Gedenktag
des hl. Franziskus – des Schutzpatrons der Tiere und der Natur – eine Tier-
segnung an. Nach einer kurzen Andacht werden Ihre Tiere einzeln gesegnet.

Sie dürfen alle Tiere mitbringen, die sich transportieren lassen. Es besteht
auch die Möglichkeit, den Segen als Gebetstext für ein Tier mit nach Hause
zu nehmen, falls Sie das Tier selbst nicht mitnehmen können. Wir freuen uns
auf viele Mitfeiernde und laden Sie herzlich ein!

                                           Der Pfarreirat und Pater Thomas Plappallil

  Segen für unsere tierischen Freunde

  Samstag, 2. Oktober, 16.00 Uhr
  vor dem Pfarreizentrum OASE, Knutwil                                                                    Auch Pferde und sogar Alpakas waren
  (neben der Pfarrkirche)                                                                                 dabei an der ersten Tiersegnung im
                                                                                                          letzten Jahr.
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